3 VORWORT

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VORWORT Liebe Einwohnerinnen und Einwohner Weihnachten steht vor der Tür. Traditionell werden sich wieder viele Menschen in unserer Pfarrkirche St. P...

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VORWORT

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner Weihnachten steht vor der Tür. Traditionell werden sich wieder viele Menschen in unserer Pfarrkirche St. Peter und Paul versammeln, um miteinander dieses besondere kirchliche Hochfest zu feiern. Die Christmette an Heiligabend ist für mich jedes Jahr aufs Neue ein eindrückliches und bewegendes Ereignis. Die im Herbst 2010 vollständig unter Denkmalschutz gestellte Pfarrkirche Mauren und der sie umgebende Friedhof ziehen derzeit noch in anderer Hinsicht die Aufmerksamkeit auf sich. Nach der gelungenen Erneuerung der gesamten Kirchenfassade wird im kommenden Jahr nun auch eine umfassende Innensanierung des Gotteshauses vorgenommen. Vom 7. Mai bis Ende Oktober 2012 werden deshalb die Messfeiern im Gemeindesaal abgehalten. Diese Zeitspanne mag Ihnen auf den ersten Augenblick vielleicht recht lange vorkommen, doch angesichts der aufwändigen Arbeiten ist die sechsmonatige Restaurierungsphase sehr ehrgeizig bemessen.

Impressum Herausgeberin Gemeinde Mauren Verantwortlich für den Inhalt Gemeindevorsteher Freddy Kaiser Redaktion, Konzept, Design, Umschlagseiten und Sonderteil Medienbuero Oehri & Kaiser AG Weitere Beiträge Gemeindevorsteher, Gemeindeverwaltung, Herbert Oehri, Pater Anto Poonoly, Rita Meier, Andrea Maurer,

Diverse bauliche Massnahmen sind im nächsten Jahr auch im Friedhofbereich vorgesehen. Mit der Schaffung zusätzlicher Urnengräber und eines anonymen Gemeinschaftsgrabs sowie der Einrichtung eines barrierefreien Zugangs zum unteren Friedhof decken wir längerfristig entsprechende Bedürfnisse ab. Umgestaltet wird zudem das an den Friedhof angrenzende Areal, wo sich mit dem bevorstehenden Abbruch der dortigen Gebäude die ortsbauliche Situation deutlich verändern wird. Das Kirchenviertel bekommt dadurch ein neues Erscheinungsbild.

Hanno Pinter, Mirjam Posch, Jürgen Posch, Pfadfinderschaft St. Peter und Paul und weitere Fotos/Illustrationen Paul Trummer, Agripina Kieber, Michael Zanghellini, Brigitt Risch, Rita Meier, Jürgen Posch und weitere Satz/Druck Matt Druck AG, Mauren Auflage 2200 Exemplare Dezember 2011

Im historischen Siedlungskern von Mauren, nur wenige Meter von der Pfarrkirche entfernt, befindet sich auch die Liegenschaft Gasthaus Rössle, die durch Bodentausch in Gemeindebesitz überging. Nach einem gemeinsamen Grundsatzbeschluss von Regierung und Gemeinderat hat eine Fachgruppe ein detailliertes Konzept

erarbeitet, das den Erhalt des historisch bedeutungsvollen Gebäudes und dessen zukünftige Nutzung als Kulturhaus vorsieht. Zum grossen Bedauern des Gemeinderats hat die Regierung nun aber den vom Regierungsressort Kultur eingebrachten Antrag auf Mitfinanzierung der Sanierung des ehemaligen Gasthauses Rössle gemäss den im Konzept aufgezeigten Varianten abgelehnt. Eine nähere Begründung wurde nicht mitgeteilt. Die Unterstützung wird auf eine mögliche Subvention im Rahmen des Denkmalschutzgesetzes reduziert. Trotz dieses unrühmlichen Ausscherens der Regierung hat sich der Gemeinderat am 30. November einstimmig dafür ausgesprochen, dass das Rössle-Projekt auch unter den geänderten Voraussetzungen weiterverfolgt wird. Für mich persönlich kam dieses klare Votum einem verfrühten Weihnachtsgeschenk gleich. Mit tatkräftiger Unterstützung des Fördervereins «Pro Rössle» und den grosszügigen Zuwendungen privater Gönner wollen wir dem Rössle als zukünftigem Kulturhaus neues Leben einhauchen. Ich meine, dass eine solche Einrichtung unserer Gemeinde gut ansteht und eine wertvolle Bereicherung des kulturellen und gesellschaftlichen Geschehens darstellen wird. Ich wünsche Ihnen eine freudenreiche Weihnachtszeit, erholsame Feiertage und für das neue Jahr viel Glück, Zufriedenheit und gute Gesundheit!

Freddy Kaiser, Gemeindevorsteher

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Gemeindebudget 2012: Überschuss von 0.5 Mio. D e r Vo ra n sc h la g de r Ge me i n de M a u re n f ü r d a s Ja h r 2012 w e ist in d e r E rf ol gsre c h n u n g ei n e n p o si t iv e n C a sh f l ow v o n ru n d C H F 9 Mi o. u n d i m G e sa m t e rg e b n i s e i n e n D e c k u n g sü b e rsc h u ss von CH F 0 .5 M i o . a u s. Der Gemeinderat hat das Budget in seiner Sitzung vom 30. November einstimmig genehmigt und die fortlaufende Finanzplanung für die Jahre 2013-2015 formell zur Kenntnis genommen. Dem Voranschlag liegt wiederum ein provisorischer Gemeindesteuerzuschlag von 200% auf die Vermögens- und Erwerbssteuer des Landes zugrunde. Die definitive Festlegung des Steuerzuschlags für das Steuerjahr 2011 (Veranlagungsjahr 2012) wird auf der Grundlage des vorliegenden Rechnungsergebnisses 2011 vorgenommen. Dies führte in den vergangenen drei Jahren jeweils zu einer Reduktion des Zuschlagsatzes auf 180%. Cashflow von CHF 9 Mio. In der Laufenden Haushaltsrechnung der Gemeinde, die der kaufmännischen Erfolgsrechnung entspricht, weist das Budget 2012 bei einem Ertrag von CHF 24.5 Mio. und einem Aufwand von CHF 15.4 Mio. einen positiven Cashflow in Höhe von CHF 9.0 Mio. aus. Damit können die geplanten Nettoaufwendungen der Investitionsrechnung im Umfang von CHF 8.5 Mio. vollumfänglich direkt finanziert werden. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 105.8%. Im Investitionshaushalt resultiert somit ein Finanzierungsüberschuss von CHF 0.5 Mio., der auch dem Deckungsüberschuss in der Gesamtrechnung entspricht. Erschwerte Ertragsbudgetierung Die Budgetierung der Erträge der Erfolgsrechnung 2012 beruht in den Hauptsteuerarten auf den Einschätzungen des Landes und den Erfahrungswerten aus den vorangegan-

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genen Rechnungsjahren. Erheblich erschwert wird die Budgetierung einerseits durch die gedämpften Konjunkturaussichten und andererseits durch das neue, anfangs 2011 in Kraft getretene Steuergesetz, zu dem noch keine Erfahrungswerte vorliegen. Des Weiteren kommen im Budgetjahr 2012 erstmals die von Regierung und Landtag beschlossenen Anpassungen des Finanzausgleichssystems zum Tragen, die in den nächsten vier Jahren wesentlich zur Sanierung des Staatshaushalts beitragen sollen. Für Mauren als Finanzausgleichsgemeinde bedeutet dies: deutliche Senkung des Mindestfinanzbedarfs pro Kopf der Bevölkerung, Wegfall des Zweidrittelanteils an der Grundstückgewinnsteuer und Reduktion des Gemeindeanteils an der Ertragssteuer von 40% auf 35%. Unter diesen Voraussetzungen wird für 2012 mit einem Ertragsvolumen von insgesamt CHF 24.5 Mio. gerechnet. Die Einnahmen liegen damit um ca. CHF 0.8 Mio. oder 3.2% unter dem Budget 2011 und ca. CHF 0.3 Mio.

LAUFENDE RECHNUNG

unter dem Rechnungsergebnis 2010. Vom prognostizierten Ertragstotal des Budgets 2012 entfallen CHF 6.0 Mio. auf die Vermögens- und Erwerbssteuer, CHF 1.4 Mio. auf die Ertragssteuer und CHF 15.0 Mio. auf den Finanzausgleich. Die Finanzzuweisungen des Landes machen somit einen Anteil von 61.2% am Gesamtertrag der Erfolgsrechnung aus. Kein Ausgabenwachstum Mit dem Budget 2012 gelingt es, die laufenden Ausgaben der Gemeinde auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Dabei stehen den Einsparungen, die dank konsequenter Kostenkontrolle und schlanker Verwaltungsstruktur sowohl beim Sachaufwand als auch beim Personalaufwand erzielt werden, erneut ansteigende Beitragsleistungen gegenüber, die im Budget 2012 vor allem den Sozialbereich betreffen. Innert fünf Jahren erhöhen sich die weitestgehend an Gesetze, Vereinbarungen und Beschlüsse gebundenen Beitragsleistungen um ca. CHF 1.8 Mio. oder 42%.

BUDGET 2012

BUDGET 2011

Ertrag

24'508'000

25'330'500

Aufwand

15'458'500

15'476'000

9'049'500

9'854'500

10'010'000

10'227'000

-960'500

-372'500

8'926'000

9'148'000

377'000

40'000

Nettoinvestitionen

8'549'000

9'108'000

Selbstfinanzierung (Cashflow)

9'049'500

9'854'500

500'500

746'500

Gesamtausgaben

24'384'500

24'624'000

Gesamteinnahmen

24'885'000

25'370'500

500'500

746'500

Bruttoergebnis (Cashflow) Abschreibungen Ertrags-/Aufwandüberschuss INVESTITIONSRECHNUNG

Ausgaben Einnahmen

Finanzierungsüberschuss GESAMTRECHNUNG

Deckungsüberschuss

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Fakten und Zahlen zum Gemeindehaushalt 2012 • Nullwachstum bei Ausgaben

• Personalaufwand kleinste Kategorie

Trotz einer erneuten Steigerung der gesetzlichen Beitragsleistungen an das Land, die vor allem das Sozialwesen betreffen, verbleiben die laufenden Ausgaben der Gemeinde insgesamt auf dem Niveau des Vorjahresbudgets und verzeichnen somit ein Nullwachstum.

Mit einem Anteil von 30.7% (CHF 4.7 Mio.) am Gesamtaufwand der Erfolgsrechnung bilden die Personalkosten (Verwaltung, Gemeinderat, Kommissionen, Kirche u.a.m.) nach wie vor die kleinste Ausgabenkategorie im Gemeindehaushalt.

• Steigende Beitragsleistungen Die Aufwandseite der Erfolgsrechnung wird sowohl in absoluten als auch in relativen Zahlen von den laufenden Beiträgen dominiert, die grösstenteils an Gesetze, Verträge und Beschlüsse gebunden sind. Ihr Anteil an den Gesamtausgaben beläuft sich auf 38% (CHF 5.9 Mio.). Im Budgetvergleich entspricht dies einer Steigerung von 5%. • Reduzierte Sachaufwendungen Die Sachaufwendungen reduzieren sich gegenüber dem Vorjahr um 3% auf CHF 4.8 Mio. und beanspruchen somit einen Anteil von 31.3% am Gesamtaufwand. Der Sachaufwand umfasst alle laufenden Verwaltungs-, Betriebsund Unterhaltsausgaben sowie den Konsum von Dienstleistungen Dritter.

• Fördermittel für Energiesparer Wie für das Jahr 2011 sind auch im Budget 2012 Mittel in Höhe von CHF 0.6 Mio. für die Gemeindeförderung von privaten Energiesparmassnahmen nach dem Energieeffizienzgesetz berücksichtigt. • CHF 5.3 Mio. für Tiefbauten Die Investitionsschwerpunkte liegen 2012 – wie im Vorjahr – eindeutig bei den Tiefbauten, die mit Aufwendungen von insgesamt CHF 5.3 Mio. einen Anteil von 61.6% der budgetierten Nettoinvestitionen beanspruchen. • Mehrere Strassenbauprojekte Bei den Tiefbauvorhaben stehen der Neubau der Erschliessungsstrassen Kappeleweg und Glenn im Gebiet

Tilihalde, die Restsanierung und Umgestaltung der Strasse Wegacker, die Sanierung der Neudorfstrasse sowie die weitere Erneuerung von Gemeinde-Werkleitungen in der Landstrasse Krummenacker im Vordergrund. • Innensanierung der Pfarrkirche Für den Bereich Hochbau sind Aufwendungen von CHF 1.3 Mio. budgetiert, das sind 15.1% des gesamten Investitionsvolumens. Die Hälfte davon entfällt auf die Innensanierung der Pfarrkirche Mauren, die von anfangs Mai bis Ende Oktober 2012 vorgenommen wird. • Höhere Investitionskostenanteile Die investiven Beteiligungen der Gemeinde an verschiedenen Institutionen (LAK, WLU, AZV usw.) erhöhen sich um 24.8% auf insgesamt CHF 1.9 Mio. Ursache dafür ist insbesondere die Sanierung des Hallenbads im Schulzentrum Unterland, die von Mauren mit einem Kostenanteil von rund CHF 0.9 Mio. mitzutragen ist. Im nächsten Jahr ist eine erste Tranche von CHF 0.5 Mio. fällig.

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Weitsichtige und nachhaltige Gemeindeplanung Vor st e h e r F re d d y Ka i se r f ü h rte i m S e p t e m b e r 2011 mi t de m G e m e in d e ra t e in e Kl a u su r durc h , d i e in B e zu g a u f di e di v e rse n P ro je k te e i n e r Sta n do r tb e st im m u n g u n d ve rti e f te re n B et ra c h t u n g d e r te rmi n l i c h e n s ow i e f i n a n z i e l le n U mse tzu n gspha se n d ie n t e . Für den Gemeinderat war dies sehr wertvoll, da auf diese Weise die Weiterentwicklung der Gemeinde mit einer gemeinsamen Zielsetzung bekräftigt wurde. Abseits vom üblichen Alltagsgeschehen wurde diese zweitägige Klausurtagung in einer anderen Umgebung – in Oberschan – unter der Moderationsleitung von Michael Biedermann durchgeführt. In einem ersten Teil wurden die Arbeit des ersten halben Jahres der Mandatsperiode reflektiert sowie die «neuen» Gemeinderätinnen und Gemeinderäte in den früheren Prozess der Entstehung und Herleitung der Geschäftsordnung des Gemeinderates sowie die Ausgestaltung des Kommissionswesens eingeführt. Damit die Zukunft der Gemeinde Mauren auf den erarbeiteten Zielsetzungen und Strategien erfolgreich weitergestaltet und somit auch eine Kontinuität in der Gemeindeentwicklung gewährleistet werden kann, wurden die einzelnen Projekte, welche in den letzten Jahren in engem Einbezug der Bevölkerung entstanden sind

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oder nach wie vor in Diskussion stehen, unter die Lupe genommen, so beispielsweise die Zuschg in Schaanwald, die Thematik Birkahof, das Wirtschaftsprojekt «Umpasa», das Projekt S-Bahn FL.A.CH mit einer möglichen neuen Bahnhaltestelle im Industriegebiet Schaanwald, das Projekt «Älter werden in Mauren» mit den Zukunftsplänen in der Lacha, usw. Weichenstellung für die nächsten Jahre Aufbauend auf dieser längerfristig ausgelegten Gemeindeplanung befasste sich der Gemeinderat mit Aufgabenstellungen, welche in den nächsten Monaten zur Weichenstellung anstehen. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen, denn Vorsteher Freddy Kaiser ist es ein Anliegen, die Zukunftsentwicklung und deren Entscheidungsfindungen auf klaren und messbaren Kriterien abzustützen. Auf der Basis der professionellen Projektbegleitung durch Michael Biedermann wurden die einzelnen Projekte in der Folge ohne Zeitdruck eingehend erörtert. Im Team wurden gemeinsame Ziele erarbeitet und formuliert, die im Frühjahr 2012 an einer weiteren Klausurtagung detailliert auf ihre Finanzierbarkeit überprüft und bezüglich ihrer Realisierbarkeit in die Terminachse eingeordnet werden sollen. Auf der Grundlage dieser Klausurtagung wird sich der Gemeinderat somit in den

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nächsten drei Jahren schwerpunktmässig mit den nachstehenden ProjektThemen vertiefter auseinandersetzen: - Schulstandort Schaanwald - Primarschule Mauren - Projekt «Älter werden in Mauren» - Kulturhaus «Rössle» - Zukunft des Birkahofs - Verkehrsführung bei der «Zuschg» in Schaanwald - Zonenplanrevision «Muron» - Liegenschaft Hilti Werk 3 - S-Bahn FL.A.CH - Finanzhaushalt der Gemeinde Mauren

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Elektronische Geschäftsverwaltung im Aufbau D i e M e n g e a n e le ktron i sc h e n D at e n in d e r Ge me i n de ve rwa l t un g w ä c h st e xpon e n ti e l l , di e S u c h e n a c h In f orma ti on e n v er sc h li n g t i m m er me h r Arbei tsz e i t , Do k u me n te e xi sti e re n i n v e rsc h ie d e n ste n Ve rsi on e n . Was b e i d e r A b l age de r P ap i e re st ru k t u ri e rt u n d orga ni s i e rt f u n k t io n i erte , wu rde mi t der E i n f ü h ru n g d e r ED V sta rk unte rsc h ä t z t : d ie S c h a ff u n g ei ne s k l a re n O rd n u n gssyste ms i n d e r e le k t ro n isc h e n We l t. Statistiken zeigen, dass bis zu 15 Prozent der Arbeitszeit in Büros für das Suchen nach Informationen eingesetzt werden. Die fünf Liechtensteiner Gemeinden Triesenberg, Ruggell, Eschen, Mauren und Schellenberg haben den Handlungsbedarf erkannt und wollen sich besser organisieren. Sie haben deshalb in Zusammenarbeit mit dem Institut für Informationswissenschaft an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur (HTW) das Projekt GEVER in Angriff genommen. GEVER wur-

de in der schweizerischen Bundesverwaltung in zahlreichen Bundesämtern bereits erfolgreich umgesetzt und wird in unserem Nachbarland auch vom Bundesarchiv unterstützt und gefördert. Elektronische Geschäftsverwaltung Der Begriff GEVER steht für elektronische Geschäftsverwaltung. Mit GEVER sollen alle geschäftsrelevanten Informationen verwaltet werden, die bei der Erfüllung von Aufgaben der Gemeinde anfallen. GEVER soll die Gemeindeverwaltung dabei unterstützen, die heutigen Anforderungen einer modernen Aktenführung zu erfüllen, um die Dienstleistungen gegenüber ihren Einwohnerinnen und Einwohnern, Unternehmen, Organisationen und Institutionen zu verbessern und die immer wichtiger werdende Ressource «Information» gewinnbringend einsetzen zu können. Wichtige Ressource für Gemeinde «Informationen sind eine wichtige Ressource für jede Gemeinde und

bedürfen – wie das Personal und die Finanzen – einer sorgfältigen Verwaltung und Planung», ist Vorsteher Freddy Kaiser überzeugt und er führt dazu aus: «Mithilfe von GEVER erfolgt die Verwaltung der Informationen auf effiziente, prozessorientierte und strukturierte Art. Die Zuverlässigkeit der verfügbaren Informationen wird verbessert und damit die Nachvollziehbarkeit und Transparenz des Verwaltungshandelns gewährleistet.» Der Gemeinderat hat die Initiative der fünf Gemeinden begrüsst und für das Projekt GEVER einen Kredit von 50'000 Franken genehmigt. Struktur und Organisation In einem GEVER-System sind die Informationen sicher, strukturiert und systematisch in einem Ordnungssystem abgelegt. Dadurch werden sie personenunabhängig und für Berechtigte jederzeit verfügbar. Die Einführung von GEVER bedeutet für alle Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung eine grosse Herausforderung. Für die Benutzenden steht nicht die Funktion der Technologie im Mittelpunkt, sondern die tägliche Arbeit als Zusammenspiel von Aufgaben, Organisation und Technik.

ze Proz n u es nd se Ak tiv i de n Pe n

Pendenzen erstellen Aktivitäten vorschreiben (bearbeiten, beteiligen, genehmigen, kommunizieren, versenden, …) Arbeitsschritte ausführen

MS Office E-Mail Internet

g t run en füh gem ten na Ak sma d cor Re

Prozesse Pendenzen und Aktivitäten

tä te n

Vorarbeiten laufen auf Hochtouren

Stan d, T Gesc ermine F häfts r kont isten rolle

Aktenführung Records Management Geschäft führen Dokumente erfassen Dokumente neu erstellen Dokumente versenden Dokumente suchen Registraturplan

Die Vorarbeiten für die Einführung von GEVER im kommenden Jahr laufen auf Hochtouren, so dass ab Mitte des nächsten Jahres auch die Kunden der Gemeindeverwaltung von der neuen Informationsverwaltung profitieren können. (haka)

Geschäftskontrolle Stand, Termine, Fristen Geschäftsstand anzeigen Pendenzen auflisten

GEVER wird die Gemeindeverwaltung dabei unterstützen, die heutigen Anforderungen einer modernen Aktenführung zu erfüllen, um die Dienstleistungen gegenüber Einwohnern, Unternehmen, Organisationen und Institutionen zu verbessern.

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Agglomerationsprogramm Werdenberg-Liechtenstein Am 30. August 2011 tagten die Ve r t re t e r d e s Ve re i n s « A g g l o m e r a t i o n We rd e n b e r g Liechtenstein» in der Zuschg in S c h a a n w a l d . Vo r s t e h e r F re d d y K a i s e r h i e s s d i e über 20 Gäste in Mauren-Schaanw a l d h e r z l i c h willkommen und gab einen kurzen Überblick über die räumliche Entwicklung sowie die damit zusammenhängenden H e r a u s f o rd e r u n g e n s e i n e r G e meinde im Kontext mit der re g i o n a l e n E i n b i n d u n g . Ziel des Agglomerationsprogramms Werdenberg-Liechtenstein, dem auch die Gemeinde Mauren angehört, ist eine langfristige Abstimmung von Siedlung und Verkehr unter Einbezug aller Verkehrsträger. Insbesondere sollen die Verkehrsprobleme in der Agglomeration bewältigt und die Verkehrsinfrastruktur mit der Siedlungsentwicklung koordiniert werden. Überregionale Plattform Im Jahre 2007 wurde mit der Erarbeitung des Agglomerationsprogramms Werdenberg-Liechtenstein begonnen. Mit der Gründung des Vereins Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein Ende 2009 wurde der Wille zur ver-

stärkten Zusammenarbeit dokumentiert und gleichzeitig eine bundeskonforme Trägerschaft geschaffen. Mitglieder sind die sechs Werdenberger (Sennwald, Gams, Grabs, Buchs, Sevelen und Wartau) und elf Liechtensteiner Gemeinden (Ruggell, Schellenberg, Gamprin, Mauren, Eschen, Planken, Schaan, Vaduz, Triesenberg,

Vorarbeiten im 2011 Bis zum April 2011 wurde ein vollständiger Bericht zum Agglomerationsprogramm WerdenbergLiechtenstein erarbeitet, der in der Folge bei Gemeinden, Land, Kanton sowie Fachverbänden und NonGovernmentorganisationen vernehmlasst und anschliessend überarbeitet wurde. Der Bericht baut sich wie folgt auf: 1. Ausgangslage 2. Analyse Ist-Zustand 3. Trendentwicklung / Handlungsbedarf 4. Zukunftsbild und Teilstrategien 5. Evaluation und Priorisierung Anhang: Massnahmenblätter

Triesen und Balzers), die Gemeinde Sargans sowie der Kanton St. Gallen und das Fürstentum Liechtenstein. Die Stadt Feldkirch ist als Beobachter in die Entscheide eingebunden. Grund des Treffens in der Zuschg in Schaanwald Ende August war das Erfordernis an die Agglomerations-Gemeinden dies- und jenseits des Rheins sowie an den Kanton St. Gallen und an das Land Liechtenstein, bis Ende Oktober einen gemeinsamen Bericht zu erstellen, hinter dem auch die politischen Behörden – z. B. in Mauren der Gemeinderat – stehen. Prüfung der Mitfinanzierung durch den Bund

Das Agglomerationsprogramm ist Vorbedingung und Grundlage für eine allfällige Mitfinanzierung des Bundes aus dem Infrastrukturfonds. An der Vereinsversammlung vom 15. November 2011 wurde dann das definitive Einreichen des Agglomerationsprogramms beim Bund beschlossen. 2012 findet die Prüfung durch den Bund statt. Das parlamentarische Verfahren und die Leistungsvereinbarungen folgen bis Ende 2014. Ab dem Jahre 2015 können die ersten mitfinanzierten Massnahmen realisiert werden.

Am 30. August 2011 tagten die Vertreter des Agglomerationsprogramms Werdenberg-Liechtenstein in der Zuschg in Schaanwald.

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Exkursion von «Allianz in den Alpen» in Mauren «Allianz in den Alpen» nennt sich ein Gemeindenetzwerk von Gemeinden in den Alpenländern. Aus Liechtenstein g e h ö re n d i e s e m N e t z w e r k d i e G e m e i n d e n S c h a a n , Tr i e s e n b e r g u n d M a u re n a n . I n Tr i e senberg fand Mitte Oktober 2 0 1 1 d i e 1 5 . J a h re s t a g u n g statt. Das Gemeindenetzwerk «Allianz in den Alpen» ist ein Zusammenschluss von über 300 Gemeinden und Regionen aus sieben Staaten des Alpenraums und besteht seit 1997. Die Gemeinde Mauren ist seit zehn Jahren Mitglied der «Allianz Alpen», in dessen Vorstand Vorsteher Freddy Kaiser seit 2007 vertreten ist.

Mitglieder der Allianz-Gemeinden zu Gast in Mauren Im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung führten die drei liechtensteinischen Gemeinden, welche diesem grossangelegten Gemeindenetzwerk angehören, je eine Exkursion durch. In Mauren fand die Exkursion unter der Führung von Vorsteher Freddy Kaiser im Zeichen des Nutzungsdrucks und Naturschutzes am Beispiel des Waldes statt. Gezeigt wurde vor allem die Bedeutung der Zusammenarbeit in einem grenznahen Raum, wie zwischen Liechtenstein und Österreich.

Nachhaltige Entwicklung als oberste Prämisse

sehr aktiv und stehen voll und ganz hinter den Leitsätzen des Gemeindenetzwerkes. Wie Vorsteher Freddy Kaiser ausführte, befasst sich die Gemeinde Mauren-Schaanwald nicht nur theoretisch mit Umwelt- und Energiethemen, sondern will als Vorbild vorangehen. Ein Grundgedanke der Allianz-Gemeinden – und damit auch für die Gemeinde Mauren – steht zuoberst und lautet: «Wir haben erkannt, dass eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 21 von Rio langfristig der einzige Weg ist, unseren Lebensstandard mit der natürlichen Umwelt im Alpenraum in Einklang zu bringen.»

Die drei Allianz-Gemeinden Liechtensteins sind auch als «Energiestadt»

Bildimpressionen vom Besuch der Mitglieder der Allianz-Gemeinden im Maurer Wald zum Thema «Nutzungsdruck und Naturschutz am Beispiel des Waldes». Die Exkursion fand im Rahmen der 15. Jahrestagung des Gemeindenetzwerkes «Allianz in den Alpen» unter der Führung von Vorsteher Freddy Kaiser statt.

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Initiative «Hilfe statt Strafe» M i t ru n d 5 2 P roze n t h a be n di e Sti mmbü rger/-innen am Ab stimmung sw o chenend e 1 6 ./1 8 . Se p tem ber 2 0 1 1 d i e F riste n l ösu n g a bge l e h n t. In d er G emeind e Mauren sp rachen sich b ei einer Stimm b et ei l ig u n g v o n 6 0. 2 P roze n t 41. 3% f ü r u n d 5 8 .7 % g eg en d ie I nitiative «Hilfe statt Strafe» aus. Von den 18‘919 Stimmberechtigten in Liechtenstein gingen 61.4% an die Urne, das waren 11‘623 Stimmbürger/-innen. Von ihnen nahmen 93% (10‘813) die Briefwahl vor. Landesweit stimmten 5‘246 Stimmbürger (47.7%) der Fristenlösung in der vorgelegten Form zu sowie 5‘760 (52.3%) dagegen.

Das Ergebnis der Volksabstimmung in Mauren Zahl der Stimmberechtigten

1‘900

Zahl der abgegebenen Stimmkarten Zahl der nicht eingelegten Stimmkuverts Zahl der abgegebenen Stimmen Zahl der ungültigen Stimmen Zahl der leeren Stimmen

1‘143 2 1‘141 56 8

Zahl der gültigen Stimmen

1‘077

Zahl der brieflich abgegebenen Stimmkarten

1‘058

Nein 52,3%

Ja 47,7%

Stimmbeteiligung 60.2% 445 (41.3 %) 632 (58.7 %)

Anzahl Ja-Stimmen Anzahl Nein-Stimmen

Nein 58,1%

Ja 41,9%

Verpflichtungskredit «Neubau Landesspital»

D i e S t i m m b ü rg e r l e h n te n a m A bsti mmu n gsw o chenend e 2 8 ./3 0 . O kto b er 2 0 1 1 d en Verp flichtu n gs k re d i t f ü r e in e n N e u ba u de s L a n de sspi ta l s mit einem Nein-Stimmen-Anteil vo n 5 8 .1 Pro zent ab .

Nein

Ja

Von den 18‘941 Stimmberechtigten in Liechtenstein gingen 70.8% an die Urne, das waren52,3% 13‘407 Stimmbürger/-innen. 47,7% Von ihnen nahmen 94% (12‘603) die Briefwahl vor. Landesweit stimmten 5‘411 Stimmbürger (41.9%) dem Verpflichtungskredit «Neubau Landesspital» zu, 7‘500 (58.1%) lehnten die Abstimmungsvorlage in dieser Form ab.

Das Ergebnis der Volksabstimmung in Mauren Zahl der Stimmberechtigten

1‘890

Zahl der abgegebenen Stimmkarten Zahl der nicht eingelegten Stimmkuverts Zahl der abgegebenen Stimmen Zahl der ungültigen Stimmen Zahl der leeren Stimmen

1‘374 0 1‘374 58 2



Zahl der gültigen Stimmen Zahl der brieflich abgegebenen Stimmkarten Stimmbeteiligung Anzahl Ja-Stimmen Anzahl Nein-Stimmen

10



1‘314



1‘286

72.7 % 487 (37.0 %) 827 (63.0 %)

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Nein 58,1%

Ja 41,9%

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Dienstjubiläum Im Namen der Gemeinde Mauren gratuliert Vorsteher Freddy Kaiser Christian Nipp zum 10-jährigen Dienstjubiläum als Organist in der Theresienkirche Schaanwald.

Neuer Drainagemeister Patrick Marxer, Werkhofmeister, tritt die Nachfolge des langjährigen Drainagemeisters Benno Jäger an. Benno Jäger begleitete das Drainagesystem im Maurer Riet von seinen Anfängen an und gilt als profunder Kenner der Rietentwässerung. Die Gemeindevorstehung dankt an dieser Stelle Benno Jäger für seine grossen Verdienste sowie seine zuverlässige und verantwortungsvolle Drainagetätigkeit über viele Jahre hinweg. Patrick Marxer konnte sich bereits in dieses System einarbeiten und mit ihm geht die Hauptverant-

wortung der Maurer Rietdrainage in kompetente Hände über. Werkhofmitarbeiter Armin Tanner wird künftig die

Aufgabe als Drainagemeister-Stellvertreter übernehmen.

Patrick Marxer, Drainagemeister

Armin Tanner, Drainagemeister-Stellvertreter

Liechtensteiner Kinder- und Jugendbeirat Tanja Bless für zwei Jahre in den Liechtensteiner Kinder- und Jugendbeirat gewählt. Die Gemeinde Mauren gratuliert Tanja Bless recht herzlich zur Wahl in den Vorstand des Kinder- und Jugendbeirates Liechtenstein. Sie löst damit Andrea Guntli-Mündle, die bisher unsere Gemeinde in diesem wichtigen Gremium vertreten hat, nach über zwei Jahren ab. Der KJB ist die Interessensvertretung aller Kinder und Jugendlichen in Liechtenstein und stellt sicher, dass Kinder und Jugendliche Mitsprache, Mitgestaltung und Mitbestimmung in den Bereichen, die ihre Interessen betreffen, erhalten. Der KJB fördert und fordert die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen in der Öffentlichkeit und in gesellschaftlichen Entscheidungen. Für diese wichtigen Fragen wird die Gemeinde wieder für eine zweijährige Periode eine Vertreterin stellen und wir dürfen beiden Damen für ihr Engagement und ihre wichtige Arbeit danken.

Tanja Bless vertritt neu Andrea Guntli-Mündle im Kinder- und Jugendbeirat.

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Michael Senti – Hauswart mit Leib und Seele Als Hauswart der Primarschule M a u re n s o w i e d e r G e m e i n d e v e r w a l t u n g u n d w e i t e re n L i e genschaften ist Michael Senti f ü r d i e R e i n i g u n g , d e n U n t e rh a l t , d i e Wa r t u n g d e r H a u s technik sowie die Umgebungsarbeiten zuständig. Michael Senti trägt so seit dem 1. September 2010 zur Werterhaltung der Liegenschaften bei und bewältigt sehr vielfältige Aufgabengebiete, die den Gebäudeunterhalt, die Instandhaltung haustechnischer Anlagen sowie den Unterhalt von Aussenanlagen beinhalten. Dazu gehören auch eine enge Zusammenarbeit und die Koordination des Reinigungsdienstes sowie die Kontrolle der Heizungs-, Warmwasser-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie der elektrischen und sanitären Anlagen. Als Hauswart ist Michael Senti auch Ansprechperson für Benutzer und Mieter der Liegenschaften.

Will sich zum Hauswart mit eidgenössischem Fachausweis ausbilden lassen: Michael Senti

Abwechslungsreiche Berufstätigkeit Der junge Maurer schätzt an seinem Beruf vor allem die Abwechslung. «Als Hauswart kann man im Grossen und Ganzen selbstständig arbeiten und die Prioritäten setzen», beschreibt Michael Senti die Vorzüge seines Berufs. Zudem schätzt er den engen Austausch mit anderen Hauswarten und die gute Zusammenarbeit im Team. In Buchs lässt sich der gelernte Sanitärinstallateur während vier Semestern zum Hauswart mit eidgenössischem Fachausweis weiterbilden.

Das Theaterspielen bei der Freiwilligen Feuerwehr Mauren ist eine besondere Leidenschaft von Michael Senti.

Teamplayer Auch in seiner Freizeit ist Michael Senti stark mit der Gemeinde verbunden. So schaltet er am liebsten beim Joggen im Maurer Riet vom Berufsalltag ab oder engagiert sich in der Freiwilligen Feuerwehr. Eine ganz besondere Leidenschaft von Michael Senti ist das Feuerwehrtheater. Dort wird er am 27. und 28. Januar sowie am 1. Februar 2012 zum vierten Mal mitspielen und mit seinen Schauspielkollegen die

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Lachmuskeln des Publikums strapazieren. «Es macht mir unbeschreibliche Freude, mit dieser Gruppe zu spielen», schwärmt Michael von der Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr.

Lustiges Feuerwehrtheater in Vorbereitung Er freut sich jetzt schon auf die Theaterabende, an denen sie einen neuen Dreiakter rund um den Stammtisch mit

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dominanten Gattinnen präsentieren werden. Für diesen Grossanlass probt er gerne jetzt schon zweimal pro Woche und füllt mit dem Üben der Texte seine Freizeit.

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18. Kulturwettbewerb: Dialekt ist Heimat und Exotik D i e G e m e i n d e M a u re n f ü h r t i h re n t r a d i t i o n e l l e n K u l t u r w e t t bewerb, der sich stets einer g ro s s e n B e l i e b t h e i t u n d re g e n Te i l n a h m e e r f re u t , b e re i t s z u m 1 8 . M a l d u rc h . D i e K u l t u r k o m m i s s i o n u n t e r d e m Vo r s i t z d e s Gemeinderates Robert Matt hat sich für den Kulturwettbewerb 2 0 1 2 e i n e g a n z b e s o n d e re I d e e ausgedacht. Die Dialekt-Sprache hat im Kontext mit den enormen Gesellschaftsveränderungen und dem vordringenden Anglizismus einen schweren Stand. Viele alte Dialektausdrücke, die zu alten Zeiten sehr eng mit den früheren Lebensweisen und Berufstätigkeiten in Zusammenhang standen, sind schon fast verloren gegangen. «Dialekt» ist somit Heimat und Exotik. Die Kulturkommission will diesen Dialektausdrücken zu einer Renaissance verhelfen oder sie zumindest in der Diskussion der jungen Leute mit der älteren Generation aufs Tapet bringen.

Welche Bedeutung haben diese Wörter bzw. Begriffe? Aus der «murerischen Antike»

Aus der «Teenie-Sprache»

1) Abort

1) MünzMallorcaTussiToster

2) Bumeranza

2) Karussellfleisch

3) Gugummera

3) Biobreak

4) Birlaga

4) Bildschirmbrüne

5) Honza

5) Restpostaparty

6) Umbassa

6) Herrenhandtäscha

7) Scharmotz

7) Bewegigslegasteniker

8) Fazanetle

8) voll fett

9) Beschapart

9) simsen

10) grä

10) Sissi

Die Sprache im Wandel der Zeit So sind von den interessierten Wettbewerbsteilnehmern je zehn Wörter der «murerischen Antike» sowie der modernen Teenie-Sprache, welche sich zusehends mit unserem Dialekt vermischt, zu «übersetzen». Aufgabe ist es, die Bedeutung dieser althergebrachten wie neu importierten Begriffe bzw. Wörter zu erforschen und ihren Sinngehalt kurz zu beschreiben. Es ist das Ziel, dass die Nene’s und Nana’s ihren Enkelinnen und Enkeln, die Eltern ihren Kindern sowie umgekehrt beim «Wörterforschen» helfen und die Begriffe einander erläutern. Jung und Alt sollen sich treffen und im geselligen Beisammensein einander «ihre» Begriffswelt austauschen. Dabei werden sie spüren und erfahren, wie sich die Sprache im Verlaufe der Zeit verändert und wandelt.

Lösungen sind bis spätestens Ende Januar 2012 per Antwort-Schreiben an folgende Adresse zu senden: Gemeinde Mauren Betreff «Kulturwettbewerb 2012» Peter- und Paul-Strasse 27 9493 Mauren oder per E-Mail: [email protected] mit dem Betreff «Kulturwettbewerb 2011»

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An die Schrittzähler, fertig, los! P a r a l l e l z u m P ro j e k t « Z u F u s s zur Schule», welches von der Ve r k e h r s s i c h e r h e i t s k o m m i s s i o n o r g a n i s i e r t w u rd e , f ü h r t e d i e Gesundheitskommission ein n e u e s P ro j e k t m i t d e n S c h ü l e rinnen und Schülern der Primarschulen Mauren und Schaanw a l d d u rc h . Nach den Herbstferien startete die Gesundheitskommission Mauren-Schaanwald unter dem Vorsitz der Gemeinderätin Claudia Kaiser ein zweiwöchiges Projekt mit einem Schrittzähler. Die Schülerinnen und Schüler versuchten so viele Schritte wie möglich pro Tag und Woche zu tätigen. Der «Kontostand» wurde so auf Listen vermerkt und am Schluss konnten die persönliche Schrittzahl sowie jene der gesamten Klasse in einem Wettbewerb unter der Schule verglichen werden.

Positive Resonanz des Gesundheitsprojektes Die Gemeinderätin Claudia Kaiser freute sich über die positive Resonanz des Projektes und gewährte einen Einblick in die zukünftige Arbeit der Kommission: «Wir möchten gerne weitere Projekte starten, ob diese dann wieder mit Schrittzählern sind oder etwas Neues, müssen wir noch in der Kommission besprechen».

So viele Schritte wie möglich Die Gesundheit der Kinder liegt der Gesundheitskommission am Herzen – darauf wies auch der Schulleiter Peter Gantenbein bei der Preisverleihung des Wettbewerbs hin. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich eifrig für diesen Wettbewerb ein und versuchten auf kreative Art und Weise so viele Schritte wie möglich zu erlangen. Dazu gehörten beispielsweise auch Ehrenrunden um das Lehrerpult, so dass ein kleiner Umweg und somit mehr Schritte möglich waren. Zudem bastelten die Schüler kleine Boxen, damit sie nicht versehentlich den Resetknopf betätigen.

Preisverleihung Maria Näscher (4b) durfte sich über den ersten Platz, Damian Stöckli (5a) über den zweiten Platz und Vinzenz Schreiber (1b) über den dritten Platz freuen und an der Preisverleihung in der Aula ein Geschenk der Gesundheitskommission in Empfang nehmen (Bild unten).

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Ortsbildfreundliche Strassenraumgestaltung Bei d e r R e a l isi e ru n g de r di ve rse n T i e f ba u pro jekte im Strassenb ereich w ird ein g ro sses Aug en m er k auf d i e Do rf b i ld g e sta l tu n g sowi e di e Woh nq ualität g eleg t. Z ahlreiche Pro jekte sind in Ausführu n g, di e im F o l g e n d e n vorge ste l l t we rde n . Wegacker

Guler

Die Strasse Wegacker wird auf einer Länge von 250 Metern einer Generalsanierung unterzogen. Im März dieses Jahres begannen die Bauarbeiten, sie werden in Etappen durchgeführt. Im Zuge der Sanierung wird eine neue Sauberwasserleitung eingebracht und mittels eines Rückbaus erhält dieser Dorfteil eine wohnquartierähnliche Ausgestaltung der Strasse. Die Strassenbreite wird künftig 5 Meter betragen, wobei anschliessend ein Grünstreifen sowie der Gehsteig mit je 2.0 Metern realisiert werden. Es ist zu erwarten, dass die Bauarbeiten im August 2012 vollständig abgeschlossen werden können.

Das Ambiente einer Wohnstrasse soll auch der «Guler» erhalten. Die Strasse Guler wurde auf einer Länge von 320 Metern rückgebaut und im Zuge dieser Sanierung wurde zudem eine Sauberwasserleitung verlegt. Der Strassenraum mit Wohncharakter wird nach Fertigstellung eine Breite von 8.6 Metern aufweisen: Strasse 5 Meter, beidseitiges Trottoir von je 1.8 Metern. Die Bauarbeiten werden bis Ende 2011 abgeschlossen sein. Der Deckbelag im vorderen Strassenbereich wird im Verlauf des Jahres 2012 eingebaut.

Popers Die 4. Etappe der Strasse Popers mit einer Länge von 160 Metern wurde anfangs September vollendet. Einerseits wurde mit der notwendigen Sanierung des Strassenzuges von Popers bis zum Maienweg die Sauberwasserleitung installiert und der Strassenraum

erstmals mit einem durchgängigen Trottoir mit einer Breite von 1.5 Metern ausgestattet. Andererseits wurden gleichzeitig die Erschliessungs-Anschlüsse zum Umlegungsgebiet «Tilihalde» realisiert. Der Lochbrunnen an der Strasse wurde ebenfalls saniert.

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Dorfweg Der Dorfweg – ausgehend von der Peter-Kaiser-Strasse – dient der Erschliessung des Baulandumlegungsgebietes Tilihalde. Grundsätzlich ist der Dorfweg mit einer Breite von 3.5 Metern geplant; er wird jedoch bei einem Zwischenteil als Fuss-/Radweg mit einer Breite von 1.75 Metern gestaltet. Mit dem Dorfweg wird das attraktive Wegnetz der Gemeinde Mauren-

Schaanwald für den Langsamverkehr (Fussgänger/Fahrradfahrer) mit weiteren 250 Metern erweitert. Nachdem der Baustart im Frühjahr erfolgte, konnte der Dorfweg in der Tilihalde im November 2011 seiner Bestimmung übergeben werden. Für den Dorfbrunnen wurde gleichzeitig ein neuer, schön gestalteter Platz geschaffen.

Trottoir Franz-Josef-Oehri-Strasse Aufgrund der ungünstigen Ausführung des Trottoirs, das mit einem Absatz von ca. 15 cm ausgestattet war, hat sich die Gemeinde Mauren entschlossen, diese Fussgängerzone neu zu gestalten. Auf diese Weise konnten für die Schulkinder ein gesicherter Schulweg, allgemein eine wesentliche Verbesserung für die Fussgänger sowie die nötigen baulichen Massnahmen in Bezug auf die Behindertengerechtigkeit erreicht werden.

Sanierung Industriestrasse, Schaanwald In den Kreuzungsbereichen und an jenen Stellen, bei denen die gepfählten Leitungen die Strasse queren, sind Schäden am Belag und teilweise auch an der Unterkonstruktion entstanden. In erster Linie handelt es um drei Stellen, welche dringend einer Erneuerung bedurften, bevor weitergehende Schäden entstehen. Die sanierten drei Positionen befinden sich vor dem Gebäude «Industriestrasse 18» sowie in den beiden Kreuzungsbereichen Industriestrasse-Gewerbeweg.

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Krummenacker Die Strasse Krummenacker wird in Form einer Generalsanierung «überarbeitet». Bauherr dieser Strassensanierung ist das Land (Tiefbauamt), wobei die Gemeinde für die Kanalisation sowie für die Beleuchtung zuständig ist, welche vollständig erneuert wird. Auf einer Länge von rund 150 Metern wird zudem eine neue Sauberwasserleitung eingebracht. Für die Gemeindebehörde war und ist es sehr wichtig, dass die Trottoirverbindung auf der rechten Seite von Mauren Richtung Schellenberg durchgängig gestaltet wird und somit die Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer in diesem neuralgischen Kurvenbereich wesentlich verbessert wird. Mit dieser Trottoirverbindung kann ein weiterer Schritt zur Verbesserung des Schulweges erreicht werden. Die Strassensanierungsarbeiten Krummen­acker dauern noch bis Ende des Jahres 2012.

Verlängerung der Strasse Gänsenbach Das Strassenteilstück «Gänsenbach» weist eine Länge von 65 m auf. Die Fahrbahn wurde mit einer Breite von 5.00 m erstellt. Auf die Errichtung eines Trottoirs wird vorerst verzichtet. Allenfalls kann im Zuge der Umgebungsgestaltung betreffend dem künftigen Projekt «Älter werden in Mauren» später ein Trottoir erstellt werden, da dies der Strassenraum grundsätzlich ermöglicht. Die Kanalisation wurde – wie im gesamten Umlegungsgebiet «Tilihalde» – als modifiziertes Trennsystem ausgeführt.

Tils Das Strassenprojekt «Tils» liegt im Wohngebiet Rennhof. Es handelt sich bei diesem Strassenstück um die Erschliessung dieses Baugebietes. Auf einer Länge von 110 Metern wird der Strassenraum mit einer Breite von 3.5 Metern ausgebaut. Der Neubau dieses Strassenteils begann im Frühjahr und konnte im November abgeschlossen werden.

«Achtung Holzschlag» – Holzerntearbeiten im Maurer Wald Bei Holzerntearbeiten wird seitens der Forstwirtschaft jeweils eine Beschilderung «Holzschlag» mit den Symbolen Autofahr-, Reit- und Fussgängerverbot angebracht. Waldwege und Waldpassagen werden in dieser Zeit für das Befahren und Begehen gesperrt. Leider kommt es immer wieder vor, dass diese Beschilderungen missachtet werden. Dies birgt grosse Gefahren in sich. Gemeindeförster Peter Jäger ersucht die Naturfreunde und Waldgänger, die Beschilderungen bei Holzerntearbeiten zu beachten. Peter Jäger Forstverwaltung Mauren-Schaanwald

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Neuer Glanz im Innern der Theresienkirche Praktisch zeitgleich mit der A u s s e n re n o v a t i o n d e r M a u re r P f a r r k i rc h e w u rd e d i e T h e re s i e n k i rc h e i n S c h a a n w a l d i n n e n saniert. Schäden an den Innenw ä n d e n w u rd e n b e h o b e n , e i n e Lüftungsanlage und eine neue Beschallungsanlage installiert. A m P a t ro n a t s f e s t z u E h re n d e r H l . T h e re s i a w u rd e d i e N e u g e staltung des Innenraumes der T h e re s i e n k i rc h e a m 2 . O k t o b e r feierlich eingeweiht. Seit Anfang Juni wurde intensiv an der Sanierung des Innenraumes der Theresienkirche Schaanwald gearbeitet. Zuerst einmal waren die Innenwände, die aufgrund der Bauphysik Schaden genommen hatten, unter die Fittiche zu nehmen. Die bestehenden RigipsWände wurden abgebrochen und durch einen Dämmputz ersetzt. Auf diese Weise konnten die sichtbaren Schäden entfernt werden.

Einbau einer Lüftungsanlage Die Sanierung der Innenwände stellte besonders in Bezug auf die Trocknung eine grosse Herausforderung dar. Mit dem Einsatz von geeigneten Materialien konnte die Trocknungszeit kürzer gehalten werden. Infolge der hohen

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Luftfeuchtigkeit musste darauf geachtet werden, dass keine Schäden beim Kircheninventar entstanden, so wurde beispielsweise die Orgel staubdicht abgedeckt. Die Problematik der Belüftung des Kirchenraumes sorgte bereits in der Vergangenheit immer wieder für abgestandene Luft. Der Einbau einer Lüftungsanlage war somit unumgänglich. Sie wird in Zukunft automatisch für frischere Luft sorgen.

Erneuerung der Beschallungsanlage Im Rahmen der Sanierungsarbeiten im Innenraum der Theresienkirche wurde

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auch die Beschallungsanlage erneuert. Obwohl der Kirchenraum relativ klein ist, weist er doch ein gewisses Volumen auf. Die Akustik wird von den Vereinen, die in der Theresienkirche auftreten, generell gerühmt. Mit der Optimierung der technischen Anlagen ist die Akustik des Kirchenraumes für Vortragende wie Pfarrer, Ministranten, Lektoren usw. noch stimmiger geworden.

Einweihung des Kircheninnenraumes am Patronatsfest Am Sonntag, 2. Oktober, fand anlässlich des Patronatsfestes der Hl. Theresia die feierliche Einweihung der neuen

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Innengestaltung der Theresienkirche Schaanwald statt. Pater Anto Poonoly ging auf das Leben und Wirken der Kirchenpatronin ein und hob die Gottes- und Nächstenliebe der heiligen Theresia hervor, welche in ihrem kurzen Dasein (1873-1879) eine nahtlose Einheit gebildet habe. Die Reliquien der modernen Heiligen, die als «grosse Helferin in allen Nöten unserer Zeit» galt, wurden vor dem Altar in einem Grab beigesetzt.

Besinnliche und ausstrahlungskräftige Atmosphäre Vorsteher Freddy Kaiser besann sich in seinen Worten zum Patronatsfest den Gründungsvätern der Theresienkirche

Schaanwald und würdigte unter anderem die gelungene Innensanierung: «Unserer Kirchenpatronin – der Heiligen Theresia – und euch allen haben wir in dieser schmucken Kirche in Schaanwald ein «Zuhause» geschaffen, das eine besondere Stimmung ausstrahlt: schlicht, hell, besinnlich – eine Atmosphäre, die eine ganz besondere Würde und Stimmung ausstrahlt.» Vorsteher Freddy Kaiser dankte abschliessend allen, die zum hervorragenden Gelingen der Innenraumgestaltung der Theresienkirche beigetragen haben. «Mein Kompliment und mein Dankeschön gilt somit dem Stiftungsratspräsidenten Theo Oehri, den Planern, Unternehmern

und Handwerkern, den verantwortlichen Leitern unserer Gemeindebauverwaltung und auch den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten – in der vorherigen und neuen Besetzung – die sich für die Belange des Stiftungsrates der Theresienkirche Schaanwald immer grosszügig und mit zuvorkommendem Bemühen eingesetzt haben», so Vorsteher Freddy Kaiser. Die Mitwirkung des Gesangverein-Kirchenchors Schaanwald sowie des Musikvereins Mauren beim Apéro verlieh dem Patronatsfest ein besonders feierliches Ambiente.

Pfarrkirche in neuem Kleid D i e d e n k m a l g e s c h ü t z t e P f a r rk i rc h e S t . P e t e r u n d P a u l i n M a u re n z e i g t s i c h n a c h M o n a ten der Fassadensanierungsarbeiten in neuem Kleid. Auch d i e Z i ff e r b l ä t t e r d e r K i rc h t u r m u h re n e r f u h re n e i n e A u ff r i schung.

ebenfalls der Deckputz des Kirchenturms ersetzt und die Zifferblätter der Kirchturmuhren mit Dispersion neu gestrichen. Auch die Holzverkleidungen im Glockenturm wurden neu lackiert.

Letztmals wurde die Fassade der Pfarrkirche Mauren vor 25 Jahren erneuert. Aufgrund von Abplatzungen und Verputz-Auflösungserscheinungen wurde nach einem Vierteljahrhundert eine Fassadensanierung notwendig. So wurde Anfang Juli dieses Jahres damit begonnen, den alten Deckputz durch einen neuen, atmungsaktiven zu ersetzen. Es handelte sich dabei um einen mineralischen Aufbau auf Kalkbasis. Zusätzlich zur Fassade wurden

Im Rahmen der Sanierung der Aussenfassade wurde im Weiteren der Sockelbereich neu gepflästert und bepflanzt sowie das Dach einer grundlegenden Reinigung unterzogen. So präsentiert sich die Pfarrkirche St. Peter und Paul in neuem Glanz und verleiht dem Dorfbild ein besonders gepflegtes Gepräge. Im nächsten Jahr steht die Innensanierung der Pfarrkirche auf dem Plan.

St. Peter und Paul prägt das Dorfbild

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LLB unterstützt Platzgestaltung «Delehala-Kappele» Im R a h m e n d e r 150- Ja h rj u bi l äu m sf e ie rli c h k ei te n i m 2011 f ö rd e rt e d ie L i e c h te n ste i n i sc h e Lan d e sb a n k i n de n Be re i c h e n S o z i a l e s, U m we l t u n d Ku l tu r nac h h a lt i g e P roj e kte . In sbe s on d e re a u c h de n Ge me i n de n dr ü c k t e d i e L L B f ü r di e tre u e P art n e rsc h a f t i hr D a n ke sc h ön aus , in d e m si e in j e de r Ge m e i n d e f ü r e in s pe zi e l l e s Proj ek t e in e n B e t ra g von C H F 1 0 ‘0 0 0 z u r Ve rf ü gu n g ste l l te . Die Idee des Gemeinderates Mauren, den Vorplatz des Delehala-Kappele als Ruhe- und Aussichtspunkt zu gestalten, fand bei der Liechtensteinischen Landesbank auf Anhieb Gefallen. Damit wird eine sehr alte Stätte, in deren Nahbereich auch ein «Seidenbaumhag» in östlicher Richtung hangabwärts verläuft, mit einem würdigen Aussenbereich versehen. Das Kappele in der Delehala wurde 1926 von Konrad Oehri erbaut. Das vorgängige, frühere Bildstöckle war baufällig und musste abgebrochen werden.

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Platz der Ruhe und Musse Die Neugestaltung des Delehala-Kappele-Vorplatzes umfasst an exponierter Lage als sichtbares Zeichen einen befestigten Sitzplatz mit Trinkwasserbrunnen, zwei Sitzbänken und zwei Lindenbäumen. Die Spaziergänger werden diesen Platz zukünftig zum Ausruhen zu schätzen wissen und durch das herrliche Panorama für ihre Anstrengungen belohnt. Durch das

Platzgestaltung beim Delehala-Kappele

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Abhalten von Andachten wird diese Stätte des Delehala-Kappeles auch ein Ort der Begegnung über Generationen hinweg sein. Die Liechtensteinische Landesbank gab in einem Schreiben an die Gemeindevorstehung ihrer Freude Ausdruck, dass sie dieses sinngebende Projekt aus Anlass des 150-Jahrjubiläums der LLB unterstützen kann.

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Arbeitsvergaben

1. September bis 14. Dezember 2011

OBJEKT

ART DER ARBEIT

UNTERNEHMER

KOSTEN

Pfarrkirche Mauren: Innensanierung

Bauleitungsarbeiten

Fa. Marbau AG, Schaanwald

27'000.00

Forstverwaltung

Fortsetzung Maschinenweg «Moltares»

Gebr. Ritter AG, Schaanwald

22'464.00

Nutzung/Erstellung einer neuen Glas-Faserverbindung zwischen Gemeindeverwaltung / Mehrzweckgebäude

Erwerb Glasfaserleitung

Matt Antennentechnik AG, Mauren Cuera Electro AG, Landquart

90'000.00

Einführung einer Parkplatzbewirtschftung

Lieferungsvergabe der Parkautomaten

Fa. Taxomex AG, Zürich

29'206.95

Erstellung fehlender Leitungsteilstücke

Bewilligte Baugesuche

10'468.00

1. September bis 14. Dezember 2011

BAUOBJEKT

STANDORT

STRASSE

Sonnenkollektoren

Mauren

Gänsenbach 14

Photovoltaikanlage

Mauren

Morgengab 26

Schwimmbad

Mauren

Freiendorfstrasse 15

Autounterstand

Mauren

Weiherring 12 und 14

Photovoltaikanlage

Mauren

Fürst-Franz-Josef-Str. 50

Gartenhaus

Schaanwald

Rüfestrasse 18

Abbruch Einfamilienhaus

Mauren

Peter-Kaiser-Strasse 20

Umnutzung Wohnung EG zu Kindertagesstätte

Mauren

Dorfweg 3

Anbau Autounterstand

Mauren

Bönerstrasse 21

Neubau Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung

Mauren

Kappeleweg 7

Gartengestaltung

Mauren

Feldstrasse

Photovoltaikanlage

Mauren

Klosterwingert 36

Neubau 4 Einfamilienhäuser

Mauren

Gampgasse 10, 10A, 12, 12A

Das grenzübergreifende Projekt des «Egelsees» nimmt Formen an.

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Egelsee als grenzüberschreitender Rückhalteweiher Am 3. Oktober 2011 fand an d e r G re n z e z w i s c h e n F e l d k i rc h To s t e r s u n d M a u re n d e r S p a tenstich zur Wiederbelebung d e s « E g e l s e e s » s t a t t . Es werden damit ein wirksamer Hochwasserschutz sowie ein wertvoller Naturraum geschaffen. Es war ein ganz besonderer Spatenstich, denn 182 Jahre nachdem der berühmte Wasserbau-Ingenieur Alois Negrelli (Suezkanal) mit der Trockenlegung des Tostner Sumpfgebietes rund um den «Egelsee» begonnen hat, soll hier wieder ein See entstehen. Der neue Egelsee wird als Rückhaltebecken dienen und so die Hochwassergefahr für die Anlieger der «Esche» deutlich vermindern. Die Esche nimmt das Wasser aus dem Tisner Tobel-Bach, dem Mühlebach und dem Pritschenbach auf und leitet es über Mauren und Eschen bei Bendern in den liechtensteinischen Rhein-Binnenkanal. Bei anhaltenden Regenperioden kam es in den Riedlandschaften in Mauren und Eschen immer wieder zu Überschwemmungen. Bei Starkregen kann der Egelsee künftig rund 40‘000 Kubikmeter Wasser aufnehmen, wodurch der Hochwasserschutz bedeutend verbessert werden kann.

Einzugsgebiet der Esche Die Esche entwässert ein rund 25,7 km2 grosses Einzugsgebiet, wovon 6,5 km2

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auf österreichischem Gebiet liegen. Der Grossteil des Gebietes befindet sich in der flachen Rheinebene auf ca. 440 m ü. M. und besteht aus meist drainierten Riedflächen. Das Einzugsgebiet reicht im Südosten bis über 1600 m ü. M. (Sattelköpfle, Maurerberg) und grenzt sich gegen Nordwesten durch den Rücken des Eschnerberges ab. Die Esche entspringt in Tisis/Tosters und mündet in Bendern in den Binnenkanal.

Escheregulierung Bis Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich ein See bei Tosters an der Grenze Liechtenstein/Vorarlberg. Der so genannte Egelsee war ein Relikt der Entwicklung des Rheintals nach der letzten Eiszeit. Nach dem Abschmelzen

des Rheingletschers und der Befüllung des Rheintalsees verblieben in dessen Randzonen mehrere Seen. Der Egelsee bildete den Rest eines grösseren Sees und stellte den Ursprung der Esche dar. Die Esche mündete damals in Bendern in den Rhein. Um 1840 erfolgten die ersten lokalen Begradigungen an der Esche. Die Mündung wurde rheinabwärts verlegt, um den Rückstau durch den Rhein infolge Sohlerhöhung auszugleichen. 1935 wurde die Esche in den neu errichteten Binnenkanal eingeleitet. Die systematische Esche-Regulierung fand dann in den Jahren 1938 bis 1942 statt. Die Republik Österreich beteiligte sich an den Gesamtkosten des Escheausbaus auf liechtensteinischem Gebiet zu 18%.

Daten des Bauprojektes «Rückhalteweiher Egelsee» Egelsee – permanente Wasserfläche: Inhalt Egelsee Fläche Egelsee

9'600 m3 1.13 ha

Egelsee – Rückhalteweiher: Rückhaltevolumen Fläche See bei Vollfüllung

40'000 m3 3.3 ha

Max. Zufluss Egelsee Max. Abfluss Egelsee

5.25 m3/s 3.25 m3/s

Hauptmassen: Massenbewegungen Wasser- und Rekultivierungsflächen Ausbau Grenzgraben Ost Ausbau Verbindungsgraben Sonderbauwerke (Brücke, Auslaufbauwerk) Radweg Fürstentum Liechtenstein Radweg Österreich

55’000 m3 6.8 ha 480 lfm 210 lfm 2 Stk. 490 m 360 m

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Herbstferienwoche fand grossen Anklang D i e v o n d e r Ko mmi ssi on F a mi l i e u n d S e n io re n du rc h ge führ t e n H e rb st - Akti vi tä te n f ü r « D a h e im g e b li e b en e » wu rde n er ne u t z u e i n e m vol l e n Erf ol g. Für J u n g u n d A lt wu rde a n fang s O k t o b e r v on Mon ta g bi s Freit a g e in a b w e c h sl u n gsrei c h e s A k t io n sprogra mm a n geb o t e n , d a s a ll se i ts a u f Be gei st e ru n g st ie ss . Strahlend sonnige Herbsttage steuerten ihres bei, dass die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim heurigen Herbstferienprogramm für alle «Daheimgebliebenen» voll auf ihre Kosten kamen. Der Start erfolgte am Wochenanfang im Vogelparadies Birka, wo sich die jüngste «Ferienrasselbande» mit ihren Eltern zu einem feinen Frühstück einfand. Das Wirte-Paar Bolzli

hatte im Vorfeld bereits einen üppigen Frühstückstisch vorbereitet. Im Anschluss daran machten sich die Kinder über einen grossen Berg Kürbisse her und schnitzten manch originelle Gesichter. Kinder und Jugendliche amüsierten sich Die Jugendgruppe bot im neuen Jugendraum eine Kinderdisco an, an der die Kinder sichtlichen Spass hatten. Daneben lernten die Kids von den Jugendlichen, wie man coole Getränke mixt. Die jungen Barkeeper staunten nicht schlecht, wie schnell aus vielen bunten Säften feine Drinks gezaubert werden können. Während sich die Kinder im Jugendraum vergnügten, traf sich eine andere Gruppe zum Bowling in Buchs. Auf zwei Bahnen ging es spannend zu und her, ehe die wahren Bowlingmeister erkoren wurden. Dieser Nachmittag

erfreute sich grosser Beliebtheit, schliesslich gab es auch lukrative Preise zu gewinnen.

Hervorragende Organisation Der gemeinsame Abschluss der Herbstferienwoche fand wohlgelaunt und ausgiebig bei einer Grillwurst und Brot im Pavillon der Freizeitanlage Weiherring statt. Die Kommission Familie und Senioren unter dem Vorsitz der Gemeinderätin Irene Mündle hat zusammen mit der Seniorenkoordinatorin Andrea Maurer auch in diesem Jahr ein Aktivitäten-Programm auf die Beine gestellt, das auf grossen Anklang und Begeisterung stiess. Dafür durften sie von den zahlreichen Teilnehmern anerkennendes Lob entgegennehmen. Sie alle freuen sich bereits heute auf die Neuauflage im Herbst 2012.

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Begeisterung und grosses Interesse fanden die Herbstaktivitäten für «Daheimgebliebene», welche von der Kommission Familie und Senioren erneut erfolgreich organisiert wurden.

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Ausflug «Ehre und Freude dem Alter» D er Tra c h t e n v e rei n Ma u re n k on n t e in d i e se m Ja h r 142 S en io ri n n e n u n d S e n i ore n f ü r di e t ra d it i o n e l le Ta ge sa u sf a h rt beg e ist e r n . A l s vor ba l d dre i ss i g J a h re n , 1 9 8 2, de r Ve re i n den A u sf l u g z u m e rste n Ma l or g a n i sie rt e , wa re n e s n u r et w a f ü n f z i g Te i ln e h me n de gew e se n . D ie sma l gi n g e s i n den B re g e n z e rwa l d. Für den Tag der Senioren am 13. September hatte Petrus einen tiefblauen Himmel ausgesucht. Man fuhr über das Walgau in das Grosse Walsertal. Bei klarer Sicht erschien das Tal wie frisch herausgeputzt. Die drei voll besetzten Busse erreichten den Bregen-

zerwald über das Faschina-Joch. Auf einer kurvenreichen Strasse fuhr man dann Richtung Au. Das Tal war relativ eng, sodass die Berge zum Greifen nahe erschienen. Information über das Gemeindegeschehen In Au war das Mittagessen im Erlebnisrestaurant «Ur Alp» ein Gaumenschmaus. Vorsteher Freddy Kaiser informierte über laufende und anstehende Projekte der Gemeinde, wie zum Beispiel über die notwendig gewordenen Kirchenrenovationen in Mauren und Schaanwald. Nach dem Essen genoss man das malerische Bergpanorama während eines kurzen Spaziergangs.

Unvergessliches Erlebnis Auch auf der Weiterfahrt durften die Senioren den Bregenzerwald als ein Bergparadies erleben. Die Busse steuerten den Bodensee an und erreichten nach weniger als zwei Stunden Kressbronn. Auf der Anhöhe des Ortes besuchte die froh gelaunte Gesellschaft das Terrassen-Gasthaus «Max und Moritz». Man hatte von dort einen wunderbaren Blick auf den Bodensee und die Schweizer Berge. Gestärkt mit einem reichlichen Zvieri-Teller schaffte man dann auch die Heimreise problemlos. (bm)

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Faszinierender Einblick in die Alltags-Fotografie Die Kulturkommission sowie die Betriebskommission Kulturgütersammlung Mauren eröffneten am Sonntag, 4. September 2011, die Sonderausstellung zum Thema «Fotografie im Alltag», welche bei den zahlreichen Vernissage-Besucherinnen und -Besuchern auf grossen Anklang stiess.

die einen Original-Wäschetag aus Grossmutters Zeiten vorführte. Umfassender Einblick in die Geschichte der Fotografie Die Sonderschau zum Thema «Fotografie im Alltag» gibt einen einmaligen Einblick in eine umfangreiche Samm-

lung von Fotoapparaten ältester Jahrgänge sowie allgemein in die Geschichte der Fotografie. «Dank der Vielfalt der Sammelgüter, welche in den letzten Jahren in Mauren zu einem wertvollen und in dieser Form einzigartigen Kulturschatz zusammengetragen worden sind, war es überhaupt möglich», hob

Gemeinderat und Kulturkommissionspräsident Robert Matt gab bei seinen Begrüssungsworten in der Kulturgütersammlung des Mehrzweckgebäudes Mauren-Schaanwald seiner Freude Ausdruck, dass so viele Kultur- und Brauchtumsfreunde aus Mauren und der Region ihr Interesse an der neuen Sonderausstellung bekundeten. In seinem Namen wie auch im Namen des Vorstehers Freddy Kaiser, der aus terminlichen Gründen an der Startveranstaltung nicht teilnehmen konnte, bedankte sich Robert Matt bei seinen Mitgliedern der Kulturkommission wie auch bei den Mitgliedern der Betriebskommission der Kulturgütersammlung Mauren. Allen voran galt der Dank Walburga Matt und Werner Marxer, die in der langen Vorbereitungszeit wiederum ein Sonderausstellung kreiert haben, die weit über die Gemeinde- und Landesgrenzen hinaus seinesgleichen sucht sowie Bewunderung und Staunen erregt. Sein Dank galt im Weiteren den vielen Helfern/-innen im Hintergrund: Hansjörg Nipp, Helen Marxer, Heinrich Senti, Irmgard Zerwas, Urs Hilty sowie Ingeborg Hilty,

Aus dem Griechischen Der Begriff Photographie stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich: «Mit Licht einritzen». Als Fotografie bezeichnete man bis ins 20. Jahrhundert all diejenigen Bilder, welche rein durch Licht auf einer chemisch behandelten Oberfläche entstehen. Photograph Nadar: Der französische Photograph, Schriftsteller, Zeichner und Luftschiffer Nadar umschrieb die Photographie anno 1856 wie folgt: «Die Photographie ist eine wunderbare Entdeckung, eine Wissenschaft, welche die grössten Geister angezogen, eine Kunst, welche die klügsten Denker angeregt – und doch von jedem Dummkopf betrieben werden kann.»

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Walburga Matt bei der Vorstellung der Sonderschau hervor, «diese Präsentation mit authentischen «Zeugen» aus der Vergangenheit auf die Beine zu stellen.» So können in der Kulturgütersammlung in Mauren in den nächsten Wochen zahlreiche Sammelstücke der letzten 100 Jahre bewundert werden. Fotoalben erzählen von der Vergangenheit Neben dem Aufzeigen der Funktion und Entwicklung der Fotoapparate reicht das Repertoire der «Fotografie im Alltag» von alten Fotoalben, die aus dem Alltagsleben, von Familiengeschichten und Ausflügen erzählen, bis hin zu Porträts von Menschen, Landschaften und alten Gebäuden. Faszination lösten auch die verschiedenen Dia-Shows mit Diapositiven aus dem früheren Vereinsleben aus. Im stilvoll eingerichteten Fotostudio konnten die Besucherinnen und Besucher auch ein Porträt im Outfit des letzten Jahrhunderts als Erinnerungsstück aufnehmen.

Demonstration über «Grossmutter’s Waschtag» Das Waschen ging früher nicht so einfach vor sich wie heute. Am Vorabend musste alles zurechtgelegt werden, der Brennstoff, die Zündhölzer, die Waschmittel, der Holzzuber. Die Wäsche musste bereits eingeweicht werden. In einer perfekt nachgestellten Demonstration wurde an der Ausstellungs-Eröffnung der «Waschtag zu Grossmutter's Zeiten» gezeigt. Das Ziel war früher wie heute dasselbe: Der Stolz der Hausfrau war eine blütenweisse Wäsche. Grosses Kompliment an die «Ausstellungsmacher» Um so eine hervorragende Sonderausstellung zu konzipieren und auf die Beine zu stellen, benötigt es viele Ideen, Engagement und Freude. Gemeinderat und Vorsitzender der Kulturkommission, Robert Matt, sprach diesbezüglich den Protagonisten der Sonderausstellung «Fotografie im Alltag» ein besonderes Kompliment aus.

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Vorgeschmack für Unterländer Kulturhaus Für e in e n L a c h e r n a c h de m and e re n so rg t e S te f a n Vöge l am Di e n st a g a b en d, 18. Oktober, i m e h e m a li g e n Ga sth a u s R ö ssle , d a s i n Zu ku n f t zu ei n e m Ku lt u rh a us U n te rl a n d w e rd e n so l l. E s wa r f ü r a l l e B et e il ig t e n e in Vorge sc h ma c k, z u w e lc h g ro sser Ku l tu rstä tte das « R ö ssle » a va n c i e re n könnte. Das vollbesetzte Säle des Gasthauses Rössle, das Anfang der 1990er-Jahre den Betrieb einstellte, legte Mitte Oktober den Beweis vom grossen Interesse der Bevölkerung für das geplante Kulturhaus ab. Das Gebäude wurde 1833 gebaut und ist mit Saal und Bühne, die fliessend in die weiteren Gasträumlichkeiten übergehen, ein mehr als erhaltenswertes Gebäude. Am 18. Oktober lud der Verein «Pro Rössle» alle Mitglieder und Gönner als Dankeschön für ihr ideelles und finanzielles Engagement zu einem besonderen Leckerbissen ein, nämlich zum Auftritt des bekannten Kabarettisten Stefan Vögel aus Mauren. Die Gemeinde Mauren ist sehr daran interessiert, dass die Vision des «Kulturhaus Unterland» in die Tat umgesetzt werden kann. Be-

achtliche Unterstützung findet diese Idee auch bei namhaften Gönnern, so haben insbesondere Herbert Batliner und Eugen Längle eine grosse Unterstützung zugesagt.

Walburga Matt, Präsidentin des Fördervereins Pro Rössle, begrüsste im rustikalen Saal des Gasthauses Rössle über 60 Gäste. Sie gab ihrer Freude Ausdruck, dass dem Stand-up-Programm

von Stefan Vögel ein solch grosses Interesse entgegengebracht wurde. Walburga Matt bekräftigte in ihrer Begrüssungsansprache die Zielsetzung des Fördervereins Pro Rössle, die Arbeiten für den Erhalt und die Sanierung des legendären Gasthauses zu einem Unterländer Kulturhaus engagiert voranzutreiben. Der Verein möchte ein multifunktionales Kulturhaus entstehen lassen, das eine Vielfalt von kulturellen Aktivitäten zulässt.

Walburga Matt, Präsidentin des Förderver-

Der in Mauren wohnhafte Kabarettist

eins «Pro Rössle», bei der Begrüssung.

Stefan Vögel in Aktion.

Sanierung des Gasthauses Rössle

Frühschoppen im Rössle D i e Ku lt u rk o m mi ssi on Ma u re n führte am Sonntag, 30. Oktober, nac h d e m G o t t e sdi e n st i n de r P f a rrk irc h e e in e n F rü h sc h oppen i n d e r N a c hba rsc h a f t – i m al t e h rwü rd i g e n R össl e – du rc h . D i e se r k u lt u re l le An l a ss mi t T i ro le r Kn ö d e l u n d S a u e rkra u t f an d b e i d e r B e völ ke ru n g gross en Z u sp ru c h . Der Andrang war Ende Oktober nach der Messfeier im ehemaligen Gasthaus Rössle sehr gross. Wie zu alten Zeiten stand das Rössle im Fokus des Interes-

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ses, was bei der Ankündigung eines leckeren «Mittagstisches» auch nicht verwunderlich war. Die Idee der Kulturkommission Mauren, die unter dem Vorsitz des Gemeinderates Robert Matt steht, war es, zu einem deftigen herbstlichen Gericht einzuladen. So wurden Tiroler Knödel und Sauerkraut sehr gekonnt nach «maurerischem Hausfrauenrezept» zubereitet. Die vielen Gäste waren begeistert und neben den Komplimenten an das Küchenteam genossen sie die musikalische Umrahmung sowie die Geselligkeit bis in die späten Nachmittagsstunden.

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Im rustikalen Rössle schmeckten die Tiroler Knödel mi Sauerkraut noch viel besser.

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Aktives Seniorenleben D i e S e n io ri n n e n u n d S e n i ore n uns e re r Ge m e in de si n d se h r ak t i v u n d u n t e r ne h me n sl u sti g. Für e i n b re it g e f ä c h e rte s u n d bun t e s P ro g ra m m ze i c h n e t di e S en io re n k o o rd in a ti on ve ra n tw o rt li c h , b e i d e r di e F ä de n z usa m m e n l a u f e n . D i e L e i te ri n der S e n i o re n k o ordi n a ti on sowi e des P o st st ü b l e s, A n dre a Ma u rer, b e ri c h t e t i m F ol ge n de n von den z a h l re ic h e n A kti vi tä te n . Geschichten und Anekdoten im Poststüble Vergnügliches aus vergangenen Zeiten präsentierte Adolf Marxer in gewohnter Erzählkunst im Poststüble. Vom ungewollten «Stubatebesuch» aus Eschen, der unsanft heimgejagt werden musste, bis hin zu den verschiedenen Streichen, die vornehmlich in der Nacht stattfanden, kamen auf diese Weise alte Erinnerungen zu Tage, die manchem Gast ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Umrahmt von nicht allzu ernst gemeinten Liedern wurde der Nachmittag rundum zum gelungenen Ausflug in die Jugendzeit. Herrentag – Betriebsbesichtigung Privatmosterei Möhl Die Mosterei Möhl ist die einzige noch verbliebene grössere Privatmosterei in

der Schweiz. Bei unserer gut zweieinhalb stündigen Werksführung durch den Betrieb gab es viel zu bestaunen: Von der spektakulären Anlieferung des Obstes, der riesengrossen Waschanlage bis hin zu den fast haushohen Tankanlagen. So hatte dieser Ausflug für alle – vom Technikbegeisterten bis hin zum Feinschmecker – etwas zu bieten. Herrentag – Besichtigungsfahrt AKW Gösgen Ein wahrlich aussergewöhnlicher Ausflug erwartete uns bei der Betriebsbesichtigung des AKW Gösgen, welche auf ein grosses Interesse stiess. Die Teilnehmer konnten sich beim Rundgang durch das AKW über die Sicherheit und Technik der wohl umstrittensten Form der Energiegewinnung informieren. Es wurden natürlich kritische Fragen gestellt und die Mitreisenden konnten ihre eigene Meinung bilden. Oktoberfest im Poststüble Gut gelaunt mit Weisswurst und Brezel wurde im Poststüble das Oktoberfest gefeiert. Unsere freiwilligen Helferinnen Karin Marxer und Ursula Marxer hatten im Vorfeld alle Hände voll zu tun und liessen bei der Organisation dieses Anlasses nichts anbrennen. Sepp Meier und Hartwig Kieber sorgten für die musikalische Umrahmung. Die vielen fröhlichen Gesichter an diesem Nachmittag waren der Dank für die geleistete Arbeit.

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Jassabend für Jung und Alt Karin Marxer und Ursula Marxer organisierten des Weiteren im Seniorentreff auch einen Jassabend für Jung und Alt. Neben dem Jassen kam der Spass ebenfalls nicht zu kurz. Dieser Anlass wird künftig bei Bedarf einmal monatlich stattfinden und vom Poststüble-Team durchgeführt. Besichtigung des Regierungsviertels Zu einer besonders exklusiven Führung durch das Regierungsviertel in Vaduz lud Peter Mündle, Hochbauamtsleiter, die interessierten Senioren aus unserer Gemeinde ein. Neben städtebaulichen Informationen, der Besichtigung des Regierungsgebäudes sowie dem «Probesitzen» im Landtagssaal bekamen die Senioren auch einen nicht alltäglichen Einblick in das Landesarchiv durch Paul Vogt. Senioren-Freizeit-Team Auch im kommenden Jahr sind wiederum zahlreiche Aktivitäten vorgesehen. Das Senioren-Freizeit-Team mit Hanno Meier, Evi Beck, Rolf Hauck, Kurt Hofner, Edi Schreiber und Ruth Caluori steht unter der Leitung von Andrea Maurer und hat bereits einige gute Ideen im Visier. Lasst euch überraschen. Generationen verbinden Unsere ältere Generation verfügt über ungeahnte Ressourcen und ein hohes

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sis unterstützt. Eine Lese-Begleiterin wird künftig wöchentlich ohne Leistungsdruck und in einer entspannten Umgebung mit einzelnen Kindern oder in einer Kleingruppe das Lesen einüben oder Geschichten vorlesen. Dabei wird darauf geachtet, dass das jeweilige Kind die volle Aufmerksamkeit erfährt und somit Spass und Freude beim Lesen entwickeln kann. Sie soll keine Lehrperson ersetzen, sondern einfach die Rolle einer Begleiterin einnehmen. Die Lese-Begleiterin wird vom «LeseBär» unterstützt – einem kuscheligen Maskottchen, welches immer mit dabei sein wird, damit auch schüchterne Kinder einfacher motiviert werden können. Wissen, welches oft unbeachtet bleibt bzw. zu wenig gewürdigt wird. Dieses Sozialkapital möchte die Seniorenkoordinatorin nun der jüngeren Generation zugänglich machen. Zugleich sollte vermehrt der Austausch zwischen den Generationen gefördert werden, um beiderseitig profitieren zu können. In Zusammenarbeit mit Walburga Matt von der Kulturkommission und der Oberschule Vaduz konnte die Seniorenkoordinatorin in den letzten Monaten den Weg zu generationenverbindenden Aktivitäten ebnen.

zählungen von Maria Wichser, Annalies Batliner und Charlotte Meier. Eine andere Schulklasse wiederum beschäftigte sich mit Geschichten vergangener Tage. Das Treffen fand im Poststüble mit Adolf Marxer und weiteren Senioren statt. Durch die pointierten Erzählungen aus den längst vergangenen Tagen sowie den vielen Erfahrungen beider Generationen konnte ein vielfältiger Gedankenaustausch stattfinden. Die Erkenntnis dieses Generationen-Treffens: Es haben sich die Zeiten und Bedürfnisse geändert, jedoch nicht die Jugend. Im Januar 2012 wird erneut eine Schulklasse der Oberschule Vaduz die Kulturgütersammlung zum Thema «Fotografie» besuchen. Auch an diesem Tag werden wiederum Senioren einen Teil der Wissensvermittlung übernehmen und damit zum Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen anwesend sein. Alle Beteiligten freuen sich auf eine spannende sowie herausfordernde Begegnung.

Bei einer eindrücklichen Führung durch die Kulturgütersammlung mit Werner Marxer und Walburga Matt sowie einer Waschdemonstration aus «Grossmutter’s Zeiten» von Ingeborg Hilty lernten die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Vaduz sehr vieles über das Leben sowie die Alltagsgestaltung früherer Generationen kennen. Unterstrichen wurde der Anlass durch den Austausch und den interessanten Er-

Das Ziel dieses Projektes ist einerseits die Ausübung einer sinnerfüllten Beschäftigung im Pensionsalter sowie eine Vertiefung des Kontaktes zwischen den Generationen. Andererseits können so Neugier, Interesse und Verständnis zwischen Jung und Alt gefördert werden. Und ganz nebenbei wird so das Lesen gefördert. Sollten auch Sie daran interessiert sein, eine Lese-Begleiterin oder auch ein Lese-Begleiter zu werden, ein wenig freie Zeit und Freude im Umgang mit Schulkindern mitbringen, gerne Lesen sowie im Team mit einem kuscheligen Assistenten arbeiten wollen, dann melden Sie sich unverbindlich bei der Seniorenkoordinatorin Andrea Maurer (Telefon 377 10 35). Andrea Maurer, Seniorenkoordination

Pilotprojekt «LeseBär» Ein weiteres generationenverbindendes Projekt der Seniorenkoordination befasste sich mit der unterstützenden Leseförderung von Primarschülern, denn Lesen lernen ist für viele Schulkinder ein schwieriger Prozess. Das Projekt «LeseBär» kann hier eine gute Hilfe sein und wird durch die Lehrerschaft der Primarschule auf breiter Ba-

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Voranzeige Fotowettbewerb Alle Hobbyfotografen mit Digitalkamera aufgepasst: Im April findet ein Fotowettbewerb für Senioren statt. Es ist die Idee, ein bestimmtes Motiv in der Gemeinde zu fotografieren. Eine Jury wird die Prämierung im Mai 2012 durchführen. Es winken attraktive Preise. Nähere Informationen werden noch folgen. Für die Organisation zeichnet Rolf Hauck, Mitglied des Freizeit-Teams, verantwortlich.

TERMINE für Seniorinnen und Senioren Mittwoch, 18. Januar Sonntag, 22. Januar Montag, 30. Januar Mittwoch, 1. Februar Montag, 13. Februar Montag, 20. Februar Mittwoch, 29. Februar Mittwoch, 21. März Donnerstag, 22. März Mittwoch, 28. März Montag, 2. April Mittwoch, 18. April Mittwoch, 25. April

Jass-Abend für Jung und Alt Unterhaltungsnachmittag im Poststüble mit Sepp und Hartwig Generationenprojekt in der Kulturgütersammlung Mittagstisch im Poststüble Einladung zur gemeinsamen Fasnacht mit den Gampriner Senioren im Gemeindesaal Gamprin Fasnachtsumzug mit reservierter Seniorenzone (Terrasse) beim Gasthaus Hirschen mit Fahrdienst und Betreuung nach Bedarf Tanznachmittag im Gasthaus Hirschen mit Sepp Meier und Freunde Jass-Abend für Jung und Alt Frühlingserwachen im Poststüble Tanznachmittag im Gasthaus Hirschen mit Sepp Meier und Freunde Gemeinsamer Nachmittag mit den Gampriner Senioren in Mauren Jass-Abend für Jung und Alt Tanznachmittag im Gasthaus Hirschen mit Sepp Meier und Freunde

Kommission Familie und Senioren

Adventsfenster stimmen auf Weihnachtszeit ein Zum sechsten Mal «leuchtete» unsere Gemeinde während der Adventszeit in hellem Schein. Die Bevölkerung wirkte bei der Gestaltung und beim Begehen der Adventsfenster in Mauren und Schaanwald sehr engagiert mit. Bei einem abendlichen Rundgang durch das Dorf konnten sich viele Spaziergänger weihnachtlich einstimmen und freuten sich über die liebevoll dekorierten Fenster sowie auf den herzlichen Empfang der Fensterbesitzer. Die Kommission Familie und Senioren bedankt sich recht herzlich bei allen Beteiligten für die Mitgestaltung sowie die vielen stimmungsvollen Momente, welche die oftmals stressige Vorweihnachtszeit vergessen liessen.

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Jugendliche von Outdoor-Erlebnissen begeistert U nte r d e r e n g a gi e rte n u n d k omp e t e n t e n L e i tu n g de s J ug e n d k o o rd i n a tors H a n n o P i nte r w i rd d e n Ju ge n dl i c h e n v on M a u re n - S c h a a n wa l d e i n e brei t g e f ä c h e rt e P a l e tte von A k tiv i t ä t e n a n g e bote n . H a n n o P i nte r lä sst u n s mi t se i n e m Beri c h t h in t e r d ie Ku l i sse de r Jugendarbeit in Mauren blicken. Eindrückliches Outdoor-Erlebnis im Hochseilgarten Heuer stand ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm der Jugendkoordination: der Besuch des Hochseilgartens in Triesen. Nach einer ausführlichen Einweisung in die Sicherheitsbestimmungen und die Handgriffe bei der Sicherung ging es auf die «Strecke». Auf drei Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden fanden alle teilnehmenden Kids ein riesen Outdoor-Erlebnis. Konzentration, Geschicklichkeit und auch eine ordentliche Portion Mut gehörten dazu, um die einzelnen Stationen in schwindelerregender Höhe zu meistern. Wer all die kniffligen Aufgaben überwunden hatte, durfte zum Abschluss über den Zipline-Parcours wiederum «zurückfliegen». Unsere drei jüngsten Teilnehmer vergnügten sich derweil am Monkey Parcour direkt im «Basislager» und kämpften sich an den drei Schwierigkeitsgraden an der Hauswand über die Kletterwand.

Besuch des beliebtesten Freizeitparks in Deutschland Fast 100 Kinder und Jugendliche aus dem Unterland nahmen dieses Jahr am Ausflug in den illustren Europapark teil. Frühmorgens zu nachtschlafender Zeit trafen sie sich in Mauren und Eschen jeweils bei der Post. Im beliebtesten Freizeitpark Deutschlands wurden ganztags möglichst viele Attraktionen ausgenutzt und von einigen bis «nach» der abgemachten Abfahrtszeit ausgekostet. Wie immer waren im Bus vor allem die «Silverstar» sowie die

«Blueflame-Achterbahn» das Hauptthema. Wer traute sich? Wer hat im letzten Moment die Augen zugemacht? Wer hat am lautesten geschrien. Aber auch für die Kleineren war jede Menge Spass und Action an diesem Tag angesagt. Wie anstrengend so ein Ausflug sein kann, merkten die meisten im Bus, als es immer ruhiger und ruhiger wurde, bis fast alle «Europapärkler» schliefen. Hanno Pinter, Jugendarbeiter Mauren

Traditionelle KENNiDI-Ausgabe im Schulzentrum Zur Tradition hat sich die Ausgabe des KENNiDI an der Realschule in Eschen entpuppt. Wie jedes Jahr schenken die Jugendarbeiter der JAUL (Jugendarbeit Unterland) in der Pause in der Kantine des Schulzentrums Unterland den Jugenddrink sowie alkoholfreie Cocktails aus. Diesen Treff nehmen sie auch zum Anlass, den Jugendlichen über ihre Arbeit sowie die Angebote der einzelnen Jugendtreffs in der offenen Jugendarbeit zu erzählen. Gleichzeitig konnten sich die Schülerinnen und Schüler für Angebote der JAUL anmelden.

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Bocciaturnier im Weiherring A m 1 6 . O k t o b e r 2011 f a n d i n der F re i z e i t a n l a ge We i h e rri n g i n Ma u re n e in sp a n n e n de s B o c c i a t u r n ie r sta tt, we l c h e s v o n d e r J u g e n d kommi ssi on o r g a n isi e rt w u rd e . Im Ze n tru m s t a n d n a t ü rl ic h da s D u e l l zwi s ch e n d e m Ge me i n de ra t sowi e der J u g e n d g ru p pe Ma u re n . Die Jugendgruppe Mauren und der Gemeinderat Mauren duellierten sich in einem spannenden und interessanten Bocciaspiel in Begleitung des

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Boccia-Fachmannes Cesare Montinari. Cesare zeigte zu Beginn die vielseitigen Regeln des Bocciaspielens auf und gab einen Einblick in das korrekte Bocciaspiel. Nach dem spannenden Turnier, das letztlich nach konzentriertem und aufopferndem Einsatz unentschieden ausfiel, konnten zahlreiche Zuschauer in der Freizeitanlage selber das Bocciaspielen ausprobieren. Revanche im 2012 Mit vielen Tipps und Tricks von Cesare Montinari hatten alle riesigen Spass an

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diesem Boccia-Nachmittag auf dem herrlichen Freizeitpark inmitten von Mauren. Da beim Duell zwischen der Jugendgruppe und dem Gemeinderat Mauren kein Sieger erkoren werden konnte, wird es voraussichtlich im Sommer 2012 eine Revanche geben.

Michael Atzmüller, Jugendgruppe Mauren www.jugendgruppemauren.li

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Maurer Jahrgang 1993 git Gas N ac h d e m E n d e Oktobe r di e l and e swe it e J u ngbü rge rf e i e r s t at t g e f u n d e n h atte , wa r a m 12. N o v e m b e r a uc h di e Ge l e gen h e i t f ü r d e n 1 993e r- Ja h rgang aus Mauren gekommen, sich gemeindeintern zu treffen. Auch in diesem Jahr hatten die Maurer Jungbürgerinnen und Jungbürger einen ereignisreichen Samstagnachmittag und gemütlichen Abend vor sich. Getreu dem Gemeindemotto «Mura git Gas» ging der Jungbürger-Ausflug wieder auf die Gokart-Bahn in Bonaduz. Da noch nicht alle so viel Übung mit den Karts hatten wie unser Vorsteher Freddy Kaiser, gab es zuerst eine Trainingsrunde für jede der drei Gruppen. Die schlussendliche Startreihenfolge für das Rennen wurde dann – wie in einem richtigen Rennen – in einem

Qualifying ermittelt. Grosse Augen gab es am Schluss, als die drei Erstplatzierten jeweils einen Pokal erhielten. So gingen bei den Damen Christina Erne, Patricia Marxer und Jasmin Mayenknecht und bei den Herren Burak Ok, Stephan Mauser und Armin Muhamedagic mit einem Kelch nachhause. w Im Gespräch mit Vorsteher und Gemeinderäten Wieder in Mauren angekommen, hiess es erst mal «ab nach Hause und frisch machen» für den anschliessenden Apéro mit Vorsteher Freddy Kaiser und den Gemeinderäten/-innen in der Aula der Primarschule. Um für spätere Gespräche eine Grundlage zu schaffen, gab es zuerst eine Vorstellungsrunde, in der sich die Gemeinderatsmitglieder, Vorsteher Freddy Kaiser

und die Jungbürger/-innen gegenseitig näher kennenlernen konnten. Show, Spass und Gemütlichkeit Beim anschliessenden Abendessen im Restaurant Hirschen wurden die Anwesenden mit einer Showeinlage des Zauberers Fernando unterhalten. Bei der Quizfrage, wie viele Mäuseschwänze im Jahr 2010 in Mauren abgegeben wurden, kam Daniela Büchel der richtigen Antwort von 7883 am nächsten. Den zweiten Rang teilten sich Matilda Wunderlin und Simon Santschi. Die zehn Besten gewannen je einen Gutschein – einzulösen in einem Geschäft in Mauren. Nach dem Essen hiess es dann «ab in die Räbabar», wo dieser wunderbare Tag einen tollen Ausklang fand. Die Jungbürgerinnen und Jungbürger

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Landesjungbürgerfeier hintere Reihe von links: Elena Bargetze, Sofia Matt, Daniel Meier, Patricia Marxer, Jungbürger aus anderer Gemeinde, Natascha Gangl, Marcellino Galati, Nesimi Sahin, Patrik Ritter, Luca Vogt, Sebastian Matt, Michael Atzmüller, Simon Santschi, Fabian Ritter, Cora Hilty, Tatjana Planta; vordere Reihe von links: Eliane Marxer, Linda Nipp, Christina Erne, Jasmin Mayenknecht, Chiara Bartolomeo, Vorsteher Freddy Kaiser, Dominik Kaiser, Burak Ok, Cathrin Marxer, Christian Jäger, Daniela Büchel, Victoria Meier

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Kulturelles und gesellschaftliches Engagement Vo rst e h e r F re d d y Ka i se r f re u te s i c h , a m D ie n sta ga be n d, 25. Ok t o b e r, in F orm e i n e s fei e rl ic h e n A n la s se s ze h n ve rdi e n t e Ve re i n smi tgl i e de r f ü r i hr j a h rz e h n t e l a n ge s ku l tu re l l e s und g e se l lsc h a f tl i c h e s En ga ge m e n t z u e h re n u n d D a n ke sc h ön z u sa g e n . Die Gemeinde Mauren-Schaanwald verfügt mit über 70 Vereinen über ein äusserst reges und aktives Vereinsleben. Dass Vorsteher Freddy Kaiser anlässlich der Ehrung von insgesamt zehn Vereinsjubilaren/-innen im Restaurant Freihof nur lobende Worte fand, liegt auf der Hand. «Eine Gemeinschaft ohne Vereinsleben wäre leblos», hielt Vorsteher Freddy Kaiser fest und führte des Weiteren aus: «Im Namen der Gemeinde sowie ganz speziell in meinem persönlichen Namen danke ich euch herzlich für euere Treue, euere Zuverlässigkeit und eueren bewundernswerten Einsatz, den ihr einerseits für eueren Verein und zugleich für das Gemeinwesen unsrer Gemeinde erbringt.» Freddy Kaiser ging im Weiteren auf das Jahr der Freiwilligenarbeit ein und hob hervor, dass gerade die Vereinsjubilare diese Freiwilligenarbeit mit Leben erfüllen und somit Vorbilder für die jüngeren Vereinsmitglieder sind. Wohl treffend fasste Vorsteher Freddy Kaiser den Dienst an der Gemeinschaft mittels folgendem Spruch zusammen: «Mit der Heimat eng verbunden ist das Brauchtum jederzeit. Es schenkt viel schöne Stunden, hält uns zusammen Land und Leut!»

Gemeinde Mauren-Schaanwald durften die Vereinsjubilare/-innen aus den Händen des Vorstehers Freddy Kaiser sowie des Vorsitzenden der Kulturkommission, Gemeinderat Robert Matt, Gratulation, Glückwünsche und anerkennende Präsente entgegennehmen.

Elmar Wohlwend wurde zudem für sein 40-jähriges Vereinsjubiläum mit der Verdienstmedaille in Gold ausgezeichnet.

Die geehrten Vereinsjubilare/-innen 50 Jahre Herbert Kaiser, Freiwillige Feuerwehr Mauren Giselher (Jonny) Klein, Männergesangsverein Mauren 40 Jahre Elmar Wohlwend, Musikverein Konkordia Mauren 30 Jahre Herbert Kaiser, Obst- und Gartenbauverein Elisabeth Kieber, Obst- und Gartenbauverein Gebhard Kieber, Obst- und Gartenbauverein Isolde Meier, Obst- und Gartenbauverein Rosmarie Oehri, Obst- und Gartenbauverein Edi Schreiber, Obst- und Gartenbauverein Simon Meier, Pfadfinder Mauren-Schaanwald

Zusammen 380 Vereinsjahre Die zehn geehrten Jubilarinnen und Jubilare schaffen es zusammen auf 380 Vereinsjahre. Mit Herbert Kaiser und Giselher (Jonny) Klein liessen sich gar zwei Vereinsprotagonisten in den 50er-Club der Maurer Vereinsjubilare eintragen. Als Dank und Anerkennung für die die grossartige Leistung zugunsten der Freiwilligenarbeit sowie im Dienste des kulturellen Lebens der

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Ehrung verdienter Maurer Vereinsjubilare/-innen: hinten v. l. Robert Matt, Gemeinderat und Vorsitzender Kulturkommission, Elmar Wohlwend, Edi Schreiber, Ines Hasler (Kulturkommission), Simon Meier, Rosmarie Oehri, Vorsteher Freddy Kaiser; vorne v. l. Elisabeth Kieber, Jonny Klein, Herbert Kaiser, Gebhard Kieber und Isolde Meier.

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MGV-Konzert der Superlative A m S a m st a g , 1 2. N ove mbe r, wartete der Männergesangverein M au re n in d e r P f a rrki rc h e mi t ei ne m b e so n d e ren Kon ze rt a u f . Zus a m m e n m it eh e ma l i ge n Vereinsmitgliedern standen beim diesjährigen Jahreskonzert Werke v on M a rc o S c h ä dl e r i m Mi tte l punkt, darunter auch zwei Uraufführ u n g e n . D ie vi e l e n Kon ze rtbesu c h e r w a re n be ge i ste rt. Die Kirche war längst voll besetzt, als der MGV-Präsident Martin Matt die überaus vielen Gesangsfreunde und Gäste aus nah und fern zum Konzert mit Kompositionen des Triesenberger Musikers und Kabarettisten Marco Schädler begrüsste. Vor 27 Jahren übernahm der Jungmusiker den Männergesangsverein-Kirchenchor Mauren. Seit damals verbindet den MGV mit dem heute weit über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannten und anerkannten Musiker eine Freundschaft. Am diesjährigen Kirchenkonzert stand das aussergewöhnliche musikalische Wirken von Marco Schädler im Mittelpunkt. Während seiner achtjährigen

Dirigentenzeit komponierte er verschiedene Werke für den Chor. Beeindruckender Klangkörper Insgesamt 42 Sänger, die vier Solisten Sarah Längle (Sopran), Daniela Candrian (Mezzosopran), Karl Jerolitsch (Tenor), René Perler (Bassbariton) und die Musiker der Sinfonietta unter der Leitung von Dirigentin Patricia LinggBiedermann und dem Maestro Marco Schädler höchstpersönlich als Dirigent und Organist überraschten das Publikum mit einem Konzert der Superlative. Der erste Teil wurde im Chorraum der Kirche bestritten und mit dem acapella-Vortrag «Die Liebe» eröffnet.

«Proemion», eine Vertonung zu einem Text von Goethe, wurde rhythmisch durch Chor und Orchester beeindruckend intoniert. Dann griff Marco Schädler zum Taktstock und die schönen Stimmen der Solisten schwangen sich auf in die Höhen des Kirchenraums. Als herausragende Höhepunkte wurden das «Hohelied», eine abgeänderte Version des 2008 in Chur uraufgeführten Werkes, sowie das «Credo» der Missa Nova anlässlich des Konzertes in der Pfarrkirche Mauren uraufgeführt. Die Begeisterung des Publikums am Ende des Konzerts war gross. Der Applaus ging in stehende Ovationen über.

Der Männergesangverein Mauren unter der Leitung von Dirigentin Patricia Lingg-Biedermann und in Zusammenarbeit mit Komponist Marco Schädler.

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2 Chöre – 1 Konzert – viel Begeisterung A m S a m st a g a b e n d, 22. Oktober, f a n d im S a al Zu sc h g i n S ch a a n wa ld e in be ge i ste r n de s K o n z e rt st a t t : 2 C h öre f a n de n s i c h z u sa m m e n , u m di e za h l rei c h e n F re u n d e de s sc h mi ss i g e n C h o rg e sa n gs zu u n te rhal t e n u n d le t z tl i c h zu beg e i st e r n , w a s i h n e n vol l a u f g el u n g e n ist . Das Vokalensemble TeamWork aus Koblach und der Chor Young Unlimited aus Mauren luden am 22. Oktober zum gemeinsamen Konzert. Schnell war der Zuschg-Saal in Schaanwald bis auf den letzten Platz gefüllt. Und keiner bereute es, nach Schaanwald gekommen zu sein.

einfliessen kann. Und dies gelang mit den vorgeführten Stücken wie «Fire Fire my Heart», dem Spiritual «Swing low, sweet chariot», dem schwedischen Volkslied «Uti var Hage» und weiteren Songs auf hervorragende Weise. Jugendchöre sangen sich in die Herzen des Publikums

co» von den Les Humphries Singers verbreiteten sie fröhliche Partystimmung im Saal. Dass sie auch die besinnlichen Klänge beherrschen, bewiesen sie mit dem Lied «Hallelujah» von Leonard Cohen. Das Solo wurde dabei hervorragend von Alois Wille gesungen. Als Schlussbouquet gaben die beiden Chöre «Oh Happy Day» zum Besten. Das Publikum war begeistert.

Nun meldete sich wieder Young Unlimited zurück. Mit dem Song «Mexi-

Zuerst die Lokalmatadore… Den Anfang machte der Chor Young Unlimited unter der Leitung von Josef Heinzle. Nach dem Lied «Perfekte Welle» begrüsste Präsidentin Evelyn Beck die Zuhörerinnen und Zuhörer. Das gemeinsame Konzert sei spontan entstanden, da einer der Sänger von TeamWork aus Mauren ist und diese Idee an Young Unlimited herangetragen hat. Dies sollte sich im Laufe des Abends als eine sehr gute Idee herausstellen. Nach dem Lied «Accidentally in Love» aus dem Film Shrek brillierten die Männer von Young Unlimited mit dem Song «Männer». Nach der gekonnten Einleitung von Peter Beck, der durch den Abend führte, bewiesen die Männer, was in ihnen steckt. Mit «Nine to Five» von Dolly Parton beendeten Young Unlimited ihren ersten Auftritt. … dann die Gäste Nun folgte der Auftritt des Vokalensembles TeamWork. Das 1997 gegründete Vokalsensemble besteht heute aus 12 Sängerinnen und Sängern unter der Leitung von Julia Bolter. Sie singen alles, was Spass macht: von Madrigalen über Spirituals bis zu Volksliedern aus Europa und Afrika. Wichtig ist, dass die Persönlichkeit der Sängerinnen und Sänger in die Lieder

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Unsere Bildimpressionen zeigen die Chöre, die sich in die Herzen der zahlreichen Chorfreunde und Gäste sangen.

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Mitreissendes Oktoberfest D as Ok t o b e rf e st de s Mu si kve rei ns Ko n k o rd ia a u f de m F re i tz ei t p a rk in m it t e n von Ma u re n bewi rk t e a m S a msta g, 17. O k t o b e r, e i ne ma gn e ti sc h e A usst ra h lu n g sk raf t. D a s Ze l t w ar im N u p ra ll vol l , sowe i t m an sc h a u t e w a re n a l l e i n Di r n d ln b z w. in ba ye ri sc h e m O utf it z u m t ra d iti on e l l e n W i e sn - u n d Ga udn - F e st geko m m e n . Der Musikverein Konkordia zeichnet sich bereits mehrere Jahre als ausgezeichneter Organisator des Oktoberfestes im Zentrum von Mauren aus. Mittlerweile geniesst dieses bayrische Kultfest weit über die Grenzen hinaus einen anziehungskräftigen Namen. So konnten ab 20.30 Uhr keine Gäste mehr ins Festzelt eingelassen werden, da es bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Lebkuchenherze der Primarschüler Für die Einstimmung waren die Musikvereine aus Schaan und Schnifis besorgt, ehe zum traditionellen Fassanstich durch Vorsteher Freddy Kaiser geschritten wurde. Zuvor wurden am frühen Abend die Lebkuchenherze, die von den Maurer Primarschulkindern gestaltet wurden, für einen guten Zweck versteigert.

Konkordia, Gerald Marxer, der mit den Komplimenten an seine Leute, die einen grossen Organisationsaufwand leisteten, sowie an das Publikum nicht sparte. Das nächste Oktoberfest finde voraussichtlich, wie Gerald Marxer in die Karten blicken liess, im Rahmen des Verbandsmusikfestes im Jahre 2014 statt.

Begeisterndes Wiesn- und Gaudn-Fest «O'zapft is», hiess es ab 20.00 Uhr seitens des Vorstehers Freddy Kaiser und fortan ging es im blau-weiss beflaggten Festzelt mit der mitreissenden Party-Band Allgäu-Power rund zu und her. Die Gäste aus nah und fern genossen das Oktoberfest in vollen Zügen und hatten in Mauren eine Riesengaudi. Sehr zufrieden zeigte sich auch der Präsident des Musikvereins

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Unterhaltsamer Konzertabend D a s H e rb st k o n ze rt de s Mu si kv ere i n s Ko n k o rdi a Ma u re n rei c h t e a m S o n n ta g, 27. N ov em b e r, v o n ro cki ge n D a rbi e t un g e n b is h in zu symph oni sc h e n M u si k we i se n . D e r G e m e in d e sa a l Ma u re n wa r bi s auf d e n le t z t e n Pl a tz ge f ü l l t und d ie z a h lre i ch e n Mu si kf reu n d e k a m e n vol l a u f i h re K o st e n .

Jährlich am ersten Advent lädt der Musikverein Konkordia Mauren unter der musikalischen Leitung von Kapellmeister Thomas Witwer zum Herbstkonzert ein. Dieses bildet jeweils den traditionellen Jahresabschluss eines ereignisreichen Vereinsjahres. Nach den Begrüssungsworten des Präsidenten Gerald Marxer galt das Interesse den musikalischen Vorträgen des Musikvereins, welche unter dem Mot-

to «Schmelzende Riesen» standen. Auch Ehrungen standen im Mittelpunkt: Marco Hassler konnte das Jugendmusiker-Leistungsabzeichen erlangen und besondere Gratulation kam den Vereinsjubilaren Elmar Wohlwend (40 Jahre), Elmar Marxer (30 Jahre), Ines Hasler (30 Jahre) sowie Martin Frick (25 Jahre) zu.

Der Musikverein Konkordia begeisterte am 1. Adventssonntag im vollbesetzten Gemeindesaal Mauren mit einem abwechslungsreichen und hochstehenden Herbstkonzert.

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Sonderpreis für Mauren beim «Blühenden Unterland» D i e P re i sv e rt e il un g de s 13. Wett b e w e rb s « Bl ü h e n de s U n t er la n d » f a n d E n de Oktobe r i m Rah m e n e i n e s g el u n ge n e n A bsc h l u ssa b e n ds i m Ge me i n desa a l R u g g e l l s ta tt. 102 We ttbewe rb st e il n e h me r kon n te n ei ne n P re is m i t n a c h H a u se neh m e n . Der Blumenwettbewerb wird alle zwei Jahre vom Obst- und Gartenbauverein Mauren mit der neuen Präsidentin Monika Verling und dem Liechtensteiner Unterland Tourismus (LUT) organisiert. Die Präsidentin des LUT, Myrtha Ritter, führte durch das Programm und hatte die angenehme Aufgabe, die Auszeichnungen vorzunehmen. Drei Sonderpreise waren zu gewinnen. Der erste ging an die Gemeinde Ruggell für die Strassenbegrünung an den Dorfeingängen. Mauren erhielt den zweiten Preis für die Zentrumsbegrünung und die «Murer Räba». Den dritten Preis eroberte sich die Gemeinde Schellenberg mit dem Blumen-

schmuck am Wohnmuseum Biedermannhaus. Mauren: blumenreich und farbig Gemeinderat Harald Senti vertrat die Gemeinde Mauren bei der diesjährigen Preisverleihung des 13. Wettbewerbs «Blühendes Unterland» und durfte mit Stolz die Auszeichnung für

den herrlichen Blumenschmuck im Zentrum von Mauren und Schaanwald – die einzigartige «Murer Räba» – entgegennehmen. Besondere Ehre kam zwei weiteren Maurerinnen zuteil, Hedy Jäger und Erika Marxer, sie erreichten beim persönlichen Blumenschmuck des Hauses die maximale Punktezahl.

Entgegennahme des Sonderpreises der Gemeinde Mauren durch Gemeinderat Harald Senti.

Einweihung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs A m F re it a g , 2 8 . Oktobe r, f a n d beim Feuerwehrdepot in Mauren i m B e i se i n d e s Vorste h e rs Freddy Kaiser sowie des LandesFeu e rwe h rk o m ma n da n te n M att h ä u s H o o p di e Ei n we i h u n g des n e u e n N u t z f a h rze u ge s de r

F re i wi l l i g en Feuerw ehr Mauren durch Pater Anto Poonoly statt. Es war ein besonderer Freudentag der Freiwilligen Feuerwehr Mauren, als im Rahmen einer kleinen, jedoch würdigen Einweihungsfeier ein neues Nutz-

fahrzeug, eine neue Bekleidung und eine Figur des Schutzpatrons, des heiligen Florian, eingeweiht wurde. Kommandant Max Bühler richtete dazu einen besonderen Willkommgruss an Vorsteher Freddy Kaiser, an die Gemeinderäte/-innen, an Pater Anto Poonoly, an den Brandschutz-Vorsitzenden Vizevorsteher Hanspeter Oehri, an den Landesfeuerwehrkommandanten Matthäus Hoop und Feuerwehrinspektor Alfred Hasler. Vorsteher würdigte Verdienste der Feuerwehr

Einweihung des neuen Feuerwehrfahrzeuges: von links Remy Ritter, Kirchplatzgarage Mauren, Vorsteher Freddy Kaiser, Claudia Brändle, Aufbauer Firma Brändle, Wil, Feuerwehrkommandant Max Bühler.

Vorsteher Freddy Kaiser würdigte die Verdienste der Freiwilligen Feuerwehr und hob ihre Bedeutung als Schutzund Sicherheitsorganisation für die Einwohnerinnen und Einwohner von Mauren und Schaanwald hervor.

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Zivilschutzgruppe Schaanwald besuchte REGA D i e Z i v il sc h u t z gru ppe S c h a a n w a ld i st i m Di e n ste de s Be völ k er u n g ssc h u t z es e i n e se h r ak tiv e Org a n isa ti on . Al s Ge ste des D a n k e s f ü r i h re n ste ts gro sse n E in sa t z u n te r n i mmt si e m i t ih re n M i t g li ede r n u n d P a rtner n a ll e z w e i J a h re e i n e n A u sfl ug , m it d e m e i n e i n te re ssa n te Besic h t ig u n g v erbu n de n wi rd. In diesem Jahr hatte die Zivilschutzgruppe, die derzeit 13 Männer zählt und der der ehemalige Gemeinderat Theo Oehri als Leiter vorsteht, ein ausserordentlich interessantes Ziel im Visier, nämlich die Rega-Organisation. Am 8. September ging es in der Früh

um 6.15 Uhr los. Nach dem Frühstück im Hotel Flüala in Susch erreichte die Reisegruppe um 10.00 Uhr den ersten Zielort. Vorerst stand die Führung des Rega-Stützpunktes auf dem Programm. Am Nachmittag wurde der Engadiner Airport besichtigt. Die Mitglieder der Zivilschutzgruppe Schaanwald wurden über sämtliche RettungsAbläufe informiert. Vor Ort wurde das Rettungsmaterial vorgestellt und in Form von Demonstrationen vorgeführt. Beeindruckendes Erlebnis Höchst beeindruckend war die Führung durch den Engadin-Airport. Einerseits wurde die geschichtliche Ent-

Wir suchen Neumitglieder! Wir suchen für unsere Zivilschutzgruppe Schaanwald neue Mitglieder. Es würde uns sehr freuen, wenn auch Frauen dazu stossen würden. Hast du Interesse? Schau bei uns einfach mal vorbei und mache bei unseren Aktivitäten unverbindlich mit. Wenn es dir Spass macht, kannst du dich für einen Beitritt entscheiden. Gerne geben wir dir auch nähere Informationen (Tel. 373 27 85). Theo Oehri, Leiter der Zivilschutzgruppe Schaanwald

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wicklung aufgezeigt und andererseits wurde die Relevanz des Rega-Airports für die weite Region dargelegt. Die beiden Führungen durch den Stützpunkt der REGA sowie die Besichtigung des Engadin-Flughafens zeigten auf, welch grosses Rettungspotenzial die REGA in sich hat. Hinter die Kulissen dieser REGA zu schauen, war für alle Beteiligten ein riesiges Erlebnis. Für die Ermöglichung dieses Ausfluges bedankte sich Theo Oehri ganz speziell bei der Gemeindevorstehung Mauren, die bei Anliegen der Zivilschutzgruppe Schaanwald stets ein offenes Ohr habe.

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Liechtensteiner Bobfahrer mit klaren Zielen Die Ziele für die Liechtensteiner Bo b f a h re r sin d kl a r: D i e Te i l nah m e a n d e r WM, e i n We l tcupplatz in der nächsten Saison und d i e Q u a li f i k a ti on f ü r di e O l ym p i sc h e n S pi e l e i n S otsc h i .

Jonas Gantenbein mit Rang drei der Sprung aufs Podest, das Duo Klingler/ Martin Koch folgte auf Rang vier. Immer in den Top Ten

Erfolgreich schlugen sich die zwei Zweierbobs (Michael Klingler und Richard Wunder sowie Bruno Meyerhans und Martin Koch), ein Viererbob (Pilot Michael Klingler) und die beiden Skeletonfahrer Pascal Nitzlnader und Jonas Gantenbein beim Americas Cup in Lake Placid, wo die Unterländer so viele Weltcuppunkte wie möglich sammelten.

Resultierend zeigt die Bilanz in den Zweierbewerben im Americas Cup in Park City, Calgary und Lake Placid acht Platzierungen in den Top-Sieben. Zwei dritte, zwei vierte, zwei fünfte und zwei siebte Ränge stehen zu Buche. In den Viererbewerben fuhren die Liechtensteiner Teams mit Bruno Meyerhans/Pascal Nitzlnader/Martin Koch/Jonas Gantenbein mit den Rängen acht und sieben in Park City zwei Mal in die Top Ten.

Bobteam «gut drauf»

Training in Königssee

Im ersten Lauf des Wettbewerbs fuhren Michael Klingler/Jonas Gantenbein auf den sehr guten dritten Rang, ex aequo mit den Amerikanern Codie Bascue/Nicholas Taylor. Das Duo Bruno Meyerhans/Martin Koch folgte mit einem Rückstand von nur 26 Hundertstel auf Platz fünf. Am zweiten Bewerbstag gelang Bruno Meyerhans/

Währenddessen trainierte das Zweierbobteam Jürgen Berginz und Thomas Dürr mit der Schweizer Mannschaft am Königssee (D) und erreichte beim Europacup – auf der anspruchsvollen Bahn in Innsbruck-Igls – den Rang 30. Durch einen dummen Fahrfehler verfehlten die zwei Liechtensteiner den zweiten Lauf um 25 Hundertstel. Viel

Zeit, um über diesen Fehler nachzutrauern blieb Berginz und Dürr nicht, da das nächste Europacuprennen in Königssee schon vor der Tür stand. Ziel für den Zweierbob Berginz/Dürr sind gute Läufe zu zeigen, da die Konkurrenz mit zehn bis zwölf Weltcupteams enorm gross ist.

Kader BSCL Piloten Jürgen Berginz Michael Klingler Bruno Meyerhans Anschieber Thomas Dürr Richard Wunder Dominik Kaiser Martin Koch Alois Ritter Skeleton Jonas Gantenbein Pascal Nitzlnader

sitzend von links: Richard Wunder, Pascal Nitzlnader, Martin Koch, Jonas Gantenbein stehend von links: Rolf Ringer, Dominik Kaiser, Michael Klingler, Alois Ritter, Jürgen Berginz, Thomas Dürr, Bruno Meyerhans

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25 Jahre Pferdefreunde Mauren «Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde», dies ist ein, vor allem unter Pferdefreunden, geläufiges Sprichwort. Dieser Erkenntnis treu sind nun die Mitglieder des Pferdevereins Mauren seit 25 Jahren. So feierte der Pferdeverein Mauren in diesem Jahr sein 25-Jahrjubiläum. Pferde – sie sind weitaus mehr als einstige Nutztiere und Traum aller Mädchen. Sie sind treue Freunde und widerspiegeln den menschlichen Umgang direkt. Welch innige Beziehung zu einem Pferd aufgebaut werden kann und welches Glück einem diese vermittelt, versteht wohl nur, wer dies selbst erleben darf. Es begann mit Ausritten und Kutschenfahrten

und Manfred Kieber wurde zum Materialverwalter gewählt. Bis heute treffen sich die 45 Mitglieder regelmässig zu Anlässen mit einem gemütlichen Hock und der Möglichkeit zum Austausch. Beliebte Nikolaustradition im Gantenstein Besonders glücklich und dankbar sind die Pferdefreunde über den Trainingsplatz, der die Ausführung des Hobbys ermöglicht. So wollen sie als Zeichen der Dankbarkeit und Wertschätzung auch etwas an die Gemeinde sowie die Bürgerinnen und Bürger zurückgeben. Es ist daher bereits zur beliebten Tradition geworden, dass sie mit viel Engagement die Nikolaus-Tradition im Gantenstein in Schellenberg pflegen. Dort wartet dieser seit mittlerweile

zehn Jahren auf Gross und Klein, zudem gibt es auch zahlreiche Tiere, wie Esel und Schafe zu sehen. Glückwunsch zum Jubiläum Der Pferdeverein belebt seit zweieinhalb Jahrzehnten das dörfliche und kulturelle Dorfgeschehen. Die Gemeinde Mauren ist stolz auf diesen Verein und so gratuliert die Gemeindevorstehung dem Präsidenten Hans Mündle und all seinen Vorstands- und Vereinsmitgliedern recht herzlich zu diesem Silbernen Jubiläum. Vorsteher Freddy Kaiser wünscht ihnen allen bei der Ausübung ihres Hobbys und ihrer sinngebenden Freizeitgestaltung weiterhin viel Freude, gutes Gelingen und zahlreiche unvergessliche gemeinschaftliche Stunden.

So ist es kein Wunder, schlossen sich vor einem Viertel-Jahrhundert gleichgesinnte Pferdefreunde zusammen und begannen ihr Hobby und die Leidenschaft zu den gutmütigen Vierbeinern zu teilen. Es begann damit, dass ein paar «Pferdenarren» in den siebziger Jahren sich regelmässig zum geselligen Beisammensein, zu Ausritten und Kutschfahrten trafen. So nahmen die einstigen Vereinsgründer auch erstmals an einem Spring- und Fahrturnier teil und sammelten so immer mehr Erfahrungen im Pferdesport. Nachdem im Jahre 1997 bereits das erste grosse Turnier organisiert werden konnte, wurde die Schweizer Meisterschaft im Gespannfahren durchgeführt. Hobby in guter Gesellschaft Gegründet wurde der Verein am 29. November 1986 im Restaurant «Hirschen» in Mauren. Der Tagespräsident Rudolf Lampert eröffnete die Gründungsversammlung des «Pferdevereins Mauren», an welcher Hans Mündle zum Präsidenten und Walter Wanger zum Vizepräsidenten gewählt wurden. Olaf Gassner übernahm das Amt des Schriftführers, Miriam Erne widmete sich dem Amt der Kassierin

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Erfolgreiche Durchführung der CH-Meisterschaften im Gespannfahren in Mauren.

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10 Jahre Pfadfinderheim D i e u m sic h t ig e n L e i te ri n n e n und L e it e r d e r Pf a df i n de ra bte i l un g M a u re n - S ch a a n wa l d sorg en m i t i h re n Wöl f l e u n d P f a df i nd e r n f ü r e i n a kti ve s sowi e abw e c h slu n g srei c h e s P f a df i n der le b e n . N e b e n vi e l e n tol l e n E r l e b n i sse n st a n d di e 10- Ja h rj ub il ä u m sf e ie r de s P f a df i n de rhei m s « A u f B e rg» i m Mi tte l pun k t . L a sse n w i r di e P f a df i nd e rsc h a f t v o n i h re n Akti vi t ät e n b e ri c h t e n . Abenteuertag erleben An einem sonnigen Samstag im September veranstalteten die Pfadfinder von Mauren und Schaanwald einen Werbe- und «Abenteuertag». Rund 60 Kinder tobten sich in der Natur rund um das Heim aus und erprobten das Pfadileben. In kleinen Gruppen konnten die Kinder verschiedene Posten wie Freiluftspiele, Windowcolor malen, Stafetten, Schlangenbrot backen und «Feuer machen» ausprobieren. Als Andenken an den ereignisreichen Tag konnte jedes Kind ein Foto von sich in einer Pfadfinderuniform mitnehmen. Um 17 Uhr trafen die Eltern zum gemütlichen Beisammensein bei Wurst und Brot ein. Bei dieser Gelegenheit konnten die Eltern die alteingesessenen Pfadfinder besser kennenlernen und einen Eindruck von der Abteilung gewinnen. 10 Jahre Pfadfinderheim «Auf Berg» Im Pfadfinderheim herrschte am 29. Oktober heitere Stimmung. Aktive und passive Pfadfinder, Alt und Jung versammelten sich «Auf Berg», um unser Heim hochleben zu lassen. Schon viele Jahre dient uns das Pfadiheim als Begegnungsstätte, wo wir zahlreiche gemütliche Stunden bei gemeinschaftlichen Beisammensein mit vielen Leuten verbringen konnten. Wie schon vor 10 Jahren bei der Einweihung hielt Pater Anto auf unserer Wiese eine Feldmesse. Der Gottesdienst zum Thema «das Netz weiterknüpfen» wurde von den Pfadfindern

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sowie von der Musikgruppe Folks mitgestaltet, die auch später am Abend die Gäste nochmals mit musikalischen Weisen unterhielt. Wir freuten uns sehr zu erfahren, dass unser Verein in der Gemeinde so viele Freunde hat, denn sowohl Vorsteher Freddy Kaiser als auch der Musikverein Konkordia Mauren beehrten uns mit ihrem Kommen und leisteten einen Beitrag zu diesem gelungenen Fest. Die musikalische Unterhaltung an diesem aussergewöhnlichen Tag wurde durch Hartwig Kieber und Joseph Meier abgerundet. Für die Kinder stand eine Spielecke bereit, wo sie sich mit vielen verschiedenen Aktivitäten beschäftigen konnten. Allzeit bereit – auch für einen guten Zweck Die Pfadfinderabteilungen Liechtensteins führten am Samstag, 5. November, einen landesweiten Anlass durch. Natürlich waren auch wir auf der Sammelstelle in Mauren mit von der Partie. Voller Elan nahmen wir den Deponiebesuchern das Material ab und entsorgten es. Währenddessen verköstigten sich unsere Besucherinnen und Besucher mit Kaffee und Kuchen oder wärmten sich an einer Gulaschsuppe auf. Der Erlös dieses Anlasses kam dem Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) zu Gute, welches sich davon einen neuen Spielplatz ermöglichen will.

Gemütlicher Seniorennachmittag Beim diesjährigen Seniorennachmittag konnten sich Jung und Alt bei einem gemütlichen «z’Brenn» austauschen. Später stellten die Senioren bei einem Quiz ihr Wissen über die Gemeinde unter Beweis. Anschliessend gelang es uns, in einer regen Diskussion mit den älteren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern viele alte Dialektausdrücke festzuhalten. Gerne geben wir dazu ein paar Kostproben. Herbstlager der BI/WÖ Die sieben top motivierten Leiter erwarteten am Samstagmorgen um 10 Uhr voller Vorfreude die über 35 Kinder. Sofort nach dem Einrichten wurde gespielt. Kennenlern-, Ballon- und «Fangspiele» waren alle vertreten. Am Nachmittag starteten wir eine spannende Schatzsuche. Das Abendessen wurde von allen gemeinsam mitgestaltet. Es wurden fünf leckere und sehr kreative Saucen zu den Spaghetti serviert. Mit Gitarre und Wettläufen liessen wir den Abend ausklingen. Wir begaben uns am nächsten Tag auf verschiedenen Pfaden in die obere Burgruine im benachbarten Schellenberg. Dort wurden Würste gebraten und bis in den Nachmittag verweilten wir uns an abwechslungsreichen Spielen. Der kurze Rückweg zurück ins Pfadiheim fiel nicht allen leicht, denn

Interessante Dialektausdrücke Apfelablage im Keller Lägara Dicke Scheibe Käse oder Brot Rongga Erkältung, laufende Nase Struchla Hände oder Füsse die vor Kälte schmerzen Uuegla Holzschuh (auch Dummkopf) Holtscha Löwenzahn Melchmottla, Fuarzabloma Mais Tüarka Zusammengebundener Mais Hengala Orange Bumeranza Rutschig Hääl Fester Freund Stobertebuab Schlüsselblume Moggadankile Toilette Abort, s’Hüsle, Abtrett Vater Däte Wolldecke Kuzi

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das spannende Wochenende war leider schon wieder vorbei. «Adventskranznen» eine lange Tradition In der Woche vor dem ersten Advent versammelten sich viele fleissige Pfadfinder und Helfer traditionsgemäss im Pfadfinderheim, um 50 Kränze und 25 Gestecke herzustellen. Diese wurden dann vor dem 1. Adventssonntag bei der Maurer Post verkauft. Raphaela und Alice Marxer, Pfadfinderabteilung Mauren-Schaanwald

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Alex Haas bei «Wetten, dass..?» A l e x H a a s t ra t a m Sa msta g, 5. N o v e m b e r, z u m zwe i te n Ma l in «Wetten, dass..?» bei Thomas G o t t sc h a l k u n d Mi c h e l l e H u n z ik e r a u f . Di e We tte , de n H erst e ll e r u n d d i e Ma rke von dre i Klo b ril le n a l l e i n du rc h da s Füh l e n m i t se in e m Al l e rwe rtesten zu erkennen, hat er gewinnen können. Der in Schaanwald wohnhafte Alex Haas vertrat nach der FussballLeck-Wette im Jahr 2008 zum zweiten

Mal Liechtensteins Farben an der bekannten Unterhaltungssendung «Wetten, dass..?». Und er schaffte es erneut. Aus insgesamt 25 Klo-Sitzen suchten Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker vier aus, von denen Alex Haas drei erkennen musste, um die Wette zu gewinnen. Mit seinem Allerwertesten tastete er die Klobrillen ab und erriet auf diese Weise von drei WC-Sitzen die richtige Marke und den korrekten Hersteller. Er erntete dafür grossen Applaus, auch von seinem Wettpaten Vladimir Klitschko, obwohl

der Boxprofi nicht an die Erfüllung der Wette glaubte. Auf die Frage, wie er auf eine solche Wette gekommen sei, antwortete Alex Haas: «Als gelernter Sanitärinstallateur habe ich schon oft Toiletten montiert und dabei muss man sich eben unter anderem auch auf die Klobrille setzen. Und so entstand diese aussergewöhnliche und witzige Idee.» Für diesen mutigen und sehr erfolgreichen Auftritt verdient Alex Haas ein grosses Kompliment und Glückwunsch.

Alex Haas hat auch bei seinem zweiten Auftritt bei der bekanntesten Unterhaltungssendung «Wetten, dass..?» die Wette gewonnen. Rechts im Bild Alex Haas mit Thomas Gottschalk.

CD-Taufe der Pussy Lovers D i e M a u re r B a n d P u ssy L ove rs i s t e i n e d e r e rf ol gre i c h ste n i n Li e c h t e n st e in . A m S a msta gabe n d , 5 . N o v e mbe r, ste l l te si e i n e in e m m i t re isse n de n Kon ze rt i m G e m e in d e sa al Ma u re n i h r neu e s A l b u m « We ’ ve got you r i gh t » v o r u n d be ge i ste rte mi t ei n e r e in d rü c k li ch e n S h ow. Den richtigen Zündstoff gaben sie gleich zu Beginn des Konzerts mit den unvergesslichen Songs wie «Hey Boys» oder «Atomic Dealers». Sie griffen wortwörtlich auf Zündstoff zurück und liessen ein paar spektakuläre Flammen auf der Bühne emporsteigen. Die fünfköpfige Band mit Sänger Marcel Senti, Gitarrist Mathias Nutt und Pas-

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cal Ederer, Bassist Simon Biedermann und Marius Matt am Schlagzeug spielte ihre Songs mit einer Leiden-

schaft, die bei den Fans für ausserordentlich grosse Stimmung sorgte.

Sorgten mit dem Konzert und der CD-Taufe für hervorragende Stimmung – die Pussy Lovers. Unser Bild zeigt die Cover-Aufnahme in der alten «Schmetta» in der Binza.

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JUBILÄUM

300 Jahre Liechtensteiner Oberland vereinbart worden. Unter Druck des Kaisers liess sich der Fürst schliesslich zum Kauf von Vaduz bewegen. Sein Anwalt unterzeichnete am 22. Februar 1712 beim Reichshofrat in Wien den Kaufvertrag. Nachdem die kaiserliche Vertragsgenehmigung erfolgt war, fand am 9. Juni 1712 die Huldigung der Untertanen der oberen Landschaft statt. Mit den beiden Herrschaften zusammen verfügte Fürst Johann Adam Andreas nun über ein zum Einsitz in den Reichsfürstenrat berechtigendes reichunmittelbares Territorium. Ohne den Kauf der Grafschaft Vaduz wäre das Fürstentum Liechtenstein nicht entstanden. Zielsetzungen

Liechtenstein feiert nächstes Jahr das Jubiläum «300 Jahre Oberland» in Erinnerung an den Übergang der Herrschaft über die Grafschaft Vaduz an das Fürstenhaus Liechtenstein im Jahr 1712. Die sechs Oberländer Vorsteher haben sich in Absprache mit Fürstenhaus und Regierung darauf geeinigt, das Jubiläum «300 Jahre Liechtensteiner Oberland 2012» mit einer gezielten Akzentsetzung und Beschränkung auf einige ausgewählte, qualitativ hochstehende und über das Jahr verteilte Anlässe würdig zu begehen. Geschichtlicher Hintergrund 1699 hatte Fürst Johann Adam Andreas mit dem Kauf der Herrschaft Schellenberg einen ersten Schritt in Richtung angestrebten Sitz im Reichsfürstenrat getan. Die Herrschaft Schellenberg galt als Teil der Reichsgrafschaft Vaduz, bot aber für sich allein noch keinen Anspruch auf den Einsitz im Reichsfürstenrat. Im Kaufvertrag von 1699 war deshalb ein Vorkaufsrecht auch für die Grafschaft Vaduz

Die geplanten Jubiläumsanlässe sollen Gemeinschaftserlebnisse bei Jung und Alt mit dem Ziel ermöglichen, die Besinnung auf die staatlichen Grundwerte zu fördern und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, die Bedeutung und die Konsequenzen der Ereignisse von 1712 bis heute aufzuzeigen, Freude zu vermitteln und Bleibendes zu schaffen. Im Sinne einer nachhaltigen Wirkung sollen für eine breite Zielgruppe die Themen Identifikation, Geschichtsbewusstsein und daraus entstehende Zukunftsvisionen gefördert werden. 2012 soll für Liechtenstein ein Jahr der fröhlichen Begegnung, der Besinnung, der Solidarität und der erlebten Identität werden. Die Bevölkerung des ganzen Landes sowie Gäste aus der Nachbarschaft sind herzlich eingeladen.

feierlichkeiten 2012 beläuft sich auf CHF 1’510'000 zuzüglich CHF 90'000 als Reserve für Unvorhergesehenes d.h. auf gesamt CHF 1'600'000. In Anlehnung an das bereits für das 300-Jahr-Jubiläum 1999 gewählte Modell werden die Gesamtkosten zu je 50 Prozent von den Gemeinden des Oberlandes und dem Land Liechtenstein getragen. Oberland-Fest als Höhepunkt Als einer der Höhepunkte des Jubiläumsjahres findet vom 6. bis 10. Juni 2012 im Städtle Vaduz das sogenannte Oberland-Fest statt. Während fünf Tagen steht das Zentrum von Vaduz ganz im Zeichen von zahlreichen historischen und zeitgemässen Inszenierungen quer durch alle Kunst-, Kulturund Unterhaltungsbereiche. Das Organisationskomitee «300 Jahre Liechtensteiner Oberland»

Schirmherrschaft durch den Landesfürsten Das Jubiläum «300 Jahre Liechtensteiner Oberland 2012» erfährt eine besondere Ehrung durch die Übernahmen der Schirmherrschaft durch S.D. Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein und des Patronats durch die Fürstliche Regierung. Der Budgetrahmen für die Organisation und Durchführung der Jubiläums-

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BILDUNG

Zweisprachige Bildungsstätte Offenheit, Neugier, Freude an der Bewegung und Lust am Ler nen – solche Elemente sollen bei den Ler nangeboten in der Kinderbildungsstätte KPalace von Petra Senti in Mauren angeregt werden. Zudem wird das Sprachverhalten der Kinder positiv beeinflusst und die sozialen Kontakte werden gefördert. Die Idee für eine zweisprachige Bildungsstätte hatte Petra Senti, die Gründerin der Kinderbildungsstätte KPalace, schon länger. Anfangs Oktober verwirklichte sie sich nun diesen Traum und schuf zu Hause ein Reich für Kinder und Tiere. Ihre Kreativität sowie die Liebe zum Detail widerspiegelt sich in den Räumen der Kinderbildungsstätte im fröhlich violetten Haus. Dort verwirklicht sie ein in Liechtenstein einzigartiges zweisprachiges Konzept. So werden die Kinder bilingual von muttersprachlichen Pädagoginnen in den Sprachen Deutsch und Englisch betreut und gefördert. So hat die Sprachförderung eine zentrale Rolle. Petra Senti erklärt ihr Anliegen: «Die Kinder sollen spielerisch und auf eine natürliche Weise die Sprache lernen». Die Idee zu diesem Konzept er-

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langte Petra Senti in Dubai, wo sie von 2005 bis 2007 arbeitete und erste Erfahrungen im zweisprachigen pädagogischen Handeln sammeln konnte: «Es war erstaunlich, wie schnell die Kinder Deutsch und Englisch lernten.» Bevor sie ein ähnliches Konzept in Liechtenstein aufbauen wollte, war es ihr ein Anliegen, hier in anderen Kindertagesstätten Erfahrungen sammeln zu können, bevor sie ihre Einlegerwohnung umnutzte. Heute betreut sie Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren und übernimmt die Verantwortung für bis zu zehn Kinder pro Tag. Sie ist mit dem Start ihrer Kinderbildungsstätte zufrieden und hofft nun auf Subvention, welche auch andere Kindertagesstätten erhalten. Herz-Hand-Kopf-Prinzip Petra Senti ist es wichtig, dass ihre Schützlinge etwas erleben, kontaktfreudig und begeisterungsfähig werden und die Möglichkeit haben um den Alltag mitzugestalten und handelnd Dinge zu erleben. Denn die Kinder sollen in ihrer Obhut lernen, verstehen und neugierig sein dürfen. In dieses Konzept passt auch die Pädagogik mit Tieren. Denn im naturbelassenen Garten finden zahlreiche Tiere – von Kaninchen über Ziegen bis zu

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Schildkröten – ein Zuhause. Diese werden von den Kindern versorgt, damit diese Verantwortung übernehmen und so ihr Selbstvertrauen stärken können. Zudem legt die Pädagogin grossen Wert auf die enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Personal und Kindern, um diese ideal betreuen zu können. Neben der Pflege von traditionellen und globalen Werten setzt Senti zudem auf Medien und die Umwelt. Denn nur wenn alle Seiten des globalen Lernens gepflegt und gestärkt werden, kann das HerzHand-Kopf-Prinzip des bekannten Pädagogen Pestalozzi nachgeahmt und umgesetzt werden.

B ildung

Elternverein Mauren-Schaanwald: Neuer Vorstand gewählt Anlässlich seiner 13. Generalversammlung hat der Elternverein MaurenSchaanwald am 8. November 2011 einen neuen Vorstand gewählt. Alexandra Schedler, Caroline Meier und Karin Kindli wurden nach rund achteinhalb Jahren Tätigkeit im Verein feierlich verabschiedet. Das Amt der Präsidentin übernimmt neu Claudia Novotny.

Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Von links Petra Nipp, Peter Frick (Vizepräsident), Jasmine Hobi (Kassierin), Carmen Allemann (Schriftführerin), Claudia Novotny (Präsidentin, Schulrat), Esther Meier (Verkehrskommission) und Anita Schierscher.

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IM FOKUS

Heiliger Nikolaus: gestern – heute – morgen Lieber Nikolaus, zuerst einmal vielen lieben Dank, dass du trotz vorweihnachtlichem Stress Zeit für dieses Gespräch hast. Doch eine Frage vorweg und quasi «unter uns» – gibt es den Nikolaus wirklich (noch)? «Selbstverständlich! Denn, würde es Mythen wie diejenige vom heiligen Nikolaus nicht mehr geben, so würde der Menschheit ein wichtiger Bestandteil im alltäglichen Leben fehlen: der Glaube an das Gute.» Viele Menschen kennen dich und deine Geschichte kaum noch – und verwechseln dich mit dem Weihnachtsmann. Was habt ihr gemeinsam und worin unterscheidet ihr euch? «Wir beide beschenken Menschen und machen sie glücklich. Doch einen wesentlichen Unterschied gibt es: noch nie habe ich einen hl. St. Nikolaus im Supermarkt oder als Werbefigur gesehen.»

Ist der Nikolaus das ganze Jahr über mit rotem Gewand und bauschigem Bart zu sehen? «Würden die Menschen täglich und jahraus, jahrein an den Nikolaus denken, würde ich das Gewand wohl nicht nur an den traditionellen Nikolaustagen im Dezember tragen. Der Nikolaus ist jedoch immer überall, wo die Menschen an ihn denken und seine Gegenwart erhoffen, zu Hause.» An was möchte der Nikolaus mit seiner Gegenwart erinnern? «In einer Zeit, in welcher die Vergangenheit bald keine Bedeutung mehr haben wird, wird es schwierig sein, an etwas zu erinnern. Deshalb versuche ich die Idee des Schenkens und des aufeinander Zugehens hervorzuheben. Eine wichtige Botschaft in diesem Zusammenhang ist: Schenken ist nichts, nachdem man etwas weniger hat. Denn wer schenkt, bekommt so

Woher kommt die Tradition, dass du Geschenke verteilst? «Wahrscheinlich gibt es viele Geschichten über den Nikolaus. Eine davon soll sich im Mittelalter im Süden der Türkei abgespielt haben. Der Bischof Nikolaus hat bedürftigen Menschen geholfen, einigermassen über den strengen Winter zu kommen, indem er von einem mit Frachtgut beladenen Schiff Nahrungsmittel erbeten hat. Der Kapitän gab einen guten Teil seiner Ladung, bestehend aus Korn, an den Bischof ab. Auf wundersame Weise fehlte dem Kapitän nach Ankunft in seinem Heimathafen kein einziges Korn.» Ohne was geht der Nikolaus heute nicht aus dem Haus? «Ohne die Zuversicht, dass es ein toller Tag wird und ohne die Hoffnung, dass sich die eine oder andere Barriere aus dem Weg räumen lässt.»

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einiges wieder zurück. Vor allem Menschen, die in Not geraten sind, soll geholfen werden.» Welche Wünsche hat der Nikolaus für die Zukunft? «Ich habe gleich mehrere Wünsche – beispielsweise, dass Menschen erkennen, dass unser Leben nur eine Leihgabe ist und jederzeit zurückgefordert werden kann, aber auch, dass wir daran denken auf welch dünnen Pfeilern unser Wohlstand steht. Schön wäre es auch, wenn die Gemeinschaft vermehrt in den Mittelpunkt des Daseins gestellt werden würde. Doch glücklicherweise gibt es noch viele Vereine und auch Einzelpersonen, welche sich ehrenamtlich in diesen Dienst stellen und ich hoffe darauf, dass dies auch in Zukunft so sein wird.» Von Mirjam Posch

iM FOKUS

Woher stammt der heilige Nikolaus? Der heilige Nikolaus ist einer der beliebtesten Heiligengestalten in der Vorweihnachtszeit und auf den heiligen Nikolaus von Myra zurückzuführen. Dieser lebte in der ersten Hälfte des vierten Jahrhunderts und wurde mit 19 Jahren zum Priester geweiht. Als Bischof von Myra wirkte er in der kleinasiatischen Region Lykien. Während der Christenverfolgung wurde er gefangen genommen und gefoltert. Das ererbte Vermögen seiner wohlhabenden Eltern verteilte er unter den Armen. Sein vielfältiges Wirken hat zu zahlreichen Legendenberichten geführt und trug dazu bei, dass ihm ein Gedenktag gewidmet wurde. Dieser wird am 6. Dezember mit vielen unterschiedlichen Bräuchen als Tag der Kinder gefeiert. Der heilige Sankt Nikolaus hat zahlreiche Namensvetter: St. Niklas (Österreich, Südtirol), Samichlaus (Schweiz), Zinniklos (Luxemburg), Sint Nicolaas oder Sinterklaas (Niederlande), Sint Niklaas (Belgien), Saint Nicholas (England und Irland).

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D I E G E M E I N D E G R AT U L I E R T

Die Gemeinde gratuliert

Willkommen im Bürgerverein

P r ü f u n g se rf o l g e i m Ze i tra u m S ep t e m b e r 2 0 1 1 bi s Mi tte Dezember 2011

Aufnahme in das Landesbürgerrecht infolge längerfristigem Wohnsitz gemäss LGBl. 2008 Nr. 306

Studien- und Prüfungserfolge Michael Stocklasa, Lachenstrasse 20, Mauren, Masterstudiengang Entrepreneurship an der Universität Liechtenstein Carolin Kaiser, Gampelutzstrasse 41, Mauren, Bachelorstudium Industrial Design an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Aarau Cassandra Senti, Galenburst 15, Mauren, Zertifikat Personalassistentin am BZB Buchs

Paula Oehri, Fürst-Franz-Josef-Strasse 40, Mauren, am 31. Oktober 2011 Larglinda Ademi, Schellenbergerstrasse 9, Mauren, am 31. Oktober 2011 Hortencia Carolina Asalde Martinez, Oberbühl 90, Gamprin-Bendern, am 22. November 2011 Amanda Idali Amman, Vorarlbergerstrasse 206, Schaanwald, am 22. November 2011

Dominique Ripoll, Rüfestrasse 11, Schaanwald, Zertifikat Personalassistent am BZB Buchs Daniel Frick, Schwarz Strässle 15, Schaan, Diplom Hauswart am BZB Buchs (Hauswart im Zuschg-Zentrum, Schaanwald) Haleh Rafiei, Rüfestrasse 5, Schaanwald, Befähigungsausweis zur Führung eines gastgewerblichen Betriebes Lydia Ritter, Fallsgass 2, Mauren, Befähigungsausweis zur Führung eines gastgewerblichen Betriebes Andrea Senti, Popers 31, Mauren, Befähigungsausweis zur Führung eines gastgewerblichen Betriebes

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Gemeindeblatt Nr. 91/Dezember 2011

D I E G E M E I N D E G R AT U L I E R T

Wir gratulieren zur Hochzeit

Glückwünsche zum Nachwuchs

Verm ä h lu n g e n i n de r Ze i t vom A ug u st b i s N o v e mbe r 2011 gemä ss d e n v o rli e ge n de n Me l dun g e n d e s Z i v il sta n dsa mte s

Ge bu rten vo m Aug ust 2 0 1 1 b is Oktobe r 2 0 1 1 g emäss d en vorl i e gend en Meld ung en d es Zi vi l sta nd samtes

Stefan Dobler und Sabrina Dobler geb. Rhomberg, Rüfestrasse 5, Schaanwald, am 19. August 2011

Leandro Haas, der Bernarda Haas und des Alexander Haas, VorarlbergerStrasse 212, Schaanwald, am 9. August 2011

Siegfried Herzog und Bianca Maria Herzog geb. Corazza, VorarlbergerStrasse 214, Schaanwald, am 19. August 2011

Silvano Öhri, der Ramona Dolores Öhri, Pfandbrunnen 13, Mauren, am 16. August 2011

Wolfgang Gritsch und Luzia GritschHardegger geb. Hardegger, Bönerstrasse 21, Mauren, am 24. August 2011

Pius Schwärzler, der Anita Theresia Schwärzler und des Lars Christoph Klossack, Popers 19, Mauren, am 21. August 2011

Andreas Schweigler und Sabrina Schweigler geb. Beck, Pfandbrunnen 13, Mauren, am 2. September 2011

Lea Wohlwend, der Esther Wohlwend und des Ralf Wohlwend, Rennhofstrasse 44, Mauren, am 22. August 2011

Marco Wohlwend und Marie Katrin Wohlwend geb. Ospelt, Auf Berg 36, Mauren, am 7. September 2011 Stephan-Michael Krüger und Daniela Krüger geb. Mangeng, Britschenstrasse 39, Mauren, am 16. September 2011 Friedrich Beck und Claudia Beck-Mulzet geb. Mulzet, Mühlegasse 47, Schaanwald, am 14. Oktober 2011 Burak Zengin und Fisun Zengin geb. Talay, Klosterwingert 26, Mauren, am 4. November 2011

Leo Schreiber, der Miriam Schreiber, Auf Berg 120, Mauren, am 21. September 2011 Laura Hobi, der Annabella Fusco und des Lars Hobi, Fallsgass 3, Mauren, am 25. September 2011 Letizia De Sa Ribeiro Felix, der Claudia Marcela De Sa Ribeiro Felix, Rüfestrasse 3, Schaanwald, am 27. September 2011 Pablo Ritter, der Julia Ritter und des Marco Karl Ludwig Ritter, Peter- und Paul-Strasse 37, Mauren, am 4. Oktober 2011 Mavi Schreiber, der Nadja Schreiber und des Thomas Schreiber, Kaplaneigasse 23, Mauren, am 24. Oktober 2011 Alpay Can, der Nebiye Can und des Turgut Can, Vorarlberger-Strasse 166, Schaanwald, am 30. Oktober 2011 Céline Frick, der Gabriela Frick und des Manfred Ferdinand Frick, Oxnerweg 45, Mauren, am 30. Oktober 2011

Lea Batliner, der Tina Götz und des Markus Batliner, Fürst-Franz-JosefStrasse 46, Mauren, am 24. August 2011 Johanna Marxer, der Ines Vera Marxer und des Dietmar Marxer, Auf Berg 11, Mauren, am 27. August 2011 Leopold Glaser, der Franziska Katharina Glaser und des Arno Johann Glaser, Vorarlberger-Strasse 214, Schaanwald, am 2. September 2011 Yara Robinigg, der Stephanie Paula Robinigg und des Kai Roloff, Neudorfstrasse 17, Mauren, am 7. September 2011 Marilena Schustereit, der Tanja MariaTheresia Schustereit und des Jürg Schustereit, Beim Schleifweg 5, Schaanwald, am 11. September 2011

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IN MEMORIAM

Wir gedenken unserer Verstorbenen In der Zeit vom August 2011 bis November 2011 haben uns in Mauren folgende Mitbürgerinnen und Mitbürger verlassen.

Ilse Brinkmann 23. August 1925 – 15. September 2011

Fritz Hofer

Olga Oehri

28. September 1941 – 25. August 2011

15. März 1921 – 7. Oktober 2011

Heiner Dettwiler

Gertrud Ritter

Ernst Mündle

14. Mai 1949 – 9. Oktober 2011

14. Mai 1927 – 12. Oktober 2011

19. April 1920 – 13. Oktober 2011

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. Johann Wolfgang von Goethe

Walburga Marxer

Franziska Jäger

24. August 1928 – 6. November 2011

29. August 1968 – 22. November 2011

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P farrei

«Lasst uns miteinander...» Leitwort unserer Pfarrei für das Jahr 2011/2012 M i t d e r P f a rre i w a l l f a h rt n a c h Ma ri a Ba u mgärtle am 3 1 . Aug ust und d em Pfarreig o ttesd ienst am 4. Se p t e m b e r 2 0 11 h a be n wi r e i n e n n e u e n Ab schnitt in unserem Pfarreileb en b eg o nnen. Das n eu e Lei tw o rt « L a sst u n s mi te i n a n de r. . . » i st e i n erseits eine Auffo rd erung zur G emeinschaft und and erers ei ts e i n e E ri n n eru n g, da ss wi r a u f Ge me i nschaft hin g eschaffen sind .

Der Einzelne ist ohne die Gemeinschaft nicht vorstellbar, nicht lebensfähig. Während unsere Kultur sehr stark die Rechte des Einzelnen, die Individualität betont, steht der Wert der Gemeinschaft für andere Kulturen ganz obenan. Viele Spruchweisheiten drücken das aus, wie z.B. «Eine Trommel allein verkündet keine Botschaft» oder «Eine Hand allein schnürt kein Bündel». Beide Hände sind dafür nötig. Das hat Paulus auch so gesehen. Im 12. Kapitel seines 1. Briefes an die Korinther entwickelt er das beeindruckende Bild einer christlichen Gemeinde, einer Kirche, die das

Abbild eines Körpers ist, wo jeder Teil seine individuelle Bedeutung und Funktion hat und wo alle Teile miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Dabei übersieht er keinesfalls, dass es stärkere und schwächere Glieder gibt, angesehene und weniger angesehene Glieder. Er betont aber, dass sie alle zusammen eine Einheit bilden, ja, dass die schwächeren Glieder besondere Aufmerksamkeit verdienen und sich keines über das andere erheben darf. Jeder ist für jeden mitverantwortlich, in Freud und Leid. Darum: «Lasst uns miteinander...»

Pfarreiwallfahrt nach Maria Baumgärtle (Allgäu) Das Leitwort unserer Pfarrei für das Jahr 2011/2012 war auch das Thema unserer Pfarreiwallfahrt am 31. August. Bei schönstem Wetter machten sich 65 Wallfahrerinnen und Wallfahrer in zwei Bussen auf den Weg. Im Rosenkranzgebet führten wir uns das Leben Jesu sowie die Freuden und Leiden der Gottesmutter Maria vor Augen. Mit dem Gottesdienst in der Wallfahrtskirche Maria Baumgärtle erfuhr unsere Pfarreiwallfahrt ihren Höhepunkt. In seiner Predigt ging P. Anto auf das Leitwort

Pfarreiwallfahrt nach Maria Baumgärtle

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PFARREI

Erntedankfest

unserer Pfarrei ein. Im Evangelium hörten wir den Bericht vom Besuch Marias bei Elisabeth. Die Begegnung zwischen Maria und Elisabeth macht deutlich, dass letztlich jede Begegnung mit einem Menschen eine Begegnung mit Gott selber ist. Bei der anschliessenden Führung erfuhren wir Interessantes über diesen Gnadenort mit der Abbildung des Altöttinger Gnadenbildes. Nach dem Mittagessen ging es weiter nach Ottobeuren. Zum Abschluss unserer Wallfahrt feierten wir in der imposanten, spätbarocken Basilika eine Marienvesper. Innerlich gestärkt und mit vielen Eindrücken beschenkt kehrten wir nach Hause zurück.

den gerieten in Angst. Der Blinde floh gerade aufs Feuer zu. «Flieh nicht dorthin!» rief der Lahme. Der Blinde fragte: «Wohin soll ich mich wenden?» Der Lahme: «Ich könnte dir den Weg vorwärts zeigen, so weit du wolltest. Da

Dank-, Buss- und Bettag «Lasst uns miteinander... » – so wie unser diesjähriges Leitwort lautete auch das Thema des Gottesdienstes zum Dank-, Buss- und Bettag am 18. September. Wir Menschen sind auf Gemeinschaft hin geschaffen. Jeder ist für jeden verantwortlich, in Freud und Leid. Im Miteinander und Füreinander liegt das Geheimnis für ein gelingendes Leben. Dies will uns folgende Geschichte bildhaft vor Augen führen: Ein Blinder und ein Lahmer wurden von einem Waldbrand überrascht. Die bei-

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ich aber lahm bin, nimm mich auf deine Schultern, damit ich dir angebe, wie du dem Feuer, den Schlangen und Dornen aus dem Weg gehen kannst, und damit ich dich glücklich in die Stadt weisen kann!» Der Blinde folgte dem Rat des Lahmen, und zusammen gelangten die beiden wohlbehalten in die Stadt. Ein Miteinander und Füreinander schafft Lebensqualität auch für den Schwächsten in unserer Gesellschaft. Im Miteinander liegt der Sinn des Lebens. Erntedankfest Am Sonntag, 25. September feierten wir das Erntedankfest in der Pfarrkirche Mauren zum Thema «Unser tägliches Brot» und in der Theresienkirche Schaanwald zum Thema «Danke». Brot ist eines unserer Grundnahrungsmittel. Brot steht aber auch für alle Produkte, die wir für unsere Ernährung und damit für unser Leben brauchen, und nicht zuletzt für alle guten Gaben, die von Gott kommen. Das Erntedankfest führte uns vor Augen, wofür wir Gott ganz besonders zu danken haben: für die Ernte und für das tägliche Brot, für den Lohn unserer Mühen, für die Freuden des täglichen Lebens. Wenn wir uns dessen bewusst werden, finden wir zum Wesentlichen, zu dem, was wir sind: Menschen vor Gott und miteinander.

PFARREI

Allen, die dazu beigetragen haben, das Erntedankfest in Mauren und Schaanwald feierlich zu gestalten, danken wir von Herzen. Patronatsfest Hl. Theresia vom Kinde Jesu – Theresienkirche im neuen Glanz Am Sonntag, 2. Oktober feierten wir das Fest der Kirchenpatronin von Schaanwald, das Theresienfest zum Thema «Ich mische mich ein». Gleichzeitig begingen wir die Ministrantenaufnahmefeier sowie die offizielle Eröffnung der renovierten Theresienkirche. Festgottesdienst «Im Herzen der Kirche wollen wir Liebe sein» – mit diesen Worten lädt uns die Hl. Theresia vom Kinde Jesu ein, unser Leben für die Kirche einzusetzen. Als Christen sind wir alle, Priester wie Laien, aufgerufen, uns einzumischen. Die christliche Botschaft fordert uns immer wieder auf, Stellung zu beziehen und durch unser Leben aus dem Glauben Zeugnis für Gottes befreiende Botschaft abzulegen. Dabei kommt es nicht auf unsere persönlichen Leistungen an. Die kleine Theresia erinnert uns immer wieder daran: «Unser Herr schaut nicht so sehr auf die Grösse unserer Taten, nur auf die Liebe, mit der wir sie tun und begleiten.» Jedes Mal wenn wir Gottesdienst feiern, bringen wir dies zum besonderen Ausdruck.

Ministrantenaufnahmefeier

Ministrantenaufnahmefeier «Diese renovierte Theresienkirche, dieses Kirchengebäude ist der geweihte Raum, in dem wir diese Liebe Gottes als Gemeinschaft feiern.» Mit diesen Worten verband P. Anto seinen Dank an alle, die sich für diese Gemeinschaft in der Theresienkirche einsetzen. Anschliessend an die Predigt hatte Rebecca Senti die Ehre, die vier neuen Minis offiziell aufzunehmen. Wir gratulieren Bettina Busa, Dominik Grübel, Simone Zanghellini sowie Julia Palaic und wünschen ihnen viel Freude an ihrem wertvollen Dienst am Altar. Offizielle Eröffnung der renovierten Theresienkirche In ihren Ansprachen am Schluss des Festgottesdienstes gingen der Präsident der Theresienstiftung, Theo Oehri, sowie Gemeindevorsteher Freddy Kaiser auf die von Mitte Mai bis Ende August 2011 vorgenommene Innenrenovierung der Theresienkirche ein. Sie erstrahlt nun in neuem Glanz und bietet uns eine besondere Atmosphäre der Besinnung und des Gebetes. In seiner Festpredigt gab P. Anto seiner Freude Ausdruck und mit herzlichen Worten dankte er der Gemeinde, der Bauverwaltung und allen an der Renovation Beteiligten. Mit dem gemütlichen Beisammensein beim anschliessenden Aperitif, bei dem

uns der Musikverein Konkordia mit einem Platzkonzert erfreute, liessen wir das Patronatsfest ausklingen. Wir sagen allen, die zum Gelingen des Theresienfestes beigetragen haben, ein herzliche Vergelt’s Gott. Unsere Kirche gibt uns Hoffnung – Weltmissionssonntag Am 23. Oktober feierten wir den Sonntag der Weltmission. Die Feier dieses Sonntags soll in uns das Bewusstsein wach halten, dass wir Teil dieser Weltkirche sind. Das Internationale Katholische Missionswerk Missio stellt deshalb jedes Jahr die Kirche eines Landes ins Zentrum des Monats und Sonntags der Weltkirche. In diesem Jahr war es die Gastkirche Nicaragua. Nicaragua ist eines der ärmsten Länder der Welt. Mit ihrem dichten Netzwerk in der Seelsorge und der Bildung ist die katholische Kirche ein solides Fundament und ein Orientierungspunkt für die Menschen, die deshalb sagen können: «Unsere Kirche gibt uns Hoffnung». Welches ist das grösste Gebot? Diese Frage stellt im Evangelium ein Pharisäer an Jesus. Die Antwort Jesu ist klar: Die Gottesliebe steht an erster Stelle. Auf gleiche Höhe stellt Jesus die Nächstenliebe. Diese Frage stellt sich auch an uns: Welches ist das grösste Gebot? Den Nächsten zu lieben in der weltumspannenden Kirche bedeutet, sich solidarisch zu zeigen

Theresienfest

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PFARREI

Allerheiligen

mit den Schwestern und Brüdern weltweit: von ihnen zu lernen, mit ihnen zu beten und die materiellen Güter gerecht mit ihnen zu teilen. Allerheiligen und Allerseelen Allerheiligen – das ist der Blick in die Zukunft, das ist der frohe Glaube an das gute Ende. Allerseelen – das ist der Blick in die Vergangenheit, das ist das Erinnern an einen schmerzlichen Abschied. Beides – die Hoffnung auf eine erfüllte Zukunft wie das Wahrnehmen des Leids – und nur beides zusammen ist Ausdruck des Glaubens. Am 1. November feierten wir das Fest Allerheiligen. In der Totengedenkfeier am Nachmittag gedachten wir ganz besonders der lieben Verstorbenen unserer Pfarrei, die uns seit dem letzten Allerheiligenfest in die ewige Heimat vorausgegangen sind: Johanna Allemann, Ewald Kaiser, Rosmarie Schädler-Matt, Erna Netzer, Gustav Ritter, Gusti Ritter-Ritter, Karl Wohlwend, Hans Schraner, Katharina (Kathi) Büchel-Kronegger, Josefine UehleSchwarzenbacher, Bruno Gygax, Barbara Platzer, Dragan Sikman, Ottilie Öhri-Batliner, Ilse Brinkmann, Olga Oehri-Kieber, Heiner Dettwiler, Ernst Mündle, Maria Hasler-Huber, Gertrud Ritter-Batliner und Erich Kastl.

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Als Zeichen unseres Glaubens an ein Weiterleben in Gott zündeten die Angehörigen für ihre lieben Verstorbenen eine Kerze an. Am 2. November, Allerseelen, feierten wir zusammen mit allen Schulkindern einen Gottesdienst für alle Verstorbenen unserer Pfarrei mit anschliessender Gräbersegnung. Adventszeit 2011 – Lasst uns adventliche Menschen sein Vier Wochen lang bereiten wir uns auf Weihnachten vor. Advent ist nicht schon Weihnachten, sondern will hinführen zum Weihnachtsfest. Er ist ein Weg dorthin. Der Advent erinnert also an das Ankommen Gottes bei uns Menschen. Advent ist nicht nur eine 4-wöchige Saison im Kirchenjahr. Lange haben sich die Menschen dem Kommen Gottes entgegengestreckt. Wir können diese Zeit vor Christi Geburt den Advent des Alten Testamentes nennen.

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Es gibt aber nicht nur diesen vorchristlichen Advent. Es gibt auch den Advent der Kirche. Die Zeit der Kirche ist Adventszeit. Im Credo bekennen wir unseren Glauben an das Kommen Christi, seine Wiederkunft in Macht und Herrlichkeit. Es gibt noch einen dritten Advent neben dem des Alten Testaments und dem Advent der Kirche. Denn nicht nur die Zeit der Kirche ist Adventszeit, sondern mein ganzes Leben, das Leben eines jeden von uns, mag es 50 oder 80 oder 100 Jahre dauern, ist noch einmal Adventszeit. Mit jedem Tag, mit jeder Stunde wird dieser Advent kürzer. Wir gehen Christus entgegen, bis wir ihn schauen von Angesicht zu Angesicht. Es ist gut, wenn wir um den Adventscharakter unseres Lebens wissen. Ein bewusster Christ ist darum ein adventlicher Mensch. Ein adventlicher Mensch zu sein heisst aufgerichtet im Leben zu stehen und wachsam zu sein. Es bedeutet auch die Hände auszustrecken nach Gott, von ihm alles

PFARREI

zu erwarten und doch das zu tun, was uns möglich ist – und in der Freude auf das Kommende zu leben. Freude aber kann ich am ehesten empfinden, wenn ich auch ein dankbarer Mensch bin, einer, der sein Leben Gott verdankt. Familiengottesdienst zum Beginn des Advents Am 26. November feierten wir in Schaanwald und Mauren einen Familiengottesdienst zum Thema «Sei ein Licht». Oft ist es das kleinste und schwächste Licht, das in der Finsternis auf einmal die alles bestimmende Bedeutung bekommt. Es ist unsere Aufgabe, Licht für andere zu sein. In Mauren war dieser Gottesdienst verbunden mit der Vorstellung der angehenden Erstkommunionkinder. Jesus will auch uns Menschen ein Licht sein, das nie erlischt und uns durch jede Dunkelheit begleitet. Als Zeichen dafür durfte jedes Kind zum Vater-Unser-Gebet eine brennende Kerze in den Händen halten. Advent- und Nikolausfeier Am 8. Dezember, Fest Mariä Empfängnis, waren alle Seniorinnen und Senioren aus Mauren und Schaanwald zur Advents- und Nikolausfeier im Gemeindesaal eingeladen. Mit Gedanken zur Adventszeit, die uns einlädt, adventliche Men-

schen zu sein, hiess Rita Meier die zahlreichen Gäste willkommen. «Ein adventlicher Mensch sieht nicht nur mit seinen Augen, sondern vor allem mit seinem Herzen. Nur so erkennen wir die Wunder unseres Lebens, die Wunder der Begegnungen, die Wunder der Gotteserfahrung, die Wunder der Gespräche, der Liebe, des Vertrauens, die Wunder, die wir in dieser Vorbereitungszeit auf Weihnachten hin erleben dürfen.» Ein aus 39 Schülerinnen und Schülern

der Primarschule Mauren gebildeter Kinderchor unter der Leitung von Regula Gschwend und Roland Meier liess unsere Herzen höher schlagen. Mit Advents- und Weihnachtsliedern, instrumentalen Beiträgen und einer Bildergeschichte liessen uns die Kinder die wahre Weihnachtsfreude spüren. Die Schüler der 5. Klasse Primarschule Mauren hatten mit ihren Lehrerinnen Ines Hasler und Ilse Vogt wunderschöne Weihnachtssterne aus weissem Ton gebastelt. Damit wollen sie uns sagen: «Die Sterne sollen Licht bringen in eure Herzen und euch leuchten durch die dunkle Winterzeit.» Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch von St. Nikolaus. Er forderte uns zum gemeinsamen Singen auf und nach dem Erzählen einer Adventsgeschichte in Reimform verteilte er prall gefüllte Nikolaussäckchen. Für jeden und jede hatte er dabei ein gutes Wort. Der Pfarreirat verwöhnte seine Gäste mit Speis und Trank. So dauerte das gemütliche Beisammensein bis in den Abend hinein.

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PFARREI

Neues Pfarreiprojekt der Pfarrei Mauren-Schaanwald In den vergangenen Jahren durften wir zahlreichen Kindern und Jugendlichen aus sehr armen Familien durch unsere Spenden viel Freude und Hoffnung bereiten. Daher hat der Pfarreirat beschlossen, die Erweiterung der De Paul Schule Velugode in Andhra Pradesh, Indien, als Pfarreiprojekt 2011/2012 zu übernehmen.

Unsere Pfarrkirche strahlt wieder In seiner Sitzung vom 29. September 2010 hat der Gemeinderat beschlossen, die Aussenfassade der Pfarrkirche Mauren zu sanieren. Im Juli 2011 hat man mit der Arbeit begonnen. Bei dieser Restaurierung wurden die Aussenfassade gereinigt und neu verputzt, das Dach gereinigt, Spenglerarbeiten ausgeführt, die Blitzableiteranlage dem heutigen Standard angepasst und Ziffern und Zeiger der Kirchenuhr neu vergoldet. Zum ehrenden Gedenken an die Priester, die in unserer Pfarrei gewirkt haben, wurde bei der Totenkapelle auch eine Tafel mit den Namen der verstorbenen Priester angebracht. Nun strahlt unsere Kirche im neuen Glanz. Wir danken der Gemeinde und allen an der Sanierung Beteiligten.

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Diese Schule war unser Pfarreiprojekt im Jahr 2009/2010. Die damals leer stehende Halle, die der Vinzentinerkongregation zur Verfügung gestellt wurde, konnte mit unserer finanziellen Hilfe in eine Schule umgebaut werden, der Schulbetrieb wurde sofort aufgenommen. Nun ist auch der Neubau der Schule fertig. Seit Beginn des Schuljahres im Juni 2011 wird dort schon unterrichtet. 520 glückliche Kinder besuchen nun die De Paul Schule. Weitere 300 Kinder warten noch auf die Möglichkeit eines Schulbesuches. Es ist nun geplant, das Gebäude aufzustocken und weitere 6 Klassenzimmer für je 50 Schüler zu schaffen. Die Kosten belaufen sich auf CHF 60‘000.–. Der Pfarreirat hat beschlossen, diesen Erweiterungsbau als neues Pfarreiprojekt 2011/2012 zu übernehmen. Unser Ziel ist es, der Vinzentinerkongregation die finanziellen Mittel zur Realisierung dieses Erweiterungsbaus im nächsten Sommer zur Verfügung zu stellen. Dies

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kann uns nur mit Ihrer Hilfe gelingen. Die «De Paul Schule Velugode» können wir dann mit Stolz als «unsere Schule» bezeichnen. Wir danken für jede Spende. Wir wünschen allen eine frohe Weihnachtszeit und Gottes Segen im neuen Jahr. P. Anto Poonoly und Pfarreirat Mauren-Schaanwald

HISTORISCHES

Im Popers beginnt der Judenbühel.

Popers: Stammt der Name aus dem Jüdischen? S p ra c h wi sse n sc h a f tl e r (si e h e L i e c h te n steiner Namenb uch) vermuten, d ass d er Name aus d er Z eit der j ü d i sc h e n Be si e dl u n g Ma u re n s re sp. d es Eschnerb erg es vo n 1 6 3 7 -1 6 5 1 stammt. Pro f. Dr. B u rm e ist e r b e sc h re i bt di e Ze i t de r Ju de n i n d er Buchreihe «Menschen, Bild er & G eschichten – Mau ren v o n 1 8 0 0 b i s h e u te » a u sf ü h rl i c h , a be r de utet auch in Band 3 im Liechtensteiner Namenb uch von S t ric k e r/ B a n z e r /H i l be se i n e Ve rsi on de r Namensherkunft.

Herbert Oehri

In Band III seines mehrteiligen Werkes «Die Matt von Mauren» beschreibt der Maurer Lokalhistorikers Gustav Alfons Matt (18911966), dass der Name Popers von einem ehemaligen Besitzer namens «Bopp» oder «Popp», deren Familiennamen es in der Schweiz viele gäbe, herrühren dürfte. Bopp resp. Popp werde – so Matt – wieder abgeleitet von Puppe (= volkstümlich Poppe genannt). Er beschreibt dann ausführlich die Popeserhöfe als Lehensgüter. Besprechungen der bisherigen Deutungen haben aber ergeben, dass Burmeisters Ansatz «hinfällig» sei, da der Flurname Popers bereits im 14. Jahrhundert mehrfach belegt sei, während die Juden sich erst

Popers-Strasse: Rechts das «Bole»-Matt-Haus, links das Haus der Nachfahren von Ludwig Marok.

später am Eschnerberg niedergelassen haben. Deshalb sei die Deutung der Namensherkunft unsicher, heisst es im Liechtensteiner Namenbuch. Nachgetragen seien auch die Hinweise von G.A. Matt, der einen ganz anderen Ansatz der Herkunft als Grundlage nimmt.

Popers liegt auf einem erhöhten Plateau am Dorfrand im Südwesten von Mauren. Von dort aus sind die Strassen nach allen Seiten abfallend. Früher war der Aufstieg in den Ortsteil Popers mit Fuhrwerk von Eschen oder vom Riet (über den Ortsteil Loch) sehr mühevoll. Danach aber

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HISTORISCHES

erreichte man die Dorfmitte über die früher als Dorfstrasse bezeichnete Hauptverbindung. (Heute heisst diese Verkehrsader Peter-Kaiser-Strasse und ist die Hauptverbindungstrasse nach Eschen geblieben.) Im Popers beginnt der Judenbühel, der sich als markante Nase bis über die Gemeindegrenze nach Südwesten zieht. Dieser Hügel wird bis heute landwirtschaftlich genutzt. Früher gab es auf der Oberkante auch vereinzelt Äcker. Der Judenbühel (Jodaböchel). Auch hier ist die Deutung sehr interessant: «Anhöhe, auf welcher die Juden wohnen. Nachgewiesen ist eine jüdische Gemeinde in Mauren zwischen 1637 und 1651». Stand im Popers einst eine Synagoge? Univ. Prof. Dr. Karlheinz Burmeister, Historiker aus Deutschland, hat 1991 nachgewiesen, dass von 1637 bis 1651 in Mauren und in Eschen/Nendeln eine voll ausgebildete Judengemeinde mit rund 20 Haushaltungen und etwa 100 Personen gelebt hat. Die Ortsbezeichnungen «Judenbüchel» und «Juden-

gasse» stammen aus dieser Zeit. Der Historiker und ehemalige Leiter des Vorarlberger Landesarchivs, Dr. Burmeister, schrieb 1991 eine Abhandlung, die sich mit den Juden am Eschnerberg befasst. Er weist darin nach, dass in Mauren und Eschen in der Zeitspanne von etwa 14 Jahren eine selbständig organisierte Judengemeinde, vergleichbar mit jener aus Hohenems, gelebt hat. Als eine der wichtigsten historischen Quellen nennt Burmeister ein Schuldenverzeichnis aus dem Jahre 1649, das im Vorarlberger Landesarchiv im Original vorhanden ist, und das die Existenz der Juden in Mauren nachweist. Sie bezahlten ein sogenanntes Insässgeld. Die Juden am Eschnerberg verfügten über einen eigenen Rabbiner und Gemeindevorsteher. Vermutlich war im Haus des Rabbiners Abraham Neuburg auch ein Gebetsraum untergebracht. Erste Hinweise auf einen Standort eines Judenfriedhofs und eine als «Judenbrünneli» bezeichnete Quelle, die eine Mikwe gespeist haben könnte, konnten bisher nicht genauer lokalisiert werden. Mündliche Überlieferungen lassen solche Einrichtungen auf dem Judenbü-

chel, im Bereich des Ortsteils Popers in Mauren vermuten. Das Verhältnis der christlichen Bevölkerung zu den Juden war alles andere als spannungsfrei. So geht schliesslich auch die Ausweisung der Juden auf Beschwerden und Anfeindungen aus der Bevölkerung zurück. Die Gemeinden Eschen und Mauren klagten 1649 und 1650 das Hintersässgeld von den Juden ein, da sie «sich alldort etlich Jahr lang ufgehalten». Spätestens um 1651 dürften die letzten jüdischen Familien den Eschnerberg verlassen haben. Im gleichen Jahr hatten die Vorarlberger Landstände den Judenhandel gänzlich verboten. War der Platz des «Nätzile-Huus» im Popers eine Synagoge? Der Bedarf für eine Synagoge am Eschnerberg war gegeben. In Hohenems ist die Existenz einer Synagoge für das Jahr 1642 belegt, am Eschnerberg jedoch fehlt der letzte Beweis. In Mauren deuten mündliche und teils schriftliche Überlieferungen (Pfr. Fridolin Tschugmell, Robert Matt, Popers Nr. 5, Johann Wohlwend «Wabel-Johann») darauf hin, dass es im Popers tatsächlich vor

Popers-Strasse nach der Einbiegung aus der Dorfstrasse (heute Peter-Kaiser-Strasse). Rechts das Elternhaus des Landwirts Gebi Malin.

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HISTORISCHES

Auf dem Popers: Rechts das abgebrochene Haus der Meier (Lehrer Meier «Hannesle»). Bildmitte: Das «Nätzile-Matt-Huus», auf dessen Grund nach mündlicher Überlieferung im 17. Jahrhundert eine Synagoge der hier anwesenden Juden errichtet gewesen sein soll.

langer Zeit eine Synagoge gegeben haben soll. «Die Alten haben davon immer erzählt», so der einheitliche Tenor der Befragten. In einem Schriftstück vom 3. Mai 1953 zum Thema «Brandfälle in Mauren in den Jahren 1760-1934» schreibt Pfarrer Tschugmell u.a.: «1856: 25.-26.Dezember brannten im «Poppers» die Häuser Nr.10 alt und 11alt. Nr.10 gehört dem Josef Hasler, von dem heute in Ruggell Nachkommen leben. Das Haus sei früher einmal ein jüdischer Tempel (Synagoge) gewesen…» Eine alte Skizze, die Adolf Marxer, «Dökterle», *1942, aufbewahrt hat, zeigt, dass die Häuser Nr.10 und 11 früher zusammengebaut waren. Die Nr. 10 gehörte Josef Hasler und die Nr. 11 Johann Matt «Nätzele» (18261893). Damals galten noch die alten Hausnummern. Laut Feuerwehrbuch baute nach dem Brand nur der «Nätzele» dort wieder ein neues Haus. Josef Hasler zog in den Weiher und baute das heute (2011) noch stehende Haus Nr. 60 (Vaterhaus des Andreas Marxer, alt-Schneggenwirt in Buchs, heute wohnhaft in Gamprin). Das «NätzeleHuus» bekam nach der neuen Hausnummernzuteilung anno 1861 die Nr.

8. Unweit zum Haus Nr. 8 im Popers liegt die Strasse «Weile», welche zum Judenbüchel führt. Einbürgerungen von Juden Zwischen 1930 und 1945 gab es in Liechtenstein 174 Einbürgerungsfälle. Die Hälfte davon betraf Personen mit jüdischem Hintergrund. Mit ihren Familienmitgliedern betraf dies 184 Personen, von denen allerdings nur ein kleiner Teil in Liechtenstein blieb. Ausschlaggebend für die Einbürgerungen waren neben humanitären Gesichtspunkten vor allem wirtschaftliche Überlegungen. Der Grossteil der jüdischen Flüchtlinge, welche die Kriegsjahre tatsächlich im Fürstentum verbrachten, wurde nur toleriert und hatte ohne Papiere meist keinerlei Hoffnung und Chance auf Weiterreise. Wie im übrigen Europa entstanden in der Folge der Weltwirtschaftskrise auch in Liechtenstein extrem nationalistische und faschistische Gruppierungen. Ein Teil der politischen Landschaft vertrat stramm antisemitische Positionen und versuchte sämtliche jüdische Einwanderung zu verhindern. Trotzdem kam es immer wieder zu Einbürgerungen.

Die finanzielle Bedeutung der Einbürgerungen war für die Staatskasse und die Gemeinden beträchtlich. Bis 1932 stand meist die Sicherung des Vermögens im Vordergrund des Interesses der Eingebürgerten. Zwischen 1933 bis 1945 ging es aber bei den meisten eingebürgerten Personen um den Schutz vor Ausgrenzung, Beraubung, Verfolgung und Ermordung. Nach 1933 nahmen die Einbürgerungen von Personen jüdischer Abstammung markant zu: etwa 70 Ehepaare und Familien, darunter Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft. Nachdem Liechtenstein seit 1941 Einbürgerungen nur noch im Einverständnis mit der Schweiz vornehmen durfte, kam es bis Kriegsende noch zu sieben Einbürgerungen von insgesamt 16 Personen, davon waren fünf jüdischer Abstammung.

Quellen: Liechtensteiner Namenbuch, Band 3, 1999, Prof. Stricker; Buchreihe «Menschen, Bilder & Geschichten – Mauren von 1800 bis heute», Bd.1, 2006, Herbert Oehri; Liechtenstein – die Juden – Ausstellung im Küfer-Martis-Huus vom 13. Mai 2010 bis 6. Februar 2011 in Kooperation mit dem Verein der Liechtensteiner Freunde von Yad Vashem und dem Jüdischen Museum Hohenems; G. A. Matt, Band III, Dez.1932.

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HISTORISCHES

Zotow zeichnet Mauren E i n e r p o st h u m en Eh ru n g gl e i c h wu rde n 19 9 6 d rei rep räsentative Werke als Z eug nisse seines m aler i s c h e n Kö n n e n s u n d zu gl e i c h a l s H i n we i se auf d ie w ichtig en Statio nen seines b ew eg ten Leb en s auc h a u f L ie c h t e n ste i n e r Bri e f ma rke n re p ro d uziert: Pro f. Eug en Z o to w ( 1 8 8 1 -1 9 5 3 ) .

Herbert Oehri

Er war ein russischer Emigrant, mit bürgerlichem Namen Ivan Miassojedoff, der von 1938 bis 1953 zusammen mit seiner Frau im neutralen Liechtenstein wohnte, ehe er im März 1953 nach Argentinien aufbrach und am 27. Juli des gleichen Jahres in Buenos Aires stirbt. Zotow malte eine Vielzahl von Porträts, Blumenstillleben und Landschaften, darunter u.a. auch die Ansicht Maurens vom Delehala-Kappile aus betrachtet. Aus den vorliegenden Arbeiten lässt sich schliessen, dass sich der Künstler vorwiegend im Rahmen der Vorbereitungen für die «Mappe

der elf Gemeinden» mit Mauren als Bildmotiv auseinandergesetzt hat. Neben dem bekannten Blatt mit «Zotow und seine Frau auf einer Bank sitzend», hat er Studien, Entwürfe und Planskizzen für das Wandgemälde des St. Christophorus beim Haus von Andreas Ritter (ehemals Postauto Ritter) angefertigt. Die Entwürfe für das Wandgemälde befinden sich in Privatbesitz. Bild von Mauren in den Augen von Zotow Im Maurer Gemeindearchiv haben wir dieser Mappe die «Ansicht Maurens» (siehe Zotow-Bild unten) entnommen. Das Blatt dürfte etwa anfangs oder Mitte der Vierzigerjahre, also während des

Zweiten Weltkrieges, entstanden sein. Es zeigt in der Bildmitte das DelehalaKappile mit Sicht auf das damalige Mauren, das stark bäuerlich geprägt war. Auf der Bank vor dem Kappile sitzt Prof. Eugen Zotow mit seiner Frau Malvina Vernici. Die Zeichnung (Selbstbildnis) ist im Besitz des Liechtensteinischen Landesmuseums. Albertina Kaiser-Oehry, die Eigentümerin des Delehala-Kappiles, der wir im Herbst des Jahres 1996 das Zotow-Bildnis gezeigt haben, erkannte die beiden Bäume vor der kleinen Kappile, die allerdings heute nicht mehr stehen. An ihrer Stelle wurden nach Aussagen von Albertina um 1970 herum eine Pappel und eine Birke gepflanzt.

«Delehala-KappiIe»: Zeichnung von Prof. Eugen Zotow um 1940 herum. Es ist ein Selbstbildnis von Eugen Zotow, der mit seiner Frau Malvina Vernici auf der Bank der Rückseite des «Kappiles» sitzt.

Nr. 1 Metzgerei Bühler

Nr. 6 Rupert Meier (altes Philipple-Huus)

Nr. 2 Otto Ritter, Sandgrube (Elternhaus)

Nr. 7 Ernst Bühler, Erbauer Johann Bühler

Nr. 3 Franz-Sepp-Matt (Alfons Matt) Nr. 4 Amadeus Matt, Pritschen

(Bretscha-Bur) Nr. 8 Thomas Matt (Klemens Matt, Landwirt)

Nr. 5 Spengler Juli Matt

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Gemeindeblatt Nr. 91/Dezember 2011

HISTORISCHES

Den alten Mann mit Bart und die jugendhaft anmutende Frau (die Zotow) kannte sie allerdings nicht. Auch Nachforschungen in der Nachbarschaft von Albertina Kaiser blieben diesbezüglich ohne Erfolg. Die Dorfansicht Maurens ist von Prof. Zotow ziemlich realistisch gezeichnet, wie befragte Zeitzeugen bestätigten (Johann Wohlwend, Albertina Kaiser, Paula Wild). Die Häuser sind gut erkennbar und den einzelnen Familien zuzuordnen. Viele dieser Häuser stehen allerdings heute (2011) nicht mehr. Wir haben die gut sichtbaren und erkennbaren Häuser nummeriert und mit dem Namen der Besitzer versehen. Warum Zotow gerade von der Delehala aus Mauren ins Objektiv genommen hat, wissen wir nicht. Wahrscheinlich ihrer schönen Aussicht und Lage wegen mit herrlichem Rundblick und auf das Zentrum der Maurer Pfarrkirche. Pietà als Schatz im Kappile verborgen Als Prof. Zotow um 1940 herum Mauren zeichnete, beherbergte die Kapelle einen grossen Schatz und einen der berühmtesten Kunstgegenstände Maurens: die Pietà. Von ihrer Existenz wusste damals niemand. Das Kunstwerk, das die Muttergottes mit dem toten Jesus auf ihren Knien darstellt, wurde vermutlich um 1480 herum im Bodenseeraum von einem unbekannten Künstler geschaffen. Es stand mehrere Jahrzehnte im Delehala-Kappile, bis es die Maurer Pfarrei (Pfarrer Joseph Wachter) 1948 von Konrad Oehry, dem Vater von Albertina Kaiser-Oehry, geschenkt bekam. Heute schmückt das wertvolle Vesperbild die Maurer Pfarrkirche St. Peter und Paul.

Das Delehala-Kappile Das Erbauungsjahr des DelehalaKappile ist nicht bekannt. Nur das Eigentum, auf dem das Kappile (richtig wäre die Bezeichnung Bildstöckle) steht, können wir mehr oder weniger als gesichert bis ins 18. Jh. zurückverfolgen. Das Kappile gehört zum Anwesen von Frau Albertina Kaiser, geb. Oehry, (1915-2004/BernhardOehry’s), im Popers Nr.4 in Mauren. Sie hat das Kappile samt Haus und Umschwung von ihrem Vater Konrad Oehry (1884-1968) als Erbgut bekommen. Albertina war mit Erich Kaiser (1917-1972) verheiratet und sie haben einen Sohn namens Konrad (*1946). Das Haus Nr.4 im Popers ist das eigentliche Stammhaus der sog. Bernhard-Oehrys. Albertina Kaiser schätzte das Alter des Hauses auf weit über 200 Jahre. Es ist heute noch ein Dachziegel mit der Jahrzahl 1770 vorhanden. Allerdings dürfte das Haus schon vor diesem Datum erbaut worden sein, weil es als erstes in Mauren mit Dachziegeln eingedeckt wurde, und vorher – so die Überlieferung von Albertina – das Dach geschindelt gewesen sei. Heute (2011) gehört das Anwesen ihrem Sohn Konrad Kaiser. Erbauungsjahr nicht bekannt Nachforschungen bei Albertina Kaiser-Oehry und Paula Wild-Oehry in

den Jahren 2000-2003 haben ergeben, dass keine Aufzeichnungen über das Erbauungsjahr des Kappile vorhanden sind. Es gibt auch keine Eintragung im Grundbuch. Erst vor ein paar Jahren wurde es dort im Rahmen des Erschliessungsplanes «Tilihalde» (Delehala) eingetragen. Aber beide Frauen versichern glaubhaft, dass nach mündlichen Überlieferungen von ihren Eltern und Grosseltern das «Kappili» (wie sie es nennen) schon zu deren Lebzeiten «unendlich lang gestanden ist». Ihre Grossmutter, Katharina Oehry-Jenny (1848-1935) hätte ihnen gesagt, dass das Kappile schon vor «vielen Jahrzehnten» am heutigen Ort gestanden sei. Und von ihren Vorfahren hätte sie dasselbe gehört. Nach ihrer Aussage muss vor dem Kappile-Bau an gleicher Stelle ein Kreuz gestanden sein. Der Vater von Albertina, Konrad Oehry, hat es im Jahre 1926 renovieren lassen. Albertina erinnert sich noch schwach an das alte Kappile, das mit Seitenwänden aus Holz ausgestattet gewesen sei. Erst ihr Vater Konrad habe es bei der Renovation 1926 von Engelbert Marxer sen., Baumeister, Mauren seitlich aufmauern lassen. Die Rückwand mit dem Platz für die Madonna sei schon 1926 vorhanden gewesen.

Pietà

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HISTORISCHES

Familiengeschichte der «Hannesle» Meier auf dem Popers J o h a n n M e i e r ( 1785- 1860) sta mmt von A l tenstad t b ei Feld kirch. Er kaufte sich 1 8 1 2 für 1 0 0 G u ld en ei n . S c h o n f rü h ve rl or e r se i n e Mu tte r u n d so verb rachte er seine Jug end zeit b ei Land amman J ohan n F ri c k a u f B e rg, de r i h m zu r Ei n bü rgerung verhalf. Jo hann Meier ist d er Stammvater d er Ha n n e sle - L in i e i n Ma u re n . Johann (genannt der Hannesle) Meier heiratete Anna Alber (1785-1851). Sie schenkte ihm sechs Kinder, von denen Sohn Andreas Meier (1819-1878) für den Weiterbestand der Linie besorgt war. Er übernahm im Jahre 1860 das Vaterhaus, das im Steinbös stand und die Nr. 36 neu/38 alt trug und das dann 1911 unbewohnt beim SteinböserBrand ein Opfer der Flammen und nie mehr aufgebaut wurde. Andreas hatte im Jahre 1873 das Mündle-Haus Nr. 6neu/8alt im Popers übernommen und die Nummer vom Steinbös übertragen lassen. So wurde das Haus 36/38 im Steinbös, resp. 6/8 im Popers, zum Stammhaus der «Hannesle»-Meier. Zur Hausgeschichte Nr. 6 auf dem Popers Das Haus Nr. 8alt/6neu samt Stall gehörte um 1800 Franz-Joseph Mündle (1788-1853) aus der «Balthasar»Mündli-Familie (spätere «Brosi»Mündle). Die Mündle sind erstmals anno 1584 urkundlich erwähnt, als eine Christa «Mündtlin» 800 fl. und ein Vlin Mundli 350 fl. versteuerten. 1635 ist Andreas Mündlin von Mauren genannt als Zeuge bei einer Gerichtssitzung auf Rofenberg. 1694 beginnt der geschlossene Stammbaum mit dem Stammvater Christian, gestorben 1727. Mit Kaufvertrag vom 29. Januar 1836 kam Johann Georg Mündle (18191869), Sohn des oben erwähnten Franz Joseph Mündle, in den Besitz des Anwesens Nr. 8alt/6neu auf dem Popers (siehe Bild). Mit Abhandlung vom 29. Dezember 1869 übernahm Sohn Franz Joseph Mündle (1845-1934) Haus und Hof. Per Vertrag vom 15. März 1873 verkaufte Franz Joseph Mündle an Johann Georg Bühler (1850-1901) wegen

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Haus «Meier-Hannesle». Es wurde abgebrochen. Heute steht dort eine Überbauung der Stiftung der VPBank AG, Vaduz.

Streitigkeiten von seinem Haus Nummer 8/6 mehrere Grundstücke, Gemeindeteile, Rüfeteil, Gemeindegarten, Bauwaldung, Weingarten, etc. Ferner verkaufte er seine Hausnummer 8 alt/6 neu, jedoch ohne Haus. Franz Josef Mündle zog mit seiner Mutter nach Abtwil (SG) und wanderte bald darauf nach Amerika aus. Laut diesem Vertrag sollen die zur Hausnummer 8/6 weiter geschriebenen Realitäten, welche Eigentum des Franz Joseph Mündle geblieben sind, grundbücherlich getrennt und sonach Haus, Stall samt Hofraum und Baumgarten

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unter neuer Hausnummer 132 auf Steinbös ins Maurer Hausgrundbuch übertragen werden. Haus Popers erhält neue Nr. 38alt/36neu Das Mündle-Haus im Popers Nr. 6neu/8alt erhält ab 1873 die neue Hs. Nr. 36neu/38alt. Im Maurer Hausgrundbuch von 1809 scheint Joseph Anton Mündle (1782-1810) als Besitzer des Hauses samt Stall im Steinbös auf. Mit Verlassenschaftsabhandlung vom 28. Juni 1811 geht der Besitz an seine Ehefrau Anna Maria Mündle, geborene Alber (1785-1851) über.