berner tierwelt - Berner Tierschutz

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BERNER TIERWELT AUSGABE 15 / 2013 TagesSchau MIT 169. JAHRESBERICHT DES BERNER TIERSCHUTZ 04 3 Chinchilla-Gruppen und viele Hundewelpen ohne Chip!...

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BERNER TIERWELT AUSGABE 15 / 2013

TagesSchau

MIT 169. JAHRESBERICHT DES BERNER TIERSCHUTZ

04

3 Chinchilla-Gruppen und viele Hundewelpen ohne Chip! JugendSchau

Die Bubos bei Kamelen zu Besuch.

TierSchau

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Riff Raff sucht ein neues Zuhause! 06

WirSchau

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4 Neue unterstützen unser Team!

UmSchau

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fair-fish fordert Deklarationspflicht für Fangmethode!

WirSchau

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MELDESTELLE FÜR

FINDELTIERE IM KANTON BERN

VERMISST: 0900 1844 00 GEFUNDEN: 0800 1844 00

Berner Tierschutz Oberbottigenweg 72, 3019 Oberbottigen Fax 031 926 20 96

www.bernertierschutz.ch

(1.95 FR /MIN) (KOSTENLOS)

Wilkommen

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Editorial Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde 2012 ist vorbei - ohne Weltuntergang, aber mit viel Neuem beim Berner Tierschutz! Neu können Sie uns auf facebook besuchen: Da der beste Platz für ein Tier nicht immer gleich um die Ecke liegt, präsentieren wir unsere zu vermittelnden Tiere nun auch auf facebook: Tierheim Oberbottigen des Berner Tierschutz. Die Bedingungen für eine Adoption sind jedoch gleich geblieben. Nur der erste Kontakt findet über facebook statt. Neu ist auch Kurt Venner Venner,, welcher schon etliche Artikel für die Berner Tierwelt verfasst hat, in den Vorstand des Berner Tierschutz gewählt worden. In dieser Ausgabe schreibt er über das Chippen der Katzen. Neu sind seit August gleich drei Auszubildende Tierpflegerinnen im Tierheim tätig. Sie stellen sich selber vor. Ein neues Zuhause sucht auch Riff Raff ganz dringend – unser Hund auf dem Titelbild. Lesen Sie dazu seine Geschichte. Neu haben wir auch unsere erste «Prinzessin»: Emma – ein Hundeleben auf 3 Beinen mit Happy End! Neuland erforschten die Bubos bei ihrem Besuch bei den Kamelen – ein aufregender Tag! Nichts Neues gibt es leider bei unserem Bauprojekt für das Neue Tierzentrum im Bremgartenwald, weshalb ausnahmsweise kein Bericht in der Berner Tierwelt ist. Wir danken allen sehr herzlich, welche den Berner Tierschutz unterstützen, ob neu oder schon seit Jahren, und wünschen Ihnen einen blühenden Frühling, in dem die Natur zu neuem Leben erwacht! Dorothea Loosli-Amstutz Präsidentin

Impressum Berner Tierwelt

Eine Publikation des Berner Tierschutzes, Verein seit 1844 Redaktion

Yvette Bulliard Lukas Bircher

Gestaltung und Druck

www.jordibelp.ch Titelbild

Riff Raff Copyright: Berner Tierschutz

Auflage

15 000 Exemplare Abonnenten

8 000

Abopreis

CHF 4.50 / Ausgabe für Mitglieder gratis Erscheint 2x jährlich

www.bernertierschutz.ch [email protected] Telefon 031 926 64 64 Fax 031 926 20 96

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TagesSchau

Aus dem Alltag des Tierheims

BERNER TIERWELT

tich und Co. verfügen, da die Volieren sonst überfüllt gewesen wären und damit keine tiergerechte Unterbringung mehr hätte gewährt werden können. Zum Glück konnten die vielen Kaninchen, Meerschweinchen und Co. im vergangenen Jahr sehr gut vermittelt werden: Unsere Tiere konnten zu 90 % in grosse, ganzjährige Freilaufgehege übersiedelt werden. Und falls es doch einmal eine Wohnungshaltung gab (in der Regel bei den Meersäuli), dann wurden diesen Tieren grosse, artgerecht gestaltete Vivarien zur Verfügung gestellt.

2 der vielen Sittiche im Tierheim. © Alle Bilder: Berner Tierschutz. Auch im vergangenen Jahr fanden wieder sehr viele Tiere den Weg zu uns ins Tierheim. Vor allem bei den aufgenommenen Katzen und Hunden gab es 2012 eine markante Zunahme. Oft mussten wir feststellen, dass die Vorbesitzer mit der Haltung von Hund und Katze völlig überfordert waren. Immer wieder werden per Internet schnelle Tierkäufe getätigt, ohne sich gründlich über alle Konsequenzen, welche die Neuanschaffung eines tierischen Hausgenossen nach sich ziehen, Gedanken gemacht zu haben. Häufig muss der Halter schon nach kurzer Zeit feststellen, dass er weder die Zeit übrig hat noch das Wissen besitzt, um dem Tier mit all seinen tierischen Bedürfnissen ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Gerade im vergangenen Jahr wurden uns mehrmals Junghunde abgegeben, welche

An dieser Stelle möchte ich speziell auf unsere drei Chinchilla-Gruppen hinweisen, für welche wir immer noch auf der Suche für einen geeigneten Lebensplatz sind. Interessierte Tierfreunde, welche sich mit diesen Tieren gut auskennen und wissen, dass bei einer artgerechten Haltung eine Lebenserwartung von gut 18 – 20 Jahren herrscht, dass Chinchillas nachtaktiv sind und sehr viel Platz brauchen, bitte melden Sie sich doch bei uns im Tierheim.

kaum 4 Wochen bei ihren Besitzern blieben, da diese mit der aufwendigen und manchmal halt auch etwas mühsamen Erziehung nicht zurechtkamen. Zudem gab es auch eine beachtliche Anzahl an Hunden ohne Chip, die zu uns kamen. Hier muss vermutet werden, dass diese aus dem Ausland eingeführt wurden, oder dass diese Hunde einem unseriösen «Hundevermehrer» abgekauft worden waren. Alle unsere aufgenommen Schützlinge haben ihre eigene, spezielle Natürlich dürfen wir die Kleintiere Geschichte, und es wäre sicher spannicht vergessen, welche hier im Tier- nend, über alle diese Schicksale hier heim ein vorübergehendes Zuhause zu berichten. Aber die grosse Anzahl gefunden haben: viele, viele Meer- würde leider den hier vorgegebenen schweinchen, Hamster, Ratten, Mäuse Rahmen sprengen. Um Ihnen einen und Kaninchen, aber auch viele Vögel kleinen Ausschnitt der vielen Ereigwie Wellensittiche und Zebrafinken nisse in unserem Tierheim zu geben, mussten aufgenommen und gepflegt muss ich mich somit im Folgenden werden. Zeitweise mussten wir sogar auf einige wenige Einzelschicksale einen Aufnahmestopp bei Wellensit- beschränken.

TagesSchau

Angelina und Jolie wurden in der Kälte im Wald ausgesetzt. Das Tierheimjahr begann im Januar mit einer regelrechten «Welpenschwemme»: «Angelina» und «Jolie» wurden mit kaum 3 Monaten bei kaltem Wetter ausgesetzt und glücklicherweise noch lebend im Wald aufgefunden. Trotz des schlechten Starts ins Leben wurden aus den beiden Welpen aufgestellte und sehr freundliche Wesen, sowohl den Menschen als auch anderen Tieren gegenüber.

auf den Weg. Was sie antrafen, war tatsächlich schockierend. In der Wohnung lebten 15 Welpen (diese stammten aus zwei verschiedenen Würfen), zusammen mit nur noch einer Mutterhündin und dem Deckrüden. Die Hunde mussten in ihrem eigenen Dreck dahinvegetieren, es stank bestialisch nach Kot und Urin. Sofort wurde die zuständige Polizei informiert und Anzeige gegen den Hundehalter erstattet. Wenige Tage später wurden die Tiere beschlagnahmt und 9 dieser Hundewelpen bei uns im Tierheim Oberbottigen untergebracht. Alle waren stark unterernährt und hatten pralle Wurmbäuche. Bei einigen mussten schlimme Nabelbrüche festgestellt werden, welche schnellstens operiert werden mussten. Da es sich bei den Hunden um sogenannte Listenhunde handelte, wurden die 9 Welpen sofort auf Pflegeplätze beim Tierheimpersonal und bei der Nothilfeorganisation «Listenhunde Hilfe Schweiz» verteilt, damit für die kleinen Geschöpfe der bestmögliche Start ins neue Leben garantiert ist.

umgehend nach draussen, um nachzuschauen und entdeckte vor dem Tierheim in den sog. «Polizeiboxen» (dort können in der Nacht aufgefundene Tiere von der Polizei unterge-

Jim erholt sich von den Strapazen. bracht werden) zwei Mutterkätzinnen ( Joy und Jamira) mit jeweils 2 Jungen ( Jim + Jerry und King + Kong) dazu noch eine einzelne schwarze Katze. Keinerlei Nachricht wurde hinterlegt. Die Katzen waren in zwei kleinen, engen Käfigen eingepfercht, in einem Käfig waren 4 und in dem anderen 3 Katzen eingesperrt. Völlig verängstigt, mit Kot und Urin verschmiert, kamen die Tiere sofort zur Erstversorgung in unsere Quarantänestation, wo sie vorerst gesäubert, gefüttert und kurz untersucht wurden. Und damit nicht genug: Es stellte sich schnell heraus, dass die beiden Mutterkätzinnen bereits wieder trächtig waren und dadurch noch zwei neue Pflegeplätze organisiert werden mussten.

Joy - mit ihren Jungen direkt vor dem Tierheim ausgesetzt. 2 Hunde des Tierschutzfalls «Listenhunde» Kurz darauf bewegte ein gravierender Tierschutzfall das gesamte Tierheimpersonal aufs Tiefste: Nach einer Meldung über angeblich katastrophale Zustände in der Wohnung eines Hundezüchters, machten sich zwei unserer Mitarbeiterinnen umgehend

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Im Sommer herrschte dann in unseren Katzenabteilungen Hochbetrieb, und auch hier mussten wir viele Jungtiere mit Hilfe von externen Pflegeplätzen aufziehen. Stellvertretend hier das Schicksal von fünf direkt vor dem Tierheim ausgesetzten Stubentigern: An einem schönen Juliabend hörte eine unserer Mitarbeiterinnen gerade noch eine Autotür zuschlagen und Lukas Bircher, wie ein Auto zügig wegfuhr. Sie ging Geschäftsführer und Zoologe

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JugendSchau

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BUBO-Club Die Bubos zu Besuch bei den Kamelen! Ein Freund von mir, Erich Grossniklaus, besitzt drei Kamele. Schon lange wollte ich ihn mal mit meinen Bubos besuchen. Dieses Jahr war es nun so weit, der Termin war festgelegt, die Einladungen verschickt, leider wusste ich vorher nicht so recht, worauf ich mich da eingelassen hatte. Erich hatte mir vorgängig erklärt: «Wenn du mit den Kindern und den Kamelen einen Spaziergang machen willst, musst du vorher ‹Kamel führen› üben kommen.» Da er und seine Lebensgefährtin, Moni Gosteli, halt nur zu zweit sind und es drei Kamele hat. «Kein Problem, viel schwieriger als ein Pferd oder Pony führen, kann das ja nicht sein und in den Ländern, in denen ein Kamel zum Haushalt gehört, können das ja schon die kleinen Kinder …», dachte ich. So stand ich also eines Morgens früh in Gysenstein, alle drei Kamele lagen gemütlich im Gehege. «Sie sind etwas Morgenmuffel und wenn man sie zu früh aufjagt sind sie etwas schlecht gelaunt», erklärte mir Erich. Aha! Erich stellte mir die drei Kamele vor, die zwei grossen, wunderschönen, hellen Tiere heissen Gashal und Ghamal und der kleinste, braune ist Shimun. Shimun hatten sie erst vor einiger Zeit übernommen. Seine Aufzucht und Jugendzeit verlief nicht optimal. Nun muss ich sagen, dass Shimun nicht nur deutlich kleiner ist als die zwei anderen, auch hängen seine Höcker seitlich runter, sein Fell ist

Erich Grossniklaus stellt den Bubos seine Kamele vor. etwas struppig und von staubig brauner Farbe. Gashal und Ghamal glänzen dagegen richtig goldig und wirken enorm stolz. Um ehrlich zu sein, wirkt Shimun etwas mickrig. Als ich jedoch so direkt vor ihnen stand, bin ich eigentlich ganz froh, den kleinsten zum Führen zu bekommen. Sind es doch aus der Nähe betrachtet ziemlich grosse Tiere mit enormen Füssen … Als Tierärztin habe ich täglich mit verschieden Tieren zu tun. Mit den Jahren vergisst man, wie selbstverständlich man die Körpersprache der Tiere im Umgang mit ihnen einbezieht. Wenn man sie kennt. Nun stand ich da. Shimun beäugte mich

mit seinen wunderschönen Augen, aber wie? Freundlich? Neugierig? Argwöhnisch? Ängstlich? Ich hatte in meinem Leben vorher noch nie mit einem Kamel zu tun. Oder wissen Sie, wie ein fröhliches Kamel aussieht? Also liess ich mir von Erich und Moni die verschiedenen Gesichter und die Körpersprache der Kamele beschreiben und erklären. «Die Lippen hängen runter, also scheint Shimun im Moment entspannt zu sein», so hoffte ich. Dann ging es los! Erich mit Gashal und Moni mit Ghamal, das Schlusslicht sollte ich bilden, so war der Plan. Na ja, Shimun hatte da andere Pläne. Schnell war er an

JugendSchau

vorderster Stelle, aber dort gefiel es ihm dann doch auch nicht, er wollte möglichst nahe bei Erich laufen, dort fühlte er sich am sichersten, was wiederum Gashal nicht so sehr gefiel. Plötzlich begann Shimun zu bocken. «Lass bloss nicht los, sonst versucht er es an dieser Stelle immer wieder, Kamele merken sich solche Sachen!», warnte mich Erich. «Danke für die Info, ich mache was ich kann», dachte ich, während ich wie ein Hampelmann am Führseil hing. War ich froh, hatte ich das «mickrige» Kamel, keine Ahnung, wo ich mit Gashal gelandet wäre. Nach einer halben Stunde Spaziergang war ich nass geschwitzt und Shimun definitiv schlecht gelaunt. Da brauchte man kein Kamelkenner zu sein, um das zu sehen. «Ob ein Ausflug auf einen Ponyhof evtl. eine Alternative zur Kamelranch wäre?», ging mir kurze Zeit durch den Kopf. Na ja, wenn man mit natürlicher Autorität nicht weiterkommt, kann man es ja mit Bestechen versuchen. Zum Glück hatte ich meine Taschen zuvor mit Pferdeguddelis vollgestopft. Wenn das Seil schön locker war, gab es immer eine Belohnung und plötzlich hatte ich ein sehr folgsames Kamel an der Leine. Nach meinem

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Kamel frisieren leicht gemacht.

Ein Kamel lässt sich streicheln.

ersten Versuch war mir klar, da muss ich noch etwas mehr üben. Jedes Mal ging es etwas besser, aber ich war mir nie sicher, ob sich Shimun über meine Besuche (mit Ausnahme der Guddelis) gefreut hat. Kamelwolle, ein faszinierendes Rohmaterial für die Bubos. Am 2. September 2012 war es dann so weit. Wir trafen bei Erich und von Kamelen. Die beeindruckenden Moni und ihren Kamelen ein. Zuerst Zähne wurden bestaunt, die grossen, erzählte uns Erich viel Wissens- weichen Füsse betrachtet und Sinn wertes über Herkunft und Haltung und Zweck der Höcker diskutiert. Eigentlich glaubte kein Kind mehr daran, dass dort Wasser transportiert werde. Erich erzählte uns über den faszinierenden Wasserhaushalt dieser Tiere. Der Körper der Kamele geht viel sparsamer mit dem Wasser um als bei unseren Haustieren. Haben Sie schon mal einem Kamel beim Urinlassen zugesehen? Wir sind uns Pferde und Kühe gewöhnt, wo ein wahrer Wasserfall kommt. Beim Kamel sieht es eher aus, als ob ein Chihuahua pinkelt. Bei heissem Wetter lassen sie den Urin über die Beine laufen, etwas eklig, aber wenn es verdunstet, kühlt es sehr schön. Die dicke und dichte Wolle dieser Tiere ist faszinierend und es ging nicht lange und Gashal Kamelführen - Shimun und Tatiana ganz vorne dabei. hatte dank unseren Mädchen bald

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JugendSchau

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alle noch eine Runde auf Shimun reiten. Im Gehege mit Erich war er ganz brav. Geduldig drehte er unermüdlich seine Runden, sodass jedes Kind auf ihm reiten konnte.

Filzen mit Kamelwolle macht Spass. überall hübsche kleine Zöpfchen. Die Wolle beschäftigte uns dann auch noch weiter. Rahel Gubler war mit Material zum Filzen und einem Heftchen, das jedes Kind zum Thema Kamel ausfüllen konnte, angereist. So konnte jedes Kind aus der Kamelwolle (oder auch

mit Dana (der kleinen Terrierhündin von Delia Schweizer). Dana fand am Anfang die Wolle extrem gefährlich. Unbekannter Geruch in grossen Bergen ohne Kamel drin … Da Angriff angeblich eine gute Verteidigung ist, kann man ja einmal vorsichtig rein-

Die Sanddüne - heimliche Hauptattraktion des Tages ... gemischt mit farbiger Wolle) einen Anhänger, ein Bild oder ein Armband filzen und zwischendurch das neu Gelernte im Heft eintragen. Da wurde gemantscht, gerollt, gerieben … man brauchte schon etwas Ausdauer, damit das Filzwerk nicht gleich wieder auseinanderfiel. Während die einen nicht aufhören konnten die Wolle zu verarbeiten (oder unverarbeitet in den Rucksack zu packen, es hatte riesige Mengen davon), spielten andere

beissen und daran ziehen. Dana hatte schnell begriffen, dass das ein lustiges Spiel werden könnte, vor allem, wenn einige Kinder noch dabei helfen. Bald flogen überall Wollflocken rum, mittendrin eine selige Dana. Inzwischen war auch ein Feuer entfacht worden und Würste wurden gebraten. Auch den Spaziergang haben wir gemacht, Shimun hat nur ganz wenig gebockt ;-). Dann konnten

Fast hätte ich die heimliche Hauptattraktion des Tages vergessen: die «Sanddüne». Ein riesiger Haufen Sand mitten auf der Weide. Eigentlich gedacht für die Kamele, welche dort gerne wie auf einem Sofa liegen und anlehnen. Aber für unsere Bubos einfach ein grosser schöner Sandkasten, obwohl man denken könnte, die meisten seien aus dem Sandkastenalter raus. Begonnen haben die Jüngeren, aber es dauerte nicht lange und fast alle Kinder rutschten auf dem Hosenboden vom Haufen runter, buddelten grosse Löcher und warfen mit Sand. Als wir uns dann auf den Weg machen wollten, waren einige Kinder ca. 2 kg schwerer und bestimmt alle um einiges schmutziger. Also wurden Hosenund Jackentaschen geleert, Schuhe umgedreht, Pullover ausgeklopft und Socken ausgeschüttelt. Manch eine Mutter wird sich am nächsten Tag gefragt haben, wo der ganze Sand im Bett ihres Kindes herkommt. Pünktlich gelangten wir wieder an den Bahnhof. Vielen Dank Erich Grossnicklaus und Moni Gosteli für den schönen Tag auf eurem Hof, Danke an Rahel Gubler für ihre Bastelideen und auch vielen Dank an Sandra Beutler und Delia Schweizer für eure Mithilfe bei meiner fröhlichen BuboTruppe und zuletzt vielen Dank an Shimun für seine Geduld, seine schönen Augen, seine Schule in Kamelverhalten, Kamelführen, Kamelkraulen, Kamelschmusen …. www.kamelranch.ch (dort findet ihr noch mehr Fotos vom Kameltag) Tatiana Lentze Leiterin Jugendtierschutz

Emma ein Hundeleben auf 3 Beinen! Am 2. August 2011 fand die kleine Mischlingshündin «Emma» den Weg zu uns ins Tierheim. Als die früheren Besitzer mit ihr vor der Tierheim-Tür standen, trug Emma ein sogenanntes «Muzzle», das die Halter ihr angelegt hatten. Die Begründung war, dass sie dann nicht so bellen würde, wenn sie andere Hunde sieht. Es war schon etwas befremdlich. Denn diese Muzzle werden in der Regel nur dann benötigt, wenn man z. B. beim Tierarzt ist und der Hund wird damit daran gehindert zu schnappen, wenn er angefasst werden muss.

kaum einen Hund kreuzen, ohne dass sie diesen gleich angeknurrt und angebellt hat. Es ist ihr auch gelungen, sich aus dem Halsband zu winden und dann auf erheblich grössere Hunde loszugehen und zu klemmen.

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Schon alleine deshalb war es wichtig, dass sie in der Hundeschule erst einmal ein wenig vom Hunde-1x1 lernte. Sie benahm sich dort auch immer sehr vorbildlich, Menschen wie anderen Hunden gegenüber.

«Emma» zeigte sich dann auch gleich vom ersten Tag an sehr unnahbar und wollte mit niemandem vom Personal Kontakt aufnehmen. Also gaben wir ihr die Zeit, sich erst einmal einzugewöhnen. Nach gut einer Woche gelang es mir dann als Erste vom Personal mich Emma so zu nähern, dass ich sie auch streicheln durfte. Sie liess es endlich zu und hatte von da an ein sehr grosses Vertrauen in mich und so war ich dann gewählt! Das hiess dann, dass ich mit ihr zum Tierarzt musste, die täglichen Spaziergänge machte ich mit ihr und auch der gemeinsame Besuch der Hundeschule war selbstverständlich. Denn dies musste sein, da sie grosse Probleme mit dem Gehorsam hatte. Hundebegegnungen verliefen anfangs äusserst schwierig und auch mit allen übrigen Menschen (mich ausgeschlossen) konnte sie zu diesem Zeitpunkt so überhaupt nichts anfangen. Das gleiche Problem hatte bzw. hat sie zum grossen Teil auch noch mit ihren Artgenossen. Anfangs konnte man auf einem Spaziergang Was geht Emma wohl in diesem Moment durch den Kopf?

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Auf meinen Spaziergängen mit ihr nahm ich auch regelmässig meinen eigenen Hund Lilly mit. Diese interessiert sich nicht sehr für ihre Artgenossen und so konnte ich immer gut mit beiden zusammen laufen, ohne dass Emma sich bedroht fühlte, da Lilly anfangs immer einen grossen Sicherheitsabstand zu ihr hielt. Nachdem sich die beiden gut kennengelernt hatten, war es sogar möglich, dass sie beide neben mir sassen und ich jedem eine Belohnung geben konnte, ohne dass es zu Eskalationen kam. Auch mit beiden Hunden Ball spielen ging immer sehr gut. Dies war aber erst nach gut einem halben Jahr möglich. So lange hat es dann doch gedauert, bis sie so entspannt miteinander umgehen konnten. Neben ihren Verhaltens-Defiziten war ihr grösstes Handicap aber, dass sie nur noch 3 Beine hatte. Mit ca. 3 Jahren wurde sie von einem Auto angefahren und aufgrund der schweren Verletzung, musste ihr das linke Vorderbein amputiert werden. Dies hatte zur Folge, dass sie beim Laufen eine Fehlstellung aufwies, die dazu führte, dass sie Schmerzen im Rücken hatte. Der Besuch bei einer Osteopatin schaffte etwas Abhilfe und auch ein leichtes Schmerzmittel verschaffte Emma Linderung, sodass sie beschwerdefreier laufen konnte. Drei Mal wurde Emma in der Tiervermittlungssendung «Tierisch» vorgestellt, bis sich dann endlich Menschen meldeten, die Emma so zu nehmen wussten, wie sie wirklich ist. Es gab natürlich auch vorher schon Interessenten für sie, aber ich wollte sie auf keinen Fall in eine Familie mit Kindern, Hunden oder Katzen vermitteln, da sie zum einen gerne Sachen verteidigt und eifersüchtig war, wenn sie ihre Menschen mit anderen teilen musste. Einmal dachte ich noch, jetzt ist der richtige Auch ein Hundeleben auf 3 Beinen ist lebenswert bei rücksichtsvollen Haltern.

TierSchau

Interessent da. Aber nach einem Kennenlernen mit Emma, an dem sie ihm gleich in die Hand schnappen wollte, bekundete er verständlicherweise kein Interesse mehr an ihr. Dabei konnte sie wirklich sehr charmant, anhänglich und verschmust sein. Bei ihr war immer wichtig, dass sie entscheiden konnte, wem sie ihre Gunst schenkt. Dies geschah dann endlich im November 2012. Ein Ehepaar meldete sich, das auch schon mal einen charakterlich ähnlich schwierigen Hund hatte. Als sie ihren Hund beschrieben, dachte ich gleich: Dies sind die richtigen Menschen für Emma! Obwohl sie nicht gerade in der Nähe von Bern wohnten, kamen sie einige Male ins Tierheim, um Emma kennenzulernen, mit ihr und mir gemeinsam spa-

zieren zu gehen. Dann gingen sie auch einmal mir ihr alleine spazieren und danach kam dann der Probetag dran. Dieser verlief so gut, dass sie sich dazu entschlossen, Emma zu adoptieren. Ihr geht es dort so gut, wie ich es mir nicht besser für unsere kleine Prinzessin wünschen könnte. Und eine Prinzessin ist sie jetzt wirklich. Denn Emma lebt nun einen grossen Teil des Jahres auf einem schönen Schloss in Frankreich. In die Schweiz kommt sie aber auch immer wieder, da ihre Menschen auch hier noch einen Wohnsitz haben. Aber ich denke, dass sie in Frankreich leben kann wie eine Göttin. Hat sie dort doch ein riesiges eingezäuntes Areal zur Verfügung, dass sie an einem Tag nicht erkunden kann. Natürlich fehlen ihr auch nicht die täglichen Spaziergänge.

Unser Tierheim Oberbottigen Oberbottigenweg 72 3019 Oberbottigen

Aufnahmebedingungen für Verzichttiere

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Aber vor allen Dingen wird sie von ihren Menschen so geliebt, wie sie ist. Mit all ihren kleinen und grossen Stärken und Schwächen. Das macht mich besonders glücklich. Zudem bekomme ich immer wieder ausführliche Berichte darüber, was für Erlebnisse Emma und ihre wundervollen Menschen miteinander haben und ich bin sicher, dass sie diese kleine Zaubermaus für kein Geld der Welt mehr hergeben werden. Monika Grawe Tierpflegerin

Tierheim-Statistik 2012 Aufgenommene Tiere

Findelhunde 33 Verzichthunde 98 Aufnahme von Findel- und Verzicht- Impfung gegen Staupe, Hepatitis, Findelkatzen 131 tieren. Platzierung von herrenlosen Leptospirose, Parvo und Zwinger- Verzichtkatzen 91 Tieren an gute Plätze. husten. Gültig 1 Jahr. Findelkleintiere 25 Verzichtkleintiere 168 Öffnungszeiten Katzen Wildtiere 5 Dienstag, Donnerstag und Samstag, Leukosetest (muss negativ sein). Total 551 von 14 bis 17 Uhr Impfung gegen Katzenseucheschnupfen und gegen Leukose. Gültig 1 Jahr. Findeltiere an Halter zurück Telefonbedienung Hunde 24 Montag bis Freitag, von 9 bis 12 Uhr Verzichtsbeiträge Katzen 25 Telefon: 031 926 64 64 Hunde: 100 Franken Kleintiere 2 Katzen: 50 Franken Total 51 Kleintiere: 5 bis 35 Franken Hunde

Postadresse Berner Tierschutz Oberbottigenweg 72 3019 Oberbottigen

Platzierte Tiere

Hunde Katzen Kleintiere

88 184 204

Total

476

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TagesSchau

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Riff Raff –

nun schon 2 Jahre im Tierheim …

wieder neue Tipps, wie ich Riff weiter beschäftigen und fördern kann. Er ist ein sehr gelehriger Hund, der einfach noch oft sehr unsicher ist und eine Bezugsperson braucht, der er vertraut und die ihm Sicherheit gibt. Neu haben wir angefangen mit ihm auch Mantrailing zu üben. (Mantrailing ist die Suche nach einer bestimmten Person über den Geruch eines getragenen Kleidungsstücks dieser Person.) Wir waren alle hellauf begeistert, da es sich herausstellte, dass er ein richtiges Naturtalent ist. Gleich beim ersten Mal suchte er voller Eifer nach der «vermissten Person» und fand sie jedes Mal schon nach kurzer Zeit. So Riff Raff, seit 2 Jahren im Tierheim Oberbottigen. haben wir im Tierheim eine weitere gute Beschäftigungsmethode für ihn Der sensible Rüde Riff Raff ist am ihrer Lehre als Tierpflegerin bei uns gefunden. 29. April 2008 geboren und am 22. mit grossem Erfolg beendete, überFebruar 2011 zu uns ins Tierheim nahm ich die Aufgabe mit Riff Raff Ich habe Riff als einen treuen und gekommen, weil der Vorbesitzer einen zu arbeiten. folgsamen Begleiter kennengelernt. Unfall hatte und nach langer Zeit im Man muss wissen, wie man mit ihm Koma nicht mehr in der Lage war, Er hat sehr grosse Fortschritte umgehen muss und das setzt schon ihn wieder zurückzunehmen. Bei ihm gemacht und eine lange Zeit hatte er etwas Hundeerfahrung voraus. lebte Riff Raff mit einer älteren Schä- bei uns einen guten Freund namens ferhündin zusammen, für diese wurde Rocky, ein Border Collie x Appenzel- Ich gebe mir viel Mühe, Riff Raff den im Bekanntenkreis des Vorbesitzers ler-Mischling (auch er war nicht ganz Tierheimalltag so schön wie mögein neues Zuhause gefunden. einfach). Mit ihm konnte er spielen lich zu gestalten, auch wenn es für und wir gingen zusammen spazieren. mich nicht immer einfach ist - und Am Anfang war er bei uns im Tier- Rocky fand dann Ende September auch wenn ich Schule habe oder in heim sehr misstrauisch und hatte 2012 ein gutes neues Zuhause. den Ferien bin, bin ich mit meinen grosse Mühe mit anderen Hunden, Gedanken oft bei Riff. Ich kann nicht Katzen, Menschen und besonders Riff Raff (wir nennen den liebenswer- verstehen, dass dieser supertolle Hund Kindern. Nach einer gewissen Zeit ten Kerl auch oft nur Riff ) hat inzwi- so lange bei uns im Tierheim ist und begann eine Lehrtochter im 3. Lehr- schen im Tierheim gelernt zu longie- niemanden findet! jahr mit ihm zu arbeiten. Es stellte ren, dies ist ein guter Ausgleich für sich sehr schnell heraus, dass Riff Raff ihn. Ab und zu besuche ich mit ihm Wenn ich die Möglichkeit hätte, ihn ein sehr gelehriger und arbeitswilli- auch unsere Problemhundegruppe, zu behalten, würde ich ihn sofort ger Hund ist. Da die Lehrtochter, die die von unserer Tierärztin geleitet übernehmen. Er ist mir inzwischen mit ihm arbeitete, im Sommer 2012 wird und dort bekomme ich immer sehr ans Herz gewachsen und mein

TierSchau

Riff Raff liebt den Schnee. grösster Wunsch ist, dass Riff Raff ein baren und einzigartigen neuen Weg- Jenny Schäublin Zuhause findet, wo er richtig beschäf- begleiter erhalten. Bis dahin versuche Auszubildende Tierpflegerin tigt und über alles geliebt wird. ich alles zu tun, damit es Riff Raff im Tierheim so gut wie möglich geht und Wenn die richtige Person für ihn auf- hoffe sehr, dass die richtigen neuen taucht, wird sie in ihm einen wunder- Besitzer für ihn bald auftauchen!

Copyright alle Bilder Berner Tierschutz.

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Identitätskarte für Katzen In der Schweiz leben gegen 1.5 Millionen Katzen, nur gerade jede zehnte trägt unter der Haut einen Chip. Im Gegensatz zu den Hunden ist diese «Identitätskarte» für Katzen nicht obligatorisch. Aus Sicht des Tierschutzes ist das Kennzeichnen von Tieren sinnvoll, weil entlaufene Tiere problemlos identifiziert und ihren Besitzern zurückgegeben werden können. Zudem erschwert es der Chip skrupellosen Tierhaltern, ihre Tiere einfach auszusetzen. Ein Blick in die Leserbriefrubriken von Tageszeitungen zeigt, wie wichtig auch für Katzen ein Obligatorium wäre. Eine Katzenbesitzerin schreibt: «Die Möglichkeit, dass eine Katze angefahren wird, besteht leider immer. Schnell kann eine Katze dann auch im Tierheim landen, während sie ein verzweifelter Besitzer wochenund monatelang sucht.» Eine andere Katzenbesitzerin findet den Chip besser als das Halsband: «Es gibt

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Katzen, die dran hängen bleiben und dann ersticken, deshalb habe ich mich für das Chippen entschieden.»

Chip wandert Die elektronische Markierung via Mikrochip kostet keine hundert Franken. Der Chip werde an der linken Halsseite implantiert, eine Narkose sei nicht nötig, denn das Implantieren sei praktisch schmerzfrei, sagt der Berner Tierarzt Andreas Philipson. Gemäss mehreren Internetpublikationen über Langzeiterfahrungen in der Schweiz und in Deutschland verbleibt der Reiskorn grosse Chip ein Leben lang im Katzenkörper und verblasst im Gegensatz zu einer Tätowierung nicht. Weiter wird festgestellt (Zitationen aus Studien): «Selbst, wenn der Mikrochip im Bindegewebe wandert und seinen Ort ändert, ist dies für die Katze schmerzlos und ungefährlich. Der Mikrochip ist mit Bioglas ummantelt, das auch in der Humanmedizin verwendet wird. Der Chip selber stört die Katze nicht und funkt nur bei Kontakt mit dem passenden Lesegerät – es besteht also keine Gefahr für das Tier. Wird die Katze gefunden, kann der Chip mit der entsprechenden Identifikationsnummer Der Chip in der Mitte des Anhängers ist durch ein spezielles Gerät von einem etwa so gross wie ein Reiskorn. Tierarzt gelesen werden.»

Eine Katze mit Halsband kann damit immer irgendwo hängen bleiben.

Die Katzenklappe reagiert auf Chip Dr. Eva Waiblinger, Zoologin, Fachstelle Heimtiere des Schweizer Tierschutzes STS, weist darauf hin, dass seit 2006 in der Schweiz alle Hunde eindeutig gekennzeichnet und zentral bei der ANIS (Animal Identity Service) mit der Adresse des Besitzers gemeldet sein müssen. ANIS ist eine neutrale, in der ganzen Schweiz tätige Heimtierdatenbank, getragen von der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte GST, der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft SKG, dem Schweizer Tierschutz

InfoSchau

Mit einer Spritze wird der Chip implantiert, was nicht schmerzhafter ist als eine Impfung. STS und der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin SVK. Die Vereinigung findet (laut ihrer Internetpublikation), dass möglichst viele Katzen einen Chip implantiert haben sollten. Der Chip biete zudem den Vorteil, dass sich speziell programmierte Katzenklappen erst

nach Kontakt mit dem entsprechenden Chip öffnen: «Die Katzenklappe lässt so nur das eigene gechippte Tier ins Haus – andere Tiere oder fremde Katzen, Hunde oder Marder bleiben draussen.» Es gebe auch Halsbänder, die den Öffnungsmechanismus magnetisch auslösen.

Kurt Venner An der Vereinsversammlung 2012 wurde Kurt Venner, Redaktor und Journalist, als Vorstandsmitglied des Berner Tierschutzes gewählt.

Venner bis zu seiner Pensionierung beim Schweizerischen Samariterbund. Eine Herausforderung war für ihn bei der Swisscom als Mitarbeiter der Kommunikation die Entwicklung der mobilen Telefonie.

Mehr als 20 Jahre war Kurt Venner bei Radio DRS als freier Mitarbeiter verschiedener Sendegefässe tätig, so unter anderem für den «Doppelpunkt», das «Regionaljournal» und für die Sendung «Rendezvous am Mittag». Er gestaltete und moderierte Beiträge zu Themen der Bereiche Soziales, Gesundheit, Landwirtschaft, Natur- und Tierschutz. Als Redaktor wirkte

Kurt Venner erklärte gegenüber der Redaktion «Berner Tierwelt»: «Ich will mit meinen Erfahrungen im Journalismus dem Berner Tierschutz dienen. Im Zentrum steht für mich der Schutz der Natur- und der Tierwelt. Tiere faszinieren mich, man muss ihnen mit Respekt begegnen. Leider ist das nicht für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit.»

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Gefahr im Wald Eva Waiblinger bedauert, dass Lesegeräte für Chips in Patrouillenfahrzeugen der Polizei bisher weitgehend fehlen, denn die Beamten könnten damit den Besitzer ausfindig machen, wenn sie zum Beispiel eine tote Katze finden oder zu einer überfahrenen toten Katze gerufen werden. Waiblinger sieht indessen auch Nachteile des Chips, zum Beispiel dann, wenn eine Katze im Wald herumstreune. Trage sie ein Halsband, sehe ein Jäger oder Wildhüter schon von Weitem, dass das Tier einen Besitzer habe. Der nicht sichtbare Chip könnte zu unnötigen Abschüssen führen, weil die Katze für eine «wildernde» oder «verwilderte» Katze gehalten wird. Kurt Venner Journalist, Vorstandsmitglied

Bilder aufgenommen in der Tierarztpraxis von Andreas Philipson, VizePräsident des Berner Tierschutzes.

Zusammen16 arbeit mit dem Tierschutzverein Saanenland TagesSchau

Im Dezember 2012 kam ein Hilferuf vom Tierschutzverein Saanenland bei uns an. Dort hat es zwei Bauernhöfe mit unzähligen verwahrlosten Katzen, die sofort weg mussten.

gen. Der Tierschutzverein Saanenland kam uns sehr entgegen, indem er alle Katzen entwurmte, impfte und auch kastrierte und mit einem Mikrochip versah. Somit konnten sich die Katzen in Ruhe bei uns eingewöhNun, da wir in letzter Zeit sehr viele nen, ohne dass man sie gleich wieder Katzen platzieren konnten, hatten einfangen und zum Tierarzt bringen wir noch Kapazität, um neuen armen musste, was erneuten Stress bedeutet Geschöpfen Aufnahme zu bieten. hätte. Also sagten wir zu. In unserer Katzenquarantänestation war ein Zimmer Es waren wunderschöne rot-weisse frei mit einem kleinen gesicherten Langhaarkatzen, anfangs waren sie Auslauf, dort konnten wir die ersten vom Transport und allem Drum und neun eintreffenden Katzen unterbrin- Dran sehr gestresst und verkrochen

Drei der 12 verwilderten Katzen. Eine Platzierung bei Menschen war unmöglich.

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sich in alle Himmelsrichtungen. Doch schon bald tauten sie auf, fassten Vertrauen, einige mehr, andere weniger. Mit viel Geduld und Spielereien genossen sie es immer öfter gestreichelt zu werden und gewöhnten sich an uns. Das einzige Problem, das sie hatten, war eine Futtermittel-Unverträglichkeit, denn sie hatten immer Durchfall oder weichen Kot. Erst als wir die Nahrung auf ein spezielles Hyperallergen-Futter umstellten, war auch die Kotsubstanz wieder normal. Trotz dieser Futtermittel-Unverträg-

TierSchau

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lichkeit fanden alle ein neues, schönes Zuhause. Nun war wieder Platz für die nächste und letzte Katzen-Gruppe. Es war kalt und schneite, unter diesen harten Wetterbedingungen wurden die nächsten 12 Katzen eingefangen und zum Tierarzt gebracht. Bei der Ankunft dieser Katzen hatte ich frei, so kam ich am nächsten Morgen voller Neugier ins Tierheim und sah zuerst einmal nichts, das Zimmer schien leer zu sein. Nur am Urin und Kot, der überall verstreut am Boden lag, dem entsprechenden Geruch dazu, wusste man, dass das Zimmer bewohnt war. Vorsichtig suchte ich die verkrochenen Neuankömmlinge. Sie waren voller Panik und lagen zum Teil zu viert in einem engen Versteck übereinander gestapelt. Wir liessen ihnen erst mal ein paar Tage Ruhe zur Eingewöhnung. Da sie wahrscheinlich bisher nur draussen lebten, bedeutete es für diese Gruppe sehr grossen Stress, plötzlich eingesperrt in einem Zimmer mit ausbruchsicherem Auslauf zu sein. Auch kannten sie es nicht, ihr Geschäft in ein extra dafür

Kritische Betrachtung des Menschen. überall verstreut, die nun rege benutzt wurden. Nur noch ab und zu hat die eine oder andere auf die Liegedecken markiert.

Allerdings ist sich diese Gruppe nicht gewohnt angefasst zu werden, einige springen in die Scheibe oder gehen die Wände hoch, andere kratzen und beissen zu, wenn man mit der Hand zu nahe kommt. Alles Spielen, Zureden und Geduld haben nützte nichts, sie liessen sich schlichtweg nicht zähmen. Sie wurden zwar ruhiger, die eine oder andere kam auch in die Nähe und wir wurden neugierig beobachtet, aber wenn man nur die leiseste Anstalt machte, sie vorsichtig zu berühren, war gleich die Hölle los. Wir kamen zur Einsicht, dass diese Katzengruppe nicht angefasst werden will. Das werden nie Schmusekatzen und Hauskatzen werden, die waren Freiheit Keine Katze zum Anfassen. gewohnt, sie waren mehr oder weniger auf sich selber gestellt und gingen auf vorgesehenes Kotkistli zu machen, das Mäusefang. musste erst gelernt werden. Mit der Zeit klappte das immer besser, wir Also wie weiter? So platzieren kann haben überall dort, wo sie ihr Geschäft man sie nicht, sie brauchen eine Umgeverrichteten, ein neues Kistli hinge- bung, wo sie einfach Katze sein dürfen stellt, so waren unzählige Kistchen und nichts von ihnen verlangt wird.

Der Tierschutzverein Saanenland versprach uns zu helfen. Am idealsten wäre eine Futterstelle irgendwo abseits auf dem Lande oder wenn sie auf verschiedene Bauernhöfe als Mäusefänger verteilt würden. Aber wie es eben so ist, leider ist es sehr schwierig, so etwas zu finden. Doch unsere Katzenbande hatte riesengrosses Glück. Es fand sich schon bald ein geeigneter Platz auf einem grossen Anwesen, wo sie einfach leben dürfen. Mäuse hat es dort genug zum Fangen und das Wichtigste: Sie dürfen wie bisher gewohnt einfach Katze sein, ohne Zwang und ohne eingesperrt zu sein. Sie haben einen Schuppen, wo sie wettergeschützt sind, haben dort genug Rückzugsmöglichkeiten und eine Futterstelle. Happy End für die Katzen aus dem Saanenland! Monika Graber Tierpflegerin

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Lovely & Nils die verschenkten Zwerghamster

Kürzlich brachte uns eine Dame ihre zwei Zwerghamster, weil sie sie «einfach nicht mehr wollte». Sie hatte sie ein halbes Jahr vorher geschenkt bekommen und hatte keine Ahnung von der Haltung und Pflege dieser Tiere.

tete also, dass wir die beiden, eigent- geben, die etwa halb so gross ist wie lich gesellig lebenden Tiere, einzeln der Käfig (Bild unten). Ein Hamster unterbringen mussten. muss graben können, das heisst, er braucht eine mindestens 30 cm tiefe Wie bringt man nun einen Zwerg- Einstreu vorzugsweise aus Hobelhamster artgerecht unter? Wichtig ist spänen. Man kann darin ein Röhrenein ausbruchssicheres Gehege. Das system aus Kartonröhren, Kork usw. kann ein Glasterrarium mit Gitter- bauen. Dies ist aber nicht Pflicht. deckel oder ein Gitterkäfig mit eng Ein Hamster kann sich sein unterirstehendem Gitter sein. Bei Letzterem disches Reich auch selber gestalten. empfiehlt es sich, die Einstreu zum Das Gehege muss mehrstöckig einGraben in eine Kartonschachtel zu gerichtet sein und diverse Kletter-

Ein völlig ungeeigneter Hamsterkäfig. Untergebracht hatte sie die beiden in einem dreistöckigen Käfig, ähnlich dem auf dem Bild oben. Bei dem Anblick sträuben sich einem Tierpfleger automatisch die Haare! Alles aus Plastik, rein nichts zum Nagen oder Buddeln und – klettern Sie mal als Zwerghamster durch Kunststoffröhren und -leitern ... Zu allem Überfluss stellte sich dann auch noch heraus, dass das eine Tier zwei Etagen zur Verfügung hatte, das andere nur eine. Die Röhre nach ganz oben war mit einer Büchse versperrt. Warum? Eines der beiden Tierchen war ein unkastriertes Männchen, das andere ein Weibchen. Dies bedeu-

Angemessene Grösse, natürliche Materialien und geeignete Strukturen machen einen guten Tierkäfig aus.

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möglichkeiten bieten wie ungiftige, in Form von Häuschen, Korkröhren, ungespritzte Äste, Kork usw., die Kokosnussschalen usw. zur Verfügung dann auch willkommene Nagemög- stellen. lichkeiten bieten. Dann braucht er Material, um seine So könnte ein gut Schlafhäuschen/-höhlen damit auseingerichtetes Hamsterzupolstern. Dazu eignet sich Heu Zuhause aussehen: oder ungefärbtes Toiletten- oder Zusätzlich sollte man dem Hamster Haushaltspapier. Die im Handel weitere Unterschlupfmöglichkeiten angebotene Hamsterwatte soll schon

Ein kleines niedliches Tier mit grossen Ansprüchen! © E. Isselée

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öfter zu Abschnürungen der Füsschen geführt haben – sie ist daher nicht zu empfehlen. Wie Sie sehen – die Tierchen sind zwar klein, stellen aber trotzdem grosse Ansprüche! Mona Lörtscher Tierpflegerin

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fair-fish fordert die Deklaration der Fangmethode!

Der Verein fair-fish fordert mehr Transparenz beim Fischkauf Würden Sie einen Fisch kaufen, wenn Sie wüssten, dass er beim Fang während Stunden zerquetscht im Schleppnetz durchs Meer gezogen wurde? Dass er jämmerlich durch Ersticken, an den Folgen seiner Verletzungen oder durch den Druckunterschied beim Herausholen des Grundschleppnetzes krepierte? Wenn wir das Fischfilet auf dem Teller haben, ist von den Qualen des Fisches nichts mehr zu sehen. Auch die riesigen Beifangmengen an unerwünschten Meerestieren, die meist tot oder mit tödlichen Verletzungen über Bord geworfen werden, landen nicht auf unserem Teller. Und: Je rücksichtsloser eine Fangmethode mit dem einzelnen Fisch umgeht, desto zerstörerischer ist auch ihre Wirkung auf Fischbestände und Meeresumwelt.

Deklaration: Wie bei Eiern Dem Ei sahen wir im Laden auch nicht an, ob es in Käfighaltung unter tierquälerischen Bedingungen gelegt wurde oder von einer Freilandhenne. Nur dank der Deklaration der Haltungsart bekamen wir die Wahl und konnten Käfigeier boykottieren. Der Konsum an Freilandeiern nahm ständig zu, was viele ProduzentInnen motivierte, auf Freilandhaltung umzustellen.

Kampagne für Fisch-Deklaration Mit einer Petition fordert fair-fish den Handel und die Gastronomie jetzt auf, Herkunft und Fangmethode beim Fisch zu deklarieren. 18 Organisationen in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich haben sich bereits entschlossen, die Petition mitzutragen. Weitere Organisationen wollen später im Rahmen der von fair-fish lancierten Kampagne für die Fisch-Deklaration mitwirken, Genau das will der Verein fair-fish unter anderem bei einem politischen auch beim Fisch erreichen: dass wir Vorstoss oder bei Aktionen. im Laden oder im Restaurant entscheiden können, ob es ein Fisch aus Link zur Petition (online unterschreidem Schleppnetz oder aus Angelfang ben sowie ausdrucken des Petitionssein soll. Fisch aus üblem Fang kön- bogens) nen wir erst boykottieren, wenn die http://www.fair-fish.ch/etwas-tun/ Fangmethode deklariert wird. petitionen/deklaration.html

Grossaugen-Stachelmakrele © P. Minnasch

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Petition

für eine Deklaration von Herkunft und Fangmethode bei Fisch An die im Fischhandel tätigen Firmen (Handel und Gastronomie): «Fisch soll nur noch verkauft werden mit der genauen Angabe der verwendeten Fangmethode(n), und des Landes, in dessen Gewässern er gefangen, bzw. gezüchtet wurde (FAO-Zone bei ausserterritorialen Gewässern).» Eine gemeinsame Aktion von:

➜ Alle können unterschreiben, auch Personen ohne Stimmrecht und Minderjährige! Vorname:

Name:

Strasse, Nr: Land:

PLZ, Ort: Datum:

q Bitte keine weiteren Infos zusenden.

Unterschrift: EMail:

Vorname:

Name:

Strasse, Nr: Land:

PLZ, Ort: Datum:

q Bitte keine weiteren Infos zusenden.

Unterschrift: EMail:

Vorname:

PLZ, Ort: Datum:

q Bitte keine weiteren Infos zusenden. Vorname:

Unterschrift: EMail:

PLZ, Ort: Datum:

q Bitte keine weiteren Infos zusenden.

Unterschrift: EMail:

Vorname:

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Strasse, Nr: Land:

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Name:

Strasse, Nr: Land:

. Name:

Strasse, Nr: Land:

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PLZ, Ort: Datum:

q Bitte keine weiteren Infos zusenden.

Unterschrift: EMail:

➜ Bitte bis 31. 08. 2013 an: fair-fish . Ämtlerstr. 74 . 8003 Zürich

. www.fair-fish.ch/etwas-tun/petitionen

Diese Kampagne wird unterstützt von der Corymbo-Stiftung und der Margarethe und Rudolf Gsell-Stiftung

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Bettina Zumbrunnen Auszubildende Tierpflegerin

Träume nicht dein Leben, lebe deine Träume. In diesem Sinne hat für mich mein Traum im August begonnen. Die Liebe zu den Tieren war für mich die Motivation, noch einmal von vorne zu beginnen. Ich habe meinen Job gekündigt und mich wieder in eine Lehre gestürzt – bis jetzt habe ich es noch keine Sekunde bereut. Als Tierpflegerin gleicht

Mona Mathys

Nachdem ich meine vorherige Lehrstelle als Tierpflegerin verlassen hatte, durfte ich meine Lehre als Tierpflegerin ab August 2012 im 2. Lehrjahr im Tierheim Oberbottigen fortsetzen. Obwohl das Tierheim und somit auch das Personal unter den baulichen Mängeln zu leiden haben, bin ich froh und dankbar hier meine Lehre weiterführen und in zwei Jahren beenden zu dürfen. Es ist wunderbar zu sehen, dass hier wirklich die Tiere im Vorder-

Thirza Hofstetter

Als Auszubildende im ersten Lehrjahr kümmere ich mich um die Tiere im Tierheim, damit sie sich wohl fühlen. Ich beschäftige die Katzen und spiele mit ihnen, gehe mit Hunden spazieren und halte die Gehege und Boxen sauber. Ich berate und bediene unsere Kunden. Mein persönliches Anliegen im Tierschutz ist es, den Tieren aus schlechter Haltung und denen, welche bei uns abgegeben werden, ein schönes neues Leben zu schenken und dafür zu sorgen, dass wir

kein Tag dem anderen, jederzeit kann ein Neueintritt oder ein Tierschutzfall das Tagesprogramm auf den Kopf stellen. Ich geniesse die Arbeit mit den Tieren und schätze den Kontakt mit den Interessenten sowie den freiwilligen Helfern. Das grösste Glück ist für mich jedoch, wenn sich einer meiner Pflegehunde nach wochenlangen Streicheleinheiten, Training, Hoffen und Bangen in sein neues Heim aufmacht.

grund stehen und auf sie eingegangen wird. Die Ausbildnerinnen legen grossen Wert darauf, ihr Wissen an uns Lernende weiterzugeben. Deshalb: «Merci vielmals, liebes Tierheim Oberbottigen, für diese grosse Chance!» All den Paten und Patinnen, Mitgliedern und Gönnern gebührt ebenfalls ein grosses MERCI, denn ohne ihre Hilfe wäre es nicht möglich, einen solchen Betrieb, wie es das Tierheim in Oberbottigen ist, instand zu halten.

sie gerecht behandeln, kranke Tiere gesund pflegen und für sie das passende Zuhause finden. Meine persönliche Motivation für meine Ausbildung sind die Tiere, die wir im Tierheim haben. Das Gefühl am Morgen aufzustehen und zu wissen, dass ich einen Beruf mit Verantwortung habe. Ich bin froh, dass mir diese Ausbildung ermöglicht wurde und ich möchte auch den Paten und Mitgliedern von Herzen dafür danken, dass sie das Tierheim unterstützen.

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Finanzielle Übersicht 2012 Aufwand Tierheim Oberbottigen Personalkosten

CHF 653 000 168 000

Futter, Tierarzt, Waren

Ertrag

CHF

Mitgliederbeiträge

104 000

Spenden, Erbschaften

984 000 263 000

Raumaufwand

83 000

Patenschaften

Betriebsaufwand

59 000

Verkäufe, Pensionen

76 000

963 000

Berner Tierkalender

40 000

Finanzergebnis

50 000

Verein Personalkosten

90 000

Übriger Ertrag

64 000

Tieraufwand und Beiträge

50 000

Kantonale Meldestelle

36 000

Betriebsaufwand

43 000

Total Ertrag

Zeitung Berner Tierwelt

45 000

Werbung

43 000

Bilanz

Kantonale Meldestelle

25 000

Aktiven

296 000 Jugendtierschutz

46 000

Neues Tierheim

4 000

Total Aufwand

1 309 000

Gewinn

1 617 000

Banken, Kasse, PC

3 524 000

Wertschriften

2 228 000

Übrige Aktiven Liegenschaft

308 000

66 000 1

5 818 000 Passiven

Das vergangene Jahr 2012 konnten wir mit einem schönen Gewinn von Fr. 308 000.– abschliessen. Die Spenden und Erbschaften inkl. Legate betrugen Fr. 984 000.–. Natürlich ist es nur möglich mit hohen Spenden und Legaten das Tierheim in Oberbottigen zu führen, wo effizient und sparsam gearbeitet wird. Wir danken alle dem Tierheim-Team dafür. Ich möchte nicht vergessen, allen Mitgliedern, Spendern und Paten herzlich zu danken, auch im Namen unserer betreuten Tiere. Enrico Barisi, Finanzverantwortlicher

Schulden

123 000

Tierversicherungsfonds

135 000

Pelztieraktion

19 000

Neubaufonds

2 529 000

Vermögen

3 012 000

5 818 000

Sie helfen – wir pflegen und schützen! 24 TagesSchau Seit 1844 setzen wir uns an 365 Tagen pro Jahr in Ihrer Region für das Wohl unserer Hunde, Katzen, Meerschweinchen & Co. ein. Auch Sie können etwas für den Berner Tierschutz tun. Werden Sie Mitglied, Patin eines

BERNER TIERWELT Tieres, spenden Sie oder engagieren Sie sich in anderer Form für den Tierschutz. Ihr Beitrag macht unsere Arbeit erst möglich und verschönert den Findeltieren das Leben. So können Sie helfen:

Mitgliedschaft Ich werde Mitglied ( Jahresbeitrag CHF 20.– inkl. Abo Berner Tierwelt) Ich werde Mitglied auf Lebenszeit und zahle einen einmaligen Betrag ab CHF 1000.–. Ich werde Mitglied im Bubo-Club (7–15 Jahre), Jahresbeitrag CHF 15.–, inkl. Abo «Berner Tierwelt» oder Ich werde Mitglied im Bubo-Club (7–15 Jahre), Jahresbeitrag CHF 25.–, inkl. Abo «Berner Tierwelt» und Abo «KRAX-Magazin» Patenschaft Ich werde Pate / Patin (inkl. Mitgliedschaft und inkl. Abo Berner Tierwelt) für: Hund CHF 30.– / Monat Hundefamilie CHF 80.– / Monat Katze CHF 20.– / Monat Katzenfamilie CHF 50.– / Monat Kleintier CHF 10.– / Monat Bitte informieren Sie mich über Das Bauprojekt «Neues Berner Tierzentrum» im Bremgartenwald Spendemöglichkeiten für das «Neue Berner Tierzentrum» Legate / Erbschaften zugunsten der Tiere Ja, gerne bestelle ich kostenlos Ferienbetreuerliste Liste der Ferien-Tierheime in der Umgebung von Bern Ex. Booklet «Ein schöner Sommer für Tiere!»: Thema «Tiere und Ferien» Ex. Booklet «Ein schönes Leben für Meerschweinchen!» Ex. Booklet «Katzen – Samtpfoten oder Raubtiere?» Ex. Booklet «Landschildkröten – einfach anspruchsvoll!» Ex. Booklet «Tiere für Kinder?» Ex. Booklet «Wildtiere rund ums Haus!» Ex. Booklet «Tiere im Winter - müssen wir helfen?» Ex. Booklet «Wildtiere in Feld und Wald!» Ex. Booklet «Hunde im Einsatz!» Frau

Herr

Vorname, Name .......................................................................................................... Geburtsdatum (Bubo-Club) ...................................................................................................... Strasse .......................................................................................................... PLZ, Ort .......................................................................................................... Telefon .......................................................................................................... E-Mail .......................................................................................................... Datum, Unterschrift ..........................................................................................................

Wir danken herzlich für Ihre Unterstützung! Berner Tierschutz Oberbottigenweg 72 • 3019 Oberbottigen Tel. 031 926 64 64 (Mo–Fr, 9–12 h) Fax 031 926 20 96 Tel. 031 926 64 66 (Di und Fr, 9–12 h und 14–17 h nur Mitgliederverwaltung) [email protected] • www.bernertierschutz.ch Spendenkonto: PC 30-3305-2