CulturGeschichteRaritätenBayern eV - CGRBayern eV

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CulturGeschichteRaritätenBayern e.V. Friedrichstraße 21 80801 München Tel: 089/38390532; mobil: 01705838470 Fax: 089/394242 E-Mail: [email protected] ...

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CulturGeschichteRaritätenBayern e.V. Friedrichstraße 21 80801 München Tel: 089/38390532; mobil: 01705838470 Fax: 089/394242 E-Mail: [email protected] Internet: www.cgrbayern.de ___________________________________________________________________________________________

Programm für Juli 2015 bis Dezember 2015 Donnerstag, den 09. Juli 2015: Gegen den Strich - Keith Haring in der Kunsthalle München Der von der Graffiti-Kunst stark beeinflusste Aktionskünstler Keith Haring wurde mit seinen piktogrammartigen bunten Männchen weltbekannt. Im New York der konservativen Reagan-Ära wollte er mit seiner Kunst auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen. Sein Wahlspruch lautete: „Nichts ist so erfrischend wie ein beherzter Schritt über die Grenzen“. Er engagierte sich mit seinen Bildern für Abrüstung und Gleichberechtigung der Menschen und kritisierte kapitalistische Strukturen. 1990 starb Keith Haring mit gerade 31 Jahren an den Folgen von Aids. Erstmals seit 15 Jahren in Deutschland und zum allerersten Mal in München zeigt die Kunsthalle eine Einzelausstellung über diesen bemerkenswerten Künstler. Mehr als 160 Kunstwerke zeugen von der Vielfalt seines Schaffens, dokumentarisches Material vervollständigt das Bild von Haring als Künstler und Aktivist. Wenn Harings Schaffensphase auch kurz war, sein Ideal einer politisch engagierten Kunst lebt weiter und die Wirkung seiner plakativen Bildsprache ist ungebrochen. Ulrich Sebulke, Kunsthistoriker, führt uns durch die Ausstellung und erläutert die politischen und sozialkritischen Aspekte von Harings Lebenswerk. Wir treffen uns um 16.45 Uhr im Kassenraum der Kunsthalle. Kosten: € 10 zzgl. Eintritt; um Anmeldung wird gebeten.

Donnerstag, den 30. Juli 2015: „Der heimliche König von Schwabylon“ Rolf von Hoerschelmann war einer der letzten Überlebenden der Belle Epoque Schwabings, jener aufregenden Zeit um das Jahr 1900, als Künstler, Philosophen, Propheten und entlaufene höhere Töchter das inzwischen zum Mythos gewordene „Wahnmoching“ bevölkerten. Er entstammte einer deutsch-baltischen Gelehrtenfamilie und kam 1903 als 18-Jähriger nach München. Der kleinwüchsige Künstler wirkte bei den von Alexander von Bernus gegründeten „Schwabinger Schattenspielen“ in der Ainmillerstraße 32 mit, arbeitete für den „Simplicissimus“ und die „Jugend“ und machte sich einen Namen als Illustrator zahlreicher Bücher. Seine Leidenschaft galt jedoch dem Sammeln von allem, was mit Papier zu tun hatte. Man schätzte seine bibliophilen Kenntnisse und seine geistreiche Unterhaltung. So lebte Rolf von Hoerschelmann ein „Leben ohne Alltag“ in seinem Fuchsbau in der Gedonstraße 8 wie in seinem Buenretiro in Feldafing am Starnberger See und als „Austauschbohemien“ in Berlin. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er in der inneren Emigration zum Chronisten und gleichsam Archivar des alten Schwabings. Eva-Maria Herbertz, Germanistin, Historikerin und freie Autorin, hat Leben und Werk dieser schillernden Persönlichkeit in ihrem 2005 erschienen Buch „Der heimliche König von Schwabylon“ nachgezeichnet. Heute lädt sie uns zu einem Vortrag über das Schwabinger Original ein und wird diesen durch zahlreiche Dokumente illustrieren. Wir treffen uns im Kult-Imbiss um 19 Uhr, Nikolaiplatz 3. Kosten: € 12 incl. Getränke. Um Anmeldung wird gebeten.

-2Freitag, den 14. August 2015: In und um Benediktbeuern: Trachtenzentrum, Franz Marc Museum und Bauerntheater Angefangen hat alles bereits vor über 30 Jahren. Da wanderte der 16- jährige Internatsschüler Alexander Wandinger von Haus zu Haus und sammelte alte Fotos mit Menschen in Tracht sowie alte Kleidungsstücke. Inzwischen ist aus dieser Sammlertätigkeit das Trachten-Informationszentrum (TIZ) in Benediktbeuern hervorgegangen, dessen Bestände – weltweit einzigartig – mehr als 4000 Original-Kleidungsstücke, ca. 20.000 Bilder und eine umfangreich Bibliothek aufweisen. Das TIZ, dessen Träger der Bezirk Oberbayern ist, ist in den ehemaligen Stallungen des Klosters Benediktbeuern untergebracht. Und genau da beginnt unsere heutige Entdeckungsreise im Bayerischen Oberland, wo Brauchtum und Tradition noch eine große Rolle spielen. Nach einer sachkundigen Führung durch Herrn Wandinger lockt das Klosterbräustüberl zu einer Stärkung, bevor wir Richtung Kochel am See zum Franz Marc Museum aufbrechen. Um 16 Uhr erwartet uns ein qualifizierter Museumsmitarbeiter, der uns durch die Ausstellung führt und uns diese kunsthistorisch erläutern wird. Zurück in Benediktbeuern besuchen wir im Gasthof Post das Bauerntheater, Einlaß ist ab 19.00 Uhr. Zu später Stunde und gestärkt mit bayerischem Brauchtum, Essen und Trinken bringt uns der/die Kleinbusse wohlbehalten nach München zurück. Wir treffen uns im Hof der Friedrichstraße 21, von wo wir um 9.00 Uhr mit ein oder zwei Kleinbussen Richtung Benediktbeuern starten. Kosten: € 10 incl. Fahrt zzgl. Eintritt Musuem und Bauerntheater. Bitte zeitig anmelden, damit die Kleinbusse bestellt werden können.

Freitag/Samstag, den 04./05. September 2015: Ausflug nach Ingoldstadt Vor 200 Jahren fegte ein Sturm durch Europa. Napoleon, der Kaiser der Franzosen, wirbelte die alte Staatenwelt durcheinander. Auch das Schicksal Bayerns schien besiegelt. Doch Bayern wechselte auf die Seite Napoleons und gewann so die Königskrone. Das junge Königreich entwickelte sich zu einem der modernsten Staaten Europas. Das hatte seinen Preis: Die bayerischen Soldaten marschierten an der Seite des Kaisers durch halb Europa und bis an den Abgrund. „Napoleon und Bayern“, so lautet das Thema der Bayerischen Landesausstellung und eine Führung durch die Ausstellung steht im Mittelpunkt unseres Besuches in Ingoldstadt. Davor bereits lernen wir das moderne Ingolstadt kennen: eine Überblicksführung „Produktion kompakt“ im Audi-Zentrum ist nach unserer Ankunft am Freitag geplant. Wir erleben hautnah den gesamten Produktionsablauf eines Audi: im Presswerk spüren wir die Druckkraft der Umformwerkzeuge und im Karosseriebau erleben wir das faszinierende Ballett der Schweißroboter. Wir lernen Fügetechniken kennen und werden Zeuge einer „Hochzeit“ - wenn in der Endmontage Antriebsplattform und Karosserie zusammengefügt werden. Ein Kulturbummel durch das historische Ingolstadt rundet unseren zweitägigen Besuch ab. In seiner über 1200-jährigen Geschichte war Ingolstadt Schauplatz zahlreicher Ereignisse und Entwicklungen. Noch heute zeugen im historischen Stadtkern viele Kirchen, Gebäude und Kunstwerke von längst vergangenen Zeiten. Mit dem Bayern-Ticket starten wir am Freitag um 8.21 Uhr am Münchner Hauptbahnhof, die Rückkehr wird am Samstag gegen Abend erfolgen. Im Hotel „Adler“ in der Fußgängerzone sind Doppel- und Einzelzimmer vorbestellt. Kosten und weitere Einzelheiten erfahren die Teilnehmer kurz vor der Reise. Bitte rechtzeitig anmelden, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

-3Freitag, den 25. September 2015: Italiensehnsucht in der Schackgalerie Die Sammlung Schack in der Münchner Prinzregentenstraße ist eine der wichtigsten Sammlungen zur deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts. Sie wurde von Adolf Friedrich Graf von Schack begründet, der neben Ludwig I. der bedeutendste Sammler zeitgenössischer Malerei in Deutschland war. Mit dem Tod des Grafen fiel die Sammlung als Vermächtnis an den deutschen Kaiser. Inzwischen wird sie durch die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen betreut. Constanze Linder - Haigis, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin, lädt uns heute zu einem Besuch in die Galerie ein mit dem ausgewählten Ziel, unsere Italiensehnsucht zu entfachen. Als der 20-jährige Schack (1815 bis 1894) im Jahre 1835 zum ersten Mal Italien bereist und dort die großen Gemäldegalerien besucht, wird sein Interesse für die Malerei geweckt. „In diesen Gegenden muß man zum Künstler werden“ schreibt schon Goethe in „Die italienische Reise“(1786). Er erzählt von einer Bildungsreise, bei der Natur- und Kunststudium der Persönlichkeitsbildung und der Vervollkommnung des Ichs dient. Damit wurde aus der klassischen enzyklopädischen Italienreise eine individuellere, sensualistische Reise in den Süden. Schack sammelte Landschafts- und Stadtmotive Italiens: die Werke reichen von der idealen Landschaftsdarstellung über die genaue Naturbeobachtung, von lyrischen und mythischen Landschaften zu atmosphärischen Stadtansichten und exakten Architekturdarstellungen. Wir erleben so eine Reise von Venedig über Rom an den Golf von Neapel bis nach Sizilien. Alle, die das lockt, sind herzlich eingeladen. Wir treffen uns um 16.00 Uhr in der Schack Galerie, Prinzregentenstraße 9. Kosten: € 10 zzgl. Eintritt; um Anmeldung wird gebeten.

Donnerstag , den 08. Okober 2015: Großes Vereinsfest Auch in diesem Jahr soll wieder ein Vereinsfest stattfinden. Es steht zwar kein Jubiläum an, aber die Vereinskasse ist gefüllt und der Sinn nach Feiern bei den Mitgliedern ungebremst. Keine Geringere als die Bayernmetropole München selbst steht heute im Mittelpunkt des Festes. Aber wie bitte:„München, Du aufplatzte Weißwurscht“? Kulturhauptstadt, führende Mode- und Messestadt, so „in“, dass es „inner“ nimmer geht. Aufplatzt? Weißwurscht? Geht gar nicht!!! Geht doch, sagt Kabarettistin Gabi Lodermeier, hakt sich bei ihrem musikalischen Begleiter Harald Helfrich unter und marschiert auf die Bühne. Was folgt ist ein „feinwürzig schwarzgelber Coupletgenuß an hausgemachtem Senf“. In Dur und Moll tauchen die verwegensten Gestalten und Gestaltinnen auf, wir erleben München, wie es geliebt, gelebt, wie es geachtet und geächtet wird. Von nostalgisch bis modern reicht die Palette mit Texten von Emil Vierlinger bis Jörg Maurer und Kompositionen von Ludwig Prell bis Harald Helfrich. Wir dürfen gespannt sein auf einen vergnüglichen Streifzug durch Münchens (Volkssänger)geschichte mit eigenwilligen Interpretationen, Stadtteilgstanzln und zwei Künstlern, die das Lokalkolorit der Landeshauptstadt stimmlich auf ungewöhnliche Weise kommentieren. Die Veranstaltung findet im Kellertheater „theater... und so fort“ in der Kurfürstenstraße 8 statt, wo wir schon öfter zu Gast waren. Da der Theaterraum groß genug ist, sind Gäste auch diesmal wieder herzlich willkommen (Kostenbeitrag: € 10). Für die CGR-Mitglieder sind Vorstellung und Büffett kostenfrei, lediglich für die Getränke muß jeder selbst aufkommen. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr. Nach den Darbietungen lädt die Theaterbar zu einem abschließenden Verweilen ein. Um Anmeldung wird gebeten.

-4Sonntag, den 25. Oktober 2015: Historische Reitstätte in Dirnismaning Maria Apostolopoulos ist leidenschaftliche Reiterin und besonders gern reitet sie mit Kindern. Sie möchte uns heute entführen in „ihre“ Reitanlage bei Dirnismaning, einem kleinen Ortsteil von Garching im Münchner Norden mit 150 Einwohnern. Idyllisch gelegen und umgeben von Heideflächen und Isarauen, befindet sich hier seit mehr als 50 Jahren der symphathische „Verein Münchner Pferdefreunde“. Vor allem Kinder und Jugendliche werden im Reitsport und im Voltigieren in unmondänem und urigem Ambiente gefördert, und auch für Menschen mit Behinderung hat sich eine kleine Reitgruppe gebildet. Der Verein feierte im vergangenen Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Seine Wurzeln reichen nach Schwabing, genau zum Biederstein Nr. 8. Was dort in der Nacht zum 18.11.1963 geschah und welch` spannende Vereinschronik sich hieraus entwickelte, das möchte uns Frau Apostolopoulos bei einem kurzweiligen Rundgang durch die Stallungen und über das Reitgelände erzählen. Danach lädt das gemütliche Reiterstüberl zum Verweilen ein und wer sich traut, der kann zuvor eine Runde mit Karl, dem Pferdekutscher, und dessen Kutsche drehen. Zum feierlichen Abschluß des Besuches wird uns die Voltigiergruppe des Vereins eine Vorführung Ihres Könnens bieten. Beginn der Veranstaltung für alle Teilnehmer ist um 14.00 Uhr am Reitstall, Freisinger Landstraße 55 in Garching-Dirnismaning. Für die Sportlichen gibt es die Möglichkeit mit Treffpunkt um 13.00 Uhr am Seehaus über den Aumeister und den herrlichen Isarradweg zum Reitgelände zu gelangen. Die reine Fahrzeit beträgt etwa 45 Minuten. Ansonsten stehen im Reitgelände Parkplätze zur Verfügung. Kosten: € 10; um Anmeldung wird gebeten.

Donnerstag, den 12. November 2015: Die Residenz – Münchens prunkvoller Herrschersitz Die Münchner Residenz der Wittelsbacher zählte im 17. und 18. Jahrhundert zu den prächtigsten Bauten in Europa und noch heute gilt der ehemalige Herrschersitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige als bedeutendste und größte Schlossanlage Deutschlands. Die Bauzeit der Residenz erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte: Sie begann mit Herzog Albrecht V., der den größten Renaissancesaal nördlich der Alpen errichten ließ. Herzog Wilhelm V. erweiterte die Anlage u.a. mit der Reichen Kapelle, den Steinzimmern und dem Kaisersaal. Kaiser Karl VII. ließ das Schloss im Glanz des Rokoko erstrahlen, Francois Cuvillies gestaltete für ihn die Reichen Zimmer als Parade- und Staatsappartements. König Ludwig I. ergänzte den Gebäudekomplex um die Hofkirche sowie eine neue Prachtfassade. Auch König Ludwig II. hinterließ seine Spuren: er richtete sich eine Traumwelt auf dem Dach des Schlosses ein. In der Residenz entschied Napoleon über die Zukunft Bayerns und König Gustav Adolf von Schweden war so begeistert von dem „herrlichen Wundergebäu“, dass er es am liebsten mit in seine Heimat genommen hätte. Kathrin Liakov ist Historikerin und offizielle Gästeführerin der Stadt München. Sie besucht mit uns heute Teile der Schlossanlage und berichtet bei einem Gang durch die Räume über deren frühere Bewohner, ihre Sitten und Gewohnheiten aber auch ihre historische Bedeutung. Wir treffen uns um 14.30 Uhr im Kassenraum der Residenz. Kosten € 10 zzgl. Eintritt. Um Anmeldung wird gebeten.

-5Freitag, den 27. November 2015: Römer und Bayern Wer erinnert sich nicht gern an unsere letzte Jahresversammlung, in deren vergnüglichem Teil Jean – Marie Leleu als fescher Römersoldat aufgetreten ist und „Küchenlatein“ zum Besten gegeben hat. Wir wollen den Mitgliedern köstliche Fotos von dem heiteren Auftritt nicht vorenthalten und wer will, kann sich heute ein Erinnerungsbild mitnehmen. Aber Jean – Marie kann auch anders! Er hat sich intensiv mit dem Beginn der Eroberung Raetiens im Jahre 15 v. Chr. und der darauf folgenden Entwicklung auseinandergesetzt: Z.Zt. des römischen Kaisers Augustus wurde das keltisch besiedelte Gebiet Altbayerns südlich der Donau Teil einer Provinz des Römischen Reiches, genannt Raetien. Die „räuberischen raetischen Alpenstämme“ waren gar nicht begeistert, als die ersten römischen Legionen über die Alpen kamen und das von Kelten besiedelte Gebiet besetzen wollten. Doch vor der Großoffensive Roms, Germanien bis zur Elbe dem Römischen Reich einverleiben zu wollen, war kein Kraut gewachsen. Wichtige Stützpunkte der Römer waren in der Folgezeit Kempten, Augsburg und Regensburg, wo interessante archäologische Funde einen guten Einblick in das tägliche Leben der damaligen Besatzer geben. Auch kleinere Orte wie Schwangau oder Seebruck weisen bedeutsame Zeugnisse dieser Zeit auf. Die Provinz Raetien erlebte ihre Blütezeit im 2. und 3. Jahrhundert. Als das Römische Reich trotz Limes den nach Süden drängenden germanischen Stämmen nicht mehr gewachsen war und schließlich zusammenbrach, lag Bayern völlig schutzlos da. Die Bajuwaren und damit das Mittelalter konnten kommen! Wir treffen uns um 19.00 Uhr im Kult-Imbiss, Nikolaiplatz 3; Kosten: € 12 incl. Getränke; um Anmeldung wird gebeten.

Samstag, den 12. Dezember 2015: Franziskanische Frömmigkeit in Kunstwerken des Bayerischen Nationalmuseums Die Ordensgründungen des hl. Franz von Assisi (1181 – 1226) waren nicht nur durch selbstgewählte Armut geprägt („Bettelmönche“), sondern vor allem durch eine volksnahe Seelsorge. In den Stadtklöstern des Ordens entwickelte sich im Mittelalter insbesondere durch die volkssprachlichen Predigten eine ganz eigene, neue Spiritualität, die die Heilsgeschichte lebendig werden lässt. Dies geschah insbesondere durch die Fokussierung auf jene Momente des Heilsgeschehens, in denen die Menschlichkeit des Gottessohnes ganz besonders zum Ausdruck kommt: die Kindheit Jesu Christi und seine Passion. Das Bemühen, diese biblischen Episoden dem Volk anschaulich werden zu lassen, führte nicht nur zu neuen Darstellungsformen (Krippen, Weihnachsspiele, szenische Predigten), sondern auch zu neuen Bildschöpfungen, die bewusst die Emotionen der gläubigen Betrachter ansprechen. In der Säkularisation 1803 wurden die Franziskanerklöster Bayerns aufgelöst und abgerissen oder profaniert. Doch einige ihrer Kunstwerke – Meisterwerke der spätmittelalterlichen Malerei – gelangten in das Bayerische Nationalmuseum und geben dort heute noch reiches Zeugnis von der franziskanischen Frömmigkeit. Dr. Anna – Laura de la Iglesia y Nikolaus ist Kunsthistorikerin und wird uns einige Meisterwerke vorstellen und beschreiben. Nach der Führung lädt das Museumscafe` bei Glühwein oder Kaffee und Kuchen zum Verweilen ein. Wir treffen uns um 14.00 Uhr im Kassenraum des Museums. Kosten: € 10 zzgl. Eintritt; um Anmeldung wird gebeten.