Deutsche Augmentativa der Gegenwartssprache und ihre

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Deutsche Augmentativa der Gegenwartssprache und ihre Übersetzbarkeit ins Rumänische: eine korpusbasierte (kontrastive) Untersuchung Nicoleta Gabriela Gheorghe Abstract: Augmentatives in German Contemporary Language and Their Translatability into Romanian. A Contrastive and Corpus-Based Analysis.The paper justifies the necessity to showthe students of German language, the translators, the linguists the kind of Augmentatives in German Contemporary Language and the means of their translatability into Romanian. Überbeanspruchen, überbelasten, Hypergenitalismus, Hyperglykämie, Hyperplasie, Hyperschall, Superarbitrium, Superdividende, Suprafluidität, Supraleitfähigkeit, Supernova, usw.Augmentation can have an intensifying or a negative effect.A scientific analysis of this phenomenon addresses the linguistic predefinition of the semantic nature of the prefixes/prefixoids, the difficult and controversial designation of the constituents and the question of origin: native vs. borrowed prefixes. Key words: German Contemporary Language, Translatability, Romanian Language, Prefixoids/Prefixes.

EINLEITUNG Dieser Artikel handelt über die Augmentativa der deutschen Gegenwartssprache und ihre Übersetzbarkeit ins Rumänische. Erstens ist der Begriff Augmentativa allgemein zu definieren, zweitens gehe ich auf den Stand der Forschung zu Augmentativaund drittens auf ihre Funktion in der Sprache, ein. Abschließend werde ich einige für die Übersetzbarkeit der deutschen Augmentativa ins Rumänische repräsentative Beispiele aus dem Untersuchungskorpus meiner Dissertation anführen. HAUPTTEIL Augmentativa: Definition und Beispiele im Deutschen Ein Augmentativum (auch Amplifikativum, Vergrößerungsform) ist eine denominale Ableitung einer vergrößerten Erscheinungsform der im Stamm bezeichneten Entität, z.B. das italienische Wort casonezucasa (Haus) (2000, 77). Das ist die allgemeine Definition des Begriffs Augmentativum, die noch keinen Bescheid über die Form, die Struktur und die Funktion der Augmentativa, also der Augmentativbildungen, im Deutschen gibt. Diese Aussage wird durch folgende Beispiele belegt: Affengeschwindigkeit, Affenhitze, affengeil, Bombenerfolg, hochmodern, Riesenüberraschung, riesengroß, Riesenhunger, Supererfolg, Spitzengeschwindigkeit, Spitzenleistung, Spitzenwitz sind nur einige von den vielen Beispielen, die einem Sprecher vorneweg auf- oder einfallen und für den Begriff Augmentativum repräsentativ sind. Diese Vergrößerungsbildungen drücken durch die Präfixoide: Affen-, Bomben-, hoch-, Riesen-, Super-/super-, Spitzen-, u.a. nicht mehr die konkrete Bedeutung einer Eigenschaft, sondern eine Steigerung aus: z.B. bezeichnet Affe nicht mehr das bekannte Tier, sondern eine Steigerung, die unter anderem mit den allgemeinen Intensifikatoren sehr oder extrem paraphrasiert werden kann. Während man mit Hilfe der Präfixe neue Wörter wie beispielsweise Verben, Substantive und Adjektive bildet (etwa belichten, missmutig, Untugend, entkommen, erfahren, verzeihen usw.), entstehen durch Präfixoide selbstständige Wörter, die auch die negative und positive Einschätzung des Sprechers dem im Gespräch ausgedrückten Inhalt gegenüber markieren.Der augmentative Wert der Adjektive entsteht durch autochthone Präfixe: alt-, ur-, über-, un-, hoch- aber auch durch entlehnte Präfixe: hyper-, schick- (2001, 209): hellwach, hochintelligent, hyperaktiv, mordselend, saukalt, stinkfaul, stocksteif, unbeschreiblich, überklug, überglücklich. Stand der Forschung zu Augmentativa Ich möchte nun zu den Ergebnissen der Forschung zu Augmentativa kommen. Im Lexikon zur Wortbildung der deutschen Sprache (2001, 6) bezeichnet Karbelaschwili die - 62 -

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Begriffe Augmentation/Melioration und Diminution/Pejoration als zentrale Bereiche des sprachlichen Ausdrucks, wobei er über 800 Wortbildungselemente der deutschen Sprache analysiert, die in Verbindung mit Basismorphemen augmentative bzw. diminutive Lexeme bilden können. Aus seiner Sicht haben fast alle Gegenstände, Vorgänge, Sachverhalte ein Normalformat: ‚größer‘ oder ‚kleiner‘ als ‚normal‘, ‚stärker‘ oder ‚schwächer‘ als ‚normal‘, ‚höher‘ oder ‚tiefer‘ als ‚normal‘, ‚besser/schöner‘ oder ‚weniger gut/schön‘ als ‚normal‘‚ ‚mehr als gewöhnlich‘, ‚weniger als gewöhnlich‘, ‚stärker als gewöhnlich‘, ‚schwächer als gewöhnlich‘, ‚größer als gewöhnlich‘, ‚kleiner als gewöhnlich‘, ‚lauter als gewöhnlich‘, ‚leiser als gewöhnlich‘ usw. Außerdem enthält die deutsche Sprache Wörter, die als „echte“ Augmentativa/Diminutiva bezeichnet werden können, z.B. groß/klein, breit/schmal, lang/kurz, hoch/niedrig, viel/wenig, oft/selten, schwer/leicht, schnell/langsam, Gigant/Liliputaner, Riese/Zwerg. Manche Lexeme sind Beispiele für die Lexikalisierung von Adjektiven im Komparativ und Superlativ, z.B.: ältere Frau, beste Grüße, schönste Aussichten. In diesem Sinne entsteht das dreidimensionale Bewertungssystem Hervorhebung – neutrale Lexik – Herabstufung: Hervorhebung als Meliorativität und Herabstufung als Pejorativität (2001,6). Für Karbelaschwili führt der Begriff ‚Verstärkung‘ innerhalb der Kategorien Augmentation/Diminution zur folgenden Gradation: ‚viel – mehr – überaus viel‘: allein – mutterseelenallein, schick – superschick – mordschick oder ‚wenig – weniger – überaus wenig‘: z.B. dünn – hauchdünn, leicht – federleicht. Der Übergang des Substantivs Rock in den diminutiven Bereich kann durch das Präfix ‚Mini-‘ oder durch das Suffix -chen erzielt werden: Minirock bzw. Röckchen. Ersteres ist bereits zu einem Modebegriff geworden2, letzteres bezeichnet in der Regel bloß einen Rock kleinen Maßes3. Nur so kann diese Wortbildung verstärkt werden: Superminiröckchen. Als Folge der stilistisch markierten Augmentation gehen die Wortkomplexe in den meliorativen bzw. pejorativen Bereich über, z.B. Bomben + Idee = Bomben-idee (meliorativ), Schnaps + Idee = Schnaps-idee (pejorativ) (2001,7). Im oben genannten Wörterbuch werden mit Hilfe der Termini Affixoid (Präfixoid, Suffixoid) wortbildende Komponenten analysiert. Er behauptet, dass diese Termini in der germanistischen Wortbildungsforschung umstritten sind: ob zwischen Ableitung und Zusammensetzung eine neue Kategorie anzusetzen sei, ist fraglich. Fleischer und Barz schlagen vor, den Terminus Konfix für wortfähige (besonders entlehnte) Grundmorpheme, die nur in Kombination mit anderen Morphemen auftreten können, einzuführen und sie unterscheiden zwischen Konfixkomposita: Bioblock und Konfixderivaten: Fanatismus. Für Karbelaschwili ist das entscheidende Kriterium für die Zuordnung eines gebundenen Elements zur Klasse der Konfixe seine lexikalischbegriffliche Bedeutung, die sie als gebundene Grundmorpheme klassifizieren lässt. Er betrachtet jedoch das Konfix als ungeeigneten Terminus, weil seine Endung auf -fix eher an den Bereich der Affixe (Präfixe, Suffixe, Infixe, Zirkumfixe) erinnert und weniger an die Komposition. Außerdem werden den Konfixen solche Wortbildungselemente zugerechnet, die im heutigen Deutsch schon als freie Morpheme auftreten: Giga, Bio, Mini, Maxi, Mikro, Top, Mono usw. Seine Schlussfolgerung ist, dass die Affixoide zur Wortbildung gehören, sie keine Übergangszone bilden, sondern eine unabhängige und stabile Kategorie darstellen, was an zahlreichen Beispielen ohne Mühe nachweisbar ist, etwa am Element Riesen-. Dieses Element kann nur dann den Status eines Präfixes erreichen, wenn es entweder seine semantischen Verbindungen mit dem frei existierenden Morphem Riese völlig verliert oder wenn Riese überhaupt als selbständiges Wort aus der Sprache verschwindet. Heute gibt es jedoch keine Tendenz zur Erfüllung dieser zwei Bedingungen, deshalb bleibt Riesen- für eine unbestimmte Zeit „Präfixoid“. Weitere Beweise für seine Argumentation sind folgende augmentative Seme des AffixoidsRiesen-: 2

„[weit] oberhalb des Knies endender, sehr kurzer Rock“ (http://www.duden.de/rechtschreibung/Minirock). Verkleinerungsform zu Rock (http://www.duden.de/rechtschreibung/Roeckchen).

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НАУЧНИ ТРУДОВЕ НА РУСЕНСКИЯ УНИВЕРСИТЕТ - 2015, том 54, серия 6.3 Verstärkung: Riesengefallen, riesenhoch, riesenstark Größe: Riesenstadt, Riesenslalom, Riesenskorpion

Karbelaschwili beobachtet, dass auch Bomben- und Mords- gebundene Morpheme sind. Bomben- hat nichts mit der Bedeutung von ‚Bombe‘ gemeinsam, folglich sind sie in semantischer Hinsicht Homonyme (Homophone). Das Substantiv Bombe ist Bestandteil einer ganzen Reihe von Zusammensetzungen, z.B. Bombenabwurf, Bombenangriff, Bombenlast,Bombenanschlag. In Bildungen wie Bombenkälte, Bombenhitze,Bombendurst, Bombenpreis signalisiert das Element Bomben- entweder Verstärkung, wenn die entsprechenden Basen ein verstärktes Merkmal aufweisen, z.B. Bombenerfolg, Bombenhunger, Bombendusel, Bombenhitze, Bombenspaß, oder es überführt selbstständige Wörter in den meliorativen Bereich der Augmentation, z.B. Bombengedächtnis, Bombenidee, Bombenkerl, Bombenform. In Augmentativbildungen mit Lehnpräfixen stellt Birgit Ruf die Behauptung auf, dass die Lehnpräfixe in megaerfolgreich, Megabild, Megafläche, Monumentalbilder, suprascheußlich, superlecker, ultrabelemmert, Topmann deutlich machen, dass augmentative Lehnpräfixe heute ein fester, produktiver Bestandteil der deutschen Wortbildung seien (1996). Sie sind besonders in der Allgemeinsprache produktiv und deswegen auch besonders Sprachmoden unterworfen. Ruf macht mehrere Beobachtungen: die Zuordnung von einzelnen Lexemen zu Fremdwörtern oder Lehn- bzw. heimischen Wörtern fällt schwer(1996, 244); während z.B. super auch als freies Adjektiv in prädikativer und attributiver4 Verwendung vorkommen kann: ein super Haus, das Haus ist super, erscheinen andere Präfixe nur in gebundener Form; die morphologische Verstärkung durch Präfixe und Präfixoide ist beim Substantiv und Adjektiv (Adverb) häufiger anzutreffen. Im Untersuchungskorpus analysiert Birgit Ruf Wortbildungselemente wie Giga-, Hyper- oder Makro-, die bislang nur gebunden vorgekommen sind; andere existierten als Substantive in der Sprache, aber in anderer Bedeutung, z.B. Kardinal-, General-, Kapital-, andere kommen als Adjektive vor und gehen augmentative Wortbildungen ein, z.B. Maximal-, Monumental-, Super-. Ruf schlussfolgert, dass sich aus der wissenschaftlichen Forschungsliteratur folgende Definition für die Augmentativa ergibt (1996, 250): 1. Augmentativa sind Substantive und adjektivische Bildungen, in denen ein Lexem, das auch als freies in der Sprache existiert, durch ein Präfix/Präfixoid in seiner Bedeutung verstärkt wird. 2. Durch die Präfixoide kann eine Größeneinstufung oder Wichtigkeit, Stellungnahme, Einschätzung oder Bewertung ausgedrückt werden. 3. Die semantischen Merkmale bei substantivischen Bildungen lassen sich mit der Paraphrase sehr/besonders groß, stark, hoch, wichtig erfassen. Adjektive sind mit sehr, besonders, extrem, überaus zu paraphrasieren. 4. Am begrifflich-denotativen Inhalt ändert sich innerhalb der Augmentation nichts, wohl aber am konnotativen, denn durch Augmentativbildungen können die Sprecher werten. 5. Ein impliziter Vergleich ohne ausdrückliche Nennung des Vergleichsstandards wird zum Ausdruck gebracht. 6. Der kommunikative Zweck besteht darin, dem Leser/Hörer etwas als wichtig und beeindruckend vor Augen zu führen und seine Teilnahme zu wecken. 7. Die Bildungen besitzen oft einen hohen Gefühlsgehalt. 8. Augmentativbildungen könnten je nach Basislexem positiv steigernd wirken oder eine negative Wertung ausdrücken. 9. Es liegt kein festes abgrenzbares Paradigma vor. Der Forschungsstand zu Augmentativbildungen mit autochthonen und entlehnten Wortbildungselementen und zum Bestand an heimischen Augmentativpräfixen im Sinne ϰ

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von Wortbildungseinheiten, die nicht als freie Lexeme vorkommen können, ist äußerst dürftig (1996, 225). Die Bildungen werden in der Literatur nach ihren unterschiedlichen Erstgliedern in Bezug auf den morphematischen Status (Präfix, Bestimmungswort) und die Wortart (z.B. Substantiv, Adjektiv u.a.) unterteilt. Als freie Lexeme sind sie Substantive: Bullen-,Hunde-, sau-, Adjektive: groß-, voll-, tod-, Präpositionen: über- und Verben: knall-, stink-, quietsch-.Viele von ihnen verbinden sich nur mit Adjektiven, z.B.: stock-: stockbürgerlich, stockreaktionär, stockbesoffen, stockbetrunken, andere nur mit Substantiven: Heiden-: Heidenrespekt, Heidenschreck, Heidenlärm, Heidenangst, Heidenarbeit, Heidenspaß. Zahlreiche Wortbildungselemente verbinden sich sowohl mit Adjektiven als auch mit Substantiven: z.B.: Affenhitze, affenstark, bärenstark, Bärenhunger, stinkfaul, Stinkwut. Die Funktion der Augmentativa In Anlehnung auf die von Ruf (1996, 225) hervorgehobenen Besonderheiten der Augmentativa ist an dieser Stelle die Stilfrage zu erwähnen. Im Wortschatz, ein für die Stilistik wichtiger Bereich, weil die Wahl der Wortarten als auch die denotativen und konnotativen Werte der einzelner Wörter, ihre direkte oder übertragene Bedeutung stilistisch relevant sind, ist der denotative Sinn der Wörter meistens fest, und der konnotative Sinn in der Wortverwendung ergibt die Stilfärbung des betreffenden Wortes. Dieses ‚Stilkolorit‘, ‚scherzhaft‘, ‚spöttisch‘, ‚ironisch‘ bis ‚gespreizt‘, ‚preziös‘, ‚abwertend‘, ‚grob‘, ‚verhüllend‘ erfasst stilistisch-expressive „Nuancierungen“, die emotional wertende Einstellungen zum Sachverhalt im Mündlichen und Schriftlichen wiedergeben (1988, zit. nach Lăzărescu 2009, 115). Übersetzbarkeit: Beispiele aus dem Untersuchungskorpus Im Folgenden führe ich einige Beispiele aus dem Untersuchungskorpus meiner angestrebten Dissertation an, in der ich all diese Sprachvalenzen analysieren werde. Die erste Quelle ist das Wörterbuch Deutsch als Fremdsprache (2000): ich habe deren Übersetzungen im Wörterbuch der Akademie (DA) überprüft und fallweise eigene Übersetzungsvorschläge gemacht, die ich mit EV markiert habe. Um zu beweisen, dass meine Vorschläge der heutigen Sprechweise entsprechen, habe ich sie auf google.ro gesucht. Sollte es zu wenige Ergebnisse geben, dann bedeutet das, dass der Ausdruck entweder zu selten gebraucht wird, oder er sich noch nicht durchgesetzt hat. Das heißt bei weitem nicht, dass die Übersetzungen im großen Wörterbuch der Rumänischen Akademie falsch wären, sondern, dass die Sprache lebendig ist und sich ständig entwickelt. (1) Bärenhunger S. 102: umg. emot. außerordentlich großer Hunger: Ich habe einen Bärenhunger!(DA) S. 164: foame de lup. (EV) foame năprasnică. De asemenea, produce ofoamenăprasnică, favorizeazăreținereaapeiînțesuturișiconstituireadepozitelor de grăsime, îndeosebiaceleafoartepericuloase...5.

(2) Bombenrolle S. 181: umg. emot. Rolle, in der ein Schauspieler alle seine Fähigkeiten beweisen kann, die ihm sehr liegt und die auch beim Publikum beliebt ist: Er hat eine Bombenrolle gekriegt; Der „Faust“ ist eine Bombenrolle. (DA) S. 234: (teatru) rol de mare efect. (EV) rolde excepție. Mircea Diaconu, într-un rol de excepțieîn "Scandal la Operă!” laNottara6.

(3) bombensicher S. 181: umg. emot. ohne jedes Risiko: ein bombensicheres Geschäft. Es ist bombensicher (ganz sicher), dass „ (DA) S. 234: absolut sigur.Das ist bombensicher: estesigur de tot. (EV) e maimultcasigur. Berlusconi: Mai mult casigurItaliarevineînapoi la Liră7.

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https://www.google.ro/#q=foame+naprasnica (Zugriff am 29.05.2015: 42.500 Treffer) https://www.google.ro/#q=rol+de+excep%C8%9Bie (Zugriff am 29.05.2015: 502.000 Treffer) 7 https://www.google.ro/#q=e+mai+mult+ca+sigur(Zugriff am 29.05.2015: 15.600.000 Treffer) 6

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(4) Bombenstimmung S. 181: umg. emot. sehr ausgelassene, fröhliche Stimmung: Bei der Party herrschte eine Bombenstimmung. (EV) atmosferă de maximă sărbătoare. Ediția a III-a, Sepreus 2010 - Momente solemne de sfințire și petrecere cu muzică și dans popular autentic într-o atmosferă de maximă sărbătoare8.

(5) hochbegabt S. 487: sehr begabt: Ein hoch begabter junger Wissenschaftler (DA) S. 616: foarte talentat. (EV) supradotat. Cum poțirecunoaștedacăești un copilsupradotat?9

(6) hochgebildet S. 489: sehr gebildet: Er ist ein hochgebildeter Mensch. (DA) S. 616: foarte cult, erudit. (EV) doct, savant, învățat. Un savant născut în România a câştigat Premiul Nobel pentru Chimie pe 2014, alături de alţi doi cercetători10. Pentru un învățat aș da doi neînvățați, dar nici așa nu-i ia nimeni11. Ponta îl corecteazădoct că pensia nu este de 350 ron ci de 420 ron. O „mare” diferență12.

(7) hochgradig S. 488: in hohem Grade: in hochgradige Erregung geraten; jmd. ist hochgradig (äußerst) nervös, kurzsichtig, verkalkt, verschuldet. (DA) S. 617: intensiv, intens. (EV) extrem de. Franța consideră 'extrem de riscant' planul Marii Britanii de organizare a referendumului privind apartenența la UE13.

(8) Hochsaison S. 488: die Zeit, in der am meisten gereist wird, die zum Reisen bevorzugt wird: in der Hochsaison Urlaub machen; Zeit des stärksten Andrangs, Betriebes: vor Weihnachten haben die Geschäfte Hochsaison; jetzt ist, haben wir Hochsaison. (DA) S. 618 (com.) plin sezon. (EV) sezon de vârf. Western Union: Crăciunul e sezon de vârf pentru fraudatorii online14.

SCHLUSSFOLGERUNGEN UND AUSBLICK Zusammenfassend lässt sich behaupten, dass die Ergebnisse der Forschung im Bereich der deutschen Augmentativa die schwierige und umstrittene Bezeichnung der Glieder, ihrer morphologischen oder semantischen Natur und ihrer Zugehörigkeitskriterien zeigen, ob sie als heimisch oder entlehnt zu klassifizieren sind. Unabhängig von den umstrittenen Auffassungen innerhalb der Forschung bleiben Augmentativa eine Anreicherungs- und Erweiterungsquelle des Wortschatzes und ihre Übersetzbarkeit ins Rumänische und ins Deutsche erfolgt durch selbstständige lexikalisierte Vergrößerungsbildungen, die schon längst als solche in der Sprache fungieren. Andere haben diesen Status folglich der kontinuierlichen Sprachdynamik durch Bildungen erworben, in denen das Substantiv, das Adjektiv, das Verb und das Adverb ganz unterschiedliche verstärkende Bedeutungserweiterungen kennen, sowohl in der Alltagssprache, im idiomatischen Sprachgebrauch als auch in den Fachsprachen, in denen es keine einheitlichen Übersetzungskriterien gibt: Durch die für die Fachsprachen 8

https://www.google.ro/#q=atmosfera+de+maxima+sarbatoare (Zugriff am 29.05.2015: 2.270.000 Treffer) Nicht zu verwechseln mit superdotat, das eine sexuelle Konnotation hat. https://www.google.ro/search?q=super+dotat&biw=1600&bih=799&source=lnms&sa=X&ei=3sNoVcKTLMnUtDqgcgB&ved=0CAYQ_AUoAA&dpr=1#q=super+dotat&start=100(Zugriff am 29.05.2015: 490.000 Treffer) https://www.google.ro/webhp?sourceid=chrome-instant&rlz=1C1GTPM_enRO516RO518&ion=1&ie=UTF8&rct=j&gws_rd=cr&ei=QMdoVZboDafD7gbi1YCgBw#q=supradotat (Zugriff am 29.05.2015: 15.400 Treffer) 10 https://www.google.ro/webhp?sourceid=chrome-instant&rlz=1C1GTPM_enRO516RO518&ion=1&ie=UTF8&rct=j&gws_rd=cr&ei=fcloVdCoEcHysgGcl4H4Bg#q=savant&start=10(Zugriff am 29.05.2015: 17.600.000 Treffer) 11 https://www.google.ro/webhp?sourceid=chrome-instant&rlz=1C1GTPM_enRO516RO518&ion=1&ie=UTF8&rct=j&gws_rd=cr&ei=fcloVdCoEcHysgGcl4H4Bg#q=un+invatat (Zugriff am 29.05.2015: 8.510.000). 12 https://www.google.ro/webhp?hl=ro#hl=ro&q=doct (Zugriff am 29.05.2015: 1.770.000) 13 https://www.google.ro/webhp?sourceid=chrome-instant&rlz=1C1GTPM_enRO516RO518&ion=1&ie=UTF8&rct=j&gws_rd=cr&ei=o9RoVYnKK6P17AbitIL4Dg#q=extrem+de (Zugriff am 29.05.2015: 18.300.000 Treffer) 14 https://www.google.ro/#q=sezon+de+varf(Zugriff am 30.05.2015: 235.000 Treffer) 9

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charakteristischen Definitionen erfolgt die Paraphrasierung mit ‚sehr‘, ‚sehr viel‘, ‚äußerst‘, ‚außergewöhnlich‘ usw. nur eingeschränkt. Ziel der weiteren Analyse des Untersuchungskorpus ist demzufolge zu zeigen, wie die deutschen Augmentativa (Vergrößerungsbildungen) ins Rumänische übersetzt werden können: welche Vergrößerungsbildungen können nur durch Hilfe der Paraphrasierung mit ‚sehr‘, ‚sehr viel‘, ‚äußerst‘, ‚außergewöhnlich‘ usw. und welche mit Hilfe der Präfixearhi-, baș-, extra-, hiper-, mini-, macro-, mega-, macro-, prea-, răz-, stră-, super-, supraundultra-, in der Standard- und Fachsprache (Biologie, Medizin, Technik, Rechtswissenschaften, Wirtschaft und Politologie). Die Perspektive der Analyse ist synchronisch-deskriptiv. Die in der heutigen Presse und Fachsprache lexikalisierten Augmentativa werden aus morphologischer, syntaktischer, stilistischer, semantischer, etimologischer und pragmatischer Sicht beschrieben und analysiert. BIBLIOGRAPHIE [1]. Cujbă, C. Grundbegriffe der Lexikologie. Iași: Casa EditorialaDemiurg (ColecţiaGermanica), 1998. [2]. Drosdowski, G./ Eckey, W. /Mang, D. u.a. Duden: Stilwörterbuch der deutschen Sprache. Die Verwendung der Wörter im Satz (Duden Band 2). 7., völlig neu bearb. und erw. Aufl. Mannheim/Wien/Zürich: Dudenverlag, 1998. [3]. Fleischer, W. / Helbig, B./ Lerchner, G. Kleine Enzyklopädie - Deutsche Sprache.Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Wien: Lang, 2001. [4]. Glück, H. Metzler Lexikon Sprache. 2., überarb. und erw. Aufl. mit 70 Abbildungen, davon 17 Karten. Stuttgart, Weimar: Metzler, 2000. [5]. Karbelaschwili, S.Lexikon zur Wortbildung der deutschen Sprache (Augmentation und Diminution). 2., korrig. und erw. Aufl. Regensburg: Fachverband Deutsch als Fremdsprache (= Materialien Deutsch als Fremdsprache; 51), 2001. [6]. Kempcke, G. Wörterbuch als Fremdsprache. Unter Mitarbeit von Barbara Seelig, Birgit Wolf, Elke Tellenbach und Edelgard Dückert, Margot Richter, Vera de Ruiter, Renate Schmidt, Karl Wunsch . Berlin, New York: de Gruyter, 2000. [7]. Kessel, K./ Reimann, S. Basiswissen Deutsche Gegenwartssprache. 2., überarb. Aufl. Tübingen: Narr Francke Attempto GmbH + Co. KG, 2008. [8]. Klaster-Ungureanu, G./Lăzărescu, I. G. et al. Dicționar german-român. București: Univers Enciclopedic Gold, 2010. [9]. Lăzărescu, M.V.Die Stilistik – eine Disziplin zwischen den Stühlen? Wissenschaftliche Ansätze zu Stilbegriff, Stiltheorien und Stilanalysen. Bucureşti: EdituraUniversităţiidinBucureşti, 2009. [10]. Meibauer, J. / Demske, U. / Geilfuß-Wolfgang, J. / Pafel, J. / Ramers, K. H. / Rothweiler, M. / Steinbach, M. Einführung in die germanistische Linguistik. 2., aktual. Aufl. Stuttgart, Weimar: Metzler, 2007. [11]. Ruf, B.Augmentativbildungen mit Lehnpräfixen: eine Untersuchung zur Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache. Heidelberg: Winter, 1996. [12]. Wahrig, G.Deutsches Wörterbuch. Gütersloh/München: Bertelsmann Lexikon Verlag, 2001. ABOUT THE AUTHOR Asist. Univ. Drd. Nicoleta Gabriela Gheorghe, Institut für Germanistik, Universität Bukarest, Tel.: +40 745 587 771, Email: [email protected]

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