Die Landjugendzeitung für Bayern - (KLJB) Bayern

Die Landjugendzeitung für Bayern - (KLJB) Bayern

Nr. 4 Dezember 2004 LandSicht Die Landjugendzeitung für Bayern 1 LandSicht Nr. 4 | Dezember 2004 Editorial Inhalt Aktuell Biermösl Blosn nach ...

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Nr. 4 Dezember 2004

LandSicht

Die Landjugendzeitung für Bayern

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LandSicht Nr. 4 | Dezember 2004

Editorial

Inhalt

Aktuell Biermösl Blosn nach Taxöldern Vom 5. bis zum 7. November fand in Pappenheim der Herbst-Landesausschuss der KLJB Bayern statt. 26 Delegierte und der Landesvorstand tauschten sich aus, feierten den Abschluss des Projektes neu-LAND-Siedler und machten sich schon Gedanken über ein neues Projekt.

Liebe Leser, liebe Leserinnen,

Aktuell Landesausschuss in Pappenheim

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Agrar Zentral-Landwirtschaftsfest

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neu-LAND-Siedler Ein Rückblick zum Projektabschluss

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Persönlich KLJB pflegt Kontakte zu Politikern und Politikerinnen

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International Senegal-Partnerschaft

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Aus den Diözesen Neues aus Augsburg und dem Landkreis Schwandorf

Die Ortsgruppe Taxöldern, Diözese Regensburg, hat beim KLJB-Projekt neu-LAND-Siedler gewonnen! Bei der Siedler-Party am Samstagabend wurden die Sieger gekürt, die tollsten Aktionen vorgestellt und einfach gefeiert. Die 15 Taxölderner Jugendlichen rund um Anita Bollinger haben die Ortsgruppen Niedernkirchen und Michelfeld aus den Diözesen Passau und Bamberg klar überholt. Seit November 2003 beteiligten sich insgesamt 27 KLJB-Ortsgruppen am Siedler-Spiel, bei dem Landjugendliche vor Ort aktiv waren (Mehr zu den einzelnen Aktionen lest ihr auf Seite 6): Der Preis für die siegreichen Jugendlichen ist ein Exklusivauftritt der Biermösl Blosn, der Band der Gebrüder Well, die „bayerische Folklore und Dialekt auf eine besondere subversive Art verbinden“ (Homepage). Die Zweit- und Drittplatzierten erhielten Freikarten für das Konzert und jeweils einen kompletten Satz des Brettspiels Die Siedler von Catan mit allen Erweiterungen, auf dem die neu-LAND-Siedler bekanntermaßen basieren. Aus Michelfeld und Taxöldern waren jeweils fünf Siedler nach Pappenheim angereist – zusammen mit den Ausschuss-Delegierten feierten sie das erfolgreiche Projekt.

ob mir der Platz reichen wird für einen Jahresrückblick 2004? Wir haben so viel gemacht: Die Landesversammlung mit der Verabschiedung des alten Vorstandes: Evi Maier, Matthias Keßler, Tom Schmidt und der Wahl einer neuen Vorsitzenden: Verena Meurer. Um sie zu entlasten, hat sich ein Unterstützerkreis gebildet. Zwei Landesausschüsse, auf denen wir uns unter anderem mit den Themen Europa, religiöse Arbeit im Verband und einem neuen Projekt für 2005/2006 beschäftigt haben. Das Projekt neu-LAND-Siedler mit Handelsund Bauphase und Abschlussparty mit Ehrung der Gewinnergruppen. Unsere erfolgreiche Präsentation auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest. Der Abschluss der Projektphase von eternergy – KLJB Bayern für Erneuerbare Energien. Die lebendige Partnerschaft mit der senegalesischen Landjugend UJRCS. Die Aktionen unserer Landesarbeitskreise: Der Arbeitskreise Internationale Solidarität (AKIS) hat die MIJARC-neu-LAND-Tour durch Nordbayern mit Gästen aus Afrika organisiert, der Arbeitskreises Frauen (FRAK) traf sich zu einer Austauschrunde mit Politikerinnen des Bayerischen Landtags und der Fachkreis Agrarpolitik (FKAP) beschäftigte sich kontinuierlich mit den Themen Gentechnik und Agrarreform und nahm die Vertretung in Ausschüssen des Bayerischen Bauernverbandes wahr. Die Werkbriefe: Filme in der Jugendarbeit und Eine-WeltKirche im pastoralen Bereich und ein verbandlicher Doppelwerkbrief Projekte in der Jugendarbeit. Die Kürzungen in der Jugendarbeit haben uns im politischen Bereich aktiv werden lassen: Demonstrationen und Lobbyarbeit, vor allem persönliche Gespräche mit verantwortlichen Politikerinnen und Politikern. Unsere Positionen zu den Themen Gentechnik, zum Erneuerbare Energien Gesetz, zur Agrarreform und zum Volksbegehren „Aus Liebe zum Wald“. Ganz schön viel! Das alles war und ist nur möglich dank des großen ehrenamtlichen Engagements unserer Mitglieder. Danke!

Strahlende Siegerinnen: Ilonka Beck und Anita Bollinger schneiden die Siedler-Torte an, die Projektgruppenmitglied Eva Maier gebacken hatte (v.l.)

Eure Da ist Bewegung drin! Monika Crusius führt die Polonaise beim Studienteil zum neuen KLJB-Projekt an

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LandSicht Nr. 4 | Dezember 2004

Stolz auf den dritten Platz: Die Ortsgruppe Michelfeld hat mit nur sechs Mitgliedern Tolles geleistet

Kronungen in der Diözese Würzburg, wo das Thema Gentechnik einen Gemeinderatsbeschluss gegen den Einsatz von genmanipuliertem Saatgut bewirkte.“ Bundes- und Landesvorstand begeistert neu-LAND-Siedler ist Teil der bundesweiten KLJB-Kampagne „neu-LAND – hier wird gebaut“. Deswegen war Dr. Birgit Hoyer vom Bundesvorstand angereist, um die Siegergruppen zu ehren. Sie war begeistert von der bayerischen Variante des Spiels, das „alle Ebenen umspannt und den Blick auf das Land richtet. Mit dem Projekt sind wir in Politik und Öffentlichkeit aufgefallen: KLJB – das sind doch die mit neu-LAND?!“ Monika Vester, Landesgeschäftsführerin der KLJB Bayern, ist sehr zufrieden mit dem Projekt: „Die KLJB- Ortsgruppen präsentierten sich inhaltlich und engagiert im Ort und für das Dorf und machten hervorragende Öffentlichkeitsarbeit. Im Vordergrund standen ideenreiche Aktionen und vielfältige Bildungsveranstaltungen, die Wirkung zeigten, wie zum Beispiel in Die aktuellen ehrenamtlichen Diözesanvorstände

Nach dem Projekt ist vor dem Projekt Kaum ist ein Projekt abgeschlossen, beginnen die Planungen für das nächste... So ganz ist noch nicht klar, was genau laufen soll in den nächsten zwei Jahren. Fest steht aber: Es wird um das Thema Bewegung gehen. In einem Studienteil haben die Delegierten in Brainstormings, Rollenspielen und Schreibgesprächen ihrer Phantasie freien Lauf gelassen und viele tolle Ideen zum „B“ entwickelt – zur körperlichen Bewegung, zur Bewegung über Landesgrenzen hinweg, zur geistigen Bewegung, zum Sichbewegen-lassen, und und und. Man darf gespannt sein, was auf die Siedler folgen wird. Religiöse Arbeit im Verband In einem zweiten Studienteil ging es dann um das „K“. Zuerst stellte Landesseelsorger Dr. Ralph Neuberth die Ergebnisse einer Umfrage vor, die bei der diesjährigen Landesversammlung am Volkersberg mit rund 80 KLJB-Multi-

plikatorinnen und Multiplikatoren zu verschiedenen Fragen des Glaubens durchgeführt wurde. Nach einem Austausch zu den Schwerpunkten Gottesdienstform und Spiritualität, Verhältnis KLJB – Kirche und Glaubensfragen diskutierten die Delegierten in großer Runde. Interessant war auch, dass Mitglieder des Theologischen Arbeitskreises und Doris Obernöder, Landesvorsitzende der ELJ (Evangelische Landjugend in Bayern) mit dabei waren. Ein ausführlicher Bericht über die Umfrage erscheint in der nächsten Ausgabe der LandSicht.

Dr. Birgit Hoyer aus dem Bundesvorstand ist begeistert von der bayerischen Variante der Bundes-Kampagne neu-LAND - hier wird gebaut

Aus Liebe zum Wald Einstimmig verabschiedeten die Delegierten außerdem ein Positionspapier zum Volksbegehren „Aus Liebe zum Wald“, das sich gegen die anstehende Forstreform in ihrer jetzigen Form wendet. Die KLJB Bayern begrüßt den demokratischen Prozess, den das Volksbegehren anstößt. Sie hofft, dass sich eine breite Mehrheit der bayerischen Bevölkerung im Vorfeld eines Volksentscheids mit dem Thema intensiv auseinandersetzt. Mehr Informationen, Kritikpunkte am Gesetzesentwurf und der Beschluss sind unter www.kljb-bayern.de zu finden.



Uli Suttner

Augsburg Lore Nakasci, Michaela Holzhauser, Oliver Wittwer Bamberg Lukas Carlé, Lydia Carlé, Marion Schneider, Tanja Roth Eichstätt Andrea Pfaller, Regina Gehring, Thomas Mairoser

So unterhaltsam kann Gremienarbeit sein: Corinna Fahnroth, Ruth Weisenberger und Jochen Friedrich (v.l.) informieren sich über das Volksbegehren Aus Liebe zum Wald

München und Freising Maria Festner, Sebastian Maier, Simone Lechner, Wolfgang Ehrenlechner Passau Daniela Wimmer Dorfbekannte Hühnerprofis und Gewinner bei neu-LAND-Siedler: Die Ortsgruppe Taxöldern mit Landesgeschäftsführerin Monika Vester (links) und Eva Maier (rechts) aus der Projektgruppe

Regensburg Caro Wolf, Florian Muhrer, Regina Klement, Tobias Schmauß Würzburg Nicole Arweiler, Ruth Weisenberger

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LandSicht Nr. 4 | Dezember 2004

Agrar KLJB auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest - ein Rückblick Unser Messeauftritt war ein voller Erfolg, hat viele Menschen erreicht und allen Beteiligten großen Spaß gemacht! Das Zentral-Landwirtschaftsfest fand vom 18. bis 26. September auf der Theresienwiese statt und wurde von rund 370.000 Menschen besucht. „Oh je, ist´s da kalt ...“! So riefen zuerst die meisten Standbetreuer/-innen, wenn sie am Morgen um 8.30 Uhr Halle 9 betraten und sich etwas klamm am Stand der KLJB Bayern, einem Bushäuschen, zur Vorbesprechung versammelten. Aber dann ging´s auch gleich los: Namensschilder dran, Postkarten- und Zeitschriftenständer nachfüllen, Geldkassette aufsperren – und schon kamen die ersten Besucher und schauten neugierig, was es am Bushäuschen und drum herum alles zu entdecken gab. Und spätestens nach eineinhalb Stunden kamen dann bei all den Aktivitäten auch die Letzten ins Schwitzen! Noch mal zur Erinnerung Unser Verband gestaltete zusammen mit der Evangelischen Landjugend und den Bayerischen Jungbauern einen gemeinsamen Stand auf dem ZLF, gestaltet als Dorf. Wir stellten dabei unser derzeit aktuelles Projekt neu-LAND-Siedler mit einem Sinnesparcours mit den Siedlerrohstoffen Weizen, Sonnenblumen, Kar-

Markus Spiegel, Andrea Pfaller und Christian Hirtreiter (v.l.) testen den FühlParcours mit neuLAND-Siedler-Rohstoffen... Eigentlich ist er für die Barfuß-Nutzung gedacht!

toffeln und Hühnern (hier ersatzweise Federn) sowie zusätzlichen Naturmaterialien vor. An den Wänden des Bushäuschens gab es noch zusätzliche Infos zu neu-LAND-Siedler und anderen wichtigen KLJB-Aktionen und -Projekten der jüngeren Vergangenheit nachzulesen.

Standbetreuung – macht einfach Spaß! Für die Betreuung unseres Stands brachten alle Standbetreuer/-innen das nötige Rüstzeug mit: Begeisterung und Wissen, um dem zahlreichen Messepublikum unseren Verband nahe zu bringen, aber auch Kinderliebe, da vor allem die Kleinen unseren Sinnesparcours mit Begeisterung in Beschlag nahmen. Ein Highlight für das Standbetreuerteam kam gleich am ersten Tag: während eines Rundgangs mit Ministerpräsident Stoiber, Landwirtschaftsminister Miller und Bauernverbandspräsident Sonnleitner war plötzlich der laute Ruf von Minister Miller zu vernehmen: „Da ist die Landjugend, da müssen wir hin!“ Nach einem kurzen Gespräch verewigten sich alle drei auf der Graffitiwand im Bushäuschen. It´s Showtime Um möglichst viele Menschen für neuLAND-Siedler zu begeistern, veranstalteten wir auf der großen Bühne zweimal eine Quizshow rund um das Projekt und die KLJB mit prominenter Beteiligung. Unterhaltsam moderiert von Eva Maier und Uwe Globisch machten Bauernverbandspräsident Gerd Sonnleitner, Josef Thoma, Abteilungsleiter Marketing pflanzliche Produktion bei der BayWa, Landesvorsitzende Verena Meurer sowie Anita Bollinger (KLJB Taxöldern) und Ramona Hackel (KLJB Wittibreut) bei den Fragen eine gute Figur. Zum Schluss gab es zwei Siegerinnen: Anita Bollinger und Verena Meurer gewannen je ein von der Firma Kosmos zur Verfügung gestelltes Siedlerspiel. Herzliche Gratulation!

Evangelischen Landjugend, Ludwig Raßhofer und Stefan Groß, sowie zwei Vertreterinnen der Österreichischen Landjugend teil. Verena wies dabei darauf hin, dass es zum einen in vielen Bereichen (Schule, Ausbildung, Freizeit) erschwerte Bedingungen für Landjugendliche gebe, aber auch Handlungsmöglichkeiten (Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs, Stärkung der Verbandsarbeit, bessere Einrichtung im Dorf) zur Verbesserung dieser Situation bestehen. Eine weitere Podiumsdiskussion hatte den Bereich „Nebenerwerbslandwirtschaft“ zum Thema. Hier vertrat Josef Gürster, Mitglied des Fachkreises Agrarpolitik, die KLJB Bayern. Josef betonte dabei, dass Nebenerwerbsbetriebe vor allem Betriebszweige wie zum Beispiel Nachwachsende Rohstoffe aufnehmen sollten, die eine geringere Arbeitsbelastung mit sich bringen, um neben der Landwirtschaft genug Zeit und Kraft für einen außerlandwirtschaftlichen Beruf und die Familie zu haben. Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch eine Ausbildung, die für eine Arbeit außerhalb des landwirtschaftlichen Betriebs qualifiziere.

im Gewühl des ZLF hochhielten und dabei dem Messepublikum unseren Verband nahe brachten. Herzlichen Dank euch allen!!



Uwe Glas

Rund um die neuLAND-Siedler dreht sich das Quiz, bei dem auch Anita Bollinger, Taxöldern, Ludwig Thoma von der BayWa und Elmar Schäfter, Bundesvorstand, (v.l.) mitmachen

Dank Zum Schluss nochmals ein herzliches Dankeschön an die ZLF-Vorbereitungsgruppe mit ihren Mitgliedern Maria Anzengruber, Sabine Holzendorf, Eva Maier, Andrea Pfaller, Stefan Bollinger, Tobias Schmauß und Uwe Glas! Während mehrerer Treffen hat diese Gruppe unzählige Ideen entwickelt, deren Umsetzung ausgeheckt und zu guter Letzt noch eifrigst bei der Standbetreuung mitgeholfen. Weiter gilt ein großer Dank den rund 35 Standbetreuern und –betreuerinnen, die für 9 Tage die Fahne der KLJB

Ralph Neuberth begrüßt Landwirtschaftsminister Josef Miller und Ministerpräsident Edmund Stoiber am Stand der KLJB Bayern

Und es gab noch mehr ... Einen weiteren Höhepunkt stellte die Podiumsdiskussion zur Situation der Jugend auf dem Land dar. Neben der KLJB-Vorsitzenden Verena Meurer nahmen der Mitautor der Shell-Jugendstudie, Arthur Fischer, die Vorsitzenden der Bayerischen Jungbauern und der

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LandSicht Nr. 4 | Dezember 2004

Werkmaterial Eine-Welt-Kirche

Vorabdruck aus dem Werkbrief

Der neue Werkbrief bietet Einblicke in die Vielfalt der Welt-Kirche - Impulse für uns und zur Vorbereitung auf den Weltjugendtag 2005.

Uwe Globisch und Ralph Neuberth sprachen mit Prof. Francis D`Sa über sein Leben in zwei Welten. Das ganze Interview gibt `s im neuen Werkbrief Eine-Welt-Kirche (siehe links). Vorab hier schon mal ein paar Schmankerl.

Das praxisorientierte Lese- und Arbeitsbuch bietet fundierte und anregende Informationen zur Situation und zum Leben der Kirche in den verschiedensten Teilen der Welt: Theologische Aufbrüche, neue Ansätze kirchlichen Lebens (zum Beispiel die afrikanischen Kleinen Christlichen Gemeinschaften), Grundlegendes und Beispielhaftes zur Inkulturation des christlichen Glaubens, herausragende Persönlichkeiten (von Bischof Casaldáliga bis zu Prof. Francis D‘Sa, der erklärt, wie es möglich ist, Christ und Hinduist zugleich zu sein), O-Töne von Jugendlichen aus aller Welt zu den Stärken und Schwächen des kirchlichen Lebens in ihrem Land, und vieles mehr.

Herr Prof. D’Sa, bitte vervollständigen Sie folgende Sätze: Die größte Stärke der Katholischen Kirche in Deutschland... sind die Laientheologen. Die größte Schwäche der Katholischen Kirche in Deutschland... dass man keinen gebührenden Gebrauch von den Kompetenzen der Laien macht. Die größte Stärke der katholischen Kirche in Indien... sind die Theologen, die das Indersein entdecken. Die größte Schwäche der katholischen Kirche in Indien... dass es eine klerikale Kirche ist.

Prof. Dr. Francis D’Sa (geboren am 29.11.1936 in Gokak Falls, im Westen Indiens) trat 1953 in den Jesuitenorden ein und studierte Sprachen, Philosophie und Theologie in Bombay, Poona, Innsbruck und Wien. Seit 1973 lehrt er „Indische Religionen und Theologie der Religionen“ an der „Päpstlichen Hochschule für Philosophie und Theologie“ in Poona/Indien. Seit 1975 regelmäßige Gastprofessuren an den Universitäten Innsbruck, Frankfurt/M. und Fribourg (Schweiz). Seit 2003 Gastprofessor an der Universität Würzburg am Lehrstuhl für Missionswissenschaften und interkulturelle Theologie.



Das Interview führten Ralph Neuberth und Uwe Globisch

An der Lehre des Hinduismus fasziniert mich am meisten... die kosmische Solidarität. Das Leben in Deutschland ist für mich... sehr inspirierend. Wenn ich nach Indien komme ist das erste... die Not, die sofort ins Auge fällt und die riesige Bevölkerung.

Wie gewohnt mit jeder Menge Methoden und Impulsen für die praktische Arbeit im kirchlichen Leben bei uns, in Verbänden, Gruppen und Pfarrgemeinden. 2004, 132 Seiten, 5,00 Euro, Information und Bestellung unter 089/17 86 51–11 oder www.kljb-fundus.de.



Dorf-Homepage, Kapellenbau, Hörspiel gegen rechte Gewalt, 72-Stunden-Aktion, Mitgliederkampagne, Tag der offenen Tür, Workcamp, Wanderpokal, ..... Projektarbeit – Nix Neues? Nein. Neu ist die Arbeit in Projekten für Ehren- und Hauptamtliche in der Jugendarbeit wirklich nicht. Viele der wertvollen Erfahrungen, die in den letzten Jahren gemacht worden sind, stecken in diesem Werkbrief und geben Tipps und Ratschläge zum spaßund erfolgreichen Projektmanagement.

   

Mein erstes Projekt wäre dann... ein interreligiöses Führungsteam für die Diözese.

Mein größter Lebenswunsch... dass wir wirklich eine Welt werden.

In der Reihe Aus dem Ärmel geschüttelt hat die Landesstelle der katholischen Landjugend einen neuen Werkbrief herausgegeben.

Mit „Projekte in der Jugendarbeit“ erscheint der dritte Werkbrief aus der beliebten Methoden-Reihe „Aus dem Ärmel geschüttelt“. Mit vielen anschaulichen Beispielen wird Projektarbeit vorgestellt und erklärt. Das 170-seitige Werk gibt Auskunft über:

Wenn ich einmal Bischof werde, dann am liebsten... in Indien.

Heimat ist für mich... wo meine Freunde sind.

Projekte in der Jugendarbeit

   Reden über die EineWelt-Kirche: Prof. D´Sa und Landesseelsorger Ralph Neuberth (v.l.)

Was ist ein Projekt? Die Phasen eines Projekts Das Projekt-Team Risikoanalyse und Konfliktmanagement Öffentlichkeitsarbeit Finanzen Rechtliches

Im Praxisteil findet sich ein Seminarvorschlag für „Projekte in der Jugendarbeit! – Basics an einem Wochenende“ und 15 Beispielprojekte aus der Jugendarbeit, vorgestellt von vielen Ehren- und Hauptamtlichen aus der kirchlichen Jugendarbeit in Bayern – vielleicht ist Ihr/dein Projekt ja mit dabei...!? 2004, 170 Seiten, 8,00 Euro Information und Bestellung unter 089/17 86 51–11 oder www.kljb-fundus.de.



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LandSicht Nr. 4 | Dezember 2004

neu-LAND-Siedler Von Hühnern, Sonnenblumen, Weizen und Kartoffeln Die KLJB Bayern hat das Projekt neu-LAND-Siedler auf ihrem Landesausschuss erfolgreich abgeschlossen. 27 Ortsgruppen hatten an dem Spiel teilgenommen, das auf der bundesweiten Kampagne neu-LAND – hier wird gebaut basiert. Schon im 19. Jahrhundert zogen Siedler aus, um neues Land zu entdecken; Land für Mensch und Vieh zu finden, um dort auf kargem Boden neue Städte wachsen lassen zu können. So ähnlich ging es auch den 27 Gruppen, die sich ungefähr 150 Jahre später am neuLAND-Siedler-Projekt beteiligten. An erster Stelle stand die Suche nach freiem Land, denn ohne dieses Stück Land konnte man bei neu-LAND-Siedler nicht teilnehmen. Über örtliche Beziehungen zu ansässigen Landwirten, im privaten Umfeld oder über eine Anfrage an die Gemeinde – immer und überall konnte ein passendes Stück Land gefunden werden. Ab Dezember 2003 ging es dann ans Planen. Der Marktplatz im Internet war geöffnet und es wurde online gehandelt. Zur Verfügung standen insgesamt fünf Rohstoffe (Weizen, Kartoffeln, Sonnenblumen, Hühner und virtuelle Taler), die nach dem Vorbild des Brettspieles Siedler von Catan im Internet gehandelt werden konnten. In der gesamten Handelsphase (von Dezember 2003 bis Februar 2004) wurde der Marktplatz insgesamt 3497 Mal besucht (gemessen an den eindeutigen Besuchen auf der Website). Der absolute „Renner“ auf dem Marktplatz waren die Sonnenblumen. Im Ganzen wurden am Ende der Handelsphase 3.948 Gramm Sonnenblumenkerne, 66,3 Kilo Weizen, 858 Kilo Setzkartoffeln und 271 Hühner an die Gruppen ausgeliefert. Bauen Viele Gruppen konnten es gar nicht

glauben, dass ihnen die Rohstoffe tatsächlich geliefert wurden. Doch sogar die Hühner kamen gesund und munter bei den Ortsgruppen an. Nun begann die Zeit der großen Kreativität in den Gruppen. Was genau soll jetzt mit den erhandelten Rohstoffen passieren? Welche Aktionen sollen das Projekt beglei-

den aktuellen Stand erkundigte. Dabei durfte natürlich nicht die Besichtigung der lichtgesteuerten Hühnerklappe fehlen. Diese öffnet sich nämlich sobald die Sonne aufgeht und schließt sich bei Sonnenuntergang. So musste niemand seine Schlafgewohnheiten ändern... Ja, ja, die Hühner... sie fühlten sich, nach anfänglichen „Legeschwierigkeiten“ in ihren Ortsgruppen „hühnerwohl“. So gab es bereits Ostern die ersten Eier bei den Gruppen zu kaufen. Ein weiterer Clou waren Namensabstimmungen per Internet: Wie sollen unsere Hennen und unser Hahn heißen? Die Mehrheit entschied sich für so schöne Namen wie Fridolin oder Kolonia. In Taxöldern war tagelang nur noch die Rede von der Aktion „rent a chicken“. Dabei zahlt man fünf Euro im Monat und bekommt als Gegenleistung 30 Eier samt einer Urkunde, auf der das geleaste Huhn

858 Kilo Setzkartoffeln hat die BayWa an Siedler-Gruppen ausgeliefert

ten, damit viele im Dorf darauf aufmerksam werden? Wer informiert die Presse über die Aktionen? So begannen die Gruppen ihre Rohstoffe auszusäen und viele ideenreiche Aktionen begleiteten das neu-LAND-Siedler-Spiel vor Ort. Aktionen einzelner Ortsgruppen Die Ortsgruppe Wittibreut säte ein „Peace-Zeichen“ mit Sonnenblumen. Die Landesstelle hatte eine ähnliche Idee und ließ das KLJB-Logo in ihrem Garten erblühen. Damit alle trockenen Fußes zum Feld kamen, haben die Ortsgruppen Michelfeld und Niedernkirchen extra einen Weg zum Feld gepflastert. In Niedernkirchen wurde eine große Dorfralley zum Thema neu-LAND-Siedler veranstaltet. Zahlreiche Jugendliche aus der Umgebung nahmen daran teil, um ihr Können und Wissen rund um das Projekt unter Beweis zu stellen. Auch das internationale Interesse an neu-LAND-Siedler war groß. So kam es, dass die MIJARC-neu-LAND-Tour auch in Kronungen Halt machte und sich über

war ein toller Erfolg! Die Kombination von Internetspiel und konkreten Aktionen war innovativ und ansprechend. Im Vordergrund standen ideenreiche Aktionen und vielfältige Bildungsveranstaltungen, die, wie das Beispiel Kronungen zeigt, eine große Wirkung erzielten. Die Ortsgruppen konnten sich auf diese Weise inhaltlich präsentieren und zeigten für ihr Dorf, ihren Ort großes Engagement – von der „Landsuche“ bis hin zur Pressearbeit. Aus diesem Grund möchten wir uns in erster Line ganz herzlich bei allen Gruppen für ihre Teilnahme bedanken. Ferner sind die Diözesanverbände nicht zu vergessen, die neu-LAND-Siedler immer wieder aufs Neue unterstützten. Ein großer Dank gilt auch unseren großzügigen Unterstützern (BayWa AG, Bayerischer Bauernverband, KLJB Deutschland, Bayerische Volksstiftung, LSL-Rhein-Main Geflügelvermehrungsvertriebe GmbH, Roberts ökologische Geflügelprodukte, Kosmos Verlag,

Insgesamt 3.948 Gramm Sonnenblumenkerne haben die Siedler-Gruppen gesät

zu sehen ist. Unter www.neu-land-siedler. de sind noch mehr Aktionen und Hintergründe dazu zu finden. Veranstaltungen und Medienpräsenz Es wurden aber nicht nur Aktionen, sondern auch Bildungsveranstaltungen durchgeführt. Von Vorträgen der AgrarReferenten, über Besichtigungen von Bio-Höfen bis hin zu Podiumsdiskussionen war alles in den Gruppen zu finden. In Kronungen war eine Podiumsdiskussion sogar Anlass dafür, dass der Gemeinderat alle zukünftigen Pachtverträge mit dem Zusatz „nicht erlaubt für genmanipuliertes Saatgut“ ausstellt. Natürlich hatte die Presse auch großes Interesse am neu-LAND-Siedler-Projekt. So wurde so manche Gruppe von Radiosendern besucht und interviewt. Andere Gruppen kamen sogar im Fernsehen. Außerdem erschienen zahlreiche Artikel in regionalen und überregionalen Zeitungen und Kirchenzeitungen. Abgeschlossen wurde das Projekt mit zahlreichen Erntedank-Gottesdiensten und der Gestaltung von Erntedank-Altären.

SGS-online, Biermösl Blosn), ohne die ein solches Projekt nicht möglich gewesen wäre.



Fridolin, der Hahn aus Taxöldern, ist im ganzen Landkreis bekannt

Uwe Globisch

Gewinnen Anschließend wurde die Arbeit „bepunktet“. Denn es gab ja auch etwas zu gewinnen! Näheres zu den Siegergruppen und der Preisverleihung im Artikel auf den Seiten 2 und 3. Das Projekt

Ein echtes Siedler-Ei aus Taxöldern

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LandSicht Nr. 4 | Dezember 2004

Theo`s 1.000 Zeichen Gott steht draußen vor der Tür

Im März erhielten die neu-LAND-Siedler Schilder um ihre Landstücke zu kennzeichnen

Viel Platz und Stroh zum Scharren - SiedlerHühner sind glücklich

Weihnachten ist jedes Jahr im Kalender „dick“ markiert. „Endlich Urlaub und Ruhe!“ Aber wird Weihnachten jedes Jahr Wirklichkeit? Das Weihnachtsfest meint ursprünglich, dass Gott unter uns wohnen will. Aber wo finden wir Gott? Dazu eine kurze Geschichte: Ein jüdischer Rabbi fragte einmal seine Gäste: „Wo wohnt Gott?“ Die Gäste lachten ihn aus und sagten: „Was redest du? Die Welt ist doch voll mit seiner Herrlichkeit!“ Da beantwortete der Rabbi die Frage selbst und sagte: „Gott wohnt, wo man ihn einlässt!“ Das ist es, worauf es – besonders an Weihnachten – ankommt: sich auf Gott einlassen. Aber unsere Umwelt macht uns das nicht immer einfach. In Zeiten der Stille, der Ruhe kann er leichter durch die Tür zu uns hineintreten. Gott kommt bei uns an, wenn Platz für ihn ist, wenn die Tür für ihn geöffnet wird.



B

ereitschaft

E

hre sei Gott

T

ägliches Leben

L

eben

E

intracht

H

offnung

E

hrlichkeit

M

enschwerdung

Uwe Globisch

Johannes Weck begrüßt „seine“ Hühner im selbstgebauten

Ackerbau wie vor 100 Jahren: KLJBler/ -innen helfen zusammen

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LandSicht Nr. 4 | Dezember 2004

Persönlich Lasst uns nicht im Regen stehen!

Landtagspräsident besucht ehemalige Wirkungsstätte

Landesvorstand im Finanzministerium

Demonstration in München am 18. September 2004 gegen die geplanten Kürzungen in der Jugendarbeit.

Trotz zahlreicher Verpflichtungen und vollem Terminkalender besuchte Landtagspräsident Alois Glück im Oktober unsere Landesstelle.

Der KJLB Landesvorstand traf Staatssekretär Franz Meyer.

3.000 Jugendliche haben am 18. September in München gegen weitere Kürzungen in der Jugendarbeit protestiert. Bei einer Kundgebung auf dem Odeonsplatz forderte Martina Kobriger, Präsidentin des Bayerischen Jugendringes, die verantwortlichen Entscheidungsträger in Bayern auf, von weiteren Kürzungen in der Jugendarbeit abzusehen. Anschließend bildeten die Demonstrantinnen und Demonstranten eine Menschenkette, die vom Odeonsplatz bis zum Maximilianeum reichte. Die Jugendlichen waren aus ganz Bayern angereist - viele von ihnen KLJB-Mitglieder.

Alois Glück war von 1964 bis 1971 Landessekretär der KLJB Bayern und ist seit dieser Zeit der Landjugend eng verbunden. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesstelle wurden die früheren Zeiten lebendig: Anregend erzählte Herr Glück von den ersten Jahren der Senegal-Partnerschaft und seinen Besuchen im Senegal, aber auch von Auseinandersetzungen mit dem Bayerischen Bauernverband und von den damaligen tiefgreifenden Veränderungen im Agrarbereich. Den Landesvorstand forderte Glück im Gespräch auf, sich – wie die KLJB zu allen Zeiten - auch weiterhin für den ländlichen Raum stark zu machen und sich inhaltlich bei der Novellierung des Landwirtschaftsförderungsgesetzes mit einzubringen.

Zwischen der CSU-Fraktionsklausur in Kloster Banz und den Beratungen des Doppelhaushaltes 2005/2006 in der Bayerischen Staatsregierung fand Ende September das Gespräch mit Staatssekretär Franz Meyer und Ministerialrat Franz Schallmayer im Finanzministerium statt. Deutlich wurde dabei, dass die Staatsregierung an ihrem Plan festhalte, die Staatsfinanzen – auch im Sinne künftiger Generationen – zu konsolidieren und ab dem Jahr 2006 ohne Neuverschuldung auszukommen. Zugleich werde aber alles getan, um die Jugendarbeit nach den Einschnitten des Jahres 2004 nicht weiter zu belasten. Der KLJB-Landesvorstand verwies in diesem Zusammenhang auf die drastischen Folgen, die die aktuellen Kürzungen für die Jugendarbeit bedeuten.



Uli Suttner



Öffentlich Stellung beziehen und nebenbei politische Kontakte pflegen. Der Landesvorstand mit Franz Maget (Mitte) und Dr. Linus Förster, SPD (re.)

Monika Vester Alois Glück mit dem Team der Landesstelle - er war von 1964 bis 1971 Landessekretär der KLJB Bayern

Jugendverbände spielen wichtige Rolle Staatssekretär Meyer, der selbst aus der Jugendarbeit der Bayerischen Jungbauernschaft kommt, lobte den fairen und sachlichen Stil der Jugendverbände in der Auseinandersetzung um die Kürzung der staatlichen Mittel. Gerade für den ländlichen Raum sei der Wert der Jugendverbände enorm. Er würdigte das hohe Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen und sieht in der Jugendarbeit eine ganz wichtige Präventionsarbeit für die Zukunft, die auch finanziell bedeutsam sei, weil sie viel umfangreichere Kosten an anderen Stellen einspare.



Ralph Neuberth

Eva Maier und Corinna Fahnroth im Gespräch mit Simone Tolle (Mitte) von den Grünen

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Der KLJB-Landesvorstand im Bayerischen Finanzministerium. V.l.: Ministerialrat Franz Schallmayer, Landesseelsorger Ralph Neuberth, Landesvorsitzende Verena Meurer, Staatssekretär Franz Meyer und Landesgeschäftsführerin Monika Vester. LandSicht Nr. 4 | Dezember 2004

Internationales

Kommentar

Partnerschaft braucht Begegnung! Senegalesischer Partnerverband UJRCS entsendet im Frühjahr 2005 fünf Delegierte nach Bayern. Es werden noch Gastgeber gesucht.

Liebes Dr. Winter-Team, ich bin seit sehr langer Zeit schon mit meinem Partner zusammen. Wir kommen aus unterschiedlichen Kulturen und sprechen eigentlich unterschiedliche Sprachen. Im Laufe der Zeit haben wir aber gelernt, wie wir miteinander umgehen müssen und wollen zusammenbleiben. Am Anfang waren wir unheimlich euphorisch! Zusammen zu sein und füreinander da zu sein war das Wichtigste für uns. Irgendwann hat sich dann herausgestellt, dass mein Partner oft Schwierigkeiten hat, sein Leben zu finanzieren. Diese Probleme finde ich oft sehr belastend und möchte ihm natürlich helfen. Wichtig ist mir dabei aber, dass ich das Richtige tue und ihm nachhaltig helfe, ohne ihn von mir abhängig zu machen. Das verlangt viel gegenseitiges Verständnis. Gott-seiDank treffen wir uns regelmäßig, damit wir uns austauschen können und nicht vergessen, wie gut wir trotz der vielen Unterschiede zusammenpassen! Mein Name ist KLJB Bayern, mein Partner ist seit fast 50 Jahren die Katholische Landjugendbewegung (UJRCS) im Senegal. Liebe KLJB Bayern, ja, du hast Recht: Partnerschaft braucht Begegnung. Das wissen alle, die schon

Zukunft den „Egotaktikern“? Bildung ist mehr!

zu führen. Themen und Inhalte sind: Kennenlernen, Stand und Weiterarbeit an der Partnerschaftsplantage im Senegal, erneuerbare Energien in Bayern und im Senegal (Thema des Workcamps in Bayern im April 2006), Ernährungssouveränität, Partnerschaft weiterentwickeln, Religiosität im Verband

mal eine Wochenend-Beziehung geführt haben. Natürlich sind die Treffen dann für euch besonders wichtig: Ihr habt beide große Erwartungen und bestimmte Vorstellungen, was passieren soll und wie. Das heißt, ihr solltet besonders behutsam miteinander umgehen und offen über eure Wünsche und Erwartungen sprechen. Wichtig ist auch, sich jedes Mal aufs Neue kennen zu lernen. Schließlich ist in der Zwischenzeit ja einiges passiert. Wir wünschen euch für euer nächstes Date viel Liebe, Leidenschaft, Geduld und Offenheit füreinander. Du wirst sehen, dann klappt’s auch mit `ner Fernbeziehung! Zuversichtliche Grüße, dein Dr. WinterTeam Senegalesen nach Bayern Mitte März bis Mitte April 2005 kommen fünf Delegierte der Katholischen Landjugendbewegung Senegal (UJRCS - Union de la Jeunesse Rurale Catholique du Sénégal) nach Deutschland, um sich mit KLJBlern und KLJBlerinnen aus Bayern zu treffen. Eine Einführungswoche mit dem Landesvorstand und dem Landesarbeitskreis „Internationale Solidarität“ (AKIS) im Landjugendhaus Wambach wird den senegalesischen Landjugendlichen Einblick in die KLJB und das Leben in Deutschland geben. Danach werden sie die neun Tage über Ostern in zwei verschiedenen KLJB-Ortsgruppen verbringen und sich für die letzte Woche wieder in Retzbach (Diözese Würzburg) treffen, um Gespräche über die Zukunft der Partnerschaft

Michi Kömm, Projektleiter der MIJARCneu-LAND-Tour durch Nordbayern mit Florian Nestmann und einem Gast aus Burkina Faso

Die Bildungsdebatte ist „in“. SPD und Grüne in Bayern stellten vor kurzem ihre Bildungskonzepte öffentlich zur Diskussion. CSU und Staatsregierung - so scheint es - arbeiten im „stillen Kämmerlein“ daran, um der Bevölkerung zu gegebener Zeit vollendete Tatsachen zu präsentieren. Egal aber mit welcher Taktik vorgegangen wird, bedauerlicher Weise setzen politisch Verantwortliche Bildung fast ausschließlich mit dem Reformbedarf an Schule und Hochschule gleich. Dabei ist Bildung viel mehr:

und natürlich: (Oster-)Feste feiern, wie sie fallen. Zimmer frei? Gesucht werden noch zwei KLJB-Ortsgruppen oder –Kreisverbände, die zwei oder drei Delegierte der UJRCS von 24. März bis 2. April 2005 bei sich aufnehmen können. Bei Interesse wendet euch bitte an: Melanie ReitingerHönig, Referentin für Internationales, Landesstelle KLJB Bayern, 089/17865112.

Begegnung im Sommer 2004: Berne Diensthuber und Landesgeschäftsführerin Monika Vester tauschen sich mit Abel N´dong und Mélanie Faye über die Partnerschaft aus



Melanie Reitinger-Hönig

Interkulturelle Begegnung von klein auf: Mélanie Faye mit Timo, im Hintergrund Claudia Krell

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 Jugendstudien belegen: Es gibt immer mehr "Egotaktiker" - Jugendliche, die von klein auf lernen, die Welt von sich aus zu denken und Wege zu finden, wie man sich darin einen Platz erkämpft. Sie sind - wie so oft - ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, in der der ökonomische Erfolg über allem steht. Dabei braucht unsere Gesellschaft Kinder und Jugendliche mehr denn je - nicht nur weil in Deutschland mittelfristig ein massiver Fachkräftemangel droht, sondern schlichtweg um über kurz oder lang nicht zu vergreisen!  Bildung ist nicht nur Faktenwissen und die möglichst rasche Vorbereitung auf den Bedarf des Arbeitsmarktes - unser (Zusammen-) Leben ist mehr als wirtschaftlicher Erfolg und Ökonomie! Es braucht auch Ehrlichkeit, Solidarität und Gerechtigkeit! Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Debatte, um uns zu vergewissern, welche Werte wir Kindern und Jugendlichen heute vermitteln wollen.  Mehr als 60 Prozent seiner Fähigkeiten und Kenntnisse lernt der Mensch außerhalb der Schule - da spielt nicht nur die Familie eine wichtige Rolle, sondern auch das soziale, gesellschaftliche und politische Lernen in selbstorganisierten Jugendverbänden! Also: Schule und Hochschule reformieren, aber auch die freien Bildungsträger fördern und mit einbeziehen! Ich hoffe, dass wir als KLJB mit dazu beitragen können, die Bildungsdebatte auf breitere Füße zu stellen, denn Bildung ist mehr als Schule und Hochschule.



Ralph Neuberth LandSicht Nr. 4 | Dezember 2004

Diözesen Drei Neue im Vorstand - der Alte in England

Lucia Haberl nach Schottland verabschiedet

Aufbruchstimmung herrschte vom 8. bis 10. Oktober im Landjugendhaus Kienberg bei Rettenbach. Neuwahlen und Weltjugendtag waren Schwerpunkte der Herbstversammlung der KLJB Augsburg.

Dank für 14 Jahre ehrenamtliches Engagement in der KLJB

Die 45 Teilnehmer der Diözesanvollversammlung der KLJB Augsburg bestimmten in regen Diskussionen und spannenden Wahlen die weiteren Geschicke ihres Verbandes. Am Freitagabend führten Diözesanseelsorger Christoph Leutgäb und Bildungsreferent Werner Zuber mit einem Video und umfassenden Informationen in das Thema „Weltjugendtag 2005 in Köln – Wir sind dabei“ ein. Die Delegierten beschlossen im Verlauf des Wochenendes, dass sie sich engagiert und mit eigenen Schwerpunkten an der Planung und Gestaltung des Weltjugendtages beteiligen wollen, „denn die aktive Teilnahme am kirchlichen Leben ist ein wichtiger Teil unseres Selbstverständnisses und außerdem ist das doch ein cooler Event.“

Im Rahmen einer kleinen Feier wurde Lucia Haberl aus Heselbach von den Kreisvorsitzenden der KLJB im Landkreis Schwandorf, Diözese Regensburg, verabschiedet. Lucia Haberl war zuletzt für die Schulungsarbeit innerhalb der KLJB zuständig und betreute im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Schulungsteam – dem Arbeitskreis „Leitplanke“ - die Gruppenleiterschulungen, sowie die thematische Arbeit der KLJB. Unter ihrer Leitung konnte in den letzten Jahren eine Vielzahl von Seminaren erfolgreich und auf inhaltlich hohem Niveau durchgeführt werden und so den Verantwortlichen auf Orts-, ArGe- und Kreisebene nicht nur das nötige Basis-

ein Praktikum ein Jahr lang nach Schottland. Die 30-jährige Lehramtsstudentin begann ihre Landjugendarbeit im Jahre 1990 als Vorsitzende der Ortsgruppe Heselbach und war langjährige Vorsitzende der KLJB Arbeitsgemeinschaft Neunburg-Nittenau, bevor sie zur Schulungsarbeit auf Kreis- und Diözesanebene der KLJB kam. Infos zur KLJB gibt es im Internet unter www.kljb-sad.de.

wissen für eine erfolgreiche Landjugendarbeit, sondern auch Schlüsselqualifikationen für den beruflichen und privaten Erfolg vermittelt werden.

Lucia Haberl (rechts) nimmt den Dank und die besten Wünsche der Kreisvorstandschaft entgegen

Beteiligung am Weltjugendtag Unterstützt und beworben wird die Aktion „Magnifikat“ von BDKJ und Misereor, an deren Entstehung die KLJB-Bundesebene maßgeblich beteiligt war. Darüber hinaus wird der KLJB-Diözesanverband Augsburg zwei eigene Projekte zum Weltjugendtag einbringen. Zum einen wird eine Arbeitsgruppe ein Heft mit Spielen und Aktivitäten zum Thema „Begegnung und kulturelle Vielfalt“ für den Tag des sozialen Engagements in den gastgebenden Orten erstellen. Das Heft wird den Weltjugendtagsteams in den Pfarrgemeinden auf Wunsch zur Verfügung gestellt. Beim zweiten Projekt fertigen KLJB-Ortsgruppen in der ganzen Diözese Bauteile, aus denen zum Weltjugendtag ein großes Bauwerk zusammengesetzt werden soll. Dieses soll nach Möglichkeit im „Global Village“ (Globales Dorf) der Bundes-KLJB in Bonn aufgebaut werden, dessen Mittelpunkt eine Holzkirche mit Solardach sein wird.

stellen. Fast einstimmig gewählt und mit viel Beifall bedacht wurden schließlich Lore Nakasci, die sich in der Ausbildung zur Pastoralreferentin befindet, Erzieherin Michaela Holzhauser und Industriekaufmann Oliver Wittwer. Auch für die anderen ausgeschriebenen Ämter zum Vertreter im Bauernverband, zum Kienbergbeirat und Wahlausschuss fanden sich engagierte Bewerber. Nach einer Zeit der Minimalbesetzung und reduzierten Aktivitäten gibt es nun neuen Schwung in der Augsburger Landjugendarbeit. Lore Nakasci vor ihrer Wahl: „Ich glaube, dass jetzt im Verband die Situation gegeben ist, mit neuen Leuten wieder Visionen zu entwickeln und etwas zu bewegen.“



Stefan Bollinger

Aurbacher geht nach England Über eine fantasievolle Verabschiedung freute sich am Festabend Florian Aurbacher, der im letzten halben Jahr neben Seelsorger Christoph Leutgäb einziger Vorstand war. Seine, trotz der schwierigen Bedingungen, engagierte und kreative Arbeit fand bei den Delegierten großes Lob. Mit einem Singspiel und den besten Wünschen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Versammlung wurde er in sein Studienjahr nach England entlassen.



Margit Scheßl

Drei neue Vorstände Sehr spannend gestalteten sich dann am Samstag die Wahlen zum Vorstand. Einige der vorgeschlagenen Kandidaten trafen erst im letzten Moment die endgültige Entscheidung, sich für dieses verantwortungsvolle Amt zur Verfügung zu

Der Vorstand der KLJB Augsburg freut sich auf den Weltjugendtag: Christoph Leutgäb, Lore Nakasci, Michaela Holzhauser, Oliver Wittwer (v.l.)

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Landjugendarbeit vorangebracht Die KLJB Kreisvorsitzende Barbara Baumer würdigte das große Engagement von Lucia Haberl und hob hervor, dass durch ihr Wirken die Landjugendarbeit im Landkreis Schwandorf enorm profitiert habe und diese Arbeit weit über die Landkreisgrenzen hinaus große Anerkennung erfahren hat. Der erste Platz beim FILIB-Förderpreis für innovative und kreative Landjugendarbeit in Bayern für den Wettbewerb „Aktivste Ortsgruppe im Landkreis Schwandorf“, dessen Schwerpunkt auch die Mitarbeiterschulung war, ist hier ein Beispiel. Die KLJB-Kreisvorsitzende Birgit Lanzl überreichte ein Geschenk und wünschte alles Gute für den weiteren Lebensweg. Die Leitung und Koordination der Schulungsarbeit lastet nun auf den Schultern von Steffi Lanzl. Lucia Haberl geht Ende August für LandSicht Nr. 4 | Dezember 2004

Bundesebene KLJB Unteraubach wird 75

Herbstbundesausschuss

Ein rauschendes Fest feierte die KLJB Unteraubach, Diözese Regensburg, am 7. und 8. August anlässlich ihres 75-jährigen Gründungsjubiläums. Den Besuchern wurde viel geboten und die Landjugendlichen wurden mit Lob für ihr großartiges und vielfältiges Engagement überschüttet.

Der Herbstbundesausschuss der KLJB Deutschland, der im Oktober in Königswinter stattfand, thematisierte mit der Ernährungssouveränität ein neues Konzept für mehr Gerechtigkeit in der Einen Welt, beschäftigte sich mit dem KLJB-Projekt zum Weltjugendtag und mit Aktivitäten rund um neu-LAND.

Nach dem Totengedenken am Samstagabend stellte sich der Festauftakt mit der Band „Waidlerpower“ als grandioses Ereignis heraus und am Sonntag reihte sich ein „High Light“ an das andere. Als „katholisch“ und „vom Land“, als „jung“ und „ständig in Bewegung“, so präsentierten sich die KLJBlerinnen und KLJBler aus Unterauerbach. Nach dem langen Kirchenzug mit 35 Vereinen fand ein Festgottesdienst statt, der von der „Auerbachtaler Blaskapelle“ musikalisch umrahmt wurde. Bischöflicher Geistlicher Rat Josef Flor betonte in seiner Festpredigt, dass Unterauerbach zu feiern verstehe und verdeutlichte die Symbole der Landjugend „Kreuz und Pflug“. „Arbeit und Gebet, Schaffen und Glauben sind elementare Tugenden der KLJB, die die Verantwortung für die Zukunft mitträgt“, so Pfarrer Flor.

„Ernährungssouveränität geht uns alle an“ meinte Marita Wiggerthale, ehemalige Generalsekretärin der MIJARC Welt und Referentin zum Thema „Ernährungssouveränität“ beim Herbstbundesausschuss. Vereinfacht ausgedrückt gehe es bei diesem komplexen Thema darum, dass jedes Land das Recht haben muss, aus eigenen Kräften zu wirtschaften und dadurch Hunger und Ungerechtigkeit in der Welt zu bekämpfen. Dass Ungerechtigkeit heute noch brennendes Thema ist, zeigten 840 Millionen Hungernde weltweit. Dabei sei festzustellen, dass Hunger ein Verteilungsproblem ist. Verschärfung des Hungers in der Welt entstehe durch mangelnden politischen Willen, erklärte die Referentin, und durch Ungerechtigkeiten, die unter anderem im Handeln von Internationalem Währungsfonds (IWF), der Welthandelsorganisation (WTO) und der Weltbank liegen. „Es ist notwendig, dieses Thema auf eine breite Basis zu stellen“, sagte Christian Schärtl, Bundesvorsitzender: „Bei der Bundesversammlung 2005 wird ein Papier des Bundesarbeitskreises Internationale Entwicklung zum Thema Ernährungssouveränität diskutiert.“

ein kurzweiliger Nachmittag war. Die 15 Mannschaften schenkten sich dabei nichts und kämpften mit vollem Einsatz um die Punkte. Als Sieger gingen die „Dream Boys“ aus Altendorf hervor, auf den Plätzen 2 und 3 folgten die KLJB Weidenthal und die KLJB Penting. Als kleines Geburtstagsgeschenk gab es einen Gutschein für ein WorkshopWochenende. Der Festausklang mit der Band „Hammerberg“ rundete eine Aneinanderreihung von Höhepunkten ab, die das Auerbachtal erleben durfte. Tolle Titel und coole Songs zum Mitsingen und Abtanzen schlossen ein rundum gelungenes Fest ab.



Stefan Bollinger

Anerkennung für aktive Ortsgruppenarbeit Landrat Volker Liedtke und Bürgermeister Alois Böhm sparten bei ihren Grußworten während des Frühschoppens im Feststodl nicht mit Lob für die KLJB-Ortsgruppe. Im strukturschwachen ländlichen Raum werde hier in Unterauerbach eine aktive, engagierte und ansprechende Jugendarbeit gemacht, die in ihrer jahrzehntelangen Tradition schon viele positive Einflüsse hinterlassen hat. Warum ist die KLJB Unterauerbach so aktiv? Diese Frage stellten sich die KLJB-Kreisvorsitzenden Birgit Lanzl und Stefan Bollinger. Die Antwort darauf: Die Ortsgruppenvorsitzenden Tobias Fischer und Simone Killermann verstehen es, zusammen mit ihrem Vorstandsteam junge Leute zu motivieren, um für eine attraktive und engagierte Landjugendarbeit einzutreten. Die gute Platzierung beim Wettbewerb „Aktivste KLJB-Ortsgruppe im Landkreis Schwandorf“ hat dies ebenso gezeigt.

Das „Spiel ohne Grenzen“ verlangt den Teilnehmern und Teilnehmerinnen einiges ab

„Dream Boys“ gewinnen Auch das „Spiel ohne Grenzen“ wartete mit mancher Überraschung und kuriosen Spielen auf, so dass es für alle

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Global Village – Weltjugendtag 2005 Am Weltjugendtag 2005 werden viele KLJB-Diözesanverbände beteiligt sein, insbesondere wenn es um die Gestaltung, Betreuung und Mitarbeit an regionalen Veranstaltungen in den Diözesen geht. „Es gibt bereits viele Interessierte in der KLJB, die auch am global village, dem gemeinsamen Treffpunkt an den zentralen Tagen des Weltjugendtages von KLJB und MIJARC, mitmachen wollen“, erklärte Bundesvorsitzender Elmar Schäfer im Rahmen der Präsentation der aktuellen Planung des KLJB-Zentrums, das zentral in Bonn an der Beethovenhalle liegt. Schöpfungsverantwortung und Erneuerbare Energien stehen dabei inhaltlich im Mittelpunkt. Sichtbar wird dies insbesondere am zentralen Element, einer Holzkirche mit Solardach, die während der

Veranstaltung aufgebaut werden wird. Infos gibt es auch im Bundesforum Ausgabe 6/2004 und bei Franz Hänsler ([email protected]) und Elmar Schäfer ([email protected]). Highlights 2004 Natürlich hatten auch die neu-LANDKampagne und die MIJARC Weltversammlung ihren Platz beim Herbstbundesausschuss. Bilder der Weltversammlung erinnerten an schöne Augenblicke. Die neu-LAND-Tour und die neu-LANDTafel, an denen die Diözesanverbände überwiegend beteiligt waren, wurden reflektiert. Zur neu-LAND-Kampagne wurde Zwischenbilanz gezogen, auf die in Arbeit befindlichen Dokumentationen hingewiesen und die Abschlussveranstaltung auf der Bundesversammlung 2005 angekündigt.



Gabriele Kiefer

Die Delegation aus Fulda berät die Präsentation ihrer Schwerpunkte im Jahr 2005. V.l.: Michael Jansen, Wahlausschuss, Stefan Keller, Diözesanvorsitzender der KLJB Fulda und Anita Jansen, Wahlausschuss

LandSicht Nr. 4 | Dezember 2004

Weihnachtsgruß

Persönlich

Impressum

Es sind Engel

Servus und Moin, Moin!

Es sind Engel, die Tag für Tag uns Menschen auf den Straßen dieser Erde unsichtbar begleiten.

Seit 1. September gibt es einen neuen Zivi an der Landesstelle: Jan Wehrheim. Uli Suttner sprach mit ihm über seine ersten Monate in München.

Es sind Engel, die immerfort im Lichtglanz des Himmels vor Gottes Angesicht stehen.

Hallo Jan, wo kommst du her und was hast du bisher gemacht? Ich komme von Sylt. Dort habe ich nach der Mittleren Reife eine Ausbildung zum Hotelfachmann gemacht.

Herausgeber Landesvorstand der KLJB Bayern Kriemhildenstr. 14 80639 München Tel: 0 89/17 86 51-0 Fax: 0 89/17 86 51-44 E-Mail: [email protected] www.kljb-bayern.de

Und wie gefällt es dir in München? Gut! Ich kann mir vorstellen, für ein bis zwei Jahre hier zu leben. Dann möchte ich aber wieder in den Norden; vielleicht nach Hamburg. Von da aus ist es ein Katzensprung nach Sylt – denn das Meer fehlt mir doch irgendwie...

Es sind Engel, die unverhofft als Freudenboten uns täglich begegnen wollen. Es sind Engel, die unaufhörlich die Ehre Gottes vielstimmig besingen.

Verantwortlich Monika Vester, Landesgeschäftsführerin Redaktion Ulrike Suttner (V.i.S.d.P.)

Wie kommst du mit den Münchnern zurecht? Sehr gut! Sie sind meistens sehr offen und herzlich. Ein Unterschied zu den Syltern ist mir gleich aufgefallen: Im Süden begrüßen sich alle mit Bussi links, Bussi rechts, auf Sylt mit einem lapidaren „Moin!“

Es sind Engel, die in diesen Tagen zu uns unterwegs sind, um das Geheimnis von Betlehem und den Frieden auf Erden neu zu verkünden.

Mitarbeit Stefan Bollinger, Uwe Glas, Uwe Globisch, Gabriele Kiefer, Verena Meurer, Dr. Ralph Neuberth, Melanie ReitingerHönig, Margit Scheßl, Monika Vester Lektorat Maria Hannecker

Warst du auf dem Oktoberfest? Ja klar. Ich war begeistert vom großen Angebot und fand es sehr witzig. Außerdem war ich natürlich auf dem ZentralLandwirtschaftsfest (ZLF), weil die KLJB dort einen Stand hatte. Ich hab’ beim Auf- und Abbau mitgeholfen, das hat Spaß gemacht. Es war echt interessant, die KLJB auf so einer großen Veranstaltung zu erleben.

(Paul Weismantel)

Im Namen des Landesvorstandes und der Landesstelle sage ich allen KLJB Mitgliedern ein ganz großes DANKESCHÖN, denn ihr wart Engel für die KLJB in diesem Jahr. Danke für euer großes Engagement von Orts- bis Landesebene. Mögen auch euch Engel begleiten bei einem friedlichen und schönen Weihnachtsfest und im Jahr 2005.

Layout Daniela Tremel Druck Memminger MedienCentrum 87700 Memmingen LandSicht erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 2.800 Exemplaren, der Bezug im Abonnement ist im Mitgliedsbeitrag erhalten. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder.

Welche Aufgaben hast du als Zivi bei der KLJB? Ich kümmere mich um Haus und Garten, versende Werkbriefe und erledige alles, was so anfällt. Ab und zu koche ich mal für das Landesstellenteam. Meine Ausbildung zum Hotelfachmann kommt mir hier sehr zugute und es macht mir Spaß, die Kolleginnen und Kollegen zu verwöhnen.



Ihr möchtet die LandSicht kostenlos abonnieren oder ein Abo abbestellen? Einfach Mail an: [email protected]

Verena Meurer Ja, das schmeckt man! Bis Ende Juni 2005 ist Jan noch bei uns, dann suchen wir einen neuen Zivi. Wenn ihr Interesse habt, meldet euch!



Das Interview führte Uli Suttner

Alle Gartenmöbel sind abgeschliffen und neu lackiert - Zivi Jan Wehrheim kümmert sich um Haus und Garten

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In eigener Sache Redaktionsschluss In der LandSicht ist stets Platz für Berichte und Neuigkeiten aus den Diözesanverbänden. Sollte es Bilder oder Artikel geben, die eurer Meiung nach dafür geeignet sind, so schickt sie an die KLJB-Landesstelle. Redaktionsschluss für die DezemberAusgabe ist der 24. Januar 2005. Wir freuen uns auf einen vollen Postsack! LandSicht Nr. 4 | Dezember 2004