Die Bilanz - Die Onleihe

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Karl-Heinz Paqué DIE BILANZ Eine wirtschaftliche Analyse der Deutschen Einheit Inhalt 1 Schwieriges Erbe .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ...

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Karl-Heinz Paqué

DIE BILANZ Eine wirtschaftliche Analyse der Deutschen Einheit

Inhalt

1 Schwieriges Erbe .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .......

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1.1 Der große Irrtum ............................. ...... 1 1.2 Der Sog des Westens . ....................... ...... 16 1.3 Die nationale Aufgabe ............................ 20 2 Schneller Start .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... 25 2.1 Währungsunion . ................................... 25 2.2 Treuhandanstalt ..................................... 44 2.3 Eigentumsfragen . .................................. 71 3 Forcierte Entwicklung .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... 87 3.1 Wirtschaftsförderung . ...................... ...... 87 3.2 Bauboom und Binnenmarkt . ............. ...... 99 3.3 Sozialstaat in Aktion .............................. 110 4 Industrieller Neubeginn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... 121 4.1 Marktwirtschaft ohne Motor . ............ ...... 121 4.2 Werkbänke ohne Gewerkschaften ............. 142 4.3 Regionale Wachstumspole ................. ...... 161 5 Was ist die Deutsche Einheit wert? .. . . . ....... 181 5.1 Aufbau Ost: Kosten und Leistung . ........... 181 5.2 Der Flurschaden des Sozialismus ........ ...... 208 5.3 Zukunftsaufgaben .................................. 231 Dank .. . . . . . . . . . . . . . . . ...................................... ...... Anmerkungen .. ....................................... ...... Glossar . . . . . . . . . . . . . ...................................... ...... Abkürzungen . . . . ...................................... ...... Statistische Quellen ....................................... Literatur .. . . . . . . . . . ...................................... ...... Register .. . . . . . . . . . .............................................



257 259 274 283 285 286 292

1 Schwieriges Erbe 1.1 Der große Irrtum Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Damit ­begann das schnelle Ende der deutschen Teilung. Nur noch we­­nige Monate bestand sie fort: wirtschaftlich bis zur Ein­­führung der Wirtschafts- und Währungsunion am 1. Juli 1990, politisch bis zur deutschen Vereinigung am 3. Oktober desselben Jahres. Vier Dekaden lang hatte die Teilung überdauert, fast drei davon – seit dem Bau der Mauer 1961 – mit einer nahezu vollständigen Abschottung der DDR-Wirtschaft vom marktorientierten Westen. Mit der Maueröffnung begann ein intensives Rät­­sel­­ raten: Wo stand die ostdeutsche Wirtschaft mit ihrer Leis­ tungs­­kraft, und zwar im Vergleich zum Westen? Die ­Wis­­sen­schaft lieferte geschätzte Zahlen dazu, nach ­bestem Wissen und Gewissen. Sie lieferte mit den Zahlen auch mah­nende Gebrauchsanweisungen. Diese wurden wie üb­­­ lich ignoriert. So waberten schnell Ost-West-Vergleiche der Arbeitsproduktivität als Maß für die wirtschaftliche Leistungskraft durchs Land. Die meistgenannten Zahlen lagen bei einem Verhältnis von etwa eins zu drei bis eins zu zwei. Also: Eine ostdeutsche Arbeitskraft produziert pro Stunde etwa ein Drittel des wirtschaftlichen Wertes ihres westdeutschen Kollegen.1 Oder die Hälfte. So oder ähnlich lautete die Diagnose im Jahr der Vereinigung. Das war die entscheidende Ost-West-Lücke, die es zu überwinden galt. Die Zahlen wurden damals in Politik und Öffentlich­ keit breit diskutiert, aber nicht wirklich hinterfragt. Sie hat­ten eine merkwürdige psychologische Wirkung. Sie

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I Schwieriges Erbe

führ­ten nämlich – wie häufig bei einfachen Zahlen – zu einer Art Illusion der Machbarkeit. Denn allein das Benen­nen der Ost-West-Lücke schuf die Vorstellung, es handele sich um einen messbaren Abstand zum Westen, den es nur mit entschlossenen Schritten zu überwinden galt, und fertig war die Deutsche Einheit. Dabei war der Abstand zwar groß und die Aufgabe damit anspruchsvoll, denn immerhin musste die Produktivität in etwa verdreifacht beziehungsweise verdoppelt werden. Aber mit neuesten Ma­schinen, mit einer modernisierten Ausbildung, mit viel Fleiß und mit der hohen Motivation, die alle hatten, würde das wohl schon klappen. Jedenfalls innerhalb von ein paar Jahren. So weit die Vorstellung. Ein großer Irrtum, der zur bit­teren Illusion wurde. Ob diese vermeidbar war, muss offenbleiben. Wahrscheinlich war sie es nicht. Heutzutage gieren Politik und Öffentlichkeit nach Zahlen. Und wenn die Wissenschaft sich geweigert hätte, Zahlen zu liefern, dann hätten andere geliefert – mit noch schlimmeren Fol­gen. Allerdings waren im Fall der Deutschen Einheit die Fol­gen schlimm genug: Millionen von ost­deut­­ schen Ar­beits­kräften mussten schon nach wenigen Jah­ren ­fest­­stel­len, dass die Welt nach ganz anderen Gesetzen funk­tio­nierte, als es 1990 den Anschein hatte. Die ­Illu­sion der Machbarkeit zerstob schnell. Sie hinterließ einiges an Frus­tration, die in Teilen der Bevölkerung bis heute spürbar ist. Aber zurück zur Ausgangslage. Wenn schon nicht eins zu drei oder eins zu zwei, wie groß war dann 1990 der West-Ost-Abstand in der wirtschaftlichen Leistungskraft? Die ehrliche Antwort lautet: Wir wissen es nicht. Mehr noch: Wir können es gar nicht wissen. Warum? Weil die vier Dekaden deutscher Teilung zu Veränderungen geführt hatten, die sich im Ergebnis jenseits der messbaren Statistiken abspielen. Um dies im Nachhinein zu erkennen, ist es nützlich, eine Art volkswirtschaftliches Fernrohr zur Hand zu neh­

1.1 Der große Irrtum

­­­ men und West- und Ostdeutschland lange vor und wäh­ rend der Zeit der deutschen Teilung im Zeitraffer zu ­be­­­obachten. Wir müssen dabei zunächst weit zurückgehen, in die späten 1920er-Jahre des letzten Jahrhunderts, die Stresemann-Jahre, die Goldene Zeit der Weimarer Republik. Es ist jener letzte Abschnitt der Reichsgeschich­te, in dem der Westen des Reiches, die spätere Bun­des­re­ publik, und der Osten – hier verstanden als die spätere DDR – noch unter normalen marktwirtschaftlichen Ver­ hält­nissen als Teile eines nationalen Wirtschaftsraums beobachtbar waren. Was sehen wir durch dieses Fernrohr? Wir sehen in West und Ost zwei Teile einer Volkswirtschaft, die eng mit­einander verflochten sind. Es sind Teile mit ähnlich gro­ßer Wirtschaftskraft und ähnlich hohem Lebens­stan­ dard. Beide weisen stark industrialisierte Regionen auf, deren Ballungszentren mit ihren Unternehmen ­erfolgreich im internationalen Wettbewerb stehen, so zum Beispiel das Rhein-Ruhr- und das Rhein-Main-Gebiet im Westen und der sächsisch-mitteldeutsche Wirtschaftsraum im Os­ ­­ten. Beide weisen aber auch ländliche Regionen auf, wo es erheblich bescheidener zugeht, so Ostfriesland, die Eifel oder das südliche Bayern im Westen und die Altmark, Meck­lenburg und die Lausitz im Osten. Im Durchschnitt hat der Westen die Nase leicht vorn, genauer: der Nord­ wes­ten, also vor allem die Region des heutigen Nordrhein-Westfalen, denn weite Teile des Südwestens und Bay­­erns sind noch stark agrarisch geprägt. Aber der Un­ter­­­ schied in Wirtschaftskraft und Lebensstandard ist insgesamt nicht sehr groß. Wichtiger noch: Er ist das Ergebnis der his­­torisch gewachsenen Wirtschaftsstrukturen unter markt­­wirtschaftlichen Bedingungen. Er gleicht dem heutigen Unterschied zwischen Deutschland und Österreich. Oder zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz. Der Unter­ schied ist völlig normal und nicht beunruhigend. Er ist, wenn man so will, „natürlich“. Dieser natürliche Unterschied zwischen Ost- und West­

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I Schwieriges Erbe

deutschland überlebt die Erschütterungen der 1930er- und 1940er-Jahre. Die Weltwirtschaftskrise mit ihrem dra­ma­ tischen Produktionseinbruch, die Nazizeit mit ihrer kom­ mandowirtschaftlichen Aufrüstung und der Zweite Weltkrieg mit seiner brutalen Zerstörung, sie alle ver­ändern die deutsche Wirtschaft, es geschieht aber ohne we­­sent­ lichen Unterschied zwischen West und Ost. Zu Beginn der deutschen Teilung gegen Ende der 1940er-Jahre sind West und Ost noch immer in ähnlicher Lage. Und die ist in beiden Regionen verzweifelt, vor allem wegen der Kriegszerstörung und der Opfer an Menschenleben. Dann allerdings trennen sich die Wege, und zwar ra­ dikal. Der Westen kehrt zurück in die marktwirtschaftliche, kapitalistische Welt, wie sie zuletzt in Deutschland in den 1920er-Jahren bestanden hatte. Seine Industrien orientieren sich an Marktsignalen, vor allem an Qua­litäts­ stan­dards und Preisen, wie sie sich an nationalen, euro­ päischen und weltweiten Märkten ergeben. Dies gilt von der Phase des Wiederaufbaus in den frühen 1950er-Jahren bis zur Wie­dervereinigung 1990, also über knapp vier De­ kaden. Und es ist – im historischen Vergleich – weltweit eine Zeit besonders großer Veränderungen durch schnelles Wachstum mit rasantem technischem Fortschritt und zügiger Li­be­ra­­lisierung und Globalisierung der Märk­te. Einen solch tief greifenden Strukturwandel hatte es seit Jahrzehnten nicht gegeben, zuletzt in der langen Frie­dens­­ phase von der Reichsgründung 1871 bis zum Krieg­s­aus­ bruch 1914. Ein Blick auf Fotos oder Filme der frühen 1950er- und der späten 1980er-Jahre genügt, um sich von den atemberaubenden Veränderungen in der westlichen Produktwelt zu überzeugen. Tatsächlich gehen die Veränderungen natürlich noch viel tiefer, als der Augenschein glauben macht. Getrieben von marktwirtschaftlicher Konkurrenz und technischem Fortschritt versucht praktisch jeder Unter­ neh­mer, seine eigenen Produkte ein Stück weit von denen der Konkurrenz abzusetzen. Dadurch werden technische

1.1 Der große Irrtum

Neuerungen forciert und „Marken“ geschaffen, die neue Märkte oder zumindest Marktnischen erschließen und al­ te ausweiten. Es entsteht ein überaus breites Spektrum an Waren und Dienstleistungen der unterschiedlichsten Prei­se­ und Qualitäten. Und ganz nebenbei entsteht in den Betrieben und Un­ ternehmen noch etwas ganz anderes, nämlich neues Wis­ sen. Es ist eine ungeheure Menge an neuem Wissen, das in keiner Schule oder Hochschule gelehrt wird. Es ist Markt­wissen im umfassenden Sinne des Wortes. Tech­ni­ sche, ­logistische, kaufmännische und juristische Be­triebs­ geheimnisse, Kenntnisse über Vertriebswege und Absatz­ kanäle, all dies sorgt dafür, dass die Marktposition jedes Unternehmens möglichst nicht der Konkurrenz zum Op­fer fällt. Und diese Konkurrenz kommt aus West­ deutsch­­land selbst oder aus dem (westlichen) Ausland. Und die tut im Prinzip genau das Gleiche. Natürlich lernt die Konkurrenz auch voneinander. Nur die wenigsten Spezialkenntnisse sind in einer Markt­wirt­schaft auf Dauer geheim zu halten. Aber sobald nach Jahren oder Jahrzehnten ehemals neues Wissen vom Betriebsgeheimnis zum Allgemeingut wird, gibt es schon wieder neue Spezialkenntnisse, die einem die Konkurrenz vom Leibe halten, zumindest vorübergehend. So weit die wirtschaftliche Welt der Westdeutschen in den vier Dekaden der Teilung. In Ostdeutschland sieht die Welt seinerzeit ganz anders aus. Es herrscht Planwirtschaft. Preise werden nicht am Markt, sondern bürokratisch festgelegt – weitgehend unabhängig von Angebot und Nachfrage. Große Teile der Wirtschaft sind verstaatlicht, vor allem die Industriebetriebe. Wettbewerb zwischen den Betrieben findet praktisch nicht statt. Außen­ han­del in nennenswertem Umfang gibt es nur mit den ost­europäischen Planwirtschaften. Er ist streng reglementiert und in der Struktur politisch festgelegt. Von einem Trend zur Liberalisierung und Globalisierung kann nicht die Rede sein.

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Register

Abwanderung 16–22, 34 f., 105, 154, 191 f., 194 f., 202 Agfa 168 Akerlof, George 206 ALG II 239 Anhaltisches Theater 248 Arbeitgeberverbände 54, 124, 150 f., 153 f. Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) 116, 118 f., 238 Arbeitsförderungsgesetz 116 Arbeitsgelegenheiten 119 Arbeitskosten 151 Arbeitskräftequalität 156 ff. Arbeitslosengeld/-hilfe 116, 119 Arbeitslosenquote 117, 145, 147 Arbeitslosenunterstützung 111, 115 ff. Arbeitslosigkeit 41, 105, 119, 154 – DDR 112 Arbeitsmarktverfassung 151 Arbeitsproduktivität 1 f., 10, 124, 149, 197 – Bundesländer 163 ff., 173 – Landwirtschaft 79, 82 – Mittel-/Osteuropa 197 ff. – verarbeitendes Gewerbe 146 f., 149, 155 ff., 161 – regionale Unterschiede 162 f. Arbeitszeit 147 Argentinien 28 Aufbau Ost 7 – vs. Erweiterung West 20, 22 f. – Kosten und Leistung 181–207 – Masterplan 241 f. Aufbau Verlag 66 Aufstocker 238 f. Auto Mobil International 140

Autobahnökonomie 174 f., 178 ff., 193 Automobilbranche 12, 215 – Vergleichbarkeit 9 Baden-Württemberg 221 f. Bankwesen 128 f., 132, 134 f., 138 Barrieren 16 ff. Bartmer, Carl-Albrecht 81 BASF 96 Bauhaus 248 f. Bauwirtschaft 99–109, 123 f., 144, 164 – Entwicklung 103 – Erwerbstätige 100, 102 – Wertschöpfung 101, 103 Bayerische Landesbank 104 Berlin 138 f., 171 ff. Beschäftigungsbilanz 47 Binnenmarkt 99–109 Bismarck, Otto von 85 Bitburger Getränkegruppe 56 Bitterfeld-Wolfen 168 f., 233, 240 Blüm, Norbert 111, 115 Bodenreform 77 Body Look 141 Branchenstruktur 162, 166 f. Brandt, Willy 37 Brauindustrie 56 f. Braunkohle 168 Bruttoanlagevermögen 157 Bruttoinlandsprodukt 114, 117, 122, 184 f., 199, 201, 203, 205 Buna 60 Bundesanstalt für Arbeit 116 f. Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BVS) 47 Bundesergänzungszuweisung 188, 190 Bundesfinanzministerium 39

Register Bundesländer – Arbeitsproduktivität 163 ff., 173 – Föderalismusreform 252 – Industriestruktur 162, 166 f. – Neugliederung 253 f., 256 – Produktionsniveau 165 – Wertschöpfung 163 ff. Bundesministerium für Arbeit und Soziales 111 Bundesverfassungsgericht 77 Bundeswirtschaftsministerium 27, 72, 98 Büroflächen 102 Bürokratieabbau 90 f. Callcenter 136 Chemieindustrie 96 f., 99, 162, 167 ff. Cluster 170 f., 178, 240 Currency Board 28, 32 Dacia 215 DDR – Arbeitslosigkeit 112 – Rentenansprüche 111 – Zentralbank 28, 31 ff. Deregulierung 90 Dessau 248 f. Deutsche Bahn 133, 138 f. Deutsche Bank 132 Deutsche Beteiligungsgesellschaft (DBG) 62 Deutsche Bundesbank 26 ff., 32 f., 39 f., 187 Deutsche Forschungsgemeinschaft 130 Deutsche Post 139, 176 Deutsche Waggonbau 60 Deutscher Bundestag 89, 108, 172 – Untersuchungsausschuss „DDR-Vermögen“ 66 Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) 98, 150 Deutsche LandwirtschaftsGesellschaft (DLG) 81

DHL 129, 176 Dienstleistungen 45, 123 f., 126, 132–139, 164 –, handelbare 127 ff. –, überregionale 135 ff. Direktinvestitionen 198, 215 ff., 220, 223, 225, 234, 243 Dow Chemical 96 Edeka Logistics 176 Eigentumsfragen 71–85 – gesamtwirtschaftlicher Schaden 75 – Privatisierung 74 Ein-Euro-Jobs 119, 238 Eko Stahl 60 Elektrotechnik 209 Elf Aquitaine 96 Enteignung von 1945–1949 (sowjetische Besatzung) 71 ff., 77, 83 f. Erblastentilgungsfonds 50, 187 f., 190 Erhard, Ludwig 8, 42 Ernährungswirtschaft 60 Erweiterung West 20, 22 f., 191 Erwerbsquote 145, 147 Erwerbstätige 144 – Bauwirtschaft 100, 102 – sozialversicherungspflichtig beschäftigt 145 Estland 28 Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 92 ff. European Recovery Program (ERP) 93 f. Exportorientierung 158 f., 167, 170, 183 Exportquote 159 f., 164, 170 FAM Magdeburg 62 f. Felsenstein, Johannes 248 Felsenstein, Walter 248 Finanzföderalismus 244, 256 Finanzkrise, weltweite 28, 104, 138, 169, 243 Finanzpolitik 231, 243–247, 250 ff. Finanzwesen 128 f., 133, 157 f.

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Register Flächentarifvertrag 52, 55, 150, 153, 236 Fonds Deutsche Einheit 187, 190 Förderanlagen 62 f. Forschung und Entwicklung (F&E) 158 ff., 167, 170, 178, 216, 220, 232, 234 Fortschrittsberichte 126 Fotovoltaik 168 f., 233, 240 Franz, Fürst 255 free floating 30 Freizügigkeit, Grundrecht auf 16 Friedman, Thomas 226 Frühverrentung 116, 118 Fünf Weise 31 Games Convention 141 Ganoven GmbH Halle 66 Geldermann 58 Gemeinschaftsaufgabe Regionale Wirtschaftsstruktur (GA) 92 ff., 190, 234 f. Genscher, Hans-Dietrich 37 Gewerbe, verarbeitendes (Industrie) 23, 82, 124 ff., 135 ff., 142–161, 164, 243 – Arbeitsproduktivität 146 f., 149, 155 ff. – Beschäftigte 142 ff., 165 – Bruttoinlandsprodukt 201, 203 – evolutionäre Strategie 201 f. – Förderung 234, 239 – Lohnniveau 148, 202 ff. – Produktion 41, 142, 166 – Struktur 162, 166 f., 240 f. – Wachstum 145 – Wertschöpfung 41, 142 ff., 146, 148, 202 Gewerkschaften 18, 52 f., 55, 124, 151 ff. Gilde Brauerei Hannover 56 Globalisierung 127, 224, 226 f., 230 Goethe, Johann Wolfgang von 23 Grass, Günter 36 f., 207, 229, 237 Gröditzer Stahlwerke 60 Gropius, Walter 249

Großhandel 128 f. Grundsicherung 119 Grundstoffindustrie 60 Hafenstädte 129 Halberstädter Würstchen 60 Halbleiter 169 Halloren Schokolade 60 Hartz IV 119 f., 238, 250 Hassemer, Volker 173 Hasseröder 56 f. Havelberg 218 Heise, Gunter 58 f. Hemmnisbeseitigungsgesetz (1991) 73 Hexion 96 Himmelsscheibe von Nebra 130 f. Holsten-Brauerei AG 57 I. G. Farben 96 Ifo Institut 53 IG Metall 52, 152 f. Immobilien 102 ff., 108 f. – Leerstände 102 – Rendite 103 f. – Wert 102 Industrie siehe Gewerbe, ­verarbeitendes Inflation 39 f. Infraleuna 96 Infrastruktur 89, 102, 139, 179, 232 f., 235 Innovationskraft 14, 169 f., 216 ff., 220 ff., 227, 229 ff., 234 ff., 252, 256 Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 160 Institut für Weltwirtschaft (IfW) 98 Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) 98 Intellektuelle 36 f., 207, 212, 229, 237 Investitionen 92, 121, 250 ff. – Förderung 91–98, 157 –, öffentliche 87 ff., 91, 245 f., 251 –, private 87, 91

Register Investitionsgüterindustrie 60 Investitionsvorranggesetz (1992) 73 ff. Investitionszulage 92 ff., 136, 190 Johanniter 84 Judentum 107, 139 Junker 84 f. Junkers, Hugo 249 Kammerwesen 124 Kapitalstock 70, 74, 99, 126, 156 f. Kartogroup 96 Katte, Christoph von 84 Kaufkraftparität 40 Kiebitzberg Gruppe 219 Kloss & Foerster 59 Koalitionsfreiheit 151 Kohl, Helmut 7, 25, 37 f., 96, 146, 167, 182 Konkurrenz 5 Konsolidierung 244 ff., 250, 252 Konsum, privater 121 Konvertibilität, Beschränkung der 30 Korruption 66 Koschig, Klemens 249 Köstritzer Schwarzbier 56 Kreditabwicklungsfonds 187 Krugman, Paul 226 Kulturbetrieb 130 f. Kundenstamm 56 f., 60 f. Kurzarbeit 41, 118 Kurzarbeitergeld 116 Länderfinanzausgleich 187 ff., 244 Landwirtschaft 78–83 – Arbeitsproduktivität 79, 82 – Entwicklung 79 – Nutzflächen 78 Landwirtschaftliche Produk­ tionsgenossenschaft (LPG) 78, 80 Leipzig 138 ff. – Buchmesse 140 f. – Messe 139 ff. – Waldstraßenviertel 107

Leistungsbilanzdefizit 127, 183 ff., 190 f. Leistungsbilanzsaldo 183 f. Leitwährung, Bindung an 30 ff. Leuna 60, 96 f. Lewerken, Andreas 218 Lewerken, Renate 218 Lieferantennetz 56 f. Lohnniveau Ost 43, 51, 53 ff., 206 – verarbeitendes Gewerbe 148, 151, 153 f., 202 ff. Lohnspreizung 196 Lohnstückkosten 148, 151 Lübzer 56 Magdeburger Erklärung (1992) 73 f. Maizière, Lothar de 25 Management-Buy-out 47, 58, 62 Mansfelder Kupfer und Messing 60 Markenname 56 f., 60 f. Marktwirtschaft 5, 7, 42, 44, 121–142, 211 f., 228 Marktwissen 5, 13 Maron, Monika 37 Meller, Harald 130 f. Mindestlohn 238 Mineralölindustrie 162 Mitarbeiter, qualifizierte 56 f. Mitteldeutscher Rundfunk 254 Mitteldeutschland 254 f. Mitterrand, François 96 MM Extra 58 Modrow, Hans 25 M-O-W Maschinenbau 176 Müller, Uwe 146 Mumm 58 Mustermesse (MM) 140 Nachfrage, gesamtwirtschaftliche 121 Nationalsozialismus 4, 8 Nebra 130 f. Neokolonialismus 36 f., 207 Nettoanlagevermögen 157 Neue Ökonomische Geografie 226

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Register Nice Pak 176 Niedriglohnsektor 238 f. Nokia 97 Nordrhein-Westfalen 221 f. Oetker-Gruppe 56 Öffentlicher Dienst 89 f., 247 Online Games Convention 141 Opel 12 f. Orwo 168 Osterweddingen 176 f. Osthandel 61 Ost-West-Lohngefälle 17 ff., 54, 196 Ost-West-Lücke 1 f. Ost-West-Vergleiche 1 f. – Landwirtschaft 79, 82 – Löhne 151, 153 – wirtschaftliche Leistungskraft 2, 10 – Rente 112 f. Pendlereinkommen 183, 185 Pessimismus 125, 181 f. Petermann, Lothar 63 Petermann, Lutz 63 Peugeot 215 Planwirtschaft 5 f., 14, 42, 44, 106, 122, 137, 208 ff., 212 ff., 217, 227 ff. – Isolation 8, 10, 14 Plattenbau 76, 106 Polen 180, 197–203, 216 Privatisierung 44–71, 95 – Ablauf 48 – Eigentumsverhältnisse 74 – Intransparenz 48 – Kriminalität 65 f. – Lohnniveau 53 ff. – Personalabbau 48, 67 – vor Sanierung 45 f. – Tempo 64 f. Produkt – Marktwert 11 – Qualität 56 f. –, weltmarktfähiges 8, 10–15 – Weltmarktpreise 33 f. Produktion 184 –, kapitalintensive 98 f.

– verarbeitendes Gewerbe 41, 142, 166 –, Wert der 121 Produktionstheorie 155 f. Produktwelten 9 ff., 14, 158 Pückler, Fürst 255 Q-Cells 168 f. Quinn Chemicals 96 Radeberger Brauerei 56 f. Rahmenbedingungen, wirtschaftliche 87 Raiffeisenbanken 135 Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) 61, 213 Renault 215 Renovierung 106 f. Rentenüberleitungsgesetz (1991) 111, 115 Rentenversicherung 111 f., 114 f., 117, 185 Rentenversicherungsanstalt 115 Rentenwert 112 Ressourcen 182 ff. Rohwedder, Detlef Carsten 49 Rotkäppchen Sektkellerei 58 f. Rückgabe vor Entschädigung 71, 73, 75 f. Ruhestand, vorzeitiger 116, 118 Ruhrgebiet 221 f. Sächsische Landesbank 104 Sächsische Olefinwerke 60 Sachverständigenrat zur Be­ gutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 31, 33, 35, 98, 126 Salutas 176 Sanierung, passive 22 – vor Privatisierung 45 f. Schalck-Golodkowski, Alexander 131 Schiffbau 218 f. Schmidt, Helmut 43, 181 Schubert, Helga 37 Schucht, Klaus 121 Schumpeter, Joseph Alois 211 Sekt 58 f.

Register Siemens 232 Silicon Saxony 169, 233 Sinn, Gerlinde 70 Sinn, Hans-Werner 53, 64, 70, 206 SKET Schwermaschinenbau 60 Škoda 215 Slowakei 197–203, 216 Slowenien 197–203, 216 Solar Valley 168 f., 233 Solidarpakt I 187 f. Solidarpakt II 188, 243–247 Solow, Robert 212 Sonderabschreibungen 92 f., 108 Sonderbedarfsbundes­ ergänzungszuweisungen (SoBEZ) 189, 244 f. Sovello 168 f. Sozialgesetzbuch II 238 Sozialismus, Flurschaden des 8, 15, 113, 208–231 Sozialstaat 110–120 Sozialunion 26, 110, 115, 117 Sparkassen 135 Spediteure 128 f. Staatskonsum 246 f., 250 Staatsverbrauch 121, 183 Standortwettbewerb 132 f., 224, 226 f., 236 f., 241 f., 251 Steuerdeckungsquote 251 Steuererleichterungen 87, 92 Strauss, Richard 248 Streik 152 Stresemann, Gustav 3, 8 Subventionen 87, 95 f., 108, 122

Total 96 Tourismus 128 ff. Transfers 110, 114, 117, 121 f., 124, 181, 185 f., 188, 250 Transformation der ostdeutschen Wirtschaft 6, 44, 68, 166 Treuhandanstalt 44–71, 74, 95, 122, 228 – Arbeitsbilanz 46 f. – Defizit 48 f., 55, 60, 66, 70 – vs. Gewerkschaften 52 – landwirtschaftliche Nutzfläche 78 – Legenden 69 – Manager 61 – Personal 67 f. – Schulden 187 – Tarifverträge 52, 54 f., 148 ff., 152 Tschechien 197–206, 215 f. Tschechoslowakei 9

TAKRAF 62 Taminco 96 Tarifvertrag 52, 54 f., 148–154, 236, 238 Technik ohne Unternehmertum 208 ff., 213 f., 229 Technologie- und Gründerzentren (TGZ) 233 Technologietransfer 156 Theorie des optimalen Währungsraumes 34 Theorie des wirtschaftlichen Wachstums 212

VEB Förderanlagenbau 7. Oktober 62 VEB Leuna-Werke Walter ­Ulbricht 96 VEB Rotkäppchen 58 VEB Wärmeanlagenbau Berlin 66 VEM Elektroantriebe 60 Verbrauchsgüterindustrie 60 Verkehrsinfrastruktur 89, 179 Verkehrsprojekte Deutsche ­Einheit (VDE) 89 Vermögensgesetz (1990) 71 f.

Umweltbundesamt 249 UNESCO 248 f. Ungarn 197–203, 216 Unterbeschäftigung 116 f. Unternehmen – Aktiva 56 – Altschulden 49 f. – Kapitalbestand 50 f., 55 – Maschinenpark 50 f. Unternehmertum 208–214, 229 USA – Lohngefälle 19 – Produktivitätsgefälle 161

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Register Versandhandel 136 Verschuldung 244, 250, 252 Versicherungen 128 f., 133 ff., 138 Vertrauen 27, 134 f. Vertriebene 21 Verwaltungswissen 90 Volksbanken 135 Volkskammer 15 – Wahl (1990) 25, 39 Volkswagen 12 f., 215 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 70, 183 Wachstumspole, regionale 161–180 Währungsraum, optimaler 34 Währungsreform (1923) 8 Währungsreform (1948) 6, 8, 42, 92 Währungsunion 25–44, 135 – Intellektuelle 36 f. – Umtauscheckdaten 26 – Umtauschkurs 33 f., 39 f., 43 Waigel, Theo 115 Wanderung siehe Abwanderung Waren, handelbare 127 Wasserthal, Erich 176 f.

Weill, Kurt 249 Weiterbildung 116, 118 Weltwirtschaftskrise (1930–1932) 213 Wertschöpfung 69 f., 122, 124 f. – Bauwirtschaft 101, 103 – Bundesländer 163 ff. – verarbeitendes Gewerbe 41, 142 ff., 146, 148, 202 Wiedereinrichter 78, 80 Wirtschafts- und Währungsunion (1990) 6, 26 Wirtschaftsförderung 87–99 Wirtschaftspolitik 231–243, 251 Wirtschaftswachstum 127, 211 f. Wirtschaftswissenschaft 34, 53, 90, 98, 126, 148, 211 f., 241 Wissen 5, 214 ff., 225, 227 –, technisches 9, 56 f., 156 ff., 209 f., 212, 220 –, Verwaltungs- 90 Wissenschaftlicher Beirat 27, 72 f., 98 Wissenschaftseinrichtungen 232 ff. Wowereit, Klaus 172 Zentralbank (DDR) 28, 31 ff. Zweiter Weltkrieg 4, 76