die neue Eigenmittelverordnung - Die Volkswirtschaft

die neue Eigenmittelverordnung - Die Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaft 11-2006 ©2006 KPMG Holding, the Swiss member firm of KPMG International, a Swiss cooperative. All rights reserved. für die Schw...

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Die Volkswirtschaft

11-2006

©2006 KPMG Holding, the Swiss member firm of KPMG International, a Swiss cooperative. All rights reserved.

für die Schweizer Finanzindustrie

Wir unterstützen unsere Kunden, die neuen regulatorischen Voraussetzungen dieses Standards zu erfüllen, damit sie daraus Mehrwert schöpfen können. Marc Raggenbass, [email protected] www.kpmg.ch

Neue Regulierungen im Finanzsektor  Exportpotenzial von Schweizer Dienstleistungsbranchen  Corporate Governance bei Bundesbetrieben  Investitionsschutzabkommen im Vormarsch

und Marktchance

Die Volkswirtschaft 11-2006

MiFID – Herausforderung

Das Magazin für Wirtschaftspolitik

79. Jahrgang

CHF 15.90 Seite 3

Monatsthema:

Neue Regulierungen im Finanzsektor Seite 43

Exportpotenzial von Schweizer Dienstleistungsbranchen Seite 47

Corporate Governance bei Bundesbetrieben Seite 56

Investitionsschutzabkommen im Vormarsch

Inhalt Monatsthema 3

Editorial Aymo Brunetti

4

Optimale regulatorische Rahmenbedingungen für den Finanzplatz Schweiz – ein Überblick David S. Gerber und Annette Hafner

8

Die integrierte Finanzmarktaufsicht auf der Zielgeraden? Barbara Schaerer

11

Umsetzung von Basel II in der Schweiz – die neue Eigenmittelverordnung Daniel Sigrist

16

Das neue Bundesgesetz über kollektive Kapitalanlagen Adriano Däppen

20

Trustrecht – Ratifizierung des Haager Trust-Übereinkommens Thomas Mayer

22

Zulassung und Aufsicht von Revisoren Reto Sanwald

25

Verstärkung der Aufsicht in der Zweiten Säule Erika Schnyder

28

Revision des Aktien- und Rechnungslegungsrechts Katharina Rüdlinger

32

Revision der internationalen Amtshilfebestimmungen im Börsenbereich Marco Franchetti und Rolf Haudenschild

35

EU-Finanzbinnenmarkt: Zielsetzung und Fortschritte Rudolf Zurkinden

Schweizer Volkswirtschaft 38

4 Der Schweizer Finanzsektor hat eine grosse volkswirtschaftliche Bedeutung, trägt er doch fast 15% zum Bruttoinlandprodukt bei und beschäftigt rund 180 000 Personen. Auch international geniesst der Finanzplatz Schweiz eine grosse Anziehungskraft. Der Beitrag des Staates zu diesem Erfolg ist es, möglichst optimale Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Um diese Aufgabe weiterhin erfüllen zu können, sind verschiedene regulatorische Anpassungen an die Hand genommen worden. Sie werden im Monatsthema vorgestellt.

43 Die Schweizer Exportwirtschaft befindet sich in bester Verfassung. Oft geht vergessen, dass der grösste Teil der Exporte den Dienstleistungssektor betreffen. Die Exportförderung richtet sich denn auch hauptsächlich an die Produktionsunternehmen. Um dies zu ändern, wurde in einer Studie das Exportpotenzial von Dienstleistungsbranchen eruiert. Am grössten ist das ungenutzt Potenzial im Bankensektor, bei den Architektur- und Ingenieurbüros und in der Beratungsbranche.

Wirtschaftspolitische Agenda

43

Grosses Exportpotenzial von Dienstleistungsbranchen Ralph Lehmann

47

Corporate Governance für Organisationen und Unternehmen des Bundes Marianne Weber und Marianne Widmer

50

Neues Rechnungsmodell des Bundes Marc Elsener und Andreas Gasser

54

Allgemeinverbindlich erklärte Gesamtarbeitsverträge Verena Conti

Internationales 56

Investitionsschutzabkommen – aktueller denn je Ivo Kaufmann

60

Verteilung des Weltwirtschaftswachstums Simon Jäggi

47 Für Auslagerungen von Aufgaben des Bundes wurden in der Vergangenheit verschiedenste Organisationsformen gewählt. Mit dem CorporateGovernance-Bericht hat der Bundesrat nun einheitliche Grundsätze für die Auslagerung und Steuerung von Bundesaufgaben geschaffen. Der Bericht beantwortet drei Fragen: Welche Tätigkeiten eignen sich zur Auslagerung? Wie sind die Organisationen und Unternehmen des Bundes zu steuern? Wie muss die interne Rollenverteilung aussehen?

Aktuelle Wirtschaftsdaten 63

Auswahl statistischer Tabellen

Monatsthema der nächsten Ausgabe:

Gesundheitssystem und Gesundheitsförderung

56 Der Wert der Investitionen von Schweizer Unternehmen im Ausland beläuft sich derzeit auf rund 450 Mrd. Franken. Knapp halb soviel betragen die ausländischen Investitionen in der Schweiz. Zur deren Absicherung hat die Schweiz ein dichtes Netz von inzwischen 105 Investitionsschutzabkommen (ISA) geknüpft, das laufend weiter ausgebaut wird. Der Bundesrat legt erstmals seit 43 Jahren die ISA dem Parlament vor.

Monatsthema

Editorial

Finanzmarktregulierungen – von der Grossbaustelle zur Konsolidierung Die Komplexität der Regulierungstätigkeit im Finanzmarktbereich ist ebenso eindrücklich wie die Menge der laufenden Revisionsprojekte. Das reicht von der Umsetzung von Basel II bis zur integrierten Finanzmarktaufsicht und von der Revision der Insider-Strafnorm bis zu Anpassungen in der Aufsicht der beruflichen Vorsorge, um nur eine Auswahl wichtiger aktueller Baustellen zu nennen. Die grosse Bandbreite der Aufgaben zeigt sich auch daran, dass bis zu sieben verschiedene Bundesstellen in diesem Bereich regulatorisch tätig sind. Die Fülle an Regulierungsbaustellen ist letztlich das Spiegelbild der rasch voranschreitenden Innovationen auf den Finanzmärkten, verbunden mit der starken und wachsenden internationalen Verflechtung dieser Märkte. Letztlich geht es immer um die traditionellen Ziele der Finanzmarktregulierung, in erster Linie den Schutz der Anleger oder Versicherten sowie die Systemstabilität. Wegen verschiedenen Formen der Informationsasymmetrien auf den Finanzmärkten sind zur Erreichung dieser Ziele gewisse regulatorische Eingriffe notwendig. Will man den Standort Schweiz für Finanzmarktteilnehmer attraktiv halten, so müssen die Regulierungen in den verschiedenen Teilgebieten periodisch angepasst werden. Das schafft bei einem nichtspezialisierten Beobachter dann zwangsläufig den Eindruck eines Gebäudes, das nie richtig fertiggestellt wird. Andererseits kann man feststellen, dass der Höhepunkt der Anpassungen überschritten ist, sich zahlreiche grosse Reformprojekte in der Endphase befinden und im Moment keine grösseren neuen Regulierungsvorhaben in der Pipeline sind. Auch wenn die Notwendigkeit von Verbesserungen der Regulierungen unbestritten ist, muss man immer auch die Risiken jeder Anpassung berücksichtigen. Es muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass grössere Revisionen – zumindest vorübergehend – mit Umstellungskosten etwa in Form von Unsicherheiten verbunden ist. Und es gilt immer die Gefahr von zu weit gehenden oder ineffizienten Regulierungen im Auge zu behalten. Aus diesem Grunde ist gerade im Bereich der Finanzmarktregulierung eine sorgfältige Abschätzung der Regulierungseffekte von grosser Bedeutung. Mit der «Regulierungsfolgeabschätzung» und ihrer spezifischen Konkretisierung in Form der «Richtlinien für die Finanzmarktregulierung» stehen geeignete Instrumente für eine solche KostenNutzen-Abschätzung im Einsatz.

Prof. Dr. Aymo Brunetti Leiter der Direktion Wirtschaftspolitik, Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), Bern

Monatsthema

Optimale regulatorische Rahmenbedingungen für den Finanzplatz Schweiz – ein Überblick Der Schweizer Finanzplatz verfügt über günstige Rahmenbedingungen und versteht diese optimal einzusetzen. Doch was heisst das konkret, und wie sehen die Perspektiven im Hinblick auf den sich akzentuierenden internationalen Standortwettbewerb aus? Im folgenden Artikel werden zentrale Erfolgs- und Standortfaktoren aufgezeigt, die wachsende Bedeutung der Finanzmarktregulierung für die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Standortwettbewerb erörtert und ein Überblick über den Stand der Finanzmarktregulierungen in der Schweiz gegeben.

Dr. David S. Gerber Leiter Sektion Finanzmärkte und Finanzdienstleistungen, Eidg. Finanzverwaltung (EFV), Bern

Annette Hafner Fürsprecherin, Sektion Finanzmärkte und Finanzdienstleistungen, Eidg. Finanzverwaltung (EFV), Bern

Der Erfolg des Finanzplatzes Schweiz ist eine Folge des Zusammenwirkens einer Vielzahl von Faktoren. Die optimalen Rahmenbedingungen sind das Resultat des Handelns zahlreicher Akteure des privaten und öffentlichen Sektors mit verschiedenen Interessen und Zielen. Im Bild: Paradeplatz Zürich. Bild: Keystone

Wenn es um die «Bereitstellung optimaler Rahmenbedingungen» geht, so stellt man sich gerne vor, dass die Einflussfaktoren bestmöglich zusammengestellt werden, um die Zielgrösse – z.B. die Beschäftigung und die Wertschöpfung des Schweizer Finanzsektors – zu maximieren. In Wirklichkeit gibt es aber kein Schaltpult, wo alle Drähte zusammenlaufen und ein wohlwollender Planer seine Instrumente so bedient, dass ein Maximum der Zielgrösse erreicht wird. Optimale Rahmenbedingungen sind vielmehr das Resultat des Handelns zahlreicher Akteure des privaten und öffentlichen Sektors mit verschiedenen – zum Teil sogar divergierenden – Interessen und Zielen.

Hohe volkswirtschaftliche Bedeutung des Finanzplatzes Schweiz Der Finanzsektor hat eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung für die Schweiz. So betrug die Wertschöpfung der Finanzintermediäre 2003 rund 63 Mrd. Franken, was 14,5% des Bruttoinlandproduktes (BIP) entspricht. Im vergangenen Jahr bestanden rund 180 600 Vollzeitstellen im Finanzsektor. Sie ermöglichten die Erzielung von überdurchschnittlichen Einkommen. Der Finanzsektor trug in

4 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

den Jahren 1998 und 2002 zwischen 8,6% und 13% zum geschätzten totalen Steueraufkommen bei. Im internationalen Vergleich schneidet der Schweizer Finanzsektor ebenfalls gut ab: Beim grenzüberschreitenden Vermögensverwaltungsgeschäft für Private ist der Schweizer Finanzplatz mit einem Marktanteil von rund einem Drittel weltweit an der Spitze. Auch auf der Rangliste weitweit führender Finanzdienstleister liegen Schweizer Banken und (Rück-)Versicherungen weit vorne. Wie ist diese herausragende Rolle des Schweizer Finanzplatzes zu erklären?

Erfolg dank dem Zusammenwirken vieler Faktoren Der Erfolg des Schweizer Finanzstandortes ist eine Folge des Zusammenwirkens einer Vielzahl von Faktoren, welche sich zum Teil gegenseitig beeinflussen (vgl. Grafik 1): – Die politische und makroökonomische Stabilität bildet eine Grundvoraussetzung für das im Finanzgeschäft so wichtige Vertrauen der Kunden. Dazu trägt auch der Schweizer Franken als bedeutende internationale Reserve- und Diversifikationswährung bei.

Monatsthema

Grafik 1

Wichtige Standort- und Erfolgsfaktoren des Schweizer Finanzplatzes

Stabilität

Schweizer Franken

Globale Vernetzung

Massvolle Besteuerung

doch für den Finanzsektor. Kapital ist schon heute hoch mobil. Innovationen in der Finanzindustrie und -infrastruktur, eine gesteigerte Wettbewerbsintensität sowie der Abbau nationalstaatlicher Kapitalverkehrsschranken werden die Geschwindigkeit von Finanzströmen noch weiter erhöhen.

Andere Staaten haben aufgeholt Reputation

Schutz der finanziellen Privatsphäre

FINANZPLATZ

Starke Marken

Führende Marktposition

Aufsicht und Regulierung

Ausbildung

Quelle: EFV / Die Volkswirtschaft

– Die starke globale Vernetzung und effizienten Finanzinfrastrukturen erlauben es den Marktteilnehmern, Vermögenswerte und Risiken rentabel zu bewirtschaften und international zu diversifizieren. – Ein effektiver Schutz der Privatsphäre geniesst in der Schweiz eine hohe Priorität. Das Schweizer Bankgeheimnis ist glaubwürdiger Ausdruck dieser Grundhaltung. – Eine wettbewerbsfähige Besteuerung der Unternehmen sowie der gut qualifizierten mobilen Arbeitskräfte machen die Schweiz im internationalen Steuerumfeld attraktiv. Ihre effektiven Gewinnsteuersätze zwischen 16% und 25% gehören innerhalb der OECD-Staaten zu den niedrigsten. – Der Schweizer Finanzplatz geniesst im Ausland eine gute Reputation und ist sowohl als Unternehmensstandort wie auch für eine internationale Kundschaft attraktiv. Neben starken Marken im Versicherungs- und Bankenbereich tragen dazu beispielsweise die hohe Ausbildungs- und Dienstleistungsqualität, Mehrsprachigkeit und eine multikulturelle Umgebung bei. Wichtige Elemente sind aber auch die staatliche Regulierung und Aufsicht, die auch eine kompromisslose Bekämpfung von Missbräuchen wie Geldwäscherei oder Terrorismusfinanzierung umfassen. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass letztlich der entscheidende – quasi übergeordnete – Erfolgsfaktor der internationalen Wettbewerbsfähigkeit das Schritthalten mit der Dynamik darstellt. Wettbewerbsfähigkeit ist ein relatives Konzept. Nur wenn es gelingt, sich schneller als die Konkurrenten zu bewegen, wird man in Zukunft erfolgreich sein. Dies gilt für jede Branche, im Besonderen je-

5 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Bei einigen Erfolgsfaktoren des Schweizer Finanzplatzes ging in den letzten Jahren der Charakter der «Einzigartigkeit» verloren. Das liegt weniger daran, dass sich die Schweiz verschlechtert bzw. dem Mittelmass angenähert hätte, sondern vielmehr daran, dass konkurrierende Finanzplätze aufgeholt haben. Diese Faktoren bleiben zwar eine wichtige Voraussetzung für den Weiterbestand des Erfolgs; sie können aber zur Dynamik des Finanzsektors in der Zukunft weniger beitragen. So wird fast weltweit die Inflation durch die Notenbanken immer erfolgreicher bekämpft. Andere Finanzzentren kennen ebenfalls schon lange ein Bankgeheimnis oder haben – wie im Fall von Singapur – in den letzten Jahren ein solches eingeführt. Im ganzen OECD-Raum kann eine klar sinkende Tendenz bei den Unternehmenssteuersätzen festgestellt werden. Dank der erhöhten Mobilität der Arbeitskräfte ist die Verfügbarkeit an hoch qualifiziertem Personal in vielen Ländern gestiegen. Ein solches Aufholen der anderen Staaten sollte aber nicht generell negativ gewertet werden. So profitiert die Schweiz zum Beispiel massgeblich von der gestärkten internationalen Finanzstabilität, welche wesentlich von der wachsenden Bedeutung internationaler Standards – wie zum Beispiel Basel II – geprägt ist. Durch diese Entwicklung gewinnen aber jene Standortfaktoren an Bedeutung, welche auf nationaler Ebene ein Manövrier- und Differenzierungspotenzial gegenüber konkurrierenden Finanzstandorten aufweisen. Dies trifft im Besonderen auf Regulierung und Aufsicht im Finanzmarktbereich zu. Alle wichtigen Finanzzentren versuchen heute, ihre regulatorischen Rahmenbedingungen zu optimieren und sich mit einer möglichst marktnahen Regulierung und Aufsicht dem fordernden Wettbewerbsumfeld zu stellen. Dieser Prozess ist in den letzten Jahren auch in der Schweiz in Gang gekommen. Grundlage dafür ist eine vertiefte, kontinuierliche Auseinandersetzung mit den zugrunde liegenden Rechtsetzungsparametern.

Grundsätze zur optimalen Ausgestaltung der Finanzmarktregulierung Die Formulierung von Regulierungsgrundsätzen dient der Bildung eines länger-

Monatsthema

Die EFV erstellt in Zusammenarbeit mit den anderen beteiligten Bundesstellen halbjährlich einen Überblick über Inhalt und Stand der aktuellen Reformprojekte der Finanzmarktregulierung. Diese werden auf der InternetPlattform www.finweb.admin.ch (im Bild) publiziert.

fristig ausgerichteten, tragfähigen Rahmens für die materielle Regulierung, deren inhaltlicher Fokus sich unter dem Einfluss der Entwicklungen auf den Finanzmärkten, der Regulierung wichtiger Partnerstaaten und internationalen Standards stetig ändert. Da im Finanzsektor bis zu sieben verschiedene Bundesstellen regulatorisch tätig sind, ist auch unter diesem Gesichtspunkt eine gemeinsame Grundausrichtung entscheidend. Die Regulierungsgrundsätze lassen sich in drei Kernsätzen zusammenfassen: So viel Regulierung wie nötig, so wenig wie möglich

Kasten 1

Grundsätze der Finanzmarktaufsicht im FINMAG Gemäss Art. 7 des FINMAG-Gesetzesentwurfs reguliert die Finma nur, so weit dies mit Blick auf die Aufsichtsziele nötig ist. Sie sorgt für einen transparenten Regulierungsprozess und eine angemessene Beteiligung der Betroffenen. Ausserdem unterstützt sie die Selbstregulierung und kann diese im Rahmen ihrer Aufsichtsbefugnisse als Mindeststandard anerkennen und durchsetzen. Die Finma bezieht in ihre Regulierung die internationalen Mindeststandards im Finanzbereich mit ein und berücksichtigt insbesondere die Kosten, die den Beaufsichtigten durch die Regulierung entstehen sowie die Auswirkungen der Regulierung auf den Wettbewerb, die Innovationsfähigkeit und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes. Die Finma erlässt zur Umsetzung dieser Grundsätze in Absprache mit dem EFD Leitlinien.

Das richtige Mass an Regulierung erfordert Fingerspitzengefühl. Zu wenig Regulierung begünstigt Missbräuche, Marktunvollkommenheiten oder gar Marktversagen. Zu viel Regulierung verursacht Kosten, behindert die Finanzmarktteilnehmer und schadet der Wettbewerbsfähigkeit. Es stellt eine grosse Herausforderung dar, ein Optimum an Wirkung mit einem Minimum an Belastung für die Adressaten zu erzielen. Zu diesem Zweck muss die Regulierung bewusst markt- und praxisnah ausgestaltet werden. Ihre ökonomischen Konsequenzen sind frühzeitig zu evaluieren und in die Ausarbeitung mit einzubeziehen. Gleichzeitig ist ein angemessener wirtschaftlicher Freiraum zu bewahren, welcher die unternehmerische Verantwortung klar beim Privatsektor belässt. Im Herbst 2005 haben die Eidg. Finanzverwaltung (EFV), die Eidg. Bankenkommission (EBK) und das Bundesamt für Privatversicherungen (BPV) gemeinsam «Richtlinien für eine wirksame und verhältnismässige Finanzmarktregulierung» erarbeitet, die zehn Grundsätze und beispielhaft formulierte Fragestellungen enthalten. Die Grundsätze unter-

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streichen die Bedeutung eines transparenten, berechenbaren Regulierungsprozesses und legen Wert auf eine bestmögliche Abschätzung der wirtschaftlichen Konsequenzen der Regulierung. Die Regulierungsbehörden sollen bewusst mögliche Alternativen und Regulierungsvarianten prüfen, den politischen, inhaltlichen und zeitlichen Handlungsspielraum ermitteln sowie die betroffenen Kreise während der Planung und Ausarbeitung einbeziehen. Sie sollen zudem die inhaltliche und zeitliche Koordination ihrer Projekte fördern und deren Umsetzung wo nötig mit gezielter Ausbildung begleiten. Ein zentraler Stellenwert wurde überdies dem Anliegen zugemessen, die Auswirkungen der Regulierung auf die Volkswirtschaft und die Standortattraktivität des Finanzplatzes anhand einheitlicher Kriterien zu beurteilen sowie Kosten und Nutzen für die Marktteilnehmer abzuwägen. Der Aufwand der Überprüfungen selbst muss dabei verhältnismässig sein. Die Richtlinien konkretisieren die bestehenden allgemeinen Vorgaben des Bundesrates zur Abschätzung der Folgen von Regulierungen für den Finanzbereich. Sie sollen dazu beitragen, eine systematische Evaluation der Regulierung bereits frühzeitig im Meinungsbildungs- und Regulierungsprozess zu ermöglichen. Sie finden auf allen Stufen der Finanzmarktregulierung (Gesetze, Verordnungen, Rundschreiben, etc.) Anwendung. Im neuen geplanten Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMAG) sind die Grundsätze der Richtlinien und der bisherigen Praxis gesetzlich verankert worden. Der Regulierungsprozess muss transparent und gut koordiniert sein

Eine notwendige Voraussetzung zur Gewährleistung einer wirksamen und anpassungsfähigen Finanzmarktregulierung ist Transparenz – nicht nur bezüglich der zu erreichenden Ziele und möglicher Interessenskonflikte, sondern auch im Regulierungs- und Reformprozess selbst. Damit ist in erster Linie ein umfassender Überblick über den Stand der Finanzmarktgesetzgebung und die laufenden Arbeiten gemeint. Dieser bildet wiederum die Grundlage für eine inhaltliche und zeitliche Koordination der verschiedenen Reformprojekte. Im Jahr 2002 hat der Bundesrat das EFD beauftragt, Massnahmen vorzuschlagen, um die Koordination und die Kohärenz der Reformvorhaben im Finanzbereich zu verbessern. Dieser Auftrag wurde mit dem Projekt «FinWeb» umgesetzt. Die EFV erstellt in Zusammenarbeit mit den anderen an der Finanzmarktregulierung beteiligten Bundesstellen halbjährlich einen Überblick über Inhalt und Stand der aktuellen Reformprojekte der

Monatsthema

Finanzmarktregulierung. Dieser wird auf einer eigens eingerichteten und rege genutzten Internet-Plattform der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es braucht eine starke, effiziente und international anerkannte Aufsicht

Ein wichtiger Faktor für jeden Finanzplatz ist eine gute Reputation und – damit verbunden – das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wird. In erster Linie sind dafür die Marktteilnehmer verantwortlich; deren Bemühungen müssen aber durch staatliche Massnahmen flankiert werden. Eine effektive und effiziente Aufsicht setzt positive Signale im In- und Ausland und schützt vor Reputationsrisiken. Die neue integrierte Finanzmarktaufsichtsbehörde (Finma) wird in Zukunft diese Rolle verstärkt wahrnehmen können.

Aktueller Stand der Finanzmarktregulierung in der Schweiz

Kasten 2

Internet-Downloads – Kennzahlen zum Finanzstandort Schweiz; April 2006: www.efd.admin.ch, «Dokumentation», «Zahlen und Fakten», «Statistiken», «Finanzstandort Schweiz». – FinWeb: www.finweb.admin.ch. – Richtlinien für Finanzmarktregulierung, September 2005: www.efd.admin.ch, «Dokumentation», «Grundlagenpapiere». – Finanzplatz und Finanzmarktpolitik Schweiz, September 2006: www.efd.admin.ch, «Dokumentation», «Grundlagenpapiere».

Die Anzahl der laufenden Reformprojekte im Finanzsektor hat in den vergangenen Jahren stetig abgenommen. Im Verlaufe des letzten halben Jahres sind sieben – d.h. gut ein Viertel aller bestehenden – in FinWeb erfassten Reformprojekte abgeschlossen worden. Darunter befinden sich mehrere Meilensteine, beispielsweise die Totalrevision der Versicherungsaufsicht. Im Zentrum des neuen Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) stehen die Sicherung der Solvenz der unterstellten Versicherungsunternehmen sowie der Schutz der Versicherten vor Missbrauch. Mitte Dezember 2005 ist das Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren (RAG) vom Parlament gutgeheissen worden. Es bildet die Grundlage für die neue Revisionsaufsichtsbehörde, welche ab Mitte 2007 operativ tätig sein soll. Auch die Revision der Amtshilfebestimmung im Börsenrecht konnte abgeschlossen werden. Damit wurden die Voraussetzungen für die Gewährung von Amtshilfe im Börsenbereich flexibilisiert und an die internationalen Gepflogenheiten angepasst. Am 26. Juni 2006 wurde schliesslich das Gesetz über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) vom Parlament verabschiedet. Eine Reihe weiterer Projekte befindet sich in der Endphase. Zu nennen sind beispielsweise das FINMAG sowie die Ratifikation des Haager Trustübereinkommens und nationale Anpassungen. Neue grössere Projekte sind momentan nicht in der Pipeline. Nächste Etappen

Nach dem Abklingen der regulatorisch sehr aktiven Phase steht zurzeit die Konsolidierung im Vordergrund. So ist beispielsweise die EBK daran, ihre Finanzmarktregulierung

7 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

auf Stufe Verordnung und Rundschreiben auf ihre Notwendigkeit hin zu überprüfen. Die Betroffenen werden aktiv in diesen Prozess mit einbezogen. Ebenfalls anstehend ist eine Finanzsektor-Länderprüfung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Das so genannte Financial Sector Assessment Program (FSAP) wurde im Nachgang zur Asienkrise im Jahr 1999 durch den IWF und die Weltbank lanciert. Die Schweiz nahm – als eines der ersten Industrieländer – erstmals im Jahr 2001 daran teil. Sie konnte damit ihren Ruf als stabiler und qualitativ hochstehend regulierter und überwachter Finanzstandort stärken. In der zweiten Jahreshälfte 2006 wird nun durch ein Expertenteam des IWF eine FolgeEvaluation durchgeführt. Dieses FSAP-Update wird in Form von Gesprächen mit den Behörden, dem Privatsektor und Verbänden erfolgen. Inhaltlich beinhaltet diese Prüfung eine Beurteilung der Finanzsektorentwicklung und der Finanzsystemstabilität. So sollen beispielsweise mit Hilfe von «Stress Testing» systemische Risiken im Zahlungssystem analysiert werden. Zur Beurteilung gehören auch das regulatorische Umfeld, die Aufsicht – einschliesslich der laufenden Reformvorhaben – und die erzielten Fortschritte bei der Umsetzung früherer FSAP-Empfehlungen. Die finanziellen und systemischen Herausforderungen der beruflichen Vorsorge (2. Säule) sowie die neue Solvenzprüfung in der Versicherungsaufsicht (Swiss Solvency Test, SST) bilden thematische Schwerpunkte.

Fazit Die Verwaltung hat sich in den letzten Jahren zusammen mit den privaten Finanzmarktakteuren intensiv mit den Rahmenbedingungen im Finanzbereich auseinander gesetzt. Im Bereich der Regulierung haben diese Arbeiten in verschiedene Projekte und Initiativen gemündet, welche auf eine weitere Optimierung der Regulierungsprozesse und -inhalte abzielen. Es geht nun darum, die dabei geschaffenen Instrumente in der Praxis anzuwenden. Ein wichtiges Ziel ist dabei der verstärkte Einbezug der Wettbewerbsdimension. Damit die Regulierung mit der finanzmarkttypischen Dynamik Schritt halten kann, muss neben den klassischen Schutzfunktionen des Rechts die ökonomische Komponente vermehrt berücksichtigt werden. Ein prosperierender Finanzplatz kann aber nicht allein durch die politischen Akteure geschaffen beziehungsweise aufrechterhalten werden. Auch die Finanzindustrie hat ihren Teil beizutragen, indem sie die bestehenden Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren nicht nur nutzt, sondern aktiv zu ihrem Erhalt und ihrer Weiter entwicklung Hand bietet.

Monatsthema

Die integrierte Finanzmarktaufsicht auf der Zielgeraden? Der Bundesrat hat sich für eine neue integrierte Finanzmarktaufsicht (Finma) ausgesprochen und eine entsprechende Botschaft verabschiedet. Dabei sollen die Eidg. Bankenkommission (EBK), das Bundesamt für Privatversicherungen (BPV) und die Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei (Kst GwG) zusammengelegt werden. Ein solches Unterfangen muss von langer Hand vorbereitet werden. Das Eidg. Finanzdepartement (EFD) hat deshalb eine Projektorganisation eingesetzt, die sich mit der Umsetzung des neuen Gesetzes befasst. Im Folgenden wird diese Projektorganisation kurz vorgestellt.

1 BBl 2006 2829.

Fusion von drei Amtsstellen Am 1. Februar 2006 hat der Bundesrat die Botschaft zum Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMAG)1 verabschiedet. Damit hat er die Grundlage zur Zusammenlegung der EBK, des BPV und der Kst GwG gelegt. Diese drei unterschiedlichen Einheiten sollen in einer selbstständigen, mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgestatteten öffentlich-rechtlichen Anstalt mit Sitz in Bern zusammengefasst werden: der Finma. Die Finma führt eine eigene Rechnung und organisiert sich selbst; sie verfügt somit über Organisations- und Budgetautonomie. Organe der Finma sind der Verwaltungsrat als strategisches Organ, die Geschäftsleitung mit operativen Aufgaben und die Eidg. Finanzkontrolle (EFK) als Revisionsstelle. Finanziert wird die Finma aus Gebühren und Aufsichtsabgaben der Beaufsichtigten. Sie wird wie bis anhin zur Aufgabe haben, die Aufsicht nach den Finanzmarktgesetzen auszuüben. Dafür enthält das FINMAG einige zum Teil neue, auf alle Aufsichtsbereiche anwendbare Instrumente, wie die Möglichkeit, Prüfgesellschaften zu beaufsichtigen, die Öffentlichkeit zu informieren, Berufsverbote auszusprechen, Verfügungen zu veröffentlichen sowie mit in- und ausländischen Behörden zusammenzuarbeiten. Der Bundesrat hat sich für eine integrierte und unabhängige Finanzmarktaufsicht entschieden. Dadurch sollen Synergieeffekte genutzt und die Effizienz gesteigert werden. Der Ball liegt nun beim Parlament. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) wird ihre Beratungen zum Gesetz erst nach der Durchführung von Hearings aufnehmen. Der Nationalrat wird somit das FINMAG frühestens in der Wintersession 2006 traktandieren

Dr. Barbara Schaerer Stv. Direktorin der Eidg. Finanzverwaltung (EFV), Chefin Rechtsdienst des Eidg. Finanzdepartements (EFD), Bern

8 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

können, so dass das Gesetz vom Parlament im besten Fall in der Frühlingssession 2007 verabschiedet werden kann.

Einsetzung einer Projektorganisation Es besteht der klare Wille, das Gesetz nach Verabschiedung durch das Parlament zügig umzusetzen. Wunschvorstellung ist, dass die Finma auf den 1. Januar 2008 operativ tätig werden kann. Das EFD hat deshalb schon im März 2006 den Startschuss für den Beginn der Projektarbeiten zur Umsetzung des Gesetzes gegeben. Angesichts des sehr ehrgeizigen Zeitplans und der umfangreichen Vorbereitungsarbeiten kann nicht bis zur Verabschiedung des Gesetzes durch das Parlament gewartet werden. Zahlreiche rechtliche, organisatorische, personelle und kulturelle Fragen müssen rechtzeitig diskutiert und gelöst werden. Fusionen im öffentlichen Bereich basieren auf gesetzlichen Grundlagen und müssen damit zwingend umgesetzt werden. Es gibt diesbezüglich keinen Spielraum und kein Zurück mehr. Eine öffentlich-rechtliche Fusion darf und kann nicht scheitern. Man ist schon fast versucht zu sagen: Sie ist zum Erfolg verdammt. Ein solches Unterfangen muss demzufolge gut durchdacht und von langer Hand vorbereitet werden.

Vier Projektbereiche Alle drei Einheiten sind heute unterschiedlich organisiert und in der Bundesverwaltung eingebettet. Die EBK ist eine Behördenkommission, die lediglich administrativ dem EFD zugeordnet ist. Das BPV ist ein Bundesamt, das am 1. Juli 2003 vom EJPD ins EFD transferiert wurde, und die Kst GwG eine Abteilung der Eidg. Finanzverwaltung (EFV). Damit verbunden sind – neben der gemeinsamen Aufsichtsaufgabe im Finanzmarktbereich – unterschiedliche Strukturen, administrative Abläufe und nicht zuletzt auch Kulturen. Dies alles gilt es nun, unter ein Dach zu bringen. Das Projekt ist in vier Teilbereiche aufgeteilt: – Organisatorische Integration: Dabei geht es um Aufbauorganisation und Strategie der neuen Behörde. – Operationelle und technische Integration: Dieser Bereich umfasst die Informatik, die

Monatsthema

Prozesse und das Personal. Besonders heikel ist das Thema Personal, gilt es doch, ein neues Personalrecht vorzubereiten, das sowohl den Anforderungen der öffentlichen Hand als auch der Privatwirtschaft gerecht wird und dem Personal einen akzeptablen Übergang bietet. – Rechtliche Aspekte: Dazu gehört die Anpassung sämtlicher Verordnungen an die neuen Vorgaben des FINMAG, das heisst im Bereich der Banken-, Börsen-, Anlagefonds- und Versicherungsaufsicht sowie der Geldwäschereibekämpfung. Zudem muss eine neue Gebührenverordnung erlassen und das Prüfwesen neu geregelt werden. Ändert man den gesetzlichen Überbau, zieht das auch Anpassungen der Rundschreiben und Weisungen mit sich. – Corporate Identity und Kommunikation: Hier geht es darum, für die Finma eine Identität zu kreieren und diese entsprechend zu kommunizieren.

Eine gewaltige Aufgabe – und Chance zugleich Eine neue Behörde schafft auch neue Schnittstellen. Die Zusammenarbeit mit dem EFD – sowohl bei der Regulierung als auch im internationalen Bereich – muss neu definiert werden: Wie werden die Regulierungsprojekte organisiert? Wer vertritt die Schweiz in internationalen Gremien? Schliesslich bleibt die wohl schwierigste Aufgabe, an der schon so manche Fusion in der Privatwirtschaft gescheitert ist: Die Verschmelzung drei unterschiedlicher Kulturen, aus der die bestmögliche Lösung resultiert. Diese Aufgabe wird vor allem auch der Projektleitung obliegen. Die Mitarbeitenden der drei Einheiten und des EFD stehen angesichts der zahlreichen Revisionsvorhaben vor einer herkulischen Aufgabe. Diese Arbeiten bieten aber auch die Chance zu gegenseitigem Know-how-Transfer sowie zu einem Neuanfang, bei dem unnötiger Ballast abgeworfen werden kann.

Projektleitung und Wahl des Verwaltungsrates Als Projektleiter eingesetzt wurde der neue Präsident der EBK, Eugen Haltiner, der ein überzeugter Verfechter der künftigen integrierten Finanzmarktaufsicht ist. Unterstützt wird er von einem Steuerungsausschuss, der aus einer Vertreterin und zwei Vertretern der betroffenen Behörden sowie einer Vertreterin des EFD zusammengesetzt ist. Hinzu kommt ein begleitendes Panel als Soundingboard, dem die interessierten Kreise und die Wissenschaft angehören. Dieses soll helfen, die Ak-

9 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

zeptanz der neuen Behörde bei allen Betroffenen zu steigern und tragfähige Lösungen zu finden. Nach Verabschiedung des Gesetzes durch das Parlament wird das EFD dem Bundesrat als Wahlgremium die Zusammensetzung des Verwaltungsrates der Finma vorschlagen. Der Verwaltungsrat muss nach Ablauf der Referendumsfrist sofort tätig werden können, da er die technischen Vorschriften auf Stufe Finma sowie das Organisationsreglement erlassen und die Geschäftsleitung wählen muss. Erst im Anschluss daran kann das Gesetz vollständig in Kraft gesetzt und die Finma damit operativ tätig werden.

Unsicherheit über Ausgang der parlamentarischen Beratung Die wichtigste Frage ist noch offen: Wird die Finma die politische Diskussion überleben? Und wenn ja, welche Anpassungen wird das Parlament am FINMAG vornehmen? Erste Reaktionen lassen auf ein eher positives Echo schliessen. Dennoch wird das Parlament voraussichtlich Anpassungen am Entwurf des Bundesrates vornehmen. Angesichts dieser Unsicherheit ist es wichtig, im Rahmen des Projekts keine vollendeten Tatsachen zu schaffen. Zurzeit werden deshalb vor allem diejenigen Themen angegangen, die auch ohne Finma von Nutzen sind, wie die Erarbeitung einer Strategie oder Überprüfung der Prozesse. Sollte das Parlament die Gesetzesberatungen nächsten Frühling tatsächlich abschliessen, könnte der Termin 1. Januar 2008 eingehalten werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der operative Start der Finma um voraussichtlich ein Jahr verschoben werden muss. Auch wenn der Zeitpunkt noch offen ist, verfolgen alle Beteiligten dasselbe Ziel: Ihr Engagement gilt der Schaffung einer schlagkräftigen Finanzmarktaufsicht mit internationaler Ausstrahlung, die sowohl intern als auch extern kompetent, transparent und effizient im Dienste des Finanzplatzes und seiner  Kundinnen und Kunden auftritt.

Monatsthema

Umsetzung von Basel II in der Schweiz – die neue Eigenmittelverordnung Im Einklang mit den internationalen Vorgaben treten am 1. Januar 2007 in der Schweiz die neue bundesrätliche Eigenmittelverordnung und zahlreiche Rundschreiben der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) in Kraft. Damit wird die neue Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht vollständig in nationales Recht umgesetzt. Unter der Leitung der EBK wurde die neue schweizerische Regulierung gemeinsam mit den direkt Betroffenen erarbeitet. Sie ist auf die Verhältnisse in der Schweiz angepasst und wird für die Banken weder zu einem übermässigen Umstellungsaufwand noch zu unerwünschten Umverteilungswirkungen bei den zukünftigen Eigenmittelanforderungen führen. Für die Umstellung wird den Banken genügend Zeit eingeräumt.1

Am 4. Juli 2006 hat der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht die neue Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) veröffentlicht.2 Damit fand dieses regulatorische Grossprojekt, welches sowohl bei den Aufsehern als auch bei den Banken enorme Ressourcen gebunden hat und während der laufenden Umsetzung weiterhin bindet, auf internationaler Ebene sein glückliches Ende. Wegen divergierender Ansichten unter den verschiedenen Mitgliedern des Basler Ausschusses musste die Reform von Basel I, die 1998 in Angriff genommen wurde, mehrfach verschoben werden. In der Schweiz nahm im Frühjahr 2003 die EBK, welche mit der Umsetzung von Basel II in nationales Recht betraut worden war, die Arbeiten auf. Unter der Prämisse, dass die Eigenmittelausstattung im gesamten schweizerischen Bankensystem erhalten bleiben soll, hat sie sich dabei stets klar zu einer pragmatischen und differenzierten Umsetzung bekannt, die den Verhältnissen der einzelnen Institute Rechnung trägt und ihren unterschiedlichen Bedürfnissen entgegenkommt. Deshalb wurde das Drei-Säulen-Prinzip von Basel II vollständig übernommen. Insbesondere stehen den Banken in der Schweiz sämtliche Ansätze der ersten Säule (Eigenmittelanforderungen) zur Verfügung.3 Am bewährten Aufsichtsregime (zweite Säule von Basel II) der EBK wird sich für die Banken grundsätzlich nichts ändern. Dasselbe gilt für die Offenlegungspflichten (dritte Säule). Dieser Artikel konzentriert sich daher auf die veränderten Vorgaben zur Eigenmittelunterlegung (erste Säule). Generell gilt für alle drei Säulen, dass die Erwartungen der EBK bezüglich Qualität des Risikomanagements einer Bank mit zunehmender Grösse bzw. Komplexität der Geschäftsaktivität ebenfalls steigen.

Daniel Sigrist Leiter der Gruppe Risikomanagement, Eidg. Bankenkommission (EBK), Bern

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Einbezug der direkt Betroffenen Unter Federführung der EBK erarbeitete eine nationale Arbeitsgruppe (NAG), die sich aus Vertretern aller von der neuen Regulierung direkt betroffenen Interessengruppen der schweizerischen Finanzbranche zusammensetzte,4 die Umsetzung der neuen Eigenkapitalvereinbarung in schweizerisches Recht. Dank dieser breiten Abstützung konnten die Anliegen der direkt Betroffenen unmittelbar in die gemeinsame Erarbeitung der neuen Regulierung einfliessen. In allen wesentlichen Fragen fand die NAG einen Konsens. Da die Mehrheit der Banken in der Schweiz zur Berechnung ihrer Eigenmittelanforderungen einfache Ansätze, so genannte Standardansätze, anwenden wird, traf die NAG den Entscheid, nur diese umfassend zu regulieren. Die Umsetzung der institutsspezifischen Ansätze – «Internal Ratings Based Approach» (IRB) für Kreditrisiken und «Advanced Measurement Approach» (AMA) für operationelle Risiken – erfolgte direkt in so genannten Dialogmeetings mit den entsprechenden Banken, insbesondere mit den beiden Grossbanken. Die NAG wird als Expertengremium weiter bestehen, um Auslegungsfragen zu diskutieren. Die EBK wird zudem auf ihrer Website eine FAQ-Liste zur Basel-II-Umsetzung führen.

Der rechtliche Rahmen Die Schweiz übernimmt alle von Basel II vorgesehenen Menüs und die drei Säulen in ihre Regulierung. Die IRB-Ansätze, die Ansätze für operationelle Risiken und die Änderungen für Marktrisiken wurden von Basel II weit gehend unverändert übernommen. Basel II konnte unter dem geltenden Bankengesetz (BankG) im Rahmen einer neuen, aus der bestehenden Bankenverordnung (BankV) herausgelösten bundesrätlichen «Verordnung über die Eigenmittel und Risikoverteilung für Banken und Effektenhändler» (Eigenmittelverordnung, ERV) umgesetzt werden. Wie bisher werden die grundlegenden Entscheide sowie die standardisierten Risikogewichte und Unterlegungssätze durch den Bundesrat geregelt. Der Bundesrat hat die ERV am 29. September 2006 gutheissen und auf den 1. Januar 2007 in Kraft gesetzt.5 Die

Monatsthema

Grafik 1

durchführen zu müssen. Der SA-BIZ übernimmt die Vorgaben von Basel II möglichst unverändert. Aus Wettbewerbsgründen drängte sich bei der rechtlichen Ausgestaltung der schweizerischen Vorschriften eine enge Anlehnung an die beiden EU-Richtlinien6 an, welche die Vorgaben von Basel II in europäisches Recht umsetzen.

Rechtlicher Rahmen der Umsetzung von Basel II

BankG

BankV Gruppen & Konglomerate

EBK-RS Kreditrisiken

ERV Eigenmittel & Risikoverteilung

EBK-RS Marktrisiken

EBK-RS Operationelle Risiken

EBK-RS EigenmittelOffenlegung

EBK-RS Risikoverteilung

EBK-RS Ratingagenturen

(ex REM-EBK)

Als Vorlage zur Neufassung des schweizerischen Eigenmittelausweises diente der modular aufgebaute EU-Eigenmittelausweis der CEBS.7 Dieser erwies sich für den SA-BIZ als ideal; für den SA-CH wären am bestehenden Eigenmittelausweis ohnehin erhebliche Anpassungen vorzunehmen gewesen.

(Säule 3)

Anhörung und Ämterkonsultation Quelle: EBK / Die Volkswirtschaft

1 Der Autor dieses Beitrages ist Schweizer Vertreter in der Accord Implementation Group (AIG) des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht, für die Umsetzung von Basel II in der Schweiz verantwortlich und Vorsitzender der entsprechenden Nationalen Arbeitsgruppe. 2 Basler Ausschuss für Bankenaufsicht: «Internationale Konvergenz der Eigenkapitalmessung und der Eigenkapitalanforderungen», Juni 2006; vgl. www.bis.org/publ/ bcbs107ger.htm. 3 Die historische Entwicklung der Umsetzung von Basel II in der Schweiz kann auf der Internet-Seite der EBK nachverfolgt werden: www.ebk.admin.ch, «Dossiers», «Basel II». Der Artikel «Die Grundlinien der neuen Eigenkapitalvereinbarung», S. 5ff. in «Die Volkswirtschaft» 1-2004 gibt eine gute Übersicht über die Gründe und Ziele der Überarbeitung von Basel I. 4 EBK, Schweizerische Nationalbank, Treuhandkammer, Schweizerische Bankiervereinigung, Credit Suisse Group, UBS AG, Verband Schweizerischer Kantonalbanken, RBA-Holding, Schweizer Verband der Raiffeisenbanken, Vereinigung Schweizerischer Handels- und Verwaltungsbanken, Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers, Verband der Auslandsbanken in der Schweiz, Schweizer Verband unabhängiger Effektenhändler. 5 vgl. Pressemitteilung des Bundes: www.news.admin.ch, «Dokumentation», «Medienmitteilungen», «Basel II: Bundesrat heisst die neue Eigenmittelverordnung gut» (29.9.2006). 6 Vgl. Richtlinien 2006/48/EG und 2006/49/EG; vgl. http://ec.europa.eu/internal market/bank/regcapital/ index de.htm. 7 Committee of European Banking Supervisors: www.c-ebs. org. 8 So genannte «Quantitative Impact Study Schweiz» (QISCH); vgl. www.ebk.admin.ch/d/dossiers/pdf/Analysebericht_d.pdf. 9 Vgl. www.efd.admin.ch, «Dokumentation», «Grundlagenpapiere», «Richtlinien für Finanzmarktregulierung». 10 Eine Übersicht zur Umsetzung von Basel II in den USA findet sich unter www.federalreserve.gov, «Banking Information and Regulation», «Basel II Capital Accord».

Vorschriften der BankV zum Eigenmittelbegriff und zur Risikoverteilung wurden aus der heutigen BankV herausgelöst und in die ERV übertragen. Die Vorschriften zur Gruppenund Konglomeratsaufsicht des BankG, die am 1. Januar 2006 in Kraft getreten sind, werden in einer Novelle zur BankV konkretisiert und erlangen zeitgleich mit der ERV auf den 1. Januar 2007 Rechtsverbindlichkeit. Die technischen Vorschriften, welche die Bestimmungen der ERV konkretisieren, werden in sechs neuen Rundschreiben der EBK geregelt. Bemerkenswert ist, dass das EBK-Rundschreiben «Kreditrisiken» für den IRB direkt auf die englischsprachigen Mindeststandards des Basler Ausschusses verweist und sich auf Präzisierungen hinsichtlich der Anwendung in der Schweiz beschränkt.

Zwei Standardansätze für Kreditrisiken Die schweizerische Umsetzung kennt neu zwei Standardansätze zur Berechnung der Eigenmittelanforderungen für Kreditrisiken: – Der Schweizer Standardansatz (SA-CH), der sich an im Inland tätige Universalbanken richtet, basiert auf den heutigen bewährten Eigenmittelvorschriften. Es wurden nur die nötigsten Anpassungen vorgenommen, um Basel-II-Kompatibilität zu erreichen. Die Umsetzungskosten im technischen Bereich werden dadurch tief gehalten. – Der internationale Standardansatz (SABIZ) kommt dem Bedürfnis international tätiger Banken entgegen, keine Doppelrechnung – sowohl nach schweizerischen als auch nach internationalen Vorgaben –

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Die EBK führte im vierten Quartal 2005 bei den Spitzenverbänden der Wirtschaft, den Bankenverbänden sowie den interessierten Ämtern und Bundesstellen eine Anhörung bzw. Ämterkonsultation zu den Verordnungsund Rundschreibenentwürfen durch. Grundsätzlich stiess die Vorlage auf breite Zustimmung – auch von Seiten derjenigen, die zuvor eine Gefährdung der KMU-Finanzierung durch Basel II befürchtet hatten. In der NAG wurden die fachtechnischen Vorschläge für Vereinfachungen besprochen, welche die Kosten der Umsetzung reduzieren sollten. Den meisten dieser Vorschläge konnte gefolgt werden.

Quantitative Wirkungsanalyse Der Erhalt der Eigenmittelausstattung im gesamten Finanzsystem war ein erklärtes Ziel der schweizerischen Umsetzung. Um die neue Regulierung entsprechend zu kalibrieren – d.h. die Risikogewichte des SA-CH anzupassen und den SA-BIZ auf den SA-CH abzustimmen –, führte die EBK im vierten Quartal 2005 gleichzeitig mit der Anhörung eine quantitative Wirkungsanalyse8 durch. An dieser Erhebung nahm eine repräsentative Auswahl von 70 Banken und 7 Effektenhändlern teil. Die Auswertung ergab, dass die neuen Bestimmungen nach Basel II insgesamt zu einem marginalen Rückgang der Eigenmittel im System führen. Dabei werden die hauptsächlich im Kreditgeschäft tätigen Banken entlastet. Neben der Verwendung externer Ratings und den zur Ersparnis von Eigenmitteln einsetzbaren Risikominderungstechniken ist dies vor allem auf die neu tieferen Eigenmittelanforderungen für Wohnbauhypotheken, Lombardkredite und weitere Retailkredite zurückzuführen. Die neue Unterlegungspflicht für operationelle Risiken ergibt dagegen insgesamt höhere Eigenmittelanforde-

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Grafik 2

Eigenmittelanforderungen: Relative Veränderung zwischen Basel I und Basel II (SA–CH) 80% 70% 60% 50% 40% 30%

Gewichteter Mittelwert: –2.34% (Alle Institute werden als ein Systeminstitut betrachtet)

Ungewichteter Mittelwert: 8.24%

20% 10% 0% –10%

Median: 1.01%

–20% –30%

Eigenmittelanforderungen sinken

Eigenmittelanforderungen steigen Quelle: EBK / Die Volkswirtschaft

rungen bei Instituten, die vorwiegend in der Beratung, Vermögensverwaltung und im Handel tätig sind. Solche Institute weisen in der Regel geringe Kredit- und Marktrisiken mit entsprechend tiefen Eigenmittelanforderungen auf. Bisher waren darin die Eigenmittel für operationelle Risiken implizit enthalten. Die neue, aus den Eigenmittelanfor derungen für Kreditrisiken herausgelöste Eigenmittelanforderung für operationelle Risiken belastet die Eigenmittelanforderungen dieser Institutsgruppe daher relativ gesehen stärker als die derjenigen, die primär im Kreditgeschäft tätig sind. Grafik 2 gibt eine Übersicht über die Veränderungen der Eigenmittelanforderungen unter den teilnehmenden 77 Instituten. Es sei hervorgehoben, dass sie mit der heutigen Eigenmittelausstattung ausnahmslos über mehr Eigenmittel verfügen, als unter der neuen Regulierung erforderlich sein werden.

Keine Wettbewerbsverzerrungen Die neue Regulierung trägt den verschiedenen Bedürfnissen der Banken Rechnung, bleibt dabei aber wettbewerbsneutral. Die Eigenmittelanforderungen des SA-BIZ wurden mit Hilfe von verschiedenen Multiplikatoren so auf den SA-CH abgestimmt, dass die Anwendung des SA-BIZ mit seinen tieferen, von Basel II direkt übernommenen Risikogewichten keinen Vorteil gegenüber dem SA-CH verschafft. Mit dem SA-BIZ entspricht die schweizerische Regelung derjenigen der EU. Damit erleiden die international tätigen Banken im grenzüberschreitenden Geschäft keinen Wettbewerbsnachteil gegenüber EUBanken.

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Vereinfachungen bei unverhältnismässigem Aufwand

Obwohl die Banken unter Basel II die Wahl zwischen verschiedenen Berechnungsansätzen haben, kann ihnen in der Umsetzung gleichwohl ein erheblicher Aufwand erwachsen. Entsprechend der heutigen Praxis unter Basel I kann eine Bank gemäss Art. 15 ERV dort vom strikten Wortlaut der Vorschriften abweichen bzw. Vereinfachungen vornehmen, wo aus der strikten, wortgetreuen Einhaltung der Vorschriften unverhältnismässiger Aufwand entstehen würde. Dieser Pragmatismus ist jedoch an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, so dass weiterhin eine Anwendung gemäss «ratio legis» sichergestellt ist. Die vereinfachte Anwendung der Erlasse nach Art. 15 ERV ist nur dann zulässig, wenn einerseits das Risikomanagement gewährleistet und andererseits das Verhältnis der erforderlichen zu den anrechenbaren Eigenmitteln der Bank zumindest erhalten bleibt. Zudem müssen die Banken die vorgenommenen Vereinfachungen dokumentieren. Gegenüber der heutigen Praxis wird damit die Transparenz in der Überwachung des Instituts verbessert. Verzicht auf Kosten-Nutzen-Analyse

Entgegen den vom Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) veröffentlichten Richtlinien zur Finanzmarktregulierung9 wurde auf die Durchführung einer KostenNutzen-Analyse zur Umsetzung von Basel II – insbesondere für deren Vorbereitung, Umstellung und laufende Anwendung – verzichtet. Dies geschah im Einvernehmen mit den Spitzen von Bankiervereinigung und EBK. Angesichts des grossen Aufwands einer solchen Studie wurde der Zeitpunkt als überaus

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ungünstig empfunden. Zum einen waren die Banken mit den Umstellungsarbeiten bereits stark belastet; zum anderen waren die Arbeiten am neuen Regelwerk schon zu weit fortgeschritten, als dass der gedrängte Zeitplan noch wesentliche Änderungen zugelassen hätte. Dieser Verzicht bedeutet aber kein Präjudiz für allfällige quantitative Kosten-NutzenAnalysen bei späteren Regulierungsprojekten. Grenzüberschreitendes Geschäft

Die Auslandbanken in der Schweiz sind beinahe ausschliesslich im Private Banking tätig und betreiben kein universelles Retailgeschäft. Sie verfügen wegen ihrer spezifischen Geschäftsaktivität über eine grosse Eigenmittelausstattung. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, werden sie keine institutsspezifischen Ansätze anwenden. Die Schweizer Banken im Ausland sind entweder im Private oder Investment Banking tätig, betreiben jedoch kaum Retail Banking. Aufgrund dieser Ausgangslage entstehen den Banken in der Schweiz bzw. den ausländischen Konzernmüttern kaum so genannte «Cross-border Issues». Auch die um ein Jahr verzögerte Umsetzung von Basel II in den USA ändert daran nichts.10

Zeitplan Die ERV tritt am 1. Januar 2007 in Kraft. Die Übergangsbestimmungen sehen vor, dass die Banken flexibel im Verlaufe des Jahres 2007 umstellen können. Dabei erfolgt die Umstellung auf die neuen Ansätze für Kredit-, Marktund operationelle Risiken gleichzeitig. Der neue, auf den Vorgaben von Basel II beruhende Eigenmittelausweis kann somit erstmals per 31. März 2007, muss aber spätestens per 31. März 2008 ausgefüllt werden. Institute mit institutsspezifischen Ansätzen müssen auf VOL_hep-Verlag_D-F.ps

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10.10.2006

10:09 Uhr

den 1. Januar 2008 umstellen. Dieser Zeitplan entspricht demjenigen in der EU. In der Schweiz begleitet die EBK die Banken bei ihrer Umstellung auf die neue Regulierung, indem sie beispielsweise Interpretationshinweise in einer FAQ-Liste publiziert. Die Abnahmen – d.h. Prüfungen und Bewilligungen – der ersten institutsspezifischen Ansätze (Advanced IRB, AMA) werden voraussichtlich Ende 2007 beendet sein.

Was bringt die Zukunft? Die Banken benötigen für die Umstellung auf jede neue Regulierung genügend Zeit und sind daher auf verbindliche rechtliche Rahmenbedingungen angewiesen. Nicht zuletzt deswegen ist der Basler Ausschuss wieder davon abgekommen, die neue Eigenkapitalvereinbarung – ähnlich wie bei Software-Paketen – als eine Art «Evergreen»-Dokument zu gestalten, das laufend aktualisiert wird. Mit Inkrafttreten von Basel II wird der alte Standard Basel I nicht mehr weitergepflegt. Die vom Basler Ausschuss angekündigte regulatorische «Pause» lässt ein Basel III in naher Zukunft für eher unwahrscheinlich erscheinen. Gleichwohl werden in den nächsten Jahren einige Themen die Bankenaufseher beschäftigen, so zum Beispiel Kreditrisikomodelle (PortfolioEffekte, Hazard Models), die Definition von anrechenbarem Eigenkapital, Verhältnis von Eigenmittelregulierung und Rechnungslegungsvorschriften, Liquidität und Konzentrationsrisiken, Disintermediation sowie die Regulierung von Hedge Funds. In diesen Bereichen ist mit punktuellen Änderungen oder Ergänzungen bei Basel II zu rechnen. 

Seite 1

Konstantin Beck, Maria Trottmann, Urs Käser, Bernhard Keller, Stefan von Rotz, Peter Zweifel

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Monatsthema

Das neue Bundesgesetz über kollektive Kapitalanlagen Das Parlament hat am 23. Juni 2006 das neue Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) verabschiedet.1 Es soll das bisherige Anlagefondsgesetz (AFG) ablösen und 2007 in Kraft treten. Das neue KAG verfolgt drei Hauptziele: Eine umfassende Gesetzgebung über die kollektiven Kapitalanlagen zu schaffen, die Europakompatibilität des schweizerischen Fondsrechts wieder herzustellen sowie die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Fondsplatzes Schweiz zu steigern.

Mit dem neuen Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) werden die wesentlichen Revisionsanliegen umgesetzt und die regulatorischen Rahmenbedingungen für den Fondsplatz Schweiz auf Gesetzesstufe verbessert. Bild: Keystone

Weshalb eine Revision des Anlagefondsgesetzes? Seit längerer Zeit sind in der Schweiz Auslagerungstendenzen in der Fondsproduktion und ein Re-Import von Fondsprodukten – v.a. aus Luxemburg – zu beobachten. Lediglich etwa ein Drittel der hierzulande öffentlich vertriebenen Fonds wird auch in der Schweiz produziert. Für die mangelnde Attraktivität des Fondsplatzes Schweiz gibt es eine Reihe von Gründen, die im Folgenden kurz dargestellt werden.

1 Botschaft zum Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen vom 23. September 2005, BBl 2005, S. 6395 ff. Internet: www.admin.ch/ch/d/ff/2005/ 6395.pdf.

Adriano Däppen Fürsprecher, Sektion Finanzmärkte und Finanzdienstleistungen, Eidg. Finanzverwaltung (EFV), Bern

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Zu enger Geltungsbereich des AFG

Dem AFG sind nur Sondervermögen unterstellt, die aufgrund eines Kollektivanlagevertrags fremdverwaltet werden. Die in gesellschaftsrechtlicher Form verwalteten Vermögen unterstehen nicht dem AFG. Diese Beschränkung des Geltungsbereichs bringt einen Standortnachteil für den Fondsplatz Schweiz mit sich. Negativ wirkt sich insbesondere aus, dass die im Ausland beliebte gesellschaftsrechtliche Form der kollektiven Kapitalanlagen, die so genannte Investmentgesellschaft mit variablem Kapital (Société d’investissement à capitale variable, Sicav), in der Schweiz nicht gegründet werden kann. Ein anderer Nachteil wird darin gesehen, dass die in der Schweiz seit Jahrzehnten bekannten fondsähnlichen Investmentgesellschaften mit festem Kapital (Sociéte d’investissement à capital fixe, Sicaf) in der Rechtsform von Aktiengesellschaften nicht dem AFG und damit auch nicht der Aufsicht der Eidg. Bankenkommission (EBK) unterstehen. Das widerspricht dem aufsichtsrechtlichen Grundsatz «same business, same risks, same rules».

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Keine geeigneten Rechtformen für Investitionen in Risikokapital

Die in der Schweiz zur Verfügung stehenden Rechtsformen für Investitionen in Risikokapital haben sich als zu wenig attraktiv erwiesen, um erfolgreich mit der angelsächsischen «Limited Partnership» konkurrieren zu können. Die der Limited Partnership entsprechende schweizerische Kommanditgesellschaft weist überdies Besonderheiten auf, welche sie als Vehikel für Investitionen in Risikokapital ungeeignet machen. Deshalb werden Anlagen in Risikokapital heute zu einem grossen Teil über Limited-Partnership-Konstruktionen in Offshore-Zentren abgewickelt. Fehlende Erleichterungen für vermögende Privatkunden

Schliesslich sieht das AFG für vermögende Privatkunden nicht die gleichen Erleichterungsmöglichkeiten bezüglich der Anlegerschutzbestimmungen wie für institutionelle Anleger vor. Bei Anlagefonds für institutionelle Anleger mit professioneller Tresorerie können die Aufsichtsbehörden gewisse Schutzbestimmungen für nicht anwendbar erklären, weil davon auszugehen ist, dass die betreffenden Investoren in der Lage sind, die Risiken zu erkennen.

Wichtigste Neuerungen des KAG Erweiterung des Geltungsbereichs

Die wesentlichste Neuerung des KAG besteht in der Erweiterung des Geltungsbereichs auf sämtliche Formen der kollektiven Kapitalanlage. Neu sind alle kollektiven Kapitalanlagen unabhängig von der Rechtsform dem Gesetz unterstellt. Die Einführung der im Ausland bekannten Investmentgesellschaft mit variablem Kapital gilt als eigentlicher Paradigmawechsel des KAG. Der Gesetzgeber hat sich bei der Ausgestaltung der Sicav an der luxemburgischen Gesetzgebung orientiert und sie in Art. 36 Abs. 1 KAG wie folgt umschrieben: Die Investmentgesellschaft mit variablem Kapital ist eine Gesellschaft: – deren Kapital und Anzahl Aktien nicht im Voraus bestimmt ist; – deren Kapital in Unternehmer- und Anlegeraktien aufgeteilt ist; – für deren Verbindlichkeiten nur das Gesellschaftsvermögen haftet; – deren ausschliesslicher Zweck die kollektive Kapitalanlage ist. Der Zweck der Sicav ist ausschliesslich auf die Verwaltung des eigenen Vermögens beschränkt. Damit ist die Sicav immer nur ein einzelnes Fondsprodukt in Gesellschaftsform.

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Demgegenüber ist die Fondsleitung eines vertraglichen Anlagefonds ein Finanzdienstleistungsunternehmen, das nicht nur eigene und Drittfonds verwalten, sondern darüber hinaus auch noch zusätzliche Dienstleistungen erbringen darf. Solche Nebengeschäfte sind der Sicav verwehrt. Weil Investmentgesellschaften mit festem Kapital faktisch die gleiche oder eine ähnliche Anlagepolitik wie Fonds verfolgen, hat die Frage, ob sie dem AFG zu unterstellen sind, den Gesetzgeber und die Aufsichtsbehörden bereits seit längerer Zeit beschäftigt. In den letzten Jahren gab es verschiedene parlamentarische Vorstösse betreffend die Unterstellung von Investmentgesellschaften mit festem Kapital unter die Anlagefondsgesetzgebung. Der regulatorische Druck entstand angesichts gewisser negativer Begleiterscheinungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Ausgestaltung der Entschädigungsmodelle, hoher Kursabschläge zum inneren Wert des Beteiligungsportefeuilles (Discount) sowie einer zum Teil dürftigen Transparenz. Während der Bundesrat die Investmentgesellschaften generell dem KAG unterstellen wollte, beabsichtigte der Nationalrat, sie vom Geltungsbereich auszuschliessen. Durchgesetzt hat sich schliesslich eine differenzierte Lösung, wonach lediglich diejenigen Sicaf dem KAG nicht unterstehen sollen, welche an einer Schweizer Börse kotiert sind oder deren Beteiligungen nur von qualifizierten Anlegern erworben werden können. Art. 110 KAG umschreibt die Sicaf wie folgt: Die Investmentgesellschaft mit festem Kapital ist eine Aktiengesellschaft im Sinne des Obligationenrechts (Art. 620 ff. OR): – deren ausschliesslicher Zweck die kollektive Kapitalanlage ist; – deren Aktionärinnen und Aktionäre nicht qualifiziert im Sinne von Artikel 10 Absatz 3 sein müssen; – die nicht an einer Schweizer Börse kotiert ist. Im Gegensatz zur Sicav verfügt die Sicaf über ein festes Grundkapital. Die Investmentgesellschaft ist damit prinzipiell nichts anderes als eine Aktiengesellschaft im Sinne von Art. 620 ff. OR. Freiwillige Unterstellungsmöglichkeit für Vermögensverwalter ausländischer kollektiver Kapitalanlagen

Zahlreiche Schweizer Banken und Vermögensverwaltungsunternehmen haben ihre Anlagefonds im EU-Raum – v. a. in Luxemburg – aufgelegt, um von den mit dem EUPass verbundenen Vertriebsvorteilen profitieren zu können. Die Fondsleitungen vor Ort delegieren dann oft die eigentliche Vermö-

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gensverwaltung wieder an das Schweizer Institut zurück, das in der Regel als Depotbank auftritt. Auf diese Weise bleiben Know-how und Arbeitsplätze in der Schweiz. Gemäss der EU-Management-Richtlinie2 dürfen Fonds, die unter die EU-Regulierung fallen – so genannte «Organismen für Anlagen in Wertpapieren» (Ogaw) – die Verwaltung ihres Vermögens spätestens ab Februar 2007 nur noch an staatlich beaufsichtigte Finanzintermediäre delegieren. Neben den Bankinstituten können die Ogaw in der EU hierzu auf regulierte Vermögensverwalter zurückgreifen. Diese neue EU-Bestimmung hat für das Asset Management in der Schweiz erhebliche Konsequenzen. Anders als Banken oder Effektenhändler werden die schweizerischen unabhängigen Vermögensverwalter nicht prudentiell überwacht. Deshalb wird ihnen die Verwaltung eines europäischen Anlagefonds verwehrt sein. Die Schweizer Institute wären somit ab Februar 2007 gezwungen, nicht nur die formelle Fondsleitung, sondern auch die Haupttätigkeit des Asset Managements an eine in der EU ansässige Tochtergesellschaft zu delegieren. Damit wäre in der Schweiz im Bereich des Asset Managements der Verlust von Marktanteilen und Arbeitsplätzen verbunden. Die schweizerischen Vermögensverwalter von ausländischen kollektiven Kapitalanlagen können sich gemäss dem KAG freiwillig der Aufsicht durch die EBK unterstellen. Diese Möglichkeit ist aber auf jene Fälle beschränkt, bei welchen die ausländische Gesetzgebung eine Aufsicht verlangt und die ausländische kollektive Kapitalanlage einer Aufsicht unterliegt, die der schweizerischen gleichwertig ist. Somit steht den unabhängigen Vermögensverwaltern, die ausländische kollektive Kapitalanlagen verwalten, neu die Möglichkeit offen, ein «Gütesiegel» zu erlangen. Diese Möglichkeit ist eine wichtige Massnahme zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für schweizerische Vermögensverwalter. Neue Rechtsform für die Bereitstellung von Risikokapital 2 Richtlinie 2001/107/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Januar 2002 zur Änderung der Richtlinie 85/611/EWG des Rates zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften betreffend bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (Ogaw) zwecks Festlegung von Bestimmungen für Verwaltungsgesellschaften und vereinfachte Prospekte. 3 Der Finanzplatz Luxemburg stellt mit dem Gesetz vom 15. Juni 2004 über Investmentgesellschaften zur Anlage in Risikokapital hierfür die Société d’investissment en capital à risque (Sicar) zur Verfügung. Die Sicar richtet sich sowohl an institutionelle wie auch an qualifizierte Privatanleger. Mit diesem Gesetz stellt Luxemburg flexible und wettbewerbsfähige Rahmendbedingungen für die Gründung von Risikokapitalgesellschaften nach luxemburgischem Recht zur Verfügung, die im Venture Capital- und Private-Equity-Bereich tätig werden sollen. Für die Sicar gibt es keine zwingenden Bestimmungen betreffend die Risikostreuung und sie geniesst erhebliche steuerliche Vorteile.

Um auch in der Schweiz über eine geeignete Rechtsform für die Bereitstellung von Risikokapital zu verfügen, wird mit dem KAG neu die Kommanditgesellschaft für kollektive Kapitalanlagen eingeführt. Diese Rechtsform, die sich an der angelsächsischen Limited Partnership orientiert, soll es ermöglichen, ohne grosse rechtliche Hürden in Risikokapital zu investieren, wie dies in Luxemburg bereits der Fall ist.3 Als Instrument für Risikokapitalanlagen ist diese neue Gesellschaftsform ausschliesslich qualifizierten Anlegern vorbehalten. Der Komplementär muss eine Aktiengesellschaft

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sein, dies im Gegensatz zu den obligationenrechtlichen Bestimmungen über die Kommanditgesellschaft, wonach der unbeschränkt haftende Gesellschafter zwingend eine natürliche Person sein muss. Der Komplementär ist für die Geschäftsführung zuständig, die Kommanditäre sind davon ausgeschlossen. Sie können weder Entscheidungen zu bestimmten Anlagen treffen noch Anlageentscheide blockieren. Nach Anlegerkategorien abgestufter Anlegerschutz

Bereits das Anlegerschutzverständnis des AFG geht vom «mündigen Anleger» aus. Es verfolgt dabei die Philosophie, dass die verschiedenen Anlegerkategorien jeweils massgeschneidert – d.h. nach Massgabe des konkreten Schutzbedürfnissen – zu schützen sind. Im Vergleich zum AFG wird dieses Konzept im KAG konkreter gefasst, indem institutionelle Anleger und neu auch vermögende Privatpersonen Investitionsmöglichkeiten wählen dürfen, die von gewissen Schutzvorschriften ausgenommen sind. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass diese im Bedarfsfall qualifizierte Berater beiziehen können. Damit folgt das KAG der internationalen Entwicklung, die dem unterschiedlichen Schutzbedürfnis verschiedener Anlegergruppen Rechnung trägt.

Fazit Mit dem KAG werden die wesentlichen Revisionsanliegen umgesetzt und die regulatorischen Rahmenbedingungen für den Fondsplatz Schweiz auf Gesetzesstufe verbessert. Ob die Schweiz als Standort für die Auflegung von Fonds spürbar an Attraktivität gewinnen wird, hängt in hohem Masse davon ab, wie die Bestimmungen in der Ausführungsverordnung zum KAG ausfallen werden. Mit dem KAG wird jedoch ein erster wesentlicher Schritt in die richtige Richtung getan. 

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Trustrecht – Ratifizierung des Haager Trust-Übereinkommens Nach dem geltenden schweizerischen Recht werden ausländische Trusts weit gehend anerkannt. Allerdings ist die Rechtslage mit etlichen Unsicherheiten behaftet. Die interessierten Kreise wünschen sich daher, dass die rechtliche Behandlung ausländischer Trusts auf eine solidere Basis gestellt und die Rechtssicherheit von Trusts verbessert wird. Dieser Wunsch wird von den involvierten Behörden – wie etwa der Kontrollstelle gegen Geldwäscherei – mitgetragen. Der Bundesrat hat daher dem Parlament einen Entwurf für einen Bundesbeschluss unterbreitet, der die Ratifizierung des Haager Trust-übereinkommens sowie flankierende Anpassungen in den Bundesgesetzen über das Internationale Privatrecht und über Schuldbetreibung und Konkurs vorsieht. Der Ständerat hat die Vorlage bereits verabschiedet. Im Nationalrat wird sie voraussichtlich in der Dezembersession 2006 beraten. Die vorberatende Kommission des Nationalrates hat einstimmig beantragt, dass dem Ständerat zu folgen sei.

1 Vgl. Art 4 und 15 des Übereinkommens. 2 Vgl. Art. 3 des Übereinkommens. 3 Vgl. Art. 5 des Übereinkommens.

Was ist ein Trust? Beim Trust handelt es sich um ein Rechtsinstitut der Common-Law-Staaten, dem man jedoch auch auf dem Finanzplatz Schweiz immer häufiger begegnet. Ein Trust ist ein rechtlich verselbstständigtes Vermögen, welches – ähnlich wie ein Stiftungsvermögen – bestimmten Personen oder einem allgemeinen Zweck gewidmet ist. Verwaltet und seinem Zweck zugeführt wird dieses Zweckvermögen durch sog. Trustees, welche als Organe des Trusts betrachtet werden können. Im Gegensatz zur Stiftung sind diese Organe gleichzeitig die formellen Eigentümer des Zweckvermögens, da der Trust keine Rechtspersönlichkeit hat und damit nicht selber Eigentümer sein kann. Das Eigentum der Trustees ist aber rein treuhänderischer Natur. Sie dürfen das Vermögen nur im Rahmen des Trustzwecks verwenden und das Trustgut bildet innerhalb ihres Vermögens ein Sondervermögen.

Wirtschaftliches Interesse an Rechtssicherheit In der Schweiz liegen zahlreiche zu Trusts gehörende bzw. im Namen von Trusts verwaltete Vermögenswerte. Immer mehr Banken haben eigene Trust-Abteilungen. Daneben spezialisieren sich immer mehr in der Schweiz niedergelassene Firmen auf die Verwaltung von Trusts. Auch Treuhandgesellschaften und Anwälte sind zunehmend im Bereich der Trust-Planung und -Administration tätig. Die wirtschaftliche Bedeutung des Trusts für den Finanzplatz nimmt beständig zu. Die Schweizerische Bankiervereinigung war daher mit dem Wunsch an die Bundesverwaltung

Thomas Mayer Sektion Internationales Privat- und Zivilprozessrecht, Bundesamtes für Justiz (BJ), Bern

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herangetreten, die Ratifikation des Haager Trust-Übereinkommens, welches das auf Trusts anwendbare Recht und damit auch die Anerkennung ausländischer Trusts regelt, an die Hand zu nehmen. Die vom Parlament in ein Postulat beider Räte umgewandelte Motion Suter/Pelli hatte diesem Wunsch Nachdruck verliehen. Sowohl die beteiligten Parteien als auch die betroffenen Behörden sind daran interessiert, dass sich möglichst sicher bestimmen lässt, welchen Rechtsbestimmungen ein Trust im Einzelfall untersteht. Es besteht vor allem ein grosses wirtschaftliches Interesse an vermehrter Rechtssicherheit, da eine sichere rechtliche Basis bessere Voraussetzungen für die Einrichtung und Verwaltung von Trusts schafft und damit die Attraktivität des Standorts Schweiz steigert.

Bessere Kontrollmöglichkeiten bei Missbräuchen Dem Trust wird oft auch mit Skepsis begegnet. Er wird gerne als Mittel zur Verdunkelung der tatsächlichen Eigentumsverhältnisse und als Instrument zu Verstössen wie Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder Verletzung von Pflichtteilen gesehen. Hierzu ist Folgendes zu sagen: Ziel des geplanten Bundesbeschlusses ist nicht die rechtliche Einführung des Trusts in die Schweiz, sondern die Schaffung soliderer Grundlagen für seine rechtliche Behandlung in der Schweiz. Damit kann auch allfälligen Missbräuchen besser begegnet werden. Die Schweizerische Kontrollstelle zur Bekämpfung der Geldwäscherei wie auch Vertreter des Fiskus haben sich daher positiv zu einer Ratifikation des Übereinkommens geäussert. Im Vernehmlassungsverfahren ist die geplante Ratifikation des Haager Trust-Übereinkommens in sämtlichen Stellungnahmen begrüsst worden. Trusts werden in der Schweiz bereits heute von der Antigeldwäscherei-Gesetzgebung und dem Steuerrecht erfasst. An dieser Tatsache wird sich mit einer Ratifikation nichts ändern. Bereiche wie das Pflichtteilsrecht werden durch das Übereinkommen nicht berührt. Nicht unmittelbar zum Trustrecht gehörende Sachgebiete – wie das Erb- und Sachenrecht oder das Zwangsvollstreckungsrecht – bleiben im Übereinkommen vorbehalten.1

Monatsthema

Bundesbeschluss – Beschränkung auf das Wesentliche Der Bundesbeschluss über die Genehmigung und Umsetzung des Haager Übereinkommens über das auf Trusts anzuwendende Recht und über ihre Anerkennung enthält die Genehmigung und Ermächtigung zur Ratifizierung des in seinem Titel genannten Haager Übereinkommens von 1985. Daneben sieht er gewisse Anspassungen des innerstaatlichen Rechts vor. Im Interesse einer möglichst baldigen Ratifikation war man dabei bemüht, sich auf das unerlässliche Minimum zu beschränken, um die notwendigen Voraussetzungen für eine praktische Umsetzung des Übereinkommens in der Schweiz zu schaffen. Deshalb wurde u.a. auf Anpassungen im Schweizerischen Zivilgesetzbuch oder eine Kodifikation des schweizerischen Treuhandrechts verzichtet, wie sie in einem früheren Expertenentwurf von Prof. Dr. Luc Thévenoz (Universität Genf) vorgesehen waren. Abgesehen wurde auch von aufsichtsrechtlichen und steuerrechtlichen Bestimmungen. Gewisse Trustees, wie beispielsweise Banken, unterstehen bereits einem Aufsichtsregime. Für unabhängige Vermögensverwalter hat man bis jetzt ganz generell auf die Einführung von Aufsichtsbestimmungen verzichtet. Bezüglich der fiskalischen Behandlung von Trusts strebt die Schweizerische Steuerkonferenz die Harmonisierung der kantonalen Praxis an. Anpassungen, gerichtliche Zuständigkeit und Anerkennung

Der aktuelle Vorentwurf sieht Anpassungen im Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht (IPRG) und im Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG). Die Anpassungen im IPRG, ermöglichen zum einen das Zusammenspiel zwischen dem besagten Gesetz und dem Übereinkommen. Zum anderen werden Bestimmungen über die gerichtliche Zuständigkeit und Anerkennung ausländischer Entscheidungen eingefügt, die im Übereinkommen fehlen. Das IPRG, das noch keine Spezialbestimmungen zum Trust kennt, erhält zu diesem Zweck ein neues Kapitel «Trusts». In diesem ist auch eine Bestimmung vorgesehen, welche die Anmerkung von Trustverhältnissen im Grundbuch, im Schiffsregister, im Luftfahrzeugbuch sowie in den verschiedenen Registern für geistiges Eigentum ermöglicht. Die vorgesehen Zuständigkeits- und Anerkennungsregeln lehnen sich grösstenteils an bestehende Bestimmungen des IPRG an, welche teils im Gesellschaftsrecht und teils im Vertragsrecht zu finden sind. Aus dem Vertragsrecht übernommen wurde die Möglich-

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keit einer Gerichtsstandswahl. Die Regelungen decken sich über weite Strecken mit dem für Trusts vorgesehenen Regime im Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (LuganoÜbereinkommen). Anwendbares Recht

Das anwendbare Recht wird vom Übereinkommen bestimmt, welches primär auf das vom Begründer gewählte Recht und subsidiär auf die Rechtsordnung mit der engsten Verbindung zum betroffenen Trust abstellt. Das neue IPRG-Kapitel gibt diesem anwendbaren Recht jedoch einen weiteren Anwendungsbereich als das Übereinkommen selber. So gilt es auch für Trusts, für die kein schriftlicher Nachweis vorhanden ist.2 Das nach den Regeln des Übereinkommens bezeichnete anwendbare Recht ist zudem unabhängig davon massgebend, ob die betreffende Rechtsordnung das Institut des Trusts kennt.3 Von der in Art. 13 des Übereinkommens enthaltenen Ermächtigung an die Vertragsstaaten, einem Trust in gewissen Fällen die Anwendung zu versagen, macht die Schweiz keinen Gebrauch. Damit ist eine formgültige Rechtswahl stets zu beachten, auch wenn ein enger Bezug zu einer anderen Rechtsordnung besteht, welche den Trust nicht kennt. Mit einem zwei Artikel umfassenden neuen Titel im SchKG soll der im Trustrecht vorgesehenen Trennung zwischen dem persönlichen Vermögen des Trustees und dem Trustvermögen im Rahmen des schweizerischen Zwangsvollstreckungsverfahrens Rechnung getragen werden. Der erste der beiden Artikel regelt Betreibungen gegen das Trustvermögen. Dabei ist vorgesehen, dass sich die Betreibung gegen den Trustee als Stellvertreter des Trusts zu richten hat. Der Trust hat aber seinen eigenen Betreibungsort und wird stets auf Konkurs betrieben. Der zweite Artikel sieht die Absonderung des Trustvermögens im  Konkurs des Trustees vor.

Monatsthema

Zulassung und Aufsicht von Revisoren Die eidgenössischen Räte haben Ende 2005 die Neuordnung des Revisionsrechts verabschiedet. Gesetz und Ausführungsbestimmungen werden nach dem aktuellen Stand der Planung in der zweiten Jahreshälfte 2007 in Kraft treten. Mit der Vorlage vollzieht die Schweiz einerseits die internationalen Entwicklungen im Bereich der Revision nach und stellt die Anerkennung der Schweizer Revisionsdienstleistungen im Ausland sicher; anderseits werden binnenmarktbezogene Anliegen verwirklicht. Als wesentliche Neuerung bringt die Vorlage die Schaffung einer Zulassung mit den drei Kategorien Revisoren, Revisionsexperten und staatlich beaufsichtigte

Gemäss dem neuen Revisionsaufsichtsgesetz müssen alle natürlichen Personen und Revisionsunternehmen, die gesetzlich vorgesehene Revisionsdienstleistungen erbringen, eine von drei möglichen Zulassungen aufweisen. Revisionsdienstleistungen, die das Gesetz nicht zwingend vorschreibt, können auch von nicht zugelassenen Revisoren (Laienrevisoren) erbracht werden. Bild: Keystone

Revisionsunternehmen. Zur Kontrolle der Letzteren wird die Eidg. Revisionsaufsichtsbehörde eingesetzt.

Drei Zielsetzungen des Gesetzgebers Mit dem neuen Revisionsrecht will der Gesetzgeber vorab drei Ziele erreichen: Zum Ersten soll die Revisionspflicht für alle Rechtsformen des Privatrechts harmonisiert werden. Neu ist nicht mehr die Rechtsform für die Frage der Revision der Jahresrechnung ausschlaggebend, sondern die Grösse des Unternehmens. Wirtschaftlich bedeutende Unternehmen unterliegen künftig der ordentlichen Revision und kleinere Gesellschaften grundsätzlich der weniger aufwendigen eingeschränkten Revision. Als wirtschaftlich be-

Reto Sanwald Fürsprecher, stellvertretender Chef Sektion Rechtsetzung Gesellschaftsrecht, Bundesamt für Justiz (BJ), Bern

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deutend gilt dabei, wer zwei von drei Grössenkriterien (10 Mio. Franken Bilanzsumme, 20 Mio. Franken Umsatzerlöse und 50 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt) in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren überschreitet. Zum Zweiten soll eine Entlastung der kleinen und mitteren Unternehmen (KMU) erreicht werden. Zu nennen sind in dieser Hinsicht die bereits erwähnte eingeschränkte Revision sowie die Möglichkeit, auch auf diese eingeschränkte Revision zu verzichten, wenn ein Unternehmen nicht mehr als 10 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt hat und sämtliche Gesellschafter zustimmen (Opting-out). Das Opting-out kommt somit hauptsächlich für Kleinunternehmen in Frage, die im gegenseitigen Einvernehmen geführt werden und die nicht von Fremdkapital abhängig sind. Es ist wenig wahrscheinlich, dass eine Bank einen Kredit ohne eine eingeschränkte Revision gewährt. Zum Dritten soll die Glaubwürdigkeit der Revision wiederhergestellt werden, die seit den bekannten Unternehmensskandalen teilweise angeschlagen ist. Der US-amerikanische Sar-

Monatsthema

banes-Oxley-Act hat einen entsprechenden Entwicklungsschub ausgelöst, dem sich auch die Schweiz nicht verschliessen kann. Da die Schweizer Wirtschaft stark mit den anderen grossen Kapitalmärkten vernetzt ist, kann sie es sich nicht leisten, die erhöhten Anforderungen an die Revisoren nicht mitzutragen. Mit dem neuen Revisionsrecht soll daher sichergestellt werden, dass schweizerische Revisionsdienstleistungen international anerkannt werden. Die Neuerungen für den Schweizer Finanzmarkt fallen vor allem unter diese dritte Zielsetzung. Die entsprechenden Bestimmungen sind im Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung von Revisorinnen und Revisoren (Revisionsaufsichtsgesetz, RAG) enthalten. Die folgenden Ausführungen geben einen knappen Überblick.

Zulassung zur Revision Alle natürliche Personen und Revisionsunternehmen, die gesetzlich vorgesehene Revisionsdienstleistungen erbringen, bedürfen neu einer von drei möglichen Zulassungen und der entsprechenden Eintragung ins Revisorenregister: − Als zugelassene Revisoren gelten Personen und Unternehmen, die berechtigt sind, eine eingeschränkte Revision vorzunehmen. − Als zugelassene Revisionsexperten gelten Personen und Unternehmen, die berechtigt sind, ordentlich zu revidieren. Die Revisionsexperten zeichnen sich gegenüber den vorstehenden Revisoren durch den Nachweis einer längeren Fachpraxis aus. Sie entsprechen im Wesentlichen den besonders befähigten Revisoren des geltenden Rechts. − Als staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen gelten Unternehmen, die zur Durchführung einer ordentlichen Revision bei Publikumsgesellschaften befugt sind. Von der Qualifikation her handelt es sich um Revisionsexperten, die aber weiter gehende gesetzliche Pflichten erfüllen müssen und die der Aufsicht durch die Eidg. Revisionsaufsichtsbehörde unterstehen. Personen und Unternehmen, die sich nicht ins Revisorenregister eintragen lassen, gelten als nicht zugelassene Revisoren («Laienrevisoren»). Diese können Revisionsdienstleistungen erbringen, die das Gesetz nicht zwingend vorschreibt. Zu denken ist insbesondere an die Prüfung von Jahresrechnungen von Gesellschaften, die sich für ein Opting-out entschieden haben, aber dennoch aus unternehmensinternen Gründen eine «inoffizielle» Revision wünschen.

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Bedeutsam ist für den Finanzmarkt, dass die Zulassungen nach dem RAG als minimale Eintrittsschwelle in das Schweizer Prüfwesen zu verstehen sind. Die Voraussetzungen des RAG dürfen daher nicht spezialgesetzlich unterschritten werden. In den spezialgesetzlichen Bereichen der Prüfung (z.B. Banken, Versicherungen) sollen folglich nur Personen und Unternehmen zugelassen werden, die über eine solche «Grundzulassung» nach dem RAG verfügen. Für die jeweiligen spezialgesetzlichen Prüfbereiche besteht die Wahl unter den drei erwähnten Zulassungen, was die Festlegung einer angemessenen Zulassungsschwelle ermöglicht. Der Entwurf zu einem Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMAG) beispielsweise stellt bereits ausdrücklich auf die Zulassungen nach RAG ab und enthält lediglich die Kompetenz, allenfalls darüber hinausgehende Voraussetzungen festzulegen.

Aufsicht über die Revisionsstellen von Publikumsgesellschaften Geltungsbereich der Aufsicht

Revisionsunternehmen, die Revisionsdienstleistungen für Publikumsgesellschaften erbringen, bedürfen wie erwähnt einer besonderen Zulassung und unterstehen staatlicher Aufsicht. Als Publikumsgesellschaft gilt dabei jede Gesellschaft, die an der Schweizer Börse kotierte Beteiligungspapiere aufweist, die in der Schweiz – kotierte oder nicht kotierte – Anleihensobligationen ausstehend hat oder die mindestens 20% der Aktiven oder des Umsatzes zur Konzernrechnung einer Gesellschaft nach den beiden vorstehenden Kategorien beiträgt. Der Schweizer Aufsicht unterstehen nicht nur die Revisionsstellen von Publikumsgesellschaften mit Sitz in der Schweiz. Da die Qualität der Revision für den ganzen Schweizer Kapitalmarkt gewährleistet werden muss, umfasst die vorstehende Definition grundsätzlich auch Gesellschaften mit Sitz im Ausland. Zur Vermeidung von Mehrfachaufsichten über Revisionsunternehmen entfällt die Schweizer Aufsicht allerdings, wenn ein ausländisches Revisionsunternehmen einer vom Bundesrat anerkannten ausländischen Aufsichtsbehörde untersteht. Aufsichtsmittel und Sanktionen

Der Eidg. Revisionsaufsichtsbehörde steht zur Durchsetzung der gesetzlichen Anforderungen bei den ihr unterstellten Revisionsunternehmen eine Reihe von Aufsichtsmitteln zur Verfügung. Sie kann insbesondere Auskünfte sowie Unterlagen verlangen und hat Zutritt zu den jeweiligen Geschäftsräumlichkeiten. Staatlich beaufsichtigte Revisions-

Monatsthema

unternehmen müssen ihre Zulassungsunterlagen alljährlich aktualisieren und die Aufsichtsbehörde unverzüglich schriftlich über Vorkommnisse unterrichten, die für die Aufsicht relevant sind. Die Revisionsaufsichtsbehörde ist verpflichtet, die beaufsichtigten Revisionsunternehmen alle drei Jahre einer eingehenden Überprüfung zu unterziehen (Inspektion) und dabei insbesondere zu prüfen, ob die gesetzlichen Pflichten eingehalten werden. Werden Verstösse festgestellt, so erteilt die Aufsichtsbehörde fristgebundene Anweisungen zur Wiederherstellung des ordnungsgemässen Zustands. Daneben kann sie einer Person oder einem Unternehmen befristet oder unbefristet die Zulassung entziehen, einer Person innerhalb des Unternehmens die Ausübung einer bestimmten Tätigkeit verbieten (beispielsweise mit dem Entzug eines Revisionsmandates) oder strafrechtliche Sanktionen verhängen, sofern es sich um Übertretungstatbestände handelt. Stellt die Aufsichtsbehörde einen Vergehenstatbestand fest, überweist sie den Fall an den zuständigen kantonalen Strafrichter. Nationale und internationale Zusammenarbeit

Für den Finanzmarkt sind vor allem die Koordination mit anderen inländischen Aufsichtstätigkeiten sowie die Leistung von internationaler Amts- und Rechtshilfe bedeutsam. Im Inland ist vor allem das Verhältnis zu den spezialgesetzlichen Aufsichtsbehörden wichtig (EBK, BPV oder auch die künftige Finma). Berührungspunkte ergeben sich aber auch mit der Schweizer Börse und mit anderen Bundesämtern, die Vorgaben für die Zulassung von Revisoren machen. Gemäss Revisionsaufsichtsgesetz unterliegen alle diese Behörden einer Koordinationspflicht, um Doppelspurigkeiten bei Zulassung und Aufsicht zu vermeiden. Im Ausland ist bereits eine ganze Reihe von Revisionsaufsichtsbehörden aktiv. Aufgrund der internationalen Tätigkeit der Publikumsgesellschaften und ihrer Revisionsstellen kommt der Zusammenarbeit mit den ausländischen Partnerbehörden eine grosse Bedeutung zu. Zur Vermeidung von Mehrfachaufsichten entfällt wie erwähnt die schweizerische Aufsicht, wenn ein ausländisches Revisionsunternehmen einer vom Bundesrat anerkannten ausländischen Aufsichtsbehörde untersteht. Ein ähnlicher Ansatz besteht auch in der EU. Es ist daher zu hoffen, dass sich Schritt für Schritt ein internationales Aufsichtssystem entwickelt, das auf dem Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung basiert. Entscheidend wird hierfür vor allem auch sein, ob und bis zu welchem Grad sich die USA in dieses System einbinden lassen.

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Das Revisionsaufsichtsgesetz regelt weiter die Übermittlung von nicht öffentlichen Informationen aus der Schweiz und enthält Vorgaben für grenzüberschreitende Aufsichtshandlungen. Die Grundsätze der Schweizer Amts- und Rechtshilfe bleiben dabei vorbehalten. Organisation und Finanzierung der Eidg. Revisionsaufsichtsbehörde

Die Eidg. Revisionsaufsichtsbehörde wird künftig für die Zulassung von Revisoren, die Beaufsichtigung der Revisionsstellen von Publikumsgesellschaften und für die internationale Amts- und Rechtshilfe im Bereich der Revisionsaufsicht zuständig sein. Sie ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sie ist organisatorisch und betrieblich selbstständig und somit nicht Teil der zentralen Bundesverwaltung. Als Organe sind der fünfköpfige Verwaltungsrat, der Direktor und die Revisionsstelle (Eidg. Finanzkontrolle) vorgesehen. Die Aufsichtsbehörde erhebt für ihre Verfügungen, Überprüfungen und Dienstleistungen Gebühren von den zugelassenen und beaufsichtigten Personen und Unternehmen. Da diese Gebühren den gesamten Finanzbedarf der Aufsichtsbehörde vermutlich nicht abdecken werden, wird von den staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen zusätzlich eine jährliche Aufsichtsabgabe erhoben.

Weiteres Vorgehen Der Bundesrat hat am 1. März 2006 erste Entscheide für den Aufbau der Eidg. Revisionsaufsichtsbehörde getroffen. Insbesondere hat er festgelegt, dass die Aufsichtsbehörde ihre Tätigkeit in der zweiten Jahreshälfte 2007 aufnehmen soll. Für den Aufbau ist das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) zuständig. Am 18. Oktober 2006 hat der Bundesrat den fünfköpfigen Verwaltungsrat gewählt. Präsidiert wird der Verwaltungsrat von alt Bundesrichter Hans Peter Walter. Mit dieser Wahl geht die operative Verantwortung für die weiteren Aufbauarbeiten vom EJPD auf den  Verwaltungsrat über.

Monatsthema

Verstärkung der Aufsicht in der Zweiten Säule Als Folge der schwierigen Finanzmarktlage hat der Bundesrat am 29. Januar 2003 eine Agenda zur Sicherung und Weiterentwicklung der beruflichen Vorsorge (BV) verabschiedet, nachdem er zuvor bereits eine Senkung des Mindestzinssatzes in der BV beschlossen hatte. Das Projekt hatte zum Ziel, den Inhalt und die Aufsichtsstruktur der Zweiten Säule zu optimieren. Es wurde unter Mitarbeit von zwei aufeinander folgenden Expertenkommissionen erarbeitet und sieht unter anderem vor, den Vorsorgeinstitutionen mehr Autonomie, aber auch mehr Verantwortung zu übertragen. Zudem soll die direkte Aufsicht auf Kantons- oder Regionsebene

Im August 2003 hat das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) die Expertenkommission «Optimierung» eingesetzt. Ihr Auftrag war es, die Aufsicht in der BV inhaltlich und strukturell zu optimieren. Die Kommissionsarbeiten wurden im April 2004 mit Empfehlungen an den Bundesrat abgeschlossen. Aus diesen Empfehlungen geht hervor, dass Verbesserungen der Aufsicht in der BV insbesondere im Hinblick auf künftige Systemrisiken angezeigt sind. Daraufhin erteilte der Bundesrat im August 2004 einer neuen Expertenkommission «Strukturreform» (sog. Kommission Schmutz) den Auftrag, auf der Basis der Empfehlungen der Vorgängerkommission bis Ende 2005 eine Vernehmlassungsvorlage für eine inhaltlich und strukturell optimierte Aufsicht in der beruflichen Vorsorge zu erarbeiten. Die Kommission hat Lösungsansätze zur Verstärkung und Verbesserung der Strukturen in der beruflichen Vorsorge vorgelegt, die sich insbesondere auf die direkte Aufsicht über die Pensionskassen und die Oberaufsicht durch den Bundesrat bezogen.

dezentralisiert und von der Oberaufsicht getrennt werden, welche

Bericht der Expertenkommission

ihrerseits nicht mehr vom Bun-

Dreh- und Angelpunkt für die Kommission Schmutz bildet die «Entpolitisierung». Es ging darum, das Aufsichtskonzept nach dem Grundsatz der «überwachten Selbstregulierung» zu gestalten. Damit die verschiedenen Akteure – Stiftungsräte, Experten, Kontrollorgane – in der Gesamtführung der Vorsorgeeinrichtungen autonomer sind und mehr Verantwortung tragen können, müssen deren Rechte und Pflichten klar definiert sein. Auch müssen die diesbezüglichen Regeln und Anforderungen verstärkt werden – nicht zuletzt, um deren Professionalität zu garantieren. Er-

desrat abhängen soll.

gänzend schlägt die Kommission ein System der direkten Aufsicht auf Kantons- oder Regionsebene vor, deren Aufsichtsregionen auf Konkordatsbasis mehrere Kantone umfassen und klar formulierte Qualitätsanforderungen erfüllen. Gleichzeitig sollen die Aufsichtsinstrumente verstärkt und soll die Haftung der Aufsichtsbehörden im Falle von Schäden im Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) verankert werden. Mit der im Bericht vorgeschlagenen Revision sollen Direkt- und Oberaufsicht entflochten werden Die direkte Aufsicht der Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen durch den Bund – ausgeübt vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) – entfällt; diese Einrichtungen werden den jeweiligen Kantonsbehörden unterstellt. Eine Ausnahme bilden die Auffangeinrichtung und der Sicherheitsfonds, die als Sondereinrichtungen unter die Oberaufsicht fallen. Die Oberaufsicht soll nicht mehr durch den Bund, sondern durch eine unabhängige Oberaufsichtskommission wahrgenommen werden. Dieser sollen unabhängige Sachverständige angehören, die anhand ihrer Fachkompetenzen ausgewählt werden. Der Kommission unterstellt ist ein unabhängiges, nur administrativ dem BSV zugeordnetes Sekretariat. Die Oberaufsichtsbehörde soll eine aktivere und stärker regulierende Rolle als bisher spielen, indem sie den Revisionsstellen und BV-Experten Weisungen allgemeiner Art erteilen kann. Die Kommission ist gegenüber dem Bundesrat nicht weisungsgebunden und daher in fachlicher und inhaltlicher Hinsicht unabhängig. Die finanzielle Unabhängigkeit wird durch die Finanzierung mittels Gebühren erreicht, die bei den kantonalen Aufsichtsbehörden erhoben werden, welche sie auf die Vorsorgeeinrichtungen überwälzen. Der Bundesrat übt hingegen die Dienstaufsicht über die Oberaufsichtskommission aus, und diese ist dem Bundesrat gegenüber rechenschaftspflichtig. Aufgaben der Oberaufsichtskommission

Erika Schnyder Leiterin Bereich Rechtsfragen und Oberaufsicht BV, Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), Bern

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Die Kommission hat die Aufgabe, die Systemstabilität sicherzustellen, die Aufsicht zu koordinieren und für Rechtssicherheit zu sorgen. Im Sinne der Qualitätssicherung und der optimalen Führung von Vorsorgeeinrichtun-

Monatsthema

Für Pensionskassenverwalter sollen verbindliche Einschränkungen und Verpflichtungen gelten. Es braucht aber auch Mittel und Wege, nötigenfalls gegen sie vorzugehen. Damit sollen Vorfälle, wie sie erst kürzlich in der Presse die Runde gemacht haben, verhindert werden.

Bild: Keystone

gen sollen die BV-Experten und Revisionsstellen für die Tätigkeit in der beruflichen Vorsorge künftig zugelassen werden. Die Zulassung erfolgt durch die Oberaufsichtskommission anhand objektiver, von den Kandidaten zu erfüllender Kriterien. Die Oberaufsichtskommission soll auch für eine einheitliche Praxis der kantonalen Aufsichtsbehörden sorgen und damit mehr Rechtssicherheit schaffen sowie die «Unité de doctrine» verstärken. Zu diesem Zweck erhält sie die Befugnis, für die Ausfichtsbehörden Weisungen allgemeiner Art und Standards zu erlassen. Die Kommission war der Meinung, dass gewisse Vorsorgekomponenten dem Einflussbereich des Bundesrates oder des Parlaments entzogen werden müssen, um eine objektive Geschäftsführung sicherzustellen. Dazu schlägt sie vor, die Vorsorgeparameter – d.h. den technischen Zinssatz und den Zinssatz auf den Altersguthaben – zu entpolitisieren und deren Festsetzung den obersten Organen der Vorsorgeeinrichtung zu überlassen, die ausschliesslich nach wirtschaftlichen Kriterien entscheiden. Gleiches gilt für die Anlagenormen, deren Beschränkungen wegfallen sollen. Die Festsetzung des Umwandlungssatzes gehört nach Ansicht der Kommission in den Kompetenzbereich des Bundesrates und nicht des Parlaments, wobei alle fünf Jahre zwingend eine Prüfung vorzunehmen sei.

Vernehmlassungsvorlage des Bundesrates

1 Vgl. 05.3467, «Feste Formel für BVG-Mindestzinssatz».

Hinsichtlich der Parameter und der Struktur der Oberaufsicht ist der Bundesrat den Empfehlungen der Expertenkommission nicht voll und ganz gefolgt.

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Der Bundesrat hat eine Lösung gewählt, bei der Massnahmen im Vordergrund stehen, die auf eine Verstärkung der direkten Aufsicht und ein effizientes Oberaufsichtssystem zielen. In Bezug auf die Parameter erachtete er es weder als sinnvoll noch notwendig, diese ins gleiche Paket aufzunehmen. Dagegen spricht auch, dass sie Gegenstand laufender Prüfungen oder Verfahren bilden. So findet derzeit eine Vernehmlassung zum Umwandlungssatz statt. Ziel ist es, den Umwandlungssatz rascher und stärker kürzen zu können, als dies im Rahmen der 1. BVG-Revision möglich ist, um der tatsächlichen Situation der Vorsorgeeinrichtungen Rechnung zu tragen. Dies impliziert eine spezifische Prüfung der Komponenten des Umwandlungssatzes, zu denen der technische Zinssatz gehört. Eine zusätzliche Vernehmlassung würde für weitere Verwirrung sorgen und die laufenden Arbeiten nur verzögern. Der Bundesrat ist aber offen für eine Übertragung der Kompetenz zur Bestimmung des Umwandlungssatzes zu seinen Gunsten. Das Parlament hat am 29. November 2005 die Motion der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-NT)1 abgelehnt, die vom Bundesrat verlangte, eine feste Formel für die Bestimmung des Mindestzinssatzes zu erarbeiten (im Sinne der von der Expertenkommission vorgeschlagenen Alternative). Der Bundesrat erachtet es derzeit nicht als angezeigt, diesen Punkt weiter zu behandeln. Die Anlagebegrenzungen werden im Rahmen der BVGKommission von einem Expertenausschuss periodisch überprüft. Denkbar wären hier gewisse Alternativen zu einer gänzlichen Aufhebung. Der Bundesrat unterstützt dagegen das von der Expertenkommission vorgeschlagene Modell einer Kantonalisierung oder Regionalisierung der direkten Aufsicht – wie sie bereits in der Zentralschweiz existiert und in der Ostschweiz in Vorbereitung ist – sowie einer Verschärfung der einschlägigen Standards. Dazu braucht es aber eine solide Oberaufsicht, die in der Lage ist, die Koordination und Vereinheitlichung der kantonalen und regionalen Aufsichtsprinzipien durch die Erarbeitung von Standards und Weisungen sicherzustellen. Hier geht der Bundesrat mit den Schlussfolgerungen der Expertenkommission einig – allerdings mit einem Vorbehalt: Das Sekretariat der Kommission muss administrativ dem BSV angegliedert bleiben. Nur so ist die Koordination zwischen Gesetzgebung und Oberaufsicht sichergestellt, während gleichzeitig Kompetenzkonflikte zwischen den beiden Ebenen vermieden werden können. Ebenso bleibt die unverzichtbare Kohäsion der drei Säulen der Altersvorsorge gewährleistet.

Monatsthema

Kommende Entwicklungen Der Bundesrat will die Vernehmlassung dazu nutzen, strengere Normen bezüglich Transparenz einzusetzen, um die Interessen der Versicherten besser zu schützen und Interessenskonflikte zu verhindern. Eigengeschäfte von Pensionskassenverwalter sollen begrenzt oder gar verboten werden können, auch wenn diese nicht ausdrücklich durch die Vorsorgeeinrichtung untersagt oder missbräuchlich sind. Konkret sollen die Normen für Insidergeschäfte, «Front Running» oder «Parallel Running» verschärft werden. Neben der im Gesetz vorgesehenen schriftlichen Erklärung über die Entgegennahme von Vorteilen im Zusammenhang mit der Ausübung ihrer Tätigkeit als Kassenverwalter, müssten auch Sanktionen – ausserhalb des Strafgesetzes – eingeführt werden, falls Vermögensvorteile entgegengenommen werden, die sich aus der Anlagetätigkeit ergeben. Der Regelungsbedarf bezieht sich folglich auf die Geschäftstätigkeiten der Pensionskassenverwalter, insbesondere in Bezug auf deren guten Ruf, Eigengeschäfte, Interessenkonflikte und die VOL_SAP_D

18.9.2006

14:04 Uhr

einwandfreie Ausübung der Geschäftsführung der Kasse. Es muss für Pensionskassenverwalter verbindliche Einschränkungen und Verpflichtungen geben. Ausserdem muss es möglich sein, gegen Verwalter Massnahmen auf der Ebene des obersten Kassenorgans und der Aufsichtbehörden einzuleiten. Mit dieser Reglementierung sollen Vorfälle, wie sie erst kürzlich in der Presse die Runde gemacht  haben, verhindert werden.

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Monatsthema

Revision des Aktien- und Rechnungslegungsrechts Am 2. Dezember 2005 hat der Bundesrat den Vorentwurf zu einer Revision des Aktien- und Rechnungslegungsrechts im Obligationenrecht in Vernehmlassung gegeben. Die Vernehmlassungsfrist ist am 31. Mai 2006 zu Ende gegangen. Es sind über 100 – zum Teil äusserst umfangreiche – Stellungnahmen eingegangen.1 Zurzeit ist das Bundesamt für Justiz (BJ) daran, die Vernehmlassungsergebnisse auszuwerten. Gemäss den laufenden Legislaturzielen des Bundesrats soll eine Botschaft bis Ende 2007 vorliegen. Die Vorlage zielt insbesondere darauf ab, die Aktionärsrechte zu stärken. Ein weiteres wichtiges Element stellt ein ausgewogenes System von Checks and Balances dar. Zudem wird unter anderem eine Modernisierung der Bestimmungen über die Vorbereitung und die Durchführung der Generalversammlung angestrebt. Bild: Keystone

Gesteigerter Revisionsrhythmus Das Aktienrecht von 1936 blieb während 55 Jahren praktisch unverändert bestehen. Eine tief greifende Erneuerung erfolgte erst 1991. Seither haben sich die Intervalle zwischen den einzelnen Revisionen massiv verkürzt, und das Aktienrecht befindet sich in einem permanenten Umbruch. Zu den letzten Revisionen gehört das Fusionsgesetz von 2004, gefolgt von der so genannten Transparenzvorlage, die sich mit der Offenlegung von Managementsentschädigungen bei Publikumsgesellschaften befasst.2 Etwa zur gleichen Zeit wurden die Vorschriften zur Revisionsstelle umfassend überarbeitet. Zu1 Der Vorentwurf kann zusammen mit dem Begleitbericht und den Vernehmlassungsstellungnahmen auf der Website des Bundesamtes für Justiz, www.bj.admin.ch, eingesehen werden. 2 Die obligationenrechtlichen Vorschriften zur Offenlegung von Managementvergütungen treten am 1. Januar 2007 in Kraft. 3 Das neue GmbH-Recht sowie die Vorlage zur Revisionsstelle und Revisionsaufsicht werden voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2007 in Kraft gesetzt werden. 4 Vorgesehen ist ein Börsenwert von 2 Mio. Franken bzw. beim Einberufungsrecht von 5 Mio. Franken. Die Untergrenze liegt somit höher als der im Expertenbericht «Corporate Governance» vorgeschlagene Schwellenwert von 1 Mio. Franken (vgl. dazu Böckli, Huguenin, Dessemontet, Expertenbericht der Arbeitsgruppe «Corporate Governance» zur Teilrevision des Aktienrechts, Zürich 2004, S. 191f. 197, 214).

sätzliche Anpassungen erfolgten überdies im Rahmen der Totalrevision des GmbHRechts.3 Nach diesen «kleineren» Revisionen soll das Aktienrecht nun umfassend überarbeitet werden. Der Vorentwurf gliedert sich in die vier Teilbereiche Corporate Governance, Kapitalstrukturen, Modernisierung der Generalversammlung (GV) und Rechnungslegung. Im Folgenden werden die Revisionspunkte und die Reaktionen der Vernehmlassungsteilnehmer zu den einzelnen Teilbereichen vorgestellt.

Corporate Governance Corporate-Governance-Regeln sollen – vereinfacht gesagt – eine «gute Unternehmensführung» gewährleisten. Primär geht es dabei um den Schutz der Aktionäre, um eine ausreichende Transparenz bezüglich gesellschaftsrelevanter Informationen sowie um das Verhältnis zwischen den verschiedenen Gesellschaftsorganen.

Dr. Katharina Rüdlinger Advokatin, Projektleiterin der Revision des Aktienund Rechnungslegungsrechts, Bundesamt für Justiz (BJ), Bern

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Stärkung der Aktionärsrechte

Die Vorlage zielt insbesondere darauf ab, die Aktionärsrechte zu stärken. Die Aktienrechtsrevision von 1991 brachte bereits zahl-

Monatsthema

reiche Neuerungen in diesem Bereich mit sich. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass die rechtlichen Hürden für die Geltendmachung dieser Rechte oftmals zu hoch angesetzt sind. Deshalb wird die Senkung der gesetzlichen Schwellenwerte bei der Einsetzung einer Sonderprüfung, beim Einberufungsund beim Traktandierungsrecht sowie bei der Klage auf Auflösung der Gesellschaft zur Diskussion gestellt. Darüber hinaus sieht der Vorentwurf weitere alternative Schwellenwerte vor: – Im Hinblick auf Publikumsgesellschaften wird vorgeschlagen, als neuen Parameter den Börsenwert einzuführen.4 – Bei Gesellschaften mit Stimmrechtsaktien soll auch auf die Anzahl der Stimmen abgestellt werden. In der Vernehmlassung fallen die Reaktionen sowohl bei der Herabsetzung der Schwellenwerte als auch bei der Einführung des Börsenwerts äusserst kontrovers aus. Während zahlreiche Stellungnahmen sich positiv zu den Vorschlägen äussern, befürchten Kritiker u.a., dass namentlich Publikumsgesellschaften vermehrt gezwungen sein könnten, eine Sonderprüfung oder eine GV durchzuführen. Dies würde für Grossgesellschaften erhebliche Kosten nach sich ziehen. Des Weiteren sieht der Vorentwurf Erleichterungen für die Geltendmachung des Anspruchs auf Rückerstattung ungerechtfertigter Leistungen vor, was in der Vernehmlassung auf heftige Kritik stösst. Der Anwendungsbereich der Klage würde übermässig ausgedehnt. Die Einführung eines ganzjährigen schriftlichen Auskunftsrechts des Aktionärs wird unterschiedlich beurteilt. Teilweise wird befürchtet, dass der Ausbau des Anspruchs auf Auskunft zu einer erheblichen administrativen Mehrbelastung für die Unternehmen führen würde. Verbesserung der Transparenz

Die Vorlage sieht verschiedene Neuerungen zur Verbesserung der Transparenz vor, so namentlich im Bereich der Handelsregisterpublizität. In Bezug auf die Entschädigungen an die oberste Unternehmensführung schlägt der Vorentwurf u.a. vor, dass die Statuten Bestimmungen über die Vergütungspolitik der Gesellschaft enthalten können. Die Reaktionen auf diese Regelung fallen gemischt aus. Gewissen Vernehmlassungsteilnehmern gehen die Vorschläge zu wenig weit. So sollen der GV zwingend die Kompetenz zur Festsetzung von Richtlinien betr. die Vergütungen zugewiesen werden. Andere Teilnehmer erachten demgegenüber die GV als nicht geeignet zur Festlegung der Entschädigungspolitik oder zur Bewilligung der Vergütungen. Dies gelte

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insbesondere im Hinblick auf die Entschädigungen an die Geschäftsleitung. Verhältnis zwischen den Gesellschaftsorganen

Ein weiteres wichtiges Element einer «guten» Corporate Governance stellt ein ausgewogenes System von Checks and Balances dar: Es geht dabei um die Machtverteilung und die Kontrolle zwischen den verschiedenen Gesellschaftsorganen. Die Vorlage wahrt den bisherigen Spielraum der Unternehmen bei der Ausgestaltung ihrer inneren Organisation. Die Änderungen in diesem Bereich sind lediglich punktueller Natur: Der Vorentwurf sieht vor, dass sich die Mitglieder des Verwaltungsrates neu jährlich einzeln zur Wahl durch die GV stellen müssen. Die Wiederwahl bleibt möglich. Während die zwingende Einzelwahl mehrheitlich gutgeheissen wird, lehnen zahlreiche Vernehmlassungsteilnehmer eine jährliche Wiederwahl ab. Ihres Erachtens beeinträchtigt eine solche Vorschrift die Kontinuität der Arbeit des Verwaltungsrats. Kritische Verwaltungsratsmitglieder würden überdies vermehrt unter Druck geraten, da sie jedes Jahr dem Risiko ausgesetzt wären, von der Geschäftsleitung nicht mehr zur Wahl aufgestellt zu werden. Des Weiteren regelt der Vorentwurf die Handhabung von Interessenkonflikten bei Mitgliedern des Verwaltungsrats und der Geschäftleitung. Ferner soll die kreuzweise Einsitznahme von Verwaltungsratsmitgliedern in verschiedene Vergütungsausschüsse börsenkotierter Unternehmen untersagt werden. In der Vernehmlassung werden diese beiden Vorschläge überwiegend positiv aufgenommen. Eine umfassende Neugestaltung erfährt die institutionelle Stimmrechtsvertretung. Die Depot- und die Organvertretung bei Publikumsgesellschaften soll nach dem Vorentwurf abgeschafft werden. Beibehalten wird dagegen der unabhängige Stimmrechtsvertreter. Erhält dieser keine Weisungen, so hat er sich der Stimme zu enthalten. Der Vorschlag zielt darauf ab, dem wirklichen Willen der Aktionäre besser zum Durchbruch zu verhelfen. Die Reaktionen der Vernehmlassungsteilnehmer fallen kontrovers aus. Kritiker befürchten, dass die Neuerungen dazu dienen könnten, den Einfluss aktivistischer Aktionärsgruppen zu Lasten der passiven zufriedenen Gesellschafter über Gebühr zu vergrössern. Am heutigen Konzept der aktienrechtlichen Verantwortlichkeit der Gesellschaftsorgane wird grundsätzlich festgehalten. Neu soll jedoch die Haftung der Revisionsstelle bei leichtem Verschulden summenmässig begrenzt werden. Die überwiegende Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmer lehnt die Haftungserleichterung als ungerechtfertigte Privilegierung der Revisionsstelle ab.

Monatsthema

Kapitalstrukturen Der Vorentwurf gestaltet die Verfahren zur Erhöhung und zur Herabsetzung des Aktienkapitals neu. Die Unternehmen sollen dadurch in die Lage versetzt werden, ihre Kapitalstrukturen besser an die Gegebenheiten des Markts anzupassen. Als wichtigste Neuerung sieht die Vorlage die Einführung eines sogenannten Kapitalbands vor:5 Die GV kann den Verwaltungsrat ermächtigen, innert einer bestimmten Bandbreite das Aktienkapital herauf- und herabzusetzen. Die Ermächtigung ist auf maximal 5 Jahre befristet. Der Vorentwurf stellt alternativ die Einführung der genehmigten Kapitalherabsetzung zur Diskussion.6 In der Vernehmlassung spricht sich eine deutliche Mehrheit für die Einführung des Kapitalbands als dem flexibleren Instrument aus. Die Inhaberaktie ist auf internationaler Ebene immer mehr als mögliches Vehikel zur Geldwäscherei ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Der Bundesrat schlägt deshalb die Abschaffung der Inhaberaktie vor, was in der Vernehmlassung auf starken Widerstand stösst. Es ständen weniger weit reichende Massnahmen zur Verfügung, um dem Problem der mangelnden Identifikation von Inhaberaktionären zu begegnen.

Modernisierung der Generalversammlung Der Bundesrat strebt eine Modernisierung der Bestimmungen über die Vorbereitung und die Durchführung der GV an. Die Verwendung elektronischer Kommunikationsmittel bei der Zusendung der Unterlagen für die GV wird ausdrücklich zugelassen. Eine elektronische Vollmachterteilung zur Stimmrechtsvertretung in der GV soll möglich sein. Geregelt wird auch die Teilnahme an der GV aus Distanz (z.B. via Internet). Der Verzicht auf einen räumlichen Tagungsort (elektronische GV) soll zukünftig mit Zustimmung aller Gesellschafter möglich sein. In der Vernehmlassung stiessen die Vorschläge grundsätzlich auf breite Zustimmung.

Rechnungslegung

5 Vgl. den Expertenbericht von Prof. Hans Caspar von der Crone, Bericht zu einer Teilrevision des Aktienrechts: Nennwertlose Aktien, Reprax 1/02 S. 16 ff. 6 Vgl. Gaudenz Zindel, Aktienrückkäufe und Kapitalherabsetzungen in: Neue Tendenzen im Gesellschaftsrecht, Festschrift für Peter Forstmoser zum 60. Geburtstag, Zürich 2003, S. 571 ff. 7 Die neuen Rechnungslegungsvorschriften beruhen grösstenteils auf Vorschlägen von Prof. Giorgio Behr (St.Gallen / Schaffhauen).

Ein wichtiger Teilbereich des Vorentwurfs befasst sich mit der Modernisierung des Rechnungslegungsrechts. Es geht um eine umfassende Neuregelung der obligationenrechtlichen Vorschriften zur Buchhaltung und Rechnungslegung.7 Das Rechnungslegungsrecht wird rechtsformneutral ausgestaltet: Die allgemeinen Rechnungslegungsvorschriften gelten grundsätzlich für alle privatrechtlichen Rechtsträger (auch für Vereine und Stiftun-

30 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

gen); Spezialbestimmungen – z.B. für Banken – bleiben aber vorbehalten. Der Vorentwurf sieht allgemeine Vorschriften vor, die für alle Rechtsträger gelten, sofern sie der Buchhaltungspflicht unterliegen. Für Publikumsgesellschaften und andere wirtschaftlich bedeutende Unternehmen sowie für Konzerne kommen weitere Bestimmungen hinzu. In der Vernehmlassung wird teilweise gefordert, die Kriterien zur Bestimmung von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen anzupassen. Die entsprechenden Schwellenwerte seien zu erhöhen. Publikumsgesellschaften, Grossgenossenschaften sowie grosse Vereine und Stiftungen sind verpflichtet, neben einem Abschluss nach OR einen Abschluss nach Regelwerk zu erstellen. Bei Gesellschaften, die keinen Abschluss nach Regelwerk vorlegen müssen, können Aktionäre, die 10% des Aktienkapitals vertreten, einen solchen Abschluss verlangen. Dadurch soll die Stellung von Gesellschaftern mit Minderheitsbeteiligungen gestärkt werden. Mehrere Teilnehmer äussern sich positiv zur Einführung eines solchen Minderheitenrechts. Andere lehnen demgegenüber den Vorschlag mit der Begründung ab, der Abschluss nach Regelwerk sei mit erheblichen Kosten für die Unternehmen verbunden und überfordere zudem die Führungsorgane der KMU. Die Vorlage sieht das Prinzip der umgekehrten Massgeblichkeit vor: Der Abschluss nach OR dient zwar weiterhin als Grundlage für die Steuerbemessung. Von den Steuerbehörden nicht anerkannte Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen müssen jedoch erfolgwirksam aufgelöst werden. Der Vorschlag stösst in der Vernehmlassung auf Kritik. Es wird u.a. eingewendet, dass aufgrund einer solchen Regelung letztlich das Steuerrecht für Bilanz und Erfolgsrechnung ausschlaggebend sei. Der Vorentwurf dehnt die Konsolidierungspflicht auf alle Konzerne – unbeachtlich ihrer Grösse – aus, was von den Vernehmlassungsteilnehmern unterschiedlich beurteil wird. Teilweise wird vorgeschlagen, namentlich Kleinkonzerne von der Konsolidierungs pflicht auszunehmen.

Monatsthema

Revision der internationalen Amtshilfebestimmungen im Börsenbereich Aufgrund der zunehmenden Globalisierung der Finanzmärkte ist eine effektive Amtshilfe zwischen den Finanzmarktaufsichts-

Internationale Amtshilfe ist notwendig

behörden der verschiedenen Län-

Die Finanzmärkte kennen keine Landesgrenzen. Sie sind global verknüpft, und ihre Teilnehmer agieren gleichzeitig in verschiedenen Ländern. So ist es einem französischen Anleger ohne Weiteres möglich, Kunde einer Schweizer Bank zu werden und über diese Aktien in Deutschland, den USA oder anderswo zu kaufen. Demgegenüber sind Regulierung und Aufsicht der Finanzmärkte noch immer national verankert. Der Anleger muss die Regeln des jeweiligen Finanzplatzes einhalten, an dem er sich betätigt. Mit seiner Entscheidung, im Ausland aktiv zu werden, stimmt er auch den dort geltenden Regeln und deren Überwachung durch die dortige Finanzmarktaufsichtsbehörde zu. Er akzeptiert damit auch, dass die ansässige Finanzmarktaufsicht die notwendigen Informationen über seine Finanztransaktion und seine Identität einholt. Aufgrund des Territorialitätsprinzips ist diese jedoch nur auf ihrem Territorium weisungsbefugt. Vermutet beispielsweise die deutsche Aufsichtsbehörde ein Insiderdelikt eines Schweizer Finanzinstituts an der Frankfurter Börse, so muss sie ein entsprechendes Gesuch um Amtshilfe an die EBK richten, die dann die notwendigen Informationen einholt. Erst danach kann die Behörde in Deutschland ihre Untersuchung weiterverfolgen. Ohne diesen internationalen Informationsaustausch via Amtshilfe könnten die Finanzmarktaufsichtsbehörden in den heutigen internationalen Finanzmärkten die Regeln nicht mehr durchsetzen und insbesondere Finanzmarktdelikte nicht mehr verfolgen. Es würde genügen, über eine ausländische Bank zu operieren, um jegliche Sanktionen zu umgehen. Aus diesen Gründen steht das Thema

der unerlässlich. Die Eidg. Bankenkommission (EBK) muss diese Amtshilfe so leisten können, wie es die internationalen Standards vorsehen; ansonsten drohen den Schweizer Finanzintermediären auf den ausländischen Märkten Restriktionen. Der neue Art. 38 des Börsengesetzes gibt der EBK nunmehr die Möglichkeit, Amtshilfe gemäss den internationalen Standards zu leisten. Das Kundenverfahren gibt jedoch weiterhin Anlass zur Kritik. Die revidierten Bestimmungen sind per 1. Februar 2006 in Kraft getreten.

1 Vgl. www.iosco.org, Rubriken «Library», «Iosco MoU», «Iosco Multilateral MoU, Iosco Report». 2 Vgl. www.iosco.org, Rubriken «Library», «Iosco MoU», «Current List of Signatories». 3 Art. 38 Abs. 2 Bst. a BEHG. 4 Sec. 7(c) IOSCO MoU. 5 Art. 38 Abs. 2 Bst. b BEHG. 6 Art. 38 Abs. 5 BEHG.

Marco Franchetti Leiter Internationale Angelegenheiten, Eidg. Bankenkommission (EBK), Bern

Rolf Haudenschild Rechtsdienst, Eidg. Bankenkommission (EBK), Bern

32 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

der Zusammenarbeit an erster Stelle der internationalen Instanzen im Bereich Finanz- und Börsentransaktionen. Die Qualität der ausgetauschten Informationen variiert allerdings beträchtlich. Einige ausländische Behörden greifen schnell zu alternativen Massnahmen, wenn die Zusammenarbeit ungenügend funktioniert. Beispielsweise blockieren sie die Konten der beteiligten Finanzintermediäre, oder sie knüpfen die Bewilligung zur Marktteilnahme an die Bedingung, auf Anfrage alle gewünschten Informationen zu liefern. Die Massnahmen gehen bis zum Ausschluss aller Finanzintermediäre eines Landes, das schlecht kooperiert. Diesen Tatsachen sollte die Schweiz Rechnung tragen. Als notwendigerweise international ausgerichteter Finanzplatz müssen wir eine angemessene Zusammenarbeit anbieten, um zu verhindern, ins Visier anderer Länder zu geraten.

Multilaterales Iosco-Abkommen und neuer Art. 38 Börsengesetz Um die Amtshilfe sicherzustellen, erarbeitete die International Organization of Securities Commissions (Iosco) das Multilateral Memorandum of Understanding Concerning Consultation and Cooperation and the Exchange of Information (MoU).1 Diese Vereinbarung, an der alle der weltweit bedeutendsten Finanzplätze beteiligt waren, wurde von einer Vielzahl von Ländern unterzeichnet2 und gilt deshalb als internationaler Standard. Die Amtshilfe durch die Schweiz war bis zur Revision von Art. 38 des Bundesgesetzes über die Börsen und den Effektenhandel (BEHG) nur unter Einhaltung strenger Auflagen möglich, welche teilweise über diejenigen des MoU hinausgingen. Einzelnen wichtigen ausländischen Finanzmarktaufsichtsbehörden, so der amerikanischen SEC und der italienischen Consob, konnte die EBK gar keine Amtshilfe gewähren. Dies erweckte im Ausland grossen Unmut und verhinderte, dass die EBK das MoU als vollwertiges Mitglied unterzeichnen konnte. Um die Funktionstüchtigkeit der Finanzmärkte sicherzustellen, den guten Ruf des Finanzplatzes Schweiz nicht zu gefährden und allfällige Retorsionsmassnahmen ausländischer Finanzmarktaufsichtsbehörden zu ver-

Monatsthema

Internationale Amtshilfe ist notwendig, um Angaben eines ausländischen Finanzinstituts zu erhalten, beispielsweise bei Verdacht auf Insidergeschäfte. So muss die deutsche Behörde etwa für Informationen über Klienten einer Schweizer Bank, die an der Frankfurter Börse (im Bild) tätig sind, an die EBK gelangen.

Bild: Keystone

hindern, wurden in der Folge die in Art. 38 BEHG enthaltenen Anforderungen an die Amtshilfe gelockert. Die neuen Bestimmungen sind seit dem 1. Februar 2006 in Kraft. Die von der EBK übermittelten Informationen dürfen von der ausländischen Finanzmarktaufsichtsbehörde weiterhin ausschliesslich zur Durchsetzung von Regulierungen über Börsen, Effektenhandel und Effektenhändler verwendet werden (sog. Spezialitätsprinzip). Zu diesem Zweck darf diese sie neu aber auch an andere Behörden, Gerichte oder Organe weiterleiten, soweit jene denselben Zweck verfolgen.3 Diese Weiterleitung unterliegt damit nicht mehr dem Erfordernis der doppelten Strafbarkeit.4 Sobald die Informationen jedoch für die Verfolgung anderer Zwecke verwendet werden sollen, ist weiterhin die Zustimmung der EBK – in Abstimmung mit dem Bundesamt für Justiz (BJ) – nötig. Die Weiterleitung von Informationen erfolgt überdies nur unter Einhaltung des Vertr aulichkeitsprinzips, unter Vorbehalt der Vorschriften über die Öffentlichkeit von Verfahren.5

Beibehaltung des Kundenverfahrens In der parlamentarischen Beratung wurden gegen die Revision des Art. 38 BEHG verschiedene Einwände in Sachen Datenschutz vorgebracht. Gewisse ausländische Behörden, so wurde argumentiert, würden diesbezüglich nur ungenügende Garantien anbieten. Dem ist entgegenzuhalten, dass sich hier ein Paradox öffnet: Auf der einen Seite wollen die Anleger im Ausland operieren , sich aber auf der anderen Seite nicht den dortigen Regeln beugen und in der Schweiz gar gegenüber ausländischen Behörden die Anonymität wahren.

33 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Wer gegenüber einer ausländischen Behörde nicht Rechenschaft schuldig sein will, sollte sich schlicht von diesem Markt fernhalten. Die für das gute Funktionieren eines Finanzmarktes zuständige Behörde hat das Recht, die Akteure auf diesem Markt zu kennen und – im Rahmen der vom Gesetzgeber festgelegten Regeln – nach eigenem Ermessen Verfahren durchzuführen. Dessen ungeachtet verfügt der Klient eines schweizerischen Finanzinstituts auch nach der Revision des Art. 38 BEHG über einen vergleichsweise weitgehenden Schutz. Bevor nämlich die EBK einer ausländischen Aufsichtsbehörde Informationen zu einzelnen Kunden übermitteln darf, haben diese Anspruch auf rechtliches Gehör und können einen formellen Entscheid verlangen, der vor Bundesgericht – ab dem 1. Januar 2007 vor dem Bundesverwaltungsgericht – anfechtbar ist. Dieses Kundenverfahren verzögert die Amtshilfe. Aus diesem Grund schreiben die neuen Bestimmungen vor, dass Amtshilfeverfahren zügig durchzuführen sind. Zudem wird für den Kunden die Frist zur Anfechtung der Verfügung auf 10 Tage reduziert.6 Durch das Verfahren erfährt der Kunde im Übrigen, dass gegen ihn eine Untersuchung im Ausland läuft, was die Untersuchung erschweren und Kollusionsgefahr verursachen kann. Aus diesen Gründen steht das schweizerische Kundenverfahren im Ausland weiterhin in der Kritik, insbesondere vonseiten europäischer Staaten. Die Abschaffung des Kundenverfahrens, wie sie während der Revisionsarbeiten auch diskutiert worden war, wurde aufgrund starker Widerstände allerdings fallen gelassen. Das Parlament hatte sich zu dieser Frage nicht mehr zu äussern. Eine Änderung ist somit bis auf Weiteres ausgeschlossen. Die EBK ist sich bewusst, dass das Kundenverfahren bei Ermittlungen Nachteile zur Folge haben kann. Sie verteidigt aber gegenüber ausländischen Finanzmarktaufsichtsbehörden das Verfahren und deren Kompatibilität mit internationalen Standards. Auf der Basis der neuen rechtlichen Bestimmungen sollte die EBK inskünftig eine den ausländischen Ansprüchen genügende Amtshilfe leisten können. Dies liegt nicht zuletzt im Eigen interesse des Finanzplatzes Schweiz.

Monatsthema

EU-Finanzbinnenmarkt: Zielsetzung und Fortschritte Die EU-Kommission lancierte 1999 einen Aktionsplan mit dem Ziel, die Schaffung eines funktionierenden und wettbewerbsfähigen EU-Finanzbinnenmarktes weiter voranzutreiben. Das materiell und zeitlich anspruchsvolle Programm gilt heute als praktisch abgeschlossen. Über die konkreten wirtschaftlichen Auswirkungen ist aufgrund des kurzen Zeithorizonts noch wenig bekannt. Am meisten Defizite bestehen indes noch im Binnen-Retailmarkt. Im 2005 veröffentlichten Weissbuch zur Finanzdienstleistungspolitik 2005–2010 legte die EUKommission das Schwergewicht auf die «dynamische Konsolidie-

Die Bedeutung der EU als Finanzplatz ist vergleichbar mit derjenigen der USA. Die EU ist in den letzten Jahren dem Ziel der Schaffung eines einheitlichen Marktes für Finanzdienstleistungen näher gekommen. Im Bild: Europäische Zentralbank in Frankfurt. Bild: Keystone

rung des Erreichten». Die Stellung der Europäischen Union (EU) als Marktteilnehmer auf dem globalen Finanzmarkt ist vergleichbar mit jener der USA. Je nach Marktsegment variiert der EU-Anteil am globalen Finanzgeschäft zwischen 20% und 40%. Banken und Versicherungen erwirtschaften EU-weit 6% des Bruttoinlandproduktes (BIP) und sind für 2,5% der Gesamtbeschäftigung verantwortlich. Angesichts der grossen Bedeutung der Finanzdienstleistungen vermag es nicht weiter zu erstaunen, dass der EU nach der Vollendung der Zollunion den Aufbau eines «Gemeinsamen Marktes» für Finanzdienstleistungen vorantreiben wollte. Trotz Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit war es jedoch über all die Jahre

Rudolf Zurkinden Sektion Finanzmärkte und Finanzdienstleistungen, Eidg. Finanzverwaltung (EFV), Bern

35 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

nicht zu einem gut funktionierenden Finanzbinnenmarkt gekommen.

Aktionsplan für Finanzdienstleistungen FSAP Um die Integration des EU-Finanzbinnenmarktes und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter voranzutreiben, hat die Europäische Kommission am 11. Mai 1999 einen Aktionsplan für Finanzdienstleistungen («Financial Services Action Plan, FSAP») verabschiedet, in dem verschiedene politische Ziele und 42 Massnahmen zur Verbesserung des Binnenmarktes für Finanzdienstleistungen vorgeschlagen wurden. Der FSAP verfolgt drei strategische Ziele: – Gewährleistung einheitlicher Finanzdienstleistungsregelungen für Firmenkunden; – Schaffung offener und sicherer Privatkundenmärkte; – Anpassung der Aufsichtsregeln und der Überwachung. Materiell und zeitlich galt der FSAP als ambitiöses Unterfangen. Obwohl Misserfolge nicht ausgeblieben sind, kann sich die Bilanz

Monatsthema

Kasten 1

Lamfalussy-Verfahren Unter dem Lamfalussy-Verfahren erarbeiten die EU-Organe unter Federführung der Kommission die politische Rahmengesetzgebung (so genannte 1. Stufe). Die Ausarbeitung der technischen Durchführungsbestimmungen wird von der Kommission mit Unterstützung von vier Fachausschüssen vorgenommen (2. Stufe). Diese Ausschüsse werden aus hochrangigen Vertretern der nationalen Finanzministerien gebildet und stimmen über die von der Kommission vorgelegten Durchführungsbestimmungen ab. Dabei handelt es sich um den Europäischen Bankenausschuss (EBC), den Europäischen Wertpapierausschuss (ESC), den Europäischen Ausschuss für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersvorsorge (EIOPC) und den Europäischen Finanzkonglomerateausschuss (EFCC). Auf der 3. Stufe des Lamfalussy-Verfahrens wird die Kommission für die Entwicklung der Durchführungsbestimmungen wiederum von Expertenausschüssen beraten. Bei diesen handelt es sich um den Ausschuss der Europäischen Bankaufsichtsbehörden (CEBS), dem Ausschuss der Europäischen Wertpapierregulierungsbehörden (CESR) sowie dem Ausschuss der Europäischen Aufsichtsbehörden für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersvorsorge (CEIOPS). Sie setzen sich aus hochrangigen Vertretern der jeweiligen nationalen Aufsichtsbehörden zusammen. Nebst der Unterstützung der Kommission bei der Entwicklung der technischen Durchführungsbestimmungen beschäftigen sich diese Expertenausschüsse mit der einheitlichen Umsetzung der europäischen Rechtsakte und der Angleichung der Praxis bei der Aufsicht für Finanzdienstleistungen. Auf der 4. Stufe überprüft die Kommission in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten, den Aufsichtsbehörden in Stufe 3 und dem privaten Sektor die konsistente Einhaltung der Rechtsvorschriften durch die Mitgliedstaaten und leitet bei Verstössen rechtliche Schritte ein.

sehen lassen: Von den 42 FSAP-Massnahmen konnten 39 innerhalb der gesetzten Frist von Mitte 2004 abgeschlossen werden. Noch bevor der FSAP praktisch vollendet war, erkannte die EU-Kommission, dass die wirtschaftlichen Vorteile der Marktintegration nur dann voll zum Tragen kommen, wenn die Umsetzung der Richtlinien in den Mitgliedstaaten pünktlich und konsistent erfolgt. Der Finanzbinnenmarkt wird im Rahmen des FSAP häufig über den so genannten «europäischen Pass» oder die «Einheitslizenz» geschaffen. Mit dem Prinzip des EU-Passes werden die einzelstaatlichen Vorschriften stärker harmonisiert, wobei die Zuständigkeit bei der Zulassung von z.B. Wertpapieren bei den nationalen Behörden des Herkunftsstaates verbleibt. Die im Herkunftsstaat erreichte Zulassung wird in der Folge EU-weit anerkannt. Zusätzlich wurde im Herbst 2000 mit dem so genannten Ausschuss der Weisen («Group of Wise Men») unter dem Vorsitz von Baron Lamfalussy eine Expertengruppe mit dem Ziel bestellt, den komplexen und langwierigen regulären EU-Gesetzgebungsprozess zu vereinfachen und zu beschleunigen (siehe Kasten 1).

Stossrichtungen der EU-Kommission Die globale Strategie der EU-Kommission auf dem Gebiet der Finanzdienstleistungen für die kommenden fünf Jahre war Gegenstand des Weissbuchs zur Finanzdienstleistungspolitik für die Jahre 2005–2010, das im Dezember 2005 veröffentlicht wurde.1 Bis Ende des Jahrzehnts sollen weniger neue Initiativen als vielmehr die dynamische Konsolidierung des Erreichten im Zentrum stehen. Folgende Aspekte stehen dabei im Vordergrund: Bessere Regulierung

Darunter werden verschiedene Massnahmen verstanden, zu denen offene und transparente Konsultationen, Wirkungsanalysen, die Um- und Durchsetzung von regulatorischen Vorhaben, die Ex-post-Evaluation sowie die Wechselwirkungen mit anderen Politikgebieten gehören. Von besonderer Bedeutung dürfte das Instrument der Wirkungsanalyse sein, welches zukünftige Kommissionsvorschläge systematisch begleiten soll. Es soll sich auf Kosten und Nutzen, den Einfluss auf die Stabilität der Finanzmärkte, das Funktionieren der Märkte sowie auf den Konsumentenschutz konzentrieren. Wenn immer möglich soll ein Austausch über die Methodologien der Wirkungsanalyse mit den betroffenen Kreisen erfolgen.

36 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Die termingerechte Umsetzung von gesetzgeberischen Massnahmen der EU auf Ebene Mitgliedstaat stellt nach wie vor ein Problem dar. Die Kommission hat sich deshalb vorgenommen, den Mitgliedstaaten bei der Umsetzung zur Seite zu stehen und regulatorische Ergänzungen auf Stufe Mitgliedstaaten (so genanntes «Goldplating») zu verhindern. Zu diesem Zweck wird die Kommission ihre auf dem Internet zugängliche FSAP-Umsetzungsübersicht regelmässig à jour halten und internetbasierte Querverweise mit den Umsetzungstexten in den Mitgliedstaaten erstellen.2 Seminare mit Vertretern der Mitgliedstaaten und Aufsichtsbehörden sollen den Konsens bei der Umsetzung von EU-Gesetzgebungen fördern und eine wirksame Überwachung dieser Umsetzung erleichtern. In den nächsten fünf Jahren betrachtet die Kommission die Ex-post-Evaluationen des FSAP und aller neuen gesetzgeberischen Massnahmen als hohe Priorität. Bereits im November 2005 präsentierte sie einen ersten Teil einer FSAP-Evaluation, die u.a. bei der Umsetzung der FSAP-Massnahmen in die Gesetzgebung der Mitgliedstaaten Defizite ortete. Eine zweite Evaluationsstudie – eine ökonomische und juristische Wirkungsanalyse – soll 2006 bis 2008 nach Umsetzung aller FSAP-Massnahmen durch die Mitgliedstaaten vorgenommen werden. Eine vollständige Wirkungsanalyse sollte demnach 2008/09 verfügbar sein. Verbesserte Zusammenarbeit der Aufsichtsbehörden

Die EU-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit – und damit die Effizienz von nationalen Aufsichtsbehörden – zu verbessern. Durch doppelte Berichtspflichten entstehen den grenzüberschreitend tätigen Konzernen unnötige Kosten. Gleichzeitig bieten die International Financial Reporting Standards (IFRS), die Richtlinie über Märkte für Finanzdienstleistungen (MIFID) und die Entwicklung neuer Aufsichtsvorschriften für Banken und Versicherungsunternehmen die einmalige Gelegenheit, die Berichtsstandards zu rationalisieren.Einheitliche Daten- und Berichtsformate sollen daher ausgearbeitet werden, wodurch erhebliche Effizienzgewinne erzielt werden könnten. Die Kommission hofft, dass es ab 2009 allen Banken, Versicherungen und grossen Wertpapierfirmen in der EU möglich sein wird, sämtliche Berichtspflichten zu erfüllen, indem lediglich ein komplettes Berichtspaket an die auf konsolidierter Ebene zuständige Aufsichtsbehörde übermittelt wird. Eine europäische Aufsichtskultur soll gefördert werden, indem gemeinsame Kontrollen, Peer Reviews und

Monatsthema

praktische Massnahmen – wie Personal- und Informationsaustausch usw. – ausgebaut werden. Gesetzgeberische Initiativen

Aktiv werden will die Kommission nur noch in wenigen Fällen, nämlich wo es gilt, Lücken zu schliessen. Handlungsbedarf erkennt die Kommission im fragmentierten Markt für das Privatkundenbankgeschäft. Dagegen sollen u.a. folgende Massnahmen ergriffen werden: – Bessere Integration der Hypothekarkreditmärkte; – eine Richtlinie betreffend Konsumentenkredite; – Schaffung eines einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraums; – Beseitigung von (grenzüberschreitenden) Hindernissen bei der Eröffnung von Bankkonten; – weitere Untersuchungen im Bereich der Kreditvermittlung; – regulatorische Massnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Anlagefonds.

1 Internet: http://ec.europa.eu/internal_market/ finances/policy/index_de.htm. 2 Internet: http://ec.europa.eu/internal_market/ finances/actionplan/index_de.htm#actionplan.

Auf Mitte 2007 soll zudem ein Vorschlag für stärker risikoorientierte Solvenzregeln für Versicherungsgesellschaften (Solvency II) präsentiert werden. Finanzmarktaufsichtsbehörden können einen erheblichen Einfluss auf potenzielle Firmenübernahmen und Fusionen ausüben. Die Kommission möchte deshalb die Transparenz von Aufsichtsaufgaben zur Prüfung von qualifizierten Beteiligungen erhöhen. In Zusammenarbeit mit den entsprechenden Aufsichtskomitees will die Kommission die Banken- und Versicherungsrichtlinie revidieren und allgemeingültige Kriterien einführen. Ganz allgemein sollen ungerechtfertigte Hindernisse bei grenzüberschreitenden Fusionen nach Möglichkeit eliminiert werden. Hingegen verzichtet die EU-Kommission vorerst auf einen Richtlinienvorschlag zur gesetzlichen Regelung der AbwicklungsAktivitäten («Clearing and Settlement»). Wie EU-Binnenmarktkommissar McCreevy vor kurzem erläuterte, setzt sie auf die Zustimmung der Branche zu einem «Code of Practice» zur Überwindung der derzeitigen Probleme. Die grenzüberschreitende Clearing- und Abrechnungsinfrastruktur ist nämlich erheblich kostenaufwändiger als entsprechende inländische Einrichtungen; ihr Sicherheits- und Effizienzstandard ist jedoch erheblich geringer. Als weiteren Schwerpunkt nennt das Weissbuch die externe Dimension. Da Standards beispielsweise für die Buchführung oder das Eigenkapital von Banken zunehmend auf

37 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

globaler Ebene festgelegt werden, ist eine starke Vertretung der EU in den einschlägigen internationalen Gremien gefordert.

Fazit – das Ziel ist nähergerückt Die EU ist in den letzten Jahren dem Ziel der Schaffung eines einheitlichen Marktes für Finanzdienstleistungen nähergekommen. Das Lamfalussy-Verfahren hat das schwerfällige und langfädige Gesetzgebungsverfahren rationalisiert, womit die Wettbewerbsfähigkeit des EU-Finanzmarktes durch eine raschere Gangart («time to market») positiv beeinflusst werden konnte. Allerdings fehlen qualitative Angaben dazu, ob und gegebenenfalls wie die Qualität der Finanzmarktregulierung unter engeren Zeitvorgaben gelitten hat. Ausserdem muss sich die EU gegen die wettbewerbsfähigsten Finanzmärkte der Welt behaupten und insofern ist nicht Nabelschau, sondern globale Ausrichtung angesagt. Um zum Ziel zu gelangen, mussten jedoch in Einzelfällen zum Teil erhebliche Kompromisse eingegangen werden (z.B. Übernahmerichtlinie), worunter die Qualität der Regulierung gelitten haben dürfte. Der FSAP hat nicht umsonst die Überregulierungsdiskussion in der EU massgeblich mitgeprägt. Die betroffene Finanzindustrie forderte nach dessen Vollendung konsequenterweise eine «regulatorische Pause». Es ist daher kein Zufall, dass die zukünftige Zielsetzung von der Kommission selber mit «dynamischer Konsolidierung» umschrieben worden ist.

Problembereich Binnen-Retailmarkt Der gleiche Fortschritt kann für den fragmentierten Binnen-Retailmarkt für Finanzdienstleistungen nicht festgestellt werden. Hier bestehen noch erhebliche Lücken, die nicht nur aufgrund unterschiedlicher regulatorischer Hindernisse zwischen Mitgliedstaaten ihre Ursache finden. Zu den möglichen Handelshemmnissen im grenzüberschreitenden Geschäft mit Privatkunden gehören Faktoren wie sprachliche und kulturelle Gegebenheiten, vorhandene Vertriebskanäle, unterschiedliche Steuervorschriften oder Kun denpräferenzen.

Schweizer Volkswirtschaft

Wirtschaftspolitische Agenda

Wirtschaftspolitische Agenda

Wirtschaftspolitische Agenda

Stand 15. Oktober 2006 Dossiers

Start Vernehmlassung

Botschaft

Erstrat Kommission

Unternehmenssteuerreform II1

05.12.2003

Zweitrat Plenum

Kommission

Differenzbereinigung Plenum

Schlussabstimmung in eidg. Räten

22.06.2005

Teilliquidation2

WAK-S: Beratung SR: Beratung abgeschlossen abgeschlossen (16.01.2006) (14.03.2006)

WAK-N: Beratung abgeschlossen (04.04.2006)

NR: Beratung abgeschlossen (09.06.2006)

Rahmenbedingungen3

WAK-S: Beratung SR: Beratung abgeschlossen abgeschlossen (26.05.2006) (13.06.2006)

WAK-N: Beratung NR: Beratung abgeschlossen (29.08.2006) abgeschlossen (04.10.2006)

Differenzbereinigung abgeschlosssen (20.06.2006)

www.parlament.ch, Dokumentation

DV 10-2004, S. 3ff.

www.edi.admin.ch, Themen

DV 07-2004, S. 3 ff.

www.parlament.ch, Dokumentation

Kostenbeteiligung (1D)

19.04.-27.04.2004 26.05.2004

SGK-S: Beratung SR: Beratung abgeschlossen abgeschlossen (24.08.2004) (21.09.2004)

Spitalfinanzierung (2A)6

12.05.2004

15.09.2004

Subkommission SGK-S: Beratung abgeschlossen (30.08.2005)

Managed Care (2B)7

12.05.2004

15.09.2004

SGK-S: Laufende Beratung

Pflegefinanzierung (3)

23.06.2004

16.02.2005

SGK-S: Beratung SR: Beratung abgeschlossen abgeschlossen (22.08.2006) (19.09.2006)

Neue Regionalpolitik9

28.04.2004

16.11.2005

WAK-S: Beratung SR: Beratung abgeschlossen abgeschlossen (28.04.2006) (13.06.2006)

8

Beiträge in: «Die Volkswirtschaft»

Laufende Differenzbereinigung

19.04.-27.04.2004 26.05.2004 5

Informationen im Internet

23.06.2006

KVG-Revisionspakete Vertragsfreiheit (1B)4

Referendum

SR: Beratung abgeschlossen (08.03.2006)

SGK-N: Laufende Beratung

WAK-N: Beratung NR: Beratung abgeschlossen abgeschlossen (29.08.2006) (28.09.2006)

Differenzbereinigung abgeschlossen (04.10.2006)

06.10.2006

IV-Revision

DV 02-2003, S. 4 ff.

www.parlament.ch, Dokumentation

DV 07-2004, S. 3ff.

5. IVG-Revision10

24.09.2004

22.06.2005

SGK-N: Beratung NR: Beratung abgeschlossen abgeschlossen (17.02.2006) (22.03.2006)

SGK-S: Beratung SR: Beratung abgeschlossen abgeschlossen (30.05.2006) (22.06.2006)

Verfahrensstraffung11

24.09.2004

22.06.2005

SGK-N: Beratung NR: Beratung abgeschlossen abgeschlossen (19.08.2005) (04.10.2005)

SGK-S: Beratung abgeschlossen

SR: Beratung abgeschlossen (06.12.2005)

Stromversorgungsgesetz12

01.07.2004

03.12.2004

UREK-N: Beratung abgeschlossen

UREK-S: Beratung abgeschlossen

SR: Beratung abgeschlossen (05.10.2006)

CO2-Abgabe13

20.10.2004

23.03.2005

UREK-N: Beratung NR: Beratung abgeschlossen abgeschlossen (30.05.2006) (20.06.2006)

02.05.2005

21.12.2005

SGK-N: Laufende Beratung

www.parlament.ch, Dokumentation

Agrarpolitik 2011

14.09.2005

17.05.2006

WAK-S: Laufende Beratung

www.blw.admin.ch, Dossier

DV 09-2006, S. 3ff.

Patentgesetz-Revision15

Dez. 2001 / 07.06.2004

23.11.2005

RK-N: Laufende Beratung

www.ige.ch, Juristische Infos

DV 07+08-2006, S. 3ff.

FINMAG16

15.10.2003

01.02.2006

www.efd.admin.ch, Themen

DV 03-2005, S. 3ff.

Ehepaarbesteuerung17

23.09.2005

17.05.2006

www.parlament.ch, Dokumentation

DV 05-2006, S. 44f.

Aktienrechts-Revision18

05.12.2005

www.ejpd.admin.ch Themen

DV 04-2003, S. 14f. DV 11-2006, S. 28f.

11. AHV-Revision 14

NR: Beratung abgeschlossen (21.09.2005)

WAK-S: Beratung SR: Beratung abgeschlossen abgeschlossen(26.05.2006) (15.06.2006)

Differenzbereinigung abgeschlossen (03.10.2006)

www.parlament.ch, Dokumentation

06.10.2006

16.12.2005

UREK-S: Laufende Beratung

WAK-N: Beratung NR: Beratung abgeschlossen abgeschlossen (29.08.2006) (04.10.2006)

DV 10-2005 S. 3ff.

06.10.2006

www.parlament.ch, Dokumentation

DV 01 + 02-2005, S. 3 ff.

www.parlament.ch, Dokumentation

DV 07+08-2005, S. 3ff.

Quelle: Die Volkswirtschaft / Weitere Quellen: www.parlament.ch; www.bk.admin.ch

38 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

39 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

40 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Monatsthema

Wirtschaftspolitische Agenda

Wirtschaftspolitische Agenda

Gesetzgeberische Initiativen

Entscheidungen der Räte

(28. September bis 6. Oktober 2006)

44

Änderungen in der Agenda auf einen Blick • Die Neue Regionalpolitik wurde vom NR verabschiedet und die Differenzen in den beiden Räten bereinigt. In der Schlussabstimmung wurde die Vorlage von beiden Räten deutlich angenommen. • Der NR hat die letzten Differenzen bei der 5. IVRevision bereinigt. In der Schlussabstimmung wurde die Vorlage von beiden Räten angenommen. • Der SR hat das Stromversorgungsgesetz beraten. • Der NR hat die Sofortmassnahmen bei der Ehepaarbesteuerung beraten. In der Schlussabstimmung wurde die Vorlage von beiden Räten deutlich angenommen. • Der NR hat die Unternehmenssteuerreform II beraten.

Vollständige Titel der Dossiers 1 Unternehmenssteuerreformgesetz II 2 Bundesgesetz über dringende Anpassungen bei der Unternehmensbesteuerung (Vorlage 2) 3 Bundesgesetz über die Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen für unternehmerische Tätigkeiten und Investitionen (Vorlage 1) 4 Bundesgesetz über die Krankenversicherung. Teilrevision. Vertragsfreiheit 5 Bundesgesetz über die Krankenversicherung. Teilrevision. Kostenbeteiligung 6 Bundesgesetz über die Krankenversicherung. Teilrevision. Spitalfinanzierung 7 Bundesgesetz über die Krankenversicherung. Teilrevision. Managed Care 8 Bundesgesetz über die Krankenversicherung. Teilrevision. Pflegefinanzierung 9 Neues Bundesgesetz über die Regionalpolitik (NRPG) 10 5. Revision des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 11 Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG). Massnahmen zur Verfahrensstraffung 12 Stromversorgungsgesetz und Elektrizitätsgesetz. 13 CO2-Gesetz / CO2-Abgabe 14 Agrarpolitik 2011. Weiterentwicklung der Agrarpolitik 15 Bundesgesetz über die Erfindungspatente. Revision 16 Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finanzmarktaufsichtsgesetz; FINMAG) 17 Sofortmassnahmen im Bereich der Ehepaarbesteuerung 18 Revision des Aktien- und Rechnungslegungsrechts

Diverse Abkürzungen APK: BR: DV: KVF: NR, N: RK: SGK: SR, S: UREK: WAK: WBK:

Aussenpolitische Kommission Bundesrat «Die Volkswirtschaft» Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen Nationalrat Kommission für Rechtsfragen Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit Ständerat Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie Kommission für Wirtschaft und Abgaben Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur

41 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

praktische Massnahmen – wie Personal- und Informationsaustausch usw. – ausgebaut werden.

28.09. Neue Regionalpolitik: Der NR hat die Vorlage beraten. Minderheitsanträge von linker Seite für einen besseren Ausgleich der Förderpolitik zwischen den Stadt- und Landregionen, mehr Nachhaltigkeit und mehr raumplanerische Eckpfeiler gegen die Zersiedelung wurden deutlich abgelehnt. Eine vom SR in das Gesetz eingefügte Bestimmung gegen den Missbrauch von möglichen Steuererleichterungen durch Unternehmen wurde vom NR wieder etwas aufgeweicht und durch einen neuen «Controlling-Artikel» ergänzt, der die Aufsicht der Kantone über die steuerbegünstigten Firmen ebenfalls sicherstellen soll. Die Vorlage geht zur Differenzbereinigung in den SR. 03.10. Neue Regionalpolitik. Differenzen: Der SR hat die Differenzen behandelt und der nationalrätlichen Bestimmung bezüglich Missbrauch von möglichen Steuererleichterungen zugestimmt. Es verbleiben noch zwei kleine Differenzen. 03.10. 5. IV-Revision. Differenzen: Der NR konnte die letzte verbliebene Differenz bereinigen, gemäss welcher Arbeitgeber entschädigt werden sollen, wenn sie erwerbsbehinderte Menschen einstellen. Der SR hatte verlangt, die Entschädigung nur unter der Bedingung zu leisten, dass die Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers tatsächlich zu einer Beitragserhöhung der Arbeitgeberin führt. Mit 103:64 Stimmen folgte der NR dem SR. 04.10. Neue Regionalpolitik. Differenzen: Der NR hat die letzten Differenzen bereinigt. 04.10. Unternehmenssteuerreform II. Rahmenbedingungen: Der NR hat die Beratung der Vorlage fortgesetzt. Er beschloss, Dividenden im Privatvermögen mit 50% und damit zum gleichen Satz wie Dividenden im Geschäftsvermögen teilzubesteuern. Beim Quasi-Wertschriftenhandel stimmte er einem kurz vor der Beratung eingereichten Einzelantrag zu. Dieser sieht vor, den Quasi-Wertschriftenhandel an den Umschlag anzuknüpfen: Eine Steuerpflicht soll auch für private Kapitalgewinne dann gegeben sein, wenn Wertschriften und andere Finanzanlagen in zwei aufeinanderfolgenden Steuerjahren je viermal umgeschlagen werden. In Bezug auf den Schuldzinsenabzug entschied die Grosse Kammer, das geltende Recht beizubehalten. Zwei Minderheitsanträge auf Abschaffung bzw. Begrenzung des Schuldzinsenabzugs wurden deutlich verworfen. Ferner wurde entschieden, bei der Besteuerung des Liquidationsgewinns von Personengesellschaften auf eine Reduktion des Steuertarifs anstelle einer Senkung der Bemessungsbasis zu setzen. Die Vorlage geht nun an den SR.

04.10. Ehepaarbesteuerung: Mit 140:16 Stimmen trat der NR auf die Vorlage ein und verwarf deutlich einen Rückweisungsantrag. Mit 111:61 Stimmen beschloss er, im Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer den Zweiverdienerabzug auf 50% des niedrigeren Einkommens (mindestens 7000 Franken, maximal 11 500 Franken) festzusetzen. Den Verheiratetenabzug von 2300 Franken nahm er ebenfalls an. 05.10. Stromversorgungsgesetz: Im Unterschied zum NR (Erstrat) umfasst die Gesetzesvorlage nach der Beratung im SR nur noch eine Vorlage: Das Stromversorgungsgesetz bildet die Hauptvorlage; das Energiegesetz war von der UREK-S in den Anhang des Stromversorgungsgesetzes integriert worden. Das Elektrizitätsgesetz hingegen soll erst zu einem späteren Zeitpunkt beraten werden. Der SR schuf viele wichtige Differenzen zum NR. Für kleinere Unternehmen und für Haushalte soll die Liberalisierung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Diese etappenweise Öffnung bejahte der SR mit 29:7 Stimmen. Unbestritten war auch die Errichtung einer nationalen Netzgesellschaft für den Betrieb des Stromnetzes. Der NR hatte dagegen eine unabhängige Aktiengesellschaft vorgeschlagen. Die SR beschloss zudem ohne Gegenstimme, die Stromübertragungsnetze in den Besitz der Netzgesellschaft zu überführen. Mit 23:10 Stimmen strich der SR die nationalrätliche Bestimmung, wonach der Bundesrat zur Deckung der Aufsichtskosten der Energiekommission und des zuständigen Bundesamts Gebühren hätte erheben können. Bei der Frage des Stromsparens wurde beschlossen, den Energieverbrauch von privaten Haushalten bis 2030 mindestens auf dem Niveau zu belassen, das zur Zeit des Inkrafttretens des Gesetzes vorliegt. Im Bereich der Förderung der erneuerbaren Energien legte die Kommission den Schwerpunkt auf die Wasserkraft. Ein Minderheitsantrag, die durchschnittliche Jahreserzeugung von Energie aus Wasserkraft bis ins Jahr 2030 um mindestens 5% gegenüber 2000 zu fördern (die Mehrheit wollte eine Erhöhung von 2700 GWh), wurde mit 18:14 Stimmen angenommen. Die Zuschläge für Einspeisevergütungen für die Förderung erneuerbarer Energien wurden mit 31:4 Stimmen auf maximal 0,5 Rappen pro KWh festgelegt. Die Vorlage geht zur Differenzbereinigung in den NR. 06.10. In den Schlussabstimmungen wurden die Vorlagen 5. IV-Revision, Sofortmassnahmen Ehepaarbesteuerung und Neue Regionalpolitik angenommen.

42 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktiv werden will die Kommission nur noch in wenigen Fällen, nämlich wo es gilt, Lücken zu schliessen. Handlungsbedarf erkennt die Kommission im fragmentierten Markt für das Privatkundenbankgeschäft. Dagegen sollen u.a. folgende Massnahmen ergriffen werden: – Bessere Integration der Hypothekarkreditmärkte; – eine Richtlinie betreffend Konsumentenkredite; – Schaffung eines einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraums; – Beseitigung von (grenzüberschreitenden) Hindernissen bei der Eröffnung von Bankkonten; – weitere Untersuchungen im Bereich der Kreditvermittlung; – regulatorische Massnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Anlagefonds.

1 Internet: http://ec.europa.eu/internal_market/ finances/policy/index_de.htm. 2 Internet: http://ec.europa.eu/internal_market/ finances/actionplan/index_de.htm#actionplan.

Auf Mitte 2007 soll zudem ein Vorschlag für stärker risikoorientierte Solvenzregeln für Versicherungsgesellschaften (Solvency II) präsentiert werden. Finanzmarktaufsichtsbehörden können einen erheblichen Einfluss auf potenzielle Firmenübernahmen und Fusionen ausüben. Die Kommission möchte deshalb die Transparenz von Aufsichtsaufgaben zur Prüfung von qualifizierten Beteiligungen erhöhen. In Zusammenarbeit mit den entsprechenden Aufsichtskomitees will die Kommission die Banken- und Versicherungsrichtlinie revidieren und allgemeingültige Kriterien einführen. Ganz allgemein sollen ungerechtfertigte Hindernisse bei grenzüberschreitenden Fusionen nach Möglichkeit eliminiert werden. Hingegen verzichtet die EU-Kommission vorerst auf einen Richtlinienvorschlag zur gesetzlichen Regelung der AbwicklungsAktivitäten («Clearing and Settlement»). Wie EU-Binnenmarktkommissar McCreevy vor kurzem erläuterte, setzt sie auf die Zustimmung der Branche zu einem «Code of Practice» zur Überwindung der derzeitigen Probleme. Die grenzüberschreitende Clearing- und Abrechnungsinfrastruktur ist nämlich erheblich kostenaufwändiger als entsprechende inländische Einrichtungen; ihr Sicherheits- und Effizienzstandard ist jedoch erheblich geringer. Als weiteren Schwerpunkt nennt das Weissbuch die externe Dimension. Da Standards beispielsweise für die Buchführung oder das Eigenkapital von Banken zunehmend auf

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globaler Ebene festgelegt werden, ist eine starke Vertretung der EU in den einschlägigen internationalen Gremien gefordert.

Fazit – das Ziel ist nähergerückt Die EU ist in den letzten Jahren dem Ziel der Schaffung eines einheitlichen Marktes für Finanzdienstleistungen nähergekommen. Das Lamfalussy-Verfahren hat das schwerfällige und langfädige Gesetzgebungsverfahren rationalisiert, womit die Wettbewerbsfähigkeit des EU-Finanzmarktes durch eine raschere Gangart («time to market») positiv beeinflusst werden konnte. Allerdings fehlen qualitative Angaben dazu, ob und gegebenenfalls wie die Qualität der Finanzmarktregulierung unter engeren Zeitvorgaben gelitten hat. Ausserdem muss sich die EU gegen die wettbewerbsfähigsten Finanzmärkte der Welt behaupten und insofern ist nicht Nabelschau, sondern globale Ausrichtung angesagt. Um zum Ziel zu gelangen, mussten jedoch in Einzelfällen zum Teil erhebliche Kompromisse eingegangen werden (z.B. Übernahmerichtlinie), worunter die Qualität der Regulierung gelitten haben dürfte. Der FSAP hat nicht umsonst die Überregulierungsdiskussion in der EU massgeblich mitgeprägt. Die betroffene Finanzindustrie forderte nach dessen Vollendung konsequenterweise eine «regulatorische Pause». Es ist daher kein Zufall, dass die zukünftige Zielsetzung von der Kommission selber mit «dynamischer Konsolidierung» umschrieben worden ist.

Problembereich Binnen-Retailmarkt Der gleiche Fortschritt kann für den fragmentierten Binnen-Retailmarkt für Finanzdienstleistungen nicht festgestellt werden. Hier bestehen noch erhebliche Lücken, die nicht nur aufgrund unterschiedlicher regulatorischer Hindernisse zwischen Mitgliedstaaten ihre Ursache finden. Zu den möglichen Handelshemmnissen im grenzüberschreitenden Geschäft mit Privatkunden gehören Faktoren wie sprachliche und kulturelle Gegebenheiten, vorhandene Vertriebskanäle, unterschiedliche Steuervorschriften oder Kun� denpräferenzen.

Schweizer Volkswirtschaft

Grosses Exportpotenzial von Dienstleistungsbranchen Der Dienstleistungssektor trägt von allen Sektoren mit Abstand am meisten zu den Exporten der Schweizer Wirtschaft bei. Die bisherige Exportförderung richtet sich aber vor allem nach den Bedürfnissen der Produktionsunternehmen. Dies soll sich in Zukunft ändern. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur untersuchte in Kooperation mit Osec Business Network Switzerland, über welches Exportpotenzial schweizerische Dienstleistungsbranchen verfügen und auf welche Branchen die exportfördernden Massnahmen ausgerichtet werden sollten. Das grösste unausgeschöpfte Potenzial zur Stei-

Die Schweizer Architektur steht für Innovation und Qualität und geniesst einen hervorragenden Ruf im Ausland. Dennoch sind die meisten Architekturbüros der Schweiz nur Lokal tätig. Im Bild: Erstes sechsgeschössiges Wohnhaus aus Holz der Schweiz. Bild: Keystone

gerung des Exportanteils ist im Bankensektor, bei den Architektur- und Ingenieurbüros sowie in der Beratungsbranche vorhanden.1

1 Als Co-Autorinnen und -Autoren dieses Artikel zeichnen Sandra Rauchenstein, Betriebsökonomin FH, Alexandra Stocker, Betriebsökonomin FH, Robert Sutter, Betriebsökonom FH und Mathias Willi, Betriebsökonom FH. 2 Vgl. Lehmann (2005). 3 Nachfolgende Zahlen zu den Exportanteilen der Dienstleistungsbranchen gemäss Mehrwertsteuerstatistik 2003.

Prof. Dr. Ralph Lehmann Schweizerisches Institut für Entrepreneurship der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur (Sife-HTW), E-Mail: ralph. [email protected]

Der Dienstleistungssektor hat in der Schweizer Wirtschaft eine dominierende Stellung erreicht. Rund drei Viertel der Unternehmensumsätze werden im tertiären Sektor erarbeitet. Doch die Dienstleistungsunternehmen sind nicht nur für die Schweiz, sondern in zunehmendem Mass auch für das Ausland tätig: 2003 betrug der Anteil der Dienstleistungsexporte an den Ausfuhren der Schweizer Wirtschaft gemäss der Mehrwertsteuerstatistik der Eidg. Steuerverwaltung (ESTV) beinahe 80% (vgl. Grafik 1). Diese Entwicklung erstaunt auf den ersten Blick. Dienstleistungen scheinen für den Export nicht geeignet zu sein. Sie sind immateriell, lassen sich nur schwer transportieren und nicht lagern. Sie können nicht wie Maschinen verpackt und verschickt werden. Ihre Erbringung geschieht in engem Kundenkontakt und der Verkauf basiert auf Vertrauen. Trotzdem wird ein grosser Anteil der Dienstleistungen für ausländische Kunden erbracht.

Welche Gründe führen schweizerische Dienstleistungsunternehmen ins Ausland? International tätige Industrieunternehmen beziehen Dienstleistungen aus einer

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Hand, um die Beschaffung zu vereinfachen und die Qualität sicherzustellen. Dies bedingt für die Dienstleister eine internationale Präsenz. Die internationale Tätigkeit stellt für viele Dienstleistungsunternehmen eine Referenz dar, die ihre Wettbewerbsposition auch im Inland verstärkt. Hinzu kommt, dass die Schweizer Dienstleistungsmärkte zunehmend gesättigt sind und die grossen Wachstumspotenziale im Ausland liegen.2 Diese Entwicklungen lassen sich in immer zahlreicheren Dienstleistungsbranchen beobachten. Der Handel mit nicht landwirtschaftlichen Halbwaren wie Brennstoffen, Erzen und Metallen weist einen Exportanteil von 90% auf.3 Die Anbieter von Sicherheitsdiensten exportieren 89% ihrer Leistungen, die Speditionsfirmen 79%, Forschung und Entwicklung (F&E) im naturwissenschaftlichen Bereich 68%, Rechts-, Steuer- und Unternehmensberater 38%, Banken 32% und Softwareunternehmen 28%. Daneben gibt es Dienstleistungsbranchen, die nach wie vor lokal ausgerichtet sind. Der Unterhaltungssektor weist eine Exportquote von lediglich 1% auf. Die Exporte des Reinigungssektors, der Versicherungen und Hochschulen machen 3% des Umsatzes aus. Die Erwachsenenbildung kommt auf 6%.

Schweizer Volkswirtschaft

Grafik 1

Umsatz-, Export- und Direktinvestitionsanteile der Dienstleistungsbranchen in der Schweiz, 1998–2003 Exportanteile

Umsatzanteile

80% 78% 76% 74% 72% 70% 68% 66% 64% 62%

60% 1998

1999

2000

2001

2002

2003

Quelle: Lehman et al. / Die Volkswirtschaft

Der Beitrag der Dienstleistungsexporte wird unterschätzt – nicht nur von der betriebswirtschaftlichen Forschung, die sich bisher noch kaum mit der Internationalisierung von Dienstleistungsunternehmen auseinander gesetzt hat, sondern auch von der Wirtschaftspolitik, deren Fördermassnahmen bis heute massgeblich auf die Internationalisierung von Produktionsunternehmen ausgerichtet war. Osec Business Network Switzerland will dies ändern. Sie beabsichtigt, die Exportförderung in Zukunft vermehrt auf die Unterstützung von Dienstleistungsunternehmen auszurichten. Dabei stellt sich die Frage, welche Branchen unterstützt werden sollen. Exportförderung ist am effektivsten, wenn sie sich an jene Unternehmen richtet, die gute Voraussetzungen zum Export mitbringen, die Möglichkeiten des Exports aber noch wenig nutzen. Die Differenz aus diesen beiden Grössen, der Exportfähigkeit und dem Exportanteil, entspricht dem Exportpotenzial einer Branche.

Methode und Studienanlage

4 Vgl. u.a. Bilkey (1978), Moini (1995), Kedia, Chokar (1986). 5 Vgl. Casanova (2001).

Die Studie wurde als deskriptiv-empirische Querschnittuntersuchung angelegt. Die Operationalisierung des Faktors Exportfähigkeit basierte auf empirischen Erkenntnissen über die Unterschiede zwischen exportierenden und nicht exportierenden Unternehmen, erfolgreichen und erfolglosen Exporteuren sowie Barrieren, die Unternehmen am Export hindern.4 Integriert zeigen diese Erkenntnisse, dass die Exportfähigkeit eines Unternehmens durch die

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Faktoren «Competitiveness», «Capabilities» und «Commitment» bestimmt wird.5 Diese wiederum sind abhängig von Variabeln wie dem Differenzierungs- und Reifegrad der Produkte, der Qualität des Produktionsstandortes und der internationalen Ausrichtung der Geschäftsleitung. Der Faktor Exportanteil wurde operationalisiert als Anteil des Umsatzes, den die Unternehmen einer Branche für Kunden mit Sitz im Ausland erwirtschaften. Die Stichprobe bestand aus neun Dienstleistungsbranchen. Diese resultierten aus einer Vorselektion, in der die Gesamtheit der schweizerischen Dienstleistungsbranchen (auf der dritten Stufe der Noga-Klassifikation) bezüglich Exportfähigkeit und -anteil beurteilt und jene Branchen bestimmt wurden, die das grösste Exportpotenzial aufweisen. Es sind dies folgende Branchen: Rechts-, Steuerund Unternehmensberatung, Zentralbanken und Kreditinstitute, Forschung und Entwicklung, Gesundheit, Spedition, Architektur- und Ingenieurbüros, Softwareunternehmen, Kulturelle Leistungen sowie Ausbildung. Die Einschätzung dieser Branchen bezüglich Exportfähigkeit erfolgte durch teilstrukturierte Interviews mit Branchenexperten, die sich aufgrund ihrer Tätigkeit für Verbände, die Wirtschaftsförderung oder Forschung eine gute Kenntnis der betroffenen Branchen erarbeitet hatten. Die Beurteilung der Exportanteile wurde anhand der Mehrwertsteuerstatistik 2003 der ESTV vorgenommen. Diese erfasst die Umsätze mit Dienstleistungen an Empfänger im Ausland, da sie von der Steuer befreit und für die Unternehmen abzugsfähig sind. Bei der Interpretation der Resultate ist indes Vorsicht geboten. Die Analysen haben gezeigt, dass innerhalb der Branchen zum Teil grosse Unterschiede hinsichtlich des Exportanteils und der Exportfähigkeit bestehen, die in der summarischen Darstellung nicht zum Ausdruck kommen. Die Einschätzung der Exportfähigkeit basiert auf dem nicht repräsentativen Urteil eines Branchenexperten; deren durchschnittliche Einstufung kann darüber hinwegtäuschen, dass einzelne Kriterien den Export von Dienstleistungen verunmöglichen können. Die Umsätze der Bankbranche könnten aufgrund von finanzwirtschaftlichen Transaktionen überbewertet, diejenigen der Sektoren Gesundheit, Hochschulen und Kultur aufgrund des relativ grossen Anteiles an nicht mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen unterbewertet sein. Trotz dieser Unsicherheiten stellen die Erkenntnisse der Studie eine wertvolle Grundlage für die zukünftige Ausgestaltung der Exportförderung dar. Sie zeigen auf, welche Branchen über das grösste Exportpotenzial verfügen und wie die Mittel der Exportförderung am effektivsten eingesetzt werden können.

Schweizer Volkswirtschaft

Grafik 2

Bankensektor

Exportpozenziale von Dienstleistungsbranchen Exportanteile am Umsatz 2003 und Exportfähigkeit

Der Bankensektor erwirtschaftete einen Umsatz von 227 533 Mio. Franken. Der Exportanteil betrug lediglich 4%. Für die Exportfähigkeit von Bankdienstleistungen sprechen: die relativ einfache «Transportierbarkeit» der Dienstleistung, der hohe internationale Standardisierungsgrad der Produkte, das gute Image der Schweizer Banken im Ausland, die vorteilhaften Standortbedingungen, die neuen Karrieremöglichkeiten der Mitarbeitenden bei Auslandeinsätzen, eine relativ hohe Risikobereitschaft und – da der Heimmarkt bereits stark gesättigt ist – der Wille zur Internationalisierung. Gegen die Exportfähigkeit spricht die Tendenz, dass ausländische Kunden zunehmend weniger in die Schweiz kommen, um Bankdienstleistungen zu beziehen und der Verkauf von Bankleistungen ein Vertrauensverhältnis – häufig sogar eine persönliche Beziehung – zum Kunden voraussetzt.

Beratung

Banking

Forschung

Gesundheit

Architektur

Software

Kultur

Bildung

Spedition

–20%

0%

20%

40%

60%

80%

Forschung und Entwicklung 100% 0 Exportfähigkeit

5

Die für jede Branche ermittelten Werte zur Exportfähigkeit und zum Exportanteil wurden einander in einer Matrix gegenübergestellt. Die Grösse der Kreise entspricht den erzielten Jahresumsätzen (vgl. Grafik 2). Die Positionen der einzelnen Branchen werden im Folgenden kurz erläutert.

Der Umsatz im Bereich F&E betrug 2105 Mio. Franken; der grösste Teil davon liegt in den Bereichen Natur-, Ingenieur- und Agrarwissenschaften sowie Medizin. 68% der Leistungen wurden für ausländische Kunden erstellt. Die Schweiz belegt im Rahmen der F&E international einen Spitzenplatz. Die Standortbedingungen für F&E sind gut. Die internationale Orientierung der Forschenden und die Bereitschaft, im Ausland tätig zu werden, sind hoch. Die Einstellung des Staates gegenüber der Forschung ist allerdings eher risikoavers, was deren Entwicklung bremst.

Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatung

Gesundheitswesen

Im Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatungsgeschäft wurde 2003 ein Umsatz von 28 323 Mio. Franken erwirtschaftet. Der Exportanteil betrug 35%. Zu den Stärken der schweizerischen Beratungsgesellschaften gehören die Mehrsprachigkeit und die Diskretion im Umgang mit dem Kunden. Die Leistungen weisen im internationalen Vergleich eine gute Qualität auf, können sich aber gegenüber ausländischen Angeboten nicht deutlich abheben. Beratung ist nur schwer transportierbar, in hohem Mass kulturabhängig und basiert häufig auf persönlichen Beziehungen. Viele Unternehmen möchten wachsen, weil sich daraus Grössenvorteile erzielen liessen, verfügen aber nicht über die personellen Kapazitäten zur internationalen Expansion. Mandate im Ausland werden deshalb häufig mittels Allianzen mit ausländischen Partnerfirmen wahrgenommen. Im Bereich der Rechts- und Steuerberatung behindern zudem die unterschiedlichen Gesetze und länderspezifischen Berufsprüfungen die Internationalisierung der Unternehmen.

Das Gesundheitswesen erwirtschaftete einen Umsatz von 6488 Mio. Franken – lediglich 3% davon im Ausland. Verschiedene Gründe erklären diese tiefe Exportquote: die fehlende Differenzierung der Schweizer Dienstleistungsangebote, die hohen Kosten des Standortes Schweiz, der eingeschränkte Wettbewerb zwischen den kantonal finanzierten Spitälern, die hohe Auslastung der Spitaleinrichtungen (die den Willen zur Expansion bremst), das fehlende internationale Management-Knowhow und die Problematik, medizinische Dienstleistungen ins Ausland zu transportieren.

10

15

20

Quelle: Lehman et al. / Die Volkswirtschaft

Exportpotenzial der einzelnen Branchen

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Spedition

Mit Spedition wurde in der Schweiz im Jahr 2003 ein Umsatz von 11 983 Mio. Franken erzielt. Der Exportanteil betrug 79%. Die Schweiz gilt gemäss dem Experten als Wiege der Spedition, profitiert aber längst nicht mehr von ihrem traditionellen Standortvorteil im Zentrum Europas. Dank Internet sind Speditionsdienstleistungen heute internatio-

Schweizer Volkswirtschaft

nal unabhängig vom Standort vermarktbar. Als Vorteil erweist sich dagegen für die Schweizer Unternehmen der hohe Ausbildungsstand der Arbeitskräfte, die internationale Zusammensetzung der Belegschaften, das grosse Management-Knowhow und der Wille zur Expansion. Nachteilig für die Internationalisierung der Speditionsunternehmen sind die vielen international unterschiedlichen Normen und die hohen Personalkosten am Standort Schweiz. Architektur- und Ingenieurbüros

Die Architektur- und Ingenieurbüros wiesen einen Gesamtumsatz von 18 159 Mio. Franken bei einem Auslandanteil von 19% auf. Die Schweizer Architektur steht für Innovation und Qualität. Im Ausland hat sie durch die Bekanntheit einiger individueller Architekten und Ingenieure einen guten Ruf erlangt. Die Qualität der Ausbildung in der Schweiz ist hoch, die Ansprüche der Kundschaft gross und der Wettbewerb intensiv. Trotzdem sind die meisten Architektur- und Ingenieurbüros nur lokal tätig. Die Grund dafür liegt in der starken Fragmentierung der Branche. Die meisten Unternehmen sind sehr klein und verfügen nur über einige wenige Mitarbeitende. Der Wille zur internationalen Expansion ist nicht vorhanden, und die dazu notwendigen Fremdsprachenkenntnisse sowie Beziehungsnetze fehlen. Softwareunternehmen

Kasten 1

Literatur – Bilkey, W.J., An Attempted Integration of the Literature on the Export Behaviour of Firms, in: Journal of International Business Studies, Frühling/Sommer 1978, S. 33–46. – Casanova F., Die Exportfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen, Diplomarbeit Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur 2001. – Kedia, B.L., Chhokar, J., Factors Inhibiting Export Performance of Firms, in: Management International Review, Vol. 26, April 1986, S. 33–43. – Lehmann R., Eintritt von Schweizer Dienstleistungsunternehmen in ausländische Märkte, in: Die Volkswirtschaft, 12-2005, S. 53ff. – Moini, A.H., An Inquiry into Successful Exporting, in: Journal of Small Business Management, Juli 1995, S. 9–25. Internet – Eidgenössische Steuerverwaltung, Mehrwertsteuerstatistik, www.estv.admin.ch. – Schweizerische Nationalbank, Statistisches Monatsheft 2004, www.snb.ch.

Die schweizerischen Softwarehäuser erzielten einen Umsatz von 15 334 Mio. Franken. Der Exportanteil betrug 28%. Die Internationalisierung von Softwareleistungen wird begünstigt durch die relativ einfache Transportierbarkeit der Produkte und die Nähe zu renommierten Forschungsanstalten wie die ETH Zürich. Ungünstig wirken sich der lokale Bezug, der hohe Differenzierungsgrad und die fehlende internationale Ausrichtung der mehrheitlich kleinen Unternehmen aus. Softwareberatung erfordert aufgrund ihrer Komplexität und Individualität die Nähe zum Kunden, häufig sogar eine persönliche Beziehung. Entsprechend ist die Mehrheit der Anbieter lokal ausgerichtet und hegt keine Absicht, international tätig zu werden. Kulturelle Leistungen

Im Bereich der Kultur (Theater, Oper, Schauspiel, Konzerte) hat die Schweiz Dienstleistungen im Wert von 863 Mio. Franken erbracht. Der Exportanteil betrug lediglich 7%. Die Gründe dafür liegen in der starken Fragmentierung der Branche. Die meisten Anbieter sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitenden, denen die Mittel für eine internationale Ausrichtung fehlen. Die

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Kosten zur Produktion von kulturellen Leistungen sind in der Schweiz relativ hoch, und der Vertrieb stösst sehr schnell an sprachliche Grenzen, so dass die meisten Unternehmen auf einen bestimmten Sprachraum fixiert sind. Ausbildung

Mit Ausbildung sind Umsätze von 1520 Mio. Franken erzielt worden. Der Exportanteil betrug 3%. Die Qualität der schweizerischen Hochschul- und Berufsausbildung ist im internationalen Vergleich hoch. Die Dichte der Ausbildungsinstitutionen ist gross; die Ausbildungskonzepte sind ausgereift, die Lehrkräfte gut qualifiziert und die Infrastrukturen modern. Die Schweiz verfügt diesbezüglich auch über einen guten Ruf im Ausland. Dass der Exportanteil trotzdem nur 3% beträgt, liegt daran, dass die internationale Ausrichtung der mehrheitlich öffentlichen Bildungsinstitutionen sehr gering ist. Ihre Budgets hängen ab von der Anzahl Schweizer Studenten, und es bestehen wenig Anreize, zusätzlich ausländische Studenten anzuwerben. Anders sieht die Situation bei privaten Ausbildungseinrichtungen wie den Hotelfachschulen aus, die sehr international ausgerichtet sind und einen grossen Anteil an ausländischen Studierenden aufweisen. Ihr Umsatzanteil am gesamten Bildungswesen der Schweiz fällt aber relativ gering aus.

Schlussfolgerungen Insgesamt zeigt die Gegenüberstellung von Exportfähigkeit und Exportanteil, dass – mit Ausnahme der Spedition, Forschung und Software – alle untersuchten Dienstleistungsbranchen über ein relativ hohes Exportpotenzial verfügen. Günstigste Voraussetzungen für eine Exportförderung haben vor allem der Bankensektor, die Architektur- und Ingenieurbüros sowie die Beratungsbranche. Sie alle verzeichnen relativ grosse Umsätze; die Exportfähigkeit ist gegeben und die Exportanteile sind noch klein. Die Kultur- und die Bildungsbranche liegen ebenfalls in der oberen Hälfte bezüglich Exportpotenzial. Deren Umsätze sind aber so gering, dass sich eine Förderung mit staatlichen Mitteln kaum lohnt. Die Gesundheitsbranche muss differenziert betrachtet werden. Den öffentlichen Spitälern fehlen der Wille und die Mittel zur Internationalisierung. Eine Förderung müsste sich auf  die privaten Anbieter konzentrieren.

Schweizer Volkswirtschaft

Corporate Governance für Organisationen und Unternehmen des Bundes Sowohl in der Schweiz wie im Ausland sind in Zusammenhang mit Auslagerungen bisher unterschiedlichste Organisationsformen gewählt worden. Die OECD hat diese Vielfalt in ihren Mitgliedstaaten 2004 als «Verwaltungszoo» kritisiert, der die Transparenz über staatliche Zuständigkeiten und Verantwortungen reduziere.1 Solche Bedenken führten auf Bundesebene zu verschiedenen parlamentarischen Vorstössen.2 Der Bundesrat hat nun einheitliche Grundsätze für die Steuerung von Unternehmen und Organisationen des Bundes sowie für die Auslagerung weiterer Aufgaben geschaffen. 1 OECD, Public Sector Modernisation: Changing Organisational Structures, Policy Brief, September 2004. 2 Vgl. 02.3464 Empfehlung Geschäftsprüfungskommission SR vom 19. September 2002: Überprüfung der Beteiligungen des Bundes an privatwirtschaftlichen Unternehmen; 04.3441 Postulat Geschäftsprüfungskommission SR vom 13. September 2004: Verwaltungsführung im dritten Kreis; 05.3003 Motion Finanzkommission NR vom 15. Februar 2005: So genanntes Vierkreisemodell. 3 Siehe www.efv.admin.ch/d/news/index.php.

Marianne Weber Fürsprecherin, Stabsdienste und Grundsatzfragen, Eidg. Finanzverwaltung (EFV), Bern

Marianne Widmer Leiterin Stabsdienste und Grundsatzfragen, Eidg. Finanzverwaltung (EFV), Bern

Der Bund erfüllt einen Teil seiner Aufgaben nicht (mehr) selber, sondern überträgt sie an Organisationen und Unternehmen ausserhalb der zentralen Bundesverwaltung. Häufig sind dies ehemalige Verwaltungseinheiten, so zum Beispiel das Bundesamt für Geistiges Eigentum, das seinem Auftrag heute als Anstalt nachkommt. Mit einer Auslagerung verfolgt der Bund primär das Ziel, die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit bei der Aufgabenerfüllung zu erhöhen. Wie die Beispiele von Fernmelde- und Postdienstleistungen zeigen, hat der Bund einzelne Aufgaben auch im Hinblick auf die Öffnung und Liberalisierung von Märkten ausgelagert. Auf ausgelagerte Aufgaben kann der Bund nicht mehr kurzfristig und direkt Einfluss nehmen. Er bleibt aber für ihre Erfüllung weiterhin verantwortlich. Den entsprechenden Einfluss sichert er sich, indem er als Eigner – d.h. Eigentümer oder Haupt- bzw. Mehrheitsaktionär – der Organisation oder Unternehmung fungiert, welche die ausgelagerte Aufgabe wahrnimmt.

Corporate-Governance-Bericht des Bundesrates Mit dem Corporate-Governance-Bericht hat der Bundesrat am 13. September 2006 einheitliche Grundsätze für die Auslagerung und Steuerung von Bundesaufgaben geschaffen.3 Im Einzelnen beantwortet der Bericht folgende Fragen: – Welche Bundesaufgaben eignen sich zur Auslagerung (Aufgabentypologie)? – Wie sind die mit der Erfüllung ausgelagerter Aufgaben betrauten Organisationen und Unternehmungen rechtlich zu konzipieren und zu steuern (28 Leitsätze und Steuerungsmodell)? – Wie soll sich der Bund intern bei der Wahrnehmung seiner Eignerinteressen organisieren (Rollenverteilung)? Nicht Gegenstand des Corporate-Governance-Berichts ist die Frage nach der Notwendigkeit und dem Ausmass staatlicher Tätigkeit bzw. nach der Möglichkeit von Aufgabenprivatisierungen. Auch neuere Formen der Aufgabenteilung zwischen der öffentlichen Hand und Privaten, wie beispiels-

47 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

weise Public Private Partnerships, sind nicht Thema des Berichts.

Aufgabentypologie Mit einer Auslagerung verändern sich die Möglichkeiten des Bundes, die Aufgabenerfüllung zu steuern. Vor allem besteht keine Möglichkeit mehr, kurzfristig auf operative Einzelheiten der Umsetzung Einfluss zu nehmen. Umso wichtiger wird die mittel- und langfristige, auf strategische Inhalte ausgerichtete Steuerung sowohl der ausgelagerten Aufgabe wie auch der mit ihrer Erfüllung betrauten Institutionen. Nicht alle Aufgaben des Bundes eignen sich für diese veränderte Form der Einflussnahme und damit für eine Auslagerung. Einzelne Aufgaben bedingen eine enge politische Begleitung, entweder weil sich ihre adäquate Erfüllung nicht anders sichern lässt (z.B. Vorarbeiten in Zusammenhang mit der Gesetzgebung) oder weil sie einer hohen politischen Legitimation bedürfen (z.B. Aufgaben der inneren und der äusseren Sicherheit). Sie sind innerhalb der zentralen Bundesverwaltung zu erfüllen, weil nur hier eine enge und detailorientierte Form der politischen Einflussnahme gewährleistet ist. Andere Aufgaben eignen sich demgegenüber eher für eine Auslagerung: Entweder werden sie zunehmend von funktionierenden Märkten wahrgenommen und verlieren entsprechend den Bedarf nach politischer Steuerung (z.B. Fernmeldedienstleistungen), oder ihre Erfüllung ist weit gehend durch internationale oder wissenschaftliche bzw. technische Erfordernisse bestimmt, so dass die politische Steuerung auf Grundsätzliches beschränkt ist (z.B. Flugsicherung). Ebenfalls ausgelagert werden sollen Aufgaben, die eine mit der Justiz vergleichbare Unabhängigkeit von der Politik voraussetzen (z.B. Finanzmarktaufsicht). Auslagerungen sind bis heute ohne systematische Entscheidhilfe beschlossen worden. Künftig soll dies auf der Grundlage einer Aufgabentypologie geschehen, welche Bundesaufgaben vier verschiedenen Aufgabentypen zuordnet, die sich in unterschiedlichem Masse zur Auslagerung eignen: – Ministerialaufgaben: Diese Aufgaben umfassen insbesondere die Politikvorbereitung sowie Dienstleistungen mit stark

Schweizer Volkswirtschaft

Kasten 1

Ausblick Der Corporate-Governance-Bericht des Bundesrates bildet die Grundlage für die derzeit im Parlament geführte Diskussion über Public Corporate Governance. Seine konkrete Umsetzung soll bis Mitte 2007 im Rahmen einer Umsetzungsplanung aufgezeigt werden, in die auch die Erkenntnisse der parlamentarischen Debatte einfliessen werden.

hoheitlichem Charakter. Vielfach ist ihre Erfüllung mit Eingriffen in die Grundrechte verbunden, wie z.B. bei Aufgaben der inneren und äusseren Sicherheit. Diesen Aufgaben fehlt die Auslagerungseignung, weil sie einen hohen politischen Steuerungs- und Legitimationsbedarf aufweisen. Wegen ihres ausgeprägten Koordinationsbedarfs sowie ihres hohen Synergiepotenzials mit andern Aufgaben ist die Erfüllung innerhalb der zentralen Bundesverwaltung effizienter als ausserhalb. – Dienstleistungen mit Monopolcharakter: Sie finden sich beispielsweise in den Bereichen Bildung, Forschung und Kultur und lassen sich z.T. nur in den Grundzügen durch die Politik bestimmen, weil ihre Erfüllung weit gehend durch internationale, technische oder wissenschaftliche Vorgaben bestimmt ist. Sie sind attraktiv für mäzenatische Zuwendungen. Der Erfolg der Aufgabenerfüllung hängt vielfach stark von der Reputation ab, über die ihr Erbringer verfügt. Dienstleistungen mit Monopolcharakter eignen sich zur Auslagerung, weil die politischen Einflussmöglichkeiten begrenzt sind. Die Auslagerung ermöglicht dem Erbringer solcher Aufgaben ein eigenständiges Auftreten und erhöht dessen Chancen zum Aufbau einer eigenen Reputation. Unter den ausgelagerten Aufgaben bedarf dieser Typ jedoch der engsten politischen Steuerung, weil sich die Mehrheit dieser Aufgaben nur mit öffentlichen Geldern erfüllen lässt. – Aufgaben der Wirtschafts- und der Sicherheitsaufsicht: Solche Aufsichtstätigkeiten sind – ähnlich wie die Rechtsprechung – ohne politischen Einfluss im Einzelfall auszuführen. Hierzu gehören beispielsweise die Postmarktregulation und die Aufsicht über die Kernkraftanlagen. Sie sollen ausgelagert werden, weil damit die Unabhängigkeit gewährleistet wird, mit der diese Tätigkeiten wahrzunehmen sind. – Dienstleistungen am Markt: Diese werden am Markt erbracht und weit gehend bzw. zunehmend durch Angebot und Nachfrage gesteuert. Das Gesetz garantiert weiterhin den Mindestversorgungsgrad. Hierzu gehören beispielsweise die Fernmelde- oder Postdienstleistungen. Sie eignen sich zur Auslagerung, da ihr Erbringer über eine weit gehende Eigenständigkeit verfügen muss, um sich erfolgreich am Markt positionieren zu können. In ihrer idealtypischen Ausrichtung versteht sich die Aufgabentypologie als Richtschnur für künftige Auslagerungsentscheide, die den politischen Entscheid jedoch nicht vorwegnehmen will. Jede Auslagerung be-

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dingt letztlich ein Abwägen zwischen dem Wunsch nach einem schlanken Staat und dem Anliegen nach staatlich gesicherter Versorgung. Dieser Entscheid kann nur im Rahmen politischer Prozesse getroffen werden.

Leitsätze und Steuerungsmodell Die mit einer Auslagerung angestrebten Verbesserungen lassen sich nur erzielen, wenn die mit der Aufgabenerfüllung betraute Institution rechtlich optimal konzipiert ist und dabei dem besonderen Status des Bundes als Eigner Rechnung trägt. Der Corporate-Governance-Bericht zeigt mit 28 Leitsätzen auf, inwieweit verschiedene Elemente des Organisationsrechts verbessert werden sollen, damit der Bund auch langfristig eine kohärente Eignerpolitik sicherstellen kann. Diese Neuerungen werden primär bei den Anstalten zu Anpassungen führen. Bei (privatrechtlichen) Aktiengesellschaften sind die Leitsätze bereits heute weit gehend durch das Aktienrecht abgedeckt. Gemäss den Leitsätzen sollen künftig alle Organisationen und Unternehmen des Bundes über schlanke und professionelle Organstrukturen verfügen. Sie sollen gezielter auf ihre Tätigkeit ausgerichtet haften. Ihre unternehmerische Entwicklung und die Aufgabenerfüllung soll im mittelfristigen Zeithorizont über strategische Ziele gesteuert werden. Verstärkt wird die Kontrolle über die Organisationen und Unternehmungen des Bundes. Der Bundesrat soll sich dabei auf bessere Grundlagen abstützen können und mehr Möglichkeiten haben, bei sich abzeichnenden bzw. eingetretenen Fehlentwicklungen einzugreifen. Zudem sollen im finanziellen Bereich mehr Transparenz in der Finanzierung geschaffen und wettbewerbsverzerrende Sonderregelungen eliminiert werden. Die Stellung des Bundes als Eigner verbessert sich entscheidend, indem die Leitsätze auf die drei zur Auslagerung geeigneten Aufgabentypen (Dienstleistungen mit Monopolcharakter, Aufgaben der Wirtschafts- und der Sicherheitsaufsicht, Dienstleistungen am Markt) ausgerichtet und zu einem aufgabentypenspezifischen Steuerungsmodell zusammengeführt werden. Erst diese Verknüpfung von Aufgabentypologie und Leitsätzen ermöglicht, dass der Bund seinen Einfluss als Eigner abhängig von den Besonderheiten der ausgelagerten Aufgaben wahrnehmen und damit langfristig eine den übergeordneten Interessen entsprechende Eignerpolitik sicherstellen kann.

Rollenverteilung Innerhalb des Bundes sind insbesondere Parlament, Bundesrat und Bundesverwaltung

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Tabelle 1

Wichtigste Neuerungen des Corporate-Governance-Berichts

Rechts- bzw. Organisationsform

Bisher

Künftig

Die Organisationen und Unternehmen des Bundes verfügen über verschiedenste Rechtsformen in z.T. höchst unterschiedlichen Ausprägungen.

Als Rechtsform stehen nur noch die öffentlichrechtliche Anstalt oder die private Aktiengesellschaft zur Auswahl; Ausnahmen (z.B. spezialgesetzliche Aktiengesellschaften) bedürfen einer besonderen Rechtfertigung. Die Wahl der Rechtsform soll von spezifischen Kriterien (z.B. finanzielle Eigenständigkeit, Marktnähe) abhängen und damit dem unterschiedlichen Steuerungsbedarf des Bundes als Eigner Rechnung tragen.

Die Rechtsform ist z.T. nicht auf die Aufgabe ausgerichtet und damit nicht mit dem Steuerungsbedarf des Bundes abgestimmt.

Organe

Der Verwaltungs- und Institutsrat der meisten Anstalten ist heute nach Interessengruppen, Geschlechtern, Sprachen, Regionen und Altersgruppen zusammengesetzt. Bei den meisten Anstalten können Mitglieder des Verwaltungs- oder Institutsrats während laufender Amtsdauer nicht abberufen werden. Bei den meisten Anstalten sind die Treuepflicht und Verfahren bei Interessenkonflikten bis jetzt nicht geregelt. Bei Anstalten ist die externe Revisionsstelle vielfach nicht optimal ausgestaltet.

Die Wahl des Verwaltungs- oder Institutsrats soll auf der Basis eines Anforderungsprofils erfolgen, das die an das Leitungsorgan zu stellenden fachlichen und betrieblichen Fähigkeiten aufführt. Aus wichtigen Gründen soll der Bundesrat künftig Mitglieder des Verwaltungs- oder Institutsrats von Anstalten abberufen können. Für den Verwaltungs- oder Institutsrat sowie für die Geschäftsleitung von Anstalten sollen gesetzlich eine Treuepflicht und Regeln bei Interessenkonflikten statuiert werden. Die externe Revisionsstelle soll auch bei Anstalten immer Organstellung haben. Ihr Prüfauftrag sowie Inhalt und Adressaten ihrer Berichterstattung sollen sich sinngemäss nach Aktienrecht richten.

Haftung

Wo eine Organisation oder Unternehmung nur zu einem geringen Teil Bundesaufgaben erfüllt, droht das Verantwortlichkeitsgesetz – und damit die Ausfallhaftung des Bundes – auch dann Anwendung zu finden, wenn der Schaden in Erfüllung einer privaten Aufgabe eingetreten ist.

Die Anwendung des Verantwortlichkeitsgesetzes wird künftig explizit ausgeschlossen bei Organisationen und Unternehmen, die mehrheitlich am Markt tätig sind und nur noch zu einem geringen Teil Bundesaufgaben erfüllen.

Steuerung

Insbesondere seine Anstalten steuert der Bund heute mit verschiedensten Instrumenten, die einen sehr unterschiedlichen Detaillierungsgrad aufweisen.

Der Bund steuert seine Organisationen und Unternehmungen mit strategischen Zielen und nimmt damit Einfluss auf ihre unternehmerische sowie aufgabenseitige Entwicklung.

Kontrolle

Grundlagen und Massnahmen der bundesrätlichen Kontrolle über die Anstalten sind sehr heterogen und zum Teil ungenügend. Meistens ist nur festgelegt, wie sich die einzelne Organisation oder Unternehmung finanziert.

Die Kontrolle des Bundesrates über Anstalten wird verstärkt: Die Grundlagen werden verbessert und die Massnahmen bei allfälligen Fehlentwicklungen erweitert. Es soll gesetzlich festgelegt werden, mit welchen Einnahmen – Abgeltungen des Bundes, Gebühren, Preise – die einzelnen ausgelagerten Aufgaben finanziert werden sollen. Die Steuerpflicht soll sich auch bei Anstalten nach der Tätigkeit richten.

Anstalten sind aufgrund ihrer Rechtsform von der Pflicht zur Entrichtung direkter Steuern ausgenommen.

Quelle: EFV / Die Volkswirtschaft

(Generalsekretariate, Fachämter, Eidg. Finanzverwaltung) mit Aufgaben der Eignerpolitik betraut. Die Rollenverteilung zwischen Parlament und Bundesrat soll unverändert fortgeführt werden: Gegenüber den Organisationen und Unternehmen des Bundes nimmt der Bundesrat die Funktion des Eigners wahr. Das Parlament legt demgegenüber die gesetzlichen Rahmenbedingungen fest und übt die Oberaufsicht aus. Auf Verwaltungsebene drängt sich eine neue Rollenverteilung vor allem aus dem Bedarf nach mehr Transparenz im Umgang mit den verschiedenen Funktionen des Bundes auf, die in einem potenziellen Spannungsverhältnis zur Eignerpolitik stehen: – Im Rahmen der Fachaufsicht wacht der Bund darüber, dass seine Aufgaben gesetzlich und fachlich korrekt auch ausserhalb der Bundesverwaltung umgesetzt werden. Die Fachaufsicht kann mit Auflagen verbunden sein, die für die Organisationen und Unternehmungen betriebswirtschaftlich ungünstig und damit für den Bund als Eigner unattraktiv sind.

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– Im Rahmen der Wirtschafts- und der Sicherheitsaufsicht beaufsichtigt der Bund das Funktionieren von Märkten und die Erstellung von Marktleistungen mit besonderen Gefahren für die Öffentlichkeit. Diese Funktion muss der Bund möglichst objektiv ausüben und darf sich insbesondere nicht dadurch beeinflussen lassen, dass er Eigner von am Markt tätigen Unternehmungen ist. – Bei der Leistungsbestellung muss der Bund primär das wirtschaftlich attraktivste Angebot berücksichtigen, selbst wenn es von einem Konkurrenten seines am Markt tätigen Unternehmen stammt. Zur Vermeidung von allfälligen Interessenkonflikten sollen die mit der Vorbereitung der eignerpolitischen Geschäfte betrauten Verwaltungsstellen in jedem Fall organisatorisch von Aufgaben der Wirtschafts- und Sicherheitsaufsicht getrennt sein und nach Möglichkeit auch nicht Aufgaben der Fachaufsicht oder der Leistungsbestellung wahr nehmen.

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Neues Rechnungsmodell des Bundes Um den wachsenden Ansprüchen an die finanzielle Führung genügen zu können, wurde das Rechnungswesen des Bundes tief greifend umgestaltet.1 Das Neue Rechnungsmodell (NRM) gelangt erstmals im Rahmen der Budgetierung des Voranschlags 2007 und der Finanzplanung 2008– 2010 zum Einsatz. Im Kern weist das NRM zwei grundlegende Neuorientierungen auf: die Erweiterung der Betrachtung um die Erfolgsrechnung sowie die Anlehnung an die International Public Sector Accounting Standards (Ipsas).2

Marc Elsener Abteilung Ausgabenpolitik, verantwortlicher Redaktor der Informationsschrift «Das Neue Rechnungsmodell des Bundes», Eidg. Finanzverwaltung (EFV), Bern

Andreas Gasser Leiter Systemanwendung Rechnungswesen, Projektleiter Neues Rechnungsmodell, Eidg. Finanzverwaltung (EFV), Bern www.efv.nrm.admin.ch

Zwei grundlegende Neuerungen Mit dem Neuen Rechnungsmodell will der Bund umfassend und transparent über seine Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage informieren. Die Informationen sollen den Führungsverantwortlichen und den Anspruchsgruppen ermöglichen, die finanziellen Verhältnisse und Vorgänge des Bundes zuverlässig, differenziert und stufengerecht zu beurteilen und zielführende Entscheide abzuleiten. Im Kern der Reform stehen zwei Ziele: Zum einen beleuchtet das Neue Rechnungsmodell die finanziellen Vorgänge und Verhältnisse des Bundes aus doppelter Perspektive: Für die finanzpolitische Gesamtsteuerung gemäss Schuldenbremse, die den Ausgleich von Ausgaben und Einnahmen fordert, steht weiterhin die Finanzierungssicht im Mittelpunkt. Sie wird in der Finanzierungsund Mittelflussrechnung vermittelt. Für die Verwaltungs- und Betriebsführung steht dagegen neu die Erfolgssicht im Zentrum. Analog zur Privatwirtschaft wird diese mit der Erfolgsrechnung dargestellt und mit einer betrieblichen Kostenrechnung ergänzt. Die Voraussetzungen für einen effizienten und wirkungsvollen Mitteleinsatz werden damit entscheidend verbessert. Die Rechnungslegung des Bundes lehnt sich mit dem NRM zudem neu an die International Public Sector Accounting Standards (Ipsas) an, welches das einzige umfassende und allgemein anerkannte Regelwerk im öffentlichen Sektor darstellt. Dies gewährleistet Transparenz und Kontinuität der Rechnungslegung und erhöht die Aussagekraft der Finanzberichterstattung. Der neue Rechnungsaufbau und der Übergang zur kaufmännischen Buchführung bringen überdies eine markante Annäherung des Bundes an die Rechnungslegungspraxis anderer Gemeinwesen und der Privatwirtschaft, womit sich die Vergleichbarkeit verbessert. Transparenz und Vergleichbarkeit wiederum erleichtern die finanzielle Führung und schaffen Vertrauen in der Öffentlichkeit.

Elemente des Umbaus im Überblick Der Umbau betrifft den Rechnungsaufbau, die Rechnungslegung, die Haushaltführung und die Finanzberichterstattung. Die folgenden Elemente kennzeichnen das NRM:

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Rechnungsaufbau

Der Rechnungsaufbau folgt im Wesentlichen dem in der Privatwirtschaft gebräuchlichen Modell und besteht aus der Erfolgsrechnung, der Bilanz sowie der Finanzierungs- und Mittelflussrechnung. Dabei ist die Erfolgsrechnung, die auf Stufe Verwaltungseinheit geführt und auf Stufe Bund konsolidiert wird, ein wichtiger neuer Eckpfeiler in der Rechnung des Bundes. Sie ist die Grundlage für die Kreditsprechung und für die Ableitung der Finanzierungssicht. Die Erfolgsrechnung stellt den Aufwand (Wertverzehr) aus einem Rechnungsjahr dem Ertrag (Wertzuwachs) gegenüber und weist in ihrem Saldo das Jahresergebnis aus, welches als Gewinn oder Verlust in die Bilanz eingeht. Investitionsausweis

Die Investitionen werden für die Zwecke der Kreditsprechung – eine Besonderheit des öffentlichen Rechnungswesens – separat auf Stufe Verwaltungseinheit ausgewiesen. (In der Privatwirtschaft werden solche Finanzvorfälle direkt in der Bilanz erfasst.) Da Investitionen Geldflüsse darstellen, muss das Parlament zur Haushaltsteuerung gemäss Schuldenbremse direkt über sie bestimmen können. Die Investitionen werden zusammen mit den Positionen der Erfolgsrechnung zur so genannten Kreditsicht – vermittelt im Voranschlag bzw. der Rechnung der Verwaltungseinheiten – zusammengezogen. Bilanz

Die Bilanz informiert über die Vermögensund Kapitalstruktur des Bundes und zeigt in ihrem Saldo den aus den Vorjahren aufgelaufenen Bilanzfehlbetrag (bei positivem Vorzeichen: das Eigenkapital). Ihre Gliederung wird mit dem NRM kaum geändert. Neu ist hingegen, dass die Bilanz bereits auf Stufe Verwaltungseinheit erstellt wird. Finanzierungs- und Mittelflussrechnung

Die Finanzierungs- und Mittelflussrechnung (FMFR) dient der Ermittlung des gesamten Finanzierungsbedarfs. Im Finanzierungsteil zeigt sie – wie die alte Finanzrechnung – die Ausgaben und Einnahmen und ist daher für die finanzpolitische Gesamtsteuerung, die einen ausgeglichen Haushalt anstrebt, besonders wichtig. Die FMFR wird direkt aus den so

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Grafik 1

Wenig Änderungen ergeben sich für die finanzpolitische Gesamtsteuerung, wo mit Blick auf die Schuldenbremse weiterhin die Finanzierungsrechnung im Zentrum steht. Ebenso bleibt der Finanzplan das zentrale Steuerungsinstrument von Bundesrat und Parlament für die Bildung der (finanz-)politischen Prioritäten in der mittelfristigen Aufgabenplanung.

Das Prinzip der dualen Steuerung

Departement

Instrument

Parlament, Finanzdelegation Bundesrat

finanzpolitische Gesamtsteuerung – Schuldenbremse – Prioritätenbildung Bundesaufgaben

Budget, Finanzplan, Legislaturfinanzplan, Finanzierungs- und Mittelflussrechnung, Staatsrechnung

Departementsvorstehende und Generalsekretariate

Abstimmung und Koordination: finanzpolitische Gesamtsteuerung – betriebswirtschaftliche orientierte Verwaltungsführung

Budget, Finanzplan, Legislaturfinanzplan, Erfolgsrechnung und weitere Elemente der Jahresrechnung

Amtsleitung und Amtscontrolling, Linie

betriebswirtschaftlich orientierte Verwaltungsführung

Kosten- und Leistungsrechnung, Jahresrechnung

Prinzip

Finanzberichterstattung

Management-Rationalität

Verwaltungseinheiten

Funktion

Politische Rationalität

Bund

Akteure

Quelle: EFV / Die Volkswirtschaft

genannt finanzierungswirksamen Positionen (Vorgänge mit Geldfluss) der Erfolgsrechnung und der Bilanz sowie aus dem Investionsausweis abgeleitet. Budgetierung, Buchführung und Rechnungslegung

Budgetierung, Buchführung und Rechnungslegung erfolgen mit dem NRM nach kaufmännischen Grundsätzen, d.h. nach der Erfolgssicht. Dies bedeutet, dass alle Werte in jener Periode verbucht werden, in der sie verzehrt oder gebildet werden («accrual accounting and budgeting»). Ebenso werden neu auch rein buchungsmässige Vorgänge wie z.B. Abschreibungen erfasst. Durch die Bewertung der Bilanzpositionen nach dem in der Privatwirtschaft üblichen Grundsatz der tatsachengetreuen Abbildung, der das obligationenrechtliche Vorsichtsprinzip ablöst, ergeben sich im Vergleich zur alten Bilanz teils erhebliche Bilanzwertänderungen. Haushaltführung

1 Vgl. Adamek, Erich und Antonios Haniotis, Neues Rechnungsmodell des Bundes, in: Die Volkswirtschaft 10-2003, S 40ff. 2 Der vorliegende Artikel wurde vom Redaktionsteam «Projekt NRM» erstellt, für das stellvertretend die beiden Autoren zeichnen. Für ausführliche Informationen siehe auch die Broschüre der Eidg. Finanzverwaltung «Das neue Rechnungsmodell des Bundes». Internet: www.efv.admin.ch, «Finanzen», «Bundesfinanzen», «Voranschlag des Bundes 2007», «NRM». 3 Da es sich um Geldflüsse handelt, muss das Parlament zur Steuerung gemäss Schuldenbremse direkt über die Investitionen bestimmen können.

Die Haushaltführung erfolgt mit NRM nach dem Prinzip der dualen Steuerung (siehe Grafik 1). Neu werden die Verwaltungseinheiten über die Erfolgs- und Investitionsrechnung sowie über die betriebliche Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) geführt. Dabei sind sowohl die finanzpolitischen Kriterien des Parlaments (Budgetentscheid) als auch die betriebswirtschaftliche Sicht der Verwaltungseinheiten (Budgetvollzug) von Bedeutung. Mit der konsequenten Dezentralisierung der Kreditverantwortung und der Einführung der bundesinternen Leistungsverrechnung (LV) wird das Kostenbewusstsein gefördert und der haushälterische Mitteleinsatz unterstützt.

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Die Finanzberichterstattung präsentiert sich unter NRM in neuem Kleid und mit erweiterten Inhalten. Gegenüber dem alten System gewinnt sie an Aussagekraft. Der modulare Aufbau ermöglicht den verschiedenen Anspruchsgruppen, sich rasch einen Überblick über die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Bundes zu verschaffen und bei Bedarf auch auf weiterführende Informationen zuzugreifen.

Von Alt zu Neu Der Umbau des Rechnungswesens zum NRM des Bundes markiert zwangsläufig einen Bruch in der Kontinuität der Rechnungslegung, der die Vergleichbarkeit mit den Zahlen nach altem System einschränkt. Wesentliche Änderungen ergeben sich namentlich in der Bilanz, in der Erfolgsrechnung sowie insbesondere in der Kreditsicht, die neu gegliedert ist und neue Sachverhalte ausweist. Einzig die Ergebnisse der Finanzierungsrechnung sind grundsätzlich ohne Vorbehalte mit den Vorjahren vergleichbar. Mit Blick auf die erstmalige Budgetierung nach dem neuen Modell ist es unerlässlich, die finanziellen Sachverhalte und Vorgänge der Vorjahre nach den Regeln des NRM abzubilden. Zur Korrektur der Bilanz wird daher auf den Zeitpunkt des Systemwechsels ein so genanntes Restatement durchgeführt, bei dem die Bilanzpositionen nach den neuen Grundsätzen bewertet werden. Damit auch die Kreditsicht – d.h. der Voranschlag bzw. die Rechnung der Verwaltungseinheiten – mit den Vorjahren verglichen werden kann, werden die alten Kreditpositionen gemäss den neuen Gliederungsregeln umgruppiert und neu zugeordnet (Umschlüsselung). Der Übergang von alt zu neu wird nachfolgen kurz erläutert. Neue Grundsätze für Bilanzierung und Bewertung verändern die Bilanz

Mit der Anlehnung an Ipsas wird die Bilanz neu nach dem Prinzip der tatsachengetreuen Abbildung erstellt. Das bisher massgebende Vorsichtsprinzip, das die Bildung stiller Reserven tendenziell begünstigte, wird abgelöst. Dies verlangt eine systematische Neubewertung der

Schweizer Volkswirtschaft

Bilanzpositionen nach den neuen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Davon nicht betroffen ist die Gliederung der Bilanz; sie bleibt im Wesentlichen unverändert. Die Arbeiten am Bilanz-Restatement sind zurzeit in Gang. Für die Erstellung des ersten Voranschlags nach dem NRM ist es indes wichtig, dass die Neubewertung der Aktivseite als Grundlage für die Abschreibungen bereits vorgängig durchgeführt wird. Die Ergebnisse zeigen, dass hauptsächlich das Verwaltungsvermögen – namentlich die Liegenschaften sowie die Beteiligungen – eine substanzielle Aufwertung erfahren. Ziel des Restatements ist es, sämtliche Bewertungskorrekturen in der Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2007 darzustellen. Die Korrekturen werden direkt über den Bilanzfehlbetrag abgewickelt. Sie sind somit erfolgsneutral und beeinflussen weder die alte noch die neue Erfolgsrechnung.

Kasten 1

Wichtige Begriffe Accrual accounting Prinzip der kaufmännischen Buchführung: Geschäftsvorfälle werden auf jene Periode verbucht, in welcher der Wertverzehr bzw. –zuwachs stattfindet, und nicht, wenn die Zahlungen geleistet werden. Bilanz Teil der Jahresrechnung. Die Bilanz stellt die Stichtagbezogene Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiven) und Verpflichtungen (Passiven) dar. Die Residualgrösse entspricht bei einem Aktivenüberschuss dem Eigenkapital, bei einem Passivenüberschuss dem Bilanzfehlbetrag. – Gliederung der Aktiven: Finanz-, Verwaltungsvermögen und Spezialfinanzierungen; – Gliederung der Passiven: Kurzfristiges Fremdkapital, langfristiges Fremdkapital, Spezialfinanzierungen, Eigenkapital/Bilanzfehlbetrag. Dualität Doppelte Perspektive des Neuen Rechnungsmodells, das zugleich die Finanzierungssicht und die Erfolgssicht abbildet. Die duale Sicht folgt aus den Erfordernissen der finanzpolitischen Gesamtsteuerung des Bundeshaushalts («politische Rationalität») und der betriebswirtschaftlich orientierten Verwaltungsführung («ManagementRationalität») auf Stufe Verwaltungseinheit. Erfolgsrechnung Teil der Jahresrechnung. Die Erfolgsrechnung zeigt den periodisierten Wertverzehr und den Wertzuwachs sowie den Erfolg während eines Rechnungsjahres. Dreistufige Darstelllung: – 1. Stufe: Ordentlicher operativer Ertrag und Aufwand. Ordentliches operatives Ergebnis; – 2. Stufe: Zusätzlich Finanzertrag und –aufwand. Ordentliches Ergebnis; – 3. Stufe: Zusätzlich ausserordentlicher Ertrag und Aufwand gemäss Schuldenbremse. Jahresergebnis.

Finanzierungs- und Mittelflussrechnung (FMFR) Teil der Jahresrechnung. Sie zeigt den Zu- und Abfluss von Finanzmitteln. Die FMFR wird nach der direkten Methode abgeleitet und in drei Stufen dargestellt: – 1. Stufe: Ordentliche laufende und investive Einnahmen und Ausgaben. Finanzierungsergebnis aus ordentlichen Transaktionen; – 2. Stufe: Zusätzlich ausserordentliche Transaktionen (gemäss Definition Schuldenbremse). Finanzierungsergebnis insgesamt; – 3. Stufe: : Zusätzlich Mittelfluss aus Bestandesänderungen (Fremdfinanzierungen und Veränderungen des Netto-Finanzvermögens). Veränderung des Mittelbestandes insgesamt (Fonds Bund). Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) Teil des betrieblichen Rechnungswesens. Die KLR bedeutet die Ermittlung und den Ausweis von Kosten nach Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträgern sowie des betrieblichen Ergebnisses. Leistungsverrechnung (LV) Kreditwirksame Verrechnung des internen Leistungsaustausches zwischen Verwaltungseinheiten (des Bundes). Rechnungslegung Die Rechnungslegung beinhaltet den Abschluss der Rechnung sowie deren Darstellung im Rahmen der Berichterstattung. Sie dient der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bundes. Schuldenbremse Die Schuldenbremse legt die höchstzulässige Entwicklung der Ausgaben aufgrund der Einnahmen und der konjunkturellen Entwicklung fest. Die Schuldenbremse ist in der Bundesverfassung verankert (Art. 126 Abs. 1 BV).

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Die Eröffnungsbilanz wird im Lauf des Jahres 2007 erstellt und von der Eidg. Finanzkontrolle geprüft. Sie wird dem Parlament zusammen mit der Staatsrechnung 2007 im Frühling 2008 zur Genehmigung vorgelegt. Von der Finanz- zur Erfolgsrechnung

Im NRM löst die Erfolgsrechnung die Finanzrechnung des bisherigen Rechnungsmodells als Grundlage für die Kreditsicht bzw. die Rechnung der Verwaltungseinheiten ab. Der Übergang von der alten Finanz- zur neuen Erfolgsrechnung – bzw. von der alten zur neuen Kreditsicht – erfolgt im Grundsatz mit drei einfachen Schritten (siehe Grafik 2): – In einem ersten Schritt sind die Aufblähungseffekte zu berücksichtigen, die sich aus der Anwendung des Bruttoprinzips ergeben: Die Bruttoverbuchung gewisser neuer Sachverhalte – insbesondere die Debitorenverluste im Bereich Mehrwertsteuer sowie der Mietaufwand für die ETH-Immobilien – führen zu einer symmetrischen Ausdehnung des finanzierungswirksamen Aufwands und Ertrags. – Von diesem Betrag sind in einem zweiten Schritt die Investitionsausgaben abzuziehen. Die Investitionen sind definitionsgemäss nicht Teil der Erfolgsrechnung; lediglich die damit verbundenen Abschreibungen sind erfolgswirksam. – In einem dritten Schritt sind alle nicht finanzierungs-, aber erfolgswirksamen Vorfälle zu addieren. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Abschreibungen und zeitliche Abgrenzungen – also rein buchmässige Positionen, die gemäss Rechnungslegung nach kaufmännischen Grundsätzen erfolgswirksam sind. Mit diesen drei Korrekturen ist der Übergang zur konsolidierten Erfolgsrechnung abgeschlossen. Um zur Kreditsicht zu gelangen, ist eine vierte Korrektur nötig: Zur konsolidierten Erfolgsrechnung sind alle Aufwände bzw. Erträge aus der bundesinternen Leistungsverrechnung zu addieren. Diese Positionen sind formal nicht finanzierungs-, wohl aber kreditwirksam. Während diese Beträge im Zusammenzug aller Erfolgsrechnungen der Verwaltungseinheiten vollständig ausgewiesen sind, werden sie in der konsolidierten Erfolgsrechnung des Bundes als Doppelzählungen eliminiert. Ungefähre Vergleichbarkeit dank Umschlüsselung

Mit der Umschlüsselung sollen die Positionen der alten Finanzierungsrechnung in der Gliederung der neuen Kreditsicht ausgedrückt werden. Ziel ist es, das Zahlenwerk von Voranschlag und Rechnung vor Einführung

Schweizer Volkswirtschaft

Grafik 2

Von der bisherigen Finanzberichterstattung zur neuen Erfolgsrechnung – und zur Kreditsicht in Mio. Fr. 60 000 58 000

56 000

54 000

52 000

Generell ist festzuhalten, dass die Umstellung der Verbuchungslogik von der Finanzierungssicht auf die Rechnungsführung nach kaufmännischen Grundsätzen den Vergleich von Alt zu Neu in einigen Fällen nicht oder nur bedingt zulässt. Während bei den Positionen des Eigenaufwands grössere Vorbehalte angebracht sind, ist die Vergleichbarkeit bei den Transferzahlungen (Subventionen und Beiträge an andere Haushalte) grundsätzlich gewährleistet. Entsprechende Hinweise geben die Tabellen der Finanzberichterstattung.

Ausblick

50 000

48 000

46 000 0 bisherige Finanzrechnung (Ausgaben = fw)

+ Effekte Bruttoprinzip (fw)

./. Investitionsausgaben (fw)

Legende: fw = finanzierungswirksame Vorgänge nf = nicht finanzierungswirksame Vorgänge VE = Verwaltungseinheiten

+ buchmässige Vorgänge (nf)

konsolidierte Erfolgsrechnung (Aufwand fw, nf)

+ Leistungsverrechnung (nf)

Zusammenzug der Erfolgsrechnung VE (Aufwand fw, nf)

Quelle: EFV / Die Volkswirtschaft

des Neuen Rechnungsmodells mit jenem nach der Einführung unmittelbar vergleichbar zu machen. Damit geht die Umschlüsselung einen entscheidenden Schritt weiter als die Darstellung im vorangehenden Abschnitt, welche die Überleitung der alten Finanzierungsrechnung in die Erfolgsrechnung anhand von ganzen Ausgaben- bzw. Aufwandgruppen gezeigt hat. Als Ergebnis der Umschlüsselung wird im Voranschlag 2007 der Verwaltungseinheiten (Band 2 der Finanzberichterstattung) das Zahlenwerk der Vorjahre in der neuen Gliederung aufgeführt. Dies ermöglicht Vergleiche auf der Zeitachse mit folgenden, technisch bedingten Einschränkungen: – Vergleiche sind in jenen Fällen vorbehaltlos möglich, wo es sich um finanzierungswirksame Budgetpositionen handelt und wo die alte Budgetstruktur der neuen Gliederung eins zu eins zugeordnet werden kann. – Wo diese direkte Zuordnung nicht möglich ist, werden die bisherigen Rubriken auf mehrere neue Kreditpositionen aufgeteilt. Beispielsweise werden die alten Rubriken «Dienstleistungen Dritter» und «Übrige Sachausgaben» anteilsmässig den drei neuen Kreditpositionen «Übriger Personalaufwand», «Beratungsaufwand» sowie «Übriger Betriebsaufwand» zugeordnet. – Die Anwendung der neuen Rechnungslegungsgrundsätze (z.B. Erhöhung der Aktivierungsgrenzen) hat namentlich bei den Informatikausgaben Verschiebungen zwischen Aufwand und Investitionskrediten zur Folge, die in der Umschlüsselung nicht berücksichtigt wurden.

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Mit seiner Inbetriebnahme wird sich das NRM erstmals in der Praxis bewähren müssen. Dies bedeutet, dass diejenigen, die mit NRM arbeiten – vom Buchhalter bis zur Parlamentarierin –, erst den Zugang zu den neuen Instrumenten, Prozessen und Fachbegriffen finden müssen. Die fundierte Schulung, die zur Vorbereitung auf das NRM durchgeführt wurde, wird sie dabei unterstützen. Doch erst in der alltäglichen Anwendung «on-the-job» ist es möglich, sich das neue Arbeitsmittel zu eigen zu machen und dabei auch Chancen zu entdecken für kleinere oder grössere Verbesserungen. Eine aufmerksame Kommunikation und eine sorgfältige Koordination innerhalb und zwischen den Verwaltungseinheiten sind in dieser Phase des praktischen Wissenserwerbs besonders gefragt und tragen dazu bei, dass das NRM in einem stetigen Lernprozess zum wirkungsvollen Arbeitsmittel wird. Auch auf einer technisch-institutionellen Ebene sind Weiterentwicklungen im Gange. So soll eine konsolidierte Jahresrechnung erstellt und publiziert werden, die auch jene Organisationen mit einschliesst, welche zwar rechtlich ausgelagert, wirtschaftlich aber eng mit dem Bund verbunden sind (z.B. der ETHBereich). Von der konsolidierten Betrachtung dieses Bereichs «Öffentliche Verwaltung Bund» werden aufschlussreiche Zusatzinformationen über die Bundesfinanzen aus einer Gesamtsicht erwartet. Ebenso wird der Ausbau des Leistungsverrechnungssystems in der Bundesverwaltung geprüft: Dabei sollen Kostenbewusstsein und -transparenz mit geeigneten Anreizmechanismen und neuen Informationsinstrumenten weiter gestärkt wer den.

Schweizer Volkswirtschaft

Allgemeinverbindlich erklärte Gesamtarbeitsverträge Stand 1. Juli 2006

Verena Conti Ressort Arbeitsbeziehungen, Leistungsbereich Arbeitsbedingungen, Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), Bern

Der Bundesrat hat zwischen dem 1. Juli 2005 und dem 1. Juli 2006 auf Antrag der vertragschliessenden Parteien hin 21 Gesamtarbeitsverträge (GAV) auf Bundesebene allgemeinverbindlich erklärt. In derselben Zeitspanne hat das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD) 26 kantonale Allgemeinverbindlicherklärungen genehmigt. Bei 18 Verfahren (5 Bund, 13 Kanton) wurden neu ausgehandelte Gesamtarbeitsverträge allgemeinverbindlich erklärt. Bei 29 Verfahren (16 Bund, 13 Kanton) handelte es sich um Verlängerungs-, Wiederinkraftsetzungs- oder Änderungsbeschlüsse. Am Stichtag waren auf Bundesebene 28 und auf kantonaler Ebene 29 allgemeinver-

bindlich erklärte Gesamtarbeitsverträge in Kraft. Diesen GAV sind insgesamt 62 931 Arbeitgeber und 458 623 Arbeitnehmende (Bund) bzw. 6213 Arbeitgeber und 54 826 Arbeitnehmende (Kanton) unterstellt. Die bedeutendsten allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträge sind der L-GAV für das Gastgewerbe sowie der LMV und der GAV FAR im Bauhauptgewerbe. Sie allein betreffen rund 33 300 Arbeitgeber und 290 600 Arbeit nehmende.

Bundesratsbeschlüsse1 Gegenstand des Beschlusses

Inkrafttreten

Gültig bis

GAV des Ausbaugewerbes der Westschweiz (Schreinerei, Gipserei und Malerei)

01.12.2002

31.12.2006

GAV für die vorzeitige Pensionierung im westschweizerischen Ausbaugewerbe (KVP)

01.07.2004

30.06.2013

LMV für das Bauhauptgewerbe

01.01.1999

30.09.2007

GAV für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhauptgewerbe (GAV FAR)

01.07.2003

30.06.2008

GAV für das Schweiz. Carrosseriegewerbe

01.07.2006

30.06.2009

GAV für das schweizerische Coiffeurgewerbe

01.01.1997

31.12.2006

GAV im Schweizerischen Dach- und Wandgewerbe

01.12.2004

30.06.2008

GAV für das Gewerbe für Decken- und Innenausbausysteme

01.01.2006

30.06.2008

GAV des Schweizerischen Elektro-und Telekommunikations-Installationsgewerbes

01.01.2005

30.06.2009

GAV für das Gärtnergewerbe in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft

01.01.2005

31.12.2007

GAV für das Gastgewerbe

01.01.1999

31.12.2007

GAV in der Schweizerischen Gebäudetechnikbranche

01.09.2004

30.06.2008

GAV für den Gerüstbau

01.01.2000

31.03.2007

GAV für das Schweizerische Isoliergewerbe

01.01.2003

30.06.2008

GAV für das Maler- und Gipsergewerbe

01.10.2005

30.09.2007

Berufliche Weiterbildung im Maler- und Gipsergewerbe

01.01.2002

31.12.2007

GAV für das Marmor- und Granitgewerbe

01.09.2002

30.06.2007

GAV für das Schweizerische Metzgereigewerbe

01.03.2002

31.12.2007

GAV für die Schweizerische Möbelindustrie

01.04.1999

31.12.2007

Plattenlegergewerbe der Gebiete Bern, Zentralschweiz, Zürich und Bezirk Baden des Kantons Aargau

01.11.2005

31.03.2009

GAV für das Plattenlegergewerbe in den Kantonen Basel-Stadt und Baselland

01.04.2005

31.12.2007

GAV für die private Sicherheitsdienstleistungsbranche

01.03.2004

31.12.2008

GAV für die Reinigungsbranche in der Deutschschweiz

01.07.2004

31.12.2006

GAV des Reinigungssektors für die Westschweiz

01.01.2005

31.12.2008

GAV Schreinergewerbe

01.04.2006

31.12.2009

GAV für das Schreinergewerbe (Weiterbildung und Gesundheitsschutz)

01.01.2000

31.12.2010

GAV für die zahntechnischen Laboratorien der Schweiz

01.06.2004

31.12.2006

GAV für die Schweizerische Ziegelindustrie

01.06.2002

30.06.2007

1 Auf der Internet-Seite des Seco finden Sie eine ausführlichere Liste, die jeden Monat aktualisiert wird (www.seco.admin.ch, «Arbeit», «Arbeitsrecht», «Gesamtarbeitsverträge», «AVE: Bundesratsbeschlüsse»). Darin können Sie den Wortlaut der einzelnen Beschlüsse einsehen.

54 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Schweizer Volkswirtschaft

Kantonale Beschlüsse, vom EVD genehmigt2 Gegenstand des Beschlusses

Inkrafttreten

Gültig bis

Basel-Landschaft GAV für das Ausbaugewerbe Baselland

01.03.2005

31.12.2007

GAV für das Dach- und Wandgewerbe

01.03.2006

31.12.2008

GAV für das Gipsergewerbe Baselland

01.04.2004

31.12.2008

GAV für das Malergewerbe

01.02.2006

31.12.2008

GAV für das Schlosser-, Metall-, Landmaschinen, Schmiede- und Stahlbaugewerbe

01.02.2006

31.12.2007

GAV für das Schreinergewerbe

01.02.2006

31.12.2008

GAV für das Basler Ausbaugewerbe

01.09.2005

31.03.2007

GAV für das Gipsergewerbe Basel-Stadt

01.01.2005

31.03.2007

CC cadre dans le commerce de détail

01.08.2005

31.12.2006

CCT de la métallurgie du bâtiment

01.02.2005

31.12.2006

RA pour les métiers de la métallurgie du bâtiment

01.07.2005

30.06.2009

CCT du second œuvre

01.02.2004

31.12.2006

01.07.2006

31.12.2008

01.04.2005

31.03.2010

CCT du commerce de détail de la ville de Lausanne

01.07.2006

31.12.2008

CCT chauffage, climatisation, ventilation

22.08.2001

31.12.2006

CCT de la ferblanterie, de la couverture et de l‘installation

22.08.2001

31.12.2006

CCT des bureaux d‘ingénieurs géomèmtres vaudois

01.01.2006

31.12.2007

CCT Métal-Vaud

01.12.2004

30.06.2009

CCT des paysagistes et entrepreneurs du jardin

01.03.2004

30.06.2007

30.04.1997

31.12.2006

01.07.2005

31.12.2006

01.10.2003

31.12.2010

01.10.2004

31.12.2010

CCT de l‘économie forestière valaisanne

01.10.2005

30.03.2007

GAV der Heizungs-, Lüftungs- und Klimabetriebe des Kantons Wallis

01.09.2005

31.12.2007

CCT des entreprises de parc, jardin et paysagisme

01.07.2005

30.04.2009

GAV des Spenglerei-, Dachdecker- und Sanitärinstallationsgewerbes des Kantons Wallis

01.09.2005

31.12.2007

01.01.2001

31.03.2007

Basel-Stadt

Genf

Neuenburg CCT des assistantes et assistants en pharmacie St. Gallen GAV für Tankstellenshops Waadt

Tessin CCL delle autorimesse Wallis GAV der Apotheken CCT de la pharmacie GAV des Bauhauptgewerbes im Bereich der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge CCT sur la prévoyance professionnelle du secteur principal de la construction GAV über die vorzeitige Pensionierung der Arbeitnehmer im Bauhauptgewebe und Plattenlegergewerbe CCT de la retraite anticipée pour les travailleurs du secteur principal de la construction et du carrelage

CCT des entreprises de chauffage, ventilation et climatisation du canton du Valais

CCT des ferblantiers, couvreurs et installations sanitaire du canton du Valais Zürich GAV für das Gipsergewerbe 2 Internet: www.seco.admin.ch, «Arbeit», «Arbeitsrecht», «Gesamtarbeitsverträge», «AVE: Kantonale Beschlüsse; vom EVD genehmigt».

55 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Internationales

Investitionsschutzabkommen – aktueller denn je Über Jahrzehnte hat die Schweiz ein weltumspannendes Netz von bilateralen Investitionsschutzabkommen (ISA) geknüpft. Diese Abkommen schaffen mehr Rechtssicherheit für Investitionen in derzeit 105 Partnerstaaten. Im Zeichen der fortschreitenden Globalisierung ist ihre Relevanz heute grösser denn je. Dieser Umstand hat den Bundesrat dazu veranlasst, die ISA erstmals seit 43 Jahren wieder dem Parlament vorzulegen.

Die Schweiz hat nicht nur eine Tradition als Ausfuhrland für Industriegüter und Dienstleistungen. Seit langem exportieren hier ansässige Unternehmen auch bedeutende Kapitalien, insbesondere in Form von so genannten Direktinvestitionen. Gleichzeitig bietet sich die Schweiz mit Erfolg als Standort für Kapitalanlagen aus dem Ausland an. Für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft spielt diese internationale Ausrichtung eine zentrale Rolle. Sie ermöglicht es den Unternehmen, ihre Stärken über die Grenzen des kleinen Binnenmarktes hinaus zu nützen. Auf die Politik übt sie Druck aus, die Rahmenbedingungen des eigenen Wirtschaftsraums attraktiv zu halten. Die Zahlen zu den Direktinvestitionen sind eindrücklich: Auf 450 Mrd. Franken1 beläuft sich der aktuelle statistische Wert der als Produktions-, Distributions- und Forschungseinrichtungen von Schweizer Wirtschaftsakteuren im Ausland gehaltenen Investitionen. Neben den grossen Konzernen sind auch mehrere tausend kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) daran beteiligt. Gemeinsam beschäftigen sie im Ausland fast 2 Mio. Menschen. Umgekehrt erreicht der Bestand ausländischer Direktinvestitionen in unserem Land derzeit 220 Mrd. Franken. Zwar beherbergt die Schweiz eine bedeutende Zahl von Holdinggesellschaften ausländischer Konzerne, deren internationale Investitionen unser Land oft nur durchqueren. Auch wenn diese Kategorie von Kapitalflüssen in Abzug gebracht wird, zählen die Direktinvestitionswerte der Schweiz im internationalen Vergleich noch zu den höchsten.

Aktuelle Trends bei den Direktinvestitionen Die grenzüberschreitenden Investitionen entwickeln sich ausgesprochen dynamisch. Nicht nur Unternehmen optimieren ihre Strukturen ständig, um neuen Märkten, Technologien und Risiken Rechnung zu tragen. Auch die Staaten befinden sich in einem permanenten Wettbewerb als Standorte für Firmen und internationale Kapitalanlagen. Unter den aktuellen Trends können fünf hervorgehoben werden.2 – Erstens haben die internationalen Investitionen als Ganzes nach historischen Spitzen um die Jahrtausendwende und einem anschliessenden Einbruch seit 2004 wieder zu einem kräftigen Wachstum zurückgefunden; – zweitens steigt der Anteil der Entwicklungsländer am globalen Direktinvestitionsverkehr seit ein paar Jahren kontinuierlich; – drittens verschiebt sich das Schwergewicht der grenzüberschreitenden Investitionsaktivitäten vom Industrie- auf den Dienstleistungssektor; – viertens schaffen neben den grossen Konzernen immer mehr KMU eigene Strukturen im Ausland; – und fünftens ist in einigen, vor allem grösseren Staaten seit ein paar Jahren eine beunruhigende neue Tendenz festzustellen, Unternehmensbeteiligungen oder -übernahmen aus dem Ausland aus «strategischen» Gründen oder wegen Sicherheitsargumenten einzuschränken. All diese Faktoren gilt es auch bei der Weiterentwicklung der internationalen Investitionsregeln zu beachten.

Globales Regelwerk oder «Spaghetti-Teller»?

1 Die Entwicklung der Direktinvestitionen wird jährlich durch die Schweizerische Nationalbank erhoben und publiziert (www.snb.ch). 2 Übersichten finden sich z.B. in den jährlichen «World Investment Reports» der Unctad (www.unctad.org) und «International Investment Perspectives» der OECD (www.oecd.org).

Dr. Ivo Kaufmann Leiter Ressort Internationale Investitionen und multinationale Unternehmen, Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), Bern

56 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Wer sich wie direkt investierende Unternehmen längerfristig und substanziell in einem anderen Land engagiert, hat ein besonderes Bedürfnis nach Vorhersehbarkeit und Stabilität. Noch längst nicht alle Staaten vermögen aber eine hohe Rechtssicherheit ohne weiteres zu gewährleisten. Auch das allgemeine Völkerrecht kann internationale Investo-

Internationales

Grafik 1

Anzahl weltweit abgeschlossener ISA, 1990-2004 ISA pro Jahr

ISA kumuliert

ISA pro Jahr

ISA kumuliert 3000

250

2500

200

2000 150 1500 100 1000

50

500

0

0 1990

Kasten 1

Begriffe Direktinvestitionen Unter Direktinvestitionen werden allgemein Kapitalanlagen verstanden, die ein Investor zu dem Zweck vornimmt, die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens im Ausland direkt und dauerhaft zu beeinflussen. Statistisch als Direktinvestitionen erfasst werden die Gründung einer Tochtergesellschaft oder Zweigniederlassung im Ausland, oder wenn ein Investor sich mit mindestens 10% am stimmberechtigten Kapital einer Unternehmung im Ausland beteiligt. Portfolioinvestitionen Internationale Portfolioinvestitionen sind demgegenüber Kapitalbeteiligungen im Ausland, die ohne Absicht direkter ManagementBeeinflussung vorgenommen werden, wie Schuldtitel (Geldmarktpapiere, Obligationen), Dividendenpapiere (Aktien, Partizipationsscheine, Genussscheine) und Anlagefondszertifikate.

1991

1992

1993

1994

1995

1996

1997

ren nicht im erwünschten Mass schützen. Umso zweckmässiger sollte gerade im Zeitalter der Globalisierung ein universelles Regelwerk erscheinen, das internationalen Investitionen weltweit gewisse Garantien bietet. Anläufe dazu hat es bereits einige gegeben. Nach dem 2. Weltkrieg waren in die «Havanna-Charta» Grundsätze über internationale Investitionen aufgenommen worden. Zur Realisierung gelangten damals jedoch nur die Handelsregeln des General Agreement on Tariffs and Trade (Gatt). In den Siebzigerjahren wurde im Rahmen der UNO eine «Charta der wirtschaftlichen Rechte und Pflichten der Staaten» erarbeitet, die ihrerseits keinen Konsens unter den Mitgliedern fand. In den Neunzigerjahren versuchte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), zu einem multilateralen Investitionsübereinkommen zu gelangen – wiederum ohne Erfolg. Den bislang letzten Anlauf unternahm die Welthandelsorganisation (WTO) im Rahmen der Doha-Runde, ehe 2003 auch sie das Ziel eines Investitionsabkommens aufgeben musste. Umso erstaunlicher scheint deshalb, wie aktiv die meisten Staaten sich seit längerer Zeit um internationale Investitionsregelungen bemühen. Es sind vier Kategorien von Ansätzen zu unterscheiden: – Multilaterale Investitionsregeln: Gewisse Aspekte der internationalen Investitionstätigkeit sind in den WTO-Abkommen über Dienstleistungen (Gats), geistiges Eigentum (Trips) sowie handelsbezogene

57 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

1998

1999

2000

2001

2002 2003 2004 2005 Quelle: Unctad / Die Volkswirtschaft

Investitionsmassnahmen (Trims) abgedeckt. – Investitionsregeln grösserer Staatengruppen: Hier gilt es an erster Stelle die Investitionsinstrumente der OECD zu nennen, in deren Anwendungsbereich nach wie vor ein Grossteil der grenzüberschreitenden Kapitalanlagen fällt. Doch auch in anderen Regionen (z.B. Nordamerika, Asean) oder zu bestimmten Wirtschaftssektoren (z.B. Energie) sind internationale Investitionsregeln vereinbart worden. – Freihandelsabkommen (FHA): Rasche Verbreitung gefunden haben in den letzten Jahren bilaterale und regionale FHA, die Handel, Investitionen und weitere Aspekte des internationalen Wirtschaftsverkehr unter einem Dach vereinen. Etwa 200 solcher Abkommen mit substanziellen Investitionsteilen sind inzwischen in Kraft. – Bilaterale Investitionsabkommen: Sie stellen die weitaus häufigste Antwort auf das Fehlen eines universellen Rahmens dar. Hierzu zählen einerseits rund 2500 bilaterale Investitionsschutzabkommen; anderseits bestehen derzeit etwa 2700 bilaterale Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung, welche bei der Förderung internationaler Kapitalanlagen ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Nicht zu Unrecht ist diese Situation kreuz und quer abgeschlossener Investitionsregeln, die sich teilweise überlappen und manchmal widersprechen, mit einem Spaghetti-Teller

Internationales

Tabelle 1

Topten der Länder mit den meisten abgeschlossenen ISA, 2005 Deutschland

133

China

117

Schweiz

110

Vereinigtes Königreich

102

Ägypten

98

Frankreich

98

Italien

96

Niederlande

91

Belgien und Luxemburg

84

Rumänien

83 Quelle: Unctad (2006) / Die Volkswirtschaft

3 Efta-Abkommen mit Singapur, Chile und Korea. 4 Vgl. BBl 2006 8455. 5 ISA mit Aserbaidschan, Guyana, Kolumbien, SaudiArabien sowie dem inzwischen von zwei selbständigen Staaten abgelösten Staatenbund von Serbien und Montenegro.

verglichen worden. Für die Wirtschaftsakteure handelt es sich jedenfalls nicht um eine ideale Situation. Als relativ kleine und offene Volkswirtschaft zieht die Schweiz denn auch effektive multilaterale Lösungen klar vor. Wo solche aber (noch) nicht möglich sind, muss das Ziel im Aufbau und in der Pflege eines möglichst umfassenden und kohärenten regionalen und bilateralen Abkommensnetzes bestehen.

Investitionsschutznetz der Schweiz Die Schweiz verfügt nach Deutschland und China über das drittdichteste Netz von bilateralen Investitionsschutzabkommen (siehe Tabelle 1). Seit Beginn der Sechzigerjahre wurden 120 ISA abgeschlossen; 105 sind heute in Kraft. Für Unternehmen, die grenzüberschreitend investieren wollen, bedeutet dies einen Standortvorteil der Schweiz, der zunehmend Beachtung findet. Mitgliedstaaten der OECD unter sich haben vom Abschluss bilateraler Investitionsabkommen bisher meist abgesehen: Die einschlägigen OECD-Instrumente und das gemeinsame Verständnis des Allgemeinen Völkerrechts werden meist als ausreichende Grundlage angesehen. Entsprechend liegt der Schwerpunkt auch des Schweizer ISA-Netzes auf Nicht-OECD-Ländern. Dieses Netz entstand seit 1961 in mehreren Phasen. Die erste Phase stand im Zeichen der Entkolonisierung vor allem in Afrika und dauerte bis ungefähr Mitte der Siebzigerjahre. Nach einer ruhigeren Periode nahm die Kadenz der Vertragsabschlüsse Ende der Achtzigerjahre wieder zu. Staaten Mittel- und Osteuropas wie auch der ehemaligen Sowjetunion standen im Vordergrund dieser zweiten Phase. Seither sind im Durchschnitt jährlich etwa vier neue ISA hinzugekommen; erste ältere wurden erneuert. In den nächsten Jahren wird der Schwerpunkt – neben dem Schliessen der letzten wichtigeren Lücken im Abkommensnetz – auf der Erneuerung derjenigen ISA mit bedeutenden Wirtschaftspartnern liegen, deren Bestimmungen nicht mehr in allen Punkten auf dem heutigen Stand sind (z.B. China, Russland). Der Fokus der ISA auf den Nicht-OECDRaum bedeutet, dass von den schweizerischen Direktinvestitionen im Ausland gegenwärtig rund 30% (oder 140 Mrd. Franken) durch solche Abkommen abgedeckt sind. Dabei handelt es sich in der Regel um Märkte, die nicht nur höhere Risiken, sondern auch höhere Wachstumspotenziale aufweisen. Dank den ISA lassen sich die nicht kommerziellen Risiken auf diesen Märkten erheblich verringern und die Standortqualität der betreffenden Länder für ausländische Investitionen entsprechend aufwerten. Das Interesse am Ab-

58 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

schluss von ISA liegt heute deshalb mindestens ebenso auf Seiten der mehrheitlich Kapital importierenden wie der vorwiegend Kapital exportierenden Staaten. Die Schweiz verschafft sich mit ISA einen Rahmen, der es ihr erlaubt, ihre im Ausland präsenten Unternehmen bei Problemen wirksam zu unterstützen. Überdies können betroffene Investoren ihre Rechte zumindest unter den neueren ISA in letzter Konsequenz auch selbst vor einem internationalen Schiedsgericht geltend machen.

Inhalt und Anwendung der ISA Um die Nachteile des bilateralen Ansatzes für die Wirtschaftsakteure so klein wie möglich zu halten, aber selbstverständlich auch aus materiellen Gründen hat sich die Schweiz im Bereich der ISA seit Jahrzehnten um eine möglichst konsistente Abkommenspraxis bemüht. Die über hundert Abkommen weisen bezüglich Struktur und Inhalt einen hohen Deckungsgrad auf und sind in den meisten Fällen gleichwertig. Abweichungen liegen in spezifischen und für die Schweiz akzeptierbaren Bedürfnissen einzelner Abkommenspartner begründet. Ausserdem sind die ISA über die Jahre mit einigen neuen Elementen angereichert worden. Zu betonen ist, dass ISA die Freiheit der Abkommenspartner nicht berühren, ausländische Investitionen auf ihrem Gebiet – durch ein formelles Bewilligungsverfahren oder informell – zuzulassen. Die völkerrechtlichen Pflichten setzen erst ein, nachdem eine Investition auf dem Hoheitsgebiet des Gaststaats in Konformität mit dessen Rechtsvorschriften getätigt worden ist (so genannte Post-Establishment-Phase). Für die Schweiz relevante Regeln über den Marktzugang von Investoren (Pre-Establishment-Phase) finden sich nur in gewissen multilateralen Instrumenten der OECD und der WTO (Gats) sowie in einzelnen neueren Freihandelsabkommen der Europäischen Freihandelsassoziation (Efta).3 Mehr Rechtssicherheit verschaffen ISA den Auslandinvestitionen im Wesentlichen dadurch, dass Diskriminierungen verboten und das Eigentum von Investoren in verschiedener Hinsicht geschützt werden. Effektive Streitbeilegungsmechanismen sorgen dafür, dass die staatsvertraglich eingegangenen Verpflichtungen nicht toter Buchstabe bleiben.

Die wichtigsten Bestimmungen von ISA betreffen folgende Punkte: – Geltungsbereich: Der Investitionsbegriff ist weit gefasst (u.a. dingliche Rechte, Gesellschaftsanteile, Geldforderungen, Rechte des geistigen Eigentums, öffentlich-recht-

Internationales

Grafik 2

Weltweit abgeschlossene ISA nach Ländergruppen, 2005 in % Zwischen Entwicklungsländern

4

Zwischen Industrie- und Entwicklungsländern

13

26

Zwischen Entwicklungsländern und südosteuropäischen Ländern sowie GUS-Staaten Zwischen Industrieländern

8

Zwischen Industrieländern und südosteuropäischen Ländern sowie GUS-Staaten Zwischen südosteuropäischen Ländern sowie GUS-Staaten

10

39 Quelle: Unctad (2006) / Die Volkswirtschaft









– Kasten 2

ISA-Netz der Schweiz Die Schweiz verfügt gegenwärtig mit 105 Staaten über bilaterale Investitionsschutzabkommen, die in Kraft sind. Mit 9 weiteren Staaten sind ISA unterzeichnet, aber noch nicht in Kraft getreten. Der aktuelle Stand des schweizerischen ISA-Netzes kann auf der Website des Staatssekretariats für Wirtschaft eingesehen werden (www.seco.admin.ch; Rubriken «Aussenwirtschaft», «Investitionen»)

liche Konzessionen) und schliesst alle Unternehmensformen ein. Nichtdiskriminierung: Ausländische Tochtergesellschaften dürfen in ihrem Gastland nicht schlechter behandelt werden als inländische Unternehmen (Inländerbehandlung) oder solche aus Drittstaaten (Meistbegünstigung). Freier Transfer: Die Transfergarantie bezieht sich auf Kapitalübertragungen in das Gastland wie auf die Rückführung von Kapitalerträgen und umfasst den gesamten mit einer Investition zusammenhängenden Zahlungsverkehr. Schutz vor willkürlicher Enteignung: Enteignungen sind nur zulässig, wenn sie im öffentlichen Interesse erfolgen, in ihrer Art und Durchführung nicht diskriminierend sind, einem rechtsstaatlichen Verfahren unterliegen und die Bezahlung einer vollen Entschädigung vorgesehen ist. Einhaltung von spezifischen Verpflichtungen gegenüber dem Investor: Ist eine Investition auf der Grundlage von spezifischen Zusagen des Gaststaates erfolgt (z.B. bezüglich Energielieferungen oder steuerliche Behandlung), werden solche Verpflichtungen unter dem ISA geschützt und anrufbar. Schiedsgerichtsbarkeit: Dem Investor wird das Recht eingeräumt, Abkommensverletzungen durch den Gaststaat vor einem neutralen internationalen Schiedsgericht geltend zu machen. Zudem können Fragen der Anwendung und Auslegung von ISA von den Vertragsstaaten einer schiedsgerichtlichen Entscheidung zugeführt werden.

Nicht Regelungsgegenstand der ISA bilden die Pflichten der Investoren. Diese ergeben sich in erster Linie aus der Gesetzgebung des

59 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

jeweiligen Gastlandes. Darüber hinaus sind in bestimmten Bereichen verbindliche Vorschriften des Herkunftsstaates zu beachten, wie namentlich das Verbot der Auslandbestechung. In letzter Zeit ist der deutliche Anstieg von Investitionsschutzfällen, die auf der Grundlage von Investitionsabkommen internationalen Schiedsgerichten vorgelegt werden, international auf Beachtung gestossen. Betroffen ist insbesondere die auf solche Situationen spezialisierte Fazilität der Weltbank (International Centre for Settlement of Investment Disputes, ICSID). Insgesamt über hundert Verfahren aus zahlreichen Staaten sind derzeit bei ICSID hängig. Einzelne Schiedsurteile haben zu Diskussionen in Fachkreisen und in der Öffentlichkeit geführt. Allerdings hat sich das Streitbeilegungsdispositiv der ISA im Praxistest der letzten Jahre weit gehend bewährt. Zudem gilt es darauf hinzuweisen, dass auch weiterhin nur ein sehr kleiner Teil der Differenzen zwischen Investoren und Gaststaaten in ein schiedsgerichtliches Verfahren münden. In aller Regel lassen sich Lösungen – mit oder ohne Unterstützung des Heimatstaates – im beiderseitigen Interesse bereits in einem früheren Stadium finden.

Botschaft des Bundesrates Mit schweizerischen ISA werden sich demnächst auch die eidgenössischen Räte befassen. Zum ersten Mal seit 43 Jahren legt ihnen der Bundesrat fünf neue Abkommen zur Genehmigung vor. Bis 2004 war eine parlamentarische Zustimmung aufgrund einer Kompetenzdelegation nicht nötig gewesen. Die bundesrätliche Botschaft vom 22. September 20064 bezieht sich auf fünf seit Ende 2005 unterzeichnete ISA.5 Sie nimmt eingehender, als es in diesem Artikel möglich ist, zu Kontext,  Funktion und Inhalt der ISA Stellung.

Internationales

Verteilung des Weltwirtschaftswachstums Nach einer Durststrecke zu Beginn des neuen Jahrtausends erholte sich die Weltwirtschaft in den letzten beiden Jahren auf breiter Ebene. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wuchs die Weltwirtschaft in den letzten Jahren so stark wie seit Beginn der Siebzigerjahre nicht mehr. Im Jahr 2004 betrug das globale Wirtschaftswachstum 5,3% und 2005 noch 4,9%. Im laufenden Jahr rechnet der IWF wieder mit einer leichten Beschleunigung auf 5,1%. Das hohe Wachstum war indes nur teilweise den westlichen Industrienationen zu verdanken. Vor allem die Emerging Markets der Bric-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) trugen einen beachtlichen Anteil zum globalen Wachstum bei.

Globale Tendenzen der letzten Jahre Beinahe während des gesamten letzten Jahrhunderts wurde die Entwicklung der Weltwirtschaft vor allem durch die grossen Industrienationen Europas und Nordamerikas bestimmt. Erst gegen Mitte der Achtzigerjahre gewannen aufstrebende ostasiatische Nationen – allen voran Japan und Südkorea – an Gewicht und schafften insbesondere durch die Besetzung von Schlüsselindustrien den Wandel von Agrar- zu Industriestaaten. Während jedoch Japan zu Beginn der Neunzigerjahre aufgrund des Platzens der «Bubble-Economy» in eine tiefe Krise rutschte, begann der nach wie vor anhaltende Aufschwung von China und Indien.

China auf dem Vormarsch Bei einer Betrachtung der Anteile einzelner Länder an der Weltwirtschaft eröffnen sich interessante Aspekte. Während der Beitrag der Schweiz zum globalen BIP im letzten Jahr lediglich 0,4% betrug, steuerten die USA beachtliche 19,7% bei. Beiden Ländern ist jedoch gemeinsam, dass ihr Anteil an der Weltwirtschaft seit 1980 nicht mehr gewachsen ist. Dies ist vor allem auf die stark gestiegene Bedeutung der Volkswirtschaft Chinas zurückzuführen: Das Land, das 1980 nur gerade 3,5% zum Welt-BIP beitrug, verzeichnete 2005 bereits einen Anteil von 16,8%. Nach Marktwechselkursen gilt die Volksrepublik China momentan noch als sechstgrösste Volkswirtschaft der Welt. In der kaufkraftbereinigten Rangliste rangiert sie aber bereits auf dem zweiten Platz und könnte, sofern das bisherige Wachstumstempo beibe-

Simon P. Jäggi Ressort Konjunktur, Direktion für Wirtschaftspolitik, Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), Bern

60 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

halten wird, die US-Wirtschaft bereits in vier Jahren überholen!

Europa verliert an Boden Fasst man einzelne Länder zu Gruppen zusammen, werden die globalen Veränderungen deutlich (siehe Grafik 1). Während sich der Anteil des nordamerikanischen Wirtschaftsraums (USA und Kanada) nur leicht verringerte, verlor Europa massiv an Gewicht: 1980 wurden noch etwas mehr als 28% des globalen BIP in Europa erwirtschaftet; 2005 waren es noch 22%. Die in den Achtzigerjahren aufstrebenden asiatischen Länder (ohne China) konnten zwar ihre Anteile bis Mitte der Neunzigerjahre ausweiten, verloren diese jedoch im Zuge der Asienkrise wieder und befanden sich im letzten Jahr erneut auf dem Niveau von 1980. Als beeindruckend erweist sich die Expansion der Bric-Staaten, welche sich in den letzten Jahren zur bedeutendsten Ländergruppe entwickelt haben. Da viele der bisher führenden Industrienationen in den letzten Jahren mit einem tiefen Wachstum zu kämpfen hatten, wandten sich die Investoren vermehrt

Kasten 1

Berechnung des Welt-BIP zu Kaufkraftparitäten Um ein Weltwirtschaftswachstum zu berechnen, muss das BIP aller Länder in eine globale Währung (häufig in US-Dollar) umgerechnet und aggregiert werden. Dazu stehen vor allem zwei unterschiedliche Konzepte zur Verfügung: Einerseits können die Aggregate zu Marktwechselkursen umgerechnet werden (z.B. Jahresdurchschnitte); andererseits findet die Methode der Kaufkraftparitäten Anwendung. Verwendet man Marktwechselkurse, so wird vernachlässigt, dass sich die Kaufkraft in verschiedenen Ländern zum Teil markant voneinander unterscheidet. Vor allem Entwicklungsländer mit einer unterbewerteten Währung weisen ihr BIP gemessen in US-Dollar tendenziell tiefer aus. Internationale Organisationen – wie die OECD und der IWF – bevorzugen die Methode der Kaufkraftparitäten und korrigieren daher die Wechselkursumrechnung um die empirisch geschätzte Kaufkraft, um die Wirtschaftsleistung von verschiedenen Ländern angemessen vergleichen zu können.

Internationales

Grafik 1

Anteile von Ländergruppen an der Weltwirtschaft, 1980 und 2005

2005

1980 Rest der Welt

Rest der Welt 18% 26%

Asien ohne China und Indien

Mittel- und Nordamerika

24% Asien ohne China und Indien

12%

16%

Mittel- und Nordamerika

16%

Bric-Staaten (inkl. Hongkong)

28%

12%

22% Europa

26% Bric-Staaten (inkl. Hongkong)

Europa Quelle: IWF / Die Volkswirtschaft

dieser heterogenen Staatengruppe zu. Während Brasilien und Russland vor allem als Rohstofferzeuger auftraten, entwickelten sich Indien und China zu konkurrenzfähigen Industrienationen. Unterstrichen wird die wachsende Bedeutung der Bric-Staaten auch mit einer Betrachtung der Direktinvestitionen: 2003 flossen bereits 15% der weltweiten Direktinvestitionen in die Bric-Staaten; 1980 waren es erst knapp 4%.1

Entwicklungsländer profitieren von hohen Rohstoffpreisen Einige afrikanische Länder – allen voran Nigeria und Angola – verzeichneten dank den stark gestiegenen Rohstoffpreisen (Rohöl, Erdgas, Uran, Kupfer, Gold und Kaffee) in den letzten Jahren das stärkste Wachstum seit über 30 Jahren. Ähnliches gilt auch für die gas- und ölexportierenden Länder Lateinamerikas. Insgesamt war jedoch Südamerika in den letzten Jahren die am schwächsten wachsende Region unter den Entwicklungsländern. Trotz der momentanen Rohstoffpreis-Hausse gelingt es vielen Entwicklungsländern Afrikas und Südamerikas nach wie vor nicht, ihre weltwirtschaftliche Bedeutung markant zu steigern.

Regionale Konzentration des Wachstums – der Gini-Index

1 Quelle: Unctad.

Neben der Höhe des weltwirtschaftlichen Wachstums ist auch die Ausprägung der regionalen Konzentration von Interesse. Um festzustellen, wie breit das Wachstum auf verschiedene Länder abgestützt ist, lässt sich ein so genannter Gini-Index bilden. Diese Mass-

61 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

zahl, welche definitionsgemäss zwischen 0 und 1 liegt, gibt Aufschluss über die Verteilungsgleichheit des Wachstums. Je näher der Wert des Gini-Index bei 1 liegt, desto einseitiger konzentriert sich das globale Wachstum auf einzelne Länder. Ein Gini-Index nahe bei 0 bedeutet dagegen eine ausgewogene Verteilung; d.h. alle Länder tragen – gemessen an ihrer Wirtschaftskraft – ähnlich viel zum gesamten Wachstum des Welt-BIP bei. Grafik 2 zeigt einen negativen Zusammenhang zwischen dem Gini-Index und dem weltwirtschaftlichen Wachstum. In weltwirtschaftlich schwachen Jahren erleiden viele Länder eine Rezession und tragen nicht oder sogar negativ zum Wachstum bei. Die positiven Wachstumsraten konzentrieren sich nur auf wenige Länder, was einen Anstieg des Gini-Index zur Folge hat. In expansiven Phasen partizipieren jedoch die meisten Länder am Aufschwung und tragen damit positiv zum Wachstum bei, so dass die Konzentration – und entsprechend der Gini-Index – gering ist. Auch für die derzeitige Phase (2004 bis 2007) gilt dieses Muster: Da viele Länder momentan einen Aufschwung erleben, ist das Weltwirtschaftswachstum sehr breit abgestützt und der berechnete Gini-Index entsprechend klein.

Hoher Beitrag der Bric-Staaten Wie aus der Entwicklung der Anteile am Welt-BIP bereits zu vermuten war, verbergen sich hinter der insgesamt niedrigen weltwirtschaftlichen Konzentration wesentliche Wachstumsverschiebungen (siehe Grafik 3). So tragen die vier grössten europäischen Länder (Deutschland, Frankreich, Italien und

Internationales

Grafik 2

Weltwirtschaftswachstum und Gini-Index, 1981–2007 Weltwirtschaftswachstum (linke Skala)

Gini-Index (rechte Skala)

6.0

0.60

5.5

0.55

5.0

0.50

4.5

0.45

4.0

0.40

3.5

0.35

3.0

0.30

2.5

0.25

2.0

0.20

1.5

0.15

1.0

0.10

0.5

0.05 0

0 1983

1981

1985

1987

1989

1991

1993

1995

1997

1999

2001

2003

2005

2007

Quelle: IWF, Seco, Jäggi / Die Volkswirtschaft

Grafik 3

Wachstumsbeiträge von Ländergruppen zum Welt-BIP, 1981–2007

Bric-Staaten

Deutschland, Frankreich, Italien, Vereinigtes Königreich

USA

Rest der Welt

in % des Welt-BIP 6

5

Grossbritannien) bereits seit Jahren immer weniger zum weltwirtschaftlichen Wachstum bei, während die Emerging Markets der BricStaaten ihren Wachstumsbeitrag beständig erhöht haben. Die USA konnten ihren Beitrag zum Weltwachstum weit gehend behaupten. Die drei Gruppen (Bric, USA, EU4) zusammengenommen sind für rund zwei Drittel des Weltwirtschaftswachstum verantwortlich, was in etwa auch ihrem Anteil am Welt-BIP entspricht.

Ausblick Im Sommer 2006 haben sich die Anzeichen gemehrt, dass das bislang ausgesprochen lebhafte Weltwirtschaftswachstum leicht an Schwung einbüssen wird. Insbesondere in den USA dürfte sich das Wirtschaftswachstum im Zuge der Abkühlung am Immobilienmarkt spürbar abschwächen. Nach einer Prognose für 5,1% im laufenden Jahr prognostiziert der IWF jedoch nur eine geringe Abschwächung auf 4,9% im Jahr 2007. In den kommenden Jahren scheinen vor allem die Industrienationen Europas und Nordamerikas weiter an Terrain gegenüber den Bric-Staaten einzubüssen. Obwohl bereits als gewichtigste Ländergruppe im globalen BIP vertreten, besitzen die Bric-Staaten – gemessen am durchschnittlichen Einkommen – nach wie vor einen massiven Aufholbedarf. So beträgt deren Pro-Kopf-BIP immer noch lediglich ein Bruchteil dessen (im Durchschnitt ca. 20%), was in den westlichen Industrie nationen pro Kopf verdient wird.

4

3

2

1 Kasten 2

Literatur

19 81 19 82 19 83 19 84 19 85 19 86 19 87 19 88 19 89 19 90 19 91 19 92 19 93 19 94 19 95 19 96 19 97 19 98 19 99 20 00 20 01 20 02 20 03 20 04 20 05 20 06 a 20 07 a

0

a Prognosen IWF.

Quelle: IWF, Seco, Jäggi / Die Volkswirtschaft

62 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

– Gulde, Anne Marie und Schulze-Ghattas, Marianne (1993): Purchasing Power Parity Based Weights for World Economic Outlook, IWF Staff Studies for the World Economic Outlook, Dezember, S. 106–123 (www.imf.org/external/pubs/ft/wefs/1993/eng/ studies/pdf/93WEOss3.pdf). – IWF (2006): World Economic Outlook. Financial Systems and Economic Cycles, September (www.imf. org/external/pubs/ft/weo/2006/02/pdf/weo0906. pdf). – Unctad (2005): World Investment Report 2005, Transnational Corporations and the Internationalization of R&D (www.unctad.org/en/docs/wir2005_ en.pdf).

Aktuelle Wirtschaftsdaten

Inhalt

64

A

Internationaler Überblick

67

B

Wirtschaftsdaten Schweiz

67

B 1

70 71 75 78 80 83 85 90 91 92 95 98 99

B 2 B 3 B 4 B 5 B 6 B 7 B 8 B 9 B 10 B 11 B 12 B 13 B 14

101 102 104

B 15 B 16 B 17

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Produktion Aussenwirtschaft Geld-, Kapital- und Devisenmarkt Preise Öffentliche Finanzen Bevölkerung Arbeitsmarkt Arbeitszeit Löhne Sozialversicherungen Bildung Forschung und Entwicklung Betriebs- und Unternehmensstruktur Detailhandel, Konsum Tourismus Kantone

106 106

Stichwortverzeichnis Abkürzungsverzeichnis

Zusätzliche Statistik-Informationen – Weitere Zahlen und vertiefte Informationen zu den meisten Tabellen sind aus der vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Fachreihe «Statistik der Schweiz» erhältlich. (Bestellungen: Tel. 032/713 60 60). – Zur Arbeitslosenstatistik: Vergleichen Sie die monatlich erscheinenden Fachpublikationen des Seco «Die Lage auf dem Arbeitsmarkt», «Kurzarbeit» (Bestellungen: Tel. 031/322 28 64) und das Jahresheft «Arbeitslosigkeit in der Schweiz» (Bestellungen: Tel. 032/713 60 60). – Zur Statistik über den Geld-, Kapital- und Devisenmarkt: Vergleichen Sie auch die Statistischen Monatshefte und Quartalshefte der Schweizerischen Nationalbank (Bestellungen: Tel. 044/631 32 84). – Die Tage, an denen neueste Statistikwerte in der Schweiz veröffentlicht werden, können jeweils ein Quartal im Voraus auf dem Dissemination Standards Bulletin Board des Internationalen Währungsfonds unter folgender Internet-Adresse abgerufen werden: http://dsbb.imf.org. Erläuterungen – Zahlen werden laufend aktualisiert; revidierte Daten werden nicht speziell gekennzeichnet. – Provisorische Daten, Schätzungen und Prognosen sind hingegen in den Fussnoten vermerkt. – Rundungen: Bei relativen Zahlen (Prozentzahlen, Durchschnitten, Pro-Kopf-Werten usw.) wird in der Regel jede Zahl einer Tabelle für sich gerundet, ohne Rücksicht darauf, ob sich bei einer Addition oder Subtraktion der gerundeten Relativzahlen weiterhin eine angegebene Summe bzw. 100% ergibt. Zeichenerklärungen – Es kommt nichts vor (Wert genau Null) 0 0,0 Grösse, die kleiner ist als die Hälfte der kleinsten verwendeten Einheit () Zahlenangabe unterbleibt aus Gründen des Datenschutzes ... Zahl nicht bekannt, gegenstandslos oder aus statistischen Gründen nicht aufgeführt

63 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

A Internationaler Überblick A1

Bruttoinlandprodukt Nominal Mrd.

Reale Veränderung in % gegenüber der Vorperiode

2005

2001

2002

2003

2004

2005

3/2005

4/2005

1/2006

2/2006

Schweiz

CHF

457

1.0

0.3

-0.31)

2.11)

1.91)

0.9

0.7

0.8

0.7

Deutschland

EUR

2241

1.2

0.1

-0.2

1.6

1.0

2.1

1.1

2.7

3.6

Frankreich

EUR

1710

1.9

1.0

1.1

2.3

1.2

2.6

0.9

2.0

4.6

Italien

EUR

1417

1.8

0.3

0.0

1.1

-0.0

1.2

-0.0

2.8

1.9

Grossbritannien

GBP

1225

2.2

2.0

2.5

3.2

1.8

1.6

2.6

2.9

3.0

Euro-Zone

EUR

7999

1.9

1.2

1.2

2.4

1.3

2.8

1.4

3.2

3.6

USA

USD

12487

0.8

1.6

2.7

4.2

3.5

4.1

1.8

5.5

2.9

Japan

JPY

503

0.4

0.1

1.8

2.3

2.6

0.8

4.4

2.7

0.8

OECD

USD

348751)

1.2

1.6

2.0

3.4

2.6

3.4

2.3

4.1

...

1) Provisorische Zahlen.

A2

Quellen: BFS, Seco, OECD

Vorlaufende Indikatoren der Konjunktur Indikator inkl. Trend Febr. 2006

März 2006

Veränderungsraten über 6 Monate, hochgerechnet auf Jahresbasis April 2006

Mai 2006

Juni 2006

Juli 2006

August 2006

Febr. 2006

März 2006

April 2006

Mai 2006

Juni 2006

Juli 2006

August 2006

Schweiz

111.6

110.9

112.1

111.8

112.1

112.5

113.1

4.9

2.9

4.2

2.9

2.9

3.0

3.6

Deutschland

112.2

112.7

113.4

113.9

113.7

113.8

113.7

7.7

7.8

7.8

7.5

6.3

5.0

3.8

Frankreich

106.7

106.8

107.2

107.4

107.5

107.7

108.2

2.7

2.7

3.1

2.9

2.7

2.4

2.7

96.9

96.8

97.1

97.4

97.3

96.5

95.8

0.4

0.1

0.6

1.2

0.9

-0.7

-0.2

Italien Grossbritannien

101.5

101.9

102.1

102.1

101.9

102.0

101.9

0.9

1.6

1.8

1.7

1.2

1.0

0.8

EU15

107.6

108.0

108.5

108.8

108.8

108.8

108.7

4.1

4.3

4.5

4.5

3.9

3.2

2.5

USA

106.9

107.1

107.1

106.8

106.7

106.7

106.7

4.7

4.5

3.9

2.7

1.9

1.5

1.2

Japan

101.7

101.7

101.6

101.3

100.4

99.6

99.1

1.9

1.7

1.5

0.5

-1.3

-2.8

-3.6

OECD

109.2

109.6

109.8

109.8

109.8

109.7

109.6

4.5

4.5

4.3

3.8

3.1

2.4

1.8 Quelle: OECD

A3

Internationales Handelsvolumen Exporte

Importe

In Mrd. USD

Jährliche Veränderung in %

In Mrd. USD

Jährliche Veränderung in %

Güter

2004

2000-2004

2003

2004

2004

2000-2004

2003

2004

Weltweit

8907

9.2

16.6

21.3

9250

9.1

16.5

21.3

Nordamerika1)

1324

2.0

5.1

13.9

2013

4.5

7.6

16.5

Lateinamerika

276

9.2

13.4

29.8

237

3.6

5.4

26.5

4031

11.2

19.3

19.2

4140

10.5

20.3

19.7

3714

11.1

19.3

18.9

3791

10.3

20.1

19.2 30.0

Europa EU (25) GUS

266

16.2

27.0

36.5

172

20.5

27.2

Afrika

232

12.0

25.0

32.3

212

13.0

21.8

27.1

Naher Osten

390

9.8

20.1

29.1

252

12.1

13.0

27.1

2388

9.6

17.8

24.8

2224

10.4

19.4

26.9

2125

9.0

14.0

18.0

2095

9.0

14.0

17.0

379

3.0

5.0

11.0

335

6.0

9.0

13.0

1126

12.0

19.0

17.0

1025

11.0

19.0

15.0

1017

12.0

19.0

17.0

954

11.0

19.0

15.0

450

10.0

9.0

27.0

512

10.0

8.0

25.0

Asien Dienstleistungen Weltweit Nordamerika1) Europa EU (25) Asien 1) Ohne Mexiko.

A4

Quelle: WTO

Ertragsbilanz In % des BIP

In Mrd. USD

2002

2003

2004

2005

20061)

20071)

2002

2003

2004

2005

20061)

Schweiz

8.3

13.3

14.6

13.2

13.5

13.6

23.3

43.2

52.3

48.2

48.2

49.9

Deutschland

2.3

2.2

3.8

4.1

4.6

5.2

46.3

53.3

103.4

114.0

125.4

144.2

Frankreich

20071)

0.9

0.4

-0.4

-1.6

-1.4

-1.1

13.3

7.8

-7.9

-33.1

-29.3

-24.0

Italien

-0.8

-1.3

-0.9

-1.5

-1.9

-2.3

-9.9

-19.7

-15.3

-25.5

-32.6

-40.0

Grossbritannien

-1.6

-1.5

-2.0

-1.8

-2.3

-2.7

-24.6

-27.6

-42.6

-40.5

-49.8

-60.9

0.7

0.3

0.5

-0.2

-0.2

-0.1

45.6

23.9

43.6

-17.0

-19.2

-5.9

-4.5

-4.7

-5.7

-6.5

-6.7

-7.0

-475.2

-519.7

-668.1

-805.7

-889.6

-980.0

Euro-Zone USA Japan

2.8

3.2

3.7

3.4

3.9

4.7

112.1

137.2

172.0

158.0

171.7

215.1

OECD

-1.2

-1.1

-1.3

-1.8

-2.0

-2.0

-309.8

-328.7

-420.5

-642.9

-721.1

-755.3

1) Schätzungen und Prognosen (Dezember 2005).

Quelle: OECD

64 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

A5

Konsumentenpreise

Veränderung in % gegenüber Vorjahresperiode 2002

2003

2004

2005

März 2006

April 2006

Mai 2006

Juni 2006

Juli 2006

Aug. 2006

Schweiz

0.6

0.6

0.8

1.2

1.0

1.1

1.4

1.6

1.4

1.4

Deutschland

1.4

1.0

1.7

2.0

1.8

2.0

1.9

2.0

1.9

1.7

Frankreich

1.9

2.1

2.1

1.7

1.5

1.7

2.1

1.9

1.9

1.9

Italien

2.5

2.7

2.2

2.0

2.1

2.2

2.2

2.3

2.2

2.2

Grossbritannien

1.6

2.9

3.0

2.8

2.4

2.6

3.0

3.3

3.3

3.4

EU15

2.1

2.2

2.2

2.2

2.1

2.3

2.4

2.5

2.4

2.4

USA

1.6

2.3

2.7

3.4

3.3

3.5

4.2

4.2

4.1

3.8

Japan

-0.9

-0.3

-0.0

-0.3

-0.2

-0.1

0.1

0.5

0.3

0.9

OECD

2.5

2.5

2.5

2.7

2.5

2.7

3.1

3.2

3.2

3.0

Quellen: BFS, OECD

A6

Zinssätze

In % 2003

2004

Schweiz1)

0.33

0.48

Grossbritannien

3.67

4.57

Euro-Zone

2.34

2.11

USA

1.15

1.56

Japan

0.04

0.03

2005

März 2006

April 2006

Mai 2006

Juni 2006

Juli 2006

Aug. 2006

0.81

1.25

1.34

1.42

1.52

1.55

1.68

4.70

4.53

4.57

4.65

4.69

4.68

4.90

2.19

2.72

2.79

2.89

2.99

3.10

3.23

3.51

4.88

5.03

5.15

5.35

5.46

5.38

0.03

0.07

0.06

0.11

0.22

0.37

0.38

Kurzfristige Zinssätze

Langfristige Zinssätze Schweiz1)

2.66

2.74

2.10

2.52

2.75

2.70

2.85

2.74

...

Grossbritannien

4.52

4.87

4.41

4.30

4.40

4.60

4.65

4.64

4.63

Euro-Zone

4.16

4.14

3.44

3.73

4.01

4.06

4.07

4.10

3.97

USA

4.02

4.27

4.29

4.72

4.99

5.11

5.11

5.09

4.88

Japan1)

1.00

1.49

1.35

1.76

1.96

1.85

1.90

1.93

1) Jahres- bzw. Monatsende.

A7

1.67 Quelle: OECD

Wechselkurse (Geldkurse)

Devisenkurse Interbankhandel (Ankauf 11 Uhr)

Devisenkurse1)

2002

2003

2004

März 2006

2005

April 2006

Mai 2006

Juni 2006

Juli 2006

Aug. 2006

Sept. 2006

CHF/USD

1 USD

1.56

1.35

1.24

1.25

1.30

1.28

1.22

1.23

1.24

1.23

1.24

CHF/GBP

1 GBP

2.33

2.20

2.27

2.26

2.28

2.27

2.28

2.27

2.28

2.33

2.35

CHF/JPY

100 JPY

1.24

1.16

1.15

1.13

1.11

1.10

1.09

1.07

1.07

1.06

1.06

CHF/EUR

1 EUR

1.47

1.52

1.54

1.55

1.57

1.57

1.56

1.56

1.57

1.58

1.58

Reale und nominelle Wechselkursindizes2) Real total

Index

101.3

101.0

100.1

98.7

95.9

96.3

98.0

97.8

96.6

96.2

95.8

Deutschland

Index

107.6

103.5

101.0

100.0

98.4

98.2

99.4

98.9

97.7

97.2

96.6

Frankreich

Index

107.1

101.9

99.0

98.2

96.3

96.3

97.3

97.0

95.8

95.3

95.2

Italien

Index

104.3

98.7

95.8

94.8

92.7

92.8

93.8

93.5

92.1

91.6

91.2

Grossbritannien

Index

94.3

98.0

92.6

91.6

90.2

90.6

89.8

89.7

88.7

86.8

86.4

USA

Index

84.6

96.1

102.2

99.9

93.5

95.1

99.8

98.5

97.5

98.0

96.8

Japan

Index

104.9

113.3

115.4

118.9

121.4

123.7

124.0

126.0

125.8

126.7

127.2

Index

105.3

106.8

107.1

106.7

104.5

104.7

106.7

106.6

106.1

105.5

105.0

Nominal total

1) Jahresmittel, Monatsmittel. 2) Gegenüber 24 Handelspartnern. Zur Revision der Wechselkursindizes vgl. Quartalsheft 3/2001 der SNB. Index Januar 1999 = 100.

A8

Quelle: SNB Internet: www.snb.ch

Aktienkurse1) Index (Ende 1993 = 100), Periodenendwerte

Veränderung in %

2002

2003

2004

2005

Juli 2006

Aug. 2006

Sept. 2006

Ende Jan. 2006 bis Ende Aug. 2006

Schweiz

174

212

227

307

367

383

384

9.2

Deutschland

128

175

188

239

282

283

293

3.6

Frankreich

135

157

168

208

267

271

266

5.0

Italien

176

201

237

270

266

295

303

2.2

Grossbritannien

115

131

141

164

196

191

193

2.9

USA

222

278

287

286

291

291

312

5.6

49

61

66

93

79

81

85

-0.5

Japan

1) Aktienindizes: Schweiz Swiss Performance, Deutschland DAX, Frankreich CAC-40, Grossbritannien FT-SE-100, Italien MIBTEL, Japan Nikkei-225, USA Dow Jones Industrieaktien.

65 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: Finanz und Wirtschaft

Aktuelle Wirtschaftsdaten

A9

Bevölkerung In Mio.

Veränderung in % gegenüber Vorjahresperiode

1960

1970

1980

1990

2003

2004

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

5.3

6.2

6.3

6.7

7.3

7.3

0.2

0.4

0.6

0.6

0.8

0.8

0.0

Deutschland1)

55.6

60.7

61.6

63.3

82.5

82.5

0.0

0.1

0.1

-1.0

1.4

0.1

0.0

Frankreich

45.5

50.8

53.9

56.7

60.0

60.2

0.3

0.4

0.5

0.5

0.5

0.5

0.3

Italien

50.2

53.7

56.4

56.7

57.5

57.6

0.2

0.1

0.2

0.3

0.2

0.0

0.1

Grossbritannien

52.4

55.6

56.0

57.2

59.6

59.8

0.4

0.4

0.4

-1.6

0.9

0.4

0.4

EU

280.2

303.3

317.9

348.0

381.7

383.3

0.2

0.3

0.4

-0.1

1.0

0.4

0.4

USA

180.7

205.1

227.7

250.0

290.8

293.7

0.9

0.9

0.9

3.7

0.9

1.0

1.0

Japan

93.3

103.7

116.8

123.6

127.6

127.7

0.3

0.2

0.2

0.3

0.1

0.1

0.1

OECD

640.8

715.1

780.5

1025.3

1153.1

1160.7

0.7

0.7

0.6

1.4

0.8

0.7

0.7

Welt

3019.0

3693.0

4450.0

5266.4

6301.5

...

1.3

1.3

1.3

1.3

1.5

1.2

...

Schweiz

1) Bis 1990: Exkl. «Neue Bundesländer».

A 10

Quellen: BFS, OECD, UNO

Erwerbstätigkeit Erwerbstätige In Mio.

In %1)

2004

2005

2000

2001

2002

2003

2004

2005

4.2

77.2

1.6

1.6

0.6

-0.2

0.3

0.1

Deutschland

38.9

65.5

0.5

0.3

-0.8

-0.8

0.3

...

Frankreich

24.7

62.3

2.8

2.0

0.6

0.1

0.0

0.3

Italien

22.2

57.5

1.8

2.0

1.5

1.0

1.5

0.8

Grossbritannien

28.5

72.6

1.6

0.6

0.7

...

...

...

EU-15

169.3

65.4

1.9

1.3

0.7

0.5

0.8

...

USA

139.2

71.5

2.6

0.0

-0.3

0.9

1.1

1.8

Schweiz

Veränderung in % gegenüber Vorjahresperiode

Japan

63.3

69.3

-0.2

-0.5

-1.3

-0.2

0.2

0.4

OECD

516.7

65.5

1.7

0.5

0.1

0.6

0.9

1.3

1) Erwerbstätige in % der Wohnbevölkerung im Erwerbsalter.

A 11

Quellen: BFS, OECD

Arbeitslosigkeit Arbeitslose In 1000 2005

Schweiz Deutschland

Arbeitslosenquote 2002

2003

2004

2005

2/2005

3/2005

4/2005

1/2006

2/2006

März 2006

April 2006

Mai 2006

Juni 2006

Juli 2006

August 2006

149

2.5

3.7

3.9

3.8

3.7

3.6

3.7

3.8

3.3

3.6

3.5

3.3

3.1

3.1

3.1

4861

9.8

9.3

9.6

9.5

9.6

9.2

9.3

8.8

8.3

8.6

8.2

8.4

8.2

8.2

8.5

Frankreich

2420

9.1

9.5

9.6

9.7

9.6

9.8

9.6

9.4

9.1

9.3

9.2

9.1

9.0

8.9

8.8

Italien

1889

8.6

8.4

8.0

7.7

7.7

7.6

7.6

7.4

...

7.4

...

...

...

...

...

874

3.1

4.9

4.7

4.7

4.6

4.7

5.0

5.1

5.4

5.2

5.3

5.4

5.4

...

...

...

7.6

8.0

8.1

7.9

7.9

7.8

7.7

7.6

7.4

7.5

7.4

7.4

7.4

7.4

7.4

USA

7591

5.8

6.0

5.5

5.1

5.1

5.0

5.0

4.7

4.7

4.7

4.7

4.6

4.6

4.8

4.7

Japan

2944

5.4

5.3

4.7

4.4

4.3

4.3

4.5

4.2

4.1

4.1

4.1

4.0

4.2

4.1

4.2

...

6.9

7.1

6.9

6.6

6.6

6.5

6.5

6.2

6.1

6.1

6.1

6.1

6.0

6.1

6.1

Grossbritannien EU15

OECD

Quellen: Seco, OECD

A 12

F&E-Bruttoinlandaufwendungen

In % des BIP 1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

...

...

2.67

...

...

...

2.57

...

...

...

Deutschland

2.18

2.19

2.19

2.24

2.27

2.40

2.45

2.46

2.49

2.52

Frankreich

2.32

2.29

2.27

2.19

2.14

2.16

2.15

2.20

2.23

2.18

Italien

1.05

1.00

1.01

1.05

1.07

1.04

1.07

1.11

1.16

...

Grossbritannien

2.01

1.95

1.88

1.81

1.80

1.87

1.86

1.87

1.89

1.88

EU

1.80

1.78

1.78

1.78

1.79

1.84

1.87

1.90

1.91

1.91

USA

2.42

2.51

2.55

2.58

2.62

2.66

2.74

2.76

2.65

2.68

Japan

2.77

2.90

2.78

2.84

2.95

2.96

2.99

3.07

3.12

3.15

OECD

2.06

2.08

2.10

2.13

2.15

2.19

2.23

2.28

2.24

2.26

Schweiz

2003

Quelle: OECD

66 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B Wirtschaftsdaten Schweiz B1

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

B 1.1

Bruttoinlandprodukt nach Verwendungsarten, zu laufenden Preisen

In Mio. Fr.

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

20042)

20052)

Konsumausgaben

256883

260760

266136

270576

275278

279775

286289

295430

304233

309739

314731

321076

326723

Private Haushalte und POoE1)

274764

Gliederung

214480

217732

222625

226273

231320

235793

241996

249243

255236

259342

262672

268920

Staat

42403

43029

43511

44303

43957

43982

44293

46187

48997

50398

52059

52156

51959

Bruttoinvestitionen

80366

86497

87003

84276

84185

91284

89170

96369

99828

93310

91017

93587

98046 97716

Bruttoanlageinvestitionen

83399

86861

86849

82940

82473

87223

88851

94899

93754

92812

89915

94032

Ausrüstungen

40940

41424

42968

43000

44332

48835

51014

54333

53235

51890

48854

50745

51911

Bau

42459

45437

43882

39940

38141

38389

37837

40567

40519

40922

41062

43287

45805 -2061

Vorratsveränderungen Nettozugang an Wertsachen Exporte

-2465

-79

670

1054

-3

22

-43

148

1011

-427

-120

-1147

-568

-285

-517

282

1715

4039

362

1321

5063

926

1222

702

2392

128786

131258

131877

135499

151608

156909

165832

189823

190767

187974

188534

205524

218096 158695

Waren

94519

97030

97462

99729

111459

115168

121466

137746

140060

138031

137062

148704

Dienstleistungen

34267

34228

34415

35770

40149

41741

44367

52077

50707

49942

51472

56819

59401

107709

110786

112765

116359

130477

137778

143398

166093

172343

160497

159518

172877

187271 155583

Importe Waren

92070

94794

96422

98583

111913

117497

121742

141963

144710

132930

132726

141981

Dienstleistungen

15639

15992

16343

17776

18564

20281

21657

24130

27633

27567

26792

30896

31688

358326

367729

372250

373993

380593

390191

397894

415529

422485

430527

434764

447309

455594

Bruttoinlandprodukt 1) Private Organisationen ohne Erwerbszweck. 2) Provisorische Zahlen.

B 1.2

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 66 48 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

Bruttoinlandprodukt nach Verwendungsarten, Veränderung in %

Veränderung in % gegenüber dem Vorjahr, zu Preisen des Vorjahres

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

20042)

20052)

Konsumausgaben

1.1

0.7

1.0

1.2

1.9

2.0

2.4

2.3

0.2

1.1

1.1

0.9

Private Haushalte und POoE1)

1.0

0.7

1.0

1.5

2.4

2.3

2.3

2.0

0.0

0.8

1.5

1.3

Staat

2.0

1.0

0.9

-0.1

-0.9

0.3

2.6

4.2

1.7

2.6

-0.8

-1.6

Bruttoinvestitionen

8.2

4.2

-2.1

-1.9

11.1

-5.0

1.3

2.3

-2.6

-1.8

2.7

2.1

6.6

4.4

-1.7

2.1

6.6

1.2

4.3

-3.1

0.3

-1.4

4.5

3.2

Ausrüstungen

5.9

13.3

3.1

5.4

11.3

4.9

5.5

-2.9

-1.1

-3.9

4.9

2.9

Bau

7.1

-3.6

-6.4

-1.5

1.0

-3.7

2.7

-3.4

2.2

1.8

3.9

3.5

Vorratsveränderungen

...

...

...

...

...

...

...

...

...

...

...

...

Nettozugang an Wertsachen

...

...

...

...

...

...

...

...

...

...

...

...

1.9

0.5

3.6

11.1

3.9

6.5

12.2

0.2

-0.7

-0.4

8.4

6.4

Gliederung

Bruttoanlageinvestitionen

Exporte Waren

3.0

1.7

3.8

11.7

3.8

6.5

11.6

1.4

1.1

-0.1

7.8

5.8

-1.0

-2.8

3.0

9.3

4.2

6.4

13.6

-2.8

-5.7

-1.4

10.0

8.0

Importe

7.7

4.3

3.2

8.3

7.5

4.3

9.6

3.2

-2.6

1.0

7.4

5.3

Waren

8.0

3.4

3.2

10.7

7.1

4.0

10.2

1.8

-3.0

2.2

6.4

5.5

Dienstleistungen

5.9

10.1

3.4

-4.9

9.8

6.0

5.9

11.2

-0.7

-4.8

12.1

4.4

Bruttoinlandprodukt

1.1

0.4

0.5

1.9

2.8

1.3

3.6

1.0

0.3

-0.2

2.3

1.9

Dienstleistungen

1) Private Organisationen ohne Erwerbszweck. 2) Provisorische Zahlen.

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 66 48 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

67 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 1.3

P.1

Produktionskonto nach institutionellen Sektoren, zu laufenden Preisen

In Mio. Fr.

Produktionswert

Code

Institutionelle Sektoren

S.11

Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften

S.12

Finanzielle Kapitalgesellschaften

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

20041)

444977

450048

457478

460824

469496

482434

496744

508613

528600

546025

546386

572187 101978

63624

62460

63506

68733

77869

85363

87863

99568

95418

100478

102292

S.121/S.122

Finanzielle Kapitalgesellschaften (ohne S.125)

34441

33312

33268

37191

45161

51586

54598

64021

60079

58149

56893

57158

S.125

Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen

29183

29148

30238

31542

32708

33777

33264

35547

35339

42329

45398

44820

50803

52112

52686

53552

53147

53843

54629

57119

60176

61992

64037

64878

450

465

472

606

839

900

917

800

805

878

968

1163

Private Haushalte

93984

98899

100706

100791

100427

100894

92296

95886

92340

86909

86777

88062

S.13

Staat

S.1314

Öffentliche Sozialversicherungen

S.14 S.15

Private Organisationen ohne Erwerbszweck

10145

10398

10503

10442

10549

10733

10846

11239

11986

12799

13186

13700

D.21

Gütersteuern

18748

18946

21764

22071

22742

24985

26976

29656

29474

28372

28771

29942

D.31

Gütersubventionen

Total

-5636

-5994

-6034

-6359

-5443

-6467

-3929

-3711

-4018

-3962

-3791

-3777

676645

686869

700609

710054

728788

751785

765425

798370

813975

832612

837656

866969

P.2 Vorleistungen Code

Institutionelle Sektoren

S.11

Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften

S.12

Finanzielle Kapitalgesellschaften

S.121/S.122

Finanzielle Kapitalgesellschaften (ohne S.125)

S.125

Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen

S.13

Staat

S.1314

Öffentliche Sozialversicherungen

S.14

Private Haushalte

S.15

Private Organisationen ohne Erwerbszweck

P.119

Unterstellte Bankdienstleistung

Total

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

20041)

229542

227965

234065

238031

245484

252640

260359

267291

274330

283304

286326

303756

23150

23974

25074

27345

29718

31907

33745

37802

40678

41050

39763

39984

8730

9043

10132

11252

13691

15013

16668

19322

19676

17960

16683

17532

14420

14931

14942

16093

16028

16894

17077

18480

21002

23090

23079

22452

12913

13242

13647

13979

13937

14384

14795

15391

15913

16213

16859

17220

283

302

310

413

609

669

678

582

566

620

682

864

29223

31451

32394

32580

32176

32932

28435

29175

27350

26974

25947

26630

3895

3960

3987

3952

4006

4062

4102

4246

4560

4927

5084

5239

19597

18548

19192

20173

22872

25669

26096

28936

28659

29618

28913

26831

318319

319140

328359 336061

348195

361594

367532

382841

391490

402086

832612

419660

B.1 Bruttowertschöpfungen und Bruttoinlandprodukt Code

Institutionelle Sektoren

S.11

Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften

S.12

Finanzielle Kapitalgesellschaften

S.121/S.122 S.125

Finanzielle Kapitalgesellschaften (ohne S.125) Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen

S.13

Staat

S.1314

Öffentliche Sozialversicherungen

S.14

Private Haushalte

S.15

Private Organisationen ohne Erwerbszweck

Bruttoinlandprodukt

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

20041)

215435

222084

223413

222793

224012

229794

236385

241322

254270

262721

260059

268431

40474

38486

38432

41388

48151

53456

54118

61766

54740

59429

62529

61994

25711

24269

23136

25938

31471

36573

37931

44698

40403

40189

40210

39626

14763

14218

15296

15450

16680

16883

16187

17067

14337

19240

22319

22368

37890

38870

39039

39573

39209

39459

39834

41728

44263

45778

47178

47657

167

163

163

192

230

232

239

219

240

257

286

299

64761

67448

68312

68211

68251

67962

63862

66711

64989

59935

60829

61432

6517

6490

6543

6671

6744

6993

7426

7872

8102

8461

372250 373993

380593

390191

397894

415529

422485

430527

434764

447309

6250

6437

358326

367729

1) Provisorische Zahlen.

B 1.4

Quelle: BFS; Info-Telefon: 032/713 66 48; E-Mail: [email protected]; Internet: www.statistik.admin.ch

Hauptindikatoren der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung 1992

Zu laufenden Preisen

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

20041)

Veränderung in % gegenüber dem Vorjahr

Bruttoinlandprodukt

2.2

2.1

2.6

1.2

0.5

1.8

2.5

2.0

4.4

1.7

1.9

1.0

2.9

Inländlische Endnachfrage

0.8

0.5

2.2

1.5

0.2

1.2

2.6

2.2

4.0

2.0

1.1

0.5

2.6

Bruttoinlandprodukt

0.0

-0.2

1.1

0.4

0.5

1.9

2.8

1.3

3.6

1.0

0.3

-0.2

2.3

Inländische Endnachfrage

-1.8

-1.2

2.5

1.7

0.3

1.4

2.9

1.8

2.8

1.0

0.2

0.5

1.9

...

Zu Preisen des Vorjahres

Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität ausgedrückt in: Vollzeitäquivalente Beschäftigung

Verhältnis in % ...

2.2

2.4

0.5

1.9

3.4

2.5

0.4

1.8

-0.4

...

...

1.0

0.8

0.5

1.7

2.2

2.6

1.0

-0.8

2.9

1.8

...

...

...

-2.4

-2.7

-1.9

-1.2

-1.4

-2.4

-1.5

0.0

2.4

0.9

0.1

-1.3

-1.1

Haushaltsersparnis in % des verfügbaren Bruttohaushaltseinkommens2)

15.9

16.3

16.3

16.6

16.2

15.4

15.5

15.1

16.8

16.9

14.5

14.3

13.8

Volksersparnis in % des Bruttovolkseinkommens3)

28.3

29.0

28.9

28.9

28.3

29.6

30.4

30.9

32.3

30.1

28.0

30.7

31.2

4.4

5.9

5.6

5.1

5.1

5.6

4.9

5.6

5.7

4.4

6.4

6.7

7.3

Geleistete Arbeitsstunden Staatsdefizit im Verhältnis zum BIP Sparquote

Aussenbeitrag in % des BIP

In Franken pro Person, zu laufenden Preisen Ausgaben für den letzten Konsum der privaten Haushalte und POoE4) pro Einwohner

30154

30689

30941

31440

31845

32519

33061

33767

34574

35155

35318

35472

36077

Letzter Verbrauch der privaten Haushalte und POoE4) pro Einwohner

33347

33914

34171

34739

35209

35970

36571

37262

38050

38771

39109

39489

40067

Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte und POoE4) pro Einwohner

32078

32778

33265

34106

34230

34377

35043

35856

37476

39014

38336

38451

38885

Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte und POoE4) pro Einwohner (Verbrauchskonzept)

35271

36003

36495

37406

37594

37828

38552

39352

40953

42630

42126

42469

42874

1) Provisorische Zahlen. 2) Die Haushaltsersparnis in % des verfügbaren Bruttohaushaltseinkommens zeigt den Anteil des verfügbaren Einkommens, der nicht zu Konsumzwecken gebraucht wird. 3) Die Volksersparnis in % des Bruttovolkseinkommens zeigt den gesparten Anteil des Volkseinkommens. 4) POoE: Private Organisationen ohne Erwerbszweck.

68 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: BFS, Info-Telefon: 032/713 66 48 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 1.5

Entwicklung des Bruttoinlandproduktes gemäss Verwendungsansatza)

Quartalswerte (real) gemäss ESVG951), zu Preisen des Vorjahres, verkettete Werte

Veränderung in % gegenüber dem Vorquartal (saisonbereinigte Werte) 3/2004

4/2004

1/2005

2/2005

3/2005

4/2005

1/2006

-0.1

0.1

0.4

0.1

0.5

0.5

0.1

0.2

0.1

0.1

0.6

0.1

0.7

0.6

0.3

0.4

-0.7

-0.2

-0.4

-0.2

-0.7

-0.1

-0.9

-1.1

1.3

-2.1

1.7

3.6

-1.3

0.2

0.9

3.7

Ausrüstungen

2.2

-1.9

1.1

1.3

0.0

1.2

2.2

5.2

Bau

0.2

-2.2

2.4

6.3

-2.8

-1.0

-0.7

1.9

Inländische Endnachfrage3)

0.2

-0.4

0.7

0.9

0.1

0.4

0.3

1.0

Inlandnachfrage

0.3

-0.3

0.4

-0.2

0.4

1.5

0.6

0.7

Exporte

1.3

-0.4

0.1

6.0

1.8

2.6

2.5

0.0

Waren

2.8

-1.2

-0.5

7.4

-0.2

2.7

4.8

-0.4 1.2

Konsumausgaben Private Haushalte und POoE2) Staat Bruttoanlageinvestitionen

Waren ohne Wertsachen4)

2/2006

2.2

0.2

-1.3

8.4

-0.9

2.7

4.0

-2.4

1.9

1.4

2.2

7.3

2.4

-3.4

1.1

Gesamtnachfrage

0.7

-0.3

0.3

1.9

0.9

1.9

1.2

0.5

Importe

2.0

-1.6

0.1

4.5

0.9

4.9

2.2

-0.1

Waren

2.6

-1.8

-0.4

5.1

0.9

4.9

3.0

-0.5 -0.6

Dienstleistungen

Waren ohne Wertsachen4)

2.6

-1.9

-0.1

4.6

1.4

3.6

3.6

Dienstleistungen

-1.1

-0.6

2.8

1.4

0.9

4.5

-1.4

2.0

Bruttoinlandprodukt

0.1

0.2

0.3

0.9

0.9

0.7

0.8

0.7

a) Für Fussnoten vgl. Tab. B1.8.

B 1.6

Quelle: Seco, Info-Telefon: 031/323 16 81 E-Mail: [email protected], Internet: www.seco.admin.ch

Entwicklung des Bruttoinlandproduktes gemäss Verwendungsansatza)

Jahres- und Quartalswerte (nominal) gemäss ESVG951), zu laufenden Preisen Konsumausgaben Private Haushalte und POoE2) Staat Bruttoanlageinvestitionen Ausrüstungen Bau

in Mio. Fr.

Veränderung in % gegenüber Vorjahresperiode (Ursprungswerte)

20045)

20055)

3/2005

4/2005

1/2006

2/2006

20045)

20055)

3/2005

4/2005

1/2006

321076

326723

79456

85325

84137

82276

2.0

1.8

1.8

2.5

2.6

2.9

268920

274764

66558

72286

71219

69402

2.4

2.2

2.2

3.0

3.2

3.7 -1.2

2/2006

52156

51959

12898

13038

12918

12874

0.2

-0.4

-0.4

-0.3

-0.5

94032

97716

24788

24980

22958

26966

4.6

3.9

2.5

4.8

3.9

4.3

50745

51911

12619

13637

12982

14323

3.9

2.3

-0.4

3.5

3.9

8.8

43287

45805

12169

11343

9976

12643

5.4

5.8

5.8

6.5

3.8

-0.3

Inländische Endnachfrage3)

415108

424439

104244

110305

107095

109242

2.6

2.2

1.9

3.0

2.9

3.3

Inlandnachfrage

414663

424769

106240

113641

102642

110750

2.2

2.4

1.6

3.1

3.5

4.7

Exporte

205524

218096

54557

57316

58861

59686

9.0

6.1

7.5

9.7

14.8

3.3

Waren

148704

158695

38936

42056

43358

44198

8.5

6.7

7.4

9.8

17.3

4.7

143051

153385

37742

40507

41831

42673

8.1

7.2

7.7

10.2

16.6

3.3

56819

59401

15621

15259

15503

15488

10.4

4.5

7.8

9.6

8.5

4.7

Gesamtnachfrage

620186

642865

160797

170956

161504

170436

4.4

3.7

3.6

5.2

7.4

6.0

Importe

172877

187271

47081

49665

50770

51555

8.4

8.3

7.2

13.4

15.6

10.6

Waren ohne Wertsachen4) Dienstleistungen

Waren Waren ohne Wertsachen4) Dienstleistungen Bruttoinlandprodukt

141981

155583

38133

41984

43496

42933

7.0

9.6

8.7

14.5

17.7

11.5

135626

147881

36475

39550

41031

40480

7.0

9.0

8.7

13.2

16.9

10.1

30896

31688

8948

7681

7274

8622

15.3

2.6

1.3

7.6

4.3

6.6

447309

455594

113716

121291

110734

118881

2.9

1.9

2.1

2.2

4.0

4.2

a) Für Fussnoten vgl. Tab. B1.8.

B 1.7

Quelle: Seco, Info-Telefon: 031/323 16 81 E-Mail: [email protected], Internet: www.seco.admin.ch

Entwicklung des Bruttoinlandproduktes gemäss Produktionsansatza)

Quartalswerte (real) gemäss ESVG951), zu Preisen des Vorjahres, verkettete Werte

Veränderung in % gegenüber Vorquartal (saisonbereinigte Werte)6) 3/2004

4/2004

1/2005

2/2005

3/2005

4/2005

1/2006

2/2006

A1 Land- und Forstwirtschaft, Jagd, Fischerei, Fischzucht

1.6

-0.3

0.7

-2.9

-2.1

-3.4

-2.1

-3.3

A2 Bergbau, Industrie, Energie- und Wasserversorgung

0.7

0.6

0.6

1.3

0.4

0.5

-0.7

2.0

A3 Baugewerbe

0.3

-0.9

-0.5

6.0

-2.6

-0.3

0.0

2.8

-0.4

-1.1

1.3

0.4

0.9

1.0

0.1

2.0

A5 Kreditgewerbe, Versicherungen, Immobilien, Vermietung, Informatik, F&E

0.7

1.0

1.0

2.4

3.0

2.3

1.9

1.1

A6 Öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung, Unterrichtswesen, Gesundheitsund Sozialwesen, sonstige öffentliche und private Dienstleistungen, Vermietung (private Haushalte)

0.4

-0.3

0.0

-0.1

0.5

0.4

0.1

0.1

FISIM8)

0.7

2.6

7.7

3.1

2.1

0.0

3.7

3.1

Gütersteuern

0.4

1.7

0.5

-0.3

1.0

-0.2

1.4

0.6

-1.0

1.0

-5.4

-4.6

5.5

2.9

-4.3

-1.9

0.1

0.2

0.3

0.9

0.9

0.7

0.8

0.7

A4 Handel und Reparatur, Gastgewerbe, Verkehr und Nachrichtenübermittlung

Gütersubventionen Bruttoinlandprodukt a) Für Fussnoten vgl. Tab. B1.8.

Quelle: Seco, Info-Telefon: 031/323 16 81 E-Mail: [email protected], Internet: www.seco.admin.ch

69 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 1.8

Entwicklung des Bruttoinlandproduktes gemäss Produktionsansatza)

Jahres- und Quartalswerte (nominal) gemäss ESVG951), zu laufenden Preisen

in Mio. Fr.

Veränderung in % gegenüber Vorjahresperiode (Ursprungswerte)

20047)

20057)

3/2005

4/2005

1/2006

2/2006

20047)

20057)

3/2005

4/2005

1/2006

2/2006

5866

5540

1390

1146

1335

1355

8.1

-5.5

-7.1

-9.9

-10.9

-10.0

A2 Bergbau, Industrie, Energie- und Wasserversorgung

93541

96274

23905

24837

24072

25204

1.8

2.9

3.2

3.5

3.0

4.3

A3 Baugewerbe

24332

25335

6614

6276

5965

6949

1.7

4.1

4.0

4.2

5.1

2.6

A4 Handel und Reparatur, Gastgewerbe Verkehr und Nachrichtenübermittlung

A1 Land- und Forstwirtschaft, Jagd, Fischerei, Fischzucht

97608

99399

24086

26124

24714

26009

2.7

1.8

1.8

3.3

2.6

3.6

A5 Kreditgewerbe, Versicherungen, Immobilien, Vermietung, Informatik, F&E

108030

112363

28051

29424

29951

30699

1.9

4.0

4.7

5.9

11.1

10.0

A6 Öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung, Unterrichtswesen, Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige öffentliche und private Dienstleistungen, Vermietung (private Haushalte)

118601

120403

30257

30359

30509

30625

1.9

1.5

1.3

1.7

2.1

2.4

FISIM8)

26831

30494

7729

7770

8178

8443

-7.2

13.7

16.6

13.5

10.6

11.0

Gütersteuern

29942

30421

8038

11876

3259

7401

4.1

1.6

6.5

-3.7

-0.4

2.3

3777

3649

896

981

894

918

-0.4

-3.4

-2.4

-1.5

0.9

3.6

447309

455594

113716

121291

110734

118881

2.9

1.9

2.1

2.2

4.0

4.2

Gütersubventionen Bruttoinlandprodukt

1) Saisonbereinigungsverfahren gemäss www.seco.admin.ch/themen/zahlen/bip/index.html, Rubrik Daten, technische Notizen, Methoden. 2) Der Konsum der privaten Haushalte wird gemäss Inländerkonzept ausgewiesen. Ebenfalls enthalten ist der Endverbrauch der privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (POoE). 3) Die inländische Endnachfrage enthält keine Vorratsveränderungen. 4) Wertsachen = Aussenhandel mit Edelmetallen, Edel- und Schmucksteinen sowie Kunstgegenständen und Antiquitäten. 5) Jahresergebnisse 2004 und 2005 gemäss BFS. 6) Als Saisonbereinigungsverfahren werden Census-X12-Arima des U.S. Bureau of the Census und Tramo/Seats verwendet. 7) Ergebnisse des BFS. 8) Financial intermediation services indirectly measured (FISIM) oder auf deutsch: unterstellte Bankgebühr, indirekte Messung.

B2

Produktion

B 2.1

Produktionsindex Index (1995 = 100) 2005 3/2005 4/2005 1/2006

Sekundärer Sektor ohne Baugewerbe: Total C Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden1) CA Gewinnung von energetischen Produkten CB Gewinnung von Steinen und Erden. Bergbau D Verarbeitendes Gewerbe, Industrie DA

Nahrungsmittel und Getränke, Tabakverarbeitung

DB Textilien und Bekleidung DC

Lederwaren und Schuhe

2/2006

Quelle: Seco Info-Telefon: 031/323 16 81 E-Mail: [email protected] Internet: www.seco.admin.ch

Veränderung in % gegenüber Vorjahresperiode 2002 2003 2004 2005 2/2005 3/2005 4/2005 1/2006

2/2006

125.2

120.9

129.5

126.1

130.4

-5.1

0.0

4.0

2.7

3.7

3.1

4.1

8.4

4.3

105.0

108.1

101.8

64.2

113.5

-1.5

-0.7

4.2

-5.6

-3.0

-2.4

-0.9

23.3

8.7

...

...

...

...

...

...

...

...

...

...

...

...

...

...

105.0

108.1

101.8

63.5

113.5

-1.5

-0.7

4.2

-5.6

-3.0

-2.4

-0.9

23.3

8.7

127.5

123.7

131.3

126.9

133.3

-5.2

-0.1

4.4

3.1

4.5

3.9

4.7

9.3

4.3

94.5

89.7

99.2

91.6

98.5

0.7

-0.9

1.3

1.4

3.1

3.4

2.1

4.7

6.1

72.7

74.0

71.4

76.9

72.3

-7.7

-4.7

7.4

1.7

7.0

0.2

0.1

7.2

1.5 -3.5

59.1

56.8

61.4

56.9

51.7

-15.0

-3.9

6.2

-1.2

-12.0

-6.3

11.4

-4.4

DD Be- und Verarbeitung von Holz (ohne Möbel)

124.2

117.3

131.1

103.8

122.3

0.3

0.1

6.6

-0.4

2.3

0.1

0.7

8.5

4.6

DE

Papier-. Karton-. Verlags- und Druckgewerbe

100.8

94.8

106.7

97.2

99.8

-9.6

-3.7

-1.2

-1.2

0.9

-0.3

-2.5

-0.1

-4.1

DF

Kokerei, Mineralölverarb., nukl. Brennstoffe

116.0

120.5

111.5

121.5

113.2

-0.2

-5.8

11.8

-6.0

-27.7

13.2

0.0

15.2

37.4

DG

Chemische Industrie

224.6

226.2

223.0

246.5

241.9

5.6

8.6

4.6

8.5

7.8

10.8

11.3

11.0

7.6

121.3

122.7

119.9

126.8

131.9

-3.1

2.5

5.9

-0.1

2.7

-0.2

1.5

10.7

-0.1 -1.0

DH Gummi- und Kunststoffwaren DI

Sonstige Produkte aus nichtmetallischen Mineralien

211.1

214.8

207.4

158.6

225.9

-7.7

4.9

22.1

9.1

18.7

7.1

4.9

12.4

DJ

Metallbearbeitung und -verarbeitung

118.5

113.2

123.8

113.4

120.1

-9.6

-1.1

1.0

-0.3

2.5

-1.8

2.9

5.1

0.4

DK

Maschinenbau

110.3

105.0

115.7

109.7

114.4

-10.5

-6.0

7.2

-1.5

-1.3

-1.0

-1.9

9.9

5.2

DL

Elektr. Geräte und Einrichtungen, Feinmechanik. Optik

117.3

110.6

124.0

120.0

125.3

-8.9

-2.1

2.4

6.5

7.7

5.5

12.1

14.2

7.5

84.8

77.2

92.5

79.7

89.6

-6.5

-4.8

5.0

-9.9

1.1

-14.6

-8.4

21.3

4.3 -2.7

DM Fahrzeugbau DN Sonstiges verarbeitendes Gewerbe E Energie- und Wasserversorgung Sekundärer Sektor ohne Baugewerbe: Total

101.0

94.7

107.2

96.3

102.3

-6.9

-5.8

1.4

2.8

4.7

5.2

3.2

8.9

102.9

93.2

112.6

122.0

101.4

-4.0

2.0

-0.4

-2.4

-5.8

-6.2

-2.1

-1.1

4.1

125.2

120.9

129.5

126.1

130.4

-5.1

0.0

4.0

2.7

3.7

3.1

4.1

8.4

4.3 2.8

Vorleistungsgüter

120.8

117.1

124.5

122.2

125.4

-4.7

1.4

4.3

1.5

3.3

1.7

1.4

8.0

Investitionsgüter

119.3

112.7

125.9

113.7

120.3

-8.8

-2.7

5.5

0.1

1.0

-0.2

4.1

11.1

4.2

Gebrauchsgüter

114.8

107.9

121.8

117.3

125.2

-8.7

-8.3

6.0

9.0

8.3

7.3

11.6

2.4

5.6

Verbrauchsgüter

148.2

146.3

150.0

155.0

157.4

-0.9

5.0

1.8

5.6

5.8

8.0

7.9

8.8

7.2

1) Klassifikation nach der Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (Noga).

70 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 64 34 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B3

Aussenwirtschaft

B 3.1

Aussenhandel Übersicht1)

Total 12) Export in Mio. Fr. Vorjahresveränderung in % nominal real4) Mittelwertindex3),4) Import in Mio. Fr. Vorjahresveränderung in % nominal real4) Mittelwertindex3),4) Handelsbilanzsaldo

2002

2003

2004

2005

4/2005

1/2006

2/2006

3/2006

Juli 2006

Aug. 2006

Sept. Jan.-Sept. 2006 2006

135740.8

135472.2

146312.3

156977.3

41403.6

42653.0

43433.3

42868.3

14581.6

13186.2

15021.8

129422.3 12.0

3.1

-0.2

8.0

7.3

10.1

16.1

8.0

11.0

13.7

14.1

5.5

5.5

0.2

5.3

5.5

6.5

10.5

7.5

6.1

14.8

4.8

4.2

7.8

-2.3

-0.4

2.6

1.7

3.4

5.1

0.5

4.6

-1.0

9.0

1.2

3.9

128207.1

128595.5

136986.5

149094.3

39534.2

40228.3

40759.1

39140.4

13160.8

12609.1

13193.3

120941.2

-1.4

0.3

6.5

8.8

12.0

13.4

9.8

5.9

7.8

8.0

1.0

10.4

2.0

0.1

3.6

3.5

6.7

5.0

3.9

1.3

3.6

4.1

-3.2

4.9

-3.3

0.2

2.8

5.2

4.9

8.1

5.6

4.6

4.0

3.8

4.3

5.2

7533.7

6876.7

9325.8

7883.0

1869.4

2424.8

2674.2

3728.0

1420.8

577.1

1828.5

8481.1

142922.6

141157.5

152756.5

162991.1

43139.7

44378.2

45163.9

44824.0

15197.6

13651.9

15885.8

134831.1

Total 2 (gesamter Warenverkehr) Export in Mio. Fr. Vorjahresveränderung in % nominal Import in Mio. Fr. Vorjahresveränderung in % nominal

3.2

-1.2

8.2

6.7

9.6

16.8

7.9

12.1

14.3

14.1

7.9

12.5

135893.9

134986.7

143996.2

157544.5

42160.3

42930.9

43441.2

41343.1

13887.5

13304.6

13964.3

128587.8

-4.2

-0.7

6.7

9.4

13.3

14.4

11.2

6.6

9.1

8.8

1.1

11.4

7028.7

6170.8

8760.4

5446.7

979.4

1447.2

1722.7

3480.9

1310.1

347.3

1921.5

6243.2

Exporte in % des Einfuhrwertes (Total 2)

105.2

104.6

106.1

103.5

102.3

103.4

104.0

108.4

109.4

102.6

113.8

104.9

Terms of trade in % (Total 1)

101.0

99.4

99.8

96.7

98.6

97.2

95.2

100.0

95.2

105.0

97.0

98.8

Handelsbilanzsaldo

1) Zahlen des laufenden Jahres sind provisorisch und werden nicht laufend revidiert. 2) Ohne Edel- und Schmucksteine sowie Kunstgegenstände und Antiquitäten. 3) Schätzungen der Preisveränderungen im Aussenhandel. 4) Optimierter (revidierter) Index nach neuer Berechnungsmethode.

B 3.2

Quelle: EZV/OZD Info-Telefon deutsch: 031/322 66 06 Info-Telefon französisch: 031/322 66 54 Internet: www.zoll.admin.ch

Aussenhandel nach Verwendungszweck (Total 1)1)

Warengruppen

In Mio. Fr. 2002

2005

%-Anteil am Total 2005

In Mio. Fr. 4/2005

1/2006

2/2006

3/2006

Juli 2006

Aug. 2006

Sept. Jan.-Sept. 2006 2006

Export total

135740.8 135472.2 146312.3 156977.3

15021.8 129422.3

2003

2004

100.0

41403.6

40228.3

43433.3

42868.3

14581.6

13186.2

32904.2

33144.4

35482.5

36411.0

23.2

9261.4

10054.6

10137.7

9800.8

3251.4

2964.2

3540.5

Energieträger und Hilfsstoffe

2852.3

2808.9

2810.7

3456.2

2.2

978.3

3537.2

848.3

839.0

311.1

271.4

256.5

3080.2

Investitionsgüter

43747.8

43834.5

46540.5

48251.1

30.7

12966.9

10286.6

12863.6

12968.1

4398.4

3962.4

4578.8

38430.3

38699.7

38640.1

41395.9

43739.2

27.9

11811.5

8027.9

11802.0

11730.8

4024.6

3591.8

4099.0

34931.4

3768.1

3907.1

3780.1

3126.8

2.0

804.6

1477.1

709.9

854.4

246.3

258.2

336.7

2394.6

56236.5

55684.3

61478.7

68859.0

43.9

18197.0

16349.9

19583.7

19260.4

6620.7

5988.1

6646.1

58127.1

Rohstoffe, Halbfabrikate

Maschinen und Apparate Nutzfahrzeuge Konsumgüter Nahrungs- und Genussmittel Übrige nicht dauerhafte Waren Dauerhafte Waren Import total Rohstoffe, Halbfabrikate Energieträger und Hilfsstoffe Investitionsgüter Maschinen und Apparate Nutzfahrzeuge Konsumgüter Nahrungs- und Genussmittel

29784.6

3165.9

3244.7

3562.8

3874.7

2.5

1078.8

1687.3

1131.4

1222.5

375.3

398.4

447.0

3434.3

36152.6

36649.7

40604.9

45779.6

29.2

11296.7

8727.0

13034.1

13105.9

4563.2

4132.1

4408.7

39754.5

16918.0

15789.9

17311.0

19204.7

12.2

5821.5

5935.6

5418.1

4932.0

1682.2

1457.6

1790.3

14938.2

128207.1 128595.5 136986.5 149094.3

100.0

39534.2

42653.0

40759.1

39140.4

13160.8

12609.1

13193.3 120941.2

32561.3

32884.5

36004.1

38875.8

26.1

9737.6

9837.5

11045.7

10499.0

3435.2

3357.5

3657.7

31701.4

6857.0

6905.7

7767.7

11194.4

7.5

3240.9

940.2

3312.2

3118.7

1028.4

1079.9

1010.0

10474.2

34082.9

34219.5

36096.7

38954.3

26.1

10747.2

12595.0

10502.9

10219.0

3606.8

3154.6

3418.1

31115.4

27036.0

26401.3

28100.2

30711.4

20.6

8427.9

11392.3

7992.5

8021.0

2736.9

2545.0

2693.5

24132.7

4573.9

5203.2

5079.1

5039.5

3.4

1494.5

832.9

1588.5

1241.4

546.6

314.7

388.0

4315.3

54705.9

54585.8

57117.9

60069.7

40.3

15808.5

19280.4

15898.2

15303.6

5090.4

5017.0

5107.5

47650.1

5943.2

6238.0

6265.3

6507.3

4.4

1784.3

1075.6

1764.5

1632.7

527.6

527.8

567.5

5100.3

Übrige nicht dauerhafte Waren

27560.4

27819.3

29402.6

31298.2

21.0

8029.6

13616.3

8294.5

8382.7

2793.7

2952.3

2583.1

25444.7

Dauerhafte Waren

21202.3

20528.5

21450.0

22264.2

14.9

5994.6

4588.5

5839.2

5288.2

1769.1

1536.9

1956.8

17105.1

1) Zahlen des laufenden Jahres sind provisorisch und werden nicht laufend revidiert.

71 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: EZV/OZD Info-Telefon deutsch: 031/322 66 06 Info-Telefon französisch: 031/322 66 54 Internet: www.zoll.admin.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 3.3

Aussenhandel nach Warenarten (Total 1)1)

Warengruppen Export total Land- und Forstwirtschaft, Fischerei Energieträger und Hilfsstoffe Textilien, Bekleidung, Schuhe Papier und Papierwaren Leder, Kautschuk, Kunststoffe Chemikalien Steine und Erden Metalle Maschinen Fahrzeuge Präzisionsinstrumente, Uhren u. Bijouterie Verschiedene übrige Waren Import total Land- und Forstwirtschaft, Fischerei Energieträger und Hilfsstoffe Textilien, Bekleidung, Schuhe Papier und Papierwaren Leder, Kautschuk, Kunststoffe Chemikalien Steine und Erden Metalle Maschinen Fahrzeuge Präzisionsinstrumente, Uhren u. Bijouterie Verschiedene übrige Waren

%-Anteil In Mio. Fr. am Total 2002 2003 2004 2005 2005 135740.8 135472.2 146312.3 156977.3 100.0 4294.2 4427.0 4863.4 5192.2 3.3 2852.3 2808.9 2810.7 3456.2 2.2 4100.6 4169.2 4239.9 4200.3 2.7 3305.6 3308.1 3370.9 3415.2 2.2 3656.3 3794.4 4030.6 4165.7 2.7 44943.6 45193.6 49601.9 54838.0 34.9 784.3 806.7 859.2 881.0 0.6 9803.6 9976.0 11112.5 11663.7 7.4 32060.9 31183.3 33839.3 35172.0 22.4 4817.2 4968.9 4990.0 4425.0 2.8 23358.4 23086.0 24666.9 27638.4 17.6 1763.7 1750.0 1927.1 1929.6 1.2 128207.1 128595.5 136986.5 149094.3 100.0 9927.5 10368.7 10505.2 10997.4 7.4 6857.0 6905.7 7767.7 11194.4 7.5 8714.7 8611.5 8699.3 8846.2 5.9 4751.6 4748.2 4901.0 5049.5 3.4 4282.4 4453.1 4835.9 5198.8 3.5 27439.4 27489.4 29606.7 32796.5 22.0 2238.1 2307.4 2509.8 2620.0 1.8 9418.0 9789.9 11571.9 12367.2 8.3 26336.7 26009.6 27659.7 29972.3 20.1 13713.8 14204.1 14349.8 14333.2 9.6 9995.6 9210.7 9904.3 10785.9 7.2 4532.3 4497.0 4675.2 4932.9 3.3

1) Zahlen des laufenden Jahres sind provisorisch und werden nicht laufend revidiert. B 3.4

In Mio. Fr. 4/2005 1/2006 2/2006 3/2006 41403.6 42653.0 43433.3 42868.3 1410.6 1423.9 1503.5 1581.7 978.3 940.2 848.3 839.0 1010.5 1142.3 1050.3 1118.5 866.0 884.2 878.4 853.8 1048.5 1127.1 1173.1 1165.3 13629.2 16005.5 15566.5 15387.0 244.9 219.6 220.0 220.9 2947.0 3253.6 3297.1 3281.1 9556.9 8909.0 9482.6 9588.7 1138.9 1160.4 1065.1 1187.2 8034.3 7110.7 7929.1 7199.0 538.5 476.4 419.2 446.3 39534.2 40228.3 40759.1 39140.4 2919.6 2904.7 3021.8 2773.7 3240.9 3537.2 3312.2 3118.7 2015.4 2568.1 1966.3 2664.9 1308.9 1350.5 1274.7 1301.3 1284.7 1367.8 1404.2 1455.7 8556.9 8480.9 9334.4 8093.2 696.7 609.5 729.0 743.4 3139.7 3545.0 3783.1 3910.0 8240.4 7766.0 7619.0 7687.8 3860.7 3762.7 4171.0 3348.5 2898.7 3083.6 2941.7 2799.5 1371.5 1252.2 1201.8 1243.7

Juli 2006 14581.6 499.7 311.1 411.3 269.5 393.5 5259.1 74.3 1118.8 3276.3 366.3 2461.7 140.0 13160.8 891.5 1028.4 832.1 397.1 479.0 2735.9 257.3 1304.9 2587.7 1307.5 948.9 390.4

Aug. Sept. Jan.-Sept. 2006 2006 2006 13186.2 15021.8 129422.3 507.2 572.4 4513.7 271.4 256.5 3080.2 318.6 385.8 3311.2 271.1 304.5 2616.0 367.8 402.0 3466.6 4880.6 5221.6 46963.7 66.9 78.4 660.3 961.2 1196.8 9838.2 2909.0 3387.3 27983.8 350.9 456.7 3409.0 2143.9 2592.0 22238.0 137.5 168.0 1341.4 12609.1 13193.3 120941.2 886.7 976.5 8725.0 1079.9 1010.0 10474.2 892.1 918.8 7217.6 432.9 465.9 3935.9 463.2 504.6 4244.5 2875.7 2444.8 25963.9 222.7 261.4 2087.8 1196.0 1393.1 11265.0 2438.5 2618.5 23162.8 883.7 1156.2 11299.7 861.3 971.1 8857.2 376.2 472.4 3707.6

Quelle: EZV/OZD Info-Telefon deutsch: 031/322 66 06, französisch: 031/322 66 54. Internet: www.zoll.admin.ch

Aussenhandel nach Ländern und Ländergruppen (Total 1)1)

Export total Nach Ländern: Deutschland Frankreich Italien Vereinigtes Königreich Niederlande USA Japan Hongkong Singapur Nach Ländergruppen: Industrieländer EU Efta Transformationsländer Entwicklungsländer Opec Nicht ölexportierende Schwellenländer Import total Nach Ländern: Deutschland Frankreich Italien Vereinigtes Königreich Niederlande USA Japan Hongkong Singapur Nach Ländergruppen: Industrieländer EU Efta Transformationsländer Entwicklungsländer Opec Nicht ölexportierende Schwellenländer

%-Anteil In Mio.Fr. am Total 2002 2003 2004 2005 2005 135740.8 135472.2 146312.3 156977.3 100.0 28233.1 12628.9 12372.7 6646.0 4146.7 14822.2 4909.7 3190.5 1503.8

28707.1 30270.6 12047.0 12927.9 1566.1 13432.0 6343.4 6946.9 4456.0 4435.9 14045.4 14451.9 5141.6 5333.5 2840.6 3165.1 1345.7 1471.3

31180.8 13497.8 14514.3 8005.5 5524.5 16333.2 5703.7 3172.4 1604.1

19.9 8.6 9.3 5.1 3.5 10.4 3.6 2.0 1.0

109006.6 108979.9 116338.0 125303.1 85997.9 86637.6 92589.5 98735.8 567.0 541.2 562.9 653.7 4207.4 4876.6 5912.8 6726.3 9538.6 8950.4 9783.1 10605.4 4115.9 3938.8 4218.0 4639.9 5072.5 4733.4 5236.5 5659.8 12988.2 12665.3 14278.4 14342.5 128207.1 128595.5 136986.5 149094.3

79.8 62.9 0.4 4.3 6.8 3.0 3.6 9.1 100.0

40759.9 42053.8 45653.5 14242.8 14986.9 14542.0 13468.5 13989.4 15755.9 5988.4 5235.2 5040.2 6701.0 6478.8 6951.1 7270.0 6025.1 6268.1 2698.1 2757.9 2899.6 755.2 664.1 697.6 249.5 271.7 280.3

In Mio.Fr. Juli 4/2005 1/2006 2/2006 3/2006 2006 41403.6 42653.0 43433.3 42868.3 14581.6 7852.7 3528.0 3724.4 2134.5 1443.6 4509.1 1558.0 906.3 488.2

8409.0 3745.3 4011.0 2187.3 1534.1 4270.1 1450.3 784.0 435.8

32576.9 34062.7 25388.0 27060.7 184.1 189.6 1937.5 1847.2 2987.1 2940.0 1354.2 1373.6 1517.8 1470.3 3902.1 3803.0 39534.2 40228.3

8730.9 3669.6 3781.1 1968.9 1505.3 4531.1 1581.2 921.2 429.5

8811.2 3625.1 3563.4 2118.3 1416.9 4410.6 1605.3 854.7 456.0

34251.0 33642.5 11581.8 26854.7 26366.5 9037.1 189.7 184.8 53.3 2136.6 2053.0 666.6 2949.0 3043.7 990.2 1306.4 1370.0 426.9 1563.6 1588.4 539.9 4096.8 4129.1 1343.1 40759.1 39140.4 13160.8

48884.1 14928.1 16413.9 6337.7 7524.4 6986.1 2762.8 775.4 299.6

32.8 10.0 11.0 4.3 5.0 4.7 1.9 0.5 0.2

12917.0 4055.0 4380.2 1813.2 1869.3 1831.1 617.8 217.0 80.1

13243.3 3919.9 4438.5 1592.8 1984.9 2167.1 711.5 234.2 89.0

13293.5 13502.5 4112.7 3677.0 4613.7 4473.1 1380.7 1510.2 2091.2 1998.5 2042.1 1978.8 685.5 596.5 177.9 197.2 85.6 81.6

115699.2 116801.1 123779.7 133891.7 104721.5 106957.4 113368.7 122760.8 311.7 297.7 335.2 332.0 2802.3 3076.7 3608.6 4463.4 5005.4 4532.3 5090.7 5803.1 2221.6 2058.8 2408.0 3168.8 2697.5 2369.1 2572.9 2551.0 4700.2 4185.4 4507.5 4936.1

89.8 82.3 0.2 3.0 3.9 2.1 1.7 3.3

35360.5 32599.2 87.8 1194.2 1656.4 1076.7 551.8 1323.0

35762.4 32515.5 106.7 1245.6 1877.8 1238.7 602.4 1342.5

36593.6 33394.9 116.7 1346.5 1539.8 931.5 570.5 1279.2

1) Zahlen des laufenden Jahres sind provisorisch und werden nicht laufend revidiert.

2940.7 1264.6 1372.6 681.4 493.9 1540.3 529.8 270.1 171.4

34879.8 31882.2 100.9 1381.0 1558.9 985.7 541.0 1320.7

4459.6 1252.3 1622.5 538.3 646.9 655.7 171.0 60.0 28.4 11787.5 10783.9 33.6 411.7 517.2 330.8 171.8 444.5

Aug. Sept. Jan.-Aug. 2006 2006 2006 13186.2 15021.8 129422.3 2846.9 1068.8 912.3 678.1 456.4 1381.3 472.4 244.5 128.7

3007.7 1289.5 1279.8 747.4 462.8 1480.2 601.4 339.2 153.8

26163.8 11149.1 11496.5 6274.7 4455.8 13215.0 4637.3 2560.7 1320.8

10267.8 11732.3 102411.8 8003.4 9276.3 80733.7 60.9 70.4 563.9 664.9 718.8 6036.0 950.0 1094.4 8942.7 407.6 529.0 4060.8 513.8 532.2 4621.5 1303.4 1476.3 12031.8 12609.1 13193.3 120941.2 4511.1 1075.5 1257.0 449.3 618.7 680.5 216.6 59.3 24.7

4478.5 1344.7 1579.8 509.8 722.3 627.6 202.7 77.1 28.1

40325.4 12008.9 13624.7 4505.7 6094.4 6197.2 2001.5 610.5 258.4

11139.4 11808.1 107988.5 10112.0 10865.3 98523.8 27.2 38.9 325.1 482.3 471.5 4015.8 566.4 466.8 4969.7 371.4 281.8 3148.0 186.3 175.9 1724.8 421.0 446.9 3967.2

Quelle: EZV/OZD Info-Telefon deutsch: 031/322 66 06, französisch: 031/322 66 54. Internet: www.zoll.admin.ch

72 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 3.5

Zahlungsbilanz der Schweiz1)

In Mrd. Fr. 2003

20042)

20053)

2/20053)

3/20053)

4/20053)

1/20064)

2/20064)

58.1

60.5

67.7

18.6

14.3

19.1

18.8

18.5

Waren Saldo

4.3

6.7

3.0

2.2

0.6

0.3

0.3

0.7

Spezialhandel, Saldo

6.9

9.3

7.9

3.1

1.7

1.9

2.1

2.6

Exporte

135.5

146.3

157.0

40.2

38.6

41.4

42.8

43.5

Importe

Ertragsbilanz Saldo

-128.6

-137.0

-149.1

-37.1

-36.9

-39.5

-40.7

-40.9

Sonstiger Warenverkehr, Saldo

-2.6

-2.6

-4.9

-0.9

-1.1

-1.6

-1.8

-1.8

Dienste Saldo

24.7

26.3

29.6

6.6

7.2

8.1

9.0

7.6

2.3

2.2

2.2

0.2

0.0

0.4

1.5

0.3

Fremdenverkehr, Saldo Einnahmen

12.4

13.1

13.7

3.3

4.0

3.0

3.7

3.7

Ausgaben

-10.1

-10.9

-11.6

-3.1

-4.0

-2.6

-2.1

-3.4

Bankkommissionen, Saldo

10.4

10.6

11.7

2.7

3.0

3.3

3.3

3.1

Sonstige Dienste, Saldo

12.0

13.5

15.7

3.7

4.2

4.4

4.1

4.2 11.2

Arbeits- und Kapitaleinkommen Saldo

36.3

34.9

46.4

11.5

9.4

15.4

11.4

Arbeitseinkommen, Saldo

-9.7

-10.1

-10.3

-2.6

-2.6

-2.6

-2.7

-2.7

Kapitaleinkommen, Saldo

46.1

45.0

56.7

14.1

12.0

18.0

14.0

13.9

Einnahmen

83.5

87.7

125.4

29.1

35.3

34.3

29.1

32.1

Ausgaben

-37.4

-42.6

-68.7

-15.0

-23.3

-16.3

-15.1

-18.1

-7.3

-7.4

-11.3

-1.7

-2.9

-4.7

-1.8

-1.0

-0.9

-1.7

-1.0

-0.2

-0.2

-0.2

-0.2

-0.2

-36.2

-70.1

-86.4

-11.3

-18.4

-33.8

-18.3

-25.9

1.4

-30.8

-47.1

-9.5

-14.4

-13.5

-20.2

-11.5

Schweizerische Direktinvestitionen im Ausland

-20.8

-32.4

-65.5

-14.8

-18.7

-21.7

-23.0

-15.4

Ausländische Direktinvestitionen in der Schweiz

22.2

1.6

18.4

5.3

4.3

8.2

2.8

3.8

Portfolioinvestitionen Saldo

-47.0

-49.7

-59.2

-5.1

-21.9

-12.5

-46.1

-4.4

Schweizerische Portfolioinvestitionen im Ausland

-44.5

-53.3

-66.3

-8.6

-22.9

-15.9

-46.1

-4.3

Ausländische Portfolioinvestitionen in der Schweiz

-2.5

3.6

7.2

3.5

0.9

3.4

0.0

-0.1

Übrige Investitionen Saldo

13.9

12.1

-2.2

-17.6

13.2

-7.4

46.4

-9.9

Kredite der Geschäftsbanken, Saldo

-6.8

16.9

1.9

-8.3

14.8

0.5

45.2

-8.0

6.1

-12.9

-0.5

-5.4

2.2

-1.9

9.4

-4.3

Kredite der öffentlichen Hand, Saldo

-0.1

0.4

0.1

0.0

0.0

0.1

0.0

-0.1

Sonstige Investitionen, Saldo

14.8

7.7

-3.7

-3.8

-3.8

-6.1

-8.2

2.6

Währungsreserven

-4.5

-1.8

22.0

20.9

4.7

-0.3

1.5

-0.2

-21.0

11.3

19.7

-7.1

4.3

14.9

-0.3

7.6

Laufende Übertragungen Saldo Vermögensübertragungen Saldo Kapitalverkehr Saldo Direktinvestitionen Saldo

Kredite der Unternehmen 5), Saldo

Restposten

1) Ein Minus bedeutet in der Ertragsbilanz einen Überschuss der Importe über die Exporte, bei den übrigen Positionen einen Kapitalexport. Abweichungen zwischen Aggregaten bzw. Salden und Summen der Komponenten sind durch das Runden der Zahlen bedingt. 2) Revidiert. 3) Provisorisch. 4) Schätzung. 5) Konzernkredite sind unter Direktinvestitionen ausgewiesen.

B 3.6

Quelle: SNB Internet: www.snb.ch

Schweizerische Direktinvestitionen im Ausland1) In Mio. Fr.

Personalbestand im Ausland am Jahresende

Kapitalexporte2)

Kapitalbestand am Jahresende (Buchwert) 2001

2002

2003

20043)

2001

2002

2003

20043)

2001

2002

2003

20043)

Total

418090

400706

418563

448614

30916

12785

20795

33373

1725220

1832673

1808938

1869298

EU4)

851440

173574

173621

176861

197818

11698

7841

6524

15825

768126

801513

758999

Deutschland

27630

27669

26366

24019

5696

247

304

41

215655

225575

218267

214590

Frankreich

17495

20155

20273

22590

-1582

985

-1873

3220

137373

149648

158648

159999 103679

Vereinigtes Königreich Übriges Europa Nordamerika Kanada

32852

34921

37756

46753

769

363

741

5413

119606

126093

105788

34293

33093

37416

31876

1763

2433

2912

-248

111525

151563

151655

89429

104678

82108

83334

85662

9679

3642

6769

8879

339827

335872

327624

327727

4077

2848

2952

1074

108

307

353

3141

28859

29656

30818

29685

Vereinigte Staaten

100601

79260

80382

84588

9571

3336

6416

5738

310968

306217

296806

298042

Mittel- und Südamerika

64039

65778

74083

85561

6254

-1162

3753

2986

161776

160243

180203

196938

45584

48539

54999

67327

5595

-440

3943

1839

7566

6666

6212

7268

33321

37080

32374

34745

1416

86

128

5158

250249

281397

283620

295746 68587

Offshore Finanzzentren5) Asien China (Volksrepublik)

2061

1911

2404

2682

181

-64

-188

202

40496

54514

60164

Hongkong

3628

3691

3942

2980

5

-363

101

-149

14901

16553

16770

16790

567

620

628

729

139

76

140

165

20274

20979

21481

22469 36295

Indien Japan

4271

7261

7239

7722

741

-481

-165

1039

29344

35734

35134

13055

14410

9045

11013

-519

1050

-202

3683

18898

21018

16679

16018

Afrika

4403

3496

3305

2586

143

-489

-248

-372

63736

71198

74204

69377

Ozeanien

3782

5531

11191

10367

-37

433

957

1144

29981

30887

32633

38641

Singapur

1) Erweiterung des Erhebungskreises im Jahr 2004 und die Ländergliederung entspricht der Geonomenklatur Eurostat. 2) Ein Minuszeichen (-) bedeutet einen Kapitalrückfluss in die Schweiz (Desinvestition). 3) Provisorische Werte. 4) Bis 2003 EU15, ab 2004 EU25. 5) Amerikanische Jungferninseln, Anguilla, Antiquea und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Bermuda, Brititsche Jungferninseln, Dominica, Grenada, Jamaica, Kaimaninseln, Montserrat, Niederländische Antillen, Panama, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Turks- und Caicos-Inseln.

73 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: SNB Internet: www.snb.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 3.7

Ausländische Direktinvestitionen in der Schweiz1)

In Mio. Fr. Kapitalimporte2)

Kapitalbestand am Jahresende (Buchwert) 2001

2002

2003

20043)

2001

2002

2003

Total

148887

173085

200357

221713

14945

9783

22224

932

EU4)

89721

99680

112101

124607

11385

7976

14125

-3956

Deutschland

15976

15696

16327

17833

-1425

-321

-21

-317

Frankreich

11364

14145

13797

16011

944

2685

939

694

Niederlande

35766

35752

41637

48137

7505

297

6025

-2731

Übriges Europa5) Nodamerika

20043)

1142

798

1906

2017

34

-786

34

110

53193

67544

81825

91297

2869

3075

7213

6736

Kanada

1788

1813

1758

1967

-454

193

290

-175

Vereinigte Staaten

51405

65731

80067

89330

3323

2883

6923

6911

Mittel- und Südamerika

1577

1926

1953

1390

119

32

932

-1430

1261

1622

1649

27

137

43

941

-1966

3254

3137

2572

2402

538

-515

-79

-529

Israel

764

469

487

509

14

-310

26

33

Japan

1637

1346

1102

1081

278

-291

-263

-229

Offshore Finanzzentren Asien, Afrika, Ozeanien

1) Erweiterung des Erhebungskreises im Jahr 2004 und die Ländergliederung entspricht der Geonomenklatur Eurostat. 2) Ein Minuszeichen (-) bedeutet einen Kapitalrückfluss in die Schweiz (Desinvestition). 3) Provisorische Werte. 4) Bis 2003 EU15, ab 2004 EU25. 5) Bis 2003 inkl. Baltische Staaten, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.

B 3.8

Quelle: SNB Internet: www.snb.ch

Auslandvermögen der Schweiz

In Mio. Fr.

Aktiven am Jahresende

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

989785

1246565

1471222

1646967

1984329

2231718

2213905

2096556

2184685

2237112 444740

Direktinvestitionen

163922

190638

240655

253596

311258

381911

425280

406804

423706

Portfolioinvestitionen

399270

484462

557063

646297

807264

820670

820181

722060

813312

857765

Übrige Aktiven (ohne Währungsreserven)

370605

505674

602797

678108

793521

941260

881392

880319

859289

849853

Währungsreserven Passiven am Jahresende Direktinvestitionen

55987

63795

68710

68966

70287

87877

87052

85370

86375

84754

640238

791089

1020096

1154692

1410539

1711225

1618018

1508522

1595413

1638611 204857

65651

72596

86618

99101

121561

142055

148887

173085

200159

Portfolioinvestitionen

239975

273831

397013

486691

543049

673331

586605

486163

556790

589510

Übrige Passiven

334612

444663

536466

568900

745928

895839

882527

849314

838503

844244

Währungsreserven Nettovermögen Direktinvestitionen Portfolioinvestitionen

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

349546

453479

449129

492275

571791

520492

595887

586032

587269

598500

98272

118042

154037

154494

189696

239856

276393

233719

223547

239883

159295

210632

160050

159606

264215

147339

233576

235898

256521

268255

Saldo übrige (übrige Aktiven minus übrige Passiven)

35993

61011

66332

109209

47593

45421

-1134

31045

20826

5609

Währungsreserven

55987

63795

68710

68966

70287

87877

87052

85370

86375

84754

Quelle: SNB Internet: www.snb.ch

B 3.9

Exportrisikogarantie (ERG) In Mio. Fr. 1975

Veränderung in % gegenüber Vorjahr 1980

1985

1990

1995

2000

2003

2004

2005

1996

2000

2003

2004

2005 -35.3

Garantiesumme Neugarantien

3067

6959

2007

1885

2149

3124

2201

2338

1513

-34.0

28.6

12.8

6.2

Gesamtengagement1)

8465

25283

14123

8296

6367

8345

8965

8611

7840

7.2

23.1

5.3

-3.9

-9.0

Saldo der Jahresrechnung2)

98

-25

-195

-96

-

-

224

422

274

-

-

34.1

88.4

-35.1

Forderungen aus Konsolidierungsabkommen1)

57

171

721

2437

3137

2602

2656

2529

2074

-0.0

2.2

0.7

-4.8

-18.0

-

-

794

1931

1728

550

150

-

-

8.7

-15.4

-53.8

-

-

Bundesvorschuss1)

1) Stand Jahresende. 2) Ab 1986 Forderungen aus Konsolidierungsabkommen in der Bilanz aktiviert.

74 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: Seco Info-Telefon: 031/324 08 95

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B4

Geld-, Kapital- und Devisenmarkt

B 4.1

Geldmenge1)

Ausweise am Ende der entsprechenden Zeitperiode In Mio. Fr.

Veränderung in % gegenüber Vorjahresperiode

2005

Juni 2006

Juli 2006

Aug. 2006

Sept. 2006

Notenbankgeldmenge

41871

43405

42289

42345

42178

5.3

3.2

0.4

1.3

1.3

2.1

1.6

Saisonbereinigte Notenbankgeldmenge

41877

43700

42621

43126

42957

5.3

3.2

0.4

4.7

2.7

2.6

2.4

2003

2004

Juni 2006

2005

Juli 2006

Aug. 2006

Sept. 2006

Geldmenge Bargeldumlauf

34394

34937

34762

34285

34633

1.3

1.4

2.1

2.9

2.7

1.3

1.7

Sichteinlagen

153273

146800

148222

149728

148692

35.7

7.7

-5.2

-3.9

-3.2

-0.7

-4.2

Einlagen auf Transaktionskonti2) Geldmenge M1 Spareinlagen3) Geldmenge M2 Termineinlagen Geldmenge M3

96959

97441

96551

96654

96493

11.4

3.2

4.2

1.3

-0.0

-1.8

-0.9

284625

279178

279535

280667

279818

21.9

5.5

-1.3

-1.3

-1.4

-0.8

-2.4

207693

199683

197832

197253

194710

11.7

2.8

0.3

-3.7

-4.2

-4.9

-5.8

492318

478861

477367

477920

474528

17.4

4.3

-0.7

-2.3

-2.6

-2.5

-3.8

95474

115177

119993

123470

125250

-28.9

-4.1

42.7

19.9

19.9

25.1

28.6

587792

594038

597360

601390

599778

8.3

3.2

4.5

1.3

1.3

2.1

1.6

1) Neue Definition 1995. 2005: provisorische Zahlen. 2) Einlagen auf den Spar- und Depositenkonti, die vor allem Zahlungszwecken dienen. 3) Einlagen auf Spar- und Depositenkonti minus die unter diesen Positionen enthaltenen Einlagen zu Zahlungszwecken ./. Vorsorgegelder.

B 4.2

Quelle: SNB Internet: www.snb.ch

Schweizerische Nationalbank

Ausweise am Ende der entsprechenden Zeitperiode In Mio. Fr.

Veränderung in % gegenüber Vorjahresperiode

2004

2005

Aug. 2006

Sept. 2006

2005

Mai 2006

Juni 2006

Juli 2006

Aug. 2006

Sept. 2006

117908.8

108970.9

102074.5

104811.6

8.2

-5.5

-2.8

4.4

5

3.1

Gold und Forderungen aus Goldgeschäften

21639.2

28050.2

31240.9

31227.9

-22.9

48.4

34.1

34.4

34.5

22.5

Devisenanlagen

60708.0

46585.5

43671.1

45400.0

30.3

-21.2

-10.3

-1.9

-2.9

-0.4

2035.1

1079.8

717.9

728.2

88.5

-59.6

-62.1

-62.7

-53.3

-52.8

Bilanzsumme Aktiven1)

Reserveposition beim IWF Internationale Zahlungsmittel

80.1

78.9

164.2

177.0

1.5

119.5

278.8

-87

114.1

3587.5

291.3

270.2

192.7

196.7

7.8

-28.1

-33.6

-31.5

-31.5

-29.8

24502.7

26198.6

20102.0

21004.6

-6.5

-11.7

-16

-4.4

-1.5

-4.5

6.6

-

-

-

-

-

-

-

-

-

Inländische Wertschriften

7405.4

5734.4

5116.4

5199.2

29.1

-5.6

-8.4

-8.5

-9.9

-9.8

Übrige Aktiven

1240.3

990.6

869.2

877.0

25.2

-10.3

-9.8

-11.4

-11.1

-14.3

39719.3

41365.5

37886.9

38134.3

-4.0

3.4

1.8

2.4

1.9

2.5

9025.9

9462.9

6896.1

7436.2

-4.6

-34.1

-35

-20.2

-12.5

-20.8

165.0

168.9

223.2

210.7

-2.3

2.3

-12.9

10

8.3

-14.5

68990.5

57972.5

57048.1

58931.4

19.0

-6

1.3

9.8

9.8

7.4

Währungshilfekredite Forderungen aus Repogeschäften in CHF Lombardvorschüsse

Passiven1) Notenumlauf Sichtverbindlichkeiten: Girokonten inländ./ausländ. Banken, Verbindlichkeiten gegenüber dem Bund Übrige Sichtverbindlichkeiten Übrige Passiven 1) Differenzen in den Summen durch Runden der Zahlen.

B 4.3

Quelle: SNB Internet: www.snb.ch

Kredittätigkeit im Inland1)

Ausweise am Ende der entsprechenden Zeitperiode %-Anteil am Total

Beanspruchungsquote3)

Veränderung in % gegenüber Vorjahresperiode Vormonat

2005 Aug. 2006 Aug. 2006

2005 Aug. 2006

2005 Aug. 2006

In Mio. Fr. 2003

2004

Stand der bewilligten Kredite

715378

749432

788929

816433

100.0

...

...

5.3

5.3

0.5

0.4

0.0

davon Baukredite Hypothekarforderungen2)

12182 505825

13564 531834

13543 558909

14315 574805

1.8 70.4

... ...

... ...

-0.2 5.1

2.1 4.8

1.7 0.3

2.2 0.2

2.0 0.3

Stand der beanspruchten Kredite

610597

633240

659891

684604

100.0

-16.4

-16.1

4.2

4.6

0.4

0.9

-0.3

davon Baukredite Hypothekarforderungen2)

Juni 2006

Juli 2006 Aug. 2006

5306

5299

5107

4979

0.7

-62.3

34.8

-3.6

-2.1

1.1

3.2

4.2

489388

516617

541992

557386

81.4

-3.0

97.0

4.9

4.4

0.4

0.4

0.2

1) Gemäss Kreditstatistik, inländische Bankstellen. 2) Hypothekaranlagen sowie feste Vorschüsse gegen hypothekarische Deckung. 3) Anteil der beanspruchten an den bewilligten Krediten in %.

75 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: SNB Internet: www.snb.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 4.4

Banken

Ausweise am Ende der entsprechenden Zeitperiode %-Anteil am Total

In Mio. Fr. Bilanz Bilanzsumme von 252 Banken1)

Veränderung in % gegenüber Vorjahresperiode Vormonat

2004

2005

Juli 2006

Aug. 2006

Aug. 2006

2005

Aug. 2006

Juni 2006

Juli 2006

Aug. 2006

2484720

2842902

3027488

3057985

100.0

-12.6

13.2

-0.2

-0.6

1.0

Aktiven 252 Banken Forderungen gegenüber Banken auf Sicht

74425

80129

96057

84856

2.8

-7.1

10.6

-8.4

0.4

-11.7

auf Zeit

644517

745943

753501

773651

25.3

-13.6

13.4

-7.5

-2.0

2.7

Forderungen gegenüber Kunden

393561

465545

593684

608879

19.9

-15.5

36.1

18.5

1.2

2.6

Hypothekarforderungen

584047

630119

635636

640681

21.0

-7.3

3.8

0.0

0.3

0.8

CHF

1004963

1033759

1066272

1071836

35.1

-2.8

4.4

-1.9

-0.3

0.5

USD

722040

923467

1005377

1022172

33.4

-21.8

23.0

3.0

-1.6

1.7

EUR

320877

394288

425684

439153

14.4

-18.6

19.1

1.5

-1.7

3.2 -0.9

Monatsbilanzen Aktiven nach Währungen total

394108

444058

471137

466700

15.3

-11.2

7.2

-4.0

1.6

Aktiven im Inland

Übrige Währungen

948051

982967

1016363

1016411

33.2

-3.6

5.0

-1.9

-0.2

0.0

Aktiven im Ausland

1536669

1859935

2011125

2041574

66.8

-17.4

17.8

0.7

-0.9

1.5

Inland total

701991

732654

761180

759731

24.8

-4.2

4.7

0.5

0.8

-0.2

Ausland total

274886

362379

467500

489192

16.0

-24.1

44.7

26.5

0.6

4.6

Kredite2)

Passiven 252 Banken Verpflichtungen gegenüber Banken auf Sicht

71527

79686

90654

83842

2.7

-10.2

-3.7

-16.1

1.9

-7.5

auf Zeit

655329

732482

807257

796705

26.1

-10.5

14.7

3.8

-2.2

-1.3

349007

360141

350531

349475

11.4

-3.1

-2.4

-0.9

-0.7

-0.3

255080

...

...

...

...

...

...

...

...

...

93926

...

...

...

...

...

...

...

...

...

auf Sicht

256402

293372

292766

292903

9.6

-12.6

6.4

-0.5

-3.8

0.0

auf Zeit

435102

557519

640779

683967

22.4

-22.0

38.0

2.0

1.8

6.7

Verpflichtungen gegenüber Kunden in Sparform in Anlageform Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden

Kassenobligationen

27895

27368

29983

30455

1.0

1.9

10.1

1.4

0.2

1.6

178861

233654

261962

265383

8.7

-23.5

43.2

7.8

0.5

1.3

CHF

1025270

1080617

1094898

1101215

36.0

-5.1

5.3

-2.0

0.0

0.6

USD

704687

859519

935035

954660

31.2

-18.0

24.8

1.7

-1.7

2.1

EUR

347159

414496

479936

498394

16.3

-16.2

26.3

1.8

-1.6

3.8

Anleihen und Pfandbriefdarlehen Monatsbilanzen Passiven nach Währungen total

366466

444078

465442

450645

14.7

-17.5

-1.2

-0.8

1.2

-3.2

Passiven im Inland

Übrige Währungen

1089016

1168877

1196227

1204042

39.4

-6.8

5.9

-2.1

0.7

0.7

Passiven im Ausland

1395704

1674025

1831261

1853943

60.6

-16.6

18.5

1.1

-1.5

1.2

319071

389312

409152

412648

13.5

-18.0

18.3

1.4

4.4

0.9

Treuhandaktiven total Aktiven im Inland

2551

2478

2791

2933

0.1

2.9

4.6

17.4

-0.3

5.1

Aktiven im Ausland

316520

386834

406362

409715

13.4

-18.2

18.4

1.3

4.5

0.8

Treuhandpassiven total

319071

389311

409153

412648

13.5

-18.0

18.3

1.4

4.4

0.9

Passiven im Inland

53892

67094

74054

74707

2.4

-19.7

18.5

0.0

3.9

0.9

Passiven im Ausland

265179

322217

335099

337941

11.1

-17.7

18.2

1.8

4.5

0.8

1) Bankstellen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein sowie die Filialen im Ausland. Nur Unternehmen, deren Bilanz- und Treuhandgeschäft mindestens 150 Mio. Franken beträgt. Erhebungsstufe: Unternehmung. 2) Forderungen gegenüber Kunden und Hypothekarforderungen. Ohne Edelmetalle, Leih- und Repogeschäfte.

B 4.5

Quelle: SNB Internet: www.snb.ch

Geld- und Kapitalmarktsätze

In % 2001

2002

2003

2004

2005 April 2006

Sondersatz Engpassfinanzierungsfazilität1)

3.75

2.75

2.25

2.51

2.52

3.11

Mai 2006 Juni 2006 2.97

3.25

Juli 2006 Aug. 2006 Sept. 2006 Okt. 2006 3.28

3.35

3.65

...

Dreimonatsdepots bei Grossbanken2)

2.53

0.90

0.21

0.25

0.52

0.99

1.10

1.18

1.25

1.30

1.41

1.56

Spareinlagen Kantonalbanken2)

1.50

1.18

0.63

0.51

0.48

0.46

0.46

0.46

0.48

0.49

0.50

0.50

Kassenobligationen Grossbanken2)

2.95

2.57

1.65

1.88

1.62

2.13

2.13

2.25

2.25

2.39

2.39

2.34

Neue Hypotheken Kantonalbanken 1.Rang2),3)

4.30

3.93

3.27

3.20

3.12

3.03

3.03

3.03

3.03

3.03

3.03

3.03

1) Bis 30. April 2004 Lombardsatz. 2) Jahr: Durchschnitt aus Monatswerten, Anfang Monat. 3) Wohnbau und Landwirtschaft.

Quelle: SNB Internet: www.snb.ch

76 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 4.6

Emissionen In Mio. Fr.

Emissionswert

%-Anteil am Total

In Mio. Fr.

2003

2004

2005

2005

4/2005

1/2006

2/2006

3/2006

31973.6

32088.8

21926.2

100.0

5778.4

7218.6

7277.0

2989.4

16955.6

16547.3

6591.0

30.1

1790.6

2485.3

2162.2

611.9

Kantone

3247.1

3565.4

1208.8

5.5

-

-

-

-

Gemeinden

595.4

504.0

828.0

3.8

-

402.6

-

-

Kraft-, Gas-, Wasserwerke

736.3

100.4

632.5

2.9

380.7

402.2

-

125.5

-

175.0

302.3

1.4

-

-

-

201.4

328.2

452.4

252.2

1.2

-

-

-

-

Banken

2615.3

4245.5

3646.0

16.6

1107.7

1186.4

1862.3

459.9

Pfandbriefinstitute

4070.9

3899.0

5440.8

24.8

2270.3

1544.0

1896.4

1084.8

749.4

1660.7

893.5

4.1

150.0

-

150.0

-

2675.5

939.2

2131.0

9.7

79.1

1198.1

1206.1

505.9

Öffentlich aufgelegte Anleihen schweizerischer Schuldner1),2) Bund

Industrie Warenhandel, Vermittlung

Holdinggesellschaften Übrige Rückzahlungen schweizerischer Anleihen

24341.0

24412.7

22790.6

...

4563.2

4917.7

9323.6

5448.0

Nettobeanspruchung des Marktes durch schweizerische Anleihen

7632.6

7676.1

-864.4

...

1215.2

2300.9

-2046.6

-2458.6

Öffentlich aufgelegte schweizerische Aktienemissionen1),2)

5295.4

5130.9

4318.7

...

3443.1

-

3578.9

8.0

3985.1

7646.4

9150.9

...

3981.3

588.5

567.8

3452.4

Rückzahlungen schweizerischer Aktien Nettobeanspruchung des Marktes durch schweizerische Aktien Total schweizerische Emittenten, netto1) Öffentlich aufgelegte Anleihen ausländischer Schuldner1) Rückzahlungen Anleihen ausländischer Schuldner Nettobeanspruchung des Marktes durch ausländische Anleihen Total Emissionen, netto1)

1310.3

-2515.4

-4832.2

...

-538.2

-588.5

3011.1

-3444.4

8942.9

5160.7

-5696.6

...

677.0

1712.4

964.5

-5903.0

48486.9

34931.4

55011.2

...

13825.1

19398.2

16932.1

9858.6

34381.6

25764.7

39170.0

...

8275.0

14062.0

7412.0

7130.0

14105.3

9166.7

15841.2

...

5550.1

5336.2

9520.1

2728.6

23048.2

14327.4

10144.6

...

6227.1

7048.6

10484.6

-3174.4

1) Ohne Gewähr für Vollständigkeit. 2) Nach Liberierungsdatum.

B4.7

Quelle: SNB Internet: www.snb.ch

Swiss Performance Index der Börse Schweiz 1990

1991

1992

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

Gesamtindex (mit Dividenden-Reinvestitionen)1)

908.3 1052.8 1238.6 1867.8 1725.5 2123.4 2511.9 3898.2 4497.1 5022.9 5621.1 4382.9 3245.5 3961.6 4234.6

Namenaktien1)

1117.5

Inhaberaktien und PS1)

812.2

Banken2)

1347.4 1602.9

2267.5 2082.9 2523.6 3150.8 5222.7 6060.3 6526.6

918.9 1073.5 1694.0 1569.0 1954.4

7517.9 5981.8 4364.9 5276.7 5593.6

2176.1 3084.4 3602.9 4403.6 4513.9 3271.2 2583.4 3313.9 3668.7







































… 1070.9

765.6

359.6

510.3

622.9

Versicherungen2)





















939.9

478.8

490.7

484.7

Nahrungsmittel und Getränke2)



















… 1305.9 1239.3 1044.5 1135.4

1132.1

Finanzdienstleistungen2)

1) 1.6.1987= 1000 2) 1.1.2000= 1000

1297.9 1183.7 1175.7

955.5 1209.9 1354.7

Quelle: SNB Internet: www.snb.ch

77 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 4.8

Devisen- und Goldmarkt

Devisenkurse1) Interbankhandel (Ankauf 11 Uhr)

2002

2003

2004

2005

März 2006

April 2006

Mai 2006

Juni 2006

Juli 2006

Aug. 2006

Sept. 2006

CHF/USD

1 USD

1.56

1.35

1.24

1.25

1.30

1.28

1.22

1.23

1.24

1.23

1.24

CHF/GBP

1 GBP

2.33

2.20

2.27

2.26

2.28

2.27

2.28

2.27

2.28

2.33

2.35

CHF/JPY

100 JPY

1.24

1.16

1.15

1.13

1.11

1.10

1.09

1.07

1.07

1.06

1.06

CHF/EUR

1 EUR

1.47

1.52

1.54

1.55

1.57

1.57

1.56

1.56

1.57

1.58

1.58 95.8

Reale und nominelle Wechselkursindizes1,2) Real total

Index

101.3

101.0

100.1

98.7

95.9

96.3

98.0

97.8

96.6

96.2

Europa

Index

104.7

100.6

97.6

96.3

94.4

94.7

95.4

95.2

94.0

93.3

93.0

Euro-Währungsgebiet

Index

105.9

101.1

98.3

97.2

95.2

95.2

96.3

96.0

94.7

94.2

93.9

Nordamerika

Index

84.8

95.5

100.9

98.1

91.8

93.2

97.7

96.4

95.6

96.0

94.8

Asien

Index

102.4

114.1

118.8

119.1

116.0

117.8

120.8

121.4

120.6

121.2

120.9

Australien

Index

94.6

89.7

84.5

80.2

78.4

79.0

80.3

82.0

79.9

79.1

79.1

Deutschland

Index

107.6

103.5

101.0

100.0

98.4

98.2

99.4

98.9

97.7

97.2

96.6

Frankreich

Index

107.1

101.9

99.0

98.2

96.3

96.3

97.3

97.0

95.8

95.3

95.2

Italien

Index

104.3

98.7

95.8

94.8

92.7

92.8

93.8

93.5

92.1

91.6

91.2

Grossbritannien

Index

94.3

98.0

92.6

91.6

90.2

90.6

89.8

89.7

88.7

86.8

86.4

USA

Index

84.6

96.1

102.2

99.9

93.5

95.1

99.8

98.5

97.5

98.0

96.8

Japan

Index

104.9

113.3

115.4

118.9

121.4

123.7

124.0

126.0

125.8

126.7

127.2

Nominal total

Index

105.3

106.8

107.1

106.7

104.5

104.7

106.7

106.6

106.1

105.5

105.0

CHF/kg

15422

15646

16199

17992

24331

25657

25266

23648

25030

24380

24074

USD/Unze

311.54

366.13

408.20

447.7

582.3

637.2

650.5

598.3

633.5

620.1

599.35

Goldkurs 3)

1) Jahresmittel, Monatsmittel. 2) Gegenüber 24 Handelspartnern. Index Januar 1999 = 100. 3) Monatsende.

B5

Preise

B 5.1

Konsumentenpreise ausgewählter Warengruppen

Quelle: SNB Internet: www.snb.ch

Index (Dezember 2005 = 100)

Veränderung in % gegenüber

Gewichtung in %

Jahresmittel

2006

2005

Juli 2006

Aug. 2006

Sept. 2006

2005

Sept. 2006

Sept. 2006

99.5

100.4

100.5

100.3

1.2

0.8

-0.2

10.998

101.3

101.2

101.5

102.6

-0.7

1.9

1.1

1.962

99.0

100.1

100.1

100.1

4.7

0.0

0.0

Totalindex

Vorjahresperiode

Vormonat

Bedarfsgruppen Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke Alkoholische Getränke und Tabak Bekleidung und Schuhe Wohnen und Energie Hausrat und laufende Haushaltführung

4.259

91.9

85.1

85.1

85.1

-0.1

2.8

0.0

25.175

98.8

101.8

102.1

101.7

3.0

1.5

-0.4 -0.5

4.335

100.4

100.7

100.7

100.2

0.0

-0.1

Gesundheitspflege

16.719

100.1

99.9

99.9

99.9

0.6

-0.4

0.0

Verkehr

10.286

99.0

103.3

104.1

102.3

3.4

1.2

-1.7

Nachrichtenübermittlung

2.636

105.2

97.9

97.9

97.9

-5.7

-2.2

0.0

Freizeit und Kultur

9.242

99.7

99.5

99.5

99.1

-0.6

-0.6

-0.4

Erziehung und Unterricht

0.663

99.0

100.0

100.0

101.5

1.1

1.6

1.5

Restaurants und Hotels

9.009

100.1

101.2

101.2

101.2

1.1

1.2

0.0

Sonstige Waren und Dienstleistungen

4.716

100.0

100.9

100.7

100.7

0.9

0.7

0.0

43.702

98.9

99.5

99.7

99.2

1.4

0.0

-0.5

Nichtdauerhafte Waren

27.464

99.3

101.5

101.9

101.3

2.6

-0.1

-0.6

Semidauerhafte Waren

7.930

95.4

91.7

91.6

91.6

-0.3

1.6

0.0

Dauerhafte Waren

8.308

100.6

100.1

100.1

99.3

-1.4

-0.9

-0.7

56.298

99.9

101.0

101.2

101.2

1.0

1.4

0.0

46.315

99.9

101.0

101.1

101.2

0.9

1.4

0.0

9.983

99.8

101.3

101.3

101.3

1.5

1.3

0.0

Inland

73.372

100.0

100.8

100.9

101.0

0.6

1.2

0.1

Ausland

26.628

97.9

99.3

99.6

98.5

2.7

-0.2

-1.1

Waren

Dienstleistungen Private Dienstleistungen Öffentliche Dienstleistungen Herkunft der Güter

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 69 00 Internet: www.statistik.admin.ch

78 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 5.2

Produzenten- und Importpreisindex, Baupreisindizes Index (Mai 2003 = 100)

Veränderung in % gegenüber

Gewichtung in %

Aug. 2006

Sept. 2006

Vorjahresmonat

Dez. 2005

Vormonat

Preisindex Gesamtangebot: Total1)

100.0000

105.5

105.5

2.5

2.8

0.0

Preisindex Gesamtangebot im Inland: Total2)

100.0000

106.8

106.9

2.9

3.6

0.1

Produzentenpreisindex: Total

100.0000

104.7

104.7

2.0

1.9

0.0

3.8087

101.0

103.6

3.1

5.4

2.6

3.6113

101.3

104.0

3.0

5.3

2.7 0.0

Produktgruppen Land- und forstwirtschaftliche Produkte Landwirtschaftliche Produkte

0.1974

96.6

96.6

6.1

6.9

Natursteine, Sand und Kies

Forstwirtschaftliche Produkte

0.8051

102.5

102.6

1.8

1.5

0.1

Verarbeitende Produktion3)

90.8214

105.2

105.1

2.0

1.8

-0.1

11.9663

103.1

103.2

0.1

0.6

0.1

1.9905

102.8

102.8

0.8

0.8

0.0

Holz, Holzprodukte

2.8210

102.0

102.0

0.9

-0.3

0.0

Papier, Papierprodukte, Druckereierzeugnisse

5.3645

100.3

100.3

0.9

1.1

0.0 -6.6

Nahrungsmittel, Tabakwaren Textilien, Bekleidung

Mineralölprodukte

1.4418

163.6

152.8

-6.7

5.5

16.7734

96.9

96.9

-0.3

-1.5

0.0

2.8696

107.4

107.4

3.1

2.3

0.0

Produkte aus Glas, Keramik, Steinen, Erden

2.0203

105.3

105.3

2.6

2.4

0.0

Metall, Metallprodukte

9.3864

116.5

117.3

8.8

8.2

0.7

Maschinen

14.0547

102.5

102.5

1.2

1.0

0.0

Elektrotech. und feinmech. Produkte, Uhren

18.3367

106.6

106.6

3.5

2.6

0.0

Fahrzeuge, Fahrzeugteile

1.8960

106.8

106.8

2.9

1.3

0.0

Möbel und sonstige Produkte, Rückgewinnung

1.7279

116.7

114.6

0.9

5.6

-1.8

Chemische Produkte Gummi- und Kunststoffprodukte

Energieversorgung

4.5648

98.4

98.4

2.8

1.1

0.0

Inlandabsatz

53.6175

106.7

106.7

2.4

2.8

0.0

Export

46.3825

102.4

102.5

1.6

0.9

0.0

3.8087

101.0

103.6

3.1

5.4

2.6

Vorleistungsgüter

29.9727

107.0

107.2

4.4

4.3

0.1

Investitionsgüter

26.6196

104.6

104.6

1.8

1.3

0.0

Gebrauchsgüter

7.2910

103.7

103.7

2.9

2.1

0.0

Verbrauchsgüter

26.3014

101.0

101.0

-0.2

-0.8

0.1

6.0066

114.0

111.4

-0.5

2.5

-2.3

100.0000

106.9

107.0

3.4

4.4

0.1

2.5236

103.5

107.4

4.3

2.2

3.7

Vorleistungsgüter

31.9865

115.0

115.7

8.7

8.4

0.6

Investitionsgüter

34.0702

91.9

91.9

-0.8

-0.1

0.0

Gebrauchsgüter

5.6207

93.7

93.7

-0.8

0.1

0.0

Verbrauchsgüter

21.6882

101.9

101.9

1.7

1.6

0.1

4.1108

214.5

209.5

4.4

16.7

-2.3

April 2005

Okt. 2005

April 2006

April 2005

Okt. 2005

April 2006

Baugewerbe insgesamt

111.1

112.6

113.9

2.6

1.9

2.5

Hochbau total

109.6

110.6

112.1

2.7

1.9

2.2

Neubau von Bürogebäuden

111.9

112.6

114.4

2.7

1.9

2.3

Neubau von Mehrfamilienhäusern

109.0

110.1

111.3

3.0

1.7

2.1

Neubau von Mehrfamilienhäusern aus Holz5)

102.1

102.9

104.4

2.3

1.4

2.1

Renovation von Mehrfamilienhäusern

109.6

110.7

112.2

2.4

2.1

2.4 3.5

Land- und forstwirtschaftliche Produkte

Energie Importpreisindex: Total Landwirtschaftliche Produkte

Energie

Index Schweizerischer Baupreisindex4)

Tiefbau total6)

Veränderung in % gegenüber Vorjahr

115.8

118.7

119.8

2.1

2.1

Neubau von Strassen

113.3

115.8

117.4

1.4

2.1

3.6

Neubau von Unterführungen7)

102.4

105.3

105.8

2.9

2.1

3.4

Regionale Baukostenindizes Stadt Zürich8)

100.0

...

101.6

...

...

1.6

Stadt Bern9)

126.7

127.8

129.8

2.0

0.9

2.4

Kanton Genf10)

102.7

102.1

104.3

...

...

1.6

1) Total von Produzenten- (Anteil: 65,8169%) und Importpreisindex (Anteil: 34,1831%). 2) Total von Produzentenpreisindex Inlandabsatz (Anteil: 50,7959%) und Importpreisindex (Anteil: 49,2041%). 3) Im Folgenden ohne Leder/Schuhe. 4) Oktober 1998 = 100. 5) April 2003 = 100. 6) Für die Aggregation wurde der Teilindex «Neubau von Unterführungen aus Stahlbeton» auf Oktober 1998 umbasiert. 7) April 2001 = 100. 8) April 2005 = 100. 9) April 1987 = 100. 10) April 2003 = 100.

Quellen: Produzenten- und Importpreisindex, BFS Schweizerischer Baupreisindex, BFS Statistische Ämter der Städte Zürich, Bern Statistisches Amt des Kantons Genf

79 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Info-Telefon: 032/713 69 95 Info-Telefon: 032/713 62 81 Internet: www.statistik.admin.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B6

Öffentliche Finanzen

B 6.1

Finanzen der öffentlichen Hand In Mio. Fr.

Durchschnittliche jährliche Veränderung in % 1995

2000

2002

2003

2004

Schätzung 2005

Einnahmen1) Total2)

83161 103555

131491

134560

129814

134224

140693

138328

8.9

6.0

4.5

-3.6

Bund3)

30837

36162

51994

51431

47511

48945

52984

52444

7.4

6.6

3.2

-7.6

3.0

Kantone

39264

50147

62818

66290

65731

67913

69500

68400

8.9

6.1

5.0

-0.8

3.3

Gemeinden6)

29423

37587

42068

43651

44123

44866

45750

45800

10.2

5.7

5.0

1.1

1.7

Ausgaben1) Total2)

86614

111054

123611

134253

135811

138379

139532

141196

8.8

6.2

5.1

1.2

1.9

Bund3)

31616

40856

48208

51927

51284

52656

52604

54112

8.4

5.9

5.3

-1.2

2.7

Kantone

41116

52111

60194

66591

67946

68893

69469

70100

8.7

6.5

4.9

2.0

1.4

Gemeinden6)

30245

38427

40599

42498

44131

44330

45000

45300

9.2

6.3

4.9

3.8

0.5

Saldo1) Total2)

-3453

-7499

7879

357

-5997

-4155

1161

-2868

-

-

-

-

-

Bund3)

-779

-4695

3786

-496

-3773

-3711

380

-1668

-

-

-

-

-

-1852

-1964

2624

-301

-2215

-980

31

-1700

-

-

-

-

-

-822

-840

1469

1153

-8

535

750

500

-

-

-

-

-

Schulden Total

98044 169793

207422

234273

240624

246454

244212

245880

7.8

2.4

11.7

2.7

2.4

Bund3)

38509

79936

105333

122438

123809

126740

130412

132680

10.9

2.0

15.7

1.1

2.4

Kantone

30535

52857

64090

73335

77815

80314

75100

75000

8.4

3.1

11.8

6.1

3.2

Gemeinden6)

29000

37000

38000

38500

39000

39400

38700

38200

4.4

2.3

5.0

1.3

1.0

Schulden in % des BIP Total

29.9

45.8

49.9

54.5

55.5

55.3

53.4

52.0

-

-

-

-

-

Bund3)

11.8

21.5

25.3

28.5

28.6

28.4

28.5

28.1

-

-

-

-

-

Kantone

9.3

14.4

15.4

17.0

17.9

18.0

16.4

15.9

-

-

-

-

-

Gemeinden6)

8.9

9.9

9.1

8.9

9.0

8.8

8.5

8.1

-

-

-

-

-

Staatsquote4)

26.4

29.8

29.7

31.1

31.3

31.0

30.5

29.9

-

-

-

-

-

Fiskalquote5)

19.9

20.3

23.1

22.3

22.1

...

...

...

-

-

-

-

-

1990

Kantone Gemeinden6)

1) Finanzrechnung (gemäss Finanzstatistik). 2) Total ohne Doppelzählungen. 3) Inkl. ETH-Bereich und Fonds für die grossen Eisenbahnprojekte. 4) Gesamtausgaben (laufende und investive Ausgaben der öffentlichen Verwaltungen ohne Doppelzählungen) gemäss Finanzstatistik in % des BIP. 5) Steuereinnahmen und obligatorische Beiträge an die Sozialversicherungen in % des BIP. 6) Teilweise geschätzt.

80 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Budget 2006

19701980

19801990

19901995

2002/ 2003

2003/ 2004 3.4

Quelle: EFV Info-Telefon: 031/322 60 21

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 6.2

Einnahmen und Ausgaben nach Funktionen und Sachgruppen Total in Mio Fr.2)

Gesamteinnahmen

2004 nach Gebietskörperschaften in Mio Fr.

Anteil am Total in %

Kantone4) Gemeinden5)

Veränderung in %

1990

2003

2004

Bund3)

83161

129814

134224

48945

64700

94568

97643

44723

32041

20879

72.8

72.7

3.3

47444

66042

68274

17205

30130

20830

50.9

50.9

3.4

67913

44866

2003

2004

2003/2004

100.0

100.0

3.4

davon Steuern1) Steuern auf Einkommen und Vermögen Belastung des Verbrauchs6) Gesamtausgaben

17256

28526

29369

27518

1911

50

22.0

21.9

3.0

86614

135811

138379

52656

68893

44330

100.0

100.0

1.9 -3.8

Funktionen Allgemeine Verwaltung

6031

9204

8855

1918

3396

3783

6.8

6.4

Öffentliche Sicherheit

11590

12938

12949

5382

5720

2308

9.5

9.4

0.1

1581

2365

2427

2427

-

-

1.7

1.8

2.6

16658

26560

27684

5233

17280

9590

19.6

20.0

4.2

3122

4212

4249

447

1415

2496

3.1

3.1

0.9

Gesundheit

10698

18839

19326

200

12538

9156

13.9

14.0

2.6

Soziale Wohlfahrt

4.8

Beziehungen zum Ausland Bildung Kultur und Freizeit

13444

26481

27742

13807

13064

7002

19.5

20.0

Verkehr

9171

14024

14411

8549

6293

3165

10.3

10.4

2.8

Umwelt, Raumordnung

3699

4897

4907

730

1367

3532

3.6

3.5

0.2

Volkswirtschaft

5173

6466

6344

4546

4067

678

4.8

4.6

-1.9

Finanzen und Steuern

5447

9825

9486

9417

3752

2620

7.2

6.9

-3.4

Laufende Ausgaben

74173

119910

122908

45987

62149

44330

88.3

88.8

2.5

Personalaufwand

31740

48752

49408

5860

25625

38895

35.9

35.7

1.3

Sachaufwand

16184

22628

22795

4709

8507

9579

16.7

16.5

0.7

Passivzinsen

4568

6866

6618

3172

1889

1557

5.1

4.8

-3.6

Anteile, Beiträge ohne Zweckbindung

3718

8415

8388

6029

1567

732

1.4

1.4

-0.3

Sachgruppen

davon an Gemeinwesen Beiträge davon an Gemeinwesen Investitionsausgaben Sachgüter Darlehen und Beteiligungen Beiträge davon an Gemeinwesen Übrige

-

6550

6463

...

...

...

...

...

-1.3

31809

60234

62864

26216

25722

10986

28.2

28.2

4.4

10128

20435

20702

...

...

...

...

...

1.3

12441

15901

15472

6669

6744

5436

11.7

11.2

-2.7

9907

11072

10762

886

4941

4935

8.2

7.8

-2.8

914

2270

2223

1920

224

79

1.7

1.6

-2.1

5125

6128

5972

3864

1594

515

2.1

2.0

-2.6

3572

3584

3489

...

...

...

...

...

-2.7

67

14

3

-

2

1

0.0

0.0

-75.6

1) Ohne Kirchensteuern. 2) Ohne Doppelzählungen. 3) Inkl. ETH-Bereich und Fonds für die grossen Eisenbahnprojekte. 4) Ohne Doppelzählungen Kantone-Kantone. 5) Ohne Doppelzählungen Gemeinden-Gemeinden. 6) Inkl. Spielbankenabgabe. B 6.3

Quelle: EFV Info-Telefon: 031/322 60 21

Ausgaben des Bundes Finanzrechnung in Mio. Fr.

Anteil am Haushalt in %

Veränderung in % gegenüber Vorjahr

1980

1990

2004

2005

Budget 2006

1980

1990

2004

2005

Gliederung nach Sachgruppen Total Ausgaben

17816

31615

50285

51403

52743

100.0

100.0

100.0

100.0

100.0

2.2

2.6

Laufende Ausgaben

15479

28115

44620

45560

47214

86.9

88.9

88.7

88.6

89.5

2.1

3.6

Personalausgaben

2188

4056

4410

4321

4441

12.3

12.8

8.8

8.4

8.4

-2.0

2.8

Sachausgaben

1375

2518

2780

2662

2917

7.7

8.0

5.5

5.2

5.5

-4.2

9.6

Rüstungsausgaben

1624

2793

1556

1491

1408

9.1

8.8

3.1

2.9

2.7

-4.2

-5.6

Passivzinsen

1117

1832

3172

3577

3731

6.3

5.8

6.3

7.0

7.1

12.8

4.3

Anteile an Bundeseinnahmen

1310

2442

6029

6614

7004

7.4

7.7

12.0

12.9

13.3

9.7

5.9 0.0

Entschädigungen an Gemeinwesen

Budget Rechnung 2006 2005

Budget 2006/ Rechnung 2005

64

90

59

54

54

0.4

0.3

0.1

0.1

0.1

-8.5

7801

14384

26614

26841

27659

43.8

45.5

52.9

52.2

52.4

0.9

3.0

Investitionsausgaben

2337

3500

5665

5843

5529

13.1

11.1

11.3

11.4

10.5

3.1

-5.4

Investitionsgüter

269

582

568

537

600

1.5

1.8

1.1

1.0

1.1

-5.5

11.7

Darlehen und Beteiligungen

102

410

333

398

299

0.6

1.3

0.7

0.8

0.6

19.5

-24.9

1966

2508

4764

4908

4630

11.0

7.9

9.5

9.5

8.8

3.0

-5.7

17816

31615

50285

51403

52743

100.0

100.0

100.0

100.0

100.0

2.2

2.6

674

1581

2441

2466

2463

3.8

5.0

4.9

4.8

4.7

1.0

-0.1

Landesverteidigung

3620

6053

4641

4576

4541

20.3

19.1

9.2

8.9

8.6

-1.4

-0.8

Bildung und Grundlagenforschung

1372

2438

3903

3925

4062

7.7

7.7

7.8

7.6

7.7

0.6

3.5

Soziale Wohlfahrt

3622

6866

13813

14143

14588

20.3

21.7

27.5

27.5

27.7

2.4

3.1

Verkehr

2728

4680

7435

7806

7693

15.3

14.8

14.8

15.2

14.6

5.0

-1.4

Beiträge an laufende Ausgaben

Investitionsbeiträge Gliederung nach Aufgabengebieten Total Ausgaben Beziehungen zum Ausland

Landwirtschaft und Ernährung

1639

2676

3902

3771

3754

9.2

8.5

7.8

7.3

7.1

-3.4

-0.5

Finanzen und Steuern

2482

4331

9417

10216

10806

13.9

13.7

18.7

19.9

20.5

8.5

5.8

Quelle: EFV Info-Telefon: 031/322 61 16

81 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 6.4

Einnahmen des Bundes nach Sachgruppen Finanzrechnung in Mio. Fr.

Anteil am Haushalt in %

Veränderung in % gegenüber Vorjahr

1980

1990

2004

2005

Budget 2006

1980

1990

2004

2005

Budget Rechnung 2006 2005

Budget 2006/ Rechnung 2005

Gliederung nach Sachgruppen Total Einnahmen

16745

32673

48629

51282

52157

100.0

100.0

100.0

100.0

100.0

5.5

Laufende Einnahmen

16612

32583

48206

51002

51968

99.2

99.7

99.1

99.5

99.6

5.8

1.9

Fiskaleinnahmen

14516

28815

44755

47520

48595

86.7

88.2

92.0

92.7

93.2

6.2

2.3

1.7

Direkte Bundessteuer

3420

6710

11822

12213

13765

20.4

20.5

24.3

23.8

26.4

3.3

12.7

Verrechnungssteuer

1249

4044

2628

4000

3014

7.5

12.4

5.4

7.8

5.8

52.2

-24.7 3.6

Stempelabgaben Warenumsatzsteuer Mehrwertsteuer Tabaksteuer Verkehrsabgaben Landwirtschaftliche Abgaben WTO, zweckgebundene Zolleinnahmen Einfuhrzölle Mineralölsteuer auf Treibstoffen

696

2091

2755

2703

2800

4.2

6.4

5.7

5.3

5.4

-1.9

4772

9871

-

-

-

28.5

30.2

-

-

-

-

-

-

-

17666

18119

18485

-

-

36.3

35.3

35.4

2.6

2.0

634

988

2040

2051

2119

3.8

3.0

4.2

4.0

4.1

0.5

3.3

-

328

993

1537

1500

-

1.0

2.0

3.0

2.9

54.8

-2.4

542

450

4

4

2

3.2

1.4

-

-

-

0.0

-50.0

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

946

1193

1054

974

980

5.6

3.7

2.2

1.9

1.9

-7.6

0.6

955

1322

2927

2957

2970

5.7

4.0

6.0

5.8

5.7

1.0

0.4

1263

1745

1979

1997

2010

7.5

5.3

4.1

3.9

3.9

0.9

0.7

Automobilsteuer

-

-

312

310

330

-

-

0.6

0.6

0.6

-0.6

6.5

Lenkungsabgaben Umweltschutz

-

-

156

170

146

-

-

0.3

0.3

0.3

9.0

-14.1

Mineralölsteuerzuschlag auf Treibstoffen

Übrige Fiskaleinnahmen

39

73

419

485

474

0.2

0.2

0.9

0.9

0.9

15.8

-2.3

Regalien und Konzessionen

390

328

1237

1307

1245

2.3

1.0

2.5

2.5

2.4

5.7

-4.7

Vermögenserträge

405

689

890

959

1063

2.4

2.1

1.8

1.9

2.0

7.8

10.8

Entgelte

864

914

1324

1216

1065

5.2

2.8

2.7

2.4

2.0

-8.2

-12.4

437

1837

-

-

-

2.6

5.6

-

-

-

-

-

133

90

423

280

189

0.8

0.3

0.9

0.5

0.4

-33.8

-32.5

Einnahmenüberschuss PKB1) Investitionseinnahmen 1) Pensionskasse des Bundes.

B 6.5

Quelle: EFV Info-Telefon: 031/322 61 15

Finanzen der Kantone

In Mio. Fr. Einnahmen

Kantone

Ausgaben

Abschlüsse

2003

davon Steuern

2004

davon Steuern

2003

2004

2003

2004

10009

4742

10154

4641

10454

10586

-445

-432

Bern

8339

3922

8261

3975

8164

8142

175

120

Luzern

2841

995

2960

1007

2914

2941

-73

19

Uri

404

99

418

102

418

419

-14

-1

Schwyz

742

289

792

335

811

877

-69

-85

Obwalden

289

71

298

72

283

280

6

18

Nidwalden

357

126

361

128

348

350

9

11

Glarus

351

159

339

152

382

366

-32

-28

887

404

943

466

944

944

-57

-0

2281

797

2387

847

2219

2321

62

66 62

Zürich

Zug Freiburg Solothurn

1678

800

1657

768

1601

1595

77

Basel-Stadt

3894

2083

3726

2038

3829

3641

65

85

Basel-Landschaft

2245

1250

2385

1261

2302

2417

-57

-32

Schaffhausen

583

229

647

249

593

610

-10

37

Appenzell A.Rh.

389

145

411

149

388

411

2

-0

Appenzell I.Rh.

120

38

125

40

126

128

-6

-3

St. Gallen

3429

1508

3644

1523

3509

3599

-80

45

Graubünden

1964

639

2068

659

2036

2039

-72

29

Aargau

3752

1781

3914

1845

3744

3837

7

77

Thurgau

1477

640

1513

637

1458

1496

19

17

Tessin

2560

1230

2568

1251

2836

2889

-277

-321

Waadt

6156

2927

6630

3704

6417

6607

-261

23

Wallis

2281

767

2349

839

2227

2285

54

64

Neuenburg

1605

665

1630

675

1648

1732

-43

-102

Genf

6314

4088

6830

4465

7487

7562

-1174

-732

Jura

786

211

903

212

806

818

-20

86

Total

65731

30603

67913

32041

67946

68893

-2215

-980 Quelle: EFV

82 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B7

Bevölkerung

B 7.1

Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung Szenario A-00-2005 1960

Bevölkerungsstand in 1000, 1. Januar

5295.5

1970

1980

1990

1995

2000

6168.7 6303.6 6673.9 7019.0

7164.4

2005

2010

2015

2020

2025

2030

7415.1 7650.0 7850.0 7983.1 8073.4 8134.9

2035

2040

2045

2050

8161.0 8155.3

8124.3

8073.1 64.9

Bewegungen Lebendgeborene

94.4

99.2

73.7

83.9

82.2

78.5

72.9

70.5

71.6

71.9

70.4

67.8

66.0

65.2

65.0

Gestorbene

52.1

57.1

59.1

63.7

63.4

62.5

61.1

62.6

64.6

67.1

70.4

74.8

79.8

84.5

88.7

92.3

Geburtenüberschuss

42.3

42.1

14.6

20.2

18.8

15.9

11.8

8.0

6.9

4.7

-0.009

-7.0

-13.8

-19.4

-23.7

-27.3

Zuzüger

...

...

...

154.2

114.0

110.3

118.3

120.8

115.4

107.5

107.5

107.5

107.5

107.5

107.5

107.5

Wegzüger

...

...

...

97.6

99.5

90.1

82.1

86.5

89.3

92.5

92.5

92.5

92.5

92.5

92.5

92.5

22.4

-17.7

17.1

56.6

14.5

20.2

36.2

34.3

26.1

15.0

15.0

15.0

15.0

15.0

15.0

15.0

6750.7 7062.4

7204.1

7459.1 7692.3 7883.0 8002.8 8088.3 8142.9

8162.1

8151.0

8115.6

8061.0

Wanderungssaldo Bevölkerungsstand in 1000, 31. Dezember

5360.2

6193.1 6335.2

Veränderung in 1000 in %

64.7

24.4

31.7

76.8

43.3

39.6

44.0

42.3

33.0

19.7

15.0

8.0

1.2

-4.4

-8.7

-12.4

1.2

0.4

0.5

1.2

0.6

0.6

0.6

0.6

0.4

0.2

0.2

0.1

0.0

-0.1

-0.1

-0.2

Quelle: BFS/Espop Info-Telefon: 032/713 67 11 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

B 7.2

Wohnbevölkerung nach Alter und Heimat Mittlere Wohnbevölkerung1) 19802) in 1000

Ständige Wohnbevölkerung

19902) in %

20002)

in 1000

in %

in 1000

20052)

20103)

2005

20153)

in %

in 1000

in %

in 1000

in %

in 1000

in %

in 1000

in %

Altersgruppen 0–19

1755.6

27.5

1577.8

23.2

1665.7

23.1

1640.4

21.9

1634.3

21.9

1595.0

21.4

1546.2

20.7

20–39

1954.5

30.6

2162.3

31.8

2106.2

29.2

2091.8

27.9

2037.7

27.3

2024.4

27.1

2055.3

27.6

40–64

1800.3

28.2

2078.1

30.6

2335.6

32.4

2585.7

34.5

2594.6

34.8

2741.0

36.7

2794.0

37.5

874.8

13.7

978.1

14.4

1101.5

15.3

1183.3

15.8

1192.4

16.0

1332.5

17.9

1488.4

20.0

Total

6385.2

100.0

6796.3

100.0

7209.0

100.0

7501.3

100.0

7459.1

100.0

7692.3

100.0

7883.0

100.0

Schweizer

5410.5

84.7

5615.6

82.6

5768.8

80.0

5903.8

78.7

5917.2

79.3

6057.7

81.2

6173.9

82.8

Ausländer

974.7

15.3

1180.6

17.4

1440.3

20.0

1597.4

21.3

1541.9

20.7

1634.6

21.9

1709.2

22.9

65+

1) Mittlere Wohnbevölkerung: bis 2001 inkl. Saisonniers, ab 2002 inkl. alle Kurzaufenthalter mit max. 12 Monaten Aufenthaltsdauer. 2) BFS/Espop. 3) BFS/Szenario A-00-2005.

B 7.3

Quelle: BFS/Espop Info-Telefon: 032/713 67 11 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

Sozioökonomische Daten

Heiraten1) Scheidungen1) Haushaltungen2)

In 1000 1960

1970

1980

1990

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

41.6

46.7

35.7

46.6

38.7

40.6

39.8

39.2

40.2

40.1

39.5

40.1

4.7

6.4

10.9

13.2

17.9

20.8

10.5

15.8

16.4

16.8

17.9

21.3

1594.0

2062.4

2459.3

2859.8

...

...

3181.6

...

...

...

....

....

1) BFS/Bevnat. 2) Volkszählungswerte.

2005

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 67 11 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

83 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 7.4

Wohnbevölkerung nach Sprache, 20001) Wohnbevölkerung

Sprachgruppen

Schweizer

Ausländer

Total

Männer

Frauen

Total

Männer

Frauen

Total

Männer

Frauen

7288010

3567567

3720443

5792461

2766020

3026441

1495549

801547

694002

Deutsch

63.67

63.51

63.82

72.53

73.19

71.93

29.36

30.13

28.47

Französisch

20.38

20.18

20.57

21.00

20.81

21.17

17.97

18.02

17.92

Italienisch

6.46

6.85

6.09

4.30

4.21

4.38

14.84

15.95

13.57

Rätoromanisch

0.48

0.48

0.48

0.58

0.60

0.57

0.08

0.08

0.08

Andere

9.01

8.98

9.04

1.59

1.20

1.95

37.74

35.82

39.96

Total in 1000 %-Anteil:

1) Volkszählungsdaten, provisorische Werte.

B 7.5

Quelle: BFS/VZ 2000 Info-Telefon: 032/713 61 11 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

Bilanz der Jahresaufenthalter und Niedergelassenen

Stand der ausländischen Wohnbevölkerung1), Dezember

Jahresdurchschnitt 1980

1990

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

892807

1100262

1368670

1384382

1419095

1447312

1471033

1495008

1511937

14.2

16.4

19.3

19.4

19.7

19.9

20.1

20.3

20.3

Anteil an der gesamten Wohnbevölkerung in % Zugänge Geburten

11535

14471

17946

17332

18160

18663

18793

18573

18264

Einwanderungen

75262

117711

85838

87448

101353

101876

94049

96270

94357

Abgänge 3834

4158

4544

4602

4510

4606

4844

4858

4769

Auswanderungen

Sterbefälle

63697

59587

58104

55770

52713

49697

46320

47894

49745

Bürgerrechtswechsel2)

16060

8658

20363

28700

27583

36515

35424

35685

38437

7701

10313

13402

12730

13650

14057

13949

13715

13495

11565

58124

27734

31678

48640

50649

45181

45957

41856

Geburtenüberschuss Wanderungsüberschuss

1) Ohne internationale Funktionäre und deren Familienangehörige. 2) Total (Einbürgerung und Adoption).

B 7.6

Quellen: BFM/ZAR Info-Telefon: 031/325 95 36

Jahresaufenthalter und Niedergelassene nach Staatsangehörigkeit

Ende Dezember

Anteile in %

absolut

Veränderung absolut

1985

1990

1995

2000

2004

2005

2005

1990/85

1995/90

2000/1995

2005/2000

2005/2004

100.0

100.0

100.0

100.0

100.0

100.0

1511937

160591

230312

53808

127555

16929

78.7

72.5

62.2

57.8

58.1

58.7

887187

58222

29879

-28241

87537

18348

41.8

34.4

27.0

23.1

20.1

19.6

296392

-13732

-19816

-39292

-23249

-3822

Serbien und Montenegro1)

7.4

12.8

22.1

13.8

13.3

13.0

196179

71212

153478

...

5448

-2971

Portugal

3.3

7.8

10.1

9.7

10.7

11.1

167269

54798

49178

-152

32594

7532

Spanien

11.5

10.6

7.6

6.0

5.0

4.7

71376

7786

-14726

-18007

-12029

-2913

Total EU- und EftaStaaten, total Italien

Deutschland

8.6

7.6

6.8

7.9

9.7

10.4

157580

2259

7502

17912

48765

12716

Türkei

5.4

5.8

5.9

5.7

5.1

5.0

75448

13269

14423

861

-4028

-1183

Frankreich

5.0

4.5

4.0

4.3

4.5

4.6

68986

2884

3632

6201

9173

2012

Österreich

3.1

2.6

2.1

2.1

2.2

2.2

32822

-360

-693

803

3910

334

Grossbritannien

1.6

1.5

1.4

1.5

1.6

1.6

24867

1222

1719

2367

4116

780

Niederlande

1.1

1.1

1.0

1.0

1.0

1.0

15804

1071

1749

600

1582

391

Griechenland

0.9

0.8

0.5

0.4

0.4

0.4

5659

-448

-1176

-1111

-340

-42

Belgien

0.5

0.5

0.5

0.5

0.6

0.6

8799

800

719

1115

1357

271

0.4

0.4

0.4

0.4

0.4

0.4

6025

818

571

350

534

163

Europa

Schweden

93.7

92.9

91.8

89.7

87.5

87.4

1321138

141810

199634

19846

79797

12527

Afrika

0.5

0.7

1.0

2.3

2.8

2.9

43505

3382

5360

18898

11535

1496

Nordamerika (USA, Kanada)

1.2

1.1

1.1

1.2

1.2

1.2

18640

913

2428

2464

1721

657

Mittel- und Südamerika

1.0

1.3

1.6

2.1

2.5

2.5

38464

4288

6749

7908

9883

1701

Asien

2.6

2.8

3.3

4.5

5.8

5.8

87217

7141

12055

19570

24308

561

Übrige Staaten

0.1

0.2

0.2

0.2

0.2

0.2

2973

459

304

-14878

311

-13

1) Bis 31.12.98 Ex-Jugoslawien - wird ab 1.1.99 nicht mehr ausgewiesen, daher keine Veränderung möglich.

84 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: BFM/ZAR Info-Telefon: 031/325 95 36

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 7.7

Ausländer nach Aufenthaltskategorien

Jahresdurchschnitt

Mittlere ausländische Wohnbevölkerung

1975

1980

1990

1999

2000

2001

20023)

20033)

1123357

974738

1180631

1417885

1439139

1468792

1434695

1461221

Jahresaufenthalter

388110

205341

269323

346299

343635

345001

350053

364097

Niedergelassene

655011

680679

801869

1014221

1035108

1058752

1079605

1087076

Internationale Funktionäre1)

19900

20690

25675

25619

25897

26357

26357

...

Kurzaufenthalter < 12 Mt.

60336

68028

83126

20236

22433

25460

56089

...

98900

97100

173200

143330

150391

163626

...

...

...

27660

28578

24902

25447

26577

26034

24729

1324

3020

35836

46068

17611

20633

26125

20806

Grenzgänger Anerkannte Flüchtlinge2) Asylgesuche des laufenden Jahres

1) Inkl. Familienangehörige. 2) Im Bestand der Jahresaufenthalter oder der Niedergelassenen inbegriffen. 3) Provisorische Resultate.

B8

Arbeitsmarkt

B 8.1

Erwerbstätige1)

Quellen: BFS/Espop BFM/ZAR

Erwerbstätige in 1000 Personen 20032) Erwerbstätige insgesamt

4167

Veränderung in % gegenüber Vorjahr

20042) 20052),3) 3/20053) 4/20053) 1/20063) 2/20063) 4178

4183

Info-Telefon:032/713 67 11 Info-Telefon: 031/325 95 36 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

4195

2004

4188

4193

4202

0.3

20053) 3/20053) 4/20053) 1/20063) 2/20063) 0.1

0.1

0.3

0.7

0.4

Nach Geschlecht: Frauen

1853

1858

1865

1865

1875

1881

1884

0.3

0.4

0.2

0.7

1.3

1.0

Männer

2314

2320

2317

2330

2313

2312

2318

0.3

-0.1

-0.1

0.0

0.3

-0.1

Nach Nationalität: Schweizer

3130

3133

3126

3129

3130

3125

3115

0.1

-0.2

-0.3

-0.2

0.2

-0.4

Ausländer

1036

1045

1056

1066

1058

1068

1086

0.9

1.1

1.0

1.7

2.4

2.6 0.4

Nach Sektoren und Wirtschaftszweigen4) 01-05 Sektor 1

169

159

159

161

158

158

161

-6.2

0.3

0.9

0.9

0.4

10-45 Sektor 2

992

986

991

1003

993

987

1005

-0.5

0.5

0.2

1.1

1.1

1.2

5

5

5

5

5

5

5

2.1

-1.7

-4.0

-2.3

4.0

-2.3

10-14 Bergbau und Gewinnung von Steinen/Erden 15

Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken

60

60

60

59

60

57

59

-0.9

0.0

-1.2

0.1

-4.3

-1.1

17

Textilgewerbe

13

12

11

11

11

11

11

-2.7

-6.9

-7.9

-5.7

-1.8

-3.0

19

Herstellung von Lederwaren und Schuhen

-10.0

20

Be-/Verarbeitung von Holz

23-24 Chemische Industrie

2

2

2

2

2

2

2

2.2

2.1

-1.4

2.5

-0.9

37

37

38

38

38

37

38

1.6

1.5

1.3

0.8

-0.2

0.1

65

66

67

68

68

68

70

1.0

1.7

2.7

2.1

1.6

5.4

25

Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren

24

25

25

25

25

25

25

1.9

-1.2

-2.7

0.5

1.1

1.9

27

Erzeugung und Bearbeitung von Metall

15

14

14

14

14

15

15

-5.3

1.0

3.1

1.2

12.2

8.5

28

Herstellung von Metallerzeugnissen

2.8

29

Maschinenbau

33

Medizinische Geräte/Präzisionsinstrumente/Uhren

40-41 Energie- und Wasserversorgung 45

Baugewerbe

50-95 Sektor 3 50-52 Handel, Reparatur von Autos/Gebrauchsgütern

84

84

84

85

84

85

86

0.4

0.2

0.3

1.1

2.0

102

99

99

100

99

102

101

-2.6

0.0

-1.2

-0.6

2.6

1.1

76

75

78

80

80

79

82

-0.6

3.8

5.6

8.2

5.2

5.2 -1.9

25

26

25

25

25

24

24

3.1

-3.1

-4.6

-4.0

-5.1

288

288

292

300

291

287

298

0.1

1.2

1.2

1.6

2.2

1.2

3006

3033

3032

3031

3037

3048

3036

0.9

0.0

0.0

0.0

0.6

0.1

649

653

645

641

643

638

635

0.6

-1.3

-1.3

-1.4

-1.5

-1.9

93

96

97

97

98

99

98

3.1

1.1

0.6

1.8

3.0

2.0

199

201

200

200

198

199

201

0.9

-0.5

0.1

-0.7

-1.0

-0.3

50

Handel, Reparatur von Automobilen/Tankstellen

51

Handelsvermittlung und Grosshandel

52

Detailhandel, Reparatur von Gebrauchsgütern

357

356

348

343

347

340

336

-0.2

-2.4

-2.5

-2.6

-3.1

-3.8

55

Gastgewerbe

240

241

240

241

241

247

244

0.7

-0.6

0.7

1.0

3.1

2.9

274

277

273

272

274

275

271

1.3

-1.3

-1.1

-1.4

-0.5

0.0

94

94

90

91

90

90

89

0.4

-4.2

-2.0

-4.4

-1.3

0.3

65-67 Kredit- und Versicherungsgewerbe

221

220

215

216

215

212

214

-0.3

-2.1

-2.0

-2.5

-2.2

0.1

65

Kreditgewerbe

135

134

130

130

130

128

130

-1.0

-2.5

-3.5

-3.8

-3.3

0.6

66

Versicherungsgewerbe

60-64 Verkehr und Nachrichtenübermittlung 64

Nachrichtenübermittlung

60

60

58

59

59

57

57

-0.1

-2.9

-2.0

-1.9

-3.1

-1.5

70-74 Immobilien/Vermietung/Informatik/F&E

485

489

491

496

491

505

504

0.9

0.4

1.2

0.5

4.3

1.9

74

Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen

361

366

367

373

367

377

374

1.3

0.4

2.0

0.4

4.5

1.3

75

Öffentl. Verwaltung/Landesvert./Sozialvers.

167

172

176

176

176

175

171

2.8

2.5

2.8

1.3

-0.5

-2.7

80

Unterrichtswesen

275

273

274

272

275

275

273

-0.8

0.3

-0.5

0.3

0.1

-1.0

85

Gesundheits- und Sozialwesen

463

471

482

483

486

485

487

1.7

2.4

1.5

2.4

1.4

1.3

178

180

183

182

184

186

184

1.2

1.5

0.7

1.4

1.4

0.3

90-93 Erbringung v. sonst. öff. u. pers. Dienstleistungen 1) Gemäss der Definition des Internationalen Arbeitsamtes. 2) Jahresdurchschnitt. 3) Provisorische Werte. 4) Nomenklatur: Noga, Gruppierung: Seco.

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 63 63 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

85 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 8.2

Erwerbstätige Ausländer1) Erwerbstätige in 1000 Personen

Veränderung in % gegenüber Vorjahr

20032)

20042)

20052),3)

3/20053)

4/20053)

1/20063)

2/20063)

2004

20053)

3/20053)

4/20053)

1/20063)

2/20063)

1036

1045

1056

1066

1058

1068

1086

0.9

1.1

1.0

1.7

2.4

2.6

Niedergelassene

588

579

574

576

571

574

580

-1.6

-0.8

-0.8

-0.5

0.1

0.5

Aufenthalter

210

227

239

244

243

248

252

7.7

5.7

5.2

5.9

6.8

5.6

Grenzgänger4)

168

174

177

176

178

179

183

3.7

1.7

0.8

1.7

1.4

2.9

Kurzaufenthalter5)

58

55

56

59

56

58

63

-5.3

1.8

4.3

8.8

13.1

12.5

Übrige Ausländer6)

12

11

10

10

10

9

9

-10.6

-8.1

-7.5

-3.6

-5.9

-6.2

Erwerbstätige Ausländer

1) Gemäss der Definition des Internationalen Arbeitsamtes. 2) Jahresdurchschnitt. 3) Provisorische Werte. 4) Gemäss Grenzgängerstatistik, basierend auf der Beschäftigungsstatistik (Besta), der Betriebszählung (BZ) und dem zentralen Ausländerregister (ZAR). 5) Die Kurzaufenthalter mit einer Bewilligung ab 12 Monaten sind bei den Aufenthaltern mitgezählt. 6) Personen im Asylprozess, Personal der Schweizer Botschaften, Konsulate und Hochseeflotte.

B 8.3

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 63 63 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

Einwanderung ausländischer Arbeitskräfte Anzahl

Veränderung in % gegenüber Vorjahr

2004

2005

2/2005

3/2005

4/2005

1/2006

2/2006

2005

3/2005

4/2005

1/2006

2/2006 33.6

Kurzaufenthalter ≥12 Monate

15173

17580

4422

4260

5296

5586

5909

15.9

39.9

33.3

55.1

Aufenthalter

24426

22381

5309

5675

5643

5751

5393

-8.4

-5.8

-5.8

-0.1

1.6

352

312

94

72

76

84

81

-11.4

-27.3

-12.6

20.0

-13.8

108449

101624

29772

22744

28113

24019

32274

-6.3

17.7

3.8

14.4

8.4

Niedergelassene Nicht ständige ausländische Wohnbevölkerung

Quelle: BFM/ZAR Info-Telefon: 031/325 95 22

B 8.4

Registrierte Arbeitslose Arbeitslosenquoten in %1)

Anzahl

Total Saisonbereinigt

20032)

20042)

20052)

Juli 2006

August 2006

Sept. 2006

20032)

20042)

20052)

Juli 2006

August 2006

Sept. 2006

145687

153091

148537

121725

123074

121876

3.7

3.9

3.8

3.1

3.1

3.1

...

...

...

130445

129246

127508

...

...

...

3.3

3.3

3.2

Nach Regionen Deutsche Schweiz

95917

98549

92762

73352

73959

73190

3.4

3.4

3.2

2.6

2.6

2.6

Westschweiz und Tessin

49770

54543

55775

48373

49115

48686

4.6

5.0

5.1

4.4

4.5

4.5

Frauen

64036

69541

69713

61021

62207

61670

3.7

4.0

4.0

3.5

3.6

3.5

Männer

81651

83551

78824

60704

60867

60206

3.7

3.8

3.6

2.8

2.8

2.7

Schweizer

84347

90039

87468

72990

74301

72687

2.8

2.9

2.9

2.4

2.4

2.4

Ausländer

61340

63052

61069

48735

48773

49189

6.9

7.1

6.8

5.5

5.5

5.5

Nach Geschlecht

Nach Nationalität

Nach Alter 15-24 Jahre

26132

28310

28042

21757

24694

24412

4.7

5.1

5.1

3.9

4.5

4.4

25-49 Jahre

92411

94864

90327

72988

71745

71234

3.8

3.9

3.7

3.0

3.0

3.0

50 und mehr

27143

29917

30168

26980

26635

26230

2.8

3.0

3.1

2.7

2.7

2.7

122508

127833

123331

99389

100955

99926

...

...

...

...

...

...

23179

25258

25207

22336

22119

21950

...

...

...

...

...

...

1-6 Monate

85405

84987

83564

64058

67447

68704

...

...

...

...

...

...

7-12 Monate

37082

38374

35472

31511

29608

27778

...

...

...

...

...

...

> 1 Jahr

23200

29731

29501

26156

26019

25394

...

...

...

...

...

...

Nach Erwerbsstatus Ganzarbeitslose Teilweise Arbeitslose Nach bisheriger Dauer

Nach Erwerbssituation Vorher erwerbstätig

127822

134205

129586

107022

107236

105651

...

...

...

...

...

...

Erstmals auf Stellensuche

5066

5891

5900

5555

6260

6114

...

...

...

...

...

...

Wiedereintritt ins Erwerbsleben

3851

3684

3284

3021

2963

2913

...

...

...

...

...

...

Umschulung, Weiterbildung

8948

9312

9767

6127

6615

7198

...

...

...

...

...

...

1) Die Berechnung der Arbeitslosenquoten erfolgt auf der Grundlage der Volkszählung 2000 mit 3946988 Erwerbspersonen. 2) Jahresdurchschnitt.

86 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: Seco Info-Telefon: 031/322 28 92 E-Mail: [email protected] Internet: http://ams.jobarea.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 8.5

Registrierte Arbeitslose nach Kantonen Arbeitslosenquoten in %1)

Anzahl

Total

20042)

20052)

August 2006

Sept. 2006

20042)

20052)

August 2006

Sept. 2006 3.1

153091

148537

123074

121876

3.9

3.8

3.1

Zürich

32402

29042

22549

22233

4.5

4.0

3.1

3.1

Bern

15213

14810

11675

11965

2.9

2.8

2.2

2.3

5955

5784

4791

4667

3.2

3.1

2.5

2.5

209

231

166

191

1.2

1.3

0.9

1.1

1630

1649

1334

1316

2.3

2.3

1.9

1.8

Obwalden

295

283

232

225

1.7

1.6

1.3

1.3

Nidwalden

408

411

313

307

1.9

2.0

1.5

1.5

Luzern Uri Schwyz

Glarus

490

513

434

418

2.4

2.5

2.1

2.0

Zug

1992

1827

1401

1377

3.4

3.2

2.4

2.4

Freiburg

3696

3932

3781

3716

2.9

3.1

3.0

2.9

Solothurn

4719

4471

3641

3606

3.6

3.4

2.7

2.7

Basel-Stadt

4473

3971

3496

3461

4.6

4.1

3.6

3.5

Basel-Landschaft

4672

4588

3685

3565

3.4

3.3

2.7

2.6

Schaffhausen

1336

1278

1041

984

3.4

3.3

2.7

2.5

Appenzell A.Rh.

644

617

540

521

2.3

2.2

1.9

1.8

Appenzell I.Rh.

121

111

78

73

1.6

1.5

1.0

1.0

7478

7197

5746

5698

3.1

3.0

2.4

2.3

St. Gallen Graubünden

2104

2203

1371

1413

2.1

2.2

1.3

1.4

Aargau

10524

9965

8355

8108

3.4

3.3

2.7

2.6

Thurgau

3884

3811

3111

3062

3.1

3.1

2.5

2.5

Tessin

6749

7218

6580

6684

4.5

4.9

4.4

4.5

Waadt

15468

17750

15142

14878

5.4

5.3

4.6

4.5

Wallis

4722

5450

3719

3867

3.8

4.0

2.7

2.8

Neuenburg

3820

3735

3430

3332

4.5

4.3

4.0

3.9

Genf

14307

16248

15193

15029

7.1

7.4

6.9

6.8

Jura

1653

1442

1270

1180

4.6

4.2

3.7

3.5

1) Vgl. Tabelle B8.4, Fussnote 1. 2) Jahresdurchschnitt.

B 8.6

Quelle: Seco, Info-Telefon: 031/322 28 92 E-Mail: [email protected], Internet: http://ams.jobarea.ch

Gemeldete offene Stellen nach Kantonen

B 8.7

20041)

20051)

August 2006

Sept. 2006

Total

8975

8802

11782

11266

Zürich

1440

1549

2934

2676

Bern

721

814

1094

1096

Luzern

214

188

217

183

14

19

12

13

111

98

149

166

Uri Schwyz Obwalden

17

18

27

35

Nidwalden

19

12

15

11

31

42

62

43

Zug

Glarus

136

107

106

103

Freiburg

229

272

295

295

Solothurn

240

246

227

244

Basel-Stadt

158

145

187

169

Basel-Landschaft

139

135

210

203

Schaffhausen

102

115

85

116

Appenzell A.Rh.

15

23

20

27

Appenzell I.Rh.

4

5

6

5

St. Gallen

699

778

891

884

Graubünden

701

770

1076

1180

Aargau

726

627

795

654

Thurgau

399

489

623

534

Tessin

398

290

302

297

Waadt

681

771

1007

954

Wallis

793

519

423

506

Neuenburg

190

160

155

168

Genf

708

523

792

608

Jura

91

87

72

96

1) Jahresdurchschnitt.

Kurzarbeit

Betriebe Betroffene Arbeitnehmer

20031)

20041)

20051)

Juni 2006

Juli 2006

August 2006

747

366

219

84

63

44

8934

3490

2107

558

502

293

Frauen

6577

2711

1610

396

338

208

Männer

2356

779

496

162

164

85

Ausgefallene Arbeitsstunden

540965

210890

141790

38062

28928

18725

Deutsche Schweiz

355502

143762

97338

26335

18285

14601

Westschweiz und Tessin

185464

67127

44452

11727

10643

4124

1) Jahresdurchschnitt.

Quelle: Seco Info-Telefon: 031/322 28 92 E-Mail: [email protected] Internet: http://ams.jobarea.ch

87 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: Seco Info-Telefon: 031/322 28 92 E-Mail: [email protected]

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 8.8

Registrierte Arbeitslose nach Wirtschaftszweigen1) Arbeitslosenquoten in %3)

Anzahl Total

20042)

20052)

August 2006

Sept. 2006

20042)

20052)

August 2006

Sept. 2006

153091

148537

123074

121876

3.9

3.8

3.1

3.1

1468

1507

1029

1012

1.1

1.2

0.8

0.8

33074

30141

22072

21421

3.9

3.6

2.6

2.5

102577

97794

80529

80208

4.5

4.3

3.6

3.5

1468

1507

1029

1012

1.1

1.2

0.8

0.8

A, B

Sektor 1 (Land- und Forstwirtschaft)

C-F

Sektor 2 (Industrie)

G-P

Sektor 3 (Dienstleistungen)

A, B

Land- und Forstwirtschaft

C

Bergbau, Steine und Erden

64

60

46

40

1.5

1.4

1.1

0.9

DA

Nahrungsmittel, Getränke, Tabak

1638

1578

1355

1371

3.1

3.0

2.6

2.6

DB

Textilien und Bekleidung

1394

1307

1004

951

7.8

7.3

5.6

5.3

DC

Lederwaren, Schuhe

172

160

157

152

8.9

8.3

8.1

7.9

DD

Be- und Verarbeitung von Holz

1203

1121

758

711

3.6

3.3

2.3

2.1

DE

Papier-, Verlags- und Druckgewerbe

3000

2599

2100

2054

4.8

4.2

3.4

3.3

DG, DF

Chemische Industrie, Mineralölverarbeitung

933

938

823

820

2.0

2.1

1.8

1.8

DH

Gummi- und Kunststoffwaren

496

488

369

364

2.4

2.4

1.8

1.8

DI

Glas-, Keramik- und Zementwaren

DJ

Metall, Metallerzeugnisse

DK DL

405

404

313

299

2.5

2.5

1.9

1.8

3544

3038

2145

2097

4.2

3.6

2.5

2.5

Maschinenbau

3216

2694

1918

1820

3.4

2.9

2.0

1.9

Elektrotechnik, Elektronik, Uhren, Optik

5631

4694

3689

3505

5.0

4.2

3.3

3.1

1466

1157

971

925

6.4

5.0

4.2

4.0 2.2

DL33.5 Uhren DM

Fahrzeugbau

425

418

316

306

3.1

3.0

2.3

DN

Möbel, Schmuck, etc./Recycling

982

872

1077

1051

3.8

3.4

4.2

4.1

E

Energie- und Wasserversorgung

593

520

404

388

2.7

2.4

1.8

1.8

F

Baugewerbe

G

Handel, Reparatur- und Autogewerbe

9378

9251

5598

5492

3.9

3.9

2.3

2.3

25406

24489

19990

19618

4.7

4.5

3.7

3.6

G50

Autohandel und -reparatur, Tankstellen

2277

2216

1887

1886

3.0

2.9

2.5

2.5

G51

Grosshandel

9286

8538

6660

6506

5.3

4.8

3.8

3.7

G52

Detailhandel, Gebrauchsgüterreparatur

13843

13736

11443

11226

4.8

4.8

4.0

3.9

H

Gastgewerbe

17928

17979

13335

13934

10.2

10.3

7.6

8.0

I

Verkehr, Nachrichtenübermittlung

6436

5877

4532

4419

3.2

2.9

2.2

2.2

Kredit- und Versicherungsgewerbe

6229

4943

3870

3821

3.1

2.5

1.9

1.9

Banken

4510

3478

2681

2645

3.4

2.6

2.0

2.0

J J65 J66 K

Versicherungen

1131

1003

850

819

2.0

1.8

1.5

1.4

Immob., Informatik, F&E, DL für Unternehmen

21800

19332

14701

14832

6.3

5.6

4.3

4.3

K70/71 Immobilienwesen, Vermietung

1241

1210

1064

1094

3.8

3.7

3.3

3.3

K72

Informatik

2744

2032

1479

1452

5.6

4.1

3.0

3.0

K73

Forschung und Entwicklung

529

496

394

372

4.4

4.1

3.3

3.1

K74

Dienstleistungen für Unternehmen

17286

15594

11764

11914

6.9

6.2

4.7

4.8 3.9

L

Öffentliche Verwaltung, Sozialversicherung

5339

5758

5727

5552

3.7

4.0

4.0

M

Unterrichtswesen

3567

3458

3480

3267

1.9

1.8

1.8

1.7

N

Gesundheits- und Sozialwesen

8711

8944

8497

8390

2.6

2.7

2.6

2.5

O

6074

6160

5639

5626

4.5

4.5

4.1

4.1

O90-92 Sonstige öffentliche Dienstleistungen

Sonstige Dienstleistungen

3540

3589

3263

3237

3.8

3.8

3.5

3.5

O93

Persönliche Dienstleistungen

2534

2571

2376

2389

6.0

6.1

5.6

5.6

P

Private Haushalte

1086

854

758

749

...

...

...

...

00

Keine Angaben

15972

19096

19444

19235

...

...

...

...

1) Gliederung der Wirtschaftszweige nach Noga-2002. 2) Jahresdurchschnitt. 3) Die Arbeitslosenquoten für die einzelnen Wirtschaftszweige werden auf der Grundlage der Volkszählung 2000 erstellt.

B 8.9

Quelle: Seco Info-Telefon 031/322 28 92 E-Mail: [email protected] Internet: http://ams.jobarea.ch

Langzeitarbeitslose Anzahl

Anteile am Total der Arbeitslosen in %

20041)

20051)

August 2006

Sept. 2006

20041)

20051)

August 2006

Sept. 2006

Total

29731

29501

26019

25394

19.4

19.9

21.1

20.8

Deutsche Schweiz

16445

15086

12417

12105

16.7

16.3

16.8

16.5

Westschweiz und Tessin

13286

14415

13602

13289

24.4

25.8

27.7

27.3

Frauen

13025

13586

12768

12535

18.7

19.5

20.5

20.3

Männer

16706

15915

13251

12859

20.0

20.2

21.8

21.4

Schweizer

16645

16771

15056

14623

18.5

19.2

20.3

20.1

Ausländer

13086

12730

10963

10771

20.8

20.8

22.5

21.9

15–24 Jahre

2160

2102

1832

1728

7.6

7.5

7.4

7.1

25–49 Jahre

17995

17245

14347

13967

19.0

19.1

20.0

19.6

50 und mehr

9577

10154

9840

9699

32.0

33.7

36.9

37.0

1) Jahresdurchschnitt.

Quelle: Seco Info-Telefon: 031/322 28 92 E-Mail: [email protected], Internet: http://ams.jobarea.ch

88 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 8.10

Registrierte Arbeitslose nach Berufsgruppen1) Anzahl

Total

Anteile in %

20042)

20052)

August 2006

Sept. 2006

2004

2005

August 2006

Sept. 2006

153091

148537

123074

121876

100

100

100

100

11

Land- und Forstwirtschaft, Tierzucht

1975

2056

1534

1548

1.3

1.4

1.2

1.3

21

Lebens-/Genussmittelherst. und -verarbeitung

1343

1362

1110

1141

0.9

0.9

0.9

0.9

22

Textil- und Lederherstellung und -verarbeitung

1060

896

708

711

0.7

0.6

0.6

0.6

23

Keramik- und Glasverarbeitung

56

52

46

42

0.0

0.0

0.0

0.0

24

Metallverarbeitung und Maschinenbau

4676

4065

2725

2619

3.1

2.7

2.2

2.1

25

Elektrotechnik, Elektronik, Uhrenindustrie, Fahrzeug- und Gerätebau sowie -unterhalt

2927

2820

2308

2285

1.9

1.9

1.9

1.9

26

Holzverarbeitung, Papierherstellung und -verarb.

1031

988

671

647

0.7

0.7

0.5

0.5

27

Graphische Industrie

1282

1133

829

834

0.8

0.8

0.7

0.7

28

Chemie- und Kunststoffverfahren

807

785

686

683

0.5

0.5

0.6

0.6

29

Übrige be- und verarbeitende Berufe

6474

5957

4600

4500

4.2

4.0

3.7

3.7

31

Ingenieurberufe

2113

1659

1105

1079

1.4

1.1

0.9

0.9

32

Techniker/innen

1320

1168

911

845

0.9

0.8

0.7

0.7

33–34 Technische Zeichner/innen und Fachkräfte

2402

2187

1585

1535

1.6

1.5

1.3

1.3

35

Maschinisten/Maschinistinnen

1605

1481

969

963

1.0

1.0

0.8

0.8

36

Informatik

4130

3176

2334

2294

2.7

2.1

1.9

1.9

41

Baugewerbe

9755

9884

5823

5815

6.4

6.7

4.7

4.8

42

Bergbau, Stein- und Baustoffherst. sowie -verarb.

51

Handel und Verkauf

52

Werbung, Marketing, Tourismus und Treuhand

2949

53

Transport und Verkehr

4738

54

Post- und Fernmeldewesen

821

809

672

647

0.5

0.5

0.5

0.5

61

Gastgewerbe und Hauswirtschaf t

18962

19059

15467

15938

12.4

12.8

12.6

13.1

62

Reinigung, Hygiene, Körperpflege

7682

8115

6903

7226

5.0

5.5

5.6

5.9

71

Unternehmer/innen, Direktoren/Direktorinnen und leitende Beamte/Beamtinnen

72

Kaufmännische und administrative Berufe

73

Bank- und Versicherungsgewerbe

1444

74

Sicherheits- und Ordnungspflege

1014

75

Rechtswesen

425

81

Medienschaffende und verwandte Berufe

82

Künstlerische Berufe

127

136

86

93

0.1

0.1

0.1

0.1

15258

15476

13906

13632

10.0

10.4

11.3

11.2

2401

2019

1967

1.9

1.6

1.6

1.6

4492

3440

3473

3.1

3.0

2.8

2.8

7810

6979

5826

5684

5.1

4.7

4.7

4.7

16377

15490

13429

13155

10.7

10.4

10.9

10.8

1165

975

920

0.9

0.8

0.8

0.8

1089

870

880

0.7

0.7

0.7

0.7

392

372

360

0.3

0.3

0.3

0.3

1495

1353

1223

1175

1.0

0.9

1.0

1.0

2031

1894

1749

1669

1.3

1.3

1.4

1.4

83–84 Unterricht, Bildung, Seelsorge und Fürsorge

4508

4788

4833

4636

2.9

3.2

3.9

3.8

85

Wissenschaften

1065

1044

911

889

0.7

0.7

0.7

0.7

86

Gesundheitswesen

5075

5564

5208

5182

3.3

3.7

4.2

4.3

87

Sport und Unterhaltung

191

192

193

180

0.1

0.1

0.2

0.1

91

Dienstleistungsberufe, wenn nicht anderswo

390

423

373

381

0.3

0.3

0.3

0.3

92–93 Übrige Berufe

11811

11154

9241

9162

7.7

7.5

7.5

7.5

Keine Angabe

5964

6854

7434

7086

3.9

4.6

6.0

5.8

1) Gliederung der Berufsgruppen nach BN-2000 des BFS. 2) Jahresdurchschnitt.

B 8.11

Registrierte Arbeitslose nach Altersklassen

Quelle: Seco Info-Telefon: 031/322 28 92 E-Mail: [email protected] Internet: http://ams.jobarea.ch

Arbeitslosenquoten in %1)

B 8.12

Registrierte Arbeitslose nach zuletzt ausgeübter Funktion

Anteile in %

20042)

20052)

August 2006

Sept. 2006

20041)

20051)

August 2006

Sept. 2006

Total

3.9

3.8

3.1

3.1

Total

100

100

100

100

15–19

3.3

3.4

3.8

3.6

Selbständigerwerbende

0.8

0.9

1.0

1.0

20–24

6.2

6.1

4.9

4.9

Kaderfunktion

6.6

6.1

6.1

6.0

25–29

5.0

4.7

3.6

3.7

Fachfunktion

55.2

55.2

53.4

53.0

30–34

4.1

3.8

3.0

2.9

Hilfsfunktion

30.9

30.6

29.7

30.5

35–39

3.8

3.5

2.7

2.7

Lehrling

3.4

3.8

5.5

5.4

40–44

3.6

3.6

2.9

2.9

Heimarbeiter

0.2

0.2

0.2

0.2

45–49

3.3

3.3

2.7

2.7

Schüler, Studierende

2.9

3.2

4.2

4.0

50–54

2.8

2.8

2.4

2.4

55–59

3.0

3.0

2.6

2.5

60 und älter

3.5

3.6

3.5

3.4

1) Vgl. Tabelle B8.4, Fussnote 1. 2) Jahresdurchschnitt.

1) Jahresdurchschnitt.

Quelle: Seco Info-Telefon: 031/322 28 92 E-Mail: [email protected] Internet: http://ams.jobarea.ch

89 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: Seco Info-Telefon: 031/322 28 92 E-Mail: [email protected] Internet: http://ams.jobarea.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B9

Arbeitszeit

B 9.1

Tatsächliches jährliches Arbeitsvolumen und tatsächliche Jahresarbeitszeit gemäss Inlandkonzept1) Tatsächliche Jahresarbeitszeit in Stunden pro Arbeitsstelle2)

Tatsächliches jährliches Arbeitsvolumen in Mio. Stunden 2000

2001

2002

2003

2004

2000

2001

2002

2003

2004

Geschlecht Männer

4452

4395

4378

4383

4455

1856

1828

1813

1812

1843

Frauen

2436

2444

2422

2447

2519

1283

1257

1236

1242

1269

Schweizer

5126

5062

5031

5050

5150

1579

1548

1524

1525

1556

Ausländer

1763

1778

1769

1780

1824

1677

1648

1650

1651

1671 2153

Nationalität

Wirtschaftsabschnitte Noga A,B

Land- und Forstwirtschaft

C,D,E

Industrie, Energie- und Wasserversorgung

403

386

376

363

365

2144

2157

2083

2077

1349

1326

1260

1216

1235

1754

1714

1693

1687

F

Baugewerbe

1735

526

526

519

516

528

1749

1736

1750

1763

1806

G

Handel, Reparaturgewerbe

H

Gastgewerbe

1061

1051

1040

1056

1077

1626

1601

1578

1578

1606

426

393

388

396

401

1687

1591

1568

1586

I

1612

Verkehr und Nachrichten

467

451

457

459

459

1659

1613

1619

1620

1634

J

Kredit- und Versicherungsgewerbe

362

378

387

386

388

1718

1690

1690

1709

1748

K

Immobilien, Informatik, F&E

755

781

787

796

820

1604

1575

1551

1559

1589

L

Öffentliche Verwaltung

278

274

283

310

318

1578

1530

1509

1535

1527

M

Unterrichtswesen

344

352

363

369

380

1244

1236

1216

1224

1252

N

Gesundheits- und Sozialwesen

616

615

635

652

685

1369

1352

1340

1338

1365

O

Sonstige Dienstleistungen

257

259

261

268

276

1300

1291

1282

1292

1293

P

Private Haushalte

46

48

43

44

44

634

671

676

678

684

Vollzeit (90%-100%)

5733

5681

5631

5614

5725

1976

1944

1928

1931

1967

Teilzeit (weniger als 90%)

1155

1159

1169

1216

1249

827

812

804

821

837

805

805

816

859

879

1263

1235

1225

1229

1249

Beschäftigungsgrad

davon Teilzeit I (50-89%) davon Teilzeit II (weniger als 50%) Total

350

353

353

357

370

461

456

448

456

469

6888

6840

6800

6830

6974

1603

1573

1555

1556

1584

1) Total aller produktiven Tätigkeiten innerhalb des Schweizer Wirtschaftsgebietes. 2) Die hier verwendeten Beschäftigungszahlen berücksichtigen im Unterschied zur Beschäftigungsstatistik (Besta) auch den Primärsektor, die Beschäftigten mit weniger als 6 Arbeitsstunden pro Woche, die Heimarbeiter, die Angestellten von Privathaushalten und die Selbständigen ohne Betrieb.

B 9.2

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 64 86 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

Betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit

Jahresdurchschnitt in Std. pro Woche

Noga-Abschnitte

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

A–O

Total

41.9

41.9

41.8

41.8

41.7

41.7

41.7

41.6

41.6

A (01.12, 02)

Sektor 1 (Gartenbau und Forstwirtschaft)

43.4

43.3

43.3

43.2

43.1

43.0

43.0

42.8

42.8

C-F

Sektor 2

41.7

41.6

41.6

41.5

41.5

41.4

41.4

41.3

41.3

C,E

Bergbau und Gewinnung von Steinen/ Erden, Energie- und Wasserversorgung

41.6

41.6

41.5

41.4

41.3

41.4

41.3

41.3

41.3

D

Industrie, Verarbeitendes Gewerbe

41.4

41.4

41.3

41.3

41.2

41.2

41.2

41.2

41.2

F

Baugewerbe

42.4

42.3

42.1

42.0

42.0

41.9

41.8

41.7

41.7

G-O

Sektor 3

42.0

42.0

41.9

41.9

41.8

41.8

41.8

41.7

41.7

G

Handel, Reparaturgewerbe

42.3

42.3

42.2

42.1

42.1

41.9

41.9

41.9

41.9

H

Gastgewerbe

42.8

42.9

42.3

42.2

42.2

42.2

42.2

42.1

42.1

I

Verkehr und Nachrichten

42.2

42.2

42.2

42.2

41.9

42.0

42.0

42.0

42.1

J

Kredit- und Versicherungsgewerbe

41.6

41.5

41.5

41.5

41.4

41.5

41.5

41.5

41.5

K

Immobilien, Informatik, F&E

41.9

41.9

41.9

41.8

41.8

41.7

41.7

41.7

41.8

L

Öffentliche Verwaltung

41.7

41.7

41.7

41.6

41.6

41.6

41.6

41.6

41.5

M

Unterrichtswesen

41.7

41.8

41.7

41.6

41.5

41.4

41.5

41.4

41.5

N

Gesundheits- und Sozialwesen

41.7

41.7

41.7

41.7

41.7

41.6

41.6

41.5

41.5

O

Sonstige Dienstleistungen

42.0

42.0

42.0

41.9

41.7

41.8

41.9

41.7

41.6

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/71364 86 (aufgrund der Daten der SSUV) E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

90 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 10 Löhne B 10.1

Monatlicher Bruttolohn1) nach Wirtschaftszweigen, 2004

Monatlicher Bruttolohn, Zentralwert (Median)2) in Franken Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes3)

Insgesamt Wirtschaftszweige (Noga)

1+2

3

4

Total

Frauen

Männer

Total

Frauen

Männer

Total

Frauen

Männer

Total

Frauen

Männer

Privater Sektor

5500

4735

5910

7290

6241

7722

5323

4870

5550

4235

3893

4588

15

Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken

4965

4162

5293

6698

5557

6984

5130

4522

5336

4055

3652

4452

17

Textilgewerbe

4768

3884

5422

6825

5496

7356

4882

4210

5303

4040

3539

4678

21

Papier- und Kartongewerbe

5688

4391

5964

7437

6300

7692

5831

5107

5984

4818

3776

5200

22

Verlag, Druck, Vervielfältigung

6192

5200

6647

7475

6331

7800

6120

5417

6414

4701

4117

5236

23–24

Kokerei, chemische Industrie

7273

6493

7590

9652

8590

10000

6919

6341

7131

5469

4331

5961

27–28

Metallbe- und verarbeitung

5373

4405

5525

6690

5813

6817

5407

4767

5471

4562

3895

4777

29, 34–35 Maschinen- und Fahrzeugbau

6107

5025

6271

7265

6233

7363

5794

5309

5862

4695

4044

4979

40–41

Energie- und Wasserversorgung

7003

5813

7137

8553

6954

8696

6509

5604

6638

5932

5139

6080

45

Baugewerbe

5411

5118

5419

6189

5525

6243

5343

5067

5358

4816

4333

4829

51

Handelsvermittlung, Grosshandel

5977

5302

6346

8057

6620

8571

5564

5262

5710

4508

4152

4672

52

Detailhandel und Reparatur

4260

3975

4984

5778

4908

6521

4224

3981

4876

3904

3792

4280

55

Gastgewerbe

3825

3707

4017

4722

4321

5104

4000

3846

4186

3482

3466

3514

65

Kreditgewerbe

7540

6171

8933

10337

8443

11000

6111

5794

6662

5693

5571

5964

66

Versicherungsgewerbe

7068

5853

8484

9506

7705

10143

6130

5630

7135

5438

5196

5928

Öffentlicher Sektor (Bund)

6378

5908

6535

9016

8105

9190

6456

6073

6522

5238

5000

5301

Kantonaler öffentlicher Sektor

7154

6500

8017

8949

7848

9783

6436

6131

6846

5134

4851

5532

1) Standardisierter Monatslohn (Vollzeitäquivalent basierend auf 4 /3 Wochen à 40 Arbeitsstunden). 2) Für die eine Hälfte der Arbeitsstellen liegt der standardisierte Lohn über, für die andere Hälfte dagegen unter dem ausgewiesenen Zentralwert (Median). 3) 1 = Verrichtung höchst anspruchsvoller und schwierigster Arbeiten. 2 = Verrichtung selbstständiger und qualifizierter Arbeiten. 3 = Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt. 4 = Verrichtung einfacher und repetitiver Tätigkeiten.

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 64 29 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

1

B 10.2

Lohnentwicklung

Veränderung in % gegenüber Vorjahr (Jahresdurchschnitt)

Noga-Abschnitte

2000

2001

2002

2003

2004

2005

Nominal Total

1.3

2.5

1.8

1.4

0.9

1.0

A (01.12, 02) Gartenbau, Forstwirtschaft

1.9

1.7

2.3

1.4

0.9

...

C,E

Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden, Energie- und Wasserversorgung

1.3

2.5

0.7

1.2

0.8

1.1

D

Verarbeitendes Gewerbe, Industrie

1.3

2.7

1.8

1.2

0.7

1.3

F

Baugewerbe

1.9

2.8

1.6

1.0

0.4

1.1

G,H

Handel, Reparatur, Gastgewerbe

1.0

2.4

1.9

1.5

1.0

1.2

I

Verkehr und Nachrichtenübermittlung

0.3

1.6

2.0

1.6

1.4

0.4

J,K

Kredit- und Vers.-Gewerbe, Immobilien, Vermarktung, Informatik, F&E

2.1

3.1

1.7

1.6

1.3

0.9

L

Öffentliche Verwaltung, Landesverteidigung, Sozialversicherungen

1.0

1.5

2.3

1.4

0.6

1.1

M,N,O

Unterrichtswesen, Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige öffentliche Dienstleistungen, persönliche Dienstleistungen

Real Total1)

1.0

2.1

1.7

1.7

1.3

0.6

-0.3

1.5

1.1

0.8

0.1

-0.2

1) Deflationiert mit dem Landesindex der Konsumentepreise (Jahresdurchschnitt).

B 10.3

Quelle: BFS (aufgrund der Daten der SSUV) Info-Telefon: 032/713 64 66 E-Mail: [email protected] Internet www.statistik.admin.ch

Nominal- und Reallohnindex, 1939 = 100 1980

1985

1990

1995

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

1058

1323

1595

1887

1938

1963

2011

2047

2076

2095

2115

Männer

1005

1256

1511

1789

1835

1856

1902

1933

1958

1975

1992

Frauen

1162

1459

1775

2087

2156

2190

2245

2296

2334

2360

2386

Real Total

254

259

272

279

280

279

284

287

289

289

289

Männer

241

246

257

264

265

264

268

270

272

272

271

Frauen

279

285

302

307

311

311

316

321

324

325

325

Nominal total

Quelle: BFS Bis 1993: Oktoberlohnerhebung, ab 1994: aufgrund der Daten der SSUV Info-Telefon: 032/713 64 66 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

91 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 10.4

Nominallohnindex, 1993=100

Total

Total 2004

2005

114.1

115.2

Total

Abteilung (Noga)

Total 2004

2005

Männer 2005

Frauen 2005

114.1

115.2

114.3

117.9 ...

Abschnitt (Noga)

01.12

Gartenbau

116.0

...

A (01.12, 02) Gartenbau, Forstwirtschaft

115.7

...

...

02

Forstwirtschaft

114.0

...

C, E

10–14,

Bergbau u. Gewinnung v. Steinen u. Erden,

Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden, Energie- und Wasserversorgung

112.5

113.7

113.7

...

40–41

Energie- und Wasserversorgung

112.5

113.7

D

Verarbeitendes Gewerbe, Industrie

113.5

115.0

114.0

119.9

15–16

H. v. Nahrungsm. und Getränken, Tabakverarb.

112.5

114.0

F

Baugewerbe

112.7

114.0

114.0



17–18

Herstellung von Textilien und Bekleidung

110.5

112.4

G, H

Handel, Reparatur, Gastgewerbe

114.5

115.9

115.0

117.4

20

Be- und Verarbeitung von Holz

111.6

113.4

I

Verkehr und Nachrichtenübermittlung

111.5

111.9

111.6

112.6

21–22

Papier-, Karton-, Verlags- und Druckgewerbe

109.7

110.5

J, K

19, 23–25

H. v. Lederwaren und Schuhen, Kokerei, chemische Industrie, H. v. Gummi- und Kunststoffwaren

Immob., Verm., Informatik, F&E, Kredit- und Vers. Gewerbe

120.4

121.5

120.2

123.9

119.5

123.2

L

Öffentliche Verwaltung, Landesverteidigung, Sozialversicherung

111.1

112.3

111.6

114.7

26

Herstellung v. sonst. nichtmetallischen Mineralien 112.6

113.3

M, N, O

27–28

Metallbe- und -verarbeitung

113.2

113.8

112.0

112.5

Unterrichtswesen, Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige öffentliche Dienstleistungen, persönliche Dienstleistungen

113.5

114.1

112.6

115.4

116.3

29, 34–35 Maschinen- und Fahrzeugbau 30–33

H. v. elektr. und elektron. Geräten, Feinmechanik

114.5

36

H. v. Möbeln, Schmuck u. sonst. Erzeugn.

112.6

113.5

45

Baugewerbe

112.7

114.0

50

Handel, Instandhalt. u. Reparatur v. Autos

113.1

114.8

Sektor I

115.7

...

...

...

51

Handelsvermittlung und Grosshandel

114.3

115.2

Sektor II

113.3

114.7

114.0

119.3

52

Detailhandel, Reparatur von Gebrauchsgütern

114.2

115.9

Sektor III

114.8

115.7

114.7

117.6

55

Gastgewerbe

115.6

117.0

Arbeitsbereich ...

Wirtschaftssektor

60–63

Verkehr

106.8

107.2

Betrieb

112.0

...

...

64

Nachrichtenübermittlung

120.0

120.5

Büro und Technik

114.1

...

...

...

65

Kreditgewerbe

123.4

124.0

Verkauf

116.4

...

...

...

66

Versicherungsgewerbe

124.9

126.1

67

Mit Kredit- und Versicherungsgew. verb. Tätigkeit

124.1

125.3

Gelernte

113.1

...

...

...

70–74

Immobilienwesen, Informatik, F&E

116.6

117.8

An- und Ungelernte

113.0

...

...

...

75

Öffentl. Verwaltung, Landesverteid., Sozialversich. 111.1

112.3

80

Unterrichtswesen

110.3

110.9

85

Gesundheits- und Sozialwesen

114.2

114.9

90–93

Erbringung von sonstigen öffentlichen und persönlichen Dienstleistungen

115.9

116.8

Qualifikation

Quelle : BFS (aufgrund der Daten der SSUV) Info-Telefon: 032/713 64 66 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

B 11 Sozialversicherungen B 11.1

Betriebsrechnungen und Gesamtrechnung der Sozialversicherungen: Einnahmen und Ausgaben1) Einnahmen

Ausgaben Beiträge 20032)

in Mio. Fr. Alters- und Hinterlassenenversicherung AHV

Versicherte, Arbeitgeber

Öffentliche Hand

Sozialleistungen 20032)

in Mio. Fr.

2002

2003

2004

in Mio. Fr.

in %

in Mio. Fr.

in %

2002

2003

2004

in Mio. Fr.

in % 99.6

28903

31958

32387

22437

70.2

8051

25.2

29095

29981

30423

29866

Ergänzungsleistungen zur AHV

1525

1573

1651





1573

100

1525

1573

1651

1573

100

Invalidenversicherung IV

8775

9210

9511

3764

40.9

5329

57.9

9964

10658

11096

10295

96.6

Ergänzungsleistungen zur IV

1003

1099

1197





1099

100

1003

1099

1197

1099

100

Berufliche Vorsorge BV3),4)

45717

46100



32800

71.1





34590

35600



22600

63.5

Krankenversicherung KV

15588

17000



13836

81.4

2978

17.5

15570

16390



15399

94

6683

6449



5014

77.7





4972

5236



4528

86.5

Unfallversicherung UV

662

932

957

804

86.3





692

703

550

701

99.7

Arbeitslosenversicherung ALV

Erwerbsersatzordnung EO

6969

5978

4835

5610

93.8

268

4.5

4966

6786

7107

5370

79.1

Familienzulagen FZ3)

4796

4827



4665

96.6

117

2.4

4676

4758



4619

97.1

121799

123436



88231

71.5

19413

15.7

106605

112085



95351

85.1

Total der Gesamtrechnung1),5)

1) Die harmonisierten Daten der Gesamtrechnung der Sozialversicherungen können von den Angaben der Betriebsrechnungen der einzelnen Sozialversicherungen abweichen. 2) Letztes vollständig verfügbares Jahr. 3) Schätzung BSV bzw. BFS. 4) Provisorische Werte. 5) Konsolidierte Rechnung, d.h. Doppelzählungen sind bereinigt.

92 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: BSV Info-Telefon: 031/322 90 23 E-Mail: [email protected] Internet: www.bsv.admin.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 11.2

Betriebsrechnungen und Gesamtrechnung der Sozialversicherungen: Saldi/Reserven/Bezügerinnen und Bezüger Stand Kapitalkonto Ende Jahr1) in Mio. Fr.

Saldo in Mio. Fr.

Bezügerinnen und Bezüger in 10002)

2002

2003

2004

2002

2003

2004

2002

2003

2004

-191

1977

1964

23067

25044

27008

1756

1791

1836













143

146

149

-1189

-1448

-1586

-4503

-4450

-6036

432

457

478













74

79

85

Berufliche Vorsorge BV3)

11127

10500



423600

468000



803

830



Krankenversicherung KV

19

609



6266

7050



6171

6105

6076

1711

1214



29785

31584



111

111

112

-30

229

406

3545

2274

2680

302

318

239

2004

-808

-2272

2282

1475

-797

252

317

330

120

69



...

...

...

...

...

...

15194

11352



484043

530976



...

...

...

Alters- und Hinterlassenenversicherung AHV Ergänzungsleistungen zur AHV Invalidenversicherung IV Ergänzungsleistungen zur IV

Unfallversicherung UV Erwerbsersatzordnung EO Arbeitslosenversicherung ALV Familienzulagen FZ3) Total der Gesamtrechnung4)

1) BV: Bilanzsumme der Pensionskassen, bereinigt um Kreditoren und Passivhypotheken. UV: Rückstellungen, Reseven. KV: Reserven. 2) AHV, IV und EL: Anzahl Personen. KV: Personen, welche mindestens einmal ambulante oder stationäre Kosten verursacht haben. UV: Rentenbezüger, ALV: Taggeldbezüger. 3) Schätzung BFS oder BSV, provisorische Werte. 4) Die harmonisierten Daten der Gesamtrechnung der Sozialversicherungen können von den Angaben der Betriebsrechnungen der einzelnen Sozialversicherungen abweichen.

B 11.3

Quelle: BSV Info-Telefon: 031/322 90 23 E-Mail: [email protected] Internet: www.bsv.admin.ch

Arbeitslosenversicherung In 1000 Fr.

Veränderung in % gegenüber Vorjahr

2002

2003

2004

2005

2002

2003

2004

2005

7248703

6387440

5267849

5233387

3.0

-11.9

-17.5

-0.7

6762019

5626530

4357591

4361933

3.0

-16.8

-22.6

0.1

5245228

7195317

7539772

7111731

45.7

37.2

4.8

-5.7

davon Leistungen insgesamt

3901895

5655978

5906861

5508742

57.0

45.0

4.4

-6.7

Arbeitslosenentschädigung

3195834

4755330

5030962

4625748

54.4

48.8

5.8

-8.1

Kurzarbeitsentschädigungen

182901

201128

102609

57058

568.1

10.0

-49.0

-44.4

Einnahmen total davon Beiträge der Versicherten und Arbeitgeber Ausgaben total

Schlechtwetterentschädigungen

23639

51269

46096

105081

12.4

116.9

-10.1

128.0

Insolvenzentschädigungen

75095

56661

43651

41136

70.2

-24.5

-23.0

-5.8

Arbeitsmarktmassnahmen

424426

591590

683543

679718

31.3

39.4

15.5

-0.6

Quelle: Seco Info-Telefon: 031/300 71 37

B 11.4

Bezüger der Arbeitslosenversicherung Veränderung in % gegenüber Vorjahr 2003

2004

2005

2003

2004

2005

Bezüger Total

316850

330328

322640

29.6

4.3

-2.3

Männer

176895

179966

170780

34.8

1.7

-5.1

Frauen

139955

150362

151860

23.7

7.4

1.0

Bezugstage1) Total

32906175

34441105

32542885

45.7

4.7

-5.5

Männer

18341358

18562901

16943153

54.5

1.2

-8.7

Frauen

14564817

15878204

15599732

36.3

9.0

-1.8

Durchschnittliche Bezugsdauer je Bezüger in Tagen Total

104

104

101

13.0

0.4

-3.3

Männer

104

103

99

15.1

-0.5

-3.8

Frauen

104

106

103

10.0

1.5

-2.7

Durchschnittliche Auszahlungen je Bezüger in Fr.2) Total

13793

13801

13012

19.7

0.1

-5.7

Männer

15751

15681

14727

20.5

-0.4

-6.1

Frauen

11318

11552

11084

16.5

2.1

-4.1

Durchschnittliche Auszahlungen je Bezugstag und Bezüger in Fr. Total

133

132

129

5.9

-0.3

-2.5

Männer

152

152

148

4.4

0.1

-2.4

Frauen

109

109

108

5.8

0.6

-1.4

1) Inkl. Einstelltage. 2) Nettoauszahlung : Taggelder + Zulagen – Abzüge.

Quelle: Seco Info-Telefon: 031/322 27 42

93 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B11.5

Krankenversicherungsprämien-Index: Zusatzversicherungen VVG nach Kanton Index (1999 = 100)

Veränderung in % gegenüber Vorjahr

Kanton

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2000

2001

2002

2003

2004

Zürich

108.1

113.5

118.0

119.0

120.5

121.9

8.1

5.0

4.0

0.8

1.3

2005 1.1

Bern

105.9

112.0

116.7

118.1

119.7

120.5

5.9

5.8

4.2

1.2

1.4

0.7 0.7

Luzern

105.1

109.1

113.5

114.3

115.8

116.6

5.1

3.7

4.0

0.7

1.3

Uri

105.7

109.5

113.4

113.8

115.3

116.0

5.7

3.5

3.6

0.4

1.3

0.7

Schwyz

105.8

109.8

113.3

114.0

115.4

116.2

5.8

3.8

3.1

0.6

1.2

0.7

Obwalden

107.2

111.1

115.0

115.8

117.3

118.1

7.2

3.6

3.5

0.7

1.3

0.7

Nidwalden

107.5

111.6

115.3

115.7

117.2

118.0

7.5

3.8

3.3

0.4

1.3

0.7

Glarus

105.8

108.2

111.1

111.6

112.9

114.2

5.8

2.3

2.6

0.5

1.2

1.1

Zug

105.1

108.7

112.1

112.6

114.1

114.9

5.1

3.5

3.2

0.4

1.3

0.7

Freiburg

104.2

109.4

114.2

115.1

116.6

117.4

4.2

5.0

4.4

0.7

1.3

0.7

Solothurn

106.6

110.6

114.1

115.3

116.9

117.7

6.6

3.8

3.2

1.1

1.3

0.7

Basel-Stadt

108.8

114.8

119.7

120.9

122.5

123.9

8.8

5.5

4.3

1.0

1.3

1.1

Basel-Landschaft

106.8

110.8

115.4

116.0

117.6

118.4

6.8

3.7

4.1

0.6

1.3

0.7

Schaffhausen

107.1

112.5

117.3

118.4

119.9

120.7

7.1

5.1

4.2

1.0

1.2

0.7

Appenzell A.Rh.

106.5

110.4

113.5

114.3

115.7

116.4

6.5

3.7

2.9

0.7

1.2

0.7

Appenzell I.Rh.

105.1

108.9

112.4

112.8

114.1

114.9

5.1

3.6

3.1

0.4

1.2

0.7

St. Gallen

106.3

110.4

114.8

115.6

117.0

118.3

6.3

3.9

4.0

0.7

1.2

1.1

Graubünden

105.7

109.7

113.0

113.9

115.2

116.0

5.7

3.8

3.0

0.7

1.2

0.7

Aargau

105.0

110.2

114.5

115.6

117.1

117.9

5.0

4.9

3.9

1.0

1.3

0.7

Thurgau

105.6

110.5

114.2

114.8

116.3

117.1

5.6

4.7

3.3

0.6

1.3

0.7

Tessin

107.9

111.7

114.8

115.5

116.9

117.7

7.9

3.6

2.8

0.6

1.2

0.7

Waadt

106.2

110.2

115.0

116.0

117.6

118.9

6.2

3.8

4.3

0.9

1.3

1.1

Wallis

104.4

108.6

112.4

113.4

114.7

116.2

4.4

4.0

3.4

0.9

1.1

1.4

Neuenburg

106.3

110.9

115.1

116.0

117.6

118.4

6.3

4.3

3.8

0.8

1.3

0.7

Genf

106.3

110.0

115.2

116.1

117.6

118.9

6.3

3.5

4.7

0.8

1.3

1.1

Jura

106.9

110.8

114.6

115.1

116.6

117.4

6.9

3.6

3.4

0.4

1.3

0.7

Schweiz

106.4

111.1

115.4

116.4

117.9

118.9

6.4

4.4

3.9

0.8

1.3

0.9

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 65 04 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch B11.6

Krankenversicherungsprämien-Index: Zusatzversicherungen VVG nach Produkt Index (1999=100) Gewichtung 2005

Veränderung in % gegenüber Vorjahr

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2000

2001

2002

2003

2004

2005

100.000

106.4

111.1

115.4

116.4

117.9

118.9

6.4

4.4

3.9

0.8

1.3

0.9

Allgemeine Abteilung ganze Schweiz

25.309

104.3

107.5

107.9

110.0

113.3

114.2

4.3

3.0

0.4

1.9

3.0

0.8

Männer

12.025

104.3

107.4

107.9

110.1

113.5

114.4

4.3

3.0

0.5

2.0

3.1

0.8

10 Jahre (0-18 Jährige)

0.895

104.7

107.7

108.1

117.8

120.9

121.8

4.7

2.9

0.4

9.0

2.6

0.8

20 Jahre (19-35 Jährige)

1.967

104.1

106.8

107.3

108.9

112.3

113.0

4.1

2.5

0.5

1.5

3.1

0.7

42 Jahre (36-65 Jährige)

5.771

104.8

107.4

108.3

110.0

113.6

114.5

4.8

2.5

0.8

1.6

3.2

0.8

68 Jahre (66+ Jährige)

3.392

103.5

107.9

107.7

109.3

112.4

113.4

3.5

4.2

-0.2

1.4

2.9

0.8

Zusatzversicherungen (Spital)

Frauen

13.284

104.3

107.5

108.0

109.9

113.2

114.1

4.3

3.1

0.4

1.8

3.0

0.8

10 Jahre (0-18 Jährige)

0.872

104.7

107.7

108.1

115.3

118.3

119.3

4.7

2.9

0.4

6.7

2.6

0.8

20 Jahre (19-35 Jährige)

2.127

104.5

107.1

107.7

109.3

112.5

113.3

4.5

2.5

0.5

1.5

2.9

0.7

42 Jahre (36-65 Jährige)

6.101

104.7

107.3

108.2

109.8

113.4

114.2

4.7

2.5

0.8

1.5

3.2

0.8

68 Jahre (66+ Jährige)

4.184

103.5

107.9

107.7

109.3

112.4

113.4

3.5

4.2

-0.2

1.4

2.9

0.8

43.567

107.5

112.5

117.5

117.9

118.6

119.4

7.5

4.7

4.4

0.3

0.6

0.7

16.797

107.4

113.0

118.1

118.5

119.9

120.7

7.4

5.2

4.5

0.3

1.2

0.7

0.917

107.7

113.5

118.3

117.6

118.7

118.9

7.7

5.4

4.2

-0.6

0.9

0.2 0.2

Halbprivate Abteilung ganze Schweiz Männer 20 Jahre (0-35 Jährige) 42 Jahre (36-65 Jährige)

9.661

107.1

112.5

117.3

116.2

117.5

117.7

7.1

5.1

4.2

-0.9

1.1

68 Jahre (66+ Jährige)

6.219

107.8

113.8

119.6

122.8

124.5

126.4

7.8

5.5

5.1

2.7

1.4

1.5

26.770

107.5

112.2

117.1

117.5

117.8

118.6

7.5

4.3

4.4

0.3

0.3

0.7

20 Jahre (0-35 Jährige)

2.352

107.6

112.5

117.5

117.1

117.1

117.3

7.6

4.5

4.5

-0.4

0.0

0.2

42 Jahre (36-65 Jährige)

14.549

107.3

111.7

116.5

115.4

115.7

116.0

7.3

4.1

4.2

-0.9

0.3

0.2

9.869

107.8

112.8

118.1

121.0

121.4

123.2

7.8

4.6

4.7

2.5

0.3

1.5

Private Abteilung ganze Schweiz

31.124

106.7

112.5

119.3

120.1

121.2

122.7

6.7

5.5

6.0

0.7

0.9

1.3

Männer

13.961

106.6

112.9

119.8

120.7

122.3

123.9

6.6

6.0

6.1

0.8

1.3

1.3

0.655

106.9

113.4

119.5

119.6

120.8

121.2

6.9

6.1

5.4

0.1

1.0

0.3

42 Jahre (36-65 Jährige)

7.967

106.5

112.8

118.8

118.9

120.3

120.8

6.5

5.9

5.4

0.1

1.2

0.4

68 Jahre (66+ Jährige)

5.339

106.7

113.2

121.8

124.6

126.4

129.9

6.7

6.1

7.6

2.2

1.4

2.8

Frauen

68 Jahre (66+ Jährige)

20 Jahre (0-35 Jährige)

Frauen

17.163

106.7

112.1

118.9

119.7

120.3

121.8

6.7

5.1

6.0

0.7

0.5

1.3

20 Jahre (0-35 Jährige)

1.070

106.9

112.4

118.8

119.2

119.4

119.8

6.9

5.2

5.7

0.4

0.1

0.3

42 Jahre (36-65 Jährige)

9.842

106.7

112.1

118.1

118.0

118.7

119.1

6.7

5.0

5.4

-0.1

0.6

0.4

68 Jahre (66+ Jährige)

6.251

106.7

112.2

120.4

123.0

123.5

127.0

6.7

5.2

7.3

2.1

0.4

2.8

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 65 04 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

94 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B11.7

Krankenversicherungsprämien-Index, Totalindex Schweiz Index (1999=100)

Veränderung in % gegenüber Vorjahr

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2000

2001

2002

2003

2004

2005

Grundversicherung

103.8

109.8

120.8

133.0

142.1

145.6

3.8

5.8

10.0

10.1

6.8

2.5

Zusatzversicherung

106.4

111.1

115.4

116.4

117.9

118.9

6.4

4.4

3.9

0.8

1.3

0.9

Total

104.6

110.3

119.0

127.4

134.0

136.7

4.6

5.4

7.9

7.0

5.2

2.0

Quelle: BFS; Info-Telefon: 032/713 65 04 E-Mail: [email protected]; Internet: www.statistik.admin.ch

B11.8

Gesamtrechnung der Sozialen Sicherheit in Mio. Fr.

Zu laufenden Preisen

1990

2000

2003

2004

in % Leistungen nach Funktionen

1990

2000

2003

2004

Gesamtausgaben

64551

113722

127461

132008

Alter

46.2

47.2

43.9

44.3

Sozialleistungen

57752

103484

117610

122967

Krankheit/Gesundheitspflege

28.5

25.1

26.3

26.0

Einnahmen

87058

135723

147877

147923

Invalidität

9.7

11.7

12.7

12.6

in %

Überleben Hinterbliebener

5.5

4.6

4.3

4.2 4.8

Im Verhältnis zum BIP1) Gesamtausgaben

19.7

27.4

29.3

29.6

Familie/Kinder

6.3

5.1

5.0

Sozialleistungen

17.6

24.9

27.1

27.6

Arbeitslosigkeit

0.8

2.8

4.7

4.7

Einnahmen

26.6

32.7

34.0

33.2

Soziale Ausgrenzung, Wohnen

2.9

3.6

3.2

3.4

1) Die Ausgaben, Leistungen und Einnahmen für die Soziale Sicherheit stellen keine Teilmengen des BIP dar.

Quelle: BFS, Info-Telefon: 032/713 66 63 E-Mail: [email protected], Internet: www.statistik.admin.ch

B 12 Bildung B 12.1

Ausgewählte Diplome bzw. Schulabschlüsse Frauen Anzahl

Schulstufen

Anteil in %

1990

1995

12090 11009

absolut

2000

2004

1990

1995

2000

2004

2004

12932

15024

15993

48.6

50.8

53.9

57.5

9202

11923

13984

15732

46.9

49.5

52.9

57.5

9051

1081

1009

1040

261

65.3

65.5

67.3

57.9

151

1551

2104

1998

1065

72.0

74.2

71.3

78.1

832 22881

Sekundarstufe II Gymnasiale Maturität Eidgenössisch anerkannt Nicht eidgenössisch anerkannt Schulen für Unterrichtsberufe1) Berufsbildung Berufslehre BBG

58640

46001

49151

51297

43.9

41.5

43.1

44.6

Berufe der Landwirtschaft

1769

1406

1169

976

5.5

6.3

12.5

12.2

119

Berufe des Schweizerischen Roten Kreuzes

3455

3954

4565

1426

91.5

90.6

88.6

88.4

1261

Handelsmittelschulen BBG

3319

2504

2209

2828

66.6

62.3

59.9

57.7

1632

Anlehre

1541

1635

2081

2474

40.6

36.9

30.2

31.6

782

-

480

6478

9703

-

18.8

35.9

42.9

4164

A = Technische Richtung

-

230

2686

3394

-

3.0

9.0

12.8

435

B = Kaufmännische Richtung

-

154

3315

5303

-

51.3

55.5

58.6

3106

C = Gestalterische Richtung

-

-

300

536

-

-

62.0

66.8

358

D = Gewerbliche Richtung

-

-

102

182

-

-

44.1

52.7

96

E = Naturwissenschaftliche Richtung

-

96

75

119

-

4.2

17.3

37.8

45

F = Gesundheitliche und soziale Richtung

-

-

-

169

-

-

-

73.4

124

Berufsmaturität

Tertiärstufe Höhere Berufsbildung Höhere Fachschulen (Vorgänger Fachhochschulen)

3505

4133

1083

-

15.1

20.3

43.1

-

-

Höhere Fachschulen

1922

2944

3068

4096

13.3

16.4

24.0

26.8

1098

Höhere Fachprüfungen

3115

3147

3232

3195

9.7

16.9

16.2

17.3

553

Berufsprüfungen

4005

6068

8082

11368

21.5

25.3

32.4

33.5

3803

...

8822

8126

10691

...

52.2

55.6

65.7

7022

Nicht vom Bund regl. höhere Berufsbildungen Hochschulen Fachhochschulen Universitäre Hochschulen

-

-

1811

7265

-

-

17.9

40.2

2918

7752

8690

9686

9816

33.1

38.7

43.9

47.9

4698

Geistes- und Sozialwissenschaften

1776

2191

3138

3188

55.4

61.3

64.4

66.8

2129

Wirtschaftswissenschaften

1456

1693

1449

1750

20.9

26.0

23.5

29.9

523

887

1119

1311

1274

38.1

45.3

48.1

52.7

671

Exakte und Naturwissenschaften

1323

1406

1436

1541

21.5

27.0

30.1

33.5

517

Medizin und Pharmazie

1231

998

1202

1038

40.7

50.0

51.2

58.0

602

Technische Wissenschaften

Recht

1079

1283

1150

964

14.6

15.4

18.2

23.3

225

Bachelordiplome

-

-

-

1057

-

-

-

42.9

453

Masterdiplome

-

-

-

287

-

-

-

28.2

81

2140

2597

2746

2768

23.0

27.9

34.5

38.2

1056

Doktorate 1 ) Primarlehrerpatente.

Quelle: BFS; Info-Telefon: 032/713 66 93 E-Mail: [email protected]; Internet: www.statistik.admin.ch

95 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 12.2

Erwerbsstatus und höchste abgeschlossene Ausbildung nach Geschlecht und Heimat, 2004 Männer

Ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren

In 1000 Frauen

Total

CH

Ausländer B/C

Total

CH

Ausländerinnen B/C

Total

CH

Ausländer B/C

Total

326

50

376

167

18

184

492

68

560

28

3

31

46

3

50

75

6

81

1241

416

1658

1170

294

1465

2411

711

3122 196

Erwerbsstatus Selbstständige Mitarbeitende Familienmitglieder Arbeitnehmer Lehrlinge

90

19

109

73

14

87

163

33

Erwerbslose

49

40

89

49

40

89

98

80

178

116

27

144

120

31

150

236

58

294

Personen in Ausbildung Hausfrauen/Hausmänner Rentner Andere Nichterwerbspersonen Total

...

...

...

240

80

320

243

81

324

451

71

522

697

70

767

1148

141

1288

27

19

45

40

21

61

66

40

107

2332

647

2978

2602

570

3172

4934

1217

6151

Höchste abgeschlossene Ausbildung Obligatorische Grundschule

328

215

543

578

236

814

906

450

1357

Anlehre, angelernt

33

29

63

55

18

72

88

47

135

Diplommittelschule und andere1)

25

9

34

167

18

185

192

27

219

953

154

1107

1019

103

1121

1972

256

2228

99

31

130

201

31

232

300

62

362

149

50

199

248

57

305

397

107

504

Berufslehre Vollzeitberufsschule Maturität Höhere Berufsausbildung

486

54

540

187

31

218

674

84

758

Universität/Hochschule

256

105

361

145

76

222

401

181

582

Keine Angabe, Weiss nicht Total

...

...

...

...

...

...

...

...

...

2332

647

2978

2602

570

3172

4934

1217

6151

1) Handelsschule kurz (1-2 Jahre), Haushaltslehrjahr.

B 12.3

Quelle: BFS, Sake 2000 Info-Telefon: 032/713 64 76 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

Schülerinnen, Schüler und Studierende1) Anteile in % Anzahl

Frauen

1995

2000

Vorschule

158210

Obligatorische Schulen

777050

Ausländer

Total

2004

1995

2000

2004

2000

2004

2000

2004

156364

156157

48.6

48.5

48.6

26.0

26.9

10.8

10.5

807347

810315

48.7

48.8

48.7

22.9

23.7

56.0

54.4

Schulstufen

Primarstufe

452789

473739

459191

49.2

49.3

49.3

21.9

22.9

32.9

30.8

Sekundarstufe I

280537

285014

300719

49.5

49.9

49.6

20.8

21.2

19.8

20.2

43724

48594

50405

38.3

37.9

37.9

45.9

45.4

3.4

3.4

280195

307121

312851

45.9

47.6

47.6

16.3

17.5

21.3

21.0

Maturitätsschulen

61833

66888

66309

51.1

55.0

56.3

12.3

13.2

4.6

4.5

Andere allgemein bildende Schulen

16376

17335

23287

70.5

70.4

67.7

24.6

26.0

1.2

1.6

9330

5993

858

80.3

83.4

81.7

2.3

2.1

0.4

0.1

188510

209157

211172

40.7

42.9

42.8

16.7

17.3

14.5

14.2

Schulen mit besonderem Lehrplan Sekundarstufe II

Schulen für Unterrichtsberufe Berufsausbildung Berufsmaturität (nach der Berufslehre)

960

3215

4921

20.6

31.0

44.7

14.3

10.6

0.2

0.3

Anlehre

3186

3876

5215

37.6

33.9

36.7

42.7

43.8

0.3

0.4

Vorlehre

-

657

1089

-

42.9

45.6

43.7

44.0

0.0

0.1

148024

162646

200777

37.7

41.9

46.0

17.2

18.4

11.3

13.5

59781

41072

40612

31.5

43.1

43.3

12.1

12.5

2.8

2.7

17123

2205

971

19.3

53.0

65.8

7.0

4.7

0.2

0.1

4956

4989

10086

6.1

5.7

26.5

10.8

12.0

0.3

0.7

Tertiärstufe Höhere Berufsbildung Höhere Fachschulen (Übergang zu Fachhochschulen) Höhere Fachschulen Vorbereitung auf höhere Fachprüfungen Vorbereitung auf Berufsprüfungen Übrige Hochschulen Fachhochschulen

10645

7484

3970

23.9

33.5

35.6

21.6

7.4

0.5

0.3

7936

8856

11946

32.1

39.0

39.6

9.9

8.3

0.6

0.8

19121

17538

13639

55.0

58.6

59.6

10.2

18.8

1.2

0.9

-

121574

160165

-

41.5

46.7

19.0

19.9

8.4

10.8 3.3

-

24902

49065

-

25.7

41.6

14.9

15.5

1.7

Universitäre Hochschulen

88243

96672

111100

45.7

45.6

48.9

20.0

21.8

6.7

7.5

Geistes- und Sozialwissenschaften

28738

34729

42159

65.4

62.5

63.8

18.4

18.5

2.4

2.8

Wirtschaftswissenschaften

12071

13159

14019

30.2

27.5

30.3

25.5

28.2

0.9

0.9

Recht

10791

10762

12436

48.4

47.5

52.1

11.6

13.7

0.7

0.8

Exakte und Naturwissenschaften

15230

15797

18693

31.5

31.6

35.4

24.7

28.5

1.1

1.3

Medizin und Pharmazie

10479

10153

10365

56.5

54.9

59.7

12.0

13.7

0.7

0.7

Technische Wissenschaften

9929

10061

10782

22.4

22.1

25.1

27.7

33.0

0.7

0.7

Interdisziplinäre und andere

1005

2011

2646

30.5

40.2

44.8

23.6

19.3

0.1

0.2

6261

8215

9694

50.6

50.1

49.4

87.2

88.7

0.6

0.7

1369740

1441693

1489794

46.9

47.8

43.1

21.6

20.3

100.0

100.0

Nicht auf Stufen zuteilbar Total 1) Jahreszahl = Schuljahr, z.B. 1990 = Schuljahr 1990/91.

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 66 93 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

96 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 12.4

Berufsbildung der Sekundarstufe II nach Berufsgruppen Anteile in % Total

Berufsgruppen Total

Frauen

Ausländer

Total

1990

1995

2000

2004

1990

1995

2000

2004

2000

2004

2000

2004

218780

188510

209157

211172

42.0

40.7

42.9

42.8

16.7

17.3

100.0

100.0

Pflanzenbau und Tierwirtschaft

10197

8603

8824

8705

28.4

31.5

32.3

31.4

2.5

2.7

4.7

4.1

Industrie und Handwerk

77042

71635

78110

79745

8.9

9.5

10.1

10.8

17.2

17.4

35.2

37.8

Technische Berufe

17746

13347

10318

10595

24.2

22.7

23.6

24.7

14.5

13.4

8.1

5.0

Handel und Verwaltung

74358

57677

69288

67796

66.2

65.2

66.1

64.8

18.6

19.0

34.0

32.1

Verkehrsberufe

4953

1804

1395

678

43.9

34.4

26.2

15.2

9.0

12.5

2.3

0.3

Gastgewerbe, Hauswirtschaft

7082

7823

10180

9594

60.5

56.6

55.9

57.9

13.2

14.9

3.2

4.5

Reinigung, Hygiene und Körperpflege

5197

5174

5028

5076

91.6

90.1

89.5

89.2

28.3

27.2

2.4

2.4

Rechts-, Sicherheits-, Ordnungspflege

478

384

583

...

12.3

18.0

23.8

...

1.9

...

0.2

...

15009

15496

19040

20245

91.8

87.4

89.4

90.3

13.1

16.3

6.9

9.6

Künstlerische Berufe

4961

4609

3687

3441

56.8

55.2

55.1

58.7

27.2

30.3

2.3

1.6

Seelsorge, Fürsorge

609

556

801

1553

98.9

96.0

96.4

96.9

11.1

8.6

0.3

0.7

1148

1402

1903

3744

5.1

10.5

11.5

14.0

26.6

22.1

0.5

1.8

Heilbehandlung

Übrige Berufe

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 66 93 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

B 12.5

Berufsbildung der Sekundarstufe II: BBG-Berufe Frauen Total

Anteile in %

1990

1995

2000

absolut

2004

1990

1995

2000

2004

2004

Berufslehre Neu abgeschlossene Lehrverträge

58474

54878

62294

62847

42.3

39.7

42.1

41.6

26175

Gesamtbestand der Lehrverträge

169639

148680

168319

172379

36.8

35.2

38.3

38.7

66672

Lehrabschlussprüfungen

62870

51466

54710

58695

43.9

41.0

42.4

43.5

25561

Ausgestellte Fähigkeitszeugnisse

58640

46001

50406

51297

43.2

41.5

43.1

44.6

22881

Anlehre Neu abgeschlossene Anlehrverträge

1413

1519

2437

3022

38.8

33.1

31.9

32.0

967

Gesamtbestand der Anlehrverträge

2572

3158

4127

5251

35.5

32.4

31.2

32.8

1722

Ausgestellte Ausweise

1541

1635

2081

2474

40.1

36.8

30.2

31.6

782

Handelsmittelschulen Prüfungskandidaten

3592

2734

2450

3100

65.8

61.4

58.4

56.4

1747

Ausgestellte Diplome

3319

2504

2181

2824

66.6

62.3

59.8

57.8

1632

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 66 93 E-Mail: [email protected] Internet: www.admin.ch/bfs B 12.6

Studierende an Schweizer Hochschulen Anteile in % Total

Frauen

Ausländer

Total

1995

2000

2003

2004

2000

2003

2004

2000

2003

2004

2000

2003

Basel

7981

7606

8711

9222

47.0

51.9

53.1

18.8

20.1

20.7

7.9

8.0

8.3

Bern

9918

10193

12562

13274

48.2

51.6

52.7

7.7

8.2

8.4

10.5

11.5

12.0

Freiburg

2004

8746

8849

9998

9913

52.4

55.4

56.4

16.8

17.8

17.9

9.2

9.1

8.9

12583

13178

14598

14652

57.5

58.1

58.8

34.9

38.3

37.9

13.6

13.4

13.2

8996

9893

10166

10231

51.8

54.2

54.9

20.7

21.0

20.7

10.2

9.3

9.2

250

256

1144

1500

46.5

52.1

54.2

18.4

8.9

9.2

0.3

1.0

1.4

Neuenburg

3234

3136

3261

3296

50.4

53.8

55.4

22.9

22.9

23.5

3.2

3.0

3.0

St.Gallen HSG

4015

4705

4839

4556

25.1

27.8

27.7

26.1

31.5

33.5

4.9

4.4

4.1

St.Gallen PHS

236

294

271

324

52.4

56.8

55.9

6.8

6.6

6.2

0.3

0.2

0.3

16224

20598

23298

23395

51.1

53.1

53.5

11.6

12.9

13.5

21.3

21.3

21.1

...

1410

1757

1856

50.6

47.9

48.4

41.6

45.7

48.2

1.5

1.6

1.7

4485

5095

6240

6493

17.9

21.8

23.0

35.5

38.0

39.8

5.3

5.7

5.8

Genf Lausanne Luzern

Zürich Università della Svizzera Italiana EPFL ETHZ

11575

11459

12488

12388

26.3

29.0

29.2

19.2

20.3

21.8

11.9

11.4

11.2

Schweiz

88243

96672

109333

111100

45.6

48.1

48.9

20.0

21.4

21.9

100.0

100.0

100.0

Quelle: BFS Info-Telefon 032/713 69 56 E-Mail: [email protected] Internet: www.education-stat.admin.ch

97 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 12.7

Hochschulen: Studienanfänger/innen und Abschlüsse Anteile in % Total

Eintritte auf Stufen Lizenziat/Diplom und Bachelor nach Fachbereichen1) Total

Frauen

Ausländer

1990

1995

2000

2004

1990

1995

2000

2004

2004 21.8

13877

13928

15392

16342

44.8

46.0

49.6

54.5

Geistes- und Sozialwissenschaften

4696

4358

5576

6257

65.6

66.4

67.2

69.8

19.7

Wirtschaftswissenschaften

2471

2230

2703

2184

29.0

30.0

31.0

34.6

30.6

Recht

1616

1950

1617

1919

47.1

48.7

56.7

60.2

15.7

Exakte und Naturwissenschaften

2040

2143

2328

2575

29.0

30.7

35.8

39.2

21.0

Medizin und Pharmazie

1328

1499

1270

1384

53.9

57.5

64.5

68.5

17.3

Technische Wissenschaften

1606

1563

1618

1625

18.5

20.0

22.7

28.3

33.9

Interdisziplinäre und andere

120

185

280

398

46.7

36.8

41.4

52.3

7.3

Abschlüsse nach Prüfungsstufe2) Lizenziate und Diplome

7752

8688

9575

9816

33.1

38.7

43.8

47.9

13.3

Bachelor

...

...

...

1057

...

...

...

42.9

12.8

Master

...

...

...

287

...

...

...

28.2

18.8

2176

2578

2745

2768

22.8

27.9

34.5

38.2

38.8

451

1207

1288

1699

44.1

43.3

45.5

49.4

50.0

Doktorate Nachdiplome

1) Als Eintritt gilt eine Person, die sich in einem gegebenen Wintersemester erstmals auf einer bestimmten Studienstufe (Bachelor, Master, Diplom/Lizenziat, Doktorat, Nachdiplom) eines bestimmten Hochschultyps (universitäre Hochschule, Fachhochschule) immatrikuliert. Eine Person kann im Verlauf ihrer Studienbiografie mehrmals als Eintritt auf unterschiedlichen Studienstufen und in unterschiedlichen Hochschultypen erfasst werden. 2) Die %-Anteile beziehen sich auf das Total Männer/Frauen bzw. Schweiz/Ausland (ohne unbekannt).

Quelle: BFS Info-Telefon 032/713 69 56 E-Mail: [email protected] Internet: www.education-stat.admin.ch

B 13 Forschung und Entwicklung (F&E) B 13.1

Öffentliche und private F&E-Finanzierung in der Schweiz, 2004

In Mio. Fr.

Finanzierungsquelle Total

13100

Öffentliche Mittel

2975

davon Bund

2085

davon Kantone Private Mittel

890 9135

Übrige Mittel in der Schweiz

305

Auländische Mittel

685 Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 68 28 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

B 13.2

F&E-Aufwendungen nach Sektor, 2004 Intramuros-Aufwendungen

F&E-Personal

in Mio. Fr.

in Personenjahren

13100

52250

Total in der Schweiz Bund

140

810

Hochschulen

3000

18355

Privatwirtschaft

9660

33085

300

...

Private Organisationen ohne Erwerbszweck

Extramuros-Aufwendungen Total Ausland

2880

F&E-Aufträge und -Beiträge des Bundes

...

450

...

F&E-Aufträge und -Beiträge der Privatwirtschaft1)

2430

...

Intra-sektorielle Aufwendungen im Ausland2)

9600

1) Extramuros-Aufwendungen an ausländische Forschungsstellen (ohne Tochtergesellschaften). 2) Von ausländischen Niederlassungen schweizerischer Unternehmungen im Ausland getätigte F&E- Aufwendungen.

98 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 68 28 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 14 Betriebs- und Unternehmensstruktur B 14.1

Sektoral- und Branchenstruktur1) Marktwirtschaftliche Unternehmen absolut

Branchen Noga

2001

Total

Veränderung in %

Arbeitsstätten

Marktwirtschaftliche Unternehmen nach Grössenklassen, 2001

absolut

Anteil Unternehmen in % 0-9

10-49

50-249

250+

4.1

5.4

382979

1.8

1.0

87.9

9.9

1.8

0.3

...

...

...

...

...

...

...

...

...

...

75865

1.2

0.7

80645

-1.8

-0.9

79.9

16.0

3.5

0.6 0.3

Sektor II Bergbau, Gewinnung von Steinen und Erden

2001

Veränderung in %

306871

Sektor I

1995/98 1998/2001

1995/98 1998/2001

332

6.1

-14.7

424

-15.0

0.0

60.5

35.8

3.3

Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken, Tabakverarbeitung

2623

-0.6

-7.9

2869

-9.4

-5.5

77.3

15.1

6.0

1.6

Herstellung von Textilien und Bekleidung

1648

-6.5

-14.0

1720

-15.6

-7.7

81.6

13.0

5.0

0.4 0.0

Herstellung von Lederwaren und Schuhen

287

-2.4

-16.2

292

-18.2

-3.3

87.8

9.8

2.4

Be- und Verarbeitung von Holz

6503

-2.7

-0.9

6610

-2.0

-3.2

87.4

11.7

0.8

0.1

Papier-, Karton-, Verlags- und Druckgewerbe

4778

-2.2

0.4

5094

-1.1

-4.6

80.9

14.4

3.8

0.9

Mineralölverarbeitung, Kokerei

12

50.0

-57.9

14

-56.0

27.3

58.3

16.7

16.7

8.3

Chemische Industrie

971

22.0

-1.2

1035

-5.0

17.9

57.5

24.0

13.8

4.7

Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren

820

1.7

-1.9

892

-4.0

1.1

56.3

29.4

12.4

1.8

1399

3.5

-3.1

1562

-5.7

1.0

76.7

18.1

4.4

0.8

Herstellung von sonstigen nicht mineralischen Produkten Erzeugung und Bearbeitung von Metall, Metallerzeugnissen

8270

4.0

3.3

8544

1.5

4.0

77.3

18.5

3.8

0.4

Maschinenbau

3364

-2.7

-6.3

3609

-9.2

-3.8

66.3

22.4

9.0

2.2

Herstellung von elektr. und elektron. Geräten, Feinmechanik, Optik

5180

5.3

-4.5

5455

-7.3

4.1

73.6

17.0

7.4

2.0

574

-1.9

0.9

626

1.9

-3.7

76.3

15.2

6.4

2.1

4189

0.6

-3.8

4325

-5.2

0.4

86.8

10.7

2.2

0.2 5.0

Fahrzeugbau Sonstiges verarbeitendes Gewerbe Energie- und Wasserversorgung

382

23.6

-11.0

1005

-19.8

-6.2

36.6

42.4

16.0

34533

1.5

5.1

36569

2.3

-1.2

82.5

15.4

2.0

0.1

231006

5.1

7.1

302334

2.8

1.5

90.5

8.0

1.3

0.3

Handel, Reparatur

71620

-5.6

2.9

87556

0.7

-5.9

90.5

8.2

1.1

0.2

Gastgewerbe

25054

0.5

7.3

28095

4.9

-0.7

85.6

13.0

1.3

0.1

Verkehr, Nachrichtenübermittlung

11081

3.5

6.9

18553

-1.5

3.6

84.5

12.3

2.6

0.6 1.9

Baugewerbe Sektor III

Kredit- und Versicherungsgewerbe Immobilien, Informatik, Dienstleistungen für Unternehmen

5434

31.1

21.3

11141

-9.7

15.2

77.1

17.4

3.6

72551

14.2

14.0

76894

10.8

13.4

93.4

5.7

0.8

0.1

1

...

...

9242

-2.0

-5.2

...

...

...

100.0

Öffentliche Verwaltung, Landesverteidigung Unterrichtswesen

4629

36.0

3.4

15701

-2.5

1.1

84.4

12.7

2.7

0.2

Gesundheits- und Sozialwesen

19894

15.0

2.8

25715

4.1

-0.2

90.7

6.2

2.4

0.6

Erbringung von sonstigen Dienstleistungen

20742

4.5

5.0

29437

1.2

-2.5

94.7

4.7

0.6

0.0

1) Betriebszählung 2001.

B 14.2

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 62 66 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

Neue Unternehmen und Beschäftigte nach Wirtschaftszweigen Total Beschäftigte1)

Anzahl Unternehmen 2001

2002

2003

2004

2001

2002

2003

2004

852

706

807

943

1919

1405

1709

2218

Baugewerbe

1200

1023

1039

1224

2432

2240

2248

2651

Sekundärer Sektor

2052

1729

1846

2167

4351

3645

3957

4869

Handel

5069

Industrie

2298

2257

2564

2682

4791

4361

4994

Gastgewerbe

273

360

419

316

1244

1666

1754

1119

Verkehr und Nachrichtenübermittlung

535

483

462

498

1244

1011

1089

1113

Kredit- und Versicherungsgewerbe

353

318

469

534

892

778

898

1168

Immobilienwesen, Dienstleistungen für Unternehmen

3639

3279

3531

3672

6862

6072

6598

6782

Informatikdienstleistungen

1387

1016

900

840

2862

1876

1613

1587

Unterrichtswesen

137

116

157

179

274

302

402

395

Gesundheits- und Sozialwesen

181

177

227

263

637

549

709

756

Sonstige öffentliche und persönliche Dienstleistungen

495

453

589

637

1026

997

1223

1389

Tertiärer Sektor Total

9298

8459

9318

9621

19832

17612

19280

19378

11350

10188

11164

11788

24183

21257

23237

24247

1) Total Beschäftigte = Vollzeit- + Teilzeitbeschäftigte. Vollzeitbeschäftige = mindestens 90% der betriebsüblichen Arbeitszeit. Teilzeitbeschäftigte = weniger als 90% der betriebsüblichen Arbeitszeit, aber mindestens 6 Std. pro Woche.

99 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 66 40 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 14.3

Voll- und Teilzeitbeschäftigte1) Beschäftigte in marktwirtschaftlichen Unternehmen nach Grössenklassen, 2001

Beschäftigte (Voll- und Teilzeit) in Arbeitsstätten absolut Branchen Noga

Veränderung in %

Anteil in %

Anteil Beschäftigte (Voll- und Teilzeit) in %

2001

1995/98

1998/2001

1998

2001

0-9

10-49

50-249

250+

Total

3668468

-2.2

5.7

100.0

100.0

26.3

21.2

19.3

33.2

Sektor II

1036595

-8.0

1.2

29.5

28.3

18.7

25.2

27.0

29.1

5176

-14.5

-0.8

0.2

0.1

17.9

54.2

19.5

8.3

Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken, Tabakverarbeitung

63716

-2.8

-1.9

1.9

1.7

11.8

14.7

27.1

46.4

Herstellung von Textilien und Bekleidung

21515

-19.0

-17.3

0.7

0.6

17.6

25.8

41.9

14.7

Herstellung von Lederwaren und Schuhen

2351

-25.0

-28.4

0.1

0.1

30.8

31.3

37.9

0.0

Be- und Verarbeitung von Holz

38578

-12.4

0.7

1.1

1.1

46.3

36.7

10.5

6.5

Papier-, Karton-, Verlags- und Druckgewerbe

69682

-9.2

-2.2

2.1

1.9

18.6

23.6

28.3

29.5

Bergbau, Gewinnung von Steinen und Erden

Mineralölverarbeitung, Kokerei

735

-39.4

13.3

0.0

0.0

4.3

5.9

55.2

34.6

Chemische Industrie

64356

-8.0

4.1

1.8

1.8

3.1

9.6

23.4

63.9

Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren

25825

4.0

4.8

0.7

0.7

7.9

22.4

42.2

27.4

Herstellung von sonstigen nichtmineralischen Produkten

19774

-8.4

-0.6

0.6

0.5

16.1

28.5

31.6

23.9

Erzeugung und Bearbeitung von Metall, Metallerzeugnissen

104445

-7.4

4.9

2.9

2.8

20.5

32.0

31.4

16.1

Maschinenbau

108939

-3.1

-0.6

3.2

3.0

7.0

17.0

31.9

44.1

Herstellung von elektr. und elektron. Geräten, Feinmechanik, Optik

142569

-2.8

9.0

3.8

3.9

8.4

13.7

28.6

49.3

Fahrzeugbau

19088

42.8

-0.1

0.6

0.5

8.4

11.3

23.5

56.9

Sonstiges verarbeitendes Gewerbe

31831

-9.7

4.4

0.9

0.9

28.1

32.1

28.1

11.8

Energie- und Wasserversorgung

24105

-3.9

-2.4

0.7

0.7

2.4

16.6

29.6

51.4

293910

-13.4

0.0

8.5

8.0

31.5

36.9

22.5

9.0

2631873

0.5

7.5

70.5

71.7

29.9

19.3

15.6

35.1

Handel, Reparatur

591967

-2.4

-1.1

17.2

16.1

33.5

20.1

13.8

32.7

Gastgewerbe

231023

-1.6

2.3

6.5

6.3

43.7

30.0

15.2

11.0

Verkehr, Nachrichtenübermittlung

260205

-9.7

10.5

6.8

7.1

10.8

12.4

12.6

64.3

Kredit- und Versicherungsgewerbe

207354

-1.2

10.8

5.4

5.7

6.8

9.9

10.8

72.4

Immobilien, Informatik, Dienstleistungen für Unternehmen

430553

6.5

25.9

9.9

11.7

42.5

22.7

17.2

17.7

Öffentliche Verwaltung, Landesverteidigung

142179

1.6

2.9

4.0

3.9

0.0

0.0

0.0

100.0

Unterrichtswesen

224907

3.5

7.5

6.0

6.1

21.9

36.9

32.2

9.0

Gesundheits- und Sozialwesen

395807

5.9

7.1

10.6

10.8

21.9

13.1

21.3

43.8

Erbringung von sonstigen Dienstleistungen

147878

4.5

4.4

4.1

4.0

52.1

24.8

8.2

8.7

Baugewerbe Sektor III

1) Betriebszählung 2001.

B 14.4

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 62 66 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

Unternehmen nach Rechtsform, Betreibungen und Konkursen Veränderung in % gegenüber Vorjahr 2000

2001

2002

2003

2004

2005

1999

2001

2002

2003

2004

2005 -0.1

Unternehmen nach Rechtsforma),1) Aktiengesellschaften2)

171984

173127

173332

174370

174149

173944

-0.1

0.7

0.1

0.6

-0.1

Einzelfirmen

142316

142579

144839

147311

148263

148982

1.8

0.2

1.6

1.7

0.6

0.5

16360

15862

15680

15455

14951

14524

-2.0

-3.0

-1.1

-1.4

-3.3

-2.9

Kollektivgesellschaften Komanditgesellschaften

3118

2917

2836

2727

2665

2632

-3.2

-6.4

-2.8

-3.8

-2.3

-1.2

GmbH

46035

53863

61442

68633

76428

84291

23.7

17.0

14.1

11.7

11.4

10.3

Genossenschaften

13590

13221

12975

12529

12198

11860

-1.7

-2.7

-1.9

-3.4

-2.6

-2.8

Zahlungsbefehle

2153280

2250931

2281650

2386989

2449129

2522040

-2.8

4.5

1.4

4.6

2.6

3.0

Pfändungsvollzüge

1027219

1088690

1110352

1210438

1302452

1321114

-5.5

6.0

2.0

9.0

7.6

1.4

373241

397494

392877

388633

414850

435619

-0.4

6.5

-1.2

-1.1

6.7

5.0

Konkurseröffnungen

8665

8945

9376

9798

10524

10678

-4.0

3.2

4.8

4.5

7.4

1.5

Konkurserledigungen

8142

8143

7844

9395

10281

10496

-1.2

0.0

-3.7

19.8

9.4

2.1

Konkurserledigungen: Verluste in 1000 Fr.

3955

3724

3666

3553

4698

4453

-1.3

-5.8

-1.6

-3.1

32.2

-5.2

110

124

130

232

...

...

-18.3

12.7

4.8

78.5

...

...

Betreibungshandlungenb)

Verwertungen

Bestätigte Nachlassverfahren

1) Bestand am Jahresende. 2) Aktiengesellschaften und Kommandit-Aktiengesellschaften.

100 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quellen: a) Eidg. Handelsregister Info-Telefon: 031 322 41 96 b) BFS Info-Telefon: 032/713 61 54 E-Mail: [email protected] Internet: www.statistik.admin.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 15 Detailhandel, Konsum B 15.1

Einkommens- und Verbrauchserhebung (EVE): Ausgabenstruktur der Haushalte 2003 und 2004

Gliederung Personen pro Haushalt Monatliche Ausgaben pro Haushalt in Franken (Mittelwert) Konsumausgaben Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke Alkoholische Getränke und Tabakwaren Bekleidung und Schuhe Wohnen und Energie Wohnungseinrichtung und laufende Haushaltsführung Gesundheitspflege Verkehr Nachrichtenübermittlung Unterhaltung, Erholung und Kultur Schul- und Ausbildungsgebühren1) Gast- und Beherbergungsstätten Andere Waren und Dienstleistungen Transferausgaben Versicherungen Steuern und Gebühren Beiträge, Spenden und sonstige Übertragungen

2003 2.30 In Fr. pro Monat 7752 4781 631 88 223 1364 215 336 589 152 490 45 475 172 2971 1727 1071 173

2004 2.25

2003 In % 100.0 61.7 8.1 1.1 2.9 17.6 2.8 4.3 7.6 2.0 6.3 0.6 6.1 2.2 38.3 22.3 13.8 2.2

7684 4752 614 101 214 1307 236 339 568 160 514 36 484 180 2931 1710 1018 204

1) Variationskoeeffizient >10%.

B 15.2

2004 100.0 61.9 8.0 1.3 2.8 17.0 3.1 4.4 7.4 2.1 6.7 0.5 6.3 2.3 38.1 22.3 13.2 2.7

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 68 11 Internet: www.statistik.admin.ch

Detailhandelsumsätze nach Warengruppen und Witrtschaftszweigen1)

Veränderungen in % gegenüber Vorjahresmonat August 2006 Ergebnisse pro Monat

Detailhandelsumsätze nach Warengruppen

Ergebnisse pro Verkaufstag

Nominal

Real

Nominal

Total ohne Motorfahrzeuge, Treib- und Brennstoffe

4.5

4.5

4.5

4.5

Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren

1.4

-0.2

1.4

-0.2

Nahrungsmittel

2.0

-0.1

2.0

-0.1

Getränke

0.6

1.3

0.6

1.3

-4.5

-5.3

-4.5

-5.3

10.8

7.8

10.8

7.8

4.8

7.2

4.8

7.2

13.0

12.3

13.0

12.3

Tabak. Raucherwaren Bekleidung, Schuhe Übrige Gruppen Persönliche Ausstattung

Real

Gesundheit, Körperpflege, Schönheit

2.6

7.7

2.6

7.7

Wohnungseinrichtung

8.8

8.3

8.8

8.3

Küche, Haushalt

7.7

8.9

7.7

8.9

Unterhaltungs- und Büroelektronik

2.3

9.3

2.3

9.3

Do-it-yourself, Freizeit

3.6

2.7

3.6

2.7

Kultur

1.6

1.8

1.6

1.8

Nicht aufteilbar2)

4.6

4.6

4.6

4.6

Ergebnisse pro Verkaufstag Detailhandelsumsätze nach Wirtschaftszweigen

Nominal

Nominal

Total ohne Motorfahrzeuge, Treib- und Brennstoffe

4.5

4.5

Detailhandel und Reparatur von Gebrauchsgütern

4.5

4.5

Detailhandel mit Waren verschiedener Art (in Verkaufsräumen)

1.4

1.4

Fachdetailhandel in Verkaufsräumen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren

5.2

5.2

Fachdetailhandel mit pharmazeutischen, medizinischen und kosmetischen Artikeln

3.0

3.0

Sonstiger Fachdetailhandel (Bekleidung, Schuhe, Möbel, elektrische Haushaltsgeräte, Metallwaren, Bücher usw.)

7.9

7.9

-0.7

-0.7

Detailhandel nicht in Verkaufsräumen (Versandhandel, Märkte)

5.7

5.7

Reparatur von Gebrauchsgütern

1.0

1.0

Detailhandel mit Antiquitäten und Gebrauchtwaren (in Verkaufsräumen)

1) Provisorische Ergebnisse. 2) Umsätze, die keiner Warengruppe zugeordnet werden können.

101 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Info-Telefon: 032/713 61 69 Internet: www.statistik.admin.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 15.3

Detailhandelsumsätze nach Hauptgruppen1)

Veränderungen in % gegenüber Vorjahr Quartalsdurchschnitte

Gliederung

Aug. 2006

2/2005

3/2005

4/2005

1/2006

2/2006

Kumulative Werte2)

Aug. 2005

2005 1.3

Nominelle Detailhandelsumsätze Total

4.5

1.5

1.8

2.2

1.0

1.5

1.7

4.0

Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren

1.4

-0.8

0.4

1.5

0.8

2.0

1.6

2.1

0.2

10.8

1.8

4.8

6.3

1.1

3.4

3.1

10.6

3.6

Bekleidung, Schuhe Übrige Gruppen

4.8

2.8

1.9

1.6

1.1

0.6

1.4

3.2

0.9

Total je Verkaufstag

4.5

-1.2

3.1

2.2

-1.5

4.4

1.8

4.0

1.5

Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren Bekleidung, Schuhe Übrige Gruppen

1.4

-3.4

1.7

1.5

-1.8

4.9

1.7

2.1

0.5

10.8

-1.0

6.2

6.3

-1.5

6.3

3.4

10.6

3.7

4.8

0.0

3.2

1.6

-1.4

3.4

1.4

3.2

1.5 1.7

Reale Detailhandelsumsätze Total

4.5

1.8

2.6

2.8

1.4

2.0

2.1

4.7

Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren

-0.2

-1.0

0.5

2.1

1.3

2.5

1.8

2.0

0.2

7.8

1.5

8.3

4.5

0.1

1.2

1.3

14.4

3.8

Bekleidung, Schuhe Übrige Gruppen

7.2

3.8

2.8

2.8

2.4

1.7

2.7

4.2

1.1

Total je Verkaufstag

4.5

-0.9

3.9

2.8

-1.2

4.8

2.1

4.7

1.9

Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren

0.6

-0.2

-3.6

1.8

2.1

-1.4

5.3

1.9

2.0

Bekleidung, Schuhe

7.8

-1.3

9.8

4.5

-2.4

4.2

1.5

14.4

4.1

Übrige Gruppen

7.2

1.0

4.2

2.8

-0.2

4.6

2.7

4.2

1.6

1) Provisorische Ergebnisse. 2) Kumulierte Umsatzentwicklung in den Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Quelle: BFS Info-Telefon: 032/713 61 69 Internet: www.statistik.admin.ch

B 16 Tourismus B 16.1

Volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus %-Anteil am Total

Totaleinnahmen des schweizerischen Tourismus, in Mio. Fr.

2004

2005

2004

2005

2003

2004

2005

21994

22605



100.0

100.0

0.4

2.8



5.1

5.1



...

...

...

...



12370

13126

13747

57.3

...

0.8

6.1

4.7

9624

9656



43.3

...

-0.6

0.3



In % des BIP Einnahmen von Ausländern in der Schweiz, in Mio. Fr. Einnahmen aus dem Binnentourismus, in Mio. Fr.1)

Veränderung in % gegenüber Vorjahr

2003

Fremdenverkehrsbilanz2) Einnahmen von Ausländern in der Schweiz, in Mio. Fr.

12370

13126

13747

...

...

0.8

6.1

4.7

Ausgaben von Schweizern im Ausland, in Mio. Fr.

10061

10939

11584

...

...

-2.4

8.7

5.9

2309

2187

2163

...

...

20.0

-5.3

-1.1

6.6

6.4

6.3

...

...

...

...



...

...



...

...

...

...



Überschuss, in Mio. Fr. Einnahmen von Ausländern in der Schweiz In % der Exporteinnahmen3) Marktanteil Schweiz weltweit, in %4) 1) Schätzung. 2) Gliederung nach IWF 1993. 3) Waren- und Dienstleistungsexporte. 4) Quelle: World Tourism Organization (WTO), Berechnungsbasis USD.

B 16.2

Quelle: BFS Info-Telefon 032/713 60 66 Internet: www.statistik.admin.ch

Angebot und Nachfrage nach Beherbergungsformen %-Anteil am Total

Veränderung in % gegenüber Vorjahr

2003

20042)

20053)

20042)

20053)

2003

20042)

2005

64961

64705

32944

100.0

100.0

-1.4

-0.4

-

32086

-

32416

-

98.4

-2.7

-

-

1030

-

527

-

1.6

0.0

-

-

Parahotellerie

32875

-

-

-

-

-0.1

-

-

Inländer

36392

-

14622

-

44.4

0.4

-

-

Ausländer

28569

-

18321

-

55.6

-3.6

-

-

der vorhandenen Betten

-

-

33

-

-

-

-

-

der verfügbaren Betten

-

-

-

-

-

-

-

-

Logiernächte total (in 1000)

1)

Hotelbetriebe Kurbetriebe

Bettenbesetzung in Hotellerie in %

1) Hotel- und Kurbetriebe: Erhebung. Ohne Logiernächte von Eigentümern und Dauermietern in Zweitresidenzen. 2) Im Rahmen der Sparanstrengungen des Bundes ersetzt 2004 eine Stichprobenerhebung die Beherbergungsstatistik. 3) Zahlen 2005 ohne die Parahotellerie.

102 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: BFS Info-Telefon: 031/323 66 36 Internet: www.statistik.admin.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 16.3

Verwendungsseitig ausgelöste, direkt tourismuswirtschaftliche Effekte im Satellitenkonto Tourismus Schweiz 19981), zu laufenden Preisen Total touristische Verwendung im Inland In Mio. Fr.

Touristische Bruttowertschöpfung (BWS) In Mio. Fr.

Anteil an direkt touristischer BWS In %

A. Tourismusspezifische Wirtschaftszweige

25530

12270

95.1

160600

11

A.1 Charakteristisch touristische Wirtschaftszweige

21540

9910

76.8

143300

29

Gliederung

1. Beherbung

Tourismusbezogene Beschäftigung In Mio. Fr.

Tourismusanteil In %

7370

4000

31.0

55700

19

1.1 Hotellerie/1.2 Parahotellerie

6320

3230

25.0

55700

76

1.3/1.4 Nutzung und Vermietung der Eigentümer

1050

770

6.0

...

4

3600

1830

14.2

31200

29

3. Passagierverkehr2)

7860

2590

20.1

30200

46

3.1a Eisenbahnen

1580

700

5.4

9800

28

2. Gaststättengewerbe

3.1b Berg- und Spezialbahnen

750

380

3.0

4700

92

3.2 Landverkehr

640

290

2.2

4000

23

3.3 Schiffahrt 3.4 Luftverkehr/3.5 Hilfstätigkeiten Verkehr 3.6 Vermietung von Transportfahrzeugen 4. Reisebüros und Tourismusvereine3) 5. Kultur

110

60

0.5

900

80

4630

1070

8.3

10100

63

140

100

0.8

600

67

1760

1140

8.8

12700

100 14

300

110

0.8

1400

5.1 Darstellende Kunst und Kultur

160

50

0.4

700

11

5.2 Museen und andere kulturelle Angebote

140

50

0.4

700

23

6. Sport und Unterhaltung 6.1 Sport 6.2 Unterhaltung A.2 Tourismusverwandte Wirtschaftszweige Detailhandel3) Tankstellen, Autoreparaturgewerbe, Autohandel3) Produktion dauerhafter tourismusspezifischer Konsumgüter4) Banken und Versicherungen

650

240

1.8

3100

19

300

120

0.9

1400

21

350

120

0.9

1600

17

3990

2360

18.3

26300

3

1610

1010

7.8

13900

5

90

60

0.4

800

1

470

50

0.4

700

100 <0.1

20

10

0.1

40

Aus- und Weiterbildung

360

250

1.9

1800

4

Gesundheits- und Sozialwesen

930

650

5.0

5800

4 1

Nachrichtenübermittlung

160

100

0.8

600

Weitere touristische Dienstleistungen

350

220

1.7

2700

4

5080

630

4.9

4900

<0.5

30610

12900

100.0

165500

...

-

3.4

-

5.2

B. Nicht tourismusspezifische Wirtschaftszweige Total Tourismusanteile in %

1) Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat die Logiernächtestatistik aus Kostengründen eingestellt. Als Ersatz publizierte das Amt im Jahr 2003 dafür zum ersten Mal ein Satellitenkonto Tourismus (Tourism Satellite Account, TSA) für die Schweiz. Das TSA wird nach den Methoden der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung erstellt. Es enthält alle wichtigen wirtschaftlichen Wirkungen, welche der Tourismus in der Schweiz auslöst. Das Satellitenkonto zeigt namentlich die Umsätze, die Wertschöpfung, die Vorleistungen, die Beschäftigung und die Produktivität der Tourismuswirtschaft sowie der verwandten Branchen auf. Vorläufig ist das TSA nur für das Jahr 1998 verfügbar. Das BFS wird in Zukunft das Satellitenkonto periodisch aufdatieren und publizieren. 2) Bei den hier berücksichtigten Wirtschaftszweigen besteht keine Differenzierung nach Passagier- und Warenverkehr. 3) Bei Detailhandel, Reisebüros, Tankstellen, Autohandel: Bruttomarge. 4) Verwendungsseitig: Nettoimporte (Importe - Exporte).

103 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Quelle: BFS Internet: www.statistik.ch

Aktuelle Wirtschaftsdaten

B 17 Kantone B 17.1

Kantonale Wirtschaftsdaten

Zeitpunkt/ Zeitraum

Einheit

CH

ZH

BE

LU

UR

SZ

OW

NW

GL

ZG

FR

Politische Gemeinden

2005

Anzahl

2763

171

398

103

20

30

7

11

27

11

176

Vertreter im Nationalrat

2003

Anzahl

200

34

26

10

1

4

1

1

1

3

7

Fläche

2005

in km2

41285

1729

5959

1493

1077

908

491

276

685

239

1671

1992/97

in %

36.9

43.4

43.3

54.8

24.4

40.9

37.9

37.9

30.5

44.8

57.3 2.7

Landw. Nutzfläche Bevölkerungsentwicklung Lebendgeborene

2005

in 1000

72.9

13.3

8.6

3.4

0.3

1.5

0.3

0.4

0.3

1.1

Gestorbene

2005

in 1000

61.1

10.2

8.8

2.8

0.3

1.0

0.3

0.3

0.4

0.7

1.9

Geburtenüberschuss

2005

in 1000

11.8

3.1

-0.2

0.6

0.0

0.5

0.0

0.1

-0.1

0.5

0.9

Wanderungssaldo Mittlere Wohnbevölkerung Ausländer

2005

in 1000

36.2

8.8

2.4

1.2

0.0

0.9

0.0

0.2

-0.1

0.9

2.8

2005

in 1000

7501.2

1292.5

963.7

355.8

34.7

136.5

33.1

39.1

38.1

106.4

255.5

2005

in %

21.2

22.8

12.8

15.8

9.6

17.1

12.1

10.3

21.0

21.5

15.9

2004

pro km2

180

730

160

238

33

150

68

143

56

441

150

Wohnungsbestand (approximativ)

2005

Anzahl

3748920

633695

485224

162016

16451

59981

17193

18330

19531

46909

113790

Baubewilligte Wohnungen

2005

Anzahl

31928

6995

3002

1300

45

1066

115

110

45

597

2503

Neuerstellte Wohnungen

2005

Anzahl

37958

6814

3670

2108

82

948

168

404

74

773

1942

1.6.2006

in %

1.06

0.81

1.10

1.06

0.76

0.58

0.97

0.81

2.50

0.40

1.06

2005

Anzahl

57340

12931

5795

2887

161

1553

385

431

162

1341

1789

Unternehmungen1)

2001

Anzahl

317739

58535

38106

13527

1172

6348

1403

1960

1763

7609

8897

Arbeitsstätten

2001

Anzahl

382979

69716

46667

16363

1500

7289

1666

2239

2104

8408

10978

Beschäftigte2)

Bevölkerungsdichte Wohnungswesen

Leerwohnungsziffer Im Bau befindliche Wohnungen

2001

Anzahl

3668468

746751

472513

164043

13921

51776

13715

17784

17492

66356

95889

Industrie, Gewerbe, Energieversorgung

2001

in %

20.2

14.0

20.0

21.1

25.1

24.3

28.6

21.8

34.2

20.4

22.4

Baugewerbe

2001

in %

8.0

6.8

7.9

8.7

14.1

11.6

13.6

9.6

11.4

8.6

8.9

Handel, Rep. Gastgewerbe

2001

in %

22.4

21.7

21.6

24.2

23.0

25.5

24.4

25.0

19.7

27.1

23.8

Verkehr, Nachrichtenübermittlung

2001

in %

7.1

8.7

7.8

6.4

6.8

5.5

4.9

3.4

4.2

3.2

4.9

Kredit- und Versicherungsgewerbe

2001

in %

5.7

10.5

3.5

4.0

2.3

2.8

1.9

9.3

3.6

4.6

2.7

Immobilien, Informatik, Dienstl.f.Untern. 2001

in %

11.7

15.7

10.0

9.8

4.2

10.2

5.4

12.2

5.8

19.0

8.3

Öffentliche Verwaltung

2001

in %

3.9

2.9

6.9

3.8

5.5

2.6

4.3

3.0

3.2

2.5

5.0

Unterrichtswesen

2001

in %

6.1

6.5

5.9

6.7

4.9

4.7

5.3

5.2

5.1

5.0

8.4

Gesundheits- und Sozialwesen

2001

in %

10.8

9.2

12.3

10.8

11.2

9.3

8.4

7.5

9.2

6.3

11.8

Erbringung v.s. Dienstleistungen

2001

in %

4.0

4.1

4.1

4.4

2.8

3.5

3.3

2.9

3.7

3.4

3.9

Arbeitslose (Jahresdurchschnitt)

2005

Anzahl

148537

29042

14810

5784

231

1649

283

411

513

1827

3932

Männer

2005

Anzahl

78824

15486

7892

3020

120

883

145

227

282

1021

2065

Frauen

2005

Anzahl

69713

13556

6918

2764

110

766

138

184

232

806

1867

Ganzarbeitslose

2005

Anzahl

123331

23925

11474

4825

207

1375

247

347

456

1464

3263

Teilweise Arbeitslose

2005

Anzahl

25207

5118

3336

959

24

274

36

65

57

364

669

Ausländer

2005

Anzahl

61069

11991

4817

2204

77

612

101

107

204

725

1454

Arbeitslosenquote (Jahresmittel)

2005

in %

3.8

4.0

2.8

3.1

1.3

2.3

1.6

2.0

2.5

3.2

3.1

Männer

2005

in %

3.6

3.9

2.7

2.8

1.1

2.1

1.4

1.9

2.4

3.1

2.9

Frauen

2005

in %

4.0

4.2

3.0

3.4

1.6

2.6

1.9

2.1

2.6

3.2

3.4

Anzahl 32943736

349496

Tourismus Logiernächte in Hotels

2005

3567970

4697253

1407112

219753

552396

562552

268707

139974

236312

Ausländeranteil

2005

in %

55.6

71.1

53.4

62.1

63.7

33.6

59.9

53.4

19.2

47.9

36.4

2005

Anzahl

3863807

652301

465211

168852

16721

77555

17411

21797

19308

62206

136859 154

Personenwagen Medizinalbereich Ärzte

2004

Dichte3)

204

232

211

152

127

129

115

121

143

179

Zahnärzte

2004

Dichte3)

49

54

52

47

35

42

36

44

36

45

37

Apotheken

2004

Dichte3)

22

17

18

9

6

9

9

5

5

13

25

2004 in Mio. Fr.

Volkseinkommen4) Volkseinkommen pro Einwohner

2004

392285

86309

43125

15073

1543

6669

1274

2652

2674

9648

9765

in Fr.

52627

67375

44845

42592

44374

49336

38562

68450

69865

92168

38760

Kantonsausgaben

2004 in Mio. Fr.

68892.6

10586.0

8141.6

2941.0

419.1

877.3

279.9

350.1

366.4

943.9

2320.9

Kantonseinnahmen

2004 in Mio. Fr.

67913.1

10153.8

8261.4

2960.3

418.3

792.3

297.7

360.7

338.7

943.4

2386.5

Saldo Einnahmen/Ausgaben

2004 in Mio. Fr.

-979.6

-432.2

119.8

19.4

-0.8

-85.1

17.8

10.6

-27.6

-0.5

65.6 2.89

Steuerbelastung Einkommen von 30‘000 Fr

2005

in %

1.8955)

3.05

1.30

1.83

4.13

2.30

4.82

1.19

4.27

0.78

Einkommen von 50‘000 Fr

2005

in %

5.4655)

5.67

6.20

7.12

6.45

4.57

7.29

4.53

7.11

2.67

7.31

Einkommen von 100‘000 Fr

2005

in %

11.9015)

10.52

13.70

13.03

11.99

8.63

12.19

10.31

13.16

6.74

13.60

2005

in %

20.4115)

19.04

22.69

21.15

20.90

15.49

18.93

17.25

21.49

13.79

22.63

2006/07

Ziffer

100

147

68

64

40

110

30

128

77

224

47

Einkommen von 200‘000 Fr Finanzkraft

1) Total der privaten und öffentlichen Unternehmen. 2) Total Voll- und Teilzeitbeschäftigte. 3) Pro 100 000 Einwohner. 4) Provisorische Werte. 5) Mittlere gewogene Belastung inkl. Direkte Bundessteuer.

104 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

SO

BS

BL

SH

AR

AI

SG

GR

AG

TG

TI

VD

VS

NE

GE

JU

126

3

86

32

20

6

89

208

231

80

204

381

153

62

45

83

7

5

7

2

1

1

12

5

15

6

8

18

7

5

11

2

791

37

518

298

243

173

2026

7105

1404

991

2812

3212

5224

803

282

839

43.4

12.1

41.3

45.0

56.1

55.7

47.9

29.8

45.3

53.2

14.3

43.4

20.3

42.0

41.5

49.3

2.2

1.6

2.3

0.6

0.4

0.2

4.3

1.5

5.5

2.1

2.8

7.2

2.8

1.8

4.8

0.7

2.2

2.2

2.1

0.7

0.5

0.1

3.8

1.6

4.0

1.8

2.8

5.1

2.3

1.6

3.1

0.6

0.0

-0.5

0.1

0.0

0.0

0.0

0.6

-0.1

1.5

0.3

0.0

2.1

0.5

0.3

1.8

0.0

1.0

-0.4

0.6

0.0

-0.2

0.1

0.7

0.1

3.1

1.0

2.5

5.3

3.4

0.6

1.3

0.0

246.9

190.5

264.7

74.1

52.4

15.0

461.0

191.3

567.2

234.0

322.1

663.5

289.5

169.3

436.7

67.9

18.3

29.8

18.2

21.9

13.5

10.3

20.9

17.2

20.5

20.1

25.9

28.7

19.9

23.4

38.2

12.4

313

5047

513

247

218

87

227

26

403

235

114

202

55

209

1514

82

116617

107716

124626

36141

25576

6401

216031

136130

255909

106508

193973

340575

181937

83699

211720

32241

568

137

1035

196

201

58

1468

1346

2619

796

2192

2776

1490

235

939

94

860

240

1171

355

130

83

1966

1395

3618

1143

1802

3513

2316

568

1581

234 2.05

1.98

1.37

0.59

1.59

2.04

1.16

1.66

0.84

1.50

1.93

0.89

0.64

1.41

1.28

0.16

1142

566

1469

418

306

75

2506

1789

4724

1752

2911

6498

2935

549

2111

154

9516

8930

10075

3203

2566

715

19362

9608

22156

9886

15817

25860

12437

6955

18395

2938

11354

11032

11960

3936

2989

821

23264

12092

26618

11525

19206

31806

15157

8684

22034

3571

109069

154664

115240

35063

20916

5213

222197

91650

248366

94515

158813

287689

117024

81163

236024

30622

30.6

17.6

26.5

30.6

32.0

24.9

28.2

12.8

29.3

32.5

19.1

14.9

17.8

32.0

10.5

38.4

7.4

6.5

8.6

7.1

8.2

12.4

8.3

13.4

8.7

9.1

9.6

7.1

11.2

6.2

6.1

7.7

20.6

16.6

21.5

20.2

18.0

32.1

21.1

32.4

22.0

20.3

24.5

23.9

30.1

18.2

21.7

18.1

9.0

10.3

6.9

7.1

4.0

4.1

5.6

8.1

5.8

4.7

6.6

6.6

6.9

4.3

7.3

4.3

2.8

7.5

2.1

2.7

1.7

3.4

4.1

3.3

2.6

2.3

7.6

4.9

3.1

2.4

10.1

2.4

8.1

16.2

12.2

9.6

6.6

6.5

10.9

7.4

9.9

8.8

8.9

12.4

6.7

8.9

15.5

4.4

2.9

3.4

3.2

3.6

3.1

2.7

2.7

3.8

2.7

3.2

4.0

4.4

3.7

4.7

4.1

4.6

5.0

5.7

5.5

4.5

5.2

3.5

6.1

4.5

5.5

5.6

5.4

8.0

5.0

6.7

6.8

5.0

10.4

12.0

10.6

11.3

17.8

7.6

9.8

10.3

9.9

10.5

10.1

13.0

11.0

11.8

12.7

12.2

3.3

4.2

2.9

3.3

3.2

2.8

3.1

4.1

3.5

3.2

4.1

4.9

4.5

4.7

5.4

3.0

4471

3971

4588

1278

617

111

7197

2203

9965

3811

7218

17750

5450

3735

16248

1442

2452

2214

2510

711

317

48

3793

1192

5282

1988

3873

9345

3012

1948

8225

772

2019

1757

2078

568

300

63

3404

1010

4683

1823

3346

8404

2437

1787

8023

670

3606

3253

3589

1060

520

109

5992

1908

8085

3180

6183

15072

4753

3143

14107

1190

865

719

999

218

96

1

1205

295

1880

631

1036

2678

697

592

2141

252

1789

1819

1589

565

194

33

3241

910

3827

1490

3187

8090

2284

1545

7802

416

3.4

4.1

3.3

3.3

2.2

1.5

3.0

2.2

3.3

3.1

4.9

5.3

4.0

4.3

7.4

4.2

3.3

4.2

3.2

3.3

2.0

1.1

2.8

2.1

3.0

2.8

4.5

5.1

3.8

4.1

7.0

4.0

3.5

3.9

3.4

3.3

2.5

2.0

3.2

2.3

3.5

3.4

5.4

5.6

4.2

4.6

7.8

4.6

300141

734313

206106

105697

164045

144889

1012368

5569534

598870

367820

2538996

2340096

4201759

202986

2379795

74796

47.5

70.9

46.8

58.5

35.2

17.2

40.2

48.6

47.7

34.5

45.5

62.7

52.5

51.3

84.0

13.6

133664

66285

133190

39239

27331

7349

224856

92279

311746

124227

194904

354087

166685

87744

224903

36907

160

376

195

186

173

122

161

175

150

133

203

241

174

210

330

167

42

75

47

47

181

34

43

41

37

33

58

51

38

47

61

25

11

37

14

18

10

7

10

19

20

9

54

37

38

33

39

28

11291

20545

13707

3999

2285

667

20260

8804

27126

10304

12960

33788

10559

8164

26463

2632

45873

107592

51917

53916

43488

45429

44103

45946

48153

44230

40577

51474

36850

48401

61223

38762

1595.3

3640.9

2417.4

610.3

411.2

128.3

3598.5

2038.8

3837.3

1496.1

2889.2

6607

2285.2

1731.8

7562.0

817.6

1656.8

3725.8

2385.2

647.2

411.1

125.3

3643.7

2068.2

3914.0

1513.0

2568.1

6630.1

2349.0

1629.7

6829.5

903.4

61.5

84.8

-32.2

36.8

-0.1

-3.0

45.2

29.4

76.7

16.9

-321.1

23.4

63.8

-102.1

-732.4

85.8 1.72

2.94

1.25

2.26

2.78

2.80

2.35

2.32

2.21

1.40

0.00

1.12

0.00

2.78

2.10

0.08

6.70

7.06

6.63

6.88

7.03

4.63

6.17

4.96

3.93

4.09

2.78

5.22

6.76

5.18

2.40

7.19

14.77

15.00

13.78

13.26

13.07

9.22

13.56

11.23

10.12

11.91

10.44

14.49

12.09

15.33

12.00

15.10

23.83

23.99

23.39

22.09

21.06

16.48

23.56

20.72

19.83

20.22

21.09

22.74

22.73

24.95

22.57

24.16

76

173

109

94

61

61

79

58

108

86

88

99

32

63

152

38

Quellen: BFS/Seco/EFV/ESTV

105 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Aktuelle Wirtschaftsdaten

Stichwortverzeichnis Ärzte B17.1 Aktienindex B4.7 Aktienkurse A8 Apotheken B17.1 Arbeitslosenquote A11/B8.4/B8.5/B8.8/B8.11/B17.1 Arbeitslosenversicherung B11 Arbeitsmarkt Arbeitslose, Anzahl A11/B8.4/B8.5/B8.8/B8.9/B8.10/B17.1 Arbeitslosenquote international A11 Schweiz A11/B8.4/B8.5/B8.8/B8.11/B17.1 Ausl. Arbeitskräfte, erwerbstätige B8.2 Ausl. Arbeitskräfte, Einwanderung B8.3 Berufsausbildung B12.2/B12.4/B12.5 Beschäftigung B14.2/B14.3/B17.1 Kurzarbeit B8.7 Langzeitarbeitslose B8.9 Offene Stellen B8.6 Arbeitszeit B9 Arbeitsvolumenstatistik B9.1 Betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit B9.2 Ausfuhr B3.1–B3.4 Ausländer, erwerbstätige B8.2 Ausländische Arbeitskräfte: Einwanderung B8.3 Auslandvermögen der Schweiz B3.8 Aussenwirtschaft B3 Aussenhandel nach Ländern und Ländergruppen B3.4 Aussenhandel nach Verwendungszweck B3.2 Aussenhandel nach Warenarten B3.3 Handelsbilanzsaldo B3.1 Schweiz: Übersicht B3.1 Terms of Trade B3.1 Welthandelsvolumen A3 Zahlungsbilanz B3.5 Banken B4.4 Berufsausbildung B12.2/B12.4/B12.5 Beschäftigung B14.2/B14.3/B17.1 Betreibungen B14.4 Betriebs- und Unternehmensstruktur B14 Bevölkerung international A9 Schweiz A9/B7/B17.1 Ausländer nach Aufenthaltskategorien B7.7 Bilanz der Jahresaufenth. und Niedergelassenen B7.5 Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung B7.1 Jahresaufenth. und Niedergelassene nach Staatsangehörigkeit B7.6 Sozioökonomische Daten B7.3 Wohnbevölkerung nach Alter und Heimat B7.2 Wohnbevölkerung nach Sprache B7.4

Bildung Berufsausbildung B12.2/B12.4/B12.5 Bildungsstand der Bevölkerung B12.1 Diplome bzw. Schulabschlüsse B12.2 Lehrlinge B12.5 Maturanden B12.2 Schüler und Studenten B12.3 Studenten nach Fachrichtungen B12.7 Studenten nach Hochschulen B12.6 Börse A8/B4.7 Bruttoinlandprodukt A1/B1 Bundesfinanzen B6 Detailhandelsumsätze nominal/real B15.2/B15.3 Einfuhr B3.1–B3.4 Einwanderung ausländischer Arbeitskräfte B8.3 Ertragsbilanz A4/B3.5 Erwerbstätige Ausländer B8.2 Erwerbstätigkeit A10/B8.1 Exportrisikogarantie (ERG) B3.9 Finanzen, öffentliche B6 Finanzkraft der Kantone B17.1 Forschung und Entwicklung A12/B13 Fremdenverkehrsbilanz B16.1 Geld-, Kapital- und Devisenmarkt B4 Banken B4.4 Börse A8/B4.7 Emissionen B4.6 Geldmenge B4.1 Geld- und Kapitalmarktsätze A6/B4.5 Kredittätigkeit im Inland B4.3 Nationalbank, schweizerische B4.2 Wechselkurse A7/B4.8 Gemeinden Anzahl B17.1 Finanzen B6.1/B6.2 Handelsbilanzsaldo B3.1 Haushaltausgaben B1/B15.1 Index Aktienindex B4.7 Baukostenindizes, Regionale B5.2 Baupreisindex, Schweizerischer B5.2 Importpreisindex B5.2 Krankenversicherungsprämien-Index B11.5 Landesindex der Konsumentenpreise A5/B5.1 Mittelwertindex Aussenhandelsstatistik B3.1 Nominallohnindex und Reallohnindex B10.3/B10.4 Produktionsindex B2.1 Produzentenpreisindex B5.2 Sammelindex der vorlaufenden Indikatoren der Konjunktur A2 Swiss Market Index B4.7 Swiss Performance Index B4.7 Investitionen Ausrüstungsinvestitionen B1.1/B1.2/B1.5–B1.8

Abkürzungsverzeichnis AHV ALV ARE Astra Bafu BAG BAK Bakom BAP BAV Bazl BBG BBT Bevnat BFE BFM BFS BIP BIT BIZ BJ BK BPV BLW BSV BUR BVG BWL BWO BZ Créa Deza EBK EDA EDI EFD Efta EFV EG EJPD ERG Espop

Alters- und Hinterlassenenversicherung Arbeitslosenversicherung Bundesamt für Raumentwicklung Bundesamt für Strassen Bundesamt für Umwelt Bundesamt für Gesundheit BAK Basel Economics Bundesamt für Kultur Bundesamt für Kommunikation Bundesamt für Polizei Bundesamt für Verkehr Bundesamt für Zivilluftfahrt Berufsbildungsgesetz Bundesamt für Berufsbildung und Technologie Natürliche Bevölkerungsbewegung Bundesamt für Energie Bundesamt für Migration Bundesamt für Statistik Bruttoinlandprodukt Bundesamt für Informatik und Telekommunikation Bank für Internationalen Zahlungsausgleich Bundesamt für Justiz Bundeskanzlei Bundesamt für Privatversicherungen Bundesamt für Landwirtschaft Bundesamt für Sozialversicherung Betriebs- und Unternehmensregister BG über berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung Bundesamt für Wohnungswesen Betriebszählung Institut Créa de macroéconomie appliquée de l’université de Lausanne Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit Eidg. Bankenkommission Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten Eidg. Departement des Innern Eidg. Finanzdepartement European Free Trade Association Eidg. Finanzverwaltung Europäische Gemeinschaft Eidg. Justiz- und Polizeidepartement Exportrisikogarantie Statistik des jährlichen Bevölkerungsstandes

106 Die Volkswirtschaft Das Magazin für Wirtschaftspolitik 11-2006

Bauinvestitionen B1.1/B1.2/B1.5–B1.8 Kantone B17.1 Finanzen der Kantone B6.1/B6.2/B6.5/B17.1 Finanzkraft der Kantone B17.1 Kantonale Wirtschaftsdaten B17.1 Steuerbelastung B17.1 Konkurse B14.4 Konsum Detailhandelsumsätze B15.2/B15.3 Privater Konsum B1/B15 Konsumentenpreise international A5 Schweiz A5/B5.1 Krankenversicherungsprämien-Index B11.5 Logiernächte in der Hotellerie B16.2/B17.1 Löhne B10 Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen B10.1 Lohnentwicklung (Abschnitt Noga) B10.2 Nominal- und Reallohnindex B10.3/B10.4 Nationalbank, Schweizerische B4.2 Nationale Buchhaltung B1 Bruttoinlandprodukt A1/B1 Öffentliche Finanzen B6 Bund: Einnahmen B6.1/B6.2/B6.4 Ausgaben B6.1/B6.2/B6.3 Finanzen von Bund, Kantonen und Gemeinden B6.1/B6.2/B6.5 Fiskalquote B6.1 Staatsquote B6.1 Personenwagen B17.1 Produktion Industrieproduktion B2.1 Sozialversicherungen B11 Steuerbelastung der Kantone B17.1 Tourismus B16 Angebot und Nachfrage nach Beherbergungsformen B16.2 Fremdenverkehrsbilanz B16.1 Logiernächte in der Hotellerie B16.2/B17.1 Unternehmen nach Rechtsform B14.4 Unternehmen nach Sektoral- und Branchenstruktur B14.1 Unternehmen nach Voll- und Teilzeitbeschäftigten B14.3 Unternehmen, neue und Beschäftigte nach Wirtschaftszweigen B14.2 Volkseinkommen B17.1 Volkwirtschaftliche Gesamtrechnung B1 Wachstum A1/B1 Wechselkurse A7/B4.8 Zahlungsbilanz B3.5 Zahnärzte B17.1 Zinssätze International A6 Schweiz A6/B4.5

ESTV ETHL ETHZ EU EVD EZB EZV FAO F&E GAV HTL IAO IB IEA IGE IMF IV KMU KOF KTI Neat Noga OECD Opec Osec OZD PHS RAV Sake SBF Seco SHAB SNB SSUV Suva UN Uvek VBS VZ Weko WHO WTO ZAR

Eidg. Steuerverwaltung Eidg. Technische Hochschule Lausanne Eidg. Technische Hochschule Zürich Europäische Union Eidg. Volkswirtschaftsdepartement Europäische Zentralbank Eidg. Zollverwaltung Food and Agriculture Organization of the UN Forschung und Entwicklung Gesamtarbeitsvertrag Höhere Technische Lehranstalt Internationale Arbeitsorganisation Integrationsbüro EDA/EVD Internationale Energieagentur Eidg. Institut für Geistiges Eigentum International Monetary Fund Invalidenversicherung Kleine und mittlere Unternehmen Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich Kommission für Technologie und Innovation Neue Eisenbahn-Alpentransversale Nomenclature générale des activités économiques Organization for Economic Cooperation and Development Organization for Petroleum Exporting Countries Business Network Switzerland Oberzolldirektion Pädagogische Hochschule St.Gallen Regionale Arbeitsvermittlungszentren Schweiz. Arbeitskräfteerhebung Staatssekretariat für Bildung und Forschung Staatssekretariat für Wirtschaft Schweiz. Handelsamtsblatt Schweiz. Nationalbank Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung Schweiz. Unfallversicherungsanstalt United Nations Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport Volkszählung Wettbewerbskommission Word Health Organization World Trade Organization Zentrales Ausländerregister