Chronik 40 Jahre Condrobs

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40 Jahre Condrobs Liebe Freundinnen und Freunde von Condrobs, im Jahr 1971 gründeten 18 Eltern aus der Not die „Elterninitiative gegen Drogenmissbrauch“ als qualifiziertes Hilfeangebot für sich und ihre betroffenen Kinder. Damals rechneten wohl die Wenigsten mit deren langem Bestehen. Dass daraus ein Verein mit über 30 Einrichtungen, einer GmbH und weit über 400 MitarbeiterInnen erwachsen würde, dachte sicherlich niemand. Das, was Condrobs nacheinander aufgebaut hat, war nie theoretisch vorüberlegt. Es basierte stets auf den praktischen Erfahrungen der bisherigen Arbeit der MitarbeiterInnen mit den KlientInnen. Deshalb gab es auch nicht den Anspruch, flächen- oder problemdeckend tätig zu sein. Vielmehr verfolgen wir bis heute das Ziel, für jede/n Klient/in das richtige Angebot zu entwickeln. Wir konnten vielfältige Projekte für Prävention, Betreuung und Beschäftigung verwirklichen, im Bewusstsein, dass es den „Königsweg“ im Umgang mit unserer Klientel nicht gibt. Daher haben wir aufeinander abgestimmte Hilfen erarbeitet und damit über die Jahre zehntausenden Menschen geholfen, ihr Leben wieder integriert in der Gesellschaft zu führen. Darauf sind wir zusammen mit allen, die an den Erfolgen mitgewirkt haben, sehr stolz.

Alexander Eberth

Im pr essu m Herausgeber: Condrobs e.V., Heßstraße 134, 80797 München Tel: 089 384082 - 0, Fax: - 30,

Begleiten Sie uns bei einem Rückblick auf 40 Jahre spannender Vereinsgeschichte.

Geschäftsführende Vorsitzende: Eva Egartner (V.i.S.d.P.) Redaktion: Manuela Schwab

Mit freundlichen Grüßen

Fotos: Annette Hempfling Druck: Druckerei Makowski, München

Alexander Eberth Aufsichtsratsvorsitzender

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Die Drogenproblematik steht unter dem Gesichtspunkt der Bewusstseinserweiterung, vor allem in der Hippieszene. Auseinandersetzungen mit gesellschaftlichen Normen und Hierarchien sowie die Suche nach alternativen Lebensformen zählen zu den Gründen für die sogenannte Drogenwelle, die Mitte der 60er Jahre in Deutschland eingesetzt hat. Die Bundesregierung reagiert auf den weitverbreiteten Konsum, in erster Linie von Haschisch, mit einer Verschärfung der Strafbestimmungen. Sie verabschiedet das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) und ersetzt damit das bis dahin geltende Opiumgesetz von 1929.

Neben zahlreichen kleineren Spenden erhält die Initiative einen ersten Zuschuss in Höhe von 30.000 DM von der Stiftung für Bildung und Behindertenförderung (2005 umbenannt in Heidehof-Stiftung). Daraufhin beschließt sie eine Beratungsstelle zu eröffnen. Gesellschaftliche Vorbehalte gegenüber Drogenabhängigen erschweren die Suche nach Räumlichkeiten. Ein Ministerialrat aus dem bayerischen Arbeitsministerium vermietet an die Initiative schließlich Räume in der Schwabinger Konradstraße, die die Eltern gemeinsam renovieren. Im Juni 1972 wird die Beratungsarbeit aufgenommen, zunächst mit Vladimir Bosnjak als einzigem Mitarbeiter. Alexander Eberth übernimmt den Posten des Geschäftsführers. Nachdem die Stadt München und das Arbeitsministerium Zuschüsse bewilligt haben, gelingt es, einige Honorarkräfte sowie eine Praktikantin einzustellen. Die Gruppe besteht nun aus sechs bis acht Leuten, die einen großen Zulauf von Jugendlichen zu bewältigen haben. Diese suchen vor allem im Zusammenhang mit Haschisch, LSD und psychischen Problemen Hilfe.

In München spielt sich die Drogenszene großteils in Schwabing an der Münchner Freiheit ab. In der nahegelegenen Haimhauserstraße befindet sich die Städtische Drogenberatungsstelle. Der sozial engagierte Rechtsreferendar Alexander Eberth lernt im Frühjahr 1971 Vladimir Bosnjak kennen, der dort als Sozialarbeiter tätig ist. Zusammen mit 18 Eltern gründen sie am 13. Dezember 1971 die Elterninitiative gegen Drogenmissbrauch. Alexander Eberth entwirft die Satzung. „Ich wollte den Eltern und ihren Kindern helfen, soweit es mir als Jurist, der sich auch ein bisschen im sozialen Bereich auskannte, möglich war“, wird er später rückblickend erzählen.

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Das illegale Drogengeschäft wird zunehmend professionalisiert, in München ist seit Kurzem auch Heroin erhältlich.

Im Teehaus zeigt sich der Bedarf an Übernachtungsmöglichkeiten für BesucherInnen. Daraufhin gegründete Wohngemeinschaften in der Grillparzer-, der Rosenheimer- und der Gewürzmühlstraße müssen nach Schwierigkeiten mit Nachbarn wieder aufgegeben werden.

Die Elterninitiative beginnt mit der Arbeit in Gefängnissen, zunächst in der Jugendstrafanstalt Laufen-Lebenau sowie in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim.

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1974 Ein Mitarbeiter der Initiative mit Erfahrung aus der Amsterdamer Drogenarbeit entwickelt ein Konzept für eine Teestube. Damit soll eine Alternative zu Lokalen mit Konsumzwang geschaffen werden. Der Raum befindet sich in der Elisabethstraße, die Nachfrage ist immens. Aufgrund von Beschwerden der Hausbewohner muss die Einrichtung wieder geschlossen werden. Noch im selben Jahr kann jedoch in der Türkenstraße das Teehaus Fidibus seine Türen öffnen.

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Jugendliche, die mit ihren Eltern in der Konradstraße eine Anlaufstelle gefunden haben, schlagen für die Elterninitiative den Namen „Con-drobs“ vor: „Drobs“ als Abkürzung für „Drogenberatungsstelle“, „Con“ für Konradstraße und außerdem als lateinisches Präfix, um das „Miteinander“ zu betonen.

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Infolge langer Verhandlungen mit der Stadt München erhält der Verein eine alte Villa im Stadtteil Oberföhring zur Verfügung gestellt. In dem dreistöckigen Haus wird im September mit sechs männlichen und vier weiblichen Jugendlichen die Arbeit begonnen. Das 1901 erbaute Anwesen in der Muspillistraße hatte einst dem im Münchner Geschäftsleben bekannten Teppich- und Textilkaufmann Ernst Bernheimer gehört. Ab 1938 war das Bernheimerschlößl im Besitz einer nationalsozialistischen Forschungsgesellschaft, bis es die Erben des jüdischen Kaufmanns nach dem Krieg zurückerhielten und mit einer Sozialbindung an die Stadt München verkauften.

Der Verein beginnt sein bislang größtes Projekt, das stationäre Langzeitzentrum Schloss Pichl nördlich von Augsburg. Der Start dieser Einrichtung markiert den endgültigen Übergang von einer Selbsthilfeinitiative zu einem professionellen Anbieter der Drogenhilfe. Das Ziel ist, die BewohnerInnen dort an praktische Arbeit heranzuführen. Eingerichtet wird unter anderem eine Werkstatt. Mit dem Angebot von handwerklichen Tätigkeiten als Teil des Therapiekonzepts beschreitet Condrobs einen neuen Weg im Bereich der Drogenarbeit.

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Unter dem Titel „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ veröffentlicht das Magazin stern die Tonbandprotokolle von Interviews, die zwei Redakteure über ein Jahr hinweg mit einem 16-jährigen drogenabhängigen Mädchen aus Berlin führten. Das Buch wird zum Bestseller.

In der Öffentlichkeit wird neben der Einführung des Methadons (Berichterstattung von Innenminister Gerhart Baum von einer Informationsreise in den USA) auch der Aufbau von Gefängnissen für Drogenabhängige oder geschlossenen „Spezialkliniken“ (Parsberg II) diskutiert. Jungdemokraten in der FDP und andere Jugendverbände fordern eine Legalisierung von Cannabis.

Die Drogenberatungsstelle in der Konradstraße ist nun im Psychosozialen Anschlussprogramm (PSAP) der Bundesregierung und kann durch die finanziellen Mittel personell erweitert werden.

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Bei einem Besuch des Bundesjustizministers Dr. Hans-Jochen Vogel in der Beratungsstelle in der Konradstraße gelingt es den Eltern eindrucksvoll, die Sorgen und Erfahrungen mit ihren drogenabhängigen Kindern deutlich zu machen.

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Im Zuge der Novellierung des Betäubungsmittelgesetzes wird die Höchststrafe für Vergehen gegen das Gesetz von 10 auf 15 Jahre heraufgesetzt. Unter dem Motto Therapie statt Strafe enthält es zudem die sogenannten Therapieparagraphen (§35ff. BTMG).

Beschlagnahmungsaktionen der Polizei treiben die Preise für Heroin in der Szene in die Höhe. Die Angst vor Inhaftierung lässt immer mehr Abhängige zu legalen Mitteln greifen: Temgesic, Lexatonil und verschiedene Codein-Präparate sind in Apotheken oder über Ärzte leicht erhältlich. Derweil werden die Chancen ehemals Abhängiger auf eine berufliche Tätigkeit aufgrund der schlechten Arbeitsmarkt-Entwicklung immer aussichtsloser.

„Tödliche Seuche AIDS – Die rätselhafte Krankheit“ lautet am 6. Juni die Titelgeschichte des Nachrichtenmagazins Spiegel. Das Bundesgesundheitsamt setzt im Juni eine Expertengruppe von 15 Professoren ein, um die Krankheit zu erforschen. In den kommenden Jahren führt das HI-Virus zu einer grundlegenden Veränderung der Drogendiskussion.

Der Mehrfachmissbrauch von Alkohol und Medikamenten nimmt zu. Herbert Grönemeyer erlangt mit dem Album „Bochum“ Bekanntheit, zum Hit wird unter anderem das Lied „Alkohol“.

Die Beratungsstelle betreut in diesem Jahr insgesamt 1008 KlientInnen. Unterdessen entsteht von München aus auch in den kleineren Städten und Gemeinden eine Drogenszene. Ein erhebliches Drogenproblem in benachbarten Landkreisen führt dazu, dass Condrobs in Garmisch-Partenkirchen eine Beratungsstelle einrichtet.

In München läuft das Psychosoziale Anschlussprogramm der Bundesregierung aus, der Freistaat Bayern übernimmt fortan die Personalkosten.

Zeitgleich eröffnet der Verein in Biberbach die Übergangseinrichtung Die Brücke für KlientInnen, die die Therapie in Schloss Pichl erfolgreich abgeschlossen haben.

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Gegenüber den MitarbeiterInnen in der Konradstraße erzählt eine große Anzahl von weiblichen Klientinnen von Erfahrungen mit offener und verdeckter Prostitution. Zudem berichten viele von ihnen von Gewalt und sexuellem Missbrauch bis zum 16. Lebensjahr. Auffallend ist der wesentlich höhere Anteil der 16- bis 18-jährigen Mädchen gegenüber den gleichaltrigen männlichen Jugendlichen in der Beratungsstelle.

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1985 Die öffentliche Diskussion über das Drogenproblem wird bestimmt von polizeilichen Fahndungs- und Verhaftungs„Erfolgen“. Fast keine Woche vergeht, in der nicht über die Mengen von beschlagnahmtem Rauschgift, die Verhaftung von Dealern oder hohe Strafen bei Verhandlungen berichtet wird.

1986 Am 22. Juli bezieht die erste Frau die Frauenwohngemeinschaft Prima Donna in Neufahrn. Da sie nicht alleine im Haus bleiben möchte und soll, übernachten zwei Betreuerinnen mit ihr in der Einrichtung. Diese, die sich speziell an Frauen richtet, wird aus der Erfahrung von Condrobs-MitarbeiterInnen heraus gegründet, dass die Abhängigkeitserkrankungen bei Frauen immer mit ihren besonderen Lebenserfahrungen und der nötigen Anpassung an eine männlich dominierte Welt zusammenhängen. Zudem sind die abhängigen Frauen in gemischtgeschlechtlichen Therapien deutlich in der Unterzahl und oftmals gezwungen, mit potentiellen Zuhältern oder Dealern eine Therapie zu absolvieren. Das Konzept für die Einrichtung wird zusammen mit den ersten Bewohnerinnen erarbeitet und nach und nach differenziert. Nach Tschernobyl wird in Schloss Pichl der Speiseplan für KlientInnen mit einer labilen Körperabwehr umgestellt, eine Tonne Trockenmilch gekauft und die frische Kost sorgfältig ausgewählt.

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1987 Die bayerische Staatsregierung verabschiedet einen „AIDSMaßnahmenkatalog“, der unter anderem Zwangsuntersuchung für Drogenabhängige und Prostituierte vorsieht. Um gegenüber den KlientInnen zu betonen, dass ihre Anonymität auch weiterhin gewährleistet ist, verteilt die Beratungsstelle in Garmisch-Partenkirchen Informationsblätter mit dem Titel „Wir melden nicht“. Das Teehaus in der Türkenstraße muss einem Bankneubau weichen und zieht in die Häberlstraße nahe dem Goetheplatz um. Im November starten vier Betreuer, davon drei Sozialpädagogen mit Segelerfahrung und ein Kapitän, das Experiment „Das Boot“. Ziel des ersten Segeltörns mit sechs TeilnehmerInnen ist Jugoslawien. Das niedrigschwellige Angebot soll suchtkranken Jugendlichen eine neue Möglichkeit intensiven Zusammenlebens ermöglichen. Nach zwei Jahren endet das Projekt, weil Dealer in den angesteuerten Ländern den Jugendlichen beim Landgang Drogen verkaufen.

1988 Methadon wird im Bundesland Nordrhein-Westfalen im Rahmen eines Forschungsprojekts an Drogensüchtige ausgegeben. Condrobs warnt ausdrücklich vor den Gefahren der Ersatzdroge. Die Zahl der in der Münchner Beratungsstelle betreuten KlientInnen ist gegenüber den beiden Vorjahren um 48 Prozent gestiegen. Hilfesuchende Jugendliche müssen aufgrund fehlender Therapieplätze abgewiesen werden. Außerdem erschweren lange Bearbeitungszeiten für Kostenübernahmen den MitarbeiterInnen die Arbeit.

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1989 Im Oktober wird der erste PC in der Beratungsstelle aufgestellt. Das Betreuungs-, Hilfs- und Versorgungsdefizit für Drogenabhängige in München nimmt weiterhin zu.

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Die Jugendwohngemeinschaft in Oberföhring arbeitet sehr erfolgreich und der Großteil der KlientInnen schließt die Therapie clean ab. Im Anschluss unterstützt fortan die neue Ein- Z ahlreiche JugendrichterInnen in München beklagen, dass es richtung Inizio Nachsorge Jugendliche ab 17 Jahren in dezen- für jugendliche Drogengefährdete und -abhängige zu wenige tral betreuten Wohngemeinschaften auf dem Weg zu einem Unterbringungsmöglichkeiten gibt. selbstständigen Leben. Der Beratungsstelle in Garmisch-Partenkirchen gelingt es, im Aufgrund der unsicheren Finanzierungslage fürchten die zweitgrößten Kreisort Murnau neue Räume am Burggraben Condrobs-MitarbeiterInnen in München und Augsburg um anzumieten. ihre Arbeitsplätze.

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51 Menschen sterben in München an den unmittelbaren Fol- DrogenberaterInnen wird per Gesetz das Zeugnisverweigerungsrecht eingeräumt. gen des Drogenmissbrauchs. Die Anfragen von Schulen, Elternbeiräten und Lehrerkollegien nach Informationsveranstaltungen sind so zahlreich, dass sie von den Condrobs-MitarbeiterInnen nicht alle bewältigt werden können.

Bundesweit stößt das sogenannte Haschisch-Urteil eines Lübecker Richters („Recht auf Rausch“) eine Legalisierungsdebatte an. Dies führt bei Condrobs zu zahlreichen Medienanfragen.

In Eglharting im Landkreis Ebersberg wird die Übergangswohngemeinschaft für Drogenabhängige (ÜWG) eröffnet. Ehemals drogenkonsumierende Frauen und Männer können hier schnell und unbürokratische Hilfe erhalten und damit Gefährdungssituationen entgehen, beispielsweise bei der Überbrückung von Wartezeiten. Condrobs bietet damit ein innovatives Konzept, das nach den neuen Prinzipien der Realitätsnähe, der Selbstverantwortung und der Selbststrukturierung arbeitet.

Da der Ansturm ratsuchender Eltern mit 15- bis 17-jährigen Kindern anhält, richtet die Beratungsstelle mithilfe der Elternselbsthilfegruppe ein Elterntelefon ein. Das Nachsorge-Projekt Viva Clara beginnt, in dem vorwiegend bereits zuvor von Condrobs betreute Frauen einen Arbeitsplatz finden. Dahinter steht die Idee eines Raums in Form eines Cafés, das allen Frauen offen steht und alkohol- und drogenfrei die Möglichkeit für Kontakte und professionelle Hilfe bietet.

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Die Gesamtzahl der in der Münchner Beratungsstelle betreuten KlientInnen steigt im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 1.824 an. In Garmisch-Partenkirchen suchen Condrobs geht für eine Aktion „out-door“ in den Englischen 339 Personen die Beratungsstellen auf. Ein Hauptproblem ist Garten: Die Möglichkeit zum Spritzentausch und für Gesprä- übermäßiger Alkoholkonsum. che nimmt die dortige Szene dankbar an. Für Frauen, die nach abgeschlossener Therapie weiterhin In Biberbach wird die stationäre Nachsorge Die Brücke ge- Unterstützung benötigen, wird die Nachsorgewohngemeinschlossen, parallel erfolgt der Aufbau des StattHauses in schaft Schwabenbächl in Allach gegründet. Augsburg mit Adaption, Auffangbehandlung und ambulanter Rehabilitation. Deutschlandweit konsumieren immer mehr Jugendliche die Designerdroge Ecstasy.

 rogengefährdete und drogenkonsumierende Mädchen im D Alter von 14 bis 18 Jahren sollen in der neuen Mädchen-WG eine längerfristige Wohnmöglichkeit unter den Bedingungen einer drogenfreien Lebensgemeinschaft erhalten. Da es an einer ausreichenden finanziellen Unterstützung fehlt, muss das Projekt bereits nach 120 Tagen wieder aufgegeben werden. 16

1995 Die gesellschaftliche Bewertung des Drogenkonsums und das in der Bevölkerung herrschende Bild von DrogenkonsumentInnen sind noch immer extrem negativ. Dazu tragen Unkenntnis, die politische Behandlung des Themas sowie die Berichterstattung der Presse bei. Condrobs übernimmt die Trägerschaft für den Kontaktladen off des ehemaligen Vereins SAD (Selbsthilfe, AIDS und Drogen). Das Projekt, mit dem die niedrigschwellige Arbeit im Verein einen herausragenden Platz gewinnt, zieht an den Orleansplatz in München-Haidhausen. Ehemalige Drogenabhängige sowie Substituierte erhalten außerdem fortan die Möglichkeit von Arbeitserprobung, Erwerbstätigkeit und Ausbildung. Das dem off angeschlossene Arbeitsprojekt bietet als eigenständige gemeinnützige GmbH von Condrobs Arbeitsplätze für drogenabhängige KlientInnen. Die neukonzipierte Organisation von Arbeitsprojekten stellt einen neuen Akzent in der Arbeit des Vereins dar.

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1996 In den ehemaligen Räumlichkeiten des Teehauses, das ein Jahr zuvor aus finanziellen Gründen geschlossen werden musste, beginnen Condrobs-MitarbeiterInnen mit dem Präventionsprojekt Inside. Es richtet sich mit seinen Angeboten vor allem an MultiplikatorInnen wie LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern und MitarbeiterInnen von Jugendzentren. Im Großraum München werden 48 Veranstaltungen und Projekte durchgeführt. Angesichts der wachsenden Drogenszene im Münchner Stadtteil Neuperlach startet Condrobs dort das Hilfsprojekt Pedro (Abkürzung für Perlacher Drogenhilfe) im Sinne einer niedrigschwelligen, aufsuchenden, akzeptierenden Straßensozialarbeit. Dies bietet auch der Con-Action Kontaktladen – girls only, der im September nach zweijähriger Vorbereitungszeit und zahlreichen Verhandlungen in der Müllerstraße im Münchner Glockenbachviertel für Mädchen eröffnet.

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1997 Durch eine Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung wird das Modell Externe Suchtberatung in den Justizvollzugsanstalten ins Leben gerufen, um die Häftlinge vor Ort und nicht mehr über die Beratungsstellen zu betreuen. Sieben Fachkräfte von Condrobs arbeiten fortan direkt in den Justizvollzugsanstalten Landsberg, Garmisch-Partenkirchen, Niederschönenfeld, München-Stadelheim und München-Neudeck. Von insgesamt 501 Betreuten in diesem Jahr sind 241 MigrantInnen. Davon sind vor dem Hintergrund des neuen Ausländerrechts 65 unmittelbar von der Abschiebung bedroht. Politisch verordnete Sparmaßnahmen im Reha-Bereich, die sich auf das Therapiezentrum Schloss Pichl auswirken, sowie Einschränkungen bei der Sozialgesetzgebung erschweren die Nutzung des Drogenhilfesystems und damit die (Wieder-) Eingliederung der Hilfesuchenden.

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Um die chaotischen Verhältnisse der Drogenszene in der Leopoldstraße und an der Münchner Freiheit zu verändern, plant Condrobs ein niedrigschwelliges Angebot. Vehementer Widerstand von AnwohnerInnen macht bei der Suche nach Räumen für einen Kontaktladen in Schwabing deutlich, wie tief verwurzelt Vorurteile und Aggressionen gegenüber Drogenabhängigen sind. Die als Übergangslösung angemieteten Räume in der Ungererstraße müssen deshalb wieder aufgegeben werden. Die MitarbeiterInnen des limit machen notgedrungen zunächst Streetwork. Erst im Jahr 2000 gelingt es, in der Emanuelstraße ein Objekt anzumieten.

Mit Unterstützung des Jugendamts der Landeshauptstadt München wird das Projekt easyContact für jugendliche DrogenkonsumentInnen und deren Eltern auf den Weg gebracht. Hauptanliegen ist früh und aufsuchend „am Wohnzimmertisch“ die Eltern und Jugendlichen zu begleiten. Das Konzept verbindet alle für die Entwicklung von Jugendlichen verantwortlichen Institutionen und Personen, um eine verlässliche und individuelle Betreuung zu garantieren. Die Sicherheits- und Ordnungspolitik an Szenetreffpunkten in München erschwert den StreetworkerInnen von ConAction die Arbeit. Im Laufe des Jahres verringert sich die Zahl ihrer Kurzkontakte von 317 Mädchen im April auf 106 im November.

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2000 Die Zahl der Drogentoten in München erreicht mit 89 einen neuen Höchststand (im Vorjahr waren es 62). Der Ruf nach Drogenkonsumräumen wird immer drängender, die zuständigen Behörden in Bayern lehnen diese jedoch bis zum heutigen Tag ab.

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Im Münchner Stadtrat wird hitzig darüber debattiert, wo im Stadtgebiet soziale Einrichtungen angesiedelt werden können und wie Akzeptanz dafür zu schaffen ist. Nach Anmietung der Räume in der Emanuelstraße für den Kontaktladen limit überzeugt die skeptischen Stadtteilpolitiker, dass es in der Nachbarschaft aufgrund der qualifizierten Arbeit der Condrobs-MitarbeiterInnen zu keinen Beschwerden über Ruhestörung kommt.

In München und in Ingolstadt wird der Bereich der Jugendhilfe weiter ausgebaut. Beratung und Prävention bietet ab sofort easyContact Ingolstadt.

Die stationäre intensive Einzelbetreuung von easyContact wird aufgebaut. Konsumierende Jugendliche erhalten hier ausstiegsorientierte individuelle Hilfe.

Aufgrund der starken Entwicklung von Condrobs im Laufe der vergangenen Jahre sind die Verwaltungs- und Führungsstrukturen nicht mehr stimmig und der Überblick über viele Abläufe fehlt. Dies führt zu einer Sanierung- und Neustrukturierung des Vereins sowie in den Folgejahren zu einer zunehmenden Professionalisierung.

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Mit der Eröffnung von Suprima, einer sozialtherapeutischen Wohngemeinschaft für substituierte Frauen und Männer, erweitert Condrobs das Gesamtkonzept um ein bis dahin einzigartiges Angebot der Suchthilfe: Ziel von Suprima ist die psychische und körperliche Gesundung von substituierten BewohnerInnen sowie deren soziale und berufliche Reintegration. Das Konzept basiert auf Eigenmotivation – und funktioniert. In den ersten fünf Jahren nehmen 44 Frauen und 48 Männer die Einrichtung in Anspruch.

In München leben etwa 5000 DrogenkonsumentInnen, ca. die Hälfte davon werden substituiert. Der Verein erweitert sein Angebot in der Ambulanten Erziehungshilfe: Im Zuge der Regionalisierung der Jugendhilfe wendet sich die neue Einrichtung easyContact family, die im Münchner Stadtteil Berg am Laim eröffnet, an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, deren Familien und soziales Netzwerk.

Condrobs feiert außerdem den Start von zwei weiteren Wohngemeinschaften: Das easyContact House für Jugendliche ab 14 Jahren und die Einrichtung Prima Donna Nachsorge öffnen ihre Türen.

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2004 Die Wohngemeinschaft Suprima Nachsorge wird eingeweiht: Ehemals suchtmittelabhängige BewohnerInnen leben hier eigenständig in einer Wohnung und gehen meist einer Arbeit nach. Das Team unterstützt sie in ihrem Bestreben nach einem dauerhaft unabhängigen Leben.

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Mit 18 Plätzen öffnet in München die Tagesklinik für drogenabhängige Erwachsene. Die KlientInnen sind Montag bis Samstag von 9 bis 17 Uhr in der Klinik und leben in ihren eigenen Wohnungen.

Das Team der Externen Suchtberatung mit nach wie vor 7 MitarbeiterInnen vermittelt 178 von 753 KlientInnen aus den Justizvollzugsanstalten in eine Therapie.

Der Bereich niedrigschwellige Hilfen von Condrobs widmet sich intensiv der Frage nach den Bedarfen der älteren, Drogen konsumierenden Klientel. In einer bundesweit beachteten Umfrage werden ihre sozialen Lebensverhältnisse, die körperliche und psychische Verfassung sowie ihre Wünsche und Vorstellungen für ein Leben im Alter erfragt. Von den 49 Befragten über 40 Jahre (41 Männer und 8 Frauen) geben 79,6 Prozent an, psychische Probleme wie Depressionen oder Ängste zu haben. 55 Prozent fühlen sich einsam. Über 67 Prozent haben niemanden, der sich im Alter um sie kümmern wird. Viele sind suizidgefährdet. Infolge der Befragung wird ab 2007 ein Teil des Bereichs niedrigschwellige Angebote konsequent auf die ältere Klientel hin ausgerichtet.

Münchens DrogenkonsumentInnen treffen sich zunehmend an öffentlichen Plätzen in Haidhausen, allen voran am Orleans-, Bordeaux- und Pariser Platz. Dies führt zu Beschwerden von AnwohnerInnen und füllt die Titelseiten der Lokalblätter. Im Juli wird Condrobs, trotz schlechter Kassenlage, eine halbe zusätzliche Streetwork-Stelle speziell für Haidhausen bewilligt. Zu den Aufgaben zählen Beratung zu Drogenkonsum und Vermittlung in weiterführende Hilfsangebote. Unter anderem wird ein Straßenreinigungsprojekt durchgeführt, bei welchen die DrogenkonsumentInnen selbst „anpacken“ und die Stadtplätze von Unrat säubern. Alle Deeskalationsstrategien sind letztlich ohne Erfolg. Nach anhaltenden Protesten der AnwohnerInnen vertreibt die Polizei die Drogenund Alkoholszene ein Jahr später mit massivem mehrwöchigen Einsatz aus Haidhausen.

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2008 Infolge der internationalen Finanzmarktkrise machen sich viele Deutsche Sorgen um ihren Arbeitsplatz und ihr Erspartes. Der Elektro-Recycling-Betrieb Con-job und der Gastronomieund Cateringbetrieb Viva Clara werden im Januar in der Condrobs Beschäftigungs-GmbH vereint.

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Angelehnt an ein Bundes-Modellprojekt entwickelt Condrobs zusammen mit den Münchner Ärzten gegen Jugendalkoholismus die „Krisenintervention im Krankenhaus“. Bis Anfang Februar suchen die MitarbeiterInnen bereits 20 Mädchen und 27 Jungen im Klinikum Schwabing auf. Die meisten der alkoholvergifteten Jugendlichen sind zwischen 14 und 17 Jahre alt.

Die allgemeine Wirtschaftslage verschlechtert sich. In vielen Familien gehen beide Elternteile einer Erwerbstätigkeit nach, oftmals bleibt wenig Zeit für die Kinder. Für diese wird der Einstieg ins Berufsleben, in erster Linie mit einem Hauptschulabschluss, schwieriger.

MitarbeiterInnen des Präventionsprojekts Inside veranstalten zwei interne Fortbildungen zum Thema „Exzessiver Internetgebrauch“. Während das Phänomen in der Fachwelt bislang unzureichend erforscht ist, gilt Condrobs als Experte auf diesem Gebiet.

Die StreetworkerInnen von ConAction beobachten in München einen kontinuierlichen Zuwachs an Jugendlichen, die sich auf der Straße aufhalten. 39 junge Menschen, die von der Einrichtung betreut werden, sind ohne festen Wohnsitz.

Am 13. März wird in Pasing die erste Suchtberatungsstelle für den Münchner Westen eingeweiht. Darüber hinaus öffnet im Oktober in Landsberg eine neue Außenstelle für die ambulante Rehabilitation von alkohol-, medikamenten- und drogenabhängigen Männern.

Im März eröffnet Condrobs die Tagesklinik in Augsburg. Das Therapieangebot für zwölf PatientInnen schließt eine Lücke im Augsburger Suchthilfesystem.

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2010 In Deutschland leben nach Schätzungen zwischen 5.000 und 10.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Viele von ihnen sind stark traumatisiert. Ab Juli bietet Condrobs in München bis zu neun Plätze mit heilpädagogischer Betreuung an. Ziel ist es, den traumatisierten Jugendlichen Schutz zu geben und sie in die Gesellschaft zu integrieren.

2009 Der Verein verzeichnet fast 56.000 Kontakte, 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Anlässlich des Internationalen Tags der Familie ruft Condrobs im Mai die Elternkampagne „Immer wichtig: Eltern sein!“ ins Leben. Sie soll Eltern in der oftmals schwierigen Erziehungsarbeit ermutigen und unterstützen. Im Juli wird in München die Therapeutische WG Prima Donna Futura offiziell eröffnet. Nach langer, aufwändiger Suche nach einem Haus können jetzt 12 ehemals suchtmittelkonsumierende Frauen mit zusätzlichen psychischen Belastungen und psychiatrischen Vorbehandlungen in einer Villa in Hadern eine unbefristete betreute Wohnmöglichkeit und die Chance auf ein geregeltes (Arbeits-)Leben bekommen.

Interne Recherchen ergeben, dass in München ca. 50 % der KonsumentInnen illegaler Suchtmittel wohnungslos sind. Ergänzend zur bestehenden Wohnungslosenhilfe, bei der hauptsächlich AlkoholkonsumentInnen eine Bleibe finden, eröffnet Condrobs eine völlig neuartige Einrichtung der Suchthilfe: das Suprima Wohnheim für medikamentös unterstützte und gefährdete drogenabhängige Menschen, die wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Der Kontaktladen Pedro ist seit März Suchtfachstelle Ost mit zweitem Standort in Neuperlach-Süd. Neben Drogensüchtigen erhalten dort nun auch Alkoholabhängige sowie Menschen mit substanzunabhängigen Suchtformen, wie Spielsucht und Essstörungen, Hilfe. Unter dem Motto „Sie spenden. Wir helfen.“ wird ein Spendenladen als eines der spezifischen Angebote für die Klientel über 40 Jahre eröffnet. Sechs ältere KonsumentInnen finden hier Arbeit. Der Spendenladen ist nicht nur ein Ort, an dem Sachspenden abgegeben werden können, sondern auch eine Fundgrube für Schnäppchenjäger und Sammler. Der Paritätische Wohlfahrtsverband zeichnet Condrobs „für die Verwirklichung beispielhafter, innovativer und besonders erfolgreicher Projekte“ mit dem Luise-Kiesselbach-Preis aus.

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2011 Als erster überkonfessioneller Verein für Prävention, Jugendund Suchthilfe in Bayern wird Condrobs nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Nach über 30 Jahren muss das Langzeitzentrum Schloss Pichl aus finanziellen Gründen geschlossen werden. Dafür wird das Angebot in Augsburg erweitert: Im Ambulanten Zentrum mit Tagesklinik und ambulanter Rehabilitation bietet der Verein ab Mai neben berufsbegleitender Rehabilitation auch substitutionsgestützte Entwöhnungsbehandlung an. Das neue Angebot Prima Donna Perspektive ebnet Frauen nach dem Maßregelvollzug den Weg in weiterführende Nachsorgeangebote – und somit zurück in die Gesellschaft. Im Juli eröffnet Condrobs die Ambulante Erziehungshilfe für unbegleitete minderjährige und unbegleitete Flüchtlinge bis 21 Jahre. Zwei Monate später folgt die neue Einrichtung Puerto – Begleitetes Wohnen mit 40 Plätzen für 16- bis 21-jährige unbegleitete Flüchtlinge. Die Therapeutischen Wohngemeinschaften 40+ werden um 12 Plätze erweitert, davon sind sechs Plätze für körperlich schwer beeinträchtigte KlientInnen.

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... S ta n d orte

Direkt am Menschen. Zuhause in Bayern. Was in München begann, hat sich in den letzten 40 Jahren für ganz Bayern erfolgreich entwickelt. Ob Franken, Schwaben oder Oberbayern. An vielen Standorten können wir mit unseren Einrichtungen den Menschen in Bayern helfen.

Würzburg

Condrobs Beschäftigungs-GmbH

Condrobs München Angebote für Ältere + niedrigschwellige Arbeit

GF: Andreas Görres / Eva Egartner

BGF: Klaus Fuhrmann

• Con-job Entsorgungsfachbetrieb, Tages-job-Projekt • Viva Clara Café, Catering, Bistro • ConCare Haushaltsnahe Pflegedienste

• BEW 40 + • Therap. WGs 40 + • Kontaktläden off + und limit • Arbeitsprojekte Zuverdienst, 1,-€ Jobs, Projekt Haidhausen • Spendenladen

ndrobs e.V. o C

Condrobs München Sozialtherapie + Frauenarbeit BGF: Maria Möbus

• ÜWG • Suprima TWG, Nachsorge, BEW • Suprima Wohnheim • Prima Donna Intensiv TWG, Clean-WG • P rima Donna Nachsorge WGs, BEW, Prima Donna Futura, Prima Donna Perspektive

Ingolstadt

Condrobs München Prävention, Beratung, ambulante Hilfen

Mitgliederversammlung

BGF: Josef Strohbach

• Inside; Inside @ School Präventionsprojekte • Externe Suchtberatung in den JVAs • Drogenberatung München • Suchtberatung Pasing • Pedro – Suchtfachstelle Ost • Tagesklinik Mü Ambulante Reha München

Aufsichtsrat Alexander Eberth, Hans-Ulrich Pfaffmann, Eva Melzer-Hollederer, Prof. Sabine Pankofer, Dr. Christoph Wild Geschäftsführender Vorstand Eva Egartner, Florian Willeitner

Augsburg München

Zentralverwaltung

Gilching Landsberg

Starnberg

Murnau Garmisch

Mittenwald

Condrobs Bayern Prävention, Beratung, ambulante Hilfen regionale Angebote

Condrobs München Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene

BGF: Karin Wiggenhauser

BGF: Frederik Kronthaler

• Augsburg Ambulantes Zentrum • Garmisch-Partenkirchen Suchtberatung, ambulante Reha., BEW, Außenstellen: Murnau + Mittenwald + Oberammergau • Ingolstadt easyContact Erziehungshilfe, BEW • Landsberg ambulante Reha • Starnberg Suchtberatung, ambulante Reha., BEW, chillout, Außenstelle: Gilching • Würzburg BEW

• ConAction Streetwork • e asyContact Erziehungshilfeangebote HaLT, Clearing, intensive soz. päd. Einzelbetreuung • eC House Therap. WG für Jugendliche • Inizio Therap. WG für junge Menschen • Inizio Nachsorge TWG, ISE, BEW • eC BEW für junge Erwachsene •A  EH/UMF easyContact family amb. Erziehungshilfen SR 8, Puerto AEH + TWG für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Puerto Begleitetes Wohnen

Stand: Dezember 2011

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www.condrobs.de