DSU Sporthandbuch - BSG-Lautenthal

DSU Sporthandbuch - BSG-Lautenthal

Deutsche Schießsport Union e.V. (nach §15 WaffG anerkannter Schießsportverband) Genehmigtes Sporthandbuch Ausgabe Stand 01/2007 Deutsche Schießsport...

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Deutsche Schießsport Union e.V. (nach §15 WaffG anerkannter Schießsportverband)

Genehmigtes Sporthandbuch Ausgabe Stand 01/2007

Deutsche Schießsport Union e.V. 56575 Weißenthurm, Stierweg 54 Telefon: 02637/2347 Fax: 02637 / 2616 email: [email protected] Internet: http://www.d-s-u.de

Inhalt

1.

Allgemeiner Teil

2.

Kurzwaffen

3.

Langwaffen

4.

Schwarzpulver-Vorderladerschießen

5.

Druckluftwaffen, Zimmerstutzen

6.

Sportordnung der Jugend

7.

Sportordnung der Schwarzpulverkanoniere VDSK

8.

Leitfaden zur K 17 (Vereinstrainer) Kurzbezeichnungen der Disziplinen für Wettkampfmeldungen

9.

Persönliche Notizen

10.

Schießleistungsnachweis

Geprüft und genehmigt durch das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln 2007.

DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil

DSU Sporthandbuch Allgemeiner Teil

Kapitel 1

Seite - 1 -

DSU Sporthandbuch Inhaltsverzeichnis Allgemeiner Teil

Allgemeiner Teil Seite

Deckblatt Allgemeiner Teil

1

Inhaltsverzeichnis

2

Grundlegende Bestimmungen

3

Jugendsport − Breitensport − Leistungssport

4

Altersgruppeneinteilung

5

Sicherheitsregeln

6

Schießleistungskader

7

Masterwertung

8

Nationalmannschaft

9

Scheiben a2

10

Scheiben b2

11

Scheiben b3

12

Scheiben b4

13

Scheiben b5

14

Scheiben b5 Präzision

15

Scheiben UIT

16

Scheiben KK international

17

Scheiben 200 Präzision

18

Scheiben IPSC

19

Scheiben Stehender Überläufer

20

Scheiben Sitzender Fuchs

21

Auswertung

22

Kommandos und Signale im Schießbetrieb

23

Regelung für Behinderte

24

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Kapitel 1

DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil Grundlegende Bestimmungen

Anerkennung und Beachtung des Sporthandbuches der DSU Das Sporthandbuch enthält die allgemein verbindlichen Bestimmungen im Schießsport der Deutschen Schießsport Union (DSU). Jeder Schütze und jeder Verein ist diesen Bestimmungen bei der Wahrnehmung des Trainings, bei Wettbewerben und bei Meisterschaften den zusätzlichen Bedingungen der Ausschreibung, welche er durch seine Teilnahme anerkennt, unterworfen. Jeder Schütze ist verpflichtet diese Bestimmungen zu kennen und zu beachten. Wo durch den Wortlaut der Bestimmungen eine eindeutige Auslegung nicht möglich ist, wird im Sinne des sportlichen Anstandes und der Gleichstellung aller Teilnehmer entschieden. Im Sportgeschehen der DSU ist Fairness gegenüber den Mitschützen oberstes Gebot. Unter Trainingsschießen ist nicht nur das Schießen kompletter Disziplinen zu verstehen. Vielmehr fallen hierunter auch alle Übungen, die dem Erreichen von Teilzielen dienen (z.B. Kontrolle der „Horizontalen“, der „Vertikalen“ wie auch das Erreichen kleiner Schussgruppen). Haftpflichtversicherung für Sportschützen An dem Trainingsschießen, den Wettbewerben und Meisterschaften dürfen nur Schützen teilnehmen, die gemäß der gesetzlichen Bestimmungen ausreichend Haftpflicht versichert sind. Desgleichen dürfen an den offiziellen Wettbewerben der DSU nur Schützen teilnehmen, die ihre Mitgliedsbeiträge an die DSU entrichtet haben. Verpflichtung der Mitgliedsvereine Die DSU-Mitgliedsvereine und ihre Mitglieder verpflichten sich, der Anerkennungsbehörde uneingeschränkten Zugang zu den schießsportlichen Einrichtungen und Veranstaltungen zu gewähren und das Bundesverwaltungsamt bei der Aufgabenwahrnehmung nach § 15 Abs. 4 WaffG vor Ort zu unterstützen. Ausschluss von Schusswaffen nach § 6 Abs. 1 Ziff. 1-3 AWaffV Alle Sportwaffen müssen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass keine nach § 6 der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung (AWaffV) vom Schießsport ausgeschlossenen Schusswaffen Verwendung finden dürfen. Bei Kurzwaffen beträgt die Mindestlauflänge 3“ (=7,62 cm), die maximale Lauflänge 8 3/8“ (=21,3 cm). Ausgenommen hiervon sind die Waffen für die Disziplinen „Präzisions-EinzelladerpistoleLangdistanz“. Es gelten für diese Waffen die bei dieser Disziplin festgelegten Lauflängen. Alle Kurzwaffen mit einer Länge unter 3“ (=7,62 cm) sind gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1 AWaffV vom sportlichen Schießen der Disziplinen der DSU ausgeschlossen. Bei den Disziplinen für halbautomatische Langwaffen sind gemäß § 6 Abs. 1 Ziff. 2 AWaffV Schusswaffen die ihrer äußeren Form nach den Anschein einer vollautomatischen Kriegswaffe hervorrufen, die Kriegswaffe im Sinne des Gesetzes über die Kontrolle von Kriegswaffen ist, ausgeschlossen, sofern die Lauflänge weniger als 42 cm beträgt, das Magazin sich hinter der Abzugseinheit befindet (so genannte Bul-Pup-Waffen) oder die Hülsenlänge der verwendeten Munition bei Langwaffen weniger als 40 mm beträgt. Bei halbautomatischen Langwaffen dürfen gemäß § 6 Abs. 1 Ziff. 3 AWaffV nur Magazine mit einer Kapazität von maximal 10 Patronen Verwendung finden. Ausschluss von unzulässigen Schießübungen nach § 15 Abs. 6 WaffG Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass keine unzulässigen Schießübungen im Sinne des § 15 Abs. 6 WaffG in Verbindung mit § 7 AWaffV durchgeführt werden dürfen.

Kapitel 1

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DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil

Jugendsport − Breitensport − Leistungssport Vorwort: Das sportliche Schießen wird innerhalb der DSU in folgende Bereiche gegliedert: Jugendsport Breitensport Leistungssport Jugendsport: Im Jugendsport sollen Jugendliche an den Schießsport herangeführt werden, um sie für die Ausübung des Schießsportes zu begeistern. Diese Aufgabe kann nicht vom Verband aus geleistet werden. Hier können nur die Richtlinien festgelegt und den Vereinen vor Ort Hilfestellung gegeben werden. Die Ortsvereine der DSU sind daher aufgefordert, durch organisatorische Maßnahmen (Werbung, Aktionsveranstaltungen etc.) sicherzustellen, dass in ihren Vereinen der Sportjugend höchste Priorität eingeräumt wird. Die DSU stellt sicher, dass für diese Aufgabe hoch qualifiziertes, geeignetes und motiviertes Personal ausgebildet wird. Näheres regelt die DSU-Jugendordnung. Breitensport: Es gilt der Grundsatz, dass auch der Schießsport in erster Linie als ein Bestandteil des Breitensports altersunabhängig für die ganze Familie zu verstehen ist. Er orientiert sich allerdings streng an den gesetzlichen Regelungen. Ziel ist es, über den Breitensport Nachwuchs für den Leistungssport zu gewinnen. Leistungssport: Seit dem Sportjahr 2004 hat die DSU damit angefangen einen Kurzwaffenschießleistungskader aufzubauen. Die darin aufgenommenen Kader-Schützen werden nach ihrem Leistungsstand in den A-, B- oder C-Kader aufgenommen. Der DSU Schießleistungskader bildet den Einstieg in den Leistungssport. Der Leistungsstand des Schützen soll im Kader kontinuierlich gesteigert werden. Ziel ist es, Schützen bis hin zum Spitzensport auszubilden und sie in die Lage zu versetzen, Wettbewerbe auf internationaler Ebene mit Erfolg zu bestreiten. Die zukünftige Nationalmannschaft der DSU soll aus Mitgliedern des A-Kaders sowie aus Schützen der Masterwertung gebildet werden. Kaderschütze ist, wer sich an allen überregionalen Wettbewerben der DSU innerhalb eines Sportjahres an einer bestimmten Kurzwaffendisziplin beteiligt hat und dabei bei allen Wettbewerben nie weniger als 70 Prozent der möglichen Trefferleistung erzielt hat.

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Kapitel 1

DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil

Altersgruppen / Wertungsklassen: Die Einteilung der Altersgruppen / Wertungsklassen im Schießsport der DSU lautet wie folgt: Schützen − Jugend A: ab dem 12. Geburtstag bis zum 14. Geburtstag Schützen − Jugend B: ab dem 14. Geburtstag bis zum 16. Geburtstag Schützen − Junioren: ab dem 16. Geburtstag bis zum 18. Geburtstag Schützen − Damen: Schützen − Herren:

ab dem 18. Geburtstag bis zum 50. Geburtstag ab dem 18. Geburtstag bis zum 50. Geburtstag

Senioren 1 − Damen: Senioren 1 − Herren:

ab dem 50. Geburtstag bis zum 60. Geburtstag ab dem 50. Geburtstag bis zum 60. Geburtstag

Senioren 2 − Damen: Senioren 2 − Herren:

ab dem 60. Geburtstag bis zum 70. Geburtstag ab dem 60. Geburtstag bis zum 70. Geburtstag

Senioren 3 − Damen: Senioren 3 − Herren:

ab dem 70. Geburtstag ab dem 70. Geburtstag

Der Wechsel von einer Altersgruppe / Wertungsklasse in die nächst höhere, erfolgt immer erst im neuen Sportjahr. Damen / Herren starten jeweils in eigener Wertungsklasse. Ein Schütze kann auf eigenen Wunsch in der höheren Wertungsklasse schießen. Das heißt: Ein Schütze der Altersgruppe „Senioren“ kann in der Altersgruppe „Schützen“ antreten. Diesen Wunsch hat er / sie der DSU schriftlich mitzuteilen. Dies gilt dann bis auf schriftlichen Widerruf, jedoch mindestens für ein Sportjahr. Siehe auch „Auswertung“.

Kapitel 1

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DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil

Sicherheitsregeln Geschossen werden darf nur unter Aufsicht einer verantwortlichen Aufsichtsperson (eines Schießleiters), die die erforderliche Sachkunde nachgewiesen hat, bzw. soweit es die Obhut über das Schießen bei Kindern und Jugendlichen betrifft, eine verantwortliche Aufsichtsperson, die auch die Eignung zur Kinder- und Jugendarbeit besitzt und die Qualifikation nachgewiesen hat. Den Weisungen des Schießleiters (bzw. verantwortlichen Aufsichtspersonen) ist unbedingt und unverzüglich Folge zu leisten. Widrigenfalls erfolgt der Ausschluss vom Schießen. Das Laden der Schusswaffen und Zielübungen sind nur an der Feuerlinie (Schützenstand), mit in Richtung Geschossfang zeigender Mündung zulässig. Eine Waffe gilt als geladen, wenn: • • • •

eine Patrone im Patronenlager ist, sich Patronen in einem fest mit der Waffe verbundenen Magazin befinden, ein Magazin in der Waffe eingeführt ist, egal ob mit oder ohne Patronen der Verschluss, die Trommel geschlossen ist.

Das Entladen der Waffe ist nur an der Feuerlinie (Schützenstand), mit in Richtung zum Geschossfang zeigender Mündung erlaubt. Waffenstörungen dürfen nur mit in Richtung Geschossfang weisender Mündung beseitigt werden. Bei Waffenstörungen hebt der Schütze die Nichtschusshand und wartet die Anweisungen des Schießleiters ab. Dabei zeigt die Waffenmündung in Richtung Geschossfang. Bei Eintreten der 3. Störung ist der Schütze vom Schießen auszuschließen. Das Kommando „Sicherheit“ des Schießleiters heißt: Das Schießen wird sofort eingestellt und die Waffen werden entladen. Der Verschluss ist offen, bzw. die Trommel ausgeschwenkt. Herausnehmbare Magazine werden aus der Waffe entfernt.

Waffen dürfen nur entladen, mit geöffnetem Verschluss bzw. ausgeschwenkter Trommel, abgelegt werden. Herausnehmbare Magazine werden aus der Waffe entfernt. Eine geladene Waffe darf nicht aus der Hand gelegt werden. Zum Schutz vor Gehör- und Augenschäden, wird dringend empfohlen einen Gehörschutz und eine Schutzbrille zu getragen. Jeder Verstoß gegen die Sicherheitsregeln führt zum Ausschluss vom Schießen.

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Kapitel 1

DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil

I: DSU Schießleistungskader In diesem Kader, welcher je nach Leistungsstand des Schützen in A - Kader B - Kader C - Kader aufgeteilt wird, werden die zukünftigen Leistungsträger der DSU aufgeführt. Was ist die Voraussetzung, einem solchen Kader anzugehören? Jeder Kaderschütze muss das komplette Sportjahr der DSU mitschießen. Dies bedeutet: Teilnahme an der − Vereinsmeisterschaft seines Ortsverein − am Pokalschießen der DSU in dem vom Schützen ausgesuchten Schießleistungs-Zentrum − an der Liga-Runde der DSU und schließlich, − an der Deutschen Meisterschaft der DSU. Je nachdem, welches Ergebnis der Schütze bei diesen Wettbewerben vorweisen kann, erfolgt eine Einteilung in den A-, B- oder C-Kader. Leistungsvoraussetzungen: 70 % gleich C-Kader 80 % gleich B-Kader 90 % gleich A-Kader. Das bedeutet, dass der Schütze zunächst ein komplettes Sportjahr (beginnend ab 2004) absolvieren muss. Die o.g. Mindestleistung muss in allen Wettbewerben nachgewiesen werden, um in den Kader aufgenommen zu werden. Wird auch nur bei einem Wettbewerb ein Mindestergebnis nicht erreicht, ist die Aufnahme in der jeweiligen Kaderklasse nicht möglich. Jeder Schütze sucht sich die für ihn geeignete Disziplin und Kaliberklasse selbst aus. Es ist beabsichtigt, möglichst viele DSU-Schützen in die zukünftigen Kader aufzunehmen.

Kapitel 1

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DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil

II: Masterwertung der DSU Bei den Master-Klassen Pistole/Revolver der DSU, die erstmals bei der Deutschen Meisterschaft 2005 eingeführt wurden, handelt es sich um hochkarätige und aussagekräftige Wertungen, die es ermöglichen, die Kurzwaffenleistungsschützen der DSU untereinander zu vergleichen, ohne Berücksichtigung des Alters, des Geschlechts, der Einzeldisziplin und des Kalibers. Diese beiden Master-Klassen bilden die Grundlage für die DSU-Top-Ten, einer Aufstellung der 10 besten Kurzwaffenschützen der DSU. Darin finden sich diejenigen Schützen beider Master-Klassen wieder, welche die 10 besten Master-Ergebnisse (Pistole oder Revolver) erreicht haben. Diese Top Ten präsentieren den Hochleistungssport in der DSU! Wie wird man Master-Schütze der DSU? Die Qualifikation des „Masterschützen der DSU“ kann nur auf der Deutschen Meisterschaft oder einem vergleichbarem, von der DSU anerkanntem Wettbewerb, erlangt werden. Der Schütze muss sich entweder mit der Pistole und/oder mit dem Revolver an den Disziplinen K 13, K 27 und K 36 beteiligen. Bei Pistolen gilt das Mindestkaliber 9mm Para, bei Revolvern .38 Spezial. Alle Disziplinen müssen mit der gleichen Waffe im gleichen Kaliber geschossen werden. Bei der K 13 wird jeder Treffer mit 10 multipliziert, das heißt, maximal 500 Punkte sind möglich. Die beiden anderen Disziplinen werden normal gewertet. Die drei Disziplinen werden zu einem Gesamtergebnis addiert. Demnach können maximal 1280 Punkte erreicht werden. Das Masterschützenabzeichen der DSU wird ausgegeben ab: 1000 Punkte bis 1099 Punkte 1100 Punkte bis 1199 Punkte 1200 Punkte bis 1280 Punkte

in Bronze in Silber in Gold.

Demnach bekommt nur derjenige Schütze das Masterschützenabzeichen der DSU verliehen, der bei den oben genannten Wettbewerben mindestens 1000 Punkte erreicht hat. Für die Kaderwertung werden folgende Disziplinen zugelassen: K 13, K 15, K 17, K 24, K 27, K 36.

Abbildung Masterschützenabzeichen der DSU

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Kapitel 1

DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil

III: Nationalmannschaft der DSU: Hierbei ist beabsichtigt, aus dem A-Kader Schützen zu gewinnen, die bereit sind, an zukünftigen von der DSU ausgeschriebenen Internationalen Wettbewerben teilzunehmen. Voraussetzung für die Aufnahme in die Nationalmannschaft der DSU: Mitglied im DSU-A-Kader, die Bereitschaft, an mindestens 1 Internationalen Schießwettbewerb der DSU pro Jahr teilzunehmen (geplante Austragungsorte: Deutschland, England, Österreich Schweiz, Luxemburg, Frankreich oder Tschechien), die Bereitschaft, an mindestens einem Internationalen Wettbewerb als Schieß- oder Standaufsicht zu arbeiten oder als Auswerter auszuhelfen, sowie die unbedingte Teilnahme an zwei Ausbildungstagen im Jahr im Bundes-Schießleistungszentrum der DSU in Weißenthurm (für Kurzwaffe) oder für Langwaffe an einem noch zu benennenden DSU-Schießleistungszentrum in Deutschland. Jedes Mitglied der zukünftigen DSU-Nationalmannschaft wird darüber hinaus als Vereinstrainer der DSU ausgebildet werden. Wettbewerbe dieser Art werden frühestens ab dem Jahr 2005 stattfinden können. Vorteile für den Schützen: Jeder, der im Leistungskader oder in der Nationalmannschaft der DSU aufgenommen ist, hat einen vereinfachten Waffenerwerb, weil ein qualitativ sehr anspruchvolles Leistungsschießen gegenüber dem Verband und der Behörde nachgewiesen ist. Dies bedeutet, dass die in den Waffenbefürwortungsrichtlinien der DSU aufgeführten Waffen für die Leistungsträger der DSU befürwortet werden. Ferner wird hierdurch die internationale Bedeutung der DSU im Schießsport gefördert.

Aktive Schützen: Aktiver Schütze ist jeder, der 18 Schießtermine im Sportjahr, einschließlich der Teilnahme an Wettbewerben (beginnend mit der Vereinsmeisterschaft), wahrnimmt. Jeder Schütze hat gemäß den Bestimmungen des WaffG und der allgemeinen WaffengesetzVerordnung (AWaffGV) seine schießsportlichen Aktivitäten selbst seinem Verein, wie auch dem Verband gegenüber nachzuweisen. Zum Nachweis ist ein persönliches Schießbuch zu führen, in dem Datum und Disziplin nach dem Sporthandbuch der DSU durch den Schießleiter bestätigt werden.

Kapitel 1

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DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil

Scheiben DSU-Scheibe a 2 Format:

590 mm x 420 mm hochkant

Ausführung:

Symbolscheibe auf weißem Grund mit grünem Begrenzungsrahmen 530 mm x 340 mm bei 3,2 mm Rahmenstärke, zentralem Wertungsrechteck 265 mm x 170 mm mit Begrenzungsrahmen in grün bei 2 mm Rahmenstärke und einem Mittelpunktsrechteck 106 mm x 68 mm, vollflächig grün mit der Ausnahme des runden Scheibenmittelpunktes von 20 mm Durchmesser in weißer Farbe. Über dem Zentralen Wertungsrechteck befindet sich in 15 mm Abstand ein mittig ausgerichtetes Tontaubensymbol mit einem Durchmesser von 110 mm in grüner Farbe und einem weißen Zentrum von 50 mm im Durchmesser. In diesem Zentrum ist ein grünes Kreuz von 6 mm x 6 mm Balkenlänge und 1,5 mm Balkenstärke zentrisch eingelegt. Vor dem Rahmen des Wertungsrechtecks sind an den Eckpunkten von außen greifend bei 29 mm Eckabstand rechtwinklige grünen Klammern gesetzt mit einer Schenkellänge von 9 mm bei 0,5 mm Schenkelstärke. Zulässiger Toleranzbereich: + / - 2 %

Disziplin:

K 1; K 13; K 15; K 17; Kombination Pistole / Revolver

Tontauben-Symbol

Mittleres Rechteck

Inneres Rechteck

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Kapitel 1

DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil Scheiben

DSU-Scheibe b 2 Format:

590 mm x 420 mm hochkant

Ausführung:

Ovalringscheibe auf weißem Grund mit 10 Wertungsringen und 1 Mouchenring im Zentrum der Zehn. Spiegelbereich ab dem Fünferring in grüner Farbe, jedoch weiß abgesetztes Zentrum im Bereich der Neun und Zehn. Farbe der Ringlinien und Wertungszahlen auf weißem Grund: grün Farbe der Ringlinien und Wertungszahlen im grünen Spiegelbereich: weiß Ringbreite im Horizontalbereich: Ringbreite im Vertikalbereich: Breite der Ringlinien: Höhe der Mouche: Breite der Mouche: Höhe der Zehn: Breite der Zehn: Gesamthöhe des Wertungsbereiches: Gesamtbreite des Wertungsbereiches: Zulässiger Toleranzbereich:

Disziplin:

16 mm 25 mm 1 mm 51 mm 32 mm 101 mm 65 mm 555 mm 355 mm +/−2%

K 17; K 24; K 27; K 36 LDSpGew; Gruppe 2 LEL 100; Gruppe 1; 2; 3; LRep 100; Gruppe 1; 2; 3; 4; LRepI100; Gruppe 1; 2; 3; LSL 100; Gruppe 1; 2; LF 3 Gruppe 1; 2; Klassisches Scheibengewehr

Kapitel 1

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DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil Scheiben

DSU-Scheibe b 3 Format:

420 mm x 298 mm hochkant

Ausführung:

Ovalringscheibe auf weißem Grund mit 10 Wertungsringen und 1 Mouchenring im Zentrum der Zehn. Spiegelbereich ab dem Fünferring in grüner Farbe, jedoch weiß abgesetztes Zentrum im Bereich der Neun und Zehn. Farbe der Ringlinien und Wertungszahlen auf weißem Grund: grün Farbe der Ringlinien und Wertungszahlen im grünen Spiegelbereich: weiß

Disziplin:

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Ringbreite im Horizontalbereich: Ringbreite im Vertikalbereich: Breite der Ringlinien: Höhe der Mouche: Breite der Mouche: Höhe der Zehn: Breite der Zehn: Gesamthöhe des Wertungsbereiches: Gesamtbreite des Wertungsbereiches:

11 mm 17 mm 0,75 mm 34 mm 23 mm 69 mm 45 mm 380 mm 246 mm

Zulässiger Toleranzbereich:

+/−2%

LEL 50 LELZF 100 LLa50 LRepZF 100 LSL 50 LSLZF 100

Gruppe 2; Gruppe 1; 2; 3; Gruppe 1; 2; 3; Gruppe 1; 2; 3; Gruppe 1; 2; 3; Gruppe 1; 2;

Kapitel 1

DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil Scheiben

DSU-Scheibe b 4 Format:

298 mm x 210 mm hochkant

Ausführung:

Ovalringscheibe auf weißem Grund mit 10 Wertungsringen und 1 Mouchenring im Zentrum der Zehn. Spiegelbereich ab dem Fünferring in grüner Farbe, jedoch weiß abgesetztes Zentrum im Bereich der Neun und Zehn. Farbe der Ringlinien und Wertungszahlen auf weißem Grund: grün Farbe der Ringlinien und Wertungszahlen im grünen Spiegelbereich: weiß Ringbreite im Horizontalbereich: Ringbreite im Vertikalbereich: Breite der Ringlinien: Höhe der Mouche: Breite der Mouche: Höhe der Zehn: Breite der Zehn: Gesamthöhe des Wertungsbereiches: Gesamtbreite des Wertungsbereiches: Zulässiger Toleranzbereich:

Disziplin:

Kapitel 1

LEL 50 LRep 50 LRepI 50 LSL 50 LSLZF 50

8 mm 12 mm 0,6 mm 25 mm 16 mm 51 mm 33 mm 278 mm 178 mm +/−2%

Gruppe 1; Gruppe 1; Gruppe 1; Gruppe 1; Gruppe 2;

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DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil Scheiben

DSU-Scheibe b 5 Format:

210 mm x 149 mm hochkant

Ausführung:

Ovalringscheibe auf weißem Grund mit 10 Wertungsringen und 1 Mouchenring im Zentrum der Zehn. Spiegelbereich ab dem Fünferring in grüner Farbe, jedoch weiß abgesetztes Zentrum im Bereich der Neun und Zehn. Farbe der Ringlinien und Wertungszahlen auf weißem Grund: grün Farbe der Ringlinien und Wertungszahlen im grünen Spiegelbereich: weiß Ringbreite im Horizontalbereich: Ringbreite im Vertikalbereich: Breite der Ringlinien: Höhe der Mouche: Breite der Mouche: Höhe der Zehn: Breite der Zehn: Gesamthöhe des Wertungsbereiches: Gesamtbreite des Wertungsbereiches: Zulässiger Toleranzbereich:

Disziplin:

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LELZF 50 LRepZF 50 LSLZF 50

5,8 mm 9 mm 0,4 mm 18 mm 11 mm 35 mm 23 mm 196 mm 126 mm +/−2%

Gruppe 1; Gruppe 1; Gruppe 1;

Kapitel 1

DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil Scheiben

DSU-Scheibe b 5 Präzision Format:

210 mm x 149 mm hochkant

Ausführung:

Ovalringscheibe auf weißem Grund mit 10 Wertungsringen und 1 Mouchenring im Zentrum der Zehn. Spiegelbereich ab dem Fünferring in grüner Farbe, jedoch weiß abgesetztes Zentrum im Bereich der Neun und Zehn. Farbe der Ringlinien und Wertungszahlen auf weißem Grund: grün Farbe der Ringlinien und Wertungszahlen im grünen Spiegelbereich: weiß Ringbreite im Horizontalbereich: Ringbreite im Vertikalbereich: Breite der Ringlinien: Höhe der Mouche: Breite der Mouche: Höhe der Zehn: Breite der Zehn: Gesamthöhe des Wertungsbereiches: Gesamtbreite des Wertungsbereiches: Zulässiger Toleranzbereich:

Disziplin:

Kapitel 1

LZFPr LZFPrSl

4,3 mm 6,8 mm 0,4 mm 13 mm 8,5 mm 26 mm 17 mm 146 mm 93 mm +/−2%

Gruppe 1; 2; Gruppe 1; 2;

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DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil

Scheiben DSU-Scheibe UIT Präzision Format:

Höhe 520 mm x Breite 550 mm

Ausführung:

10-er Rundringscheibe mit schwarzem Spiegel auf weißem Grund, Mouchenring in der Zehn, Spiegel ab 7-er Ring, schwarze Wertungszahlen auf weißen Grund, weiße Wertungszahlen im Spiegelbereich, Ringlinien auf weißen Grund in schwarzer Farbe, Ringlinien innerhalb des Spiegelbereichs in weißer Farbe: Durchmesser der Mouche: Durchmesser der Zehn: Ringabstand: Durchmesser Spiegel: Durchmesser Gesamtwertungsbereich: Breite der Ringlinien: Zulässiger Toleranzbereich:

Disziplin:

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LELM 100

25 mm 50 mm 25 mm 200 mm 500 mm 0,5 mm +/−2%

Gruppe 1; 2;

Kapitel 1

DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil Scheiben

DSU - Scheibe KK International Format:

340 mm x 340 mm

Ausführung:

10-er Rundringscheibe mit schwarzem Spiegel auf weißem Grund, Mouchenring in der Zehn, Spiegel ab 7-er Ring, schwarze Wertungszahlen auf weißen Grund, weiße Wertungszahlen im Spiegelbereich, Ringlinien auf weißen Grund in schwarzer Farbe, Ringlinien innerhalb des Spiegelbereichs in weißer Farbe: Durchmesser der Mouche: Durchmesser der Zehn: Ringabstand: Durchmesser Spiegel: Durchmesser Gesamtwertungsbereich: Breite der Ringlinien: Zulässiger Toleranzbereich:

Disziplin:

Kapitel 1

LELM 50

5 mm 10,4 mm 8 mm 112,4 mm 154,4 mm 0,3 mm +/−2%

Gruppe 1

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DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil Scheiben

DSU-Scheibe 200 Meter Präzision (Französische Militärscheibe) Format:

Höhe 850 mm

Breite: 850 mm

Ausführung:

10-er Rundringscheibe mit schwarzem Spiegel auf weißem Grund, kein Mouchenring in der 10, Spiegel ab 6-er Ring, schwarze Wertungszahlen auf weißem Grund, weiße Wertungszahlen im Spiegelbereich, Ringlinien auf weißem Grund in schwarzer Farbe, Ringlinien innerhalb des Spiegelbereichs in weißer Farbe. Durchmesser der 10: 80 mm Ringabstand: 40 mm Durchmesser des Spiegels: 400 mm Durchmesser des Gesamtwertungsbereichs: 800 mm Breite der Ringlinien: 1 mm Zulässiger Toleranzbereich:

Disziplin:

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+/−2%

Vorderlader- und Schwarzpulver-Disziplin

Kapitel 1

DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil Scheiben

DSU-Scheibe IPSC International Format:

Hochkantachteck 580 mm x 460 mm

Ausführung:

Wellpappkarton in Naturkarton, 3 von Innen nach Außen gehende Wertungsfelder A, C, D, innenliegende rundumlaufende Begrenzungslinie mit 5 mm Abstand zum Rand, alle Begrenzungslinien und Feldbezeichnungen im Prägeverfahren aufgebracht. Alle Maßangaben sind der unterstehenden Skizze in mm zu entnehmen. Zulässiger Toleranzbereich:

Disziplin:

Kapitel 1

Fl 1, Fl 2

+/−2% Gruppe 1; 2; 3; 4;

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DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil Scheiben

DSU-Scheibe Stehender Überläufer (DJV-Jagdscheibe Nr. 2)

Format:

Höhe 750 mm

Breite 1050 mm

Ausführung:

Tierbildscheibe eines auf einer Waldwiese stehenden, nach rechts gewendeten Überläufers in voller Breitseite, Gesamtbild naturfarben mit aufgedrucktem Wertungsbereich in grau-brauner Linienfarbe, Wertungsbereich enthält die Ringzahlen 10, 9, 8 in Rundringanordnung, sowie in Richtung Kopf und in Richtung Unterleib gehend jeweils die angesetzten Wertungsbereiche 5 und 3. Der Gesamtwertungsbereich kann mit einem Rechteck 400 mm x 250 mm abgedeckt werden. Durchmesser der 10: Durchmesser der 9: Durchmesser der 8: Ringabstand 5 zur 8: Ringabstand 3 zur 5: Stärke der Ringlinien:

100 mm 175 mm 250 mm 40 mm 40 mm 1,5 mm

Maximale Höhe des Tierbildes, gemessen vom Sichtbarwerden des rechten Hinterlaufs bis zur Spitze des rechten Tellers: 470 mm Maximale Länge des Tierbildes, gemessen von der rechten Begrenzungslinie des Wurfs bis zur linken Begrenzungslinie des rechten Hinterlaufs: 925 mm Disziplin:

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Vorderlader- und Schwarzpuler-Disziplin

Kapitel 1

DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil Scheiben

DSU-Scheibe Sitzender Fuchs (DJV-Jagdscheibe Nr. 3) Format:

Höhe 1220 mm

Breite 860 mm

Ausführung:

Tierbildscheibe eines auf einem Stammstumpf sitzenden, nach links gewendeten Fuchses mit Blickrichtung zum Schützen, Gesamtbild naturfarben mit aufgedrucktem Wertungsbereich in grauer Linienfarbe, Wertungsbereich enthält die Ringzahlen 10, 9, 8 in Rundringanordnung, sowie in Richtung Kopf und in Richtung Unterleib gehend jeweils die angesetzten Wertungsbereiche 3 und 1. Der Gesamtwertungsbereich kann mit einem Rechteck 320 mm x 170 mm abgedeckt werden. Durchmesser der 10: Durchmesser der 9: Durchmesser der 8: Ringabstand 3 zur 8: Ringabstand 1 zur 3: Stärke der Ringlinien:

90 mm 130 mm 170 mm 35 mm 40 mm 1,5 mm

Maximale Höhe des Tierbildes, gemessen von der Unterseite der linken Vorderbrante bis zur rechten Gehörspitze: 520 mm Maximale Länge des Tierbildes, gemessen vom Ansatz der Lunte bis zur senkrechten linken Begrenzungslinie des rechten Gehörs: 500 mm

Disziplin:

Kapitel 1

Länge der herabhängenden Lunte:

410 mm

Maximale Dicke der Lunte:

135 mm

Vorderlader-, Schwarzpulver-Disziplin

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DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil Auswertung der Scheiben

Die maximal erreichbaren Ergebnisse sind bei der jeweiligen Schießübung aufgeführt: Bei der Auswertung der Scheibe gilt Folgendes: Ovalringscheibe: Der nächst höhere Ring gilt dann als getroffen, wenn die Ringbegrenzung dieser Ringes eindeutig durchschossen wurde. Diese Regelung gilt in der DSU auch für die UIT-/Ringscheiben, mit Ausnahme des Schwarzpulverbereiches. (Siehe dortige Sonderregelung) Symbolscheibe:

Ein Symbol gilt dann als getroffen, wenn die Begrenzung eines Symbols eindeutig durchschossen wurde. Wurde ein anderes als das vorgesehene Symbol getroffen, gilt dies als Fehlschuss.

Beschießt ein Schütze eine Scheibe mit zu vielen Schüssen, gelten diese als Fehlschüsse. Auf der Scheibe werden dem Schützen, in der Anzahl der zuviel geschossenen Schüsse, die höchsten Trefferwerte abgezogen. Beschießt ein Schütze die Scheibe eines anderen Schützen, gelten diese als Fehlschüsse. Auf der Scheibe des anderen Schützen werden in der Anzahl der überzähligen Schüsse die niedrigsten Trefferwerte abgezogen. Waffen- und Munitionsstörungen gehen zu Lasten des Schützen. Nicht abgegebene Schüsse können nicht nachgeschossen werden, gelten somit als Fehlschüsse. Mit Eintritt der 3. Waffen- oder Munitionsstörung wird der Schütze disqualifiziert. Manipuliert der Schütze seine Scheiben, wird er disqualifiziert. Bei Unstimmigkeiten bei der Auswertung sollte darüber nach dem Wettbewerb diskutiert werden. Der Einspruch erhebende Schütze muss eine Protestgebühr in Höhe von 25,00 Euro hinterlegen. Diese wird bei erfolgreichem Einspruch zurückgezahlt. Ansonsten verfällt diese Gebühr. Über den Protest entscheidet der Wettkampfausschuss mit einfacher Mehrheit. Damen und Herren schießen jeweils in eigener Wertungsklasse. Ein „Senioren“-Schütze kann auf eigenen Wunsch in der höheren Wertungsklasse „Schützen“ schießen und gewertet werden. Diesen Wunsch muss er schriftlich der Geschäftsstelle der DSU melden. Dies gilt dann bis auf Widerruf, mindestens jedoch für ein Sportjahr. Vor Wettbewerben ist ein Wettkampfausschuss zu bilden, der sich aus fünf Mitgliedern zusammensetzt: 1 Mitglied des Präsidiums 1 Mitglied des Sportausschusses 1 Schießleiter vom Wettkampf 1 Auswerter vom Wettkampf 1 Leiter eines Schießleistungszentrums Der Spruch des Wettkampfausschusses ist bindend. Es sind folgende Disziplinarmaßnahmen bei Fehlverhalten des Schützen möglich: Trainingsschießen: Mündliche Ermahnung durch den Schießleiter (SL) Ausschluss vom Schießen für den Tag durch den SL Schriftliche Missbilligung durch den Vereinsvorstand Sperrfrist für längeren Zeitraum durch den Vereinsvorstand Sperre der Waffenbefürwortung durch das Präsidium Auffrischung der Sachkunde durch Lehrgang Vereins-/Verbandsausschluss Wettkampf:

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Mündliche Ermahnung durch den Schießleiter Ausschluss von der aktuellen Disziplin durch den Schießleiter Ausschluss vom gesamten Wettkampf durch den Wettkampfausschuss Schriftliche Missbilligung durch das Präsidium Sperre der Waffenbefürwortung durch das Präsidium Auffrischung der Sachkunde durch Lehrgang Vereins-/Verbandsausschluss

Kapitel 1

DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil

Kommandos und Signale im Schießbetrieb Um einen geregelten und sicheren Ablauf des Schießens zu gewährleisten, gibt der Schießleiter die folgenden mündlichen Kommandos und akustischen Signale. Die akustischen Signale werden durch einen elektronischen Timer gegeben. Mündliche Kommandos: ... Schuss laden!

Erst auf Kommando (z.B. 5 Schuss laden) werden die für die jeweiligen Übungen erforderlichen Patronen geladen. Herausnehmbare Magazine werden geladen und in die Waffe eingeführt. Fest in die Waffe eingebaute Magazine werden geladen, Die Trommel wird geladen. Der Verschluss / die Trommel bleibt offen.

Fertig machen!

Der Verschluss wird geschlossen, die Trommel wird eingeschwenkt. Der Schütze nimmt die Bereitschaftsstellung ein. Kurzwaffen werden dabei mit der Mündung in Richtung Geschossfang um 45° abgesenkt. Langwaffen werden mit der Mündung in Richtung Geschossfang unterhalb der Scheibe abgesenkt.

Seid Ihr bereit?

Ist der Schütze / sind die Schützen bereit, sagen sie nichts. Ist ein Schütze noch nicht bereit, sagt er laut nein. Er hat nun Gelegenheit, seine Bereitschaft innerhalb einer angemessenen Zeit herzustellen. Ist ein Schütze nach der nächsten Abfrage der Bereitschaft immer noch nicht bereit, wird er vom Schießen ausgeschlossen.

Ist der Schütze / sind die Schützen bereit, gibt der Schießleiter durch den Timer das akustische Signal, bzw. durch das mündliche Feuerkommando!

Feuer! (Timer–Signal)

Der Schütze / die Schützen schießt / schießen nun die für die Übung / Teilübung zugelassene Anzahl von Schüssen.

Nach Ablauf der erlaubten Schießzeit gibt der Timer das akustische Signal, bzw. der Schießleiter das Stopp-Kommando! Stopp! (Timer-Signal)

Es darf nicht mehr geschossen werden. Die Waffen werden entladen, der Verschluss ist offen, das Patronenlager ist leer, das Magazin entfernt und leer bzw. die Trommel ist ausgeschwenkt, die Patronenhülsen sind entfernt.

Sicherheit! Das Schießen wird sofort unterbrochen, die Waffen werden wie bei „Stopp“ (mündl.Kommando) entladen. Dieses Kommando wird gegeben um die Sicherheit herzustellen: − wenn durch eine Störung eine Unterbrechung des Schießens notwendig ist, − vor dem Kommando „Trefferaufnahme“ − dem Scheibenwechsel, − nach Beendigung einer Übung. Erst jetzt dürfen der Schütze / die Schützen den Schützenstand verlassen. Trefferaufnahme! Erst auf dieses Kommando dürfen die Schützen zur Trefferaufnahme zu den (mündl.Kommando) Scheiben gehen. Bezüglich des Schießens mit Vorderladern wird auf die Sicherheitsvorschriften im Schwarzpulverbereich dieses Sporthandbuches verwiesen.

Kapitel 1

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DSU Sporthandbuch

Allgemeiner Teil Regelung für Behinderte

Für behinderte Sportschützen gilt Folgendes: Bei den Langwaffen kann die entsprechende Disziplin, die ansonsten liegend oder stehend Freihand geschossen wird, auch hinter einem Tisch sitzend mit aufgestützten Ellenbogen und ansonst freien Unterarmen geschossen werden. Für diejenigen Schützen, deren Behinderung so stark ist, dass in der vorstehend beschriebenen Variante nicht geschossen werden kann, wird die Möglichkeit einer besonderen Gewehrdisziplin geschaffen: Waffe: Visierung: Entfernung: Scheibe: Anschlag: Schusszahl: Zeit:

Einzellader-Gewehr, Zentralfeuer, Kaliber beliebig Zielfernrohr mit beliebiger Vergrößerung 100 Meter Ovalring B 3 (2 Stück) sitzend hinter einem Tisch, Waffe aufgelegt 20 (2 x 10) 20 Minuten

Bei den Kurzwaffen kann bei entsprechender Behinderung eine K 13 z.B. in der Art geschossen werden, dass alle Schüsse im Stehen abzugeben sind. Ist die Behinderung so stark, dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist, kann der entsprechende Schütze am Wettkampf leider nicht teilnehmen. Gleiches gilt, wenn zur Beaufsichtigung des Schützen mehr als ein Schießleiter notwendig ist. In den Disziplinen für Behinderte werden keine Titel und Platzierungen vergeben, da der Teilnehmerkreis ein überschaubarer sein dürfte. Der Schütze erhält jedoch eine Urkunde über die Teilnahme und das geschossene Ergebnis, welches auch für eventuelle Waffenbefürwortungen gewertet wird. Die Behinderung und deren Grad ist durch einen offiziellen Behindertenausweis nachzuweisen.

Die vorstehenden Regelungen gelten aus Sicherheitsgründen nicht für den Vorderladerbereich!

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Kapitel 1

DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

DSU Sporthandbuch Kurzwaffenübungen − allgemeiner Teil und Beschreibung der Übungen −

Kapitel 2

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DSU Sporthandbuch Inhaltsverzeichnis Kurzwaffen

Kurzwaffen Seite

Deckblatt Kurzwaffe

1

Inhaltsverzeichnis Kurzwaffen

2

Schießarten, Zeitmessung, Signale

3

Schießstellungen / Entfernungen

4

Waffen und Ausrüstung

5

Kalibereinteilung

6

Beschreibung der Übungen: K1

7-8

K 13

9 - 10

K 15

11 - 12

K 17

13 - 14

K 24

15

K 27

16

K 36

17 - 18

Zeitwertungstabelle zur K 36 Kombination Pistole / Revolver Präzision-Einzelladerpistole − Langdistanz

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19 20 - 21 22

Kapitel 2

DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

Schießarten, Zeitmessung und Signale Bei den Kurzwaffen-Schießübungen der DSU werden folgende Schießarten unterschieden: IntervallSchießen

Bei dieser Schießart werden einzelne Schüsse auf Kommando geschossen. Schuss – Pause – Schuss usw. Die Waffe wird erst auf Kommando geladen. Auf das Kommando „Fertig machen“, Bereitschaftsstellung einnehmen. Auf die Frage „seid ihr bereit?“, erfolgt das Signal „Feuer“. Innerhalb der erlaubten Schießzeit wird nun 1 Schuss geschossen. Das Signal „Stopp“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden, sonst Punkt- bzw. Ringabzug. Bis zum nächsten Signal „Feuer“ ist eine zeitlich festgelegte Pause. Nach diesem Ablauf werden alle Schüsse dieser Übung geschossen.

ZeitserienSchießen

Bei dieser Schießart wird auf Kommando immer eine Serie von 5 Schüssen innerhalb der festgelegten Zeit geschossen. Die Waffe wird erst auf Kommando geladen. Auf das Kommando „Fertigmachen“, Bereitschaftsstellung einnehmen. Auf die Frage „seid ihr bereit“ erfolgt das Signal „Feuer“. Innerhalb der festgelegten Zeit werden nun die 5 Schüsse der Serie geschossen. Nach diesem Ablauf werden alle Serien der Übung geschossen.

PräzisionsSchießen

Bei dieser Schießart werden einzelne Serien auf Kommando geschossen. Der Ablauf der Übung ist im Wesentlichen gleich der Zeitserienübung Der Unterschied besteht in der wesentlich längeren erlaubten Schießzeit pro Serie.

Dynamisches Schießen

Bei dieser Schießart lädt der Schütze die Waffe erst auf das Signal „Start“ und führt dann alle Aktionen wie Positionswechsel, Laden und Schießen selbsttätig aus. Geladen wird immer erst nach Einnahme der nächsten Position. Laufen, rennen oder springen zur nächsten Position ist nicht zugelassen. Während des Positionswechsels ist die Waffe entladen.

MehrdistanzSchießen

Es wird während einer Übung auf verschiedene Entfernungen geschossen. Mehrdistanz-Schießen ist immer mit einer Zeitserienübung oder einer dynamischen Übung kombiniert.

Zeitmessung

Die Zeitmessungen erfolgen durch einen elektronischen Timer

Signale

Die Signale für „Feuer“ bzw. „Start“, sowie das Signal „Stopp“ werden durch einen elektronischen Timer oder durch mündliche Kommandos gegeben.

Kapitel 2

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DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

Schießstellungen und Entfernungen Schießstellungen Bei allen DSU-Kurzwaffenübungen werden die Waffen beidhändig gehalten. Dabei dürfen die Arme nicht durch Hilfsmittel gestützt werden, die Handgelenke dürfen nicht durch Hilfsmittel versteift sein (z.B. durch Bandagen oder Ähnliches). Die das Handgelenk bedeckenden Kleidungsteile müssen frei verschiebbar sein. Kein Waffenteil darf die Arme hinter den Handgelenken berühren. Stehend

Die Waffe wird beidhändig, freihändig gehalten.

Kniend

Beide Knie sind am Boden. Die Waffe wird beidhändig, freihändig gehalten.

Liegend

Der Schütze liegt in Bauchlage am Boden, Füße nach hinten. Die Waffe wird beidhändig gehalten Die Waffe darf mit dem Griff auf dem Boden abgestützt werden, bzw. die Hände dürfen auf dem Boden abgestützt werden. Anstelle des Kniend- und Liegendanschlages kann der Stehendanschlag eingenommen werden, wenn eine körperliche Beeinträchtigung vom dem Schützen vorgetragen wird.

Bereitschaftsstellung

Nach dem Laden nimmt der Schütze die Bereitschaftsstellung ein, das heißt, die Mündung der Waffe ist um 45° abgesenkt.

Hinweis:

a) Für die Disziplin Präzisions-Einzelladerpistole-Langdistanz gelten Besonderheiten. Insofern wird auf Seite 44 des Sporthandbuches verwiesen. b) Für den Schwarzpulverbereich gelten ebenfalls Besonderheiten. Insofern wird auf die Seiten 81 bis 96 des Sporthandbuches verwiesen.

Entfernungen Die Scheibenentfernungen sind in den jeweiligen Kurzwaffenübungen angegeben. Entfernungsmarkierungen für die jeweiligen Entfernungen müssen deutlich erkennbar auf dem Boden durch eine Linie, sowie an beiden Seiten der Schießbahn durch Tafeln mit der entsprechenden Meterzahl angebracht sein. In der Stellung „Stehend“ befinden sich die Fußspitzen deutlich hinter der jeweiligen Entfernungsmarkierung. In der Stellung „Kniend“ befinden sich die Knie deutlich hinter der jeweiligen Entfernungsmarkierung. In der Stellung „Liegend“ befinden sich beide Ellenbogen deutlich hinter der jeweiligen Entfernungsmarkierung.

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Kapitel 2

DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

Waffen und Ausrüstung Waffen

Revolver und halbautomatische Pistolen (Selbstladepistolen) Bei Pistolen muss der Verschluss nach dem letzten Schuss offen bleiben.

Kaliber

Siehe Kalibereinteilung Kurzwaffen

Munition

Zugelassen ist Fabrikmunition und wiedergeladene Munition. Wiedergeladene Munition muss in der Leistung dem jeweiligen Kaliber entsprechen. Wadcutter-Munition ist grundsätzlich nicht zugelassen.

Lauflänge

Mindestlauflänge 3" (= 7,62 cm). Maximale Lauflänge 8 3/8“, (= 21,27 cm).

Kompensatoren

Kompensatoren, Magnaports etc. sind bei Wettbewerben nicht zugelassen.

Visierung

Beliebige offene Visierung, bestehend aus Kimme und Korn. Spezielle Visierverlängerungen sind nicht zugelassen. Beliebiges Leuchtpunktvisier ohne Vergrößerung.

Abzüge

Es ist kein Mindestabzugswiderstand vorgeschrieben, jedoch muss dieser so eingestellt sein, dass eine unbeabsichtigte Schussauslösung nicht möglich ist.

Griffe

Beliebiger Waffengriff ohne Handballenauflage Griffe, welche die Hand umschließen, übermäßige Griffverlängerungen sowie Magazine, welche übermäßig weit heraus stehen, sind nicht zugelassen. Griffe dürfen das Handgelenk nicht berühren

Reservemagazine Reservemagazine / Speedloader können verwendet werden, jedoch nicht bei der K 1, K 36 und Kombination Pistole / Revolver. Holster

Kapitel 2

Holster können verwendet werden. Die Waffenmündung muss in einem Radius von 1 Meter zum Boden zeigen. Der Abzug muss verdeckt sein. Nicht zugelassen sind: Schulterholster, Crossdraw-Holster, verdeckt getragene Holster, an der Körperrückseite getragene Holster. Die geholsterte Waffe muss ungeladen und entspannt sein, Es darf sich kein Magazin in der Waffe befinden. Ausnahme bei der Disziplin K 17

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DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

Kalibereinteilung Pistolen: Kal. Gruppe

Kaliber

1 2 3 4 5

.22 Randfeuer 9mm Luger .45 9mm, .38, .40 .30

6

.357 - .41 Magnum .44 - .499 Magnum .50

7 8

Munition zum Beispiel: .22 lfB (.22 l.r.), .22 Win. Magnum 9mm Luger und 9 x 21 ausschließlich .45 ACP (.45 Auto) ausschließlich 9 x 23, .357 SIG, .38 Super Auto, .40 S&W, 7,62 x 25 Tokarev, 7,63 Mauser, 7,65 Parabellum, .30 carb. .357 Magnum, 10 mm Auto, .41 A. E. .44 Rem. Magnum, .45 Winchester Magnum, .475 Wildey Magnum etc. .50 A.E.

Revolver: Kal. Gruppe

1 2 3 4

Kaliber

5

.22 Randfeuer .38 Special .357 Magnum .41 - .44 Magnum .44 - .45

6 7

Super Magnum .30 - .32

Munition zum Beispiel: .22 lfB (.22 l.r.), .22 Win. Magnum .38 Special, 9 mm Luger ausschließlich .357 Magnum ausschließlich .41 Rem. Magnum, .44 Rem. Magnum, .40 - .460, .455 Webley .44 Special, .44 Russian, .44-40 Win., .45 Long Colt, .45 Auto Rim, .45 S&W Schofield .454 Casull, .480 Ruger, 500 S&W .30 Carb., 7,62 Nagant, .32 H&R Magnum

Hier nicht aufgeführte Kaliber / Munition werden der jeweiligen Kal. Gruppe, ihrer ballistischen Leistung gemäß zugeordnet. Es kann sowohl Fabrikmunition als auch wiedergeladene Munition verwendet werden. Wiedergeladene Munition muss in ihrer Leistung dem jeweiligen Kaliber entsprechen! Wadcutter-Munition ist grundsätzlich nicht für die Mehrdistanz-Disziplin unter 25 Metern zugelassen! Mit Schwarzpulver geladene Patronen sind nicht zugelassen.

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Kapitel 2

DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

DSU Kurzwaffenübung K 1 Die K 1 ist eine Zeitserien Übung. Sie soll Anfängern zum Erlernen der Waffenhandhabung, der Abzugs- und Visierkontrolle und des Zeitgefühls dienen. Diese Übung eignet sich hervorragend dafür, den Schießsportanfänger an die anspruchsvollen Kurzwaffendisziplinen der DSU heranzuführen. Waffen

Pistole oder Revolver, nur offene Visierung

Wertungsklasse

jeweils getrennt nach Pistole oder Revolver jeweils getrennt nach Kaliber

Kaliber

22 lfb, 9 mm Para, .38 Special, .357 Magnum

Schusszahl

20

Scheiben

2 DSU Symbolscheiben A 2, DIN A2

Entfernung

Scheibe 1: 10 Meter (Tontauben-Symbol) Scheibe 1: 15 Meter (inneres und mittleres Rechteck) Scheibe 2: 25 Meter (mittleres Rechteck)

Stellung

stehend beidhändig und freihändig

Zeiten

Scheibe 1: 3 x 5 Schuss Zeitserien innerhalb jeweils max. 30 Sekunden Scheibe 2: 1 x 5 Schuss Zeitserien innerhalb jeweils max. 30 Sekunden

Auswertung

Scheibe 1 jeder Treffer im Tontauben Symbol Scheibe 1 jeder Treffer im mittleren Rechteck Scheibe 1 jeder Treffer im inneren Rechteck Scheibe 2 jeder Treffer im mittleren Rechteck

= = = =

maximal erreichbare Punkte 2 x 5 Treffer im Tontauben Symbol 1 x 5 Treffer im inneren Rechteck 1 x 5 Treffer im mittleren Rechteck

= 30 Punkte = 10 Punkte = 10 Punkte = 10 Punkte

1 Punkt 1 Punkt 2 Punkte 2 Punkte

Die Begrenzung des Symbols muss eindeutig durchschossen sein. Für jeden Schuss nach dem Stoppsignal wird ein Treffer abgezogen, das heißt: vorgegebenes Ziel Tontauben Symbol 1 Punkt. vorgegebenes Ziel Rechtecke 2 Punkte.

Kapitel 2

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DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen Ablauf:

Die Übung kann von mehreren Schützen gleichzeitig geschossen werden. Die Waffen werden jeweils auf Kommando mit 5 Schuss geladen. Auf das Kommando „Fertigmachen“, Bereitschaftsstellung einnehmen. Auf das Signal „Feuer“ beschießt der Schütze das vorgegebene Symbol innerhalb der erlaubten Schießzeit. Nach dem Signal „Stopp“ darf nicht mehr geschossen werden. Nach diesem Ablauf werden alle Serien der Übung geschossen. Begonnen wird die Übung mit Scheibe 1.

Ablaufschema:

Start : Ziel:

Scheibe 1 Tontauben Symbol

Scheibe 2 Ziel:

mittleres Rechteck

Schusszahl

Zeit

Schusszahl

Zeit

5

30 Sek.

5

30 Sek.

5

30 Sek.

Ziel:

Inneres und mittleres Rechteck

Schusszahl

Zeit

5

30 Sek Ende der Übung

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Kapitel 2

DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

DSU Kurzwaffenübung K 13 Die K13 ist eine Mehrdistanz- (5 – 25 Meter), Zeitserien- (5 – 15 Sekunden) Übung, in 3 Schießstellungen (liegend, kniend, stehend beidhändig) auf die jeweils vorgegebene Trefferfläche (Ziel) der DSU Symbolscheibe. Waffen

Pistole oder Revolver

Wertungsklasse

jeweils getrennt nach Pistole oder Revolver, offene Visierung. jeweils getrennt nach Pistole oder Revolver, Leuchtpunkt Visierung. jeweils getrennt nach Kaliber

Kaliber

bis einschließlich Kaliber .44 Magnum und .45 ACP

Schusszahl

50

Scheiben

2 DSU Symbolscheiben A2, DIN A2 Scheiben nebeneinander angeordnet

Entfernungen

5, 10, 15, 20, 25 Meter, beginnend auf 5 Meter

Zeiten

siehe Ablauf

Auswertung

max. erreichbare Punktzahl: 50 Jeder Treffer in der jeweils vorgegebenen Trefferfläche zählt 1 Punkt. Die Begrenzung des Symbols muss eindeutig vom Geschoss durchschossen sein. Für jeden Schuss nach dem Stopp-Signal wird ein gewerteter Treffer abgezogen.

Trefferflächen (Symbole)

Tontauben Symbol: Mittleres Rechteck: Inneres Rechteck:

Kapitel 2

nur Treffer im Tontauben Symbol zählen. nur Treffer im mittleren und inneren Rechteck zählen. nur Treffer im inneren Rechteck zählen.

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DSU Sporthandbuch

Ablauf

Kurzwaffen

Die Übung kann von mehreren Schützen gleichzeitig geschossen werden. Begonnen wird die Übung mit der kürzesten Entfernung, 5 m, linke Scheibe. Die Waffen werden auf Kommando mit 5 Patronen geladen. Auf das Kommando „Fertigmachen“ Bereitschaftsstellung einnehmen. Auf das Signal „Feuer“ (auf das elektronische Signal „Start-Piep“) beschießt der Schütze in der jeweils erlaubten Schießzeit und Stellung, das vorgegebene Symbol mit 5 Schuss. Nach dem Signal „Stopp“ („Stopp-Piep“) darf nicht mehr geschossen werden. Zeitnahme mit Stoppuhr (durch Timer). Nach diesem Ablauf werden alle Serien der Übung geschossen. Waffen und Munitionsstörungen gehen zu Lasten des Schützen. Nicht abgegebene Schüsse können nicht nachgeschossen werden, gelten somit als Fehlschüsse. Der Schütze kann jedoch ab der nächsten Serie weiter schießen. Bei Eintritt der 3. Störung erfolgt Disqualifikation. (Klammerangaben gelten für die Verwendung eines Timers.)

Ablaufschema

Linke Scheibe

=

Start der Übung

Entfernung

Stellung

Schusszahl

Zeit

Ziel

5m

kniend

5

10 Sek.

5m

stehend

5

5 Sek.

Inneres Rechteck Inneres Rechteck

10 m

kniend

5

5 Sek.

15 m

kniend

5

10 Sek.

Tontaubensymb.

Entfernung

Stellung

Schusszahl

Zeit

Ziel

15 m

stehend

5

10 Sek.

Mittleres Rechteck

20 m

kniend

5

10 Sek.

20 m

stehend

5

10 Sek.

Mittleres Rechteck Mittleres Rechteck

25 m

liegend

5

15 Sek.

25 m

stehend

5

15 Sek.

Inneres Rechteck !! Jetzt erst eventuelle Treffer im Tontaubensymbol abkleben, wegen Auswertung !! 10 m stehend 5 10 Sek. Tontaubensymb.

Rechte Scheibe

Mittleres Rechteck Mittleres Rechteck

Ende der Übung

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Kapitel 2

DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

DSU Kurzwaffenübung K 15 Die K15 ist eine Mehrdistanz- (5 − 25 Meter) und Zeitserienübung (max. 3 − 6 Sek. je Serie), Es wird in 2 Stellungen, kniend, stehend beidhändig, auf die jeweils vorgegebene Trefferfläche (Ziel) der DSU-Symbolscheibe geschossen. Waffen

Pistole oder Revolver

Wertungsklasse

jeweils getrennt nach Pistole oder Revolver, offene Visierung. jeweils getrennt nach Pistole oder Revolver, Leuchtpunkt Visierung. jeweils getrennt nach Kaliber

Kaliber

bis einschließlich Kaliber .44 Magnum und 45 ACP

Schusszahl

40

Scheiben

3 DSU Symbolscheiben A2, DIN A2

Entfernungen

5, 10, 15, 20, 25 Meter, beginnend auf 5 Meter

Zeiten

siehe Ablauf

Auswertung

Max. erreichbare Punktzahl: 40 Jeder Treffer in der jeweils vorgegebenen Trefferfläche zählt 1 Punkt. Die Begrenzungslinie des Symbols muss eindeutig vom Geschoss durchschossen sein. Für jeden Schuss nach dem Stopp-Signal wird ein gewerteter Treffer abgezogen.

Trefferflächen (Symbole)

Tontauben Symbol: Mittleres Rechteck: Inneres Rechteck:

Kapitel 2

nur Treffer im Tontauben Symbol zählen. nur Treffer im mittleren und inneren Rechteck zählen. nur Treffer im inneren Rechteck zählen.

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DSU Sporthandbuch Ablauf

Kurzwaffen

Die Übung kann von mehreren Schützen gleichzeitig geschossen werden. Begonnen wird die Übung mit der kürzesten Entfernung, 5 m. Die Waffen werden jeweils auf Kommando mit 5 Patronen geladen. Auf das Kommando „Fertigmachen“ Bereitschaftsstellung einnehmen. Auf das Signal „Start“ (auf das Kommando „Seid Ihr bereit?“, kein Einspruch, wird das Programm der Drehscheiben-Anlage gestartet) beschießt der Schütze (bei sichtbarer Scheibe) in der jeweils vorgeschriebenen Schießzeit und Stellung, das vorgegebene Symbol mit der vorgegebenen Anzahl von Schüssen. Nach dem Stoppsignal (dem Wegdrehen der Scheibe) darf nicht mehr geschossen werden. Waffen und Munitionsstörungen gehen zu Lasten des Schützen. Nicht abgegebene Schüsse können nicht nachgeschossen werden, gelten somit als Fehlschüsse. Der Schütze kann jedoch ab der nächsten Serie weiterschießen. Die Klammerangaben gelten ausschließlich für eine Drehscheiben-Anlage.

Ablaufschema 5 Meter (linke Scheibe) 2 Schuss innerhalb 3 Sek. auf das innere Rechteck kniend 3 Schuss innerhalb 5 Sek. (davon 2 Schuss auf das innere Rechteck und 1 Schuss auf das Tontaubensymbol) ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------2 Schuss innerhalb 3 Sek. auf das Tontaubensymbol stehend 3 Schuss innerhalb 5 sek. (davon 2 Schuss auf das Tontaubensymbol und 1 Schuss auf das innere Rechteck) !auswerten und abkleben! 10 Meter (mittlere Scheibe) 2 Schuss innerhalb 3 Sek. auf das innere Rechteck kniend 3 Schuss innerhalb 5 Sek. (davon 2 Schuss auf das innere Rechteck und 1 Schuss auf das Tontaubensymbol) ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------2 Schuss innerhalb 3 Sek. auf das Tontaubensymbol stehend 3 Schuss innerhalb 5 Sek. (davon 2 Schuss auf das Tontaubensymbol und 1 Schuss auf das innere Rechteck) !auswerten und abkleben! 15 Meter (rechte Scheibe) 2 Schuss innerhalb 4 Sek. auf das mittlere Rechteck kniend 3 Schuss innerhalb 6 Sek. (davon 2 Schuss auf das mittlere Rechteck und 1 Schuss auf das Tontaubensymbol) ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------2 Schuss innerhalb 4 Sek. auf das Tontaubensymbol stehend 3 Schuss innerhalb 6 Sek. (davon 2 Schuss auf das Tontaubensymbol und 1 Schuss auf das mittlere Rechteck) !auswerten und abkleben! 20 Meter (rechte Scheibe) kniend 2 Schuss innerhalb 4 Sek. auf das mittlere Rechteck ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------stehend 2 Schuss innerhalb 4 Sek. auf das mittlere Rechteck 25 Meter (rechte Scheibe) kniend 3 Schuss innerhalb 6 Sek. auf das mittlere Rechteck ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------stehend 3 Schuss innerhalb 6 Sek. auf das mittlere Rechteck

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Kapitel 2

DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

DSU Kurzwaffenübung K 17 Die K 17 ist eine Mehrdistanz ( 5 – 25 Meter) und Zeitserienübung (4 bis 10 Sek. je Serie ). Bei dieser Übung wird die Waffe vor der unmittelbaren Schussabgabe aus dem Holster gezogen. Die Schießstellung ist ausschließlich stehend. Anschlagsart beidhändig. Eine Teilnahme an dieser Übung ist nur möglich beim Nachweis einer Sicherheits- und Holstereinweisung. Sie ist durch den Vereinstrainer zu dokumentieren. Entsprechende Bescheinigungen anderer anerkannten Schießsportverbände werden akzeptiert. Bei Dienstwaffenträger, die im Rahmen ihrer Ausbildung die Waffe aus dem Holster ziehen, wird auf einen solchen Nachweis verzichtet. Die Einzelheiten werden in der Vereinstrainerbeschulung vermittelt. Waffe

Pistole, Lauflänge 3 bis 5 Zoll, offene Visierung Revolver, Lauflänge 3 bis 5 Zoll, offene Visierung

Wertungsklasse

K 17 P/DAO K 17/P/DA

K17/R

Nur Pistolen mit DAO Abzugssystem alle Pistolen mit folgenden Abzugssystemen: Glock Safe Aktion oder baugleiche Abzugssysteme und herkömmliche, kombinierte DA – SA Abzugssysteme mit Entspanntaste! Nur DA-Revolver – alle Schüsse müssen über DA abgegeben werden.

Kaliber

9mm Luger, .40 S&W, 10mm Auto, .357 SIG, .41 AE, .45 G.A.P. und .45 ACP .38 spezial, .357 mag.

Schusszahl

30

Scheiben

2 DSU Symbolscheiben a2, DIN A 2

Zeiten

siehe Ablauf

Auswertung

Max. erreichbare Punktzahl: 30 Jeder Treffer in der jeweils vorgegebenen Trefferfläche zählt 1 Punkt. Die Begrenzung des Symbols muss eindeutig vom Geschoss durchschossen sein. Für jeden Schuss nach dem Stopp-Signal wird ein gewerteter Treffer abgezogen.

Trefferflächen (Symbole)

Tontauben Symbol: Mittleres Rechteck Inneres Rechteck

Ablauf

Kapitel 2

nur Treffer im Tontaubensymbol zählen. nur Treffer im mittleren und inneren Rechteck zählen. nur Treffer im inneren Rechteck zählen.

Die Übung kann von mehreren Schützen gleichzeitig geschossen werden. Begonnen wird die Übung auf der kürzesten Entfernung, 5 Meter. Der Schütze begibt sich mit leerer Waffe, die im Holster aufbewahrt wird, zur Feuerlinie. Auf Kommando werden mehrere (6) Magazine mit 30 (je 5)Patronen geladen. 1 Magazin kommt in die Waffe, diese wird auf Kommando durchgeladen, ggf. entspannt und ins Holster gesteckt. Die anderen Magazine werden in den Magazintaschen am Gürtel aufbewahrt. Es ist darauf zu achten, dass vor jeder Serienübung in den Magazinen eine ausreichende Munitionskapazität (5 Patronen) vorhanden ist. Ein Magazinwechsel innerhalb der Serienübung ist nicht zulässig. Das gleiche gilt für Revolver. Speedloader/Patronenclips sind zugelassen. Achtung: Vor jedem Holstern der Waffe müssen Pistolen mit DA/SA Abzugssystem entspannt werden. Positionswechsel finden also mit geholsterter und entspannter Waffe statt. Das Patronenlager ist frei, bzw. der Hahn ruht auf einer leeren Kammer der Trommel.

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DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

Holster

Es dürfen nur Gürtelholster oder Oberschenkelholster verwendet werden. Sie müssen auf der Seite der Schusshand des Schützen befestigt sein. Das Holster muss die Waffe sicher halten. Es muss ausgeschlossen sein, dass die Waffe aus dem Holster fallen kann. Der Abzug der Waffe muss verdeckt sein. Es dürfen ausschließlich nur bewährte Dienstholster nach Art des Blackhawk COC, oder Holster mit Daumenverschluss „Thumb Snap“ nach Art der Sickinger oder Safarilandholster pp. verwendet werden. Die Waffe muss in jedem Fall aus einem verschlossenem Holster heraus gezogen werden. Schulterholster, Cross Draw Holster und Rückenholster sind nicht zugelassen. Im Zweifelsfall entscheidet der Schießleiter über die Zulässigkeit des Holsters.

Magazine

Es sind so viele Magazine mitzuführen, wie für den Ablauf der Übung benötigt werden (6 Magazine, bzw. 6 Speedloader) Ablaufschema

Serie 1: 5 Meter (linke Scheibe) die Pistole wird mit einem Magazin geladen, durchgeladen und ins Holster gesteckt. 2 Schuss innerhalb 4 Sekunden auf das innere Rechteck; Waffe auf Kommando zurück ins Holster 3 Schuss innerhalb 5 Sekunden (davon 2 Schuss auf das innere Rechteck, 1 Schuss auf das Tontaubensymbol) danach kommt die Waffe wieder auf Kommando ins Holster. Serie 2: Wiederholung der Serie 1 ( linke Scheibe ), danach die Waffe auf Kommando zurück ins Holster Serie 3: 10 Meter (linke Scheibe) 2 Schuss innerhalb 4 Sekunden auf das Tontaubensymbol, Waffe auf Kommando zurück ins Holster 3 Schuss innerhalb von 5 Sekunden (davon 2 Schuss auf das Tontaubensymbol, 1 Schuss auf das innere Rechteck). Danach kommt die Waffe auf Kommando wieder ins Holster. Serie 4: 15 Meter (rechte Scheibe) 5 Schuss innerhalb von 10 Sekunden auf das innere Rechteck, Waffe auf Kommando zurück ins Holster. Serie 5: 20 Meter (rechte Scheibe) 5 Schuss innerhalb von 10 Sekunden auf das mittlere Rechteck, Waffe auf Kommando zurück ins Holster. Serie 6: 25 Meter (rechte Scheibe) 5 Schuss innerhalb von 10 Sekunden auf das mittlere Rechteck. Die Waffe ist leer geschossen. Sicherheitsüberprüfung, leere Waffe auf Kommando zurück ins Holster. Der gesamte Ablauf gilt analog auch für DA-Revolver.

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Kapitel 2

DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

DSU Kurzwaffenübung K 24 Die K 24 wird auf 25 Meter geschossen. Sie besteht aus einem Präzisionsteil (Zeit pro 5-Schuss-Serie 60 Sek.) und einem Zeitserienteil (Zeit pro 5-Schuss-Serie 20 Sek.). Geschossen wird in 3 Stellungen, liegend, kniend, stehend, beidhändig. Waffen

Pistole oder Revolver

Wertungsklasse

jeweils getrennt nach Pistole oder Revolver, offene Visierung jeweils getrennt nach Pistole oder Revolver, Leuchtpunktvisierung jeweils getrennt nach Kaliber

Kaliber

alle laut Kalibereinteilung Kurzwaffen

Schusszahl

30

Scheiben

DSU Ovalringscheiben B2, DIN A2. Je 1 Scheibe für den Präzisionsteil und 1 Scheibe für den Zeitserienteil.

Auswertung

Die Ringe beider Übungsteile werden addiert. Maximal erreichbare Punktzahl 300. Die Ringbegrenzung des nächst höheren Ringes muss eindeutig durchschossen sein. Für jeden Schuss, der nach dem Stoppsignal abgegeben wurde, werden zunächst die 10er, danach 9er, 8er usw. abgezogen.

Ablauf

Es können mehrere Schützen gleichzeitig schießen. Die Schützen nehmen die jeweilige Stellung ein. Auf Kommando werden die Waffen mit jeweils 5 Schuss geladen und die Schützen nehmen die Bereitschaftsstellung ein. Auf das Signal „Feuer“, schießen die Schützen die jeweilige Serie. Nach dem Signal „Stopp“ darf nicht mehr geschossen werden.

Ablaufschema: 1. Scheibe Präzision

2. Scheibe Zeitserie

Stellung

Schusszahl

Zeit pro Serie

Stellung

Schusszahl

Zeit pro Serie

liegend

5

60 Sek.

liegend

5

20 Sek.

kniend

5

60 Sek.

kniend

5

20 Sek.

stehend

5

60 Sek.

stehend

5

20 Sek.

Kapitel 2

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DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

DSU Kurzwaffenübung K 27 Die K 27 wird auf 25 Meter geschossen. Sie besteht aus einem Präzisionsteil (Zeit pro 5-Schuss-Serie 60 Sek.), einem Intervallteil (Zeit pro Einzelschuss 3 Sek., zwischen jedem Schuss 7 Sek. Pause) und einem Zeitserienteil (Zeit pro 5-Schuss-Serie 20 Sek.). Geschossen wird in 2 Stellungen, stehend und kniend, beidhändig. Waffen

Pistole oder Revolver

Wertungsklasse

jeweils getrennt nach Pistole oder Revolver, offene Visierung jeweils getrennt nach Pistole oder Revolver, Leuchtpunktvisierung jeweils getrennt nach Kaliber

Kaliber

alle lt. Kalibereinteilung Kurzwaffen

Schusszahl

30

Scheiben

DSU Ovalringscheibe B2, DIN A2 je 1 Scheibe für den Präzisionsteil, Intervallteil und Zeitserienteil

Auswertung

Die Ringe der 3 Übungsteile werden addiert. Max. Punktzahl = 300. Die Ringlinie des nächst höheren Ringes muss eindeutig durchschossen sein. Für jeden Schuss, der nach dem Stoppsignal abgegeben wurde, werden zunächst die 10er, danach 9er, 8er usw. abgezogen

Ablauf

Es können mehrere Schützen gleichzeitig schießen. Geschossen wird in der Reihenfolge Präzisions-, Intervall-, Zeitserie. Die Schützen nehmen die jeweilige Stellung ein. Auf Kommando werden die Waffen mit jeweils 5 Schuss geladen. Auf das Signal „Feuer“ schießen die Schützen die jeweilige 5 Schuss Serie bei Präzisions- und Zeitserie. Bei Intervallserie wird auf das Signal „Feuer“ je 1 Schuss abgegeben. Nach dem Signal „Stopp“ darf nicht mehr geschossen werden. Zwischen „Stop“ und „Feuer“ ist eine Pause von 7 Sekunden.

Ablaufschema: 1. Scheibe, Präzision Stellung Schusszahl Zeit pro Serie stehend 5 60 Sek. kniend 5 60 Sek. 2. Scheibe, Intervall Stellung Schusszahl Zeit pro Schuss stehend 5 x je 1 3 Sek. Kniend 5 x je 1 3 Sek. 3. Scheibe, Zeitserie Stellung Schusszahl Zeit pro Serie Stehend 5 20 Sek. Kniend 5 20 Sek.

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Kapitel 2

DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

DSU Kurzwaffenübung K 36 Die K 36 ist eine dynamische Mehrdistanz-Übung, die auf unterschiedliche Entfernungen, in verschiedenen Schießstellungen und einer begrenzten maximalen Schießzeit (Zeitgutschrift bzw. -abzug) geschossen wird. Dabei führt der Schütze nach dem Startsignal alle Aktionen wie Entfernungswechsel, Stellungswechsel, Laden und Schießen selbsttätig aus. Waffen

Pistole oder Revolver Keine Speedloader, bzw. nur 1 Magazin erlaubt

Wertungsklasse

jeweils getrennt nach Pistole oder Revolver, offene Visierung jeweils getrennt nach Pistole oder Revolver, Leuchtpunkt Visierung jeweils getrennt nach Kaliber

Kaliber

bis einschließlich Kaliber .44 Magnum und 45 ACP

Schusszahl

45

Scheiben

3 DSU Ovalringscheiben B2, DIN A2 Scheiben nebeneinander angeordnet

Entfernungen

25, 20, 15, 10, 5, 10, 15, 20, 25 Meter

Stellungen

Liegend, beidhändig Stehend, beidhändig, freihändig Kniend, beidhändig, freihändig

Zeitnahme

Elektronische Zeitmessung (Timer) oder Stoppuhr. Die vom Timer gestoppte Zeit des letzten Schusses, auf volle Sekunde abgerundet, wird gewertet.

Zeiten

Schießzeiten und Zeitwertung siehe Zeitwertungstabelle

Auswertung

Trefferergebnis ( Ringe ) +/− Zeitwertung = Gesamtergebnis (Punkte) Die Ringbegrenzung des nächst höheren Ringes muss eindeutig durchschossen sein. Befinden sich auf einer Scheibe zu viele Schüsse, werden auf dieser Scheibe in entsprechender Anzahl die besten Schüsse abgezogen. (zuerst die 10er, dann die 9er usw.)

! Aus Sicherheitsgründen wird die Übung immer nur von einzelnen Schützen geschossen !

Kapitel 2

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DSU Sporthandbuch Ablauf

Kurzwaffen

Der Schütze legt seine Waffe ungeladen, Trommel ausgeschwenkt bzw. Verschluss auf, leeres Magazin daneben, auf der 25 m Position ab. Der Schütze hält nicht mehr als die 45 benötigten Patronen bereit (40 Patronen lose in einer Tasche der Bekleidung oder in einer Patronentasche. 5 Patronen in der Hand). Während der Übung verlorene Patronen dürfen nicht mehr verwendet werden! Der Ablauf darf nicht unterbrochen werden. Der Schießleiter fragt die Bereitschaft des Schützen ab. Der Schießleiter startet den Timer. Mit dem elektronischen Signal „Piep“ begibt sich der Schütze auf die erste Position 25 m, lädt seine Waffe nach Einnahme der jeweiligen Stellung und schießt die Übung nach dem unten gezeigten Schema durch. ! Laden der Waffe bzw. des Magazins, erst nach dem Positionswechsel und Einnahme der jeweiligen Schießstellung. Die Patronen hierfür dürfen schon während des Positionswechsels in die Hand genommen werden. ! Nachdem der Schütze die Übung beendet hat, legt er die Waffe wie oben ab. Der Schießleiter überprüft die Sicherheit. Die vom Timer gestoppte Zeit des letzten Schusses wird notiert und gelangt zur Auswertung. Ablaufschema:

START Ð linke Scheibe Ð Position einnehmen laden 25 m liegend 5 Schuss Positionswechsel laden 20 m stehend 5 Schuss Positionswechsel laden 15 m kniend 5 Schuss Positionswechsel laden 10 m stehend 5 Schuss Positionswechsel Î

Ð Mittlere Scheibe Ð laden 5 m kniend 5 Schuss Positionswechsel Î

Ð rechte Scheibe Ð laden 10 m stehend 5 Schuss Positionswechsel laden 15 m kniend 5 Schuss Positionswechsel laden 20 m stehend 5 Schuss Positionswechsel laden 25 m liegend 5 Schuss ENDE

! Sicherheit herstellen. Überprüfung durch Schießleiter ! Waffen und Munitionsstörungen gehen zu Lasten des Schützen. Kann eine Störung nicht mit wenigen Handgriffen beseitigt werden, wird der Schütze mit Eintritt der 3. Störung disqualifiziert

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Kapitel 2

DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

Zeitwertungstabelle Maximal erlaubte Schießzeiten, Zeitgutschriften, Zeitabzüge. Schützen

Senioren

18 – 49 Jahre

ab 50 Jahre

Ð 360 Sekunden max. Zeit

Ð 390 Sekunden max. Zeit

bis 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329

bis 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359

+ 30 + 29 + 28 + 27 + 26 + 25 + 24 + 23 + 22 + 21 + 20 + 19 + 18 + 17 + 16 + 15 + 14 + 13 + 12 + 11 + 10 + 9 + 8 + 7 + 6 + 5 + 4 + 3 + 2 + 1

330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 Ab 361 Disqualifikation

0 - 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15 - 16 - 17 - 18 - 19 - 20 - 21 - 22 - 23 - 24 - 25 - 26 - 27 - 28 - 29 - 30

+ 30 + 29 + 28 + 27 + 26 + 25 + 24 + 23 + 22 + 21 + 20 + 19 + 18 + 17 + 16 + 15 + 14 + 13 + 12 + 11 + 10 + 9 + 8 + 7 + 6 + 5 + 4 + 3 + 2 + 1

360 361 362 363 364 365 366 367 368 369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 Ab 391 Disqualifikation

0 - 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15 - 16 - 17 - 18 - 19 - 20 - 21 - 22 - 23 - 24 - 25 - 26 - 27 - 28 - 29 - 30

Alle Punkte mit Vorzeichen + werden zum Schießergebnis zugezählt. Alle Punkte mit Vorzeichen − werden vom Schießergebnis abgezogen. 0 in der Tabelle heißt, nur das Schießergebnis wird gewertet.

Kapitel 2

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DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

DSU Kurzwaffenübung Kombination Pistole / Revolver Die Kombination Pistole/Revolver ist eine zweiteilige Übung. Der erste Teil − Pistole − ist der dynamische Teil mit selbstständigem Nachladen, Entfernungs- und Stellungswechsel. Der zweite Teil − Revolver − ist eine Mehrdistanz-Zeitserien-Übung. Waffen

Pistole, Revolver,

offene Visierung, offene Visierung

Kaliber

Pistole, Revolver,

9 mm Luger .38 Special

Schusszahl

40 Pistole, Revolver,

20 Schuss 20 Schuss

Scheiben

je 1 DSU Symbolscheibe A2, DIN A2, für Teilübung 1 und 2.

Entfernungen

Pistole: Revolver:

Stellungen

siehe Ablauf

Zeiten

siehe Ablauf

Auswertung

Max. erreichbare Punktzahl: 80

25, 20, 10 und 5 Meter 25, 20, 15 und 10 Meter

Jeder Treffer im inneren Rechteck zählt 2 Punkte. Jeder Treffer im mittleren Rechteck zählt 1 Punkt. Die Ergebnisse beider Teilübungen werden addiert und ergeben so das Gesamtergebnis. Bei Ergebnisgleichheit zählt die bessere Zeit der Teilübung 1 − Pistole − für die Reihenfolge der Platzierung. Die Begrenzungslinie der Trefferfläche muss eindeutig durchschossen sein. Für jeden Schuss nach dem Stoppsignal werden zuerst Treffer im inneren Rechteck = 2 Punkte, danach Treffer im mittleren Rechteck = 1 Punkt abgezogen.

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Kapitel 2

DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

Teilübung 1, Pistole Bei dieser Teilübung befindet sich nur ein Schütze in der Schießbahn. Reservemagazine sind nicht gestattet. Während des Positionswechsels ist die Pistole ungeladen, Verschluss offen, das Magazin ist aus der Pistole entfernt. Nachladen erst nach Einnahme der nächsten Position. Schießzeit ab Startsignal

120 Sekunden inklusive Positionswechsel und Nachladen. Schüsse, die innerhalb dieser Zeit nicht geschossen wurden, sind verloren. Rennen oder Laufen ist nicht gestattet.

25 m

sitzend am Tisch, beidhändig, Waffengriff, Hände dürfen auf dem Tisch aufgestützt werden. Auf dem Tisch liegt die ungeladene Pistole mit geöffnetem Verschluss. In der Hand darf der Schütze ein mit 5 Patronen geladenes Magazin halten. Auf das Startsignal lädt er die Pistole und beschießt die Scheibe mit 5 Schuss.

20 m

stehend, beidhändig, freihändig 5 Patronen nachladen und Scheibe mit 5 Schuss beschießen.

10 m

kniend, beidhändig, freihändig 5 Patronen nachladen und Scheibe mit 5 Schuss beschießen.

5m

stehend, beidhändig, freihändig 5 Patronen nachladen und Scheibe mit 5 Schuss beschießen.

Teilübung 2, Revolver Diese Teilübung kann von mehreren Schützen gleichzeitig geschossen werden. Der Revolver wird erst auf Kommando mit jeweils 5 Patronen geladen. Positionswechsel nur auf Kommando. Während des Positionswechsels ist die Trommel geöffnet und leer.

25 m

stehend, beidhändig, freihändig 5 Schuss in 20 Sekunden

20 m

kniend, beidhändig, freihändig 5 Schuss in 15 Sekunden

15 m

stehend, beidhändig, freihändig 5 Schuss in 10 Sekunden

10 m

kniend, beidhändig, freihändig 5 Schuss in 5 Sekunden

Kapitel 2

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DSU Sporthandbuch

Kurzwaffen

DSU Präzisions-Einzelladerpistole − Langdistanz Waffe

Einzelladerpistolen (keine Revolver und Selbstladepistolen).

Lauflänge

bis 16 Zoll.

Gruppe1

Alle Randfeuerkaliber, beliebig offene Visierung mit sämtlichen Ein- und Verstellmöglichkeiten beider Zielhilfsmittel.

Gruppe 2

Alle Zentralfeuerkaliber bis einschließlich .500 Smith & Wesson. Die Verwendung eines Leuchtpunktvisiers oder eines Zielfernrohres ist hier zulässig.

Scheiben

2 DSU Scheiben B 2 (für beide Gruppen)

Schusszahl

2 Serien zu je 10 Schuss (für beide Gruppen)

Entfernung

Gruppe 1:

erste Serie − 25 m, zweite Serie − 50 m.

Gruppe 2:

erste Serie − 50 m, zweite Serie − 100 m.

Zeiten

für beide Gruppen: 10 Minuten je Serie.

Wertung

Der weiße Innenbereich bildet das Zentrum, Treffer = 3 Punkte. Der grüne Bereich ist die innere Zone, Treffer = 2 Punkte. Der äußere weiße Bereich ist der Außenbereich, Treffer = 1 Punkt. Maximal erreichbare Punktzahl: 60 Punkte.

Anschlagart:

für beide Gruppen wahlweise a) auf dem Bauch liegend, Schießhand mit Waffe auf dem Stützarm aufgelegt oder Pistolenknauf auf der Schießpritsche aufgesetzt; Unterlage für Stützarm bzw. Pistolenknauf zulässig. b) Rückenlage mit angezogenen bzw. verkreuzten Beinen, Waffe am Oberschenkel außen angestrichen bzw. zwischen den Oberschenkeln eingelegt. Die Verwendung einer Unterlage als Rückenstütze ist zulässig. Die Laufmündung muss deutlich vor den Extremitäten liegen.

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Kapitel 2

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Sporthandbuch Langwaffenübungen − allgemeiner Teil und Beschreibung der Übungen −

Kapitel 3

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DSU Sporthandbuch

Inhaltsverzeichnis Langwaffen Deckblatt Langwaffen Inhaltsverzeichnis Langwaffen Schießarten, Zeitmessung, Signale Schießstellungen u. Entfernungen Waffen u. Ausrüstung Sportgewehr mit optischen Visierungen Sportflinten Schäftung Sportgewehr Schäftung Sportflinte Visierung Sportgewehr Visierung Sportflinte Kaliber Einteilung

Langwaffen

Seite 1 2 3 4 5 6 6 7 7 8 8 9

Langwaffenübungen Dienstsportgewehr 100 m Klassisches Scheibengewehr 100 m Einzellader Gewehr 50 m Einzellader Gewehr 100 m Einzellader Matchgewehr 50 m Einzellader Matchgewehr 100 m Einzellader Zielfernrohrgewehr 50 m Einzellader Zielfernrohrgewehr 100 m Lever Action und Slide Action Gewehr 50 m Repetiergewehr 50 m Repetiergewehr 100 m Repetiergewehr 50 m Intervall Repetiergewehr 100 m Intervall Repetiergewehr Zielfernrohr 50 m Repetiergewehr Zielfernrohr 100 m Zielfernrohrgewehr Präzision Repetiergewehr Mehrdistanz Halbautomatisches Gewehr 50 m Halbautomatisches Gewehr 100 m Halbautomatisches Gewehr Zielfernrohr 50 m Halbautomatisches Gewehr Zielfernrohr 100 m Halbautomatisches Gewehr Mehrdistanz

11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 − 28 29 30 31 32 33 − 34

Flintenübungen Flintenübung F 1 Flintenübung F 2 Flintenübung F 3 Flintenübung F 4 Flintenübung F 5 Klassische Flinte Trap

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34 35 36 37 38 39

Kapitel 3

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

Schießarten, Zeitmessung u. Signale Bei den Langwaffen Schießübungen der DSU werden folgende Schießarten unterschieden: Probeschüsse

Bei den Langwaffen Schießübungen dürfen vor dem ersten Wertungsschuss maximal 3 Probeschüsse, auf eine als Probescheibe gekennzeichnete Scheibe, geschossen werden.

IntervallSchießen

Bei dieser Schießart werden einzelne Schüsse auf Kommando abgegeben. Zwischen 2 Schüssen ist eine zeitlich festgelegte Pause. Auf das Kommando „Fertig machen“ Bereitschaftsstellung einnehmen. Wenn die Bereitschaft festgestellt ist („Seid ihr bereit?“) erfolgt das Signal „Feuer“. Innerhalb der erlaubten Schießzeit wird nun 1 Schuss geschossen. Nach dem Signal „Stop“ darf nicht mehr geschossen werden. Es folgt eine zeitlich festgelegte Pause. In dieser Zeit wird repetiert und die Waffe in die Bereitschaftsstellung abgesenkt. Auf das nächste Signal „Feuer“ wird wieder ein Schuss abgegeben usw. Nach diesem Ablauf werden alle Schüsse dieser Übung geschossen.

ZeitserienSchießen

Bei dieser Schießart wird immer eine Serie von 5 Schüssen innerhalb der festgelegten Zeit geschossen. Die Waffe wird erst auf Kommando geladen. Auf das Kommando „Fertig machen“ Bereitschaftsstellung einnehmen. Wenn die Bereitschaft festgestellt ist („Seid ihr bereit?“) erfolgt das Signal „Feuer“. Innerhalb der festgelegten Zeit werden nun die 5 Schüsse der Serie geschossen. Nach dem Signal „Stop“ darf nicht mehr geschossen werden. Der Verschluss wird geöffnet. Nach diesem Ablauf werden alle Serien der Übung geschossen.

Präzisionsschießen Bei dieser Schießart wird immer eine Serie von 5 Schüssen innerhalb der festgelegten Zeit geschossen. Innerhalb dieser Zeit gibt der Schütze alle Schüsse der Serie ab. Zum Beispiel: 5 Schuss in 5 Minuten. Die Waffe wird erst auf Kommando geladen. Auf das Kommando „Fertig machen“ Bereitschaftsstellung einnehmen. Wenn die Bereitschaft festgestellt ist („Seid ihr bereit?“) erfolgt das Signal „Feuer“. Innerhalb der festgelegten Zeit werden nun die 5 Schüsse der Serie geschossen. Nach dem Signal „Stop“ darf nicht mehr geschossen werden. Der Verschluss wird geöffnet. Nach diesem Ablauf werden alle Serien der Übung geschossen.

MehrdistanzSchießen

Bei dieser Schießart wird die Waffe erst auf das Signal „Start“ geladen. Der Schütze führt nun alle Aktionen wie Positionswechsel, laden, schießen selbsttätig aus. Geladen wird erst nach Einnahme der nächsten Position. Laufen, rennen, springen zur nächsten Position ist nicht zugelassen. Während des Positionswechsels ist die Waffe entladen; der Verschluss geöffnet.

Zeitmessung

Die Zeitmessungen erfolgen durch einen elektronischen Timer bzw. Stoppuhr

Signale

Die Signale für „Feuer“ bzw. „Start“, sowie das Signal „Stop“ werden durch einen elektronischen Timer, bzw. durch Kommando bei Verwendung einer Stoppuhr gegeben.

Kapitel 3

Seite - 3 -

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

Schießstellungen u. Entfernungen Bereitschaftsstellung Die Waffe zeigt abgesenkt in Richtung Geschossfang unterhalb der Scheibe

Schießstellungen Liegend freihändig Der Schütze liegt auf der Unterlage und hält die Waffe mit beiden Händen. Dabei darf der Unterarm der den Vorderschaft haltenden Hand, die Unterlage nicht berühren. Liegend aufgelegt

Der Schütze liegt auf der Unterlage und hält die Waffe mit beiden Händen. Der Vorderschaft darf durch ein technisches Hilfsmittel in Form einer Sandsackauflage, Dreibein, oder an der Waffe angebrachtes Zweibein unterstützt werden. Der Hinterschaft darf durch eine Hand und durch ein technisches Hilfsmittel in Form eines Hinterschaft-Auflagesandsacks oder durch einen Hinterschaftsporn unterstützt werden.

Stehend freihändig Der Schütze steht völlig frei und hält die Waffe mit beiden Händen. Für Behinderte werden Erleichterungen, je nach Art der Behinderung, gewährt. ___________________________________________________________________

Entfernungen Die DSU Langwaffenübungen werden je nach Art der Übung auf die Entfernungen 50 Meter oder 100 Meter geschossen. Steht kein 100m Stand zur Verfügung, kann zum Trainingsschießen auf 50m geschossen werden. Hier ist dann die nächst kleinere Scheibe zu verwenden (z.B. anstatt Scheibe B2 dann Scheibe B3). Im Falle der Verfügbarkeit von entsprechenden Schießständen können dafür geeignete Übungen auf 300 Meter geschossen werden. Zur Kennzeichnung der Entfernung muss eine deutlich erkennbare Markierung an der Feuerlinie angebracht sein. Liegend freihändig Der Ellenbogen des den Vorderschaft haltenden Armes muss deutlich hinter der Markierung sein. Liegend aufgelegt

Die Vorderschaftauflage, (bei Sandsack die Vorderseite, bei Zweibein und Dreibein die Füße), muss deutlich hinter der Markierung sein.

Stehend freihändig Beide Fußspitzen müssen sich deutlich hinter der Markierung befinden.

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Kapitel 3

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

Waffen und Ausrüstung Sportwaffen − Klasseneinteilung Sportgewehre mit offener Visierung Dienstsportgewehre:

sind ehemalig ordonanzmäßig eingeführte Repetiergewehre; Magazinkapazität mindestens 5 und maximal 10 Patronen; Originalschäftung; originale Dienstvisierung. In der Seite und Höhe verstellbare Visiere sind zugelassen. Nur Originalkaliber des jeweiligen Waffenmodells sind zugelassen. Nachweis hierüber obliegt dem Schützen.

Repetiergewehre:

sind alle Repetiergewehre (außer Lever Action und Dienstsportgewehr) mit: Magazinkapazität mindestens 5 maximal 10 Patronen, Standardschäftung und beliebiger offener Visierung.

Repetier-Matchgewehre:

sind alle Repetiergewehre wie vor, jedoch mit: beliebiger Matchschäftung und Match-Diopter-Visierung.

Lever Action Gewehre:

sind alle „Unterhebelverschluss“-Repetiergewehre mit: Magazinkapazität mindestens 5 maximal 10 Patronen, dem jeweiligen Modell entsprechender Standardschäftung und beliebiger offener Visierung.

Einzelladergewehre:

sind alle Gewehre mit der Lademöglichkeit von nur 1 Patrone, Standardschäftung und beliebiger offener Visierung. Hierunter fallen auch die zum Einzellader umgebauten Dienstsportgewehre.

Einzellader-Matchgewehre: sind alle Gewehre mit der Lademöglichkeit von nur 1 Patrone, Matchschäftung und Match-Diopter-Visierung; Halbautomatisches Gewehr:

sind alle Halbautomatischen Gewehre mit Magazinkapazität mindestens 5 und maximal 10 Patronen,

Standardschäftung und beliebiger offener Visierung.

Kapitel 3

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DSU Sporthandbuch

Langwaffen

Sportgewehre mit optischen Visierungen Zielfernrohrgewehre − Einzellader − Repetierer − Halbautomat

Zielfernrohr mit beliebiger Vergrößerung (Leuchtpunktvisiere „Dot“ sind diesen gleich gestellt) Standardschäftung

Präzisionsgewehre: Zielfernrohr mit beliebiger Vergrößerung − Einzellader-Gewehr beliebiger Schäftung − Repetier-Gewehr − Halbautomatisches Gewehr

Sport-Flinten Doppelflinten :

Bockdoppel und Querflinten mit: Flintenschäftung und Flintenvisierung

Repetierflinten:

Alle Vorderschaft- und Unterhebelrepetierflinten mit: Magazinkapazität mindestens 5 Patronen, Gewehrschäftung, offener Visierung, Leuchtpunktvisier „Dot“.

Halbautomat Flinten:

Alle halbautomatische Flinten (praktische Flinte) mit: Magazinkapazität mindestens 5 maximal 10 Patronen, Gewehrschäftung, offener Visierung, Leuchtpunktvisier „Dot“. Alle halbautomatischen Flinten (Trap und Skeet) mit Magazinkapazität von mindestens 2 Patronen, Gewehrschäftung, mit offener Visierung,

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Kapitel 3

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

Schäftung Sportgewehre Originalschäftung

Dienstsportgewehr: Der Schaft muss dem Original des jeweiligen Waffenmodells entsprechen.

Standardschäftung

Handelsübliche Gewehrschäftung aus Holz oder Kunststoff. Schaftkappe und Schaftrücken dürfen nicht verstellbar sein. Zur Rückstoßminderung darf eine Gummischaftkappe montiert sein. Bei „Lever Action“ und „Einzellader“ muss die Schäftung dem jeweiligen Modell entsprechen.

Matchschäftung

Schäftung aus Holz, Kunststoff oder Metall. Schaftkappe und Schaftrücken dürfen verstellbar sein. Der Vorderschaft darf nicht breiter als 70 mm sein.

Schäftung Sportflinten Doppelflinten

Handelsübliche Flintenschäftung.

Repetier-Flinten u. Handelsübliche Gewehrschäftung entsprechend dem jeweiligen Halbautomatische Flinten Modell.

Kapitel 3

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DSU Sporthandbuch

Langwaffen

Visierungen Sportgewehre Offene Dienstvisierung

Originale offene Dienstvisierung entsprechend dem jeweiligen Waffenmodell. Es sind auch in Seite u. Höhe verstellbare Visiere bzw. Visiereinsätze zugelassen.

Offene Visierung

Beliebige offene Visierung aus Kimme (auch Lochkimme) und Korn, fest oder verstellbar. Unter Lochkimme fallen auch einfache Diopter wie z.B. Lyman, Williams oder die für die „Schwedenmauser“ verwendeten. Matchdiopter sind nicht zugelassen.

Diopter Visierung

besteht aus Match-Diopter und Korntunnel. Hier sind feste oder verstellbare Ringkorne und verstellbare Iris zugelassen. Im Diopter dürfen Farbfilter und eine 0,5 fache Optik verwendet wird.

Leuchtpunktvisier

Sogenannte „Dots“ ohne Vergrößerung.

Zielfernrohre

Beliebige Vergrößerung, beliebiges Absehen. Hier können auch „Dots“ mit Vergrößerung verwendet werden.

Visierungen Sportflinten Flintenvisierung

besteht ausschließlich aus einem Korn an der Laufmündung

Büchsenvisierung

besteht aus Kimme (auch Lochkimme), fest oder verstellbar, und Korn.

Leuchtpunktvisier

Sogenannte „Dots“ ohne Vergrößerung.

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Kapitel 3

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

Kalibereinteilung Es können Fabrikpatronen und wiedergeladene Patronen verwendet werden. Wiedergeladene Patronen müssen in der Leistung dem jeweiligen Kaliber entsprechen. Patronen mit Schwarzpulverladung sind nicht zugelassen. Ausnahme: Schwarzpulverdisziplinen Randfeuer

nur .22 lfB/lr. und .22 Winchester Magnum

Kurzwaffen Kaliber Geschoßdurchmesser 9 mm (.355) − .45 (.454) 9 mm − .45 z.B. 9 mm Luger (Para), .38 Special, .357 Magnum, .44 Special, .44-40 Win., .44 Magnum, .45 Long Colt

Kurzpatronen

.30 Carbine

Standard-Gewehrkaliber .22 Zentralfeuer

z.B. .222 Remington, .223 Remington, .22-250 Remington. Zusätzlich 6 mm PPC, 6 mm BR (Benchrest), weil diese vom Rückstoßverhalten (Schützenbelastung) in diese Gruppe gehören.

6 – 8 mm

Geschossdurchmesser 6 mm (.243) − 8 mm (.323) z.B. .243 Win, 6,5 x 55 Schw., 7 x 57 Mauser, 7,5 x 54 MAS, 7,5 x 55 Schweizer Ord., .30-30 Win. .300 Savage, .308 Winchester, .30-06 Springfield, 7,62 x 54 R, 7,65 Argentinisch, .303 British, 8 x 57 IS

über 8 mm

Geschossdurchmesser bis .458 z.B. .348 Win., .444 Marlin, .45-70

Magnumkaliber

alle Kaliber mit der Zusatzbezeichnung Mag(num)

6,5 mm − .460

Geschossdurchmesser 6,5 mm (.264) − .460 z.B 6,5 mm Rem. Magnum, 7 mm Rem. Magnum, .300 Win. Magnum, .338 Lapua Magnum, .375 H&H Magnum, .416 Rem. Magnum, .458 Win. Magnum

Flintenkaliber

12 / ........

24 g Ladung Kugeln aus Blei / Bleilegierung Flintenlaufgeschosse

Hier nicht aufgeführte Kaliber werden bei Bedarf, ihrer Leistung entsprechend, der jeweiligen Kaliberklasse zugeordnet.

Kapitel 3

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Langwaffen

DSU Dienstsportgewehr Diese Übung ist ein Intervallschießen. Es wird auf das Signal „Feuer“ immer nur 1 Schuss innerhalb einer vorgegebenen Zeit geschossen. Zwischen 2 Schüssen ist immer eine zeitlich vorgeschriebene Pause.

Waffen

Dienstsportgewehre (Repetiergewehr), Originalschäftung, Originalgewehrriemen darf als Schießriemen benutzt werden. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen.

Visierung

Originale Dienstvisierung. In Seite u. Höhe verstellbare Visiere bzw. Visiereinsätze sind zugelassen.

Kaliber

6 – 8 mm; nur Originalkaliber des jeweiligen Waffenmodells. Der Nachweis hierüber obliegt dem Schützen.

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeiten

Zeit pro Schuss 8 Sekunden, zwischen jedem Schuss 12 Sekunden Pause.

Scheiben

2 Ovalringscheiben B2 DIN A2. (10 Schuss pro Scheibe)

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

100 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss, der nach dem Stopsignal abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, wird das Magazin mit 5 Patronen geladen. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ wird 1 Schuss innerhalb 8 Sekunden abgegeben. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Ab jetzt läuft die Pause von 12 Sekunden. In dieser Zeit wird repetiert und die Bereitschaftsstellung eingenommen. Auf das Signal „Feuer“ wird wieder 1 Schuss abgegeben. Dieser Vorgang wiederholt sich bis alle 5 Schüsse der Serie geschossen sind. Sicherheit herstellen: Waffe entladen, Verschluss ist offen, Magazin muss entfernt sein. Nach der 2. Serie Scheibenwechsel. Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

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Kapitel 3

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Langwaffen

DSU Langwaffendisziplin Klassisches Scheibengewehr Waffe

Einläufiges Einzelladergewehr für Zentralfeuerpatronen bis zu einem Kaliber von .460 inch. bis einschließlich des Kalibers 45/120 Sharps mit Diopter und mehrfach verstellbarem Korn (kein Balken- oder Ringkorn), alle Merkmale einer klassischen Scheibenwaffe wie Backen- bzw. Tirolerschaft, übersetzter Stecher, Hakenkappe, Harfenbügel, verstellbare Handstütze und Daumenkanzel zulässig, kein Gewehrriemen.

Entfernung

100 Meter.

Scheibe

DSU-Scheibe b 2, 2 Stück.

Schusszahl

2 x 10.

Zeit

20 Minuten (2 x 10 Minuten)

Stellung

Stehend Freihand.

Kapitel 3

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Langwaffen

DSU Einzelladergewehr 50 m Diese Übung ist ein Präzisionsschießen. Es werden auf das Signal „Feuer“ alle Schüsse einer Serie innerhalb der vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Einzelladergewehre, Standardschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist zugelassen.

Visierung

beliebige offene Visierung

Kaliber

Gruppe 1 Gruppe 2

Randfeuer Kurzwaffenkaliber

Schusszahl

Gruppe 1 Gruppe 2

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss 20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeiten

Gruppe 1 Gruppe 2

5 Minuten pro Serie 5 Minuten pro Serie

Scheiben

Gruppe 1 Gruppe 2

4 Ovalringscheiben B4 DIN A4. Pro Scheibe 5 Schuss 4 Ovalringscheiben B3 DIN A3. Pro Scheibe 5 Schuss

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

50 Meter

Auswertung

Gruppe 1 maximal erreichbare Ringe: 200 Gruppe 2 maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss der nach dem Signal „Stop“ abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „1 Schuss laden“ wird eine Patrone in das Patronenlager eingeführt. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ werden die 5 Schüsse einer Serie geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Waffen entladen, Verschluss öffnen. Scheibenwechsel nach jeder Serie.

.22 lfB, 22 Win. Magn. .38 - .45

Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

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Kapitel 3

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Langwaffen

DSU Einzelladergewehr 100 m Diese Übung ist ein Präzisionsschießen. Es werden auf das Signal „Feuer“ alle Schüsse einer Serie innerhalb der vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Einzelladergewehre, Standardschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist zugelassen.

Visierung

beliebige offene Visierung

Kaliber

Gruppe 1 Standard Gewehrkaliber .22 Zentralfeuer Gruppe 2 Standard Gewehrkaliber 6 − 8 mm Gruppe 3 Standard Gewehrkaliber über 8 mm Gruppe 4 Magnumkaliber 6,5 mm − .460 Wertung erfolgt nach den Kalibergruppen getrennt.

Schusszahl

20 Schuss in 2 Serien à 10 Schuss

Zeit

10 Minuten pro Serie

Scheiben

2 Ovalringscheiben B2 DIN A2. Pro Scheibe 10 Schuss

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

100 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss der nach dem Signal „Stop“ abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „1 Schuss laden“ wird eine Patrone in das Patronenlager eingeführt. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ werden die 10 Schüsse einer Serie geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Waffen entladen, Verschluss öffnen. Scheibenwechsel Nun wird die 2. Serie wie oben geschossen.

Kapitel 3

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Langwaffen

DSU Einzellader Matchgewehr 50 m Diese Übung ist ein Präzisionsschießen. Es werden auf das Signal „Feuer“ alle Schüsse einer Serie innerhalb der vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Einzellader Matchgewehre, Matchschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist zugelassen.

Visierung

Match-Dioptervisierung

Kaliber

Randfeuer .22 lfB ausschließlich

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeiten

20 Minuten

Scheiben

4 UIT Ringscheiben KK Gewehr 50 m. Pro Scheibe 5 Schuss

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

50 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss der nach dem Signal „Stop“ abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „1 Schuss laden“ wird eine Patrone in das Patronenlager eingeführt. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ werden die 5 Schüsse einer Serie geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Waffen entladen, Verschluss öffnen. Scheibenwechsel nach jeder Serie.

5 Minuten pro Serie

Nun werden die restlichen Serien wie oben geschossen.

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Kapitel 3

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Langwaffen

DSU Einzellader Matchgewehr 100 m Diese Übung ist ein Präzisionsschießen. Es werden auf das Signal „Feuer“ alle Schüsse einer Serie innerhalb der vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Einzellader Matchgewehre, Matchschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist zugelassen.

Visierung

Match-Dioptervisierung

Kaliber

Gruppe 1 Standard Gewehrkaliber .22 Zentralfeuer Gruppe 2 Standard Gewehrkaliber 6 − 8 mm Wertung erfolgt nach den Kalibergruppen getrennt.

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeit

5 Minuten pro Serie

Scheiben

2 UIT Ringscheiben KK Gewehr 100 m/Pistole 25 m. Pro Scheibe 10 Schuss

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

100 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss der nach dem Signal „Stop“ abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „1 Schuss laden“ wird eine Patrone in das Patronenlager eingeführt. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ werden die 5 Schüsse einer Serie geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Waffen entladen, Verschluss öffnen. Nach der 2. Serie Scheibenwechsel Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

Kapitel 3

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Langwaffen

DSU Einzelladergewehr Zielfernrohr 50 m Diese Übung ist ein Präzisionsschießen. Es werden auf das Signal „Feuer“ alle Schüsse einer Serie innerhalb der vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Einzelladergewehre, Standardschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist zugelassen.

Visierung

Zielfernrohr mit beliebiger Vergrößerung.

Kaliber

Randfeuer

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeiten

5 Minuten pro Serie

Scheiben

4 Ovalringscheiben B5 DIN A5. Pro Scheibe 5 Schuss

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

50 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss der nach dem Signal „Stop“ abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „1 Schuss laden“ wird eine Patrone in das Patronenlager eingeführt. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ werden die 5 Schüsse einer Serie geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Waffen entladen, Verschluss öffnen. Scheibenwechsel nach jeder Serie.

.22 lfB, 22 Win. Magn.

Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

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Kapitel 3

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Langwaffen

DSU Einzellader Zielfernrohrgewehr 100 m Diese Übung ist ein Präzisionsschießen. Es werden auf das Signal „Feuer“ alle Schüsse einer Serie innerhalb der vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Einzelladergewehre, Standardschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist zugelassen.

Visierung

Zielfernrohr mit beliebiger Vergrößerung

Kaliber

Gruppe 1 Standard Gewehrkaliber .22 Zentralfeuer Gruppe 2 Standard Gewehrkaliber 6 − 8 mm Gruppe 3 Magnumkaliber 6,5 mm − .460 Wertung erfolgt nach den Kalibergruppen getrennt.

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeit

5 Minuten pro Serie

Scheiben

4 Ovalringscheiben B3 DIN A3. Pro Scheibe 5 Schuss

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

100 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss der nach dem Signal „Stop“ abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „1 Schuss laden“ wird eine Patrone in das Patronenlager eingeführt. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“ Verschluss schließen und in Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ werden die 5 Schüsse einer Serie geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Waffen entladen, Verschluss öffnen. Scheibenwechsel nach jeder Serie. Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

Kapitel 3

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Langwaffen

DSU Lever Action und Slide Action Repetiergewehr 50 m Diese Übung ist ein Zeitserienschießen. Es werden auf Kommando 4 Serien à 5 Schuss innerhalb einer vorgegebenen Zeit geschossen.

Waffen

Lever Action und Slide Action Repetiergewehre (Unterhebel- und Vorderschaftrepetiergewehre) Magazinkapazität mind. 5 Patronen. Verwendung eines Schießriemens ist nicht zugelassen.

Visierung

beliebige offene Visierung

Kaliber

Gruppe 1 Randfeuer .22 lr., .22 Magnum Gruppe 2 Kurzwaffenkaliber .38 − .45 Gruppe 3 Gewehrkaliber .30 − .45 (Hier sind Kaliber wie .30-30, .300 Savage, .307 Win, .444 Marlin, .45-70 gemeint) Wertung erfolgt nach den Kalibergruppen getrennt.

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeiten

60 Sekunden pro Serie

Scheiben

2 Ovalringscheiben B3 DIN A3. Pro Scheibe 10 Schuss.

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

50 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss, der nach dem Stopsignal abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, wird das Magazin mit 5 Patronen geladen. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ wird jeweils 1 Serie à 5 Schuss innerhalb der erlaubten Schießzeit geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Sicherheit herstellen: Waffe entladen, Verschluss muss offen sein. Nach der 2. Serie Scheibenwechsel. Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

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Kapitel 3

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Repetiergewehr 50 m Diese Übung ist ein Präzisionsschießen. Es werden auf das Signal „Feuer“ alle Schüsse einer Serie innerhalb der vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Repetiergewehre, Standardschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist nicht zugelassen. Magazinkapazität min. 5 Schuss.

Visierung

beliebige offene Visierung

Kaliber

Randfeuer

Schusszahl

20 Schuss in 2 Serien à 10 Schuss

Zeiten

10 Minuten pro Serie

Scheiben

2 Ovalringscheiben B4 DIN A4. Pro Scheibe 10 Schuss

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

50 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss der nach dem Signal „Stop“ abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „5 Schuss laden“ wird das Magazin mit 5 Patronen geladen. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ werden die 10 Schüsse einer Serie geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Waffen entladen, Verschluss öffnen. Scheibenwechsel nach jeder Serie.

.22 lfB, 22 Win. Magn.

Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

Kapitel 3

Seite - 19 -

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Langwaffen

DSU Repetiergewehr 100 m Diese Übung ist ein Präzisionsschießen. Es werden auf das Signal „Feuer“ alle Schüsse einer Serie innerhalb der vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Repetiergewehre, Standardschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist nicht zugelassen. Magazinkapazität min. 5 Schuss.

Visierung

beliebige offene Visierung

Kaliber

Gruppe 1 Standard Gewehrkaliber .22 Zentralfeuer Gruppe 2 Standard Gewehrkaliber 6 − 8 mm Gruppe 3 Standard Gewehrkaliber über 8 mm Gruppe 4 Magnumkaliber 6,5 mm − .460 Wertung erfolgt nach den Kalibergruppen getrennt.

Schusszahl

20 Schuss in 2 Serien à 10 Schuss

Zeit

10 Minuten pro Serie

Scheiben

2 Ovalringscheiben B2 DIN A2. Pro Scheibe 10 Schuss

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

100 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss der nach dem Signal „Stop“ abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „5 Schuss laden“ wird das Magazin mit 5 Patronen geladen. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ werden die 10 Schüsse einer Serie geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Waffen entladen, Verschluss öffnen. Scheibenwechsel Nun wird die 2. Serie wie oben geschossen.

Seite - 20 -

Kapitel 3

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Repetiergewehr − Intervall 50 m Diese Übung ist ein Intervallschießen. Es wird auf das Signal „Feuer“ immer nur 1 Schuss innerhalb einer vorgegebenen Zeit geschossen. Zwischen 2 Schüssen ist immer eine zeitlich vorgeschriebene Pause.

Waffen

Repetiergewehre, Standardschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist nicht zugelassen. Magazinkapazität mind. 5 Patronen.

Visierung

beliebige offene Visierung

Kaliber

Randfeuer, .22 lr., .22 Win. Magnum

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeiten Scheiben

Zeit pro Schuss 5 Sekunden, zwischen jedem Schuss 10 Sekunden Pause 2 Ovalringscheiben B4 DIN A4. (10 Schuss pro Scheibe)

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

50 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss, der nach dem Stopsignal abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, wird das Magazin mit 5 Patronen geladen. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ wird 1 Schuss innerhalb 5 Sekunden abgegeben. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Ab jetzt läuft die Pause von 10 Sekunden. In dieser Zeit wird repetiert und in Bereitschaftsstellung gegangen. Auf das Signal „Feuer“ wird wieder 1 Schuss abgegeben. Dieser Vorgang wiederholt sich bis alle 5 Schüsse der Serie geschossen sind. Sicherheit herstellen: Waffe entladen, Verschluss muss offen sein, Magazin muss entfernt sein. Nach der 2. Serie Scheibenwechsel. Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

Kapitel 3

Seite - 21 -

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Langwaffen

DSU Repetiergewehr − Intervall 100 m Diese Übung ist ein Intervallschießen. Es wird auf Kommando immer nur 1 Schuss innerhalb einer vorgegebenen Zeit geschossen. Zwischen 2 Schüssen ist immer eine zeitlich vorgeschriebene Pause. Waffen

Repetiergewehre, Standardschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist nicht zugelassen. Magazinkapazität mind. 5 Patronen.

Visierung

beliebige offene Visierung (Matchdiopter sind nicht zugelassen)

Kaliber

Gruppe 1 Standard Gewehrkaliber .22 Zentralfeuer Gruppe 2 Standard Gewehrkaliber 6 mm − 8 mm Gruppe 3 Magnum Kaliber Wertung erfolgt nach den Kalibergruppen getrennt.

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeiten

Zeit pro Schuss 8 Sekunden, zwischen jedem Schuss 12 Sekunden Pause

Scheiben

2 Ovalringscheiben B2 DIN A2. Pro Scheibe 10 Schuss

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

100 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss, der nach dem Stopsignal abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, wird das Magazin mit 5 Patronen geladen. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ wird 1 Schuss innerhalb 8 Sekunden abgegeben. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Ab jetzt läuft die Pause von 12 Sekunden. In dieser Zeit wird repetiert und in Bereitschaftsstellung gegangen. Auf das Signal „Feuer“ wird wieder 1 Schuss abgegeben. Dieser Vorgang wiederholt sich bis alle 5 Schüsse der Serie geschossen sind. Sicherheit herstellen: Waffe entladen, Verschluss muss offen sein, entnehmbares Magazin muss entfernt sein. Nach der 2. Serie Scheibenwechsel. Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

Seite - 22 -

Kapitel 3

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Repetiergewehr − Zielfernrohr 50 m Diese Übung ist ein Zeitserienschießen. Es werden auf Kommando 4 Serien à 5 Schuss innerhalb einer vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Repetiergewehre, Standardschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist nicht zugelassen. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen

Visierung

Zielfernrohr mit beliebiger Vergrößerung. Leuchtpunktvisiere (Dots) sind diesen gleichgestellt.

Kaliber

Randfeuer

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeit pro Serie

3 Minuten

Scheiben

2 Ovalringscheiben B5 DIN A5. Je Scheibe 10 Schuss.

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

50 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss, der nach dem Stopsignal abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, wird das Magazin mit 5 Patronen geladen und in die Waffe eingeführt. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ wird jeweils 1 Serie à 5 Schuss innerhalb der erlaubten Schießzeit geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Sicherheit herstellen: Waffe entladen, Verschluss muss offen sein, Magazin muss entfernt sein. Nach der 2. Serie Scheibenwechsel.

.22lr., .22 Win. Magnum

Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

Kapitel 3

Seite - 23 -

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Repetiergewehr − Zielfernrohr 100 m Diese Übung ist ein Zeitserienschießen. Es werden auf Kommando 4 Serien à 5 Schuss innerhalb einer vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Repetiergewehre, Standardschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist nicht zugelassen. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen

Visierung

Zielfernrohr mit beliebiger Vergrößerung. Leuchtpunktvisiere (Dots) sind diesen gleichgestellt.

Kaliber

Gruppe 1 Standard Gewehrkaliber .22 Zentralfeuer Gruppe 2 Standard Gewehrkaliber 6 − 8 mm Gruppe 3 Magnum Gewehrkaliber 6,5 mm − .460 Wertung erfolgt nach den Kalibergruppen getrennt.

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeit pro Serie

Kaliber Gruppe 1 Kaliber Gruppe 2 Kaliber Gruppe 3

Scheiben

2 Ovalringscheiben B3 DIN A3. Je Scheibe 10 Schuss.

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

100 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Punkte: 200 Für jeden Schuss, der nach dem Stopsignal abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, wird das Magazin mit 5 Patronen geladen. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ wird jeweils 1 Serie à 5 Schuss innerhalb der erlaubten Schießzeit geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Sicherheit herstellen: Waffe entladen, Verschluss muss offen sein, Magazin muss entfernt sein. Nach der 2. Serie Scheibenwechsel.

3 Minuten 3 Minuten 5 Minuten

Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

Seite - 24 -

Kapitel 3

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Zielfernrohrgewehr − Präzision 100 m Diese Übung ist ein Präzisionsschießen. Sie sollte nur mit Sportwaffen geschossen werden, deren Präzisionspotential ein sinnvolles Beschießen der hier doch sehr kleinen Scheibe zulässt. Waffen

Einzellader und Repetierer in einer Wertungsklasse Halbautomaten in eigener Wertungsklasse Beliebige Schäftung

Zielfernrohre

beliebige Vergrößerung

Kaliber Rem.

Einzellader u. Repetierer

Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3

.222 Rem., .223 Rem., .22-250 6 mm Benchrest, 6 mm PPC Standard Gewehrkal. 6 − 8 mm

Selbstlader

Gruppe 1 Gruppe 2

.223 Rem. .308 Win.

Wertung erfolgt nach Kalibergruppen getrennt. Schusszahl

20 Wertungsschüsse + 5 Probeschüsse innerhalb der Gesamtzeit

Zeiten

30 Minuten für alle Schüsse dieser Übung inklusive der Probeschüsse

Scheiben

4 Ovalringscheiben b 5 Präzision; pro Scheibe 5 Schuss; 1 Probescheibe

Stellung

Liegend aufgelegt auf Zweibein, Sandsack oder Benchrestauflage (Dreibein). Der Schaft darf hierbei sowohl vorne, als auch hinten aufgelegt bzw. unterstützt werden.

Entfernung

100 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss, der nach dem Signal Waffen- und Munitionsstörungen gehen zu Lasten des Schützen. Nicht abgegebene Schüsse können nicht nachgeschossen werden und gelten somit als Fehlschüsse.

Ablauf

Waffen laden etc. wie bei den anderen Übungen Auf das Signal „Feuer“ werden alle Schüsse, inklusive der Probeschüsse, innerhalb der erlaubten Zeit abgegeben.

Kapitel 3

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DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Langwaffenübung Repetiergewehr Mehrdistanz Diese Disziplin ist eine dynamische Mehrdistanzübung, die auf unterschiedliche Entfernungen und in verschiedenen Schießstellungen geschossen wird. Dabei führt der Schütze nach dem Startsignal alle Aktionen wie Entfernungswechsel, Stellungswechsel, Laden und Schießen selbstständig aus. Waffen:

Repetiergewehre mit Trageriemen, nur 1 Magazin erlaubt, Magazinkapazität mindestens 5 Schuss, keine Röhrenmagazine. Der Trageriemen darf beim Liegendanschlag als Schießriemen verwendet werden, ansonsten nicht.

Wertungsklasse:

jeweils getrennt nach a) beliebig offene Visierung b) Zielfernrohr bzw. Dot

Kaliber:

22lr. und .22 Magnum

Schusszahl:

35

Scheiben:

Wertungsklasse a): 3 DSU Ovalringscheiben B 2, DIN A 2, Wertungsklasse b): 3 DSU Ovalringscheiben B 3, DIN A 3, Scheiben nebeneinander angeordnet.

Entfernungen:

5o, 40, 30, 20 Meter

Stellungen:

liegend freihändig, kniend freihändig, stehend freihändig

Zeitnahme:

Elektronische Zeitmessung (Timer) oder Stoppuhr

Zeit:

420 Sekunden

Auswertung:

maximal erreichbare Ringe: 350 Für jeden Schuss, der nach dem Schlusssignal abgegeben wird kommt jeweils ein Ring der höchsten Wertung in Abzug. Befinden sich auf einer Scheibe zu viele Schüsse, so werden auf dieser Scheibe in entsprechender Anzahl die besten Schüsse abgezogen.

!!! Aus Sicherheitsgründen wird diese Übung immer nur von einem einzelnen Schützen geschossen !!!

Seite - 26 -

Kapitel 3

DSU Sporthandbuch Ablauf:

Langwaffen

Der Schütze legt sein Gewehr ungeladen mit geöffnetem Verschluss auf der 50 m Position ab, das leere Magazin separat daneben. Der Schütze hält nicht mehr als 35 Patronen bereit (30 Patronen lose in einer Tasche der Bekleidung oder in einer Patronentasche, 5 Patronen in der Hand). Während der Übung verlorene Patronen dürfen nicht mehr verwendet werden. Der Schießleiter fragt die Bereitschaft ab. Sodann startet der Schießleiter den Timer bzw. kündigt bei Verwendung einer Stoppuhr den unmittelbar bevorstehenden Start an. Auf das Startzeichen des Timers bzw. das Startkommando des Schießleiters begibt sich der Schütze auf die erste Position 50 m, lädt das Gewehr nach Einnahme der Stellung und schießt die Übung nach dem unten aufgezeigten Schema durch. !!! Laden des Magazins bzw. des Gewehres erst nach dem Positionswechsel und Einnahme der jeweiligen Schießstellung. Die Patronen hierfür dürfen schon während des Positionswechsels in die Hand genommen werden. Während des Positionswechsels ist das Gewehr entladen mit geöffnetem Verschluss und mit entnommenem Magazin zu transportieren und wird dabei mittels des Trageriemens über dem Rücken − Lauf schräg/steil nach oben – getragen. Diese Trageweise ist durch entsprechend eingestellten Trageriemen bzw. durch Strammziehen mittels einer Hand sicher zu stellen. Das Tragen des Gewehres vor der Brust bzw. dem Bauch ist unzulässig. Während des erneuten Ladens des Magazins verbleibt das Gewehr weiterhin über dem Rücken !!! Die Positionswechsel erfolgen durch zügiges Gehen. Laufen und Springen ist unzulässig. Nachdem der Schütze die Übung beendet hat, legt er die Waffe wie oben ab. Der Schießleiter überprüft die Sicherheit.

Ablaufschema: Tabelle wie Kapitel 2 Bl. 18/19 des Sporthandbuchs anlegen (andere Entfernungen beachten!). 50 m liegend 40 m stehend 30 m kniend Scheibenwechsel

20 m stehend Scheibenwechsel

30 m kniend 40 m stehend 50 m liegend

!!! Sicherheit herstellen. Überprüfung durch den Schießleiter !!! Waffen- und Munitionsstörungen gehen zu Lasten des Schützen. Kann eine Störung nicht mit wenigen Handgriffen beseitigt werden, wird der Schütze mit Eintritt der dritten Störung disqualifiziert.

Kapitel 3

Seite - 27 -

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Halbautomatisches Gewehr 50 m Diese Übung ist ein Zeitserienschießen. Es werden auf Kommando 4 Serien à 5 Schuss innerhalb einer vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Halbautomatische Gewehre, Standardschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist nicht zugelassen. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen

Visierung

beliebige offene Visierung

Kaliber

Gruppe 1 Randfeuer .22 lr., .22 Win. Magnum Gruppe 2 Kurzwaffenkaliber 9 mm Luger − .45 ACP Gruppe 3 Kurzpatronen .30 carbine, Wertung erfolgt nach den Kalibergruppen getrennt.

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeit pro Serie

20 Sekunden

Scheiben

Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

50 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss, der nach dem Stopsignal abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, wird das Magazin mit 5 Patronen geladen und in die Waffe eingeführt. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ wird jeweils 1 Serie à 5 Schuss innerhalb der erlaubten Schießzeit geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Sicherheit herstellen: Waffe entladen, Verschluss muss offen sein, Magazin muss entfernt sein. Nach der 2. Serie Scheibenwechsel.

2 Ovalringscheiben B4 DIN A4. Pro Scheibe 10 Schuss 2 Ovalringscheiben B3 DIN A3. Pro Scheibe 10 Schuss 2 Ovalringscheiben B3 DIN A3. Pro Scheibe 10 Schuss

Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

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Kapitel 3

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Halbautomatisches Gewehr 100 m Diese Übung ist ein Zeitserienschießen. Es werden auf Kommando 4 Serien à 5 Schuss innerhalb einer vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Halbautomatische Gewehre, Standardschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist nicht zugelassen. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen

Visierung

beliebige offene Visierung

Kaliber

Gruppe 1 Standard Gewehrkaliber .22 Zentralfeuer Gruppe 2 Standard Gewehrkaliber 6 − 8 mm Gruppe 3 Standard Gewehrkaliber über 8 mm Wertung erfolgt nach den Kalibergruppen getrennt.

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeit pro Serie

35 Sekunden

Scheiben

2 Ovalringscheiben B2 DIN A2. Pro Scheibe 10 Schuss.

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

100 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss, der nach dem Stopsignal abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, wird das Magazin mit 5 Patronen geladen und in die Waffe eingeführt. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ wird jeweils 1 Serie à 5 Schuss innerhalb der erlaubten Schießzeit geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Sicherheit herstellen: Waffe entladen, Verschluss muss offen sein, Magazin muss entfernt sein. Nach der 2. Serie Scheibenwechsel. Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

Kapitel 3

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DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Halbautomatisches Gewehr − Zielfernrohr 50 m Diese Übung ist ein Zeitserienschießen. Es werden auf Kommando 4 Serien à 5 Schuss innerhalb einer vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Halbautomatische Gewehre, Standardschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist nicht zugelassen. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen

Visierung

Zielfernrohr mit beliebiger Vergrößerung. Leuchtpunktvisiere (Dots) sind diesen gleichgestellt.

Kaliber

Gruppe 1 Randfeuer .22 lr., .22 Win. Magnum Gruppe 2 Kurzwaffenkaliber 9 mm Luger − .45 ACP Wertung erfolgt nach den Kalibergruppen getrennt.

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeit pro Serie

20 Sekunden

Scheiben

Gruppe 1 Gruppe 2

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

50 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss, der nach dem Stopsignal abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, wird das Magazin mit 5 Patronen geladen und in die Waffe eingeführt. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ wird jeweils 1 Serie à 5 Schuss innerhalb der erlaubten Schießzeit geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Sicherheit herstellen: Waffe entladen, Verschluss muss offen sein, Magazin muss entfernt sein. Nach der 2. Serie Scheibenwechsel.

2 Ovalringscheiben B5 DIN A5. Je Scheibe 10 Schuss. 2 Ovalringscheiben B4 DIN A4. Je Scheibe 10 Schuss.

Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

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Kapitel 3

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Langwaffen

DSU Halbautomatisches Gewehr − Zielfernrohr 100 m Diese Übung ist ein Zeitserienschießen. Es werden auf Kommando 4 Serien à 5 Schuss innerhalb einer vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Halbautomatische Gewehre, Standardschäftung, Verwendung eines Schießriemens ist nicht zugelassen. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen

Visierung

Zielfernrohr mit beliebiger Vergrößerung. Leuchtpunktvisiere (Dots) sind diesen gleichgestellt.

Kaliber

Gruppe 1 Standard Gewehrkaliber .22 Zentralfeuer Gruppe 2 Standard Gewehrkaliber 6 − 8 mm Gruppe 3 Standard Gewehrkaliber über 8 mm Wertung erfolgt nach den Kalibergruppen getrennt.

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeit pro Serie

Kaliber Gruppe 1 Kaliber Gruppe 2

Scheiben

2 Ovalringscheiben B3 DIN A3. Je Scheibe 10 Schuss.

Stellung

Liegend freihändig

Entfernung

100 Meter

Auswertung

maximal erreichbare Punkte: 200 Für jeden Schuss, der nach dem Stopsignal abgegeben wurde, wird jeweils ein Ring der höchsten Wertung abgezogen.

Ablauf

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, wird das Magazin mit 5 Patronen geladen und in die Waffe eingeführt. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertig machen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ wird jeweils 1 Serie à 5 Schuss innerhalb der erlaubten Schießzeit geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Sicherheit herstellen: Waffe entladen, Verschluss muss offen sein, Magazin muss entfernt sein. Nach der 2. Serie Scheibenwechsel.

35 Sekunden 35 Sekunden

Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

Kapitel 3

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DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Langwaffenübung Halbautomatisches Gewehr Mehrdistanz Diese Disziplin ist eine dynamische Mehrdistanzübung, die auf unterschiedliche Entfernungen und in verschiedenen Schießstellungen geschossen wird. Dabei führt der Schütze nach dem Startsignal alle Aktionen wie Entfernungswechsel, Stellungswechsel, Laden und Schießen selbstständig aus. Waffen: erlaubt,

Halbautomatische Gewehre mit Trageriemen, nur 1 Magazin Magazinkapazität mindestens 5 Schuss, keine Röhrenmagazine. Der Trageriemen darf beim Liegendanschlag als Schießriemen verwendet werden, ansonsten nicht.

Wertungsklasse:

jeweils getrennt nach a) beliebig offene Visierung b) Zielfernrohr bzw. Dot

Kaliber:

Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3

Schusszahl:

35

Scheiben:

Wertungsklasse a): 3 DSU Ovalringscheiben B 2, DIN A 2, Wertungsklasse b): 3 DSU Ovalringscheiben B 3, DIN A 3, Scheiben nebeneinander angeordnet.

Entfernungen:

50, 40, 30, 20 Meter

Stellungen:

liegend freihändig, kniend freihändig, stehend freihändig

Zeitnahme:

Elektronische Zeitmessung (Timer) oder Stoppuhr

Zeit:

390 Sekunden

Auswertung:

maximal erreichbare Ringe: 350 Für jeden Schuss, der nach dem Schlusssignal abgegeben wird kommt jeweils ein Ring der höchsten Wertung in Abzug. Befinden sich auf einer Scheibe zu viele Schüsse, so werden Auf dieser Scheibe in entsprechender Anzahl die besten Schüsse abgezogen.

Randfeuer .22lr. und .22 Magnum Kurzwaffenkaliber 9mm Para bis .45 ACP Kurzpatronen für Gewehre mit Zentralfeuerzündung, max. Hülsenlänge von 40 mm und einem Kaliber von max. 8 mm. (Hier sind Kaliber wie .30 Carabine, 7,62 x 39 und 7,92 x 33 gemeint.)

!!! Aus Sicherheitsgründen wird diese Übung immer nur von einem einzelnen Schützen geschossen !!! Seite - 32 -

Kapitel 3

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

Ablauf: Der Schütze legt sein Gewehr ungeladen mit geöffnetem Verschluss auf der 50 m Position ab, das leere Magazin separat daneben. Der Schütze hält nicht mehr als 35 Patronen bereit (30 Patronen lose in einer Tasche der Bekleidung oder in einer Patronentasche, 5 Patronen in der Hand). Während der Übung verlorene Patronen dürfen nicht mehr verwendet werden. Der Schießleiter fragt die Bereitschaft ab. Sodann startet der Schießleiter den Timer bzw. kündigt bei Verwendung einer Stoppuhr den unmittelbar bevorstehenden Start an. Auf das Startzeichen des Timers bzw. das Startkommando des Schießleiters begibt sich der Schütze auf die erste Position 50 m, lädt das Gewehr nach Einnahme der Stellung und schießt die Übung nach dem unten aufgezeigten Schema durch. !!! Laden des Magazins bzw. des Gewehres erst nach dem Positionswechsel und Einnahme der jeweiligen Schießstellung. Die Patronen hierfür dürfen schon während des Positionswechsels in die Hand genommen werden. Während des Positionswechsels ist das Gewehr entladen mit geöffnetem Verschluss und mit entnommenem Magazin zu transportieren und wird dabei mittels des Trageriemens über dem Rücken − Lauf schräg/ steil nach oben – getragen. Diese Trageweise ist durch entsprechend eingestellten Trageriemen bzw. durch Strammziehen mittels einer Hand sicher zu stellen. Das Tragen des Gewehres vor der Brust bzw. dem Bauch ist unzulässig. Während des erneuten Ladens des Magazins verbleibt das Gewehr weiterhin über dem Rücken !!! Die Positionswechsel erfolgen durch zügiges Gehen. Laufen und Springen ist unzulässig. Nachdem der Schütze die Übung beendet hat, legt er die Waffe wie oben ab. Der Schießleiter überprüft die Sicherheit. Ablaufschema: Tabelle wie Bl. 40 des Sporthandbuchs anlegen. 50 m liegend 20 m stehend 40 m stehend Scheibenwechsel 30 m kniend Scheibenwechsel

30 m kniend 40 m stehend 50 m liegend

!!! Sicherheit herstellen. Überprüfung durch den Schießleiter !!! Waffen- und Munitionsstörungen gehen zu Lasten des Schützen. Kann eine Störung nicht mit wenigen Handgriffen beseitigt werden, wird der Schütze mit Eintritt der dritten Störung disqualifiziert.

Kapitel 3

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Langwaffen

DSU Flintenübung F 1 Diese Übung ist eine dynamische Übung mit Zeitfaktor. Aus Sicherheitsgründen schießt immer nur ein einzelner Schütze, Waffen

Repetier-Flinte oder halbautomatische Flinte Standardmäßige Gewehrschäftung. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen, Speedloader sind nicht zugelassen.

Wertungsklassen

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4

Kaliber

12 (ausschließlich)

Munition

Patronen mit Flintenlaufgeschoss

Schusszahl

20

Scheiben

4 IPSC Scheiben (von links rechts zu beschießen)

Entfernungen

50, 35, 25, 15 Meter

Stellung

Stehend, freihändig

Zeitnahme

Die vom Timer gestoppte Zeit des letzten Schusses, auf volle Sekunden abgerundet, wird gewertet.

Zeit

max. 120 Sekunden

Auswertung

Trefferergebnis (Punkte) +/− Zeitwertung = Gesamtergebnis Jeder Treffer in der A-Zone = 5 Punkte Jeder Treffer in der C-Zone = 3 Punkte Jeder Treffer in der D-Zone = 1 Punkt Die Begrenzungslinie der nächst höheren Trefferzone muss eindeutig durchschossen sein.

Ablauf

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, Magazin mit 5 Patronen laden. Verschluss bleibt offen. Auf das Kommando „Fertigmachen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Auf das Signal „Feuer“, 5 Schuss auf die Scheibe 1 abgeben. Positionswechsel auf 35 m. Laden und 5 Schuss auf die Scheibe 2 abgeben. Positionswechsel auf 25 m. Laden und 5 Schuss auf die Scheibe 3 abgeben. Positionswechsel auf 15 m. Laden und 5 Schuss auf die Scheibe 4 abgeben. Während des Positionswechsels ist die Waffe leer, der Verschluss ist offen. Beim Positionswechsel zügig gehen. Laufen, rennen, springen ist nicht erlaubt.

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Repetierflinte, offene Visierung. Selbstladeflinte, offene Visierung Repetierflinte, Leuchtpunktvisier ohne Vergrößerung Selbstladeflinte, Leuchtpunktvisier ohne Vergrößerung

Kapitel 3

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Flintenübung F 2 Diese Übung ist eine dynamische Übung mit Zeitfaktor. Aus Sicherheitsgründen schießt immer nur ein einzelner Schütze, Waffen

Repetierflinte oder halbautomatische Flinte Standardmäßige Gewehrschäftung. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen, Speedloader sind nicht zugelassen.

Wertungsklassen

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4

Kaliber

12 (ausschließlich)

Munition:

Patronen mit Flintenlaufgeschoss

Schusszahl

20

Scheiben

4 IPSC Scheiben (von links rechts zu beschießen)

Entfernungen

50, 35, 25, 15 Meter

Stellung

Stehend, freihändig

Zeitnahme

Die vom Timer gestoppte Zeit des letzten Schusses, auf volle Sekunden abgerundet, wird gewertet.

Zeit

max. 180 Sekunden

Auswertung

Trefferergebnis (Punkte) +/− Zeitwertung = Gesamtergebnis jeder Treffer in der A Zone = 5 Punkte jeder Treffer in der C Zone = 3 Punkte jeder Treffer in der D Zone = 1 Punkt Die Begrenzungslinie der nächst höheren Trefferzone muss eindeutig durchschossen sein. Keine Unterscheidung Schützen-/Altersklasse.

Sek 120 121 122 123 124 125 126 127

Pkt. + 30 + 29 + 28 + 27 + 26 + 25 + 24 + 23

Ablauf

Kapitel 3

Sek 128 129 130 131 132 133 134 135

Pkt. + 22 + 21 + 20 + 19 + 18 + 17 + 16 + 15

Sek 136 137 138 139 140 141 142 143

Pkt. + 14 + 13 + 12 + 11 + 10 + 9 + 8 + 7

Repetierflinte, offene Visierung. Selbstladeflinte, offene Visierung Repetierflinte, Leuchtpunktvisier ohne Vergrößerung Selbstladeflinte, Leuchtpunktvisier ohne Vergrößerung

Sek 144 145 146 147 148 149 150 151

Pkt. + 6 + 5 + 4 + 3 + 2 + 1 +/-0 - 1

Sek 152 153 154 155 156 157 158 159

Pkt. - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9

Sek 160 161 162 163 164 165 166 167

Pkt. - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15 - 16 - 17

Sek 168 169 170 171 172 173 174 175

Pkt. - 18 - 19 - 20 - 21 - 22 - 23 - 24 - 25

Sek 176 177 178 179 180 181

Pkt. - 26 - 27 - 28 - 29 - 30 disq

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, Magazin mit 5 Patronen laden. Verschluss bleibt offen. Auf das Kommando „Fertigmachen“, Verschluß schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Auf das Signal "Feuer“ 5 Schuss auf die linke Scheibe abgeben. Positionswechsel auf 35 m. Laden und 5 Schuss auf die 2. Scheibe von links abgeben. Positionswechsel auf 25 m. Laden und 5 Schuss auf die 3. Scheibe von links abgeben. Positionswechsel auf 15 m. Laden und 5 Schuss auf die rechte Scheibe abgeben. Während des Positionswechsels ist die Waffe leer, der Verschluss ist offen. Beim Positionswechsel zügig gehen. Laufen, rennen, springen ist nicht erlaubt.

Seite - 35 -

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Flintenübung F 3 Diese Übung ist ein Zeitserienschießen. Es werden auf Kommando 4 Serien à 5 Schuss innerhalb einer vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Repetierflinten oder halbautomatische Flinte. Standardmäßige Gewehrschäftung. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen.

Wertungsklassen

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4

Kaliber

12 (ausschließlich) mit Flintenlaufgeschoss

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeit pro Serie

20 Sekunden

Scheiben:

2 Ovalringscheiben B2 DIN A2. Pro Scheibe 10 Schuss

Stellung:

Stehend freihändig

Entfernung:

50 Meter

Auswertung:

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss, der nach dem Stopsignal abgegeben wurde, werden in entsprechender Anzahl jeweils die besten Schüsse abgezogen (zuerst die 10er, dann die 9er usw.). Die Ringlinie muss eindeutig durchschossen sein.

Ablauf:

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, wird das Magazin mit 5 Patronen geladen. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertigmachen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ wird jeweils 1 Serie à 5 Schuss innerhalb der erlaubten Schießzeit geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Sicherheit herstellen: Waffe entladen, Verschluss muss offen sein, Magazin muss entfernt sein. Nach der 2. Serie Scheibenwechsel.

Repetierflinte, offene Visierung. Selbstladeflinte, offene Visierung Repetierflinte, Leuchtpunktvisier ohne Vergrößerung Selbstladeflinte, Leuchtpunktvisier ohne Vergrößerung

Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

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Kapitel 3

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Flintenübung F 4 Diese Übung ist ein Zeitserienschießen. Es werden auf Kommando 4 Serien à 5 Schuss innerhalb einer vorgegebenen Zeit geschossen. Waffen

Repetierflinten oder halbautomatische Flinte. Standardmäßige Gewehrschäftung. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen.

Wertungsklassen

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4

Kaliber

12 (ausschließlich) mit Flintenlaufgeschoss

Schusszahl

20 Schuss in 4 Serien à 5 Schuss

Zeit pro Serie

20 Sekunden

Scheiben:

2 Ovalringscheiben B2 DIN A2. Pro Scheibe 10 Schuss

Stellung:

Stehend freihändig

Entfernung:

25 Meter

Auswertung:

maximal erreichbare Ringe: 200 Für jeden Schuss, der nach dem Stopsignal abgegeben wurde, werden in entsprechender Anzahl jeweils die besten Schüsse abgezogen (zuerst die 10er, dann die 9er usw.). Die Ringlinie muss eindeutig durchschossen sein.

Ablauf:

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, wird das Magazin mit 5 Patronen geladen. Der Verschluss bleibt offen! Auf das Kommando „Fertigmachen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Abfrage der Bereitschaft. Auf das Signal „Feuer“ wird jeweils 1 Serie à 5 Schuss innerhalb der erlaubten Schießzeit geschossen. Das Signal „Stop“ zeigt das Ende der Schießzeit an. Es darf nicht mehr geschossen werden. Sicherheit herstellen: Waffe entladen, Verschluss muss offen sein, Magazin muss entfernt sein. Nach der 2. Serie Scheibenwechsel.

Repetierflinte, offene Visierung. Selbstladeflinte, offene Visierung Repetierflinte, Leuchtpunktvisier ohne Vergrößerung Selbstladeflinte, Leuchtpunktvisier ohne Vergrößerung

Die weiteren Serien werden wie oben geschossen.

Kapitel 3

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DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Flintenübung F 5 Diese Übung ist eine dynamische Übung mit Zeitfaktor. Aus Sicherheitsgründen schießt immer nur ein einzelner Schütze, Waffen

Repetierflinte oder halbautomatische Flinte Standardmäßige Gewehrschäftung. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen, Speedloader sind nicht zugelassen.

Wertungsklassen

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4

Kaliber

12 (ausschließlich)

Munition

Patronen mit Flintenlaufgeschoss

Schusszahl

20

Scheiben

4 IPSC Scheiben von links nach rechts zu beschießen

Entfernungen:

25, 20, 15, 10 Meter

Stellung

Stehend, freihändig

Zeitnahme

Die vom Timer gestoppte Zeit des letzten Schusses, auf volle Sekunden abgerundet, wird gewertet.

Zeit

max. 110 Sekunden

Auswertung

Trefferergebnis (Punkte) +/- Zeitwertung = Gesamtergebnis Jeder Treffer in der A-Zone = 5 Punkte Jeder Treffer in der C-Zone = 3 Punkte Jeder Treffer in der D-Zone = 1 Punkt Die Begrenzungslinie der nächst höheren Trefferzone muss eindeutig durchschossen sein.

Ablauf

Auf das Kommando „5 Schuss laden“, Magazin mit 5 Patronen laden. Verschluss bleibt offen. Auf das Kommando „Fertigmachen“, Verschluss schließen und Bereitschaftsstellung einnehmen. Auf das Signal „Feuer“, 5 Schuss auf die Scheibe 1 abgeben. Positionswechsel auf 35 m. Laden und 5 Schuss auf die Scheibe 2 abgeben. Positionswechsel auf 25 m. Laden und 5 Schuss auf die Scheibe 3 abgeben. Positionswechsel auf 15 m. Laden und 5 Schuss auf die Scheibe 4 abgeben. Während des Positionswechsels ist die Waffe leer, der Verschluss ist offen. Beim Positionswechsel zügig gehen. Laufen, rennen, springen ist nicht erlaubt.

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Repetierflinte, offene Visierung. Selbstladeflinte, offene Visierung Repetierflinte, Leuchtpunktvisier ohne Vergrößerung Selbstladeflinte, Leuchtpunktvisier ohne Vergrößerung

Kapitel 3

DSU Sporthandbuch

Langwaffen

DSU Klassische Flinte Trap Die Übung wird mit Flinten auf Wurfscheiben in einer Rotte von fünf (5) Schützen geschossen. Nach jeden Schuss findet ein Positionswechsel nach rechts statt. Die Regeln wurden an die Sportordnung des Deutschen Schützen Bundes (DSB) angelehnt. Waffen:

Alle Finten einschließlich halbautomatischer Modelle, die Kaliber 12 nicht überschreiten. Kompensatoren oder andere Vorrichtungen mit gleicher Wirkung sind nicht erlaubt.

Wertungsklassen

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3

Visierung

Flintenvisierung, beliebige offene Visierung

Kaliber

12 (ausschließlich) mit 24 g Ladung, runde Kugeln aus Blei oder Bleilegierung

Schusszahl:

Schützen Schützen

Zeit pro Serie:

10 Sekunden nachdem der Schütze zu seiner Linken eine regelgerechte Wurfscheibe beschossen hat oder der Kampfrichter das Zeichen zum Beginn des Schießens gegeben hat, muss der Schütze seine Stellung einnehmen, seine Flinte laden und sein Kommando geben. Im Fall der Nichtbeachtung wird der Schütze beim ersten Verstoß innerhalb einer Serie gewarnt und bei jedem weiteren Verstoß mit einem Abzug von einem (1) Treffer bestraft.

Ziele:

regelgerechte Wurfscheiben, vom Schützen abgerufen, nach den Regeln geworfene, nicht beschädigte Wurfscheibe

Stellung:

Stehend freihändig

Entfernung:

76 m + 1 m

Auswertung:

maximal erreichbare Treffer: 120 / 90

Ablauf:

Ist der Schütze bereit, so ruft er laut und deutlich die Wurfscheibe ab, die sofort geworfen werden muss.

Bockdoppelflinte Repetierflinte Selbstladeflinte

25 Wurfscheiben in fünf (5) Serien zu 5 Scheiben 90 Wurfscheiben in drei (3) Serien zu 15 Doubletten

Der Schütze darf nach dem Schuss (ausgenommen auf der Station 5) seine Station nicht verlassen, bevor der Schütze zu seiner rechten eine regelgerechte Wurfscheibe beschossen hat und das Ergebnis bekannt gegeben wurde.

Kapitel 3

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DSU Sporthandbuch

Schwarzpulver-Vorderladerschießen

DSU Sporthandbuch Schwarzpulver- und Vorderlader-Disziplin

Kapitel 4

Seite - 1 -

DSU Sporthandbuch

Schwarzpulver-Vorderladerschießen

Inhaltsverzeichnis Schwarzpulver- und Vorderlader-Disziplinen

Seite

Deckblatt Schwarzpulver- und Vorderlader-Disziplin

1

Inhaltsverzeichnis

2

Schwarzpulverdisziplinen Allgemeiner Teil

3−4

Schwarzpulver- und Vorderladerübungen A) Vorderlader I. Kurzwaffen Perkussionspistole

5

Perkussionsrevolver

6

Steinschlosspistole

7

II. Langwaffen Vorderlader − Perkussionsscheibengewehr 50 Meter

8

Vorderlader − Perkussionsjagdgewehr 50 Meter

9

Vorderlader − Ordonanzgewehr 100 Meter

10

Vorderlader − Freigewehr 100 Meter

11

Vorderlader − Steinschlossgewehr 50 Meter

12

Vorderlader − Steinschlossgewehr 100 Meter

13

Vorderlader − Steinschlossmuskete 50

14

B) Hinterladungssysteme Schwarzpulver − Hinterladergewehr 50 Meter

15

C) Hinterlader Schwarzpulverpatronen I. Kurzwaffen Schwarzpulver − Single-Action-Revolver

16

II. Langwaffen Schwarzpulver − Klassisches Einzelladergewehr, geschlossene Visierung

17

Schwarzpulver − Klassisches Einzelladergewehr, offene Visierung

18

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Kapitel 4

DSU Sporthandbuch

Schwarzpulver-Vorderladerschießen

Die Schwarzpulverdisziplinen der DSU Diese untergliedern sich in folgende Bereiche: A) Vorderlader, B) Hinterladungssysteme, C) Patronenwaffen für Schwarzpulver.

Allgemeiner Teil 1) Gemeinsame Bestimmungen: Zulässig sind Originale und Replikas (Nachbauten). Replikas müssen zumindest dem Stil der Originale entsprechen. Bei ehemals ordonanzmäßig eingeführten Waffen müssen diese der jeweiligen früheren Ordonanzvorschrift entsprechen. Die Visierungen müssen den Originalen entsprechen. Rechteckkimmen und Rechteckkorne sind unzulässig. Bei offener Visierung sind Zulässig: a) V-förmig, halbrund-förmig und U-förmig geformte Kimmen sowie halbrund ausgebildete Kimmen mit zusätzlichem V-Einschnitt b) Dachkorne, Perlkorne Bei geschlossener Visierung (Dioptervisierung) sind zulässig: a) Voll verstellbare Diopter b) Dachkorne und Perlkorne in offener Form oder in einem stilgerechten Korntunnel bzw. Seitenschutz Bei Ordonanzwaffen muss die Visierung der jeweiligen Ordonanzvorschrift entsprechen. Alle zum Einsatz kommenden Waffen − auch Originale − müssen beschossen sein. Bei Originalen genügt dabei eine Beschussbescheinigung des Beschussamtes. Unzulässig sind: a) moderne Waffensysteme im Vorderladerbereich mit einer Entwicklung nach 1871, wie zum Beispiel Inlineversionen, b) Stainless-Versionen, c) Schäfte aus Kunststoff, Schichtholz und Leichtmetallen. d) andere Treibladungsmittel als Jagdschwarzpulver. Zulässig sind: a) Laufbettungen, b) Spiralfedern anstelle von Schenkel- oder Blattfedern. Die Bekleidung steht dem Schützen frei. Schießjacke, Schießhose, Schießschuhe und Schießmütze sind zugelassen, desgleichen die Verwendung einer Schießbrille. Traditionskleidung ist ausdrücklich zugelassen. Die Verwendung von Ferngläsern und Spektiven zur Scheibenbeobachtung ist zugelassen. Ein Ölschuss außerhalb der Schießzeit ist nach vorheriger Absprache mit dem aufsichtsführenden Schießleiter zulässig. Mit Ausnahme der Disziplin „100 Meter Ordonanzgewehr“ und „50 Meter Steinschlossmuskete“ ist das Durchputzen der Läufe zwischen den einzelnen Schüssen und die Verwendung von Füllrohren zulässig.

Kapitel 4

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DSU Sporthandbuch

Schwarzpulver-Vorderladerschießen

2) Besondere Auswertungsregeln Zur Wertung nach oben muss zumindest die Mitte des Einschussloches auf dem nächsthöheren Ring liegen. Lediglich die zehn besten Schüsse werden gewertet. Bei Ringgleichheit zieht die höhere Anzahl der Mouchen. Bei gleicher Anzahl von Mouchen, Zehnern, Neunern und Achtern entscheidet die Entfernung des schlechtesten Wertungsschusses zur Mitte. Angesagte Versager können innerhalb der Wettkampfzeit entladen oder in die Deckung abgetan werden und gelten nicht als Wertungsschuss.

3) Besondere Sicherheitsregeln Als Treibladungsmittel ist nur Jagdschwarzpulver zugelassen. Mit Vorderladern und Schwarzpulverpatronen darf nur auf offenen Schießständen geschossen werden.

Seite - 4 -

Kapitel 4

DSU Sporthandbuch

Schwarzpulver-Vorderladerschießen

Bei Benutzung einer Raumschießanlage besteht Lebensgefahr !!! Jeder Vorderladerschütze muss im Besitz einer Erlaubnis nach § 27 Sprengstoffgesetz (Bereich Vorderladerschießen) sein. Er hat diese vor Beginn des Schießens der Standaufsicht vorzuzeigen. Beim Vorderladerschießen muss der verantwortliche Aufsichtsführende (Schießleiter) ebenfalls im Besitz einer Erlaubnis nach § 27 Sprengstoffgesetz (Bereich Vorderladerschießen) sein. Mit der Ausnahme von Zündhütchen dürfen auf der Brüstung vor dem Schützen keine Ladeutensilien oder Gerätschaften liegen. Hinter dem Schützen ist bei allen Disziplinen, die in der Stellung „stehend Freihand“ geschossen werden, ein Arbeitstisch zu positionieren, auf welchem die Ladeutensilien und Gerätschaften sowie das sicher abgepackte Treibladungsmittel abzulegen sind. Eine durchgehende Tischreihe bzw. Arbeitsplatte ist dabei ebenfalls zulässig. Gleiches gilt für das Schießen im Liegendanschlag bei Verwendung einer Schießpritsche. Beim ebenerdigen Schießen im Liegendanschlag ist ebenfalls ein hinter dem Schützen positionierter Arbeitstisch oder eine auch ebenerdige gesonderte Ablage zu verwenden. Die direkte Beschickung eines Laufes oder einer Kammer mit Jagdschwarzpulver aus der Pulverflasche ist absolut unzulässig. Es sind abgepackte Ladungen zu verwenden. Pulverbehältnisse, Laderohre, Fülltrichter, Ladegerätschaften und Putzstöcke müssen aus nicht funkenreißendem Material bestehen. Beim Schießen mit Steinschlosswaffen sind zwischen den einzelnen Schützen Blenden zur Vermeidung der Zündstrahleinwirkung auf den Nachbarschützen aufzuhängen oder aufzustellen. Die Zündkrautflasche ist entweder hinter dem Schützen auf dem Arbeitstisch oder der ebenerdigen Ablage zu deponieren. Das Tragen am Mann ist ebenfalls zulässig. In diesem Fall ist dann die Zündkrautflasche entweder in einer mit Klappe abdeckbaren Seitentasche oder in einer Einstecktasche auf dem Rücken der Schießjacke unterzubringen. Wird zum Laden eine falsche Mündung verwendet, so ist diese mit einer maximal 150 cm langen Schnur am Arbeitstisch festzubinden. Das Durchblasen von Vorderladerläufen mit dem Mund ist unzulässig. Vielmehr ist eine Luftpumpe oder ein kleiner Druckbehälter mit Pressluft oder CO 2 zu verwenden. Schussversager sind sofort der Standaufsicht anzuzeigen. Die Sicherheitszeit (Wartezeit) wegen eines Nachbrenners beträgt 60 Sekunden. Das Zündmittel darf erst aufgebracht werden, wenn die Waffe vollständig geladen und bereits in Richtung Kugelfang ausgerichtet ist. Das Scharfmachen eines Stechers darf erst als allerletzter Schritt bei in Richtung Kugelfang ausgerichteter Waffe erfolgen.

Rauchen, offenes Licht und Feuer sind strengstens untersagt !!!

Kapitel 4

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Schwarzpulver-Vorderladerschießen

A) Vorderlader I. Kurzwaffen

DSU Vorderladerdisziplin Perkussionspistole Waffe

Einläufige Vorderladerpistole mit gezogenem oder glattem Lauf, herkömmliche Schlosssysteme oder Unterhämmer, höhenverstellbare offene Kimme, Stecher und Fingerhaken zulässig, Zündhütchenzündung.

Entfernung

25 Meter

Scheibe

UIT-Präzisionsscheibe

Schusszahl

13

Zeit

30 Minuten

Stellung

einhändig, stehend Freihand

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Kapitel 4

DSU Sporthandbuch

Schwarzpulver-Vorderladerschießen

DSU Vorderladerdisziplin Perkussionsrevolver Kategorie 1) Revolver mit geschlossenem und offenem Rahmen Kategorie 2) Revolver mit offenem Rahmen Waffe:

Alle Vorderladerrevolver mit Zündhütchenzündung. Es müssen zumindest 5 Kammern zu laden sein. Bei Revolvern mit offenem Rahmen muss die Kimme im Hammer eingefräste sein. Bei Revolvern mit geschlossenem Rahmen muss die Kimme in der Rahmenbrücke eingefräst sein.

Entfernung

25 Meter

Scheibe

UIT-Präzisionsscheibe

Schusszahl

13

Zeit

30 Minuten

Stellung

einhändig, stehend Freihand

Kapitel 4

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Schwarzpulver-Vorderladerschießen

DSU Vorderladerdisziplin Steinschlosspistole Waffe

Einläufige Vorderladerpistole mit gezogenem oder glattem Lauf, herkömmliche Schlosssysteme oder Unterhämmer, höhenverstellbare offene Kimme, Stecher und Fingerhaken zulässig, Funkenzündung.

Entfernung

25 Meter

Scheibe

UIT-Präzisionsscheibe

Schusszahl

13

Zeit

35 Minuten

Stellung

einhändig, stehend Freihand

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Kapitel 4

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Schwarzpulver-Vorderladerschießen

II. Langwaffen (Perkussionswaffen)

DSU Vorderladerdisziplin Perkussionsscheibengewehr 50 Meter Waffe

Einläufiges Perkussionsgewehr mit allen zeittypischen Ausrüstungsmerkmalen wie übersetzter Stecher, Hakenkappe, Handstütze, Harfengriff, Daumenkanzel, falsche Mündung, herkömmliche Schlosse sowie Rückschläger und Unterhämmer, Dioptervisierung, kein Riemen.

Entfernung

50 Meter

Scheibe

UIT-Präzisionsscheibe

Schusszahl

13

Zeit

30 Minuten

Stellung

stehend Freihand

Kapitel 4

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Schwarzpulver-Vorderladerschießen

DSU Vorderladerdisziplin Perkussionsjagdgewehr 50 Meter Waffe

Einläufiges oder doppelläufiges Perkussionsgewehr im jagdlichen oder militärischem Stil, mit offener, starrer oder höhenverstellbarer Visierung, keine Hakenkappen, Handstützen und Harfenbügel; Stecher und Fingerhaken zulässig, herkömmliche Schlosse sowie Rückschläger und Unterhämmer, kein Riemen. Ebenfalls zugelassen sind Perkussions-Revolvergewehre.

Entfernung

50 Meter

Scheibe

DJV-Scheibe „Sitzender Fuchs“

Schusszahl

13

Zeit

30 Minuten

Stellung

stehend Freihand

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Kapitel 4

DSU Sporthandbuch

Schwarzpulver-Vorderladerschießen

DSU Vorderladerdisziplin Ordonanzgewehr 100 Meter Waffe

Nur Perkussionsordonanzgewehre mit gezogenem Lauf in der, der jeweiligen Dienstvorschrift entsprechenden Ausführung, zur Waffe gehörender Gewehrriemen zulässig, Stecher unzulässig, Mindestkaliber .54.

Entfernung

100 Meter

Scheibe

UIT-Präzisionsscheibe

Schusszahl

13

Zeit

30 Minuten

Stellung

liegend Freihand

Kapitel 4

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Schwarzpulver-Vorderladerschießen

DSU Vorderladerdisziplin Freigewehr 100 Meter Waffe

Einläufige Perkussionsgewehre in Scheiben- und Jagdausführung, keine Waffen aus der Kategorie „Ordonanzgewehr“, falsche Mündung, Diopter, Stecher sowie ausgearbeitete Schaftkappen und Abzugsbügel zulässig. Für das vordere Zielhilfsmittel sind ein Ringkorn und ein seitenverstellbarer Korntunnel zulässig.

Entfernung

100 Meter

Scheibe

UIT-Präzisionsscheibe

Schusszahl

13

Zeit

30 Minuten

Stellung

liegend Freihand

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Kapitel 4

DSU Sporthandbuch

Schwarzpulver-Vorderladerschießen

II. Langwaffen (Steinschlosswaffen)

DSU Vorderladerdisziplin Steinschloßgewehr 50 Meter Waffe

Einläufiges Steinschlossgewehr mit offener Visierung, starre oder klappbar Kimme zulässig, Jagd- und Scheibenausführung zulässig, kein Riemen, Stecher zulässig.

Entfernung

50 Meter

Scheibe

UIT-Präzisionsscheibe

Schusszahl

13

Zeit

35 Minuten

Stellung

stehend Freihand

Kapitel 4

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Schwarzpulver-Vorderladerschießen

DSU Vorderladerdisziplin Steinschlossgewehr 100 Meter Waffe

Einläufiges Steinschlossgewehr mit offener Visierung, starre oder klappbare Kimme zulässig, Jagd- und Scheibenausführung zulässig, desgleichen Zusatzdiopter („Maschinchen“), Stecher und Gewehrriemen (Schießriemen).

Entfernung

100 Meter

Scheibe

UIT-Präzisionsscheibe

Schusszahl

13

Zeit

35 Minuten

Stellung

liegend Freihand

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Kapitel 4

DSU Sporthandbuch

Schwarzpulver-Vorderladerschießen

DSU Vorderladerdisziplin Steinschlossmuskete 50 Meter Waffe

Einläufige Steinschlossmuskete in ordonanzmäßiger Ausführung, glatter Lauf, kein Riemen.

Entfernung

50 Meter

Scheibe

Französische 200-Meter-Militärscheibe

Schusszahl

13

Zeit

35 Minuten

Stellung

stehend Freihand

Kapitel 4

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Schwarzpulver-Vorderladerschießen

B) Hinterladungssysteme

DSU Schwarzpulverdisziplin Hinterladungsgewehre Waffe

Sämtliche Hinterladungsgewehre mit Perkussions- und Steinschlosszündung in ordonanzmäßiger, jagdlicher oder Scheibenausführung, offene Visierung, starre oder klappbare Kimme zulässig, Stecher zulässig, keine Gewehrriemen.

Entfernung

50 Meter

Scheibe

UIT-Präzisionsscheibe

Schusszahl

13

Zeit

30 Minuten

Stellung

stehend Freihand

Zusatz

Zulässig ist die Verwendung von a) in die Ladungskammer eingeschüttetem Jagdschwarzpulver, b) der Waffe angepassten Ladungshülsen, c) vorbereiteten Papierpatronen.

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Kapitel 4

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Schwarzpulver-Vorderladerschießen

C) Hinterladerwaffen für Schwarzpulverpatronen I) Kurzwaffen

DSU Schwarzpulverdisziplin Single-Action-Revolver Waffe

Alle Single-Action-Revolver vor 1900 in ziviler, ordonanzmäßiger oder Scheibenausführung bis zu einem Kaliberdurchmesser von .50 inch, bis einschließlich des Kalibers 50 Remington (M71 Army).

Entfernung

25 Meter

Scheibe

DSU-Scheibe b 2, 2 Stück

Schusszahl

20 − unterteilt in 2 x 10, alle werden gewertet

Zeit

20 Minuten − unterteilt in 2 x 10 Minuten

Stellung

einhändig, stehend Freihand für die erste Serie; beidhändig, liegend Freihand für die zweite Serie

Kapitel 4

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Schwarzpulver-Vorderladerschießen

II. Langwaffen (Schwarzpulverdisziplin)

DSU Schwarzpulverdisziplin Klassisches Einzelladergewehr, geschlossene Visierung Waffe

Frühe Einzelladergewehre für Schwarzpulverpatronen mit dem Konstruktionsjahr vor 1900 bis zu einem Kaliberdurchmesser von .50 inch., bis einschließlich des Kalibers 50/140‚ Sharps. Sämtliche Ausstattungsmerkmale der damaligen Zeit wie Diopter, seitenverstellbarer Korntunnel, Ringkorn, Libelle, Stecher, sowie besonders ausgearbeitete Schaftkappen und Abzugsbügel sind zulässig, Gewehr- oder Schießriemen ebenfalls zulässig.

Entfernung

100 Meter

Scheibe

UIT-Präzisionsscheibe

Schusszahl

13

Zeit

30 Minuten

Stellung

liegend Freihand

Geschoss

Bleigeschoss, Pflasterung zulässig

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Kapitel 4

DSU Sporthandbuch

Schwarzpulver-Vorderladerschießen

DSU Schwarzpulverdisziplin Klassisches Einzelladergewehr, offene Visierung Waffe

Frühe Einzelladergewehre für Schwarzpulverpatronen mit dem Konstruktionsjahr vor 1900 bis zu einem Kaliberdurchmesser von .50 inch. bis einschließlich des Kalibers 50/140‚ Sharps und offener Visierung, mit starrer oder höhenverstellbarer Kimme, in jagdlicher oder ordonanzmäßiger Ausführung, kein Riemen, Stecher zulässig.

Entfernung

100 Meter

Scheibe

DJV-Scheibe „Stehender Keiler“

Schusszahl

13

Zeit

30 Minuten

Stellung

sitzend aufgelegt, keine Rückenlehne

Geschoss

Bleigeschoss, Pflasterung zulässig

Kapitel 4

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DSU Sporthandbuch

Luftdruckwaffen und Zimmerstutzen

DSU Sporthandbuch Luftdruckwaffen Zimmerstutzen

Kapitel 5

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DSU Sporthandbuch

Luftdruckwaffen und Zimmerstutzen

Inhaltsverzeichnis

Seite

Deckblatt Luftdruckwaffen und Zimmerstutzen

1

Inhaltsverzeichnis

2

Luftdruckwaffenübung LP 1 Langwaffendisziplin Zimmerstutzen

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3-4 5

Kapitel 5

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Luftdruckwaffen und Zimmerstutzen

Luftdruckwaffenübung LP 1 Die LP 1 ist eine jugendtaugliche dynamische Mehrdistanz- (5 − 10 Meter), Zeitserien- (10 − 20 Sekunden) Luftdruckwaffenübung für die Schnellfeuer-Luftpistole, stehend beidhändig in drei Schießstellungen.

Waffen

Mehrschüssige Luftpistolen, bei denen nach dem Durchladen zur Abgabe der Schüsse lediglich der Abzug betätigt werden muss.

Visierung

beliebig

Kaliber

4,5 mm

Energie

Eo unter 7,5 Joule

Antrieb

durch Handbetrieb vorkomprimierte Luft, Pressluft oder CO 2

Schusskapazität

Magazin bzw. Trommel mit mindestens 5 Schuss

Griff

Griffwinkelverstellung sowie Auflage für Daumen/Handballen und Handkante sind zulässig. Unzulässig ist ein die Hand umschließender Griff.

Visierung

beliebig offene Visierung mit sämtlichen Ein- und VerstellMöglichkeiten beider Zielhilfsmittel.

Schusszahl

30 Schuss

Scheibe

DSU-Ovalringscheibe B 4; 3 Scheiben

Entfernung

10, 7,50, 5 Meter, beginnend bei 10 Meter

Zeiten

siehe Ablaufplan

Auswertung

Maximal erreichbare Ringzahl beträgt 300 Ringe = 300 Punkte. Die Ringbegrenzung des nächst höheren Ringes muss eindeutig durchschossen sein. Für jeden Schuss der nach dem Stoppsignal abgegeben wird der beste Treffer vom Ergebnis abgezogen.

Kapitel 5

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DSU Sporthandbuch

Luftdruckwaffen und Zimmerstutzen

Anschlag

wahlweise ein- oder beidhändig auf 10 m liegend auf 7,50 m kniend/sitzend auf 5 m stehend

Ablauf

Es können mehrere Schützen gleichzeitig schießen. Die Schützen nehmen die jeweilige Stellung ein. Auf Kommando werden die Waffen mit jeweils 5 Schuss geladen und die Schützen nehmen die Bereitschaftsstellung ein. Auf das Signal „Feuer“, schießen die Schützen die jeweilige Serie. Nach dem Signal „Stopp“ darf nicht mehr geschossen werden. Waffen- und Munitionsstörungen gehen zu Lasten des Schützen. Nicht abgegebene Schüsse können nicht nachgeschossen werden und zählen als Fehlschüsse. Der Schütze kann jedoch ab der nächsten Serie weiterschießen. Bei Eintritt der dritten Störung erfolgt Disqualifikation.

Ablaufschema

Stellung

Entfernung

Schusszahl

Zeit pro Serie

Scheibe

liegend kniend/sitzend stehend stehend kniend/sitzend liegend

10 m 7,50 m 5m 5m 7,50 10 m

5 5 5 5 5 5

20 sec 20 sec 10 sec 10 sec 20 sec 20 sec

linke Scheibe linke Scheibe mittlere Scheibe mittlere Scheibe rechte Scheibe rechte Scheibe

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Kapitel 5

DSU Sporthandbuch

Luftdruckwaffen und Zimmerstutzen

Langwaffendisziplin Zimmerstutzen Waffe

Einläufiges Einzellader-Gewehr für Randfeuerzünder in einem Kaliber von 4 mm mit Diopter und mehrfach verstellbarem Korn (kein Balken- oder Ringkorn), alle Merkmale einer klassischen Scheibenwaffe wie Backen- bzw. Tirolerschaft, übersetzter Stecher, Hakenkappe, Harfenbügel, verstellbare Handstütze und Daumenkanzel zulässig, kein Gewehrriemen.

Entfernung

15 Meter

Scheibe

DSU-Scheibe b 5 Präzision, 2 Stück

Schusszahl

2 x 10

Zeit

20 Minuten (2 x 10 Minuten)

Stellung

Stehend Freihand

Kapitel 5

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen der DSU, Weißenthurm

in Zusammenarbeit mit dem DSU Bundesstützpunkt Jugendsport Wershofen

Stand: 01. Januar 2007 In Abstimmung mit dem Sportausschuß der DSU

DSU Sporthandbuch

Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

Inhaltsverzeichnis

Seite

Deckblatt

1

Inhaltsverzeichnis

2

Allgemeiner Teil (Altersklassen – DM-Titel)

3

DSU Jugendordnung / Jugendsport

4

Ausbildungskonzept

5–6

Jugendfachausbilder (Bestellung, Fachliche Voraussetzung)

5

Zertifikat / Zeitraum, Lehrgänge, DSU Jugendwart

6

Ausbildungsinhalte

7

Praxishandbuch, Bundesjugendstützpunkt, Jugendgerechte Disziplinen

8

Druckluftwaffen

9

„Luft“-Gewehr-Disziplinen

10

LG – KS 1 Kombiniertes Schießen

11

LG – KS 3 Kombiniertes Schießen (Dreistellungskampf)

12

LG – DS Dynamisches Sportschießen

13

LG – P Präzisionsschießen „Luftgewehr“

14

Kurzübersicht Disziplinen der DSU Luftgewehr

15

LP – A1 Aufgelegtes Schießen

16

LP – DS Dynamisches Sportschießen

17

LP – P Präzisionsschießen „Luftpistole“

18

LP – KS 3 Kombiniertes Schießen (Dreistellungskampf)

19

LP 1 mehrschüssige Luftpistolenübung

20

Kurzübersicht Disziplinen des DSU Luftpistole

21

Disziplinen für Zimmerstutzen (Kal. 4 mm)

22

Kurzübersicht Disziplinen der DSU für Zimmerstutzen – Langwaffen

23

Kurzübersicht Disziplinen der DSU für Zimmerstutzen – Kurzwaffen

24

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Kapitel 6

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

DSU Sportordnung (Aktualisierung)

Allgemeiner Teil Altersklassen DSU Schützen – JUGEND A DSU Schützen – JUGEND B DSU Schützen – JUNIOREN

Kapitel 6

JgA JgB Jun

ab dem 12. bis unter 14. Geburtstag ab dem 14. bis unter 16. Geburtstag ab dem 16. bis unter 18. Geburtstag

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

DSU Jugendordnung Die Jugendordnung beschreibt die Aktivitäten der DSU zur Förderung des Jugendsports. Die DSU will den Jugendsport gemäß den gesetzlichen Rahmenbedingungen fördern und in ihre Sportaktivitäten integrieren.

Jugendsport: Im Jugendsport sollen Kinder und Jugendliche an den Schießsport herangeführt und für die Ausübung des Schießsportes begeistert werden. Diese Aufgabe kann nicht vom Verband aus geleistet werden. Hier können nur die Richtlinien festgelegt und den Vereinen vor Ort Hilfestellung gegeben werden. Die Ortsvereine der DSU sind daher aufgefordert, durch organisatorische Maßnahmen (Werbung, Aktionsveranstaltungen etc.) sicherzustellen, dass in ihren Vereinen der Sportjugend höchste Priorität eingeräumt wird. Die Ausführungen zur Jugend beziehen sich im rechtlichen Sprachgebrauch auf Kinder und Jugendliche. Die DSU stellt sicher, dass für diese Aufgabe hoch qualifiziertes, geeignetes und motiviertes Personal ausgebildet wird. Die Jugendordnung soll die Vertretung der Interessen der Jugendlichen innerhalb der DSU regeln. Die Interessenvertretung erfolgt auf der Basis dieser Jugendordnung durch Vertreter des Vereins, bei dem der Bundesstützpunkt Jugendsport angesiedelt ist.

Auf der Basis dieser Zielsetzung ist folgende Organisationsstruktur geschaffen worden. • • • • • •

Für den Jugendsport wird ein Bundesstützpunkt gebildet. Dieser ist bei einem aktiven Verein angesiedelt. Die DSU entwickelt den Jugendsport in Zusammenarbeit mit dem Bundesstützpunkt weiter. Es können weitere Stützpunkte ausgewiesen werden. Diese werden als Regionalstützpunkte ausgewiesen. Regionalstützpunkte können unabhängig von Landesgrenzen etc. auf Beschlussfassung der DSU gebildet werden. Alle Stützpunkte (Bundes- / Regional-) sind direkt der DSU zugeordnet. Die DSU will mit dem Bundesstützpunkt eine einheitliche Entwicklung von Jugendsport und Jugendarbeit gewährleisten. Im Bereich Jugendsport kann auch die Integration anderer Sportarten oder Jugendgruppen erfolgen. Der DSU-Jugendsportbereich stellt sich dabei bewußt als offener Bereich dar. Damit ist gemeint, Veranstaltungen über verschiedene Verbände hinweg anzubieten. Je nach Möglichkeit werden einzelne Veranstaltungen auch für Teilnehmer angeboten, die keinem Verein angehören (z.B. Sommerlager, etc.).

Aufgrund der gesetzlichen Verpflichtungen soll für jeden Verein der DSU mindestens ein Jugendwart bestellt werden. Die Ernennung wird von der DSU überwacht und setzt die Teilnahme am Lehrgang „DSU-Jugendwart“ voraus.

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Kapitel 6

DSU Sporthandbuch

Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

Ausbildungskonzept Die DSU setzt für die Jugendarbeit in den Vereinen auf die Arbeit der DSU Jugendwarte. Diese werden von DSU Jugendfachausbildern auf ihre Arbeit vorbereitet und erhalten für Ihre Arbeit ein Zertifikat.

DSU-Jugendfachausbilder Bestellung Die Bestellung zum Jugendfachausbilder ist an folgende Bedingungen gebunden. Die Bestellung erfolgt auf Antrag. Der Antrag kann abgelehnt werden, wenn fachliche oder verbandspolitische Gründe dem widersprechen. Jugendfachausbilder sollen einem Regionalstützpunkt oder dem Bundesstützpunkt angeschlossen sein. Eine entsprechende Bestätigung des Trägervereins ist dem Antrag beizufügen, sofern sich dies nicht bereits aus der Mitgliedschaft oder den Unterlagen der DSU ergibt. Die Bestellung zum Jugendfachausbilder setzt einen 1-tägigen Kurs am Bundesstützpunkt Jugendsport der DSU voraus. Hierin werden die DSU-spezifischen Inhalte vermittelt. Die Teilnahme wird zertifiziert. Mit dem Zertifikat wird der Antrag als Jugendfachausbilder tätig sein zu können bestätigt. Das Zertifikat ist auf 5 Jahre (60 Monate) gültig und wird auf Antrag verlängert. Die vorgeschriebenen Auffrischungslehrgänge sind als Nachweis dem Antrag beizufügen.

Fachliche Voraussetzungen Wer als Jugendfachausbilder tätig sein will, muss Inhaber einer Jugendleiterausbildung, nachzuweisen über ein amtliches Dokument oder die JuLeiCa (offizielle Jugendleiter-Card), sein. Die Ausbildung zum anerkannten Jugendleiter kann bei verschiedenen Ausbildungsträgern abgeleistet werden. Grundsätzlich werden durch die DSU alle offiziellen Ausbildungslehrgänge anerkannt. Über die Anerkennung vergleichbarer Ausbildungen entscheidet die DSU auf Antrag, gegen die Entscheidung ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Als vergleichbare Ausbildung wird z.B. eine pädagogische Ausbildung im Rahmen eines Studiums mit mindestens 4 Fachsemestern anerkannt. Ferner muss die umfassende Sachkunde (Sachkundelehrgang) und die Schießleiterausbildung (Schießleiterlehrgang) absolviert und nachgewiesen werden. Der Jugendfachausbilder soll ferner über mind. 2 Jahre praktische Arbeit im Bereich der Jugendarbeit/ Jugendbetreuung oder des Jugendsports verfügen. Als Nachweis dient die Bestätigung des jeweiligen Trägers, dieser muss nicht im Bereich des Schießsports angesiedelt sein. Als Nachweis dient z.B. auch die 2-jährige Tätigkeit als DSU-Jugendwart.

Kapitel 6

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

Zertifikat-Zeitraum Die Jugendfachausbilder müssen alle 5 Jahre folgende Auffrischungslehrgänge nachweisen: Erste Hilfe Schießleiter mind. 1 jugendarbeitbezogenen Lehrgang, eines anerkannten Ausbildungsträgers (z.B. Caritas, Kirche, Kreis- oder Kommunalverwaltung, Sportbund, etc.). Einzelne Lehrgänge oder ggfs. auch alle können im Paket absolviert werden, wenn die Themenschwerpunkte vom Ausbildungsträger bescheinigt und in angemessenem Maße behandelt werden. Das Gesamtpaket muss mindestens 2 Ausbildungstage innerhalb der 5 Jahre umfassen.

Lehrgänge Grundsätzlich organisieren und führen die Ausbilder ihre Lehrgänge eigenverantwortlich durch. Es gelten, in Analogie, die Regeln wie bei den Waffensachkundelehrgängen. Von den Gebühren der DSU-Zertifikatslehrgänge wird ein Teil an den Bundesverband der DSU abgeführt, der Differenzbetrag verbleibt beim Jugendfachausbilder. Der Jugendfachausbilder ist berechtigt, die Ausbildung der DSU Jugendwarte durchzuführen. Die DSU ermächtigt die Jugendfachausbilder des Bundesstützpunktes, die Auffrischungslehrgänge und Erstlehrgänge für andere Jugendfachausbilder durchzuführen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Jugendfachausbilder des Bundesstützpunktes ihre eigenen Lehrgänge (Erste Hilfe und Jugendarbeit, s.o.) extern absolviert haben und nachweisen. Der Schießleiterlehrgang kann bei jedem lizenzierten Ausbilder absolviert werden. DSU-Ausbilder für Waffensachkunde und Schießleiterwesen weisen ihre Auffrischungslehrgänge durch die Ausbilderurkunde (Ausbilderlizenz) nach.

DSU-Jugendwart Die Ausbildung zum DSU-Jugendwart wird von Jugendfachausbildern durchgeführt. Die DSUJugendwarte sind die Jugendverantwortlichen in den einzelnen Vereinen und organisieren die Jugendarbeit auf Vereinsebene. Sie sind damit berechtigt, die Befugnisse und Verpflichtungen nach § 27 Abs 3 und Abs. 7 Satz 2, Nr. 1 WaffG in Verbindung mit § 10 Abs 5 der AWaffV wahrzunehmen. Die Ausbildung erstreckt sich über 2 Tage (mind. 15 Stunden). Die Berücksichtigung der Ausbildungsinhalte obliegt den Jugendfachausbildern. Über Art und Form treffen diese ihre Entscheidung im Rahmen der Lehrgangskonzeption. Es ist darauf zu achten, dass die Ausbildungsinhalte entsprechend ihren Zeitkontingenten Berücksichtigung finden.

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Kapitel 6

DSU Sporthandbuch

Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

Ausbildungsinhalte Dauer

Bereich

mindestens

Ziel

Inhalt

Der Jugendwart nimmt eine pädagogische Rolle ein. Dieser Stellung ist er sich bewusst und richtet sein Verhalten beim Umgang mit Jugendlichen entsprechend darauf aus. Er beherrscht die Grundlagen des Lehrens und Lernens.

Erziehung zum und durch Sportschießen. Grundlagen von Lehren und Lernen

5 Stunden

Pädagogik

mindestens

Jugendgerechtes Sportschießen

Der Jugendwart beherrscht die Grundlagen eines jugendgerechten Trainings.

Vermittlung der Grundlagen des Schießsports in Theorie und Praxis.

Sorgfalt, Haftung, Aufsichtspflicht

Der Jugendwart ist sich seiner Aufgabe und Pflicht bewusst und setzt dies im Umgang mit den Jugendlichen um.

Gesetzliche Grundlagen, rechtliche Stellung des Jugendwartes, Rechtsbeziehungen zwischen Eltern, Verein, Jugendwart.

Entwicklungsstufen junger Menschen

Der Jugendwart kennt die Entwicklungsstufen junger Menschen

Vermittlung der Lebensphasen von Kindern und Jugendlichen.

5 Stunden mindestens 3 Stunden

mindestens 3 Stunden

Ferner sind nachzuweisen: bestandener Lehrgang zur umfassenden Sachkunde erfolgreiche Teilnahme an einem Schießleiterlehrgang. Diese Lehrgänge sind gesondert zu absolvieren.

Es wird dringend empfohlen, dass der Jugendwart seine Erste HilfeKenntnisse auf einem aktuellen Stand hält. Zertifikat-Zeitraum Die DSU-Jugendwarte erhalten nach Teilnahme am Lehrgang ein Zertifikat. Die Gültigkeit ist auf 3 Jahre (36 Monate) beschränkt. Die DSU-Jugendwarte haben in 3-jährigem Zyklus ein Auffrischungslehrgang zu absolvieren.

Anerkennung anderer Verbandsausbildungen (Jugendwart) Die DSU kann die Ausbildung anderer Verbände zum Jugendwart anerkennen. Der Antragsteller hat dabei nachzuweisen, dass seine Ausbildung den Ausbildungsinhalten der DSU entspricht. Die Anerkennung ist auf den Zertifikat-Zeitraum der DSU-Jugendwarte beschränkt und ist dann zu verlängern. Hierzu ist ein Auffrischungslehrgang gemäß den DSU Vorgaben erforderlich.

Kapitel 6

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

Praxis-Handbuch für DSU-Jugendwarte Dieses beschreibt die Themenbereiche, die bei der Jugendarbeit zu beachten sind. Ferner werden hier die Hinweise aufgenommen, die als Anregung und Ideenpool für die Jugendarbeit dienen können. Das Praxis-Handbuch wird den Jugendwarten im Rahmen des Lehrgangs durch die Jugendfachausbilder übergeben. Das Praxis-Handbuch wird vom Bundesstützpunkt Jugendsport entwickelt und aktualisiert.

Bundesstützpunkt Jugendsport Der Bundesstützpunkt dient der DSU dazu, die Aktivitäten des DSU Jugendsport mit Inhalten zu füllen und zugleich auf eine tätige Organisationsstruktur zurückgreifen zu können. Daher ist der Bundesstützpunkt an einem aktiven Verein angesiedelt, der in regionaler Beziehung zum Sitz des Bundesfachverbandes gelegen ist. Für die Aktivitäten im Jugendsport ist es neben einer Schießsportanlage auch erforderlich über ein geeignetes Freigelände zu verfügen. Ferner sollen die Vereinsräume eine Lehrgangsdurchführung ermöglichen. Am Bundesstützpunkt werden die Ausbildungslehrgänge für die Jugendausbildung angeboten. Ferner werden hier Jugendtrainingslager ins Programm aufgenommen. Die Deutsche Meisterschaft im Bereich der jugendgerechten Disziplinen wird am Bundesstützpunkt Jugendsport ausgetragen.

Regionalstützpunkte Jugendsport Regionalstützpunkte können ohne Beachtung von Gebietsgrenzen auf Antrag eines Vereins gebildet werden. Regionalstützpunkte dienen dazu, die Tätigkeit in den einzelnen Vereinen in einer Region zu bündeln. Regionalstützpunkte dienen ferner der Ausbildung. DSU-Jugendfachausbilder führen hier ihre Ausbildungstätigkeit durch. Der Gedanke mit Regionalstützpunkten zu arbeiten, basiert auf 2 Zielsetzungen. Zum einen soll die regionale Nähe zu den Vereinen und deren Jugendlichen hergestellt werden und zum anderen soll über die Anbindung an die DSU-Zertifizierung eine Qualitätssicherung im Bereich der Jugendarbeit erreicht werden. Über den Ausweis als Regionalstützpunkt entscheidet das DSU Präsidium.

Jugendgerechte Disziplinen Gemäß den gesetzlichen Möglichkeiten können Kinder und Jugendliche alle in der Sportordnung festgelegten Disziplinen schießen. Die nachfolgend aufgeführten jugendgerechten Disziplinen sind als Druckluftwaffen-Disziplinen zusammengefasst. Vorschriften für Kleidung oder Ausrüstung werden keine erlassen. Es muss darauf geachtet werden, dass ein gefahrloses Schießen möglich ist. Die DSU will mit den jugendgerechten Disziplinen den Einstieg in den Schießsport fördern und damit gleichzeitig die Breitensportfunktionalität hervorheben. Aus diesem Grund werden für die Disziplinen keine besonderen Vorschriften hinsichtlich der Waffen erlassen. Grundsätzlich sind alle Waffen, deren Geschoßenergie 7,5 Joule nicht übersteigt, hier zugelassen. Softair-Waffen jeglicher Art sind nicht zugelassen. Die Entscheidung hinsichtlich des Waffenmodells soll weitestgehend den Schützen selbst überlassen bleiben und nicht durch Reglementierungen eingeschränkt werden.

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Kapitel 6

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

Druckluftwaffen-Disziplinen Die Druckluftwaffen-Disziplinen sind als jugendgerechte Sportübungen ausgelegt. Damit wird für die Jugendarbeit ein Sportprogramm angeboten, dass die systematische Heranführung an die traditionellen Disziplinen der DSU möglich macht. Für alle Waffen dieses Bereichs gilt eine Eo bis 7,5 Joule. Grundsätzlich wird auf eine Distanz von 10 Meter geschossen. Ausnahmen sind bei den einzelnen Disziplinen genannt. Die Verwendung von (Trommel-)Magazinen und Ersatzmagazinen ist erlaubt. Die Verwendung von einschüssigen Waffen ist ebenfalls erlaubt, sofern die jeweilige Disziplin keine andere Waffe vorschreibt. Der Begriff Luftgewehr gilt sowohl für Druckluft-, Pressluft- und CO2-Waffen gleichermaßen. Die Abkürzung LG steht dabei synonym für Luftgewehr. Im Liegend-Anschlag kann für die Auflage auch die Benutzung eines Zweibeins erfolgen. Im StehendAufgelegten Schießen dient die Auflage nur zur Unterstützung. Die den Vorderschaft umfassende Hand darf nur das Gewehr berühren. Ein vorhandener Handstopp darf nicht den Auflagepunkt berühren. Die Verwendung eines Gewehrriemens ist nicht zulässig. Der Begriff Luftpistole gilt sowohl für Druckluft-, Pressluft- und CO2-Waffen gleichermaßen. Die Abkürzung LP steht dabei synonym für Luftpistole, dabei kann es sich nach der Bauart auch um einen Revolver handeln. Im Liegend-Anschlag kann die Waffe beim Schießen auf eine Auflage bzw. dem Griffstück aufgelegt werden. Einzellader-, Repetier- und halbautomatische Waffen sind gleichermaßen erlaubt. Im Bereich der Kurzwaffen ist die Verwendung von Pistolen oder Revolvern ohne Unterscheidung erlaubt.

Kapitel 6

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DSU Sporthandbuch

Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

„Luft“-Gewehr-Disziplinen LG – A 1 Aufgelegtes Schießen Hier werden jeweils 15 Schuss im Liegend-Aufgelegt-Anschlag geschossen. Ferner 15 Schuss im Stehend-Aufgelegt-Anschlag. Diese Disziplin ist besonders für den Einstieg in das sportliche Schießen geeignet. Für diese Disziplin werden keine offiziellen Wettkämpfe ausgeschrieben. Waffen Wertungsklassen

Kaliber Schusszahl

Zeit Scheiben Auswertung Ablauf

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Druckluft-Langwaffen (Druckluft, Pressluft, CO2) Einzellader-, Repetier- und halbautomatische Waffen sind gleichermaßen erlaubt. Jeweils getrennt nach offener Visierung (Kimme, Korn), geschlossener Visierung (Diopter, Leuchtpunktvisierung) und optischen Zielhilfsmitteln (z.B. Zielfernrohr, Adlerauge) 4,5 mm 15 liegend, aufgelegt 15 stehend, aufgelegt 30 Minuten insgesamt DSU b5, je eine Scheibe pro Teilübung 1 und 2 Die Ringzahl der beiden Teilübungen werden addiert, Max. Punktzahl 300. Die Schützen gehen auf ihrer Schießbahn in Stellung. Es wird mit dem LiegendAnschlag begonnen. Wenn alle Schützen fertig sind, wird die Stehend-Teilübung geschossen. Zwischen den Teilübungen erfolgt der Scheibenwechsel. Die Auflage im Liegend-Anschlag kann auf einer Unterlage oder auch montiertem Zweibein erfolgen.

Kapitel 6

DSU Sporthandbuch

Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

LG – KS 1 Kombiniertes Schießen Diese Disziplin besteht aus 3 Teilübungen zu je 10 Schuss Waffen Wertungsklassen

Kaliber Schusszahl Zeit Scheiben Auswertung Ablauf

Kapitel 6

Druckluft-Langwaffen (Druckluft, Pressluft, CO2). Einzellader-, Repetier- und halbautomatische Waffen sind gleichermaßen erlaubt. Jeweils getrennt nach offener Visierung (Kimme, Korn), geschlossener Visierung (Diopter, Leuchtpunktvisierung) und optischen Zielhilfsmitteln (z.B. Zielfernrohr, Adlerauge) 4,5 mm 30 30 Minuten insgesamt 6 Scheiben DSU b5 Präzision, je 5 Schuss pro Scheibe Die Ringzahl der Teilübungen werden addiert, Max. Punktzahl 300. Teilübung 1 besteht aus 10 Schuss im stehenden Anschlag, aufgelegt. Teilübung 2 wird im stehend freihändigen Anschlag geschossen. Teilübung 3 wird liegend aufgelegt geschossen. Nach jeweils 5 Schuss erfolgt ein Scheibenwechsel.

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

LG – KS 3 Kombiniertes Schießen (Dreistellungskampf) 10 Schuss Stehend-Freihändiger-Anschlag, 10 Schuss Kniend-Anschlag, 10 Schuss Liegend-Freihändiger-Anschlag Waffen Wertungsklassen

Kaliber Schusszahl Zeit Scheiben Auswertung Ablauf

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Druckluft-Langwaffen (Druckluft, Pressluft, CO2). Einzellader-, Repetier- und halbautomatische Waffen sind gleichermaßen erlaubt. Jeweils getrennt nach offener Visierung (Kimme, Korn), geschlossener Visierung (Diopter, Leuchtpunktvisierung) und optischen Zielhilfsmitteln (z.B. Zielfernrohr, Adlerauge) 4,5 mm 30 30 Minuten insgesamt DSU b5, je 5 Schuss pro Scheibe. Die Ringzahl der Teilübungen werden addiert, Max. Punktzahl 300. Die Schützen gehen auf ihrer Schießbahn in Stellung. Es wird mit dem LiegendFreihändigen-Anschlag begonnen. Das Gewehr berührt mit keinem Teil den Boden oder eine Auflage. Anschließend wird die Kniend-Teilübung geschossen. Bei diesem Anschlag kann der Ellbogen auf dem Knie abgestützt werden. Anschließend die Stehend-Teilübung. Nach jeweils 5 Schuss erfolgt ein Scheibenwechsel.

Kapitel 6

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

LG − DS Dynamisches Sportschießen Beim dynamischen Sportschießen geht es darum, Schießübungen mit sportlichen Aktivitäten zu verbinden. Die Disziplin setzt sich aus 5 Teilübungen mit 3 Durchläufen (1 Durchlauf = Teilübung a bis e) zusammen:

Waffen Wertungsklassen

Kaliber Schusszahl Scheiben Zeiten Auswertung

Ablauf

Druckluft-Langwaffen (Druckluft, Pressluft, CO2). Einzellader-, Repetier- und halbautomatische Waffen sind gleichermaßen erlaubt. Jeweils getrennt nach offener Visierung (Kimme, Korn), geschlossener Visierung (Diopter, Leuchtpunktvisierung) und optischen Zielhilfsmitteln (z.B. Zielfernrohr, Adlerauge) 4,5 mm 45, davon 30 zur Ringwertung DSU b5 Präzisionsscheibe, je 2 Scheiben pro Durchgang mit je 5 Schuss Die Disziplin (alle Teilübungen und Durchläufe) sind in einer maximalen Gesamtzeit von 30 Minuten zu bewältigen. Die Ringzahl der beiden Teilübungen d) und e) werden addiert, Max. Punktzahl 300. Pro Sekunde an Zeitüberschreitung wird 1 Ring abgezogen. Bei mehr als 60 Sekunden Zeitüberschreitung erfolgt die Disqualifizierung des Teilnehmers. a.) Liegend-Aufgelegt-Anschlag auf Biathlon Anlage. (Sommerbiathlon, 10 Meter) Schusszahl : 5 Schuss b.) Strafübung für jeden Fehlschuss aus Übung a.) 2 Kniebeugen oder 1 Liegestütze pro Fehlschuss, der Teilnehmer entscheidet selbst über die Übung. c.) Laufübung (ohne Waffe) Es wird eine vorgeschriebene Strecke bewältigt. Es kommt dabei nicht auf die Zeit an! Diese geht nicht (!) in die Wertung ein. Der Laufparcours wird abgesteckt und soll 250 Meter betragen. Der Laufparcours orientiert sich am vorhandenen Gelände, es werden keine speziellen Vorgaben gemacht. d.) 5 Schuss Stehend-Aufgelegt-Anschlag, anschließend Scheibenwechsel e.) 5 Schuss Stehend-Freihand-Anschlag Die Teilübungen a.) bis e.) sind 3 mal zu absolvieren.

Kapitel 6

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DSU Sporthandbuch

Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

LG − P Präzisionsschießen "Luftgewehr" Das Präzisionsschießen erfolgt im Stehend-Freihändigen Anschlag. Waffen Wertungsklassen

Kaliber Schusszahl Zeit Scheiben Auswertung Ablauf

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Druckluft-Langwaffen (Druckluft, Pressluft, CO2). Einzellader-, Repetier- und halbautomatische Waffen sind gleichermaßen erlaubt. Jeweils getrennt nach offener Visierung (Kimme, Korn), geschlossener Visierung (Diopter, Leuchtpunktvisierung) und optischen Zielhilfsmitteln (z.B. Zielfernrohr, Adlerauge) 4,5 mm 30 30 Minuten insgesamt DSU b5 Präzision, 6 Scheiben Die Ringzahl der Scheiben werden addiert, Max. Punktzahl 300. Es werden pro Scheibe 5 Schuss abgegeben. Danach erfolgt jeweils ein Scheibenwechsel.

Kapitel 6

DSU Sporthandbuch

Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

Disziplinen der DSU für „Luftgewehr“ (Kurzübersicht) Luftgewehrübung LG – A 1 Aufgelegtes Schießen offene Visierung LG – A 1 Aufgelegtes Schießen geschlossene Visierung LG – A 1 Aufgelegtes Schießen optische Zielhilfsmittel

Kurzbez. LG-A1-oV LG-A1-gV LG-A1-ZF

Kaliber 4,5 mm 4,5 mm 4,5 mm

Ringe 300 300 300

Scheiben 2xb5 2xb5 2xb5

LG – KS 1 Kombiniertes Schießen offene Visierung LG – KS 1 Kombiniertes Schießen geschlossene Visierung LG – KS 1 Kombiniertes Schießen optische Zielhilfsmittel

LG-KS-1-oV LG-KS-1-gV LG-KS-1-ZF

4,5 mm 4,5 mm 4,5 mm

300 300 300

6xb5Präz. 6xb5Präz. 6xb5Präz.

LG – KS 3 Kombiniertes Schießen (Dreistellungskampf) offene Visierung LG – KS 3 Kombiniertes Schießen (Dreistellungskampf) geschlossene Visierung LG – KS 3 Kombiniertes Schießen (Dreistellungskampf) optische Zielhilfsmittel

LG-KS-3-oV

4,5 mm

300

6xb5

LG-KS-3-gV

4,5 mm

300

6xb5

LG-KS-3-ZF

4,5 mm

300

6xb5

LG – DS Dynamisches Sportschießen offene Visierung LG – DS Dynamisches Sportschießen geschlossene Visierung LG – DS Dynamisches Sportschießen optische Zielhilfsmittel

LG-DS-oV LG-DS-gV

4,5 mm 4,5 mm

300 300

6xb5Präz. 6xb5Präz.

LG-DS-ZF

4,5 mm

300

6xb5Präz.

LG – P Präzisionsschießen "Luftgewehr" offene Visierung LG – P Präzisionsschießen "Luftgewehr" geschlossene Visierung LG – P Präzisionsschießen "Luftgewehr" optische Zielhilfsmittel

LG-P-oV LG-P-gV

4,5 mm 4,5 mm

300 300

6xb5Präz. 6xb5Präz.

LG-P-ZF

4,5 mm

300

6xb5Präz.

Kapitel 6

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

LP – A 1 Aufgelegtes Schießen Hier werden jeweils 15 Schuss im Liegend-Aufgelegt-Anschlag geschossen. Ferner 15 Schuss im Stehend-Aufgelegten-Anschlag. Die Waffe wird mit beiden Händen gehalten. Für diese Disziplin werden keine offiziellen Wettkämpfe ausgeschrieben. Waffen

Wertungsklassen Kaliber Schusszahl Zeit Scheiben Auswertung Ablauf

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Druckluft-Kurzwaffen (Druckluft, Pressluft, CO2). Einzellader-, Repetier- und halbautomatische Waffen sind gleichermaßen erlaubt; die Verwendung von Pistolen oder Revolvern ist ohne Unterscheidung erlaubt. Jeweils getrennt nach offener Visierung (Kimme, Korn), geschlossener Visierung (Leuchtpunktvisierung). 4,5 mm 30 30 Minuten insgesamt DSU Ovalringscheibe b4 Die Ringzahl der beiden Teilübungen werden addiert, Max. Punktzahl 300. Die Schützen gehen auf ihrer Schießbahn in Stellung. Es wird mit dem LiegendAnschlag begonnen. Wenn alle Schützen fertig sind, wird die Stehend-Teilübung geschossen. Zwischen den Teilübungen erfolgt der Scheibenwechsel.

Kapitel 6

DSU Sporthandbuch

Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

LP – DS Dynamisches Sportschießen Beim dynamischen Sportschießen geht es darum, Schießübungen mit sportlichen Aktivitäten zu verbinden. Die Disziplin setzt sich aus 5 Teilübungen mit 3 Durchläufen (1 Durchlauf = Teilübung a bis e) zusammen.

Waffen

Druckluft-Kurzwaffen (Druckluft, Pressluft, CO2). Einzellader-, Repetier- und halbautomatische Waffen sind gleichermaßen erlaubt; die Verwendung von Pistolen oder Revolvern ist ohne Unterscheidung erlaubt. Wertungsklassen Jeweils getrennt nach offener Visierung (Kimme, Korn), geschlossener Visierung (Leuchtpunktvisierung). Kaliber 4,5 mm Schusszahl 45, davon 30 zur Ringwertung Scheiben DSU Ovalringscheiben b4, je 2 Scheiben pro Durchgang mit je 5 Schuss Zeiten Die Disziplin (alle Teilübungen und Durchläufe) sind in einer maximalen Gesamtzeit von 30 Minuten zu bewältigen Auswertung Die Ringzahl der beiden Teilübungen d) und e) werden addiert, Max. Punktzahl 300. Pro Sekunde an Zeitüberschreitung wird 1 Ring abgezogen. Bei mehr als 60 Sekunden Zeitüberschreitung erfolgt die Disqualifizierung des Teilnehmers. Ablauf a.) Liegend-Aufgelegt-Anschlag auf Biathlon Anlage. (Sommerbiathlon, 10 Meter) Schusszahl: 5 Schuss b.) Strafübung für jeden Fehlschuss aus Übung a.) 2 Kniebeugen oder 1 Liegestütze pro Fehlschuss, der Teilnehmer entscheidet selbst über die Übung. c.) Laufübung (ohne Waffe) Es wird eine vorgeschriebene Strecke bewältigt. Es kommt dabei nicht auf die Zeit an! Diese geht nicht (!) in die Wertung ein. Der Laufparcours wird abgesteckt und soll 250 Meter betragen. Der Laufparcours orientiert sich am vorhandenen Gelände, es werden keine speziellen Vorgaben gemacht. d.) 5 Schuss Stehend-Aufgelegt-Anschlag, anschließend Scheibenwechsel. e.) 5 Schuss Stehend-Freihand-Anschlag. Die Teilübungen a.) bis e.) sind 3 mal zu absolvieren

Kapitel 6

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

LP – P Präzisionsschießen "Luftpistole" Das Präzisionsschießen erfolgt im freihändigen Anschlag. Waffen

Wertungsklassen Kaliber Schusszahl Zeit Scheiben Auswertung Ablauf

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Druckluft-Kurzwaffen (Druckluft, Pressluft, CO2). Einzellader-, Repetier- und halbautomatische Waffen sind gleichermaßen erlaubt; die Verwendung von Pistolen oder Revolvern ist ohne Unterscheidung erlaubt. Jeweils getrennt nach offener Visierung (Kimme, Korn), geschlossener Visierung (Leuchtpunktvisierung). 4,5 mm 30 30 Minuten insgesamt DSU Ovalringscheibe b5, 6 Scheiben Die Ringzahl der Scheiben werden addiert, Max. Punktzahl 300. Es werden pro Scheibe 5 Schuss abgegeben. Danach erfolgt jeweils ein Scheibenwechsel.

Kapitel 6

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

LP – KS 3 Kombiniertes Schießen (Dreistellungskampf) 10 Schuss Stehend-Freihändiger-Anschlag, beidhändig 10 Schuss Kniend-Freihändiger-Anschlag, beidhändig 10 Schuss Liegend-Anschlag, beidhändig

Waffen

Wertungsklassen Kaliber Schusszahl Zeit Scheiben Auswertung Ablauf

Kapitel 6

Druckluft-Kurzwaffen (Druckluft, Pressluft, CO2). Einzellader-, Repetier- und halbautomatische Waffen sind gleichermaßen erlaubt; die Verwendung von Pistolen oder Revolvern ist ohne Unterscheidung erlaubt. Jeweils getrennt nach offener Visierung (Kimme, Korn), geschlossener Visierung (Leuchtpunktvisierung). 4,5 mm 30 30 Minuten insgesamt DSU Ovalringscheiben b4 Die Ringzahl der Teilübungen werden addiert, Max. Punktzahl 300. Die Schützen gehen auf ihrer Schießbahn in Stellung. Es wird mit dem LiegendAnschlag begonnen. Wenn alle Schützen fertig sind, wird die Kniend-Teilübung geschossen. Anschließend die Stehend-Teilübung. Es werden 5 Schuss pro Scheibe abgegeben. Danach erfolgt ein Scheibenwechsel.

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

LP 1 mehrschüssige Luftpistolenübung Die LP 1 ist eine jugendtaugliche dynamische Mehrdistanz (5-10 Meter), Zeitserien (10-20 Sekunden) – Druckluftwaffenübung für die Schnellfeuer-Luftpistole, stehend, beidhändig in drei Schießstellungen. Je nach Möglichkeit des Schießstandes werden die Scheiben nebeneinander oder übereinander aufgehängt.

Waffen

Mehrschüssige Luftpistole, bei denen nach dem Durchladen zur Abgabe der Schüsse lediglich der Abzug betätigt werden muss. Ein Vorspannen des Hahns ist zulässig. Repetier- und halbautomatische Waffen sind gleichermaßen erlaubt; die Verwendung von Pistolen oder Revolvern ist ohne Unterscheidung erlaubt. Wertungsklassen Jeweils getrennt nach offener Visierung (Kimme, Korn), geschlossener Visierung (Leuchtpunktvisierung). Kaliber 4,5 mm Schusszahl 30 Scheiben DSU Ovalringscheibe b4, 3 Scheiben Schusskapazität Magazin bzw. Trommel mit mindestens 5 Schuss Entfernung

10, 7,5 und 5 Meter, beginnend bei 10 Meter.

Zeiten

siehe Ablaufplan

Auswertung

Maximal erreichbare Ringzahl beträgt 300 Ringe = 300 Punkte. Für jeden Schuss, der nach dem Stoppsignal abgegeben wird, wird der beste Treffer vom Ergebnis abgezogen. Wahlweise ein- oder beidhändig auf 10 Meter liegend auf 7,5 Meter Kniend / sitzend auf 5 Meter stehend Es können mehrere Schützen gleichzeitig schießen. Die Schützen nehmen die jeweilige Stellung ein. Auf Kommando werden die Waffen mit jeweils 5 Schuss geladen und die Schützen nehmen die Bereitschaftsstellung ein. Auf das Signal „Feuer“, schießen die Schützen die jeweilige Serie. Nach dem Signal „Stopp“ darf nicht mehr geschossen werden. Waffen- und Munitionsstörungen gehen zu Lasten des Schützen. Nicht abgegebene Schüsse können nicht nachgeschossen werden und zählen als Fehlschüsse. Der Schütze kann jedoch ab der nächsten Serie weiterschießen. Bei Eintritt der dritten Störung erfolgt Disqualifikation.

Anschlag

Ablauf

Ablaufschema Stellung

Entfernung

Schusszahl

Zeit pro Serie

Scheibe

Liegend

10 m

5

20 Sek.

Linke Scheibe / untere Scheibe

Kniend/sitzend

7,5 m

5

20 Sek.

Linke Scheibe / mittlere Scheibe

Stehend

5m

5

10 Sek.

Mittlere Scheibe / obere Scheibe

Stehend

5m

5

10 Sek.

Mittlere Scheibe / obere Scheibe

Kniend/sitzend

7,5 m

5

20 Sek.

Rechte Scheibe / mittlere Scheibe

Liegend

10 m

5

20 Sek.

Rechte Scheibe / untere Scheibe

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Kapitel 6

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

Disziplinen der DSU für „Luftpistole“ (Kurzübersicht) Luftpistolenübung LP – A 1 Aufgelegtes Schießen offene Visierung LP – A 1 Aufgelegtes Schießen geschlossene Visierung

Kurzbez. LP-A1-oV LP-A1-gV

Kaliber 4,5 mm 4,5 mm

Ringe 300 300

Scheiben 2xb4 2xb4

LP 1 mehrschüssige Luftpistolenübung offene Visierung LP 1 mehrschüssige Luftpistolenübung geschlossene Visierung

LP-1-oV LP-1-gV

4,5 mm 4,5 mm

300 300

3xb4 3xb4

LP – KS 3 Kombiniertes Schießen (Dreistellungskampf) offene Visierung LP – KS 3 Kombiniertes Schießen (Dreistellungskampf) geschlossene Visierung

LP-KS-3-oV

4,5 mm

300

6xb4

LP-KS-3-gV

4,5 mm

300

6xb4

LP – DS Dynamisches Sportschießen offene Visierung LP – DS Dynamisches Sportschießen geschlossene Visierung

LP-DS-oV LP-DS-gV

4,5 mm 4,5 mm

300 300

6xb4 6xb4

LP – P Präzisionsschießen "Luftpistole" offene Visierung LP – P Präzisionsschießen "Luftpistole" geschlossene Visierung

LP-P-oV LP-P-gV

4,5 mm 4,5 mm

300 300

6xb5 6xb5

Kapitel 6

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

Disziplinen für Zimmerstutzen Gemäß den gesetzlichen Möglichkeiten können Jugendliche ab 14 Jahre an den nachfolgenden Disziplinen teilnehmen; vgl. § 27, Abs. 3 WaffG. Die Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten muss vorliegen und die gesetzliche Vorgabe zur Aufsicht muss erfüllt sein. Zimmerstutzen (unter die Bezeichnung fallen hier alle Kaliber 4 mm, 4mm M20, 4mm lang, 4mm kurz, Rand- oder Zentralfeuer) In diesem Bereich werden die für die Druckluftwaffen beschriebenen Disziplinen analog angewendet. Ablauf, Wertung und Scheiben bleiben identisch. Es wird auf eine Entfernung von 10 Meter geschossen, wie im Druckluftwaffenbereich beschrieben. Abweichungen ergeben sich gegebenenfalls durch die Angaben bei den einzelnen Disziplinen. Die angebotenen Disziplinen ergeben sich aus der nachfolgenden Übersicht. Waffen

Wertungsklassen Kaliber Schusszahl Scheiben Auswertung Ablauf

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Es sind für die jeweiligen Kurz- und Langwaffendisziplinen alle Waffen zugelassen im Kaliberbereich 4 mm. Eine Unterscheidung zwischen Randfeuer- und ZentralfeuerWaffen findet nicht statt. Die Verwendung eines Gewehrriemens ist nicht zulässig. Siehe Druckluftwaffendisziplinen Alle im Bereich 4 mm, 4mm M20, 4mm lang, 4mm kurz, Rand- oder Zentralfeuer. Es findet keine Gruppenunterteilung statt. Siehe Druckluftwaffendisziplinen Siehe Druckluftwaffendisziplinen Siehe Druckluftwaffendisziplinen Siehe Druckluftwaffendisziplinen

Kapitel 6

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Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

Disziplinen der DSU für „Zimmerstutzen – Langwaffen“ (Kurzübersicht) Zimmerstutzen – Langwaffenübung LZiSt – A 1 Aufgelegtes Schießen offene Visierung LZiSt – A 1 Aufgelegtes Schießen geschlossene Visierung LZiSt – A 1 Aufgelegtes Schießen optische Zielhilfsmittel

Kurzbez. LZiSt-A1-oV LZiSt-A1-gV LZiSt-A1-ZF

Kaliber 4 mm 4 mm 4 mm

Ringe 300 300 300

Scheiben 2xb5 2xb5 2xb5

LZiSt – KS 1 Kombiniertes Schießen offene Visierung LZiSt-KS-1-oV LZiSt – KS 1 Kombiniertes Schießen geschlossene Visierung LZiSt-KS-1-gV LZiSt – KS 1 Kombiniertes Schießen optische Zielhilfsmittel LZiSt-KS-1-ZF

4 mm 4 mm 4 mm

300 300 300

6xb5Präz. 6xb5Präz. 6xb5Präz.

LZiSt – KS 3 Kombiniertes Schießen (Dreistellungskampf) Offene Visierung LZiSt – KS 3 Kombiniertes Schießen (Dreistellungskampf) geschlossene Visierung LZiSt – KS 3 Kombiniertes Schießen (Dreistellungskampf) optische Zielhilfsmittel

LZiSt-KS-3-oV

4 mm

300

6xb5

LZiSt-KS-3-gV

4 mm

300

6xb5

LZiSt-KS-3-ZF

4 mm

300

6xb5

4 mm

300

6xb5Präz.

4 mm

300

6xb5Präz.

4 mm

300

6xb5Präz.

LZiSt – P Präzisionsschießen "Zimmerstutzen" offene LZiSt-P-oV Visierung LZiSt – P Präzisionsschießen "Zimmerstutzen" geschlossene LZiSt-P-gV Visierung LZiSt – P Präzisionsschießen "Zimmerstutzen" optische LZiSt-P-ZF Zielhilfsmittel

Kapitel 6

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DSU Sporthandbuch

Sportordnung Jugendgerechte Disziplinen

Disziplinen der DSU für „Zimmerstutzen – Kurzwaffen“ (Kurzübersicht) Zimmerstutzen – Kurzwaffenübung KZiSt – A 1 Aufgelegtes Schießen offene Visierung KZiSt – A 1 Aufgelegtes Schießen geschlossene Visierung

Kurzbez. KZiSt-A1-oV KZiSt-A1-gV

Kaliber Ringe 4 mm 300 4 mm 300

Scheiben 2xb4 2xb4

KZiSt 1 mehrschüssige Kurzwaffenübung offene Visierung KZiSt 1 mehrschüssige Kurzwaffenübung geschlossene Visierung

KZiSt-1-oV KZiSt-1-gV

4 mm 4 mm

300 300

3xb4 3xb4

KZiSt – KS 3 Kombiniertes Schießen (Dreistellungskampf) offene Visierung KZiSt – KS 3 Kombiniertes Schießen (Dreistellungskampf) geschlossene Visierung

KZiSt-KS-3-oV

4 mm

300

6xb4

KZiSt-KS-3-gV

4 mm

300

6xb4

4 mm

300

6xb5

4 mm

300

6xb5

KZiSt-P Präzisionsschießen "Zimmerstutzen" offene KZiSt-P-oV Visierung KZiSt-P Präzisionsschießen "Zimmerstutzen" geschlossene KZiSt-P-gV Visierung

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Kapitel 6

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VDSK

DSU Sporthandbuch Verband Deutscher Schwarzpulver Kanoniere e.V. -VDSK-

Kapitel 7

Seite - 1 -

DSU Sporthandbuch

Inhaltsverzeichnis Schwarzpulver-Kanoniere

VDSK

Seite

Allgemeine Bestimmungen

4

Wettkämpfe

7

Ausschreibung von Wettkämpfen

7

Aufsicht beim Schießen

8

Klasseneinteilung der Kanonen

10

Klasse 1

11

Klasse 2

12

Klasse 3

13

Klasse 4

14

Klasse 5

15

Klasse 6

16

Klasse 7

17

Klasse 8

18

Klasse 9

19

Schnittzeichnungen

20

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Kapitel 7

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VDSK

Allgemeine Bestimmungen Sinn und Zweck dieser Sportordnung soll sein, den Kanonieren des Verbandes Deutscher Schwarzpulver Kanoniere e.V. ein breites sportliches Betätigungsfeld anzubieten. Der Versuch, diese Sportordnung durch Spitzfindigkeiten und persönliche Ansichten zu unterlaufen, ist unsportlich und führt zur Disqualifikation. Jeder Kanonier ist den Regeln dieser Sportordnung der jeweiligen Standordnung und bei Wettkämpfen den Bedingungen der Ausschreibung unterworfen. Er erkennt an und beachtet diese Regeln, Bestimmungen und Bedingungen. Wenn die Sportordnung eine eindeutige Auslegung nicht erkennen lässt, wird die Auslegung im Sinne des sportlichen Anstandes, die eine Gleichstellung aller Teilnehmer verlangt, vorgenommen. Die Modellkanone muss ein amtliches Beschusszeichen haben. Sie muss einer einschüssigen Schwarzpulver Vorderlader Modellkanone und einem Vorderlader-Original vor 1871 maßstabsgerecht entsprechen. Der Kanonier hat bei Unklarheit bezüglich der Modelltreue den bildlichen oder schriftlichen (Zeichnung) Nachweis für das Vorbild zu erbringen. Für alle Modellkanonen wird von der Waffenkontrolle (Schiessaufsicht) für das jeweilige Schiessen eine Schiesserlaubnis erteilt. Diese ist jedoch für einen anderen Schiesswettkampf nicht übertragbar. (Als Vorderlader gelten in diesem Sinne Modellkanonen, bei denen Treibmittel und Geschoss von vorne in das Rohr eingebracht werden (Ausnahme: Klasse 4 - Hinterlader mit Keilverschluss und Papierpatrone vor 1871.) Modellkanonen können in ihrer Bauart als • • •

Feldlafette (Kanonenrohr auf Fahrgestell, siehe Abbildung im Anhang) Schiffsgeschütz (Kanonenrohr auf Bock mit vier Rädern montiert) Festungsgeschütz (Kanonenrohr auf Bock mit vier Rädern montiert)

dargestellt werden.

Alle aktiven Kanoniere müssen im Besitz einer gültigen „Erlaubnis nach § 27 des Sprengstoffgesetzes“ sein, und deren Richtlinien kennen. Die Prüfungskommission ist vor Wettkämpfen verpflichtet, Erlaubnis nach § 27 Sprengstoffgesetz und Beschusszeichen zu kontrollieren. Eine Waffenprüfung vor einem Wettkampf erfolgt nach dieser Sportordnung, nach der auch Unklarheiten vor Beginn des Wettkampfes geklärt werden. Für das sportliche Schiessen mit Schwarzpulver-Modellkanonen sind nur Bleirundkugeln als Geschoss, Schwarzpulver als Treibmittel und nur zugelassene Zündmittel erlaubt. Jeder Kanonier ist für die Einhaltung der Joule Begrenzung (Pulvermenge, Kugelgewicht) des jeweiligen Schiessstandes selbst verantwortlich. 2

Formel: Joule = ½ M x V wobei die Geschwindigkeit V mittels Lichtschranke zu messen ist.) (Bei einem Kugelgewicht von 748 gr mit Schweizer Artillerie Pulver Nr. 5 30 grains geladen, ergibt sich eine Bewegungsenergie von 6776 Joule)

Bei Modellkanonen, deren Spurbreite mehr als 490 mm beträgt, ist der Veranstalter nicht verpflichtet, größere Tische bereitzustellen.

Kapitel 7

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DSU Sporthandbuch

VDSK

Das Anbringen jeglicher Markierungen auf dem Schiesstisch während des Wettkampfes führt zur sofortigen Disqualifikation. Die Kanonen dürfen nicht komplett aufgebockt sein, sondern müssen ausnahmslos mindestens auf 2 Rädern und auf einem Auflagepunkt stehen. Wer durch ungebührliches Verhalten Kanoniere oder den Wettkampf stört, kann vom Leiter des Schiessens des Standes verwiesen werden. Handelt es sich um einen Teilnehmer des Wettkampfes, wird er disqualifiziert. Die Verwendung von Mobiltelefonen, Funksprechgeräten oder ähnlichen Vorrichtungen ist während des Wettkampfes im Schützenstand verboten. Die Ladung darf nur aus fabrikmäßig hergestelltem Schwarzpulver ohne Zusätze als Treibladungspulver, Verdämmungsmittel und einem Geschoss aus Blei bestehen. Schwarzpulver muss in geschlossenen Behältern untergebracht sein. Die Pulvermenge muss pro Schuss einzeln abgefüllt, und in dafür vorgesehenen Behältern bereitgestellt werden. Das Abfüllen von Pulver ist auf dem Schiessstand streng verboten. Die Zündhütchen sind in einem verschlossenen Behältnis zu verwahren. Die Zündmittel dürfen erst kurz vor dem Schiessen, wenn die Kanone in Schussrichtung zeigt, vom Kanonier selbst aufgebracht werden. Wird eine Treibladung nicht gezündet, obwohl das Zündmittel gezündet hat, so muss die Kanone mindestens 10 Sekunden im Anschlag verbleiben. Der Kanonier hat die Störung, unter Beachtung der Sicherheitsbestimmungen und Meldung an die Standaufsicht, selbst zu beseitigen. Zielübungen sind nur im Schützenstand, mit nach dem Geschossfang gerichteter Mündung gestattet.

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Kapitel 7

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VDSK

Wettkämpfe werden durchgeführt: – – – – – – –

in den – Modellkanonen Standorten – Rundenwettkämpfe mehrerer Standorte Fernwettkämpfe Deutsche Meisterschaft auf Landesebene offene nationale Pokal-Wettkämpfe offene internationale Pokal-Wettkämpfe Europameisterschaft

Daneben können aus besonderen Anlässen auch Wettkämpfe (z.B. Traditionsveranstaltungen) ausgeschrieben werden.

Bei Wettkämpfen soll die Ausschreibung dazu enthalten: – – – – – – – – – – –

Name und Anschrift der ausschreibenden Stelle, Datum des Schiessens mit Schiesszeiten, Ort und Schiessplatz, eventuell mit Lageplan, Veranstalter mit Benennung der Oberaufsicht Standaufsichten (vorher festgelegte Stützpunkte) Wettkampfklassen als Einzelstarter und Mannschaften mit Bekanntgabe der Startgebühren und der Einspruchsgebühr, Schiessprogramm mit Entfernung, Anzahl der Wertungsschüsse, Art der Zielscheibe, Auswertung (vorher festgelegter Stützpunkt) Terminierung der Siegerehrung und Benennung der Preise, Aushang der Ergebnisse und Angabe der Einspruchsfrist, rechtzeitige schriftliche Anmeldung der Teilnehmer für die Zeit- und Standeinteilung,

Bei Fernwettkämpfen treten die Kanoniere auf verschiedenen Schiessständen an, unter Aufsicht von Vertrauenspersonen, die von den Beteiligten benannt werden.

Kapitel 7

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VDSK

Die Aufsicht hat folgende Aufgabe: – – – – – – – – –

Einhaltung der Regeln überwachen die Namen der Kanoniere anhand der Startliste vor und nach dem Schiessenkontrollieren sicherstellen, dass nur geprüfte und zugelassene Kanonen am Wettkampf teilnehmen (Waffenkontroll-Aufkleber), für jeden Wettkampf neu, die Kommandos geben, die Einhaltung der Schiesszeit überwachen, Fehlschüsse auf der Zielscheibe vermerken, dafür sorgen, dass die Wettkampfschützen nicht gestört werden, das keine unbefugte Person sich auf dem Wettkampfstand befindet, das kein Schütze den Wettkampfstand während des Wettkampfe verlässt.

Kein Mitglied des Kampfgerichtes darf dem Verein oder dem Modellkanonen-Standort angehören, dessen Fall zur Entscheidung ansteht. Den Anordnungen der Schiessleitung und der Standaufsicht ist sofort Folge zu leisten. Der Vizepräsident – Schießsport – wird in Zusammenarbeit mit den Standortleitern die Mitarbeiter benennen. Es bleibt jedem Kanonier überlassen, aus welcher Körperhaltung, (kniend, hockend, stehend, sitzend, liegend) er die Kanone auf das Ziel richtet. Die Kanone darf nur stehend gezündet werden. Rollstuhlfahrer und Körperbehinderte dürfen die Hilfe eines Lade- und Zündkanoniers in Anspruch nehmen. Funktionäre, die bei Wettkämpfen tätig sind, können in der regulären Schießzeit am Wettkampf teilnehmen. Es muss aber in dieser Zeit eine Ersatzperson seine Funktion übernehmen. Jeder Kanonier muss vor dem Start seine Kanone mit Zubehör einer Kontrolle unterziehen. Kontrollierte und nicht beanstandete Kanonen werden mit einer Kontrollmarke, die nur für diesen Wettkampf gültig ist (mit Jahreszahl oder Logo) gekennzeichnet. Treffer darf der Kanonier nur von seinem Stand aus, auch mit Hilfe eines Fernglases beobachten. Bei Seilzuganlagen muss die Scheibe in der Halterung verbleiben. Die beschossenen Scheiben werden nur von den Aufsichtpersonen unmittelbar ohne Einsicht des Kanoniers zur Auswertung gebracht. Bei angeschossenen Ringen auf der Scheibe muss die Einschussmitte auf dem den Ring begrenzten Kreis liegen. Wettkämpfe des VDSK werden grundsätzlich und ausschließlich nach der Zentrumswertung ausgewertet. Jede Wettkampfscheibe muss von zwei Personen bewertet werden, die vor dem Wettkampf von den Stützpunktleitern benannt werden. Scheiben, die mit einer Lehre oder einem Schusslochprüfer gewertet wurden, sind mit dem Resultat zu beschriften und vom Auswerter abzuzeichnen. Bei Meinungsverschiedenheiten entscheidet die Wettkampfleitung. Nach der Auswertung ist die Ergebnisliste mit Namen, Vornamen, Klasse, Startnummer, Stützpunktzugehörigkeit, sowie Rang und Ergebnis auszuhängen. Das Schießen auf fremde Scheiben oder Mehrabgabe von Schüssen, wird nach Meldung der Standaufsicht durch die Wettkampfleitung entschieden.

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Kapitel 7

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Im Falle einer Ergebnisgleichheit muss die Platzierung wie folgt festgelegt werden. 1. durch die höchste Zahl der 100er, 90er, 80er usw. 2. durch Zentrumswertung Einwendungen gegen Regelverstöße und Wertung der Schüsse müssen spätestens 20 Minuten nach Bekanntgabe aller Ergebnisse beim Veranstalter des Wettbewerbes eingereicht werden. Die Einspruchsgebühr legt der Veranstalter in der Ausschreibung fest. Einsprüche bearbeitet die Wettkampfleitung sofort vor Ort mit Angabe der Entscheidungszeit. Die Entscheidung und der Einspruch müssen schriftlich in Aushang kommen. Berufung gegen diesen Entscheid ist 30 Minuten nach Bekanntgabe bei der Wettkampfleitung einzureichen. Die Berufungsgebühr beträgt das Dreifache der „Erstgebühr“. Die Entscheidung des Berufungsgerichts ist endgültig. Das Schießen mit Irisblende ist erlaubt. Das Tragen einer Schutzbrille beim Zünden der Kanone ist Pflicht. Sicherungsseile der Kanone müssen lose angebracht sein (nicht auf Zug). Bei Mitgliedern aus dem Ausland, die nicht die Erlaubnis nach § 27 des Sprengstoff– gesetzes (Deutsches Gesetz) besitzen, wird ein Kanonier, der im Besitz des § 27 des Sprengstoffgesetzes ist, zur Seite gestellt. Der Vizepräsident – Schießsport – ist immer der Ansprechpartner – in Zusammenarbeit mit den Standortleitern.

Kapitel 7

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Klasseneinteilung der Schwarzpulver-Vorderlader Modellkanonen ________________________________________________ Grundsätzlich dürfen Schwarzpulver-Vorderlader Modellkanonen nur in der durch diese Sportordnung geregelten Klassifizierung starten. Schießzeit für alle Klassen – 10,00 Minuten Vorbereitungszeit 45,00 Minuten Wettkampfzeit 5,00 Minuten Abräumzeit Probeschuss ist nicht erlaubt

Klasse 1 :

2x5

Schuss auf

2 Schwarzpulverscheiben

Klasse 2 :

2x5

Schuss auf

2 Schwarzpulverscheiben

Klasse 3 :

2x5

Schuss auf

2 Schwarzpulverscheiben

Klasse 4 : 10 x 1

Schuss auf 10 untereinander angebrachte KK- Scheiben

Klasse 5 :

2x5

Schuss auf

Klasse 6 :

1 x 7 Schuss,

5 Schuss Wertung, 1 Musketenscheibe

Klasse 7 :

1 x 7 Schuss,

5 Schuss Wertung, 1 Musketenscheibe

Klasse 8 :

1 x7

Schuss,

5 Schuss Wertung, 1 Musketenscheibe

Klasse 9 :

1 x13 Schuss,

10 Schuss Wertung, 1 Musketenscheibe

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2 Schwarzpulverscheiben

Kapitel 7

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Klasse 1: Kanone ohne Visierung (Distanz 25 Meter)

Diese Kanonen müssen der Bauart nach als Feldlafette, Schiffsgeschütz oder als Festungsgeschütz gebaut werden. Die Schwarzpulver-Modellkanone muss einem Vorbild entsprechen (Vorderladerkanone vor 1871).

Die Kanone muss vom Kanonier eigenhändig aufgestellt und bedient werden können. Beschläge und Zierornamente müssen so angebracht sein, dass sie nicht als Zielhilfe ausgelegt werden können. Die Höhenverstellung kann mittels Spindel oder Keil erfolgen.

Das Rohr darf eine Länge von 800 mm nicht überschreiten (gemessen vom Zündloch bis zur Mündung). Das Kaliber ist begrenzt auf 12 mm mindestens und 20 mm maximal bei glatter Laufbohrung.

Rohrbefestigungselemente dürfen axial, sowie radial über die Visierlänge nicht hinausragen.

Die Materialart des Rohres ist freibleibend, muss jedoch für den Schützen im Handel zu erwerben sein. Technische Mattierungen einer Rohreinheit durch Sandstrahlen sind erlaubt, soweit sie dem Original der Rohreinheit entsprechen. Das Einstrahlen, Gravieren und Giessen von Wappen, Schriftzeichen und jeglichen Ornamenten und Zierrat ist grundsätzlich erlaubt, soweit sie im Original der Rohreinheit entsprechen. In Zweifelsfällen muss der Nachweis vom Kanonier erbracht werden.

Kapitel 7

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Klasse 2: Kanone ohne Visierung (Distanz 25 Meter)

Diese Kanonen müssen der Bauart nach als Feldlafette, Schiffsgeschütz oder als Festungsgeschütz gebaut werden. Die Schwarzpulver-Modellkanone muss einem Vorbild entsprechen (Vorderladerkanone vor 1871)

Die Kanone muss vom Kanonier eigenhändig aufgestellt und bedient werden können. Beschläge und Zierornamente müssen so angebracht sein, dass sie nicht als Zielhilfe ausgelegt werden können. Die Höhenverstellung kann mittels Spindel oder Keil erfolgen.

Das Rohr darf eine Länge von 400 mm nicht überschreiten (gemessen vom Zündloch bis zur Mündung). Das Kaliber ist begrenzt auf 8 mm mindestens, und 16 mm maximal bei glatter Laufbohrung. Rohrbefestigungselemente dürfen axial, sowie radial über die Visierlinie nicht hinausragen.

Das Material des Rohres ist freibleibend, muss jedoch für den Schützen im Handel zu erwerben sein. Technische Mattierungen einer Rohreinheit durch Sandstrahlen sind erlaubt, soweit sie dem Original der Rohreinheit entsprechen. Das Einstrahlen, Gravieren und Giessen von Wappen, Schriftzeichen und jeglichen Ornamenten und Zierrat ist grundsätzlich erlaubt. In Zweifelsfällen muss der Nachweis vom Kanonier erbracht werden.

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Klasse 3: Kanone mit Visierung (Distanz 25 Meter)

Diese Kanonen müssen der Bauart als Feldlafetten, Schiffsgeschütze oder als Festungsgeschütz gebaut werden. Die Schwarzpulver-Modellkanone muss einem Vorbild entsprechen (Vorderladerkanone vor 1871).

Die Kanone muss vom Kanonier eigenhändig aufgestellt und bedient werden können. Beschläge und Zierornamente müssen so angebracht sein, dass sie nicht als Zielhilfe ausgelegt werden können. Die Höhenverstellung kann mittels Spindel oder Keil erfolgen.

Das Rohr darf eine Länge von 800 mm nicht überschreiten (gemessen vom Zündloch bis zur Mündung). Das Kaliber ist begrenzt auf 8 mm mindestens und 20 mm maximal bei glatter Laufbohrung. Die Materialart des Rohres ist freibleibend, muss jedoch für den Schützen im Handel zu erwerben sein. Starre, einfache Visierungen sind erlaubt, dürfen aber während des Wettkampfes nicht verändert werden. Sie können in das Rohr eingearbeitet sein oder als starre, nicht wechselbare Kimme und Korn am Rohr angebracht werden. Verstellmöglichkeiten oder ähnliches sind nicht erlaubt.

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Klasse 4: Freie Klasse (Distanz 25 Meter)

Modellkanonen vor 1871 bzw. ab 1871

Modellkanonen mit einer Kaliberbeschränkung auf maximal 20 mm und einer maximalen Rohrlänge von 800 mm (gemessen vom Zündloch bis zur Mündung). Es dürfen nur Bleirundkugeln mit Schwarzpulver geschossen werden. Das Rohr mit glattem oder gezogenem Lauf, kann als Vorderlader oder als Hinterlader mit Keilverschluss und Papierpatrone benutzt werden.

Die Kanone muss vom Kanonier eigenhändig aufgestellt und bedient werden können. Beschläge und Zierornamente müssen so angebracht sein, dass sie nicht als Zielhilfe ausgelegt werden können. Die Höhenverstellung kann mittels Spindel oder Keil erfolgen.

Jeglicher Laser und elektrische Zielgeräte sind nicht erlaubt.

Hier soll denjenigen die Möglichkeit geboten werden, die die modernere Art der Kanone in ihrem Bau und in ihrer Präzision unter gesetzlichen Bedingungen erproben und damit auch Wettkämpfe bestreiten wollen.

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Klasse 5: Kanone ohne Visierung (Distanz 50 Meter)

Diese Kanonen müssen der Bauart nach als Feldlafette, Schiffsgeschütz oder als Festungsgeschütz gebaut werden. Die Vorderlader-Modellkanone muss einem Vorbild entsprechen (Vorderladerkanone vor 1871).

Die Kanone muss vom Kanonier eigenhändig aufgestellt und bedient werden können. Beschläge und Zierornamente müssen so angebracht sein, dass sie nicht als Zielhilfe ausgelegt werden können. Die Höhenverstellung kann mittels Spindel oder Keil erfolgen.

Das Rohr darf eine Länge von 800 mm nicht überschreiten (gemessen vom Zündloch bis Mündung). Das Kaliber ist begrenzt auf 12 mm mindestens und 20 mm maximal bei glatter Laufbohrung. Rohrbefestigungselemente dürfen axial, sowie radial über die Visierlänge nicht hinausragen.

Die Materialien des Rohres sind freibleibend, müssen jedoch für den Schützen im Handel zu erwerben sein. Technische Mattierungen einer Rohreinheit durch Sandstrahlen sind erlaubt, soweit sie dem Original der Rohreinheit entsprechen. Das Einstrahlen, Gravieren und Giessen von Wappen, Schriftzeichen und jeglichen Ornamenten und Zierrat ist grundsätzlich erlaubt, soweit sie dem Original der Rohreinheit entsprechen. In Zweifelsfällen muss der Nachweis vom Kanonier erbracht werden.

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Klasse 6: Kanone ohne Visierung (Distanz 50 Meter)

Diese Kanonen müssen der Bauart nach als Feldlafette, Schiffsgeschütz oder Festungsgeschütz gebaut werden. Die Vorderlader-Modellkanone muss einem Vorbild entsprechen (Vorderladerkanone vor 1871)

Beschläge und Zierornamente müssen so angebracht sein, dass sie nicht als Zielhilfe ausgelegt werden können. Die Höhenverstellung kann mittels Spindel oder Keil erfolgen. Schwarzpulver-Modellkanonen dieser Reihe entsprechen in Bauart, Maßstab und Kaliber nahezu oder ganz dem Originalvorbild. (Vorderladerkanone vor 1871)

Die Bedienung besteht aus einem Kanonier und einem Ladehelfer. Nur der gemeldete Kanonier darf laden, zielen, zünden und putzen. Der Ladehelfer darf nur beim Auf- und Abbau der Kanone helfen und beim Putz- und Ladevorgang Handreichungen leisten. Zuwiderhandlungen führen zur Disqualifikation.

Das Kaliber ist begrenzt auf 21 mm mindestens und 35,9 mm maximal bei glatter Laufbohrung. Rohrbefestigungselemente dürfen axial, sowie radial über die Visierlinie nicht hinausragen.

Damenklasse: Klasse 6

Klassenbeschreibung wie Klasse 6

Eine Wertung, im Sinne des VDSK, erfolgt nur bei einer Teilname bzw. beim Start von mindestens 3 Teilnehmerinnen. Der Ladehelfer darf beim Putz- und Ladevorgang helfen.

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Klasse 7: Groß Kanone ohne Visierung (Distanz 50 Meter)

Diese Kanonen müssen der Bauart nach als Feld-, Festungs- oder Schiffsgeschütze gebaut werden.

Kanonen dieser Klasse entsprechen in Bauart, Maßstab und Kaliber nahezu oder ganz dem Originalvorbild. (Vorderladerkanone vor 1871)

Das Kaliber ist begrenzt auf mindestens 36 mm, bis derzeit maximal 150 mm (vorbehaltlich einer zu erwartenden Änderung durch die Beschussämter) entsprechend der jeweiligen Ausschreibung und Standzulassung, nur glatte Laufbohrung. Gesamtrohrlänge, Maßstabsgetreu bis Original.

Die Bedienung besteht aus einem Kanonier und einem Ladehelfer. Nur der gemeldete Kanonier darf laden, zielen, zünden und putzen. Der Ladehelfer darf nur beim Auf- und Abbau der Kanone helfen und beim Putz- und Ladevorgang Handreichungen leisten. Zuwiderhandlungen führen zur Disqualifikation.

Damenklasse: Klasse 7

Klassenbeschreibung wie Klasse 7

Eine Wertung, im Sinne des VDSK, erfolgt nur bei einer Teilname bzw. beim Start von mindestens 3 Teilnehmerinnen. Der Ladehelfer darf beim Putz- und Ladevorgang helfen.

Kapitel 7

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Klasse 8: Original Nachbau einer Schwarzpulverkanone (vor 1871) mit und ohne Visierung (Distanz 50 Meter)

Die Kanonen müssen der Bauart nach als Feldlafette, Festungs- oder Schiffsgeschütz gebaut werden.

Das Rohr und die Lafette müssen ein genauer Nachbau eines Originals im entsprechenden Maßstab sein. (Auszug aus Fachliteratur, alte Zeichnungen, Fotos usw.)

Das Rohr darf einen, glatten sowie einen gezogenen Lauf entsprechend der Originalität haben. Präzisions-Einsteckläufe sind erlaubt. (nicht herausnehmbar)

Das Material und die Art der Beschläge, Befestigung, sowie der Zierornamente, sollten dem Original weitgehend entsprechen.

Das Kaliber beträgt mindestens 15 mm, bis derzeit 150 mm maximal (vorbehaltlich der zu erwartenden Änderung durch die Beschussämter) entsprechend der jeweiligen Standzulassung.

Die Rohrlänge vom Zündloch bis Mündung gemessen muss dem Original entsprechend Maßstab entsprechen.

Einsteckläufe sowie eingegossene Stahlläufe sind nicht zugelassen.

Das Kaliber und die Rohrlänge wird durch die Ausschreibung sowie die jeweilige Standzulassung geregelt.

Die Wertung dieser Klasse im Sinne des VDSK, erfolgt nur bei einer Teilnahme ab 5 (Fünf) Startern.

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Klasse 9:

VDSK

offene Klasse (Distanz 100 Meter) (ausgenommen Klasse 4)

Diese Kanonen müssen der Bauart nach als Feld-, Festungs- oder Schiffsgeschütze gebaut werden. (Vorderladerkanone vor 1871)

Siehe entsprechende Klasseneinteilung

Die Wertung dieser Klasse im Sinne des VDSK erfolgt nur bei einer Teilnahme ab 5 (Fünf) Startern.

Eine Mannschaftswertung wird nur ab mindestens 3 Mannschaften vorgenommen.

______________________________________________________________

Die Sportordnung des Verbandes Deutscher Schwarzpulver Kanoniere e.V. wurde auf der Gründungsversammlung am 16. Juli 2006 auf Burg & Schloss Allstedt / SachsenAnhalt beschlossen und zuletzt geändert am 15.04.2007.

Kapitel 7

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VDSK

Sportordnung des VDSK Technische Erläuterungen zum Bau von Modellkanonen als Feldlafette mit einem Holm

Sportordnung des VDSK Technische Erläuterungen zum Bau Modellkanonen als Feldlafette. Wahlweise als Doppelholm, parallel, wie abgebildet oder konisch zulaufenden Holmen

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Kapitel 7

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Anhang

Leitfaden zur K 17 (für den Vereinstrainer)

Kapitel 8

Seite - 1 -

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Anhang

Inhaltsverzeichnis Allgemeiner Teil

Seite

Deckblatt

1

Inhaltsverzeichnis

2

Beschaffenheit des Holsters

3

Sicherheitsbestimmungen

8

Ablauf des Ziehvorganges

9

Fotodokumentation

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Kapitel 8

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Anhang

Leitfaden für den Vereinstrainer der DSU Hier: Ausbildungsrichtlinien zur Kurzwaffendisziplin KDi 17 Bei der KDi 17 handelt es sich um eine Mehrdistanzdisziplin, bei dem die Kurzwaffe unmittelbar vor der Schussabgabe aus dem Holster gezogen werden muss. Dies setzt eine einheitliche Ausbildung und Sicherheitsbeschulung der DSU Mitglieder durch die Vereinstrainer voraus.

Kriterien, die bei der KDi 17 zu beachten sind: 1. 2. 3. .

Beschaffenheit des Holsters Sicherheitsbestimmungen Ablauf des Ziehvorgangs der Waffe aus dem Holster

Zu 1: Beschaffenheit des Holsters: Es dürfen nur solche Holster verwendet werden, in dem die Waffe sicher festgehalten wird und diese trotzdem ohne große Kraftanstrengung aus dem Holster gezogen werden kann. Hierbei muss die Abzugseinrichtung der Waffe immer verdeckt sein. Das bedeutet, der Schütze kann bei dem umschließen des Griffstück der Waffe mit der Hand die Abzugseinrichtung nicht berühren und somit den Abzug nicht betätigen, so lange die Waffe im Holster steckt. Das Holster muss immer auf der Seite der Schusshand des Schützen entweder am Gürtel oder am Oberschenkel angebracht sein. Das bedeutet, bei Rechtshändler auf der rechten Seite, bei Linkshändler auf der linken Seite. Schulterholster, Gross-Draw-Holster und Rückenholster sind unzulässig.

Kapitel 8

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Anhang

Bild - 1 Beispiele für K 17 geeignete Holster mit verdeckter Abzugseinrichtung

Bild - 2 Beispiele für K 17 geeignete Holster mit eingesteckter Schusswaffe

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Kapitel 8

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Anhang

Bild - 3 Kapitel 8

Seite - 5 -

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Anhang

Bild - 4 Seite - 6 -

Kapitel 8

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Anhang

Bild - 5 Kapitel 8

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Anhang

Zu 2: Sicherheitsbestimmungen Die Waffe darf erst unmittelbar vor dem Schießablauf an der Schützenlinie geladen werden. Nach dem Laden der Waffe ist diese zu entspannen und ins Holster zu stecken. Bei DAO oder Safe Action Abzugssystemen erübrigt sich ein Entspannen der Waffe.

Sobald die Waffe im Holster steckt, gilt Schützensicherheit. Das heißt, die nächste Feuerlinie kann in diesem Fall auch mit der geladenen Waffe eingenommen werden.

Beim letzten Parcours der KDi 17 ist die Waffe unter der Kontrolle der Schießaufsicht komplett zu entladen. Eventuell noch gefüllte Magazine sind ebenfalls zu entladen. Die Schießaufsicht vergewissert sich immer zusammen mit dem Schützen, dass das Patronenlager der Pistole leer ist und das Magazin aus der Waffe herausgenommen wurde. Bei Revolvern wird sich vergewissert, dass die Trommeln keine Patronen mehr aufweisen. Erst danach darf die leere Waffe ins Holster zurückgesteckt werden. Der Schütze darf jetzt den Schießstand verlassen. Reine Single Action Pistolen oder Revolver dürfen bei der Übung nicht verwendet werden !!!

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Kapitel 8

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Zu 3: Ablauf des Ziehvorgangs der Waffe aus dem Holster Wegen der Besonderheit der KDi 17 darf diese nur von Schützen geschossen werden, welche nachfolgend aufgeführte Ausbildungsphasen absolviert haben: Die Ausbildung erfolgt ausschließlich durch die Vereinstrainer der DSU. Durch diese wird sichergestellt, dass jede der unten aufgeführten Ausbildungsphasen „mindestens 100 mal“ im Trockentraining, also mit leerer Waffe, geübt werden. Erst danach erfolgt die Durchführung der KDi 17 mit geladener Waffe. Auch hierbei ist die Schussabgabe „mindestens 100 mal“ durchzuführen. Der Vereinstrainer achtet hierbei während des Ziehvorgangs auf die nachfolgend beschriebenen Handlungsabläufe.

Bild - 6 Der Schütze konzentriert sich auf die Disziplin K 17.

Kapitel 8

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Anhang

Phase 1: Auf Kommando ergreift der Schütze mit der Schusshand das Griffstück der Waffe. Die Waffe selbst bleibt dabei im Holster. Sie darf in der Phase 1 aus diesem nicht herausgezogen werden. Hierbei wird trainiert, dass das Holster der Waffe in dieser Phase bereits sicher ergriffen wird und dass der Abzugsfinger parallel ausgestreckt am Holster aufliegt. Siehe Abbildung 7.

Bild - 7 Der Schütze ergreift die Waffe.

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Kapitel 8

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Anhang

Phase 2: Erst bei der Phase 2 wird die Waffe aus dem Holster gezogen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Waffe bereits unmittelbar nach dem Ziehvorgang in den „Beidhandanschlag“ übernommen wird. Die Waffe zeigt dabei in der 90 Grad Haltung etwa 1 Meter vom Schützen entfernt auf den Boden. Der Abzugsfinger darf in der Phase 2 noch nicht den Abzug der Waffe berühren. Er ist ausgestreckt am Abzugsbügel angelehnt. Siehe Abbildung 8.

Bild - 8 Der Schütze befindet sich im Vorgang des Ziehens der Waffe.

Kapitel 8

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Anhang

Phase 3: Aus der Phase 2 wird auf dem kürzesten Weg die Waffe in den Anschlag gebracht. Es erfolgt die Zielaufnahme. Erst jetzt ergreift der Abzugsfinger den Abzug! Siehe Abbildung 9.

Bild - 9 Der Schütze befindet sich im Vorgang des Ziehens der Waffe.

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Kapitel 8

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Anhang

Phase 4: Es werden jetzt 2 Schüsse aus der Waffe abgegeben. Danach bleibt der Schütze mindestens 3 Sekunden mit der Waffe im Ziel. Das heißt, nach dem Schießen wird nachgezielt. Nach der 2. Schussabgabe wird der Abzugsfinger aus dem Abzug der Waffe herausgenommen, ausgestreckt und neben dem Abzug angelehnt. Jetzt wird die Waffe entspannt, ausgenommen bei DAO und Safe Action Abzugssystemen. Siehe Abbildung 10.

Bild - 10 Der Schütze gibt die Schüsse ab.

Kapitel 8

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Anhang

Phase 5: Die Waffe wird ins Holster zurückgesteckt Sie Abbildung 11

Bild - 11 Der Schütze steckt die Waffe ins Holster zurück. Wenn der Schütze „insgesamt 100 mal“ unter der Anleitung seines Vereinstrainers die Waffe aus dem Holster gezogen und damit geschossen hat, darf er die K 17 unter Anleitung jedes Schießleiters schießen, sofern der Vereinstrainer dem Schützen bescheinigt, dass er die oben genannten Ausbildungsabschnitte erfolgreich absolviert hat. Sollte der Vereinstrainer im Einzelfall weitere Trainingseinheiten für erforderlich halten, hat der Schütze diese durchzuführen.

Seite - 14 -

Kapitel 8

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Anhang

Kurzbezeichnungen (für Kurz-, Lang-, Schwarzpulverdisziplinen)

Kapitel 8

Seite - A -

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Anhang

Inhaltsverzeichnis

Seite

Kurzwaffendiszipline

C

Langwaffendiszipline

D

Schwarzpulverdiszipline

E

Kapitel 8

Seite - B -

Diszplinen der DSU für Kurzwaffen (Kurzübersicht) Kurzwaffenübungen

Bezeichnung

Kurzwaffen 1 Kurzwaffen 13 offene Visierung Kurzwaffen 13 Leuchtpunkt Visierung Kurzwaffen 15 offene Visierung Kurzwaffen 15 Leuchtpunkt Visierung Kurzwaffen 17 Kurzwaffen 24 offene Visierung Kurzwaffen 24 Leuchtpunkt Visierung Kurzwaffen 27 offene Visierung Kurzwaffen 27 Leuchtpunkt Visierung Kurzwaffen 36 offene Visierung Kurzwaffen 36 Leuchtpunkt Visierung Kurzwaffen Kombination Pistole/Revolver

K1 K13 K13LV K15 K15LV K17 K24 K24LV K27 K27LV K36 K36LV KW-Kombi

Präzisions-Einzelladerpistole-Langdistanz Luftpistole 1

KPEL KLP1

Pistolen: Munition

Bezeichnung

.22lr. (.22lfB), .22 Win. Magnum 9 mm Luger und 9x21mm .45 G.A.P., .45 ACP (.45 Auto) 9 x 23 mm, .357 Sig, .38 Super Auto, .40 S&W 7,62 x 25 Tokarev, 7,63 Mauser, 7,65 Para, .30 Carb. .357 Mag, 10mm Auto, .41A.E. .44 Mag, .45 Win.Magn., 475 Wildey Magnum .50 A.E

Revolver: Munition .22lr. (.22lfB), 22.Win Magnum ab 9 mm Luger,.38 Special .357 Mag .41 Rem. Magnum, .44 Rem. Magnum, .40 - .460, .44 Special, .44 Russian, .44-.40 Win., 45 LC, .45 AR, .45 S&W Schofield, 45 ACP, .455 Webley .454 Casull, .480 Ruger, 500 S&W .30 Carb., .32 H&R Magnum, 7,62 Nagant, .32 S&W

Kapitel 8

P1 P2 P3 P4 P5 P6 P7 P8

Bezeichnung

Ringe/Treffer/ Punkte 30 50 50 40 40 30 300 300 300 300 480 480 80 60 300

Kaliber

Scheiben 2xa2 2xa2 2xa2 2xa2 2xa2 2xa2 2xb2 2xb2 3xb2 3xb2 3xb2 3xb2 2xa2 2xb2

Anmerk.

.22 Randfeuer 9mm .45 9 mm,.38, .40 .30, .32, .32 S&W .357 - .41 Magnum .44 - .49 Magnum .50 Anmerk.

Kaliber

R1 R2 R3 R4 R5

.22 Randfeuer .355 -.358 .357 Mag .41 - .44 Magnum .44 - .45

R6 R7

Super Magnum .30 - .32

Seite - C -

Disziplinen der DSU für Langwaffen (Kurzübersicht) Langwaffenübung

Kurzbez.

Dienstsportgewehr Klassisches Scheibengewehr Einzelladergewehr 50 m

LDSpGew LKSGew LEL50

Einzelladergewehr 100 m

LEL100

Einzellader Matchgewehr 50 m Einzellader Matchgewehr 100 m

LELM50 LELM100

Einzelladergewehr Zielfernrohr 50 m Einzelladergewehr Zielfernrohr 100 m

LELZF50 LELZF100

Lever action Repetiergewehr 50m

LLa50

Repetiergewehr 50 m Repetiergewehr 100 m

LRep50 LRep100

Repetiergewehr Intervall 50 m Repetiergewehr Intervall 100 m

LRepI50 LRepI100

Repetiergewehr Zielfernrohr 50 m Repetiergewehr Zielfernrohr 100 m

LRepZF50 LRepZF100

Repetiergewehr Mehrdistanz

LRepMd

Halbautomat. Gewehr 50m

LSL50

Halbautomat. Gewehr 100 m

LSL 100

Halbautomat. Gewehr Zielfernrohr 50 m

LSLZF50

Halbautomat. Gewehr Zielfernrohr 100 m LSLZF100

Halbautomat. Gewehr Mehrdistanz offene Visierung

LSLMDoV

Halbautomat. Gewehr Mehrdistanz Zielfernrohr / Dot

LSLMDZF

Zielfernrohrgewehr Einzell.+ Rep.100 m LZFPr (Präzision) Zielfernrohrgewehr Selbstlader 100 m (Präzision) Flintenübung: Flinte 1

LZFPrSL

Flintenübung: Flinte 2

LF2

Flintenübung: Flinte 3

LF3

Flintenübung: Flinte 4

LF4

Flintenübung: Flinte 5

LF4

Klassische Flinte Trap

LTrap

Zimmerstutzen

LZiSt

Kapitel 8

LF1

Gruppe Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4 Gruppe 1 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 1 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 1 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4 Gruppe 1 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 1 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4 Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3

Nennkaliber Ringe Scheiben 6 - 8 mm 200 2xb2 bis Kaliber .460 200 2xb2 Randfeuer .22 lfB, .22 WM 200 4xb4 Kurzw.Kal. .38 - .45 200 4xb3 .22 Zentralfeuer 200 2xb2 6 - 8 mm 200 2xb2 über 8 mm 200 2xb2 Magnum 6,5mm - .460 200 2xb2 nur .22 lfB Randfeuer 200 4xUIT .22 Zentralfeuer 200 2xUIT 6 - 8 mm 200 2xUIT Randfeuer .22 lfB, .22 WM 200 4xb5 .22 Zentralfeuer 200 4xb3 6 - 8 mm 200 4xb3 Magnum 6,5mm - .460 200 4xb3 Randfeuer .22 lr, .22 Mag. 200 2xb3 .38 - .45 200 2xb3 2xb3 .30 .45(.30-30,.307 Win,.444 Marlin, .45- 200 Randfeuer .22 lr, .22 Mag. 200 2xb4 .22 Zentralfeuer 200 2xb2 6 - 8 mm 200 2xb2 über 8 mm 200 2xb2 Magnum 6,5mm - .460 200 2xb2 Randfeuer .22 lr, .22 Mag. 200 2xb4 .22 Zentralfeuer 200 2xb2 6 - 8 mm 200 2xb2 Magnum 6,5 mm- .460 200 2xb2 Randfeuer .22 lr, .22 Mag. 200 2xb5 .22 Zentralfeuer 200 2xb3 6 - 8 mm 200 2xb3 Magnum 6,5mm - .460 200 2xb3 22 lr. / 22 mag. Wertungsklasse a 350 3xb2 22 lr. / 22 mag, Wertungsklasse b 350 3xb3 Randfeuer .22 lr, .22 Mag. 200 2xb4 9 mm Luger bis .45 ACP 200 2xb3 .30 Carb, 7,62x39 200 2xb3 .22 Zentralfeuer 200 2xb2 6 - 8 mm 200 2xb2 über 8 mm 200 2xb2 Randfeuer .22 lr, .22 Mag. 200 2xb5 9 mm Luger bis .45 ACP 200 2xb4 .22 Zentralfeuer 200 2xb3 6 - 8 mm 200 2xb3 über 8 mm 200 2xb3 22 lr / 22 mag. 350 3xb2 9mm Para / 45 ACP 350 3xb2 Gewehr Kurzpatronen 350 3xb2 22 lr / 22 mag 350 3xb3 9mm Para / 45 ACP 350 3xb3 Gewehr Kurzpatronen 350 3xb3 .222 Rem, .223 Rem, .22 - 250 Rem 200 5xPräz 6 mm Benchrest, 6 mm PPC 200 5xPräz Standard Gewehrkal. 6 - 8mm 200 5xPräz .222 Rem, .223 Rem, .22 - 250 Rem 200 5xPräz 6 - 8 mm 200 5xPräz Repetierflinte offene Visierung 4xIPSC Selbstladeflinte offene Visierung 4xIPSC Repetierfl. Leuchtpunkt o.Vergrößerung 4xIPSC Selbstladefl. Leuchtpunkt o.Vergrößerung 4xIPSC Repetierflinte offene Visierung 130 4xIPSC Selbstladeflinte offene Visierung 130 4xIPSC Repetierfl. Leuchtpunkt o.Vergrößerung 130 4xIPSC Selbstladefl. Leuchtpunkt o.Vergrößerun 130 4xIPSC Repetierflinte offene Visierung 200 2xb2 Selbstladeflinte offene Visierung 200 2xb2 Repetierfl. Leuchtpunkt o.Vergrößerung 200 2xb2 Selbstladefl. Leuchtpunkt o.Vergrößerun 200 2xb2 Repetierflinte offene Visierung 200 2xb2 Selbstladeflinte offene Visierung 200 2xb2 Repetierfl. Leuchtpunkt o.Vergrößerung 200 2xb2 Selbstladefl. Leuchtpunkt o.Vergrößerun 200 2xb2 Repetierflinte offene Visierung 200 2xb2 Selbstladeflinte offene Visierung 200 2xb2 Repetierfl. Leuchtpunkt o.Vergrößerung 200 2xb2 Selbstladefl. Leuchtpunkt o.Vergrößerun 200 2xb2 Bockdoppelflinte 120/90 Tontauben Repetierflinte 120/90 Tontauben Selbstladeflinte 120/90 Tontauben 4 mm RF 200 2xb5

Seite - D -

Disziplinen der DSU für Schwarzpulver-Vorderladerschießen (Kurzübersicht) Übung

Zeit

Kurzbez. Gruppe Entf. min Ringe

Scheiben

I Vorderlader-Kurzwaffen: Perkussionspistole Perkussionsrevolver-gschlossener Rahmen Perkussionsrevolver-offener Rahmen Steinschlosspistole

Perk.Pist. Perk.Rev. Perk.Rev. Stein.Pist.

gR oR

25 25 25 25

30 30 30 35

100 100 100 100

1xUIT-Präz.-Sch. 1xUIT-Präz.-Sch. 1xUIT-Präz.-Sch. 1xUIT-Präz.-Sch.

Perkussionsscheibengewehr-50m

Perk.SG50

gV

50

30

100

1xUIT-Präz.-Sch.

Perkussionsjagdgewehr-50m Ordonanzgewehr-100m Freigewehr-100m Steinschlossgewehr-50m Steinschlossgewehr-100m Steinschlossmuskete-50m

Perk.JG50 Ord.G100 Perk.G100 Stein.G50 Stein.G100 Muskete

oV

50 100 100 50 100 50

30 30 30 35 35 35

100 100 100 100 100 100

DJV-sitzender Fuchs 1xUIT-Präz.-Sch. 1xUIT-Präz.-Sch. 1xUIT-Präz.-Sch. 1xUIT-Präz.-Sch. franz.200m Militärsch.

Hinterladungssysteme: Schwarzpulver-Hinterladegewehr 50m

Hint.L50

50

30

100

1xUIT-Präz.-Sch.

25

20

200

2xb2

II Vorderlader-Langwaffen:

Hinterlader Schwarzpulverpatronen-Kurz Schwarzpulver-Single-Action-Revolver SARev.

Hinterlader Schwarzpulverpatronen-Lang Klassisches Einzelladergewehr,geschl.Visier. SPG100

gV

100

30

100

1xUIT-Präz.-Sch.

Klassisches Einzelladergewehr,offene Visier. SPG100

oV

100

30

100

DJV-Stehender Keiler

Kapitel 8

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