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Fühle deine Stadt. Wiesbaden. März 2017 Nr.51 GUTE NACHT, WIESBADEN! EUROPAFREUNDE SEELENNÖTE-TREFF CASABLANCA-REGIERUNG MEISTERTROMMLER FESTSPIELFI...

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Fühle deine Stadt. Wiesbaden.

März 2017 Nr.51

GUTE NACHT, WIESBADEN! EUROPAFREUNDE SEELENNÖTE-TREFF CASABLANCA-REGIERUNG MEISTERTROMMLER FESTSPIELFIEBER

sensor 03/17

Editorial

30. Rheingau Musik Festival

„Seit der Erfindung der Couch ist die Gesellschaft verloren.“ (Prof. Dr. ­Bazon Brock, Festrede 1. Hess. Krea­ tivwirtschaftstag, 16. Februar 2017)

© Robbie Lawrence

24.6.– 2.9.2017

Im 30. Festivalsommer bilden die Kammermusikreihe „Erinnerungen an Prades“, „Next Generation“, „Tanz!Musik“ und „Expedition Sound“ die Themenschwerpunkte. Die Sopranistin Anna Lucia Richter, der Pianist Igor Levit und der Jazz-Pianist Michael Wollny versprechen als Fokus-Künstler einzigartige Konzertmomente. Darüber hinaus leisten weitere herausragende Künstler und Ensembles ihren Anteil an den rund 160 Konzerten der 30. Festival-Saison.

Warum die Bürgersteige hochklappen,

Gerne schicken wir Ihnen unser Programm zu, rufen Sie uns an: 0 67 23 / 60 21 70 oder besuchen Sie unsere Webseite: www.rheingau-musik-festival.de Co-Sponsoren

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n ine digen e Für leben n“ e net a l P ® Landeshauptstadt Wiesbaden Umweltamt, Gestaltung: Anja Klesius, pure:design, Mainz

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earth hour

wenn man auch die Rollgitter runterfahren kann, liebe sensor-Leserinnen und -Leser. So oder ähnlich könnte man dieses Bild interpretieren. Dieses Bild aus und von Wiesbaden. Es zeigt das – sehr überraschend, weiterhin und, wie sich die Dinge darstellen, noch lange – geschlossene Walhalla-Theater. Mitten im Zentrum von Wiesbaden. Mitten im Zentrum des Kultur-, Abendund Nachtgeschehens. Ein pulsierender, herausragender, wertvoller und wichtiger Ort Wiesbadens. Bis zum 27. Januar, als aus dem Nichts

die Schließung und der Stopp des hier seit 15 Jahren laufenden Kulturbetriebs kam. Natürlich nicht ganz aus dem Nichts, sondern auf Basis eines Brandschutzgutachtens. Dieses listet Dinge und Zustände als Mängel auf, von denen sich einerseits manche seit Tag 1 der Bespielung, also seit bzw. schon vor der Übergabe an die heutigen Mieter, so oder ähnlich darstellen. Und zeigt andererseits „Beweisfotos“, die gar nicht mehr dem aktuellen Zustand entsprechen. Noch Fragen? Ja, viele. Die Beantwortung gestaltet sich schwierig und zäh. Das Einfordern von Antworten muss und wird anhalten. Wir sind und bleiben dran. Und freuen uns in allem Ärger über die aktuelle Situation ganz vorsichtig über die große Begeisterung, das Fieber geradezu, das die Vorstellung der alternativen Vision für den gesamten WalhallaKomplex ausgelöst hat. Zukunftsmusik der aufregenden Art. Was heute angeht. Keine Frage ist, dass die Mieter der bisher bespielten Teile des gigantischen Gebäudekomplexes am wenigsten für die nun eingetretene Situation können. Im Gegenteil. Ein wahrer Schandfleck für die Stadt ist das Walhalla erst jetzt, im geschlossenen Zustand. Und ein Jammer für die Mieter, die – abseits wohlklingender Solidaritätsbekundungen – mit der folgenschweren Misere allein gelassen, von manchen Beteiligten geradezu schäbig behandelt werden. Gute Nacht, Wiesbaden, ist man – mal wieder – versucht zu sagen.

Gute Nacht, Wiesbaden, kann man – allerlei aktueller Hiobsbotschaften zum Trotz – in unserer Stadt aber weiterhin auch ganz positiv meinen: Weil man tatsächlich eine gute Nacht haben kann. Es ist jetzt nicht so, dass Nachteulen jederzeit wahllos durch die Gassen stolpern und von einer Kneipe oder Bar in die nächste fallen können. Man muss schon wissen, wo es langgeht, damit es abgeht. Dieser sensor hilft Ihnen auf die Sprünge. In die Puschen gekommen sind schließlich unsere Rathaus-Politiker, die vor wenigen Tagen ihr Regierungsbündnis präsentiert und beschlossen haben. Was lange (ein knappes Jahr) währt, wird Rotschwarz-grün. Ob es gut wird? Wir werden sehen. Es ist nun so, wie es ist. Zetern über Konstellationen und Positionen macht jetzt erst mal keinen Sinn mehr. Also: In grenzenlosem Optimismus allen alles Gute wünschen, losarbeiten lassen und dann die tatsächliche Arbeit bewerten. Schaut ihnen in die Augen, Wähler. Und auf die Finger. Und ansonsten: Runter von der Couch! Spätestens, wenn Sie diesen sensor gelesen haben. Und erst recht jetzt, wo der Frühling kommt. Dirk Fellinghauer, sensor-Street Potato PS: Kein Scherz: Am 1. April feiern wir richtig! 5 Jahre sensor. Ich sag´ nur „Neontanzattacke“. Und will Sie, geschminkt oder ungeschminkt, alle im Kulturpalast sehen. Das wird garantiert eine gute Nacht, Wiesbaden!

www.wiesbaden.de/earthhour

Editorial / Inhalt

Impressum Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG phG: Verlagruppe Rhein Main Verwaltungs­ gesellschaft mbH Geschäftsführer: Hans Georg Schnücker (Sprecher), Dr. Jörn W. Röper Erich Dombrowski Straße 2, 55127 Mainz (zugleich ladungsfähige Anschrift der V.i.S.d.P) Objektleitung (Redaktions- & Anzeigenleitung) Dirk Fellinghauer (Verantwortlich i.S.d.P.) Langgasse 21 – 65183 Wiesbaden Tel: 0611/355 5268 Fax: 0611/355 5243 www.sensor-wiesbaden.de [email protected] Layout/Satz Thorsten Ullrich, www.175lpi.de Titelbild Philip Kadesch, www.philip-kadesch.com Mitarbeiter dieser Ausgabe Text Anja Baumgart-Pietsch, Laura Ehlenberger, Jan Gorbauch, Hendrik Jung, Nadine Kuhnigk, Carola Pahl, Stefanie Pietzsch, Dorothea Rector, Falk Sinß, André Werner Foto/Illustration Offert Albers, fotofreak75/ photocase.de, Marc „King Low“ Hegemann, Nadine Kuhnigk, Arne Landwehr, Robbie Lawrence, Frank Meißner, Kai Pelka, Jan Pieper, Nele Prinz, Christof Rickert, Niki Sneakers, Pascal Swoboda, Chris van der Burght, Veranstalter- und Herstellerfotos, Repro / ISDN Team Lektorat Hildegard Tischer, www.rbht.de Termine [email protected] oder [email protected] Redaktions- und Anzeigenschluss: 15. des Vormonats Verteilung WV Werbevertriebsgesellschaft mbH kostenlose Auslage in Wiesbaden | Innenstadt und Vororten an über 1.000 Auslageplätzen | Gesamtauflage 41.000 Exemplare (20.500 Mainz / 20.500 Wiesbaden) Druck Druckzentrum Rhein Main GmbH & Co. KG Alexander-Fleming-Ring 2 65428 Rüsselsheim

25. März `17

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60 minuten / licht aus

sensor Wiesbaden ist Mitglied in der Werbegemeinschaft Wiesbaden wunderbar und Medienpartner von ECHT Wiesbaden.

20:30 bis 21:30 Uhr

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Inhalt y art p l ppe ow kk i n Sh Sch kk euer&F

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Gute Nacht, Wiesbaden! Wer suchet, kann finden

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Casablanca regiert Wiesbaden

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www.wiesbaden.de

Licht in der Dunkelheit – Anlaufstelle bei seelischen Sorgen Sie sind bereit – und die Stadt? Innovative Visionen für das Walhalla

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Molotow und roter Teppich – Festivals werden zunehmend politisch

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So wohnt Wiesbaden: Kai hoch zwei – Leben im Denkmal

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Die europäische Dimension – Altes und neues Engagement in Wiesbaden

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Geschäft des Monats: Mosaic

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Restaurant des Monats: Leib und Seele

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Kleinanzeigen und das Orts-Rätsel

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Perlen des Monats & Veranstaltungskalender

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2x5-Interview: Dr. Martin Mencke, Evangelischer Dekan

Wir danken unseren Förderabonnenten Andrea Baermann, Peter Blähser, Michael Brandt, Dennis Centner, Sabine Drotleff, Patrick Ebeling, Fauth & Gundlach GmbH, David Geisberger, Barbara Haase, Talley Hoban, Kerstin Hennig, Andreas & Mirjam Kempers-Handke, Dr. Julia Kleinhenz, Peter Kabelitz, Kai Klose (MdL), Kochwerkstatt Wiesbaden, Karsten Krämer, Sabine Krug, Frauke Lenz, Sven Moritz, Michaela Reuthe, Dirk Scharhag, Ute Schmidt, Bettina Schreiber, Kerstin Stephan, SPD-Rathausfraktion, Ticketschmiede GmbH, Jens Uhlherr, Angela Vockel, Erika Wagner, Katrin Walsdorfer, Adriano Werner, Mihaela Zaremba. www. sensor-wiesbaden.de/abo www.sensor-wiesbaden.de/abo

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Sag bloß!

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Sag bloß! Wir gratulieren dem neuen Bundespräsidenten … … und wünschen ihm weiterhin eine glückliche Hand bei der Auswahl seiner Lektüre.

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Günni tritt an Die Wiesbadener Piraten ziehen mit Günni in den Wahlkampf zur Bundestagswahl am 24. September. Ihr Kreisvorsitzender Günni Langer will als Direktkandidat den digitalen Wandel und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für Politik und Gesellschaft thematisieren. Sein schärfster Konkurrent im Kampf um Stimmen jenseits der Etablierten dürfte Alexander Gürtler von „Die Partei“ werden. Die weiteren bisher nominierten Direktkandidaten für Wiesbaden sind Ingmar Jung (CDU), Simon Rottloff (SPD), Felix Möller (Bündnis 90/Die Grünen), Adrian Gabriel (Die Linke), Lucas Schwalbach (FDP). Wiesbaden-Straße in Burkina Faso In Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, ist jetzt eine Straße nach Wiesbaden benannt. Die „Rue Ville de Wiesbaden“ würdigt die Arbeit des Freundeskreises Wiesbaden der africa action, dessen Mitglieder sich seit vielen Jahren für die Heilung und Überwindung von Blindheit einsetzen. Zusammen mit Pfarrer Werner Bardenhewer, dem 88-jährigen früheren  Stadtdekan, war zur Feier der Umbenennung eine kleine Abordnung bei der feierlichen Einweihung dabei (Foto: africa action). Am 8. März will sich Philippe Kardinal Ouedraogo, Erzbischof von Ouagadougou, bei einem Wiesbaden-Besuch (18 Uhr Pontifikalamt Bonifatiuskirche, anschließend Empfang im Roncalli-Haus) für die vielfältigen Hilfen zu bedanken. Dow-Deutschlandzentrale zieht nach Wiesbaden Die Deutschlandzentrale des USamerikansichen Chemiekonzerns Dow zieht nach Wiesbaden. Dazu soll das seit langem bestehende Werk des Tochterunternehmens Dow Cor-

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Was ist los? Schicken Sie Ihre Neuigkeiten an [email protected] sensor-wiesbaden.de

ning GmbH in Schierstein ausgebaut werden. Alle am derzeitigen Deutschlandhauptsitz in Schwalbach am Taunus angesiedelten Funktionen und Dow-Gesellschaften mit derzeit rund 220 Arbeitsplätzen werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 nach Wiesbaden verlegt, heißt es.

schätzt den Kompromiss

Pop Up Kuchentheke Schöne Überraschung in der Mauritius Mediathek. Leckerster selbst gebackener Kuchen, unschlagbarer Preis (1 Euro das Stück), klasse Verkäufe. Jeden Mittwoch von ca. 14.30 bis 16 Uhr betreiben Schüler der Bodelschwingh-Förderschule – hier Oskar und Alias im Dienst – eine PopUp-Kuchentheke  im Lesecafé im ersten Stock. Unterschiedliche Handicaps hindern die Schüler nicht daran, alles – vom Backen über den Verkauf bis zur Abrechnung – selbst zu machen. Gastro- und Geschäfts-News Am Kranzplatz hat das systemgastronomische „Café del Sol“ in den ehemaligen Spital-Räumen eröffnet. „Gusto e“, klein und fein hinter der Marktkirche zu finden, eröffnet bald in der Goldgasse ein weiteres Restaurant. „Rossini“ in der Rheinstraße hat neben dem eigentlichen Restaurant eine Pizzeria eröffnet. „Josephines Soulfood Café“ hat in der Westendstraße losgelegt. Am Platz der deutschen Einheit wird das „Waffel House“ erwartet. Die „Dichterküche“ in der Wielandstraße ist schon seit Ende letzten Jahres zu, „Augenzeugen“ haben im früheren „Chianti-Keller“ wieder Aktivitäten beobachtet. Frisch (wieder-)eröffnet und bestens angelaufen sind der „Schoppenhof“ am Sedanplatz und „Forgione“ am Bismarckring. „Auf Wiedersehen und bis bald“ hat das Lalaland in der Friedrichstraße gesagt und sucht eine deutlich größere Location. Das ElektrorollerStart-up „Kumpan“ eröffnet seinen bundesweit ersten Store am 18. März in der Herderstraße 25. Buchstäblich im Anflug ist der „Superfly“-Trampolinpark in Nordenstadt.

Kolumne

Falk Fatal

Iggy Türsteher, 28 Jahre Zurzeit bewachst du den Eingang der „Litfassäule“ mitten in der Altstadt. Ist das die erste Tür, vor der du stehst? Nein, ich arbeite seit über zehn Jahren als Türsteher. Deswegen stand ich auch schon vor einigen Türen hier in der Region, erst in Mainz und Bad Homburg und jetzt auch in Wiesbaden. Was hältst du vom Wiesbadener Nachtleben? Durchmischt. Es könnte auf jeden Fall sozialer sein. Einen besseren Umgang der Leute untereinander fände ich ganz cool. Interview & Foto: DLaura Ehlenberger Illustration: Marc “King Low” Hegemann

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Du erlebst die Wiesbadener hautnah, wenn sie sich die Nächte um die Ohren hauen – wie sind sie so drauf? Die meisten Leute kommen normal rein und sehr betrunken wieder raus. Aber da gibt es auch viele andere … Und was sind dir die liebsten Gäste? Menschen, die Respekt vor anderen haben. Wenn du mal selbst ausgehst, wohin zieht es dich dann? Ich? Feiern gehen? Nein, den Scheiß´ tue ich mir nicht an! (lacht) Freust du dich auf den Frühling? Aber sicher! Es ist echt kalt, im Winter draußen rumzustehen.

Der menschliche Körper ist manchmal ein marodes Miststück. Zumindest in meinem Fall war er das. Gebeutelt von einer fiesen Erkältung, lag ich eine Woche lang flach. Leider genau in der Woche, in welcher der Visionäre Frühschoppen stattfand, bei dem das alternative Konzept für das Walhalla vorgestellt und diskutiert wurde. Das hat mich sehr geärgert, denn ich wäre gerne vor Ort gewesen. Zum einen natürlich, weil mich interessiert, wie es mit dem Walhalla weitergeht. Das ist auch keine unbedeutende Frage, schließlich geht es um die Zukunft eines einzigartigen städtischen Raums. Soll dieser künftig von einem Varietéunternehmen genutzt werden, das ein relativ starres Programm hat, oder von mehreren Kulturunternehmern, die zwar mehr Vielfalt bieten, aber für die Stadt ein größeres Risiko bedeuten, weil mehr Parteien am Tisch sitzen. Keine einfache Entscheidung. Für beide Vorschläge gibt es – je nach Standpunkt – gute Argumente. Es hat mich aber auch geärgert, weil der Visionäre Frühschoppen ein Format ist, bei dem Menschen noch richtig zusammenkommen und diskutieren. Sie tauschen – manchmal auch hitzig – Argumente aus, ohne es nötig zu haben, dem Gegenüber verbal eins in die Fresse zu hauen. Das ist erfrischend, denn angesichts der Art und Weise, wie in manchen Facebook-Gruppen die Meinung der anderen niedergemacht wird, scheint es, als hätten viele Menschen vergessen, wie man diskutiert. Wenn man aber keine andere Meinung mehr zulässt als die eigene, gibt es keinen Kompromiss. Und ohne Kompromiss geht die Gesellschaft vor die Hunde. Bei einem Kompromiss sind zwar alle Beteiligten unzufrieden, da sie Abstriche machen mussten. Aber da alle Abstriche machen mussten, tragen alle den Kompromiss mit. Natürlich gibt es Meinungen, die keinen Kompromiss dulden, und zwar dann, wenn die Würde oder die Gesundheit von Menschen verletzt oder bedroht wird. Aber ansonsten sind Kompromisse unverzichtbar für das Funktionieren einer Gesellschaft. Was mit einer Gesellschaft passiert, in der Kompromisse immer schwerer auszuhandeln sind, lässt sich gut an den USA beobachten. Nicht erst seit

Trump, sondern schon seit Jahren, stehen sich dort zwei Lager immer unversöhnlicher gegenüber, denen es vor allem darum geht, die Gegenseite zu besiegen und nicht darum, einen Kompromiss zum Wohle aller auszuhandeln. Deshalb sind Veranstaltungen wie der Visionäre Frühschoppen so wichtig, bei denen man zusammenkommt, diskutiert, auch mal streitet, aber immer in einem fairen Rahmen. Mag sein, dass die städtischen Gremien der GOP Entertainment Group den Zuschlag erteilen werden und das von mir favorisierte Alternativkonzept abgelehnt wird. Ich werde bestimmt darüber schimpfen und mich aufregen. Aber ich werde die Befürworter des GOP-Konzepts deshalb sicher nicht als meine Feinde betrachten. Kommentieren und Diskutieren: fatalerror.biz Rekordstadt Wiesbaden Trump hin, Trump her: Mit einer etwa 20.000-köpfigen amerikanischen Militärgemeinde gilt Wiesbaden als der größte Stützpunkt der USA in Europa. Aktive Soldaten machen bei der dieser, je nach Perspektive, beeindruckenden oder beängstigenden Personenzahl allerdings fast den kleinsten Teil aus. 3.100 USSoldaten, 3.900 amerikanische Zivilangestellte, 10.500 amerikanische Familienangehörige, 1.200 ortsansässige Mitarbeiter und 1.100 Pensionäre führt die US-Heeresgarnison auf ihrer Homepage als die Personengruppen auf, für deren „Einsatzbereitschaft und Wohlergehen“ sie zu sorgen habe. (Welche Rekorde kennen Sie? Mail an [email protected] Alle Rekorde unter http://www.wiesbaden.de/ tourismus/wiesbaden-erleben/ rekorde/)

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Pop-Up-Clubbing. Festivals, hier die Wiesbaden Biennale, sind die Gelegenheit, richtig coole Partys in absolut abgefahrenen Locations zu erleben.

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Zu den neuesten Partyvergnügen gehört die „Neontanzattacke“ im Kulturpalast. Die nächste Chance für diesen besonderen Spaß voller nächtlicher Überraschungen bietet die 5-Jahre-sensor-Party am 1. April.

Nacht

Wenn Vollblutmusiker erst mal loslegen, hören sie so schnell nicht mehr auf. Deshalb läuft die donnerstägliche Jam Session im Wohnzimmer oft bis ins Morgengrauen.

Gute Nacht, Wiesbaden! Nichts los in Wiesbaden? Hört man oft. Und Hiobsbotschaften befeuern den Eindruck. sensor wagt die Bestandsaufnahme. Und stellt fest: Viel los in Wiesbaden! Wer suchet, kann finden. Text: Nadine Kuhnigk, Dirk Fellinghauer Fotos: Nadine Kuhnigk, Dirk Fellinghauer, Pascal Swoboda, Das Wohnzimmer

Auch die American Sports Bar hat zu später und sehr später Stunde noch geöffnet.

Die Instanz des Kultur-, Livekonzert-, und auch Partylebens mit ganz unterschiedlichen Formaten ist der Schlachthof.

Viele Ideen werden hier ausprobiert, und fast alle funktionieren. Am Wochenende verwandelt sich das Wohnzimmer im Erdgeschoss der Wartburg in einen Club. Ab April startet an jedem ersten Donnerstag des Monats ein neues sensor-Afterwork-Format.

„Gute Nacht, Wiesbaden“, heißt es gerne, wenn wieder eine Institution des Nachtlebens, wie zuletzt Gestüt Renz, Alibi (jetzt Paparazzi), Chopan (wieder offen) und Spital (jetzt Café del Sol), geschlossen wird. Bitter ist das, keine Frage. Trotz allem gilt aber weiterhin: Man kann eine gute Nacht haben in unserer Stadt. Eine Tour im Zickzack-Kurs durch Wiesbaden, über Clubs und Bars hin zu Kneipen und Pop-Up-Partylocations bringt Licht ins Dunkle. Los geht´s am Schlachthof – Anlaufstelle nicht nur für Livemusik-Begeisterte, sondern auch Schauplatz für Partys der unterschiedlichsten Formate. „Ich habe keine Lust, stundenlang vorm Spiegel zu stehen und mich irgendwelchen Dresscodes anzupassen“, erzählt Lisa, 23, Lehramtstudentin aus Wiesbaden: „Am Schlachter kann ich einfach Spaß haben und so hingehen, wie ich Lust habe. Egal, welche Veranstaltung. Es macht immer Spaß.“ Eine Nummer kleiner, etwas versteckt im Keller, aber mit einer ähnlichen Vielfalt im Partykalender und offener Grundhaltung, findet direkt gegenüber die Kreativfabrik, oder kurz „Krea“, ihr Publikum. Seit über 100 Jahren angesagt Wer es doch schicker mag und die bequemen Schuhe gegen High Heels oder die gerade angesagtesten Sneaker tauschen möchte, steuert die Wilhelmstraße an. Unter dem Motto „Party Like a Star“ fühlen sich im Park Café, das schon über 100 Jahre auf dem Buckel und sich doch immer wieder neu er- und gefunden hat, all jene wohl, die sich gerne aufbrezeln, bevor sie die Hüften schwingen. „Park Café heißt einfach Tanzen, Spaß und eine geile Nacht haben“, berichtet Natalia Güllich-Vallecilla, 24-jährige Sportstudentin. Von Mittwoch bis Sonntag wird hier bis in die Morgenstunden getanzt. Dabei wechseln sich Salsa und Bachata mit Hip Hop und Urban Beats ab. Tanzen in der Halle, Kickern im Café Im Kulturpalast, oder einfach „Kupa“ in der Saalgasse wiederum kann das kleine Schwarze definitiv im Schrank bleiben und die Chucks rausgeholt werden, sodass man ganz bequem die verschiedenen Facetten des Ladens genießen kann, sobald man den Weg durch die Hofeinfahrt gefunden und die

steilen Treppen erklommen hat. Die Stimmung ist lässig und entspannt, die Atmosphäre eher alternativ und sehr kommunikativ, die teils ehrenamtlich arbeitenden Mädels und Jungs hinter der Bar freundlich. Während in der sogenannten „Halle“ getanzt wird, geben andere vorne im Café alles beim Kickern. Die klassischen Bars Klein, aber fein – das ist die Manoamano Bar auf der Taunusstraße. Im hinteren Bereich laden bequeme Sitzgelegenheiten zum Quatschen mit Freunden, vorne an der Bar genießen die Gäste ihre Cocktails – gerne auf Basis des hauseigenen Amato Gin – im Stehen. So wie etwa Yannick Leippold, 28-jähriger Unternehmer auf Heimatbesuch in Wiesbaden. Auf die Frage, was ihm hier besonders gefällt, entgegnet er mit einem Lachen: „Es ist gemütlich, trotzdem schick und gibt eine Menge hübsche Frauen“. Die 43-jährige Krankenschwester Ute und ihr Kollege Kai, ein 47-jähriger Zahnarzt, waren schon mal mit Freunden hier und sind heute wiedergekommen, weil es ihnen so gut gefallen hat: „Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt einfach, und es ist eine tolle Atmosphäre. Stilvoll und schick, aber doch nicht too much. Das muss man erst mal hinbekommen.“ „Prädikat stilvoll“, das trifft auch auf das Lenz zu. Mitten in der Altstadt gelegen, können Nachtschwärmer es sich wie in einer bequemen Lounge zu Musik in angenehmer Laustärke unter den aufmerksamen Augen von Chef Sascha Lenz gut gehen lassen. „Unsere Gäste sind größtenteils 25 bis 30, aber auch aufwärts bis um die 60“, erzählt der ProfiBarkeeper und ist auch schon wieder damit beschäftigt, den nächsten Drink vorzubereiten. Formvollendet geht es natürlich auch in der Nassauer Hof Bar zu, die verstärkt von der nächsten Generation angesteuert wird. Kneipenkultur in der Altstadt Auch klassische Kneipen bietet die Altstadt, und das bis in den frühen Morgen – ob Schweijk, die Litfassäule, eigentlich nur Litti genannt, oder der Eimer. „Ich war schon vor 20 Jahren im Schweijk“, erzählt der 55-jährige Schreiner Bernhard Müller, „und heute treffe ich sogar meine Tochter mit Freunden hier. Hier findet man wirklich jeden, der kein Problem damit hat, danach wie ein Aschenbecher zu riechen.“ Rauchen ist in den Kneipen näm-

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Nacht

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Extrem-Vergnügen – wer sich die steile Treppe hinunter in die Thai Karaoke Bar in der Mauritiusstraße wagt, taucht in völlig andere Welten ab.

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Neuester Nachtspaß mit Suchtfaktor. Sie laufen und laufen und laufen bei den kultigen Ping-Pong-Nächten im „Heaven“ am Sedanplatz, bei lässigen DJ-Sounds gerne auch in den Morgen hinein.

lich erlaubt. „Es ist eher was für lässige Leute, die auch kein Problem haben, mal Bier abzubekommen“, sagt Abiturientin Jessica Martin. Einen speziellen Tipp hat Gates Niemeyer: „Wer Läden wie die Litti oder das Schweijk mag, sollte mal ins Störte kommen.“ Der 22-Jährige meint das berühmt-berüchtigte Störtebeker, seit über 20 Jahren mit unverwechselbarem Piratenambiente etwas außerhalb der Innenstadt in der Adelheidstraße gelegen. „Es ist der perfekte Ort für einen Absacker nach einem langen Abend.“ Nicht zu vergessen ist in dieser „Liga“ natürlich auch das legendäre „Schwalbennest“ in der Wilhelmstraßen-Passage. Geballtes Angebot am Sedanplatz Der wohl urbanste Platz der Nacht ist seit einiger Zeit der Sedanplatz. Wo früher nur „Das Lokal“ war – und bis heute eine klasse Anlaufstelle zum Essen und Trinken und eine gute Zeit haben ist – haben sich nach und nach ein paar Läden angesiedelt, die so etwas wie Großstadtflair geschaffen haben (und damit, so ist zu hören und zu beklagen, auch erste Gentrifizierungseffekte auslösen). Da ist das besonders pulsierende „Heaven“ mit höchstem Hotspot-Faktor, sei es im Barbetrieb oder bei Specials im genialen „Schwarzen Salon“ – von Partys bis zur kultigen Ping-Pong-Nacht mit Suchtfaktor (am 3. März wieder). Direkt nebendran gibt´s Kontrastprogramm im „Harrison´s Pub“, wo im dichten Zigarettenqualm garantiert keiner fragt, „waste hast oder bist“, man aber dafür mit etwas Glück in den Genuss kleinster, feinster Livekonzerte kommt. Schräg gegenüber beglückt der „Schoppenhof“ seit ein paar Wochen als großartiges Apfelweinlokal mit stets bester Stimmung, supernetten Bedienungen und – leider nicht ganz selbstverständlich in Wiesbaden – einem „herzlich willkommen, schön dass du da bist“ auch dann noch, wenn man eigentlich gerade schließen wollte. Um 2 Uhr ist offiziell Schluss am Wochenende, schnell wird es aber auch mal halb vier oder später. „Tante Simone“ hält ebenfalls weiter die Stellung. Und auch die Pizzeria Molise, deren Leckereien man auch im „Heaven“ verspeisen kann, und die umliegenden Kioske profitieren vom und sorgen für weiteres Leben rund um den Sedanplatz, wo mit dem Frühling auch der „Westend Garden“ weiter machen dürfte. Wo die Nacht (fast) niemals endet: Mikrokosmos Chopan Und spätestens, wenn am Sedanplatz dann doch mal die Lichter ausgehen, ist es nicht weit zu einem der spannendsten Orte der Wiesbadener Nacht, dem Chopan in der Bleichstraße. Bei den meisten Clubs und Bars weiß man ja immer schon ungefähr, was einen erwartet. Nicht so im Chopan, diesem undergroundigen Mikrokosmos der Nacht mit immer wieder anderem, immer

Wo die Wiesbadener Nacht ist, ist DJ Janeck Altshuler nicht weit. Es gibt wenige Orte der Stadt, die er noch nicht bespielt – und grenzenlos beglückt – hat.

wieder überraschenden, immer faszinierenden Eigenleben fern der üblichen Regeln und Konventionen. Hier wird – im mehrfachen Sinne des Wortes – ohne Ende gefeiert, oft zur Musik der aufregendsten DJs weit und breit und mit Gestalten auf der Tanzfläche, die man vorher nie gesehen hat und wohl auch später nie mehr sehen wird. Techno- und Elektrofreunde tanzen natürlich auch im New Basement in der Schwalbacher bis in den Morgen hinein. Spagat im Wohnzimmer Wer erst ganz entspannt etwas Trinken und dann später feiern möchte, ist im Wohnzimmer genau richtig. Hier im Erdgeschoss der Wartburg auf der Schwalbacher Straße ist Wohlfühlmodus angesagt. Die weitläufigen Räume verwandeln sich am Wochenende gegen 23 Uhr in einen Club für Publikum über 21, DJs heizen zu House, RnB und Hip Hop ein. „Das Besondere hier ist der Spagat zwischen Bar und Club, so ist kein Locationwechsel notwendig, und der Gast kann trotzdem beides genießen“, verrät einer Patrick Eckelmann, der das Wohnzimmer zusammen mit Shannon Cuomo betreibt. Allerhöchstes Versackpotenzial genießt die „Bodega“ etwas weiter oben auf der Schwalbach, mit diesbezüglich förderlichen Öffnungszeiten. Die American Sportsbar neben dem Caligari hat ebenfalls bis in den Morgen geöffnet, das Brown Sugar auf der Taunusstraße lockt als eine ältesten Cocktailbars der Stadt mit Urlaubsfeeling. Urlaubsfeeling, allerdings ganz anderer Art, bietet auch das „Thai Karaoke“ in der Mauritiusstraße – ein absolutes Muss für Freunde des nächtlichen Vergnügens mit besonderer Note. Frisch eröffnet hat das Café del Sol im alten Spital. Clubbing wie früher im Spital gibt es hier nicht mehr, aber am Wochenende lässt es sich immerhin bis 1 Uhr entspannen. „Die Location ist echt außergewöhnlich“, findet Christian Sommerbrecht (46): „ Die drei Vorhänge an den Seiten erinnern an eine südeuopäische Stadt und bringen eine besondere Atmosphäre. Dazu noch gemütliche Details wie ein schicker Bücherschrank. Alleine die Idee, eine Straßenseite zu spiegeln, ist genial.“ Livemusik im Kommen Ein neu oder wiederbelebtes Thema der Wiesbadener Nacht ist die Livemusik. Im Wohnzimmer gibt es seit langem jeden Donnerstag die Jam Session zu später Stunde, die schon mal bis weit in den frühen Morgen dauern kann. Vorneweg treten seit neuestem außerdem gegen 21 Uhr größtenteils regionale Bands auf, die sonst gar nicht die Möglichkeiten hätten, Konzerte zu spielen. Sie liefern sozusagen das Warmup für die Session, die Vollprofis nicht nur aus Wiesbaden anlockt. „Ich singe gerne Jazz und gehe einfach ab. Es

ist eine große Chance, die sonst keiner bietet“, erzählt Jack Leuerett auf Englisch. Thomas Heisrath, Schlagzeuger, findet es besonders interessant, dass die verschiedensten Menschen zusammen kommen und einfach Musik machen, obwohl sie sich teilweise gerade erst kennengelernt haben. „Jeder, der Lust hat, kann auf die Bühne gehen. Manche spielen zwei, drei Lieder, manche eine Stunde. Das hängt alles von Musikern und Publikum ab. Deswegen ist es immer wieder etwas Besonderes.“  Beim Thema Livemusik sollte auf einer richtigen Donnerstagnachttour auch die vor gut einem Jahr eröffnete Badhaus Bar in der Altstadt nicht fehlen. Mareike, 48, ist jedenfalls begeistert. „Endlich mal eine Bar, in der man sich gut aufgehoben fühlt. Abgesehen von einer stilvoll eingerichteten Location und tollem, freundlichen Personal, sind die Getränke eine willkommene Abwechslung zu all den 08/15-Drinks.“ Die Badhaus Bar arbeitet nämlich nur mit frischen Säften, und die Zuckersirupe werden selbst hergestellt. Sabine (38) erzählt: „Am Wochenende sind die DJ-Abende genial und donnerstags liebe ich die Pianomusik. Letztens hat eine Kubanerin gespielt. Sowas Gutes habe ich noch nie gehört.“ Sie meint die kürzlich in Wiesbaden heimisch gewordene Pianistin Lazara Cachao, Tochter des großen Orlando “Cachaíto” López, bekannt als Bassist des weltberühmten Buena Vista Social Club. Hausherr Christian Liffers lässt donnerstags ganz unterschiedliche Könner an die Tasten des Bechstein-Flügels, um für Abwechslung zu sorgen.

Immer wieder anders, immer wieder cool, und immer sehr sehr viel länger als anderswo: das Chopan in der Bleichstraße ist ein Mikrokosmos der großstädtischen Art.

die „sensor-Nacht: Livemusik im Wohnzimmer – von Afterwork bis Aftershow“. Das neue Format bringen wir ab 6. April an jedem ersten Donnerstag im Monat, von 19 Uhr bis schauen wir mal, im und mit dem Wohnzimmer mit Band, DJ und bester Stimmung an den Start. Temporär und einmalig Mit den festen verlässlichen Partys ist es so eine Sache in unserer Stadt. Was Wiesbaden aber richtig gut kann: Feiern im Rahmen von anderen Ereignissen, etwa bei den ausschweifenden Partys zu den zahlreichen Filmfestivals, zu einmaligen und sporadischen Terminen, wie etwa „DJs au Canal“ (du Midi) oder DJ-Abende im „c/o*“ und im Wakker am Wallufer Platz, oder auch in buchstäblich einmaligen Locations. Legendär waren die Partynächte im „Asyl“ an der Wilhelmstraße während des Theaterfestivals „Wiesbaden Biennale“. Bei den Maifestspielen wird daran angeknüpft, aber locationmäßig in Sachen Exklusivität noch eine Schippe drauf gelegt: Das Foyer des hochheiligen großen Hauses wird zur Partyzone an vier Terminen ab 23 Uhr. Die Bar- und Clubnacht „Wiesbaden feiert“ zeigt unter dem Motto „1 Nacht, alle Locations, 1 Eintritt“ regelmäßig, was das Wiesbadener Nachtleben zu bieten hat. Siebzehn Teilnehmer sind bei der nächsten Ausgabe am 25. März dabei, die Palette reicht von New Basement über Paparazzi und Park

Irgendwann neigt sich jede Party dem Ende zu.

Neue Formate Ein ganz guter Indikator, dass das Nachtleben nicht zum Erliegen kommt, sind immer wieder neue Partyformate. Als Riesenvergnügen für ein buchstäblich bunt gemischtes Publikum entpuppt sich die „Neontanzattacke“ im Kulturpalast mit besonderen Schwarzlichteffekten. Im Cantina auf der Sonnenberger Straße geht am 18. März eine neue „Old School Hip Hop Party“ an den Start. Für die Stimmung und Musik sorgt kein Geringerer als DJ Mem-Brain, ehemaliger Fettes Brot DJ und einer der erfolgreichsten HipHop DJs Deutschlands. „Nach vielen Nachfragen unseres tanzwütigen Publikums greifen wir die Tanznächte wieder auf und geben das leer geräumte Parkett im Veranstaltungssaal frei für einen thalhaus-DANCEFLOOR“, verlautet es aus dem Thalhaus im Nerotal – Auftakt wird mit DJ Roscha und „schönster Disconight-Illumination“ zum Tanz in den Mai sein. In der Kreativfabrik feiert am 25. März die neue Reihe „Queer Factory“ für Gays und Friends Premiere. DJ Chris Wacup bringt als Special Guests und Host die Drags Nicci Mix und Norma-Jean Sunrise mit in den Keller und verspricht für den Plattenteller „nur das Beste an Pop, Dance und House.“ Gespannt sein dürfen Partygänger und Livemusikfans natürlich auch auf

Nacht

Was bleibt, ist der Heimweg durch die ausgestorbenen Straßen der Stadt – und die Erkenntnis: Doch doch, man kann eine gute Nacht haben in Wiesbaden.

Café bis zu Brown Sugar, Pupasch und Hindukusch – letzteres übrigens eigentlich ein afghanisches Restaurant in der Nerostraße, aber auch gerne mal Schauplatz von Spontanpartys. Zum Schluss: Anti-Kater-Döner Natürlich gibt es auch noch Irish Pubs, etliche Bierstuben und manch andere Orte, wo man die Nacht zum Tag machen kann. Bleibt vor dem Schlafengehen die Frage, wo es hingeht, wenn man fertig getanzt oder getrunken hat. Der 25-jährige Insurance and Finance-Student Dennis schwört auf Döner zum Finale einer langen Nacht. „Ist das beste Mittel gegen Kater, und um 4 oder 5 Uhr morgens bekomme ich auch immer nochmal richtig Hunger. Harput oder andere Läden wären mein Tipp. In der Wellritzstraße verhungert man auch nicht am frühen Morgen“, weiß er aus Erfahrung. Die vollen Dönerläden mitten in der Nacht hier und entlang der Schwalbacher Straße und Michelsberg bestätigen diese Aussage definitiv, und der Tipp gegen den Kater fällt mehrfach beim Trip durchs nächtliche Wiesbaden. Na dann: Guten Appetit und Gute Nacht, Wiesbaden!

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Stadtpolitik

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Die CasablancaRegierung

PROGRAMMÜBERSICHT Donnerstag, 9. März 2017 CALIGARI FILMBÜHNE

09.30 UHR 12.00 UHR

Und sich gegen eine Koalition entschieden.

16.30 UHR

LESUNG – AUFTAKT ZUM WIESBADENER KRIMIMÄRZ Esmahan Aykol - Krimistipendiatin 2017

Sonntag, 5. März 2017 CALIGARI FILMBÜHNE

17.00 UHR

ENDE DER VORSTELLUNG – SCHAUSPIELERPORTRAITS

VERNISSAGE

Margarita Broich

18.00 UHR

TATORT: BOROWSKI UND DAS DUNKLE NETZ

PREMIERE

NDR, Regie: David Wnendt, Buch: Thomas Wendrich

20.15 UHR

TATORT – KRIEGSSPLITTER

PUBLIC VIEWING

Dienstag, 7. März 2017 CALIGARI FILMBÜHNE

09.30 UHR

MITTEN IN DEUTSCHLAND: NSU – DIE TÄTER – HEUTE IST NICHT ALLE TAGE ARD Degeto/SWR/MDR, Regie: Christian Schwochow, Buch: Thomas Wendrich/ (außer Konkurrenz)

11.15 UHR

MITTEN IN DEUTSCHLAND: NSU – DIE OPFER – VERGESST MICH NICHT ARD Degeto / WDR, Regie: Züli Aladag, Buch: Laila Stieler / (außer Konkurrenz)

20.00 UHR

SANFT SCHLÄFT DER TOD

ERÖFFNUNGSFILM PREMIERE

ARD Degeto, Regie: Marco Kreuzpaintner, Buch: Holger Karsten Schmidt

Mittwoch, 8. März 2017 CALIGARI FILMBÜHNE

09.30 UHR

MITTEN IN DEUTSCHLAND: NSU – DIE ERMITTLER – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH SCHULVORSTELLUNG BR / ARD Degeto / MDR, Regie: Florian Cossen, Buch: Rolf Basedow, Jan Braren, Christoph Busche

12.00 UHR

MÜNCHEN MORD – WO BIST DU, FEIGLING? ZDF, Regie: Anno Saul , Buch: Friedrich Ani, Ina Jung

16.00 UHR

TATORT – DIE WAHRHEIT BR, Regie: Sebastian Marka, Buch: Erol Yesilkaya

19.30 UHR

TATORT – ES LEBE DER TOD HR, Regie: Sebastian Marka, Buch: Erol Yesilkaya

21.45 UHR

JACK THE RIPPER SAT.1, Regie: Sebastian Niemann, Buch: Holger Karsten Schmidt CALIGARI FILMBÜHNE

18.00 UHR

LESUNG – DREHBUCHWETTBEWERB WIESBADENER CASINO-GESELLSCHAFT

19.30 UHR

WOLFGANG SCHORLAU UND DIE GEORG DENGLER-BAND LESUNG UND MUSIK

Es klingt kompliziert, und es ist auch kompliziert. Die drei Partner SPD, CDU und Grüne planen nach knapp einem Jahr der Verhandlungen – die ursprünglich mit am Tisch sitzende FDP blieb irgendwann wegen akuter Kompromisslosigkeit auf der Strecke – so etwas wie eine Koalition light. Sie haben in einer 50-seitigen „Kooperationsvereinbarung“ das festgehalten, auf was sie sich grundsätzlich geeinigt haben, wollen bei anstehenden Abstimmungen sich im besten Fall zunächst untereinander einig werden und in den Fällen, wo sie sich nicht einig werden, die Abstimmungen frei geben – oder einzelnen Partnern die Freiheit geben, sich für „ihre“ Themen andere Mehrheiten über die Riege der Kooperationspartner hinaus zu suchen. Klingt nicht nur kompliziert, sondern auf jeden Fall erst mal spannend und neu, auch für die Akteure selbst. Bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Verhandelten gaben sie zu verstehen, dass sie selbst herausfinden müssen, ob und wie das alles in der Praxis funktioniert. Kulturbeirat als Trostpflaster Ein paar inhaltliche Highlights des Papiers unter der Überschrift „Wiebaden sozial, sicher, ökologisch“ – hier durfte offensichtlich jeder der drei Partner sein Lieblingsstichwort liefern – sind das Megaprojekt Ostfeld / Kalkofen, wo nicht weniger als ein „innovativer neuer Stadtteil” von Wiesbaden entstehen soll, Anstrengungen für bezahlbaren Wohnraum in Wiesbaden, Stärkung von ÖPNV (inklusive ebenfalls Megaprojekt Citybahn) und Radverkehr. Im Kulturbereich steht der Kulturentwicklungsplan ganz vorne und, Überraschung, die Schaffung eines

Der Posten-Plan Die Dezernatsverteilung unter den Parteien (also die Vergabe der jeweils mit ca. 9.500 Euro/ Monat, Besoldungsgruppe B 7, dotierten hauptamtlichen Posten) soll – nach diversen Zwischenstufen zum 1. April, 1. Juli, 1. September 2017 und 1. April 2018 – ab 1. Oktober 2018 wie folgt abgeschlossen sein: Neben dem Dezernat des Oberbürgermeisters (Besoldungsgruppe B 10, ca. 12.700 Euro) und Personal bekommt die SPD das Dezernat für Soziales, Bildung, Wohnen und Integration (nominiert Christoph Manjura) und das Dezernat für Finanzen, Schule, Kultur (nominiert Axel Imholz), die CDU bekommt zwei Dezernate – für Ordnung, Wirtschaft, Gesundheit/Kliniken, Stadtentwicklung, Bau und Bürgermeister (gesetzt Dr. Oliver Franz, Aufteilung und zweite Dezernatsbesetzung noch offen), Grüne stellen (ab 1. April 2017) Dezernat für Umwelt und Verkehr (Stelle wurde ausgeschrieben). Kulturbeirats mit Vertretern der Kulturschaffenden, GeschäftsstellenAusstattung und Antragsrecht im Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung. Das klingt nach Entschädigungsbonbon dafür, dass es künftig keine/n eigenständige/n Kulturdezernenten/in mehr in der Landeshauptstadt geben wird. Nachdem inzwischen die Gremien der drei Parteien allesamt sehr klar zugestimmt haben, kann es „schon“ losgehen mit der sogenannten Kenia-Kooperation im Wiesbadener Rathaus. Kenia? Casablanca!

HÖHENSTRASSE ZIELFAHNDER – FLUCHT IN DIE KARPATEN ARD Degeto / WDR, Regie: Dominik Graf, Buch: Rolf Basedow

Aber wie?

LITERATURHAUS VILLA CLEMENTINE

20.00 UHR

SCHULVORSTELLUNG

ORF, Regie & Buch: David Schalko

Trotzdem wollen sie Wiesbaden regieren.

Freitag, 3. März 2017

LOTTE JÄGER UND DAS TOTE MÄDCHEN

ZDF, Regie: Sherry Hormann, Buch: Rolf Basedow, Ralf Zöller

Sie haben sich tief in die Augen geschaut.

PROGRAMMÜBERSICHT

Stadtpolitik

Knapp ein Jahr nach der Kommunalwahl haben „Rot-schwarz-grün“ (von links Bernhard Lorenz und Dr. Oliver Franz, CDU, Christoph Manjura und Dennis VolkBorowski, SPD, Christiane Hinninger und Dr. Ben Michael Risch, Grüne) im Rathaus ihre „Kooperationsvereinbarung“ der Presse vorgestellt – und inzwischen von ihren Parteimitgliedern durchweg grünes Licht für die Unterzeichnung bekommen.

19.00 UHR

UNTER VERDACHT – VERLORENE SICHERHEIT (1) PREMIERE

21.30 UHR

UNTER VERDACHT – VERLORENE SICHERHEIT (2) ZDF, Regie: Andreas Herzog , Buch: Stefan Holtz, Florian Iwersen (außer Konkurrenz) MURNAU-FILMTHEATHER IM DEUTSCHEN FILMHAUS

18.00 UHR

PROTOKOLLE DES BÖSEN (2016) Serien Screening – Autorengespräch LITERATURHAUS VILLA CLEMENTINE

19.30 UHR

Tief in die Augen geschaut „Dass wir uns Zeit gelassen haben, hatte auch den Vorteil, dass wir uns tiefer in die Augen geschaut haben“, gab der CDU-Vorsitzende Dr. Oliver Franz Einblicke in den Verhandlungsstil. Nun werden die Blicke zwischen den Beteiligten nicht ganz so innig gewesen sein wie die zwischen Humphrey Bogart und Ingrid Bergman. Aber von Vertrauen, neuem Stil, „kein weiter so“ und solchen Sachen war ganz viel die Rede bei der Präsentation in allseits allerbester Laune. Als Außenstehender rieb man sich seinerseits verwundert die Augen ob der zur Schau gestellten Harmonie, galt doch zuletzt die Atmosphäre zwischen den bisherigen Großkoalitionären als reichlich vergiftet. Und bevor es sich alle auf Wolke Sieben allzu bequem machen, durfte man auch wenige Tage nach Bekanntgabe der „offenen Beziehung und nicht Ehe“ (CDU-Fraktionschef Bernhard Lorenz) schon wieder erste Stänkereien und Drohgebärden („Die Furcht der Partner, dass die Union sich andere Partner sucht, stärkt unsere Position“) in Richtung der alten neuen Partner vernehmen. Die Wiesbadener Genossen haben davon unbeirrt ihre Kandidaten für Posten gewählt, die ihnen laut „Dezernatsverteilungsplan“, auch dieser liest sich diesmal so kompliziert wie der Begriff klingt, zustehen – und sich für die „Keine Experimente“-Variante

entschieden. Im Bürgerhaus Delkenheim wurde erwartungsgemäß Christoph Manjura als neuer Sozialdezernent nominiert. Der 1982 geborene SPD-Fraktionsvorsitzende folgt auf Bürgermeister Arno Goßmann, der sich in den Ruhestand verabschiedet, und wird zusätzlich die Bereiche Bildung, Wohnen und Integration verantworten. Spannender wurde es bei der Wahl für das künftige Dezernat für Finanzen (Stadtkämmerer) plus – neu und nicht mehr wie bisher als eigenes Dezernat – Schule und Kultur. Der bisherige Stadtkämmerer Axel Imholz setzte sich mit 79 Stimmen klar durch. Die bisherige Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke musste sich mit 27 Stimmen ebenso klar geschlagen geben wie Evelyn Pflugradt, die ihre Kandidatur vor einigen Tagen überraschend angekündigt hatte und immerhin 31 Stimmen erhielt. Tatsächlich in ihre Ämter wählen müssen die Dezernenten-Kandidaten letztlich die Stadtverordneten, womit aber zu rechnen ist. Na dann, schauen wir mal und hoffen das Beste – und wünschen allen in Verantwortung Gebliebenen oder neu in Verantwortung Gekommenen, dass sie so für Wiesbaden arbeiten, dass sie sich nicht nur gegenseitig in die Augen, sondern dass sie auch noch in den Spiegel schauen können.

FINALE, EMSER STRASSE 4, WIESBADEN

20.00 UHR

EIN ABEND FÜR SCHIMANSKI TATORT – DAS SCHWARZE WOCHENENDE (1986)

21.30 UHR

TATORT – MOLTKE (1988) Freitag, 10. März 2017 CALIGARI FILMBÜHNE

20.00 UHR

PREISVERLEIHUNG

EINLASS 19.30 UHR

Moderation: Bärbel Schäfer, Musik: INDES

22.30 UHR

GEWINNERFILM DEUTSCHER FERNSEHKRIMI-PREIS 2017 Samstag, 11. März 2017 CALIGARI FILMBÜHNE

15.00 UHR

TRAUMKINO FÜR KINDER: RICO, OSKAR UND DER DIEBSTAHLSTEIN Regie: Neele Leana Vollmar, Buch: Martin Gypkens, nach dem Buch von Andreas Steinhöfel Wiederholung: Sonntag, 12. MÄRZ | 15.00 UHR

19.30 UHR

DIE LANGE FERNSEHKRIMI-NACHT Wiederholung aller Wettbewerbsfilme

AKTENZEICHEN

07.–12.03.2017 DATUM

Landeshauptstadt Wiesbaden STADT

Caligari FilmBühne SCHAUPLATZ

Dirk Fellinghauer

PODIUMSDISKUSSION AUF DEM KRIMISOFA MIT … DOMINIK GRAF UND WOLFGANG SCHORLAU

www.fernsehkrimifestival.de WEB

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Nacht

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Ein Licht in der Dunkelheit

Nacht

Jede und jeder ist willkommen.

Ein Besuch im „Café Nachtlicht“, der offenen Anlaufstelle für Menschen mit seelischen Sorgen Für eine Grundverpflegung ist gesorgt.

Samstags leuchtet in der Sartoriusstraße das Licht für alle, die nachts nicht alleine sein wollen.

Samstagabend, halb zehn in Wiesbaden: Die einen sitzen in ihren vier Wänden, die anderen zieht es in die Kneipen der Stadt – und einige wenige besuchen zu dieser späten Stunde das Café Nachtlicht. Es ist eine besondere Anlaufstelle für Menschen mit seelischen Sorgen. Hier finden sie einen Ort zum Reden und Beisammensein. Dieser Ort liegt ein wenig versteckt nahe des Bahnhofs, hinter der Lutherkirche.

Klare Regeln: Alkohol und Drogen müssen draußen bleiben.

Am Anfang der Sartoriusstraße verweist ein unscheinbares Schild mit der Aufschrift „Café Nachtlicht“ auf das Angebot zum Hereinkommen, und ein brennendes Licht macht deutlich, dass im Inneren des Hauses zu dieser Uhrzeit noch Leben herrscht. Beim Betreten wartet ein freundlich eingerichteter Raum. In einer Ecke steht ein altes Klavier, in einer anderen ein Tisch. An der gedeckten Tafel sitzt eine Gruppe bunt zusammengewürfelter Menschen, von denen sich einige bereits kennen. Andere sind heute zum ersten Mal hier. Jeder von ihnen bringt seine Lebensgeschichte – unterschiedlich schmerzhaft, unterschiedlich intensiv – mit in die Runde. Doch alle, die vorbeigekommen sind, vereint eines. Es ist der Wunsch, nicht alleine in die neue Nacht zu starten. Nachts kreisen die Gedanken besonders wild „Denn eben dies birgt für jene, die psychisch belastet sind, Gefahren“, sagt Daniela. Nachts kreisten die Gedanken besonders wild, erklärt die Wiesbadener Psychiaterin. Wie all die anderen sitzt auch sie heute als Privatperson in der Runde, gleichzeitig übernimmt sie eine wichtige Aufgabe: Daniela ist eine von mehreren Freiwilligen, die das Café Nachtlicht jeden Samstag zum Leben erwecken. Ins Leben gerufen wurde es im vergangenen Juni – unter anderem

durch Manfred Rosental. Der engagierte Wiesbadener entschied, nachdem er einer eigenen Krise entflohen war, seine Erfahrung zu teilen und anderen damit zu helfen. Der Mangel an öffentlichen Orten, um nicht in seiner labilen Seelenwelt in den eignen vier Wänden gefangen zu sein, motivierte ihn, das Café zu gründen. Den Raum stellt der Evangelische Verein für Innere Mission (EVIM). Überdies unterstützen einzelne Spenden das Projekt. Bekanntschaften und Freundschaften Regelmäßig erscheint hier Martin. Er gehört zum harten Kern: „Ich finde die Idee toll. Hier kann man reden und spielen, wenn es einem wieder einmal nicht gut geht.“ Auch hätten sich aus Bekanntschaften schon Freundschaften entwickelt. „Die Leute wissen diesen Ort zu schätzen“, weiß er, „es ist ein Geben und Nehmen, und nur so kann es funktionieren.“ Auch wenn sie heute Abend allen tatkräftig zur Seite steht, kann Esther das Bedürfnis nachvollziehen: „Ich hatte vor 30 Jahren eine Depression und hätte mir so etwas gewünscht.“ Dennoch müsse sie sich, um diese Aufgabe zu meistern, nach ihrer Schicht von dem Leid der anderen entfernen. Mit Esther stemmt Daniela an diesem Samstag „den Betrieb“ im Nachtlicht. Gemeinsam öffnen sie um 20 Uhr die Tür, kochen Kaffee, hören

den Menschen zu, räumen auf und schließen am nächsten Morgen wieder die Tür hinter sich. „Wir suchen nach Freiwilligen, die wie wir dazu bereit sind, diese Aufgabe einmal im Monat zu stemmen“, eröffnet DaniOffenes Angebot, klare Regeln Klare Strukturen, das heißt - Alkohol und Drogen sind streng verboten und um Punkt 2 Uhr morgens ist Schluss - seien dabei ebenso wichtig. „Wir schmeißen keinen raus, aber es muss Regeln geben“, erklärt Daniela, die sich freut, einmal fernab ihres Jobs mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Hierarchien gibt

es nicht, Begegnungen auf Augenhöhe sollen es sein. Ihr gegenüber sitzt Klaus. Dem jungen Mann sind die Sorgen anzusehen, zugleich entfacht ein Funkeln in seinen Augen, spricht er von seinem Studium. „Ich bin gelernter Sozialarbeiter“, sagt er, „leider bin zurzeit nicht arbeitsfähig.“ Der innige Wunsch, eines Tages wieder anderen zu helfen, treibt ihn je-

Alle an einem Tisch, alle in einem Boot. Gespräche tun gut und führen auch zu Bekanntschaften und Freundschaften.

Laura Ehlenberger Fotos Offert Albers

Das „Café Nachtlicht“ in der Sartoriusstraße hat jeden Samstag von 20 Uhr bis 2 Uhr morgens geöffnet. Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, meldet sich unter 06 11 / 1 84 64 04 oder per Mail an [email protected] oder schaut einfach mal vorbei.

In Gesellschaft hebt sich die Laune.

ela. Durch ihren Beruf ist sie im sensiblen Umgang mit seelischen Sorgen geschult. Das sei aber keine Notwendigkeit. „Wer sich der Verantwortung gewachsen fühlt, ist bei uns willkommen“, sagt die Ehrenamtliche. Willkommen sind vor allem jene, die seelisch belastet sind und doch biete das Café keine Lösung. Es sei ein Freizeittreff – nicht mehr, nicht weniger.

doch an – und so kreuzt sich sein steiniger Lebensweg für einige Stunden mit denen der anderen, bis sich alle in die Dunkelheit der Nacht verabschieden werden und wieder ihrer Wege gehen.

Hilfe bei seelischen Problemen bietet auch die Telefonseelsorge Mainz / Wiesbaden, die unter dem Motto „Anonym. Kompetent. Rund um die Uhr“ jederzeit www.telefonseelsorge-mzwi.de gebührenfrei erreichbar ist unter 08 00 / 111 0 111 oder 08 00 / 111 0 222 und unter auch Chat- und Mailberatung anbietet. Die Nacht kann auch spielend bewältigt werden.

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Volles Haus im Exil. Der Schlachthof stellte nach der Walhalla-Schließung für den Visionären Frühschoppen spontan, unbürokratisch und kostenfrei seine große Halle zur Verfügung.

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Beim Betreten der großen Schlachthof-Halle am Sonntagmittag wird klar: Viele in Wiesbaden stehen zusammen, interessieren sich, analysieren, debattieren. Es gäbe Grund, über den Stand der Dinge zu sprechen, über die plötzliche Schließung des Walhalla-Theaters auf Basis eines Brandschutzgutachtens, über den Zwang zum sofortigen Stopp des Spielbetriebs des Walhalla-Vereins, über Zusammenhänge, Hintergründe und Konsequenzen. Bei dieser Veranstaltung soll aber, wie seit langem geplant, die Zukunft im Mittelpunkt stehen, die Zukunft des gesamten 5.000-QuadratmeterGebäude­komplexes. „Walhalla weiter gedacht – Ein alternatives Zukunftskonzept für Kulturort und Immobilie“ lautet das Thema, das 300 Menschen, Kulturschaffende und -interessierte, Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft, in den Schlachthof lockt. Ein Stück Stadtrettung Elf ganz unterschiedliche Persönlichkeiten – Wiesbadener und NichtWiesbadener, Unternehmer und Künstler, Kreative und Geschäftsleute – geben schon auf dem Podium ein beeindruckendes Bild ab. Sie vereint eine Idee: das Walhalla wieder zu einem vielfach wirkungsvollen Kulturort zu machen – mit Anziehungskraft in die Stadt hinein und Strahlkraft über die Stadt hinaus. Das Konzept der „Walhalla Studios Wiesbaden“ ist simpel und komplex zugleich: Kunst, Kultur, Tanz, Musik, Varieté, Show, Kulinarisches, Café, Club und ganz viel menschliche Begegnung, buchstäblich vom Keller bis zum Dach des imposanten Gebäudes inmitten der Innenstadt. Und als Tag-, Abend- und Nachtbetrieb. „Wir können hier ein Stück Stadtrettung betreiben“, sagt Michael Mül-

ler, der – inspiriert vom letzten Frühschoppen, bei dem SEG und Stadt ihre Vision eines ausschließlichen Varietébetriebs durch den bundesweit tätige GOP Entertainment Group vorstellten – innerhalb kürzester Zeit eine wahrlich visionäre Truppe zusammentrommelte. Das weitaus umfassendere und vom Konstrukt wie von den Inhalten her innovative Konzept, das zudem dem Walhalla Verein weiterhin Platz und sogar neue Perspektiven bietet, könne integrierend und identitätsstiftend wirken. Zurück zur dem Frohsinn geweihten Halle Das Gebäude, das sich über vier Stockwerke erstreckt, soll zu seinen Ursprüngen zurückfinden. 1897 startete das Walhalla als „dem Frohsinn geweihte Halle“, zitiert Bauhistoriker Dr. Martino La Torre die Stimme der Presse nach seiner Eröffnung vor mehr als 100 Jahren. Spektakuläre Veranstaltungen und schillernde Stars verwandelten es in einen kulturellen Magneten: „Wiesbaden war ohne das Walhalla nicht vorstellbar“. „Früher traf sich hier der Offizier mit der Dienstmagd“, so Christian Liffers von der Badhaus Bar. Sozial verbindend zu wirken gehört zum neu erdachten Konzept ebenso wie das Aufmischen der Nachtszene, um „Bewegung in die Gegend am Mauritiusplatz zu bringen.“ Doch nostalgische Träumereien reichen nicht aus: Das Gebäude muss saniert, renoviert und – akuter denn je – auf den neusten Stand in Sachen Brandschutz gebracht werden. „Wir müssen uns mit den Realitäten auseinandersetzen“, erklärt Architekt Dirk Hoga, „dieses Gebäude kann unglaublich viel, dennoch stehen wesentliche bauliche Maßnahmen an.“ Um nicht nur wohlklin-

Die 15. Ausgabe des Visionären Frühschoppens musste im Exil stattfinden. Weil das Walhalla-Theater überraschend geschlossen wurde. 300 Besucher lauschten in der Schlachthof-Halle wahren Visionären. Und ließen sich mitreißen.

gende Ideen vorzustellen, verweisen die Akteure darauf, dass das Konzept auch baulich, organisatorisch, juristisch durchdacht wurde – und in entscheidenden Details weiterhin wird. Die Rede ist von einer Holding mit klaren vertraglichen Regelungen für alle Partner. Wiesbaden hat die Wahl „Was treibt euch an?“, will sensorChefredakteur Dirk Fellinghauer, der die Veranstaltung moderiert, vor allem von den externen Partnern – gestandene Geschäftsleute wie dem Hamburger Theater-Unternehmer und Ex-St.-Pauli-Präsidenten Corny Littmann oder dem international erfolgreichen Caterer Klaus Peter Kofler – wissen. „Eine schöne Frage“, erwidert Corny Littmann schmunzelnd und versichert („Geld habe ich genug“), das ihn einfach die Idee fasziniert: „Es gibt zwei Möglichkeiten für diese Stadt: Entweder ihr entscheidet euch für ein System-UnterhaltungsKonzept oder, meiner Meinung nach die bessere Wahl, ihr denkt über die Stadtgrenzen hinaus. Wollt ihr einfach einen soliden Betreiber oder wirklich kulturell wirken?“ Die professionelle Präsentation, die überzeugend artikulierte Vision sorgt für Begeisterung in der Halle. Kritische Fragen gibt es trotzdem. „Wie sieht es mit den Kosten aus?“, „Wo sollen die vielen Besucher parken?“. Einige Antworten können die Visi-

Nach dem Frühschoppen zog es viele – auch Ex-St. Pauli-Präsident Corny Littmann (vorne links), der hier das Sonntagsspiel seines Vereins verfolgte – zur Stärkung und weiteren Gesprächen ins 60/40.

onäre direkt geben, andere müssen noch – in aller Sorgfalt – erarbeitet werden. Am Ende gibt es stürmischen Applaus, klare Statements für die vorgestellte Idee auch von OB Sven Gerich und Noch-Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz. Die Botschaft vom Podium ist eindeutig: „Wir sind bereit!“. Interessierte können das gesamte Konzept unter [email protected], Betreff „Walhalla Studios“, anfordern – und den Akteuren eigene Ideen und Anregungen unter [email protected] zukommen lassen. www.walhallastudios.de Laura Ehlenberger

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Leben in der Stadt

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Leben in der Stadt

Auf Twitter so virtuos wie an den Tasten – und genauso deutlich. Der höchst politische Rheingau-Musik-Festival-„Artist in residence“ Igor Levit.

Molotow und roter Teppich Eine Stadt im Festivalfieber. Wiesbaden steht wieder vielfach hochkarätige Unterhaltung ins Haus. Mit in diesem Jahr auffällig politischem Anstrich.

Wiesbaden liebt das Feiern. Ob es deshalb so viele Festivals gibt in der Stadt? Hier lässt sich vortrefflich Kulturgenuss mit ausgelassenem Zusammenkommen verbinden. Wo ein Programmheft liegt, ist auch meistens das nächste Gläschen nicht weit. Leicht beschwipst, oder – auch das kommt im „Rahmenprogramm“ einiger Wiesbadener Festivals vor auch mal sturzbetrunken, lässt sich umso leichter über das Gesehene und Erlebte reden, diskutieren, auch streiten. In diesem Jahr mehr denn je. Ob Krimi, Klassik oder Kino – alle Festivals und Festspiele der Stadt kommen in diesem Jahr auffällig politisch daher. Ein Über- und Ausblick.

ner Krimi-März des Literaturhauses Villa Clementine und dem Deutschen Fernseh-Krimi-Festival. Letzteres gibt es schon lange, aber das spartenübergreifende Festival „Wiesbadener Krimi-März“ veranstaltet das Literaturhaus Villa Clementine in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern zum ersten Mal. Das Schwerpunktthema „Kriminalität in Europa“ geht der Frage nach, wie die Europäische Union mit aktuellen Gefährdungen umgehen und dabei ihre Freiheitswerte bewahren kann. „Europa – wo sind deine Grenzen? … Wir wollen ei-

nen Diskurs anregen!“, gab Literaturhaus-Leiterin Susanne Lewalter bei der Pressekonferenz die „Aufgabenstellung“ aus: „Wir nehmen Europa ins Visier.“ Man könne sich auf unterschiedlichsten Ebenen damit beschäftigen: „Es geht nicht nur um physische – sondern auch um moralische Grenzen!“ Vorurteile neu sortieren Dank einer Förderung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain – in dem die Stadt Wiesbaden laut frisch geschmiedeter Kooperationsvereinba-

rung des neuen rot-schwarz-grünen Rathausbündnisses verbleiben wird – im Rahmen des Förderschwerpunkts „Transit“ gibt es in diesem Jahr eine besonders große Fülle an Veranstaltungen. „Der Krimi als moderner Gesellschaftsroman verarbeitet gesellschaftliche Entwicklungen, und gerade im Augenblick ist die Gesellschaft besonders in Bewegung“, sagte Kulturfonds-Geschäftsführer Dr. Helmut Müller: „Der Krimi ist also ein gutes Format, neu in solche Themen abzutauchen und sich damit auseinander zu setzen und darauf einzulas-

Internationales Festival des Fahrradfilms – 3. März, 19 Uhr: Das Fahrrad feiert seinen 200. Geburtstag. Das Internationale Festival des FahrradFilms begeht das Jubeljahr mit einem Filmprogramm, das sich dem Glück und der der Schönheit des Lebens auf zwei Rädern widmet. Für den Filmabend hat das International Cycling Film Festival insgesamt 17 liebevolle Animationsfilme, bewegende Dokumentationen, Abenteuer- und Reisefilme und ein wenig Fahrradkunst und -kultur ausgewählt. Im Rahmenprogramm vor Filmbeginn und in der Pause spielt bei der Wiesbaden-Ausgabe im Murnau-Filmtheater die Band G.O.F.T.A. ausschließlich und mit voller Absicht Filmmusik. www.cyclingfilms.de Wiesbadener KrimiMärz / Deutsches Fernseh-Krimi-Festival – 3. bis 30. März / 7. bis 12. März: Die Landeshauptstadt Wiesbaden kombiniert erstmals die beiden Genres Literatur und (Fernseh-)film zum Wiesbade-

So explosiv waren die Maifestspiele wohl noch nie. Am Warmen Damm wird am 30. April Markus Öhrns „Verbrannte Erde“ als „Eine Oper für acht Sänger und zwei Molotov-Cocktail-Werfer“ uraufgeführt. Der Eintritt ist frei.

sen. Am Ende muss man seine Vorurteile neu sortieren.“ „Der Kriminalroman ist schon lange nicht mehr nur in der Unterhaltung angesiedelt – er wirft auch und sehr oft gesellschaftspolitische Fragen auf!“, befand auch Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz: „Das Festival soll zur Auseinandersetzung mit Werten Europas anregen!“ In diesem Sinne eröffnet die türkische Autorin und Wiesbadener Krimistipendiatin Esmahan Aykol nicht nur das Festival, sondern diskutiert am 15. März mit der Autorin Merle Kröger zum Thema „Europa – wo sind deine Grenzen?“. www.wiesbaden.de/literatur , www.fernsehkrimifestival.de goEast Festival des mittel- und osteuropäischen Films – 26. April bis 2. Mai: Schon immer das wohl politischste aller Festivals in Wiesbaden ist das, von sensor als Medienpartner präsentierte, go East-Festival des mittel- und osteuropäischen Films. Dieses Jahr steht es ganz im Zeichen von Filmemacherinnen aus Mittel- und Osteuropa und starken Frauenfiguren im Kino. Im Zuge des zivilgesellschaftlichen Engagements gegen aktuelle restaurative politische Entwicklungen weltweit hat auch die Diskussion über die Rolle von Frauen im Film – sei es vor oder hinter der Kamera – eine neue Dimension gewonnen und ist angesichts eklatanter Ungleichbehandlungen in der Branche und stereotypischer Frauenfiguren wichtiger denn je. In diesem Kontext widmet goEast unter anderem die diesjährige Hommage der großen ungarischen Regisseurin Márta Mészáros und beleuchtet im goEast Symposium unter dem Titel „Feministisch wider Willen – Filmemache-

rinnen aus Mittel- und Osteuropa“ emanzipatorische Positionen im historischen und zeitgenössischen Kontext. www.filmfestival-goeast.de Mutig, lustvoll, radikal Internationale Maifestspiele – 26. April bis 28. Mai: Überraschend politisch und der Zeit gemäß kommen auch die 1896 begründeten Maifest-

Einen apokalyptischen Überlebenskampf, jeder gegen jeden, hat der belgische Star-Choreograph Alain Platel mit „nicht schlafen“ inszeniert. Berührend und beeindruckend intensiv.

spiele im Jahr 2017 daher. Das Festspiel-Programm mit über 50 Veranstaltungen steht unter dem Motto „Die Welt in Bewegung“. Davon ist auch der Oberbürgermeister angetan: „Mir gefällt das diesjährige Motto sehr gut; es spricht sowohl die Internationalität unserer Stadt und der Maifestspiele an, als auch die momentanen weltweiten Wirren, denen die Kunst traditionell etwas entgegensetzen kann: Miteinander,

Solidarität, Integration und Geist“, sagte Sven Gerich bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Programms. Der Themenschwerpunkt „German Angst“ widmet sich der aktuell weltweit um sich greifenden Angst. „Viele Aufführungen stellen sich diesem Thema musikalisch und thematisch mutig, lustvoll und radikal“, wird versprochen. Angefangen mit Wagners „Ring“-Zyklus in der Inszenierung von Staatstheater-Intendant und Maifestspiele-Chef Uwe Eric Laufenberg wird mit der Uraufführung von Markus Öhrns buchstäblich explosiver Molotow-Cocktail-Oper „Verbrannte Erde“ am Warmen Damm unter freiem Himmel die freudvolle Zerstörung erprobt. Alain Platel zeigt mit „nicht schlafen“ verzweifelt kämpfende Menschen, die in der Musik Erlösung finden. Ersan Mondtags „Tyrannis“ erzählt von der Angst vor dem Fremden. www. staatstheater-wiesbaden.de/internationale-maifestspiele/ Rheingau Musik Festival – 24. Juni bis 2. September: Buchstäbliche „Aufbruch“-Stimmung beim Rheingau Musik Festival. Unter diesem Motto will das Klassik-und-längstweit-mehr-Festival in der 30. Saison „die Weichen für ein erfolgreiches Festival von morgen stellen“, wie es Programmplaner Timo Buckow bei der Programmvorstellung formulierte. Dazu gehören neue Formate wie das Grenzen überschreitende „Tanz!Musik“ oder ein bewusster Fokus auf die „Next Generation“, dazu gehört aber eindeutig auch der diesjährige „Artist in Residence“, der politischer nicht sein könnte. Bühne betreten, Programm spielen, Applaus entgegennehmen, abtreten – nichts

könnte dem herausragenden Pianisten Igor Levit mehr zuwider sein als diese Vorstellung und Rolle eines Künstlers in der heutigen Zeit. „Ich bin auch Bürger“, sagt er unmissverständlich, und als solcher und als Künstler bezieht er Stellung so deutlich und klar wie wenige seiner Kollegen des Klassikbetriebs. Das kann bei dem Intensiv-Twitterer so weit führen, dass er AfD-Mitgliedern das Menschsein abspricht oder dass er während eines Konzerts den TrumpWahlsieg kommentiert. Das stößt bei manchen sauer auf, Igor Levit nimmt es ausdrücklich in Kauf. Und hat auch nichts gegen Kritik und Austausch mit Andersdenkenden – „so lange es nicht Grenzen überschreitet, bei denen ein Gespräch keinen Sinn macht“. Zum „Sommer voller Musik“ kommt der 30-Jährige, der sein virtuoses Tun ganz lapidar – „und ernstgemeint“ – als „die Tasten drücken“ beschreibt, aber natürlich vor allem, um das Publikum mit außergewöhnlicher Musik zu beglücken. Und dabei zur Auseinandersetzung mit der Welt und mit sich selbst anzuregen. www. rheingau-musik-festival.de Exground Filmfest – 17. Bis 26. November: Noch eine Weile hin, aber schon jetzt prädestiniert für politische Diskussionen: das Exground Filmfest, das in seiner 30. Auflage mit dem Länderschwerpunkt Türkei am Puls der aktuellen Diskussionen ist. www.exground.com Dirk Fellinghauer/ Laura Ehlenberger Fotos Chris van de Burght, fotofreak75/photocase.de, Robbie Lawrence

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Die europäische Dimension Am 25. März 1957 wurde mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge ein wichtiger Grundstein für die heutige EU gelegt. 60 Jahre später ist diese Gemeinschaft fragil geworden. Doch viele setzen sich für sie ein, jetzt erst recht. Auch in Wiesbaden.

„Lasst uns der Puls von Europa sein“, ruft Mitorganisator Dirk Vielmeyer den Teilnehmenden der ersten Wiesbadener „Pulse of Europe“-Veranstaltung auf dem Dern‘schen Gelände zu. Zwar kommentiert das eine Passantin mit den lakonischen Worten „Ich hab schon Herzklopfen“ und läuft unbeeindruckt weiter. Doch gut 200 Menschen aus Wiesbaden und Umgebung, auffälliger weise Menschen aller Generationen, spenden an diesem Sonntag um zwei Uhr mittags begeisterten Applaus für die Einladung „Wir wollen zeigen, dass es Menschen gibt, die für ein demokratisches Europa einstehen“. Deutlich weniger Beifall gibt es für die Aussage, dass man auch Kritik nicht totschweigen, sondern offen und ehrlich diskutieren wolle. Dabei gibt es wohl kaum jemanden, der gar keine Vorbehalte zu dem Thema hat. „Ich bin auch nicht mit allem einverstanden, was in Europa passiert“, verdeutlicht etwa Rita Loitsch, die schon vor der

eilig organisierten Wiesbadener Premiere zwei Mal zum „Pulse of Europe“ nach Frankfurt – dem Ausgangspunkt der innerhalb weniger Wochen rasant wachsenden Bürgerbewegung – gefahren ist. Es sei ihr aber wichtig, ihre Stimme nicht erst zu erheben, nachdem etwas Unliebsames passiert ist, wie in Großbritannien nach dem Referendum zum Austritt aus der EU. Engagiert, weil die Demokratie schnell kaputt gehen kann „Wir haben aus der Geschichte gelernt, dass die Demokratie ziemlich schnell kaputt gehen kann“, fügt Rita Loitsch hinzu. Das ist auch einer der Beweggründe, die einen der fünf Redner antreibt, die beim ersten Wiesbadener Pulse of Europe sprechen. „Es geht nicht nur um antieuropäisches, sondern auch um antidemokratisches Gedankengut“, betont Hans-Peter Wahrig. Das sei beispielsweise bei Ungarns Ministerpräsi-

Die „Pulse of Europe“-Bürgerbewegung wächst bundesweit rasant. Zum Wiesbaden-Auftakt kamen rund 200 Menschen, lauschten Reden und meldeten sich selbst zu Wort.

Wird nicht müde, sich für Europa stark zu machen und meldet sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu Wort: Peter Niederelz, Kreisvorsitzender der überpartei­ lichen Europa-Union, am Europabaum auf dem Dern‘schen Gelände.

dent Viktor Orban der Fall, der mit Gerichten und Medien sowohl die dritte als auch die vierte Gewalt seines Staates einschränke. „Leute, die sich dem als Bündnispartner andienen, sind für mich auch keine Demokraten mehr“, ergänzt der Mitveranstalter und Politiklehrer. Kontakte nicht abbrechen lassen Schließlich gibt es Mitgliedsländer der EU, in denen es die Anhänger der europäischen Idee deutlich schwerer haben als hierzulande. Dazu gehört seit dem Regierungswechsel vor anderthalb Jahren auch Polen, mit dem Hessen über die Partnerregion Wielko­ polska verbunden ist. „Wir sind zur Zeit besonders bemüht, den Kontakt zu dieser Region aufrecht zu erhalten und zu zeigen, dass wir großes Interesse an der Partnerschaft haben“, erklärt unmissverständlich die hessische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Lucia Puttrich, beim sensor-Besuch in ihrem Büro in der Staatskanzlei. Der Marschall von Wielkopolska sei

auch kein Mitglied der Regierungspartei, sondern gehöre der zuvor regierenden liberal-konservativen Bürgerplattform an. Ein halbes Dutzend Partnerregionen hat Hessen, nicht nur in Europa. Über die Pflege dieser Verbindungen hinaus gehört es zu den Aufgaben der Staatsministerin, hessischen Verbänden oder Kammern in Brüssel, Straßburg und Berlin die richtigen Ansprechpartner zu vermitteln, um ihre Standpunkte deutlich machen zu können. „Wir haben viele mittelständische Unternehmen. Was bedeutet es für sie, wenn Regelungen getroffen werden, die in der Tat mehr Bürokratie mit sich bringen?“, gibt Puttrich ein Beispiel für mögliche Fragestellungen. Um das Netzwerken zu ermöglichen, sind im Brüsseler Mehr-Regionen-Haus, in dem sich die Hessische Landesvertretung befindet, unter anderem auch die Europavertretungen des hessischen Landesfeuerwehrverbands, der Handwerkskammer Frankfurt Rhein-Main oder von Fraport eingemietet.

Europa, ein Thema! Zufall oder nicht? In Wiesbaden häufen sich Veranstaltungen mit Europabezug. Bis zum 28. April ist die soeben eröffnete Gruppen-Ausstellung mit dem Titel „Ah-Choo: Bless you Europe! Photographs against Nationalism“ bei Kleinschmidt Fine Photographs in der Steubenstraße zu sehen. www.klauskleinschmidt.de + Am 3. März um 20 Uhr läuft im Caligari die Dokumentation „Europa – Ein Kontinent als Beute“ des Schlangenbader Filmemachers Christoph Schuch. + Vom 3. bis zum 30. März präsentiert das spartenübergreifende Festival „Wiesbadener KrimiMärz“ das Schwerpunktthema Kriminalität in Europa und geht der Frage nach, „wie die Europäische Union mit aktuellen Gefährdungen umgehen und dabei ihre Freiheitswerte bewahren kann“. + Am 25. März lädt die Europa-Union ab 11 Uhr zum europäischen Marktfrühstück an den Europa-Baum auf dem Dern‘schen Gelände ein. Der Plan ist, ein „Wiesbadener Manifest für Europa“ zu verabschieden. Auch Schulen und Hochschulen wirken mit. + In Wiesbaden (Dern‘sches Gelände) sowie in 14 anderen, überwiegend deutschen Städten (Stand bei Redaktionsschluss) trifft man sich bis mindestens zum 12. März, dem letzten Sonntag vor den Wahlen in den Niederlanden, jeweils sonntags um 14 Uhr zum Pulse of Europe. Wenn die Unterstützung anhält, wollen die Wiesbadener die Treffen auch bis zur französischen Präsidentschaftswahl Ende April oder gar bis zur Bundestagswahl im September fortführen. www.pulseof­europe.eu

Europa schon in der Grundschule „lernen“ Vernetzung unterstützt das Ministerium aber auch im Europanetzwerk Hessen, an dem sich aus Wiesbaden unter anderem die Hochschule RheinMain, die Landeszentrale für politische Bildung, die Landesseniorenvertretung Hessen und der Hessische Jugendring beteiligen. Außerdem die Blücherschule, die seit 2004 zertifizierte Europaschule ist und sich als Grundschule dazu verpflichtet, in allen Jahrgängen europäische Themen ins Unterrichtsprogramm zu integrieren. Positive Auswirkungen

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„Der Schweiger“ Wihelm I. von Oranien wurde geschmückt für ein starkes Signal in die Niederlande: „Bleibt bei uns“, lautet der Ruf zu den bevorstehenden Wahlen im Nachbarland mit hohen Umfragewerten für Rechtspopulisten.

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Sonntag, 23.4.2017, 17 Uhr

europaweiter Zusammenarbeit seien überall in Wiesbaden zu finden, findet die Ministerin. Ob es sich nun um Unternehmen handele, die ohne Zollschranke Waren importieren und exportieren können, ob es sich um die Zusammensetzung der Bevölkerung handele oder um Kultur- und Sozialprojekte, die aus europäischen Mitteln unterstützt werden. „Das geht häufig unter. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen und nicht nur über Regelungen zu sprechen, von denen man sich eingeschränkt fühlt“, verdeutlicht Lucia Puttrich. Veränderungsbedarf dürfe und müsse dennoch aufgezeigt werden. Das Europa-Potenzial von Wiesbaden Handlungsbedarf in der kontinentalen Frage sieht mancher auch in der hessischen Landeshauptstadt. „Wiesbaden hat seine Chance nie richtig erkannt, was die europäische Dimension angeht“, findet Peter Niederelz, der unermüdliche Kreisverbandsvorsitzende der überparteilichen Europa-Union. Schließlich ist

hier bereits 1949 der Deutsche Rat der Europäischen Bewegung (heute: Europäische Bewegung Deutschland) gegründet worden. Dennoch sei man noch nicht auf den Gedanken gekommen, den Titel Europastadt zu beantragen, bedauert Niederelz: „Das ist nicht schwer, und da muss man erst mal kein Geld für haben.“ Auch würde der 66-Jährige, der regelmäßig mitunter hochkarätig besetzte Veranstaltungen organisiert und sich immer wieder mit Hinweisen und Forderungen zu Wort meldet, sich wünschen, dass außer dem Europaviertel auch ein zentraler Platz wie das Dern‘sche Gelände nach dem Kontinent benannt würde. Immerhin ist dort eine der Platanen, die gegenüber der Tourismus-Information stehen, zum Europa-Baum gewidmet worden. Genau dort soll am Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge ein von der Europa-Union organisiertes europäisches Marktfrühstück abgehalten werden. Weiterhin wünscht sich Peter Niederelz eine weitere Belebung der Städtepartnerschaften. „Gerade in dieser Zeit auch die mit Turnbridge Wells“, betont der Europa-Botschafter, dass man auf dieser Ebene die Beziehungen nach Großbritannien weiter pflegen könne. Mit Freude habe er zur Kenntnis genommen, dass nun auch in Wiesbaden jeden Sonntag „Pulse of Europe“-Bewegte auf die Straße gehen: „Eine tolle Initiative, an der sich die Europa-Union beteiligen wird“. Hendrik Jung Fotos Kai Pelka

Friedrich-von-Thiersch-Saal Kurhaus Wiesbaden Hamburger Camerata Ella van Poucke (Violoncello) Simon Gaudenz (Dirigent) Werke von Mozart, Logothetis, Rameau und Schumann Karten 20 – 49 €

Familie karte * f n4 Perso ür n ab 30 €en

1 Kart Konzere für t Museu und m

KAMMERKONZERTE 3 + 4 Vortragssaal im Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2, Karten 18 €

So. 12.3.2017, 11 Uhr

„Der Traum von Paris“ – Briefe und „vielleicht geführte Gespräche“ zwischen Wolferl, Leopold und anderen. Barbara Baun (Klavier) Philippe Huguet (Rezitation) Werke u. a.: Mozarts Klaviersonaten KV 7, KV 330 und KV 332

So. 7.5.2017, 11 Uhr

ensemble variant Bettina Hommen-Elsner (Querflöte), Karin Hendel, Charys Schuler (Violinen), Ingrid Albert (Viola), Kerstin Hüllemann (Viola), Christiane Steppan (Violoncello) Werke von Mozart, Wranitzky und Kraus

WWW.MOZARTWIESBADEN.COM Kartenvorverkauf Wiesbaden Tourist-Information · Marktplatz 1 · 65183 Wiesbaden und allen gängigen Vorverkaufsstellen Tickethotline · 24 Stunden 0180 50 40 300 (14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz) [email protected] www.adticket.de/Mozart-Gesellschaft-Wiesbaden.html Veranstalter & Karten: Mozart-Gesellschaft Wiesbaden e. V. · 0611 305022 · [email protected] * Familienkarten nur bei der Mozart-Gesellschaft Wiesbaden

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Das westafrikanische Guinea ist eine Militärdiktatur mit einer Analphabetenrate von 56 Prozent, einer Lebenserwartung von 42 Jahren und Platz 139 von 167 auf der Korruptionsskala von Transparency International. Wie wird man international anerkannter Meistertrommler, wenn man in diesem Land geboren ist? Mit Talent, natürlich. Aber auch mit Glück. Tonton ist ein Meistertrommler, ein Djembefolla aus Guinea. Tonton ist sein Künstlername, es bedeutet so viel wie „Onkel“ im guten, respektvollen Sinn.

((( Als Trommler und Trommellehrer will Tonton mehr als nur Musik vermitteln. Er will die Menschen glücklich machen. Seiner Lebensfreude können sich alle, die ihm begegnen und ihn erleben, nur schwer entziehen. )))

In den Achtziger Jahren kamen die Europäer, um in Afrika Trommeln bei Famoudou Konaté zu lernen. Sie liebten den kleinen Tonton. Er wusch ihre Wäsche, und sie trugen ihn herum, kauften ihm Sachen, lobten ihn für sein Trommelspiel. Mit 16 Jahren hatte er seine erste deutsche Freundin, die ihn gleich mitnehmen wollte. Doch das erlaubte Famoudou nicht, er sei noch zu jung. Als er 18 war, ließ Famadou ihn zu seiner Deutschland-Tournee nachkommen. Plötzlich fliegt das Flugzeug weg – ohne ihn Tonton landete 1993 in Hamburg und sollte gleich wieder zurückgeschickt werden. Etwas war mit seinem Pass nicht in Ordnung. Die afrikanischen Behörden hatten eine handschriftliche Änderung vor-

Lebenswege

Drei Jahre später heiratete Tonton eine deutsche Frau und blieb in Deutschland. Mittlerweile ist er seit zehn Jahren mit einer Afrikanerin verheiratet. Er lebt mit ihr und fünf Kindern im Alter von 11 Monaten bis 16 Jahren am Mittelrhein, gut gelegen für seine Trommelkurse auch in Wiesbaden. Er wünscht sich, dass seine Kinder einen Arbeitsplatz bekommen und eine gute Zukunft haben: „Egal ob in Deutschland oder Afrika, egal wo sie hingehen, sie sollen auf eigenen Beinen stehen und etwas erreichen.“ Seine Tochter möchte Politikerin werden, und sein Sohn interessiert sich für ein Handwerk.

Mit viereinhalb Jahren musste Tonton auf die drei Kinder, die seine Mutter mit ihrem neuen Mann Tonton liebt Musik und lebt von der Musik. Wenn hatte, aufpassen. Sie ließen ihn den ganzen Tag aler einen Job bekommen könnte, als Küchenhilfe lein, abends schlug ihn der Stiefvater. („Ich koche sehr gut“), als Verpacker Er flüchtete zur Oma, wo es ihm nicht oder als Hilfsarbeiter in einer Klinik, besser erging. Er musste putzen und würde er gerne tagsüber zur Arbeit gedurfte nicht zur Schule gehen. Man hen. Trommelunterricht und Konzerte sagte zu ihm: Du Null, geh doch zu sind sowieso abends. Manchmal bedeinem Vater. Was er dann auch tat. Er dauert Tonton, dass er keinen Handmachte sich auf den Weg in ein Dorf in werksberuf gelernt hat. Doch bis jetzt der Nähe der Hauptstadt Conakry. Dort läuft es gut. „Mein Trommeln, meine wohnte sein Vater. Er war Trommler, Musik machen mich glücklich. Bis spielte Conga, aber seinen Lebensunheute hab ich es immer geschafft. Und terhalt verdiente er als Elektriker: „Bei was morgen kommt, weiß nur Gott.“ uns als Musiker Geld zu verdienen, das kannst du vergessen!“ Zwei Schulen in der Heimat gebaut Als Kind in seiner Heimat Guinea hatte Tonton möchte, „dass die Welt wieTonton nichts zu lachen. Als Trommler Spontan-„Adoption“ mit Folgen der in Ordnung kommt“. Sein Beitrag Eines Tages nahm ihn sein Vater mit dazu: Er hat von seinem selbst verist er glücklich geworden. Und tut nun zur Arbeit bei Famoudou Konaté – ein dienten Geld zwei Schulen in seiner alles, um andere glücklich zu machen. Griot und einer der ganz großen inHeimat gebaut. „Ich selbst war nie in ternational bekannten Djembé-Meisder Schule gewesen. Und ich weiß: tertrommler. Jeder, der sich mit afHier in Europa bist du verloren ohne rikanischem Trommeln beschäftigt, Schulbildung. Ich bin immer abhänkennt seinen Namen. Die Griot sind gig von anderen Menschen.“ Die Kineine Künstlerkaste, die wichtige gesellschaftliche genommen. „Für Afrika ist das okay aber hier ist der können die Schulen in Conakry, Guinea, kosAufgaben erfüllen, sie sind Überlieferer mündli- das schlecht. Vier Stunden lang haben sie mich im tenlos besuchen, die Lehrer werden vom Wiesbacher Traditionen des Volksstamms der Madinke. Flughafen festgehalten. Dann plötzlich fliegt mein dener Verein „Freunde Afrikas“ bezahlt. 25 Euro Der kleine Tonton stieg bei Famoudou aufs Dach Flugzeug weg.“ Die deutsche Freundin hat Tonton im Jahr kostet eine Patenschaft für ein Kind. Tonund zog die Kabel für seinen Vater, „damit der geholfen, frei zu kommen. Sie hat bezeugt, dass ton freut sich, wenn er die Welt ein bisschen besFamoudou Strom bekam“. Famoudou fand Gefal- er bei ihr wohnt. Seitdem war Tonton jedes Jahr ser machen kann. „Ich habe keine Probleme in len an dem kleinen Tonton, er war stark und in- drei Monate im Ausland. Bekannte luden ihn ein Deutschland. Nur eines: Es ist kalt. Das macht mich telligent. Er sagte zu Tontons Vater: „Ich möchte, und schickten Flugtickets. Er gab überall Konzerte krank. Sonst ist alles okay.“ dass dein Sohn bei mir bleibt.“ Der Vater erwi- und Workshops, in Frankreich, Belgien, Kroatien, derte: „Frag ihn.“ Famoudou fragte ihn, und Ton- Prag, Helsinki, Schweden, U.S.A., Dubai. „Dass ich www.tonton-djembe.de, www.freunde-afrikas.de ton hakte nach: „Für was soll ich dableiben?“ Und meine Kultur mit anderen teilen kann, macht mich die Antwort war: Um Trommeln zu lernen. Das glücklich. Dass ich auf der Bühne stehen und meine Carola Pahl gefiel Tonton gut, und er blieb bei Famoudou als Kraft anderen Menschen schenken kann und dass Fotos Nele Prinz „Adoptivsohn“. sie mitmachen können und auch glücklich sind!“

Der Meistertrommler

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Termine

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Perlen des Monats März

Termine

T wies ermine bade an n vrm -lokales @ term .de un d [email protected] se wies bade nsorn.de

Feten

Konzerte

Bühne

Film

Literatur

Kunst

((( Mach mal langsam ))) 17. März, 23 Uhr Kreativfabrik

((( Meisterkonzerte: Lucas und Arthur Jussen ))) 7. März, 20 Uhr Kurhaus

((( Uraufführung „Judas“ ))) 1. März, 19.30 Uhr Staatstheater, Kleines Haus

((( sensor-Film des Monats: „Die letzten Männer von Aleppo“ ))) 4. März, 20.15 Uhr Murnau-Filmtheater

((( Wiesbadener Krimimärz ))) 3. bis 30. März Literaturhaus Villa Clementine und verschiedene Veranstaltungsorte

((( Berna Reale : „Über uns“/ „Deformation“ ))) laufende Ausstellung bis 16. April, Vernissage 1. März Kunsthaus / Bergkirche

Das Schicksal der syrischen Stadt Aleppo beherrscht seit Beginn des Bürgerkriegs im Juli 2012 weltweit die Nachrichten. Fünf Jahre lang stand die Stadt unter Beschuss der Rebellenarmee und der Regierungstruppen. Nach Schätzungen der UNO waren mehr

Das diesjährige Schwerpunktthema des Festivals lautet „Kriminalität in Europa“ und geht der Frage nach, wie die Europäische Union mit aktuellen Gefährdungen umgehen und dabei ihre Freiheitswerte bewahren kann. Dank einer Förderung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain im Rahmen des Förderschwerpunkts „Transit“ kann in diesem Jahr eine besonders große Fülle an Veranstaltungen angeboten werden. Einige Autoren lesen außerdem bei den Darmstädter Krimitagen und im Hessischen Literaturforum in Frankfurt. Die türkische Autorin Esmahan Aykol eröffnet am 3. März als Inhaberin des Krimistipendiums das Festival im Literaturhaus und diskutiert am 15. März mit der Autorin Merle Kröger zum Thema „Europa – wo sind deine Grenzen?“ In ei-

Bis zum 16. April ist die Ausstellung „Über uns“ im Kunsthaus zu sehen. Anlässlich des „Aschermitt-

Mit der 2. „Mach Mal Langsam“-Ausgabe in diesem Jahr wachen alle endgültig aus dem Winterschlaf auf und begrüßen zusammen den Frühling. Mit den sonnigen Strahlen des Deep Global Bummel Sounds

bringen die Akteure garantiert alle Knospen zum Erblühen. Während der musikalische Trend zur „Entschleunigung“ sich unwiderstehlich weltweit durchsetzt, freuen die Macher sich, diese aktuellen Rhythmen und bunten Melodien erneut nach Wiesbaden zu bringen. Wieder wird Tanzlust auf Entspannung treffen, Tradition auf Innovation, Akustik auf Elektronik, mit einem Lineup, das sich gewaschen hat: Claus Fussek, Janeck, DJ Danke und per Videoübertragung aus Baranquilla Eddy Hernandez aka Output D. ((( Old School Hip Hop Party ))) 18. März Cantina Es wird Zeit für eine neue Partyreihe in Hessens Landeshauptstadt. Im Cantina Wiesbaden auf der Sonnenberger Straße wird diese neue Partyreihe den Fokus vollkommen auf Oldschool Hip Hop der 80er, 90er und 2000er setzen. Ob Jay-Z, Dr. Dre, Tupac, Eminem, LL Cool J oder 50 Cent. Für die richtige Stimmung und Musik sorgt bei der Auftaktveranstaltung DJ MemBrain, ehemaliger Fettes Brot DJ und DJ der YOU FM ClubNight. Zur Feier der Premiere wird es ein Birthday Special geben, das heißt alle Geburtstagskinder der Monate Februar und März bekommen freien Eintritt. ((( Wiesbaden feiert ))) 25. März, ab 20 Uhr diverse Locations „Wiesbaden feiert!“ Unter diesem eindeutigen Motto der Nacht wird das Gebiet rund um die Wiesbadener City zur großflächigen Partyzone. Mehr als zehnLive Acts und Djs in den Locations rund um das altgediente Bermuda Dreieck locken unter dem Motto „Eine Nacht – ein Eintritt – alle Locations“. Alle Infos unter www.wiesbadenfeiert.de

„Es ist, als würde man zwei BMW gleichzeitig fahren“, meinte der Dirigent Michael Schønwandt nach einer Zusammenarbeit mit den niederländischen Brüdern Lucas und Arthur Jussen. Daraus lässt sich die Begeisterung für das junge Klavierduo, das derzeit frischen Schwung in die Klassikszene bringt, entnehmen. Schon als Kinder wurden die beiden in ihrer Heimat zu nationalen Stars, als sie mit acht und dann mit zwölf Jahren vor der Königin spielten. In Wiesbaden sind die mitreißenden Brüder im Rahmen der „Meisterkonzerte“ gemeinsam mit dem weltweit präsenten Orchester Sinfonia Varsovia unter der Leitung von Paul Meyer zu hören. Am 6. Juli werden die Brüder ins Kurhaus zurückkehren und im Rahmen des Rheingau Musik Festivals in der Reihe „Next Generation“ mit der Camerata Salzburg spielen.

Amos Oz’ neuester Roman „Judas“ spielt im Jerusalem der späten 1950er-Jahre. Die Geschichte rankt sich um drei Figuren und drei Generationen: Da wäre zunächst der junge Schmuel, der vor einer unglücklichen Liebe und aus dem Studium flieht und per Zufall im Haus eines geistreichen alten Mannes landet. Diesem soll er Pfleger und ein kluger Gesprächspartner sein. Doch Schmuel findet schon bald heraus, dass der ältere Herr eine wichtige Rolle in den politischen Zerwürfnissen um die Staatsgründung Israels gespielt hatte – und er trifft auf dessen Schwiegertochter Atalja. Sie ist um einiges älter und für ihn eine faszinierende Frau. Der historisch-kritische Diskurs wird so um eine wilde Geschichte zwischen Begehren und Geheimnis ergänzt. In der Bühnenfassung von Clemens Bechtel spielen Sólveig Arnarsdóttir, Maximilian Pulst, Rainer Kühn und Benjamin Krämer-Jenster. ((( hr2 RadioLiveTheater: „Sanni und Tanni“ – Uraufführung ))) 7./10. März, 19.30 Uhr Hessisches Staatstheater, Kleines Haus Die abenteuerlustigen Zwillinge Sanni und Tanni treiben mit ihren Freundinnen im Internat ihre Späße. Das klingt vertraut? – Richtig, aus „Hanni

((( From Soul to Ska: Rude Rich & The High Notes / CanYouCanCan ))) 18. März, 21 Uhr Reduit Mainz-Kastel

((( „Toni Erdmann“ ))) 6./21. März, 20 Uhr Caligari Filmbühne

Mit zwei Bands startet die Reduit in die Saison: Zunächst sorgt CanYouCanCan aus Wiesbaden (Foto) mit einem Mix aus rockigem Beat und dancefloor-

tauglichem Northern Soul für jede Menge Partystimmung. Auf die neunköpfige Band folgt dann Rude Rich and The High-Notes. Viele Jahre auf Tour und mit acht Alben im Gepäck sind sie der Garant für grandiosen jamaican Ska und Reggae, was sie neben den eigenen Auftritten immer wieder zur Empfehlung als Backingband für jamaikanische Künstler macht. Dieses feine Gemisch zum Schwofen und Feiern gibt es ab 21 Uhr in der Reduit. sensor verlost 3x2 Freikarten: [email protected]

als 300.000 Menschen in der Stadt eingeschlossen. Humanitäre Hilfe von Außen erreichte die Bürger wegen der andauernden Kampfhandlungen selten. Hilfe musste demnach von Innen kommen. Der Dokumentarfilm begleitet drei Gründungsmitglieder des Syrischen Zivilschutzes über zwei Jahre lang bei ihrer Arbeit unter Einsatz ihres eigenen Lebens, Menschen aus den Trümmern zu bergen. „Die letzten Männer von Aleppo“ feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb des renommierten Sundance Film Festivals und gewann in der Kategorie „World Cinema Documentary“ den Hauptpreis. Auf ihrer Kino-Tour zum Bundesstart werden die Regisseure Steen Johannessen und Feras Fayyad ihren Film in Wiesbaden persönlich vorstellen. „2 für 1“-Tickets für 3 Kinofans, Mail bis 2. März an [email protected]

und Nanni“ von Enid Blyton. Doch aus den beiden Romanheldinnen werden in der neuesten Produktion des hr2-RadioLiveTheaters die Detektivinnen „Sanni und Tanni“. Fans von „Die drei ???“, „Fünf Freunde“, „Bibi Blocksberg“, „TKKG“ oder „Benjamin Blümchen“ kommen hier auch auf ihre Kosten: Denn Klaus Krückemeyer, Erfinder und Macher des hr2-RadioLiveTheaters, hat sich bei all diesen Hörspiel-Dauerbrennern bedient und sie in eine neue Geschichte gegossen zu einem „gigantischen popkulturellen Potpourri“, in dem Musiker, Sprecher und Geräuschemacher Hörspiel, Musik und Theater verbinden. Besonders klasse: die Wiesbadenerin Jasna Fritzi Bauer, zuletzt mehrfach im Fernsehen zu bewundern („Tatort“, „Sacher“), kehrt für dieses Ereignis in ihre Heimatstadt zurück. www.radiolivetheater.de

Fünf Europäische Filmpreise: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Bestes Drehbuch. Golden Globe“- und Oscar-Nominierung. Dazu eine unglaubliche Mundpropaganda: Kein Wunder, dass TONI ERDMANN im Dezember und Januar im Caligari restlos ausverkauft war. Deshalb zeigt das Kino Maren Ades intelligente Komödie nochmals. ((( „Si!“ ))) 15. März, 17.30 Uhr (OmU) Caligari Filmbühne Chile, 1988. Auf internationalen Druck lässt Diktator Pinochet ein Referendum über die Fortführung seiner Präsidentschaft durchführen: Das „Si“ bestätigt ihn weitere acht Jahre im Amt, das „No“ öffnet den Weg zu freien Wahlen. Alle Prognosen sagen den Sieg Pinochets voraus. In der fast aussichtslosen Situation engagieren die Führer des breit gefächerten Oppositionsbündnisses den brillanten jungen Werbefachmann René Saavedra als Marketingberater. Der hatte bisher mehr mit Erfrischungsgetränken als mit Politik zu tun.

ner, von Alexander Pfeiffer moderierten, Kriminacht mit Musik entführen am 4. März Doris Gercke, Max Annas und Franz Dobler in die Ukraine, in die Welt illegaler afrikanischer Einwanderer und exzentrischer Stalker. Patricia Melo (Foto) aus Sao Paulo, von der Times zur führenden Schriftstellerin des Millenniums in Laiteinamerika gekürt. liest am 12. März aus ihrem gefeierten Thriller „Trügerisches Licht“. Das volle Programm: www.wiesbaden.de/literatur ((( Rouven-Joey Winson: „Regen“ ))) 16. März, 19 Uhr Werkstatt 23, Blücherstraße 23 Dies ist die vierte Lesung, die im Rahmen der Werkstattlesungen „Jeder Kopf tickt anders!“ in der Werkstatt 23, Blücherstraße 23 stattfinden wird. Die Werkstatt 23 ist Teil der Tagesstätte des Psychosozialen Zentrum (PSZ) Mitte, im Haus 48 gegenüber. Sie ist ein großzügiger, luftiger (Frei-)Raum und bietet tagsüber den Besuchern der Tagesstätte neben der Holzwerkstatt viele Möglichkeiten, sich mit kreativem Tun zu beschäftigen. Die Verbindung von Handwerk und Kreativität machen diesen Platz so besonders. Rouven-Joey Winson, der in der Betreuung von psychisch erkrankten Menschen arbeitet, ist Autor von mehreren bisher unveröffentlichten Romanen und Kurzgeschichten. „Regen“ ist ein psychedelischer Kriminalroman und handelt von Freundschaft, Zuflucht und wie die entfesselte Natur die Menschen in einen neuen Bewusstseinszustand zwingt. www.wrw-wiesbaden.de

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wochs der Künstler“ wird die Ausstellung „Deformation“ in der Bergkirche am 1. März um 19 Uhr eröffnet. Sie ist bis zum 12. März zu sehen. Es werden bei beiden Ausstellungen Videos, Projektionen und Fotografien der Künstlerin Berna Reale gezeigt. Die in Belém lebende Performancekünstlerin erfindet wuchtige Metaphern für Gewalt, Machtmissbrauch, Korruption, Sexismus und Radikalismus nicht nur in ihrer Heimat.

Familie ((( KinderKulturTage ))) 13.-31. März verschiedene Orte Das Kindertheaterfestival bringt unterhaltsames Allerlei. Das Brettspiel „Obstgärtchen“ wird auf der Bühne im Hilde-Müller-Haus lebendig, die Clowns „Bonifazius & Mechelino“ machen sich Gedanken, wie ein gesundes Leben funktioniert, während „Stella&Nova im verrückten Labor“ Experimente durchführen und sich der Kinderzirkus „Flambolino“ mit neuen Stücken zeigt. Märchenhaft wird es mit „Die drei kleinen Schweinchen“, „Aladin und die

Wunderlampe“ und „Rumpelfrosch im Glück“. Passend läuft im Caligari „Aschenbrödel und der gestiefelte Kater“ – und das Theater Don Kidschote zeigt „Die wunderbare Welt des Dr. Dolittle“ sowie „Maxx Wolke“. Der Kartenverkauf beginnt am 7. März im Amt für Soziale Arbeit, Konradinerallee 11

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PROGRAMM 3| 2017 Filmkunst in Wiesbaden

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SA 04/03/17 BLOOD*SUGAR*SEX*MAGIK 90ER-ALTERNATIVE-PARTY EINLASS 22 UHR

Kinotermine (Auswahl): Do 2.3. 20.15 Uhr Komödien international PLÖTZLICH PAPA Regie: Hugo Gélin, FR 2016, OmU

DI 07/03/17 LIGHT YOUR ANCHOR + COYOTES + SHATTERED LIONS MELODIC-HARDCORE-KONZERT EINLASS 19.30 / BEGINN 20 UHR

Sa 4.3. 20.15 Uhr sensor-Film des Monats

DIE LETZTEN MÄNNER VON ALEPPO

DIE LETZTEN MÄNNER VON ALEPPO

FR 10/03/17 + SA 11/03/17 WIDERSTAND THEATER EINLASS 19.30 / BEGINN 20 UHR

Regie: Steen Johannessen, Feras Fayyad, DK/SY 2017, OmU Gespräch mit den Regisseuren im Anschluss Mi 8.3. 18.00 Uhr 115. Geburtstag Heinz Rühmann SOPHIENLUND Regie: Heinz Rühmann, DE 1943 Einführung: Dr. Manfred Kögel

MI 15/03/17 RUDELSINGEN GESANG EINLASS 18.30 / BEGINN 19.30 UHR

Sa 11.3. 20.15 Uhr And the Oscar goes to…

THE SALESMAN

DO 16/03/17 ASTA HSRM PRESENTS: GEDANKENGUT STUDI-KNEIPENABEND EINLASS 20 UHR

THE SALESMAN Regie: Asghar Farhadi, IR/FR 2016, OmU Do 16.3. 20.15 Uhr And the Oscar goes to… LA LA LAND Regie: Damien Chazelle, US 2016, OmU

SA 18/03/17 ASTA HSRM PRESENTS: ABEND DER VIELFALT VORTRAG / KONZERT / PARTY EINLASS 18 UHR

Fr 24.3. 20.15 Uhr And the Oscar goes to… FENCES Regie: Denzel Washington, USA 2016, DF

FR 24/03/17 BANDSUPPORTER BANDCONTEST 2017 HALBFINALE BANDCONTEST EINLASS 19 / BEGINN 20 UHR

LA LA LAND

Mi 29.3. 20.15 Uhr Berlinale 2017 SCHWARZER KIES Regie: Helmut Käutner, DE 1961 Einführung: Restauratorin Anke Wilkening Fr 31.3. 20.15 Uhr Star-Regisseure TRAINSPOTTING – NEUE HELDEN Regie: Danny Boyle, GB 1996, OV

SA 25/03/17 WIESBADEN FEIERT – 80S/90S RELOADED 80ER/90ER-PARTY EINLASS 22 UHR

Fr 31.3. 22.15 Uhr Star-Regisseure T2: TRAINSPOTTING Regie: Danny Boyle, GB 2017, OmU

SO 26/03/17 HEIM + KREISEN INDIE-ROCK-KONZERT EINLASS 18 / BEGINN 19 UHR

SCHWARZER KIES

Das gesamte Kinoprogramm unter www.murnau-stiftung.de

Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung | Deutsches Filmhaus | Murnau-Filmtheater (gegenüber Kulturzentrum Schlachthof ), Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden, Telefon 0611 - 97708-41 (Mo - Fr 10 - 12 Uhr), [email protected] Informationen und Newsletter-Anmeldung unter www.murnau-stiftung.de Öffentliche Verkehrsmittel: Hauptbahnhof Wiesbaden (Fußweg: ca. 10 min.) Kinovorstellungen: Mi - So (weitere Vorstellungen gemäß Ankündigung) Eintritt: 6 € / 5 € ermäßigt, Aufpreis bei Sonderveranstaltungen Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Landeshauptstadt Wiesbaden.

FR 31/03/17 SPRING BREAK VOFI-PARTY EINLASS 20 UHR

www.kulturpalast-wiesbaden.de

SCHLACHTHOF WIESBADEN MURNAUSTR.1 65189 WIESBADEN

FETEN

KUNST

17.00 RICHIE’S After Work

19.00 KUNSTARCHE Peter Wolf: Bunt ist meine Lieblingsfarbe

20.00 KONTEXT Temple Of Free Sounds And Beats

03.03. FR 05.03. SO 05.03. SO 07.03. DI 09.03. DO 11.03. SA 13.03. MO 15.03. MI 19.03. SO 21.03. DI 23.03. DO 24.03. FR 25.03. SA 26.03. SO 28.03. D I 31.03. FR 31.03. FR 02.04. SO 03.04. MO 07.04. FR 19.04. MI 26.04. MI 28.04. FR 04.05. DO 14.05. SO 06.06. DI 07.06. MI

MILLIARDEN / SAFI THE MYSTERY LIGHTS DAVE HAUSE AND THE MERMAID KAT FRANKIE & BAND PINEGROVE / LOMELDA WOLVESPIRIT / VISDOM TAPEFABRIK FESTIVAL 2017 FEAT. MAIN CONCEPT, FLO FILZ, RETROGOTT, KALIM, SHACKE ONE U.A. JOSHUA RADIN (RINGKIRCHE) MY FRIEND THE IMMIGRANT / ACHT ZU EINS / U.A. HUNDREDS / ODD BEHOLDER COLD CAVE / DRAB MAJESTY KISSIN‘ DYNAMITE KARIES / FRONT (KREATIVFABRIK) ABSINTO ORKESTRA & LA BOLSCHEVITA PARTY FOXING / FOG LAKE ESPAÑA CIRCO ESTE LEONIDEN SOUNDS & SIGHTS NO. VI: ALA.NI (MUSEUM WIESBADEN) OWLS BY NATURE / WORST DAY DOWN & MIKE NASH OTAGO SEUN KUTI & EGYPT 80 SOUNDS & SIGHTS NO. VII: CHAD LAWSON: BACH & CHOPIN INTERPRETED (MUSEUM WIESBADEN) BUKAHARA HELGI JONSSON WITH TINA DICO, MARIANNE LEWANDOWSKI & DENNIS AHLGREN (RINGKIRCHE) TAMIKREST SLEAFORD MODS DESCENDENTS DINOSAUR JR.

Unser komplettes Programm findet ihr im Internet unter

schlachthof-wiesbaden.de

19.00 LENZ Genuine Saturdays: David Hillmer

20.00 THALHAUS Jazz-Jam-Session

22.00 PARK CAFÉ Party Hard

21.00 KONTEXT Temple of free Sounds and Beats

22.00 KULTURPALAST Blood*Sugar*Sex*Magik

BÜHNE

23.00 SCHLACHTHOF, HALLE Let’s Go Queer!

18.00 AKZENT THEATER Bühne frei – zeig, was du kannst!

23.00 KONTEXT Abnormales Hörverhalten

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Judas

KONZERTE

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Peter Grimes

19.30 SALON-THEATER Axel Schlosser und KlangCraft-Trio

20.00 GALLI THEATER Der Beziehungsbomber FAMILIE

FETEN

15.30 STADTBIBLIOTHEK Schreibwerkstatt

22.00 PARK CAFÉ La Fiesta

18.00 JUGENDZENTRUM AKK, REDUIT Breakdance- und Hip Hop-Tanzkurs

22.00 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Midlife Crisis

SONSTIGES

23.00 KONTEXT Cannibal Noize

12.15 MUSEUM WIESBADEN Naturpause. Regenwurm, der Regenmacher

KONZERTE

FETEN 17.00 RICHIE’S After Work 19.00 DAS WOHNZIMMER 1. sensor-Nacht der Livemusik.

19.00 SCHLACHTHOF, HALLE The Dillinger Escape Plan 19.00 VR BANK UNTERTAUNUS, FORUM tonAARt: Klassisches Klaviertrio 19.30 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS The Mystery Lights 20.00 RUDERSPORT 1888 Oliwood

KONZERTE

20.00 SCHEUER Frank Out, Frank Zappa Tribute Band

19.30 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Milliarden

21.00 BADHAUS.BAR Beseelt

20.00 KULTURCLUB BIEBRICH Tango Transit, World Jazz

BÜHNE 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Die Entführung aus dem Serail

19.30 WERK I S. o. S. - Safe our Souls

BÜHNE 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Peter Grimes 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Judas 19.30 STAATSTHEATER, WARTBURG Loserville - Helden von Morgen (Premiere) 20.00 AKZENT THEATER Die Gamelgranate 20.00 BRENTANO-SCHEUNE Noche Mágica 20.00 GALLI THEATER Der Beziehungsbomber

Oliwood ist die neue Band des Drummers Oli Steidle, der zusammen mit seinen Musikerkollegen Kalle Kalima und Frank Gratkowski seine Kompositionen beim JazzArchitekten im Rudersport präsentieren wird. The Wire schrieb über ihn: „Steidle ist unverkennbar, hat seinen eigenen Sound und Vorstellungen. Einer der innovativsten Musiker der jungen europäischen Kreativszene, der durch seine ungeheure Bandbreite besticht … ein emphatischer Virtuose, der den Jazz ins 21. Jahrhundert führt.“

4.

20.00 KAMMERSPIELE Gott des Gemetzels 20.00 THALHAUS Ehe-Man Superhelden für den Hausgebrauch! LITERATUR

BÜHNE

20.00 AKZENT THEATER Die Gamelgranate

19.30 MUSIKBIBLIOTHEK Ingeborg Bachmann zum 90. Geburtstag

19.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Don Karlos, Infant von Spanien

20.00 GALLI THEATER Der Beziehungsbomber

FAMILIE

19.00 SCHLACHTHOF, HALLE Studio Braun: Drei Farben

20.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Jane Eyre

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Sommernachtstraum

20.00 KAMMERSPIELE Gott des Gemetzels

SONSTIGES

20.00 THALHAUS Ehe-Man Superhelden für den Hausgebrauch!

18.00 MUSEUM WIESBADEN Kuratorenführung Ausstellungen der Natur

LITERATUR

3 ))) Freitag

3.

20.00 FRANKFURTER HOF, MAINZ Interstellar Overdrive

19.30 LITERATURHAUS VILLA CLEMENT. Krimi-Spezial mit Max Annas, Doris Gercke und Franz Dobler

19.00 WIES. CASINOGESELLSCHAFT Der Schleier und seine Geheimnisse

Jazz-Jam-Sessions waren und sind für die Entwicklung des Jazz von enormer Bedeutung. Es ist ein zwangloses Zusammenkommen von Musikern, welche ohne feste Besetzung gemeinsam improvisieren. Das Zusammenspiel in immer neuen, oft auch vorher unbekannten Konstellationen bietet jedem einzelnen Musiker Herausforderung und Inspiration zugleich. Bei einer ganz besonderen Jazz-Session um 20 Uhr im Thalhaus sind erstmals Schüler eingeladen, sich mit erfahrenen Jazzmusikern aus der Region am spontanen „Jammen“ zu probieren. Schüler, die mitjammen möchten, sollten sich unter [email protected] vorab anmelden.

20.00 VELVETS THEATER The Sugar Sisters, Swing-Trio

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Judas

21.00 BADHAUS.BAR Beflügelt

1.

FETEN

KONZERTE

2 ))) Donnerstag

Termine März

4 ))) Samstag

20.00 PARK CAFÉ Salsa Party

20.30 DAS WOHNZIMMER Live: Cherry Tree 02.03. DO

20.00 LITERATURHAUS VILLA CLEMENT. Istanbul Tango

1 ))) Mittwoch

LIGHT YOUR ANCHOR

MA RZ17

sensor 03/17

11.00 GALLI THEATER Die Bremer Stadtmusikanten 11.00 MUSEUM WIESBADEN Museumswerkstatt für Kinder. Fliegen, laufen, schwimmen 14.00 GALLI THEATER Little Red Riding Hood 14.00 HAUS DER VEREINE, JUGENDRAUM Teenie-Freizeitangebote 16.00 FESTPLATZWIESE, FESTZELT Die kleine Hexe

Mit diesem Stargast lässt sich die Einweihungsfeier doppelt so gut feiern: Das ŠKODA Zentrum Wiesbaden lädt zur Premiere des ŠKODA „KODIAQ“ sowie zur großen Neueröffnung von 10 bis 16 Uhr zu einem Umtrunk mit vielen Programmpunkten für die ganze Familie in die Mainzer Straße 130 ein. Seit Ende November sind die Umbauarbeiten im ehemaligen Toyota-Gebäude in der Mainzer Straße in vollem Gange. Das ŠKODA Zentrum Wiesbaden – bislang im Nachbargebäude – ist bereits eingezogen und mit ihm zieht nun der neue ŠKODA „KODIAQ“ ein. „Er ist noch nicht auf den Straßen zu sehen, doch die Nachfrage nach dem muskulösen und markanten neuen ŠKODA SUV ist gigantisch“, so Andreas Smutny, Geschäftsführer des ŠKODA Zentrum Wiesbaden. Der „KODIAQ“ eröffnet für ŠKODA ein neues SUV Segment und hat bereits viele überragende Testberichte erhalten. Wie jedes ŠKODA Modell hat auch der KODIAQ ein sehr großes Platzangebot und bietet eine Reihe von Simply Clever Lösungen an. So kann man sich zum Beispiel Nachrichten auf dem Infotainment System anzeigen und vorlesen lassen. Für viele Großfamilien dürfte die optionale dritte Sitzreihe eine große Rolle spielen. www.skoda-zentrum-wiesbaden.de

SIMPLY CLEVER

DER NEUE ŠKODA KODIAQ.

Am 04. März von 10:00 bis 16:00 Uhr. Wiederentdecken, was wichtig ist: im Neuen ŠKODA KODIAQ. Erleben Sie es selbst bei unserer Premierenfeier und außerdem: > ein tolles Rahmenprogramm > Vorstellung des Neuen ŠKODA OCTAVIA live bei uns > Großes Gewinnspiel: Sie haben die Chance auf eine kombinierte Kreuzfahrt und Rundreise durch Kanada und Alaska mit dem Neuen ŠKODA KODIAQ

Abbildung zeigt Sonderausstattung

ŠKODA Zentrum Wiesbaden, Löhr Auto SZ GmbH Mainzer Straße 130, 65189 Wiesbaden

Termine an [email protected] und [email protected]

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sensor 03/17

16.00 GALLI THEATER Hänsel und Gretel 16.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Der kleine Prinz

->Di., 18.04.

->Sa., 04.03.

SONSTIGES

INTERSTELLAR OVERDRIVE JASPER VAN‘T HOF ->So., 05.03. & ANGELIQUE KIDJO ->Mi., 26.04.

->Do., 09.03. + Fr., 07.04.

->Sa., 20.05.

->Fr., 10.03.

->Fr., 26.05.

POETRY SLAM Mainz

GEORG RINGSGWANDL

„Woanders“ ->Sa., 11.03.

TIM FISCHER „Absolut“

->So., 12.03.

ANKE HELFRICH TRIO

„Dedication“ ->Mo., 13.03.

GIANLUIGI TROVESI & GIANNI COSCIA

WOLFI KLEIN & Friends BENAISSA LAMROUBAL

->Do., 23.03.

IRISH SPRING FESTIVAL

->Fr., 24.03./Rheingoldhalle

JOHANN KÖNIG

„Milchbrötchenrechnung“ ->Fr., 24.03. Gipfeltreffen zweier Großmeister

RON CARTER & RICHARD GALLIANO

->So., 26.03.

THE „ORIGINAL“ BLUES BROTHERS BAND

HAZMAT MODINE

->Mi., 28.06./20h/Frankfurter Hof

PET SHOP BOYS Support: Amanda

mit Bekir Ünlüataer aus Istanbul ->Di., 28.03. ANA MOURA „Desfado“ ->Mi., 29.03.

NICOLE JÄGER

„Ich darf das, ich bin selber dick“ ->Do., 30.03.

KLAUS HOFFMANN

am Flügel: Hawo Bleich ->Fr., 31.03. SWR 2 Internationale Pianisten

JOSEF BULVA,

->So., 02.04. Kora-Virtuosin

Tschechien

SONA JOBARTEH

->Di., 04.04.

MONGOLIA FOLK­ ORCHESTRA OF CHINA

12.3. 2017 VOM 13.2. BIS karten zwei Eintritts se mit jeweils stellung attraktive Prei nd-Pfalz Aus inla Rhe se!– die für nur auf der Mes inne Gew –Abholung der

welten ok.com/Faire www.Facebo

Fairer Handel und mehr

Messe in der Messe auf der Rheinland-Pfalz Ausstellung in Mainz 18. – 20. März 2017

> Fair gehandelte und nachhaltige Produkte > Live Acts, Mitmachaktionen und Beratung > Leckere Gastronomie: fair, bio, regional > Bildungsangebote für Schulen > NEU: Auftakt am 13.03.2017 im Landesmuseum Mainz

Programm an allen Tagen

22.00 PARK CAFÉ Urban Beats

Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz

Mit freundlicher Unterstützung von LOTTO RLP

Messe Mainz-Hechtsheim Halle 7A, Faire Welten www.fairewelten.de Öffnungszeiten: 10 – 18 Uhr

17.00 EV. ORANIER-GEDÄCHTNISKIRCHE Sopran und Orgel 19.00 SCHLACHTHOF, HALLE Dave Hause and the Mermaid 19.30 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Kat Frankie & Band / Schmieds Puls 20.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Sing Sistah Sing

> Fairtrade Kochshow:

18.00 AKZENT THEATER Acting

> Modenschau: öko-fair shoppen

18.00 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act

Leckere Rezepte und Erlebnisberichte aus der Welt des Fairen Handels. Live-Kochevent mit Hendrik Meisel

Im Auftrag des

17.00 EV. CHRISTOPHORUSKIRCHE Bachvesper

BÜHNE

Mit flotten Sprüchen und witzigen Accessoires nehmen Sie ihr eigenes Foto mit nach Hause!

Faire Welten Kooperationspartner:

16.00 KATH. KIRCHE ST. BONIFATIUS Konzert der Orgelschüler

> Foto-Automat zum Fairen Handel:

Vorstellung des neuen Textilführers für Mainz und attraktive Mode aus aller Welt

->Sa., 01.07./19h/Volkspark

18.00 VELVETS THEATER Heute wieder Hamlet 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Shockheaded Peter

SARAH CONNOR

->So., 02.07./19h/Volkspark

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Loserville

PHILIPP POISEL

->Mi., 05.07./20h/Zitadelle

LITERATUR

->Do., 06.07./19h/Zitadelle

18.00 LITERATURHAUS VILLA CLEMENT. Auf dem Krimisofa mit... Horst Eckert und Volker Kutscher

->Fr., 07.07./19h/Zitadelle

KUNST

YANN TIERSEN

PATRICIA KAAS

JENNIFER ROSTOCK

18.00 KUNST-MODUL Vernissage, Musik: Eve

BEN BECKER liest

FAMILIE

->So., 09.07./19 h/Domplatz

11.00 GALLI THEATER Die Bremer Stadtmusikanten

„Ich, Judas – Einer unter euch wird mich verraten.“

->Do., 13.07./19h/Zitadelle

->So., 26.03./Kurfürstl. Schloss Türk. Musikverein Mainz präsentiert: MARIZA

„TÜRKISCHE KLASSIK“

Facebookie l sp n in w e G

->So., 18.06./20h/Rheingoldhalle Zusatztermin

->Fr., 23.06./20h/Burgkirche Ingelheim CHRIS DE BURGH & Band ->Mi., 28.06./20h/Frankfurter Hof

FETEN

KONZERTE

->Do., 08.06./20h/Frankfurter Hof

MARK FORSTER

Rebell Comedy Mitglied

www.design50er-70er.de

/designmarkt.de

2017

„Stadtmenschen – Das Spektakel geht weiter“ ->Fr., 30.06./19h/Taubertsbergbad

->So., 19.03.

Eintritt € 5,00

Summer in the City mainzplus CITYMARKETING

SWR 1 HITS & STORIES

TORSTEN STRÄTER

5 ))) Sonntag

JETRHO TULL by Ian Anderson

mit Werken von Franz Schubert ->Do., 16.03. Classic Clash II: QUIET FIRE ->Fr., 17.03. ->Sa., 18.03.

Immer up-to-date!

GAYLE TUFTS „Superwoman“ ->Fr., 29.09./Rheingoldhalle

JOSHUA REDMAN TRIO

r k. ausve

15.00 MUSEUM WIESBADEN Führung Alexej von Jawlensky

->Do., 01.06.

„Das kunstseidene Mädchen“ ->Mi., 15.03.

LUTZ GÖRNER

12.00 AMMAJI’S AYURVEDA ZENTRUM Wohlfühlen mit Ayurveda

NATALIE IMBRUGLIA

+

FRITZI HABERLANDT & JENS THOMAS

10.30 WANDERDATE Kloster Eberbach - im Namen der Rose

PINK MARTINI „Je dis oui!“

© Faire Welten, Mainz // Gestaltung: Anja Klesius, www.pure-design.de

Italiens Kultband

ELIO E LE STORIE TESE

10.00-16.00 SKODA ZENTRUM Neueröffnung Skoda Zentrum. Präsentation Kodiaq SUV. Mainzer Straße.

15.00 FESTPLATZWIESE, FESTZELT Die kleine Hexe

Die Königin des Fado

->Fr., 14.07./20h/Burgkirche Ingelheim

15.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Mio, mein Mio

MNOZIL BRASS

->Fr., 21.07./20h/Frankfurter Hof

15.00 KREATIVFABRIK Sieg der Sterne: Figuren im Weltall

->Fr., 21.07./19h/Zitadelle

16.00 GALLI THEATER Hänsel und Gretel

NEW MODEL ARMY TOM ODELL

SONSTIGES

->Fr., 28.07./20h/Frankfurter Hof

11.00 MUSEUM WIESBADEN Führung Dauerausstellung Ästhetik der Natur. 18 Uhr Führung

VINICIO CAPOSSELA ->Sa., 29.07./19h/Volkspark

PATTI SMITH

->Sa., 29.07./18h/Zitadelle Mainzer Hip Hop Open Air

KOOL SAVAS & Friends

Azad, Curse, Vega, Olli Banjo

->So., 30.07./19h/Volkspark

WIESBADENER KRIMIMÄRZ 2017 Lesungen, Diskussionen, Filme und mehr

GREGORY PORTER

feat. AZIZA MUSTAFA ZADEH

-> Sa., 05.08./19h/Cassian Carl

Korruption, Extremismus, Terror – Das Festival „Wiesbadener KrimiMärz“ ermittelt zum aktuellen Thema „Kriminalität in Europa“. Namhafte Krimiautoren lesen, diskutieren und begegnen Filmemachern. Setzen Sie sich auf unser Krimisofa und folgen Sie den Spuren des Verbrechens durch Europa. Brisant, kritisch, spannend!

NAMIKA & TEESY Support: Vona

Tickets & Infos: www.frankfurter­hof­mainz.de & an allen bek. VVK­Stellen

www.wiesbaden.de/literatur WEB

03.03. – 30.03.2017 DATUM

6 ))) Montag KONZERTE 19.30 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Nothington, Joe McMahon, Black Lining BÜHNE 19.30 SCHULE FÜR SCHAUSPIEL Bernarda Albas Haus 20.00 GALLI THEATER Die Frankensteine LITERATUR 20.00 STERNWARTE Sturz in den Saturn – Finale für die Raumsonde Cassini

FAMILIE 10.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Der kleine Prinz 18.00 MOJA-LADEN KATIP im Exil 18.00 MOJA-LADEN JugendTreff

7 ))) Dienstag KONZERTE 19.00 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Pinegrove, Lomelda 19.30 KULTURPALAST Light Your Anchor, Coyotes, Shattered Lions 20.00 KURHAUS Sinfonia Varsovia mit Lucas u. Arthur Jussen BÜHNE 14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Sanni und Tanni und das Karpatenkalb 19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 19.30 SCHULE FÜR SCHAUSPIEL Bernarda Albas Haus FAMILIE 11.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Mio, mein Mio 14.00 SCHLOSS FREUDENBERG Feuerwerkstatt

11.00 GALLI THEATER Die Bremer Stadtmusikanten

15.00 KREATIVFABRIK Sieg der Sterne: Figuren im Weltall 16.00 GALLI THEATER Hänsel und Gretel SONSTIGES 11.00 MUSEUM WIESBADEN Führung Dauerausstellung Ästhetik der Natur. 18 Uhr Führung

9 ))) Donnerstag FETEN 17.00 RICHIE’S After Work KONZERTE 19.00 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Wolvespirit 19.30 SALON-THEATER Exprompt

22.00 DAS WOHNZIMMER The Session

14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Judas

19.30 KURFÜRSTLICHE BURG Mann, stress mich nich’!

18.30 MUSEUM WIESBADEN Kunst und Religion. “Der Berg ruft”.

19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 20.00 AKZENT THEATER Acting

FETEN

20.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Passione — Leidenschaft

17.00 RICHIE’S After Work

20.00 THALHAUS Menschliche Intelligenz

20.00 PARK CAFÉ Salsa Party

LITERATUR

KONZERTE

19.30 LITERATURHAUS VILLA CLEMENT. Auf dem Krimisofa mit ... Dominik Graf und Wolfgang Schorlau

15.00 MUSEUM WIESBADEN Kunst und Kuchen. Klassische Moderne.

14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

19.00 LUMAS Forget me not

10 ))) Freitag

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Ab jetzt

FETEN

19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

22.00 PARK CAFÉ La Fiesta

20.00 GALLI THEATER Belladonna

23.00 DAS WOHNZIMMER WAYF

20.00 THALHAUS Der FFH-Dummfrager live

23.00 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Kack Kommerz Party

LITERATUR

23.00 KONTEXT High Time

20.00 STERNWARTE Meteorite – Boten aus dem All FAMILIE 18.00 JUGENDZENTRUM AKK, REDUIT Breakdance- und Hip Hop-Tanzkurs Loserville LITERATUR 18.00 LITERATURHAUS VILLA CLEMENT. Auf dem Krimisofa mit... Horst Eckert und Volker Kutscher KUNST 18.00 KUNST-MODUL Vernissage, Musik: Eve FAMILIE

Der Ayurvedatherapeut Swami Balendu, der mit seiner Familie frisch in Wiesbaden ansässig geworden ist, hält im Ammaji’s Ayurveda Zentrum drei Kurzvorträge über die indische Wissenschaft vom gesunden Leben. Um 12 Uhr taucht er zunächst in die grundlegende Frage „Was ist Ayurveda?“ ein, um 14 Uhr spricht er über ayurvedische Gesundheitsküche und um 16 Uhr über die Bestimmung von drei Körpertypen. Der Wiesbadener Musiker Thomas Meisenheimer begleitet die Vorträge auf einer indischen Sitar. Therapeut Swami Balendu stammt selbst aus einer indischen PredigerFamilie, die einen Yoga- und Ayurveda Ashram führt. Über mehrere Jahre reiste er nach Europa und in den Rest der Welt, wo er diverse Workshops gab, nun feiert er die Eröffnung seines Zentrums in der Rheinstraße.

KUNST

BÜHNE

19.30 CASINOGESELLSCHAFT Dengler-Krimis, Wolfgang Schorlau & Georg-Dengler-Bluesband

4.

BÜHNE

18.00 MUSEUM WIESBADEN Führung. Aus dem Neunzehnten.

16.00 HESS. ST.THEATER, BALLETTSAAL Forum Tanzvermittlung

Die VeggieWorld ist Europas älteste und größte Messe rund um den pflanzlichen Lebensstil im Messecenter Rhein Main in Hofheim. Sie ist für Jedermann. Neben Veganern und Vegetariern sind auch Flexitarier und Menschen, die regelmäßig Fleisch essen, willkommen. Die Messe bietet aber auch Fachbesuchern, wie Gastronomen, Einzel- oder Großhändlern ein reichhaltiges Angebot. Die Besucher erwartet auf einer VeggieWorld das volle Programm: Sie können an vielen Ständen Sachen probieren, sich mit veganen Gerichten und Zutaten eindecken – und das oft zu Messepreisen. Das wichtigste beim Einkaufen oder Degustieren ist der persönliche Kontakt zu den Herstellern. Dazu kommt ein abwechslungsreiches und informatives Rahmenprogramm aus Vorträgen, Kochshows und vielen Workshops.

21.00 BADHAUS.BAR Beflügelt

19.30 STAATSTHEATER, WARTBURG Home Sweet / Sweet Home

18.30 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Conan, Downfall of Gaia, Hark, High Fighter, Doom, Crust

3.-5.

15.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Mio, mein Mio

SONSTIGES

8 ))) Mittwoch

Termine März

KONZERTE

4. Im neuen kunst-modul von Gülben Börger in der Luxemburgstraße finden Kunstschaffende, seien es professionelle Künstler, Hobbykünstler oder Kunst interessierte Menschen, einen Rückzugsort und geistigen Freiraum zum kreativen Arbeiten. Hier lassen sich Zeit und Raum zum Entwerfen und ebenso zum Unterrichten sowie Ausstellen mieten. Gleichzeitig schafft das Atelier für Künstler eine Gelegenheit zum Netzwerken. Die Vernissage beginnt um 18 Uhr, ab 19 Uhr wird die junge Musikerin Eve die Eröffnung mit Pop und Rock untermalen.

5.

18.30 SCHLACHTHOF, HALLE Heaven Shall Burn 19.00 TALLEY´S SPEISE- & EVENTLOKAL Sem Seiffert 20.00 SCHEUER Mitch Ryder 20.30 KREATIVFABRIK DDP, Mufasa Ozora, Stockholm Syndrom 21.00 BADHAUS.BAR Beseelt BÜHNE 14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Shockheaded Peter 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Sanni und Tanni und das Karpatenkalb

Die Filmproduktion von oscar e.V. sucht für ein aktuelles Filmprojekt junge Talente zur Besetzung von zahlreichen Haupt-, Neben- und Komparsenrollen. Zwischen 10 und 15 Uhr sind Kinder und Jugendliche von 9 bis 14 Jahren eingeladen, in einem offenen Casting in der Scaramouche Academy in der Friedrichstraße 7 ihr Potenzial spielerisch zu erkunden – und im besten Fall sogar eine der Rollen in der neuen Produktion „Die Flaschenpost-Insel“ zu ergattern. Schauspielerfahrung sei hier nicht erforderlich, nur die Energie und Freude, um in andere Rollen zu schlüpfen. In den Sommerferien wird dann in Wiesbaden und Umgebung die erste Klappe fallen.

Termine an [email protected] und [email protected]

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Termine März

sensor 03/17

19.30 STAATSTHEATER, WARTBURG Auerhaus

5.32.4.

AUS DEM MÄRZPROGRAMM

13. DEUTSCHES FERNSEHKRIMI-FESTIVAL

Endlich wieder Musicalfieber im Rhein-Main-Theater Niedernhausen, ausgelöst durch einen echten Hit. „Sister Act“ ist mit über sechs Millionen Zuschauern die erfolgreichste Eigenproduktion von Stage Entertainment. Die energiegeladene Show begeistert ihr Publikum mit himmlischen Stimmen, göttlichen Songs, sakralen Kulissen, glitzernden Kostümen und frechen Dialogen – ob in London, am New Yorker Broadway, in Hamburg, Paris, Wien, Berlin oder jetzt direkt vor unserer Haustür. Die Musik für das Erfolgsmusical, das durch Whoopi Goldberg bekannt wurde, stammt vom achtfachen Oscar-Preisträger Alan Menken. Nach der großen Premiere ist das himm­ lische Vergnügen täglich außer montags zu erleben. www.shooter.de

12.

Alle Infos zum Programm auf: www.fernsehkrimifestival.de

19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 20.00 AKZENT THEATER Acting

LAUTER IRRE FILME

DER KRIEGER UND DIE KAISERIN ....................................... FR 24.03. 18:00

HEDI SCHNEIDER STECKT FEST

....................................... SO 26.03. 17:30

MO 06.03. 17:00 · MO 13.03. 20:00

LA LA LAND

.................................... MO 13.03. 17:30

SINGIN’ IN THE RAIN

.................................... MO 27.03. 20:00

TRAUMFABRIK HOLLYWOOD

DIE WELT DER WUNDERLICHS

PABLO LARRAÍN

CAFE SOCIETY

14. + 28.

20.00 KULTURPALAST Widerstand

11.00 ALTE SCHMELZE Bartolomey Bittmann

20.00 THALHAUS Daphne de Luxe: Das pralle Leben

14.00 SCHLOSS FREUDENBERG Feuerwerkstatt

11.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Werke von Lalliet, Dubois, Poulenc, Saint Saens

22.00 PARK CAFÉ Bomba Latina

SONSTIGES

23.00 DAS WOHNZIMMER All Night long

20.00 VELVETS THEATER Der Kleine Prinz LITERATUR 20.00 STERNWARTE Sterne, Sternbilder & Orientierung

11 ))) Samstag FETEN 16.00 SCHLACHTHOF Tapefabrik Festival 2017 22.00 PARK CAFÉ Party Hard

16.00 HILDASTIFT, FESTSAAL Frühlingserwachen mit dem Ensemble Amici del canto 19.00 TALLEY´S SPEISE- & EVENTLOKAL Abgeschminkt und David Strack 19.00 EV. CHRISTUSKIRCHE Sweet Dreams 19.30 WERK I Gerd Vogel & Funky Frank 20.00 SCHEUER Bounce: Bon Jovi Show 21.00 KREATIVFABRIK Crush the Crowd Vol. III BÜHNE 14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Judas 19.30 STAATSTHEATER, WARTBURG Terror 19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 20.00 GALLI THEATER Belladonna 20.00 KULTURPALAST Widerstand 20.00 THALHAUS Zum Anbeißen! 20.00 VELVETS THEATER Momo LITERATUR

.................................... MI 15.03. 17:30

14.00 STERNWARTE Unsere Sonne

.................................... SA 18.03. 20:00 · SO 19.03. 17:30 SA 25.03. 17:30

14.

11.00 GALLI THEATER Rapunzel

.................................... FR 24.03. 20:00 · DO 30.03. 17:30 FR 31.03. 20:00

JACKIE

CALIGARI FILMBÜHNE

Marktplatz 9 (hinter der Marktkirche) 65183 Wiesbaden Tel. 06 11 - 31 50 50 www.wiesbaden.de/caligari

16.00 VOLKSHOCHSCHULE Erzählcafé: Peter Riedle FAMILIE

NERUDA

Es sind Kreativität bei der Gestaltung gepaart mit handwerklichem Können bei der Umsetzung gefragt, wenn junge Tischlerinnen und Tischler im Rahmen ihrer Meisterprüfung ein Möbelstück entwerfen und herstellen. Die Absolventen des aktuellen Meisterkurses haben sich ein halbes Jahr auf die praktische Prüfung vorbereitet. Mit ihrem Meisterstück schließen sie diese nun ab. Die entstandenen „Meisterwerke“ gibt es in der Wiesbadener Handelskamer zu sehen. Ihre Vernissage feiert die Ausstellung „Meisterwerke im Tischlerhandwerk“ um 18.30 Uhr. Zu sehen sein werden die Meisterstücke bis 5. April, im Rahmen der „Kurzen Nacht“ am 1. April auch abends ab 19 Uhr.

19.00 LENZ Genuine Saturdays: Vigilance

22.00 PARK CAFÉ Party Hard

SO 12.03. 20:00

NO!

FETEN

10.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Lohengrin: Unterwegs mit Schwan

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Eugen Onegin (Premiere)

EL CLUB

DIE WOHL SPANNENDSTEN REISEN IN WIESBADEN

FAMILIE

18.00 AKZENT THEATER Der Trinker

Fernwehgeplagte können sich am 14. um 19.30 Uhr im Tattersall auf eine Tour entlang der norwegischen Westküste entreißen lassen. Sie gilt als schönste Seereise der Welt. Der erfahrene Fotograf und Weltreisende Reiner Harscher zeigt in „Norwegen & Hurtigruten“ die Vielfalt des Lands der Mitternachtssonne, die Verträumtheit der Fjord-Landschaften, gigantische Wasserfälle und gibt nachhaltige Eindrücke wenig bekannter Regionen. Am 28. März geht es mit dem Fernweh-Winter weiter durch „Fernost & Fernwest“. In einem Oldtimer-LKW durchquerten Sabine Hoppe und Thomas Rahn in sechs Jahren 54 Länder. In Wiesbaden berichten sie über die Farbenpracht Laos‘, Thailands und Malaysias, über die größte Tempelanlage der Welt, über vergletscherte Täler der kanadischen Rocky Mountains und einiges mehr.

19.30 TATTERSALL Norwegen & Hurtigruten

10.00 REFORMATIONSKIRCHE Orgel und Kinderchor

KONZERTE

....................................... SA 25.03. 20:00

22.00 PARK CAFÉ Urban Beats

20.00 GALLI THEATER Belladonna

23.00 KONTEXT Basslastig

LUCA TANZT LEISE

FETEN

19.30 LITERATURHAUS VILLA CLEMENT. Dark Web

22.00 CANTINA Oldschool Hip Hop Party

23.00 DAS WOHNZIMMER Love with your body

Digital, global und optimal! In ihrem neuen Programm widmet sich Katalyn Bohn dem Dilemma unseres maximal effizienten Lebens. Ein stadtneurotisches Kindergartenkind durchleidet den horrenden Zwangsaufenthalt auf einem echten Bauernhof. Der geheime Tagebuch-Chat von vier Nutztieren taucht auf und feiert Welterfolg als Musical „Gibt es ein Leben vor dem Tod?“. Aber wie steht es um die Planbarkeit von Beziehungen? Wird Coaching die Welt retten? Das alles klingt ein wenig verwirrend? Zum besseren Verständnis dient ein Besuch der Kammerspiele zur Beantwortung der elementaren Frage: „Sein oder online“?

18 ))) Samstag

LITERATUR

KONZERTE

23.00 KULTURPALAST Extraordinary

DO 23.03. 20:00

12 ))) Sonntag

11.00 MUSEUM WIESBADEN Museumswerkstatt für Kiner. Verrätselt 16.00 GALLI THEATER Das tapfere Schneiderlein

17.00 ORANIER-GEDÄCHTNIS-KIRCHE Gospelkonzert, Jonny Winters u. Ensemble 19.00 SALONGESELLSCHAFT, ELTVILLE Germanicana Folk Festival 19.00 SCHLACHTHOF, HALLE You me at Six BÜHNE 14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 18.00 STAATSTHEATER, WARTBURG Loserville 18.00 VELVETS THEATER Grenzen-Los 19.00 BRENTANO-SCHEUNE In de Wertschaft 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Die Hochzeit des Figaro 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Der ideale Ehemann

18.00 MUSEUM WIESBADEN Aus dem Neunzehnten

23.00 KONTEXT Rumpelkammer

15 ))) Mittwoch

20.00 PARK CAFÉ Salsa Party KONZERTE 18.30 KULTURPALAST Rudelsingen 19.30 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Sommermukke 20.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Sinfonie Nr. 8 von Anton Bruckner BÜHNE

www.fernweh-winter.de KUNST 19.00 MUSEUM WIESBADEN Richard Serra, Props, Films, Early Works. Ausstellungseröffnung. FAMILIE 11.00 STAATSTHEATER, WARTBURG Krieg - Stell dir vor, er wäre hier

17 ))) Freitag

14.30 /19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

FETEN

20.00 KAMMERSPIELE Sein oder online

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Schauspielforum zu Judas

22.00 PARK CAFÉ La Fiesta

LITERATUR

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Mutter Courage und ihre Kinder

23.00 DAS WOHNZIMMER Good idea

20.00 GALLI THEATER Die Männerfalle

23.00 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Augen zu und durch

19.30 LITERATURHAUS VILLA CLEMENT. Trügerisches Licht

20.00 THALHAUS Vor der Ehe wollt’ ich ewig leben

23.00 KREATIVFABRIK Mach Mal Langsam

FAMILIE

LITERATUR

11.00 GALLI THEATER Rapunzel

19.00 LITERATURHAUS VILLA CLEMENT. Europa, wo sind deine Grenzen?

23.00 KONTEXT ybooking meets Technorebellen

15.00 HESSISCHES STAATSTHEATER, Lohengrin: Unterwegs mit Schwan (Premiere)

FAMILIE

16.00 GALLI THEATER Das tapfere Schneiderlein

15.30 STADTBIBLIOTHEK Schreibwerkstatt

SONSTIGES

18.00 JUGENDZENTRUM AKK, REDUIT Breakdance- und Hip Hop-Tanzkurs

12.00 ANKERMÜHLE, OESTRICH-WINKEL Slow Food: Mühlenwanderung

19.30 STAATSTHEATER, WARTBURG Krieg - Stell dir vor, er wäre hier

11.00/15.00 MUSEUM WIESBADEN Führungen. Erdreich (11 Uhr). KünslterInnen der Moderne (15 Uhr) 15.00 KULTURPALAST Circus Lunae-Podcast: Mias Void

13 ))) Montag KONZERTE 19.00 EV. RINGKIRCHE Joshua Radin, Lily & Madeleine BÜHNE 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Our House 20.00 GALLI THEATER Schlagersüßtafel FAMILIE 18.00 MOJA-LADEN JugendTreff

14 ))) Dienstag BÜHNE 14.30/19.30 UHR RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

SONSTIGES

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Hangmen

15.00 MUSEUM WIESBADEN Führung Klassische Moderne

19.30 STAATSTHEATER, WARTBURG Home Sweet / Sweet Home

16 ))) Donnerstag FETEN 17.00 RICHIE’S After Work KONZERTE 20.00 DAS WOHNZIMMER Live: Jazz Potatos 20.00 KULTURCLUB BIEBRICH An Tor - Irish traditional Music 22.00 DAS WOHNZIMMER The Session BÜHNE 14.30/19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER La Giuditta 20.00 AKZENT THEATER Educating Rita 20.00 THALHAUS Lieblingsfarbe Schokolade LITERATUR 19.00 WERKSTATT 23, BLÜCHERSTR. 23 Regen mit Autor Rouven Winson. 19.30 LITERATURHAUS VILLA CLEMENT. Pfingstrosenrot 20.00 KULTURSTÄTTE MONTABAUR Der falsche Fürst/Mord am Main

17.00 EV. JOHANNESKIRCHE Orgelkonzert mit Burkhard Mohr

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER The Addams Family

18.30 KREATIVFABRIK Polar, Giants, Empires Fade, My Only

19.30 STAATSTHEATER, WARTBURG Terror

19.00 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Hundreds, Odd Beholder

20.00 BRENTANO-SCHEUNE Bis in die Puppen

BÜHNE

20.00 DAS WOHNZIMMER Kristine & Ivan von Kunst gegen Bares FAMILIE

16.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Die Entführung aus dem Serail

11.00 GALLI THEATER Hans im Glück

16.00 KURHAUS Der Spieler: Dostojewski

11.00 MUSEUM WIESBADEN Erdreich

19.00 BÜRGERHAUS, KAISERSAAL Duo Rosso: Die Farben der Musik

19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

11.00 HESSISCHES JUSTIZMINISTERIUM Menschen auf Reisen - Geschichten von unterwegs

18.00 VELVETS THEATER Die Zauberflöte

KONZERTE

FETEN 17.00 RICHIE’S After Work

15.00 HESSISCHES STAATSTHEATER 14 Versuche Wagner lieben zu lernen

14.30/19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

23.00 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Bastard Rocks

18.00 MUSEUM WIESBADEN Böden als Archive der Naturgeschichte

Termine März

KONZERTE 19.00 TALLEY´S SPEISE- & EVENTLOKAL Julia Nelson. Taunusstein-Wehen. 19.30 EV. JUGENDKIRCHE Judy Bailey 20.00 SCHEUER Julian Sas Band

19.30 WERK I Tinkers Coin

20.00 KAMMERSPIELE Gott des Gemetzels 20.00 THALHAUS Für Garderobe keine Haftung: Blind Date LITERATUR 14.30 KURHAUS, SALON SCHURICHT Tatort Wiesbaden 20.00 HILDE-MÜLLER-HAUS Rosa Lüste: Geschichte der Monarchien FAMILIE 10.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Der kleine Prinz

Ausstellung

Mi. 15. März 2017 – Mi. 5. April 2017

14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

Öffnungszeiten Mo. – Do. Fr.

17.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Die Walküre 19.00 EV. KIRCHE Wenn Engel lachen ...

7 – 18:00 Uhr 7 – 16:30 Uhr

im Meistersaal der Handwerkskammer Wiesbaden Bierstadter Straße 45 65189 Wiesbaden

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Dr. med. Hiob Prätorius 19.30 STAATSTHEATER, WARTBURG Für Garderobe keine Haftung 19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 20.00 AKZENT THEATER Educating Rita

15.

20.00 GALLI THEATER Die Männerfalle 20.00 KAMMERSPIELE Gott des Gemetzels

LITERATUR

20.00 GALLI THEATER Die Männerfalle

Di. 14. März 2017 um 18:30 Uhr

BÜHNE

19.00 RUDERSPORT 1888 Kriminal Dinner

20.00 AKZENT THEATER Educating Rita

Vernissage

21.00 REDUIT Rude Rich und CanYouCanCan

20.00 VELVETS THEATER Die kleine Meerjungfrau Rusalka

19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

handwerk

20.30 KREATIVFABRIK Doom Buddies Inc.

14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

19.30 STAATSTHEATER, WARTBURG Terror

Tischler

20.00 SCHEUER Remode: Depeche Mode Show

20.00 THALHAUS Alain Frei: Alle Menschen sind anders ...

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Eugen Onegin

werke im

20.00 DIETRICH-BONHOEFFER-HAUS Ton Steine Scherben

BÜHNE

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER The Addams Family

Meister

19.30 MARTIN-LUTHER-KIRCHE Jazzkonzert

9.30 RONCALLI-HAUS Humor am Lebensende

Solar Fake steht für Electro, volle Tanzflächen, Club Hits, Melodien, die man nicht vergisst und eine unverwechselbare Stimme. Sven Friedrich und Andre Feller haben schon oft bewiesen, dass sie auf jeder Bühne der Welt ihr Publikum begeistern können. Aber geht das auch unplugged? Aber klar! Mit M.Stolz an der Violine, Benni Cellini von der Band „Letzte Instanz“ am Cello und Dirk Riegner am Piano haben sich drei Ausnahmekünstler zu dem Duo gesellt. In der Alten Schmelze werden ab 20 Uhr Songs von allen Alben und natürlich auch einige Coverversionen in diesem neuen Gewand erklingen. Es werde nicht bombastisch, sondern intim – so viel sei gesagt!

FAMILIE 11.00 GALLI THEATER Hans im Glück 11.00 MUSEUM WIESBADEN Schwer oder leicht? 16.00 GALLI THEATER Die Prinzessin auf der Erbse 16.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Der kleine Prinz 18.00 CAFÉ WELLRITZ Bilderbuchkino: Bravo kleines Huhn

18.

SONSTIGES 10-18.00 KUMPAN STORE Neueröffnung 1. Kumpan Elektroroller Store Deutschlands. Herderstraße 25.

19 ))) Sonntag FETEN 22.00 PARK CAFÉ Urban Beats KONZERTE 11.00 KELTERHALLE, RH. MUSIK FESTIVAL Emmanuel Tjeknavorian und Maximilian Kromer

Ein Highlight für Schnäppchenjäger ist der durch großzügige Spenden bestens bestückte traditionelle Charity-Spring-Basar des Deutsch-Amerikanischen und Internationalen Frauenclubs in den Kurhaus-Kolonnaden. Von 10 bis 17 Uhr können Besucher nach Herzenslust stöbern, sich im deutschamerikanischen Kaffeehaus verwöhnen lassen, bei der Tombola auf das große Los hoffen und – um 14 Uhr einen Fußball mit Original-Unterschriften der FC-Bayern-München-Spieler ersteigern.

Termine an [email protected] und [email protected]

29

30

Termine März

sensor 03/17

sensor 03/17

11.00 CAFÉ WELLRITZ Familienkochkurs: Osterüberraschung

22.00 PARK CAFÉ La Fiesta

20.00 GALLI THEATER Ladies’ Late Night

16.00 GALLI THEATER Die Prinzessin auf der Erbse

23.00 DAS WOHNZIMMER Spring Break

20.00 KAMMERSPIELE Gott des Gemetzels

SONSTIGES

23.00 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Knietief in Beats

20.00 KUENSTLERHAUS43 Leichenschmaus & Schwarze Katzen

22.00 KONTEXT E-Tanz

20.00 VELVETS THEATER Der Kleine Prinz

KONZERTE

21.45 HESSISCHES STAATSTHEATER Salón Tango

10.00 BÜRGERHAUS, ERBENHEIM Eröffnung des Designmarkts

20 ))) Montag

19.00 SCHLACHTHOF, HALLE Subway to Sally

BÜHNE

18.

12.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Flori Zwerg und die rote Zipfelmütze 17.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Rummel und Rabbatz in Lunas Park

Seine Worte verbiegen Balken, er fabuliert das Blaue vom Himmel und Generationen werden von ihm verzaubert. Die Rede ist vom Baron Münchhausen. Bei einer Neuauflage der berühmten Lügenkomödie im Kuenstlerhaus43 dürfen die Zuschauer ab 20 Uhr einem gewitzten Geschichtenerzähler lauschen: Hat er wirklich mit seinem Flug auf der Kanonenkugel den Fall der Berliner Mauer verursacht? Und war er der erste Mensch auf dem Mond? Auf jeden Fall ist er im stolzen Alter von über 200 Jahren der neue Kanzlerkandidat seiner eigenen Partei. Merkel und Schulz waren gestern – „Baron Münchhausen 2.0“ ist heute! In Uta Kindermanns Inszenierung lässt es sich einer Parodie auf Politiker, Talkshows und deren Wahrheitsgehalt beiwohnen.

19.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Ruhm oder Freundschaft 19.30 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Siegfried & Joy LITERATUR 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Orchestertalk 19.30 KREUZKIRCHE, EV. FREIK. GEMEINDE Folgen der Reformation FAMILIE 18.00 MOJA-LADEN JugendTreff

21 ))) Dienstag KONZERTE 19.30 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Cold Cave, Drab Majesty

19. „Römer am Limes und in Castellum Mattiacorum“, die gibt es zum Saisonauftakt im Museum Castellum in der Reduit zu betrachten. Im Beisein der verantwortlichen Wissenschafts­ illustratorin und Künstlerin Heike von Goddenthow wird die Zeitreise der besonderen Art um 11 Uhr eröffnet. Von Goddenthow, die durch ihre historischen Rekonstruktionen von Limeskastellen und römisch-germanischen Lebensbildern seit Jahren in Fachkreisen bekannt ist, präsentiert hier einen Querschnitt ihres Werkes.

BÜHNE 9.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Piraten lesen nicht 11.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Zuhause! 12.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Felicitas Kunterbunt 14.30/19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 17.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Fazz und Zwoo 18.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Kostprobe zu Siegfried LITERATUR 19.00 SCHLACHTHOF, HALLE Ohne Geld bis ans Ende der Welt FAMILIE

19.

Im Bürgerhaus Wiesbaden-Erbenheim wird die Zeit wieder um ein paar Jahrzehnte zurückgedreht, und Liebhaber außergewöhnlichen Wohndesigns kommen auf ihre Kosten. Ab 10 Uhr öffnet der überregional bekannte Designmarkt seine Pforten, bis in den späten Nachmittag hinein kann Wohndesign der 50er - 70 er Jahre bewundert und erstanden werden. Angeboten werden klassische Möbel namhafter Designer, individueller Schmuck und schrille Mode, klares Chrom-Design, Werbeschilder und poppig bunte Plastikmöbel der 70er – die Gelegenheit, die eigene Ausstattung gebührend „Retro“ aufzupeppen. www.design50er-70er.de 

14.00 SCHLOSS FREUDENBERG Feuerwerkstatt

AKKORDEON & MODERATION ORT & TICKETS: HEIMATHAFEN, KARLSTR. 22, WIESBADEN

20.00 GALLI THEATER Die MamaMänner 20.00 SCHEUER Henni Nachtsheim 20.00 KREATIVFABRIK Für Garderobe keine Haftung: Impro Jam

17.00 RICHIE’S After Work 20.00 PARK CAFÉ Salsa Party

10.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Villa Spooky 13.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Konferenz der Tiere 2.0 14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 15.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Hotel Chantalle 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Freiheit 19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 20.00 AKZENT THEATER Venus im Pelz

FAMILIE

20.00 KUENSTLERHAUS43 Leichenschmaus & Schwarze Katzen

15.30 STADTBIBLIOTHEK Sehen - Hören - Mitmachen

LITERATUR

18.00 JUGENDZENTRUM AKK, REDUIT Breakdance- und Hip Hop-Tanzkurs

19.00 VILLA SCHNITZLER Die Mörderischen Schwestern

23 ))) Donnerstag FETEN 17.00 RICHIE’S After Work

FAMILIE 15.00 CAFÉ WELLRITZ Flohmarkt für Baby- und Kindersachen

FETEN

19.30 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Kissin Dynamite

21.00 DIVERSE LOCATIONS Wiesbaden feiert. 1 Nacht. 17 Locations. 1 Eintritt.

20.00 KREATIVFABRIK Open Stage

BÜHNE 10.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Baller-Bob in Timber-Town 12.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Schon wieder Märchen ... 13.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Liebe, Diebe und die perfekte Krautsuppe

19.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Florentines Weg zur besseren Hälfte 19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

22.00 PARK CAFÉ Party Hard 22.00 SCHLACHTHOF, HALLE 80-90-00 22.00 KULTURPALAST Wiesbaden feiert 23.00 DAS WOHNZIMMER DJ k!D 23.00 KREATIVFABRIK Queer Factory 23.00 KONTEXT Harakiri brothers KONZERTE 19.30 WERK I Ernest Robinson 21.00 BADHAUS.BAR Wiesbaden feiert 21.00 SCHLACHTHOF Absinto Orkestra & Harmoni BÜHNE

20.00 THALHAUS Zink Extrem positiv

14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

LITERATUR

19.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Don Karlos, Infant von Spanien

17.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Kunstraub im Museum

19.00 ATELIER CHICHINO NEROSTRASSE Lesung, Neue Kollektion und Kunst

18.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Oskar und die Tieferschatten

19.30 LITERATURHAUS VILLA CLEMENT. Zwei Sekunden

24 ))) Freitag FETEN

LITERATUR 19.30 LITERATURHAUS VILLA CLEMENT. Auf dem Krimisofa mit... Petra Reski und Olaf Sundermeyer FAMILIE 11.00 GALLI THEATER Clowns Ratatui

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Eugen Onegin 19.30 STAATSTHEATER, WARTBURG Loserville 19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 20.00 AKZENT THEATER Venus im Pelz

Ab € 26,– monatlich, gestimmt, mit Stuhl, Lieferung € 66,– im Rhein-Main-Gebiet

18.00 JUGENDZENTRUM AKK, REDUIT Breakdance- und Hip Hop-Tanzkurs 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Patrick anderthalb

17.00 RICHIE’S After Work

65183 Wiesbaden · Mühlgasse 11–13 Tel. 0611/99 22 40 · www. piano-schulz.de SONSTIGES 20.15 MURNAU-FILMTHEATER Chocolate de Paz

27 ))) Montag

KONZERTE 20.00 KULTURCLUB BIEBRICH Sons of Settlers 20.00 THALHAUS Axel Grote Quartett 21.00 BADHAUS.BAR Beflügelt 21.00 DAS WOHNZIMMER Kies

KONZERTE 19.30 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Kids Insane, Slander

16.00 GALLI THEATER Das tapfere Schneiderlein

BÜHNE

16.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Jumbo und Winz

20.00 GALLI THEATER Die Geisterbahn

SONSTIGES

FAMILIE

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Hangmen

18.00 MURNAU FILMTHEATER/

11.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Mio, mein Mio

19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

18.00 MOJA-LADEN JugendTreff

20.00 KUENSTLERHAUS43 Poetry Slam

26 ))) Sonntag FETEN 22.00 PARK CAFÉ Urban Beats KONZERTE 11.00 KELTERHALLE RH. MUSIK FESTIVAL Raphaël Sévère und Théo Fouchenneret 18.00 KULTURPALAST Heim und Kreisen 19.00 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Foxing, Fog Lake

14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical 18.00 AKZENT THEATER Venus im Pelz 19.00 BRENTANO-SCHEUNE Im Eufer der Phorie 19.00 KUENSTLERHAUS43 Mord in Aussicht 19.00 MEIN BAHNHOF Stolze für alle 19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Die Hochzeit des Figaro 19.30 STAATSTHEATER, WARTBURG Auerhaus

28 ))) Dienstag KONZERTE 19.30 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Espana Circo Este 21.00 KREATIVFABRIK Nightwatchers, Telecult

22.00 DAS WOHNZIMMER The Session BÜHNE 14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

31 ))) Freitag FETEN

BÜHNE 14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

20.00 KULTURPALAST Spring Break

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Ungeduld des Herzens

22.00 PARK CAFÉ La Fiesta

19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

23.00 DAS WOHNZIMMER Where is the love?!

20.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Elke Heidenreich: Passione — Leidenschaft

23.00 KONTEXT High Time

LITERATUR

23.55 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Paradise Disco

19.00 TATTERSALL Abseitsreisen - Fernost und Fernwest

24.00 KREATIVFABRIK Ballroom Blitz

19.30 LITERATURHAUS VILLA CLEMEN. Sanatorium Europa

KONZERTE

FAMILIE

19.00 SCHLACHTHOF, KESSELHAUS Leoniden

10.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Lohengrin: Unterwegs mit Schwan

19.30 MUSEUM WIESBADEN ALA.NI

14.00 SCHLOSS FREUDENBERG Feuerwerkstatt

20.00 RUDERSPORT 1888 Daniel Erdmann’s Velvet Revolution 21.00 BADHAUS.BAR Beseelt

FETEN

BÜHNE

20.00 KAMMERSPIELE Sein oder online

17.00 RICHIE’S After Work

14.30/19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

KUNST

20.00 PARK CAFÉ Salsa Party

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Ab jetzt

BÜHNE

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Eugen Onegin

17.00 GALERIE IM THALHAUS Lumara: Paris - RER

14.30/19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

FAMILIE

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Die Hochzeit des Figaro

11.00 GALLI THEATER Clowns Ratatui 15.00 BRENTANO-SCHEUNE Poly Popcorn - Zirkuskind 15.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Mio, mein Mio 15.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Der gestiefelte Kater

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER The Addams Family 20.00 GALLI THEATER Die Männerschule 20.00 THALHAUS Schöne neue Welt LITERATUR

15.00 VELVETS THEATER Die Zauberlampe

19.00 BÜCHERGILDE BUCHHANDLUNG Krimi-Rätsel-Abend

15.00 KREATIVFABRIK Die Schatzinsel

FAMILIE

16.00 GALLI THEATER Das tapfere Schneiderlein

15.30 STADTBIBLIOTHEK Schreibwerkstatt

25.

19.30 LITERATURHAUS VILLA CLEMEN. Benefiiz-Ringlesung

19.30 KREATIVFABRIK Youth Culture Warm Up Showcase

29 ))) Mittwoch

Die von sensor präsentierte Reihe „Klassik im Klub“ startet 2017 wieder im heimathafen. Das Lounge Konzert ist einem ganz besonderen Instrument gewidmet. Die Künstlerin Veronika Todorova ist als „die Zauberin auf dem Akkordeon“ (Nassauische Neue Presse) eine junge Virtuosin, die mit ihrem Tastenakkordeon die Zuhörer begeistert und die Fachwelt überzeugt. Wenn die mehrfach preisgekrönte gebürtige Bulgarin am Ende eines Soloabends ihr Instrument absetzt, bleibt beim Zuhörer das Gefühl zurück, eine musikalische Hexenküche erlebt zu haben. Sie zaubert Klänge, die man dem Instrument nicht zutraut: Sie lässt Orgelklänge ebenso wie die Buntheit eines bulgarischen Volksfestes entstehen oder die Geschwindigkeit eines vorbei rauschenden Zuges erklingen und die argentinische Traurigkeit mit ihren Tangos aufkommen.

LITERATUR

19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

11.15 EV. KREUZKIRCHE Kreuz-Zeichen

22.

FETEN

15.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Der gestiefelte Kater

KULTURPARK Earth Hour. Auftakt Film “Zwischen Himmel und Eis”. 20.30 bis 21.30 Lichter aus, Feuershow, Musik.

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30 ))) Donnerstag

11.00 MUSEUM WIESBADEN Ringli, der Regenwurm

BÜHNE

25 ))) Samstag

KONZERTE

17.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Dornröschen

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Shockheaded Peter

BÜHNE

20.00 KAMMERSPIELE Gott des Gemetzels

20.00 THALHAUS 2gegen3

19.30 HESSISCHES STAATSTHEATER Märchen und andere Geschichten aus dem Wirtschaftsleben

21.00 BADHAUS.BAR Beseelt

19.30 LITERATURHAUS VILLA CLEMENT. Sechs und Crime

14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

12.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Am Anfang des Regenbogens

20.30 KREATIVFABRIK Karies und Front

LITERATUR

KONZERTE

11.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Rotkäppchen, isch schwör!

19.00 KULTURPALAST Bandsupporter Bandcontest 2017

20.00 GALLI THEATER Die MamaMänner

22.00 DAS WOHNZIMMER The Session

FETEN

10 € / AK 12 €

19.30 SCHLACHTHOF, HALLE Where the wild words are

19.00 MUSEUM WIESBADEN Art after Work. Frauenpower.

22 ))) Mittwoch

22.3.

19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

21.00 BADHAUS.BAR Beflügelt

14.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

Ein Raunen geht durch die Mengen, Discokugeln drehen durch, der Vorhang öffnet sich: für Siegfried & Joy – the NEW superstars of magic im Schlachthof-Kesselhaus. Wer noch nie auf einer Zaubershow war, der sollte angesichts dieser Chance von einer zauberhaften Euphorie erfasst werden – und wer nicht an Magie glaubt, der sollte erst recht kommen! Denn neben kreativen Explosionen im Dienste der Zauberkunst, skandalösen Geschichten mit verblüffendem Ausgang und dem Zunichtemachen aller Zaubershow-Klischees, warten bei Siegfried & Joy auch charmant-skurriler Humor und zwei bezaubernd galante Männer. sensor präsentiert und verlost 3x2 Freikarten: [email protected]

VERONIKA TODOROVA

SONSTIGES

BÜHNE

20.

LOUNGE-SONDERKONZERT

Klavier spielen? Einfach mieten!

Termine März

19.30 RHEIN-MAIN-THEATER Sister Act - Das himmlische Musical

Allein die Location ist es wert, den Weg zur Jahrhunderthalle anzutreten. Die neue Konzertreihe „Music Sneak“ feiert in außergewöhnlicher Kulisse, dem ehemaligen Restaurant und zugehöriger Bar, ein Vintage-Mikrokosmos James-Bond-Feeling, Premiere. Pro Abend spielen drei vorher nicht bekanntgegebene Künstler, jeder in eigenem Setting. Durch den Abend voller Überraschungen führt U20 Hessenmeister im Poetry Slam, Finn Holitzka. Etwas rundum Besonderes, das man am besten vom Start weg live erleben sollte. www.musicsneak.com

25.

Millionen Menschen schalten zur „Earth Hour“ am 25. März 2017 rund um den Globus das Licht aus – als Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz. Wiesbaden nimmt zum siebten Mal in Folge teil. Diesjähriger zentraler Veranstaltungsort ist das Gelände rund um den Schlachthof. Wer möchte, kann dort mit einem mitgebrachten Windlicht, das aus Windlichtern aufgestellte Symbol der Earth Hour 60+ verstärken. Die 60+ steht für das Ziel, ein Bewusstsein für ein umweltfreundlicheres Leben und Handeln zu schaffen – weit über die 60 Minuten heraus. Eröffnet wird die Veranstaltung um 18 Uhr im Murnau-Filmtheater mit dem Film „Zwischen Himmel und Eis“. Im Anschluss lädt Talley Hoban zur großen Schnippelparty im Kulturpark ein. Von 20:30 bis 21:30 Uhr – zur Stunde der Dunkelheit – gehen die Lichter des Murnau-Filmtheaters, des Wasserturmes und an vielen anderen Orten in Wiesbaden aus. Eine spektakuläre Feuershow sowie eine musikalische Umrahmung sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

26.

19.30 THEATER IM PARISER HOF Der Ring des Nibelungen 20.00 AKZENT THEATER Männer und andere Irrtümer 20.00 GALLI THEATER Der Beziehungscoach 20.00 KAMMERSPIELE Gott des Gemetzels 20.00 THALHAUS Eigentlich bin ich ja Tänzer FAMILIE 10.00 HESSISCHES STAATSTHEATER Jumbo und Winz

Vor 2 Jahren haben Mike, Flo und Denny – zusammen sind sie die Band „Heim“ und stammen aus Käffern in der bayrischen Provinz – ihre erste Platte herausgebracht. Darauf zu hören sind beckenschändende Drums, verspielte bis heavy klingende Gitarren und ein treibend-harscher Bass – und Denny, der singt. Ab und an. Auch auf ihrem neuen Album „Palm Beach“ stellt er sein Gesangskönnen unter Beweis. Live sind Heim laut, sehr laut. Erahnen lässt sich das Volumen, wenn es zum traurigsten Moment der Platte kommt: „Ein schwacher Mensch, der es verzweifelt versucht. Egal, was noch kommt. Die Ablehnung bleibt“, schreit Denny im Song „Im Keller“ heraus. Auf den richtig großen Bühnen wird es Heim kaum geben, stattdessen eher Heim im Keller. Vom Keller in den Kulturpalast geht es für die Band um 19 Uhr. sensor präsentiert und verlost 2x2 Freikarten: [email protected]

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2x5

Beruf Was ist, was macht ein Dekan in der Evangelischen Kirche? Der Dekan ist in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau der Vertreter der Kirchenleitung vor Ort und leitet die Kirche der Region. Die evangelische Kirche ist nicht von oben nach unten organisiert: Jede Kirchengemeinde ist Herrin ihres Geschicks. Innerhalb der Rahmenbedingungen der Gesamtkirche habe ich Gestaltungsspielräume. Und ich bin das Gesicht für die Gesamtkirche in der Region. Das merke ich immer dann, wenn es Diskussionen gibt, zu der die Meinung „der Kirche“ gefragt ist. Dann werde ich gefragt. Sie verantworten auch das „Reformationsjubiläum“ in Wiesbaden. Sie feiern, anders als andere Städte, bewusst kein Lutherjahr. Die Reformation ist mehr als die Person Luthers. Ich finde ihn stark als Charakter, ich lese gerne seine Texte, mag seine Sprache. Weil wir es nicht historisierend feiern wollen, haben wir nicht Luther in den Fokus gestellt, sondern gefragt: Was heißt all das heute für uns? Deshalb haben wir als Motto „Darauf stehe ich“ gewählt. Inzwischen hat das eine starke politische Konnotation bekommen. Wir erleben AfD-Zuwächse, weltpolitische Entwicklungen, Brexit und Trump als Zeichen allgemeiner Verunsicherung: alte Selbstverständlichkeiten zerbröseln. Wir schauen uns erstaunt um und fragen uns, was ist eigentlich los? Auch die Kirche erlebt diese Verunsicherung. Deshalb mag ich die Botschaft „Darauf stehe ich“, weil es eine fröhliche Weltzuversicht ausstrahlt. Vielleicht waren wir nicht gut genug in der Vergangenheit, genau dies zu kommunizieren: wie schön es ist, Christ sein zu dürfen. Na dann, nur zu – kommunizieren Sie mal los ... Anhand des Slogans geht das wunderbar: Wenn wir uns sagen lassen können, es gibt einen Grund meiner Existenz, den ich nicht selbst leisten muss, dann muss ich mich nicht immer wieder selbst behaupten. Dann kann ich sagen, darauf stehe ich! Und ich stehe nicht darauf, weil ich „toll“ oder erfolgreich bin, sondern weil ich bei Gott sein kann. Ich habe gerade über Luthers Berufsethik gearbeitet – er sagt, es gibt nicht die heiligen Typen, die zum Beispiel irgendwohin pilgern und deshalb besonders schnell in den Himmel kommen. Sondern wenn die Magd als Christin ihr Hühnchen rupft, dann ist das ein genauso wertvoller Beruf wie irgendetwas Heiliges. Das heißt für uns, dass uns die Verankerung in Gott hilft, uns unserer Welt zuzuwenden – in einer Gelassenheit, in einem Getragensein, aber auch in einer gewissen zupackenden Art. Das heißt dann auch, Verantwortung zu übernehmen. Die evangelische Kirche ist in Wiesbaden weit über ihre Gotteshäuser hinaus präsent – ist das auch Strategie, niederschwellig zur Kirche hinzuführen? Es ist ein tiefer diakonischer Zug, da Kirche zu sein, wo die Menschen sind. Aber ja, wir versuchen, niederschwellig zu sein. Das ist eine ständige Herausforderung, weil niederschwellig nicht heißen darf, banal zu werden. Eigentlich ist der Glaube ja kein niederschwelliges Thema, sondern eher ein sehr intimes. Ernsthaft über Glauben zu reden, das tut der Deutsche, ganz anders als zum Beispiel ein Amerikaner, nur sehr bedingt, oft nicht mal mit dem Partner, so wie man hier nicht über Geld oder über die bevorzugte Partei spricht Wie steht es um den christlich-muslimischen Dialog in Wiesbaden? Wir haben schon vor fünfzehn Jahren begonnen, intensiv Kontakte zu suchen und zu pflegen. Heute gibt es immer noch einige Begeisterte, die sich damit auseinandersetzen wollen. Aber insgesamt ist da viel Luft nach oben. Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass die Neugierde in Gemeinden vorbei ist und eine gewisse Normalisierung eingetreten ist. Gleichzeitig bleibt uns der gesamtgesellschaftliche Dialog der Religionen aufgegeben und ist ja gerade angesichts der großen Vielfalt auch der muslimischen Gemeinden in Wiesbaden spannend.

2x5 Interview

Dr. Martin Mencke, Dekan Evangelisches Dekanat Wiesbaden, 50 Jahre, 3 Kinder Interview Dirk Fellinghauer

Foto Arne Landwehr

Mensch Von 2004 bis 2011 waren Sie als Pfarrer in Washington, D.C. Wie haben Sie Kirche in den USA im Unterschied zu hier erlebt? Grundsätzlich sind die Amerikaner intensiver engagiert. Wir als Deutsche sind da doch eher obrigkeitsstaatlich, oder wohlfahrtsstaatlich imprägniert. Ich war in einer Freiwilligengemeinde, die zum großen Teil aus Spenden finanziert ist – das ist eine aufregende Geschichte, denn die Gemeindemitglieder mussten irgendwie mein Gehalt zusammenkriegen. Das ist ein völlig anderer Drive, man steckt wesentlich mehr im Boot drin. In Amerika wird über alles Mögliche sehr breit diskutiert, und das fand ich gut, weil das die eigene Argumentationsfähigkeit schärft. Da muss man auch mal richtig in den Clinch gehen. Ich habe es sehr genossen, politisch zu predigen, weil ich meine politische Predigt ganz anders verantworten musste. Hier ist das manchmal zu billig. Als Pfarrer auf der Kanzel zu stehen und gegen Fluglärm zu wettern, das ist okay und muss auch sein, aber in Amerika wird alles an der Umsetzbarkeit gemessen. „Die Ungläubigen sind die wahren Gläubigen, weil sie zweifeln“, hieß es kürzlich in einem Vortrag. Kennen Sie Zweifel? Zum Glück sind es nicht wir, die entscheiden, wer die wahren Glaubenden sind, da wäre ich sehr vorsichtig. Aber: Alle, die keine Fragen in oder an ihrem Glauben haben, sind mir suspekt. Jeder Mensch hat Fragen. Ich würde sie nicht gerne Zweifel nennen, aber Anfechtung gehört wesentlich zum Glauben dazu. Wer seinen Glauben nicht auch angefochten erlebt, nimmt die Welt nicht wahr. Ich kann doch nicht zum Beispiel in ein Kinderhospiz gehen und … – bei wem das nicht zur Anfechtung seines Glaubens führt, der ist irgendwie ein harter Mensch. Worauf stehen Sie jenseits von Kirche und Glaube? Mir macht Musik sehr viel Spaß. Leider mache ich keine mehr. Ich habe Cello gespielt bis ins Studium hinein. Später habe ich angefangen, meiner jüngsten Tochter Cello-Unterricht zu geben. Das hat aufgehört, als ich hier in dieses schöne Amt kam. Ich gehe gerne in den Rheingau, trinke dort ein schönes Glas Wein. Ich mag Feuer. Ich habe einen neuen Kaminofen und einen alten Kachelofen. Das finde ich im Winter wunderbar – vor dem Ofen, mit einem Glas Rotwein, toller Musik und einem guten Buch. Und vielleicht noch einem Stück Schokolade. Welches Verhältnis haben Sie zur Nacht? Spontan würde ich sagen, sie ist immer zu kurz. Irgendwie mag ich die Nacht, als Ruheraum, aber auch als Entfaltungsraum. Da ist was Geborgenes drin. Da redet man anders. Da hat man Zeit. Ich mache aber nicht gerne die Nacht zum Tag. Sie haben eine These für Wiesbaden frei – welche? Fröhlicher selbst sein! Ich finde Wiesbaden echt toll, aber irgendwie redet man in Wiesbaden immer darüber, dass man nicht so genau wisse, wer man sei. Das finde ich seltsam, das habe ich noch nie verstanden, eine völlig überflüssige Diskussion. Man „ist“ als Stadt einfach.

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Advertorial

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Mutig sein und los

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Die Austauschschülerinnen und -schüler Julia, Gina, Leon, Anna und Eileen beim Rückkehrerseminar im Februar in Wiesbaden.

Wer das Schuljahr 2017/2018 im Ausland verbringen möchte, muss sich jetzt kümmern. Ein ganz besonderes Angebot macht die hessische Rotkreuztochter Volunta. „Einfach mal ganz weit weg, am liebsten nach Südafrika oder Kanada …“ Das hat sich Leon schon als Vierzehnjähriger gewünscht. „Trotz Lernstress im G 8 ins Ausland – keine einfache Entscheidung“, weiß Mutter Ina. Ein mulmiges Gefühl, das Kind ins Ausland ziehen zu lassen, lässt sie noch zögern – schließlich ist das der erste große Schritt in die Selbstständigkeit. Mal ganz abgesehen davon, dass außerdem auch einiges zu klären und zu erledigen ist: Mit der Schule sprechen, eine Organisation finden und sich eventuell um finanzielle Unterstützung bemühen. Der gemeinsame Besuch einer Schüleraustauschmesse bringt Mutter und Sohn Sicherheit. Unter den vielen Organisationen und Angeboten hat beiden die besondere Idee der gemeinnützigen DRK-Tochter Volunta am meisten zugesagt: Schüleraustausch im ländlichen Irland, kombiniert mit sozialem Engagement. Auslandsschuljahr in Irland und bei sozialen Projekten helfen „Menschen in Not zu helfen, gehört beim DRK einfach dazu“, sagt Volunta-Beraterin Kathrin Brinkmeier. Die Art und Intensität des sozialen Einsatzes werde mit jeder Schülerin und jedem Schüler individuell abgesprochen. In der Regel beginnt er erst nach der Eingewöhnung in der Gastfamilie und der Schule. „Mög-

lichkeiten gibt es viele, zum Beispiel bei der lokalen Rotkreuz-Gesellschaft, aber auch im Kindergarten oder Tierschutzverein“, zeigt Brinkmeier eine Bandbreite an Möglichkeiten auf. Leon hat sich schließlich unterstützt von seiner irischen Gastmutter – im örtlichen Charity-Shop engagiert. Er hat regelmäßig Kleider sortiert, Preisanhänger geschrieben und beim Aufbügeln geholfen. Bei der Gastfamilie in guten Händen Leon war bei einer Farmerfamilie mit hundert Milchkühen in der Nähe von Blarney im County Cork untergebracht. Zurückblickend stellt der junge Mann fest, dass das Leben auf der Farm und das mit anpacken ihm am besten gefallen haben. „Ansonsten“, sagt der Fünfzehnjährige, „bin ich ganz normal in die Schule gegangen“. Mit nur ganz kurzen Anlaufschwierigkeiten: „Die erste Woche war schlimm, weil ich gar nichts verstanden habe. Ab der zweiten Woche ging es richtig gut“, fügt er lachend hinzu. Seine Mutter ergänzt, dass sie ihr Kind in guten Händen wusste. „Wir hatten von Anfang an eine Ansprechperson, außerdem haben wir den irischen Partner kennengelernt und auf dem Vorbereitungsseminar auch andere Eltern. Das hat viel Sicherheit gegeben, dass nichts schief geht.“

Zurück in Deutschland läuft es gut Seit Weihnachten ist Leon wieder zurück zuhause und hat schnell Anschluss in seiner alten Schule gefunden. „Ich bin wieder gut reingekommen“, sagt er ganz unaufgeregt und: „Ich muss gar nicht so viel nachholen“. Mutter Ina stellt fest, dass sich Leon in den vier Monaten in Irland unheimlich entwickelt hat. „Er ist viel cooler geworden, selbstständiger und weltoffener“, sagt sie. Förderung durch Stipendien und Schülerauslands-BAföG Von den Kosten für das Auslandsjahr sollte sich niemand abschrecken lassen. „Es gibt zum Beispiel finanzielle

Unterstützung von Stiftungen und Verbänden in Form Stipendien und Zuschüssen“, weiß die Volunta-Beraterin Kathrin Brinkmeier. Außerdem hat jeder Jugendliche, dessen Familie unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen liegt, Aussicht auf Schülerauslands-BAföG. Die DRK Volunta berät und betreut junge Menschen in ihrem Freiwilligendienst in Hessen und im Ausland. Außerdem organisiert Volunta Au-pair Aufenthalte und Schüleraustausch in vielen Ländern. Persönliche Beratung und bewerben Volunta-Service-Nr. 06 11 / 95 24 90 00, www.volunta.de

Schüleraustausch und sozial engagieren Jetzt anmelden! Irland ab 6.350 €

Volunta-Service-Nr. 0611 95 24 90 00 volunta.de facebook.de/volunta Mutter und Sohn, zufrieden mit einer besonderen Erfahrung: Ina und Leon Scharf haben die Entscheidung für einen Schüleraustausch in Irland in Kombination mit sozialem Engagement nicht bereut.

Ihre Meinung

Zum „Visionären Frühschoppen im Exil“ – Präsentation des „Walhalla Studios Wiesbaden“-Konzeptes im Schlachthof: „Die Präsentation war auf jeden Fall beeindruckend. Klasse, dass der sensor den Slogan ‚Fühle deine Stadt‘ so mit Leben fühlt.“ (Jan Harff) „So viel Harmonie, Einklang und Konsens innerhalb eines so komplexen Themenkreises, bei gleichzeitig so viel unterschiedlichen Charakteren und Herangehensweisen, habe ich in dieser Stadt noch nicht erlebt. Und ich bin tatsächlich glücklich, dabei gewesen zu sein. Es hat, bei aller Professionalität (von vernachlässigbaren Profilneurosen bei dem einen oder anderen abgesehen) sehr angenehm ‚gemenschelt‘, was meiner Meinung nach bei derartigen Projekten unbedingt vonnöten ist (Authentizität und Leidenschaft, Sie wissen schon). Es war … leicht, bei aller Schwere in der Sache selbst. Und dem Begriff ‚Visionärer Frühschoppen‘ wurde diese Veranstaltung mehr als nur gerecht. Nicht zuletzt deshalb, weil mir ganz persönlich diese zwei Stunden, und die anschließenden Gespräche danach, die Vision schenkten, in dieser Stadt, mit den Anwesenden (und hoffentlich vielen anderen), tatsächlich etwas ganz besonderes Bewegen und Gestalten zu können.“ (Norbert Tolle, via sensor-wiesbaden.de) „Ich bin skeptisch gekommen und begeistert wieder gegangen.“ (Erika Noack, telefonisch) „Soll ich lachen, muss ich weinen? So erging es mir, als ich im sensor als größte Baustelle von Dezernentin Möricke ‚Bürgerbeteiligungsprozesss Wiesbaden 2030‘ las. Heißt Baustelle hier Anliegen oder Problemabwehr? Wie ich darauf komme? Gut, es ist ein paar Jahre her, als ich schriftlich an die Dezernentin einige gut gemeinte ‚Bürger‘-Vorschläge richtete, hinsichtlich des ruhenden Verkehrs im Westend. Und nur ausschließlich vollendete Ablehnung entgegen geschmettert bekam. Immerhin gab es überhaupt eine Antwort. Aber egal, was auch immer ich anregte, Dinge übrigens, die mittlerweile sogar umgesetzt worden sind, wie das Anwohnerparken auf dem Elsässer Platz: Immer gab es irgendwelche Gründe, warum alles, aber wirklich alles nicht

geht. Als ich gänzlich den Eindruck gewann, nur als kurioser Querulant wahrgenommen zu werden, stellte ich meine Bürgerbemühungen ein. Frau Möricke ist für mich seitdem der kapitalste Verhinderungs-Apparatschik in dieser Verwaltungsbürokratie, und ich frage mich jetzt, was ich von ihrer neuen Euphorie in Bezug auf Bürgerbeteiligung halten soll.“ (Matthias Krag)

„Als ich die Leserbriefe der Februar-Ausgabe zum Cover der Dezember / Januar-Ausgabe (JesusIkone mit Clownsnase) las, stieg in mir zunächst Unverständnis auf. Mir scheint, dass die Leser, die sich darüber empörten, dass durch jenes Cover Jesus ‚durch den Schmutz gezogen‘ würde, ihn selber nicht einmal richtig – also im Herzen – verstanden haben. Ich bin mir sicher, dass

Und das sagen Sie Reaktionen und Leserbriefe

Michael Berger (Europäische Fluxus Akademie Wiesbaden, Harlekinäum, Tempel des Humors, Harlekin und mehr) schrieb uns zum Dezember/ Januar-Cover: „Sensationelles Titelbild. Danke für den Mut! (no risk no fun!)“. Und zeigte sich inspiriert, mit dem Cover weiter zu spielen.

Jesus auch zuweilen Humor hatte (‚Kamel durch Nadelöhr‘), denn er war auch Mensch wie wir. Das Wesen des Humors ist die unbekannte, un-erwartete Wendung, genannt Pointe, und nur sie kann zum Durchbruch in das von der Spannung erlösende helle Lachen, zu jener Lebendigkeit verhelfen. Durch das Cover wird er nicht ‚durch den Schmutz gezogen‘, sondern – im Gegenteil – er wird nur besser (be)greifbar, nahbar, existenziell ansprechend. Das Einzige also, das sich eventuell angegriffen fühlt, ist das Jesus- und Selbstbild, das sich Leute in einer toten Blase errichtet haben und damit Jesus wie sich selbst lebensfeindlich missbrauchen und sich von ihm und sich selbst [sic] unbewusst-närrischer- und somit fatalerweise fernhalten (wie auch jede andere Möglichkeit zu wahrer Religion). Diese Worte sind un-verschämt? Richtig! Auch Jesus hat sich nicht geschämt, die Wahrheit aus seinem Herzen zu verkünden – und das hat den Pharisäern, Römern und anderen so gar nicht gepasst. Ich finde dieses Cover in Zeiten wiederauflebender, nein, neu bemühter untoter Frömmelei sehr passend: kraftvoll aus der Ruhe und trotzdem den Spiegel liebevoll, klar vorhaltend, aber öffentlich revolutionär und provokant erscheinend – wie Jesus. Er wäre womöglich der geborene Fassenachter gewesen, allein schon um standhaft zu bleiben gegen die brutale Zwangs tianisierung der deutschen Völker im Mittelalter (gegen die sich die Zwangssensoriesierung auf dem Cover wie ein modernes Fassenachtsevent ausnimmt) und den Herrschern weltlicher und klerikalistischer Couleur zu zeigen, was Freiheit ist – etwa wie jenes Cover, gegen das ein Mensch, der wirklich in Jesu Geiste lebt, freilich mit Sicherheit nichts einzuwenden hat. Danke für die Inspiration durch Ihr Heft, mich wieder der Schauspielerei und Clownerie zuzuwenden! In freiheitlicher Verbundenheit, also herzlichst.“ (Joshua Druselmann, 24) Was sagen Sie zu sensor und zu den Themen, die die Stadt bewegen? Lob, Kritik, Anregungen und Meinungen herzlich willkommen an: [email protected], Betreff „Leserbrief“.

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Zusammenleben

sensor 03/17

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Zusammenleben

So wohnt Wiesbaden

Perfekter Ort für kleine Päuschen.

Kai hoch zwei

Kleine Details sind so liebevoll gestaltet wie das große Ganze.

Kai Korn und Kai Geweniger, Kapellenstraße

Aufgeräumte Atmosphäre im lichtdurchfluteten Wohnzimmer.

Steil geht es hinauf zum Ende der Kapellenstraße. Von der Villa mit der Hausnummer 91 sind es nur noch wenige Meter hinauf auf den Gipfel des Nerobergs. Ein herrlicher Blick dorthin, ebenso auf die Stadt hinunter. Auch wenn man als Wiesbadener daran gewöhnt ist, in einem der bedeutendsten Historismus-Stadtdenkmälern Deutschlands zu leben: Der Besuch in einem denkmalgeschützten Haus löst dennoch immer wieder Staunen aus. So auch diesmal. Aber erst mal den Puls vom Aufstieg runter kommen lassen. Die Kapellenstraße 91 ist Teil eines historischen Ensembles mit Villen im Englischen Landhaustil, die Ende des 19. Jahnhunderts fertiggestellt wurden. Eingeladen bei Kai & Kai warten wir, bis wir ins Haus gebeten werden. Das besondere an diesem Domizil ist, dass der Denkmalschutz auch für die Innenräume gilt. Wir betreten die Belle Etage. Alles ist pikobello und mit viel Gefühl für Ästhetik und Stil eingerichtet. Ein zartes Blumenarrangement hier, eine coole Kuschellounge dort. Schlicht, harmonisch, wunderschön! Und ein bisschen Klischee. Kai & Kai sind seit acht Jahren ein Paar. Der eine Kai arbeitet als Systemischer Berater und Coach, der andere ist Gründer und Geschäftsführer einer Kommunikationsagentur. Für beide war der Fund

Ein Denkmal, für das auch innere Werte zählen Denkmalschutz für Innenräume bedeutet, dass Türen, Fenster und Böden nach den früheren Vorgaben anlegt werden müssen. Die gusseisernen Heizkörper mit ihrer Messingverkleidung sind sogar noch original. Die Fliesen im Bad dagegen nicht. Das wäre auch fast ein Wunder. Getreu den ursprünglichen Farben und Fragmenten wurden sie als Auftragsarbeit nachgestaltet. Zwar leider nicht mehr im Einsatz, beindruckt auch der Speiseaufzug in der Küche.

während des Studiums hat er zusammen mit zwei Kommilitonen die Agentur Flächenbrand gegründet. Zu den Kunden zählen heute einige namhafte Lebensmittelhersteller. Dass dieser Kai zuhause immer und gerne kocht, passt irgendwie. Die perfekte Küche dafür hat ihm sein Lebenspartner – selbstverständlich wunschgemäß – eingerichtet. Auch das passt. Kai, der sich heute als Coach und Systemberater eher mit menschlichen Innenräumen beschäftigt, hat als gelernter Bauzeichner und studierter Architekt in früheren Jahren viele Jahre Häuser und Räume entworfen. „Als der Umzug anstand, verreiste Kai für drei Monate nach USA“, erzählt er. Für den Architekten-Kai kein Problem, denn er nutzte die Gelegenheit und richtete die gemeinsame Wohnung entsprechend ein. „Die Liebe zu schönen Dingen haben wir beide.“ Schief gehen konnte also nicht wirklich was. Eines gibt es allerdings doch, auf was Designer-Kai besteht: „Fernseher in möglichst vielen Räumen – vor allem im Schlafzimmer“. Ein Kompromiss, mit dem es sich gut leben lässt.

Die Rollen sind klar verteilt Um Essen und Kochen kümmert sich übrigens Kai, der Kommunikationsdesigner: „Supermärkte und Lebensmittel gehören zu meinem Joballtag.“ Schon

Ein Paar mit viel Raum – und Freiraum Apropos Kompromisse: Beim inzwischen dritten Kaffee wollten wir noch wissen, was für beide das Zusammenleben als Paar und als Bewohner dieser

ein Glückstreffer. „Von der Wohnung hatten wir erst mal nur ein Detailfoto gesehen, und die Adresse stand dabei“, erzählt Kai Korn, der Coach. Er sei sofort losgefahren, um später seinen Augen nicht zu trauen. „Als wir das erste Mal in der Wohnung standen, war sofort klar: Die ist es!“ Über altes Parkett machen wir uns auf den Weg durch offene Flügeltüren, Kai Geweniger zeigt uns alle Räume der 130 Quadratmeter. Eine herzliche und willkommene Atmosphäre, die uns die beiden Kais spüren lassen.

Gesucht und gefunden – sich selbst und ihre Traumwohnung: Kai Geweniger (links) und Kai Korn genießen das gemeinsame Leben auf dem Neroberg.

Beletage ausmacht. „Als Paar geben wir uns viel Freiraum – jeder lässt den anderen wie er ist, jeder hat seine Freunde, jeder hat seinen Job und seine Ziele.“ Für Kai, den zweiten, gehört zum Beispiel auch dazu, einmal im Jahr alleine zu verreisen. Gemeinsam haben sie natürlich auch Freunde und Freuden an vielen Dingen – zum Beispiel hängen sie gern auch einfach mal ab. Und das am liebsten im plüschig umgestalteten Erker am Arbeitszimmer. Auf uns wirkt er wie „Wolke 7“ und verdammt anziehend. Nur leider müssen wir schon wieder los. Schwer beeindruckt von einer herzlichen Denkmalführung hoch über Wiesbaden. Stefanie Pietzsch Fotos Kai Pelka

Auch im Schlafzimmer zeigt sich, dass bei der Gestaltung der Räume ein echter Könner am Werk war.

Klares Design trifft persönliche Gegenstände.

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Wiesbaden und die Welt

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Mosaic Shop

In seinem Heimatdorf im Rheingau wäre Mark Roberts mit diesem Look sicher aufgefallen, in seiner Wahlheimat Brooklyn dürfte der Musiker diesbezüglich entspannter unterwegs sein.

Luisenstraße 17

Wieder zu Hause Vor knapp 20 Jahren zog er aus in die weite Welt. Im März kehrt der mittlerweile in New York lebende Künstler Mark Roberts für ein Gastspiel nach Wiesbaden heim. Und freut sich riesig drauf.

Der Rheingau ist vor allem wegen drei Dingen bekannt: Wein, Weinberge und das angenehme Klima. Wegen großer Künstler kennt man den am Rhein gelegenen Landstrich eher weniger. Klar, Goethe war mal da, aber wo war Goethe nicht schon alles gewesen? Eben. Aber es gibt sie, die Künstler, die im Rheingau und Wiesbaden aufgewachsen sind und dort ihre ersten Gehversuche unternommen haben. Da wäre natürlich Gisbert zu Knyphausen zu nennen, der in Wiesbaden geboren wurde und in Erbach aufwuchs, und mittlerweile als einer der besten und talentiertesten Songwriter Deutsch-

Geschäft des Monats

lands gilt. Vielleicht taucht in dieser Aufzählung bald auch der Name Mark Roberts auf. Unter dem Namen We Are Temporary hat der mittlerweile in New York lebende Musiker im vergangenen Jahr mit „Crossing Over“ ein außerordentlich interessantes und vielschichtiges Album veröffentlicht, das von der Musikkritik in den höchsten Tönen gelobt wird. Dunkle Beats verschmelzen mit orchestralen Synthieklängen. Versatzstücke des Postrock, Industrials und Dark Waves lassen sich ebenso finden wie Elemente klassischer und elektronischer Musik. „Die verschiedenen Musikstile zeigen die verschie-

Auch mit Maske hat der We Are Temporary-Gründer und -Kopf alles im Griff, sicher auch demnächst auf der Sabot-Bühne.

denen Abschnitte in meinem Leben”, sagt Roberts dazu. Und davon gab es einige. Mutter Opernsängerin, Vater Dirigent Im Rheingau aufgewachsen als Sohn einer amerikanischen Opernsängerin und eines neuseeländischen Dirigenten, liegt ihm die Musik von Geburt an im Blut. Im 2.200- Seelen-Dorf Hattenheim geht er in den Kindergarten und in die Grundschule, spielt einige Zeit im örtlichen Fußballverein und beginnt schon früh, sich an den verschiedensten Musikinstrumenten zu versuchen – von Klavier über Gitarre zur Oboe: alles dabei. Später dann Gymnasium und Abitur in Geisenheim. Ausgehen und feiern in Wiesbaden sowie die ersten lokalen Erfolge als Gitarrist und Songwriter der Alternative-Rockband Blune. Während seine Klassenkameraden nach dem Abitur zumeist in Mainz, Frankfurt, Hamburg oder Berlin studierten, ging Roberts zuerst nach Chicago, dann für einige Jahre nach Neuseeland, bis er schließlich vor rund zehn Jahren in New York landete. Überall Außenseiter – außer in Brooklyn Heimat ist für ihn angesichts dieser Lebensgeschichte kein einfach zu definierender Begriff. „Ich war immer irgendwie der Außenseiter. In Deutschland, weil ich US-Amerikaner bin, während meines Studiums in Chicago, weil ich in Deutschland aufgewachsen bin und in Neuseeland, weil ich Amerikaner bin“ erzählt Roberts: „Bis ich nach New York, speziell Brooklyn, gezogen bin, habe ich mich nie irgendwo so richtig zugehörig gefühlt. Hier schon. Das heißt nicht, dass es sich wie Heimat anfühlt, aber ich fange langsam an mich zugehörig zu fühlen.”

Speziell den Rheingau und Wiesbaden vermisse er aber doch immer wieder. „Ich verbinde viele schöne Erinnerungen aus meiner Kindheit und Jugend damit”, sagt der 38 Jahre alte Musiker.“ Und natürlich, weil noch viele meiner alten Freunde dort oder im Rhein-Main-Gebiet wohnen.” Aber auch Dinge wie guten Riesling, deutsches Brot oder Autos mit Schaltgetriebe vermisse er. Auch das Café Klatsch, das er als einen offenen und kreativen Ort in Erinnerung hat, fehle ihm. „Man spürt dort eine einzigartige Atmosphäre, die ich so noch nirgends anders gespürt habe.” Und natürlich Wiesbadens Architektur: „Die beeindruckt mich jedes Mal auf Neue.” Wie gut, dass ihn seine Musik wieder dorthin zurückbringt, wo seine Reise begann. Sein Album „Crossing Over” brachte ihm neben viel Lob auch die Einladung der bekannten Dark-WaveBand Project Pitchfork ein, sie auf ihrer diesjährigen Deutschland-Tour zu begleiten. „Das ist großartig! Seitdem ich 15 Jahre alt bin, bin ich Fan von Pitchfork. Und jetzt, fast 20 Jahre später, teile ich mir eine Bühne mit ihnen – das ist einfach unglaublich”, erzählt Roberts. Insgesamt wird er als We Are Temporary rund zwei Monate durch Europa touren, am 9. März macht er Halt in Wiesbaden. Seine Vorfreude ist groß: „Ich kann es kaum erwarten. Ich hoffe, ich werde viele alte Freunde treffen und neue Freunde kennenlernen.” We Are Temporary spielt am 9. März gemeinsam mit dem Frankfurter Shoegaze-Duo Suir in der Kulturkneipe Sabot, Zimmermannstraße 1. Falk Sinß Fotos Niki Sneakers

Ein Laden für Skater? Auch – aber nicht nur. Skateboards, sagt Moritz Osterkamp, machen eigentlich nur einen Bruchteil dessen aus, was im „Mosaic-Shop“ in der Luisenstraße verkauft wird. Die Regale sind voll mit coolen Klamotten, die man nicht an jeder Ecke sieht. Shirts und Hoodies, Skaterschuhe natürlich, aber auch Boxershorts, Caps, Jacken: „Wir haben eigentlich alles von Kopf bis Fuß“. Coole Jungs stehen auf Rosa Die Farben sind in diesem Jahr eher weniger grell. Grau- und Grüntöne, mal ein pastelliges Lila oder sogar Unerwartetes: „Komischerweise stehen gerade die Jungs momentan auf Rosa“, wundert sich Moritz. Die Kollektionen wechseln mehrmals im Jahr, wie im Bekleidungsgeschäft üblich. Eine ganze Ecke ist einem Wiesbadener Label gewidmet, das es hier exklusiv gibt: „Wemoto“. „Das gehört drei Freunden von mir“, sagt der Wiesbadener Osterkamp, der gerne Freunde und Bekannte fördert, vernetzt und ihre Sachen ins Sortiment aufnimmt. Was es hier gibt, ist zwar ein wenig hochpreisiger als in den großen Filialketten in der Fußgängerzone. „Dafür hat man aber nicht nur eine Saison was davon“, sagt Osterkamp. Die verwandelte BausparkassenFiliale Eröffnet wurde Mosaic in Wiesbaden im April 2016, in einer ehemaligen Bausparkassen-Filiale. Der Shop ist sozusagen ein „Spin-Off“ von Mosaic in Gießen. „Aber keine Kette“ – das ist dem Chef wichtig. Ein bisschen soll der Laden auch als Treffpunkt der Szene dienen. Auf einem Bildschirm laufen Videos mit Kunststücken, bei denen es Laien angst und bange wird. Das seien aber auch die Großmeister der Szene, beruhigt Osterkamp. Klar werden auch hier in Wiesbaden waghalsige Stunts inszeniert, vor allem rund um den Schlachthof, dem bevorzugten Treffpunkt der Skater. Mit den dort angebotenen Bedingungen könne man sehr zufrieden sein, so

Immer auf dem Sprung. Die „Mosaic“-Macher – von links Johannes Schön, Max Jung und Moritz Osterkamp – wollen nicht einfach nur ein Laden sein, sondern auch lebendiger Treffpunkt der Skateszene.

Osterkamp, selbst seit zwanzig Jahren auf dem Brett aktiv. Ob im Park oder in der Skatehalle: „Das ist schon relativ optimal“. Den ersten MosaicCup sponserte der Laden im Februar. Vielleicht folgen weitere Veranstaltungen: „Man muss sich schon ein bisschen bekannt machen, die Szene eben pflegen“. Die angebotenen Boards sind nicht selbst gebaut, aber man kann sie sich nach eigenem Gusto zusammenstellen: Brett, Achsen und Rollen im Bausatzprinzip. Oder man kauft sich ein günstiges Komplettbrett, ebenfalls im Angebot. „Wer ernsthaft skatet, braucht ungefähr einmal im Jahr ein neues“, meint Osterkamp. Schuhe auch: Denn bei den typischen Bewegungen schrammt man sich diese immer an den gleichen Stellen auf. Kein Problem, sich bei Mosaic jederzeit trendy auszustatten. Die ausgedienten Boards dienen als Dekoration.

Skatebegeisterte Flüchtlinge Oder werden neuerdings einem Flüchtlingsprojekt gespendet: „Die trainieren in der Skatehalle, es sind minderjährige unbegleitete Jungs“; gibt Osterkamp Auskunft. Obwohl in ihren Herkunftsländern das Skaten eher keine Tradition hat, „trauen die sich unheimlich was. Die stellen sich gleich auf die höchsten Rampen.“ Skaten ist auch Kommunikation, man versteht sich über Altersund Sprachgrenzen hinweg. „Wenn es mich mal in den Füßen juckt und ich geh raus, dann kann es sein, dass ich drei 14-jährige Jungs treffe und mit denen zwei Stunden verbringe“, berichtet Moritz Osterkamp. Auch die Mädchen sind übrigens zunehmend an der 2020 sogar olympisch werdenden Sportart interessiert. Und die Klamotten werden von allen gekauft. Schwer angesagt auf Wiesbadens Schulhöfen seien gerade die Shirts mit dem Schriftzug

„Thrasher“ in Flammenbuchstaben, dem Logo eines US-Skate-Magazins. Wer aber auch einfach nur mal auf den Vintage-Ledersesseln Skate-Videos gucken möchte, kann das hier auch. Die Räumlichkeiten, in denen einst Bausparverträge abschlossen wurden, hat sich das Mosaic-Team sehr schick hergerichtet. Der Boden ist unregelmäßig abgeschliffen, die Regale selbstgebaut aus Holz, mehrere gusseiserne denkmalgeschützte Stützsäulen fungieren als Blickfang. Flohmarktfunde wie alte Koffer kontrastieren effektvoll mit den bunt bemalten Boards: Das sieht schon ziemlich gut aus, was sich das Team um Moritz Osterkamp und seine Kollegen Johannes Schön und Max Jung hier ausgedacht haben. Anja Baumgart-Pietsch Foto Kai Pelka

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STEINBOCK 22. Dezember - 20. Januar

STIER 21. April - 20. Mai

JUNGFRAU 24. August - 23. September

Im März dominiert eine extrem spannungsgeladene Energie den Kosmos. Jetzt ist vor allem pragmatisches Handeln und ruhiges und bedachtes Vorgehen gefragt. Hier können Sie mit Ihrem besonderen Sinn für klare Strukturen und achtsames Handeln eine Schlüsselrolle spielen.

Mit der rückläufigen Venus können alte Geschichten noch einmal zum Thema werden. Wenn es hier noch ungelöste Konflikte gibt, sollten Sie sich jetzt um Klärung bemühen und mit alten Verletzungen Frieden schliessen. Dann können Sie dem Frühling unbelastet und mit Freude begegnen.

Neptunische Schleier erschweren zu Beginn des Monats klaren Durchblick und können Ihr sonst so gut ausgebildetes Urteilsvermögen trüben. Das Thema des Vollmonds am 12.3. ist Vertrauen. Vertrauen Sie darauf, dass der Kosmos nur die Erfahrungen bereithält, die Ihrer Entwicklung dienen.

WASSERMANN 21. Januar - 19. Februar

ZWILLING 21. Mai - 21. Juni

WAAGE 24. September - 23. Oktober

Pluto, Uranus und Jupiter sind die Hauptakteure der kosmischen Spannungsfigur, die im März das Geschehen dominiert. Lassen Sie sich nicht zu Aktionen hinreissen, die Sie mit etwas klarerem Kopf sicher nicht machen würden. Bleiben Sie achtsam, fokussiert und in Ihrer Mitte.

Zwillinge fühlen sich besonders wohl, wenn Sie dem Leben und seinen Herausforderungen auf spielerische Weise begegnen können. Nutzen Sie diese besondere Fähigkeit, um als Spielmacher mit Ihren Ideen und Ihrer Begeisterungsfähigkeit andere für Ihre Ziele zu gewinnen.

Jupiter übernimmt im März einen wichtigen Part im kosmischen Tanz. Jetzt kann es zu unangenehmen Konflikten und Machtkämpfen kommen, aber auch zu unerwarteten Lösungen oder überraschenden Wendungen. Bleiben Sie offen für unkonventionelle Lösungswege.

FISCHE 20. Februar - 20. März Der angespannte und kräftezehrende Start ins neue Jahr hat vielleicht Ihre Power etwas erlahmen lassen. Lassen Sie sich vom derzeitigen Chaos nicht verunsichern. Jetzt tun Sie gut daran, Ihre Kräfte zu sammeln und sich stärker auf das zu fokussieren, was Ihnen Stärke und Orientierung geben kann.

KREBS 22. Juni - 22. Juli Krebse sind von den derzeitigen kosmischen Konstellationen ganz besonders betroffen. Die alten Strukturen sind in Auflösung begriffen und noch ist nicht klar, wohin die Reise geht. Werden Sie aktiver Teil des Geschehens und beteiligen Sie sich mutig an der Gestaltung Ihrer Zukunft.

SKORPION 24. Oktober - 22. November

Katharina Dubno

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Dieses Horoskop wird von der Mainzer Astrologin Dorothea Rector erstellt. Wenn Sie Interesse an einer ausführlichen, persönlichen Beratung haben, freue ich mich über Ihren Anruf oder Ihre E-Mail:

Mit der Unterstützung von Mars können Sie ein konkretes Projekt derzeit mit viel Power weiter voranbringen. Insgesamt ist die Energie recht dynamisch und spannungsgeladen. Wenn Sie zu den Dschungelkämpfern gehören, können Sie jetzt mit viel Elan in den Frühling starten.

WIDDER 21. März - 20. April

LÖWE 23. Juli - 23. August

SCHÜTZE 23. November - 21. Dezember

Widder lieben Herausforderungen. Diese dürften allerdings zurzeit so vielfältig sein, dass Sie gut daran tun, sich weniger von Emotionen und mehr von praktischen Erwägungen leiten zu lassen. Sie könnten sich sonst in unangenehme Machtkämpfe verstricken, die sie nicht wirklich weiter bringen.

Lassen Sie sich von eventuell auftretenden Schwierigkeiten nicht die gute Laune verderben, aber gehen Sie einer notwendigen Auseinandersetzung auch nicht aus dem Weg. Die rückläufige Venus testet derzeit Ihre Beziehungen. Versuchen Sie möglichen Konflikten offen und ehrlich zu begegnen.

Die unzähmbare Lilith sorgt für frischen Wind in eingeschlafenen Beziehungen. Freiheitsimpulse lassen sich jetzt schwerlich unterdrücken. Sorgen Sie für genügend Freiräume. Und tun Sie das, was Ihnen wirklich entspricht. Nur mit authentischen Konzepten kommen Sie jetzt weiter.

Als Eva Kleser für ein paar Jahre in der Schweiz lebte, gründete sie die Marke „Essenz“, unter der sie seitdem ihre eigenen, ausgefallenen Pestokreationen verkauft. Zurück in Wiesbaden, übernahm sie vor knapp anderthalb Jahren das Leib & Seele in der Willy-Brandt-Allee. In der Volkshochschule und damit an der betriebsamen Schiersteiner Straße beheimatet, ist das Bistro und Restaurant auf den ersten Blick recht unscheinbar. Das täuscht aber, denn Kleser hat hier einen „Wohlfühlort“ geschaffen, wie sie es selbst bezeichnet. „Leib und Seele“ sind nicht nur Motto, sondern absolut Programm: „Der Leib und die Seele kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten“, erklärt die junge Unternehmerin, „denn bei uns gibt es richtiges Soulfood“. Also alles, was besonders gut schmeckt. Eigene Pestos: klassisch, raffiniert, exotisch Und das beginnt bei den eigenen Pestos, die natürlich auch hier im Bistro verkauft und mit Spaghettini serviert werden. Zur Wahl stehen nicht nur das allseits bekannte Basilikumpesto, sondern auch so raffinierte und exotische Sorten wie Vanille, Lavendel, Salbei-Macadamia im Sommer, oder Maroni-Ziege für den Winter. Das Bistro hat aber noch mehr zu bieten. Kleser und ihr Küchenchef Daniel Fröhlich, der schon in der Ente, dem Berliner Adlon und in Irland gekocht hat und dessen kreative Einflüsse den Gerichten richtig Leben einhauchen, liegen dabei voll auf einer Wellenlänge. Beide legen viel Wert auf frische, lokale und nachhaltige Zutaten, eine kleine aber feine Karte, sowie eine immer etwas ausgefallene Tageskarte.

[email protected] www.astrologie-mainz.de www.astrologie-wiesbaden.de

Stulle? Aber hallo! Im Vordergrund steht das neue Streetfoodkonzept ‚Das BROT!‘, mit dem Kleser und Fröhlich auch bei entsprechenden Events in und um Wiesbaden begeistern wollen: selbstgebackenes, rustikales Brot, belegt mit ausgesuchten Zutaten. Emotionslos könnte man dies als „Stulle“ bezeichnen, aber es ist tatsächlich viel mehr als das. Belegt zum Beispiel mit Roter Beete und Blauschimmelkäse, mit rosa gebratenem Kalbstafelspitz auf Waldorfsalat mit Wildkräutern und Kürbiskernmayo, oder aber mit hausgebeiztem Lachs und Fenchel mit Honig-Senf-Soße sind die facettenreichen Brote je nach gewählter Portionsgröße kleine oder große kulinarische Highlights. Darüber hinaus sind zum Beispiel – für Lokalpatrioten – das Hessische Steaktartar mit Handkäs‘ in Äppler oder die aromatische Bratwurst mit fantastischen dick geschnittenen Pommes (beides hausgemacht!) sehr zu empfehlen. Zum Abschluss sollte man sich dann unbedingt vom „legendären“ Schokovulkan oder der ausgefallenen Blutorangen-Gratiné mit Toffee, Ziegenkäse und Knallbrause überraschen lassen. Übrigens arbeitet das Leib & Seele eng mit der Kochwerkstatt Wiesbaden um Koch und Gastro- und Streetfoodprofi Bernd Zehner zusammen, wodurch immer wieder Special Events stattfinden, kürzlich etwa ein StreetfoodPop-Up-Event.

Essen & Trinken

Restaurant mit Essenz – Bevor Eva Kleser ihr Restaurant eröffnete, hatte sie schon ihre Marke für ausgefallene Pestokreationen und mehr gegründet. Ihre Produkte bietet sie nun natürlich auch im „Leib & Seele“ zum Kauf an.

Restaurant des Monats

Leib & Seele Willy-Brandt-Allee 2a

Text Jan Gorbauch Fotos Frank Meißner

Einfallsreiche Gerichte mit besonderer Note, und eben mit „Leib & Seele“.

www.brunocomic.de

Horoskop März

DER BRUNO DES MONATS

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Von außen ahnt man kaum, welch stilvolles Restaurant Genießer im Innern des Volkshochschul-Gebäudes erwartet.

Rezept für Hessisches Steak Tartar L&S-Style Zutaten: 500g frisch durchgelassenes Rinderhack mit mittelmäßigem Fettanteil, 4 frische Bio-Eier, 200 g Handkäs, 3 Schalotten, 100 ml Apfelwein, 1 Lorbeerblatt, 3 schwarze Pfefferkörner, 1 Boskoop Apfel, Schwarzer Pfeffer, Meersalz, Schnittlauch, fein geschnitten, Rauchspeck, fein gewürfelt. Zubereitung: Das Rinderhack mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf 125 g portioniert in einen Ring drücken. Eine Mulde eindrücken und das Eigelb platzieren. Die Schalotten fein schneiden und mit dem warmen Apfelwein, Lorbeerblatt und Pfeffer-

körnern ziehen lassen. Den Handkäse und Äpfel in 5 mm starke Würfel schneiden und zusammen mit den Schalotten, dem gerösteten Bauchspeck und Schnittlauch mit dem Tartar anrichten. Meersalz und Pfeffer separat zum Nachwürzen reichen. Dazu passt ein geröstetes rustikales Brot.

Leib & Seele Willy-Brandt-Allee 2a, 65197 Wiesbaden, Tel.: 06 11 / 9 88 92 22, www.leibundseele-wiesbaden.de, Mo-Sa 10-22 Uhr

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Kleinanzeigen / Rätsel

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Kleinanzeigen Kleinanzeigen kostenfrei an [email protected] oder sensor Wiesbaden, Langgasse 21, 65183 Wiesbaden, Tel. 0611-355 5268 / Fax. 0611-355 5243. Chiffre-Antworten unter Vermerk des Chiffre-Wortes an die gleiche Adresse. Wir leiten die Antworten weiter. Übri­gens: Kostenlose Kleinanzeigen auch online – jederzeit auf sensor-wiesbaden.de

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Geschäftliches

Zur Integration gehört eine Wohnung. Geflohene Familien und Einzelpersonen suchen Wohnungen in Wiesbaden. Angebote an Nachbarschaftscafé: 01 76 / 78 41 00 46

Raum: 00D302/303, Spendezeiten 10.0012.30 und 14.00-18.00 Uhr: 06.03., 13.03., 20.03., 27.03. Rathaus Mainz, Spendezeiten 08.30-12.30 Uhr am 03.03.

Wiesbaden ruft! Ehepaar (73/77) möchte nach vielen Jahren in Süddeutschland wieder näher bei Kindern und Enkeln sein und das schöne und lebendige Wiesbaden genießen – am liebsten mit netter Wohnung/ Haus, ca. 4 Zi, mit Garten, in WI-Innenstadtnähe/Vororte. Chiffre „Wohnen01“.

Freizeit / Unterricht /  Weiterbildung

Jobs Wir möchten HYGGE nach Wiesbaden bringen – und suchen somit einen Laden in der Wiesbadener Innenstadt! Die Lage sollte gut frequentiert sein, wie Mauergasse, Marktstraße, Römertor usw. Ab 50 Quadratmeter aufwärts. Eine große Schaufensterfront sollte vorhanden sein. Bitte unter Chiffre „Hygge“ an diese Zeitung. „Shopping 4.0 – Wie der Einzelhandel die Zukunft für sich entscheidet“ – das Thema beim IHK Handelsforum am Donnerstag, 16. März 2017, ab 17 Uhr, IHK Wiesbaden. Experten geben rechtliche Hilfestellungen, informieren über erfolgreiche Strategien des Cross-Selling online wie offline, und zeichnen Visionen von der Entwicklung unserer Innenstädte. Auf dem Podium diskutieren lokale Händler und Fachexperten, wie der stationäre Handel am besten punkten kann. Beim Netzwerken bei Speis & Trank werden Konzepte weitergedacht und Kontakte geknüpft. Die Teilnahme ist kostenfrei. Gerne können Sie Händler oder anderweitig Interessierte auf den Termin aufmerksam machen. Anmeldung über [email protected] Wohnen 44- jährige Angestellte (NR) sucht ab sofort ruhiges, naturnahes (WG-) Zimmer bis 400 Euro warm im Raum Ingelheim / Mainz / Wiesbaden / Rheingau. Tel.: 01 76 / 22 15 44 62

Für unser neu eröffnetes „Josephine Soul Food Café“ in der Westendstraße suchen wir ab sofort  Aushilfskräfte für Bar und Service – unbedingt mit Erfahrung in den Bereichen! Wir freuen uns über Bewerbungen per Mail an [email protected] Für die Betreuung von Veranstaltungen im Rhein-Main Gebiet suchen wir schnellstmöglich FREIBERUFLER und FESTANGESTELLTE (m/w), verschiedener Qualifikationen: – Fachkraft für Veranstaltungstechnik, – Meister Veranstaltungstechnik, – CAD-Planer (Auto-CAD / Vector Works), Videotechniker und Fachplaner Videotechnik, Fahrertätigkeit, Lagertätigkeit. Die Creative Engineers von schoko pro freuen sich auf euch. Aussagekräftige Bewerbungen (genaue Angaben zu Ausbildung, Tätigkeit, Qualifikation und Vergütung erleichtern uns die Erfassung / Auswertung der Daten) bitte an [email protected] Verkauf Lastenfahrrad „Long Harry“, Marke Pedal Power, handmade in Berlin, fahrbereit, wie neu (keine 50 km gefahren), vielseitig einsetzbar, Titus Grab, 06 11 / 9 49 04 58 Gutes tun Blutspendetermine März 2017: Helios-HSK Wiesbaden, Hauptgebäude Konferenzraum,

Neugründung „Baby is born“-Gruppe. Lockerer Treff von frisch gebackenen Mamas und Papas im Freien. Der erste Treff wird am Mittwoch, 1.3., sein. Wenn auch du Lust hast auf netten Austausch mit warmem Tee und leckeren Kuchen, dann schreibe uns einfach eine E-Mail an [email protected] Eurythmie in Wiesbaden. 5 neue Kurse. 1 x wöchentlich für 5 Wochen. Beginn Kurs A: Mo., 27.2., 18 Uhr, B: Mo, 27.2., 19.30 Uhr, C: Do., 2.3., 11.30 Uhr, D: Do., 2.3., 18 Uhr, E: Do., 2.3., 19.30 Uhr. Ort: Freie Waldorfschule Wiesbaden, Oberstufengebäude, Albert-Schweitzer-Alle 40, Anmeldung 0 61 72 / 48 93 61, David Richards. Stammtisch für eher introvertierte Menschen zwischen 40 und 50 mit Interesse an Wandern, Kunst, Musik, Natur, Handwerk. Idee: wöchentliche Treffen in einem Lokal im Raum WI/MZ und gemeinsame Aktivitäten: [email protected] Männerchor mit abwechslungsreicher Literatur sucht neue Sänger. Tel.: 0611 / 50 01 81

Am Dienstag, 7. März, beginnt in der Schwalbe 6, Schwalbacher Straße 6, eine Fastengruppe zur Aktion „7 Wochen Ohne“. Der Verzicht auf Süßigkeiten, Rauchen, Alkohol oder andere eingeschliffene Alltagsgewohnheiten in der Fastenzeit kann Platz für Neues schaffen. Bei den wöchentlichen Treffen von 19.30 – 21.00 Uhr wird es um das Fastenvorhaben gehen und um das Innehalten mit meditativen Elementen. Die Gruppe wird begleitet von Annette Majewski, Pfarrerin für Stadtkirchenarbeit und Gudrun Ornth-Sümenicht, Qi Gong. Informationen und Anmeldung unter 06 11 / 14 09 740 oder unter [email protected] web.de oder www.schwalbe6.de

 Märkte 36. Wiesbadener Kleidermarkt der Lions. Am Samstag, 11. März, 11 bis 14 Uhr, veranstaltet der Lions Club Wiesbaden-Kochbrunnen im Tattersall, Eingang Lehrstraße, bereits zum 36. Mal seinen allseits beliebten Wiesbadener Kleidermarkt. Es gibt wieder hochwertige Second-Hand-Kleidung für Damen und Herren. Dieses Mal ist Frühjahrs- und Sommerkleidung angesagt. Was sagen Sie zu sensor und zu den Themen, die die Stadt bewegen? Lob, Kritik, Anregungen und Meinungen herzlich willkommen: [email protected], Betreff „Leserbrief“.



Lust auf Windsurfen oder es zu lernen? Bei unserem Urlaub vom 11.-18.06.17 (14.-18.06.17 geht auch), über Fronleichnam in Brouwersdam, Holland sind noch Plätze frei! Die Kosten betragen € 410,-; darin sind enthalten: 7x Übernachtung mit Halbpension, Ausleihen von Surfmaterial. Wenn Du Interesse hast, melde Dich gerne: [email protected] Junger gemischter Chor sucht junge Leute die Lust haben mit uns moderne Songs zu singen. Tel.: 01 51 / 64 60 41 67

Ich sehe was, was du nicht siehst ... Welchen Ort suchen wir? Das wohl leidigste Thema in Wiesbaden ist der Kampf ums Nachtleben. Die Möglichkeiten werden immer weniger, neue Etablissements haben es zunehmend schwerer. Einige bescheinigen dem nächtlichen Treiben in der Landeshauptstadt sogar, bereits in den letzten Zuckungen zu liegen. Aber dass die Hoffnung zuletzt stirbt, beweist unsere aktuelle Titelstory – und unser gesuchter „Ort“.

Ohne Nachtleben würde er schlicht und einfach nicht existieren. Er liebt die Nacht auf ganzer Linie, ach sogar auf allen zehn Linien. Die Nacht ist sein Lebens­raum, und er weiß ganz genau wo Freitag- und Samstagnacht, sowie vor hessischen Feiertagen der place to be ist. Seine Partyzone ist aber längst nicht nur im Stadtgebiet zu finden, sondern auch in den umliegenden Ortschaften. Dabei macht er bei Bedarf sogar an

22 Uhr eher entlegenen Locations halt. Er ist halt ein Kenner der Szene und weiß darum auch, dass alle diejenigen, die bis 3:30 Uhr noch nicht zurück sind, sowieso bis zum Morgen durchmachen. Er ist die Afterparty, die immer gut ankommt und die bei der alles geht. Außer offene Getränke. Aber davon hatten die meisten, die diesen Ort aufsuchen, bis dahin ohnehin längst genug.

Schreiben Sie uns bis zum 15. März an [email protected], um welchen Ort es sich handelt. Unter allen, die uns die richtige Antwort schicken, verlosen wir einen kleinen Preis. Die Lösung des letzten Rätsels war das Kureck-Areal / ehemalige R&V-Hochhaus Gewonnen hat Maximilian Birk.

Neonschminksta�on, leuchtende Drinks, Neonkicker, Schwarzlichtspielchen uvm. 2 Floors – Musik vom Neontanzorchester und DJ Max Mesher Mehmet #neontanza�acke, facebook.com/neontanza�acke

Fühle deine Stadt. Wiesbaden.

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