beauftragten an Hochschulen - bei der BuKoF

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Bundeskonferenz der Frauenbeauftragten und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen Vorstand 11. 10. 2004 Presseerklärung zur 16. Jahrestagung der ...

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Bundeskonferenz der Frauenbeauftragten und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen Vorstand 11. 10. 2004

Presseerklärung zur 16. Jahrestagung der Bundeskonferenz der Frauenbeauftragten und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (BuKoF) Die Bundeskonferenz der Frauenbeauftragten und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen hat vom 6. – 8. Oktober 2004 in der Evangelischen Akademie in Loccum ihre 16. Jahrestagung abgehalten. Sie stand unter dem Titel: Zwischen Hochschulreform und Finanznot: Wohin entwickelt sich die Gleichstellungsarbeit? Studienmöglichkeiten, Karriereperspektiven und Arbeitsbedingungen für Frauen an Hochschulen. Über 140 Vertreterinnen von 65 Hochschulen aus dem In- und Ausland berieten neueste Erkenntnisse über bestehende Gleichstellungsdefizite an den Hochschulen und mögliche Gegenmaßnahmen in der aktuellen wissenschaftspolitischen Situation. Prof. Margo Brouns, Groningen, stellte aktuelle Forschungsergebnisse aus zahlreichen europäischen Ländern über selektive Beurteilungsmechanismen bei Freuen und Männern in Berufungsverfahren sowie bei Stipendien- und Forschungsanträgen in herkömmlichen Begutachtungsverfahren vor. Prof. Regine Wecker, Basel, berichtete exemplarisch über die Evaluation des Züricher Graduiertenkollegs Wissen, Gender und Professionalisierung. Die BuKoF weist auf die große Relevanz solcher Untersuchungen hin, die das Fortbestehen von Diskriminierungsmechanismen und Geschlechterblindheit aufzeigen, gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen Initiativen zur Exzellenzförderung. Die Konferenz setzte sich mit neuen Herausforderungen und Chancen für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte im Rahmen von Hochschulfusionen anhand von Beispielen aus Lüneburg, Essen/Duisburg und Berlin auseinander (Universität/Fachhochschule; 2 Universitäten; 2 medizinische Fakultäten). Sie vertiefte die aktuellen Diskussionen um einen Wissenschaftstarifvertrag und seine Folgen für die Arbeitsbedingungen von Frauen an Hochschulen. In Bezug auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Hochschulrahmengesetz von 2002 forderte die BuKoF neben der erneuten rechtlichen Absicherung der Juniorprofessur (s. Presseerklärung vom .2. 8. 2004) dazu auf, die Notwendigkeit einer Neuregelung zum Anlass zu nehmen, bekannt gewordene Fehlentwicklungen im Bereich der befristeten Arbeitsverhältnisse an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu korrigieren. Die Konferenz thematisierte die soziale Lage der Studierenden und die potentiellen Risiken neuer Selektionsmechanismen für die künftige Beteiligung von Studentinnen an wissenschaftlichen Ausbildungsgängen. Die BuKoF kritisiert in diesem Zusammenhang die folgenreiche Geschlechtsblindheit mancher Reformvorschläge in der deutschen Hochschulpolitik, wie z.B. dem vom Centrum für Hochschulentwicklung entwickelten „Leitfaden für die Gestaltung von Auswahlverfahren an Hochschulen“. Auf der Jahrestagung wurde schließlich die Absicht der BuKoF bekräftigt, den Dialog zwischen Geschlechterforschung und Gleichstellungspolitik an Hochschulen zu intensivieren, wie im Abschlussplädoyer von PD Dr. Angelika Wetterer, Hannover, gefordert.

Daniela De Ridder Dipl.-Soz. Wirtin Fachhochschule Osnabrück Caprivistr. 1 49076 Osnabrück Telefon: 0541/969-2965 Fax: 0541/969-3155 [email protected] fh-osnabrueck.de

Dr. Helga-Maria Engel Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Treskowallee 8 10313 Berlin Telefon: 030/5019-2687 Fax: 030/5019-2702 [email protected]

Dr. Edit Kirsch-Auwärter Georg-August-Universität Göttingen Universitätsfrauenbüro Goßlerstr. 15a 37073 Göttingen Telefon: 0551/39-3950 Fax: 0551/39-2557 [email protected] zvw.uni-goettingen.de

Dr. Marianne Kriszio Humboldt-Universität zu Berlin Unter den Linden 6 10099 Berlin Telefon: 030/2093-2840 Fax: 030/2093-2860 [email protected] uv.hu-berlin.de

Prof. Dr. Ulla Mitzdorf Ludwig-MaximiliansUniversität München Büro der Frauenbeauftragten Geschwister-Scholl-Platz 1 80539 München Telefon: 089/2180-3644 Fax: 089/2180-3766 [email protected] lrz.uni-muenchen.de

Bundeskonferenz der Frauenbeauftragten und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen Vorstand 11. 10. 2004

Presseerklärung der Bundeskonferenz der Frauenbeauftragten und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (BuKoF) zur Föderalismusdebatte Die BuKoF spricht sich in der aktuellen Föderalismusdebatte dafür aus, die gemeinsame Verantwortung von Bund und Ländern für den Hochschulbereich beizubehalten. Wir teilen die Einschätzung, die bereits von zahlreichen Vertretern des Hochschulwesens, zuletzt der HRK, geäußert wurde, wonach eine Beteiligung des Bundes an der Sicherstellung einheitlicher Rahmenbedingungen in den Hochschulen der 16 Bundesländern bei aller länderspezifischen Profilierung unverzichtbar ist. Wissenschaftliche Karrieren sind durch nationale und internationale Mobilität bestimmt; von daher wäre es für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende nicht verständlich, wenn sich die Bedingungen von Forschung und Lehre in den einzelnen Ländern zu stark auseinander entwickeln würden. Von den gemeinsamen Bund-Länder-Programmen zur Chancengleichheit von Frauen in der Wissenschaft im HSP II, HSP III und HWP 1 sind seit Anfang der 1990er Jahre sehr positive Impulse für die Verbesserung der Repräsentanz von Wissenschaftlerinnen in akademischen Karrieren ausgegangen. Trotz der deutlich sichtbaren Erfolge dieser Programme sind auf diesem Politikfeld auch in den kommenden Jahren noch zusätzliche Anstöße durch Sonderprogramme nötig. Aus unserer Sicht bieten dafür gerade die gemeinsamen BundLänder-Programme bzw. Programme mit Beteiligung des Bundes besonders gute Chancen, die auch künftig genutzt werden sollten. Wir weisen im übrigen darauf hin, dass in der Vergangenheit immer wieder positive Impulse von der Aufnahme gleichstellungspolitischer Vorgaben in das allgemeine Hochschulrahmenrecht ausgingen, und dass dies aus unserer Sicht auch künftig möglich sein sollte.

Daniela De Ridder Dipl.-Soz. Wirtin Fachhochschule Osnabrück Caprivistr. 1 49076 Osnabrück Telefon: 0541/969-2965 Fax: 0541/969-3155 [email protected] fh-osnabrueck.de

Dr. Helga-Maria Engel Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Treskowallee 8 10313 Berlin Telefon: 030/5019-2687 Fax: 030/5019-2702 [email protected]

Dr. Edit Kirsch-Auwärter Georg-August-Universität Göttingen Universitätsfrauenbüro Goßlerstr. 15a 37073 Göttingen Telefon: 0551/39-3950 Fax: 0551/39-2557 [email protected] zvw.uni-goettingen.de

Dr. Marianne Kriszio Humboldt-Universität zu Berlin Unter den Linden 6 10099 Berlin Telefon: 030/2093-2840 Fax: 030/2093-2860 [email protected] uv.hu-berlin.de

Prof. Dr. Ulla Mitzdorf Ludwig-MaximiliansUniversität München Büro der Frauenbeauftragten Geschwister-Scholl-Platz 1 80539 München Telefon: 089/2180-3644 Fax: 089/2180-3766 [email protected] lrz.uni-muenchen.de