Backnang im 19. Jahrhundert - Stadtgeschichte Backnang

Backnang im 19. Jahrhundert - Stadtgeschichte Backnang

Backnang im 19. Jahrhundert Das Zeitalter Durch die sogenannte Napoleonische Flurbereinigung erhält das in zahllose Kleinstaaten zersplitterte Deutsc...

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Backnang im 19. Jahrhundert Das Zeitalter

Durch die sogenannte Napoleonische Flurbereinigung erhält das in zahllose Kleinstaaten zersplitterte Deutschland ein überschaubares Gesicht. Damit rückt Backnang weiter ins Zentrum Württembergs. Die Soldatenaushebungen für den napoleonischen Ru /3-landfeldzug verbreiten Angst und Schrecken.

Napoleons

1800

Die Stadt verkauft die im Jahr 1620 erworbene Stiftsmühle bei der Sulzbacher Brücke zwischen Murr und Stadtmauer (später Wolfsche Mühle) wegen Unrentabilität. Die Schülerzahl der deutschen Schule ist auf 380 angewachsen. Unterricht geben ein Schulmeister und drei Provisoren. Durch ein herzogliches Reskript wird eine Verbesserung der Schulräume gefordert. Eine Schulklasse ist im „Löwen", eine auf dem unheizbaren „unteren Boden" des Rathauses untergebracht.

1801

In dem Haus am Freithof wird eine Schulstube eingerichtet, die noch lange nach dem Bau des Turmschulhauses als Raum für die Mädchenoberklasse dient.

1802

Gründung des Bekleidungsgeschäftes F. A. Winter.

1803 1804

Württemberg und Baden werden Kurfürstentümer. Infolge der Murrüberschwemmungen der letzten Jahre muß ein Brückenbo gen der Sulzbacher Brücke erneuert werden. Auswanderungen nach Amerika aus der Gegend von Backnang.

1806

Württemberg Königreich. Aufhebung der Stiftsverwaltung, nun Kameralamt, später Finanzamt. Obwohl der Amtsvorstand der Vogtei bereits 1759 die Bezeichnung Oberamtmann bekam, behält der Verwaltungsbezirk die Bezeichnung Vogtei bis 1806. Von jetzt an heißt die Vogtei Oberamt. Vogtei- und Oberamtsgebäude ist von 1750 bis 1877 das heutige Stadthaus.

1807

Das Schiff der alten Stadtkirche (Michaelskirche), das seit 1693 als Ruine dasteht, wird abgebrochen. Platz und Michaelsturm gehen in den Besitz der Stadt über. Auf dem Platz soll ein Schulhaus gebaut werden (1824 = Turmschulhaus), vorerst wird dort ein Garten angelegt. Auf den Turm kommt die Wohnung des städtischen Hochwächters, der bei einem Brand Feuersignale bläst. Seitdem ist die Bezeichnung Stadtturm üblich. Im Mai erhält Backnang das erste Postamt.

1808

70 junge Männer entziehen sich der Rekrutierung zum Militär.

1810

Entfernung des Galgens auf dem Galgenberg südlich der Stadt. 3023 Einwohner.

1811

Einrichtung eines Schulfonds für den Schulhausbau. Amtsgericht in Backnang.

1812

G ründung einer Gerberei im Gebäude Sulzbacher Straße 10. Da in dem

Gebäude auch die Post untergebracht ist, wird der Betrieb „Postgerberei" genannt.

Württembergische Truppen begleiten den Feldzug Napoleons nach Rußland, der mit einer katastrophalen Niederlage endet. Von 15 000 Württembergern kehren nur wenige Hundert zurück. Von den rund 40 nach Rußland ausmarschierten Backnangern kehren nur heim: Ludwig Beck, Adam Blind, Albert Müller und aus Heiningen Georg Berner und Chr. Ziegele. 1813 1814/15

Beitritt Württembergs zum Bündnis gegen Napoleon. Wiener Kongreß: Neuordnung Deutschlands als Staatenbund mit 35 Monarchien und 4 freien Städten.

1814

Eröffnung einer zweiten Apotheke in der Uhlandstraße (später Adler-Apotheke, 8. August 1875 Umzug in die Marktstraße).

1816

Das Jahr ist ungewöhnlich naß und kalt. Die Sonne ist mit schwarzen Flecke n bedeckt. Schauerliche Gewitter gehen nieder. Es gibt keinen Monat, in dem ma n nicht heizen muß. Weder Wein noch Frucht können gedeihen. Obst gibt es überhaupt nicht. Schon am 17. Oktober tritt harter Frost auf. Das Brot ist Mangelware und schlecht. Die Kartoffeln verfaulten durch die Feuchte. Eine ungewöhnliche Teuerung ist die Folge, die auch 1817 bis zur Ernte anhält. Die Stadt wendet 52 574 Gulden auf, um von auswärts Getreide aufzukaufen, das zum Selbstkostenpreis an die Familien abgegeben wird. Ein Teil geht kostenlos an die Armen. Um die Not zu lindern, wird der Württembergische Wohltätigkeitsverein gegründet; dies ist einer der ersten Vereine in Backnang.

1816/23

Massenauswanderungen infolge der Not. Eine Backnanger Gruppe zieht in de n Kaukasus. Abbruch der Stadttore.

1816

1818/26

Erbauung des Turmschulhauses.

Die Reformen des Königs Friedrich beseitigen alte Verwaltungseinrichtungen (Gericht, Rat) und schaffen die neue Staats- und Kommunalverwaltung mit Oberamtmann, Stadtschultheiß, Gemeinderat und Bürgerausschuß.

1819

Württembergische Verfassung tritt in Kraft. Unterschöntal, Mittelschöntal, Stiftsgrundhof, Ungeheuerhof, Rötlenshof und Staigacker kommen als Teilgemeinden zu Backnang (Gemeindeverfas sung vo m 31. Dezember 1818).

1820

Wahl von Karl Fr. Enslin, Kameralamts-Substitut in Backnang (1770 — 1829) als Landtagsabgeordneter des Oberamtsbezirks Backnang. Der Hirschbrunnen (nach dem württembergischen Wappentier Hirsch oder Hirschstangen) östlich des Rathauses muß dem Verkehr weichen.

1822

Bruch, bisher Stadtweiler von Backnang, wird selbständige Gemeinde. Die Stadtweiler haben eine verwaltungsmäßige Bindung an die Stadt, ohne daß die Weiler ihre völlige Selbständigkeit verloren. Die Einwohner genießen das Bürgerrecht des einzelnen Weilers und das der Stadt.

1823

Der bisherige Stadtweiler Strümpfelbach wird selbständige Gemeinde. 3890 Einwohner.

3. März Vergleich mit Strümpfelbach bezüglich der Ablösung des Stadtschadensbeitrages (Steuer); damit endgültige Loslösung von der Stadt. 1825

Vergleich mit Bruch wegen der Ablösung der Stadtschadensbeiträge.

1826

Wahl des Julius Maisch, Apotheker in Backnang als Landtagsabgeordneter des Oberamtsbezirks (Abgeordneter bis 1830).

1827

Die Stadt erwirbt den Garten von Bürgermeister Denzel (heutiger Schillerplatz) und nutzt ihn von da ab als Viehmarktplatz. Revidierung der Backnanger Feuerordnung.

22. November

1828

Der Antrag auf Selbständigkeit von Mittel- und Oberschöntal wird vom Stadtrat abgelehnt; daraufhin erfolgt auch die Ablehnung durch die Kreisregierung (das Oberamt Backnang gehört zum Neckarkreis). Errichtung des Bistums Rottenburg. Israelitengesetz: Rechtliche Gleichstellung der Juden mit den Christen.

In der Stadtrechnung werden erstmals ein „Stadtzinkenist" (Zink =Blasinstrument / Zinkenist= im Schwäbischen: Stadtmusikant) und ein „Musikdirektor" besoldet. Auf dieses Datum wird das Backnanger Turmblasen zurückgeführt. 1829

Gründung der Wein- und Faßküferei Oskar Haar.

„Backnang Oberamtsstadt". Lithographie von Franz Schnorr um 1830. Blick von Norden aus geringer Höhe über der Murr. (Schefold 286a).

1830 Gründung des Liederkranzes als Männergesangverein. 28. Juli

In der Scheurengasse (heute Obstmarkt) brennen acht Scheunen ab.

1832 Gemeinde Steinbach erwirbt ein Gebäude als zukünftiges Rathaus.

Erster Stadtplan von Backnang erscheint ohne Straßennamen. Offizielle Straßennahmen gibt es erst ab 1888. Alle späteren Stadtpläne sind Fortschreibungen der Urkarte von 1832. Siehe Bild Seite Öl . Durchbruch der Stadtmauer gegen den Viehmarkt (heute Schillerplatz) zur Anlage einer Straße (heute Dilleniusstraße). Die Partner Grunsky, Koch und Adolff gründen in einer 1831 errichteten Ölmühle am Zufluß der Weissach in die Murr - an der Markungsgrenze zwischen Backnang und Steinbach - die Mechanische Wollspinnerei Grunsky,

Koch und Co., die spätere J. F. Adolff AG. Johann Friedrich Adolff übernimmt 1838 Kapital und Leitung der Spinnerei. 19. März

Erste Ausgabe einer Zeitung in Backnang: „Intelligenz-Blatt". (Seit 1836 heißt die Heimatzeitung „Murrtal-Bote", seit 1. Oktober 1949 „Backnanger Tagblatt" und ab 1. April 1951 „Backnanger Kreiszeitung".)

1833

Beitritt Württembergs zum preußisch-hessischen Zollverein und Gründung des Deutschen Zollvereins, der am 1.1.1834 in Kraft tritt. Nach dem Hambacher Fest und dem „Frankfurter Wachensturm" untersagt die Regierung Württembergs alle politischen Versammlungen. Wahl von Joh. Friedrich Lederer (1766 - 1845), Stadtrat in Backnang, zum Landtagsabgeordneten des Oberamtsbezirks (Abgeordneter bis 1838).

1834

Erste Methodisten in Backnang. 4135 Einwohner.

1835

Aus der Not der Zeit heraus wird am 1. April der Leichenkassenverein gegründet. Die Mitglieder kommen bei Beerdigungen eines Mitglieds für die entstehenden Kosten gemeinsam auf. Später wird eine feste Beitragszahlung eingeführt. Der heute noch existierende Verein heißt jetzt „Backnanger Sterbekasse".

1836

Stadt errichtet ein Gemeindebackhaus. Die bisherige deutsche Schule heißt jetzt Volksschule. Trotz Verwarnungen und Turmstrafen waren viele Eltern nicht bereit, ihre Kinder in die Schule zu schicken. In der Sitzung des Kirchenkonvents am 19. Mai mußten sich die Eltern von 30 Kindern verantworten, weil sehr lange Schulversäumnisse vorlagen. Die Eltern werden mit 1 oder 1,5 Gulden Strafe belegt, der Vater oder die Mutter der schlimmsten Fälle mußten für 12 oder gar 24 Stünden in den Turm, obwohl in vielen Fällen bittere Not die Ursache war: Viele Kinder werden während der Schulzeit zum Betteln geschickt oder müssen im elterlichen Gewerbe oder der Landwirtschaft mithelfen.

Der Marktplatz hat noch zwei laufende Brunnen, den Löwenbrunnen (weilAie Brunnensäule ein Löwe ziert), vor dem Gebäude 3 Am Rathaus, und einen in die Staffelmauer eingebauten Brunnen; die Staffel führt vom Marktplatz zur Schule und zur Kirche. Als 1837 die Schulstaffe l abgebrochen und neu aufgeführt wird, erfolgt auch eine Versetzung des Marktbrunnens. Das Becken war sehr groß und vier Meter tief, da es als Wasserreservoir für Feuerbrünste diente. Als 1877 die Wasserleitung eingeführt wird, benutzt man den Marktbrunnen als Sandgrube. 1912 schuf der Verschönerungsverein den heutigen Brunnen in der Marktplatzmauer. Verkauf des Totenkirchles an den Gerber Matthias Breuninger, der das Schiff als Wohnhaus umbaut und den Chor als Lederlager benützt.

1837

1838

3. No ve m ber

1839

Maubacher Bürger stellen Antrag auf Eingliederung nach Backnang, der vom Oberamt abgelehnt wird. Gründung des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins Backnang. Erstes Gesetz zum Schutz jugendlicher Fabrikarbeiter in Preußen.

Wahl von Christ. Daniel Schmückle (1797-1885), Stadtpfleger und Schönfärber, später Stadtschultheiß, zum Landtagsabgeordneten (Abgeordneter bis 1849). 1840 4. De z e m ber

Eröffnung des Spezerei- Geschäfts Albert Isenflamm. 123

Die englisch- amerikanische Kunstmühle (Knappsche Mühle) in Neuschöntal. Sie wurde 1977 abgebrochen.

Der bedeutende Architekt und Württ. Hofbaumeister Johann Michael Knapp (dessen Nachlaß sich im Besitz der Stadt befindet), baut für seinen Bruder, den Kaufmann Johann Knapp von Ludwigsburg eine englisch-amerikanische Kunstmühle (Walzenmühle statt Mühlsteinen und anderen technischen Neuerungen) mit Sägmühle auf Markung Oberschöntal unterhalb des Orts an der Murr (seit 1843 heißt die Ortsbezeichnung offiziell „Neuschöntal"). 1841 14. M är z

Einweihung des neuen Friedhofs bei der Weissacher Straße (heute Stadtfriedhof) und Schließung des alten Friedhofs in der Sulzbacher Straße beim Totenkirchle. 1842

Seit dem Jahr 1837 bemühen sich Stadtrat und Kirchenkonvent um den Kauf des Bandhauses zur Einrichtung einer Schule. Im Jahr 1842 kann das Gebäude als Schulhaus zur Eröffnung einer Realschule umgebaut werden.

1. März

Eröffnung der Realschule als zweiter Höherer Schule neben der Lateinschule.

6. Mai

Eröffnung einer privaten Kleinkinderschule (= Kindergarten).

1843 - 1880

Bau der württembergischen Staatseisenbahnen.

1843

Neuschöntal erhält seinen Namen. 4402 Einwohner.

1844

Eröffnung der Buchbinderei Ch. Riedel (heute Knoll).

1845

Ernennung von Christian Schmückle (1797 — 1885) zum Stadtschultheiß. Übernahme der 1842 eröffneten Kleinkinderschule durch die Stadt.

1846

Mißernte; starke Getreidepreiserhöhungen. Beim Maienfest für die Jugend am 9. Mai treten auf dem mit Eichen besetzten Festplatz auf der „Platte" (am Rand des heutigen Plattenwaldes, wo der Zeller Weg in den Wald mündet) erstmals erwachsene Turner auf. Am 11. September erhält der Männerturnverein Backnang (heute: TSG Backnang 1846, Turn- und Sportabteilungen e.V.) die Erlaubnis zur Mitbenützung des für die Schulen angelegten städtischen Turnplatzes. (Der Turnplatz befand sich im Laufe der Zeit im früheren Hofgarten hinter dem Armenhaus - 1844 —, in den Schafwiesen in der unteren Au - 1859 —, auf dem heutigen Schillerplatz - 1868 - und dann auf der Maubacher Höhe bei der jetzigen Stadthalle - ab 1879). Bisher verlief der Verkehr nach Oppenweiler über den Seehof und Staigacker. Im Jahr 1846 wird die Neuführung der Staatsstraße in Angriff genommen, und die neue Strecke über die verlängerte Sulzbacher Straße und die heutige B 14 in Richtung Oppenweiler entsteht.

1846 - 48 Ablösung der Weidgerechtigkeit. (Weidgerechtigkeit= gemeinsame Nutzung der Weiden durch alle Bürger; ein Rest der alten Allmendrechte). 1847 Februar

Anläßlich der Wahl von zwei Gemeinderäten wird in Backnang erstmals die Forderung aufgestellt, nur Personen zu wählen, die sich verpflichten, sich an Stelle der bisher üblichen Wahl auf Lebenszeit nur für zwei Jahre wählen zu lassen.

Februar

Infolge der Mißernten der letzten Jahre wird auf Veranlassung von Privaten und auf Kosten der Stadtpflege eine Suppenanstalt ins Leben gerufen und täglich über 200 Portionen Suppe, davon etwa 180 unentgeltlich, an arme Bürger abgeben. Im Murrtal- Boten wird diese Einrichtung als Vorbild für Bezirk und Land bezeichnet.

1. April

Infolge des ständigen Steigens der Brotpreise setzt der Stadtrat die Brotpreise fest. Trotzdem steigt der Preis weiter vom Jahresbeginn von 20 Kreuzer für ein 8Pfund-Brot auf 54 Kreuzer am 1. Mai.

17. April Der

Stadtrat beschließt, die Staatsregierung um Zuweisung von Getreide zu ermäßigtem Preis zu ersuchen, damit dieses an bedürftige und durch die Stokkung der Gewerbe hart bedrängten Bürger abgegeben werden kann. Erste Straßenbeleuchtung in der Stadt mit 6 Erdöllampen. Prinz Friedrich von Württemberg erwirbt 36 Morgen Staatswald im Ottensee-hau bei Strümpfelbach und erbaut das Jagdschloß Katharinenhof nach dem Entwurf von Hofbaumeister v. Zanth.

1848

Die Märzrevolution, das Märzministerium in Stuttgart, die Einberufung einer Nationalversammlung in die Frankfurter Paulskirche und die Vorlage einer Verfassung haben Auswirkungen auf die Bürger in Stadt und Land. Erstmals kann sich die Bevölkerung politisch betätigen und engagiert für Hoffnungen kämpfen, die bessere Lebensverhältnisse und mehr Mitsprache und Freiheit versprechen. Kirchliche Eingliederung Mittelschöntals nach Backnang.

8. Januar

23. Januar

Hinrichtung des Raubmörders Wilhelm Armbruster aus Löchgau auf der Bleichwiese. Letzte öffentliche Hinrichtung in der Stadt. Eröffnung der neuen Staatsstraße (heute B 14) von Backnang nach Schwäbisch Hall.

2. März

Proklamation des Königs an sein Volk mit Gewährung der Pressefreiheit.

2. März

Adresse des Stadtrats und Bürgerausschusses an die Ständeversammlung mit 14 Forderungen u. a. dem Recht zur Abhaltung öffentlicher Versammlungen, Hebung des Schulunterrichts, Abschaffung der Gerichtsprivilegien und Förderung des Gewerbes.

9. März

Eine Deputation Backnanger Wähler fordert den Abgeordneten des Oberamts, Regierungsrat Schmidlin, zur Niederlegung seines Mandats in der Ständeversammlung auf, da er den Volkswünschen entgegengestrebt habe.

22.

März

23.

März

Die würft. Kammer beschließt ein Gesetz, wonach Männer zwischen 25 und 50 Jahren in der sogenannten Bürgerwehr zum Waffendienst verpflichtet sind. Gründung einer Sicherheitswac he in Backnang. Die am 14. März zusammengetretene Ständeversammlung wird am 28. März im Namen des Königs aufgelöst. Zu den Märzerrungenschaften gehört die Vereinsfreiheit. Während bisher nur die argwöhnisch betrachteten Vereine der Sänger (Backnanger Liederkranz seit 1830) und der Turner (1846 gegründeter Männerturnverein) im deutschen Geist sangen und übten, entstehen nun politische Vereine in der Stadt: zunächst ein Wahlverein für Frankfurt, dann ein kurzlebiger Vaterländischer Verein.

25./26. April

Bei der Wahl zur deutschen Nationalversammlung wird im Wahlbezirk Back-nangWeinsberg der Schlossermeister Ferdinand Nägele aus Murrhardt mit überwältigender Mehrheit (fast 80%) zum Abgeordneten gewählt. Stadtschultheiß Schmückle erringt nur den dritten Platz, wird aber mit großer Mehrheit zum Ersatzmann gewählt.

April

Aus der im März gebildeten „Sicherheitswache" wird nun die Bürgerwehr, bestehend aus einem Bataillon mit drei Kompanien.

18. Mai

Die deutsche Nationalversammlung tritt in der Paulskirche in Frankfurt zusammen.

18. - 20. Mai

Bei der Wahl zur württ. Ständeversammlung liegt im Oberamt Backnang Stadtschultheiß Schmückle knapp vor Nägele.

11. Juni

Fahnenweihe der vom Backnanger Frauenverein gestifteten schwarz-rot-goldenen Fahne für die Bürgerwehr. Als Höhepunkt des Fests erfolgt „mit fliegender Fahne und Musikbegleitung ein militärischer Umzug in der Stadt", wie der Murrtal-Bote berichtet.

14. Juni

27 Bürger gründen im „Stern" die Schützengesellschaft, die heutige Schützengilde.

29. Juni

Die Wahl Erzherzogs Johann zum Reichsverweser durch die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche wird in Backnang bejubelt und durch eine kirchliche Feier unter großer Anteilnahme der Bevölkerung gewürdigt. Die Amtskörperschaft sendet eine Grußadresse an die Nationalversammlung.

19. Juli Erstmals

findet in Backnang eine Amtsversammlung als Folge der Märzforderungen öffentlich statt. Danach schließen sich auch der Stadtrat und andere Gremien der Forderung nach Öffentlichkeit an.

14. Oktober Der

heutige Gewerbeverein wird als Handwerker-Verein gegründet, der kurz danach bereits 95 Mitglieder zählt. Der Verein macht es sich zur Aufgabe, zur Wiederbelebung des Gewerbestandes beizutragen.

14. N o vember

Aufruf im Murrtal- Boten zur Gründung eines Lese- Vereins.

30. November Eingabe

des Handwerker-Vereins an die Nationalversammlung in Frankfurt betreffend den Schutz des deutschen Gewerbes.

21. Dezember

1848 - 1849

Die Nationalversammlung verkündigt die Grundrechte des deutschen Volkes. Größerer Umbau der Stiftskirche. Die Kirche erhält u. a. Emporen und die Kanzel sechs vorhandene Figuren aus der Zeit um 1700.

1848 — 1854Starke Auswanderung aus Württemberg aus Enttäuschung über die gescheiterte Revolution und wegen der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse. 1849

Soldatenmeutereien und Aufstand in Baden.

Februar/März

Gründung von zwei gegensätzlichen, kurzlebigen politischen Vereinen, dem Volksverein Backnang und dem Christlich- Demokratischen Bezirksverein.

22. April

Auf Veranlassung des Volksvereins Versammlung auf dem Marktplatz. Eine Adresse an den König mit der Bitte, die Beschlüsse der Nationalversammlung zu achten, wird von 450 Bürgern unterzeichnet.

Mai

Die zögernde Haltung des Königs zur bedingungslosen Anerkennung der Reichsverfassung spaltet auch in Backnang die Meinungen der Einwohner.

28. Mai

Die Reichsverfassung wird durch die Stadtverwaltung öffentlich verkündet.

Juni/Juli Preußische Truppen

kämpfen die reichsverfassungstreuen pfälzischen und badischen Truppen nieder. Das „Rumpfparlament" der deutschen Nationalversammlung tagt am 6. Juni in Stuttgart und wird am 18. Juni gewaltsam auseinandergetrieben. Mit der Einnahme der Festung Rastatt am 28. Juli endgültiger Sieg von Preußen. Ende der Revolution.

1./2. August

Bei der Wahl zur Landesversammlung zur Revision der Verfassung erringt der vom Volksverein unterstützte Schlossermeister Nägele, Murrhardt, eine Zweidrittelmehrheit über den vom Christlich-Demokratischen Bezirksverein unterstützten Stadtschultheiß Schmückle, Backnang. In Backnang selbst liegt Schmückle vorn.

28. Oktober

Der seit dem

9. März regierende Liberale Friedrich Römer (Stuttgarter Märzministerium)

wird entlassen. 22. Dezember

Die Anfang Dezember zusammengetretene Landesversammlung zur Revision der Verfassung wird aufgelöst.

4464 Einwohner. 1850 21. Januar

Gründung eines Wahlvereins mit der Bezeichnung „Verein für deutsche Einheit" in Backnang gemäß dem Aufruf von Friedrich Römer. Eintreten für ein einheitliches Deutschland unter der Führung Preußens.

19. Februar

Zweite Landesversammlungs-Wahl zur Revision der Verfassung: Schlossermeister Nägele siegt mit 59,4% der Stimmen. Der als preußenfreundlich geltende „Verein für deutsche Einheit" stellt nach der Niederlage seine Tätigkeit ein.

23. September

Auch bei der dritten Wahl zur Landesversammlung geht Nägele bei einer Wahlbeteiligung von nur 32 Prozent als Sieger hervor. Kirchliche Eingliederung Unterschöntals nach Backnang. Wer als Geselle Meister werden will, muß eine längere Wanderschaft nachweisen. Im Jahr 1850 werden in Backnang rund 4000 durchreisende Handwerks burschen gezählt. Sie sollten sich durch zeitweilige Arbeit durchschlagen, doch viele verlegen sich aufs Betteln. Daher wird der „Verein gegen den Bettel der Handwerksburschen" gegründet, der bis 2. Juni bereits 250 Mitglieder zählt. Die Handwerksburschen erhalten vom Verein gegen Eintrag ins Wanderbuch 4 Kreuzer bei strikter Ablehnung der Bettler durch die Bevölkerung.

1851

1852

Wahl von Adolf Friedrich Daniel, Schwäbisch Hall, zum Landtagsabgeordneten des hiesigen Wahlbezirks. Bau des Schlachthauses in der Sulzbacher Straße. Der württembergische Landtag verabschiedet die Aufhebung der Grundrechte.

Stiftung eines Heimes für arme alleinstehende Frauen im Gebäude Ölberg 11, „Frauenstift", durch Stadtschultheiß Monn (Monnsche Stiftung). Anschluß des Handwerker-Vereins an den Verband württembergische Gewerbevereine. Verkauf der ehemaligen Zehntscheuer im Stiftshof auf Abbruch. Die Schützengilde erhält eine der Stadt gehörende Hütte, die sonst zu landwirtschaftlichen Festen verwendet wurde, als Schützenhütte. Die Gilde schießt damals beim heutigen Hallenbad. Die Hasenhälde dient als Kugelfang. 1853 4. Juni

Gründung des Privatsparvereins. Die Amtsversammlung mietet im Armenhaus (Oberhalb der Bahnüberfüh rung in der Stuttgarter Straße vor dem Abzweig der Maubacher Straße = das um 1600 erbaute Haus war erst Schießhaus, dann nach 1824 Armenhaus) sechs heizbare Zimmer für „Irren- und ansteckende Kranke" und ein Zimmer zum Baden und Aufbewahren der Toten. Dies ist der Vorläufer des späteren Bezirks- bzw. Kreiskrankenhauses.

4. November

Die neue Straße Backnang - Waldrems (heute B 14) dem Verkehr übergeben. Das Königliche Kameralamt schreibt das Bandhaus im Murrtal-Boten zum Verkauf aus. Danach erwirbt die Stadt das Bandhaus, in dem seit 1842 die neugebildete Realschule untergebracht ist.

1854 Backnanger Gewerbetreibende stellen auf der Münchener Gewerbeausstellung aus. 1855

Gründung einer Zentralstelle für Handel und Gewerbe in Stuttgart und von Handelsund Gewerbek ammern in Stuftgart, Ulm, Heilbronn und Reutlingen.

Schlossermeister Friedrich Stroh (C. F. Stroh, Am Rathaus 7) erhält auf der Messe in Paris für eine von ihm konstruierte Jacquard-Zusatzmaschine zum Webstuhl eine Auszeichnung. 4267 Einwohner. 1856 - 1861

Der Versuch, eine Oberamtssparkasse zu gründen, scheitert hauptsächlich an der Unmöglichkeit, die Einlagen vorteilhaft auszuleihen.

1856 Vergleich zwischen Backnang und Oberschöntal über finanzielle Leistungen der Stadt. Auf Anregung des Vorstands Schmückle beschließt der Handwerker-Verein (Gewerbeverein), sich für die Schaffung einer Murr- und Kochertal- Eisenbahn zu interessieren. 1858 Abbruch der ehemaligen Zehntscheuer im Stiftshof. Gründung der Möbelfabrik Sorg. 1859 Erste Bemühungen zur Gründung einer freiwillige n Feuerwehr. 1860 Der Schützengilde wird von der kgl. Domänedirektion die Diakonatswiese zwischen Gerberstraße und der Murr (heute ANT) für 20 Gulden Jahrespacht als Schießplatz überlassen. Die Firma J. F. Adolff stellt von der Lohnspinnerei zur Verkaufsspinnerei um. Gründung der Freiwilligen Feuerwehr durch die Bildung einer Steiger-Kom1 8 6 1 p a nie . 12. F e br ua r 1. März

Aufruf zur Einrichtung einer Retter- Kompanie der Freiwilligen Feuerwehr. Der Murrtal-Bote berichtet, daß nun drei Kompanien der Feuerwehr in der Stärke von ca. 100 Mann gebildet sind. Die Aufstellung der zwei weiter erforderlichen Kompanien erfolgt in den nächsten Wochen. Kurz nach der Gründung besteht die Feuerwehr ihre Bewährungsprobe bei einem Brand am Ölberg. Der Gemeinderat beschließt die Anschaffung einer Saug- und Druckspritze, die jahrzehntelang ihren Dienst t ut . 4301 Einwohner.

1862 Auflös ung der Zünfte. Anschluß Backnangs an das Telegraphennetz. Umwandlung des Handwerker- in Gewerbeverein. Gründung der Lederfabrik Fritz Häuser. Eröffnung Sekler- und Kürschnergeschäft C. Heinz (seit März 1874 Kapphan).

1863 Wahl von F. Nägele, Murrhardt, zum Landtagsabgeordneten.

Eröffnung Konditorei Louis Kübler (seit 1956 Faas), Schillerstraße 12. Die Firma J. F. Adolff löst die Wasserkraft durch Dampfenergie ab und errichtet eine Färberei. Der Gewerbeverein unter dem neuen Vorstand Reallehrer Gutscher setzt sich wegen des Bahnbaus mit allen Brudervereinen zwischen Stuttgart und Crailsheim in Verbindung und richtet Eingaben mit statistischen Aufnahmen an die Ministerien. Die Arbeit wird belohnt, denn im Herbst erscheinen erstmals Ingenieure im Bezirk zur Terrainaufnahme. Deutsch-österreichischer Krieg gegen Dänemark. Aufhebung des Versammlungsverbots in Württemberg. Gründung zahlreicher Arbeiterbildungsvereine. Auflösung der „Unteren Spinnerei" und Umwandlung in eine Lederfabrik „Untere Fabrik". (Da es in Backnang bis dahin zwei Spinnereien gab, wurde die Firma Adolff entsprechend dem Murrlauf „Obere Spinnerei" und die in der unteren Au befindliche Streichwollspinnerei „Untere Spinnerei" genannt. Die Lederfabrik in der Fabrikstraße 74 wurde jetzt „Untere Fabrik" genannt; sie wurde 1880 von Robert Kaess übernommen und 1919 in Lederwerke Backnang umbenannt.) Eröffnung Gartenwirtschaft mit Kegelbahn in der Aspacher Straße 57 (später Gaststätte zur Limpurg).

1864

11. Juni

Einführung der Landpost im Oberamt Backnang. (Bis dahin hatten die Amts boten der Gemeinden die Postsendungen vermittelt).

1865 Brand der Lohmühle, Fabrikstraße 7.

Der Gewerbeverein gründet eine Gewerbebank; der Gewerbevereinsvorstand wird damit auch Bankvorstand. Die Schützengilde erhält zwei weitere Schießplätze: In Neuschöntal zum Schießen auf 1000 Fuß (300 m), hinter der Spinnerei Adolff zum Schießen auf 600 Fuß (175 m).

Deutscher Krieg: Preußen gegen Österreich, Hannover und die süddeutschen Staaten. Schlacht bei Königgrätz. Sieg Preußens über Österreich. Preußen annektiert Hannover, Kurhessen, Nassau und Frankfurt. Württemberg schließt einen Schutz- und Trutzver-trag mit dem Norddeutschen Bund. Einführung des Handelsregisters.

1866

26. Dezem ber

Die Amtsversammlung beschließt die Einrichtung eines Bezirkskrankenhauses (Eröffnung 1.10.1869).

1867 Ein Methodisten-Prediger kommt nach Backnang; Gottesdienstlokal in der

Marktstraße. Geschäftsgründungen: Lederfabrik Karl Pommer in der Wilhelmstraße (heute Murrtallederfabrik); Lederfabrik Louis Schweizer am Kalten Wasser und Schreinerei Munz. 13. M är z

130

Ernennung von Dekan G. F. Moser zum Ehrenbürger.

28. Mai

Eröffnung des Uhrengeschäfts Hermann Käß (seit Juni 1892 Adolf Stroh, Uhlandstraße 17).

1868

1. März

16. August 11. Dezember

Einführung des allgemeinen, gleichen, unmittelbaren und geheimen Wahlrechts in Württemberg. Gesellenverein gegründet. Gründung des Arbeiterbildungsvereins als Vorläufer der späteren Arbeiterparteien. Zweck des Vereins laut Satzung: „Gesellschaftliche Hebung und geistige Bildung des Arbeiters durch Unterricht in notwendigen und nützlichen Kenntnissen vermittelst belehrender Vorträge, durch gewerbliche, gesellschaftliche, geschichtliche und schöne Literatur, durch Pflege des Gesangs und durch gesellige Unterhaltung". Einweihung des neuen Turnplatzes (heutiger Schillerplatz). Bürger überreichen eine Petition an den König (5000 Unterschriften für den Bau einer Bahnlinie nach Backnang).

1869 Schulhaus- Neubau in Unterschönta l. Anlagen im Eichelesgarten auf der Platte (später Waldhaus, heute Waldheim). Gründung der Lederfabrik Hodum, Gerberstrage/Wilhelmstrage 43. Thomas Zink, aus Stuttgart zugezogen, wird als Stadtmusikus und Türmer eingestellt. Er bläst mit seinen Gesellen zur Mittagszeit auf und spielt bei besonderen Anlässen bei Festen. Dies gilt daher als Gründungsjahr des späteren Musikvereins, und der Nachfolger Stadtkapelle und Städtisches Blasorchester. 29. Juli

Verkauf des alten Schulhauses Unterschöntal auf Abbruch. 20.

August Gründung

des Verschönerungsvereins.

September Nähkurs des Gewerbevereins; daraufhin schaffen sechs Backnangerinnen die ersten Nähmaschinen in der Stadt an. des Bezirkskrankenhauses in der Bahnhofstrage (heute Hauptpost) mit 22 Betten. Die pflegerische Betreuung erfolgt durch den Hausvater und dessen Ehefrau.

1. Oktober Eröffnung

31. Oktober

Gründung des evangelischen Jünglingsvereins.

1870 Anlage eines Friedhofs in Steinbach. Einrichtung einer methodistischen Sonntagsschule; Gründung eines methodistischen Gesangvereins. 11. Juni

14. Juli 19. Juli

Verschönerungsverein erwirbt Grundstück an der Erbstetter Straße zur Anlage einer Aussichtsterrasse (zwischen Hausnummer 28 und 34). Murrtal-Bote veröffentlicht „Emser Depesche". Kriegserklärung Frankreichs an Preußen; die süddeutschen Staaten erfüllen ihre Bündnisverpflichtung. Österreich bleibt neutral. 80 Backnanger rücken ins Feld gegen Frankreich.

September

Der Bezirksverein für verwundete und kranke Krieger und der Sanitätsverein Backnang rufen im Murrtal-Boten zu Geld- und Sachspenden auf.

5. Dezember Wahl

von Friedrich von Dillenius (1819 - 1884) zum Landtagsabgeordneten des Oberamtsbezirks Backnang. Davon erhofft man sich einen zügigen Bahnbau,

ist Dillenius doch Direktor der württ. Verkehrsanstalten. Abgeordneter bis 1880.

Das deutsche Kaiserreich

Eines der wichtigsten Ereignisse in Backnang im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts ist der Anschluß an das Eisenbahnnetz. In der sogenannten Gründerzeit zeigen sich nun auch spürbare Veränderungen im Stadtbild. Die erste großflächige Stadterweiterung entsteht murrabwärts durch das Gebiet um die Wilhelmstraße zur Ansiedlung von Gerbereien. In den 1890er Jahr en entstehen auch erstmals Straßenzüge mit reiner Wohnbebauung in der typischen Ziegelarchitektur der Zeit wie die Albertstra ße für das gehobene Bürgertum und in der Rosen-, Marien-, Aspacher, Sulzbacher und Eugen-Adolff-Straße für Arbeiter und kleinere Angestellte. Auch größere öffentliche Gebäude wie das Zentralschulhaus geben der Stadt ein neues Gepräge. Einige Betriebe schaffen auch den Übergang vom Handwerksbetrieb zur Lederfabrik, was besonders durch den Bau größerer Fabrikgebäude deutlich wird. Doch ist die wirtschaftliche Entwicklung der Lederindustrie auch geprägt von zahlreichen Firmenbank rotten in Krisenzeiten.

1871 1. Januar

Der Liederkranz Backnang schickt jedem Ausmarschierten 2 fl. 55 kr. ins Feld als Ergebnis eines für die Soldaten veranstalteten Konzerts.

18. Januar

Kaiserproklamation im Schloß von Versailles. Gründung des Deutschen Reiches. Geschäftseröffnungen: Malergeschäft und Farbenhandlung Maurer (seit 1908 Klenk) Am Obstmarkt 2; Inbetriebnahme der ersten Strumpfstrickmaschinen durch Albert Isenflamm jun.; Zimmerergeschäft Christoph Schleicher (seit 1927 Hauffstraße); Gasthaus zur Traube, Aspacher Straße 23; Gasthaus zum Lamm, Schillerstraße 29.

5. März

Große Friedens fe ier. Tause nde ströme n aus der Nachbarschaft nach Back nang. Zur Begrüßung der Feldtruppen in Stuttgart geht ein Extrazug von Waiblingen ab, der viele Backnanger mitnimmt.

17. April Juli - September

Annahme der Reichsverfassung durch den Reichstag.

Aufstellung von Dampfmaschinen in den Lederfabriken Rudolf Kaess und Friedrich Eitel in der Unteren Au, Carl Kaess im Biegel und Gebrüder Häuser. Die „Beschreibung des Oberamts Backnang", 1871 herausgegeben vom Königlichen statistisch- topographischen Bureau, 334 Seiten, ist ein wertvolles Nachschlagewerk über die Geschichte der Stadt und des Oberamts. Seit 1968 ist das Buch als Nachdruck im Magstadter Verlag Bissinger wieder erhältlich. In der Oberamtsbeschreibung heißt es, daß in Backnang ein Arbeiterbildungsverein mit zahlreicher Beteiligung besteht. Weiter werden ein Verein zur

Lithographie von C. Lieb in der Oberamtsbeschreibung von 1871 (Schefold 289).

Unterbringung verwahrloster Kinder, ein Verein zur Fürsorge entlassener Strafgefangener, eine Agentur des Württ. Tierschutzvereins sowie ein Wohltätigkeitsverein erwähnt. Der Krieg 1870/71 bringt eine kräftige Ankurbelung der heimischen Wirtschaft. Der Jahresumsatz der Backnanger Lederindustrie steigt seit 1867 von 14 000 Ztr. auf 24 000 Ztr.. In der Lederindustrie arbeiten 102 Meister, 456 Gehilfen und 97 Lehrlinge. Vier Lohmühlen sind voll beschäftigt. 30. November

Pflanzung einer Friedenslinde in der Anlage des Verschönerungsvereins in der Erbstetter Straße.

21. Dezember

Der Arbeiterbildungsverein führt einen Vortrag über das Thema „Neues Maß und Gewicht, veranschaulicht an praktischen Rechenexempeln" (Einführung des metrischen Systems) im Vereinslokal durch. 4472 Einwohner.

1872 Beteiligung des Backnanger Architekten Julius Wahl am Reichstagswettbewerb. 8. Februar

Erster mit Schnellpresse gedruckter Murrtal-Bote.

7. März

er König genehmigt den Bau der Murrtalbahn.

Wilhelmstrage: Blick nach Westen (Photo etwa 1900). 12. März

14. September

Erweiterung im Südwesten der Stadt: Anlage der Wilhelmstraße als neue Verbindungsstraße mit der Unteren Au und zweier Querstraßen (Friedrich- und Karlstraße) nach dem Rasterprinzip. Eröffnung der Konditorei G. Gebhardt, Sulzbacher Straße 1.

7. November

Die Teilnehmer am Krieg von 1870 gründen den Kriegerverein. Als sich dem Verein im Laufe der Jahre auch Nichtkriegsteilnehmer (gediente Soldaten) anschließen, kommt es zum Zerwürfnis, und es entstehen 1895 der Militärverein und 1898 der Veteranenverein.

9. November

Anlage einer Wasserleitung im Seefeld; Stollen im hohen Brunnen (Blechbergele).

1873

Aufstellung von Kilometersteinen.

Backnang beschickt Wiener Weltausstellung mit Schafwolle vom Ungeheuerhof und Ledererzeugnissen von Friedrich Kaess. Methodisten erwerben Wohnhaus für Prediger in der Albertstraße 5 . Bau einer Lederfabrik durch Louis Schweizer in der Walke (heute Gartenstraße 76). 28. Oktober

9. Dezem ber

Einweihung der Methodistenkapelle in der Eduard-Breuninger-Straße (Grundsteinlegung 5. Juni). Brückenwaage am Rathaus für 10 Tonnen.

1874 In Backnang werden die negativen Begleiterscheinungen der Industrialisie rung durch die Flucht des GewerbebankKassierers Albert Müller verschlimmert, der am 18. Mai mit dem gesamten Geld der Bank verschwindet. Dies hat den Zusammenbruch der Gewerbebank zur Folge. Die Höhe der Unterschlagungen beläuft sich auf fast 300 000 Gulden, für die die Genossenschafter haften. Dies trifft das Backnanger Geschäftsleben schwer. Müller wird nach eine m Selbstmordversuch in Mailand gefaßt und zu 4 Jahren Zuchthaus ver urteilt. Er stirbt kurz nach der Einlieferung im Zuchthaus. Vom Bau der Bahnlinie Waiblingen - Backnang 1874 - 1876 verspricht man sich eine Wiederbelebung der Wirtschaft. Der Leseverein eröffnet ein Lesezimmer; Vorläufer der städtischen Bibliothek. Bau der damals größten Backnanger Lederfabrik durch Friedrich Kaess in der Gartenstraße (nach dem Konkurs von 1898 Lederwerke L. Nebinger. 1911 Übernahme durch Fritz Häuser). Eröffnung der Bierbrauerei zum Kronprinzen in der Kesselgasse und des Gasthofs zur Eisenba hn, Ed.-BreuningerStraße 2 (1875 mit Kegelbahn und Gartenwirtschaft). 4. Juli Für 19. S eptember 27. Oktober

seine Verdienste um die Erbauung der Murrtalbahn wird Friedrich von Dillenius zum Ehrenbürger ernannt.

Zusammenlegung von Realschule und Lateinschule zur Reallateinschule (4 Klassen). Stadt verkauft Gebäude des Stadthofs samt Farrenstall aus Anlaß des Bahnbaus. Neuer Farrenstall in der Aspacher Straße.

1875 Gemeinderatsbeschluß über die Einrichtung einer Industrieschule für Mädchen nach Buhlscher Methode. Mai

Eröffnung des Photoateliers Eduard Nädelein, Erbstetter Straße 6 (seit Juli 1898 Paul Fleischer).

15. Juni Die Wasserversorgung der Stadt erfolgt durch 14

laufende und 47 Pumpbrunnen. Im Murrtal-Boten wird die Vergabe der Bauarbeiten für die Schaffung des Backnanger Wasserleitungsnetzes ausgeschrieben: Erstellung eines Was serReservoirs beim künftigen Bahnhof, verschiedene Quellfassungen außer halb der Stadt sowie die erforderlichen Röhrenleitungen.

1. Juli

Einführung der Reichsmarkwährung in Württemberg. Die Umrechnung erfolgt nach dem V erhältnis 7 Gulden zu 12 Mark .

25. Juli

Eröffnung der Gaststätte „Deutscher Kaiser" (seit 18. November 1877 Stuttgarter Straße 37).

9. November

Der Murrtal-Bote berichtet: „Die Leitung vom sogenannten See bis zu dem in Arbeit befindlichen Wasserreservoir beim künftigen Bahnhof ist vollendet. Es wird mit dem Bau der Leitungen in der Stadt fortgefahren."

1876 1. Januar

Einführung der Ziviltrauung.

Ge s c hä fts e r ö ffnunge n : S te inme tzb e tr ie b C o ns ta ntin W e nzle r , S tuttga r te r S tr a ß e 4 5 ; F e inb ä c k e r e i und C o nd ito r e i Ge o r g M ülle r , Am S c hille r p la tz. Ba u e ine r Zufa hr t zum Ba hnho f. N e ua nla ge d e r Er b s te tte r S tr a ß e . 9. Mai 17. Juni

Enthüllung des Schillerdenkmals in IVIarbach.

Murrtal-Bote : „Von unserer Wasserleitung sind die Hauptleitungen fertig gestellt und die Zuführung in die Privathäuser, welche sehr zahlreich ist, hat begonnen." Im Zusammenhang mit dem Wasserleitungsbau wird im Juni mit einer Marktplatzkorrektion begonnen. Der Murrtal- Bote bemängelt am 10. August den langsamen Fortschritt der Arbeiten. In der Beschreibung der Arbeiten heißt es, daß die Steigung beträchtlich geringer wird, zur Freude der Fuhrleute. Die Gebäudebesitzer jedoch werden noch reichlicher mit Staffeltritten gesegnet, sie hätten jedoch künftig ein hübsches Trottoir vor ihren Gebäuden. Weiter heißt

es in dem Bericht: „Dem an wohlgefälligen Formen viel abgehenden Wachthäuschen wurde gestern ein ganzes Viertel abgeschnitten; ein großer Schaden könnte jetzt durch die Entfernung des Ganzen gewiß nicht mehr entstehen." Weichen muß zum Leidwesen vieler Bürger anläßlich der Marktplatzkorrek-tion der alte Marktbrunnen vor dem Gebäude 3 Am Rathaus. In der Oberamtsbeschreibung von 1871 wird der Brunnen wie folgt beschrieben: An seiner im Renaissancegeschmack gehaltenen, mit Rebenlaubgewinden verzierten Brunnensäule sieht man das städtische und das herzoglich württembergische Wappen mit der Inschrift: „Als man zällte 1587 war dieser Bronnenkast gemacht." Der steinerne Kasten ist 16 Zoll tief. Auf der Säule steht ein Löwe. 19. August

Fertigstellung des Wasserreservoirs am Bahnhof.

26. Okt ober

Eröffnung der Bahnlinie Waiblingen - Backnang. weiteren Arbeiten zum Abschluß der Wasserleitung werden im Winter 1876/77 ausgeführt.

Dezember Die

1877 Eröffnung des Sattler- und Tapeziergeschäfts Wilhelm Mayer, Schillerstraße 5 (seit

„Tasche"). Baubeginn am neuen Bahnhof. Ausbau des alten herzoglichen Schlosses („Neuer Bau") für Kanzleien des Oberamts. In diesem Zusammenhang erhält der Stiftshof ein neues Gesicht: Abbruch einiger Scheuern und Waschhäuser, Auffüllung des Stiftsbrunnens, Herstellung von Wegen und Anlage des zentralen Gartenplatzes. 1987

29. Juni

Einzug des Oberamts in das zum Verwaltungsgebäude umgebauten ehemaligen Schlosses, Stiftshof 11.

25. Juli Umzug des

Postamts vom Hotel Post in der Wassergasse (heute Firma Rem- mele) ins ehemalige Oberamtsgebäude, Marktstraße 31 (heute Stadthaus).

2. August

Eröffnung der Gaststätte „Zur Uhr", Ölberg 16.

18. Oktober Eröffnung

des Restaurants in dem im Bau befindlichen Bahnhofsgebäude. November

Abbruch des provisorischen Bahnhofsgebäudes. 1878 Verbot der Schuhmachergewerkschaft und Beschlagnahme der Kasse. Ernennung von Emil Gock zum Stadtschultheiß. 11. April

2. September

Eröffnung der Bahnstrecke Backnang - Murrhardt. Gleichzeitig Einweihung des neuen Backnanger Bahnhofsgebäudes. Einweihung des neuen Schützenhauses in den Büttenen (oberhalb des Bahnhofs, neben der heutigen Stadthalle) mit Fahnenweihe.

18. Oktober

Reichstag verabschiedet Sozialistengesetz.

1879 Gründung des SPD- Ortsvereins Backnang. 13. Juli 19. Juli

Eröffnung des Turnplatzes auf den Büttenen bei der heutigen Stadthalle. Anlage der sogenannten Hexenstäffele vom Kalten Wasser (heute EduardBreuninger-Straße) zum Bahnhof.

24. Oktober Erlaß

eines Ortsstatuts. Der Stiftsgrundhof verweigert die Unterzeichnung, da er die Lostrennung von Backnang und den Anschluß an Waldrems anstrebt.

12. November

23. November

Einführung des sogenannten Stadtgeschenks von 20 Pf (=1 kg Brot) für minderbemittelte Durchreisende; vom 12. November 1879 bis 21. März 1880 kamen 2087 Bedürftige. Umwandlung in Naturalzuteilung im Dezember 1880 (Suppe und Brot); im Winter 1880/81 kamen 8618 Bedürftige. Eröffnung der Gaststätte „Zum Hasen", Eugen-Adolff-Straße (seit 30. April 1882, Stuttgarter Straße 8).

Dezemb er 1. Dezember 8. D ezember

Einführung der Neujahrswunschenthebungskarten. Eröffnung der Bahnlinie Hessental-Gaildorf.

Eröffnung der Bahnlinie Bietigheim - Backnang.

1880 Wahl von Friedrich Ellinger aus Mettelberg zum Landtagsabgeordneten. Die Reallateinschule wird wieder in eine eigene Realschule und eine eigene Lateinschule getrennt. Eröffnung Textilgeschäft Dinkelacker, Spaltgasse. 1. Jan u ar Starkes Hochwasser Februar Eröffnung

der Murr.

Wundarzt- und Zahnausziehpraxis mit Rasier- und Haarschneide-kabinett

J. Gix. 28. F ebruar 13. Mai 15. August 22. November

Gründung der Fleischerinnung Backnang als Nachfolger des Metzgervereins. Eröffnung der Bahnlinie Murrhardt-Gaildorf.

Eröffnung der Oberamtssparkasse, Burgplatz 1 (Gründung 1. Juli). Starkes Hochwasser der Murr. 5736 Einwohner.

Turnhalle und Feuerspritzenremise auf dem heutigen Adenauerplatz. Foto etwa 1920.

1881 8. März Metzgerinnung erwirbt städtisches

Schlachthaus in der Sulzbacher Straße und gründet

Schlachthausgenossenschaft. 7. Mai

Metzgerinnung verkauft Anbau am Schlachthaus. Eröffnung der Gaststätte „Zum Murrtal", Gartenstraße 65. 24.

8. Mai

Mai Umbau Juni 9. Jul i

des Schlachthauses. Rußland, Österreich und Deutschland schließen das Drei-Kaiser-Bündnis.

Erste Wetterprognose im Murrtal- Boten.

6. August Brand der Lederfabrik F. Häuser, Gerberstraße 33. November Gründung

des Nationalen Bürgervereins (politisch konservativer Verein)

Dezemberg

Gründung des Demokratischen Volksvereins.

1882

Eröffnung des Fernsprechnetzes in Stuttgart.

Februar

Eröffnung der Gärtnerei Ernst Güth (später Breuninger), Stuttgarter Straße 72.

17. Mai Gründung 29. Juni

der Bäckerinnung.

Eröffnung der neuen Turnhalle und der Feuerspritzenremise mit Steigerturm in der Oberen Vorstadt (heute Adenauerplatz, Gemeinderatsbeschluß 16. Februar 1881).

6. August

Eröffnung des Gasthauses „Zur Rose", Staigacker.

25. August

Brand der Lohmühle, Fabrikstraße 7.

9. Nov ember Eröffnung

der Gemischtwarenhandlung 1. Haag (heute Windmüller), Gerber straße 6.

2 0 . D e ze mbe r

Wiederwahl des Landtagsabgeordneten Friedrich Ellinger aus Mettelberg. Starkes Hochwasser der Murr. 4978 Einwohner.

26. - 28. Dezember

1883

Deutsches Krankenversicherungsgesetz.

Pflanzung einer Lutherlinde am Turmschulhaus. 1.

Januar

Starkes Hochwasser der Murr.

Die größte Glocke auf dem Stadtturm zerspringt bei einem Grabgeläute und wird umgegossen.

5. Februar

Eröffnung der Schlosserei Karl Schwarz (vormals F. Sorg) in der Kronenstr. 2 (Eduard-Breuninger-Straße).

22. September

6 . D e ze mbe r

1884

Eröffnung der neuen Straße Backnang - Unterschöntal. Deutsches Unfallversicherungsgesetz. Einführung einer einheitlichen Rechtschreibung an württembergischen Schulen. Die

Firma J. F. Adolff stellt einen Dynamo auf und erzeugt Strom für ihren Betrieb. Das Angebot an die Stadt zur Lieferung von Strom wird vom Gemeinderat abgelehnt. Erweiterung des Stadtfriedhofs. Brand in der Kunstmühle Neuschöntal. Errichtung eines privaten Aussichtspunktes auf dem Galgenberg (Davidsburg). 2.

Februar

28. März

Gemeinderatsbeschluß über die äußere Umgestaltung des Rathauses und Frei legung des Fachwerks. Gründung des „Altertumsvereins für das Murrtal und Umgebung" in Murr-hardt (später Verkehrs- und Heimatverein, heute Heimat- und Kunstverein Backnang).

9. Juli

Erscheinen der ersten Ausgabe der „Blätter des Altertumsvereins" als Beilage des Murrtal- Boten.

16. A ugust

Eröffnung des Goldschmiedegeschäfts Heinrich Brändle, Schillerstraße 4 (heute Bürkle).

September

2. Oktober 1. Dezember

Der Neubau der am 8. Juni 1883 durch Blitzschlag zerstörten Gaststätte „Wilhelmshöhe", Bahnhofstraße 5, wird eröffnet. Am 25. Mai erfolgt die Wiedereröffnung des Saalbaus der „Wilhelmshöhe" (heute Bürgerhaus Bahnhofhotel).

Benennung einer Straße nach Friedrich von Dillenius (heute Bahnhofstraße).

Inbetriebnahme der Bezirkskrankenkasse Backnang und der Ortskrankenkasse der Gerber.

1885 Umzug der Schlosserei Karl Schwarz in den eigenen Neubau in der Kronen-

straße 9 (Eduard-Breuninger-Straße). Heute nach Umzug in der EugenAdolff-Straße 26. Gründung der Lederfabrik Karl Häuser, Wilhelmstraße.

1. April

70. Geburtstag des Reichskanzlers von Bismarck. 107 Backnanger Gerber schicken ein Paar in der Schuhfabrik Gustav Stelzer

hergestellte Kürassierstiefel an Bismarck aus Backnanger Leder. 17. Juni

Die Stadt veranstaltet ein ganztägiges Kinderfest mit Festzug zur Platte (Plattenwald) und Wettkämpfen.

10. Dezember Weihe

der neuen Friedhofskapelle im Stadtfriedhof nach Plänen von C. G. Hämmerle (heute Gerätehalle).

6003 Einwohner.

1886

Probefahrt des ersten dreirädrigen Motorwagens von Karl Benz.

Errichtung einer Höheren Töchterschule. Stadt bietet Gelände des ehemaligen Friedhofs beim Totenkirchle in der Sulz-bacher Straße zum Verkauf an. 5. Mai Eröffnung der

Eisen-, Spezerei- und Farbwarenhandlung Albert Sauer in einem Neubau am heutigen Obstmarkt (Abbruch 4.11.1974).

30. Dezember Katholische

1887 11. Januar

Ju n i 14. Juni

Kirche mietet Gebäude Obere Bahnhofstraße 26 (Kauf 25. April 1989).

Robert Bosch eröffnet in Stuttgart eine feinmechanische Werkstätte.

Eröffnung des Schuhgeschäfts Beerwart (heute Boss) in der Korngasse (heute Uhlandstraße 11). Gründung des Viehversicher ungs vere ins. Gesetz zur Gründung von Kirchengemeinderäten.

13. August

Eröffnung der Gaststätte „zur Friedenslinde", Erbstetter Straße 2.

22. Oktober

Eröffnung des evangelischen Vereinshauses in der Kronenstraße (heute städtisches Vereinshaus, Eduard-Breuninger-Straße 13).

1888

Dreikaiserjahr.

Erbauung des Hofgutes Hagenbach. Umzug der Oberamtssparkasse nach der Erbstetter Straße 4. Gründung der Fleischerinnung für das Oberamt Backnang. Gründung des katholischen Cäcilienverein (1. Cäcilienfest 25. November). März 20. Ap ril

Eröffnung des Mechanikergeschäfts (später Fahrradhersteller) C. Hahn, Kronenstraße (Eduard- Breuninger- Straße 10 - heute Stuttgarter Straße 142).

Neuregelung der Straßenbenennung: Schwanengasse/Schmiedgasse wird zur Schillerstraße, Korngasse zur Uhlandstraße, die Straße zur oberen Walke zur Gartenstraße, der Streitweiler zur Badstraße (heute Talstraße), Pfahlmarkt und Hinterer Acker zur Kronenstraße (heute Eduard- Breuninger-Straße) und die Scheurengasse zur Schulstraße (heute Am Obstmarkt und Dilleniusstraße). Nach der Feststellung von offiziellen Straßennamen wird die bisherige Durch-numerierung der Häuser aufgehoben, und durch Geometer Lutz werden die Häuser in den einzelnen Straßen numeriert. Mai Eröffnung der Flaschnerei Georg Lorenz, Gerberstrage 4 (heute Hammer/ Fischer). Juli

Gründung des Vereins „Zitherkranz".

19. Jul i Besuch des

württembergischen Kronprinzen Wilhelm und seiner Frau Charlotte in Backnang mit Besichtigung von Rathaus, Stiftskirche und Altertumssammlung.

12. S eptem ber

Neuregelung weiterer Straßenname n: Dilleniusstrage wird zur Unteren Bahnhofstraße, Güterbahnhofstraße zur Oberen Bahnhofstraße, ein Teil der Schulstraße zur Dilleniusstraße. Aufteilung in Obere und Untere Marktstraße.

13. Dezem ber

1889

5. Oktober 16. Nov em ber

21. November

Gründung der Gerbergenoss e nsc ha ft. Deutsches Invaliditäts- und Alterssicherungsgesetz. Stadtschultheiß Emil Gock (1829 — 1911) zum Landtagsabgeordneten gewählt, Abgeordneter bis 1894. Anschluß der Stadt an das Fernsprechnetz. Letztmals ein Nachtwächter in Backnang. Bau der Dampfziegelei Wieland, Maubacher Straße 37. Einrichtung eines Ringofens der Ziegelei Arnold im Zwischenäckerle 3. Eröffnung des Uhrengeschäfts Karl Bauer in der Kronenstrage (Am Schiller platz 3 — heute nach Umzug Marktstraße 18). Lederfabrik Friedrich Kaess erhält elektrischen Strom.

1890 Gründung des Radfahrvereins, der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins und der Viehzuchtgenossenschaft Backnang. Eröffnung der Baumschule Klenk in Mittelschöntal und der Bau- und Möbelschreinerei Sanzenbacher in Waldrems. 18. März 22. August 1. Oktober 24. November

1891

Rücktritt Reichskanzlers von Bismarck. Brand in der Lederfabrik Nebinger, Gartenstraße 100. Außerkrafttreten des Sozialistengesetzes. Starkes Hochwasser der Murr. 6763 Einwohner. Arbeitsschutzgesetz. Erfurter Programm der nach Aufhebung des Sozialistengesetzes wiedergegründeten SPD. Neugründung der Schuhmachergewerkschaft als Folge der Aufhebung des Sozialistengesetzes. Gründung einer privaten kaufmännischen Berufsfachschule. Gründung des Damenmusikkranzes. Bau des Gruben- und Kesselhauses der Lederfabrik Carl Kaess im Biegel (Architekt: A. Holch).

Februar

Erste private Telephonanschlüsse bei Spinnerei J. F. Adolff und Lederfabrik Nebinger.

16. März

Feier der Einweihung des neuen Volksschulgebäudes in der Bahnhofstraße (10 Schulzimmer, Architekt C. G. Hämmerle). In dem Gebäude befindet sich heute die Pestalozzischule.

23. April 7. Ju li

Eröffnung einer katholischen Konfessionsschule. Verlegung des Holzmarktes von der Uhlandstraße auf die Bleichwiese.

20. Oktober

Eröffnung der Metzgerei Ernst Sinzig, Aspacher Straße 32.

November Eröffnung

der Gaststätte „Germania" in Strümpfelbach.

1892 Gründung des Diakonissenvere ins. Eröffnung der Metzgerei Eugen Holzwarth (ab 1925 Ernst Idler), Gerberstr. 11. 8. März Neuerbaute

Albertstraße dem Verkehr übergeben.

April Eröffnung des Schuhmachergeschäfts Daniel Kutteroff (seit Juni 1893 Marktstraße 1; heute Kutteroff GmbH Schuhhaus). 25. Ap ril Juli

Dekan C. von Kalchreuter zum Ehrenbürger ernannt.

Gründung eines zweiten Turnvereins, des Turnerbunds, als Verein der Arbei terSportbewegung. Eröffnung des Herrenbekleidungsgeschäfts Wendelin Spinner in der Marktstraße 38. Seit Mitte der 20er Jahre Marktstraße 27.

1. Juli

Einführung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe.

31. Juli

Übergabe der Straße zur Spinnerei.

3. September

Eröffnung der Gaststätte „Zum Einhorn", Albertstraße 18.

13. Oktober

Verlegung des Oberamtsgefängnisses von der Marktstraße in die ehemalige Schloßküche im Stiftshof.

27. Oktober

Abbruch des alten Oberamtsgefängnis-Gebäudes für den Bau des Textilgeschäfts Winter, Marktstraße 38.

22. November

1893

Gründung des Wirtsvereins. Erfindung des Dieselmotors.

Gründung der Milchgenossenschaft Steinbach. Geschäftseröffnungen: Altdeutsche Wein- & Bierstube, Marktstraße 7; Buchbinderei Johann Friedrich Leibold; Restaurant „Zur Blume", Sulzbacher Str. 60 (heute Vis-ä-Vis Pils-Bar); Kaufhaus Ernst Haag, Marktstraße 44 (seit 1912 Max Mayer, seit 18. Oktober 1962 Hauptgeschäft an der Bleichwiese) Nach dem Tod von Thomas Zink übernimmt sein Sohn Hermann Zink die Stelle als Stadtmusikus und Türmer (Gründer des Musikvereins). 31. Januar

Starkes Hochwasser der Murr.

2./3. Februar

Eisgang mit starkem Hochwasser der Murr.

24. April

Eröffnung einer Frauenarbeitsschule.

20. Ju li Verkauf des städtischen

1894

Wachthäuschens auf dem Marktplatz auf Abbruch.

Erstes deutsches Arbeitsamt in Esslingen. Gründung des Lokalvereins des Verbandes Deutscher Lederarbeiter. Neubau des methodistischen Predigerhauses Eduard-Breuninger-Straße 5. Geschäftseröffnungen: Ledergroßhandlung Ernst Weidmann; Weinstube Ackermann, Steinbacher Straße (zuletzt Cafe am Burgplatz); Buchhandlung J. Rath, Kronenstraße (Am Schillerplatz 3), 1896 Umzug in die Untere Bahnhofstraße, am 1. Juli 1901 Übernahme des Geschäfts durch Karl Kreutzmann, heute Marktstraße 44; Sattlergeschäft (später Nähmaschinen- und Fahrradgeschäft) August Schott, Uhlandstraße 22, seit 1952 Karl Wiedmann (Spielwarengeschäft).

I . Jan u ar

Inkrafttreten der neuen Satzung der Bezirkskrankenka sse.

18. Au g u st

Korrektur der Straße nach Großaspach beim Krähenbach.

28. August

Weihe der katholischen Kirche St. Johannes in der Oberen Bahnhofstraße durch Bischof Reiser (Grundsteinlegung 21. September 1893, Richtfest 18. November 1893), Architekt Ulrich Pohlhammer.

1895

Inbetriebnahme des ersten württembergischen Elektrizitätswerkes in Ulm. • Bei den württembergischen Landtagswahlen übertrumpft die Volkspartei (31 Abgeordnete) die seit Jahren führende national-liberale Partei (13 Abgeordnete). Wahl von Robert Kaeß (Fortschrittliche Volkspartei) zum Landtagsabgeord neten des Oberamts Backnang. Vereinsgründungen: Militärverein; Lehrerverein für Naturkunde; Orts gruppe des Deutsch-Konservativen Vereins.

April

Die 1884 von Gottfried Kaelble (1848 - 1911) in Stuttgart-Bad Cannstatt gegründete mechanische Werkstätte wird nach Backnang verlegt und im Gebäude Wilhelmstraße 42 eingerichtet (Ab 1908 Carl Kaelble, Motoren- und Maschinenbau, später Carl Kaelble GmbH, heute Kaelble-Gmeinder GmbH, Maubacher Straße 100). Weitere Geschäftseröffnungen: Malergeschäft Ernst Rösch, Schulstraße (Am Obstmarkt 3); Malergeschäft Hermann Schmückle (seit 17. März 1927 J. Grom); Gaststätte und Metzgerei zum Anker, Uhlandstraße 1 (später Metzgerei Kümmerle); Bauunternehmung Friedrich Freitag im Graben. Buchdruk-kerei Mürdter & Maier, Albertstraße 7, später Umzug nach Schillerstraße 40 als Buchdruckerei Mürdter.

10. Juni

Erste öffentliche Fernsprechstelle.

20. Oktober

Weihe der erneuerten Stiftskirche nach der Renovierung durch H. Dolmetsch (neue Orgel von E. F. Walcker, Ludwigsburg).

21. Oktober

Einrichtung der katholischen Pfarrei St. Johannes.

Das Innere der Stiftskirche nach der Renovierung durch Heinrich Dolmetsch. Die Orgel befand sich damals noch auf der Chorempore. 7. November

Einsturz des 1888 erbauten Gebäudes in der Lederfabrik Robert Käß („Untere Fabrik", Fabrikstrage 74 — vereinigt mit Lederfabrik Carl Kaess. 1919 wurde die „Untere Fabrik" abgezweigt in „Lederwerke").

29. Nov em ber

Gründung des Stenographenvere ins.

15. Dezember Eröffnung

des Saalbaues des Gasthauses „Zum Engel" in der Unteren Bahn- hofstraße (Am Schillerplatz 3 — später Central-Kino).

1896 Die 1886 gegründete Höhere Töchterschule wird aufgelöst und dafür eine Mittelschule für Mädchen errichtet. Umzug der Oberamtssparkasse in die Kronenstraße (Am Schillerplatz 3). Gründung eines evangelischen Posaunenchores. Errichtung des altpietistischen Gemeinschaftshauses. Gründung der Vereinigten Gewerkschaften. Gründung der Ortsgruppe des Württ. Maschinisten- und Heizervereins. 2. Januar

4. April

Juli 19. Oktober

Erste Ausgabe einer zweiten Zeitung in Backnang mit dem Titel „Backnanger Volksfreund" (Verantwortlicher Redakteur Friedrich Mürdter, Druck und Verlag Mürdter & Maier, Albertstraße 7). Der „Volksfreund" erscheint zuerst wöchentlich dreimal, ab 1. April 1896 täglich außer sonntags. Die letzte Aus gabe des „Volksfreund" erscheint am 30. Juni 1922. Eröffnung des Altertumsmuseums Erbstetter Straße 34. Bäckerei Schwab, Gartenstraße 117, eröffnet. Eröffnung des Schulhauses der Gemeinden Waldrems und Maubach zwischen den beiden Gemeinden (Architekt: C. G. Hämmerle). Kinematographenvorstellung (Filmvorführung) in Backnang im Gasthaus „Zum Engel".

14. November Erste

1897

Korrektur des Murrlaufs. Vereinsgründungen: Gesangverein Harmonie (ein Verein der Arbeiterbewegung); Imkerverein; Ortsverein der Gerbereiarbeiter.

17. Mai Gemeinderatsgenehmigung

für Bauunternehmer Gläser zum Bau der privaten

Fridastraße. Juli

Gründung des Gesangvereins Liedertafel (Gründungsaufruf am 9. Juli im Backnanger Volksfreund).

21. August

5. Dezember

Großbrand im Kalten Wasser und Kronenstraße (Eduard-Breuninger-Straße 25 — 31). Eröffnung der Bäckerei Friedrich Dipping, Albertstraße 14.

1898 Eröffnung der Metzgerei Karl Fichtel (später Kühnle) in der Oberen Marktstraße (Marktstraße 50). Vereinsgründungen: Brieftaubenverein; Obstbauverein; Veteranenverein. 9. Ju li

1899

Aspacher und Sulzbacher Brücke gehen in Staatseigentum über. Schwere Wirtschaftskrise.

Zahlreiche Firmenkonkurse in Backnang. Stadt erwirbt Postgerberei, Sulzbacher Straße 10, einschließlich Totenkirchle zur Einrichtung einer Gerberfachschule. Umwandlung der freien Fleischerinnung in eine Zwangsinnung. Gründung des Möbelhauses Noller. 2. Januar

Brand der Arnoldschen Ziegelei, Zwischenäckerle 3. Auf einem stehen geblie benen Schornstein nistet ein Storchenpaar.

Blick vom Freithof auf Bleichwiese und Sulzbacher Brücke. An der Murr befindet sich ein Badehäuschen, am rechten Bildrand die Postgerberei. Bild um die Jahrhundertwende.

Arc hitektur der J ahrhundertwende

Oben links : Die katholische Kirche St. Johannes. Oben Mitte: 1894 entstand der Neubau der Firma F. A. Winter, Marktstraße 38, im Stil der Neorenaissance. Oben rec hts: Der prunkvolle Bau der 1900 eröffneten „Limpurg" bildete den Eingang zur Stadt an der Aspacher Straße.

Oben: Der Festsaal des Bahnhofhotels (Rekonstruktionsversuch).

Links: Der Neubau der Weinstube Ackermann, Eugen-Adolff-Str. I. 147

Backnang im 20. Jahrhundert Die wirtschaftliche Blüte der Lederindustrie hält an; Backnang entwickelt sich zu einer wohlhabenden Stadt. Die alten Fabriken werden zunehmend erwei tert und durch neue großzügige Industrieanlagen ersetzt. Gleichzeitig wehren sich die Lederarbeiter in der Stadt durch Streiks gegen niedrige Löhne und Ausbeutung. Verschiedene Sanierungsmaßnahmen sollen die noch mittelalterlich anmutende Stadt zu einer modernen, verkehrsgerechten, sauberen Stadt machen. Dazu werden Häuser abgerissen, um Straßen zu verbreitern, Brücken neu gebaut, die Murr begradigt, Plätze mit Denkmälern und Brunnen angelegt. Neue stadtbeherrschende Bauten wie das Lehrerseminar, das Gaswerk und der Schlachthof entstehen. Auch zahlreiche Privatbauten im Stil eines romantischen Jugendstils geben der Stadt ein neues Gesicht. 1900

Kaelble konstruiert die erste selbstfahrende Sägemaschine.

1. Januar

Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

22. Au g u s t 23. Se p t e m b e r

Erste direkte Telefonverbindung Backnang - Stuttgart.

Eröffnung des Konzertsaales der „Limpurg", Aspacher Straße 65. Murrtal-Bote erscheint nun täglich. Bestimmung zum Ladenschluß: Von 21 bis 5 Uhr müssen die Geschäfte geschlossen sein.

1. Oktober

5. Ok t o b e r

Gasthof „Zum Grünen Baum", Gartenstraße 1 eröffnet. Eröffnung der Lungenheilstätte Wilhelmsheim bei

11. Oktober

Schiffrain (Architekt: C. G. Hämmerle). 1. Novem ber 5. Dezember

Eröffnung einer Reichsbankfiliale in Backnang. Landtagswahlen: Wiederwahl von Robert Käg. 7650 Einwohner.

1901 Gründung des Gesangvereins „Harmonie Wald-remsHeiningen" (Verein der Arbeiterbewegung). Erweiterungsbau der Spinnerei J. F. Adolff (Architekt: P. J. Manz, Stuttgart). 14. Jan u ar

Eröffnung einer Filia le der Württembergischen Notenbank.

15. Februar

Wahl Hermann Ecksteins zum Stadtschultheißen mit 53 % der Stimmen (Amtseinsetzung 10. April).

28. Februar

Gründung eines Bauvereins der Methodisten Back nangSulzbach.

Hermann Eckstein, Backnanger Stadtschultheiß von 1901 bis 1921 (Gemälde von H. Gaugler).

2. April

Gründung der Gesellschaft Lederfabrik-Union Backnang als Musterbetrieb für die geplante Gerbereifachschule.

1. Juli Die Buchhandlung K. Kreutzmann entsteht durch Übernahme des Geschäfts von G. Rath in der Oberen Marktstraße (Marktstraße 44). 14. Juli

29. Juli

Eröffnung des neuerbauten Bahnhofhotels Härlin mit Theatersaal in der Unteren Bahnhofstraße (Architekt: P. J. Manz). Gründung der Aktiengesellschaft Gaswerk Backnang (Aufsichtsrat: Rudolf Käß, Adolf Winter, C. Reichert, F. E. Küchler).

2. August Mietvertrag

der Stadt mit Union-Lederfabrik-Backnang GmbH über die Postgerberei als Mustergerberei der angestrebten Gerberfachschule.

4. August 24. September

3. Okt o b er

Eröffnung der Gastwirtschaft „Germania", Schillerstraße 34. Erweiterung des Ortsbauplans mit Verlängerung der Steinbacher Straße (heute Eugen-Adolff-Straße) und Planung neuer Straßen. Oberamtsparkassenkassier Lober flüchtig.

24. Oktober Gaswerk in

den Etzwiesen nimmt den Betrieb auf (Baubeginn 15. Mai). ProbeGasbeleuchtung der Stadt.

1. November

Oberamtssparkassenkassier Lober bei Böckingen mit großem Teil des Geldes gefaßt.

1902 Diakonissen- Schwestern kommen nach Backnang. Einführung der mineralischen Chromgerberei in Lederfabrik Fritz Häuser. 17. März Festlegung

neuer Baulinien für Obere und Untere Bahnhofstraße, Obere Marktstraße und Weissacher Straße (heute Stuttgarter Straße).

29. Juni

1. Oktober

6. Dezember

Gründung des Kreditvereins (heute Volksbank); erste Geschäftsräume Marktstraße 44. Zwei Schwestern der Ev. Diakonissenanstalt Stuttgart übernehmen die Pflege im Bezirkskrankenhaus. Bisher waren die Kranken vom Hausmeisterehepaar gepflegt worden. Gründung eines Lehrergesangvereins.

1903 Oberamtsbaumeister Christian Hämmerle erwirbt das erste Automobil in Backnang. 24. Februar 2. Juli

16. Juli

Bestellung eines Amtstierarztes. Eröffnung einer privaten Präparandenanstalt (Vorbereitung auf das Lehrerseminar) in der Gerberstraße 27/29. Gründung des Kaninchenzuchtvereins (heute Kleintierzüchterverein). 149

Das erste Automobil in Backnang erwarb 1903 Oberamtsbaumeister C. G. Hämmerle. 6. September

Das erste elektrisch betriebene Auto besaß 1907 Dr. E. Dorn.

Einweihung der Gedenktafel für die Soldaten von 1870/71 in der Stiftskirche.

21. November Eröffnung

der Wasserleitung vom Kalten Brunnen (Länge 22 km) zum Hochbehälter an der Weissacher Straße. Der Kalte Brunnen befindet sich im Man-goldthölzle bei Oberbrüden-Tiefental.

Blic k in die Gerberstraße: im Gebäude links w ar die Präparandenanstalt untergebracht (Photo etwa 1900). 150

1904 Erneute organisatorische Zusammenfassung der seit 1880 getrennten Real- und

Lateinschule zur „Realschule mit Lateinabteilung". Ausbau auf sechs Klassen der Realabteilung („Einjährigenprüfung" = Mittlere Reife), Lateinabteilung mit 5 Klassen. Der Schulraumbedarf soll durch Aufstockung des Bandhauses gelöst werden. Backnanger Lederarbeiter fordern 10-Stunden- Tag. Gründung der Maurergewerkschaft. Gründung des Spar- und Konsumvereins durch die Gewerkschaften. Eröffnung der Ölmühle, Weissacher Straße (heute Stuttgarter Straße 67). 1. Februar 31. März

Gründung der Vereinigung selbständiger Gärtner.

Abbruch des Stierleschen Hauses in der Unteren Marktstraße zur Verbreite rung der Durchfahrt zur Sulzbacher Brücke.

Mai 11. Mai

Eröffnung des Zeitungskiosks am Bahnhof. Beginn der Murrkorrektion unterhalb der Sulzbacher Brücke. des Altenheims „Haus der Barmherzigkeit" auf dem Staigacker (Architekt: C. G. Hämmerle).

11. September Eröffnung

Dezember

Übergabe der neuerbauten Sulzbacher Brücke (Baubeginn 2. Mai). Bau mit Hilfe italienischer Gastarbeiter.

1905 Gründung des methodistisc he n Posaunenchores.

Übernahme der katholischen Bekenntnisschule durch die Stadt. Gründung des Vereins Backnanger Lederproduzenten. Eröffnung der Maßschneiderei Fischer. Nachdem die Bemühungen zur Bildung einer Gerberfachschule erfolglos geblieben sind, verkauft die Stadt die Postgerberei, Sulzbacher Straße 10, an Fritz Schweizer, der beim Kauf auf das Totenkirchle verzichtet, so daß es im Besitz der Stadt bleibt. 9. Mai

Ganztägige Schillerfeier der Stadt zum 100. Todestag von Friedrich Schiller.

10. Mai

Die von Eugen Adolff gestiftete Schillerbüste, ein Abguß der Büste von Johann Heinrich Dannecker, wird von Vereinen und der Bevölkerung auf dem zum Schillerplatz erklärten Viehmarktplatz feierlich eingeweiht.

24. September

Einzug der Realschule mit Lateinabteilung unter Rektor Adolf Mergenthaler (dem Bruder des Erfinders der Setzmaschine) in das aufgestockte Bandhaus.

1906/1907 Das Gesuch dreier Familien um Aufnahme ihrer Töchter in die Realschule löst eine

lebhafte Diskussion aus. Das erste Mädchen kommt 1907 in die Schule. 1913 werden mehrere Mädchen aufgenommen.

151

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HAUSER

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GEGRONDET 1862.

Briefkopf der Lederfabrik Fritz Häuser. Dargestellt sind die Fabrikanlagen in der Gartenstrage und in der Gerberstraße.

Die Spinnerei J.F. Adolff.

Die Lederfabrik Kaess im Biegel (Photo etwa

1910). 152

1906

April

Mai

Juni

Geschäftseröffnungen: Aussteuergeschäft Riexinger, Schillerstraße 22; Baugeschäft Fritz Müller, Sulzbacher Straße 51 (ab 1908 Grabenstraße 29, heute Im Kusterfeld 22). Gründung Raumausstatterinnung und freie Schuhmacherinnung. Männergesangverein „Liederkranz Steinbach" gegründet. Erweiterung der Präparandenanstalt. Herstellung der ersten Zugmaschine durch Firma Kaelble. Dreitägiger Streik bei Lederfabrik Fritz Häuser erfolgreich: Herabsetzung der Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden täglich, Erhöhung der Löhne auf 30 — 35 Pfennig in allen Lederbetrieben. Die Arbeiter der Firma Nebinger stellen weitere Lohnforderungen, zu deren Durchsetzung 106 Arbeiter fristgemäß kündigen. Als die Firma einen Teil durch Frauen ersetzen will, verlassen 88 Arbeiter ohne Kündigungsfrist ihre Arbeitsstätte.

Infolge der Vorgänge bei Nebinger kündigen sämtliche Fabriken den organisierten Arbeitern.

August Ende der Auseinandersetzung:

Wiedereinstellung der Arbeiter. Arbeitszeit-und Lohnregelung vom April bleibt aufrecht erhalten.

Dezember

Aus Anlaß der Weihnachtsfeier der Bahnbediensteten dichtet Reichsbahnrat Hermann Sinn das „Backnanger Lied". 8327 Einwohner.

1907 - 1910 Bau eines neuen Fabrikgebäudes auf Steinbacher Markung durch Spinnerei J. F. Adolff (Architekt: P. J. Manz). 1907 Am Kongreß der sozialistischen Internationale in Stuttgart beteiligen sich auch Backnanger. Gründung der Ortsgruppe des Deutschen Bundes für Vogelschutz und einer Ortsgruppe der Berufsgenossenschaft des deutsch-nationalen Handlungsgehilfenverbandes. Eröffnung der mechanischen Werkstätte Albert Teufel, Aspacher Straße 59 (später Teufel Luft- und Klimatechnik Nagold). Neubau des abgebrannten Gebäudes Schillerstraße 18 und Abbruch des Torhäuschens. Die Firma J. F. Adolff baut zur Unterbringung auswärtiger Arbeiterinnen das Marienheim, Roßlauf 1 (Fertigstellung 1908). 1. Mai 18. Mai

Gründung Musikvere in. Stadt erwirbt altes Schlachthaus.

3. S ep tember Einweihung

des Friedhofs in Unterschöntal.

8. September 40 Arbeiter

gründen den Evangelischen Arbeiterverein Backnang. Vorsitzender ist Stadtpfarrer Günther. Der Verein zählt bald über 150 Mitglieder. Der Verein richtet 1910 die Landesversammlung aus. 153

Der neue Schlachthof in den Etzwiesen.

3. Oktober 10. Oktober

Eröffnung des Schlachthofes in den Etzwiesen (Architekt: Fritz Müller). Gründung des Athletenklubs „Germania".

1908 Carl Kaelble (1877 - 1957, seit 1952 Ehrenbürger von Backnang) und Hermann Kaelble (1883 - 1953) übernehmen den Betrieb vom Vater Gottfried Kaelble. Die Firma Carl Kaelble, Motoren- und Maschinenbau, erstellt die erste Motorstraßenwalze. Fusion der Gesangvereine „Harmonie" und „Eintracht". Gründung des Steinmetzbetriebs Groß. 13. März

Aufstelllung eines Zierbrunnens bei der Sulzbacher Brücke auf dem Platz des abgebrochenen Stierleschen Hauses.

31. März

Der Elisenhof, Röntgenstraße 1, erhält einen dritten Präparandenkurs.

29. April

Ober-, Mittel- und Unterschöntal erhalten gemeinsame Wasserleitung.

1. August

Eröffnung der Stadtbibliothek.

3. August

Enthüllung der Ehrentafel für Lehrer Gutscher in der Realschule (Bandhaus). Schaffung der Gutscher-Stiftung zur Auszeichnung und Förderung begabter Schüler.

1909 Gründung Sängerabteilung des Turnvereins. Einrichtung einer Wanderarbeitsstätte. 24. Mai

154

Eröffnung des evangelischen Lehrerseminars Richard-Wagner-Straße 9 (Architekt: Berger, Stuttgart).

Das 1909 eröffnete evangelische Lehrerseminar erhebt sich westlich der Stadt über dem Murrtal (Photo etwa 1910).

19. Juni Enthüllung

des von Eduard Breuninger gestifteten Bismarck- und Moltkedenkmals auf dem Backnanger Bahnhofplatz (Abgüsse der Büsten nach Adolf Donndorf).

8. November

Das im Besitz der Stadt befindliche Totenkirchle wird der evangelischen Kirche zu gottesdienstlichen Zwecken zur Verfügung gestellt.

1910 Geschäftsgründungen: Kolonialwarengeschäft Gustav Lichdi, Uhlandstraße 8 (ab

September 1927 Marktstraße 28, ab 1950 erstes Backnanger Selbstbedienungsgeschäft); - Malergeschäft Stelzle, Kesselgasse 9. Bau des Grubenhauses der Lederfabrik Carl Kaess, im Biegel (Architekt: C. Quirbach). 30. November

1911

9. Jan u ar

Ehrung der Veteranen von 1870/71 durch Eduard Breuninger. 8676 Einwohner. Erster neuapostolischer Gottesdienst, Am Obstmarkt 4. Gründung Pfadfinder. Abbruch der Lohmühle im Biegel. Fritz Häuser erwirbt die Nebingerschen Fabrikanlagen in der Gartenstraße und ermöglicht dadurch den Aufstieg zur größten Gerberei in Backnang. Abbruch der Aspacher Brücke - Beginn der Bauarbeiten an der neuen Brücke. Gründung der Friseur- Innung.

3. Februar Ernennung

des gebürtigen Backnangers und Stuttgarter Kaufhausgründers Eduard Breuninger (1873 — 1953) und des Fabrikanten Eugen Adolff (1842 —1925) zu Ehrenbürgern.

8. April

Eröffnung des Restaurants "Schillerhof", Am Schillerplatz 12 (Ecke am SchillerplatziAlbertstraße - später Gesundheitsamt und nach dem Abbruch nach dem 2. Weltkrieg Parkplatz für Postfahrzeuge). 155

4. September

6. Oktober

29. Oktober

Einweihung des alkoholfreien Speisehauses mit Hospiz im evangelischen Vereinshaus, Kronenstraße (Eduard-Breuninger-Straße 13). Brand der Lederfabrik Louis Schweizer, Gartenstraße 76. (Der Neubau erfolgte unter Architekt Julius Necker, München). Weihe des renovierten Chores des Totenkirchles.

1911/12

wurde die Aspacher Brücke neu gebaut. Das ehemalige Gasthaus zur Krone erhielt eine Loggia zur Murr. Auf der gegenüberliegenden Seite (rechts im Bild) befand sich ein Pavillon. 1912 Wahl von

Friedrich Stroh zum Landtagsabgeordneten. Einrichtung einer Schülerturnabteilung des Turnvereins.

19. Februar

27. M är z 28. M är z 17. April

Bau des Brückenhäuschens für die Aspacher Brücke wird genehmigt. Volksschule erhält eigenen Rektor (Schittenhelm). Kreditverein (heute Volksbank) erwirbt Gasthaus zur „Krone" an der Aspacher Brücke als Bankgebäude.

9. September

Starkes Hochwasser der Murr.

14. September

Eröffnung der Bahnhaltestelle Spinnerei.

18. Oktober

Einbau einer Heizung in die Stiftskirche.

11. Dezem ber

156

Die neugebaute Aspacher Brücke und der Eduardsteg werden dem Verkehr übergeben.

Enthüllung des vom Verschönerungsverein gestifteten Zierbrunnens unter der Kirchstaffel am Marktplatz. Das Werk von Kunstbildhauer Emil Kiemlen, Stuttgart (halb Mensch, halb Schneck) ist eine gute Jugendstilarbeit. An dieser Stelle befand sich bis zum Bau der Wasserleitung 1877 ein Feuerlöschteich, danach diente der Gewölbekeller als Sandgrube.

1913 Stadt erwirbt Aktienmehr he it am Gaswerk.

Bau des Lager- und Kontorhauses der Lederfabrik Fritz Häuser, Gerberstr. 34 (Architekt: Kummerer). Erweiterungsbau der Lederfabrik L. Schweizer, Sulzbacher Straße 10 (Architekt: J. Necker, München). 18. Oktober

1914

Pflanzung der Völkerschlachteiche beim evangelischen Lehrerseminar (heute Mörikeschule) zum Gedenken an die Völkerschlacht bei Leipzig 1813. 1. „Backnanger Tag" der Seminaristen. Gründung des Arbeiter- Radfahrerbundes „Solidarität" Waldrems.

1. Januar Allgemeine 6. April 2. Mai

6. Mai

Ortskrankenkasse bezieht neues Gebäude, Sulzbacher Straße 29.

Starkes Hochwasser. Eröffnung des Erweiterungsbaus des Volksschulhauses (heute Schillerschule). Architekt Friedrich Hausser. Rund 30 Schulzimmer stehen jetzt zur Ver fügung. Im Laufe der nächsten 20 Jahre fanden im Zentralschulhaus die evangelische Volks- und Mittelschule, die katholische Volksschule, die Gewerbe-und Handelsschule und einige Klassen der Realschule Platz. Einrichtung von Tagesunterricht an der Gewerbeschule.

1912-14 wurde das Volksschulhaus um einen großen Neubau erweitert (Photo etwa 1913). 157

Zeichnung des 1891 eröffneten Volksschulhauses mit dem ursprünglichen Aussehen (heute Pestalozzischule).

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1905 wurde das Band-

haus aufgestockt und erhielt einen Ziergiebel mit späten Jugendstilformen. 158

1. Weltkrieg Viele Backnanger feiern am Sonntag, 28. Juni 1914 die Einweihung des neuen Turn-

und Spielplatzes des Turnvereins auf dem Hagenbach, als die Nachricht von der Ermordung des österreichisch- ungarischen Thronfolger-Ehepaares in Sarajewo bekanntgegeben wird. Darüber herrscht allgemeine Empörung und Besorgnis über eventuelle politische Folgen. 26. Juli

Österreich-Ungarn erklärt Serbien den Krieg.

Die Besorgnis der Bevölkerung vor einem drohenden Krieg wächst. 30. Juli Wie

in vielen anderen Städten in Württemberg ruft der Sozialdemokratische Verein die Bevölkerung Backnangs zu einer großen Volksversammlung gegen den Krieg in den Schwanensaal auf.

2. August

Durch Extrablätter wird die allgemeine Mobilmachung bekanntgegeben. Die Reservisten müssen in ihre Garnisonen. Die Spannung der vergangenen Tage entlädt sich in einer Kriegsbegeisterung. Viele Backnanger komme n spontan vor dem Rathaus zusammen um die Neuigkeit zu diskutieren. Viele melden sich freiwillig; ein großer Teil davon besteht aus Seminaristen.

3. Au g u st Deutschland erk lärt F rank reich den Krieg. 4. Au g u st Deutsche Truppen marschieren in B elgien ein. 24. August

Bericht im „Volksfreund": „Gestern abend zog eine gewaltige Menschenmenge zum Rathaus, wo die Herren Stadtschultheiß Eckstein und Dekan Köstlin Ansprachen hielten, in denen der Ernst der Lage und die Freude über die errungenen Siege zum Ausdruck kamen. Das Publikum sang begeistert vaterländische Lieder." Bald dämpfte die Nachricht von den ersten einheimischen Gefallenen die Siegesfreude.

30. August

Es treffen 84 verwundete Soldaten in Backnang ein, die im Bezirkskrankenhaus, Bahnhofstraße 4, und im zum Lazarett umfunktionierten Marienheim der Firma J. F. Adolff untergebracht werden. In den ersten Kriegsmonaten entfalten sich in Backnang große Hilfs- und Spendenaktionen. Über 100 Frauen und Mädchen werden in Kursen zu Schwesternhelferinnen ausgebildet. Der neugegründete Backnanger Hilfsbund unterstützt Familien, die durch den Krieg in Not geraten.

Dezember

Erstarren der Front in Frankreich.

1915 Mit der zunehmenden Dauer des Krieges und der sich verschlechternden Situation

Deutschlands legt sich langsam der allgemeine Hilfseifer. Die infolge der englischen Seeblockade ständig zunehmenden Lebensmittel- und Versorgungsprobleme, das große Leid der Angehörigen von verletzten und gefallenen Soldaten, die Überstunden in den Fabriken und vieles mehr läßt ein Ende des Krieges herbeiwünschen. 8. Februar Beschlagnahme sämtlicher Mehlvorräte.

In jedem Haus wird nachgeprüft, wieviel an

Mehl vorhanden ist. 12. November

Die Stiftskirche erhält Gasbeleuchtung. 159

1916

Bau eines Lagerhauses der Lederfabrik L. Schweizer, Sulzbacher Straße 10 (Architekt: P. J. Manz).

Februar Erhebung

der Kartoffelvorräte der Händler, Verbraucher und Gemeinden; die Zähler gehen von Haus zu Haus.

26. Juli

Das Gaswerk erhält einen zweiten Kessel.

August

Obwohl solche Aktionen als Landesverrat bewertet werden, beteiligen sich Backnanger Sozialdemokraten unter Gemeinderat Wilhelm Erlenbusch an einer Unterschriftensammlung für eine Friedenspetition an den Reichskanzler. Etwa 500 Unterschriften werden gesammelt und an die Sozialdemokratie Stuttgart weitergeleitet. Die Unterschriftensammlung war durch eine Verfügung des Stellvertretenden Generalkommandos verboten. In der örtlichen Presse durfte über die Aktion nicht berichtet werden. Alle Beteiligten, auch die Unterschreiber, werden vernommen.

20. November

Oberamtsbaumeister Christian Hämmerle (geboren 27.8.1843 in Cannstatt) in Feuerbach gestorben und auf dem Backnanger Stadtfriedhof beigesetzt. Während seiner 32jährigen Tätigkeit als Oberamtsbaumeister ab 1876 hat er die Baugestaltung in Stadt und Oberamt Backnang wesentlich beeinflußt (Architektur der Gründerzeit in Backnang). Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des Altertums-Vereins für das Murrtal. (Seit 1987 „Christian-Hämmerle-Zimmer" im Bürgerhaus Bahnhofhotel).

12. Dezember Dezember

Friedensangebot des Reiches an die Alliierten. Aufruf im Murrtal-Boten: „Seid sparsam mit den Kartoffeln! Verwendet Bodenkohlraben!" - Im Winter 1916/17 allgemeine Hungersnot wegen schlechter Getreide- und Kartoffelernte. Der strenge Winter 1916/17 bringt große Probleme mit der Kohlenversorgung. Wegen extremer Kälte und Transportproblemen herrscht in vielen Backnan-ger Familien großer Mangel an Heizmaterial. 7668 Einwohner.

1917 31. Januar 12. März 2. April

6. April

13. Mai

Ausbruch der russischen Revolution. Abdankung des Zaren am 14. März. Eröffnung der Kinderkrippe Schillerstraße 41 (Stiftung der Lederfabrikanten F. Schweizer und F. Häuser). Die Vereinigten Staaten erklären unter Hinweis auf den U-Boot-Krieg Deutschland den Krieg. Gründung der freien Schneiderinnung.

23. Mai

Lederfabrikant Fritz Schweizer gründet Unterstützungskasse für seine Arbeiter.

24. Juni

Eröffnung Lichtspielhaus Kesselgasse 5.

29. Juni

160

Das Reich erklärt den uneingeschränkten U-Boot-Krieg.

Evangelische Kirche muß drei Glocken abliefern, die katholische zwei. Das Material wird für die Rüstung benötigt.

11. August

Das Gebäude Schillerstraße 15/17 brennt ab.

7. November

Kommunistische Oktoberrevolution in Rußland.

9. November

Der Diakonissenverein erwirbt das Gebäude Kronenstraße 2 (Am Schiller platz 1). 7418 Einwohner.

1918 In diesem Jahr stirbt in St. Louis der am 11. Februar 1844 in Backnang geborene Ernst Riecker. Seine wertvolle Kunstsammlung soll die Stadt Backnang erhalten, doch wird sie infolge des Kriegszustandes zwischen Amerika und Deutschland für 10 Jahre gesperrt. 1. Januar

Der amerikanische Präsident Wilson stellt ein Friedensprogramm mit 14 Punkten auf.

3. März

Friede der Mittelmächte mit Rußland.

Juli

Eröffnung Malergeschäft Berthold Kopp (heute Klotz).

August

Eröffnung Malergeschäft Jakob Dietrich (seit 1920 Wilhelmstraße 24).

20. Au g ust Backnang gibt

Kriegsnotgeld zu 5 und 10 Pfennig heraus.

2. Oktober

Deutschland ersucht nach schweren militärischen Niederlagen um Waffenstillstand, der von den Alliierten aber vorerst nicht gewährt wird.

28. Oktober

Auseinanderbrechen von Österreich-Ungarn.

November

Eröffnung des Herrenschneidergeschäfts Hermann Langbein, Aspacher Straße 74 (heute Schillerstraße 34).

9. No vemb er

A rbeiterdem on st r ati on in B erlin. Die Abdankung des Kaisers wird bekanntgegeben. Ernennung von Friedrich Ebert zum Reichskanzler. Karl Liebknecht ruft vom Berliner Schloß die sozialistische, Scheidemann vom Reichstag die demokratische Republik aus. Massendemonstration in Stuttgart und Ausrufung der Republik.

10.

November

11.

No vemb erWaf f enstillstand zwischen Deutschland und der E ntente.

Huldigung an die neu ausgerufene Republik Württemberg durch eine große Menschenmenge auf dem Backnanger Marktplatz. Bildung des Backnanger Arbeiterrats mit der Aufgabe: Verbesserung der Lebensmittelversorgung, Erhöhung der Löhne und bessere Unterstützung von Armen und Kranken durch die Stadt. Aus dem Weltkrieg sind 332 Väter und Söhne der Stadt nicht mehr heimgekehrt. Dazu kommen die Gefallenen der damals selbständigen Gemeinden Heiningen mit 5, Maubach mit 14, Steinbach mit 43, Strümpfelbach mit 7 und Waldrems mit 5, also insgesamt 406 Kriegstote.

28. November

Thronverzicht von Kaiser Wilhelm II.

30.

No vemb erThronv erzicht v on König Wilhelm II. v on Württemberg.

31.

Dezemb er Gründung der Kommunistischen P artei Deutschlands.

161

Die Weimarer Republik

1919

2. Januar

Der Vertrag von Versailles beendet im Juni 1919 den 1. Weltkrieg, doch führen seine für das Deutsche Reich ungünstigen Bedingungen zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Überhaupt steht die neugegründete, von zahlreichen Putschversuchen geschwächte Republik auf wackeligen Füßen, doch erholt sie sich seit 1924 infolge amerikanischer Kredite. Mit der Weltwirtschaftskrise beginnt 1929 der Zusammenbruch der Republik. Ständig wechselnde Regierungen können den Aufstieg Hitlers nicht abwenden. Große Wohnungsnot in Backnang. Preissteigerungen und Mangel an Baustoffen behindern den Wohnungsbau ebenso wie mangelndes Eigenkapital. Die 1919 gegründete Backnanger Baugenossenschaft beginnt bereits 1920 mit dem Wohnungsbau. Zahlreiche neue Vereine bieten ein vielseitiges Freizeitan gebot. Gründung eines Fußballvereins (seit 1967 TSG Backnang-Fußball 1919). Wahl von Wilhelm Benkert (Württ. Bürgerpartei) zum Abgeordneten der ver fassunggebenden Landesversammlung. Wahl von August Müller, Großaspach, (Bauernbund) zum Landtagsabgeord neten. Gründung der Ortsgruppe der Naturfreunde. Gründung der Lederwerke Backnang durch Robert Kaess. Erster Lastkraftwagen im Oberamt Backnang. Eröffnung des Raumausstatter - und P olstergeschäfts Widmer, Uhlandstr. 15.

Bauernrevolte gegen das Oberamt Backnang.

8. Januar

Ernennung des Lederfabrikanten Fritz Häuser (geb. 1873, gest. 1953) zum Ehrenbürger.

19. Januar

Wahlen zur deutschen Nationalversammlung; erstmals Frauenwahlrecht.

11. Februar 26. März

Wahl von Friedrich Ebert zum Reichspräsidenten.

Gründung der Baugenossenschaf t Backnang.

28. Juni

Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags.

29. Juni

Verf assung des Freien Volksstaates Württemberg.

O ktober

Gründung der freien Zimmerer innung Backnang. Auflösung des Musikvereins und Gründung der Stadtkapelle. Stadtkapellmeister Ernst Steiner war von der Gründung bis zü seinem Tod im Jahr 1942 Leiter der Kapelle.

17. Oktober

162

Die Stadt erwirbt die Wolfsche Mühle (früher Stiftsmühle) bei der Sulzbacher Brücke zum Einbau von Wohnungen. Damit wird die Stadt auch Besitzerin der vorderen Bleichwiese (Wolfscher Garten), die zum Festplatz bestimmt wird.

9. November

Enthüllung einer Gefallenengedenktafel im Mädchenschulhaus (heute Schillerschule).

21. November

Gemeinderat beschließt Einrichtung einer Weckerlinie zur raschen Alarmierung der Feuerwehrmänner.

Dezem ber

Erste Organisationsvers uche der KPD in Backnang. SPD Backnang tritt zur USPD über. Gründung einer Ortsgruppe der DDP (Deutsche Demokratische Partei, Vorläufer der FDP).

8. Dezember Stadt übernimmt

Gaswerk nach Auflösung der Aktiengesellschaft. 8395

Einwohner. 1920 Die bis ins Jahr 1912 zurückgehenden Bemühungen der Stadt zur Stromversorgung in Backnang sind endlich erfolgreich. Während das Umland schon seit vielen Jahren mit Strom versorgt ist, wird das Stromnetz in ganz Backnang im Jahr 1920 ausgebaut. Abbruch der Kelter und des Weinbergschützenhauses in Steinbach. Vereinsgründungen: Sportverein Steinbach, Trachtenverein „Gamskofler" und Liederlust Strümpfelbach. 14. Apri l

In der Mittelschule werden nun auch Knaben aufgenomme n.

16. Juni Nachdem die

Backnanger Baugenossenschaft in den Etzwiesen mit dem Bau von zwei Wohnhäusern mit je sechs Dreizimmerwohnungen begonnen hat, beschließt der Gemeinderat den Bau der Etzwiesenstraße und den Bau einer Holzbrücke.

16. August

Der Murrtal-Bote berichtet, daß die Arbeiten an der elektrischen Ortsanlage rüstig vorangehen. Am 14. August sei bereits eine kleine Probebeleuchtung veranstaltet worden, die den Erwartungen voll entsprochen habe.

31. August

Ein Aktionsausschuß der linken Parteien und Gewerkschaften reißt eine Woche lang in der Stadt die Macht an sich. Die Regierung setzt Truppen gegen die „Backnanger Sowjetrepublik" ein. Glücklicherweise kann Blutvergießen vermieden werden.

2. Oktober

Heinrich Hegele gründet den Kraftsportverein, der die Backnanger Sportszene um die Disziplinen Tauziehen, Stemmen und Ringen bereichert. Ein Jahr später wird eine Musterriege gebildet, 1925 kommt noch Rasenkraftsport dazu und 1928 eine neue Sportart, der Kunstkraftsport, in der die Backnanger viele Erfolge erringen werden. (Heute TSG-Schwerathletik mit den Abteilungen Kraftsport, Judo und Freizeitsport).

O ktober/ Nov em ber

Der größere Teil der USPD geht zur KPD über, ein kleinerer Teil zur SPD.

14. November Gründung

des Vereins der Althausbesitzer (später Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein.)

1921 Bau von 59 neuen Wohnunge n. Gründung einer Gemeinschaft der Liebenzeller Mission. Schlosserei Karl Schock, Eduard-Breuninger-Straße 41 eröffnet (ab 1928 Ölberg 8, ab 1960 Industriestraße 23). 4. Mai

Verlegung des Stadtarchivs in die Knabenvolksschule (heute Pestalozzischule). 163

17. Mai

Stadtschultheiß Hermann Eckstein scheidet wegen Krankheit aus; Ernennung zum Ehrenbürger. Wilhelm Erlenbusch (SPD) ist Vertreter des Bürgermeisters schon vor Ecksteins endgültigem Ausscheiden bis zum Amtsantritt von Dr. Rienhardt.

4. Juni

Die Orgel in der Stiftskirche erhält ihre Zinnpfeifen wieder, außerdem elektrischen Antrieb.

18. Juni

Teileröffnung des zum Kriegerehrenmal umgestalteten Vestibüls des Lehrerseminars.

19. Juli

6.

Wahl von Dr. Albert Rienhardt zum Bürgermeister. (Amtsantritt 1. September).

August

3. Dezember

Eröffnung des neuen Postamts in der Unteren Bahnhofstraße.

Dr. Albert Rienhardt, Backnanger Stadtoberhaupt von 1921 bis 1945 (Gemälde von H. Erlenbusch).

Stiftskirche erhält Vater-unser-Glocke auf dem südlichen Turm.

1922 Gründung der freien Maler- Innung. Aufstellung eines generellen Stadtbauplans. Umbau des Rathauses. Erstellung der Treppen von der Hauffstraße zum Etzwiesenberg. Bau der „Lederwerke", Fabrikstraße 76 (Architekten: G. Stahl und A. Bossert, Stuttgart). Im Stiftshof wird ein Landjägerdienst- und -vvohngebäude erstellt. Bau der Villa Kaess, Erbstetter Straße 56 (Architekt: F. Hausser, Ludwigsburg). 21. Jan uar

Bildung einer Damenabteilung des Turnvereins.

26. Januar Gemeinderatsbeschluß

zur Anschaffung eines zweiten Krankenwagens. 19. Februar

Gründung des Handwerkerbunds. 28. Februar Landwirt

Gustav Hildt gestorben. Der am 26. Februar 1859 geborene war von 1900 bis 1918 Gemeinderat. Er leistete wertvolle Forschungsarbeit um die jüngere Geschichte der Stadt.

1. März 31. März

26. April 1. Mai

Juni

5. Juni

164

Backnang wird Sitz eines Staatsrentamts (Stadthaus, vorher Postamt). Gemeinderatsbeschluß zum Kauf einer 8-PS-Motorluftpumpe von Kaelble zur Abortentleerung. Wiedergründung des Zithervereins. Auflösung des Herbergsvereins; Betriebseinstellung des Hospizspeisehauses, Eduard-Breuninger-Straße. Eröffnung der Glaserei Friedrich Fahrbach, Mühlstraße 5 (Firmengründung 1898 in Burgstall). Letzter Ball im Limpurgsaal, Aspacher Straße 65 (Einzug der Maschinenfabrik Teufel am 6. Juni).

8. Ju n i 23. Juni

Umwandlung der Ortsarmenpflege in Fürsorgeamt. Starkes Gewitter.

30. Juni Letzte 5. Juli

Ausgabe der Tageszeitung „Backnanger Volksfreund".

Erste Versammlung im neuerbauten Kirchensaal.

9. Juli Eröffnung der Eduard-Breuningerschen Jugendherberge, Am Kalten Wasser (heute Eduard-Breuninger-Straße). 23. Juli

Schließung Gaststätte Friedenslinde, Erbstetter Straße 2.

14. September

Anschluß Ober-, Mittel- und Unterschöntals an das Elektrizitätsnetz.

29. September

Gründung der Wassergenossenschaft.

13. November

Eröffnung der Landwirtschaftlichen Winterschule (Bahnhofstrage 3).

22. November Erste

Kinder- und Quäkerspeisung von den USA aus für unterernährte Kinder eingeführt.

3.

Dezember

10. Dezember

Gründung de r Flas chner- und Ins tallateur-Innung.

Gemeinderatswahlen.

30. Dezember Erstes Konzert

im noch unvollendeten Theatersaal des Bahnhofhotels. 8795

Einwohner.

1923

Einrichtung eines städtischen Bauhofes. Bau der Blumenstraße. Fahrradhersteller Hahn stellt als erster serienmäßig Fahrräder her. Schließung der Schuhfabrik Globus.

11. Januar

Besetzung des Ruhrgebiets durch die Franzosen.

13. Januar

Die Reichsregierung ruft zum passiven Widerstand gegen die Besetzung auf (Generalstreik). Starke Inflation im Verlauf des Jahres.

25. Januar

Erweiterung des städtischen Gaswerks. Aufhängung der wiedergewonnene n Glocken auf dem Stadtturm.

30. Januar

Erste Theatervorstellung im neuen Saal des Bahnhofhotels: Die Jungfrau von Orleans.

7. Februar

Eröffnung eines Zeitschriftenlesezimmers der Stadtbücherei.

3. April

Neues Leichenhaus im Stadtfriedhof fertiggestellt.

1. Mai

Umwandlung der freien Schneiderinnung in eine Pflichtinnung und Gründung einer Schneiderinnen-Pflichtinnung.

2. Mai

Umwandlung de r fre ie n M ülle rinnung in eine Pflichtinnung. 165

Der Lederfabrikant Fritz Schweizer errichtete für den Liederkranz, dessen langjähriger Vorsitzender er war, als Anbau an das Bahnhofhotel einen Konzert- und Theatersaal, um damit das kulturelle Leben in Backnang zu fördern. Juni

2. Juni

Die Riecker-Stiftung wurde von den Nachfahren des in St. Louis 1918 verstorbenen Ernst Riecker angefochten. Die Stadt schließt einen Vergleich mit den Erben, wonach sich jeder ein Bild heraussuchen kann, doch soll der Gesamt wert der fünf Bilder ein Zehntel des Gesamtwertes der Bilder nicht übersteigen. Einbau einer neuen Uhr auf dem Stadtturm.

15. Juni Zusammenschluß

der Malerinnungen Waiblingen und Backnang zu einer

P flichtinnung. 18. Juni Einweihung des von Otto Weidenmann zum Kriegerehrenmal umgestalteten Vestibüls des

Lehrerseminars. Sommer Einschneidende Wassersparmaßnahmen im ganzen Stadtgebiet. 31. August

1 Dollar = 10 Millionen Mark.

12.

S ep t emb er

1 Dollar = 100 Millione n Mark.

13.

S ep t emb er

Herausgabe von Inflations ge ldsche ine n durch die Stadt.

20. Oktober Tumultartige Szenen auf dem Marktplatz veranlassen die Reichswehr zum

Eingreifen. No vemb er Gründung eines Hilfsvereins für das Seminar Backnang. 8./9. November

166

Hitler-Putsch in München.

Da die Reichsbank mit der Geldentwertung nicht Schritt halten kann und mit dem Drucken der ständig neuen Zahlungsmittel nicht mehr nachkommen kann, gehen Städte und Gemeinden dazu über, ihren Verpflichtungen durch Notgeld nachzukommen.

11. November

Offizielle Eröffnung des von Lederfabrikant Fritz Schweizer für den Liederkranz errichteten Theatersaals des Bahnhofhotels, Bahnhofstrage 7 (Architekt: F. Schneider, Kornwestheim).

15. November Allmähliches

Ende der Inflation durch schrittweise Einführung der Rentenmark (1 Rentenmark = 1 Billion Reichsmark).

6. Dezem ber

1924

22. Februar

P rotestkundgebung auf dem Marktplatz gegen die hohen Lebensmittelpreise. Der Dawes-Plan soll die deutschen Reparationszahlungen neu regeln. Gründung des Süddeutschen Rundfunks in Stuttgart. Herstellung der weltersten Dieselmotor-Straßenwalze bei Kaelble. Pensionierung des letzten Hochwächters Zink. Gründung des Bezirksfeuerwehrverbands und des Verkehrsvereins. Geschäftseröffnungen: Radio-Burgel und Dachdeckergeschäft Ernst Sikler.

Beratung im Gemeinderat über die Verbesserung der Wasserversorgung im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Bezirkskrankenhauses.

Die erste Autofeuerlöschspritze in Backnang (P hoto 1924). 167

15. März

Backnang erhält eine Autofeuerlöschspritze.

11. April

Entfernung der Kastanienbäume in der Unteren Bahnhofstraße.

7. Mai

Stadt schlägt Unter- und Mittelschöntal Vereinigung zu einer Teilgemeinde vor, die von Mittelschöntal abgelehnt wird.

4. Juni Altertumsverein

erhält für seine Sammlungen 2 Räume im Turmschulhaus.

Sommer

Große Wassernot („wasserloser Sommer"). 21.

September

Enthüllung des von Lederfabrikant Fritz Schweizer gestifteten Kriegerdenkmals vor dem Turmschulhaus.

November

Eröffnung Massagepraxis Hermann Holzwarth, Gerberstraße 11 (heute EduardBreuninger-Straße 5).

15. Nov em ber

Eröffnung des neuerbauten Bezirks- Krankenhauses im Benzwasen.

1925 Gründung Motorsportclub Backnang. Gründung einer Schneelauf- und einer Tennisabteilung des Turnvereins. Bau der weltersten Dieselzugmaschine bei Kaelble. Eröffnung Stahlwaren- und Messerschmiedegeschäft Merkle. 14. Januar

Einrichtung einer Haushaltungsschule innerhalb der Volksschule.

April Umzug der

Oberamtssparkasse in die Räume des umgezogenen Bezirkskrankenhauses, Bahnhofstraße 4.

8. April

Aufstellung von Anschlagsäulen in der Stadt.

26. April

Hindenburg wird zum Reichspräsidenten gewählt.

15. Mai

Einweihung des Waldheims auf der Platte.

19. Juni

Stadt erwirbt Motorsprengwa ge n.

20. Juni

Fußballverein erhält Sportplatz in den Etzwiesen.

4. September

Einrichtung eines Lesezimmers in der Stadtbibliothek.

8. S eptember

Einrichtung eines Pferdestalls und Wagenschuppens für den städtischen Bauhof.

20. September 24. S eptem ber

Erstellung einer größeren Halle im Gemeindegarten. Kirchenglocken auf dem Stadtturm erhalten elektrischen Antrieb.

16. Oktober 29. November

Vertrag von Locarno zwischen Deutschland, Belgien, Frankreich, England und Italien.

Einweihung der Kriegergedächtnishalle auf dem Stadtfriedhof (Architekt W. F. Schuh). An den Wänden des Ehrenhofs sind 323 Namen von Gefallenen in Erz verzeichnet.

Dezember Der

168

Platz vor dem Stadtfriedhof wird in eine Anlage umgewandelt. 8811 Einwohner.

1920 baute die Firma Kaelble die erste Motorstraßenwalze (oben), 1926 die

erste Zugmaschine (unten).

Fratz Häuser AG. Backnang/Württernberg

B l a n c h i e r - W e r k s t ät t e d e r Le d e r f a b r i k F r i t z H ä u s e r.

In d u strie

Die 1919 gegründeten Lederwerke in der Unteren Au (Photo etwa 1955).

Neubau der Lederfabrik Fritz Häuser in der Gartenstraße.

169

1926

Stadt erwirbt altes Schlachthaus an der Staige. Gründung einer Schwimmabteilung des Turnvereins. Gründung Verein landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen Backnang.

Jan u ar 7. Mai

Aufstellung von Benzinpumpe n in der Stadt.

Überführung der sechs im Stadtfriedhof begrabenen Franzosen nach Frankreich.

8./9. Mai

Eröffnung des „Sechselberghauses" des Vereins der Naturfreunde.

24. Juni

Die Orgel der Stiftskirche erhält ein Schwellwerk.

8. September

Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund.

16. Oktober

Gründung des Aquarien- und Terrarienvereins.

1927 Verlegung einer Wasserleitung nach Steinbach. Erneuerung der Chorfenster der Stiftskirche. Bildung einer Abteilung Leichtathletik des Turnvereins. Gründung der Kunstkraftsportgruppe „3 Buarts". Bau des Turnerheims auf dem Hagenbach. Geschäftseröffnungen: Schuhgeschäft Schaal, Autowerkstätte Reinhold Philipps, Aspacher Straße 62, Baustoffgroßhandlung Karl Feucht, Haushaltswarenhandlung Traub, Schillerstraße 3 (heute Spielwarengeschäft, Uhlandstr. 3). 25. Februar

Staatsrentamt wird aufgehoben.

März Eröffnung 17. März

Regelung der Platzfrage für die Märkte: Viehmarkt auf der Bleichwiese, Krämermarkt um den Schillerplatz, Geschirrmarkt beim Stadtpfarrhaus.

31. März April

Errichtung eines Kinderspielplatzes beim Turnplatz.

Auffindung von 16 Backenzähnen und zwei Stoßzähnen vom Mammut und zwei Nashornzähnen in einer Gesteinsspalte des Muschelkalksteinbruchs zwischen Marienheim und Sachsenweiler.

7. Mai Juni Juli

24. Ju li 29. August

September 170

der Blechwarenfabrik Otto Maier, Zwischenäckerle.

Inbetriebnahme der Wasserleitung nach Strümpfelbach. Neuausstattung des Rathaussaals. Die Stadt kauft die ehemalige Vogtei Ecke Marktstraße/Postgasse (erst Vogtei, dann Oberamt, 1878 - 1921 Postamt, dann bis 25.2.27 Staatsrentamt, jetzt Nebenstelle des Rathauses als „Stadthaus").

Enthüllung des Kriegerdenkmals in Maubach. Fabrikant Fritz Schweizer (54) gestorben. Vorstand des Liederkranzes und Förderer vieler Vereine und Einrichtungen (Fritz-Schweizer-Saal im Bürgerhaus Bahnhofhotel). Erstellung einer Wagenhalle für die Kraftpost an der Etzwiesenstraße.

Oktober

7. November

Dezember

Eröffnung Elektroinstallationsgeschäft Xaver Rettenmaier, Eugen-AdolffStraße 51 (später Elektra). Eduard Breuninger stiftet Orgel für die Einsegnungshalle auf dem Stadtfriedhof. Herrichten eines Teils der Bleichwiese als Viehmarktplatz.

1928 Nachdem in den Jahren 1925 bis 1927 große Wassernot herrschte, steht das Jahr 1928 im Zeichen der Verbesserung der Wasserversorgung. Es wird bei Ittenberg eine Quelle gefaßt, eine Leitung nach Backnang gebaut und in der Weissacher Straße ein neuer Hochbehälter gebaut. Die neue Quellfassung Ittenberg ist möglich geworden, weil die Stadt der Sulzbacher Teilgemeinde den Anschluß an das Stromnetz ermöglichte. Umbenennung des Oberamtmanns in Landrat. Gründung eines Chores der neuapostolischen Kirchengemeinde. 14. Februar

Stiftsgrundhof wird Backnanger Teilgemeinde (siehe auch 1819).

17. März Änderung 12. Mai

15. Mai 4. Juni 21. Juni 23. Juni

27. Au g ust 26. September

des Verlaufs der „Hexenstäffele ".

Bau einer Hausmeisterwohnung der Volksschule (heute Schiller- und Pestalozzischule). Eröffnung von Omnibuslinien nach Kleinaspach und Sechselberg. Brand in der Lederfabrik Karl Häuser, Ulrichstraße. Brand in der Küferei, Schillerstraße 36 a. Gründung der Ortsgruppe Backnang der National-Sozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei (NSDAP) und der Sturm-Abteilung (SA) im Gasthaus „Linde" bei Anwesenheit des späteren Gauleiters Murr. Reichsaußenminister Gustav Stresemann unterzeichnet den Kriegsächfungspakt „KellogPakt".

Großfeuer bei Lederfabrik Fritz Häuser, Gartenstraße 100.

30. August

Eröffnung des Umspannwerks des Kraftwerks Altwürttemberg (KAWAG) bei Maubach.

28. Oktober

Weihe der Zionskirche der Methodistengemeinde in der Albertstraße.

7. November

Eröffnung der landwirtschaftlichen Winterschule am Etzwiesenberg. 9215 Einwohner. 1929 Die Riecker-Stiftung wird von den USA freigegeben. Der in Philadelphia lebende Adolf Breuninger (Bruder des Kommerzienrats Eduard Breuninger) nimmt sich liebevoll der Stiftung an und bezahlt die Fracht nach Hamburg. Die Fracht von Hamburg nach Backnang übernimmt Eduard Breuninger. Die Urne des Stifters wird im Stadtfriedhof beigesetzt, die Kupferstichsammlung im Kupferstichkabinett Stuttgart gereinigt, geordnet und numeriert (1611 Blatt). 150 der besten Blätter der Riecker-Stiftung werden danach erstmals im Kupferstichkabinett Stuttgart ausgestellt. 171

Young-Plan zur Neuordnung der deutschen Reparationsleistungen.

Gründung Eröffnung Eröffnung Gründung

Verein der Neuhausbesitzer. des Vereinsheims der TSG Fußball am Etzwiesensportplatz. der Wäscherei Lachenmaier. der Hitler-Jugend (HJ) in Backnang.

2,9 Millionen Arbeitslose in Deutschland. 3. Februar

13. Februar 24. März

Eröffnung des Erweiterungsbaus des Vereinshauses, Eduard- BreuningerStraße 13. Einfriedung des Schillerplatzes mit Betonpollern und abschließenden Ketten.

Gemeinderatssitzung: „Der trockene Jahrgang 1928 und die fehlende Winterfeuchte haben einen derartigen Tiefstand in den Quellen hervorgerufen, daß schon seit Weihnachten das ganze Wasser der neuen Quelle bei Ittenberg für d ie Wasserversorgung benötigt wird." Es soll daher ein Tiefbrunnen im Weis-sachtal hinter der Eisenbahnbrücke gebohrt werden.

28. Mai

Chr. Friedrich Stroh gestorben. Der 1848 geborene erwarb am 1. Juli 1875 die Buchdruckerei zum Murrtal-Boten und zog mit dem Betrieb in das von ihm erworbene Haus Ölberg 1. Er leitete Redaktion und Verlag und bekleidete viele Ehrenämter, u. a. war er Gemeinderat und von 1912 bis 1918 Landtagsabgeordneter.

12. Juni

28. Juni

9. Jul i

Änderung der Straßennamen Kronenstraße in Eduard-Breuninger-Straße und Steinbacher- in Eugen-Adolff-Straße, nach den Ehrenbürgern. Umbenennung der Unteren Bahnhofstraße in Bahnhofstraße.

1. August 25. Oktober 10. Dezem ber

Inbetriebnahme der Wasserleitung zum Seehof.

Inbetriebnahme der Omnibus- Linie Backnang- Althütte. Schwarzer Freitag: Ein Börsenkrach in New York löst die Weltwirtschaftskrise aus.

Weihe des Chores der Stiftskirche nach dem Innenumbau mit Freilegung der romanischen Krypta und Verlegung der Orgel von der Chor- auf die Westempore. 9394 Einwohner.

1930 Einrichtung eines Saales der M. Hahnschen Gemeinschaft in Mittelschöntal. Erwin Friederich amerikanischer Meister im Ringen und Gewichtheben. Eröffnung Lohnfuhrunternehmer und Autovermieter Robert Schmid. 1. Januar 24. Februar

172

3,2 Millionen Arbeitslose in Deutschland.

Inbetriebnahme des Hochbehälters auf dem Galgenberg südlich der Stadt mit Aussichtsturm. Von hier erhält nun auch Germannsweiler ausreichend Wasser. Murrtal- Bote : „Mit dem neuen Galgenberg-Wasserbehälter, der Ittenberg-Quelle und dem neuen Tiefbrunnen im Weissachtal ist die Wasserversorgung für die nächsten zwei Jahrzehnte auf einen trefflichen Stand gebracht."

20. März Ernennung April

des Stadtpflegers Karl Friederich zum Ehrenbürger (* 1862, t 1932).

Deutsche Kunstkraftsportmeisterschaften in Backnang.

15. Juni

Eröffnung des Freibades in der Gartenstraße.

12. Ju li

Abbruch des Backhauses in der Schulstraße (heute Am Obstmarkt).

18. Juli

Auflösung des Reichstages.

14. September 10. Oktober

Reichstagswahlen: starker Zuwachs der NSDAP.

Ernennung des Lederfabrikanten Robert Kaess zum Ehrenbürger ('1855, t 1934). 9573 Einwohner.

1931 Bau der Talstraße als Notstandsmaßnahme zur Verbindung der Aspacher Brücke mit der Sulzbacher Brücke und der Straße über die Bleichwiese. Firma Hahn, Stuttgart, eröffnet Filiale in Backnang. Abbruch der im Besitz der Stadt befindlichen Scheune der Wolfschen Mühle (früher Stiftsmühle) und Beseitigung des Mühlkanals. Der aus Amerika heimgekehrte Kunstkraftsportler Erwin Friederich wird G aumeister. Zwei Nationalsozialisten im Gemeinderat. 1. Januar

4,9 Millionen Arbeitslose in Deutschland.

Eröffnung des Erweiterungsbaus der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK). 23. März

Gemeinderatsbeschluß zur Verlängerung der Ludwigstraße bis zur Bürger heimBaustelle.

1. April

Teilgemeindestatus von Ungeheuerhof und Staigacker (seit 1819 Teilgemeinden der Stadt) wird auf Grund der neuen Gemeindeordnung aufgehoben.

4. Ap ril 7. Mai

Gründung des Gewerbeschulve rbands.

Fertigstellung des ersten Kanalstücks zur Sammelkläranlage Neuschöntal (Baubeginn 7. November 1930).

7./8. Mai 7. Ju n i 19.

Starkes Hochwasser der Murr. Wiederwahl von Bürgermeister Dr. Albert Rienhardt.

Ju li

8. September

Starkes Hochwasser der Murr. Realschule erhält Zentralheizung.

14. September

Luftschiff „Graf Zeppelin" überfliegt Backnang.

18. September

Baubeginn des zweiten Kanalstücks zur Kläranlage.

No vember

Bezug des Sparkassenneubaues, Bahnhofstraße 2.

17. No vember

Neues Eisenbahnstellwerk an der Erbstetter Straße.

18. November

Winterhilfe nimmt Tätigkeit auf. 9704 Einwohner. 173

1932

Fernsprecherselbstanschluß. Gründung Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes. Eröffnung Elektrogeschäft Pfeil, Eduard-Breuninger-Straße 25. Eröffnung Musikhaus Klein, Marktstraße 8 (später Gerberstraße 3). Gründung Akkordeon-Orchester unter Vorstand Martin Klein (1948: Hand harmonika- Club, 1951: Harmonika- Ring Backnang).

Januar

Dr. Friedrich Köstlin in Stuttgart gestorben, beigesetzt am 19. Januar 1932 in Backnang. Der am 23. August 1845 in Beilstein geborene war von 1897 bis 1921 Dekan und 1. Stadtpfarrer in Backnang und erwarb sich große Verdienste um die Erforschung der älteren Stadtgeschichte.

Februar

6,2 Millionen

10. April

Wiederwahl Hindenburgs als Reichspräsident im 2. Wahlgang.

24. April

Landtagswahlen: NSDAP wird stärkste Fraktion.

Arbeitslose in Deutschland.

4. Juni

Auflösung des Reichstages.

9. Juli

Vertrag von Lausanne: die deutschen Reparationsleistungen werden praktisch

beendet. 31. Juli 19. August 12. September 2. Oktober

6. November

Reichstagswahlen: NSDAP wird stärkste Fraktion. Eröffnung Metzgerei Bucher, Schillerstraße 43/45. Auflösung des Reichstages. Eröffnung des städtischen Altenheims „Bürgerheim" als Stiftung des Kaufhausgründers Eduard Breuninger und des Lederfabrikanten Robert Kaess. Reichstagswahlen: NSDAP bleibt stärkste Fraktion. 9886 Einwohner.

Das von Eduard Breuninger und Robert Kaess gestiftete Bürgerheim auf dem Hagenbach. 174

D a s d r i t t e R e i c h Z w a n g s a u f lö s u n g G e s a n g v e r e in „ H a r mo n ie ", O r t s g r u p p e d e r S P D ,

W a ld - 1 9 3 3 h e imv e r e in , S c h a c h b u n d , A r b e it e r s c h ü t z e n v e r e in , T u r n e r b u n d , A r b e it e r f a h r r a d - u n d K r a f t f a h r e r b u n d S t e in b a c h , A r b e it e r r a d f a h r e r v e r e in W a ld r e ms , K a mp f g e me in s c h a f t R o t e S p o r t e in h e it d u r c h d ie N S D A P . B e s c h la g n a h mu n g d e s W a ld h e ims . Umwandlung der freiwilligen Innungen in Pflichtinnungen: Schreiner 1. September, Gipser und Schlosser 15. September, Baugewerbe 15. Oktober, Sattler und Tapezierer 1. November, Bäcker und Mechaniker 1. Januar 1934. Gründung der Milchverwertungsgenossenschaft Heiningen. Gründung der Fahrschule Christian Oberbach (seit 1950 Nägele). 6 Millionen Arbeitslose in Deutschland.

1. Januar

Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler; Auflösung des Reichstags.

30. Januar 27. Februar

Reichstagsbrand. Brandstiftung durch den kommunistischen Einzeltäter v. d. Lubbe.

28. Februar

Reichstagsbrand-Verordnung. Repressalien gegen Kommunisten im Reich, auch in Backnang. Der Wahlkampf führt, auch in Backnang, zu extremer Polarisierung des politischen Lebens und zum Teil gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Februar/März

5. M är z

Reichstagswahlen: Knappe Mehrheit f ür die Regierung.

6. M är z

Beseitigung der Länderregierungen.

23.M är z

Umbenennung des Marktplatzes in Adolf- Hitler- Platz. E r mä c ht i gungsges etz .

24.M ä r z

1. Gleichschaltungsgesetz: Umbesetzung der Länderparlamente nach den

31. März

Reichstags-

wahlen. 24. April Benennung der

Wilhelm-Murr-Allee nach dem Gauleiter und Reichsstatthalter (heute Talstraße), des Hindenburgplatzes (heute Am Obstmarkt), und des Papenweges (heute Zur Dilleniusstrage).

20. Juli

August 1. August

12. Au g u s t

Ergebnislose Verhandlungen zwischen Backnang und Steinbach über eine Eingemeindung desselben, bzw. eine Änderung der Markungsgrenze, damit das ganze Areal der Spinnerei Adolf zu Backnang kommt. Bau des Arbeitsdienstlagers im Büttenenfeld. Eingliederung des Murrtalboten in die NS-Presse als nationalsozialistische Tageszeitung. Neugründung der Zimmerer innung.

15. Se p t e m b e r 14. Oktober 15. - 21. Oktober

Gründung Ortsgruppe des Württembergischen Luftsportverbandes. Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund und der Abrüstungskonferenz. Woche des deutschen Handwerks:

Festzüge von Backnang, Oppenweiler und Sulzbach nach Murrhardt. 175

Reichsarbeitsdienstlager auf der Maubacher Höhe

12. November

Reichstagswahlen.

10 069 Einwohner. 1934 Bau eines Milchhäusles zwischen Unter- und Mittelschöntal. Baugenossenschaft errichtet 11 Häuser am Seehofweg. 27. Januar

30. Januar 2. Februar

1. März April

Mai

15. Mai

176

Mit der neuen Kreisordnung werden Kreistag und Kreisrat ihrer Zuständigkeiten beraubt und haben nur noch beratende Funktionen. Alle Entscheidungsbefugnisse gehen auf den Landrat über. Abschaffung der Länderparlamente; Umwandlung der Länder in Reichsgaue.

Benennung der Bismarck-, Moltke- und Admiral-Scheer-, Arndt-, Fichte-, Blücher-und Yorckstraße im neuen Baugebiet zwischen Größeweg und Aspa-cher Straße. Selbständigwerden der Malerpflichtinnung Backnang. Erste Flaggenhissung der HJ-Fahne in der Schule, da angeblich 98 Prozent im Jungvolk organisiert sind. Nach der 25-Jahrfeier wird das Lehrerseminar aufgelöst und dort eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NS-Elite-Schule) eröffnet. Polizeiwachtmeister Hermann Bucke will kurz nach 12 Uhr in der Stuttgarter Straße vor der Möbelfabrik Sorg einen ihm verdächtig erscheinenden Mann kontrollieren. Dieser weigert sich, zieht eine Pistole und erschießt Bucke mit drei Schüssen. Der etwa 26jährige Täter flieht über den Bahnhof und die Mau- bacher Höhe in Richtung Ungeheuerhof. Der Arbeitsdienst, Landjäger, Schutzleute und SA nehmen die Verfolgung auf und umzingeln den Täter beim Ungeheuerhof. Da er sich nicht ergeben will, erhält er einen Schuß in den Kopf und muß ins Krankenhaus eingelie fert werden. Später vor Gericht gestellt und hingerichtet.

Feier zum 1. Mai 1934 auf der Bleic hw ies e. Rec hts anges c hnitten die Lederfabrik Sc hw eizer.

16./17. Mai

2. August 8. September

Den Tod Buckes nehmen die Nazis zum Anlaß, bei Kommunisten und Sozialdemokraten Hausdurchsuchungen vorzunehmen. Viele werden festgenommen und ins Konzentrationslager Fort Oberer Kuhberg, Ulm, eingeliefert. Im Laufe des Jahres und Anfang 1935 erfolgen weitere Einlieferungen in Konzentrationslager. Tod Hindenburgs; Hitler Reichspräsident.

Seit einem Jahr arbeitete der Arbeitsdienst in der oberen Walke, um der Murr ein neues Bett zu schaffen. Dabei wurden große Massen Bodens bewegt. Jetzt fließt die Murr entlang dem Neubau der Firma Fritz Häuser durch das neue Bett. Dadurch entstand ein neues Stadtbild. 10 574 Einwohner.

1935 Bau eines neuen Schulhauses in Steinbach. Renovierung des Stadtturms und Freilegung des Fachwerks. Enthüllung des von Paul Reusch gestifteten Gefallenendenkmals am Strümpfelbacher Friedhof mit einer Figurengruppe von Fritz Behn. Bau des Milchwerks, Maubacher Straße 21. Baugenossenschaft errichtet 8 Einfamilienhäuser an der Walksteige. Einrichtung einer Schwesternstation in Steinbach. Die Stadt erwirbt Neuschöntal mit etwa 7 ha Grundbesitz. 1. Jan u ar 30. Januar

Gründung des Briefmarkensammler vere ins. Neue Gemeindeordnung.

Durch die neue Gemeindeordnung werden alle demokratischen Einrichtungen ausgeschaltet und das Führerprinzip auch auf kommunaler Ebene kompromißlos eingeführt. Eine einflußreiche Stellung in der Gemeindeverwaltung übernimmt der Beauftragte der NSDAP. Die Stadt erwibt das Küblersche Hofgut in Sachsenweiler mit etwa 21 ha als Voraussetzung für die Erstellung der Nebenerwerbssiedlung Sachsenweiler. 177

13. März

16. April 24. Juli

15. September 18. September

5. Oktober 17. D ezember

Ernennung von Paul Reusch (1868 - 1956) zum Ehrenbürger von Strümpfelbach. Einführung der allgemeinen Wehrpflicht.

Der Bürgermeister von Unterweissach teilt der Stadt mit, daß die Mehrheit der Einwohner des zu Unterweissach gehörenden Teilorts Sachsenweilerhof, die Eingliederung nach Backnang beantragt haben. Der Sachsenweilerhof hat eine Markungsgröße von 69 Hektar, 59 Ar, 91 Quadratmeter und eine Bevölkerung von 30 Einwohnern. Reichsparteitag verkündet Nürnberger Gesetze.

Auftrag zum Bau der Treppe Am Koppenberg aus privaten Spendenmitteln vergeben. Großbrand der Lederfabrik Louis Schweizer, Sulzbacher Straße 10. Umbenennung der Emil- in Horst- Wessel- Straße (heute Panoramaweg). 10 964 Einwohner.

1936 - 1938 Baugenossenschaft errichtet 62 Häuser in der Sachsenweilersiedlung.

Bau der Umgehungsstraße (heute B 14) mit einer Länge von 5,5 km. Fünf Brükken müssen gebaut werden, nämlich über die Aspacher Straße, dann zwei Eisenbahnbrücken, die Brücke im Zuge der Erbstetter Straße und das 435 m lange und 28 m hohe Murrtal-Viadukt. 1936 Inbetriebnahme der Kläranlage in Neuschöntal.

Auflösung der katholischen Konfessionsschule. Umzug des Kreditvereins (heute Volksbank) in das Gebäude Schillerstraße 18. Bau einer neuen Eisenbeton-Etzwiesenbrücke als Ersatz für die seit 1920 bestehende Holzbrücke. (Gesprengt am 20. April 1945 durch deutsche Truppen.) Unter dem Namen „Otellos" wird die Doppel-Schleuderbrettgruppe des Kraftsportvereins 1920 Backnang erstmals Deutscher Meister, mit Wilhelm Traub, Wilhelm Müller, Otto Rapp, Erich Fellmeth, Hugo Öttinger und Otto Gier. 23. Februar

1. August 24. August 23. November

178

Einweihung der evangelischen Kirche Steinbach (späterer Name Stephanuskirche). Gebaut nach Plänen von Architekt Nußbaum. Olympische Spiele in Berlin. Einführung des zweijährigen Wehrdienstes.

Auflösung des Verschönerungsvereins, bzw. Eingliederung in den Verkehrsverein. 11 201 Einwohner.

1937 Wiederaufbau der Lederfabrik L. Schweizer, Sulzbacher Straße 10 (Architekt Georg Stahl, Stuttgart). Bau der Robert-Kaess-Siedlung westlich der Stadt. Gründung des Siedlervereins Sachsenweiler und des Siedler- und Kleingärtnervereins Robert-Kaess-Siedlung. Murrausräumung am Scheitelrain. M är z 9. Oktober

Bezug des ersten Wohnhauses der Sachsenweilersiedlung.

Zusammenschluß der Vereine der Althausbesitzer und der Neuhausbesitzer zum Haus- und Grundbesitzerverein. 11534 Einwohner.

1938 Rodung des Schneckenbühls bei Sachsenweiler. Eröffnung des Kindergartens im Benzwasen. Bau einer Schlachtviehhalle am Schlachthof. Messerschmiedemeister Wilhelm Merkle, Schilterstraße 30, erwirbt das Gebäude Schillerstraße 11 als künftigen Geschäftssitz. Segelfliegergemeinscha ft baut Flugzeughalle auf der Maubacher Höhe. Gebäude Marktstraße 42 wird „Haus der NSDAP'. Eröffnung der Metzgerei Kurz, Uhlandstraße 21_ (Firmengründung 1932 in Marbach). Gründung der Firma Gartenarchitekt Benignus, Weissacher Straße 81. 12. März

Deutsche Truppen marschieren in Österreich ein. der ehemaligen Wolfschen Mühle (früher Stiftsmühle).bei der Sulz-bacher Brücke. Nach dem Abbruch ein neues Stadtbild: Es kommt die Stadtmauer zum Vorschein mit den alten Häusern und Scheunen darauf.

März/April Abbruch

22. Juli Eröffnung der

Stadthalle auf der Maubacher Höhe als Fest- und Sporthalle (Architekt: Otto Nußbaum).

11. August

Gemeinderat beschließt Kauf eines Führerportraits für den Ratssaal.

15. August Eröffnung

der neuen Umgehungsstraße und des Murrtalviadukts (viertgrößte Eisenbetonbrücke Deutschlands). Am 20. April 1945 durch deutsche Truppen gesprengt, wurde es 1947/49 als Stahlkonstruktion wiedererbaut.

29. September

1. Oktober

9. Novem ber

Konferenz von München: Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland einigelt sich über die Abtretung des Sudetenlandes an das Reich. Deutsche Truppen marschieren ins Sudetenland ein. Neueinteilung der Landkreise: Aufhebung der Oberämter Gaildorf, Marbach, und Welzheim und Bildung des Landkreises Backnang. Reichskristallnacht: organisierte Ausschreitungen gegen Juden. In Backnang ist es ruhig, es war jedoch schon zuvor und insbesondere danach zu behördlichen Schikanen gegen die wenigen Backnanger Juden gekommen. 179

Die Stadthalle kam als einziger der geplanten Großbauten des Dritten Reic hes zur Aus führung.

180

Am 15. August 1938 wurde der imposante Stahlbetonbau des Murrtalviadukts eröffnet. 1 9 3 9 Erste Luftschutzmaßnahme n; Stollenba u. Erstmals Reifeprüfung an der Oberschule. Eröffnung des Filmtheaters, Eduard-Breuninger-Straße 23 (Architekt Otto Nußbaum). Eröffnung des Raumausstattergeschäfts Remmele, Marktstraße 23 (Firmengründung 1936 in Schwäbisch Hall). 15. März 23. August

1. September

Deutsche Truppen besetzen die Tschechoslowakei. Deutsch-sowjetischer Freundschaftsvertrag: Aufteilung Polens in Interessensphären. Deutschland eröffnet ohne Kriegserklärung den Krieg gegen Polen.

Die Sachsenweilersiedlung. 181

Der Zweite Weltkrieg

Der 2. Weltkrieg unterbindet alle Planungen in der Stadt wie neue Wohngebiete, NSV-Heim, Gesundheitsamt und Schule auf der Maubacher Höhe, ein großes Forum mit Landratsamt, Parteihaus, Feierhalle und Kundgebungsplatz auf dem Burgberg, das Finanzamt auf dem Schillerplatz und die Innenstadtsanierung. Das allgemeine Leben wird im Laufe des Krieges zunehmend eingeschränkt, Nahrungsmittel und Konsumgüter rationiert. Da die meisten Männer im Krieg sind, müssen die Frauen Männerarbeiten in den Fabriken verrichten.

3. September

Großbritannien und Frankreich erklären Deutschland den Krieg.

11 601 Einwohner. 1940 14. Februar

Der Reichsstatthalter von Württemberg bestimmt die Eingliederung der Gemeinde Steinbach in die Stadt Backnang mit Wirkung vom 1. April 1941. Seit 1920 bemühte sich die Stadt um die Eingemeindung, da die Spinnerei J. F. Adolff Betriebsstätten auf beiden Markungen besitzt und es daher bei der Gewerbesteuerverteilung immer wieder zu Schwierigkeiten kam.

1. April Bis

26. Juni

22. Juli

1941 9. Januar 1. April

zu diesem Zeitpunkt war die Volksschule Backnang nur ein Schulkörper. Bedingt durch die hohe Schüler- und Klassenzahl wird die Trennung in eine voll ausgebaute Knaben- und Mädchenvolksschule vollzogen.

Auf Grund der vom Reichsstatthalter verfügten Eingliederung von Steinbach in die Stadt treffen die Stadt Backnang und die Gemeinde Steinbach eine Vereinbarung über die Eingliederung. Großbrand der Ziegelei Wieland, Maubacher Straße 12. Die Stadt kauft danach das gesamte Areal der Ziegelei mit rund 8 Hektar als Baugrund. 12 576 Einwohner. Bildung der „Vereinigten Männerchöre" aus Liederkranz, Liedertafel und Sängerabteilung des Turnvereins. Die Juden werden zum Tragen des Judensterns gezwungen.

Eingliederung von Steinbach nach Backnang.

22. Ju n i Beginn

des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion ohne Ankündigung.

11. August Friedrich

Funk gestorben. Der am 5. April 1858 in Schorndorf geborene war lange Jahre Rektor der Backnanger Mittelschule und in den 20er und 30er Jahren ein bekannter Backnanger Heimatforscher.

11. Dezember

1942 3. Februar

182

Deutschland erklärt den Vereinigten Staaten den Krieg.

Tod von Stadtkapellmeister Ernst Steiner, der die Stadtkapelle von 1919 leitete und aus ihr eine gute, angesehene Kapelle gestaltete. Vier Backnanger Kirchenglocken müssen abgeliefert werden: eine 657 kg schwere Glocke aus dem Jahr 1821, eine 164 kg schwere Glocke aus dem Jahr 1921 und eine 230 kg und eine 1295 kg schwere Glocke aus dem Jahr 1922.

28. März

Zwei Steinbacher Kirchenglocken müssen abgeliefert werden, und zwar die 276 kg und 1635 kg schweren Glocken, die 1935 angeschafft wurden. des Gewerbevereins. 12614 Einwohner.

2. Dezember Auflösung

1943 31. Januar

Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad.

1. April

Gründung der Baugewerke- Innung Backnang (Maurer, Zimmer le ute, Gip ser).

13. Mai

Kapitulation der deutschen Truppen in Nordafrika,

9. Juli

Landung britisch-amerikanischer Truppen in Sizilien. 12 636

1944 13. Februar

Einwohner.

Gründung Bezirksgruppe der Siedler. Gründung Verein der Gartenfreunde.

21. Februar 40

Gebäude der Stadt werden durch Fliegerbrandbomben mehr oder weniger stark beschädigt. Die Schäden werden sofort behoben.

6. Juni

Landung britisch-amerikanischer Truppen in Frankreich (Invasion).

20. Juli

Mißlungenes Attentat Stauffenbergs auf Hitler.

10. September

Luftangriff auf den nordwestlichen Stadtrand. Dach- und Fensterschäden in der Robert-Kaess-Siedlung.

11. S eptem ber

A lliierte Streitk räf te erreichen die R eichsgrenze.

Männer zwischen 16 und 60 Jahren werden, soweit sie nicht bereits an der Front stehen, zum Volkssturm aufgerufen.

Oktober Alle

November

Der Backnanger Volkssturm ist durchorganisiert. In der zweiten Volkssturmkompanie organisiert Kompaniechef Richard Coppenrath mit Eugen Wohl- farth und Franz Hopfensitz eine Widerstandsgruppe mit dem Ziel, die Stadt kampflos an die Amerikaner zu übergeben.

9. Dezem ber

Durch Flieger- Sprengbomben wird in Steinbach ein Haus schwer beschädigt.

Dezember

In der 70. Lebensmittel- Zuteilungsperiode im Dezember gibt es eine Sonderzuteilung für Weihnachten mit 250 Gramm Fleisch und zwei Eier je Verbraucher und für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren 125 Gramm Süßwaren. Durch die schweren Abwehrkämpfe an allen Fronten häufen sich die Traueranzeigen Gefallener. Es ist erschütternd etwa zu lesen: „Im blühenden Alter von 35 Jahren ist er seinem lieben Bruder nach 9 Monaten und seinem lieben 1 Schwager im Tod nachgefolgt", oder „ . . . nach 5 /2jähriger treuer Pflichterfüllung bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten im blühenden Alter von 26 1 /2 Jahren seinen beiden Brüdern nachgefolgt". 183

21. Dezember Der vor dem Dritten Reich sehr bekannte und beliebte Gemeinderat und

Sozialdemokrat Wilhelm Erlenbusch gestorben. Der aktive Gewerkschafter war Gründer bzw. Mitbegründer des Backnanger Konsum, des Waldheims, des Gerbervereins und der Baugenossenschaft. 12 850 Einwohner.

1945 Januar Jagdbomber über Backnang. Ein Benzinkanister fällt auf einen Schuppen. Februar Der einzige noch in Backnang lebende Jude (Feigenheimer) wird ins KZ

There-sienstadt eingeliefert. Er überlebt den Krieg. 22. Februar Jagdbomberangriff auf Bahnhof und Stadtmitte durch Bomben und Bordwaf-

fen. 53 Gebäude beschädigt. 2.

März Jabo-Angriff auf die Stadtmitte; 20 Gebäude beschädigt.

26. März

Panzeralarm. Die Stadt gerät in große Aufregung. Die Partei versucht vergeblich die Bevölkerung zu evakuieren, da die Stadt verteidigt werde.

31. März Tieffliegerangriff mit Schwerpunkt Bahnhof; 18 Gebäude zum Teil schwer

beschädigt.

H ar te Kämpfe um H eilbr onn.

3.

Ap ri l

4.

April Bomben mit dem S chwerpunkt Murrtalviadukt. 60 Gebäude beschädigt,

davon 4 total. 6. April Bomben mit dem Schwerpunkt Benzwasen. 36 Gebäude leicht beschädigt. 12. April

Tieffliegerangriff auf den Ostteil der Stadt. 16 Gebäude mit Dach- und Fensterschäden.

15. April Bei Bombenangriff 34 Gebäude in der ganzen Stadt beschädigt. Totalschaden an

der Landwirtschaftlichen Winterschule, in der das Hilfskrankenhaus untergebracht war. 14 Tote. 16. - 18. April 17. April

19. April

Amerikanische Truppen dringen auf die Löwensteiner Berge und ins Lautertal vor, Beginn des sowjetischen Angriffs auf Berlin. Die Amerikaner besetzen Mainhardt und Schwäbisch Hall. Artilleriebeschuß nachmittags von Löwenstein aus. Einschläge in der Schillerstraße und Umgehungsstraße. Einige Gebäudeschäden.

19./20. April Im Auftrag des Volkssturms gehen Fritz Munz und Hermann Krimmer als

Parlamentäre den A merikanern ins Lautertal entgegen um sie um Schonung der Stadt zu bitten, da sie nicht verteidigt werde.

184

20. April

Parlamentär Fritz Munz gerät mit seinem Fahrrad auf eine Mine; mit 42 Jahren läßt er sein Leben für seine Heimatstadt Backnang. Er hinterläßt Frau und 5 Kinder. Hermann Krimmer erreicht die Amerikaner im Lautertal. Tagebuch des 397. US-Regiment: „Am frühen Morgen des 20. April hatte ein Abgesandter des Volkssturms aus Backnang gemeldet, daß Oppenweiler und Backnang frei von deutschen Truppen seien. Mittags marschierte das III. Bataillon nach Backnang und besetzte die Stadt ohne Zwischenfälle." Da von den beiden Parlamentären keine Nachrichten eintreffen, wird noch ein Dritter, nämlich Robert Pantle, Fritz Munz läßt sein Leben als Parlamentär nachgesandt. für seine Heimatstadt In der Nacht zum 20. April werden die Brücken und Backnang. Stege mit bewaffneten Volkssturmmännern besetzt mit dem Auftrag, ein Sprengen möglichst zu verhindern. Ein bewaffneter Einsatz gegen Soldaten der Wehrmacht war ausdrücklich untersagt. In der Zeit zwischen 4 und 4. 30 Uhr gelingt es den Sprengkommandos der Wehrmacht, zum Teil mit Waffengewalt, fünf Brücken und drei Fußgängerstege zu sprengen. Bei diesen Sprengungen werden rund 1000 Häuser mehr oder weniger beschädigt, zum Teil handelt es sich um Totalschäden, wie etwa beim früheren Gasthaus zur „Krone'. Durch die Brückensprengungen werden Stadtteile rechts der Murr von der Wasserversorgung abgeschnitten, auch die Gas - und Telefonleitungen wurden zerstört.

21. Apr il

B esetzung v on Winnenden, Gaildorf , Schorndorf und Waiblingen. Beschuß

Backnangs durch deutsche Artiller ie : Einschläge in der Stuttgarter und Weissacher Straße. Drei Todesopfer. Gebäudeschäden. 22. Apr il

B esetzung v on Stuttgart durch amerik anische und f ranzösische Truppen.

Das gesprengte Murrtalviadukt.

1 85

Mit der Besetzung durch die Alliierten werden alle politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Vereinigungen aufgelöst. Verbot des Murrtal- Boten durch die Amerikaner. Die Bevölkerungszahl steigt durch die zunehmende Zahl von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen stark an, die notdürftig in Barackenlagern untergebracht sind. Die wirtschaftliche Lage der Bevölkerung ist äußerst schlecht, fehlt es doch nicht nur an Lebensmitteln und Bekleidung, sondern überhaupt an allem. Besonders drückend wird der Wohnraummangel empfunden. In vielen Familien herrscht große Sorge über das Ergehen der Männer, Väter und Söhne, die bei der Wehrmacht im Einsatz waren.

Die Zeit der Besatzung

April/Mai

Die amerikanische Besatzungsmacht gibt das Werk der Firma J. F. Adolff AG den Fremdarbeitern aus Rußland und Polen für drei Wochen zur Plünderung frei. Es wird großer Schaden angerichtet.

1. Mai

Regierungsübernahme durch Großadmiral Dönitz.

8. Mai

Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht.

Das Standesamt Backnang registriert 756 Kriegsverluste, davon 447 Gefallene und 309 Vermißte. 26. Mai

Im ehemaligen Lehrerseminar, in der früheren Villa Kaess, Erbstetter Str. 56 und in Barackenlagern bei der Firma Adolff werden die in ehemals besetzten Gebieten zur Arbeit in Deutschland zwangsverpflichteten Fremdarbeiter bis zu ihrer Repatriierung untergebracht.

Mai/Juni

Juni

Der Zeitungsverlag Fr. Stroh druckt mit Genehmigung der Militärregierung „Amtliche Nachrichten", die meist samstags erscheinen und am 2. April 1946 letztmals herausgegeben werden.

Bildung einer 60 Mann starken Hilfspolizei gegen Ausschreitungen, Plünde rungen und Diebstähle der befreiten Fremdarbeiter.

16. Juni

Auf Vorschlag von Bürgermeister Eugen Wohlfarth ernennt die Militärregie rung Bauing. Fritz Tränkle wegen dessen Englischkenntnissen zum 1. Bürgermeister, Eugen Wohlfarth begnügt sich mit dem Posten des 2. Bürgermeisters.

20. Juni

Erste Zusammenkunft der 15 Landräte von Nord-Württemberg auf Einladung des Backnanger Landrats Dr. Rienhardt in der „Sonne-Post" in Murrhardt wird zum Neubeginn des staatlichen und demokratischen Lebens.

Juli - September Die

Trümmer der gesprengten Murrbrücken werden durch ehemalige Parteigenossen der NSDAP und Betriebsbelegschaften beseitigt.

August Bildung eines Arbeitsausschusses für den Wiederaufbau mit den Aufgaben: Bau von provisorischen Brücken (Aspacher und Sulzbacher Brücke), denn durch die Brückensprengungen ist die Stadt ohne Strom und Gas und teilweise auch ohne Wasser. Brennstoffbeschaffung für den Winter 1945/46, Instandsetzung der beschädigten Wohnungen und Unterbringung der obdachlosen Familien. 186

14.

September

15.

September

Die erste Nachkriegsregierung unter Ministerpräsident Dr. Reinhold Maier nimmt in den amerikanischen Besatzungszonen Nordwürttemberg und Nordbaden unter dem Landesnamen Württemberg-Baden ihre Arbeit auf. Die Proklamation durch die Amerikaner folgt am 19. September nach. Entfernung der am 19.6.1909 aufgestellten Bismarck- und Moltkedenkmäler von der Grünanlage am Bahnhofplatz. Auf Anordnung der Militärregierung Backnang erfolgt die Entnazifizierung und Entmilitaris ierung der Straßennamen: 23 Straßennamen werden geändert.

1. Oktober Mit Genehmigung November Gründung 18. November

8. D ezember 27. Dezember

der Militärregierung Backnang ist wieder Schulbeginn. 6.

einer Ortsgruppe der Sozialdemokraten.

Gründung der Ortsgruppe der christlich sozialen Volkspartei (CSV), ab Januar 1946 Christlich- Demokratische Union (CDU). Gründung des Württ. Gärtnereiverbands Backnang- Schwäbisch Hall. Mit der Ernennung von Bürgermeister Fritz Tränkle zum Landrat wird Eugen Wohlfarth wieder alleiniger Bürgermeister. Gründung des „Kreisausschuß für Jugendpflege und Volksbildung" durch die Militärregierung. Der ehrenamtliche Geschäftsführer Wilhelm Traub erhält die Vollmacht der Militärregierung zur Wiedergründung von Vereinen und zur Förderung kultureller Veranstaltungen. 12 926 Einwohner.

1946 Vereinsgründungen: Vereinigte Männerchöre (Liederkranz, Liedertafel, Sängerabteilung des Turnvereins), Backnanger Lehrerverein. Die gebildete Ortsgruppe des Verbands der Kriegsbeschädigten wird von der Militärregierung wegen des Worts „Kriegsbeschädigte" nicht genehmigt (Wiedergründung 1947). Gründung der Volkshochschule. Neugründung der Naturfreunde und einer Jugendgruppe der Naturfreunde durch Wilhelm Traub. Bildung eines Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt. 27. Januar

Wahl eines Gemeinderats nach demokratischen Grundsätzen. Rückkehr zum Prinzip der freiheitlichen Ordnung und gesetzmäßigen Verwaltung. Wiedererweckung und Entfaltung des sozialen Lebens aus völligem Stillstand.

Februar

1. April

Das Gaswerk wird nach 10monatigem Stillstand wieder in Betrieb genommen. Bau der Etzwiesenbrücke. Der ehemalige Daimler-Motorenprüfstand wird städtischer Bauhof. Albert Tittel wird als Stadtkapellmeister gewonnen. Er führt die Stadtkapelle als Dirigent und Komponist zu vielen Erfolgen. Eröffnung der Caritas-Bezirksstelle.

187

15. April

Bei der Wahl zum Bürgermeister durch den Gemeinderat erhält Dr. Walter Baumgärtner 15 Stimmen, Eugen Wohlfarth 9. Der bisherige Bürgermeister Eugen Wohlfahrt wird Ratschreiber und Standesbeamter.

11. Mai

Gründung der Sportvereinigung Backnang - der späteren TSG - aus den früheren Vereinen Turnerbund, Turnverein, Fußballverein und Kraftsportverein. Erster Vorsitzender ist Wilhelm Traub.

1. September

Der Elektrokonzern AEG (Allgemeine ElektrizitätsDr. Walter Baumgärtner, Gesellschaft), der ca. 90 Prozent seiner Betriebe im Backnanger Stadtsowjetischen Sektor von Berlin bzw. in der sowjeti- oberhaupt von 1946 bis schen Besatzungszone hat, gibt auf und eröffnet in 1966. Backnang, Gerberstraße 33 in ehem. Gerbereigebäuden der Lederfabrik Fritz Häuser AG einen Reparaturbetrieb für Kühlschränke. Am 1. November folgt eine Abteilung Fernmeldetechnik nach.

19. O ktober

Attentat von NS-Anhängern auf die Spruchkammer (Entnazifizierung) im Stadthaus. 15 412 Einwohner.

1947 Gründungen: Kreisjugendring, Hundesportverein, Sing- und Volkstanzgruppe der Heimatvertriebenen, Frauenabteilung der Liedertafel. - Austritt der Liedertafel aus den Vereinigten Männerchören. Bildung eines Ortsverbandes der Freien Demokratischen Partei (FDP). Wiedergründung des 1946 gegründeten VdK, der wegen des Worts „Kriegs"beschädigten von den Amerikanern verboten worden ist als Verband der Körperbehinderten, Sozialrentner und Hinterbliebenen (VdK). Erweiterung des Stadtfriedhofs. Im Plattenwald fallen 32 ha städtische Waldfläche dem Borkenkäfer zum Opfer. Hier entsteht später die Plattenwaldsiedlung. Backnanger Baugenossenschaft errichtet als Versuch zur Beseitigung der Wohnungsnot ein Lehmhaus in der Ostendstraße 28 in der Sachsenweilersiedlung. Einrichtung der Metropol-Lichtspiele im Saalbau des „Engel", Am Schillerplatz 6 (ab 1.1.1952 Kammerlichtspiele, ab 25.4.1952 Central-Theater). 1. Januar

Amerikanische und britische Besatzungszone zur Bizone zusammengeschlossen.

24. Juni 541

2. August

Durch das Verbot des Murrtal- Boten seit 20. April 1945 ist Backnang ohne Tageszeitung. Jetzt erscheinen regelmäßig die „Backnanger Nachrichten" (Verlag Württ. Zeitecho, Schwäbisch Hall).

O ktober

188

Mennoniten aus Rußland und Galizien kommen nach Backnang. Weitere kommen später nach.

Gründung der Elektro- Innung Backnang.

7. Dezember

Gemeinderatswahlen: CDU 38,5%, SPD 27%, DVP/FDP 16%, KPD 13 0/o, Freie Wähler 5,5 Wo. 16 558 Einwohner.

1948 Bohrung eines neuen Tiefbrunnens beim Freibad zur Verbesserung der Wasserversorgung. Eröffnung der ARWA-Strumpffabrik in der Gerberstraße 34 nach Enteignung und Flucht aus der sowjetischen Besatzungszone (1952 Umsiedlung nach Unterrot). Umwandlung der Backnanger Baugenossenschaft in Kreisbaugenossenschaft. Eröffnung des Optikergeschäfts Pöllich, Uhlandstraße 7. Das 1932 gegründete Akkordeon-Orchester nennt sich bei der Wiedergründung Handharmonika- Club; seit 1951 Harmonika- Ring Backnang (HRB). Eröffnung des Stoffgeschäfts Weingärtner, Uhlandstrage 39 (Firmengründung 1932 in Arzis/Bessarabien). - Heute Singer, Marktstraße 5. 29. Februar

Der im April 1946 durch den Gemeinderat gewählte Bürgermeister Dr. Walter Baumgärtner wird mit 96 Prozent der abgegebenen Stimmen von der Bevölkerung bestätigt.

20./21. Juni

In den drei Westzonen (ohne Westberlin) wird die Währungsreform durchgeführt. Jeder Deutsche erhält eine Kopfquote von zunächst 40 DM. Am 23. Juni wird in der Sowjetzone eine neue Währung eingeführt. Darauf wird die Gültigkeit der DM auf West-Berlin ausgedehnt.

23. Juni

Gründung des Verkehrs- und Heimatvereins als Nachfolger des 1884 gegründeten Altertumsvereins, des 1901 gegründeten Verschönerungsvereins und des 1942 gebildeten Fremdenverkehrsvereins. Im Juni 1965 Umbenennung in Heimat- und Kunstverein.

1 9 . A ugust Ok tober

Gründung des Fußballclubs Viktoria Backnang.

Bei den ersten Deutschen Kunstkraftsportmeisterschaften nach dem 2. Welt krieg in Backnang erringt d ie Schleuderbrettgruppe des Kraftsportvereins unter dem Namen „Rondos" die zweite Deutsche Meisterschaft mit Kurt Freimann, Otto Rapp, Heinz Schie fer, Otto Gier und Werner Eckstein. Die Sportvereinigung Backnang gewinnt fünf Deutsche Meisterschaftstitel. Der internationa le Sportbetrieb kommt wieder in Gang: Schauturnen der besten Turner von Bern/Schweiz und Stuttgart in Backnang. 17404 Einwohner.

189

1949 Die Bundesrepublik Deutschland

3. April

27. Apri l

Mit der Währungsreform am 20./21. Juni 1948 wird die wirtschaftliche Belebung eingeläutet. Weitere Voraussetzungen für das, was später als Wirtschaftswunder bezeichnet wird, ist die Bildung der Bundesregierung. Am 23. Mai 1949 tritt das Grundgesetz in Kraft, am 14. August wird der erste Bundestag gewählt, der in seiner ersten Sitzung am 15. September Konrad Adenauer zum Bundeskanzler wählt. Am 12. September erfolgt die Wahl von Theodor Heuss zum ersten Bundespräsidenten. In Backnang harrt eine vielseitige Aufbauarbeit der Verwirklichung. Die Fol gen des Krieges, das Hereinströmen von Heimatvertriebenen und Flüchtlin gen aus der sowjetischen Besatzungszone hat eine Wohnungsnot zur Folge, wie sie keine andere Zeit der neuen Geschichte bisher erlebt hat. Auch die öffentlichen Einr ichtungen genügen nicht mehr den Erfordernissen. Neben dem Wohnungsbau, dem Ausbau der Wasserversorgung, der Murrkorrek- tion und dem Bau von Schulen und Sportstätten kommt im Laufe der Jahre ein Problem auf die Stadt zu, das durch den steigenden Wohlstand und der davon ausgelösten Motoris ierung entstanden ist, der Ausbau des Straßennetzes. Neubau der Brücke Neuschöntal. Vergrößerung des Schlammsees bei der Kläranlage in Neuschöntal. Durchführung von Dauerversuchen zur Vergasung des Klärschlamms. Einrichtung Jugendheim und -herberge in der Stadthalle. Einrichtung von Wohnungen in der ehemaligen Knappschen Mühle in Neuschöntal. Einweihung des methodistischen Gemeindesaals in Maubach. Gründung Neubürgerbund. Württ. Schwerathletikmeisterschaften in Backnang. Gründung der Bauunternehmung Heinrich Fleischmann. Es enstehen 197 neue Wohnungen. Die Scheune der „Sonne", Stuttgarter Straße 27 bricht am Konfirmationstag ein. Nach dem Nachmittagsgottesdienst befinden sich die jungen Leute gerade auf dem Heimweg. Ein Te il war an der Scheune schon vorbei, der andere befand sich zwischen Stiftskirche und „Sonne". Niemand wurde verletzt.

Rötleshof beantragt Ausge me ind ung beim Landrat. Der Antrag wird abge lehnt.

1. Juli Wiedererscheinen des 1945 mit Druckverbot belegten Murrtal- Boten. 14. August

1. September 1. Oktober

Eröffnung der Metzgerei Bollinger, Wilhelmstraße 15, heute Karlstrage 15.

Zusammenlegung des früheren Murrtal- Boten mit den Backnanger Nachrichten zum „Backnanger Tagblatt".

7. Oktober

190

Bundestagswahlen: CDU 32,33 %, SPD 22,96%, DVP 16,990/o, KPD 11,62 %, DG/BHE 160/o. Gewählt ist D. Dr. Eugen Gerstenmaier (CDU).

Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), im Bereich der sowjetischen Besatzungszone einschließlich dem sowjetischen Sektor von Berlin.

Die Maschinenfabrik Carl Kaelble in der Wilhelmstraße . (Photo etwa 1960).

1959 errichtetes Fabrikgebäude

der Lederfabrik Hodum neben der Etzwiesenbrücke.

Die Industriestraße, ein neues Gewerbegebiet im Süden der Stadt: Elektra Backnang, Backnanger Holzwarenfabrik Schiller und Autohaus Mulfinger (von links nach rechts).

Industrie 191

1950 Erneuerung der Ortsbausatzung. Gründung der Kreisgruppe der Landsmannschaft der Sudetendeutschen. Umbenennung der am 11.5.1946 gegründeten Sportvereinigung Backnang in Turn- und Sportgemeinde Backnang 1846 e.V. (TSG). Gründung der Firmensportgruppe der Spinnerei Adolff. Eröffnung der Johannes- Apotheke, Am Burgplatz 3. Es entstehen 203 neue Wohnungen. Januar Die AEG-Fernmeldetechnik konzentriert sich ganz auf Backnang. Die Zweigstellen in Memmingen und Oldenburg wurden in den letzten 12 Monaten nach Backnang verlegt. An der Etzwiesenbrücke wird eine Baracke (später Jugendzentrum) aufgestellt. Die Belegschaft ist auf ca. 600 Personen angewachsen. April

Die Firma AEG gibt bekannt, daß der Kühlschrank-Betrieb, Gerberstraße 33, im Sommer nach Kassel verlegt wird. Die AEG- Fernmeldetechnik übernimmt einen Teil der ca. 150 Personen starken Belegscha ft und die gesamte freiwerdende Mietfläche.

13. Mai

Eintreffen von 4 Glocken für den Stadtturm.

24. Juni

Vereinbarung mit dem Ausgemeindungsaus-schuß Steinbach, der seit 1946 die Ausgemein-dung aus Backnang anstrebt. Damit endgültiger Verbleib Steinbachs bei der Stadt.

23. Juli

Beginn des ersten Bauabschnitts der Plattenwaldsiedlung mit 50 Häusern.

5. August

Charta der Heimatvertriebenen verkündet (Gewaltverzicht, aber Recht auf Heimat und Selbstbestimmung) und unterzeichnet im Kursaal in Stuttgart-Bad Cannstatt.

2. S eptember Gründung einer 5. S ep t ember

Ortsgruppe des Heimkehrerverbands.

1950 erhielt der Stadtturm

Neugründung des Gewerbevereins.

neue Glocken. Das Bild zeigt 2 der Glocken am 23. S eptember Gründung der Segelflieger geme inscha ft Backnang. Turmfug.

Die „Rondos" erneut Deutsche Meister bei den Kunstkraftsportmeisterschaften in der Backnanger Stadthalle. 28./29. Oktober

19. November

27. No vemb er

Wahlen für den Landtag Württemberg-Baden. Ergebnis: CDU 26,3 e, SPD 33 e, DVP 21 e, DG/BHE 14,7%, Sonstige 4,9 %. Im Wahlkreis Backnang-Hall kommen vier Abgeordnete in den Landtag, nämlich Schuster, Eutendorf (DVP) mit 16 326 Stimmen, Traub (SPD) mit 10896 Stimmen, Stooß (CDU) mit 9722 Stimmen und Pachowsky (DG) mit 83 71 Stimmen. Inbetriebnahme des Omnib us- Schnellverkehrs Schwäb isch Ha ll - Backnang - Stuttgart.

Dezember Gründung

des Bundes der heimatvertriebenen Böhmerwäldler. 18 189 Einwohner.

192

1951 355 neue Wohnungen werden gebaut.

Wiedereröffnung der Haushaltungsschule. 7. Jan u ar

Umbenennung des 1932 gegründeten und 1948 wiedergegründeten Akkordeon-Orchesters in Harmonika-Ring Backnang (HRB).

28. Januar

Gemeinderatswahlen. Ergebnis: CDU, SPD und DVP je 3 Sitze, DG 2 Sitze, KPD 1 Sitz.

14. Februar

Gründung eines Volkshochschulvereins.

1. Ap ril

Der bisherige Murrtal- Bote wird in Backnanger Kreiszeitung umbenannt.

1. Mai

Inbetriebnahme e iner Omnibus linie Backnang - Großerlach - Neufürste nhütte.

4. Mai

Große Protestkundgebung des Heimkehrerverbands Backnang zur Freigabe der Kriegsgefangenen.

29. Mal

Gründung der Bäcker-Einkaufsgenossenschaft.

Juli

1. Ju li

Großbritannien, Frankreich und die Vereinigten Staaten erklären den Kriegszustand mit Deutschland für beendet. Backnanger Stenographieverein wird württembergischer Meister.

14. Ju li

Eröffnung der Tankstelle Sprit- Nase an der südlichen Stadteinfahrt. Wiedereröffnung des Sechselberghauses der Naturfreunde, das 1939 zwangsverkauft werden mußte und erst durch ein langwieriges Prozeßverfahren 1950 zurückgegeben wurde.

15. Juli

20. Au g u st

Erstes Treffen der ehemaligen Bewohner von Teplitz in Backnang.

1. September

Einrichtung einer Hilfsschule an der Volksschule für die 1. und 2.

Klasse. Oktober Gründung

eines Amateur-Radio-Clubs.

1. Oktober

Ortsverband der Postgewerkschaft gebildet.

30. Oktober

Gründung eines Kreisschulbeirats.

1. N o vember

Gründung der Firma Karl Heinz, Autovermietung.

12. November

Wiedereröffnung der Landwirtschaftsschule im Neubau auf der Maubacher Höhe (Architekt: Marohn, Heilbronn; Kreistagsbeschluß von 1949, Architektenwettbewerb Dezember 1949. Baubeginn 21. September 1950).

24. No vemb er

Gründung des Ortsverbands der Landsmannschaft der Schlesier.

Ausgabe des Amtsblattes für den Kreis Backnang nach 6 1 /2jährigem Bestehen. Die öffentlichen Bekanntmachungen werden künftig in der örtlichen Presse bekanntgegeben.

30. November Letzte

Dezemb er 9. Dezember

Übernahme der amerikanischen Filmstelle und Bibliothek durch die Stadt. Volksabstimmung über die Gründung eines Südweststaates (Zusammenschluß von Baden, Hohenzollern und Württemberg) ergibt eine Mehrheit von 69,7 Prozent für die Schaffung eines Landes Baden-Württemberg. In Backnang stimmen 91 % für den Südweststaat (Nordwürttemberg = 93 %). 193

12. Dezember

Richtfest des zweiten Bauabschnitts der Plattenwaldsiedlung.

25. Dezember

Wiedereröffnung der Backnanger Lichtspiele als „Bali", Kesselgasse 5. 19061 Einwohner.

1952 Gründung des Segelflieger vere ins Winnenden - Backnang. Schaffung von Kinderspielplätzen in der Mühlwiese, Gerberstraße, Walk-steige und Jahnstraße. 19. Januar

Altbürgermeister Hermann Wahl, Maubach, gestorben. Bürgermeister von 1923 1948.

F eb ruar Beginn de r Bau arbe iten

an der Mennonitensiedlung Sachsenweiler.

7. Februar

Auflösung der amerikanischen Kreisdienststelle, Marktstraße 42 (früher Militärregierung).

11. Februar

Eröffnung des neuerbauten Arbeitsamtes, Friedrich-List-Straße 2.

17. Februar

Freigabe des Segelfluggeländes Heiningen der Segelfliegergemeinschaft Winnenden - Backnang.

1. März Neugründung 9. März

des Kreisfeuerwehrverbands.

Wahlen zur verfassungsgebenden Landesversammlung: CDU 36 %, SPD 28 e, FDP/DVP 18 e. Im Kreis Backnang wird Georg Schuster, Eutendorf (DVP) mit 9480 Stimmen in die verfassunggebende Landesversammlung gewählt. Weitere Stimmen: Wilhelm Traub (SPD) 9388, Willy Fischer (CDU) 5737, DG 2168, DG/BHE 1571, KPD 1008, SRP 811.

22. März

Umgestaltung des Rößle-Platzes (heute Adenauerplatz) und Abbruch des früheren Gasthauses „Zur Sonne".

25. März Starkes 5. April

16. April

Ernennung von Senator Carl Kaelble zum Ehrenbürger (geb. 1877, gest. 12. November 1957).

Gründung einer Tischtennisabteilung der TSG 1846.

25. April

Gründung des Landes Baden-Württemberg durch die Vereinigung von Baden, Hohen-zollern und Württemberg.

26. Ap ril

Übergabe des wiederaufgebauten Eduard - Breuninger- Steges.

Mai

1. Mai 28. Juni - 1. Juli

194

Hochwasser der Murr.

Die ersten Paxboys, amerikanische Kriegsdienstverweigerer, kommen nach Backnang, um beim Bau der Mennonitensiedlung zu helfen. Eröffnung der Gastwirtschaft „Walkstüble", Gartenstraße 143. Gustav-Adolf-Fest der Evangelischen Kirche Württemberg in Backnang. 3200 Festteilnehmer. Festgabe der Kirchengemeinde Backnang: Vollständige Einrichtung einer Krankenschwesternstation.

25. Juli

Neubau des Geschäfts- und Wohnhauses der Firma Karl Feucht, Stuttgarter Straße 32 / Obere Bahnhofstrage 2 fertiggestellt.

2. August

Elektra eröffnet Filiale in der Stuttgarter Straße 32.

10. September

Ernennung des früheren Bürgermeisters Dr. Albert Rienhardt zum Ehrenbürger (geb. 1877, gest. 4. August 1953).

18. Oktober

Eröffnung der Gaststätte „Waldeck" im Plattenwald.

1. November

Einrichtung von 6 Räumen für Schulzwecke im ehemaligen Lehrerseminar. Das übrige Seminar wird Auffanglager für ostzonale Flüchtlinge. Eröffnung des Kindergartens Am Ölberg.

6. November

Eröffnung einer Autobuslinie zur Plattenwaldsiedlung.

9. November

Fertigstellung des ersten Wohnhauses der Mennonitensiedlung in Sachsenweiler.

22. November

Eröffnung der Tausschule (Architekt: Otto Nußbaum). 16 Klassen für rund 600 Schüler.

1. D ezemb er

Gemeinderat beschließt Neubau der Aspacher Brücke.

3. Dezember Eröffnung

des Neubaus des Schuhgeschäfts Schaal, Stuttgarter Straße 25. 19289 Einwohner.

1953

Verfassung für Baden-Württemberg.

Bau von 325 neuen Wohnungen. Tennisplätze auf der Maubacher Höhe werden eröffnet. Gründung einer Ortsgruppe der Landsmannschaft der Donauschwaben aus Jugoslawien. Geschäftseröffnungen: Druckerei Michel; Orthopädie-Technik Konrad Berg, Karlstraße 24 (heute Karlstraße 27). Schleuderbrettgruppe „5 Rondos" deutscher Kunstkraftsportmeister. Jan u ar 6. Februar

10. Februar

27. Februar

Gründung einer Ortsgruppe des Bundes der Mitteldeutsche n. Die Stadt erwirbt das Gebäude Schillerstraße 7 (frühere Gastwirtschaft „Schwanen").

Der Kreis Backnang beschließt den Anschluß an die Nod-Ost-Fernwasserversorgung. Abkommen über die Rückzahlung der deutschen Auslandsschulden von rund 14 Mrd. DM in London.

4. März 18. März 21. März 24. März

Erste Jungbürgerfeier. Bundestag nimmt deutsch-israelisches Wiedergutmachungsabkommen an.

Richtfest der dritten Baustufe der Plattenwaldsiedlung. Architekt Nußbaum erster Preisträger im Backnanger Krankenhauswettbewerb. 195

1. AprIl

Einrichtung einer Lagerschule (drei Räume) im Seminar. Der überraschend schnelle Zuwachs von Sowjetzonenflüchtlingen mit 250 schulpflichtigen Kindern stellt die Backnanger Schulen vor Probleme.

9. April

Die Stadt erwirbt das Bahnhofhotel, Bahnhofstraße 7; die persönliche Dienstbarkeit zugunsten des Liederkranzes bleibt erhalten.

18. MaiZwei

neue Glocken für die katholische Kirche St. Johannes.

19. MaiDas

Seminar ist mit 1250 Sowjetzonenflüchtlinge n belegt.

20. Mai Der

Stiftsgrundhof erhält Anschluß an das Wasserleitungsnetz. Juni

Abschluß der Renovierungsarbeiten am Amtsgericht. 4. Juni

Erstmals Fernsehen im Kreis Backnang.

17. Juni

Aufstand in der Deutschen Demokratischen Republik.

9. Juli Die Stadt erwirbt das Anwesen der Fabrik Leder-Schwarz, Etzwiesenberg 11, zur

Einrichtung einer Frauenarbeitsschule (später Volkshochschule). 25. Juli

Errichtung eines Holzhauses im Zeltlager Ebnisee des Sportkreises durch die Stadt Backnang. unter den 3384 Gemeinden Baden-Württembergs mit 19317 Einwohnern an 35. Stelle.

4. August Backnang

17. August

Protestversammlung der Lederarbeiter auf dem Marktplatz wegen abgelehnter Lohnerhöhung.

6. September

Bundestagswahlen: CDU/CSU 45,2%, SPD 28,8%, FDP 9,5%. Gewählt im Wahlkreis: D. Dr. Eugen Gerstenmaier CDU und Wilhelm Traub SPD (Landesliste).

1. Okt o ber 2. Oktober

Eröffnung eines Schulkindergartens (später Vorschule) im Seminar.

Die Schützengilde Backnang, die seit dem Kriegsende durch die Besatzungs macht Schießverbot hatte, konstituiert sich neu.

9. Oktober

Teilfertigstellung des Obstlagerhauses, Weissacher Straße 96.

22. Oktober

Aushebung der „Zorro"- Bande, bestehend aus 11 Jugendlichen, die über 300 Einbrüche begangen haben.

31. Oktober

Wiedereröffnung des modernisierten großen Saal des Bahnhofhotels mit Schubertkonzert des Liederkranzes.

13. N o vemb er

Gründung des Hundedressurvereins.

15. November Gemeinderatswahlen.

Sitzverteilung: CDU 6, SPD 3, DVP, BHE und KPD je 1.

der Neuapostolischen Kirche, Sulzbacher Straße 76. Eröffnung VW-Händler Auto-Brenner, Weissacher Straße 60.

28. November Einweihung

neuerbauten Aspacher Brücke (Baubeginn 17. Januar). Richtfest des 4. Bauabschnitts der Plattenwaldsiedlung.

11. Dezember Übergabe der

196

Die Neuapostolische Kirche wurde 1953 geweiht.

12. Dezember

Umwandlung der Oberschule in ein Gymnasium. Eröffnung des Neubaus der Kraftwerk Altwürttemberg AG (KAWAG), Stuttgarter Straße 101.

21. Dezember

Fertigstellung von 6 Wohnblöcken auf der Maubacher Höhe. 20 975 Einwohner.

1954 Gründung einer Basketballabteilung der TSG 1846. Fußballfreundschaft FC Viktoria mit Unzmarkt/Österreich. Eröffnung der Metzgerei Kümmerle, Kesselgasse 3. 5. Jan u ar

Freilegung des Fachwerks am Finanzamt, Stiftshof.

21. Januar

Starkes Hochwasser der Murr.

26. Jan uar

Wiederwahl von Karl Limbeck als Landrat.

6. F eb ru ar 10. Februar

Gründung einer Fechtabteilung der TSG 1846.

Ernennung des Arztes Dr. Walter Groß zum Ehrenbürger (geb. 1877, gestorben 6. März 1955).

14. F eb ruar Wiederwahl 24. März

von Dr. Walter Baumgärtner als Bürgermeister.

Einrichtung einer Nähstube durch die Arbeiterwohlfahrt in dem mit Ostzonenflüchtlingen belegten Seminar. Sowjetregierung erklärt DDR zum souveränen Staat.

1. April

Einbau von Verkehrsinseln bei der Aspacher Brücke.

21. April

Protest des Gemeinderats gegen Überbelegung der Stadt mit Ostzonenflüchtlingen.

16. Mai

9. Juli

Gründung der vereinigten Landsmannschaften durch die Ortsgruppen der Schlesier und der Sudetendeutschen. Straße Backnang - Großaspach fertiggestellt. Letztes Glied in der Verbindung der B 14 mit der Autobahn Stuttgart - Heilbronn. 197

17. Juli

Wiederwahl von Bundespräsident Theodor Heuss.

Über 3000 Schüler feiern „Fest der Jugend" in Backnang. 31. August

Beginn des sechsten Bauabschnitts der Plattenwaldsiedlung.

1. S eptem ber

Abbruch des früheren Gasthauses „Lamm", Schillerstraße 27. Das mit 200 Personen belegte Lederwerke -Lager wird zur Hälfte geräumt.

26. September

Einweihung des evangelischen Kindergartens mit angebautem Pfarrhaus in der Sachsenweilersiedlung.

1. Oktober

Die AEG Fernmeldetechnik Backnang wird von der Firma Telefunken, Gesellschaft für drahtlose Telegraphie mbH, einer Tochtergesellschaft der AEG, übernommen. Die Firma erwirbt von der Stadt und von der Lederfabrik Fritz Häuser AG die ehemalige Präparandenanstalt, Gerb erstraße 27/29 einschließlich Grundstück und von der Firma Fritz Häuser die Gebäude Gerberstraße 30, 31, 33, 34 und 38 mit den dazugehörigen Grundstücken sowie die Grundstücke am Ende der Eduard- Breuninger-Straße. Damit ist der Verbleib der Firma in Back nang endgültig gesichert. Die Belegschaftsstärke überschreitet im Oktober die Zahl 1000.

6. Oktober

Fertigstellung des Murr-Steges beim Freibad.

10. Oktober

Günter Klein Bezirksmeister im Akkordeon-Solospiel in Herrenberg.

17. Oktober

Die Schleuderbrettgruppe „Rondos" deutsche Kunstkraftsportmeister.

24. O ktober 26. November

Gründung der Mennonitenk irc he nge me inde.

Das einstige Gasthaus „Zum Adler" am Biegel wird abgebrochen, ebenso wie die Baracken in der Tausklinge und auf der Bleichwiese. 21251 Einwohner.

1955

Landesverwaltungsgesetz, Gemeindeordnung, Landkreisordnung und Polizeigesetz für B a den-Württemberg.

Ausarbeitung eines Generalbebauungsplans durch das Stadtbauamt. Eröffnung Eloxalwerk Klenk, Weissacher Straße 68. Eröffnung Ledertaschenfabrik Kopetzky (TASKO). Gründung eines Musikzugs der TSG 1846. Unter dem neuen Namen Telefunken GmbH Weitverkehr Backnang expandiert das Fernmeldetechnik-Unternehmen unaufhaltsam weiter. In der Gartenstraße werden bei der Lederfabrik Fritz Häuser AG 4500 qm Geschoßfläche angemietet. Die Präparandenanstalt wird am 30. März abgebrochen und auf diesem Gelände mit dem Bau eines sechsgeschossigen Produktionsgebäudes mit 6000 qm Nutzfläche begonnen. In Allmersbach im Tal werden auf eigenem Gelände zwei Antennenmeßtürme mit Laborbaracke errichtet und von dem von Ulm nach Backnang verlegten Fachgebiet Richtfunk im September übernommen. Die Belegschaft steigt um 400/o auf 1450 Personen an. Die Kreisbaugenossenschaft Backnang errichtet in der Südstraße 10 Wohngebäude vorwiegend für Telefunken-Angehörige. Die „Rondos" erneut deutsche Kunstkraftsportmeister; die Stadt ehrt Kurt Freimann, Otto Gier, Adolf Grimmer und Horst Sachs. 198

Die berühmte Bac knanger Sc hleuderbrett gruppe „Rondos " w ar mehrfac her Deuts cher Meis ter im Amateur kuns tkraftsport.

16. Januar 5. F eb ruar

Hochwasser der Murr.

Wiedereröffnung der Frauenarbeitsschule, Etzwiesenberg 11.

4. Ap ril 25. April

TSG 1846 württembergischer Jugendmeister im Geräteturnen. Wilhelm Bley deutscher Jugend-Boxmeister.

5. Mai

Aufhebung des Besatzungsstatus: Souveränität der Bundesrepublik Deutschland.

7. Mai

Einführung des Telefon-Selbstwähldienstes nach Stuttgart und Murrhardt. Eröffnung eines Kinderplanschbeckens im Freibad.

14. Mai

Gründung des Warschauer Paktes.

15. Mai

Enthüllung einer Gefallenengedenktafel des Sportvereins Steinbach.

29. Mai 52

Trachtengruppen mit 2000 Teilnehmern beim Festzug anläßlich des Süd deutschen Trachtentreffens in Backnang.

26. Juni 10. Ju li

Bäcker-Einkaufsgenossenschaft eröffnet Lagergebäude Weissacher Straße 54. Einweihung des Mennoniten- Gemeindehauses in Sachsenweiler.

21. S ep t emb er

Bezug des Erweiterungsbaus mit 30 Betten des Kreiskrankenhauses. 199

30. S ep temb er

Auflösung des Lagers Maubacher Höhe und Abbruch der Baracken.

20. Oktober Wiedereröffnung

des Kaufhauses Max Mayer nach Umbau als „Kaufhaus am Markt", Marktstraße 44.

30. Oktober

Das Evangelische Hilfswerk Backnang hat in den 10 Jahren seit Kriegsende vert eilt: 56 000 Kleidungsstücke, 7000 Paar Schuhe und 900 Ztr. Lebensmittel.

2. No vember Neue Geschäftsstelle des Roten Kreuzes, Sulzbacher Straße 17, eingeweiht. 26. November 4. Dezember

Eröffnung der neuen Dorfhalle in Steinbach. Evangelische Kirche eröffnet Blumhardt-Saal, Röntgenstraße 1. Einwohnerzahl 21 768.

1956 Einführung des BK-Kennzeichens für Kraftfahrzeuge im Landkreis Backnang. Gründung des Freundeskreises Backnang (Betreuung von Alkoholkranken). 25. Februar - 3. März

Kälteferien an den Backnanger Schulen.

2. März Starkes 4. März

1. April

Hochwasser der Murr.

Landtagswahlen. Ergebnis: CDU 42,6%, SPD 28,9%, FDP/DVP 16,6%). Im Kreis Backnang wird Emil Erlenbusch (SPD) mit 12 322 Stimmen zum Landtagsabgeordneten gewählt. Weitere Stimmen: Limbeck (CDU) 11296, Sauer (FDP) 8797, Pachowsky (BHE) 2276, Engelhardt (KPD) 1169, ferner DG 261, GVP 668.

Backnang wird Große Kreisstadt (Voraussetzung dafür ist eine Einwohnerzahl von 20 000). Bürgermeister Dr. Baumgärtner erhält den Titel Oberbürgermeister. Die bisherige Stadtpolizei wird verstaatlicht. Bei der Übernahme zählt die Stadtpolizei 27 Beamte.

12. April

Albert Metzger als letzter Heimkehrer aus russischer Kriegsgefangenschaft herzlich empfangen. Beginn der großen Murrkorrektion, um die Stadt hochwasserfrei zu machen. Bis zur Fertigstellung im März 1959 werden auf einer Strecke von 2,3 km 65 000 Kubikmeter Erde bewegt.

15. April

Evangelischer Kirchenbauverein Backnang gegründet.

25. Mai Einweihung

des 6-geschossigen Neubaus der Firma Telefunken GmbH, Ger-berstraße

29. 25./26. Mai 27. Mai 7. Juli

Eröffnung des Sportplatzes in Steinbach. Wilhelm Bley württembergischer Ringer- Juniorenme ister. Bundestag verabschiedet Wehrpflichtgesetz.

Heinz Bley württembergischer Boxmeister. 9. August Gemeinderat

verabschiedet neue Feuerwehrsatzung.

11. August Sporthalle des Radfahrvereins

200

Waldrems eingeweiht.

Neubau der Firma Telefunken.

6. Septem ber

Namengebung für Backnanger Volksschulen: Knabenvolksschule = Volksschule Backnang „Schillerschule "; Mädchenvolksschule = Volksschule Backnang „Mörikeschule"; Hilfsschule (Sonderschule) = „Pestalozzischule Backnang"

15. September

Inbetriebnahme der Kläranlage Sachsenweiler.

22. September

Eröffnung der Schule Sachsenweiler.

29. September

Gebrüder Adolff deutsche Starboot-Meister.

1. Oktober

27./28. Oktober

Stuttgarter Diakonissenschwestern verlassen das Kreiskrankenhaus. Übernahme durch den Verband der Freien Schwestern. Schwesternschule geplant. Deutsche Kunstkraftsportmeisterschaften in Backnang. Die Backnanger Schleuderbrettgruppe „Rondos" deutscher Meister.

29. Okto ber

Maubach, Waldrems und Heiningen gründen evangelische n Kirchenbauverein.

30. Ok t o b er

Die ersten 38 Backnanger für den Dienst in der Bundeswehr erfaßt.

8. November 11. November

17. No ve m ber

Gründung des Bundes der Berliner und der Freunde Berlins. Gründung des Backnanger Karnevalsclubs. Gemeinderatswahl: SPD 33 928 Stimmen = 5 Sitze, CDU 28 099 Stimmen = 3 Sitze, FDP/DVP 18109 Stimmen = 2 Sitze, Arbeitsgemeinschaft der Heimatvertriebenen 9163 Stimmen =1 Sitz, Liste der Heimatvertriebenen 7884 Stimmen = 1 Sitz. Weitere Stimmen: Haus- und Grundbesitzer 4520. Gründung des Akkordeon- Rings Steinbach. Beginn des siebten Bauabschnitts der Plattenwaldsiedlung.

7. Dezem ber Abbruch der

Stephansbaracke auf der Bleichwiese. Einwohnerzahl 21987. 201

1957 Bebauung des Gewands Katharinen- Plaisir. Eröffnung der Kugellagergroßhandlung Kurt Wich, Germannsweiler. Gründung des Zimmereibetriebs Alfred Bauer in Sachsenweiler (1961 Bauunternehmen, seit 1973 Fertighausbau). 1. Januar

Eingliederung des Saargebiets in die Bundesrepublik.

15. Januar Gründung Februar

Fertigstellung der Mennoniten-Siedlung in Sachsenweiler.

3. Februar 20. F eb ru ar

Einweihung der erneuerten Stiftskirche. Eröffnung des neuen Kindergartens auf der Maubacher Höhe.

25. Februar 14. März 21. März

Hochwasser der Murr. Eröffnung der Brücken-Apotheke, Sulzbacher Straße 21.

Die Gemeinde Maubach ernennt Steinbruchbesitzer Wilhelm Kübler (1880 1963) zum Ehrenbürger.

23. März

Rudi Felger deutscher Hallenmeister im 60-m-Hürdenlauf. Gründung des Kreisverbands der Jungen Union.

25. März 5. April

Einführung des hauswirtschaftlichen Unterrichts an allen Backnanger Schulen.

14. Mai

28. Juni 7. Juli

Abschluß der EWG-Verträge in Rom.

Bürgermeister Wilhelm Föll, Strümpfelbach, im 73. Lebensjahr gestorben.

13. April

22. Ju n i

der Ortsgruppe der Landsmannschaft der Deutsche n aus Ungarn.

Großbrand bei der Telefunken GmbH, Gerberstraße 33.

Eröffnung des Vereinsheims der TSG- Fußball in den Etzwiesen. Bürgermeister Helmut Föll, Strümpfelbach, in sein Amt eingeführt. Rudi Felger württembergischer Hürdenlauf-Juniorenmeister.

8. Au g u st

Eröffnung der Paul- Reusch- Schule in Strümpfelbach.

31. August Schießanlage 15. September

Bundestagswahlen. Ergebnis: CDU/CSU 50,18%, SPD 31,75%, FDP 7,7%. Im Wahlkreis Backnang wird D. Dr. Eugen Gerstenmaier (CDU) mit 36057 Stimmen wiedergewählt. Weitere Stimmen: Ernst Hölzle (SPD) 18 038 Stimmen, Rudolf Dietz (FDP/DVP) 14266 Stimmen.

22. September

Erstes Bäcsalmäser Heimattreffen in Backnang. Nach dem Krieg haben viele Vertriebene aus der ungarischen Stadt Bäcsalmäs in Backnang eine neue Heimat gefunden. (1959 übernimmt Backnang die Patenschaft für die Ungarndeutschen aus Bäcsalmäs. 1988 wird eine Partnerschaft mit der Stadt Bäcsal- mäs in Ungarn geschlossen).

29. September Wilhelm November Gründung

202

mit Schützenhaus der Schützengilde im Krähenbachtal eröffnet.

und Heinz Bley württembergische Boxmeister. 2. des Musikvereins Maubach.

20. No vemb er

Professor Otto Weidenmann (früher Seminar) mit 88 Jahren gestorben.

22. November

Eröffnung des Kinos Universum, Sulzbacher Straße 32.

28. Dezember

Neubau des Cafes am Burgplatz eröffnet. 21 954 Einwohner.

1958 Die Firma J. F. Adolff AG baut in Ehingen die modernste Baumwollkamm-spinnerei Europas. 5. Februar

7. F eb ru ar

Beschluß des Ortsschulrats über die freiwillige Einführung eines 9. Schuljahres. Gründung des Mietervereins Backnang und Umgebung.

29. März

Preisträger im Backnanger Stadtkernwettbewerb ist der Stuttgarter Architekt Helmut Erdle.

26. April

Deutsche Kunstkraftsport-Meisterschaften in Backnang.

2. Mai

Gründung des Tierschutzvereins.

5. Mai

Eröffnung e ines Kindererholungs he ims der Arbeiterwohlfa hrt be im Wald heim. Erstes Treffen der Bessarabiendeutschen in Backnang.

10. Mai

Umstellung der Lohmühle Winter, Fabrikstraße 7, von Wasserkraft auf elektrische Energie.

22. Mai

Auswirkung des Stadtkernwettbewerbs: Der Gemeinderat verhängt eine Bausperre über das Altstadtgebiet von Backnang.

24. Mai

Bebauung der Plattenwaldsiedlung vorläufig abgeschlossen. Es wurden 144 Siedlerstellen gebaut, 1200 Einwohner.

31. Mai 19. Juli

Wilhelm Bley und Werner Sanwald württembergische Boxmeister.

Eröffnung des Gymnasiums auf der Maubacher Höhe (Max-Born-Gymnasium. Gemeinderatsbeschluß 8.1.1954; Architektenwettbewerb Februar 1955; 1. Preis für Architekten Haag und Gfrörer, Ludwigsburg).

12. S ep t emb er

Eröffnung des Vereinsheims der TSG- Tennis in der Hohenheimer Straße.

20. September Der Kunstmaler

Professor Oskar Kreibich erhält die Hans-Thoma-Medaille. 24. Oktober

Verbreiterung der Sulzbacher Straße vom Totenkirchle bis zur Ludwigstraße. 22. November

Dr. Günter Wuckel, Generalbevollmächtigter der Telefunken GmbH, Back nang, zum Ehrendoktor der Technischen Hochschule Aachen ernannt.

7. D ezember 21. Dezemb er

Weihe der neugestalteten Zionskirche in der Albertstraße.

Die Kirche in Steinbach erhält eine neue Glocke und Ölheizung. 22 348 Einwohner. 203

1959 Bei der Telefunken GmbH Geschäftsbereich Anlagen Weit- verkehr steigt die Belegschaftsstärke auf mehr als 2000 Personen an. Erstmals werden bei der Lederfabrik Louis Schweizer, Sulzbacher Straße 10, Geschoßflächen angemietet. 11. Januar

Otto Erich Faber (82) gestorben. Seit 1904 Rechtsanwalt in Backnang. Bis 1914 Gemeinderat. Als Offizier erhielt er 1916 die höchste Auszeichnung des Königreichs. Hobby: Malen. Er hinterläßt mehrere hundert Bilder, meist Aquarelle.

15. Jan uar

Gründung des Arbeitsausschusses Unteilbares Deutschland.

11. F eb ru ar

Wappen für den Landkreis Backnang.

12. Februar

Enthüllung einer Gedenktafel im Gymnasium für gefallene Lehrer und Schüler.

4. März

Backnang erhält erstmals Wasser von der Nordost-Wasserversorgung. Es ist viel weicher als das Backnanger Wasser.

8. Ap ril

Ausbau der Maubacher Straße.

18. April Einzug

der Mittelschule in das umgebaute Bandhaus und Turmschulhaus. 24. April

Gemeinderatsbeschluß über den Kauf des ehemaligen Lehrerseminars. Mai

Gemeinderatsbeschluß über die Stadtkernerneuerung. Die Murrkorrektion wird nach dreijähriger Bauzeit abgeschlossen. Kosten 1,45 Mio. Mark. Ende der bisher fast jährlichen Überschwemmungen und damit ein voller Erfolg.

4. Mai

Erweiterung des Stadtfriedhofs.

6. Mai

Eröffnung des Neubaus des Kreiskrankenhauses, Karl-Krische-Straße 11 (Architekt: Otto Nußbaum).

31. Mai

Gemeinderat stimmt dem Bau von Übergangswohnungen für die im Seminar untergebrachten Flüchtlinge zu.

10. Juli Eröffnung der Schillerapotheke, Schillerstraße 36. 1. August 3. August

5. August 1. September 12. September

Filiale der Kreissparkasse in der Sulzbacher Straße 9 eröffnet. Zusammenschluß des Schachvereins Backnang und der Betriebsschach-gruppe Telefunken. Emil Petz deutscher Modellflugmeister. Wahl von Heinrich Lübke zum Bundespräsidenten.

Übernahme der Patenschaft über die Bäcsalmäser durch die Stadt.

19. September Eröffnung 21. September

204

des Vereinsheims des Trachtenvereins im Krähenbachtal.

Baubeginn der Aufstockung des Altbaus des Kreiskrankenhauses, Karl-KrischeStraße 11.

Die Grund- und Hauptschule in der Taus.

Die 1956 eröffnete

Grundschule in Sachsenweiler.

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1959

übernimmt die Stadt Backnang die P atenschaft über die Bäcsalmäser. Das Bild zeigt die Übergabe der P atenschaftsurkunde durch Oberbürgermeister Baumgärtner (rechts) an den ehe maligen Bäcsalmäser Bürgermeister Stefan Andraschko anläßlich des 3 . Bäcsalmäser Heimattreffens und Kirchweihfestes am 2 2 . September 1 9 5 9 in der Backnanger Stadthalle.

1. Okt o b er Neues Heim der Segelflieger im städtischen Bauhof in den Etzwiesen. 25. Okt o b er Die „Rondos" werden erneut deutsche Kunstkraftsportmeister. 1. N o vemb er Einweihung der evangelischen Kirche Maubach. 8. No vemb er Gemeinderatswahl. Sitzverteilung: SP D = 9, CDU = 8, FDP = 4, BHE = 3. 21. N o vember Gründung einer Musikabteilung des Siedlervereins Sachsenweiler. 27. N ovember Einführung des allgemeinen Telefon-Selbstwähldienstes. 29. N o vember Einweihung der evangelischen Kirche Waldrems -Heiningen. 7. D ezemb er Gründung des Fördervereins für den Hallenbadbau. 19. D ezember Ausbau der Industriestraße.

Gründung des Kirchenbauvereins Matthäuskirche. 22 550 Einwohner. In der Stadt gibt es 53 Vereine. 1 9 6 0 Neubau der Großhandlung Hahn, Eduard-Breuninger- St raße 8. Als Albert Tittel aus gesundheitlichen Gründen den Taktstock bei der Stadtkapelle aus der Hand legt, wird Horst Tietzel neuer und erfolgreicher Dirigent. Die bekannten Backnanger Schleuderbrettakrobaten "Rondos" werden erneut Deutscher Meister in Michelstadt. 3. Februar Neuer Bebauungsplan Untere Marktstraße und Uhlandstraße. Drei dreistok-kige

Geschäftshäuser vorgesehen (Altstadtsanierung). 25. Februar Umzug der Schlosserei Karl Schock in den Neubau, Industriestraße 23. 3. Aprli

Württembergische Waldlaufmeisterschaften beim Waldheim. 206

15. Mai

Landtagswahlen. Ergebnis: CDU 39,5 e, SPD 35,3 e, FDP/DVP 15,8%. Im Landkreis Backnang wird Emil Erlenbusch (SPD) mit 14 010 Stimmen wiedergewählt. Weitere Stimmen: Eugen Dietermann (CDU) 9322, Julius Zehender (FDP) 7970, Karl Pachowsky (BHE) 2268), Josef Haßmann (DP) 191 Stimmen.

4. Juni

Eröffnung des umgebauten Freibads.

21. Juni

Beginn der Altstadtsanierung mit dem Abbruch des ehemaligen Schottschen Gebäudes, Uhlandstraße 22, für den Neubau der Firma Wiedmann.

30. Juni

Gemeinderatsbeschluß: Hallenbad und Feuerwehrgerätehaus kommen auf die obere Bleichwiese.

6. Juli

Abbruch der Küblerschen Scheuer, Eugen-Adolff-Straße 8, für den Straßendurchbruch Stuttgarter Straße - Eugen-Adolff-Straße. Landesjugend-Schwimmeisterschaften in Backnang.

24. Juli 17. August

Ernennung von Generaldirektor Dr. Hermann Reusch (1896 — 1971) zum Ehrenbürger von Strümpfelbach. Bezug von zwei weiteren Schulräumen im Seminar. Württembergische Kunstkraftsportmeisterschaften in Backnang.

17. S eptember

24. S eptember Ausbruch S eptember Wahl von

30.

Wilhelm Schippert zum Landrat.

Gemeinderat beschließt Ausbau des Seminars für 20 Klassen der Volksschule.

24. November

28. November Eröffnung 1. Dezember

der Maul- und Klauenseuche im Schlachthof.

des Kindergartens ob der Ekertsklinge.

Eröffnung des Selbstbedienungsladens Tengelmann, Sulzbacher Straße 10 und der Filiale Drogerie Dorn, Dilleniusstraße 1.

17.

D e zember Erste

Ausstellung der Backnanger Sonntagsmaler (später Maler der Baracke).

18.

Dezember Enthüllung

des Gefallenen-Ehrenmals in Heiningen-Waldrems. Einweihung der Leichenhalle in Strümpfelbach. 22 685 Einwohner.

1961 Bau eines 8-geschossigen Neubaus der Telefunken GmbH, Geschäftsbereich Anlagen

Weitverkehr und Kabeltechnik, Eduard-Breuninger-Straße 67, — Verbindungsbau über die Murr bis zur Erbstetter Straße (Baubeginn Mai 1960, Richtfest 25. November 1960). Ungarndeutsche Heimatblaskapelle gegründet. Gründung Griechische Gemeinde. Neue Turn- und Gymnastikabteilung der TSG 1846. 9.

Januar

VdK-Backnang gründet TSG-Versehrtensportabteilung (seit 1989 TSG-B ehindertensportabteilung).

24. Januar Richtfest

beim Bau der neuen Eisenbahnbrücke über die Weissach. Gründung des Technischen Hilfswerks (THW)-Ortsverband Backnang) 207

1. F eb ruar

6. F eb ru ar 24. Februar

Kreissparkasse eröffnet Filiale in der Aspacher Straße 35.

Gründung des Obstbaurings Backnang. Richtfest beim Bau des neuen Wasserturms am Dresdener Ring. (Nach Fertigstellung erste Füllung mit Nordostwasser am 7. März 1963).

29. März Eröffnung

der ausgebauten Einmündung der Eugen-AdolfStraße in die Stuttgarter Straße.

1. April Neues

Gesundheits- und Vermessungsamt, Scheffel-straße

6 — 8, eröffnet. 18. Mai

Neue Satzung über Abwasserbeseitigung, Dolenbei-träge und Benutzung der Kläranlage.

16. Juni

1. Juli

Eröffnung des Neubaus Firma Wiedmann, Uhland-straße 20 (Fahrradhaus, später Spielwaren).

Der Was s erturm am Dresdener Ring.

Kreissparkasse eröffnet Filiale in der Stuttgarter Straße

70. 8. Juli

Abbruch des ehemaligen Stadtspitals, Stuttgarter Straße 48.

15. Juli

„Fest der Jugend": Ein kilometerlanger Festzug von rund 4000 Schulkindern zieht unter dem Motto „Eine Reise um die Welt" durch die geschmückte Stadt, vorbei an tausenden von Zuschauern.

28. Juli

Erneuerung des Bahnhofsvorplatzes.

2. Au g u st Entdeckung 13. August 22. August 17. September

zweier Höhlen am Talhang des Hagenbachs.

Bau der Berliner Mauer.

Richtfest am 8. Bauabschnitt der Plattenwaldsiedlung. Bundestagswahlen. Ergebnis: CDU/CSU 45,3%, SPD 36,2%, FDP 12,8%.

Im Wahlkreis Backnang wird D. Dr. Eugen Gerstenmaier (CDU) zum vierten Mal in den Bundestag gewählt mit 33 780 Stimmen. Weitere Stimmen: Hölzle (SPD) 24922, Eisenmenger (FDP) 18084, Steyer (GDP) 2013. 29. September

Nach Abschluß der Umbauarbeiten bezieht die Mörikeschule (bisher im Gebäude der Schillerschule) das Seminargebäude, das künftig als Mörikeschule bezeichnet wird.

27. Oktober

Die Gemeinderäte von Heiningen, Maubach und Waldrems beschließen den Bau eines gemeinschaftlichen Schulhauses.

26. November 28. November

208

Enthüllung des Gefallenenehrenmals in Steinbach. Die Commerzbank eröffnet eine Filiale im ehem. Gasthof Holzwarth, EduardBreuninger-Straße 2. Der 17jährige Ernst Aspacher siegt im DAG-Berufswettkampf. 23 725 Einwohner (Ergebnis der Volkszählung vom 6. Juni 1961).

D ie e v a n g e lis c he M a t t h ä u s kir c he ( W e ih e 1 1 . M ä r z 1 9 6 2 . ) T ur m u n d P f a r r ha u s w urd e n e r s t 1 9 6 3 e r r ic ht e t.

1962 Erstmals Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters. Februar 27. Februar

Gründung der Reservistenkameradscha ft. Abbruch von vier Gebäuden im Graben.

11. März 16. April

Einweihung der evangelischen Matthäuskirche, Häfnersweg. Eröffnung einer neuen Scheibenanlage für Pistolenschießen der Schützengilde.

11. Mai Abbruch

der Gebäude Schillerstraße 49 und 51 (Schuhgeschäft Eisenmann) für einen Neubau.

14. Mai

Stadtrat Rudolf Weiß, langjähriger Vorsitzender des DGB-Ortsausschusses, gestorben. Eröffnung der Turnhalle der Mörikeschule.

8. Juli

Enthüllung des Kriegerehrenmals in Unterschöntal.

23. Jul i

Uli Trüg württembergischer Juniorenmeister der Leichtathleten.

24. Jul i

Abbruch weiterer Gebäude in der Grabenstraße.

25. Juli

Hannelore Kornmeyer Solisten- Bezirksme ister des Handharmonikaverbandes.

22. August 23. September 8. Oktober 4. Nov ember

19 Luftschutz-Sirenen installiert.

Richtfest des neunten Bauabschnitts der Plattenwaldsiedlung. Deutsche Bank eröffnet Filiale Am Schillerplatz 13. Geme inderatswa hle n. Er gebnis : SPD 35, 37% = 4 Sitze, CD U 34, 05 Oh = 5 Sitze, FDP 17, 17% = 2 Sitze, Heimatvertriebene 13, 36% = 1 Sitz. 209

9. November

Erlaß des Kultusministeriums auf Antrag der Stadt: Ab dem Schuljahrsbeginn 1963164 sind alle Kinder und Jugendlichen der Stadt zum Besuch des neunten Schuljahres verpflichtet.

18. November

Max Mayer eröffnet Kaufhaus in der Lederfabrik Louis Schweizer, Sulzbacher Straße 10.

25. November

Enthüllung eines Gefallenenehrenmals in Maubach.

23. Dezember

Festsaal der Mörikeschule eingeweiht. 24 992 Einwohner.

1963 Die Telefunken GmbH stellt im Januar das 3000. Belegschaftsmitglied ein. Wegen des Arbeitskräftemangels im gewerblichen Be reich wird in Offenburg eine neue Produktionsstätte errichtet. Firmenbezeichnung ab 29. Juli Telefunken AG. Die Firma J. F. Adolff AG, als zweitgrößter Betrieb in Backnang, beschäftigt 2280 Personen. Bau von Glockenturm und Pfarrhaus der Matthäuskirche. Vereinsgründungen: Verein der Vogelfreunde und Kanarienzüchter und Griechischer Fußballverein Alexander der Große. Betriebsgründungen: Süddeutsche Königsbacher Biervertriebsgesellschaft Backnang und Elektrogeschäft Weeske, Potsdamer Ring 10. Schleuderbrettgruppe „Rondos" erneut Deutsche Meister. 2. Januar

Einführung der staubfreien Müllabfuhr.

22. Januar

Deutsch-französisches Freundschaftsabkommen.

1. Februar

8. F eb ruar 13. Februar

Einrichtung eines Obdachlosenheimes im früheren Gasthaus „Schwanen", Schillerstraße 7. Backnang hat 25 000 Einwohner.

Fritz Odenwälder, Backnang-Ungeheuerhof, im Alter von 65 Jahren gestorben. Von 1945 bis 1962 Stadtpfleger.

15. Februar 25. März 6. April 17. April

18. Ap ril

Liedertafel gründet Kinderchor. Die CDU eröffnet eine Kreisgeschäftsstelle. Schließung der Schule Mittel- und Unterschöntal. Wiederaufstellung des Stiftsbrunnens vom Jahr 1713. Der Brunnentrog stand als Regenwasserbehälter im Hof des Finanzamts und es fehlten drei Seiten mit Ornamenten. Der Verkehrs- und Heimatverein ließ die fehlenden Seiten in Wasseralfingen nachgießen und sorgt für eine gute Aufstellung im Stiftshof. Wahl von Martin Dietrich zum 1. Beigeordneten

(Bürgermeister). Ju n i Ausbau der Bundesstraße 14 zwischen Strümpfelbach und Maubach. 19. Ju li

210

Neuer Zeltlagerp latz des Sportkreises Backnang am Ebnisee.

August

4. Au g u st

Einrichtung der ersten Lichtsignalanlage (Ampelkreuzung) bei der Aspacher Brücke. Abbruch des Gebäudes Aspacher Straße 37.

14. S eptember 4. Oktober

Richtfest des 10. Bauabschnitts der Plattenwaldsiedlung.

12. Oktober 18.

TSG-Schwerathletik 1920 gründet Judo- Abteilung.

Rücktritt von Bundeskanzler Konrad Adenauer.

Okt o b er Ludwig E rhard zum B undesk anzle r gewählt.

28. Oktober 20 Angehörige

des Freiwilligen Polizeidienstes in Backnang verpflichtet. Kreisbaugenossenschaft stellt die 1000. Wohnung seit 1948 fertig.

2. N o vember 12. November

16.

Aufstellung von Flüssiggaslagertanks im Gaswerk. Eröffnung des Erweiterungsbaus der Tausschule. Friseur-Innung eröffnet Fachschule im Erdgeschoß der Mörikeschule.

No vember Kirchturmfest und

Glockeneinholung für die Matthäuskirche (vier

Glocken). No vemberGründung

17.

Dezember

einer Arbeitsgemeinsc ha ft „Selbstschutz".

Umzug der Firma Schlosserei und Metallbau Karl Schwarz in den Werkstattneubau Eugen-Adolff-Straße 26. des Gebäudes Aspacher Straße 31. 25 764 Einwohner.

5. Dezember Abbruch

1964 Kleintierzüchter vere in baut Vereinshaus in der Unteren Au. Die Großaspacher Bäckerei Mildenberger eröffnet eine Filiale in der Schillerstraße 19. Anlage eines Gräberfeldes für die Kriegsgefallenen auf dem Stadtfriedhof. 5. Februar

Städtischer Kindergarten beim Waldheim eröffnet.

10. März

Gründung eines griechischen Elternvereins.

14. März

Eröffnung der Gaststätte „Königsbacher Klause", Sulzbacher Straße 10.

19.

März 1. Ap ril

24. Ap ril

Karl Euerle zum Stadtpfleger gewählt. Gründung des Automobilc lubs Verkehr (ACV).

Gründung des Backnanger Lions Clubs.

26. April

Landtagswahlen. Ergebnis: CDU 46,2%, SPD 37,3 e, FDP 13,1 0/0. Im Wahlkreis Backnang wird Emil Erlenbusch, Backnang, (SPD) mit 44,5% der Stimmen zum dritten Mal in den Landtag gewählt. Weitere Stimmen: CDU 33,2%, FDP 18,4%. 211

7. Mai

Stadtrat (Stadtbaurat i. R.) Otto Weber im 75. Lebensjahr gestorben. Seit 1926 im Dienst der Stadt. des Arztes Dr. Karl Krische (1884 — 1964) zum Ehrenbürger. Von 1919 bis 1952 Chefarzt des Kreiskrankenhauses Backnang.

18. Juli Ernennung

20. August

Einrichtung einer Fachklasse für Elektromechaniker an der Gewerblichen Berufsschule.

8. S eptember Abbruch des AOK -Gebäudes,

Sulzbacher Straße 29. 13. September

Württembergische Kunstkraftsport-Meisterschaften in Backnang. 9. No vember Inbetriebnahme der zweigleisig

ausgebauten Eisenbahnstrecke Backnang

Stuttgart. 22. No vember

Ehrenbürger Dr. Karl Krische (80) gestorben.

29. November

Enthüllung des Ehrenmals im Stiftsgrundhof.

18. Dezember

Firma Wasser-Bross eröffnet Neubau Uhlandstraße 31.

21. Dezember

Vollständige Verdolung des Ekertsbaches.

23. Dezember

Volksbank eröffnet Filiale in der Stuttgarter Straße 63. 26152 Einwohner.

1965 Die Spinnerei J. F. Adolff AG engagiert sich in Berlin und errichtet eine Kammgarnspinnerei für Teppichgarne. In Backnang erreicht sie mit 2305 Personen die höchste Beschäftigtenzahl ihrer Firmengeschichte. Gründung eines Kirchenchors der Christ-Königs-Kirche. Horst Tietzel verläßt die Stadtkapelle um die Stadtmusik Schramberg zu übernehmen. Kammermusiker Fritz Neher wird nach dem Probedirigieren Leiter des Jan u ar 2. Jan u ar

26. Februar 10. März 18. März I. April 20. April

30. April

212

Orchesters. Gründung des Vereins Landjugend. Überreichung der von Lederfabrikant Carl Kaess gestifteten Amtskette an den Oberbürgermeister. Bezug des Feuerwehrgerätehauses, Annonaystraße 10. Abbruch der Gebäude Marktstraße 10 und 12. Umbenennung der Hügelstraße in Karl-Krische-Straße. Gründung der Innungskrankenkasse Backnang. Teilung der in Bandhaus und Turmschulhaus untergebrachten Mittelschule in Mittelschule A und B. Gründung des Tischtennisvereins Maubauch.

Die Neubauten von Feuerwehrgerätehaus und Hallenbad auf der Bleichwiese.

12. Mal

Aufnahme diplomatischer Beziehungen der Bundesrepublik mit Israel; die arabischen Staaten brechen daraufhin ihre Beziehungen zur Bundesrepublik ab.

26. Juni

Einweihung der katholischen Christ-Königs-Kirche im Seelacher Weg durch Bischof Leiprecht.

28. Juni

2. Ju li

Umbenennung des „Verkehrs- und Heimatvereins " in „Heimat- und Kunstverein". Jürgen Stalter Bundessieger im Orthopädie- Schuhmacherhandwerk.

5. September 11.

Eröffnung des katholischen Kindergartens bei der Christ-Königs-Kirche.

Septem

ber 19.

Bundestagswahlen. Ergebnis: CDU/CSU 47,6%, SPD 39,3%, FDP 9,5%. Im Wahlkreis Gmünd/Backnang/Hall wird D. Dr. Eugen Gerstenmaier (CDU) mit 47,59% der Stimmen wiedergewählt. Weitere Stimmen: SPD 34,28%, FDP 15,1 e, NPD 1,48 Wo, DFV 1,3 %, AVD 0,2%.

September

24. September

7. November

12.

Eröffnung des Hallenbads, Annonaystrage 8.

Die Elektrifizierung der Bahnlinie Stuttgart - Backnang ist abgeschlossen. Erste Fahrt eines Zuges mit Elektro- Lokomotive.

Gemeinderatswahl. Gewählt wurden von der CDU 6, der SPD 4, der FDP 1 und FWV 1 Vertreter. Der Gemeinderat setzt sich damit zusammen aus 11 Räten der CDU, 8 SPD, 3 FDP und 2 FWV.

No vember

17. N o vemb er

Zentral- Kaufhaus in der Eduard- Breuninger- Straße 8 eröffnet.

Benennung der beiden im Bandhaus und Turmschulhaus untergebrachten Mittelschulen nach May Eyth und Heinrich Schickhardt.

23. November Gründung des Vereins

Altenhilfe mit dem Ziel der Errichtung und Unterhaltung einer Altentagesstätte (heute Seniorentreff).

11. Dezember Jugendheim

der Christ-Königs-Kirche eröffnet. 27089 Einwohner. In der Stadt gibt es 76 Vereine. 213

1966 Abbruch der Gebäude Aspacher Straße 15 und 17 (ehemalige städtische Süßmoste). Bau einer 32- Familien- Wohnanlage in der Heilbronner Straße. Bezug eines neuen Fertigungsgebäudes der TASKO-Lederwarenfabrik, Murrhardter Straße 8. 14. Januar

Bildung eines Gemeinderatsausschusses für Kultur, Jugend und Sport.

9. Februar

Gründung Club Junges Europa (cje).

27. Februar

Ergebnislose Oberbürgermeisterwahl: Martin Dietrich 45,7%, Wilhelm Traub 31,4x/0, Hellmut Zundel 22,90 /0.

7. März

Zwischen Strümpfelbacher Weg und Größeweg werden 6 Straßen nach Widerstandskämpfern des 3. Reiches benannt (Geschwister Scholl, Claus von Stauffenberg, Eugen Bolz, Karl Friedrich Goerdeler, Wilhelm Leuschner und Julius Leber).

13. März

Wahl von Bürgermeister Martin Dietrich zum Oberbürgermeister mit 52,10/o der Stimmen. Wilhelm Traub erhielt 45,9% der Stimmen.

Martin Dietrich, Backnanger Oberbürgermeister von 1966 — 1986.

23. April

Gründung des Vereins Exotis (Verein der Zier- und Singvogelliebhaber). Mai

150 Backnanger fahren nach Annonay, um dort festlich die „Jumelage", die

Verschwisterung zwischen Annonay und Backnang zu begehen. Im Rathaus von Annonay besiegeln die Stadtoberhäupter Daniel Aime und Oberbürgermeister Martin Dietrich die Verschwisterung. Zum Gegenbesuch nach Backnang kommen im Mai 1967 rund 400 Gäs te mit einem Sonderzug. 14. Mai

Verbindun gsstraße Backnang Steinbach dem Verkehr übergeben.

1966 schließen sich

Annonay und Backnang zu einer Städtepartnerschaft zusammen. Das Bild zeigt die Unterzeichnung durch

Oberbürgermeister Martin Dietrich und Bürgermeister Daniel

Aime am 21. Mai 1966 in Annonay. 214

20. Juni

Eröffnung der Clubräume des Vereins Altenhilfe Backnang im städtischen Gebäude Erbstetter Straße 50 (Altentagesstätte).

22. Ju n i 28. Juni

Verlegung des Wochenmarktes in die Grabenstraße. Stadtpfleger Karl Euerle wird vom Gemeinderat zum Ersten Beigeordneten (Bürgermeister) gewählt.

4. August Ernennung

von Dr. Walter Baumgärtner, Oberbürgermeister a. D., zum Ehrenbürger (gestorben 12. Mai 1984).

8. September

Stadtamtmann Klaus Erlekamm zum Leiter des Hauptamtes der Stadtverwaltung gewählt.

19. September Kaufmann Gottlieb Holzwarth, geb. 10. November 1880 in Backnang (von seinen Mitbürgern als Sonderling „Spitzig" genannt), gestorben. Er hinterläßt die „Gottlieb-Holzwarth-Stiftung" (Hausgrundstücke, Wertpapiere für arme Bürger), sowie seine Gemäldesammlung der Stadt. Die Stiftung wird von eine m Kuratorium mit dem jeweiligen Oberbürgermeister an der Spitze verwaltet und erlischt in 65 Jahren. 18. November 30. November 1. Dezember

Eröffnung eines Clubheims für griechische Gastarbeiter im Bahnhofhotel. Rücktritt von Bundeskanzler Ludwig Erhard. Wahl von Kurt Georg Kiesinger zum Bundeskanzler (Große Koalition aus CDU/ CSU und SP D).

9. Dezemb er

Umzug der Mörikeschule von der Schillerschule in das Seminargebäude.

21. Dezember

Stadtarchivar Oberstudienrat Karl Bruder (1887 - 1968) legt dem Gemeinderat sein Lebenswerk nach über vier Jahrzehnten Arbeit vor: Das 11 Bände umfassende Einwohnerbuch der Stadt zurück bis 1599. 27159 Einwohner.

1967

Die bisherige Telefunken AG heißt ab 1. Januar Allgemeine ElektricitätsGesellschaft AEG-Telefunken Fachbereich Anlagen Weitverkehr und Kabeltechnik. Ein 1966 begonnener 6-geschossiger Büro- und Laborneubau auf de m 1963 als Erbpacht übernommenen Grundstück der Gerberei Häuser-Vogt, Gerberstrage 35 - 39, wird im Frühjahr bezogen. Am 1. März wird eine Fachgruppe Raumfahrt gegründet. Die Zahl der Beschäftigten der Spinnerei J. F. Adolff ist in zwei Jahren um 650 Personen auf 1656 Personen gesunken. Radio- Burgel bezieht seinen Neubau Marktstraße 10. Gründung Neuschöntaler Kreis zur Beseitigung der Not im Obdachlosenasyl der Stadt in Neuschöntal (Knappsche Mühle). Daraus entsteht am 4. Juni 1970 der Verein Kinder- und Jugendhilfe in Backnang, der die Beseitigung des Obdachlosenasyls zum Ziel hat. Gründung Rotary- Club Ludwigsburg- Backnang. Ausbau der äußeren Sulzbacher Straße. Einrichtung einer städtischen Konzertreihe. 215

15. Februar

Bau eines neuen Murrstegs durch die Spinnerei J. F. Adolff. Apotheker Paul Müller im 88. Lebensjahr gestorben. Er erwarb sich große Verdienste um das Rote Kreuz (Ehrenvorsitzender des DRK-Kreisvereins). Als langjähriger Vorsitzender des Altertumsvereins hat er großen Anteil am Aufbau des Heimatmuseums.

2. März

Eröffnung eines neuen Geschäftshauses der Firma Dinkelacker, Uhlandstr. 14.

3. Ap ril

Volksbank eröffnet Filiale in der Gerberstraße 13.

1. Mai Eröffnung des Autohauses Bischofberger, Sulzbacher Straße 193 (Firmengründung 1963 in Lorch). 14./15. Mai

Verschwisterungsfeier Backnang - Annonay. Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden in Backnang. Eröffnung der Annonay-Anlagen beim Hallenbad. Festliches Programm mit Festzug, Konzerten, Ballonaufstieg, sportlichem Programm und Lichterfest auf dem Marktplatz.

1. Juni

Postamt 2 im Seehofweg eröffnet.

18.

Juni Nach

dem Entscheidungsspiel in Pforzheim gegen den FV Offenburg, von der TSG-Fußball mit 1:0 gewonnen, steigt die 1. Mannschaft in die Regionalliga auf.

19.

Juni

18. Ju li 22. Juli

Wolkenbruch mit Hagelschlag über Backnang und Umgebung bringt große Schäden. Der Verkehr in der Stadt bricht zusammen.

Auflösung des Hallenbadvereins. Aufgebrachte Summe : 758 580 DM. Inbetriebnahme eines neuen Gleisstellwerks am Bahnhof.

23. August Bezug 30. Oktober

Mit einem Sieg gegen Offenburg am 18. Juni 1967 vor fast 10 000 Zuschauern in Pforzheim gelangte die TSG Backnang-Fußball für kurze Zeit in die Regionalliga Süd. Das Bild zeigt die Mannschaft im Spieljahr 1967/68. 216

des Neubaus der AOK, Sulzbacher Straße 29.

Selbständigwerden der bisherigen TSG-Abteilungen in die Vereine: TSG Backnang 1846 Turn- und Sportabteilungen e.V., TSG Backnang Fußball 1919 e.V., TSG Backnang Schwerathletik 1920 e.V. und TSG Backnang Tennis 1925 e.V.

11. November

Eröffnung des neuen Schwesternwohnheims des Kreiskrankenhauses, Karl-KrischeStraße 4.

18. November

Die Schreinerei Munz kann anläßlich des 100jährigen Bestehens der Firma ihren Neubau in der Winnender Straße beziehen.

30. November

Einweihung des Gemeindehauses der Christ-Königs-Kirche, Elbinger Straße.

5. Dezember Einweihung 21. Dezember

des evangelischen Gemeindehauses in Waldrems.

Gründung eines Dachverbands der selbständigen TSG- Vereine: TSG Hauptverein.

1968 Gründung e ines Ortsverbands des Ungarndeutschen Sozia l- und Kulturwerks. 4. Januar

Der Gemeinderat wählt den 37jährigen Albert Fritz, Ludwigsburg, zum Beigeordneten für technische Angelegenheiten mit dem Titel Stadtbaudirektor. Amtsantritt 1. April.

29. Januar Eröffnung 14. März

20.

28.

des Großkaufmarkts Handelshof, Blumenstraße 18.

Fritz Tränkle, früher Bauingenieur in Südafrika, in der Besatzungszeit 1945 bis Dezember Bürgermeister und danach bis Juni 1946 Landrat, im Alter von 81 Jahren gestorben.

März

Abbruch des Eisenbahnerwohngebäudes, Straßenerweiterung.

April

Obere

Bahnhofstraße

5,

zur

Landtagswahlen, Ergebnis: CDU 44,2%, SPD 29%, FDP 14,4%, NPD 9,8%, DL 2,3 e.

Im Wahlkreis Backnang wird Erich Schneider, Burgstall, (CDU) Abgeordneter mit 15 740 Stimmen (33,8%). Weitere Stimmen: Emil Erlenbusch (SPD) 15 446 (33 %), Edwin Müller (FDP) 8375 Stimmen (17,9%), NPD 6034 (12,9 %) und DL 989 (2,4 Wo) .

29.

5. Mai

Enthüllung des Mahnmals für die Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft im Stadtfriedhof (Bildhauer Albert Kneer, Heidenheim).

19. Mai

In einer Feierstunde im Sitzungssaal des Rathauses wird das städtische Helferhaus nach entsprechenden Umbauten dem Heimat- und Kunstverein zur Benützung überlassen. Die schöne Eingangshalle wird für Vorträge (Altstadtstammtische) genutzt, das erste Stockwerk als Heimatmuseum und der zweite Stock für wechselnde Kunstausstellungen. Die erste Kunstausstellung anläß lich der Einweihung ist zwei bedeutenden schwäbischen Künstlern gewidmet: dem Bildhauer Professor Jakob Wilhelm Fehrbach und dem Maler und Graphiker Reinhold Nägele, dem Ehrenbürger der Stadt Murrhardt.

Mai 19. Juli

B undestag billigt Notstandsge set z e.

Gründung des Vereins Lebenshilfe für geistig Behinderte. 1. Vorsitzender Wilhelm Traub.

12. Au gust Bezug

des 12geschossigen Wohnhauses, Berliner Ring. 217

9. September

26. September

Eröffnung des Coop-Großkaufmarkts, Weissacher Straße 72.

12. Oktober

Die Jugendfeuerwehr wird mit ihrem eigenen Löschfahrzeug offiziell in die Feuerwehr Backnang aufgenommen.

15. Oktober

Eröffnung der Abendrealschule.

20. Oktober

Gemeinderatswahl. Ergebnis: SPD 41,66 = 9 Sitze, CDU 37,02% = 6 Sitze, FDP 20,970/o = 3 Sitze.

26. Oktober

AEG-Telefunken Backnang maßgeblich am Bau der Nachrichtensatelliten vom Typ Intelsat IV beteiligt.

28. Oktober

Oberstudienrat i. R. Karl Bruder (80) gestorben. Von 1916 bis 1952 am Gymnasium, danach Stadtarchivar. Er schuf ein 11 Bände umfassendes Einwohnerbuch, das bis 1599 zurückreicht. Verfasser zahlreicher heimat- und familiengeschichtlicher Aufsätze, die nach seinem Tod zu einem Buch zusammengefaßt werden.

8. November

Eröffnung des Vereinsheims des Hundesportvereins am Krähenbach. Abbruch der Gebäude Sulzbacher Straße 51 und Karlstraße 24.

4. D ezemb er

Abbruch des Gebäudes Marktstraße 21.

12. Dezemb er

Abbruch des Gebäudes Sulzbacher Straße 64 (frühere Gerberei Gotthilf Kern). Übergabe der ausgebauten Sulzbacher Straße.

23. Dezember 30. Dezember

218

Unterrichtsbeginn in der neuerrichteten gewerblichen Kreisberufsschule, Heininger Weg 43.

Kreissparkasse eröffnet Zweigstelle in Sachsenweiler. 27313 Einwohner.

1969

AEG- Telefunken gibt den Personalstand für Backnang im Januar mit 3500 Personen an. In Offenburg sind zusätzlich 900 Personen beschäftigt. Im Frühjahr wird unterhalb der Erbstetter Straße ein Betriebsgebäude bezogen, in dem auch Teile der Fachgruppe Raumfahrt untergebracht werden. Begonnen wird nach dem Abbruch der Gebäude Gerberstraße 35 und 39 mit dem Bau eines 6geschossigen Büro- und Laborgebäudes, Gerberstraße 35 und eines zweigeschossigen Lagergebäudes, Eduard- Breuninger-Straße 67. — In Schwäbisch Hall werden Räume für Produktionsverlagerungen angemietet. Aufhebung des schienengleichen Bahnübergangs Hasenhälde. Abbruch des Gebäudes Gerberstraße 6. Gründung einer Volleyball-Abteilung der TSG 1846.

Januar

Einrichtung eines Pfadfinderheimes im Stadtturm. Zur Entlastung der Innenstadt gibt der Gemeinderat sein Einverständnis zum Bau des sogenannten Nordrings, einer Verbindung von der Aspacher Straße über die Sulzbacher Straße bis zur Straße Backnang - Steinbach, mit einer Brücke über den Zeller Weg.

27. Januar Der Gemeinderat

beauftragt die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft BadenWürttemberg mit der Bebauung der „Lehmgrube". (Ein Block mit 58 Geschoßwohnungen und 18 zweigeschossigen Einfamilien-Reihenhäusern.)

5. März

Wahl von Gustav Heinemann zum Bundespräsidenten.

27. Mai

Der Waldfriedhof ist künftig Hauptfriedhof.

31. Mai

Anläßlich der 100-Jahr-Feier der Stadtkapelle wird der neue Name „Städtisches Blasorchester" verliehen.

9. Juni

Eröffnung des Kindergartens Röntgenstraße 22.

12.Ju n i 20. Juni

29. Juni 4. Juli

8. Ju li

Gründung des Kinderhorts Ilse. Gründung der Vereinigung ehemaliger Schüler und Freunde des Gymnasiums Backnang. Die Volksbank eröffnet eine Filiale im Seehofweg 8. Auszeichnung der Schülerzeitschrift „die lupe' mit goldenem Band des „Prix Fraternite Mondiale 1968".

Abbruch des Gebäudes Ledergasse 4.

13.Ju li 18. Juli

Ralf Engelmann württembergischer Judo- Juniorenmeister. Einrichtung einer mobilen Geschäftsstelle des ADAC.

4. August

Eintreffen der beiden Glocken für die Petruskirche in Sachsenweiler.

8. August

Bezug des Kreisverwaltungsgebäudes Erbstetter Straße 58.

September Gründung des Motorradclubs Schwäbischer Wald. 12. September

Einweihung der evangelischen Petruskirche und Gemeindezentrum Sachsenweiler (Grundsteinlegung 9. Juni 1968).

e, SPD 42,7%, FDP 5,8%. Im Wahlkreis zieht Dr. Dieter Schulte (CDU) mit 70 273 Stimmen in den Bundestag ein. Weitere Stimmen: Hölzle (SPD) 48881, Dr. Bucher (FDP) 18192, Eichinger (NPD) 6309.

28.

September Bundestagswahlen. Ergebnis: CDU/CSU 46,1

29.

September

Eröffnung des Neubaus der Kreissparkasse, Am Obstmarkt 7. (Richtfest 15. Dezember 1967).

17. Oktober 22. Oktober

Gründung des katholischen Krankenpflegevereins. Bildung der sozial-liberalen Koalition. Willy Brandt Bundeskanzler.

Jens Hagen württembergischer Judomeister. 2. N o vember

TSG württembergischer Judo- Schülermannschaftsme ister.

28.

No vemb er Eröffnung

29.

No vember Eröffnung

des Feuerwehrgerätehauses Waldrems. des Obstgroßmarktes, Weissacher Straße 96. 5. Dezember

Übergabe der Brücke über den Zeller Weg als Teil des Nordring- Baues. 219

8. Dezember

Bildung des Arbeitskreises technisch-wissenschaftlicher Angestellter.

18. Dezember Beschluß

des Gemeinderats, ein zweites Gymnasium zu errichten. 28 030 Einwohner.

1970 Bau einer Wohnanlage mit 193 Einheiten in Maubach. Anbau an die Turnhalle der Mörikeschule für die Judoabteilung der TSG. 17. Januar

Bau eines Fußgängerstegs über den Größeweg durch das Technische Hilfs werk.

6. April

Gründung des Mahlzeitendienstes „Essen auf Rädern" durch den Verein Altenhilfe.

14. Ap ril

Abbruch der Gebäude Talstraße 69 und 65.

19. April

Eugen Wohlfahrt (78) gestorben. Mit 30 Jahren Gemeinderat, dann während des Dritten Reiches mehrfach inhaftiert. Maßgebliches Mitglied der Widerstandsgruppe am Kriegsende 1944/45 mit dem Ziel, die Vernichtung der Stadt zu verhindern. Nach dem Krieg erst Bürgermeister, dann Ratschreiber und in zahlreichen Ehrenämtern aktiv.

29. April

Gründung der Jugendmusikschule.

14. Mai

Abbruch des Gebäudes Sulzbacher Straße 79.

4. Ju n i

Aus dem „Neuschöntaler Kreis" wird der Verein Kinder - und Jugendhilfe.

5. Juni

Stadtpfarrer Saupp wird erster Dekan des neuen katholischen Dekanats Backnang.

7. Juni

Gauliederfest des Schillergaus in Backnang.

15. Juni

3. Juli

Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität Waldrems wird deutscher RadballVizemeister. Erste offizielle Delegation aus Backnang in Bäcsalmäs.

21. Juni

Die Stadt schreibt den Wettbewerb zum Bau eines zweiten Backnanger Gymnasiums mit Turnhalle aus.

24. Ju li

Wiedereröffnung der Johannesapotheke im Neubau, Burgplatz 3.

12. August

Moskauer Vertrag

26. Au g u st

Abbruch der Gebäude Wassergasse 1, 2 und 3.

29. Au g ust Eröffnung 9. September

220

des Kreistierheims Erlach des Tierschutzvereins Backnang.

Eröffnung des Neubaus der Max-Eyth-Realschule in der Hohenheimer Straße. Die Schule war bisher zusammen mit der Schickhardt-Realschule im Bandhaus untergebracht. Ein zweites Backnanger Gymnasium beginnt als Progymnasium mit dem Unterricht in 8 Klassen mit 293 Schülern (Aufteilung des Gymnasiums auf der Maubacher Höhe).

Schuh- SB als erster Betrieb im Gewerbegebiet Waldrems eröffnet.

3. Oktober 20. Oktober

Das Gymnasium auf der Maubacher Höhe erhält den Namen des Physikers Ma x Born.

28. Oktober

TSG- Tennis eröffnet Halle in der Hohenheimer Straße.

6. November

Deutsche Kunstkraftsportmeisterschaften in Backnang.

7. November

Eröffnung des Kindergartens Lindenstraße.

20. November

Eröffnung der Gaststätte zum Hallenbad.

3. Dezember

Wiedereröffnung der Firma Wiedmann im Neubau, Uhlandstraße 20.

7. Dezember

Warschauer Vertrag.

17. Dezember

Abbruch des Gebäudes Albertstraße 18 (frühere Gaststätte „Schillerhor) für Parkplätze der Bundespost.

22. Dezember

Ausgebaute Straße Backnang - Erbstetten dem Verkehr übergeben. 28204 Einwohner, darunter 3208 Ausländer. 1971 AEG-Telefunken bezieht den Büro- und Laborneubau Gerberstraße 35, der auch Sitz der Geschäftsleitung wird. Die Belegschaftsstärke in Backnang einschließlich der Nebenstelle Schwäbisch Hall beträgt zum Jahresbeginn 4009 Personen. Club Junges Europa (cje) erwirbt Haus in Fontanella zur Einrichtung eines Ferienheims. Bau eines 15-Familienwohnhauses im Seehofweg.

13. Jan u ar 5. Februar

Abbruch des Gebäudes Staige 11.

Abbruch des landwirtschaftlichen Anwesens Krautter in Waldrems zur Begra digung der Ortsdurchfahrt.

7. Februar 8000

Besucher beim Fußballspiel TSG-Backnang gegen FC Bayern München in den Etzwiesen; Ausgang 1:11.

25. F ebruar

Abbruch des Gebäudes Schillerstraße 30. Eröffnung des Cafs Weller im Neubau, Schillerstraße 19.

13. März Abbruch der 6. Ap ril 2. Mai 5. Mai

Gebäude Aspacher Straße 164 und 166 für den Nordring- Bau.

Gründung des Vereins Aktion Jugendzentrum. Rassetaubenverein gegründet.

Abbruch des Gebäudes Uhlandstraße 1 (früheres Gasthaus „Anker").

7. Mai

Eröffnung des Optikergeschäfts Kurt Widmaier, Sulzbacher Straße 52.

10. Mai

Abbruch des Gebäudes Stuttgarter Straße 18 (früheres Gasthaus zum wilden Mann). Abbruch der Scheune Storchenhof in Sachsenweiler. 221

16. Mai Übernahme der Patenschaft über die Ungarndeutschen durch die Stadt Back -

nang. 6. Juni Bei der Bürgeranhörung in Maubach stimmen die Bürger für eine Eingemeindung nach

Backnang. 18. — 21. Juni

Erstes Straßenfest.

24. Juni Abbruch des Gebäudes Uhlandstrage 11 (Waldmann-Boss). 1. Juli

Eingemeindung von Maubach. 9. Juli Gründung des Vereins Backnanger Münzsammler. 1 0 . Ju li Eröffnung des Jugendzentrums Heininger Weg 32. 19. Juli

Technischer Überwachungsverein Stuttgart (TÜV) eröffnet Nebenstelle in Backnang, Sulzbacher Straße 191.

25. Juli

Gründung der Aktionsgemeinschaft „Rettet die Murr".

1. August

Einrichtung eines Technischen Gymnasiums an der gewerblichen Kreisberufsschule.

24. August Bettina Moje württembergische Meisterin im 1- und 3-Meter-Brett-Kunst-

springen. Kunstmaler Albert Giesa (84) gestorben. 1. September 3. September 19. September

Gründung des katholischen Hauspflegewerks. Viermächteabkommen über Berlin. Volksabstimmung zur Landtagsauflösung, beantragt von der Liga für demokratische Verwaltungsreform. Ergebnis: 8,6 % der Stimmberechtigten votierten für die Landtagsauflösung. Volksabstimmungsergebnis im Kreis Backnang: 10198 Ja-, 4260 Nein-Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 20,1%.

25. Sept ember Eröffnung der Sporthalle auf der Maubacher Höhe (späterer Name Karl-Euerle-

Sporthalle).

1971 wird die neue

Sporthalle auf der Maubacher Höhe gegenüber der alten Stadthalle eröffnet. Im Hintergrund sind MaxBorn-Gymnasium und Max-Eyth-Realschule zu sehen. 222

26. September

Die von Professor Oskar Kreibich entworfene und von der Lederindustrie gestiftete Stahlplastik „Gerbersymbol" in den Annonayanlagen eingeweiht. Abbruch des früheren Gasthauses „Rößle", Stuttgarter Straße 34.

Oktober 7. Oktober

Eröffnung der Grundschule Plaisir, am Anfang mit Schulkindergarten, der dann in die Mörikeschule verlegt wird. Eröffnung der Audi-NSU-Werkstatt Mulfinger, Stuttgarter Straße 141.

9. O ktober

Gründung e iner Ortsgruppe der Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und -zucht.

10. O ktober

Bürgeranhörungen: In Heiningen stimmen 137 für den Anschluß an Backnang bei 30 Neinst immen; in Waldrems stimmen 160 für Backnang bei 85 Nein stimmen. Anschluß der beiden Gemeinden am 1. Januar 1972.

14.

Oktober

Wiedereröffnung (Pestalozzischule).

des

umgebauten

Zentralschulgebäudes,

Bahnhofstraße

24. Oktober

Gemeinderatswahlen. Ergebnis: CDU und SPD je 13 Sitze, FDP 4 Sitze.

27. Oktober

Murrbegehung diagnostiziert: ein totes Gewässer.

31. O ktober 10. November

3

TSG württembergischer Judo-Schülerma nnschafts me ister. Betriebsverfassungsgesetz.

13. November

Belegung des Wildgeheges im Plattenwald mit der 8 Tiere umfassenden Familie des Damhirsches Hugo (vorher Wilhelmsheim).

15. November

Peter Odenwälder, Ungeheuerhof, Gründer von cje und Jugendbildungs stätte, im 40. Lebensjahr gestorben.

30. Nov em ber 4. Dezem ber 17. Dezem ber

Inbetriebnahme der Mülldeponie im Heiligengrund bei Steinbach. Eröffnung des Neubaus Remmele, Marktstraße 23. Der Industrie lle Dr. Hermann Reusch, Katharinenhof, Ehrenbürger von Strümpfelbach, im Alter von 75 Jahren gestorben. 29 985 Einwohner, darunter 4100 Ausländer.

Die Gebäude der Firma Klenk in der Weissacher Straße beherbergen eine Farben- und Lackfabrik, ein Eloxalund Pulverbeschichtungswerk und einen Fachmarkt. 223

1972

Im Zuge einer Verwaltungsreform wird in Baden-Württemberg die Zahl der Gemeinden von 3381 auf 1107 und mit Wirkung vom 1. Januar 1973 werden 25 Landk reise mit 35 größeren vereinigt.

1. Januar

18.

Januar

27. Januar

4. Februar

Eingliederung von Waldrems und Heiningen nach Backnang. Ortsvorsteher: Kurt Holzwarth in Waldrems, Gerhard Motz in Heiningen. Wäschereibesitzer Hermann Kreisverordneter, gestorben.

Lachenmaier

(75),

früherer

Stadtrat

und

Abbruch eines Lagergebäudes der Firma Albert Sauer, Am Obstmarkt 1. Zusammenschluß der Lederfabriken Louis und Robert Schweizer. Inbetriebnahme eines Fernsehfüllsenders des Süddeutschen Rundfunks auf dem Landratsamtsgebäude.

8. Februar Neues Sozialgebäude

des Bahnhofs in Betrieb genommen. März

Gründung einer Ortsgruppe von Amnesty International. 12. März Bürgeranhörung

in Strümpfelbach: 239 Stimmen für den Anschluß an Back nang, 61 für Oppenweiler, 13 für Erhalt der Selbständigkeit. Daraufhin Anschluß an Backnang am 20. März.

3. April

23. April

Martin Veigel, Rektor der Tausschule, seit 1961 Gemeinderatsmitglied der SPD, Initiator der Partnerschaft mit Annonay, erliegt in Athen im Alter von 58 Jahren einem Herzschlag.

%,

Landtagswahlen. Ergebnis CDU 52,9

%,

SPD 37,6

FDP/DVP 8,9%.

Im Kreis Backnang wird Erich Schneider (CDU) mit 28251 Stimmen wiedergewählt. Giselher Gruber (SPD) erhält 21 711 Stimmen und kommt über die Zweitausteilung in den Landtag. Weitere Stimmen : FDP 5724, DKP 280. 7.

Mai

Thomas Kramer von der TSG Schwerathletik wird württembergischer Gewichthebermeister.

14. Mai

Gerd Lamsfuß von der TSG Schwerathletik wird deutscher Judo-Jugendmeister.

20. Mai 28. Mai

Abbruch des Gebäudes Kesselgasse 11 (Linsenmaier). Württembergische Jugend-Mannschaftsmeisterschaften im Kunstturnen in Backnang.

18. Juni Radballmannschaft

des Radsportvereins Waldrems deutscher Meister. Juli

Erster Schüleraustausch Backnang - Annonay. 1. Juli

Abbruch der Scheuer Holzwarth in der Dilleniusstraße.

11. Juli

Radsportverein Waldrems deutscher Rasenradballmeister. Talschule Waldrems erhält neuen Pavillon mit vier Klassenräumen.

Au g u st

224

Baubeginn am Gymnasium in der Taus.

15. August

Schweres Unwetter im Großraum Stuttgart:

Stromausfall bei der KAWAG, die auch Backnang versorgt. S ep tember

Eröffnung Restaurant „Zur Alten Post" im Neubau, Stuttgarter Straße 18. Verschwisterung Lions Club Backnang und Lions Club Belley/Frankreich.

16. September

30.

Erweiterung des Obstkühlhauses, Weissacher Straße 96. Backnang hat jetzt vier gymnasiale Bildungsstätten: Technisches Gymnasium, Wirtschaftsgymnasium, Max-Born-Gymnasium und Progymnasium (später Gymnasium in der Taus).

September

Einweihung katholisches Lerchenstraße 16.

12. O k tobe r 22. Oktober

Gemeindezentrum

der

St.-Johannes-Gemeinde,

Technisches Hilfswerk baut Abenteuerspielplatz im Plattenwald.

Eröffnung der neuen Flugzeughalle der Segelfliegergemeinschaft Backnang in Völkleshofen.

11. November

Zusammenschluß der Milchverwertungsgenossenschaften Backnang und Erbstetten.

19. November

Bundestagswahlen. Ergebnis: CDU/CSU 44,9%, SPD 45,8 %, FDP 8,4%. Im

Bundestagswahlkreis 175 erringt Dr. Dieter Schulte (CDU) das Direktmandat mit 86 597 Stimmen. Über die Landesliste ziehen in den Bundestag ein Dr. Herta Däubler-Gmelin (SPD) mit 68040 Stimmen und Georg Gallus (FDP) mit 17343 Stimmen. Dezemb er 2. Dezember

Bau eines neuen Stegs über die Murr bei den Lederwerken. Eröffnung des evangelischen Kindergartens, Geschwister-Scholl-Straße 17.

14. Dezember Abbruch des

Gebäudes Aspacher Straße 51 (Rettenmaier).

20. D e z ember

Umwandlung des Polizeikommissariats Backnang in ein Polizeirevier.

21. Dezember

Grundlagenvertrag mit der DDR. 30 655 Einwohner.

Das katholische Gemeindehaus St. Johannes in der Lerchen-straße (Eröffnet am 30. September 1972). 225

1973 Am 1. Januar wird im Zuge der Kreisreform der Rems - Murr- Kreis gebildet aus den alten Landkreisen Backnang (ohne den Raum Gaildorf, der zu Schwäbisch Hall kommt) und Waiblingen. Den Kreissitz erhält Waiblingen, das Autokennzeichen wird WN. Der neue Landkreis zählt 384 681 Einwohner. Abbruch der Gebäude Bahnhofstrage 12 und Erbstetter Straße 2. Gründung des Ortskartells des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Eröffnung des Ausstellungsgebäudes des Autohauses Bischofberger, Sulzba- cher Straße. 4. Jan u ar Neues Löschfahrzeug 1. Februar

Kreissparkasse eröffnet eine Filiale, Im Wiesengrund 2.

6. Februar

Neuordnung der Straßennamen in der Gesamtgemeinde Backnang, um Doppelnamen mit den neuen Ortsteilen zu vermeiden.

19. Februar

Inbetriebnahme einer elektronischen Datenverarbeitungsanlage der Stadtverwaltung, Postgasse 8.

27. F eb ruar Einzug März

des Modehauses Bartholomä in den Neubau, Uhlandstraße 26.

Einrichtung eines Waldsportpfads im Plattenwald.

20. März Abbruch 23. März

des Bahnhofsgebäudes von 1878.

Kreissparkasse eröffnet Filiale in Maubach.

8. April

Kreistagswahl infolge Bildung des Rems-Murr-Kreises. Gewählt werden 41 CDU-, 27 SPD-, 17 FDP/FW-Vertreter.

9. Mai

Gründung der Vereinigung der Freunde und Förderer des Gymnasiums in der Taus.

19. Mai

Beim Theodor-Hepp-Brunnen im Wald bei Strümpfelbach wird ein Wassertretbecken eröffnet.

28. Mai Juni

Bezug der neuen Posträume in Waldrems.

Eröffnung des Feuerwehrgerätehauses und des Kindergartens in Waldrems. Fusion der Kreisjugendringe Backnang und Waiblingen.

1. Juni

Umzug der Filiale der Kreissparkasse Backnang von der Stuttgarter Straße 70 nach 69.

7. Juni

Übergabe des letzten Teilstücks des Nordrings, des mit 3,2 km Länge nach der Umgehungsstraße (B 14) zweitgrößten Straßenbauprojekts in der Geschichte der Stadt. In diesem Falle waren Planung und Ausführung ein Werk der Stadt. Bei der Finanzierung konnte die Stadt 80 Prozent mit Bundes- und Landesmitteln abdecken. Beschluß im Januar 1969. Straßennamen für den Nordring: Dresdener Ring (Aspacher Straße bis Sulzbacher Straße), Berliner Ring (Sulzbacher Straße bis Zeller Weg), Potsdamer Ring (von der Brücke bis zum Häfnersweg), Stettiner Ring (Fortführung bis zur Einmündung in die Plattenwaldallee).

16. Juni

226

für die Feuerwehr.

Eröffnung der Tanzschule G. Bopp, Gartenstraße 76.

Seit dem Jahr 1971 findet in Backnang jähr lich am letzten Juniwochenende das Straßenfest statt. Fotos 1977.

8. Juli

Enthüllung der als „Geldorgel" bezeichneten Plastik vor der Kreissparkasse, Am Obstmarkt 7. (Entwurf Oskar Kreibich).

4. September

Ab dem Schuljahr 1973/74 heißt das zweite Gymnasium „Gymnasium in der Taus".

18. September

A uf nahme der B undesrepublik in die UNO.

22. September

Gründung des Modellbauvereins Sachsenweiler.

24. September

Horst Lässing zum Landrat des Rems- Murr- Kreises gewählt.

1. Oktober

Erhöhung der Dämme des Schlammsees bei Neuschöntal. In der Mörikeschule sind in der internationalen Klasse sieben Nationen vertreten.

25. Oktober

Eröffnung des Neubaus der Firma Sauer, Am Obstmarkt 1.

28.

Oktober

Erster Gottesdienst im evangelischen Gemeindehaus, Röntgenstraße 7 (Markusgemeinde).

29.

Oktober

4. November

25. Nov ember 28. Nov ember 2. Dezem ber

Gewerbeverein wird Mitglied im Bund der Selbständigen. Kindergarten in Strümpfelbach eingeweiht. Baden-württembergische Judo-Schülermannschaftsmeisterschaften in Back nang. TSG Schwerathletik wird Landessieger. Ewald Mayer (56), Seniorchef des Kaufhauses Max Mayer, wird in der Nacht im Kaufhaus erstochen. Die als Einbrecher Ermittelten werden von der Jugendkammer freigesprochen, da nicht festzustellen war, wer von den beiden zugestochen hatte. Erster autofreier Sonntag (Ölkrise).

Arbeiterwohlfahrt nimmt ihre Arbeit wieder auf. Zweiter autofreier Sonntag.

8. Dezem ber

Das neue Buch von Professor Oskar Kreibich „Backnang - vorwiegend heiter" vorgestellt. Darstellungen von Backnang im Bild- und Textteil.

13. Dezember

Umzug der Raumausstatterfirma Platzek in das Gebäude Sulzbacher Straße 10, Eingang Annonaystraße. 227

Aspacher Brücke und Innenstadt; hinten links der Neubau der Kreissparkasse.

1974 Radio-Burgel bezieht seinen Service-Neubau, Sulzbacher Straße 164. Schulpartnerschaft der Max-Eyth-Realschule mit Lycee Boissy d' Anglas in Annonay. Einrichtung eines Vereinsheims des FC Viktoria in der Stadthalle. 1. Januar Gründung

der Innungskrankenkasse Rems-Murr aus der IKK Backnang und der IKK Waiblingen.

27. Jan u ar

Wiederwahl von Oberbürgermeister Martin Dietrich.

8. März

Volksbank eröffnet eine Filiale in Waldrems.

9. März

Einweihung des Gymnasiums in der Taus. (Einzug 20. Februar 1974). Eröffnung der Jugendbildungsstätte Peter-Odenwälder-Haus an der Plattenwaldallee.

April

Anlage neuer Seen der Sportfischervereinigung in der Nähe des Theodor-HeppBrunnens im Wald bei Strümpfelbach.

18. April

Vergabe der Arbeiten für den Brückenneubau Eugen- Adolff- StraßeiTalstraße, als wesentlicher Bestandteil des „Südrings ". Ausbau des Südrings 1974 /7 5 für rund 5 Mio. Mark. Die neue Straße (Südring) schafft eine neue Verbindung zwischen der Stuttgarter Straße und der Sulzbacher Straße und bedeutet eine wesentliche Entlastung für die Innenstadt. Der Südring erhält am 19. August 1976 den Namen Annonaystraße und die Brücke den Namen Annonay- brücke.

Mai

Gründung einer Arbeitsgruppe von Terre des Hommes. Beginn des Ausbaus der Aspacher Straße mit den Kanalisationsarbeiten. Fertigstellung der Straße im November 1976.

6. Mai

Rücktritt von Bundeskanzler Willy Brandt.

15.

Mai Wahl v on Walter Scheel zum B undesprä sid en te n.

16.

M ai Wa h l v o n H e l m u t S c h mi dt z u m B u nd e s k an z le r .

Bezug des Neubaus des Hotels Holzwarth, Eduard - Breuninger- Straße 2. 228

18. Mai

Bei der Sportlerehrung der Stadt 1974 wird erstmals die von Professor Oskar Kreibich gestaltete Sportlermedaille verliehen.

21. Mai 25. Mai

Wiederwahl von Karl Euerle zum 1. Beigeordneten (Bürgermeister). Deutsch-französisches Konzert der Liedertafel.

28. Mai

Backnang Sieger im Landeswettbewerb „Bürger, Deine Gemeinde, alle bauen mit".

4. Juni

Erster Rang mit Auszeichnung für das Städtische Blasorchester beim Bundesmusikfest in Ebingen.

8. Juli

Gründung der evangelischen Diakoniestation. Postamt Backnang jetzt im ehemaligen Amtshaus, Bahnhofstraße 4.

16. Juli

Der Technische Beigeordnete, Stadtbaudirektor Albert Fritz, wird zum leitenden Planer des Regionalverbands Schwarzwald-Baar-Heuberg gewählt. Ausscheiden bei der Stadt zum 30. September. Die Stelle bleibt bis zum 1. Oktober 1977 unbesetzt.

August

Abbruch des Gebäudes Aspacher Straße 23 (ehemaliges Gasthaus zur „Traube") im Rahmen des Ausbaus und der Verbreiterung der Aspacher Straße.

1. August

Auflösung der landwirtschaftlichen Berufsschule. Martin Adolff (66), Vorstandsvorsitzender der J. F. Adolff AG bei einem Flugzeugabsturz tödlich verunglückt. Pflastermeister Albert Lang (65) gestorben. Seit 1953 im Gemeinderat und Kreistag.

26. August

Eröffnung des Beruflichen Schulzentrums, Heininger Weg. 41 Klassenräume (18 gewerbliche und 23 der kaufmännischen Schule), 36 Fachräume.

27. August Abbruch einer

Scheune der Firma Feucht, Baustoffe, Obere Bahnhofstraße 4. 31.

August Abbruch des

ehemaligen Tanzsaals des „Schwanen", Schillerstraße 7a. 2.

September Abbruch der Scheuer 5. September

16. Oktober

hinter dem Gasthof „Stern", Gerberstraße 2a.

Gründung eines Koordinierungsausschusses zur Betreuung der Ausländer in der Stadt. 1. Preis und Landespreis für vorbildliche Gestaltung und 2. Preis im Siedlungswettbewerb der Gartenfreunde in Baden-Württemberg für die Plattenwaldsiedlung.

2. November

Die Arbeitsamtsnebenstelle Backnang ge hört jetzt zum Arbeitsamt Waib lingen.

24. N o vember

Abbruch des Geschäftshauses Albert Sauer, Am Obstmarkt 10.

18. November

Der aus Backnang stammende Kunstmaler Leonhardt Schmidt (83) erhält den Professorentitel.

28.

No vemb er

Abbruch des Gebäudes Gerberstraße 38. 229

Das berufliche Schulzentrum am Heininger Weg mit hauswirtschaftlichem, technischem und Wirtschafts-Gymnasium.

Die Max-Eyth-Realschule auf der Maubacher Höhe, eröffnet

1970.

Das 1 9 7 4 eröffnete Gymnas ium in der T aus ; Blic k vom T urm der Matthäus kirc he. Im Hintergrund s ind die T aus s c hule und die katholis c he Chris t-Königs -Kirc he zu s ehen.

Schulen 230

Dezember

Freilegung von Malereien des 15. Jahrhunderts in der Sakristei der Stiftskirche.

7.

Dezem ber

Eröffnung Restaurant- Tanzca fe Alte Grube, Gartenstraße 76.

8.

Dezem ber

Baden- Württembergische Querfeldeinme isterscha ften im Plattenwald.

10. Dezember

Professor Oskar Kreibich erhält den 1. Preis im Erzählerwettbewerb des Ostdeutschen Kulturrats, Bonn.

1975 Januar

Neue Badminto n- Abte ilung der TSG 1846. Nach den Kanalisationsarbeiten Beginn der Straßenbauarbeiten in der Aspa-cher Straße mit wesentlicher Verbreiterung der Straße. Aus der Einbahnstraße wird eine zweispurige Fahrbahn.

18. Januar 28. Januar

Deutsche Judo-Einzelmeisterschaften in Backnang. Zusammenschluß der Maschinenringe Backnang und Welzheim.

2. Februar 23. Februar 26. Februar

Eröffnung Gemeinschaftshaus der Altpietistischen Gemeinschaft, Ölberg 17. Fertigstellung Leichenhalle Mittelschöntal. Sabine Wolf von der TSG-Skiabteilung baden-württembergische Slalommeisterin.

März Bau eines 50 m hohen Kamins für die Schlammbehandlungsanlage Neuschöntal. 1. März Abbruch

des Gebäudes Aspacher Straße 3 (Sattlermeister Degele).

7. März

Gründung einer Volleyballabteilung der TSG 1846. 14. März

Eröffnung eines Betreuungszentrums für türkische Arbeitnehmer, Aspacher Straße 10. Jugendzentrum in der Schlachthofstraße 4a eröffnet.

31. März

Schließung der Kreissparkassen-Filiale Aspacher Straße 35.

4. April

Eröffnung einer neuen Postfachanlage der Post.

20. April

Gemeinderatswahlen. Ergebnis: CDU 19, SPD 14, FDP 3 Sitze.

Mai

2. Mai

An der Stelle der Am Obstmarkt abgebrochenen Gebäude wird ein provisorischer Parkplatz angelegt.

Martin Schlaffer (17) wird von der Royal Human Society of Great Britain für Rettung einer Engländerin mit ihren zwei Söhnen vor dem Ertrinken ausgezeichnet. Schlatter erhält ferner für die Rettung dreier Menschen aus Lebensgefahr die Ehrenurkunde des Ministerpräsidenten des Landes BadenWürttemberg.

16. Mai 22. Mai

Reservistenkameradschaft bezieht Clubraum im Bahnhofhotel. Inbetriebnahme einer Wasseraufbereitungs- und Entgiftungsanlage bei AEGTelefunken. 231

In den 70er Jahren genügte das alte Stationsgebäude des Backnanger Bahnhofs den modernen Anforderungen nicht mehr und wurde durch einen Neubau ersetzt. Das Bild zeigt das 1975 eröffnete neue Bahnhofsgebäude.

24. Mai

Neue Drehleiter für die Feuerwehr.

12. Juni

Eröffnung Sporthalle des Beruflichen Schulzentrums.

1. Juli

Abbruch Aspacher Straße 35.

1. August

Einrichtung einer einjährigen Berufsfachschule für Jugendliche an der Berufsschule.

4 . August

24. August

Versuchsweise Inbetriebnahme der Schlammverbrennungsanlage Neuschöntal.

Eröffnung neues Bahnhofsgebäude.

25. AugustEinsatz 17. September

Abbruch des Gebäudes Gerberstraße

27. September Letzte

2

(früherer Gasthof „Stern").

Fahrt einer Dampflokomotive von Backnang nach Murrhardt.

September Auflösung 1. O ktober

eines neuen Flüssiggas- Luft- Gemischs im Gasnetz.

30.

Jugendmusikschule Backnang und Umgebung.

Gründung Backnanger Jugendmus iksc hule.

6. Oktober

Abbruch Eduard-Breuninger-Straße 18.

23. Oktober

Inbetriebnahme der Fernsprech-Ortsvermittlung für

8000 Anschlüsse.

Dezember Vergrößerung des Güterschuppens am Bahnhof. Bau eines Steges über die Murr, Talstraße-Graben.

232

15. Dezember

Lieferung des weltgrößten Schlackentransporters von Kaelble an Stahlwerk in Gent.

19. Dezember

Eröffnung Fernmeldegebäude, Bahnhofstraße 12 (Richtfest 23. Oktober 1973). 30 809 Einwohner.

1976 Einrichtung von Übungsräumen der Judoabteilung der TSG Schwerathletik in den

ehemaligen Lederwerken, Fabrikstraße. Eröffnung des Optikergeschäfts Jaudes, Sulzbacher Straße 10 (Eingang Annonaystraße). 17. Jan u ar

Gründung des Vereins der Hundefreunde.

25. Januar Abbruch des

Gebäudes Grabenstraße 5 (Jakob Butsch) infolge des geplanten Ausbaus der Grabenstraße.

23. Februar

Gründung des Vereins Aktivspielplatz mit dem Ziel, für alle Kinder von 6 bis 15 Jahren einen Spielplatz zu errichten, in dem sie ihre eigenen Spielideen verwirklichen können. Spielplatzeröffnung September 1977.

26. F eb ru ar

Eröffnung der Kaufhalle, Grabenstraß e 15. Auflösung der Grundschule Steinbach. Die Kinder besuchen künftig die Tausschule.

1. März Anschluß

an den vollautomatischen Fernsprechdienst. 14.

März Eröffnung

der Uhlandapotheke, Uhlandstraße 16.

2. April Abbruch

von Gebäude und Scheuer hinter dem Totenkirchle (Sulzbacher Straße 25) für einen geplanten Neubau (Deutsche Bank und Praxisräume).

4. April

Landtagswahlen. Ergebnis CDU 56,7%, SPD 33,3 e, FDP 7,8 0/o.

Im Wahlkreis Backnang wird Erich Schneider (CDU) mit 26 714 Stimmen (55,34 %) wiedergewählt. Weitere Stimmen: G. Gruber (SPD) 16337 Stimmen, H. Stuhlmann (FDP) 3895 Stimmen. 9. AprIl Ernennung

des ehemaligen Annonayer Bürgermeisters Daniel Aime (10. Februar 1898 bis 10. Februar 1978) zum Ehrenbürger der Stadt Backnang.

Mai

Pflanzung einer Eiche „Baum der Freiheit" in der Lerchenstraße durch den Bund der Mitteldeutschen.

14. Ju n i Abbruch des

Gebäudes Gerberstraße 42 (Ecke Gerber - und Karlstraße).

20. Juni Empfang von

zwei Backnanger Sportlern in Annonay nach 700 - km-Fuß-

marsch. 26. Juni Kurt Tränkle

in Maubach gestorben. Er war von 1938 bis 1948 Gemeindepfle ger, von 1948 - 1966 Bürgermeister. Eröffnung der umgestalteten Rößle-Kreuzung.

19. August

4. September

4. - 12. September

Straßenumbenennungen : Südring in Annonaystraße, Rößlekreuzung in Adenauerplatz. Eröffnung einer zweiten Flugzeughalle der Segelfliegergemeinschaft Backnang in Völkleshofen. Zehn Jahre Städtepartnerschaft Annonay-Backnang. Feier mit Einweihung der Annonaystraße und Annonaybrücke. Prägung eines Jubiläums-Dukaten. 233

12. September Enthüllung

des Mahnmals der Vertriebenen auf der Maubacher Höhe (Entwurf Oskar Kreibich).

Okt o b er 1. Oktober

Umbau des Amtsger ic hts. Gründung einer Postsportgemeinschaft. Kreissparkasse eröffnet Filiale in der Aspacher Straße 51.

3. Oktober

Bundestagswahlen. Ergebnis: CDU/CSU 48,6%, SPD 42,6%, FDP 7,9%.

Im Wahlkreis 175 erringt Dr. Dieter Schulte (CDU) mit 95110 Stimmen zum dritten Mal das Direktmandat. Dr. Herta Däubler-Gmelin (SPD) kommt über die Landesliste mit 64353 Stimmen in den Bundestag. Weitere Stimmen: FDP 9520, DKP 558, NPD 867. 15. Oktober

Eröffnung des Drogerie-Markts Schlecker in der Uhlandstraße 10 (später Marktstraße 16).

19. Oktober

Kreissparkasse eröffnet Filiale in Waldrems.

November Erweiterung November Kunstmaler 9.

des Altersheims Staigacker um 25 Betten. 2. Hermann Erlenbusch (86) gestorben.

Dezember

Schülerinnen der TSG Schwerathletik werden baden-württembergische Judo-meister. 30 631 Einwohner.

1977 Acht Firmen führen eine Versuchsreihe zur Klärung der insbesondere von der

Lederindustrie stark belasteten Backnanger Abwässer auf der Kläranlage Neuschöntal durch. Auf Grund der besten Reinigungsleistung fällt die Entscheidung für das Katox-System der Firma Krupp, Essen. Gründung des Frauentreffs Sachsenweiler. 8. Februar

Beim Ideenwettbewerb der Stadt anläßlich der 10jährigen Partnerschaft mit Annonay sind 174 Entwürfe eingegangen.

21. Februar Aus den Sonntagsmalern

wird der Verein Maler der Baracke. 3. März

Gründung einer Ortsgruppe der Europa-Union. 23. März

Eröffnung des Handelshofs, Sulzbacher Straße 201.

25. April

Abbruch des Gebäudes Sulzbacher Straße 1 (früheres Cafe Gebhardt).

7. Mai 8. Mai

Einweihung der Friedenskirche, Eugen-Bolz-Straße 24, der evangelischen freikirchlichen Gemeinde.

22. Mai

Schülerinnen der TSG Schwerathletik werden baden- württembergische Judomeister.

2. Juni

234

Gründung einer Bezirksgruppe des Deutschen Alpenvereins.

Wahl von Dipl.-Ing. Paul Biber zum Technischen Beigeordneten. Amtsantritt 1. Oktober.

3. Juni

1. Ju li

Motorsportclub eröffnet Vereinsräume in den ehmaligen Lederwerken, Fabrikstraße.

Paulinenpflege Winnenden erwirbt Peter- Odenwälder- Haus an der Plattenwaldallee zur Einrichtung eines Wohnhauses für Hörgeschädigte. Neuer Murrsteg in den Etzwiesen zur Verbindung der Sportplätze.

Juli

Nachdem am 6. April die letzte Familie aus Neuschöntal, dem langjährigen Obdachlosenasyl der Stadt, ausgezogen war, werden die Reste der Knapp-schen Mühle gesprengt. An den Namen Neuschöntal erinnert jetzt nur noch die Sammelkläranlage Neuschöntal.

10. Juli 6. August

Willi Fritz von der Schützengilde wird Luftgewehrlandesmeister.

Wiedereröffnung des umgebauten Kinos Universum, Sulzbacher Straße 32, mit vier kleinen Kinoräumen.

2. September

Umzug der Deutschen Bank vom Schillerplatz 11 in den Neubau Sulzbacher Straße 27.

5. September

Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer. Ermordet aufgefunden am 19. Oktober.

8. September Eröffnung

der ausgebauten Grabenstraße. Seit 1954 wurden zur Verwirklichung des Vorhabens insgesamt 50 Gebäude abgebrochen.

9. S ep t ember 10.

Eröffnung des Aktivspielplatzes in der Unteren Au.

S ep tember

13. Oktober

Zehn Backanger Feuerwehrmänner für ihren Einsatz bei der Waldbrandkata strophe in Niedersachsen mit der Gedenkmedaille ausgezeichnet.

18. Oktober

Bundesgrenzschutz befreit entführtes Flugzeug in Mogadischu.

21. Okt ober 12. November

Eröffnung des Ungarndeutschen Heimatmuseums, Karlstraße 30.

Eröffnung des Möbelhauses Wohnland in Waldrems.

Verlegung des Wochenmarkts von der Grabenstraße in die Uhlandstraße und den Platz Am Rathaus. Eröffnung der „Backnanger Werkstätten' der Paulinenpflege Winnenden, Industriestrage (Behindertenwerkstätten).

25.

November

26.

No vemb erErste

27.

Novemb er

30. Dezember

Ausstellung der Maler der Baracke

Aktion Sorgenkind schenkt Backnanger Werkstätten einen MercedesKleinbus. Preis des Kultusministeriums für Schülerzeitung der Mörikeschule.

Gründung der Naherholungsgemeinschaft „Backnanger Bucht": Backnang, Allmersbach im Tal, Burgstetten, Kirchberg/Murr, Leutenbach und Weissach im Tal.

235

1978 Gründung der Werbegemeinschaft des Gewerbevereins „Die grünen Klee -

blätter". 1. Jan u ar 16. Januar

Eröffnung der Tanzschule Rebsch im Neubau, Öhringer Straße 7.

Im Zuge des Neubaus der Sulzbacher Brücke müssen die beiden Verkaufs stände auf der vorderen Bleichwiese verschwinden.

23. Januar

Rolf Hettich von der Abteilung Skisport der TSG 1846 schwäbischer Biathlonmeister.

30. Januar

Der Verein Kinder- und Jugendhilfe Backnang erhält einen der 12 Hauptpreise der Landesregierung für vorbildliche Bürgeraktionen (unter 747 Bewerbern).

1. Februar

Eröffnung der Apotheke am Obstmarkt, Dilleniusstraße 9.

10. F eb ruar Backnangs 14. Februar 4. März

Ehrenbürger Daniel Aime (80) in Annonay gestorben.

Musikverein Sachsenweiler wird selbständig. Einweihung des evangelischen Gemeindehauses, Heininger Weg 31 (Grundsteinlegung 24. Oktober 1976).

11. März

Gründung eines evangelisc he n Blindendie ns tes.

13. März Abbruch

der Sulzbacher Brücke; Errichtung eines Fußgängerersatzsteges. Baubeginn an der neuen Sulzbacher Brücke.

17. März Zwei alte 31. März

Ausstattung von zwei Sitzungssälen des Amtgerichts mit Reliefs von Oskar Kreibich.

Ap ril 3. April

12. Ap ril 21. Ap ril

Einrichtung von 46 Kleingärten am Krähenbach.

Betriebseinstellung der Layherschen Mühle (frühere Burgermühle), Talstraße 1-5. Kunstmaler Hans Gaugler (85) gestorben. Bau eines Fußgängerstegs über die Murr vom Burgbergweg zur Bleichwiese.

25. April

ADAC-Stelle bei der Volksbank, Schillerstraße 18.

10. Mai

Eröffnung einer Heimatstube im städtischen Archiv.

20. Mai

Volksbank eröffnet weitere Geschäftsräume, Schillerstraße 16.

23. Mai

Starkes Hochwasser der Murr.

10. Juli

August

Ausscheiden des Viehzuchtvereins Backnang aus dem Fleckviehzuchtverband Schwäbisch Hall.

Beginn des Ausbaus der Straße Zwischenäckerle. Die Bemühungen für den Ausbau gehen bis in den Anfang der 60er Jahre zurück. AEG-Telefunken stellt Werbefilm „Made in Backnang" vor.

17. August

236

Häuser in der Kesselgasse müssen einem Geschäftsneubau weichen.

Der gebürtige Backnanger, Kunstmaler Professor Leonhardt Schmidt (87), gestorben.

16. September

Ausschreibung eines Architektenwettbewerbs für ein städtisches Bürgerhaus in der Talstraße sowie eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs zur Sanierung und Neubebauung der Aspacher Vorstadt.

7. O ktober 19.

Eröffnung der Sportanlage beim Gymnasium in der Taus.

O ktober

22. O ktober

Sportgeschäft Gogel, Eugen- Adolff- Straße 1, eröffnet.

„Rondos" zum 10. Male deutsche Meister im

Kunstkraftsport. Benennung eines „Daniel-Aime-Viadukts" und einer „Avenue de Backnang" in Annonay.

6. November

11. November

Erstmals Rathaussturm des Karnevalsclubs.

13. Nov em ber

Abbruch des Gebäudes Remsstraße 17 in Waldrems. Erstmals besuchen drei Schülerinnen aus Annonay mit Hilfe eines Stipendiums für ein Jahr Backnanger Schulen.

28. November

Abbruch der Gebäude Eduard-Breuninger-Straße 41 (Geburtshaus von Eduard Breuninger), 43 und 45 für den Neubau des evangelischen Gemeindehauses (mit Kirchenpflege) am Kalten Wasser. Brücke über die Bundesstraße B 14 beim Wasserturm dem Verkehr übergeben.

16. Dezember

Fertigstellung der neuen Sulzbacher Brücke.

1979

Schulpartnerschaft der Max-Eyth-Realschule mit College les Perrieres in Annonay. Erster Schüleraustausch des Gymnasiums in der Taus mit Turku/Finnland. Bau eines Schulpavillons beim Max-Born-Gymnasium. Die durch viele Auftritte bei Großveranstaltungen im In- und Ausland bekannt gewordenen „Rondos" erringen ihre 11. Deutsche Meisterschaft.

3. Januar 20.

Eröffnung einer Siedlerstube in der Robert-Kaess-Siedlung.

Januar

28. Januar

12. Februar März

Gründung eines Vereins zur Förderung sozial geschädigter Kinder und Jugendlicher. Firma Reifen-Höllring bezieht Neubau in der Öhringer Straße 9.

7. Februar

1.

Arbeiterwohlfa hrt eröffnet Büro in der Aspacher Straße 6.

Abbruch des Gebäudes Marktstraße 6. Gründung des Obst- und Gartenbauvereins Heiningen-Maubach-Waldrems. Baubeginn der Erweiterung der Sammelkläranlage Neuschöntal.

11. März Auflösung

der Krankenpflegehilfsschule am Kreiskrankenhaus.

23. März

Eröffnung des Altenwohnheims in der Taus. 28. März

Abbruch von zwei alten Gerberhäusern der Firma Hodum in der Wilhelm-straße für Parkflächen von AEG-Telefunken.

5. Apri l

Gemeinderatsbeschluß über die Gründung einer Städt. Wohnbau GmbH. 237

18.

Ap ril

Gründung des Freundeskreises der Pestalozzischule. Dachdeckermeister Ernst Sikler (77) gestorben. 12 Jahre Mitglied des Gemeinderats. Er gründete 1929 den Haus- und Grundbesitzerverein, dessen Vorsitzender er viele Jahre war.

7. Mai

Spinnerei Adolff liefert Poligras-Hockeyfeld für die Olympischen Spiele 1980 nach Moskau.

10. Juni

Europawahlen. Ergebnis im Rems-Murr-Kreis: CDU 63 060 (47,6%), SPD 49147 (3 70/0), FDP 13 348 (10%), Grüne 6150 (4,6 0/0).

19.

Ju n i

1. Juli 15. Juli

Gründung der Verbraucher ge me insc ha ft. Karl Carstens Bundespräsident.

Gründung des CB-Funk-Clubs.

24. Juli

Bettina Moje von der Schwimmabteilung der TSG 1846 deutsche Kunst-springJugendmeisterin.

29. Ju li

Grünanlage mit altem Brunnen und Dorflinde in Waldrems angelegt.

15. August

30. Au g u st 29. September

Gärtnermeister und stellvertretender Stadtarchivar Hermann Trefz (70) gestorben. Große Verdienste um die Backnanger Heimatkunde. Firma Gentner- Kleidung eröffnet Neubau in der Sulzbacher Straße 203. Eröffnung der Sportanlage Büttenen (später Karl-Euerle-Sportanlage).

Oktober

Eröffnung des Uhrengeschäfts Kiehn, Schillerstraße 46 (Firmengründung 1967 in Auerbach/Vogtland).

7. Oktober

Eröffnung des Gemeinschaftszentrums der Liebenzeller Mission, Annonaystraße 31.

9. Oktober Gründung Oktober Gründung 28. Oktober

des Vereins Haus der Jugend.

Kreistagswahlen. Ergebnis: CDU 42 Sitze, SPD 30 Sitze, FDP/FW 17 Sitze.

November Gründung 29. November

1. Dezember 12. Dezember

238

des Rotary-Clubs Backnang-Marbach. 23.

des Vereins Dritte-Welt-Handel.

Eröffnung der erweiterten Altentagesstätte Etzwiesenberg. Der in Backnang geborene Kunstmaler Professor Manfred Henninger bekommt als erster die vom Gemeinderat gestiftete Bürgermedaille verliehen. Gemäß Statut wird sie verliehen an Persönlichkeiten, die sich um die Stadt besonders verdient gemacht haben durch hervorragende Leistungen und schöpferisches Wirken in den verschiedensten Bereichen. Fassadenwettbewerb mit Ausstellung in der Kreissparkasse eröffnet. Anläßlich des Fassadenwettbewerbs spricht Dr. Gebeßler, Präsident des Landesdenkmalamtes, zum Thema „Backnang zeigt sein Gesicht" beim ersten Altstadtstammtisch des Heimat- und Kunstvereins. 29 813 Einwohner. Arbeitslosenquote 1,6 %.

Das Parkhaus in der Grabenstraße. Die Parkdecks wurden 1980 fertiggestellt, in die integrierten Geschäftshäuser zogen 1981 die Geschäfte ein. 1987 erhielt das Parkhaus mit einer Brücke über die Murr eine zweite Zufahrt von der Talstraße (Photo 1988).

1980 Inbetriebnahme der Fußgängerunterführung Kreuzung Bleichwiese. Gründung der „Frauenselbsthilfe nach Krebs". 25. Februar

Firma Allcaps Weichgelatinekapseln GmbH verlegt Firmensitz von Waiblin gen nach Backnang in den Neubau Gaildorfer Straße 6.

1. März

Eröffnung Dritte-Welt-Laden, Albertstraße 5.

7. März

Parkhaus Grabenstrage 11 mit 400 Stellplätzen eröffnet.

11.

März Dr. Günter Wuckel erhält an seinem 80. Geburtstag die Bürgermedaille der Stadt verliehen. Die Ansiedlung der AEG-Fernmeldetechnik im Jahr 1946 in Backnang und die Entwicklung des Werkes zum größten Industrieunternehmen der Stadt mit ca. 3000 Arbeitskräften bei seinem Ausscheiden 1962 ist überwiegend sein Verdienst. Im Ruhestand leitete er viele Jahre den Verein Altenhilfe Backnang.

16. März Bei den

Landtagswahlen wird im Wahlkreis Erich Schneider (CDU) wiederge wählt. Stimmen: CDU 52,5 %, SPD 32,2%, FDP 9,1%, Die Grünen 5,46%.

15. April

Der Technische Beigeordnete Paul Biber erhält den Titel Bürgermeister.

24. April

Bei der Intergasta Stuttgart erhalten Goldmedaillen: Otto Schwarz, Holger Faas und Dieter Runte.

26. Mai 30. Mai

12.

18. Juni

Eröffnung Verbraucherberatungsstelle, Ölberg 8. Wiedereröffnung des umgebauten Mineralfre ibads. Juni

Jugendhaus Erbstetter Straße 44 eröffnet. Einweihung der neuen Aussegnungs ha lle in Maubach. Brand in der Lederfabrik Fritz Häuser, Gartenstraße 100. TSG-Musikzug Sieger im Wertungsmusizieren beim Landesturnfest in Waiblingen.

7. Juli

Sportanlage Büttenenfeld mit erstem Poligrasfeld in Baden-Württemberg.

11. Juli

Eröffnung einer Niederlassung der Vitramon-Incorporated in Waldrems. 239

Die Firma ANT Nachrichtentechnik in der Gerberstrage (Bild oben) hat für den Deutschen Fernmeldesatelliten Kopernikus (links, Modellaufnahme) die nachrichtentechnische Nutzlast (Bild rechts) entwickelt und hergestellt.

Industrie

1980 eröffnete die Allcaps Weichgelatine-

kaps eln GmbH in der Gaildorfer Straße eine Niederlassung.

Das Verwaltungs- und Fertigungsgebäude der Vitramon GmbH in Waldrems , Hers teller monolithischer Vielschicht- keramik-Kondensatoren.

1. September

Inbetriebnahme der erweiterten, auf das Katox-System umgerüsteten Sammelkläranlage Neuschöntal. Erster Bürgermeister Karl Euerle (55) gestorben. Er hat zwei Jahrzehnte lang zur Entwicklung der Stadt beigetragen. Zu seinem Gedächtnis benennt der Gemeinderat Stadion und Sporthalle Büttenen in „Karl-Euerle-Sporthalle" und „Karl-Euerle-Sportanlage". Großfeuer in der Talstraße fordert 5 Todesopfer aus einer jugoslawischen Familie. Der Hausbesitzer, Malermeister und frühere Gemeinderat Hermann Rösch, erleidet während der Löscharbeiten einen Herzschlag. 29149 Einwohner.

Freilegung des Fachwerks am Gebäude Schillerstraße 8.

1981 15. Januar

Der seitherige Bürgermeister von Auenwald, Walter Schmitt, zum Ersten Bürgermeister gewählt.

1. Februar

Einzug der Volkshochschule in die ehemalige Hauswirtschaftsschule, Etzwiesenberg 15.

13. Februar

Gründung Angelsportverein Sachsenweiler.

12. März Auszeichnung

Backnangs mit der Europafahne. Die Stadt ist damit in die Reihe der „Europastädte" aufgenommen.

19. März Pflanzung Ap ril 9. April

einer Eiche auf dem Platz am Rathaus.

Ausbau Größeweg zwischen Strümpfelbacher Weg und Dresdener Ring. Eröffnung einer NORMA-Lebensmittelfiliale, Sulzbacher Straße 45/47 im neuen Wohn- und Geschäftshauskomplex Sulzbacher Straße 45-51.

22. Ap ril

TSG- Judo- Mädchen süddeutscher Mannschaftsme is ter.

23. April

Eröffnung der Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und -gefährdete der Caritas, Albertstraße 8.

27. April

Gerd Metzger deutscher Gewichtheber-Jugendvizemeister.

12. Mai

Regierungsvermessungs-Oberamtmann i. R. Hugo Mayer (78) gestorben. Er hat aus Liebe zur Heimatgeschichte viele Zeichnungen zur Vergangenheit und zur städtebaulichen Entwicklung Backnangs angefertigt.

30. Mai

Eröffnung der Filiale der Dresdner Bank, Grabenstraße 5.

1. Juni

Filiale der Landesgirokasse, Grabenstraße 5, eröffnet.

10. Ju n i 12. Juni

Juli

Abbruch des Hauses Wassergasse 9.

Wiedereröffnung des Hauses „Deutsches Rotes Kreuz", Sulzbacher Straße 17, nach Umbau. Fertigstellung des ersten Bauabschnitts der Fußgängerzone: Uhlandstraße, Am Rathaus, Schillerstraße. (Baubeginn März 1980). 241

9. Juli

24. August 26. August

Gemeinderat beschließt Anschlug an das Erdgasverbundnetz. Die neue Verbindungsleitung soll aus dem Raum Crailsheim über Schwäbisch Hall, Gaildorf, Murrhardt, Backnang nach Fellbach führen. Aufstellung der ersten Altpapier- und Altglascontainer. Gründung des Vereins zur Förderung der Kleinkunst „Maulwurf'.

19. September

Eröffnung der neuen Flugzeughalle in Heiningen der Segelflieger WinnendenHeiningen.

26. September

S-Bahn-Linie Backnang-Stuttgart feierlich eröffnet. Fahrzeit 34 Minuten. Stillegung der Bahnhaltestelle Steinbach.

Oktober Fertigstellung des

zweiten Abschnitts der Fußgängerzone am Obstmarkt. (Baubeginn

April 1981). Das evangelische Gemeindezentrum am Kalten Wasser.

7. November

Einweihung des evangelischen Gemeindehauses am Kalten Wasser, EduardBreuninger-Straße 47 (Grundsteinlegung 15. April 1980, Richtfest 7. November 1980). Zugleich Verwaltungsgebäude der Gesamtkirchengemeinde und Haus der Diakonischen Bezirksarbeit.

28. November

Enthüllung des Gänsebrunnens beim Rathaus zur Erinnerung an den soge nannten Backnanger Gänsekrieg (Bildhauer Kirstein). 29181 Einwohner. Arbeitslosenquote im Dezember 4,2 Prozent.

1 9 8 2 Ba u d e r Er d ga s le itung C r a ils he im - W inne nd e n. Ba u e ine r ne ue n Eis e nb a hnb r üc k e üb e r d ie S tr a ß e na c h S te inb a c h. Er ö ffnung d e r Ga s ts tä tte „P inte ", Ge r b e r s tr a ße 4 7 . K uns ts toffb e s c hic htungs we r k K le nk & S ä nge r , W e is s a c he r S tr . 6 8 , e r ö ffne t. 242

1. Januar

15. Januar

Im Rahmen der AEG-Sanierung entsteht aus dem bisherigen Geschäftsbereich Weitverkehr und Kabeltechnik die AEG-Telefunken-Kommunikationstechnik GmbH (ATN) mit Sitz in Backnang. Gesellschafter sind AEG-Telefunken AG 0 51%, Robert Bosch GmbH und Mannesmann AG je 20 /o und AllianzVersicherungs-AG 90/o. Privatisierung des städtischen Schlachthofes. 100. Konzert der von der Stadt seit 1967 veranstalteten Konzertreihe. Arno Dressel für ehrenamtliche Organisation geehrt.

1. März Heimat- und Kunstverein stellt Band 1 seiner neuen Schriftenreihe vor: Gerhard Fritz „Backnang und Umgebung im 13. Jahrhundert". 2. März Eröffnung Konfiserie-Konditorei Weller im renovierten Gebäude Schillerstraße 19. 7. März Einweihung

der neuen Orgel der Matthäuskirche.

25. März Gemeinderat

vergibt Erschließungsarbeiten für 4,1 Mio. DM für das neue Baugebiet „Hintere Tos". Weiter vergibt der Gemeinderat die Arbeiten für den Erdgasanschluß der Stadt in Millionenhöhe. Beginn der Rohrverlegungsarbeiten im Stadtgebiet.

30. März

Stadtplaner Reginald Kunzelmann stellt beim 12. Altstadtstammtisch im Helferhaus die „Backnanger Baufibel" (Gestaltungsvorschläge zur Backnanger Innenstadt) vor.

1. April

Aldi Einkaufsmarkt zieht von der Marktstraße 16 in den Neubau Stuttgarter Straße 72.

13. April

Abbruch Schillerstraße 7 und 9 („Schwanen").

15. April 2. Mai

Abtragung des Obergeschosses des alten Amtsgerichtsgefängnisses (ehema lige Schloßküche), Stiftshof 15.

Gerd Metzger Deutscher A- Jugend- Meister im Gewichtheben.

24. Mai Juni

17.Ju n i 18.Juni

19.Ju n i

Abbruch Stuttgarter Straße 10. Erster Schüleraustausch des Gymnasiums in der Taus mit Chiavari/Italien. Heimat- und Kunstverein zeigt erstmals den im Besitz der Stadt befindlichen architektonischen Nachlaß des württembergischen Hofbaumeisters Johann Michael Knapp. Abschluß des Fassadenwettbewerbs „Backnang zeigt sein Gesicht". 22 Prädikate werden an Hausbesitzer vergeben werden. Gründung Verein Motorradfreunde . Förderverein des Max-Born-Gymnasiums gegründet. (Vorgängerin ist die im Juni 1969 entstandene „Vereinigung der ehemaligen Schüler und Freunde des Gymnasiums Backnang". Eröffnung „Grillme ister ", Schillerstraße 3. 243

2. Juli

Enthüllung des von Carl Kaess sen. gestifteten Brunnens am Obstmarkt (Entwurf Prof. Oskar Kreibich).

7. Juli

Fertigstellung des neuen hölzernen Eduardstegs.

31. Juli

Stillegung Bahnhaltestelle Spinnerei.

17. August

Bruch der sozial-liberalen Koalition in Bonn.

3D. August 1. S eptem ber

Bundesbahn übernimmt Postomnibus linie n im Bereich Backnang.

29. S eptem ber

Anschluß an europäisches Erdgasverbundnetz.

Oktober

Freilegung des Fachwerks Schillerstraße 4.

1. Oktober 26. November

Übergabe der neuen Straße zur Mülldeponie Steinbach.

Wahl von Helmut Kohl (CDU) zum Bundeskanzler.

Übergabe des Stadtlehrpfads. Rundgang nach Plan zu gekennzeichneten und beschriebenen Sehenswürdigkeiten.

26. November Wiedereröffnung

der Drogerie Wöhrle im Neubau Schillerstraße 32.

Dezember 1.

Backnanger Weihnachtsmarkt. 15. Dezember

Künstler ischer Nachlaß des verstorbenen Hugo Mayer der Stadt zur Aufbewahrung und zweckbestimmter Verwendung übergeben.

23. Dezember Gründung

des Vereins zur Förderung der Waldorfpädagogik. 29184 Einwohner, darunter 6153 Ausländer. Arbeitslosenquote August: 4,5 Prozent.

1983 Instandsetzung des Murrtalviadukts der B 14. Bedeutende Änderung beim größten Industriebetrieb der Stadt: AEG Telefunken Nachrichtentechnik GmbH (ATN) scheidet am 1. Januar 1983 aus dem Firmenverbund der AEG aus. Gesellschafter sind nun zu je 42,5% die Robert Bosch GmbH und die Mannesmann AG sowie zu 15 Wo die Allianz Versicherungs AG. Ab 12. April erhält die Firma den Namen ANT Nachrichtentechnik GmbH. Firmensitz ist Backnang. Die Firma erzielte 1982 einen Umsatz von rund 800 Mio. DM und beschäftigt in ihren Werken Backnang, Offenburg, Schwäbisch Hall und Wolfenbüttel ca. 5500 Mitarbeiter, davon 3750 in Backnang. Renovierung des Turnerheims auf dem Hagenbach. Die Stadt wird in das Programm zur Verbesserung des Wohnumfeldes (WUPWohnumfeldprogramm) des Landes Baden-Württemberg aufgenommen. 25. Januar

Eröffnung eines Postamts im ehemaligen Rathaus in Maubach.

Februar

244

Abbruch des Gebäudes Burgberg 1 (Firma Reifen- Reber) zur Neugestaltung des linken Murrufers als stadtnahe Erholungs- und Freizeitanlage. Stillegung der Schlammverbrennungsanlage Neuschöntal.

Bundestagswahlen. Ergebnis CDU/CSU 48,8e, SPD 38,2%, FDP 7%, Grüne

6. März

5,6%.

Im Wahlkreis wird Dr. Dieter Schulte (CDU) wiedergewählt. Robert Antretter (SPD) kommt über die Landesliste in den Bundestag. Regis Perbet (Partei der bürgerlichen Rechte) neuer Bürgermeister der Partnerstadt Annonay. 18.

März

2,9

Mio. DM aus Wohnumfeldprogramm-Mitteln für Verbesserung des Wohnbereichs Ölberg vom Land genehmigt.

16. April

Sprengung des Kamins der ehemaligen Tonwarenfabrik Pfeil, Blumenstraße.

28. April

Studiendirektor i. R. Emil Erlenbusch (72) gestorben. Langjähriger Landtagsabgeordneter, Kreistags- und Gemeinderatsmitglied der SPD. Große Verdienste um den Sport auf Stadt-, Kreis- und Landesebene. SportkreisEhrenvorsitzender. 719.

3. Mai

Eröffnung Metzgerei Bollinger im Schwanen- Neubau, Schillerstraße

4. Mai

Oberhaupt der griechisch- orthodoxen Kirche zu Besuch in Backnang.

18. Mai

31. Mai

Drogist Otto Dorn (63) gestorben. Langjähriger Stadtrat und Vorsitzender der Schützengilde. Neuer Brunnen in Maubach enthüllt.

16. Juni

Europas erster kommerzieller Nachrichtensatellit ECS mit nachrichtentechnischer Einrichtung von ANT Nachrichtentechnik gestartet.

21. Juni

Eröffnung des Caritashauses Albertstraße 8.

31. Juli

Architekt Otto Nußbaum (79) gestorben. Schöpfer zahlreicher öffentlicher und privater Bauten. In Backnang u. a. Stadthalle und Kreiskrankenhaus, fer ner Industriebauten bei Firma Fritz Häuser und ANT.

27. August

Eröffnung Geschäftsstelle der TSG 1846 im Turnerheim auf dem Hagenbach.

September

Baubeginn zur Neugestaltung des Murrufers und des Burgberghanges als erste Maßnahme im Rahmen des Wohnumfeldprogramms (WUP).

1. Oktober

Verbandszentrale des Südbund-Einkaufsverbands für Heimtextilien-Fachgeschäfte, bezieht Neubau in der Welzheimer Straße 6 und verlegt damit den Verbandssitz von Sechselberg nach Backnang.

O ktober

Erweiterung des Waldfriedhofs um 2700 Grabstellen.

12. Oktober Partnerschaft

Technisches Hilfswerk Backnang mit Technischem Hilfswerk Simbach

am Inn. 26. Oktober Oktober/November

Eröffnung des Neubaus Hotel „Schwanen", Schillerstraße

7-9.

ANT bezieht einen Büro- und Labor-Neubau in der Eduard-Breuninger-Straße (am Kalten Wasser). In der Gerberstraße 57 wird an Stelle des ehemaligen Gebäudes der Firma Hodum ein Raumfahrtgebäude und in Allmersbach im Tal ein Antennenmeßgebäude errichtet. 245

1. November 10. November

30. November Dezember 2. Dezember 14. Dezember

22. Dezember

Waldorfkindergarten eröffnet. Maler und Schriftsteller Prof. Oskar Kreibich mit dem 1. Preis des Hörspiel-und Erzählerwettbewerbs des ostdeutschen Kulturrats in Verbindung mit dem Bundesinnenministerium für Erzählung „Pfingsten in Zibrice" ausgezeichnet. Auflösung des Fördervereins für die Jugendmusikschule. Wahl des Ausländerrats. Eröffnung des neuen Behandlungstraktes des Kreiskrankenhauses. Größter Auftrag in der Firmengeschichte der ANT Nachrichtentechnik für ein „Deutsches Fernmeldesatellitensystem DFS" mit einem Anteil von 300 Mio. DM. Abbruch des Hauses Marktstraße 4. 29154 Einwohner. Arbeitslosenquote März: 5,7 P rozent.

1984 Einr icht ung von 147 P ark-and-R ide-P lätze n für den Bahnhof Backna ng auf den Büttene n. Januar Eröffnung des mit Büroräumen für das Finanzamt neu aufgebauten ehemaligen

Amtsgerichtsgefängnisses, Stiftshof 15. 9. F eb ru ar Gründung des Vereins Kultur und Werkstatt. 20. Februar

Prof. Oskar Kreibich, Maler und Schriftsteller, im Alter von 67 Jahren gestorben. Geboren und aufgewachsen in Böhmen, fand er nach dem Krieg seine zweite Heimat in Backnang, das ihm viele Bilder, P lastiken und zwei Bücher verdankt.

2. März Chinesischer Minister für Raumfahrtindustrie bei ANT Nachrichtentechnik. 24. März Lederfabrikant Karl-Theo Robitschek (61) gestorben. Über zwei Jahrzehnte im

Gemeinderat. Vorsitzender der FDP-Fraktion. 25. März

Landtagswahlen. Ergebnis: CDU 51,9%, SPD 32,4e, FDP/DVP 7,2 %, Grüne 84. Im Wahlkreis Backnang zieht Erich Schneider (CDU) zum fünften Mal in den Landtag ein. Stimmen: CDU 50,6%, SPD 31,90/o, FDP 8,60/o, Grüne 8,6%.

8. April

Einweihung des umgebauten und erweiterten evangelisch-methodistischen Ge me inde zentr ums Z ionskirc he , A lbe rtst raße 9. ( Gr undste inle gung 19. Februar 1983. Weihe der Orgel 2. Dezember 1984.)

11.

April

12.

April

Fällen der Friedenlinde bei der Erbstetter Straße 28, da der Baum morsch war und eine Unfallgefahr darstellt. (Gepflanzt am 30. November 1871). Inbetriebnahme des Müllverdichters in Steinbach mit auf der

Mülldeponie erzeugtem Gas. 15. Ap ril Lions-Club schenkt dem Verein Altenhilfe VW -Bus für Essen auf Rädern.

246

5. Mai

Eröffnung der aus Mitteln des Wohnumfeldprogramms gebauten Parkanlage am Burgberg (Montage der Fußgängerstege über die Murr 17. Januar).

10. Mai 12. Mai

Kreiskrankenhaus erhält nuklearmedizinische Ausstattung. Ehrenbürger und Alt-Oberbürgermeister Dr. Walter Baumgärtner (84) gestorben. Im Amt von 1946, der Zeit bitterster Not, bis 1966. Er erfreute sich außerordentlicher Beliebtheit bei der Bevölkerung.

Mai

Abbruch der Etzwiesenbrücke und Baubeginn an der neuen Brücke. Provisorischer Fußgängersteg.

22. Mai

Genehmigung des Flächennutzungsplans der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft.

23. Mai

R ichard v on Weizsäck er zum B undespräsidenten gewählt.

seines 100jährigen Bestehens legt der Heimat- und Kunstverein den Band 4 seiner Schriftenreihe vor. Seit der Überlassung des Helferhauses von seiten der Stadt führte der Verein über 80 Kunstausstellungen und 22 Altstadtstammtische durch.

27. Mai Zur Feier

3. August

Werke Backnang und Offenburg der ANT Nachrichtentechnik werden mit der vom Bundespräsidenten geschaffenen „Urkunde für beispielhafte Leistungen in der Berufsausbildung" ausgezeichnet.

8. September

Eröffnung des zentralen ungarndeutschen Heimatmuseums mit Bäcsalmäser Heimatstube in der umgebauten ehemaligen Burgermühle (Layhersche Mühle), Talstraße 1-5.

12. September

Enthüllung des von Hugo Krautter geschaffenen Brunnens in Waldrems; Finanzierung und Arbeiten durch die Bürger von Waldrems. Eröffnung des Buchladens am Schwanen, Dilleniusstraße 2-4.

19. September

Lederhändler Ernst Schleicher (83) gestorben. Große Verdienste um die TS GFußball als Vorsitzender und späterer Ehrenvorsitzender.

4. Oktober

In den Erweiterungsbau der Kreisberufsschule ziehen die Hauswirtschaftsschulen.

5. Oktober

Bundesfagswahlen. Ergebnis: CDU 44,5e, SPD 42,9%, FDP 10,6 %. Im

Wahlkreis wird Dr. Dieter Schulte (CDU) wiedergewählt. 6. Oktober

Eröffnung des Erweiterungsbaus der Backnanger Werkstätten der Paulinen-pflege, Industriestraße 18.

26. Oktober Nach

Rekordzeit von vier Monaten neue Etzwiesenbrücke dem Verkehr übergeben. Gesamtbreite jetzt 16 Meter.

28. Oktober Gemeinderatswahl: CDU 43,4% = 17

Mandate; SPD 32,6% = 12 Mandate; Grüne 13,6% = 5 Mandate; FDP/FW 10,5% = 4 Mandate.

31. Oktober

Eröffnung des Fertigungsgebäudes für Satellitentechnik der ANT Nachrichtentechnik, Gerberstraße 57 in Anwesenheit von Bundespostminister Dr. Schwarz-Schilling. Investitionsvolumen 20 Mio. DM. (Grundsteinlegung Oktober 1983, Richtfest März 1984). 247

24. November

Eröffnung des Antiquitätengeschäfts Griesser im renovierten Gebäude am Rathaus 2.

17. Dezember

Anläßlich seines 70. Geburtstages erhält Wilhelm Traub die Bürgermedaille der Stadt. Beruflich zuletzt ständiger Vertreter des Präsidenten des Landesgewerbeamtes. Begründer der Arbeitsgemeinschaft für berufliche Fortbildung. Langjähriger Bundestags- und Landtagsabgeordneter, Kreisrat und Gemeinderat (SPD). Seit der Gründung 1968 Vorsitzender des Vereins Lebenshilfe Backnang.

Dezember

Jubiläumsausstellung des am 2. Dezember 1894 in Backnang geborenen Künstlers Manfred Henninger im Max-Born-Gymnasium. 28 999 Einwohner.

1985 Karlheinz Batke deutscher Kickboxmeister. 4. Januar 10. Januar

Eröffnung der ersten bleifreien Tankstelle bei Schloz, Sulzbacher Str. 182-186. Abweisung der Klage der Stadt Backnang gegen Krupp/Essen wegen mangelhafter Funktion der Katox-F-Endreinigungsstufe der Kläranlage Neuschöntal durch das Landgericht Stuttgart.

Februar

Schließung des Jugendzentrums, Schlachthofstraße.

März

Stadt ersteigert in Stuttgart für 13 000 DM das Bild „Hochzeitsgäste beim Verlassen des Hotels Post in Backnang" von Prof. Reinhold Nägele.

16. März

9. April

Abbruch dreier Gebäude in der Talstraße für den Geschäftsneubau der Firma Robert Klotz, Sanitäre Anlagen.

12. Ap ril Mai 7. Mai

Eröffnung des neuen Behandlungsbaues des Kreiskrankenhauses. Eröffnung des Geschäftsneubaues Marktstraße 4-6.

Zur 40jährigen Wiederkehr der Kapitulation ehrt die Stadt die beiden Parla mentäre Hermann Krimmer und Fritz Munz; letzterer ließ sein Leben für seine Heimatstadt. Gedenkvortrag von Helmut Bomm : „Das Ende, das ein Anfang war". Unter dem gleichen Titel wird der Vortrag als bebilderte Broschüre herausgegeben.

Mai

21. Mai 16. Juni

248

Bedeutender Gemeinderatsbeschluß: Das Bahnhofhotel, sc hon bisher kultureller Mittelpunkt der Stadt, soll auf der Grundlage eines Entwurfs von Architekt Dipl.- Ing. Keller, Süßen, erweitert und umgebaut werden.

Erster Schüleraustausch des Gymnasiums in der Taus mit Chemille/Frankreich. Fertigstellung der Umgestaltung der Wassergasse und der unteren Marktstraße im Rahmen der 2. Teilmaßnahme des Wohnumfeldprogramms. (Baubeginn März 1984). Abbruch des Milchwerks, Maubacher Straße 21. Eröffnung des Arbeitslosenzentrums zur sozialpädagogischen Betreuung, Gerberstraße 4.

2. Juli

Lederfabrik Carl Kaess gibt Stammwerk wegen der ungeklärten Abwasser situation auf. Sozialplan für 60 Mitarbeiter.

11. Juli Wiederwahl von Dipl.-Ing. Paul Biber als Bürgermeister. August Versuchsweise Aufstellung von Baumattrappen in Süd- und Lerchenstrage im Rahmen der Verkehrsberuhigung. (Endgültige Ausführung 1987). September

ANT Nachrichtentechnik gründet Tochtergesellschaft, ANT Telekommunica-tionsInc. in Gaithersburg/USA.

5. September

Das von der Stadt erworbene frühere evangelische Vere inshaus in der EduardBreuninger-Straße 13 wird nach der Renovierung als „städtisches Vereinshaus" eröffnet. Gemeinderatsbeschluß erklärt Backnang symbolisch zur atomwaffenfreien Zone. OBI- Bau- und Heimwerkermarkt in der Sulzbacher Straße 130 eröffnet.

Oktober

Plattenwaldsiedlung Preisträger im Landeswettbewerb „Die besten Siedlungen und Eigenheime".

3. Oktober

Gemeinderat beschließt künftige Unterbringung der Schickhardt-Realschule in einem zu erstellenden Neu- oder Anbau bei der Mörikeschule. Bandhaus und Turmschulhaus sollen danach für kulturelle Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Mobiler sozialer Hilfsdienst der Arbeiterwohlfahrt ins Leben gerufen. Rückkehr einer 1739 gestifteten Glocke nach Backnang; Aufstellung am Chor der Stiftskirche.

15. Oktober

18. Oktober

Neues Konzept für die Unternehmensgruppe Kaelble : Werk I in der Wilhelmstraße wird verkauft und die Produktion ins Werk II Maubacher Straße verlegt.

21. O ktober

18. November

21. November

Der 34jährige Polize ibeamte Norbert Hans Poehlke aus Strümpfelbach erschießt Frau und Sohn und ist mit einem weiteren Kind flüchtig. Es handelt sich um den schon lange gesuchten Hammer- Mörder, dem drei Morde und mehrere Banküberfälle zur Last gelegt werden. Wenige Tage später werden Poehlke und Sohn in Süditalien tot aufgefunden. Er hat zuerst seinen Sohn und dann sich selbst erschossen. Friedrich W. Lüthcke, Direktor der Lederfabrik Fritz Häuser GmbH, engagierter Unternehmer, langjähriger Stadtrat und in zahlreichen Ehrenämtern tätig, im Alter von 65 Jahren gestorben.

Städtischer Ausschuß wählt nach einem Wettbewerb ein Signet für das 750- JahrJubiläum Backnangs des Backnanger Grafikers Hellmut G. Bomm.

Dezember Gründung der

Seniorenvolkshochschule durch Volkshochschule, Verein Altenhilfe und Rotes Kreuz. Bauhaus- Heimwerkermarkt in der Sulzbacher Straße 203 eröffnet. 249

Das Ungarndeutsche Heimatmuseum in der ehemaligen Burgermühle zeigt Geschichte und Kultur der Deutschen in Ungarn. Neben Trachten, Dokumenten, handw erklic hem und landw irtschaftlic hem Gerät s ind auch einige originalgetreu eingerichtete Stuben zu sehen. Die Abbildungen zeigen die Küche und die vordere Stube.

Dezember

Stadt und ANT Nachrichtentechnik erwerben Kaelble-Grundstücke im Raum Wilhelmstraße anläßlich der Verlegung des Kaelble-Werks in die Maubacher Straße 100 zur Sanierung. 29296 Einwohner. Arbeitslosenquote : 5,9 % (5. Februar). In der Stadt gibt es 181 Vereine.

1986 Ausbau der Etzvviesenstraße. Renovierung des Museums Helferhaus, Stiftshof 8. Alexander Müller deutscher Streckensegelflugjuniorenmeister. Marko Zivotic deutscher Bodybuildingjuniorenmeister. Herbert Metzger südbadischer Bodybuildingmeister. Der Stadt werden vom Land 61 Asylanten zur Unterbringung zugewiesen. Sie erstellt ein FertigteilWohnheim bei der ehemaligen Lohmühle in der Fabrikstraße. 1. Januar

Paul Bleile (78) Träger des Kronenkreuzes der Diakonie, Gründer und langjähriger Leiter des Freundeskreises gestorben. 30 Jahre Arbeit in der Suchtkran-kenhilfe.

2. Februar Wahl

von Hannes Rieckhoff mit 54,3 % der abgegebenen Hannes Rieckhoff Stimmen zum Oberbürgermeister. (Amtsantritt 1. Oberbürgermeister April). seit 1986

15. Februar

250

Rückkehr der nach dem großen Stadtbrand von 1697 vom damaligen Bürgermeister Johann Michael Denzel gestifteten und 1785 neu gegossenen Abendmahlskanne an die Stiftskirche. Die vom Backnanger Zinngießer David Höchel dem Älteren gefertigte Kanne galt als verschollen. Sie konnte mit Hilfe von Spenden aus der Gesamtkirchengeme inde aus Holland zurückgekauft werden.

13. März

Verabschiedung von Oberbürgermeister Martin Dietrich im Rahmen einer feierlichen Gemeinderatssitzung. Verleihung der Bürgermedaille der Stadt.

20. März

Der schwedische König Carl XVI. Gustav besucht mit einer Delegation der Schwedischen Akademie der Ingenieurwissenschaften die ANT Nachrichtentechnik in Backnang.

12. April Eröffnung des

Erweiterungsbaues Tanzschule Rebsch und des Neubaues Möbelhaus Noller, Sulzbacher Straße 99. Kontakte Backnanger Vereine zu Chelmsford/England.

28. April

Katastrophe im Kernkraftwerk Tschernobyl/UdSSR.

Mai

Abbruch Bahnhofstraße 5 und Beginn des Umbaus und der Erweiterung des Bahnhofhotels. Fertigstellung der im Rahmen der 3. Teilmaßnahme des Wohnumfeldprogramms umgestalteten Marktstraße mit Marktplatz. (Baubeginn März 1985) . Ralf Kunzler und Jürgen Bagg württembergische Kickboxmeister und deutsche Vizemeister.

6. — B. Juni

Rund 500 Backnanger fahren mit Oberbürgermeister Hannes Rieckhoff an der Spitze in die Partnerstadt Annonay zur Feier des 20jährigen Bestehens der Jumelage. Höhepunkt des Treffens ist die Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Stadt Annonay an den aus dem Amt geschiedenen Oberbürgermeister Martin Dietrich. Er ist damit erster Ehrenbürger von Annonay.

10. Juni

Stadtrat Eugen Weller (65) gestorben. 14 Jahre lang ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters, seit 1962 Mitglied des Gemeinderats (seit 1965 CDU-Fraktionsvorsitzender) und Kreistagsmitglied. Posthume Verleihung der Bürgermedaille der Stadt.

15. Juni

Bäckerei Mildenberger eröffnet in der Gaildorfer Straße eine nach modernsten Gesichtspunkten eingerichtete Großbäckerei und verlagert damit den Hauptbetrieb von Großaspach nach Backnang.

1. Ju li

Eröffnung des Reisebüros Schinnacher, Am Rathaus 4.

7.

Juli

8.

Juli ANT Nachrichtentechnik

Feuerwehr stellt neues Computersystem zum Abrufen von Einsatz-, Haus-und Umgebungsplänen vor. von der Post als Generalunternehmen für die Erstellung einer Erdfunkstelle in Berlin- Zehlendorf für das deutsche Fernmeldesatellitensystem mit einem Gesamtvolumen von 10 Mio. DM beauftragt.

15. Juli

Der ehemalige Oberbürgermeister Martin Dietrich erhält die Städtetag-Verdienstmedaille aus der Hand von OB Rommel.

16. Ju li

Eröffnung des Fahrradweges Talstraße.

29. Juli

Fällen der Feldulmenreihe in der Röntgenstraße wegen Splintkäferbefalls.

30. Juli

ANT Nachrichtentechnik verzichtet auf geplante Betriebserweiterung im neuen Gewerbegebiet Süd. 251

31. Juli

Martin Dietrich in sein neues Amt als Direktor des Evangelischen Oberkirchenrats in Stuttgart eingesetzt.

1. August 15.

August

16.

August

Einführung einer 30-km/h-Geschwindigkeitsbegrenzung im Wohngebiet am Wasserturm. Im Münchener Bruckmann-Verlag erscheint das Buch: Oskar Kreibich: „Portraits unserer Zeit", herausgegeben von der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat, mit Bildnissen bedeutender Zeitgenossen aus Geistesleben und Kunst aus Prof. Oskar Kreibichs letzten Lebensjahren.

S eptem ber

17.

Erneuerung der beschädigten Eckkonsole des Rathauses. Aufstellung zweier sogenannter Umweltampeln als Modellversuch. Beginn der Gesamtrenovierung des Totenkirchles.

September

Wiedereröffnung des Modehauses Kapphan, Schillerstraße 25, nach erfolgtem Umbau.

21. September

Adolf Weiß (82) gestorben. Langjähriger Rektor der Tausschule. Turngauvorsitzender und späterer Turngau-Ehrenvorsitzender.

Oktober

Graffito-Bild St. Florian am Feuerwehrgerätehaus.

1. O ktober 2. O ktober

Gründung der Backnanger Initiative gegen Atomanlagen (BIGA). Eröffnung der Altenpflegeschule Staigacker.

Eröffnung des Ölmühle-Zentrums, Stuttgarter Straße 67, des Vereins „Kultur und Werkstatt". Eröffnung Billard-Cafe, Stuttgarter Straße 89.

3. Oktober

4. O ktober

Mutwillige Zerstörung des Schillerdenk ma ls. Wiedereröffnung des umgebauten Buchladens am Schwanen.

6. O ktober

Träger der Backnanger Bürgermedaille, Prof. Manfred Henninger, ein gebürtiger Backnanger, Mitbegründer der Stuttgarter „Neuen Sezession" und langjähriger Lehrer an der Stuttgarter Kunstakademie, im Alter von 91 Jahren gestorben.

November

Autohaus Schwabengarage (Ford-Werkstatt) zieht von der Blumenstraße 36 in den Neubau Industriestraße 26. Kontakte von Backnanger Vereinen zu Vrnjacka Banja/Jugoslawien. Wiedereröffnung des umgebauten Filmtheaters Eduard-Breuninger-Straße 23, mit 3 kleinen Sälen. Fertigstellung des dritten Abschnitts der Fußgängerzone Kesselgasse-Nord, Rest Uhlandstraße zwischen Metzgerei Kurz und Marktstraße. (Baubeginn Juni 1986).

7. Nov ember

Gemeinderatsbeschluß zum Erwerb des Geländes der Lederfabrik Kaess im Biegel.

21. November

252

Regierungspräsident lehnt Wohnbebauung des Adolff- Geländes ab.

Erstes Backnanger Wirtschaftsforum.

28.

November

29.

No vember

Silbermedaille der Stadt aus Anlaß des 750 - Jahr-Jubiläums vorgestellt. Stadt verteilt anläßlich des Stadtjubiläums 1987 Festschrift mit Veranstaltungskalender an alle Haushaltungen.

Dezember

Fertigstellung des erneuerten Stiftswehrs. Umgestaltung des Ölbergs einschließlich des Baus von Quartiergaragen im Rahmen der 4. Teilmaßnahme des Wohnumfeldprogramms abgeschlossen. (Baubeginn April 1986).

20. Dezember

Modehaus Bartholomä zieht von der Uhlandstraße 26 in den Neubau am Obstmarkt II.

Eröffnung des Cafes „Tagblatt", Marktstraße 44. 29695 Einwohner. Arbeitslosenquote: 5,9% (1. Februar).

1987 Dieses Jahr steht im Zeichen der zahlreichen Feiern zum Stadtjubiläum „750 Jahre Stadt Backnang'. Die ganze Stadt feiert mit. Das Jahr ist voll von Aktionen: Künstlersymposion, Gewerbeausstellung, Gänsemarkt, historische Ausstellungen, Bücher, Vorträge, Tour de France, Festwochenende mit kilometerlangem farbenprächtigen Festzug, Einweihung des Bahnhofho tels und vieles mehr. Bau einer Rettungswacht des Roten Kreuzes beim Kreiskrankenhaus. Abbruch Karlstraße 30 und Aspacher Straße 23. Bau Wohn- und Geschäftshäuser Aspacher Straße („Blumenresidenz") und Eugen-Adolff-S traße 3. Manuela Anders, Klaus Schneider und Oliver Czech württembergische Judomeister; Bernhard Schittich, Mark Fleischmann, Reinhard Sauter, Gerd Metzger baden-württembergische Meister im Gewichtheben; Darko Polunic württembergischer Sportakrobatikmeister; Christa Kiehn, Karin van Hove und Birgit Wittrin Mannschaftslandesmeister im Luftpistolenschießen.

750 JAHRE STADT BACKNAN G

750 Jahre städtische Gemeinschaft

1. Januar Jugendmusikschule unter städtischer Trägerschaft. 24.

Jan u ar

25.

Januar

Alexander Müller Deutscher Juniorenmeister im Streckensegelflug. B u n d e s fa g s w a h l e n .

Im Wahlkreis 173 erringt wiederum Dr. Dieter Schulte (CDU) mit 68 162 Stimmen das Direktmandat, gefolgt von Robert Antretter (SPD) mit 40 999 Stimmen, der über die Landesliste ins Parlament einzieht. 28.

Januar

Max-Eyth-Realschule erhält den Europapreis des Rems-Murr-Kreises für Aktivitäten beim Schüleraustausch mit Annonayer Schulen in 16 Jahren.

29.

Januar

Gemeinderat stimmt Vergleich mit Kläranlagen-Erbauer Krupp zu, der der Stadt 1,05 Mio. DM erstattet.

1. - 22. Februar Heimat- und Kunstverein zeigt zum Jubiläumsjahr im Helferhaus die Ausstellung: „Backnang auf Landkarten im Wandel der Zeit" des Landesvermessungsamts. 253

7. Februar

Eröffnung des Geschäfts „Die Tasche", Schillerstraße 5.

Februar 10. F eb ru ar

Gemeinderat beschließt, das umgebaute Bahnhofhotel künftig „Backnanger Bürgerhaus Bahnhofhotel" zu nennen und kommt dem in einer Umfrage geäußerten Wunsch der Bevölkerung nach.

Aufstellung von Schaukästen für die Vereine bei Marktstraße 42.

24. Februar

Gemeinderat beschließt im Hinblick auf das Jubiläumsjahr die Beleuchtung der Altstadtsilhouette des Burgbergs.

Februar

Baubeginn der Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in der Süd- und Lerchenstraße.

März

Eröffnung des umgebauten Tribünenbaus auf dem Etzwiesensportplatz der TSG Fußball.

5. März

„Modehaus in Backnang" in der Uhlandstraße 26 - 28 eröffnet. In den dreißiger Jahren hat die Carl Kaelble GmbH die Lokomotiven- und Maschinenfabrik Gmeinder & Co. in Mosbach erworben. Mit dem Namen Kaelble-Gmeinder GmbH treten die bisherigen Firmen Kaelble und Gmeinder ab sofort gemeinsam auf.

8. März

Wiedereröffnung umgebautes Turnerheim auf dem Hagenbach.

12. März

Gemeinderat beschließt Errichtung des städtischen Bauhofs auf dem Gelände der ehemaligen Postgaragen an der Etzwiesenstraße für 4,67 Mio. Mark .

14. März 1. April

Eröffnung des neuen Jugendzentrums Mühlstraße 3.

Städtisches Blasorchester unter Leitung von Fritz Neher erringt beim Wertungsspiel des Blasmusikverbands Baden-Württemberg den 1. Rang mit Auszeichnung.

10. April

Startschuß zum Bau der Südtangente zwischen der Landesstraße 1080 und der B 14 zur Entlastung des Stadtgebiets vom Verkehr aus dem Weissacher Tal.

12. April

Eröffnung Jubiläumsausstellung „Backnang im Wandel der Zeiten" im Rathaus.

16. April

Übergabe der Anlage zur nächtlichen Beleuchtung des Burgbergs.

17. — 20. April

Jugoslawisches Heilbad Vrnjacka Banja stellt sich in einer Ausstellung in der Stadthalle vor. des Pflegeheim-Neubaues Staigacker. Kosten 13 Mio. DM. Gebaut nach Plänen des Architektenteams Sybille und Tilmann Nußbaum.

26. April Eröffnung

29. April

Mai

16. Mai

254

Vereinbarung über eine Jubiläumspartnerschaft Berlin-Charlottenburg und Backnang, im Rathaus Charlottenburg. Fertigstellung der Verkehrsberuhigungmaßnahmen in der Süd- und Lerchenstraße. ANT gründet Tochtergesellschaft ANT Telecommunications Ltd. in Slough/ Großbritannien.

21. Mai

Großbrand bei Klenk-Fachmarkt, Weissacher Straße. Sachschaden auf rund 7 Mio. Mark geschätzt.

28. - 31. Mai Ausstellung

„Handel, Handwerk und Industrie im Wandel der Jahrhunderte".

2. Juni

Aufstellung einer Berliner Litfaßsäule vor dem Rathaus.

5. Juni

Oliver Altherr erringt mit einer Mannschaft deutscher Küchenchefs den Gesamtsieg bei der Weltmeisterschaft im Kochen in Chicago/USA.

14. Juni

1. Backnanger

Bildhauersymposion. Sieben Künstler arbeiten drei Wochen in einer Fabrikhalle der Firma J. F. Adolff und lassen sich über die Schulter schauen.

29. Juni

1. Ju li

Der „Städtetag" des Süddeutschen Rundfunks ist zu Gast in Backnang. Fast das gesamte Tagesprogramm von SDR I kommt an diesem Tag aus Backnang.

Abbruch der Gebäude Gerberstraße 28 und 30.

4. Juli

Die Tour de France, das bekannteste Fahrradrennen der Welt, führt durch Backnang.

11. Juli

Wiedereröffnung des zum Feuerwehrgerätehaus umgebauten Milchhäusle in Schöntal. Großplastiken des 1. Backnanger Bildhauersymposions in der Innenstadt aufgestellt.

August Sven Giesa deutscher Jagd- und Feldbogenschützenmeister. Abbruch Sulzbacher Straße 16. 4. August

Brand in Wohnhaus im Benzwasen. 31jähriger Hausbewohner lebensgefährlich verletzt. Sachschaden 500000 Mark.

7. Au g u st

Versuchter Raubmord in Eheanbahnungsinstitut Sulzbacher Straße.

13. August

Eröffnung der ausgebauten Plattenwaldallee. Baubeginn der Park-and-Ride-Anlage, des Omnibusbahnhofs und eines Fußgängerstegs beim Bahnhof.

22. August

Dritte Glocke für die Petruskirche in Sachsenweiler.

September Gründung der „Backnanger Künstlergruppe'. Abbruch der Gebäude Gerberstraße 52, Wilhelmstraße 30 und Fabrikstraße 15 zur Verbreiterung und zum Ausbau der Friedrichstraße. 5. September

19. September

Backnanger Metzger stellen längste Schinkenwurst der Welt her (47,72 m). Erlös beim Verkauf zugunsten des Bürgerheims und der Jugendmusikschule. Fahrradrennen „Backnanger-Innenstadt-Kriterium".

24. September Die Städtische

Wohnbau Backnang GmbH erwirbt im Auftrag der Stadt die Altenwohnanlage Claus-von-Stauffenberg-/G e schwister-S choll-S trage . Damit ist der Weiterbestand der Altenwohnanlage gesichert. 255

25. - 27. September

Festwochenende 750 Jahre Stadt Backnang. Höhepunkte: Orchesterkonzert der vereinigten Blasorchester Annonay und Backnang; großer Jubiläumsfestzug „Backnang einst und heute" mit 93 Gruppen; Gala-Abend im Festzelt auf der Bleichwiese. Beim Festakt in der Stiftskirche hält Ministerpräsident Lothar Späth den Festvortrag.

Nach dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt beim Festakt in der Stiftskirche erhält Ministerpräsident Späth aus der Hand von Oberbürgerme is ter Riec khoff ein in Backnanger Leder gebundenes Original des Buches „Backana" von Hellmut G. Bomm.

27. S eptember

Im Rahmen einer Feierstunde anläßlich der 20jährigen Wiederkehr der Partnerschaft zwischen Backnang und Annonay überreicht Oberbürgermeister Rieckhoff die Bürgermedaille der Stadt an Jean Parizet (1977 bis 1983 Bürgermeister von Annonay), Regis Perbet (1983 bis 1986 Bürgermeister von Annonay) und Albert Barrilliot (Präsident des Comite de Jumelage).

Oktober Eröffnung

des Handelshof-Erweiterungsbaus in der Sulzbacher Straße. Besuch einer offiziellen Delegation aus ChelmsfordiEngland.

1. O ktober

Baubeginn am Parkhaus beim Kreiskrankenhaus.

11. O ktober 19. Oktober 31.

256

Oktober

Jochen Schmid deutscher Motorradmeister. Eröffnung der Filiale der Kreissparkasse, Ahornweg 18. Eröffnung des zum Bürgerhaus umgebauten und erweiterten ehemaligen Bahnhofhotels als Backnanger Bürgerhaus „Bahnhofhotel", Bahnhofstraße 7 (Architekt: Gerhardt Keller; Gemeinderatsbeschluß 9. Februar 1984, Baubeginn Mai 1986, Richtfest 10. Februar 1987); Benennung der Innenräume: WalterBaumgärtner-Saal (= ehem. Fritz-Schweizer-Saal), Fritz-Schweizer-Saal, OskarKreibich-Zimmer, Christian-Hämmerle-Zimmer, Ernst-Riecker-Zim- mer und Restaurant Backnanger Stuben mit Felsenkeller. Stiftung eines Konzertflügels durch Bäckerei Mildenberger, einer Plastik für den Eingangsbe reich durch ANT Nachrichtentechnik (Bildhauer: Karl-Ulrich Nuss) und eines Gemäldes (Selbstportrait Oskar Kreibichs) durch den Lionsclub.

Das Backnang er Bü rg erh aus „Bahnh o fh o t el" . 1986 b is 1987 wu rd e das Bah nho fh ot el mo d ern is iert , u mg eb au t u nd erweit ert .

Festwoche im Backnanger Bürgerhaus „Bahnhofhotel".

31. Oktober - 9. November No vember

Bau eines Wasserhochbehälters für 1800 cbm in Steinbach.

4. November Das mit 300

Empfängern aller Art bestückte Rundfunkmuseum der Firma Bur-gel erhält den Namen des berühmten Rundfunk- und Fernsehpioniers Manfred von Ardenne, der zur Namengebung nach Backnang gekommen ist.

6. November

7. No vember

Eröffnung einer Kunstausstellung im Foyer des Rathauses Berlin-Charlotten-burg durch Bürgermeister Ubbelohde. Der Backnanger Künstler Hellmut G. Bomm zeigt „Bilder zur Stadtgeschichte von Backnang". 1. Backnanger Gänsemarkt mit verkaufsoffenem Sonntag.

8. November Übergabe der

Murrbrücke als neue Zufahrt zum Parkhaus von der Talstrage (Gemeinderatsbeschluß 18. Dezember 1986, Baubeginn 15. Mai 1987).

Dezember

1988

Neugestaltung der Kesselgasse. Besuch des Stadtoberhauptes der südungarischen Stadt Bäcsalmäs in Backnang zur Vereinbarung einer Städtepartnerschaft. Gründung des Vereins „Frauen helfen Frauen". Fertigstellung der Umgestaltung des Burgplatzes im Rahmen der 5. Teilmaßnahme des Wohnumfeldprogramms. (Baubeginn August 1987.) 30295 Einwohner.

Ausbau der Friedrichstraße. Bau eines Regenüberlaufbeckens in Maubach. Bau eines neuen Bauhofgebäudes in der Etzwiesenstrage. Gründung einer Selbsthilfegruppe „Wildwasser". Schaffung eines rollstuhlgerechten Eingangs am Sozialamt, Schillerplatz. 257

1. Januar

Die Robert Bosch GmbH, Stuttgart, bisher mit 40,8 % an der ANT Nachrichtentechnik GmbH Backnang beteiligt, übernimmt den bisher von der Mannesmann AG gehaltenen Anteil von 40,80/o und wird damit Mehrheitseigner; die restlichen Anteile hält unverändert die Allianz AG.

Februar

Stiftung der „Backnanger Kanne" als Auszeichnung für verdiente Persönlichkeiten. Die Zinnkanne ist eine Nachbildung des im Jahre 1783 vom Backnanger David Höchel gefertigten Originals, das im Museum Helferhaus ausgestellt ist.

März

Abbruch der Fertigungshalle und des Stammhauses der Firma Kaelble, Wilhelmstraße 42.

17. März

OB Hannes Rieckhoff nimmt in Brüssel ein von „Europa Nostra", einer unabhängigen Denkmal- und Landschaftsschutzvereinigung, gestiftetes Preisdiplom für die Bewahrung der historischen Architektur entgegen.

19. März

Landes-Mitgliederversammlung des Schwäbischen Heimatbundes im Backnanger Bahnhofhotel, mit Vortrag von Dr. Gerhard Fritz „Backnang und die frühen Markgrafen von Baden" und Führung zur Grablege der Markgrafen in der Stiftskirche.

20. März

Landtagswahlen. Ergebnis: CDU 49,1 om, SPD 32 /o, FDP 5,9 /o, Grüne 7,9%.

0

0

Wiederwahl von Erich Schneider (CDU) mit 48,6%. Weitere Stimmen: SPD 33,20/o, Grüne 6,9%, FDP 6,1%. 22. März Abbruch 26. März

Weihe der neuen Orgel der katholischen Kirche St. Johannes. Wiedereröffnung des Reisebüros Ruoff auf der Bleichwiese in einem im Pavillonstil neu errichteten Gebäude.

27. März

Weihe des renovierten Totenkirchles durch Prälat Bilger (Baubeginn 8. September 1986); neuer Altar von Rotraud Hofmann.

April

2./3. April

Einrichtung eines Gebrauchtmöbellagers der Arbeitsloseninitiative, Fabrikstraße 38. Internationales Billardturnier im Backnanger Bürgerhaus „Bahnhofhotel".

6. April

OB Rieckhoff für die Stadt und Josef Gstalter für das Ungarndeutsche Sozialund Kulturwerk unterzeichnen Vereinbarung zur Stiftung Ungarndeutsches Heimatmuseum Backnang.

23. April

Eröffnung Bistro Art & Life, Eugen-Adolff-Straße 3. Wiedereröffnung des renovierten Uhren- und Schmuckgeschäfts Stroh, Uhlandstraße 17.

26. April

258

des Hauses Maubacher Straße 2.

Der Bildhauer und Maler Hermann Krimmer gestorben. Geboren am 14. Oktober 1910 in Backnang. 1934 im Konzentrationslager. Im 2. Weltkrieg machte er den Frankreich- und Rußlandfeldzug mit. 1945 ging er als Parlamen tär mit Fritz Munz, der dabei sein Leben verlor, den Amerikanern entgegen, um die Stadt vor einer Beschießung bzw. Vernichtung zu bewahren.

26. April

Bei der Eisenbahnunterführung Stuttgarter Straße beginnen mit dem ersten Spatenstich die Aufweitungsarbeiten.

Mai

Bau einer Fußgängerunterführung an der Kreuzung Friedrich-Gerber-Straße im Rahmen des Ausbaus der Friedrichstraße. Gründung eines Ortsverbandes der Schüler- Union. Eröffnung des Backnanger Möbelmarkts, Stuttgarter Straße 135, durch die Möbelfabrik Sorg.

5. Mai

Einrichtung eines Rufautosystems im öffentlichen Personennahverkehr als einjähriger Versuch.

29. Mai

3 1 . Ma i

Württembergische Mannschaftsmeisterschaften der Turner in Backnang.

Juni Gastspiel der

Theater-Arbeitsgemeinschaft des Max-Born-Gymnasiums in Berlin mit dem Theaterstück „Die Welle".

4. Juni

Eröffnung des ausgebauten Dachgeschosses des Ungarn-deutschen Heimatmuseums, Talstraße 1-5. Historische Werkstätten und ein Hochzeitszug. Mit der Enthüllung einer Holzplastik von Reiner Anwander auf der RenaissanceKonsole am Gebäude Ölberg 12 und einer Arbeit von Ernst Hövelborn an der Quartiersgarage werden die ersten Arbeiten an dem vom Heimat- und Kunstverein und der Backnanger Künstlergruppe geplanten Skulpturenpfad am Ölberg übergeben.

5. J uni

Sendebeginn des Patientenrundfunks im Kreiskrankenhaus. Eröffnung des Cafes „Garage" im Jugendhaus, Erbstetter Straße 44.

7. Juni 12. Juni

Katastrophenschutz-Zentrum des Deutschen Roten Kreuzes, Schöntaler Straße 33, eröffnet.

15. - 19. Juni

Gemeinderatsdelegation besucht englische Stadt Chelmsford in der Grafschaft Essex, 35 km nordöstlich von London, und lotet Möglichkeiten für eine eventuelle Partnerschaft aus.

27. Juni - 2. Juli

Reise einer Gemeinderatsdelegation nach Bäcsalmäs (Südungarn); Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde der Städtepartnerschaft Backnang-Bäcsalmäs. Gastgeschenk der Stadt: das ehemalige Steinbacher Feuerwehrauto.

31. Juli Eröffnung der

100. Kunstausstellung des Heimat- und Kunstvereins Backnang in der Orangerie des Schlosses Charlottenburg in Berlin mit Werken von Hannah Höch, Manfred Henninger und Oskar Kreibich.

September Die erste „Backnanger Kanne" als Auszeichnung der Stadt für verdiente Backnanger Bürger, die im Februar 1988 vom Gemeinderat gestiftet worden ist, erhält der langjährige Turmbläser Richard Brenner. 9 . Se pte mber Einweihung 14. September

des neuen Kindergartens in Waldrems.

Der Erweiterungsbau der Talschule Heiningen/Maubach/Waldrems wird eingeweiht. 259

Im Rahmen der Partnerschaftstage Backnang/Bäcsalmäs wird die Partnerschaftsvereinbarung von Oberbürgermeister Hannes Rieckhoff und der Ratsvorsitzenden der Stadt Bäcsalmäs, Dr. Bedmär Kiss Ildik6 im Backnanger Bürgerhaus Bahnhofhotel unterzeichnet. Anläßlich dieser Wiederholung der Feier vom 27. Juni - 2. Juli in Bäcsalmäs findet auf dem Backnanger Marktplatz ein ungarischer Markt statt.

1. — 4. Oktober

26. November Nach

fünfzehnmonatiger Bauzeit wird der Zentrale Omnibusbahnhof mit Parkand- Ride- Anlage beim Bahnhof feierlich in Betrieb genommen. Bauko sten 12,4 Mio. Mark. Damit stehen nun im unmittelbaren Bereich des Bahnhofs 570 Stellp lätze zur Verfügung. Bei der Feier wird ein S-Bahn- Zug auf den Namen „Backnang" getauft.

2 2 . De ze mber Die

Südtangente im Bereich B 14 / Spritnase dem Verkehr übergeben.

1989 13. Januar

Beim Naujahrsempfang wird Walter Ortloff (65) mit der Bürgermedaille der Stadt ausgezeichnet. 1956 als jüngstes Mitglied in den Gemeinderat gewählt, schied er 1988 nach 32 Jahren aktiver Kommunalpolitik aus dem Gremium. Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion und in mehreren Vereinen aktiv. Erster Bürgermeister Walter Schmitt für weitere acht Jahre zum 1. Beigeordneten der Stadt gewählt.

19. Januar

3. März

Auf dem Schillerplatz steht wieder eine Schillerbüste. Die am 10. Mai 1905 aufgestellte Dannekersche Büste ist am 4. Oktober 1986 blindwütig zerstört worden. Nun macht Jürgen Reusch die bisher im Park des Katharinenschlosses stehende Schillerbüste der Stadt zum Geschenk.

3. — 5. März

Städtisches Jugendhaus in der Erbstetter Straße nach gründlicher Neugestaltung eingeweiht und wiedereröffnet.

9. März

Die ANT Nachrichtentechnik schickt das erste Flugmodell der drei zu liefernden Kopernikus-Satelliten des Projekts „Deutsches FernmeldesatellitenSystem" auf die Reise zur Abschußbasis nach Kourou (Franz. Guyana).

14. März 22./23. April

2. Mai

260

50. Altstadtstammtisch des Heimat- und Kunstvereins im Helferhaus. 256 Delegierte aus 115 Ortsgruppen bei der 34. Landeskonferenz des Touristenvereins „Die Naturfreunde" in Backnang. Beim Besuch einer Delegation aus der englischen Stadt Chelmsford wird der Zeitpunkt für die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags auf Ende April 1990 in Chelmsford und ein Jahr später in Backnang festgelegt. Dies ist nach Annonay/Frankreich und Bäcsalmäs/Ungarn die dritte Städtepartnerschaft.

Beim Architektenwettbewerb für einen Neubau der Volksbank werd en aus 17 Arbeiten zwei 1. Preise an Prof. Peter Haas, Stuttgart und Architekten Kaag und Schwarz, Stuttgart, mit der Maßgabe einer weiteren Überarbeitung vergeben.

8. Mai

Die Sanierung des Gebäudes Ölberg 8 (Kosten rund 700000 Mark) ist abgeschlossen. In dem von Oberamtsbaumeister Hämmerle 1912 errichteten frühbürgerlichen Mietwohnhaus sind sieben Wohnungen, die Verbrauchergemeinschaft und eine Werkstatt untergebracht. Nach zweijähriger Bauzeit wird der Wasserhochbehälter im Wald b ei Steinbach (Kosten 2,5 Mio. Mark) in Betrieb genommen. Er versorgt die Gebiete Steinbach, Sachsenweiler, Ungeheuerhof, Im Kusterfeld und die Entwicklungsmaßnahme Gewerbe.

28. Mai

FC Viktoria Backnang steigt als Landesligameister in der nächsten Saison in die Verbandsliga auf und spielt damit in der gleichen Spielklasse wie die TSGFußball.

2. Ju n i

Nach zweijähr iger Bauzeit eröffnet die Firma Karl Klenk einen Neubau anstelle des abgebrannten Fachmarkts in der Weissacher Straße.

9. Juni

ANT Nachrichtentechnik weiht neues Gebäude für Schulungs-, Konferenz- und Ausstellungszwecke mit Video-Konferenzstudio in der Gerberstraße ein. Baukosten 7,4 Mio. Mark.

29.

Juni

Einstimmiger Beschluß des Gemeinderats: Partnerschaft mit der englischen Stadt Chelmsford (Grafschaft Essex).

30.

Juni

Der Schillerplatz wird nach grundlegender Neugestaltung im Rahmen der 6. und letzten Maßnahme im Rahmen des Wohnumfeldprogramms wieder der Öffentlichkeit übergeben (Baubeginn September 1988). Immer mehr DDR-Bürger flüchten in die bundesdeutschen Botschaften von Prag, Budapest und Warschau.

Juli

4. Juli

Die Gesamtkosten für den Bau des Backnanger Bürgerhauses Bahnhofhotel werden mit 19,62 Mio. DM endgültig festgestellt.

13. Juli

Gemeinderat beschließt Umbau der Mörikeschule und Ums iedlung der Schickhardt- Realschule nach dort. Für die Erstellung eines neuen Gebäudes, Sanierung der Mörikeschule und Bau einer Sporthalle sollen 18 Mio. Mark aufgewandt werden.

28. Juli

SV Backnang-Steinbach weiht neuen Sportplatz mit einem Fußballspiel gegen eine rumänische Spitzenmannschaft ein.

14. August

Oberbürgermeister Rieckhoff ehrt Gymnasiast Volker Springel, der bei der Int. Physik-Olympiade in Warschau die Bronzemedaille errungen hat. Die bundesdeutsche Fünfer-Crew wird mit ihm Erster in der Mannschaftswertung.

August 600 DDR-Bürger nutzen ein Grenzfest bei Sopron (Ungarn) zur Flucht nach Österreich. 16. August J.

F. Adolff gibt die Schließung der Produktionsstandorte Backnang und Die-tenheim bekannt. In den 60er Jahren beschäftigte der Konzern rund 6300 Arbeiter und Angestellte, heute noch rund 1000, davon etwa 300 in Backnang. Der Sitz der Verwaltung soll in Backnang bleiben. 261

Der Bäderausschuß der Stadt beschließt den Ausbau des Erlebnisbereichs des Backnanger Freibads für 500000 Mark bis zur Saison 1990.

17. August

21. August

Aus Fördermitteln für den Sportstättenbau des Landes Baden-Württemberg erhält die Stadt 1,2 Mio. Mark für den geplanten Sporthallenbau bei der Möri-keschule und die Mehrzweckhalle in Sachsenweiler.

26. August

Neues Raiffeisen-Dienstleistungszentrum mit Obstgroßmarkt, Agrartechnik-zentrum, landwirtschaftlichem Lagerhaus und Raiffeisenmarkt in der Weissa-cher Straße 96 seiner Bestimmung übergeben.

29. August

Erich Handrick, Ehrenvorsitzender der TSG 1846 und des Turngaus, mit vielen Verdiensten in mehreren Ehrenämtern, im Alter von 76 Jahren gestorben. Schneidermeister Rolf Fischer wird beim Weltkongreß des Damen- und Herrenschneider-Handwerks in Hamburg mit der Goldmedaille für hervorragende Arbeit ausgezeichnet.

6. September

Ungarn öffnet seine Grenze zu Österreich: Zehntausende DDR-Bürger fliehen.

10. Septem ber 10. - 16. September

1. Backnanger Umweltwoche mit Verleihung des Backnanger Umweltpreises an die Firma Karl Scheib und die Ortsgruppe des Bundes für Vogelschutz.

15. September SPD- Ortsverein Backnang 16. Se p t em ber Oktober

Baubeginn an der Mehrzweckhalle in Sachsenweiler.

Günter Bomm ins Guinness-Buch der Rekorde eingetragen mit der Konstruktion des leichtesten manntragenden Fluggeräts, eines auf den Rücken geschnallten Antriebs mit Gleitschirm.

6. - 8. Oktober

Jubiläumsfeiern „450 Jahre Lateinschule Backnang", veranstaltet vom Max-BornGymnasium.

12. Ok t o ber

262

mit 200 Mitgliedern feiert 100jähriges Bestehen.

Verschmelzung der Aspacher Bank mit der Volksbank Backnang. Dr. phil. Dr. Ing. e. h. Günter Wuckel (89) gestorben. Der ehemalige Generalbevollmächtigte von AEG-Telefunken erhielt für die Ansiedlung des Werks 1946 in Backnang und für den Ausbau des Werks bis zu seinem Ausscheiden 1962 sowie seine weiteren Verdienste um Backnang im Jahr 1980 die Bürger medaille der Stadt.

22. Oktober

Gemeinderatswahl: CDU 36,6 % = 14 Sitze, SPD 29,3 % = 11 Sitze, FDP/FW 14,40/o = 5 Sitze, Grüne 9,1% = 3 Sitze, Republikaner 5,9% = 2 Sitze, Bürgerliste 4,7% = 1 Sitz.

26. Oktober

Dr. Roland Idler mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold ausgezeichnet.

30. Oktober

J. F. Adolff AG meldet finanzielle Sanierung aus eigener Kraft durch den Verkauf sämtlicher Industriegebäude in Backnang an den Münchner Investor Doblinger.

1. Novem ber

Im Alten- und Pflegeheim Staigacker wird eine Brunnenfigur des Hohenlo-her Bildhauers Koziol eingeweiht.

4. November

Bei der größten Protestdemonstration ziehen rund eine Million Menschen durch OstBerlin.

9. November

Historischer Tag für Deutschland: Die DDR öffnet für ihre Bürger die Grenzen nach West-Berlin und die Bundesrepublik.

12. November

Dekan Gerhard Greiner (Lebendige Gemeinde) zieht zum 3. Mal in die Synode der Evangelischen Landeskirche ein.

20. November

Freiwillige Feuerwehr Backnang erhält ein neues Tanklöschfahrzeug für 317 000 Mark.

26.

Novembe r

20. Dezember

Nach 20 monatiger Bauzeit wird der neugestaltete Verkehrsknotenpunkt Eisenbahnbrücke Stuttgarter Straße/Adenauerplatz seiner Bestimmung übergeben. Von den Gesamtkosten von 15 Mio. Mark entfallen 1,9 Mio. auf die Stadt.

Die Stadt schafft durch den Ankauf von ehemaligem landwirtschaftlichen Gelände zwischen Größeweg und Strümpfelbacher Weg die Voraussetzung für die Wohnbebauung für rund 200 Einwohner.

Die Fortführung der „Backnanger Stadtchronik" erfolgt in der Publikationsreihe der Stadt

„Backnanger Jahrbuch" die ab Ende 1991 in zweijährigem Rhythmus erscheint.

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