Die Zollwacht Die Zollwacht - Zollwache

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È sterreichische Post AG Info. Mail Entgelt bezahlt Verlagspost: 1030 Wien GZ 04Z035823S 68. Jahrgang Ausgabe Fru È hjahr 2015 O Die Zollwacht È ster...

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È sterreichische Post AG Info. Mail Entgelt bezahlt Verlagspost: 1030 Wien GZ 04Z035823S 68. Jahrgang Ausgabe Fru È hjahr 2015 O

Die Zollwacht È sterreichs Soziale Informationszeitschrift des Verbandes der Zollwachebeamten O

Vor 60 Jahren ...

È ,,Osterreich ist frei``

. . . und das sollte allen unvergesslich sein!

È sterreichs Der Verband der Zollwachebeamten O wu È nscht allen seinen Mitgliedern und Freunden einen erholsamen und friedlichen Sommer

Inhalt

IMPRESSUM Bundesorgan des Verbandes der È sterreichs. Zollwachebeamten O

Ein Wort zur Zeit(ung) (Hampl) .............................................

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Aus dem Verband .................................................................

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Aus unseren Landesgruppen .................................................

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Ehrung unserer treuen langja Èhrigen Mitglieder .......................

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SMS - Der Verband informiert ............................................... 11 Vorarlberg 1945 ± Ein schwieriger Neubeginn (Dr. Hager)...... 11 Na Èchtliche Steinbockverzollung (Rauchegger)........................ 14 Bericht vom Klassentreffen Fachkurs 51/2 (Pfeifenberger) ............................................ 14 Fru È hling im Leithagebirge (Emil F. Pohl) ................................. 15 Ein wenig Nostalgie ± Die Preûburgerbahn (Hampl)............... 17 Unsere Verstorbenen Wir trauern um . . . ........................................................... 20 Nachruf fu Èr ChefInsp. i.R. Josef Kepplinger (Repnik) .............. 22 Seinerzeit (Hampl) ................................................................ 23 25. Oktober 1955 (Krispel) ................................................... 26 Unsere Geburtstagskinder ..................................................... 27 Wer kennt diese Zollha Èuser? ................................................. 28

Herausgeber: Verband der ZollÈ sterreichs in Inwachebeamten O teressensgemeinschaft mit den Beamten des Zoll- und Finanzdienstes. ZVR-Zahl 465354646 Hersteller: Druckerei Ferdinand Berger & So È hne Gesellschaft m.b.H., A-3580 Horn, Wienerstraûe 80 Redaktionsleitung: Oberst i.R. RegRat Ferdinand Hampl (E-mail: [email protected]), Vordere Zollamtsstraûe 5, 1030 Wien Richtung des Mediums: Verbandsnachrichten des Verbandes È sterder Zollwachebeamten O reichs in Interessensgemeinschaft mit den Beamten des Zoll- und Finanzdienstes; Soziale Zeitschrift Erscheinungsweise: 2 bis 3 mal ja Èhrlich periodisch Bundesleitung: 1030 Wien, Vordere Zollamtsstraûe 5/2/206, Tel. 01/71106/573399 Bundesvorsitzender: Oberst i.R. RegRat Ferdinand Hampl Tel. 01/71106/573399 Verbandssekretariat: Frau Brigitta Martinek, Tel. 01/71106/573399, E-Mail: [email protected] Dienstag von 9.00 bis 13.00 Uhr, Mittwoch von 9.00 bis 12.30 Uhr Pensionistengruppe: Tel. 01/71106/573398 Bankverbindung: Schelhammer und Schattera Giro-Kto. 137.646, BLZl. 19190 IBAN: AT601919000000137646 BIC: BSSWATWW

Redaktionsschluss fu È r die Ausgabe Herbst 2015 ist am 30. September 2015

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Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Zustimmung der Redaktionsleitung. Unverka Èuflich! Wird nur an Verbandsmitglieder und Beho È rden abgeben.

Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

Ein Wort zur Zeit(ung) von Ferdinand Hampl, Oberst i.R. Liebe Leserinnen, liebe Leser ± Griaû Euch! Das heurige Jahr 2015 scheint ein Jahr der Erinnerungen zu sein: 60 Jahre Staatsvertrag, 60 Jahre, dass am 25. Oktober der letzte fremde Soldat unser Land verlieû, 70 Jahre È sterreichs Befreiung O durch die Alliierten Truppen, 70 Jahre, dass es È sterreich in unserem Leben keinen Krieg in O È gab, 100 Jahre, dass Italien Osterreich±Ungarn den Krieg erkla Èrte, 150 Jahre, dass Kaiser Franz Josef I. die Wiener Ringstraûe offiziell ero È ffnete. Die Aufza Èhlung lieûe sich beliebig lang mit bedeutenden Ereignissen fortsetzen. Man ko È nnte auch sagen ,,Nostalgie``, und ich tue es trotzdem. Obwohl mir ein Mitglied (Jahrgang 1930) vorwarf, an diesen ,,Dingen, die es gar nicht mehr gibt`` zu ha Èngen und seinen Austritt aus dem Verband bekanntgab. Elf Jahre È sterreichische Zollwasind es, dass man die O che auflo È ste; der Name ,,Zollwache`` wa Ère la Èngst in Vergessenheit geraten, ha Ètten wir nicht damals beschlossen: ,,Der Verband mit diesem Namen bleibt bestehen``. Natu È rlich sind wir kein so beru È hmter Traditionsverein wie z.B. die ,,Deutschmeister``, aber immerhin stehen o È sterreichweit immer noch mehr als 1.100 Mitglieder zu unserm Verband. Ich spreche jetzt vor allem jene Mitglieder an, die etwa vor dem Jahre 1950 geboren sind: Erinnern Sie sich noch, welch ein Freudentaumel È sterreicher ± und natu die O È rlich auch die È Osterreicherinnen ± erfasste, als im Radio die Worte unseres Auûenministers Leopold Figl erÈ sterreich ist frei``? klangen ,,O Der 26. Oktober 1955 war der erste Tag, an dem laut Staatsvertrag keine fremden Truppen mehr auf o È sterreichischem Hoheitsgebiet stehen durften; der Nationalrat beschloss am selben Tag in Form eines Verfassungsgesetzes ru È ckwirkend die ,,Immerwa Èhrende Neutralita Èt``. Und an diesem Tag wurde dann der ,,Tag der Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

Fahne``, welcher im Jahre 1965 vom ,,NationalÈ sterfeiertag`` abgelo È st wurde, gefeiert. Die O È reicher ± und natu È rlich auch die Osterreicherinnen ± waren daru È ber sehr glu È cklich, denn sie hatten genug vom Krieg. Doch diese ,,Immerwa Èhrende Neutralita Èt`` wurde spa Èter einmal meiner Meinung nach in verantwortungsloser Weise mit den Mozartkugeln und den Lipizzanern gleichgestellt. Vor 70 Jahren, am 1. April 1945, am Ostersonntag, besetzte die Rote Armee meine Heimatstadt. Ich lag zusammengekauert mit meiner Mutter im Erda Èpfelkeller unserer Nachbarn; durch die einen Spalt geo È ffnete Tu Ère sah ich ,,meinen ersten Russen``. In Erinnerung sind mir noch heute die MP 41 und die Pelzmu È tze mit dem roten Stern. Ha Ètte er vermutlich ein Gera Èusch aus dem Keller geho È rt, ha Ètte er sicher geschossen; so aber ging er raschen Schrittes weiter . . . Am 23. Mai 1915, also vor 100 Jahren, erkla Èrte È sterreich±Ungarn den Krieg. Einen Italien O schrecklichen Krieg, der vor allem unsere Grenzfinanzwache in Ka Èrnten und der Krain hart traf. Von Heldentaten der ,,Finanzer`` konnte berichtet werden, aber mehr noch von vielen Toten und Verwundeten. Vor 150 Jahren, am 1. Mai des Jahres 1865 ero È ffnete ,,seine Majesta Èt`` Kaiser Franz Joseph I. offiziell die 5,3 Kilometer lange Ringstraûe in Wien. Vorher befanden sich an dieser Stelle die Stadtmauern und Basteien, welche die Haupt- und Residenzstadt vor allem in den Tu Èrkenkriegen uneinnehmbar gemacht hatten. Anschlieûend an die Mauern ein Glacis, ein etwa 450 Meter breiter Wiesenstreifen, der aus Verteidigungsgru È nden nicht verbaut werden durfte. All dies brauchte man auf Grund der neuen Waffen in der zweiten Ha Èlfte des 19. Jahrhunderts nicht mehr. Schon 1850 wurden die Vorsta Èdte als Bezirke II bis VIII in die Stadt eingemeindet. Und so entstanden entlang der gesamten Prachtstraûe zahlreiche o È ffentliche und private Bauten und repra Èsentative Palais. Dazu passend: Das Jahr 2015 soll in Wien ganz im Zeichen des ,,Zu-Fuû-Gehens`` stehen, man

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sollte die Stadt zu Fuû entdecken. Das wa Ère doch etwas fu È r die Ringstraûe. Sie werden nicht glauben, auf welche interessanten Dinge Sie ,,Zu Fuû`` da stoûen. Versuchen Sie es doch!

Daru È ber freuen wir uns natu È rlich. Bald ha Ètte ich es vergessen: Seit 70 Jahren, seit 1. Oktober 1945 ist das Burgenland wieder ein selbsta Èndiges Bundesland. Die Nazi's wollten weder eine ,,Burgenmark noch ein Burgenland`` und teilten es auf Niederdonau und Steiermark auf.

Aus dem fernen Australien erreichte uns vor Weihnachten folgendes E-Mail:

Ich wu Ènsche den Mitgliedern des Verbandes der È sterreichs ein friedliches Zollwachebeamten O Fest und viel Gesundheit fu È r das Jahr 2015. Als ehemaligen Zolldeklaranten und Unteroffizier des Heeres hat es mich mit meiner Familie nach Australien verschlagen. Bin interessierter Leser des Magazins ,,Die Zollwacht`` im Internet.

Viele unserer Mitglieder beklagen immer wieder, nichts vom Ableben lieber Kollegen oder von Veranstaltungen rechtzeitig zu erfahren. Beachten Sie daher bitte die Einschaltung in eigener Sache auf Seite 11. Ich darf Ihnen, liebe Leser, einen scho È nen Sommer, einen erholsamen Urlaub und insgesamt alles Gute wu È nschen. Halten Sie bitte unserem Verband die Treue.

Mit freundlichen GruÈûen Franz Kratschmer, Darwin, Northern Territory, Australia

Aus dem Verband: Da unser Bu Èro nur Dienstag von 9.00 bis 13.00 Uhr und Mittwoch von 9.00 bis 12.30 Uhr besetzt ist, ko È nnen Sie in dringenden Fa Èllen den Verband an Wochentagen erreichen unter der Nummer +43 699 1954 6196 Sie ko È nnen uns aber Tag und Nacht per E-Mail erreichen: [email protected] Besuchen Sie auch immer wieder unsere Homepage: www.zollwache.at

W Sehr geehrtes Mitglied Vielleicht haben Sie gerade jetzt auf den beiden letzten Seiten unserer Verbandszeitschrift, welche ausschlieûlich an Verbandsmitglieder und Beho È rden abgegeben wird, nachgesehen, wer in den na Èchsten Monaten seinen ,,runden`` Geburtstag feiert oder mit Bedauern auf der Seite ,,Unsere Verstorbenen`` festgestellt, dass wieder ein Mitglied fu Èr immer von uns gegangen ist. Wie uns immer wieder Leser unserer Verbandszeitschrift mitteilen, sind das fu È r sie die wichtigsten Seiten ,,Der Zollwacht`` und u È ber vielfachen Wunsch wollen wir diese Seiten auch weiterhin bringen. Sie geho È ren zur Vereinskultur und sind schon Gegenstand der Verbandsnachrichten seit den ersten Ausgaben in den 1950er Jahren. Sollten Sie es aber als Verbandsmitglied nicht wu È nschen, dass ihr Name oder ihr Geburtsdatum auf diesen Seiten gegebenenfalls auf-

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W

W scheint, du È rfen wir Sie ersuchen, uns dies schriftlich mitzuteilen. Sollte im Verbandssekretariat kein solcher Widerruf einlangen, verstehen wir dies als Zustimmung, dass ihre Daten auf diesen Seiten der Verbandszeitschrift gegebenenfalls in gewohnter Form vero È ffentlicht werden du Èrfen. Der Bundesvorsitzende und Redakteur der Verbandszeitschrift

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Liebes Mitglied Sollten Sie bisher noch nicht dazugekommen sein, den Mitgliedsbeitrag fu È r das Jahr 2014 und / oder 2015 in der Ho È he von jeweils EUR 16,00 zu u È berweisen, dann bedenken Sie bitte, dass unser Verband alle seine Leistungen nur aus dem ja Èhrlichen Beitrag unserer treuen Mitglieder leisten kann, da wir keinerlei Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

Subvention bekommen. Wir danken fu È r Ihr Versta È ndnis. W W W

Anku È ndigung unserer ,,Gedenkstunde`` in Marchegg Alle Mitglieder und Freunde der Zollwache treffen sich am Freitag, dem 23. Oktober 2015 im Rahmen einer kurzen Gedenkfeier um È sterreichischen 11.00 Uhr beim Denkmal der O Zollwache in Marchegg zur Kranzniederlegung und einem anschlieûenden gemu È tlichen Mittagessen mit ,,Plauderstunde``.

Wir begru È ûen als neue Mitglieder: In der Landesgruppe Vorarlberg: Herrn AbtInsp. i.R. Johann UNTERGUGGENBERGER In der Landesgruppe Obero È sterreich: Frau Edda CHRISTL, Herrn Maximilian CHRISTL In der Landesgruppe Ka È rnten: Herrn ADir. i.R. RegRat Winfried DAKSKOBLER, Herrn Alois LOIBNEGGER In der Landesgruppe Burgenland: Frau Ines GABOR, Frau Viktoria STROMMER, Frau Judith TSCHIDA, Herrn Oberst i.R. Rudolf TIEFENTHALLER

Aus unseren Landesgruppen . . . Landesgruppe Burgenland: Liebe Verbandsmitglieder im Burgenland Bei der Gedenkfeier am 2. November 2014 beim Mahnmal am Geschriebenstein legten die Kollegen Holzgethan und Tranegger den Kranz des Verbandes bei der Ehrentafel der Zollwache nieder. Das allja Èhrliche Adventtreffen der Landesgruppe Burgenland hat am 4. Dezember 2014 im Gasthaus Cserer in Rechnitz stattgefunden. Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

Leider mussten sich diesmal etliche wegen Erkrankung entschuldigen; trotzdem aber waren zwo È lf Mitglieder erschienen. Auch unser Bundesvorsitzender Oberst i.R. Ferdinand Hampl war anwesend. Mit humorigen Beitra Ègen von Kollegen Hampl und Nussbaumer und Diskussionen war das Treffen wieder ein voller Erfolg. Auch das na Èchste Treffen im Sommer 2015 wurde beschlossen.

Daher bitte unbedingt vormerken: Sommertreffen 2015 am 9. Juli um 14 Uhr im Buschenschank Reinhard und Dietlinde KOCH im Weingebirge Rechnitz. W W W

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Landesgruppe Niedero È sterreich: Die Landesgruppe Niedero È sterreich informiert:

Weiter konnten Sektionschef i.R. Dr. Otto Gratschmayer mit Gattin sowie Frau Doris Gartner, die uns am Keyboard musikalisch begleitete, begru È ût werden. Danach wurde jener Verbandsmitglieder gedacht, die uns im abgelaufenen Jahr fu Èr immer

Das diesja Èhrige Treffen der Kollegen aus Niedero È sterreich findet am Samstag, dem 19. September 2015 fu È r ,,alle Niedero È sterreichischen Mitglieder`` wieder in Drasenhofen statt. Eintreffen am 19. September 2015 um 11.00 Uhr beim ,,Zollcontainer`` des Kollegen Hubert Bayer in Drasenhofen Nr. 70. Um ca. 12.00 Uhr Mittagessen; das Programm fu È r den Nachmittag steht noch nicht fest. Bitte zur Sicherheit ein Reisedokument mitbringen. Im Rahmen dieses Treffens werden wieder langja Èhrige Mitglieder geehrt. Es wa Ère scho È n, wenn wieder viele Mitglieder und Freunde des Verbandes kommen wu È rden. Anmeldungen bitte zeitgerecht bei Hubert Bayer unter Tel. Nr. 0676 9698451 oder bei Gustav Martinek unter Tel. Nr. 0660 3534614. W W W

Landesgruppe Wien: Weihnachtsfeier

Viele Mitglieder waren erschienen

verlassen haben; besonders gedacht wurde unseres verstorbenen Ehrenobmannes Amtsdirektor i.R. Franz Haider, der u È ber Jahrzehnte die Pensionisten betreut hatte. Obmann Bernhart bedankte sich bei den Anwesenden fu È r ihr Erscheinen, da sie dadurch ihre Verbundenheit zum Verband zum Ausdruck bringen. Er wu È nschte allen ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie Glu È ck und Gesundheit fu È r das Jahr 2015. Nach einem Bericht des Bundesvorsitzenden u È ber die Situation des Verbandes u Èberreichte Landesgruppenobmann Gustav Martinek einigen Verbandsmitgliedern Urkunden als Dank fu È r ihre langja Èhrige Mitgliedschaft beim Verband. Und im Namen der geehrten Mitglieder

Bericht vom Obmann der Pensionisten, Stefan Bernhart

Die Weihnachtsfeier der Wiener Landesgruppe und -Senioren fand - bei u È beraus gutem Besuch - heuer wieder im Restaurant ,,Napoleon`` in Wien-Kagran statt. Der Obmann der Senioren, ChefInsp. i.R. Stefan Bernhart, konnte die zahlreich erschienenen Verbandsmitglieder und Freunde des Verbandes, besonders den Bundesvorsitzenden Oberst i.R. Ferdinand Hampl und den Landesgruppenobmann von Wien, ChefInsp. i.R. Gustav Martinek mit ihren Frauen sowie viele VorÈ recht herzlich bestandsmitglieder des VZBO gru È ûen.

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Der fu È r seine lange Mitgliedschaft geehrte Alfred Weiû

Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

bedankte sich Dr. Gratschmayer und wu È nschte dem Verband der Zollwachebeamten weiterhin alles Gute. Mit dem Lied ,,Es wird schon glei dumpa`` war zwar der offizielle Teil der Weihnachtsfeier beendet, doch gab unser langja Èhriges Mitglied Alfred Weiss zum Abschluss noch einige heitere Geschichten zum Besten. W W W

Verbandsausflug der Landesgruppe Bericht der Landesgruppenobfrau Martina Fuchs

Das ja Èhrliche Treffen fu È hrte uns am 21.November 2014 in das neue Musiktheater in Linz. 26 Kollegen und Freunde der Zollwache lauschten den u È beraus interessanten Erkla Èrungen unseres Guides. Obwohl es anfangs nicht so aussah, hatten wir schlieûlich doch das Glu È ck, dass die laufenden

Landesgruppe Obero È sterreich: Amtsdirektor Regierungsrat Johannes Buhl ist seit 20 Jahren Mitglied des Verbandes der ZollÈ sterreichs. Als Landesgruppenwachebeamten O obfrau war es mir heute eine besondere Ehre ihm zu dieser langja Èhrigen Mitgliedschaft zu gratulieren und ihm fu Èr die Treue zu danken. Auch wurden Johannes Buhl das Schreiben des Bundesvorsitzenden, die Ehrungsnadel und die Ehrenurkunde samt einem kleinen Pra Èsent u È berreicht.

Die Mitglieder aus Obero È sterreich im Musiktheater Linz

Proben beendet wurden und wir sogar hinter die Bu È hne blicken konnten. Das Hauptfoyer, die Ku È nstlerwerksta Ètten und die Schneiderei waren nur einige Stationen, die uns in groûes Staunen versetzten. Im groûen Musikprobenraum, der technisch so gut ausgeru È stet ist, dass sogar Musikaufnahmen gemacht werden ko È nnen, durften wir auf den Orchesterpla Ètzen Platz nehmen und uns wie groûe Musiker fu È hlen.

RegRat Hannes Buhl wurde geehrt

W W W Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

Einmal auf den Pla Ètzen des Orchesters

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Am Dach des Musiktheaters gibt es mehrere Bienensto È cke, die schon den ersten Musiktheaterhonig lieferten. Ich freute mich u È ber jeden einzelnen Teilnehmer an dieser Fu È hrung. Eine groûe Ehre war es jedoch, dass sich selbst Vizepra Èsident i.R. Wilhelm Schneider die Zeit nahm, um am anschlieûenden gemu È tlichen Beisammensein im Musiktheatercafe  dabei zu sein. W W W

Landesgruppe Salzburg: Weihnachtsstammtisch im Dezember 2014 Von Landesgruppenobmann Hermann Jamek

Wie in den vergangenen Jahren wurden am letzten Stammtisch des Jahres die Ehrungen langja Èhriger Verbandsmitglieder vorgenommen. Nach einer kurzen Ansprache des Landesgruppenobmannes mit dem Dank an die Kollegen

Verdiente Ehrung des Landesgruppenobmannes

rung an der Ehrung nicht teilnehmen, so verblieb fu Èr die aktuelle Ehrung nur der Landesgruppen-Obmann. Da er sich nicht selbst ehren konnte, u ÈberÈ nahmen die Ubergabe der ,,Goldenen Ehrennadel`` fu È r die 30-ja Èhrige Verbandszugeho È rigkeit sowie die Laudatio MinRat i.R. Mag. Peter Zeller und Peter Riem. Verhindert an der Teilnahme waren AbtInsp. i.R. Herbert Reisecker (60 Jahre Verbandsmitglied), AbtInsp. i.R. Maximillian Berger (40 Jahre) und Dr. Andreas Angermu Èller (30 Jahre). Ihnen wurde die Urkunde oder die goldene Ehrennadel perso È nlich u È berreicht bzw. am Postwege zugesandt. Anla Èsslich des vorweihnachtlichen Stammtisches wurde auch an die heuer verstorbenen Verbandsmitglieder Fritz Sattlecker, Friedrich Herzog, Rudolf Pundleider und Erich Saller in einer Gedenkminute gedacht.

Die Salzburger Stammtischfreunde

fu È r die zahlreiche Teilnahme im abgelaufenen Jahr an den Stammtischterminen und der Hoffnung, dass wir uns auch im kommenden Jahr wieder vollza Èhlig in halbwegs gesundem Zustand an selber Stelle wieder treffen werden, begann der offizielle Teil der Ehrung. Leider konnten drei langja Èhrig treue Verbandsmitglieder aus gesundheitlichen Gru È nden, bzw. wegen eines Reiseurlaubs bedingter Verhinde-

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Die zahlreich anwesenden Stammtischfreunde verbrachten nach dem feierlichen Akt einen wie immer unterhaltsamen Nachmittag bei einem wie schon u È blichen Essen ,,Bratl in der Rein``, das diesmal, nachdem ein neuer Wirt das Gasthaus betreibt, finessenreich zubereitet war und allen hervorragend zusagte. Nach dem gemu È tlichen Beisammensein und anschlieûend gegenseitigen Weihnachts- und Glu È ckwu Ènschen fu È r das Neue Jahr, verabschiedeten wir uns zeitgerecht ± wie es fu È r solide Pensionisten geho È rt ± mit dem Vorhaben uns beim na Èchsten Stammtisch im Ja Ènner 2015 in aller Frische wieder zu treffen. W W W Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

Stammtischtermine der Zollwachekollegen Salzburg Die Treffen fu È r den von Zollwachekollegen gerne besuchten Stammtisch finden im 2. Halbjahr 2015 jeweils Donnerstag an folgenden Terminen beim Wastlwirt (Na Èhe Stieglbrauerei) ab 15.00 Uhr statt und zwar am: 2. Juli 2015, 6. August 2015, 3. September 2015, 1. Oktober 2015, 5. November 2015 und Don-

nerstag den 3. Dezember 2015. Bei diesem Treffen findet auch die Ehrung fu È r langja Èhrige treue Mitglieder des Verbandes der ZollwachebeamÈ sterreichs statt und ist gleichzeitig die Jahten O res-Abschlussfeier. Sollten sich Kollegen aus anderen Bundesla Èndern an einem dieser Termine zufa Èllig in Salzburg befinden, so sind sie gerne zum Stammtisch und einem Gedankenaustausch eingeladen.

Ehrung unserer treuen langja È hrigen Mitglieder Der Verband der Zollwachebeamten in Interessensgemeinschaft mit den Bediensteten der Zoll- und Finanzverwaltung dankt folgenden Mitgliedern

fu È r ihre 60-ja È hrige Treue:

fu È r ihre 50-ja È hrige Treue:

ADir. i.R. RegRat BAUER Herbert, Wien ADir. i.R. BECKER Friedrich, Anif AbtInsp. i.R. BRANDSTETTER Leopold, Linz È PPAN Ernst, Gmu ADir. i.R. RegRat CZO È nd GrpInsp. i.R. DORN Johann, Tho È rl-Maglern ADir. i.R. RegRat ENGL Gu Ènther, Wels ADir. i.R. RegRat GABLER Alfred, Deutsch Wagram AbtInsp. i.R. GOLDBERGER Josef, Klagenfurt GrpInsp. i.R. GRAEBNER Anton, Horn AbtInsp. i.R. HABICHER Andreas, Erl È SCH Liane, Baden Frau HO AbtInsp. i.R. KLANTSCHNIGG Johann, Klagenfurt ChefInsp. i.R. KONZETT Roman, Dornbirn AbtInsp. i.R. KOPETSCHKE Rudolf, Vandans GrpInsp. i.R. LANG Johann, Esternberg AbtInsp. i.R. LEHNER Johann, Wernstein GrpInsp. i.R. LEICHTFRIED Franz, Wien AbtInsp. i.R. MAIER Andreas, Gaiûau AbtInsp. i.R. MICAN Johann, Gmu È nd Frau MOSER Bernadette, Telfs AbtInsp. i.R. OBERMEIR Adolf, Achenkirch AbtInsp. i.R. PFAFFENBICHLER Leopold, Unken AbtInsp. i.R. ROLLY Rudolf, Schwechat AbtInsp. i.R. STAUDER Matthias, Arnoldstein Amtsrat i.R. THOMAN Franz, Linz Oberst i.R. WALLAS Johann, Klagenfurt FOInsp. i.R. WEBER Erwin, Amstetten

Herrn BARTH Rudolf, St.Peter am Hart BezInsp. i.R. BIRNBAUM Dieter, Schardenberg È TTER Gottfried, Gaissau AbtInsp. i.R. BRANDSTA FInsp. i.R. CUJES August, Finkenstein È RNBERGER Georg, Unken BezInsp. i.R. DU KtrInsp. i.R. EDER Wilhelm, Tamsweg KtrInsp. i.R. ERLESHOFER Reinhold, Salzburg AbtInsp. i.R. FILIPP Paul, Vorderberg GrpInsp. i.R. FRANZL Josef, Rosegg AbtInsp. i.R. GLINIK Felix, Globasnitz KtrInsp. i.R. HAAS Erwin, Wals ADir. i.R. HARANT Rudolf, Leonding AbtInsp. i.R. HEBEIN Gerhard, Gaissau È TTER Johann, Linz ChefInsp. i.R. HOFSTA BezInsp. HORNTRICH Sepp, Vandans ChefInsp. i.R. HRAST Friedrich, Vorderberg AbtInsp. i.R. JANECEK Emil, Freistadt AbtInsp. i.R. KLAUSHOFER Georg, Wals ChefInsp.i.R. KONRAD Gottfried Wien ADir. i.R. RegRat KREUZBERGER Augustin, Villach AbtInsp. i.R. KRUPAN Walter, Marchegg FInsp. MAYRHOFER Gu Ènter, Walpersbach AbtInsp. i.R. MILLINGER Georg, Unken AbtInsp. i.R. MOSER Werner, Gro È dig BezInsp. i.R. POTISK Norbert, Villach ChefInsp. i.R. ROCKENBAUER Richard, Rattersdorf BezInsp. i.R. ROHRMOSER Josef, Wals

Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

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ADir. i.R. RegRat SCHAFRANEK Othmar, Graz È TTELKOPF Josef, ChefInsp. i.R. SCHU Rosenbach Frau SEEL Kornelia, Wien KtrInsp. i.R. STAUNIG Friedrich, Latschach KtrInsp. i.R. STEMPFER Adolf, Lavamu Ènd BezInsp. i.R. STIMEDER Alois, Brunnenthal AbtInsp. i.R. STRASSER Andra È, Kartitsch AbtInsp. i.R. STUMVOLL Karl, Hittisau AbtInsp. i.R. SZAKASITS Johann, Gu Èssing AbtInsp. i.R. TRIMMAL Franz, Rohrbach AbtInsp. i.R. TRINK Helmut, Eggelsberg Frau WAGNER Mathilde, Wien Frau WILFERT Anna, Krems AbtInsp. i.R. WINKELMEIER Alfred, Lengau KtrInsp. i.R. WOLFSTEINER Leopold, Haibach

fu È r ihre 40-ja È hrige Treue: BezInsp. BRAUN Leopold, Strass GrpInsp. GRATZER Josef, Feistritz / Gail FInsp. i.R. HEITZINGER Robert, Wien ChefInsp. i.R. HINTERNDORFER Josef, Leobendorf AbtInsp. i.R. KOTESCHOWITZ Albert, Brunnenthal BezInsp. i.R. KRASSNIG Heinrich, St. Jakob ADir. i.R. Hofrat KUNDELA Otto, Wien AbtInsp. i.R. LECHNER Franz, Pfunds RevInsp. i.R. LENGAUER-STOCKNER Josef, Angerberg ADir. RegRat MAURER Bernhard, Wr. Neudorf Amtsrat i.R. PACHLER Franz, Wels ChefInsp. i.R. PILS Walter, Walding AbtInsp. POTRUSIL Franz, Reichersberg KtrInsp. SCHANO Johann, Wernstein Oberstleutnant SCHEDL Emmerich, Oberloisdorf AbtInsp. i.R. SIGL Albert, Obertrum BezInsp. i.R. STADIK Peter, Go È rtschach ChefInsp. i.R. STEINER Franz, Zurndorf ADir. i.R. RegRat WEBER Peter, Scha Èrding

fu È r ihre 30-ja È hrige Treue: Brigadier DOLESCHAL Ju È rgen, Wien È HRNSTAHL Christian, Mannersdorf / ADir. FU March FOInsp. FRIEDRICH Ernest, Wien ADir. RegRat HEROLD Peter, Villach BezInsp. JALOWETZ Ernst, Meggenhofen KtrInsp. KOMAR Franz, Pama

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Oberstleutnant KRAUS Karl, Oberndorf RevInsp. LENZHOFER Gottfried, Gundersheim BezInsp. PINTER Thomas, Meiningen FOInsp. POLLY Johann, Hoheneich KtrInsp. i.R. RUPF Reinhard, Halbturn AbtInsp. i.R. TISCHLER Johann, Brand-Nagelberg ADir. BA VAGOVICS Thomas, Wien BezInsp. WAGNER Markus, Kallham BezInsp. WALLNER Gerhard, Karlstetten È RZL Peter, Neumarkt BezInsp. WU È HRER Wolfgang, Antiesenhofen Herrn Mag. ZO

fu È r ihre 20-ja È hrige Treue: È LTL Petra, Zurndorf ADir. GO Frau GROSS Eveline, Wien KtrInsp. i.R. HOLZGETHAN Josef, Du È rnbach FOInsp. i.R. HUBER-HUBER Herbert, Klagenfurt Frau WOSCHANK Christa, Bleiburg

fu È r ihre 10-ja È hrige Treue: Frau ANTONITSCH Michaela, St.Jakob Herrn BINTER Erwin, Seeboden FOInsp. DULLER Josef, Bleiburg È RSTER Hans Ludwig, Wels Herrn FO Frau HASSLER Edith, Fu È rnitz ADir. Ing. HEYDUK Gerhard, Laxenburg Frau JAMNIG Anna-Maria, Vo È lkermarkt Herrn JANNACH Andreas, Vorderberg Frau JANNACH Roswitha, Latschach AbtInsp. JOST Heinz, Graz Frau JOST Sigune, Graz Herrn KAISER Michael, Feistritz / Gail Herrn KOSCHUTNIG Ernst Karl, Ferlach È UTER Sebastian, Haimburg Herrn KRA Herrn KUTSCHEK Gilbert, Ebenthal È LLER Herbert, St.Veit / Glan Herrn Dr. MU AbtInsp. i.R. PALLE Leopold, Riegersdorf Herrn Dr. PLONER Wolfgang, Fu È rnitz MinRat i.R. DDr. REICHENFELSER Herwig, Wien Herrn REITER Manfred, Wien Frau ROSAR Nicoline, Klosterneuburg Herrn SAMIDE Horst, Klagenfurt Frau SCHANDL Martina, Wien Frau STEINER Gertrud, Stuben Herrn STEINER Josef, Stuben Frau STRASSNIG Isolde, St. Andra È Frau URANSCHEK Adele, Klagenfurt Herrn VARECKA Hans Peter, Wien BezInsp. i.R. WINZIG Philipp, Velden Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

È sterreichs informiert: Der Verband der Zollwachebeamten O Die Landesgruppen von Wien, Niedero È sterreich und Burgenland planen ein Benachrichtigungssystem, welches allen Mitgliedern, die sich dafu È r anmelden, folgendes bringen wu È rde: Wir wu È rden Sie mittels SMS oder / und E-Mail bei Todesfa Èllen von Mitgliedern, Einladungen zu Exkursionen, Kranzniederlegungen, Weihnachtsfeiern und a È hnlichem versta È ndigen. Sie mu È ssen lediglich ihre Mobiltelefon-Nummer und / oder ihre E-Mail-Adresse dem Verband bekanntgeben; dann werden Sie vom Verband der Zollwachebeamten benachrichtigt. Natu Èrlich ko È nnen Sie diese Benachrichtigung jederzeit auch widerrufen. Selbstversta Èndlich werden ihre Daten nicht an Dritte weitergegeben. Ihre Mobiltelefon-Nummer oder ihre E-Mail-Adresse melden Sie bitte dem Sekretariat des Verbandes unter [email protected] oder Tel.-Nr.: 01/71106/573399 oder Mobil +43/699/19546196

Die Wiedererrichtung der o È sterreichischen Zoll- und Finanzverwaltung in Vorarlberg nach dem zweiten Weltkrieg

È sterreichs; Vor 70 Jahren endeten die Naziherrschaft und ein schrecklicher Krieg auch im Westen O Hofrat Dr. Arthur Hager schrieb im Jahre 1980 diesen interessanten historischen Beitrag: Nach dem Einmarsch der franzo È sischen Truppen in den Maitagen 1945 setzte der kommandierende General am 24. Mai 1945 den ,,Vorarlberger Landes-Ausschuss`` als oberste Beho È rde der zivilen Verwaltung im Lande Vorarlberg ein. Fu È r jede Neuerung im Zuge des Neuaufbaues der o È sterreichischen Verwaltung war nun die Genehmigung der Besatzungsbeho È rden erforderlich. Die franzo È sische Zone reichte anfa Ènglich bis Pettneu. Am 18. Juli 1945 kam das Gebiet von Nordtirol dazu. Eine Verbindung mit dem damaligen Staatsamt fu È r Finanzen in Wien war nicht mo È glich, weshalb der Landesausschuss auch Angelegenheiten, die im Rahmen der o È sterreichischen Bundesverfassung 1929 in die Zusta Èndigkeit des Bundes fielen, wahrzunehmen hatte. Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

Vorla Èufig ging es darum, fu È r die Neuordnung im È bergangslo o È sterreichischen Sinne eine U È sung zu finden. Dies war a Èuûerst schwierig: Der Bahnverkehr ruhte beinahe zur Ga Ènze, Post und Telefon waren fu È r den Zivilverkehr gesperrt, die Grenzu È berga Ènge vom Milita Èr besetzt. Die Staatseinnahmen gingen deshalb rapide zuru Èck. Die Ausgaben wurden aber nicht geringer, insbesondere fu È r Geha Èlter und Lo È hne. Groûe Sorge bereitete die Beschaffung der notwendigsten Lebensmittel fu È r die durch den Zuzug von Flu È chtlingen beinahe auf das Doppelte angewachsene Bevo È lkerung. Was nun die Finanzverwaltung anlangt, musste damals festgestellt werden, dass die volle Umstellung des Verwaltungsapparates auf die bis È sterreich zur Geltung gestandeMa Èrz 1938 in O

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nen Gesetze und Vorschriften erst allma Èhlich verwirklicht werden konnte, denn diese gesetzlichen Bestimmungen waren nur noch in einzelnen Exemplaren vorhanden und fu Èr eine rasche Umschulung des Personals fehlten die Voraussetzungen. Deshalb wurden die in der deutschen Zeit errichteten Finanza Èmter in Bregenz (Vorsteher RR. Dr. Luger) und Feldkirch (Vorsteher RR. Dr. Morell), sowie die Hauptzolla Èmter Dornbirn (Vorsteher ZI. Huchler) und Feldkirch (Vorsteher OZI. Flieûer), samt den nachgeordneten Stellen vorla Èufig belassen. Die fru È her bei diesen Dienststellen ta Ètigen Beamten aus Deutschland È sterreicher ersetzt. Die Finanzwurden durch O a Èmter waren fu È r die direkten Steuern zusta Èndig, wa Èhrend die Hauptzolla Èmter die Belange der Zo È lle, Grenzu È berwachung, Verbrauchsteuern und Monopole wahrzunehmen hatten. Die Wiedererrichtung der Finanzverwaltung im o È sterreichischen Sinne wurde vom Landesausschuss tatkra Èftigst gefo È rdert. Fu È r die vorla Èufige Leitung der ku È nftigen Finanzlandesdirektion, wie sie Vorarlberg vor 1938 besessen hatte, wurde ORR. (OFR) Fuûenegger vom Oberfinanzpra Èsidenten (FLD) Innsbruck zum Vorarlberger Landesausschuss berufen, um mit ORR. Dr. Wu È schner und OZI. Bru È stle Finanzangelegenheiten, die in die Kompetenz des Bundes fielen, zu bearbeiten. Mit der Wahrnehmung der Vorarlberger Interessen wurde bei der FLD Innsbruck Dr. Hager betraut, der auch als Verbindungsbeamter der Finanzverwaltung zur Milita Èr-Regierung fungierte. Dieser lieû die dort befindlichen Steuer- und Liegenschaftsakten sowie 646 Personalakten ausheben und mit dringend beno È tigten Drucksorten nach Vorarlberg senden. Auch die schleunigste Ru È ckversetzung der aus Vorarlberg stammenden Beamten wurde veranlasst. Nach diesen Vorbereitungen beschloss der Vorarlberger Landesausschuss am 11. September 1945 mit Genehmigung der Milita Èr-Regierung die Wiedererrichtung der Finanzlandesdirektion fu È r Vorarlberg in Feldkirch. Durch die schon ab Mai erfolgte Auûerdienststellung von Beamten wegen nationalsozialistischer Beta Ètigung und die im Juni erfolgte Entlassung der reichsdeutschen Beamten, fehlte es nun an dem beno È tigten Personal. Allma Èhlich

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kamen aber fru È here o È sterreichische Beamte aus der Kriegsgefangenschaft zuru È ck, ebenso weitere Beamte, die in der deutschen Zeit nach auswa Èrts versetzt waren.

Die Schweizer Grenze Die Zolla Èmter und Zollaufsichtsstellen an der schweizerischen und liechtensteinischen Grenze wurden zwar nach der Besetzung durch die franzo È sischen Truppen nicht aufgelo È st, jedoch war bis Anfang Juni 1945 eine dienstliche Ta Ètigkeit unmo È glich. Das Personal des Zollgrenzschutzes war zum Teil in Kriegsgefangenschaft geraten. Im Juni 1945 wurde der Dienst bei den Zolla Èmtern wieder aufgenommen, allerdings nur in Zivilkleidern mit einer rot-weiûroten Armbinde, die mit der Aufschrift ,,ZollDouane`` versehen war. Die Passkontrolle wurde aber weiterhin von franzo È sischen Gendarmen durchgefu È hrt. Am 21. August 1945 erfolgte die Umbenennung der Zollaufsichtsstellen (G) in Zollwachabteilungen. Mit diesem Tage wurde auch der Grenzu Èberwachungsdienst wieder aufgenommen. Die Milita Èr-Regierung hatte nun auch Waffen zur Verfu È gung gestellt und gestattet, dass aus den Kameralbesta Ènden gerettete feldgraue Uniformen, damals noch mit Akanthuskranz am Kragenspiegel und rot-weiû-roter Kokarde an der Mu È tze, getragen werden durften. Am 1. Oktober 1945 nahm man die ersten Beamtenanwa Èrter fu Èr die Zollwache auf, die sofort bei den Zollwachabteilungen eingesetzt wurden. Die Beamtenanwa Èrter hatten im Fru È hjahr 1946 einen Unterrichtskurs in Feldkirch zu absolvieren.

Die deutsche Grenze Die Dienststellen an dieser Grenze sind im Jahre 1938 aufgelassen worden und die vorhandenen Dienstgeba Èude durch die deutsche Verwaltung gro È ûtenteils vera Èuûert. Nach dem Einmarsch der franzo È sischen Truppen Anfang Mai 1945 wurde sofort die Grenze gegen Deutschland durch Milita Èr besetzt. Der Verkehr u È ber diese Grenze war nur mit einem Passierschein einer franzo È sischen Dienststelle gestattet. Sogar das Betreten der Grenzzone war nur mit einer Sondergenehmigung mo È glich. Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

Als erste Dienststelle wurde u È ber Auftrag des Milita Èrgouverneurs am 24. Juni 1945 im halbzersto È rten Zollgeba Èude am Straûenu È bergang Bregenz - Lindau die Zollaufsichtsstelle (G) Unterhochsteg errichtet. In der Folge wurden die weiteren Dienststellen nach der o È sterreichischen Organisationsform errichtet: Am 24.9.1945 die Zollwachabteilungen Lochau, Ho È rbranz, Weienried, Hard, Sulzberg, Springen, Hittisau und Sibratsgefa Èll, am 28. Oktober die Zollwachabteilung Schoppernau, am 11. August 1945 das Zollamt Unterhochsteg, am 2. November das Zollamt Springen und am 4. Dezember das Zollamt Langen/Hub. Am 2. Oktober 1945 wurde amtlich bekannt gemacht, dass die alte o È sterreichische Grenze gegenu È ber Deutschland wieder errichtet und durch Zollorgane besetzt sei. Als letzte Dienststellen an dieser Grenze wurden am 1. April 1946 die Eisenbahnzolla Èmter Bregenz und Lindau errichtet. In Lindau gab es besondere Schwierigkeiten. Die Milita Èrregierung in Innsbruck hat monatlich einen ,,Ta Ètigkeitsbericht u È ber den Zolldienst`` verlangt. Aus einem solchen Bericht der FLD vom 5. Dezember 1945 ko È nnen wir feststellen: Dienststellen und Personal: 2 Hauptzolla Èmter, 23 Zolla Èmter, 31 Zollwachabteilungen. Insgesamt 56 Dienststellen mit 385 Beamten, 1 Vertragsangestellten und 2 Verw. Arbeiterinnen. Bewaffnung: Bewaffnet sind derzeit 3 Beamte des Inspizierungsdienstes und 193 weitere Zollwachebeamte. Fu È r 59 Zollwachebeamte sind immer noch keine Waffen fu È r den Dienstgebrauch vorhanden. Grenzu Èberwachungsdienst: Im Zollwachdienst stehen zurzeit 255 Beamte, die sich auf 31 Zollwachabteilungen verteilen. Es bestehen an verschiedenen Orten groûe Schwierigkeiten wegen der Beschaffung von Wohnungen.

Politische Reinigung im Zolldienst: Diese erfordert noch Erhebungen bei verschiedenen Beamten. Die notwendige Gru È ndlichkeit bei dieser Arbeit erfordert eine Verzo È gerung. Vom Personalstand des Zolldienstes sind bisher 71 Beamte aus politischen Gru È nden auûer Dienst gestellt. Davon sind 29 noch in Kriegsgefangenschaft oder vermisst. In einem Bericht vom 10. Ja Ènner 1946 heiût es: Seit kurzer Zeit sind auch einige aktive Lohnveredlungsverkehre mit der Schweiz im Anlaufen, insbesondere mit Gespinsten zum Ausru È sten. Auch rohe Baumwolle wird zum Verspinnen aus der Schweiz eingefu È hrt; die daraus erzeugten Garne werden ausgefu Èhrt. Unbedeutend ist die Einfuhr von Liebesgaben und Geschenken, die zur Verteilung an die notleidende Bevo È lkerung bestimmt sind. In allen Fa Èllen in der Ein- und Ausfuhr wird auftragsgema Èû die Genehmigung der franzo È sischen Milita Èrregierung (Zollmission) gefordert. Zu bemerken ist, dass die in Feldkirch stationierten franzo È sischen Zollorgane, die eine Kontrollta Ètigkeit an der Grenze ausgeu È bt haben, unsere Beamten tatkra Èftig unterstu È tzt haben, z.B. Aufdeckung der Schmuggelta Ètigkeiten von Milita Èrpersonen, Beschaffung bzw. Freigabe von Wohnungen, sowie in vielen anderen Belangen. Die Hauptzolla Èmter wurden am 1. Februar 1946 aufgelassen. Die dienstlichen ObliegenÈ mter wurden nun von den Geheiten dieser A scha Èftsabteilungen I, III und V der Finanzlandesdirektion wahrgenommen. OZI (nunm. Zolldirektor) Ferdinand Bru È stle wurde zum Inspizierenden der Zolla Èmter ernannt, ObInspektor I. Kl. Josef Gangl wurde wieder zum Inspizierenden der Steueraufsicht, Zollwachinspektor Rudolf Huchler zum Inspizierenden der Zollwache und Josef Morscher zu dessen Stellvertreter bestellt.

Der Narr tut, was er nicht lassen kann, der Weise la Èsst, was er nicht tun kann. Chinesisches Sprichwort

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Na È chtliche Steinbockverzollung In Tisis beim Zollamt, es ist schon lang her, kam nachts in der Einreise ein Ja Èger daher; stattlich, mit Gamsbart, Bekleidung aus Loden, im Fahrzeug einen g'schossenen Steinbock am Boden. Das Auto lieû langsam zum Schalter er rollen, um dort ± wie es Pflicht ist ± den Bock zu verzollen ,,Ein Steinbock tot`` schreibt der Beamte, rechnet, tarifiert, beschaut dann das Tier, quittiert und kassiert. Doch gleich kommt er d'rauf, die Tiere die toten, die brauchen Bewilligung, sonst die Einfuhr verboten. Die Sache wird gleich in Ordnung gebracht; tot wird gestrichen und lebend d'rausgmacht. Der Kollege ruft aufg'regt: ,,Das gibt ein Malheur, bei lebendem Vieh muss der Grenztierarzt her!`` Und wieder wird g'strichen, no nix ist verdorben, somit ist der Bock halt das zweite Mal g'storben. Chef-Karl am Morgen mit dem Zollblocke winkt (da weiû man auch schon, dass da etwas stinkt) und ruft in den Schalter, ,,was ist denn do gsi, hat der Bock g'lebt, oder war er schon hi?`` Der Beamte gibt Antwort, verschmitzt und verdruckt: ,,Tot war er schon, aber a biûl hat er no zuckt``. AbtInsp. Rupert Rauchegger Zollamt Feldkirch

Klassentreffen des 51. Fachkurses, Schulabteilung 2 Bericht von Klaus A. Pfeifenberger ,,Etwas verspa Ètet will ich Euch heuer zum Klassentreffen in Obero È sterreich in meine Heimatgemeinde Wernstein einladen``. So erging die Einladung unseres Kollegen Johann Schano an die Kursteilnehmer des 51. Fachkurses fu È r Zollwachebeamte, Schulabteilung 2. Dieser Einladung sind vom 10. bis 12. Oktober 2014 wiederum ,,der harte Kern`` und unser Tarifonkel Oberst Ferry Hampl und seine liebe Gattin Traude gefolgt. Nach dem Eintreffen am Freitag und der Einquartierung im Gasthaus Peterbauer ,,Landho-

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tel zur Mariensa Èule``, erfolgte die Begru È ûung durch den Gastgeber Johann Schano, der uns anschlieûend zum Abendessen, einem traumhaften obero È sterreichischen Schmankerl ,,Bratl in der Rein``, eingeladen hat. Nach diesem lukullischen Genuss wurden bei einem guten Gla Èschen u È ber ,, Dies und Das`` diskutiert und vor allem ,,Gschichtln`` aus der Kurszeit wieder zum Besten gegeben. Otmar und Klaus haben in gewohnter Manier mit der Steirischen ,,Ziach`` und der Gitarre das gemu Ètliche Beisammensein abgerundet. Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

Am Samstag, nach einem guten Fru È hstu È ck fuhren wir mit dem Bus in die Barockstadt Scha Èrding. Nach einer sehr aufschlussreichen und fachkundigen Fu È hrung durch dieses Kleinod, dann mit dem Bus u È ber Schardenberg zum ,,Wirt z'Steinbrunn`` wo uns die obero È sterreichische Gastlichkeit und die gute Ku È chen empfing. Nach dem Mittagessen Weiterfahrt nach Passau. Dort wurden wir von einer Fremdenfu Èhrerin empfangen, die uns die historische Stadt, die an den drei Flu Èssen: Donau, Ilz und Inn liegt, erkla Èrte. Eine Fu È hrung durch die sehenswerte Altstadt, die auf einer schmalen Landzunge liegt, rundete die u Èberaus interessante und hervorragende Fu È hrung ab. Anschlieûend ging es mit dem Bus zur ,,Veste Oberhaus`` von wo wir bei Kaffee und Kuchen einen wunderbaren Ausblick auf die 3-Flu Èsse Stadt Passau genieûen konnten. Obwohl uns der Wettergott nicht allzu gut gesinnt war, haben wir die Scho È nheit der Stadt und diesen eindrucksvollen Ausblick genossen. Um ca. 18 Uhr erfolgte die Ru È ckfahrt nach Passau, wo uns der absolute Ho È hepunkt erwartete. Nach dem Einchecken auf dem Kristallschiff der Reederei ,,Wurm und Ko È ck`` wurde uns in einem traumhaften Kristall-Ambiente an Bord des Schiffes ein Galadiner serviert. Bei Live Musik, Tanz, Plaudereien und einem guten Schluck konnten wir die Schifffahrt auf der Donau Passau - Engelhartszell genieûen. Leider war der ,,Kristalltraum`` in Passau wieder zu Ende. Der Bus brachte uns wieder nach Wernstein zuru È ck, wo wir die Erlebnisse des Tages in der

È. ,,Der harte Kern`` im scho È nen Wernstein / OO

Gaststube im Gasthaus Peterbauer Revue passieren lieûen. Es war scho È n, dass unser ,,Tarifonkel`` Oberst Ferry Hampl und seine Gattin mit von der Partie waren. Nicht nur die Kurskollegen haben sich blendend unterhalten sondern auch unsere lieben Gattinnen. Die 51/2er mo È chten sich an dieser Stelle fu Èr das gelungene Klassentreffen bei ihrem Kurskameraden Johann Schano und bei seiner lieben Resi auf das Allerherzlichste bedanken. Kurskamerad Klaus Pfeifenberger erkla Èrte sich bereit, das na Èchste Klassentreffen in der Mozartstadt Salzburg im Jahre 2016 auszurichten. Herzlichen Dank dafu È r! Nach dem gemeinsamen Fru È hstu È ck am Sonntag erfolgte die Verabschiedung und Heimfahrt. Wenn auch viele der 51/2er jetzt einem anderen Exekutiv Wachko È rper angeho È ren, haben diese ihre Wurzeln in der ,,Zollwache`` nicht vergessen. Dankescho È n fu Èr Eure Kameradschaft!

Fru È hling in den Wa È ldern des Leithagebirges Emil F. Pohl (im Jahre 1980) Mag die neue Zeit auch in vielen Fa Èllen die Tierund Pflanzenwelt bedra Èngen, vergehen wird nur das Einzelwesen. Mo È gen Tiere sterben und Ba Èume fallen, die Natur wird in ihrer Gesamtheit weiterleben. Das fu Èhlt man besonders jetzt u È beraus stark, wo in Wald und Flur alles zu Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

neuem Leben dra Èngt. Gewaltig ist der Aufbruch! Ein eigenartiger Zauber liegt in der Auferstehung des Waldes, im riesigen Eichen- und Hainbuchendom des Leithagebirges sieht man den Fru È hling kommen. Das Erwachen beginnt am

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Fuû der Sta Èmme. Dort sto È ût durch dickes Falllaub als erstes das Schneeglo È ckchen seine spitzen, gru È nen Bla Ètter. Wenig spa Èter erscheint die weithin leuchtende Blu È tenknospe. Andere Blumen folgen nach. Besonders reizvoll ist in diesen Wa Èldern die Zeit der Maiglo È ckchenblu È te. Alles muss blu È hen, bevor sich das dichte, schattige Laubdach himmelwa Èrts schlieût. Schnell springt das zarte Gru È n an den Stra Èuchern und an den Ba Èumen hinauf und beginnt die Krone zu bilden. Man sieht, wie das Leben aus dem È ste und Zweige, Holz bricht; aus dem Holz der A die man vor kurzem starre Totenha Ènde nannte. Noch ist dieser gru È ne Schleier flieûend, man kann ihn mit Blicken durchdringen. Bald wird dieses quellende Gru È n aber zum dichten festgefu È gten Vorhang, dem wichtige Aufgaben zuÈ berall ist junges Leben zu schu kommen. U È tzen und vor Feinden zu verbergen. Denn auch im Reich der Tiere ist das Erwachen gewaltig. Was da mit einem Male alles kreucht und fleucht, schwirrt und krabbelt! Unza Èhlige È berall ein KratFu È ûe laufen lebhaft hin und her. U zen und Scharren, ein Hinauf und Hinunter. Besonders die Ameisen hasten von einem Hindernis zum anderen. Allerorts Leben. Aber auch das Sterben ist in diesem Kreislauf im hohen Maûe inbegriffen. Das leise intensive Summen unza Èhliger gla Èserner Flu È gelpaare fliegender Insekten ist weithin zu ho È ren. Lautes Stimmengewirr der Vogelweit erfu È llt den Eichenwald und zeugt von angespannter, ha Èuslicher Ta Ètigkeit. Za Ènkisches Geschrei und Liebesgeflu È ster liegen in diesen Zeitra Èumen ganz nahe beieinander. Im Wald sind es vor allem die Schnepfen, die den Fru È hling ku È nden. Wenn ihre Herolde, Kiebitze und Bachstelzen, von den sumpfigen Wiesen rund um den See Besitz ergreifen, treffen die Vo È gel mit dem langen Gesicht wenig spa Èter in den Waldregionen des Leithagebirges ein. Die Schnepfen kommen, um in den fru È hlingshaften Wa Èldern Hochzeit zu halten. Im Da Èmmerdunkel taumeln sie a Èhnlich den Eulen balzend u È ber Schneisen und Jungholz. Aus dem Wald kommt ein geheimnisvoller Hauch der Osternacht. Die Auferstehung ist nicht mehr fern. Nach ihrem Honigmond ziehen die Langschna Èbel weiter. Hoch oben im Norden warten auf sie die Brutpla Ètze. Im tiefsten Waldwinkel, wo die Nacht auch wa Èhrend des Tages wohnt, verschwindet lang-

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sam eine Rehgeiû. Mit rundem Leib und prallem Gesa Èuge geht sie ihrer schweren Stunde entgegen. Hinter dem gru È nen, schu È tzenden Vorhang bricht dann das junge Leben aus dem Schoû des Muttertieres. Ein Specht ruft mit schriller Stimme die Botschaft in den Wald. Viel Arbeit hat er in der folgenden Zeit und wird schier nicht fertig damit. Immer von neuem ist eine Niederkunft zu verku È nden. Der geschwa Ètzige Ha Èher hilft ihm dabei. Da die Wa Èlder des Leithagebirges auch Hirsche und Wildschweine beherbergen, gibt es jetzt u È berall Nachwuchs. Inmitten gewaltiger Dornenhecken und dichtem Gestru È pp sa Èugt die Bache im Wochenbett ihre Frischlinge. Ru È hrend die Mutterliebe, mit der das wilde Tier die kleinen, silbergrauen Spro È sslinge umhegt. In dieser Kinderstube wird es bald lustig. Groû sind schon die Hasenjungen, die im Ma Èrz das Licht der Welt erblickten. Fast erwachsen, und das ist gut so, denn viele Feinde schielen nach Meister Lampes Nachkommenschaft. Nicht nur die Ritter der Lu Èfte greifen nach ihnen, um sie zu ihren luftigen Horsten zu schleppen. Auch der Fuchs ist hinter der Hasenjugend her, da in seiner Burg viele hungrige Ma Èuler zu stopfen sind. Das Leben und Sterben ist also auch in diesem Bereich ganz eng miteinander verbunden. Aber nicht nur die Tiere brauchen diesen gru Ènen, dichten Vorhang, den der Fru Èhling webt. Auch der Pflanzenwelt dient er und schu È tzt sie vor maûlosen, unersa Èttlichen Plu È nderungen. Orchideen von einmaliger Scho È nheit finden sich bald auf den Schla Ègen und an den Ra Èndern der Laubwa Èlder, Knabenkraut und Frauenschuh, um nur einige zu nennen. Wer die Pracht dieser Blumen kennt, wird sich der Wildnis erfreuen, die sich schu Ètzend vor diese Kostbarkeiten stellt. Wie beklagenswert ist dagegen die Zwergschwertlilie, die jetzt drauûen am Heideboden in allen Farbnuancen weithin leuchtet. Frei und unbehu È tet steht sie da, erfreut im vollen Maûe das menschliche Auge, ist aber sehr oft maûlosen Zugriffen ausgeliefert. Auf den kahlen Bergkuppen, die man am o È stlichen Abfall des Leithagebirges findet, schimmert das Dunkelgru È n der Wacholderpyramiden. Viele dieser Wacholdersa Èulen, die sich nicht an die Waldra Ènder schmiegen, sind verkru È ppelt und von niederem, zwerghaftem Wuchs. Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

Schuld daran haben die gewaltigen Stu Èrme, die vom See her sehr oft u Èber den langsam zur Tiefebene hinabsteigenden Gebirgszug jagen. Auf den kahlen Ko È pfen leuchtet jetzt auch das helle Gelb des Fru Èhlingsadonis und das bizarre Blau der Kuhschelle.

So ist dieser Landstrich, besonders im Fru È hling, wahrhaftig reich an Kostbarkeit. Glu È cklich jene Menschen, die alle diese Scho È nheit sehen, die sich immer wieder am Aufbruch der Natur, an der ja Èhrlichen Wiedergeburt, an gru Ènen Hecken und blu Èhenden Zweigen erfreuen.

Bahnfahrt anla È sslich ,,60 Jahre Preûburger Bahn`` im Jahre 1974 Am 1. Februar 1914 wurde jene Bahnstrecke ero È ffnet, welche die Kaiserstadt Wien mit Preûburg, der ehemaligen Kro È nungsstadt der ungarischen Ko È nige, verband. Ein noch heute in Schwadorf, Fischamender Straûe Nr. 48 aufbewahrtes Diplom berichtet davon, dass damals dem Schwadorfer Altbu Èrgermeister Franz Huber, Landtags- und Reichsratsabgeordneter und Ritter des Franz-Josephs-Ordens, ,,in Anerkennung seiner besonderen Mitwirkung an dem Zustandekommen der elektrischen Bahn Wien ± Preûburg`` die Ehrenbu È rgerschaft von neun Gemeinden verliehen wurde. Mannswo È rth, Dorf Fischamend, Maria Ellend, Kroatisch Haslau, Regelsbrunn, Wildungsmauer, Deutsch Altenburg, Wolfsthal und Berg waren die Gemeinden, die zweifellos nicht ohne Grund dafu Èr dankbar waren, dass ihre Bewohner von nun an Wien und u È ber Hainburg auch Bruck an der Leitha viel leichter als bisher erreichen konnten. Die Zu È ge der Preûburger Bahn fuhren zu jener Zeit vom Hauptzollamt Wien durch die Vordere Zollamtsstraûe zur Erdberger La Ènde und dann la Èngs des Donaukanals und u È ber die weite Simmeringer Heide in o È stlicher Richtung weiter, bis sie nach der Teerfabrik nach rechts abbogen und voru È ber an der 1913 erbauten Artilleriekaserne nach Kaiserebersdorf und Groû-Schwechat kamen. Ihre schnittigen E-Lokomotiven, die auf diesem Bahnhof stets mit schweren Fernzugmaschinen ausgetauscht wurden, zogen schmucke, in Braun und Beige gehaltene Wagen, die sich bei den Reisenden bald groûer Beliebtheit erfreuten. Der Schienenstrang verlief u È ber jenes Gebiet, u Èber das einst die Babenberger und spa Èter die Habsburger gar oft zum fro È hlichen WaidDie Zollwacht / Fru È hjahr 2015

Fernzug der Preûburger Bahn in der Endstation Hauptzollamt; im Hintergrund der ,,Bu È rgerhof`` (Anfangs 1930er Jahre)

werk hinausgeritten waren und wo dann ab 1773 fast hundert Jahre hindurch der Artillerieschieûplatz der Wiener Garnison bestand, an den heute noch die ,,Ravelin-Straûe`` und auch die ,,Schuû-Linie`` erinnern. Von 1870 an aber wurde diese Heidelandschaft, auf welcher sich auch schon im Mittelalter ,,Krautga Èrten`` befunden hatten, fast zur Ga Ènze mit aus dem Waldviertel stammenden Ga Èrtnerfamilien besiedelt. Ihren Namen hat sie nach den schon im Jahre 1028 angefu Èhrten Herren von Symaningen, die hier in Simmering an der Grenze des Ostlandes begu È tert waren. Wenn wir nun vom Bahnhof Groû-Schwechat eine Fahrt mit der Preûburger Bahn bis zu ihrer jetzigen Endstation Wolfsthal unternehmen wollen, kommen wir bald an Mannswo È rth voru È ber, dessen alter Kirchturm wahrscheinlich auf ro È mischen Grundmauern steht, und denken hier an jenen Ernst von Manneswerde, der 996 an einem Braunschweiger Turnier teilnahm, aber auch, an Kaiser Karl VI., den Vater Maria

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Theresias, der auf seinen Jagden gerne in der ,,Neumu È hle`` Einkehr hielt. In Fischamend verla Èsst unsere Bahn die Straûe und na Èhert sich, wohl um die Steigung aus dem Fischatal leichter u È berwinden zu ko È nnen, dem Ellender Wald, kommt aber vor Maria Ellend wieder zu jener alten Straûe zuru È ck, auf der zur Zeit der Vo È lkerwanderung germanische Sta Èmme und hunnische Reiterscharen, aber auch die Nibelungen ins Heunenland zogen. Weiter geht es durch jenes Gebiet zwischen Fischa und Leitha, das von 1031 bis 1045 zu Ungarn geho È rte, ehe es durch Heinrich III. wieder zuru Èckerobert und als die ,,Neumark`` einem Markgrafen Siegfried unterstellt wurde, um erst 1063 mit der ottonischen Ostmark der Babenberger wiedervereint zu werden. Wir kommen durch Maria Ellend, dem alten Wallfahrtsort, der 1529 zersto È rt wurde, und sehen dann nach dem durch sein Steilufer bekannten Haslau an der Donau hinu Èber, das bis 1920 ,,Kroatisch Haslau`` hieû, weil man dort nach dem 1. Tu È rkenkrieg sehr viele Kroaten sesshaft gemacht hatte. Rechts von uns dehnen sich jetzt die pannonischen Laubwa Èlder des Arbesthaler Hu È gellandes, und zu unserer Linken liegen jenseits der Donau und ihrer Auen die stillen Do È rfer des Marchfeldes im Dunst jener groûen Ebene, auf deren fruchtbarem Boden einst ein Bo È hmenko È nig sein Leben und ein Franzosenkaiser seine erste Schlacht verloren hatten und wo die heute schon fast vergessenen Prunkschlo È sser Prinz Eugens in ihren verwilderÈ sterreichs Helten Ga Èrten noch immer von O denzeitalter tra Èumen . . . Vor uns sehen wir dann am Horizont den Thebener Kogel und die blauen Hainburger Berge, die dort jenes geheimnisvolle Vo È lkertor, die sogenannte ,,Porta Hungarica`` bilden. Wir sind jetzt plo È tzlich vor Petronell, das einst ein Lehen der Vohburger war, in einer beinahe ro È mischen Landschaft: Carnuntum, jene Stadt, die Theodor Mommsen das ,,Pompeji vor den Toren Wiens`` nannte, hat hier seine Spuren hinterlassen. Als wir dann in Hainburg halten, fa Èllt uns jener Vers aus dem Nibelungenlied ein: ,,Ze Huniburch, der alten, si waren u È ber naht . .``. Die Heimo-Burg war zwischen 892 und 907, also zwischen dem Ende des groûma Èhrischen Reiches Swatopluks und dem ersten Magyaren-Einfall, unter der Regierung des Karolingers

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Arnulf von Ka Èrnten erbaut worden. Hainburg besitzt noch heute eines der scho È nsten deutschen Stadttore, und in der Burgkapelle auf dem Schlossberg heiratete Premysl Ottokar die Babenberger Tochter Margarethe. Ihre Mutter, Theodora, eine Prinzessin aus Byzanz, wohnte hier im Theodora-Palast, von dem heute nur noch ein paar verwitterte Mauerreste ku È nden. Hainburg hatte, wie alle anderen Orte an der Preûburger Bahn im Laufe seiner Geschichte durch Ungarn, Tu È rken und Kuruzzen, durch Pest und Feuersbru È nste zu leiden, und 1683

Endstation der Preûburger Bahn; im Hintergrund links die Finanzlandesdirektion

du È rfte hier auch der Burgknecht Kaspar Haydn umgekommen sein, der Urgroûvater jenes Josef Haydn, der seinem Volk unter anderem eine der scho È nsten Melodien der abendla Èndischen Musik schenkte, als er 1797 das KaiserQuartett schrieb. Unser Zug fa Èhrt nun noch zwischen dem karsta Èhnlichen Braunsberg und den bewaldeten Hainburger Hu Ègeln bis Wolfsthal, das auch schon 1083 urkundlich aufscheint, weiter. Zur Zeit der Monarchie fuhr die Preûburger Bahn fast bis ins Zentrum dieser damals noch ungarischen Stadt, nach dem Ersten Weltkrieg war in Berg die Zollstation vor dem nun zur Tschechoslowakei geho È renden Preûburg, wa Èhrend des Zweiten Weltkrieges in Engerau, und heute ist Wolfsthal die Endstation. Wir gehen, da wir ein paar Stunden Zeit bis zur Heimfahrt haben, auf der Straûe zwischen Wolfsthal und Berg bis zu der auf dem Ko È nigswart gelegenen Ruine der um 1000 erbauten Pottenburg. Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

ten haben sich natu È rlich nicht gea Èndert, doch was das Drum herum betrifft, sehr wohl. È BB verkehrt heute im Stundentakt auf der Die O S 7 zwischen Wien und Wolfsthal und im Halbstundentakt bis zum Flughafen Wien. Zusa Ètzlich gibt es seit Dezember 2003 noch eine (teure) Schnellverbindung zum Flughafen namens CAT. Die Station Groû-Schwechat heiût jetzt (nur) ,,Schwechat`` und eine neue Station ,,Mannswo È rth`` wurde geschaffen. Und die S 7 wurde im Bereich des Flughafens untertunnelt. Fernzug der Preûburger Bahn (Ende der 1920er Jahre)

Als wir am spa Èten Nachmittag wieder zuru È ckfahren, steht das Heidentor bei Petronell wie eine Ruine in der Campagna di Roma schon in flammendem Abendrot vor der Silhouette des Arbesthaler Waldes, und als wir dann die Fischa, die einmal eine Reichsgrenze war, u Èberqueren, ist es drauûen schon dunkel geworden. Nur der Flughafen Wien ist hell beleuchtet, und wir kommen auch noch an dem groûen LichterÈ MV und Petromeer der Industrieanlagen von O chemie voru Èber, ehe unsere kleine Reise in eine groûe Vergangenheit am Bahnhof von GroûSchwechat ihr Ende findet. W W W Diesen im Jahre 1974 anla Èsslich der Feierlichkeiten ,,60 Jahre Preûburger Bahn`` fu È r die ,,Niedero È sterreichische Wirtschaft`` verfassten Bericht, mu Èsste ich heute doch etwas anders schreiben. Nun, die historischen Begebenhei-

Ebenso wurde den ,,Heute schon fast vergessenen Prunkschlo È sser Prinz Eugens in ihren verwilderten Ga Èrten`` schon vor Jahren neues Leben eingehaucht und diese zu echten Fremdenverkehrs-Attraktionen gemacht. Petronell nennt sich zwar schon seit dem Jahre 1962 ,,Petronell-Carnuntum``, doch fand damals der Zusatz ,,Carnuntum`` noch nicht die ihm zustehende Bedeutung. Und der Kurort (mit Steinbruch) Deutsch Altenburg heiût inzwischen ,,Bad Deutsch Altenburg``; seit wann, dies verschweigt aber die Homepage des Ortes. Trotzdem sollte die im Jahre 1972 errichtete Autobru È cke u Èber die Donau, eine Schra Ègseilbru È cke mit 228 Metern Spannweite erwa Èhnt werden. Ich kann Ihnen auch heute diese Fahrt in die Vergangenheit mit der Schnellbahn S 7 von Wien oder Schwechat nach Wolfsthal nur wa Èrmstens empfehlen. Lehnen Sie sich gemu È tlich zuru È ck und lassen Sie die Landschaft an sich vorbeiziehen. Vielleicht sehen Sie noch irgendwo eine Kohorte der XV. Legion auf ihren Ro È ssern am Weg ins Legionslager . . .

È ber die Dummheit . . . U Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky (1890±1935)

Dumme Gedanken hat jeder, aber der Weise verschweigt sie.

Wilhelm Busch (1832±1908)

Wer nichts weiû, muss alles glauben. Marie von Ebner-Eschenbach (1830±1916); nicht von Martin Puntigam

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Unsere Verstorbenen Wir trauern um . . . AbtInsp. i.R. Herbert FALKNER È ., gestorben am 28. Februar 2013 im 82. Lebensjahr Kritzendorf / NO Amtsdirektor i.R. RegRat Friedrich CHADIM Wien, gestorben am 12. Mai 2014 im 91. Lebensjahr Frau Elfriede PLESSKOTT Wien, gestorben am 29. Juni 2014 im 89. Lebensjahr BezInsp. i.R. Willi AREH Ho È rbranz / Vlbg., gestorben am 9. August 2014 im 70. Lebensjahr OOffzl. i.R. Margarete SCHEUFLER Hornstein / Bgld., gestorben am 28. August 2014 im 92. Lebensjahr GrpInsp. i.R. Heinrich HOLZINGER È ., gestorben am 17. September 2014 im 87. Lebensjahr Ach / OO Amtsrat i.R. Johann ZINNECKER È ., gestorben am 4. November 2014 im 95. Lebensjahr Emmersdorf / NO GrpInsp. i.R. Hermann PICHLER È ., gestorben am 3. Dezember 2014 im Schardenberg / OO 87. Lebensjahr Amtsdirektor i.R. RegRat Walter KREISEL Wien, gestorben am 19. Dezember 2014 im 86. Lebensjahr ChefInsp. i.R. Robert MIEDLER È ., gestorben am 19. Dezember 2014 im 78. Lebensjahr Gmu Ènd / NO È LLNER GrpInsp. i.R. Josef MU È ., gestorben am 23. Dezember 2014 im Bischofstetten / NO 88. Lebensjahr Oberst i.R. Johann DOLEZAL Neusiedl am See / Bgld., gestorben am 5. Ja Ènner 2015 im 84. Lebensjahr Frau Elisabeth PITTENAUER Wien, gestorben am 22. Ja Ènner 2015 im 70. Lebensjahr AbtInsp. i.R. Walter PILKO Mureck / Stmk., gestorben am 31. Ja Ènner 2015 im 80. Lebensjahr È TTERER AbtInsp. i.R. Bernhard GO È ., gestorben am 5. Februar 2015 im Bruck a.d. Leitha / NO 90. Lebensjahr Hofrat i.R. Dr. Peter HECHENBICHLER Innsbruck, gestorben am 12. Februar 2015 im 75. Lebensjahr ADir. i.R. RegRa Ètin Elfriede KUZEL Wien, gestorben am 12. Februar 2015 im 88. Lebensjahr

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Amtsrat i.R. Josef RENOLTNER È ., gestorben am 14. Februar 2015 im 92. Lebensjahr Wels / OO GrpInsp. i.R. Franz GRINNINGER È ., gestorben am 19. Februar 2015 im 87. Lebensjahr Ach / OO ÈN BezInsp. i.R. Paul GRU È Gaweinstal / NO., gestorben am 24. Ma Èrz 2015 im 81. Lebensjahr GrpInsp. i.R. Johann TATZBER È ., gestorben am 2. April 2015 im 93. Lebensjahr Bernhardsthal / NO Amtsrat i.R. Herwig DEGISCHER Wien, gestorben am 15. April 2015 im 85. Lebensjahr Ehrenmitglied Herr Carl CLAUSEN Tornesch / Deutschland, gestorben am 20. April 2015 im 87. Lebensjahr Amtsrat i.R. Erich CHARVAT Wien, gestorben am 29. April 2015 im 88. Lebensjahr

Danksagungen È berweisung Ich mo È chte mich hiermit recht herzlich bedanken fu È r die U des Todesfallbeitrages anla Èsslich des Ablebens meines Gatten Heinrich Holzinger. Holzinger Hermine Im Namen unserer Familie mo È chte ich mich recht herzlich fu È r die erwiesene Anteilnahme sowie die Kranzspende anla Èsslich des Ablebens meines Vaters Miedler Robert, ChefInsp. der Zollfahndung i.R. bedanken. Mag. (FH) Miedler Roland, Obstlt Herzlichen Dank fu Èr die erwiesene Anteilnahme und Blumenspende. Gertraud Go È tterer Herzlichen Dank fu È r den wunderscho È nen Kranz anla Èsslich des Begra Èbnisses meines Vaters Josef Renoltner. Gabriele Fischer È berweisung des ToIch mo È chte mich recht herzlich fu È r die rasche U desfallbeitrages anla Èsslich des Ablebens meines Ehegatten Franz Xaver Grinninger bedanken. Maria Grinninger Wir bedanken uns herzlichst fu È r die Kranzspende anla Èsslich des Ablebens unseres Vaters Paul Gru È n und fu Èr die tro È stenden Worte. Danke fu È r den Todesfallsbeitrag. Paul und Karin Gru Èn Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

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ChefInsp. i.R. Josef Kepplinger verstorben Nachruf von Oberst i.R. Siegfried Repnik Am 30. Oktober 2014 verstarb nach langer schwerer Krankheit in Walding der seinerzeitige langja Èhrige Landesgruppenobmann fu È r Obero È sterreich des Verbandes der ZollwachebeamÈ sterreichs, ChefInsp. i.R. Josef Kepplinger. ten O Die Nachricht von seinem Ableben hat allgemein groûe Betroffenheit ausgelo È st. Josef Kepplinger wurde am 9. Dezember 1935 in St. Gotthard, Bezirk Urfahr-Umgebung geboren. Aufgewachsen in einer kinderreichen Familie erlernte er nach der Schulzeit das Maurerhandwerk und trat kurze Zeit nach dem Lehrabschluss im Oktober 1955 in die B-Gendarmerie ein. Mit 28. Februar 1958 trat er in den Dienst È sterreichischen Zollwache; seine erste der O Dienststelle war die Zollwachabteilung Oberkappel im Mu È hlviertel. In den folgenden Jahren folgten die Abteilungen Hinterschiffel und Kollerschlag. 1967 erfolgte seine Versetzung zum Erhebungsdienst beim Zollamt Linz und im Jahre 1973 zur Hauptfunkstelle bei der FLD fu Èr Obero È sterreich. Zum Abschluss seiner vielseitigen dienstlichen Verwendung wurde er 1980 ins Pra Èsidium der FLD als Personalsachbearbeiter und Referent berufen, wo er bis zu seiner Ruhestandsversetzung mit Ablauf Dezember 1995 ta Ètig war. Kepplinger hat alle dienstlichen Pru Èfungen mit Auszeichnung bestanden und absolvierte mehrere dienstliche Skikurse und einen Wasserret-

tungskurs. Er war auch Inhaber des Schiffsfu È hrerpatents. Seine erfolgreiche Laufbahn erfuhr durch die Ernennung zum Chefinspektor mit 1. Juli 1985 die verdiente Wu Èrdigung. Auf Grund seiner Verdienste wurde Kepplinger das È sterrGoldene Verdienstzeichen der Republik O reich, das Verdienstzeichen des Landes Obero È sterreich und das Exekutivdienstzeichen verliehen. Durch die Ableistung mehrerer WaffenÈ sterr. Bundesheer und Kaderu È bungen beim O wurde er zum Wachtmeister der Reserve befo È rdert. Mit ChefInsp. Josef Kepplinger hat uns ein Kamerad und Freund verlassen, welcher nicht nur im Kreise der ehemaligen Zollwachebeamten Obero È sterreichs hohes Ansehen und groûe Wertscha Ètzung genoss. Er war ein u È beraus netter, ruhiger und hilfsbereiter Kamerad. Seine Verabschiedung fand am 5. November 2014 in Walding unter groûer Anteilnahme der Bevo È lkerung und zahlreicher ehemaliger Zollwachekollegen statt. Den Nachruf fu È r die ehemalige Zollwache hielt Oberst i.R. Siegfried Repnik. È sterVom Verband der Zollwachebeamten O reich, Landesgruppe Obero È sterreich, wurde als Zeichen des Dankes fu È r die langja Èhrige funktionelle Ta Ètigkeit des Verstorbenen ein scho È ner Kranz beim Sarg niedergelegt.

Das ist im Leben ha Èsslich eingerichtet, dass bei den Rosen gleich die Dornen stehn, und was das arme Herz auch sehnt und dichtet, zum Schlusse kommt das Voneinandergehn. In deinen Augen hab' ich einst gelesen, es blitzte drin von Lieb und Glu È ck ein Schein: ,,Behu È t' dich Gott, es wa Èr zu scho È n gewesen, behu È t' dich Gott, es hat nicht sollen sein.`` Trompeterlied aus Viktor von Scheffels Drama ,,Der Trompeter von Sa Èckingen``

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Seinerzeit

Historische Ru Èckschau auf die Zollwache von Oberst i.R. Ferdinand Hampl

Vor 54 Jahren . . .

Juni ± August1961

Neue Zollboote fu È r Donau und Inn Am 18. Mai 1961 wurden im Stauraum des Jochenstein-Kraftwerkes vom Hafen Kasten aus zwei neue Zollboote erprobt, die diese Probe sehr gut bestanden. In Gegenwart des Grenzreferenten der Finanzlandesdirektion fu È r Obero È sterreich, Herrn FinRat Dr. Hagleitner und des Inspizierenden fu Èr Obero È sterreich-Su Èd, Herrn Zollwach-Oberst Steinbruckner sowie des Inspektoratsleiters von Scha Èrding und dessen Stellvertreter wurden zwei sehr verschiedene Boote eingesetzt. Ein Mahagoniboot, Marke ,,Delphin`` von der Bootswerft Frauscher am Traunsee, und ein kleines schnittiges Plastikboot von der Firma Pehn, Traunkirchen. Wa Èhrend das Mahagoniboot in sauberer Ausfu È hrung elegant, gera Èumig und schnell ist, wirkt das Plastikboot durch Material und Form schnittig, wendig, in seiner Kaju Ète aber beengend wie ein U-Boot. Mit je einem 45 PS und einem 35 PS Merkury-Auûenbordmotor ausgestattet, erzielen beide Boote fast die gleiche Geschwindigkeit und sind damit fu È r ihre Aufgaben gut abgestimmt. In Ku È rze werden sie mit Sprechfunkgera Èten versehen, È berwachung der wodurch eine wirksame U Staura Èume erzielt wird. Das Mahagoniboot ist in Kasten stationiert, das ungefa Èhr in der Mitte des Jochenstein-Stauraumes liegt. Das Boot ist bei dem Bootsfu È hrer ZwObRev. Heilmann in den besten Ha Ènden. Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

Dieser hat sich durch seine Geschicklichkeit und seine Vielseitigkeit bereits bewa Èhrt und verdient es gewiss, nach dem mu È hevollen Aufbau jetzt das elegante Boot ,,Delphin`` fu È hren und betreuen zu du È rfen. Das Plastikboot ist fu È r den Stauraum des vor der Vollendung stehenden Kraftwerkes Scha Èrding-Neuhaus bestimmt und wird in Suben stationiert. Vor einigen Tagen konnte es auf seine Tu È chtigkeit erprobt werden, wa Èhrend es von Kasten in einer Bergfahrt die Donau und den Hochwasser fu È hrenden Inn hinauf nach Scha Èrding und Suben gebracht wurde. Die nahezu 50 km lange Strecke entlang der beiden Grenzgewa Èsser, durch Wildwasser und die Vornbacher-Enge wurde in knapp 1,5 Stunden bewa Èltigt, was einem Durchschnitt von 30 km/h entspricht.

Vor 52 Jahren . . .

November 1963

Harte, aber erlebnisreiche Grenzdienstjahre erza Èhlt vom ,,Masta`` Ich denke noch oft und gerne an die Anfangszeiten an der burgenla Èndischen Grenze nach dem Zweiten Weltkrieg, an deren Aufbau unter schwierigsten Bedingungen wa Èhrend der Besatzungszeit gearbeitet werden musste. Im Jahre 1948 kam ich als Dienststellenleiter zur Zollwachabteilung Schachendorf und fand dort ein groûes und umfangreiches Beta Ètigungsfeld vor. Zuna Èchst galt die Sorge einer annehmbaren Unterkunft, was schon gar nicht so einfach

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war, denn die Abteilung bestand mit mir aus insgesamt 12 Beamten und verfu È gte nur u È ber 11 Betten. Von den vielen Beamten waren natu È rlich immer einige im Grenzdienst und auf Urlaub, so dass fu Èr einige Tage immer ein Bett frei war. Auch fehlte es an Ka Èsten, Waschgelegenheiten und anderem mehr. Bei dem Mangel an Waschschu È sseln denke ich an einen Beamten, der ta Èglich sein Fuûbad auf ein bis zwei Stunden ausdehnte und die anderen Kollegen ungeduldig auf eine Waschgelegenheit warten lieû. Anschlieûend begann die ausgedehnte Pediku È re, der eine intensive weitere Ko È rperpflege folgte. Diese Genauigkeit zeichnete sich auch im Grenzdienst ab und der Beamte konnte viele Erfolge auf sein Konto buchen. Zu der Genauigkeit reihte sich auch die kameradschaftliche Aufrichtigkeit, und so war mit diesem Beamten auch eine gedeihliche Zusammenarbeit gegeben, die aber leider wegen einer dienstlichen Versetzung nur kurze Zeit dauerte. È belsta Diesen U Ènden, bezu È glich Unterkunft, Waschgelegenheiten, Kleiderka Èsten und dergleichen zu begegnen, war zur damaligen Zeit keine angenehme Aufgabe. Wir alle waren damals vom 2. Weltkrieg heimgekehrte Soldaten, denen Entbehrungen nicht fremd waren. Jeder einzelne kannte den so oft geho È rten Spruch: ,,Schwierigkeiten sind da um beseitigt zu werden``. Diese perso È nlichen Dinge und Schwierigkeiten waren fu È r uns Grenzer damals wirklich nur nebensa Èchlich, denn unsere Hauptaufgabe war ja, die Grenze, an der es brodelte und ta Èglich, ja man kann fast sagen stu Èndlich, etwas gab. Die Bevo È lkerung, darunter auch viele heimgekehrte Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg, konnten sich nur schwer den Weisungen und Anordnungen der Zollwache beugen. Die heimgekehrten Soldaten kannten ebenfalls keine Furcht und wollten sich durch Schmuggel È ber die daihren Lebensstandard verbessern. U malige Notzeit braucht nicht viel gesagt zu werden, denn diese Zeit ist uns heute noch allen in guter Erinnerung. Es lag nicht lange zuru Èck, wo es im Grenzabschnitt Schachendorf zwei Tote an der Grenze gab, die einer u È berhasteten ungeordneten Zeit zum Opfer fielen. Ein Todesopfer ging damals auf Konto der ungarischen Grenzsoldaten und eines auf das der Zollwache in Schachendorf. In beiden Fa Èllen geschah der Waffengebrauch

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wa Èhrend der Nachtstunden, denn die Angerufenen wollten in der Finsternis entkommen und ignorierten daher die Anrufe. An den geschehenen Tatsachen kann man erkennen, dass uns die Grenzbevo È lkerung nicht gerade sehr gewogen, war. Ich musste aber feststellen, dass sich in der Folgezeit die Versta Èndigung mit der Bevo È lkerung in Schachendorf merklich besserte und sich viele Kollegen in dieser Grenzortschaft recht wohl fu Èhlten. Ja es gab dort zu meiner Zeit auch die Verehelichung des jungen Kollegen Schandl mit einem Dorfma Èdchen, und so mancher Kirchtag wurde gemeinsam mit der dortigen Bevo È lkerung gefeiert. In der Folgezeit konnte das Waffengebrauchsrecht nicht immer voll angewendet werden, denn die verbissenen Schmuggler wollten sich nicht beugen und versuchten immer in der Dunkelheit zu entkommen. Es musste demnach in der Art der Dienstverrichtung etwas geschehen und eine interne Reorganisation stattfinden, damit auch ohne Waffengebrauch sich ein lohnender Erfolg einstellte. In diesem Zusammenhang will ich nun einen interessanten Schmuggelfall schildern, der ohne Waffengebrauch abging und doch erfolgreich war: Es war ein scho È ner, trockener Herbsttag im Jahre 1949, der erfolgversprechend schien und fu È r ein gro È ûeres Unternehmen der Beamten reizte. Der Dienst hatte sich damals weder periodisch noch mechanisch gestaltet, sondern es wurde lediglich nach Gefu È hl und auf Grund von Nachrichten einiger Konfidenten gehandelt. Auf Grund derartiger Informationen wurde diesmal die Landzunge zwischen Schachendorf und Schandorf einer È berwachung schlagartigen und raffinierten U unterzogen. Als Dienststellenleiter lieû ich mir derartige Unternehmen nicht entgehen und leitete sie selbst mit zwei Beamten. Um ca. 21.00 Uhr wurde der Beamte Blaim entlang der Bahnstrecke Schachendorf±Schandorf geschickt und bekam spezielle Auftra Ège. Unter anderem hatte der Beamte entlang der Bahnstrecke zu gehen und sich dabei auffa Èllig zu benehmen, um die Schmuggler zu ta Èuschen und herauszulocken. Der Beamte Blaim, ein groûer, starker, leutseliger und unerschrockener Beamter zog allein los, rauchte sich dabei eine Zigarette an und fungierte vorbildlich als eingeteiltes Ta Èuschungsobjekt. Etwa 100 MeDie Zollwacht / Fru È hjahr 2015

ter parallel des Bahnko È rpers fu Èhrt eine Straûe in gleicher Richtung nach Schandorf, auf welcher sich Zollwachebeamter Kirschbaum und ich befanden. Kirschbaum war ein wieselflinker, schnell reagierender und aufgeweckter Zo È llner, dem nichts entging und der anscheinend auch keinen Teufel fu È rchtete. Wir gingen so, dass wir den Kollegen Blaim noch ho È rten und wir aber selbst weder gesehen, noch geho È rt wurden. Die Nacht war wegen der Dunkelheit fu È r Schmuggel besonders geeignet und wir benu È tzten nur schleichend das grasige Bankett und verweilten o È fters kurz und horchten in die Nacht hinein. Die unheimliche Stille È uûerste und spannte unsere Nerven bis aufs A die Gedanken waren nur auf vielversprechenden Erfolg gerichtet. Jeder einzelne wollte durch groûe Erfolge gla Ènzen und somit seine Tu È chtigkeit unter Beweis stellen, um die damals errungene Existenz zu festigen. Blaim bewegte sich noch in Richtung Schandorf und entschwand mit seinen Schritten immer mehr unserem Geho È r. Es trat fast eine unheimliche Stille ein, denn nach angestellter Berechnung mu È ssten die Schmuggler jeden Moment auftauchen, da der gefu È rchtete Zo È llner ihnen den Weg frei gemacht hatte. Wa Èhrend dieser È berlegungen riss es auf einmal angespannten U den Zollwachebeamten Kirschbaum in die Ho È he und wir sprangen fast gleichzeitig vom Straûenbankett ab in einen Acker Richtung Bahndamm. Wie angewurzelt stand vor Kirschbaum und mir ein junger kra Èftiger Bauernbursche, der anscheinend mehr als u Èberrascht war und sichtlich die Schrecksekunden zu u Èberwinden hatte. Auf meine Frage, was er hier zu so spa Èter Stunde mache, sagte er: ,,ich schau nur auf meinen Krautacker, damit mir nichts gestohlen wird``. Mit solchen Ausreden wird ein erfahrener Zo È llner gleich fertig und es wurde ihm auf den Kopf zugesagt, dass er hier gar keinen Krautakker habe. Inzwischen suchte Kirschbaum das dort befindliche Maisfeld ab und fand dort in ku È rzester Zeit einen zweiten Schmuggler, der zusammengekauert bei einigen Sa Ècken am Boden lag. Wa Èhrend dieser Feststellungen wurde auch der Zollwachebeamte Blaim herbeigerufen und war fu Èr uns eine gute Versta Èrkung. Die Ta Èuschungsaktion war geglu È ckt und wir konnten zwei gewiegte Schmuggler festnehmen Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

und eine Menge Schmuggelware und eine kleinere Menge Flu È chtlingsgut beschlagnahmen. Die zwei uns recht gut bekannten Schmuggler konnten das Schmuggelgut nicht allein nach Schachendorf zur Abteilung bringen und mussten mit unserer Hilfe und eines herbeigeschaff-

,,Wenn's nur net de blede Finanz gebert! Do brauchert i mi net so abrackern. Allweil der Blaim Franz mit'n Hund``. Karikatur von Michael Wagner

ten Schubkarrens den Weg zur Abteilung antreten. Bis wir zur Abteilung kamen, war es ca. 23.30 Uhr und es erfolgte anschlieûend die Aufnahme der Tatbeschreibung und die Durchfu È hrung der Unterwerfung, die damals im Sinne der AO (Abgabenordnung) durchgefu Èhrt wurde. Die Schmuggler zahlten bereitwilligst, denn sie hatten damals groûe Angst und wollten eine Beru È hrung mit der gefu È rchteten Besatzungsmacht unbedingt vermeiden, da mit dem Warenschmuggel auch ein Menschenschmuggel verbunden war. Bei diesen Schmuggelwaren befanden sich auch 400 Stu È ck Feinschnitt-Tabak zu Pa Èckchen a  25 Gramm, deren Abgabenberechnung damals eine eigene Wissenschaft

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war. Es durften ja die vielen Abgaben wie Zoll, Tabaksteuer, Tabakmaterialsteuer, Monopolausgleich, erho È hter Aufbauzuschlag, Verpackungszwang und dergleichen nicht vergessen werden. Selbst fu È r leidenschaftliche Raucher waren derartige Aufgriffe nicht leicht, denn der genaue ,,Masta`` musste ja die Ablieferung ohne Verzo È gerung und genauestens durchfu È hren. Selbst das Abza Èhlen und Einpacken der Rauchwaren war oft schon eine Auszeichnung fu È r einen Beamten, denn durch das o È ftere Za Èhlen und Aufschlichten entstand eine kleine Ent-

scha Èdigung, die bei aller Genauigkeit toleriert werden konnte. Die dortige Dienstzeit brachte mir den Spitznamen ,,Masta`` ein, ein Name, auf den ich heute noch stolz sein kann, denn die Arbeit, die in Schachendorf geleistet wurde, war von allen Beamten meisterlich und wird heute noch jedem einzelnen in guter Erinnerung sein. Hinter dem Pseudonym ,,Masta`` verbirgt sich ZwObKtr. Siegfried Grillitsch; zuletzt (1980) als GrpInsp. Leiter der ZwAbt. Kalch / Bgld.

25. Oktober 1955 Die Heimat frei! ± Bedenk dies Wort Und lausche seinem Klang. To È nt es dir nicht im Herzen fort Wie jubelnder Gesang? Freiheit, das Wort, bedenk es wohl, Es ist nicht schal und leer; Es ist ein Wort, so inhaltsvoll, Wie sonst wohl keines mehr. Freiheit, du heller Diamant, Dein Feuer in uns brennt Als Lieb' zu unserm Vaterland Die keine Grenzen kennt. Freiheit, in langer, dunkler Nacht Haben wir dich erfleht; Nun ist der Morgen uns erwacht ± Erho È rt unser Gebet Freiheit, erka Èmpft so schicksalsschwer; Wir danken Dir ± o Gott! Uns weht nur eine Fahne mehr ± Die Fahne rot-weiû-rot. ZwInsp. Otto Krispel

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Unsere Geburtstagskinder 90 Jahre 30.07.25 Frau TEICHMANN Hildegard, Wien 29.08.25 FInsp. i.R. CUJES August, Finkenstein È LL Rudolf, Freistadt 27.09.25 GrpInsp. i.R. GRU 01.12.25 AbtInsp. i.R. HOFER Johann, Freinberg 07.12.25 SektChef i.R. Dr. GRATSCHMAYER Otto, Wien 30.12.25 AbtInsp. i.R. REISECKER Herbert, Bu È rmoos 85 Jahre 29.07.30 Amtsrat i.R. PROTZEL Kurt, Wien 29.08.30 Oberst i.R. UNTERLUGGAUER Hubert, Obertilliach 11.11.30 Frau BAUMGARTNER Gertrude, Wien 23.11.30 BezInsp. i.R. SIMPERL Karl, Feldkirch 02.12.30 AbtInsp. i.R. ROHR Hermann, Villach 23.12.30 AbtInsp. i.R. DENKMAYR Josef, Obernberg/Inn 80 Jahre 10.07.35 AbtInsp. i.R. PURIN Kurt, Riefensberg 29.07.35 ADir. i.R. Hofrat KUNDELA Otto, Wien 19.08.35 AbtInsp. i.R. KLAUSHOFER Georg, Wals 28.08.35 ADir. i.R RegRat ULLRICH Bruno, Wien 11.11.35 AbtInsp. i.R. HOHENWARTER Andreas, Riegersdorf 30.11.35 AbtInsp. i.R. STUMVOLL Karl, Hittisau 13.12.35 AbtInsp. i.R. WILFINGER Friedrich, Deutschkreutz 75 Jahre 02.07.40 AbtInsp. i.R. STRASSER Andra È, Kartitsch 05.07.40 AbtInsp. i.R. KUNZE Dieter, Stockerau 10.07.40 ADir. i.R. RegRat HEISS Dietmar, Linz Die Zollwacht / Fru È hjahr 2015

25.07.40 Vizepra Ès. i.R. SCHNEIDER Wilhelm, Puchenau 16.08.40 BezInsp. i.R. LANZ Johann, Moosbach 17.08.40 Frau WEISS Ema, Rottenmann 20.08.40 FOInsp. i.R. FALLY Gerhard, Ebreichsdorf 31.08.40 FOInsp. i.R. HUBER-HUBER Herbert, Klagenfurt 02.09.40 Frau STEINER Gertrud, Stuben 21.09.40 ChefInsp. i.R. ZANAT Wilhelm, Rabensburg 22.09.40 AbtInsp. i.R. SZAKASITS Johann, Gu Èssing 23.09.40 Frau RUIS Ottilie, Marchegg 26.09.40 BezInsp. i.R. POTISK Norbert, Villach 05.11.40 AbtInsp. i.R. KEPLINGER Wilhelm, St. Florian/Inn 10.11.40 ChefInsp. i.R. RAINER Josef, Golling 12.11.40 KtrInsp. i.R. UHL Alois, Unken 25.11.40 ADir. i.R. RegRat SCHMID Kurt, Gmu Ènd 27.11.40 AbtInsp. i.R. KOLLEGGER Alfred, Leibnitz 11.12.40 Frau KOGLER Erika, Trieben È FFL Manfred, 24.12.40 AbtInsp. i.R. SCHA Salzburg 70 Jahre 27.07.45 ADir. i.R. ZSAK Karl, Wien 07.08.45 Frau ZALLINGER Gabriele, Salzburg 17.08.45 KtrInsp. i.R. BRUNNER Rudolf, Scha Èrding 20.09.45 BezInsp. i.R. KULTERER Richard, Hermagor 09.10.45 Herr KOSCHUTNIG Ernst Karl, Ferlach 29.11.45 KtrInsp. i.R. KLIKOVICH Rudolf, Siegendorf 02.12.45 ChefInsp. i.R. AIGNER Helfried, Salzburg 11.12.45 AbtInsp. i.R. UNTERGUGGENBERGER Johann, Riefensberg

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65 Jahre 01.08.50 FOInsp. i.R. GROLLITSCH Ewald, Hermagor 12.09.50 BezInsp. i.R. ZOJER Herbert, Ko È tschach-Mauthen 23.11.50 ADir. i.R. MORIANZ Manfred, Wolfsberg 60 Jahre 10.08.55 ADir. SCHWEIFER Othmar, Neudo È rfl È LLER Herbert, 27.08.55 Herr Dr. MU St.Veit/Glan 03.09.55 FOInsp. BAAR Gerhard, Wien 18.09.55 ChefInsp. i.R. NIGMANN Hans-Peter, Feldkirch 26.09.55 ADir. PINTER Stefan, Schachendorf

27.09.55 ADir. RegRat Ing. GESCHINA Robert, Guntramsdorf 14.10.55 ADir. RegRat BUHL Johannes, Linz 27.10.55 Herr JANNACH Andreas, Vorderberg 20.11.55 ADir. OREMUS Stefanie, Klagenfurt 10.12.55 Hofrat Mag. SKLUSAK Bernhard, Hagenbrunn 19.12.55 Herr KUTSCHEK Gilbert, Ebenthal 50 Jahre 06.07.65 ADir. NOGA Elisabeth, Wien 25.07.65 BezInsp. MUSCHET Adolf, Finkenstein 21.08.65 ADir. MUNZ Anton, Preûbaum 02.11.65 Herr REITER Manfred, Wien 12.11.65 Herr WEISKIRCHNER Josef, Leitzersdorf

Wer kennt die Zollha È user auf diesem Foto? Es handelt sich dabei um ein schwarz & weiû Foto (Gro È ûe 6 mal 9 cm) aus den 1950er Jahren im Bereich von Niedero È sterreich oder Burgenland. Die Aufnahme entstand im Winter; hinter den Geba Èuden scheint sich eine Steinmauer zu befinden. Vor den Ha Èusern offensichtlich winterliche Ga Èrten. Mitteilungen bitte an den Verband unter 0699 1954 6196 oder per E-Mail unter [email protected] oder schriftlich. Vielen Dank!

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