Die Zeitschrift Hercynia im digitalen Informationszeitalter - Zobodat

Die Zeitschrift Hercynia im digitalen Informationszeitalter - Zobodat

Hercynia N. F. 45 (2012): 1– 7 1 Die Zeitschrift Hercynia im digitalen Informationszeitalter Susann Özüyaman, Peter Bliss und Monika Partzsch 4 Abbi...

245KB Sizes 0 Downloads 6 Views

Hercynia N. F. 45 (2012): 1– 7

1

Die Zeitschrift Hercynia im digitalen Informationszeitalter Susann Özüyaman, Peter Bliss und Monika Partzsch 4 Abbildungen

Abstract Özüyaman, S., Bliss, P., Partzsch, M.: The journal Hercynia in the digital Information Age. - Hercynia N. F. 45 (2012): 1 – 7. In the year 2012 important modifications in presentation and outline of the traditional science journal ‘Hercynia’ will take place. It will change from a peer-reviewed print journal to a peer-reviewed E-only journal (Open Access, OA), and the content will be focused on ‘Ecology and Environment in Central Europe’ (minor title). Like some other scientific publications which are managed by the Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, the E-journal will be integrated into the platform ‘Open Journal Systems’ (OJS) of the PKP Knowledge Project. OJS is a widespread Open-Source Software (OSS) which is actually used by more than 6600 scientific E-journals. This article describes the special mode of the ‘golden’ route OA publishing apparatus. Using this route (and publishing in the new ‘E-Hercynia’) will have certain advantages, e.g. barrier-free access to the articles and better reception of them, good traceability by search engines, higher citation rates, and no additional costs for the authors (no OA publishing fee). Key words: Hercynia, online publishing, Open Access, peer-reviewed E-journal, Open Journal Systems, Ecology, Environmental Sciences, Earth Sciences

1

Wandel zur Online-Zeitschrift

75 Jahre nach Gründung der „Hercynia“ wird es im Jahr 2012 Änderungen für dieses traditionsreiche und in zahlreichen Referateorganen berücksichtigte Wissenschaftsjournal geben. Sie betreffen sowohl die Erscheinungsform als auch das Profil, womit dem Wunsch der Herausgeber und der Redaktion (siehe Impressum) zur Fortentwicklung des multi- und interdisziplinär angelegten Publikationsorgans entsprochen wird (vgl. Mahn & Heidecke 2009). Ab Band 45 (Heft 2) wird die Hercynia von einer Print- auf eine Online-Zeitschrift umgestellt. Das Herausgebergremium folgt damit dem Trend zur Etablierung elektronischer Zeitschriften. Diese Medienentwicklung mit ihren Vor- und Nachteilen für die Verbreitung wissenschaftlicher Inhalte ist in der entsprechenden Fachliteratur, auf die hier nur exemplarisch verwiesen werden kann, eingehend analysiert worden (siehe z.B. Andermann 2003, Mruck et al. 2004, Woll 2005, Roth 2006). Die Hercynia wird künftig als reine Online-Zeitschrift („E-only-Journal“) mit Begutachtung (Peer Review, s. auch Müller 2008) auf Basis eines verlagsunabhängigen Open-Access-Verfahrens erscheinen, wobei die jeweiligen Artikel sowohl für die Leser als auch die Autoren frei zugänglich und kostenfrei sein werden. Mit dieser Publikations- und Distributionsstruktur wird der „Berliner Erklärung“ (s. Mpg 2012) sowie der „Budapest Open Access Initiative“ (s. Boai 2012) entsprochen. Deren Ziel ist die Verbesserung der wissenschaftlichen Kommunikation auf globaler Ebene. Dazu gehören der kostenfreie Zugang zur wissenschaftlichen Literatur und deren unbeschränkte Verfügbarkeit (s. auch Jisc 2012). Die künftige elektronische Erscheinungsform der Hercynia wird in vielfacher Hinsicht vorteilhaft sein. Zu erwarten sind u. a. eine stärkere internationale Beachtung und eine erhöhte Zitationshäufigkeit der veröffentlichten Beiträge (vgl. Lawrance 2001, Evans & Reimer 2009). Die einzelnen Publikationen können zudem schneller als im Druckverfahren erscheinen. Denkbar ist überdies eine Ergänzung und Aufwertung der Artikel mit multimedialen Elementen (vgl. Elsevier 2012). Ein weiterer Vorteil ist die gute Auffindbarkeit der Beiträge mittels Suchmaschinen.

2

Özüyaman et al.: Hercynia im digitalen Zeitalter

Angestrebt wird ein Journal Impact Factor (JIF) für die Hercynia, der mit der Umstellung auf die elektronische Erscheinungsform neu beantragt werden muss, obwohl seit geraumer Zeit bei Thomson Reuters ein entsprechender Antrag zur Aufnahme in die Zitationsdatenbank „Journal Citation Reports“ (vgl. Jcr 2012) läuft. Eine Alternative zum keineswegs unumstrittenen Produkt JIF (z.B. Seglen 1997, Hakansson 2005, West 2006) sind sogenannte Nutzungsstatistiken. Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation schreibt: „Sie (die Nutzungsstatistiken, Verf.) bilden das Interesse am Zugang zum Inhalt einer Veröffentlichung ab und ermöglichen so eine nutzungsbasierte (kursiv: Verf.) Bewertung. Aufbauend auf den Nutzungsmustern lassen sich zudem Empfehlungsdienste und Relevanzkriterien erstellen. Open-Access-Dokumente unterliegen keinen Zugangsbeschränkungen, so dass sie eine sehr gute Basis für die Erhebung von Nutzungsstatistiken und die Etablierung eines international vergleichbaren und standardisierten Verfahrens bilden. Diese Gedanken greift die Open-Access-Statistik (OA-Statistik) auf“ (Dini 2012).

2

Das Profil

Ürsprünglich war die Hercynia ausschließlich auf den Herzynischen Raum fokussiert. Seit den 1990iger Jahren wurden zuweilen auch Aufsätze aus anderen Regionen aufgenommen. Als E-Journal wird die Hercynia künftig regelmäßig Beiträge aus dem gesamten mitteleuropäischen Raum publizieren und mit dem Untertitel „Ökologie und Umwelt in Mitteleuropa“ (früher: „Beiträge zur Erforschung und Pflege der natürlichen Ressourcen“) erscheinen. Die Zeitschrift wird ihr multidisziplinäres Profil beibehalten, die Förderung von Interdisziplinarität in Theorie und Praxis aber verstärken, besonders hinsichtlich der Bio- und Geowissenschaften bzw. der „Earth Sciences“. Berücksichtigt werden wie bisher Beiträge aus einem ausgesprochen breiten Wissenschaftsspektrum. Zu den Schwerpunkten neben der Ökologie (mit ihren vielseitigen Aspekten der Biodiversität) gehören die Disziplinen Botanik, Zoologie, Geologie und Geografie sowie die anwendungsorientierten Bereiche Natur- und Umweltschutz sowie Land- und Forstwirtschaft. Die eingereichten Beiträge können beschreibend oder experimentell ausgerichtet und in deutscher oder englischer Sprache abgefasst sein.

3

Technische Realisierung

Betreut wird das E-Journal durch die Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (technische Realisierung) und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Redaktion). Für die Datenverwaltung und Präsentation kommt die Open-Source-Software „Open Journal Systems“ (OJS) des kanadischen Public-Knowledge-Projektes (Pkp 2012a, b) zum Einsatz. Diese Software ist besonders geeignet, da sie für die Publikation von Forschungsergebnissen bzw. die Herausgabe von Zeitschriften aus dem universitären Bereich und dessen Umfeld entwickelt wurde. Die Hercynia wird somit eine von derzeit mehr als 6600 auf diese Weise verwalteten elektronischen Zeitschriften sein. Das Zentrum für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Berlin passt die Software gegenwärtig den nationalen Besonderheiten und Nutzerwünsche an (CeDiS 2012), u. a. hinsichtlich der automatisierten Meldung neu erschienener Zeitschriftenhefte an die Deutsche Nationalbibliothek (DNB), einer automatisierten Vergabe und Meldung eindeutiger Kennzeichnungen (URNs) der einzelnen Artikel und des Einbaus von Zählmarken für die Verwertungsgesellschaft WORT (VG WORT) zwecks Regelung der Vergabe von Tantiemen an die Autoren (Pkp 2012c, s. auch Vg Wort 2012). (Anmerkung: URNs [= Uniform Ressource Names] sind vorwiegend im deutschen Sprachraum durch die DNB vergebene „Persistent Identifier“ zur eindeutigen Identifizierung und dauerhaften Zitierfähigkeit von Netzpublikationen [Dnb 2012].) Ein weiteres Arbeitspaket befasst sich mit der Integration einer Statistik zur Rückinformation der Nutzer und Redakteure bezüglich der Nutzungsfrequenz publizierter Artikel (Dini 2012). Neben der Anpassung der Publikationsstruktur an moderne Nutzerbedürfnisse bietet die Software auch Vorteile bezüglich der organisatorischen Abläufe und der Verwaltung des Begutachtungsprozesses eingereichter Artikel (Peer Review).

Hercynia N. F. 45 (2012): 1– 7

4

3

Das Zeitschriftenportal der Universitäts- und Landesbibliothek

Die Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt richtet derzeit auf ihren Internetseiten ein Zeitschriftenportal ein. Sie bietet damit den Instituten der Martin-Luther-Universität eine Plattform zur Platzierung elektronischer Zeitschriften an. Dort ist im Übrigen auch die elektronische Veröffentlichung weiterer Skripte jenseits der kommerziellen Wissenschaftsverlage möglich. Bislang sind neben der Hercynia das Hallesche Jahrbuch für Geowissenschaften und dessen Beihefte in das Portal aufgenommen worden (Abb. 1). Es werden weitere Zeitschriften folgen, die alle innerhalb des „Open Journal Systems“ unabhängig voneinander verwaltet werden können, ggf. auch mit verschiedenen Subskriptionsmodellen.

5

Die Hercynia auf dem Zeitschriftenportal

Die E-Publikationen der MLU werden zukünftig unter folgender URL (http://public.bibliothek.uni-halle. de/) zu finden sein. Die Hercynia wird auf diesem Portal ab dem 01. November 2012 online gehen. Abbildung 1 zeigt die Eingangsseite des neuen Zeitschriftenportals, auf der die Navigation zur Zeitschrift bzw. zu ihrer aktuellen Ausgabe beginnt. Ein weiterer Menüpunkt führt hin zur Registrierung und damit zur Option für den Nutzer, nach erfolgter Registrierung fortlaufend über Neuerungen im System und zum Erscheinen neuer Artikel informiert zu werden. Mit dem Navigationsmenü auf der rechten Seite können sich registrierte Autoren, Gutachter und Redakteure im System anmelden. Dort rechts ist zudem die Einstellung der Sprache (Deutsch oder Englisch) bzw. der Schriftgröße möglich. Angeboten wird überdies eine Volltextsuche in den Artikeln.

Abb. 1 Das Portal für elektronische Zeitschriften der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt. Fig. 1 Portal for E-journals presented by the Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt.

Bei Navigation über die Einstiegsseite zur jeweiligen Zeitschrift gelangt man zu deren Archiv, das sich nach Band und Jahrgang gliedert. Für die Hercynia ist vorerst Band 42 (2009) exemplarisch dort angelegt (Abb. 2). Das Archiv wird sukzessive vervollständigt werden, so dass in absehbarer Zeit die Beiträge bis ins Jahr 1937 recherchierbar sind.

4

Özüyaman et al.: Hercynia im digitalen Zeitalter

Abb. 2 Das Archiv der Zeitschrift Hercynia. Fig. 2 Archive of the journal Hercynia.

Nach Auswahl eines Bandes erscheint dessen Artikelverzeichnis (Abb. 3). Dort lässt sich die Zusammenfassung des gewünschten Artikels einsehen oder dessen Volltext (Abb. 4) als PDF-Datei herunterladen. Auf der rechten Seite findet man die wichtige Suchfunktion nach Ausgabe, Autoren, Titel und anderen Zeitschriften sowie Informationen für LeserInnen, AutorInnen und Bibliothekare/-innen.

Abb. 3 Inhaltsverzeichnis eines Heftes der Hercynia (Band 42, Heft 1). Fig. 3 Table of content of a Hercynia issue (Volume 42, Issue 1).

2

Hercynia N. F. 45 (2012): 1– 7

5

Abb. 4 Ansicht eines Volltextes im Internetbrowser. Fig. 4 View of a full text article in a browser.

Das Online-Portal für die Hercynia ist relativ leicht handhabbar und selbsterklärend. Sofern dennoch Schwierigkeiten, etwa beim Einreichen von Manuskripten, auftreten sollten, hilft die Redaktion den Autoren gern weiter.

6

Weitere Möglichkeiten der Software

Mit der Software OJS lässt sich der Begutachtungsprozess nach einem festgelegten Ablauf im System verwalten. Vom Verwalter der Zeitschrift werden diesbezüglich Rechte an Redakteure, Gutachter oder Lektoren vergeben. Festgelegt wird, wer welche Bearbeitungsschritte ausführt. Die anonymisierte Begutachtung ist jederzeit gewährleistet, und der gesamte, teils automatisierte Begutachtungsprozess wird transparent, nachvollziehbar und auch effizienter. Für das Versenden von Nachrichten sind zum Beispiel Standardformulierungen vorgegeben, die nur geringfügig modifiziert werden müssen. Zudem ist eine zentrale Verwaltung der Autoren- und Gutachterdatenbank möglich. Mit der Software können URN’s und / oder DOI-Identifizierungen für die einzelnen Artikel vergeben werden, womit deren eindeutige Identifizierung im Internet möglich und die dauerhafte Zitierfähigkeit unabhängig vom Speicherort gewährleistet ist (DOI = Digital Object Identifier, s. auch Idf 2012). Die integrierte Volltextsuche ist sicher ein hilfreiches Werkzeug. Vorhanden ist ferner eine OAI-PMHSchnittstelle (OAI-PMH = Open Archives Initiative – Protocol for Metadata Harvesting, siehe Oai 2012). Sie ermöglicht es sogenannten Harvestern, die Metadaten der Artikel auszulesen und diese in Portalen wie BASE (= Bielefelder Academic Search Engine, siehe http://www.base-search.net/?fullbrowser=1), OAIster (s. Oclc 2012) oder vifabioDOC (= Dokumentenserver der Virtuellen Fachbibliothek Biologie, siehe vifabioDOC 2012) zu präsentieren. Damit können Artikel innerhalb der Wissenschaftszirkel schneller wahrgenommen werden. Uberdies verkürzt sich der Zeitraum vom Erscheinungsdatum bis zur Aufnahme in4die Referateorgane.

6

7

Özüyaman et al.: Hercynia im digitalen Zeitalter

Zusammenfassung

Özüyaman, S., Bliss, P., Partzsch, M.: Die Zeitschrift Hercynia im digitalen Zeitalter. - Hercynia N. F. 45 (2012): 1 – 7. Im Jahr 2012 werden wichtige Veränderungen in Erscheinungsform und Profil der traditionsreichen Wissenschaftszeitschrift „Hercynia“ stattfinden. In Hinsicht auf die Erscheinungsform wird der Wechsel von einer gedruckten Zeitschrift zu einer Open Access E-only-Zeitschrift vollzogen. Inhaltlich wird weiterhin ein multi- und interdisziplinärer Ansatz verfolgt. In der Hercynia können Artikel aus den Gebieten Ökologie, Botanik, Zoologie, Geologie und Geografie sowie aus den Bereichen des Natur- und Umweltschutzes sowie der Land- und Forstwirtschaft publiziert werden. Der geografische Fokus der veröffentlichten Beiträge lag bisher auf dem Herzynischen Raum. Er wird nunmehr auf Mitteleuropa erweitert. Der neue Untertitel der Zeitschrift lautet: „Ökologie und Umwelt in Mitteleuropa“. Präsentiert und verwaltet wird die „E-Hercynia“ künftig – ebenso wie weitere wissenschaftliche Publikationen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – von der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt. Genutzt wird dafür die freie Software „Open Journal Systems“ (OJS) des kanadischen „Public Knowledge Projektes“. Mit ihr werden international bereits mehr als 6600 wissenschaftliche Zeitschriften, zumeist aus dem universitären Bereich, elektronisch publiziert. Für die Autoren hat die Veröffentlichung eines Artikels in der neuen Open-Access-Zeitschrift Hercynia mehrere Vorteile. Unter anderem verkürzt sich der Publikationsprozess („rapid publishing“), und die Beiträge werden von der „scientific community“ weltweit besser wahrgenommen. Die einzelnen Artikel sind zudem barrierefrei zugänglich und von Suchmaschinen leichter auffindbar, womit die Zitationsraten steigen dürften. Die Autoren haben keine Publikationskosten zu tragen – eine Open Access „publishing fee“ ist also nicht zu entrichten.

8

Literatur

Andermann. H. (2003): Freier Zugang zu wissenschaftlicher Information. Über die Initiative des „Open Access“. Forschung & Lehre 12/2003: 637 – 638. http://www.epublications.de/publications.htm CeDiS [Center für digitale Systeme] (2012): Funktionaler Ausbau von und Mehrwertdienste für „Open Journal Systems“. http://www.cedis.fu-berlin.de/open-access/projekte/ojs-de.html [zuletzt aufgerufen 9.5.2012] Boai [Budapest Open Access Initiative] (2012): Budapest Open Access Initiative. http://www.soros.org/openaccess [zuletzt aufgerufen 10.5.2012] Dini [Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e. V.] (2012): Warum Open-Access-Statistik? http://www.dini.de/projekte/oa-statistik/ [zuletzt aufgerufen 9.5.2012] Dnb [Deutsche Nationalbibliothek] (2012): URN-Service. http://www.dnb.de/DE/Netzpublikationen/URNService/urnservice_node.html [zuletzt aufgerufen 9.5.2012] Elsevier (2012): Article of the Future. http://www.articleofthefuture.com/ [zuletzt aufgerufen 9.5.2012] Evans, J. A. & Reimer, J. (2009): Open access and global participation in science. - Science 323: 1025. Hakansson, A. (2005): The Impact Factor – a dubious measure of scientific quality. - Scandinavian Journal of Primary Health Care 23 (4): 193 –194. http://informahealthcare.com/doi/abs/10.1080/02813430500287232 Idf [International DOI Foundation] (2012): The DOI System. http://www.doi.org/ [zuletzt aufgerufen 11.5.2012] Jcr [Journal Citation Reports] (2012): http://thomsonreuters.com/products_services/science/science_products/a-z/ journal_citation_reports/ [zuletzt aufgerufen 9.5.2012] Jisc [Joint Information Systems Commitee] (2012): http://www.jisc.ac.uk/media/documents/publications/reports/2010/ digitalinformationseekerreport.pdf [zuletzt aufgerufen 2.5.2012] Lawrence, S. (2001): Free online availability substantially increases a paper‘s impact. - Nature 411: 521. Mahn, E.-G., Heidicke, D. (2009): Hercynia im Wandel. Perspektiven aus der Rückschau. - scientia halensis 1/09: 16 – 17. Mpg [Max-Planck-Gesellschaft] (2012): Open Access an der Max-Planck-Gesellschaft - Berliner Erklärung. http://oa.mpg.de/lang/de/berlin-prozess/berliner-erklarung/ [zuletzt aufgerufen 10.5.2012] Mruck, K, Gradmann, S., Mey, G. (2004): Open access: Wissenschaft als öffentliches Gut. - FQS [Forum Qualitative Sozialforschung] 5 (2), Art. 14. http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs

Hercynia N. F. 45 (2012): 1– 7

7

Oai (2012): Open Archives Initiative - Protocol for Metadata Harvesting. http://www.openarchives.org/pmh [zuletzt aufgerufen 11.5.2012] Oclc (2012): The OAIster® database. Millions of digital resources from thousands of contributors. http://www.oclc.org/oaister/ pmh [zuletzt aufgerufen 11.5.2012] Pkp [Public Knowledge Project] (2012a): Open Journal Systems. http://pkp.sfu.ca/?q=ojs [zuletzt aufgerufen 9.5.2012] Müller, U. T. (2008): Peer-Review-Verfahren zur Qualitätssicherung von Open-Access-Zeitschriften - Systematische Klassifikation und empirische Untersuchung. - Diss., Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, 247 S. http://edoc.hu-berlin.de/docviews/abstract.php?id=29636 Pkp (2012b): About the Public Knowledge Project. http://pkp.sfu.ca/?q=ojs [zuletzt aufgerufen 9.5.2012] Pkp (2012c): Projektvorhaben FU Berlin. http://pkp.sfu.ca/wiki/index.php/Projektvorhaben_FU_Berlin Roth, W.-M. (2006): Thinking about Open Access – Concretely. - FQS 7 (2), Art. 29. http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs Seglen, P. O. (1997): Why the impact factor of journals should not be used for evaluating research. - British Medical Journal 314: 498 – 502. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2126010/ Vg Wort (2012): VG Wort. http://www.vgwort.de/ [zuletzt aufgerufen 9.5.2012] vifabioDOC (2012): vifabioDOC - Publikationsplattform Biologie. http://www.vifabio.de/vifabioDOC/ [zuletzt aufgerufen 11.5.2012] West, M. (2006): Impactopoly. - Laborjournal 11/2006: 40 – 45. Woll, C. (2005): Wissenschaftliches Publizieren im digitalen Zeitalter und die Rolle der Bibliotheken. - Kölner Arbeitspapiere zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft 46: 1 – 95. http://www.fbi.fh-koeln.de/institut/papers/kabi/volltexte/band046.pdf

Manuskript angenommen: 9. Juli 2012 Adresse der Autoren: Dr. Susann Özüyaman Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, August-Bebel-Str. 13, D-06108 Halle (Saale) E-Mail: [email protected] Dr. Peter Bliss Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Biologie, Bereich Zoologie, Hoher Weg 4, D-06099 Halle (Saale) E-Mail: [email protected] Dr. Monika Partzsch Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Institut für Biologie, Bereich Geobotanik und Botanischer Garten, Am Kirchtor 1, D-06108 Halle (Saale) E-Mail: [email protected]

8

Rezensionen

Ellenberg, H. & Leuschner, C. (2010): Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen. 6. vollständig neu bearbeitet und stark erweiterte Auflage von Christoph Leuschner. - UTB, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1357 S. - ISBN 978-3-8252-8104-5. Preis: 99,00 €. Die fünfte Auflage des „Ellenberg“ erschien 1996 und damit kurz vor dem Tod des Autors. Seit dem sind ca. 15 Jahre vergangen, in denen die botanische Ökologie im weitesten Sinne einen enormen Wissenszuwachs erfahren hat. Daher konnte es nicht nur bei einer Einarbeitung des Erkenntniszuwachses in die bisherige Struktur des Werkes bleiben. Vielmehr ergaben sich daraus sowohl die Möglichkeit als auch die Notwendigkeit, bestimmte Aspekte der Vegetationsökologie überhaupt bzw. stärker zu berücksichtigen. Hierzu zählen u.a. die Populationsökologie, Sukzessionsforschung und angewandte Aspekte, wie Naturschutz und Renaturierung. Im Ergebnis dessen liegt eine um mehr als 250 Seiten gewachsene sechste Auflage vor, die einerseits inhaltlich und methodisch Bewährtes beibehält, andererseits aber auch Neuerungen, u.a. zugunsten einer besseren Vergleichbarkeit der einzelnen Hauptvegetationstypen Mitteleuropas, mit sich bringt. Die vier Hauptkapitel wurden beibehalten: Der Naturraum und seine Geschichte; Naturnahe Wälder und Gebüsche; Naturnahe gehölzarme bis gehölzfreie Formationen; zum großen Teil vom Menschen mitgeschaffene und erhaltene Formationen. Im ersten Hauptkapitel wurden als auffälligste Ergänzung sechs farbige Karten zu Temperatur und Niederschlägen, zur Verbreitung acht wichtiger Großgruppen geologischer Substrate und wichtiger Bodentypen-Gruppen sowie ein Ausschnitt der potenziellen natürlichen Vegetation Mitteleuropas eingefügt. Eine wesentliche und benutzerfreundliche Neuerung ist die sich innerhalb der zwanzig Kapitel über die Hauptvegetationseinheiten wiederholende Gliederung. Diese ermöglicht u.a. einen besseren Vergleich zwischen den einzelnen Kapiteln im Hinblick auf spezifische Aspekte und es erleichtert die Orientierung innerhalb der einzelnen Vegetationseinheiten. Thematisch bedingt konnte allerdings nicht für alle Vegetationseinheiten diese Gliederung in die prinzipiell acht Unterkapitel eingehalten werden. Insbesondere bei den Halboffen- und Offenlandlebensräumen finden sich diese Teilaspekte jedoch ziemlich regelmäßig wieder: 1. Flora und Entstehungsgeschichte; 2. Lebensgeschichte und standörtliche Gliederung; 3. Vegetation; 4. Anpassung an den Standort; 5. Populationsbiologie und Synökologie; 6. Produktivität und Stoffumsätze; 7. Vegetationsdynamik; 8. Menschlicher Einfluss. Der große Wissenszuwachs spiegelt sich u.a. in dem erheblich vergrößerten Umfang wider, den die Wälder einnehmen. Hier wurde beispielsweise das in die zonalen Laubwälder einführende Kapitel von ca. 30 auf ca. 140 Seiten deutlich erweitert. Die Gliederung orientiert sich zudem wesentlich an den spezifischen Hauptvegetationseinheiten. Allein die vergleichende Ökologie der mitteleuropäischen Baumarten sowie die vielfältigen Aspekte der Ökologie der Kräuter und Sträucher nehmen fast 70 Seiten ein. Auch auf den menschlichen Einfluss wird eingegangen, der in der vorigen Auflage an dieser Stelle nicht berücksichtigt wurde. Während die ursprünglichen vier Hauptvegetationstypen der Wälder beibehalten wurden, haben sich bei den naturnahen Haupt-Offenlandvegetationseinheiten einige Veränderungen ergeben: Die ursprünglich zwei Moor-Einheiten (Nieder- und Zwischenmoore sowie Hochmoore) wurden zusammengefasst, und die nivale Vegetationszone wurde mit der ehemals davon getrennten „Vegetation oberhalb der alpinen Waldgrenze“ in das Kapitel „Vegetation der alpinen und nivalen Stufe“ vereinigt. Bei den großenteils vom Menschen mitgeschaffenen Formationen wird jetzt konsequenter der allgemein gängigen Gliederung gefolgt, nach der die Gehölzvegetation i.w.S. den Offenlandbeständen vorangestellt wird. Gravierendere Veränderungen gab es bei der Gliederung des Wirtschaftsgrünlandes i.w.S.: So werden die Schwermetallrasen in einem extra Kapitel behandelt und nicht mehr innerhalb der „Magerrasen trockener Standorte“, was ihren besonderen edaphischen und ökophysiologischen Ansprüchen stärker gerecht wird. Das nasse bis mesophile Nutzgrünland wurde in einem großen Kapitel zusammengefasst, in dem auch die ehemals separaten Düngeweiden, Tritt- und Flutrasen eingegliedert sind. Gerade hier zeigt sich die starke Nivellierung der ehemals standörtlichen Vielfalt und der sich ursprünglich daraus ergebenden angepassten Nutzung, da die Nutzungsziele in der Vergangenheit häufig die Standorte an ihre Bedürfnisse angepasst haben. Fortsetzung S. 32