Deutschland aus der Friedens-Konserenz. Politische Tagesschau

Deutschland aus der Friedens-Konserenz. Politische Tagesschau

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Bezugspreis

für T h o r n und Vorstädte frei ins Haus- vierteljährlich 2 Mark, monatlich 67 Pfennig, in der Geschäftsstelle und den Ausgabestellen 50 Pf. monatlich, 1,50 Mk. vierteljährlich; für a u s w ä r t s : bei allen Kaiserl. Postanstalten vierteljährlich 1,50 Mk. ohne Bestellgeld.

Ausgabe

tä g lic h abends mit Ausschluß der Sonn- und Feiertage.

14V.

Deutschland aus der Friedens-Konserenz. Schon seit längerer Zeit zeigt sich in der englischen Presse das Bemühen, Deutschland für ein etwaiges Scheitern der FriedensKonserenz im Haag verantwortlich zu machen. Ein positiver Anhalt dazu war bisher nicht im mindesten gegeben. Unsere Delegirten haben sich eifrig an den Arbeiten betheiligt, und nach zuverlässigen Berichten steigendes Ansehen unter ihren Kollegen erworben. Woher also die Sucht, Deutsch­ land als das Hemmniß für die Ausführung großer und edler Gedanken hinzustellen? Sehr einfach: Der Zar, der Urheber der Konferenz, soll auf alle Fälle mißtrauisch gegen den deutschen Freund gemacht, es soll ihm die Meinung beigebracht werden, daß, wenn sich dieser oder jener Wunsch nicht verwirklichen lassen sollte, nicht die in der Sache liegenden Schwierigkeiten, sondern deutscher Eigensinn daran Schuld sei. Einen Scheiugrnnd für diese Anschwärzung Deutschlands hat jetzt die englische Presse darin gefunden, daß die deutschen Delegirten starke Bedenken gegen die Errichtung eines permanenten Schiedsgerichts geäußert haben. I n dem ursprünglichen russischen Entwürfe war nnr ein von Fall zu Fall nach Uebereinkunft der streitenden Theile zu bildendes Schiedsgericht vorgesehen. Darüber läßt sich gewiß reden, und solche Schiedsgerichte haben ja auch wiederholt schon gutes geleistet. Etwas anderes ist es aber mit einem ständigen Tribunal, wie es der englische Vorschlag verlangt, und die Anrufung dieses Tribunals soll sogar für gewisse Fälle obli­ gatorisch sein. Wer garantirt die Unpartei­ lichkeit der Richter? Wie denkt man sich ihre Ernennung durch eine Vielheit großer und kleiner S ta a te n ? Werden bei einem ständigen Tribunale für jeden Spezialfall die besten Autoritäten zur Verfügung stehen? Vor allem aber: Meistens handelt es sich um widerstreitende politische Ansprüche, Machterweiterungspläne und dergleichen, nicht um bestimmte Rechtsfragen, und dafür giebt es keinen geschriebenen Kodex, wie überhaupt für das Völkerrecht kein inter­ nationales Gesetzbuch, ja für viele M aterien nicht einmal feststehende Grundsätze bestehen. Wie leicht könnte ein ständiges Tribunal von ränkesüchtigen Politikern und Mangel haft gerüsteten S taaten dazu mißbraucht

^«vornan aus derNesthäkchen. Wiek von Heb da v. Schrnid.

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Schriftlrituns und GksiWsftklle: Katharinenstrafze 1. Ferusprech-Auschlutz Nr. 57.

Sonnabend den 17. Juni 1899. werden, künstlich Fragen auszuwerfen, wie etwa eine elsaß-lothringische, oder Zeit zu gewinnen, um die Mobilisirung des Gegners aufzuhalten! Es ist gewiß auch kein Zufall, daß gerade die „Kleinen" im Haag mit besonderem Eifer für die englische Idee eintreten. Blos um dem Zaren einen Gefallen zu thun, dürfen wir die Gefahren eines solchen Antrages nicht verkennen. Im Grunde läuft die ganze Geschichte auf eine große Heuchele:, hinaus. Hat doch bisher England nicht daran gedacht, sich einem Beschlusse auf Abschaffung der Dnm-Dum-Geschosse zu fügen, also in einem Punkte, wo die Friedenskonferenz wirklich gutes gegen die Leiden des Krieges stiften kaun, oder auf das Verlangen T ransvaals nach einem Schiedsgerichte einzugehen. W äre die Haltung der deutschen Delegirten wirklich verdächtig, so hätten sie nicht besser bloß­ gestellt werden können, als durch die An­ nahme des Antrages auf Veröffentlichung der Protokolle. W ir haben eben reine Wäsche, und das deutsche Volk billigt es durchaus, daß die kaiserliche Politik auch hier nach dem Grundsätze verfährt: Ehrlich währt am längsten.

Politische Tagesschau. Der R e i c h s t a g wird erst in der kom­ menden Woche vertagt, um dann im No­ vember wieder zusammenzutreten. Die Novelle zum Jnvaliditäts- und Altersversicherungsgesetz ist glücklich unter Dach und Fach gebracht; auch die freisinnige P artei stimmte diesmal dafür. M it gleich großer Mehrheit ist wohl noch kein sozial-politisches Gesetz zu Stande gekommen, und S ta a ts ­ sekretär Graf Posadowsky darf stolz auf diesen seinen Erfolg sein. Auch der Nach­ tragsetat ist erledigt, ebenso das Hypothekenbankgeseh und die Novelle zum Gesetz über den Jnvalidenfonds, und das Handelsprostisorium mit England wird gleichfalls noch die Zustimmung des Reichstages er­ halten. Der Gesetzentwurf zum Schutze des gewerblichen Arbeitsverhältnisses kommt vor der Vertagung nur zur L. Lesnng. Die Regierung hat sich für verpflichtet erachtet, diese Vorlage zu machen, um eine Quittung darüber zu erhalten; Aussicht auf Annahme hat sie nicht. Wenn die spanischen Kortes den Verkauf der Karolinen und M arionen an Deutschland genehmigen, wird die Sache

„Mademmselle liest M am a vor", widerte das Kind, „das war so langweil :ch wollte so gerne mit Mademoiselle Pf> ^ — 71 (Nachdruck verboten.) l25. Fortsetzung.) spielen, aber M am a sagte mir, ich soll ni Ein großer, brauner Gummiball ist's, eigensinnig sem. „«d schickte mich fort c und als Friede! erschrocken auffährt, schlägt ein lachendes Kinderstimmchen an sein Ohr, und ein kleiner Bursche in weißem, mit eng­ Ecktest mich ziemiich rücksichtslo lischer Broderie reich besetztem Piquekleidchen Nissen ä ^ sich, um den klei, und hochrothem, breitrandigen Hute guckt lachend hinter dem Baum hervor, unter welchem Friedel, noch halb schlafbefangen ungezogen von Z s" allen: :n den Park zu laufe nm sich blickend sitzt. , .^ ^ »Ah. Du bist's, Alfred, warte mal, mich sagte Dagmar :n verweisendem Tone, , so unsanft aus dem schönsten Schlafe zu daß Du nrcht an den Teich ging'st " wecken!" Amme sagt" - Alfred nannte seine c Friedel springt anf, um den jauchzenden W ärtern; „Amme" „unten im Tei Kiemen zu haschen. Alfred läuft, so schnell wohne em böser M ann mit grünen Aua dünnen Beinchen tragen, und Onkel Friedel, Du hast neulich auch ^ n t^ rd re im '" ^ r z immerfort stolpernd Mademoiselle gesagt: „Sie haben so wund schone, grüne Augen. „Jawohl, grünschillernd wie das M< K e itm ^ E ^ A lk r ^ Helles aus einer Du hast ein vorzügliches Gedächtniß, kleii Bursche." Friedel hebt die leichte Kind M« " w - E ," ich I-chi- gestalt hoch empor, hält sie einen Mom lang schwebend in der Luft und setzt sie dc auf seinen Arm. „Brillante Augen Deine Mademoiselle, mein kleiner Freu M elitta hatte Alfred's alte einige Wochen beurlaubt. Die Alte* b e ? ,.^ wenn Du einmal so alt sein wirst, wie eine verheirathete Tochter auf Oesel A i § ^ es eben bin, wirst Dn grünschillerv befand sich jetzt ausschließlich ,„!te'r Mad° lachende Frauenaugen zu würdigen verstehe „Ach red' doch keinen Unsinn, Fried« mo,seile Jeanne's Obhut, welche ihren Pflege­ befohlenen ,edoch sehr gerne Dagmar über­ sagte Dagmar, „Alfred plaudert nach Kind a rt alles aus." ließ. -Glaubst Du etwa, daß Mademoiselle

Anzeigenpreis

für die Petitspaltzeile oder deren Raum 10 Pfennig. Anzeigen werden angenommen in der Geschäftsstelle Thorn, Katharinenstraße 1, den Auzeigenbeförderunasgeschästen „Jnvalidendank" in Berlin, Haasenstein u. Vogler in Berlin und Königsberg, M . Dukes in Wien, sowie von allen anderen Anzeigenbefördernngsgeschäften des ^n- und Auslandes. Amiaknie der Anzeigen für die nächste Ausgabe der Zeitung bis 1 Uhr nachmittags.

XVII. Iahrg.

noch den Reichstag beschäftigen. — Inzwischen hat im Abgeordnetenhause die 2. Berathung der vielumstrittenen Kanal­ vorlage begonnen. Fürst Hohenlohe hat in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident die von dem unter Vorsitz des Kaisers stattgefundenen Kronrathe beschlossene Erklärung selbst vorgetragen und die weiteren Debatte» werden nun zeigen, ob die von der Regie­ rung in Aussicht genommenen Kompensationen für ausreichend erachtet werden, um die in einzelnen Landestheilen von dem M ittel­ landkanal befürchteten Nachtheile auszu­ gleichen. Gebessert haben sich die Aussichten für die Kanalvorlage jedenfalls. I n der Kommission war die Vorlage bekanntlich ab­ gelehnt worden. Die Zeitung „Germania" erklärt die M ittheilung bestätigen zu könne::, daß das Zentrum beschlossen habe, die Kommissionsberathnng des G e s e t z e n t w u r f e s , be­ treffend den S c h u tz d e s g e w e r b l i c h e n A r b e i t s v e r h ä l t n i s s e s , abzulehnen. — Wie die „Nat.-Ztg." mittheilt, besteht in der nationalliberalen Fraktion des Reichs­ tages die Auffassung, daß es sich empfehle, auf Grund der 88 1 und 2 des Entwurfes den Versuch eines wirksameren Schutzes der Arbeitswilligen zu machen, daß die übrigen Vorschläge der Regierung aber keine ge­ eignete Grundlage für ein gesetzgeberisches Vorgehen darbieten. Demgemäß hält man eine Kommissionsberathung, die sich in die Einzelheiten der Regierungsvorlage ver­ tiefen würde, nicht für angemessen, sondern ist für die Vornahme der 2. Lesung im Plenum. Der mit Spanien abgeschlossene Vertrag über den A n k a u f d e r K a r o l i n e n - , P a l a u - und M a r i a n e n - I n s e l n und die Regelung der beiderseitigen HandelsVeziehnngen sammt dem dadurch erforder­ lichen Nachtrags-Etat soll nach der Ge­ nehmigung durch die Kortes ohne Verzug dem Reichstage vorgelegt werden. M an nimmt an, daß die bereits im Druck be­ findlichen Vorlagen am M ontag den 19. Ju n i im Reichstage vertheilt werden können. Sollte das Haus zu ihrer Be­ rathung nicht mehr zusammenzuhalten sein, so müßte freilich im J u li eine besondere Tagung stattfinden, die zu vermeiden wohl im allseitigen Interesse liegt. Im Großherzogthum Sachsen-WeimarEisenach hat das Ministerium des Innern

in der amtlichen Zeitung erklären lasten, daß „die versuchsweise Zuziehung W e i b l i c h e r Assistenten zu den Geschäften des Fabriken-Inspektors im 1. und 2. Berwaltungsbezirk" (Weimar und Apolda) sich n i c h t bewährt hat, und daß ein Bedürfniß zu deren Fortbestehen nicht vorhanden zu sein scheint. I m G o t h a e r Landtage ließ am Donners­ tag Minister Strenge erklären, daß es wegen der noch schwebenden Verhandlungen über die T h r o n f o l g e unthunlich sei, Mittheilung darüber an die Volksvertretung gelangen zu lasten. Der Landtag ist durch diese Erklärung nicht befriedigt und wird am Freitag in Gegenwart des Ministers darüber debattiren. I n U n g a r n hoffen die parlamentarischen Kreise, daß sämmtliche Ausgleichsvorlagen in spätestens drei Wochen im Plenum erledigt sein werden. Ministerpräsident v. Szell be­ gründete im Abgeordnetenhause am Mittwoch den Gesetzentwurf über die Regelung der Zoll- und Handelsverhältniffe durch eine längere programmatische Rede. Er beantragte die dringliche Behandlung der Vorläge, die sofort dem Ausschuß überwiesen und M itte nächster Woche im Plenum verhandelt werden solle. Dieser Antrag wurde unter großen Ovationen für den Ministerpräsidenten ange­ nommen. Namens der Unabhängigkeitspartei erklärte Kostuth, der Ministerpräsident habe die Vereinbarung mit der Opposition nicht verletzt. Seine P artei werde, obwohl sie ein selbstständiges Zollgebiet anstrebe, das Zustandekommen des Ausgleiches nicht ver­ hindern. I n gleich zustimmenden Sinne äußerten sich die Führer der anderen oppositionellen Fraktion Gabriel Ugron. Namens der klerikalen Volkspartei erklärte ihr Führer Rakovszky, den Ausgleich unter­ stützen zu wollen. Die Frage der Flotten-Verstärknng steht auch in I t a l i e n jetzt auf der Tagesordnung, trotzdem dieses Land finanziell sehr un­ günstig steht. Italien hat, obgleich es von 1878 bis 1898 957 Millionen Lire für die Kriegsflotte aufgewendet hat, doch blos neun Schlachtschiffe. Innerhalb mehrerer Monate werden dazu vier weitere Schiffe kommen, und im Verlaufe von fünf Jahren wird eine abermalige Verstärkung der Flotte durch drei Schisse erfolgen, sodaß die M arine dann im ganzen 16 Schlachtschiffe zählen wird. Der Ausschuß der italienischen

übelnimmt, daß ich für ihre schönen Augen schwärme? F ü r gleichen ist ein jedes Frauengemüth empfindlich. Würde es Dich denn vielleicht nicht rühren, Dagmar, wenn Dich jemand umschwärmte?" „Nein, durchaus nicht." „Also so spröde — na warte nur, Kleine, Deine Stunde wird auch noch schlagen." Unter diesem Gespräch schritten sie durch den Lindeugang neben der Parkmauer dahin, dem Hanse zu. „Da kommt Onkel Reginald", rief Alfred plötzlich, vor Freude in die Hände klatschend. Die Geschwister hatten ein näherkommen­ des Räderrollen nicht beachtet, jetzt bog ein leichter Jagdwagen um die Ecke des kleinen Birkenwäldchens, das an den Park grenzte. Auf dem Bock saß Reginald Kreutz und lenkte selbst die beiden leichtfüßigen, als Ponys geschorenen! Braunen. E r lüftete den runden Filzhnt und grüßte über die M auer hinüber. „Er kommt znm vierten M ale in zwei Wochen", bemerkt Friedel halblaut, als Re­ ginald sich außer Hörweite befindet, „solch' ein Schwager ist nicht zu verachten — einfach herrlich zum „Anpnffen"." „Was willst Du damit sagen?" dreht Dagmar sich brüsk':»::. S ie ist plötzlich wie eine Rose erglüht. „Nun, das ist doch nicht schwer zu be­ greifen, das kann ja ein Blinder mit dem Stocke fühlen." Dagm ar hat ei» Gefühl, als drücke ikr

jemand gewaltsam die Kehle zu, sodaß sie keinen freien Athemzug thun kann. „Du glaubst, Friedel?" „Daß Reginald in M elitta bis über die Ohren verliebt ist, daran zweifle ich keinen Augenblick." Dagm ar's Herz zieht sich zusammen — ein wehes Gefühl, das sie früher, auch wenn sie sich verlassen gefühlt, in ihrer freundlosen Kindheit nie gekannt, überkommt sie. Was ist es u u r? W as haben Friedel's spöttische Worte in ihr wachgerufen? Der kleine Alfred streckt seine mageren, zarten Aermchen aus und strebt zu :hr h:nüber. Sie nimmt ihn hastig Friedel, der übrigens nur in seltenen Anfällen herablassender Lanne Kinderwärter spielt, ab und verbirgt ihre heiße Wange im Blondhaar des Kindes. „Alfred will zu Onkel Reginald", ruft er in dem Tonfalle eines eigensinnigen kränk­ lichen Kindes, dem man alles gestattet, wenn es nur ruhig ist. „Komm' mit zur M am a, Tante Dagmar, Onkel Reginald geht immer gleich zu M ama." Alfred hatte recht — wie hatte es Dag­ mar nur früher nicht bemerken können, daß Reginald sich bei seinen Besuchen in Treuen« hoff immer zuerst bei M elitta melden ließ. Als F rau durfte sie ja Herrenbesuch in ihrem Salon empfangen, und erst vollends Reginald, ihren alten Jugendfreund, der ihr Bücher aus seiner reichhaltigen Bibliothek

Kammer über das Marine-Budget stellt die nachdrückliche Forderung, daß für die Hebung der unzulänglichen Seemacht Italiens Sorge getragen werde, und empfiehlt, da die finanzielle Lage des Landes bedeutende Er­ höhungen des Marine-Budgets nicht ge­ statte, eine Reihe von überflüssigen Aus­ gaben in diesem Ressort betreffende Streichungen, um die dadurch ersparten Beträge für den Bau neuer Schiffe zu ver­ wenden. Der neue Marineminister, Admiral Bettolo, theilt vollständig die Ansicht des Ausschusses. I n der i t a l i e n i s c h e n Kammer be­ stätigte am Donnerstag in Beantwortung einer Interpellation der Minister des Aeußeren Visconti-Venosta, daß der General Giletta unter der Anschuldigung, auf französi­ schem Gebiete militärische Landesaufnahmen gemacht zu haben, verhaftet worden sei. Bisconti-Venosta fügte hinzu, er könne sich über die Angelegenheit nicht weiter äußern, erkläre jedoch, daß die Regierung der Sache durchaus fern stehe. Die Regierungen beider Länder würden, wie er versichern könne, den Zwischenfall in freundschaftlicher Weise zu erledigen trachten. Dem Pariser „Temps" wird aus Nizza gemeldet: Der i t a l i e n i s c h e G e n e r a l G i l e t t a verfaßte eine Denkschrift, in welcher er die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen zurückweist und sodann feststellt, daß die von ihm eingestandene Spionagemission vom Jahre 1889 datire und daher verjährt sei. I n P a r i s trat am Donnerstag das mit der Festsetzung der Grenze von BritischGuyana betraute Schiedsgericht unter Vorsitz des Pros. v. M ariens am Onai d'Orsay zusammen. Delcassä hielt eine Begrüßungsrede, in welcher er äußerte, das Schiedsgericht werde erneut in der Praxis dem edlen Gedanken Weihe verleihen, der, von erhabenem Throne stammend, schnell Eingang finde in Herz und Gewissen des Volkes und sich mit besonderer Stärke der Voraussicht der Regierungen aufge­ drängt habe. I n S t o c k h o l m ist am Donnerstag der internationale hydrographisch-biologische Kon­ greß eröffnet worden. Der Minister des Inner» von Krnsenstierna hieß die Delegirten im Namen des Königs willkommen. Zum Präsidenten des Kongresses wurde General­ direktor Ackermann (Schweden), zu Vize­ präsidenten wurden u. a. Professor Frithjof Nansen (Norwegen) und Professor Dr. Hertmig (Deutschland) gewählt. R u ß l a n d will den F i n n l 8 n d e r n Honig um den Mund schmieren, damit sie die Einbuße ihrer Selbstständigkeit leichter verschmerzen. Der Zar hat nämlich er­ fahren, daß ein Drittel der sinuländischen Bauern landlos sei. I n Anbetracht dieser trau­ rigen Lage der Bauern hat der Kaiser befohlen, einen Millionenfonds zu bilden, um all­ mählich für diese Bauern Grundbesitz an­ zukaufen. Aus Ssewastopol wird gemeldet, daß, »ach den Mittheilungen eines aus Teheran dort eiugetroffenen russischen Offiziers, der S c h a h v o n P e r s i e n körperlich und geistig niedergebrochen und unfähig sei, die

Staatsgeschäfte weiterzuführen. Er leide an Abnahme der Gedächnißkraft und an Halluzinatiouen. So soll er vor kurzem, sich für gänzlich verarmt haltend, befohlen haben, die Vergoldung des Thronsaales und einen Theil seiner Gärten zu verkaufen, was natürlich nicht befolgt wurde. Er wird nie außerhalb seines Palastes gesehen und unterhält sich fast ununterbrochen mit den darin befindlichen Telephonanlagen. I n dem in P r ä t o r i a verhandelten VerschwörungsProzeß wurde beschlossen, das Hauptverfahren gegen die Angeschuldigten zu eröffne». Die Staatsanwaltschaft stellte fest, sie wünsche nicht zu unterstellen, daß die englische Regierung Mitwisser der Ver­ schwörung sei. — Im Volksraad erklärte Präsident Krüger, es seien unruhvolle Zeiten. Er wisse nicht, was passiren solle. Die andere Seite (England) habe kein Tüttelchen zugestanden. Er könnte nicht mehr geben. Gott stand den Buren stets bei. Er wünschte nicht den Krieg, aber er wollte nicht mehr nachgeben. Gott habe, obgleich die Unabhängigkeit einmal weg­ genommen war, sie wieder hergestellt. I n I n d i e n ist ein neuer Aufstand ausgebrochen, der ernst zu sein scheint, zumal da er diesmal nicht an den streitigen nordwestlichen Grenzen, sondern im „alten Lande" ausgebrochen ist. Aus vielen Orten werde Ruhestörungen und Wachsen des Auf­ standes gemeldet; die Grenzstädte werden von Truppen bewacht. Die Aufständischen stecken die Dörfer in Brand; zwei sind bereits eingeäschert. Gleichzeitig kommt aus London die Nachricht, Lord Kitchener sollte aus Egypten nach Indien verseht werden, um seine im Lande der Pharaonen erprobte organisatorische Kraft auf breiterer Basis und für weitaus schwierigere Aufgaben in den Dienst Indiens zu stellen. Von den Philippinen berichtet General Otis über einen neuen amerikanischen Sieg. Lawtons Truppen, welche das Land südlich von Bacoor besetzt halten, unter­ nahmen eine Rekognoszirung westlich und südlich auf der Linie des Zapotflusses und auf der Straße nach Bacoor. Die Filipinos zogen sich nach Jm u zurück. Am Dienstag fand ein heftiges Gefecht statt, bei welchem die Amerikaner 10 Todte und 40 Verwundete hatten. Die Verluste der Filipinos sind sehr schwere. Es sei nicht unwahrscheinlich, daß die Filipinos in den südlichen Provinzen weiter keinen entschiedenen Widerstand leisten. — Alle Kabeltelegramme aus Manila melden den täglich schlechter werdenden Gesundheitszustand der Truppen, unter denen Malaria-Fieber, Typhus, Dysenterie täglich zahlreichere Opfer fordern.

Unterredung, welche Poincarä mit dem bis­ gerufen. Dann habe die Polizei iu ge herigen Kriegsminister Krantz hatte, bezweckte hässiger Weise auf sie losgeschlagen. Im nicht nur denselben zu ersuchen, das Porte­ weiteren Verlaufe der Sitzung wurden die feuille des Krieges zu behalten, sondern ihn Zeugen vernommen. Der Polizeikommissar auch darüber zu befragen, welchen Umfang Touny erklärte, er könne nicht sagen, von die Abwickelung der Dreyfus-Angelegenheit wem er geschlagen worden sei. Auch die nach seiner Meinung annehmen könne. Man übrigen Polizeikommissare, die hierauf ver­ versichert, daß Krantz, welcher selbst den nommen wurden, sagten aus, daß sie unter Wunsch hatte, sich über gewisse Punkte Auf­ den Angeschuldigten diejenigen, welche den klärung zu verschaffen, über jene Angelegen­ Polizeikommissar Touny geschlagen hätten, heit eine Unterredung mit dem wegen der nicht wiedererkennen könnten. Der Vertreter Dreyfus-Affaire von der Präsidentschaft des Staatsanwaltes verlangte eine strenge zurückgetretenen Casimir Perier hatte, wobei Bestrafung der Angeschuldigten. Die An­ es sich um die Aussagen desselben vor dem wälte verlangten ihre Freisprechung, da sie Kassationshofe handelte. Delcasss erklärte sich weder emer Widersetzung gegen die Poincar6 in unzweideutiger Weise, daß er Amtsgewalt schuldig gemacht, noch überhaupt nur das Portefeuille der Auswärtigen mit Vorbedacht gehandelt hätten. Die Angelegenheit annehmen würden. Bourgeois Sitzung wurde sodann auf morgen vertagt. ließ Poincars wissen, er könne seine Mission m Haag nicht aufgeben. — Nach den Provinzialnachrichten. Pariser Blättern hat Brisson Poincar« die Grande«; 15. Juni. (Nur leicht verlebt) wurde Versicherung gegeben, seine Freunde würden der Leutnant Th. vom 35. Feldartilleric-Regiment ihm keine Schwierigkeiten inbetreff des bei dem gemeldeten Duell. 13. Jnni. (Elektrisches Licht) erhält Programms in den Weg legen, voraus­ jetztBcrent, auch unsere Stadt. Die Zentrale soll in der gesetzt, daß das neueKabinet sich entschlossen Nähe unseres Bahnhofes gebant werden. Elbing, 15. Juni. (Ueber Cadinen) schreibt zeige, die republikanischen Prinzipien zu chützen, der Justiz und den Gesetzen Achtung die „Elb. Ztg": Eine Hofjagd soll in Cadinen Herbst dieses Jahres stattfinden, so erzählen zu verschaffen und die Republik gegen die im auswärtige Zeitungen ihren Lesern allen Ernstes Treibereien der Diktaturparteien und der und knüpfen daran allerlei Betrachtungen, die Monarchisten zu vertheidigen. — Am Donners­ eine rege Phantasie verrathen, eine thatsächliche tag Vormittag hat P o i n c a r ö Loubet Grundlage aber nicht haben. Wer die Verhält­ nisse in Cadinen auch nur einigermaßen kennt, offiziell seine B e r e i t w i l l i g k e i t erklärt, der weiß, daß von einer Kaiserjagd in Cadinen den Auftrag zur K a b i n e t s b i l d u n g vorläufig nicht die Rede sein kann. Die Cadiner a n z u n e h m e n . Wie es heißt, beabsichtigt Waldungen sind in den letzten Jahren stark aus­ Poincarä, sich das Kriegsportefeuille zu geholzt und dadurch der Wildstand keinesfalls worden. E s wird einer jahrelangen reserviren. — Es heißt, Poincar« gedenke vermehrt Wald- und Wildpflege bedürfen, um einen Jagd­ Ribot das Portefeuille des Unterrichtes, ausflug des Monarchen nach Cadinen lohnend zu Sarrien das des Innern und Monis das gestalten. Um die Wildpflege besser fördern zu Justizportefeuille anzubieten. Beim Ver­ können, ist bekanntlich die Jagd in den Panklauer den benachbarten Waldungen, ebenso die lassen des Elysse erklärte Poincarö am und umliegende Gemeindejagd von der GntsverDonnerstag einem Zeitungsberichterstatter waltung Cadinen gepachtet worden Ferner gegenüber, er hoffe zum Ziele zu gelangen. grenzt an Cadinen die königl. Forst Stellinen. Das kaiserliche Jagdgebiet ist also ein sehr aus­ Zum Prozeß Dreyfus meldet das „Echo gedehntes. E s ist nicht unmöglich, daß der Kaiser de P aris", Kriegsminister Krantz habe das sich nach Jahr und Tag einmal zu einem Jagdganze geheime Aktenstück an den Regierungs- ausflug nach Cadinen entschließt: vorläufig kann 'ommissar beim Kriegsgerichte von Rennes darauf nicht gerechnet werden. Noch viel weniger an die Veranstaltung einer „Sofjagd" in gesandt. Dasselbe Blatt theilt mit. daß ist Cadinen zu denken. Was sonst in auswärtigen Hauptmann Tavernier täglich du Paty de Zeitungen von dem Aufenthalt des Kaisers und Clam vernehme und daß dieser bisher noch der kaiserlichen Familie in Cadinen erzählt wird. weder seinen Advokaten noch ein Mitglied sind nichts als fromme Wünsche. Gewiß würde» uns herzlich freuen, den Kaiser öfter in einer Familie empfangen konnte. Um 6 wir unserer Gegend zu sehen, indeß werden wir gut Ihr wird Poincar« sich wieder ins Elysöe thun, uns dieserhalb nicht allzu rosigen Er­ iegeben, um Loubet vom Stande seiner wartungen hinzugeben, da der Monarch schon Unterhandlungen in Kenntniß zu setzen.— Die anderweit sehr in Anspruch genommen ist. Danzig, 15. Juni. (Verschiedenes.) Zu den Meldung mehrerer Morgenblätter, der Rennen, welche den 2. J u li auf der Zoppoter Kriegsminister Krantz hätte in einer Unter­ Rennbahn ausgemacht werden, sind so viele Pferde haltung mit dem Senator Siegfried ge­ genannt worden, daß die einzelnen Rennen sehr äußert. das Urtheil des Kassationshoses gut besetzte Felder ausweisen dürften. Am besten ist das Danziger Hürden-Rennen. für welches habe in keiner Weise seine Ansicht über die besetzt 18 Pferde gemeldet find. es folgt das WaldhofSchuld des Hauptmanns Dreyfus geändert, Rennen mit 11. der Weichsel-Preis mit 8. der wird formell für falsch erklärt. — Bei der Prinz Leopold-Preis mit 7. der Kaiser-Preis mit Besprechung Poincarä's mit MÄine am 5, das westpreußische Halbblut-Rennen mit 4 und westpreußische Stutbuch Rennen mit zwei Deutsches Reich. Donnerstag Vormittag forderte letzterer Poin- das Nennungen. — Herr Rittergutsbesitzer Heine hat Berlin. 15. Juni 1899. carö dringend auf, seine Bemühungen darauf sein sieben kulmische Hufen großes Rittergut — Se. Majestät derKaiserwohnte gestern zu richten, ein Kabinet zu bilden, dessen Stangenberg bei Dirschau für 240000 Mark an Vormittags einem Versuchsschießen in ausschließliches Programm in der Abwickelung Herrn Rentier Schubert aus Langsuhr verkauft. Laudwirth Knitter aus Danzig hat das 3'/, Kummersdorf bei und Nachmittags dem der Dreyfus-Angelegenheit bestehe. Bei Herr kulmische Hufen große Grundstück des HerrnHübner Adlerschießen beim Offizierkorps des 1. seiner Besprechung mit Sarrien regte Poin- in Rosenberg für 108000 Märk gekauft. — Für carö die Frage des Eintritts Barthou's ins die See-Regatta, welche die Ostdeutsche RegattaGarde-Regiments. Barthou würde das Vereinigung, bestehend aus den Segelklnbs „Rhe" — Die Besserung in dem Befinden des Ministerium an. übernehmen. Was und „Baltic" (Königsberg), dem „Memeler Segler­ Großherzogs von Hessen hält der „Darm­ Arbeits-Ministerium verein" und dem Danzig-Zoppoter Bacht-Klub schließlich die Abwickelung der Dreyfusstädter Ztg." zufolge an. Tägliche Bulletins „Gode-Wind". am 23. J u li auf der Danziger Rhede Angelegenheit betrifft, so sind, wie es heißt, veranstalten wird, ist nunmehr die Ausschreibung werden nicht mehr ausgegeben. beträgt 13, die abgekürzte zu bringen pflegte, feit sie ihm gesagt, daß — Der Kronprinz von Griechenland traf zahlreiche Deputirte, darunter auch mehrere ttsolgt. Dre7 Bahnlänge Seemeilen. Die Preise bestehen in sie ernste Lektüre liebe. Mittwoch Abend von Leobschütz in Breslau Sozialisten, geneigt, sich hinsichtlich des Bahnlange Ehrenpreisen: außerdem wird der Wanderpreis „Komm' mit in Mama's Zimmer", ein und reiste gleich darauf nach Frankfurt Generals Mercier mit einer seine Haltung „Helenenhohe". ausgezahlt. welcher von Herrn tadelnden Tagesordnung zu begnügen. — Ziese-Elbing Mit seiner Yacht „Mücke" vertheidigt a. M . ab. estand Alfred auf seiner Bitte. — Der Bundesrath hielt heute eine Poincars hat folgende Ministerliste auf­ wird. — Die Panzerkanonenboote „Mücke" und. „Nein, mein Liebling, ich habe keine haben sich heute nach Kiel begeben. — gestellt: Vorsitz PoincarS, Inneres Sarrien, I„Skorpion" Plenarsitzung ab. Zeit", erwiderte Dagmar gepreßt. n der M ottlan ertränkte sich der 40 Jahre alte — Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Für Monis oder PoincarS, Justiz Monis oder Arbeiter Deköpper. weil er Mit seiner Frau m Sie stellte den Knaben auf die Erde, und Delcassd, Finanzen zurückbleibend von einer dichten Spireahecke die in Windhoeck und Gibeon zu errichtenden Poincarö, Aeußeres Peytral oder Delombre, Krieg Poincaröoder ^ D a n z ig / 15 ! Juni. (Das sächsische Königspaar) Schulen werden zwei junge, der holländischen halb verborgen, sah sie von fern, wie Alfred wird am 25. Juni abends von Heringsdorf hier Reginald, der sich eben vor der Freitreppe Sprache mächtige Lehrer gesucht. Erwünscht Krantz, Marine Krantz oder Delaporte, eintreffen. Der Aufenthalt dauert zwei Tage. Unterricht Ribot, öffentliche Arbeiten Goldap, 14. Juni. (M it dem Bau eines Ber» vom Bocke schwang, jubelnd begrüßte. Sie ist, daß die Bewerber verheirathet sind. sah, wie der stattliche, blonde Mann den Gesuche sind an die Kolonialabtheilung des Monestier oder Barthou, Handel Delombre sorgungshauseS für alte Leute) wird dieser Tage oder Monestier, Kolonien Guillain, Ackerbau in Rominten auf Anordnung des Kaisers be­ Knaben an der Hand führend und von Auswärtigen Amtes zu richten. gonnen, nachdem schon im vorigen Jahre einige Jean Dupuy; Unterstaatssekretär im Arbeiterhäuser Friedel gefolgt, das Haus betrat — und — nebst Wirthschastsgebäuden für ver» Ministerium für Posten und Telegraphen heirathete Waldarbeiter in Rominten und M ittelAusland. sie sah es zwar nicht, aber eine innere Kopenhagen, 15. Juni. Der König Mougeot. — Peytral weigert sich, das Porte­ jodupp errichtet worden siud- Jede Familie er­ Ueberzeugung verrieth es ihr — den Weg zur Benutzung ein Hektar Land, frei Brenn­ empfing heute M ittag die Offiziere der hier feuille der Finanzen zu übernehmen, wen er hält einschlug, der zu M elitta's kleinem, koketten holz und eine Wiesenfläche. die für den Winter liegenden deutschen Kriegsschiffe „Frithjof" ruhebedürftig sei. Salon führte. genügend Futter für eine Kuh liefert. Dafür Unter großem Andrage des Publikums müssen sich die Arbeiter verpflichten, die ihnen zu­ „Wollen Fräuleinchen so gut sein und und „Odin". begann Donnerstag vor dem Pariser Zucht­ getheilte Arbeit gegen Tagelohn zu verrichten, bestimmen, ob ich Krebssauce zu den Spargeln B . im Winter im Holzabsallen, im Sommer in polizeigericht die Verhandlung gegen acht an z.Meliorationsarbeiten Zur Lage in Paris. heute M ittag nehmen soll?" erklang in diesem ^ zur Entwässerung sumpfig« den Kundgebungen in Auteuil BetheNlgte. I n P aris ist die Lösung der Krisis bis­ Waldstrecken und Wiesen thätig zu sein. Bei der Augenblicke die Stimme der Wirtschaftsmam­ Der Präsident verhört zunächst den Grafen Anlage neuer Schonungen finden auch Frauen und her noch nicht geglückt. Ueber die Lage der sell neben Dagmar. Mädchen Beschäftigung, ebenso wie im vorigen Sie schrak empor — sie mußte sich erst ministeriellen Krise am späten Abend des de Dion, welcher aussagt, er sei an erster Jahre beim Anbringen von Leimringen an KiefernStelle bei den Vorfällen in Auteuil beMittwoch machte die „Agence Havas" fol­ besinnen, was Mamsell von ihr gewollt, bäumen zur Vertilgung der Nonnenraupe. theiligt gewesen. Graf de Dion betont, er dann folgte sie ihr in die Wirthschaftsränme, gende Mittheilungen: Bestimmte Anzeichen Argena«, 12. Juni. (Verschiedenes^ DerVevwo sie angefangen hatte, das oberste Re­ für die Lösung der Krise sind noch nicht vor­ sei nicht nach Auteuil gegangen, in der Ab­ größerungsbau der im westlichen Theile der Stadt giment zu führen, und wo sie in ihrer handen, doch scheint Poincarö mit den von sicht, eine Kundgebung zu veranstalten; aber gelegenen Dampfmühle ist ziemlich vorgeschritten. ruhigen aber bestimmten Weise waltete Die ihm gethanen Schritten zufrieden zu sein. er habe das Recht, zu rufen: „Es lebe das Der gegen 2000 Zentner schwerwiegende Betriebs» ist bereits eingemauert und der ca. 30 Meter Leute gehorchten ihr w illig; beim Hofgesinde Auf Befragen erklärte Poincarö, er sei Heer!" und Loubet zu beweisen, daß nicht kessel hohe Schornstein ist fertiggestellt. — Der Müller­ und bei den Pächterfamilien im Dorfe war eifrigst beschäftigt mit der Feststellung eines alle ohne Ausnahme ihm huldigten. Dion meister Behnke hat sein erst vor 3 Monaten er­ sie allgemein beliebt. Sie hatte immer für Programms für das neue Ministerium. I n stellt in Abrede, den Direktor der Munizal- worbenes Mühlengrundstück anderweitig für 12000 jeden einen freundlichen Gruß. Daß Dag­ der Unterhandlung Poincarö's mit den P rä ­ Polizei, Touny, getroffen zu haben und Mark verkauft und wiederum eine Bockwindmühke Labischin angekauft. — Der Försterverein ver­ mar sich der Wirthschaft annahm, fanden sidenten der Kammer und des Senats, sowie sagt zum Schluß, er habe nicht wissen bei anstaltete gestern am neuen See ein große» ihre Eltern und Geschwister ganz selbstver­ mit Brisfon und Barthou kam auch die können, daß die Leute, mit denen er den Scheibenschießen, an welchem sich die Mitglieder ständlich. Was sollte sie auch sonst auf dem Zutheilung von Portefeuilles an DelcasfS Zusammenstoß hatte, zur Polizei gehörten. und die eingeladenen Gäste rege bethe,listen. wurde bei drei Schuß « , t 72 Rmgen ein Lande beginnen? I n der Gesellschaft würde und Krantz zur Erörterung. Die republikani­ Der Präsident verhört sodann die anderen König Herr aus T h o r n . — Gendarm Senn m Klemsche Mehrheit des Senats und eine große Verhafteten, welche erklären» sie wären zu sie doch niemals glänzen, dazu mangelte Morin entdeckte unter den Rübenarbeitern deS Radikaler der Kammer wünschen den ihrem Vergnügen zu dem Rennen hinaus­ Ortsvorftehers Borkowsk, in Neudorf einen vor es ihr zu sehr an gesellschaftlichen Talenten. Anzahl Senator Monis als Justizminister. — Eine gegangen und hätten „Es lebe das Heer" einiger Zeit aus dem Dirschauer Gekimgniffe ent(Fortsetzung folgt.)

welches mit dem Verfügung stellt, rechnen dürfe. E s wurde beschlossen, die Ausstellung am 3. Septem ber Ung. E r wurde sofort «- ( W e g e n D i e b s t a h l s ) wurde.das Dienst­ zu eröffnen. amte eingeliefert und dann unter sicherer Be­ mädchen M arie Paschke verhaftet. Sie hat ihrer Distanzritt Wien-Paris. D er gleitung nach Dirschau geschickt. ^ . Brombera, 15. Juni. (Todesfall.) Musikdirektor Dienstherrschaft Kolonialwaaren und einer anderen zwanzigjährige B aron C harlie Cottu, welcher in demselben Sause wohnenden Herrschaft Wasche Schleifte! ist. der „Ostd. P r . . -ufolge. gestern nach längerem Krankenlager rm Alter von 52 gestohlen.^ ^ zE , h e r i c h t . ) I n polizeilichen Ge­ am 1. J u n i um 4 Uhr früh von Wien anf der S tu te „Jrish Lass" ab ritt, tra f am ^ P l e " c h ^ " l 4 ?Juni. (Ein Wachter als Brand- wahrsam wurden 4 Personen genommen. 13. J u n i abends um 5 Uhr 45 M inuten — ( Vo n d e r W eich sel.) Der Wafferstand beim P ariser P icpusthor ein. B aron Cottu der Weichsel bei Thorn betrug heute 0.58 Meter Hofwächtcr MickalsU von der Weigt'schen Branerei über 0. Windrichtung O. Angekommen sind hatte also die 1250 Kilometer lange Strecke üuf dem Dache des Baumeister Lange'schen Laufes der Kapitän Lipinski. Dampfer „Alice" mit 1600 in zwölf Tagen und vierzehn Stunden zu­ Aeuer an. E r benutzte dazu Putzwolle, welche er Ztr. diversen Gütern von Danzig nach Thorn; rückgelegt. R eiter und P ferd waren frisch aus der Brauerei entwendet hatte, und tränkte die Schiffer G. Schmidt. Kahn mit 1500 diversen und m unter. D as Pferd hat um 35 Kilo diese mit. Petroleum. Der Brand hätte sich sehr Gütern von Danzig nach Thorn; F. Dreger.Kahn mit 1300 Ztr. Farbholz von Danzig nach Wlocabgenommen. leicht werter verbreiten können, da die Gebäude mit Pappe gedeckt sind. Doch wurde der Feuer­ lawek. Abgefahren ist der Schiffer: S . Wilmaschein von der Tochter des L., die zufällig noch wach nowicz, Galler mit Faschinen von Thorn nach Neueste Nachrichten. war. rechtzeitig bemekt. Dem L. gelang es. durch Zlotterie. — Bensch. 4 Trafte» Rundhölzer von schnelles Eingreifen des Feuers Herr zu werden. Rußland nach Schulitz; Hugnagel, 1 Traft Rund­ Königsberg. 16. Juni. Wie verlautet, soll in hölzer von Rußland nach Elbing; Walter. I . Reich, Durch vorgefundene Reste der Putzwolle lenkte sich der Verdacht sofort auf den Hofwächter, welcher beide mit 3 Traften Rundhölzer von Rußland Marienburg heute morgens ein Gutcrzug nnt nach längerem Suchen in einem Versteck gefunden nach Danzig; Ingw er. 2 Traften Rundhölzer. einem Arbeitszuge zusammengestoßen sem. Zwei Wiesenburg 4 Traften Rundhölzer, beide von Beamte vom Fahrpersonal sollen nur ganz leichte wurde und schießlich auch die That. die er aus Rußland nach Schulitz. Verletzungen erhalten haben. Der Schnellzug Rache gegen den Lange verübt haben will. eingevon Berlin konnte infolgedessen die Strecke nicht stand; er wurde verhaftet. Podgorz, 14. Juni. (Verschiedenes.) Die beiden passtren. Posen. 14. Ju n i. (Besuch des Kaisers in Bespannungs - Abtheilungen 4 und 17. die sich Ankörnn.) Das „Schildberger Kreisblatt" theilt S tettin , 16. J u n i. Bei dem benachbarten mit. daß man im Derbst den Besuch des Kaisers nächsten Montag vom Schießplatz Thorn nach Koblenz begeben, um mit dem 9. FußartillerieZyllchow s a n k der T o u r e n d a m p f e r in Ankörnn bei Schildberg erwartet. Der Kaiser soll dahin als Gast seines Generaladjutanten. des Regiment auf dem Schießplatz Wahn bei Köln „ B l ü c h e r " , nachdem er von einem anderen zu manövriren. üben in der Zeit bis Ende Sep< Fürsten Raziwill. znr Hirschjagd eintreffen. Belgrad, 15. Juni. Hier eingetroffene Meldun­ tember mit verschiedenen Fnßartillerie - Regi­ Dam pfer angerannt w ar. Zahlreiche Personen, gen besagen, es sei gestern an der serbisch-türkischen mentern, so m Spandau mit dem Garde-Fuß- angeblich d r e i ß i g , sind ertrunken; zehn Grenze zu einem ernsten Zwischenfall gekommen; artillerie-Regiment, in Posen mit dem 5., in zahlreiche albanesische Banden hätten im Verein Königsberg mit dem 1.. in Graudenz mit dem wurden gerettet. mit nahezu 2000 Mann regulärer türkischer Truppen 15. und m Nelsse mit dem 6. Fnßartillerie-Regt. B erlin, 16. J u n i. Die konservative -le serbische Grenze in der Nähe des Bezirkes Jablo- — Endlich ist es dem Bohrmeister der Firma nitza angegriffen; die serbischen Bauern hätten Beher-Berli» gelungen, am hiesigen Orte. vor der „Kreuzzeitung" bemerkt, die Taktik des lebhaften Widerstand geleistet; der Kampf habe Brauerei des Herrn Thoms, nach längerem Z entrum s habe dem M inisterium und seiner den ganzen Tag gedauert und habe sich auf 20 Bohren ins Erdreich ein gutes schmackhaftes K analvorlage den Weg geebnet; bei einiger Kilometer längst der Demarkationslinie ausgedehnt Wasser aufzufinden. Eine eiserne Pumpe ist Auf beiden Seiten seien mehrere Personen getödtet, bereits dort aufgestellt, die auch genügend Trink- Gewandtheit in der Behandlung der Kom und verwundet worden. Den Angreifern, die in be­ wafser giebt. Nun wird von derselben Firma pensationen könne das M inisterium jetzt deutender Ueberzahl waren, sei es gelungen, sich vor dem Lause des Herrn Meher ein Bohrver­ dreier Abtheilungen der serbischen Grenzwache zu such gemacht, und man hofft, daß es dem Bohr­ wohl auf Annahme seiner Vorlage rechnen. bemächtigen und drei Dörfer zu blokiren. Die meister auch dort bald gelingen wird. gutes — Gerüchtweise verlautet, der Abgeordnete serbischen Militärbehörden hätten reguläre Truppen Wasser aufzufinden, denn die Pumpe vor der Doenhoff-Friedrichstein werde demnächst ein entsendet, nm die Angreifer aus dem serbischen Brauerei, die jetzt allein hierselbst gutes Wasser höheres S ta a ts a m t erhalten. Gebiete zu vertreiben und die Ruhe wiederherzu giebt, steht seit ihrer Inbetriebnahme selten Magdeburg, 15. Ju n i. Die Stadtverordnetenstellen. einen Augenblick still, und dürfte dieselbe, wenn Versammlung hat 50000 Mark für die Förderung sie zu sehr in Ansprnch genommen wird. bald. der Heilstätten-Bewegung bewilligt. wie die Pumpe an der evangel. Schule, ihren Hannover, 16. Juni. Der Kaiser ist heute Lokalnachrichten. Dienst versagen. — Gestern wurden bei einem 10 Uhr vormittags hier eingetroffen, und vom Thorn, 16. Ju n i 1899. hiesigen Bauunternehmer eine ganze Fuhre Publikum lebhaft begrüßt worden. Seine Majestät — ( P e r s o n a l v e r ä n d e r n n g e n i n d e r Bretter. Balken u. s. w. durch die Polizei be­ besichtigte hierauf die Königs-Ulanen. schlagnahmt. welche Sachen ein hieUer Besitzer, Hamburg. 16. Juni. Zu dem Dmer zu Ehren Ar me e . ) v. B o r r i e s . M ajor im Husaren- der durch den Bauunternehmer einen Neubau aus­ Seiner Majestät des Kaisers, welches am Freitag Regiment Nr. 16. zum Kommandeur des Ulanen- führen läßt. als sein Eigenthum erkannt hat. Abend beim hiesigen preußischen Gesandten Grafen Regiments von Schmidt (1. Pomm.) Nr. 4 er­ Wolff-Metternich stattfinden wird. sind der Bürger­ nannt. v. S e n n i n a . M ajor aggregirt dem meister Dr. Mönckeberg und der Direktor der Infanterie-Regiment Nr. 176. als Bataillons­ Mannigfaltiges. kommandeur zum Jnfanterie-Regiment Nr. 128 Hamburg-AmerikanischenPaketfahrt-Aktien-Gesell(Unterschlagungen.) Der ungarische sckaft Ballin geladen. Der Laieß'sche Fünfmaster vers-.tz ( P e r s o n a l i e n . ) Die Wiederwahl des Minister des Innern ordnete die Einleitung einer „Potost" wird nach Brunshausen geschleppt und Bäckermeisters Schaffran und des Kaufmanns Untersuchung gegen den Bürgermeister und gegen dort, über allen 5 Toppen geflaggt, während der London zu »»besoldeten Rathmännern der S tadt den Oberbuchhalter der S tad t Neusatz an. welche Anwesenheit des Kaisers liegen bleiben. Ob der Rosenberg ist bestätigt worden. der Unterschlagung von200000 Gulden beschuldigt Kaiser an Bord des „Potost" geht, ist noch nnbe — (P e r s o n a l i e n v o n d e r S t e u e r . ) Der werden. — I n Lemberg ist der Prokurist der kannt. Zollpraktikant Kerber ist van Schillno nach Briesen Petroleumgruben von Schollika, Bergmann wegen Köln, 16. J u n i. Ein in Hückeswagen versetzt worden. Zur Probedienstleistung als Äerübnng großer Defraudationen flüchtig ge­ beschäftigter W egearbeiter zerschmetterte Grenz-Aufseher auf Probe sind einberufen worden worden. einem Kollegen, m it dem er in S tr e it lebte, (Deutsche A b s t a m m u n g ü b e r a l l ! ) der Soboist Gloh von Graudenz nach Schillno und der Bizefeldwcbel Serrmann von Dt. Ehlau Daß der deutsche Admiral Kautz, der sich in Samoa als dieser sich zum M ittagsschlafe am nach Jaftrzembi. Der Oberzollinspektor Linke in berühmt zu machen suchte, deutscher Abstammung Wege niedergelegt hatte, den Schädel voll­ Strasburg Westpr. ist gestorben. ist. haben wir bereits mitgetheilt. Jetzt wird beD er entflohene M örder wurde — ( De r K a i s e r ü b e r di e A r b e i t e r ­ richtet, daß auch der Generalgouverneur des Kap­ ständig. w o h n u n g e n . ) Von einer «absolut sicher in- landes S ir Milner. der in Bloemfontain mit ergriffen. ^rm .rten Serie" geht der „Kreuz-Ztg." über die dem Präsidenten der TransvaaUepnblik verhandelt Detmold, 15. J u n i. Archivrath B erte viel besprochene und politisch ausgebeutete hat. seiner Abstammung nach Deutscher ist. sein meier wurde von der Anklage der Beiseite­ Aeußerung des Kaisers über die Arbeiter-Woh- Vater stammt aus Neuß. Der gegenwartrae fran­ schaffung amtlicher Aktenstücke freigesprochen; LL"5U.?^altnisse in Cadinen folgendes zu: «Se. zösische Kriegsminister Krantz .scheint ebenfalls Maiestat hatte die Gemahlin des Landraths deutscher Abstammung zu fein. wie der Gouverneur die Kosten der Vertheidigung wurden der Staatskasse auferlegt. I n der U rtheilsv. Estorff ins Gespräch gezogen. E r erwähnte von Paris» General Zurlmdeu. daber auch neben den von ihm anerkannten Vor­ begründung w ird ausgeführt, daß weder zügen des Gutes die ihn wenig befriedigenden (Schiffsungluck.) D er englische subjektiv noch objektiv die Schuld nach Arbeitcrwohnungen Cadinens. deren Besserung er sich vorbehalte. Scherzend hat Se. Majestät Dampfer „H am ilton". der sich anf der F a h rt gewiesen sei. D er S ta a ts a n w a lt hatte 6 etwa hinzugefügt, da hätte es ja das Vieh beinah' von Newyork nach Norfolk und N ewport M o n at Gefängniß beantragt. besser. Bon einem allgemeinen Urtheil über die News befand, stieß Dienstag Abend im Prag, 15. Ju n i. Ueber den Feldzengmeister S t ä N 'M und einem Vergleich der Nebel bei Lang Branch m it dem Hamburger- Grafen Grünne ist wegen Schwachsinnes seitens ..Palästen" kann garnicht die Rede „M acedonia" zusammen. Die der Behörde die Kuratel verhängt worden. üblere um so weniger, als der im Dampfer P a ris , 15. J u n i. D er „G aulois" und der „Elbmger Zeitung" auch erwähnte „M acedoma" wurde so schwer beschädigt, der „F igaro" veröffentlichen einen B rief des „Schwemestall" im Abbruch befindlich ist. daß sie nicht mehr auf den S tra n d gesetzt . — ( E i n n e u e r F o r s t v e r w a l t u n g s ­ werden konnte und zwei M eilen von Papstes an den Erzbischof von P a r is , in b e z i r k ) mit der Bezeichnung „Oberförsterei Die Passagiere und neun- welchem die Katholiken aufgefordert werden, Friedrichsberg" wird zum 1. J u li aus Theilen der Oberförsterei Wilhelmsberg und Lonkorsz zehn M an n der Besatzung wurden von dem sich entschieden auf den Boden der Republik gebildet. Gleichzeitig tritt eine anderweite Ab­ aufgenommen. D er K apitän, zu stellen und einm üthig für die Religion grenzung der beiden letztgenannten Oberforfte- „Ham ilton der zweite Offizier, die übrigen drei Passagiere und W ohlfahrt des V aterlandes zu arbeiten. reien ein. Brest, 14. J u n i. D er Kreuzer „S fax — ( Z u m G a u s ä n g e r f e s t e i n M e w e ) a m und der Rest der M annschaft rettete sich in nächsten Sonntage werden die beiden hiesigen einem Boote. wird D reyfus hier landen. Die Direktion D er .H am ilton", der eben­ Vereine „Liedertafel" und „Liederfreunde" Sonn­ des KriegshafenS h at heute früh Befehl er­ tag früh 5 Uhr 20 Min. mit dem v-Znge über falls starke Beschädigungen erlitten hatte, halten, den Kreuzer nach seiner Ankunft so­ » ^nach Newyork zurück. — Infolge Bromberg fahren. Bei Entnahme von mindestens 30 Fahrkarten hat die Eiseilbahndirektion Brom­ eines heftigen S tu rm e s ist anf der Wolga fort wieder auszurüsten. berg eine Fahrpreisermäßigung derart bewilligt, Madrid, 15. Juni. Sofort nach der KonPersonendam pfer «N iagara" daß nur der einfache Fahrpreis erhoben wird. stituirung der Deputirtenkammer soll der Gesetz­ untergegangen. Ueber entwurf. betreffend die Abtretung der KarolinenAuch von der Erhebung der Platzgebühr auf der Hinfahrt im V-Zuge bis Bromberg ist abgesehen W e lle t den Tod in den inseln auf die Tagesordnung gesetzt und die Dringlichkeit für die Berathung erklärt werden, worden, und es steht zu erwarten, daß bei der damit er noch vor dem Schluß des deutschen Rückfahrt mit dem Sonderzuge von Morroschm. Reichstages angenommen werde. der m Bromberg Anschluß an den v-Zug von Sport. derlm nach Thor» hat, die Platzgebühr ebenfalls Kopenhagen. 16. Ju n i. Der Marineminister rn Wegfall kommen wird. Die Fahrkarten haben Z u r „ K i e l e r W o c h e " haben sich 408 gab gestern ein Diner, zu welchem die Offiziere eme Glltrgkeitsdauer von drei Tagen. Die Dele- Nachten und 94 Kriegsschiffboote, insgesammt der hier liegenden deutschen und französischen Urten zum Sängertage. der bereits am Sonn­ Kriegsschiffe sowie die Mitglieder der deutschen st» "", stattfindet, fahren von Thorn Sonnabend also 502 Fahrzeuge, d. h. 18 mehr als im und französischen Gesandtschaft geladen waren. V orjahre gemeldet. E s handelt sich diesmal Der Marineminister toastete auf den deutschen Vormittag 11.46 über Bromberg nach Mewe. richtn»^ S t a d t - F e r n s p r e c h - E i n - um 12 verschiedene W ettfahrten, die sich auf Kaiser und Lonbet. Petersburg, 16. J u n i. Beim B rande Chlebmvsr"? N '^..angeschlossen: Linz Nr. 159. die Tage vom 22. J u n i bis 4. J u li Nr. 162 V e> A a,^0 - Kernth Nr. 161. Aron vertheilen. eines Hauses bei Rybinsk fanden 11 A rbeiter nage! Nr. lA ^rsrnspektion Nr. 163 und SponD as Komitee der i n t e r n a t i o n a l e n den Tod. prognosc^s^"den Falb's Wetter- M o t o r w a g e n - A u s st e l l u n g in B erlin — leider — in alle» hat sich bis jetzt hielt am Mittwoch Abend unter Vorsitz des Verantwortlich für den Inhalt: Heinrich Wartmann in Thorn. wiesen. Selbst der Schnee* zutreffend erlichen" Jahreszeit nicht ausa-mrAeser »sommer- S taatssekretärs von Podbielski eine Sitzung Zum Direktor der Ausstellung wurde dcm Gebirge, wohin man rie b e n , denn aus ab. B e r l i n . 16. Juni. (SPiritnsbericht.) 70 er holungsrnse rüstet, wird Zetzi S»r Er- M ajo r Knape, zum In g en ieu r Direktor 40,70 Mk. Umsatz 26 000 Liter. 5 0 e r M k . Behält Falb auch wViterhiu . ^meldet, Thom a gewählt. General Becker theilte mit, Umsatz — Liter. — unseren Landwirthen sehr schlechtes also daß die Ausstellung infolge der lebhaften bevorstände, so würde d i e L a W E r n t e w e t te r K ö n i g s b e r g . 16. Ju n i. (Spiritusbericht.) schweren Zeit entgegengehen. ^ ' " " ' ^ a f t einer Betheiligung von 1000 auf 3000 Q u a d rat­ 15000 Liter. gek. — Liter. Tendenz: meter angewachsen sei. Oberst Budde Zufuhr unverändert. Loko 40.80 Mk. Gd., J u n i 40.40 auf de!w hiesigen^Fußartillerie-S^sießwatz v^ " k lä rte , daß die Ausstellung auf das größte Mk. Gd.. J u li 40.50 Mk. Gd.. August 41.00 Mk. zur Abhaltung ihrer Schießübungen dort ^ Entgegenkommen der M ilitärverw altung, die Gd.. September 4110 Mk. Gd. wesenben Fußartillerie-Regimentern Garde und das Exerzierhaus iu der Karlstraße zur

Telegraphischer Berliner Börsenbericht 116. J u n i 15. J u n i Tend. Fondsbörse: schwach. Russische Banknoten p. Kassa 216 50 Warschau 8 Tage . . . - - 215-85 Oesterreichische Banknoten . 169 70 Preußische Konsols 3 "/» . . 89-70 Preußische Konsols 3'/, °/° . 99-40 Preußische Konsols 3'/, °/« . 99 20 Deutsche Reichsanleihe 3°/<> . 89-75 Deutsche Reichsanleihe 3'/,"/« 99 40 Westpr. Pfandbr. 3V« neul. U. 8 8 WestPr.Psandbr.3V«°/v » » 96 70 Posener Pfandbriefe 3'/,"/« - 96 -75 „ 4"/o . > 102 -25 Polnische Pfandbriefe 4V.V« 100 10 Tiirk. 1"/« Anleihe 6 . . . 27-30 Italienische Reute 4°/«. . . 95-20 Numäu. Rente v. 1894 4°/« . 91-80 Diskon. Kommaudit-Autheile 195-50 Harpeuer Bergw.-Aktien . . 202- 90 Nordd. Kreditanstalt-Aktien. 127 - 50 Thoruer Stadtanleihe 3'/, °/o 96—25 We i z e n: Loko in Newhork Oktb. 8 5 S p i r i t u s : 50er loko . . . 70er loko ............................... 40-10

216-60 215-90 169-75 9099-70 99-50 9099-60 3896-70 97— 102-20 100-20 27-35 95-20 91-80 195 - 90 204-50 127— 96—25 83'/, 46-80

T horn« Marktpreise vom Freiag, 16. Juni. niedr.j höchst Preis.

Benennung W e iz e n ........................... R o g g e n ........................... G erste................................ H a f e r ................................ Stroh (Nicht-)................... Heu..................................... E r b s e » ........................... K a rto ffe ln ....................... Weizenmehl....................... N o g g eu m eh l...................

lOOKilo

50 Kilo

40>16 70 00 50 60 00 00 50 20

60 3 Kilo 1 Kilo

00

10

60 00 00 00 00

00 60 80 70

20 00 Rindfleisch von der Kettle 00 90 Bauchfleisch 20 80 Kalbfleisch.. . . 20 00 Schwernefleisch . 40 Geräucherter Speck 40 Schmal- . . . . 20 10 Hammelfleisch. . 30 80 Butter . . . . 80 40 Schock E i e r .................. 00 00 Krebse.................. 00 20 A a l e .................. 1 Kilo 80 00 Bressen . . . . 20 40 Echtere . . . . 10 fech te.................. 20 80 20 Karauschen . . . 00 Barsche . . . . 40 60 Sander . . . . 00 Karpfen . . . . 80 Barbiuen. . . . 30 Weißfische . . . 12 1 Liter M ilch ................... 18 Petroleum . . . 20 Spiritus . . . . 35 „ (verrat.). Der Markt war mit allen Prodükten nur mäßig beschickt. E s kosteten: Kohlrabi 30-40 Pfg. pro Mandel, Blumenkohl 15—20 Pf. pro Kopf. S alat 10 Pf. pro 4 Köpfchen, Spinat 5—10 Pf.pro Pfd-, Petersilie 10 Pf. pro Pack, Schnitt­ lauch 5 Pfg. pro 2 Bündch., Zwiebeln 20 Pfg. pro Kilo, Mohrrüben 5 Pfg. pro Bund, Sellerie 20-40 Pfg. pro Knolle, Rettig 5 Pfg. pro 5 Stuck, Meerrettig 20—25 Pf. pro Stange, Radieschen 10 Pf. pro 4 Bündchen, Schonten 35 bis 40 Pf. pro Pfund, grüne Bohnen 30—35 Pfg. pro Psund. Kirschen 60 Pfg. pro Pfd., Stachel­ beeren 12-15 Pf. pro Pfund. Pilze 10-12Vfg. pro Näpfchen, Spargel 1.00-1.40 Mk pro Küo. Gänse 3.00-4,00 Mk. pro Stück, Enten 1Z0-2.00 Mk. pro P aar, Hühner, alte 1.20-1.80 Mk. pro Stück. Hühner, junge 1,00-1,60 Mk. pro P aar. Tauben 60-70 Pfg. pro P aar.

Kirchliche Nachrichten. Sonntag den 18. Ju n i 1899. (3. m Trinitatis.) Altstädtische evangelische Kirche: Morgens 8 Uhr Gottesdienst: Pfarrer Stachowitz. — Vorn,. 9V. Uhr Gottesdienst: P farrer Jacobr. Kollekte für das Mädchenwaisenhaus in Culm. Neustädtische evangelische Kirche: Vormittags SV» Uhr Gottesdienst: P farrer Heuer. Nachher Beichte und Abendmahl. Kollekte für den Kirchbau in Prützenwalde Diözese Schlochau. Nach­ mittag kein Gottesdienst. Garnison-Kirche: Vorm. 10'/» Uhr Gottesdienst: Divisionspfarrer Strauß. — Nachm. 2 Uhr Kindergottesdienst: Derselbe. ^ .. ... Baptisten - Gemeinde, Betsaal (Bromb. Vorstadt) Sofstraße 16: Vorm. 10 Uhr Gottesdienst. Attdchms'chule^n Mocker^Nachm. 5 Uhr SottesEvangel'. lMherische^Kirche in Mocker: Vorm. 9'/, Uhr Gottesdienst: Pastor Mehe^ Evangelische Kirche ,u Podgorz: Vorm. 10 Uhr Gottesdienst: Pfarrer Endemann. — Nachm. 2 Uhr Kindergottesdienst: Derselbe. Evangel. Gemeinde Lulkau: Vorm. 9 Uhr Gottesdienst; vorm. 10'/» Uhr Kindergottes­ dienst: Prediger Hiltmann. Gemeinde Grcmbotschin: Früh 8 Uhr Gottesdienst in Grcmbotschin. vorm. 10 Uhr Gottesdienst in Leibitsch: P farrer Lenz. Enthaltsamkeit- - Verein zum „Blauen Kreuz". Die hier in der Bäckerstraße 49. 2. Gemeindeschule. übliche Gebets-Bersammlung mit Vor« trag fällt aus.

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Lsvor Sie Ssiäkmstoir« Lauten, desleHe» Sie »um Verslsiek» älv rv1okk»1ttgO 0o11eetiovä.Lleod»v.8stVed»r»t

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Bekanntmachung betreffend die Lohuklaffen und Beitragssätze der In v a lid itä t--

H . Schn eidens Erstes jlihntkihtlisch. Atelier

und Altersversicherung.

und Zahnfüllungen,

Durch die nachstehende Zusammenstellung wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, in welcher Lohnklasse die einzelnen Gattungen der in der S tadt Thorn beschäftigten Personen zu versichern sind und aus wie hoch sich dem­ gemäß die wöchentlichen Beiträge derselben belaufen,

Zusammenstellung. Zahlen Beiträge in den Lohnklassen

Bezeichnung der zu versichernden Personen.

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I. II.> III.I VI. 30

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Hierzu Beilage.

Beilage zu Nr. 140 her „Tharuer Presse" Sonnabend den 17. Juni 1899. Preußischer Landtag.

die Sachsen schlecht zu machen. Wir Sachsen sind zwar gemüthlich, lassen uns derartige Herab­ setzungen aber nicht gefallen. Wo so viele Fabriken bestehen» wie in Sachsen, müssen auch die Fabrik­ inspektoren gut sein. Nach weiterer Debatte wurde der sozialdemo­ kratische Antrag abgelehnt und der Rest des Ge­ setzes debattelos erledigt. I » der Gesammtabstimmung wurde das ganze Gesetz gegen die Stimmen der Abgg. Graf Kanitz, Graf BismarckBohlen und von Staudh angenommen. Beim Nachtragsetat gab es nur eine kurze Debatte bei der Forderung von 50000 Mark zur Linderung der Hungersnoth in Dentsch-Ostafrika. Abg. Graf A r u i m gab, seiner Genugthuung darüber Ausdruck, daß die Kolonialverwaltnng endlich mit dem Shstem gebrochen habe. Landkonzessionen in großem Umfange ohne weiteres zu ertheilen und daßstewemgstens vorher den Kolonial­ rath frage. Bedauern müsse er aber. daß der Kolonialrath an eme Gesellschaft Land, im Um­ fange des Königreichs Bayern, ertheilt habe. Das gehe zu weit und offne der Spekulation Thor und Thür. wie wir das vor kurzem in Kamerun er­ lebt haben, wo der Sud-Kamerungesellschaft über­ große Gebiete abgetheilt seien, wobei dann Treibe­ reien und Schiebereien aller A rt vorgenommen

Abgeordnetenhaus.

^ S itz u n g am 15. Juni. 11 Uhr. Am Mlnistertlsche: Ministerpräsident Fürst Kt Dohenlohe, Dr. von Miguel, Freiherr von ulld^KoEissare dreseld, von Goßler Bei ungeheuerem Andränge, wie ihn das neue Geschäftshaus in der stillen Prinz Albrecht­ straße noch nicht erlebt hat. tra t das Abge­ ordnetenhaus heute zur zweiten Lesung der großen K a n a l v o r l a g e zusammen. Die Tribünen waren bis auf den lebten Platz besetzt, der Sitzungssaal selbst gewährte unmittelbar vor Beginn der Sitzung den Anblick einer wogrnden See. Die Spannung war um so größer, als wahrend des Vormittags allerlei dunkle Gerüchte in Umlauf gesetzt waren. M au sprach von Aus­ losung. von der Vertagung der Entscheidung bis zum Herbst u. dergl. Der Bedeut,'::,, der Tagesordnung entsprechend, stellte üer Präsident von Kröcher alle sonst üblichen gesch^tsordnungsmätzigen Erledi­ gungen zurück und' ertheilte sofort dem Bericht­ erstatter Dr am Z e h » h o f f das Wort zum Bericht. Dieser faßte sich kurz und unter laut­ loser Stille und athemloser Spannung »ahm Ministerpräsident F ü r st zu H o h e « l o h e das W ort zu einer Erklärung namens der S ta a ts­ regierung. ^ . Die Gründe für und gegen die Vorlage, so führte der Ministerpräsident aus. seien bei der ersten Lesung und in der Kommission hinlänglich erörtert worden. E s könne sich für ihn jetzt nur darum handeln, einige Punkte herauszuheben. M an habe den Einwand erhoben, daß durch den Kanal ein neues Einbrnchsthor für ausländisches Getreide geschaffen werde und daß der Kanal die Staatsfiiianzeil erschüttern könne. Beide Bedenken sind hinfällig. Die Befürchtung, daß sich die Leute,roth in, Osten vermehren werde, treffe nicht zu. Die Staatsreglernng halte den Kanal für dringend nothwendig zur Ergänzung der Verkehrsstraße», Sur Stärkung der Wehrhaftigkeit des Reiches und zur Entlastung der Eisenbahnen. Daß einzelne Landestheile Schädigungen erleiden könnten, erkenne die Staatsregierung an, sie sei deshalb bereit, unverzüglich Kompensationen für diese eintreten zu lassen. Indessen erkläre er schon heute namens der Staatsreglerung. daß sie Werth darauf lege. daß die Vorlage noch m dieser Session zur Verabschiedung gelange. Abg. Frhr. v. S e e r e m a n n (Z tr): Seine Freunde seien nicht in der Lage. schon jetzt eine Entscheidung zu treffen. Sie halten es sur noth­ wendig. erneut die wirthschaftlichen Folgen des Kanals und die von der Regierung zugesagten Kompensationen auf ihre Tragweite zu prüfen. E r beantrage deshalb Zurückverweisnng der Vorlage an die Kommission, damit diese Frage erneut geprüft werden könne.

Kolonialdirektor Dr. v o n B uchka meint wenn der eine verdient und der andere nicht so lasse sich das nicht ändern. E r habe gethan was er konnte, indem er dem Kolouialrathe die Landkonzesslonsgesnche vorgelegt habe. Nach einer kurzen Erwiderung des Abg. Graf Arnmi. der seinenVorwurf aufrecht erhält, winde oie Debatte geschlossen und der Nachtragsetat be willigt. Hierauf gelangte ein Vertagungsantrag zur Annahme. Nächste Sitzung Freitag M ittag 1 Uhr. Tagesordnung: 1. Handelsabkommen mit Eng­ land. 2. Handelsabkommen mit Urnguah. 3. Konsnlarabkommen mit Brasilien n. s. w. Schluß 4-/. Uhr.

Provinzialnachrichten. 8 Culmsee, IS. Juni. (Feuer. Berpachtnngstermin.) Leute Nachmittag 4 Uhr ertönten schon wieder Fenersignale in hiesiger Stadt. Es brannten die Dachstuben des M aurer Gajewskischen Hauses, belegen in der Ziegeleistraße. Der rührigen Thätigkeit der hinzugeeilten Feuer­ wehren ist es zu verdanken, daß das Feuer als­ bald erstickt werden konnte. M it großer Mühe konnten noch zwei Kinder vom Erstickungstode errettet werden. Das Mobiliar der Bewohner der vom Brande betroffenen Stuben ist unver­ sichert. Die Entstehungsursache des Feuers ist unbekannt. — I n dem heutigen Verpachtungs­ termin der Kirschennutznng am Wege nach Browina sind keine Gebote abgegeben worden. r Culm, 15. Juni. (Verschiedenes.) Unter Leitung des Herrn Generalsnperintendcnten v. Doeblin fand heute in der höhere» Töchterschule, der Knaben- und Mädchenschule, sowie in 15 Ortschaften des Kreises die Schnlvlsttatlon statt. An derselben nahmen ferner theil Superintendent Spring. Schnlrath Kaphahn. Superintendenten Schlewe und Doliva, der Deputirte des Oberkirchenrathes und verschiedene Pfarrer. Die S tadt hat reich geflaggt. ^ Nachdem nunmehr das neue Wasserwerk vortrefflich funktwnirt. ist mit dem Abbruch des alten Wasserthurmes be­ gonnen worden. Das Wasserreservoir hat die Zuckerfabrik Schweb angekauft - Bei einem vom Schachklub Vera,.stalteten Schachturnier er­ hielten die .zehn ersten Preise die Herren Brauerei­ direktor Geiger mrd Sauter, Kaufmann Sebmidtke Lewh. Leopold Pardon Rektor Frehmark R o tie r Napkowskl und Zahntechniker Jagodzinskt " t Aus dem Kreise Culm 1^ c>„„; schiedenes.) Auf dem Marsche nach Lammerttein nahm dre Graudenzer Artillerie ^ S,adt»led-rn„» Q i l a « ," Da» »ul L . .

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ZZSmfSnLSNÄ Wonach jeder Anlaß zu einer Zun'ickder. .">> die Kommission und er. Redner.

-n.» baß seme Freunde geneigt seien, in eine erneute Kommissionsberathnng einzutreten. L i m b u r g lkons.): Ich trete den Ausführungen des Vorredners vollkommen bei. Die Frage der Konipe isationen sei so schwierig, daß es unmöglich sei, die Vorlage noch in dieser Session zur Verabschiedung zu bringen, wem, die n^?'?busatioile„ geprüft werden sollen. E s werde n K b ^ L u w f e h l e n . die Angelegenheit bis zur nächsten Session zu vertagen und der Regierung stellen, aus veränderter Grundlage alsdann eme neue Vorläge einznbringeu. erklärte namens seiner l.-.daß sie bereit sc». ,n eine erneute KomMlsstonsberathttng einzutreten. Dieselbe E r­ klärung gaben die Abgg. R i c k e r t (fr. Vg.) und R i c h t e r
Deutscher Reichstag. 03- Sitzung am 15. Juni. 1 Uhr. Am Bundesrathstische: Graf vonPosadowskh. k ,,.'? /'M t besuchtem Hause setzte der Reichstag - dritte Lesung des Jnvalidenversicherungs8-» L - A Die Berathung begann bei den von

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der Richtung des Arbcitersün,n°s cwben.weil in

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Rvsenberg, 14. Ju n i. (Auf dem markte) in Januschau wurden 15 Pferd^von der Remonte-Kommission gekauft; davon gehörten 5 Pferde dem Kammerhern von Oldeiibiii-aJanuscha». Der gezahlte P reis betrug durch­ schnittlich 800 Mark. "" Königsberg. 14. Juni. (Sechstausend Mark in einer Würfelbude d e s. hiesigen Jahrmarktes) in ganz kurzer Zeit. an einem einzigen Abend allein 1100 Mark. hat der hiesige Rentier Schadwinkel ein 65 jähriger Greis. uwängst verloren H m ,K sächlich war es die Wnrfelbnde des jetziaen Karonffellbesitzers Eisermann. Vater und Sohn. vielfach vorbestrafte Menschen, die eine große Anziehungskraft auf den leichtsinnigen Greis ausübte». Meisterhaft verstanden es die Ge­ nannten, dem alten Manne nach allen Regeln der Kunst beim Spiel mit dem «Drehrade" das Geld abzunehmen. I n der heutigen Sitzung der Strafkammer hatte» sich Vater und Sohn. da sie nur die Konzession besitzen, als Gewinne Ge­ brauchsgegenstände. aber kein Geld zu verab­ folgen. wegen gewerbsmäßigen Glückspiels, bezw. '.oegen unerlaubter Veranstaltung einer öffentuchen Lotterie zu verantworten. Beide wurden L" ie ^ Monaten Gefängniß und 300 Mk. Geldn rth eilt^ ^ "' weiteren 30 Tagen Gefängniß ver-

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D r L e h r (nl.). daß er die sächsiW G ew erkt inspektion seit 19 Jahren kenne und nur wünks»/» könne, daß sie überall so vortrefflich funkttoni« wie in Sachsen. - Abg. Z ei die r lkmis.) tritt ^ Abg. Wurm gleichfalls sehr bestimmt intgegm Es gehöre ja zum Handwerk der Sozialdemokratem

Bromberg, 14. Juni. (Aus Anlaß der hier am 29. d. M ts. abzuhaltenden Sitzung des Bezirkseisenbahnrathes) für Bromberg. Danzig und Königsberg hat die hiesige Handelskammer die Theilnehmer zu einer Dampferfahrt nach Ostrometzko zur Besichtigung des Umfchlagshafens Karlsdorf. der Hasenanlagen Brahemunde und der Weichselbrücke bei Fordon eingeladen. Für den 30. d. M ts. ist ein Ausflug mit der Eisenbahn nach Jnoivrazlaw zur Besichtigung der könig­ lichen Saline und des Steinsalzbergwerkes in Aussicht genommen. Dtolp, 14. Ju n i. (Dem Osfizierkorps des hiesigen Husaren - Regiments) wurde das von Freunden und Gönnern desselben geschenkte Bild der siegreichen Attacke der Husaren bei Königgrätz überreicht. Das Bild, von dem Düsseldorfer M aler Hünten, stellt den Augenblick dar, wie drei Eskadrons unter Führung ihres derzeitigen Kommandeurs. Oberst v. Flemming, österreichische Kürassiere und Ulanen in der Front attackiren, während die vierte Eskadron unter Führung des Leutnants von Puttkamer (jetzigen Rittmeisters a. D. Adolf von Puttkamer in Stolp) in die Flanke fällt. Aus Pommern, 14. Juni. (Ueber die Auffindung eines Baumsarges mit ei»em Zwergskelett) in Pommern bringen die „Nachrichten über deutsche Alterthumsfunde" ausführliche Mittheilungen. Die hinterpoinmersche Küste wird an vielen Stellen von der Ostsee unterspült und abgebröckelt, sodaß langsam, aber sicher die See immer mehr in's Land eindringt. Bei Bodenhagen war nun aber infolge Abbröckelnng des Steilufers ein glatt ab­ gehauener Banmstamm znm Vorschein gekommen. Die Fischer hatten die ebene Fläche zum Theil eingeschlagen und dabei bemerkt, daß es sich «m einen hohlen Stam m handelte, in dem ein Skelett vorhanden war. E s gelang, den mürben Baum­ stamm aus dem mehrere Meter hohen Ufer herauszugraben. Die Knochen waren znm Theil ver­ schleppt. sodaß das Skelett nicht ganz vollständig ist. Der Äaumsarg (Todtenbaum) besteht aus dem Banmschaft einer Eiche von 2.7 Meter Länge und 0,57 Meter Dicke. Dieser Abschnitt ist der Lange nach gespalten, beide Hälfte» sind ausgeholt. Außen ist der Eichenstamm ganz roh gehalten. Das Skelett war von einer torstgen Masse um­ hüllt. Die Knochen sind schwarz, wie bei einer Moorleiche. An den Armen hatte das Skelett je einen ovale» Armring von Bronze; auch eine Knochennadel und einige Bernsteinperlen wurden noch gefunden, auf der Brust eine Bronzefibel. Die Form dieser Fibel weist den Fund in das Ende des zweiten oder den Anfang des dritten Jahrhunderts. Zu Füßen des Skeletts stand im Sarge ein kleiner Holzschemel mit vier kleinen Füßen. Das Skelett gehörte einem erwachsenen Weibe an. aber die Arm- und Armknochen sind auffallend klein und schlank. Aus der Länge des Oberschenkels würde man auf eine Körperhöhe von 138,5 Zentimeter schließen können, was doch schon an der Grenze der Zwerghaftigkeit steht. Da die Skelettknochen auch sonst in ihren Größenverhältttissen harmoniren und keinerlei krankhafte E r­ scheinungen zeigen, so wird man hier in der That einen echten Zwergwuchs anerkennen müssen.

Lokalnachrtchten. Zur Erinnerung. Am 17. Ju n i 1810, vor 89 Jahren, wurde zu Detmold F e r d i n a n d F r e i l i g r a t h geboren, dessen Dichtungen ein wahres Spiegelbild seiner Zeit und ihrer Kämpfe ent­ rolle», wie wir es kaum bei einem anderen modernen Dichter wiederfinden. Infolge seiner Betheiligung an den politischen Ereignissen der Jah re 1848 und 1849 mußte er Deutschland ver­ lassen, kehrte aber. nachdem er eine Reihe von Jahren in England verlebt hatte, nach Deutsch­ land zurück und starb am 18. März 1876 in Cannstatt. __________ Lborn. 16. J u n i 1899 — ( We s t p r . B u t t e r v e r k a u f s v e r b a n d . ) Geschäftsbericht für den M onat Mai. Zahl der Mitglieder 64. Verkauft wurden: s.) Frische Tafel­ butter 74456,5 Pfund, die 100 Pfund zu 85 bis 103 M ark; d) Molkenbntter 1900,5 Pfund. dielOO Pfund zu 80 bis 87 Mark; e) Frühstückskäscheu 5690 Stück, die 100 Stück zu 7 Mk.; ä) QuadratMagerkäse. 494Pfd.. die lOOPfd. zu 20 Mk. ;s) Tilstter Käse - Pfd.. die 100 Pfd. zu - bis - M . Die höchsten Berliner sogen, amtlichen Notirnngen für Tafelbutter waren am 5.. 12., 19.. 26. M ai und 2. Jn n i 92. 94. 94. 89. und 86 Mk. BMartini», Berlin 81V., Kreuzbergstraße 10. — ( K i r c h l i c h e B e i h i l f e n.) Der Zeutralvorstand der Gustav Adolf-Stiftung in Leipzig hat auf Vorschlag seines Mitgliedes. Herrn Ober-Konsistorialrath Koch - Berlin (früher in Danzig), folgende» 25 westpreußischen Gemeinden Beihilfen von im ganzen 9000 Mark bewilligt: Barkeufelde 300, Bülowsheide 300, Czerwinsk 600, Dulzig-Biechowo 200, Flötensteiu 300, G r a b o w i h 300, Groß-Sckliewitz 300, Grünthal 300, Kensan 200, Kladau 300, Lnianno 500. Lubiewo 300, Meisterswalde 300, Neuteich 300, PangritzKolonie 500, Piasken-Rudnik 500, P o d g o r z 200. Prechlau 300, Prükenwalde 300, Schaffarnia 500, Schidlitz 500, Siegers 300, Stendsitz 300, Swaroschin 300. Shpniewo 300. Villisaß 500 Mark. — ( S c h i e ß ü b u n g . ) Am 1. J u li d. J s . von 7 Uhr vorm. bis 2 Uhr »achm. wird auf dem hiesigen Fußartillerie-Schießplatze von den I n ­ fanterie-Regimentern von Borcke und von der Marwitz ein Gefechtsschießen mit scharfer Munition abgehalten werden. Bor dem Betreten des Schießplatzes und des benachbarten gefähr­ dete» Geländes wird gewarnt. — (Verein zur F ü r s o r g e fü r e n t ­ l a s s e n e Ge f a n g e n e . ) Die gestrige Haupt­ versammlung fand im Saale der Zivilkammer des königlichen Landgerichts unter Vorsitz des Herrn Ersten S taatsanw alts Borchardt statt. Herr S taatsanw alt Krause erstattete zuerst den Geschäftsbericht. Die Mitgliederzahl des Ver­ eins. der jetzt vier Jahre besteht, hat sich ziemlich auf der bisherigen Höhe erhalten Sie betrug

413 gegen 424 im Vorjahre. Dementsprechend sind auch annähernd dieselben Jahresbeiträge von den Mitgliedern eingegangen, nämlich 668 Mark gegen 690 Mark im Jah re zuvor. Da die Verwaltungskosten des Vereins sich in mäßigen Grenze» halten, hat eine erhebliche Summe zu Unterstützungen verwandt werden können. ES wurden im ganzen 16 Gaben bewilligt; zwei zu 10 Mark. drei zu 15 Mark. neun zu 20 Mark und zwei zu 30 Mark. I n vier Fällen erfolgte Ab­ lehnung der eingegangenen Uiiterstiitzungsgesucher in zwei Fällen, weil die Nothlage nicht vorhanden war, in einem Falle wegen Unwürdigkeit und in einem Falle, weil der Antragsteller aus dem Kreise Löbau war. Gesuche um Beschaffung von Arbeit für entlassene Gefangene sind nur fünf dem Vorstände zugegangen. Diese geringe Zahl erklärt sich einmal aus dem Umstände, daß bei uns Arbeitermangel herrscht, sodaß es den ent­ lassenen Leuten meistens leicht ist, eme Arbeits­ stelle zu erlangen. Zweitens tragt dazu bei, daß der Vorstand mehrere B lätter hält, aus denen der Gefängnißinspektor den zur Entlassung kommenden Gefangenen Hinweise zur Erlangung geeigneter Arbeitsstellen giebt. Diese Einrichtung hat sich recht gut bewährt. Der Verein hat also auch im laufenden Jah re reichen Segen gestiftet. — Der Kassenbericht ergab eine Einnahme von 913 Mark. darunter 23 Mark Bestand und 690 Mark Jahresbeiträge der Mitglieder. Verausgabt wurden 315 Mark für Unterstützungen, 64 Mark für Inserate, P o rtis und Drucksachen. 36,80 Mark für Zeitschriften und 60 Mark für das Eintassiren der Beiträge. Das auf der Sparkasse angelegte Veimögen des Vereins ist von 1105 Mark im Vorjahre auf 1353 Mark gestiegen. Dem Nendanten, Herrn Hontermans, wurde auf Antrag der Revisionskommission Decharge er­ theilt. — Znm Schluß der Sitzung wurde der bisherige Vorstand des Vereins durch Akklamation einstimmig wiedergewählt. — (Der hiesige B l a u - K r e u z - B e r e i » ) macht am nächsten Sonntage den 18. d. M ts. mittags mit dem 11.49 Uhr-Zuge (Haiiptbahnhof) einen Ausflug nach Argenau, woselbst der dortige Blau-Krenz-Verein sein erstes Jahresstiftungsfest um 3 Uhr nachmittags mit Festpredigt in der evangelischen Kirche (Festprediger: Pastor Meister aus Strelno) und um 5 Uhr nachmittags im Witkowski'schen Saale (Tivoli) mit einer Nachfeier, Gesänge, Ansprachen. Deklamationen rc.. begehen wird. Zur regen Betheiligung a» diesem Feste des für das soziale Familienleben gerade unserer Gegend wichtigen Vereins wird auch von hier aus herzlich eingeladen. — Die in Thor» übliche Gebetsversammlung mit Vortrag fällt an diesem Sonntage aus. - (Erledigte S te lle n für M ilitär« » W ä r t e r . ) Bereut, evangelischer EcineindeKirchenrath. Küster, etwa 570 Mark jährlich; keine Dienstwohnung. Kaiser!. Ober-Postdirrktionsbezirk Danzig. Briefträger. 900 Mark Gehalt und der tarifmäßige Wohnnngsgeldzuschuß. Ge­ halt steigt bis 1500 Mark. Thorn (Westpr.) Magistrat. Nachtwächter, im Sommer 40. im Winter 45 Mark monatlich; geliefert wird Lanze. Seitengewehr und im Winter eine Bnrka.

Mannigfaltiges. ( R ö n t g e n - P h o t o g r a g h i e . ) Di e erste Röntgen-Photographie des M agens eines lebenden Menschen wurde der Acadömie de Mödezine in P a ris in der letzten Sitzung vorgelegt. E s war bisher unmöglich, eine solche zu erhalten, da der Magen im allgemeinen für Röntgen-Strahlen durchlässig ist. Foveau de Courmelles, der die Photographie anfertigte, gab dem Patienten eine für Röntgen-Strahlen un­ durchlässige Substanz in Gestalt von unter« salpetersanrem Wismuth, das in Konfitüren verborgen war, zu schlucken und versuchte nach halbstündiger Ruhe den M agen des Patienten mit R öntgen-Strahlen aufzu­ nehmen. Courmelles erhielt auf diesem Wege die erste Radiographie des M agens von einem lebenden Menschen, die bisher überhaupt gewonnen wurde. Die Aufnahme dauerte fünf M inuten. Dam it wäre der Röntgen-Photographie ein neues Spezialge­ biet innerhalb der Heilkunde erschlossen, indem sie auch bei der Feststellung von Magenkrankheiten gewisser Art ei» wichtiges Hilfsm ittel werden würde. (Das Unwetter in M adrid und U m g e g e n d . ) Wie auS Madrid weiter gemeldet wird. hat der Hagelschlag am Freitag für viele M illionen Schaden ange­ richtet. Noch am Sonnabend lagen die Straßen einen halben M eter hoch mit Haufen von E is. Die Faxaden der Häuser sind wie bombardirt, gelöchert nnd abge­ bröckelt. Die Pferde- und die elektrische Bahn zirknliren noch nicht wieder. M an zählt Hunderte von Verwundeten. - (Kalser Wi l hel m i mKre i s e seiner

O f f i z i e r e . ) Der Kaiser weilt m it besonderer Vorliebe im Kreise seiner Offiziere. Eine Schil­ derung, wie es bei solchen Gelegenheiten zugebt, wird daher sicher interessiren. Der sonst so ernste Monarch kann sehr wohl heiter sei», und er ist es besonders in den Stunden, die er sich abspart, um sie bei einem Negimente a ls Gast z» verleben. Der oberste Kriegsherr will dann nichts sein als

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Hamburg. 15. J n n i. R übol ruhig, loko 47V,. — P etro le u m ruhig. S ta n d a rd w hite loko 6.35. — W e tte r: P rach tv o ll.

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Weise von dem der anderen Festtheilnehm er; da gegen steht vor dem Gedecke ein prächtige B lum enstrauß in den R egim entsfarben. Zur Rechten des K aisers nim m t gewöhnlich irgend eine besonders hochgestellte Persönlichkeit Platz, w ahrend der Sitz zu r Linken dem Regim entsK om m andeur vorbehalten bleibt. D a s Vis-L-vis bildet zumeist ein dein Kaiser besonders wohlbekannter S e r r . E llenlange .Speisenfolgen" sind nicht beliebt, es kommen wenige, aber gute G ange auf den Tisch, die von den Kastnoköchen u n te r Leitung eines kaiserlichen Mundkoches zubereitet sind. „G enöthigt w ird nicht!" D er hohe G ast la ß t es sich trefflich m unden, und wenn ihm ein G ericht besonders schmeckt dann lä ß t er ein anderes unbeachtet. E s w ird übrigens im m er darau f ge­ sehen. dag sich eine der Liedlingsspeisen des K aisers u n te r den aufgetragenen Schüsseln befindet. B eim Essen benutzt der Kaiser sein eigenes Besteck, d aru n te r eme silberne G abel, die an einer S e ite geschliffen ist und som it znm Schneiden benutzt werden kann. D en Toast des Obersten erw idert der Kaiser m it einem Trinkspruch auf d a s R e­ giment. und es ist bezeichnend fü r die S tim m u n g , die nach seinem W ille» in dem festlichen Kreise herrschen soll und herrscht, daß d a s eM e seiner W orte la u te t: „K am eraden!" I s t der K om m an­ deur dem Kaiser besonders attac h irt, so gew innt der Trinkspruch wohl auch eine ganz w arm e, persönliche F ärbung, w ie d a m a ls bei dem Abschiedsmahl des Oberste» von M oltke von den Alexander». D a begann der K aiser m it den W o rte n : „M ein lieber J u li u s ! D u bist heute zum letzten M a l e ------—" D ie Tischmusik w ird von der Regimentskapelle ausg efü h rt und es kommt oft vor. daß der knnstflnmge M onarch, der bequem in seinem Sessel zurückgelehnt ihren „Weisen lauscht, irgend eine P isce wiederholen laßt. Nach Beendigung des M a h les h a lt dann der Kaiser in ungezwungenster T ^lse im Nebensalon Cercle, d as heißt er bewegt sich unter den H erren, spricht den oder jenen an und erkundigt sich nach seinen Angehörigen. I m Gespräch ist der Kaiser sehr lebhaft, geziertes

w ird, G elder in hohem B etrag e — m an spricht von 100000 Mk. und m ehr — unterschlagen bezw. v eru n treu t zu haben. D er V erhaftete, ein be­ kannter P a rte ig ä n g e r der W eifen, bekleidete m ehrere E h ren äm ter, u. A. auch d as eines ersten W o rth a lte rs (Vorsitzenden) des BürgervorsteherKolleginms von Celle. (Die L i e b e s s p r a c h e des T a s c h e n ­ t u c h e s ) ist sehr entwickelt und weiß fü r die ver­ schiedensten D inge einen p rägnanten Ausdruck zu finden. H ier ihre wesentlichsten F o rm en : D a s Taschentuch an die Lippen drücken bedeutet: B e­ kanntschaft - es gegen die Augen drücken: ich bin tra u rig — es fallen lassen: w ir wollen Freunde sein — es m it beiden Handen drehen: Gleichgiltigkeit — es an ,d ie Backe ziehen: ich liebe Dich — es durch die S an d e ziehen: ich hasse Dich — es au f der rechten Backe lieg en lassen : ja — es auf der linken Backe liegen lassen: nein — es in der linken H and zusam m enrollen: ich liebe einen andern — es zusam m enfalten: ich möchte m it I h n e n sprechen — es über die rechte S ch u lter fla tte rn lassen: folgen S ie m ir — es m it den eutgegeugesetzten Ecken in beiden H änden h alten : w arte n sie auf mich — es über die S tir n ziehen: w ir w erden bewacht — es a n s rechte O h r heben: S ie sind v erän d ert — es auf den Augen ruhen lassen: S ie sind grausam — es um den Zeige­ finger drehen: ich bin v erlobt — es um den dritten Finger drehen: ich bin verheirathet.
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F ra u können sich doch n u r zu I h r e m V ortheil - L Z Z T « Z L G § 8 verändern!" -§ Z IZ , i , , , , , , ( B e d e n k l i c h . ) R ed ak teu r: » I h re n Witzen fehlt es an O rig in alität." — Humoristischer K L 3 !Z ^ v-> -r-i ^-t »-(v-. S chriftsteller: „N a. I h r e r K ritik aber auch; denn dafielbe haben m ir schon mindestens zehn Redakteure L 8 « 8 ' -rr ^s L * '^8 ( B e s t e E m p f e h l u n g . ) Gasthofsbesitzer (zum 2 ^ . neuen Hausknecht): „Verstehen S ie sich aber auch LL a u f's H in au sw erfen ?" — Hausknecht: „D ös /E s .s - m oan l — froin S ö n u r meinen letzten H errn, den h au » selber a m al n ausg'feuert!" 8 § « «r ( D e u t l i c h . ) Karlchen (m it seinem Schwesterchen denn G ro ß v ater g ratu lire n ): „Lieber G ro ß ­ papa. w ir wünschen D ir auch viel Glück zum nähme, und dann geht es fo rt u n te r den brausenden G eb u rtstag e, und M a m a h a t gesagt, wenn D u Lochrufen der Offiziere, die stolz darau f find, den u n s einen T h a le r schenkst, sollen w ir ihn ja nicht Kaiser a ls K am eraden in ih re r M itte gesehen zu verlieren!" haben." ^ E e r u n t r e u u t t g s a f f a r e . ) D ie am 9. Verantwortlich kür den Inhalt: Heinr. Wartmann in Thorn. — n u r echt. w enn direkt ab meinen Fabriken be­ d. M ts . durch den S ta a ts a n w a lt a u s Lüneburg erfolgte V erhaftung des R echtsanw alts Kirchhofs Amtlich« R o ttrn n g e n d er D auziger P rodnkten- zogen — schwarz, weiß und farbig, von 7S ?1g. b is «k. >8,65 p r. M e ter — in den modernsten G e­ rse m Celle erregt überall Aufsehen. Kirchhofs, ein weben. F arb en und Dessins. Ki> jsUsrmsnn ki-aolio von D onnerstag den IS. J u n i 1899. ü r G etreide, Hülsenfrüchte und O elsaaten un0 verrollt las Usus. werden außer den n o tirte n Kreisen 2 M a rk per

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B ek a n n tm a ch u n g . D ie S telle des hiesigen S ta d t­ b a u ra th s ist vakant. B ew erber, welche die P rü fu n g a ls König­ liche Regiernngsbaum eister (für Hoch- oder Tiefbau) bestanden haben und bereits m ehrere J a h r e im S ta a ts - bezw. K om m nnaldienst oder auch in P rivafftellung praktisch beschäftigt w aren, wollen u n ter Einreichung eines kurzen L ebenslaufes und ihrer Q nalisikationsausw eise b is

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1. J n li d. J s . bei dem unterzeichneten V or­ sitzenden der S tadtverordnetenV ersam m lnng melden. D a s G eh a lt der S te lle ist m it Genehmigung des Bezirks­ ausschusses anf 5200 M ark m it S teigerungen von 300 M ark in 3 m al 3 J a h r e n b is 6100 Mk.. sowie eine feste Ncbeneinnahme an Taxgebühre» von 300 M ark pro J a h r festgesetzt. D ie sonstigen Ä nstellungsbedingungen w erden auf Ersuchen an d as B u re a u der S ta d tv e r­ ordnete» - V ersam m lung (H errn S tad tsek retär 8okoeode) postfrei übersandt werden. T horn den 31. M a i 1899. D er Vorsitzende der S ta d t- V e r Z!< ordnetcn-V ersam m lung. S vvtkN v, _________ P r o f e s s o r . _______ _ V1X

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