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Migration and Diffusion -An International Journal, hrsg. von Christine Pellech. Wien: Odyssee-Verlag-Wien, 2000ff. Vier Hefte pro Jahr mit jeweils ca. 120 Seiten. Bezugspreis pro Jahr: € 150,00/US $ 140.00. ISSN 1563-440 X Die Herausgeberin dieses englischsprachigen Journals ist bemüht, in den Artikeln die Geschichte der Menschheit weltweit an Hand neuester Funde, Untersuchungen und Erkenntnisse zu verdeutlichen. Äußerst interessante Forschungsergebnisse veranschaulichen, wie viel älter die Kulturen der Menschen sind, als es bisher angenommen wurde. Die Initiative von Christine Pellech macht es denkbar, die vordem auf Europa zentrierte Geschichte der Menschheit nicht nur globaler zu beleuchten, sondern - was wesentlicher ist - in den Jahrtausenden vor der Zeitenwende zu erhellen. Das wird durch modernste Untersuchungen vieler Wissenszweige möglich. In Band 1, Nr. 1, Januar-Män, und Nr. 2, April-Juni 2000, berichtet Svetlana Balabanova (S. 6-21 und S. 110-124) von ihren umfangreichen Untersuchungen in Europa, China, Jordanien und der Türkei. Sie weist u.a. durch Haaranalysen an ägyptischen Mumien Nikotin und Kokain nach, die seit 9000 v. Chr. bis 700 n. Chr. festgestellt werden konnten. Erno Wiebeck gibt in seinem Beitrag „Seafaring from the Earliest Times to Christopher Columbus" einen Überblick über Voraussetzungen und Möglichkeiten der Ozeanüberquerung mit Schiffen des Altertums (S. 22- 51 , mit 18 Zeichnungen). Christine Pellech erklärt in ihrer Arbeit „Crossing the Atlantic in Early Tirnes" (S. 52-66, mit fünf Skizzen), wie sie durch die Höhlenzeichnungen der „Cueva de Castillo" in NW-Spanien und durch die Weltkarte des türkischen Admirals Piri Re'is von 1513 dazu gekommen ist, die „Odyssee" des Homer als eine Weltumsegelung der Phönizier um 1200 v.Chr. nicht nur anzunehmen, sondern auch mit Fakten zu beweisen. In Band 1, Nr..2, April-Juni 2000, bringt Horst Friedrich ,,A Diffusionist View on the Genesis of Civilization" (S. 6-14). Für ihn ist eine isolationistisch-autochthone Genese von Hochkulturen sehr unwahrscheinlich. Michael A. Rappenglück {,,Ice Age People Find their Ways by the Stars: A rock picture in the Cueva di EI Castillo (Spain) may represent the circumpolar constellation of the Northern Crown (CrB)" (S.15-28)) beschreibt präzise das Felsbild und die veränderte Form des Sternbildes im Verlauf der Jahrtausende am geographischen Ort der Höhle von Castillo. ,,Zwei Mythen, überliefert von Griechen und Kelten, helfen, die Bedeutung des Sternbilds für die Kulturen der Eiszeit zu verstehen." In Band 1, Nr. 4, Oktober-Dezember 2000, S. 29-41 , finden sich von Andreas Lommel „Some Remarks about Migration of Peoples, Tools, Weapons, Motives of Art and even Sharnanism", mit 13 Abbildungen und Verbreitungskarten. Der Autor versucht nachzuweisen, daß sogar ein Einfluß Sibiriens im äußersten Norden Australiens nicht unmöglich ist. Im Heft Nr. 6, April- Juni 2001, S. 38-69, berichtet Lommel über ,,An Indonesian Motif, the Squatting Figure, the Hocker and its Influence on Australian Aboriginal Art", mit zahlreichen Abbildungen und zwei Verbreitungskarten des pazifischen Raumes. Zudem erläutert er in Band 2, Nr. 8, 2001, S. 3 7-42, "A Rare Australian Motive of Art and its Possible Affiliations to Indonesia, Madagascar and even the Americas". Christine Pellech macht in der letztgenannten Arbeit in einer mit dem Autor abgesprochenen Ergänzung darauf aufmerksam, daß das Felsbild, Fig. I, kopiert von Katharina Lommel, zwei Krokodile darstellt, die Tod und

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Wiedergeburt symbolisieren. In einer größeren Arbeit im selben Heft beschreibt Frau Pellech „Religious Motives for Death and Rebirth from the Neolithic till Presence all over the World" (S. 81-105). Besonders betont wird, daß gleichbleibende religiöse Symbole über einen Zeitraum von über 15.000 Jahren weltweit nachgewiesen werden können. ,,Anhand dieser Motive ist es auch möglich, frühe menschliche Wanderungen in ihrer zeitlichen Abfolge zu erkennen" (S. 105). In Band 1, Nr. 6, 2001, berichtet Josefine Huppertz über ,,Forgotten Routes Used by Oceangoing Vessels to Navigate the World's Seas" (S.18-37). Die Höhlenkunst im Paläolithikum ist in Malereien der Aborigines des 20., ja 21. Jahrhunderts lebendig geblieben und läßt weltweite kulturelle Zusammenhänge erkennen. - Funde in Amerika bezeugen Anlandungen asiatischer Seefahrer über den Pazifik weit vor Christi Geburt. Wie bedeutend diese pazifischen Verbindungen sind, hat in Band 2, No. 8, Oktober-Dezember 2001, Masaaki Kimura mit seinen Untersuchungen der „Discovery of Submarine Pyramids off Yonaguni in Japan" S.6-36) bestätigt. In dem Abschnitt „Rock Art Monument" wird eine submarine Statue beschrieben, die den „Moai" der Osterinsel gleicht. Andere Plastiken weisen sogar nach Nazca in Peru hin, Beweise asiatisch-pazifischer Kulturbeziehungen. So werden die Hefte der Zeitschrift „Migration & Diffusion" uns auch künftig mit mannigfachen, weltweiten Kulturverbindungen überraschen.

Josefine Huppertz STEPHAN DILLER, Die Dänen in Indien, Südostasien und China

(1620-1845).

(South China and Maritime Asia, 8). Wiesbaden: Harrassowitz Verlag, 1999. 430 Seiten,€ 99,-. ISBN 3-447-04123-4 MARTIN KRIEGER, Kaufleute, Seeräuber und Diplomaten. Der dänische Handel

auf dem Indischen Ozean (1620-1868). (Wirtschafts- und Sozialhistorische Studien, 8). Köln-Weimar-Wien: Böhlau Verlag, 1998. 278 Seiten,€ 34,50. ISBN 3-412-10797-2 Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Dänen im Indischen Ozean sind, im Gegensatz zu dem Interesse an den beiden großen europäischen Konkurrenzunternehmen der English East India Company (EIC) und der Verenigten Oostinischen Compagnie (VOC), kaum auf ein internationales Forschungsinteresse gestoßen. Lediglich das Standardwerk von Ole Feldbaek, India Trade under Danish Flag, 1772-1808. European Enterprise and Anglo-Indian Remittance and Trade, Odense and Copenhagen 1969, sowie zahlreiche einschlägige Aufsätze von ihm wie auch von Femme Gaastra behandeln den Themenkomplex eingehend. Um so erfreulicher, dass nun zwei Publikationen vorliegen, die sich umfassend mit der Geschichte der Dänen im Indischen Ozean auseinandersetzen und dabei nicht nur die neuesten Forschungsergebnisse heranziehen, sondern auch auf umfangreichen Quellenstudien basieren. Während Diller eine Gesamtdarstellung bzw. nach eigener Aussage eine Überblicksstudie der dänischen Handelsaktivitäten liefern möchte und sein Buch allein aufgrund des hundertseitigen Anhangs auch als Nachschlagewerk benutzt werden kann, konzentriert sich Krieger pointiert auf den innerasiatischen Handel der Dänen. Nach Diller können grob vier Phasen wirtschaftlicher Unternehmungen unter drei verschiedenen dänischen Handelsgesellschaften unterschieden werden : 1616-1650,