50 JAHRE OLVZ 1955 - 2005

50 JAHRE OLVZ 1955 - 2005

50 JAHRE OLVZ Orientierungslauf-Verband Zürich 1955 - 2005 Eine Broschüre zum 50jährigen Jubiläum des Orientierungslauf-Verbandes Zürich (OLVZ) Gew...

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50 JAHRE OLVZ Orientierungslauf-Verband Zürich

1955 - 2005

Eine Broschüre zum 50jährigen Jubiläum des Orientierungslauf-Verbandes Zürich (OLVZ) Gewidmet allen Mitgliedern, Gönnern, Ehemaligen und Freunden unseres Verbandes.

Herausgeber: Orientierungslauf-Verband Zürich www.olvz.ch Konzept und Redaktion von Arthur Gübeli Illustrationen von Markus Diener Mit grosser Unterstützung von: Fritz Maurer, Robert Müller und Werner Flühmann Mit finanzieller Unterstützung von: ZKS - Zürcher Kantonalverband für Sport COMPASS ZOS, André Schnyder orienteering.ch, Willi Streuli s-sport, Hansruedi Schafflützel Kartenausschnitte reproduziert mit Bewilligung von swisstopo (BA057546) © Abdruck auszugsweise gestattet unter Hinweis auf Quelle: 50 Jahre Orientierungslauf-Verband Zürich Druck: Im Eigenverlag, Wiesendangen Februar 2006 Bezug: Thomas Attinger, Gartenstrasse 9, 8810 Horgen [email protected]

50 JAHRE OLVZ Orientierungslauf-Verband Zürich Inhaltsverzeichnis Vorwort Zum Geleit ein Blick zurück Einleitung Vorwort des Präsidenten

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... ein Verband schreibt Geschichte 50 Jahre im Überblick OL-Vereinigung Zürich (OLVZ) ZKOL - Zürcher Kantonalverband für Orientierungslauf OLVZ - Ein neuer Verband entsteht

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... seine Mitglieder und Funktionäre Die Mitgliedschaft in der OL-Vereinigung Zürich ZKOL (Zürcher OL-Verband) OLVZ (OL-Verband Zürich)

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... sein Bulletin Vom Inserat zum OLVZ-Bulletin Redaktion, Druck und Versand

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... seine Trainings und die festen OL-Bahnen Trainingsläufe Feste OL-Bahnen

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... als Organisator von OL-Veranstaltungen Der Zürcher Einzel-OL Der Zürcher Nacht-OL Der Zürcher Ski-OL Die speziellen OL Der Grümpel-OL

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... als Kartenhersteller Karten für Trainings und Veranstaltungen OL-Karten mit dem OLV-Signet

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... und seine Jugend OL-Meisterschaft Die Zürcher Schüler- und Jugendmeisterschaft Die Troll-Trophy (D/H10) Ehrenliste der Meister

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... in der Nachwuchsförderung Kurse, Lager und Nachwuchs-Trainings Das OL-Nachwuchskader Zürich/Schaffhausen entsteht Das Nachwuchskader der OL Vereinigung Zürich Das Nachwuchskader im OL-Verband Zürich 25 Jahre Schweizer OL-Jugend-Cup

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... OL und Umwelt Die OL-Läufer als Waldbenützer Die Fachstelle für Umweltfragen entsteht Die Studien zur Umweltverträglichkeit des OL Konflikte Die Waldgesetzgebung

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Vorwort Zum Geleit oder Ein Blick zurück Als man mich kürzlich darauf aufmerksam machte, die Vororganisation des OL-Verbandes des Kantons Zürich könne dieses Jahr ein Halbjahrhundert-Jubiläum feiern, musste ich mich fragen: Ist es möglich, dass schon 50 Jahre vergangen sind, seitdem unser paar Läufer, nämlich Edgar Bächtold, Edi Baumann, Per Stensby, Hansruedi und Heini Scheller, Roman Bussmann und der Schreibende sich an einen Tisch setzten, um die damals aktuellen Probleme des noch jungen Orientierungslaufsportes zu besprechen und nach neuen Lösungen zu suchen? Was kratzte eigentlich an unserer Seele, dass wir meinten, man sollte einiges besser machen? Auf einen einfachen Nenner gebracht, ging es um die Tatsache, dass wir Aktiven mit den Organisatoren unzufrieden waren. Der OL-Sport war also keineswegs neu aus dem Boden zu stampfen, denn es gab seit Jahren im ganzen Lande bereits recht zahlreiche Mannschaftsläufe: schon 1955 zählten wir nicht weniger als 76 öffentliche Veranstaltungen mit über 30’000 Teilnehmenden aller Altersstufen. Aber leider gab es kaum Einzelläufe und auch fast keine Anlässe ohne die sogenannten „Büroaufgaben“, oft mit Problemstellungen technischer Art, die wohl mit Kartenlesen und Geländebeurteilung etwas zu tun hatten, die aber vom sportlichen Standpunkt aus meistens fragwürdig waren. Man stelle sich nur vor, wenn heute bei der Elite der nächste Posten mit Koordinatenzahlen angegeben würde und selber einzuzeichnen wäre! Warum wurden eigentlich solche Aufgaben gestellt? Die damaligen Siegfriedkarten 1 : 25’000, immer nur schwarz ausgedruckt, boten nur grobe, leicht auffindbare Postenstandorte. Die Bahnleger waren deshalb der Meinung, man müsse den Schwierigkeitsgrad auf irgendeine Weise künstlich erhöhen. Darüber hinaus wohnte diesen technischen Aufgaben ein gewisser Unterhaltungswert inne, und über sie konnte man nach jedem Lauf vehement schimpfen oder auch herzhaft lachen. Auf jeden Fall gaben sie stets Anlass zu ausgiebigen Diskussionen. Das Erste, zu dem wir uns entschlossen, war die Durchführung eines eigenen OL, der die stolze Bezeichnung „Erster Zürcher Einzel-Orientierungslauf“ trug. Er wurde auf dem Siggenberg ausgetragen und fand dank der guten Bahnverbindungen nach Baden regen Anklang. Roman Bussmann, der Journalist, gründete bei dieser Gelegenheit das erste OL-Blättli, und Hansruedi Scheller schuf als ideenreicher Grafiker das heute noch gültige Signet mit dem Zürileu, der in seinen Pranken einen Kompass hält. Ich sorgte für ein Postcheckkonto mit einer einfachen Kontonummer, und so wurde die OL-VEREINIGUNG ZUERICH aus der Taufe gehoben. Bald wurde zwar Kritik laut, wir würden den bestehenden Sport- und Freizeitvereinen, welche das Orientierungslaufen als ergänzende Tätigkeit betrieben, Mitglieder entziehen. Aber wir konnten diese Stimmen mit dem Argument beruhigen, wir seien bloss eine Interessengemeinschaft, bei welcher man nicht Mitglied werden könne, sondern im besten Fall nur Gönner; wir würden nichts anderes machen, als zur Entwicklung der attraktiven Randsportart beitragen, was nur im Interesse aller Beteiligten liege. Obwohl es noch keine Sponsoren gab, flossen durch diese Organisationsform Sympathiegelder recht umfänglich herein, und sie konnten später gar mit dem Verkauf unserer aufgrund der neuen Landeskarte hergestellten OL-Karten in willkommener Weise ergänzt werden. Interessant waren die regelmässigen Monatsversammlungen im Zürcher Limmathaus mit Vorträgen, Lichtbildern und Aussprachen aller Art, ferner die Einrichtung fester Bahnen in den Wäldern um Zürich, dann etwa die Einladung norwegischer und schwedischer Spitzenläuferinnen und Spitzenläufer, später auch die regelmässige Durchführung des Zürcher NachtOL und vieles andere mehr. Zum Saisonabschluss gab es stets den lustigen Grümpel-OL, bei welchem der designierte Bahnleger die verrücktesten Ideen verwirklichen konnte; dem Sieger winkte jeweils eine Bratpfanne! Die Organisation, die so prächtig gedieh, erfüllte ihren Zweck. Sie war eigentlich nur für Zürich und den engen Nahbereich bestimmt, und nie hätten die Gründer daran gedacht, sie kantonal auszuweiten. Dass sich später die OLVZ (OL-Vereinigung Zürich) in den OLVZ (Orientierungslauf-Verband Zürich) verwandelte, war aber nur eine logische Folge der Entwicklung, vor allem weil im Kanton vereinsmässig OL-Gruppen gegründet wurden. Dieser heutige OLVZ darf stolz sein, dass er in einem geographisch noch weiteren Bereich tätig sein darf, als das bei uns der Fall war. René Piguet g

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Einleitung Als ich mich entschloss zu prüfen, ob für eine Broschüre über die Geschichte der OLVZ genug brauchbares Material zusammen käme, war ich eher skeptisch: über einen Klub ja, aber über einen Verband, der nie ein Verband sein wollte und doch einer wurde ? Ich begann also zu suchen und zu sichten, was an Dokumenten der OLVZ und des ZKOL noch vorhanden war, und füllte damit einige Ordner. Dabei stellte ich bald fest, obwohl vieles fehlte oder lückenhaft war: Da waren OL-Pioniere am Werk. So waren die ersten Jahre geprägt durch Neuerungen: 1955 1955 1960 1962 1966 1969 1969

1. Einzel-OL mit Kategorie Damen (1. Zürcher-Einzel-OL vom 17. April 1955). 1. Feste OL-Trainingsbahn der Schweiz (Eröffnung 3. September 1955, Zürichberg). 1. Ski-OL (1. Zürcher Ski-OL vom 21. Februar 1960, mit Massenstart, ungespurt). 1. Einzel-OL mit den Kategorien Schüler und Schülerinnen (8. Zürcher Einzel-OL vom 21. Oktober 1962) 1. Laufkarte gedruckt auf Syntosilpapier (12. Zürcher Einzel-OL vom 15. Mai 1966) 1. Internationaler 5-Tage-OL in der Schweiz (26.-30. Juli 1969, kein Zentralort). 1. Kantonale Schüler- und Jugendmeisterschaft (1969 in 6 Kategorien, mit 21 Wertungsläufen)

Nach einer ersten Lesung wurde mir auch klar, warum über die ersten fünf Jahre (1955-59) kaum noch Quellenmaterial vorhanden war. Die OL-Vereinigung Zürich hatte einen Namen, einen Obmann und eine Obmännerkommission. Sie war aber kein Verband und kein Verein. Sie hatte keine Vorstandsmitglieder und führte keine Vorstandssitzungen durch. Man traf sich nur bei Trainings oder an Veranstaltungen. Deshalb gab es auch keine Protokolle, aber zu meinem Glück jedes Jahr einen mehrseitigen, ausführlichen Bericht des Obmannes. Das änderte sich ab 1960. Mit der Einladung zur 6. Ordentlichen GV wurde der Jahresbericht versandt. Wer an der Versammlung teilnahm, bekam sogar die Jahresrechnung vorgelegt und durfte den „Vorstand“ bestätigen. Weitere fünf Jahre später (1965) erschien ein neuer Obmann mit neuem Führungsstil, mit Vorstandssitzungen und einem Protokollführer. Adressen wurden gesammelt, um mit den Zirkularen möglichst viele OL-Freunde zu erreichen. Fortan funktionierte die Vereinigung wie ein Verein, was man vorher eigentlich nicht sein wollte. Die Obmännerkommission verteilte die Ressorts, wie Finanzen, Kartenwesen, Nachwuchsbetreuung, Schülermeisterschaft etc. auf ihre Mitglieder. Da wirkte noch die freie, ungebundene Mitarbeit der Gründerjahre nach, bei jedem Wechsel des Ressortbetreuers verschwanden aber auch die meisten Unterlagen aus seinem Tätigkeitsbereich. Zurück blieb allenfalls das, was der Obmann für wichtig hielt und in seine Unterlagen integrierte. So ist vieles verloren gegangen und nicht mehr dokumentiert. Die Ausführungen und Angaben in unserem Jubiläumsheft können deshalb dem Anspruch auf Vollständigkeit nicht ganz gerecht werden. Mit der offiziellen Verbandsgründung 1970 und der Umbenennung 1984 hatte dann alles seine Ordnung. Protokolle der Delegiertenversammlungen, Vorstandssitzungen, Budgets und Rechnungen, sind mehrheitlich dokumentiert und vorhanden. Was jedoch nicht als sammelwürdig angesehen wurde, war eine Dokumentation zu den Ressorts Bulletin, JOM und Nachwuchskader. Die meisten Unterlagen dazu verschwanden bei einem personellen Wechsel des Ressortleiters. Die Angaben und Ausführungen der letzten 20 Jahre halten sich in einem bescheideneren Rahmen. Die Vereine und Klubs haben in dieser Zeit den OL im Kanton Zürich geprägt. Der Verband hat sich aber immer dafür eingesetzt, dass eine möglichst konfliktfreie Ausübung des OL möglich war und die Nachwuchsförderung tatkräftige Unterstützung fand. Ich danke allen, die mich bei der Redaktionsarbeit unterstützt haben. Arthur Gübeli 3

Vorwort des Präsidenten Das Jahr 2005 wird wohl in der schweizerischen OL-Geschichte ganz spezielle Spuren hinterlassen. Die Läufer des OL-Nationalkaders eilen von Spitzenrang zu Spitzenrang und erfreuen mit ihren Leistungen das gesamte schweizerische OL-Volk. Damit diese tollen Resultate auch langfristig gehalten werden können, arbeiten an der Basis viele motivierte Leute mit. Diverse Nachwuchsläufer stehen schon heute in den Startpflöcken bereit und warten heisshungrig auf ihre Chance. Klare Strukturen im SOLV, in den Regionalverbänden, aber auch in den Vereinen spielen dabei eine wichtige Rolle. Dass nun das 50-Jahr-Jubiläum unseres Verbandes ebenso in diese Zeit fällt, freut mich ganz besonders. Als ich letztes Jahr von ehemaligen Vorstandkollegen auf dieses kommende OLVZEreignis hingewiesen wurde, war ich ganz erstaunt. Nach dem Wechsel der OL-Vereinigung Zürich zum OL-Verband Zürich herrschte nie mehr so richtige Transparenz bezüglich dem Alter des OLVZ. Dem OLVZ gratuliere ich ganz herzlich zu seinem Jubiläum! Wir alle dürfen stolz sein auf das Erreichte in unserem Verbandsgebiet. Viele der bekannten initiativen Zürcher „OL-Macher“ haben ihre Dienste dem OLVZ in Form von Mitarbeit im Vorstand, in der Organisation von Wettkämpfen oder mit sonstigen Leistungen zumindest einmal in ihrem „OL-Leben“ für kurz oder lang zur Verfügung gestellt. Jubiläen sollen gefeiert werden. Der erste Teil hat mit einem Fest bereits stattgefunden. Zur Jubiläumsfeier hat der amtierende Vorstand alle ehemaligen Vorstandskollegen seit der Gründung eingeladen. Mehr als 50 Personen haben der Einladung Folge geleistet und durften in der Nähe des Dolders einen geselligen Anlass erleben. Selbst Gründungmitglieder waren vertreten, was mich ganz speziell gefreut hat. Für den zweiten Teil des Jubiläums hat uns Arthur Gübeli mit viel akribischer Forschungsarbeit diese wunderbare Festschrift zusammengetragen. Diverse Privatarchive wurden nach brauchbaren Informationen wie Zeitungstexten, Protokollen, Karten und Fotos durchstöbert. Ganz herzlichen Dank an Arthur und all seine Informationslieferanten für das gelungene Werk! Ebenso ein grosses Dankeschön an alle Sponsoren, welche den Druck dieses Heftes finanziell unterstützt haben. Ich wünsche dem OLVZ in den kommenden Jahren weiterhin eine erfolgreiche und gesunde Weiterentwicklung und bedanke mich schon heute bei allen OL-Läuferinnen und Läufern für ihre aktive Unterstützung. Thomas Attinger

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50 Jahre im Überblick 1955 - 1983

OL-Vereinigung Zürich (OLVZ) Es gab damals in der Schweiz keinen Sportverband und keine Institution, die sich speziell mit der Förderung und Entwicklung des Orientierungssportes befasste. Diese Lücke galt es zu schliessen, und die OL-Vereinigung sollte eine freie Verbindung von Orientierungsläufern und Freunden des OL werden. Die Initianten nannten als Ziel der Vereinigung: Förderung des OL-Sportes, Pflege von Fairness und Kameradschaft unter den Aktiven, vermehrte Zusammenarbeit zwischen Aktiven und Organisatoren. Die Interessengemeinschaft war ein Novum im Vereinswesen. Die OLVZ kannte keine Eintritts- oder Austrittserklärung, und der anfänglich festgelegte Jahresbeitrag von Fr. 3.- wurde 1958 in einen freiwilligen Gönnerbeitrag umgewandelt. Jedermann, der an den Versammlungen der OLVZ, Trainingsläufen, Versammlungen etc. teilnahm, galt automatisch als Mitglied. Mit einer Mitgliedschaft waren keine Verpflichtungen der OLVZ gegenüber verbunden. Auch mit der Verbandsgründung des ZKOL (1970) blieb die OLVZ ihren Grundsätzen treu, übernahm aber zwei Jahre später zusätzlich die Vorstandsfunktionen für den ZKOL.

1970 - 1983

ZKOL (Zürcher Kantonalverband für Orientierungslauf) Um die verschiedenen Bestrebungen zur Förderung und Verbreitung des OL besser koordinieren zu können, wurde am 6. Februar 1970 der Zürcher Kantonalverband für Orientierungslauf (ZKOL) gegründet. Mitglied konnte jede Organisation aus dem Kanton Zürich und dem näheren Einzugsgebiet werden, die sich in irgend einer Weise dem OL widmete. Der ZKOL trat dem Zürcher Dachverband, dem Kantonal-Zürcherischen Verband für Leibesübungen (KZVL) bei. Der erste Vorstand des ZKOL setzte sich zusammen aus Edi Baumann, Albert Maag und Hansruedi Schaich.

ab 1984

OLVZ (Orientierungslauf-Verband Zürich) Am 7. März 1984 wurde unter der Leitung des Tagespräsidenten Bernhard Oettli einstimmig der Zusammenschluss von OLVZ und ZKOL zum neuen Orientierungslauf-Verband Zürich (OLVZ) beschlossen. Der neue OL-Verband Zürich sollte künftig: - die Betreuung der nicht organisierten Läufer im Kanton sicherstellen - Dachverband der OL-Gruppen im Kanton sein Ein neuer Vorstand unter dem Präsidium von Robert Müller wurde gewählt.

OL-Vereinigung Zürich (OLVZ) Es war einmal ... 1955 Es begann mit einer Diskussion irgendwo am Zürichsee. Sieben aktive Orientierungsläufer sassen beisammen und besprachen neue Richtlinien für eine gerechte Problemstellung bei den OL. Möglichst nach diesem Idealmuster wurde dann der 1. Zürcher Einzel-OL vom 17. April 1955 aufgezogen und durchgeführt. An diesem Zürcher Einzelorientierungslauf wurden alle Teilnehmer mittels Handzetteln zu einer ersten Versammlung aufgerufen. Die gleichen Diskussionen gaben bekanntlich auch Anlass zur Schaffung der "Fachschrift für OL" im gleichen Jahr . An der Orientierungsversammlung im Limmathaus in Zürich fanden die Initianten auf Grund des guten Besuches bestätigt, dass sich eine bessere Fühlungnahme unter den aktiven Läufern und Läuferinnen aufdrängte. Von Anfang an war man sich darüber klar: Es sollte kein Verein oder neuer Sportverband sein, sondern ein loses Bindeglied zwischen den einzelnen Vereinen und deren Mitgliedern. 5

Die Gründungsversammlung 6. Juni 1955 In der Probenummer der Fachschrift für den OL vom April 1955 wurde ebenfalls zur orientierenden Versammlung eingeladen. Das Signet, ein stilisierter Löwe über einem Kompass, wurde von Hansruedi Scheller geschaffen. Es wurde dann von der OLVZ übernommen und ist über die ganzen 50 Jahre unverändert geblieben. Nach der Orientierungsversammlung vom 2. Mai erfolgte anlässlich der 1. Monatsversammlung vom 6. Juni 1955 die offizielle Gründung der "OL-Vereinigung Zürich" mit der Wahl der ObmannsKommission durch die anwesenden 62 OL-Läufer/innen. Ein Protokoll über die 1. Monatsversammlung, der Gründungsversammlung vom 6. Juni 1955, besteht nicht, wohl aber eine Präsenzliste der 62 Teilnehmer und ein Abstimmungsprotokoll der Stimmenzähler über die Wahl der fünf Mitglieder der Obmannskommission. In die Kommission wurden folgende fünf Mitglieder gewählt: Piguet René, Stensby Per, Bachmann Lisbeth, Miglioretto Paolo und Güntert Fredi. Der Mitgliederbeitrag wurde auf Fr. 3.- festgelegt. Auf Ende Jahr zählte die OL-Vereinigung Zürich bereits über 100 „Mitglieder“. Die OLVZ veranstaltete jeden ersten Montag im Monat einen Diskussionsabend oder einen Vortrag, zum Teil mit Lichtbildern oder Filmen. Auch diese Veranstaltungen waren durchwegs gut besucht.

Monatsversammlungen 1959: Montag 5. September Montag 3. Oktober Montag 7. November Montag 5. Dezember

Per Stensby zeigt einen norwegischen Tonfilm. Paolo Miglioretto zeigt den Film vom OL-Weekend, Ferdi Güntert bespricht den Fidelis-Lauf 1955 (mit Dia). Lichtbildervortrag von Georg Schmidt, Präsident des Organisationskomitees des Zürcher OL. Diskussionsabend: Positives und Negatives an den bisherigen Orientierungsläufen. Edgar Bächtold: Referat und Rückblick mit Lichtbildern auf die Schweizermeisterschaften 1955

Als weitere Aktivitäten im Gründungsjahr 1955 sind zu erwähnen: • Durchführung von 15 Trainingsläufen mit guter Beteiligung. • Am 25./26. Juni veranstaltete Paolo Miglioretto erstmals ein OL-Weekend auf der Ibergeregg. • Am 3. September wurde die erste feste Trainingsbahn der Schweiz im Zürichberg übergeben. Veranstaltungen: 1. Zürcher Einzel-OL, Grümpel-OL

Die erste OL-Gruppe?

(Aus „Geschichte des Schweizer OL“ von Rolf Nüscheler - November 2005) „Erste OLG soll diejenige von Pfäffikon gewesen sein, die schon 1949 als Läufergemeinschaft existierte und 1954 (mit oder ohne Statuten? 1) so richtig das Licht der Welt erblickte, später dann allerdings eine Krise durchstehen musste, wie es bei kleineren Gruppen öfters vorkam. Der erste Zusammenschluss mit Statuten, wie es sich ordnungsgemäss nach ZGB Art.60 ff. gehört, war die am 6. Juni 1955 gegründete OLV Zürich, während die OLG Bern zwei Jahre lang „illegal“ existierte und unter diesem Namen ein halbes Dutzend OL durchführte, bevor man sich dann endlich zusammensetzte, Statuten genehmigte und einen Vorstand wählte.“ Auf Grund dieser Ausführungen wäre die OL-Vereinigung Zürich der erste „OL-Verein“ der Schweiz. Beim Studium des ZGB kamen mir dann allerdings erhebliche Zweifel, ob die Satzungen vom 16. Mai 1955 als Statuten zu betrachten sind. Auch entspricht dies nicht den Vorstellungen der Gründer und deren Nachfolger, welche immer wieder die Organisationsform einer freien Vereinigung betonten. So auch 1964: „Da wir bekanntlich keine Mitgliedschaft kennen, betrachten wir jeden OL-Freund von Zürich und Umgebung als zur OL-Vereinigung gehörend.“ Oder im Jahresbericht 1978: „Gemäss Beschluss der GV 78 bleibt die OLVZ eine lose Vereinigung von OL-Freunden ohne festen Mitgliederbeitrag, ohne eigentliche Mitgliederliste, aber mit einem recht klaren Aufgabenkreis im Interesse der Zürcher OL-Läufer. Er übernimmt damit einige Aufgaben, die in anderen Regionen durch einen Kantonalverband gelöst werden.“

Schweizermeisterschaften für Damen im Orientierungslaufen (Brief der OLVZ vom 9. August 1956 an die OL-Kommission des SLL) „Nachdem schon am letztjährigen Zentralkurs für Orientierungslaufen befürwortet wurde, bald eine Kategorie Damen an den Schweizermeisterschaften einzuführen, erlauben wir uns, dieses Begehren, das früher oder später doch einmal verwirklicht werden muss, erneut vorzubringen, und empfehlen, bereits dieses Jahr an den Meisterschaften sowohl im Mannschafts- wie auch im Einzellauf die Kategorie Damen einzuführen.“ Es dauerte noch einige Zeit, bis die Kategorie Damen an der EOM (1960), MOM (1961) und SOM (1963) eingeführt wurde. 1

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Gemäss OLG Pfäffikon erfolgte ihre offizielle Neugründung mit Statuten am 28.5.1975

Auch im „Sport“ wurde für die Orientierungsversammlung vom 2. Mai 1955 Werbung gemacht.

Die aufgestellten Satzungen lauteten wie folgt: Orientierungslauf-Vereinigung Zürich SATZUNGEN 1. Die OL-Vereinigung Zürich ist eine freie Verbindung von Orientierungsläufern und Freunden des Orientierungslaufsportes. 2. Sie bezweckt die Förderung des Orientierungslaufes durch eine vermehrte Zusammenarbeit zwischen Aktiven und Veranstaltern. 3. Ein Ausschuss von 5 Mitgliedern führt gemeinsam die Geschäfte der OL-Vereinigung. Dieser Ausschuss wird von der Mitgliederversammlung gewählt. 4. Die OL-Vereinigung ist keinem Verband angeschlossen. Zürich, 16. Mai 1955

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1956 Um die wachsenden Aufgaben besser lösen zu können, wurde das Führungsgremium mit Röbi Huwiler und Edi Baumann von 5 auf 7 Mitglieder erweitert. Im Verlaufe des Jahres mussten die Kassierin Lisbeth Bachmann wegen Heirat und Auswanderung durch Rosmarie Hoppeler ersetzt werden. Antrag an die OL-Kommission des SLL, an den Schweizer Einzelmeisterschaften die Kategorie Damen einzuführen. Monatsversammlungen: Montag 6. Februar Montag 5. März Montag 9. April Montag 7. Mai Montag 4. Juni Montag 3. September Montag 1. Oktober Dienstag 30. Oktober Montag 3. Dezember

Referat mit Lichtbildern von Prof. Dr. Max Zeller ETH, über die Herstellung von Karten, anschliessend Besichtigung des Photogrammetrischen Institutes der ETH Generalversammlung Diskussionsabend: Stadtzürcher-OL mit Lichtbildern Lichtbildervortrag über Norwegen und Schweden von Walter Lussi, Bericht über den Zentralkurs für Orientierungslauf des SLL Lichtbildervortrag über OL-Reise nach dem Norden Roman Bussmann erzählt über seine Eindrücke in Finnland, Diskussion um die Veranstaltungen: Zürcher NachtStaffellauf, OL-Weekend vom 1. / 2. September 1956, Vorschau auf den Zürcher Einzel-OL Diskussionsabend Zusammenkunft mit norwegischen Läufern und Läuferinnen, Lichtbilder und Filme Chlausfeier, Lichtbilder, Preisverteilung des Grümpel-OL

Weitere Aktivitäten und Veranstaltungen: • Um die Technik des Laufens zu schulen, wurde im Mai unter der Leitung der Hochschulsportlehrer Dr. Carl Schneiter und Walter Hiemeyer an zwei Abenden auf der Aschenbahn eine Laufschule durchgeführt. • OL-Kurs für Anfänger im Juni mit 70 Teilnehmern (15 Damen, 55 Herren, 15 Instruktoren) Veranstaltungen: 2. Zürcher Einzel-OL, Zürcher Zwei-Tage-OL, Grümpel-OL

1957 Nach dem Ausscheiden von Rosmarie Hoppeler und Per Stensby kamen Heinz Künzli und Fredy Güntert jun. in den Vorstand. Im Laufe des Jahres wurden die restlichen festen Postennetze um Zürich herum fertig erstellt. Zur weiteren Propagierung wurde ein spezieller Postennetz-OL durchgeführt. Am 16.-22. Mai weilte die schwedische OL-Nationalmannschaft in der Schweiz. Für deren Besuch in Zürich organisierte die OLVZ einen Empfang durch den Zürcher Stadtrat und einen Lauf mit Bahnleger Hansruedi Scheller. Monatsversammlungen: Montag 4. Februar Montag 4. März Montag 1. April Montag 6. Mai Montag 3. Juni Montag 2. September Montag 14. Oktober Montag 11. November Montag 2. Dezember

Diskussionsabend: Ausschau auf das neue Jahr, Schweizer Meisterschaften und Bahnlegerwettbewerb Generalversammlung: 1. Tätigkeitsbericht, 2. Rechnungsbericht, 3. Wahl des Vorstandes, 4. Lichtbildervortrag Diskussionsabend: 1. Regionale Resultate des Bahnlegerwettbewerbes (mit Projektionen), 2. Aktuelles Neuwahlen in den Vorstand, Kritik Zürcher-Einzel-OL, Bahnleger-Wettbewerb 1. Bericht über Zentralkurs, 2. Neuer Farbfilm der ETS „Orientierungslauf“, 3. Film über Lauftechnik (ETS), 4. Bericht über Oslo-Reise 1. Nachtstaffellauf, 2. Ersatzwahl in den Vorstand, 3. Diskussion über Abgabe von Preisen, 4. Bahnlegerwettbewerb 1957/58, Referat von Dr. C. Schneiter: “Die Gestaltung des Trainings im Hinblick auf die Herbstsaison“ Schweizer Teilnehmer an der Int. Meisterschaft in Trondheim erzählen von ihren Erlebnissen und zeigen Farbbilder Diskussionsabend: Schweizer Einzel- und Mannschaftsmeisterschaft, Bahnleger Urs Stüdeli referiert mit Farblichtbildern über Loipen und Organisation 1. Diskussion über den Austragungsmodus im Orientierungslaufen in der Schweiz, 2. Film von den Nordischen Meisterschaften in Trondheim

Weitere Aktivitäten und Veranstaltungen: • Oeffentlicher OL auf der Bahn Gubrist zur Propagierung der festen Postennetze. • OL-Einführungskurs mit 100 Teilnehmern im Hinblick auf den Zürcher-OL • Zeltlager am Schluchsee im Schwarzwald mit Trainings auf deutschen Karten. • Beteiligung am ersten Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1956/57 Veranstaltungen: 3. Zürcher Einzel-OL, 8.Zürcher Nacht-OL (für leichte Kategorien), Grümpel OL

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Die Schweden in Zürich (Aus dem OLVZ-Jahresbericht 1957 von René Piguet) „Kurze Zeit nach dem Zürcher Einzel-OL gastierte die schwedische Nationalmannschaft in der Schweiz. Als wir uns fragten, was wir den Gästen in der schweizerischen Hochburg des Orientierungslaufes offerieren werden, runzelte unser Kassier recht traurig die Stirn und wog in Gedanken den allzu mageren Geldbeutel der Vereinigung. Aber unser Stadtpräsident, immer dabei, wenn es ein Fest durchzuführen gibt, sprang in die Lücke und liess durch die Stadt einen hübschen kulinarischen Genuss im Restaurant Waid spenden. Wir sorgten für die sportliche Seite und organisierten am gleichen Tag, 21. Mai 1957, einen Nachtlauf, der von Edy Baumann und Hansruedi Scheller in gediegener Art im Sihlwald ausgeheckt wurde.“

Aus OL 14/1957

Aus OL 15/1957 9

1958 Die vier festen Postennetze waren nun ganzjährig im Betrieb. Das von Hansruedi Scheller geschaffene Signet der Vereinigung ist auch auf Stoff gestickt erhältlich. Eine Anfrage des SAL (Schweizerischer Amateur-Leichtathletikverband) für Beitritt als Mitglied wurde nach einer Umfrage bei allen OL-Gruppen der Schweiz abschlägig beantwortet. Monatsversammlungen: Montag 3. Februar

Generalversammlung: 1. Jahresbericht, 2. Bericht des Kassiers, 3. Bericht des Materialverwalters 4. Wahlen, 5. Jahresprogramm: Trainingsläufe, Jahresbeitrag, Förderung der Breitenentwicklung 6. Anregungen der Mitglieder Montag 3. März Diskussionsabend Montag 31. März Eröffnung Resultate BLW Region Zürich, Diskussion einiger Bahnen, die nicht an die nationale Jury gingen Montag 5. Mai 1. Bericht über Zentralkurs, 2. Vorschau auf Zürcher-OL, 3. Erlebnisse in den Bergen (mit Farbbildern) Montag 2. Juni Diskussionsabend Donnerstag 4. September 1. Film Zürcher OL 1947, 2. Verbandsrundschreiben, 3. Stoffabzeichen Montag 6. Oktober Besprechung mit Bahnleger Schweiz. Einzelmeisterschaft und Emil Busenhart, Präsident ELAV und OK Schweizer Meisterschaft Montag 3. November Nordlandfahrer erzählen von ihren Erlebnissen

Weitere Aktivitäten und Veranstaltungen: • Beteiligung am zweiten Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1957/58 Veranstaltungen: 4. Zürcher Einzel-OL, 9. Zürcher Nacht-OL (für leichte Kategorien), Grümpel-OL

1959 Die OLVZ wurde Mitglied der SIOL (Schweizerische Interessengemeinschaft der OL-Gruppen). Dieser lose Zusammenschluss der OL-Gruppen sollte eine Vertretung der Orientierungsläufer im SLL ermöglichen. Im Sommer ermöglichte der Besuch der schwedischen Kameraden aus Oerebro eine willkommene Kontaktnahme. Monatsversammlungen: Montag 2. Februar Montag 2. März Montag 6. April Montag 4. Mai Montag 1. Juni Montag 7. September Montag 5. Oktober

Generalversammlung: 1. Jahresbericht 1958, 2. Bericht des Kassiers, 3. Wahl des Vorstandes, 4. Jahresprogramm, 5. Gesamtschweizerische OL-Probleme. Diskussionsabend Aktuelle OL-Probleme, Lichtbildervortrag von Alfons Voit: Alpentraversierung vom Piz Palü zum Mont Blanc, Diskussionsabend Lichtbildervortrag von Dr. Carl Schneiter und ev. Dr. Ernst Biedermann über den Internationalen OL-Kongress 1959 in Stockholm Heinz Künzli, Fritz Maurer und Edy Baumann erzählen von ihrer Skandinavienreise (mit Lichtbildern). 1. Schweizer-Einzelmeisterschaft 1959, 2. Marcel Bader erlebt den nordischen OL (mit Lichtbildern).

Weitere Aktivitäten und Veranstaltungen: • Beteiligung am dritten Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1959 Veranstaltungen: 5. Zürcher Einzel-OL, 10. Zürcher Nacht-OL (für leichte Kategorien), Grümpel-OL

1960 Walter Akeret, der längere Zeit in Schweden war, brachte die Idee des im Norden populären Ski-Orientierungslaufes in die Schweiz und stellte sich beim 1. Zürcher Ski-OL als Bahnleger zur Verfügung. Monatsversammlungen: Montag 7. März Montag 11. April Montag 2. Mai Montag 8. August Montag 3. Oktober

Generalversammlung, anschliessend Farbtonfilme über die Hillary-Fuchs-Expedition und Rennfahrer Fangio. Vortrag von Prof. Misangy: Das Training des Orientierungsläufers. (Bitte mit Fragen erscheinen). Ausstellung und Besprechung der Arbeiten des Bahnleger-Wettbewerbes. Heinz Künzli zeigt Lichtbilder von der grossen Nordlandreise mit Georges Kléber Plauderei über Zürcher-OL mit OK Präsident Oberst G.Schmidt und Bahnleger Robert Huwiler.

Weitere Aktivitäten und Veranstaltungen: • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1960 Veranstaltungen: 1. Zürcher Ski-OL, 6. Zürcher Einzel-OL, 11. Zürcher Nacht-OL (für alle Kategorien), Grümpel-OL

Reklame und OL-Sport 1957 war das Jahr der Diskussionen um Reklame im OL-Sport: Die Luzerner mit ihrer „Gillette“ Reklame, die Berner mit dem Kurverein Grindelwald am 1. Alpinen OL und der UOV Le Locle mit Abgabe von Uhren an die Gewinner. Obwohl die Grindelwald-Geschichte am meisten Publizität bekam, möchte ich kurz auf die anderen beiden Begebenheiten eingehen.

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2.Luzerner Einzel-OL vom 17. März 1957 Die Organisatoren des Luzerner Einzel-OL konnten auf die Unterstützung von Roman Bussmann zählen und ihre Weisungen und Startlisten im „OL“ publizieren. Die Firma Gillette konnte mit insgesamt drei Werbetexten auf sich aufmerksam machen.

Doch in einem Punkt hatten sich die Luzerner getäuscht. Der am 17. März 1957 als grösster Einzellauf in der Schweiz propagierte Luzerner Einzel-OL mit 460 Teilnehmern wurde am 5. Mai 1957 vom 3. Zürcher Einzel-OL mit 468 Teilnehmern übertroffen (Zahlen gemäss publizierten Startlisten).

2. Nacht-OL in Le Locle vom 12. Oktober 1957 (Brief vom 2. August 1957 der OLVZ an die Organisatoren) ....“Wir wissen, dass Du im Sinn hast, am Nachtlauf von Le Locle den Erstplazierten eine Uhr abzugeben, wie dies im Jura an allerlei Veranstaltungen hin und wieder üblich ist. In aller Anerkennung Deiner Verdienste um die Förderung des OL-Sportes im Welschland und der vielen Arbeit, die Dir der Lauf sicher bringen wird, haben wir doch beschlossen, Dir freundschaftlich auf die Schulter zu klopfen und Dich zu bitten, wenn möglich von der Abgabe von materiellen Preisen abzusehen.“ .....

Im SPORT vom 3. Oktober 1969 im Artikel: Fritz Maurer beantwortet Ihre Fragen

Der Veranstalter blieb bei seinen Preisen für die Erstplazierten. Wie der OLVZ darauf reagierte, hat Fritz Maurer in einem Artikel im SPORT über 10 Jahre später verraten. 11

1961 Eine Mannschaft der OLVZ nahm am Städtewettkampf Stockholm-Helsinki-Zürich-Drammen in Hannoversch Münden im Weserbergland teil. Vorgängig dem Internationalen HYAPA-OL in Bern und wurde für die norwegischen OL-Freunde ein Städtewettkampf Oslo-Zürich durchgeführt. Monatsversammlungen: Montag 27. März Dienstag 9. Mai Montag 9. Oktober

Generalversammlung, anschliessend Lichtbildervortrag von Ernst Saxer „Mit dem Yeti-Flugzeug im Bereich der Achttausender“. Ergebnisse des Zentralkurses in Magglingen, Städtewettkampf in Hannoversch Münden, Lichtbildervortrag von Per Stensby „Orientierungsfahrt durch USA“. Lichtbilder und Berichte von den Nordmeisterschaften in Finnland und von der Oern-Stafette in Norwegen.

Weitere Aktivitäten und Veranstaltungen: • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1961 Veranstaltungen: 2. Zürcher Ski-OL, 1. Schweizer OL-Tag, 7. Zürcher Einzel-OL, 12. Zürcher Nacht-OL, Grümpel-OL

Ein Velogemmel für Oslo (Aus dem Brief vom 2. Juni 1961 von René Piguet an den Kurverein Grindelwald) „Die Nationalmannschaft B im Orientierungslaufen ist eben aus Oslo zurückgekehrt und hatte dort unter anderem die Gelegenheit, das berühmte Skimuseum in der Holmenkollen-Sprungschanze zu besichtigen. Dieses Museum ist, wenn man seine Spezialisierung berücksichtigt, sehr reichhaltig und zeigt vor allem die Entwicklung des Skilaufens in Europa von den ersten Anfängen an. Ferner sind noch allerlei andere Mittel für die Fortbewegung im Schnee untergebracht. Hier stösst man nun auf eine Lücke, das sind die sogenannten Velogemmel aus Grindelwald. Ich habe die Angelegenheit mit dem Betreuer des Museums, Herrn Jakob Waage besprochen. Das Museum wäre sehr froh und würde es als eine bedeutende Bereicherung ansehen, einen derartigen Velogemmel zu erhalten; denn sehr wahrscheinlich sind sie einzigartig auf der ganzen Welt.“ Es hat geklappt, wie der Zeitungsausschnitt und der Kommentar aus „Echo von Grindelwald“ vom 16. Juni 1961 zeigen. „Anlässlich des 5. Alpinen Orientierungslaufes in Grindelwald hat der Kurverein der norwegischen Mannschaft als Erinnerung einen Velogemmel übergeben. Unsere OL-Freunde aus dem Norden werden diesen Velogemmel der Direktion des Skimuseums in der Holmenkollen-Sprungschanze übergeben, wo dieses Fortbewegungsmittel bis heute noch nicht ausgestellt war. Auf unserem Bild präsentiert der Leiter der norwegischen Delegation, Kjell Staxrud, das Geschenk anlässlich der Preisverteilung bei den Militärbaracken.“

1962 Anschliessend an die Generalversammlung folgte ein kleiner Gedenkabend mit Lichtbildern: „Heinz Künzli - das Bild eines Orientierungsläufers und Bergsteigers“. Aktivitäten und Veranstaltungen: • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1962 mit 167 Teilnehmern. Veranstaltungen: 3. Zürcher Ski-OL, 2. Schweizer OL-Tag, 8. Zürcher Einzel-OL, 13. Zürcher Nacht-OL, Grümpel-OL

1963 Anschliessend an die Generalversammlung zeigte Georges Kléber einen Farbfilm über die Nordischen Meisterschaften in Finnland und die Skandinavienreise der OLG Bern 1960. Ein leistungsfähiger, gut tragbarer Transistor-Lautsprecher wurde angeschafft. Der Vorstand verlor im Laufe des Jahres zwei Mitglieder. Heinz Künzli durch Absturz in den Eggbergen und Marcel Bader infolge Auswanderung. Aktivitäten und Veranstaltungen: • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1963. Veranstaltungen: 4. Zürcher Ski-OL, 9. Zürcher Einzel-OL, 3. Schweizer OL-Tag, 14. Zürcher Nacht-OL, Grümpel-OL 12

1964 Die 5 Laufveranstaltungen der OLVZ sahen über 1800 Läuferinnen und Läufer am Start. In einem Rundschreiben an alle Turnvereine der Stadt Zürich wurde Werbung für die Trainingsläufe in den Monaten August bis Oktober gemacht. • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1964 mit 127 Teilnehmern. Veranstaltungen: 10. Zürcher Einzel-OL, 4. Schweizer OL-Tag, MOM 1964, Grümpel-OL

1965 An der Generalversammlung wurde aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der OLVZ René Piguet geehrt. In Anerkennung seiner Verdienste erhielt er eine Wappenscheibe mit Widmung (Entwerfer Hansruedi Scheller). Anschliessend an die Versammlung zeigte Edgar Bächtold Bilder von der 2. OL-Europameisterschaft 1964 in der Schweiz. Aktivitäten und Veranstaltungen: • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1965 mit 127 Teilnehmern. • Am 5. Schweizer OL-Tag übernahm die OLVZ die Koordination und Ausschreibung im Raum Zürich. Veranstaltungen: 11. Zürcher Einzel-OL, Grümpel-OL Hansruedi Scheller (1931) Als gelernter Grafiker hat er das Signet des OLVZ-Löwen geschaffen und einige Jahre später für den 1. Schweizerischen-OL-Tag das einfache und überzeugende KompassSignet mit dem Schweizerkreuz das dem SOLV in weiterentwickelter Form bis in die neunziger Jahre als Verbandsemblem diente. Für beide Signete bekam Hansruedi kein Geld, auch weil schlicht keines vorhanWappenscheibe für R. Piguet den war. (2)

Schweizer-OL-Tag

SOLV

1966 Anschliessend an die Generalversammlung berichtete Prof. Ernst Spiess in einer Plauderei über die Möglichkeiten von genaueren Karten für OL-Läufer. Die erste Laufkarte auf Syntosilpapier in der Schweiz wurde in Eigenproduktion erstellt. Unter Leitung von Edi Baumann wurde im Jugendhaus Zürich ein Anfängerkurs durchgeführt. Im Restaurant Limmathaus wurde an jedem zweiten Montag im Monat ein Diskussionshock angeboten. Die Geschäfte der OLVZ wurden nebst der GV an 9 Vorstandssitzungen und einer Sitzung für den OL-Tag erledigt. Aktivitäten und Veranstaltungen: • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1966 mit 171 Teilnehmern. • Am 6. Schweizer OL-Tag übernahm die OLVZ die Koordination und Ausschreibung im Raum Zürich. Veranstaltungen: 12. Zürcher Einzel-OL, 17. Zürcher Nacht-OL als 2. Nat. Nacht-OL, Grümpel-OL

1967 Anschliessend an die Generalversammlung zeigte Fritz Maurer eine Diaschau von den OL-WM 1966 in Finnland. „Aktion Ameise“ im April. OL-Karte Zürich-Adlisberg wurde unter Leitung von Fritz Maurer aufgenommen. Aktivitäten und Veranstaltungen: • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1967 mit 168 Teilnehmern.. • Am 7. Schweizer OL-Tag übernahm die OLVZ die Koordination und Ausschreibung im Raum Zürich. Veranstaltungen: 13. Zürcher Einzel-OL als 4. Nat. OL, 18. Zürcher Nacht-OL , Grümpel-OL

Tschechische OL-Läufer besuchten die Schweiz. (Aus dem Protokoll vom 10. Oktober 1967) „Mitte September weilte eine Gruppe von 13 OL-Kameradinnen und -Kameraden in der Schweiz. Sie waren aufgrund rein privater Beziehungen von Hansruedi Schaich, Irene und Werner Köhli hierher gekommen. Sie starteten u.a. auch am Zürcher Mannschaftslauf mit drei Gruppen. Da der Organisator nicht bereit war, das Startgeld für diese ausländischen OL-Kameraden zu erlassen, übernahm die OLVZ die entsprechenden Kosten. Als Souvenir an ihren Aufenthalt in Zürich übergaben wir den 13 Gästen aus der CSSR je einen Kupferteller mit dem Grossmünster-Sujet.“ 2

Aus OL-Fachschrift 10/2005

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„Aktion Ameise“ Auf Initiative von Dr. Carl Schneiter wurde im April 1967 die „Aktion Ameise“ - Orientierungsläufer helfen im Wald - durchgeführt. Auf den Aufruf der OLVZ hin hat sich eine grosse Anzahl Orientierungsläufer an drei Samstagen auf dem Gubrist, im Entlisbergwald und im Sihlwald spontan als Waldarbeiter betätigt. Äste, kleine Stämme und Zweige wurden zusammengetragen und in riesigen Feuern verbrannt. Es herrschte eine fröhliche Stimmung bei dieser ungewohnten Arbeit und die Leitung des Forstamtes war vom Einsatz der Orientierungsläufer begeistert. Diese Aktion veranlasste das Forstamt zu einer Spende von Fr. 200.- an die OLVZ. Dieses Geld wurde zur Gründung eines Fond für die Nachwuchsförderung verwendet. (aus OL 9/1967) Zürcher Orientierungsläufer beim Einsatz für ihren Sportplatz. Aufnahmen August Fischer.

1968 An der GV wurde die Schaffung eines Fonds für die Nachwuchsförderung beschlossen. Aktivitäten und Veranstaltungen: • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1968 mit 141 Teilnehmern. • Am 8. Schweizer OL-Tag übernahm die OLVZ die Koordination und Ausschreibung im Raum Zürich. Veranstaltungen: 14. Zürcher Einzel-OL als 3. Nat.-OL, 19. Zürcher Nacht-OL , Grümpel OL

1969 Zürcher Schüler- und Jugendmeisterschaft wurde mit 21 Wertungsläufen eingeführt. Aktivitäten und Veranstaltungen: • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1969 mit 109 Teilnehmern. • Am 9. Schweizer OL-Tag übernahm die OLVZ die Koordination und Ausschreibung im Raum Zürich. Veranstaltungen: 15. Zürcher Einzel-OL als 4. Nat. OL, 1. Internationaler 5-Tage-OL, 20. Zürcher Nacht-OL, Schlusslauf Schüler-Meisterschaft, Grümpel-OL

1970 An der GV vom 6. Februar 1970 wurde der Zürcher Kantonalverband ZKOL gegründet. Anschliessend folgte ein Vortrag von Dr. Frössl „OL in der Tschechoslowakei“. OL-Karte Oberiberg wurde aufgenommen. Aktivitäten und Veranstaltungen: • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1970 mit 91 Teilnehmern. Veranstaltungen: 16. Zürcher Einzel-OL als 3. Nat. OL, 21. Zürcher Nacht-OL, 25. MOM 1970, Grümpel-OL

1971 Nachwuchskurs auf der Ibergeregg. Ein Lehrerkurs für OL in Glattbrugg hatte 25 Teilnehmer. Der Kantonale Schulsporttag für Lehrer war dem OL gewidmet. 200 Teilnehmer besuchten eine Ausstellung, einen Trainingsparcours und nahmen an einem Scorelauf oder an einer O-Wanderung teil. Am Schulkapitel hielt Paul Knüsli einen Vortrag über OL-Karten. • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1971 mit 111 Teilnehmern. Veranstaltungen: 17. Zürcher Einzel-OL, 2. Internationaler 5-Tage-OL, 3. Etappe, 22. Zürcher Nacht-OL, Schlusslauf SchülerMeisterschaft, Grümpel-OL

1972 Das Protokoll der GV 1971 war unauffindbar!! Der vorgesehene Filmvortrag entfiel, da der Referent die Filmrollen zu Hause vergessen hatte!! Um Doppelspurigkeiten zu vermeiden, übernahm der OLVZ-Vorstand auch die Aufgaben des ZKOL. Eine Occasions-Vervielfältigungsmaschine wurde angeschafft. Im Herbst wurden ein Jugendlager und ein OL-Kurs durchgeführt. Neue OL-Karten der OLVZ, die im Jahr 1972 entstanden: Zollikerwald, Altstetterwald, Eschenberg. Am 1. Juli 1972 wurde Jugend+Sport eingeführt. Durchführung eines Leiterkurs J+S in Filzbach mit 39 Teilnehmern. • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1972 mit 73 Teilnehmern. Veranstaltungen: 1. Schweizerischer J+S OL, 23. Zürcher Nacht-OL, Schlusslauf Schüler-Meisterschaft, Grümpel-OL 14

1973 Trainingsweekend der Schülermeisterschaft im Chlosterwald und im Sihlwald mit 35 und 39 Teilnehmern. Zwei J+S Kurse in Langnau im Emmental mit je 40 Teilnehmern. • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1973 mit 153 Teilnehmern. Veranstaltungen: 19. Zürcher Einzel-OL als 3. Nat. OL, 28. MOM 1973, Schlusslauf Schüler-Meisterschaft, Grümpel-OL

1974 Neue OL-Karte Stoffel-Rosinli von Walter Egli, OLVZ wurde Mitglied im Verein 5-Tage-OL 1975. Zwei Nachwuchslager wurden im Cholfirst und auf dem Gurnigel mit je 34 Teilnehmern durchgeführt. Der 20. Zürcher Einzel-OL wurde gemeinsam mit dem ASVZ im Rahmen der Eröffnung der neuen Hochschulsportanlage durchgeführt. • Beteiligung am Nationalen Bahnlegerwettbewerb 1970 mit 91 Teilnehmern. Veranstaltungen: 20. Zürcher Einzel-OL als 2. Nat. OL, 5. NOM 1974, Grümpel-OL 1975 Hauptereignis war der 5-Tage-OL in der Ostschweiz mit ca. 4'000 Teilnehmern aus 20 Nationen. Eine kleine Jubiläumsveranstaltung zum 20-Jahr-Jubiläum der OLVZ ging am 9. August 1975 auf dem Rosinli über die Bühne. Ein Nachwuchslager auf der neuen OL-Karte Irchel mit 26 Teilnehmern, neue Karte Rümlangerwald von Walter Egli. Veranstaltungen: 25. Zürcher Nacht-OL, am 5-Tage-OL 1975 Übernahme der Zielorganisation, Grümpel-OL

1976 Die Karte Waidberg wurde erstellt und in einer Auflage von 10'000 Karten gedruckt. Das Nachwuchskader fuhr an den Mürztaler 3-Tage-OL nach Österreich. Nachwuchslager mit 38 Teilnehmern auf der neuen OL-Karte Sellamatt geleitet von Peter Andres. Veranstaltungen: Schlusslauf Schüler-Meisterschaft, Grümpel-OL 1977 Peter Andres wurde als Nachwuchstrainer für das neu gebildete Nachwuchskader gewählt. An der Ausstellung im Glattzentrum „Sport im Kanton Zürich“ beteiligte sich die OLVZ. Veranstaltungen: 27. Zürcher Nacht-OL, Schlusslauf Schüler-Meisterschaft, Grümpel-OL 1978 Die GV 78 beschloss, die OLVZ, die Form einer losen Vereinigung von OL-Freunden beizubehalten. Die Hauptaktivitäten des Vorstandes waren auf die Durchführung der EOM 1979 im Wallis ausgerichtet. Durchführung von zwei OLLagern, auf der Ibergeregg mit Leiter Urs Köhle und in Arosio Tessin, mit Leiter Remy Steinegger. Veranstaltungen: 28. Zürcher Nacht-OL, Schlusslauf Schüler-Meisterschaft, Grümpel-OL 1979 Neue Karten Moosalp-Bürchen und Eggwald-Zeneggen im Wallis durch das Duo Egli-Flühmann, Überarbeitung der Karte Gubrist durch Eugen Birchler und Zürichberg-Adlisberg durch Urs Köhle. Anlässlich der Tagung des IOF-Vorstandes vom 9./10. November 1979 in Zürich organisierte die OLVZ ein Nachtessen, kombiniert mit Nachtmarsch um den Loorenkopf auf der neuen Adlisbergkarte. Veranstaltungen: 29. Zürcher Einzel-OL als EOM, 29. Zürcher Nacht-OL, Grümpel-OL

1980 Viel Zeit wurde zur Erarbeitung von Richtlinien für OL-Veranstaltungen mit dem Kantonalen Oberforstamt aufgewendet. Zu einem kleinen Fest „25 Jahre OLVZ“ am 16. August 1980 versammelten sich die Veteranen des OLVZ-Vorstandes. Auf Peter Andres folgte Hansjörg Graf als Kadertrainer. Veranstaltungen: 30. Zürcher Nacht-OL, Schlusslauf Schüler-Meisterschaft, Grümpel-OL

1981 Der von der Oberforstdirektion publizierte Entwurf „Richtlinien für die Organisation sportlicher Veranstaltungen in den Wäldern des Kantons Zürich“ enthielt eine Sperrfrist für OL im Frühjahr. Die OLVZ versuchte einen gangbaren Kompromiss zu finden. Veranstaltungen: 31. Zürcher Nacht-OL, Schlusslauf Schüler-Meisterschaft, Grümpel-OL

1982 Im Juli 1982 erschienen die Empfehlungen der Volkswirtschaftsdirektion zur Waldbenützung. Der Vorstand stellte fest, dass in Zukunft der Öffentlichkeitsarbeit mehr Beachtung geschenkt werden müsse, um eigene Anliegen besser durchsetzen zu können. Veranstaltungen: 32. Zürcher Nacht-OL als NOM 1982, Grümpel-OL

1983 An der DV vom 9. März 1983 wurden 5 OL-Gruppen beauftragt, zusammen mit dem Vorstand eine Neuordnung der zentralen Aufgaben für den OL im Kanton Zürich zu erarbeiten. Veranstaltungen: Schlusslauf Schüler-Meisterschaft, Grümpel-OL

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Ausstellung „SPORT IM KANTON ZÜRICH“ vom 3.-27. August 1977 im Glatt-Zentrum Wallisellen An der Ausstellung beteiligten sich neben dem Kantonalzürcherischen Verband für Leibesübungen und dem Kantonalen Amt für Jugend und Sport 18 kantonale Sportverbände. Die Koordination lag beim Kantonalen J+S Amt. Die OLVZ und ZKOL beteiligten sich an der statischen Ausstellung mit einem Stand. Die Gesamtkoordination lag in den Händen von Koni Kofler. Die Gestaltung übernahm der Grafiker Hansruedi Scheller. Für die Kartenaufnahme im Glattzentrum war Walter Egli verantwortlich. OLVZ und ZKOL betrieben am 5. und 6. August 1977 einen speziellen OL-Stand mit folgenden Aktivitäten: - Propaganda und Auskunftsmaterial - Tonbildschau der SIOL - Glatt-OL im Gelände (Preise) - Kartenzeichner an der Arbeit Text auf der Rückseite der OL-Karte Machen Sie mit:

beim ersten GLATT - OL Postensuche im Einkaufszentrum

Wie man es macht ? Die Karte zeigt Ihnen den Grundriss der 3 Verkaufsetagen. Suchen Sie die eingezeichneten Kontrollposten. Sie erkennen sie an der rot-weissen Markierung. Mit der Kontrollzange, die dort befestigt ist, markieren Sie auf Ihrer Karte das richtige Feld. (z. B. Posten 3 in Feld 3) Bringen Sie Ihre Karte mit allen Quittungen zurück zum OLStand im Parterre. Was man gewinnen kann ? Täglich werden 250 Preise verteilt. Auch Sie haben eine Chance ! Hauptgewinn: Flug für 2 Personen mit der SWISSAIR. Unsere Gönner: OCHSNER - SPORT FELDPAUSCH HERREN - GLOBUS MERKUR Auskunft über Orientierungslauf im Kanton Zürich erhalten Sie durch Orientierungslaufvereinigung Zürich Bernhard Oettli Burgweg 12 8008 Zürich Zürcher Kantonalverband für OL

Werner Flühmann Untere Halde 442 8196 Will ZH

Im Schlussbericht der teilnehmenden Verbände war der Kommentar des OL-Verbandes: „Unsere Absicht war nicht, mehr Orientierungsläufer zu gewinnen, sondern unsere Organisation vorzustellen und als Spezialität die OL-Karten zu zeigen. Wir sind mit dem Echo sehr zufrieden“. Im Revisorenbericht der Jahresrechnung OLVZ 1977 lesen wir: „Die Fr. 3'688.90 hätten vermutlich besser für den OL angelegt werden können als durch die Ausstellung im Glattzentrum“. (!) 16

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25 Jahre OLVZ 1955-1980 Ein kleiner Anlass im Rahmen jetziger und ehemaliger Vorstandsmitglieder mit einem OL-ähnlichen Türgg am Nachmittag und einem anschliessenden Nachtessen wurde beschlossen. Dieser Anlass wurde am 16. August 1980 durchgeführt. Für die Organisation war Fritz Maurer verantwortlich, und ca. 40 Personen folgten seiner Einladung

Auto-Rally-OL

Fritz Maurer

Übersicht der Laufanlage

Vor dem Start auf dem Flughafen Parkdeck

Datum: Samstag, 16. August 1980 Ort: Terminal B Flughafen Kloten, oberstes Parkdeck NW Ecke. Zeit: 15.00 Uhr Kleidung: Sportlich, bequem, für eventuell kleineren Marsch geeignet. Mitnehmen: Auto, Kompass, Massstab, eine OLKarte von der Du etwas erzählen kannst - ein Paar OL-Schuhe, möglichst alte. Dauer: Offizieller Teil bis ca. 20 Uhr.

Aufgabe 1: In nördlicher Richtung stehen zwei Antennen. Visiert man über die östlichere von der NW-Ecke des obersten Parkdeckes aus an den Gegenhang, so ist deutlich eine Aufforstung zu sehen. Besorge Dir dort weitere Weisungen. Merke: Nur die zweite Waldstrasse ab Hauptstrasse ist fahrbar. (Karte Büliberg-Homberg) Nur ein Mitglied der Crew kann die Weisungen holen.

Aufgabe 2: Punkt 2 ist identisch mit dem Posten 2 der VU I-Strecke des Kantonalen Zürcher OL 1950. Er ist zu Fuss von der Strasse Nussbaumen-Wiler zu erreichen. ( oben ) So voller Ueberraschungen ist der OL heute nicht mehr ! Geniesse die Natur

Aufgabe 3: Auf dem Kartenausschnitt der Wildkarte findest Du die Burgruine „Hohenteufen“. Mit Hilfe der OL-Karte „Irchel“ kannst Du den neuen Auftrag abholen. Die Wege zu den Teufenmatten sind fahrbar. Gehe ab Fahrverbot Parkplatz zu Fuss.

Aufgabe 4: Am Fusse der Krete dieser Burgruine führt eine Strasse in vielen Windungen durch bergiges Land in ein flaches Tal. Benütze dort die nahe Brücke über den grossen Fluss. Die Fortsetzung der Hauptstrasse führt in den Brandwald. Bei dem auf der OL-Karte bezeichneten Obkjekt (Posten) findest Du den Treffpunkt für den heutigen Abend

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Bildergalerie vom Aperitif und Abendessen am Ziel im Gasthof zur Sonne in Will/ZH

Hansruedi Scheller

Paolo Miglioretto - Edgar Bächtold

Hansruedi Scheller - René und Heidi Piguet

Sophie und Göpf Lüscher

Prost !!

Theres und Werner Flühmann

Koni und Margrit Kofler - Eugen Schwager

Maria Resch-Dietiker - Max Kellenberger

Edgar Bächtold - Dr. Carl Schneiter

Eugen Schwager - Frau und Paolo Miglioretto

Lidia und Theo Rinderknecht - Pia und Walter Egli

Max Kellenberger

Göpf Lüscher - Theo Stocker

Margrit und Markus Diener - Meret Oettli

Bernhard Oettli - Bruno und Margrit Tantanini

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ZKOL Zürcher Kantonalverband für Orientierungslauf Vorgeschichte 1967 An der GV der OLVZ vom 30. Januar 1967 hatte Ruedi Ungricht folgenden Antrag gestellt: „Die OL-Vereinigung Zürich

soll die Schaffung einer Kantonalen OL-Vereinigung im Sinne der Statuten KZVL prüfen, die übrigen OL-Gruppen des Kantons zu einer Besprechung einladen und später eine Gründungsversammlung einberufen“. Dieser Antrag wurde von der Versammlung angenommen. Also wurden die 12 bestehenden OL-Gruppen zu einer Besprechung eingeladen, deren 7 erschienen. Eine Konsultativ-Abstimmung ergab 4 für und 3 gegen eine Verbandsgründung. Es scheint, dass dieser Vorstoss noch verfrüht vorgenommen wurde.

1968 An der GV der OLVZ vom 29. Januar 1968 wurde Werner Flühmann zum neuen Obmann gewählt.. Er trat mit dem Wahlspruch an: „Schwierigkeiten sind da, um gelöst zu werden.“ Die Vorarbeiten für die Gründung eines kantonalen OLVerbandes wurden zügig vorangetrieben. Dieser neue Verband sollte dem ZKVL (Zürcher Kantonalverband für Leibesübungen) beitreten, und die OLVZ sollte, wie alle weiteren OL-Gruppen, ein gleichberechtigtes Mitglied werden. Verbandsgründung 1970 An der GV der OLVZ vom 6. Februar 1970 hatten Vertreter von 8 OL-Gruppen einen Zürcher Kantonalverband für

Orientierungslauf (ZKOL) einstimmig gegründet. Als erster Verbandsvorstand wurden Edy Baumann (OLVZ), Albert Maag (OLG Horgen) und Hansruedi Schaich (OLC Kapreolo) gewählt. Noch im gleichen Jahr traten 14 OL-Gruppen dem ZKOL als Mitglieder bei.

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An der ersten Vorstandssitzung des neuen Verbandes wurde Hansruedi Schaich beauftragt, mit dem KZVL Kontakt aufzunehmen. Am 6. November 1970 wurde ein Gesuch um Aufnahme in den KZVL gestellt. Das Gesuch sollte im Mai 1971 behandelt werden.

Subventionen

Unabhängig vom Beitrittsgesuch stellte die OLG Thalwil am 26. November 1970 ein Subventionsgesuch für Sportgeräte an den KZVL. Gegenstand des Begehrens waren die neuen OL-Karten Albis und Gattikerwald. Die Kosten wurden mit Fr. 1'700.- für Druck und Fr. 3'390.- für Aufnahme und Zeichnung, also mit Fr. 5'090.- Totalkosten angegeben. Das Gesuch wurde an der Sitzung der Subventionskommission des KZVL vom 10. Mai 1971 besprochen. Das Gesuch wurde abgelehnt und wie folgt begründet: „Nach Rücksprache mit den Gesuchstellern musste zur Kenntnis genommen werden, dass diese Karten zum grossen Teil an die Läufer verkauft werden. Auch bei OL-Veranstaltungen sind Karten in der Startgebühr einkalkuliert, was an und für sich nicht subventioniert wird. Wohl können Karten, die an den Veranstaltungen gebraucht werden, nachher den Läufern zu Trainingszwecken abgegeben werden, sofern sie noch brauchbar sind. Aber die Erfahrung hat gezeigt, dass die Abnützung sehr stark ist, vor allem bei schlechten Witterungsverhältnissen. Der Fachausschuss ist der Auffassung, dass es sich hier um kein Sportgerät handelt; gemäss unseren Richtlinien werden Hilfsmittel, die zur Ausübung eines Sportes notwendig sind, genau untersucht, um über die Subventionswürdigkeit zu entscheiden. Da der grösste Teil der Kosten aus Arbeitsstunden für Aufnahmen, Fahrten und Zeichnen besteht, die nicht subventionswürdig sind, kann sich der Fachausschuss nicht entscheiden, dem vorgelegten etwas undurchsichtigen Gesuch zu entsprechen, er beantragt Ablehnung.“ An der DV 1972 der OLVZ gab Werner Flühmann das Präsidentenamt ab, verblieb jedoch im OLVZ-Vorstand und übernahm dort die Führung des ZKOL. Seine Bemühungen in der Kantonalen Subventionskommission wirkten sich auch umgehend positiv auf die Gesuche der OL-Vereine aus. Jahr 1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 Total Total

Material

Lager / Kurse

720.00 1’265.00 1’662.00 1'730.00 1'620.00 1'520.00 1'683.00 1'320.00 2'694.00 2'662.00 2'250.00 19'126.00 26'031.00

275.00 355.00 405.00 780.00 2'000.00 600.00 600.00 600.00 600.00 600.00 6'905.00

Subventionsempfänger OLG Stäfa OLK Piz Hasi OLG Welsikon OLC Kapreolo OLG Thalwil OLG Zürinord OLG Pfäffikon OLG Horgen OLG Dachsen OLK Rafzerfeld OLG Wald OLVO Winterthur OLG Weisslingen OLG Säuliamt OL Vereinigung Zürich ZKOL Nachwuchskader ZKOL Kurse ZKOL Material

Gesamtbetrag 1970-1983 1'465.00 1’505.00 1'044.00 1'708.00 1’628.00 500.00 1'170.00 1'125.00 1'207.00 1'420.00 560.00 450.00 370.00 540.00 1'695.00 5'000.00 1'814.00 2'839.00

1972 Mit Schreiben vom 13. Januar 1972 teilt der KZVL ( Kantonalzürcherischer Verband für Leibesübungen) mit, dass der ZKOL als 38. Mitgliederverband aufgenommen wurde. Um eine bessere Koordinierung der regionalen Aufgaben durch ZKOL und OLVZ zu erreichen, wurde an der ZKOL Delegiertenversammlung vom 24. Januar 1972 beschlossen, dass die Geschäfte des ZKOL in Zukunft durch die OLVZ erledigt würden. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder traten zurück, und als neuer Vorstand wurde der gesamte Vorstand der OLVZ gewählt.

1984 An der ZKOL-GV 1984 wurde mit 9 : 1 Stimmen beschlossen, den Namen zugunsten eines neuen Verbandes zu ändern, die alten Statuten der OLVZ aber provisorisch bis zur Schaffung neuer zu übernehmen. Ebenfalls sollte ein neuer Vorstand gewählt werden. 21

OLVZ - Ein neuer Verband entsteht 1978 An der Generalversammlung 1978 wurde eine längere Diskussion um das Problem OLVZ / ZKOL geführt. Schon bei der

Gründung des ZKOL wurde in Aussicht gestellt, die OLVZ gelegentlich stillzulegen. Meinungsverschiedenheiten bestanden darüber, ob die Zeit dafür jetzt schon reif sei. Eine Abstimmung ergab 10 Stimmen für vorläufige Beibehaltung des jetzigen Zustandes und 5 Stimmen für sofortige Verschmelzung.

1983 Auf Ende 1982 hatte Bernhard Oettli seinen Rücktritt als Präsident der OL-Vereinigung Zürich angekündigt. Auf die Generalversammlung 1983 wurde jedoch kein Nachfolger gefunden. Die Versammlung erteilte dem Vorstand und fünf Vereinen den Auftrag, die Organisationsform OLVZ / ZKOL zu überdenken. Das Ergebnis der Sitzung vom 7.Juni 1983 brachte eine Lösung zur Neuordnung der zentralen Aufgaben für den OL im Kanton Zürich. Diese Lösung sah vor: - Aus ZKOL (Zürcher Kantonalverband) und OLVZ (OL-Vereinigung Zürich) wird OLVZ (OL-Verband Zürich). Der neue OL-Verband Zürich hatte zwei Hauptaufgaben zu erfüllen: - die Betreuung der nicht organisierten Läufer im Kanton - Dachverband der OL-Gruppen im Kanton Zürich Von den bisherigen Aufgaben werden abgegeben: - Organisation Zürcher Nacht-OL (wird jährlich durch einen Klub übernommen) - Betreuung der festen OL-Bahnen (wird durch die OLG Zürinord übernommen) - Organisation der Trainings-OL am Mittwoch (Diese werden weiterhin im Bulletin publiziert, aber durch die Klubs durchgeführt) Von den bisherigen Aufgaben werden weiterhin betreut: - Kartenwesen und Materialstelle - Redaktion Bulletin und Koordination der Trainingsläufe - Subventionen und Kontaktstelle KZVL (Weiterführung der Tätigkeit des ZKOL) - Schülermeisterschaft - Nachwuchskader

1984 An der Generalversammlung 1984 der OL-Vereinigung Zürich und des ZKOL wurde diese Lösung einstimmig beschlossen, und der vorgeschlagene, 12 Mitglieder umfassende Vorstand mit Präsident Robert Müller wurde ohne Gegenstimmen gewählt. Zu den alten Ressorts wurden zwei neue geschaffen: OL und Umwelt ( als Kontaktstelle zum SOLV und zu kantonalen Behörden sowie zur Beratung der Vereine ). PR und Presse

Verbandsgeschichte 1984 bis 2005 (In diesem Teil soll nur noch das Wenige vermerkt werden, das in anderen Kapiteln nicht angeführt wurde.)

1984 Das erste Jahr des neu gegründeten Verbandes verlief ohne grosse Sprünge. In vier Vorstandssitzungen wurden die laufenden Geschäfte erledigt. Im ersten Jahr galten noch die ZKOL-Statuten. Eine Kommission beriet und bearbeitete die neuen Statuten z.H. der DV 1985. Die Dienstleistungen wurden im Geiste der Gründungsversammlung weitergeführt. Die Karten Zürichberg/Adlisberg, Gubrist, Hönggerberg und Waidberg wurden zur Neubearbeitung in Auftrag gegeben. Die Karten Zürichberg/Adlisberg, Altstetterwald und Eschenberg mussten nachgedruckt werden. Die Materialstelle verkaufte über 14'000 Karten.

1985 An der DV vom 6. März 1985 traten die neuen Statuten in Kraft. 1986 Ein Kurs „Die umweltgerechte OL-Bahn“ mit 11 Teilnehmern wurde durchgeführt. An 15 Trainingsläufen nahmen 667 Läufer teil. Das Nachwuchskader trainierte 14 Tage in Schweden.

1987 An der DV 1987 wurde dem Antrag des Vorstandes zugestimmt, künftig auf die OLVZ-Entschädigung für Aufnehmer und Zeichner zu verzichten. René Piguet wurde zum ersten Ehrenmitglied ernannt.

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1988 Die DV 1988 ernannte Max Kellenberger zum Ehrenmitglied. Dem Aufnahmegesuch der OLG Zürichberg stimmte der Vorstand in Eigenkompetenz zu. Das Gesuch der OLG Galgenen um Aufnahme in den OLVZ musste aber wegen der Statuten abgelehnt werden. Dafür erhält der Nachwuchs der OLG Galgenen die Gelegenheit, an der Schülermeisterschaft teilzunehmen und sich für das Nachwuchskader zu qualifizieren. Für das Nachwuchskader war das Frühjahrslager in Bordeaux ein Höhepunkt.

1989 Der am 1. Mai 1989 gegründete OLC Winterthur wurde anstelle der OLVO Winterthur neues Mitglied der OLVZ. Auch 1989 war für das Nachwuchskader das Frühjahrslager in Bordeaux ein Höhepunkt.

1990 Die DV 1990 ernannte Albert Altwegg und Edi Baumann zu Ehrenmitgliedern. Die OLC Winterthur stellte den Antrag zur Übernahme der OLVZ-Karten Eschenberg und Lindberg. Die Betreuung der Schülermeisterschaft wurde als eigenständiges Ressort von Robert Widler übernommen. Das OLVZ-Bulletin erschien in neuem Format und mit Reklamen. Das Grossereignis 1990 war unbestritten der 5-Tage-OL. Der Erfolg und die gelungene Organisation war in erster Linie das Verdienst der verschiedenen OL-Gruppen. Der OLVZ war, ausser einem Darlehen, nur am Rande mitbeteiligt.

1991 Die DV 1991 ernannte den Expräsidenten Robert Müller zu seinem fünften Ehrenmitglied. Sein Nachfolger wurde Walter Frei, der erste Präsident, der das Amt des Vizepräsidenten für wichtig hielt. Als Vize wurde in der Folge Ernst Berger bestimmt. Die Vergabe der Läufe, welche für die Schülermeisterschaft zählten, wurde vom Vorstand übernommen. Erstmals wurde im Herbst eine Präsidentenkonferenz einberufen, um die finanzielle Situation des OLVZ zu diskutieren. 1992 Die DV 1992 beschloss eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge und eine Statutenrevision des Art. 5, welche auch Vereinen in direkt anliegenden Gebieten (OLG Galgenen, OLG Schaffhausen) den Beitritt zum OLVZ ermöglichte. Die Mitgliederbeiträge von bisher Fr. 10.- wurden wie folgt neu festgelegt: - Verein mit bis zu 80 Mitgliedern Fr. 150.- (7 Vereine) - Verein mit 81 bis 120 Mitglieder Fr. 200.- (4 Vereine) - Verein mit über 121 Mitgliedern Fr. 250.- (5 Vereine) 1993

Höhepunkt für das Nachwuchskader war ein zweiwöchiger Aufenthalt in Halden, Norwegen. Die OLVZ-Karte Altstetterwald wurde an die OLK Piz Hasi abgegeben. Das Gesuch der OLG Schaffhausen für eine Mitgliedschaft im OLVZ wurde vom Vorstand einstimmig gutgeheissen. An der Delegiertenversammlung des KZVS vom 5. November 1993 wurde Karl Gräzer als OLVZ-Vertreter in den KZVS Vorstand gewählt.

1994 Das Nachwuchskader verbrachte in den Sommerferien eine Woche Trainingslager im französischen Jura. 1995 Für die Übernahme der Karten Adlisberg und Zürichberg bewarben sich Vereine. 1996 Die OLG Schwamendingen ändert ihren Namen in OLG Zürich. 1997 An der DV 1997 wurde Ernst Berger nach drei Jahrzehnten im OLVZ-Vorstand zum Ehrenmitglied ernannt. Die Kartenvergabe Adlisberg/Zürichberg wurde durch die SOLV-Kartenkommission zugunsten der OLG Zürich entschieden, Die Jugend- und Schülermeisterschaft wurde in JOM (Jugend-OL-Meisterschaft) umgetauft. Neu wurde die Troll-Kategorie (D/H 10) eingeführt. Ein neues Ressort „Bahnen Kontroller JOM“ wurde geschaffen und Fabio Würmli übertragen.

1998 Eine 30 Teilnehmer umfassende Truppe des Nachwuchskaders verbrachte zwei Wochen in Norwegen. sCOOL

Die Vision, die Idee, wurde von Sönke Bandixen an der Präsidentenkonferenz im November 1998 lanciert: Im Mai 2003 sollen in der Schweiz in 1000 Gemeinden 1000 Schulhaus-OL durchgeführt werden. Das Vorhaben war nicht nur ehrgeizig, sondern auch mitreissend. Es wurde daraus der grösste Breitensportanlass der Welt, er wurde ins Guinness-Buch der Rekorde eingetragen. Am 23. Mai 2003 beteiligten sich 1'381 Schulen sowie 207'979 Kinder und Erwachsene am sCOOL Weltrekordtag.

1999 Die OLVZ Homepage www.olvz.ch wurde aufgeschaltet. Der Initiant Thomas Attinger hatte mit seiner Frau Beatrice als Webmasterin gleichzeitig auch die Aktualisierung sichergestellt. 2000 Für das Nachwuchskader stand ein Frühlingslager im Trentino auf dem Programm.

23

2001 Das Projekt „sCOOL“ wurde lanciert. Die OLVZ trat dem Projekt VERSA (Verein zur Verhinderung sexueller Ausbeutung von Kindern im Sport) bei. André Schnyder übernahm die Vermietstelle des Sportidentmaterials.

2002 An der DV 2002 trat Ursina Mathys nach einem Jahr Präsidentschaft kurzfristig zurück. Thomas Attinger als Kassier war bereit, in Doppelfunktion den OLVZ zu führen. 2003 Dieses Jahr stand ganz im Zeichen der OL-WM und der SOW. Das Nachskader trainierte eine Woche im Trentino. Die OLVZ erhielt eine Spende von Fr. 750.- aus der Auflösung der OL-Gruppe des Radfahrervereins Kilchberg mit der Aufforderung, diese für die Jugendförderung einzusetzen. Die letzte der OLVZ-Karten, Lägern-Regensberg, wurde von der OLK Rafzerfeld-Bülach übernommen. Die OLG Zürinord löste sich auf.

2004 An der Präsidentenkonferenz des ZKS vom 27. Januar 2004 wurde Werner Flühmann nach 32-jähriger Tätigkeit im ZKS zum Ehrenmitglied ernannt. Neu zur OLVZ stiess die wieder auferstandene OLG Wald.

Der aNDeRE Sportpreis Der OLVZ gewann den 1. Preis im Wert von Fr. 8'000.-. Bewertet wurden Wirksamkeit und Nachhaltigkeit, nicht die sportliche Leistung. Preisgekrönt wurde durch die Jury das Projekt sCOOL sowie die unzählig geleisteten Fronarbeitsstunden an der WM und SOW 2003. Der Preis wurde an der Swiss O Gala übergeben durch eine Delegation des ZKS (Noldi Müller, Yolanda Gorrardi, Kaspar Egger). Die die Preisübergabe begleitende Einlage eines Feuerschluckers wurde vom ZKS offeriert. Der OLVZ hatte zur Swiss O Gala alle sCOOLBetreuer des Verbandsgebietes als Dank für den geleisteten Einsatz eingeladen.

Subventionen Die Haupteinnahmequellen des OLVZ sind nebst den Gönnerbeiträgen die Subventionen vom ZKS (Zürcher Kantonalverband für Sport). Der ZKS ist verantwortlich für den zielgerechten Einsatz der SportToto-Gelder. Von den ausbezahlten Subventionen gehen ca. 50% an die Zürcher-OL-Klubs und der andere Teil an das Nachwuchskader und den OLVZ.

Subventionen 1984 - 2004 Beitrag an OLVZ

Nachwuchskader

90'000 80'000 70'000

Franken

60'000 50'000 40'000 30'000 20'000 10'000

Jahr

24

2004

2003

2002

2001

2000

1999

1998

1997

1996

1995

1994

1993

1992

1991

1990

1989

1988

1987

1986

1985

1984

0

Seit 1973 erhalten die OLVZ und die Zürcher OL-Klubs für die Beschaffung von Karten und Material sowie für Lager und Kurse Gelder aus den Erträgen des Sport-Toto. Dank grosser Kontinuität bezüglich der Kontaktpersonen zum ZKS konnten die Subventionen stets professionell beantragt und abgewickelt werden. So waren in diesem Ressort während den über 30 Jahren nur drei Vorstandsmitglieder tätig: Werner Flühmann 1973-1988, Angelika Mohn 1989-1999 und seit 2000 Roland Werder.

Materialstelle (Kartenverkauf und Materialvermietung) Obwohl die Materialstelle immer über den Jahresverlauf rapportierte, kam wenig davon in die präsidialen Jahresberichte oder in die Sitzungsprotokolle. Eine Ausnahme machte der Jahresbericht 1988, welcher die Bedeutung der Materialstelle wie folgt beschreibt: „Die Preise für Materialausleihen mussten leicht angehoben werden, sind aber nach wie vor günstig. Die Einnahmen aus Miete und Kartenverkauf betrugen im vergangenen Jahr Fr. 17'600.-. Sie bilden die Existenzgrundlage unseres Verbandes. Dank dem guten Abschluss der Materialstelle konnte unsere Kasse mehr als nur im Gleichgewicht gehalten werden.“ Kartenverkauf Zürichberg-Adlisberg Altstetterwald Chäferberg Eggwald Eschenberg Gubrist Hönggerberg Lindberg Moosalp Total OLVZ-Karten Total aller Karten

1984 4300 1700 180 0 3800 390 1045 790 260 12465 14030

1985 1131 1734 680 127 1355 773 211 375 317 6703 8772

1986 7075 1272 125 245 979 561 489 638 404 12552 13765

1987 5034 1831 1747 241 1478 409 640 861 210 12447 15074

1988 2725 3088 582 46 243 451 567 830 15 8547 11220

1989 2170 1838 616 156 1088 534 368 1609 63 8442 9846

Mit der Gründung des OL-Verbandes 1984 begann die gezielte Abgabe der Karten an die OL-Klubs und Vereine. Das hatte zur Folge, dass der Verkauf von OL-Karten durch die Klub-eigenen Kartenverkaufsstellen erfolgte.

Materialstelle 1984 - 1999 Einnahmen

Ausgaben

Ertrag

35'000 30'000 25'000

15'000 10'000 5'000 1999

1998

1997

1996

1995

1994

1993

1992

1991

1990

1989

1988

1987

1986

-5'000

1985

0 1984

Franken

20'000

-10'000 -15'000

Jahr

25

Die Mitgliedschaft in der OL-Vereinigung Zürich Gegründet wurde die OL-Vereinigung Zürich als freie Verbindung von Orientierungsläufern und Freunden des Orientierungssportes. Eine Mitgliedschaft, oder wie die Zugehörigkeit zur Vereinigung zu benennen war, konnte man durch Bezahlung eines Beitrages von 3 Franken erwerben. So wurde es jedenfalls an der Gründungsversammlung vom 6. Juni 1955 festgelegt. Diese Pflicht zur Beitragszahlung wurde jedoch bereits 1957 wieder abgeschafft und in einen freiwilligen Gönnerbeitrag umgewandelt. In seinem Jahresbericht von 1958 umschreibt der damalige Obmann René Piguet die Struktur der Vereinigung wie folgt: „Unsere Vereinigung hat auch im 4. Lebensjahr ihre Lebensfähigkeit und Notwendigkeit unter Beweis gestellt, obschon sie was Aussenstehende nie recht begreifen können - keinen Mitgliederbeitrag kennt und weder Eintritts- noch Austrittserklärungen braucht, weil ganz einfach jedermann, der an den Veranstaltungen und Versammlungen erscheint, als Mitglied gerechnet wird. Der Vorstand ist damit nicht nur einem bestimmten Kreise, sondern der ganzen Orientierungsläuferschar gegenüber verantwortlich.“ Da aber ohne Finanzen nichts bewegt werden kann, fährt er in seinen Ausführungen weiter: „Wir appellierten immerhin an den Kreis der uns bekannten Läuferinnen und Läufer Zürichs und Umgebung in dem Sinne, uns einen freiwilligen Gönnerbeitrag zu überweisen. Selbstredend wird dieses Geld nur für OL-Zwecke verwendet.“

Die Gönner-Mitglieder Eine Mitglieder- oder Gönnerliste wurde nicht geführt. Doch aus der Anzahl der bezahlten Beiträge zu schliessen, zählte die OLVZ auf Ende 1955 bereits 104 Gönner-„Mitglieder“. Diese Zahl blieb dann in der Folge bis 1964 gleich. Dann kam 1965 ein neuer Obmann, und sein 8-seitiges Bulletin mit Einladung zur 11. Generalversammlung und beigelegtem Einzahlungsschein liess die Anzahl Gönner auf 166 ansteigen, und im darauf folgenden Jahr war die Zahl 200 überschritten. 1970 lag die Zahl der Gönner bei 258. Mitteilungen erfolgten in den ersten Jahren mit dem gleichzeitig gegründeten OL-Fachblatt. Ab 1960 wurden vermehrt Mitteilungsblätter allen Zürcher „OL-Freunden“ zugestellt. Da die OLVZ keine Mitgliedschaft kannte, betrachtete sie jeden OLFreund von Zürich und Umgebung als zur OL-Vereinigung gehörend. So umfasste die Adresskartei rund 800 bis 1000 Namen.

Die Obmänner

René Piguet 1955-1964

Göpf Lüscher 1965-1967

Werner Flühmann 1968-1971

Walter Egli 1972-1976

Bernhard Oettli 1977-1983

Der Obmann führte den Vorsitz an der Delegiertenversammlung und den Sitzungen. Er war gleichzeitig auch Archivar. Diesen Obmännern ist es zu verdanken, dass aus der Zeit von 1955-1983 noch Dokumente zur Geschichte der OLVZ vorhanden sind. Ab und zu gab es auch einen Ressortleiter, der zu Handen des Obmanns über seine Tätigkeit Rechenschaft ablegte. Diese bildeten aber die grosse Ausnahme.

26

ZKOL (Zürcher OL-Verband) Anlässlich der 16. Generalversammlung der OLVZ vom 6. November 1970 wurde der ZKOL durch die Vertreter von acht anwesenden Zürcher OL-Gruppen einstimmig gegründet. Anschliessend wurde der erste, drei Mitglieder umfassende Verbandsvorstand gewählt. Dieser hoffte nun, dass die Zusagen für eine Mitgliedschaft durch die OL-Gruppen eingehalten würden und die entsprechenden Beitrittsgesuche möglichst bald erfolgten.

ZKOL-Mitgliedervereine (Reihenfolge nach Beitrittsdatum) Datum 25.05.1970 01.06.1970 04.06.1970 16.06.1970 19.06.1970 25.06.1970 04.07.1970 06.07.1970 22.07.1970 25.08.1970 27.10.1970 10.11.1970 28.10.1970 12.12.1970 06.06.1973 19.12.1973 05.01.1974 05.03.1980 05.03.1980 03.03.1982

Organisation

Verantwortlicher ( beim Beitritt) OLG Thalwil Hans Peter Maag OLK Piz Hasi, Dietikon Peter Habegger Schülerorganisation SOOL, Kantonsschule Winterthur Markus Glesti OLG UOG Zürichsee rechtes Ufer ab 1975 Jugendsportklub Meilen Thedi Wagner OLG Zürinord Paul Kunz Guttempler OL Walter Hobi Winterthurer OL Jürg Berger OLG Horgen Albert Maag Roverharst Hai, Pfadfindersbteilung Küsnacht-Erlenbach Hans-Peter Temperli OLG Pfäffikon ZH Walter Frei OLK Rafzerfeld Werner Flühmann OL Vereinigung Zürich Werner Flühmann OLG Stäfa Fredy Guyer OLC Kapreolo Bruno Tantanini OLG Welsikon Walter Peter OLG Wald Matthias Erzinger OLG Dachsen Felix Müller OLVO Winterthur Arthur Gübeli OLG Weisslingen Heinz Sieber OLG Säuliamt Anders Widen

Mitglieder (ab 1973) 40 35 5 2 76 5 2 10 2 10 37 150 72 80 25 18 40 70 46

Austritt

1972 1978 1978 1978 1972

ZKOL-Vorstandsmitglieder Die gewählten Vorstandsmitglieder bestimmten ihren Präsidenten selber und nahmen die Aufgabenverteilung in Eigenregie vor. Ab 1972 stellte der OLVZ auch die Vorstandsmitglieder des ZKOL sowie den Vertreter zum KZVL. ZKOL-Vorstand 1970-1971

Hansruedi Schaich - Präsident OLC Kapreolo

Edi Baumann OLVZ

Albert Maag OLG Horgen

Ab 1972 in Funktion als OLVZ-Vorstandsmitglieder: Werner Flühmann (Präsident) Fritz Maurer Theo Stocker Max Sutter

1972-1983 1972-1983 1972-1975 1976-1980 27

OLVZ (OL-Verband Zürich) Mitglieder 1984 anlässlich der Gründung begann der OL-Verband Zürich mit folgenden Mitgliedern: den 14 OL-Vereinen und OL-Gruppen des ZKOL (Uebernahme ohne formales Prozedere). den Gönnermitglieder (als Einzelmitglieder) der OL-Vereinigung Zürich. Ehrenmitglieder waren vorgesehen aber OLVZ und ZKOL hatten zu diesem Zeitpunkt noch keine Ehrenmitglieder. 1984 kam die neu gegründete OLG Schwamendingen dazu, welche ihren Namen 1996 in OLG Zürich änderte. 1988 wurde der Aufnahme der OLG Zürichberg zugestimmt. 1992 genehmigte die Delegiertenversammlung folgende Statutenänderung: „Mitglieder können werden: Vereine und Gruppen, die den OL-Sport pflegen, und deren Sitz im Kanton Zürich oder in direkt anliegenden Gebieten ist.“ Damit hatten auch Vereine mit Sitz ausserhalb des Kantons Zürich die Möglichkeit, Verbandsmitglied zu werden. 1992 wurde die OLG Galgenen als 17. Mitglied aufgenommen 1993 erfolgte die Aufnahme der OLG Schaffhausen als 18. Mitglied. 2000 erfolgte der Austritt der OLG Zürichnord infolge Auflösung des Vereins.

OLVZ-Mitgliedervereine am 1.Januar 2005 OL-Verein / Gruppe OLG Dachsen OLG Galgenen OLG Horgen OLC Kapeolo OLG Pfäffikon OLK Piz Hasi OLK Rafzerfeld-Bülach OLG Säuliamt OLG Schaffhausen OLG Stäfa OLG Thalwil OLG Weisslingen OLG Welsikon OLC Winterthur OLG Zürich OLG Zürichberg OLG Wald

Präsident/-in Heidy Corrodi Christoph Stäuble Markus Albisser Ueli Tantanini Ursula Wolfensberger Hanspeter Oswald Peter Rüedlinger Lotti Spalinger Doris Zehnder Erich Haag Martin Rohr Martin Widler Mario Meier Andreas Hinder André Schnyder Thomas Scholl Markus Wettstein

Aktive 28 27 54 201 128 39 82 136 78 122 78 38 65 105 32 5 6

Mitgliederzahlen Jugendliche Passive/Gönner 4 14 8 11 3 8 30 70 10 8 39 28 40 25 33 18 44 22 6 12 20 17 23 20 14 6 25

Total 46 46 79 231 198 57 149 176 103 173 144 56 117 128 66 5 37

Mit einem Bestand von 1662 Mitgliedern (ohne OLG Galgenen) beträgt der Anteil des OLVZ im SOLV (Schweizer OL Verband) rund 20%.

Die Präsidenten

Robert Müller 1984 - 1990 28

Walter Frei 1991-1998

Peter Andres 1999 - 2000

Ursina Mathys 2001

Der Vorstand

Im Jubiläumsjahr 2005 im Amt sind:

Thomas Attinger (seit 1998) Präsident - OLG Thalwil

Heidi Altenburger (seit 2003) Finanzen - OLG Welsikon

Ulla Gagliardi (seit 2002) Protokoll - OLK Piz Hasi

Arthur Gübeli (seit 1986) OL+Umwelt - thurgorienta

Erica Huggler (seit 1995) JOM/Bulletin - OLG Stäfa

Annelies Meier (seit 1993) Kadertrainerin - OLC Kapreolo

André Schnyder (seit 2003) Controlling - OLG Zürich

Roland Werder (seit 2000) Subventionen - OLG Zürich

Ehemalige Vorstandsmitglieder von 1955-2005 in alphabetischer Reihenfolge Name Andres Peter Bachmann Lisbeth Bader Marcel Ballesta Sonja Baumann Edi Berger Ernst Diener Margrit Egli Walter Fischer August Flühmann Werner Frei Daniel Frei Walter Furrer Lotti Gründler Markus Güntert Alfred Güntert Alfred Jun. Habegger Peter Harlacher Hans Heller Toni Hoppler Rosmarie Huwiler Robert Kellenberger Max Keller Walter Kofler Koni Köhle Urs Köhli Werner Künzli Heinz Lenherr Peter Lüscher Gottfried Marti Edy

Im Vorstand Von / bis 1998-2000 1955 1962 1961-1963 1956-1973 1967-1996 1973-1980 1972-1983 1963-1969 1968-1989 1993-1999 1991-1998 1984-1986 1991-1992 1955-1956 1957-1960 1996-1999 1965-1968 1960-1965 1956 1956-1957 1962-1972 1969-1973 1984-1988 1984-1992 1965-1983 1957-1962 1996-2000 1964-1967 1973-1982

Name Jahre 2 1 1 3 18 30 8 12 7 22 7 8 3 2 2 4 4 4 6 1 2 11 5 5 9 19 6 5 4 10

Massüger Hans Mathys Ursina Maurer Fritz Miglioretto Paolo Mohn Angelika Müller Hermann Müller Robert Oehy Peter Oetiker-Thommen Margrit Oettli Bernhard Oettli Meret Piguet René Probst Heidi Räber Paul Resch-Dietiker Marie Rinderknecht Theo Ruchti Martin Rüegg Urs Schaffner Anne-Barbara Schaich Hansruedi Schwager Eugen Sieber Heinz Spiess Ernst Stemmler Rolf Stensby Per Stocker Theo Suter Max Tantanini Bruno Widler Robert Würmli Fabio

Im Vorstand Von / bis Jahre 1958-1971 14 1988-1990, 2001 4 1958-1990 33 1955-1956 2 1989-1999 11 1968-1974 7 1970-1990 21 1990-1995 6 1967-1971 5 1976-1986 11 1981-1983 3 1955-1964 10 2000-2001 2 1985-1986 2 1964-1969 6 1962-1966 5 1972-1973 2 1984-1985 2 1986-1992 7 1966-1967 2 1969-1981 13 1981-1997 17 1957 1 1957-1959 3 1955-1956 2 1969-1975 7 1976-1981 6 1968-1973 6 1993-1994 2 1984-88, 1997-98 11

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Die Ehrenmitglieder 1987 René Piguet ( 1919-2005 ) René war aktiv in den Jahren, als der Schweizer OL erwachsen wurde. Er wurde erster Präsident der OLVZ, Bahnleger am 1. Zürcher Einzel OL und Gründungsmitglied der SIOL. Unermüdlich war er an der Entwicklung des OL beteiligt. Die Grundsätze, die er 1955 formulieren half, sind immer noch aktuell. Später reiste er in alle Welt und erntete Lorbeeren als einer der ältesten Schweizer Läufer.

1988 Max Kellenberger ( *1914 ) Max kam 1962 in den OLVZ-Vorstand und wirkte als Kassier und versierter Rechnungsbürochef der Zürcher Einzel-OL. Seine Sorgfalt war sprichwörtlich. Ein grosser Teil des guten Rufes der Vereinigung ist ihm zu verdanken. Seine Ausdauer bewies er unter anderem mit der Teilnahme an allen Schweizermeisterschaften. Eine gute Gesundheit erlaubte ihm Wettkämpfe bis ins hohe Alter.

1990 Albert Altwegg ( 1909 - 1999 ) Albert war seit 1941 OL-Läufer und blieb es beinahe 50 Jahre lang. 1989 war er der erste 80 Jährige auf den Startlisten. Er pflegte auch LL, Velofahren und Schwimmen und war einmal Vizeschweizermeister über 25 km Gehen. Seiner Ernährungsphilosophie schrieb er zu, dass er nie krank war. Übrigens besass er auch ein Diplom in Psychologie. Als Bahnleger sammelte er Sollzeiten in verschiedenen Geländetypen und verfasste daraus das legendäre: „OL mathematisch“.

1990

Edi Baumann ( 1914-1993 ) Edi nahm 1936 als Radrennfahrer an der Berliner Olympiade teil und war viele Jahre Jurymitglied an den Sechstagerennen in Zürich und Mailand. Erst spät - 1950 - begann er seine OL-Karriere und war lange Jahre d e r Seniorenläufer. Dazu wirkte er fachkundig und unermüdlich als Bahnleger, als Organisator, als Förderer und Ausbildner der Nationalmannschaft. 1964 war er Coach der Schweizer an der EOM im Jura. Später vertrat er die Schweiz bei der Gründung der IOF. Edi war Gründer und dann über 20 Jahre lang im Vorstand der OLVZ. In den fünfziger Jahren half er das moderne Gesicht unseres Sportes zu gestalten. 1991 Robert Müller ( *1928 ) Robert Müller hatte seine ersten OL-Kontakte mit 18 Jahren. Dann verschrieb er sich aber bei den Naturfreunden dem Langlauf, dem Bergsteigen und dem Skifahren, wurde Tourenleiter und verantwortlich für die Ausbildung. Etwa 1967 begann er, regelmässig OL zu laufen, und ist heute noch in den Jahrespunktelisten regelmässig weit vorne anzutreffen. Als einer der ersten Jugend+Sport-Experten wurde er Ausbildungschef in der OL-Kommission (einer Vorgängerorganisation des SOLV) und leitete zahlreiche Nachwuchslager. Er stellte seine polysportive Erfahrung dem OLVZ in allen Bereichen , nicht zuletzt als Bahnleger der EOM Bürchen und der NOM im Rosinli, und dann als Präsident zur Verfügung.

1997 Ernst Berger ( *1941 ) Ernst Berger ist seit 1954 im OL dabei, von seinem Vater eingeführt. Im TV Unterstrass widmete er sich auch noch dem Langlaufen, der Leichtathletik und dem Sektionsturnen, wie das früher üblich war. Im OLVZ versah er alle Chargen, besonders in der Zeit, als noch der Zürcher Einzel-OL jährlich zu organisieren war. Da warf er seine Vielseitigkeit, seine OL-Erfahrung und seine Ausdauer in die Waagschale. Nach seinem Umzug nach Brugg half er bei der Gründung der OLG Cordoba, blieb den Zürchern aber treu. Bergers sind noch heute eine renommierte OL-Familie.

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OLVZ-Ressorts und ihre Betreuer OL-Vereinigung Zürich ( 1955-1983)

Orientierungslauf-Verband Zürich ( 1984 - )

Die OL Vereinigung Zürich war weder Verein noch Verband und kannte auch keine Mitgliedschaft. Jeder OL-Freund aus Zürich und Umgebung konnte sich zur OLVZ gehörend bekennen. Die Obmannskommission wurde durch einen Obmann geführt, weitere Aufgaben wurden durch ein Vorstandsmitglied betreut.

Mit der Zusammenlegung des „Verbandes“ ZKOL und der „Vereinigung“ OLVZ im Jahre 1984 wurden Aufgaben wie OLVeranstaltungen, Trainings, Kartenherstellung an die Klubs und Vereine abgegeben. Als Hauptaufgaben blieben das Subventionswesen, JOM und das Nachwuchskader. Neu dazu kamen „OL und Umwelt“ und ab 1997 das Controlling.

Obmänner

Präsidenten

1955 - 1964 1965 - 1967 1968 - 1971 1972 - 1976 1977 - 1983

Finanzen

1955 1956 1957 - 1962 1963 - 1972 1973 - 1980 1981 - 1983

Protokoll

1955 - 1964 1965 - 1966 1967 - 1971 1972 - 1978 1979 - 1985

René Piguet Gottfried Lüscher Werner Flühmann Walter Egli Bernhard Oettli

1984 - 1990 1991 - 1998 1999 - 2000 2001 2002 -

Robert Müller Walter Frei Peter Andres Ursina Matthys Thomas Attinger

Lisbeth Bachmann Rosmarie Hoppeler Heinz Künzli Max Kellenberger Margrit Diener Heinz Sieber

1984 - 1997 1998 - 2002 2003 -

Heinz Sieber Thomas Attinger Heidi Altenburger

keine Hans Massüger Marie Resch-Dietiker Werner Flühmann Walter Egli

1986 - 1992 1993 - 1996 1997 - 1999 2000 - 2001 2002 -

Anna-Barbara Schaffner Ernst Berger Daniel Frei Heidi Probst Ulla Gagliardi

1984 - 1992 1993 - 2000

Alice und Theo Ruchti Theres und Peter Lenherr

Materialstelle (Kartenverkauf und Materialvermietung) 1955 - 1956 1957 1958 - 1971 1972 - 1973 1974 - 1984

Paolo Miglioretto Ernst Spiess Hans Massüger Martin Ruchti Alice Ruchti

Zürcher Schüler- und Jugendmeisterschaft 1969 - 1973 1974 - 1980 1981 - 1983

Bruno Tantanini Werner Köhli Hansjörg Graf

Nachwuchsförderung / Kadertrainer 1955 - 1976 1977 - 1979 1980 - 1983

Mitteilungen 1955 - 1964 1965 - 1971 1972 - 1983

Subventionen 1970 - 1972 1973 - 1983

Trainingsläufe 1957 - 1959 1960 - 1964 1965 1966 - 1969 1970 - 1972 1973 - 1980 1981 - 1982

Nachwuchsförderung ohne Kadertrainer Peter Andres Hansjörg Graf

Albert Maag Gottlieb Maag Werner Flühmann

Hansruedi Schaich Werner Flühmann Rolf Stemmler Toni Heller Toni Rinderknecht Werner Köhli Robert Müller Edy Marty Meret Oettli

Kartenchef

1984 - 1985 1986 - 1989 1990 - 1995 1996 - 2000

ab 1998 JOM

Paul Räber Werner Flühmann Peter Oehy Peter Lenherr

1984 - 1986 1987 - 1989 1990 - 1994 1995 -

Lotti Furrer (Beat Spalinger) Urs Köhle (Ursina Matthys) Robert Widler Erica Huggler

1984 - 1986 1987 - 1989 1990 - 1992 1993 -

Lotti Furrer (Beat Spalinger) Urs Köhle (Ursina Matthys) Markus Gründler (Annelies Meier) Annelies Meier

Bulletin

1984 - 1988 1989 - 1995 1996 - 1999 2000 / 2001 / 2002 2003 -

Fabio Würmli André Schnyder Peter Habegger Peter Andres / Ursina Matthys / Peter Habegger Beatrice Attinger, Erika Huggler

1984 - 1988 1989 - 1999 2000-

Werner Flühmann Angelika Mohn Roland Werder

OL und Umwelt 1984 - 1985 1986 -

Controlling

1997 - 2002 2003 -

Urs Rüegg Arthur Gübeli Fabio Würmli André Schnyder

31

Vom Inserat zum OLVZ-Bulletin Von 1955 bis 1960 durch Inserate in der Fachschrift „OL“ Für Mitteilungen an seine Mitglieder bediente sich die OLVZ in den ersten Jahren, von 1955 bis 1960, des OL-Fachblattes. Vielfach herrschte anfänglich die Meinung, die ebenfalls im Frühjahr 1955 erstmals herausgekommene Fachschrift für Orientierungslauf sei ausschliesslich ein Organ der OLVZ. Dem war aber nicht so. Selbstverständlich unterstützte die OLVZ diese wertvolle Zeitschrift, wo sie nur konnte.

1955 - 1960 Mitteilungen in der Fachschrift „OL“

Da jedoch nicht alle Gönner-Mitglieder Abonnementen der Fachschrift „OL“ waren, wurden diese zusätzlich zu den Mitteilungen mittels Zirkularen über das Trainings-Angebot, bevorstehende OL-Veranstaltungen und Zusammenkünfte informiert.

Von 1960-1968 durch Postkarten Um möglichst viele Gönner und Freunde der OLVZ umfassend über das vielfältige Trainings- und Veranstaltungsangebot zu informieren, wurden nebst Rundschreiben auch Postkarten mit dem Veranstaltungskalender verschickt. So erhielten in jener Zeit bereits über 800 Personen die Zusendungen.

1960-1968 Postkarten in verschiedenen Formen und Grössen

32

Von 1965 bis 1977 durch Broschüren und Zirkulare Die Einladung zur Generalversammlung der Jahre 1965-1968 erfolgte mittels einer Broschüre von acht Seiten Umfang. Dadurch blieb der ausführliche Jahresbericht nicht nur den Versammlungsteilnehmern vorbehalten, sondern erreichte eine grössere Leserschaft. Der mit der Einladung verbundene Aufruf, die OLVZ auch finanziell zu unterstützen, zeigte Wirkung und liess die Anzahl der Gönner rapide ansteigen.

1965-1968 mehrseitige Broschüren

1969-1977 Zirkulare

Ab 1969 erfolgte die Information der „Gönner-Mitglieder“ mittels Zirkularen in A4-Format, in der Regel 5 Ausgaben pro Jahr, welchen je nach Bedarf Ausschreibungen beigelegt wurden.

Von 1978 bis 1989 durch ein Bulletin Ab 1978 veränderte sich das Mitteilungsblatt in ein Bulletin von vier Seiten im Format A5 mit sechs Ausgaben pro Jahr. Diese Form erschien dann am 31.12.1989 zum letzten Mal.

1978-1989 Bulletin A5, 4-seitig

Letzte Ausgabe 31.12.1989

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Ab 1990 durch das Verbandsorgan „OLVZ-Bulletin“ Jeder Klub oder Verband braucht ein Verbandsorgan, um seinen Mitgliedern Informationen zukommen zu lassen. Ein gutes Erscheinungsbild, sechs Ausgaben in regelmässigen Abständen, das hatte sich André Schnyder 1990 zum Ziel gesetzt. Was für die meisten OL-Klubs und Vereine zum Standard gehörte, sollte auch für den OL-Verband Zürich möglich sein. Seither gibt es das „OLVZ-Bulletin“, das im Jubiläumsjahr 2005 durch das Damen-Duo Erica Huggler und Beatrice Attinger erfolgreich redaktionell bearbeitet wird.

1990- 1995

1996-2002

ab 2003

Redaktion, Druck und Versand 1955-1983

Die redaktionelle Bearbeitung der Mitteilungen an die Mitglieder erfolgte durch den Obmann. Die Adresskartei betreute Theo Rinderknecht und für die Vervielfältigung war Albert Maag bis 1964 besorgt. Von 1965 bis 1971, während sieben Jahren, druckte Gottlieb Maag Zirkulare, Start- und Ranglisten für die OLVZ. Jeder aktive OLLäufer, dessen Adresse registriert war, erhielt von März bis Oktober regelmässig die Mitteilungen mit den Angaben der vielen Trainingsmöglichkeiten und Ausschreibungen für Wettkämpfe. 1970 wurde auf Antrag von Max Kellenberger eine Klein-Offsetmaschine (Occasion) für Fr. 1'600.- gekauft. Als dann 1976 das Mitteilungsblatt nicht mehr gratis gedruckt werden konnte, erfolgte der Druck auf der „OLVZMaschine“.

1984-1989

Nach der Verbandsgründung wurde das OLV-Bulletin durch ein Vorstandsmitglied betreut, während der Druck immer noch bei Flühmanns erfolgte. 1989 wandelte André Schnyder das OLVZ Bulletin in ein mehrseitiges OLVZ- Mitteilungsheft um.

1990-1995

Unter der Redaktion von André Schnyder erschien die Nummer 1/1990 des OLV-Bulletins mit einem neuen Titelbild, gestaltet von Max Baracchi. Adressverwaltung und Versand lagen in den Händen von Alois und Käthi Müller.

1996-1998

Für die Redaktion der Nummer 1/1996 musste der Präsident Walter Frei mangels Bereitschaft anderer Vorstandsmitglieder und fehlenden Nachfolger selber besorgt sein. Mit der Uebernahme der Redaktion durch Peter Habegger erhielt das Heft eine professionelle grafische Gestaltung.

1999-2002

Diese drei Jahre waren gekennzeichnet durch Turbulenzen in der Redaktion. Das führte dazu, dass vor allem die Präsidenten gefordert wurden, um wenigstens vier Ausgaben jährlich erscheinen zu lassen. Nach je vier Ausgaben durch Peter Andres und anschliessend Ursina Mathys gab nochmals Peter Habegger ein kurzes Gastspiel.

ab 2003

Thomas Attinger, der von den Finanzen ins Präsidialamt wechselte, fand in Erica Huggler und Beatrice Attinger ein Team, das gewillt war, das OLVZ-Bulletin in vier Ausgaben den Mitgliedern termingerecht zukommen zu lassen. Die Mitte 1999 durch Thomas Attinger erstellte Homepage http://www.olvz.ch wird seit Beginn ebenfalls von Beatrice Attinger betreut .

34

Trainingsläufe Mit dem Einladungsbrief zur ersten Monatsversammlung vom 6. Juni 1955 wurde gleichzeitig auch zu den ersten durch die OLVZ organisierten Trainingsläufen eingeladen. Die darauf folgenden Trainings wurden jeweils in der Fachschrift für Orientierungslauf „OL“ publiziert.

Aus „OL“ Nr. 2 vom 1.Juli 1955

Jahr 1955 1956 1957 1958 1959 1960 1961 1962 1963 1964 1965 1966 1967 1968 1969 1970 1971 1972 1973 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983

Anzahl Training Teilnehmer 15 28 2000 21 27 28 30 27 37 38 29 1047 31 988 27 1166 27 1392 30 1392 26 1168 29 1009 25 25 22 21 18 20 21 18 18 19 18

1200 1725 1620 1229 1400 1347 1017 1160 897

Aus „OL“ Nr. 3 vom 20.August 1955

Betreuer Trainingsläufe 1957-1959 Rolf Stemmler 1960-1964 Toni Heller 1965 Toni Rinderknecht 1966-1969 Werner Köhli 1970-1972 Robert Müller 1973-1980 Edy Marty 1981-1982 Meret Oettli

So organisierten „Mitglieder“ der OLVZ bereits im ersten Jahr 15 Trainingsläufe, die sich alle einer guten bis sehr guten Beteiligung erfreuten. In der Ausschreibung wurden die Teilnehmer aufgefordert, die Karte „Zürich und Umgebung“ mitzubringen. Diese Karte war eine Zusammensetzung aus dem Topographischen Atlas der Schweiz (Siegfried-Atlas) aus dem Jahr 1947. Zu Beginn des Jahres 1956 erreichte die Produktion der neuen Landeskarte auch den Kanton Zürich, und so hiess es fortan „Neue Landeskarte mitbringen“. Auf Grund der grossen Nachfrage wurden die Wälder rund um Zürich auf einem grossen Blatt in einer Grossauflage gedruckt. Die einzelnen Laufgebiete wurden dann je nach Bedarf zugeschnitten und an den Trainings gratis oder gegen einen bescheidenen Betrag von 30 Rappen abgegeben. Das Koordinieren und Publizieren der Trainingsläufe erfolgte ab 1957 durch ein Mitglied der Obmannskommission. An einer Sitzung des OLVZ / ZKOL-Vorstandes wurde anfangs 1983 beschlossen, dass die Trainings-OL am Mittwoch weiterhin im Bulletin publiziert würden. Deren Durchführung erfolgte jedoch durch die OL-Klubs in Eigenregie. 35

Aus dem Jahr 1956 eine Trainingskarte ganz besonderer Art vom Laufgebiet Zürichberg - Adlisberg

1956 - Trainingskarte Gubrist

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1956 Trainingskarte Zürichberg-Adlisberg

1968 Traingskarte Zürichberg-Adlisberg - Auflage 20'000 Expl. - Hauptabnehmer Schulamt der Stadt Zürich 37

Feste OL-Bahnen Im Rahmen des Bahnlegerkurses in Magglingen vom 7. / 8. Mai 1955 hatte eine Arbeitsgruppe mit Dr. Charles Schneiter, Per Stensby, Ernst Spiess (alle Zürich), Ralf Handloser (Magglingen) und Roman Bussmann (Luzern) Richtlinien zu Bau und Verwendung einer „festen Bahn“ erstellt. Diese Richtlinien bildeten die Grundlage für die OL-Trainingsbahnen in der Schweiz.

Zürichberg - Erste OL-Trainingsbahn der Schweiz 1955 Am 3. September 1955 wurde auf dem Zürichberg die erste öffentliche feste Bahn für das OL-Training in der Schweiz

der OLVZ samt Schlüsselkarte übergeben. Diese Einrichtung wurde durch einen Beitrag von Sport-Toto ermöglicht, und mit minimalen Kosten von 500 Franken wurde der angestrebte Zweck erreicht. Erstellt wurde sie von Karl Häner und Albino Behrens. Der zukünftige Unterhalt musste mit Mitteln der OLVZ bestritten werden. Für die einfache Anlage mit einer Garderobe und Waschgelegenheit beim „Alten Klösterli“ lieferte das Hochbauamt gratis Material. Die 30 Posten waren meist an markanten Punkten gestellt, boten aber reichlich Möglichkeiten zu Kombinationen. Die Benützung war bis Ende November recht rege. Das Büro für Vorunterricht verkaufte 700 Kärtchen, die Schulen benützten 2000, und beim Akademischen Sportverband Zürich wurden rund 200 gebraucht. Selbst an Regentagen entdeckte man eifrige Buben und Mädchen bei der Jagd nach den rotweissen Metallbändern. Von den FHD bis zu den Kantonspolizisten erstreckten sich die Bezüger der zu 10 Rappen abgegebenen Kärtchen. Die Förster stellten keine Schäden am Waldbestand fest, doch war bereits nach kurzer Zeit ein Drittel aller Markierungen beschädigt, drei sogar abgerissen. Besucherzahlen gemäss Präsenzbuch 1957: 345, 1958: 624, 1959: 606 Betreuer: 1955 - 1974 Karl Häner, 1975 - 1983 Familie Dürig, Gockhausen, 1984 - 1990 OLG Zürinord, ab 1991 OLG Schwamendingen

So könnte das Postennetz von 1954-1956 gewesen sein (frei aus dem Gedächtnis von Fritz Maurer)

Adlisberg 1957 Zwei Jahre später wurde auch die feste Bahn Adlisberg, ebenfalls mit Ausgangspunkt Klösterli ihrer Bestimmung

übergeben. Besucherzahlen gemäss Präsenzbuch 1957: 345, 1958: 624, 1959: 606 Betreuer: 1955 - 1974 Karl Häner, 1975 - 1983 Familie Dürig, Gockhausen, 1984 - 1990 OLG Zürinord, ab 1991 OLG Schwamendingen 38

39

Hönggerberg-Gubrist 1957 Das Postennetz Hönggerberg-Gubrist wurde am 10. März 1957 mit einem Postennetz-OL mit 117 Teilnehmern

eingeweiht. Die Posten 81 und 82 wurden vom Kantonalen Naturschutz Zürich kritisiert und nach einer gemeinsamen Begehung etwas verschoben. Betreuer: 1957 - 1966 Albert Altwegg, 1967 Albert Wismer, 1968 - 1970 Wolfgang Kappeler/Max Merle, 1971 - 1990 Werner Köhli, 1991 - 1998 Hans Speich, ab 1999 OLG Zürich

32 Posten, Posten 74 und 91 liegen auf der Verbindungslinie A-B oder C-D welche anhand ihrer Koordinaten zu bestimmen sind.

Altstetterwald 1957 Ebenfalls im Jahr 1957 kam ein viertes festes Postennetz im Altstetterwald. 1959 wurde im Quartierblatt „Der Altstetter“ (Auflage 8100 Expl.) eine zweifarbige Karte des Gebietes mit sämtlichen eingezeichneten Posten veröffentlicht. Betreuer: 1957 - 1967 Ernst Weber, 1968 - 1974 Albert Wismer, 1975 - 1983 Eugen Birchler, 1984 - 1990 OLG Zürinord, 1991 - 1992 Hans Speich, ab 1993 OLK Piz Hasi

1965 Im Jahr 1965 machte die OL-Kommission des SLL eine Umfrage, und der Obmann der OLVZ Göpf Lüscher konnte über die vier festen Postennetze folgende Angaben machen. Laufgebiet Betreuer Postenzahl Anschlagkasten Garderobe Kartenkosten

40

Zürichberg Karl Häner ca. 30 Altes Klösterli dito - gratis Fr. -.30

Adlisberg Karl Häner ca. 30 Altes Klösterli dito - gratis Fr. -.30

Gubrist Albert Altwegg 32 Rütihof dito - gratis Fr. -.30

Altstetten Ernst Weber 34 Naturfreundehaus dito - Fr. 100.-/Jahr Fr. -.30

Wangenerwald 1972 Auf der 1972 von Fritz Maurer überarbeiteten OL-Karte Wangenerwald wurde eine feste OL-Bahn erstellt. Die Postenstandorte wurden mit Pfählen markiert.

Betreuer: 1972-1977 Fritz Maurer, ab 1978 OLC Kapreolo

Waidberg (Chäferberg) 1977 Am 15. Juli 1977 teilte das Stadtforstamt der Stadt Zürich der OLVZ mit, dass es gegen eine feste OL-Bahn in der Käferbergwaldung nichts einzuwenden habe. Für 5 Posten in privaten Waldparzellen wurde das Einverständnis der Eigentümer eingeholt. Betreuer: 1977 - 1983 Albert Wismer, 1984 - 1990 OLG Zürinord, 1991 Hans Speich, ab 1992 OLC Kapreolo

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Die Bilanz aus 50 Jahren Organisation von OL-Anlässen darf sich sehen lassen. Zu über 60 Veranstaltungen, Meisterschaften, Nationalen- und Regionalen-OL hat die OLVZ eingeladen, ganz zu schweigen vom grossen Angebot an Kartentrainings.

Der Zürcher Einzel-OL Bereits vor der offiziellen Gründung der OLVZ vom 6. Juni 1955 erfolgte am 17. April 1955 der Start zum 1. Zürcher Einzel-OL. Zur Entstehung des „Zürcher Einzel-OL“ schreibt der erste Obmann der OLVZ René Piguet in seinem Tätigkeitsbericht 1955: „Angeregt durch eine eifrige Diskussion über grundsätzliche Fragen im Orientierungslaufen, trafen sich im Winter 1954/55 einige OL-Freunde in Zürich und berieten an manchen Abenden, wie dem Orientierungslaufen, das in der Schweiz immer populärer geworden war, noch besser vorwärts geholfen werden kann. Man brachte unter anderem einige „Richtlinien für gerechte Problemstellung“ zu Papier. Was lag näher als die entwickelten Gedanken an einem öffentlichen Orientierungslauf an das breite Publikum zu bringen. So wurde der Zürcher Einzelorientierungslauf vom 17 .April 1955 geboren, für welchen gleich 330 Anmeldungen eingingen. Die Organisatoren Edgar Bächtold, Roman Bussmann, Gebr. Scheller, Per Stensby und der Schreibende, präsentierten einen Lauf ohne technische Aufgaben und bemühten sich, die Strecken so zu führen, dass die Probleme ausschliesslich zwischen den Posten lagen. Bei guter Geländewahl wird dies immer die Idealform jedes Orientierungslaufes sein, wie die Erfahrungen in Skandinavien eindeutig zeigen, wo der Orientierungslaufsport viel älter ist als bei uns. Auch wurde das erste Mal versucht, Damen einzeln starten zu lassen, ein Unterfangen das sich lohnte und inzwischen Nachahmer gefunden hat.“

Nr Datum .

Laufgebiet

1 2

17. April 1955 Hertenstein 23. September 1956 Otelfingen

3 4 5 6 7

5. Mai 1957 11. Mai 1958 19. April 1959 4. September 1960 22. April 1961 23. April 1961 21. Oktober 1962 24. März 1963 5. April 1964 30. Mai 1965 15. Mai 1966 21. Mai 1967 23. Mai 1968 15. Juni 1969 31. Mai 1970 20. Mai 1971 18. Juni 1972 20. Mai 1973 19. Mai 1974 12. Oktober 1975 3. Oktober 1976 9. Oktober 1977 21. Oktober 1978 9. September 1979

8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25

Baregg Chlosterwald Eschenberg Schluchsee Rümlangerwald Irchel Batzberg, Rüti Turbenthal Feuerthalen Ricken Rüsler/Oberrohrdorf Stammerberg Chlosterwald Sihlwald Ettenhausen/Bichelsee Hertenstein/Baden Niederweningen Cholfirst/Uhwiesen Zürichberg-Adlisberg Albis Neuhauserwald Stammerberg Egg-Hard-Volketswil Bürchen, Wallis

Bahnleger Hansruedi Scheller Edi Baumann Per Stensby Heinz Künzli Eric Huber Baumann / Maurer Walter Akeret Peter Wehrli Peter Wehrli Jakob Waser Ernst Saxer Anton Schneider Fritz Maurer Berger / Köhlis Bruno Tantanini W.Köhli / M.Oetiker Fritz Dietiker Eugen Schwager Hansruedi Scheller Herrmann Müller Werner Flühmann Theo Stocker Roland Macciacchini Ernst Rubli Max Linder Urs Köhle Robert Müller

Teilnehmer Bemerkungen 330 300

Erster Einzel-OL mit Damenkategorie

470 300 430 172 350 250 450 400 383 290 407 451 511 449 522 272

Karte dreifarbig mit Relieftönung Muttertag

753 907

1125

Deutsche Karte 1:25’000 1. Schweizer OL-Tag Nationalteam-Selektionslauf Organisation: OLG Kilchberg Karte mit Höhenkurventeil, 1:25’000 erste Karte auf Syntosilpapier 4. Nat. OL, Organisation: Pfadi Dunant 3. Nat.-OL 4. Nat. OL 3. Nat. OL auf Siegfriedkarte wie 1955 4. Nat. OL, Organisation: OLG Zürinord 3. Nat. OL 2. Nat. OL 6. Nat. OL, Organisation: OLG Thalwil 6. Nat. OL, Organisation: Rafz/SH/Dachsen 8. Nat. OL, Organisation: OLC Kapreolo Zch-Oberländer, Organisation: OLG Stäfa 31. EOM 1979

Ab 1975 wurde der Anlass jeweils einem Klub zur Durchführung übergeben mit Ausnahme des 25. Jubiläumslaufes im Jahr 1979. Dieser sollte nochmals ein Höhepunkt sein, eine Meisterschaft mit einer neuen Karte in einem OL-Entwicklungsgebiet. Dies war dann, auch ohne formellen Beschluss, der letzte Zürcher Einzel-OL.

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Erster Einzellauf in der Schweiz mit der Kategorie DAMEN. 1. Zürcher Einzel-OL vom 17. April 1955, Siggenberg (Siegfried-Karte 1:25'000) Besammlung 0850 Uhr beim Bahnhof Baden (Aargau). Umkleideort Restaurant Jägerhaus in Hertenstein, ca. 1 km nördlich von Baden (25 Gehminuten ab Bahnhof Baden). Der interessanteste Abschnitt aus dem Laufkommentar der Damen-Siegerin Ruth Staub: „Zum Posten 5 lief ich zuerst entlang der Höhenkurve bis zu einem Weglein mit Lastwagenspuren. Hier machte ich die Kurzschlussüberlegung, dass diese Spuren zur Kiesgrube führen mussten. Bei Pt. 583 stellte ich fest, dass etwas nicht stimmen könne. Ich ging dann in SE-Richtung bis zum steilen Abfall. Dichtes Niederholz versperrte mir dort den Weg. Ich überlegte, dass sich der Posten auf meiner Höhe befinden musste, umging das Gestrüpp und erblickte ihn.“

Restaurant Jägerhaus in Hertenstein

Damen: Jahrgang 1939 und ältere, 5 km mit obligatorischer Pause von 5 Minuten nach ungefähr halber Strecke. 27 Damen am Start, 24 klassiert, 3 wegen Zeitüberschreitung nicht klassiert. 1. Staub Ruth, TV Postbeamte, Zürich 2. Angst Rösli, Wetzikon 3. Koprio Annegret, Uni Basel 4. Binder Vreni, TV Postbeamte, Zürich 5. Utzinger Susi, Bülach 6. Kägi Lorly, LCZ, Zürich 7. Egolf Helena, PAG, Meilen 8. Ballesta Sonja, NSKZ, Zürich 9. Hartmann Verena, DTV Wülflingen 10. Nievergelt Christa, Zwinglibund Oerlikon

1.08.50 1.15.30 1.20.11 1.24.34 1.29.57 1.32.36 1.38.58 1.40.38 1.43.58 1.46.11

Weg der Siegerin Kategorie Damen

2. Zürcher Einzel-OL vom 23. September 1956, Lägeren (Neue Landeskarte 1:16’666) Besammlung und Vorstart beim Schulhaus Otelfingen. Der Läufer meldete sich 45 Minuten vor der Startzeit am Vorstart. Dort erhielt er die Startnummer, die Karte und eine Postenbeschreibung mit Kontrollbuchstaben. Der vorgeschriebene Weg zum Start wurde ebenfalls auf die Karte übertragen. Elitebahn ca. 10 km: 1. Peter Wehrli 72.41 - 2. Edgar Bächtold 75.01 - 3. Martin Keller 77.28

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3. Zürcher Einzel-OL vom 5. Mai 1957, Baregg-Heitersberg LK 1:20'000, dreifarbig Elite, 9 km, 360 m Steigung, 90 am Start Als Schicksalspunkt musste der Posten 8 in einem kleinen Graben zwischen zwei grossen Bächen bezeichnet werden. Er war schwer zu finden, und tückischerweise befand sich in rund 200 m Entfernung ein Posten der Senioren. Viele eilige Favoriten stempelten die falsche Kontrolle, ohne es zu merken, so auch Hansruedi Scheller, Fritz Maurhofer, Fritz Maurer, Walter Akeret und Theo Rinderknecht. Am Start waren auch bereits 40 Damen.

4. Zürcher Einzel-OL vom 11. Mai 1958, Chlosterwald LK 1:20'000, zweifarbig Elite: ca. 10,5 km, Sieger Emil Büchler, Flawil in 74.26. Die Damen bekamen von der OLVZ zusätzlich zur offiziellen Ausschreibung eine spezielle Einladung. Alle klassierten Teilnehmerinnen erhielten das besonders für diesen Anlass gedruckte traditionelle „Stoffeltüechli“. Die Damenbahn mit ca. 6 km und 9 Posten bewältigten 23 Damen. 1. Indergand Margrit, Urdorf 59.08 23. Schlachter Vreni, Thalwil 152.47 44

5. Zürcher Einzel-OL vom 19. April 1959, Eschenberg (LK 1:25'000 schwarz / Halbton) Für diesen Lauf habe ich mir die Mühe genommen, aus der Ausschreibung, den Weisungen und den vorhandenen Angaben des Bahnlegers darzustellen, wie ein „Steinzeit-OL“ abgewickelt wurde. Aus den Weisungen: Besammlung beim Bühlwiesenschulhaus in Winterthur mit Laufgebiet Eschenberg. Ausgeschrieben waren 6 Kategorien. Der Lauf zählte für das Nationalmannschaftskader (nur Herren) als Selektionslauf. Karte: 1:25'000, Norden oben. Grösse A4, Halbkarton. Die Karte wird für den Lauf mit Vorteil einmal gefaltet. Luftaufnahmen: In der Kategorie Elite und Junioren I ist ein Posten aus einer Luftaufnahme zu übertragen. Der Postenstandort kann auf der Karte eindeutig bestimmt werden. Die Luftaufnahme zeigt mehr als die Karte (Bodenbedeckung). Aus den Unterlagen der Bahnleger Edy Baumann und Fritz Maurer: „Im Wald standen 26 Posten mit den Stempel-Buchstaben A bis Z und Ä. Unterstrichene Posten sind Püst (Postenübertragungsstelle).“ Elite Junioren I Senioren Junioren II Aktive Damen

12,4 km 9,2 km 8,6 km 7,8 km 8,5 km 7,2 km

1 A Q A T T A

2 B R B R U T

3 C S C W V C

4 D I D X W W

5 E K E Y X N

6 F L F Z Y S

7 G F M Ä Z Ä

8 H N L P Ä P

9 I O K

10 K P H

11 L

12 M

13 N

14 O

15 P

P

P

Elite: 1. Köbi Waser, OC Zürich 88.28 / Damen: 1. Margrit Thommen, Lampenberg BL 82.38

45

6. Zürcher Einzel-OL vom 4. September 1960, Schwarzwald (Deutsche Karte, schwarz-weiss, 1:25’000) Besammlung in Schluchsee (Schwarzwald) Damenbahn ca. 6 km: 1. Margrit Thommen 59.14 - 2. Schaub Dora 70.25 - 3. Irene Köhli 71.44

8. Zürcher Einzel-OL vom 21. Oktober 1962, Batzberg (Neue Landeskarte 1:20’000) Bereits 11 Kategorien am Start mit erstmals Damen B, Schüler und Schülerinnen. Waren bei den Schülern auf Anhieb 71 Läufer am Start, getrauten sich bei den Schülerinnen lediglich 2 Teilnehmerinnen alleine in den Wald. Bahnleger war Jakob Waser, kontrolliert von OK-Chef René Piguet. Am Ziel gab es wie immer - BANAGO !!!

Elite: U-T-K-J-S-Q-R-P-N-L-M-F-V-W Junioren: A: D-B-T-H-S-O-N-L-J-F-V-W-A Schüler: G-J-H-F-E-D-C-B-A

46

Damen A: T-W-J-H-V-B-A Damen B: G-H-J-F-E-D-C-B-A Schülerinnen: G-F-E-D-C-B-A

Aktive: H-T-W-J-S-F-E-B-A Senioren I-III: T-W-J-S-V-B-A Junioren B: C-W-T-H-J-G-F-E-A

11. Zürcher Einzel-OL vom 30. Mai 1965, Ricken (LK 1:25'000, dreifarbig, schwarz / halbton / blau) mit Höhenkurventeil. Selektionslauf für National Damen und Herren Bahnleger: Fritz Maurer / Edi Baumann Posten: Diese sind mit weiss-rot-weissem Band und Buchstaben bezeichnet. Garderoben: Für Damen im Schulhaus Ricken (mit Duschmöglichkeit). Den Herren steht die Scheune des Bauerngutes von Herrn E. Hofstetter, Allmend / Eich, zur Verfügung. Ablauf: 60 Minuten vor der Startzeit kann beim 1.Vorstart (Herrengarderobe) die Startnummer und die Karte bezogen werden. Weg zum Start und Startort abzeichnen. Der Weg zum 2.Vorstart ist markiert und darf nicht verlassen werden. Am 2.Vorstart können 2 Minuten vor der Startzeit die Stempelbuchstaben übernommen werden.

Kategorie Teilnehmer Strecke km Anzahl Po. Siegerzeit Letzter

H-National 48 14,1 15 2.07.26

D-National 14 6,65 8 1.13.19 Irene Köhli

H.P. Thalmann

Walter Akeret

Hans Bleuer

Hans Walther

Dieter Hulliger

4.13.32

2.18.31

2.28.55

2.36.41

2.31.06

2.05.11

2.16.08

Adrian Urech

Werner Flühmann

Susi Utzinger

Elite 29 8,65 9 1.21.28 Paul Frei

Senioren 52 7,45 7 1.03.53

Ernst Püntener

Aktive 29 6,9 5 52.01

W. Bachmann

Jugend 51 4,45 4 30.41

René Gallizzi

Junioren 39 6,5 7 54.21 Jakob Egg

Damen 13 4,6 6 1.21.24

E. Marthaler

2.38.06

E. Schäublin

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Der Zürcher Nacht-OL Die Geschichte des Zürcher Nacht-OL beginnt schon fünf Jahre vor der Gründung der OLVZ. Initianten waren der ASVZ (Akademischer Sportverband Zürich), im Besonderen Hochschulsportlehrer Dr. Carl Schneiter.

Nr. Datum

Laufgebiet

Bahnleger

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Honeret / Altstetterwald Wettingen Embrach / Bassersdorf Lieli / Birmensdorf Wangenerwald Rümlangerwald Boppelsen Hardwald Embrach / Bassersdorf

Dr. Carl Schneiter Dr. Carl Schneiter Dr. Carl Schneiter Dr. Carl Schneiter Walter Hiemeyer Eric Huber Schneiter / Hiemeyer Schneiter / Hiemeyer Dr. Carl Schneiter

31. Oktober 1951 31. Oktober 1952 28. Oktober 1953 10. November 1954 9. November 1955 31. November 1956 31. November 1957 11. November 1958 10. November 1959

Teilnehmer Bemerkungen 84 165 194 250 200 250 80 90 60

mit Aufgaben

nur noch 4 Kategorien nur noch 4 Kategorien nur noch 4 Kategorien

Die ungemein rasche Entwicklung im Orientierungslaufen brachte es mit sich, dass auch der Zürcher Nacht-OL fast zu einer „Mammut-Veranstaltung“ wurde. Dies war mit einer einfachen Organisation nicht mehr zu bewältigen. Im August 1957 teilte der ASVZ der OLVZ mit, dass künftig nur noch 4 Kategorien (Junioren-Elite, Aktive, Senioren-Elite, Studierende) berücksichtigt würden. Der OLVZ-Vorstand reagierte sofort und beschloss, am 6. November 1957 in Zürich-Witikon eine Veranstaltung für leichtere Kategorien (Damen, Aktive, Junioren 2, Anfänger) durchzuführen. Die Kategorien Damen und Anfänger mussten jedoch als Zweiermannschaft im dunkeln Wald auf die Strecke gehen. Ab der 11. Auflage wurde, nachdem der ASVZ sich als Organisator zurückgezogen hatte, der Zürcher Nacht-OL durch die OLVZ mit 7 Kategorien durchgeführt. Es klappte trotz der grossen Läuferzahl.

Nr. Datum

Laufgebiet

8. 9.

6. November 1957 Zürich-Witikon 13. November 1958 Zürich-Witikon

10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24.

12. November 1959 26. Oktober 1960 8. November 1961 9. November 1962 7. November 1963 11. November 1964 10. November 1965 22. Oktober 1966 4. November 1967 9. November 1968 15. November 1969 24. Oktober 1970 30. Oktober 1971 7. Oktober 1972 20. Oktober 1973

Kloten/Oberembrach Schöfflisdorf Volketswil Pfannenstiel Hardwald Altberg / Weiningen Rümlang Wettingen Wangenerwald Chomberg Adlisberg Rafzerstein Stadlerberg Zollikerberg Honeret

25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32.

4. Oktober 1975 14. Mai 1976 6. Mai 1977 10. Mai 1978 19. Mai 1979 30. April 1980 6. Mai 1981 30. April 1982

Rümlangerwald Mörsburg Hardwald Altstetterwald Zollikerberg Adlisberg Honeret Altberg

Bahnleger Paolo Miglioretto Maurer / Künzli Baumann / Grundherr Heinz Künzli Fritz Maurer Heinz Künzli Sonja Ballesta Sepp Marti Fritz Mauerhofer Karl Gräzer Hans Harlacher Konrad Kofler Bruno Tantanini Hans Harlacher Werner Flühmann Karl Gräzer Hans Harlacher Rudolf Ungricht 1974 ausgefallen Reto Finkbeiner Walter Peter Mathias Müller Urs Ege Kaspar Oettli Meret Oettli Bernhard Oettli Kurt Baumann

Teilnehmer Bemerkungen 160 170

4 leichtere Kategorien 4 leichtere Kategorien

160 250 220 200 200 220 200 222 233 189 223 148 127 100 90

5 leichtere Kategorien (neu Damen) Alle Kategorien Massenstart Organisation: Pfadi Zürileu Organisation: Hans Harlacher + LCZ 2. Nationaler Nacht-OL

Organisation: OLK Piz Hasi

70 Organisation: OLG Welsikon 165 147 Organisation: Zürcher Nachwuchskader 189 150 268

NOM 1982

Der 32. Zürcher Nacht-OL war der letzte Anlass, den die OLVZ als Veranstalter durchführte. An einer Sitzung 1983 des OLVZ/ZKOL-Vorstandes wurde beschlossen, dass die Organisation des Zürcher Nacht-OL künftig durch einen Klub organisiert wird.

48

4. Zürcher Nacht-OL vom 28. Oktober 1953, Eigental (Siegfried-Karte 1:25'000) Die Angaben zu diesem Lauf stammen aus dem „Goldenen Buch“ der Seniorenkategorie des Zürcher Nacht-OL, welches die Ranglisten und die Routen der Sieger enthält. Geführt wurde es von 1951 bis 1991. Ein analoges Buch gab es auch bei der Elite, dieses ist jedoch seit der letzten Durchführung durch die OLC Kapreolo, dem 41. Zürcher NachtOL vom 11. Oktober 1991 im Hardwald, verschollen.

Siegerbahn der Kategorie Senioren, 6,4 km, gestartet 26 Läufer 1. René Piguet TV Postbeamten 63.47 2. Edwin Baumann Veloklub Industrie 70.03 3. Georges Kléber Gymnastische Gesellschaft Bern 92.45

49

9. Zürcher Nacht-OL vom 13. November 1958, Adlisberg (LK 1:25'000, zweifarbig) Wie bereits 1957 führte die OLVZ zwei Tage nach dem Nachtlauf der Elite ihren Lauf für die leichteren Kategorien in Witikon durch. Einen Einzellauf für die Aktiven und Junioren II, für die Damen Einzel oder Zweiermannschaften und für die Anfänger im 2erTeam. Gegenüber der Veranstaltung von 1957 war das Angebot um die Kategorie Junioren II erweitert worden. Aktive (6,5 km) A-B-C-D-E-F-G-H-I-K Junioren II (6 km) L-D-E-F-G-M-I-K Damen (5 km) A-B-C-D-G-H-M-I-K Anfänger (5 km) A-B-D-M-H-I-K 11. Zürcher Nacht-OL vom 26. Oktober 1960, Egg-Platten-Wehntal (Karte LK 1:25'000 schwarz/weiss, 24 x 20 cm) Am 5. Juli 1960 teilte der ASVZ dem OLVZ mit, dass er den Zürcher Nacht-OL für die Elite Kategorien nicht mehr durchführen könne. Die OLVZ liess sich nicht zweimal bitten, übernahm den Traditionsanlass ganz und schrieb für 1960 einen Anlass für 7 Kategorien aus. Ein Lob gebührt noch den Bundesbahnen, welche für diesen Orientierungslauf zwei Extrazüge führten, womit die Läufer nach Feierabend rechtzeitig ins Wehntal und nach dem Lauf wieder nach Hause kamen.

Kategorien Elite Junioren A Senioren I u. II Damen Aktive Junioren B Anfänger

50

Strecke 9,3 km 8,0 km 8,8 km 5,8 km 6,5 km 6,2 km 5,4 km

Postenreihenfolge A-B-C-D-E-F-G-H-J L-C-E-F-B-M-J N-A-B-F-C-K-H-L-J A-B-E-K-J N-S-U-P-Q-H-J O-P-Q-R-G-B-J O-S-T-U-P-L-V

Anzahl Teilnehmer 22 16 17 8 24 21 84 Holzteller für Rang 1 bis 3 in allen Kategorien in den Jahren 1959 bis 1972

21. Zürcher Nacht-OL vom 24. Oktober 1979, Rafzerstein (OL-Karte 1:20'000 gezeichnet von OLVZ Obmann Werner Flühmann) Siegerbahn Kategorie Senioren 1, 7,7 km / 160 m St., gestartet 13 Läufer; 1. Hans Harlacher LCZ Kilchberg 1.12.42

Ab 1983 war der OLVZ-Vorstand dafür besorgt, dass der Zürcher Nacht-OL weiterhin jährlich durchgeführt wurde. Es fand sich immer ein Klub, welcher bereit war, den Anlass in eigener Regie zu organisieren. So konnte der Traditionsanlass bis 1991 weiter geführt werden.

Nr. Datum

Laufgebiet

Bahnleger

33. 34. 35. 36. 37. 38. 39. 40. 41.

Wangenerwald Cholfirst Höhragen Schlossberg Waldegg Uetliberg Eichmoos Nürensdorf Ellikerholz Hardwald

St.Schlatter/A.Curiger Roland Meister Werner Bosshard sen. Felix Senn Irene und Willi Müller Ursula Wolf A.Vieli /Ch. Räuftlin Roland Meister Stefan Schlatter

7. Oktober 1983 21. September 1984 28. September 1985 11. Oktober 1986 16. Oktober 1987 15. Oktober 1988 6. Oktober 1989 12. Oktober 1990 11. Oktober 1991

Teilnehmer Bemerkungen

77

Organisator: J+S OLC Kapreolo Organisator: OLG Dachsen Organisator: OLK Rafzerfeld-Bülach Organisator: OLG Pfäffikon Organisator: OLC Kapreolo Organisator: OLG Säuliamt Organisator: OLC Kapreolo Organisator: OLG Dachsen Organisator: OLC Kapreolo

Ab 1992 wurde der Zürcher Nacht-OL durch den 1. Zürcher Nacht-OL-Cup ersetzt: vier Nacht-OL mit Gesamtwertung nach Punkten. Es zählen die besten drei Läufe. Anlässlich der 1. Auflage organisierten folgende Klubs je einen der vier Nachtläufe: OLG Pfäffikon, OLG Horgen, OLG Stäfa und die OLC Kapreolo, welche auch die Auswertung übernahm. Das jährliche Angebot an Nachtläufen wurde dann in dieser neuen Form als Nacht-OL-Serie weitergeführt. 51

Der Zürcher Ski-OL Walter Akeret, der längere Zeit in Schweden verbracht hatte, brachte die Idee des im Norden sehr populären Ski-Orientierungslaufes in die Schweiz und stellte sich jeweils als Bahnleger zur Verfügung. Gestartet wurde an den ersten drei Austragungen mit Massenstart. Beim 4. Zürcher Ski-OL wählte man die damals in Norwegen übliche Laufform. An markanten Geländepunkten, für den Läufer gut sichtbar, waren auf der acht Kilometer langen Loipe zehn Posten gestellt, die auf den mitgeführten Kartenausschnitten übertragen werden mussten. Abweichungen von nur 1 Millimeter hatten bereits einen Zeitzuschlag von einer Minute zur Folge.

Nr. Datum 1. 2. 3 4.

21. Februar 1960 19. Februar 1961 13. Januar 1962 12. Januar 1963

Laufgebiet

Bahnleger

Rietbad Sörenberg Pfannenstiel Heitersberg

Walter Akeret Walter Akeret Walter Akeret Walter Akeret / René Piguet

Teilnehmer Bemerkungen 40 23 14 21

Massenstart Massenstart Massenstart / Dauerregen Loipe-System

Die erwartete Entwicklung der Teilnehmerzahlen trat in der Folge jedoch nicht ein, und so befand der Vorstand, dass der hohe Aufwand für einen Zürcher Ski-OL nicht gerechtfertigt sei. 1. Zürcher Ski-OL vom 21. Februar 1960, Rietbad Zum ersten Mal wurde auf 1220 m ü.M. in der Schweiz ein Ski-OL mit Massenstart durchgeführt. Die ungespurte Loipe war orientierungsmässig eher leicht, läuferisch aber sehr anspruchsvoll. Nebst dem Wachsen kam das Problem des Nachlaufens dazu.

Rangliste Rennläufer (Langlaufski)- 15 km, 240 m St. 1.Adrian Urech SAS Uster 2.10.05 2.Sonderegger Peter LAS Brühl 2.12.45 3.Rüegg Karl TV Kriens 2.21.14 4.Bader Norbert TV Unterstrass 2.21.23 5.Schneider Ulrich TV Wiedikon 2.22.25 6.Zeh Erwin OLG Piz Hasi 2.26.04 7.Gujer Rudolf TV Wiedikon 2.27.13 8.Baumann Peter TV Wiedikon 2.28.04 9.Saxer Ernst TV Wiedikon 2.30.43 10.Künzli Heinz Skokian 2.37.27 11.Flühmann Werner OLG Pfäffikon 2.39.11 12.Bader Marcel Zürich 2.55.02 13.Berger Ernst TV Unterstrass 2.59.15 14.Wanner Erik Zug 2.59.28 15.Lussi Walter TV Unterstrass 2.59.32 16.Bossard Peter Pfadi Zug 3.15.00 17.Edelhauser Franz TV Unterstrass 3.17.48 18.Köhli Werner TV Unterstrass 3.17.56 Aktive (Tourenski) 9 km, 120 m St. 1.Waser Jakob LCZ Zürich 2.Hofmann Ludwig OLG St.Gallen 3.Welti Hans TV Leimbach 4.Bay Palle Kopenhagen 5.Schwager Eugen OLG Basel

1.52.30 2.06.15 2.06.25 2.18.07 3.01.07

Junioren (Tourenski) 9 km, 120 m St. 1.Schuhmacher Rolf Rover Kloten 2.Benz Urs Pfadi Küsnacht 3.Wenger Jean-Pierre Zürich 4.Gerber Willi Winterthur 5.Stoll Erwin TV Güttingen

2.02.05 2.44.45 2.48.18 2.51.00 3.11.45

Damen (Tourenski) 6 km, 80 m St. 1.Waser Gisèle LCZ Zürich

1.31.55

52

Weg des Siegers: Adrian Urech

2. Zürcher Ski-OL vom 19. Februar 1961, Sörenberg (Weg des Siegers: Adrian Urech 10,2 km, 30 m St. 1.21.56)

4. Zürcher Ski-OL vom 12. Januar 1963, Heitersberg (Sieger: Peter Sonderegger)

53

Die speziellen OL Bekannt durch ihre Veranstalterqualität, wurde die OLVZ immer wieder für nationale Veranstaltungen angefragt, oder sie sprang als Lückenbüsserin ein.

Anlass

Datum

19. MOM 1964 8. November 1964 1. Int. 5-Tage-OL 26.-30. Juli 1969

25. MOM 1970 8. November 1970 2. Int. 5-Tage-OL 28. Juli-1. August 1971

1. J+S OL 28. MOM 1973 5. NOM 1974 31. EOM 1979 13. NOM 82

10. September 1971 4. November 1973 26. Oktober 1974 9. September 1979 30. April 1982

Laufgebiet

Bahnleger

Rietenberg / AG Schwyberg Gemenalp Krienseregg Sissach Chlosterwald Chlosterwald / SG Zimmerberg Niederwenigen Oberiberg West Wandfluh / AG Sihlwald Eschenberg Bremgartenwald Stoffel-Rosinli Bürchen / VS Altberg

Hansruedi Schaich Thomas Häusler Theus Schild Ernst Schaffner Willi Schnell Hansueli Illi Theo Stocker Roland Machiachini Ernst Bjarsch Theo Stocker Paul Fritschi Paul Knüsli Bruno Tantanini Theo Stocker Robert Müller Robert Müller Kurt Baumann

Teilnehmer Bemerkungen 933 760

747 1789

700 783 272 1125 268

LK 1:25'000, Höhenkurventeil C.A.Rosé, Fribourg OLG Thun OLV Luzern OLG Basel OLG Rapperswil OL Karte 1:16’667 OLG Thalwil OLG Zürinord OLVZ OLG Teufenthal OLG Thalwil OL Karte 1:16’667 OL Karte 1:16'667 25. Zürcher Einzel-OL 32. Zürcher Nacht-OL

1. Internationaler 5-Tage-OL vom 26. - 30. Juli 1969 Anlässlich der OLVZ Vorstandssitzung vom 22. August 1967 schlug Fritz Maurer vor, 1969 eine internationale Stafette à La EXPO-Staffel durchzuführen. Nach genaueren Abklärungen kam er zum Ergebnis, dass ein 5-Tage-OL die geeignetere Lösung für einen internationalen Anlass wäre. Nach Rücksprache mit den ausländischen Verbänden wurde die 31. Woche von 1969 (28. Juli bis 2. August) bestimmt. Der 1. Internationale 5-Tage-OL in der Schweiz wurde unter der Gesamtleitung der OLVZ ohne einen speziellen Zentralort durchgeführt. 760 Teilnehmer aus 11 Nationen, wobei die Schweden mit 337 LäuferInnen das Hauptkontingent stellten, bestritten in 13 Kategorien den Wettkampf. Im Elite-Rennen siegte der Finne Markku Salminen vor Dieter Wolf und Roland Hirter. Bei den Damen gab es einen Schweizer Sieg durch Ruth Galliker vor Sarolta Monspart, Ungarn, und Inge Bengtsson, Schweden.

Fritz Maurer

25. MOM 1970, Chlosterwald ( Mannschafts-OL-Meisterschaft ) vom 8. November 1970 Unter der Leitung von Werner Flühmann fand der Lauf auf der durch Hansruedi Illi für die 5. Etappe des 5-Tage-OL erstellten OL-Karte statt.

54

19. MOM 1964, Rietenberg ( Mannschafts-OL-Meisterschaft ) vom 8. November 1964 Auf Anfrage des SLL (Schweizer Landesverband für Leibesübungen) hatte sich die OLVZ kurzfristig als Organisator dieser Meisterschaft zur Verfügung gestellt und wurde mit einer neuen Rekordbeteiligung von 933 Teilnehmern belohnt. Ausgeschrieben waren 7 Kategorien. Das Laufgebiet war der Rietenberg bei Villmergen im Kanton Aargau, als Laufkarte diente eine Landeskarte 1:25'000 mit speziellem Höhenkurvenausschnitt.

Vereinsmeisterschaft: Das auf Antrag der OLK von der AGOL genehmigte Reglement sah folgende Wertung vor: „Im Zusammenhang mit der MOM wird eine Vereinsmeisterschaft ausgetragen. Der besten Mannschaft eines Vereins in jeder der Kategorien Elite, Aktive, Senioren I, Senioren II, Junioren I, Junioren II, Damen werden so viele Punkte gutgeschrieben, als sich Mannschaften hinter ihr klassiert haben (inkl. aufgegebene und disqualifizierte).Stellt ein Verein in einer Kategorie keine Mannschaft oder wird diese nicht klassiert, so erhält der Verein für diese Kategorie 0 Punkte. Vereinsmeister wird der Verein, der auf die höchste Punktzahl kommt.“ An der Vereinsmeisterschaft nahmen 17 Vereine teil. Vereinsmeister wurde die OLG Bern vor der OLG Basel und der OLG Zürichsee. Die OLG St.Gallen wurde guter vierter, obwohl in zwei Kategorien nicht vertreten.

55

2. Internationaler 5-Tage-OL vom 28. Juli - 1. August 1971 Die OLVZ bestritt zusammen mit der OLG Thalwil die Gesamtorganisation. Der Zentralort war auf dem Albispass, und für die Etappen waren neben der OLVZ ( 3.) die Vereine OLG Thalwil ( 1. und 5. ), OLG Zürinord ( 2. ) und die OLG Teufenthal ( 4. ) zuständig. Dieser Mini-O-Ringen mit 14 Kategorien und 1744 Teilnehmern und einem Budget von 73'000.- Franken war eines der grössten und bedeutendsten internationalen Sportereignisse in der Schweiz. Als Organisator der 3. Etappe wählte die OLVZ nicht einen normalen Mittellandwald, nein, es sollte etwas Spezielles sein. An der Erstellung der voralpinen Karte Oberiberg-West, war unter der Leitung von Werner Flühmann der halbe OLVZ Vorstand beteiligt.

Sihlwald 1:16’666 1. Etappe OLG Thalwil

Niederweningen 1:16’666 2. Etappe OLG Zürinord

Oberiberg West 1:20’000 3. Etappe OLVZ

Wandfluh AG 1:20’000 4. Etappe OLG Teufenthal

Zimmerberg 1:16’666 5. Etappe OLG Thalwil

1. J+S OL 1972, Eschenberg vom 10. September 1972 Im Auftrag der Sportschule Magglingen organisierte die OLVZ den 1. Schweizer Jugend-OL, sozusagen die Hauptprobe für die noch einzuführende Schweizer Jugend-Meisterschaft im OL. Auf der von Walter Egli neu erstellten OL-Karte Eschenberg 1:16'666 beteiligten sich 700 Jugendliche aus der ganzen Schweiz in 8 Altersklassen als Einzelläufer oder als Mannschaft.

56

28. MOM 1973, Bremgartenwald ( Mannschafts-OL-Meisterschaft ) vom 4. November 1973 Auf den Hilferuf des SLL sprang einmal mehr die OLVZ in die Lücke. OK-Chef Walter Egli, amtierender Obmann der OLVZ, bewältigte die Aufgabe mit lediglich 35 Funktionären. Auf der neuen OL-Karte Bremgartenwald der Gebrüder Huwiler stellten sich 6 Herren und 2 Damen Kategorien dem Starter. Diese neue Karte wies zu viele Mängel und Ungenauigkeiten auf, sodass Bruno Tantanini als Kartenkonsulent das OL-Karten-Signet nicht geben konnte. Der TD Rudolf Ungricht bemerkte dazu: „Wenn wir die MOM nicht zu einer allgemeinen Suchaktion degradieren wollen, dürfen wir die Posten nur an markante Punkte stellen.“ Theo Stocker als Bahnleger war wahrlich nicht zu beneiden.

57

5. NOM 1974, Stoffel-Rosinli ( Nacht-OL-Meisterschaft ) vom 26. Oktober 1974 Bereits im Jahr 1972 äusserte Walter Egli den Wunsch, die Karte Stoffel-Rosinli zu überarbeiten und für eine Nachtmeisterschaft 1974 bereitzuhalten. So kam es dazu, dass die OLVZ zugunsten einer NOM auf die Austragung des Zürcher Nacht-OL verzichtete. OLVZ-Obmann Walter Egli erstellte nicht nur die neue Karte, sondern amtete auch noch als Laufleiter. Als Bahnleger trat Vorstandsmitglied Röbi Müller in Erscheinung. Mit 272 Anmeldungen fiel die Beteiligung zufriedenstellend aus, das Finanzielle ergab jedoch ein Minus von Fr. 330.90.

58

31. EOM 1979, Moosalp ( Einzel-OL-Meisterschaft ) - 25. Zürcher Einzel-OL vom 9. September 1979 Ab 1975 wurde der Zürcher Einzel-OL jeweils einem OL-Klub zur Durchführung übergeben. Mit den Jahren wurde es immer schwieriger, dafür einen Veranstalter zu finden, denn die Klubs hatten meist selber einen Traditionsanlass. Die 25. Austragung stand für 1979 bevor. Diese sollte nochmals ein Höhepunkt werden, und so kam es, dass der OLVZ Vorstand beschloss, eine Meisterschaft mit neuer Karte in einem OL-Entwicklungsgebiet durchzuführen. Der gesamte OLVZ-Vorstand war im Einsatz, vom Laufleiter, Bahnleger, Rechnungsbüro, Finanzchef, Startchef bis hin zum Gäste- und Pressebetreuer, und Laufleiter war selbstverständlich der amtierende Obmann. Lassen wir zum Lauf selber den TD mit der Einleitung zu seinem Bericht zu Wort kommen: „Die OLV Zürich hat mit der Übernahme der EOM 1979 eine gesunde Portion Risikofreude bewiesen, galt es doch, fernab der traditionellen OL-Einzugsgebiete einen Lauf zu präsentieren, welcher auch der Kritik derjenigen Läufer und Zuschauer gerecht zu werden suchte, die noch kurz zuvor - teilweise gar an der WM - in Skandinavien gestartet waren. Dass die EOM 79 für Läufer, Organisatoren und Zaungäste zu einem gelungenen Fest wurde, lag nur zum kleinsten Teil am schönen Wetter; ausschlaggebend war die zweckmässige Planung und unersetzliche Erfahrung der Ressortchefs beiderlei Geschlechts sowie das persönlich Engagement aller Helfer.“ Und so war der OLVZ-Vorstand im Einsatz: Laufleiter: Bahnleger: Start: Läuferzentrum: Presse: Finanzen: Gästebetreuung: Trainingsläufe:

Berhard Oettli Robert Müller Walter Egli Alex Schwager Max Suter Ernst Berger Margrit Diener Fritz Maurer Werner Köhli

Herren Elite (H21-E) 13,0 km, 420m St., 22 Po. 1. Dieter Wolf 2. Max Horisberger 3. Willi Müller 4. Dieter Hulliger 5. Klaus Büttikofer 6. Nik Reichenbach 7. Martin Howald 8. Leonhard Suter 9. Markus Buchmann 10. Hans Gerber

1.25.07 1.28.12 1.28.48 1.30.30 1.30.50 1.31.44 1.31.58 1.34.23 1.35.14 1.36.47.

OLVZ Obmann Bernhard Oettli bei der Preisverteilung

59

Die Grümpel-OL Auch für ganz unkonventionelle OL-Veranstaltungen fand die Obmannskommission der OLVZ eine Gelegenheit. Als sogenannte „Kehraus-Veranstaltung“ wurde der Grümpel-OL kreiert. Der erste Organisator war 1955 Edy Baumann. In der Folge durfte sich dann jeweils der Gewinner der Veranstaltung etwas einfallen lassen. Nr. Datum

Laufgebiet

Organisator

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32

Zürichberg Zürichberg Zürich Paradeplatz/Höckler Witikon

Edy Baumann Robert Huwiler Fritz Mauerhofer G.Kottmann / R.Streuli H.Kreis / A.Schneiter Albert Altwegg Marcel Bader OLG Wällesittich Hansruedi Scheller M.Dietiker / H.Harlacher Kadetten Winterthur Fritz Dietiker Hermann Müller

26.11.1955 02.12.1956 17.11.1957 30.11.1958 05.12.1959 05.11.1960 18.11.1961 17.11.1962 30.11.1963 14.11.1964 27.11.1965 26.11.1966 25.11.1967 23.11.1968 1969 28.11.1970 20.11.1971 18.11.1972 17.11 1973 16.11.1974 13.12.1975 25.09.1976 26.11.1977 28.10.1978 10.11.1979 15.11.1980 1981 11.08.1982 24.08.1983 1984 1985 1986

Uetliberg Schwamendingen Zürich-Stadtzentrum Zürichberg Uetliberg Waidberg Hönggerberg

Teilnehmer Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt, und 35

35

Käthi Schwarz E.+ U. Rosenberger J.Steiner / W.Walz Ursi Dietschi / M.Ruchti Willi Müller Reto Finkbeiner Willi Müller Koni Kofler Werner Löffel Max Bombeli Jakob Hug Urs Hugelshofer ausgefallen Hardwald-Kloten Urs Christian Hardwald-Wallisellen Stefan Schlatter Urs Tschamper Peter Mohn Martin Meier

1963

Nachstehend die Ausschreibung des Grümpel-OL 1979, erschienen im Bulletin 5/79.

65 62 75 131 150 65 38

Hardwald Elgg Zürichberg Altstetterwald Gubrist Altstetterwald Glattbrugg Kloten Zürichberg Adlisberg Hardwald-Wallisellen

Einladungszirkular von Hansruedi Scheller

der Organisator konnte seine Ideen ohne Einschränkungen umsetzen. Dass es sich um eine aussergewöhnliche OL-Veranstaltung handelte, ging meist schon aus der Ausschreibung hervor.

18

8

1966

Einladungszirkular von Fritz Dietiker

1967

Einladungszirkular von Hermann Müller

1986 erfolgte die letzte Austragung dieses originellen Anlasses. Der Wanderpreis, die traditionelle Röstipfanne, ging in den Besitz des letzten Gewinners, Martin Meier, Langnau a. A., über. Grund: kein Platz mehr für neue Gravuren vorhanden. 60

Über die verschiedenen Grümpel-OL sind keine Unterlagen in den gesammelten Unterlagen der Obmänner vorhanden. Mit einer Ausnahme, dem Anlass vom 30. November 1963, organisiert von Hansruedi Scheller. Aus den Notizen geht der Ablauf etwa wie folgt hervor: Besammlung beim Bootshaus des Belvoir-Ruderclubs am Mythenquai in Zürich. Von dort werden die Teilnehmer mit Booten an den Start beim Münsterhof gerudert. Bei jedem der 12 Posten steht eine Aufgabe bevor: 1 Knöpfe lösen, Einfädeln 2 Fahrt auf Hochrad 3 Sackgumpen 4 Kartoffeln schälen 5 Pin-Pong-Ball durch den Brunnen blasen 6 Ballon aufblasen 7 Punkte bestimmen 8 Flaschenpost von 8a nach 8b 9 Zielwurf Waldkenntnis und weiter zu Posten 11 (Stelzenlaufen), Posten 12 (Hindernislauf) zum Ziel beim Besammlungsort. Das waren noch Zeiten, als an einem Samstagnachmittag von 14 - 16 Uhr eine solche Veranstaltung in der Altstadt von Zürich möglich war!

61

Karten für Trainings und Veranstaltungen 1955 im Gründungsjahr der OLVZ war im Raum Zürich der Siegfried-Atlas das aktuelle Kartenwerk. Für die Trainingsläufe war

daher die Karte „Zürich und Umgebung“ das Standardwerk. Für die Laufveranstaltungen wurden in der Regel ein Kartenausschnitt des vorgesehenen Laufgebietes gedruckt. Mit der Einführung der neuen Landeskarte (LK) in der Region Zürich begann ab 1956 das Experimentieren mit anderen Massstäben und den Höhenkurven. Der Wald wurde in der Regel grün oder grau (Halbton) dargestellt. Die Ausführung dieser Laufkarten war nicht einheitlich und meist der Vorliebe des jeweiligen Laufleiters überlassen. In den Jahren 1955 bis 1971 wechselten Massstab und Ausführung der Laufkarte von Jahr zu Jahr. Ab 1972 wurde die OL-Karte zur Regel.

Jahr

Zürcher-Einzel-OL

Zürcher Nacht-OL

1955 1956 1957 1958 1959 1960 1961 1962 1963 1964 1965

Siegfriedkarte, 1:25'000, schwarz/weiss LK, 1:16'667, dreifarbig (schwarz/grün/blau) LK, 1:20'000, dreifarbig (schwarz/grün/blau) LK, 1:20'000, zweifarbig (schwarz/grün) LK, 1:25'000, zweifarbig (schwarz/Halbton) Deutsche Karte „Schwarzwald“ LK, 1:25'000, zweifarbig (schwarz/grün) LK, 1:20'000, zweifarbig mit Höhenkurventeil LK, 1:16'666, zweifarbig mit Höhenkurventeil LK, 1:25'000, zweifarbig LK, 1:25'000, dreifarbig (schwarz/Halbton/blau) Höhenkurventeil LK, 1:20'000, dreifarbig (schwarz/grün/blau), 1. Syntosil-Karte LK, 1:25'000, zweifarbig (schwarz/grün) Siegfriedkarte, 1:16'666, schwarz/weiss LK, 1:25'000, dreifarbig (schwarz/grün/blau) Höhenkurventeil LK, 1:25'000, vierfarbig (schwarz/braun/grün/blau) Siegfriedkarte 1:25'000, schwarz/weiss OL-Karte Nr. 064, 1:16'667, Niederweningen der OLG Zürinord

Siegfriedkarte, 1:25'000, schwarz/weiss

1966 1967 1968 1969 1970 1971 1972

LK, 1:25'000, dreifarbig (schwarz/grün/blau), LK, 1:25'000, dreifarbig (schwarz/grün/blau), Siegfriedkarte, 1:25'000, schwarz/weiss LK, 1:25'000, zweifarbig (schwarz/Halbton) LK, 1:25'000, zweifarbig (schwarz/grün) LK, 1:25'000, zweifarbig (schwarz/Halbton) LK, 1:25'000, zweifarbig (schwarz/grün) LK, 1:25'000, dreifarbig (schwarz/grün/blau) LK, 1:25'000, zweifarbig (schwarz/grün) LK, 1:20'000, dreifarbig (schwarz/grün/blau), OL-Karte Nr. 008, 1:20'000, Wangenerwald, Syntosil LK, 1:25'000, zweifarbig (schwarz/grün) OL-Karte Nr. 031, 1:20'000, Zürichberg, (Wald grün) OL-Karte Nr. 1:20'000, Rafzerfeld LK, 1:25'000, dreifarbig (schwarz/grün/blau), OL-Karte Nr. 121, 1:16'667, Zollikerwald

1966 Erste Karte auf Syntosil Mit der Karte für den 12. Zürcher Einzel-OL vom 15. Mai 1966 wurde Neuland beschritten. Die von der Eidg. Landestopographie in Bern eingereichte Offerte sah einen zu hohen Preis der Karten vor. Das veranlasste den Obmann Göpf Lüscher, eine weitere Offerte bei O. Gutweninger in Zürich einzuholen. Diese war bedeutend günstiger, selbst wenn man berücksichtigte, dass eine druckfertige Vorlage erstellt werden musste. Diese wurde von Ernst Berger erstellt, und Hansruedi Schaich nahm mit der Papierfabrik Sihl Kontakt auf. Diese war bereit, das neu entwickelte Papier, Syntosil 190 grm2, für 600 Karten A4 gratis zur Verfügung zu stellen. Als Gegenleistung erwartete man von der OLVZ eine ausführliche Kritik in einem Bericht über die Vorund Nachteile des Syntosils. Damit begann der Siegeszug von Syntosil für OL-Karten. Der Kartenverkauf war nebst den OL-Veranstaltungen eine willkommene Einnahmequelle. Selbst bei bescheidenen Preisen war bei grossen Auflagen immer noch etwas zu verdienen. Die wenigen vorhanden Zahlen über die Anzahl verkaufter Karten, belegen dies: Karte Zürichberg Uetliberg Gubrist Realp Kloten Rümlang Homberg Total

62

1958 3’297 1’529 1’363 182 250

1959 2’148 1’113 720 98 193

1960 2’310 1’407 1’439 305 660

1961 2’864 2’373 1’086 286 935

6624

5231

6’127

7’544

1964 2’931 2’115 1’838 239 596 762 200 8’775

1966 3’713 1’949 1’775 846 123 381 207 8’994

1967 3’488 1’945 1’604 130 1’105 837 418 9’527

OL-Karten mit dem OLVZ-Signet Die ersten OL-Karten in der Schweiz Die Karten mit der Nr. 001 „Scheidwald“ und Nr. 002 „Jaissberg-Oberholz“ wurden von den Bernern Georges Kléber und Otto Althaus aufgenommen. Die Geländeüberprüfung erfolgte nur in der Umgebung der Posten und auf den vermutlichen Routen. Diese ersten „OL-Karten“ wurden begeistert aufgenommen. Die Überprüfung im Gelände waren anfangs recht bescheiden, und von der IOF festgelegte Signaturen gab es erst ab Sommer 1967. Beim Massstab waren wir in der Schweiz fortschrittlich, kam doch für uns nur 1:20'000 in Frage, während an den Weltmeisterschaften bis 1972 mit 1:25'000 gelaufen wurde. Ab 1968 ging man allgemein zu 1:16'667 über, welcher Massstab ab 1975 durch die IOF-Norm 1:15'000 abgelöst wurde. Bei der Äquidistanz gab man sich vorerst mit derjenigen der Landeskarte zufrieden. Der „Hardwald“ war 1967 die erste Karte mit 5m Äquidistanz, die erst ab 1971 überwog und ab 1980 Normalfall wurde. Kartenname Hardwald Wangenerwald

Nr. 007 008 057 Rümlangerwald 024 Zürichberg-Adlisberg 031 Oberiberg West 060

Jahr 1967 1967 1971 1968 1968 1970

Massstab 1:20’000 1:20’000 1:20’000 1:20’000 1:20’000 1:20’000

Gezeichnet Robert Huwiler Fritz Maurer Fritz Maurer Heiri Dürst Fritz Maurer Margrit Oetiker

Bemerkungen Wald weiss - Feld gelb, erstmals 5m Aequidistanz, Magnetnord Wald grün, ohne blau - Feld weiss, teilweise nur Höhenkurven Wald weiss-Feld gelb, Belaufbarkeit Schwarzraster Wald weiss-Feld gelb, mit blau Wald grün - Feld weiss, mit blau Wald weiss- Wiese gelb

Ab dem Jahr 1965 wurde durch die Karten-Kommission der SIOL jede Karte erfasst, welche der Kartenkommission gemeldet wurde. Unter den ersten Karten befanden sich allerdings einige, die nach den heutigen Kriterien nicht mehr als OL-Karten bezeichnet würden, die jedoch als Pionierkarten dennoch Aufnahme in dem Verzeichnis fand. Zu diesen gehörten auch fünf Karten, welche der OL-Vereinigung Zürich zugeordnet wurden. Kartenname Eschenberg

Nr. 118*

Jahr 1971

Massstab 1:16’667

Aufnehmer Walter Egli

Bremgartenwald

710* 077

1983 1973

1:15’000 1:16^667

Walter Egli G. und W. Huwiler

Zollikerwald Altstetterwald

121* 128*

1:16’667 1:16’667 1:16’667 1:15’000 1:15’000 1:16’667 1:15’000 1:15’000 1:16’667 1:15’000 1:16’667 1:10’000 1:10’000 1:10’000 1:10’000 1:15’000 1:15’000 1:15’000

Thomas Scholl E. Birchler / R. Finkbeiner Eugen Birchler Eugen Birchler Eugen Birchler Max Jüni Thomas Scholl

474*

1972 1972 1974 1977 1988 1974 1976 1979 1974 1985 1974 1978 1987 1976 1986 1977 1986 1990

493* 1054* 494* 1055* 515*

1979 1992 1979 1992 1979

1:15’000 1:10’000 1:15’000 1:10’000 1:10’000

Hönggerberg

934* 153* 247 503* 166* 781* 175*

Waidberg

818* 342*

ZürichbergAdlisberg Stoffel-Rosinli

WolfesbergLindberg LägernRegensberg Moosalp Eggwald Gubrist

375*

Walter Egli Köhli / Ruchti / Birchler Eugen Birchler U.Müller / E.Birchler A.Brüngger / M.Köhli Ueli Müller Walter Egli Walter Egli G.Gehring, A.Müller, Hans Speich Egli / Flühmann Egli / Flühmann / Walder W.Egli / W.Flühmann W.Egli / W.Flühmann E. Birchler / St. Voellmy

Bemerkungen Wald weiss – Feld gelb, mit blau, Belaufbarkeit Schwarzraster 1991 an OLC Winterthur abgegeben Belaufbarkeit 2 Grünstufen und Schwarzraster 1983 OLG Büttikon mit neuem Namen: „Erdmannlistein“ Belaufbarkeit grün 3 Stufen Wald grün – Feld weiss, Belaufbarkeit Schwarzraster Belaufbarkeit grün 3 Stufen, Koordinaten Belaufbarkeit grün 3 Stufen, Magnetnord 1993 an OLK Piz Hasi abgegeben 3 Grünstufen Adlisberg spezial 1997 an OLG Zürich abgegeben Koordinaten 1985 an OLG Pfäffikon abgegeben 1999 an OLG Zürich abgegeben Neu: Chäferberg; 1992 an OLC Kapreolo abgegeben 1990 an OLC Winterthur abgegeben 1989 von OLG Zürinord übernommen 2003 an OLK Rafzerfeld-Bülach abgegeben 1994 an Thomas Scholl abgegeben 1994 an Thomas Scholl abgegeben 1997 an OLG Zürich abgegeben

Ein * hinter der Nummer bedeutet, dass die Karte das Signet, das Qualitätszeichen für OL-Karten trägt. Angegeben ist das Jahr, in dem die Karte in den Verkauf kam. Warum die erste Karte Zollikerwald der OLVZ zugeordnet wurde, ist unklar, denn sie war nie Besitzerin dieser Karte. 63

1967 - Karte Nr. 007, erste erfasste OL Pionierkarte im Kanton Zürich zugeordnet der OLVZ jedoch erstellt durch die OL Gruppe TV Fluntern

1967 - Karte 008, OL Pionierkarte der OLVZ von Fritz Maurer

64

1971 - Karte Nr. 057, Karte Wangenerwald 4 Jahre später

OL-Karten Herstellung und Verkauf Da in der Regel in den Jahresrechnungen der OLVZ die Kartenherstellung und deren Verkauf in den Gesamtzahlen für Verkauf, Vermietung oder Ankauf von Material enthalten war, ist keine Transparenz vorhanden. Es wurden zwar sicher auch detaillierte Jahresrechnungen erstellt, doch wurden diese nicht archiviert und gingen beim Wechsel des Finanzchefs verloren. In den Unterlagen ist jedoch noch eine detaillierte Jahresrechnung für das Jahr 1972 vorhanden. Daraus geht hervor, dass folgende Karten in diesem Jahr bei der Fa. Lüscher, Aarau ( Ausnahme Hardwald, Auftrag an Kopp-Tanner, Zürich ) gedruckt wurden: Karte Auflage Kosten in Fr. Verkaufspreis/Stck

Altstetterwald 7635 1'676.20 -.50

Eschenberg 5840 1'336.20 -.50

Wangenerwald 7530 2'037.25 -.50

Hardwald 1125 331.00 -.40

Zürichberg 3330 1'026.60 -.40

Zollikerwald 1610 850.10 -.70

Entschädigungen an Kartenaufnehmer An der GV vom 19. Januar 1976 gab der Überschuss von Fr. 11'679.60 Anlass zu Diskussionen. Die Versammlung wurde gebeten, Vorschläge zur Verwendung des Rechnungsüberschusses zu machen. Daraufhin wurde der Antrag von René Piguet angenommen, Honorare an die Kartenhersteller zu zahlen. So wurden in den Jahren 1977-1988 an Zürcher Kartenhersteller Fr. 80.- bis 90.- pro km2 aufgenommene Waldfläche ausbezahlt. Bedingung war die Zusammenarbeit mit einem Kartenkonsulenten. Jahr Betrag

1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 3'760.00 2'855.00 5'644.00 3'313.00 3'220.00 2'156.00 3'096.00 2'394.00 3'500.45 10'378.00 690.00

1988 1'275.20

Abgabe der OL-Karten an OL-Gruppen und Vereine Die ersten drei Karten landeten beim OLC Kapreolo, wobei für deren Abgabe keine Diskussionen, Entscheide oder Begründungen protokolliert wurden. Auch die Ausführungen im Jubiläumsheft „20 Jahre OLC Kapreolo“ bringt dazu lediglich eine Chronologie ohne eine Bemerkung zur Übernahme. Hardwald: 167 (OLVZ); ab 1974 Kapreolo Wangenerwald: 1967 (OLVZ); 1971 (OLVZ); ab 1978 Kapreolo Rümlangerwald: 1968 (OLG Zürinord); 1975 (OLVZ); ab 1982 Kapreolo Ebenfalls wechselten weitere Karten still und leise den Besitzer. Oberiberg West: 1970 (OLVZ); 1981 SOLV OL-WM 1981 Bremgartenwald: 1973 (OLVZ); 1983 OLG Büttikon, neue Karte unter der Bezeichnung Erdmannlistein Mit der Gründung des Verbandes OLVZ wurden auch die noch bestehenden 11 OL-Karten von der OL-Vereinigung übernommen. Der Kartenchef war nur noch zuständig für die Materialstelle und die Abwicklung bei der Abgabe der OLVZKarten an interessierte Klubs. So war es nur noch eine Frage der Zeit, bis alle Karten einen neuen Besitzer gefunden hatten. 1985: Stoffel-Rosinli an OLG Pfäffikon 1990: Wolfesberg-Lindberg an OLC Winterthur 1991: Eschenberg an OLC Winterthur 1992: Chäferberg an OLC Kapreolo 1993: Altstetterwald an OLK Piz Hasi 1994: Moosalp und Eggwald an Thomas Scholl 1997: Zürichberg-Adlisberg an OLG Zürich 1997: Gubrist an OLG Zürich 1999: Hönggerberg an OLG Zürich 2003: Lägern-Regensberg an OLK Rafzerfeld-Bülach Das Karten- und Materiallager wurde auf Ende 2000 aufgelöst.

Subventionswesen, Sport-Toto-Gelder für Karten Mit der Anerkennung der OL-Karte als Sportgerät durch den KZVL wurden ab 1973 auch diese subventioniert. Legte anfänglich der OLVZ die subventionsberechtigten Mitglieder fest, konnten ab 1997 alle Vereine jährlich Subventionsgesuche einreichen. Der KZVL änderte 1995 den Namen in ZKS (Zürcher Kantonalverband für Sport). Ab 2000 erhielt die OLVZ einen Fixbetrag für OL-Karten zur freien Verfügung. Alle Vereine kamen dadurch in den Genuss von Kartensubventionen in Form eines Pauschalbetrages. Die Grösse des Vereines wurde in dem vom Vorstand festgelegten Verteilschlüssel berücksichtigt.

65

Die Zürcher Schüler- und Jugendmeisterschaft 1967 An der Vorstandssitzung vom 30. November 1967 wurde unter Pt. 9 „Nachwuchsförderung“ folgender Vorschlag

gemacht: Einführung einer Zürcher Meisterschaft, bei der einige spezifische Zürcher-Läufe für das Klassement zählen. Man könnte dann den Titel eines Schüler- und Jugendmeisters schaffen.

1968 An der Generalversammlung vom 29.1.1968 wurde dann die Idee einer Meisterschaft für Schüler und Jugendliche diskutiert. An der gleichen Versammlung wurde Bruno Tantanini in den Vorstand gewählt. Er machte diese Idee zu seinem Anliegen.

1969-1970 Die ersten beiden Jahre waren als Versuch gedacht. Ende Februar erschien in der OL-Fachschrift 3/1969 ein

Hinweis, dass die OLVZ für sechs Kategorien eine kantonale Meisterschaft ausschreibe. Die detaillierte Ausschreibung für die erste Meisterschaft für Jugendliche, der "Zürcher Schüler- und Jugendmeisterschaft im Orientierungslauf" folgte im Heft 5/1969. In 3 Kategorien für Knaben und Mädchen konnten in 21 Wertungsläufen Punkte gesammelt werden. Gewertet wurden die 4 besten Resultate und der Schlusslauf. Betreut wurde die Meisterschaft für die OLVZ durch das Vorstandsmitglied Bruno Tantanini.

1971 Die OLVZ beschloss diese Meisterschaft jährlich durchzuführen. Die Jugendmeisterschaft erfreute sich grosser Beliebtheit, so dass in der Folge auch andere Kantone dem Beispiel der Zürcher folgten. Dazu kamen in rascher Folge: 1971 AG, BS/BL, GR, LU - 1972 TG - 1973 BE - 1974 SG/AR.

1997 An der DV vom 19.März 1997 wurde mit Fabio Würmli erstmals ein TD (Controller) für die Wertungsläufe der Jugend- und Schülermeisterschaft in den Vorstand gewählt.

1998 Seit 1998 heisst die Meisterschaft JOM (Jugend OL-Meisterschaft) Betreuer der Meisterschaft 1969 - 1973 1974 - 1980 1981 - 1983 1984 - 1986 1987 - 1989 1990 - 1992 1993 - 1994 1995 -

Bruno Tantanini Werner Köhli Hansjörg Graf Lotti Furrer Ursina Matthys / Urs Köhle Markus Gründler Robert Widler Erika Huggler

Bruno Tantanini

Werner Köhli

Robert Widler

Die Betreuung der Meisterschaft war die Aufgabe eines Vorstandsmitgliedes. Eine Ausnahme waren jedoch die Jahre 1981 bis 1992, denn in diesen Jahren oblag dem Nachwuchstrainer oder der Trainerin in einer Doppelfunktion auch gleichzeitig die Betreuung der Jugend- und Schülermeisterschaft.

Auszeichnungen Während den beiden Versuchsmeisterschaften 1969 und 1970 der Zürcher Schüler- und Jugendmeisterschaft gab es Auszeichnungen für die jugendlichen Teilnehmer. 1969: 1.-3. Rang OL-Wimpel und ein Jahresabonnement der Fachschrift „OL“ und für die ersten 20% eine Anstecknadel. 1970: 1.-3. Rang OL-Wimpel und erste 30% die Anstecknadel der Meisterschaft Ab 1971 erhielt der Sieger das Abzeichen „Zürcher OL-Meister“ und die ersten 30% die Trainerabzeichen in den Farben des Teilnahmejahres. Seit 1997 werden die Abzeichen an alle Teilnehmer mit mindestens 5 Wertungsläufen abgegeben. 66

Meisterin von 1975

1. Jahr

Ausschreibung der 1. Kantonalen Schüler- und Jugendmeisterschaft in der Schweiz in der OLFachschrift vom 31.März 1969.

2. Jahr

3. Jahr

4. Jahr

5. Jahr

6. Jahr

Die Troll-Trophy (D/H10) 7. Jahr

Am Schlusslauf 1996 konnte der Erfinder der Trolle, Fabio Würmli aus Thalwil, die neue OL-Form testen. Die OLVZ war offen für Fabio Würmlis Anliegen, und so wird seit 1997 an allen Zürcher Jugendmeisterschafts-Läufen die Kategorie „Troll“ angeboten. In den Troll-Kategorien erhalten alle, die nach dem Schlusslauf 4 Teilnahmepunkte aufweisen, einen Glastroll. Diese „Trolle“ vermehren sich schnell, und so finden wir in den Ranglisten der JOM 2004 bereits 35 Mädchen und 43 Knaben bei den Acht- bis Zehnjährigen. 67

1969 - 2004 Ehrenliste der ZH Jugend OL-Meister bei den Mädchen Altdorfer Alexandra Bachmann Sandra Baumann Susanne Bentz Kathrin Bernhard Regula Bilger Franziska Bilger Hildegard Bombeli Beatrice Bürgi Annina Capeder Pamela Cejka Caroline Diener Annegret Dietiker Annette Egli Gabi Ernst Mireille Fesseler Sabrina Flühmann Myriam Frei Susanne Fritschi Astrid Furrer Lotti Grätzer Käthi Gross Julia Gründler Priska Gübeli Claudia Guyer Gaby Hächler Valeria Hasler Esther Hauser Vreni Hellmüller Mirjam Hintermann Eveline Hollenstein Linda Hürlimann Regine Hüsler Barbara Köhle Regine König Vroni Koradi Priska

2000 1998, 1999 1971 1996, 1997, 1998, 1999 1993, 1994 1997 1995 1969, 1970 1994 1991 2002 1974, 1975, 1976, 1978 1989-1991 1995 1986, 1988, 1992 1984 1998 1984, 1986 1993, 1994, 1995 1970, 1971, 1972 1978, 1980 2002, 2003 1983 1975, 1976, 1977, 1978, 1980 1984 2003 1985 1973 2004 1990 1983 1971, 1972, 1973, 1974 1995 1972 1984, 1985 1977, 1979, 1982

Lüscher Katja Lüscher Sara Mathys Ursina Meier Priska Meister Käthi Michel Margrit Müller Eveline Neff Claudia Neukom Tanja Obrist Brigitte Oehy Ursula Oettli Katrin Oswald Monika Rahm Alix Schulthess Barbara Seemann Livia Senn Anina Senn Marianne Sieber Meieli Sieber Ursi Spillmann Karin Streuli Karin Streuli Bettina Tantanini Janine Tarreghetta Vera Toberer Regula Tobler Susanne Tritschler Sophie Welti Ursi Widler Käthi Widler Marianne Widler Susi Würmli Kaya Würmli Myriam Würmli Sara Wydenkeller Susanne

2001 2000, 2001, 2002 1978 1979 1976, 1977 1969 1970 1996, 1997, 1998 1990 1969 1981 1977 1992 1991 1987, 1988, 1989, 1992 1996 2003, 2004 1981, 1983 1980, 1982, 1985, 1986 1985, 1987, 1988, 1989 1979 1993, 1994, 1996 1992 1987 1979, 1980, 1981 1974, 1975 1973 2000, 2001, 2002, 2003, 2004 1982, 1983 1986, 1987, 1988, 1989, 1990 1981, 1982 1990, 1991, 1993 2000 1999 1999, 2001, 2004 1997

In den 36 Jahren (1969-2004) kamen 72 verschiedene Läuferinnen zu Meisterehren und standen zuoberst auf dem Podest: 39 einmal, 14 zweimal, 10 dreimal, 6 viermal und 3 von ihnen schafften es sogar fünfmal.

68

1969 - 2004 Ehrenliste der ZH Jugend OL-Meister bei den Knaben Altdorfer Urs Bachmann Adrian Bentz Felix Bilger Stefan Bösiger Jürg Bosshard Urs Brändli Claudio Brändli Simon Buchmann Markus Caluori Corsin Curiger Andreas De Vecchi Camillo Denzler Patrick Diener Adrian Dütsch Michael Finkbeiner Reto Fischer Boris Fischer Remo Flühmann Beat Flühmann Urs Friedrich Kurt Fritz Martin Hasler Andi Held Toni Hengartner Pascal Hinder Andreas Hinder Christoph Hohl Stefan Huber Raffael Huwiler Walter Jakob Simon Köhle Silvio Köhli Martin Maag Christoph Mohn Christian Mohn Peter Müller Andreas Müller Mathys Müller Matthias Müller Ueli

1991 1999, 2000 1993, 1994, 1995, 1996 1984, 1985, 1986 1970 1987 2004 2003 1972, 1973, 1974 1993 1982 2002 1990, 1992, 1995 1981 1972, 1974 1971 1992 1993, 1994, 1995, 1996 1976 1973, 1974, 1977, 1979 1976 1978 1993 1976, 1977, 1978 1995 1989, 1991 1989, 1990 1983 2000, 2003 1969, 1970 2003 1977, 1980 1969 1978 1986, 1988, 1990 1985, 1987 1998 1971 1994, 1996, 1998 1970

Müller Willi Oettli Kaspar Patschneider Roman Rohr Daniel Rothacher Urs Rothweiler David Ruchti Martin Rüedlinger Andreas Rüedlinger David Rutz Hansjörg Schälli Martin Schilling Michael Schnyder Gion Schönenberger Nils Schulthess Dani Schulthess Stefan Sieber Ueli Sprecher Philipp Stauber Stefan Steinhauer Andreas Steinmann Denis Tarreghetta Reto Toberer Christian Tritschler Tobias Tschamper Urs Tschopp Fabian Vetter Jörg Vieli Andreas Vieser Pascal Vogel Johannes Von Gunten Beat Weber Michael Welti Hans Widler Martin Wiederkehr Jin Wintsch Pascal Zimmermann Adrian Zimmermann Albert Zimmermann Markus Zwicker Daniel

1972 1975 2001 2002 1982 2000, 2004 1969 1997, 1998, 1999, 2001 1998, 1999, 2001 1973, 1975 1997, 1999 1982, 1984, 1986 2002 2004 1986, 1988, 1989, 1990 1985 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984 1991, 1992, 1994 2000 1997 1988 1977 1971 2001 1985 1996 1979, 1980, 1981 1987 1992 1975 1978 2004 1987, 1989 1983, 1988 2002 2003 1984 1979, 1981, 1983 1980 1991, 1997

In den 36 Jahren (1969-2004) kamen 80 verschiedene Läufer zu Meisterehren: 39 einmal, 14 zweimal, 10 dreimal, 6 viermal und 3 von ihnen schafften es sogar fünfmal.

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Kurse, Lager und Nachwuchs-Trainings Die Nachwuchsförderung war immer ein grosses Anliegen der OLVZ. Sie organisierte nicht nur eigene Kurse, Lager und spezielle Trainings für Jugendliche, sie unterstützte auch OL-Gruppen finanziell und stellte Instruktoren. Ein Auszug aus den Jahresberichten der Obmänner und den noch spärlich vorhandenen Protokollen gibt darüber Aufschluss.

1956 Im Juni unternahm Karl Häner den Versuch, einen an drei Samstagnachmittagen und einem Theorieabend durch-

geführten Anfängerkurs öffentlich auszuschreiben. Es meldeten sich gut 70 Teilnehmer/innen, die in kleineren Gruppen von Grund auf eine Schulung bekamen.

1957 Im August wurde wie im Vorjahr ein Anfängerkurs durchgeführt, welcher von gegen 100 Läuferinnen und Läufern besucht wurde.

1965 An der GV wurden Klagen über eine ungenügende Weiterbildung der Junioren besprochen. Um diesen Misstand zu beheben, schlug der Vorstand folgenden Versuch vor: An den offiziellen Mittwochtrainings werden Spitzenläufer den Junioren zur Verfügung stehen, um diesen praktische Anleitungen zu geben, damit sie ihr Können wesentlich verbessern. Dieses Angebot wurde jedoch von den Jugendlichen kaum genutzt.

1966 Für die Einführung des Anfängerkurses im Zürcher Jugendhaus stellte sich Edi Baumann zur Verfügung. 1967 Die OLVZ beteiligte sich auf Anfrage am Anfängerkurs der OLG Fluntern. Sie übernahm die Werbung für den Anlass und stellte zwei Klassenlehrer. Die Beteiligung war mit 40 Teilnehmern gut.

1968 An der DV wurde ein Fond für die Nachwuchsförderung geschaffen. Dadurch war der Vorstand mit den nötigen Mitteln ausgestattet, aber auch verpflichtet, etwas für die Nachwuchsförderung zu tun. Der „J+S-(Versuchs)-Kurs für OL“ der OLG Thalwil vom 13.-20. Juli auf der Sellamatt im Toggenburg wurde mit einem Beitrag unterstützt.

1969 Der einwöchige OL-Kurs für den Nachwuchs auf dem Albis mit 7 Mädchen und 13 Burschen unter der Leitung von Irene und Werner Köhli, wurde von der OLVZ mit einem Beitrag aus dem Nachwuchsfonds unterstützt.

1970 OL-Kurs auf dem Pfannenstiel. Zu einem speziellen Training hatte Bruno Tantanini 43 Schüler in den Rümlanger Wald eingeladen. Es erschienen nur 22 Teilnehmer. OL-Nachwuchslager in Bürchen/VS unter der Leitung von Werner Köhli. Finanzielle Beteiligung am OL-Lager der OLG Thalwil.

1971 Unter der Leitung von Robert Müller wurde ein Nachwuchskurs auf der Ibergeregg mit 33 Teilnehmern durchgeführt. Am 5-Kantone-OL-Wettkampf in Luzern nehmen 36 Läuferinnen und Läufer aus dem Kanton Zürich teil.

1972 Ein Trainigswochenende am 1. / 2. Juli lockte 47 Teilnehmer auf den Cholfirst. Das Herbstlager unter Leitung von Robert

Müller zählte 42 Teilnehmer. Für den OL-Kurs in Beinwil mit 64 Teilnehmern mussten 12 Anmeldungen zurückgestellt werden. Im Nachwuchslager auf der Ibergeregg treffen sich 36 Mädchen und Knaben aus der ganzen Schweiz.

1973 Die zwei von Reto Finkbeiner betreuten Trainings für Jugendliche hatten im Chlosterwald 35 und in Langnau a. A. 39 Teilnehmer. Röbi Müller leitete in den Herbstferien in Langnau im Emmental zwei Nachwuchslager mit total 76 jungen OLLäufern.

1974 Durchführung von drei speziellen Trainings-Weekends für den Zürcher Nachwuchs in den Laufgebieten Honeret, Hardwald und Pfannenstiel. Im August organisierte der ZKOL unter Leitung von Werner Flühmann ein Trainingsweekend in Hüntwangen mit 18 Jugendlichen. In den Herbstferien fanden zwei Nachwuchslager statt: unter Leitung von Reto Finkbeiner im Cholfirst mit 34 Teilnehmern, auf dem Gurnigel ebenfalls mit 34 Teilnehmern unter Leitung von Franz Lüscher.

1975 Nachwuchslager in Freienstein/Teufen (Irchel) unter Leitung von Röbi Müller mit 25 Teilnehmern. Die geringere Teilnehmerzahl gegenüber früher ist mit dem grossen Angebot an solchen Lagern zu erklären.

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1976 Nachwuchslager auf der Sellamatt mit Röbi Müller. Das Projekt „3-Tage-OL Oesterreich“ für den Nachwuchs verschaffte 14 Jugendlichen einen Start im Ausland.

1977 Nach der offiziellen Gründung eines Kantonalen Nachwuchskaders anlässlich der GV der OLVZ war es vorbei mit der spontanen Durchführung von speziellen Trainings, Weekends und Lagern für Jugendliche. Die Nachwuchsbetreuung beschränkte sich fortan auf die Führung des Kantonalen Nachwuchskaders und die finanzielle Unterstützung der Nachwuchsförderung der OL-Vereine und Klubs.

„J+S“ - Jugend und Sport Am 1. Juli 1972 trat „Jugend + Sport“ in Kraft, und bereits am 10. September im gleichen Jahr organisierte die OLVZ den ersten J+S-OL. Auch in der Leiterausbildung standen die Funktionäre der OLVZ an vorderster Front. Die 39 Teilnehmer am Einführungs- und Leiterkurs vom 9. / 11. Juni 1972 in Filzbach wurden von Irene Köhli, Röbi und Hermann Müller und Karl Gräzer betreut. 1974 wurde das OLVZ-Vorstandsmitglied Robert Müller zum Chefexperten im Orientierungslauf für den Kanton Zürich ernannt. Teilnehmer am Leiter 1 Kurs auf dem Albispass

OL-Nachwuchslager vom 8.-14. Oktober 1972 in Beinwil am See Leitung: Robert Müller Mitarbeiter: Irene Köhli, Margrit Bösiger, Reto Finkbeiner, Martin Ruchti Teilnahmeberechtigt: Mädchen + Burschen im J+S-Alter (1952--58) Unterkunft: Jugendherberge Beinwil am See Kosten: Unterkunft + Verpflegung, Karten Fr. 75.Reise: zu Lasten Teilnehmer (Halbtaxausweis) Röbi Müller musste für dieses Lager 12 Anmeldungen zurückstellen, denn die Teilnehmerzahl war auf 62 begrenzt. Dank den J+S-Beiträgen konnte ein Überschuss von Fr. 1'327.- an die OLVZ-Kasse abgeliefert werden.

Martin Ruchti

Irene Köhli mit ihrer Trainingsgruppe

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Das OL-Nachwuchskader Zürich/Schaffhausen entsteht Der mühsame Weg bis zur Schaffung eines Kantonalen Nachwuchskaders geht aus den Protokollen der Vorstandssitzungen hervor: 1973 Protokoll vom 11. Januar 1973: „Ein Nachwuchskader in unserem Kanton wäre erwünscht. Betreuung und Finanzen müssen aber zuerst überlegt werden.“ Protokoll vom 28. März 1973: „ Es wird kein regionales Kader angestrebt, sondern vermehrte Trainings mit Reiserückvergütung. Eingeladen werden ca. 20 Läufer und Läuferinnen von Reto Finkbeiner und Helfern.“ (Trainingswochenende in Eschenbach und Langnau am Albis). 1974 Mit Brief vom 3. April 1974 teilte Bruno Tantanini 13 Mädchen und 13 Knaben mit, dass sie zum angekündigten Nachwuchskader gehörten. Die Auswahl erfolgte anhand der Zürcher- und der nationalen Punkteliste von 1973. Weiter wurde im Brief ausgeführt: „ Als Kadermitglied bist Du an allen Zürcher Trainingsweekends teilnahmeberechtigt, ohne dass Du dieses Jahr speziell gute Leistungen erbringen musst. Die Trainings sind am nächsten Wochenende (Honeret) am 6. / 7. Juli (Hardwald Opfikon) und 31. August bis 1. September (Pfannenstiel oder Chlosterwald). Reto Finkbeiner wird Euch in der Trainingsgestaltung beraten.“ Dieses erste Zürcher Kader umfasste folgende Läuferinnen und Läufer: Mädchen-Jugend Evi Diener Anita Drexler Lotti Furrer Regina Köhle Regula Toberer

Mädchen I Gaby Donzé Gabriela Gübeli Regina Hürlimann Barbara Spörri Susan Tobler

Mädchen II Annegret Diener Eveline Gübeli Irene Eckerli

Jugend Markus Buchmann Mathis Müller Hanspeter Kissling Hansjörg Rutz Christian Toberer

Knaben I Michael Dütsch Urs Fischer René Furrer Peter Habegger Ueli Hottinger

Knaben II Urs Flühmann Roger Mathis Jürg Oehy

1975 Durch den Rücktritt des Nachwuchsbetreuers Reto Finkbeiner wurde das Thema eines Regionalkaders wieder aktuell. So lesen wir im Protokoll vom 8. Januar 1975: "Der Vorstand äussert sich kritisch zur Bildung eines Regionalkaders im Kanton. Falls sich jemand als Trainer finden liesse, würde man ihn unterstützen. Im andern Fall zieht man die bisherige Lösung vermehrte Trainingsmöglichkeiten bieten - vor." 1976 - An der vorbereitenden Sitzung zur GV 1977 lagen zwei Bewerbungen für den Posten des Nachwuchsbetreuers vor. Der Vorstand entschied sich für Peter Andres. Das von ihm vorgelegte Reglement über die Aufnahme in das Nachwuchskader wurde gebilligt.

Das Nachwuchskader der OL-Vereinigung Zürich 1977-1979 Die Zeit von Peter Andres und Iris Mayer 1977 - An der OLVZ-GV vom 7. März 1977 wurde mit dem Turnlehrerstudenten Peter Andres erstmals ein Kadertrainer gewählt. Das vorgestellte neue Nachwuchskader der Region Zürich/Schaffhausen umfasst 10 Mädchen und 13 Knaben. Diese wurden aufgrund der im Jahr 1976 erbrachten Leistungen für das Kader selektioniert. Bereits am 22. / 23. Januar 1977 erfolgte ein erster Zusammenzug in der Jugendherberge Fällanden durch Peter Andres und seine Helferin Iris Mayer. In regelmässigen Abständen folgten fünf weitere Weekends. Eines davon war ein Leistungsvergleich mit dem deutschen Nachwuchs in Weingarten/D. Mit 8 Kategoriensiegern und dem Gewinn eines Mannschaftswanderpreises war der erste Auslandaufenthalt ein grosser Erfolg. Iris Mayer und Peter Andres im LL-lager von 1975 in Elm

1978 - Der Nachwuchs der OLVO Winterthur wechselte vom Kader des ROLV Nordostschweiz zu den Zürchern, nicht zuletzt wegen ihrer Teilnahme an der Zürcher Schüler- und Jugend-Meisterschaft. Die Winterthurer bildeten eine willkommene Verstärkung, waren sie doch auch unter den Zürchern Spitze. Eines der sechs Weekends führte an Pfingsten wieder ins Ausland, an den 3-Tage-OL in Monschau/ Eifel. 1979 - In diesem Jahr fanden fünf Kaderzusammenzüge mit insgesamt zwölf Trainings- und Wettkampftagen statt. Auch als Organisator des 29. Zürcher Nacht-OL trat das Kader positiv in Erscheinung. Nach drei Jahren gab Peter Andres sein Amt ab, er übernahm das Schweizer Nachwuchskader. 72

1980-1983 Die Zeit von Hansjörg Graf 1980 - Als neuer Kadertrainer wurde Hansjörg Graf gewählt. An sieben Kaderzusammenzügen und Trainingweekends wurde erfolgreich weitergearbeitet. 1981 - Eines der sieben Kadertreffen fand anlässlich der OL-Weltmeisterschaften in der Schweiz statt mit gleichzeitiger Teilnahme am ersten Jugendcup. Die Zürcher erreichten den 4. Rang. 1982/1983 - Nach zwei weiteren Jahren mit jeweils 26 resp. 28 Kadermitgliedern und einem Trainingslager in Schweden, gab Hansjörg Graf das Traineramt ab. Als Abschiedsgeschenk erhielt er anlässlich des Schlusslaufes ein Rennvelo. 1984-1986 Die Zeit von Lotti Furrer und Beat Spalinger 1984 - An der Gründungsversammlung wurde Lotti Furrer als Kadertrainerin und Vorstandsmitglied gewählt. Zwei Lager und fünf Wochenenden wurden für die Ausbildung aufgewendet. 1985 - Eine Lagerwoche und fünf Wochenenden standen auf dem Programm 1986 - Fünf Zusammenzüge an Wochenenden und ein Lager in Schweden, erste Woche 5. April 1986 vor der Kirche Stallikon Training, zweite Woche Teilnahme am O-Ringen Das Kader anlässlich der Hochzeit ihres Trainer-Duos Lotti 5-Tage-OL. Lotti wurde Frau Spalinger und gab Furrer und Beat Spalinger beim Spalierstehen in eisiger Kälte. auf das Jahresende ihr Amt ab.

Das Nachwuchskader im OL-Verband Zürich Seit der Gründung des Zürcher OL-Verbandes ist die Betreuung eines Regionalen Nachwuchskaders eine der Hauptaufgaben des Verbandes. Der verantwortliche Kadertrainer wird auch Vorstandsmitglied. 1987-1988 Die Zeit von Urs Köhle und Ursina Mathys 1987 - Urs Köhle wechselte vom Ressort „Presse“ ins Traineramt und übernahm zusammen mit Ursina Matthys das Kader. Das Regionalkader beteiligte sich erstmals zu 50% an der Kuchenwirtschaft am Zürcher Kantonalen OL. Zusammenzüge auf der Sellamatt, in Chur, Oberiberg und ein Sommerlager im Jura. 1988 - Auch Ursina Mathys wurde in den Vorstand gewählt. Drei Weekends und zwei Trainingslager; im Frühling Bordeaux und das andere in Sörenberg. Der Nachwuchs der OLG Galgenen konnte künftig dem Kader ZH/SH beitreten.

1989-1992 Die Zeit von Markus Gründler und Annelies Meier 1989 - Im Mai trat Urs Köhle unerwartet vom Traineramt zurück, und Markus Gründler übernahm früher als geplant die Nachfolge. Das zehntägige Frühlingslager war wieder in Bordeaux, das Sommerlager in La Punt im Engadin. 1990 - Mitte Jahr trat Ursina Mathys infolge eines Auslandaufenthaltes zurück. Fünf Weekends und zwei Lager, je eine Woche im Tessin und im Jura. 1991 - Markus Gründler wurde in den Vorstand gewählt. Im Jahresprogramm waren fünf Weekends und zwei Lager, je eine Woche in Chur und in Habkern. 1992 - 27 Kaderangehörige waren während 22 Tagen (Weekends, Lager etc.) unterwegs. Zwei Lager von je einer Woche waren im Tessin und im Jura. 73

1993-2005 Die Zeit von Annelies Meier und Robert Meier (und Meieli Sieber) Die Grösse des Kaders umfasste jeweils 28 bis 30 Mitglieder, die sich im Verlaufe des Jahres an 30 bis 40 Kadertagen trafen. Im Durchschnitt dauerte die Mitgliedschaft im Kader sechs Jahre, in denen ein Kadermitglied nebst den unzähligen Zusammenzügen an Wochenenden auch an professionell geführten Trainingslagern im In- und Ausland teilnehmen konnte: • mindestens einmal an einer Nordlandreise nach Schweden oder Norwegen • zwei bis dreimal in einem Nachbarland, bevorzugt in Italien oder Frankreich • sowie mehrmals im Frühling im Tessin oder im Sommer im Jura Jahr

Kaderangehörige Damen Herren Total (1) 14 14 28 + 3 10 12 22 + 9 13 15 28 + 5 12 15 27 + 6 13 14 27 + 7 12 13 25 + 5 11 13 24 + 7 11 14 25 + 4 8 16 24 + 3 11 13 24 + 3 11 10 21 + 3 11 10 21 + 6

Lagerwochen

Kadertage im Sommer 1993 2 Wochen Norwegen, Halden und Drammen 31 1994 Lamura im französischen Jura 24 1995 Nationales Jugendlager in Chur 30 1996 La Chaux-du-Milieu im Neuenburger Jura 28 1997 Habkern im Berner Oberland 30 1998 2 Wochen Norwegen, Halden und Drammen 38 1999 St. Cergues im Waadtländer Jura 30 2000 Nationales Jugendlager Fiesch im Wallis 32 2001 Aquila im Bleniotal und Les Bayards im Jura 34 2002 2 Wochen Norwegen, Halden und Drammen 36 2003 Bonaduz 30 2004 Arzier im Waadtländer Jura, 39 Nationales Jugendlager in Chur Annelies und Röbi bekränzt 2005 10 11 21 + 7 Osterlager Schwarzenegg Orgnana Tessin mit JWOC 42 durch ihre Schützlinge Valle di Non in Italien Blatten im Wallis (1) Die Zahl nach dem + Zeichen bedeutet die Anzahl der Mitglieder im nationalen Nachwuchskader, die im Regionalkader bleiben durften und zu den Trainings eingeladen wurden. im Frühling Osterlager Gurnigel Osterlager Schwarzenegg Novaggio TI, le Paccots Stalden OW, Vaumarcus Trentino in Italien Breno im Tessin Schwarzenegg, Ependes Trentino in Italien Breno im Tessin Bonaduz, Ependes Trentino in Italien Sommazzo im Tessin

Regionalkader ZH/SH 2005

Teilnehmer des Frühlingslager 2005 im Valle di Non

Zürcher im Schweizer Nachwuchskader Seit Bestehen des Zürcher Nachwuchskaders schafften zur Freude ihrer Trainer jedes Jahr Junioren und Juniorinnen den Sprung ins Nationale Nachwuchskader. Dieses Ziel erreichten in den Jahren 1974 bis 2004 folgende Kadermitglieder: Altdorfer Urs Bachmann Adrian Bentz Felix Bosshard Werner Buchmann Markus Caluori Corsin Corrodi Paul Curiger Andreas Denzler Patrick Dütsch Michael Fischer Boris Flühmann Beat

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Junioren Flühmann Urs Haldi Peter Hasler Andreas Held Toni Hinder Andreas Hinder Markus Huber Andreas Mohn Peter Müller Andreas Oettli Kaspar Rüedlinger Andreas Rutz Hansjörg

Schnyder Gion Schulthess Lukas Sieber Ueli Sprecher Philipp Steinemann Denis Steinhauer Andreas Toberer Christian Tritschler Tobias Tschopp Marcel Vetter Jörg Vieser Pascal Zimmermann Albert

Altdorfer Alexandra Bachmann Sandra Bernhard Regula Cejka Caroline Diener Annegret Fritschi Astrid Furrer Lotti Gübeli Claudia Hintermann Eveline Hollenstein Linda Huggler Eveline Köhle Regina

Juniorinnen König Vroni Koradi Priska Lüscher Sara Mathys Ursina Oehy Ursula Oettli Kathrin Piguet Arlette Schlatter Sabine Schulthess Barbara Seemann Livia Senn Marianne Sieber Annemarie

Sieber Meieli Spillmann Monika Steinemann Stefanie Tarreghetta Vera Toberer Regula Widler Käthi Widler Marianne Widler Susi Würmli Sara Wydenkeller Susanne

25 Jahre Schweizer OL-Jugend-Cup Im Rahmen der OL-Weltmeisterschaft in der Schweiz 1981 wurde erstmals der OL-Jugend-Cup durchgeführt. Dieser Vergleichswettkampf der Nachwuchskader besteht aus einem Staffel- und einem Einzellauf. Dafür können bei Knaben und Mädchen in den 4 Kategorien der 13- bis 20-Jährigen je ein Läufer und eine Läuferin eingesetzt werden, welche in Ausscheidungsläufen in ihrem Kader selektioniert worden sind. Für das Kader ist der Jugendcup ein Saisonziel, und die Trainer erhalten einen praktischen Einsatz im Coaching. Dabei war auch immer eine Mannschaft des Zürcher Nachwuchskaders. Hatten an der ersten Austragung noch die Ostschweizer die Nase vorn, gewannen in den darauf folgenden zwei Jahren die Zürcher.

Resultate 1981 - 2005 Nr 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25

Jahr 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

1.Rang Nordostschweiz Zürich/Schaffhausen Zürich/Schaffhausen Aargau Zentralschweiz Bern /Solothurn Bern /Solothurn Neuenburg Aargau Aargau Bern /Solothurn Bern /Solothurn Bern /Solothurn Aargau Aargau Bern /Solothurn Bern /Solothurn Zürich/Schaffhausen Nordostschweiz Zürich/Schaffhausen Zürich/Schaffhausen Aargau Bern /Solothurn Bern /Solothurn Zürich/Schaffhausen

2.Rang Bern /Solothurn Nordostschweiz Nordwestschweiz Nordwestschweiz Zürich/Schaffhausen Zentralschweiz Zentralschweiz Bern /Solothurn Bern /Solothurn Bern /Solothurn Aargau Zürich/Schaffhausen Zürich/Schaffhausen Bern /Solothurn Bern /Solothurn Aargau Zürich/Schaffhausen Aargau Bern /Solothurn Nordwestschweiz Nordostschweiz Bern /Solothurn Aargau Nordwestschweiz Bern /Solothurn

Die Sieger 1982

Priska Koradi, Priska Gründler, Michael Schilling, Meieli Sieber Beat Flühmann, Ueli Sieber, Werner Bossard

3.Rang Aargau Zentralschweiz Bern/Solothurn Zürich/Schaffhausen Bern /Solothurn Aargau Zürich/Schaffhausen Aargau Tessin Zürich/Schaffhausen Nordwestschweiz Aargau Aargau Zürich/Schaffhausen Nordwestschweiz Zürich/Schaffhausen Nordostschweiz Bern /Solothurn Aargau Bern /Solothurn Nordwestschweiz Nordostschweiz Nordostschweiz Aargau Aargau

Medaillenspiegel Die Kader im nationalen Vergleich Kader Gold Silber Bronze Total Bern /Solothurn 9 9 4 22 Aargau 6 4 8 18 Zürich/Schaffhausen 6 4 5 15 Nordostschweiz 2 2 3 7 Zentralschweiz 1 2 1 4 Neuenburg 1 0 0 1 Nordwestschweiz 0 4 3 7 Tessin 0 0 1 1

Die Nachwuchskader von Graubünden/Glarus und Fribourg haben den Sprung aufs Treppchen in diesen 25 Jahren noch nicht geschafft.

Die Sieger 2005

von links: Gion Schnyder, Matthias Spalinger, Raffael Huber, Nils Schönenberger, Sophie Tritschler, Julia Gross, Sara Lüscher, Sara Würmli, Annelies Meier ( und im Vordergrund „Mister-Jugendcup“, Hansruedi Walser beim Verlesen der Rangliste)

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Vorbemerkung: Acht Kapitel waren geschrieben, doch etwas kam nach meiner Meinung zu kurz: das Thema „OL und Umwelt“. Dazu beigetragen hatte sicher der Umstand, dass während der ersten 25 Jahre der OLVZ dieses Thema kaum eine Rolle spielte. Die Mehrzahl der Zürcher Einzel-OL und auch einige Zürcher Nacht-OL wurden zwischen 15. April und 15. Juni durchgeführt, in den Monaten, welche in der kantonalen Waldverordnung vom 28. Oktober 1998 als Schonzeit für das Wild bezeichnet werden. Ab 1980 war ich nach der Gründung der Regionalgruppe OLVO Winterthur als Präsident der OLV Ostschweiz am Geschehen im ZKOL / OLVZ mitbeteiligt. Als Urs Rüegg 1986 nach zwei Jahren sein Amt abgab, übernahm ich den Bereich „Waldbenützung“. Das war eigentlich ein Tausch von Funktionen. Urs übernahm meine militärische Einheit und ich im OLVZ seinen Job. Damit war ich gleichzeitig auf allen drei Ebenen für „Waldbenützung“ tätig: beim SOLV in der Kommission, im Vorstand des OLVZ und als Präsident im Klub OLV Ostschweiz. So war ich immer über alles bestens informiert, was mir meine Arbeit wesentlich erleichterte. „OL und Umwelt“ wurde mein ganz persönliches Anliegen, und deshalb ist noch dieses neunte Kapitel dazu gekommen. Denn eines ist sicher: Diese Thematik wird uns auch in Zukunft beschäftigen.

Die OL-Läufer als Waldbenützer Etwas erstaunt und irritiert hatte mich die nachstehende Notiz von Rolf Nüscheler schon: 1 Am Samstag 19. Mai 1957 wurde ein Länderkampf Schweiz-Schweden durchgeführt. Dieser Länderkampf fand gleichentags mit dem OL-Zentralkurs des SLL in Aarau statt, wo der Leiter der schwedischen Delegation Hasse Hedlund die Kursteilnehmer über Aktivitäten des Schwedischen OL-Verbandes orientierte. Unter anderem führte er aus: „Für jeden Bezirk gibt es einen „Sachverwalter“, dem vorgesehene Läufe zu melden sind, zwecks Koordinierung der Termine und Laufgebiete. Er überprüft die Umweltverträglichkeit der Bahnanlage und nimmt Kontakt auf mit Waldbesitzern und Jägern.“ Obwohl in der Schweiz alles Nordische als Vorbild galt, war „OL und Umwelt“ lange kein Thema, denn man hatte ja diesbezüglich keine oder nur unbedeutende Probleme. Es war daher müssig, sich vorzustellen, was geschehen wäre, wenn.... 1971 Einen ersten Hinweis zum Thema „Waldbenützung“ finden wir im über den Schlusslauf der Schülermeisterschaft und den Zürcher Nacht-OL im Stadlerberg vom 30. Oktober 1971: „Die Bewilligung der Forstbehörde wird vom Obmann eingeholt“. 1972 Protokolliert wurde zum Schlusslauf der Schülermeisterschaft und zum Zürcher Nacht-OL vom 7. Oktober 1972: „Mit der Jagdgesellschaft sind im letzten Moment beinahe Schwierigkeiten entstanden. Es ist nicht glücklich, dass derselbe Wald am gleichen Tag zweimal für OL benützt wird während der Jagd“. 1974 Der Vorstand nahm Stellung zu einem Brief der kantonalen Jagdverwaltung, in welchem der Verfasser berichtet: „Orientierungsläufer haben mit Spikes-Schuhen Rehkitze zu Tode getreten und andernorts Rehkitze aufgehoben und weggetragen, sodass die Wiederannahme durch das Muttertier zweifelhaft erscheint“. Richtlinien und Empfehlungen für Veranstaltungen im Wald Als Folge der Auseinandersetzungen um die 4. Etappe des 5-Tage-OL 1975 im Siggenberg, erliess das Finanzdepartement des Kantons Aargau die ersten „Bestimmungen und Regeln für die Durchführung von Orientierungsläufen und anderen sportlichen Veranstaltungen in den Wäldern des Kantons Aargau“. Am 18. September 1989 wurde eine Vereinbarung zwischen dem AOLV (Aargauer OL-Verband) und dem AJV (Aargauischer Jagdschutzverband) abgeschlossen. Sie bildet seither die Grundlage zur Respektierung der gegensätzlichen Interessen. Dass dies ein erfolgversprechender Weg war, zeigte sich 2005, als der AJV anlässlich des Aargauer 3-Tage-OL allen Teilnehmern seine Broschüre für ein NEIN zur bevorstehenden Abstimmung über die Abschaffung der Bewegungsjagd verteilte. Ich habe in der OL -Fachschrift aus dem Jahr 1975 vergeblich nach einer Notiz zu den ersten kantonalen Weisungen gesucht !! Gefunden habe ich aber eine Notiz zur 18. GV der SIOL vom 29.Januar 1977: „Der Antrag der OLG Kreuzlingen, über die Problematik „Waldschonung-Bahnlegung-Jägerinteressen-Hilfe für Organisatoren“ zu diskutieren, konnte aus Zeitmangel nicht erfolgen.“ Für „OL und Umwelt“ hatte man damals keine Zeit, denn eine Verbandsgründung stand bevor. Das sollte sich in den folgenden Jahren rächen. In den 80er Jahren wurden in allen Revierkantonen Richtlinien oder Empfehlungen zur Durchführung von Orientierungsläufen erlassen. 1

Aus „Geschichte des Schweizer OL“ von Rolf Nüscheler, Seite 16 - November 2005

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Auch der SOLV wird aktiv Aufgeschreckt durch den Fall Grabs, war der 1978 gegründete SOLV (Schweizerischer OL-Verband) auch aktiv geworden und organisierte 1983 und 1984 Arbeitstagungen zum Thema „Waldbenützungsprobleme“. An diesen Veranstaltungen nahmen von der OLVZ auch Werner Flühmann, Urs Rüegg und Robert Müller teil. 1985 nahm die neue SOLV-Kommission „Waldbenützung“ ihre Arbeit auf. Sie erhielt 1987 den neuen Namen „OL und Umwelt“. Die kantonalen Fachstellen „OL und Umwelt“ wurden 1993 gesamtschweizerisch eingeführt. Sie sind die Kontaktstellen zu den kantonalen Behörden und verantwortlich für die Einflussnahme auf die kantonale Gesetzgebung. Weisungen für organisierte Veranstaltungen im Wald 1980 / 1981 Auch im Kanton Zürich wurde unter Leitung des Oberforstamtes in der kantonalen Kommission „Wald / Forst / Jagd“ über Veranstaltungen im Wald diskutiert. Die Interessen der OL-Läufer vertraten Werner Flühmann (Präsident ZKOL) und Bernhard Oettli (Präsident OLVZ), aber auch die dem ZKOL angeschlossenen Gruppen konnten zu den Vorschlägen Stellung nehmen. 1982 Im Juli 1982 gab der Regierungsrat die „Empfehlungen und Hinweise der Volkswirtschaftsdirektion für die Durchführung organisierter Veranstaltungen in den Wäldern des Kantons Zürich“ heraus. Diese enthielten im Wesentlichen folgende Bestimmungen: - Vor der Aufnahme von OL-Karten soll der Kanton informiert werden. - Vom 15. April bis 15. Juni sollen organisierte Veranstaltungen im Wald wenn immer möglich unterlassen werden. - Für Anlässe ab 150 Teilnehmern sind Wildruhezonen auszuscheiden. - Meldung an Gemeinderat für Veranstaltungen ab 50 Teilnehmern 14 Tage vorher und 8 Wochen vorher ab 150 Teilnehmern. - Absprachen mit betroffenen Gemeinden und kantonalen Stellen für „Grossveranstaltungen“ mit mehr als 1000 Teilnehmern schon im Vorjahr.

Eine Fachstelle für Umweltfragen entsteht 1984 Weil die Konflikte zunahmen, wurde an der GV vom 7. März 1984 anlässlich der Zusammenlegung OLVZ/ZKOL zum neuen Verband OLVZ das neue Ressort „Forst und Jagd-Probleme“ geschaffen mit Vorstandsmitglied Urs Rüegg als Leiter. Am gleichen Anlass folgte zum Schluss ein Vortrag von Prof. Dr. Bernhard Nievergelt, Wildbiologe an der Universität Zürich, zum Thema: „Orientierungslauf - Naturschutz - Jagd“. 1986 Der Bahnlegerkurs „Umweltgerechte OL-Bahn“ in Uster wurde von 11 Teilnehmern besucht. Seit 1986 werden mit dem Jagdschutzverein Winterthur und Umgebung regelmässig die Aktivitäten der OL-Vereine OLC Winterthur, OLG Welsikon und OLG Weisslingen im kommenden Jahr sowie in einer Rückschau das vergangene Jahr besprochen. 1992 Die OLVZ regte eine kantonale Koordinationssitzung unter Federführung des J+S Amtes an. Eine Vernehmlassung kam jedoch zum Schluss, dass die Leitung beim Kantonalen Forstamt liegen sollte. Dort wurde das Projekt aufs Eis gelegt, denn die kantonale Waldgesetzgebung und später die Waldentwicklungsplanung hatten Vorrang. Merkblätter und Broschüren Verschiedene Broschüren und Merkblätter wurden durch die OLVZ-Fachstelle herausgegeben, um Funktionäre von OLVeranstaltungen und OL-LäuferInnen zu informieren, was der Verband im Bereich „OL und Umwelt“ von ihnen erwartete. In dieser Schriftenreihe erschienen folgende Themen: - 1990 Wildruhezonen (Anleitung für Etappenorganisatoren, 5-Tage-OL 1990) - 1993 Die Oekogeo-Studie (aus Broschüre „Daten-Zahlen-Fakten“, SOLV 1993) - 1995 Merkblatt für Laufveranstaltungen (Grundlagen, kantonale Empfehlungen und Oekogeo-Studie) - 1999 Merkblatt für Laufveranstaltungen (Neufassung auf Grundlage des neues Waldgesetzes und dessen Verordnung) - 2000 Merkblatt für Waldentwicklungsplanung (Präsidentenkonferenz OLVZ 2000) - 2002 Laufveranstaltungen mit Qualitätssignet (DV OLVZ 2002) - 2002 Merkblatt für „Gästeführungen / Laufbesichtigung“ Kartenplanung, Kartenreglement Eine der Massnahmen aus der Oekogeo-Studie betrifft die Überprüfung der sensitiven Gebiete bei der Kartenherstellung. Seit Inkraftsetzung des ersten Kartenreglements auf den 1. März 1993 wurden im Kanton Zürich 114 Kartenprojekte geprüft. Jahr Anzahl Karten

1993 7

1994 11

1995 11

1996 13

1997 13

1998 3

1999 10

2000 7

2001 7

2002 4

2003 6

2004 12

2005 10

Waldentwicklungsplanung Von 1997 bis 2005 wurde in den sieben Forstkreisen des Kantons Zürich in 16 Gebieten mit insgesamt 68 Gemeinden ein Waldentwicklungsplan bearbeitet. Als eine der wichtigen Interessengruppen haben auch zwölf Mitgliedsvereine der OLVZ ihre Anliegen und ihr lokales Wissen eingebracht und in allen Fällen gute Lösungen erreicht. 77

Die Studien zur Umweltverträglichkeit des OL Die Oekogeo-Studie (1991) Am Ende der 80er Jahre beschloss der SOLV zu handeln. Die Orientierungsläufer wollten die möglichen Einflüsse ihrer Sportart auf die Umwelt untersuchen lassen. Die mit einem Kostenaufwand von über 150'000 Franken erarbeitete OekogeoStudie wurde am 12. November 1991 anlässlich einer Pressekonferenz in Bern vorgestellt. Die Studie zeigt auf, welche Auswirkungen der Orientierungslauf auf Fauna und Flora hat und was getan werden kann, um seine Umwelteinflüsse möglichst gering zu halten. Auch die OLVZ hatte dem SOLV 1989 für das Projekt 2'000 Franken überwiesen. Die Oekogeo-Studie trug massgeblich dazu bei, dass sich die Diskussionen mit Forst und Jagd in den 90er Jahren versachlichten. Der Vorwurf, dass OLLäufer den Wald schädigen, war vom Tisch, und für die Rücksichtnahme auf das Wild wurden gangbare Lösungen aufgezeigt. Die Erkenntnisse aus der Studie haben auch zu Massnahmen im Bereich der Kartenherstellung und der Bahnlegung geführt. Die Moor-Studie (2000) In einer weiteren Studie wurden die Auswirkungen von OL-Veranstaltungen auf die Vegetation von Flachmooren untersucht. Die Folgerungen und Empfehlungen der Studie werden seither bei der Bearbeitung von Kartenprojekten berücksichtigt.

Konflikte Trotz Richtlinien kam es immer wieder zu kleineren oder grösseren Konflikten mit der Jagd, die aber meistens durch geschickte Verhandlungen in einem für beide Seiten tragbaren Kompromiss endeten. Einige führten aber auch vor den Kadi: 1985 Die Gemeinden Bassersdorf und Kloten verboten den am 16. Mai 1985 vorgesehenen OL. Der OLC Kapreolo rekurrierte bis vor Bundesgericht, verlor aber den Prozess mit Kostenfolge von über 3'000 Franken. 1986 Die Gemeinde Fällanden verbot den am 9.November 1986 vorgesehenen OL der Sektion Albis SAC mit dem Hinweis, keine Orientierungsläufe mehr auf Gemeindegebiet zu bewilligen. Der Rekurs von Thomas Scholl wurde vom Bezirksrat Uster gutgeheissen. 1988 Die Gemeinde Stadel verbot die Durchführung aller OL auf ihrem Gemeindegebiet. Das Verbot wurde aufgehoben, und Stadel wurde verpflichtet, dem OLC Kapreolo als Kostenentschädigung 2'500 Franken zu zahlen. 1997 Die Schweizer 5er-Staffel, welche am 6. Juli 1997 mit rund 1000 Teilnehmern im Rümlangerwald stattfinden sollte, wurde zuerst nicht bewilligt. Der Bezirksrat Dielsdorf entschied aber dem Rekurs des OLC Kapreolo, dass der Wettkampf am vorgesehenen Datum, dem 6. Juli, mit dem Hinweis auf die Setzzeit des Rehwildes nicht verboten werden könne.

Die Waldgesetzgebung In den Jahren 1986-1990 liefen das Vernehmlassungsverfahren und die Bearbeitung zum Bundesgesetz für den Wald (WaG). Die Zürcher Parlamentarier, welche in Bern in der Beratenden Kommission mitarbeiteten, wurden 1989 durch Werner Flühmann im Namen des OLVZ kontaktiert. Das Gesetz trat am 4. Oktober 1991 in Kraft und hatte eine Anpassung der kantonalen Gesetzgebung zur Folge. Die Bearbeitung der kantonalen Waldgesetzgebung dauerte etwas länger, wie die Chronologie zeigt: 1. April 1993 Arbeitspapier Zürcherisches Waldgesetz. (Bewilligungsinstanz für Veranstaltungen im Wald ist das Kreisforstamt) 15. Juli 1992 Problemkatalog für das neue Waldgesetz 14. September 1992 Bereinigter Problemkatalog für das neue Kantonale Waldgesetz 1. April 1993 Arbeitspapier „Zürcherisches Waldgesetz“ 22. September 1993 Auswertung der Stellungnahmen zum Arbeitspapier 27. Juni 1994 Vernehmlassungsentwurf Waldgesetz ( § 8. Der Regierungsrat regelt die Bewilligungspflicht.) Februar 1995 Auswertung der Vernehmlassung (Eingegangen waren 191 Stellungnahmen, wobei 47 Vernehmlasser die Erteilung der Bewilligungen durch die Gemeinden verlangten.) 19. Juni 1996 Antrag des Regierungsrates an den Kantonsrat (Zuständig für Bewilligungen ist die Gemeinde.) 15. August 1996 Wahl der 15 Mitglieder der Kommission des Kantonsrates zur Beratung des Waldgesetzes November 1997 Zustimmung des Kantonsrates mit 122 zu 15 Stimmen 7. Juni 1998 Volksabstimmung über das Kantonale Waldgesetz 8. März 1999 Verabschiedung der Kantonalen Waldverordnung durch den Kantonsrat ohne Gegenstimme 1. April 1999 Der Regierungsrat setzte das Kantonale Waldgesetz vom 7. Juni 1998 und die Kantonale Waldverordnung vom 28. Oktober 1998 in Kraft.

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50 Jahre OLV Zürich, das ist auch die Geschichte von Postenquittiersystemen vom bemannten Posten über Stempelkissen bis zu . Links ein Beispiel aus der Zeit, als an einem OL noch 20 Personen mit der Kontrolle von (verregneten) Stempelbildern beschäftigt waren. Rechts die Lochzange, eine Errungenschaft, die 30 Jahre lang das Geschehen an jedem OL-Posten prägte und eine echte Erleichterung für die Leute im Rechnungsbüro war.

Mit dem Tomila-OL in Zürich wurde 1997 zum ersten mal in der Schweiz ein grosser Orientierungslauf mit ausgewertet. Links das SPORTident-Modell, wie es ab 1998 im Einsatz stand. Rechts das neueste Modell ab 2005.

... und welcher Veranstalter möchte heute noch zurückkehren zu 20 Personen im Rechnungsbüro?

Für alle weiteren Fragen zu und kompletten Lösungen für die Auswertung von Orientierungsläufen gibt’s