Die frühen Jahre

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Die frühen Jahre Am 15.12.1850 beginnt die Geschichte um eines der interessantesten und ältesten Automobilwerke der Welt. An diesem Tag erhielt Ignatz Schustala die Fabrikgenehmigung. Die “Schustala Nesseldorf” wurde in Nesseldsdorf (heute Koprivnice) nähe Ostrava in der Tschechei gegründet. Dieses Werk gehörten in den Jugendtagen des Automobilbaus und während der K.u.K.Monarchie zu AUSTRO-DAIMLER (heute u.a. Steyr). 1891 starb Ignaz Schustala Er erlebte die Fertigstellung des ersten Automobilsseiner Firma, den Nesselsdorf Prezident von 1897/98. Sein Vorbild, der Benz-Motorwagen war nicht zu übersehen. Um 1900 stand der Nachfolger des Prezident in den Schaufenstern, der Nesselsdorf A. Es war der erste Wagen der von Hans Ledwinka konstruiert wurde. Ledwinka arbeitete ab 1897 für die Nesselsdorfer Wagenbau-Fabriks-Gesellschaft. 1905 wurde er der Chefkonstrukteur des Werkes. 1917 verlies er das Unternehmen, um 1921 als technischer Direktor zurück zu kommen. Bis 1916 brachte das Werk in Nesselsdorf folgende Automobile auf den Markt: Baujahr Name Produzierte Stück Foto 1897 Nesselsdorf Prezident ? 1900 Type A 22 ? 1902 Typ B 38 1904 Typ C 2 ? 1904 Typ D 12 1905 Typ E 8 1906 Typ F 3 1906 Typ J 11 1909 Typ S 37 1914 - 1922 Typ T, T21 ? ? 1915 - 1921 Typ U, T10 ? ?

Fusion und Umbenennung in Tatra Das Werk Tatra entstand 1923 durch die Fusionierung der Nesselsdorfer Wagenbau-FabriksGesellschaft mit den Waggonfabrik Ringhoffer AG in Prag-Smíchov. Ab 1920 tragen alle Automobile den Namen Tatra. Die Zentrale wurde von Wien nach Prag verlegt. Die ehemalige wiener Zentrale wurde in Austro-Tatra umbenannt. Das erste Automobil der fusionierten Tatrawerke war der Prototyp 11

Eine vollständige Liste aller bekannten Tatra Modelle gibt es im Internet unter http://de.wikipedia.org/wiki/Tatra_(Unternehmen)

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Tatra entdeckt die Stromlinie Am 4. März 1934 wurde die Serienproduktion vom Tatra T77 aufgenommen – des ersten serienmäßig produzierten aerodynamischen Automobils der Welt. Die Flugzeugproduktion in Tatra wurde begonnen.

Nach den Münchner Verträgen bekam Deutschland zunächst das Sudetenland zugesprochen, was die Nazis dazu veranlasste 1938/39 auch die restliche Tschechei (Teilweise ethnisch-ungarisch) zu annektieren (Böhmen und Mähren) Koprivnice lag im Grenzgebiet zwischen der Tschechei und der Slowakei und die Grenze verlief nach der Annektierung nun ungünstiger Weise mitten durch die TatraWerke. Lager und Logistik auf der einen Seite und die Fertigung auf der anderen Seite. In dieser Zeit (1937) wurde der Tatra 87 als Nachfolger des Typs 77 A präsentiert.

Besonders seine Rückansicht verdeutlicht die Extravaganz des von Hans_Ledwinka entworfenen Fahrzeugs. Sein eigener 77 steht heute im deutschen Museum in München. Um den unbefriedigenden Umstand der Werksteilung zu beseitigen begab sich Ledwinka zu Naziführung und beantragte die „Eingliederung ins Reich“ für den slowakischen Teil der Tatra-Werke. Dieser Bitte kamen die Nazis natürlich nur zu Gerne nach. Aus lauter Dankbarkeit beschlagnahmten sie alle Tatra-Patente und beauftragten Porsche mit der Konstruktion und dem Bau eines KDF-Wagens. KDF = „Kraft durch Freude“ eine Organisation für erholungsuchende und verdiente Deutsche. In etwa vergleichbar mit den Sozialwerken der Gewerkschaften heute. Der KDF-Wagen ist seit Beginn des Wirtschaftswunders bekannt als VW Käfer. Speziell bei dem T-97 (der Bau dieses Modells musste auf Anordnung Hitlers eben wegen dieser Ähnlichkeit eingestellt werden), T-87 und dem T-57 sieht man die frappierende ähnlichkeit der Konstruktionen. Laut dem Buch „Car Wars“, sagte Adolf Hitler, dass Tatra seine Art von Wunschautos auf Autobahnen wären. Später gab Ferdinand Porsche zu, „über die Schultern Ledwinkas geschaut zu haben bei der Entwicklung des KdF-Wagens.. Tatra verklagte Porsche auf Schadensersatz. Jedoch unterbrach Hitler diese Anklage und sagte er würde die Angelegenheit regeln - er lies die Produktion des 97 stoppen. Tatra eröffnete nach dem Krieg eine Anklage gegen Volkswagen. Im Jahr 1961 entschied das Gericht, Tatra solle 3.000.000 DM (ca. 1.533.900 €) als Entschädigung von Volkswagen erhalten.

Nach dem Krieg Der nächste Meilenstein war der Tatra 600 oder Tatraplan.

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Hier sieht man schon in welche Richtung die Zukunft gehen würde. Integrierte Lampen und Verkleinerung der Heckflosse. Der nächste Schritt stellt dann schon der 603 dar. 1950 wurde die Herstellung von PKW aus Nesseldsdorf, oder Kopřivnice wie es jetzt heißt eingestellt. Da aber für die Regierungsangestellten kein adäquates Transportmittel zur Verfügung stand wurde dem Tatrawerk 1955 die Erlaubnis zur Herstellung eines Luxuswagens erteilt. Der erste 603 rollte 1956 vom Band und hatte 3 Frontscheinwerfer. Bis 1963 wurde der Wagen ohne nennenswerte Änderungen hergestellt. In diesem Jahr bekam der Entwurf sein erstes Facelift und damit einen vierten Frontscheinwerfer verpasst. Die nächste und letzte Überarbeitung blickte 1968 das Licht der Welt. Jetzt rückten die Lampen weiter nach Außen.

Die Neuzeit Der nachfolgende Tatra 613 ist ein recht kantiger Geselle. Das Design richtete sich nur noch nach dem Zeitgeist. Trotzdem ist der 613 alleine durch seine technische Konstruktion ein bemerkenswertes Auto. Der letzte Versuch des Tatrakonzerns war der Tatra T700 und stellt den letzten in Kopřivnice konstruierten Serien PKW dar. Er wurde von 1996 bis 1999 nur 65 Fahrzeuge gebaut.

T613

Prospekt

T700

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