Download - Studentische Förderinitiative der Naturwissenschaften e. V.

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IMPRESSUM Herausgeber: Studentische Förderinitiative der Naturwissenschaften e.V. www.sfi-halle.de [email protected] Redaktion: Sarah Schäfer, C...

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IMPRESSUM Herausgeber: Studentische Förderinitiative der Naturwissenschaften e.V. www.sfi-halle.de [email protected] Redaktion: Sarah Schäfer, Constanze Zwies, Linus Gohlke, Gerd Ludwig Satz & Layout: Sascha Michael Scholz, dipl. des. www.kvader.de Sommersemester 2014

1

VORWORT

Liebe Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Ihr fühlt euch, als hättet ihr gerade erst angefangen zu studieren und schon steht die Bachelor- oder Masterprüfung vor der Tür. Was nun? In welche Arbeitsgruppe sollt ihr gehen? Welche Forschungsthemen interessieren euch? In welchem Gebiet möchtet ihr gern mehr erfahren und ein Praktikum absolvieren? Oder braucht ihr gerade etwas finanzielle Unterstützung durch eine HiWi-Stelle? Diese Fragen versuchen wir mit Hilfe dieser Broschüre zu klären. Mit unserem kleinen Beitrag des Arbeitsgruppen Leitfadens wollen wir zur Verbesserung der Studienbedingungen beitragen und ein wenig Transparenz in das Geflecht der Naturwissenschaftlichen Fakultäten bringen. Nachdem wir im AG Leitfaden 2013 hauptsächlich Arbeitsgruppen der Nat.Fak.I vorgestellt haben, freuen wir uns über die Erweiterung des Projektes auch auf weitere naturwissenschaftliche Fakultäten. Über 50 Arbeitsgruppen der Institute Biologie, Biochemie und Biotechnologie, Bioinformatik, Chemie und Pharmazie haben sich nun an unserem Projekt beteiligt und stellen sich kurz vor. Wir wünschen Euch viel Spass beim Lesen und Entdecken und natürlich viel Erfolg für die Zukunft. Euer AG Leitfaden Team.

2

INHALT

6

Grußwort des Dekans

7

Projekte der Studentischen Förderinitiative

91

Teamvorstellung

ARBEITSGRUPPEN BIOLOGIE Institutsbereich Genetik 11

Abteilung Molekulargenetik

12

Abteilung Pflanzengenetik

14

Abteilung Entwicklungsgenetik Institutsbereich Geobotanik, Botanischer Garten und Herbarium

16

Lehrstuhl Geobotanik

18

Lehrstuhl Pflanzenökologie

19

Lehrstuhl Systematik und Biodiversität Institutsbereich Mikrobiologie Division of General Microbiology

20

Group of Gary Sawers

21

Group of Ute Lechner Division of Molecular Microbiology

22

Group of Dietrich H. Nies Institutsbereich Pflanzenphysiologie

23

Abteilung Allgemeine Botanik

24

Abteilung Pflanzenphysiologie

25

Abteilung Zellphysiologie

3

Pflanzenphysiologie am IPK Gatersleben

26

Nachwuchsgruppe

28

Institutsbereich Zoologie Allgemeine Zoologie

30

Entwicklungsbiologie des Menschen und der Tiere

32

Molekulare Ökologie

33

BIOCHEMIE UND BIOTECHNOLOGIE Allgemeine Biochemie

36

Mikrobielle Biotechnologie

37

Enzymologie

38

Pflanzenbiochemie

40

Physikalische Biotechnologie

41

Zelluläre Biochemie

43

Technische Biochemie

44

Molecular Modelling

46

PHARMAZIE Biogene Arzneistoffe

48

Pharmazeutische Biotechnologie

49

Aufbereitung biotechnischer Produkte

50

Biopharmazie

51

Pharmazeutische Technologie

52

Biochemische Pharmazie

53

Medizinische Chemie

54

Pharmazeutische Chemie und Bioanalytik

55

Pharmazeutische Chemie

56

Wirkstoffentwicklung und -analytik

58

Biomedizinische Materialien

59

4

CHEMIE Anorganische Chemie 62

Festkörperchemie

64

Biomimetik

66

Molekül- und Strukturchemie Organische Chemie

67

Supramolekulare Chemie

68

Organische und Bioorganische Chemie

69

Photochemie Lebensmittelchemie und Umweltchemie

72

AK Umweltchemie

74

AK Lebensmittelchemie Physikalische Chemie

75

Theoretische Chemie

76

Komplexe selbstorganisierende Systeme Technische Chemie und makromolekulare Chemie

78

Technische Chemie erneuerbarer Energien

80

Makromolekulare Chemie

82

Technische Chemie (Reaktionstechnik)

83

Mikro- und Nanostrukturbasierte Polymerverbundwerkstoffe

HALOmem 86

ZIK Halomem

BIOINFORMATIK 88

Bioinformatik

89

Bioinformatik am IPK Gatersleben

92

Homepages

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GRUßWORT DES DEKANS Mit seinen zahlreichen Instituten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen ist Halle einer der führenden und innovativsten Forschungsstandorte in Mitteldeutschland. Die Stärke der Region ist dabei einerseits die Fokussierung auf Kernthemen, andererseits die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Institute und Arbeitsgruppen. Für die Studierenden bedeutet dies die hervorragende Möglichkeit in der Wahl ihrer Ausbildungs- und Arbeitsschwerpunkte. Der Arbeitsgruppen-Leitfaden der Studentischen Förderinitiative Halle e.V. (SFi) ermöglicht den Studenten, sich gezielt über die Institute, Fakultäten und Forschungsschwerpunkte der Naturwissenschaftlichen Fakultäten I, II & III der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) zu informieren. Damit stellt der Leitfaden auch eine Hilfe bei der Suche nach Praktika, Studien- und Abschlussarbeiten dar. Die über 50 im Leitfaden bereitgestellten Forschungsprofile sollen es interessierten Studenten erleichtern, sich frühzeitig Gedanken über die eigene akademische Zukunftsplanung zu machen. Als Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät I freue ich mich sehr über das Engagement der SFi. Aufbauend auf eine über 500-jährigen Tradition ist die MLU mit ihren zahlreichen Fakultäten eine der forschungsstärksten Universitäten in Mitteldeutschland. Innerhalb unserer Volluniversität nehmen die Naturwissenschaften einen wichtigen Platz ein. Dies zeigt sich in der Förderung mehrerer Exzellenzcluster, der Einwerbung zahlreicher Forschungsprojekte und dem Gewinn hochkarätiger Wissenschaftspreise widerspiegelt. Gleichzeitig legt die MLU besonderen Wert auf eine hervorragende Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Wir möchten unseren Absolventinnen und Absolventen optimale Bedingungen bieten, um nach dem Studium einen Arbeitsplatz zu finden, der ihren Qualifikationen und Vorstellungen gerecht wird. Der Leitfaden der Studentischen Förderinitiative Halle e.V. (SFi) ist hierbei eine wichtige und äußerst nützliche Orientierungshilfe. Sie unterstützt und erleichtert Studierenden die Suche nach dem für sie passenden Forschungs- und Arbeitsthema. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und alles Gute für Ihre berufliche Zukunft.

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Neubert Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät I

6 Ringvorlesung und ASQ “Bioethik” Der rasante naturwissenschaftlich-technische Fortschritt birgt für den Menschen gleichermaßen Chancen wie Gefahren. Besonders problematisch wird naturwissenschaftliche Forschung und Praxis, wenn sie grundlegende Werte und Normen einer Gesellschaft zu verletzen droht. Um den notwendigen interdisziplinären Diskurs in Themen wie beispielsweise Stammzellforschung, Nahrungs- und Tierethik begreiflich zu machen und zum kritischen Hinterfragen anzuregen, veranstaltet die Studentische Förderinitiative der Naturwissenschaften e.V. in Kooperation mit dem Seminar für Philosophie der MLU im Wintersemester 2014/2015 zum vierten Mal die Ringvorlesung und ASQ Bioethik. Um allen Interessierten die Beteiligung am Diskurs zu ermöglichen, werden alle Vorträge öffentlich sein. Für Teilnehmer der ASQ kommen zusätzlich vertiefende Seminare, zwei Exkursionen sowie eine Abschlussarbeit hinzu. Weitere Informationen gibt es unter www.sfi-halle.de.

Electus 12 Studenten - 3 Unternehmen - 1 Assessment Center Training Ziel des Electus-Projektes ist es, das Kennenlernen zwischen Unternehmen und Studierenden zu erleichtern. Hierbei erhalten ausgewählte Studierende die Möglichkeit, sich ihrem potentiell interessanten Arbeitgeber vorzustellen. Dabei wollen und werden wir vorrangig auf regionale Unternehmen zurückgreifen. Das Reizvolle für die teilnehmenden Unternehmen: Die SFi bewirbt das Projekt an der Universität Halle und sorgt für einen Pool an interessanten Talenten. Nach Sichtung der Bewerbungsmappen wählt jedes Unternehmen seine Favoriten aus und wird diese am 09.07.2014 persönlich kennenlernen. Alle teilnehmenden Studenten erhalten nach der Durchführung des Assessment Center Trainings ein Feedback von den Unternehmensvertretern sowohl zur ihrem Auftreten als auch zu ihren Bewerbungsschreiben. Mit Electus wollen wir eine Ebene schaffen, in der sich Unternehmen und zukünftige Führungs- und Fachkräfte in Projektsituationen begegnen. Somit erhalten die Studierenden die Möglichkeit ein Assessment Center unter realen Bedingungen durchzuführen.

7 Science meets Companies Einmal jährlich veranstaltet die Studentische Förderinitiatve der Naturwissenschaften e.V. die Karrieremesse sciencemeetscompanies auf dem Gelände des Weinberg Campus. Studenten, Promovierende und Absolventen haben hier die Chance Kontakt zu Vertretern von zahlreichen Firmen aus den Bereichen Agrar, Biologie, Chemie, Physik und Pharmazie zu knüpfen. Neben dem persönlichen Gespräch am Messestand, haben Besucher in den angebotenen Vorträgen der Unternehmen die Möglichkeit, detailliertere Informationen über diese zu erhalten und ihre Fragen an die Personalchefs zu richten. Die Unternehmen bieten im Rahmen der Messe konkrete Stellenangeboten für Berufseinsteiger,sowie eine Vielzahl von Praktikumsplätzen, Bachelor-, Master-, Diplom- und Promotionsarbeiten an. Über die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung durch Stipendien informieren zusätzlich studentische Vertreter der verschiedenen Stiftungen.

ASQ / LSQ Nachhaltigkeit Mit Hilfe der im „Wettbewerb zur Förderung von Bildungs- und Kompetenznetzwerken für Nachhaltigkeit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gewonnenen Fördermittel wurde im Jahr 2013 ein interdisziplinäres Bildungsangebot zum Thema Nachhaltigkeit geschaffen. Renommierte Referenten aus ganz Deutschland haben in einer Ringvorlesung den aktuellen Sachstand zur Energieversorgung, der Wachstumsdebatte, der Umweltökonomik, technologischen Chancen und Risiken sowie dem Klimawandel einem großen Publikum präsentiert. Begleitend zu den Vorträgen wurden Seminare für Bachelorstudierende angeboten, die von Lehramtsstudierenden unter didaktischer Betreuung erarbeitet wurden. Als Modulleistung wurden Abschlussprojekte in Kleingruppen durchgeführt, die von Infoveranstaltungen zum nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln, oder Müllvermeidung bis hin zu einer mobilen Solarladestation reichten. Das Lehr- und Lernkonzept fand besondere Beachtung beim Tag der Lehre an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Dezember 2013: beim Posterwettbewerb gewann das Projekt den ersten Preis. Im März 2014 zeichnete die deutsche UNECO-Kommission das Projekt der Studentischen Förderinitiative der Naturwissenschaften als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung” aus.

8

BIOLOGIE BIOCHEMIE / BIOTECHNOLOGIE PHARMAZIE CHEMIE AGRAR- / ERNÄHRUNGSWISSENSCHAFTEN INFORMATIK BIOINFORMATIK MEDIZIN PHYSIK

9

BIOLOGIE INSTITUTSBEREICH GENETIK ABTEILUNG MOLEKULARGENETIK ABTEILUNG PFLANZENGENETIK ABTEILUNG ENTWICKLUNGSGENETIK

INSTITUTSBEREICH GEOBOTANIK, BOTANISCHER GARTEN UND HERBARIUM LEHRSTUHL GEOBOTANIK LEHRSTUHL PFLANZENÖKOLOGIE LEHRSTUHL SYSTEMATIK UND BIODIVERSITÄT

DIVISION OF GENERAL MICROBIOLOGY THE GROUP OF GARY SAWERS THE GROUP OF UTE LECHNER

DIVISION OF MOLECULAR MICROBIOLOGY THE GROUP OF DIETRICH H. NIES

INSTITUTSBEREICH PFLANZENPHYSIOLOGIE ABTEILUNG ALLGEMEINE BOTANIK ABTEILUNG PFLANZENPHYSIOLOGIE ABTEILUNG ZELLPHYSIOLOGIE PFLANZENPHYSIOLOGIE AM IPK GATERSLEBEN NACHWUCHSGRUPPE

INSTITUTSBEREICH ZOOLOGIE ALLGEMEINE ZOOLOGIE ENTWICKLUNGSBIOLOGIE MENSCH UND TIER MOLEKULARE ÖKOLOGIE

10

11

ABTEILUNG MOLEKULARGENETIK PROF. DR. KARIN BREUNIG FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Schwerpunkt der Forschung ist die metabolische Regulation der Genaktivität, insbesondere die molekulare Analyse von Proteinen und Proteinkomplexen, die auf zellulärer Ebene als Sensoren, als Genregulatoren oder Signal-Transducer wirken. Vergleichend wird mit der Bäckerhefe, der Hefe Kluyveromyces lactis und der Modellpflanze Arabidopsis gearbeitet, um Einblick in die Evolution regulatorischer Netzwerke zu erhalten. Die Erkenntnisse finden Anwendung in der Entwicklung hefe-basierter Impfstoffe und neuer Impfstrategien.

KOOPERATIONEN • Graduiertenkolleg 1026 „Conformational Transitions in Macromolecular Interactions“ (Prof. Stubbs) • SFB 648 „Molekulare Mechanismen der Informationsverarbeitung in Pflanzen“ • Prof. Große (Informatik) im DFG- Schwerpunkt „Informations- und Kommunikationstheorie in der Molekularbiologie“ • Prof. Behrens (Biochemie/Biotechnologie) Entwicklung von Impfstoffen (BMBF-Projekt Vakzinova) • Firma DSM Food Specialties (Delft/Niederlande).

METHODEN • Hefe-Genetik • mikrobiologische und molekularbiologische Standard-Methoden • Transkriptom-Analysen (RNA-seq) • qRT-PCR. Chromatinimmunpräzipitation (ChIP, ChIP-seq) • proteinbiochemische Methoden

ARBEITSTHEMEN • BA: 1. Expression viraler Proteine in Hefen 2. Analyse von Deletionsvarianten des Transkriptionsfaktors KlGal4 • MA: 1. Regulation des Elongatorkomplexes 2. Strukturanalyse des Gal4-Gal80 Komplexes

PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: 2 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

6

Doktoranden 6 BA-Studenten

6

MA-Studenten

6

HiWi-Stellen

1

KONTAKT Juliane Eisele Raum 300 Weinbergweg 10 06120 Halle/Saale 0345 5526 301 [email protected] genetik.uni-halle.de

12

ABTEITUNG PFLANZENGENETIK PROF. DR. ULLA BONAS FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Wir studieren die molekularen Grundlagen der Interaktion zwischen Gram-negativen pflanzenpathogenen Bakterien und ihren Wirtspflanzen. Ein Schwerpunkt der Arbeiten ist die Charakterisierung von Virulenzmechanismen des Pathogens und die Identifizierung von pflanzlichen Zielmolekülen. Wir arbeiten vorwiegend mit dem Modellorganismus Xanthomonas campestris pv. vesicatoria, welches die bakterielle Fleckenkrankheit auf Paprika und Tomate auslöst. Weitere in der Abteilung analysierte Pathogene sind Pseudomonas syringae und der Oomycet Hyaloperonospora arabidopsidis. Die Auswirkungen der Pathogenitätsfaktoren auf pflanzliche Prozesse werden in Paprika, Tomate, Arabidopsis thaliana, Nicotiana-Arten und Reis untersucht. Insbesondere werden folgende thematische Schwerpunkte bearbeitet:

PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: 6 Wochen

• Regulation von Virulenzgenen in X. campestris pv. vesicatoria • Analyse des Typ III-Sekretionssystems von X. campestris pv. vesicatoria • Identifizierung Typ II-sekretierter Virulenzfaktoren von X. campestris pv. vesicatoria • Charakterisierung von Typ III-Effektorproteinen und pflanzlicher Zielproteine • Generierung und Analyse von TAL („transcription activator-like“)Effektoren für biotechnologische Anwendungen • Analyse pflanzlicher Resistenzmechanismen und zugrundeliegender Signalwege

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

5

Doktoranden

9

BA-Studenten

2

MA-Studenten

1

HiWi-Stellen

3

KONTAKT Frau PD Dr. Daniela Büttner Herr PD Dr. Jens Boch Raum 202 Weinbergweg 10 06120 Halle/Saale 0345 5526 -293 /-292 [email protected] genetik.uni-halle.de

METHODEN Die Forschungsschwerpunkte werden mit Hilfe eines breiten molekularbiologischen und biochemischen Methodenspektrums bearbeiten. Zu den häufig angewendeten Methoden zählen u.a.: • DNA- und RNA-Isolierung aus Bakterien und Pflanzen, quantitative PCR • Analyse kleiner RNAs, Identifizierung RNA-bindender Proteine • Klonierung (klassische Klonierung, Golden Gate-Klonierung, GATEWAY, Golden TAL-Technology) • Infektionsstudien und Agrobakterium-vermittelte Genexpression in Pflanzen • Analyse der bakteriellen Proteinsekretion • Proteinreinigung und –analyse, enzymatische Tests • Protein-Protein-Interaktionsstudien • Chromatin-Immunpräzipitation • „Electromobility shift assays“ (EMSA)

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ARBEITSGRUPPEN IN DER ABTEILUNG • Gruppe Prof. Dr. Ulla Bonas (Analyse von Typ III-Effektoren, TALEffektoren und pflanzlichen Zielmolekülen, kleine RNAs in X. campestris pv. vesicatoria) • Gruppe PD Dr. Jens Boch (TAL-Effektoren, Virulenzfaktoren von P. syringae) • Gruppe PD Dr. Daniela Büttner (Proteinsekretion in X. campestris pv. vesicatoria) • Gruppe Dr. Johannes Stuttmann (Pflanzliche Signalwege und Resistenz)

STUDENTISCHE AUSBILDUNG • Grundpraktikum Genetik • Projektmodul Molekulare Genetik (Bachelor-Studiengang Biologie oder Biochemie) • Projektmodul Pflanzengenetik (Master-Studiengang Biologie oder Biochemie) • Praktika in der Abteilung auf Anfrage

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ABTEILUNG ENTWICKLUNGSGENETIK PROF. DR. GUNTER REUTER FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Im Mittelpunkt steht die Aufklärung der molekularen Steuerung von Gensilencing-Prozessen bei den Modellsystemen Drosophila melanogaster, Arabidopsis thaliana und dem Pilz Colletotrichum graminicola. Im SPP 1384 “Mechanisms of Genome Haploidization” besteht das Hauptziel unserer Arbeiten in der Aufklärung epigenetischer Prozesse, die meiotische Rekombination kontrollieren. Im SPP 1356 “Pluripotency and Cellular Reprogramming” untersuchen wir die Rolle epigenetischer Faktoren bei der Kontrolle der Stammzellidentität bei primordialen Keimbahnstammzellen von Drosophila. Im SFB648 bearbeiten wir zwei Forschungsprojekte: Projekt C3: Heterochromatisches Gensilencing und epigenetische Programmierung bei Arabidopsis thaliana. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Analyse neuer Faktoren, die DNA- und Histon H3K 9me2/H3K 27me1Methylierung nachgeordnet sind.

PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: 6 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

6

Doktoranden 6 BA-Studenten

4

MA-Studenten

2

HiWi-Stellen

4

KONTAKT Prof. Dr. Gunter Reuter Raum 404 Weinbergweg 10 06120 Halle/Saale 0345 5526 300 [email protected] genetik.uni-halle.de

Projekt C8: Epigenetische Kontrolle von heterochromatischem Gensilencing und Pathogenität bei Colletotrichum graminicola (Kooperation mit der AG Deising). Wir untersuchen die Rolle epigenetischer Prozesse in der Kontrolle der Pathogenität des Pilzes.

KOOPERATIONEN • Prof. H. B. Deising Nat Fak III / Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften / MLU Halle-Wittenberg • Dr. G. Hause / Biozentrum / MLU Halle-Wittenberg • Prof. A. Sinz und Dr. C. Ihling / Institut für Pharmakologische Chemie • Prof. T. Jenuwein / MPI Immunbiologie und Epigenetik / Freiburg/Br. • Prof. A. Imhof / Zentrallabor für Proteinanalytik / Adolf Butenandt Institut / Universität München • Prof. J. Szabad / University of Szeged / Hungary • Prof. S. Ankri / The Ruth and Bruce Rappaport Faculty of Medicine / Technion Haifa / Israel • Prof. R. B. Aalen / Department of Molecular Biosciences / University of Oslo / Norway

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METHODEN • Genetische Analysen bei Modellsystemen (z.B. Gen-Knockout durch homologe Rekombination) in Kombination mit PCR-Analysen (RT-PCR und inverse PCR); Crossover-Analysen • Etablierung und Analyse transgener Organismen (Drosophila und Arabidopsis); DNA-Mikroinjektion und Transgenese bei Arabidopsis • Zytologische und immunozytologische Analysen (z.B. Antikörperfärbung von Histon-Modifikationen, Analysen mit Fusionsproteinen, Arbeiten am konfokalen Mikroskop) • Southern- und Westernanalysen von Wildtyp- und Mutantengenotypen • Bisulfit- und Southern- Analyse von DNA-Methylierung • Arbeiten mit Antikörpern für spezifische Chromatinproteine (Immunozytologie, Westernanalysen und IP Analysen) • Analyse entwicklungsbiologischer Prozesse (z.B. Embryogenese und Keimbahnentwicklung von Drosophila) • In vitro Analyse von Histonmethyltransferasen • ChIP Analysen von Histon-Modifikationen • Genomweite Genexpressionsanalysen (RNA Seq.)

ARBEITSTHEMEN Epigenetik: • Molekulare Kontrolle der Chromatinregulation, von differentieller Genaktivität und der Kontrolle von Entwicklungsprogrammen. Mitose, Meiose und genetischer Rekombination, und Signaltransduktion. Einsatz genetischer Hilfsmittel, gentechnischer Methoden und transgener Organismen für funktionelle Analyse auf dem Gebiet der Epigenetik. Praktika (Themen): • Genetische Analysen bei Modellorganismen (Drosophila, Arabidopsis und beim Pilzmodell Colletotrichum) • Zytologische und immunozytologische Methoden; Arbeiten mit Antikörpern; Westernanalysen • Einsatz molekulargenetische Grundtechniken an Modellorganismen (Arbeit mit transgenen Organismen) • Grundmethoden der Epigenetik (Analyse von Histon-Modifikationen, DNA-Methylierung und ChIP Analysen; Southernanalysen) • Analyse entwicklungsbiologischer Grundprozesse bei Drosophila

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LEHRSTUHL GEOBOTANIK PROF. DR. HELGE BRUELHEIDE FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Biodiversität und Ökosystemfunktionen • Biogeographie und Chorologie (Analyse und Modellierung von Pflanzenarealen) • Invasionsbiologie (Invasivität von Pflanzenarten und Invasibilität von Habitaten) • Populationsbiologie gefährdeter und seltener Arten - Ökoinformatik (Vegetations- und Arealdatenbanken) • Zusammensetzung von Lebensgemeinschaften (Ähnlichkeit und Unähnlichkeit von Pflanzeneigenschaften) - Pflanzenphylogenie Pflanzenanatomie • Frosthärteuntersuchungen • Trockenheitsresistenz von Bäumen • Ökologie der Moose und Flechten • Ökophysiologie, Transpirations- und Kavitationsmessungen • Wurzeleigenschaften und -exsudate

PRAKTIKUM

METHODEN

ab Semester: 4 Mindestdauer: 3-6 Wochen

• Freiland- und Gewächshausexperimente • Vegetationsaufnahmen und Kartierungen • standortskundliche Laboranalysen (nasschemische Analysen, CNAnalyzer, AAS, NIRS) • morphologische Pflanzenanalysen • makro- und mikroskopische Analyse von parasitischen Pilzen • Geographische Informationssysteme (GIS) • Modellierung • Statistik

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

10

Doktoranden 14 BA-Studenten

2

MA-Studenten

9

HiWi-Stellen

4

KONTAKT Dr. Sylvia Haider Raum 1.02.0 Am Kirchtor 1 06108 Halle/Saale 0345 5526 254 [email protected] botanik.uni-halle.de

17

KOOPERATIONEN 1. BEF-China; DFG-Forschergruppe (Sprecher: Helge Bruelheide): • Plant functional traits and functional diversity as predictors of ecosystem functioning (Bruelheide, Welk) • The role of herb layer characteristics on productivity for forest ecosystem functioning (Erfmeier, Bruelheide) 2. Biodiversitäts-Exploratorien; DFG-Schwerpunktprogramm: • BELOW – Analysis of root traits to test for environmental filtering and niche complementarity in grassland communities (Bruelheide, Jandt) • BERich – Pflanzenanreicherung als Test von Umweltfiltern und Nischenkomplementarität in Grünlandgemeinschaften (Bruelheide, Jandt) • BEDry – Effekte globalen Wandels auf Waldunterwuchs: Wie beeinflussen die Wechselwirkungen zwischen Trockenheit und Landnutzungsintensität die Kreisläufe von Wasser, Kohlenstoff und Stickstoff? (Bruelheide, Welk) • RangeShift – Nutzung biogeographischer Nischenmodelle zur Vorhersage der Reaktionen von Pflanzenarten auf den Klimawandel in Wechselwirkung mit Landnutzung (Bruelheide, Welk) 3. FunDivEUROPE - functional significance of forest biodiversity EU-Projekt (Bruelheide) 4. MIREN - Mountain Invasion Research Network (Haider)

ARBEITSTHEMEN • Ökologisches Grundpraktikum (2 Wochen, SoSe, ab 4. Sem, B.Sc. Biologie) • Projektmodul Populations- und Standortsökologie (6 Wochen, WiSe, ab 5. Sem, B.Sc. Biologie; gemeinsam mit Frau Prof. Hensen) • Projektmodul Freilandökologie (6 Wochen, SoSe, ab 2. Sem, M.Sc. Biologie; gemeinsam mit Frau Prof. Hensen) • Projektmodul Naturschutz (6 Wochen, SoSe, ab 2. Sem, M.Sc. Biologie) • Forschungsgruppenpraktika zu individuellen Themen (6 Wochen, nach Vereinbarung, ab 1. Sem, M.Sc. Biologie) • Aktuelle Themen für Abschlussarbeiten auf Anfrage

18

LEHRSTUHL PFLANZENÖKOLOGIE PROF. DR. ISABELL HENSEN FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Populationsökologie/Populationsgenetik • Tropenökologie (Populationsökologische Forschung in andinen Bergwäldern) • Naturschutzbiologie (Populationsökologische Forschung an gefährdeten Arten) • Invasionsbiologie • Ökologie von Grasländern (Europa, Zentralasien)

KOOPERATIONEN • Gründungsmitglied iDiv (German Center of Integrative Biodiversity Reasearch) • verschiedene Institutionen in Südamerika (Argentinien, Bolivien, Ecuador) • Universität Barnaul / Sibirien • Universität Ulaan Bator / Mongolei

PRAKTIKUM ab Semester: 4 Mindestdauer: 6 SWS

METHODEN

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

3

Doktoranden

12

BA-Studenten

12

MA-Studenten

5

HiWi-Stellen

5

KONTAKT Anne Piel Raum 1.11.0 Am Kirchtor 1 06108 Halle/Saale 0345 5526 210 [email protected] botanik.uni-halle.de

• Freiland- und Gewächshausexperimente • Vegetationsaufnahmen und Kartierungen • standortskundliche Laboranalysen (nasschemische Analysen, CNAnalyzer, AAS, NIRS) • morphologische Pflanzenanalysen • makro- und mikroskopische Analyse von parasitischen Pilzen • Geographische Informationssysteme (GIS) • Modellierung • Statistik

ARBEITSTHEMEN • mögliche Themen auf Anfrage

19

LEHRSTUHL SYSTEMATIK UND BIODIVERSITÄT PROF. DR. MARTIN RÖSER FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Verwandtschaftsbeziehungen in unterschiedlichen Gras-Gruppen • Evolution der arktischen Flora • Karyologie • Evolutive Prozesse im Unterwuchs tropischer Regenwälder • Diversität, Verbreitung und Ökologie heimischer Pilze • Diversität, Verbreitung und Ökologie heimischer Flechten

KOOPERATIONEN • W. Durka / UFZ / Halle (Saale) • F. Blattner / IPK Gatersleben • A. Müllner / Universität Leipzig • O.J. Hardy / ULB / Belgien

METHODEN • DNA-Extraktion / PCR • Klonierung und Sequenzierung nukleärer Genabschnitte • phylogenetische und phylogeographische Auswertungsmethoden (Editieren von Sequenzen, Alignment, Stammbaum/NetzwerkBerechnung) • Mikroskopie / Chromosomenuntersuchungen • Bestäuberbeobachtungen in den Tropen • Pilz-/Flechten-Kartierung • Herbararbeiten zur Systematik ausgewählter Taxa

PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: 2 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

8

Doktoranden

3

ARBEITSTHEMEN

BA-Studenten

-

• Molekular-phylogenetische Untersuchung verschiedener Gräser • Vergleich der Besiedlungsmuster und Anpassungen verschiedener arktischer Taxa • Vergleichende Chromosomenuntersuchungen • Bestäuberanpassungen im tropischen Regenwald • Genfluss im Unterwuchs tropischer Regenwälder • Diversität, Verbreitung und Ökologie phytopathogener Pilze • Verbreitung, Vergesellschaftung und Ökologie von Flechten in SachsenAnhalt

MA-Studenten

2

HiWi-Stellen

3

KONTAKT Prof. Dr. Martin Röser 1. OG Neuwerk 21 06108 Halle/Saale 0345 5526 218 [email protected] botanik.uni-halle.de

20

GENERAL MICROBIOLOGY PROF. DR. GARY SAWERS FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Reifung von Metalloproteinen • Physiologie und Biochemie der Hydrogenasen • Physiologie der Sporenauskeimung bei Bakterien; Energie-Stoffwechsel bei Streptomyceten • Formiat-Transport • Rolle von Eisen-Schwefel Proteinen in der Mikrobiolgie • Mikroben-Pflanze Interaktion - Phytopathogenese von Xanthomonas campestris pv. versicatoria • Die Rolle von Wasserstoff bei der Organohalid-Respiration

KOOPERATIONEN

PRAKTIKUM ab Semester: 4 Mindestdauer: 12 Wochen

METHODEN

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

• Prof. Dr. A. Sinz / Pharmazie / MLU Halle-Wittenberg • Prof. Dr. J. Heberle / FU Berlin • Prof. Dr. F. Sargent / University of Dundee • Prof. Dr. Ramon Gonzalez / Rice University / Texas • Prof. Jens Meiler / Vanderbilt University / Tennessee • Prof. Dr. Mirek Cygler / University of Saskatoon Canada

4

Doktoranden 7 BA-Studenten

2

MA-Studenten

2

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Gary Sawers Raum 218.2 Kurt-Mothes-Str. 3 06120 Halle/Saale 0345 5526 350 [email protected] mikrobiologie.uni-halle.de

• Protein-Reinigung • Molekularbiologie • Mikrobielle Genetik • Mikrobielle Physiologie

ARBEITSTHEMEN • siehe Forschungsschwerpunkte

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GENERAL MICROBIOLOGY PD DR. UTE LECHNER FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Ökophysiologie von Dehalococcoides: Die strikt anaeroben Bakterien dieser Gattung nutzen chlorierte Verbindungen als Elektronenakzeptoren in der Organohalid-Respiration und entgiften sie durch reduktive Dechlorierung. Bestimmte Stämme können bestimmte Verbindungen dechlorieren und sind daher für die Sanierung kontaminierter Böden oder Sedimente von Interesse. • Regulation der Organohalid-Respiration: Die Expression von Genen, die für reduktive Dehalogenasen kodieren, wird in Gegenwart bestimmter halogenierter Verbindungen induziert. Die molekularen Mechanismen der Regulation durch MarR-Regulatoren und Two component systemRegulatoren werden untersucht.

KOOPERATIONEN • DFG-Forschergruppe Anaerobic Biological Dehalogenation (FOR 1530) • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung • UFZ, Leipzig-Halle

PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: 4 Wochen

METHODEN • Anaerobe Kultivierung • Analytische Techniken (z.B. Gaschromatographie, HPLC) • Molekularbiologische Techniken (z.B. Klonierung, Phagentransduktion, Überexpression, PAGE) • Reportergen-Assays • Mikroskopie

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

-

Doktoranden 2 BA-Studenten

2

ARBEITSTHEMEN

MA-Studenten

2

• Physiologie von Dehalococcoides mccartyi • Interaktion von MarR-Regulatoren mit Dehalogenase-Genen

HiWi-Stellen

1

den

Promotoren

von

KONTAKT PD Dr. Ute Lechner Raum 217.1 Kurt-Mothes-Str. 3 06120 Halle/Saale 0345 5526 353 [email protected] mikrobiologie.uni-halle.de

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MOLECULAR MICROBIOLOGY PROF. DR. DIETRICH H. NIES FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Interaktion von Bakterien mit Übergangsmetallen (Ionen von Mn, Fe, Co, Ni, Cu, Zn, Cd, Au), insbesondere Aufnahme in die Zelle und Export aus der Zelle heraus

KOOPERATIONEN • DFG-Förderung • viele internationale Kooperationen (Australien, Kanada, USA, Frankreich, Portugal)

METHODEN • gentechnisch • post-genomisch • bakterienphysiologisch • biochemisch • mikrobiologisch

PRAKTIKUM ab Semester: Mindestdauer: -

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

ARBEITSTHEMEN 2

Doktoranden 6 BA-Studenten

2

MA-Studenten

2

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Dietrich H. Nies Raum 219 Kurt-Mothes-Str. 3 06120 Halle/Saale [email protected] mikrobiologie.uni-halle.de

• je nach momentaner Lage der Projekte

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ABTEILUNG ALLGEMEINE BOTANIK PROF. DR. RALF BERND KLÖSGEN FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Proteinsortierung in Pflanzenzellen • dual targeting von kerncodierten Proteinen der Mitochondrien und Plastiden • Evolution von zellulären Proteintransportsignalen/-mechanismen/ -apparaten Biogenese der Thylakoidmembran • Proteintransportwege in und über die Thylakoidmembran • Assemblierung thylakoidärer Membrankomplexe Tatabhängiger Proteintransport (twin arginine translocation) • Transportmechanismus • Rekonstitution der Tat-Translokase in artifizielle Lipidsysteme • Vergleich der bakteriellen und thylakoidären Tat-Translokasen

KOOPERATIONEN • Jochen Balbach / MLU - Physik • Tom Börner / Humboldt-Uni Berlin • Roland Freudl / Forschungszentrum Jülich • Andreas Kerth/Alfred Blume / MLU - Chemie • Matthias Müller / Uni Freiburg • Richard Wagner / Uni Osnabrück

METHODEN • „klassische“ Molekularbiologie (Klonierung, Mutagenese, etc.) • in vitro Transkription/Translation (Weizenkeimextrakte, Reticulozytenlysat) • heterologe Expression von Proteinen in Bakterien • Proteinanalytik (HPLC, IEF, native/denaturierende PAGE, Western blot) • Proteinreinigung (Affinitätschromatographie, FPLC, HPLC, präparative Gele, etc.) • Proteintransportversuche mit isolierten Organellen, Thylakoiden und Liposomen • transiente und stabile Transformation von Pflanzenzellen • Fluoreszenzmikroskopie (Epifluoreszenz, bzw. konfokal)

PRAKTIKUM ab Semester: 4 Mindestdauer: 4 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

4

Doktoranden

5

BA-Studenten

5

MA-Studenten

3

HiWi-Stellen

1

KONTAKT Prof. Dr. Ralf Bernd Klösgen Raum 231 Weinbergweg 10 06120 Halle/Saale 0345 5526 200 [email protected] pflanzenphys.uni-halle.de

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ABTEILUNG PFLANZENPHYSIOLOGIE PROF. DR. KLAUS HUMBECK FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Unsere Schwerpunkte sind die molekularen Mechanismen von Alterungsprozessen und Stressantworten in Pflanzen • Untersuchungsobjekte sind die molekularbiologische Modellpflanze Arabidopsis thaliana und die ökonomisch relevante Kulturpflanze Gerste

KOOPERATIONEN • AG Krupinska • Universität Kiel • Interdisziplinäres Zentrum für Nutzpflanzenforschung WissenschaftsCampus Halle • Leibniz Graduate School • IPK Gatersleben • Marie Curie Initial Training Network „Crop Life“ • EU Agrochemisches Institut Piesteritz AIP • SKW Stickstoffwerke Piesteritz

PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: 3 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

2

Doktoranden 11

METHODEN • Pflanzenanzucht, auch unter definierten Stressbedingungen (Arabidopsis und Gerste) • Pflanzenphysiologie: Photosynthese (Chlorophyllfluorometrie, Gasaustausch, Pigmente) Molekularbiologische Methoden, insbesondere quantitative Expressionsanalysen (Realtime-PCR), Array-Analysen, transgene Pflanzen, Proteinanalytik, ChIP-Analysen

BA-Studenten

1

ARBEITSTHEMEN

MA-Studenten

2

HiWi-Stellen

2

• Epigenetische Kontrolle der Blattseneszenz • Funktion von Whirly-Proteinen bei der Blattseneszenz • Stickstoffverfügbarkeit als Signal der Blattseneszenz • Analyse der Trockenstressantwort von Gerste • Cross-Talk zwischen abiotischen und biotischen Stressantworten • Die Rolle von HIPP-Proteinen bei der Regulation pflanzlicher Stressantworten

KONTAKT Prof. Dr. Klaus Humbeck Raum 431 Weinbergweg 10 06120 Halle/Saale 0345 5526 410 [email protected] pflanzenphys.uni-halle.de

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ABTEILUNG ZELLPHYSIOLOGIE PROF. DR. UDO JOHANNINGMEIER FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • In Pflanzen und Algen findet die Photosynthese in den Chloroplasten statt. Das sind spezialisierte Zellorgane, die diesen Prozess von den übrigen Zellreaktionen durch Membranen abgrenzen. Ein spezielles Membransystem innerhalb der Chloroplasten enthält die Komponenten für die Lichtreaktion. Wir beschäftigen uns mit einer dieser Komponenten, dem sogenannten Photosystem II, und untersuchen deren Struktur und Funktion. • Einen weiteren, besonders aktuellen Schwerpunkt bildet die Expression von biotechnologisch interessanten Proteinen in den Chloroplasten der Grünalge Chlamydomonas reinhardtii.

KOOPERATIONEN • EU • BMBF • diverse Firmen

METHODEN • Studien werden überwiegend am Modellorganismus Chlamydomonas (einzellige Grünalge) durchgeführt • Diverse molekularbiologische Methoden (Klonierungen, PCR, error-prone PCR u.v.a.) • Diverse biochemische Methoden (Affinitätschromatographie, Enzymaktivitäten, Western-Blots u.v.a.)

ARBEITSTHEMEN • Expression von Fremdproteinen im Chloroplasten • Insertion neuer Stoffwechselwege in den Chloroplasten • „Random Mutagenesis“ von Photosystem II Untereinheiten

PRAKTIKUM ab Semester: Mindestdauer: -

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

-

Doktoranden

-

BA-Studenten

-

MA-Studenten

-

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Udo Johanningmeier Raum 331 Weinbergweg 10 06120 Halle/Saale 0345 5526 247 [email protected] pflanzenphys.uni-halle.de

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PFLANZENPHYSIOLOGIE AM IPK GATERSLEBEN PROF. DR. NICOLAUS VON WIRÉN FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Unsere Forschung fokussiert insbesondere auf das Nährstoff-Sensing durch Pflanzen und Signalprozesse bzw. Mechanismen die es Wurzeln erlauben zu Nährstoffen „hinzuwachsen“. Wir ordnen dies in ein übergeordnetes Konzept der Regulation der Wurzelarchitektur durch den Ernährungszustand der Pflanze und durch lokales Nährstoffangebot. Ein vertieftes Verständnis darüber soll in der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion helfen, die Ausnutzung gedüngter Nährstoffe durch Kulturopflanzen zu verbessern. Daher arbeiten wir hauptsächlich mit Arabidopsis im Modellsystem und mit Gerste und Raps auf dem Feld. Zudem untersuchen wir Nährstoff-Transport- und Rückverlagerungsprozesse während der Seneszenz und zelluläre Mechanismen die in Pflanzen zu einer erhöhten Nährstoff-Effizienz beitragen. Dabei verwenden wir eine sehr breite Palette an molekulabiologischen, biochemischen, physiologischen und analytischen Methoden.

METHODEN

PRAKTIKUM ab Semester: 6 Mindestdauer: 3 Wochen

biochemisch: • Proteinextraktion, Immunolog. Methoden, Enzymassays

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

6

Doktoranden 14 BA-Studenten

-

MA-Studenten

1

HiWi-Stellen

2

KONTAKT Prof. Dr. Nicolaus Wirén Friedrich-Miescher Haus Corrensstr. 3 06466 Gatersleben 039482 5602 [email protected] ipk-gatersleben.de

molekularbiologisch: • Klonieren, Pflanzentransformation, Expressions-analysen, Transkriptomstudien etc.

analytisch: • ICP-MS, ICP-OES, IR-MS, UPLC-MS/MS für Mineralstoffe, Isotope, Metabolite, Hormone etc. physiologisch: • Nährlösungskulturen, Feld- und Gefässversuche mit Probenahmen zur Messung von Inhaltsstoffen, Genexpression etc. zellbiologisch: • mikroskopische und konfokale Analyse von Zellstrukturen, fluoreszenzmarkierter Proteine etc.

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KOOPERATIONEN Koordinator und Mitglied mehrerer BMBF-, BMELV-, EU- und DFGgeförderter Verbundforschungsvorhaben mit privaten Unternehmen aus der Pflanzenzüchtung und aus der Düngungsindustrie sowie internationalen Forschungsinstituten insbes. aus Frankreich

ARBEITSTHEMEN • Veränderung der Wurzelarchitektur bei unterschiedlichem Nährstoffangebot und Identifizierung von Genen, die nährstoffspezifisch in die Wurzelentwicklung eingreifen • Identifizierung von Mechanismen, die die Fe- und N-Effizienz bei Pflanzen erhöhen • Abhängigkeit der Stresstoleranz (z.B. gegen Trockenheit) vom Ernährungszustand der Pflanze

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NACHWUCHSGRUPPE PFLANZENPHYSIOLOGIE DR. MARTIN SCHATTAT FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE

PRAKTIKUM ab Semester: 4 Mindestdauer: 3 Wochen

KOOPERATIONEN

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

Die Entwicklung von membranumgrenzten Zellkompartimenten war ein wichtiger Schritt in der Evolution eukaryotischer Zellen und trägt entscheidend zu der Leistungsfähigkeit heutiger Pflanzenzellen bei. Obwohl wir aus klassischer Durchlicht- und Transmissionselektronenmikroskopie schon viel über den inneren Aufbau von Pflanzenzellen wissen, beginnen wir erst seit der Adaptierung von Fluoreszenzproteinen für die Mikroskopie die innere Dynamik von lebenden Zellen besser zu verstehen. Unter der Zuhilfenahme verschiedener fluoreszenzmikroskopischer Methoden beschäftigt sich unsere Arbeitsgruppe hauptsächlich mit der inneren Organisation von pflanzlichen Zellen. Im Besonderen interessieren wir uns für die räumliche Organisation und die Form von Organellen und wie sich diese im Zuge der pflanzlichen Entwicklung und als Reaktion auf eine sich ändernde Umwelt verhällt. Eine besonders markante Formäußerung, die als Antwort auf verschiedene Stressoren insbesondere bei Plastiden beobachtet wird, ist die Ausbildung von langen tubulären Röhren der Hüllmembranen. Obwohl sie seit über 100 Jahren bekannt sind ist die Regulation dieser sich aus den Hüllmembranen der Plastiden formenden sogenannten „stromules“ noch unaufgeklärt und über deren potentielle Funktion kann bis heute nur spekuliert werden. Mit Hilfe moderner Fluoreszenzmikroskope und genetischer Ansätze versucht unsere Arbeitsgruppe diese offenen Fragen über „stromules“ zu beantworten.

1

Doktoranden 1 BA-Studenten

-

MA-Studenten

1

HiWi-Stellen

1

KONTAKT Dr. Martin Schattat Raum 333 Weinbergweg 10 06120 Halle/Saale 0345 5526 286 [email protected] pflanzenphys.uni-halle.de

• Prof. Dr. Jaideep Mathur / University of Guelph / Ontario / Kanada • Prof. Dr. Alan Jones / University of North Carolina / USA • Dr. Ralf Horbach / MLU Halle-Wittenberg • Dr. Ivo Schliebner / MLU Halle-Wittenberg • Dr. Bettina Hause / IPB Halle

METHODEN • Umgang mit Modellorganismen: Arabidopsis thaliana, Nicotiana benthamiana, Physcomitrella patens • Erzeugung und Charakterisierung transgener Pflanzen • Transiente Genexpression (Partikelkanone und Agrobacterium) • Grundlegende Methoden der Molekularbiologie • „forward genetic screens“ EMS und VIGS basiert • Fluoreszenzmikroskopie • Computergestützte Bildanalyse

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ARBEITSTHEMEN Zu allen aktuellen Forschungsthemen ist es möglich Arbeiten anzufertigen. Wenn Interesse für einen Hiwi-Job, ein Praktikum, eine Bachelor- oder Masterarbeit besteht, einfach eine Email schreiben.

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ALLGEMEINE ZOOLOGIE AG PAXTON INSEKTEN PROF. DR. ROBERT PAXTON FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • social evolution • insect pollination • host-parasite interactions • insect conservation biology and genetics

PRAKTIKUM ab Semester: Mindestdauer: 6 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

5

Doktoranden

5

BA-Studenten

2

MA-Studenten

6

HiWi-Stellen

1

KONTAKT Prof. Dr. Robert Paxton Raum 6.08 Hoher Weg 8 (Nordtrakt) 06120 Halle/Saale 0345 5526 500 [email protected] zoologie.uni-halle.de

Insect evolutionary ecology is the broad area that covers many of our research interests, with a special focus on bees (Hymenoptera: Apiformes). Bees are a diverse group of over 20,000 species, many of which are solitary, some of which are eusocial and a few of which exhibit intermediary forms of social organisation. This diversity in social organisation makes bees ideal for the study of social evolution, the first of our four research themes addressing insect evolutionary ecology. The close coevolution between plants and their pollen vectors, particularly bees, has for long fascinated biologists. Bee-mediated pollination is rightly recognised as a major ecosystem service, and pollination forms our second research theme. It is not possible to study bees without being aware of the range of their pests, predators and parasites, many of which have major impacts on their hosts and which have been implicated in modulating social evolution and in causing the recently observed decline of bees in the Northern Hemisphere. Our third research theme concerns host-parasite interactions, addressing those pathogens associated with honey bees (Apis mellifera) and other insect pollinator species. Increasing awareness of the threats posed to bees and other pollinating insects through anthropogenic effects, both direct and indirect, has led to national and international initiatives aimed at halting the decline of pollinators, which is addressed by our fourth research theme, insect conservation biology and genetics. In all four research themes, we make extensive use of molecular genetic techniques coupled to laboratory and field experiments and observations to answer questions from parentage through to phylogeny.

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KOOPERATIONEN • iDiv, Germany‘s new biodiversity research centre • Prof. Dr. Robin Moritz / AG Molekulare Ökologie / MLU • Coordinator (PI) for the Insect Pollinators Initiative (http://www.bbsrc. ac.uk/funding/opportunities/2009/insect-pollinators-initiative.aspx) funded project Emergent Diseases (http://beediseases.org.uk/) • Member of the research network on honey bee colony losses COLOSS • Prof. Manfred Ayasse / University of Ulm • Prof. Bryan Danforth / Cornell University • Prof. Jeremy Field / Sussex University • Prof. Breno Freitas / University of Ceara • PD Dr. Christoph Bleidorn / University of Leipzig

METHODEN • We integrate methods of behavioural ecology with molecular genetic tools to answer fundamental and applied problems in the evolution and ecology of animals, particularly insects • Research is undertaken in the field as well as in the laboratory and in silico (computer simulation, statistical analysis of large datasets)

ARBEITSTHEMEN • Please see our four general themes for our ongoing research programme • You are welcome to contact the AG leader, Prof. Paxton, with specific requests or questions

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ENTWICKLUNGSBIOLOGIE DES MENSCHEN UND DER TIERE PROF. DR. GERALD MORITZ FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • visuelle und molekulare Identifikation von Schadinsekten • Reproduktion und Ontogenese von Thysanopteren • Thysanopteren - Interaktionen mit Mikroorganismen • Thysanopteren - Vektoren von phytopathogenen Viren, Bakterien und Pilzen • chemische Wehrsekrete

KOOPERATIONEN • CSIRO, ANIC, Canberra, Australia (Dr. LA Mound) • icipe, Kenya, Nairobi (Dr. S. Subramanian) • CBIT, University of Queensland, Australia (Dr. G. Norton) • Bayer CropScience, Monheim (Dr. R. Nauen, Dr. L. Pittá)

METHODEN PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: 6 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

2

Doktoranden

3

BA-Studenten

5

MA-Studenten

3

HiWi-Stellen

2

KONTAKT Nicole Bartsch Institutsbereich Zoologie Domplatz 4 06108 Halle/Saale 0345 5526 430 [email protected] zoologie.uni-halle.de

• Raster-Elektronenmikroskopie (Hitachi S-2400) • Transmissions-Elektronenmikroskopie (JEOL JEM 1010) • optische Mikroskopie (UV, Fluoreszenz, PhaKo, DIC/ICT, invers, Bildverarbeitung, Leica Montage Systeme) • Mikromanipulation, Injektion und Extraktion • Molekular-biologische Standardmethoden (DNA-Extraktion, PCR, Gelelektrophorese) • Softwareentwicklung zur Identifikation und Information von SchadInsekten (https://play.google.com/store,apps/detailsßid=com.lucidcentral.mobile. ptea) • Probenvorbereitung (Gewinnung, Derivatisierung) und Auswertung von GC/MS-Daten • Histologie/ Histochemie (Standard, Cryocut, Imminfluoreszenz) • Stammzucht von von Insekten sowie deren Vektoren (Tospovieren), Symbionten (Wolbachia) und entomopathogenen Pilzen (Verticillium lecanii)

ARBEITSTHEMEN • auf Anfrage

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MOLEKULARE ÖKOLOGIE PROF. DR. ROBIN FA MORITZ FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE The main focus of the group aims to understand the evolution of sociality and evolutionary processes within social systems: • Behavioural Ecology (self-organization, host-parasite interaction, reproductive dominance hierarchies) • Genomics (functional genomics, mapping of disease resistance genes in the honeybee, genome mapping in bees, RESTseq, functional genomic analysis of prophylactic immune system activation) • Host-Parasite Interactions (QTL-mapping, LEGATO-project, host-parasite coevolution (DFG), selection responses of parasites to its honeybee host, clarification of the Red Queen Hypothesis in haplodiploid systems, developing assays to detect multiple honeybee pathogens) • Population Ecology (coptoformica ants, Maculinea-Myrmica system, raptor populations in the NE foreland of the Harz mountains) • Population Genetics (genetics population and colony structure in different army ant and bee species)

KOOPERATIONEN

PRAKTIKUM

• national and international cooperation partners involved in BMBF-, BMELV-, EU- and DFG funded projects; e.g. France, Denmark, Romania, South Africa, Sweden, Poland, Switzerland, Spain, Netherlands, Mexico, Israel and Australia

ab Semester: Mindestdauer: -

METHODEN • molecular genetic tools (PCR, cloning, qPCR, MLPA, sequencing- classical and Next-generation) • protein biochemistry • behavioural assays in the field and laboratory • modeling - computer simulations

ARBEITSTHEMEN • Please see the topics mentioned at research topics

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

5

Doktoranden 10 BA-Studenten

2

MA-Studenten

3

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Robin FA Moritz Raum 128B Hoher Weg 4 06120 Halle/Saale 0345 5526 223 [email protected] zoologie.uni-halle.de

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BIOCHEMIE UND BIOTECHNOLOGIE ALLGEMEINE BIOCHEMIE MIKROBIELLE BIOTECHNOLOGIE ENZYMOLOGIE PFLANZENBIOCHEMIE PHYSIKALISCHE BIOTECHNOLOGIE ZELLULÄRE BIOCHEMIE TECHNISCHE BIOCHEMIE MOLECULAR MODELLING

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ALLGEMEINE BIOCHEMIE PROF. DR. ELMAR WAHLE FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • RNA-Metabolismus in Eukaryonten: Prozessierung, RNA-Abbau, Translationskontrolle etc.

KOOPERATIONEN • AGs Hüttelmaier, Sinz, Reuter • GRK 1591 • Elena Conti, München (Röntgenstrukturanalyse) • Martine Simonelig, Montpellier (Drosophila-Genetik) • weitere Kooperationspartner in Göttingen, Basel, Barcelona, USA

METHODEN

PRAKTIKUM ab Semester: 4 Mindestdauer: 4 - 6 Wochen

• Proteinreinigung und verschiedene In-Vinto-Analysen der Aktivität • Klonierung, Mutagenese etc. • RNAi-Versuche • Analyse komplexer Reaktionen in zellfreien Systemen • Techniken der RNA-Analysen (Arbeiten mit Isotopen, deep sequencing)

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

5

Doktoranden

5

BA-Studenten

-

MA-Studenten

-

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Elmar Wahle Raum 418 Kurt-Mothes-Str. 3 06120 Halle/Saale 0345 5524 920 [email protected] biochemtech.uni-halle.de

ARBEITSTHEMEN • mögliche Themen auf Anfrage

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MIKROBIELLE BIOTECHNOLOGIE PROF. DR. SVEN-ERIK BEHRENS FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Charakterisierung von zellulären Proteinen, welche an der Republikation von pathogenen RNA Viren (Hepatitis C, West Nil, Bovines Diarrhöe, Tomato bushy stunt) beteiligt sind • Verwendung von TAL Effektoren und TAL Nukleasen in antiviralen Anwendungen (Hepatitis C, HIV) • Verwendung verschiedener Strategien in antiviralen Anwendungen bzw. in der Vakzinentwicklung

KOOPERATIONEN • Zusammenarbeit mit zahlreichen Gruppen im Bereich der veterinärmedizinischen Vakzinentwicklung: Prof. Breunig (Halle), Dr. Mundt (Atlanta/USA), Dr. Wolff (RKI Berlin), Prof Rautenschlein (TiHo Hannover), Prof Tuyen (Leipzig) • Kooperationen mit Prof Rehermann (NIH/USA), Dr. Arvind Patel (MRC Glasgow/UK), Prof. Balbach (Halle), Dr. Beate Kümmerer (Bonn) • Verschiedene Firmenkooperationen mit z.B. GSK, Merck und Life Technologies • Unsere Projekte werden zudem von der DFG, dem BMBF und dem Land Sachsen-Anhalt gefördert

PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: 4 Wochen

METHODEN

STELLEN

• Praktisch alle molekularbiologischen Methoden • Proteinbiochemische/biophysikalische/ enzymologische Methoden • Virologische Methoden (inkl. Erzeugung rekursiver Retroviren zur Transduktion) • RNA Technologie • Zellkulturmethoden • Komplexe in vitro Assays zur Untersuchung viraler Replikationen und antiviraler Reaktionen im Eppendorf-Tube • Vakzinierungsstudien am Tier (Maus, in Koop. Huhn und Rind)

wissenschaftl. Mitarbeiter

3

Doktoranden

9

BA-Studenten

3

MA-Studenten

2

HiWi-Stellen

1

KONTAKT ARBEITSTHEMEN • mögliche Themen auf Anfrage

Prof. Dr. Sven-Erik Behrens Raum 519 Kurt-Mothes-Str. 3 06120 Halle/Saale 0345 5524 960 [email protected] biochemtech.uni-halle.de

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ENZYMOLOGIE -

THIAMINPHOSPHATABHÄNGIGE ENZYME PD DR. STEPHAN KÖNIG FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Wir führen Struktur-Funktionsstudien an einer Reihe verschiedener Thiamindiphosphatabhäniger Enzyme aus verschiedensten Organismen mit einem breitem Methodenrepertoir durch wie: Proteinexpression undreinigung (FPLC, HPLC), Chemische Modifizierung und ortsgerichtete Mutagenese an Enzymen, transient (stopped-flow) und steadystate Kinetikstudien, CD- und Fluoreszenzspektroskopische Studien, Massenspektroskopische Analysen, Röntgenkleinwinkelstreuexperimente mit Synchrotronstrahlung (SAXS) in Kooperation mit der Gruppe von D. I. Svergun an der Außenstelle des Europäischen Molekularbiologischen Laboratoriums (EMBL) Hamburg c/o Desy und Proteinkristallstrukturanalysen in Kooperation mit dem HelmholtzZentrum für Material und Energie Berlin (M. S. Weiss) und der Abteilung Molekulare Strukturbiologie des Departments Medizinische Biophysik und Biomedizin am Karolinska Institut Stockholm (G. Schneider).

KOOPERATIONEN PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: min 2 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

1

Doktoranden

-

BA-Studenten

2

MA-Studenten

1

HiWi-Stellen

-

KONTAKT PD Dr. Stephan König Raum 419, 401, 408, 414-416 Kurt-Mothes-Str. 3 06120 Halle/Saale 0345 5524 829 [email protected] biochemtech.uni-halle.de

• Prof. Dr. Gunter Schneider / Abteilung Molekulare Strukturbiologie / Karlinska Institut • PD Dr. H. Lilie / Abteilung Technische Biochemie / Institut für Biochemie/ Biotechnologie / MLU Halle-Wittenberg • Dr. Dr. Gerd Hause / Abteilung Elektronenmikroskopie / Biozentrum / MLU Halle-Wittenberg • Dr. M. S. Weiss / Abteilung Makromolekulare Kristallographie / Helmholtz-Zentrum für Materialien und Energie / Berlin • PD Dr. D. I. Svergun / Europäisches Molekularbiologisches Laboratorium / Außenstelle Hamburg c/o Desy • Prof. Dr. Kai Tittmann / Abteilung Bioanalytik / Albrecht-von-HallerInstitut für Pflanzenwissenschaften / Universität Göttingen • DR. M. Wahab / Institut für Physikalische Chemie / Technische Universität Bergakademie Freiberg

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METHODEN • Proteinexpression (S1) • Proteinreinigung (Säulenchromatographie, HPLC, FPLC) • Biochemische Proteincharakterisierung (SDS-, native PAGE, Western blotting, Analytische Gelfiltration, Isoelektrische Fokussierung, UV/Vis-, CD-, Fluoreszenzspektroskopie) • Transient und steady state kinetische Studien • SAXS, Röntgenkleinwinkelstreuexperimente mit Synchronstrahlung in Kooperation mit EMBL-Außenstelle Hamburg • Proteinkristallographie und -strukturanalyse in Kooperation mit dem Helmholtz Zentrum Berlin (Bessy II)

ARBEITSTHEMEN • Strukturfuktionsstudien mit den erwähnten Methoden an folgenden Enzymen (Wildtyp, rekombinanter Wildtyp bzw. Varianten): • Pyruvatdecarboxylase (Saccharomyces cerevisiae, Kluyveromyces lactis, Zymomonas mobilis, Pisum sativum, Neurospora crassa, Mycobacterium tubercolosis) cerevisiae, Escherichia coli, • Transketolase (Saccharomyces Mycobacterium tubercolosis) coli, Mycobacterium • Oxalyl-CoA-Decarboxylase (Escherichia tubercolosis) • Phosphoketolase (Lactobacillus pentosus) • MenD (2-Succinyl-6-hydroxy-2, 4-cyclohexadien-1-carboxylatsynthase, Mycobacterium tubercolosis, 2-Oxoglutaratdecarboxylase)

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PFLANZENBIOCHEMIE PROF. DR. SACHA BAGINSKY FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Proteinimport in die Plastiden • Regulation von Proteinstabilität in den Plastiden und im Zytosol • Regulatorische Phosphorylierungen unter unterschiedlichen Licht (Photosynthese-) Bedingungen • Etablierung von Kinase-Substrat Beziehungen • Massenspektrometrie und funktionelle Proteomics

KOOPERATIONEN • zahlreiche Kooperationen mit Gruppen in der Schweiz • Engagement in einem EU Netzwerk (ITN - Initial Training Network) in Zusammenarbeit mit Gruppen und Firmen aus ganz Europa • Themenschwerpunkt ist hier die Akklimationsreaktion photosynthetischer Organismen

PRAKTIKUM

METHODEN

ab Semester: Ende 3. Sem Mindestdauer: 4 Wochen

• Neben den Standardmethoden der Mikrobiologie und Biochemie sind wir besonders für Proteinanalytik mittels Massenspektrometrie bekannt • Wir bieten in diesem Bereich Praktika (im Rahmen des Mastermoduls) an

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

3

Doktoranden

5

BA-Studenten

2

MA-Studenten

1

HiWi-Stellen

1

KONTAKT Prof. Dr. Sacha Baginsky Raum A 2.23 Weinbergweg 22 06120 Halle/Saale 0345 5525 470 [email protected] biochemtech.uni-halle.de

ARBEITSTHEMEN • mögliche Themen auf Anfrage

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PHYSIKALISCHE BIOTECHNOLOGIE PROF. DR. MILTON T. STUBBS FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Strukturbiologie, vor allem Röntgenkristallographie • Strukturbiologie von Proteinen mit therapeutischer Bedeutung, mit Blick auf der strukturbasierten Medikamentenentwicklung • Flexibilität der Zielproteine und ihr Einfluss auf die Ligadenbindung

KOOPERATIONEN • Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) • Max-Planck-Forschungsstelle für Enzymologie der Proteinfaltung • Probiodrug AG • Scil Proteins GmbH • DFG Graduiertenkolleg GRK1026 • DFG Sonderforschungsbereich SFB610 • BMBF Zentrum für innovationskompetenz (ZIK) HALOmem • BMBF ProNet-T3 (Protein-Kompetenznetzwerk-Halle)

METHODEN • Molekularbiologie • Proteinexpression und -reinigung • Proteinfaltung • Biophysikalische Charakterisierung (CD, Fluoreszenz, kalorimetrische Methoden (ITC, DSC)) • Kristallisation • Röntgenkristallographie • Elektronomikroskopie

PRAKTIKUM ab Semester: 4 Mindestdauer: 4 - 6 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

-

Doktoranden

-

BA-Studenten

-

ARBEITSTHEMEN

MA-Studenten

-

Mutagenese, Expression, Reinigung, Kristallisation von div Proteinen:

HiWi-Stellen

-

• Enzyme der nichtribosomalen Peptidsynthese • Enzyme der Antibiotikasynthese • Proteine der Drosophila Toll-Spätzle-System • Membranproteine der Ubiquinonbiosynthese

KONTAKT Luise Quil

Raum 159 Kurt-Mothes-Str. 3 06120 Halle/Saale 0345 5524 901 [email protected] biochemtech.uni-halle.de

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ZELLULÄRE BIOCHEMIE PROF. DR. INGO HEILMANN FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Eukaryotische Membranen bestehen vorwiegend aus Strukturphospholipiden, enthalten jedoch auch geringe Anteile von Lipiden mit wichtigen regulatorischen Funktionen. Ein Beispiel für solche regulatorischen Lipide sind Phosphoinositide (PIs). PIs beeinflussen die biochemische Aktivität oder Lokalisierung verschiedener Proteine, indem sie als Liganden an diese Zielproteine binden. Alternativ können PIs auch als Vorläufer für verschiedene Botenstoffe dienen. Schwerpunkt unserer Arbeiten sind die Funktionen von PIs in Pflanzen. Bisherige Ergebnisse weisen darauf hin, dass das lokale Vorkommen von PIs in zellulären Membranen zur polarisierten Verteilung von Proteinen und somit der Polarisierung von Zellen, Geweben und dem ganzen Organismus beiträgt. PIs sind daher von zentraler Wichtigkeit für Entwicklung und Funktion von Pflanzen und spielen auch bei der Anpassung an biotische und abiotische Umweltstresse eine wichtige Rolle. Das gewonnene Wissen kann möglicherweise als Ansatzpunkt zur Modulierung der Stresstoleranz von Pflanzen dienen.

PRAKTIKUM ab Semester: 5-6 Mindestdauer: 3 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

5

Doktoranden 4 BA-Studenten

4

MA-Studenten

2

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Ingo Heilmann Raum 157 Kurt-Mothes-Str. 3 06120 Halle/Saale 0345 5524 840 [email protected] biochemtech.uni-halle.de

KOOPERATIONEN • Prof. Dr. Teun Munnik / Amsterdam, Niederlande • Prof. Dr. Jiri Friml / IST Klosterneuburg, Österreich • Prof. Dr. Rui Malho / Lissabon, Portugal • Dr. Imara Perera / NCSU, USA • Prof. Dr. Jörg Kudla / Münster • Prof. Dr. Paul Tudzynski / Münster • Prof. Dr. Ivo Feußner / Göttingen • Prof. Dr. Norbert Sauer / Erlangen • Dr. Staffan Persson / MPI Potsdam/Golm • Prof. Dr. Sacha Baginsky / Halle • Prof. Dr. Ulla Bonas / Halle • Prof. Dr. Holger Deising / Halle • Prof. Dr. Dierk Scheel / IPB Halle • Dr. Sabine Rosahl / IPB Halle • Dr. Marcel Quint / IPB Halle • Dr. Wolfgang Hoehenwarter / IPB Halle • Fördeung durch die DFG und das Land Sachsen-Anhalt

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METHODEN • Proteinexpression und Proteinreinigung (Äkta) • Protein-Phosphorylierung (MS, Peptidarrays) • Protein-Protein-Interaktionen (Y2H, BiFC, FRET) • Erzeugung und Charakterisierung transgener Pflanzen (ABC der MolBiol) • Transiente Genexpression (Partikelbombardierung) • Lipidanalytik (DC, GC, GC-MS) • Fluoreszenzmikroskopie (Epifluoreszenz und CLSM) • Genexpressionsstudien (Arrays und real-time RT-PCR) • Phänotypische Charakterisierung (diverses)

ARBEITSTHEMEN Grundlegend für alle Arbeiten sind molekularbiologische Werkzeuge. Weiterhin verwendete Methoden decken ein weites Spektrum ab und reichen von in vitro-Biochemie an rekombinanten Proteinen und Protein-Protein Interaktionsstudien über biochemische Analytik bis zur makroskopischen Betrachtung intakter Pflanzen und physiologischen Experimenten. Abschlussarbeiten können methodisch in oder zwischen Themen wie Protein-Membran-Interaktionen, Pflanzen-Patogen-Interaktionen, Rezeptorfunktionen oder Signaltransduktion angesiedelt sein. Beim Projektdesign bemühen wir uns, Wünsche und Anregungen interessierter Kandidatinnen und Kandidaten zu berücksichtigen.

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TECHNISCHE BIOCHEMIE PD DR. HAUKE LILIE PROF. DR. ELISABETH SCHWARZ FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Aufgeführt werden hier die Forschungsschwerpunkte der AGs Lilie und Schwarz: Lilie: • Biophysikalische und funktionelle Analyse von Proteinkomplexen für den therapeutischen Einsatz • Modellsysteme: Virushülle für die Bereitstellung therapeutischer Substanzen, bifunktionelle Proteinkomplexe für die Neutralisierung von Krebszellen Schwarz: • Erprobung von Knochenwachstumsfaktoren für die Therapie • Analyse von Konformationsumwandlungen zu Fibrillen zur Analyse genetischer Erkrankungen

PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: variabel

KOOPERATIONEN

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

Lilie/Schwarz: • Proteindesign, Molekularbiologie, Fermentation, Proteinreinigung, Spektroskopie, Biophysik von Proteinwechselwirkungen und Strukturänderungen, thermodynamische und kinetische Analyse von Protein-Wechselwirkungen, funktionelle Analysen in Zellkultur

3

Doktoranden 7 BA-Studenten

2

MA-Studenten

4

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Sekretariat Tina Bourguignon Raum 261 Kurt-Mothes-Str. 3 06120 Halle/Saale 0345 5524 861 [email protected] biochemtech.uni-halle.de

• Scil Proteins • Roche Diagnostics (Penzberg) • Forschungsverbünde: GRK 1026 SFB 610 Landesexzellenz Biokatalyse • AG Breunig / AG Stubbs / Beck-Sickinger (Uni Leipzig) • Brinkmann (Roche, Penzberg) • AG Balbach (Physik) • Groppe (Health Science Center, Dallas, Texas)

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METHODEN • Biophysik von Proteinen: Spektroskopie wie CD und Fluoreszenz • quantitative Analyse von Protein-Wechselwirkungen z.B. mittels Kalorimetrie oder Biacore • thermodynamische und kinetische Messmethoden • Zellkulturassays für biologische Aktivitäten der Proteine • Verfolgung der Konformationsumwandlung zu Fibrillen mittels Spektrometrie • Etablierung von Proteinherstellungsverfahren • Analyse von krankheitsassoziierten Varianten durch biochemische Methoden

ARBEITSTHEMEN • Themenbereiche von molekularbiologischen Arbeiten bis hin zur strukturellen und funktionellen Charakterisierung der gereinigten Proteine bzw. Proteinkomplexe • Weiteres auf Anfrage

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MOLECULAR MODELLING PD DR. IRIS THONDORF FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Quantitative Struktur-Wirkungsanalyse • Proteinmodellierung • molekular-mechanistische Untersuchungen der Struktur, Funktion und Dynamik von Proteinen • virtuelles Screening • Inhibitordesign

METHODEN Computergestützte Verfahren: • QSAR • 3D-QSAR • Bioinformatik • Moleküldynamik • Docking • Virtuelles Screening

PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: 6 Wochen

ARBEITSTHEMEN

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

-

Doktoranden 1 BA-Studenten

-

MA-Studenten

1

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Dr. Iris Thondorf Raum 007 B Kurt-Mothes-Str. 3 06120 Halle/Saale 0345 5524 862 [email protected] biochemtech.uni-halle.de

• Untersuchungen zur Struktur und Funktion von Proteinen und ihrer Wechselwirkungen mit Liganden • Homologie-Modellierung von Proteinen • Dreidimensionale quantitative Struktur-Wirkungsuntersuchungen von Enzymeffektoren

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PHARMAZIE BIOGENE ARZNEISTOFFE PHARMAZEUTISCHE BIOTECHNOLOGIE AUFBEWAHRUNG BIOTECHNISCHER PRODUKTE BIOPHARMAZIE PHARMAZEUTISCHE TECHNOLOGIE BIOCHEMISCHE PHARMAZIE MEDIZINISCHE CHEMIE PHARMAZEUTISCHE CHEMIE UND BIOANALYTIK PHARMAZEUTISCHE CHEMIE WIRKSTOFFENTWICKLUNG UND -ANALYTIK BIOCHEMISCHE MATERIALIEN

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BIOGENE ARZNEISTOFFE PROF. DR. BIRGIT DRÄGER FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE In der Arbeitsgruppe Biogene Arzneistoffe beschäftigen wir uns mit der Isolierung, Analytik und Wirkung von Naturstoffen aus Pflanzen. Dabei betrachten wir zum einen die Funktion dieser Stoffe innerhalb der Pflanze als auch den potentiellen Einsatz als Arzneistoff. Ein Focus liegt auf der Untersuchung von Enzymen der Alkaloidbiosynthese, deren evolutionärer Entstehung, ihrer biochemischen Charakterisierung und ihrer Bedeutung für die Pflanze.

METHODEN

PRAKTIKUM ab Semester: Mindestdauer: 4 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

7

Technische Ausstattung: • Proteinchromatographie • Ausrüstung für Zell- und Gewebekultur (Bakterien, Pilze, Pflanzen) • Möglichkeiten zur Pflanzenzucht, z.B. Klimaschrank und Gewächshausfläche • Molekularbiologielabor vollständig ausgerüstet mit z.B. Impfbänken, Inkubatoren, Thermocycler, Elektrophorese, Blotting-Apparaturen • Radioisotopenlabor für 32Phosphor, Tritium, 14Kohlenstoff Proteinchromatographie (Äkta, FPLC), UV-Photometer, temperierbar, geeignet für Enzymmessungen Analytik von Naturstoffen und Metaboliten: • HPLC mit verschiedenen Detektoren, Dioden-Array, UV-VIS, Refraktometer, Elektrochemischer Detektor • Gaschromatograph mit FID und PND, GC-MS Quadrupol, GC-Ion trapMS/MS

Doktoranden 6 BA-Studenten

0

MA-Studenten

1

HiWi-Stellen

1

KONTAKT Prof. Dr. Birgit Dräger Raum 719 Hoher Weg 8 06120 Halle/Saale 0345 5525 765 [email protected] pharmazie.uni-halle.de

ARBEITSTHEMEN • auf Anfrage

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PHARMAZEUTISCHE BIOTECHNOLOGIE PROF. DR. JÖRG DEGENHARDT FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Pflanzen produzieren über 100.000 verschiedene Substanzen, von denen viele pharmazeutisch genutzt werden können. Wir befassen uns mit der größten Naturstoffgruppe, den Terpenen, die z.B. ätherische Öle, Baumharz und Blütenduft umfassen. Wir untersuchen, wie die Terpene in der Pflanze gebildet werden und wie die Bildung reguliert wird. Ein Arbeitsziel ist die Erhöhung pharmazeutisch nutzbarer Terpene in Pflanzen. Darüber hinaus interessiert uns auch, welche Funktion die Terpene bei der Verteidigung der Pflanze gegen ihre Fraßfeinde besitzen. Wir beschäftigen uns hauptsächlich mit den folgenden Projekten: • Die Biosynthese von Terpenen in Lippenblütlern (Lamiaceae) • Die Evolution der Diversität pflanzlicher Naturstoffe • Die Funktion von Terpenen bei der Verteidigung der Pflanze • Die Regulation der Terpenbiosynthese (SFB648)

KOOPERATIONEN • DFG mit In-und Ausländischen Froschergruppen

METHODEN • Molekularbiologie und Biochemie • Molekulargenetik und Genomkartierung • Analytik (Gas- und Flüssigchromatographie gekoppelt mit Massenspektrometrie)

PRAKTIKUM ab Semester: Mindestdauer: -

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

2

Doktoranden

5

BA-Studenten

2

ARBEITSTHEMEN

MA-Studenten

6

• Die Arbeitsthemen sind vielseitig ergeben sich aus den laufenden Forschungsschwerpunkten und werden den wissenschaftlichen und methodischen Interessen der Studenten angepasst

HiWi-Stellen

1

KONTAKT Kathrin Reinhardt Raum 714 Hoher Weg 8 06120 Halle/Saale 0345 5525 100 [email protected] pharmazie.uni-halle.de

50

AUFARBEITUNG BIOTECHNISCHER PRODUKTE PROF. DR. MARKUS PIETZSCH FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Produktion und Reinigung rekombinanter Enzyme • Enzymtechnologie (u. a. Enzymoptimierung mittels Directed evolution) Biokatalyse (speziell Enzymkaskaden zur in-vitro Glykosylierung) • Gezielte Modifikation von (therapeutischen) Proteinen (PEGylierung, HESylierung, Glykosylierung) • Entwicklung von Biomaterialien auf Basis nachwachsender Rohstoffe (Folien aus Proteinen) • Industrielle Biotechnologie (z.B. Metabolic Engineering zur Verbesserung von Produktionsstaemmen)

KOOPERATIONEN

PRAKTIKUM

• Finanzierung u. a. durch BMBF, BMELV und diverse Industriefirmen • Prof. Kressler / MLU / Chemie • Prof. Groth, Prof. Maeder, Prof. Neubert / MLU / Pharmazie • Prof. Wessjohann / Leibniz IPB Halle / Naturstoffforschung • Prof. Syldatk / KIT / Karlsruhe • Prof. Hirth / Fraunhofer CBP Leuna und IGB Stuttgart

ab Semester: 5 Mindestdauer: 6 Wochen

METHODEN

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

3

Doktoranden 10 BA-Studenten

-

MA-Studenten

4

HiWi-Stellen

8

KONTAKT Prof. Dr. Markus Pietzsch Raum D.D.07 Weinbergweg 22 06120 Halle/Saale 0345 5525 949 [email protected] pharmazie.uni-halle.de

Methoden (Equipment) • Design and cloning of genes, expression in E. coli, Pichia, Bacillus (Thermocycler, Mol. Biol. Lab) • Cultivation of microorganisms (high cell density fed-batch (5, 20, 50, 100 L Bioreactors)) • Purification of enzymes (Cell separation: CEPA Z41, Z61 centrifuges; Cell disintegration: homogenizer: McGaulin, Emulsiflex, Glass bead mill, Ultrasound Concentration: Ultrafiltration: FILTRON Chromatography: Aekta Explorer, Aekta prime) • Analytics (LC-ESI-MS, Esquire 3000+- HPAEC/PAD, HPLC; MTP reader: Fluorostar Galaxy Material testing: Zwick 500 N, ProLine Microscope, UV, etc.) • Optimization of biocatalysts: Immobilization; reaction engineering

ARBEITSTHEMEN • Produktion, Reinigung und Einsatz rekombinanter Enzyme für die Biokatalyse oder Proteine für die Herstellung von Biomaterialien

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BIOPHARMAZIE PROF. DR. DR. REINHARD NEUBERT FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Untersuchung der Struktur der Stratum corneum Lipide unter Anwendung der Neutronen- und Röntgendiffraktion, sowie spektroskopischer und kalorimetrischer Verfahren, • Entwicklung kolloidaler Arzneiformen (Mikroemulsionen, Mischmizellen) und Modulation der Wirkstoffpenetration in die menschliche Haut unter Anwendung dieser Arzneiformen und nichtinvasiver Analysetechniken (ATR und FT-IR-PAS), • Wechselwirkung von Arzneistoffen und Nahrungsbestandteilen, • Entwicklung von Sensoren für die biopharmazeutische Charakterisierung von Vehikelsystemen und deren Wechselwirkungen mit biologischen Systemen auf der Basis der Quarzmikrobalance und • Anwendung der Affinitäts-Kapillarelektrophorese (ACE) in der Pharmazeutischen Technologie und Biopharmazie. • Entwicklung von Phytokosmetika und -pharmaka für die dermale Anwendung

KOOPERATIONEN • Kooperation mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Kooperationspartnern in Wissenschaft und Wirtschaft

ARBEITSTHEMEN • Themen innerhalb der genannten Forschungsschwerpunkte

PRAKTIKUM ab Semester: 3 Mindestdauer: 4 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

15

Doktoranden 10 BA-Studenten

1

MA-Studenten

-

HiWi-Stellen

5

KONTAKT Ramona Oehring Raum 138 Wolfgang-Langenbeckstr. 4 06120 Halle/Saale 0345 5525 000 [email protected] pharmazie.uni-halle.de

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PHARMAZEUTISCHE TECHNOLOGIE PROF. DR. KARSTEN MÄDER FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Our main research areas include polymer- and lipid based drug delivery systems (DDS) to improve or enable the therapeutic potential of drugs. Research areas include nanoscaled DDS for tumor therapy, biodegradable implants and the enhancement of oral bioavailability. We work also on stimulus sensitive drug delivery systems. A strong cooperation with polymer chemists and cancer research groups has been establsihed. An important part of the research is linked to noninvasive spectroscopy and Imaging techniques (multispectral optical Imaging, MRI, ESR).

KOOPERATIONEN • Dr. T. Müller / Innere Medizin / MLU Halle • Prof. J. Kressler / Chemie / MLU • Dr. M. Knoergen / Radiologie / MLU • Prof. K. Ulbrich / Akadaemie der Wiss. Prag • Prof. A. Göpferich / Uni Regensburg • Prof. J. Siepmann / Lille • Prof. M. Vincent / Valencia • DFG, BMBF, mehrere Firmen der Pharmaindustrie

PRAKTIKUM ab Semester: Mindestdauer: -

METHODEN

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

3

Doktoranden 10 BA-Studenten

-

MA-Studenten

1

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Karsten Mäder Raum 134 Wolfgang-Langenbeckstr. 4 06120 Halle/Saale 0345 5525 167 [email protected] pharmazie.uni-halle.de

• Dynamische und statische Lichtstreuung • A4F / Feldflussfraktionierung • ESR, ESR-Imaging • Benchtop-NMR und BT-MRI, MRI, multispectral optical Imaging

ARBEITSTHEMEN • Controlled Drug Delivery • Polymer conjugates • Nanoscaled Drug Delivery Systems

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BIOCHEMISCHE PHARMAZIE PROF. DR. ANDREAS LANGNER FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Entwicklung neuer Substanzen für die liposomale Gentransfektion • Synthese und Charakterisierung bipolarer Phospholipide • Entwicklung und Charakterisierung von MDR-Modulatoren • Entwicklung und Charakterisierung von Modulatoren der Biosynthese von Lipidmediatoren • Untersuchungen zur Biotransformation und Toxizität von Wirkstoffen an Keratinozyten • Synthese von komplexen und modifizierten Ceramiden • Synthese von Heterozyklen mit potentieller biologischer Aktivität

KOOPERATIONEN • DFG • MPI Kolloid- und Grenzflächenforschung Potsdam • Ribological GmbH Mainz • Institut für Pharmazie - verschiedene Arbeitsgruppen

PRAKTIKUM ARBEITSTHEMEN • auf Anfrage

ab Semester: Mindestdauer: -

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

6

Doktoranden 4 BA-Studenten

-

MA-Studenten

-

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Andreas Langner Raum 317 Wolfgang-Langenbeckstr. 4 06120 Halle/Saale 0345 5525 080 [email protected] pharmazie.uni-halle.de

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MEDIZINISCHE CHEMIE PROF. DR. WOLFGANG SIPPL FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Struktur-basierte Wirkstoffsuche nach Inhibitoren epigenetischer Targets • Mit Hilfe von computer-basierten Rechenverfahren, Synthese von Verbindungen und in vitro Testung sollen Wirkstoffe entwickelt werden, mit denen die Funktionsweise epigenetischer Regulationsmechanismen bei Menschen/Tieren untersucht werden sollen

KOOPERATIONEN • EU Projekt Settrend http://settrend.cebio.org/ • DFG Projekte im Bereich Epigenetik/Wirkstoffentwicklung • Firmenprojekte: Hybrigenics Biotech, Paris • Intelligand, Softwareentwicklung, Wien

METHODEN

PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: 3 Wochen

• Chemoinformatik • organisch-chemische Wirkstoffsynthese • in vitro Assayentwicklung und -testung

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

3

ARBEITSTHEMEN

Doktoranden

15

BA-Studenten

1

MA-Studenten

3

• Entwicklung und Synthese neuer Inhibitoren für Histondesacetylasen (MA) • Entwicklung und Etablierung eines funktionellen Kinaseassays für Myt1 (MA) • Struktur-basierter Vergleich von Chromodomain-Proteine (MA)

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Wolfgang Sippl Raum 337 Wolfgang-Langenbeckstr. 4 06120 Halle/Saale [email protected] pharmazie.uni-halle.de

55

PHARMAZEUTISCHE CHEMIE UND BIOANALYTIK PROF. DR. ANDREA SINZ FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Massenspektrometrische Proteinanalyse (ESI- und MALDI-MS) • Studium von Protein-Protein- und Protein-Arzneistoff-Interaktionen mittels chemischer Queververnetzung (Cross-Linking) und hochauflösender Massenspektrometrie (Orbitrap-MS) • Herstellung neuer chromatographischer Materialien (Monolithen) zur Analyse komplexer Proteingemische

KOOPERATIONEN • Kooperationen mit AGs in Halle • in Deutschland und im Ausland (u.a. National Institutes of Health / USA; Weizmann Institute / Israel) • Laufende Drittmittelprojekte: 4 DFG-Projekte, 1 EU-Projekt, 1 BMBF-Projekt

METHODEN • Massenspektrometer: Nano-HPLC/Nano-ESI-LTQ-Orbitrap-MS, NanoHPLC/MALDI-TOF/TOF-MS, ESI-Q-TOF-MS • Proteinanalytik: Gelelektrophorese, FPLC, chemische Quervernetzung von Proteinen • Molekularbiologische Methoden

ARBEITSTHEMEN • Themen für Bachelor- und Masterarbeiten sowie Promotionen umfassen die in der AG Sinz untersuchten Proteinsysteme. • Im Rahmen eines Projektes werden die Interaktionen von verschiedenen Proteinen mit massenspektrometrischen Methoden untersucht. Hierzu zählen der Tumorsuppressor p53, PPAR (Peroxisom Proliferatoraktivierter Rezeptor) alpha, Proteinkinase D, Guanylatcyclaseaktivierendes Protein 2, Formiatdehydrogenase N sowie Calmodulin und Munc13.

PRAKTIKUM ab Semester: 6 Mindestdauer: 4 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

3

Doktoranden 8 BA-Studenten

1

MA-Studenten

2

HiWi-Stellen

1

KONTAKT Prof. Dr. Andrea Sinz Raum 230 Wolfgang-Langenbeckstr. 4 06120 Halle/Saale 0345 5525 170 [email protected] pharmazie.uni-halle.de

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PHARMAZEUTISCHE CHEMIE PROF. DR. PETER IMMING FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE In unserer Arbeitsgruppe konzentrieren wir uns methodisch auf die Synthese von Wirkstoffen und ihre physikochemische Charakterisierung. Wirkstoffe sind bei uns: (1) echte Synthetika, denen wir eine pharmakologische Wirkung zutrauen, gern auch abgeleitet von Naturstoffen, (2) neue potentielle Metabolite, die an der Gesamtwirkung von Arzneistoffen mitwirken könnten, (3) maßgeschneiderte organische Radikale, die als Diagnostika bei nicht-invasiven Verfahren zum Einsatz kommen können, (4) Pflanzeninhaltsstoffe mit interessanten Strukturen. Ein speziell pharmazeutisch-analytisches Thema haben wir mit der nahen Infrarot-Spektrometrie, eine Kooperation mit der Bayer Bitterfeld GmbH.

PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: 4 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

5

Doktoranden 4 BA-Studenten

0

MA-Studenten

2

HiWi-Stellen

2

KONTAKT Prof. Dr. Peter Imming Raum 330 Wolfgang-Langenbeckstr. 4 06120 Halle/Saale 0345 5525 175 [email protected] pharmazie.uni-halle.de

Wir nehmen uns Strukturen vor, die Arzneistoffe oder Diagnostika werden könnten, und versuchen, sie „zusammenzubauen“. Das ist ein Unterfangen, das Kreativität, Geschick und Ausdauer erfordert. Wir orientieren uns vielfach an pflanzlichen oder mikrobiellen Naturstoffen sowie an potentiellen Humanmetaboliten bekannter Arzneistoffe. Metabolite sind ja öfter, als man früher dachte, (Mit-)Wirkende am molekularen Effekt von Arzneistoffen. Wir suchen nach Molekülen mit besonderen Funktionalitäten, von denen wir zeigen wollen, wie sie im Arzneistoffdesign verwendet werden können oder wie ihr Einsatz optimiert werden kann. Daher arbeiten wir mit neuen Molekülen, die auf irgendeine Weise „besonders“ sind, oder wir konzentrieren uns auf bisher in ihrer pharmazeutischen Anwendbarkeit unterschätzte Struktureinheiten. Wir hoffen, so Leitstrukturen zu finden oder ein verbessertes Verständnis molekularer Wirkungsmechanismen zu bekommen. Derzeit forschen wir an folgenden Themen: • Tuberkulostatika: Benzothiazinone und Pyridomycin-Analoga • Diagnostika der Zukunft: Stabile organische Radikale als ESRSpinsonden • NIR-Spektroskopie und Pharmazeutische Qualitätskontrolle • Klassifizierung von Arzneistoffen nach ihrem Wirkungsmechanismus • Synthese und physiko-chemische Charakterisierung langkettiger, modifizierter, bipolarer Phospholipide (Bolaamphiphile) (Dr. S. Drescher) • Charakterisierung amino-funktionalisierter Lipide (Dr. S. Drescher)

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KOOPERATIONEN • GlaxoSmithKline / Tres Cantos / Spanien • Bayer Bitterfeld GmbH • Prof. Dr. Vincenzo Di Marzo / CNR Pozzuoli / Italien • Prof. Dr. Aron Lichtman / Virginia Commonwealth University / USA • Prof. Dr. Hannu Raunio / Kuopio / Finnland • Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie e. V. Hans-Knöll-Institut / Jena • Prof. Dr. Franz Bracher / LMU / München • Prof. Dr. Karsten Mäder / Inst. f. Pharmazie / Halle

METHODEN • Synthetische medizinische/pharmazeutische Chemie • Siehe http://pc.pharmazie.uni-halle.de/pharmchem/2506350_2578494

ARBEITSTHEMEN • Arzneistoff-Synthese, -Analyse und -Charakterisierung inkl. -Testung • Details auf Anfrage

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WIRKSTOFFENTWICKLUNG UND ANALYTIK PD DR. ANDREAS HILGEROTH FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Wirkstoffforschung: • Neuartige antiretrovirale Wirkstoffe, potenzielle AlzheimerTherapeutika, Multidrug-Resistenz (MDR)-Modulatoren, Tumorhemmstoffe und antibakterielle Wirkstoffe • Die Arbeiten umfassen die Synthese und biologische Evalation

KOOPERATIONEN

PRAKTIKUM ab Semester: 4 Mindestdauer: 3 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

9

Doktoranden 8 BA-Studenten

-

MA-Studenten

3

HiWi-Stellen

-

KONTAKT PD Dr. Andreas Hilgeroth Raum 393 Wolfgang-Langenbeckstr. 4 06120 Halle/Saale 0345 5525 -124 /-168 [email protected] pharmazie.uni-halle.de

• Prof. Mariusz Jaskólski / Polnische Akademie der Wissenschaften Institut für Bioorganische Chemie / Polen • Prof. Josef Molnár / Universität Szeged / Institut für Medizinische Mikrobiologie Ungarn • Prof. Dr. Dr. Hermann Lage / Charité / Institut für Pathologie Berlin • Dr. Christoph Schächtele / ProQinase-GmbH Freiburg • Prof. Derek Sharples / University of Manchester / School of Pharmacy and Pharmaceutical Sciences • Prof. Dr. Thomas Arendt / Dr. habil. Max Holzer / Universität Leipzig Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung • Prof. Dr. Armin Buschauer / Universität Regensburg • PD Dr. Wolfgang Härtig / Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung Leipzig • Dr. Paulke /Fraunhofer-Institut für Angew. Polymerforschung Potsdam • Prof. Dr. Ronald Gust / Universität Innsbruck / Institut für Pharmazie • Prof. Dr. Sybil Suzen / Universität Ankara / Institut für Pharmazie • Prof. Dr. Christoph Ritter / Universität Greifswald / Institut für Pharmazie • Prof. Dr. Michael Lalk / Universität Greifswald / Institut für Biochemie • PD Dr. Knut Ohlsen / Universität Würzburg / Institut für Molekulare Infektionsbiologie

METHODEN • Synthese / in vitro Assays / Zellstudien

ARBEITSTHEMEN • Im Bereich der genannten Forschungsschwerpunkte können synthesechemische und bioanalytische Arbeiten durchgeführt werden, deren konkrete Benennung sich aus dem jeweiligen Stand der Entwicklung der geförderten Projekte auf Anfrage ergibt

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BIOMEDIZINISCHE MATERIALIEN PROF. DR. THOMAS GROTH FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Die AG Biomedizinische Materialien befasst sich mit der Entwicklung von bioaktiven Oberflächenbeschichtungen und Hydrogelen zur Verbesserung der Verträglichkeit von Implantatmaterialien und der Regeneration von geschädigten Geweben wie Knochen und Knorpel. Dabei werden neben der chemischen Modifikation von biogenen Polysacchariden (vor allem Glukosaminoglykane), physikalische Oberflächeneigenschaften von Materialien mit verschiedenen Methoden charakterisiert und die biologischen Eigenschaften hinsichtlich der Bindung von Proteinen aber vor allem der Wechselwirkung mit Zellen in vitro charakterisiert. Die chemische Aktivierung der Polysaccharide erfolgt mittel einer Oxidation oder Thiolierung mit nachfolgender Aufreinigung und spektroskopischer Charakterisierung der Derivate. Die Beschichtung von Oberflächen erfolgt einerseits durch eine kovalent Kopplung der aktivierten Polysaccharide oder über eine Adsorption von Multischichten gegensätzlich geladener Polysaccharide durch die Layer-by-Layer-Methode. Die bioaktiven Oberflächenbeschichtungen und Hydrogele eignen sich auch für die Beladung mit Wachstumsfaktoren mit mitogener, osteogener und auch chondrogener Aktivität. Die Wirksamkeit solcher Systeme wird mit Zellkulturen von Fibroblasten, Osteoblasten und auch mesenchymalen Stammzellen hinsichtlich Toxizität, vor allem aber der Förderung hinsichtlich des Wachstums und der Differenzierung in gewünschte Gewebe, wie Knochen und Knorpel untersucht.

PRAKTIKUM ab Semester: Mindestdauer: -

KOOPERATIONEN

STELLEN

Die Forschungsaktivitäten der AG Biomedizinische Materialien wurden und werden im Rahmen von nationalen und internationalen Projekten durchgeführt. Die Kooperation in Deutschland erfolgt mit der Technischen Universität Dresden (Prof. S. Fischer) und der INNOVENT GmbH, Jena bei der Entwicklung bioaktiver Polysaccharid-Derivate. Die internationale Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen von Projekten der Europäischen Union mit der Universität Glasgow, Schottland (Prof. M. SalmeronSanchez), der Universität Minho, Portugal (Prof. Rui Reis), der ETH Zürich (Prof. M. Zenobi-Wong), der Chalmers Universität Göteborg, Schweden (Dr. S. Svedhem), der Universität Patras, Griechenland (Prof. Y. Missirlis), dem Institute for Bioengineering Catalonia, Spanien (Prof. Dr. George Altankov) und der Universität Valencia, Spanien (Prof. José Luis Ribelles). Zudem bestehen auch Kooperationsbeziehungen zu verschiedenen Unternehmen im Bereich künstlicher Organe (Fresenius AG, Deutschland), Mikrostrukturierung (Tekniker, Spanien) und Zelltherapie (Stemmatters, Portugal, BioElpida, Frankreich). Im Rahmen dieser multilateralen und bilateralen Projekte findet auch ein Austausch von Mitarbeitern mit kürzeren oder längeren Arbeitsaufenthalten statt.

wissenschaftl. Mitarbeiter

2

Doktoranden

5

BA-Studenten

-

MA-Studenten

4

HiWi-Stellen

1

KONTAKT Prof. Dr. Thomas Groth Raum 2.102 Heinrich-Damerow-Str. 4 06120 Halle/Saale 0345 5528 461 [email protected] pharmazie.uni-halle.de

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METHODEN Spektroskopische Methoden zur Charakterisierung Struktur von modifizierten Polysachariden sind FT-IR, NMR und Ramanspektroskopie, die allerdings am Institut für Chemie oder in Zusammenarbeit mit externen Partnern durchgeführt werden. Die Oberflächeneigenschaften von Materialien werden mit Randwinkelmessungen, Bestimmung des elektrischen Oberflächenpotentials, mit Ellipsometrie und Rasterkraftmikroskopie in den Laboren der AG Biomedizinische Materialien oder dem Interdisziplinärem Zentrum für Materialwissenschaften vorgenommen. Adsorptionsvorgänge an Oberflächen während der Ausbildung von Multischichten oder der Bindung von Proteinen werden mit Surface-Plasmon-Resonanz und Quarz-Mikrowaage ermittelt. Die Bestimmung von Bioverträglichkeit und Bioaktivität wird mit Zellkulturen durchgeführt, wobei neben der Anwendung immunologischer Methoden wie ELISA und Immunoblotting auch verschiedene kolorimetrische und Fluoreszenzassays zur Bestimmung der Aktivität von Zellen eingesetzt werden. Zellen werden mit zudem mit Immunfluoreszenzund konfokaler Laserscanning-Mikroskopie weiter charakterisiert. Schließlich wird die Differenzierung von Zellen mit histochemischen und molekularbiologischen Methoden (RT-PCR) ermittelt.

ARBEITSTHEMEN • Leider kann kein exklusives Praktikum für einzelne Studenten angeboten werden. • Allerdings findet im Wintersemester jeweils ein zweiwöchiges Praktikum im Rahmen des internationalen Masterkurses „Pharmaceutical Biotechnology“ und im Sommersemester ein einwöchiges Praktikum im Rahmen des Masterkurses „Biomedical Engineering“ statt. Inhalt der Praktika ist die Modifizierung von Oberflächen und deren Charakterisierung mit physikalischen Methoden, während die Bioaktivität mit Zellkulturen bestimmt wird. • Bei geringer Teilnehmerzahl seitens der regulären Kursteilnehmer besteht fallweise auf Antrag die Möglichkeit für Externe daran teilzunehmen. Dafür wäre eine zeitige Anmeldung zu Beginn des Semesters erforderlich.

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CHEMIE ANORGANISCHE CHEMIE FESTKÖRPERCHEMIE BIOMIMETIK MOLEKÜL- UND STRUKTURCHEMIE

ORGANISCHE CHEMIE ORGANISCHE UND BIOORGANISCHE CHEMIE SUPRAMOLEKULARE CHEMIE DER FLÜSSIGKRISTALLE PHOTOCHEMIE

LEBENSMITTELCHEMIE UND UMWELTCHEMIE UMWELTCHEMIE LEBENSMITTELCHEMIE

PHYSIKALISCHE CHEMIE THEORETISCHE CHEMIE KOMPLEXE SELBSTORGANISIERENDE SYSTEME

TECHNISCHE CHEMIE UND MAKROMOLEKULARE CHEMIE TECHN. CHEMIE ERNEUERBARER ENERGIEN MAKROMOLEKULARE CHEMIE TECHNISCHE CHEMIE (REAKTIONSTECHNIK) MIKRO- UND NANOSTRUKTURBASIERTE POLYMERVERBUNDSTOFFE

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FESTKÖRPERCHEMIE PROF. DR. STEFAN EBBINGHAUS FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE

PRAKTIKUM ab Semester: 3 Mindestdauer: 10 Tage

Der Schwerpunkt unserer stark materialwissenschaftlich ausgerichteten Forschung liegt auf der Synthese, der morphologischen Charakterisierung und Strukturaufklärung sowie der Untersuchung der physikalischen und (thermo-) chemischen Eigenschaften oxidischer Funktions­materialien in Form polykristalliner und nanostrukturierter Pulver, (Multikomponenten-) Keramiken sowie Einkristallen. Wir untersuchen insbesondere kubische Perowskite (bzw. verzerrte Strukturvarianten und schichtartig aufgebaute Abkömmlinge) der 3d-, 4d- und 5d-Übergangs­metalle, speziell der Elemente Ti, Fe, Zr, Nb, Ru, Ta, Ir. Ein weiterer Schwerpunkt sind die hexagonalen Perowskite, in denen eine Flächenverknüpfung der MetallSauerstoff-Oktaeder vorliegt. Daneben werden Oxide mit Käfigstrukturen (Mayenit Ca12Al14O33+x) als Sauerstoffionenleiter untersucht. Ein weiterer Fokus liegt auf oxidischen Heterostrukturen unterschiedlicher Dimensionalität, vorrangig Perowskit-Spinell-Komposite mit 0–3-, 2–2- und 1–3-Dimensionalität. Neben rein oxidischen Heterostrukturen werden anorganisch-organische Kompositmaterialien (u.a. BaTiO3Polymer-Komposite) auf ihre Eignung als Dielektrika in Energiespeichern untersucht. Ein weiterer wichtiger Forschungs­schwer­punkt sind anionensubstituierte Perowskite, insbesondere Oxynitride, bei denen ein Teil der Oxidionen gegen Nitridionen ausgetauscht ist. Diese Verbindungen zeichnen sich durch intensive Farbigkeiten und besondere dielektrische bzw. halbleitende Eigenschaften aus. Zusätzlich arbeiten wir an Oxiden mit komplexen Anionen, unter anderem Peroxid- oder Superoxidionen.

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

4

Doktoranden

5

BA-Studenten

1

MA-Studenten

2

HiWi-Stellen

1

KONTAKT Prof. Dr. Stefan Ebbinghaus Raum 225a Kurt-Mothes-Straße 2 06120 Halle/Saale 0345 5525 870 [email protected] chemie.uni-halle.de

KOOPERATIONEN • Prof. Dr. Dietrich Hesse / Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik Halle • Institut für Physik / Martin-Luther-Universität Halle • Institut für Physik / Universität Leipzig • Prof. Dr. Klaus-Dieter Becker / Universität Braunschweig • Dr. Hans Boysen / LMU München • Prof. Dr. Thomas Bredow / Universität Bonn • Prof. Dr. Jürgen Janek / Universität Gießen • Prof. Dr. Martin Lerch / TU Berlin • Prof. Dr. Manfred Martin / RWTH Aachen • Prof. Dr. Hans-Dieter Wiemhöfer / Universität Münster

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METHODEN Präparation • Klassische Festkörpersynthesen • Einkristallzüchtung (Flux-Verfahren, Zonenschmelzen, Czochralski-Methode) • „Soft-Chemistry“ Synthesen (Spraypyrolyse, Sprühtrocknung, Thermische Zersetzung amorpher Precursoren, Co-Fällung in inversen Mikroemulsionen, Hydrothermalsynthesen, Polyolsynthese, SpinCoating (Rotationsbeschichtung), Rakeln (Linearbeschichtung)) Charakterisierung • Röntgenpulverdiffraktion (XRD) inklusive Rietveld-Strukturverfeinerung • Einkristallröntgenstrukturanalyse • Neutronenpulverdiffraktion • Neutroneneinkristalldiffraktion • Röntgenabsorptionsspektroskopie (XAS) (Extended X-ray Absorption Fine Structure (EXAFS) Spektroskopie, X-ray Absorption Near Edge Structure (XANES) Spektroskopie) • Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) • Rasterelektronenmikroskopie (REM) • Energie- und wellenlängendispersive Röntgenspektroskopie (EDX, WDX) • Gasphysisorption • Thermische Analyse (TA) (Thermogravimetrie (TG), Differentielle Thermoanalyse (DTA)) • Massenspektroskopie (MS) • UV/Vis-Spektroskopie • Infrarotspektroskopie (IR) • Transportphänomene (elektr. Leitfähigkeit, Impedanzspektroskopie) • Magnetismus (temperatur- und feldabhängig) • Wärmekapazität • Thermische Transporteigenschaften (Wärmeleitfähigkeit, Seebeck-Koeffizient)

ARBEITSTHEMEN Praktika zu aktuellen Forschungsfeldern sind im Prinzip jederzeit möglich. Der Zeitrahmen kann flexibel gestaltet werden.

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BIOMIMETIK DR. NATALIO FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Nature is a supreme complex system that has been fascinating and challenging one‘s mind throughout centuries. The attempt for understanding nature as a holistic System has led man to reduce synthesis natural components into small comprehensible fragments. Consequently, this has led to the concept of mimetics, i.e. understanding a system (fragments and its interactions) and reproduce / recreate it under controlled „artificial“ conditions. Some prominent examples can be found in the elements (e.g. architectural, molecular) that took inspiration from biological optimized structures. For example in architecture, the complex hierarchical structures of glass sponge spicules or radiolarians with unique mechanical properties have been prominent. Another example is the design of complex molecules that mimic enzyme‘s active site (inorganic active sites).We are currently interrested in exploiting coral (mechanosensing) and enzymes (nanoparticle catalysis) as inspiration for biomimetic design.

PRAKTIKUM

KOOPERATIONEN

ab Semester: Mindestdauer: -

• Dr. Rüdiger Berger, Dr. Michael Kappl, Max Planck Institute for Polymer Research (Mainz, Germany) • Dr. Peter Werner, Max Planck Institute for Micro Physics (Halle, Germany) • Prof. Dr. René Csuk, Institute for Organic Chemistry (MLU Halle, Germany) • Prof. Dr. Reinhard Paschke, Biocenter (Halle, Germany) • Prof. Dr. Wolfgang Tremel, Johannes Gutenberg University of Mainz (Mainz, Germany) • Prof. Susanne Strand and Dr. Dennis Strand, Department of Internal Medicine, University Medical Center of Johannes Gutenberg University (Mainz, Germany) • Prof. Dr. Jean-Jacques Hublin, Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology (Leipzig, Germany) • Dr. Paul Zaslansky, Julius Wolff Institute (JWI), Charité - University Medicine Berlin (Berlin, Germany) • Prof. Aart van Bezooyen, Burg Giebichenstein, University of Art and Design (Halle, Germany)

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

1

Doktoranden 2 BA-Studenten

-

MA-Studenten

1

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Dr. Natalio Raum 240 Kurt-Mothes-Straße 2 06120 Halle/Saale 0345 5525 622 [email protected] chemie.uni-halle.de

65

ARBEITSTHEMEN All the below listed projects are available to take part at any given time: • Biomimetic nanocatalysis • Relation material-structure (together with Burg Giebichenstein, University of Art and Design Halle/Saale) • exploring future material • Reprogramming enzymes • Programming biological materials • Piezoelectricity in biological systems

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MOLEKÜL- UND STRUKTURCHEMIE PROF. DR. KURT MERZWEILER FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Clusterverbindungen mit Hauptgruppenelementen • Organozinnmolybdate und -wolframte mit 3D-Netzwerkstrukturen • Koordinationschemie chiraler Liganden • Koordinationspolymere

METHODEN • IR-Spektroskopie • UV-Vis-Spektroskopie • NMR-Spektroskopie • Röntgenbeugung (Einkristalle und Pulver)

ARBEITSTHEMEN • Vertiefungspraktika, Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten können zu allen aktuellen Forschungsthemen durchgeführt werden • Zur Zeit sind noch zwei freie Bachelorthemen zu vergeben

PRAKTIKUM ab Semester: Mindestdauer: -

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

1

Doktoranden 2 BA-Studenten

2

MA-Studenten

1

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Kurt Merzweiler Raum 425 Kurt-Mothes-Straße 2 06120 Halle/Saale 0345 5525 623 [email protected] chemie.uni-halle.de

67

SUPRAMOLEKULARE CHEMIE DER FLÜSSIGKRISTALLE PROF. DR. CARSTEN TSCHIERSKE FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Synthese (organische und metallorganische Synthesemethoden) spektroskopische (NMR; IR; MS, etc) und physikalisch chemische Charakterisierung (Polarisationsmikroskopie, Kalorimetrie, elektroptische Untersuchungen, Röntgenbeugung) flüssigkristalliner selbstorganisierender Materialien • Supramolekulare Chemie (Strukturbildung über Wasserstoffbrücken und andere nichtkovalente Wechselwirkungen) • Entstehung von Chiralität durch spontanen Symmetriebruch in Systemen achiraler Moleküle (chiral „self-sorting“) • Ferroelektrische Flüssigkristalle und andere polare Strukturen • Komplexität durch Selbstorganisation • Flüssige Quasikristalle • Amphiphile Moleküle und deren Wechselwirkung mit Lipidmembranen • Eine ausführliche Diskussion unserer Arbeitgebiete findet sich z.B. in: Angewandte Chemie 2013, 125, 8992-9047.

KOOPERATIONEN • Forschergruppe „Strukturbildung von synthetischen Molekülen mit Lipidmembranen“ • Prof. G. Ungar Univ. Sheffield (UK) • Prof. F. Liu Xi‘an Univ. Xiang (CH) • Prof. G. Mehl, Univ Hull (UK) • Prof. J.K. Vij, Trinity College Dublin (IR) • Prof X. Cheng Yunnan Univ. Kunming (CH) • Dr. Hale Ocak, Dr. B. Bilgin-Eran, Yildiz Univ. Istanbul • Prof. N. Clark Uni Colorado (US) • Dr. A. Eremin, Uni Magdeburg

polyphilen

PRAKTIKUM ab Semester: Mindestdauer: -

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

1

Doktoranden 4 BA-Studenten

-

METHODEN

MA-Studenten

1

• Organische und metallorganische Synthesen • Chromatographische Reinigungsmethoden • Chemische Konstitutionsaufklärung mit NMR,IR, MS, etc. • Polarisationsmikroskopie • Kalorimetrie • Röntgenbeugung • Chiroptische Untersuchungen

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Carsten Tschierske Raum 103 Kurt-Mothes-Straße 2 06120 Halle/Saale 0345 5525 664 [email protected] chemie.uni-halle.de

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ORGANISCHE UND BIOORGANISCHE CHEMIE PROF. DR. RENÉ CSUK FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Silk Road Fashion: Kleidung als Kommunikationsmittel im 1. Jahrtausend v. Chr. in Ostzentralasien • Im Rahmen des Projektes sollen in nationaler/internationaler Zusammenarbeit bis zu 3000 Jahre alte Textil- und Lederproben aus der autonomen regionen der Uiguren/China untersucht werden. Herausgefunden werden soll, welche Methoden damals zur Herstellung von Bekleidung verwendet wurden, und welche Färbemittel zum Einsatz kamen. Triterpencarbonsäuren – Isolierung- Derivatisierung und biologische Testung • Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer Methode zur effizienten Isolierung und Reinigung von in Weihrauch-Harz vorkommender Boswelia-Säuren sowie anderer Triterpene, ihre Modifikation und Testung als anti-tumor-aktive Verbindungen. Von weiterem Interesse sind ihre Eigenschaften als Inhibitoren wichtiger Enzyme (z.B. Cholinesterasen, Proteinasen, CA, MAO, etc.) und ihre potentielle Verwendung in der Therapie von Alzheimer oder Prionen-basierender Erkrankungen.

PRAKTIKUM ab Semester: Mindestdauer: -

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

3

Doktoranden

5

BA-Studenten

6

MA-Studenten

14

HiWi-Stellen

3

KONTAKT Prof. Dr. René Csuk Raum 321 Kurt-Mothes-Straße 2 06120 Halle/Saale 0345 5525 661 [email protected] chemie.uni-halle.de

Synthese von Iminozuckern als potentielle Glycosidase-Inhibitoren • Im Rahmen dieses Projektes sollen neuartige Zugänge zu Iminozuckern durch chiral-pool-Synthesen ausgehend von Kohlenhydraten erarbeitet werden. Im speziellen steht dabei das Synthesepotential kohlenhydratabgeleiteter Septanosen im Mittelpunkt des Interesses. Neben der Entwicklung neuartiger Zugänge zu hoch-substituierten Septanosen und septanoiden Octanosen soll insbesondere das Potential von septanoiden Glycalen erforscht werden. Zielverbindungen dieser neuartigen Zugänge sind Calystegine oder deren Analoga sowie andere Iminozucker, wie z.B. Swainsonin oder (Deosoxy)-Nojirimycin.

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KOOPERATIONEN Da wir viele, zum Teil recht unterschiedliche Projekte bearbeiten, haben wir auch eine Vielzahl (inter)-nationaler Kooperationspartner. • in unmittelbarer Nähe (z.B. das Biozentrum, andere Fakultäten unserer Universität) • in der Nähe (Industriepartner in einem Umkreis von 50 - 100 km) • akademischen Partnern außerhalb von Sachsen-Anhalt (andere Unis, das Deutsche Krebsforschungsinstitut, das deutsche Archäologische Institut, ec) • bis hin zu außer-europäischen Partnern (NIH, Unis und Institute in den USA und Asien)

METHODEN In unserem Arbeitskreis wird • isoliert [alle chromatographischen Verfahren, extraktive Verfahren (von ganz klein bis mehrere Liter)] und aufgereinigt (z.B. aus Pflanzenmaterial) • synthetisiert (klassisch, metallorganisch und chemoenzymatisch), in kleinen aber auch in größeren Mengen • analysiert (von NMR, MS, IR, UV-vis, Elementaranalyse, chromatographische Verfahren, Polarimetrie, CD-ORD, OM) • biologisch getestet (lebende Zelllinien, Enzymassays) und (mit externen Partnern) auch ganze Pflanzen

ARBEITSTHEMEN Prakika sind in allen Bereichen unserer Forschung möglich. Der beste Zeitpunkt dafür ist die „vorlesungsfreie“ Zeit. Eine Mindestdauer des Praktikums von 2 Wochen sollte gegeben sein, nach „oben“ hin, gibt es praktisch keine Grenzen. Einfacher Rat: einfach vorbeikommen und sich informieren.

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PHOTOCHEMIE PROF. DR. MARTIN GOEZ FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Der AK Goez befasst sich mit den Mechanismen und der Kinetik von Photoreaktionen. Die Bedeutung der Photochemie ist sofort daraus ersichtlich, dass alle fossilen Energieträger, die gleichzeitig die wichtigsten Rohmaterialen für organisch-chemischen Synthesen sind, vor Äonen photochemisch entstanden sind, derzeit aber viel schneller zur Neige gehen, als sie auf natürlichem Wege nachgebildet werden. Darüber hinaus eröffnet die Anregung durch Licht Reaktionswege, die der thermischen Chemie nicht zugänglich sind, denn angeregte Zustände besitzen ganz andere Eigenschaften (wegen der anderen Elektronenverteilung z.B. andere Geometrien, Reaktivitäten, etc.) als der Grundzustand. Der gegenwärtige Schwerpunkt unserer Arbeiten liegt auf dem Gebiet der Photoionisierungen in Wasser, also der Erzeugung hydratisierter Elektronen. Diese sind extrem starke Reduktionsmittel, mit denen z.B. Schadstoffe reduktiv abgebaut werden können, vor allem aber aus Wasser Wasserstoff freigesetzt wird, so dass der Bezug zur Solarenergiespeicherung offenkundig ist. Trotz dieses hohen Energieinhalts haben oft kleine strukturelle und elektronische Änderungen der Substrate einen starken Einfluss auf die Effizienz ihrer Photoionisierung, und wir wollen die Faktoren verstehen, die dafür verantwortlich sind. Von besonderem Interesse als effiziente „Elektronenquellen“ sind katalytische Zyklen, denn bei ihnen wird die eigentlich ionisierte Substanz gar nicht verbraucht. In jüngster Zeit haben wir außerdem mehrere Beispiele von Photoionisierungen mit grünem Licht gefunden, die wegen der optimalen Anpassung an das Strahlungsmaximum der Sonne besonders vielversprechend sind.

PRAKTIKUM ab Semester: 4 Mindestdauer: -

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

3

Doktoranden

3

BA-Studenten

1

MA-Studenten

-

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Martin Goez Raum 101, 104 Kurt-Mothes-Straße 2 06120 Halle/Saale 0345 5525 666 [email protected] chemie.uni-halle.de

METHODEN Die hauptsächlich eingesetzte Methode ist die Zweipuls-ZweifarbenLaserblitzlichtphotolyse. Dabei erzeugen wir mit dem ersten Puls ein chemisches Intermediat und bringen dieses dann mit dem zweiten Puls zur Weiterreaktion. Die Pulsdauern liegen im Nanosekundenbereich und haben sehr hohe Intensitäten (wie sie nur in wenigen anderen Laboratorien der Welt erreicht werden), so dass wir in günstigen Fällen das gesamte bestrahlte Volumen mit einem einzigen Puls vollständig umsetzen können; ein Durchflussbetrieb stellt dabei sicher, dass das nächste Experiment wieder an unverbrauchter Lösung durchgeführt wird. Zur Detektion verwenden wir zeitaufgelöste Lumineszenz oder optische Absorption. Der gesamte Messaufbau einschließlich der Computersteuerung wurde in unserer Gruppe erstellt und ist vollautomatisiert, so dass selbst während einer ganzen Messreihe kein Bedienereingreifen nötig ist.

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KOOPERATIONEN Prof. Peter J. Hore, Physical and Theoretical Chemistry Laboratory, University of Oxford, Oxford, UK (Photo-CIDNP-Spektroskopie). Diese Kooperation bedient sich zur Aufklärung von Mechanismen radikalischer Photoreaktionen einer speziellen NMR-Methode, die auf einem Zusammenwirken von kernspinselektivem Intersystem Crossing und elektronenspinselektiver chemischer Reaktivität beruht; sie liefert sehr tiefgehende Informationen über alle Aspekte einer Radikalreaktion. Prof. Christiane R. Timmel, Inorganic Chemistry Laboratory, University of Oxford, Oxford, UK (Magnetfeldeffekte bei Photoreaktionen). Diese Kooperation untersucht die Beeinflussung der Geschwindigkeiten chemischer Reaktionen durch schwache Magnetfelder. Die zugrundeliegenden Phänomene bilden einen Mechanismus der Navigation von Zugvögeln und könnten für mutmaßliche Schäden an menschlichem Gewebe durch Handystrahlung verantwortlich sein. Im Rahmen beider Kooperationen werden häufige Messaufenthalte in Oxford durchgeführt.

ARBEITSTHEMEN • Interessierte Studierende sind uns jederzeit und für beliebig lange Mitarbeit willkommen • Aktuelle Themen können erfragt werden

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UMWELTCHEMIE PROF. DR. WILHELM LORENZ FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Schwerpunkt der Forschung ist es, einfache und robuste Analyseverfahren zu etablieren, um Fremdstoffe wie Flammschutzmittel, chlorierte Kohlenwasserstoffe, Phthalate, Biozide und polyzyklische aromatische Kohlen-wasserstoffe in ausgewählten Umweltbereichen und Lebensmitteln zu analysieren. Die Aspekte der analytischen Qualitätskontrolle sind in alle Schritte der jeweiligen Verfahrensentwicklung einbezogen. Aktuelle Forschungsfelder sind: • Vorkommen und Verhalten von halogenierten Schadstoffen aus Altlasten • Nachweis von Xenobiotika in Oberflächengewässern • Auftreten von Fremdstoffen in Innenräumen • Entwicklung innovativer Methoden der Probenanreicherung in Umweltund Lebensmittelanalytik • Wasser und Abwasserbehandlung mit Nanopartikeln mit und ohne Hilfe von Bakterien • Untersuchungen zur Bedeutung von Lipiden in Stoffwechselprozessen

PRAKTIKUM METHODEN

ab Semester: Mindestdauer: -

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

2

Doktoranden 1 BA-Studenten

-

MA-Studenten

3

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Wilhelm Lorenz

Raum 001 Kurt-Mothes-Straße 2 06120 Halle/Saale 0345 5525 733 [email protected] chemie.uni-halle.de

Organische Analytik: • Gaschromatographie mit verschiedenen Detektoren (FID, ECD, MS, MS/ MS) • Hochleistungsflüssigchromatographie mit verschiedenen Detektoren (UV, DAD, FLD, MS/MS) • Gelpermeationschromatographie (GPC) • Ionenchromatographie • UV/Vis, IR-Spektroskopie

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KOOPERATIONEN

• Dr. Michael Bunge / Universität Giesen / Institut of Applied Microbiology • Prof. Dr. Ali Tor / Necmettin Erbakan University / Department of Environmental Engineering

ARBEITSTHEMEN

Master Chemie: • Modul: Umweltanalytik und Umweltchemie (Wahlpflicht) • Modul: Vertiefung Umweltanalytik und Umweltchemie Lebensmittelchemie: • Ausgewählte Versuche zur instrumentell-analytischen Chemie

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LEBENSMITTELCHEMIE PROF. DR. MARCUS GLOMB FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • enzymatische Bräunung (z.B. Schwarzer Tee, Rooibostee, Eisbergsalat, ...) • nicht-enzymatische Bräunung (z.B. post-translationale Proteinmodifikationen in Lebensmitteln oder in vivo, ...) • grundlegende Arbeiten zu Reaktionsmechanismen und zu Synthesen in der Lebensmittelchemie ( z.B. Abbau von Vitamin C, Hopfenbittersäuren, pflanzliche Phenole, Carotinoide, Triterpene, ...) • Isolation und Strukturaufklärung bioaktiver Pflanzeninhaltsstoffe ( z . B . Spinat, Tomate, Rhabarber, ....)

KOOPERATIONEN

Die Grundlagenforschung wird auf Themen der Lebensmittelindustrie, der Bedarfsgegenstände und den medizinischen Bereich angewandt und erfordert eine starke Vernetzung:

PRAKTIKUM

• national: Verbundprojekte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Bundesinstitut für Risikobewertung, Lebensmitteluntersuchungsämter der Länder, .... • international: vor allem USA zu medizinischen Themen

ab Semester: Mindestdauer: -

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

METHODEN 2

Doktoranden 6 BA-Studenten

-

MA-Studenten

8

HiWi-Stellen

2

KONTAKT Frau Leonhard

Raum 426 Kurt-Mothes-Straße 2 06120 Halle/Saale 0345 5525 731 [email protected] chemie.uni-halle.de

• Volle Breite der instrumentellen Analytik zum Nachweis und zur Isolation von Zielstrukturen in komplexen Reaktionsgemischen, insbesondere in Aufarbeitungen von Lebensmitteln und physiologischen Proben • Gas- und Hochdruckflüssigkeitschromatographie in analytischer und präparativer Dimension mit einer grossen Auswahl an Detektoren, insbesondere der gekoppelten Massenspektrometrie • MultiLayerCounterCurrent - Chromatographie • Volle Breite der Strukturaufklärung (Massenspektrometrie, Kernresonanzspektroskopie) • Organisch-präparative Synthesen

ARBEITSTHEMEN

• auf Anfrage

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THEORETISCHE CHEMIE PROF. DR. DANIEL SEBASTIANI FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Die theoretische Chemie ist mit allen Teilgebieten der Chemie und der chemischen Physik in Kontakt. Sie hilft experimentelle Ergebnisse zu interpretieren und liefert Ideen für neue Experimente. Der AK Sebastiani ist spezialisiert auf die Berechnung spektroskopischer Signaturen, die einen direkten Bezug zum Experiment herstellen. Zum Beispiel werden gelöste Verbindungen theoretisch untersucht, dann werden z.B. NMR, EPR, IR, oder UV/Vis Spektren simuliert. Dies erlaubt einen direkten Einblick in die Solvatisierung eines Systems und somit eine Erklärung experimentell beobachteter Phänomene. Neben Solvatisierungseffekten von einfachen Molekülen oder Ionen interessiert sich der AK Sebastiani zunehmend auch für komplexe, biochemische Systeme wie z.B. Proteine und Membranen. Ebenso interessant sind neue Materialien, wie z.B. Wasserstoffspeicher oder Protonenleiter, bei denen theoretische Methoden Struktur und Funktionsweise aufklären können. Neben der Anwendung unserer Methoden, sind wir auch an der Entwicklung neuer Verfahren im Bereich der Quantenchemie interessiert.

METHODEN In der theoretischen Chemie kommen je nach Forschungsgebiet verschiedene Methoden zum Einsatz. Für kleinere Systeme benutzen wir sehr genaue quantenchemische Methoden, die auf der Lösung der Schrödingergleichung beruhen. Die wichtigste dieser Methoden ist die Dichtefunktionaltheorie (DFT). DFT Methoden werden auch angewendet um spektroskopische Signaturen unserer Systeme zu berechnen. Für sehr große Systeme werden quantenmechanische Methoden mit empirischen Potentialen verknüpft (QM/MM). Für die Berechnung der Eigenschaften unserer Systeme verwenden wir Molekulardynamik (MD). In der MD werden die Bewegungsgleichungen der Atome in einem System numerisch integriert. Das Ergebnis ist ein „Film“, der die Bewegung des Systems beschreibt. Der Nobelpreis 2013 wurde für die Forschung mit QM/MM und MD Methoden vergeben. Eine Spezialität dieser Gruppe ist die sogenannte ab-intio MD, also MD die nur auf ab-initio, also quantenmechanischen Verfahren zur Berechnung der Elektronen beruht.

PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: 8 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

-

Doktoranden 8 BA-Studenten

-

MA-Studenten

2

HiWi-Stellen

-

ARBEITSTHEMEN

KONTAKT

Praktika sind grundsätzlich jederzeit und mit variabler Länge möglich. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie einen Doktoranden zur direkten Betreuung finden. Daher ist es bei Interesse ratsam, direkt bei den Mitarbeitern anzufragen, ob und wann Kapazitäten bereit stehen.

Tilo Wieczorek Raum 1.15 Von-Danckelmann-Platz 4 06120 Halle/Saale



0345 5525 851 [email protected] chemie.uni-halle.de

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KOMPLEXE SELBSTORGANISIERENDE SYSTEME PROF. DR. DARIUSH HINDERBERGER FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE

PRAKTIKUM ab Semester: 5 Mindestdauer: 3 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

2

Doktoranden 4 BA-Studenten

1

MA-Studenten

1

HiWi-Stellen

1

KONTAKT Prof. Dr. Dariush Hinderberger Raum 1.11 Von-Danckelmann-Platz 4 06120 Halle/Saale 0345 5525 230 [email protected] chemie.uni-halle.de

Biologische und synthetische „weiche Materie“ (Soft Matter) hat die bemerkenswerte Eigenschaft zur Selbstorganisation in größere, komplexe und sogar funktionale Strukturen, die nur auf nicht-kovalenten Wechselwirkungen (z.B. elektrostatischen und hydrophoben Kräften) beruhen. Dariush Hinderbergers Forschungsgruppe verwendet die Elektronenspinresonanz (ESR, häufig auch electron paramagnetic resonance, EPR) als Hauptmethode zum Studium der fundamentalen Wechselwirkungen innerhalb der weichen Materie bis hin zu angewandten Fragestellungen. Die Forschung ist dabei auf bio-medizinische und grundlegende materialwissenschaftliche Fragestellungen fokussiert, z.B. auf Transportproteine oder intrinsisch unstrukturierte Proteine (intrinsically disordered proteins; IDPs), sowie entsprechende Anwendungen (z.B. smarte Polymer-Systeme für den Wirkstofftransport). EPR Spektroskopie ist eine magnetische Resonanzmethode, die sehr sensitiv die molekulare Dynamik vom Piko- bis Mikro-Sekundenregime und Abstände zwischen 0,1 und ~8 Nanometer zwischen stabilen Radikalen als molekularen Sonden ist. In der Arbeitsgruppe wird EPR Spektroskopie ergänzt durch andere physikalische Methoden wie NMR- und IR-Spektroskopie, Elektronen-Mikroskopie (EM), RasterkraftMikroskopie (AFM) und dynamische Lichtstreuung (DLS). Desweiteren werden optische und Fluoreszenz-Spektroskopie, sowie kalorimetrische Methoden verwendet. Abgerundet mit synthetischer Chemie erlauben die physikalischen Messmethoden eine einzigartige Herangehensweise zum Studium dieser sehr verschiedenen und komplexen Materialien.

METHODEN • Elektronenspinresonanz (ESR/EPR) Spektroskopie • Lösungs-NMR Spektroskopie • Infrarot (IR) Spektroskopie, auch an Wasser/Luft Grenzflächen (IRRAS) • Elektronenmikroskopie (EM) • Rasterkraft-Mikroskopie (AFM) • Thermodynamische Messungen (z.B. Kalorimetrie) • Lichtstreuung (dynamisch/statisch) • Spin-Labeling (d.h. chemische Anbindung von EPR-aktiven Spin Labels) • Organische Synthesen kleiner Moleküle, z.B. geladener Makrozyklen oder Dendronen • Proteinaufreinigungen • Spin-Labeling von Proteinen, posttranslationale Proteinmodifkationen • Herstellung/Verfielfältigung von DNA durch Polymerase-Kettenreaktion (PCR)

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KOOPERATIONEN

Als v.a. spektroskopisch orientierte Forschungsgruppe arbeiten wir gezielt mit spezialisierten Forschungsgruppen aus den verschiedensten Fachgebieten und aus der ganzen Welt zusammen. Nach dem Start der Forschungsgruppe an der MLU im Jahr 2013 bauen wir gerade die Kooperationen vor Ort in Halle aus. Die bereits vorhandenen Kooperationen umfassen zur Zeit Arbeiten mit: • Prof. Dr. G. Harauz, University of Guelph, Guelph/Canada • Prof. Dr. R. Konrat, Max F. Perutz Laboratories, Universität Wien • Prof. Dr. W. Trommer, TU Kaiserslautern • Prof. Dr. Christoph Arenz, HU Berlin • Prof. Dr. A. Chilkoti, Duke University, Durham, NC, USA • Prof. Dr. X. X. Zhu, University of Montreal, Montreal/Canada • Prof. Dr. A. D. Schlüter, ETH Zürich, Zürich/Schweiz • Prof. Dr. A. Zhang, Shanghai University, Shanghai/China • Prof. Dr. T. Weil, Universität Ulm • Prof. Dr. K. Müllen / Prof. Dr. K. Landfester, MPI für Polymerforschung, Mainz • Prof. Dr. D. Sebastiani, Universität Halle • Prof. Dr. E. Rentschler, Prof. Dr. K. Heinze, Prof. Dr. K. Klinkhammer, Universität Mainz

ARBEITSTHEMEN

Wir haben eine breite Palette an Themen für Praktika, Bachelor und Masterarbeiten, die Spektroskopie/physikalische Chemie, synthetische Chemie und biochemische Aspekte in variablen Anteilen beinhalten. Bei prinzipiellem Interesse nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf! Eine Auswahl zur Zeit möglicher Themen: • Struktur, Dynamik und Funktion des universellen (im Säugetierblut) Transportproteins Albumin • Proteinkomplexe aus intrinsisch unstrukturierten Proteinen • Verständnis der Nanoskala responsiver/smarter Polymersysteme für den Wirkstofftransport • Untersuchung von kolloid-artigen, ionischen Clustern in Lösung (Ionoids) • Methodenentwicklung von Nanometer-Abstandsmessungen in der EPR Spektroskopie

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TECHNISCHE CHEMIE ERNEUERBARER ENERGIEN PROF. DR. MICHAEL BRON FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE

PRAKTIKUM ab Semester: 4 Mindestdauer: 2-4 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

KOOPERATIONEN 2

Doktoranden 6 BA-Studenten

6

MA-Studenten

4

HiWi-Stellen

3

KONTAKT Prof. Dr. Michael Bron Raum 2.16 Von-Danckelmann-Platz 4 06120 Halle/Saale 0345 5525 900 [email protected] chemie.uni-halle.de

Im Rahmen der zukünftigen Energieversorgung kommt der Speicherung überschüssiger elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen sowie ihre Wiederbereitstellung bei Bedarf eine entscheidende Rolle zu. Neben der physikalischen Speicherung bietet sich vor allem die Speicherung in Form von chemischer Energie an. Dazu muss die elektrische Energie in chemische Energie und wieder zurück gewandelt werden – ein eigentlich „alltäglicher“ Vorgang, der z.B. beim Laden und Entladen eines Li-IonenAkkus, aber auch bei der Elektrolyse zur Wasserstofferzeugung und der Rückverstromung des Wasserstoffs in Brennstoffzellen stattfindet. Um die genannten Systeme möglichst effizient und langlebig zu gestalten und damit die Energiewende voranzubringen, besteht jedoch erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Unsere Arbeitsgruppe arbeitet auf diesem Gebiet und beschäftigt sich mit der Entwicklung und Untersuchung neuer Materialien, die den eigentlichen Energiewandlungsschritt in Brennstoffzellen, Batterien und Elektrolyseuren ermöglichen. Diese Materialien, sogenannte Elektrokatalysatoren und Elektroden, sollen möglichst effizient, aus industrieller Sicht aber natürlich auch besonders günstig sein. Wir synthetisieren derartige Materialien in unseren Labors, untersuchen sie mit modernen physikalisch-chemischen Methoden und testen sie bezüglich ihrer Eignung für die genannten Energiewandler. Neben dem Ziel, besonders effiziente Materialien zu synthetisieren interessieren uns insbesondere der grundlegende Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften der Materialien.

Im Rahmen unserer Forschung kooperieren wir mit zahlreichen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie mit Unternehmen. Im Allgemeinen werden im Rahmen dieser Kooperationen sog. Drittmittelprojekte durchgeführt. Aktuell Projekte sind ein durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt zu Redox-Flow-Batterien („Flow 3D“) mit Partnern der TU Berlin, des Karlsruher Instituts für Technologie sowie den Firmen Heraeus und Freudenberg. Durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft werden wir gefördert in Projekten zur Entwicklung neuartiger Kern-SchaleKatalysatoren (gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum) sowie zu nanostrukturierten Elektroden (gemeinsam mit der TU Berlin). Darüber hinaus bestehen bilaterale Kooperationen mit der TU Freiberg, der BTU Cottbus-Senftenberg, dem MPI für Dynamik komplexer Systeme in Magdeburg, der TU Braunschweig und weiteren Einrichtungen. Unsere Arbeitsgruppe ist eng mit dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik in Halle verzahnt und hat dort eine eigene Arbeitsgruppe.

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METHODEN

Wie unter dem Punkt Forschung dargestellt, beschäftigen wir uns mit der Herstellung, Charakterisierung und Testung neuer Materialien für die elektrochemische Energiewandlung, also für Batterien, Brennstoffzellen und Elektrolyseure. Um diese Materialien auf geeignete Weise (z.B. in Form von Nanomaterialien) herzustellen, verfügen wir über zahlreiche moderne Synthesemethoden wie z.B. einem Mikrowellenreaktor zur Herstellung metallischer Nanopartikel oder einem Reaktor für die chemische Gasphasenabscheidung zur Herstellung von Kohlenstoffnanoröhren. Die hergestellten Katalysatoren und Elektroden müssen einerseits bezüglich ihrer strukturellen Eigenschaften charakterisiert und andererseits bezüglich ihrer Eignung für die zu katalysierende Reaktion getestet werden. Dazu nutzen wir moderne strukturanalytische und elektrochemische Techniken. In unseren Labors verfügen wir über Raman- und Infrarotspektroskopie sowie über thermische Analyseverfahren. In Kooperation führen wir Elektronenmikroskopie (REM, TEM), Röntgenbeugung (XRD) sowie Röntgen-Photoelektronenspektroskopie (XPS)

ARBEITSTHEMEN

Es ist nach Absprache jederzeit möglich, in unserer Arbeitsgruppe über die regulären Praktika des Studiums hinaus kleine Forschungspraktika durchzuführen. Die Themen der Praktika orientieren sich dabei an oben genannten Forschungsgebieten und Projekten, in denen man im Rahmen des Praktikums mitarbeiten kann. Die Dauer der Praktika kann individuell ausgestaltet werden. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass 2-4 Wochen ein sinnvoller Zeitrahmen für ein Praktikum sind.

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MAKROMOLEKULARE CHEMIE PROF. DR. WOLFGANG H. BINDER FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Der Fokus der Arbeitsgruppe ist auf die gezielte Synthese von Polymeren und deren Anwendungen in der Materialwissenschaft (selbstheilende Polymere, Brennstoffzellmembranen) und der Medizin (Drug DeliverySysteme) gerichtet. Ein Schwerpunkt befasst sich mit der Herstellung von Polymeren mit bei Raumtemperatur selbstheilenden Eigenschaften - also Materialien die sich autonom reparieren können. Dazu werden Elemente der supramolekularen Chemie (z. B. Wasserstoffbrückenbindungen oder Flüssigkristalline Elemente) über synthetische Methoden in die Polymere eingebaut und dadurch die Selbstheilung erreicht. Alternativ geschieht dies auch über Mikrokapseln, die als „Container“ für reaktive Verbindungen dienen, die bei Bruch zu einer effizienten Reaktion (z. B. Cycloaddition) führen - ein Konzept das derzeit in der Flugzeugindustrie erprobt wird. Ein weiterer Schwerpunkt ist auf die Anwendung artifizieller polymerer Membranen gerichtet, die als Ersatz für Biomembranen fungieren können allerdings mit stabileren Eigenschaften. Synthetisch hergestellt Polymere wirken hier als artifizielle Membranen analog zu biologischen Membranen, in die Nanopartikel für medizinische Zwecke eingebettet werden können - eine notwendige Voraussetzung für Drug-Delivery oder gezielte fotodynamische Therapien.

PRAKTIKUM ab Semester: 1 Mindestdauer: -

KOOPERATIONEN STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

3

Doktoranden

13

BA-Studenten

3

MA-Studenten

5

HiWi-Stellen

1

KONTAKT Prof. Dr. Wolfgang H. Binder Raum 4.09 Von-Danckelmann-Platz 4 06120 Halle/Saale 0345 5525 930 [email protected] chemie.uni-halle.de

• Prof. Dr. Sören Hvilstedt (University of Kopenhagen) • Prof. Dr. Laurent Bouteiller (University of Paris VI) • Prof. Dr. D. Guiver (National Research Council, Canada) • Prof. Dr. M. R. Buchmeiser (Universität Stuttgart) • Prof. Dr. Liberata Guadagno (University of Salerno / Italy) • Prof. Dr. Daniel Crespy (MPI Mainz) • Prof. Dr. Philippe Dubois (Université de Mons/Belgien) Koordinierte Projekte: • DFG-Forschergruppe 1145: Strukturbildung von synthetischen polyphilen Molekülen mit Lipidmembranen/Selbstorganisation von Nanopartikeln an der Grenzfläche von polymeren Membranen und Polymersomen • EU-Projekt IASS: Improving the Aircraft Safety by Self Healing Structure and Protecting Nanofillers • SFB TRR 102: Polymers under multiple constraints / Crystallization in dynamic supramolecular polymers • SPP 1568: Design and Generic Principles of Self-healing Materials/ Combined supramolecular and covalent self-healing polymers

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METHODEN • Synthetische Methoden zur Darstellung von Polymeren (lebende Synthesemethoden, Diels-Alder „click“-Chemie, Ligationsverfahren) • Analytische Polymerwissenschaften (Massenspektroskopie (MALDITOF; ESI-TOF); Spektrosopie (NMR-Spektroskopie, IR-Spektroskopie); Separationsmethoden (GPC, HPLC) • Design von Polymeren mit selbstheilenden Eigenschaften (autonome Reparatur, Materialwissenschaften) • Design von künstlichen biologischen Membranen / Drug Delivery / Nanopartikel in der Medizin • Entwicklung polymerer ionischer Flüssigkeiten (Brennstoffzellmembranen)

ARBEITSTHEMEN

Während des Masterstudiums haben Sie die Möglichkeit zu zwei Praktika: • im 1. Semester während des Wahlpflichtmoduls „Makromolekulare Chemie“ • im 3. Semester ein Forschungspraktikum in der Vertiefungsrichtung „Makromolekulare Chemie“ • Praktika im Ausmaß von 2-4 Wochen werden jederzeit auf Anfrage angeboten • Bachelor-, Master- und Promotionsarbeiten auf Anfrage

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AK PROF. HAHN PROF. DR. THOMAS HAHN FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Präparation und Formgebung von festen Adsorbentien, Katalysatorträgern und Katalysatoren • Umfassende physikalisch-chemische Charakterisierung poröser Feststoffe / Bestimmung skalierbarer Kenngrößen • Kopplung von chemischer Reaktion mit Transportvorgängen • Diverse Industriethemen

KOOPERATIONEN • TC Uni-Leipzig • CVT TU-Clausthal • CVT TU-Dresden • ChemEng Uni-Newcastle • ChemEng Uni-Porto

METHODEN

PRAKTIKUM



ab Semester: 5 Mindestdauer: 4 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

1

Doktoranden 4 BA-Studenten

3

MA-Studenten

3

HiWi-Stellen

1

KONTAKT Prof. Dr.-Ing. Thomas Hahn Raum 2.18 Von-Danckelmann-Platz 4 06120 Halle/Saale 0345 5525 910 [email protected] chemie.uni-halle.de

• Präparation und Formgebung: klass. Festkörperchemie, Mischen, Kneten, Tablettieren, Granulieren, Dragieren, Pelletieren, Strangpressen, Trocknen, Calcinieren unter definierter Atmosphäre • Grundlegende Charakterisierung: He-Dichte, Hg-Porosimetrie, volumetrische Gasadsorption/chemisorption, Thermogravimetrie, div. Molekülsonden, Permeabilität • Weitergehende Charakterisierung: temperaturprogrammierte Oxidation/Reduktion, Puls-Adsorption/Chemisorption, inverse GC • Katalysatoreigenschaften: mehrere Teststände für Aktivität/ Selektivität/Standzeit und Reaktionskinetik, koppelbar mit HT-TG bei Reaktionsbedingungen, Festkörperelektrolytpotentiometrie • Gasanalytik: meist in-situ GC/MS, NDIR, FTIR, paramagnet. Sauerstoffbestimmung etc.

ARBEITSTHEMEN

• Nach momentaner Lage der Projekte

83 MIKRO- UND NANOSTRUKTURBASIERTE POLYMERVERBUNDWERKSTOFFE PROF. DR. MARIO BEINER FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Polymere • Relaxationsverhalten nanostrukturierter Polymere • Selbstorganisation und Kristallisation von Seitengruppenpolymeren • Eigenschaften von Polymernetzwerken und Elastomer-NanopartikelKompositen • Phasenverhalten von Polymerblends & Blockcopolymeren Nichtkristalline Materialien • Glasübergang und dynamische Heterogenität • Amorphe Arzneimittel • Relaxationsdynamik in biologischen Systemen

KOOPERATIONEN • Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik IWM Halle • Zusammenarbeit mit einer großen Anzahl von nationalen und internationalen Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft

PRAKTIKUM

METHODEN

STELLEN

• Kalorimetrie (DSC & temperaturmodulierte Methoden) • Dynamisch-mechanische Schermethoden • Uniaxialer Zugversuch • Hochdruck-Kapillarviskosimetrie • Dielektrische Spektroskopie • Strukturaufklärungsmethoden

wissenschaftl. Mitarbeiter

1

Doktoranden

3

BA-Studenten

-

MA-Studenten

1

HiWi-Stellen

1

ARBEITSTHEMEN

ab Semester: Mindestdauer: -



KONTAKT

• Relaxationsverhalten von Elastomer-Nanopartikel-Kompositen für Reifenanwendungen • Optimierung neuartiger thermoplastischer Elastomere • Strukturbildung in hochschmelzenden Seitengruppenpolymeren • Thermodynamik polymorpher Arzneimittel in Nanoporen

Prof. Dr. Mario Beiner Raum 046 Kurt-Mothes-Straße 2 06120 Halle/Saale 0345 5525 760 [email protected] chemie.uni-halle.de

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HALOMEM ZIK HALOMEM BIOPHYSICAL CHEMISTRY OF MEMBRANES

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BIOPHYSICAL CHEMISTRY OF MEMBRANES JUN. PROF. DR. KIRSTEN BACIA FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Membranen, Membranproteine, künstliche Membransysteme zur Erforschung zellulärer Prozesse, inbesondere intrazelluläre Vesikelbildung, Membranverformung durch Proteine, Membranabschnürung (fission), Rekonstitution von Membranproteinen • Wechselwirkung von synthetischen und biologisch-relevanten Membrankomponenten (Hybridmembranen aus Lipiden und Polymeren, Lipiden und niedermolekularen Polyphilen) • Einzelmolekülempfindliche Fluoreszenztechniken (Weiterentwicklung der Analysemöglichkeiten)

KOOPERATIONEN • FOR 1145 (MLU - Chemie/Physik): Prof. Dr. A. Blume, Prof. Dr. C. Tschierske, Prof. Dr. K. Saalwächter, Prof. Dr. W. Binder, Prof. Dr. J. Kressler • GRK 1026 (MLU - Biowissenschaften) • ZIK HALOmem: Dr. Mikio Tanabe, Prof. Dr. J. Balbach • Kryo-Elektronenmikroskopie: PD Dr. Annette Meister, Dr. Gerd Hause, Prof. Dr. Milton Stubbs • Externe Kooperationen: Dr. John Briggs (EMBL Heidelberg), Prof. Dr. Randy Schekman (Berkeley), Dr. Giulia Zanetti (London)

PRAKTIKUM ab Semester: Mindestdauer: -

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

METHODEN 1

Doktoranden 4 BA-Studenten

3

MA-Studenten

1

HiWi-Stellen

1

KONTAKT Jun. Prof. Dr. Kirsten Bacia HALOmem Kurt-Mothes-Str. 3 06120 Halle/Saale 0345 5524 924 0345 5524 866 [email protected]



• Modellmembransysteme: GUVs (Giant Unilamellar Vesicles), LUVs, SUVs, Hybridvesikel, Proteoliposomen, Lipidmonoschichten (LangmuirFilmwaage), gestützte Lipiddoppelschichten • Biochemische und molekularbiologische Methoden, Proteinreinigung • Einzelmolekülsensitive Fluoreszenzmethoden: Fluoreszenzkorrelationsspektroskopie, 2-Farben-Fluoreszenzkreuzkorre lationsspektroskopie, RICS, TCSPC • Konfokale Fluoreszenzmikroskopie (Laser-Scanning, Spinning-Disk), Kryo-Transmissionselektronenmikroskopie

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BIOINFORMATIK BIOINFORMATIK BIOINFORMATIK AM IPK GATERSLEBEN

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BIOINFORMATIK PROF. DR. IVO GROßE FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE • Alternatives Spleißen, Biodiversitätsforschung, DNA- und RNASequenzanalyse, Evolutionäre Entwicklungsbiologie (Evo-Devo), • Genregulation, Mustererkennung und maschinelles Lernen, Next Generation Sequencing, Transkriptomforschung

KOOPERATIONEN • Prof. Dr. Karin Breunig / Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg • Prof. Dr. Wolf Zimmermann / Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg • Prof. Dr. Dorothee Staiger / Universität Bielefeld • Dr. Alexander Hinneburg / Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg • Dr. Stefan Michalski / Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH UFZ

PRAKTIKUM ab Semester: Mindestdauer: -

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

-

Doktoranden

-

BA-Studenten

-

MA-Studenten

-

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Ivo Große Raum 4.17 Von-Seckendorff-Platz 1 06120 Halle/Saale 0345 5524 774 [email protected] informatik.uni-halle.de

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BIOINFORMATIK AM IPK GATERSLEBEN PROF. DR. FALK SCHREIBER FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE Die Bioinformatik am IPK ist auf sechs Gruppen verteilt, die ein breites Spektrum Integrativer Bioinformatik und Systembiologie im Allgemeinen abdecken und natürlich speziell im Bereich der pflanzlichen Bioinformatik aktiv sind. Weitere Informationen zu den Gruppen und einzelnen Projekten finden Sie auf den Seiten der einzelnen Arbeitsgruppen. Übersichten zu den am Institut vorgehaltenen Bioinformatikwerkzeugen und -datenbanken finden Sie unter Ressourcen.

KOOPERATIONEN • Kooperationen mit vielen nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft (Universitäten, Forschungseinrichtungen) und Wirtschaft.

ARBEITSTHEMEN Mögliche Arbeitsthemen umfassen alle Bereiche von Bioinformatik und Systembiologie wie: • Datenbanken • Datenanalyse • Bildanalyse • Algorithmen • Visualisierung und Modellierung Die Bioinformatik am IPK Gatersleben sucht immer Bachelor- und Masterstudenten, die Betreuung erfolgt gemeinsam mit der Universität

PRAKTIKUM ab Semester: 4 Mindestdauer: 6 Wochen

STELLEN wissenschaftl. Mitarbeiter

10

Doktoranden 10 BA-Studenten

-

MA-Studenten

-

HiWi-Stellen

-

KONTAKT Prof. Dr. Falk Schreiber Raum KZH 003 IPK Gatersleben, Corrensstr. 3 06466 Gatersleben 039482 5753 [email protected] ipk-gatersleben.de

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TEAM VORSTELLUNG

Zunächst möchten wir uns bei allen Professoren der Naturwissenschaftlichen Fakultäten bedanken, die es ermöglicht haben, den Leitfaden erneut und in diesem Umfang zu ermöglichen. Des Weiteren gilt allen Mitgliedern der Studentischen Förderinitiative e.V. besonderer Dank, da sie uns stets durch ihre Anregungen und Verbesserungsvorschläge unterstützt haben.

Team AG Leitfaden

Gerd Ludwig, Sarah Schäfer, Constanze Zwies, Linus Gohlke

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HOMEPAGE INDEX Allgemeine Biochemie Mikrobielle Biotechnologie Naturstoffbiochemie Enzymologie Pflanzenbiochemie Physikalische Biotechnologie Zelluläre Biochemie Technische Biochemie Molecular Modelling Ökologische und Pflanzenbiochemie Zentrum für Bioverfahrenstechnik Abteilung Pflanzengenetik Abteilung Molekulargenetik Abteilung Entwicklungsgenetik Lehrstuhl Geobotanik Lehrstuhl Pflanzenökologie Lehrstuhl Systematik und Biodiversität Division of general Microbiology Group of Gary Sawers Group of Ute Lechner Division of Molecular Biology Group of Dietrich H. Nies Abteilung Allgemeine Botanik Abteilung Pflanzenphysiologie

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http://www.biochemtech.uni-halle.de/abiochemie/ http://www.biochemtech.uni-halle.de/mibitech/ http://www.biochemtech.uni-halle.de/nsbiochemie/ http://www.biochemtech.uni-halle.de/enzymologie/ http://www.biochemtech.uni-halle.de/pflanze/ http://www.biochemtech.uni-halle.de/xray/ http://www.biochemtech.uni-halle.de/zellulaere_biochemie/ http://www.biochemtech.uni-halle.de/proteintech/ http://www.biochemtech.uni-halle.de/molmod/ http://www.biochemtech.uni-halle.de/pflanze/oepb/ http://bvt.biochemtech.uni-halle.de/ http://www.biologie.uni-halle.de/institutsbereich_genetik/plant_genetics/ http://www.biologie.uni-halle.de/institutsbereich_genetik/molekulargenetik/ http://www.biologie.uni-halle.de/entwicklungsgenetik/ http://www.botanik.uni-halle.de/ http://www.botanik.uni-halle.de/mitarbeiterinnen_mitarbeiter/isabell_hensen/ http://www.botanik.uni-halle.de/ http://www.biologie.uni-halle.de/microbiology/general-mibi/ http://www.biologie.uni-halle.de/microbiology/general-mibi/sawers/ http://www.biologie.uni-halle.de/microbiology/general-mibi/lechner/ http://bionomie.mikrobiologie.uni-halle.de/ http://bionomie.mikrobiologie.uni-halle.de/ http://www.biologie.uni-halle.de/institutsbereich_pflanzenphys/allgemeine_botanik/ http://www.biologie.uni-halle.de/institutsbereich_pflanzenphys/

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Abteilung Zellphysiologie Pflanzenphysiologie am IPK Gatersleben Nachwuchsgruppe Pflanzenphysiologie Allgemeine Zoologie Entwicklungsbiologie Evolutionsbiologie und Diversität Molekulare Ökologie Tierphysiologie Biogene Arzneistoffe Pharmazeutische Biotechnologie Molekulare Zellbiologie Sekundärstoffwechsel Biosynthese von Wirkstoffen Aufbereitung biotechnischer Produkte Biomedizinische Materialien Biopharmazie Pharmazeutische Technologie Biochemische Pharmazie Medizinische Chemie Pharmazeutische Chemie und Bioanalytik Pharmazeutische Chemie Wirkstoffentwicklung und -analytik Mustererkennung und Bioinformatik Bioinformatik

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http://www.biologie.uni-halle.de/institutsbereich_pflanzenphys/ http://www.ipk-gatersleben.de/abt-physiologie-und-zellbiologie/molekulare-pflanzenernaehrung/ http://www.biologie.uni-halle.de/institutsbereich_pflanzenphys/ag_schattat/ http://www.zoologie.uni-halle.de/allgemeine_zoologie/ http://www.dev-biol.uni-halle.de/ http://www2.biologie.uni-halle.de/zool/coll/herp/index.html http://www.mol-ecol.uni-halle.de/ http://www.animal-physiol.uni-halle.de/ http://ag-bioarznei.pharmazie.uni-halle.de/ http://pb.pharmazie.uni-halle.de/anschrift/ http://pb.pharmazie.uni-halle.de/78393_78407/ http://www.ipb-halle.de/forschung/stoffwechsel-und-zellbiologie/ http://pb.pharmazie.uni-halle.de/arbeitsgruppe_biosynthese/ http://downstream.pharmazie.uni-halle.de/ http://bmm.pharmazie.uni-halle.de/ http://pharmtech.pharmazie.uni-halle.de/deutsch/ag-biopharm/ http://pharmtech.pharmazie.uni-halle.de/ag-tech/index.html http://pc.pharmazie.uni-halle.de/biochempharm/ http://pc.pharmazie.uni-halle.de/medchem/ http://agsinz.pharmazie.uni-halle.de http://pc.pharmazie.uni-halle.de/pharmchem/ http://pc.pharmazie.uni-halle.de/wirkstoffentwicklung http://www.informatik.uni-halle.de/arbeitsgruppen/mustererkennung/ http://www.informatik.uni-halle.de/arbeitsgruppen/bioinformatik/

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Bioinformatik am IPK Gatersleben Anorganische Chemie Festkörperchemie Biomimetik Molekül- und Strukturchemie Organische und Bioorganische Chemie Supramolekulare Chemie der Flüssigkristalle Photochemie AK Umweltchemie AK Lebensmittelchemie Biophysikalische Chemie Theoretische Chemie Physikalische Chemie - Komplexe selbstorganisierende Systeme Physikalische Chemie der Polymere Makromolekulare Chemie Technische Chemie erneuerbarer Energien Technische Chemie (Reaktionstechnik) Polymerisationsreaktionstechnik AK Mikro- und Nanostrukturbasierte Polymerverbundwerkstoffe ZIK Halomem Membrane Protein Biochemistry AK Dr. Meister

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http://www.ipk-gatersleben.de/en/research/bioinformatics/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/anorganische_chemie/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/anorganische_chemie/ak_prof._dr._ebbinghaus/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/anorganische_chemie/ak_natalio/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/anorganische_chemie/33619_91885/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/organische_chemie/33685_42639/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/organische_chemie/33685_47302/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/organische_chemie/33685_47230/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/lebensmittel_umweltchemie/ak_lorenz/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/lebensmittel_umweltchemie/ak_glomb/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/physikalische_chemie/ak_blume/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/physikalische_chemie/ak_sebastiani/ http://www.epr.uni-halle.de http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/physikalische_chemie/ag-kressler/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/technische_chemie/33918_1050877/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/technische_chemie/ak_bron/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/technische_chemie/ak_prof._hahn/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/technische_chemie/polyrt/ http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/technische_chemie/ak_weidisch/ http://www.halomem.de/index.php/research-groups/kirsten http://www.halomem.de/index.php/research-groups/mikio http://www.chemie.uni-halle.de/bereiche_der_chemie/physikalische_chemie/ak_meister/