Das Grundgesetz der Ehe - Folge mir nach

Das Grundgesetz der Ehe - Folge mir nach

Das Grundgesetz der Ehe E he und Familie sind nicht ein „Produkt der kapitalistischen Gesellschaft“, wie es der Kommunismus im Gefolge von Friederic...

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Das Grundgesetz der Ehe

E

he und Familie sind nicht ein „Produkt der kapitalistischen Gesellschaft“, wie es der Kommunismus im Gefolge von Friederich Engels1 behauptet, oder das Ergebnis eines langen zivilisatorischen Prozesses, sondern eine von Gott, dem Schöpfer, mit der Schöpfung des ersten Menschenpaars eingesetzte Form des Zusammenlebens von Mann und Frau.

So hat der Schöpfer seinen Entwurf für die Ehe folgendermaßen beschrieben: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.“ (1 Mo 2,24) Der Herr Jesus hat diesen Grundsatz noch einmal im Neuen Testament bestätigt: „Habt ihr nicht gelesen, dass der, der sie schuf, sie von Anfang an als Mann und Frau machte und sprach: ‚Deswegen wird ein Mann den Vater und die Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und die zwei werden ein Fleisch sein’?“ (Mt 19,4-5). Habt ihr nicht gelesen ...? Geht es uns nicht oft so: Wir kaufen ein technisches Gerät, packen es aus und schließen es sofort an? Erst wenn etwas nicht funktioniert, schauen wir in die Betriebsanleitung. Nicht, dass wir ein technisches Gerät mit dem Geschenk der 1

Ehe vergleichen wollten, aber: Willst du es etwa mit der Ehe genauso machen? Erst mal „irgendwie“ anfangen. Es wird schon klappen. Wenn es Probleme gibt, kann ich ja immer noch nachschauen, wie Gott es sich mit der Ehe gedacht hat. Dann wird der Herr dich vielleicht auch einmal fragen müssen: Hast du nicht gelesen ...? Der Segen des Herrn ruht darauf, wenn wir von Anfang an danach fragen: Was sagt Gottes Wort dazu? Der oben zitierte Vers ist gewissermaßen das göttliche „Grundgesetz der Ehe“. Ein genauer Blick in diesen Vers lohnt sich immer. Darum ...

F. Engels: Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates

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Gott, der Schöpfer, hat Mann und Frau unterschiedlich geschaffen – mit unterschiedlichen Anlagen, Fähigkeiten und Aufgaben. Aber Mann und Frau gehören doch in Gottes Augen

Das Grundgesetz der Ehe zusammen. „Darum“ ist es auch nach Seinen Gedanken, wenn Mann und Frau sich in der Ehe miteinander verbinden. wird ein Mann ... Die Grundsätze in diesem Vers gelten natürlich für beide Partner in der Ehe, aber die Stelle macht deutlich, dass nach Gottes Gedanken die Initiative zu einer Ehe vom Mann ausgeht. Der Ausdruck, dass ein junger Mann „um die Hand einer jungen Frau anhält”, mag manchem vielleicht etwas romantisch-altmodisch anmuten, dass Konzept allerdings ist nichtsdestoweniger biblisch. Sodann geht es um einen Mann und nicht um ein Kind oder einen Jugendlichen. Das Eingehen einer Ehe nach Gottes Gedanken stellt durchaus Anforderungen an die Reife der Betreffenden und hat Voraussetzungen. Es ist nicht meine Absicht, dies alles hier zu behandeln. Aber einige Gedankenanstöße mögen hilfreich sein. Bist du reif genug, um dich ein Leben lang an einen Ehe-Partner zu binden und Verantwortung füreinander zu übernehmen? Kannst du (als Mann) eine Familie ernähren? Hast du (als Mann) geistliche Überzeugungen und ein persönliches Glaubensleben, das dich fähig macht, deine Ehe und Familie auch geistlich zu versorgen und zu führen? Hast du (als Frau) ein persönliches Glaubensleben geführt, um fähig zu sein, deinem Mann eine echte Hilfe zu sein? Hast du eine persönliche Entscheidung darüber getroffen, zu welchem Zusammenkommen von Gläubigen du gehen möchtest – also welchen

kirchlichen Weg, damit ihr auch in dieser Frage einen gemeinsamen Weg gehen könnt? ... den Vater und die Mutter verlassen Dies möchte ich den „öffentlich-rechtlichen Aspekt“ der Ehe nennen. Die Ehe beginnt nach Gottes Gedanken nicht mit dem persönlich-privaten „Ja-Wort“ der zwei Betroffenen, sondern mit einer öffentlichen Eheschließung – in unseren Ländern vor dem Standesamt. Damit verlassen die Ehepartner ihre bisherige Familie und beginnen eine eigene Ehe vor Gott. Verlassen auf der einen Seite bedeutet loslassen auf der anderen. Als Eltern müssen wir uns bewusst sein: Unsere Kinder sind uns anvertraut, aber nicht unser Besitz. Wenn der Herr ihnen einen Ehepartner zuführt, müssen und dürfen wir sie ziehen lassen. Unsere Verantwortung bleibt, für unsere Kinder zu beten, und bereit zu sein, Rat und Hilfe zu leisten. Ein Hineinfunken in die Ehe der Kinder jedoch kann gefährlichen Zündstoff in die junge Ehe bringen und manche Probleme verursachen. Dieser Prozess beginnt in gewissem Sinn schon in der Verlobungszeit, wenn auch Eltern hier noch eine gewisse Mitverantwortung tragen. Wie schön ist das Beispiel von Rebekka: „Willst du mit diesem Mann gehen? Und sie antwortete: Ich will gehen. Und sie entließen ihre Schwester Rebekka ... und sie segneten Rebekka.“ (1. Mo 24,58-60) ... und seiner Frau anhangen Man hat diesen Punkt schon mal das Herz der Ehe genannt. Das Anhangen ist nicht eine flüchtige Sympathie oder ein kurzfristiges Verliebtsein, eine Aufwallung von Gefühlen, sondern die Liebe, die ein bedingungsloses „Ja“ zu dem Partner sagt, ihn als den annimmt, dem die ganze Zunei-

Folge mir nach 17

gung gehört. Es ist die Willensentscheidung, mit dieser Person das ganze Leben zu teilen, in einer Beziehung, wie es keine engere auf dieser Erde gibt. Dieses Anhangen setzt einen lebenslangen Lern- und Wachstumsprozess in Gang – mit „dem Mann/der Frau an meiner Seite“. Dieser Prozess des Kennenlernens wird sicher schon zum Teil in der Verlobungszeit beginnen. Man wird den anderen besser kennen lernen. Der Mann wird lernen müssen, dass eine Frau anders denkt und fühlt als ein Mann – und umgekehrt. Er wird lernen müssen, für ihn völlig neue Gefühlslagen zu verstehen. Im geistigen Austausch wird man sich besser kennen lernen und die Beziehung vertiefen. Durch gemeinsames Bibellesen und Gebet schon in der Verlobungszeit, aber dann auch in der Ehe, wird die geistliche Gemeinschaft wachsen. Du wirst, vielleicht erst in der Ehe, Eigenschaften und Charakterzüge an deinem Ehepartner entdecken, die dir fremd sind. Besondere notvolle Ereignisse, wie zum Beispiel eine schwere Krankheit oder Kinderlosigkeit bringen vielleicht neue Belastungen in eine Ehe. Wie gut, wenn du dich dann immer wieder neu erinnerst: Du willst dieser Frau/diesem Mann anhangen. Ihr dürft mit des Herrn Hilfe euer Leben teilen „in guten, wie in schlechten Tagen“. ... und die zwei werden ein Fleisch sein.

Dieses völlige Einswerden der Ehepartner, auch in körperlicher Hinsicht, so wie Gott es sich gedacht hat, setzt voraus: das bedingungslose Vertrauen, dem das öffentliche Treuegelöbnis vorausgeht (Vater und Mutter verlassen) die tiefe Überzeugung: Du gehörst zu mir, ich gehöre zu dir, ganz und für immer, so wie du bist, mit deinen Fehlern und Schwächen (seiner Frau anhangen). Wenn Paulus im Epheserbrief von diesem Einswerden von Mann und Frau in der Ehe spricht, nennt er es ein Geheimnis und sagt: „Dieses Geheimnis ist groß“, und wendet es dann an auf das Verhältnis zwischen Christus und seiner Versammlung. Eine wirklich glückliche Ehe gibt es da, wo man „Gottes Betriebsanleitung“ für die Ehe studiert und praktiziert. Die „gesunde“ Ehe Für eine gesunde Ehe nach Gottes Gedanken sind alle drei Bestandteile unabdingbar: 1. Verlassen 2. Anhangen 3. Ein-Fleisch-Werden

Dieser Aspekt beschreibt das völlige Einssein in der Gemeinschaft von Mann und Frau in der Ehe, das auch den körperlichen Bereich mit einbezieht. Dieser Punkt ist die Folge der beiden vorherigen – sowohl zeitlich als auch im Ergebnis.

Verlassen

Anhangen

Das körperliche Einswerden im Geschlechtsleben der Eheleute ist eben kein Experimentierfeld vor der Ehe, sondern gehört in den Schutzraum der Ehe. 18

Die gesunde Ehe

EinFleischwerden

Wenn ein Teil davon fehlt, wird die Ehe „krank“.

Das Grundgesetz der Ehe Die gestohlene Ehe

in Nöten, die auf jede Ehe zukommen, wird es dann gefährlich für die Ehe. Und wenn auf einmal eine Person auftaucht, die auf die Empfindungen eines Ehepartners eingehen kann, ist die Ehe noch mehr gefährdet.

?

Anhangen

Die gestohlene Ehe

Die ungestillte Ehe EinFleischwerden Verlassen

Fehlt die öffentliche Eheschließung, wie bei einem Zusammenleben „ohne Trauschein“, hat man letztlich etwas „geraubt“, ohne die biblische Voraussetzung dafür zu erfüllen. Das heißt, man führt ein Leben in der Sünde. Dies ist kein Weg, auf dem Gott segnen und Glück schenken kann.

Verlassen

?

?

Das Einswerden „gelingt“ nicht und auch auf körperlichem Gebiet gibt es zwischen den Eheleuten Probleme. Dann ist die Gefahr des Ehebruchs groß (1. Kor 7,5).

Die stumme Ehe

Die stumme Ehe

Anhangen

Die ungestillte Ehe

EinFleischwerden

Das Anhangen funktioniert nicht mehr. Man lebt nebeneinander her. Man hat sich nichts mehr zu sagen. Die Kommunikation zwischen den Eheleuten ist verstummt. Dann fehlt eine echte Einheit. Spätestens

Doch auch Probleme in einer Ehe sind nicht „das Ende“. Sie können mit der Hilfe des Herrn und vielleicht dem Rat geistlicher Geschwister gelöst werden. Ein Neuanfang ist immer möglich. Sie stimmen einfach nicht, all die abschätzigen und gehässigen Witze über die Ehe! Die Ehe, nach Gottes Gedanken gelebt, ist und bleibt der Weg zu einem glücklichen Leben von Mann und Frau. Dies können viele Christen dankbar bezeugen. Michael Vogelsang

Habt ihr nicht gelesen, dass der, der sie schuf, sie von Anfang an als Mann und Frau machte und sprach: „Deswegen wird ein Mann den Vater und die Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und die zwei werden ein Fleisch sein“? Folge mir nach

Matthäus 19,4-5

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Ehemann – Ehefrau

S

chon einiges haben wir über Ehe, Ehemann und Ehefrau gelesen. Dennoch möchte ich den Blick noch einmal speziell auf diese beiden Personen – und zwar einzeln – richten. Der Ehemann war zunächst der, der um eine Frau „geworben“ hat, der sich mit ihr verlobt hat, der sie schließlich geheiratet hat. Von den Eheleuten war er es, der die Initiative ergriff, der den ersten Schritt tat. Dies tat er in Verantwortung – vor Gott und für die umworbene Frau. Es ist unbestritten für jeden Gläubigen, der ein wenig nachdenkt, dass diese Entscheidung, die ein ganzes Leben verändert, unbedingt vor Gott gebracht werden musste. Gewiss hatte er auch mit seinen Eltern gesprochen und um ihren Rat gefragt. Aber nur vor Gott konnte er alle seine Gedanken, Wünsche und vielleicht auch Bedenken ausbreiten. Gott hat ihn gehört und seine Gedanken und Empfindungen gelenkt und ihm schließlich eine deutliche Überzeugung geschenkt. Kurz gesagt: Gott hat sein Vertrauen belohnt und ihm geantwortet, ihn erhört. Darauf hat er vielleicht länger warten müssen, aber das hat sich stets gelohnt. Der Ehemann nach Gottes Gedanken liebt seine Frau. Er hat dabei auch die Verantwortlichkeit gefühlt, die er für die Frau hat, die er heiraten wollte: Als er um ihre Hand anhielt, bezog er sie in seinen Wunsch mit ein. Auch sie musste ja nun von Gott Klarheit erbitten 20

für einen Weg mit ihm, der ihr Ehemann werden sollte. Nun ist er verheiratet, ist Ehemann und damit nicht mehr allein. Mit seiner Frau bildet er jetzt eine „Einheit“, die Gottes Wort so beschreibt: „Deswegen wird ein Mann den Vater und die Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und die zwei werden ein Fleisch sein.“ (Eph 5,31; s.a. 1. Mo 2,24). Und nun hat er Verantwortung für das gemeinsame Leben. Er ist nach Gottes Gedanken das „Haupt“ (Eph 5,23). Seine Verantwortung ist größer geworden, denn was und wie er ab jetzt entscheidet, betrifft seine Frau mit. Das wird er bedenken, da er ja seine Frau liebt. Diese Liebe zu seiner Frau ist sogar ein „Auftrag“ des Herrn an ihn: „Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch der Christus die Versammlung geliebt … So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber“ (Eph 5,25.28). Aus Liebe zu ihr wird er sich bemühen zu erkennen, was ihr Freude macht, was sie braucht, wo ihr etwas schwer fällt, wo sie Hilfe braucht – äußerlich und innerlich. In 1. Petrus 3,7 werden die Männer aufgefordert, bei ihren Frauen zu wohnen „nach Erkenntnis als bei einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, ihnen Ehre gebend als solchen, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden“.