Ü40 Heft 4_Layout 1

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40 U AUSGABE 4 | HANNOVER & REGION GEWINNSPIELE KUNST VON INGE-ROSE LIPPOK 5 X WINTERZOO FÜR ZWEI DAS SPRENGEL-PROJEKT BAGGERN FÜR DIE KUNST SCHLÖSS...

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40 U AUSGABE 4 | HANNOVER & REGION

GEWINNSPIELE KUNST VON INGE-ROSE LIPPOK 5 X WINTERZOO FÜR ZWEI

DAS SPRENGEL-PROJEKT BAGGERN FÜR DIE KUNST SCHLÖSSER UND GÜTER FESTLICH FEIERN

ZUM

EHM N T I M

EN

Stiftung Niedersächsischer Volksbanken und Raiffeisenbanken

INHALT / EDITORIAL

EDITORIAL LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,

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INHALT 03 Editorial / Inhalt / Gewinnspiel

REGIONALES Festliche Gedanken liegen dem Menschen gerade um die Weihnachtszeit nicht ganz fern. Da gerät man schon mal ins Träumen – über ein wirklich edles Ambiente mit gediegen gedeckter Tafel, prasselndem Kaminfeuer drinnen und dem Schein stilvoller Fackeln draußen . . . und, und, und. Das können Sie alles haben. Mieten Sie sich doch einfach bei einer der adeligen Familien in der Region Hannover ein. Ob Schloss oder Rittergut, für Ihre ganz besondere Feier stehen prachtvolle Räume und urige Gewölbe für jeden Ablass zur Verfügung, vom Kaminzimmer bis zum Barocksaal. Auch wenn Sie nicht Prinzessin oder Prinz sind – Ü40 sagt Ihnen, wo Sie festliches Flair in historischem Gemäuer erwartet. Gespannt darf man auch sein, ob und was das Baggern um die verborgenen Schätze des Sprengel Museums bringt. Bis zum Frühjahr läuft die ungewöhnliche Werbeaktion „Mehr Museum“ um Sponsoren für den Neubau am Maschsee. Bis die Schätze dort gehoben sind, können Sie übrigens andere Preziosen betrachten – in der spektakulären Ausstellung „Goldener Horizont“ mit frühzeitlichen Nomadenschätzen im Landesmuseum Hannover. Apropos Preziosen: Das güldene Titelbild zeigt eine Figur aus „Die fabulöse Weihnachtsshow“. Gehen Sie kein Risiko ein: Ü40 sagt Ihnen unter der Rubrik Gesundheit, warum Krampfadern mehr als ein kosmetisches Problem sind, wie Sie vorbeugen können und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Und wie Sie einer Erkältung begegnen können und was es mit der „Meer-Gesundheit“ auf sich hat. Natürlich finden Sie auch in dieser Ausgabe wieder jede Menge Infos, Service und Tipps. Über die kulturellen Angebote in Stadt und Region, wie Sie es im Urlaub zum Freizeit-Kapitän bringen können und warum sich ein Trip in die Kulturhauptstadt Europas 2010 lohnt – nämlich nach Istanbul. Die Redaktion wünscht Ihnen ein friedliches Weihnachtsfest und einen gesunden Start ins Neue Jahr. Und natürlich viel Spaß bei der Lektüre dieser Ü40! Ihre Sybille Nobel-Sagolla

04 – 05 Tipps und Trends 06 – 07 Sprengel Museum: Baggern um den Neubau 08 City: Schönheitsoperation am Klagesmarkt 09 Landesmuseum: Schätze der Nomaden 10 Kunstszene: Die Welt von Inge-Rose Lippok 11 Hannovers Bühnen: Show, Schau, Schauspiel

GESUNDHEIT 13 Flugangst: Tipps und Tricks gegen Aviophobie 14 – 15 Krampfadern: Mehr als ein kosmetisches Problem 16 Erkältung: Was Sie im Winter beachten sollten 17 Meer-Gesundheit: Soletechnik auf kleinstem Raum

LIFESTYLE 18 – 19 Fürstlich feiern: Rittersaal für’s Familienfest 20 High Heels: ...nicht nur zum Laufen 21 Kaffee: Der Kult um die braune Bohne

REISEN 22 Medizinservice: Mit eigenem Arzt in den Urlaub 23 Hausboot-Urlaub: Fahrspaß ohne Führerschein 24 Istanbul: Metropole zwischen den Welten 25 Hotelkonzepte: Traumurlaub nach Maß

BAUEN & WOHNEN 26 Sperrmüll: Komfortservice von Spezialisten 27 Kamine: Die Harmonie der Wärme 28 Villa Waldersee: Juwel am Eilenriederand

RATGEBER 30 Wohngefühl: Kreativ mit Farbakzenten 31 Jugendsprache: Haben Sie das verstanden?

AUTO 32 Winterreifen:„Matsch und Schnee“ ist Pflicht 33 Fiat 500: Dolce vita durch Qinquecento

SERVICE 34 Gewinnspiele / Notdienste / Impressum

AUFLÖSUNG GEWINNSPIEL Die Zoo-Tagestickets aus Ü40 Nummer 3 haben übrigens gewonnen: Daniela Zillner (Wedemark), Gundula Müller (Lehrte), Jens Müller (Eschede), Margit Kappenberg (Burgdorf ), Rainer Lause (Hannover), Sabine Bartsch (Hannover), Vera Voigt (Hannover), Rosi Wagner (Göttingen), Christa Schröder (Isernhagen), Petra Westermeier (Hannover). Herzlichen Glückwunsch! Neue Gewinnspiele finden Sie auf Seite 34.

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04 REGIONALES Ü40 TIPPS + TRENDS

NICE TO SEE DIE FABULÖSE GLAMOURÖSE WEIHNACHTSSHOW Wenn ein aufmüpfiger Rauschegoldengel mit einer Riesenglocke einen Reigen tanzt und ein liebeskranker Weihnachtsstern nach intimen Berührungen des Gärtners lechzt, ist es Weihnachtszeit... Und Zeit für die „fabulöse glamouröse Weihnachtsshow“! Wer es charmant, sexy und jedenfalls emotional mag, dazu anspruchsvoll gestaltete Kostüme, das Ganze schräg verpackt in ein musikalisches Spektakel mit weihnachtlichem Flair, der sollte diese Show nicht verpassen. Das junge Ensemble um Sopranistin Michaela Rams (Foto), Countertenor Michael Lieb und Jazz-, Soul- und Popsänger Paul Gutjahr verspricht ein Musical mit musikalischen Elementen von Händel und Wagner bis Lady Gaga und Madonna. Motto: „ Wenn die Ornamente in Ihrem Baum ein Fest feiern würden, sähe es wohl genau so aus.“ Prachtvolle Kostüme (übrigens fotografiert von Andreas Keudel), zum Leben erweckt von Sören Witt und von Henrik Nolte ins rechte Licht gerückt, versprechen ein schräges Weihnachtsspektakel. Und ein Drei-Gänge-Menü gibt’s obendrein! Die Galashow steigt am 15. Dezember um 19 Uhr auf der Kleinkunstbühne im Kräutergarten Hannover, GottfriedKeller-Straße 28. Karten für 35 Euro können telefonisch (0511-539 1020 oder 0171-541 42 42) oder per E-Mail bestellt werden: [email protected] / www.weihnachtsshow.org

VGH-FOTOPREIS 2010 FÜR „OHNE ZUKUNFT IN ROSARNO“ Nach rassistischen Ausschreitungen mussten 2.000 afrikanische Erntehelfer in andere Landesteile evakuiert werden. Nach Europa gekommen, um ein besseres Leben zu finden, wurden sie hier mit Rassismus und Armut konfrontiert. Ohne Trinkwasser, Elektrizität und medizinische Hilfe leben sie nun in schäbigen Behausungen. Diese Vorkommnisse in Rosarno (Kalabrien) gingen Anfang 2010 durch die Presse. Für den Fotografiestudenten Jan Lieske waren sie Anlass für die einzigartige Sozialreportage. „Wir leiden hier – ohne Zukunft in Rosarno“: Einstimmig erkannte ihm die Fachjury der Bildchefs von FAZ, GEO, HAZ, mare, stern und Prof. Rolf Nobel von der Fachhochschule Hannover für sein außergewöhnliches Werk den VGH-Fotopreis 2010 zu. Der dritte Wettbewerb seit 2008 im Rahmen des Kultursponsorings für Nachwuchsfotografen ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert. Sie können Lieskes menschlich und fachlich beeindruckende Arbeit noch bis 31. Januar 2011 täglich zwischen 11 und 17 Uhr in der VGH galerie im Schiffgraben 4 sehen. Die prämierte Bildserie ist in Form eines Postkarten-Sets erhältlich. www.vgh.de

NICE TO HEAR KEEP SWINGING IN DER JAZZ-HAUPTSTADT Weihnachtsgeschenk: Die erfolgreiche Partnerschaft zwischen enercity und dem Jazz Club Hannover für die Ausrichtung des Jazzfestivals „enercity swinging hannover“ ist drei Jahre verlängert worden. Stadtwerke-Vorstandschef Michael Feist (Foto rechts) und Jazz Club-Chef Bernd Strauch (links) haben den Sponsorenvertrag unterzeichnet. Ob Souldiva Sharon Phillips, Blueshochkaräter Earl Thomas, Saxophonist Stephan Abel, Bandleader und Mastermind der „Soulmates Allstars“ oder die weltbekannte Formation Manhattan Transfer – Auftritte von lokalen bis internationalen Szene-Stars beim Jazz-Band-Ball und Himmelfahrtsjazz vor dem Neuen Rathaus sind damit weiter gesichert. Also, enercity sei Dank: Keep on swinging in Hannover, der heimlichen Hauptstadt des Jazz. www.enercity-swinginghannover.de

TIPPS + TRENDS

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NICE TO HAVE MUSICALS IN HERRENHAUSEN: SCHABERNACK & LIEBE Wenn in Hannover Stichworte wie Irrungen, Wirrungen, Schabernack und Liebe fallen – klar, dann geht es um Musicals. Auch im nächsten Jahr bringt das geniale Duo Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig wieder Shakespeare auf die Bühne des Gartentheaters Herrenhausen. Und sogar mit einer Welturaufführung: Vom 30. Juni bis 7. August 2011 vollenden Kunze/Lürig die Herrenhausen-Musical-Triologie mit „Der Sturm“, dem vielleicht letzten Stück von Shakespear. Nach den beiden Kultmusicals „Kleider machen Liebe oder Was ihr wollt“ (Foto) und „Ein Sommernachtstraum“ mit jeweils zehntausenden Zuschauern nun also die Geschichte des friesischen Adeligen Prospero und seiner Tochter. Um ihr Inselreich gebracht, stranden sie auf einem fremden Stern im Weltall. Dort geht es um ein Mordkomplott und Monstren, Liebe und Zauberei. Für „Der Sturm“ übernahm Christian von Götz, nach mehr als 60 Inszenierungen im In- und Ausland einer der gefragtesten deutschen Musiktheaterregisseure der jüngeren Generation, die Inszenierung. Ebenso wie für die Neubearbeitung des „Sommernachtstraums“, der nach 2010 erneut, und zwar vom 11. August bis 4. September 2011 in Herrenhausen aufgeführt wird. Als Prospero in „Der Sturm“ und als Bottich in „Ein Sommernachtstraum“ ist dabei der bekannte Bühnen- und TV-Schauspieler Bernd Tauber (Lindenstraße, Tatort, SOKO) zu sehen. Veranstalter der Musical-Highlights in Herrenhausen ist wieder Hannover Concerts. Wer dabei sein will – es gibt bereits Karten im Vorverkauf! www.hannover-concerts.de

NICE TO SEE FOTOWETTBEWERB DER SPARKASSE: „LITTLE PEOPLE“ GANZ GROSS Kleine Leute ganz groß: Obwohl hinter dieser Idee die Sparkasse Hannover steckt, hat das zunächst nichts mit Geld zu tun. Bei dem mit der HAZ ausgelobten Fotowettbewerb geht um eine außergewöhnliche Förderung im gesellschaftlichen Bereich. Ziel ist es, winzige Spielfiguren in Alltagssituationen so in Szene zu setzen, dass sie eine ganz besondere Wirkung entfalten. Das Motto, durchaus wörtlich zu nehmen, lautet: „Wir schaffen Spielräume“. Die Idee ist von den Installationen des britischen Street-Art-Künstlers Slinkachu abgeleitet. „Little People“ nennt er seine phantasievollen Kreationen, deren Stars stets Miniaturfiguren sind. Wie in den Landschaften von Modelleisenbahnen platziert der Künstler die Minimenschen in einem gewohnten Umfeld und schafft so mit ungewöhnlicher Nähe spezielle Perspektiven. Sparkassen-Vorstandschef Walter Kleine (Foto) begründet das vielfältige gesellschaftliche Engagement des Unternehmens handfest: „Wir bunkern unser Geld nicht, wir geben auch etwas zurück.“ Wie das im konkreten Fall aussehen kann, demonstriert er auf unserem Foto. Wettbewerbteilnehmer können sich darüber hinaus im Internet durch weitere Kreationen inspirieren lassen. Dort stehen auch die Teilnahmebedingungen des Wettbewerbs, der bis zum 30. April 2011 läuft. Die besten Fotoideen werden mit einem Publikums- und einem Jurypreis in verschiedenen Altersklassen belohnt. Die Preisverleihung ist für den 19. Juni 2011 geplant. www.wir-schaffen-spielraeume.de

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REGION

BAGGERN UM DIE

SPRENGEL-SCHÄTZE

VON DIETER SAGOLLA

Das hannoversche Symbol für unzählige verborgene, aber unvergessene Kunstschätze ist seit zwei Monaten und bis auf weiteres: ein brandneuer Komatsu-Radlader. Er steht vor dem Sprengel Museum – und dort mit geldhungriger Schaufel für die Kampagne „Mehr Museum“. Bis zum kommenden Frühjahr wollen die Freunde des Sprengel Museum rund zwei Millionen Euro Sponsorengelder für einen Erweiterungsbau des Kunstjuwels am Maschsee einwerben. Es geht um neue Schauräume für mehr als 53.000 Ausstellungsstücke, die in den Katakomben des Museums und anderen Räumen unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor sich hin stehen.

Diese Schätze heben und die Bürger für das ehrgeizige Projekt begeistern: Dafür machen die Schirmherren der Aktion, Ministerpräsident David McAllister und Oberbürgermeister Stephan Weil, mit den SprengelFreunden gemeinsame Sache. Ihrer spektakulären Spendeninitiative „Mehr Museum“ liegt eine – auch in wirtschaftlich schweren Zeiten – überzeugende Rechnung zugrunde. Mit nur fünf Millionen Euro wird die Stadt einen architektonisch anspruchsvollen Museumsanbau im Wert von 25 Millionen Euro bekommen.

Und was für einen! Elf neue Schatzkammern, so genannte „tanzende Räume“ für einen kompletten Rundgang, bilden das Zentrum des quaderförmigen, im Innern spiralförmig konzipierten Baukörpers, mit dem der Schweizer Marcel Meili Anfang 2010 eine international renommierte Konkurrenz beim Architektenwettbewerb um den Museumsanbau am Maschsee ausgestochen hatte. 65 Büros aus Sydney, Tokio, Paris, Madrid oder Florenz waren der städtischen Einladung gefolgt, sich Gedanken über Sprengel plus zu machen. Übrigens auch die Iranerin Zaha

Hadid, die das „phaeno“ in Wolfsburg geschaffen hat. Meili und Partner Markus Peter – Büromotto: „Die Wucht großer Formen“ – gehören zu den führenden Architekten der Schweiz. Beide haben sich vor allem durch anspruchsvolle Konstruktionen einen Namen gemacht, so in München bei der Neugestaltung des Areals der Süddeutschen Zeitung, der neuen Helvetia-Versicherungszentrale in Mailand, den neuen Bahnsteigdächern am Züricher Hauptbahnhof und dem Hotel Park Hyatt in Zürich. Kunst in „tanzenden Räumen“ Schon jetzt schwelgt Museumsdirektor Prof. Ulrich Krempel, wenn er nach der Entscheidung für Meili an die Neubauteile seines Kulturtempels denkt: „Die Kunst wird von den Räumen sanft gestreichelt und noch mehr zum Glänzen gebracht“, prophezeit er vorfreudig. Stadtvater Weil nennt die Raumplanungen blumig „wunderbar beschwipst“.

REGION

Ausstellungsraum mit Lichtdecke

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Großzügiges „Treppenhaus“ mit Ruhezone

Bereits seit seiner Eröffnung 1979 zählt das Sprengel Museum zu einer der bedeutendsten Einrichtungen der Moderne. Nicht nur durch hochkarätige Großausstellungen wie „Klee im Norden“ oder „Marc, Macke, Delaunay“, sondern durch die Sammlungen der Werke von Ernst, Klee, Picasso, Chagall und Beckmann, dem Nachlass von Schwitters und der großartigen Schenkung der hannoverschen Ehrenbürgerin Niki de Saint-Phalle hat das Museum einen internationalen Ruf erworben. Mit dem Neubau will das Haus diesen Ruf festigen. Spender gesucht: Jeder Euro hilft Dies kann aber nur dann gelingen, wenn die Gesamtfinanzierung bis Ende März 2011 steht. Stadt Hannover und Land wollen mit je fünf Millionen Euro bei der Hebung der verborgenen Sprengel-Schätze helfen. Sponsoren und Spender sind in der gleichen Größenordnung gefragt – und wenn das Geld im Topf ist, beteiligt sich auch die Europäische Union mit zehn Millionen Euro Fördermitteln. Museums-Chef Ulrich Krempel (v. l.), Stefan Becker (Vorsitzender der Sprengel-Freunde) und OB Stephan Weil baggern um Spenden für den nahtlos eingepassten Neubau des Sprengel Museums (Computeranimation linke Seite). Blicke von Osten (S. 6) und von Süden (s. unten) zeigen den Erweiterungsbau.

Hannovers Kulturszene ist sich einig: Meilis Entwurf – 1.400 Quadratmeter neuer Ausstellungsfläche in einem 400 Meter langen Gebäude mit teils verspiegelten, teils mattierten Glasfronten unter einem Dach mit Kupferelementen – werde die „Magnetwirkung des Museums“ noch verstärken. Mit einer Nutzfläche von 4.350 Quadratmetern fügt sich der Erweiterungsbau nach Meilis Planung an der Südost-Seite nahtlos an den stehenden Baukörper. Und setzt dabei die bestehende Museumsstraße mit den „tanzenden Räumen“ im Neubau fort. Darüber hinaus ist ein Erlebnisareal „Placement“ geplant, dazu ein Kinderbereich und der Ausbau des Themenschwerpunktes Fotografie.

Gegenwärtig können Museumsverantwortliche und -freunde lediglich davon träumen, dass der Komatsu-Radlader nach dem Vorbild von Dagobert Duck das Geld nur so umschaufelt. Von den fünf Sponsoren-Millionen gibt es nach offizieller Auskunft Zusagen für rund drei Millionen. Um die restlichen zwei Millionen Euro wird über „Mehr Museum“ gebaggert – beispielsweise auf dem Spendenkonto 900 45 00 45 der Sparkasse Hannover. Ein Gutes hat die Aktion bereits jetzt gezeigt. Auf der Webseite der Museumsfreunde schlägt sich der Wunsch der Hannoveraner nach einer Sprengel-Erweiterung bereits in hin- und mitreißender Bekenntnis-Prosa nieder. Da wünscht sich Totalkünstler Tim Ulrichs „mehr Museum, weil Muse um Muse um Muse ins Museum drängt.“ PR-Frau Barbara Krüger denkt an das Gleiche, „. . . weil Hannover mehr als Lena ist“. Und 96-Chefcoach Mirko Slomka fällt eine FußballAnalogie ein: „Ich bin für Mehr Museum, weil auch die Kunst eine Arena verdient hat.“ www.mehr-museum.de

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REGION

SCHÖNHEITSOPERATION

AM KLAGESMARKT [DS]. Vorbei mit der Asphalt- und Basalt-Tristesse am Klagesmarkt: Überraschend kurzfristig bereitet Hannover eine weitere Schönheitsoperation im Stadtzentrum vor. Millionenschwere Entwürfe zur Modernisierung des Citybereichs zwischen Christuskirche und Steintor sehen den Ausbau von Grünflächen, den Neubau von Wohnund Geschäftshäusern und den Rückbau von Straßen vor. Gerade erst im Sommer war nach umfangreichen Gestaltungsarbeiten am Südrand des neuen Medienquartiers rund um den alten Goseriedebau die Lange Laube als erste Fahrradstraße in der Innenstadt Hannovers mit einem Straßenfest eingeweiht worden. Nun soll es nördlich davon, am Klagesmarkt weiter gehen. Die Pläne gehören zum Stadtentwicklungsprojekt „City 2020“, über das die Stadt seit drei Jahren diskutiert. Das Modernisierungskonzept für Klagesmarkt & Co. soll im Detail 2011 reifen und ab 2012 verwirklicht werden. Der Startschuss wird nach den Vorstellungen von Stadtbaurat Uwe Bodemann am Südrand des Klagesmarkt fallen – nämlich mit dem Umbau des Otto-Brenner-Kreisel zur Kreuzung. Grundlage der Planungen

sind Kosten von etwa vier Millionen Euro, die Hälfte davon aus Fördertöpfen der EU. Raum für Nikolaikapelle Der Verzicht auf den raumgreifenden Kreisel ermöglicht den Rückbau der einmündenden Straßen – zum Beispiel an der Goseriede vor der Kestnergesellschaft, bis Kriegsende Standort der historischen, 1943 zerstörten Nikolaikapelle. Künftig könnte um die erhaltene Ruine des Chorraums von 1325 – immerhin eine der ältesten erhaltenen Gebäudeteile Hannovers – wieder ein Platz entstehen, vielleicht sogar der historische Grundriss der Kapelle sichtbar gemacht werden. Weniger Asphalt könnte auch dem parkähnlichen Nikolaifriedhof und seinen gut 200 verbliebenen Gräbern gut tun. Die letzte Ruhestätte namhafter Hannoveraner, aber

auch zahlreicher Opfer von Lepra und Pest vor den mittelalterlichen Toren der Stadt, war 1953 durch Bau des Kreisels am Klagesmarkt und die Verlängerung der Celler Straße zerschnitten worden. Nach vorliegenden Plänen sollen auch Nikolaistraße und Flanierteile des Klagesmarkt mit neuen Grünflächen von der Neugestaltung profitieren. Freudloses Dasein beenden Der Klagesmarkt selbst, Hannovers größter Platz und zugleich zentrales Bindeglied zwischen City und Nordstadt, fristet heute überwiegend ein freudloses Dasein als Parkfläche. Highlights auf dem öden Kopfsteinareal sind die Wochenmärkte, gelegentlich auch mal ein Pöttemarkt, natürlich die jährliche Maikundgebung der Gewerkschaften. Hier hätten, so die Quintessenz aus den Wettbewerbsbeiträgen von „City 2020“, durchaus noch ein paar markante Neubauten Platz, große Gebäudekomplexe entlang der Längsachse des Klagesmarkt. Vielleicht sogar ein weiteres Hochhaus am Kopf der Otto-Brenner-Straße als akzentuierendes Gegenüber zum DGB-Hochhaus. www.hannover.de

REGION KULTUR

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DIE SCHÄTZE DER NOMADEN

Sie bauten keine Paläste und hinterließen keine imposanten Ruinen, und die Spuren ihrer Pferde sind in den ukrainischen Steppen längst verweht. Sie waren Nomaden, verbreiteten als Kriegshorden zuweilen Furcht und Schrecken. Gleichzeitig zeugen prachtvolle Grabbeigaben von Reichtum und großer handwerklicher Kunst dieser Völker: „Goldener Horizont“, unter diesem Titel vermittelt das Landesmuseum Hannover mit einer 460 Exponate umfassenden Ausstellung tiefe Einblicke in die hoch entwickelten Nomadenkulturen des Ostens. Zwischen früher Bronzezeit und Mittelalter durchzogen diese Völker die Steppen nörd-

lich des Schwarzen Meeres. Über die Jahrhunderte haben sie dort ihre Spuren hinterlassen, von der ältesten, „halbnomadischen“ Katakombengrab-Kultur bis zu den Relikten der Reitervölker, der Skythen, Sarmaren, Awaren bis zu Attilas Hunnen – meisterhaft gearbeitete Schmuckstücke, reich verzierte Waffen, Gefäße und Geschirre (s. Abbildungen). Aufschluss über die Lebensweise der östlichen Zivilisationen geben einerseits diese zufällig gefundenen Schätze. Andererseits stehen die monumentalen Grabhügel mit reichen Beigaben im Fokus der Forschung. Und natürlich das Pferd – existenzieller

Goldener Horizont

Begleiter bei Jagd und Kampf, Statussymbol und Transportmittel zugleich. Beleuchtet werden in der Ausstellung auch die religiöse Weltanschauung der Reiterkulturen, der Schamanismus, und die Kontakte zwischen Nomaden und sesshaften Kulturen. Die Ausstellung ist zusammen mit dem Oberösterreichischen Landesmuseum, dem Kulturministerium der Ukraine und der Innsbrucker Kunstspedition MuseumsPartner entstanden. In Linz hatte sie 41.000 Besucher, in Hannover ist sie noch bis zum 13. März 2011 zu sehen. www.landesmuseum-hannover.de

www.landesmuseum-hannover.de

4000 Jahre Nomaden der Ukraine 15. Oktober 2010 bis 13. März 2011

Kulturpartner

Eine Institution des Landes Niedersachsen

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REGION KULTUR

EINBLICK IN DIE WELT IHRER KUNST

INGE-ROSE LIPPOK

Kaum eine Künstlerin sorgt nach wie vor für soviel Gesprächsstoff in der Kunstszene wie Inge-Rose Lippok – obwohl sie inzwischen im besten Sinne zum Kulturestablishment der Landeshauptstadt gehört. Was sie vor allem im öffentlichen Raum macht, hinterlässt beim Betrachter bleibende Eindrücke. Großräumig – aber auch kleinteilig; bunt, grell und schrill – aber auch dunkel und gefühlvoll: Bei ihren Installationen hoch in den Wipfeln von Bäumen, in den Becken von Fontänen, im Dunkel von Schaufenstern, in Gerichtsgebäuden und Kirchen steht immer der Titel im Vordergund, um den sich Geschichten, Texte, Collagen, Geheimnisse ranken. Häufig werden ihre Installationen begleitet von Klängen und Musik, auch von gehaltvollen Texten. n EIN-LEUCHTUNGEN: Diese 2004 geschaffene Installation in acht Fenstern der imposanten Ruine der Aegidienkirche in Hannover sind kaum noch wegzudenken. „Was wäre besser geeignet als Ort für eine Installation zum Thema Ein-Leuchtungen als das Mahnmal St. Aegidien mit der Erinnerung an den 2. Weltkrieg, aber auch die Hoffnung auf eine friedvolle Welt”, sagt die Künstlerin.

n KUNST IST KÄUFLICH: Bei dieser Kunst-Peepshow im Podbi-Park Hannover gestalteten auch Timm Ulrichs, Siegfried Neuenhausen, Jan Samec und Miroslav Paral Schauräume, die wie bei einer Peepshow gegen Bares genüsslich betrachtet werden konnten. Lippoks Beitrag hieß „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“. n ERZÄHLBRUNNEN: Im Rahmen der Gartenregion Hannover errichtete Lippok 2009 dieses viel besuchte Installationsobjekt mit Klängen des Potsdamers Michael Schenk im Hinüberschen Garten von Kloster Marienwerder. n JOIN 3 GERMAN ARTISTS: Noch bis Ende Januar läuft im texanischen San Antonio ein erfolgreiches Ausstellungsprojekt mit Bildern und Monotypien, das die Hannoveranerin gemeinsam mit der Collage- und Leinwanddruck-Künstlerin Bärbel Helmert und der Schmuckdesignerin Anemone Tontsch erarbeitet hat. Inge-Rose Lippok nahm in ihrer Jugend privaten Zeichenunterricht bei Kurt-Gustav Beck im Schloss Wolfsburg. Nach dem Besuch der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Emil Schumacher folgten mehrere Gastaufenthalte, darunter auch im tschechischen Karlovy Vary, dem früheren Karlsbad. Nach der Kornbrennerei und dem Domizil auf dem Sorstgelände hat Inge-Rose Lippok inzwischen ihr Atelier in die Lortzingstraße 1 in der List verlegt. Dort betreibt sie auch die Galerie LortzingART. Premiere als Galeristin feierte sie mit dem tschechischen Künstler Jan Samec und seinen Werken. „Die kleine Galerie ist ein Forum für die Künstlerkollegen, mit denen ich schon gemeinsame Kunst-Aktionen im Inland oder Ausland hatte“, sagt Inge-Rose Lippok. In der Lortzingstraße 1 finden auch Lesungen und Musikabende in Kooperation mit dem Kulturbüro statt.

DurchDringend: Installation in den Baumwipfeln.

Peepshow: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann.

Das Atelier Lippok mit echter Werkstatt-Atmosphäre steht jedem Besucher offen. Bei Kaffee oder einem Pro Secco zeigt die Künstlerin gern ihre vielfältigen Arbeiten. Am besten, Sie vereinbaren einen Termin. Bilder, Lepporellos, Würfel – die Kunst von Inge-Rose Lippok hat inzwischen eine große Fan-Gemeinde in ganz Deutschland. Und sie ist bezahlbar! Schauen Sie doch mal auf Seite 34 und ins Internet. www.irlippok.de

REGION KULTUR

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BÜHNE FREI – FÜR AVANTGARDE BIS BOULEVARD Vorhang auf – noch einmal. Nachdem Ü40 in der vorigen Ausgabe bereits ein halbes Dutzend Bühnen der hannoverschen Kleinkunstund Privattheater-Szene vorgestellt hat, sind hier sechs weitere. Aus dem unerschöpflichen Fundus künstlerischer Facetten haben wir wieder kleine, charmante Bühnen zwischen Avantgarde und Boulevard herausgesucht. Übrigens, wenn Sie noch mehr über die Theatervielfalt Hannovers erfahren wollen, klicken Sie doch einfach auf das Bühnenportal, das die Hannover Marketing und Tourismus Gesellschaft unter www.hannover.de eingerichtet hat. Es lohnt sich!

THEATER AN DER LIST

WERKSTATT-GALERIE CALENBERG

Anspruchsvolles, vielfältiges Schauspiel für jedes Alter steht seit drei Jahren auf dem Programm des Theater an der List. Es finden regelmäßig Konzerte, niveauvolle Comedy, Literatur- und Musik-Matineen und attraktive Gastspiele ihr Publikum – insgesamt 150 Vorstellungen im Jahr. Als mobile Bühne bringt das Theater seine Produktionen auch in andere Häuser, darunter Schulen und Kindergärten. www.theater-in-der-list.de

In einer ehemaligen Steindruckerei spielt seit 1981 die WerkstattGalerie Calenberg (WGC). Aus den Druckereizeiten Anfang des vorigen Jahrhunderts hängen noch Flaschenzüge von der Decke. Auf dem Spielplan der WGC stehen Aufführungen der Gruppe „die Tribüne“, Kleinkunst, das Calenberger Literatur Frühstück, die Calenberger Kabarettwochen und das bundesweit erste „Single Theater“. www.wgc-theater.de

THEATER AN DER GLOCKSEE

UHU-THEATER

Klassiker stehen ebenso auf dem Programm wie Märchen, Prosabearbeitungen oder zeitgenössische Theatertexte: Seit mehr als 20 Jahren zeigt das Theater an der Glocksee in den Hallen eines ehemaligen Werkhofgeländes bildkräftiges, intelligentes Schauspiel. Das Publikum schätzt die Mischung aus Professionalität auf der 70-Quadratmeter-Bühne und Intimität des Zuschauerraumes mit 100 Sitzplätzen. www.theater-an-der-Glocksee.de

Kunst trifft Kulinarik: Das Uhu-Theater der Kleinkunst e.V. in der Südstadt gehört zu den wenigen Verzehrtheatern in Deutschland. Abwechslungsreiche Showprogramme mit kleinen, feinen Speisen sorgen für besonderes Ambiente. Reservierungen sind unbedingt zu empfehlen. Die Wartezeit bis zur nächsten Vorstellung lässt sich gut mit dem Memory-Spiel überbrücken, das im Internet angeboten wird www.uhu-theater.de

hebebühne Hannover

MITTWOCH: THEATER

Die hebebühne versteht sich als Künstlerprojekt, das vorwiegend szenische Ausdrucksformen von Bühne mit Literatur und Musik verbindet. Die freie, professionelle Theatergruppe unterhält keinen eigenen festen Spielort, sondern versteht sich als Teil eines künstlerischen Netzwerks. Die Ensemble-Mitglieder betreiben in unterschiedlichsten Produktionen und Kooperationen „Kulturversorgung“.

Das Mittwoch: Theater e. V. passt in keine Schublade. Zwischen Klassikern, politischem Theater, Experimentellem, Absurdem und Komödien zeigt das 30-köpfige Ensemble alle denkbaren Bühnenüberraschungen. Der Theatersaal fasst bis zu 120 Zuschauer, Tische und Kerzen vermitteln intime Atmosphäre. Immer wieder werden in den eigenen Produktionen Insider-Autoren aufgeführt.

www.hebebuehne.de

www.mittwochtheater.de

ADVERTORIAL

DAS MVZ HANNOVER-CITY INFORMIERT:

SPEZIALSYSTEME FÜR HALTBARE

IMPLANTATE Kieferchirurg Dr. Wolfgang Sausmikat, seit mehr als 20 Jahren Garant für den perfekten Ausgleich von Kieferdefekten, hat ein Zeit sparendes und minimal invasives Verfahren für den Kieferknochenaufbau entwickelt, die sogenannte OSLOTechnik. Während andere Zahnärzte noch Knochen aus dem Becken entnehmen, bietet der Kieferchirurg mit seinem Kollegen Dr. Farid Ajam, Facharzt für Oralchirurgie, einen Eingriff ohne Klinikaufenthalt. „Nach einer Knochenentnahme aus dem Becken musste der Patient bis zu neun Monate warten, bevor in einer zweiten Operation die Zahnimplantate eingesetzt werden konnten“, sagt Dr. Sausmikat. Die erste Operation erfolgte meistens in Vollnarkose und war mit mehrtägigem Kranken hausaufenthalt verbunden. Dank der vom MVZ Hannover-City entwikkelten Technik gelingen Knochenaufbau und Implantatsetzung meist in nur einer Sitzung.

Höchstmaß an Präzision, Planungssicherheit und Vorhersagbarkeit.“ Das wird in vielen Fällen durch eine Computertomographie garantiert. Mit einer 3-D-Software kann der Facharzt die Knochenverhältnisse präzise rekonstruieren und den Eingriff sicher simulieren. Gerade wenn durch Zahnbettentzündungen (Parodontitis) Zähne verloren gegangen sind, bieten sich Implantate an. Zur Verankerung einer herkömmlichen Brücke müsste der Zahnarzt die Nachbarzähne beschleifen. Zudem können Kronen und Brücken die geschwächten Pfeilerzähne überbelasten. Implantate dagegen wirken wie zusätzliche Stützen. „Der Eingriff mit Knochenaufbau im MVZ ist weniger belastend, gewebeverträglicher und ästhetisch ansprechender als herkömmliche Methoden“, berichten die Fachärzte. Ganz zu schweigen von der besseren Langzeitprognose. Ein Implantat mit dem oben beschriebenen Knochenaufbau kostet etwa 30 Prozent mehr als ein herkömmliches. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen die üblichen Festzuschüsse für den Zahnersatz.

Zu den Leistungen des MVZ gehört auch die Sofortimplantation bei ausreichendem Kieferknochen. Diese extrem innovative Implan tatver sor gung mit sofortiger Zahnersatz ver sor gung wird stark Dabei wird im Obernachgefragt, zumal kiefer ein kleiner Ein eingespieltes Team: Dr. Wolfgang Sausmikat (rechts) und Dr. Farid Ajam. keine Wartezeit beZugang geschaffen steht. Die für die Patienten sehr komfortable Methode gehört und auf die belastende Öffnung der Kieferhöhle von der Wanaber in die Hände von Spezialisten, denn sie setzt eine exakte genseite her verzichtet. Je nach Implantatposition ist das entPlanung bis zur Endmontage und eine zuverlässige Beurteilung standene Loch nur so groß wie bei einer Zahnentfernung. Das des Kieferknochens voraus. Am Schluss steht auch hier ein pergarantiert schnelle Heilung. Mit Hilfe eines Ultraschallgerätes fektes Lächeln! und unter endoskopischer Kontrolle bereitet der Kieferchirurg das Implantatbett auf. Eingesetzt wird ein Spezialimplantat aus reinem Titan (Ankylos-D®), an dessen Oberfläche die neu gebildeten Knochenzellen perfekt haften. MVZ Hannover City Implantologie-Parodontologiezentrum

„Auch Patienten mit Vorerkrankungen, schlechterer Konstitution oder hohem Lebensalter können wir mit dieser schonenden Methode behandeln“, so Dr. Ajam. „Das Verfahren bietet ein

Dr. Wolfgang Sausmikat Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie

Dr. Farid Ajam Oralchirurgie

Schillerstraße 23 30159 Hannover Telefon 05 11 / 32 00 66

MEDIZIN

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FLUGANGST VERGEHTTIPPS UND TRICKS WIE IM FLUG GEGEN AVIOPHOBIE VON DARIA KOSSOGOVA

Vielflieger Max Janson von Skyscanner.de empfiehlt bei gelegentlichen Turbulenzen an Bord: „Ich stelle mir vor, ich sitze im Auto und fahre auf einer hügeligen Straße. Dabei lasse ich meinen Körper mit den Luftwellen mitschwingen.“ Zudem sei ein einfaches Gummiband am Handgelenk ein gutes Stoppschild für negative Gedanken: Einfach schnippen und schon ist unsere Vorstellungskraft von beängstigenden Mentalbildern abgelenkt.

Till Schweiger hat sie und Heidi Klum hat sie auch – die Flugangst oder Aviophobie, wie Experten sagen. Leiden auch Sie darunter? Da sind sie nicht allein: Jeder sechste Erwachsene, ob Gelegenheits- oder Vielflieger und sogar Flugpersonal, leidet laut Statistik an Bord. Eine beachtliche Zahl, sind doch täglich nach einer aktuellen Studie des US National Safety Council rund drei Millionen Menschen mit dem Flugzeug unterwegs. Doch den Aviophoben unter ihnen kann geholfen werden: Die von der Stiftung Warentest ausgezeichnete Flugsuchmaschine Skyscanner.de hat praktische Tipps gesammelt, wie Sie die Flugangst am Boden zurücklassen können. Psychologen zufolge gibt es drei Ursachen für Flugangst: Die Angst vor dem Unbekannten, ein subjektives Negativerlebnis während eines Fluges oder eine emotionale Belastung vor und während des Fluges. Der nächste Schritt sei, die Angst zu erkennen und sich ihr zu stellen. Denn Aviophobie sei kontrollierbar und es gäbe einige einfache Mittel, sie frühzeitig zu bekämpfen. Ob auf der Kurzstrecke oder bei längeren Flügen empfiehlt Skyscanner folgende Tricks gegen die Flugangst: n Die Reise entspannt beginnen: Vorabendoder Web-Check-In ermöglichen ein stressfreies Anreisen zum Flughafen. n Ruhiger Sitzplatz: Im vorderen Teil des Flugzeugs sind die Geräusche der Maschine leiser und Turbulenzen weniger spürbar. n Sich ablenken: Unterhaltungsprogramme an Bord oder eine spannende Lektüre len-

SKYSCANNER – MEHR ALS EINE FLUGSUCHMASCHINE Bei Flugangst kann gut geschultes Kabinenpersonal Passagieren zur Seite stehen.

ken ab. Hörbücher sind gut geeignet, weil sie das Nachdenken anregen. n Bequeme Kleidung tragen, um jedem Gefühl von Enge an Bord entgegenzuwirken. n Viel trinken: Wasser ist optimal gegen die trockene Luft an Bord, Alkohol dagegen meiden, weil er auch stärkere Wirkung zeigt. n Sich bewegen: Zwischen Start und Landung mehrmals aufstehen oder Dehnübungen am Platz durchführen. n Entspannen und atmen: Die Körpermuskeln für kurze Zeit anspannen und wieder lockern; bewusstes tiefes Ein- und Ausatmen beruhigt zusätzlich. n Einige homöopathische Präparate wirken bei Flugangst unterstützend. n Sich informieren: Das Deutsche Flugangstinstitut bietet Einzelberatungen und Flugangstseminare an.

Die Flugsuchmaschine Skyscanner.de, die 2001 von drei Informatikern in Schottland gegründet wurde, gehört zu den intelligentesten in Europa und bietet einen Online-Preisvergleich für 670.000 Flüge bei mehr als 600 Fluggesellschaften. Das Portal zeigt eine einfache Benutzeroberfläche und flexible Suchmöglichkeiten. Neben der klassischen Suchoption kann man sich von einer Routenkarte inspirieren oder sich im Preiskalender für das Wunschziel die Flugpreise für den ganzen Monat anzeigen lassen, um die günstigste Variante zu wählen. Außerdem bietet die Suchmaschine aktuelle Themen rund ums Fliegen und nützliche Tourismustipps. Anfang 2010 wurde Skyscanner von der Stiftung Warentest getestet und mit dem Prädikat „empfehlenswert“ ausgezeichnet (Test 2/2010). www.skyscanner.de

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GESUNDHEIT

GESUNDHEITSRISIKO KRAMPFADERN MEHR ALS EIN KOSMETISCHES PROBLEM

VON SYBILLE NOBEL-SAGOLLA

„In Hannover an der Leine, da haben die Mädchen schöne Beine . . .“ Wer kennt nicht den alten Knittelvers? Und welche Frau, nicht nur in Hannover, träumt nicht von makellos gepflegten, wunderbar geformten und endlos langen Beinen? Doch jenseits von Hollywood-Träumen und dem Catwalk der Stars sieht die Realität häufig anders aus. Denn rund die Hälfte aller erwachsenen Mitteleuropäer, besonders aber Frauen ab 40, leiden an Varizen – im Volksmund auch Krampfadern genannt. Keine Frage von Kosmetik und keine Sache allein der Ästhetik: Krampfadern können eine schmerzhafte und ernste Erkrankung (Varikosis) darstellen. Wird sie nicht behandelt, kann das schwerwiegende Folgen wie Gefäßentzündungen, chronische Durchblutungsstörungen, Geschwüre oder lebensgefährliche Gefäßverschlüsse (Thrombosen) nach sich ziehen. Gerade die kalte Jahreszeit bietet sich idealerweise für Eingriffe an. Über die Volkskrankheit Varikose und den Risikofaktor Thrombose sprach Ü40 mit Dr. med. Hans Peter Lorenzen vom Zertifizierten Zentrum für Gefäßmedizin im Klinikum Oststadt-Heidehaus.

in den Beinen. Dadurch drohen Entzündungen in den Gefäßwänden, Hautveränderungen oder auch Wundheilungsstörungen. n Wer leidet am häufigsten darunter? Lorenzen: Bei Frauen treten Krampfadern beinahe doppelt so häufig auf als bei Männern, weil weibliche Geschlechtshormone das Bindegewebe frühzeitig ermüden. Aber auch Übergewicht trägt zu Venenschwäche bei, ebenso Bewegungsarmut, langes Sitzen oder Stehen. Die Veranlagung zu Krampfadern wird häufig auch vererbt. n Kann man vorbeugend etwas tun?

n Herr. Dr. Lorenzen, was genau sind Krampfadern? Lorenzen: Krampfadern sind erweiterte, schwache Venen im oberflächlichen Beinvenensystem. Diese Venen führen das Blut zum Herzen zurück. Das können sie aber nur, wenn sie straff und die Venenklappen intakt sind. Wenn sich Aussackungen gebildet haben, strömt das Blut verlangsamt zum Herzen und staut sich

Lorenzen: Ja, viel Bewegung, also Radfahren, Schwimmen und Joggen, aber auch vernünftige Ernährung, um Übergewicht zu vermeiden, sind wichtig. Zudem können die Blutgefäße täglich unter der Dusche durch kalte und warme Güsse gestärkt werden. Wer bereits unter Krampfadern leidet, sollte öfter die Beine hoch legen. n Sind Kompressionsstrümpfe sinnvoll? Lorenzen: Ja, denn sie üben von außen Druck auf die Gefäße aus: Das Blut wird in tiefer liegende Venen gedrängt und kann von dort problemlos zurückfließen. Auch schließen die Venenklappen durch den

Druck besser und verhindern den krankhaften Rückstrom des Blutes. n Welche Anzeichen sind typisch? Lorenzen: Betroffene klagen zumeist abends über Schwere- und Spannungsgefühl, später auch stechende Schmerzen, Wadenkrämpfe und Schwellungen durch Flüssigkeitsansammlungen. Aber natürlich fallen die Krampfadern auch ins Auge: Bei Besenreisern oder kleinen blau-rötlich verästelten Gefäße (retikuläre Krampfadern) handelt es sich eher um ein kosmetisches Problem. Anders als bei Stamm- und Seitenastvarizen. Diese bis zu fingerdicken geschlängelten Krampfadern liegen an den Innenseiten der Ober- und Unterschenkel. n Welche Diagnosemöglichkeiten gibt es? Lorenzen: Venen kann ein Gefäßspezialist mit Hilfe eines Ultraschallgeräts untersuchen und beurteilen, wie der Blutfluss in den Venen funktoniert und ob die Venenklappen erkrankt sind. Bei plötzlich auftretenden Beschwerden sollte in jedem Fall mittels Ultraschall geklärt werden, ob diese nur

GESUNDHEIT durch Krampfadern bedingt sind oder schon eine bedrohliche Thrombose vorliegt. n Wie gefährlich ist eine Thrombose? Lorenzen: Bei einer Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel, das wie ein Pfropf die Vene verstopft. Dann kann das Blut nicht zurück zum Herzen strömen. Wenn sich das Gerinnsel von der Gefäßwand löst und durch den Kreislauf in die Lunge gelangt, kann es sogar zu einer lebensgefährlichen Lungenembolie kommen. n Wann müssen Krampfadern operiert werden? Lorenzen: Wenn die Varikose das tiefer gelegene Venensystem überlastet und zu schädigen droht oder sich trophische Störungen mit Hautveränderungen entwickeln, die bis zum offenen Geschwür gehen können, ist eine Operation angezeigt. Meist kann dies

Beginnende Thrombusbildung, eingeschränkter Blutfluss

Verschluss der Vene durch einen Thrombus

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durch konsequentes Tragen von Kompressionsstrümpfen vermieden werden. Doch manche wählen eine frühzeitige Operation, da ihnen dies lästig ist. n Welche schonenden OP-Verfahren gibt es? Lorenzen: Das gängigste Verfahren ist immer noch das so genannte Venenstripping (siehe Info-Kasten). Doch so genannte ‚minimal-invasive-Methoden’ sind auf dem Vormarsch. Allerdings müssen Langzeitstudien zeigen, inwiefern Therapie-Erfolge anhaltend sind. Ob die Operation an beiden Beinen gleichzeitig durchgeführt werden kann und ein Aufenthalt im Krankenhaus sinnvoll ist, hängt auch vom Alter und vom Allgemeinzustand des Patienten ab. n Und bei den gefürchteten offenen Beinen? Lorenzen: Durch moderne Wundbehandlungskonzepte in Kombination mit einer effektiven Kompressionstherapie gelingt die Abheilung der Ulcera cruris mit hoher Erfolgsrate. Bei ausgedehnten Wunden kann auch eine Hauttransplantation den Heilungsprozess beschleunigen.

nach der vorsorglichen Gabe entsprechender Medikamente auch nur ganz selten auf.

n Welche Risiken birgt eine Operation?

n Ist die Heilung dauerhaft?

Lorenzen: Wie bei allen Operationen können Nachblutungen oder Infektionen auftreten. Flüssigkeitsansammlungen werden durch Kompressionsverbände meistens vermieden. Blutgerinnsel in den Gefäßen treten

Lorenzen: Operativ entfernte Krampfadern kommen nicht wieder. Aber laut Statistik bilden sich in etwa 15 Prozent der Fälle in den folgenden Jahre neue Krampfadern an anderen Stellen.

Ultraschalluntersuchung der Venen

THERAPIE-METHODEN IM ÜBERBLICK Bei der chirurgischen Behandlung von erkrankten Venen können verschiedene Methoden angewendet werden. Zunehmend modern sind heute endovaskuläre Behandlungsverfahren, vom Gefäßinneren her.

Erholung erkrankter Venenstämme, häufig nicht erreicht: Folge waren notwendige Nachoperationen mit kleinen Schnitten und Narben sowie eine lange Tragezeit von Kompressionsstrümpfen. Die Methode wird heute nur noch selten angewandt.

n Stripping ist das älteste und am meisten verbreitete Verfahren zur Behandlung der Stammvenenerkrankung: Die Venenstämme werden auf einen Draht gefädelt und aus dem Bein gezogen. Um die Entstehung von Blutergüssen durch eingerissene Seitenäste zu vermeiden, werden unmittelbar nach der OP Kompressionsbinden angelegt. Kräftige Kompressionsstrümpfe müssen danach einige Wochen lang getragen werden. Die Patienten sind etwa zehn Tage arbeitsunfähig.

n Verödung: Dabei wird eine Substanz meist in die Vene gespritzt, damit sich ein Gerinnsel bildet, das das Gefäß verschließt. Häufig bei Besenreisern angewandt.

n Ministripping bedeutet die lokalen Entfernung von Krampfadern (ohne Stammvenen) per Schnitt oder winzigem Stich.

n Radiowellentherapie: Die Methode funktioniert über das Gefäßinnere. Ein Katheter verschließt die Gefäße mit hochfrequenten Strömen, so genannten „Radiowellen“. Die Methode ist besonders sicher, schonend und kann auch ambulant und in örtlicher Betäubung praktiziert werden. Bereits am nächsten Tag können die Patienten weitgehend wieder ein normales Leben führen.

n CHIVA: Das Verfahren soll die Venenstämme erhalten und nur die erkrankten Zuflüsse unterbinden. Allerdings wurde das Ziel dieser aus Frankreich stammenden Methode, nämlich die

n Laserverödung: Dabei wird in das Gefäßinnere der erkrankten Stammvene eine Lasersonde eingeführt, die den erkrankten Venenstamm verödet. Seitenäste der Gefäße müssen durch kleine Schnitte/Stiche entfernt werden.

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GESUNDHEIT

Hatschi... SO VERMEIDEN SIE ERKÄLTUNGEN!

[syno]. Hatschi . . . Winterzeit ist Erkältungszeit. Etwa 200 Erkältungen machen wir durchschnittlich im Lauf unseres Lebens durch. Das Immunsystem wird mit dem Infekt leicht fertig, doch Begleitsymptome wie Schnupfen und Husten sind überaus lästig. Dabei könnte man das Schniefen und Niesen mit der richtigen Vorbeugung leicht vermeiden. Ü40 sagt Ihnen, was Sie beachten sollten. Die für Schnupfen verantwortlichen Rhinoviren vermehren sich vor allem in der Nase. Im Nasenschleim ist ihre Konzentration am höchsten. Bei jedem Niesen wird eine ordentliche Portion Viren ausgestoßen. Also Hände in Erkältungszeiten meiden!

n Wartezimmer meiden: Meiden Sie in Grippezeiten nicht nur größere Menschenansammlungen, sondern auch Ihren Arzt – außer Sie sind ernsthaft krank. Wenn Sie nicht schon erkältet waren, dann sind Sie es nach einer Stunde im virengefüllten Wartezimmer garantiert. n Keine Praxis-Spielsachen: Ist ein Arztbesuch unausweichlich, gilt auch hier: Nicht die Hand geben! Eine Schweizer Studie zeigte, dass sich sogar Mediziner nicht so häufig die Hände waschen, wie sie sollten. Außerdem verbieten Sie Ihrem Kind, die praxiseigenen Spielsachen im Wartezimmer zu berühren. Nehmen Sie lieber eigene mit.

Händeschütteln ist tabu: Prof. Dr. Martin Exner vom Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit schätzt, dass 85 Prozent aller Ansteckungen durch simples Händeschütteln erfolgen – auch wenn in die betreffenden Hände nicht gehustet oder geniest wurde. Es genügt, vorher einen virenbeladenen Haltegriff im Bus berührt zu haben. Die Virenkonzentration auf der Hand nehme zwar binnen fünf Minuten um das Hundertbis Tausendfache ab, so Exner. Trotzdem könne jemand, nachdem er sich nur die Nase geputzt habe, 13 weitere Menschen anstecken. Also Finger weg vom Gesicht! Entweder in ein Papiertaschentuch niesen oder im Notfall in den Ärmel. Außerdem: Die Hände häufig und 15 bis 20 Sekunden lang, mit warmem Wasser und Seife waschen. Wasserhähne in öffentlichen Toiletten mit einem Papiertuch zudrehen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte ein Fläschchen mit Handdesinfektionsmittel dabei haben.

n Häufiges Lüften: Frische Luft beugt Erkältungen vor, denn Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus – das macht sie anfällig für Virenattacken. Wichtig ist es, drei- bis viermal am Tag für jeweils zehn Minuten durchzulüften. Nasenspülungen mit Kochsalzlösung sind unangenehm, halten aber die Schleimhäute feucht, rät Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. n Raus an die Luft: Um die Abwehrkräfte des Körpers zu stärken, sollte man sich regelmäßig draußen bewegen, etwa bei Spaziergängen. Wer Sport treibt, stärkt sein Immunsystem. Und auch in der Sauna lernt der Körper, heftige Temperaturschwankungen besser zu verkraften. Gesunde Ernährung mit Obst und Gemüse, reichliches Trinken von Wasser oder Tee erhöhen die Widerstandskraft. n Positives Denken: Der Psychologe Sheldon Cohen von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh (Pennsylvania) fand heraus, dass positiv denkende Menschen seltener krank werden. Und wenn es sie doch trifft, klagen sie über weniger Beschwerden.

Milch mit Honig: Ein altes Hausmittel

„Eine Erkältung dauert ohne Behandlung zwei Wochen und mit 14 Tage.“ Ein Fünkchen Wahrheit ist in diesem Spruch enthalten, denn die Medizin kann nach wie vor gegen die Ursache der Erkältung, also die Viren, nichts ausrichten. Beim Verdacht auf eine Influenza sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Symptome einer Virusgrippe sind plötzliches hohes Fieber über 39 Grad und ein schweres Krankheitsgefühl. Eine rechtzeitige Grippeimpfung ist zu empfehlen.

GESUNDHEIT

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»MEER-GESUNDHEIT« FÜR ZUHAUSE

(syno) Spüren Sie das Meer? Schmecken Sie das Salz in der Luft? Schon seit Jahrhunderten ist die besondere Heilwirkung des Salzes bekannt. Manche fahren an die See, ins Gebirge oder besuchen Salzbergwerke, um ihre Abwehrkräfte zu mobilisieren oder abseits vom Alltagsstress tief Luft zu holen. Gerade in der kalten Jahreszeit vollbringt salzhaltige Luft wahre Wunder bei Erkältungskrankheiten. Das Wohlbefinden wird verbessert, vor allem bei Asthmatikern und Allergikern, die unter trockener und staubiger Heizungsluft leiden. Doch die wenigsten haben die Zeit, Heilung oder Linderung ihrer Beschwerden am Meer oder im Gebirge zu suchen. Das ist auch nicht erforderlich. In den eigenen vier Wänden können Sie – auch auf kleinstem Raum – viel für Ihre Gesundheit tun. Eine eigene Salzkabine macht es möglich! Und eine schon vorhandene Sauna oder Dampfkabine kann umgerüstet werden.

n Negative Ionen: Das sind die „guten“ Ionen zur Reinigung der Luft, die man nicht spürt. Sie lagern sich an Staubteilchen, Bakterien und Keimen an und machen diese mit ihrer elektrischen Aufladung unschädlich. n Salze: Die „Zündstoffe“ des Lebens steuern jede Aktivität des Körpers. Nervenfasern leiten Impulse nur dann weiter, wenn Mineralsalze wie Kalium oder Magnesium vorhanden sind. Die eigene Sole von SeaClimate stammt vom Toten Meer oder vom Himalaya. n Sauerstoff: Der normale Gehalt in der Umgebungsluft beträgt ziemlich exakt 20,94 Prozent – und zwar fast überall auf der Welt. Ausnahmen bilden die Hochgebirge mit einem Sauerstoffanteil von etwa 17 Prozent. Sauerstoff ist notwendig, damit der Organismus Nährstoffe in Energie umsetzen kann. Und der wird über die Atemwege und die Haut als größtes Organ aufgenommen.

„Testen Sie unsere ‚Meer’-Räume und genießen Sie durch unsere Technik eine Luft – so rein und klar, so sauerstoffreich und gesund wie am Meer“, sagt Claudia Klauenberg, Geschäftsführerin von OxygenConcept. Das Unternehmen produziert in Veltheim bei Braunschweig Salzkabinen in verschiedenen Größen – und dazu vor allem die Technik unter der Marke „SeaClimate“. „Unser samtfeiner und trockener Solenebel vom Toten Meer dringt Dank modernster Medizintechnik und Ultraschallvernebelung tief in die Lunge und Bronchialgefäße ein“, berichtet die Expertin. So entsteht ein gesundes Mikroklima für Körper, Geist und Seele – ideal zum Entspannen.

Die Salzgrotte im Hotel Winzer in St. Georgen: Auch Wellness-Hotels und Thermen zählen zu den Kunden von SeaClimate.

Das Salisarium

SeaClimate: Die Salzkabinen gibt es mit unterschiedlicher Ausstattung und Technik. Flaggschiff ist das Salisarium.

Das trockene Salzklima macht die Haut samtweich, wirkt entzündungshemmend, stärkt das Immunsystem, verbessert das allgemeine Wohlbefinden und hilft bei Allergien, Bronchitis und Asthma, bei Stress und psychosomatischen Beschwerden, erklärt Claudia Klauenberg. deren Unternehmen bei der Solevernebelung durch Ultraschall Medizintechnik verwendet. SeaClimate setzt dabei auf die drei Komponenten Ionisierung, Salz und Sauerstoff, bietet aber auch jeden Baustein separat an.

„Salisarium haben wir unser Flaggschiff mit allen drei Komponenten Ionisierung, Sole und Sauerstoff getauft“, sagt Claudia Klauenberg. „Die Salzkabine steht in unserem Betrieb bei Braunschweig, wo man sie auch testen kann.“ Das Salisarium aus natürlichem Himalaya-Salz und massivem Lärchenholz werde auch nach Maß gebaut und kann wahlweise ausgestattet werden mit Infrarotwärme, LED-Hinterleuchtung, Farblicht oder Musik. „Wir sind auch spezialisiert darauf, schon bestehende Kabinen nachzurüsten“, sagt die Unternehmerin. „Schon ab 2.879 Euro kann man sich unsere ‚Meer’-Gesundheit ins Haus holen.“ Wer mehr wissen oder das Salisarium testen möchte, kann sich am Stand von OxygenConcept (Stand-Nr. B115) auf der Fachmesse cosmetica informieren, die vom 22. bis 23 Januar in Halle 13 auf Messegelände in Hannover stattfindet. www.oxygenconcept.de

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LIFESTYLE

FÜRSTLICH

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EIERN

SCHLÖSSER UND RITTERGÜTER SORGEN FÜR FESTLICHES FLAIR

VON BETTINA ZINTER

er Prinz nahm das Mädchen mit auf sein Schloss, wo sie glücklich bis zum Ende ihrer Tage lebten . . .“ Schon die Märchen erzählten, was sich die Menschen als Heimstatt ihres Glücks erträumten. Heutzutage muss nie-

D

WASSERSCHLOSS HÜLSEDE Ein Märchenschloss mit Türmen, Erkern und Arkaden. Im Wassergraben schwimmen Karpfen und Schwäne ziehen ihre Bahn. Wasserschloss Hülsede, Kleinod der Weser-Renaissance in der Grafschaft Schaumburg, wurde 1529 bis 1548 als vierflügelige Anlage erbaut und befindet sich seit 400 Jahren im Familienbesitz. Vier große Säle, ein prächtiges Kaminzimmer (siehe Foto oben), eine original erhaltene Schlossküche, das Kellergewölbe, der idyllische Innenhof und ein weitläufiger Park bieten vielfältige Möglichkeiten für private Feste oder große Firmenevents. Dass eine Hochzeitsfeier auf Hülsede zum Traum wird, dafür sorgt die Tochter des Hauses Alexandra Gräfin Finck von Finckenstein, geborene v. Bronsart. Nach der Trauung in der mittelalterlichen Dorfkirche folgt der Spaziergang zum Schloss – über die Brücke, durchs Torgewölbe geht der Hochzeitszug in den von wildem Wein bewachsenen Innenhof zum Empfang, der je nach Wetterlage auch in der Schlossküche oder im Kellergewölbe stattfinden kann. Vom Trompetergang bläst die Fanfare zum Willkommen! Platz ist für 20 bis 120 Gäste. Telefon 0 50 43 - 987 01 97. www.wasserschloss-huelsede.de

mand mehr auf den Prinzen warten. Bei adeligen Familien in der Region Hannover mietet man prachtvolle Räume – vom rustikalen Rittersaal bis zum prachtvollen Barocksaal – für die große Feier, Hochzeit, Taufe oder andere festliche Events.

LIFESTYLE

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RITTERGUT REMERINGHAUSEN Rittergut Remeringhausen, bei Stadthagen gelegen, wirkt wie eine romantische Filmkulisse. Ein kleines Schlösschen und ein barockes Herrenhaus liegen in einem schön gestalteten Park. Hier hätte Dornröschen zu Hause sein können. Die stolzen Eigentümer Tania und Nikolaus von Schöning sind jedoch weit vom Dornröschenschlaf entfernt. Sie vermitteln stimmungsvolle Räumlichkeiten wie Kaminzimmer, Barocksaal und Torhaus. Je nach Festlichkeit kann man die Räumlichkeiten kombinieren. Das Torhaus mit seinen 330 Quadratmetern kann man in Verbindung mit dem Innenhof und Park mieten.

Daneben bieten die Familie von Schöning in Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern eine breite Palette zusätzlicher Dienstleistungen an – vom Catering über einen Shuttle Service bis hin zum Feuerwerk, von der romantischen Hochzeitskutsche bis zum stilvollen Oldtimer. Besonders beliebt bei den Gästen sind die individuell ausgestatteten Gästezimmer im Herrenhaus. Auch die Party im Park ist hier angesagt. Platz bietet das Rittergut für maximal 200 Gäste. Telefon 0 57 25 - 70 11 88. www.rittergut-remeringhausen.de

RITTERGUT GROSSGOLTERN

SCHLOSS OELBER

„Öffentlichkeit? Meine Eltern wollten davon wenig wissen“, sagt Alice von Alten, die Herrin von Rittergut Groß-Goltern, das Barsinghausen gehört. „Ich musste einen Weg finden, um die Gebäude zu retten.“ So kann man hier Schlossherr auf Zeit sein. Der historische Innenhof bietet sich für besondere romantische Momente an. Unter der alten Blutbuche stößt man mit einem Glas Champagner an. Im Rittersaal geht das Fest weiter. Sein edles Ambiente sorgt schon allein für Hochstimmung. Die Natursteinterrasse erlaubt einen wunderschönen Blick auf den Wassergraben, der das Haupthaus des Rittergutes umgibt. Ausgerichtet ist sie nach Süden, wo man warme Sommernachmittage im Freien verbringt. Möglich ist auch eine Kombination der Locations: Wer möchte, empfängt seine Gäste stilvoll im Rittersaal, genießt ein kühles Getränk auf der Terrasse und zieht dann zum Essen und Tanz in die Alte Maschinenhalle um, die Alice von Alten zu einer tollen 310 Quadratmeter großen Eventhalle umbauen ließ, die nach den Wünschen der Gäste gestaltet wird – als lange Festtafel oder in Bankett-Atmosphäre. Telefon 0 51 05 - 664 95 65. www.rittergut-grossgoltern.de

Seit dem frühen Mittelalter ist das Schloss im Besitz der Familie von Cramm. In den 30er Jahren wurde es als Heimat des „Tennisbarons“ Gottfried Freiherr von Cramm bekannt, dem „Gentlemen des weißen Sports“. Helena Freifrau von Cramm und Anna von Veltheim gründeten die Firma Oelber Event 1998, um das traditionelle Ambiente mit neuem Leben zu füllen und den historischen Bau für die kommenden Generationen zu erhalten. Das restaurierte Gestüt wurde extra für Großveranstaltungen hergerichtet: Eine elegante Tafel für 800 Gäste und mehr lässt sich dort ebenso leicht realisieren wie auch jede andere Raumgröße. Die historischen Pferdeboxen vermitteln ein ganz besonderes Flair. Die Gäste sitzen auf Strohballen, an Holztischen wird das Festmahl serviert. Draußen im Hof erhellen Fackeln die Nacht. Ob im Sommer ein zünftiges Barbeque, im Winter bei klirrender Kälte eine Weihnachtsfeier mit Stockbrotbacken am Lagerfeuer oder ein Lichtfeuerwerk mit ausgefallenem Menü – mit Kreativität und Ideen stehen die beiden Event-Damen dem Gastgeber zur Seite. Sie machen Unmögliches möglich! Ver wunschen romantisch liegt das Schloss und ist nur 25 Autominuten von der Messe entfernt. Telefon 0 53 45 - 6 71. www.schloss-oelber.de

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LIFESTYLE

»SCHUHE – MEINE GROSSE LIEBE« EINE HANNOVERANERIN UND IHR HIGH-HEELS-TICK VON BETTINA ZINTER

„These boots are made for walking...“ sang einst Nancy Sinatra. Doch dabei hat die USSängerin sicherlich nicht an High Heels gedacht, wie sie Christiane Haselsteiner trägt und sammelt. „Ich muss vor jedem Schuhladen stehenbleiben“, lacht die Hannoveranerin. „Als ich mit 16 ein Foto von Marylin Monroe sah, fielen mir zuerst ihre High Heels ins Auge. Da war es um mich geschehen.“ Seitdem ist sie von Schuhen fasziniert. Doch nur von solchen mit ganz hohen Absätzen. Mehr als zehn Zentimeter müssen es schon sein. Christiane Haselsteiner ist überzeugt: „Hohe Schuhe machen den Gang einer Frau eleganter. Trägst du High Heels, wird jeder Mann wissen, dass du eine selbstbewusste Frau bist, die sich gern auch ein wenig sexy zeigt.“ Sie sieht sich da ganz in einer Reihe prominenter Schuhfetischistinnen. Nicht nur ihr Vorbild Marilyn stand auf High Heels. Auch Serien-Star Carrie Bradshaw aus „Sex and the City“ hat für 40.000 Dollar Schuhe im Schrank. Imelda Marcos, die Frau des philippinischen Ex-Diktators Ferdinand Marcos,

nannte rund 3.000 Paar ihr eigen und Popstar Mariah Carey soll mehr als 10.000 Paar besitzen. „Eine Frau verwandelt sich halt gern“, sagt Christiane Haselsteiner. „Zur modischen Garderobe braucht man nun einmal je nach Farbe, Saison, Jahreszeit und Laune auch ein gewisses Repertoire an Schuhen.“ Nie würde sie beispielsweise zu ihren Kleidern der Münchner Edeldesigner Talbot und Runhof Ballerinas tragen. „Das wäre ja geradezu eine Sünde.“ Ihr Geschmack hat sich im Lauf der Zeit gewandelt. Während sie früher lieber Auffälliges an den Füßen trug, bevorzugt sie jetzt edleres Design. Prada, Dolce & Gabbana Für ihren Schuhreichtum hat sich die Besitzerin eines Kosmetikstudios in Kirchrode extra einen deckenhohen Schrank für ihre Altbauwohnung anfertigen lassen. Da finden die teuersten und ausgefallensten Schuhe Platz, während die weniger geliebten in den Keller verbannt werden. An Pumps kommen weit über 60 Paar zusammen, Stiefel und Stiefeletten sind da noch nicht mitgezählt.

Gerade hat sie in Hamburg ein Paar Louboutin-Schuhe gekauft: „Schwarz mit der typisch roten Sohle – ein Traum!“ Der französische Schuhdesigner, dessen halsbrecherische Kreationen eher Waffen denn Schuhen gleichen, ist schon lange der Favorit von Christiane Haselsteiner. Ihre Philipp PleinPumps im Leoprint und goldener Metallspitze sind ebenfalls vom Feinsten. Dolce & Gabbana, Prada, Tod´s oder Stuart Weitzmann gehören zu ihren Lieblingsmarken – am liebsten mit Plateausohlen. Manchmal macht sie aus ihren Pumps ganz eigene Kreationen. So verändert sie das eine oder andere Paar mit einer ausgefallenen Filzblüte oder mit Strasssteinen. Männer stehen meist fassungslos vor dem Schuhtick ihrer Frauen. „Da ist mein Lebenspartner eine Ausnahme.“ Er findet High Heels einfach toll. Allerdings sagt er manchmal vor einem Stadtbummel: „Heute bitte keine Schuhe anschauen.“ Doch Christiane Haselsteiner weiß: Das ist nur eine leere Drohung. Meistens gibt er dann doch sein fachmännisches Urteil ab – insbesondere, wenn beide auf Reisen sind. Während die meisten bei Mauritius oder den Malediven glänzende Augen bekommen, waren die Trauminseln für die Schuhsammlerin eher eine Enttäuschung – „natürlich nur rein schuhtechnisch“.

LIFESTYLE

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BOHNEN AUS ABBESSINIEN EROBERTEN DIE WELT KAFFEEGESCHICHTEN

[syno]. Kaffee ist heutzutage das beliebteste Getränk der Deutschen. Jeder Bundesbürger ab 14 Jahren hat im vergangenen Jahr im Schnitt 150 Liter Kaffee getrunken, so der Deutsche Kaffeeverband. Das koffeinhaltige Getränk hat sich zu einem regelrechten Kult entwickelt – seitdem immer mehr CoffeeShops locken und edelste Kaffeemaschinen in vielen Haushalten stehen.

Kaffeefans vergleichen ihr Kultgetränk gern mit Wein. Denn der Geschmack hängt entscheidend von den äußeren Bedingungen ab, unter denen auch die Bohnen gedeihen. Sonnenstunden, Regenmengen und der Flecken Erde, mit dem die Pflanze verwurzelt ist, wirken sich direkt auf ihr Aroma aus. So entsteht je nach Region ein weiches, harmonisches Endprodukt oder eines mit Ecken und Kanten. Rund die Hälfte der weltweiten Kaffeeproduktion stammt aus Südamerika, zumeist aus Brasilien. Mild und neutral schmecken die brasilianischen Bohnen, ihr Aroma ist vergleichsweise säurearm, so dass sie sich gut für Espresso eignen. Kaffee aus Ecuador

hingegen erinnert im Geschmack an Süßholz und besitzt eine leichte Schärfe. Arabicas aus Peru zeichnen sich durch angenehme Süße und feine Säure aus. Kaffee aus Venezuela ist besonders fein und leicht. Die edelsten Kaffeesorten stammen aus Jamaica (Blue Mountain Coffee) und – weniger bekannt – von den Kapverdischen Inseln (Caffé de Fogo), wo sie auf vulkanischem Boden wachsen. n Kopi Luwak: Der teuerste Kaffee der Welt „Kopi Luwak“ stammt aus Indonesien und wird auch Katzenkaffee genannt, weil er aus den Exkrementen einer Schleichkatze (indonesisch: Luwak) gewonnen wird. Das auch Fleckenmusang genannte Tier frisst die Kaffeekirschen und scheidet sie fast ohne Begleitprodukte wieder aus. Im Verdauungstrakt sind die Bohnen, die mühevoll eingesammelt werden, einer Fermentierung ausgesetzt. Nur rund 230 Kilogramm werden jährlich hergestellt. Bis zu 300 Euro pro Pfund legen Gourmets dafür auf den Tisch. Der englische Schauspieler John Cleese beschreibt Kopi Luwak als „erdig, modrig, mild, sirupgleich, gehaltvoll und mit Untertönen von Dschungel und Schokolade“. n Heimat des Kaffees ist aber Afrika: Im äthiopischen Hochland, früher Abessinien, wächst er bis heute noch wild. Man vermutet, dass das aromatische Getränk seinen Namen der äthiopischen Provinz Kaffa verdankt. Über das türkische Wort „kahve“, das „Kraft und Stärke“ bedeutet, entwickelte sich dann „Kaffee“. Das anregende Getränk wurde erst im 17. Jahrhundert in Deutschland populär. 1679 eröffnete in Hamburg das erste Kaffeehaus. 1734 schrieb Bach seine „Kaffeekantate“ – „Coffee, Coffee muss ich haben / Und wenn jemand mich will laben / Ach, so schenkt mir Coffee ein!“. 1819 entdeckte der deutsche Chemiker Ferdinand Runge das Koffein.

COFFEE & MORE Pharisäer Zutaten für 4 Personen: 150 ml Sahne, 4 EL Zucker, 125 ml brauner Rum, 300 ml starker Kaffee. Zubereitung: Sahne leicht anschlagen. Zucker und Rum erwärmen, in zwei hohe Kaffeegläser geben und mit dem Kaffee auffüllen. Die Sahne über einen Löffelrücken auf den Kaffee fließen lassen, damit sie auf der Oberfläche schwimmt und nicht versinkt. Sofort servieren! Eierlikör-Kaffee Zutaten für 2 Personen: 1 Tüte Vanillezucker, 40 g Zucker, 200 ml Milch, 500 ml Kaffee, Kakaopulver. Zubereitung: Eierlikör, Vanillezucker, Zucker und 100 ml Milch erhitzen, in zwei Kaffeeschalen verteilen, mit dem Kaffee auffüllen. Restliche Milch erhitzen und mit einem Handmixer aufschäumen. Auf die Schalen verteilen. Mit Kakaopulver bestäuben. Fertig! Würziger Zimtkaffee Zutaten für 4 Tassen: 400 ml Milch, 4 EL Honig, 1 TL Zimt gemahlen, 4 TL Kakao, 400 ml heißer, starker Kaffee, 4 Zimtstangen. Zubereitung: Die Milch erwärmen, Honig und Zimt untermischen und kurz aufkochen. Kakao einrühren und auf die Tassen verteilen. Mit Kaffee auffüllen und heiß servieren. Je eine Zimtstange zum Umrühren dazu reichen! Alles über Kaffee und weitere Rezepte unter: www.espresseria.de www.kaffeezentrale.de www.moccapur.de

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REISEN

MIT DEM EIGENEN ARZT IN DEN URLAUB VON BJÖRN BRÄUNER

Best Ager suchen auch Sicherheit im Urlaub.

Ob Belek oder Antalaya: Das Urlaubsland Türkei boomt.

All inclusive war gestern – Mediplus, Deutschlands Marktführer für Gesundheitsreisen, bietet im Urlaub zusätzlich einen eigenen Arzt an. Wenn Sie also derzeit ein gesundheitliches Problem haben oder Sie sicher sein wollen, dass auch Ihre Eltern im Urlaub medizinisch immer in den besten Händen sind, dann sind Sie bei Mediplus an der richtigen Adresse. Im jetzt von Mediplus veröffentlichten Programm setzt das Bonner Reiseunternehmen gezielt auf Wellness-Urlaube und Reisen, die von Ärzten begleitet werden: Das aktuelle Angebot für die Türkische Riviera zum Beispiel reicht von der achttägigen Kurzreise bis zum vierwöchigen Langzeiturlaub. „In der Türkei bieten wir in der Wintersaison ausschließlich Fünf-Sterne-Hotels in direkter Strandlage an“, so Mediplus-Geschäftsführer Ralf Baumbach. „Und zusätzlich sind Wellness-Anwendungen wie Massagen oft ebenfalls im Reisepaket enthalten.“

Mediplus wurde 2001 gegründet und sitzt in Bonn. Das Unternehmen ist Deutschlands Nr. 1 für „Best Ager“-Reisen. Auf dem stark wachsenden Markt der Gesundheits- und Wellness-Reisen, Kreuzfahrten sowie ärztlich begleiteter Rundreisen genießt der Veranstalter eine hohe Weiterempfehlungsquote bei Kunden und Vertriebspartnern. Mehr als 250.000 Gäste reisten in den vergangenen zwei Jahren mit den Bonnern. Zur Unternehmensgruppe zählen unter anderem Mediplus Reisen, Compass Kreuzfahrten, Terravital Reisen und Pro Event Travel. Mediplus ist übrigens 2009 weltweit als erster Medical WellnessReiseveranstalter durch den TÜV zertifiziert. Zum dritten Mal in Folge wurde der Veranstalter auch für Servicequalität und Kundenzufriedenheit ausgezeichnet.

REISETIPPS „Mit den eigenen Mediplus-Ärzten direkt im Hotel sprechen wir ganz gezielt Best Ager an, die bei Auslandsreisen nicht nur einen hohen Hotelkomfort und ein umfangreiches Wellness-Angebot erwarten, sondern im Bedarfsfall auch auf medizinische Sicherheit vertrauen wollen“, erklärt Baumbach. Die deutschsprachigen Mediziner bieten dabei in den Hotels feste Sprechstunden an. Die Zielgebiete des 130-seitigen Katalogs umspannen den Globus: Ob Indien-Rundreise, Galapagos-Abenteuer, Entspannung auf Usedom oder ein romantischer Kurzurlaub im Schloss. Das neue Programm Mediplus Select ist in allen Reisebüros erhältlich.

TÜRKEI-URLAUBE MIT ÄRZTLICHER BEGLEITUNG 8 Tage Türkische Riviera (Antalya), inklusive Flug ab/bis Deutschland, Mediplus-Arzt, 5-Sterne-Hotel in direkter Strandlage, All Inclusive für 359 Euro, Verlängerungswoche 219 Euro. 29 Tage Türkische Riviera (Belek), inklusive Flug ab/bis Deutschland, Mediplus-Arzt, 5-Sterne-Hotel in direkter Strandlage, All Inclusive und Wellness-Paket mit verschiedenen Massagen für 999 Euro, Verlängerungswoche 239 Euro. www.mediplus.de

REISEN

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EINMAL KAPITÄN SEIN HAUSBOOT-URLAUB: FAHRSPASS OHNE FÜHRERSCHEIN VON BETTINA ZINTER

Einmal Kapitän sein? Das Ruder selbst in die Hand nehmen? Das ist einfacher als man denkt. Die ADAC Sportschifffahrt, der Bootsreisespezialist „Cardinal Boating Holidays“ aus Fürstenberg/Havel und andere Charterer überzeugen immer mehr Menschen davon, die Schönheit eines Hausbooturlaubs zu genießen. Komfortabel gleiten mittlerweile viele Freizeitkapitäne auf Vier- und Fünf-Sterne-Schiffen dahin. Denn mit dem Hausboot kann heute jedermann – auch ohne Bootsführerschein – auf ausgewiesenen Wasserstraßen schippern. Anlegen und Wenden, einfache Seemannsknoten, kleine Schleusenkunde: Die Lektion vor dem ersten „Leinen los!“ dauert nicht länger als drei Stunden. Und dann gilt das Prinzip „Learning by doing“. Gecharterte Boote dürfen maximal 15 Meter lang sein und 12 Personen beherbergen. Die Müritz – mit 112 Quadratkilometern der größte deutsche Binnensee und Herzstück der Mecklenburgischen Seenplatte – ist das Mittelmeer der Hausboote, ein Eldorado für den Urlaub auf dem Wasser. Nirgendwo in Deutschland gibt es eine größere HausbootDichte. Das Mecklenburger Revier bietet ideale Bedingungen, nicht nur auf den Seen,

sondern auch auf der Müritz-Elde-Wasserstraße. Die Route führt durch 17 Schleusen und über 184 Kilometer bis nach Dömitz an der Elbe. Dort beginnt die Tabuzone: Denn auf dem Strom ist der „Sportbootführerschein Binnen“ Pflicht. Und wer küstennahe Gewässer und Bodden befahren will, braucht den „Sportbootführerschein See“. Das langsame Dahingleiten durch Fluss- und Seenlandschaften sorgt dagegen für Entspannung pur. Und auch der Blick wird geschärft – für neue Perspektiven auf Stadt, Land und Fluss. Die Strecke auf den Wasserstraßen kann man selbst bestimmen. Man legt an, wo es einem am besten gefällt. Neben der mecklenburgischen Seenplatte bieten auch die Gewässer Brandenburgs ideale Routen für den Bootstourismus. Hunderte von Seen sind durch Kanäle und Flüsse miteinander verbunden. Luxus auf Fünf-Sterne-Booten Die Seenlandschaft kann man auch mit einem Fünf-Sterne-Schiff erkunden: Die „Europa 400“ bietet zum Beispiel Platz für bis zu vier Personen und verfügt über zwei großzügig und komfortabel ausgestattete Doppelkabinen, mit jeweils eigenem Bade-

Lässt keine Wünsche offen: Salon eines 5-Sterne-Bootes.

zimmer. Der helle und wohnliche Salon samt Sitzgruppe bietet auch ein Multimediacenter inklusive Flachbildschirm, DVD-Player und Satellitenanlage. Die Bordküche ist ebenfalls perfekt ausgestattet. Das TeakholzOberdeck lädt zum Sonnen und Relaxen ein oder zum Klönschnack mit der Familie oder Freunden. Das Schiff wird umweltfreundlich mit Rapsöl betrieben. Für Laufruhe sorgt ein hydraulischer Antrieb. Durch den Innen- und Außensteuerstand lässt sich das Boot bei jedem Wetter problemlos fahren. Startmöglichkeiten gibt es in Fürstenberg an der Havel oder am Fleesensee in Göhren-Lebbin. Immer mehr Wasserstraßen werden als Charterscheinrevier freigegeben. Insgesamt sind über 700 Kilometer deutscher Wasserstraßen in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, RheinlandPfalz, Sachsen-Anhalt und Saarland mittlerweile führerscheinfrei befahrbar. Der ADAC sieht eine große Chance, Urlaub auf deutschen Gewässern noch attraktiver zu machen und fordert einen weiteren Ausbau von Charterscheinrevieren. Planungshilfe für den Hausbooturlaub findet man zum Beispiel unter: www.adac.de/sportschiffahrt www.cardinalboating.com

Frühstück auf dem Hausboot: Spaß für die ganze Familie.

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REISEN

ISTANBUL – METROPOLE ZWISCHEN EUROPA UND ASIEN VON SYBILLE NOBEL-SAGOLLA

n 14 Uhr: In Galata – ein Teil des westlich geprägten Stadtteils Beyoglu – zählt der Galata-Turm zu den ältesten und beeindrukkendsten Gebäuden. Das fast 70 Meter hohe Bauwerk verfügt über eine Aussichtsplattform, abends öffnet im obersten Stockwerk ein Nachtclub.

Für das Jahr 2010 hat Istanbul den Titel Kulturhauptstadt Europas erhalten. Kein Wunder – schneller, schöner, größer, hipper und teurer: Istanbul entwickelt sich im Eiltempo zu einer aufregenden Weltstadt. Die Metropole am Bosporus, deren Einwohnerzahl zwischen 13 und 16 Millionen geschätzt wird, empfängt Gäste mit einer Mischung aus Morbidität und Moderne.

n 16 Uhr: Die Jugendstil-Architektur des von Genuesern gegründeten Viertels Beyoglu (früher: Pera) erinnert eine Mittelmeermetropole, seine Künstler- und Kreativ-Szene an hippe Bezirke in Berlin. Bei einem Päuschen in einem der vielen Cafés der Fußgängerzone Istiklâl Cadddesi kann man wunderbar den Tag genießen und dabei das pulsierende Leben des Stadtteils beobachten.

Die Architektur ist von antiken, mittelalterlichen, neuzeitlichen und modernen Baustilen geprägt und vereint Elemente der Griechen, Römer, Byzantiner, Osmanen und Türken miteinander. Aufgrund dieser Einzigartigkeit wurde die historische Altstadt von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Fast endlos scheint sich die Stadt, die einst Byzanz und Konstantinopel hieß, zu beiden Seiten des Bosporus zu erstrecken. Vor allem im hektischen Herzen gibt sich Istanbul mal westlich offen, mal orientalisch gastfreundlich - und umwirbt seine Besucher mit zahllosen Versuchungen. Nur eins sollte jeder beherzigen: Zur Rush Hour können Autooder Taxifahrten zur Nervenprobe werden. Die Straßen sind total überlastet und nur fünf Brücken – darunter die Bosporusbrücke (1070 Meter lang), Fatih-Sultan-MehmetBrücke (1090 Meter) und die Galatabrücke über das Goldene Horn – verbinden Asien und Europa, Alt- und Neustadt miteinander. Folgen Sie uns auf eine Tagestour. n 9 Uhr: Absolutes Muss ist die mächtige Hagia Sophia. Sie war Zentrum des ortho-

doxen Christentums, Krönungskirche der byzantinischen Kaiser, später Hauptmoschee des Osmanischen Reichs. Mit der sogenannten Blauen Moschee und dem Topkapi-Palast befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zwei weitere wichtige Sehenswürdigkeiten in der südlich vom Goldenen Horn gelegenen historischen Altstadt. www.hagiasophia.com n 12 Uhr: Unweit der Hagia Sophia haben sich etwa 3.600 Läden auf dem Gelände des Großen Basars niedergelassen. Sie verkaufen Teppiche und Fußball-T-Shirts, Goldschmuck und Souvenirs, (angebliche) Antiquitäten und reichlich Nippes. Es darf gefeilscht werden. Ein Glas Tee gibt es oft gratis dazu und jede Menge leckerer Häppchen. www.kapalicarsi.org.tr

n 20 Uhr: Ein bei Künstlern und Schauspielern beliebtes Restaurant ist das schlichte Yakup 2 in Beyoglu. Das typisch türkische Abendessen besteht aus zwei bis drei Gängen. Kalte und warme Vorspeisen (Mezeler) werden wie Tapas in kleinen Portionen, aber großer Auswahl gereicht. Dann folgt häufig ein gegrilltes Stück Fisch oder Fleisch mit Reis, Kartoffeln und Salatbeilage, danach einen Raki. www.yakuprestaurant.com n 23 Uhr: Das Babylon, zunächst als LiveJazz-Laden bekannt geworden, ist unbestritten einer der besten Clubs der Stadt: Heute treten hier Rock-, Elektro-, Indie-, Hiphop sowie Turkish-Pop-Bands auf und sorgen bis in den frühen Morgen für Partystimmung. www.babylon-ist.com

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Das Puravida Resort Ela Quality & Spa in Belek (o.) mit Spa-Bereich (li.).

TRAUMURLAUB – SO WIE MAN ES SICH WÜNSCHT HOTELKONZEPTE NACH MASS

Das Puravida Resort Blue Lagoon Village auf Kos.

VON SYBILLE NOBEL-SAGOLLA

Wenn ein Ehepaar ohne Kinder im Urlaub eigentlich Ruhe sucht und im Familienclub landet oder wenn ein Golfer weit vom Abschlag entfernt in ein reines Businesshotel gerät . . . dann ist Ferienfrust angesagt. Was will der Urlauber erleben? Welche konkreten Erwartungen und Bedürfnisse hat er? Sucht er Ruhe und Entspannung, Spaß und Sport oder sogar beides? Diese Fragen vorab zu ergründen, wird auch für Reiseveranstalter immer wichtiger. Denn sie sind wie auch die Reisebüros an hoher Kundenzufriedenheit interessiert. Die TUI, Deutschlands größter Reiseveranstalter, hat sogar eine eigene Marktforschungsabteilung in Hannover, die touristische Trends und Themen wie Gesundheit, Sport und Lifestyle aufspürt und so Profile für Produkte erstellt. TUI entwickelt daraufhin Hotelkonzepte – maßgeschneidert auf die individuellen Bedürfnisse der Gäste. „Modernen, zielgruppengerechten Hotelformaten gehört die Zukunft“, ist Dr. Volker Böttcher, Vorsitzender der Geschäftsführung von TUI Deutschland, überzeugt.

einem breiten Sportangebot mit Fitnesskursen, Outdoor-Sportarten und Personal Training auch eine niveauvolle Abendunterhaltung sowie ein Ausflugsprogramm mit dem Schwerpunkt „Land und Leute“. Der Relax-Bereich dieser Hotellinie hält ein mindestens 2.500 Quadratmeter großes Spa zur Entspannung bereit. Lust auf Puravida? Das Gastronomiekonzept basiert auf All inklusive, beinhaltet aber mindestens drei A-la-Carte-Restaurants sowie regionale Bioküche. Doch auch Designer-Bars und -Lounges sind Teil des Konzepts. In allen Puravida Resorts gibt es zudem kostenloses WLAN. Service und Qualität wird groß geschrieben und das Personal daraufhin geschult. TUI legt die Messlatte hoch: „Wir erwarten eine Gästezufriedenheit bei allen Puravida Resorts von mindestens 90 Prozent. Zudem müssen die Hotel ein klares Bekenntnis zur nachhaltigen Ressourcenund Umweltschonung ablegen“, sagt die TUI-Managerin.

So wenden sich die Sensimar-Hotels an komfortbewusste Paare, die ohne Kinder Entspannung z. B. im Spa suchen, aber auch anspruchsvolle Unterhaltung in einem Tophotel schätzen. Das Konzept ist offenbar aufgegangen: Rund 95 Prozent der Sensimar-Kunden sind hoch zufrieden. Zur Sommersaison startet TUI mit zwei weiteren Hotelkonzepten: Neben TUI Best Family für klassische Familien, Patchwork-Familien, Alleinerziehende, Großfamilien sowie Großeltern mit Enkelkindern wurde „Puravida“ kreiert.

Na, haben Sie Lust auf Puravida bekommen? Dann testen Sie doch in der Sommersaison das „Puravida Resort Ela Quality & Spa“ im türkischen Belek oder das neu erbaute „Puravida Resort Blue Lagoon Village“ auf der griechischen Insel Kos – beide Anlagen bieten FünfSterne-Komfort. Bis 2015 sollen weltweit 13 weitere Anlagen dazukommen.

Puravida steht einerseits für Entspannung, Stille und Ruhe (Pura) und andererseits für das Aktive, Wachsende und Gesunde (Vida), lautet die ausführliche Definition. Puravida richtet sich an „weltoffene Urlauber“ zwischen 30 und 50 mit gehobenem Lebensstil. „Wir sprechen Menschen an, die im Urlaub Entspannung und Ruhe suchen, aber auch aktiv sind und ein Land erkunden möchten“, sagt Stefanie Schulze zur Wiesch, verantwortlich für die TUI-Hotelkonzepte.

Puravida Resort Ela Quality & Spa***** in Belek: Eine Woche kostet inklusive Flug zum Beispiel ab Hannover und AllInclusive-Verpflegung ab 666 Euro pro Person im Doppelzimmer (Frühbucherrabatte bis zum 28. 2. 2011 inklusive). Puravida Resort Blue Lagoon Village***** auf Kos: Eine Woche kostet inklusive Flug zum Beispiel ab Hannover und AllInclusive-Verpflegung ab 660 Euro pro Person im Doppelzimmer (Frühbucherrabatte bis zum 28. 2. 2011 inklusive). Buchbar in allen TUI-Reisebüros. www.tui.com

Die Bereiche „Activity“ und „Relax“ sind daher in allen Puravida Resorts klar voneinander getrennt. Zum Aktiv-Bereich zählt neben

HOTELTIPP PURAVIDA

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DIE SPERRMÜLLSPEZIALISTEN [DS]. Hilfe, wohin damit? Wer ratlos vor verschlissenen Sofas steht, ausgeleierten Betten, ausgedienten Wohnzimmerschränken und den vielen anderen Dingen für die Tonne, der hat verschiedene Möglichkeiten: Sperrmüll bestellen, in der Garage stapeln, Stück für Stück für eine Transportserie zum nächsten Wertstoffhof in den Kofferraum laden – oder einfach den neuen Komfortservice der Abfallwirtschaft „aha“ buchen. Denn die helfen. Ob Einfamilienhaus oder Mietwohnung: Getreu dem Slogan „Wir kommen Ihnen wie gerufen“ verspricht aha schnelle, saubere und termingerechte Entrümpelung. Ob einzelne Renovierungsrelikte aus Ihrem Heim, ein vom Untermieter schlampig hinterlassenes Zimmer, eine Wohnungsauflösung oder eine Betriebsaufgabe: Nach dem Motto „Alles muss raus“ können Sie den Rest getrost den Sperrmüll-Spezialisten von aha überlassen. Und wenn die durch sind, ist alles besenrein.

Wohnung entrümpeln lassen will, ruft unter der kostenfreien Service-Hotline 0800 / 999 11 99 aha zu Hilfe. Ein Mitarbeiter kommt vorbei, schätzt den Aufwand und macht einen Kostenvoranschlag. Für die Entsorgung müssen Schränke, Regale und Schubladen nicht leer geräumt und die Teppiche nicht aufgerollt werden. Als Pendant zum neuen Service für die privaten Haushalte gibt es die Gewerbevariante ‚aha profi’. Unter dieser Marke werden maßgeschneiderte Entsorgungs- und Reinigungslösungen für Unternehmen und Betriebe angeboten. Und auch hier gilt das Versprechen: „Während Sie sich um die wirklich wichtigen Dinge kümmern, machen wir den Rest.“ Wenn es übrigens mal ganz schnell gehen muss, sprich der Sperrmüll von heute auf morgen entsorgt werden soll, dann kommt der Sperrabfall-Express von aha: Sie müssen den Auftrag nur bis 11 Uhr vormittags telefonisch erteilen, dann sind Sie an Werktagen den ganzen Müll – bis zu fünf Kubikmeter für 96 Euro – binnen 24, spätestens 48 Stunden los.

„Das nehmen wir Ihnen doch gerne ab“

„Wir schaffen Freiräume“

Seit gut einem Jahr gibt es die speziellen Entrümpelungsangebote der Entsorgungsprofis der Region Hannover. Mit wachsendem Erfolg ergänzen sie durch individuell gestaltete Zusatzleistungen ohne große Wartezeit die immerhin jährlich 100.000 privat gebuchten herkömmlichen Sperrmülltermine. Denn obwohl die Sperrmüllabfuhr für den Privatkunden kostenfrei ist, verzeichnet aha inzwischen täglich mehrere Buchungen für seinen kostenpflichtigen Entrümpelungsservice „aha plus“.

Eine wertvolle Hilfestellung leistet aha schließlich bei der Wohnungsrenovierung, der Haussanierung oder der großflächigen Gartenumgestaltung mit seinem neuen Containerservice. Dabei kann der Kunde zwischen mehreren Modellen und Größen wählen, je nachdem, wie viel Müll absehbar anfallen wird. Auf Wunsch erfolgt die Beratung telefonisch, die Buchung kann sogar unkompliziert gleich online oder per Fax (0511/9911-47919) erfolgen.

Versprochen werden dabei faire Preise, jedenfalls aber ist das System für den Kunden bequem und unkompliziert: Wer ein Haus oder eine

Die neuen Service-Angebote hat aha auch in einem neuen Internetauftritt übersichtlich und informativ zusammengestellt. Einfach reinklicken! www.aha-region.de

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DIE HARMONIE DER WÄRME

Steinofen mit Eckfenster.

[DS]. In der kalten, dunklen Jahreszeit sehnt sich jeder nach Licht und wohliger Wärme. Vor dem Kaminfeuer oder Kachelofen zu sitzen, das ist für die meisten die Vollendung eines Wohntraums in den eigenen vier Wänden. Doch Ofen ist nicht gleich Ofen. Und wer bei Rainer Niermann einen Ofen von der Stange sucht, ist eigentlich an der falschen Adresse. Denn die Arbeiten der Firma Niermann Ofenbau und Raumgestaltung in Lathwehren bei Seelze vereinigen seit mehr als 25 Jahren handwerkliches und feuerungstechnisches Können mit höchsten raumgestalterischen Ansprüchen. So erhielt der Steinofen „KS Sandstein“ – eine Eigenentwicklung – 2005 den renommierten IF Design Award.

Durchsichtkamin als Raumteiler.

geschliffenen Natursteinplatten. So entwikkelte der Ofenbauer Kleinspeicheröfen für unterschiedliche Leistungs- und Gestaltungsansprüche, sämtlich mit einem Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent. „Das und die angenehme Strahlungswärme machen dieses Ofenprinzip zu einer ökologischen, ökonomischen und gesunden Heiztechnik“, sagt der Spezialist. Wohnungen und Häuser mit guter Dämmung oder gar Niedrig- bzw. Passivenergiestandard sind nicht geeignet für Heizgeräte, die große Hitze entwickeln und Warmluftkonvektion erzeugen, also Stahloder Gusskaminöfen. Dort einzig sinnvoll ist die Technik kleiner Speicheröfen, will man

Die Spezialität der Seelzer ist die mit Perfektion entwickelte Verbindung von effizienter Wärmetechnik und gestalterischer Harmonie: (Heiz)-Kamine, Kachel- oder Steinöfen werden anspruchsvoll in das Wohnumfeld integriert. Seit den Anfängen 1984 verwirklicht der Ofenbauer sowohl das traditionelle Grundofenprinzip als auch die moderne Kesseltechnik. „Unser Prunkstück ist dank überragender Verbrennungstechnik inzwischen der aufgemauerte oder aus Lehm aufgebaute Grundofen“, so Niermann.

nicht auf das gemütliche Feuererlebnis bei hohem Wirkungsgrad verzichten. Zwei Stunden Feuer, 20 Stunden Wärme Klassiker dieser Kleinspeicheröfen ist der prämierte Steinofen „KS Sandstein“ mit einer Grundfläche von 50 x 50 cm und einer Höhe von 157 cm. Er wurde mittlerweile in verschiedenen Gestaltungs- und Wärmebedarfsvarianten optimiert, bis zu 207 cm hoch, mit kleiner Ofenbank oder mit Überecktür für den zweiseitigen Blick aufs Feuer. Seine Oberflächen sind in Naturstein gefertigt – Thüster Kalkstein, Obernkirchener Sandstein oder Grauwacke aus Lindlar. Auch diesen Materialien ist es zu verdanken, dass der Ofen nur für zwei Stunden befeuert werden muss, um dann bis zu 20 Stunden angenehme Strahlungswärme abzugeben. Selbst Besitzer eines betagten Kachelofens sind bei Niermann richtig. „Solche antiken Modelle werden von uns mit neuem Innenleben versehen, so dass sie technisch auf der Höhe sind. Außerdem erhalten sie eine Glastür, um Feuersicht zu ermöglichen“, erklärt der Ofenbauer. Zudem hat er auch immer Kachelöfen im Angebot.

Grundöfen: ökologisch und ökonomisch Grundlage dafür ist ein modulares System, bei dem Brennraum und innere Speichermasse aus gemauertem Schamottekern bestehen und die äußere Speicherhülle aus

Schwedischer Kachelofen.

Niemann (rechts) mit Kollegen aus dem Team.

Neben dem Ofenbau gestaltet das inzwischen 13-köpfige Team übrigens auch Küchen, Bäder und Wohnräume. „Wir zeigen in unserer Ausstellung außergewöhnliche, teils handgemachte Fliesen aus Spanien, Frankreich, Italien oder Mexiko“, lädt Niermann zum Besuch seines Unternehmens ein. www.niermann-ofenbau.de

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VILLA WALDERSEE JUWEL AM EILENRIEDERAND

Die Eilenriede, grüne Lunge Hannovers, liegt auf der anderen Straßenseite. Die beliebte und belebte Fußgängerzone Lister Meile ist mit ein paar Schritten erreichbar und die City in fünf Autominuten.

Eines der schönsten Häuser aus der Gründerzeit Hannovers wird gegenwärtig in der Oststadt renoviert und restauriert. Die Villa Waldersee an der Hohenzollernstraße, ehemaliger Wohnsitz des über die Grenzen der Stadt hinaus geachteten Generalfeldmarschalls Alfred Graf von Waldersee, steht vor der Vermarktung durch die DELI&CON Immobilienberatung. Mit wunderschönen Stilelementen der Jahrhundertwende ausgestattet, entstehen in dem imposanten Eckgebäude Büros und Masisonnette-Wohnungen, die wohl zu den repräsentativsten und attraktivsten der Stadt zählen. Das architektonische Juwel genießt Denkmalschutz, gehört der kulturell engagierten Walter und Charlotte Hamel Stiftung und war bis vor kurzem Sitz des Seniorenwohnund Pflegeheims Walderseestift.

Nun wird das Gebäude kernsaniert und bis zum Sommer 2011 mit originalgetreuen Merkmalen anspruchsvoll wiederhergestellt – sozusagen vom Boden bis zur Decke, vom stilvollen Parkett bis zum artifiziellen Stuck. Alles andere als nur ein Treppenhaus: Beeindruckend und exklusiv präsentiert sich bereits das Entrée der Villa mit kostbaren keramischen Materialien, dunklem Holz und künstlerisch gestalteter Bogendecke. In den Etagen findet sich ebenfalls originalgetreues Inventar, Fenster, Türen und Schiebetüren mit kunstvollen Beschlägen. Architektonischer Clou: Das frühere Wahrzeichen der Villa, der im zweiten Weltkrieg zerstörte Erkerturm mit stilisierter Zinne, wird rekonstruiert. Natürlich fehlen auch nicht die Accessoires des modernen Lebens: Aufzug bis ins Dachgeschoss, moderne Bäder und Küchen, großzügige helle Räume und nicht zuletzt gerade in diesem Stadtteil unbezahlbare zehn Kfz-Stellplätze im Hof. „Für Freiberufler, Anwaltskanzleien oder Architektenbüros sind die beiden geplanten Büroetagen wie geschaffen“, sagt Hannovers DELI&CON-Geschäftsführerin Annette Petersen. Im Erdgeschoss warten repräsentative 390, im ersten Obergeschoss 350 Quadratmeter auf neue Nutzer. Der Mietzins beträgt elf Euro, beide Etagen werden jeweils nur komplett vermietet. In den Belle Etages darüber entstehen drei großzügige

Maisonetten, jeweils auf zwei Ebenen mit Loggien oder Balkons – fünf Zimmer mit 205 Quadratmetern, vier Zimmer mit 169 und drei mit 143 Quadratmetern warten auf Mieter. Auch für die Wohnungen beträgt die Nettomiete pro Quadratmeter elf Euro. Die Villa, ihre bauliche Qualität und ihr Umfeld am Eilenriederand lassen sich nur schwer beschreiben, man muss das Objekt einfach gesehen haben. Wenn Sie also etwas ganz Exklusives suchen, überzeugen Sie sich selbst, ob im Internet oder besser noch bei einem Besichtigungstermin. www.delicon.com

WER WAR WALDERSEE? Der preußische Generalfeldmarschall Alfred Graf von Waldersee (1832-1904) befehligte mehrfach Militäreinheiten in Hannover. Waldersee wurde 1888 als Nachfolger Moltkes Chef des preußischen Generalstabs. 1900 erhielt er den Oberbefehl über die europäischen Interventionstruppen in Peking, die den Boxeraufstand im Kaiserreich China niederschlagen sollten. Nach seiner Rückkehr aus Fernost wurde er 1901 Generalinspekteur in Hannover. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er bis 1904 in der prachtvollen Villa Waldersee. Gegenüber am Eilenriederand erinnert eine imposante Steinplastik an den Generalstabsoffizier. Ihm zu Ehren trägt die Verlängerung der Hohenzollerstraße den Namen „Walderseestraße“.

DELI&CON® GmbH Immobilienangebote

Prächtige Stadtvilla in 1A-Lage mit ca. 584 m² Wohnfläche, das hochherrschaftliche Gebäude ist im Souterrain mit einem Wellnessbereich mit Sauna und Schwimmbad ausgestattet, ca. 863 m² Grundstücksfläche, das kleine Hinterhaus ist als Wohnhaus ausgebaut und verfügt über eine Garage, KP 1.200.000 €

Diese Villa ist eine wahre Rarität, Baujahr ca. 1965, ca. 270 m² Wohnfläche, 10 Zimmer, der großzügige und moderne Grundriss entspricht absolut heutigen Wohnwünschen, mitten auf einem parkähnlichen Grundstück gelegen mit großen Bäumen, ca. 1.856 m² Grundstück, KP 780.000 €

Traumhaftes Anwesen in ruhiger Bestlage von Gehrden mit einzigartigem Ausblick, Baujahr ca. 1934, 4 Zimmer, ca. 170 m² Wohnfläche, Sauna, Wintergarten, Tennisplatz, Doppelgarage, ca. 4.485 m² Grundstück, KP 890.000 €

Luxus-Maisonette-Wohnung mit schöner Dachterrasse und Aufzug, Baujahr ca. 1900, lichtdurchflutete hohe Räume, Parkett, moderne Einbauküche, Granitbad, Gäste-WC, 3 Zimmer, ca. 150 m² Wohnfläche, KP 395.000 €

Osterstraße 24 · 30159 Hannover · Telefon 0511-600605-0 www.delicon.com · [email protected]

DELI&CON

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RATGEBER BAUEN

FARBAKZENTE FÜR EIN NEUES

djd/schöner wohnen farbe

WOHNGEFÜHL

[djd]. Sie ärgern sich über den kleinen Fleck an der Wand? Sie finden Ihr Wohnzimmer ohnehin inzwischen langweilig? Kurzum – Sie wollen eigentlich alle Ihre vier Wände in einem neuen Licht erscheinen lassen? Ganz einfach: Mit etwas Kreativität, Fantasie und Farbe ist es gar nicht so schwer, Räumen eine neue Perspektive zu verleihen.

Wohnaccessoire, beispielsweise ein Vorhangstoff oder ein neues Möbelstück können willkommener Anlass sein, an der Wand eine neue Farbe auszuprobieren. Die Farbwirkung kann man übrigens schon mal interaktiv in Musterräumen austesten. Probieren Sie das doch mal unter der Internetadresse: www.farbdesigner.de

Farben beeinflussen das Lebensgefühl ganz unmittelbar. Oft verändert sich ein Raum deutlich, wenn man nur eine einzige Wand neu streicht. Spannende Akzente setzen beispielsweise aktuelle Trendfarben, wie sie „Schöner Wohnen Farbe“ empfiehlt.

Teppiche aus Naturstein

Die Farben sind so entwickelt und aufeinander abgestimmt, dass sie sich miteinander vielfältig kombinieren und zu sanfter Harmonie oder spannenden Kontrasten zusammenführen lassen. Auch ein neues

djd/risto

So lädt ein loungiges Violett zum Kuscheln und Entspannen ein. Mit „Lagune“, einem karibischen Blauton, hält die Urlaubsstimmung bis in den Winter, und mit Provence erinnert ein zarter Lavendelton an die Hügel Südfrankreichs . . . Wer es aber intensiver mag, lässt mit dem kräftigen Rotton „Orchidee“ Lebensfreude ins Innere des Hauses.

Wenn man im Bad von angenehm warmen Farbtönen begrüßt wird, dann ist dies ein schöner Start in den Tag. Also polieren Sie Ihr Bad doch mal auf! Wie wäre es mit einem Natursteinteppich? Vorteile: Sie vermeiden den Aufwand, der mit dem Austausch der alten Bodenfliesen verbunden ist und

Ein Natursteinteppich mit nahtlosen Übergängen lässt das Bad in neuem Licht erscheinen.

die Modernisierung ist an nur einem Tag machbar. Das Material, beispielsweise feiner Quarzkies oder Marmorgranulat, das mit einem Harz gebunden wird, lässt sich direkt auf den alten Belag auftragen. Fugenlos entsteht eine geschlossene Fläche, die auch den kleinsten Winkel erreicht. Der neue Boden kann schon am nächsten Tag betreten werden. Bei der Farbgebung können Sie sich für kräftige Töne, von Creme bis Kastanienbraun, oder für metallische Effekte entscheiden. Auch mehrfarbige Böden oder reizvolle Kombinationen, zum Beispiel mit Holzeinlagen, lassen sich realisieren. Und obendrein sind auch kalte Füße mit einem Natursteinteppich im Bad passé: Da die Umgebungsluft in die Poren des Kiesbodens dringt, fühlt sich der Boden auch ohne Fußbodenheizung warm und behaglich an. Übrigens machen Teppiche aus Stein nicht nur das Bad attraktiv: Auch in der Küche, in Dielen und Treppenhäusern oder sogar im Wohnbereich sind sie eine robuste und pflegeleichte Alternative zu Parkett, Fliesen oder Laminat. www.schoener-wohnen-farbe.de

RATGEBER

HÄ??

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JUGENDSPRACHE UNPLUGGED SIE WOLLEN DOCH KEIN LOWBOB BLEIBEN!

„Stockenten“

„Crossi“ in der „Klappkaribik“

Haben Sie heute schon ein paar Ökken für die Klappkaribik ausgegeben? Oder reicht Ihnen die Bildschirmbräune, angereichert mit ein wenig Ego-Deko? Wenn Sie bisher nur Bahnhof verstanden haben, dann haben Sie entweder keine Kinder oder Sie hören nicht genau zu, wenn die sich unterhalten. Platt, respektlos und frech, aber auch hintersinnig, kreativ und witzig: Wie zu allen Zeiten haben auch die Jugendlichen von heute ihre eigene, bildhafte Sprache. Da steht beispielsweise „Klappkaribik“ für Sonnenbank und „Ego-Deko“ für Schminke und Schmuck. Seit 2007 gibt der Langenscheidt Verlag einmal im Jahr das Wörterbuch des Teeny-Slang „HÄ?? Jugendsprache unplugged“ heraus. Gerade ist

„Edelratte“

das Jugendwort 2010 durch 38.000 Internetvorschläge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gewählt worden. Es heißt: „Niveaulimbo“ und meint das Absinken des Niveaus – in Gesprächen oder bei TV-Programmen und wird ein Nachfolger für „Gammelfleischparty“ (Ü 30-Party) von 2008 und „hartzen“ (gammeln, arbeitslos sein) von 2009. Damit Sie bei der Generation der U20 mitreden können, erklärt Ü40 in einem kleinen Schlagwort-Lexikon einige der gängigsten Begriffe aus dem Wortschatz der jungen Leute. Sie wollen doch kein sprachlicher „Lowbob“ bleiben . . . www.jugendwort.de

KLEINES LEXIKON DER TEENY-SPRACHE AOK-Chopper – Rollator Aknestäbchen – pommes frites Alimentenkabel – Penis Änderungsfleischerei – Schönheitschirurgie Arschfax – aus Hose hängendes Etikett bam – cool, gut Bankster – krimineller Banker Bildschirmbräune – Blässe des Computerfreaks copypasten – abschreiben Crossi – braungebrannter Mensch Damager – krimineller Bankmanager Datenzäpfchen – USB-Stick Don Promillo – Betrunkener Dulli – Idiot Edelratte – kleiner Hund von Promifrauchen Ego-Deko – Schminke, Schmuck etc. Eierkocher – Whirlpool emotional flexibel – launisch Faltenparty – Familienfeier flamen – nerven flatratelabern – ständig quasseln Gammelfleischparty – Ü-30-Party Hagelschaden – Cellulite Hardwareproblem – Potenzstörung hartzen – arbeitslos sein, gammeln

Hochleistungs-Chiller – extremer Faulpelz Hottie – attraktive Person Jambajaner – wer laut nervige Handytöne abhört Kalbfleisch-Knoppers – Döner Klappkaribik – Sonnenbank Knieschoner – Hängebusen Komajunkie – betrunkener Jugendlicher Konsolero – dauernd vor der Spielkonsole hockt Kukidentdampfer – Kreuzfahrtschiff Lowbob – Anfänger Mietmaul – Rechtsanwalt Niveaulimbo – Absinken des Niveaus obama – neu, innovativ Ökken – Geldmünze, Euro Pisaopfer – schlechter Schüler Pornflakes – Viagra resetten – rückgängig machen rudelgucken – Public Viewing Rüsselseuche – Schweinegrippe Schnecken-TÜV – Frauenarzt Speckbarbie – dickes, aufgetakelte Mädchen Stockente – Nordic-Walker unterhopft – nüchtern untermoppelt – sehr dünn Zungenleichtathlet – Kussprofi

AUTO

Foto: djd/Lanxess

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GUTE FAHRT MIT »M+S« VON BJÖRN BRÄUNER

Ob Sie zum Skilaufen in die Berge fahren wollen, zum Wochenendeinkauf in die Stadt oder zur täglichen Arbeit – seit Ende November sind Winterreifen auch auf Deutschlands Straßen Pflicht. Bei Glatteis oder Reifglätte, Schnee oder Schneematsch dürfen Kraftfahrzeuge nur mit Winter- oder Allwetterreifen und dem Symbol „M+S“ (Matsch und Schnee) unterwegs sein. Für die neue Winterreifenpflicht sieht der Gesetzgeber keinen festen Zeitraum vor, sondern verlangt eine Orientierung des Kraftfahrers an den tatsächlichen Wetterverhältnissen. Vorgeschrieben ist eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern. Der ADAC empfiehlt allerdings vier Millimeter, um auf glatten Straßen sicherer zu steuern. Ob ein Reifen den Vorgaben entspricht, lässt sich

HYBRIDKETTEN – SICHERHEIT AUS STAHL UND STOFF

am besten beim Reifenhändler oder der Werkstatt ihres Vertrauens erfragen. Mit der neuen Verordnung wurden auch die Bußgelder erhöht bzw. verdoppelt: Wer mit Sommerreifen erwischt wird, muss 40 statt 20 Euro zahlen. Bei Behinderungen im Straßenverkehr durch unpassende Reifen werden statt 40 nun 80 Euro fällig. Einen Punkt in Flensburg gibt es bei falscher Bereifung in jedem Fall.

Sommerreifen verhärtet bei niedrigen Thermometerwerten“, erklärt Christoph Kalla, Kautschukexperte beim Spezialchemie-Konzern Lanxess. Die Folge ist der so genannte Bobbycar-Effekt: Autofahrer mit Sommerbereifung rutschen im Winter fast wie auf Plastikrädern.“

Die meisten Autofahrer sorgen ohnehin für eine passende Ausrüstung in der kalten Jahreszeit – laut Studien rund 85 Prozent, darunter sicher auch Sie. Der Wechsel auf Winterpneus ist wichtig, weil die Sommerreifen schon im Herbst, bei unter zehn Grad Celsius, stark an Sicherheit verlieren. „Der

Winterreifen haben dagegen eine thermoelastische Gummimischung, die weicher ist und bei Kälte deutlich mehr Haftung aufbaut. Dadurch bieten sie bei Eis, Schnee und Matsch mehr Stabilität und Sicherheit auf der Straße und verkürzen die Bremswege. Die modernen Hightech-Kautschukmischungen verzeichnen inzwischen längere Haltbarkeit durch weniger Abrieb und senken Spritverbrauch und CO2-Ausstoß durch geringeren Rollwiderstand.

[djd/pt]. Bei Fahrten in den Schnee oder in die Berge bietet die hybride Schneekettentechnologie aus Textil und Stahl Sicherheit und Komfort. Bei der neu entwickelten Schneekette „RUDmatic Hybrid“ bewirkt die Kombination eines Laufnetzes aus Stahl mit Seitenpartien aus Textilmaterial eine hervorragende Traktion auf Schnee und Eis. Im Unterschied zu herkömmlichen Textilprodukten erfüllt sie zudem die strenge „Österreich-Norm“ und ist somit auch dort zugelassen, wo ausdrücklich Schneekettenpflicht herrscht.

Die Montage der Ketten ist unkompliziert. Bereits vorgeordnet, ist die Hybridkette einfach über den Reifen ziehen. Ein Gummizug mit kleinen Rollen lässt sie leicht auch hinter den Reifen gleiten. Zur Befestigung müssen keine Verschlüsse, Haken oder Spannelemente bedient werden, die Anpassung an die Reifenlauffläche erfolgt automatisch. Einmal montiert, bietet das feingliedrige Kettennetz aus FeinkornStahl hohe Laufruhe sowie geringe Vibrationen im Lenkrad und damit guten Fahrkomfort. www.rud.com

AUTO

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CINQUECENTO – DAS DOLCE-VITA-AUTO [bb]. Nostalgiker, Studenten und andere motorisierte Spritsparer erinnern sich gern an die unvergesslichen Mobilmodelle der 60er und 70er Jahre – die Ente von Citroen, den R4 von Renault und natürlich den kulligen Fiat 500. Genau der feiert inzwischen eine überaus erfolgreiche Wiederauferstehung. Als gestylter „Cinquecento“ ist der Kleinwagen durchaus ein Kundenrenner geworden und hat mit seinem Markterfolg den italienischen Autokonzern zurück auf die Erfolgsspur gebracht. In der Welt von heute gewinnen preiswerte Autos mit Pfiff. Der Cinquecento bietet beides, aufgepeppt zudem mit einem Schuss italienischem „Dolce vita“. So unnachahmlich unschuldig wie er lächelt jedenfalls kaum ein anderer Kleinwagen über die üblichen Mängel an Platz und Prestige hinweg. Die Welt des Cinquecento beginnt bei 11.000 Euro. Dafür nimmt man zwangsläufig einen engen Fond in Kauf, kaum geräumige Ablagen und nur mäßig bequeme Sitze, die nicht viel mehr Seitenhalt bieten als ein Pizzateller. Italienisch-elegant oder sportlich-poppig? Was soll’s! So schlecht sitzt man trotzdem nicht, und das Lenkrad wie der griffgünstig am Armaturenträger montierte Schalthebel liegen gut zur Hand. Das Wichtigste aber: Das Cockpit hält, was die Außenoptik verspricht. Große lackierte Kunststoffteile leuchten in der gleichen Farbe wie die Außenhaut. Das mit den Lüftungslamellen zur optischen Einheit eingepasste CD-Radio fügt sich harmonisch in den Armaturenträger ein. Eine nostalgische Augenweide ist schließlich das zentrale Instrument hinter dem Lenkrad. Und wem’s so nicht passt, der wählt aus zahlreichen Optionen eben ein anderes Outfit für Innen. Denn für das Cockpit kann man wählen

zwischen italienisch-elegant, loungeartig feudal und sportlichpoppig. A propos sportlich: Für die Sport-Ausstattung sprechen die speziellen Sportsitze mit Seitenhalt. Den kann man gut gebrauchen. Denn der handliche Fiat gibt sich nicht nur im Stadtverkehr ziemlich frech. Der Spurt von Parklücke zu Parklücke liegt ihm genauso wie der Überland-Marathon zwischen engen Kurven und langen Geraden. Dabei machen sicheres Fahrverhalten und federleichte Handlichkeit die zu leichtgängige Lenkung wett. Wer aber zum weltmeisterlichen FiatVettel werden möchte, sollte das – leider erst ab der 100 PSVersion serienmäßige – Elektronische Stabilitäts-Programm (ESP) an Bord haben. Mit 69 PS auf gefühlte 180 Wer in den Cinquecento einsteigt, hat in jedem Fall die Gesellschaft von 69 PS. Das ist komfortabel im Vergleich zu den 18 PS des Ur-500. Anders als der Nostalgietyp bringt das Vierzylinder-Modell 1.2 8V heute manierliche Fahrleistungen zustande. 160 km/h lautet die offizielle Höchstgeschwindigkeit. Aber weil der Tacho bei Vollgas so dick aufträgt wie ein Gigolo beim Flirt, wähnen wir uns fast auf 180. Doch dann kann das Fahrwerk Stöße und lange Bodenwellen kaum noch verarbeiten. Wer sich dagegen mit rund 130 begnügt, erlebt akzeptablen Langstreckenkomfort mit ordentlicher Federung und erträglicher Geräuschkulisse. Das schlicht als 1.4 bezeichneten 100PS-Modell (1.4 16V) entspricht nahezu der GTI-Klasse. Drehfreude und sportlicher Klang machen den kleinen PS-Protz zu einem munteren Gesellen. Doch der subjektiv erlebbare Unterschied ist gering, beim Antritt scheint der Motor kaum kräftiger. Deftig ist dagegen der Aufpreis mit 2.000 Euro – trotz des Sechsganggetriebes.

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GEWINNSPIELE / SERVICE

WINTERZOO: 10 KARTEN ZU GEWINNEN

Ein zugefrorener Dorfteich zwischen idyllischen Fachwerk häusern, erhellt von romantischem Lichterzauber, der Duft von gebrannten Mandeln, Weihnachtsstimmung – nirgends ist der Winter schöner als im Erlebnis-Zoo. Noch bis zum 9. Januar verwandeln sich Meyers Hof und Mullewapp mit Unterstützung des Energiedienstleisters E.ON Avacon erneut in das stimmungsvolle Winterland – mit Rodelbahnen, Schlittschuhteich, Winterdorf, Glühweingarten und Weihnachtsmann! Wenn Sie 5 Winterzoo-Karten für je zwei Personen gewinnen möchten, beantworten Sie diese Frage:

WIE HEISST DIE NEUE KANADA-LANDSCHAFT IM ZOO? Senden Sie bis zum 18. Dezember (der Rechtsweg ist ausgeschlossen) eine E-Mail mit der Lösung und Ihrer vollständigen Postanschrift an: [email protected]

GEWINNEN SIE 2 KUNSTOBJEKTE Die renommierte Künstlerin Inge-Rose Lippok hat zwei Kunstobjekte gesponsert. Die Unikate tragen die Titel „Schlüssel zum Durchblick ins Blau“ (Spiegel bemalt, Papierobjekt, Linoleum versilbert im Acrylkasten, 15 x 15 x 15 cm) und „Würfelobjekt“ aus der Serie „Lichtplätze für...“ (Monotypie, collagiert auf Würfelobjekt zum Stellen oder Hängen, 20 x 20 x 20 cm). Wollen Sie gewinnen und eine Künstlerin mal im Atelier besuchen? Dann schauen Sie auf Seite 10, dort ist auch der zweite Würfel abgebildet und beantworten Sie diese Frage:

WIE HEISST DIE GALERIE VON INGE-ROSE LIPPOK? Senden Sie bis zum 10. Januar 2011 (der Rechtsweg ist ausgeschlossen) eine E-Mail mit der Lösung und Ihrer vollständigen Postanschrift an: [email protected]

NOTRUFE Allgemeine Notdienste Rettungsleitstelle Krankentransport Mobiler ärztlicher Notdienst Kinderärztliche Notfallambulanz Augen-, HNO-, Frauenarzt Neurologe/Psychiater Notfallsprechstunde / Laatzen

Tel. 0511 19 22 2 Tel. 0511 31 40 44 Tel. 0511 81 15 33 00 Tel. 0511 31 40 44 Tel. 0511 31 40 44 Tel. 0511 98.22 574

Zahnärztliche Notdienste Zahnärztlicher Notdienst (alle Kassen) Privatärztlicher Notruf (24 Stunden)* Privatärztlicher Notdienst* Privatärztlicher Akutdienst* Privatzahnärztlicher Notdienst* Zahnschmerz-Notdienst

Tel. 0180 5 30 45 05 Tel. 0511 8 38 73 03 Tel. 0511 2 61 42 10 Tel. 0180 5 30 45 05 Tel. 0511 8 38 73 03 Tel. 0511 2 61 42 10

Klinikum Region Hannover Klinikum Nordstadt Klinikum Oststadt-Heidehaus Klinikum Siloah Hautklinik Linden

Tel. 0511 970 0 Tel. 0511 906 0 Tel. 0511 927 0 Tel. 0511 92 46 0

Klinikum Agnes Karll Laatzen Klinikum Großburgwedel Klinikum Lehrte Klinikum Neustadt am Rübenberge Klinikum Robert Koch Gehrden Klinikum Springe Geriatrie Langenhagen Psychiatrie Langenhagen Psychiatrie Wunstorf

Tel. 0511 820 8 0 Tel. 05139 801 1 Tel. 05132 503 0 Tel. 05032 88 0 Tel. 05108 69 0 Tel. 05041 775 0 Tel. 0511 73 00 02 Tel. 0511 73 00 03 Tel. 05031 93 0

Medizinische Hochschule Hannover Zentrale Notaufnahme Kindernotfälle Herzinfarkttelefon Zahnärztlicher Notdienst

Tel. 0511532 2052 Tel. 0511532 3220 Tel. 0511532 2147 Tel. 0511532 4898 / 9

Tiere Tierärztlicher Notdienst Klinik für Kleintiere / Tierärztliche Hochschule

Tel. 0511 55 50 92 Tel. 0511 85 67 253

*Keine Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkasse

IMPRESSUM VERANTWORTLICH (v.i.S.d.P.): syno-kommunikation Sybille Nobel-Sagolla, Adelheidstraße 6, D 30171 Hannover, Telefon 0511 – 28 26 17, www.syno-kom.de REDAKTION Dieter Sagolla (DS) MITARBEIT Sybille Nobel-Sagolla (syno), Bettina Zinter (bz), Björn Bräuner (bb), Daria Kossogova FOTOS Andreas Keudel (Titel), aha, cardinalboating, Deli&Con, enercity, Erlebnis Zoo Hannover, Fiat, fotolia, Gwose, HMTG, Hannover Concerts, Herling, Klinikum Region Hannover, Lippok, Landesmuseum Hannover, LHH Hannover, Lufthansa, mediplus, niermann ofenbau, OxygenConcept, pixelio, Rittergüter Remeringhausen/Großgoltern, RUDketten,Schloss Oelber, skyscanner.de, TUI Deutschland, VGH, Wasserschloss Hülsede, wikipedia, Wyrwa fotografie. ENTWURF/LAYOUT Designbüro Wagner, Hilsweg 28, D 37081 Göttingen, Telefon 0551 – 50 99 454 DRUCK Buchdruckerei P. Dobler GmbH & Co KG, Ravenstraße 45, D 31061 Alfeld/Leine ANZEIGEN-, VERTRIEBS- UND LESERSERVICE PDG/Presse DienstleistungsGmbH & Co KG, Borsigstraße 5, D 31061 Alfeld/Leine, Telefon 05181 – 80 09-28

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