«Jeder Tropfen erzählt seine Geschichte» B Ü N D N E R L E T Z T E

«Jeder Tropfen erzählt seine Geschichte» B Ü N D N E R L E T Z T E

28 B ü n d n e r Ta g b l a tt PERSÖNLICH Dajan Roman ist neuer Leiter Unternehmenskommunikation im Kantonsspital Graubünden. Seit 2010 ist er Medie...

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B ü n d n e r Ta g b l a tt

PERSÖNLICH Dajan Roman ist neuer Leiter Unternehmenskommunikation im Kantonsspital Graubünden. Seit 2010 ist er Mediensprecher bei Swiss Life Zürich, seine neue Stelle wird er am 1. Oktober antreten, wie die Geschäftsleitung des Kantonsspitals gestern bekannt gab. Dajan Roman löst Martin Vincenz ab, der zum CEO von Graubünden Ferien ernannt worden ist.

Mühletag im Heimatmuseum DAVOS Am Samstag, 25. Juni, von 11 bis 17 Uhr lädt der Verein Heimatmuseum Davos zum traditionellen Mühletag. Unter dem Motto «das Museum lebt» lassen Drittklässler des Bündaschulhauses in den Räumlichkeiten des alten Pfrundhauses Geschichte lebendig werden. Vorführungen um 11.15, 13.30 und 15 Uhr, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Müller mahlt in der Walsermühle Gran-Alpin-Weizen und Mais zu Mehl und Bramata. Der Bäcker backt im Holzofen Mühlebrot und weitere Köstlichkeiten, die in der Gartenbeiz zu den Klängen der Familienkapelle «Bahnhöfli Glaris» angeboten werden. Kinder können sich beim Mahlen und Backen verweilen. Verkauf von Mehl, Bramata und Brot über die Gasse. Der Mühletag wird bei jeder Witterung durchgeführt, und das Museum bleibt den ganzen Tag geöffnet. Der Eintritt ist frei. (BT)

BÜNDNER LETZTE KOPF DER WOCHE

«Jeder Tropfen erzählt seine Geschichte» Auf der Suche nach einer Herausforderung im Pensionsalter hat Beni Simeon aus Trun seine Passion gefunden: Zusammen mit seinem Schwager und Freund kreiert er in der eigenen Destillaria Daguot in Ilanz edle Brände.

D

geworfen. Viel zu spannend sei es, Neues auszuprobieren. «Kürzlich haben wir einen ‘Vieille Quitte’ gemacht», erzählt er mit einem vielsagenden Lächeln. Das Tüfteln stand laut Simeon auch am Anfang der 2013 gegründeten Destillaria Daguot. Seit 40 Jahren gehen sein Schwager und Freund Robert Cathomas und er zusammen auf die Jagd. In ihrer Hütte haben sie sich erstmals als Schnapsbrenner versucht. Verarbeitet wurden Kräuter, die sie in der Region gesammelt hätten. «Manchmal haben wir in der Hütte auch über das Leben nachgedacht und uns gefragt, was wir machen könnten, wenn wir pensioniert sind», blickt Simeon zurück. Sein Ziel sei es gewesen, etwas Neues dazuzulernen. Etwas Neues, das ihn fordere. Der Traum von der eigenen Destillerie sei aufgekommen, und eines schönen Tages hätten er und Cathomas beschlossen: Wir machens.

▸ S I LV I A K E S S L E R

Die Namen der geistreichen Tropfen klingen in den Ohren - gerade wenn diese Nicht-Rätoromanen gehören -wie ein Gedicht: Ploga Veglia (Vieille Prune), Meil Vegl (Vieille Pomme), Vinars da Jarvas (Kräuter), oder – wie verführerisch – Bacio (Kuss), der Karamelllikör. Hergestellt werden die edlen Säfte in einer kleinen Destillerie an der Unteren Rheinstrasse in Ilanz. Daguot ist ihr Name, zu Deutsch Tropfen, «weil der Schnaps aus der Anlage tröpfelt», erklärt der Destillateur Benedetg – genannt Beni – Simeon, und er fügt an: «Jeder Tropfen erzählt seine Geschichte.»

Der Reiz des Neuen

PASSUGG Die Swiss School of Tourism and Hospitality (SSTH) in Passugg hat 15 Hotel- und Gastrofachleute diplomiert. Alle zur Prüfung angetretenen Absolventinnen und Absolventen der Gastgewerblichen Fachschule Graubünden bestanden laut einer Mitteilung das Qualifikationsverfahren. Eine Diplomandin der Abschlussklasse konnte mit einem Notendurchschnitt von 5,4 ihre Ausbildung im kantonalen Rang abschliessen. Schulratspräsident Peter Grossholz bekräftigte die Bedeutung der Ausbildung, welche von der Branche massgeblich mitentwickelt werde. Dies anerkenne auch der Kanton. Wie die Bündner Regierung gestern mitteilte, wird der neue Ausbildungslehrgang zur/zum Hotel-Kommunikationsfachfrau/-mann EFZ am Ausbildungsstandort Passugg durchgeführt. Die Ausbildung soll in Graubünden ab Sommer 2017 angeboten werden. (BT)

Mit der eigenen Destillerie habe er sich einen Lebenstraum erfüllt, fährt Simeon fort. «Alleine hätte ich es aber nicht gemacht», betont er. Bei der Firma Destillaria Daguot handelt es sich denn auch um eine GmbH, gegründet und geführt von Beni Simeon aus Trun und Robert Cathomas aus Ilanz. Während Letzterer noch einige wenige Jahre berufstätig ist, hat Simeon – «bei der Axpo ist das so üblich» – vor drei Jahren mit 63 den Ruhestand antreten können. So ist er tagsüber vorläufig noch öfter in der Destillerie anzutreffen als sein Kompagnon, der zugleich sein Schwager ist. «Abends und samstags sind wir dann oft gemeinsam hier», sagt Simeon. Denn es gebe immer etwas zu tun in der Destillaria Daguot. Wie auch an diesem Nachmittag, wo das BT vor dem Eingang als Erstes auf ein Holzfass unter flies-

GETROFFEN

WETTER

Junge Absolventen und neuer Lehrgang in Passugg

Destillateure mit Herzblut

Stolz: Beni Simeon zeigt den Honig-Kräuterlikör, der in Bern zum Kategoriensieger wurde, am Ort seiner Entstehung in Ilanz. (FOTO MARCO HARTMANN)

sendem Wasser trifft. Ein altes Sherryfass sei es, das auf diese Weise abgedichtet werde, erklärt Simeon. Ein frisch entleertes Sherryfass eigne sich hervorragend zur Lagerung und Reifung von Whiskey, und genau das haben die Herren Simeon und Cathomas nun auch vor. Im Destillierraum ist die abzufüllende Spezialität schon für den Transfer ins Holzfass bereit. Drei Jahre wird sie darin reifen und so lange dauert

Aussichten heute Temperaturen: Tiefst/Höchst

Landquart 27°/29°

Ilanz

Disentis 24°/25°

Scuol

Chur

27°/30°

Davos

27°/30°

Thusis 27°/30°

Splügen

23°/23°

23°/23°

Arosa

Zernez

23°/23°

23°/23°

St. Moritz

24°/25°

Sta. Maria

21°/22°

24°/26°

Mesocco 24°/26°

Poschiavo 24°/26°

Aussichten Alpennordseite

Niederreiter bei Zoppi Im Sommer trainiert der Churer Eishockeyprofi Nino Niederreiter des NHL-Teams Minnesota Wild jeweils in seiner Heimat. Für den Schweizer Uhrenkonzern Breitling nimmt der 23-jährige Stürmer in dieser Zeit stets auch Werbetermine wahr – genau wie seine Berufskollegen Mark Streit und Luca Sbisa. Gestern Abend durfte er für diese Aufgabe in Chur bleiben: Er besuchte das Schmuckhaus Zoppi Juwelier am Martinsplatz. (FOTO CLAUDIO GODENZI)

Fre i t a g , 2 4 . Ju n i 2 0 1 6

Aussichten Alpensüdseite

Samstag

Sonntag

Montag

Dienstag

Samstag

Sonntag

Montag

Dienstag

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18°/20°

13°22°

14°/25°

21°22°

20°23°

13°/22°

13°/23°

Z I TAT D E S TAG E S

«Jede Seite hat das Recht auf ihre eigene Meinung, und die sollte immer respektiert werden, wie auch immer das europäische Referendum ausgehen wird» D AV I D B E C K H A M , E H E M A L I G E R E N G L I S C H E R F U S S B A L L S TA R

es auch, bis die Destillaria Daguot ihren zweiten Whiskey – der erste kommt im Herbst – herausbringt. Bis es so weit ist, vertreibt die Ilanzer Destillerie ihr ausschliesslich aus regionalen Ingredienzen bestehendes Sortiment weiter, und nebenbei wird an neuen Kreationen getüftelt. «Oft sagen wir uns zwar, dass nun nichts mehr dazukommen soll», fährt Simeon fort. Der Vorsatz werde aber immer wieder über Bord

Die Herren Simeon und Cathomas besuchten in der Folge zahlreiche Kurse in Theorie und Praxis und liessen sich zu professionellen Destillateuren ausbilden. Ein «Schema F» für das Destillieren gebe es aber nicht, stellt Simeon klar. Das Handwerk sei immer mit Ausprobieren und Tüfteln verbunden, namentlich, was die Farbe der Brände oder deren Alkoholgehalt betreffe. «Ganz besonders aber», sagt der Ilanzer Fachmann, «ist das Destillieren mit viel Herzblut verbunden.» Die Leidenschaft der Ilanzer Destillateure fand letzten Herbst auch bei den Experten der nationalen Spirituosenprämierung Disti-Suisse in Bern Anklang: Drei ihrer Produkte wurden mit Gold und zwei mit Silber ausgezeichnet. Der verführerische Bacio wurde von der Jury «als wahres Schmuckstück» bezeichnet.

Sonnig und heiss – das Gewitterrisiko steigt Aussichten für heute Freitag Allgemeine Lage: Eine flache Gewitterrinne erstreckt sich von Dänemark zum Jura. Der Höhenwind weht aus Südwest. Der Tag beginnt sonnig. Während des Vormittags entstehen entlang der Berge Quellwolken. Am Nachmittag wachsen diese in die Höhe. Zwischen dem Prättigau und Davos sowie rund um den Calanda steigt das Gewitterrisiko. Auch im Oberengadin entstehen grössere Quellwolken. Hier sind in der zweiten Hälfte des Nachmittags Schauer und Gewitter möglich. Die Temperatur erreicht im Rheintal 30 Grad.

Prognosen für die nächsten Tage Der Samstagvormittag bringt veränderliches Wetter mit längeren sonnigen Intervallen und Schauern dazwischen. Mehr Regen wird beidseits der Alpenübergänge am Samstagnachmittag erwartet. Die feuchte Luft sorgt auch am Sonntag für ausgedehnte Bewölkung. Zeitweise fällt Regen. Gewitter sind vor allem in Südbünden dabei. Ab Montag bessert das Wetter. Regen fällt nur vereinzelt. Zur Wochenmitte hin könnten längere trockene Intervalle dabei sein. Ein präziser zeitlicher Verlauf des Wetters lässt sich noch nicht geben.

Luftmesswerte im Kanton Graubünden: www.ostluft.ch – www.in-luft.ch – www.anu.gr.ch

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