EDAG 40 Jahre Chronik

EDAG 40 Jahre Chronik

40 Jahre EDAG Unternehmensgeschichte 1969 – 2009 „Wer nicht weiSS wo er herkommt, weiSS auch nicht wer er ist.“ 4 6 Vorwort der Geschäftsführung ...

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40 Jahre EDAG Unternehmensgeschichte 1969 – 2009

„Wer nicht weiSS wo er herkommt, weiSS auch nicht wer er ist.“

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Vorwort der Geschäftsführung

In diesem Jahr blicken wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern und Kunden auf 40 Jahre EDAG zurück. In diesen vier Jahrzehnten hat sich das Unternehmen von einem kleinen Konstruktionsbüro mit vier Mitarbeitern zum größten unabhängigen Partner der internationalen Mobilitätsindustrie entwickelt. Über 5.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten heute an Komplettentwicklungen für Fahrzeuge und Produktionsanlagen, dem Anlagenbau und der Kleinserienfertigung für die Automobil-, Luftfahrt-, Schienenindustrie und Anbieter im Feld der „Alternativen Energien“. Und das weltweit an über 35 Standorten auf fünf Kontinenten. Eine beeindruckende Leistung, die wir neben der unternehmerischen Weitsicht der Gründerpersönlichkeiten vor allem der Flexibilität und dem Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken haben. Daher möchten wir uns sehr herzlich bei Ihnen für Ihre Arbeit bedanken. Sie haben die EDAG Werte Tradition, Innovation, Teamgeist und ein partnerschaftliches Verhältnis zu unseren Kunden verinnerlicht, gelebt und damit zum Erfolg der Marke EDAG maßgeblich beigetragen. „Wer nicht weiß wo er herkommt, weiß auch nicht wer er ist“. Getreu diesem Motto haben wir unser 40-jähriges Unternehmensjubiläum zum Anlass genommen, diese Chronik aufzulegen und wesentliche Meilensteine der vergangenen vier Jahrzehnte zusammenzufassen. Ihre Geschäftsleitung



Jörg Ohlsen, CEO

Manfred Hahl, COO Rainer Bauer, CFO

1969 Die Firma Eckard Design wurde am 01. Februar 1969 von Horst Eckard in Groß-Zimmern bei Darmstadt unter dem Namen „Konstruktionsbüro Horst Eckard” gegründet. Die Mitarbeiter der ersten Stunde waren Egon Schnell, Jordi Arau und Karl-Heinz Pfuhl. Am 1. Juli des Gründungsjahres trat Herr Ewald Vollmer in das junge Unternehmen ein, der bis März 2002 als Vorstandssprecher der EDAG Engineering + Design AG fungierte. Im September kamen dann Dieter Hinz, Franz Frohnapfel und Peter Heil als Gesellschafter hinzu. Erster Kunde von Eckard Design waren die Ford-Werke in Köln. Gemäß der heute noch gültigen Philosophie „immer kundennah vor Ort präsent zu sein”, befand sich das erste Büro in Köln. Ende des Gründungsjahres konnte BMW als zweiter Kunde aus dem Kreis der Automobilhersteller akquiriert werden. Damals wurden 8 Mitarbeiter beschäftigt.

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1970 Das Team in München war mittlerweile auf 7 Mitarbeiter angewachsen. Eckard Design eröffnete als Hauptsitz unseres Unternehmens ein Büro in Fulda, am Steinweg 26. Die Vorteile von Fulda als ein zentraler Standort in Deutschland für ein Unternehmen in der Automobilentwicklung galten damals wie heute: Alle deutschen Automobilhersteller sind maximal 300 km vom Hauptsitz entfernt. Leider mussten in diesem Jahr der Verlust von Thomas Stickel und Klaus Möller hingenommen werden, zwei sehr wertvolle Mitarbeiter, die am 22. Juni 1970 auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle in unserem Kölner Büro tödlich verunglückten. Ihnen gilt an dieser Stelle unser ehrendes Gedenken.

1971 Erster Karosserie-Konstruktions-Auftrag von Ford für unser Büro in Köln.

1972 Im Februar wurde das neue Büro in Steinau bei Fulda fertiggestellt. In Wochenendarbeit richtete Eckard Design die ehemalige alte Schule so her, dass mit 150 qm die bis dahin größte Bürofläche zur Verfügung stand. Am Ende des Jahres arbeiteten bereits 20 Mitarbeiter in Steinau. Erstmals wurde ein Gesamtumsatz von über 2 Mio DM erwirtschaftet.

1973 Volkswagen konnte als Kunde gewonnen werden. Der Umsatz stieg auf über 3,3 Mio DM. Am 1.9.1973 beginnt Herr Willi Schwarz als erster Auszubildender bei Eckard Design seine Lehre zum Technischen Zeichner. Herr Schwarz ist noch heute als Leiter Fahrzeugentwicklung für unser Unternehmen erfolgreich tätig.

1974 Dieses Jahr firmierte Eckard Design in eine andere Rechtsform um und gründete die „Eckard Design GbR”. Gesellschafter waren Horst Eckard, Ewald Vollmer, Franz Frohnapfel, Dieter Hinz und Peter Heil. Die stetige Expansion des Unternehmens machte einen Umzug vom Büro in Steinau nach Fulda in die Petersberger Straße 24-26 (Nähe Osthessencenter) notwendig. Über 50 Mitarbeiter wurden bereits beschäftigt.

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Eckard Design GbR beteiligte sich am Fertigungsunternehmen FFT mit Sitz in Mücke.

1975 Opel wurde in diesem Jahr Kunde durch einen Auftrag für die Abteilung Schweißtechnik.

1976 Im Fuldaer Büro führte Eckard Design GbR für die Firma Karmann, Osnabrück, einen größeren Auftrag durch. Erster Auftrag mit Konventionalstrafe bei Terminverzug. Dank des Einsatzes der Mitarbeiter wurde der

Auftrag weit vor Termin abgeschlossen, wofür Karmann in einem Dankesbrief Anerkennung aussprach. Schon damals wurde bei Eckard Design ein flexibles Arbeitszeitmodell praktiziert. Der Kundenauftrag und der Projekttermin ist bis heute höchstes Gut und wird eingehalten. Der Mehreinsatz an Arbeitsstunden wird im Gegenzug für jeden Mitarbeiter dokumentiert und kann wahlweise in Freizeit oder Geld umgewandelt werden. Gründung eines neuen Büros am Standort Heidenheim.

1977 Audi konnte als Kunde gewonnen werden. Eckard Design GbR nahm in deren Räumlichkeiten die Arbeiten auf. Weitere Kunden waren zu diesem Zeitpunkt Ford, BMW, VW, Roth-Electric, KUKA, Voith und FFT.

1978 Die Kontakte mit Audi konnten verstärkt werden. Deshalb war es notwendig, in Ingolstadt ein neues, 150 qm großes Büro zu beziehen. Büroleiter war Herr G. Schäffer. Mitte August arbeiteten dort bereits 10 Mitarbeiter.

1979 Anfangs des zweiten Quartals eröffneten Eckard Design GbR ein neues Büro in Wolfsburg im Schillerteichzentrum. Büroleiter war Herr Wolfgang Weidemann.

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Wegen immer zahlreicher aufgetretener Kommunikationsprobleme entschlossen wir uns, ein erstes Führungsseminar durchzuführen. Es stellte sich heraus, dass dies eine sinnvolle Investition war.

1980 Bedingt durch das 1979 durchgeführte Seminar begann Eckard Design GbR Konferenzen einzuführen, an denen alle Büroleiter und Stellvertreter teilnahmen. Ab dem 1.1.1980 wurde das neue 425 qm große Büro im Gebäude der Fa. Flamme, Fulda, bezogen. Im Februar wurde dort dann der erste Auftrag im Bereich Karosserie-Entwicklung für Daimler-Benz durchgeführt. In Köln wurden zusätzliche Büroflächen angemietet.

1981 Erstmalig konnten wir einen Umsatz von über 20 Mio. DM erwirtschaften. In München wurden größere Räumlichkeiten benötigt und es erfolgte der Umzug in die Nähe des heutigen FIZ (Forschungs- + Entwicklungszentrum von BMW).

1982 Ab April wurden zusätzlich im Büro der Fa. Flamme in Fulda weitere 300 qm angemietet. Außerdem wurde für die Niederlassung Ingolstadt eine 3D-Messmaschine angeschafft. Im August wurde dort das komplette Gebäude gekauft.

1983 Da Audi sich für das CAD-System CADDS von CV-Computervision entschieden hatte, kaufte Eckard Design GbR in diesem Jahr die ersten CADBildschirme mit eigenem Rechner für unsere Niederlassung Ingolstadt/ Gaimersheim. Am 1. April erfolgte der erste Spatenstich für das neue Büro in Fulda-Lehnerz in der Reesbergstraße. Ende Dezember wurde der Umzug vollzogen. In diesem Jahr wurde für unsere Niederlassungen München und Ingolstadt/Gaimersheim die „Eckard-Design-Entwicklungs GmbH” gegründet. An dieser GmbH waren E. Schnell, H. Linder, I. Lüers und Z. Piotrowski beteiligt.

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1984 Am 7.7.1984 wurde die offizielle Büroeinweihung in der Reesbergstraße durch Pfarrer Famula vorgenommen und eine Urkunde mit dem Grundstein eingemauert. Mittlerweile waren bei Eckard Design bereits über 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Allein in diesem Jahr begannen 69 neue Mitarbeiter. Aufgrund von Platzproblemen in Köln wurden größere Räumlichkeiten in Ford-Nähe bezogen. Für die guten Leistungen in der Berufsausbildung wurde Eckard Design vom damaligen Bundespräsidenten Carl Carstens ausgezeichnet.

1985 In diesem Jahr wird die erste CAD-Anlage in Fulda installiert. Nach der Ausbildung der Mitarbeiter in diesem System erhielt Eckard Design GbR einen größeren Auftrag von Ford. Nach 15 Jahren bekam Eckard Design GbR die ersten Opel-Karosserie-Konstruktions-Aufträge. Im Jahr 1985 traten 76 neue Mitarbeiter in unser Unternehmen ein. Das Büro in Ingolstadt wurde umgebaut und ein neuer Seitentrakt hinzugefügt. Um auch international präsent zu sein, wurde mit einigen englischen Mitarbeitern aus dem Büro Wolfsburg in Witham, England, ein Büro eröffnet. Erster Büroleiter war Herr Adrian Pringle.

1986 Ein anhaltendes starkes Wachstum wurde auch 1986 verzeichnet. Die Anzahl der Neueinstellungen wurde mit 79 neuen Mitarbeitern nochmals übertroffen. Mit der Einrichtung einer Versuchswerkstatt in Fulda begannen die Aktivitäten im Prototypenbau. Erster Mitarbeiter in diesem Bereich war Herr Adolf Hohmann. Da er mittlerweile verstorben ist, gilt ihm an dieser Stelle unser stilles Gedenken. Am 1.4.1986 nahmen Herrmann und Walter Göbel ihre Tätigkeit auf und bildeten mit Herrn Hohmann das erste Team im Prototypenbau. In München wurden weitere Räumlichkeiten angemietet. Im Fuldaer Büro entstand eine neue Elektro-Abteilung unter der Leitung von Herrn Thiesen.

1987 Anfang des Jahres wurde der zweite Bauabschnitt in der Reesbergstraße in Fulda fertiggestellt und die Versuchswerkstatt im Untergeschoss des neuen Gebäudes integriert. Das Büro in Ingolstadt bekam von Autolatina (Ford/VW) einen Großauftrag, der der erste von uns komplett durchgeführte Entwicklungsauftrag in CAD war. In Wolfsburg wurde das neue Büro in der Schweriner Straße fertiggestellt und bezogen.

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In diesem Jahr erhielt Eckard Design GbR einen ersten Großauftrag von Opel. In Barcelona, Spanien, wurde eine Auslandsniederlassung als 100-prozentiges Tochterunternehmen von Eckard Design gegründet. Niederlassungsleiter wurde Herr Hans Neuhaus. Insgesamt war die Belegschaft bereits auf über 500 Mitarbeiter/innen angewachsen.

1988 In diesem Jahr wurde die Eckard-Design-Technik GmbH, der heutige Geschäftsbereich Ladehilfe, die eine selbstentwickelte Rollstuhlladehilfe erfolgreich europaweit vertreibt, gegründet. In Fulda wurde der 3. Bauabschnitt in der Reesbergstraße fertiggestellt. Außerdem wurde im Prototypenbau in Fulda eine 5-achsige MECOFFräsmaschine installiert. Im Volksmund „Big Ewald” genannt. Im Sommer war das Büro in Barcelona, Spanien, bezugsfertig. Dort wurde innerhalb eines Jahres ein Team von 70 Mitarbeitern aufgebaut.

1989 Nach 20-jährigem Bestehen des Unternehmens konnte erstmals die „magische” Umsatzgrenze von 100 Mio. DM übersprungen werden. Dies versetzte Eckard Design GbR gleichzeitig in die Lage, Investitionen von ca. 8,3 Mio. DM zu tätigen. Zudem folgte der erste Auftrag von Ferrari in Italien.

1990 Am 10.1.1990 wurde in Witham, England, die Eckard-Design Ltd. als 100-prozentiges Tochterunternehmen von Eckard Design mit einem Gesellschaftskapital von 250.000,- GBP gegründet. Büroleiter war Herr Adrian Pringle. Zum ersten Mal in der Firmengeschichte wurde eine zweistellige Investitionssumme (25 Mio. DM) zur Verfügung gestellt, um das Wachstumspotential auf dem internationalen Automobilmarkt voll auszuschöpfen.

1991 In der Steinauer Straße in der Gemeinde Petersberg baute Eckard Design GbR eine über 4.500 qm große Werkshalle, um dort fahr- und testfähige Prototypen herzustellen. Für den MPV-Auftrag von VW/FORD wurde das Gebäude in Westhagen bei Wolfsburg erweitert.

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Um beim Kunden Opel direkt vor Ort präsent zu sein, wurde ein ca. 470 qm großes Bürogebäude in Rüsselsheim, Eisenstraße 48, angemietet. Am 1.1.1991 übernahmen wir 110 Mitarbeiter des ehemaligen Automobilwerkes Eisenach (AWE) und gründeten am 15.2.1991 eine Niederlassung. Zunächst wurden die Räumlichkeiten der AWE in Buchenau genutzt. Im ersten Quartal dieses Jahres stellte Eckard Design GbR den 1000. Mitarbeiter ein.

1992 Am 15.2.1992 wurden die Eckard Design GmbHs in die EDAG Engineering + Design AG mit einem Stammkapital von 10,5 Mio. DM umgewandelt. Die Stammaktionäre der ersten Stunde waren Ewald Vollmer, Horst Eckard, Franz Frohnapfel, Peter Heil, Dieter Hinz, Harald Linder, Ingolf Lüers, Zygmunt Piotrowski und Egon Schnell. In der Steinauer Straße wurden die Räumlichkeiten um eine Werkshalle und ein Bürogebäude von über 11.500 qm Gesamtfläche erweitert. Hier wurden u.a. ein Design-/Stylingstudio und ein Betriebsrestaurant untergebracht. Für die Erstellung eigener Gebäude wurde ein Grundstück von 18.500 qm in Eisenach Stedtfeld, Weinbergstraße 1 erworben. Geplant war die Errichtung von 1.700 qm Büro- und 5.100 qm Produktionsfläche. Im November wurde eine 800-Tonnen-Presse erworben. Das gesamte Investitionsvolumen betrug ca. 30 Mio. DM.

Am 11.9.1992 gründete EDAG Engineering + Design AG eine Niederlassung in São Paulo-São Bernardo do Campo, Brasilien. Erster Kunde war Autolatina (Ford/VW). Die Niederlassung wird heute von Herrn Martin Vollmer geleitet. EDAG Engineering + Design AG erhielt in diesem Jahr zum ersten Mal den QSP-Award der GM-Corporation. Diese Auszeichnung wird jährlich an die besten Zulieferer vergeben. Mittlerweile wurde ein Umsatz von knapp 200 Mio. DM erzielt. Dies stellte gegenüber 1989 nahezu eine Verdoppelung dar.

1993 Anfang des Jahres wurde das neue Bürogebäude in der Steinauer Straße, Gemeinde Petersberg, sowie der Neubau in Eisenach bezogen. In Ingolstadt erwarb EDAG Engineering + Design AG ein Grundstück in der Robert-Bosch-Str. 11 + 7a mit einem Bürogebäude und einer Werkshalle für den Modell-und Prototypenbau (Gesamtfläche: 4.800 qm).

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Am 23.12.1993 wurde mit einem Gesellschaftskapital von 250.000 FF die EDAG S.A.R.L. in Paris, Frankreich, als 100-prozentiges Tochterunternehmen der EDAG gegründet.

1994 Um in dem „Mutterland der automobilen Massenproduktion” und in „der Automobilstadt überhaupt”, Detroit, vertreten zu sein, gründeten wir am 22.3.1994 mit einem Stammkapital von 60.000,- USD die EDAG Inc.

1995 In diesem Jahr betrug der Umsatz über 1/4 Milliarde DM. Davon investierte EDAG Engineering + Design AG allein ca. 10 Mio. DM in CAD-Anlagen sowie rund 15 Mio. DM in Gebäude und Maschinen (u.a. eine 630- und eine 1250-Tonnen Presse in Eisenach). In München hatte sich die räumliche Kapazität durch Anmietung einer 2.000 qm großen Bürofläche im ehemaligen Gebäude des SchneiderBuch-Verlages erweitert. Die Belegschaft wuchs im Jahr 1995 von ca. 1.200 auf 1.450 Mitarbeiter an.

1996 Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung in Eisenach kaufte EDAG Engineering + Design AG ein weiteres 10.600 qm großes Grundstück

sowie einen ersten CO2-Laser für die Materialbearbeitung. Auch in Ingolstadt musste aufgrund von Platzproblemen die Hallenfläche in der Niederlassung um 2.560 qm erweitert werden, um die angeschaffte 800-Tonnen-Presse sowie eine Laserschneidanlage unterzubringen. Im Zuge der wachsenden Bedeutung der ausländischen Märkte für Entwicklungsdienstleistungen wurden neue Aktivitäten in Nord- und Südamerika (USA, Mexiko, Brasilien, Argentinien) sowie in Südafrika und Asien (Malaysia) aufgenommen. Der Umsatz betrug knapp 300 Mio. DM. Dabei wurden Investitionen in Höhe von ca. 25 Mio. DM für CAD-Systeme, Maschinen und Anlagen sowie für Um- und Neubauten getätigt.

1997 Dieses Jahr kann man auch als das „Jahr der Expansion” bezeichnen. Konzernweit wurden über 350 neue Mitarbeiter eingestellt. Insgesamt stieg die Gesamtmitarbeiterzahl erstmals auf über 2.000 Mitarbeiter/Innen. Der Umsatz stieg um über 16% zum Vorjahr auf 350 Mio. DM. In Fulda wurde mit dem Kauf einer Laser-Sinteranlage das Rapid-Prototyping-Leistungsspektrum des Modell- und Prototypenbaus weiter ausgebaut. Aufgrund der guten Auftragslage in Portugal gründeten wir am 7.2.1997 in Lissabon mit der EDAG-Portuguesa Lda. eine weitere Auslandsniederlassung als 100-prozentiges Tochterunternehmen der EDAG. Niederlassungsleiter war Herr Achim Hauss. In England wurde neben dem bereits bestehenden Büro in Witham-Essex ein weiteres Büro in Warwick eröffnet.

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1998 Am 7.3.1998 wurde in Kuala Lumpur, Malaysia, die EDAG Holding Sdn. Bhd. als 100-prozentiges Tochterunternehmen der EDAG gegründet. Büroleiter war Herr Istvan Hegedüs. Um unseren Kunden VW erweiterte Kapazitäten im Modell- und Prototypenbau bieten zu können, wurde in Wolfsburg-Heinenkamp eine zweite Betriebsstätte mit ca. 2.500 qm Gesamtfläche errichtet. Dadurch konnten 50 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Erstmalig führte EDAG für 160 Mitarbeiter ein Führungsmitarbeitertraining im Rahmen des neugeschaffenen Personalentwicklungskonzeptes durch. Ende des Jahres hatten die Mitarbeiter/Innen die Möglichkeit, „EDAG-Partnerschaftsaktien” zu erwerben und somit direkt am Unternehmenserfolg beteiligt zu sein. Bei einem Umsatz von über 400 Mio. DM betrug die Investitionssumme weltweit ca. 65 Mio. DM.

1999 In Melbourne, Australien, wurde am 1.1.1999 die Firma FUTURE-DESIGN (Modellbau + Karosseriekonstruktion) mit ca. 90 Mitarbeitern übernommen. Die Niederlassung Detroit wurde am 11.1.1999 um eine Betriebsstätte in Spartanburg erweitert. Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte präsentierte EDAG mit dem „EDAG Scout“ ein Concept Car auf dem renommierten Automobilsalon in Genf und unterstrich seinen Ruf als innovatives Entwicklungsunternehmen. EDAG wurde zum 7. Mal in Folge mit dem QSTP-Award der GMCorporation ausgezeichnet. Auf der IAA 1999 in Frankfurt zeigte die EDAG Gruppe als Weltpremiere die „EDAG Holospace“ – ein Meilenstein der „Virtual Reality“.

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In Eisenach wird in diesem Jahr ein Fräszentrum aufgebaut. Im Februar wurde in der Steinauer Straße in Fulda ein neues Kommunikations-Zentrum sowie eine neue Werkshalle für den Prototypenbau fertiggestellt. In Györ, Ungarn, wurde mit der EDAG Hungary Kft. ein weiteres Auslandsbüro als 100-prozentiges Tochterunternehmen der EDAG gegründet. Büroleiter ist Istvan Hegedüs. Im August erwarb EDAG die Mehrheitsbeteiligung an der WMU (Weser-Metall-Umformtechnik GmbH) und erweiterte sein Angebot um die Herstellung von Serienwerkzeugen und Pressteilen. EDAG eröffnete eine erste Niederlassung in Neu Delhi (Indien) und beginnt die Präsenz im Wachstumsmarkt Südostasien. Die EDAG Gruppe feiert ihr 30-jähriges Firmenjubiläum. In diesem Jahr begrüßten wir den 2000. Mitarbeiter bei EDAG.

2000 Weltpremiere des Concept Cars „EDAG 2000“ auf dem Genfer Automobilsalon. Das Fahrzeug zeigte, wie das „One Box Konzept“ formal auf das klassische Segment der Limousinenfahrzeuge übertragen werden kann. Schon ein Jahr später übertrifft die Mitarbeiterzahl die 3000-er Marke.

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2001 Zum 01.01.2001 wurde Herr Dipl. Betriebswirt Rainer Gössmann in den Vorstand berufen. Er übernahm das Ressort Betriebsmittel, Anlagenbau und Vertrieb. In Zusammenarbeit mit den übrigen Vorständen, Herrn Ewald Vollmer und Herrn Helmut Weiser leitete er die Geschicke der EDAG mit nun über 3.400 Mitarbeitern. Die EDAG Gruppe schloss das bisher größte Fahrzeugentwicklungsprojekt “S203“ erfolgreich ab: Für den Kunden DaimlerChrysler hatte EDAG von 1997 bis 2001 die Gesamtentwicklungsverantwortung inklusive Prototypenbau für den „Mercedes C-Klasse Kombi“ übernommen. EDAG errichtete eine 10.500 qm² große Halle am Standort FuldaWest. Komplette Produktionsanlagen konnten nun vormontiert und unter realen Bedingungen getestet werden. Auf dem Genfer Salon wurde der exklusive Sportwagen „Keinath GT/C“ präsentiert. Das EDAG Design Team gestaltete das komplette Exterieur, das durch eine gelungene Kombination von klassischen und modernen Stilelementen überzeugte.

2002 Ewald Vollmer starb am 15. März 2002 nach kurzer, schwerer Krankheit. Als herausragender Ingenieur und Unternehmer prägte er eckard design/EDAG über 30 Jahre lang maßgeblich und begleitete das Unternehmen auf seinem Weg zum weltweit größten Entwicklungsdienstleister. Seit dem Jahr 1992 zeichnete er bis zu seinem Tod als Vorstand für die Geschicke der EDAG verantwortlich. Gemeinsam mit den anderen Hauptgesellschaftern Franz Frohnapfel und Peter Heil gelang es ihm, die EDAG zu einem weltweit anerkannten Konzern zu formen und gleichzeitig die familäre Atmosphäre eines mittelständischen Unternehmens zu wahren. Auch auf Kundenseite genoss Ewald Vollmer durch seine Bescheidenheit und Sachkenntnis höchste Anerkennung und Respekt. Ihm gilt an dieser Stelle unser ehrendes Gedenken.

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DaimlerChrysler beauftragte die EDAG Gruppe mit der Komplettentwicklung der Mercedes B-Klasse inklusive Prototypenbau. Das Projekt, das im Jahr 2005 erfolgreich abgeschlossen wurde, war das bis dato größte Fahrzeug-Entwicklungsprojekt der Unternehmensgeschichte. Das EDAG Tec-Center wurde als fächerübergreifendes KompetenzZentrum in der Produktentwicklung am Stammsitz in Fulda gegründet. EDAG präsentierte auf dem Genfer Salon die Cabrio-Studie auf Basis des Keinath GT/C.

2003 EDAG bewies Weitsicht im Thema Leichtbau und förderte als Hauptsponsor das HTO-Forschungsprojekt der bayrischen Landesregierung in Zusammenarbeit mit der FH Ingolstadt. Das Ergebnis: Das HTOConceptCar mit einer verwirklichten Gewichtsreduktion von bis zu 25% bezogen auf ein Referenzfahrzeug im Serienbau.

Herr Dipl.-Ing. Matthias Topp wurde als Nachfolger von Ewald Vollmer in den Vorstand berufen und zeichnete für das Ressort „Produktentwicklung, Modell- und Prototypenbau, IT und Unternehmensentwicklung“ verantwortlich. Die Verleihung des RedDot Award für das Concept Car „Cinema 7D“ unterstrich eindrucksvoll die hohe Design-Kompetenz von der EDAG.

2004 Unter allen europäischen Engineering-Unternehmen wurde EDAG für ein Großprojekt in der Fahrzeugentwicklung der Fa. Changan Motors in China ausgewählt. Getreu unserem Motto „Immer in der Nähe unserer Kunden“ erfolgte die Gründung der ersten Niederlassung in China (Shanghai). EDAG übernahm das Unternehmen FFT (Flexible Fertigungstechnik GmbH & Co. KG) zu 100%. Die 1974 gegründete Fa. FFT zählt zu den führenden Anlagenbauern der Automobilindustrie. Mit dieser Übernahme bietet EDAG nun neben der Entwicklungsleistung auch die Möglichkeit der Realisierung kompletter Produktionsanlagen aus einer Hand an. EDAG erwarb die Mehrheitsbeteiligung (100%) an der SIGMA Concurrent Engineering GmbH als 100% Tochterunternehmen. Mit der Ergänzung der SIGMA-Kernkompetenzen wie Konzepterstellung, Konstruktion, Festigkeitsberechnungen bis hin zur Technischen Dokumentation und Illustration für die Flugzeugstruktur und die Kabine setzte EDAG den strategischen Ausbau des Geschäftsbereiches „Luftfahrt“ weiter fort.

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Auf dem Genfer Salon begeisterte das Concept Car „genX“, eine Mischung von Sportwagen und Alltagsfahrzeug mit integrierter Schlafkabine, das Publikum. Die Gesamtmitarbeiterzahl stieg erstmals auf über 4.000 Mitarbeiter.

2005 Zum ersten Mal seit der Gründung musste EDAG strukturelle Anpassungen vornehmen. Mit dem Restrukturierungsprogramm „EDAG 2010 – Fit for Future“ wurde auf das rezessive Konjunkturklima reagiert. Leider musste die Mitarbeiterzahl in der Größenordnung um ca. 375 Mitarbeiter reduziert werden. Dr. Klaus Blickle wechselte auf den Vorstandsvorsitz. Er übernahm den Vorsitz von Hemjö Klein, der für knapp sechs Monate die vakante Position übernommen hatte.

Als einer der ersten Zulieferunternehmen der Luftfahrtindustrie wurde der Geschäftsbereich Luftfahrt, die ELAN - EDAG Lühmann Aeroengineering Network GmbH der EDAG Engineering + Design AG GmbH nach der strengen Norm DIN EN ISO 9100 zertifiziert. Dies war eine zentrale Forderung von AIRBUS, um in die Lieferantenkategorie A als „Strategic Supplier“ aufzusteigen. In Fukuoka/Japan wurde die 33. Niederlassung eröffnet und die Expansion der EDAG Gruppe in Asien fortgesetzt. EDAG akquirierte ein erstes Entwicklungsprojekt in Russland. Mit der Zusammenarbeit des russischen Autozulieferers Autokomponent Plant mit Sitz in Nizhyny Nowgorod war EDAG als einer der ersten westlichen Engineering Partner im russischen Markt tätig. EDAG initiierte den bundesweit neuen Ausbildungsberuf des Technischen Produktdesigners und stellte 50 neue Auszubildende ein.

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Das auf dem Genfer Salon 2003 der Öffentlichkeit vorgestellte EDAG Concept Car „Cinema 7D“ wurde mit dem „reddot design award“ ausgezeichnet.

2006 Zum ersten Mal zeigte EDAG bei zwei Messen auf zwei Kontinenten Präsenz. Bei der erstmaligen Teilnahme an der Detroit Motor Show wurden zwei Concept Cars der Öffentlichkeit präsentiert. Ein modifizierter Pontiac Solstice und der „EDAG SUV 2005“, ein beeindruckendes Life-StyleSportfahrzeug, in Zusammenarbeit mit der Rinspeed AG. Parallel zu der

Detroit Motor Show zeigte sich EDAG zum zweiten Mal auf der Auto-Expo in Neu Delhi mit einem weiteren Concept Car, dem „EDAG Showcar No. 8“. Für das erste Airbus Werk außerhalb Europas zeichnete das Konsortium PCC (Prime Contactor Consortium) zwischen Dürr AG und EDAG für die komplette Montageanlage des Airbus A 320 verantwortlich. EDAG erhielt einen neuen finanzstarken Gesellschafter. Die ATON GmbH, Fulda übernahm 100% der Stammaktien von den Gründerfamilien der EDAG Engineering + Design AG. EDAG hat damit einen langfristig orientierten, finanzstarken, unternehmerisch denkenden und handelnden Gesellschafter gewonnen, der die zukünftige Entwicklung des Unternehmens eng begleiten und aktiv unterstützen wird. Die strengen Auflagen des Automobilherstellers Ford in Bezug auf Qualität, Sicherheit und Umweltmanagement erfüllte EDAG und wurde in Folge mit dem Qualitätspreis „Q1“ ausgezeichnet. Und noch eine Auszeichnung: Zum elften Mal wurde EDAG als „Lieferant des Jahres“ durch General Motors prämiert.

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EDAG erhielt den Zuschlag für das außergewöhnlichste Projekt ihres Bestehens. Die Entwicklung und der Bau von sechs MonumentalSkulpturen, die im Rahmen einer bundesweiten Image- und Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ parallel zur Fußballweltmeisterschaft in Berlin ausgestellt wurden. Mit dem Concept Car „EDAG Biwak“ präsentierte EDAG ein Fahrzeugderivatkonzept auf Basis des Volkswagen New Beetle. EDAG erhielt die Auszeichnung „TOP Arbeitgeber Automotive 06/07“. Untersucht wurden Arbeits- und Karrierebedingungen in den Bereichen Innovation, Vergütung, Work-Life-Balance, Entwicklungsmöglichkeiten, Jobsicherheit und Unternehmenskultur.

2007 Am 1. Jan. 2007 übernahm EDAG die Albert Mühlenberg Apparatebau GmbH & Co KG in Hamburg.

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Ebenso wurde die Mehrheit an der Fa. AKTec Automobil- und Kunststofftechnik GmbH mit Sitz in Hörselberg/Eisenach erworben. Durch den Einsatz modernster Fertigungstechnologien wie Long Fiber Injection (LFI) oder Reaction Injection Moulding (RIM) – Technolgie im Interieurbereich wurde das Unternehmen zum gefragten Partner der europäischen Automobilindustrie und ergänzt ideal die EDAG Entwicklungs- und Kleinserienkompetenz im Karosseriebereich. Mit einer Verdoppelung der Ausbildungsplätze auf 83 startete die EDAG Ausbildungsoffensive ins neue Ausbildungsjahr und setzte ein deutliches Zeichen für die Bedeutung der Ausbildung im Konzern. Herr Dr. Jürgen Böhm trat in die Geschäftsleitung der EDAG Engineering + Design AG ein und übernahm in seiner Funktion als COO (Chief Operating Officer) die Ressorts Production und IT. EDAG realisierte ersten IT-Auftrag im Aerospace-Business und unterstützte die DCA GmbH beim Aufbau und im Hosting von IT-Lösungen. Damit ist es, neben den Unternehmen GHU AG (Reifengroßhandel) und

REFORM Maschinenpark das dritte Unternehmen, das auf den IT-Support von EDAG setzte. Ein sichtbares Zeichen für den Standort Fulda wurde gesetzt. Das neu renovierte „Haus Kurfürst“ fungiert nun als neuer Hauptsitz und Gästehaus der ATON GmbH und der EDAG Engineering + Design AG. Die drei EDAG Divisionen Product Development and Production, Manufacturing Equipment und Aerospace wurde mit der Gründung des Personaldienstleisters ED WORK GmbH & Co. KG um eine vierte Division (HR-Services) ergänzt. EDAG wurde mit dem begehrten Gütesiegel „Innovatives Unternehmen“ ausgezeichnet. Mit dem Concept-Car EDAG LUV definierte EDAG ein völlig neues Fahrzeugkonzept des Luxury Utility Vehicle. EDAG erhielt die Auszeichnung „TOP Innovator 2007“. EDAG auf Wachstumskurs! Über 1.000 neue Arbeitsplätze wurden

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in 2007 geschaffen und ließen die Mitarbeiterzahl erstmals auf über 5.000 Mitarbeiter ansteigen. 2008 Die Geschäftsführung formierte sich neu. Die bisherigen Geschäftsführer Herr Dr. Klaus Blickle und Herr Dr. Jürgen Böhm schieden aus dem Unternehmen aus. Die neue Geschäftsführung wird von Herrn Jörg Ohlsen, Herrn Manfred Hahl und Herrn Rainer Bauer übernommen.

Mit einem Wechsel zu einer Kommanditgesellschaft auf Aktienrecht änderte EDAG die Rechtsform: Die Gesellschaft firmiert nun unter EDAG GmbH & Co. KGaA. EDAG übernahm die Fa. LÜHMANNN Ingenieur AG und festigte die Position des Geschäftsbereich Aerospace als strategischer Entwicklungspartner der internationalen Luftfahrtindustrie. EDAG startete die Initiative „Familie und Beruf“. Das Angebot reicht von der Notfallbetreuung von Kindern durch von EDAG finanzierte Tagesmütter, Geburtsbeihilfen bis hin zur Förderung von Teilzeitangeboten nach und während der Elternzeit. Die Ausbildungsoffensive 2008 ließ erstmals 100 junge Menschen bei der EDAG Gruppe im neuen Ausbildungsjahr eine qualifizierte Ausbildung beginnen.

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FFT EDAG Produktionssysteme erhielt den National Supplier Award der Mercedes Benz, SouthAfrica und zum 12. Male den QSTP-Award von General Motors als „Lieferant des Jahres“. Ende des Jahres wurde das Gesamtentwicklungsprojekt für den neuen Opel Meriva erfolgreich abgeschlossen. Zum ersten Mal in der OpelGeschichte wurde ein externer Entwicklungspartner mit der kompletten Entwicklungsverantwortung für ein neues Fahrzeugmodell betraut. Zum zweiten Mal erhielt EDAG die Auszeichnung „Top Arbeitgeber Automotive 08/09“.

2009 In nur 13 Monaten konzipierten, bauten und übergaben EDAG und Dürr eine schlüsselfertige Montage-Linie für den Airbus A 320 in Tianjin/China.

Auf dem Genfer Automobilsalon 2009 präsentierte die EDAG Gruppe mit dem „EDAG Light Car – Open Source“ das vielbeachteste Concept Car der Messe am Genfer See. Das Fahrzeug überzeugte durch ein neuartiges Lichtkonzept auf Basis der (O)LED Technologie, dem Einsatz des neuen, potenziellen Leichtbauwerkstoffes Basaltfaser sowie einem monovalenten Elektroantrieb. Die EDAG Gruppe feiert ihr 40-jähriges Bestehen im Rahmen eines Familienfestes in Fulda und an weiteren Standorten im In- und Ausland. Das Unternehmen ist mit über 5.800 (2008) Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 700 Mio. EUR (2008) das größte unabhängige Entwicklungsunternehmen der Mobilitätsindustrie.

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„Fortsetzung Folgt!“

Hauptsitz EDAG GmbH & Co. KGaA Reesbergstraße 1 36039 Fulda Tel.: +49 661 6000-0 Fax: +49 661 6000-223 E-Mail: [email protected] www.edag.com