Die Wikingersklavin - Die Onleihe

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unten handelte es sich um Lagerräume. Von einer schob Svana den Riegel zurück, drückte die Tür auf und streckte die Lampe vor. Zwischen Säcken und Fässern hockte eine junge Frau auf einer Truhe. Sie hielt einen kleinen schwarzen Otterpelz an sich gedrückt und schmiegte die Wange daran. Langsam hob sie die Lider und ließ sie scheinbar uninteressiert wieder sinken. Wahrscheinlich hatte sie das Fell von dem Stapel auf einem der Fässer genommen, denn sie selbst sah schmutzig und abgerissen aus. Wie ein zerschlissener Vorhang lagen ihre hellbraunen Haare um ihre Schultern. Ihre dunkelblau gefärbte Cotte war am Saum aufgerissen und steif von getrocknetem Schlamm. Als sie einen Fuß bewegte, erklang das kalte Geräusch aneinanderreibender Fußketten. Svana seufzte laut. »Sie macht meine Pelze

dreckig. Aber schimpfen lohnt nicht; sie kommt mir nicht ganz richtig im Kopf vor, als hätte sie einen Schlag zu viel draufgekriegt.« »Woher kommt sie?« »Angeblich aus einem Dorf nahe bei Bremen, das ist da, wo der heilige Ansgar geboren wurde.« Bremen, das war eine reiche Kaufmannsstadt vier oder fünf Tagesmärsche südlich, so viel war ihm bekannt. Und die Frau sah in der Tat aus, als sei sie die ganze Strecke gelaufen. Die Zehen, die unter dem schmutzstarrenden Saum hervorschauten, waren blutig. Svana stapfte auf sie zu und zerrte ihr den Pelz aus den Händen. »Ihr Vater soll von den Friesen umgebracht worden sein, ihr Zuhause zerstört. Solltest du sie wirklich wollen, dürfte sie froh darum sein und wieder munterer werden. Lächle mal, Frau! Zeig

deine Zähne!« Stattdessen schaute die Fränkin sehnsüchtig auf das Fell in Svanas feisten Armen. Svana warf es auf den Stapel anderer Felle. »Sie versteht die nordische Zunge sehr gut und spricht sie wohl auch. Gesprächig ist sie nicht, aber welcher Mann will schon eine Sklavin, die ständig schwätzt? Komm, Mädchen, mach den Mund auf und lächle.« Sie rüttelte am Kinn der Frau, die sich zur Seite drehte, um dem Zugriff zu entkommen. Für einen Augenblick blitzte etwas wie Ärger in den Augen auf, die, dunkel und warm, an Bernstein erinnerten. Nur ein Augenblick – danach wirkte sie wieder wie gefangen in ihrer eigenen verlassenen Welt. »Sie hat ordentliche Zähne, wirklich. Läuse hat sie keine, ich habe das schon überprüft. Ihr Appetit ist gering. Wobei ich dir natürlich nicht sagen kann, ob das so bleibt, wenn sie

sich einmal eingelebt hat, aber deine Rabenhaare wird sie dir nicht vom Kopf fressen. Wenn du sie nicht willst … Ich hab schon einen an der Hand, der sie mit nach Nowgorod nehmen würde.« »In die tiefste Rus? Sie sieht nicht so aus, als könne sie das überleben.« »O doch, die würde auch einen Marsch an den Rand der Welt überstehen. Ich habe mal gesehen, wie ein Wagenrad über eine Katze gefahren ist. Am Tag darauf sah ich sie wieder: Sie kroch mit gebrochenem Rückgrat umher. Und so ist die da auch.« »Wie ist ihr Name?« »Sophia.« Die Frau hob eine Hand, um eine Strähne beiseitezuschieben, die ihr über die Wange hing. Auch unter den gesplitterten Nägeln steckte Dreck, der aussah wie getrocknetes Blut. Sie hatte sich offenbar heftig gewehrt

bei dem, was ihr zugestoßen war – was genau, konnte man sich denken. Die Hand war schmal und ließ erahnen, dass sie einmal gepflegt gewesen war. Aber auch, dass sie zuzupacken wusste. Die ganze dünne, hochgewachsene Gestalt stand unter Spannung. Die Frau äugte nach dem Otterfell, als ersehne sie, wieder allein zu sein und zugreifen zu können. »Ich werde sie natürlich noch in den Zuber stecken, und danach sieht sie ordentlich aus. Eigentlich dürfte ich als Christin gar keine Christin verkaufen, daher schlage ich dir einen eher symbolischen Preis von zweihundert Silberpennys vor.« Der war durchaus im üblichen Rahmen. Aber wahrscheinlich würde sich Svana ohne viel Federlesens auf die Hälfte herunterhandeln lassen. Im Haus polterten Schritte, und er hörte