Die Evolutionslüge - Die Onleihe

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H ANS -J OACHIM Z ILLMER DIE EVOLUTIONSLÜGE Die Neandertaler und andere Fälschungen der Menschheitsgeschichte Unterdrückte Fakten Verbotene Beweise ·...

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H ANS -J OACHIM Z ILLMER

DIE EVOLUTIONSLÜGE Die Neandertaler und andere Fälschungen der Menschheitsgeschichte Unterdrückte Fakten Verbotene Beweise · Erfundene Dogmen

Mit 69 teils farbigen Fotos und 49 Textabbildungen

L ANGEN M ÜLLER

Inhalt

Prolog . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

9

1 Verjüngungskur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Hellseher in Arizona 13 · Phantomzeitalter Tertiär 18 Erdachsenkippung 28 · Superfluten 32 Jungspund Grand Canyon 44 · Frisch hinterlassen 53 Seit ewigen Zeiten 57 · Zeitimpakt Eiszeit 60

2 Knochenwirrwarr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 Bäume, Affen und Hominiden 69 · Der Affe Lucy 71 Flexible Anatomie 73 · Das verpasste Rendezvous 75 Fiktive Stammbäume 79 · Der Abstieg der Bindeglieder 86 · Homo-Spezies 89 · Menschliche Koexistenz 93 · Der aufrecht gehende Bergaffe 97 Wasseraffen 99 · Dramatische Umwälzungen 102 Moderne urzeitliche Füße 108 · Rare Knochen 113

3 Datierung und Willkür . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121 Hot-Spot-Vulkanismus 121 · Jungspund Ostafrikanischer Graben 124 · Kalium-Argon-Würfelspiel 128 Der Unberechenbare 129 · Gemessen und voll daneben 132 Kalzium und Kalkstein 134 · Zu wenige Edelgase 135

4 Lug und Trug: Die Menschwerdung . . . . . . . . . . . . . . . . . 139 Wissensfilter 139 · Wissenschaftliche Manipulation 142 Was nicht sein darf 145 · Menschen vor den Dinosauriern 150 · Zu alte Trittsiegel 154

Der Tertiär-Mensch 159 · Meinungsänderung 167 Umgepflügt 171 · Zu alte Werkzeuge 180 Eine uralte Hütte 187

5 Irrtum Neandertaler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 189 Die Evolution des Neandertalers 189 · Art oder Unterart? 194 · Einfach verschwunden? 195 Sie leben 200 · Aus alt wird jung 204 · Tatort Universität Frankfurt 209 · Scharf geschnitten 214 · Wandernde Fleischesser 220 · Veränderter Lebensraum 239 Neandertaler in der Neuen Welt 259 · Lahmendes Paradebeispiel 261 · Urfamilie vor 5000 Jahren 266

6 Gefälschte Evolutionsbeweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 269 Schweinezahn wird Mensch 269 · Vom Winde verweht 271 Der Java-Affe 273 · Ein Unterkiefer, unzählige Generationen 275 · Der Langzeit-Betrug 277 Schon Haeckel protscherte 279 · Aktuelle Fälschungen 281 Selektion und Mutation 284 · Geschlechtliche Zuchtwahl 291 · Fossilien kontra Evolution 292 Ideologie, Rassismus und Terrorismus 295

Epilog . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 305

Zitierte Literatur 309 Register 323

1 Verjüngungskur

»Einige Aspekte der experimentellen Erd- und Lebensgeschichtsschreibung … finden in der Öffentlichkeit besondere Aufmerksamkeit. Man könnte sie als Zillmers Verjüngungskur für die Erde und ihr Leben plakatieren. Zillmer verkürzt mit Hinweis auf die vermutete Koexistenz von Dinosauriern und Menschen den Zeithorizont der Evolution des Lebens in spezifischen Ausprägungen erheblich«, schrieb Professor Dr. Bazon Brock (2001, S. 16). Diese der Evolutionstheorie widersprechende Koexistenz wurde durch handfeste Funde gestützt, denn der Saurier-Experte Paul C. Sereno fand kürzlich versteinerte Knochen von Dinosauriern, Schwimmsauriern und riesigen Urkrokodilen in der gleichen Oberflächenschicht der Sahara, zusammen mit einem versteinerten Kuhschädel und versteinerten Menschenknochen. Das die Koexistenz von Dinosauriern und Menschen angeblich trennende Zeitalter (Tertiär) stellt eine Phantomzeit dar.

Hellseher in Arizona Während einer Recherche im US-Bundesstaat Arizona wurde ich auf einen ungewöhnlichen Fund aufmerksam, von dem in der Zeitung »Arizona Daily Star« am 23. Dezember 1925 berichtet wurde. In meinem Buch »Kolumbus kam als Letzter« hatte ich Zeichnungen von drei Artefakten aus dieser Sammlung veröffentlicht (Zillmer, 2004, Foto 70). Es war mir zu diesem Zeitpunkt nicht möglich gewesen, Fotos zu bekommen. Diese nach dem Fundort an der Silver Bell Road in der Nähe von 13

Tucson (Arizona) benannten Silverbell-Artefakte bestehen aus Blei. Die bei mehreren Ausgrabungen seit der Entdeckung im Jahre 1924 gefundenen mysteriösen Artefakte wurden 1925 in der Universität von Arizona in Tucson ausgestellt und auch beschrieben. Stammen die aus Blei hergestellten und mit lateinischen sowie hebräischen Texten versehenen Silverbell-Artefakte aus Europa? Alle bedeutenden Kulturen des Mittelmeerraums und Indiens beherrschten schon früh die Verarbeitung von Blei. In großem Stil wurde im antiken Italien Blei für den Bau von Wasserleitungen, Trinkbechern und Essgeschirr verarbeitet. »Die ältesten iberischen Schriftdenkmäler sind Bleiplatten« (Haarmann, 1998, S. 420), und in einem Wikingergrab fand man eine Platte aus Blei mit einer Würdigung der Taten des Toten. Andere Ausgrabungen brachten mittelalterliche Amulette aus Holz und Blei mit lateinischen Lettern und Runen zu Tage (Düwel, 2001, S. 227–302). Eine Analyse des Bleis der Silverbell-Artefakte am 24. August 1924 in Tucson ergab einen Bleigehalt von 96,8 Prozent mit geringen Beimengungen von Gold, Silber, Kupfer und Zink. Es wurde festgestellt, dass die ursprüngliche Bleischmelze aus Erz hergestellt wurde, das im Südwesten der Vereinigten Staaten vorkommt. Die Artefakte scheinen also vor Ort in der Nähe des Fundortes hergestellt und nicht über den Atlantik eingeführt worden zu sein. Es handelt sich um über dreißig Artefakte: Schwerter und religiöse Kreuze aus Blei, die teilweise Zeichnungen und Inschriften tragen. In dem hier diskutierten Zusammenhang spielt ein auf einem Schwert dargestellter langhalsiger Sauropode (Dinosaurier) eine interessante Rolle. Ein Bericht, der am 23. Dezember 1925 in der »New York Times« erschien, rückte diese Funde in das Rampenlicht des amerikanischen Interesses und entfachte einen Streit unter Experten. Der führende Archäologe der Universität von Arizona, Dean Byron Cummings, trat neben anderen Fachleuten für die Echtheit der Funde ein. Aber ihr weiterer Verbleib war unbekannt. In der Universität waren sie anscheinend nicht mehr. Schließlich führte ein Hinweis zum Museum der Arizona Historical Society in Tucson. Ein erstes Telefonat brachte jedoch kein positives Ergebnis. 14

Bei meinem anschließenden Besuch im Museum wurde mir dann mitgeteilt, dass die Artefakte im Museumskeller verstaut sind – Besichtigung ausgeschlossen. Mein Hinweis, dass ich extra wegen dieser Funde aus Deutschland angereist sei, zeigte dann Erfolg. Eine alte Frau führte meine Frau und mich in die unterirdischen Gänge. Dann stand sie vor uns: eine Holzkiste. Etwas Geheimnisvolles legte sich wie ein Schleier über uns, als ich die Kiste öffnete. Die über 30 Stück zählenden und angeblich aus dem Jahre 800 stammenden Silberbell-Artefakte waren fein säuberlich in extra ausgeschnittene Holzformen eingelegt, die sich in mehreren herausnehmbaren Holzschüben befanden. Mehr als die Hälfte der Funde durfte ich fotografieren (siehe Fotos 1 und 2). Die restlichen Schübe blieben mir verschlossen, da ich keinen offiziellen Termin im Voraus über die Museumsleitung beantragt hatte. Nähere Details über die Fundumstände hoffte ich in der Bibliothek des Museums zu erfahren. In einer Tasche befanden sich tatsächlich Originalfotos von den Ausgrabungen, die über fünf Jahre bis 1928 andauerten. Ausführliche Grabungsberichte nebst Grabungsskizzen, weiteren Fotos und die Beschreibung der gefundenen Artefakte konnte ich dem nie veröffentlichten Bericht von Thomas W. Bent (1964) entnehmen, der an den Ausgrabungen beteiligt war. Ein Fund fesselte mich besonders, denn auf sensationelle Weise ist auf einem der Bleischwerter ein Dinosaurier abgebildet. Falls die Artefakte gefälscht sind, muss der Fälscher etwas dümmlich gewesen sein, denn Dinosaurier wurden erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts rekonstruiert. Zeigen ältere Zeichnungen diese Urtiere, müssen Menschen irgendwann lebende Dinosaurier gesehen haben, oder sie hatten noch ältere Bilder von ihnen, die es aber nicht geben darf, falls unser Weltbild richtig sein soll. Die Abbildung eines Dinosauriers auf einem ins Jahr 800 datierten Artefakt entlarvt den Fund scheinbar als Fälschung. Oder etwa nicht? Betrachtet man die Zeichnung auf dem Schwert, die vielleicht einen damals im Südwesten Amerikas beheimateten Apatosaurus oder Diplodocus darstellen könnte, dann fällt die Haltung dieses Sauropoden auf. In meinem 2002 erschienenen »Dinosaurier Handbuch« habe ich die Haltung dieser Urtiere kontrovers und unter Berück15

sichtigung neuester Forschungsergebnisse diskutiert. Diese weisen darauf hin, dass Sauropoden entgegen der bisherigen Auffassung ihren Hals waagerecht hielten und nur geringfügig anheben konnten, da sich sonst die Halswirbelknochen verkeilt hätten (Zillmer, 2002, S. 89 ff.) Auch die Schwänze wurden in Verlängerung der Wirbelsäule horizontal gehalten, in der Luft balanciert oder im Wasser schwimmend, da man keine Schwanzschleifspuren zwischen versteinerten Fußabdrücken findet. Entsprechend waren bis vor wenigen Jahren in jedem wissenschaftlichen Werk und in den Museen den Schwanz auf dem Boden hinter sich herschleifende Dinosaurier mit hoch erhobenen Köpfen zu sehen, oft in Känguru-Pose. In dieser Haltung aufgebaute Skelette werden derzeit in den Museen weltweit umgebaut, soweit das Geld dazu zur Verfügung steht. Falls die 1924 ausgegrabenen SilverbellArtefakte gefälscht sind, wäre erstens allein die Abbildung eines Dinosauriers grundsätzlich schon ein nicht zu verzeihender Fehler gewesen, denn vor 1800 gab es keine Rekonstruktionen von Dinosauriern, und hätte zweitens ein Künstler die Artefakte kurz vor der offiziellen Entdeckung zu Beginn der 1920er-Jahre geschaffen, würde er den Saurier so dargestellt haben, wie zu dieser Zeit allgemein und auch in wissenschaftlichen Werken postuliert: mit aufgerichtetem Hals und auf dem Boden schleifenden Schwanz. Falls die Artefakte gefälscht sind, dann war der damalige Künstler ein Hellseher, da er diesen Sauropoden analog der erst ungefähr 70 Jahre später aufkeimenden wissenschaftlichen Erkenntnis anatomisch richtig darstellte. Oder sind die Artefakte doch authentisch? Wusste man vielleicht vor über 1200 Jahren noch, wie Dinosaurier aussahen, oder gab es damals sogar vereinzelt noch lebende Tiere? #1 Beweisen die Fundumstände die Echtheit der Funde? Die Fotos von den Ausgrabungen zeigen, dass die umstrittenen Artefakte in einer von den Geologen »caliche« genannten, betonartigen Schicht fest eingebettet waren. Diese aus Kalziumkarbonat bestehende geologische Schicht kommt in weiten Gebieten im Südwesten der Vereinigten Staaten vor, bildet eine Art Naturbetonschicht und wird deshalb auch »desert cement«, also »Wüstenzement«, genannt. Stephen Williams, Professor für amerikanische Archäologie und Eth16

Abb. 1: Haltung. Anatomisch richtige, modern anmutende Darstellung (B) eines Sauropoden mit gerader Hals- und Schwanzhaltung auf einem 1924 ausgegrabenen, angeblich aus dem Jahr 800 stammenden Schwert in Tucson (C). Gemäß der 1924 herrschenden Lehrmeinung hätte der Sauropode mit hochgerecktem Kopf und schleifendem Schwanz dargestellt werden müssen (A), wenn das Artefakt eine Fälschung sein soll.

nologie an der Harvard-Universität, stellt die Silverbell-Artefakte in seinem Buch »Fantastic Archaeology« als Fälschung dar, wundert sich aber gleichzeitig, wie der angebliche Fälscher diese Artefakte in der betonartigen Caliche-Schicht fest einbetten konnte, sodass der »Eindruck« einer ungestörten Fundlage entstand, denn die Ausgrabungen wurden ja offiziell von Archäologen der Universität Tucson vorgenommen (Williams, 2001, S. 242). Es wurde festgestellt, dass sich diese spezielle Caliche-Formation großflächig entlang der Tucson Mountains (Gebirgskette) erstreckt und damit kein »punktuelles«, eventuell künstlich mit gleichzeitig eingebetteten Artefakten hergestelltes Vorkommen darstellt (Bent, 1964, S. 321). Dean G. M. Butler vom College of Mines and Engineering an der Universität von Arizona bestätigt zusätzlich, dass der Caliche angeblich ganz langsam erhärtet und »keine Chance besteht, dass die Artefakte nach der Ankunft der Amerikaner in diesem Gebiet in diese Formation hätten eingebettet werden können« (Bent, 1964, S. 323, vgl. S. 177). Obwohl ich hinsichtlich der Verfestigungsdauer anderer Ansicht bin, denn Kalziumkarbonat erhärtet relativ schnell, stellt doch die feste Einbettung der Silverbell-Artefakte in die Caliche-Formation einen Beleg für die Echtheit der Funde dar. Andererseits wäre aber das gemessene Alter der Caliche-Formation in geologischen Zeiträumen relativ jung, nämlich höchstens 1200 Jahre alt, und der 17