Das Große Moor bei Becklingen – eine - Nlwkn - Land Niedersachsen

Das Große Moor bei Becklingen – eine - Nlwkn - Land Niedersachsen

Das Große Moor bei Becklingen – eine Landschaft mit Geschichte Ein Moor entsteht ... Seeschlamm Mineralischer Untergrund Verlandender See Niedermoo...

2MB Sizes 0 Downloads 0 Views

Recommend Documents

Jahresbericht NLWKN 2010 - Land Niedersachsen
Von Herbert Schulz ... werden. Kontakt: Herbert Schulz, Betriebsstelle Hannover-. Hildesheim ...... Von Rainer Carstens,

Seebericht Dümmer - Nlwkn - Land Niedersachsen
gebrauch – Online verfügbar auf: www.nlwkn-niedersachsen.de. ELSNER, H. (2003): Naturerlebnis Dümmer. Edition Temmen

Jahresverzeichnis 2002 22 - Nlwkn - Land Niedersachsen
Flughafen Ciudad Real: Neubau eines Flughafens in einem Natura 2000-Gebiet, von O. INFANTE, S. 32-33. • Offshore-Windp

Eine »Reise« durch das mystische Ibmer Moor - moor-ausflug.at
Gegen Süden bietet sich bei guter Fernsicht ein atemberaubender Blick auf die Alpenkette. Abb. 3. Der große Brachvogel.

Hochwassermeldedienst Niedersachsen Untere Mittelelbe - Nlwkn
Abbildung 35: Hochwasser 2013 – Abflussganglinien der Elbe im Abschnitt Brandýs nad Labem (Kostelec nad. Labem) bis N

Rote Liste Niedersachsen und Bremen, 5 - Nlwkn
Briza media. Bromus arvensis. Bromus racemosus. Bupleurum tenuissimum. Camelina microcarpa ssp. sylvestris. Carex approp

Rahmenvertrag für das Land Niedersachsen - 01.07.2011
01.07.2011 - BKK Landesverband Mitte, Landesvertretung Niedersachsen ... dem Land Niedersachsen als überörtlichem Sozi

Nachhaltigkeitsstrategie für Niedersachsen - Land Niedersachsen
verbände und der Rat für nachhaltige Entwicklung als unabhän- giges Beratungsgremium der Bundesregierung. Mittlerweile v

Das Dobra Moor - Zobodat
DI Karl Hack, Architekt. Jakschstr. 10, 9500 Villach. 6. M ärz 1995. H errn. Mag. Karl-Heinz Grasser. Landeshauptm anns

moor-fibel - Das Johannesbad
MOOR-FIBEL. Moor erleben und genießen. Page 2. Die Rückkehr zu Traditionen, zu altem Wissen über die Natur und ihren

Das Große Moor bei Becklingen – eine Landschaft mit Geschichte Ein Moor entsteht ...

Seeschlamm Mineralischer Untergrund

Verlandender See

Niedermoortorf Seeschlamm Mineralischer Untergrund

Vor etwa 125.000 Jahren schufen die Schmelzwässer der Gletscher am Ende der Saale-Kaltzeit eine 15 Kilometer lange Abflussrinne in der Moränenlandschaft. Damit war der Grundstein für die Entstehung des Großen Moores gelegt. In der folgenden Weichsel-Kaltzeit vor 115.000 bis 11.700 Jahren haben Fließgewässer Feinmaterial am Grunde der Abflussrinne abgelagert. Auf dieser wasserundurchlässigen Schicht sammelte sich Wasser wie in einer flachen Schüssel. Im sauerstoffarmen Wasser aber können sich absterbende Pflanzenteile kaum zersetzen. Es entsteht Torf.

Solange das Moor vom Grundwasser beeinflusst ist, handelt es sich um ein Niedermoor. Weil der Torfkörper und die darauf wachsenden Torfmoose wie ein Schwamm Wasser aufsaugen und festhalten können, steigt der Wasserspiegel mit dem Höherwachsen des Moores. Der Kontakt zum Grundwasser geht verloren und das Moor wird in seinen oberen Schichten nur noch vom Regenwasser gespeist. Da aber das Regenwasser viel nährstoffärmer als das Grundwasser ist, wandelt sich die Vegetation. Nur noch Hungerkünstler unter den Pflanzen können existieren. Mit der Zeit bildet sich immer mehr Torf und das Hochmoor wölbt sich wie ein Uhrglas über die umgebende Landschaft auf. Die Hochmoorbildung dauerte im Großen Moor bis weit über das Mittelalter hinaus und nahm mit etwa 7,5 Kilometer Länge und 3 Kilometer Breite beachtliche Ausmaße ein.

Bruchwald

Die Realisierung des Beobachtungsturmes und der Infotafeln haben gefördert:

Natur erleben in Niedersachsen EUROPÄISCHE UNION Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

Mehr über Naturerlebnisse in Niedersachsen: www.natur-erleben.niedersachsen.de

Hochmoortorf Bruchwaldtorf Niedermoortorf Seeschlamm Mineralischer Untergrund

Hochmoor Entstehung eines Hochmoores

Projektträger: Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Betriebsstelle Lüneburg, Geschäftsbereich IV Naturschutz Adolph-Kolping-Straße 6, 21337 Lüneburg Text: Prof. Dr. Thomas Kaiser · Grafik u. Illustration: Marion Otto, Dipl.-Designerin Fotos: Hans-Joachim Clausnitzer, Prof. Dr. Thomas Kaiser, Jürgen Kühl, Planula, John Oliver Wohlgemuth

Legende

Landschaftswandel im Großen Moor (Zustand um 1770, um 1900 und 2007 vor Beginn der Renaturierungen)

Acker Wiesen u. Weiden Gärten

Naturschutzgebietsgrenze Gewässer Heide Moor

Wald Dörfer u. sonstige Bebauung Straßen u. Wege

... vergeht ... Bis Ende des 18. Jahrhunderts blieb das Große Moor vom Menschen weitgehend unberührt. Erst 100 Jahre später zeigen historische Karten einen Teil der heutigen Wegeverbindungen. Handtorfstiche, Entwässerungsgräben und Bienenzäune zeugen von zunehmenden Nutzungseinflüssen. Der Torfstich wurde bis Ende der 1950er Jahre betrieben. Trotzdem verblieben ausgedehnte naturnahe Moorflächen und selbst ein großer Moorbrand im Jahr 1959 konnte nicht stärker schaden.

1964 aber wurde begonnen, das Moor durch ein dichtes Entwässerungsnetz großflächig trocken zu legen und für die landwirtschaftliche Nutzung zu kultivieren. 1980 waren 41 Prozent der Moorflächen in Grünland oder Acker umgewandelt und weitere 30 Prozent mit Nadelbäumen aufgeforstet. Um wenigstens die verbliebenen Moorreste zu erhalten, wurde 1985 der Südteil des Großen Moores mit 797 Hektar Größe zum Naturschutzgebiet erklärt. Trotzdem trocknete das Moor durch die Entwässerung immer weiter aus. In der Folge eroberten Birken und Kiefern die Flächen und verdrängten Wollgras, Torfmoos, Sonnentau und viele andere Moorpflanzen. Auch der Charaktervogel des Hochmoores, das Birkhuhn, verschwand zu dieser Zeit.

Tiefe Entwässerungsgräben durchzogen das Moor vor der Renaturierung

... und erwacht zu neuem Leben Was sich in Jahrtausenden entwickelt hatte, war in wenigen Jahrzehnten weitgehend zerstört worden. Ab 2006 aber begann der Naturschutz, dem Moor sein Wasser zurückzugeben und inzwischen erwacht es zu neuem Leben. Birkhuhnpaar

Das Große Moor bei Becklingen – Unland oder Ökosystemdienstleister? Moorschutz ist Landschaftsschutz Niedersachsen ist das von Natur aus moorreichste Land Deutschlands. Etwa 70 Prozent der Hochmoorflächen befinden sich hier. Allerdings werden 60 Prozent der Flächen land- und forstwirtschaftlich genutzt und auf 11 Prozent erfolgt Torfabbau.

Ausgedehnte Moore bedeckten einst große Teile Niedersachsens

Lange Zeit galten die Moore vor allem als unheimlich und lebensfeindlich. „O, schaurig ist’s, übers Moor zu gehen ...“, schrieb Annette von Droste-Hülshoff 1842 in ihrem Gedicht „Der Knabe im Moor“. Doch inzwischen schätzt der Mensch die erhabene Schönheit des Moores: „Es war eine endlose Weite, in der kein Gegenstand sich über Kniehöhe erhob und die Horizontlinie weithin durch das Moor selber gezirkelt wurde. Sammetgrüne, olivfarbene, rostbraune und blutrote Moorpolster bildeten das farbenreiche Muster des weichen, schwellenden Teppichs, über den der Fuß auf die Dauer nur mühsam zu schreiten vermochte und mit jedem Schritt Wasser aus dem saugenden Riesenschwamm herauspreßte. Es war eine Landschaft, in der Erhabenheit und Schönheit mit dem Grauen einer trostlosen Öde dicht nebeneinander wohnten.“ (Schilderung eines natürlichen Hochmoores von F. Overbeck, 1975)

Ein Moor mit intaktem Wasserhaushalt schützt das Klima

Unter den Torfmoospolstern werden Pflanzen und Tiere dauerhaft konserviert

Herbststimmung im Moor

Moorschutz ist Klimaschutz

CO2

In entwässerten Mooren wird der Torf unter Sauerstoffeinfluss zu Kohlendioxid zersetzt, das als Treibhausgas in die Luft entweicht. Jeder Hektar entwässertes Hochmoor entspricht der Kohlendioxid-Menge eines Mittelklassewagens mit einer Fahrtleistung von 20.000 Kilometern im Jahr. In naturnahen Mooren dagegen wird Kohlenstoff in den Pflanzenteilen gespeichert. Die Renaturierung von entwässerten Mooren ist daher eine sehr effiziente Form des Klimaschutzes.

Kraniche

Moorschutz ist Artenschutz

Moorschutz ist Hochwasserschutz

Moore sind Archive der Klima- und Vegetationsgeschichte

Nährstoffarmut, Dauernässe und ein kühles und windiges Kleinklima prägen das Moor als Extremstandort. Das Moorwasser ist durch gelöste Huminsäuren braun und sehr sauer. Nur hoch spezialisierte Tier- und Pflanzenarten können hier überleben. Moore beherbergen daher einzigartige und hochgradig gefährdete Lebensgemeinschaften. Moorschutz sichert das Überleben der seltenen Arten.

Wachsende Moore haben ein enormes Wasserrückhaltevermögen, denn Torfmoose können das 20- bis 40-fache des eigenen Gewichtes an Regenwasser speichern. Intakte Hochmoore puffern starken Regen ab, indem sie überschüssiges Wasser allenfalls verzögert an die Bäche abgeben. Sie wirken so Überschwemmungen entgegen.

Blütenstaub (Pollen), Pflanzen- und Tierreste erhalten sich im Moor unter Luftabschluss über Jahrtausende. Moore sind daher hervorragende Archive der Landschaftsgeschichte. Unsere Kenntnisse über den Klimaund Vegetationswandel nach der letzten Eiszeit verdanken wir ihnen.

Das Große Moor bei Becklingen – eine Landschaft im Umbruch 1985 wurde das Große Moor als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Seit 1997 ist es Bestandteil des Europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Doch der Naturschutz brauchte einen langen Atem. Seit 2006 erwacht das Moor aus seinem Dornröschenschlaf zu neuem Leben.

Marbostel bei Wietzendorf

Großes Moor Ohus

Wasser ist Leben

Ein zum Anstau gekammerter Entwässerungsgraben

Die Renaturierung eines Moores bedeutet vor allem, den gestörten Moorwasserhaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Dazu werden Entwässerungsgräben verfüllt. Mit diesem Ziel kaufte das Land Niedersachsen zwischen 1985 und 2012 475 Hektar Moor, Grünland und Wald. Seit 2006 stellen der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) Lüneburg und das Niedersächsische Forstamt Unterlüß zusammen mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) schrittweise wieder naturnahe Moorwasserstände her. Zunächst wurde das Moor „entkusselt“, das heißt von dem für intakte Moore untypischen Baumbewuchs befreit. Das Holz diente zu Hackschnitzeln verarbeitet der Energiegewinnung. Danach erfolgte der Verschluss der Entwässerungsgräben mit Torf. Dadurch kann das Regenwasser nicht mehr abfließen – der Moorwasserspiegel steigt an.

Torfwälle halten das Wasser im Moor zurück

Schnell ist der Moorwasserspiegel wieder angestiegen

Innerhalb von sechs Jahren wurden 155 Hektar Moorflächen entkusselt und vernässt, auf 123 Hektar Moorgrünland der Wasserstand angehoben, 5.300 Meter Hauptgräben gekammert, 42.600 Meter Schlitzgräben abgedichtet, 2.300 Meter Torfwälle aufgesetzt und 17.700 Meter Dränagen unterbrochen. Die mühevolle Arbeit hat sich gelohnt. Heute können viele Moorflächen selbst mit Gummistiefeln kaum noch betreten werden. Im zentralen Moor ist der Wasserspiegel um mehr als einen Meter angestiegen. Davon profitieren die Moorvegetation und die Tierwelt. Weitere Arbeiten laufen, um den Moorwasserspiegel soweit anzuheben, dass ein erneuter Birken- und Kiefern-Aufwuchs verhindert wird. Die Arbeiten werden überwiegend aus dem Europäischen Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und aus Mitteln des Landes Niedersachsen finanziert.

Siedlung an der Bahnhofstraße

Mit schwerem Gerät wird dem unerwünschten Gehölzaufwuchs zu Leibe gerückt

Heinrich Eggers – Moorschützer aus Wietzendorf Viele Jahre hat sich der gebürtige Wietzendorfer Heinrich Eggers (1929 bis 1998) für den Schutz des Großen Moores eingesetzt. In Würdigung dieses großartigen Einsatzes trägt der Beobachtungsturm seinen Namen. Von Jugend an in und mit der Natur aufgewachsen, hat sich der leidenschaftliche Naturschützer als Autodidakt umfassende Kenntnisse der heimischen Flora und Fauna erworben, dieses Wissen zur Verfügung gestellt und regelmäßig selbst Hand angelegt. Als Leiter der Jugendnaturschutzgruppe Wietzendorf e. V. hat er zusammen mit Peter Höner Jugendliche für den Naturschutz begeistert.

Widdernhausen

Kartengrundlage: Ausschnitt aus der Digitalen Topografischen Karte 1:25.000, vervielfältigt mit Erlaubnis des Herausgebers: LGLN, Landvermessung und Geobasisinformation Legende der durchgeführten Maßnahmen Maßnahmen der Fläche Durchforstung

Vernässung und Entkusselung

Entkusselung

Vernässung

Lineale Maßnahmen Traubenkirschen roden Neubau Verbindungsgraben Verwallung Weidezäune abbauen

Naturschutzgebietsgrenze

Das beim Entkusseln anfallende Holz dient der Energiegewinnung

Wir alle können Moore schützen Wer die Moore und das Klima schützen will, sollte auf Torf im eigenen Garten verzichten. Blumenerde aus Kompost, Rindenhumus oder Holzfasern sind Alternativen. Torffreie Erde ist am RAL-Gütesiegel zu erkennen. Durch Torfabbau werden Moore zerstört.

Das Große Moor bei Becklingen – Lebensraum für Pflanzen und Tiere Die Baumeister des Moores Sein Wachstum verdankt das Becklinger Moor wie alle Hochmoore den Torfmoosen. Sie speichern wie ein Schwamm große Wassermengen. Während die Moos-Spitzen nach oben zum Licht hin wachsen, sterben die unteren Teile ab. Die tote Substanz wird kaum zersetzt, da die dazu notwendigen Mikroorganismen in dem sauren, sauerstoffund nährstoffarmen Wasser weitgehend fehlen. Aus den unzersetzten Pflanzenteilen bauen sich Torfe auf. Das Moor wächst sehr langsam in die Höhe, schätzungsweise 0,5 bis 1,5 Millimeter jährlich. Das Becklinger Moor hat stellenweise eine Moormächtigkeit von 4,5 Metern und damit ein geschätztes Alter von etwa 4.500 Jahren.

Torfmoos

Kleine Moosjungfer Nordische Moosjungfer

Schwarzkehlchen

Große Moosjungfer Schwarze Heidelibelle

Neuntöter

Wachtelweizen-Scheckenfalter Wegerich-Scheckenfalter

Hochmoorbläuling und eine seiner Nahrungspflanzen, die Rauschbeere

Weiße Waldhyazinthe

Scheidiges Wollgras Moosbeere

Kreuzotter

Blütenpflanzen des Moores

Tiere des Moores

In den nassen Moorschlenken wachsen unter anderem das Weiße Schnabelried und zwei Arten des Sonnentaus, der Rundblättrige und der Mittlere Sonnentau. Die Blätter dieser Pflanzen sind scheinbar mit „Tautropfen“ besetzt, die Rundblättriger Sonnentau Insekten zur Rast einladen. In Wirklichkeit handelt es sich aber um klebrige Drüsen, an denen sich die Tiere verfangen. Der Sonnentau löst die kleinen Insekten auf und verbessert damit seine Nahrungsgrundlage. Eine andere „fleischfressende“ Pflanze ist der in Moorgewässern wachsende Kleine Wasserschlauch. Winzige Fangblasen unter Wasser öffnen sich bei Berührung und saugen Kleintiere ein.

Einige der auffälligsten Moorbewohner stammen aus der Gruppe der Vögel. Viele wechseln regelmäßig zwischen dem inneren Moorbereich und dem randlich gelegenen Nassgrünland, um dort ihre karge Nahrung aufzubessern. Typische Watvögel des Großen Moores sind Großer Brachvogel, Bekassine und Kiebitz. Regelmäßig ist das Trompeten der Kraniche zu hören und an lauen Juni-Abenden ist das Schnurren des Ziegenmelkers zu vernehmen. Bemerkenswerte Kleinvögel sind Raubwürger, Neuntöter, Schwarzkehlchen und Braunkehlchen. Gelegentlich streicht sogar der Seeadler über das Moor.

Etwas trockenere Moorbulten werden vom Scheidigen Wollgras und von verschiedenen Heidegewächsen eingenommen. Neben der Besenheide wachsen im Moor die Glockenheide und die Rosmarinheide. Auch die winzige Moosbeere und die an Heidelbeeren erinnernde Rauschbeere gehören zu den Heidegewächsen. Besonders attraktive Blüten zeigt im Hochsommer die Moorlilie. Auf mageren Moorweiden am Rande des Moores ist sogar eine Orchidee, die Weiße Waldhyazinthe, zu finden.

Unter den Kriechtieren ist besonders die Kreuzotter erwähnenswert, die sich gern auf offenen Torfflächen sonnt. In den Moorgewässern vermehren sich die „Edelsteine der Luft“: Typische Libellenarten sind hier Nordische, Kleine und Große Moosjungfer, Schwarze Der Kranich trompetet Heidelibelle sowie Torf-Mosaikjungfer. Eine besondere Rarität unter den Schmetterlingen stellt der Hochmoor-Bläuling dar. Auch der Rauschbeer-Spanner ist eng an das Moor gebunden.