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Atout France - Zürich Tel 044 217 46 00 Fax 044 217 46 17 [email protected] www.franceguide.com

C ALVADOS ERLEBEN! Die Quintessenz der Normandie

G

UT ZU WISSEN... Entfernungen in Kilometern und Reisezeit:

Mit dem Auto: Die großräumige Umgehung des neuralgischen Verkehrsknotenpunktes Paris ist nunmehr lückenlos als Autobahn fertiggestellt. Via Metz bis Reims, dort Richtung Rouen/Lille, dann der Ausschilderung Amiens folgend, von dort Richtung Rouen/Le Havre/Pont de Normandie. Aus der Nordhälfte Deutschlands via Aachen, Lüttich, Valenciennes, Amiens und dann wie oben. Mit der Bahn: Via Paris. Dort vom Gare Saint Lazare in ca. 2 Stunden bis nach Caen. Flüge via Lyon ab Frankfurt und Düsseldorf nach Caen-Carpiquet.

> Caen: 1220 km (11:30 Std) Düsseldorf > Caen: 660 km (6 Std) Frankfurt/Main > Caen: 814 km (8 Std) Hamburg > Caen: 1076 km (10 Std) Köln > Caen: 655 km (6 Std) Leipzig > Caen: 1192 km (11:15 Std) München > Caen: 1083 km (10:30 Std) Bern > Caen: 902 km (8:30 Std) Wien > Caen: 1490 km (14 Std) Berlin

Sich betten

Knapp 300 Hotels mit ca. 20 000 Gästebetten freuen sich auf Ihren Besuch. Darüber hinaus stehen fast ebenso viele Betten in Ferienhäusern, Gäste-zimmern, Jugendherbergen und Ferienzentren zur Verfügung. Auf knapp 100 Camping-Plätzen (davon fast die Hälfte in der 3 + 4 Sterne-Kategorie) finden sich rund 15 000 Stellplätze. Ein Teil der mehr als 300 000 Gästebetten in privaten Zweitwohnsitzen bereichern das Übernachtungs-Angebot. Direkt-Reservierungen von Ferienhäusern und Gästezimmern unter www.gites-de-france-calvados.fr

COMITE DEPARTEMENTAL DU TOURISME DU CALVADOS 8 RUE RENOIR - F 14054 CAEN CEDEX 04 Tel 00 33 2 31 27 90 30 - Fax 00 33 2 31 27 90 35 - [email protected]

Calvados

La Normandie par excellence

www.calvados-tourisme.com (mit Links zu den touristisch bedeutsamen Orten, Institutionen, Sehenswürdigkeiten und Ereignissen des Departements. Internet-Adressen von Fremdenverkehrsbüros finden Sie ebenfalls, indem Sie den Ortsnamen + Office de Tourisme als Suchbegriff eingeben).

Wir danken dem Pressebüro Dr. Dieter Basse für die Überlassung seines Fotomaterials, Tel /Fax 00 33 2 33 06 05 14 Photovermerk: D. Basse, J.M Gatey, JP. Gratien, S. Guichard, D. Morel, D. Paillard, P. Rougereau, V. Thomassin, G. Wait, S. Geufroi Ouest-France, CDT Calvados, Château de Falaise, Mémorial de Caen, X. Bearbeitung: Libre Cours…Caen - Redaktion: D. Basse

Février 2010

Gute Reise!

EDITORIAL

21

HRE

BRÜCKE ZU UNS!

A

EER-LEBEN

M

DRENALIN-SPRITZEN

15 4

ANDPARTIE

L

B Spektakulärer könnte die Ankunft kaum sein. Gegensätzlicher auch nicht. Der Weg zu uns führt Sie über den Pont de Normandie - die Brücke über die Seine-Mündung. Atemberaubendes Beispiel architektonischen Wagemutes. Inbegriff der Moderne. Direkt dahinter: das Pays d'Auge. Idylle pur mit romantischen Fachwerk-Dörfern, Obstwiesen und verträumten Flusstälern.

Philippe Gay Direktor des Comité Départemental du Tourisme du Calvados

8

Gegensätze ziehen sich bekanntlich an. Auch deshalb wirkt das normannische Département Calvados so attraktiv. Im Spannungsbogen zwischen der pulsierenden Metropole Caen und der Abgeschiedenheit der BocageLandschaft, den mondänen Badeorten der Côte Fleurie und der ungebrochenen Bodenständigkeit des Hinterlandes. Dem Traditions-Bewusstsein der Fischer in ihren Häfen und dem Groove der Kite-Surfer nur wenige Kilometer weiter... Alles in allem: Der Stoff aus dem Urlaubsträume sind. Betrachten Sie das Heft in Ihren Händen als Einladung, unsere Lebensfreude mit uns zu teilen. Entdecken Sie das Département Calvados!

12 ENIEßEN

Herzlichst Ihr

I

AU-KUNST

ESCHICHTE

G

Nun möchten Sie diese wundervolle Region erleben und ihren Menschen begegnen. Seien Sie willkommen! Am Strand mit ihrer Familie. Als Bewunderer der Kunst- und Kulturschätze. Als Aktiv-Urlauber und Naturfreund. Zu Fuß, per Rad oder Kajak. Als Gourmet oder Gourmand, als Skipper oder Surfer. Für ein verlängertes Wochenende oder während ihrer Ferien... Ihre Urlaubsträume werden sich mit Sicherheit erfüllen. In diesem Sinne: Bienvenue im Calvados!

2

18

G

& KULTUR

Calvados - das edle Destillat aus Äpfeln, gereift in alten Eichenfässern... Bestimmt ist er Ihnen bereits während eines guten Essens begegnet. Höchstwahrscheinlich haben Sie auch schon die Würze eines reifen Camemberts genossen. Das Fernsehen zeigte Ihnen Weltstars des Kinos im BlitzlichtGewitter vor dem Kasino in Deauville. So sind Sie unserer Region, dem Département Calvados im Westen der Normandie - ohne es vielleicht zu ahnen - schon ziemlich nahe gekommen.

3

Calvados erleben!

M

EER-LEBEN

Alles Leben kommt - so die Wissenschaft aus dem Meer. Vielleicht auch deshalb besitzt es für uns immer noch eine magische Anziehungskraft. Die Küste des Départements Calvados zählt seit mehr als einem Jahrhundert zu den beliebtesten Ferienregionen Frankreichs…

Deauville Inbegriff klassischer Sommerfrische. Treffpunkt der Schönen und Reichen. Oder derjenigen, die sich dafür halten. Außer „provinziellen“ Feriengästen schaut niemand hinter einem Rolls-Royce her. Man trägt HauteCouture-Modelle mit unnachahmlicher Nonchalance. Die Villen in den Hügeln rundum liefern reichlich LifestyleMagazinen den Stoff. Ihre Bewohner füllen einen beträchtlichen Teil des französischen „Who's who?“.

4

Entspannung: Strand-Idylle an der Côte Fleurie

Sie haben ihr Leben mehr oder weniger dem Meer gewidmet. Dieser, wie man hier sagt, „großen Dame, der man tunlichst Respekt zollen sollte!“ Die selbst nach Jahrzehnten des Zusammenlebens immer noch neue, überraschende Facetten enthüllt. Liebes-Erklärungen...

Nur durch die Touques getrennt am anderen Ufer: Trouville sur Mer. Trotz seines Kasinos vor allem und immer noch ein überaus lebendiger Fischerhafen. Beweis dafür, dass an der Calvados-Küste jeder das Ambiente seiner Wahl findet. Zwischen dem Schick der Côte Fleurie im Osten, über die eher familiäre Côte de Nacre in der

Luxus: das Grand Hotel von Cabourg Historisch: „Lieutenance“ im Hafen von Honfleur aus dem 17. Jahrhundert Stolz: Marc Suard, Präsident des Vereins der Segel-Oldtimer in Honfleur

5 Entspannung: Das Kasino von Deauville

Mitte bis hin zu den urtümlichen Stränden der Landung der alliierten Truppen 1944 im Westen, liegen, aufgereiht wie an einer Perlenkette, an 120 Kilometern Strand schmucke Badeorte, die auf alle noch so unterschiedlichen Urlaubswünsche eingestellt sind.

Laufsteg: Die Badekabinen an den „Planches“ von Deauville tragen die Namen ihrer berühmten Besucher

Mit feinsandigen kinder- und elternfreundlichen Stränden mit genügend Platz, um selbst noch in der Hochsaison ein Beach-Volleyball-Match zu starten. Mit Unterkünften von der Nobelherberge bis zur Familienpension, vom luxuriösen Ferienhaus bis hin zum Gästezimmer, ohne die gepflegten Campingplätze zu vergessen. Mit allen Unterhaltungs-Angeboten einer jungen/alten Ferien-Region. Angereichert mit jenem unvergleichlichem Charme französischer Lebensart!

ALTE LIEBE

Die Gattin brachte eine Zwei-Mast-Goelette mit in die Familie. Für Marc Suard mit Sicherheit nicht der Grund zur Hochzeit - allerdings auch kein Hindernis. Denn der Präsident des Vereins der Segel-Oldtimer von Honfleur hat einen guten Teil seines Lebens der Pflege maritimer Tradition gewidmet. Mit Erfolg, wie die Ansammlung schwimmender Antiquitäten im „Vieux Bassin“ beweist. Keine bloßen Ausstellungsstücke: „Wir gehen damit auf See, so oft wir können.“ Unter anderem dann, wenn sein Verein beim alljährlichen „Krabbenfest“ die glorreichen Zeiten historischer Seefahrt wieder zum Leben erweckt.

Hafen-Chef: Kapitän Jean François Quillec

HAFEN-LIEBE

Dieses Treiben findet Wohlgefallen „ganz oben“. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn Jean-François Quillec, Hafenkapitän von Honfleur, residiert in der alten Lieutenance aus dem 17. Jahrhundert, hoch über dem „Vieux Bassin“. Der ehemalige Kapitän der Handelsmarine versieht seinen Dienst dort schon seit etlichen Jahren. Trotzdem -„es vergeht kein Tag, an dem ich mir nicht sage, du hast einen der schönsten Arbeitsplätze, die man sich vorstellen kann.“ Mit unvergesslichen Erlebnissen. Wie dem Tag, als alle Boote ihre Liegeplätze räumen mussten, weil der königlich englische Yachtclub mit 50 Schiffen einlief. Darunter zum Staunen aller „eine eigene Schaluppe für Eiswürfel!“ Champagne with the soup, white wine with the fish...

Farbenfroh: Fischkutter im Hafen von Port-en-Bessin

Typisch: Villa an der Côte Fleurie Unter Denkmalsschutz: Leuchtturm an der HafenEinfahrt von CaenOuistreham

6 Nostalgie: der ehemalige Fischer Pierre Ménard an der Hafen-Einfahrt von Port en Bessin

FESTE TREUE

Ein unzertrennliches Paar: Pierre Ménard und das Meer. Drei Jahrzehnte blieb er den FischereiRevieren in Ärmelkanal, Nordsee und Nordatlantik treu. Und wie das so ist bei alten Paaren: „Es gab viele gute und ein paar sehr schlechte Tage.“ Der schlechteste: „Hundert Meter von uns entfernt kenterten die Kollegen im Sturm. Boot und Besatzung blieben spurlos verschwunden.“ Er hat trotzdem weitergemacht. Denn: „wenn du dem Meer einmal verfallen bist, kommst du nicht mehr davon los!“ Sofort nach seiner Schulzeit heuerte er an. „Obwohl du als Jungfrischer an Bord ungefähr soviel zählst wie der Schiffshund!“ Damals holte man die Netze noch mit Muskelkraft ein. Regen- und Windschutz galten als überflüssig. Er hat seinen Weg gemacht. Und als seine Kinder alt genug waren, hat er sie mitgenommen auf das Boot. Sie sollten das Leben eines Fischers kennen lernen. Zwei seiner drei Söhne passieren nun wie er auf ihren Kuttern die Hafeneinfahrt mit ihren schmucken Leuchtfeuern. Angst um sie gesteht er sich nicht zu. Weil „das ohnehin nichts nützt!“ Inzwischen bleibt er an Land. In seiner kleinen Werkstatt am Hafen fertigt er Netze für die Kollegen. Noch immer kennt er jeden einzelnen der Männer, die von hier aus in See stechen. Und noch immer bekommt sein Blick diesen sehnsüchtigen Ausdruck, wenn ihre Kutter hinter der Hafenmole verschwinden.

Startklar: Stéphane Bradic. Assistent des Hafenmeisters von Caen-Ouistreham

7

LEIDENSCHAFT

Für Stéphane Bradic, Assistent des Hafenmeisters von Caen-Ouistreham, reimt sich „Segeln“ mit Leidenschaft. Die teilt er mit 600 Gleichgesinnten im schmucken Hafen an der Orne-Mündung. Es könnten noch viel mehr sein. „Täglich rufen mich gleich mehrere Freizeit-Kapitäne an, die einen Liegeplatz suchen!“ Besserung verspricht eine geplante Hafen-Erweiterung. Platz für Gäste findet sich dagegen immer. Stéphane Bradic: „Viele Boote, die etwa eine Tour de France auf dem Meer unternehmen, laufen unseren Hafen an. Ebenso, wie viele Briten, die hier nach der Überquerung des Ärmelkanals europäisches Festland betreten.“ Und dem Reiz „des Hafens im Grünen“ schnell verfallen.

Sommerfrische: Strand bei Colleville sur Mer

Calvados erleben!

8

L

ANDPARTIE

Wer glaubt, ein Landstrich mit knapp zwei Dutzend Häfen und einem Jahrtausend maritimer Tradition verstehe sich als Küstenregion, täuscht sich in Sachen Calvados. Man sieht sich hier ebenso als „terriens“, Erdlinge, tief verwurzelt in der heimischen Scholle. Eine Entdeckungstour durch das weite Hinterland beweist, warum.

Farbenrausch in dem Garten des Château de Canon

Die schmucken Dörfer des Bessin scheinen mit ihren Natursteinen vor Urzeiten für die Ewigkeit gebaut. Und haben sich seither kaum verändert. Prachtvolle Bauernhöfe und Herrensitze wecken unweigerlich den Wunsch nach „schöner Wohnen“. Das Pays d'Auge mit seiner typischen Fachwerk-Architektur verkörpert unwider-

stehlichen Puppenstuben-Charme. Am Ende so manchen Seitenwegs warten Manoire und Schlösser, die davon erzählen, dass die Region zu allen Zeiten eine magische Anziehungskraft besessen hat. Von urtümlicher Natürlichkeit: die „Suisse Normande“, die normannische Schweiz. Angesichts des eher flachen normannischen Reliefs darf man sich mit Hügeln von beinahe 300 Metern Höhe, steilen Felswänden und tief eingeschnittenen Flusstälern wohl mit Recht so nennen. Die Bocage im Süden, mit ihren von Wallhecken gesäumten Feldern und Wiesen, steht als Archetyp für Landschaft in der Normandie. Vor weiten Horizonten dösen Dörfer in der Sonne. Man kann die Stille beinahe hören.

Leidenschaft im wahrsten Wortsinn. Jeder Gärtner weiß es: Bevor ein Garten seine wahre Schönheit entfaltet, fließt so mancher Tropfen Schweiß. Wer pflanzen will, muss sich bücken. Denn, so eine alte normannische Bauernregel: „Die Erde ist tief unten!“

9

Blüten-Träume: Colette Sainte-Beuve und die „Jardins de Castillon“

INSPIRATION Fluss-Idylle: die Orne bei Clécy in der „Normannischen Schweiz“

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Colette Sainte-Beuve sieht die Harmonie zwischen Mensch und Natur im Mittelpunkt ihres Tuns. Ihre „Jardins de Castillon“ stellen in verschiedenen „Zimmern“ unterschiedliche Aspekte dieses Verhältnisses dar. Ein Wassergarten, ein Japanischer Garten, ein Labyrinth... Wer sich am Ende von der Schönheit des Gesehenen inspiriert fühlt, kann in der zur Anlage gehörenden Gärtnerei die Zutaten für ein kleines Wunderwerk im eigenen Garten finden. www.jardinscastillon-plantbessin.com

Farbenfroh: Wassergärten des Schlosses von Vendeuvre

Stille: Bauernhof in der BocageLandschaft des Vire-Tals

Romantik: Obst-Weiden prägen die Region vom normannischen Bocage

Kornkammer: Getreidefelder an der Küste nördlich von Caen

10 ZURÜCK ZUR NATUR

Vor vier Jahrzehnten kehrte der Comte de Vendeuvre zum Landhaus seiner Ahnen zurück. Er fand halbverfallene Fassaden, wuchernde Natur und Kühe auf der Freitreppe vor dem Eingang. „In diesem Moment“, so der Nachfahre flandrischer Könige und der Königin Elisabeth I. von England, „entstand der Wunsch, mit dem Château de Vendeuvre Natur und Kultur zu vereinen.“ Er studierte mit seiner Gattin Vorbilder in halb Europa. Kopierte, was gefiel. Und garnierte das Ganze - vor allem auch zur Freude der Kinder - mit einigen erfrischenden Überraschungen. Die wir an dieser Stelle nicht verraten... Dazu renovierte er das Schloss vom Keller bis zum First. Präsentiert hier altes Mobiliar und eine exquisite Sammlung von Miniatur-Möbeln. Sowie eine nicht minder ansprechende Kollektion von historischen Transportbehältern für Hunde und Katzen aus aller Herren Länder. Nach Jahrzehnten unverdrossener Arbeit ist der Siebzigjährige mit Recht stolz auf das Erreichte. Aber: „Erstens ist man in einem Garten niemals mit der Arbeit fertig. Und zweitens gibt es viele Dinge, die ich noch verwirklichen möchte!“ www.vendeuvre.com

Naturfreund: Der Comte de Vendeuvre und sein Schlosspark voller Überraschungen

Impressionen: Malerische Motive muss man im Calvados nicht lange suchen

11

HERAUSFORDERUNG

Willkommen: Armelle Noppe und ihre „Jardins du Pays d'Auge“

Die Schönheit unserer Landschaften „hat uns herausgefordert“ so Armelle Noppe, „die Natur noch zu übertreffen!“ Das kostete die Besitzerin der „Jardins du Pays d'Auge“ reich-lich Arbeit und noch mehr Geduld. Das Ergebnis lässt sich sehen. Ehemann Jacques hat den Park rund um einen alten Bauernhof mit weiteren Zeugen heimischer Architektur angereichert. Trotz der unablässigen Arbeit, die Motivation bleibt ungebrochen: „In einer Welt voller Hektik bietet ein Garten eine Oase der Kraft. Egal ob man selbst Hand anlegt oder das Werk anderer genießt!“ www.lesjardinsdupaysdauge.com

Vollblut: Calvados gilt als eine Hochburg der französischen Pferdezucht

Calvados erleben!

G

ENIEßEN

Wo sich fruchtbares Land und fischreiches Meer miteinander vermählen, kann man vom Speisezettel getrost Abwechslungs-Reichtum erwarten. Kommt dazu noch die sprichwörtliche Kreativität und das „Savoir faire“ der französischen Küche, bleiben kaum noch kulinarische Wünsche offen. Ob Sie sich diese beim Feinschmecker-Menü im sternegekrönten Nobel-Etablissement oder eher beim „Menu du Jour“ im Restaurant am Wegesrand erfüllen, liegt ganz an Ihnen. Meeresfrüchte, Muscheln, Seezungen oder Barsche beweisen auf jeden Fall mit ihrer Frische, dass der nächste Fischerhafen niemals weit entfernt liegt. Knackige Gemüse und frische Salate gedeihen in diesem vom Klima gesegneten Landstrich „fast von selbst“. Nahezu ganzjährige Freiland-Haltung vieler Rinder sorgt für exzellente Fleischqualität. Und über die Käse- und Milchprodukte noch gesondert zu reden, erübrigt sich wohl ebenso, wie über Calvados und Cidre, die weltweit als Markenzeichen der Region stehen. Also, worauf warten wir noch? „A table - zu Tisch!“

12 Die Geschichte von Adam und Eva - Version Calvados: Die beiden hätten aus den Äpfeln des verbotenen Baumes Schnaps gebrannt. Der liebe Gott, erzürnt über derlei Frevel, habe sie kurzerhand aus dem Paradies geworfen. Wonach sie logischerweise im Pays d'Auge gelandet seien. Ebenso schön wie das Paradies und ausgestattet mit unvergleichlich vielen Apfelsorten zur Herstellung geistiger Getränke...

Tradition: Seit fast einem Jahrhundert stellt man in der Familie Grandval Cidre, Calvados und Pommeau her

EIN APFEL FÄLLT NICHT WEIT VOM STAMM

Einer ihrer Nachfahren heißt François Grandval. Der verfolgt seinen Stammbaum nicht ganz so weit zurück. Aber immerhin wird hier in Grandouet bei Cambremer schon in der dritten Generation die Ernte der Obstwiesen rund um das schmucke Manoir in flüssige Köstlichkeiten verwandelt: in Cidre, den Aperitif Pommeau und in Calvados. Vielfach preisgekrönt. Von einer wachsenden Klientel hoch geschätzt. Grandval: „Die Menschen suchen aufs neue Produkte, die ihren Charakter bewahrt haben!“ Und an Charakter mangelt es in der Region nun wirklich nicht. Wovon sich links und rechts der „Route de Cidre“ ein treffliches Bild machen lässt. www.manoir-de-grandouet.fr

NASEN-FAKTOR

Im Alter von acht Jahren beteiligte sich Philippe Lamon an der Seite seines Großvaters - passiv - an seiner ersten Calvados-Verkostung. „Der Geruch von Äpfeln und Eichenholz hat mich geradezu imprägniert!“ Der „Umweg“ über ein späteres Chemiestudium erwies sich als segensreich. Denn für seine Funktion als Kellermeister des prestigeträchtigen Château du Breuil braucht der heute 38jährige auch Kenntnisse in Chemie. Viel wichtiger allerdings: die Nase. Denn die Entscheidung, welche Destillate er zu einem edlen Calvados versammelt „kann mir selbst das intelligenteste Computer-Programm niemals abnehmen.“ Denn: „Wir verarbeiten, was die Natur uns gibt. Das ist niemals gleich!“ So kann selbst er nicht exakt vorhersagen, welches Ergebnis sich nach Jahren der Lagerung in den uralten Eichenfässern findet. Die unendlich facettenreiche Welt der Gerüche und des Geschmacks... www.chateau-breuil.fr

Das Label A.O.C (Appellation d’Origine Contrôlée) steht für Qualität und Authentizität der Produkte. Im Calvados tragen es die Käsesorten Livarot, Pont l'Evêque und der Camembert, sowie die Butter von Isigny. Außerdem Calvados, Cidre, Pommeau und Poiré. Die Jakobsmuscheln aus der Baie de Seine kennzeichnet das begehrte „Label Rouge“.

Konzentration: der Kellermeister der Calvados-Destillerie „ Chateau du Breuil“, Philippe Lamon

Geduld: In der Destillerie von Roger Groult in Saint Cyr du Ronceray lagert der Calvados bis zu 80 Jahren in seinen Eichenfässern

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Als Bestandteil dieser Welt des Geschmacks sieht sich auch Thierry Graindorge. In der Region ähnlich bekannt wie der Staatspräsident. Schon Vater und Großvater widmeten sich der Herstellung von Camembert, Pont l'Evêque und Livarot, den Käsesorten, die zum Weltruhm der Region beigetragen haben. Der Käsetransporter des Großvaters steht - blitzsauber restauriert - am Eingang des „Village Fromager“ in Livarot. Ein Sinnbild. Thierry Graindorge: „Er hat uns stets erklärt, die wirklich guten Dinge entwickeln sich mit der Zeit. Und mit dem Respekt vor der Natur!“ Ins ererbte Weltbild passen die rotbunten normannischen Kühe. Die sattgrünen Weiden, auf denen sie der Milchproduktion nachgehen. Das behutsame Reifen des Käses in den Gewölben. Und die Reinheit des Abwassers der Käse-Manufaktur, die diejenige des ohnehin schon sauberen Baches nebenan noch übertrifft. www.graindorge.fr

Calvados erleben!

ALLES KÄSE

Einladung: die Käse-Manufaktur von Thierry Graindorge in Livarot steht Besuchern offen

A

DRENALIN-SPRITZEN

Abschalten vom Alltag. Sich neuen Horizonten öffnen... Viele Menschen finden in - mehr oder weniger - sportlichen Aktivitäten ihre wohlverdiente Entspannung. Wie gut, dass die Region in dieser Hinsicht kaum noch Wünsche offen lässt. Neben „trendy“ Aktivitäten, wie BungeeJumping, Kite-Surfen, Strandsegeln oder Para-Gliding ist der Calvados auch und vor allem eine Domäne der „klassischen“ Freizeitvergnügen. Das dichte Netz an verkehrsarmen Nebenstraßen bietet ein ideales Terrain für Radtouren. Nicht nur der Küstenwanderweg mit seinen herrlichen Panorama-Blicken erwartet die Adepten von Schusters Rappen. Selbst der Prinz Aga Khan schätzt die Region als Pferdeland -

Vielseitig: Cidre eignet sich hervorragend als Getränk zu den meisten normannischen Spezialitäten

Variationen: Jakobs-Muscheln können auf vielfältige Art zubereitet werden

und nennt hier mehrere Gestüte sein eigen. Mehrere tausend Liegeplätze in den YachtHäfen sprechen für die Qualität der Reviere vor der Küste. Auf den Flüssen des Hinterlandes bieten Kanu- und Kajak-Stationen die Gelegenheit, auf - auch für Anfänger geeigneten - Gewässern die reizvolle Landschaft an sich vorbeiziehen zu lassen. Oder in ebendieser Landschaft auf einem Dutzend gepflegter Golfplätze von Green zu Green ziehen...

15 FREIER FALL

14

Die Milch macht's: Käsesorten Camembert, Pont l'Evêque und Livarot (von o. nach u.)

Vor zehn Jahren entdeckte die Bungee-Legende A.J. Hackett - nach seinem spektakulären Sprung vom Eiffel-Turm - die Reste des Viadukts über das Souleuvre-Tal. Der Neuseeländer befand: „Der ultimative Kick!“ Kurze Zeit später zogen Pierre und seine Mannschaft ins idyllische Dorf Le Beny Bocage. Ziel: „ein Adrenalin-Schub für die Region!“ Die sich bis dato mit ihrer PanoramaLage über der weiten Bocage-Landschaft eher als Inbegriff abgeschiedener Idylle präsentierte. Intensive Arbeiten begannen auf den Brücken-Pylonen der alten Eisenbahnbrücke. Konstruiert von Gustave Eiffel, dem Schöpfer des Pariser Wahrzeichens. Wie Pierre sich erinnert: „argwöhnisch beäugt von den Bauern ringsum“. Die waren sich - nach Normannen-Art - vollkommen sicher, „dass das niemals funktioniert.“ Bis zum Beweis des Gegenteils. Nach Beendigung der atemberaubenden Konstruktion mit Zuschauerplattform und Absprung-Basis begann der Run der Adrenalin-Adepten auf die Anlage. Pierre: „100 000 Besucher pro Jahr. Davon wagen 10 000 den Sprung ins Leere!“ Für etwas weniger Wagemutige entstand ein Erlebnispark mit anderen Highlights. Wie die Tyrolienne, wo man am Stahlseil mit bis zu 100 km/std das Tal überquert. Mit Kletterparcours in den Bäumen... Und nicht zuletzt mit allem was man braucht, um nach Schwindelfrei: dem Abenteuer Leib und Seele zu erfrischen. Pierre, Team-Chef www.ajhackett.fr der BungeeSprunganlage von Le Bény Bocage

9

16

17

Calvados erleben!

18

Pittoresk: Place Saint-Sauveur in der Altstadt von Caen

B

AU-KUNST

Alles Alte übt auf einen echten Normannen eine tiefe Faszination aus. Wovon man sich unter anderem anlässlich unzähliger Trödelmärkte oder in einer Vielzahl von Antiquitäten-Geschäften ein Bild machen kann. Kein Wunder also, dass man sich im Calvados mit großer Intensität um die Erhaltung des kulturellen Schatzes kümmert, den die Geschichte der Region hinterlassen hat.

STEINREICH

Denkmalschützer: Landeskonservator Jean-Marie Levesque

Der Mann hat sichtlich Freude an der Arbeit. Mit gutem Grund. Denn Jean-Marie Levesque kümmert sich als Landes-Konservator „um ein kulturelles Erbe von unglaublichem Reichtum!“ Der reicht vom Leuchtturm bis zur gotischen Kathedrale, vom alten Rah-Segler bis zur Strandvilla, vom tönernen Dachreiter bis zur Ritterburg. Jean-Marie Levesque : „Jahrhunderte lang war die Normandie mit Abstand die wohlhabendste Region des Französischen Reiches. Sie ernährte Paris und finanzierte mit ihren Steuern ein gutes Viertel des Staatshaushaltes. Der finanzielle bot die Basis für den kulturellen Reichtum.“ Der wäre noch größer, gäbe es nicht, so Levesque „die menschliche Dummheit. Sprich Religionskriege, Plünderungen, Bombardements! “ Da ist im Laufe der Geschichte vieles verloren gegangen. Unersetzliches. Aber vielleicht weniger als woanders. Levesque : „Ein echter Normanne wirft nichts weg. Alles hat hier seinen Wert!“

Meisterwerk: Die „Abbaye aux Hommes“ gilt als ein Höhepunkt sakraler Baukunst in der Normandie

Prunkvoll: das Schloss von Saint Germain de Livet

Majestätisch: Dom von Bayeux, eine der schönsten und ältesten Kathedralen Frankreichs Mächtig: Fast ein Jahrtausend dominiert die Burg von Falaise die Stadt zu ihren Füßen

Die Basilika von Lisieux: Wallfahrtsort zu Ehren der Heiligen Therese

19

Patrice Leu trifft man, so die Ehefrau, „meist bei seiner Geliebten“. Die findet sich praktischerweise nur unweit des ehelichen Domizils im Dorf Argences im Osten von Caen. Und das schon seit mehreren Jahrhunderten. Das Alter hatte bei der „Dame“ mit Namen „Moulin de la Porte“ (Mühle vor den Toren) deutliche Spuren hinterlassen. Eine echte Herausforderung für den „Liebhaber“, seines Zeichens Lehrer für Bau-Handwerk, ihr im Verein mit Freunden und Bekannten zu neuer Jugend zu verhelfen. Mangels vorhandener Konstruktionspläne „eine Entdeckungsreise durch die Baugeschichte!“ Mit der Erkenntnis, dass „unsere Vorfahren ökologisch bauten, ohne diesen Begriff zu kennen!“ Nicht nur im Fall der alten Mühle. In den typischen Baustilen der Region nutzte man die Eigenschaften der heimischen Materialien optimal. Der „Stein von Caen“, aus der Umgebung der Calvados-Metropole, nimmt im Lauf der Zeit Härtegrade an, die selbst Profi-Bohrmaschinen widerstehen. Eichenholz für Fachwerk-Balken im Pays d'Auge kann Regen und Feuchtigkeit kaum etwas anhaben. Mörtel und Verputze auf Kalkbasis sind atmungsaktiv und weisen Insekten ab. Die Tonziegel der „BadeArchitektur“ an der Küste trotzen der salzhaltigen Meerluft.

Hobby-Müller: Patrice Leu vor der restaurierten Mühle in Argences

Calvados erleben!

SEITENSPRUNG

Nobel: das Chateau de Canon

ESCHICHTE

& KULTUR

Seit die Wikinger im 8. Jahrhundert ihre Langboote in der Region an Land hievten und als Nordmannen“ der Normandie zu ihrem Namen verhalfen, haben viele historische Ereignisse die Region zwischen Seine- und Vire-Mündung geprägt. Und dabei einen üppigen Schatz an Sehenswürdigkeiten hinterlassen. Fast allgegenwärtig in der Geschichte des Calvados: Wilhelm, genannt der Eroberer. Dem es 1066 gelang, sein Reich auf beide Seiten des Ärmelkanals auszudehnen. Die Schlösser von Caen und Falaise erinnern an ihn, ebenso wie die dortigen Abteien. Oder die „Tapisserie de Bayeux“, der wertvollste „Comic strip“ der Welt eine 70 Meter lange und einen halben Meter breite Stickerei aus dem 11. Jahrhundert, mit der Darstellung der Feldzüge Wilhelms. An ein „Reich“ ganz anderer Art erinnern zahllose Zeugnisse der deutschen Besetzung während des Zweiten Weltkrieges und an ihr Ende nach der Landung der alliierten Truppen im Juni 1944. Beeindruckende Monumente, wie das „Memorial für den Frieden“ von Caen, die Pointe du Hoc oder der Soldatenfriedhof von Colleville sur Mer stehen für die Aufforderung an die Völker dieser Welt: Nie wieder so etwas! An den zahllosen Schauplätzen erbitterter Schlachten herrscht heutzutage der Geist der Versöhnung und des friedlichen Neubeginns.

Bilderbuch: Fachwerk in Vollendung verleiht dem Pays d'Auge seinen unverwechselbaren Charme

Kunst am Bau: Skulpturen schmücken die Dachfirste vieler historischer Gebäude im Calvados

20

G

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Helden-Epos: Die „Tapisserie“ in Bayeux erinnert an die Eroberung Englands im Jahr 1066

Versöhnung: Chirac und Schröder anlässlich des 60. Jahrestages der alliierten Landung in der Normandie

Gedenken: Soldatenfriedhof in Colleville sur Mer

22 WO DIE MUSE KÜSST Zu allen Zeiten haben Landschaften und Orte des Calvados Künstler zu mehr oder minder großen Meisterwerken inspiriert. Und damit zugleich die Basis für einen regen Kunsthandel geschaffen. Womöglich finden Sie ein bleibendes Andenken an Ihren Aufenthalt in einer der vielen Galerien, wie hier in Honfleur.

Genial: Gemälde „Leute auf dem Strand von Trouville“ von Eugène Boudin

Meisterstücke: Galerie Sainte-Catherine

Der "Salle des Remparts" in der Burg von Caen, die von Wilhelm dem Eroberer erbaut wurde

Nobles Dekor: „SchachbrettZimmer“ in der Burg von Falaise

Segensreich: die „Schwarze Madonna“ im Wallfahrtsort Douvres la Délivrande

SCHWARZE MADONNA

Die Côte de Nacre - Inbegriff von Strandspaß und Badefreuden. Ein Mekka der Sommerfrische. Aber auch ein Wallfahrtsort ganz anderer Natur. Die Pilgerfahrt zur Schwarzen Madonna von Douvres la Délivrande führt alljährlich tausende in diese kleine Stadt. Zu frommer Andacht. Oft in Erwartung eines Wunders. Der „geistliche“ Hausherr der Bronzestatue, Père Hubert Mouton, Rektor der Basilika, in der die Madonna ihren Platz hat: „Viele Menschen kommen mit großen Erwartungen hierher. Für manche erfüllen sie sich.“ Eines unterscheidet die Schwarze Madonna in Douvres von anderen ihrer Art: Sie ändert häufig ihre Garderobe. Eines ihrer Gewänder stammt von der Pariser Modeschöpferin Nina Ricci. Kein Wunder! Wir sind schließlich in Frankreich. Da darf man auch als Heilige Schick und Eleganz verkörpern...

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Sie waren fast alle schon hier, die Filmstars dieser Welt. Die Tom Hanks, Michael Douglas, Sharon Stone... Ihre Namen finden sich an den Bade-Kabinen der berühmten „Planches“ am Strand von Deauville oder in den Gäste-Listen der Grandhotels. Und sie kommen alljährlich wieder. Etwa zum Festival des amerikanischen Films. Stets im September hält Hollywood Hof im Kasino und rundum.

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