Bauanleitung Wurfspeer - speerschleuder . de

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Bauanleitung für Wurfspeere nach prähistorischem Vorbild – August 2003 – http://www.speerschleuder.de/ Dieser Text darf einschränkungslos kopiert werd...

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Bauanleitung Wurfspeer

Einleitung Diese Anleitung soll dabei helfen, Euch den Bau eines funktionsfähigen Wurfspeeres zu ermöglichen, wie er in ähnlicher Form schon in der Steinzeit sehr erfolgreich zur Jagd eingesetzt wurde.

Was hier gebaut wird, erhebt nicht den Anspruch einer authentischen steinzeitlichen Waffe. Dazu sind die verwendeten Materialien viel zu modern. Aber wer weiss schon, wie Birkenpech zum Kleben hergestellt wird. Genauso scheint es mittlerweile ein wenig übertrieben, nur um eine Speerspitze schnitzen zu können, ein ganzes Rentier erlegen zu müssen. Ich gehe davon aus, falls die ´Breite Masse´ diesen Sport für sich entdeckt, die Industrie sofort mit High-Tech-Material wie dünnwandiges,

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zäh-hartes Aluminium- oder Karbonfaserrohr für Schäfte etc., reagiert. Von daher sei es mir hier erlaubt, das Ganze für uns Normalbürger in leicht abgewandelter Form darzustellen. Im übrigen hätte kein Neandertaler z. B. Sekundenkleber tradionsvernagelt weggeworfen. Lasst Euch nicht durch die Ausführlichkeit dieser Bauanleitung abschrecken. Letztlich geht es nur darum, vorn an einem Stock eine Spitze anzubringen und hinten eine Bohrung samt ein paar Federn.

Zu den Materialien Nahezu alle hier verwendeten Materialien sind in einen Baumarkt erhältlich, zum Teil aber auch schon in Papas Hobbykeller vorhanden. Die Ausnahme stellen die Federn und die Spitze dar. Zur Anwendung kommen Flügelfedern der Gans oder des Truthahns. Ihr könnt sie vielleicht von einem Geflügelzüchter in Eurer Nähe erhalten. Die andere Möglichkeit ist der Kauf bzw. bereits halbierter Federn in einem Geschäft für Bogensportbedarf. Diese Federn gibt es dort auch eingefärbt oder farbig mit einem naturnahen Muster bedruckt. Die grössten dort erhältlichen Federn heissen im Fachjargon ´Volle Länge´. Für die meisten wird der Bau einer Spitze das grösste Problem sein. Im Anhang findet Ihr zu dem Thema ein paar Möglichkeiten und Vorschläge. Vielleicht reicht es Euch schon, den eigentlichen Schaft anzuspitzen und diese Spitze im Feuer zu härten (rösten, aber nicht verkohlen lassen). Die von mir verwendeten Rundstäbe sind aus Nadelholz (Kiefer/Fichte/Tanne). Meine Versuche haben gezeigt, dass für mich der Durchmesser etwa 12 Millimeter betragen sollte. Der Stab muss sich beim Wurf durchbiegen und anschliessend schlängelnd fortbewegen. Durch diese Bewegung erhält er die notwendige Flugstabilität. Grössere Durchmesser mögen auch funktionieren, erfordern aber einen viel zu hohen, schwarzeneggermässigen Kraftaufwand. Aus diesem Grund sollte auch bei Speeren für Kinder ein kleinerer Durchmesser, vielleicht ca. 10 mm, gewählt werden. Die Länge der gekauften Rundstäbe beträgt in der Regel 2,00 bis 2,10 Meter. Dazu kommen noch ca. 10 bis 15 Zentimeter für die Spitze. Diese Gesamtlänge von durchschnittlich 2,20 Metern sollte von Erwachsenen voll ausgenutzt werden. Bei Kindern kann die Länge dem kleineren Durchmesser des Stabes angepasst werden. Zum Kleben der einzelnen Bauteile verwende ich dem jeweiligen Zweck entsprechend unterschiedliche Klebstoffe. a) b) c)

Zwei-Komponenten-Kleber für die Verbindung von Schaft und Spitze. Dünnflüssigen Sekundenkleber um die Federn am Schaft zu befestigen und kleinere Fixierungen vorzunehmen Alleskleber um Verbindungen von Bast und Garn zu stabilisieren (´einzuharzen´).

Die Verwendung von Klebstoffen ersetzt nicht das genaue Arbeiten wie Einpassen der Spitze oder die richtige satte Anlage der Federn, etc... Hier gilt wie immer: ´Weniger ist oft mehr!´ Total zugekleisterte Federn sind nicht sicherer befestigt, sondern sehen nur unschön aus und sind ihrer Funktion stark beeinträchtigt.

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Sicherheit „Safety first!“ wie schon die alten Lateiner sagten. Es müssen an dieser Stelle ein paar Worte zur Sicherheit beim Bau und zum späteren Umgang mit dem Speer gesagt werden. Zuerst etwas Grundsätzliches: Kinder sollten weder beim Bau, noch beim späteren Gebrauch des Speeres unbeaufsichtigt gelassen werden! Zum Bau: Viele der benutzten Werkzeuge und Materialien sind nicht ganz ungefährlich. Zu einem Messer braucht eigentlich nichts gesagt werden. Dass die Dinger eklig schneiden können, weiss jedes Kind. Schneidet bitte immer von Körper weg, nie auf die das Werkstück haltende Hand zu. Beim Einsatz von Strom und Maschinen müssen die Sicherheitshinweise des Herstellers eingehalten werden. Eigentlich ist Maschineneinsatz bei dieser Bauanleitung aber nicht notwendig. Die Höhlung am Speerende z. B. wird von Hand mit einem Fräswerkzeug viel gleichmässiger aufgerieben als mit Hilfe einer Bohrmaschine, es dauert halt einen Moment länger. Anders sieht es beim Kleben aus. Gerade Sekundenkleber ist bei unsachgemässer Handhabung sehr gefährlich. Es können Spritzer ins Auge gelangen und dort das Lid auf der Stelle verkleben. Ein sofortiger Krankenhausbesuch wäre die Folge. Das man Holzbeize nicht trinkt, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Also lutscht bitte nach dem Gebrauch von Beize, Öl und Kleber weder die Finger ab, noch steckt sie in Nase oder Ohren. Ein Tipp zum Schluss: Da der Speer durch seine Länge von über 2 Metern sehr unhandlich ist, sollte die Spitze erst ganz zum Schluss angeklebt werden. Das vermeidet Kratzer an den Möbeln und in Mamas Rücken! Zur Handhabung: Das Ausprobieren Eures neuen Speeres sollte auf einem geeigneten Gelände stattfinden. Was ist ´geeignet´? In der höchsten Form z. B. ein Bogenschiessplatz mit hinter der Zielscheibe aufgehängtem Fangnetz. Normalerweise aber sucht man sich ein stilles Plätzchen, idealerweise mit einer dahinter liegenden Böschung. Diese verhindert den Weiterflug des Speeres und man kann prima eine Plastiktüte als Ziel drauflegen. Vor dem Wurf ist die Umgebung zu sichern, d. h. haltet Ausschau nach Spaziergängern, die sich in Wurfweite befinden könnten. Ihr solltet immer daran denken, dass unsere Vorfahren mit dem Speer leicht und locker Rentiere gelöchert haben. Lasst Euch Zeit und Ruhe, die Plastiktüte läuft nicht weg. Zuschauer, auch diejenigen mit Selbstmordgedanken, haben nichts vor dem Schützen verloren. Sie stehen dahinter oder bestenfalls daneben. Sollte man bemerken, dass ein Speerschaft angebrochen ist, muss dieser sofort aussortiert werden. Falls er beim Wurf bricht, wir der Schaft dem Schützen unkontrolliert um die Ohren knallen und dort vielleicht mit seinen zersplitterten Bruchspitzen starke Verletzungen hervorrufen. Übrigens: Nehmt nach dem Werfen die Plastiktüte mit!

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Bauanleitung Der Konus für die eigentliche Spitze wird mit einem Messer grob vorgeschnitten. Dabei muss aber jetzt schon auf den späteren passgenauen Sitz geachtet werden.

Anschliessend wird mit einer Holzraspel oder Feile die Kontur nachgearbeitet. Durch öfteres Aufstecken der Spitze kann durch Hin- und Herbewegen festgestellt werden, wo noch Material abgetragen werden muss. (Gilt bei Verwendung einer Spitze mit Innenkonus.)

Die Höhlung am Ende des Schaftes kann am besten mit einem Fräser oder mehrschneidigen Kegelsenker hergestellt werden. Letztlich geht es aber auch mit einem Schraubenzieher und einer Messerspitze (Achtung, Unfallgefahr!). Die Tiefe der Aushöhlung sollte 5 bis 10 Millimeter betragen und im Durchmesser kurz vor der Schaftaussenseite enden.

Das Bild zeigt das schematisierte Speerende mit dem für die Herstellung der Aushöhlung einsetzbaren Werkzeugen.

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Nach Ausführung den Holzarbeiten beize ich meine Schäfte. Die Maserung des Holzes tritt dadurch besser hervor und ausserdem sieht das Ganze durch seine dunklere Farbe ´antiker´ aus. Aber das ist Geschmackssache und für die Funktion ohne Belang.

Für das spätere Umwickeln mit Garn müssen Federanfang und -ende vorbereitet werden. Trennt vorsichtig mit einem scharfen Messerchen ca. 5 Millimeter der Fasern oberhalb des Kiels ab.

Der Anfang des ersten Federkieles wird mit einer oder zwei Stecknadeln am Schaft befestigt. Vorher ist dabei auf den richtigen Abstand von dem Federende bis zum Schaftende zu achten. Er sollte 4 bis 5 Zentimeter betragen. Die Feder wird jetzt im festgesteckten Bereich durch ein Tröpfchen Sekundenkleber fixiert.

Nachdem der Kleber angetrocknet ist, werden weitere Stecknadeln bis zum Federende angebracht. Dabei ist auf mittigen und strammen Sitz der Feder auf dem Schaft zu achten.

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Sparsam Sekundenkleber rechts und links am Übergang von Federkiel und Schaft einsickern lassen. Vor dem Entfernen der Nadel muss das Ganze gut durchgetrocknet sein. Tipp: Die Nadeln nicht rausrupfen, sondern vorsichtig rausdrehen und vor dem nächsten Einsatz mit dem Messerchen an der Nadelspitze angetrocknete Klebstoffreste entfernen. Nacheinander zwei weitere Federn (3erTeilung/120 Grad beachten) auf die gleiche Art anbringen. Da Ihr gleichlange Federn ausgewählt habt, ist es nicht schwierig gleiche Anfangs- und Endpositionen wie bei der ersten Feder zu erreichen.

Nach ein paar Wicklungen des Zwirnsfaden um den Anfang des Federkiels, spiralförmig nach hinten wickeln und die Federfasern mit dem Messerchen teilen. Hinten verknoten und die Fadenenden abschneiden.

Das Bild zeigt den fertigen befiederten Hinterschaft mit bereits mit Stopfgarn umwickelten Federenden.

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Nun muss die Spitze möglichst mit ZweiKomponenten-Kleber fest verbunden werden. Dabei auf die mit dem Schaft fluchtende Ausrichtung achten. Und weil es früher so war und wir uns in etwa doch an das Vorbild halten, bekommt die Spitze eine Umwicklung. Damals wurden z. B. Hornspitzen mit Tiersehnen fest umwickelt um so die nötige Stabilität zu erlangen. Sehnen sind vermutlich schlecht zu bekommen und Wurstpelle lässt sich schlecht kleben (selbst ausprobiert J). Nehmen wir also ein anderes Naturprodukt, nämlich Bast. Der Anfang der Faser wird mit Sekundenkleber am Schaft fixiert. Dann ein paar Alleskleber-Raupen auf Schaft und Spitze ziehen und die erste Lage flugs gewickelt. Das Ganze noch sollte zweimal wiederholt werden. Zum Schluß das Ganze mit Kleber überziehen und gleichmäßig verstreichen.

Nach dem richtigen Austrocknen der Klebstoffe ist es ratsam den Schaft mehrmals durch Einölen mit Leinöl oder einen anderen ausharzendem Öl (z. B. Schaftöl aus dem Waffenzubehör) zu konservieren. Das schützt nicht nur vor Feuchtigkeit, sondern sieht auch gut aus, da die verharzte Ölschicht seidenmatt glänzt und die Schaftoberfläche stabilisiert. Einem Ausprobieren steht jetzt nur noch die fehlende Speerschleuder oder vielleicht doch eher Mama entgegen.

Viel Spaß und lasst die Rentiere in Ruhe!

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Anhang

Benötigtes Material

Holzstäbe

- aus Kiefer/Fichte/Tanne - Preis ca. 3,- Euro - Durchmesser 12 mm, Länge ca. 2 m, bei Kindern entsprechend dünner, vielleicht 10 mm, Länge dann austesten

Spitzen

- Preis ca. ?,- Euro - durchmessergleich zu Holzstäben, aus Horn, Hartholz, Kunststoff, Alu, etc.

Federn

- Preis ca. 1,- Euro/Stück - 3 Stück pro Speer, Flügelfedern von Truthahn oder Gans (oder aus dem Bogensportbedarf, heissen ´Ganze Länge´ oder ähnlich)

Zwirn

- gibt's bei Mama - zum zusätzlichen Befestigen der Federn am Schaft (sieht authentisch aus)

Stopfgarn

- gibt's bei Oma - benutze ich gern für die Umwicklung der Federkiele vorn und hinten am Schaft (netter Farbklecks und schont die Haut, Federkiele sind hart und spitz)

Bast

- Preis ca. 2,- Euro - in Ermangelung von Sehnen für die Umwicklung der Spitze und des Holzschaftes, sieht gut aus, hält aber nicht lange

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Klebststoffe, etc.

Beize

- zum Färben des Schaftholzes. Beize bringt die Holzmaserung besser hervor.

Leinöl

- ist ein ausharzendes Öl. Es schützt den Schaft vor Feuchtigkeit

Sekundenkl. - für Fixieraufgaben und wegen seiner Kriechfähigkeit zum Ankleben der Federn bestens geeignet. Sekundenkleber gehört nicht in Kinderhände! 2-Komp.-Kl.

- für hochfeste Verbindungen, z. B. Verkleben von Spitze und Schaft

Alleskleber

- z. B. für alles (J)

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Werkzeug

Schleifpapier

- empfohlen für die meisten Aufgaben Körnung 100

Raspel/Feile

- für grobe Vorarbeiten am Holzschaft

Bohrwerkzeug

- zum Improvisieren kann bei gegebener Achtsamkeit auch mal ein Schraubendreher oder ähnliches Verwendung finden. Bei den hier beschriebenen Arbeiten sollte aus den Einsatz von Maschinen verzichtet werden

Stecknadeln

- die mit Glaskopf schützen den Daumen

Messer

- braucht man immer, und sei es zum Reinigen der Fingernägel

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Speerspitze

Möglichkeiten eine Hartholz- oder Hornspitze mit dem Schaft zu verbinden. Bei dem hier aufgezeigten Spleissen des Holzes ist eine sichere Verklebung der Teile und ein anschließendes festes Umwickeln der Trennstelle mit geeigneten Fasern absolut notwendig. Lediglich die Verbindung aus Konus und Gegenkonus bietet von sich aus den nötigen Halt in alle Richtungen.

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Skizze der von mir verwendeten Spitzen

Als Material kommt Aluminium zur Verwendung. Das Gewicht dürfte, auch bedingt durch die Bohrung, dem von Horn ziemlich nahe kommen. Die Bohrung erfüllt zwei Funktionen. Zum einen lässt sich ein Schraubenschaft eindrehen. Anschliessend kann die Spitze mittels einer Bohrmaschine (macht Papa!) poliert werden. Zum andern kann durch das Verbleiben von Stiftschrauben in der Spitze oder ein Auffüllen mit Bleikugeln der Schwerpunkt des Speeres nach vorn verlagert werden. Gleichzeitig verändert sich dadurch die Durchbiegung (Spine-Wert) des Schaftes beim Abwurf und Flug. Die Skizze gibt nur annähernde Maße wieder. Bild 1 zeigt den Rohling mit angedrehte ersten Aussenkonus. Wie in Bild 2 ersichtlich wird dieser anschliessend nochmals halbiert. Die Kontur kann dann mit Hilfe von Feilen ballig angepasst werden (Bild 3). Das untere Bild zeigt die Spitze im Schnitt. Hier wird der Innenkonus ersichtlich, der zur Aufnahme des Schaftes zuständig ist.

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