erinnern - Gedenkstätte Augustaschacht

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AUSSTELLUNG MIT ZUSATZPROGRAMM: OHNE ZU ZÖGERN. VARIAN FRY: BERLIN – MARSEILLE – NEW YORK chiert sie ihre Familiengeschichte, sucht die Orte der Verga...

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AUSSTELLUNG MIT ZUSATZPROGRAMM: OHNE ZU ZÖGERN. VARIAN FRY: BERLIN – MARSEILLE – NEW YORK chiert sie ihre Familiengeschichte, sucht die Orte der Vergangenheit noch einmal auf, reist nach Polen und Israel. Schritt für Schritt wird aus dem Schock über die Abgründe der eigenen Familie die Geschichte einer Befreiung. Jennifer Teege, Jahrgang 1970, ist Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Mit vier Wochen wurde sie ins Kinderheim gebracht, mit sieben Jahren zur Adoption freigegeben. Sie hat vier Jahre in Israel gelebt und dort studiert.

Führung durch die Gedenkstätte Gestapokeller Führung

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Ute Becker, Gedenkstätte Gestapokeller Gedenkstätte Gestapokeller, Neuer Graben/ Schloss So., 23. Febr. 2014, 15.00 – 17.00 Uhr, 3 € Älteren Osnabrückern ist es noch in Erinnerung: Im Osnabrücker Schloss saß die Gestapo. Heute befindet sich in einem Teil der ehemaligen Haftzellen im Keller des Westflügels eine Gedenkstätte. Die Führung zeigt, welche Rolle die Osnabrücker Gestapostelle im System der Bespitzelung der Bevölkerung und Verfolgung missliebiger Personen durch das nationalsozialistische Regime spielte. Sie wird an Menschen erinnern, die hier – auf lokaler Ebene – in das Räderwerk der Gestapo gerieten. Zugleich wird von Menschen die Rede sein, die das Regime stützten, weil es ihnen scheinbare Normalität und verlockende Aufstiegsmöglichkeiten bot.

Volkshochschule der Stadt Osnabrück GmbH Programmbereich Politik: Dr. Carl-Heinrich Bösling Tel.: 05 41/323 – 21 97 I E-Mail: [email protected]

Geschäftsstelle: Bergstraße 8 I 49076 Osnabrück Tel.: 05 41 / 323 – 22 43 I Fax: 05 41 / 323 – 43 47 E-Mail: [email protected] I Internet: www.vhs-os.de Unsere AGB mit Teilnahme- und Abmeldebedingungen der einzelnen Veranstaltungen sowie alle VHS-Angebote finden Sie im aktuellen Programmheft oder unter www. vhs-os . de

Ohne zu zögern. Varian Fry: Berlin – Marseille – New York

Wer war Varian Fry? Lehrerfortbildung

Kooperation mit den Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht

Ausstellungseröffnung

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Seminar

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VHS, Bergstraße 8, Vortragssaal, So., 15. Sept., 11.00 Uhr, Eintritt frei! Grußwort durch den Niedersächsischen Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, Vorstellung des Ausstellungskonzeptes und Führung durch die Ausstellung durch die Kuratorin Angelika Meyer

Ausstellung

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VHS, Bergstraße 8 – Eintritt frei!, 15. Sept. – 30. Nov. Öffnungszeiten: Mo. – Fr.: 8.00 – 21.00 Uhr, Sa./So.: 11.00 – 16.00 Uhr Führungen sind nach Vereinbarung möglich – Anmeldung bei: Ute Becker, Gedenkstätte Gestapokeller Osnabrück, Tel. 0 54 06 / 97 40 Im Sommer 1940 kapituliert Frankreich vor der deutschen Wehrmacht. Vom Norden her setzt eine massive Fluchtbewegung ein. Kulminationspunkt ist der einzige Überseehafen Marseille. Doch die französische Regierung stellt keine Ausreisepapiere aus. In dieser Situation verbreitet es sich wie ein Lauffeuer, dass ein Amerikaner gekommen und mit viel Geld und Sondervisa ausgestattet ist. Der junge Journalist Varian Fry soll im Auftrag des New Yorker Emergency Commitees rund 200 Prominenten, Künstlern, Intellektuellen und Wissenschaftlern, zur Flucht nach Amerika verhelfen. Unter Ausnutzung halblegaler und illegaler Mittel gelingt es Fry und seinen Helfern, Tausende vor der Verfolgung durch das Nazi-Regime zu retten, darunter Hannah Arendt, Marc Chagall, Lion Feuchtwanger, Franz Werfel, Heinrich Mann und andere, aber auch Unbekannten wird ohne Ansehen der Person die Flucht ermöglicht. Als Varian Fry verhaftet und aus Frankreich ausgewiesen wird, sind aus dem geplanten Aufenthalt von drei Wochen 14 Monate geworden. Es fällt ihm schwer, in Amerika wieder Fuß zu fassen. Erst nach seinem frühen Tod wird ihm die Anerkennung, die er zu Lebzeiten verdient gehabt hätte, zuteil. Die genaue Zahl der Geretteten ist bis heute nicht bekannt. Es sollen weit über 2.000 sein. Die Ausstellung wurde erarbeitet vom Aktiven Museum Faschismus und Widerstand Berlin e. V. und wird in der VHS Osnabrück gezeigt in Kooperation mit den Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht.

Fotos: Villa Air Bel – Kick Film GmbH

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Ute Becker, StR i.R., Gedenkstätte Gestapokeller VHS, Bergstraße 8, Di., 17. Sept., 15.00 – 18.00 Uhr, 10 € Anmeldung: Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung, Universität Osnabrück Tel.: 05 41 / 969 – 61 23 Die Ausstellung »Ohne zu zögern. Varian Fry: Berlin – Marseille – New York« präsentiert Geschichte in komplexer Form, die die Themen NS-Verfolgung, Exil in Frankreich, Flüchtlingspolitik und Widerstand und Hilfe berührt. Der biographische Ansatz ist dazu geeignet, einen individuellen Zugang zu diesen Themen zu eröffnen. Daher ist die Ausstellung auch für Schüler ab der 9. Klasse gut geeignet. Für den Fachunterricht in den Fächern Deutsch, Geschichte, Englisch und Französisch stehen Materialienkoffer zur Verfügung, mit denen ein aktiver Ausstellungsbesuch von Lerngruppen vorbereitet werden kann. Die Materialien sind so aufbereitet, dass sie nicht nur der Wissensvermittlung dienen, sondern auch die Kommunikationsfähigkeit, die Lust, das Gelernte anzuwenden und den MitschülerInnen zu präsentieren, fördern. In dieser Fortbildung wollen wir uns zunächst selber mit diesen Materialien beschäftigen und überlegen, wie sie für die Erarbeitung des Themas und zur Vorbereitung eines aktiven Ausstellungsbesuchs im Unterricht eingesetzt werden können, Modelle dafür entwerfen und uns ausführlich darüber austauschen. Ein geführter Besuch der Ausstellung ist Bestandteil der Fortbildung. Angesprochen sind LehrerInnen aller Schulformen, die in den o.g. Fächern unterrichten.

Das Lager Les Milles Vortrag

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Prof. em. Dr. György Széll VHS, Bergstraße 8, Di., 24. Sept., 19.30 Uhr, Eintritt frei! Das Internierungslager Les Milles in der Nähe von Aix-en-Provence existierte von 1939 bis 1942. Es befand sich in der sogenannten freien Zone unter Kontrolle der Vichy-Regierung. In ihm waren etwa 10.000 Personen interniert, zeitweise bis zu 3.000 gleichzeitig, darunter zahlreiche weltberühmte Intellektuelle – so Max Ernst, Hans Bellmer und Lion Feuchtwanger, der darüber das aufwühlende Buch »Der Teufel in Frankreich« schrieb. Über 2.000 Personen – auch Frauen und Kinder – wurden nach Auschwitz deportiert, wo fast alle von ihnen ermordet wurden. Die Gedenk-, For-

schungs- und Bildungsstätte »Camp des Milles« wurde am 11. September 2012, dem Jahrestag des letzten Transports nach Auschwitz, vom französischen Premierminister, Jean-Marc Ayrault, eröffnet. Die Gedenkstätte ist das einzige Internierungsslager in Frankreich, das als Gebäude noch vollständig erhalten ist. Denn auch in Frankreich gab es dagegen große Widerstände, da viele Franzosen in die Verbrechen der Nazis involviert gewesen waren. György Széll ist emeritierter Professor für Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück und Mitglied des Wissenschaftlichen Rats der Stiftung »Camp des Milles«.

Von Rettern und Geretteten SchülerInnen geben unbekannten Emigranten und ihren Helfern eine Stimme und führen anschließend durch die Ausstellung

Lesung

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VHS, Bergstraße 8, Di., 29. Okt., 19.30 Uhr, Eintritt frei!

Villa Air Bel Film von Jörg Bundschuh, Prädikat wertvoll

Filmvorführung

Bedrohung, Verfolgung und Haft in Deutschland, Flucht durch eines oder mehrere Nachbarländer, Internierung in Frankreich als »feindliche Ausländer«, täglicher Kampf ums Überleben, das Elend des Exildaseins, die Jagd nach Papieren und Tickets für die endgültige Flucht aus Europa, gefährliche Fußmärsche über die Pyrenäen, schließlich Abfahrt mit einem meist maroden Schiff – solche Lebensssituationen verbinden die durch Varian Fry und seine Helfer geretteten Menschen. SchülerInnen stellen einige der weniger Prominenten vor, zum Beispiel Eva und Erich Lewinski, Carl Misch, Soma Morgenstern und Franz Schoenberner, lassen Varian Fry und seine Helfer zu Wort kommen und führen anschließend durch die Ausstellung.

Politische Verfolgung, Flucht und Asyl heute Vortrag/Gespräch

Dogan Akhanli wurde 1957 in Artvin, Türkei, geboren. Als linker Aktivist saß er im Militärgefängnis und wurde gefoltert. Seit seiner Flucht 1991 lebt er in Köln. Er ist Gründer der Raphael-Lemkin-Bibliothek in Köln und unter anderem Verfasser des Romans »Die Richter des Jüngsten Gerichts« , der sich mit dem Völkermord an den Armeniern auseinandersetzt, und des Theaterstücks »Annes Schweigen«. Akhanlis Projekte wurden von der Bundesstiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft gefördert und 2009 vom Bündnis für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet. Andreas Neuhoff ist seit mehr als 20 Jahren Vorsitzender des Vereins Exil – Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge-, und als Rechtsanwalt vertieft im Ausländer- und Asylrecht tätig. Für sein Engagement in diesem Bereich hat ihn die Stadt Osnabrück im Jahr 2011 mit dem Yilmaz Akyürek Preis ausgezeichnet.

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Dogan Akhanli/Andreas Neuhoff (EXIL e. V.) VHS, Bergstraße 8, Di., 12. Nov., 19.30 Uhr, Eintritt frei! Flucht und Vertreibung sind ein hochaktuelles Thema. Politische Verfolgung, Kriege und Bürgerkriege aber auch der Zerfall wirtschaftlicher Strukturen und die Zerstörung der Umwelt vertreiben weltweit Millionen von Menschen. Was bedeutet es heute, politisch verfolgt zu werden, fliehen und Asyl suchen zu müssen?

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VHS, Bergstraße 8, Di., 26. Nov., 19.30 Uhr, Eintritt frei! Der Film beginnt mit dem einsamen Tod Varian Frys in seinem Haus in einem verlassenen Nest in Connecticut. Über 2.000 Menschen haben Varian Frey und seine Helfer gerettet. Die Anerkennung dafür ist ihnen versagt geblieben. Der Filmemacher Jörg Bundschuh setzt hier mit seiner Recherche an, lässt die Helfer Frys zu Worte kommen und würdigt als erster die bislang unbeachteten großen Verdienste Frys. Der Film erzählt nicht nur die Geschichte von Fry und seinen Helfern in Marseille. Er versucht auch Einblicke zu geben in das tragische Leben eines Mannes, dem die europäische und amerikanische Kultur viel zu verdanken haben und der trotzdem 1967 völlig unbekannt und vergessen gestorben ist. Nach der Aufführung des Films ist Gelegenheit zum begleiteten Rundgang durch die Ausstellung in der VHS.

ERINNERN JENSEITS VON RITUAL UND SCHLUSSSTRICH

2. Semester 2013

Erinnern jenseits von Ritual und Schlussstrich

Führung durch die Gedenkstätte Augustaschacht

Kooperation mit: Gedenkstätte Augustaschacht, Kulturgeschichtliches Museum/Felix-Nussbaum-Haus, Gedenkstätte Gestapokeller

»Das war ja damals alles ganz anders, als Sie sich das heute so vorstellen!« Gesprächskreis

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Dr. Volker Issmer, Historiker und Buchautor VHS, Bergstraße 8, Fr., 25. Okt., 18.30 – 20.00 Uhr, 5 Termine gebührenfrei! Solchen und ähnlichen Äußerungen begegnet wohl irgendwann jeder, der sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus beschäftigt und dazu ZeitzeugInnen befragt. Aber wie war es denn »damals« nun wirklich? Wie lebten die Menschen in bzw. unter dem NS-Regime zum Beispiel in unserer Stadt und ihrer Umgebung? Um solche und ähnliche Fragen wird es in der Veranstaltungsreihe gehen. Eingeladen sind alle, die Fragen an jenen Abschnitt unserer Geschichte haben, seien es ZeitzeugInnen oder später Geborene. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Besonders willkommen sind NeubürgerInnen und Gäste aus dem Ausland, die auf Dauer oder zeitweilig in unserer Stadt leben und nach einer Gelegenheit suchen, sich über die Nazizeit zu informieren, um mit dem Wissen um diesen Geschichtsabschnitt Land und Leute besser zu verstehen.

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Dr. Michael Gander, Gedenkstätte Augustaschacht Gedenkstätte Augustaschacht, Zur Hüggelschlucht 4, HasbergenOhrbeck, So., 29. Sept., 14.00 Uhr, 3 € Die Gedenkstätte Augustaschacht erinnert am Ort des ehemaligen Arbeitserziehungslagers Ohrbeck an die Opfer und die Zeit des Nationalsozialismus im Osnabrücker Land. Das denkmalgeschützte ehemalige Lagergebäude, der Augustaschacht, ist Zeugnis schwerster Verbrechen. Das Arbeitserziehungslager Ohrbeck wird in der Geschichtsschreibung als »KZ der Gestapo« bezeichnet. Insgesamt waren dort mehr als 2.000 Jugendliche und Männer zwischen Januar 1944 und April 1945 inhaftiert. Sie kamen aus 17 Ländern, insbesondere den Niederlanden, der damaligen Sowjetunion, Italien und Polen. Mindestens 100 von ihnen überlebten die durchschnittlich auf acht Wochen begrenzten unmenschlichen Arbeits- und Haftbedingungen nicht.

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Dr. Michael Gander Gedenkstätte Augustaschacht, Zur Hüggelschlucht 4, HasbergenOhrbeck, Di., ab 17. Sept., 16.45 – 19.00 Uhr, 15 Termine, gebührenfrei! Der Arbeitskreis diskutiert die bekannten und unbekannten Seiten des Nationalsozialismus und seiner Opfer in der Region Osnabrück. Weiterhin werden die regionalen Hinterlassenschaften und Folgen von Krieg und Nationalsozialismus erörtert. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung bei Dr. Michael Gander möglich, Tel.: 0 54 05/8 95 92 70

Die Ortsgruppenleiter der NSDAP in Osnabrück

Deutsch-Niederländisches Theaterprojekt im Film Kooperation mit der Gedenkstätte Augustaschacht und dem »Aaltense Musea«, Niederlande

NS-Funktionäre an der Basis

Workshop für Jugendliche

Vortrag

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Prof. Dr. Peter Marchal Medienzentrum Osnabrück, Natruper Straße 50 Sa., 5. Okt., 14.00 – 19.00 Uhr, So., 6. Okt., 10.00 – 15.00 Uhr gebührenfrei! Das gemeinsame Musiktheaterprojekt mit deutschen und niederländischen Jugendlichen wurde 2012 in Deutschland und den Niederlanden erarbeitet, um die Geschichte von Zwangsarbeit, Widerstand und Untertauchen zu thematisieren. Mehrere öffentliche Aufführungen fanden große Resonanz. Im Rahmen dieses Workshops soll ein Dokumentarfilm über das Projekt erstellt werden.

»Fremde Zeit – Unsere Zeit« Teil 2. Historische Fakten im Literaturformat Lesung

Tagesfahrt

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Dr. Volker Issmer Villa Schlikker, Heger-Tor-Wall 27, Mi., 2. Okt., 19.30 Uhr, Eintritt frei!

Lesung

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Der Osnabrücker Historiker Dr. Volker Issmer beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der regionalen NS-Geschichte. Mit seiner Publikation »Fremde Zeit – Unsere Zeit«, deren zweiter Band in der Lesung vorgestellt werden soll, versucht er einen neuen Zugang zu der Thematik zu gewinnen, indem er reales Geschehen in die literarische Form der Kurzgeschichte kleidet. Dabei ist die Erkenntnis leitend, dass die erzählte Geschichte eine wichtige Möglichkeit für ein Verständnis des Geschehens darstellt, die auch genutzt werden sollte, um Menschen zu erreichen, die selbst nicht mehr Zeitzeugen sind. Einige der Erzählungen nehmen Bezug auf die Geschichte des Augustaschachts.

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Dr. Michael Gander, Gedenkstätte Augustaschacht VHS, Bergstraße 8, Sa., 2. Nov., Abfahrt: 8.00 Uhr Rückkehr: ca. 18.30 Uhr 45 € (incl. Kosten für Führung vor Ort) Anmeldeschluss: 18. Okt. Insgesamt 15 Konzentrations-, Straf- und Kriegsgefangenenlager richteten die Nationalsozialisten und ihre Handlanger im Emsland ein. Tausende von Menschen wurden in den Lagern gefangen gehalten – auch aus Osnabrück – die den Nationalsozialisten bei der Durchsetzung ihrer Herrschaft im Wege waren. An das Schicksal dieser Gefangenen erinnern insbesondere das Lied der Moorsoldaten und stellvertretend die Geschichte des Nobelpreisträgers Carl von Ossietzky. In der Gedenkstätte Esterwegen erwartet Sie eine Einführung in die Geschichte der Emslandlager und eine Führung zu den in den vergangenen Jahren freigelegten Überresten des Konzentrationslagers Esterwegen.

Erzählte Geschichte – was wissen wir von den Erlebnissen unserer Eltern und Großeltern in der Nazizeit? 10861 V

... und hat es überhaupt noch etwas mit uns zu tun?

Workshop

Maria Toepper Villa Schlikker, Heger-Tor-Wall 27 Do., 7. Nov., 19.30 Uhr, Eintritt frei! Während des Nationalsozialismus bildete die Ortsgruppe eine der unteren Instanzen im Parteiapparat der NSDAP. Als Ortsgruppenleiter arbeiteten NS-Funktionäre direkt an der Basis und schafften dort die Grundbedingungen für die Durchsetzung von ideologischen Zielen. Mithilfe einer Analyse der Entnazifizierungsakten von zehn ehemaligen Osnabrücker NSDAP-Ortsgruppenleitern wurde der Versuch unternommen, für die Stadt ein Funktionärsprofil dieser Gruppe politischer Leiter zu erstellen.

Auschwitz: Häftlingsnummer 50462 Vortrag/Gespräch

Exkursion zur neu gestalteten Gedenkstätte Esterwegen

Dr. Volker Issmer Gedenkstätte Augustaschacht, Zur Hüggelschlucht 4, HasbergenOhrbeck, So., 27 Okt., 15.00 Uhr, Eintritt frei!

Arbeitskreis: Geschichte des Nationalsozialismus in der Region Osnabrück Kurs

Führung

Untertaucher/Onderduiker

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Erna de Vries Erna de Vries hält sich vom 7. – 8. November und 23. – 24. Januar 2014 erneut in Osnabrück auf. Schulbesuche sind möglich am Donnerstag ab 11.30 Uhr sowie am Freitagvormittag. Anmeldung von Schulterminen: Dr. Carl-Heinrich Bösling, VHS, Tel.: 05 41/323 – 21 97 oder Dr. Michael Gander, Gedenkstätte Augustaschacht, Tel.: 0 54 05/8 95 92 70 Erna Korn, die heute Erna de Vries heißt, wurde 1923 in Kaiserslautern als einziges Kind einer Unternehmerfamilie geboren. Ihre Mutter war Jüdin, der Vater Protestant. Mit der Machtübernahme durch die NSDAP verschlechterten sich die Lebensbedingungen der Familie und die Firma musste verkauft werden. In der Reichspogromnacht im November 1938 tobte sich ein aufgestachelter Mob auch im Haus der Familie Korn aus, zerschlug alle Möbel und hinterließ eine völlig zerstörte Wohnung. 1943 schließlich folgte die Deportation in das Todeslager Auschwitz gemeinsam mit ihrer Mutter, die dort ermordet wurde. Erna de Vries selbst erlebte auf einem Todesmarsch vom KZ Ravensbrück im April 1945 die Befreiung durch amerikanische Soldaten.

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Sakino Mathilde Sternberg, Berlin Gedenkstätte Augustaschacht, Zur Hüggelschlucht 4, HasbergenOhrbeck Sa., 9. Nov., 14.00 – 18.00 Uhr, gebührenfrei! Der Zweite Weltkrieg und die Nazizeit sind seit über 60 Jahren zu Ende. Dennoch sind die Folgen dieser Zeit nicht vorbei. Die Verbrechen der Täter haben immer noch Auswirkungen auf die Opfer und deren Nachkommen. Ebenso wirken sie auf die Nachkommen der Täter. Traumata werden (mindestens) bis in die dritte Generation weitergegeben, denn in den meisten Familien – sowohl bei den Opfern als auch auf der Täterseite – wurde über diese Zeit geschwiegen, das Erlebte, Getane, Gesehene nicht durch- und nicht verarbeitet. Der Workshop soll die Möglichkeit bieten, das sogenannte »Storytelling«, das Erzählen der Lebensgeschichte, kennenzulernen. Nach einer Einführung erhalten Sie die Gelegenheit, in einer strukturierten Weise eine praktische Erfahrung in dieser Methode zu machen. Es wird Raum für Fragen, Diskussion und Miteinander geben. Sakino Mathilde Sternberg wuchs im Landkreis Osnabrück auf und erlebte in ihrer Familie das Schweigen der gesamten Eltern- und Großelterngeneration. In ihrem Vortrag wird sie aus der Perspektive einer Frau berichten, die fortgegangen ist, um Abstand zu gewinnen und wieder gekommen ist, um sich dem Thema und ihrer Heimat in neuer Weise zu nähern.

Zeitzeugengespräche mit jüdischen Einwanderern in Osnabrück

Vorträge für Schulen

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In Osnabrück leben seit rund 20 Jahren Überlebende der nationalsozialistischen Vernichtung der Juden in der früheren Sowjetunion und jüdische Veteranen des sowjetischen Militärs. Ihre Erfahrungen von Krieg und Verfolgung sind bislang nur wenig in Osnabrück bekannt. Zeitzeugen aus Osnabrück sind zum Gespräch in Schulen bereit. Schulbesuche sind nach Vereinbarung möglich – Anmeldung bei: ■ Dr. Carl-Heinrich Bösling, VHS, Tel.: 05 41 / 323 – 21 97 oder ■ Dr. Michael Gander, Gedenkstätte, Tel.: 05 40 5 / 89 59 270

Stolpersteine in Osnabrück Ein Beitrag zum historischen Gedächtnis einer Stadt

Vortrag

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Christine Grewe M.A., Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück Villa Schlikker, Heger-Tor-Wall 27, Do., 5. Dez., 19.30 Uhr, Eintritt frei! Christine Grewe ist Koordinatorin des Projektes Stolpersteine im städtischen Büro für Friedenskultur und wird über das Projekt und die Umsetzung in Osnabrück berichten.

Amon – Mein Großvater hätte mich erschossen Kooperation mit der Buchhandlung Zur Heide

Lesung

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Jennifer Teege VHS, Bergstraße 8, Mi., 12. Febr. 2014, 19.30 Uhr, Eintritt frei!

Einblicke – Die unbekannten Zeitzeugen von Krieg und Holocaust Kooperation Gedenkstätte Augustaschacht/»Verein »Judentum begreifen«

Ausstellungseröffnung

Die unbekannten Zeitzeugen von Krieg und Holocaust

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Gedenkstätte Augustaschacht, Zur Hüggelschlucht 4, HasbergenOhrbeck, So., 17. Nov., 11.00 Uhr, Eintritt frei! Die Erfahrungen der jüdischen Einwanderer von Krieg und Verfolgung stehen im Mittelpunkt der Ausstellung »Einblicke«, die in deutscher und russischer Sprache 26 Lebenswege Osnabrücker Einwanderer vorstellt.

Es ist ein Schock, der ihr ganzes Selbstverständnis erschüttert: mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege durch einen Zufall, wer sie ist. In einer Bibliothek findet sie ein Buch über ihre Mutter und ihren Großvater Amon Göth. Millionen Menschen kennen Göths Geschichte aus Steven Spielbergs Film »Schindlers Liste«. Göth war verantwortlich für den Tod tausender Menschen und wurde 1946 gehängt. Seine Lebensgefährtin Ruth Irene, Jennifer Teeges Großmutter, begeht 1983 Selbstmord. Jennifer Teege ist mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, das sie nicht mehr ruhen lässt. Jennifer Teege beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit. Gemeinsam mit der Journalistin Nikola Sellmair recher-