Fashion in Berlin - Berlin Partner

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Modestandort Berlin Designer. Messen. Netzwerke. Seite 02 Seite 03 Zahlen und Fakten Inhalt Modestandort Berlin Modestandort Berlin Zahlen und ...

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Modestandort Berlin Designer. Messen. Netzwerke.

Seite 02

Seite 03

Zahlen und Fakten

Inhalt

Modestandort Berlin

Modestandort Berlin Zahlen und Fakten

Seite 03

Das gewisse Etwas Willkommen Seite 04-05 Fashion Capital Berlin Locations, Shopping, Modeschulen, Messen

Seite 06-07

Die Spitze des Eisbergs Berlins Modevielfalt

Seite 08-10

Gesichter der Stadt Modenachwuchs Seite 11-13 Die Gunst des Augenblicks Nischensektor "Eyewear Design"

Seite 14

Gut behütet Berliner Modistinnen global

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Berlins grüne Zu(ku)nft Hauptstadt der Nachhaltigkeit

Seite 15

Vorhang auf! Berlin Fashion Week Seite 16-17 Fashion meets Internet Start-up Metropole Berlin

Seite 18

Die neue Berliner Modeindustrie Zulieferer und Service Seite 19 Gemeinsam wachsen Mode und Kommunikation

Seite 20

Mode medial Print, Blogs etc. Seite 21 Karriere, maßgeschneidert Modeschulen

Berlin

Modeunternehmen im Städtevergleich

Berlin

München

3.670 2.670 Hamburg

Köln

2.220 1.910 > 2 Mrd. €

Seite 26

Ansprechpartner / Impressum Seite 27

in Berlins Kreativwirtschaft

10% der Kulturwirtschaft Berlins

Der große Preis Wettbewerbe Seite 23

Rückenwind für Kreative Förderung und Unterstützung

Anteil der

Unternehmen

Umsatz der Berliner Modewirtschaft 2010

Seite 22

Zusammen stark Netzwerke und Kollektive Seite 24-25

1 von 6

Fachbesucher der Berlin Fashion Week

50.000 250.000 im Juli 2007 im Juli 2012 www.fashion-week-berlin.com

Tourismusentwicklung Gäste in 1993 – 2.985.100 Gäste in 2000 – 5.006.200 Gäste in 2011 – 9.866.100

10

Modeschulen in Berlin

240 Events während der Berlin

Fashion Week im Juli 2012

100 schauen

Moden-

bei der Mercedes-Benz Fashion

Week Berlin im Januar 2012

Alle Angaben sind ungefähre Zahlenwerte.

> 1.000

Studenten sind in Berlins modebezogenen

Studiengängen eingeschrieben

600 – 800 Modedesigner

in Berlin

18.500 Erwerbstätige in der Berliner Modebranche

Seite 04

Seite 05

Willkommen in der Modehauptstadt

BERLIN IST INTERNATIONAL

Das gewisse Etwas Wer etwas auf sich hält, präsentiert sein Label in Berlin. Die deutsche Hauptstadt gilt zwar schon seit dem Fall der Mauer 1989 als neues Zentrum der Kreativität, doch seit der Jahrtausendwende hat sich Berlin als Modehauptstadt – von der aus sowohl künstlerisch als auch kommerziell erfolgreiche Labels die Welt erobern – einen internationalen Namen gemacht. Damit hat Berlin selbst die Erwartungen von Modeexperten und heimischen Designern übertroffen.

BERLIN HAT FÜR JEDEN ETWAS

Immer mehr deutsche und internationale Labels verlegen ihren Standort nach Berlin, wo sie zweimal im Jahr auf der rasant wachsenden Berlin Fashion Week ihre Arbeit präsentieren und sich mit der globalen Szene, Einkäufern und Medien vernetzen. Parallel entsteht ein ganzer Industriezweig, der die sich immer weiter professionalisierenden Labels – sowie ihre internationale Klientel – mit Materialien, Dienstleistungen und nicht zuletzt mit Rat und Tat versorgt. Der Aufstieg einer dynamischen Großstadt zum internationalen Fashion-Hotspot scheint unaufhaltsam. Verschiedene Faktoren tragen zu dieser Entwicklung bei und sichern ihre Nachhaltigkeit.

BERLIN IST INVESTITIONSSTANDORT Vielerorts wird Berlin als das neue Silicon Valley angepriesen. Tatsächlich tummeln sich in der kreativen Hauptstadt Investoren aus aller Welt, die auf der Suche nach neuen Ideen, kreativen Köpfen und Netzwerken sind. Die Stadt selbst treibt diese Entwicklung aktiv voran. Rund 75 Millionen Euro an Fördermitteln fließen jedes Jahr an Unternehmen und Projekte der Informations- und Kommunikationstechnik, der Medien und der Kreativwirtschaft.

Nachdem das letzte Jahrzehnt eine rasante Entwicklung der Berliner Modeszene hervorgebracht hat, gibt es in der Stadt nicht mehr nur ‘ungeschliffene Diamanten’, sondern auch international erfolgreiche Labels jeder Couleur. Avantgardistische Neustarter tummeln sich neben innovativen Online-Ideen und etablierten Unternehmen im Fashion Bereich. Die vielschichtige Szene sorgt ständig für Inspiration und verfügt über einen großen Schatz an Know-How.

Beinahe die Hälfte aller Berlin-Besucher, etwa 40 %, stammen aus dem Ausland. Manche kommen für eine paar Nächte oder Wochen, viele bleiben für Monate oder Jahre. Etwa 15 %, also 500.000 Berliner, sind nicht aus Deutschland, sondern aus einer von 195 anderen Nationen. Die Lebensbedingungen der Stadt, gepaart mit ihrem attraktiven Kultur- und Freizeitangebot, erlauben einen regen Austausch zwischen Besuchern und Anwohnern, und ermöglichen es vielen Fans der Stadt, ihre kreativen Pläne in Berlin zu verwirklichen. Das macht Berlin zu einem Inkubator für Ideen.

Der Aufstieg einer dynamischen Großstadt zum internationalen Fashion-Hotspot scheint unaufhaltsam.

Nach Paris und London ist Berlin mittlerweile Europas Tourismusziel Nummer drei. Noch im Jahr 1993 kamen knapp drei Millionen Besucher in die deutsche Hauptstadt, die sich gerade von den Umbrüchen 1989 erholte. Im Jahr 2011 hatte sich die Zahl mit beinahe zehn Millionen Besuchern mehr als verdreifacht. In 2012 war die zehn Millionen-Marke schon vor Ablauf des Jahres geknackt, mit steigender Prognose für die Zukunft.

Thomas bentz Co-Direktor/Modedesigner Achtland

BERLIN BRINGT DEN NACHWUCHS HERVOR Allein zehn Modeschulen sind damit beschäftigt, junge Talente zu überragenden Modedesignern auszubilden. Von hier aus strömen viele junge Designer in die Welt, andere bleiben, um bei lokalen Labels oder den sich zunehmend ansiedelnden Firmen ihr Talent unter Beweis zu stellen.

BERLIN IST LEBENSWERT

Bread & Butter | The Rock Highlights | F. Taffelt

Es heißt, 33.000 Künstler nennen Berlin ihr Zuhause, und jeder zehnte arbeitende Berliner ist im Kreativsektor tätig.

BERLIN IST PUBLIKUMSMAGNET

MD.H | Catwalk 2011

Bikini Berlin

BERLIN IST KREATIV

Keine andere deutsche Stadt bietet ihren Bewohnern ein Kulturangebot, das es mit Berlin aufnehmen könnte. Mehr als 170 Museen, über 400 Kunstgalerien, Dutzende von Theatern und hunderte kultureller Veranstaltungen im Jahr sorgen dafür, dass Berlins Kreative rund um die Uhr mit Inspiration versorgt sind. Gleichzeitig laden Parks und Erholungsflächen – die fast 15 % der ansonsten so dicht bebauten Fläche Berlins ausmachen – zum Verweilen ein. Auch Wohnraum ist preiswerter als in jeder anderen westeuropäischen Hauptstadt.

„Berlin ist groß und gibt uns trotzdem Gelegenheit durchzuatmen; das eigene Studio rückt hier sehr viel schneller in greifbare Nähe als in Städten wie London oder New York! Wir erleben zudem, dass es vor allem im Ausland eine Menge Neugierde für das Thema „Berlin“ gibt – die Vielfalt an kreativen Impulsen. Man schaut mit zunehmendem Interesse auf das, was aus Berlin kommt. Aber auch in Berlin selbst gibt es sehr große Neugierde für alles Neue.“

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50

Locations, Shopping, Modeschulen, Messen

Fashion Capital Berlin

5

Butterflysoulfire Mulackstr. 11, Mitte

6

C Neeon Kastanienallee 55, Mitte

7

Rike Feurstein Rosa-Luxemburg-Str. 28, Mitte

12

Mykita Store Rosa-Luxenburg-Str. 6, Mitte Flagship Store des international beliebten Brillenlabels.

13

ic! Berlin Eyewear Max-Beer-Str. 17, Mitte

14

15

Josef Voelk Inhaber The Corner “Durch seine Historie sowie die flächenmäßige Ausdehnung hat Berlin ein Anrecht auf zwei Einkaufszentren. Diese sind grundverschieden, wie New York mit Uptown und Downtown oder Paris mit Rive Gauche und Rive Droîte. Wir bedienen in unseren Geschäften im Westen eine vorwiegend lokale Klientel, während am Gendarmenmarkt die Kundschaft fast ausschließlich aus Nicht-Berlinern besteht.“

Q by Umasan Linienstr. 40, Mitte

Thone Negrón Schröderstr. 13, Mitte Das Label der Berliner Designerin Ettina Berrios-Negrón. Fiona Bennett Salon Potsdamer Str. 81, Tiergarten

16

Departmentstore Quartier 206 Friedrichstr. 71, Mitte

17

Murkudis Potsdamer Str. 81, Mitte Concept Store auf 1000qm.

18

Happy Shop Torstr. 67, Mitte

19

Soto Torstr. 72, Mitte Ein Paradies für Männermode.

26

CHKA Kastanienallee 47, Mitte

27

Le Coup Shoes Steinstr. 16, Mitte

28

Adrett Weinbergsweg 23, Mitte

29

F95 Store Luckenwalder Str. 4-6, Kreuzberg

30

White Label Fair Potsdamer Platz 1, Mitte

31

Show & Order Heizkraftwerk Mitte, Köpenicker Str. 70, Mitte

32

Bright Am Krögel 2, Mitte

33

Green Showroom Hotel Adlon Kempinski Unter den Linden 77, Mitte

Upcycling Fashion Linienstr. 77, Mitte

34

20

Ethical Fashion Show e-werk, Wilhelmstr. 43, Mitte

The Corner East Französische Str. 40, Mitte

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21

The Corner West Wielandstr. 29, Charlottenburg

The Gallery Berlin Café Moskau, Karl-Marx-Allee 34, Mitte

22

Voo Store Oranienstr. 24, Kreuzberg

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Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Am Brandenburger Tor, Tiergarten

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Bread & Butter Ehemaliger Flughafen Tempelhof

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36 Straße des

17. Juni

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Messen/Shows*

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Konk Kleine Hamburger Str. 15, Mitte Seit fast einem Jahrzehnt eine verlässliche Adresse für Neuentdeckungen.

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Lala Berlin Store Mulackstr. 7, Mitte Eines der erfolgreichsten Labels der Stadt, bekannt für seine Kaschmir-Kreationen.

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Antonia Goy Brunnenstr. 5, Mitte

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Don‘t Shoot the Messengers DSTM Rückerstr. 10, Mitte

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Kavier Gauche Linienstr. 44, Mitte

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Wertvoll Marienburger Str. 39, Prenzlauer Berg Das erste komplett auf Nachhaltigkeit spezialisierte Modegeschäft.

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Trippen Rosenthaler Str. 40-41, Mitte

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Esther Perbandt Almstadtstr. 3, Mitte

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A7 Almstadtstr. 7, Mitte

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Fashion Stores

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Concept & Special Stores

Friedrichstraße

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Berliner Labels Flagship Stores

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Premium Exhibition Luckenwalder Str. 4-6, Kreuzberg

39

Capsule Straße der Pariser Kommune 8, Friedrichshain

40

Panorama ExpoCenter Airport

41

BEST-Sabel-Berufsfachschule für Design Lindenstr. 42, Köpenick

42

EBC Hochschule Alexanderplatz 1, Mitte

43

Oberstufenzentrum Bekleidung und Mode (OSZ), Standort 1 Kochstr. 9, Mitte

44

Universität der Künste (UdK) Straße des 17. Juni 118, Charlottenburg

45

ESMOD Görlitzer Str. 51, Kreuzberg

46

Mediadesign Hochschule für Design und Informatik Lindenstr. 20-25, Kreuzberg

47

Akademie Mode und Design (AMD) Franklinstr. 10, Tiergarten

48

Berufsausbildungszentrum Lette-Verein Viktoria-Luise-Platz 6, Schöneberg

49

Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Wilhelminenhofstr. 75A, Oberschöneweide

50

Kunsthochschule Weißensee Bühringstr. 10, Weißensee

KaRl-HEINZ MÜLLER Geschäftsführer und Gründer – Bread & Butter Berlin “Berlin ist erwachsener geworden, jedoch hat die Stadt nichts von ihrer Originalität verloren. Ein schönes Beispiel hierfür ist Mitte: als wir 2003 in unsere Büros in der Münzstraße eingezogen sind, gehörten wir zu den Pionieren. Heute haben sich zahlreiche etablierte Marken mit Flagship Stores hier angesiedelt. Sie werden durch kleinere, originelle Store-Konzepte ergänzt und daraus ergibt sich ein interessantes, individuelles Ganzes.” *Stand Dezember 2012, die Veranstaltungen und deren Austragungsorte befinden sich in stetigem Wandel.

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Berlins Modevielfalt – ein Überblick

Die Spitze des Eisbergs

Sie gelten als eines der vielversprechendsten Talente der deutschen Modewelt und wurden als „Jil Sanders Töchter“ von der Presse gefeiert. Johanna Perret and Tutia Schaad ist es gelungen, sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen zu machen – und das bis über die deutsche Landesgrenze hinaus. Mit ihrem diskreten, zurückgenommenen Stil stehen sie tatsächlich in der Tradition der schlichten deutschen Mode, die die Hamburger Modemacherin Jil Sander in den 1980er Jahren etabliert hat. Kennengelernt haben sich die beiden Designerinnen während ihres Studiums an der Kunsthochschule Weißensee und sind im Jahr 2009 in die Selbstständigkeit gestartet. In ihren Kollektionen trifft Schnittkonstruktion auf Drapierung, ihr Look zeichnet sich durch die Kombination aus Strenge und Lässigkeit aus. www.perretschaad.com

Berlins etablierte Modeszene ist vor allem eines: vielfältig. Das Feld reicht von den Traditionalisten, die sich ganz der Schneiderkunst verschrieben haben, zu Designern, die sich der Produktion von Nachhaltigem, Tragbarem oder Ungewöhnlichem widmen. Seit einigen Jahren erfreuen sich Berliner Designer auch international großer Beliebtheit, während Modeschaffende aus anderen Ländern ihren Arbeits- und Wohnort in die deutsche Hauptstadt verlegen, um von ihrem kreativen Flair zu profitieren. Einige Beispiele zeigen, wie breit gefächert sich das lokale Talent manifestiert.

MICHAEL SONTAG Keine andere als die berühmte Modekritikerin Suzy Menkes war es, die Michael Sontag mit einer Lobeshymne nach seiner Catwalk-Präsentation im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin in 2009 zu internationaler Anerkennung verhalf. Auch durch die Teilnahme an diversen Mode-Wettbewerben oder an Ausstellungen im Kunstkontext ist es Michael Sontag gelungen, sich als eines der vielversprechendsten Talente Berlins zu etablieren. Durch seine Gestaltungsmethode des Drapierens an der Puppe sind die Entwürfe meist von einer fließenden Silhouette geprägt. Raffinesse erzeugt der Designer auch durch ungewöhnliche Schnitte, Asymmetrie oder überdimensionierte Proportionen. www.michaelsontag.com

VLADIMIR KARALEEV

Vegane, von den „yoga laws“ inspirierte Mode, ist das Konzept der Schwestern Anja und Sandra Umann und ihrem Label Umasan. In ihren Kollektionen verzichten sie nicht nur auf Leder, sondern auch auf Wolle, Kaschmir und andere tierische Ausgangsmaterialien. Wie einige andere Berliner Labels haben die UmannSchwestern nicht nur den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt, sondern auch gleich noch einen kleinen Flagship Store im architektonisch interessanten L40 Gebäude in Mitte eröffnet. www.umasan-world.com

PERRET SCHAAD

UMASAN

Ein Etikett an seinen Entwürfen und ein Warnhinweis auf seiner Website weisen potentielle Kunden darauf hin, dass die ausgefransten Kanten und die Used-Optik kein Zufall oder gar Abnutzung sind – sondern gewollte Ästhetik. Was die Antwerpen Six oder Commes des Garçons einst salonfähig machten – Dekonstruktion als Gestaltungsmerkmal – macht auch Vladimir Karaleev seit dem Jahr 2006 in seiner Arbeit zum Grundprinzip. Der in Bulgarien aufgewachsene Designer, der mit 19 Jahren zum Studium an der HTW nach Berlin kam, konzentriert sich auf klare Farben. Formensprache und Silhouette sind die entscheidenden Merkmale seiner Arbeit. Von Beginn an hat Vladimir Karaleev Präsenz im Rahmen der Berlin Fashion Week gezeigt –  ob mit Off-Modenschauen zu Violinenmusik in Galerieräumen oder auf dem Catwalk im Zelt. www.vladimirkaraleev.com

IRIE DAILY

Irie Daily ist ein echter Pionieer. Schon 1994 taten sich vier Kreuzberger Freunde zusammen, um ihrer Leidenschaft für Streetwear, Musikkultur und die damals noch raue Energie der Stadt auf gedruckten T-Shirts und Sweatshirts zu verewigen. Fast zwei Dekaden später ist das Label eine international erfolgreiche Streetwear Marke. www.iriedaily.de

GUIDO MARIA KRETSCHMER

Josef Leyla Voelk Piedayesh

Seinen ganz eigenen Weg ging der in Münster geborene Designer Guido Maria Kretschmer. Seine ersten Schritte in die Modewelt unternahm er auf dem Hippiemarkt der Baleareninsel Ibiza. Nach einem Studium des Modedesigns in Barcelona schlug Kretschmer den Weg des „Corporate“ Modedesigners ein und blieb fortan eher im Hintergrund. Währenddessen bahnten sich seine Kreationen als Unternehmenskleidung für die Deutsche Telekom oder in Gestalt der Uniformen für die Fluggesellschaft Hapag Lloyd und das Hotel Kempinski einen Weg um die Welt. Erst 2004 startete der Designer seine erste eigene Modelinie – exklusive Tages- und Abendmode – die er 2009 erstmals auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin präsentierte. Er ist ebenfalls für seine kostümbildnerische Arbeit für Film und Theater bekannt. www.guidomariakretschmer.de

“Berlin verändert sich minütlich, saugt alles auf, wird von seinen Bewohnern und ihrem Individualismus angetrieben. Innovation findet man an jeder Ecke. Das ist sehr inspirierend und lässt Raum, sich kreativ zu entfalten. Berlin ist immer offen für Neues, weshalb viele junge Designer hier ihre Lager aufschlagen, aber der Erfolg von Lala Berlin bestätigt, dass es hier nicht nur Nischenprodukte gibt.”

Inhaber The Corner Designerin – LaLa Berlin

FRANK LEDER

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Das bevorzugte Thema des 1974 geborenen Designers, der seine Ausbildung am renommierten Central Saint Martins College of Art and Design in London absolvierte, ist eher ungewöhnlich. Während seine Kollegen ihre Inspiration fernab der Landesgrenzen finden, steht für Leder die deutsche Kultur – wie etwa die Arbeitsbekleidung von Metzgern, Waldarbeitern oder Vagabunden – im Vordergrund. Aber während Leders Arbeitsthemen lokal zu finden sind, sind seine Fans ganz international. Selbst in Japan erfreut sich der Wahl-Charlottenburger großer Beliebtheit. www.frank-leder.com

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Modenachwuchs in Berlin

Gesichter der Stadt

ANNA VON GRIESHEIM Obwohl Berlins Modeszene von der „neuen Generation“ von Modedesignern – die zum großen Teil in den späten 2000er Jahren starteten – dominiert wird, gibt es dennoch einige namhafte Designer, die ihre Labels durch tragbare Mode, überzeugende Entwürfe und nicht zuletzt dank einer loyalen, modebewussten Klientel über Jahrzehnte hinweg ausgebaut haben. Wie etwa die Designerin Anna von Griesheim, deren Label 1991 das Licht der Welt erblickte. Neben einer beachtlichen Liste deutscher Prominenz ist auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel bekennender Fan der Designerin. www.anna-von-griesheim.de

AUGUSTIN TEBOUL Die Deutsche Annelie Augustin und die Französin Odély Teboul trafen sich beim Studium in Paris. Nach Zwischenstopps in den Ateliers namhafter Designer –  wie Y3 oder Jean Paul Gaultier – entschied sich das Duo für Berlin. Die Mode, die das 2011 gegründete Label hervorbringt, liegt ziemlich genau zwischen „Ready-to-Wear“ und „Couture“. Handarbeit und Material sind Ausgangspunkt ihrer dramatisch-verspielten bis elegant-sexy Entwürfe, ihr Look wirkt poetisch mit einer Prise Rock 'n' Roll. Zur Mercedes-Benz Fashion Week Berlin gibt es keine Runway-Präsentation, sondern theatralische Inszenierungen. Augustin Teboul gewann im Jahr seiner Gründung den „Start your Fashion Business" Wettbewerb und wird als eines der erfolgversprechendsten Labels Deutschlands gehandelt. www.augustin-teboul.com

augustin tebouil Modedesigner „Die Modeszene ist noch sehr jung und braucht noch ein wenig Zeit, sich zu definieren und eine eigene Persönlichkeit zu finden, aber Berlin inspiriert uns durch seine Freiheit, den Spirit und das künstlerische Umfeld.“

Zur Berlin Fashion Week werden halbjährlich nicht nur neue Kreationen, sondern stets auch neue, junge Modemacher vorgestellt, die sich und ihre Arbeit präsentieren und damit das Interesse nationaler und internationaler Presse und Einkäufer auf sich ziehen. Wie ein alphabetischer Querschnitt durch die Landschaft der vielversprechendsten Newcomer belegt, sind Berlins junge Modelabels sowohl international erprobt als auch lokal verankert. Sie bestechen durch ihren Willen zum Anderssein und ihre Affinität zu dieser dynamischen Stadt.

BLAENK

ISSEVER BAHRI

Silke Geib studierte Mode in Paris, Nadine Möllenkamp in Antwerpen. Nachdem das Duo unter anderem beim Modelabel Viktor & Rolf Erfahrungen gesammelt hatte, war es 2011 soweit: sie starteten gemeinsam unter dem Namen Blaenk. Das innovative Konzept des Labels, das inzwischen den Standort-Spagat zwischen Amsterdam und Berlin vollzieht, basiert auf der Kombination von Vintage-Elementen mit neuen, hochwertigen Stoffen. So entstehen luxuriöse und zugleich nachhaltige Couture-Unikate. Im Jahr 2012 wurde dieser Ansatz mit dem „Start your Fashion Business" Preis prämiert. www.blaenk.net

Cimen Bachri und Derya Issever lernten sich gleich zu Beginn ihres Studiums an der HTW kennen. Inzwischen ist aus Freundschaft eine Business-Partnerschaft erwachsen. Zur Sommersaison 2011 haben sie ihre erste Kollektion entwickelt und durch den Sieg beim Premium Young Designer's Wettbewerb wurde dem Duo sogleich viel Aufmerksamkeit zuteil. Im Folgejahr sicherten sich die beiden den zweiten Platz beim „Start your Fashion Business“ Wettbewerb. Jeder Kollektion von Issever Bahri liegt ein eigenes Thema zugrunde, aber das Label steht insbesondere für akzentuierte Schnittkonstruktion. Kreativer Umgang mit Materialien prägt den Stil, von Hand gehäkeltes Leder ist zum Signature Look von Issever Bahri geworden. www.isseverbahri.com

BLAME Viel Erfahrung haben Sarah Büren und Sonja Holzode gesammelt, bevor sie sich in die Selbstständigkeit wagten. Sie arbeiteten in den Ateliers von Marc Jacobs, Hugo Boss und Michael Michalsky, bevor sie im Jahr 2010 ihr eigenes Label Blame gründeten. Seither machen die Absolventinnen der Fachhochschule Trier Mode, die durch den Mix unterschiedlichster Materialien, Muster und Details besticht. Mit ihrem frischen, femininen und positiven Look überzeugten die Modedesignerinnen auch 2012 beim „Start your Fashion Business" Wettbewerb und belegten den zweiten Platz. www.blame-fashion.com

Seite 12

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MALAIKA RAISS

THONE NEGRÓN Die gelernte Modedesignerin Ettina Berrios-Negrón absolvierte ihre Ausbildung am Berliner Lette-Verein und gründete im Jahr 2003 die renommierte Berliner Boutique „Konk“, die sich zu einer Anlaufstelle für eine junge Berliner Modegeneration etabliert hat. Im Jahr 2008 gründete Ettina Berrios-Negrón das Label Thone Negrón; das ist Evening Wear und Ladies Couture für Frauen, die die weibliche Silhouette betont. Die Kollektionen vereinen intelligente Schnittführung, klassische Farben und edle Stoffe, die für den eleganten, anmutigen und extravaganten Look des Labels sorgen. Als Inspirationsquelle und ironisch-nostalgisches Zitat dient die Kindheit der Designerin in West-Berlin. Produziert wird in Deutschland und Europa, der eigene Salon ist in Mitte. www.thonenegron.com

Diese Designerin steht stellvertretend für die „Zweite Generation“ Berliner Labels, die bei der inzwischen erfolgreichen ersten Nach-Wende-Designer Generation ihr Handwerk erlernt hat. Nach ihrer Ausbildung als staatlich anerkannte Modedesignerin in Mannheim führte der Weg für Malaika Raiss direkt nach Berlin, um als Assistentin bei verschiedenen Berliner Modelabels zu arbeiten. Im Jahr 2010 startete Malaika Raiss ihr eigenes Label, das für kreative Strick-Kreationen, klare Schnitte und kühle Femininität für die trendorientierte Frau steht. www.malaikaraiss.com

SISSI GOETZE

Ganz neu in seiner Laufbahn als selbstständiger Modedesigner ist Dietrich Emter. Sein nach ihm benanntes Label kam zur Spring/Summer Kollektion 2012 aus den Startlöchern und hat dank seiner auffälligen, femininen Kreationen in ungewöhnlichen Farben und Materialkombinationen bereits ein gutes Stück auf dem Weg zur erfolgreichen Modemarke zurückgelegt. www.dietrichemter.com

MADS DINESEN HIEN LE Seit der in Berlin aufgewachsene Absolvent der HTW Hien Le im Jahr 2011 mit seinem eigenen Label begann ist ihm beachtliche Aufmerksamkeit zuteil geworden. Das liegt nicht zuletzt an den Preisen und Auszeichnungen, die dem eher minimalistisch arbeitenden Designer zuteil geworden sind. Unter anderem wurde er vom Fachmagazin Sportswear International als „Best Newcomer“ gewählt und erhielt den dritten Preis beim „Start your Fashion Business“ Wettbewerb. www.hien-le.com

KILIAN KERNER Designer

„Hier in Berlin hat alles begonnen, hier lebe ich und hier ‚passiert‘ Kilian Kerner. Berlin ist eine Bereicherung für mein Leben, die hiesige Modeszene wächst und braucht sich nicht zu verstecken. Was in Berlin in den letzen Jahren passierte, ist großartig. Die Professionalität und der Anspruch an die Shows wird immer größer.”

MARTIN NIKLAS WIESER

Der Leitsatz dieser in Berlin und London ausgebildeten Designerin lautet ganz schlicht „die einfachste Lösung ist die Beste“. Ihre Kollektionen unterliegen strengen Regeln: jede Saison wird ein neuer roter Faden gefunden, der die Entwurfsphase maßgeblich beeinflusst. Zugleich wird auf die vorherige Kollektion aufgebaut; eine ganze Saison kann beispielsweise unter der Auflage entstehen, ausschließlich mit Hemdenstoff zu arbeiten. Dank ihres Zusatzstudiums in „Menswear“ am renommierten Londoner Central St Martins College spezialisierte sich die HTW Absolventin mit ihrem 2011 gelaunchten Label ganz auf Mode für den Mann. Schon im Jahr ihrer Gründung sicherte sie sich den dritten Platz beim „Start your Fashion Business“ Wettbewerb. www.sissigoetze.com

DIETRICH EMTER

Für den gebürtigen Südtiroler Martin Niklas Wieser begann die Reise zum eigenen Label auf internationalem Terrain – unter anderem beim deutschen Erfolgs-Designer Bernhard Willhelm in Paris – und führte nach Berlin. Hier wurde er 2006 heimisch und vereint unter seinem eigenen Namen ungewöhnliche Schnitte und besondere Materialien zu eleganten, meist monochromen, futuristischen Entwürfen. www.martinniklaswieser.com

In seinem fünfjährigen Studium an der Universität der Künste unter Valeska Thomsen-Schmidt und Stephan Schneider entwickelte der Däne Mads Dinesen seine ganz eigene Handschrift. Die aufwändigen Schwarz-Weiß-Entwürfe seiner Abschluss-Präsentation an der UdK 2011 stachen besonders hervor. Seither geht der Wahlberliner konsequent seinen eigenen Weg im Spannungsfeld zwischen Mode, Fotografie und Kunst. www.madsdinesen.com

Malaika Raiss Designerin

„Ich habe mein Label hier gegründet, denn Berlin ist das Kreativ-Zentrum Deutschlands, ein Melting-Pot der Kunst, Mode, Musik etc. Man bekommt unglaublich viel Input. Zudem wollte ich das, was die Designer und Labels, bei denen ich lernen durfte, aufgebaut haben, und womit sie Berlin zu einer anerkannten Modestadt gemacht haben, gerne weiterentwickeln und meinen Beitrag dazu leisten.“

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Nischensektor „Eyewear Design“

Die Gunst des Augenblicks Designfans müssen nicht lange suchen, um ein einzigartiges – meistens sogar handgefertigtes – Brillenmodell „Made in Berlin“ zu finden, denn die Auswahl ist groß. Ein Blick auf die Akteure erzählt die ungewöhnliche Erfolgsgeschichte eines ganzen Branchenzweigs. Man kann sie fast eine „Traditionsfirma“ nennen, denn ic! berlin ist so etwas wie das Mutterschiff der Eyewear-Labels dieser Stadt. Gegründet wurde ic! berlin 1999 von vier Produktdesignern, deren Geschäfts-idee auf einem Aluminiumgestell, dem inzwischen patentierten „FederScharnier-Steck-System“ und einer guten Prise Selbstironie basierte. Inzwischen verkauft ic! Berlin jedes Jahr über 200.000 Brillen an Fans aus aller Welt. www.ic-berlin.de Auch beim internationalen Publikumsliebling Mykita finden alle Produktionsschritte unter einem Dach statt – hier in Berlin. Das 2003 gegründete Label ist ein durch und durch global

Das Kreuzberger Label Framers baut seit 2006 auf traditionelle, in kleinen Manufakturen hergestellte Brillen aus Kunststoff – und inzwischen auch aus Titan. Auch hier gibt es eine Verbindung zu einer der „Großen“ am Markt: Framers-Gründer Matthias Busche war früher bei ic! berlin. www.framers.de

ausgerichtetes Unternehmen, dessen Brillen in über 60 Ländern erhältlich sind. Kollaborationen mit AvantgardeDesignern wie Bernhard Willhelm  haben Mykita auch in der Modewelt etabliert. Immer wieder stehen ungewöhnliche Materialien im Vordergrund. www.mykita.com

Die drei Gründer des allerjüngsten Berliner Brillenlabels Owl Optics – unter ihnen ein studierter Architekt und ein Stratege – haben es sich auf die Fahnen geschrieben formschöne, hochwertige, aber dennoch bezahlbare Modelle zu gestalten. www.owloptics.com

Im Jahr 2005 starteten die Gründer von Whiteout & Glare mit KunststoffbrillenKollektionen, die sich jeweils um ein bestimmtest Thema ranken. In der „Hamptons“ Kollektion etwa tragen alle Brillen den Namen ehemaliger UreinwohnerDörfer der beliebten Ferienregion des New Yorker Jetsets. www.whiteout-glare.com

Als Uta Geyer 2006 ihr erstes Geschäft für Vintage Brillen eröffnete stand ein eigenes Label noch nicht auf dem Plan. Doch da die Nachfrage nach hochwertigen Brillen vergangener Jahrzehnte das Angebot übersteigt, bringt Lunettes seit 2010 eine eigene, handgefertigte Kollektion heraus, die sich stetig erweitert. www.lunettes-kollektion.com

Berliner Modistinnen global

Gut behütet FIONA BENNETT Die elegant-exzentrischen, unverwechselbaren Hüte und Kopfschmuck-Entwürfe von Deutschlands bekanntester Modistin Fiona Bennett erfreuen sich lokaler und internationaler Beliebtheit. Seit April 2012 ist sie mit ihrem neuem Salon in der Potsdamer Straße. www.fionabennett.com

Hauptstadt der Nachhaltigkeit

Berlins grüne Zu(ku)nft Getrieben von ihrer Experimentierfreudigkeit und Innovationskraft haben sich viele Berliner Modedesigner – früher und passionierter als anderswo – der nachhaltigen Mode zugewandt. Die Bandbreite der „Eco Fashion“ ist groß; einige Designer legen besonderen Wert auf nachhaltige Rohstoffe, wieder andere widmen sich der Aufwertung von gebrauchten Materialien. Ein kurzer Überblick zeigt die vielen Facetten dieses wachsenden Segments. Seit 2009 verfolgt Modemacherin Julia Knüpfer mit ihrem Label ICA Watermelon nachhaltige Prinzipien: Es werden ausschließlich Materialien von nachhaltig agierenden Zulieferern – überwiegend aus Deutschland und der Schweiz – verwendet. Die Kollektion wird direkt in Berlin und Umgebung verarbeitet und inzwischen sogar im eigenen FlagshipStore in Mitte verkauft. www.icawatermelon.com

Mit seinem Label ReClothings entwirft Daniel Kroh aus alter Arbeitskleidung „neue“ Mode, indem er etwa aus einem einfachen Blaumann ein Jackett schneidert. Sein Motto: „We love to design. We love to work“. www.danielkroh.com

oder Kaschmir, hergestellt in verschiedensten Handstricktechniken. Rund 80 % der verwendeten Rohmaterialien sind nachweislich bio-zertifiziert und werden mit naturbelassenen, pflanzengefärbten, recycelten und in Deutschland hergestellten Ausgangsmaterialien ergänzt. www.caro-e.com Nachhaltigkeit trifft Innovation. Das Modeduo schmidttakahashi kreiert aus gebrauchten Kleidungsstücken neue Unikate. „Wiederbelebungsmaßnahmen – Reanimation“ nennen sie ihr Konzept. Aus den Unikaten werden im Anschluss Duplikate – die kommerzielle Serie. Die Designerinnen haben den Sonderpreis für Nachhaltigkeit des Wettbewerbs „Start your Fashion Business“ erhalten und werden zu Ausstellungen und Workshops im In- und Ausland eingeladen. www.schmidttakahashi.de

Seit dem Jahr 2006 entwirft Carolin Ermer-Graening unter dem Namen Caro e. Kleidung aus Alpaka, Mohair, Schurwolle

RIKE FEURSTEIN In aufwändiger Handarbeit entstehen im Berliner Studio der international erfolgreichen Hutdesignerin Rike Feurstein moderne Kreationen, die außer in internationalen Luxusadressen wie Barney's in New York auch im Ladenatelier in Mitte erhältlich sind. www.rikefeurstein.com

Eugenie Schmidt Designerin – schmidttakahashi

Linkliste Taschen, Accessoires und Schuhe

Rummelsburg www.rummelsburg.com

Anke Runge / Penthesileia

Hecking Handermann

Lunge Berlin www.lunge.com

www.ankerunge-taschen.de

www.heckinghandermann.com

Snique www. snique.biz

Adrian Bleschke www.adrianbleschke.com

Lapaporter www.lapaporter.de

Shoepassion www. shoepassion.de

Bagjack www.backjag.com

Liebeskind Berlin www.liebeskind-berlin.com

Sydney Brown www. sydney-brown.com

Celia Czerlinski www.celiaczerlinski.com

Milk Berlin www.milkberlin.com

Trippen www.trippen.com

Gretchen www.mygretchen.com

Michael Sans www.michaelsansberlin.com

Zeha Berlin www. zeha-berlin.de

„Während des Studiums an der Weißensee Kunsthochschule habe ich meist die Mode im Ausland beobachtet. Paris, London, Antwerpen. Heute, drei Jahre später, finde ich die Berliner Modeszene anspruchsvoll und auch inspirierend. Mit jeder Saison wächst sie und wird selbständiger.“

Tausche www.tausche.de

schmidttakahashi

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SHOW & ORDER

Berlin Fashion Week

Vorhang auf!

Ganz am Anfang stand die Modemesse Bread & Butter, die 2003 ihren Standpunkt von Köln nach Berlin verlagerte. Inzwischen ist die zweimal jährlich stattfindende Messe eine kreative Marketing- und Kommunikationsplattform für rund 600 ausgewählte Aussteller: Denim und Streetwear, aber auch deutsche Traditionsmarken wie Ludwig Reiter, präsentieren Einkäufern und Presse ihre neuesten Kollektionen jeweils im Rahmen eines vom Veranstalter vorgegebenen Themas im stillgelegten Flughafen Tempelhof. www.breadandbutter.com

THE GALLERY

The Gallery präsentiert deutsche und internationale Marken aus dem Contemporary Fashion und Accessories-Segment in den Räumlichkeiten des ehemaligen Café Moskau auf der Karl-Marx-Allee, unweit des Alexanderplatzes. www.the-gallery-berlin.com

PANORAMA Ganz im Sinne dieser sich stetig im Wandel befindlichen Stadt füllen immer neue Events die noch vorhandenen Nischen. Im Januar 2013 lockt die Messe Panorama zum ersten Mal rund 30.000 Besucher an. Rund 350 Marken im umsatzstarken, mittelpreisigen Segment zeigen sich im neuen ExpoCenter Airport. www.panorama-berlin.com

CAPSULE

Die US-amerikanische Messe Capsule, die sich in ihrer Heimatstadt New York, in Las Vegas und Paris großer Beliebtheit erfreut, hat Berlin als weitere Location erkoren. Der Fokus liegt auf aufstrebenden Designern aus dem Casual- Streetwear und Avantgarde-Bereich, die an wechselnden Locations im Stadtzentrum präsentiert werden, zuletzt im Postbahnhof am Ostbahnhof. www.capsuleshow.com

GREEN SHOWROOM PREMIUM

Ebenfalls im Jahr 2003 gründeten Norbert und Anita Tillmann die Messe Premium. In den Hallen eines ehemaligen Postgüterbahnhofs in Kreuzberg hat sich die B2B-Veranstaltung als internationale Fachmesse für exklusive Damen- (und inzwischen auch Herren-) Kollektionen, progressive Sportswear, Designer Denim, Schuhe und vielversprechende Newcomer etabliert. In einem angrenzenden Areal hat sich die Seek auf Contemporary Fashion, Newcomer und Avantgarde spezialisiert. www.premiumexhibitions.com

MERCEDES-BENZ FASHION WEEK BERLIN

Im Jahr 2007 begann mit der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin eine neue Ära für Berlin als Modestadt. Mit eigens errichteten Zelten am Platz des 17. Juni, direkt am Brandenburger Tor, zieht dieses Event inzwischen zweimal jährlich Prominenz, Medien- und Fachbesucher gleichermaßen an. Die Veranstaltung hat einigen Berliner Designern den Einstieg in die Modewelt ermöglicht und bietet etablierten deutschen Marken ein professionelles Umfeld zur Präsentation. Gleichzeitig zieht sie internationale Marken an, um sich in Berlin in Szene setzen. www.mbfashionweek.com

Mit gleich drei starken Veranstaltungen im Bereich „Green Fashion“ hat sich Berlin als eine der führenden Städte im Bereich „Sustainable Fashion“ aufgestellt. Der Green Showroom befreit diesen Mode-Zweig vom biederen Öko-Image und zeigt in einer eigenen Salon-Show im vornehmen Hotel Adlon, dass nachhaltige Kleidung auch chic sein kann. Neben deutschen Labels aus dem High Fashion Bereich sieht man hier auch Marken aus dem Alpenraum und ihre internationalen Cousins. www.green-showroom.net

ETHICAL FASHION SHOW Die Ethical Fashion Show, eine Veranstaltung der Messe Frankfurt, zeigt das große Potential dieses aufstrebenden Zweigs der Modeindustrie und die vielfältigen und kreativen Möglichkeiten, die Modedesignern und -produzenten offenstehen, um ökologisch und sozial Verantwortung zu zeigen. www.ethicalfashionshowberlin.com

WHITE LABEL

BREAD & BUTTER

Mit einer einzigen Modemesse fing Berlins Aufstieg zur (wiederentdeckten) Modemetropole vor gut einem Jahrzehnt an. Spätestens mit Beginn der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin ist es gelungen, den Ruf der Stadt als Fashion City mit internationalem Mitspracherecht zu zementieren. Messe Locations wie der stillgelegte Flughafen Tempelhof oder ein Hintergrund wie das Brandenburger Tor verleihen den Events das unvergleichliche Flair der Stadt. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Berlin unterstützt diese Entwicklung seit 2003 durch neue Förderinstrumente, Anschubfinanzierungen für neue Formate und Modewettbewerbe. Seit 2007 entwickelt und koordiniert Berlin Partner die Marketingmaßnahmen zur Berlin Fashion Week und bewirbt die Dachmarke national und international. Als zentrales Informationstool dient das offizielle InternetPortal www.fashion-week-berlin.com mit einer Übersicht zu allen Aktivitäten und Akteuren.

Die Show & Order, eine Plattform für anspruchsvolle internationale Marken, lockt die Besucher der Messen und der Berlin Fashion Week seit 2010 in das raue, aber stillvolle Ambiente eines ehemaligen Elektrizitäts-Kraftwerks an der Köpenicker Straße in Kreuzberg. Zum Line-up gehören hier große Namen aber auch qualitätsbewusste, trendorientierte junge Designer aus dem deutschen Raum. www.showandorder.de

„Made in China“ ist das Motto der White Label, Berlins erste Bekleidungs-Zuliefermesse. Als Sourcing Plattform bietet sie Unternehmen, Einzelhändlern und Einkäufern die Möglichkeit, chinesische Zulieferer für Womenswear, Menswear, Childrenswear und Accessories direkt kennenzulernen und Warenlieferungen zu planen und zu ordern. Beobachter haben die Ankunft dieser Messe, die auch bald für Hersteller aus aller Welt geöffnet werden soll, als handfestes Zeichen betrachtet, dass es in Berlin nicht mehr nur hauptsächlich um das Zeigen von Mode, sondern auch ums Verkaufen geht. www.whitelabelfair.de

MODE FÜR ALLE Fast alle Messe-Events öffnen während eines Besuchertages die Pforten für die Öffentlichkeit. Dadurch ist die Modewoche in Berlin nicht nur ein Termin für Fashion Pros, sondern ein Event, der fest im Kalender der Stadt verankert ist. Bestes Beispiel dafür: Wedding Dress, ein Event, der einmal jährlich zur Sommersaison stattfindet und die Brunnenstraße in Wedding in eine Mischung aus Markt und Festival verwandelt. Gleichzeitig präsentieren sich die Vintage-Boutiquen der Stadt im Kreuzberger Umspannwerk zur dreitägigen Verkaufsveranstaltung Toast & Jam. Bei den Showroom Days Berlin zeigen über 150 junge und etablierte, nationale und internationale Designer und Künstler an rund 50 Orten ihre Modekollektionen, Retrospektiven, Fotoausstellungen und andere genreübergreifende Projekte.

www.toastandjam.de www.showfloorberlin.de www.weddingdress-berlin.de www.showroomdays.com www.lavera-showfloor.de

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Start-up Metropole Berlin

Fashion meets Internet Berlin fungiert als Keimzelle für kreative Ideen und Standort für junge Gründer, die hier die idealen Rahmenbedingungen für schnell wachsende Unternehmen finden. Damit avanciert Berlin zur Start-up Hauptstadt Europas.

Gründerin Corinna Powalla & Geschäftsführer Andreas Fischer

Berliner Start-ups finden ihre Inspiration in den alltäglichsten Beobachtungen. Für Modomoto-Gründerin Corinna Powalla war es der shoppingfaule Freund. Deshalb vereint das von ihr in 2011 gegründete Unternehmen getreu nach dem Motto „Einkaufen ohne Shopping“ die Möglichkeiten des Internets mit den Kompetenzen eines Stylisten. Das Resultat: in selbst gewählten Abständen erhält der männliche Einkaufsmuffel ein Paket mit auf ihn persönlich abgestimmten Kleidungsstücken. Mit über 10.000 glücklichen Kunden nach nur einem Jahr scheint der Beweis erbracht: Modomoto trifft den Nerv der Zeit. www.modomoto.de

Obwohl Berlins Nachwuchs- und Nischendesigner nicht selten die Schlagzeilen internationaler Fashionblogs und Modemagazine für sich beanspruchen, verwandelt sich viel Aufmerksamkeit nicht immer gleich in klingende Münze. Das wissen sowohl die einheimischen Modedesigner als auch ihre Fans. Im Jahre 2006 kombinierten Jan Eißmann und Florian Köhler das Sinnvolle mit dem Naheliegenden und eröffneten Styleserver, eine Online-Boutique für Berliner Labels. Inzwischen ist daraus ein florierendes kleines Unternehmen geworden. Das Duo betreibt auch einen „echten“ Laden im Prenzlauer Berg. www.styleserver.de

Die Do-it-Yourself Plattform DaWanda ist eine Erfolgsgeschichte, die nicht zuletzt vielen ambitionierten Berliner Laiendesignern als Testlabor für ihre Entwürfe gedient hat. Im Jahr 2006 gegründet, ist Dawanda inzwischen zu einem Unternehmen mit 150 Mitarbeitern herangewachsen und ist in mehreren europäischen Ländern verfügbar. Jede Minute wird ein Kleidungsstück, alle 30 Sekunden ein Accessoire verkauft. www.de.dawanda.com

Mit Front Row Society hat Florian Ellsässer  eine basisdemokratische ModePlattform initiiert. Designer und Kreative können ihre Entwürfe, etwa für Schals oder Taschen, auf der Webseite hochladen, dann wählt die Community – also der Endkonsument – seine Favoriten. Die Nachfrage bestimmt das Angebot, junge Talente werden gefördert und ein Teil des Erlöses wird gespendet. www.frontrowsociety.com

Im Januar 2011 ging Nelou online. Ziel war es, professionellen Designern eine Verkaufsplattform zu bieten, die sich deutlich von den gängigen DIY Websites abhebt. Deshalb wird nur aufgenommen, wer tatsächlich ein professionelles Label betreibt. Inzwischen verkaufen über 600 Mode- und Accessoire-Designer aus 30 Ländern ihre Arbeit durch die Website. www.nelou.com

Mit weniger als zehn Mitarbeitern begann 2007 die Geschichte des Shopping-Clubs brands4friends – klein und exklusiv war auch das Konzept: über eine Empfehlung durch Freunde kann man Mitglied im kostenlosen ShoppingClub werden. Heute ist brands4friends der reichweitenstärkste Shopping-Club Deutschlands, zählt rund fünf Millionen registrierte Mitglieder und beschäftigt über 200 Angestellte aus 15 Ländern. www.brands4friends.de

Mit dem Verkauf von Schuhen über das Internet wurde im Jahr 2008 in einem Kellerlager der Grundstein des Internetversandhandels Zalando gelegt. Inzwischen ist Zalando einer der größten Online-Shops für Mode, Schuhe und Accessoires in Europa. Marken aus Berlin – wie Liebig, Liebeskind oder Michalsky – sind fester Bestandteil des Sortiments. Im Frühjahr 2012 lancierte das Unternehmen mit „Zalando Collection“ auch eine eigene Trendlinie für Mode, Schuhe und Accessoires. Dabei kooperiert Zalando mit lokalen Designern, wie Kaviar Gauche oder Penkov, und bringt damit die hiesigen Labels einem ganz neuen Konsumentenkreis nahe. www.zalando.de

Zalando-Outlet

Zulieferer und Service

Die neue Berliner Modeindustrie Wo Kreativität boomt, da wächst auch die Industrie. Immer mehr Firmen spezialisieren sich auf die Bedürfnisse der lokalen Modemacher, immer mehr Designer lassen ihre Entwürfe direkt in der Hauptstadt produzieren. Die Vorteile: direkte Absprache mit den Betrieben, Kontrolle der Waren vor Ort, Wegfall von Liefer- und Zollgebühren.

Was eine Full-Service Agentur für die Medienbranche ist, ist Common Works für die Modemacher: von der Entwicklung eines Prototyps, Zielgruppenanalyse, Materialberatung, Schnitt- und Verarbeitungsoptimierung, Erarbeitung von Modellpässen und Fertigungsplänen, Gradierung bis zur Kleinserienproduktion – hier finden Modemacher Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Kollektion. www.common-works.org

Eine klassische Zwischenmeisterei ist die Firma 110%ig. In einem Hinterhof-Industrieloft werden Einzelanfertigungen, Prototypen, Musterkollektionen sowie kleine bis mittlere Produktionschargen aus den Bereichen Herren-, Damen- und Kinderbekleidung sowie Accessoires, wie Mützen, hergestellt. www.110prozentig.de

Auch die Do-it-Yourself Nische im Bereich Design wächst. Durch Online-Verkaufsplattformen professionalisieren sich immer mehr Ein-Personen-Betriebe. Die Folge ist ein wachsender Bedarf an Produktionsfirmen, die auch Kleinstmengen herstellen. Katja Locke’s Berliner Firma Stoff'n tut genau das. www.stoffn.de

Bei Knopf Paul trifft Tradition auf Moderne. Das im Jahr 1979 eröffnete Geschäft ist eine echte Institution. Den Knopf- und Schnallenbezugsservice nutzen auch die jungen Designer gerne, ebenso wie den professionellen Knopflochservice. www.paulknopf.de Wald Feinmechanik ist ein Berliner Familienunternehmen, das sich auf den Vertrieb von Qualitätsprodukten für Lege- und Zuschneidetechnologie, Nähmaschinen und Dampfbügeltechnik spezialisiert hat. Die Firma berät kleine und große Unternehmen in den Bereichen der Textil-, Leder-, Kunststoff- und Pelzverarbeitung. www.feinmechanik-service.com

Ausgerüstet mit diversen Spezial-Maschinen der Bekleidungsindustrie, ist die Map Modeagentur seit über zehn Jahren ein professioneller Produktionspartner und bietet unterschiedliche Fertigungstypen. Auch die Verdopplung von Musterkollektionen ist möglich – ein Service, den kleine Modeunternehmen gerne nutzen, um Presseagenturen im Ausland eine Kollektion zur Verfügung zu stellen. www.map-modeagentur.de

Zur Erstellung von Erst- und Produktionsschnitten wenden sich viele Modemacher an das in Neukölln ansässige Unternehmen Schnitt.Dienst. Vor allem für Start-upLabels ist die Firma oft erste Anlaufstelle – das Unternehmen setzt auf das Potential für eine längerfristige Zusammenarbeit. www.schnittdienst.de

Kernkompetenz der Traditionsfirma Kontex ist die Fertigung von Mustern, Musterkollektionen, sowie Klein- und Großserien mit und ohne Zuschnitt. www.kontex-berlin.de

Angela Spieth & Michael Oehler Gründer & Designer Trippen „Für uns bedeutet die Produktion im Berliner Umland, sehr detailliert auf individuelle Kundenwünsche eingehen und auch kleine Stückzahlen zu bezahlbaren Preisen anbieten zu können. Diese Flexibilität unterscheidet uns massiv von anderen Schuhherstellern und ist einer der Gründe für unseren langjährigen Erfolg.“

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Mode und Kommunikation

Print, Blogs etc.

Gemeinsam wachsen

Mode medial

In keiner anderen deutschen Stadt nimmt die Anzahl an neugegründeten Modelabels so schnell zu wie in Berlin. Dementsprechend wächst auch die Dienstleistungsbranche: seit dem Jahr 2000 haben sich diverse auf die Modewelt zugeschnittene Public Relations- und Marketing-Agenturen in Berlin angesiedelt.

Wo kreative Modeleute und talentierte Medienmacher aufeinandertreffen, entstehen überraschende, ungewöhnliche und mitunter sehr erfolgreiche Publikationen. Genau das ist in Berlin passiert. Eine Vielzahl an unabhängigen Modemagazinen und Blogs inszeniert, kritisiert und feiert die Erzeugnisse lokaler Modelabels und hat den Finger am Puls der internationalen Fashion-Szene.

Ähnlich sieht es auch Kati Grotemeyer, Inhaberin der jungen Agentur Seasons, die seit 2009 aktiv ist. „Eine Agentur zu buchen, die in Berlin ihren Sitz hat, bedeutet für viele Marken, 'am Puls der Zeit' zu sein, beweglich und mittendrin,“ berichtet Grotemeyer.

v.l.n.r: Sandra Birk, Constanze Zaddach, Josephine Schöttler, Anne Burggraf | Salon PR

Chris Häberlein, Geschäftsführerin der PRAgentur Häberlein & Mauerer, war eine der Ersten, die Berlins Potential in Sachen Mode für sich entdeckte: im Jahr 2000 eröffnete sie neben dem Büro in München einen Ableger im Herzen Berlins, direkt am Hackeschen Markt in Mitte. Obwohl München weiterhin der Hauptsitz der Agentur bleibt, werden von den 22 Modemarken im Portfolio inzwischen zehn von Berlin aus betreut. „Generell ist es wichtig, als Marke in Berlin präsent und sichtbar zu sein,“ erläutert Häberlein die Entscheidung ihrer Kunden für Berlin.

Sandra Birk, CEO der Agentur Salon PR betreut zwölf Kunden aus dem Mode- und Lifestyle-Bereich, fünf davon aus Berlin, denn „Mode aus Berlin hat einen ganz eigenen Stil und liefert aktuellen Zeitgeist mit immer wieder neuen, funkensprühenden Ideen. Damit assoziiere ich Mut, Avantgarde, Nachhaltigkeit, Individualität, Vielfalt und Wagnis.“ Silk Relations wurde 2005 – im gleichen Jahr wie Salon PR – gegründet. Die Agentur hat internationale Kunden im Portfolio, wie Nike oder Beck's – aber auch Berliner Labels, wie Malaika Raiss, Augustin Teboul oder Kilian Kerner, der inzwischen zu einem festen Baustein der Berliner Modelandschaft geworden ist. Aber es geht auch ohne die großen, internationalen Marken: Arne Eberle geht sei-

Agency V Eine der am schnellsten wachsenden Nachwuchsagenturen, gegründet in 2006 und geführt von Rike Döpp und Julia Menthel. Neben dem Hauptsitz in Berlin gibt es auch Dependancen in New York und Kopenhagen. www.agencyv.com

nen eigenen Weg. Mit seiner im Jahr 2009 gegründeten Agentur hat er sich gänzlich auf Mode aus Berlin spezialisiert. Acht seiner neun Labels arbeiten in Berlin, denn „die Stadt entwickelt sich prächtig, und insgesamt steigt in Deutschland die Aufmerksamkeit für deutsches Design, was sehr erfreulich ist.“

Silk Relations - German Press Day

www.haebmau.de www.seasonsberlin.de www.salon-pr.de www.silk-relations.com www.arneeberle.de

Linkliste Absolution PR www.absolutionpr.de Berlinpieces www.berlinpieces.com Blackbird/Berlin www.blackbirdberlin.com

Bureau N www.bureau-n.de

BOLD Communication & Marketing Hinter dieser Agentur stehen einige Jahrzehnte geballte Erfahrung in der Kultur- und Businesskommunikation, sowie ein kunterbuntes und eng gestricktes Netzwerk der Berliner Kunst- und Kulturszene. www.boldberlin.com

CLY Communication www.creativelaboratory.de Claudia Wünsch Communication

www.claudia-wuensch.com

Deluxe Distribution www.deluxe-distribution.de Donkey Public Relations www.donkey.de Fake PR www.fakepr.de

Unter den Modeblogs in Deutschland ist Les Mads die größte Erfolgsstory. Die beiden Gründerinnen hatten, als sie 2007 das erste Mal ihre Eindrücke über Mode online stellten, weder journalistische Erfahrung noch eine Ausbildung in Mode. Schon nach wenigen Monaten gingen die Besucherzahlen des Blogs stetig nach oben. Dies nahm auch der Hubert Burda Verlag, eines der größten Medienunternehmen Deutschlands, wahr und übernahm schließlich die Plattform. Heute ist Les Mads zu einem Bloggernetzwerk mit eigenem Shop herangewachsen. www.lesmads.de Zeitgleich mit der ersten Mercedes-Benz Fashion Week Berlin startete auch Berlin Fashion Daily TV, ein Online TV-Sender, der sich seitdem mit großer Zuverlässigkeit täglich Neuigkeiten aus dem Themenbe-

Wenn es ums Bloggen geht, hatte Mary Scherpe mit Stilinberlin schon immer die Nase vorn. Als sie 2006 mit ihrem Street Style Blog anfing, war sie die Einzige, die sich in Berlin mit großer Überzeugung diesem Thema widmete. Inzwischen hat die Vollzeigbloggerin allein auf Facebook fast 35.000 „Follower“. Aus dem Blog heraus entstehen immer wieder neue Kooperationen, wie etwa ein temporärer Shop oder ein eigens designter Lippenstift vom Berliner Kosmetiklabel Uslu Airlines. www.stilinberlin.de

Linkliste BLOGS Berlin Fashion Daily TV

reich Mode befasst. Inzwischen ist daraus ein internationales Netzwerk geworden. www.fashiondaily.tv Mit Les Mads hat Jessica Weiss schon einmal ihr Talent für Online-Journalismus unter Beweis gestellt. Nachdem sie den Blog verlassen hatte, um beim „Interview“ Magazin mitzuwirken, hat sich die Bloggerin inzwischen wieder auf ihr liebstes Terrain begeben: Ende 2012 gründetete sie „Journelles – Your daily dose of Fashion & Beauty“. www.journelles.de

Achtung – Zeitschrift für Mode Seit seiner Gründung 2003 widmet sich das in Berlin Mitte ansässige Magazin Achtung – Zeitschrift für Mode viermal jährlich den zeitgenössischen Entwicklungen der Modeszene im deutschsprachigen Raum und reflektiert Trends aus aller Welt in aufwändig produzierten Fotostrecken und Reportagen. www.achtung-mode.com

wwww.modabot.de www.dandydiary.de www.iheartberlin.de www.berlindesignblog.de www.glamcanyon.com www.lesberlinettes.com www.berlinstreetstyle.de www.berlinpieces.com www.mode-blog.eu www.berlin-fashion-fou.com www.fashion-insider.de www.trespluscool.com www.stylespion.de www.creativeface.net www.artschoolvets.com

Linkliste PRINT www.oe-magazine.de www.mono-kultur.com www.zoomagazine.de www.tip-berlin.de www.032c.com

zitty Modebuch Berlin Alljährlich macht sich das Stadtmagazin zitty an eine Bestandsaufnahme der lokalen Modeszene und fasst die Ergebnisse in einem aufwändig gestalteten Band auf deutsch und englisch zusammen. Perfekt für Einsteiger und Neuankömmlinge. www.zitty.de

KMB Agentur für Markenkommunkiation www.k-mb.de

Müller PR & Consulting Seine Erfahrungen in Fashion Public Relations sammelte Florian Müller in Paris. Die Professionalität, mit der PR-Leute in der französischen Modemetropole auftreten, brachte der Diplomkaufmann mit nach Berlin und machte sich 2010 selbstständig. Seine Mission: einige handverlesene Berliner Labels international bekannter zu machen. www.muellerpr.de

Prag PR www.prag-pr.org Press Factory www.press-factory.de Schrenk + Schrenk Kommunikation

www.schrenk-schrenk.de Schröder & Schömbs PR

www.schroederschoembs.com

Interview Seit 2011 gibt es das sagenumwobene, 1969 von Andy Warhol gegründete Magazin Interview auch in Deutschland, mit Redaktionssitz in Berlin. Konzipiert im Sinne von Warhols Mission, als „Crystal Ball of Pop Culture“ neue Strömungen in Kunst und Kultur aufzugreifen, beleuchtet die Publikation immer wieder Modetalente aus der Hauptstadt. www.blog.interview.de

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Modeschulen

Wettbewerbe

Karriere, maßgeschneidert

Der große Preis

In Berlin führen viele Wege zu einem erfolgversprechenden Beruf in der Modewelt. Zahlreiche Studiengänge bringen nicht nur Modedesigner hervor, sondern auch ausgebildete Modenäher, Bekleidungstechniker, Assistenten für Mode und Design, Modejournalisten und Marketingexperten. Während die Geschichte einiger Institutionen bis ins vorletzte Jahrhundert zurückreicht, sind die in den letzten Jahrzehnten gegründeten Einrichtungen der Beweis dafür, dass die Stadt immer reizvoller für eine Vielzahl deutscher und internationaler Studenten wird.

Mit zahlreichen staatlichen und privaten Wettbewerben ist Berlin das deutsche Zentrum der Mode-Nachwuchsförderung.

Vielfältige Möglichkeiten der Ausbildung im Bereich Mode bietet das Oberstufenzentrum Bekleidung und Mode (OSZ) mit seinen zwei Ausbildungsstätten. Schwerpunkt ist die industrielle Bekleidungsfertigung, vom Entwurf über die technische Umsetzung und der Produktion bis zum Absatz. www.osz-bekleidung-mode.de Gegründet 1997 bietet die BEST-SabelBerufsfachschule für Design unter anderem eine dreijährige Ausbildung zum Modedesigner an. Aufgenommen werden etwa 20 Schüler pro Jahr, viele kommen aus dem Ausland. www.best-sabel.de

Das Berufsausbildungszentrum LetteVerein, gegründet 1866, ist eine der traditionsreichsten Ausbildungsstätten der Stadt. Neben der Spezialisierung auf Fotografie und Grafik wird auch Modedesign unterrichtet. Auf dem Stundenplan der dreijährigen Ausbildung stehen Kollektionsgestaltung, Schnittkonstruktion, Fertigungstechnik und textile Fachkunde. www.lette-verein.de Esmod ist ein internationales Netzwerk mit 21 Schulen in 14 Ländern. Die Berliner Institution bildet in einem dreijährigen Studium zum Stylist (ModedesignerIn) und Modelist (ModellmacherIn) mit dem Abschluss Bachelor of Arts aus. Seit Herbst 2011 wird der Studiengang zusätzlich auf Englisch angeboten; die Hälfte der Bewerber kommt nun aus dem Ausland. Außerdem hat die Esmod als Erste auf einen immer stärker werdenden Trend reagiert: zum Angebot gehört inzwischen das internationale Masterprogramm "Sustainability in Fashion". www.esmod.de Die staatlich anerkannte private Hochschule Akademie Mode und Design (AMD), gegründet vor 20 Jahren in Hamburg, hat vier Standorte in Deutschland. Seit 2005 können Studenten an der Berliner AMD nicht nur die kreative Seite des Berufs erlernen, sondern sich auch auf Mode-Journalismus und Medien-Kommunikation spezialisieren. www.amdnet.de Die Anfänge der Modeausbildung an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) liegen im 19. Jahrhundert. Heute widmen sich pro Semester rund 40 neue Studenten den Fachrichtungen Modedesign und Bekleidungstechnik. www.htw-berlin.de

MD.H Abschlusskollektion Ha Phan Bich

Kollektion Sissi Goetze

1. Platz – Blaenk

HTW Werkschau

Die EBC Hochschule ist seit 2007 direkt am Alexanderplatz zu finden. Im Oktober 2012 startete der Studiengang Fashion, Luxury & Retail Management. www.ebc-hochschule.de Auch die private Mediadesign Hochschule für Design (MD.H), die neben dem Hauptquartier in Berlin-Kreuzberg Standorte in München und Düsseldorf unterhält, hat ein Studienangebot im Bereich Mode. Zum einen werden Modedesigner ausgebildet, zum anderen finden hier auch die, die sich auf das Management in der Modebranche spezialisieren möchten, den passenden Studiengang. www.mediadesign.de Die 1946 gegründete Weißensee Kunsthochschule im Berliner Osten bietet neben dem prestigeträchtigen Modedesign-Studium auch den Studiengang Textil- und Flächendesign an; das ModeDuo Bless hat hierfür zurzeit eine Gastprofessur inne. Ein Drittel der rund 780 Studenten kommt aus dem Ausland. www.kh-berlin.de Nicht zuletzt durch namhafte Gastprofessoren, wie Vivienne Westwood, Stephan Schneider oder aktuell dem dänischen Modemacher Peter Jensen, ist die Universität der Künste (UdK Berlin) eine der bekanntesten Kunsthochschulen des Landes. www.udk-berlin.de

Bei dem im Rahmen der Landesinitiative „Projekt Zukunft“ veranstalteten Wettbewerb Start your Fashion Business der Wirtschaftsverwaltung Berlin werden jedes Jahr drei Nachwuchsmodelabels aus Berlin ausgezeichnet. Die Finalisten zeigen ihre Kollektionen bei einer Modenschau im Rahmen der Berlin Fashion Week – im Anschluss werden die Sieger von einer Jury aus Medien und Fashion Professionals gekürt. Im Jahr 2012 sicherten sich die Designerinnen des Labels Blaenk den mit 25.000 Euro dotierten ersten Platz. Insgesamt wird ein Preisgeld im Wert von über 100.000 Euro ausgelobt, ergänzt durch zusätzliche Leistungen wie Pressebetreuung, Workshops oder Messeauftritte. www.berlin.de/projektzukunft/wettbewerbe/syfb-2013

Seit 2008 verleiht der in Berlin ansässige Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e. V. den Textil+Mode Innovationspreis in drei Kategorien und zeichnet damit Modedesigner, Textildesigner und innovatives Flächendesign aus. Einen Sonderpreis für nachhaltiges Design gibt es ebenfalls. Platz 1, mit einem Preisgeld von 10.000 Euro und diversen Sachleistungen dotiert, ging im Jahr 2012 an die Berliner Designerin Hoai Huong Vo Ngoc mit ihrem Label Concis. www.textil-mode.de

Hoai Huong Vo Ngoc

Seit 2009 gibt es mit dem Wettbewerb Designer for Tomorrow by Peek & Cloppenburg Düsseldorf eine Plattform für neue Talente. Dank der Schirmherrschaft des US-Modemachers Marc Jacobs in den Jahren 2011 und 2012, einer hochkarätigen Jury und der Präsentation der Finalisten im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin, gehört der Wettbewerb zu den aufmerksamkeitsträchtigsten in Deutschland. www.designer-for-tomorrow.com DfT Show Juli 2012

Gewinner Herbst/Winter 2013/14

Die Messe „Premium“ lobt alljährlich zwei Wettbewerbe aus. Der erste ist der Premium Young Designers Award, mit dem zum Auftakt der Berlin Fashion Week Mode- und Accessoires-Designer ausgezeichnet werden. Im Anschluss winkt den Gewinnern eine Stand-Platzierung auf der Messe, sowie die Aufnahme der Kollektion ins Sortiment des Premium Concept Stores, dem F95 Store. Die zweite Auszeichnung ist der Premium Window Dresser Award, dessen Sieger im Jahr 2012 die Schaufenster der Galeries Lafayette in Berlin dekorierten und dabei die Kollektionen des Premium Young Designers Award in Szene setzen. www.premiumexhibitions.com/talents/yda

Silke Geib & Nadine Möllenkamp Preisträgerinnen „Start your Fashion Business“ 2012, Blaenk “Neben dem Preisgeld werden die Designer durch ein umfassendes Leistungspaket betreut, das sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Durch die Auszeichnung ist das öffentliche Interesse an unserem Modelabel enorm gestiegen und unser Bekanntheitsgrad hat sich vergrößert. Wir konnten dadurch sehr gute Kontakte in der Branche knüpfen, die wir in der Zukunft gut nutzen können.”

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Projekt wird von der Berliner Kulturverwaltung und der Wirtschaftverwaltung (Projekt Zukunft) getragen. Die Redaktion beantwortet Fragen und verweist an entsprechende Institutionen weiter – ein hilfreicher Service für Personen und Unternehmen, die eine Umsiedlung nach Berlin planen. www.creative-city-berlin.de

Netzwerke und Kollektive

Zusammen stark Zahlreiche Netzwerke und Plattformen bieten Designern die Möglichkeit, von gemeinsamen Messeständen, Weiterbildungsveranstaltungen, Verkaufsportalen und nicht zuletzt von informeller Unterstützung und Inspiration zu profitieren. Schon seit 1997 hat sich das Land Berlin die Förderung des Bereichs IKT, Medien und Kreativwirtschaft zum erklärten Ziel gemacht. Die dafür ins Leben gerufene Landesinitiative Projekt Zukunft vernetzt Kreative mit Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Dies geschieht durch Infrastrukturprojekte, Public-Private-Partnerships, Veranstaltungen, Informationskampagnen und Publikationen. Unter dem Dach der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, ist Projekt Zukunft das größte Kommunikationsund Fördernetzwerk in der Hauptstadt. www.projektzukunft.berlin.de

Das älteste Netzwerk im Bereich Design in Berlin ist das Internationale Design Zentrum Berlin (IDZ) im ehemaligen Flughafen Tempelhof. Die Förderung von Design, der Gedankenaustausch mit Wissenschaft, Wirtschaft und Verbrauchern steht im Vordergrund, ebenso wie Vernetzung und Weiterbildung der Mitglieder. www.idz.de

Über 300 Designer aus verschiedenen Bereichen des Designs, darunter auch Gestalter von Mode und textilen Accessoires, wie etwa Taschen, sind mittlerweile auf Berlindesign.net vertreten. Aktionen wie Showroom-Veranstaltungen und Designrundgänge dienen der Zielsetzung, Kreativität zu bündeln und so eine größere Öffentlichkeitswirksamkeit zu erreichen. Ein Online-Shop ergänzt das Konzept. www.berlindesign.net

Der eingetragene Verein Create Berlin versteht sich als offenes Netzwerk für Berliner Designer, Designschaffende und designverbundene Institutionen aus allen Sparten. Die Wahrung und Förderung des Ansehens der Berliner Designbranche ist erklärtes Ziel. Dem designaffinen Bürger dient die Online-Präsenz als Informationsquelle für designrelevante Events. www.create-berlin.de

spezifischen Problematiken, wie Rechts-, Steuer-, Honorar- und Vertragsfragen. www.vdmd.de

Neukölln ist ein Stadtteil mit wachsender Kreativkompetenz, auch im Bereich Mode. Das zugleich ökonomisch und ökologisch ausgelegte Modellprojekt Netzwerk Mode Neukölln Nemona, gefördert von der EU, richtet sich sowohl an junge Modedesigner als auch an Näher und Produktionsfirmen. Ziel ist es, die Vernetzung der beiden Gruppen zu fördern, um längerfristige, lokale Partnerschaften zu erwirken. Einkaufsgemeinschaften für Stoffe, gemeinsame Showrooms oder die Teilnahme an der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin ermöglichen Wachstum und

Öffentlichkeitspräsenz sowie wirtschaftliche Vorteile. www.nemona.de

Info von designern für Designer Das interdisziplinäre Kollektiv Staub ist ein Projekt von Absolventen der UdK Berlin. Der Raum dient der Produktentwicklung und -präsentation, sowie gemeinsamen Veranstaltungen. www.staubtemporary.com

1. Nemona-Fashion-Weekend

Seit 2006 gibt es in Berlin die Fashion Patrons, eine Agentur, die sich dem Coaching von jungen Designern und der Hilfestellung beim Start-up junger Unternehmen widmet. Hier steht der Schritt von der kreativen Idee zur Professionalisierung im Vordergrund. Insbesondere nutzt Fashion Patrons sein Netzwerk mit Partnern wie dem Goethe-Institut, der Esmod Modeschule oder dem Haus der Kulturen der Welt, um dem Designnachwuchs Plattformen zur Präsentation und Vermarktung zu bieten. www.fashionpatrons.com

The Offer ist eine Plattform für Berliner Gestalter aus dem Bereich Mode und stellt Gastdesigner aus europäischen Nachbarländern vor. Zu den Aktivitäten der Initiative gehören gemeinsame Showrooms während der Berlin Fashion Week und Auslandspräsenzen, zum Beispiel bei der Istanbul Fashion Week. www.theofferberlin.com Mit der Idee, gemeinsam einen Shop zu gründen und so vom Direktverkauf an den Endkonsumenten zu profitieren, hat sich das Kollektiv A7 zusammengetan. Die Ladenfläche in der Almstadtstraße 7 entstand 2006. www.a7berlin.de

Produktion MarinaRosso

Info LOCATIONS Ein relativ neuer Dienstleistungszweig sind sogenannte Co-Sewing Ateliers. Ein Beispiel ist das Nähinstitut am Moritzplatz. Hier können Kurse belegt und Nähmaschinen-Arbeitsplätze gemietet werden.

Nicht nur die Designer zieht es nach Berlin, sondern auch ihre Vertreter. Seit 2009 hat der Gesamtverband Textil + Mode in Berlin-Mitte seinen Hauptsitz. Hier, auf der Verbindungsachse zwischen Politik und Kultur, wird das Ziel verfolgt, die Innovationskraft und damit die Spitzenposition deutscher Modeunternehmen zu fördern und zu kommunizieren. Der Verband hat sich außerdem der Textilforschung und der Nachwuchsförderung verschrieben. www.textil-mode.de

www.naehinstitut.de Auch bei Nadelwald, in der Nähe des Rosenthaler Platzes, treffen sich Gleichgesinnte, vom Nähanfänger bis zum internationalen Vollprofi der (noch) kein Equipment in Berlin hat. Tages- und Monatstickets bieten Flexibiliät, Kurse und Workshops vermitteln Inspiration und Know-How. www.nadelwald.me

Bikini Berlin

Direkt an der Spree gelegen, unweit des Alexanderplatzes, bietet die ehemalige Zigarettenfabrik Josetti-Höfe etwa 200 Mietern aus den Bereichen Medien, Design, IT, Kultur und Kommunikation Platz für ihre Ideen. www.josettihoefe.de Auch im Kreuzberger Aquacaree, einem ehemaligen Industriegelände, das sich über mehrere Gebäude erstreckt, tummeln sich hunderte Kreative in großen und kleinen Ateliers.

Berlin Partner unterstützt Investoren bei der Ansiedlung und steht Berliner Unternehmen bei der Expansion, Internationalisierung und Standortsicherung zur Seite. Die angebotenen Services reichen von der Beratung über passende Förder- und Finanzierungslösungen bis zur Unterstützung bei der Rekrutierung und Standortsuche. Das Business Location Center ist hierfür die erste Anlaufstelle. www.berlin-partner.de www.businesslocationscenter.de

www.aqua-carre-berlin.de

Vortrag – Internationales Design Zentrum Berlin

Auf dem Online-Portal Creative City Berlin finden Interessierte Auskunft zum Standort Berlin mit relevanten Informationen für die verschiedenen Kreativsegmente, ebenso die Auflistung von Förderprogrammen und Informationen zur Existenzgründung, Ateliers, Stipendien und vielen weiteren Themen. Das

Auch der Verband deutscher Mode und Textildesigner e.V unterhält eine Zweigstelle in Berlin, um Designern und ihren Leistungen mehr Anerkennung seitens Industrie und Handel, Medien, Politik und Öffentlichkeit zu verschaffen. Mitgliedern, zu denen sowohl freie als auch angestellte Designer (und vor allem auch Nachwuchsdesigner) gehören, verspricht der Verband Hilfestellung und Sicherheit bei allen berufs-

Happy Shop

Mit seiner Eröffnung 2008 läutete das in Kreuzberg gelegene Betahaus eine neue Ära des Co-Working ein. Hier können Kreative lang- oder kurzfristig unterkommen und dabei die Vorzüge eines Büroplatzes mit dem Anschluss an ein buntes Netzwerk kombinieren. www.betahaus.de Nicht nur bei den Ateliers und Büros, sondern auch wenn es um Verkaufsflächen geht, zeigt Berlin eine Tendenz zu kreativen Netwerken. Das Bikinihaus Berlin, ein denkmalgeschütztes ehemaliges Geschäfts- und Bürogebäude in der Nähe des Bahnhofs Zoo, eröffnet in der zweiten Hälfte 2013 als Vorzeigeprojekt für innovative Design- und Retailkonzepte, auch im Modebereich. www.bikiniberlin.de

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Förderung und Unterstützung für Designer

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Rückenwind für Kreativität

Service und Ansprechpartner

Den in Berlin ansässigen Modelabels und Unternehmen steht inzwischen eine große Bandbreite an Förderung und Unterstützungsprogrammen offen. Seit 2002 ist hier die Landesinitiative Projekt Zukunft als Teil der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Berlin besonders aktiv. Sie hat den Aufbau von Modenschau- und Messeplattformen unterstützt, setzt sich für Auslandspräsentationen Berliner Modelabels ein, organisiert Round Tables sowie den jährlich stattfindenden Modewettbewerb „Start your Fashion Business“ und vergibt zweimal jährlich Slots für Modenschauen und Präsentationen im Rahmen der Berlin Fashion Week. In Zusammenarbeit mit der Investitionsbank Berlin sowie weiteren Dienstleistern hat das Land zahlreiche Programme für die Design- und Modebranche entwickelt bzw. geöffnet.

Ihre Ansprechpartner in Berlin

Projekt Zukunft stellt jede Saison mindestens vier Modenschauen-Slots für Berliner Modelabels im Rahmen der Berlin Fashion Week zur Verfügung. www.projektzukunft.berlin.de Der Modewettbewerb Start your Fashion Business ist mit einem Gesamtvolumen von über 100.000 Euro eine der sichtbarsten und prestigeträchtigsten Maßnahmen im Modebereich. www.projektzukunft.de Bei Roundtables zum Thema Mode und Unterthemen wie Green Fashion oder Zwischenmeistereien kommen die Akteure selbst zu Wort und tragen ihre Wünsche und Bedürfnisse vor. Die Themen und Prioritäten der Branche bilden die Grundlage für die Veränderung und Entwicklung neuer Formate für die Modelandschaft. Auf Gemeinschaftspräsentationen im Ausland stellen Berliner Modelabels ihre Kollektionen vor – 2013 beispielsweise zweimal im Rahmen der Paris Fashion Week. www.ibb.de

Berlin Partner GmbH Die Berlin Partner GmbH ist die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Standortmarketing des Landes Berlin. Als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen bietet sie ihnen maßgeschneiderte, individuelle Services an - von der Standortsuche, über Finanzierungs- und Förderungsfragen, Behörden- und Genehmigungsmanagement, die Rekrutierung von Fachkräften bis hin zu Internationalisierungsvorhaben und Messeauftritten. Berlin Partner kommuniziert die Wachstumsfelder und zukunftsträchtigen Branchen und positioniert Berlin als attraktiven Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, kreative Hauptstadt, Kultur- und Sportmetropole und als lebenswerte Stadt. www.berlin-partner.de www.businesslocationscenter.de www.fashion-week-berlin.com Kontakt Nadine Jüdes Projektmanagerin IKT/Medien/Kreativwirtschaft Unternehmensservice II [email protected] Tel +49 30 39980-126 Fax +49 30 39980-239

Die neu aufgelegte Einzelmesseförderung steht künftig auch Modelabels offen. Die Teilnahme eines Labels an einer Modemesse bzw. eine Modenschau kann im B2B-Kontext mit bis zu 15.000 Euro pro Vorhaben bezuschusst werden. Von den Gesamtausgaben müssen 50 % als Eigenmittel erbracht werden. www.ibb.de

Viele weitere Landesprogramme, die über die Investitionsbank Berlin oder die landeseigene Beteiligungsgesellschaft laufen, können für Unternehmen der Modebranche interessant sein.

Für wachsende Unternehmen oder solche, die eine Startup- oder Seed-Finanzierung suchen: Das Programm Berlin Kredit Innovativ stellt Berliner Unternehmen aus Zukunftsfeldern (so auch aus dem Bereich Mode) Darlehen bis zu 500.000 Euro für innovative Vorhaben oder Internationalisierungsaktivitäten zur Verfügung. Der VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Eigenkapitalbasis von kleinen und mittelständischen Wachstumsunternehmen der Berliner Kreativwirtschaft zu stärken. Dies geschieht durch die Bereitstellung von Beteiligungskapital in der Höhe von 300.000 bis zu drei Millionen Euro. Bisher wurden Beteiligungen an rund eine Handvoll modebezogene Unternehmen aus Berlin vergeben. www.ibb-bet.de

Kontakt Tanja Mühlhans Referentin für Creative Industries Film/Medien/Design/Mode Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Berlin [email protected] Tel +49 30 9013-8335 Fax +49 30 9013-7478

Herausgeber Berlin Partner GmbH Ludwig Erhard Haus | Fasanenstraße 85 | 10623 Berlin Tel +49 30 39980-0 | Fax -239 [email protected] | www.berlin-partner.de | www.businesslocationcenter.de

Das Design Transfer Bonus-Programm unterstützt die Zusammenarbeit von Designern und Unternehmen traditioneller Wirtschaftsbereiche bei Produktinnovationen mit bis zu 15.000 Euro pro Vorhaben. www.designtransferbonus.de

Für Startups beispielsweise: – unbürokratische Mikrodarlehen bis 25.000 Euro – die Coachingleistungen des Kreativ Coaching Centers. Diese sind konzipiert, um wachstumsorientierten Startups – auch des Modebereichs – bei Gründung und Wachstum zur Seite zu stehen. www.kcc-berlin.de

Landesinitiative Projekt Zukunft Als Bindeglied zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik arbeitet Projekt Zukunft seit mehr als 10 Jahren an der Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Wachstumsfeld IKT Medien Kreativwirtschaft, zu dem auch der Bereich Mode gehört, und unterstützt damit das Wachstum der in Berlin ansässigen Unternehmen. Projekt Zukunft erarbeitet Strategien für den Standort, baut Plattformen auf, initiiert Netzwerke, organisiert den Austausch mit den Unternehmen, entwickelt neue Förderinstrumente und kofinanziert Infrastrukturprojekte. Dazu gehören im Modebereich die Präsentationsmöglichkeiten für Modelabels im In- und Ausland, Startup- Unterstützung im Rahmen des Wettbewerbs Start your Fashion Business sowie die Weiterentwicklung der Instrumente gemeinsam mit der Branche. www.projektzukunft.berlin.de www.berlinshowroom.com/showroom/ www.creative-city-berlin.de

Im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Berlin 3. Auflage: März 2013 Redaktion Viviane Stappmanns Nina Trippel Alphabet Press Berlin Gestaltung connex werbeagentur Druck Mundschenk Druck + Medien

Bildnachweise

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