Die Bedeutung der Ackerunkrautgesellscliaften für die - Zobodat

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Die Bedeutung der Ackerunkrautgesellscliaften für die pflanzengeographische Gliederung West- und Mittelsachsens Teil III Von Gerd Müller Mit. 2 A bbildungen (Eingegangen am 12. M ärz 1963)

VI. E n t w u r f e i n e r G l i e d e r u n g d e s U G i n p f l a n z e n ­ geographische Bezirke A. Allgem eine Übersicht Auf G rund des Vorkom m ens der verschiedenen Segetalgesellschaften, der V erbreitung einzelner charakteristischer A rten und d er um fangreichen B eobachtungen im G elände bzw. hier nicht w iedergegebener K artierungen w urde abschließend der Versuch unternom m en, eine G liederung des UG in segetalsoziologische Einheiten durchzuführen. Diese Einheiten sind als pflan­ zengeographische B ezirke bezeichnet, w eil bei ih rer A bgrenzung auch die E rgebnisse anderer vegetationskundlich-floristischer A rbeiten (Drude 1902, M eusel 1937 bis 1944, 1953/54, 1955, 1955/56, 1960; Meusel und Schubert 1958; Scamoni 1958; M ilitzer 1960 II; P. Schulz und W eber 1960; Jag e 1962; Stricker 1961; W einitschke 1962 u. a.) m it herangezogen w u r­ den. In der Übersicht über die einzelnen Bezirke (S. 286—305) ist jeweils im letzten A bschnitt auf diese allgem einen floristischen und vegetationskundlichen B esonderheiten hingewiesen. Nicht im m er w ar es möglich, bestim m te B ezirke m it dem alleinigen Vor­ kom m en einer bestim m ten Segetalgesellschaft zu charakterisieren, da sich m eh rere Gesellschaften in einem G ebiet gegenseitig überdecken können. So diente oft die vorherrschende Gesellschaft als „Leitgesellschaft“ zur segetalsoziologischen Kennzeichnung des Bezirkes. Auch das V orkom m en bestim m ­ te r U ntergesellschaften spielte oft eine entscheidende Rolle fü r die Ab­ grenzung. Auf diese Weise w urden insgesam t 20 Bezirke ausgeschieden (s. Abb. 32). Das entspricht in der G rößenordnung etw a den von Meusel (1955)1 auf­ gestellten pflanzengeographischen Bezirken (Abb. 33) oder den von Neef und R ichter (1959) bzw. Neef (I960)2 in der naturräum lichen G liederung Sachsens erarbeiteten Landschaftseinheiten (Abb. 3). D am it lag ein Vergleich u n serer E rgebnisse m it diesen beiden neuesten G liederungen sehr nahe.3 1 In diesem A bschnitt w e ite rh in n u r als M eusel zitiert. 2 B eide A rb e ite n zusam m engefaßt in diesem A b sch n itt w eiterh in n u r als Neef zitiert. 3 In einzelnen F ällen w u rd e auch zu an d e ren G liederungen S tellu n g genom m en, so z. B. zu den N atu rb ed in g ten L andschaften in Schultze (1955), die von ein er sächsischen R egionalkom m ission e ra rb e ite t w u rd en , d ere n L eiter ebenfalls Prof. Dr. N eef w ar.

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A bb. 32. E n tw u rf e in e r G lie d e ru n g d es UG in p fla n z e n g e o g ra p h isc h e B e zirk e a u f se g e ta lso z io lo g isc h e r u n d flo ris tis c h e r G ru n d la g e A u en g eb iete M ittelgebirgsvorländer M ittelsäch sisch es E lb e g eb iet V II A E lste r-A u e M ittelsäch sisch es M uldegebiet V III B ' M u ld e n -A u e O beres P le iß e g e b ie t IX C T o rg a u -R ie s a e r E lb tal O stth ü r. B u n ts a n d ste in g e b ie t X D D re s d e n e r E lb ta l M ittelgebirgsgebiete (niedere Stufe) A ltd ilu vialgeb iete XI E lb s a n d s te in g e b irg e I D ü b e n -D a h le n e r H eide X II V o g tlan d A ckerebenen u nd -h ü gelgebiete X III N ie d e re s W esterzg eb irg e II L e ip z ig e r A ck erlan d X IV N ie d e re s O ste rzg e b irg e III P e g a u -W e iß e n fe lse r A c k e rh ü g e lla n d M ittelgebirgsgebiete (obere Stufe) IV B o rn a -A lte n b u rg e r A c k e rh ü g e lla n d XV O beres W esterz g eb irg e V G rim m a -O s c h a tz e r A c k e rh ü g e lla n d X VI O beres O ste rzg e b irg e VI L o m m a tz s c h e r A c k e rh ü g e lla n d

W ir sind uns dabei bew ußt, daß die theoretische Möglichkeit von Ü ber­ einstim m ungen m it der von Meusel in Vorschlag gebrachten Einteilung w eitaus größer sein-m üßte als m it der von Neef gegebenen, da unser vegetationskundlich-floristisches Gliederungsprinzip m it dem Meuselschen w eit­ gehend übereinstim m t, w ährend Neef seiner Einteilung einen ganzen Komx plex von G eofaktoren — die Vegetation eingeschlossen — zugrunde legt. Mit ' Recht betont aber Meusel (p. 638), „daß viele der bisher vorliegenden Glie­

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derungen in natürliche Landschaften noch bevorzugt auf G rund der B etrach­ tu n g geom orphologischer Tatsachen entw ickelt w urden (vgl. auch Ellen­ berg 1954, p. 82). Sie berücksichtigen zum eist zu wenig, daß die P flanzen­ decke ein außerordentliches subtiles Reagens auf eine Sum m e von edaphischen und klim atischen F aktoren ist . . Es m uß aber berücksichtigt w erden, daß die Meuselsche G liederung n u r einen E n tw u rf darstellen soll, der in m anchen Teilen, w ie die A rbeit von W einitschke (1962) zeigt, durchaus verbesserungsfähig ist, besonders da, wo K artierungslücken vorhanden sind. Auch die A usw ahl der zur A usw ertung herangezogenen k a rtie rte n P flanzenarten, in der bis jetzt n u r w enige Segetalpflanzen enthalten sind, kann das Ergebnis ungünstig beeinflussen, so vor allem bei den landw irtschaftlich in intensivster Weise genutzten Gebieten. Die folgenden A usführungen sollen vorerst einem Vergleich der G rund­ gliederung des G ebietes gew idm et sein. Im Anschluß daran ist der Versuch unternom m en worden, eine kurze B eschreibung der einzelnen pflanzengeo­ graphischen Bezirke zu geben, wobei allerdings n u r bestim m te Besonder­ heiten hervorgehoben w erden konnten. Bei der G rundgliederung des G ebietes ließen sich folgende G ruppen von B ezirken aufstellen: 1. A uengebiete 4. M ittelgebirgsvorländer 2. A ltdiluvialgebiete 5. M ittelgebirgsgebiete 3. Ackerebenen und -hügelgebiete Das entspricht im wesentlichen der E inteilung von Meusel, n u r sind hier die B ördegebiete (D-Landschaften) und Teile der H ügelgebiete (C-Landschaften) von Meusel in der G ruppe „Ackerebenen und -hügelgebiete“ aus beA bb. 33 D ie p fla n z e n g e o g ra p h i­ sc h en B e z irk e M ittel­ d e u ts c h la n d s nach M eu sel 1955 (A us­ sch n itt) B e zeich n u n g d e r B e z irk e d es U G : A. M ittelg eb irg e V a) H o h es E rz g e b irg e V b) W e ste rz g e b irg e V c) O ste rz g e b irg e B. M itte lg e b irg sv o rlä n d e r I O b e rsa a le -O b e re ls te rla n d II a) W estlich es E rz g e b irg s­ v o rla n d II b) ö s tlic h e s E rz g e b irg sv o rla n d I I c) E lb s ta n d ste in g e b irg e C. H ü g e lg e b ie te O stth ü rin g isc h e s B u n tV e) sa n d s te in la n d V II a) P le iß e -H ü g e lla n d V II b) M u ld e -H ü g ellan d V II c) N o rd sä c h sisc h e s H ü g e lla n d D. B ö rd e g e b ie te b) K ö th e n e r A c k e rla n d c) L e ip z ig e r A c k e rla n d E. A u en II E ls te r-L u p p e -A u e lila ) D re sd e n -R ie sa e r E lb ta l I II b) T o rg a u -W itite n b e rg e r E lb ta l

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stim m ten, sp äter noch zu erläuternden G ründen zusamm engefaßt. Außerdem ist die A bgrenzung der einzelnen Zonen gegenüber der D arstellung bei Meusel verschoben, so daß die einzelnen Bezirke bestim m ter Landschafts­ gruppen sich in den beiden D arstellungen nicht zu entsprechen brauchen. Neef u n terteilt n u r in Flachland, Gefildezone und M ittelgebirgszone, wobei die Gefildezone im wesentlichen m it unseren Ackerhügelgebieten übereinstim m t, und die M ittelgebirgszone die M ittelgebirgsvorländer m it einschließt. Das Flachland enthält dann den G roßteil unserer Auen, die A ltdiluvialgebiete und die Ackerebenen. Die einzelnen G rundlandschaften können wie folgt charakterisiert und abgegrenzt w erden: 1. Auengebiete (Abb. 32, Bezirke A bis D) Die ausgeschiedenen Auen sind durch das vorwiegende A uftreten der Rorippa silvestris — Chenopodium polysperm um -Assoziation gekennzeichnet, die im UG als Ersatzgesellschaft des Stieleichen-Eschen-Ulmen-Auwaldes auf­ zufassen ist. In Ü bereinstim m ung m it Meusel w urden n u r diejenigen A uen­ gebiete ausgesondert, die sich von ih rer Um gebung floristisch bzw. sozio­ logisch deutlich unterscheiden. In einigen Fällen geht aber die Abgrenzung etw as ü b er die von Meusel gegebene G liederung hinaus. So w urde die M ulden-A ue etwa ab W urzen als selbständige Einheit behandelt und die E lster-L uppen-A ue als Elster-A ue südlich bis Zeitz verlängert. Die Elbe-Aue des UG u m faß t zwei getrennte Teile: das Torgau-R iesaer-Elbtal und das D resdner Elbtal. In dieser Hinsicht ist es von Interesse, daß die von Weinitschke (1962) aufgeführten, die w eiteren Auengebiete kennzeichnenden A rten von boreom eridional - subkontinentalen W asserpflanzen (A rtengruppe 6: B utom us um bellatus, Ranunculus lingua, Stratiotes aloides, Salvinia natans, Trapa natans, Hottonia valustris, Hydrocharis morsus-ranae) sowohl die M ulden- als auch die Elster-A ue in einer unserer Abgrenzung sehr ähnlichen M arkierung wiedergeben. Dam it zeigt sich hier eine floristische B estätigung unserer segetalsoziologischen Ergebnisse. 2. A ltdiluvialgebiete (Abb. 32, Bezirk I) Diese G roßlandschaft wird im UG n u r durch den südlichen Teil eines Bezirkes (D üben-D ahlener Heide) vertreten. Kennzeichnend ist die sonst im UG kaum noch vorkom m ende Teesdalia nudicaulis — Arnoseris m inim a-Asso­ ziation, die allerdings nicht die allein auftretende Segetalgesellschaft des Bezirkes ist. In der A bgrenzung befinden w ir uns w eitgehend in Übereinstim m ung m it der G liederung von Meusel. Das Gebiet ist floristisch vor allem durch das V orhandensein von atlantischen und borealen Florenelem enten gekenn­ zeichnet (s. W einitschke 1962). N ähere Angaben finden sich bei der Be­ schreibung des Bezirkes. 3. Ackerebenen und -hügelgebiete (Abb. 32, Bezirke II bis VI) Nach Meusel gehören von unseren Bezirken das Leipziger Ackerland, das Pegau-W eißenfelser Ackerhügelland und ein großer Teil des B ornaA ltenburger Ackerhügellandes noch zu den Bördegebieten.

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W einitschke (1962) w eist darauf hin, daß die O stgrenze der M euselschen B ördelandschaft, die durch die alleinige V orherrschaft kontinentaler E lem ente ch arakterisiert is t,' w eiter westlich verläuft. Das entspricht auch u n serer Ansicht, denn nach den vorliegenden Ergebnissen v erlä u ft eine klare T rennungslinie d er Gesellschaften (Euphorbio-M elandrietum zu Alchem illoM atricarietum ) auf der schon von A. Schulz (1914) angegebenen W asser­ scheide zwischen Saale und W eißer Elster. W ährend westlich dieser Linie die kontinentalen F lorenelem ente einen stärk eren Einfluß haben, gew innen östlich davon die atlantisch-subm editerranen der G naphalium uliginosum und A pera spica-venti-G ruppe an B edeutung. D er Bezirk III (Pegau-W eißenfelser Ackerhügelland) w äre also den in dieser Beziehung gleichartigen th ü ­ ringischen und sachsen-anhaltinischen B ezirken anzuschließen. Er trä g t aller­ dings großenteils nicht Börde-, sondern H ügelcharakter, so daß w enigstens der südliche Teilbezirk den Hügelgebieten angeschlossen w erden m ußte. Die Sonderstellung des nördlichen Teiles w ird bei der Besprechung des Bezirkes erläu tert. Von den östlich d aran anschließenden sächsischen B ezirken nim m t das Leipziger A ckerland in vieler Beziehung eine Sonderstellung ein. Es besitzt noch E benencharakter und ist durch die m eist schweren Geschiebelehm böden von den lößbedeckten H ügellandschaften unterschieden. Neef w eist eben­ falls auf die B esonderheiten dieses G ebietes hin, w enn auch seine A bgrenzung nicht u n serer entspricht. Die Südgrenze der A ckerhügelgebiete w ird durch die V erbreitungsgrenze der Matricaria cham omilla-Rasse des Alchem illo-M atricarietum m arkiert. Lediglich im O stteil des UG erstreckt sich das Vorkom m en dieser Gesell­ schaft noch in einem schmalen S treifen entlang des Elbtales bis in das G ebiet von P irna, so daß der Bezirk VII, das Elbegebiet, eine v erm ittelnde Stellung zum H ügelland einnim m t. Bis auf geringe Abweichungen entspricht also unser A ckerhügelland in seiner A bgrenzung der sächsischen Gefildezone von Neef, w ährend bei M eusel unsere M ittelgebirgsvorländer m it in die H ügelgebiete (C-Landschaften) eingeschlossen sind. 4. M ittelgebirgsvorländer (Abb. 32, B ezirke VII bis IX, (X)) Die allm ähliche A bdachung des Erzgebirges nach N bew irk t einen w esent­ lich stärk eren m ontanen Einfluß auf das Vorland, als dies bei jenen G ebirgen d er F all ist, die sich schichtstufenartig aus der Landschaft herausheben. Des­ halb gestaltet sich die G liederung dieser G ebiete auch schwieriger. W ährend M eusel den m ittleren und w estlichen Teil noch zu den Hügelgebieten rech­ net, bezeichnet Neef unsere B ezirke VIII und IX (die A bgrenzungen ent­ sprechen sich etwa) als Erzgebirgsvorland. Schultze (1955) rechnet einen Teil zum Sächsischen H ügelland, den anderen zum Sächsisch-Thüringischen M ittelgebirgsgürtel. W einitschke (1962) w eist d arau f hin, daß bei dem M euselschen Sächsischen H ügelland kaum U nterschiede zum B ergland zu beobachten sind. W egen der boreal-m ontanen Einflüsse und der ü b er die colline Stufe hinausgehenden H öhenlage haben w ir diese B ezirke (VII bis IX) als M ittel­ gebirgsvorländer bezeichnet. Sie sind einheitlich segetalsoziologisch gekenn-

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zeichnet durch das A uftreten der Matricaria m aritim a-Rasse des AlchemilloM atricarietum, deren nördliche und südliche V erbreitungsgrenze zugleich m it den entsprechenden Grenzen der Bezirke VIII und IX übereinstim m t. Über die Ü bergangsstellung des Elbegebietes (Bezirk VII) w ar schon im vorigen A bschnitt berichtet worden. Auch der Bezirk X nim m t eine Sonderstellung ein, die w ir aus unserem Gesichtswinkel n u r bedingt zu beurteilen vermögen. Auf alle Fälle ist er entw eder als gesonderter Bezirk oder n u r als Teilgebiet dem thüringischen Raum zuzuordnen. 5. M ittelgebirgsgebiete (Abb. 32, Bezirke XI bis XVI) Die vorhandenen unterschiedlichen Auffassungen in bezug auf die Ab­ grenzung der sächsischen M ittelgebirgsgebiete weisen ebenso wie bei den M ittelgebirgsvorländern auf die Schwierigkeiten der Gliederung dieser Be­ zirke hin. Neef rechnet das Erzgebirge, das Erzgebirgsvorland, das Vogtland und das Elbsandsteingebirge zur M ittelgebirgszone. Meusel bezeichnet nur das Hohe Erzgebirge, das W esterzgebirge und das Osterzgebirge (AVa—c) als zum M ittelgebirge gehörig; das entspricht etwa unseren Bezirken XV und XVI. Bei Schultze (1955) ist das Vogtland m it einbezogen, das Elb­ sandsteingebirge aber ausgeklam m ert. U nsere Gliederung, die sich fast ausschließlich auf die V erbreitung be­ stim m ter Segetalgesellschaften stützt, folgt weitgehend der Ansicht von Neef. N ur das Erzgebirgsvorland ist aus der G roßlandschaft der M ittel­ gebirgsgebiete ausgegliedert. Aber Elbsandsteingebirge und Vogtland sind eingeschlossen. Das G ebiet läßt sich noch einm al in eine niedere und höhere Stufe glie­ dern. Dabei en th ält die niedere Stufe im wesentlichen die Bezirke, die bei Meusel zu den M ittelgebirgsvorländern gerechnet w erden; die obere Stufe entspricht dem eigentlichen Erzgebirge von Meusel, wenn auch unsere A bgrenzung nicht so geradlinig verläuft. Die u n tere Stufe ist m eist gekennzeichnet durch die Galeopsis tetrahitRasse der Alchem illa arvensis-Matricaria chamomilla-Assoziation. Tm Vogt­ land und teilw eise auch im Osterzgebirge tritt die Aeihusa cynapium Galeopsis tetrahit-Assoziation hinzu. Das Elbsandsteingebirge macht insofern eine Ausnahm e, weil in seinem unteren Teil noch die Matricaria m aritim aRasse des Alchemillo-M atricarietum vorkom m t, w ährend im höchsten Teil schon die Viola tricolor-Rasse des Holco-Galeopsetum auftritt. Diese Asso­ ziation ist auch die allein vorkom m ende Gesellschaft der oberen S tufe des M ittelgebirgsgebietes. In den höchsten Gebieten kann auch die Typische Rasse des Holco-Galeopsetum vorhanden sein. Vielleicht ist das ein H inw eisdarauf, daß ähnlich wie bei Meusel noch ein Bezirk des hoben Erzgebirges aus­ geschieden w erden kann. Wir haben dieser Möglichkeit hier noch picht Rech­ nung getragen. Zusam m enfassend läßt sich nach diesen Vergleichen feststellen, daß sich neben Ü bereinstim m ungen m it der pflanzengeographischen Gliederung von Meusel und der naturräum lichen Gliederung von Neef auch einige Ab­ w eichungen von beiden Einteilungen ergeben. Dabei ist bem erkensw ert, daß , die Ü bereinstim m ungen in der A bgrenzung der Bezirke m it der Meuselschen G liederung dort am größten ist, wo die entsprechenden Landschaften

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noch relativ natürliches Pflanzenkleid tragen, näm lich im M ittelgebirge, M ittelgebirgsvorland und im AltdiluviaM ebiet. In der intensiv genutzten A ckerlandschaft der H ügelgebiete und Ebene, wo der A nteil der relativ natürlichen Vegetation sehr gering ist, bestehen die größten Abweichungen zur M euselschen G liederung und stärk ere Ü bereinstim m ungen m it der Ein­ teilung von Neef. B. Übersicht ü b er die einzelnen Bezirke 1. Elster-A ue (Bezirk A) v/ 7 a) Lage und Begrenzung D er h ier ausgeschiedene Bezirk um faßt nicht n u r das G ebiet der E lsterLuppe-A ue von Meusel, sondern erstreckt sich südlich von Leipzig noch bis Zeitz. Auch die Pleiße-A ue bei Leipzig ist m it in den Bezirk einbezogen worden. b) Segetalsoziolcgische C harakterisierung Die kennzeichnende Segetalgesellschaft ist die Rorippa silvestris-C henopodium p o lysperm um -Assoziation, die im vorliegenden B ezirk-vorw iegend in der M elandrium noctiflorum -Subassoziation vorkom m t. An den R andgebieten der Aue findet sich m eist die Oxalis slricta-AF der Euphorbia exigua-M elandrium noctiflorum -Assoziatiou. Inn erh alb des Gebietes läß t sich noch eine G liederung in einen stärk er ko n tin en tal getönten nordw estlichen und einen geringer kontinentalen süd­ östlichen Teil erkennen. So w ird die im südlichen Teil dom inierende M atricaria m aritim a-AF des Rorippo-C henopodietum polysperm i im NW von Leip­ zig von der Typischen AF abgelöst, der die bodenfrische- und krum enfeuch­ tigkeitsliebenden A rten der Matricaria m aritim a-, der G naphalium uliginosum - und der Polygonum hydropiper-G ruppe fehlen. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkm ale Wie schon in der allgem einen Übersicht erw ähnt w urde, ist das Vor­ kom m en einiger boreom eridional-subkontinentaler W asserpflanzen fü r das gesam te ausgeschiedene Gebiet sehr charakteristisch (s. W einitschke 1962, Abb. 6). Auch das A uftreten einiger gem äßigt-kontinentaler A rten der wechselfeuchten W iesenvegetation und einiger W aldsteppenelem ente ist be­ sonders fü r den nördlichen Teilbezirk sehr bezeichnend (s. hierzu z. B. die V erbreitungskarten m itteldeutscher Leitpflanzen bei Meusel 1955/561 von A lliu m angulosum, Filipéndula hexapetala, Euphorbia palustris, Peucedanum officinale). 2. M ulden-A ue (Bezirk B) a) Lage und Begrenzung Entgegen den G liederungen von Meusel, Neef und Schultze (1955) haben w ir die b reite M ulden-A ue ab W urzen als einen besonderen Bezirk ausgeschieden. Sie w urde bisher entw eder in die D üben-D ahlener Heide (Meusel, Schultze) oder in das Leipziger Land eingegliedert (Neef). 1 Im folgenden T e x t ab g ek ü rzt VK M. m it Jah reszah l.

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b) Segetalsoziologische C harakterisierung K ennzeichnende Gesellschaft ist das Rorippo-Chenopodietum polyspermi, und zw ar vorw iegend als Typische Subassoziation der Matricaria m aritim aAF. Im G ebiet von E ilenburg fiel das hochstete Vorkom m en von A nthem is cotula besonders auf. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkmale A uf die C harakterisierung des Muldegebietes durch einige boreom eridional-subkontinentale W asserpflanzen (s. W einitschke 1962) w urde bereits hingewiesen. Auch Jage (1962) macht auf einige wichtige U nter­ schiede aufm erksam , die das M uldegebiet gegenüber der D üben-D ahlener Heide aufweist. 3. Torgau-R iesaer Elbtal (Bezirk C) a) Lage und Begrenzung Das h ier dargestellte Torgau-R iesaer Elbtal ist verm utlich n u r ein Teil-, bezirk des von Meusel ausgesdiiedenen. Torgau - W ittenberger Elbtals (E III b). Die Südgrenze unseres Bezirkes liegt etwas südlicher als bei Meusel, näm lich südöstlich Riesa bei Hirschstein, wo die Elbe aus dem E ngtal des G ranitgebietes heraustritt. Diese Grenze w ählen auch Schultze (1955) und Neef fü r aber ansonsten unterschiedlich zusamm engesetzte Land­ schaften (Südliche Eibaue Sch., Elbetiefland unterhalb Riesa-N.). b) Segetalsoziologische C harakterisierung Die Leitgesellschaft dieses Gebietes ist das Rorippo-Chenopodietum poly­ sperm i (s. K öhler 1962). Auf den sandigen Flächen kann die Subassnziation von Scleranthus annuus stärker verbreitet sein. Daneben ist der Einfluß der kontinentalen Florenelem ente spürbar, wenn auch nicht in gleichem Maße w ie in der Elster-Luppen-Aue. So ist z. B. M elandrium noctiflorum w esent­ lich seltener. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkmale Auch die nichtsegetale Vegetation weist im Bezirk eine kontinentale Tönung auf. So kommen z. B. auf den Elbdünen und auf den A ckerrainen E lem ente der H ügelsteppen vor, w ie z. B. Scabiosa ochroleuca (VK M. 1955/56), E ryngium campestre (VK M. 1955/56) und A llium scorodoprasum (VK M. 1960). Auch die A rten des subkontinentalen Eichenmischwaldes und einige subkontinentale W asserpflanzen sind im Gebiet vertreten (s. Wei­ nitschke 1962, G ruppen 4 und 6). 4. D resdener Elbtal (Bezirk D) a) Lage und Begrenzung D ieser Bezirk entspricht zum Teil dem D resden-Riesaer Elbtal von M eusel (1955). E r um faßt aber lediglich die Elbtalw eitung zwischen Meißen und Pirna, wobei auf der K arte n u r der zum UG gehörende Teil éíngezeichnet ist. Die Terrassen (ausgenommen jungdiluviale Flußablagerungen) sind den jeweils benachbarten Bezirken eingegliedert worden, ebenso die Engtal­ strecke der Elbe zwischen Meißen und Hirschstein.

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b) Segetalsoziologische C harakterisierung Leitgesellschaft ist w ie in allen A uenbezirken das Rorippo-Chenopodietu m polysperm i. Ü ber das V orkom m en bestim m ter U ntereinheiten läßt sich m angels geeigneten A ufnahm em aterials ncch nichts Endgültiges m itteilen. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkm ale Obwohl sich durch das V orhandensein x ero th erm er subkontinentaler E lem ente (Scabiosa ochroleuca, E ryngium campestre, A llium scorodoprasum u. a.) Ü bereinstim m ungen m it dem Torgau-R iesaer E lbtal ergeben, ist doch der Einfluß borealer bzw. subm ontaner Elem ente hier so stark, daß eine A btrennung des D resden-R iesaer Elbtals schon dadurch gerechtfertigt ist. So charakterisieren vor allem die A rten der G ruppe 15 bei W einitschke (1962), boreal-boreom eridional m ontane Bergpflanzen und östliche B erg­ pflanzen, den Bezirk. H undt (1958, p. 152) weist d arau f hin, daß auch das G rünland oberhalb D resdens durch einen leicht m ontanen Einschlag aus­ gezeichnet ist. 5. D üben-D ahlener Heide (Bezirk I) a) Lage und B egrenzung Zwischen den beiden großen F lußtälern der Elbe und der vereinigten M ulde erstreckt sich die A ltdiluviallandschaft der D übener und D ahlener Heide. Beide w erden m it d er sich westlich der Mulde erstreckenden Prellheide als ein einheitlicher Bezirk behandelt. So verläuft die A bgrenzung äh n ­ lich derjenigen von Neef, der im w esentlichen auch m it der von Meusel übereinstim m t, vorausgesetzt, daß das M uldetal ausgeklam m ert wird. D er Bezirk setzt sich w ahrscheinlich nach N bis zum E lbtal zwischen W ittenberg und Dessau außerhalb des UG fort; w enn auch eine U ntergliederung in einen zum M itteldeutschen Trockengebiet verm ittelnden w ärm eren NW -Teil und einen zum Oschatzer H ügelland überleitenden kühleren SO-Teil möglich ist (vgl. Jag e 1962). b) Segetalsoziologische C harakterisierung D er Bezirk ist durch drei verschiedene Segetalgesellschaften charakteri­ siert. An den ärm sten S tandorten dom iniert die Setaria glauca-Rasse des Teesdalio-Arnoseretum , die im UG (bis auf wenige E lbtalstandorte) n u r hier v erb reitet ist. A uf den etwas besseren sandigen Böden gedeiht die Setaria glauca-Rasse des Alchem illo-M atricarietum , die hier ihre H auptverbreitung besitzt, und auf den lehm igen Böden kom m t auch die Matricaria chamomillaRaSse des Alchemillo-M atricarietum, vor. _ Bezeichnend ist der Reichtum an atlantischen bzw. subatlantischen F loren­ elem enten, der nirgends so stark in der Segetalflora ausgeprägt ist wie indiesem Bezirk, w enigstens im SO-Teil. Arnoseris m inim a (VK Jage 1962), Teesdalia nudicaulis, Alchem illa microcarpa, O rnithopus perpusillus, A nthoxa n th u m puelii (VK Jage 1962), Holcus mollis, Spergula vernalis und die K rum enfeuchtezeiger Illecebrum verticillatum (VK Stricker 1961), Radiola linoides und Juncus capitatus sind einige Beispiele dafür.

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A ndererseits ist auch auf das Vorkom m en von A rten m it kontinentaler V erbreitungstendenz hinzuweisen. Hier sind z. B. Setaria glauca, Setaria viridis und Veronica dillenii zu nennen. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkmale In der übrigen V egetation des Bezirkes lassen sich gleichartige Tendenzen nachweisen. Dabei ist zu beobachten, daß sich die w ärm eliebenden Elem ente im W estteil des Gebietes häufen, wo kiefernreiche Eichen-Hainbuchen-W älder die natürlichen W aldgesellschaften sind, w ährend im zentralen und südöst­ lichen Teil subatlantische Elem ente im Bereich des natürlichen Hainsim senEichen-Buchen-W aldes einen V erbreitungsschw erpunkt besitzen (s. Jage 1962 und S tricker 1961). Einige A rten m it borealer bzw. subborealer V erbreitungstendenz wie z. B. Vaccinium oxycoccus (VK Stricker 1961), Comarum palustre, Drosera rotundifolia (VK M. 1953/54), Calla palustris (VK M. 1960), Viola palustris, Eriophorum vaginatum (VK M. 1953/54) sind auch vorwiegend auf den zen­ tralen und SO-Teil der D übener Heide beschränkt. Das m ontane Florenelem ent ist ebenfalls vorhanden. Es macht sich z. B. bem erkbar durch das A uftreten von Sam bucus racemosa, Dryopteris oreopteris, Arnica montana, Senecio fuchsii (VK dieser A rten bei Stricker 1961 und Jag e 1962) und Luzula luzuloides (VK Jag e 1962). Die B egründung fü r das gehäufte Vorkom m en der genannten Floren­ elem ente w ird einm al in den von diesen A rten bevorzugten podsoügen Böden zu suchen sein, die im Bezirk der vorherrschende Bodentyp sind. Zum anderen spielen aber auch klim atische Ursachen eine Rolle, auf die z. B. Neef und Stricker (1961) aufm erksam machen. Obwohl die Jahressum m e der Niederschläge n u r zwischen 540 und 600 m m liegt, ist die Luftfeuchtigkeit durch die große A nzahl von Nebeltagen relativ hoch. Auch die große Ver­ dunstungsfläche der Moore und feuchten N iederungen w ird sich auf das Lokalklim a entsprechend auswirken. \

6. Leipziger Ackerland (Bezirk II)

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a) Lage und Begrenzung Zwischen dem M itteldeutschen Trockengebiet und dem sächsischen MuldeH ügelland liegt verm ittelnd das Leipziger Ackerland, ein Gebiet, das im wesentlichen geprägt w ird von den G rund- und Endm oränen der Saaleeiszeit. Schwere, k alte Geschiebelehme (häufig als B raunerde-Pseudogley ausgebil­ det) und auf den Endm oränenkuppen lehm ig-kiesige Sande charakterisieren die Böden. An m anchen Stellen finden sich auch geringm ächtige äolische Decken, die aber n u r selten die Bodeneigenschaften des darunter befind­ lichen M aterials nicht zur W irkung kom m en lassen. Die bisherigen landschaftlichen bzw. pflanzengeographischen G liederun­ gen lassen keine Ü bereinstim m ung m it der hier durchgeführten Begrenzung des Bezirkes erkennen, sind aber auch untereinander sehr uneinheitlich. Z w ar ist m an sich im allgem einen darüber im klaren, daß dieses Gebiet eine Sonderstellung einnim m t, zieht aber oft die Grenzen an der T rennlinie der verschiedenen Bodenarten, obwohl oft ganz unterschiedliche B odentypen vor­ liegen, die u. U. eine größere W irkung auf die V egetation ausüben können.

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W ährend z. B. die W estgrenze auf unserer K a rte vorw iegend der T rennlinie zwischen Schw arzerden bzw. . schw arzerdeähnlichen Böden und B raun­ erden folgt, v erläu ft sie bei Neef und Schultze (1955) südlich der ElsterLuppen-A ue westlich bis zur Saale. Bei Schultze fü h rt sie sogar nördlich der Elster-L uppen-A ue bis in den R aum von H alle-B rehna. A uf der Übersichts­ k a rte der natürlichen W uchsgebiete Sachsens von V ater und K rauss (1928) geht die westliche Grenze sogar noch ü b er Halle hinaus. A nsonsten entspre­ chen die h ier w iedergegebenen G renzen w eitgehend den von Neef gegebenen, m it A usnahm e der in unserer B etrachtung als selbständige Einheiten auf­ gefaßten B ezirke der M ulden- und Elster-A ue. Meusel rechnet den nördlichen Teil unseres Bezirkes noch zum K öthener Ackerland. Sein Leipziger A ckerland südlich von Leipzig en th ält w esentliche Teile unseres Lößhügellandes von Pegau-W eißenfels und B orna-A ltenburg. b) Segetalsoziologische C harakterisierung C harakteristisch fü r unseren Bezirk ist als Segetalgesellschaft die M atricaria cham omilla-Rasse des Alchem ülo-M atricarietum . Ih re G renze nach W ist zugleich die westliche Begrenzung des Bezirkes. Dabei herrscht auf den vorw iegend schweren Böden die A trip le x paiuZa-Subassoziatiohsgruppe vor. Besonders im w estlichen Teil m acht sich noch der Einfluß des M itteldeutschen Trockengebietes geltend, so daß die w ärm ehebende A rten enthaltende Sub­ assoziation von M elandrium noctijlorum v erb reitet ist. A ndererseits finden w ir häufig eine oberflächliche V ersauerung, die sich durch das A uftreten der Scleranthus annuus-Subassoziation und einer reichen G arn itu r von K rum enfeuchtezeigern (allerdings ohne die subatlantische Illecebrum verticülatum -Gruppe) dokum entiert, wobei der Schw erpunkt der V erbreitung dieser A rten im Osten des Gebietes liegt. Infolge der häufig staunassen Böden kom m t reichlich die M entha-V ariante vor. Sie ist besonders verbreitet auf den erst w ährend der deutschen Kolonisation u rb a r gem achten schweren Geschiebelehmböden. Auf den sandigen E ndm oränenkuppen und an S- und W -exponierten F lußterrassen kann im Bezirk auch die Setaria grZauca-Rasse des Alchem üloM atricarietum Vorkommen. Jedoch ist sie nicht so sta rk v erb reitet wie im G ebiet der D üben-D ahlener Heide. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkm ale Die R andlage zum M itteldeutschen Trockengebiet b ringt es m it sich, daß im Leipziger A ckerland eine A rm ut an borealen bzw. atlantischen Floren­ elem enten herrscht, zum al da vorw iegend nährstoffreiche, kaum gebleichte B raunerden als B odentypen vorhegen. N ur w enige d er fü r die benachbarte D übener Heide so charakteristischen A rten haben vereinzelte S tandorte im Leipziger Gebiet. Auch die subm ontanen Elem ente erreichen nicht, von ver­ einzelten V orpostenstandorten m ancher A rten abgesehen, das Leipziger Ackerland. Die stärk e r w ärm ehebenden (kontinentalen oder subm editerranen) Florenelem ente sind entw eder vorw iegend auf die w echseltrockenen Auwiesen der E lster-L uppen-A ue oder auf G renzstandorte am W estrand des Bezirkes, besonders auf das in dieser Hinsicht berühm te Bienitzgebiet, beschränkt.

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H ierzu zählen z. B. G eranium sanguineum (VK M. 1955, 56), C hrysanthem um corym bosum (VK M. 1955/56), Scabiosa ochroleuca (VK M. 1955/56), Scabiosa canescens (VK M. 1944), Potentüla alba (VK M. 1944), Peucedanum cervaria, Peucedanum officinale (VK M. 1955/56), Prunella grandiflora, Eryngium cam pestre (VK M. 1955/56). So ist die V egetation des Bezirkes aus A rten zusammengesetzt, die eine m eist allgem ein europäische V erbreitung m it schwach kontinentaler oder subatlantischer V erbreitungstendenz aufweisen. Die Leitgesellschaft der natürlichen V egetation ist ein Stieleichen-H ainbuchen-W interlinden-W ald, in dem in der Feldschicht besonders Carex brizoides, Poa nemoralis, Convallaria majalis, R ubus fruticosus coli, spec., Hieracium silvaticum, Hieracium lachenalii, Hieracium sabaudum und Hieracium laevigatum auffallen. An feuchten, nährstoffreichen S tandorten trete n Bergahorn, Esche, Erle und Feldulm e neben einer reichen Strauch- und Feldschicht auf. Auf den trocke­ nen E ndm oränenkuppen findet m an vielfach die K iefer angepflanzt. Sie d ü rfte im Bezirk nicht ursprünglich sein und steht m eist an Stelle eines Stieleichen-Birken-W aldes. Ebenso verhält es sich an den wechselfeuchten Pseudogley-Standorten, wo der W ald m eist durch den reichen Unterwuchs von Molinia coerulea und R ubus fruticosus ausgezeichnet ist. C harakteristisch fü r das Leipziger A ckerland ist außerdem das w eitgehende Fehlen der Rot­ buche, das auf die N achbarschaft zum M itteldeutschen Trockengebiet hin­ weist, und das Z urücktreten der Traubeneiche gegenüber der Stieleiche, der die wechselfeuchten Böden besser Zusagen. 7. Pegau-W eißenfelser Ackerhügelland (Bezirk III) ^■ a) Lage und Begrenzung Westlich der schon genannten Florenlinie von A. Schulz, die gleich­ bedeutend m it der W asserscheide zwischen Saale und W eißer E lster ist, liegt der südöstliche R and der m itteldeutschen Schwarzerdezone. Durch seinen sonst im UG nicht w iederkehrenden Bodentyp ist dieser Bezirk, das PegauW eißenfelser A ckerhügelland, besonders gekennzeichnet. Die Grenze der Schw arzerde zu r B raunerde im Osten und Süden bildet zugleich auch die G renze zum Leipziger Land, der E lsteraue und dem Ostthüringischen B unt­ sandsteinbezirk. Ob im W esten die Grenze des UG auch gleichzeitig die Grenze des Bezirkes darstellt, kann nicht entschieden werden. Fraglich ist auch, ob die Gebiete östlich H alle m it in den Bezirk einbezogen w erden können, w ie es liier provisorisch geschehen ist, weil sich segetalsoziologisch keine wesentlichen U nterschiede feststellen ließen. Meusel rechnet den Südteil des Bezirkes m it zum „Leipziger A ckerland“ (De), den Nordteil nördlich der E lster-L uppen-A ue zum „K öthener A ckerland“ (Db). Bei Neef ist der süd­ liche Teil dem „A ltenburger Lößgebiet“ zugeordnet w orden; das Geschiebe­ m ergelgebiet um Lützen gehört bei ihm zum „Leipziger L and“ (s. Abb. 2). b) Segetalsoziologische C harakterisierung Die Leitgesellschaft der Pegau-W eißenfelser Pflege ist die Euphorbia exigua-M elandrium noctiflorum -Assoziation, die vorw iegend in der Typischen ' Subassoziation oder der Subassoziation von Scleranthus annuus auf tritt. Durch das V orhandensein fast aller A rten der M elandrium noctiflorum -

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G ruppe ist das subm editerrane und subkontinentale Florenelem ent in bem er­ kensw ertem M aße an der Zusam m ensetzung der Segetalvegetation beteiligt. Allerdings sind stärk e r kontinentale Elem ente w ie z. B. Descurainia sophia und Camelina microcarpa als A ckerunkräuter noch selten. Sie sind erst im Z entrum des M itteldeutschen Trockengebietes häufiger. In feuchten Senken und am R ande der E lsteraue tr itt die AF von Oxalis stricta auf, die auch als w ichtiger Hinweis auf die R andlage des Bezirkes zum M itteldeutschen Trockengebiet aufgefaßt w erden kann. Sie d ü rfte w eiter nordw estlich seltener w erden. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkm ale Da das Gebiet einen äußerst geringen W ald- und G rünlandanteil aufweist, w ird m an bei der A bgrenzung vorw iegend n u r auf die V erbreitung der Segetal- und R uderalpflanzen angew iesen sein. Auch die Zusam m ensetzung der W egrain- und B ahndam m vegetation kann entsprechende Aufschlüsse geben. H ier zeigt es sich, daß subm editerrane und subkontinentale F loren­ elem ente einen wesentlichen A nteil an der V egetation haben, so z. B. Scabiosa ochroleuca (VK M. 1955/56), E ryngium cam pestre (VK M. 1955/56), A llium scorodoprasum (VK M. 1960), A trip le x nitens (VK M. 1962), Salvia pratensis, Salvia nemorosa, Salvia verticillata. Die natürliche Vegetation w ird im Gebiet wahrscheinlich ein Traubeneichen-H ainbuchen-W inter linden-W ald m it even­ tu eller Beimischung von Feldulm e und F eldahorn gewesen sein, w ie aus den entsprechenden VK der M itteldeutschen floristischen K artierung (VK M. 1962) hervorgeht. D er A nteil an subm editerranen und kontinentalen Florenelem enten w ar aber sicherlich geringer als in den G ebieten westlich der Saale. 8. B orna-A ltenburger A ckerhügelland (Bezirk IV) a) Lage und Begrenzung Das Lößgebiet des B orna-A ltenburger Ackerhügellandes um faßt den m itt­ leren Pleißelauf. Es reicht westlich bis zur Elsteraue bzw. zur Grenze des O stthüringischen B untsandsteinbezirkes, östlich G era biegt die G renze dann in Richtung R onneburg-Schm ölln-G ößnitz um, folgt im O ungefähr der M ittellinie zwischen Pleiße und Zwickauer M ulde und v erläu ft im N dort, wo die u n ter dem Löß befindlichen Schichten nicht m ehr die Eigenschaften desselben bestim m en. Die Landschaft ist heute durch den intensiv b etrie­ benen B raunkohlentagebau besonders im Norden des Gebietes stark in M it­ leidenschaft gezogen. Meusel rechnet den größten Teil des Bezirkes noch zum „Leipziger A ckerland“ (De). Bei Neef ist er das K ernstück des „A ltenburger Löß­ gebietes“, das aber auch den Südteil unseres Pegau-W eißenfelser Ackerhügel­ landes m it um faßt und östlich w eiter an die M ulde heranreicht. b) Segetalsoziologische C harakterisierung Die Leitgesellschaft des Bezirkes ist die Matricaria chamomilla-Rasse der Alchemilla arvensis-M atricaria chamomiüa-Assoziation. Wie aus der Abb. 26 hervorgeht, h a t in dem noch w ärm ebegünstigten G ebiet vor allem die Melandrium noctiflorum -Subassoziation viele Standorte. An m anchen Stellen (so

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am W estrand des Gebietes und um A ltenburg) kann sogar das EuphorbioM elandrietum noch Vorkommen. Die G ruppe der K rum enfeuchtezeiger ist entsprechend der geringen Niederschläge im Bezirk nicht so stark vertreten wie in den östlich angren­ zenden Gebieten. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkm ale G egenüber dem westlich anschließenden Bezirk ist in der Borna-A lten­ b u rg er Pflege eine deutliche V erarm ung der kontinentalen bzw. subm edi­ terran en F lorenelem ente festzustellen. Da aber auch der subm ontane Einfluß im Vergleich zum östlich anschließenden M uldeland stark zurücktritt, ist — wie sich D rude (1902) ausdrückt — n u r „ein m äßiger Durchschnitt der H ainund T riftpflanzen noch v orhanden“. Die Leitgesellschaft der natürlichen V egetation ist der Stieleichen-H ainbuchen-W interlinden-W ald, der eine ähnliche Zusam m ensetzung aufw eist wie im Leipziger Land, jedoch tr itt Vaccinium m yrtillus schon häufiger auf. Auch Luzula luzuloides (VK M. 1944) und Trientalis europaea (VK M. 1953/54) haben hier schon S tandorte. Die Rotbuche kom m t häufiger als im Leipziger A ckerland vor, ist aber im Vergleich zum M uldegebiet seltener. 9. G rim m a-O schatzer Ackerhügelland (Bezirk V) a) Lage und Begrenzung Zwischen dem A ltdiluvialgebiet der D üben-D ahlener Heide (Bez. I) und dem Lößgebiet des Lom m atzscher Ackerhügellandes (Bez. VI) liegt das G rim m a-O schatzer Ackerhügelland, das innerhalb der Lößzone Sachsens eine Sonderstellung einnim m t. D er Löß ist m eist in Form von Sandlöß vorhanden und besitzt auch n u r eine geringe M ächtigkeit, so daß der U ntergrund, der h ier m eist aus P orphyr besteht, eine wichtige Rolle spielt. C harakteristisch sind die als wichtigste B odentypen infolge des W asserstaus auftretenden Pseudo- und Stagnogleye. Allerdings finden w ir auf den Porphyrkuppen auch ausgesprochen trockene Standorte. Die Begrenzung entspricht etw a dem bei Neef ausgeschiedenen Land­ schaften „Porphyrhügelland an der M ulde“ und „Oschatzer H ügelland“ bzw. dem „Oschatzer H ügelland“ in Schultze (1955). Bei Meusel ist der Bezirk ein Teil vom „Nordsächsischen H ügelland“ (C VIIc), in dem unser Lom­ m atzscher A ckerhügelland m it eingeschlossen ist. b) Segetalsoziologische C harakterisierung Die beherrschende Segetalgesellschaft ist im Gebiet die Matricaria chamomilla-Rasse des Alchemillo-M atricarietum . Sehr charakteristisch ist die Scleranthus annuus-Subassoziation der Typischen Subassoziationsgruppe. A ußerdem kom m t eine große Anzahl von K rum enfeuchtezeigern auf den Pseudogleyböden vor. So sind besonders die Sagina procum bens- und die Polygonum hydropiper-Stufe häufig. Auf den K uppenstandorten findet m an auch die Setaria glauca-Rasse des Alchemillo-M atricarietum . c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkmale Die Flora des Gebietes weist kaum irgendw elche Besonderheiten auf; sie zeichnet sich im G egenteil gegenüber allen angrenzenden B ezirken durch eine 6

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besondere A rten arm u t aus. Lediglich am O strand des Bezirkes ist — nach dem Elbtal sich verstärk en d — eine A nreicherung w ärm eliebender A rten festzustellen. Die häufigste natürliche W aldgesellschaft auf den stark gleyartigen Böden ist ein M olinia-veicher Stieleichen-B irkenw ald. Auf besseren, aber noch wechselfeuchten S tandorten findet sich ein Stieleichen-H ainbuchenW interlinden-W ald m it reichem U nterw uchs von - Carex brizoides. An trockneren Stellen kann auch die Traubeneiche Vorkommen. Die Rotbuche tritt in den n atu rn ah en W aldgesellschaften n u r einzeln auf. 10. Lom m atzscher A ckerhügelland (Bezirk VI) a) Lage und Begrenzung D er fru chtbarste Bezirk der sächsischen Lößlandschaft ist das Gebiet des Lom m atzscher Ackerhügellandes. Wegen der günstigen klim atischen Lage und infolge der guten B odeneigenschaften des Lößes, der h ier oft in beacht­ licher M ächtigkeit vorkom m t, gehört dieses G ebiet zu den A ltsiedelland­ schaften, so daß die W aldvegetation auf ein M inim um zurückgedrängt w urde. Die Grenze v erläu ft im N auf der V erbindungslinie der Orte Mutzschen— M ügeln—Stauchitz—Wölkisch. D ort nim m t die M ächtigkeit der Lößdecke stark ab, so daß der U ntergrund die B odeneigenschaften bestim m t bzw. der Sand­ löß in Erscheinung tritt. Im Süden v erläu ft die Grenze etw a zwischen Mutzschen—Döbeln—Nossen—Meißen. Es ist zugleich auch die örtliche Süd­ grenze des Altsiedellandes. Die günstigen Eigenschaften des Lößes gehen hier verloren. Die A bgrenzung entspricht etw a derjenigen von Schultze (1955), lediglich der südöstliche Zipfel um W ilsdruff ist nicht in unseren Bezirk ein­ gegliedert. Die E inteilung von Neef geht etw as — w enn auch n u r wenig — üb er unsere A bgrenzung des Bezirkes hinaus. Meusel vereinigt das Lom m atzscher A ckerhügelland m it dem G rim m a-O schatzer Ackerhügelland und bezieht auch das W ilsdruffer G ebiet in diesen Bezirk („Nordsächsisches H ügelland“ — C VII c) ein. b) Segetalsoziologische C harakterisierung Im Lom m atzscher A ckerhügelland ist noch die Matricaria chaviomillaRasse der Alchem illa arvensis-M atricaria cham omilla-Assoziation die vor­ herrschende Segetalgesellschaft. Wie aus der A bbildung 26 hervorgeht, finden sich h ier an günstigen Stellen auch S tandorte der M elandrium noctiflorum Subassoziation. Sonst ist zum eist die Typische Subassoziation vertreten. Auf stark der Erosion ausgesetzten K uppenstandorten kann auch die Scleranthus annuus-Subassoziation Vorkommen. Typisch ist das Z urücktreten der M entha a rvensis-Y arian te und der K rum enfeuchtezeiger. M eist ist n u r die Gnaphaliu m uliginosum -Stnie ausgebildet. Infolge des intensiven A ckerbaus ist außerdem eine A rten arm u t im U nkrautbestand charakteristisch, so daß m an häufig von V erarm ungs-A usprägungen sprechen kann. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkm ale Im Gegensatz zu den sich nördlich, westlich und südlich anschließenden B ezirken weist das Lom m atzscher Ackerhügelland einen deutlich kontinen­ talen Einschlag auf. Die A ckerraine und Talhänge bergen eine ganze Anzahl

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w ärm eliebender Pflanzen, so z. B. Salvia pratensis, Falcaría vulgaris, Cen­ taurea maculosa, Scabiosa columbaria (VK M. 1955/56), Scabiosa ochroleuca (VK M. 1955/56), Verónica teucrium , D ianthus carthusianorum, Filipéndula hexapetala (VK M. 1955/56), C hrysanthem um corym bosum (VK M. 1955/56), A n th ericu m liliago. Die w ichtigste natürliche W aldgesellschaft des Bezirkes w ird ein relativ artenreicher Traubeneichen-H ainbuchen-W interlinden-W ald gewesen sein. In den G ründen, wo sich z. T. noch Reste eines Stieleichen-Hainbuchen-W aldes m it Beimischung von Esche, E rle und W interlinde erhalten haben, könnten durch E inspülung von Lößm aterial sehr tiefgründige, nährstoffreiche S tand­ o rte entstehen, die denen der A ulehm e ähnlich sind (s. z. B. die Hinweise bei Corydalis cava von Meusel 1960). 11. Mittelsächsisches Elbegebiet (Bezirk VII) a) Lage und Begrenzung Der h ier als eine E inheit aufgefaßte Bezirk um faßt den linkselbischen Teil der alten Störungszone zwischen dem Erzgebirge und dem Lausitzer G ranitgebiet m it A usnahm e des D resdener Elbtales. E r ist gegen das M ulden­ gebiet und das niedere Osterzgebirge abgegrenzt durch eine Linie, die etwa die O rte M eißen — T h aran d t — Kreischa — B erggießhübel — Wehlen verbin­ det, u m faß t also auch noch den nordw estlichen Zipfel des Elbsandstein­ gebirges, der w eitgehend von Löß überdeckt ist. Das Gebiet ist geologisch sehr uneinheitlich. Es w irk t sich entsprechend auf die Bodenverhältnisse und die V egetation aus, aber trotzdem w ar es nicht möglich, eine A ngliederung einzelner Teile an die benachbarten Bezirke vorzunehm en. Die Schwierigkeiten, dieses Gebiet landschaftlich einzuordnen, zeigen sich auch bei den bisherigen Gliederungen. In der pflanzengeographischen Glie­ derung von Meusel w ird es teilweise dem „Dresden-Riesaer E lbtal“ (E III a), teilw eise dem „Nordsächsischen H ügelland“ (C VII c), teilweise dem „Östlichen E rzgebirgsvorland“ (B II b) und teilweise dem „Elbsandsteingebirge“ (B II c) zugerechnet. Bei Neef gehört es zum größten Teil dem „Dresdener Elbtal­ gebiet“ an, in das aber die Räum e um Wilsdruff—Meißen und P irna nicht ein­ bezogen sind. b) Segetalsoziologische C harakterisierung Entsprechend der stark unterschiedlichen Höhenlage und der wechseln­ den B odenverhältnisse finden w ir auch verschiedene Segetalgesellschaften. Im niederen Teil herrscht noch die Matricaria chamomilla-Rasse des Alchem illo-M atricarietum vor, die im höheren Teil abgelöst w ird von der M atri­ caria m aritim a-Rasse. Die Grenze gegen das niedere Osterzgebirge ist zugleich die G renze gegen die Galeopsis tetrahit-Rasse des Alchemillo-M atricarietum bzw. gegen das Aethuso-G aleopsetum . An w ärm ebegünstigten S tandorten m it leichten, sandigén Böden kann im G ebiet auch die Setaria glauca-Rasse der Alchem illa arvensis-M atricaria cham omüla-Assoziation auftreten. V er­ einzelt trifft m an auf karbonathaltigen Plänerm ergelböden das Euphor\ bio-M elandrietum m it den D ifferentialarten aus der M elandrium noctiflorum Gruppe. 6*

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c) W eitere floristische und vegetationskundliche M erkm ale D er vorliegende Bezirk ist in floristischer Hinsicht einer der reichhaltig­ sten des gesam ten Untersuchungsgebietes. K ontinentale und subm editerrane F lorenelem ente m ischen sich h ier m it subatlantischen und subm ontanen. So finden sich neben C ytisus nigricans (VK M. 1939), C hrysanthem um corym bosum (VK M. 1955/56), Potentilla alba (VK M. 1944), Scabiosa ochroleuca (VK M. 1955/56), Asperula cynanchica, Asperula glauca, Peucedanum cer­ varia, A n th ericum liliago, G eranium sanguineum (VK M. 1955/56), B othriochloa ischaem um u. a. auch A runcus Silvester, A strantia m ajor, Prenanthes purpurea, Cardaminopsis halleri, C hrysosplenium oppositifolium und andere subm ontane A rten (s. auch W einitschke 1962, Abb. 20). Das natürliche W aldbild des Bezirkes w ird entsprechend den unterschied­ lichen B odenverhältnissen, der wechselnden H öhenlage und der starken R eliefierung der Landschaft von den verschiedensten Gesellschaften geprägt. An den trockeneren S tandorten herrscht in den w ärm eren Lagen der EichenH ainbuchen-W interlinden-W ald vor, in dem Hasel, W eißdorn, Pfaffenhütchen, F eldahorn und auch Liguster in d er Strauchschicht Vorkommen. S ta rk san­ dige oder feinerdearm e, steinigfelsige O rte besiedeln häufig K iefern und Birken. In den Schluchten der vom Osterzgebirge herunterziehenden Bäche und Flüsse finden sich artenreiche Eschen-A horn-Schluchtw älder, in denen Eschen, B ergahorn, Rotbuche, Som m erlinde und Bergulm e vergesellschaftet sind. Auch Feldulm e und Spitzahorn kom m en noch im G ebiet vor. An m an­ chen Stellen kann auch der Hainsim sen-Eichen-Buchen-W ald als natürliche W aldgesellschaft ausgebildet sein. 12. Mittelsächsisches M uldegebiet (Bezirk VIII) a) Lage und Begrenzung Das M ittelsächsische M uldegebiet ist der größte Bezirk des UG. Es w ird von der Zwickauer M ulde ab Zwickau, der C hem nitz ab K arl-M arx-S tadt, der Zschopau ab F rankenberg und der F reiberger M ulde etw a ab F reiberg durch­ flossen. Beide M uldenarm e vereinigen sich noch im N des Gebietes. D er Bezirk u m faß t den größten Teil der N-A bdachung des Erzgebirges. Die Lößlehm ­ auflage auf dem d aru n te r anstehenden G estein (Porphyr, G ranulit, G lim m er­ schiefer, P hyllit u. a.) h at es bew irkt, daß das G ebiet vorw iegend lan d w irt­ schaftlich genutzt wird. Die Begrenzung entspricht etw a dem „M ulde-H ügelland“ (C VII b) von Meusel; im O ist n u r das obere Triebischgebiet, das Meusel zum „Nord­ sächsischen H ügelland“ (C VII c) rechnet, m it einbezogen. Neef teilt das G ebiet nochmals in einen N-Teil („Mittelsächsisches Lößlehm gebiet“) und einen SW -Teil („Erzgebirgisches Becken“). A ußerdem ist die W estgrenze bei ihm w eiter an die M ulde herangerückt, und die N ordgrenze liegt südlich der vereinigten Mulde. b) Segetalsoziologische C harakterisierung Das M ittelsächsische M uldegebiet ist das H auptverbreitungsgebiet der Matricaria m aritim a-Rasse des Alchem illo-M atricarietum . Seine N ordw estund N ordgrenze ist zugleich die Grenze gegen die Matricaria chamomillaRasse der gleichen Assoziation, seine Südgrenze ist die A bgrenzung gegen

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das Bergland, gegen die Galeopsis tetrahit-Rasse der Alchemilla arvsnsisMatricaria chamomilla-Gesellschaft. Lediglich gegen das Obere Pleißegebiet (Bezirk IX) und das M ittelsächsische Elbegebiet (Bezirk VII) ist das M ulde­ gebiet segetalsoziologisch nicht so k lar abgegrenzt. Infolge der sich stark verdichtenden Lößlehmböden, die m eist eine Pseudovergleyung aufweisen, ist hier die H auptverbreitung der A rten der Gnaphalium uliginosum -G ruppe und der Polygonum hydropiper-G ruppe (s. Abb. 21). Die Gnaphalium uZipm osum-Subvariante ist vorwiegend in der Sagina procum bens-S tufe oder der Polygonum hydropiper-S tufe vorhanden. E ntspre­ chend den stark sauren Böden tritt vor allem die Scleranthus annuus-Sub­ assoziation auf. Eine basenreiche S tandorte anzeigende Subassoziation fehlt im Gebiet. In den etw as breiteren Auen (so z. B. um Leisnig und Glauchau) ist das Rorippo-C henopodietum polysperm i ausgebildet. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkmale Floristische Besonderheiten sind im Mittelsächsischen M uldegeb'et nur selten vorhanden. Schon D rude (1927) erw ähnt, „daß die Vegetationsbestände ü b er den allgem einen osthercynischen D urchschnitts-C harakter nicht hinausgehen und daß von allen hercynischen Landschaften der unteren Region diese die an P flanzenarten ärm ste ist“. Infolge der fehlenden Kalkgesteine und des gegenüber dem W eißelster- und Elbegebiet kühleren und feuchteren K lim as fehlen vor allem die kontinentalen und subm editerranen Floren­ elemente. D afür haben sich besonders an den tief eingegrabenen und an den H ängen bew aldeten Schluchten boreal-m ontane und subatlantische A rten angesiedelt. Typisch an bcreal-m ontanen A rten sind z. B. Aruncus Silvester, Thalictrum aquilegifolium (VK M. 1944), Sam bucus racemosa, Chrysosvlen iu m ovpositifolium . Senecio fuchsii, Thlaspi alpestre, Cardamincpsis halleri, Trientalis europaea (VK M. 1953^54). Um fangreichere Hochmoore fehlen aller­ dings im Bezirk, so daß A rten wie z. B. Eriophorum vaginatum (VK M. 1953/541. Vaccinium oxycoccus (VK M. 1955/56), Vaccinium uliginosum (VK M. 1955/56), Androm eda polifolia (VK M. 1960) fehlen oder n u r sehr selten sind und ihre N-G renze im Erzgebirge etwa m it der Südgrenze unseres Be­ zirkes übereinstim m t. Drosera rotundifolia (VK M. 1953/54) ist dagegen im M uldegebiet vorhanden, da sie auch auf anm oorigen Sphagnum -Standorten und feucht-sandigen Böden Vorkommen kann. D er E'chen-H ainbuchen-W interlinden-W ald in der Carex brizoidesreichen Ausbildung ist im größten Teil des Gebietes als wichtigste natürliche W aldgesellschaft anzusehen. Jedoch nim m t die Beimischung der Rotbuche nach S hin ständig zu, so daß Ü bergangsstadien zum Hainsimsen-EichenBuchen-W ald, der besonders im S des Gebietes auftreten kann, festzustellen sind. Nicht selten sind auf den staunassen Böden MoZmia-reiche Eichen— B irkenw älder. Auch an Esche. Bergahorn, Bergulme, W interlinde, Rotbuche und Stieleiche reiche Schluchtwälder treten in den F lußtälern in Erscheinung. 13. Oberes Pleißegebiet (Bezirk IX) a) Lage und Begrenzung D er Bezirk um faßt den Lauf der oberen Pleiße etw a von W erdau über Crim m itschau bis Gößnitz. Seine Begrenzung verläuft östlich G era etw a auf

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der Linie R onneburg—Schmölln—Gößnitz—Glauchau, biegt dann nach Süden bis Zwickau um und fü h rt an der Südgrenze des Rotliegenden entlang w est­ w ärts. Im W ist er gegen den B untsandstein und Zechstein des O stthürin­ gischen B untsandsteingebietes abgegrenzt. D urch die m eist noch vorhandene Lößlehm überdeckung des U ntergrund­ m aterials besteht eine große Ä hnlichkeit m it dem M ittelsächsischen M ulde­ gebiet. Die klim atische B egünstigung gegenüber dem M uldegebiet läß t aber in bezug au f die V egetation U nterschiede erw arten, w eshalb die Sonder­ stellung des Oberen Pleißegebietes auch von den m eisten bisherigen Gliede­ rungen herausgestellt wurde. Bei Meusel ist allerdings die Grenze w eiter nach W bis zur Linie Zeitz— A ltenburg verschoben. In der naturräum lichen G liederung von Neef ist der nordw estliche Teil unseres Bezirkes zu den „Vogtländischen Hochflächen“ gerechnet, offenbar auf G rund der geologischen V erw andtschaft. Noch stärk e r stü tzt sich Schultze (1955) auf die geologischen Verhältnisse. b) Segetalsoziologische C harakterisierung Die Leitgesellschaft des Bezirkes ist die Matricaria m aritim a-Rasse des Alchem illo-M atricarietum . An der N ordgrenze v erläu ft die G renze zur M atri­ caria cham om üla-Rasse, an der W estgrenze die zur A n th em is arvensis-Rasse d er gleichen Assoziation und zum Euphorbio-M elandrietum , und die Süd­ grenze ist zugleich die w esentliche G renze zum Aethuso-G aleopsetum bzw. der Galeopsis tetrahit-Rasse des Alchem illo-M atricarietum . Nach Osten hin bleibt die Grenzziehung allerdings etw as willkürlich, da h ier keine scharfe T rennlinie zwischen zwei verschiedenen Gesellschaften vorhanden ist. Ledig­ lich das v erstä rk te A uftreten der Typischen Subassoziation und einiger w ärm eliebender A rten (Veronica polita, M elandrium noctijlorum , Euphorbia exigua) berechtigt zu einer A bgrenzung gegenüber dem M ittelsächsischen M uldegebiet. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkm ale G egenüber dem benachbarten M uldegebiet fällt vor allem der w eitaus geringere boreal-m ontane Einschlag der Flora auf. Viele das M uldegebiet in dieser Hinsicht kennzeichnende A rten fehlen dem Oberen Pleißegebiet oder sind n u r schwach v ertreten. D er Eichen-H ainbuchen-W interlinden-W ald in seiner Carex brizoidesreichen A usbildung ist auch hier die vorherrschende natürliche W aldgesell­ schaft. Die Rotbuche ist vorhanden, spielt aber nicht eine so große Rolle wie im S des M uldegebietes. 14. O stthüringisches B untsandsteingebiet (Bezirk X) a) Lage und Begrenzung Zwischen Zeitz-G era-W ünschendorf ragt an der m ittleren W eißen Elster die O stthüringische B untsandsteinplatte noch in das UG hinein. Die Böden sind sehr unterschiedlich, je nachdem, ob basenarm e Schichten des U nteren B untsandsteins oder basenreiche des Zechsteindolom its als bodenbildendes M aterial auftreten.

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Die G renze im N und O ist die Zone, in der die Lößbedeckung so mächtig w ird, daß die d aru n te r befindliche Form ation keinen Einfluß m ehr auf die B odenbildung ausübt. Nach S w ird die Grenze durch den Ü bergang der B untsandstein-Zechstein-Schichten gegen die paläozoischen Schiefer des Vogt­ landes gebildet. W ährend diese Begrenzung m it derjenigen von Meusel w eitgehend übereinstim m t, rechnet Neef den südlichen Teil — etw a ab G era — noch zum Vogtland. b) Segetalsoziologische C harakterisierung Auf den sauren B untsandsteinböden des Bezirkes herrscht die A nthem is arvensis-Rasse des Alchemillo-M atricarietum vor. Auf G rund der günstigen klim atischen V erhältnisse im Teilgebiet treten in der M elandrium nocti/Zontm-Subassoziation noch zahlreiche w ärm eliebende A rten auf. V ereinzelt kann auch noch die Matricaria chamomilla-Rasse des Alchemillo-M atricarie­ tu m Vorkommen. Die Subassoziation von Campanula rapunculoides des Euphorhio-M elandrietum ist die charakteristische Segetalgesellschaft der basenreichen Zechsteinkalkböden. Hier gedeihen eine ganze Anzahl subm edi­ terran er A rten, wie z. B. Adonis aestivalis, D elphinium consolida, Ranunculus arvensis, A vena fatua, Lathyrus tuberosus, M elandrium noctijlorum, Euphorbia exigua, Anagallis foemina, Caucalis lappula, Veronica polita, K ickxia elatine, K ickxia spuria. In der bis zu 900 m breiten Elster-A ue w urde z. T. das Rorippo-Chenopodietum polysperm i angetroffen. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkmale W enngleich die Flora des vorliegenden Bezirkes längst nicht m ehr die Reichhaltigkeit der benachbarten Flora des Saalegebietes um Jena aufweist, zeigen sich im Teilbezirk an der Elster doch eine ganze Anzahl subm edi­ te rra n e r und kontinentaler Florenelem ente, die gegen O hier wenigstens bis zum E lbtal ihren letzten S tandort aufweisen. D rude (1902) nennt von den selteneren A rten Carex ornithopoda (VK M. 1939), Gentiana ciliata, Lithosperm um purpureo-coeruleum, Viola mirabilis (VK M. 1944), Malva moschata, Lactuca quercina (VK M. 1944), Anem one silvestris (VK M. 1944), Asperula tinctoria (VK M. 1944). Häufig sind auf trockenen Hügeln z. B. Phleum phleoides, Brachypodium. pinnutum , Avena pratensis, Fragaria viridis, Dianthus carthusianorum, Sanguisorba minor, Scabiosa columbaria (VK M. 1955/56). D er Einfluß des Berglandes ist im Gebiet auch vorhanden. So besitzen z. B. A runcus Silvester, Senecio fuchsii, Thalictrum aquilegifolium (VK M. 1944), Dryopteris oreopteris, Sam bucus racemosa, Chrysosplenium oppositifolium vereinzelte Vorkommen. Da auch das subatlantische Florenelem ent v ertreten ist, z. B. Potentilla sterilis (VK M. 1944), M yosotis discolor, Stachys arvensis, Blechnum spicant (VK M. 1953'54), ist die Flora — im Rahm en des UG gesehen — relativ reich (s. auch W einitschke 1962, Abb. 20). Als natürliche W aldgesellschaft ist ein Traubeneichen-HainbuchenW interlinden-W ald ausgebildet, der eine Anzahl w ärm eliebende Elem ente wie Liguster und Feldahorn aufweist. In der Strauchschicht kom m t daneben viel Hasel und H artriegel vor, in der Feldschicht dom inieren Poa nemoralis, Brachypodium silvaticum, M elam pyrum nem orosum , Hieracium silvaticum

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und sabaudum. A uf den K alkstandorten trete n W aldsteppenelem ente in E r­ scheinung. A uf den bodensauren S tandorten des U nteren B untsandsteins kom m en vorw iegend H ainsim sen-Eichen-B uchen-W älder und zw ergstrauchreiche K iefern-M ischw älder vor. Auf G rund der floristischen, klim atischen und edaphischen U nterschiede ist es vielleicht angebracht, den an der m ittleren Elster befindlichen A bschnitt des O stthüringischen B untsandsteingebietes als eigenen pflanzengeographi­ schen B ezirk abzutrennen. Die K onzentration der kontinentalen und subm edi­ terran en A rten in diesem Bereich, die auf den entsprechenden K arten bei W einitschke (1962) gu t zum Ausdruck kom m t, spricht jedenfalls hierfür. 15. Elbsandsteingebirge (Bezirk XI) a) Lage und Begrenzung Die A btrennung des Elbsandsteingebirges als selbständige Landschafts­ einheit geschieht m eist auf G rund der besonderen geologischen und geom orphologischen V erhältnisse, die hier einen entscheidenden Einfluß auf M ikro­ klim a, B odenverhältnisse und Vegetation ausüben. In der vorliegenden F as­ sung ist n u r der linkselbische Teil, der noch zum UG gehörte, erfaßt. Die E benheiten von Cotta und S truppen im N ordw estteil des Gebietes w urden dem M ittelsächsischen Elbegebiet zugeteilt, da sie sich segetalsoziologisch besser dort einfügen. Bei. Meusel ist das E lbsandsteingebiet zu den M 'ttelgebirgsvorländern gerechnet w orden, w ährend Schultze (1955) es in die H ügelgebiete ein­ ordnet. Neef fü h rt es u n ter der M ittelgebirgszone Sachsens. Bei allen drei A utoren sind die oben genannten Ebenheiten m it in das Gebiet einbezogen. b) Segetalsoziologische C harakterisierung Die stark unterschiedliche H öhenlage (über 400 m auf engem Raum) b rin g t es m it sich, daß keine einheitliche U nkrautvegetation vorhanden ist. W ährend im tieferen Bereich noch die_ Matricaria m aritim a-Rasse de? Alchem illo-M atricarietum herrscht, tr itt in den höheren Lagen die Galeopsis tetrahit-Rasse der gleichen Assoziation auf. Im Gebiet um R osenthal w urde auch das Holco-Galeopsetum in der Rasse von Viola tricolor angetroffen. Gerade dieser eng aufeinander folgende Wechsel der verschiedenen Gesellschaften ist ein charakteristisches Kennzeichen des Bezirks. W ährend sich z. B. im M uldegebiet dieser Wechsel auf eine Länge von 60 bis 70 km erstreckt, voll­ zieht er sich hier innerhalb von 10 bis 15 km. Das V orhandensein w ärm eliebender A rten der M elandrium noctijlorum G ruppe und der G naphalium uliginosum -G ruppe konzentriert sich auf die E benheiten südlich und südöstlich P irna, die deswegen dem M ittelsächsischen Elbegebiet angeschlossen w urden. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkm ale D urch die stark e H eraushebung von Felsen und tiefe Schluchtenbildung besitzt das Elbsandsteingebirge S tandorte von höchst unterschiedlichem Lokal­ klim a, so daß sowohl w ärm eliebende subm editerrane und kontinentale als auch kälteliebende boreale und m ontane A rten auf treten.

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Das feuchte, som m erkühle Klima der Schluchten begünstigt auch das atlantisch-subatlantische Florenelem ent. Je nach dem Vorkom m en der zusagenden S tandorte sind die einzelnen Elem ente bevorzugt auf bestim m te Teilgebiete des Bezirkes verteilt. So be­ siedeln die subm editerranen und kontinentalen A rten vorwiegend die Süd­ lagen des Elbtales und den nordwestlichen Teil des Elbsandsteingebirges, den w ir dem Elbegebiet zugeordnet haben (s. VK M ilitzer 1960 II, Abb. 16 und 17). Lediglich C ytisus nigricans dringt etwas w eiter in das Innere des Be-' zirkes vor. Die borealen und alpin-m ontanen A rten sind im linkselbischen Teil, der w eniger schluchtenreich als der rechtselbische ist, w eniger verbreitet. Das östlich der Elbe ziemlich häufige Ledum palustre besitzt z. B. n u r einige S tandorte im Gebiet der Zschirnsteine (s. VK M. 1944 und M ilitzer 1960 II, Abb. 19). Dagegen greifen die atlantisch-subm ontanen A rten vom Erzgebirge her besonders auf den linkselbischen Teil über. Bezeichnend sind h ierfü r Meum atham anticum , Galium saxatile, H ypericum pulchrum, Lysimachia nem orum . C hrysosplenium oppositijolium , Juncus sqarrosus u. a. (vgl. VK Militzer 1960 II, Abb. 18). Viele subm ontane A rten sind aber allgemein im Gebiet ver­ breitet, w ie z. B. Sam bucus racemosa, Senecio fuchsii, Aruncus Silvester, Thalictrum aquilegifolium (VK M. 1944), Cirsium heterophyllum (VK M. 1944) u. a. E ntsprechend den unterschiedlichen S tandorten finden w ir auch eine Anzahl unterschiedlicher W aldgesellschaften im Bezirk. Neben dem auf den lößbedeckten Ebenheiten vorkom m enden, heute m eist dem Ackerbau ge­ wichenen Stieleichen-H ainbuchen-W interlinden-W ald m it Rubus fruticosus coli, spec., Carex brizoides, Poa nemoralis, Hieracium sabaudum u. a. sp’elt auf den Felsstandorten der Traubeneichen-B irken-K iefernw ald und der K iefem heide-W ald eine große Rolle, in denen Vaccinium m yrtillus, Vaccin iu m vitis-idaea, Calluna vulgaris, Pteridium aquilinum und M elam pyrum pratense dom inieren. In den höheren Lagen findet sich der hercynische Buchen-TannenFichten-M ischwald, der heute meist in Fichtenforste um gew andelt ist. Auf den w enigen B asaltkuppen des Gebietes ist die Rotbuche der vorherrschende Baum in dem dort auftretenden Buchen-Ahorn-Eschen-W ald. Die Schluchtw älder und Bacheschenwälder sind stärk er im rechtselbischen Teil des Ge­ bietes verbreitet. Auch Hochmoore finden sich im Bezirk, wie die Vorkommen von Vacci­ n iu m oxycoccus (VK M. 1955/56). Vaccinium uliginosum (VK M. 1955/56), Eriophorum vaginatum (VK M. 1953 54) und Drosera rotundifolia (VK M. 1953/54) zeigen. 16. Vogtland (Bezirk XII) a) Lage und Begrenzung Die A bgrenzung unseres Bezirkes entspricht ungefähr der schon von D rude (1902) wiedergegebenen nördlichen und östlichen Grenzlinie, d. h. sie um faßt den gesam ten nordöstlichen Anteil des gefalteten Paläozoikum s bis zur Linie W eida—Berga, geht dann östlich bis zum Rotliegend-Becken der

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oberen Pleiße, biegt südlich Zwickau nach SW um und v erläu ft schließlich an der westlichen K ontaktgesteinsstufe der G ranitgebiete von K irchberg und Bergen entlang bis an die S teilstufe von Schöneck. Von dort v erlä u ft sie östlich der E lster w eiter bis nach Bad Brambach. Im W reicht der Bezirk sicherlich ü b er die G renze des UG hinaus. Bei Meusel ist der nördliche und südliche Teil der Ostgrenze seines „O bersaale-O berelsterlandes“ (BI) etw as w eiter nach W verschoben. Neef u n terteilt das G ebiet nochmals in drei U nterbezirke: die „Vogtländischen Hochflächen“, das „M ittelvogtländische K uppenland“ und das „O bere Vogt­ land und E lstergebirge“. Seine nördliche G renze v erlä u ft östhch Gera, ent­ h ält also den gesam ten W -Teil unseres O beren Pleiße-Gebietes. b) Segetalsoziologische C harakterisierung Die kennzeichnende Segetalgesehschaft des Bezirkes ist das AethusoGaleopsetum, das sonst n u r noch im N iederen Osterzgebirge (Bezirk XIV) S tandorte aufweist. Neben dieser besonders auf den Tonschiefer- und DiabasS tandorten vorkom m enden Assoziation ist noch die Galeopsis tetrahit-Rasse des Alchem illo-M atricarietum v ertreten. Entsprechend den relativ günstigen klim atischen und edaphischen V erhältnissen trete n im Bezirk eine ganze A n­ zahl w ärm eliebende A rten auf, so daß innerhalb des A ethuso-G aleopsetum noch eine Subassoziation ausgeschieden w erden kann, deren D ifferential­ arten der M elandrium rioctiflonim -G ruppe entstam m en. A uf einen schwach subkontinentalen C harakter der Segetalvegetaüon deutet das fü r das Vogt­ land bezeichnende A uftreten von Galeopsis pubescens hin. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkm ale Das V ogtland w eist infolge seiner klim atischen und edaphischen Sonder­ stellung gegenüber dem benachbarten W esterzgebirge auch entsprechende Unterschiede in der V egetation auf. Das äu ß ert sich vor allem im stärkeren A uftreten des kontinentalen Florenelem entes (s. W einitschke 1062). Es bestätigt sich dam it eine auch im Segetalbereich auftretende G em einsam ­ keit m it dem Osterzgebirge. Besonders die Diabasböden des Elstergebietes zeichnen sich durch eine relativ artenreiche, therm ophile F lora aus. Hier gedeihen an den sonnigen H ängen eine ganze Anzahl W aldsteppenelem ente, die im benachbarten W esterzgebirge fehlen (s. z. B. C ytisus nigricans VK M. 1939). Die natürlichen W aldgesellschaften des Gebietes sind auf den sonnigen Hängen zum eist Eichen-Linden-M ischwälder, auf den Schattenseiten A hornLinden-M ischwälder. Die fü r den hercynischen Bergm ischwald kennzeich­ nende Beimischung von Rotbuche und Tanne ist im G ebiet w eniger aus­ geprägt. Auf den exponierten, felsigen S tandorten des Bezirkes sind zwerg­ strauchreiche K iefern- und Eichen-B irken-W älder charakteristisch. 17. Niederes W esterzgebirge (Bezirk XIII) a) Lage und Begrenzung Im wesentlichen entspricht dieser Bezirk dem „Westlichen Erzgebirgs­ vo rlan d “ (B Ha) Meusels. U nterschiede bestehen in der anders verlaufen­ den G renzlinie gegen das V ogtland und der bei uns erfolgten Einbeziehung

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des Raum es um Aue bzw. der stärkeren A usbuchtung der N ordgrenze östlich Zwickau. Südlich von K arl-M arx-Stadt verläuft die Grenze zum Niederen Osterzgebirge. Die naturräum liche G liederung von Neef zeigt dagegen wenig Ü berein­ stim m ung in der Abgrenzung des Bezirkes. b) Segetalsoziologische C harakterisierung Die beherrschende Gesellschaft des Gebietes ist die Galeopsis-tetrahitRasse des Alchemillo-M atricarietum . Die Nord- und Südgrenze ih rer V er­ breitu n g entspricht zugleich der nördlichen und südlichen Begrenzung des Bezirkes. Die Ostgrenze des Bezirkes ist segetalsoziologisch nur undeutlich m arkiert, da auch östlich davon die Galeopsis tetrahit-Rasse des AlchemilloM atricarietum als Leitgesellschaft au ftritt. Jedoch kom m t dort daneben noch das A ethuso-G aleopsetum vor, das im vorliegenden Bezirk fehlt. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkmale Floristische B esonderheiten sind im vorhegenden Bezirk selten. Durch das w eitgehende Fehlen kontinentaler Elem ente zeichnet er sich gegenüber den im W, N und O angrenzenden Bezirken aus. Es verbleibt nur der borealm ontane Einfluß (s. W einitschke 1962), der aber im Vergleich zum oberen Erzgebirge hier schwächer ist. Auch die Anzahl und Ausdehnung der Hochund Zwischenmoore tr itt gegenüber dem oberen Bergland zurück. Die natürlichen W älder des Bezirkes stellen vorwiegend verschiedene Ausbildungen des hercynischen Bergmischwaldes dar. Beide Eichen- und L indenarten spielen im Gebiet noch eine Rolle. 18. Niederes Osterzgebirge (Bezirk XIV) a) Lage und Begrenzung D er hier ausgeschiedene Bezirk läßt sich besonders m it dem gleich­ nam igen Bezirk (B Ilb) Meusels vergleichen. Die nordöstliche Grenze ist bei uns etw as w eiter vom Elbtal entfernt, weil das Mittelsächsische Elbegebiet (Bez. VII) sich noch dazwischen befindet. Im Gebiet zwischen Flöha und Frei­ berger M ulde weist unsere Grenzlinie einige stärk ere Differenzierungen auf, die auf G rund der segetalsoziologischen V erhältnisse erm ittelt wurden. Die W estgrenze entspricht derjenigen von Meusel, w ährend bei Neef' die Flöha als G renze zum Niederen W esterzgebirge angegeben ist. b) Segetalsoziologische C harakterisierung Die Leitgesellschaft ist im Bezirk die Galeopsis tetrahit-Rasse des Alche­ millo-M atricarietum . Daneben tritt an m ehreren Stellen auch das AethusoG aleopsetum auf. Ein stärk e rer kontinentaler Einschlag als im W esterzgebirge läßt sich im häufigen Vorkom m en von Galeopsis pubescens erkennen, w odurch gewisse P arallelitäten zum Vogtland auftreten. c) Sonstige floristische vegetationskundliche M erkmale Auch in allgem einfloristischer Hinsicht zeigt das Niedere Osterzgebirge einen kontinentalen Einschlag. Durch das Vorhandensein einiger W aldsteppen­ elem ente ergeben sich eher Beziehungen zum Vogtland als zum benachbarten W esterzgebirge.

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Die natürlichen W aldgesellschaften sind A usbildungen des hercynischen Bergm ischwaldes, wobei Eichen und Linden besonders in den T älern noch von großer B edeutung sind. A uf den exponierten S tandorten können zw erg­ strauchreiche Eichen-B irken- oder K iefernw älder Vorkommen. 19. Oberes W esterzgebirge (Bezirk XV) a) Lage und Begrenzung Von der Vogtländischen Steilstufe bei Schöneck im W bis zum Flöhatal im O erstreckt sich der h ier ausgeschiedene Bezirk. Im N geht die Grenze zum eist m it der 500-m -Höhenlinie parallel. Das „W esterzgebirge“ Meusels ist zw ar geradliniger begrenzt, w eist aber etw a den gleichen U m fang auf. Die Einteilungen von Neef und Sehultze (1955) zeigen dagegen g rund­ sätzliche Unterschiede. b) Segetalsoziologische C harakterisierung Die allein den Bezirk kennzeichnende Gesellschaft ist die Viola tricolorRasse des Holco-Galeopsetum. Das buntblühende Feldstiefm ütterchen charak­ terisiert m eist w eithin die F elder des Oberen Erzgebirges. In den höchsten Lagen, so in O berw iesenthal, tr itt auch die v erarm te AF des Holco-Galeovsetum in Erscheinung. Es ist möglich, daß dam it die Ausscheidung eines w eiteren Bezirkes, des Hohen Erzgebirges (Bezirk AVa bei Meusel), be­ stätig t w ird, aber auf G rund des n u r von O berw iesenthal vorliegenden M aterials haben w ir diese A btrennung nicht vorgenom m en. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkm ale Das Erzgebirge h ebt sich im allgem einen gegenüber den westlich anschlie­ ßenden M ittelgebirgen durch das stärk e re Z urücktreten subatlantischer Berg­ landpflanzen (s. z. B. Digitalis purpurea (VK M. 1938) heraus. D afür sind einige boreal-m ontane Elem ente m it kontinentaler V erbreitungstendenz sehr charakteristisch, z. B. Cirsium hetrophyllum (VK M. 1939), Thalictrum aquilegifolium (VK M. 1939) und A r uncus Silvester (VK M. 1938). D er schwächere E influß kontinentaler Elem ente im W estteil des Gebirges m acht sich im Oberen Erzgebirge nicht so stark bem erkbar w ie im Niederen Erzgebirge. Die floristischen Unterschiede sind hier vor allem auf die v er­ schiedenartigen edanhischen Bedingungen in beiden Teilen zurückzuführen. W ährend im W estteil Gesteine vorherrschen, die vorw iegend kalte, steinige, stark podsolierte, saure, m ineralarm e Böden bilden, kom m en im Ostteil, be­ sonders im G ebiet der G rauen F reiberger Gneise, m ineralreichere und w eniger podsolierte Böden vor. So findet sich im Oberen W esterzgebirge eine Kon­ zentration der Hoch- und Zwischenmoore, wie z. B. die V erbreitung von Eriophorum vaginatum (VK M. 1953/54), Drosera rotundifolia (VK M. 1953/54) und anderer typischer Hochmoorpflanzen zeigt. Atlantische und boreale R ohhum uspflanzen w ie z. B. Trientalis europaea (VK M. 1953/54) und Blechnum svicant (VK M. 1953/54) zeigen im W estteil eine deutliche Häufung. Auch die auffällige Bevorzugung des W esterzgebirges durch Luzula silvática (VK M. 1944) ist darauf zurückzuführen, daß diese A rt innerhalb des m itteldeutschen B uchenareals die nährstoffärm eren Böden kennzeichnet (s. Meusel 1944).

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Die wichtigsten natürlichen W aldgesellschaften des Gebietes sind ein Fichten-Tannen-Buchen-M ischwald, der heute vielfach in Fichtenforste um gew andelt ist, und in den höchsten Lagen der Bergfichtenwald, dessen Vor­ kom m en im wesentlichen das „Hohe Erzgebirge“ (Bezirk AVa) von Meusel m arkiert. 20. Oberes Osterzgebirge (Bezirk XVI) a) Lage und Begrenzung Zwischen der Flöha und der G ottleuba liegt etwa oberhalb der 500-mH öhenlinie der Bezirk des Oberen Osterzgebirges. Der tiefe Einschnitt des Flöhatales tre n n t es vom Oberen W esterzgebirge. Damit hegt die W estgrenze etw as w eiter östlich als bei dem vergleichbaren Bezirk (AVc) von Meusel. Sie entspricht hier der A bgrenzung von Neef und Schultze (1955). In der son­ stigen Begrenzung folgt unsere G liederung aber weitgehend Meusel. b) Segetalsoziologische C harakterisierung Segetalsoziologisch lassen sich zwischen-dem Oberen W est- und Osterz­ gebirge keine grundlegenden Unterschiede nachweisen. Die Viola tricolorRasse des Holco-Galeopsetum ist die fast ausschließlich vorkom m ende Segetalgesellschaft. Die verarm te AF w urde im Gebiet n u r einm al festgestellt. Das h ier reichlichere Vorkom m en von Sherardia arvensis und Valerianella dentata (s. S. 270) w eist eventuell auf die m ineralkräftigeren, besseren Böden hin. c) Sonstige floristische und vegetationskundliche M erkm ale A uf die allgem eine floristische C harakterisierung des Erzgebirges w urde schon bei der Besprechung des Oberen W esterzgebirges eingegangen. Dort ist auch auf die floristisch-vegetationskundlichen Unterschiede der beiden G ebirgsteile hingewiesen worden. Entsprechend dem V orhandensein gün­ stig erer edaphischer Bedingungen finden w ir im Osterzgebirge eine H äufung von A rten, die an nährstoffreiche S tandorte gebunden sind (s. z. B. Trollius europaeus VK M. 1953/54). Die natürliche W aldgesellschaft des Gebietes ist vorzugsweise der BuchenTannen-Fichten-M ischwald, der heute allerdings m eist durch Fichtenforste ersetzt ist. Zusammenfassung Die vorliegende A rbeit ist ein B eitrag zu der im letzten Jah rzeh n t beson­ ders geförderten vegetationskundlichen Erforschung M itteldeutschlands. Als U ntersuchungsgebiet diente der westliche und m ittlere Teil des frühe­ ren Landes Sachsen. Die Grenzen w aren im W die Saale und Weiße Elster, im N die D übener Heide und Prellheide, im O die Elbe und im S der Erzgebirgskam m . F ü r die tabellarische A usw ertung standen 1099 nach der B raun-B länquetschen M ethode angefertigte A ckerunkrautbestandsaufnahm en zur Ver' fügung. W eitere 337 A ufnahm en konnten fü r die kartographische Aus­ w ertung benutzt werden.

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Die im G ebiet angetroffenen A ckerunkräuter w urden im Sinne von Hilbig, M ahn, S chubert und W iedenroth (1962) in bestim m te ökolo­ gisch-soziologische G ruppen eingestuft. F ü r das G ebiet ließen sich insgesam t 26 verschiedene G ruppen aufstellen, die in einem besonderen K apitel aus­ führlich beschrieben werden. Die V egetationseinheiten w urden m it H ilfe des Prinizps der charakteristi­ schen A rten-K om bination oder durch D ifferentialarten ausgeschieden. Folgende Gesellschaften ließen sich dabei im G ebiet feststellen: 1. Das R orippo-C henopodietum polysperm i K öhler 62 als Segetalgesellschaft der großen F lußauen des UG. 2. Das E uphorbio-M elandrietum noctijlori ass. nov. in der Rasse von M atri­ caria m aritim a als Segetalgesellschaft des Gebietes zwischen Zeitz—Pegau und N aum burg—M erseburg. 3. Das Teesdalio-Arnoseretum m inim ae (Malcuit 1929) Tx. 37 in der Rasse von Setaria glauca als Segetalgesellschaft der arm en Sande im G ebiet der D übener Heide oder der Elbdünen. 4. Das Alchem illo(Aphani)-M atricarietum chamomillae Tx. 37 em. P assarge 57 a) in der Rasse von Setaria glauca als Segetalgesellschaft der Sande des A ltdiluvialgebietes, der sandig-kiesigen F lußterrassen und Endm oränen­ stan d o rte bzw. der Sandsteinböden des Elbegebietes in Ebene und nie­ derem H ügelland; b) in der Rasse von Matricaria chamomilla als Segetalgesellschaft der leh­ m igen Böden der Ebene und des niederen Hügellandes; c) in der Rasse von A n th em is arvensis als Segetalgesellschaft der sandig­ lehm igen Böden im O stthüringischen B untsandsteingebiet; d) in der Rasse von Matricaria m aritim a (= Tripleurosperm um inodorum) im G ebiet des Erzgebirgsvorlandes und im niederen Elbsandsteingebirge; e) in der Rasse von Galeopsis tetrahit als Segetalgesellschaft des niederen Erzgebirges, des Elbsandsteingebirges und Vogtlandes. 5. Das Aethuso-G aleopsetum Hilbig Ms. 64 als Segetalgesellschaft auf Böden der Diabase, paläozoischen Schiefer und biotitreichen F reiberger Gneise im V ogtland und Teilen des niederen Osterzgebirges. 6. Das Holco-Galeopsetum ass. nov. in der Rasse von Viola tricolor als Segetal­ gesellschaft des oberen Erzgebirges, oberen Vogtlandes und oberen Elb­ sandsteingebirges. Die beschriebenen Gesellschaften w urden m eist in verschiedene U nter­ einheiten gegliedert. Dabei ergaben sich K ategorien, die m eist bestim m ten S tandortsm erkm alen entsprechen. Im einzelnen konnten A usbildungsform en (AF), Subassoziationsgruppen, Subassoziationen, V arianten, S ubvarianten und A usprägungen ausgeschieden w erden. Die U nterschiede zwischen H alm - und H ackfrüchten bzw. Som m er- und W interfrüchten w urden im E inklang m it anderen B earbeitern der Segetalvegetation M itteldeutschlands nicht als A ssoziationsunterschiede angesehen. In Ü bereinstim m ung m it Ellenberg (1950) fasse ich sie als verschiedene A usprägungen einer Gesellschaft auf.

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Die graduelle E inw irkung des K rum enfeuchte-Faktors konnte durch m eh­ rere „S tufen“ kenntlich gem acht werden. A uf G rund des Vorkom m ens der verschiedenen Segetalgesellschaften (Abb. 22—31), der V erbreitung einzelner charakteristischer A rten und der um fangreichen Beobachtungen im Gelände w urde abschließend eine Gliede­ rung des UG in pflanzengeographische Bezirke entworfen. Die insgesam t 20 ausgeschiedenen Bezirke entsprechen in der G rößenordnung etw a den von M eusel (1955) aufgestellten pflanzengeographischen Bezirken oder den von Neef und R ichter (1959) bzw. Neef (1960) erarbeiteten Landschaftseinheiten. Die einzelnen Bezirke konnten nicht im m er jeweils durch eine bestim m te Segetalgesellschaft charakterisiert werden, da sich m ehrere Gesellschaften oft in einem Gebiet überdecken. Deshalb diente entw eder die vorherrschende Gesellschaft oder eine bestim m te Untergesellschaft zur segetalsoziologischen Kennzeichnung des Bezirkes. In manchen Fällen w ar auch der Kom plex be­ stim m ter Gesellschaften sehr bezeichnend. Die Ergebnisse anderer vegetationskundlich-floristischer A rbeiten w urden ebenfalls m it ausgewertet. Folgende Bezirke w urden im einzelnen ausgeschieden und charakterisiert: A) Auengebiete 1. Elster-A ue 2. M ulden-A ue 3. Torgau-R iesaer-Elbtal 4. D resdener Elbtal B) A ltdiluvialgebiete 5. D üben-D ahlener Heide C) Ackerebenen und -hügelgebiete 6. Leipziger Ackerland 7. Pegau-W eißenfelser Ackerhügelland 8. B orna-A ltenburger Ackerhügelland 9. Grim m a-O schatzer Ackerhügelland 10. Lommatzscher Ackerhügelland D) M ittelgebirgsvorländer 11. Mittelsächsisches Elbegebiet 12. Mittelsächsisches M uldegebiet 13. Oberes Pleißegebiet 14. Ostthüringisches B untsandsteingebiet E) M ittelgebirgsgebiete 15. Elbsandsteingebirge 16. Vogtland 17. Niederes W esterzgebirge 18. Niederes Osterzgebirge 19. Oberes W esterzgebirge 20. Oberes Osterzgebirge Im Vergleich zur Gliederung von Meusel (1955) ergeben sich sowohl vÜ bereinstim m ungen als auch Unterschiede. G rundsätzlich kann gesagt w er­ den, daß die Ü bereinstim m ungen m it der Meuselschen G liederung dort am größten sind, wo die ackerbauliche Nutzung des Bodens am geringsten ist,

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also im M ittelgebirgsbereich und im A ltdiluvialgebiet. In den durch Acker­ bau am intensivsten genutzten G ebieten hingegen sind größere Abweichungen vorhanden. H ier ergibt sich häufig eine gewisse Ü bereinstim m ung m it der n aturräum lichen G liederung von Neef (1960). Da die Meuselsche G liederung sich im w esentlichen auf die A usw ertung der von der A rbeitsgem einschaft m itteldeutscher Floristen durchgeführten floristischen K artierung stützt, die zur Zeit des Erscheinens der A rbeit n u r w enige S egetalarten enthielt, sind die A bweichungen in den Gebieten, die von der Segetalflora w eitgehend beherrscht w erden, verständlich. Die vor­ liegende U ntersuchung zeigt, daß die Segetalgesellschaften im UG eine posi­ tive B edeutung fü r die A bgrenzung pflanzengeographischer Bezirke besitzen. Sie bestätigen in ackerbaulich w eniger genutzten Gebieten die Ergebnisse, die auf G rund der K artierung von N ichtsegetalarten gew onnen w urden. In in ten ­ siv vom Ackerbau genutzten Gebieten dü rften sie deshalb m it um so größerem Recht eine wichtige G rundlage fü r die pflanzengeographische G liederung bilden. Schrifttum A g rar-A tlas: s. M atz, R. 1956. Bartsch, J., u nd M. B artsch: V egetationskunde des Schw arzw aldes. Pflanzensoziol. 4, (1940). B oysen-Jensen, P.: C ausal plant-geography. D ansk. V idensk. Selsk., Biol. M edd. 21, 3 (1949). B raun-B lanquet, J.: Pflanzensoziologie, 2. Aufl. W ien 1951. D iem ont, W. H., G. Sissingh, en V. W esthoff: H et D w ergbiezen — V erbond (Nanocyperion flavescentis) in N ederland. N ederl. K ruidk. Arch., Deel 50 (1940). D rude, O.: D er hercynische F lorenbezirk, L eipzig 1902. E b erh ard t, C hr.: A ckerunkrautgesellschaften u n d ih re A b hängigkeit von B oden und B ew irtschaftung au f verschiedenen B öden W ürttem bergs. A cker- u. P fla n ze n ­ b au 97 (1953/54). E llenberg, H.: U nkrautgem einschaften -als Z eiger fü r K lim a und Boden, S tu ttg a rtL udw igsburg 1950. E llenberg, H.: K ausale P flanzensoziologie au f physiologischer G rundlage. Ber. d. Dtsch. Bot. Ges. 63 (1950). E llenberg, H.: Physiologisches un d ökologisches V erh alten derselben P flan zen arten . Ber. Dtsch. Bot. Ges. 65 (1952). E llenberg, H.: N atu rg em äß e A nbauplanung, M elioration u. L andespflege, S tu ttg a rtL udw igsburg 1954. Geling, R., u nd R. W ünsch: H eim atk u n d e fü r den L an d k reis Gablonz. H. 5/6. Die P fla n zen k u n d e des B ezirkes G ablonz. G ablonz 1939. G oldschm idt, J.: Das K lim a von Sachsen. A bhandl. M eteorol. D ienstes d. DDR (1950). G ranö, O.: D ie F lo ra in ih re r B eziehung zur K u ltu r im Schärenhof von Pörvoo in S üdfinnland. A nn. bot. Soc. zool.-bot. fenn. V anam o 25, 4 (1953). Hegi, G.: Illu strie rte F lo ra von M itteleuropa. Bd. I I I /l. T., 2. A ufl. M ünchen 1957. Hentschel, P.: Ü ber A ckerunkrautgesellschaften in der U m gebung von B ernburg. S taatsex am en sarb . Ms. H alle (1955). H ertzberg, K.: A ckerunkraut-G esellschaften in G em ark u n g en des K reises Schleswig und ih re B rau ch b ark eit zur F eststellu n g w in d g efä h rd e ter u n d o rtsteingeschädig­ te r S tandorte. Diss. K iel (1954).

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