Chronologie der Renovierung - St. Stephan Breisach

Chronologie der Renovierung - St. Stephan Breisach

3,50€ EINZELPREIS Auflage: 1212 Stück 3.Advent - Sonntag Gaudete 2010 DIE INFORMATIONSSCHRIFT DES MÜNSTERBAUVEREINS BREISACH E.V. Nr. 45 2/2010 ...

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3,50€

EINZELPREIS Auflage: 1212 Stück

3.Advent - Sonntag Gaudete

2010

DIE INFORMATIONSSCHRIFT DES MÜNSTERBAUVEREINS BREISACH E.V.

Nr. 45 2/2010

Münsterbauverein Breisach e.V.

Chronologie der Renovierung

Großer Rückblick Innenrenovierung und Außenrenovierung - Aktuelle Informationen

Liebe Leserin, lieber Leser, in der wechselvollen Geschichte des Münsters St. Stephan ist 2010 ein denkwürdiges Jahr: Nach über zwei Jahrzehnten Bemühungen um die Erhaltung der 800 Jahre alten Kirche ist die Renovierung nun weitgehend abgeschlossen. In dieser langen Zeit verstand sich die Schrift »unser Münster« als Begleiterin für die Mitglieder des Münsterbauvereins Breisach e.V. gleichermaßen wie für alle Freunde und Förderer dieses Kulturdenkmals am Oberrhein. In 44 Ausgaben hielten wir die Leser über den jeweiligen

Themen in diesem Heft Bauen am Münster - gesegnete Aufgabe! 2 Wie ein aufgeschlagenes Buch 3 Nebengewerke 5 Wie alles begann 6 Chronologie der Renovierung 7 Rückblick Innenrenovierung Erste Münsterzeitung 1990 Pyramidendach ist repariert Konservierung des Schongauergemäldes Es geht um Altar, Schrein, Orgel und Empore Künstlerwettbewerb Franz Gutmann und seine sakralen Werke Silberschrein: Restaurierung, Schließung Der Schrein der Stadtpatrone

10 12 13 14 16 17

360°- PANORAMA Im Münster gab´s nicht viel zu malen

20 22

Rückblick Außenrenovierung Tuffsteinstory Tuffsteine aus Achkarren Rückblick Zusammenfassung

22 24 25

Unser Münster 2 - 2010

Aktuelles Laufende Außenrenovierung Renovierung der Türme 120 Jahre Münsterbauverein Breisach Kirche mit Überraschungen Die finanzielle Seite der Münsterrenovierung Generalversammlung 2010 Das Pfarrfest 2010 Spendenaktionen

8 9

26 28 30 31 32 33 34

Register der Hefte von 1990 bis 2010

36

Hochchor-Baumeister Erwin v. Steinbach Termine unser Münster: War dies das letzte Heft? Dankeswort

38 39 40 40

Seite 2

Stand der Renovierungsarbeiten auf dem Laufenden, wandten uns aber auch vielen anderen das Münster betreffenden Themen zu. Zum Abschluss der Renovierung legen wir Ihnen ein Doppelheft vor, in das wir auch Beiträge aus früheren Heften aufgenommen haben und das Ihnen noch einmal wichtige, vielleicht schon vergessene Etappen der Münsterrenovierung vor Augen führt.

Bauen am Münster gesegnete Aufgabe!

Der Hochchor des Breisacher Münsters

Wie ein aufgeschlagenes Buch

Von Peter Klug Münsterpfarrer Breisach Da kommt einer an der Baustelle eines Doms vorbei. Er sieht die Handwerker und Steinmetze bei der Arbeit und fragt einen von ihnen: »Was machst du da?« Die Antwort: »Das siehst du doch: ich behaue Steine«. – Er geht weiter und fragt einen Zweiten: »Was machst du hier?« Der sagt: »Ich verdiene meinen Lebensunterhalt.« – Als er dann einen Dritten fragt »Was machst du da?« antwortet der: »Ich baue einen Dom!« Eine Autobahnbrücke oder das Flachdach einer Turnhalle sanieren – bestimmt sind das sinnvolle und notwendige Maßnahmen. Eine Kirche, ja einen Dom, ein Münster sanieren und für die Zukunft erhalten ist mehr: es ist eine gesegnete Aufgabe. Das empfinden alle, die daran mitwirken. Rund 20 Jahre an Planen, Überlegen, Mühen und Arbeit liegen hinter uns. Wir durften unser St. Stephansmünster aus der Vergangenheit empfangen und nun wieder zukunftsfest machen. Mit Freude und Dankbarkeit dürfen wir sehen, wie dieses gute Werk Gestalt angenommen hat. Respekt und Dankbarkeit im Rückblick auf die Geschichte unseres Gotteshauses – und Zuversicht und Glaubensmut im Blick »nach vorne«: dies mag uns in diesen Tagen durch den Sinn gehen. An einem Münster bauen ist ein zutiefst biblisches Bild für die Kirche Jesu Christi. Das 2. Vatikanische Konzil macht sich dies in der Konstitution »Lumen gentium« zueigen und verweist darauf, dass die Kirche »Gottes Bauwerk« genannt wird (1 Kor 3,9), in dem Christus selber »der Eckstein« geworden ist (Mt 21,42).

Die Architektur des Münsters birgt viele Geheimnisse. Weil viele Bauakten früherer Jahrhunderte verschollen sind, haben wir in Unser Münster immer wieder einzelne Bausteine zur Baugeschichte des St. Stephanmünsters dokumentiert. So veröffentlichten wir im Heft 1 des Jahres 1995 den folgenden Artikel von Dr. Ulrich Knapp über den Hochchor des Breisacher Münsters. Interessant dabei: Die Entdeckung des Planrisses von Erwin von Steinbach (siehe Seite 38) scheint Antworten auf Knapps Fragen zu geben. (EG)

Von Dr. Ulrich Knapp, Tübingen

Pfarrer P. Klug und Bürgermeister O. Rein auf dem Weg nach oben

Auf diesem »Fundament« (1 Kor 3,11) wird die Kirche von den Aposteln gebaut als »Haus Gottes« (1 Tim 3,15), als »Wohnstatt im Geiste« (Eph 2,19-22). Als »heiliger Tempel«, erbaut aus »lebendigen Steinen« (1 Petr 2,5). – Augustinus sagt: »Die Kirche schreitet zwischen den Verfolgungen der Welt und den Tröstungen Gottes auf ihrem Pilgerweg dahin«. Die Narben und Wunden, die unser Münster in Jahrhunderten erfahren hat, sind dafür ein Zeugnis – ebenso wie die Freude am Glauben bei uns, dem Volk Gottes der Gegenwart. Am Pfarrfest 3. Oktober 2010 konnten viele unserer Gemeindemitglieder auf die restaurierten Türmen hochfahren und dankbar, ja glücklich »ihr« Münster inmitten unserer schönen Heimat erleben. Tage darauf kletterten Jugendliche frohgemut auf den höchsten Gerüsten herum, berührten die neu gesetzten Turmkreuze und machten sich »ihr« Gotteshaus zueigen. Möge es in die Tiefe gehen, - möge sie Zukunft haben, diese besondere Verbundenheit vieler Menschen aus nah und fern mit dem St. Stephansmünster von Breisach. Und was wird aus den Glocken im bisher leeren Südturm? Es ist noch im Werden! Genauso, wie die Geschichte des Münsters nie abgeschlossen und wie auch der Weg der Kirche nie zuende ist. »Ich baue einen Dom« – Gesegnete Aufgabe!

Das charakteristische Erscheinungsbild des Breisacher Münsters, das sich dem von Osten und Süden her Nahenden darbietet, wird ganz wesentlich durch den hochgotischen Münsterchor und die beiden Chorflankentürme geprägt. Die Baugeschichte dieses überaus markanten Baukörpers ist bis heute nicht zufriedenstellend geklärt. Insbesondere die Frage der ursprünglich geplanten und gebauten Chorlösung kann bislang nur spekulativ beantwortet werden. Die zum Teil gravierenden Schäden an den verbauten Gesteinen, insbesondere an den vulkanischen Tuffen, gaben den Anlaß, das Breisacher Münster im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung und Technologie geförderten Projekts »Steinschäden« intensiver zu untersuchen. Die Einrüstung des Chores anläßlich der Dachinstandsetzung bot 1994 zusätzliche Beobachtungsmöglichkeiten am Mauerwerk des Hochchores und der beiden Türme. Aus Ansichten und frühen Photographien ergibt

Münstererweiterung sich, daß Chor und Türme ihr Erscheinungsbild um 1300 in den letzten zweihundert Jahren mehrfach verändert haben. Das 1793 schwer beschädigte Münster war zwar ab 1806 wieder instandgesetzt worden; die auf Zeichnungen der 1820er Jahre (Ansicht des Münsters als topographischer Höhepunkt vom 30. 6. 1827: Zeichnungen von Jean Baptist Schacre) sichtbaren Beschädigungen: die fehlenden Fialen auf den südlichen Strebepfeilern und auf dem Südturm, die vermauerten Arkadenöffnungen des Chorunterbaues und jüngeren Veränderungen am Münsterchor, so die zum größten Teil vermauerten Fenster des kann die Klärung seines ursprünglichen ZuSüdturmes weisen aber auf einen unvermindert standes und die Frage nach der Gestalt des Vorschlechten baulichen Zustand hin. In den Jahren gängerbaues nur über eine detaillierte Untersu1827 bis 1831 fand unter Mitwirkung des Archi- chung des bestehenden Mauerwerkes erfolgen. tekten Berger eine umfassende Renovierung Diese erbrachte folgende Ergebnisse: Der heudes Münsters statt, der 1837 noch die Erstellung tige Chor entstammt zwei unterschiedlichen einer neugotischen Orgelempore im Westbau Bauphasen. Diese beschrieb Schmidt-Thome folgte. Den Umfang der Veränderungen am in seiner Freiburger Dissertation: Er vermutete, Außenbau, und hier insbesondere am Hoch- daß zwischen beiden nur ein kurzer Baustillchor, ersieht man, wenn man die Zeichnungen aus Das Münster von Südwesten. Der Südturm ohne Fialen. Aufnahme um 1885 dem frühen 19. Jahrhundert mit einer kurz vor der Restaurierung der 1880er Jahre entstandenen Photographie vergleicht. So wurden die Arkaden des Chorunterbaus wieder geöffnet und die südlichen Strebepfeiler erhielten neue Fialen. Auf Photographien aus der Zeit um 1900 sind diese noch gut zu erkennen. Es handelt sich um streng durchkomponierte, schlanke Fialen, die oben mit einer Kreuzblume abschlossen und keinerlei zoomorphen Schmuck besaßen. Es dokumentiert stand stattgefunden habe und ein weitreichensich hier eine Vorliebe für die klaren früh- oder der Planwechsel auszuschließen sei. hochgotischen Formen, auch an der bereits in Die beiden Bauabschnitte sind auch heute noch den 1930er Jahren wieder abgerissenen neugo- relativ gut zu erkennen: die älteren Bauteile tischen Orgelempore wird dies deutlich. Diese wurden überwiegend aus vulkanischen Tuffen vermutlich von dem Breisacher Werkmeister errichtet, teilweise abwechselnd mit weiß bzw. Hauri geschaffenen Fialen blieben zwar bei der weiß-rot geflammtem Buntsandstein. Es handelt Restaurierung der 1880er Jahre unangetastet, sich hier um die nördlichen Arkaden des Chordoch wurden sie bei der Renovierung der spä- unterbaues und die unteren Teile der südlichen ten 1920er Jahre durch Neuschöpfungen in Mu- Arkadenpfeiler. Die Steine tragen auffallend groschelkalk ersetzt. Die Neuschöpfungen nehmen ße Steinmetzzeichen, die ansonsten am Münster die Formen der Fialen von den nördlichen Stre- bislang an keinem weiteren Ort nachgewiesen bepfeilern wieder auf. Das Bild auf Seite 4 zeigt werden konnten. Die heute stark beschädigten eines der Fabelwesen von einem wohl spätgoti- Kapitelle, oft Schilfblattkapitelle, waren sorgschen Fialenaufsatz auf der Nordseite; er ist aus fältig ausgearbeitet und sind stilistisch jenen gelbem Kalksandstein, wie er bei Pfaffenweiler verwandt, die im frühen 13. Jahrhundert am und bei Rouffach gebrochen wurde. Das Bild Freiburger Münster entstanden. Wieweit dieses darunter (lesender Mönch) zeigt sein modernes erste Projekt gediehen ist, läßt sich derzeit nicht Pendant aus Muschelkalk. Nachdem vor eini- genau feststellen: jedenfalls wurden bereits vorgen Jahren zwei Fialen der Nordseite teilweise gearbeitete Steine in der zweiten Bauphase zum erneuert wurden, ist heute nur noch die erste Teil unverändert, zum Teil umgearbeitet, weiFiale der Nordseite in ihrem alten Zustand vor terverwendet. Man erkennt diese heute u. a. an 1875 erhalten.

Wann wurde der Hochchor gebaut? Bilden die Archivalien und die Bilddokumente eine gute Grundlage für die Erforschung der Die Krypta

Schneckenturm, Jahreszahl 1485

Seite 3

Unser Münster 2 - 2010

D

as Breisacher Münster ist nicht nur das Wahrzeichen der Stadt Breisach, es ist mit seinen Kunstschätzen europäischen Ranges auch eine der bedeutendsten Kirchen im süddeutschen Raum. Die Stadt Breisach und die Münsterpfarrei St. Stephan haben in all den Jahrhunderten in der Pflicht gestanden, dieses kostbare Erbe zu pflegen und zu erhalten.

Rückblick Innenrenovierung

Blick in die Vergangenheit:

Wie oft wurde das Münster renoviert?

Von Dr. Erwin Grom

Aus Heft 2006-1

E

nde der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde der Breisacher Hochaltar eingehend auf eventuelle Schäden untersucht (Holzwurm, Pilzbefall). Hierzu war der Altar eingerüstet. Die Untersuchungen zeigten einen außerordentlich erfreulichen Befund. Das Holz des Hochaltars war in sehr gutem Zustand – die Mängel minimal. So wurde der Altar lediglich gereinigt und die Sanierungsarbeiten waren schneller beendet als geplant. Da das Gerüst jedoch für einen längeren Zeitpunkt geordert war, stellte das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, das mit diesen Arbeiten befasst war, das Gerüst kurzerhand an die südliche Ecke des Schongauergemäldes, um hier über einen längeren Zeitraum das Innenklima (Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen) zu messen und zu dokumentieren. Hierbei wurde deutlich, dass das Schongauergemälde durch das Abplatzen der nach dem 2. Weltkrieg erneut aufgebrachten Fixierschichten und Lasuren akut gefährdet war. Es ist ein Verdienst von Dr. Bernd-Mathias Kremer, die Tragweite der Schäden erkannt und zu einer

baldigen Renovierung gedrängt zu haben. So wurde umgehend eine umfangreiche, auf drei Jahre veranschlagte Sanierung der einzigartigen Schongauer-Gemälde begonnen, eine Herkulesaufgabe mit Methoden, die noch nie an einer so großen Malfläche eingesetzt worden waren. Die Fachwelt blickte gespannt auf Breisach. Schnell war den Verantwortlichen der Kirchengemeinde St. Stephan mit Pfarrer Willi Braun klar geworden, dass nach Abschluss der konservatorischen Arbeiten an Martin Schongauers Weltgericht eine Innenrenovierung unumgänglich sein würde. Diese Innenrenovierung eröffnete die Möglichkeit, durch eine Veränderung des Zelebrationsaltars vor dem Lettner die Vorgaben des 2. Vatikanischen Konzils endlich umzusetzen.

A

nfang der 1990er Jahre war auch durch herabgefallene Steine im Bereich des Hochchores sehr nachdrücklich klar geworden, dass nicht nur eine Innenrenovierung der alten Kirche anstand, sondern unverzüg-

lich Sicherungsmaßnahmen am Hochchor vorgenommen werden mussten; daneben war eine sorgfältige Steinschäden-Kartierung am ganzen Münster als Grundlage für ein tragfähiges Konzept einer grundlegenden Steinsanierung zu erstellen. Die Pfarrgemeinde St. Stephan, das Erzbischöfliche Bauaumt Freiburg, das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und hier insbesondere die Außenstelle Freiburg sowie die Stadt Breisach zögerten nicht, diese große Herausforderungen anzunehmen. Um alle Freunde des Breisacher Münsters aus nah und fern an diesem Geschehen mit sachkundigen Informationen teilnehmen zu lassen, griff Pfarrer Braun den Vorschlag von Dr. Erwin Grom und Hermann Metz auf, diesen Renovierungsprozess mit einem als Periodikum erscheinendes Heft zu begleiten. Sie nannten es kurzerhand unser Münster.

W

enn Sie die Hefte durchblättern, dann werden Sie spüren, dass auch die Redaktion mit ihren Aufgaben wuchs. So fand sie nach einigen Versuchen ein beständiges Logo. Mit Martin Haus Einstieg 2006 ins Redaktionsteam erhielt die Zeitung ein neues Gesicht. Auch die Druckqualität konnte dank der positiven Resonanz auf die Hefte und der damit verbundenen besseren finanziellen Ausstattung gesteigert werden.

20 Jahre nun gibt es unser Münster und unser Wunsch ist es, diese Informationsschrift den Mitgliedern des Münsterbauvereins auch in Zukunft zu erhalten. Eine weitere Möglichkeit, sich das Münster lesend zu erschließen, sind die zahlreichen Schriften über das Münster Dazu finden Sie Seite 36 eine Aufstellung. Dekan Willi Braun, links neben ihm Dekan L. Hönlinger. Hönlinger war 1970/71 Vikar in Breisach

Seite 6

Dr. Bernd-Mathias Kremer, damals Baureferent im Erzbischöflichen Ordinariat, war ein wichtiger Motor der Renovierung

Chronologie der Renovierung Zusammengestellt von Hermann Metz

Berichte darüber in »unser Münster« Nummer

Jahr Was wurde renoviert/saniert/konserviert usw.?

Jahr Was wurde renoviert/saniert/konserviert usw.?

1607 Die Kirche wird »mit lustigem Laubwerk« neu ausgemalt.

1989 Schongauer-Gemälde, Abschluss 1992

90/2 - 91/1 92/1

1684 Restaurierung.

1991 Außenfassade Hochchor (Planung); Dachsanierung

1703 Beschuss durch Truppen des Herzogs Ludwig v. Burgund.

91/2 - 91/3 91/4

1992 Elektroinstallation, Heizung, Pyramidendach

92/2 - 93/2

1993 Chorgestühl Naturwissenschaftl. Untersuchung der Außenhaut Nordturm: Ministrantensakristei Münsterbaumeister Sepp Jakob +. Er hatte 1960 den Lettner geöffnet

93/1 - 93/2 93/3

1994 Neugestaltung Altarraum: Künstlerwettbewerb, Ausschr. Neugestaltung Altarraum Pfr. W. Braun verlässt Breisach/Pfr. P. Klug kommt nach Breisach. Satteldächer Innenrenovierung:

94/1+2 94/3

1995 Elektroinstallation, Innenbeleuchtung Trockenreinigung der Wandflächen Abbau des alten Altars /Aufbau des neuen Zelebrationsaltars Kirchenbänke

95/1 - 96/1 96/2 - 97/98 - 98/99

1996 Zelebrationsaltar: Konsekrierung durch Erzbischof O. Saier Ministrantensakristei im Nordturm Hochaltar: Reinigung Außenhaut: Versuche mit Restaurierungsmörtel Chorgestühl

95/1 - 96/1 96/2 - 97/98 - 98/99

1754 Reparatur der Chorfenster (»Vögel fliegen herein und nisten und erheben ein großes Geschrei«). 1766 Chor und Langhaus werden neu, »weiß wie ein Blatt Papier« gestrichen. Möglicherweise Übermalung des Schongauergemäldes. 1793 Zerstörung der Stadt mit Beschädigung des Münsters St. Stephan. Um 1806 Renovierung. 8 Nebenaltäre werden abgebrochen. 1831 Abschluss einer weiteren, eher provisorischen Renovierung nach den Beschädigungen 1793: Dachreparaturen, Tünchung des Inneren, neues Gebetsgestühl, neue Fenster im Langhaus, neue Orgel. 1837 wird in der Westhalle eine Orgelempore aufgestellt. Der Freiburger F. J. MERKLIN liefert eine neue Orgel. 1874 bis 1885 Seitenschiffdächer werden tiefer gelegt, die Barockfenster des Seitenschiffe werden durch neuromanische ersetzt. Der Ölberg an der Westfassade wird beseitigt. Die Michaelskapelle auf der Nordseite wird abgebrochen, ebenso wahrscheinlich die St.Jakobs-Kapelle auf der Südseite. 1924 bis 1937 Außenrenovierung mit Ersatz schadhafter Steine und Neuverputz. Abriss der Orgelempore und Bau einer neuen; 1931 Freilegung der Schongauergemälde. 1940/41 Restaurierung des HL-Altars durch Prof. Hübner, Freiburg. 1945 Den schweren Beschädigungen des Münsbis 1961 ters im 2. Weltkrieg folgt der über 15 Jahre lang dauernde Wiederaufbau.

1997 Renovierungspause bis 1998 1999 Schreinnische beim Hochchor + Holzschrein

99/2000

2000 Silberschrein Antrag auf Genehmigung von Probebohrungen

2000/1

2001 Probebohrungen im Kaiserstuhl bleiben erfolglos

01/2 -

2002 Probebohrungen in Achkarren: Tuff ist geeignet

02/2 -

2003 Gemeinderat Vogtsburg genehmigt Steinabbau

03/2 -

2004 Tuffsteinabbau wird beendet

04/1 -

2005 Außenrenovierung: Südostseite des Hochchors Fundamente des Römerkastells werden sichtbar gemacht

05/2 -

2006 Außenrenovierung: Nordostseite des Hochchors

06/1 - 06/2

2007 Südseite des Münsters

07/1

2008 Südwest- und Westseite des Münsters

08//1 - 08/2 09/1 - 09/2

2009 Nordseite des Münsters

10/1 - 10/2

2010 Türme 12. Dezember 2010: Feierlicher Abschluss der Münsterrenovierung mit Erzbischof Robert Zollitsch

10/1 - 10/2 Seite 7

Unser Münster 2 - 2010

Renovierung: Wie alles begann

Besuch der Pfarrgemeinderäte auf der Turmbaustelle Unten

360°-Panorama-Aufnahme Bilder und Montagen: Martin Hau

Aufnahmeort: Turmgerüst Nordturm Aufnahmedatum: 24. Juni 2010 16 Aufnahmen zusammengefügt zu einem Bild Kamera: Sony Alpha 900 KB Vollformat Objektiv: Sigma 12-24mm f4,5 / 5,6 Brennweite: 12mm Bildmaße: 15000x5000 Pixel der Panoramaaufnahme Dateigröße im Original: 466MB ISO 200 Blende f10 Belichtungszeit 1/200 sec

Westen

Norden

Osten

Süden

Westen

SÜDTURM Vogesen Rhein

Rhein

Rheinhafen

Münsterberg Rathaus

Kaiserstuhl Pfarrhaus Amtsgericht

Freiburger Münster

Schwarzwald

Bad. Winzerkeller Kindergarten St. Joseph

Rhein

Tuniberg

Innenstadt Freiburg Schänzletreppe

Martinstor und Schwabentor

Münsterbergstraße

Marktplatz

NORDTURM

Eckartsberg

Rheinbrücke MartinSchongauer Gymnasium

Blick von der Turmspitze

Diese Aussicht hat nur, wer bei guter Sicht von einer der Breisacher Turmspitzen den Blick ostwärts richtet. Vom 30 Meter tieferen Münsterplatz aus erkennt man „nur“ den Turmhelm des Freiburger Münsters.

Merdingen

Seite 20

Kamera: Sony Alpha 900 Objektiv: Minolta 500mm Reflex Blende f8 ISO 250

Unser Münster 2 - 2010

Unser Münster 2 - 2010

Freiburg am 11. Oktober 2010

Seite 21

Rückblick Außenrenovierung

Aus Heft 2004-1

Tuffsteine aus Achkarren

Unser Münster 2 - 2010

Hermann Metz

Im Oktober 2003 genehmigte der Gemeinderat der Stadt Vogtsburg den Abbau von Tuffstein in Achkarren ... Nachdem die dazu­ge­hörigen amtlichen Hürden genommen und die Umgebung des aufgelassenen Steinbruchs am Rittersprung im Dezem­ber vorbereitet war, konnte ein Bagger mit der 1. Phase des Abbaus beginnen. Wie berichtet, wurde zunächst ein Probeabbau vereinbart, der endgültige Klarheit darüber brin­gen sollte, ob der Stein überhaupt für einen Einbau im Münster geeignet ist. Zwar waren der Aktion Probebohrungen vorausgegangen, die eine zufrieden stellende Gesteinsqualität verhießen; doch damit wusste man noch nicht, ob der Berg auch ausreichend gro­ße Qua­der liefern würde. Wir fragten Geologiedirektor Dr. Wolfgang Werner vom Landesamt für Geo­logie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg (LGRB), der den Probe­abbau begleitete, nach seiner Beurteilung des Stein­materials. Wieviel Material wurde während des Probeabbaus bewegt? Die für den Abbau beantragte Fläche im südlichen Anschluss an den alten Steinbruch umfasst nach dem Antrag des Erzbischöflichen Bauamts Freiburg eine Fläche Seite 24

von 30 mal 13 m. Zunächst sollte durch einen Probeabbau geklärt werden, ob das aus geologischen, petrographischen und technischen Gründen ausgewählte Vorkommen am Achkarrener Schloßberg die benötigten Gesteinsqualitäten ... bereithält. Nach den Aufschlussmaßnahmen soll geprüft werden, ob das gewonnene Material auch den gesteinsphysikalischen Anforderungen genügt. Am 17. 12. 2003 konnte mit den Arbeiten zum Probeabbau begonnen werden. Dieser dauerte eine Woche. Innerhalb einer etwa 25 – 30 m2 großen Fläche wurden rund 50 Kubikmeter Gesteinsmaterial aus der Auflockerungszone gelöst. In dem hangaufwärts anschließenden Areal von ca. 75 m2 wurden der Waldboden und das sich darunter befindliche lose Gestein (Hangschutt) abgetragen, um zu vermeiden, dass dieses während starker Niederschläge in den Probeabbau nachrutscht. Dadurch sieht die Probeabbaufläche größer aus, als sie tat­sächlich ist.

Material für die Außenrenovation des Müns­ ters in Frage kommen. Die mit dem Bagger gewonnenen Blöcke wurden vor Ort bemus­tert und nach Qualitäten selektiert. Nun muss eine technische Prüfung der Gesteine vorgenommen werden, um festzustellen, ob sich diese für die Bearbeitung beim Steinmetz eignen und ob sie die erforderliche Witterungsbeständigkeit aufweisen. Einige Blöcke wurden daher bereits zu Steinmetzbetrieben transportiert, um sie dort in Platten und Blöcke sägen zu lassen. Eine ers­te Beprobung für die Material-Prüfanstalt der Universität Stuttgart wurde vorgenommen. Weitere Proben sind in Bearbeitung. ...

Sind Sie zufrieden mit der vorgefundenen Gesteinsqualität? Da wir während dieser ersten Phase vor allem aus Kostengründen mit einem Bagger arbeiten mussten, konnte auch nur das Gestein gelöst werden, das durch die natürliche Verwitterung entlang von Klüften (Trennfugen im Gestein) bereits gelockert war. Von dem mit dieser Technik lösbaren Gestein ist ca. 5 % für eine weitere Bearbeitung geeignet; in den Naturwerksteinbrüchen des Landes, in denen Sandsteine, Kalk­stei­ne oder Granit abgebaut wird, liegt der nutzbare Anteil bei ca. 10 %. Es ist zu betonen, dass im jetzt freigelegten Bereich besseres Gestein ansteht. Dieses muss aber mit speziellem Gerät schonend abgebaut werden. In Frage kommen Seil- oder Schwertsägen sowie das so genannte Wasserstrahlschneiden. ... Wer stellt nun fest, ob am Breisacher Müns­ter end­gültig Tuffstein vom Schlossberg verwendet wird? Erfreulich ist, dass Gesteine nachgewiesen werden konnten, die in ihrer Zusammensetzung und ihrem äußeren Erscheinungsbild als

Zum Abschluss erklärt Bürgermeister Schweizer: »Ich weiß nicht, wie die Ortsparlamente jetzt entscheiden werden. Wir haben jedenfalls mit unserer Vorarbeit saubere sachliche Grundlagen zur Verfügung gestellt; sie hätte es verdient, dass die Angelegenheit positiv ausgeht.« Zur Sache ging es dann am 20. 10. in der Ortschaftsrats-Sitzung in Achkarren. Nach einer herzhaften Debatte entschieden sich die Ortschaftsräte schließlich mit 6:2 Stimmen zugunsten des Tuffabbaus. Das letzte Wort sprach am 21. 10. 2003 der Gemeinderat Vogts­burg; er votierte einstimmig für den Abbau. Damit ist der Weg für den Probeabbau frei.

Wann wird der Stein zur Verfügung stehen? Das LGRB hat dem Erzbischöflichen Bauamt seine erste Beurteilung in Form eines Gutachtens Ende Januar 2004 vorgelegt. In diesem wird empfohlen, in der unmittelbar an den alten Steinbruch angrenzenden Fläche den Hauptabbau vorzunehmen. Allerdings eignet sich nur ein Teil der Antragsfläche für den Hauptabbau. Dieser wird also eine kleinere Fläche beanspruchen als ursprünglich beantragt. Die Genehmigungsunterlagen sehen vor, dass nur über die Wintermonate, also erst ab November 2004 abgebaut werden darf.

Phasen der Außenrenovierung Rückblick

Münster 2

0

0

5

St.Stephan

1

2005 Renovierungsabschnitt 1 Hochchor Südosten

2

2006 Renovierungsabschnitt 2 Hochchor Nordosten

Nach Probebohrungen im Kaiserstuhl 2001 und 2002 war man bei Achkarren fündig geworden.

2004

Abbau des Tuffsteins

5 6

2

6

1

4 3

1 2005

Nach Aufbau des Gerüsts beginnt die Außenrenovierung an der Südostseite des Hochchors. Die Fundamente des römischen Kastells (um 300 n. Chr.) werden aufgegraben und bis zum Niveau des Münsterplatzes mit Kalkstein aufgefüttert.

2 2006

Die Nordostseite des Hochchors wird renoviert

3 2007

Die Münstersüdseite und der Schneckenturm werden renoviert

4 2008

3

2007 Renovierungsabschnitt 3 Münstersüdseite

4

Renovierung des südlichen und westlichen Teils der Westhalle.

2008 Renovierungsabschnitt 4 Westhalle, Süd- und Westseite

Aus »Die Stadt auf dem Berg«: Wer sich Breisach nähert, sieht zuerst das Münster auf dem langgestreckten Rücken des Berges. Am jäh abfallenden Rand des Felsens reckt es sich auf über die spitzgiebeligen Dächer der alten Stadt. Wie eine scharf geschnittene Gemme hebt es sich in der warmen Farbe des roten Steins ab vom Hintergrund des weit ins Tal hinabreichenden Horizonts. Den Menschen hüben wie drüben des Rheins ist es vertraut in seiner maßvollen Ausgewogenheit und Kraft. Als ein zeitloses Zeugnis christlicher Kunst beherrscht es die Landschaft.

Aussenrenovation seit

Breisach

ter bekunden, gleicht letzten Endes die der Skeptiker aus.

2008

wird auch das Haase Dörle geöffnet.

5 2009

Die Nordseite des Münsters wird renoviert. Hier gibt es größere Putzflächen.

6 2010

Renovierung der Türme

5

2009 Renovierungsabschnitt 5 Münsternordseite

6

2010 Renovierungsabschnitt 6 Türme Seite 25

Unser Münster 2 - 2010

Das Bürgergespräch, in dem Schweizer mit großer Geduld und Sachkenntnis Rede und Antwort steht, zeigt, dass Einwände in erster Linie den Naturschutz betreffen. Gegen den Versuch eines Bürgers, die Kompetenz C. Stanges anzuzweifeln, verwahren sich Schweizer und Fiedler. Dann wurde be-

mängelt, Emotionen, die bei den Bürgern mit dem Gewann »Rittersprung« verbunden seien, habe man unter den Tisch gekehrt. Bedenken, der Tuffstein des Schlossbergs könne bald auch andere Kunden auf den Plan rufen, räumt Schweizer aus. Auf den Einwand, es gebe »in Sachsen« Tuffsteinbrüche, wird von den Experten bestritten; O. Wölpert führt dazu aus: »Ich kenne viele Steinbrüche. Wenn es in Sachsen oder in China einen Tuffsteinbruch mit dem Material gäbe, das wir brauchen, hätten wir gerne auf diesen ganzen Aufwand hier verzichtet, und den Stein schon lange woanders gekauft. Das wäre die Breisacher bestimmt billiger gekommen.« Die Zahl der Bürger, die das Vorhaben nicht weniger vehement befürworten und ihre Sympathie für das Kulturdenkmal Breisacher Müns-

Bauverein

bau kommt, wird er in den Wintermonaten 2003/04 und 2004/05 durchgeführt. G. Schweizer erläutert nochmals die Dimensionen: In der 1. Phase würden etwa 20 LKW, in der 2. Phase maximal 50 LKW das Material abfahren. Auf dem Plan erläutert er den Transportweg durch das südwestlich vor Achkarren liegende Sommertal. Er entzieht damit Gerüchten den Boden, es müssten Hunderte von Lastwagen fahren, um die Steine abzutrans­por­tieren.

Bilder rechts Obere Reihe: Am Südturm wird das Kreuz eingesetzt und (von Mohamed Mohasib) verbleit. 2. Reihe: Die schwer geschädigte Leibung eines gotischen Fensters am Südturm wird für die Sanierung vorbereitet. An den Schallöffnungen des Nordturms wurde eine große Zahl von Fenstersäulen ausgewechselt. Warum der Kostenvoranschlag für die Renovierung der Türme nicht ausreichte, demonstrieren die restlichen Bilder.

Renovierung der

Türme Von Theo Hirschbihl

A

ls vorletzter Bauabschnitt wurden 2010 die beiden etwa 45 m hohen Türme restauriert. Schon im Herbst 2009 wurden nach Einrüstung des Nordturms die Natursteinschäden kartiert und in der Winterpause die Austauschsteine in der Werkstatt der Firma Hellstern, Freiburg, hergestellt, so dass im zeitigen Frühjahr 2010 ohne Verzug der Wiedereinbau begonnen werden konnte. Das Natursteinmauerwerk der beiden Türme besteht hauptsächlich aus Sandstein, weniger aus Tuffstein wie bei den übrigen Gebäudeteilen. Beide Turmkreuze wurden, weil deren Umgebungssteine gerissen waren, herausgenommen, entrostet, verzinkt, neu gestrichen und sodann wieder eingebaut. Im Bereich der Schallläden des Nordturmes waren erhebliche Sandsteinflächen so geschädigt, dass ein Steinaustausch unumgänglich war. Auch haben die Steinmetze Betonteile, die bei der Renovierung nach dem Krieg als Ersatz eingebaut worden waren, entfernt und durch Sandsteinmaterial ersetzt. Die Dachflächen der beiden Türme wurden Seite 26

betontechnisch untersucht. Ergebnis: Die Sanierung war unumgänglich. Die losen Betonteile wurden entfernt und die Fehlstellen mit mineralischem Mörtel wieder aufgebaut. Bei den verputzten Mauerwerksflächen der Türme wurde wie bei den übrigen Flächen verfahren: Hohl liegende intakte Flächen wurden hinterspritzt, geschädigte Putzflächen mit alten Putzrezepturen neu verputzt und farblich der Umgebung angepasst. Diese Arbeiten lagen in den bewährten Händen von Putzrestaurator Erwin Braun aus Hugstetten. Bei der Restaurierung der gesamten Außenfassaden wurde materialauthentisch gehandelt, um das äußere Erscheinungsbild durch die Renovation möglichst nicht zu verändern. Die Restaurierungskosten für die beiden Türme werden sich auf ca. 800.000 Euro belaufen. Wie bei allen Bauabschnitten ist mit Zuschüssen des Landes und der Stadt zu rechnen. Zum November 2010 waren die Arbeiten am Nordturm beendet, und der Turm konnte abgerüstet werden. Beim Südturm, welcher erst im Frühjahr 2010 eingerüstet wurde, werden die

Steinmetzarbeiten fortgeführt; hier sind derzeit noch statische Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Der Südturm war im Krieg stark beschädigt und damals sogar einsturzgefährdet. Deswegen wurde es nötig, Rissverpressungen vorzunehmen und einen Betonringanker einzubauen. Im Zuge der Steinaustauschmaßnahmen wurden im Mauerwerk Holzreste gefunden, die vermutlich aus der Erbauungszeit stammen. Diese werden zur Zeit auf ihr Alter hin untersucht. Den Fachleuten der Firma Armin Hellstern ist es auch in diesem 6. Bauabschnitt meisterhaft gelungen, die Arbeiten entsprechend der Bedeutung des Bauwerkes fachgerecht auszuführen. So wird im Frühjahr 2011 der siebte und letzte Restaurierungsabschnitt in Angiff genommen. Er beinhaltet die gesamten Sockelflächen; in diesem letzten Bauabschnitt ist auch geplant, den mittleren Eingang auf der Nordseite des Kirchenschiffs behindertengerecht umzubauen. Mit diesem Bauabschnitt kann die Außenrenovierung des Münsters nach siebenjähriger Bauzeit abgeschlossen werden.

Seite 27

Das schrieb die BZ am 18. 6. 2010:

40 000 Euro für das Münster Rat beschließt Zuschuss

Bericht von Dr. Erwin Grom Schießstand

Kath. Pfarrgemeinde

Ha

Pfarrfest

Sankt Stephan

Breisach am Rhein

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Im und ums Münster

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Gemeindehaus St. Hildegard

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Deutsch-Französischer Kindergarten St. Josef

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Kindergarten St. Michael

Josefskirche

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3. Oktober 2010

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deutlich, wie komplex diese Arbeiten sind. So ergebe sich jetzt auch die Notwendigkeit, Putzteile des Südturmes über eine Frostperiode hinweg zu beobachten. Daher werde das Gerüst am Südturm bis zum Ende der Frostperiode noch bleiben (Mehrkosten entstehen der Pfarrgemeinde dadurch aber nicht. Anm. d. Red.) Mit großer Freude berichtet Pfarrer Klug der Versammlung, dass am 12. Dezember 2010 in einem festlichen Gottesdienst, dem unser Erzbischof Robert Zollitsch vorstehen wird, der Abschluss der 20-jährigen Renovierung und Sanierung unseres St. Stephanmünsters gefeiert werden kann. Bei den anstehenden Wahlen ergaben sich keine Veränderungen. Pfarrer Klug und Bürgermeister Rein sind neben der Landrätin des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald satzungsgemäß geborene Mitglieder Peter Wiedensohler wurde als Rechner, Karl-Heinz Hecklinger als Schriftführer, Josef Köhninger und Dr. Erwin Grom als Beisitzer einstimmig wieder gewählt. Pfarrer Klug beschloss die sehr informative Generalversammlung in der Gewissheit, dass der Münsterbauverein auch weiterhin viele Aufgaben zu bewältigen haben werde.

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Seite 32

Zuschuss für die Außenrenovierung des Münsters. Die Kassenprüfer bescheinigten Peter Wiedensohler eine vorbildliche Kassenführung, für die sich die anwesenden Mitglieder mit anhaltendem Applaus bedankten. Bürgermeister Oliver Rein, als geborenes Mitglied 2. Vorsitzender des Münsterbauvereins, überbrachte eine Grußadresse der Stadt und der Stadträte. In den vergangenen 20 Jahren habe die Stadt Breisach das Geschehen im und am St. Stephansmünster nicht nur mit großem Interesse begleitet, sondern auch alles in ihren Kräften Stehende getan, die zuschussfähigen Arbeiten durch die Bereitstellung von Geldern aus dem Gemeindehaushalt bestmöglich zu unterstützen. Auch in Zukunft werde der Erhalt des Münsters eine bleibende Verpflichtung für die Stadt Breisach sein. Die Mitgliederversammlung dankte Bürgermeister Rein für dieses klare Bekenntnis zum Münster St. Stephan. In einem mit vielen hochinteressanten Bildern unterlegten Vortrag berichtete der bauleitende Architekt des Erzbischöflichen Bauamts Freiburg Theo Hirschbihl über den Fortgang der Sanierungsarbeiten an den beiden Türmen. Seine Ausführungen machten den Zuhörern, die in vielen Fragen ihr großes Interesse bekundeten,

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Am 30. September 2010 fand turnusgemäß die Generalversammlung des Münsterbauvereins Breisach im Gemeindehaus St. Hildegard statt. Zuvor hatten die Vereinsmitglieder die Gelegenheit, auf den Nordturm des St. Stephansmünsters zu fahren und bei einer fachkundigen Führung durch die Steinmetze sich vom Umfang und Fortgang der Sanierungsarbeiten zu informieren. In der sich anschließenden Generalversammlung begrüßte Pfarrer Peter Klug als 1. Vorsitzender des Münsterbauvereins die interessierten Mitglieder und ließ die letzten drei Jahre Revue passieren. Pfarrer Klug nannte das Münster ein »Ausrufezeichen für Glaube und Hoffnung«, das den Einsatz aller wert sei. Das Münster sei »die schönste Baustelle, die man sich denken kann«. Die Steinmetze unter der Leitung von Steinmetzmeister Dietmar Bader hätten sich in den letzten Jahren als sehr kompetent und für Besucher sehr offen gezeigt, so Pfarrer Klug. Peter Wiedensohler berichtete in seinem Kassenbericht über die Ein- und Ausgaben der letzten 3 Jahre. Die Einnahmen des Münsterbauvereins ergaben sich aus den Mitgliederbeiträgen, Spenden, Zinsen und vor allem den Steinpatenschaften, die auf eine große Resonanz stoßen. Auf der Ausgabenseite standen rund 230.000 € als

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Unser Münster 2 - 2010

Die Renovierungsarbeiten gehen dem Ende zu

Erntedank

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Am 3. 10. 2010 – dem Erntedank-Sonntag – konnte die Pfarrgemeinde St. Stephan bei herrlichstem Herbstwetter auf dem Münsterplatz ihr Pfarrfest feiern. Nach dem feierlichen Erntedank-Gottesdienst mit den liebevoll vor dem Altar aufgestellten Früchten aus Gärten und Weinbergen konnte Pfarrer Peter Klug die Pfarrgemeinde und viele Tagesgäste auf dem Münsterplatz zu einem ganz besonderen Pfarrfest begrüßen. Zum einen feierten die Festbesucher die Weihe der beiden Turmkreuze mit, zum anderen konnten sie miterleben, wie das geweihte Kreuz des Nordturmes von Pfarrer Klug und dem Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates und Hauptorganisator des Pfarrfestes, Martin Hau, mit dem Materialaufzug auf den Nordturm gebracht wurde – aber nicht nur das: Interessierte konnten während der folgenden knapp 4 Stunden ebenfalls mit dem Aufzug den Nordturm erklimmen. Das Interesse an diesem im wahrsten Sinne einmaligen Angebots war riesig. Geduldig standen die Menschen bis zu einer Stunde in der Schlange, um endlich in die

Höhe zu schweben. Köstliche Leckereien an den Verpflegungsständen sowie die Klänge der Stadtmusik Breisach ließen die Menschen die Mühe des Wartens schnell vergessen. Während der Turmfahrt boten sich den Unentwegten wunderschöne und unerwartete Ausblicke auf ihr Breisach und IHR Münster. In der Höhe erwartete Dr. Grom die mutigen Turmbesteiger; er trug Sorge dafür, dass keinem eine Unbill widerfuhr und beantwortete viele Fragen. Erst vom Turm aus konnten viele erkennen, an wievielen Stellen des Münsters unter großen Schwierigkeiten Großartiges geleistet wurde. Bei herrlicher Sicht – sogar Eiger, Mönch und Jungfrau des Berner Oberlandes konnten über dem Dunst ausgemacht werden – wurden Geographie-Kenntnisse überprüft. Mit großer Dankbarkeit, dies erlebt zu haben, wurde wieder die Talfahrt angetreten. Mit einer Dankandacht beschloss Pfarrer Klug das denkwürdige Pfarrfest 2010.

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Seite 33

Unser Münster 2 - 2010

Aus der Generalversammlung des Münsterbauvereins am 30. September 2010

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Geburtstag Am 12. September 2010 beging Pfarrer Peter Klug seinen 70. Geburtstag. Den Geburtstagsgottesdienst, dem Peter Klugs Bruder, Weihbischof Rainer Klug, vorstand, zusammen mit einem anschließenden Empfang für die Gemeinde im Pfarrgarten, empfand der Jubilar als »große Ehre«. Die Vorstandschaft des Münsterbauvereins Breisach e. V., vertreten durch Bürgermeister Oliver Rein, überbrachte Peter Klug ihre herzlichen Glückwünsche. Rein lobte dabei Klugs »langen Atem« und seine Verdienste um die Münsterrenovierung.

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Am 25. September 2010 verstarb im Alter von 87 Jahren Vinzens Schmidt. Die Belange der Kirchengemeinde St. Stephan waren ihm immer ein Anliegen. So hatte er seit 1967 nicht nur das Amt des (überhaupt ersten) Pfarrgemeinderatsvorsitzenden bis 1983 inne: Mit seiner langen juristischen Erfahrung unterstützte er die Pfarrgemeinde und den Münsterbauverein bis weit über seine Pensionierung hinaus. 1980 spielte er eine wesentliche Rolle bei der Wiederbegründung des Münsterbauvereins. Damals entwarf er zusammen mit Karl Menzer die Vereinssatzung. Lange Jahre arbeitete er auch in der Vorstandschaft des Münsterbauvereins Breisach mit, so bis 2004 als Kassenprüfer. Der Münsterbauverein Breisach e. V. wird V. Schmidt in dankbarer Erinnerung behalten.

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Zum Gedenken

Rund 411 000 Euro kostete der fünfte Abschnitt der Außenrenovierung des St. Stephansmünster, der vor kurzem abgeschlossen wurde. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat nun dafür aus, die katholische Kirchengemeinde mit einem Zuschuss von 40 000 Euro für diesen Bauabschnitt zu bedenken. »Es geht um das wichtigste Gebäude in unserer Stadt«, betonte Jacob Loewe (CDU). Auch die ULB stehe hinter dem Zuschuss, fügte Anton Siegel hinzu. Dass das Geld nun in Steine umgesetzt werde, sei toll, lobte Rainer Zimmermann (SPD). Dafür habe man den Betrag schließlich im Haushalt eingestellt. »Das Münster ist unser Wahrzeichen, ich finde es wichtig, dass sich auch die Stadt daran beteiligt, es zu erhalten«, fügte Werner Schneider (FDP/FWB) hinzu. Einstimmig votierten die Ratsmitglieder für den Zuschuss.

Autoren

Autoren

Bader, Dietmar

Laule, Josef

Register der Hefte von 1990 bis 2010

Bader, Jens Bärmann, Michael Bauer, Bernhard Bauhofer, Anton Bechstein, Ludwig

Münsterrenovierung

Blum, Lucien Bosch, F.

90/1 - 91/2 - 91/4 - 92/2 - 92/3 - 93/2 - 96/97 - 06/2

Archäologie im Breisacher Münster

09/2

Spenden, Spendenaktionen u. Ä.

91/3 - 91/4 - 92/1 - 92/2 - 92/3 - 93/1 - 93/2 - 94/1+2 - 94/3 - 96/1 - 96/97 - 97/98 - 98/99 - 99/00 - 00/2 - 01/1 05/1 - 06/1 - 06/2 - 07/1 - 07/2 - 08/1 - 08/2 - 09/2

Antonius von Pforr

03/2 - 04/1 - 04/2 - 05/1 - 06/1 - 06/2

Lohrum, Burghard

Bibel für die Martin-BucerGemeinde

96/2 - 97/98

Lüthy, Gerhard

Breisach 1793

93/2 -

Steinpatenschaften

05/2 - 06/1 - 06/2 - 07/2 - 08/2 - 09/2

Breisacher Stadtpfarrer

92/2 - 03/2 -

Renovierung: Innen

91/4 - 93/3 - 94/1+2 - 95/1 - 95/2 96/97 - 98/99

Das Sechsbergwappen

05/2

Die Hl. Drei Könige in Breisach

04/2

Die Sage vom Breisacher Münsteraltar

09/2

Die Leopoldmedaille

98/99

Ein HL-Kunstwerk passiert den Zoll

10/1

Engel im Münster

05/2 - 06/2

Braun, Erwin

Altarraum

93/3 - 94/1+2 - 94/3 - 96/1 - 98/99

Braun, Willi

Chorgestühl

92/2

Büchelin, Jörg

Kirchenschiff

96/97 - 97/98

Schongauergemälde

91/1 - 91/4 - 92/2 - 92/3 - 93/2 94/1+2 - 99/00 - 03/2 - 06/1

Renovierung: Außen

93/1 - 95/1 - 01/1 - 02/2 - 05/1 - 05/2 - 10/1

Brommer, Hans Cottier, Claire Eberle, Kirsten Eppinger, Werner

Lickert, Maria

Renovierung allgemein

Berle, Kurt Biser, Eugen

Leininger, Gerlind

Aufsätze, Berichte

Löbbecke, Frank

Lutz, Simon Maier, Hans Mattes, Georg Maurer, Josef Metz, Hermann Möhrle, Theresia Michel, Johannes Müller, August Neugass, Fritz Perger, Mischa v.

Menschen im und für das Münster

Architektur, Ausstattung, Geschichte

Hochchor

94/3 - 05/2 - 06/1 - 06/2 - 07/1

Erbarmen mit alten Kirchen 98/99

Porst, Angelika

Braun, Hildegard

95/1 -

Münster allgemein

Münster Nordseite

09/1 - 09/2

08/2

Chorleiter, Münsterchor, Hirtenhorn

93/3 - 94/3 - 96/1- 96/2 98/99 - 99/00 - 04/1 06/2 - 07/1 - 09/1 - 09/2

Münster Kriegsschäden

Nebengewerke

10/1

Erzherzog Johann im Münster

Reining, Marianna Richter, Clemens

Frank, Wilhelm

95/1

01/1 - 01/2

07/2

10/2

Münsterschatz

Südseite

Erwin von Steinbach

Rieple, Max

Groeber, Conrad

95/1

97/98 - 98/99 - 03/1

95/2 - 09/2 - 10/1 - 10/2

93/1 - 02/2 - 05/2 - 06/2

Chorgestühl

Türme

Freiburger Münster

Rommel, Klaus

Gsell, Prothas

03/2 - 04/1

93/2 - 94/3 - 05/2

08/1 - 08/2 - 09/1

96/1 - 03/1

Dach

Westseite

Fenster und Innenraum

Güthlin, Martin

03/1 -

Betrachtungen

93/2 - 09/2

93/2

02/1 - 02/2

Gerüste

Gutmann, Karl

Gemälde

93/1 - 93/2 - 00/1 - 01/1 - 01/2 - 02/1 - 02/2 - 03/1 - 03/2 - 04/1 - 04/2 07/1 - 10/1

Rösch, Josef

93/1 - 96/97 - 97/98

Tuffstein usw.

04/2

Gedenktafeln

Gemeindehaus St.Hildegard

Das Münster St. Stephan

90/1 - 06/1

02/1

01/1 - 10/1

91/2 - 95/1 - 96/97 - 98/99 - 99/00 00/1 - 03/1 - 05/2 - 07/1 - 10/1

Gervas Grezmaier

Hau, Klemens

Türme, Glocken, Uhren Haase Dörle

03/1 - 09/1 - 09/2

Schanno, Fritz

05/2 - 09/2

Raum der Stille

91/4

Kirchen und Klöster in Breisach

Scherzinger, Marco

Jardot, Maurice

Hebel, Johann Peter

Kopf, Erika

92/3

93/1 - 96/1 - 96/97 - 97/98 - 99/2000 - 00/1 - 00/2 - 03/1 - 04/1 - 04/2 05/1 - 07/2 - 09/1

94/3 - 02/2 - 04/2 - 05/1 - 08/1 - 08/2

Hau, Martin

Hochaltar, Altäre, Nebenaltäre

91/3 - 92/1 - 95/2 - 08/2

05/2

95/2 - 09/2

Stadtpatrozinium

Kritzeleien aus 100 Jahren

Heuss, Theodor

91/2 - 01/1 - 02/2 - 03/1 - 03/2

91/2

Hau, Alois

Heiliges Grab

Tympanon

Heilige im Breisacher Münster

Haselier, Günther

96/1

90/2 - 91/1

08/1 - 08/2 - 09/1 - 09/2 - 10/1

Hau Johannes + Schnebelt, Stephan

Das Jüngste Gericht

Zelebrationsaltar

92/2

05/1

Heckner, Nicola

Kremer, Mathias

3/91 -

Hochchor

95/1 - 96/1 - 97/98 - 04/2 06/2

Geld für´s Denkmal

92/3 - 09/1

Kriegs- und Nachkriegsjahre

Heinrichs-Schreiber, Ulrike

Lutz, Helmut

00/1 - 03/1 - 08/1

J.zahlen, Steinmetzzeichen

95/1 - 01/1 - 04/2 - 09/1

Heiliges Grab

93/1

Messgewänder

93/1 - 04/2

Hirschbihl, Theodor

Mayer, Conrad W.

96/1

Kanzel

03/1 - 09/1

Farbfenster

93/2 - 07/1

Münstertürme

95/2

2001/1

Krippe

97/98 - 04/2 - 07/2

Krippe

94/3

Neue Krankenhauskapelle

08/2

Schmiederer, Otto

Höfler, Hugo

Menzer, Karl Münsterführer, Schriftenstand

91/1 - 91/2 - 93/1 - 04/1 - 06/1 - 08/2

Krypta

06/2 - 08/2

Christliche Symbolik

95/1

Ökumene in Breisach

10/1

Schnebelt, Paul

Lettner

90/1 - 93/3 - 94/3 - 98/99 - 03/2

Reliquien

96/1 - 00/2

09/1

Schwan, Günter

Münsterpfarrer

90/1 - 92/2 - 98/99 - 01/1- 02/2 03/1 - 06/2 - 07/1 - 07/2 - 09/2 - 10/1

Nischen

99/2000 - 05/2

Hochaltar

96/97 - 99/2000

Peter-Parler-Preis für Fa. Hellstern

Orgeln, Organisten

90/2 - 93/2 - 97/98 - 98/99 - 99/00 00/1 - 03/2 - 04/2 - 06/1 - 06/2

St. Stephanus

00/1 - 04/2 - 07/2 - 09/2

Pfarrhäuser

01/2

Seibert, Jutta

Christsein und Singen

97/98

Realschule: Projektarbeit

03/2

Sieger, Jörg

Sakramentshaus

93/3 - 04/2

Stadt- und Münsterpatrone

98/99

Rosenkranzmedaillons

99/2000

Sakramentshaus

93/3

Skoczowski, Kristian

Spende aus Neu-Breisach

94/1+2

Verslust der Engel

05/2

Stadtpatrozinium

91/3 - 99/00 - 00/2 - 01/1 - 02/2 03/1 - 03/2 - 05/1 - 0/1 - 07/2 - 08/2

Wer war Petrus Berlyn?

01/2

Sulzmann, Bernd

Wie alles begann

10/2

Treppe, H. Jürgen Wagner, Willfried

Fahrer, Uwe Fingerlin, Günther Ginter, Hermann Göggel, Emil Grether, Eberhard Grom, Erwin Gsell, Protas Güthlin, Martin Gutmann, Franz Hanselmann, Peter

Jakob, Sepp Kallfass, Elisabeth Kalusche, Manon Keding, Klaus King, Stefan Kirchgässner, Wolfgang Klais, Hans Gerd Klein, Gebhard Klug, Peter Knapp, Ulrich Koch, Sebastian Unser Münster 2 - 2010

König, Gisela Kopp, Eckart Kraus, F. Xaver Krischke, Gertrud Kummer-Schroth, Inge

Ordensfrauen Alberta + Justina

00/2 - 03/2 - 06/1 - 07/2

Paul-Mathis-Stiftung

08/1

Reining, Marianna

98/99 - 06/1

Riggenbach, Rudolf

07/2

Rosmann, Pantaleon

94/3 - 95/2 - 03/1 - 03/2 - 07/2

Schmidlin, Joseph

94/1+2 - 04/1

Storz, Christian

91/1 - 06/1 - 06/2

Tympanon

09/1 - 09/2

Schumacher, Paul

10/1

Zelebrationsaltar

Vonarb, Alfred

93/1 - 02/2 - 04/2 - 07/1

92/2 - 93/3 - 94/1+2 - 94/3 - 96/1 02/1 - 08/2

Weizsäcker, Richard v.

91/4

Wiedensohler, Peter

01/1 - 04/1 - 08/1

01/1 - 08/1

Firmung

01/1

Schongauer, Gemälde

93/2 - 99/00 - 03/2 - 05/1 - 06/1

St. Hildegard

01/2

Schongauer,

91/1 - 05/1

Hl. Anna selbdritt

02/1

Silberschrein, Reliquien

91/3 - 91/4 - 92/1 - 95/1 - 95/2 - 96/1 - 96/97 - 00/1 - 00/2 - 01/2 - 09/1

Gemälde, Wunderheilung

02/2

Blind im Münster

03/2

Bedeutung der Liturgie

04/1

Erinnerungen ans Münster

05/1

Engel im Münster

05/2

Kennt man die Stadtpatrone in Rom?

01/1

Kreuzwege

08/1

Zahlensymbolik

Heiliger Geist

10/1

04/2 - 05/1 - 05/2 - 06/1 - 06/2 07/1 - 07/2 - 08/1 - 08/2 - 09/2 - 10/1

Bauen am Münster

10/2

Zivilcourage

01/2

Münsterbauverein

91/3 - 93/1 - 94/1+2 - 96/97 - 97/98 - 00/1 - 01/2 - 02/1 - 05/2 - 06/2 08/2 - 10/1

Rosmann, Pantaleon Rutz, Michael Sauer, Joseph

Schmidlin, Josef Schmidt, M. Luise Schmidt, Simon Schmidt, Stefan

Seibert, Axel

Schneckenturm

Münsterplatz

Rosenberg, Mark

Sölle, Dorothee Staib, Oliver Storz, Bernd Storz, Christian

Walter, Bernhard Warnke, Martin Weiß, Erich Werner, Wolfgang Wieners, Thomas

Unser Münster 2 - 2010

Köneke, Hans-W.

92/1 - 95/1 - 95/2 - 98/99 - 03/2 04/1 - 05/1 - 06/2 - 09/1 - 09/2 - 10/1

Reiner, Thomas

Jahresversammlungen

90/2 - 91/3 - 94/3 - 97/98 - 01/1 - 04/2 - 07/1 - 10/2

Musik im Münster

Kurrus, Karl

Vereinsgeschichte

92/2 - 01/1 - 05/1

Münsterchor

96/97 - 98/99 - 06/2 - 07/1 - 08/1 - 09/1 - 10/2

Wimmenauer, Wolfhard

Lang, Justin

Finanzierung, Zuschüsse

92/2 - 97/98 - 04/1 - 10/2

Münsterkonzerte

91/1 - 92/1 - 92/2 - 92/3 - 93/1 - 96/1 - 99/00 - 01/1 - 03/1 - 03/2 - 04/1 - 05/1 - 06/2 - 07/1 - 07/2 - 08/2 - 09/2

Woltermann, Julia

Langer, Otto36 Seite

Schriften

92/1 - 98/99 - 00/2 -01/1 - 02/2 - 05/1 - 05/2 - 06/2 - 07/1

Schongauerjahr

91/3 - 01/1

Zagermann, Marcus Seite 37

Bericht in der BZ am 24. 6. 2010 Baumeister Erwin von Steinbach

Eine

Geschenkidee

Eine Sternstunde für das Breisacher Münster

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Unser Münster 2 - 2010

h SteinbachZeichnungen

von 1275 mit dem Grundriss des Breisacher Hochchors. Bild Germanisches Nationalmuseum Nürnberg

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Frühere Anhaltspunkte fehlen Nur einige wenige in Stein gehauene Jahreszahlen sind am Münster selbst erhalten. Die älteste am Nordwestpfeiler der Kirche ist von 1473 und markiert den Baubeginn der Westhalle. Frühere Anhaltspunkte zu Beginn und Verlauf der beiden ersten der für das Stephansmünster überlieferten drei großen Bauphasen fehlen also. Mit dem Bau eines romanischen Münsters wurde hier Ende des 12. Jahrhunderts begonnen, als Berthold V. von Zähringen auf der Nordseite des Münsterberges eine Burg errichten, das »Dorf Breisach« befestigen und für die Wasserversorgung der Oberstadt den Radbrunnenturm bauen ließ. Aus dieser Zeit sind der mittlere Teil des Bauwerks mit der Vierung und der Nordturm erhalten, beide an ihren Rundbögen leicht zu erkennen. Der Bau des gotischen Hochchores erfolgte im 14. Jahrhundert in zwei Phasen – dies können Experten an den verwendeten Steinen und an heute noch vorhandenen Steinmetzzeichen ablesen. Daher geht man schon lange davon aus, dass der Chor seine heutige Gestalt kurz vor 1300 erhalten hat. Die Karlsruher Forscher, ein Team von Wissenschaftlern um Professor Johann Josef Böker, entdeckten auf der Rückseite des in Nürnberg aufbewahrten Risses des Freiburger Turms Zeichnungen zum Breisacher Münsterchor, den Grundriss des Münsters im elsässischen Thann und einen ausradierten Entwurf des Straßburger Münsters. Sie konnten daraus schließen, dass hier derselbe Baumeister am Werk war, also Erwin von Steinbach. Multitalent Steinbach Seine Lebensdaten stimmen damit überein. Er wurde 1244 in Steinbach geboren, ist von 1284 bis 1293 als Werkmeister an der Straßburger Münsterbauhütte nachgewiesen und starb 1318 in Straßburg. Der Chor des Breisacher Stephansmünsters

»Gottbeseeltes Genie« Erwin von Steinbach spielt, seitdem Johann Wolfgang von Goethe in seiner Abhandlung »Von deutscher Baukunst« (1772) seine außergewöhnliche architektonische Leistung an diesem »festgegründeten ungeheuren Gebäude« beschrieben und ihn selbst als gottbeseeltes Genie gewürdigt hat, eine wichtige Rolle bei der Bewertung der mittelalterlichen Baukunst. Goethe erkannte am Straßburger Münster den besonderen Charakter und die Größe der gotischen Kunst, die man bis dahin verachtet hatte. Er sah darin ein gewaltiges, organisch gewachsenes, der Natur nachgebildetes Kunstwerk. Die Karlsruher Entdeckung bringt an einer wichtigen Stelle ganz überraschend Licht in die weitgehend dunkle Baugeschichte des Breisacher Münsters. Für die Stadt Breisach wahrhaftig ein bedeutendes Ereignis.

Emil Göggel

PatroziniumsGottesdienst am Stephanustag, 26. 12. 2010 10.30 Uhr

Der Münsterchor singt die pastoral anmutende »Missa brevis in G-Dur« von W. A. Mozart (1756 - 1791). Sie erinnert an Hirtenmusik und passt daher sehr gut in die Weihnachtszeit. Der Chor unter Leitung von Nicola Heckner hat dazu Chorwerke aus dem »Messias« von G. F. Händel einstudiert. Solisten Christine Märtin (Sopran), Caroline Neukamm (Alt), Menno Koller (Bass), Alvaro Zambrano (Tenor). Wer war

Erwin von Steinbach?

Der Geschichtsverein Breisach lädt zusammen mit dem Münsterbauverein Breisach zu einem Vortragsabend über den Kirchenbauer E. v. Steinbach (1244 - 1318) ein. Von ihm hat man erst im vergangenen Jahr neue Zeichnungen entdeckt, die zeigen: Der Hochchor des Breisacher Stephansmünsters wurde - ebenso wie die Hochchöre in Freiburg, Straßburg und Thann - von ihm geplant. Referentin: Anne-Christine Brehm vom Institut für Baugeschichte, Universität Karlsruhe Donnerstag, 9. Dezember um 20 Uhr im Tagungsraum des Hotels am Münster.

In einem weiteren

Hornkonzert

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erschließen Professor Christian Lampert und seine Meisterschüler allen Musik- und Münsterfreunden mit ausgewählten Hornbearbeitungen die große Welt der Oper. (EG) Am 22. Januar 2011 erwartet die Kunstfreunde wieder ein besonderer Genuss. Zum 4. Mal wird Herr Professor Christian Lampert von der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart mit seinen Schülern, die heute in den renommiertesten Deutschen Orchestern spielen, zu einem Benefizkonzert zugunsten des Breisacher Münsterbauvereins nach Breisach kommen. Die vorangegangenen Konzerte haben ein außerordentlich großes Interesse gefunden. Beim letzten Benefizkonzert hatten die Musiker, die auf jegliches Honorar verzichten, dem Münsterbauverein stattliche 3000 Euro übergeben. Die Steinpatenschaftsurkunde aus Breisach schmückt das »Hornzimmer« der Musikhochschule Stuttgart. Im kommenden Konzert erschließt Professor Lampert allen Musik-und Münsterfreunden mit atemberaubenden Hornbearbeitungen die große Welt der Oper. Freuen Sie sich mit dem Münsterbauverein, der Pfarrgemeinde St. Stephan, der Stadt Breisach und der Jugendmusikschule Westlicher Kaiserstuhl-Tuniberg auf einen musikalischen Hochgenuss.

Und noch eine

Geschenkidee

zugunsten des Münsters St. Stephan

Aus dem Münster:

Vor 500 Jahren eingebaute Sandsteine Ob als Dekorationsstück, als Kerzenleuchter oder als Buchstütze: Ein solcher nur noch kurze Zeit zu erwerbender UraltSandstein wird das Herz jedes Beschenkten erfreuen.

Von 10 bis 200 Euro

Samstag, 22. Januar 2011 im HansJakob-Hof des Badischen Winzerkellers Breisach, Beginn 20.00 Uhr. Eintritt frei – Spenden sind erwünscht.

Sicher haben Sie die Skulptur links schon einmal gesehen: Wo befindet sie sich ? Aus Heft 2010-1: Türsturz am Rathaus, Eingang Kapuzinergasse; Relief von Helmut Lutz aus dem Jahr 1985. Die Reliefs (insgesamt 7 Stück) stellen Aufgaben und Tätigkeiten der Rathausbediensteten dar. Im Relief rechts werden die Gesamtgemeinde betreffende Wahlsymbole gezeigt (Wahlzettel, Urne usw.)

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Unser Münster 2 - 2010

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Damit steht fest, dass der Baumeister des Straßburger Münsters und des Freiburger Münsterturms auch den Chor des Breisacher Stephansmünsters entworfen hat. Jeder, der sich mit der Baugeschichte des Breisacher Münsters befasst hat, weiß, dass es dazu keine schriftlichen Zeugnisse für die Zeit vom 12. bis zum Ende des 16. Jahrhunderts gibt. Alle Urkunden, Ratsprotokolle und andere Quellen, die darüber Auskunft geben könnten, sind bei Kriegen, von denen Breisach betroffen war, vernichtet worden. ...

wurde also zur selben Zeit gebaut, in der Meister Erwin, der die berühmte Westfassade des Straßburger Münsters plante und ausführte, in Freiburg tätig war. Der jüngst entdeckte, auf 1275 datierte Plan, zeigt einen Grundriss und eine Querschnittzeichnung des Breisacher Chors. Anna-Christine Brehm, Doktorandin am Institut für Baugeschichte, hat bei dem von ihr vor Ort vorgenommenen Vergleich und der am Computer möglichen »Überlagerung« der Pläne festgestellt, dass der Grundriss mit der Ausführung übereinstimmt, die Schnittzeichnung ebenso, dass sie allerdings höher ist und dass die Fenster dort breiter sind. Er wurde also nicht in allen Teilen nach dem vorliegenden Entwurf gebaut. Zwei darin skizzierte Seitenschiffe und die zugehörigen beiden Apsiden sind weggefallen. Böker zieht aus diesen Forschungsergebnissen folgende Schlussfolgerung: »Breisach war eine Münsterbaustelle, die – ebenso wie eine solche in Thann – von Freiburg aus geleitet wurde.« Im ganzen Mittelalter waren, fügt er erklärend hinzu, derartige Abordnungen – etwa eines Meisters mit sechs Steinmetzgesellen – üblich. In Breisach wäre es zur damaligen Zeit zu kompliziert gewesen, fähige Handwerker für eine Bauhütte anzuwerben. Ein besonders interessanter Aspekt ergibt sich, wenn man diese neuesten Erkenntnisse in Zusammenhang bringt mit dem Ergebnis der erst vor wenigen Jahren erfolgten dendrochronologischen Untersuchung des im Chordach verwendeten Holzes. Es wurde im Winter 1291/92 gefällt. Im Mittelalter war es üblich, das Holz saftfrisch zu verarbeiten. Man kann daher davon ausgehen, dass das Chordach im Laufe des Jahres 1292, vielleicht auch ein Jahr später, fertig gestellt worden ist, nicht ganz 20 Jahre nach den zeichnerischen Entwürfen von Meister Erwin.

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Gesehen am Münsterweg

Die Nachricht ist für Breisach ähnlich sensationell wie für die Stadt Freiburg, die jetzt Gewissheit darüber hat, dass Erwin von Steinbach ihren Münsterturm geplant hat. Denn auf demselben Pergament, das diese Entdeckung bezeugt, haben Forscher vom Institut für Baugeschichte an der Karlsruher Universität Zeichnungen von »Meister Erwin« zum Breisacher Hochchor gefunden.

zugunsten des Münsters St. Stephan

Der Münsterbauverein im Internet :

www.st-stephan-breisach.de oder www.unser-münster.de

Liebe Mitglieder des Münsterbauvereins, liebe Freunde des Münsters St. Stephan,

»unser Münster«:

War dies das letzte Heft? Von Dr. E. Grom

Sie haben sich nun, geneigter Leser, durch 20 Jahre Renovierungsgeschichte des Breisacher Münsters gearbeitet. Bald ist das Werk ganz vollendet und so könnte der Münsterbauverein sich dankbar zurücklehnen und sich auf seinen Lorbeeren ausruhen. Nun, so wird es nicht sein. Wie an jedem großen Bauwerk ist man nie »ganz fertig«. So versteht auch der Münsterbauverein seine Aufgabe. Er wird sich mit langem Atem auch kommenden Aufgaben stellen. Und die Redaktion von unser Münster – obschon inzwischen auch in die Jahre gekommen und teilweise »renovierungsbedürftig«, hat sich entschlossen, diesen Weg weiter zu begleiten. Dies nicht zuletzt deshalb, weil unser Münster sich in den vergangenen 20 Jahren einen großen Freundeskreis erschließen konnte. Vielen Gesprächen konnten wir entnehmen, mit wieviel

Impressum

Vorfreude auf das »nächste Heft« gewartet wurde und dies nicht nur in Breisach und Umgebung, sondern in ganz Deutschland verstreut. unser Münster wird als Dokumentationsquelle beim LDA in Stuttgart/ Esslingen, im Erzbischöflichen Ordinariat sowie beim Deutschen Literaturarchiv in Berlin gesammelt. Dieser erfreulichen Resonanz sieht sich die Redaktion verpflichtet. 20 Jahre älter geworden, muss sie ihre Kräfte etwas schonen und so wird es ab 2011 jährlich ein Heft zu Weihnachten geben – bis eben dann in ? Jahren sich wieder eine neue Generation um den Erhalt unseres ehrwürdigen St. Stephansmünsters kümmern wird.

das Jahr 2010 geht zu Ende und damit auch die 20 Jahre dauernde Renovierung des Münsters. Als Vorsitzender des Münsterbauvereins Breisach e.V. darf ich mich im Namen der Vorstandschaft bei allen Freunden, Förderern und Spendern des Münsters für ihr Engagement zugunsten der Renovierung des Breisacher Wahrzeichens sehr herzlich bedanken. Ich möchte in meinen Dank besonders auch die über 250 Steinpaten einschließen. Mit dem endgültigen Abschluss der Renovierung werden wir auch die Aktion »Steinpatenschaften« einstellen. Auf Tafeln in der Nordkonche werden im kommenden Frühjahr alle Steinpaten ihren Namen finden. Was das Ihnen vorliegende, dieses Mal 40 Seiten starke Heft »unser Münster« zu sagen hat, sehen Sie beim Lesen selbst. An dieser Stelle darf ich herzlich auch allen danken, die die Herausgabe der Informationsschrift im Jahr 2010 mit Beiträgen und Bildmaterial unterstützten und auf diese Weise mithalfen, unser Münster zu einer lesens­wer­ten Zeitung zu machen. Wie jedes Jahr legt Ihnen die Redaktion ein kleines Dankeschön bei: Es ist nochmals die Doppelkarte mit dem ansprechenden, winterlichen Münstermotiv von H. Willhauck. Ihnen, Ihren Familien und Freunden wünsche ich gesegnete Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr. Ihr

Ihre Hermann Metz - Erwin Grom - Martin Hau

Redaktion: Hermann Metz, Dr. Erwin Grom Layout: Martin Hau Herausgeber: Münsterbauverein Breisach e.V. Druck: Meisterdruck, Reute Münsterplatz 3, 79 206 Breisach, Konten: Tel. 07667/203 Fax. 566 Sparkasse Staufen-Breisach KTN: 6000 509; BLZ: 680 523 28 www.st-stephan-breisach.de Volksbank Breisgau-Süd [email protected] KTN: 25 99 18 BLZ: 680 615 05

1. Vorsitzender

Bilder: Archiv der Pfarrei St. Stephan; privat; andere: Stadtarchiv Seiten 3, 22, 29 M. Hau: Seiten 20, 22, 27, 28, 33 Kalusche: Seite 14 Metz: Skizzen Seiten 3, 9, 10, 18, 23, 25, 31 Bad. Winzerkeller Seite 34 Germanisches Nationalmuseum Nürnberg Seite 38 Fensterlogo: H. Metz

Großer Rückblick Innenrenovierung und Außenrenovierung - Aktuelle Informationen