2017 Ausgabe 1 - Chubb

2017 Ausgabe 1 - Chubb

Face 2017 Ausgabe 1 Cyber Cyber Risk Engineering Den Cyberrisiken auf der Spur Social Engineering Digitaler Betrug auf dem Vormarsch Interview Lars ...

3MB Sizes 0 Downloads 8 Views

Recommend Documents

1 2017
vor 3 Tagen - Shopping Queen das Spiel zur Sendung. BEI UNS: 15,99 €. Aktueller Neupreis 27,49 €. Abenteuer auf dem

Ausgabe 1-2017.cdr - Volkssolidarität
Zu unserer Weihnachtsfeier 2016 im. Stadtteilzentrum Moskauer Platz war wie jedes Jahr die Abgeordnete des. Landtages de

NEUHEITENLISTE SEPTEMBER 2017 Seite 1 Land AUSGABE
Malediven. Satz postfrisch. 21.06.17 Gemälde von Katzen .... Sri Lanka. Satz postfrisch. 150 J. Ceylon Tee ... 20.07.17

Ausgabe 1 I 2017 - URSAPHARM Engagement
Nachwuchs-Judoka Tillmann Sutor im Interview. 18 .... Gespräche zur Planung des Turniers 2017 ge- führt. Wie auch ...

2017 - AMTV Hamburg
22.01.2017 - Iaido: Auf Socken zur WM in Japan. 24. Geburtstage. 26. Handball: Bericht Freiwurf Hamburg. 27. Judo: Saiso

Ausgabe 1 I 2017 - ZDF Werbefernsehen
Nischni-Nowgorod oder Rostow am. Don? Gerade in der russischen Provinz freut man sich auf die. Aufmerksamkeit durch die

2017 - Raml & Partner
3.1 Die Kleinunternehmerregelung. Ab 2017 wird es leichter unter die Kleinunternehmerregelung bei der Umsatzsteuer zu fa

2017 - Schweizerischer
7 der Flugplatz Sitten während der Flugphase vollständig gesperrt war, erhielten wir ... Vereins Schweiz, die unsere B

Ausgabe 1
„Komm herein, denn bei uns bist Du willkommen“, lud der Schulchor der Richard-Glimpel-Schule die ... Die erste Klass

Ausgabe 1
Charles M. Schwab (1862-. 1939) amerik. Stahlindustrieller. Vera F. Birkenbihl (*1946) dt. Autorin u. Management-. Train

Face

2017 Ausgabe 1

Cyber Cyber Risk Engineering Den Cyberrisiken auf der Spur Social Engineering Digitaler Betrug auf dem Vormarsch Interview Lars Hendrik Wiegels, Leiter der Haftpflichtsparte im Interview

Willkommen

L

iebe Leserin, lieber Leser, ich begrüße Sie ganz herzlich zu unserer ersten Ausgabe der Face in 2017. Auch wenn man beim Lesen des Namens dazu verleitet ist, den alten Namen ACE herauszulesen, so ist die Face mittlerweile doch ganz unter dem Einfluss und den Eindrücken der neuen Chubb entstanden. Aus vielen Gesprächen mit Ihnen habe ich immer wieder mitgenommen, dass der Name Face für Sie als Leserinnen und Leser einen großen Wiedererkennungswert hat, und so haben wir uns bereits im letzten Jahr dazu entschlossen, den Namen Face weiterzuführen – das nur zur Klarstellung und um Verwirrungen auszuschließen. Wie Sie unserem Anschreiben im Mai entnehmen konnten, erfolgte am 01.05.2017 der rechtliche Zusammenschluss der ACE European Group Limited und der Chubb Insurance Company of Europe SE. Zeitgleich wurden die Bestände der Chubb Insurance Company of Europe SE auf die ACE European Group Limited übertragen und der Name von ACE European Group Limited (AEGL) zu Chubb European Group Limited (CEGL) geändert. Insgesamt ein Vorgang, der für Sie, unsere Kunden und Geschäftspartner, keine Änderungen mit sich gebracht hat. Falls es hierzu noch Fragen geben sollte, haben wir in dieser Ausgabe auch einen Q&A-Teil (S.7) zur Firmierung und hoffen, so auch die letzten Fragen beantworten zu können. Wir freuen uns, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen für die neue Chubb in Deutschland und auch weltweit geschaffen sind und aus den zwei Gesellschaften der weltweit größte börsennotierte P&C-Versicherer mit einem Prämienvolumen von über 35 Milliarden US-Dollar und eigenen Niederlassungen in 54 Ländern entstanden ist.

2

Face 2017 Ausgabe 1

Über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon alleine über 70 in der Schadenabteilung, an fünf Standorten in Deutschland werden dafür sorgen, dass der Name Chubb dauerhaft für Wachstum und Kundenzufriedenheit steht. Was im Rahmen einer Firmierung nicht überrascht, ist, dass wir für Sie in dieser Ausgabe viele Neuigkeiten zusammengetragen haben, angefangen bei unseren Standorten über neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lokal und regional bis hin zu Neuerungen auf der Produktseite. Unter dem Titelthema „Cyber“ haben wir mit „Cyber Risk Engineering“ bewusst ein Thema gewählt, das in vielen Fachund Branchenzeitschriften in den letzten Monaten zu kurz gekommen ist, wenn es um das Thema Cyber ging. So wie in der klassischen Sachversicherung der Ansatz des Risk Engineering nicht mehr wegzudenken ist und fester Bestandteil des Underwriting-Prozesses ist, so glauben wir, dass gerade in einer neuen Sparte wie Cyber in Deutschland ebenfalls ein Ansatz für das Engineering verankert werden muss, um das Produkt markttauglich zu machen. Und jetzt viel Spaß beim Lesen unserer ersten Ausgabe der Face 2017. Herzlichst Ihr,

Andreas Wania

Country President, Deutschland und Österreich, Chubb

Slug here 2

Editorial

4

News



8



Vorwort von Andreas Wania, Country President der Chubb in Deutschland und Österreich

Den Cyberrisiken auf der Spur

Mit geübtem Blick Gefahrenpotenziale identifizieren

10 Digitaler Betrug auf dem Vormarsch

Sensibilisierung für IT-Risiken notwendig

12

Cybersicherheit: Der Countdown läuft

15



Ein Abenteuer, das Du nicht verpassen willst

19

Was beschäftigt Sie …

21

Kontaktübersicht







8

Neue Herausforderungen an allen Fronten

Interview mit Lars Hendrik Wiegels, Leiter der Haftpflichtsparte bei Chubb in Frankfurt

... Frau Hartung Alexandre? Ein persönlicher Kommentar zu aktuellen Themen

23 Impressum

10

12 chubb.com/de

3

News Adrian Matthews neuer COO für Kontinentaleuropa Adrian Matthews ist neuer Chief Operating Officer (COO) für Kontinentaleuropa der Chubb. Matthews, bisher Executive Vice President und Zonal Leader Major Accounts für die Regionen des mittleren Westens und Nordostens der USA sowie Kanada bei Chubb, übernimmt diese Position von Steve Reiss. Reiss kehrt in die Vereinigten Staaten zurück und übernimmt die Verantwortung für den Bereich Real Estate and Hospitality Industry für Nordamerika. Adrian Matthews verfügt über 32 Jahre Branchenerfahrung und begann seine Karriere beim Unternehmen 1993 als Haftpflicht Underwriting Manager. Matthews wird von seinem Dienstsitz in Paris aus an Jeff Moghrabi, Division President für Kontinentaleuropa der Chubb, berichten.

Fünf Workshops in zweieinhalb Wochen Insgesamt 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bundesweit konnten sich im März 2017 nicht nur über Aktuelles bei Chubb informieren, sondern auch ihr Fachwissen in den Beiträgen zu Haftpflicht, Financial Lines und Cyber erweitern. Am 9. März 2017 war die Veranstaltungsreihe erfolgreich im MesseTurm in Frankfurt gestartet und lief über gerade mal zweieinhalb Wochen noch in Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und München. Themenschwerpunkte der insgesamt fünf Workshops waren unter anderem US-Haftpflichtlösungen, Trends in der D&O-Versicherung sowie das Risk Engineering der Chubb im Cyberbereich. „Das Feedback war hervorragend!”, lautet das Fazit von Andreas Faden zur Veranstaltungsreihe. Faden weiter: „Die fachlich tiefgehenden Vorträge fanden großen Anklang bei den Maklern. Wir hatten auch nur sehr wenige Absagen und konnten einerseits uns und die neue Aufstellung professionell präsentieren sowie andererseits auch viele neue Kontakte knüpfen.”

Finanzdaten 2016 Chubb Limited (Chubb) hat für das Jahr 2016 ein Bruttoprämienvolumen von 35,9 Milliarden US-Dollar verbucht; im vorherigen Jahr betrug dieses 37,4 Milliarden US-Dollar. Der Betriebsgewinn beläuft sich auf 4,1 Milliarden US-Dollar und übersteigt damit das Vorjahresergebnis, das 2,8 Milliarden US-Dollar betrug. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (combined ratio) liegt für 2016 bei 88,0 Prozent (87,7 Prozent im Geschäftsjahr 2015). Weitere Finanzdaten finden Sie in unserem Unternehmensprofil im Newsroom auf chubb.com/de

4

Face 2017 Ausgabe 1

Steve Parry zum neuen Schadensdirektor befördert Steve Parry, derzeit Claims Director für UK and Ireland, wird neuer Direktor Schaden für Europa, Eurasien und Afrika der Chubb. In dieser Position wird Parry übergreifend für die Strategie und die Ausführung des Schadensservices in den Regionen verantwortlich sein. Von seiner insgesamt 30-jährigen Laufbahn in der Industrieversicherungsbranche war er die letzten zehn Jahre bei Chubb in Positionen von zunehmender Verantwortung tätig. Von London aus wird Parry an Jalil Rehman, Chief Business Operations Officer und Executive Vice President Europe, sowie an Andrew McBride, Executive Vice President of Claims der Overseas General Insurance, berichten.

Kurznachrichten

Neue Ausgabe des Progress Magazins erschienen Die neue Ausgabe des englischsprachigen Progress Magazins der Chubb in Europa ist erschienen und beschäftigt sich unter anderem mit steigenden Risiken für Führungskräfte, Stärken und Schwächen von biometrischen Sicherheitsdaten sowie den europäischen Regularien im Falle von Cyberattacken. Interessierte können die Printversion per E-Mail an [email protected] mit dem Betreff „Progress“ anfordern. Die Online-Version des Magazins ist verfügbar auf chubb.com/uk

Neue Adressen für Büros in Hamburg und Düsseldorf Büro Hamburg: Stadthausbrücke 1–3 20355 Hamburg O +49 40 369805 0 Büro Düsseldorf: Grafenberger Allee 295 40237 Düsseldorf O +49 211 8773 0

„Volles Haus“ beim Versicherungsforum für Frauen in Österreich Den Vertreterinnen der österreichischen Versicherungsbranche bot Chubb am 27. April 2017 mit dem Versicherungsforum für Frauen in Wien eine neue Plattform zum fachlichen Austausch. Im Fokus der Veranstaltung standen Vorträge und Diskussionen insbesondere zum Thema Social Engineering, hierbei im Speziellen zum sogenannten Fake President Fraud, der für Unternehmen derzeit eines der größten Risiken aus dem Cyberbereich darstellt. Jana Dünkeloh, Financial Lines Manager Commercial Risks Germany & Austria der Chubb in Frankfurt, erläuterte den 16 Teilnehmerinnen aus Maklerhäusern und Industrieunternehmen die digitale Betrugsmethode anhand jüngster Schadenbeispiele und betonte dabei: „Im Unternehmen müssen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Cyberrisiken sensibilisiert werden. Nur so können sie zum Beispiel Fake President-Vorfälle erkennen und dann auch richtig reagieren.“ Ebenfalls eingehend thematisiert wurde die für 2018 in Österreich geplante Frauenquote in Aufsichtsräten. Gastrednerin Dr. Brigitta Schwarzer, geschäftsführende Gesellschafterin bei der Initiative Aufsichtsräte Austria GmbH (INARA GmbH), und die Teilnehmerinnen diskutierten dabei intensiv – und durchaus kontrovers – die einzelnen Aspekte und Chancen, die sich durch die geplante Regelung ergeben.

Workshop-Reihe „Terrorismus und politische Gewalt“ erneut erfolgreich Terror gehört zu den großen Themen am Markt, die derzeit auch die Versicherungswelt bewegen. Die Workshop-Reihe „Terrorismus und politische Gewalt“, die in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge stattfand, stieß daher erneut auf reges Interesse auf Seiten von Vertreterinnen und Vertretern von Maklerhäusern sowie Industrieunternehmen. Von Ende April bis Anfang Mai fand der Workshop in insgesamt fünf Städten statt, in Frankfurt, Stuttgart, Bonn, Hamburg sowie München. Peter Brink, Line Manager Sachversicherungen der Chubb in Frankfurt, führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Thematik ein, erörterte zudem die relevanten Definitionen und gab einen Überblick über den Markt und die Underwritingprozesse im Hinblick auf Terrorismus und politische Gewalt. Welche Möglichkeiten es hierbei hinsichtlich einer multinationalen und rechtskonformen Umsetzung seitens Chubb gibt, zeigten Natascha Kaiser, Global Services Manager, und Angela Jara, Client Service Executive (beide Chubb in Frankfurt), während der Workshops auf. Fallstudien und ein Produktausblick, in Hamburg sowie München noch um einen Diskurs zum Thema Management und Absicherung von Reputationsrisiken ergänzt, rundeten die Veranstaltungen für Maklerinnen und Makler ab. „Das Feedback war sehr positiv, gerade da die Versicherung gegen Terrorrisiken eine der wenigen wirklich neuen und sehr aktuellen Produktinnovationen ist, die Maklern und auch Inhouse-Brokern neue Vertriebsmöglichkeiten bietet“, so Peter Brink. „Für viele war der Workshop daher auch eine fachliche Vertiefung, die sie dann konkret und aktiv im Kundengespräch adressieren können.“

chubb.com/de

5

News 8. Risikoforum wieder ein voller Erfolg Mit insgesamt 30 Teilnehmerinnen fand das Risikoforum am 16. Mai 2017 bereits zum achten Mal in Folge statt, dieses Jahr direkt im Herzen der Mainmetropole, im Jumeirah in Frankfurt. Wie schon in den Vorjahren war die Veranstaltung für weibliche Risk Manager auch dieses Mal inhaltlich ganz am Puls der Zeit: Neben dem Vortrag zum Thema Risk Management in einem globalen Industrieunternehmen von Ursula Stoeckl, General Manager Employee Benefits Insurances bei der Bavaria Wirtschaftsagentur GmbH, und dem Beitrag zu Dienstreiserisiken aus versicherungstechnischer Sicht von Silke Rusch, Underwriting Manager Accident & Health bei Chubb in Frankfurt, diskutierten die Risikoexpertinnen intensiv über das Neueste im Bereich Terrorismus, politischer Gewalt und Cyberterror nach dem Vortrag von Ayşegül Kazanci, Underwriter Terrorism & Political Violence ebenfalls bei Chubb in Frankfurt. Auch Cyber, eines der großen Themen in der Wirtschaftswelt, wurde während des Risikoforums eingehend durchleuchtet – durch einen Diskurs zum Thema Social-Engineering-Methoden sowie den abschließenden Vortrag zu Cyberbetrug und Versicherungslösungen von Dr. Tanja Schramm, Partner bei Clyde & Co. (Deutschland) LLP. „Auch im achten Jahr hat unsere Veranstaltung nicht an Attraktivität verloren. Der Zuspruch war wieder enorm, und nicht zuletzt auch die umgehenden Anmeldungen nach Versand unserer Einladungen beweisen dies“, so die Bilanz der Organisatorinnen und Moderatorinnen Brigitte Vorrath, Global Client Executive, und Kerstin Hartung Alexandre, Head of Marketing & Communication D/A/CH (beide Chubb in Frankfurt). „Daher haben wir uns in diesem Jahr auch entschlossen, eine Veranstaltung der gleichen Art für Maklerinnen zu organisieren, die dann am 22. Juni in Frankfurt stattfindet.“

Europäisches Global Accounts-Team mit neuen Managementpositionen Im Rahmen der Erweiterung des europäischen sowie weltweiten Großkundensegments in Europa hat Suresh Krishnan, zuvor Executive Vice President, Global Accounts, Overseas General Insurance, die neugeschaffene Position des Head of Global Accounts Division, Europe, übernommen. Krishnan wird das Segmant Global and Large Account für Europa leiten und im Rahmen seiner Tätigkeit die Geschäftsstrategien für das Segment festlegen und umsetzen sowie für die Überwachung von Strukturen, Prozessen und Leistungsmetriken zuständig sein. Krishnan verfügt über 25 Jahre Erfahrung in der Versicherungswirtschaft und ist seit 1999 bei Chubb, wo er seither verschiedene Führungspositionen im Rechtsbereich innehatte. Von 2010 bis 2013 war Suresh Krishnan General Counsel, Multinational Client Group, und führte die weltweite rechtliche Aufsicht über Angelegenheiten im Zusammenhang mit den multinationalen Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens. Zuvor war er General Counsel für die USA und verantwortlich für alle rechtlichen Angelegenheiten bezüglich der US-amerikanischen kommerziellen Retail-Versicherungen. Suresh Krishnan wird von seinem Dienstsitz in London aus an Jeff Moghrabi, Division President der Chubb für Kontinentaleuropa, und David Robinson, Division President der Chubb in Großbritannien und Irland, berichten. Die Position von Suresh Krishnan als Executive Vice President, Global Accounts, Overseas General Insurance, übernimmt Tina Lakickas. Sie wird das internationale Global Client Executive-Team leiten. Lakickas wird für die Ausrichtung der Global Accounts-Strategie und -Aktivitäten entsprechend den Erfordernissen von Kunden und Maklern verantwortlich zeichnen. Vor ihrer neuen Position war Tina Lakickas Senior Vice President und Global Client Executive bei Chubb. Sie verfügt über 20 Jahre Erfahrung in der Versicherungsbranche und war vor ihrem Eintritt in das Unternehmen im Jahr 2010 Vice President und Regional Manager of Global Marine & Energy bei AIG. Von ihrem Dienstsitz in Paris aus wird Lakickas an Joseph Clabby, Division President, Global Accounts, und David Furby, Division President, Commercial Property and Casualty, Overseas General Insurance, berichten.

6

Face 2017 Ausgabe 1

Integration

Neues weltweit führendes Versicherungsunternehmen

I

m Januar 2016 hat ACE Limited die Chubb Corporation übernommen und damit ein neues weltweit führendes Versicherungsunternehmen geschaffen, das ausschließlich unter dem Namen Chubb tätig sein wird. Mit Vermögenswerten in Höhe von 160 Milliarden US-Dollar zählt das neue Unternehmen zu den größten und finanzstärksten Versicherern der Welt. Die wichtigsten Versicherungsgesellschaften von Chubb verfügen über die Finanzstärkeratings „AA“ von Standard & Poor’s und „A++“ von A.M. Best. Nach Abschluss der Übernahme wurden verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um die beiden Gesellschaften zusammenzuführen. Nachfolgend die wichtigsten Veränderungen als Folge der Integration beider Unternehmen.

Was hat sich geändert? Geschäft in Europa, Bermuda International und am Londoner Markt Das Versicherungsgeschäft der Chubb Insurance Company of Europe SE und der

Chubb Bermuda International Insurance wurden am 1. Mai 2017 auf die ACE European Group Limited übertragen. Gleichzeitig wurden alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Chubb Insurance Company of Europe SE und der Chubb Bermuda International Insurance auf die ACE European Group Limited übertragen. Entsprechend der neuen Unternehmensmarke wurde der Unternehmensnahme ACE European Group Limited am 2. Mai 2017 in Chubb European Group Limited geändert. Haben diese Änderungen Auswirkungen auf die Versicherungspolicen? Nein. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf die Laufzeit gültiger Policen, die Bedingungen, die Höhe der Prämien oder auf Schadenfälle, die bereits unter einer Police gemeldet wurden oder künftig gemeldet werden.

Auswirkungen auf bisherige oder künftige Schadenmeldungen und Beschwerden. Wie ist der zukünftige aufsichtsrechtliche Status? Am aufsichtsrechtlichen Status ändert sich nichts. Auf Versicherungspolicen finden auch künftig die lokalen Gesetze und Bestimmungen ihre Anwendung. Für die Zulassung wird weiterhin die Prudential Regulatory Authority (PRA) im Vereinigten Königreich zuständig sein und für die Regulierung die Financial Conduct Authority (FCA) und die Prudential Regulatory Authority (PRA) sowie zusätzlich die lokale Aufsichtsbehörde – in Deutschland die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), deren Regularien sich von denen des Vereinigten Königreichs unterscheiden können. n

Hat sich im Hinblick auf Schadenmeldungen oder Beschwerden etwas geändert? Nein. Die Änderungen haben keine

chubb.com/de

7

Den Cyberrisiken auf der Spur

Mit geübtem Blick Gefahrenpotenziale identifizieren

8

Face 2017 Ausgabe 1

Titelthema

D

as Gefahrenspektrum, dem Unternehmen jeder Größe und Branche heute ausgesetzt sind, ist so vielfältig wie die Unternehmen selbst. Egal ob Brände, Rückruf mangelhafter Produkte, Umweltschäden aufgrund von Betriebsunfällen, Gefahren aus dem Bereich Cyber, Betriebsunterbrechungen aus den verschiedensten Gründen oder viele andere Szenarien: Kein Schaden ist so kostengünstig wie ein verhinderter Schaden. Doch wie können Schäden tatsächlich effektiv verhindert beziehungsweise deren Eintrittswahrscheinlichkeit zumindest bestmöglich gemindert werden? Um etwaigen Vorfällen vorbeugen zu können, ist es vor allem unverzichtbar, dass Schwachstellen im Unternehmen identifiziert, richtig verstanden und daraufhin entsprechend gehandhabt werden. „Leichter gesagt als getan“, mag sich jedoch so manch einer angesichts der immensen Bandbreite an Risikopotenzialen denken. Denn klar ist: Die Sicherheit des eigenen Unternehmens zu gewährleisten, ist ein anspruchsvolles Unterfangen – dies gilt insbesondere im Hinblick auf Gefahren aus dem „Cyber“-Raum.

dennoch zu schützen, greifen mittlerweile viele Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, verstärkt auf die Unterstützung externer Experten zurück. Ähnlich wie in den Bereichen Brandschutz, Umweltgefahren, Maschinenbruch und Produkthaftpflicht, stehen inzwischen auch für IT-Gefahren sogenannte Cyber Risk Engineers-Firmen bei der Erfassung ihrer individuellen Risikosituation beratend zur Seite. Risikoingenieure sind dabei behilflich, Risikopotenziale richtig einzuschätzen, um infolge dessen bestehende Unternehmensrisiken bestmöglich handhaben zu können. Hierfür erarbeiten sie gemeinsam mit dem Unternehmen beispielsweise Schadenverhütungsmaßnahmen oder sprechen anhand von „best practices” Empfehlungen und Verbesserungsmöglichkeiten aus.

Divers und hochkomplex

Risiken aus dem Cyberbereich sind vielfältig und können zudem je nach Branche, den jeweiligen betrieblichen Abläufen und verwendeten Technologien im Unternehmen stark variieren. Hinzu kommt, dass sich im Zuge des rasanten technologischen Fortschritts immer wieder neue Gefahrenpotenziale ergeben können. Wenig überraschend also, dass sich Cyber innerhalb kürzester Zeit zu einem der größten Unternehmensrisiken entwickelt hat – Tendenz steigend, denn die Wirtschaftswelt ist immer stärker von Daten und Technik sowie deren ständiger Verfügbarkeit abhängig. Der Herausforderung Cybersicherheit dabei vollumfänglich gerecht zu werden, erweist sich für Firmen nicht selten als schwierig. Denn geht es um ihre individuelle Gefährdungslage, erforderliche Sicherheitsmaßnahmen und nicht zuletzt das mögliche finanzielle Schadenausmaß, fehlt es in vielen Unternehmen an der notwendigen Erfahrung sowie umfassenden Kenntnissen.

Externe Expertise

Angesichts des immensen Schadenpotenzials stehen Firmen jedoch unter verstärktem Druck, sich dem Thema Cybersicherheit eingehend anzunehmen. Um das eigene Unternehmen

men dabei „Kronjuwelen“, ohne sich dessen vollends bewusst zu sein. Weiter geht die Arbeit der Risikoingenieure damit, die Sicherheitsrichtlinien und -verfahrensweisen sowie Notfall- und Krisenpläne, die im Unternehmen bereits vorhanden sind, zu prüfen. Einbezogen werden dabei beispielsweise auch frühere Schadenfälle und die zur Schadenminderung getroffenen Maßnahmen und Reaktionen. Große fachliche Expertise ist hier gefragt, denn Cyber Risk Engineering ist ein hochgradig technischer und – ähnlich wie Cyberrisiken selbst – ein sich ständig weiterentwickelnder Prozess.

Eine gemeinsame Lösung

Die Erfassung aller möglichen Risikobereiche erfolgt zusammen mit dem Unternehmen durch ein gezieltes Risikogespräch. Nicht selten kommt es dabei vor, dass sich Firmen erst durch das gemeinsame Gespräch neuer Gefahrenpotenziale in ihrem Betrieb bewusst werden. Denn anders als bei anderen Unternehmensrisiken sind die Gefahren im Cyberbereich oftmals nicht sofort zu erkennen, da sie meist abstrakt und nicht tatsächlich greifbar sind. Genau dieser Aspekt macht die Risikoart für Unternehmen aber so gefährlich – und gleichzeitig so schwierig zu handhaben. Umso bedeutender ist daher die Arbeit der Risikoingenieure, denn Tatsache ist: Werden Gefahrenpotenziale nicht identifiziert – und richtig eingeschätzt –, ist auch keine adäquate Absicherung möglich. n

Konstantin Bittig [email protected]

Individuelle Risikosituation erfassen

Soll die Cybersicherheit im Unternehmen gewährleistet werden, gilt es, zunächst ein fundiertes Verständnis der jeweiligen Risiken und Gefährdungspotenziale zu gewinnen. Selbiges trifft auf erforderliche Verhinderungsmaßnahmen und potenzielle Auswirkungen von Schäden zu. Für Risikoingenieure und Unternehmen bedeutet das: unzählige – und dabei die unterschiedlichsten – Faktoren erfassen. Dies fängt bereits bei den räumlichen Gegebenheiten an, zum Beispiel im Hinblick auf Notstromversorgung oder Brandschutz im Unternehmen, erstreckt sich auf den Bereich Netzwerkstrukturen und Datenbestände und umfasst hierbei auch eine Bewertung der im Unternehmen gespeicherten und verarbeiteten Daten. Immer öfter horten die Unterneh-

chubb.com/de

Über den Autor Konstantin Bittig ist seit 2016 Cyber Risk Engineer bei Chubb in Düsseldorf. Neben der Einschätzung von Eigenschadenszenarien im Bereich Cyber ist der Diplom-Ingenieur auch für die Evaluierung von Vermögensschadenrisiken bei Softwareherstellern, Rechenzentren und anderen Informations- und Technologierisiken zuständig.

9

Digitaler Betrug auf dem Vormarsch

Sensibilisierung für IT-Risiken notwendig

S

o groß die Möglichkeiten unserer digitalen Welt sind, so groß sind auch die Bedrohungen, die damit einhergehen. Im Zuge des rasanten technologischen Fortschritts entwickeln sich fast täglich neue Angriffsflächen und so ist das Gefahrenspektrum, dem Unternehmen ausgesetzt sind, speziell im Cyberbereich inzwischen äußerst vielfältig. Doch anders als bei anderen Unternehmensrisiken sind die Gefahren hierbei oftmals nicht sofort zu erkennen, da sie abstrakt

10

Face 2017 Ausgabe 1

und nicht tatsächlich greifbar sind. Genau dieser Aspekt macht digitale Risiken für Unternehmen aber so gefährlich. Dies umfasst jedoch nicht nur etwaige technologische Lücken, sondern immer öfter auch den Faktor Mensch – denn aus der Sicht von Kriminellen stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens häufig das schwächste Glied einer Sicherheitskette dar. Immer öfter zielen sie daher auf die „Schwachstelle“ Mensch, um die sonst gängigen unternehmensinternen Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen und an sensible

Titelthema

Informationen und Daten zu gelangen. Dieses Vorgehen der Beeinflussung und Manipulation, im Fachjargon Social Engineering genannt, hat sich laut IT-Sicherheitsexperten daher mittlerweile auch zur größten Gefahr für jedes Unternehmen und dessen Systeme entwickelt.

Der falsche Chef

Derzeit populärster Social-Engineering-Trend ist der sogenannte Fake President Fraud oder auch CEO Fraud. Bei dieser Art des digitalen Betrugs geben sich die Täter als Mitglied der Chefetage aus, beispielsweise als Geschäftsführer, CFO oder aber auch als Anwalt der Firma. Ihr Ziel: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, meist aus der Finanzabteilung des Unternehmens, entweder per E-Mail oder Telefon zur Überweisung größerer Geldbeträge ins Ausland zu verleiten. Hierbei gehen die Cyberkriminellen äußerst systematisch und professionell vor und greifen dafür oftmals auf Insiderinformationen über das Unternehmen zurück. Hierfür wird das betroffene Unternehmen über Wochen oder Monate ausgespäht und mittels gehackten E-Mail-Accounts die Firmenstruktur und -organisation ausspioniert. Berufsangaben von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des betroffenen Unternehmens dienen hierbei den Kriminellen genauso zur Informationsgewinnung wie die Homepage des Unternehmens. Mit dem erlangten Wissen um interne Unternehmensabläufe und -strukturen, durch eine geschickte Kommunikation und nicht zuletzt auch durch die richtige E-MailAdresse des Absenders treten sie schließlich authentisch auf und zerstreuen eventuelle Zweifel der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Enorme Schäden

Sind die Kriminellen mit ihrer Vorgehensweise erfolgreich, gelingt der Fake President Fraud, können die finanziellen Folgen für das Unternehmen enorm sein. Schäden in Millionenhöhe sind bei dieser Art des Betrugs durchaus keine Seltenheit: Der weltweit hierdurch verursachte Schaden wurde seitens des FBI für das Jahr 2015 auf 2,3 Milliarden US-Dollar geschätzt, allein für Europa geht Europol für denselben Zeitraum von finanziellen Verlusten in Höhe von 500 Millionen Euro aus. Auch für deutsche Unternehmen entwickelt sich der Fake President Fraud zur wachsenden Bedrohung, wie Angaben des Bundeskriminalamts verdeutlichen. Verlässliche Zahlen gibt es allerdings derzeit nicht, denn Experten gehen bei diesem

Phänomen von einer erheblichen Dunkelziffer aus. Auch deutsche Unternehmen werden immer häufiger Opfer dieser Betrugsmethode. Eine aktuelle Studie von KPMG geht davon aus, dass 38 Prozent aller befragten Unternehmen schon einmal Opfer eines Social-EngineeringBetrugsversuches wurden.

Sicherheit durch Sensibilisierung

Angesichts des immensen Schadenpotenzials sind umfangreiche technische sowie organisatorische Schutzmaßnahmen von zentraler Bedeutung, insbesondere die Sensibilisierung und Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hinsichtlich jener Gefahren. Oftmals sind sich diese nämlich gar nicht der Bedeutung und des Werts sensibler Daten und Informationen bewusst und unterschätzen zugleich die Bedrohungslage der heutigen digitalen Welt. Aber: Unternehmen sind heute angreifbarer und verletzlicher denn je, nimmt unsere Abhängigkeit von Daten schließlich kontinuierlich zu. Regelmäßig auf aktuelle Gefahren hinzuweisen, damit potenzielle Angriffsversuche erkannt werden können, trägt bereits entscheidend dazu bei, das Risiko einer Infektion des Unternehmensnetzwerks oder eines Betruges zu verringern. Denn: Jede noch so gute IT-Sicherheitslösung verliert durch Unachtsamkeit oder Fehlverhalten, durch mangelndes Bewusstsein und fehlende Kenntnis auf Seiten der Belegschaft schlichtweg ihre Wirkung. n

Checkliste für Maßnahmen hinsichtlich Social Engineering •  Informieren Sie Ihre Angestellten weltweit über das Betrugsvorgehen Social Engineering. •  Sensibilisieren Sie sie für diese Gefahr und gestalten Sie entsprechende Verhaltensricht linien. Besonders Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in sensiblen Bereichen in den Finanzabteilungen arbeiten, sollten auf die Bedrohung hingewiesen werden. •  Schaffen Sie klare Prozesse und Zuständig keiten in Ihrem Unternehmen. • Wo irgend möglich, sollte ein Vieraugen prinzip bei allen finanzerheblichen Transaktionen eingeführt werden. •  Ermuntern Sie Ihre Mitarbeiter, jegliche noch so kleine Auffälligkeit zu melden.

Über die Autorin Jana Dünkeloh (LL.M.) ist Manager Commercial Risks, Financial Lines für Deutschland und Österreich bei Chubb in Frankfurt. Dünkeloh ist seit 2007 beim Versicherer. Im Bereich Commercial Risks für Industrieunternehmen bietet Chubb die Produkte D&O, VSV, ISRS, IPO, K&R, EPLI sowie SB-Versicherung an.

Jana Dünkeloh

[email protected]

chubb.com/de

11

Cybersicherheit: Der Countdown läuft Neue Herausforderungen an allen Fronten waren betroffen, IT-Systeme wurden lahmgelegt, weshalb es in vielen Betrieben sogar zu Betriebsunterbrechungen kam. Gemessen an der Verbreitung und vor allem an den ökonomischen Auswirkungen war dies eine der größeren Cyberattacken, die wir bisher erlebt haben.

Ein lukratives Geschäft

W

er mit Daten arbeitet, muss diese angemessen schützen, so die vermeintlich einfache Gleichung. Dass dies aber oftmals leichter gesagt ist als getan, wird uns immer wieder vor Augen geführt – und dies in immer kürzeren Abständen. Hackerangriffe, Malware und Datendiebstähle gehören heute zu unserem Alltag, vor

denen weder Privatpersonen noch Unternehmen oder aber staatliche Institutionen gefeit sind. Der in der jüngsten Vergangenheit erfolgte – und sehr erfolgreiche – großangelegte und weltweite Hackerangriff mittels der Schadsoftware „Wanna Cry“ hat uns erneut aufgezeigt, wie verwundbar eine Gesellschaft ist, die sich zunehmend digitalisiert. Die Bilanz des Angriffs: Mehr als 220.000 Computer in 150 Ländern

12

Face 2017 Ausgabe 1

Längst sind Attacken keine Seltenheit mehr, denn Cyberkriminalität ist heute vor allem auch eines: ein Milliardengeschäft. Allein mit Angriffen durch sogenannte Ransomware, also Schadsoftware, die Computersysteme infiziert, diese sperrt und daraufhin Geld dafür verlangt, diese wieder zu entsperren, werden Schätzungen zufolge jedes Jahr 1 Mrd. Dollar erpresst. Der finanzielle Anreiz für Cyberkriminelle ist hierbei hoch, denn häufig bezahlen betroffene Unternehmen das geforderte Lösegeld, um – aus ihrer Sicht – noch verheerendere Folgen zu vermeiden. Denn funktionieren die IT-Systeme nicht reibungslos, können so gut wie alle Firmen inzwischen nicht mehr ihren regulären Geschäftsbetrieb sicherstellen. Cyberkriminelle sind sich dieser Achillesferse unserer Zeit natürlich bewusst und so ist Schadsoftware verstärkt auf dem Vormarsch; mehrere Studien verzeichnen eine jährliche Zunahme dieser Angriffe um 35 bis 50 Prozent. Für Unterneh-

Titelthema

men wird es damit immer wichtiger, funktionierende Sicherheitsmechanismen zu etablieren, um sich bestmöglich vor Cyberangriffen zu schützen.

Neue gesetzliche Anforderungen

Die Bedrohungsszenarien für IT-Systeme und -netzwerke sind heute aber immer komplexer, immer größer sind damit auch die Anforderungen an die IT-Sicherheit im Unternehmen. Doch nicht nur die wachsende Cyberkriminalität stellt Firmen vor große Herausforderungen, wenn es um das Thema IT-Sicherheit geht, neue Risiken lauern auch von regulatorischer Seite. Denn mit dem neuen IT-Sicherheitsgesetz für Deutschland sowie der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) erwarten Unternehmen im kommenden Jahr gleich von mehreren Seiten verschärfte Auflagen in Sachen Cybersicherheit und Datenschutz. So müssen deutsche Unternehmen im Zuge des IT-Sicherheitsgesetzes bereits zum 3. Mai 2018 erste Prüfungsnachweise vorlegen, dass sie bestimmte Sicherheitsvorkehrungen gemäß dem Stand der Technik vorgenommen haben. Betroffen von der Prüfpflicht durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind die Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS), d.h. Unternehmen jener Bereiche, die von hoher Bedeutung für das

Funktionieren des Gemeinwesens sind, weil durch ihren Ausfall oder ihre Beeinträchtigung erhebliche Versorgungsengpässe oder Gefährdungen für die öffentliche Sicherheit eintreten würden. Dazu zählen neben den Sektoren Energie, Informationstechnik und Telekommunikation, Transport und Verkehr auch die Bereiche Gesundheit, Wasser, Ernährung sowie Finanz- und Versicherungswesen.

Der Datenflut Herr werden

Während sich das IT-Sicherheitsgesetz auf kritische Infrastrukturen fokussiert, gestaltet sich die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) noch weit umspannender. Sinn und Zweck der Verordnung ist es, eine europaweite, einheitliche und verbindliche Regelung der Datensicherheit zu schaffen, um den momentan bestehenden datenschutzrechtlichen „Flickenteppich“ Europas zu ersetzen. Betroffen von jenen Neuerungen sind daher alle Unternehmen, die mit Daten von EU-Bürgern arbeiten – selbst dann, wenn diese ihren Sitz außerhalb der EU haben. Für Firmen gilt bis zum Inkrafttreten der neuen Bestimmungen am 25. Mai 2018 somit, Herr ihrer Datenflut zu werden, denn ab nächstem Jahr müssen Firmen laut DSGVO dafür sorgen, dass europäische Privatpersonen mehr Kontrolle darüber erhalten, wie und zu welchem Zweck ihre Daten

chubb.com/de

verarbeitet werden. Die Umsetzung der datenschutzrechtlichen Anforderungen wird einige Unternehmen jedoch viel Zeit und Aufwand kosten, da viele IT-Abteilungen und Rechenzentren die exponentiell wachsenden Datenmenge und -geschwindigkeit bereits jetzt oftmals nur schwer handhaben können. Der neuen Verordnung gerecht werden zu können, die neuen Datenschutzanforderungen pünktlich zu erfüllen, kann sich angesichts dessen für so manch ein Unternehmen daher schwierig gestalten. Um jedoch sowohl den durch die Datenschutz-Grundverordnung als auch den durch das IT-Sicherheitsgesetz entstehenden regulatorischen Herausforderungen langfristig gerecht zu werden, müssen Firmen jetzt aktiv werden und eine geeignete Lösung für die ITSicherheit ihres Unternehmens finden. Allzu viel Zeit bleibt ihnen hierzu nicht mehr, vergeht die Zeit bekanntermaßen oftmals schneller als gedacht und man fragt sich irgendwann unwillkürlich: „Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?“ n

Marielle Winter

[email protected]

13

Wir sind Ihre Daten. Schützen Sie uns. Wir sind in der Cloud. Wir sind in Ihren Datenbanken und in Ihren technischen Geräten. Wir wachsen täglich um 100 Terabytes. Wir sind Millionen an vertraulichen Datensätzen. Namen, Adressen, Bank- und Kontodaten. Wir benötigen einen speziellen Versicherungsschutz und das dazugehörige Serviceniveau, basierend auf jahrzehntelanger Erfahrung beim Versichern von Unternehmen gegen das Risiko von Netzwerkstörungen und Datenkompromittierung. Not just coverage. Craftsmanship.SM Not just insured.

Chubb. Insured.

SM

© 2017 Chubb. Versicherungsschutz gewährleistet durch ein oder mehrere Tochterunternehmen. Länderspezifische Besonderheiten sind zu berücksichtigen. Chubb®, das Logo, Not just coverage. Craftsmanship.SM und alle entsprechenden Übersetzungen sowie Chubb.Insured.SM sind14 Markenzeichen von Chubb. Face 2017 Ausgabe 1

chubb.com/de

Interview

Ein Abenteuer, das Du nicht verpassen willst Interview mit Lars Hendrik Wiegels, Leiter der Haftpflichtsparte bei Chubb in Frankfurt

D

ie Welt ist in Bewegung – nicht zuletzt gilt dies auch für den Versicherungsmarkt. Auch hier, wie in vielen anderen Branchen und Lebensbereichen, schweben Stichworte wie Digitalisierung, Internet der Dinge, Vernetzung und künstliche Intelligenz wie eine dunkle Wolkenfront über den traditionellen Versicherern. Auf jene Veränderungen werden sich daher auch die Haftpflichtexperten der Industrieversicherungsbranche einstellen müssen. Kerstin Hartung Alexandre, Chefredakteurin der Face, sprach mit Lars Hendrik Wiegels, der bei Chubb in Frankfurt den Haftpflichtabteilungen in Deutschland und Österreich vorsteht, über den aktuellen Status des Haftpflichtgeschäftes beim Versicherer und wagte mit ihm sogar einen Blick in die besagte Glaskugel. Herr Wiegels, Sie sind seit Herbst 2016 bei Chubb als Leiter Haftpflicht Deutschland und Österreich – wie lautet Ihr bisheriges Resümee? Chubb ist ein ausgesprochen dynamisches und anspruchsvolles Unternehmen, das sich in einem tiefgreifenden zukunftsorientierten Wandel befindet. Ich bin beeindruckt von den schlanken und schnellen Entscheidungsprozessen, so dass ich in diesem kurzen Zeitraum schon einige Veränderungen begleiten konnte. Gleichzeitig ist für mich entscheidend, ob es

chubb.com/de

eine ausgeprägte Kundenorientierung gibt und ob im Team fachlich und kollegial zusammengearbeitet wird. Das kann ich hier uneingeschränkt bejahen. Ich habe mich im gesamten Hause vom ersten Tag an sehr gut aufgenommen gefühlt und es macht mir viel Spass, hier zu arbeiten. Jeder ist gefordert und kann unsere Zukunft mit gestalten. Das ist nicht immer einfach und ganz bestimmt nicht bequem und erfordert ein hohes Maß an „Ownership”, aber führt auch dazu, dass die Arbeit auch als sinnvoll empfunden wird und dass man auch als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter etwas bewegen kann. Die richtige Balance zu finden, ist dabei die persönliche Herausforderung, die wohl jeder hat – auch in Hinsicht auf die fordernden Ziele, die sich das Unternehmen – und damit auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – auferlegt. Chubb ist in meinen Augen eines der Unternehmen, die die Zukunft nicht nur erleben, sondern auch gestalten wollen. Wir arbeiten als Chubb in Deutschland im Spannungsfeld des „German Engineering“, das mit einer gewissen Gründlichkeit, aber auch Behäbigkeit verbunden wird, und der „amerikanischen Dynamik“, die wiederum mit einer unendlichen Erneuerungskraft, aber auch einer – zumindest wahrgenommenen – „Hektik” und einer „Nicht vollkommenen Durchdachtheit” und „mangelhafter Perfektion” assoziiert wird. Unsere Herausforderung und auch Anspruch ist es, das Beste aus beiden Welten zu vereinen. Und: Wir sind auf einem guten Weg.

15

Lars Hendrik Wiegels, Leiter Haftpflichtsparte bei Chubb in Frankfurt

16

Face 2017 Ausgabe 1

Interview

Gibt es etwas, was aus Ihrer Sicht bisher besonders hervorsticht? Es ist eindrucksvoll zu erfahren, wie viele Informationen elektronisch zentral vorhanden und zugänglich sind. Es gibt ausführliche Einführungs- und Ausbildungskurse und hoch qualifizierte Beschreibungen und Erklärungen komplexer Risikobilder in den UnderwritingGuidelines. Die Underwriter sind mit WLANfähigen Laptops und mit iPhones ausgestattet, so dass jeder mobil und von überall auf die Vorgänge, aber auch auf Guidelines zugreifen kann. Das ist eine gute Voraussetzung.

Sie sind in Zeiten der Integration in das Unternehmen eingetreten. Haben sich hier im Vergleich zu einem klassischen Start bei einem neuen Arbeitgeber spezielle oder andere Herausforderungen ergeben? Ja, ganz bestimmt. Der Fokus meiner ersten Wochen und Monate war es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten in Deutschland kennenzulernen und die Haftpflichtabteilung weiter als einheitliches Team aufzubauen. Hier kommen unterschiedliche Kulturen zusammen, so wie zum Beispiel die „Schlipsträger“ in Frankfurt mit den etwas lockereren „Usancen“ aus Düsseldorf. Ich bin inzwischen mit dem gesamten Team per Du und habe schon viel getanzt und gelacht. Unsere berufliche Leidenschaft ist die Kunst des Haftpflicht-Underwriting in einem anspruchsvollen Markt, der seit Jahren von Bedingungserweiterungen und Prämienreduzierungen geprägt ist. Da auf allen Seiten engagiertes Arbeiten an gemeinsamen Zielen sowie ein gegenseitiges Unterstützen in allen Situationen normal ist, war es nicht so schwer, ein neues Miteinander im gesamten Team zu schaffen. Ich freue mich sehr über die Art des Anpackens und über den Optimismus, mit dem wir als Team jede neue Herausforderung angehen. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass ein Integrationsprozess, wie ihn das Team hier in Deutschland zu leisten hat, Unsicherheit mit sich bringt. Es gibt Reibungsverluste und einiges läuft in der Umstellung noch nicht optimal. Unsicherheit ist aber auch der Motor von Weiterentwicklung und Kreativität. Der Anspruch und der Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, den beschriebenen Status auszugleichen und den Geschäftspartnern einen möglichst uneingeschränkten Service zukom-

men zu lassen, ist wunderbar. Es wird manchmal fast vergessen, was hier an Integration – im Hintergrund – läuft. Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrer Arbeit? Und gibt es Themen oder Produktfelder, die Sie für die kommenden Jahre im Fokus haben? Chubb hat eine gute Mischung von Leistungen und Lösungen, die wir noch besser nutzen können. Wir haben eine hohe Spezialisierung im Bereich der Risikoingenieure und ein starkes und erfahrenes Haftpflichtschaden-Team. Im Bereich Umweltsonderlösungen zeichnet sich nach Marktbeobachtungen eine stark zunehmende Nachfrage ab, da die herkömmlichen deutschen Konzepte speziell auf die Bedarfe ausländischer Betriebsstätten, auf höher exponierte Risiken im Bereich Chemie, Entsorger und im Zusammenhang mit Merger & Acquisitions bisher keine ausreichenden Antworten haben. Internationale Programme schließen häufig keine Lösungen für Arbeitgeberhaftpflicht und Arbeitsunfallrisiken ein. Chubb kann zum Beispiel Workers Compensation und Kfz-Flotten-Programme in den USA im Paket mitanbieten. Im US-Markt sanieren hier einige der lokalen Versicherer, so dass sich gerade der Ausschreibungsbedarf verändert und Kunden somit nach Alternativen suchen. Im Wesentlichen sehe ich jedoch die weitere Verbreitung und den Ausbau von internationalen Haftpflichtprogrammen im Fokus – und das insbesondere für mittelständische Kunden. Wo sehen Sie die besonderen Chancen für Chubb auf dem Haftpflichtmarkt und welche Herausforderungen erwarten Sie gleichzeitig? Mit ACE und Chubb als neue Chubb wachsen gerade zwei der wenigen echten internationalen Programmversicherer zusammen. Beide Unternehmen hatten einen sehr guten Ruf in den jeweils definierten Zielmärkten. In Zeiten, in denen viele Versicherer ihre Auslandsnetzwerke teilweise reduzieren oder teilweise zentralisieren, ist mit Chubb sogar ein Versicherer mit einem vergrößerten globalen Netzwerk entstanden. Trotz eines – hoffentlich nur vorübergehenden – Anwachsens von Protektionismus und eines möglichen Wiederauflebens internationaler Handelsbeschränkungen ist die Bedeutung der internationalen

chubb.com/de

Aktivitäten unserer Kunden weiterhin zu erwarten. Die Fähigkeit, Versicherungsschutz in jedem Land lokal zur Verfügung zu stellen und hier alle rechtlichen und landesüblichen Deckungen adressieren zu können, ist für Kunden extrem wichtig.

Ein Blick in die Glaskugel: Lassen sich, Ihrer Meinung nach, bereits heute Haftpflichtrisiken erahnen, die in den kommenden zehn Jahren relevant sein werden? Ich kann hier auf die Themen verweisen, die derzeit in den Fachforen besprochen werden: Die zunehmende Vernetztheit von Produkten und Leistungen (Internet of Things) wird es erschweren, den Verursacher von Haftpflichtschäden zu identifizieren. Firmen arbeiten vermehrt zusammen, und zwar über das klassische Projektgeschäft hinausgehend. Die Grenzen zwischen Produkthaftpflicht und Betriebshaftpflicht – quasi als Betreiber, vielleicht aus der laufenden Überwachung und Wartung von Anlagen – verschwimmen daher zunehmend. Eine Schadenbearbeitung wird unter solchen Voraussetzungen um einiges komplexer werden. Analog den Vereinbarungen zur Konzeptionsverantwortung in der Automobilindustrie kann es also sehr gut möglich sein, dass vertragliche Vereinbarungen eine wachsende Rolle spielen und die Auswirkungen von derartigen Haftungsvereinbarungen auf den Versicherungsschutz geprüft werden müssen. Branchenkenner gehen derzeit davon aus, dass die Frequenz von Schäden in vielen Bereichen abnimmt, und Fehler- und Ausfall-

17

Die zunehmende Vernetztheit von Produkten und Leistungen wird es erschweren, den Verursacher von Haftpflichtschäden zu identifizieren.

raten weiter deutlich reduziert werden. Ansteigen wird jedoch die Gefahr hinsichtlich großer Serienschäden und Großschadensituationen. Das zeigt auch die Diskussion über die autonomen Fahrzeuge: Hier ist nicht nur eine Verschiebung (Regress) von der Kraftfahrzeug- zur Produkthaftpflichtversicherung, sondern auch ein Anstieg des Seriengroßschadenpotenzials zu erwarten. Und wir wissen aus Erfahrung, dass jeder große Sachschaden ein potenzieller Haftpflichtschaden ist, wie beispielsweise im Falle der schweren Explosion in Toulouse im September 2001: Bei der Explosion von mehreren Tonnen Ammoniumnitrat in einer Lagerstätte für Chemikalien wurden große Teile der Stadt beschädigt, was einen der größten Haftpflichtschäden in Frankreich zur Folge hatte. Umweltschadenkatastrophen finden zunehmend Verursacher mit entsprechender Versicherung. Arbeitgeberhaftpflicht hat nicht erst und nicht ausschließlich nach einer Explosion einer Fabrik in Italien Eingang in deutsche Haftpflichtversicherungsprogramme gefunden. Dieser Trend lässt sich fortschreiben und Kunden, Makler sowie Underwriter tun gut daran, vermehrt auch diese rein in Deutschland eher unbekannten Szenarien in die Risikobetrachtung einzubeziehen. Würden Sie bitte den folgenden Satzanfang beenden? Chubb ist ... ein Abenteuer, das Du nicht verpassen willst ... definitiv ein Unternehmen,

18

Face 2017 Ausgabe 1

das es wert ist, näher kennenzulernen. Am besten als Haftpflichtversicherer oder Arbeitgeber! n Das Interview führte

Kerstin Hartung Alexandre

[email protected]

Information Lars Hendrik Wiegels (54) ist seit Herbst 2016 Leiter der Haftpflichtsparte (Casualty) für Deutschland und Österreich bei Chubb in Frankfurt. In dieser Funktion wird Wiegels das bestehende Portfolio weiter ausbauen sowie die Entwicklung neuer Versicherungslösungen und -produkte vorantreiben. Wiegels verfügt über 30 Jahre Erfahrung im Industrieversicherungsgeschäft, davon auch mehrere Jahre im Ausland. In seiner vorherigen Tätigkeit war Wiegels schwerpunktmäßig mit dem Ausbau der Haftpflichtangebote im Rahmen multinationaler Führungsprogramme für Captive Broker und Makler und der Erarbeitung von Underwriting-Guidelines für Spezialprodukte beschäftigt. In den Jahren 2000 bis 2004 war der Diplom-Kaufmann bereits als Spartenleiter Haftpflicht bei ACE tätig und maßgeblich am Aufbau der Abteilung sowie dem Wachstum in Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt.

Kommentar

Was beschäftigt Sie … W

... Frau Hartung Alexandre? Ein persönlicher Kommentar zu aktuellen Themen

er kennt ihn nicht, den damaligen Slogan zur Namensänderung einer bis heute bekannten Süßigkeit, die klassisch aus zwei Schokoriegeln besteht: „Aus Raider wird jetzt Twix, … sonst ändert sich nichts“. Bei einem Produkt, das recht einfach über die Basissinne erlebbar ist, sind Unterschiede oder Veränderungen in der Regel recht schnell erkennbar. Der Spruch wird zwischenzeitlich auch redaktionell gern bei Neuerungen genutzt, die aber in Wirklichkeit keinerlei Veränderungen bringen. Was zu beweisen wäre, handelt es sich um – nennen wir sie virtuell wahrnehmbare – Produkte, die kein hochkalorisches Geschmackserlebnis erbringen können, sondern etwa ein Versprechen. Wie verhält es sich aber beispielsweise mit zwei Unternehmen, die zu einem verschmelzen? Da ist vielleicht weniger die schmelzende Schokolade als vielmehr die klassische Kinderliteratur mit der Geschichte des „doppelten Lottchens“ passend: zwei Charaktere, die zwar äußerlich betrachtet gleich aussehen, aber in ihrer Art grundverschieden sind. Die eine locker und eher unordentlich und die andere sorgfältig und planend. Auch wenn die beiden sich erst gar nicht mögen, finden sie dann doch heraus, dass sie mehr gemeinsam haben als gedacht. Mit Mut, Kraft und Ausdauer und allen Widerständen zum Trotz starten die beiden dann in Richtung „Happy End“ als glücklich vereinte Familie – so zumindest die rudimentäre Zusammenfassung der Story.

chubb.com/de

19

Bei Unternehmen dauert der Schulterschluss in der Regel etwas länger als ein knapp 200-seitiger Roman über ein Familiendrama – das Ergebnis sollte jedoch am Ende gleich lauten, nämlich ab einem bestimmten Zeitpunkt „eins“ zu sein. Dass dies nicht ganz ohne „Tränen und Schweiß“ geht, begründet sich zum einen in bestimmten regulatorischen Prozessen und zum anderen auch in der menschlichen Psyche. So kennt beispielsweise die Arbeitspsychologie bei sogenannten Change-ManagementProzessen verschiedene Stufen, die je nach Typus mit unterschiedlicher Geschwindigkeit durchlaufen werden: Wandert der eine noch durch das tiefe Tal der Tränen, ist der andere schon mit hochgekrempelten Ärmeln dabei, das nächste Feld zu bestellen. Beide Gangarten haben ihre jeweilige Berechtigung, insofern sie dann letztendlich in Richtung Ziel einbiegen und auch dort ankommen. Und unabhängig von den jeweiligen Seinsphasen gilt es, den Blick auf das Wesentliche, auf das Hier und Jetzt, nicht zu verlieren. Im betrieblichen Fall bedeutet das konkret, den Fokus nicht zu verlieren, das „business as usual“ weiterzuführen und mit den jeweiligen Partnern für den gemeinsamen Erfolg zu arbeiten, auch wenn es dabei mehr als nur die eine Extrameile zurückzulegen gilt. Nach diversen kleinen, errungenen Etappensiegen ist seit Anfang Mai dieses Jahres für die Chubb im europäischen Raum auch der letzte große Meilenstein erreicht, die rechtliche Vereinigung beider Unternehmen. Damit ist die vorliegende Face nicht nur das Magazin der Marke Chubb, sondern jetzt auch ein Medium der Chubb European Group. Und aus redaktioneller Sicht halten wir es definitiv wie mit den beiden Schokoriegeln: Es ändert sich nichts! n

Kerstin Hartung Alexandre

[email protected]

20

Face 2017 Ausgabe 1

Über die Autorin Kerstin Hartung Alexandre (46) ist seit 2008 Leiterin der Abteilung Marketing und Kommunikation für die deutschsprachigen Länder (D/A/CH) bei Chubb in Frankfurt. Hartung Alexandre verantwortet somit die Ausrichtung und Aktivitäten im Kommunikations- und Marketingbereich, was beispielsweise Pressegespräche, Produktkampagnen, das Magazin Face sowie die großen Hauptveranstaltungen der Chubb, wie das Industrie- und das Risikoforum, umfasst. Kerstin Hartung Alexandre ist seit 2002 bei Chubb in Frankfurt und begann ihre Karriere bei dem Versicherer als Specialist Marketing & Communications für Deutschland. Die Kommunikationswirtin leitete zuvor die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der deutsch-portugiesischen Auslandshandelskammer (AHK) in Lissabon, Portugal.

Kontakt

Kontaktübersicht Middle Market & Broker Sales

Regionalbüro Düsseldorf

Global Accounts

Regionalbüro Frankfurt

Grafenberger Allee 295 40237 Düsseldorf O +49 211 8773 0 F +49 211 8773 333

Christian Kruppa Global Client Executive O +49 211 8773 306 M +49 172 7134456 [email protected]

Lurgiallee 12 60439 Frankfurt O +49 69 95094 6600 F +49 69 95094 6601 Markus Klode Business Development Manager O +49 69 75613 6550 M +49 171 5282779 [email protected] Regionalbüro Hamburg Stadthausbrücke 1–3 20355 Hamburg O +49 40 369805 0 F +49 40 369805 390

ZUM HERAUSTRENNEN

Alexander Rumlich Niederlassungsleiter Hamburg Business Development Manager O +49 40 369805 147 M +49 160 90900209 [email protected]

Michael Puhe Business Development Manager O +49 211 8773 307 M +49 151 14017341 [email protected] Regionalbüro Stuttgart Heilbronner Straße 150 70191 Stuttgart O +49 711 4900 4233 F +49 711 4900 4234

Brigitte Vorrath Global Client Executive O +49 69 75613 6530 M +49 172 6138631 [email protected] Ole Spardel Global Client Executive O +49 40 369805 148 M +49 160 8939565 [email protected]

Regionalbüro München St.-Martin-Straße 62 81541 München O +49 89 54551 0 F +49 89 54551 111 Murat Gündogdu Business Development Manager O +49 89 54551 465 M +49 175 2482267 [email protected]

Risk Management Services Ingenieurservice Heiner Eckhardt Property & Casualty Risk Engineering Services Manager O +49 40 369805 300 M +49 175 2482243 [email protected]

Mit dem QR-Code gelangen Sie online direkt zu Ihren persönlichen ACE Kontakten.

chubb.com/de

21

Kontaktübersicht Personenversicherungen

Affinity – Zielgruppengeschäft

Specialty Personal Lines

Alexander Hoffmann Director Accident & Health O +49 69 75613 6553 [email protected]

Christoph Martin Junior Key Account Manager O +49 69 75613 6546 [email protected]

Alexander H. Lapp Manager Telecommunications O +49 69 75613 6643 [email protected]

Corporate, Affinity, Travel

Travel

Sebastian Kreutzer Manager Classic & Travel O +49 69 75613 6579 [email protected]

Melina Langhanns Key Account Manager O +49 69 75613 6675 [email protected]

Corporate – Firmenkundengeschäft

Direct Marketing – Partner- und Kooperationsgeschäft

Holger Micheew Corporate Manager Germany O +49 69 75613 6664 [email protected] Sandra Tesanovic Key Account Manager O +49 69 75613 6755 [email protected]

Ralf Becker Direct Marketing Manager O +49 69 75613 6628 [email protected] Sirit Bohnacker Direct Marketing Consultant O +49 69 75613 6645 [email protected]

Mit dem QR-Code gelangen Sie online direkt zu Ihren persönlichen ACE Kontakten.

22

Face 2017 Ausgabe 1

ZUM HERAUSTRENNEN

Felix Kompenhans Senior Key Account Manager O +49 69 75613 6593 [email protected]

Impressum

Die nächste Ausgabe der Face erscheint im Herbst 2017. Sie haben Anregungen, Kommentare, Kritik oder eine neue Adresse? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht! Möchten Sie die Face zukünftig in elektronischer Form erhalten oder das Magazin abbestellen? Schreiben Sie an: [email protected]

Impressum Herausgeber: Chubb European Group Limited Direktion für Deutschland Lurgiallee 12 60439 Frankfurt am Main

Auflage: 5.000 Exemplare

O +49 69 75613 0 F +49 69 746193 [email protected] chubb.com/de

Realisation & Druck: adfinity Hauptstraße 11 21514 Güster [email protected]

Fotos: Chubb, Archiv

Redaktion: Kerstin Hartung Alexandre [email protected] Marielle Winter [email protected]

Copyright © 2017, Chubb. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, sowie Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Länderspezifische Besonderheiten sind zu berücksichtigen. Chubb®, das Chubb Logo® und Chubb. Insured™. sind Markenzeichen der Chubb Limited. Chubb European Group Limited, Direktion für Deutschland, eingetragen HRB Frankfurt 58029, Hauptbevollmächtigter: Andreas Wania. Chubb European Group Limited unterliegt der Zulassung und Regulierung der Prudential Regulation Authority, 20 Moorgate, London EC2R 6DA, UK, sowie in Deutschland zusätzlich den Regularien der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Ausübung der Geschäftstätigkeit, welche sich von den Regularien des Vereinigten Königreichs (UK) unterscheiden können. USt-IdNr.: DE240196168, VersStNr.: 9116 80700402.

chubb.com/de

23

chubb.com/de