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Schaffensfroh e Werkjugend!

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'hi IM EISENWERK TRZYNIIETZ

Sozialpolitische, wirtschaftspolitische und volkstiinispoJitischc Gesichtspunkte beherrschen die na­ tionalsozialistische Berufserziehung. Sie ist das Mittel, um in dem Jungendlichen jenen Ausgleich zwischen Veranlagung und Leistungswillen einer­ seits und der tatsächlichen Leistung andererseits herzustellen, der die erste Voraussetzung des ge­ rechten Lohnes ist und somit zur Verwirklichung des deutschen nationalso­ zialistischen Staates bei­ trägt. Sozialpolitisch ist mich der Gedanke einer Erziehung des i ju­ gendlichen zur berufli­ chen Haltung, die eine besondere Form der Er­ ziehung zur Volksgemein­ schaft
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getragen haben, in seiner schlichten besonders dem jugendlichen Nachwuchs des Eisenwerkes gewid­ meten Ansprache darauf hin, daß mit der Freude über das gelungene Werk und die so vorbildliche Anlage auch gleichzeitig eine große Verpflichtung für die Jugendlichen verbunden sei. Die Weikjugend habe an sieh selbst zu arbeiten und sieb der älteren Arbeitskameraden würdig zu erweisen. die heute an allen Fron­ ten im Kampf um Deutschlands Freiheit ihren Mann stehen. Nach einem Dank an alle Hel­ fer im Betrieb, an die zu­ ständigen Stellen von Partei. Arbeitsfront und Behörden, die das Wer­ den dieses Baues unter­ stützt haben, äußerte sieh O b c r i n g enie u r Lang', der Ausbildungs­ leiter des Eisenwerkes Trzynietz, in richtungge­ benden Ausführungen über die Bedeutung der Nachwuchsausbildung. Der Redner ging dabei von dem Motto aus. daß die Arbeit neben dem Frontsoldatentum die einzige Form des Lebens­ kampfes sei. Abschnittslciter Günter P ö t z s e li, inzwischen zum Gauobmann der DAF ernannt, entbot zunächst den Gruß des Gauleiters und stellte seine Ausführungen un­ ter das Geleitwort »Un­ sere Leistung — unsere Ehre«! Pg. Pötzsch bozeichnete die Schaffung dieser vorbildlichen Lehr­ werkstätte als einen nnsdruck des Geistes der Betriebsgemeinschaft des Werkes. Hier sei der beste Weg gefunden, uni zu dem letzten Ziel der Lei­ stet ngsgem ei u seha ft zu kommen, in der jeder Be­ triebsangehörige vom Betriebs Führer bis zum letzten Lehrling verantwortungsbewußt und ein­ satzbereit am Werke sei. Das Eisenwerk Trzy­ nietz habe sich gerade durch seine Arbeit auf dem Gebiet der Nachwuchsausbildung so ausgezeich­ net, daß der Redner heute in der Lage sei, der Betriebs g e m eins c haft des Eisenwerkes Trzynietz im Aufträge des Reichsorganisationslei­ ters Dr. Ley und des Reidisministers Speer die Anerkennungsurkunde zu überreichen. In seinen Dankesworten unterstrich der Betriebs­ führer, Direktor J c 11 i u gil a u s, daß diese Aus­ zeichnung zugleich eine Verpflichtung für die ge­ samte Betriebsgemeinschaft sei, in dieser vielleicht schönsten Lehrwerkstätte des Olsagebietes auch die besten Erfolge in der Nachwuchsausbildung zu er­ reichen. Noch mancher Glückwunsdi wurde wäh-

strieunternehmungen errichtet. Heute findet sich nur noch selten ein Betrieb im Altreich, der nicht eine Lehrwerkstätte oder zumindestens eine Lehr­ ecke eingerichtet hat. Von allen diesen Errungenschaften war im Ols a- Gebiet trotz seiner deutschstämmigen Grundlage nichts zu spüren. Wenn unter der tschechischen Herrschaft im Eisenwerk 1 rzynietz wenigstens von kleinen Ansätzen einer dem reichsdeutschen Vorbild nachgeahmten Nachwuchs­ erziehung gesprochen werden konnte, so hat das eine Jahr.polni scher Herrschaftalleswiederv e rn i c h t e t. Als mit dem Einzug der deutschen Truppen am I. September 19V) das Eisenwerk wieder in deutsche Verwaltung kam, war jeglicher Ansatz zu einer Nach w uch ser zieh u n g vollständig verschwunden. Die Tschechen und noch mehr die Polen rechneten damit, daß genügend billige Kräfte, aller­ dings ungelernt oder kaum ge­ schult, vorhanden waren und auf eine verfeinerte Mechani­ sierung des Betriebes nach deutschem Vorbild verzichtet werden könne. Die neue deutsche Betriebs­ leitung im Eisenwerk Trzynietz räumte sofort mit der polni­ schen Gleichgültigkeit in die­ Anmarsch der Werkjug e nd zur f.ehrwe rksl ii tte sen Fragen auf. Wenn auch zu­ nächst nur eine bescheidene Lehrecke eingerichtet werden konnte, so wurde Lehrling, Anlernling und Jungarbeiter geschult und zu charakterfesten, besten deutschen Fachar­ sofort die Planung für eine neue Lehrwerk­ stätte nach den modernsten Richtlinien vor­ beitern erzogen werden. Vereinzelte Großfirmen im Alt reich befaßten genommen. Bei der Berufserziehung im hie­ sich schon während der letzten Jahrzehnte des vo­ sigen Gebiet handelt es sich nicht nur um rigen Jahrhunderts mit dem Problem der Berufs­ die Vermittlung des fachlichen Könnens, sondern erziehung, aber erst nąch 1900 wurde dieser Frage die Jugend sollte auch dem Deutschtum wieder steigendes Interesse von den berufenen Stellen zurückgewonnen werden. Zunächst mußte die entgegengebracht. Sehr bald wirkte sich die ge­ Idee der Nachwuchserziehung propagandistisch regelte Berufserziehung in der Schaffung eines vorbereitet werden, damit die Eltern der Jungen erstklassigen Facharbeiterstammes in Deutschland überhaupt erst einmal mit dem Gedanken ver­ aus. Tüchtigkeit und Fähigkeit dieser Facharbei­ traut gemacht wurden. Dabei wurde von dem Geter trugen nicht zuletzt dazu mit bei, daß deutsche Maschi­ nen wie überhaupt deutsche Industrieerzeugnisse sich im­ mer größere Märkte der Welt erobern konnten. Nach dem Weltkrieg und besonders zur Zeit des mit großer Arbeitslo­ sigkeit verbundenen Nieder­ gangs der deutschen Wirtschaft erlosch wieder jegliches Ver­ ständnis für Nachwuchsfragen. Erst d e r Nat.i o na I s o z i a 1 i s m u s hat in richtiger Erkenntnis der Notwendigkeit eines gut ausgebildeten Fach­ arbeiters d a s P robie m d e r N ac h w u c h s frage un­ verzüglich angepackt und sch n c I 1 gelöst. Auf natio­ nalsozialistische Anregung und im besonderen auf Betreibender De u t sch enArbeitsf r o n ! wurden tausende von neuen Lehrwerkstätten in den Indu-

rend der Feierstunde ausgesprochen, die mit einem Fanfarenruf der Werkjugend, dem Vorspruch eines Lehrlings und dem vom Werksorchester gespielten Triunvpfmarsch cingeleitet war. Die Flaggenhissung vor der neuen Lehrwerkstätte und die Füh­ rer-Ehrung beschlossen die Feierstunde. Wir geben nunmehr das Wort Oberinge­ nieur Lang, der den Nachwuchs des Eisenwer­ kes Trzynietz betreut und im folgenden aus der Fülle seiner Erfahrung schildert, wie in Trzynietz

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dunkeii ausgegangcn, daß zwar in erster Li­ nie Söhne von alten Gefolgschafts­ mitgliedern herangezogen werden sollten, daß aber auch selbstverständlich jedem ] u n g e n, der f ü r ein Metallhandwerk Liebe und Verstand n is hat, das Eise nw e r k Trzynietz eine Stätte für seine Ausbildung werden sollte. Die Auslese mußte bei dem ersten einzustellenden Jahrgang vor allem in der Hinsicht getroffen werden, daß die Jungen der deutschen Sprache so weit mächtig sind, um einem geregelten Lehrbe­ trieb auch tatsächlich folgen zu können.

von schon lange im Betrieb arbeitenden Gctolgschaftsmitgliedern aulgenommen. Jedes Schulungs­ lager dauerte drei Monate. Anschließend wurden die für fähig erkannten Jungen als Anlernlinge eingestellt, während die übrigen, falls sie sonst charakterlich in Ordnung waren, als J u n g a r beiter den einzelnen Betrieben zugeführt wur­ den. Während dieser Schulungslager wurden die Jungen vor allem zur Zucht und Ordnung ange­ halten und durch sprachlichen Unterricht, Sprech-

Die Unterschiede zwischen Lehr­ ling, Anlernling und Jung­ arbeiter

waren der hiesigen Bevölke­ rung nicht geläufig. Ungeheure Kleinarbeit brachte es schließ­ lich dahin, daß diese Begriffe klar auseinander gehalten wer­ den. Immer wieder konnte festgestellt werden, daß die Auf­ nahmegesuche auf Einstellung als Lehrling oder Anlernling oder als Jungarbeiter lauteten, obwohl die Bedingungen und erreichbaren Ziele doch recht verschieden sind. Die Haupt­ sache war, daß der Junge im Eisenwerk untergebracht wurde. Durch die Fremdherr­ Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht bei der werkenden Jugend schaft war ein großer Teil der an und für sich sicherlich befähigten Jun- Übungen und Gesang in der deutschen die gen für einen Lehrberuf infolge mangelnder Sprache vervollkommnet. Auf deutscher Sprachkenntnisse nicht geeignet. An­ sportliche Ertüchtigung wurde beson­ dererseits wiederum waren Jungen, die die deut­ derer Wert gelegt. Zweimal in der Woche wurden sche Schule während der Tschechen- und Polen­ die Jungcns in der Lehrecke nach dem Grundlehr­ zeit besucht hatten und daher von jeder Einstel­ gang »Eisen erzieht« mit den grundlegenden Ar­ lung ins EiSenwerk ausgeschlossen waren, bereits beiten am Eisen vertraut gemacht. zu alt, um einen Lehrberuf zu ergreifen. Diese Am 1. November 1941 wurden wiederum 48 Schwierigkeiten wurden jedoch durch verständnis­ Lehrlinge und zwar 9 Former, 4 Modelltischler, volles Zusammenarbeiten aller Stellen überbrückt. 11 Betriebsschlosser, 6 Betriebselektriker, 8 Dreher, So konnten erstmalig am 1. März 1940 8 Stoffprüfer und 2 Werkstoffprüfer eingestellt. insgesamt 5 5 deutsche Jungen als Zum dritten Termin am 1. Dezember 1942 wur­ Lehrlinge aufgenommen werden. Sämtliche den 35 Lehrlinge und 13 Anlernlinge aufgenom­ Lehrlinge wurden einer psychologischen Be­ men. gutachtung von Sachbearbeitern des Am­ Die Ausbildung der Lehrlinge und Anlernlinge tes für Berufserziehung und Betriebsführung erfolgt genau nach den von der DAF, Amt für (DAF, Berlin) unterzogen. Unter diesen 55 Lehr­ lingen waren 12 Dreher, 25 Betriebsschlosser, 5 Be­ Berufserziehung und Betriebsführung und dem triebselektriker, 6 Former, 2 Modelltischler und Reichsinstitut für Berufsausbildung in Handel und Gewerbe erarbeiteten Unterlagen. Es wird vor 5 Stoffprüfer. Auch der Ausbildung von A n 1 c r n 1 i n- allem Wert darauf gelegt, daß die gen wurde von allem Anfang an das notwendige Lehrlinge eine breite Ausbildungsbasis Augenmerk zugewendet. Während für Lehrlinge eine drei- bis dreieinhalbjährige Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, werden Anlernlinge in ein bis erhalten. So hat ein Betriebsschlosser zuerst zweijähriger Anlernzeit für Spezialberufe so weit 4—5 Monate den Grundlehrgang »Eisen erzieht« ausgebildet, daß sie als Spezialarbeiter durchzumachen, um mit den grundlegenden Ar­ (Hobler, Bohrer, Automatendreher, Lichtbogen- beiten der Eisenbearbeitung vertraut zu werden. söh-weißer, Walzwerker, Hochöfner, Siemens Mar­ Anschließend erhält er eine gründliche Ausbildung tin-,. und Elektrostahlwerker usw.) der Industrie von 1 bis 2 Monaten bei der Drehbank, wird je zur Verfügung stehen. Bei den Aufnahmen zeigte einen Monat zu einer Hobel- und einer Fräsbank es sich, daß zwar genügend intelligente Jungen für gestellt, arbeitet 2 Monate in der Lehrschmiede diese Aufnahme im hiesigen Gebiet vorhanden und wird sowohl im autogenen wie im Elektro­ sind, cs jedoch mit der deutschen Sprache sehr schweißen ausgebildet. Auch in der Formerei und schlecht bestellt war. Modelltischlerei wird er nach einem genau festge­ Daher wurden für diese Anlernlinge 2 legten Plan mit den grundlegenden Arbeiten ver­ V o;r b e r c i t u n g s 1 a g e r in dem von uns ge­ traut gemacht. Zwischendurch wird er bereits bei mieteten Schloß Konskau mit je 50 Jungen durch­ produktiven schlosserischen Arbeiten in der Lehr­ geführt. Für diese Lager wurden bervorzugt Söhne werkstätte angesetzt, so daß er nach 18 Monaten

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nn die einzelnen Betriebe zur weiteren Ausbil­ dung kommt und dort schon zu 40—60% zu Fach­ arbeitern u fga bcn angesetzt werden kann. Der Schlosserlehrling wird jedoch nicht während der weiteren 18 Monate seiner Ausbildungszeit in einem Betrieb belassen, sondern nach einem ge­ nau festgelegten Plan durch alle jene Betriebe durchgeschleust, wo er einmal später als Fachar­ beiter eingesetzt werden soll. Nur so ist er mit sämtlichen Arbeiten seines Berufes nach dem Ab­ schluß seiner Lehre vertraut. Ähnlich werden Dre­ her, Betriebselektriker, Former usw. nach genauen Plänen innerhalb der Lehrzeit fachlich einwand­ frei ausgebildet. E i n rn a 1 in der Woche müssen sämt­ liche Lehrlinge; und Anlernlinge clieAuficnklassenimEisenwerkTrzyn i e t z der Gewerblichen Berufsschule T eschen besuchen, um auch das theoretische Rüstzeug für ihren zukünftigen Beruf zu erhalten. Überdies wird zusätzlicher Berufsun­ terricht durch werkseigene Inge­ nieure den Lehrlingen und Anlernlingen erteilt. Hier handelt es sich vor allem um eine bereits vom zweiten Lehrjahr ab beginnende Spezialschulung

für Betriebselektriker, Dreher, Betriebsschlüsse!'. Former, Modelltischler und Werkstoffprüfer. Die Anlernlinge

machen ebenfalls zuerst den Grundlehrgang »Eisen erzieht« durch und werden dann an den für ihren künftigen Spezialberuf entsprechenden Maschinen ausgebildet. So wird z. B. der Hobler an den verschiedensten Modellen der im Eisenwerk Trzynietz befindlichen Hobelmaschinen 1 bis 2 Monate ausgebildet, so daß er nach Beendigung seiner An­ lernzeit an allen Hobelmaschinen an gesetzt wer­ den kann. Dasselbe gilt für den Fräser. Bohrer tisw. Eine besondere Ausbildung erhalten die Hochöfner. Siemens-Martin- und Elektro-Stahlwor­ ker und Walzwerker. Nach Durchführung des Grundlehrganges »Eisen erzieht« werden die An­ lernlinge im Laufe der Ausbildungszeit von zwei Jahren an alle Plätze gestellt, die sie in ihrer spä­ teren Berufslaufbahn kennen müssen. Die Zeit ist nach der Schwierigkeit der Erlernung der einzel­ nen Arbeitsplätze so festgelegt, daß innerhalb der zwei Jahre der Turnus beendet ist. Auch diese Anlernlinge erhalten theoretischen Spezialunter­ richt für ihren Beruf.

FRONT UND HEIMAT Die Betriebsführung der B a u k h ü t t e (Königs- und Bismarckhütte A.-G.) hat sich in einem Anschreiben an die Frontkameraden des Betriebes über den tieferen Sinn der Werkzebung geäußert und unterstrichen, daß die Arbeits­ kameraden im Soldatenrock ein besonderes Anrecht auf diese haben. Damit ist fol­ gende Bitte verbunden: »Aber auch die Arbeitskameraden hier möchten gern wissen, wie es Euch draußen geht, auch dazu soll die Werkzeitung dienen. Also — schreibt an uns, was Euch bewegt, schreibt uns Eure Gedanken über die Hütte und Dombrowa — denn Ihr denkt ja alle an das Werk zurück — und was Ihr von hier wissen wollt. Wir wollen dann sehen, Eure Gedanken und Fragen in der Werkzeitung zu beantworten. Vielleicht könnt Ihr auch mal ein kleines Erlebnis, was zur Veröffentlichung geetgent ist, schildern. Das Rundschreiben endet mit dem Ersuchen, stets die Feldpostnummer auf­ zugeben, damit regelmäßig die Werkzeitung und »gelegentlich auch mal wieder eine Kleinigkeit« abgeschickt werden kann. Das Gußstahlwerk Bismarck hütte (Königs- und Bismarckhütte A. G.) richtet folgende Bitte an die Frontkameraden: Innerhalb des Konzerns BERGHÜTTE marschiert mit an der Spitze die Königsu. Bismarckshütte A. G. Ein Teil der Bismarckhütte führt heute die Bezeichnung »Guß­ stahlwerk Bismarckhütte«, der andere Teil wird »Walzwerke Bismarckhütte« benannt. Wenn man früher vom Werk Bismarckhütte sprach, so war dieses Werk den Vertrauten als das sogenannte Unter- und Ober :verk bekannt. Beide Teile bildeten ein Werk. Sie lagen zwar durch eine Verkehrsstraße getrennt, waren jedoch durch eigene Schienenstränge miteinander verbunden. Der Ortsname wurde nach der Werks­ firmenbezeichnung also ebenfalls Bismarckhütte benannt. Seit vorigem Jahr ist der Ortsname Bismarckhütte in Königshütte-Bismarck umgewandelt. Von jetzt ab sollen regelmäßig Mitteilungen »Vom Gußstahlwerk Bismarckhütte« in unserer Werkszeitung erschienen. Damit soll das Band, das uns verbindet, noch fester geknüpft werden. Wir bitten alle Gefolgschaftsmitglieder, besonders die Ka­ meraden an der Front, einen kleinen Beitrag zur Werkzeitung und sei es nur durch wenige Zeilen aus dem täglichen Geschehen oder aus dem Frontleben, über Be­ förderungen, Auszeichnungen u. s. w. beizusteuern. Die Zuschriften sind unter ge­ nauer Angabe der Anschrift des Absenders an das Gußstahlwerk Bismarck­ hütte Abt. BE einzusenden. Wir freuen uns über jeden Kartengruß und werden sofort darauf erwidern. Seid nicht zaghaft, schreibt bald. Nicht darauf kommt es an, wieviel Ihr schreibt, sondern daß Ihr schreibt. Jede Anregung ist uns willkommen. Ihr wisst, ungezählte Frauen werden jetzt durch ihren Einsatz beweisen, daß keiner im Lebenskampf des deutschen Volkes zu schade ist, seine ganze Kraft und alles, was ihm gehört, zum Einsatz zu bringen. Uns alle in der Heimat, ob Männer oder Frauen beseelt nur der Gedanke: »Alles für Führer und Vaterland«. In diesem Sinne grüßen Betriebsführung und Gefolgschaft des Gußstahlwerkes Bismarckhütte in Dankbarkeit Euch Arbeitskameraden an den Kampffronten.

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VOM BERGARBEITER ZUM CV^4VMAV|V|

An der Spitze der gesamten Kriegswirtschaft stellt nach wie vor der deutsche Bergbau und damit der deutsche Bergmann. Reichsmarschall Hermann Görin}', am 4. 10. 1942.

Der Bergmannsland isl uralt. Schon vor Jahr­ tausenden, jedenfalls roeit vor der Zeitroende, be­ gann die Suche nach edlen Erzen, Der Wert der Kohle dagegen tourde erst vor rund 200 Jahren erkannt. In unserer engeren Heimat, in Mähren und Schlesien, kam es zur Entdeckung der Kohle im Jahre 1765—1770. Ohne den Brennstoff Kohle märe der tv.rlschaftliche Aufschmung des 19. Jahr­ hunderts unmöglich gervesen. Mag die Kohle im Zuge der industriellen Weiterentrvicklung und des Zeitalters der Erfindungen vorübergehend die Eiihrung an Erdöl und Motor abgegeben haben, so wurde sie doch toeiler als Warme quelle und auch als Energiespenderin benötigt. Heute ist aber die Kohle vielleicht der wertvollste Rohstoff der Welt. Die moderne Chemie hat den mahreri Ge­ halt der Kohle erkannt. So vielgestaltig hat sich die Kohleveredlung entwickelt, daß es gar nicht möglich ist, im Rahmen eines Aufsatzes das Wer­ den all’der Erzeugnisse aufzuzählen, die schließ­ lich aus cler Kohle als Ausgangsstoff gewonnen werden. Die Menschen, die sich mit der Gewinnung cler Naturschätze befassen, sind von jeher uner­ schrockene und ob ihres Mutes geachtete Männer gewesen. Der Bergmann verfügt über eine alte Tracht on und sein Berufsslolz konnte auch in den Zeiten nicht ganz schwinden, in denen der Ma­ terialismus zur politischen Zersetzung des Volkes mit den verheerenden Folgen führte. Im nationalsozialistischen Re ell ist die Berg­ arbeit wieder Facharbeit im ausgesprochensten Sinne geworden. Die Träger dieser Arbeit müssen nicht nur ihr Handwerk beherrschen, sondern auch cl e richtige innere Einstellung zu ihrer Arbeit mithrinc’en. Sie müssen missen, daß sie den Roh­ stoff fördern, auf dem die gesamte Industrie, man kann wohl sagen das gesamte Leben cler Nation aufgebaut ist. Dieser Rohstoff ist die Voraus-

Trotz der Kriegszeit, die nur in bedingtem Ausmaß Reformen zuläßt, wurde zunächst in un­ seren Gebieten daran gegangen, dem Bergbau das zu geben und das einzuführen, was im Altreich seit der Machtübernahme vom Nationalsozialis­ mus schon geschaffen worden war. Als Vollstrekkerin 'der Befehle des Führers und des Reichs­ marschalls übernahm die Deutsche Arbeits­ front die Betreuung des Bergmannes und nun geschah und geschieht das von selbst, was früher in aufreibenden sozialpolitischen Kämpfen und Streiks nicht erreicht.werden konnte. Dazu nimmt sich besonders die Arbeitsfront des bergmänni­ schen Nachwuchses an. Tritt heute ein Junge mit 14 Jahren beim Bergbau ein, so wird für ihn in einer Art gesorgt, wie es früher gar nicht vor­ stellbar war.

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selzung, daß bei seiner Weiterverarbeitung Millio­ nen von Arbeitern in anderen Berufen tätig sein können. Die Kohle stellt tatsächlich jetzt den wich­ tigsten Helfer in dem riesigen Kampf um die Frei­ heit und Gleichberechtigung unseres Volkes dar. In­ folge seiner Leistungen nimmt daher heule der Bergmannsberuf wieder eine Sonderstellung ein. der Bergmann marschiert an der Spitze aller Be­ rufstätigen, Es ist daher höchste Zeit, mit dem Vorurteil gegen den Bergmannsberuf zu brechen. Gerade jetzt stehl die Frage der Berufswahl für den kurz über lang aus der Sdiule zu entlassenden Jungen für viele Eltern zur Erörterung. Im Zeitalter der Technik möchte der Junge einen Beruf ergreifen, der mindestens mit den modernen Errungenschaf­ ten zu tun hat. Hie immer, so gibt es auch heule Modeberufe, die locken. Der Junge möchte Flug­ zeugmechaniker oder Autoschlosser usw. werden, um damit zu leichterem Verdienst zu kommen. Der Junge siehI in dem Bergmann noch immer den ungelernten Arbeiter. Sicherlich findet auch jeder Ungelernte im Bergbau Arbeit, aber d'ese Möglichkeiten gibt es auch in anderen Berufen, z. B. beim Bauhandwerk. Heute zählt die F a c h a rb eit cles Be r g m a n n e s z u d e n q n a lifi zier ten Ber u f e n. Wir haben daher nach Rücksprache mit leiten­ dem Männern des Bergbaues innerhalb der BERG­ HÜTTE, mit Fachmännern, die schon seil Jahr­ zehnten in unseren bergbaulichen Bel riehen füh­ rend tätig sind, und im besonderen füllend auf Darlegungen von Betriebsdirektor D pl.-lng. O s k a r E h r I i c h, Berginspektor Di pl.-lng. Schwab von cler Bergdirektion Karwin und Direktor Bergassessor Rak oski, dem Leiter der Bergdirektion in Königshütte-Ost, ein­ mal darzustellen versuch!, wie heule der Berg m a n li s i a n d ei n L e h r b e r u f ge w o r d e n i s I u n cl w e 1 c h e A u s s i c h t e n s i c h f ii r eine n cl e u1 's c h e n, ziel be w u ß I e n und c h a r a k t e r f e s l e n J u n gen e r ö f f n e n.

Zunächst ist der B e r g m a n n s tun d ei n Lehrberuf geworden, also der Junge macht eine dreijährige Lehre

durch, wie jeder andere Handwerker. Ls bestehen Lehrlingsheime; wo sie nicht vorhanden sind, werden sie, jetzt oder später errichtet. In diesen Heimen können Litern, falls sie es wün­ schen, ihre Kinder unterbringen. Der Junge erhält dort die ganze Verpflegung. Nur eine kleine Summe wird von dem reichlichen Erziehungsbei­ trag, der im ersten Jahr KM. 66.—, im zweiten Jahr RM. 81.— und im dritten Jahr RM. 96.— monatlich beträgt, dafür abgezogen. Wohl in kei­ nem anderen Berufe erhält ein junge gleich beim Eintritt in die Lehre und während seiner Lehr­ zeit so viel bezahlt, wie im Bergbau,

Auf der Grube wird der Junge nach einem von der Bergbehörde genehmigten Plan, der alle Zweige des Bergbaues umfaßt, praktisch und theo­ retisch ausgebildet. Aus den tüchtigsten und ge­ schicktesten Häuern, die noch eigens geschult sind, werden die sogenannten Meiste r h äuer aus­ gesucht, von denen jeder nur 4—5 Jungen zur Aus­ bildung zugewiesen erhält. Diese Meisterhäuer unterrichten die Jungen in allen in der Grube vorkommenden Arbeiten. Längst bevor der Junge in die Grube kommt, lernt er Holzaj'beiten und alle Grubenmaschinen kennen, nimmt sie aus­ einander. setzt sie zusammen und lernt sie be­ dienen. Denn in Zukunft wird er ja Meister der Maschinen sein und der Schlosser soll ja nur sein Helfer sein. Einmal wöchentlich ist Berufs­ schule, wo er in achtstündigem Unterricht mit den theoretischen Grundlagen des Bergbaues und der Wirkungsweise der Maschinen vertraut ge­ macht wird. Nach Ablauf des ersten Jahres geht der Junge zum erstenmal auf drei Monate in die Grube, um praktisch das zu erproben, was er bisher obei tags erlernt hat. Er wird nicht etwa den andern Arbeitern zugeteilt, um nutzbrin­ gende Arbeit zu leisten, sondern er kommt in ein Lehrrevier. Das ist ein abgegrenzter Teil der Grube, der nur den Jungen mit ihren Meisterliiitieni zur Verfügung gestellt wird, wo sie nun für sich Bergbau im kleinen betreiben. Hier wird jede Arbeit auf das sorgfältigste und genaueste durchgeführt. Die Jungen werden an alle vorhan­ denen Maschinen gestellt, die sie selbst unter Auf­ sicht der Meisterhäuer bedienen. Hier gewinnen sie Kohle, füllen und fördern sie selbst ab. Dabei werden sie auf alle Gefahren und deren Vermei­ dung aufmerksam gemacht, wie ihnen überhaupt jede Arbeit unter dem Gesichtswinkel der Sicher­ heit beigebracht wird. Dann gehen diese Jungen wieder nach über Tage in den sogenannten Lehr­ stellen und werden auch hier wieder praktisch weiter geschult. Erst nach dem sech­ zehnten Lebensjahr gehen sie end­ gültig in die G r u b e. Ein so vor geschulter Junge wird seine Arbeit viel vorsichtiger und sorgfältiger verrichten. Die Zahl der Unfälle wird auf das geringste Maß herabgesetzt. Doch damit ist die Ausbildung noch nicht zu Ende. Vor Uber­ stellung zur Grube wird der deutsche .1 u n g e, d er bei dem zuständige n Ö b e r b ergamt in die I, elirl i n g s r o 11 e e i n g e t r a g c u ist, nochmals vom Werksarzt auf Gru lieh tauglich kelt untersucht und nun arbei­ tet er von seinem 16. bis 18. Lebensjahr wieder nach einem vorher festgelegten Plane. Er wird Vollhauern zugeteilt und wechselt in ganz be­ stimmten Fristen* sein Arbeitsgebiet, immer über­ wacht und geleitet vom Ausbildu ligssteiger, der dem Betriebe und der Bergbehörde verantwort­ lich ist. Nach dem 18. Lebensjahr nimmt eine bergbehördliche Kommission die Knappenprüfung

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ab. die gleichbedeutend der Gesellenprüfung ist. Für die theoretische Ausbildung ist der Berufs­ schulleiter verantwortlich. Er ist ein ausgesuchter tüchtiger Steiger, der erst nach einer Lehrbefähi­ gungsprüfung diesen Beruf ausüben darf. Weiter stehen Lehrer für den Unterricht zur Verfügung, die einschließlich der Meisterhauer stolz darauf sind, aus den jungen Leuten tüchtige Bergmän­ ner zu machen. An der Spitze des Ausbildungs­ wesens einer Bergwerksgesellschaft steht ein Dipl.

Ingenieur, der die Durchführung aller Weisurigen zu überwachen hat. So wird wieder ein Berg­ mannstand geschaffen, der allen Anforderungen entspricht und mit Stolz und Freude seinem Berufe nachgeht. Zwei Jahre nach Ablegung der Knapppnprüfung kann der junge Mann ; Lehrhauer

werden, also gewöhnlich noch vor Ausübung der Wehrpflicht. Schon ein halbes oder ein Jahr nach Entlassung aus der Wehrmacht ist die Ilauerpriilang möglich. Der Lehrhauer wird zum Vollhauer.

D er j u n g c- M a n n kann also sc h o n m i ;1 22—23 Jahren z u e i n e m Verdienst k o m m c n, der die G r ii 11 d u n g ei n e s eigenen Hausstands e r m ö gl ich t. Es eröffnen sich aber weiter Aufstiegsmöglichkei­ ten. wie sie wohl kein anderer Beruf aufzuweisen hat und wie sie auch im Bergbau bisher nicht bestanden. Im Verlaufe der drei­ jährigen Berufsausbildung werden die tüchtigsten und fleißigsten Jungen herausgesucht und vorerst einer sogenannten ■»Auswahlklasse« der Berufs­ schule überwiesen. Bei guten Leistungen werden sie schon nach einem Jahr in die Berg Vor­ schule überführt. Entspricht Fleiß. Können, aber besonders Charakterhaltung den hohen An­ forderungen. so werden die Jungen in die Bergs ch u I e aufgenommen, wo sie zwei Jahre zu stu­ dieren haben. Hierbei sei unterstrichen, daß d i e s e s g a n z e S t u d i u m v o n d e r B e r u f ss c hule b is ei n s c h I i e ß I i c h B c r g s e h u I e die Eltern und Schüler nichts kostet. Alles wird von der Grube bezahlt. Mit dein Zeugnis der Bergschule ist die Beförderung zum: Steiger

gegeben. Für den Tüchtigen ist der Aufstieg noch nicht beendet. Nach einigen Jahren Praxis als Steiger kann er noch ein Jahr die Oberschule der Bergschule besuchen und dann bei Bewährung G r u b c n b e 1 riebsleiter werden. Nach den neuesten Verfügungen besteht sogar die Mög­ lichkeit, nach erfolgreichem Bergschulbesuch auch noch auf einer Hochschule für B e r g li a u zu studiere u. Mit oder ohne dieses Hochschulstudium steht dem jungen Berg­ manne jede bergmännische Laufbahn offen. Ęs gibt heute schon im Großdeutschen Reich eine Reihe Generaldirektoren, die von der Picke auf. also vom einfachen Bergmann an, sich zu diesen Posten emporgearbeitet haben. So gilt auch für den Bergmann — wie für den Soldaten — das Wort, daß eilt jeder den Marschallstab im Tor­ nister trägt. Und nun zu einigen Errungenschaften, die für den Bergmann bereits geschaffen sind oder nach siegreichem Kriege in Kraft treten. Da sind ein­ mal die vierzehntägigen Erholungsurlaube. Der eine Teil der verdienten, erholungsbedürftigen Bergarbeiter wird von der Reichsknappschaft, der andere Teil von den Bergwerksgesellschaften selbst in schön gelegene und gut ausgestattete Erholungsheime geschickt. Dabei wird diesen Ar­ beitern nicht nur der Aufenthalt, sondern auch das Fahrgeld, ja sogar ein Taschengeld bezahlt. —Nach dem Kriege wird es in großem Umfange zu »Kraft durch Freude« Fahrten kommen, zu denen gerade der Bergmann besonders herangezogen

DER KRIEG RUFT ALLE: PACKT AN! GREIFT ZU! 7

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FÜR FÜHRER, VOLK UND VATERLAND FIELEN UNSERE ARBEITSKAMERADEN Karwin-Trzyniełz A. G.

Gefreiter Paul Sikora. 27 Jahre alt. im Oktober 1942 im Lazarett seinen erlittenen Ver­ letzungen erlegen, Gefolg­ schaftsmitglied (Saldokontist) d. HauntvcrwaPung Tescłmn-

Soldat Josef Taska, 22 Jahre alt, gefallen im Sep­ tember 1941 im Osten. Ge­ folgschaftsmitglied (Hilfsar­ beiter) des Eisenwerkes Trzy­ nietz.

Königs- und Bismarckhütfe A. G.

Soldat Paul H ü c k e L, 28 Jahie alt, gefallen im No­ vember 1942 im Osten, Ge­ folgschaftsmitglied (Ange­

stellter) d. Hauptverwaltung

Schütze Johann Grania. 2L Jahre alt. gefallen im Juli 1941 im Osten. Gefolgschaf smitglied (Hilfsarbeiter) d. Ei­ senwerkes Trzynietz.

Soldat Franz W e i z i g, 24 Jahre alt, gefallen im August 1941 im Osten. Gefolgschafts­ mitglied (Wagenschreiber) d. Eisenwerkes Trzynietz.

Soldat Paul Dy hall a, im März 19f2 infolge einer erlit­ tenen Verwundung im Osten gestorben. Gefolgschaftsmitgl. (Angestellter) d. Eisenhütten­ werkes Königshütte.

Schütze Max Magiera, 30 Jahre alt, gefallen im Sep­ tember 1942 im Osten, Gefolgschaftsmitglied (Kokillen­ mann) des Eisenhüttenwer­ kes Königshütte.

Schütze Paul G r z e s c h i k, 30 Jahre alt, versterben im September 1942 an einer schwe­ ren Verwundung, Gefolgsch.Mitglied (Einsetzer) des Wer­ kes Königshütte.

Grenadier Johann Lipiń­ ski, 19 Jahre alt, verstorben im September 1942 infolge schwerer Verwundung, Gefolgschaftsmitgl. (Brammenputzer) des Werkes Königshütte.

Soldat Alois Reichel, 27 Jahre alt. gefallen im August 1941 im Osten. Gefolgschafts­ mitglied (Hilfsarbeiter) des Drahtwerkes Oderberg.

Soldat Walter Schiusch ea 20 Jahre alt, geladen ,m Juli 1941 im Osten. Gefolg­ schaftsmitglied (Hilfsarbeiter) des Drahtwerkes Oderberg.

Soldat Daniel L a s k e, 18 Jahre alt, gefallen im Juni 1942 im Osten, Gefolgschafts­ mitglied (Lehrling) des Ei­ senhüttenwerkes Königshütte.

Schütze Paul Wieczorek, gefallen im Mai 1942 im Osten, GefoIgschaftemitglied (Arbeiter) des Eisenhütten­ werkes Laurahütte.

Soldat Karl F i e b i c h, ge­ fallen im Februar 1942 im Osten, Gefołgschaftsmitgljed (Arbeiter) des Eisenhütten­ werkes Laurahütte.

Soldat Hubert P r a d e 1 la, 21 Jahre alt. gefal en im April 1942 im Osten, Gefolgschaftsmitglied (Arbeiter) des Eisenhüttewerkes Laurahütte.

TpscIkmi

Schütze Kurt Ulrich, 21 Jahre alt, gefallen im Okto­ ber 1941 im Osten, Gefolg­ schaftsmitglied (Dreher) des Eisenwerkes Trzynietz.

Sudetenländische Ein’11- u. Stahlwerke A. G.

Gefreiter Ernst Frank, 20 Jahre alt, gefallen im No­ vember 1941 im Osten. Ge­ folgschaftsmitglied (Betriehssekretär am Fortsehrittseh.) der Bergdirektion Karwin.

Soldat Wilhelm Gemsa, gefallen im Juni 1942 im Osten., Gefolgschaftsmitglied (Schichter) des Eisenhütten­ werkes Laurahütte.

Gefreiter Johann D z i e h e 1, gefallen im Januar 1942 im Osten. Gefolgschaftsmitglied der Bergdirektion MährischOstrau (Ignatzschacht). Obergefreiter Josef Sch 0b e r, 22 Jahre alt. gefallen im August 1941 im Osten, Gefolgschaftsmitglied fKe't"nachweitie ) Je» Werkes Böh­ mischdorf,

Gefreiter Adolf B r o s i g, 26 Jahre alt. gefallen im Sep­ tember 1941 im Osten. Oefolgsehaftsmltglied (Ketten­ montierer) des Werkes Böh­ mischdorf.

SS-Mann Ferdinand Hosier, 19 Jahre alt. gefallen im Juli 1941 im Osten, Gefolgsch.Mitglied (Dreher) des Werkes Janowitz.

Soldat Alfred Kuli a, 30 Jahre alt. gefallen im Juli 1942 im Osten, Gefolgschafts­ mitglied (Schlosser) des Ei­ senhüttenwerkes Laurahütto.

Soldat Rudolf Groß, 30 Jahre alt, gefallen im April 1942 im Osten. Gefolgschaftsmitglied des Werkes Kleinmohrau.

Wir werden dieser treuen Gefolgschaftsmänner, die im Leben und im Sterben höchste Pflicht erfüllten, stets ehrend gedenke

werden soll, liier wird der Bergmann unser schö­ nes großes Vaterland, ja selbst die Europa be­ grenzenden Meere kennen lernen. So werden erst die meisten Bergleute erfahren, was es heißt, deutscher Mensch und besonders Bergmann im Großdeutschen Reiche zu sein! Schon heute spürt jeder Bergmann im Betrieb, daß für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden wesentlich mehr getan wird als früher, ln der Suppenküche erhält jeder Bergmann für wenige Pfennige seine warme Sup­ pe, seinen schwarzen Kaf­ fee. Aus den heutigen Sup­ pen kochen werden in Zu­ kunft Bet riebsspeisehäuser werden. Schon heute wird aber erstrebt, dem Berg­ mann sogar in die Grube das warme Essen zu brin­ gen. Überall werden die der .Krafterhaltung die­ nenden Einrichtungen wie Sportplätze, Schwimmbäder,

biet gestaltet, zeigen folgende Darlegungen von berufener Seite: Eine wirkliche Berufserziehung entwickelte sich im Karwiner Gebiet erst in jüngster Zeit, denn die tschechischen und polnischen Machthaber hatten hierfür keinerlei Verständnis. Man stand vor einem Nichts. Im Zuge des Neuaufbaues mußte zunächst eine den hiesigen Verhältnissen entsprechende Übergangslösung gefunden wer­ den. Viele Schwierigkeiten waren zu überwinden.

Unterricht in
Alles wurde daran gesetzt, ihrer trotz der Kriegsver­ hältnisse Herr zu werden. Besonders hemmend wirkte der Mangel an geeigneten Ausbildungsleitern. So muß­ ten manche Betriebe sich mit recht primitiven Aus­ bildungsmethoden begnü­ gen. Nur wenige Betriebe gingen weiter und konn­ ten wenigstens An lernecken Während der Pause in der Werksküche einrichten, wo die Jungen von tüchtigen Handwerkern in 1 lühcnsonneubüdcr entstehen und Werkärzte den unterAnleitung Bergmann betreuen. Das große soziale Wohnungs­ der Holzund Metallbearbeitung unterwiesen bauprogramm wird sich am frühesten in den wurden. Untertage wurden größere oder klei­ Bergarbeitersiedlungen auswirken. Bei bequemen nere Lehrgruppen geschaffen, die unter Auf­ Anfahrten zum Schacht wird der Bergmann bei sicht von guten erfahrenen Häuern arbeiteten. kommendem Frieden größere Freizeit genießen. Diese selbst aber mußten erst durch Sprachkurse R e i e h s m a r schall II e r in a n u G ö r i n g wieder rückgedeutscht werden. hat in seiner Rede im Oktober 1942 ganz aus­ Im Laufe des Jahres 1042 konnte das Kr­ drücklich den Bergmann wieder an die ziehuiigswesen neu und straffer an (gezogen werSpitze d e r d cuts e h e n F a .c h a r b e i t e r den. Auf jedem Betriebe ist ein Ausbildungssteigestellt, der auch den besten Lohn für seine ger eingesetzt, der für den richtigen Einsatz der Tätigkeit erwarten kann. Vor allem ist aber durch der Grube Jungen sowohl über Tage als auch die neue Regelung der Rentenversicherung, die verantwortlich ist. Ihm obliegt die Führung des erst dieser läge nochmals durch eine Ausbau Ver­ Lehrreviers. Für die ordnung ergänzt ist. die Versorgung des Berg­ mannes für den Fall des Alters und der Invalidi­ Karwiner Betriebe der BERGHÜTTE tät nunmehr im vollsten Maße sichergestellt. Die beste S o z i a 1 v c r s i c h e r u n g der Welt wurde auf der G a b r i e lenz e e h e eine Berg­ steht d e m B e r g m a n n treu zur Sei 1: e. lehrwerkstätte und auf dem B a r b a r a s c h n e h 1 Ausdrücklich wird in den amtlichen Erklärungen ein Lehrrevier eingerichtet. Für die unterstrichen, daß diesen Dank die gesamte Volksgemeinschaft dem deutschen Bergmann für Peterswälder Betriebe seinen unermüdlichen Kriegseinsatz schuldet. ist auf dem F o r i s c h r i t t s c h a c h 1 ein I .ehrWie sich nun die Ausbildung des jugendlichen bergmännischen Nach­ revier bereits im Gange und die Einrichtung einer wuchses in den Revieren 4er BERGHÜTTE, Zentrallehrwerkstätte daselbst in kürzester Zeit also im Karw incr und im Ostoberschlesischen Ge­ geplant. Mit dieser Zentralisierung können die

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Jungen vom ersten Tage des Arbeitseintrittes rich­ Reichskimde und zum Teil in Gesundheitslehre tig geführt und von der nachteiligen frühzeitigen nebenamtlidi. Später dürfte Anstellung hauptZusammenarbeit mit Erwachsenen und Berufs­ amtlidier Lehrkräfte erfolgen. Die Leibesübun­ fremden ferngehalten werden. Vor allem wird der gen werden von einer geschulten nebenamtlich Berufsstolz geweckt. Die Lehrreviere sind so ge­ ungestellten Kraft geleitet. Der Unterricht erfolgt wählt und worden derart ausgebaut, daß die nach den von der Aufsichtsbehörde festgelegten Heranbildung in allen bergmännischen Arbeiten Lehrplänen, jedoch muß noch den in sprachlicher möglich ist. In der Berglehrwerkstätte, Lehrrevier, Hinsicht vorhandenen Verhältnissen Rechnung also dort, wo es sich um reine Übungsarbeiten getragen werden und eine Anpassung erfolgen. handelt, wird in Lehrgruppen von je 4 5 Jungen Die A u s b i 1 d u n g d e r J u g e n d I i c h e n unter Aufsicht von Ausbil­ dungshauern (Meisterhauern) gearbeitet. Diese Lehrgruppen können zur Durchführung ge­ wisser Arbeiten im Grubenbe­ trieb zum Einsatz gelangen. Wird nun bei der burdening im Abbau, in der Vorrichtung usw. eine Leistung angestrebt, so bleiben diese Gruppen als Ausbildungsgruppen ebenfalls einem Ausbildungshauer unter­ stellt. Es gilt aber der Grund­ satz: die Ausbildung wird so geleitet, daß vorerst richtig zu arbeiten und erst dann zur Lei­ stung iiberzugehen ist. Wenn gelegentlich noch ver­ sucht wurde, die Jungen frühe­ rer Gepflogenheit gemäß lei­ stungsmäßig einzubauen, so ist jetzt bei der Auswahl der Ar­ beiten im Betriebe, sei es über oder unter Tage, in erster Li­ In iler Berglehrwerkstätte: nie die Ausbildung maß­ gebend. Förderung der Arbeits­ Herstellen von Untergestellen für Ktigelsliilile und Herstellen von Quetsdihölyrn, Auf­ schlagen von Fäustel- mul Keilliauenstielen usw. freudigkeit sowie die Wirt­ schaftlichkeit können hiezu in ist o li u c U n (eis e li i e <1 d e r Volk s z u g eeinen gewissen Einklang gebracht werden. Dies wird damit erreicht, daß die in der Lehrwerkstätte hörigkeit die gleiche. Wenn auch die beschäftigten Jungen so manches für den Betrieb ,|uugens auf einen dreijährigen Besuch der deut­ Benötigte unfertigen können. Hierzu gehört die schen Übergangsschule zui iickblickeu, so sind die Herstellung von Qiietschhülzern, Gezäh Listen, Kenntnisse der deutschen Sprache zumeist doch Staubkästen. Fahrten. Untergestellen für Förder­ noch so mangelhaft, daß vorerst auf deren mittel. Anschärfen und Anspitzen von Stempeln, Erlernung das Hauptgewicht gelegt werden Anfertigung von Klammern. Schellen. Ein ziehen muß, um dann einigermaßen den Fachunterricht von Hacken-Fäustel- und Keilhauenstielen. Eine vorwärts!reiben zu können. Jedoch ist zu erwar­ von den Jungen besonders begrüßte Abwechslung war die im Herbst 1942 von der Deutschen Ar­ ten. daß in Kurwin, wo die Verhältnisse jetzt schon günstiger liegen, die deutsche Sprache sich beitsfront aufgezogene Spielzeugaktion. Damit durchsetzt, ln Peterswald dagegen herrscht das wurde ein doppelter Zweck erreicht: Messen. Zeichnen. Sägen. Hobeln. Stemmen. Bohren und tschechische Element vor. Nageln fällt in den Rahmen der Erwerbung der An beiden Schulen ist die organisatorische Ein­ Grundfertigkeiten. Zugleich wurde aber die Ar­ teilung in Unter-, Mittel- und Oberstufen vor­ beitsfreudigkeit gehoben. Man muß gesehen handen. die eine Unterteilung in a b c d-Klashaben, mit welchem Eifer die Jungen an die sen je nach V o I k s z u g e h ö r i g k c i t bezw. Sonderaufgabe herangingen. S p r a c h k e n n t n i s s e n erfahren. Der Unter­ So wie die Ausbildung im Betrieb, machte auch richt erfolgt in den Unterstufen wöchentlich, in die Bergfachschule, allerdings nicht so grund­ den Mittel- und Oberstufen teilweise zwei­ legender Art, ihre Entwicklung mit. Anfang De­ wöchentlich zu je acht Unterrichtstunden. Jedoch zember 1940 öffneten zwei Bergberufsist in nächster Zeit durch Errichtung einer zweiten sc hule u ihre Tore und zwar eine für die Klasse der wöchentliche Unterricht in allen Klas­ B et r i e b e G a b r i e I e n z e c h e, B a r b a r a - sen vorgesehen. Für den Ausbau der Berufs­ u nd H o h e n e g g e r s e ha c ht in K a rw i n schule wird durch Anschaffung von Lehrbehelfen und eine f ii r die B.e < r i e b e 11 e d w i g - u n d wie Anschauungsmaterial. Büchern usw. unent­ F o r t s c h r i 11 s c h a c h t i n Pete r s w a Id. wegt weiter gesorgt, um dem gesteckten Ziel einer Die Peterswälder Schule wurde im Jahre 1942 guten schulischen Ausbildung näher zu kommen. zweckentsprechend eingebaut und zeitgemäß ein­ Das Interesse der Jungen für den Unterricht gerichtet. Grubensteiger mit pädagogischer Aus­ bildung übernahmen gleichzeitig als Schulleiter steigt von Semester zu Semester. Während die den Unterricht in den Fachgegenständen wie anfängliche Gesamtzahl der Versau in uissdiichten 14% betrug, ist diese bis auf 5.9% und die Zahl Fachkunde, Fachrechnen, Fachzeichnen und sogar in Gesundheitslehre. Lehrkräfte öffentlicher der unentschuldigt versäumten Schulschichten von Schulen besorgen den Unterricht in Deutsch. 2.1% auf 0,5% gesunken.

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Die Verwaltung der Florentine- und Gräfin Lauragrube,

zur Bergdirektion in Königshütte-Ost gehörig, hat die Ausbildung des bergmännischen Nach­ wuchses unmittelbar nach der Eingliederung ins Reich tatkräftig in Angriff genommen. Die Ein­ richtung des Lehrbetriebes für die Berglehrlinge begann am 1. Februar 1940. Mit 48 Jungen auf der Florentinegrube und 20 Jungen auf der Grä­ fin Lauragrube wurden je nach den Altersstufen zwei- bczw. dreijährige Ausbildungsabkommen abgeschlossen. Während auf der Elorentinegrube sofort ein gesondert gelegener Raum als Lehr­ werkstätte zur Verfügung gestellt werden konnte, mußte auf der Gräfin Lauragrube, die bekannt­ lich nach achtjähriger Stillegung erst im Jahre 1940 wieder in Förderung ging, vorerst mit Leh recken in den Betriebswerkstätten vorlicb genommen werden. Nach dem Kriege ist der Bau einer zentral gelegenen Lehrwerkst ä tte für beide Anlagen geplant und vorgesehen. Jedoch auch die schon jetzt vorhandenen Einrichtungen verbür­ gen eine solide Ausbildung. Da sich eine plan­ volle berufliche Ausbildung, wie sie dem Berufs­ stand obliegt, nicht nur auf der Vermittlung des notwendigen Könnens und Wissens beschränken darf, sind wohldurchdachte Maßnahmen ergrif­ fen. um bei der Ausbildung den gan­ zen Menschen zu erfassen und somit zu einer Berufserziehung zu gelangen. Die fortschreitende Mechanisierung der Unter­ tagebetriebe durch vermehrten Einsatz von Ma­ schinen soll dem Bergmann die Arbeitsbedinguugeo erleichtern. Diese Entwicklung wird Weiter­ gaben. so daß auch in Zukunft die Tätigkeit unter Tag" hohe Anforderungen an die geistigen Kräfte des Bergmanns stellen wird. Durch diesen gestei­ gerten Einsatz von Maschinen ist der Borgmauns beruf zu einem technischen Bern f geworden, der eine gründliche, vielseitige Berufsausbildung fordert, die dem Berglehrling während seiner dreijährigen Lehrzeit vermittelt wird. In der Lehrwerkstätte bczw. in den Lehr­ ecken wird der Berglehrling in den einzelnen Ab­ teilungen wie Schlosserei, Schmiede und Tischlerei mit den Arbeiten und Maschinen vertraut ge­ macht, die er später in seinem Beruf braucht. Daneben wird er auch zeitweise im steten Wech­ sel an den verschiedenen Arbeitsplätzen in den Übertagebet rieben eingesetzt, um auch hier alle

Einrichtungen praktisch kennen zu lernen wie zu erproben. Parallel mit der praktischen Ausbil­ dung läuft der Schul betrieb. In hellen lichten Räumen wird hier das praktisch Erlernte unter­ mauert. Unterricht in Fachkunde und Fachrech­ nen, in Deutsch, Reichskunde und Gesundheits­ kunde wird von Fach- bczw. Volksschullehrern erteilt. Daneben erreicht der Betriebssport wart bei den mit den Berglehrlingen durchgeführten Leibesübungen einen gesunden Ausgleich zu der körperlichen Arbeit. Alljährliche Wander­ fahrten und Sportwettkämpfe lassen die Gesel­ ligkeit und Kameradschaft sowie den Ehrgeiz der Jungen genügend zur Geltung kommen. Das Schwergewicht der bergmänni­ schen Lehre liegt aber in der Ausb i 1 d u n g unter Tage. Deshalb sind in den Grubenbetrieben der Florentine- und Gräfin Lauragrube Lehrgruppen gebildet, die, unabhängig vom übrigen Grubenbetrieb, dem Zwecke der Aus­ bildung dienen und dem Ausbildungsleiter unter­ stehen. In diesen Lehrgruppen können alle Fer­ tigkeiten, die der Beruf verlangt, nach genau fest­ gelegtem Plan geübt werden. Unter Anleitung eines Meisterhäuers, der in einem berufserziehe­ rischen Lehrgang für die Aufgaben ausgerichtet, geschult und von der Bergbehörde bestätigt ist, werden alle Übungsarbeiten in Gruppen von etwa 3—4 Lehrlingen ausgeführt. Für die Zukunft ist an die Errichtung eines Lehrreviers gedacht, aus der sich dann wieder die einzelnen Lehrgruppen rekrutieren werden. Nachdem der Berglehrling mehrere Monate in den Lehrgruppen tätig war, wird er nun an den verschiedensten Stellen im Betriebe eingesetzt. Seine Tätigkeit wird auch weiterhin vom Aus­ bildungsleiter im Einvernehmen mit dem Betriebs­ führer überwacht. Am Schlüsse der Lehrzeit legt der Berglehrling seine Knappenprüfung ab. In wenigen Jahren wird er dann zu Iläuer aufrükken. Der Aufstieg des Berglehrlings braucht aber damit noch lange nicht abgeschlossen zu sein. Der Ausbau unserer Gruben verlangt tüchtige Ober­ häuer und Steiger. Dieser Aufstieg ist heute je­ dem fleißigen und tüchtigen Jungen möglich. So sind dem jungen Menschen, der mit Lust und Liebe an die Arbeit geht und sein Ziel hartnäckig verfolgt, Aussichten geboten, die ihm in verhält­ nismäßig kurzer Zeit zu einem guten Einkommen verhelfen und ihm darüber hinaus die Möglichkeit eines weiteren Aufstieges im Betrieb geben.

Die Obergefreiten Die Obergeiieiten der Ostfront, diese Soldaten, die schon seit Jahren im Ein­ satz stehen, die zäh und verbissen ihre Stellungen gegen noch so große Übermacht verteidigen, die in Morast, in schneidender Kälte, in meterhohem. Schnee unter oft tagelangem feindlichen Beschuß in unbeugsamem Willen zum Sieg fast Übermenschli­ ches ertragen und leisten, sind der schaffenden Heimat besonders leuchtende Vor­ bilder. Was sie für die kämpfende Front sind, ist der deutsche Facharbeiter, der Vorarbeger und Meister an der arbeitenden Front der Kriegsindustrie. An uns alle ergeht der Ruf, ihnen gleich an Unenfwegtheit und Unermüdlichkeit Vorkämpfer und Vorarbeiter unseres Volkes zu sein, Vorkämpfer der Front. Seien wir in der Heimat die unentwegt unermüdlichen Vorarbeiter!

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Wenn schon im Altreich das »Kapitel Stenoty­ pistinnen« oft nicht leicht zu lösen ist, so bringt es im hiesigen Bezirk, und ganz besonders im Dombrowaer Raum, oft unvorstellbare Schwierig­ keiten mit sich. Als im Herbst 1939 die kommissa­ rische Verwaltung hier einzog, war keine deutsche Schreibkraft weit und breit vorhanden. Alle Briefe mußten umständlich mit der Hand geschrieben und dann von polnischen Schreibern, die meist der deutschen Sprache völlig unkundig waren, buchstabenweise abgeschrieben werden. Damals fertigte der Sachbearbeiter und Abteilungsleiter die Geheimschreiben selbst auf der Maschine an. Mühsam wurden polnische, soweit vorhanden auch Volksdeutsche Schreibkräfte angelernt. Zugleich wurden vom Werk kostenlose Deutschkurse abgchalten. Erst allmählich, mit dem Zuzug deutscher Menschen aus dem benachbarten Oberschlesien und dem Altreich, kamen einige deutsche Schreib­ kräfte, hin und wieder dann auch mal eine wirk­ liche Stenotypistin in die Büros. Dabei wuchs mit jedem Tage der Umfang der zu leistenden Arbeit und damit des zu bewältigenden Schriftwechsels infolge der völligen Umstellung und Neueinglie­ derung des Werkes in den deutschen Wirtschafts­ raum. So mußte oft — zum Erstaunen Uneinge­ weihter — manch ein Brief heraus, der in Form und Aufbau alles andere als einwandfrei war. Die Hauptsache war damals, daß überhaupt erst einmal Briefe hinausgingen. Auf die Dauer war dieser Zustand nicht tragbar. Mil dem Einzug deutscher Ordnung und deutscher Büro Verwaltung wurde auch diese brennende Frage schließlich gelöst. Ma­ schinen mußten erst einmal, soweit das möglich war, be­ schafft werden. Die Verpflich­ tung geeigneter Kräfte war aber trotz aller Bemühungen des Arbeitsamtes noch weitaus schwieriger. Nachdem das Werk einen 1942 neu eintre­ tenden Abteilungsleiter, einen Fachmann auf diesem Gebiet erhalten hat, wurde die Ausbil­ dung der vorhandenen, geeig­ neten jungen Kräfte systema­ tisch betrieben. In den Som­ mermonaten 1942 wurden in Verbindung mit der DAF in der Freizeit Kurzschriftund Handelskorrespon­ denz-Kurse durchgeführt.

Schließlich war es doch so weit, daß wenigstens jede größere Büroabteilung ein bis zwei Stenoty­ pistinnen besaß, die wirklich ein Stenogramm auf­ nehmen konnten. Das war ein großer Schritt vor­ an, von dessen Bedeutung sieh ein Außenstehender kaum eine Vorstellung macht. Als nun kürzlich im Rahmen der Konzernorga­ nisation seitens der Führungsgesellsdiaft die An­ regung an alle Werke ging, zwecks Rationalisie­ rung der Büro- und Schreibarbeit neuzeitliche zen­ trale Schreibstuben zu errichten, wurde dieser Ge­ danke sofort aufgegriffen. Ein Raum wurde freigemacht und vor allem eingerichtet — was heute wegen der Möbelschaffung usw. auch nicht ganz einfach ist. Aus allen größeren Abteilungen wur­ den die in Frage kommenden Kräfte herausgezo­ gen, oft zum augenblicklichen Leidwesen des Ab­ teilungsleiters, der sich seine Schreibkraft mühsam herangebildet hatte. Wenn auch die Abteilungen, um die Arbeit nicht zu lähmen, die Kräfte, die nicht ausschließlich an der Maschine beschäftigt sind, bezw. ausgesprochene Sekretärinnen behiel­ ten, so steht jetzt doch ein Stamm von Stenotypi­ stinnen bereit, jederzeit für jedermann Schreiben jeder Art auszuführen. Die beiden Leiterinnen der Schreibstube, selbst erfah­ rene Stenotypistinnen, verteilen und überwachen die Arbeit. Jede Schreiberin bekommt das, wozu sie nach Fähigkeiten und Kenntnissen geeignet ist. Jede ist stets ausreichend beschäftigt, eine springt für die andere ein. Ein Leerlauf an einer Stelle hei Überbelastung an anderer Stelle ist durch die Mög­ lichkeit des Ausgleichs ausgeschlossen. Das Ergebnis: Das Problem der Stenotypistin­ nen kann als gelöst angesehen werden — wir sind wieder einen Schritt weiter in der Leistungsstei­ gerung!

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Appelle und Kameradschaftsabende OSMAG Hauptverwaltung. Im Zuge des Aufbaus der Hauptverwaltung der OSMAG, Oberschlesische Maschinen- und Waggonfabrik A.-G. und Ost-Maschinenbau G. m. b. II. in Kattowitz, wurden am 1. Februar d. I. der Betriebsobmann Karl Kahler sowie die Vertrauensmänner der Gefolgschaft, Anton Blanken hur/, Abt.-Leiter, Ernst Skowronek, Sachbearbeiter, He­ lene Piskol, Buchhalterin und deren Stellvertreter Georg Gabrisch, Abt.-Leiter, Bernhard Marek, Sachbearbeiter, Klse Furch, Stenotypistin durch den Belricbsführcr Hi rektor Gommer nach richtungweisender Ansprache in ihre neuen Ämter vor vollzählig versammelter Gefolgschaft eingeführt und verpflichtet. Mil der Führerehrung schloß der Belriebsappell der Hauptverwaltung.

Werk Königshütte. Zu beiden in letzter Zeit angeselzien Appellen war die Werksehar des Werkes Königshülle fast vollzählig angetreten. Der eine Appell stand im Zeichen der schweren Abwehrschlachten im Osten gegen den andrängenden Bol­ schewismus. Ingenieur Hannbeck sprach über den Sinn und Zweck des Kampfes gegen den Bolschewismus und forderte zu höchster Kraftanstrengung auf. Beim zweiten Appell wurde vom gleichen Bedner der Einsatz der Ar­ beitsgruppenführer und DAF-Walter im Kriegsjahr HM.'! erörtert.

Werk Eintrachthütte. Am il. Februar 11)43 fand aus besonderer Veranlassung ein Betriebsappell des Werkes Eintrachthütte statt. Der Abschnittsleiter der DAF, der inzwischen zum Gauobmann ernannte Pg. Pötzsch gab im Laufe einer Ansprache be­ kannt, daß dem Betrieb vom Reichsminister für Bewaff­ nung und Munition und vom Reichsorganisationsleiter der NSDAP die erste Stufe der Auszeichnung für beson­ dere Leistungen verliehen isl und überreichte Direktor Gommer die entsprechende Urkunde.

BERGHÜTTE (Führungsgesellschaft) und

BERG UND HÜTTENWERKS-GESELLSCHAFT KARWIN-TRZYNIETZ A.-G. (Hauptverwaltung) Einige Abteilungen der jetzt noch im gleichen Verwal­ tungsgebäude befindlichen Gefolgschaften der Führungs­ gesellschaft BERGHÜTTE und der Hauptverwaltung der Berg- und Hälterwcrksgesellschaft Karwin-Trzynictz A.-G , hatten schon gewisse Weihnachtsvorbereitungen getroffen, als plötzlich bekanntgegeben wurde, daß innerhalb kürze­ ster Frist ein gemeinschaftlicher Kameradschaftsabend angesetzt sei. Ein vom Vorstand eingesetzter kleiner Ausschuß, in dem sich besonders die Kameraden Al­ bert E m b e r s und Alfo n s W awritschek her­ vorragend betätigten, hatte in jeder Form gewissenhafte Vorarbeit geleistet, so daß sich am 12. Dezember die große Familie der BERGHÜTTE Teschen, vom Generaldirektor und Vorstand bis zum jüngsten Lehrling, im festlich ge schmückten Saal der Germania in weihnachtlicher Stim­ mung zusammenfanden. Arbeitskamerad Karl Lind n e r leitete den Abend mit einem sinnvollen Spruch ein und führte zur Totenehrung über. Noch einmal erklangen die Namen der Arbeitskame­ raden, die den Freiheitskampf des Deutschen Volkes ge­ gen den Bolschewismus mit ihrem Leben besiegelten.

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Charakteristisch an dem Abend war, daß einmal die Gefolgschaft völlig unter sich war und von Einladun­ gen abgesehen hatte. Nur eine Ausnahme wurde allseitig begrüßt. Eine stattliche Anzahl derzeitig in den Teschner Lazaretten untergebrachter v e r w u n d e t, e r Frontk ä m p f o r waren als Gäste gebeten und fühlten sich in kürzester Frist innerhalb der BERGHÜTTE heimisch. Nur eine Ansprache war vorgesehen und zu aller Teil­ nehmer Freude ergriff Generaldirektor Dt. Mal­ zacher selbst das Wort, um als Kamerad zu den Ka­ meraden zu sprechen. Nach einem kurzen Überblick über das Entstehen des BERGU ÜTTE-Konzerns und die im ersten Aufbaujahr geleistete Arbeit galt die Rede beson­ ders den Gefolgschaftsmitgl ledern. Nicht verschwiegen wurde, daß sich so manch berechtigter Wunsch der Ge­ folgschaft während der Kriegszeil und dazu im neu eingegliede ten Osten noch nicht habe verwirklichen lassen, aber der warme Unirrton und die Offenheit der Sprache ließ die menschliche und kameradschaftliche Verbunden­ heit zwischen Führung und Gefolgschaft so deutlich er­ kennen, daß sofort die Parole gefunden wir de: »Wir in der BERGHÜTTE sind uns unserer Aufgabe in diesem schwersten aller Kriege bewußt und werden ge­ stärkt durch diese Feier noch mehr denn je unserer erhöhten Pflicht nachgehen.« Dann kam dem Ernst der Kriegszeit angemessen Ge­ selligkeit und auch ein gutes Stück Frohsinn zu Worte. Die alten vertraulichen Weisen der Weihnachtlieder er­ klangen. Nikolaus und sein Helfer Krampus beherrsch­ ten mit Scherz und Satire, dazu mit vielerlei Gaben für die einzelnen Teilnehmer das Feld. Dann zeigte sich zu Freude aller, daß eine überraschend große Anzahl von Frauen, Mädchen und Männern der BERGHÜTTE sich für die Ausgestaltung des Abends selbstlos zur Verfügung gestellt halte. Ernste und heilere Vorträge wechselten mit Tanzeinlagen. Selbst ein Bauchredner und Zauberkünstler erschien. Ein burlesk-satirischer Einakter versuchte Trumpf des Abends zu werden, wenn nicht das Nummern Girl in einer Sonderdarbietung, soweit wenigstens der dröhnende Beifall gemischt mit Lachsalven zeigte, alle ge­ schlagen hätte. Das Schönste aber war doch, daß alles aus Eigenem und ohne »fremde Hilfsslellung« geschaffen wurde. Selbst die vorzügliche Schrammelmusik sichten Männer der BERGHÜTTE, u. zw. des zur Karwin Trzynictz A.-G. ge­ hörenden Drahtwerkes Oderberg. Die Darbietungen roll­ ten wie am laufenden Band. Daß aber trotz der Ungebundenheil und des Frohsinns auch dem Ernst der Zeit Rechnung getragen wurde, be­ weibt die Sammlung für das Kriegs winter hill's werk, die den schönen Betrag von BM. 108t). ergab. Wir haben absichtlich von Namensnennungen der männ­ lichen und weiblichen Kunstbeflissenen abgesehen, aber wir vergessen sie auch nicht und hoffen auf ein Wiedersehen mit ihnen am nächsten Kameiadschaflsabend.

KARWIN-TRZYNIETZ A.-G. Die W e r k s c h a r d e r G a briclcnzcc h e veran­ staltete am 0. Dezember 1942 im Werkshotel in Karwin im Rahmen der von den Betrieben durchgeführten V e r w u n d e t c n h el re u u n g e n einen h nute n N a c h m i 11 a g. 40 verwundete Soldaten wa en Gäste der Werkschar und wurden in kameradschaftlicher Weise bewirtet und unterhalten. Werkscharlieder, eine KdF. Truppe sowie zahlreiche andere Künstler wetteiferten, um unseren Soldaten das Beste zu bieten. Besonderen Anklang fand das Friedrich-Quartett mit seinen Liedern. Immer wieder äußerten die Soldaten ihre Freude über das Ge­ botene, wie wohl mancher von ihnen überhaupt erst einen

Einblick in die feilte und kameradschaftliche Art des Berg­ mannes bekam. Die Stimmung erreichte ihren Höhe­ punkt mit der Verteilung von Gaben durch den Nikolaus. Als die Gäste ihrerseits mit ihren zackigen Soldatenliedern antworteten, hob dies noch mehr die Stimmung. Mancher brief zeigte auch noch später, da 1.1 unsere feldgrauen Gäste hochbefriedigt von uns geschieden sind.

WOHNBAU- UND GRUNDSTÜCKS. G. m. b. H. KATTOWITZ. Den ersten Kameradschaftsabend für die Gefolgschafts­ milglieder der Wohnbau- und Grundstücks G. m. b. II. der BERGHÜTTE am !>8. Januar 194,‘1 eröffnete in dem festlich geschmückten Saale der Gaststätte Südpark in Kntlowilz der Betriebs o h m a n n P g. K u r z. Sinn und Zweck einer derartigen Veranstaltung sowie deren Berechtigung im Kriege erläuterte der Betriebsfüh­ rer, G e n era Id irr kl o r und B e r g assessor a. 1). Pietsch. Er kam dann unter Wiedergabe einiger besonders markanter Stellen aus einem Aufsatz des Reichs­ ministers Dr. Goebbels auf das große Geschehen Unserer Tage zu sprechen. Dabei wurde auch gedacht der be­ vorstehenden zehnjährigen Wiederkehr des Tages der Machtübernahme. Der Redner erinnerte an die Begeisle-

rung damals in Oberschlesien und skizzierte die auch jedem erkennbaren Erfolge nationalsozialistischer Reichs­ politik auf politischem, wirtschaftlichem und sozialem Ge­ biet. Den eindrucksvollen Worten über die heldenhaften, unvergleichlichen Taten unserer Wehrmacht folgte das Gelöbnis, der kämpfenden F ront alles das im reichlichsten Maß zu geben, w a s zur Überwindung des Bolsche w i s m u s, zur Sicherung des Groß deutschen Reiches u nd d omit des c u r o p ä i s c h e n Kontinente s n ti­ li g ist. Die Führerehrung schloß sich an, nachdem vorher schon der drei Arbeitskameraden, nämlich der Ackcrkulscher Wenzel Domin, Alois Trocha und Paul Wehowski gedacht war, die ihr Leben für EiHlivr, Volk und Vaterland ließen. Im weiteren Verlauf des Kameradschaftsabends erklan­ gen die alten und neuen Vaterlands-, Marsch- und Volks­ lieder. So kam auch die Geselligkeit zu ihrem Recht, dir durch Rcilriigc einiger besonders begabter Gefolgschaft milglieder noch gewürzt wurde. Besondere Anerkennung fanden die künstlerisch-gymnastischen Darbietungen der Arbeitskameradin Eleonore Zujuseh. So erfüllte der Abend seinen Zweck: Entspannung aus der Abril des Tages, zu­ gleich aber Stärkung der inneren Bereitschaft.

j

I > rohe /feit ist immer nur wenn s [seinalle schief sjelit,- wenn man jeden Augenblick fürchten muß: Jetzt ist alles x'orhei. Da rei^t sich's. C ourage ist gut. aber Ausdauer ist besser. Ausdauer, das ist die \ Hauptsache.

Theodor / onto n e

VORBILDLICHER EINSATZ Königs- und Bismarckhütte A. G. Werk Königshütte Am Tag nach der großen Rede des Reichsministers Dr. Goebbels über den totalen Kriegseinsätz haben sich die Schmelzmeister Simon Lindner, Schmelz­ meister Franz Sobek, Schmelzmeister August Lenard, Möllermeister Robert H y s, Oberschmelzer Peter H y s, Oberschmelzer Alois Jarek vom Hochoienbetrieb freiwillig bereit erklärt, die Posten von Schmelzern zu übernehmen. Durch diesen freiwilligen Einsatz sind im Hochofenbetrieb II und III Schmelzer freigeworden, welche dem Stahlwerk zugeteilt werden konnten, das sie dringend benötigte. Für dieses vorbildliche Verhalten hat die Verwaltung den genannten Gefolgschaftsmitgliedern ihre Anerkennung durch Aushang ausgesprochen.

Ostschlesische Eisenhüttenwerke OSTHÜTTE G. m. b. H. Bei der Beseitigung von Brandschäden an wichtigen Betriebs Vorrichtungen im Werk Osthütte Sosnowitz taten sich drei Betriebsangetsellte ganz besonders hervor, nämlich Betriebsleiter Kubik, Meister C i c h o n und Meister W a n z e k. Ihrem tat­ kräftigen persönlichen Einsatz ist zu danken, daß sie Schäden in kürzester Zeit be­ seitigt und die hervorgerufene Betriebsstörung behoben werden konnte. Die Werks­ leitung zeichnete die drei tüchtigen Gefolgschaftsmitglieder durch Gewährung einer Geldprämie aus.

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DEN JUNGEN EHEPAAREN BERGHÜTTE — Führungsgesellschaft. Dipl.-Ing. Karl am 22. 12. 1942.

von

der

Linden

und

Friedei

Jungbauer

KARWIN—TRZYNIETZ A.-G.

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Hauptverwaltung: Kaufmännische Angestellte Theodora Maria Wons und Feld­ webel Wilhe’m Sebastian Neuner am 9. 1. 1943. Eisenwerk Trzynietz: Margot Müller und Paul Gottwald am 30. 12. 1942; Ferdinand Pu stówka und Alice Fizia am 14. 1. 1943; Othmar Körner und Agnes Latoszynski am 20. 2. 1943; Johann Jursa und Anna Ciahotny am 3. 12. 1942; Anton Kral und Elisabeth Maczała am 5. 12. 1942; Karl Najduk und Klara Matzelt am 12. 12. 1942; Rosalie Kost orz und Paul Broda am 12. 12 1942; Anna Szlauer und Wilhelm Heller am 12. 12. 1942; Johann Sobek und Cäcilie Oborny am 19. 12. 1942; Adam Szturc und Susanne Pilch am 19. 12. 1942; Rudolf Polok und Marie Polok am 21. 12. 1912; Marie Banas und Paul Sikora am 30. 12 1942; Ladislaus II u 1 und Anna Fober am 31. 12. 1942; Josef Chwastek und Susanna Marosz am 9. 1. 1943; Paul Zlik und Helene Gieraczka am 9. 1. 1948: Johann Szturc und Susanne Marosz am 16. 1. 1943; Paul Kaleta und Marianna Heczko am 26. 1. 1943; Franz Mazura und Adele Starzyk am 30. 1. 1943. Drahtwerk Oderberg: Paula Kroker. Packerin und Wilhelm Meier am 21. 9. 1942; Gertrude Siegel und Reinhold Hammerschmidt am 23. 1. 1943; Alfred Jahn und Anna Karger die beide der Werkschar bezw. Werksfrauengruppe seit deren Gründung 1940 angehören; am 17. 2. 1948.

Bergdirektion Königshütte Ost: Gräfin Lauragrube: Wilhelm Krebs, Füller und Margarethe Jarosch am 11. 1. 1943; Karl Pyka. Zimmermann und Franziska Panehyrs am 13. 2. 1943.

Königs- und Bismarckhülte A.-G. Werk Königshütte: Johann Kucz era. Gleisleger und Sofie Th im am 31. 12. 1942; Stefan Russek Wachmann und Marie Rehlich am 31. 12. 1942; Hubert Janoschek. Platzarbeiter und Helene Chmiel am 12. 12. 1912; Josef Emmerling. Schichter und Marie Ti 1er am 19. 12. 1942; Heinrich Bielerzewski, Monteur u. Margarethe Rotlier am 6. 2. 1943; Paul Bisk upek. Feuerwehrmann und Helene Młynek am 16. 1. 1943; Roman Doktorczyk. Hakenheber und Margarete Schnanka am 7. 2. 1943; Cäcilie Brom Laboratoriums­ helferin und Erich Domański am 6. 2. 1943; August 8 p a 1 1 e k, Hilfsarbeiter und Martha Weinert am 80. 1. 1943; Gerhard B i edermann. Gartenmeister und Ilse Schultz am 9. 1. 1943; Angela Czekali a, Stenotypistin und Heinrich Schaefer am 22. 12. 1942; Edith Zielonka, kaufm. Angestellte und Rudolf Massek am 21. 1. 1943; Josef C z a 1 o n. kaufm. Angestellter und Franziska Hanuschek am 6. 2. 1943; Wolfgang Kozielski, Techniker und Else Pander am 21. 1. 1943.

OSMAG — Oberschlesische Maschinen- und Waggon­ fabrik A.-G. Werk Eintrachthütte: Leo R a i w a. Dreher und Martha Widuch am 17. 1. 1943; Paul S C h w e i n o c h, Dreher und Anna Pelka am 25. 1. 1913.

Montanvertrieb G. m. b. H.: Irmgard Opitz und Wladislaus Dziuba am 8. 12. 1942.

ZU DEN JÜNGSTEN ERDENBURGERN BERGHÜTTE — Führungsgesellschaft: Dio er Wolf—

2. l. 1943 I)r Rudolf Schicketanz. Mitglied des

Vorstandes. Hanna — 7. 2. 1943 Dipl.-Ing. Friedrich Linde r, Zta.

Karwin-Trzynietz A.-G. Hauptverwaltung: Peter — 1. 2 1943 Johann B r o n c I i k, HauptbuchhaVung; Helga — 23. 1. 1943 Josef Spac h. Hauptbuchhaltung; Helga — 19. 12. 1942 Wilhelm Wybranietz, Abteilung Kohle; Irene — 16. 2. 1942 Johann Karzeł, Abteilung Verkauf. Eisenwerk Trzynietz: Günther — 18. 12. 1942 Viktor 8 i e n e 1; Heinz — 19. 12. 1942 Hans Ke wc ritsch; Dieter und Jürgen (Zwillinge) — 2o. 12. 1942 Dipl. Ing. Hans Zientek ; Karl — 6. l. 1943 Ludwig Michejda : Karl — 14. l. 1943 Karl C y m o r e k : He’muth 10. 2. 1943 Adolf H law i czka; Karl — 21. 2. 1942 Karl J u r o s z. Drahtwerk Oderberg: Alfred — 11. 9. 1942 Alfred Sochacki, Tischler; Peter —26. 11. 1942 Alfred Z w i e n e r. Drahtzieher; Gerhard — 23. 12. 1942 Franz Langer Drahtzieher; Franz — 17. 1. 1943 Willibald Plotica, Tcchn. Angestellter; Anna — 11. 12. 1942 Franz Wale­ czek. Hilfsarbeiter; Ilse — 26. 11. 1942 Hermann Köhler, Drahtzieher; Ingeborg — 23. 11. 1942 Alois Lux. Aufseher. B^rffdirekMon Königshütte-Ost: Gräfin Lauragrube: Georg — 6. 1. 1943 Johann Derka. Fördermann; Georg — 8. 1. 1943 Michael Kwasniewski. Pumpenwärter; Christian — 11. 1. 1943 Heinrich Ly tzok. Maurer; Günther — 23 1. 1943 Josef T k a t z. Füller; Barbara — 2. l. 1943 Michael Kupka. Häuer; Irene — 6. 1. 1913 Johann Derka. Fördermann; Edeltraut — 15. l. 1913 Josef J e r s c h, Häuer; Edeltraut — 24. 1. 1913 Rudolf Rzesniczek. Häuer: Maria — 28. 1. 1948 Thomas Kościelny. Zimmerhäuer. Florentinogrube: Georg — 1. 1. 1943 Heinrich K a n d z i o r &. Füller; Norbert -8. 1. 1943 Johann Trzeba. Masch. Arbeiter; Horst — 10. 1. 1918 Alfons Garbas. Zuschläger; Josef — 29. 1. 1943 Leo S u r m a, Tagearbeiter; Horst — 30. l. 1943 Paul Hanak Füller; Willi 5. 2 1943 Stefan v. F ugier. Föidermami; Theodor — 18. 2. 1913 Edmund Banas. Schmied; Christa — 4. l. 1943 Paul Kreta» Elektriker; Ursula — 5. 1. 1943 Theodor G a i d a. Fördermann; Gabriele — l. 1948 Josef ToBor, Fördermann; Ursel — 14. 1.

1943 Josef Kapitza Lehrhäuer; Hildegard — 18. 1 1943 Franz Bryłka Fördermann; Agnes — 21. 1. 1943 Paul G a w 1 i k, Füller; Alice — 22. 1. 1943 Heinrich Parzentny. Fördermann; Gerda — 6. 2. 1943 Alois Brzoska. Häuer; Christa — 6. 2. 1913 Georg S t e t i n u s, Schmied; Gisela — 8. 2. 1943 Josef Borke, Füller; Edeltraut — 9. 2. 1943 Georg Lese h, Füller; Marga­ rete — 10. 2 1943 Paul Kulas. Fördermann.

Königs- und Bismarckhütte A.-G. Werk Königshüttc: Gerliard — 14. 1. 1943 Stefan A 1) r a h a m c z y k. Zimmerman»; Herbert — 22. 1. 1943 Staivslaus Brzoska Trelhriemonsatller: Hubert — 6. 2. 1943 Raimund C h o r o b a. Einsetzer; Helmut — 6. 2. 1943 Ernst II e c z k o. Laboratoriumsarbeiter: Joachim — 21. 1. 1943 Adolf Janik. Kokslader: Manfred — 8. 1. 1943 Ri­ chard Kleinert. ErzfüIler; Ernst — 26. 1. 1913 Emanuel Kucha rc z y k. Aufzugswärtcr; Horst — 21. 1 1943 Erhard Brau It. Schweißer: Helmut — 13 1. 1943 Fron* Strenziok Aure­ li erer; Alfred — 26. 1. 1943 Paul Wlcnzgol. Schweißer: Herbert — 9. 2. 1943 Wilhe'm Wo j tall a Dolomitbrcnner; Günter — 23 1. 1943 Paul W y p 1 c h Kranführer: Helmut — 27 7. 1942 Heinrich Walk u s. Betricbsangcstelltcr; Gero — 18. 8. 1942 Erich B 1 ii m e r, Lohnhuchhalter: Klaus — 20. 8. 1948 Erich Thometzky. Betriebstoehniker* Hans-Günter — 23 M 1942 Herbert Schittck. Buchhalter; Klaus — 28. 1. 1943 Alfred Schön. tcchn. Angestellter: R°ate — 27. 1. 1943 O »rm*m 8 c h w e i n o c h. Transmissions wärtcr; Edith — 3. 2. 1943 Josef Stania. Einsetzer; Roswitha — 12 2. 1913 Alois Sommer!) k Verlader; Therese — 5. 1. 1943 Walter Ociepka Konstrukteur: Christine — 5. 9. 1942 Anton W i d e r a. kaufm Angestellter; Ursula — 19. 9. 1942 Johann Pokorski. Zeichner; Sylvia — 25. 10. 1942 Leonhard Pisarski. Techniker; Edeltraut — 27. 12. 1942 Alfons Przybitka Lohnhuchhalter; Ingrid — 23. 9. 1942 Martin P i s d u 1 1 a. kaufm. Angestellter.

Werk Falvahvtte: Barbara Annette — 30. 2. 1943 Direktor Dipl. Ing. F. Sp ringo rum.

OSMAG — Oherschlesische Maschinen- und Waggon­ fabrik A.-G. Werk E?ntrachthütte: Georg — 28 1. 1943 Hubert C h w n 1 1 e k. Blechschlosser: Edel­ traut — 5. 1. 1943 Georg Mularczyk. Chauffeur; Agnes — 16. 1- 1943 Viktor Kołodziej. Fräser; Christine — 22. 1. 1948 Josef Losko tt Techniker; Isolde — 23. l. 1943 Konrad P a w 1 e t t k o. Mairazin-Verwalter.

Montanvertrieb G. m. b. H. Romana-Elfriede — 9. 2. 1943 Roman C i e r p i o 1.

Herausgegeben im Einvernehmen mit der Hauptabteilung Werkzeitschriften der DAF. Berlin W 35 Potsdamerstraße 180, von der BERGHÜTTE Berg- und Hüttenwerkgesellschaft. Teschcn. Hötzendorfplatz 6 / Schriftwalter: W. O. Rosa. Teschen Oberschlesien. Druck: Böhm.-Mähr. Verlags- u. Druckerei-Ges. m. b. H., Zweigverlag M.-Ostrau 8, Humboldtg. ö-80a/8. - Aufii.: Lerch (2). Werksarchiv.

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