Das Jagdjahr beginnt! - Absolventenverband Raumberg

Das Jagdjahr beginnt! - Absolventenverband Raumberg

Kabarettist Petutschnig Hons • Kärntner HCB Skandal • Umbau der Schule Absolventen Rundschau | 1 ERSCHEINUNGSORT GRAZ | VERLAGSPOSTAMT 8000 GRAZ · P...

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Kabarettist Petutschnig Hons • Kärntner HCB Skandal • Umbau der Schule Absolventen Rundschau | 1

ERSCHEINUNGSORT GRAZ | VERLAGSPOSTAMT 8000 GRAZ · P.B.B.

AUSGABE MÄRZ 2015 | 37. JAHRGANG | LFD. NR. 150

Das Jagdjahr beginnt!

„Hoffentlich bleiben alle g’sund, Papa!“

In der Rinderhaltung lassen sich Ausfälle nie ganz vermeiden. Aber Sie können vorsorgen: Die AGRAR RIND ist maßgeschneidert für Rinderbauern und schützt zuverlässig. Alle Rinder im Stall, auf der Weide und auf der Alm.

x e d n i re r ü D : NEU g n u r e Versich nd Grünla

Alle Infos direkt bei Ing. Bernhard Linzmeier (T. 0664/631 63 43), [email protected]

Themen der Ausgabe Liebe Raumbergerin, lieber Raumberger und lieber Seefelder!

Inhalt Ausgabe März 2015

Das heurige Jahr 2015 hat sehr ereignisreich begonnen. Der Raumbergball war das Highlight der Ballsaison und wie immer ausverkauft. Die Maturanten hatten dieses Mal bei der Eröffnung ausschließlich Raumbergerschülerinnen als Tanzpartnerinnen, heuer gibt es nämlich einen Jahrgang mit mehr Schülerinnen als Schüler. Wir nutzten die Ballnacht und richteten ein kleines „Come together“ für Absolventen bei der Grimmingbar ein, wo die ganze Nacht abwechselnd jemand vom Vorstand für Rat und Tat zur Seite stand.

Aktivitäten in Raumberg - Gumpenstein

.........................................................................................................................................................

Neues aus der Schule

.........................................................................................................................................................

Neues von der Forschung

.........................................................................................................................................................

Faire Lebensmittel.at

.........................................................................................................................................................

Nepal - eine Reise in eine andere Welt

.........................................................................................................................................................

Eine Woche später wurde der Bundesvorstand des Absolventenverbandes zu einer Sitzung rund um einen geplanten Umweltlehrgang von der Schulleitung eingeladen. Mit dabei waren namhafte Absolventen mit Praxisbezug aus der land.- und forstwirtschaftlichen Branche. Die konstruktiven Anregungen wurden bei den Vorschlägen eingearbeitet und diskutiert. Es freut uns, dass der Absolventenverband so aktiv in das Schulgeschehen einbezogen wird. Heuer gibt es ein großes Bauvorhaben in Raumberg. Der Zubau zum Turnsaal und Internat im Bereich des Nordgartens geht im Frühjahr in die Umsetzungsphase.

Die Jagd zwischen Tradition und moderner Gesellschaft

...................................................................................................................................................

Da Petutsching Hons

...................................................................................................................................................

Die HCB Umweltkatastrophe

...................................................................................................................................................

Landestreffen Steiermark

...................................................................................................................................................

Weiters tagt der Bundesvorstand am 14. März 2015 im Schloss Gumpenstein. Dazu meine herzliche Einladung. Hauptthema wird die Planung der kommenden Generalversammlung im Herbst (September/Oktober) 2015 in Raumberg sein. Die Absolventen Rundschau feiert mit dieser 150. Ausgabe ein Jubiläum. Die zwei prägendsten Persönlichkeiten rund um die Absolventen Rundschau waren Prof. Robert Klenkhart und Hans Lanner (MJ 1972). Diesen beiden und zahlreichen anderen Persönlichkeiten, welche uns mit ihren Beiträgen bereichern, ein herzliches Dankeschön!

Willkommen bei den Forstfrauen!

...................................................................................................................................................

Todesfälle

.................................................................................................................................................

4 5 6 7

8

10 12 14 16

17 18

So erreichen Sie uns: Tel.: +43 676 6416533

Mail: [email protected]

Euer Klaus Leichtfried

DI Klaus Leichtfried

www.raumberger.at www.raumberg-gumpenstein.at

Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Absolventenverband der höheren Bundeslehranstalt für alpenländische Landwirtschaft Raumberg-Seefeld. Für den Inhalt Verantwortlich: Absolventenverband der Höheren Bundeslehranstalt für alpenländische Landwirtschaft Raumberg-Seefeld Redaktion: Ing. Elisabeth Reiterer und Stv. Ing. Konrad Liebchen Layout: artwerker & netwerker, 8551 Wies, Altenmarkt 2/13 Druck: Druckerei Offsetdruck Dorrong OG, Auflage: 2.200 Stück

PEFC-zertifiziert Dieses Papier stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen. www.pefc.at

Alle männlichen Bezeichnungen in unserer Zeitung gelten auch für die weibliche Form. Lediglich aus Gründen der Vereinfachung wurde oft nur die männliche Form gewählt.

Absolventen Rundschau | 3

Aktivitäten in Raumberg-Gumpenstein Bericht: Dir. HR. Dr. Anton Hausleitner

Aus

den

vielen

Erfolgen,

Fotos: HBLFA Raumberg -Gumpenstein

Sportliche Erfolge

die in den Bereichen Lehre und

sind

besonders

haben

diese

Gelegenheit

stolz,

natürlich sofort genutzt und haben

Forschung von unserem Haus in

dass unsere Schüler neben guten

damit Dank der beeindruckenden

den vergangenen Monaten erzielt

schulischen

Darbietungen unserer SchülerInnen

werden konnten, möchte ich drei

musikalischen

Ereignisse herausgreifen:

Bereichen ganz außergewöhnliche

nutzen

Ergebnisse

Reaktionen

D

Wir

Wir

Leistungen oder

auch

in

sportlichen

erzielen

können.

ein

unbezahlbares

Werbeportal

können. auf

Zahlreiche

diesen

Beitrag

bestätigen,

welche

Stellvertretend darf ich Hannes Meißel

in

- heuer Maturant - herausgreifen,

Wirkungen mit derartigen Beiträgen

ie Planung bis hin

der für seine zahlreichen Laufsiege

erzielt werden können. Es ist aber

zur Detailplanung

und hervorragenden Platzierungen

auch ein ganz wichtiger Beleg dafür,

für den Neubau

ServusTV

bei internationalen Bewerben zum

wie

und

steirischen Leichtathleten des Jahres

Absolventenverbandes für unseren

einem Doppelturnsaal ist so weit

gewählt worden ist! Wir dürfen an

Standort Raumberg-Gumpenstein ist.

fortgeschritten,

dieser Stelle dazu sehr herzlich

von

116

Internatszimmern dass

bereits

für

März die Einreichung vorgenommen

Nach Erfolgreicher Filmauftritt

13. Juni 2015 im Rahmen des großen

Unser

Absolvent

Bertl

(MJ

allen

Salzburg und erfolgreicher Radio-

zeichnen,

Kollegen und Kolleginnen, die sich in

und Fernsehmacher hat uns zur

dass

diesen Prozess neben der normalen

Teilnahme

Erfolg

Dienstverpflichtung

um

und

wertvoll

so

eingebracht

intensiv haben.

1962),

den

des

Lehrer,

beim

Landesrat

Beitrag

Grimming“

dem

wiederum

sehr

den die innovativen und engagierten

stattfinden.

Dank

Netzwerk

erfolgreichen Maturaball 2015, für Göttl

Grünland- und Viehwirtschaftstages Vielen

das

Maturaball

gratulieren.

werden kann. Der Spatenstich mit BM DI Andrä Rupprechter wird am

wertvoll

in

„Rund

eingeladen.

Maturanten

Matura

verantwortlich wünschen

sie bei

wir

ihnen,

diesen

großartigen

der

kommenden

wiederholen

können.

+3.60

2.OG -0.20

1.OG -3.40

WEG

-5.45

EG -6.60 GEL.OK GEBÄUDEECKE -7.70

-11.25

FFOK KG: -11,08

AAL: -11,10

ANSICHT NORD

Neues aus der Schule Bericht: DI Othmar Breitenbaumer

Fotos: HBLFA Raumberg -Gumpenstein

Lehrplananpassung, Schulumbau und Zentralmatura sind die aktuellen Herausforderungen für die Schule Raumberg. Schulleiter DI Othmar Breitenbaumer berichtet:

D

erzeit wird in verschiedenen Arbeitsgruppen intensiv an der Entwicklung

neuer Lehrpläne für die Fachrichtung „Landwirtschaft“ aber auch für die neue Fachrichtung „Umwelt- und Ressourcenmanagement“ gearbeitet. Diese neuen Lehrpläne werden im Schuljahr 2016/2017 in Kraft treten und sind kompetenzorientiert zu erstellen. Das heißt, die Schülerinnen und Schüler erwerben Kompetenzen, die aus Fachwissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten bestehen. Sie sind befähigt, in ihrer weiteren schulischen bzw. beruflichen Laufbahn gute Leistungen zu erbringen um konkrete Aufgaben und Herausforderungen bestmöglich zu bewältigen. In der Fachrichtung Landwirtschaft werden alle Lehrinhalte an die zukünftigen Herausforderungen angepasst (Zentralmatura, neue fachliche Entwicklungen und Trends in allen Unterrichtsgegenständen). In

der

Fachrichtung

Umwelt-

und

Res-

sourcenmanagement werden neben einer fundierten

land-

und

bildung

zusätzliche

forstwirtschaftlichen Lehrinhalte

Aus-

Zentralmatura – standardisierte, kompetenzorientierte Reife- und Diplomprüfung Die neue Reife- und Diplomprüfung wird an unserer Schule im Schuljahr 2015/2016 erstmals wird

durchgeführt. aus

einer

Die

neue

Reifeprüfung

verpflichtenden

Diplomarbeit

mit Präsentation und Diskussion und je nach Wahl

der

Kandidaten

3

oder

4

schriftlichen

Klausurarbeiten und 2 oder 3 mündlichen Prüfungen bestehen (in Summe sind also 7 Prüfungsteile zu absolvieren). Schriftliche Klausurarbeiten sind: Deutsch, Englisch und/oder angewandte Mathematik bzw. Betriebswirtschaft und Rechnungswesen. Mündliche Prüfungen sind: Englisch oder angewandte Mathematik, ein Wahlfach und ein Fachkolloquium. Die derzeitigen Vormaturajahrgänge 4A, 4B bzw. 2AL werden in den standardisierten Reife- und Diplomprüfungsfächern lisch

und

kommende

angewandte

Deutsch,

Eng-

Mathematik

Zentralmatura

von

für

den

die Kol-

leginnen und Kollegen bestens vorbereitet.

eingearbeitet:

Naturressourcen und nachwachsende Rohstoffe, Wasserwirtschaft

und

Klimaschutz,

Mikrobiolo-

Ich

wünsche

allen

Absolventinnen

und

gie, Land- und Energietechnik, Umwelt- und Res-

Absolventen alles Gute für die Zukunft und

sourcenmanagement, Stoff- und Energiebilanzen,

freue mich auf ein Wiedersehen an der HBLFA

Emissions- und Immissionsschutz und vieles mehr.

Raumberg-Gumpenstein.

Absolventen Rundschau | 5

Neues von der Forschung 2015 wurden folgende Forschungsprojekte in Gumpenstein gestartet:

Projekttitel

ProjektleiterIn

Leistungsvermögen und Fleischqualität von Angus-Jungrindern aus der Mutterkuh-Haltung

Terler Georg

Milchbetonte Kuhtypen in der Rindermast - Leistungsvermögen, Fleischqualität, Nährstoff-Effizienz und Wirtschaftlichkeit von 3 Holstein Friesian-Genotypen und Fleckvieh

Velik Margit

Fleischqualität und Elementzusammensetzung von österreichischem Wild (Reh-, Rot- und Gamswild) in den Jahreszeiten

Kitzer Roland

Einfluss von Sorte, Reifestadium und Lagerungsdauer auf Gärgaszusammensetzung und Gärungsverluste von Hirse-Ganzkornsilage

Resch Reinhard

Anwendung von optochemischen Verfahren zur Messung der Sauerstoffkonzentration in der Gärgasatmosphäre von Grassilage während der Gärphase sowie unter Luftstress nach Siloöffnung

Resch Reinhard

Einfluss zukünftiger Klimabedingungen auf die Biogeochemie des Ökosystems Dauergrünland

Pötsch Erich

Eignung von gekeimten Ackerbohnen für die Bio-Ferkelaufzucht

Hagmüller Werner

Untersuchungen zum Vorkommen von Antikörpern gegen Toxoplasmen, Salmonellen, Leptospiren und das Porcine Reproduktive und Respiratorische Syndrom-Virus in österreichischen Bio-Schweinemastbetrieben

Hagmüller Werner

Untersuchungen von Abluft-Reinigungsanlagen in der Schweinemast

Zentner Eduard

Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die landwirtschaftliche Praxis

Kropsch Michael

HCB - Sanierung Görtschitztal

Gasteiner Johann

Beurteilung geruchs- und klimarelevanter Emissionen in Kompostställen für Rinder

Pöllinger Alfred

Beurteilung der Rutschfestigkeit von zwei unterschiedlichen Gummimattenbelägen – Kurztitel

Pöllinger Alfred

Effekte der Pickup-Schwadtechnologie auf Flächenleistung, Futterverschmutzung, Rechverluste und Schwadform

Resch Reinhard

Die Klimawirkung von Wiederkäuern – Bau und Installation der Respirationskammern Die Selbstreinigungskraft von Fließgewässern unter dem Druck zunehmender Nährstoffbelastung

Fasching Christian Mayer Renate

Landnutzung, Klimawandel und Biodiversität in Kulturlandschaften

Bohner Andreas

Alpine Landschaften im Klimawandel: Einfluss von Landnutzungsänderungen auf regulierende Ökosystemleistungen, Biodiversität, Gesundheit und Wohbefinden

Bohner Andreas

Weitere Infos auf www.raumberg-gumpenstein.at

6 | Absolventen Rundschau

Der Verein FaireLebensmittel.at will ein verstärktes Bewußtsein für heimische und regionale Lebensmittel schaffen. Worum es geht und wie sie mitmachen können, verrät dieser Beitrag: Bericht: Johannes Höller

R

egionalität rückt immer stärker ins Bewusst-

Ein kleiner Schritt fehlt

Foto: FaireLebensmittel.at

sein der Konsumenten. Das ist eine riesige

Ab April 2015 muss EU-weit die Herkunft von frischem

Chance für die heimische Landwirtschaft. Eine Studie

oder gefrorenem Fleisch gekennzeichnet werden. Von da

der Johannes Kepler Universität Linz spricht von 10.000

fehlt nur noch ein kleiner Schritt zur Kennzeichnung auf

zusätzlichen Arbeitsplätzen, wenn wir nur 10 Prozent

verarbeiteten Produkten und auf Speisekarten - denn die

mehr regionale Produkte einkaufen. Durch diese 10 Pro-

grundlegenden Daten sind vorhanden. Auf der Websei-

zent würde das Bruttoinlandsprodukt BIP um über eine

te FaireLebensmittel.at gibt es nähere Informationen zur

Milliarde Euro wachsen. Der Verein FaireLebensmittel.

Petition, die online sowie offline läuft. FaireLebensmittel.

at will mit deiner Hilfe und einer Petition dazu beitragen,

at richtet sich mit seinen Botschaften vor allem an Konsu-

dass diese Chance auch genutzt wird. Denn der Wunsch

menten - auch auf facebook.com/fairelebensmittel. Darin

regional einzukaufen stößt leider bei verarbeiteten Le-

finden sich Tipps, wie man bäuerliche Direktvermarkter

bensmitteln, wie beispielsweise Fertiggerichten oder Nu-

findet und auf welche Gütesiegel man achten muss.

deln, schnell an seine Grenzen. Für Konsumenten ist es

Unterstützt die Petition mit eurer Unterschrift

unmöglich auf den ersten Blick zu erkennen, woher die

und folgt FaireLebensmittel auf Facebook, damit diese

Zutaten des Produktes stammen. Ähnlich ist es in der

Chance nicht vertan wird!

Gastronomie. Nur wenige Gasthäuser haben sich freiwil-

Informationen:

lig der Herkunftskennzeichnung durch das AMA-Gastrosiegel unterworfen.

www.FaireLebensmittel.at www.facebook.com/fairelebensmittel

Liebe Absolventen - Bitte denkt an den Mitgliedsbeitrag! Um weiterhin die Leistungen des Absolventenverbands - insbesondere die Rundschau - anbieten zu können, benötigt es Deine Unterstützung in Form des Mitgliedsbeitrags! Damit Du auch die kommenden Ausgaben der Absolventenrundschau bekommst, bitten wir den Mitgliedsbeitrag 2014 & 2015 auf das folgende Konto zu bezahlen: IBAN: AT24 2081 5079 0011 6398 | Mitgliedsbeitrag: € 15,53 An alle die bereits bezahlt, bzw. uns einen Abbuchungsauftrag (Abbuchung bis Ende März) erteilt haben: Danke! Der Vorstand

Absolventen Rundschau | 7

Nepal Eine Reise in eine andere Welt

Bericht: Dr. Bernadette Schober Fotos: Dr. Bernadette Schober

Kan n m an im Cha o s l e be n und d a b ei a u c h no ch g lü ckli c h w e r de n? V i e l e Nep a l es en be h er r s ch en da s. Di e se und w e i tere inter es s an te Er k e nnt ni sse a us d em as iatis ch en Ge bi r gsl a nd da r f ic h eu c h he u te n äh er br i nge n:

A

ls letzte Etappe meines

geplant abläuft. Die Leute scheinen

Dementsprechend

Studiums nutzte ich die

keinen Stress zu kennen und lassen

gar nicht oder erst, wenn es schon

Gelegenheit mir einen Traum zu er-

sich durch nichts aus der Ruhe brin-

fast oder leider ganz zu spät ist. Auch

füllen und ein Praktikum in Nepal zu

gen. Bei allen kleineren und größeren

der Weg ins Krankenhaus ist sehr

absolvieren. Obwohl ich in meiner

Problemen oder einfach zwischen-

beschwerlich. Der Zusammenhalt in

Zeit als aktive Radsportlerin sehr

durch wird erstmal ein Milchtee ge-

den Familien ist sehr stark und die

viele Länder bereisen durfte, kam

trunken.

Erkrankten werden begleitet und auch

ich in Nepal aus dem Staunen nicht heraus. Es ist in jeder Hinsicht eine

kommen

viele

mitbetreut. Arbeit im Hospital

völlig andere Welt. Auch wenn immer

5 Wochen verbrachte ich auf ei-

ein einziges Chaos herrscht, funktio-

ner Kinderstation im Dhulikhel Hos-

niert letztlich doch alles - irgendwie.

pital, rund eine Fahrstunde von der

hat mich die unglaubliche Vielfalt an

Beispielsweise gibt es keinen Bus-

Hauptstadt

entfernt.

Pflanzen, die auf kleinstem Raum,

fahrplan. Abfahrt ist wenn der Bus

Die dort gewonnen Eindrücke wer-

meist auf angelegten Terrassen, ge-

voll bzw. eigentlich völlig überfüllt ist

den mich wohl in meinem gesamten

deihen. Ein Großteil der Familien

(inkl. Dach natürlich). Transportiert

weiteren Leben als Ärztin begleiten.

im

wird alles - von Ziegen über Geflügel

Tragisch war für mich, dass Men-

bäuerliche Selbstversorger.

bis Reis. Auf den „Highways“ tum-

schen oft an leicht behandelbaren

melt sich alles nur Erdenkliche: Kühe,

Erkrankungen sterben müssen, weil

Ziegen, Schweine, spielende oder

sie sich die Behandlungskosten nicht

arbeitende Kinder, streunende Hun-

leisten können, da es in Nepal kein

de, Radfahrer, Mopeds, LKWs und

staatliches Gesundheitssystem gibt.

Fußgänger. Vom „Westen“ kommend

Das bedeutet für die Betroffenen, de-

muss man vor allem flexibel sein und

ren tägliches Einkommen zumeist bei

sich darauf einstellen, dass alles et-

weniger als 1 USD pro Tag liegt, dass

was länger dauert (nicht nur auf der

sie für die gesamten Behandlungs-

Straße) oder anders als ursprünglich

kosten selbst aufkommen müssen.

8 | Absolventen Rundschau

Kathmandu

Bäuerliche Selbstversorger Landwirtschaftlich

ländlichen

beeindruckt

Bereich

lebt

als

Das

meiste

wird

mer

Handarbeit

in

gemeinsa-

erledigt.

keine

Seltenheit,

dass

feln

gepflügt

und

Es

mit

ist

Zufriedene Menschen mehrtägiger

liebt. Auch wenn ich mittlerweile

Büf-

Trekkingtouren bekam ich viele un-

Während

dreier

mein Studium beendet habe und als

händisch

beschreibliche Eindrücke von der

Turnusärztin in einer stressigen und

gedroschen wird. Futter für die

Schönheit und Vielfalt dieses Lan-

hektischen Welt arbeite, hat mich

Tiere den so,

wird

täglich,

Kindern, wie

das

meist

von

des. Am meisten faszinierten mich

diese unglaubliche Zeit geprägt. Ich

geschnitten

und

aber die Menschen, die mit so wenig

versuche, soweit wie möglich, die in

täglich

glücklich und zufrieden leben. Ich

Nepal erlebte Gelassenheit, Zufrie-

gesammelte Brennholz, am Rücken

ebenfalls

habe mich in diesen drei Monaten

denheit und Ruhe beizubehalten.

nach Hause getragen.

auf jeden Fall in Land und Leute ver

Absolventen Rundschau | 9

Die Jagd

zwischen Tradition und moderner Gesellschaft Bericht: Ing. Arnold Rackl

Fotos: Ing. Arnold Rackl

Mit 1. April beginnt das neue Jagdjahr und wir Jägerinnen und Jäger freuen uns, beginnend mit der Hahnenbalz, schon sehr auf die neuen jagdlichen Herausforderungen:

D

a ich, als ältester von

abzusichern, wird heuer ein neues

rer Jagdgesellschaft gewählt. Diese

vier Söhnen, bereits von

Stallgebäude nach modernsten Stan-

Funktion übe ich bis zum heutigen

klein auf als Hoferbe vorgesehen

dards gebaut. Die Weiterführung un-

Tage aus. Nach dem plötzlichen Tod

war, ermöglichten mir meine Eltern

seres Betriebes durch unseren Sohn

des damaligen Bezirksjägermeisters

die Ausbildung in Raumberg. Fünf

Gregor, MJ 2014, ist gesichert.

von Murau ÖR Gottfried Siebenhofer

spannende Jahre schloss ich im Jahre 1980 mit der Matura ab. Nach dem Präsenzdienst in Zeltweg warteten meine Eltern schon ungeduldig auf meine Arbeitskraft auf unserem Bauernhof in Mariahof, im Bezirk Murau in der Steiermark. Unser Betrieb, den ich mit meiner Frau Barbara im Vollerwerb bewirtschafte, hat eine Gesamtgröße von 160 ha. Davon sind 90 ha Wirtschaftswald bzw. 70 ha

landwirtschaftliche

Nutzfläche.

Er liegt auf einer Seehöhe von 950 m. Um den Vollerwerbscharakter als biologisch wirtschaftender Betrieb mit kombinierter Milchviehhaltung

10 | Absolventen Rundschau

Bauer und Jäger mit Leidenschaft Die Leidenschaft zur Jagd wurde mir in die Wiege gelegt, da bereits mein Vater langjähriger Obmann der Jagdgesellschaft in unserer Gemeinde und begeisterter Jäger war. Bereits im Jahr 1978, kurz vor der großen Praxis, legte ich in Raumberg die Jagdprüfung, ab. Fünf Jahre später legte ich die Prüfung zum Aufsichtsjäger, damals noch in der BH Murau, ab. Kurz darauf erfolgte die Vereidigung als Aufsichtsorgan in der Gemeindejagd Mariahof. Im Jahr 1995 wurde ich dann zum Obmann unse-

im Jahr 2004, rückte ich in den Bezirksjagdausschuss nach und wurde gleich zum Bezirksjägermeister gewählt. Dieses Amt, welches durchaus herausfordernd, aber ehrenvoll ist, übe ich seit 31.03.2004 aus. Bäuerliche Jagd als Ziel Der Bezirk Murau gilt in der Steiermark als ein jagdlicher Kernbezirk. Er erstreckt sich über eine Gesamtgröße von knapp 140 000 ha und gliedert sich dabei in 270 Reviere. Davon sind 210 Eigenjagden bzw. 50 Gemeindejagden. Die Kulturlandschaft unseres Bezirkes, welche auch zu-

Die Jagd im Hochgebirge, hier in der Region Krakau Etrachsee, ist eine meiner großen Leidenschaften.

gleich der Lebensraum unserer Wildtiere ist, wird durch bäuerlichen Fleiß und bäuerlichen Ehrgeiz geprägt. Noch genießt die Jagd in unserem Bezirk einen großen gesellschaftlichen Stellenwert. Viele Regionen unseres Bezirkes identifizieren sich nach wie vor mit den Belangen der Jagd. Dies zu erhalten ist eine große Herausforderung für mich als Bezirksjägermeister.

Etlichen

bergbäuerlichen

Betrieben hilft die Jagd ihren Vollerwerbscharakter zu erhalten. Daher hat die Jagd im Bezirk Murau einen großen wirtschaftlichen Stellenwert. Abschüsse und Abschußplanung Mittlerweile werden in unserem

ein umfangreiches Wissen um die

wurde, um diese Zusammenhänge

Bezirk ca. 2500 Stück Rotwild, 5000

Zusammenhänge

zu verstehen, ist in dieser Situation

Stück Rehwild, ca. 300 Gämsen sowie

und deren Lebensräumen sind da-

Muffelwild, Steinwild, Raufußhühner

bei essentiell. Die Mehrfachnutzung

und Murmeltiere nachhaltig erlegt.

unserer Kulturlandschaft setzt nicht

Mit lieben Grüßen

Die größte Herausforderung in der

nur unserer Natur, sondern auch

und Waidmannsheil.

Abschussplanung stellt mittlerweile

unseren Wildtieren zu. Das Wissen,

die Regulierung der Rotwildbestände

welches mir in Raumberg vermittelt

von

Wildtieren

sehr hilfreich.

dar. Hier werden manchmal leidenschaftliche Emotionen frei. Zentrale Aufgabe eines Bezirksjägermeisters ist es dabei, keine trophäenorientierten Abschussaufträge zu erteilen, sondern dem gesetzlichen Auftrag gerecht zu werden. Es geht darum, für einen artenreichen, dem Lebensraum angepassten Wildbestand zu sorgen. Hier ist es sehr hilfreich, wenn Grundbesitzer das Jagdrecht selbst ausüben. Die Jagd richtig positionieren Es gilt, die Jagd mit ihren Anliegen im Spannungsfeld einer modernen Gesellschaft richtig zu positionieren. Kompetenz, eine offene und ehrliche

Diskussionskultur,

sowie

Foto meiner Familie. Die Kinder Gregor und Ricarda haben schon in Raumberg maturiert, Patrizia ist derzeit in der vierten Klasse.

Absolventen Rundschau | 11

Da Petutschnig Hons

Bericht: Wolfgang Feistritzer

Fotos: Wolgang Feistritzer

Der Petutschnig Hons aus Schlatzing ist möglicherweise der bekannteste Bauer Österreichs und beliebt für seinen spitzzüngigen Schlagabtausch. Hinter der Kabarettfigur steht ein Raumberger Kollege.

Z

urück zum Ursprung lautet die Devise des Petutschnig Hons, der komplexe Sachverhalte

auf einfache Bauernregeln herunterbricht. Frei nach dem Motto: „Hons oda gor net!“ ist sein Wort Gesetz, wenn er über Red Bull, Mc Donald’s, die Politik oder den ganz normalen Wahnsinn unseres Alltags philosophiert. Im Interview verrät uns Kollege Wolfgang Feistritzer, der Mensch hinter der Künstlerfigur Petutschnig Hons, mehr über sich und seine Talente: Absolventen Rundschau: Warst du in Raumberg auch schon immer der Klassenclown? Wolfgang Feistritzer: „Naja, am Anfang war ich eigentlich ein braver und guter Schüler. Aber die Zeit in Raumberg - mit vielen netten Mitschülern aus allen möglichen Bundesländern und Erziehern, die versucht haben uns zu erziehen, und die von uns doch regelmäßig auf die Schaufel genommen worden und sonstige Erlebnisse in der Schulzeit (die man jetz aber eher nicht drucken kann) haben in mir dann doch den Humor geweckt. Der Klassenclown war ich nicht so richtig, da gabs schon viele andere lustige Mitschüler auch. Im Großen und Ganzen würd ich sagen wir waren eigentlich alle miteinander eine lustige Klasse und wir haben miteinander a feste Gaude gehabt.“

12 | Absolventen Rundschau

AR: Gibt es Lehrer die du schon mal auf die Kippe genommen hast? Feistritzer: „Freilich gabs diese Lehrer auch. Kurzfristig wars ganz lustig den einen oder anderen nachzuspotten. Langfristig war das aber nicht so klug, wenn ich mir jetzt meine alten Zeugnisse so anschau.“ AR: Wird man mit 55.000 Facebook –Likes innerhalb eines Jahres auf der Straße wiedererkannt? Feistritzer: „Also in Schlatzing erkennt man mich mittlerweile auf jeden Fall - ist jetzt nicht so schwer, denn bei uns wohnen eigentlich nur 30 Leute. Aber natürlich kommts schon öfters vor, dass ich angesprochen werde. Ich kann mittlerweile nicht mehr so einfach durch die Stadt spazieren und nasenbohren.“ AR: Wie bist du auf den Charakter Petutschnig Hons gekommen? Feistritzer: „An und für sich gibts ja einige Menschen die in unserer Gegend so ähnlich sprechen. Die hab ich halt immer nachgesprochen und beim Rumblödeln bei Theaterproben hab ich den Dialekt des Hons gesprochen. Das war lustig und dann hab ich das so beibehalten.“

Zurück zum Ursprung lautet die Devise des Petutschnig Hons, der komplexe Sachverhalte auf einfache Bauernregeln herunterbricht. AR: Wie unterscheidest du dich von Petutschnig Hons? Feistritzer: „Ich kann mich gewählter ausdrücken und ich glaube, mich würde man eher am Raumberg Ball reinlassen als den Hons. Andrerseits ist der Hons natürlich viel stärker, angsteinflößender und lustiger als ich.“ AR: Wie lassen sich die Arbeit am Hof und deine Auftritte vereinen? Feistritzer: „Meine Eltern gehören ja Gott sei Dank noch nicht zum alten Eisen. Sie sind topfit und schaukeln den Laden, wenn ich nicht zu Hause bin.“ AR: Siehst du dich auch in der Rolle des Öffentlichkeitsarbeiters für die Landwirtschaft? Feistritzer: „Den Hintergedanken hab ich eigentlich gar nicht so gehabt. Aber es sind schon öfters Menschen gekommen, die meinten, ach ,das hätte ich gar nicht gewusst, gut das du das erklärt hast. Einer hat mir mal gesagt, er trinke wegen mir öfters Milch und

Zur Person:

kein Red Bull mehr.“

Wolfgang Feistritzer ist ein Kärntner Kabarettist. Erfolgreich ist er insbesondere mit seiner Figur des Wutbauern

AR: Was sagen deine Kinder zum Papa in der Rolle des „Wut-Bauern“? Feistritzer: „Die freuen sich natürlich und meistens sind sie beim Drehen der Videos live dabei und geben mir öfters sogar Tipps.“

Petutschnig Hons. Feistritzer wuchs im Maltatal auf. Er maturierte 1999 an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und studierte danach einige Zeit Philosophie an der Universität Klagenfurt. Danach begann er als Vermessungstechniker zu arbeiten. Im Nebenerwerb betreibt er einen Bauernhof in Malta. Bühnenerfahrung erwarb er erstmals 2000 beim Burgtheater Gmünd, einem Laientheater in Kärnten. Seit 2001 betätigt er sich als Kabarettist. Nach mehreren Programmen mit Reini Winkler hatte 2010 sein erstes Soloprogramm Premiere: „Kärnten. What Else!“ Die Figur des Petutschnig Hons tauchte in seinen Programmen erstmals 2006 auf, seit 2013 entwickelt er

Wolfgang Feistritzer alias Petutschnig Hons

sie durch Internetvideos zu einer eigenen Marke.

Absolventen Rundschau | 13

Die HCB Umweltkatastrophe und ihre Folgen im Kärntner Görtschitztal Bericht: Dipl-HLFL-Ing. Hannes Zechner Fotos: Dipl.HILFL-Ing. Hannes Zechner

Hannes Zechner

Unser Kollege Hannes Zechner, selbst Bio-Heumilchbauer und Gründer des Bäuerlichen Milchhofes Sonnenalm, gibt uns Einblick in diesen fatalen Umweltskandal. Die Region Görtschitztal liegt ca.

men eines Pestizidscreenings in un-

40 km nordöstlich von Klagenfurt am

serem Bio-Ricotta gefunden wurden.

Die Experten versicherten uns

Fuße der Saualm und wird landwirt-

Der Stoff HCB war uns zu diesem

glaubwürdig, dass es sich hier um

schaftlich

von

Sonnenalm nach Klein St. Paul ein.

Grünlandwirtschaft

Zeitpunkt völlig unbekannt, deshalb

Altlasten im Boden handeln würde.

und damit verbundener Viehwirt-

erstatteten wir sofort Selbstanzeige

In Jahren von Trockenheit (wie wir

schaft dominiert. Seinerzeit war das

beim Amt der Kärntner Landesre-

sie im Jahr 2013 in Kärnten hatten),

Tal eine sehr wohlhabende Industrie-

gierung und ersuchten die Lebens-

würden die Pflanzen solche Stoffe

und Bergbauregion.

mittelbehörde um Hilfe bei der Ur-

verstärkt vom Boden aufnehmen.

sachenfindung. Bereits am nächsten

So sollte das HCB aus Altlasten der

Tag wurde die Milch aller Lieferanten

70er Jahre vom Boden in die Pflanzen

beprobt und zur Untersuchung in

und damit über das Tier in die Milch

das Labor der AGES Innsbruck wei-

gelangt sein. Seitens der Experten

tergeleitet.

wurde gemeint, dass sich dieses Pro-

Sonnenalm – eine regionale Erfolgsgeschichte Im Jahr 1997 wurde der bäuerliche Milchhof Sonnenalm von dreizehn Milchbauern gegründet. Im Rahmen der gemeinschaftlichen Direktvermarktung werden rund 120 Schulen und Kindergärten und über 200 Kärntner Geschäfte (Spar, Billa, Merkur usw.), mit den regionalen Spezialitäten der Sonnenalm – Bauern beliefert. Aufgrund der erfolgreichen Entwicklung des Projektes wurden ab 2008 rund drei Millionen Euro in den neuen Standort und die Sonnenalm Milcherlebniswelt (www.milcherleb-

Gemeinsam mit der Agrarbe-

blem bei normalen Niederschlägen,

hörde wurden auf unser Ersuchen

wie wir sie 2014 hatten, wieder von

hin Futterproben bei den einzelnen

selber lösen werde. Wir stellten bei

Landwirten gezogen, um die Ursache

dieser Expertenrunde die Frage in

für die HCB Belastung zu finden. Auf-

den Raum, ob dieses HCB im Zusam-

grund unserer privaten Recherchen

menhang mit dem örtlichen Zement-

bei der AGES in Wien sowie bei stei-

werk stehen könnte oder ob es dort

rischen Experten, erhielten wir die

2013 einen Störfall gegeben hätte.

Information, dass HCB seinerzeit als

Nach diesbezüglicher Anfrage bei der

Getreidebeizmittel verwendet wurde

Umweltbehörde waren dieser jedoch

und noch immer als Altlast in den Bö-

keine Auffälligkeiten beim Zement-

den zu finden ist.

werk bekannt. Da jedoch die Region Gört-

niswelt.at) investiert. Wie kam es zur Aufdeckung der HCB Umweltkatastrophe?

Expertise – HCB Altlasten im Boden

schitztal nie eine intensiver Ackerbauregion, sondern eher Grünlandgebiet

Nach Vorliegen der ersten Mes-

war, wollten wir dieser Expertenmei-

Ende März 2014 bekamen wir

sergebnisse luden wir am 18. April

nung nicht ganz glauben. Wir ersuch-

(Sonnenalm) von einem unserer Kun-

2014 zu einer Expertenrunde mit

ten die Behörden, zur Absicherung

den die Rückmeldung, dass Spuren

Vertretern der Lebensmittelbehör-

dieser Expertise auch die Böden und

von Hexachlorbenzol (HCB) im Rah-

de, Agrarbehörde, Veterinärbehörde

das Gras vor der ersten Heumahd

und Landwirtschaftskammer in die

zu beproben. So wurden Ende April

14 | Absolventen Rundschau

fenbar verstärkt HCB in die Milch ab Wir befürchteten, dass dadurch un-

und versuchen sich so zu „reinigen“.

über das gesamte Görtschitztal ver-

ser 2014 geerntetes Futter mit HCB

teilt Gras- und Bodenproben gezo-

kontaminiert sein könnte. In Eigen-

gen. In keiner der Grasproben konnte

initiative beprobten wir zwei Tage

im Frühjahr 2014 HCB nachgewiesen

später gemeinsam mit Agrar- und

werden. Auch die Bodenproben wa-

Veterinärbehörden

Fut-

Erkenntnisse zum Verhalten von HCB

ren hinsichtlich HCB völlig unauffällig

terchargen unserer Bauern, um rasch

im landwirtschaftlichen Stoffkreislauf

und weit unter dem österreichischen

Klarheit über die Situation im Tal zu

gibt, hat dankenswerter Weise die

Durchschnitt. Die Expertenmeinung

erhalten. Als uns Ende November die

HBLFA Raumberg - Gumpenstein be-

vom 18. April schien sich bestätigt zu

Probenergebnisse vorlagen, war uns

reits im Jänner 2015 ein Forschungs-

haben. Auch die Werte in der Milch

klar, dass offenbar über die Emissio-

projekt zur HCB Problematik im Gört-

gingen zurück bzw. HCB konnte nicht

nen des Zementwerkes ein Großteil

schitztal gestartet.

mehr nachgewiesen werden.

unserer Futtervorräte mit HCB kon-

Resignation und Verzweiflung unter den Bauern

sämtliche

HCB Forschungsprojekt mit der HBLFA RaumbergGumpenstein Da es kaum wissenschaftliche

Trotzdem haben wir auf eigene

taminiert wurde. Daraufhin wurde

Kosten den Sommer über die Milch

vom Agrarlandesrat Ende November

Aufgrund der katastrophalen Si-

weiterhin auf HCB beprobt, da es

die Öffentlichkeit über die Umweltka-

tuation für uns Bauern im Tal macht

uns wichtig war die Situation weiter

tastrophe informiert.

sich zusehens Resignation und Frust

zu beobachten und unseren Konsumenten größtmögliche Lebensmittelsicherheit zu geben.

breit. Derzeit sehen wir noch kein Milchverarbeitung eingestellt

Licht am Ende des Tunnels. Jeden

Anfang Dezember stellte die

Tag erreichen uns neue Hiobsbot-

Anfang Oktober wollten wir das

Sonnenalm die Kuhmilchproduktion

schaften und negative Schlagzeilen

Projekt abschließen und haben noch-

freiwillig ein, da die Probenergebnis-

kratzen am Image einer ganzen Re-

mals ein Abschlussmonitoring durch-

se aus den Labors immer länger auf

gion. Die Direktvermarktung ist völ-

geführt und die Milch aller Bauern

sich warten ließen und die Situation

lig zum Erliegen gekommen und die

einzeln untersucht. Als wir plötzlich

völlig unüberschaubar wurde. Gleich-

Familien, die sich damit in den letz-

bei den meisten Bauern wieder Spu-

zeitig setzte der erste Futteraus-

ten Jahren mühevoll ein Standbein

ren von HCB in der Milch fanden war

tausch ein. Man meinte, mit der Fut-

aufgebaut haben, verzweifeln und

uns klar, dass es einen anderen Ver-

terumstellung würden die HCB Werte

wissen nicht, wie es weitergehen

ursacher geben muss. Daraufhin ha-

rasch zurückgehen, doch das Gegen-

soll. Die Politik ist ratlos und die ka-

ben wir die Umweltbehörde gebeten,

teil trat ein – die HCB Werte schnell-

tastrophale Budgetlage des Landes

unbedingt beim örtlichen Zement-

ten teilweise in wenigen Tagen in die

Kärnten lässt uns wenig Hoffnung

werk eine spezielle Abgasmessung

Höhe und die gesamte Milch des Ta-

auf eine finanzielle Unterstützung für

auf HCB durchzuführen, was dann

les musste über mehrere Wochen als

den Wiederaufbau der Betriebe und

Ende Oktober veranlasst wurde. Am

„Sondermüll“ entsorgt werden.

unserer Region.

6. November 2014 wurde uns mitge-

Durch die abrupte Futterumstel-

Was wir nun brauchen sind Alli-

teilt, dass offenbar durch unsachge-

lung mobilisierten die Kühe verstärkt

anzen und Solidarität auf allen Ebe-

mäße Verbrennung von HCB konta-

Körperfett und gaben so das im Kör-

nen, sowie einen Hilfsfond, damit der

minierte Blaukalk dieses HCB über

per eingelagerte HCB in die Milch ab.

Wiederaufbau der Region gelingt und

die Rauchgase der Zementfabrik in

Auch die frisch laktierenden Kühe ge-

den betroffenen Bauernfamilien eine

die Umwelt gelangte.

ben in der ersten Laktationsphase of-

Perspektive gegeben wird!

Absolventen Rundschau | 15

Landestreffen Steiermark Bericht: Christian Obenaus

D

Fotos: Hold, Kaltenegger

as Landestreffen 2014 fand abermals am

sam die Europäische Union für Österreich und die ös-

Steiermarkhof in Graz statt. Nach dem schon

terreichische Landwirtschaft ist. Im gemeinsamen Markt

traditionellen Einfinden im Empfangsbereich begann das

wäre ohne Ausgleichsmaßnahmen und Förderung von

Treffen mit einem Bericht von Landesobmann Christian

Zusatzleistungen durch die erschwerten Bedingungen in

Obenaus, MJ 2011, über die Aktivitäten des letzten Jahres.

Österreich kaum eine faire Chancenverteilung gegeben.

Der anwesende Bundesobmann Klaus Leichtfried stell-

Doch bei all den positiven Aspekten machte er auch kein

te sich kurz vor und berichtete vom vergangenen Bun-

Hehl daraus, dass es an vielen Ecken massive Probleme

destreffen in Murau. Auch warf er schon einen Blick vo-

gibt, etwa eine Vielzahl an Maßnahmen, Strategien und

raus auf das kommenden Bundestreffen im Herbst 2015

Programmen, die selbst Insider nicht mehr vollständig

an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein.

durchblicken können, oder die Anlass- und Ausnahmeregelungen, die von unterschiedlichsten Akteuren ein-

Als Gast der Schule konnten wir Direktor-Stellver-

gebracht werden. Das alles geht zulasten der landwirt-

treter Othmar Breitenbaumer, MJ 1990, begrüßen. Er

schaftlichen Bevölkerung. Sollte sich in dieser Hinsicht

gab Neuigkeiten zu den Um- und Ausbauarbeiten an der

nichts ändern, so meinte er, wird das Ganze an die Wand

Schule und dem geplanten Umweltlehrgang aus dem

gefahren. Umso wichtiger sei es, dass fähige Personen

Ennstal preis. Diese Punkte sind im Bericht der Schule nä-

in Brüssel sitzen, die nicht nur Buch- sondern vor allem

her beschrieben.

auch Hausverstand mitbringen.

Hauptreferent Dr. Kaltenegger Hauptredner an diesem Abend war Dr. Peter Kal-

Das nächste steirische Landestreffen steht bereits fest:

tenegger, MJ 1976. Er berichtete eingangs über seinen

27. November 2015. Nähere Informationen werden über

bisherigen sehr spannenden Lebensweg, der ihn über

die Rundschau folgen.

Entwicklungsarbeit in Ruanda und Mittelamerika zurück in die Heimat und seit 2001 zur Europäischen Kommission nach Brüssel führte. Er machte deutlich, wie bedeut-

16 | Absolventen Rundschau

Besuch der Ausstellung „Wald und Mensch” im Schloss Trautenfels

Willkommen

bei den Forstfrauen!

Ein Netzwerk für Frauen aus der Forst- und Holzwirtschaft! Bericht: Ing. Elisabeth Reiterer

Foto: Waldverband Steiermark

Im Zeitalter einer geänderten Rolle der Frau sind immer mehr Frauen in der Forstwirtschaft erfolgreich tätig. Sie haben aber oft noch einen Sonderstatus.

D

er 2003 gegründete Verein möchte die Leis-

in der Privatwirtschaft oder dem öffentlichen Dienst, in

tungen und Aktivitäten von Frauen in der

Interessensvertretungen, im Bildungsbereich, als selb-

Forst- und Holzwirtschaft aufzeigen, sowohl in der Fach-

ständige Unternehmerinnen oder im eigenen Forstbe-

welt, als auch in der nichtforstlichen Öffentlichkeit. Durch

trieb. Allen Mitgliedern der Forstfrauen gemeinsam ist

diese Beispielwirkung werden z.B. auch Waldbesitzerin-

die Liebe zu Wald, Holz und meistens auch zur Jagd.

nen, die bisher die Forstwelt eher gescheut haben, ermuntert, aktiv zu werden. Von dieser positiven Wirkung

Aktivitäten

profitiert auch das Image der Branche Forst- und Holz-

Tolle Fachexkursionen im In- und Ausland bieten

wirtschaft. Namhafte Persönlichkeiten wie Mag. Hermi-

Chancen für neue Freundschaften und erweitern den

ne Hackl, Generalsekretärin der Kooperationsplattform

Wissenspool. Auch mit den Vereinigungen von Forst-

Forst Holz Papier oder Mag. Barbara Christandl-Reith-

frauen aus Nachbarländern wie z.B. der Slowakei und

mayer, Geschäftsführerin der Land&Forst Betriebe Stei-

Deutschland besteht eine gute Verbindung. Einladungen

ermark, gehören ebenfalls zu den Mitgliedern.

und gesellige Treffen zeugen davon. Regelmäßig finden Veranstaltungen mit Besichtigungen z.B. von Sägewer-

Aktive Netzwerkbildung

ken, innovativen Holzbauten oder Forstschulgärten statt.

Die Forstfrauen vernetzen Frauen, die bereits erfolgreich in der Forst- und Holzwirtschaft Wurzeln geschlagen

Das nächste Highlight wird die Jagdmesse „Revier

haben, untereinander und mit Frauen, deren Liebe zu

und Wasser“ vom 10. bis zum 12. April in Graz sein - wir

Wald und Holz gerade erst keimt. Unsere Mitglieder kom-

freuen uns über euren Besuch am Stand der Forstfrauen!

men aus den unterschiedlichsten Bereichen: Sie arbeiten

Weitere Infos unter: www.forstfrauen.at

Absolventen Rundschau | 17

Ing. Ingolf Wagner Unvermutet hat uns die

Nach Absolvierung des Militärdienstes und der Tätig-

Nachricht vom Ableben un-

keit als Adjunkt auf Gutsbetrieben hat Ingo schließlich

seres Freundes und Kolle-

eine berufliche Entfaltungsmöglichkeit als Pflanzen-Kar-

gen Ingo Wagner getroffen.

tierer in der Naturschutzabteilung des Landes Steier-

Drei Wochen vor seinem

mark gefunden. Gerade das Ennstal wurde auf diese

Tod am 30. Nov. 2014 hat er

Weise wieder berufliche Heimstätte.

seine engsten Freunde noch

Sein Herz war immer seine Schwachstelle und so muss-

zuversichtlich zu einem Be-

te er nach einer schweren Operation frühzeitig den Ruhe-

such in das Reha-Zentrum

stand antreten. Er war ein beispielhafter Absolvent, der bei

am „Schweizerhof“ in Graz eingeladen.

jedem Bundes- und Landestreffen mitgewirkt und seinen

Ingo, 1942 in Lilienfeld geboren, verbrachte bereits

Mitgliedsbeitrag schon auf Jahre im Voraus bezahlt hat.

seine Kindheit im Ennstal, weil sein Vater, Leiter der Wild-

Ingo war ein lieber, aufrichtiger, hilfsbereiter und streb-

bach- und Lawinenverbauung Stmk und Lehrer für Ver-

samer Mensch mit viel Familien- und Gemeinschaftssinn.

messungswesen und Meliorationen in Raumberg, schon bald nach dem Krieg in Stainach ansässig wurde. Ingo ten

am

war

einer

Lehrhof

in

der

ersten

Trautenfels

Praktikan-

und

ist

an-

schließend in die HBLA Raumberg eingetreten.

Wir wünschen Ingo, dass er seine letzte Reise mit einem fundierten Glauben antreten kann und seiner Familie für die Trauerarbeit die notwendige Kraft. Die Kollegen vom MJ 1962.

Prof. Mag. phil. Bernhard Scheer Prof. Mag. phil. Bern-

stellendes Spiel in der Zeit von 1996 bis 2011. Bei seinen

hard Scheer ist am Freitag,

Filmproduktionen „Wicked“ und „Forgive me Brother“

23.1.2015, im 56. Lebens-

wirkte Raumberg mit. Prof. Scheer war von 2003 bis 2011

jahr nach geduldig ertrage-

Englisch-Kursleiter des Bildungsvereines Aigen im Ennstal

ner Krankheit von uns ge-

und Prüfer in der Berufsreifeprüfungskommission an der

gangen. Die Beisetzung fand

Schule Raumberg.

am 29.1.2015 am Friedhof Stainz statt. Er unterrichtete in Raumberg die Gegenstän-

Im Herbst 2011 ließ er sich in die Nähe seiner Heimat

de Englisch, Englisch Fachseminar, den ersten Zertifi-

Stainz/Wildbach an das BORG Deutschlandsberg verset-

katskurs Cambridge First Certificate in English und Dar-

zen, wo er bis Dezember 2014 im aktiven Dienst stand.

Wir wurden über folgende Todesfälle informiert

Ich liebe die Berge, ich liebe den Wald, ich liebe das Leben in jeder Gestalt. Die atmende Schöpfung im Kommen und Gehen der Wesen und Pflanzen, ich durfte sie sehen. Mein Leben war selber vom Ganzen ein Stückich gebe es dankbar dem Schöpfer zurück. Martha Wölger

Ing. Hubert Pickl-Herk Unbegreiflich, dass uns ein so guter Mensch verlassen hat. Schmerzerfüllt über den plötzlichen Tod geben wir Nachricht, dass mein innigst geliebter Hubert, unser herzensguter Papa, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Cousin, Herr

Ing. Hubert Pickl-Herk vlg. Handlmoar Am 28. Jänner 2015, im 55. Lebensjahr, völlig unerwartet, durch einen tragischen Arbeitsunfall im Forst, von uns gegangen ist. Die Verabschiedung fand am Samstag, dem 31. Jänner 2015 in St. Peter/Jdbg. statt.

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LIECO GmbH & Co KG 20 | Absolventen Rundschau

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