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Architekturwettbewerbe und Nachhaltigkeit ee concept M hi F Matthias Fuchs, h Di Dipl.-Ing. l I Architekt, A hi k DGNB DGNB-Auditor A di

Olympische Winterspiele 2018 in München

Haus RE100, bei Stuttgart Deutscher Solarpreis 2005 Greenpeace Deutschlandzentrale, Hamburg

Energiekonzepte

Wettbewerbsbetreuung DGNB-Zertifizierung

Pilotprojekte p j

Plusenergiehaus P., Steinbach

Wissenstransfer

ee concept

Neue Nationalgalerie, Berlin (D) 1968, Mies van der Rohe

1. Preis: schulz und schulz, Leipzig

2. Preis: Allmann Sattler Wappner, München

1. Lässt sich die Nachhaltigkeitsqualität von Entwürfen – und wenn ja, wie – beurteilen? 2. Welche Entwurfsgrundlagen bzw. Arbeitshilfen benötigen: a) die Teilnehmer? b) Wettbewerbsbetreuer und Sachverständige? 3. Wie sollten nachhaltigkeitsorientierte Verfahren organisiert und durchgeführt werden?

Karl Henrici (1891): „Ebensogut könnte man den Duft einer Blume mit einer Elle messen“.

2008 01

Vorprüfung des Wüstenrot-Gestaltungspreises „Energieeffiziente Architektur in Deutschland“

2009 02

Magdeburger Hafen, Neubebauung der östlichen Hafenkante mit Gebäuden für Greenpeace e.V., Designport Hamburg und Wohnungsbau in der HafenCity Hamburg

03

Neubau Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin

04

Neubau der Katholischen Probsteikirche mit Pfarrzentrum in Leipzig

2010 05

Entwicklung eines Campus für die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim

06

Neubau Kinderkrippe am Flughafen München

07

Olympisches Dorf und Medienstandort für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 in München

08

Neubau Europäische Schule München – ANNEX

2011 09

Neubau Bildungshaus in Tübingen

10

Wohnquartier Wennfelder Garten in Tübingen

11

Neubau eines Schulgebäudes an der Nordhaide in München

12

Boschetsrieder Straße in München – Entwicklung eines verdichteten innerstädtischen Wohnquartiers mit ergänzender MKNutzung

13

Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb zur Entwicklung des Bereiches Dachauer Straße, SchwereReiter-Straße und Lothstraße in München

14

Neubau eines Gymnasiums an der Knorrstraße, Am Hart, München

15

Neubau Pfarrkirche St. Paulus, Balingen-Frommern

DETAILgreen „Nachhaltigkeitsorientierte Architekturwettbewerbe“

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg „Leitfaden Nachhaltigkeitsorientierte Architekturwettbewerbe“

Deutsche Bundesstiftung Umwelt + Pfarrei St. Trinitatis, Leipzig „Nachhaltigkeitsanforderungen in Architektenwettbewerben“

Fachartikel, 5 Seiten, Nr. 02/2010

Online-Publikation, 96 Seiten, 04/2011

Publikation,160 Seiten, 06/2011

www.ee-concept.de/leistungen/wettbewerbsbetreuung.html

www.hamburg.de/lena/

1. Pauschale Forderungen und routinierte Worthülsen ohne weitere Konkretisierung („das Gebäude soll insgesamt höchsten ökologischen Anforderungen entsprechen“ o. ä.)

2. Auswahl einzelner Kriterien und Indikatoren von Zertifizierungssystemen (v. a. DGNB / BNB), die nicht mit Wettbewerbsfragestellungen einhergehen

Nachhaltigkeit

Energie Baukultur

3. Detaillierte Berechnungen zum Energiebedarf (z. B. Passivhaus-Vorprojektierung „PHVP“, EnEV / DIN V 18599, bzw. freie Berechnung) oder sonstige Fokussierung energetischer Einzelaspekte

610 m

Chicago Spire | Santiago Calatrava | Quelle: www.spiegel.de

Laut Umfrage des Umweltbundesamtes kennen nur ~10% der Bürger die Bedeutung des Wortes Nachhaltigkeit – irgendwie.

„Doch fast neun von zehn Angesprochenen finden das, was sie nicht zu erklären vermögen, trotzdem gut“. BRAND EINS

Konzeptspezifikation p p Quelle: Energieeffiziente Architektur in Deutschland

quantitativ (berechnen) qualitativ (beschreiben)

vorentwurfsrelevant? t f l t?

Analyse vorentwurfsrelevanter Nachhaltigkeitsanforderung – am Beispiel der DGNB-Kriterien

1. nicht durch Entwurf beeinflussbar (Standort) 2a. vollständig bewertbar (z. B. Flächeneffizienz NF/BGF)

2b. teilweise bewertbar (z. B. Umnutzungsfähigkeit)

4. fehlende Kriterien (z. B. nutzerspezifisches Image)

2c. aggregierte i t Bewertung B t (z. B. Energieeffizienz)

3. nach Wettbewerb relevant (z. B. Raumluftqualität / Schadstoffe)

Greenpeace Deutschlandzentrale („Elbarkaden“) 1. Preis: Bob Gysin + Partner, Zürich

Thema

Nr

Kriterium

Gestaltung

01

Städtebauliche Einbindung

Funktionalität

Komfort und Gesundheit

Wirtschaftlichkeit

Ressourcen und Energie

02

Außenraumqualität

03

Gebäudequalität

04

Nutzer- und aufgabenspezifisches Image

05

Erschließung

06

Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

07

Nutzbarkeit

08

Kommunikationsfördernde Flächen und Räume

09

Sicherheit

10

Schall

11

Licht

12

Raumklima

13

Flächeneffizienz

14

Nutzungsflexibilität

15

Lebenszykluskosten

16

Flächenversiegelung

17

Baustoffe

18

Wasser

19

Energiebedarf

20

Energiebedarfsdeckung

1. Lässt sich die Nachhaltigkeitsqualität von Entwürfen – und wenn ja, wie – beurteilen?

Induktives Verfahren

Deduktives Verfahren

Regeressives Verfahren

Nachhaltigkeitsanforderungen

Teil A

Allgemeine Bedingungen

1.0

Anwendung und Anerkennung der RPW 2008, Registrierungsnummer

2.0

Wettbewerbsgegenstand

3.0

Wettbewerbsart

4.0

Zulassungsbereich

5.0

Auslober

6.0

Teilnahmeberechtigung

7.0

Preisgericht, Sachverständige und Vorprüfer

8.0

Wettbewerbssummen, Preise, Ankäufe, Bearbeitungshonorar

90 9.0

W ttb Wettbewerbsunterlagen b t l

10.0

Wettbewerbsleistungen

11.0

Termine

12.0

Weitere Bearbeitung (Auftragsversprechen, Eigentum, Rücksendung, Haftung, Nutzung)

13.0

Bekanntmachung des Ergebnisses und Ausstellung

14.0

Beurteilungskriterien

Teil B

Wettbewerbsgegenstand und Aufgabenstellung

1.0

Anlass, Sinn und Zweck des Wettbewerbes

2.0

Städtebauliche Rahmenbedingungen

3.0

Baugrundstück

4.0

Raumprogramm

5.0

Ziele, Vorgaben und Empfehlungen des Auslobers

6.0

Maßgebliche Rechtsgrundlagen und geltende Regelwerke für die Planungsaufgabe

Anlage Entwurfsgrundlagen Nachhaltige Architektur 1.0

Nachhaltigkeitsanforderungen im Detail

2.0

Planungshinweise Energiekonzept

3.0

Erhebungsbogen Energie- und Nachhaltigkeit

2a. Welche Entwurfsgrundlagen benötigen die Teilnehmer?

Grundriss:

Ansicht:

Fassadenschnitt:

• funktionstüchtige g Ver- und Entsorgung g g • hoher Fahrradkomfort • Erkennbarkeit Haupteingang • räumliche + funktionale Anforderungen • Barrierefreiheit • Sichtbeziehungen zum Außenraum • Flexibilität (Achsraster, Raumtiefen) • kommunikationsfördernde Flächen • Flächeneffizienz (NF/BGF) • etc. …

• Tageslichtversorgung • solare Gewinne • Sonnenschutzkonzept • Reinigung und Instandhaltung • Lärmschutz (Öffnungs-Orientierung)

• Primärenergieinhalt Baustoffe • Dauerhaftigkeit • Speichermassen • Umnutzungsfähigkeit (li. Raumhöhen) • Integration Solartechnik

Kinderkrippe am Flughafen München 1. Preis: Deppisch Architekten, Freising

vorentwurfsrelevant (u. a.): • Orientierung • Kompaktheit (A/V) • Zonierung • Verschattung • Fensterflächenanteil Wintertag

Sommertag

vorentwurfsrelevant (u. a.): • Nutzung der lokalen erneuerbaren Energiepotentiale • Energiekonzept (gestaltprägende Aspekte)

Quelle: Energie Atlas

Energiebedarf (in kWh pro Jahr) ~ 1.000.000 kWh/a

Lastprofil (in kWh pro Monat)

Prognose Energiebedarf (am Beispiel Olympisches Dorf 2018)

Sonnenstandsdiagramm

Solarstrahlung

Solartechnik

Erdreich

Grundwasser

Windrose

Außenluft

Niederschläge

Planungsgrundlagen erneuerbare Energiepotentiale am Standort (Auszug)

1.000.000 kWh/a ÷ 115 kWh/m2a ~ 8.500 m2 Dachfläche kristalline Photovoltaik

Flachkollektor

Dünnschicht-Photovoltaik

Vakuumröhrenkollektor

Olympisches Dorf 2018 1. Preis: Léon Wohlhage Wernik, Berlin und ST raum a, Berlin

Erhebungsbogen „Energie + Nachhaltigkeit“

1. Versiegelungsgrad 2. Fahrradabstellflächen 3. Beheizter Bruttorauminhalt 4. Beheizte Bruttogrundfläche 5. Nutzfläche 6. Außenbauteile / Fensterflächenanteil

7 Solaraktive Flächen (Photovoltaik / Solarthermie) 7.

8. Gebäudetechnik : 2b. Welche Arbeitshilfsmittel benötigen Wettbewerbsbetreuer und Sachverständige

Verschattungsanalyse am Beispiel Olympisches Dorf 2018

1. städtebauliche Einbindung Innenraumvisualisierung

2. Programmerfüllung Funktionsbeziehungen

3. Planungskennwerte Materialkonzept

4. Nachhaltigkeitskriterien

Vorprüfbericht: komprimierte und grafisch eingängige Ergebniszusammenfassung

Allmann Sattler Wappner, München 2. Preis

Allmann Sattler Wappner, München

schulz und schulz, Leipzig 1. Preis

1. Preis: schulz und schulz, Leipzig

Die Integration von Nachhaltigkeitsanforderungen in Wettbewerbe kann nur gelingen, wenn: 1. sich die Methodik in die etablierte und bewährte Wettbewerbs-Kultur einfügt 2. die Anforderungen vorentwurfsrelevant sind und Teilnehmer bzw. Preisgericht einen Erkenntnisgewinn sehen 3. die Vorgehensweise wirklich dazu beiträgt Baukultur mit Nachhaltigkeit zu vereinen

Finale

Die Richtung bestimmen

• präzise und prägnante Kommunikation der Vorprüfungsergebnisse

• Definition der wesentlichen Nachhaltigkeitsziele • Auswahl fachkundiger Wettbewerbsbeteiligte im Kontext der Ziele

• Wertungsrundgänge unter Berücksichtigung der Beurteilungskriterien (= Nachhaltigkeitskriterien)

Impulse akzentuieren • Verdeutlichung des Nachhaltigkeitsanspruchs • Klärung offener Fragen

1. Vorbereitung

2. Auslobung

3. Rückfragen + Kolloquium

4. Vorprüfung

5. Preisgericht

6. Abschluss des Wettbewerbs

Trefferquote erhöhen • Nachhaltigkeitsanforderungen als inhärenter Bestandteil des Gestaltungsprozesses g p • Bereitstellung geeigneter Entwurfs- und Planungsgrundlagen

Lösungen propagieren Das Wesentliche erfassen

• Präsentation der Wettbewerbsziele und d -ergebnisse b i (P (Pressemeldung, ld Ausstellung und Dokumentation)

• Erkennen der relevanten Nachhaltigkeitsmerkmale • komprimierte und grafisch eingängige Nachhaltigkeitsevaluation

3. Wie sollten nachhaltigkeitsorientierte Verfahren organisiert und durchgeführt werden?

Teilnehmer + Preisgericht

Auslobung + Vorprüfung

Nachhaltige Architektur ist mehr als die Summe seiner Teile

Kontakt Dipl.-Ing. Architekt Matthias Fuchs [email protected] www.ee-concept.de