DE

DE

cuprotherm®-Objektbericht: Schloss Horst Systemvarianten: Wandheizung, Nassestrich ___________________________________________________________________...

208KB Sizes 1 Downloads 47 Views

Recommend Documents

DE.210 - DE.211
Azionamento martello - Operating the hammer - Actionnement marteau - Hammer Antrieb: Impugnare .... VE.25 | 76 |- 400 Va

www.freshpower24.de www.freshpower24.de
Zusatzstoffen heftig umstritten. Nicht umsonst legt die EU-Verordnung eine Höchstmenge für die erlaubte. Tagesdosis fe

DE DE BERICHT
10.05.2010 - Werbeportal für Aufträge einzurichten; fordert die Kommission außerdem auf, eine. Bestandsaufnahme der I

DECISIÓN DE EJECUCIÓN DE LA COMISIÓN de 18 de - Bizkaia.eus
13.01.2012 - Großer Schnaaper See, Bültsee und anschließende. Flächen. *. 253 .... Seen des mittleren Schwentinesystems

Plan de Desarrollo de la Parroquia de Bellavista - Consejo de
solo 2 familias se establecieron en la isla y decidieron vivir en Bellavista ..... composición de su población, concen

92. DE. DE. DE. DT. - Integrata-Stiftung
in: HMD - Handbuch der modernen Datenverarbeitung man. 1999. 2rsnt. Das Planungstearn für die elektronische Datenverarb

DECISIÓN DE EJECUCIÓN DE LA COMISIÓN de 16 de - Bizkaia.eus
26.01.2013 - Großer Schnaaper See, Bültsee und anschließende Flä chen. *. 253. 0 .... DE1828392. Seen des mittleren Schw

reglamento de e5tandare5 de calidad de agua de puerto rico
Jun 18, 1970 - domésticos, agrícolas, industriales, recreativos y otros usos beneficiosos de ..... grieta discreta, reci

de ..dee ..de - Abaton
„Film und Psychoanalyse“ zeigt ,Rettet Raffi!' Den neuen Kinderfilm von Arend Agthe begleiten der Regisseur und die

DE DE ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
25.01.2012 - Haushaltsdisziplin und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit,. – prozyklische Effekte und Effekte in Ric

cuprotherm®-Objektbericht: Schloss Horst Systemvarianten: Wandheizung, Nassestrich _________________________________________________________________________

Das Schloss Horst in Gelsenkirchen: Hauptgebäude (li.) und Vorburg (re.)

Lesegenuss in wohl temperierten historischen Räumen: Vorburg Schloss Horst wird saniert und zur Bibliothek umgebaut Stadt Gelsenkirchen restauriert: Bauherr setzt auf cuprotherm Wand- und Fußbodenheizung

Das Schloss Horst gilt heute als wichtigster Renaissancebau des Ruhrgebietes. Dieser historische Schatz wird entsprechend gepflegt. Zuerst wurde das Hauptgebäude vom Bauherren, der Stadt Gelsenkirchen, aufwändig renoviert und erstrahlt seither in neuem Glanz. Danach widmete sich die Kommune dem Nebengebäude, der sogenannten Vorburg mit 750 m² Grundfläche. Sie ließ die 1856 errichteten ehemaligen Stallungen des Schlosses ebenfalls sanieren und technisch auf den neuesten Stand bringen. Gefördert wurde dieses Projekt nicht nur vom "Förderverein Schloss Horst e.V.", sondern auch aus Mitteln der Stadterneuerung des Landes NRW. Im Zuge der Sanierung wurde das historische Ziegelstein-Bauwerk umgewidmet. Es wird nun als Stadtteil-Bibliothek und Bürgercenter genutzt. Ganz entgegen der landläufigen Vorstellung von Schlössern als "zugigen alten Gemäuern" erhielt die Vorburg eine moderne Wand- und Fußbodenheizung, die in den Lesesälen und Büroräumen für wohlige Wärme sorgt. Zum Einsatz kam das cuprotherm-Flächenheizsystem der WielandWerke, das nicht nur für den Neubau, sondern auch für das Bauen im Bestand prädestiniert ist. Dabei setzte der Bauherr auf bewährte Technik, denn bei der Sanierung des Hauptgebäudes im Schloss Horst wurde ebenfalls eine cuprotherm-Fußbodenheizung verlegt, die nach Angaben der Projektpartner zuverlässig ihren Dienst erfüllt. In der Vorburg wurden im Rahmen der Sanierung insgesamt rund 6.300 m des flexiblen Markenkupferrohres CTX für die Wand- und Fußbodenheizung verlegt. Die Installation erfolgte unter Erhaltung von zentralen Teilen der historischen Bausubstanz. Gerade hier zeigten sich die besonderen Vorteile des eingesetzten Rohrsystems: extrem leichte Biegbarkeit mit engen Biegeradien erlaubten eine vereinfachte Rohrführung und das geringe Gewicht ein einfaches Handling. Für die TGA-Fachplanung zeichnet das Ingenieurbüro Winkels Behrens Pospich aus Münster zuständig, das sich unter anderem auf Museen und Archive spezialisiert hat. Nach der Entkernung des denkmalgeschützten Gebäudes wurde das historische Ziegelsteinmauerwerk des Gebäudes zunächst von innen mit stützendem Betonmauerwerk verstärkt. Im Anschluss begann das Team des Gelsenkirchener SHK-Fachbetriebes Paul Lindemann mit der Verlegung der Wandheizung. Auf die Betonsteingrundlage brachte das Bauteam im ersten Schritt Metallgitter auf und fixierte darauf die ummantelten Kupferrohre. "Aufgrund zahlreicher Übergänge und vieler Einzelsegmente wie Stahlträger und runde Fenster im Mauerwerk gestaltete sich die Führung des Rohrsystems besonders anspruchsvoll", erklärt der zuständige technische Berater Ulrich Busowitz von der Wieland-Werke AG. "Bedingt durch die baulichen Gegebenheiten wurden zudem die Verteiler für die Flächenheizung im Dachboden angebracht."

1

Flächentemperierung: Hoher Komfort durch Strahlungswärme Für die 220 m² umfassende Wandheizung ebenso wie für die 650 m² große Fußbodenheizung kam das flexible CTX-Kupferrohr in der Dimension 14 mm zum Einsatz. Über die hoch wärmeleitfähigen Kupferrohre wird die Heizenergie der durch Erdwärme betriebenen Heizungsanlage mit insgesamt rund 60 kW Leistung in den 6,5 m hohen Räumen gleichmäßig verteilt (Leistung: ca. 43 kW über Erdwärme, Spitzenlast wird über Erdgas-Therme abgedeckt). Trotz des voluminösen Hauptsaals mit der selbst für Altbauten überdurchschnittlichen Deckenhöhe erfolgt dies mit einer Vorlauftemperatur von 40 °C besonders energieeffizient. Damit der sparsam e Energieeinsatz möglich wird, investierte der Bauherr nicht nur in die moderne Flächentemperierung und den Ausbau der Seitenwände, sondern ließ auch die Fachwerk-Dachkonstruktion aufwändig sanieren und im Anschluss fachgerecht dämmen. "Als Niedertemperatur-System harmoniert die Flächenheizung hervorragend mit der ebenfalls installierten Wärmepumpe, welche die geeignete Vorlauftemperatur liefert", erläutert Ulrich Busowitz die technischen Vorzüge der regenerativen Energieversorgung. Die gleichmäßige und großflächige Flächentemperierung ist ein besonderer Vorzug der hier installierten Ausführung der Wand- und Fußbodenheizung und wird als sehr behaglich empfunden. Aufgrund der physikalisch bedingten Wärmeabgabe größtenteils über Strahlung erwärmen insbesondere Wandheizungen hauptsächlich die raumumschließenden Flächen, also den Baukörper, und nicht die Raumluft. Neben dem hohen Wärmekomfort kommt bei Wandheizungen zudem ein gesundheitlicher Aspekt zum Tragen: es findet auch in hohen Räumen so gut wie keine thermisch initiierte Luft- und Staubzirkulation statt. Dies ist gerade für Allergiker, deren Anteil in der Bevölkerung kontinuierlich steigt, ein wesentlicher Aspekt. Fußbodenheizung rundet die Installation ab Nach der Installation der Wandheizung, die in Teilbereichen besonders behutsam erfolgen musste, verlegte der SHK-Betrieb Paul Lindemann die Fußbodenheizung. Hier kam ebenfalls das cuprothermSystem im EG zur Anwendung, in Verbindung mit einem klassischen Nassestrich-Bodenaufbau. Als Basis dient eine 125 cm dicke Wärme- und Trittschalldämmung, auf die eine Rasterfolie und die Verrohrung montiert wurde. Das "flexible" Kupferrohr lässt sich hierbei viel einfacher und schneller installieren, als man dies bei klassischer Rollenware erwarten würde. Eine 55 cm dicke Nassestrichschicht überdeckt die Installation. Der Bodenbelag, bestehend aus Dithfurther Kalkstein (20 mm), schließt den Fußbodenaufbau ab. Durch die zusätzliche Fußbodenheizung, die die Wandheizung unterstützt, wird der Strahlungswärmeeffekt unterstützt. Beide Teilsysteme sorgen in Kombination für die effektive und energieeffiziente Temperierung der überdurchschnittlich hohen und anspruchsvoll zu beheizenden Räume.

Die Verlegung der cuprotherm-Wandheizungsrohre war aufgrund der vielen Übergänge besonders anspruchsvoll.

cuprotherm-Fußbodenheizung

2

Das Schloss Horst (Quelle: www.schloss-horst.de) Die Geschichte des Horster Ministerialadelssitzes im damaligen Vest Recklinghausen lässt sich bis in das ausgehende 12. Jahrhundert zurück verfolgen. Als Rütger von der Horst bei der Erbteilung im Jahre 1547 in Besitz der väterlichen Burg gekommen war, ließ er diese nach seinen Vorstellungen umgestalten. Ein Brand setzte diesem Vorhaben 1554 ein Ende. Noch im gleichen Jahr entschloss sich der Burgherr, den vermutlich stark beschädigten Burgbau zu schleifen und an dessen Stelle eine regelmäßige Schlossanlage im Stil des niederländischen Manierismus, eine dekorative Spielart der Renaissance, zu errichten. Die Bauarbeiten begannen 1555. Als leitenden Baumeister konnte er mit Arnt Johannsen toe Boecop den Stadtbaumeister von Arnheim gewinnen. So entstand in etwa 20 Jahren nach den Wünschen des Bauherrn und wahrscheinlich Plänen des Arnt Johannsen eine regelmäßige Anlage auf quadratischem Grundriss mit vier vorgeschobenen Ecktürmen, die "welsche Hauben" krönten. Trotz intensiven Erhaltungsbemühens der Eigentümer verfiel Schloss Horst im Laufe der Zeit. So blieb nach 1850 von der ehedem prächtigen Anlage nur ein Teil erhalten, der bis in die 1920er Jahre landwirtschaftlich genutzt wurde. Einer damals begonnenen ersten Phase öffentlicher Nutzung als Volkserholungsstätte folgte nach 1970 ein erneuter Niedergang. Mit dem Engagement des im Jahre 1985 gegründeten Förderverein Schloss Horst setzte schließlich die grundlegende Rettung des Schlosses ein, welches nach umfangreicher Renovierung als Kultur und Bürgerzentrum mit integriertem Standesamt und gepflegter Gastronomie der Öffentlichkeit übergeben wurde.

cuprotherm-Flächenheizsystem mit neuen Bodenaufbauten Als Ergänzung zum klassischen cuprotherm-Flächenheizsystem für Trocken- und Nassbau sowie Gussasphalt bietet die Wieland-Werke AG mit cuprotherm CTX ein besonders flexibles Markenkupferrohr, das dem Anwender einen hohen Montagekomfort und wirtschaftliche Vorteile bietet. Ermöglicht wird dies durch ein leichtes, gewichtsreduziertes Kupferrohr, das mit einer fest haftenden Kunststoffummantelung versehen ist. cuprotherm CTX verfügt über eine für Metallrohre bisher nicht gekannte Flexibilität und lässt sich damit besonders einfach und leicht installieren. Neu im Programm der cuprotherm-Flächenheizung sind die Modelle „cuprotherm MINI“, Estrichfräsen ohne zusätzliche Aufbauhöhe sowie "cuprotherm ekoBoden", eine Dünnestrichlösung ab 33 mm bei hoher Tragfähigkeit. Beide Modelle sind prädestiniert für Bauvorhaben in der Bestandsrenovierung mit dem Schwerpunkt energetische Sanierung.

Objekt: Bauherr: TGA-Planung: Heizungsbau: Architektur Umbau:

Schloss Horst, Gelsenkirchen: Umbau und Sanierung der Vorburg Stadt Gelsenkirchen Ingenieurbüro Winkels Behrens Pospich, Münster Paul Lindemann, Gelsenkirchen Pfeiffer Ellermann Preckel GmbH, Münster

3