50 Jahre Bergbahnen - Viamala

50 Jahre Bergbahnen - Viamala

50 Jahre Bergbahnen Splügen-Tambo AG Inhalt 03 04 05 07 09 11 2 Herzlich willkommen Die Spitze der Leistungspyramide Gute Aussichten für «ünscha...

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50 Jahre Bergbahnen

Splügen-Tambo AG

Inhalt 03 04 05 07 09 11

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Herzlich willkommen Die Spitze der Leistungspyramide Gute Aussichten für «ünscha Lift» In fünf Minuten am Ziel Schritt für Schritt Die Chronik

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Das Skigebiet 2010/2011 Der Schnee des Nordens, die Sonne des Südens Splügen – eine Klasse für sich Höchste Qualität ist unser Ziel Im Zentrum steht der Gast

Herzlich willkommen Liebe Leserin Lieber Leser Leidenschaft und Verstand haben vor 50 Jahren die Gründer der heutigen Bergbahnen Splügen-Tambo AG geleitet. Sie waren begeisterte Skifahrer. Und sie waren weitsichtige Unternehmer, die das touristische Potenzial des Walserdorfes frühzeitig erkannten. «Mit Leidenschaft und Verstand» – das ist noch heute unser Leitsatz. Auch uns lässt das Bergbahn-Virus nicht los. Und auch wir analysieren, kalkulieren und planen sorgfältig. Seit 2003 ist die Strategie 2012 die Richtschnur für unsere Geschäftstätigkeit. Etappenweise haben wir die darin definierten Massnahmen umgesetzt. Mit der Einweihung der neuen 6er-Sesselbahn schliessen wir im Rahmen der Strategie 2012 eine intensive Investitionsphase ab. Das Fundament für eine wettbewerbsfähige Zukunft ist gelegt. Das Zusammenspiel von Natur, Mensch und Technik macht die Faszination der Bergbahnen aus. Soll dieses Miteinander auch künftig funktionieren, müssen wir ökologische, gesellschaftliche und technische Veränderungen möglichst früh

wahrnehmen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. In unserer anlageintensiven Branche sind es nicht die schnelllebigen Trends, die über wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Viel wichtiger ist die Fähigkeit, die Menschen ins Zentrum der unternehmerischen Tätigkeit zu stellen, ihre Ansprüche zu kennen und ihren Erwartungen langfristig gerecht zu werden. Die Gästebedürfnisse ändern sich, und damit auch die Anforderungen an das touristische Angebot. Wintersportler aus nah und fern kommen heute nach Splügen, weil sie das malerische Passdorf, die Herzlichkeit der Einheimischen, das schneesichere Skigebiet und die gute Verkehrsanbindung schätzen. Weil sie in historischen Hotels, aussergewöhnlichen Ferienwohnungen oder familiären Bed & Breakfasts nächtigen wollen, Wert auf biologische Spezialitäten legen oder die unberührte Bergwelt erleben möchten. Diese «Vielfalt im Kleinen» wird auch morgen die grosse Stärke von Splügen sein – sofern es gelingt, das Angebot auf und neben den Pisten massvoll, aber kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wir freuen uns darauf, unseren Beitrag an diese Entwicklung zu leisten; gemeinsam mit

unseren Mitarbeitenden und in enger Zusammenarbeit mit unseren touristischen Partnern, der Bevölkerung, den Behörden und der Politik. Für das Vertrauen und die Unterstützung, die die Bergbahnen Splügen-Tambo AG in den vergangenen 50 Jahren erfahren hat, sagen wir herzlich danke. Und bei unseren vielen Stammgästen bedanken wir uns für ihre langjährige Treue und Verbundenheit. – Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft!

Hans Martin Meuli

Andrea Camastral

Verwaltungsratspräsident

Geschäftsführer

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Dr. Martin Schmid, Regierungsrat des Kantons Graubünden

Die Spitze der Leistungspyramide Seit 50 Jahren können Einheimische und Gäste mühelos auf die Tanatzhöhi gelangen und in der Nähe des majestätischen Piz Tambo unbeschwert Schwünge in den Schnee legen. Splügen Tambo ist heute das bekannt attraktive Skigebiet, das von 1 480 bis 2 215 m ü. M. führt und somit Schneesicherheit garantiert. Die modernen Anlagen befördern die Gäste in raschem Tempo in die wunderbare Winterwelt, wo sie hervorragend präparierte Pisten vorfinden. Erst dank moderner Bergbahnen kann heute das Erlebnis Berg als ein zentrales Gästebedürfnis abgedeckt werden. Rechtzeitig auf das 50-Jahr-Jubiläum des Unternehmens kann auf Beginn dieser Wintersaison die neue kuppelbare 6er-Sesselbahn Bodmenstafel in Betrieb genommen werden, was einen weiteren Meilenstein in der Unternehmensentwicklung darstellt. Nicht nur in Splügen wurde 1960 mit der Gründung der vormaligen Ski- und Sessellifte AG Splügen die bahntechnische Erschliessung des Skigebiets eingeleitet. In diese Zeit fällt auch eine starke Entwicklung des Tourismus im ganzen Alpenraum. Die ersten Jahre der Gesellschaft waren von finanziellen Schwierigkeiten geprägt. Die Eröffnung des San Bernardino-Tunnels brachte

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1967 den lange erhofften und unternehmerisch benötigten Aufschwung. Immer mehr Gäste kamen nach Splügen. Die Bergbahnen bildeten die Voraussetzung und Basis für die touristische Entwicklung von Splügen. Sie sind noch heute die Spitze der touristischen Leistungspyramide. Ohne Bergbahnen gäbe es keine Skischulen und nur einen Bruchteil des heutigen Angebotes an Hotels, Restaurants, Ferienwohnungen und Sportgeschäften. Der grösste Teil der Betriebe in Handel, Gewerbe und Dienstleistungen und selbst die Landwirtschaft profitieren zumindest indirekt ebenso stark von den Bergbahnen. Zudem sind sie ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. In der nun 50-jährigen Geschichte der Bergbahnen passte sich die Unternehmung immer wieder neuen Gästebedürfnissen und Trends an. Und das Anpassen an die neu entstehenden Gästebedürfnisse wird auch in Zukunft eine Heraus- forderung für die Bergbahnen und für den Tourismusort Splügen bleiben. Es gilt, neue Gäste zu gewinnen – auch wenn es aufgrund demografischer Veränderungen weniger Skifahrer gibt, neue Konkurrenzangebote von anderen Sportarten und Reisezielen entstehen und die Gäste immer neue Angebote fordern. Wer stillsteht, läuft Gefahr

zurückzubleiben. Der Bergtourismus bietet grosse Chancen, die es zu nutzen gilt. Die Schönheit und Spiritualität der Berge ziehen die Menschen unserer Zeit wieder verstärkt in ihren Bann. Vermehrt setzt sich die Einsicht durch, dass Ferien in den Bergen einen hohen Erholungswert haben und dass Feriendestinationen in den Bergen ideale Voraussetzungen bieten für Sport, Gesundheit und Wellness. Im Namen der Bündner Regierung gratuliere ich der Bergbahnen Splügen-Tambo AG zum 50-Jahre-Jubiläum herzlich und danke all denjenigen, die sich in den letzten Jahrzehnten für das Unternehmen und seine Entwicklung eingesetzt haben. Gleichzeitig wünsche ich der Bergbahnen Splügen-Tambo AG auch für die nächsten 50 Jahre viel Erfolg und viele zufriedene Gäste.

Walter Mengelt, Gemeindepräsident Splügen

Gute Aussichten für «ünscha Lift» «Ünscha Lift» feiert dieses Jahr das 50-jährige Bestehen. Im Namen des Gemeindevorstandes möchte ich der Bergbahnen Splügen-Tambo AG herzlich zu ihrem stolzen, runden Geburtstag gratulieren. Tatsächlich sind die Bergbahnen SplügenTambo AG und die Politische Gemeinde eng verbunden. Die Gemeinde Splügen ist mit 20% am Aktienkapital beteiligt. Neben den sechs ganzjährig Angestellten beschäftigen die Bahnen im Winter 60 bis 70 Personen aus der Region. Daraus wird klar, dass die Bergbahnen Splügen-Tambo AG die grösste Arbeitgeberin im Rheinwald ist. Nach dem Bau der 8er-Gondelbahn im Jahre 1995 stehen die Bergbahnen vor einem weiteren Höhepunkt. Die 6er-Sesselbahn BodmenstafelAlpetli wird auf die Wintersaison 2010/11 ihren Beitrag zur Komfort-Steigerung und zur Sicherheit der Wintersportler leisten. Das Unternehmen steht finanziell auf gesunden Füssen. Die Beförderungsanlagen und die Beschneiungsanlagen sind nun auf dem höchsten Stand der heutigen Technik. Somit können wir zuversichtlich in die Zukunft blicken. Um diese tolle Anlage möglichst gut auszulasten, braucht es jetzt unbedingt mehr

Wochengäste. Um diesem Aspekt gerecht zu werden, hat sich die Politische Gemeinde nach dem positiven Gemeindeversammlungsbeschluss mit einer privaten Unternehmung zusammengetan, um drei Mehrfamilienhäuser mit 50 Wohnungen zu realisieren. Diese 300 Ferienbetten werden den Bergbahnen, dem Tourismus allgemein, dem Gastgewerbe, dem Baugewerbe, der Landwirtschaft und dem Detailhandel im ganzen Tal zu Mehrumsatz verhelfen. Dieses sinnvolle und nachhaltige Projekt «Splügen Alpin» wird zurzeit von den Kantonalen Fachstellen geprüft. Wir dürfen annehmen, dass der Spatenstich im Sommer 2011 erfolgen wird. Mit diesen positiven Zukunftsaussichten vor Augen können nun neue, kreative Ideen und Dienstleistungen entwickelt werden, welche die touristische Attraktivität Splügens weiter steigern. Für die kommenden 50 Jahre wünsche ich der Bergbahnen Splügen-Tambo AG eine weiterhin prosperierende Zeit.

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In fünf Minuten am Ziel Der Zeitplan war eng. Kaum war die Wintersaison 2009/2010 zu Ende, wurden die Lifte 4 und 5 in ihre Einzelteile zerlegt. Der Abbruch der beiden Anlagen war seit Längerem absehbar. Seit 2003 war klar, dass die Betriebsbewilligung für die beiden in die Jahre gekommenen Bügellifte ab April 2013 nicht mehr erneuert würde. Die Verantwortlichen der Bergbahnen SplügenTambo AG nutzten die Zeit, um intensiv nach Alternativen zu suchen, jetzige und zukünftige Bedürfnisse zu klären und neue Modelle zu prüfen. Das mehrjährige Auswahlverfahren und die sorgfältige Planung haben sich gelohnt. Pünktlich zum Saisonstart 2010/2011 nimmt die neue Sesselbahn ihren Betrieb auf. Die kuppelbare 6er-Sesselbahn der Firma Garaventa stellt für Splügen eine ideale Lösung dar. Sie erfüllt die hohen Anforderungen bezüglich Sicherheit und Fahrkomfort, aber auch bezüglich Betrieb und Unterhalt optimal. Und was aus betriebswirtschaftlicher Sicht entscheidend ist: Kosten und Nutzen der neuen Bahn stehen in einem sehr guten Verhältnis. Die neue Sesselbahn verzichtet dann auch bewusst auf kostspielige Annehmlichkeiten, die im Alltag zu wenig Vorteile bringen. Aus diesem Grund haben sich die Bergbahnen für ein Modell ohne Windhauben und

Sitzheizungen entschieden. Die Mehrinvestition wäre beträchtlich, könnte aber nichts daran ändern, dass die Skifahrer bei schlechtem Wetter den weniger exponierten Pisten unterhalb der Waldgrenze den Vorzug geben. Was das Fahrgefühl betrifft, bietet die Bahn einen echten Mehrwert. Die ruhige Fahrt im angenehmen 6er-Sessel lädt zur Verschnaufpause ein. In 38 Sesseln befördert die Bahn bis zu 1400 Personen pro Stunde. Bei Bedarf könnte die Bahn zusätzlich mit zehn Sesseln ergänzt werden, was eine Erhöhung der stündlichen Förderkapazität auf 1 800 Skigäste bedeuten würde. Die Fahrt zur Bergstation dauert knapp fünf Minuten, die Fahrgeschwindigkeit beträgt rund fünf Meter pro Sekunde. Da es sich um eine kuppelbare Anlage handelt, verlangsamt sich die Fahrt in den Stationen stark. Das Ein- und Aussteigen wird für Jung und Alt und auch für weniger Geübte zum Kinderspiel. Und ein willkommener Nebeneffekt: Weil die Linienführung der neuen Sesselbahn rund 50 Meter neben dem abgebrochenen 5er-Lift verläuft, stehen den Gästen in diesem Gebiet nun noch breitere Pisten zur Verfügung. Schnell und bequem auf den Berg, rassig und genussvoll ins Tal: Dank der neuen 6er-Sesselbahn gilt dieses Motto ab sofort für das gesamte Skigebiet in Splügen.

Technische Daten der neuen 6er-Sesselbahn Auffahrseite

links

Ø Förderseil

43 mm

Antrieb

Berg

Effektive Seilbruchkraft

1227 kN

Spannung

Tal

Ø Antriebsscheibe

6.10 m

Umkehr

Tal

Ø Umkehrscheibe

6.10 m

Horizontale Länge

1236.00 m

Spurweite Strecke

6.10 m

Höhenunterschied

425.65 m

Dauerleistung

348 kW

Mittlere Neigung

34 – 44 %

Anfahrtsleistung (0.15 m S 2)

439 kW

Maximale Seilneigung

79.16 %

Aufstellungshöhe Antrieb

2214 m

Schräge Länge

1315.24 m

Bergförderung

100 %

Endlose Seillänge

2690.45 m

Talförderung

0 %

Anfangsausbau

Endausbau

Fahrgeschwindigkeit

5.00 m/s

5.00 m/s

Förderleistung

1400 Personen/h

1800 P/h

Fahrzeuganzahl

38

48

Fahrzeugabstand

77.14 m

66 m

Fahrzeugfolgezeit

15.43 s

12.00 s

Fahrzeit

4.76 min

4.76 min

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Vreni Rüedi-Schmid

Schritt für Schritt Gastgeberin mit Herzblut Vreni Rüedi-Schmid stand den Skirestaurants von Splügen während 27 Jahren vor. Zusammen mit ihrem Ehemann Jules Rüedi, dem damaligen Präsidenten und Geschäftsführer der Skiund Sessellifte AG, setzte sie sich mit ganzer Kraft für die Weiterentwicklung des Ferienortes ein. Nach seinem allzu frühen Tod im Jahr 1989 führte sie das Begonnene weiter. Sie leitete die neu erbauten Restaurants umsichtig und trug mit ihrer Gastfreundschaft viel zur Bekanntheit und Beliebtheit von Splügen bei. Auch nach ihrer Pensionierung ist Vreni Rüedi-Schmid der Bergbahnen Splügen-Tambo AG eng verbunden.

Ein lang ersehnter Wunsch geht in Erfüllung: Splügen erhält eine leistungsstarke, komfortable 6er-Sesselbahn und macht damit einen entscheidenden Schritt in die Zukunft. Schritt für Schritt verbessern und weiterentwickeln – das war schon das Motto, als ich nach Splügen kam. Es war im Jahr 1975, als Jules Rüedi und ich heirateten und Splügen meine Heimat wurde. Von Anfang an faszinierte mich sein Engagement für die Ski- und Sessellifte AG. Und von Anfang an wollte ich bei der Umsetzung seiner Ideen und Visionen tatkräftig mit anpacken. Aus dem Gastgewerbe kommend, wurde mir gleich die Leitung der beiden Skirestaurants übertragen. Das war eine dankbare, aber auch herausfordernde Aufgabe. Schliesslich handelte es sich bei diesen «Restaurants» in Tat und Wahrheit um zwei umgebaute Baubaracken. Es lag auf der Hand: Je einfacher die Infrastruktur, desto kreativer, einsatzfreudiger und flexibler musste das Restaurant-Team sein. Mitarbeitende aus nah (Splügen) und fern (meist Spanien), Hilfskräfte und langjährige Profis – wir alle hatten jeweils ein Ziel: Die Gäste sollten uns nicht «nur» mit vollem Bauch verlassen, sondern vor allem auch mit einem zufriedenen Lächeln!

Zugegeben – in der «Baracke» bei der Talstation blieb manch einem das Lachen vorübergehend im Halse stecken. Denn die Kombination aus glitschigem Fussboden, steiler Treppe, schweren Skischuhen und müden Beinen sorgte immer mal wieder für unfreiwillige Komik und akrobatische Einlagen. Irgendwie gehörten stolpernde Skigäste, klirrende Gläser, durch die Luft segelnde Ravioli und fliegende Pommes Frites einfach dazu. Gäste, die mit unsicheren Schritten unterwegs waren, gab es zuweilen auch in der «Mitte», im Restaurant bei der Mittelstation. Schuld an den ungelenken Bewegungen war hier aber nicht der rutschige Bodenbelag, sondern der Guggernüll. Genauer gesagt, der «Kafi Guggernüll», der beim Après-Ski jeweils in grösseren Mengen floss … Splügen wurde immer bekannter, vor allem im Tessin und in Italien. Samstags und sonntags reihten sich Bus an Bus, das Getümmel an den wenigen Kassen war gewaltig, die Schlangen an den langsamen Skiliften unendlich und die Schlacht am Selbstbedienungsbuffet intensiv. – Wow, wie ich diese lebhaften Wochenenden liebte! Doch so schön dieser Grossandrang war, so riesig waren auch die Herausforderungen, die er mit sich brachte. Pisten, Skilifte und Restaurants

stiessen bald an ihre Kapazitätsgrenzen. Mit kreativen Lösungen – etwa mit einer Grillstation bei Lift 5 oder einem Beizen-Tipi auf der Piste – konnten wir einige Engpässe entschärfen. Aber nur vorübergehend. Die dringend notwendigen Ausbaupläne scheiterten an der Gemeindeversammlung. Neue Varianten wurden geprüft – und Schritt für Schritt umgesetzt. Ein grosszügiges Skirestaurant im Tal, eine topmoderne Gondelbahn und ein sonnenverwöhntes Restaurant auf dem Berg waren bisher die wichtigsten Meilensteine. Heute gesellt sich die neue 6er-Sesselbahn zu diesen Highlights dazu. Damit hat die Bergbahnen Splügen-Tambo AG ein wichtiges Etappenziel erreicht. Zur Ruhe setzen wird sich die 50-Jährige deshalb aber ganz bestimmt nicht. Zweifellos wird sie weiterhin in Bewegung bleiben und zur Freude der Gäste und zum Wohle des Dorfes erneuern, verbessern und ergänzen. Schritt für Schritt.

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Die Chronik: 50 Jahre Bergbahnen Splügen-Tambo AG Der Rückblick 1960 nahm in Splügen der erste Skilift den Betrieb auf. Heute ist die Bergbahnen Splügen-Tambo AG einer der wichtigsten Tourismus- und Wirtschaftsfaktoren in der Region Viamala. Die von Kurt Wanner erstellte Chronik hält die Meilensteine in der Geschichte des Unternehmens fest und zeichnet anhand der Jahresberichte ein lebendiges Bild der Herausforderungen, die sich den Bergbahn-Verantwortlichen in den vergangenen 50 Jahren stellten.

Kaum eine andere Sportart hat in so kurzer Zeit eine derart stürmische Entwicklung erlebt wie das Skifahren. Noch vor 100 Jahren war es die Angelegenheit einer kleinen Elite, heute tummeln sich weltweit Millionen von Menschen im weissen Element: Der Wintersport ist zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen und in den Bündner Bergregionen zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor geworden. Auch im Rheinwald erlebte das Skifahren einen Boom. Ursprünglich dienten die Skis den einheimischen Walsern als Fortbewegungsmittel. Doch Skifahren bereitete auch Vergnügen, die Skis entwickelten sich zum Sportgerät. In Splügen unternahm der Geometer Christian Hössli bereits um 1890 Skitouren. Und im November 1917 wurde der Skiclub Tambo gegründet, der sich die Förderung des alpinen und nordischen Skisports zum Ziel setzte. 1954 wurde in diesem Kreis auch erstmals das Projekt eines Skilifts erörtert. Dabei wurde gemäss Protokollbuch vor allem die Standortfrage – «Sonnenseite oder Schattenseite?» – intensiv diskutiert. 1959 beschloss der Skiclub, sich für die Realisierung einer Skiliftanlage zu engagieren. Obwohl die dafür notwendigen Finanzen «fast ins

Unmögliche» griffen, war man sich bewusst, dass der Skilift «für unseren eher still gewordenen Winterort eine interessante und fördernde Angelegenheit wäre, hat doch unser ganzes Tal eine Zukunft vor sich.» Dass der Skiclub sich für den Skiliftbau stark machte, hatte vor allem auch mit seinem Präsidenten zu tun: Jules Rüedi. Er war in Splügen als Revierförster tätig, kannte die topographischen Gegebenheiten und war zudem ein leidenschaftlicher Skifahrer. Er setzte sich mit voller Tatkraft für das Liftprojekt ein, dessen Aussichten auf Erfolg vielversprechend waren: Seit einigen Jahren wusste man nämlich, dass durch den San Bernardino ein Strassentunnel gebaut und damit die ganzjährige Verbindung zum Tessin und zu Norditalien gewährleistet würde. Da das Wintersportangebot auf der Alpensüdseite damals noch recht bescheiden war, konnte man für die Zukunft mit einer stattlichen Gästeschar rechnen. Im Frühsommer 1960 wurde eine fünfköpfige Kommission zur Gründung einer Verkehrsbetriebe AG Splügen ins Leben gerufen. Am 24. Dezember 1960, gut ein halbes Jahr vor Beginn der Bauarbeiten am San BernardinoTunnel, konnte der erste Skilift (Splügen-Blachtaboda) eröffnet werden. Die Inbetriebnahme des

2. Lifts (Blachtaboda-Neustafel) erfolgte am 1. März 1961. Damit sei «der Grundstein für eine neue Entwicklung von Splügen zum Winterkurort» gelegt worden, schreibt Verwaltungsratspräsident Christian Hössli im Jahresbericht. Bereits im ersten Betriebsjahr verzeichnete man 35’100 Fahrten und einen Reingewinn von 745 Franken. Zur Euphorie liess man sich jedoch nicht verleiten. Im Frühjahr 1963 schrieb Christian Hössli, das jeweilige Betriebsergebnis sei äusserst witterungsabhängig, Schneemangel führe zu einem empfindlichen Einnahmeausfall. Zudem hätte auch die Entwicklung von Splügen «äusserst bescheidene Fortschritte» gemacht, es brauche unbedingt grosse Anstrengungen seitens des lokalen Gastgewerbes. Zufrieden äusserte sich der Verwaltungsrat hinsichtlich der Skiliftanlagen, die einwandfrei funktioniert hätten. Nach fünf Jahren übernahm Jules Rüedi das Verwaltungsratspräsidium des inzwischen auf «Ski- und Sessellifte AG» umbenannten Unternehmens. Da er zugleich als Betriebsleiter tätig war, prägte er die weitere Entwicklung des Unternehmens in entscheidendem Masse. 1965 erwies sich eine Erhöhung des Aktienkapitals von 200’000 auf 400’000 Franken

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50 Jahre Bergbahnen Splügen-Tambo AG

Die Splügen-Logos Die Promotion des Ferienortes Splügen hatte von Anfang an einen hohen Stellenwert. Die verschiedenen Logos machen deutlich, wie sich die Schwerpunkte in der Vermarktung im Lauf der Zeit verändert haben. Heute wird Splügen als «ältestes Passdorf Graubündens» beworben, das den Gästen – eingebettet ins Erfahrungsreich Viamala – sommers und winters zahlreiche Attraktionen zu bieten hat.

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als notwendig, die – wie dies schon bei der Gründung der AG der Fall war – erneut auch dank der Unterstützung Auswärtiger zustande kam. Bei der Mittelstation auf dem Blachtaboda wurde in einer ehemaligen Baubaracke ein kleines Restaurant eröffnet, das im ersten Winter beinahe 13’000 Franken erwirtschaftete. Erfreulich verlief die Saison 1966/67: 115’000 Fahrten wurden verzeichnet, am Ostersonntag gab es mit 6 500 Fahrten gar einen neuen Tagesrekord. Entsprechend konnten die Betriebseinnahmen auf 91’000 Franken gesteigert werden, was beinahe 50% Mehreinnahmen gegenüber dem Vorjahr ergab. Ein Problem tauchte in den ersten Jahresberichten regelmässig auf: Im Gegensatz zum regen Betrieb an den Wochenenden kamen während der Woche zu wenig Skifahrer nach Splügen. Es fehlten vor allem die Fremdenbetten: 1 500 bis 2 000 Betten wurden für den Aufschwung als Ferienort

1961 – 1980

als dringend notwendig erachtet. Von Anfang an war klar, dass der Ausbau der Liftanlagen eng mit der touristischen Gesamtentwicklung Splügens verknüpft war. Der Strassentunnel durch den San Bernardino erwies sich schon im ersten Winter als Glücksfall. So fanden «die Wintersportler aus dem Tessin und aus den nördlichen Teilen Italiens mit Einbezug der Millionenstadt Mailand in Splügen ein beliebtes Skigebiet». Die Fahrtenzahl verdoppelte sich, die Mehreinnahmen betrugen im Vergleich zum Vorjahr ganze 158%! Mit den Gästen aus dem Süden erlebte das Italienisch einen eigentlichen Aufschwung – auch im Splügner Alltag. Das hat sich nicht gross verändert: Bis heute stammen an den Wochenenden rund 90% aller Gäste aus dem Tessin und aus Oberitalien. Aber auch betrieblich tat sich in diesen ersten Jahren viel: Zwei Ponylifte und ein gut

1981 – 1982

1981 – 1982

frequentiertes Restaurant bei der Talstation wurden gebaut, eine Maschine für die Pistenpräparierung angeschafft und eine Schweizer Skischule ins Leben gerufen. Auch der Personalbestand wurde erhöht: Sechs Leute waren von November bis Mai fest angestellt, und an Wochenenden und Feiertagen benötigte man meist gleich viele Aushilfen. Nachdem am 1. Januar 1971 Skilift 3, der auf die Tanatzhöhi hinaufführte, in Betrieb genommen werden konnte, blickte man der Zukunft im Jubiläumsjahr optimistisch entgegen. Dies hatte vor allem mit der günstigen Lage Splügens an der Nationalstrasse A13 zu tun, deren Vollausbau sowohl auf der Alpennord- als auch auf der Alpensüdseite noch bevorstand. Zwischen 1971 und 1973 konnten weitere Anlagen in Betrieb genommen werden: ein Jahr nach Lift 3 folgte Lift 4 beim Lattenstafel sowie im Januar 1973 der grosse Lift 5 vom Bodmenstafel

1983 – 1991

hinauf zum Alpetligebiet. All diese Investitionen führten zu einem neuen Aufschwung: Die Betriebseinnahmen stiegen von Jahr zu Jahr, und im Winter 1974/75 überschritten Fahrtenzahlen und Betriebseinnahmen erstmals die Millionengrenze. In den Folgejahren standen weitere Arbeiten auf dem Programm: Erweiterung der Parkplätze, Trasseeverbesserungen, Anschaffung neuer Pistenmaschinen, Bau einer Tankstelle sowie einer Winterbrücke über den Hüscherenbach, Umrüstung der Anlagen mit längeren Skiliftbügeln, Einbau neuer Umlenkräder und Antriebsmotoren und der Ausbau des Rettungsdienstes. All diese Arbeiten erforderten mehr Personal: 15 Personen waren nun im Monatslohn, zwei Personen ganzjährig angestellt. Dazu kamen zahlreiche Aushilfen an Wochenenden und Feiertagen. Die Ski- und Sessellifte AG war somit zum wichtigsten Arbeitgeber im Rheinwald geworden.

1992 – 1998

Der Winter 1979/80 wurde im Verwaltungsbericht als «Ausnahmewinter» mit ergiebigen Schneefällen und strahlenden Sonntagen bezeichnet: Entsprechend erfreulich fiel das Geschäftsergebnis aus, und der Weiterausbau der Anlagen wurde immer konkreter. Schon seit Jahren wurde über ein 3er-Sessellift-Projekt von der Alp Tambo auf die Tanatzhöhi diskutiert. Nachdem 1980 die Durchleitungsrechte mit der Gemeinde Felsberg bereinigt und ein Jahr später die Konzession seitens des Eidgenössischen Amtes für Verkehr erteilt worden war, konnte man mit den Bauarbeiten bei der Talstation beginnen. Diese nahmen insgesamt ein Jahr in Anspruch und kosteten rund 2 Mio. Franken. Seit Anfang 1970er-Jahre war ein weiteres, umfassenderes Bauvorhaben in Planung: eine Pendelbahn von Splügen auf die Tanatzhöhi mit zwei 100er-Kabinen, 2,5 km Länge und 700 m

1987 – 2009

1987 – 2003

Höhendifferenz, mit drei Masten zwischen 45 und 70 m Höhe und einer Kapazität von 750 Personen pro Stunde. Zugleich sollte der Bau eines Restaurants bei der Bergstation realisiert werden. Als dieses insgesamt mit 13,5 Mio. Franken veranschlagte Projekt im Frühjahr 1983 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, waren seitens der Einheimischen und einiger Aktionäre kritische Stimmen zu vernehmen, und im gleichen Jahr sprach sich die Splügner Gemeindeversammlung gegen eine Erhöhung des Aktienkapitals aus. Ein Komitee «Für eine massvolle Entwicklung von Splügen» wurde ins Leben gerufen, das Finanzprobleme, Fragen des Umweltschutzes, rechtliche Schwierigkeiten, mangelhafte Information und Aspekte der touristischen Weiterentwicklung in die Waagschale warf. Die Splügner Skiliftanlagen waren vorübergehend zum Politikum geworden. Da die ursprünglichen Pläne nicht realisierbar

1998 – 2007

2008 – 

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1960/61 Gründung der Ski- und Sessellifte AG Splügen Eröffnung Lift 1 Blachtaboda und Lift 2 Neustafel

1967/68 Eröffnung San Bernardino-Tunnel, Ponylift Tal und Berg und Restaurant Talstation (Baracke)

1970 Eröffnung Lift 3 Tanatzhöhi

waren, liess der Verwaltungsrat neue Varianten zur geplanten Pendelbahn ausarbeiten. Parallel zu diesen intensiven Diskussionen rund um Gondelbahn und Bergrestaurant wurde weiter optimiert: Die Skipisten wurden verbessert, neue Pistenmaschinen angeschafft, die Restaurantbetriebe und der Rettungsdienst ausgebaut. Oft fiel Schnee in Hülle und Fülle, manchmal musste man aber auch mit sehr kargen Schneeverhältnissen den Betrieb aufrecht erhalten. Im Jahresbericht 1986/87 lesen wir: «Der Schnee wurde von weit entfernten Schneelöchern und Verwehungen mit Pistenmaschinen hertransportiert. Aufgrund der prekären Situation war auf den 14. Januar 1987 ein Schneetransport per Helikopter geplant, er wurde fallen gelassen, da an diesem Tag der ersehnte Schnee fiel.» Zwei Gegebenheiten prägten das Jahr 1988. Erstens kam es zu einer Namensänderung: Aus der Ski- und Sessellifte AG wurde die Bergbahnen Splügen-Tambo AG, und auf diese Weise kam der markanteste Berggipfel im vorderen Rheinwald zu seinen Ehren. Ein anderes wichtiges Ereignis in der Geschichte der Splügner Bergbahnen war zweifellos

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1972/73 Eröffnung Lift 4 Lattenstafel und Lift 5 Bodmenstafel

1982/83 Inbetriebnahme der 3er-Sesselbahn Tamboalp

der Bau eines neuen Skirestaurants in unmittelbarer Nähe der Talstation. Er kostete rund 3,5 Mio. Franken und stellte somit eine der grössten Investitionen seit Bestehen des Unternehmens dar. In drei abgetrennten Lokalen standen nun 350 Sitzplätze zur Verfügung, die Sonnenterrasse umfasste weitere 200 Sitzplätze. Die Eröffnung fand am 9. Dezember 1988 statt, und was damals niemand ahnen konnte: Sie wurde zum letzten grossen Ereignis in der reichen Tätigkeit des langjährigen Verwaltungsratspräsidenten und Betriebsleiters Jules Rüedi, der am 3. Juli des folgenden Jahres unerwartet verstarb. Dieser Hinschied führte zu Veränderungen: Neu übernahmen erst Andrea Rageth aus Klosters und dann der ehemalige Suferser Gemeindepräsident Christian Lechner den Vorsitz im Verwaltungsrat, während Vreni Rüedi, die Gattin des Verstorbenen, für die administrative Geschäftsführung und den Gastrobereich bis 2002 verantwortlich zeichnete. Im Oktober 1990 wurde Peter Jenni aus Chur zum Leiter des technischen Betriebes gewählt, zehn Jahre später musste er seine Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen niederlegen.

1983/84 Gründung Komitee «Splügen 83» für eine massvolle Entwicklung

1988 Inbetriebnahme Skirestaurant Namensänderung von Skiund Sessellifte AG zu Bergbahnen Splügen-Tambo AG

Veränderungen gab es aber auch in manch anderer Hinsicht, so kurz vor Weihnachten 1989: «Versuchsweise wurde eine mobile Schneekanone eingesetzt und das Gebiet im Bereich der Trainerlifte künstlich beschneit. Infolge schneereicher Winter wurde das Thema «Schneekanonen» nach diesem Versuch aber vorübergehend wieder ad acta gelegt. Einen grossen Schritt tat man 1995. Er wurde von Betriebsleiter Peter Jenni nicht umsonst als «20 Millionen-Schritt» bezeichnet. Gemeint war damit die zukunftsorientierte Investition in die neue 8er-Gondelbahn Tambo Jumbo sowie das Bergrestaurant Tambo Vista. Dieser grosse Schritt bedingte eine Erhöhung des Aktienkapitals von 400’000 Franken auf neu 1,6 Mio. Franken. Mit dieser Erhöhung stieg auch die Zahl der Aktionäre von bisher 161 auf neu 434. Der 15. Dezember 1995 bildete einen Höhepunkt in der Geschichte des Splügner Tourismus, konnten doch an diesem Tag sowohl die leistungsfähige neue Transportanlage als auch das Bergrestaurant mit seinem herrlichen Panorama eröffnet werden. Letzteres wurde rasch zu einem beliebten Treffpunkt, nicht nur für Skifahrer,

1994 Beschluss für den Bau der 8er-Gondelbahn

1995/96 Bau und Inbetriebnahme Gondelbahn und Bergrestaurant

sondern auch für Wanderer, Langläufer, Senioren und Kinder, die sich auf dem benachbarten Spielplatz Tambolino tummelten. Neu hinzu kamen die «Snöber», die ihre Snowboard-Künste in der Halfpipe zum Besten gaben. Ob es ihnen wohl bewusst war, dass hier schon vor Jahrhunderten Einheimische auf ähnliche Weise unterwegs waren? Beim «Riitbrätt» handelte es sich allerdings nicht um ein Sportgerät, sondern um ein ideales Fortbewegungsmittel am steilen Berghang. Im Dezember 1995 konnte auch die Beschneiungsanlage bei Lift 3 in Betrieb genommen werden. Diese wurde drei Jahre später durch die Erweiterung von der Berg- bis zur Mittelstation sowie den Bau eines Speichersees den neuen Anforderungen angepasst und 2004 respektive 2008 bis zur Talstation ausgedehnt. Diesen Massnahmen war es zu verdanken, dass sich die Pisten auch in schneeärmeren Wintern in einem ausgezeichneten Zustand präsentierten. Nach der Jahrtausendwende wurden die Strukturen des Unternehmens grundlegend überarbeitet. 2001 wurde Andrea Camastral aus Felsberg als Nachfolger von Peter Jenni zum neuen

1998 Bau Speichersee und Beschneiungsanlage von der Bergstation bis zur Mittelstation

2003 Planierung der Pisten von der Bergstation bis zur Mittelstation Bodmenstafel

Geschäftsführer und ein Jahr später der in Chur wohnhafte, aus Medels im Rheinwald stammende Nationalökonom Hans Martin Meuli zum Präsidenten des Verwaltungsrates gewählt. Interimistisch war dieses Amt von Heinrich Mengelt aus Splügen ausgeübt worden. In der «Strategie 2012» formulierte die neue Führungscrew ihre langfristigen Ziele und Aufgaben und erarbeitete eine Finanzstrategie und einen Businessplan. Diese Strategie sah eine Konzentration auf das bestehende Kerngebiet sowie auf die Kernaufgaben Beförderung von Personen im Winter, Pistenpräparation und Berggastronomie vor. Notwendig wurde diese Neuorientierung im Anschluss an eine Sanierung des Unternehmens, die einen Kapitalschnitt seitens der Aktionäre, einen Forderungsverzicht der finanzierenden Banken sowie eine anschliessende Eigenkapitalerhöhung auf 2,1 Mio. Franken erforderte. Anlässlich der Generalversammlung vom Dezember 2004 wurde die neue Strategie vorgestellt und anschliessend schrittweise umgesetzt. Schon bald zeigten sich erste Resultate – in Form

2006 Erweiterung der Beschneiungsanlagen

2008 Erweiterung der Beschneiungsanlagen

2010 Abbruch der Skilifte 4 und 5 Bau und Inbetriebnahme 6er-Sesselbahn 50-Jahre-Jubiläum Bergbahnen Splügen-Tambo AG

von höheren Gesamtumsätzen. Die Massnahmen, die in der «Strategie 2012» festgelegt wurden, prägen auch das Jubiläumsjahr 2010/11. So wurden im Frühling 2010 die Lifte 4 und 5 beim Bodmenund Lattenstafel abgebrochen, um durch eine leistungsstarke 6er-Sesselbahn ersetzt zu werden. Mit dieser wichtigen Investition setzt die Bergbahnen Splügen-Tambo AG Eckpfeiler der «Strategie 2012» in die Realität um. Splügen bietet seinen Skigästen moderne Beförderungsanlagen und optimale Abfahrtspisten. Oder mit anderen Worten: Splügen ist bereit für die Zukunft!

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Das Skigebiet 2010/2011

Alpetli, 2215 m

E 12

6

13

7 8

F 4

Ta n

el

af

S

dm

Bo

3

R P

5

2

C

6

B 5

5 6

Blachtaboda, 1759 m

6 1 O Bl

ac

S

ht

ab

od

a

Länge m

Höhendiff. m

1 2 3 4 5 6

Talpiste Blachtaboda Funpiste Tanatz Tröglipiste Tanatz-Lattenstafel Talpiste 7 Tamboalp 8 Tanatz-Traverse 9 Sesselpiste 10 Alpetli 11 Kanonenrohr 12 Lattenstafel 13 Bodmenstafel 14 Hüscherenbach

1000 1250 500 500 1600 4400

275 380 60 110 450 510

1200 1000 1000 1600 1800 500 1800 1700

140 130 140 195 185 30 115 150

Bahnen

Länge m

Höhendiff. m

8er- Gondelbahn Splügen-Blachtaboda

1000

280

8er- Gondelbahn Blachtaboda-Tanatzhöhi

1300

380

6er- Sesselbahn Bodmenstafel

1300

425

3er- Sesselbahn Tamboalp

750

140

Skilift Tanatzhöhi

500

120

Zauberteppich

80

30

Tubingbahn

140

50

A 14

1

Splügen, 1484 m

16

Einshorn 2943

Pisten

öhi

S

Bodmenstafel, 1790 m

2

h Tanatz

D

Tanatzhöhi, 2140 m

Tambo

9

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10

12

st

Guggernüll 2886

Tamboalp, 2032 m 11

en

Piz Tambo 3279

Skilehrer Christian Meuli und Nedy Sbardella im Gespräch

Der Schnee des Nordens, die Sonne des Südens Die Ski- und Snowboardschule Die Schweizer Skischule Splügen wurde Ende der 1960er-Jahre gegründet. Seit Winter 1984/85 steht sie unter der Leitung von Christian Meuli aus Nufenen. Im Angebot sind Ski-, Snowboard- und LanglaufKurse. Nedy Sbardella ist Direktor der Swiss Snowsports School Lugano. Er organisiert für Kinder und Erwachsene aus dem Tessin regelmässig Skikurse in Splügen.

Christian Meuli, als Skischulleiter kennen Sie Splügen in- und auswendig. Ist Ihnen das überschaubare Skigebiet noch nicht «verleidet»? Christian Meuli: Aber sicher nicht. Gerade die familiäre Atmosphäre ist ein grosses Plus von Splügen. Und die Pisten sind vielseitig und anspruchsvoll. Vor Jahren war ich auch einmal im Wallis tätig. Aber hier gefällt mir die Arbeit als Skilehrer definitiv besser – vor allem auch wegen unseren Gästen. Wie sind denn die Gäste hier? Sehr motiviert und lernbegierig. Wir verzeichnen Jahr für Jahr eine wachsende Zahl an Skilektionen. In der Hochsaison sind bis zu 40 Skilehrerinnen und -lehrer im Einsatz. Darunter auch zahlreiche Studenten aus dem Tessin oder aus Norditalien, die unsere italienisch sprechenden Kunden betreuen. Wir unterrichten alle Stufen und alle Altersklassen. Früher hatten wir in den Gruppenkursen viele Hotelgäste, die mit ihren Familien gleich zwei Wochen in Splügen verbrachten. Heute sind viele Gäste nur für ein oder zwei Tage hier. Sie wollen schnelle Fortschritte erzielen und nehmen deshalb Privatunterricht.

Haben sich die Ansprüche der Gäste verändert? Die heutigen Skigäste haben zu Recht hohe Erwartungen. Schliesslich muss nicht nur auf der Piste und im Restaurant, sondern auch in der Skischule die Qualität und das Preis-/Leistungsverhältnis stimmen. Toll, dass Splügen mit der neuen 6er-Sesselbahn nun noch konkurrenzfähiger wird. Gerade weniger geübte Skifahrer – die sich bisher nicht auf Lift 5 wagten – können dank der komfortablen Sesselbahn zusätzliche Pisten entdecken. Unsere Skiklassen werden diese neuen Möglichkeiten bestimmt in vollen Zügen geniessen! Nedy Sbardella, Sie sind seit 30 Jahren als Skilehrer tätig. Was hat sich in dieser Zeit im Skisport getan? Nedy Sbardella: Sehr vieles. Die Skis sind heute kürzer und stärker tailliert, was das Auslösen der Kurven vereinfacht. Generell sind auch die Pisten in einem besseren Zustand. Nehmen wir die schwarze Piste in Splügen. Die war früher eine brutal steile Buckelpiste mit engen Passagen und Bäumen und Felsen, denen man ausweichen musste. Heute ist sie viel breiter und immer perfekt präpariert. Ein Hochgenuss für Carver.

Verleiten diese Verhältnisse nicht zum Rasen? Diese Gefahr besteht tatsächlich. Deshalb ist es so wichtig, dass die Technik richtig erlernt wird. Die Skischulen leisten hier einen wichtigen Beitrag zur Unfallverhütung auf den Pisten. Wer kontrolliert fährt, fährt sicherer – und mit grösserer Freude! Warum hat die Snow Sports School Lugano ausgerechnet Splügen als Stützpunkt gewählt? Der Blick von der Tambo Vista-Terrasse in die Berge ist einzigartig, die Pisten herrlich, die Splügner sehr freundlich und das Dorf wirklich hübsch. Und vor allem treffen sich in Splügen der Schnee des Nordens und die Sonne des Südens – eine ideale Kombination.

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Nora Fehr

Splügen – eine Klasse für sich Treue Stammkunden Nora Fehr verbringt ihre Skiferien seit über 30 Jahren in Splügen. So wie sie haben unzählige Stammgäste den Skiort als Kind kennen gelernt und kehren immer wieder zurück. Liebe Splügen-Fans, herzlichen Dank für Ihre Treue!

Crans Montana mag mondäner, Klosters königlicher und St. Moritz prickelnder sein – in meiner persönlichen Rangliste ist Splügen trotzdem eine Klasse für sich. Seit ich denken kann, sind die Skiferien im malerischen Walserdorf das Winter-Highlight, auf das ich mich schon Wochen im Voraus freue. Und noch heute werde ich ganz kribbelig, wenn mich die Gondel in luftige Höhen bringt und plötzlich der Tambo im Sonnenlicht auftaucht. Dann gibt’s kein Halten mehr! Das Splügen-Virus wurde mir in die Wiege gelegt. Die Basler Freunde um uns herum konnten noch so sehr von der Fasnacht schwärmen, für Fehrs gab’s in den Winterferien nur eins: Ab nach Splügen – ab auf die Piste. Als Kind habe ich hier die ersten Schwünge und auch die ersten Stürze erprobt, rassige Abfahrten bei den Skischulrennen, in der Bobbahn und im «Kanonenrohr» gemeistert. Habe mich als Teenager vor dem Pschuuri gefürchtet und mich in blaue SkilehrerAugen verliebt, habe auf den Pisten das Gefühl der totalen Freiheit und beim Après-Ski den Bündner Röteli kennen gelernt. Natürlich – es gab auch weniger heroische Erlebnisse. Unvergessen bleibt etwa die erste Fahrt am Bügellift, die wir in der Skischule so gründlich

vorbereitet hatten. Und die so gründlich misslang: Nach einem kräfteraubenden Kampf mit dem Bügel landete ich nämlich nicht bei der Mittelstation, sondern tränenüberströmt im Wäldchen neben dem Lifttrassee … Wenig rühmlich war auch unser Verhalten in den ewig langen Warteschlangen vor den Liften 1 und 2. Schamlos nutzten wir Kinder unsere Grössenvorteile aus – und drängelten uns jeweils in Rekordzeit zu den Bügeln vor. Nicht selten mussten wir am Ziel jedoch feststellen, dass wir nicht nur die korrekt Anstehenden, sondern auch unsere Liftpartner abgehängt hatten. Böse Blicke ernteten wir kaum – viel zu gut gelaunt waren die anderen Skigäste, viel zu gelassen das Skilift-Personal. Apropos: Ich kann mich nicht erinnern, dass je ein Mitarbeiter auf der Piste oder im Restaurant ein unfreundliches Wort zu uns gesagt hätte. Da konnten wir Kinder noch so vorlaut, ungeschickt oder quengelig sein. Und heute? Heute schätze ich die Herzlichkeit, die Überschaubarkeit und die unaufgeregte Natürlichkeit des Passdorfes erst recht. Splügen schafft es, sich ständig weiterzuentwickeln, ohne seinen Charme und seinen ureigenen Charakter zu verlieren. Hier liegt wohl auch das Geheimnis meiner Liebe zu Splügen: Im mit dem Wakkerpreis

ausgezeichneten Dorf treffen sich Vergangenheit und Zukunft auf nahezu perfekte Weise. Jahr für Jahr kommen die Skigäste in den Genuss von sanften Neuerungen: Dank Gondelbahn, Pistenausbau und Beschneiungsanlage sind mühsames Schlangestehen, ausgefahrene Buckelpisten und zerkratzte Skier schon längst passé. Wie gut, dass nun auch Lift 5 mit seinen steilen Passagen ausgedient hat und einer bequemen Sesselbahn Platz macht. Und wie gut, dass ich inzwischen auch das Liftfahren voll im Griff habe! Ich kann die erste Fahrt auf dem 6er-Sessel kaum erwarten …

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Interview mit Alexander Hosig

Höchste Qualität ist unser Ziel Das Team Geschäftsführer Andrea Camastral und der Technische Leiter Alexander Hosig sind für die operative Geschäftsführung der Bergbahnen Splügen-Tambo AG verantwortlich. Für den Bahnbetrieb, die Pisten und das Skirestaurant sind sechs Jahresangestellte zuständig. Im Winter sind in der Restauration sowie bei den Bahnen bis zu 70 Personen tätig.

Alexander Hosig, als Technischer Leiter der Bergbahnen waren Sie stark in das SesselbahnProjekt involviert. Was waren die grössten Herausforderungen? Alexander Hosig: Unser Team war unter anderem für den Abbruch der alten Lifte zuständig. Dafür mussten wir nicht nur Masten demontieren, sondern auch Sockel sprengen. Deshalb haben wir uns auf Schwierigkeiten gefasst gemacht. Am Ende verliefen die Arbeiten aber viel reibungsloser als erwartet. Und auch das Abbruchmaterial und die letzten Überreste konnten wir rechtzeitig und plangemäss beseitigen. Darauf sind wir schon etwas stolz. Beim Bau der neuen Bahn hatte dann die Herstellerfirma den Lead. Die Einzelteile wurden per Helikopter an ihren Bestimmungsort transportiert und von den Monteuren in schwindelerregender Höhe zusammengefügt. Beeindruckend, mit welcher Präzision die Profis am Boden und in der Luft ans Werk gingen! Nun kehrt wieder «Normalität» ein. Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus? Ich starte frühmorgens mit einer Dienstfahrt auf jeder Beförderungsanlage. Damit stelle

ich sicher, dass die Anlagen einwandfrei funktionieren. Skigäste dürfen erst nach dieser Inspektion transportiert werden. Anschliessend widme ich mich Wartungsarbeiten und Reparaturen – sei es an den Bahnen oder im Restaurant. Nachmittags erledige ich die Büroarbeit. Und gegen Abend steht die Planung des nächsten Tages auf dem Programm. Abhängig von Wetter und erwarteten Gästezahlen legen wir zum Beispiel fest, wie viele Gondeln fahren sollen. Apropos: Das Wetter beobachte ich tagsüber ständig. Denn je nach Windrichtung und -stärke müssen wir den Bahnbetrieb einstellen. Dieser Entscheid fällt auch in meinen Aufgabenbereich. Vom Wetter zum Klimawandel: Wie steht es in Zukunft um die Schneesicherheit in Splügen? Das Skigebiet von Splügen liegt über 1 500 m ü. M. In Splügen wird es also weiterhin genügend Schnee geben – auch wenn eine Erwärmung eintreffen sollte. Dass die Talabfahrt auf der Schattenseite liegt und dass wir schneearme Winter mit künstlicher Beschneiung überbrücken können, sind beste Voraussetzungen für weiterhin ungetrübte Winterfreuden. Klimawandel

und Nachhaltigkeit sind aber auch für uns wichtige Themen. Auf der einen Seite leben wir von der einzigartigen Bergwelt, auf der anderen Seite hinterlassen wir unübersehbare Spuren. Deshalb werden Bauvorhaben durch Umweltspezialisten eng begleitet und mit ökologischen Ersatzmassnahmen kompensiert. Splügen wartet mit neuen Anlagen und tollen Pisten auf. Folgen nun saftige Preiserhöhungen? Wir nehmen zwar eine moderate Anpassung vor, sind aber nach wie vor günstiger als unsere wichtigsten Mitbewerber. Grundsätzlich positionieren wir uns über die Qualität unseres Angebotes, nicht über den Preis. Und für diese Qualität setzen wir uns vor und hinter den Kulissen tagtäglich ein – auch in den nächsten 50 Jahren!

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Denise Dillier, Co-Geschäftsführerin Tourismusorganisation Viamala

Im Zentrum steht der Gast Splügen blickt auf eine beeindruckende Gastgeber-Tradition. Durch die Lage am Fusse der wichtigen Alpenpässe Splügen und San Bernardino beherbergte das Passdorf bereits im 19. Jahrhundert Reisende. Berühmte und weniger berühmte Gäste aus Adel, Politik und Wissenschaft waren von den schmucken Häusern und der urtümlichen Berglandschaft beeindruckt. Viele waren auf der Durchreise von oder nach Italien und machten in Splügen Zwischenstation. Später stieg auch die Zahl der Gäste, welche während längerer Zeit in den Sommermonaten im Rheinwald weilten. Eine Werbebroschüre gegen Ende des 19. Jahrhunderts preist Splügen denn auch als «Luftkurort und Sommerfrische». Der Startschuss für den Splügner Wintertourismus – und damit für die moderne touristische Entwicklung des gesamten Rheinwald – fiel mit der Einweihung der ersten Skilifte vor 50 Jahren. Seither haben sich die Bergbahnen kontinuierlich weiterentwickelt. Heute stellen sie das Hauptangebot für die Wintersportler und ziehen neben Feriengästen auch viele Tagesgäste, insbesondere aus dem Tessin und Oberitalien, an. Diese schätzen die problemlose und schnelle Anfahrt, sowie das übersichtliche und abwechslungsreiche Skigebiet.

Und nicht wenige erliegen dem Charme des Dorfes und wollen auch den Splügner Sommer kennen lernen. Doch was bringt die Zukunft? Welchen Herausforderungen muss sich die Jubilarin stellen, damit wir im Jahr 2060 auf 100 Jahre Bergbahngeschichte zurückblicken können? Mit dem Bau der Gondelbahn, der Schneeanlage und der neuen 6er-Sesselbahn hat sich die Unternehmung den modernen Anforderungen an Transport und Pistenqualität gestellt. Doch die Zeit steht nicht still: Die Erwartungen der Wintersportler müssen erfüllt und die Bedürfnisse befriedigt werden. Trends aufspüren und aktiv angehen, heisst die Devise. Dann werden auch künftige Generationen dem Wintersportgebiet Splügen die Treue halten. Ich bin überzeugt, dass das «kleine und feine» Skigebiet Splügen seine Chance hat. Dafür muss es aber auch in Zukunft bei allen Entscheidungen kompromisslos den Gast ins Zentrum stellen. Ich wünsche der Unternehmung weiterhin «Hals- und Beinbruch» und hoffe, der gemeinsame Weg der Tourismusorganisation Viamala und der Bergbahnen Splügen-Tambo AG wird auch in den kommenden Jahren von Erfolg und positiven Ereignissen geprägt.

Impressum Jubiläumsbroschüre 50 Jahre Splügen-Tambo AG Herausgeber Bergbahnen Splügen-Tambo AG 7435 Splügen Redaktion Dr. Schenker Kommunikation AG Bern Fotos Yannick Andrea (Seite  18) Camastral Andrea Layout Hü7 Design AG Thusis Druck Südostschweiz Print AG Chur

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Bergbahnen Splügen-Tambo AG CH-7435 Splügen Tel. +41 (0)81 650 90 10 Fax +41 (0)81 650 90 18 [email protected] www.tambo.ch