Feste in Deutschland und in Brasilien - Besonderheiten und - Abrapa

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Feste in Deutschland und in Brasilien - Besonderheiten und Gemeinsamkeiten Dr. Mergenfel A. Vaz Ferreira Zusammenfassung: Das Ziel dieses Beitrags ist...

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Feste in Deutschland und in Brasilien - Besonderheiten und Gemeinsamkeiten Dr. Mergenfel A. Vaz Ferreira Zusammenfassung: Das Ziel dieses Beitrags ist es, ein Unterrichtsprojekt vorzustellen. Dieses Projekt hatte zum Gegenstand, das Thema „Feste“ in einem interkulturellen Ansatz zu bearbeiten. Da „Feste“ sozialgeschichtliche Phänomene darstellen, wurden verschiedene Ebenen der deutschen und brasilianischen Gesellschaft berücksichtigt. Insofern kann behauptet werden, dass der vollkommene kulturelle Kontext, in dem ein Fest eingebettet ist – was nachstehende Komponenten wie Landschaft, Klima, Vegetation, geschichtlicher Zeitpunkt, Gesellschaft, hierbei umfasst - eine große Rolle für die Feierlichkeiten spielt. In diesem Sinne geht es um ein fächerübergreifendes Projekt, wobei unterschiedliche Techniken und Methoden beansprucht werden konnten. Stichwörter: Unterrichtsprojekt, Feste, interkultureller Ansatz, Kontext

1. Begründung zur Auswahl des Themas Das Unterrichtsprojekt wurde im Rahmen einer Weiterbildung konzipiert, an der ich im Jahr 2008 in Deutschland teilnahm. Von Anfang an wusste ich, dass ich mich in ein Thema mit interkulturellem Schwerpunkt einbringen wollte. Diesem Verlangen nachgehend entschied ich mich für die Rubrik „Feste“, hauptsächlich weil es sich um ein sehr umfassendes, fächerübergreifendes Thema handelt und weil Feste eine wichtige Funktion in allen Gesellschaften besitzen, die bedauerlicherweise nicht selten verkannt bleibt. Mit den Worten von Jan Assmann (1992): Die „fundamentale Bedeutung von Fest und Brauch als ‚Kulturträger’ im wörtlichen Sinne wird häufig unterschätzt.“ Tatsächlich gehört das Feiern zum Alltag einer jeden Gesellschaft dazu, was ebenfalls die gesamte Umgebung, auf allen Ebenen, einschließt: Klima, Natur, Geschichte, Menschen usw. Das Thema Feste in Deutschland und in Brasilien: Gemeinsamkeiten und Besonderheiten wurde auch aus dem Grunde ausgewählt, weil es auf Kinder sehr motivierend wirken und dies ihr Interesse für „fremde“ Kulturen wecken kann.

1.2 Feste als „Kulturträger“ Nach Jan Assmann sind Feste und Bräuche „primäre Organisationsformen des kulturellen Gedächtnisses“ (1992). Davon kann die Rede sein, da jedes Fest etwas hervorruft und gleichzeitig fortführt, das sehr wichtig für die Geschichte und das

Gedächtnis einer Gesellschaft ist. Die Feste wirken also sowohl gemeinschaftsstiftend als auch gemeinschaftserhaltend und heben sich vom gewöhnlichen Alltag ab. Sie sind sozialgeschichtliche Phänomene, d.h. der vollkommene kulturelle Kontext, in dem sich ein Fest befindet, was erneut Landschaft, Klima, Vegetation, geschichtlicher Zeitpunkt, Gesellschaft einschließt; dies alles spielt in Bezug auf die Feierlichkeiten eine große Rolle. Indem man etwas über Feste in unterschiedlichen Kontexten erfährt, lernt man dabei natürlich auch viel über die feiernde Gemeinschaft und all diese oben genannten Verschiedenheiten kennen. Für die Schüler ist es auch interessant zu merken, dass Feste ein soziokulturelles Phänomen sind, welche die verschiedenen Ebenen einer Gesellschaft berühren (MARQUES DE MELO 2002). Um das Ziel dieses Projektes zu erreichen, wurden unterschiedliche Feste in verschiedenen Epochen der Menschheit betrachtet: die (angeblich) stattfindenden Feste in der Urgeschichte; die Feste im antiken Ägypten, Rom und im Mittelalter. In diesen Gesprächen wurde auch die Verbindung zwischen Festen und Religiosität erwähnt.

1.3 Das Erntedankfest Angeblich sind die ersten Feierlichkeiten, soweit bekannt ist, mit der Dankbarkeit der Menschen für die Ernte verbunden. Nach Araújo (1973), seitdem der Homo Faber mit dem Pflanzen und dem Ernten begonnen hat, preist der Mensch, in feierlichem Gewand, die Natur oder die Götter für die gediehenen Lebensmitteln. In diesem Sinne ist der Begriff „Erntedankfest“ uralt, denn der Abschluss der Ernte bot seit jeher Anlass zum Dank. Seit dem 3. Jahrhundert n. Chr. hat die Kirche ein offizielles Erntedankfest eingeführt. Es gibt dafür jedoch kein weltweit einheitliches Datum, denn der Festzeitpunkt fällt unterschiedlich je nach Klimazone. In Deutschland wurde im Jahr 1972 von einer Bischofskonferenz das Fest auf den ersten Sonntag im Oktober festgelegt (BRUNNER 2003). In früheren Zeiten wurde zu den Erntedankfesten tagelang gefeiert und getanzt. Heutzutage ist die Erntedankfeier in den Gottesdienst integriert. Zu dieser Gelegenheit bedanken sich die Christen für die „Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit“. Das heißt: Nicht nur die Ernte wird gefeiert, sondern auch die Arbeit der Bauern und, im Grunde genommen, das Leben auf dem Land.

Zu der Feier werden Obst, Gemüse und andere Ernteerträge in den Kirchen vor und auf dem Altar ausgebreitet. Erntekronen, Erntekränze, Ernteteppiche werden gebastelt und Traktoren werden mit Blättern, Körnern und Blumen geschmückt. Ein ganz wichtiges Kennzeichen des Festes ist das Teilen der Ernte. Von daher gedenken viele Gemeinden an diesem Tag der hungernden Weltbevölkerung und sammeln für Organisationen wie „Brot für die Welt“ in ihren Kollekten. Einige Aspekte verbinden das Erntedankfest, das in Deutschland stattfindet, mit dem Junifest, das in Brasilien gefeiert wird. Dafür spricht, dass beide Feste das Ende der Ernte im Herbst als Anlass haben, sowie das Leben auf dem Land hervorheben, und beide Feste religiöse Hintergründe besitzen.

1.4 Das Junifest Das Junifest ist eine brasilianische Tradition portugiesischen Ursprungs. In Brasilien werden mit dem von uns genannten „Festa Junina“ gleich drei wichtige katholische Heilige gewürdigt: Antonius von Padua (13. Juni), Johannes (24. Juni) und Petrus (29. Juni). Historisch ist dieses Fest Johannes dem Täufer, dem Schutzpatron der Freimaurerei, gewidmet und wird in den meisten Orten der Welt gefeiert. In Brasilien haben sich diese Zeremonien mit den lokalen Bräuchen vermischt. Beeinflusst wurden sie zudem stark durch die Umgebung – Klima, Bevölkerung, Kultur –, sodass das Fest sich in etwas ganz anderes wandelte, als was es ursprünglich einmal war. Vor langer Zeit wurde das Junifest besonders in ländlichen Regionen, speziell von der Landbevölkerung im Nordosten Brasiliens, gefeiert. In dieser trockenen Region dankt die Bevölkerung dem Heiligen Johannes für die Niederschläge, die eine ausgiebige Ernte bescheren (AMARAL 1998). Diese stellt die Lebensmittelversorgung sicher und ermöglicht ein wichtiges Einkommen der bäuerischen Familien, das aus dem Verkauf der Produkte resultiert. Gegenwärtig ist das Fest überall in Brasilien verbreitet und wird besonders in den Schulen veranstaltet, so dass diese kulturelle Tradition erhalten bleibt. Zum Junifest wird das Leben auf dem Land gefeiert und dies spiegelt sich in vielen Aspekten des Festes wider: bei den Trachten, den Gerichten, der Dekoration, den Tänzen und der Musik. Da das Junifest mit der Maisernte zusammenfällt, werden viele Maisgerichte gekocht, gebacken und natürlich auch gegessen. Das Hauptgericht ist der Maiskuchen, der mit frischem Mais und Maisgries zubereitet wird.

Auch sehr bemerkenswert zu diesem Fest ist die Dekoration, die überall, wo ein Junifest stattfindet, zu sehen ist; ein großes Feuer, viele bunte Fähnchen und Ballons. Das Junifest wird in Brasilien auch Johannisfest genannt. Es ist eines von den ersten Festen, das teils kirchlichen teils alltäglichen Ursprungs ist, worüber schon in der Kolonialzeit Brasiliens berichtet wurde (FREIRE 1995). Das Fest steht im Zeichen der brasilianischen Bevölkerung und spiegelt die Durchmischung von Traditionen und Gebräuchen wider. Das Fest ist durchdrungen von unterschiedlichen Elementen, die den verschiedenen Kulturgruppen Brasiliens (Portugiesische, Afrikanische und Indianische) entsprechen.

2. Die Klassenanalyse Das Projekt wurde in einer dritten Klasse durchgeführt. In der „Eichhörnchen“-Gruppe, Klasse 3b, waren 19 Kinder, darunter 8 Jungen und 11 Mädchen. Die Schüler waren im Allgemeinen sehr motiviert und haben begeistert gearbeitet. Es muss auch erwähnt werden, dass sie sehr ordentlich waren und sich gut in Gruppen einbringen konnten. Sie waren daran gewöhnt, mit verschiedenen Arbeitsmethoden zu lernen, wie zum Beispiel: Gruppenvorträge, Lernstationen oder selbständig mit Wochenplänen. Bei den letzten in der Klasse durchgeführten Projekten ging es um das Thema Mittelalter, speziell in den Fachbereichen Sachkunde und Deutsch. In den Fächern Kunst und Mathematik wurde sich auf das Falten und Origami konzentriert. Ich konnte die Fächer mit meinem Projekt gut miteinander verbinden, da wir auch über Feste im Mittelalter gesprochen haben. Vom Projekt „Falten“ profitierten wir ebenfalls, da wir diese Technik verwendeten, um die Ballons herzustellen.

3. Die Zielformulierungen Zum Thema Feste wurden die folgenden Grobziele formuliert:  das Interesse für eine andere Kultur bzw. die eigene Kultur wecken;  die Sensibilisierung für den Zusammenhang zwischen der Umgebung (Klima, Vegetation, Geschichte, Gesellschaft) und den Sitten und Gebräuchen von unterschiedlichen Identitätsgruppen hervorheben bzw. entwickeln;

 die Unterschiede in Bezug auf Jahreszeiten und Ernten in Deutschland und in Brasilien erfassen;  das Erntedankfest in Deutschland und das Junifest in Brasilien kennenlernen.

4. Die Methodische Analyse Die Eichhörnchen-Gruppe arbeitete im Allgemeinen sehr selbständig und ordentlich. Da sie schon daran gewöhnt waren, an Lernstationen, mit Plakatvorstellungen und auf der Basis anderer Ansätze zu arbeiten, war es nicht schwierig, unterschiedliche Methoden einzusetzen. Diese wurden nach Phasen und Bereichen innerhalb des Projektes ausgesucht. Das heißt: Die Kinder wurden aufgefordert, in einigen Momenten erst allein, dann mit einem Partner oder in Gruppen gemeinsam zu reflektieren, damit sie untereinander ihre Ideen austauschen konnten; bei anderen Gelegenheiten haben wir einen Sitzkreis gebildet und haben einige Themen im Plenum besprochen, so wie wir uns auch im Plenum Videos zu den Festen, mit denen wir uns beschäftigten, angeschaut haben.

Bild 1: Plakatvorstellung

In Bezug auf die Methoden möchte ich die Lernstationen und Briefrollen hervorheben. Ich arbeitete bereits mit Lernstationen und denke, dass es sich um eine wunderbare Methode handelt, besonders wenn man den Kindern die Möglichkeit geben möchte,

dass sie verschiedene Fähigkeiten üben und vor allem, dass sie selbständig und autonom lernen. Diese Methodik war auch besonders geeignet, denn dadurch konnten die Kinder sich mit verschiedenen Aspekten der Feste beschäftigen, wie zum Beispiel mit Gedichten zum Erntedankfest, mit der typischen Dekoration für das Junifest, oder der Herstellung eines Bildwörterbuches zum Thema Fest usw.

Bild 2: Station „Basteln“

Die Briefrollenmethode kannte ich zuvor nicht und hörte davon zum ersten Mal in einem Vortrag, der im Laufe des Weiterbildungsprogramms angeboten wurde. Damals sprachen wir über die Arbeit mit Literatur und Lektüre im Unterricht, wobei uns die Leserolle vorgestellt wurde. Dabei handelt es sich um viele Zettel, die von den Kindern mit ihren persönlichen Bemerkungen beschriftet werden. Die Zettel werden anschließend zusammen zu einer Rolle geklebt. Es erinnert stark an ein Tagebuch und soll dessen Funktion erfüllen. Der Unterschied zwischen der Briefrolle und dem Tagebuch scheint klein zu sein, jedoch wirkt die abgewandelte Gestalt, die sich in Form einer Briefrolle zeigt, auf die Kinder viel spannender und attraktiver. Diese Briefrollen

mit den Informationen und Ausdrücken, die die Kinder eingetragen haben, waren auch Teil von einer Station.

5. Verlaufsplanung des Projektes 5.1 Orientierung des Themas Die Gliederung des Projektes orientierte sich an der Sachstruktur des Themas und teilweise auch an der Zeit, die wir zur Verfügung hatten. Dies alles wurde auf eine Weise geplant, in der wir die Zeit sehr gut ausnutzen und die Vielfalt des Themas ausschöpfen konnten.

5.2 Planung des zeitlichen Ablaufs Tabelle 1: Verlaufsplanung des Projektes

6. Schlussworte: Evaluation des Unterrichtsprojektes Das Thema zeigte sich als vollkommen umsetzbar. Es war jedoch so umfangreich und spannend,

dass

meine

größte

Herausforderung

darin

bestand,

es

in

10

Unterrichtsstunden zu verwirklichen. Geschichte, Sachkunde, Religion, Sitten und Gebräuche der Feste, sowohl Tätigkeiten wie Basteln, Kochen und Tanzen standen zur Verfügung, um das Thema zu bearbeiten. Für die letztendliche Umsetzung benötigte ich 11 Stunden, wobei die Zusammenarbeit mit meiner Projektbetreuerin Tatjana Machold – die Lehrerin der Klasse 3b „Eichhörnchen“ – von großer Bedeutung für den Erfolg des Projektes war. Die Schüler haben sich in allen Unterrichtsstunden motivieren können und sich begeistert gezeigt, und haben mit viel Interesse mitgearbeitet. Das Tätigsein mit Lernstationen war zum Einen anstrengend, hauptsächlich wegen der Einrichtungen von allen Stationen und weil die Zeit für die umsetzerische Gestaltung sehr knapp war. Andererseits war sie eine sehr geeignete Methode, den Kindern viele Tätigkeiten und Informationen auf optimierte Weise näher zu bringen. Die Beanspruchung von technischen Medien wirkte sich sehr positiv aus, da die Schüler sehen konnten, wie die Feste gefeiert werden und gleichzeitig ein bisschen in die atmosphärische Stimmung eintauchen konnten. Zwei Stationen, die ich mit Videos und Internet geplant hatte, mussten jedoch wegen technischen Schwierigkeiten abgeändert werden: Eine Station, in der außerhalb des Klassenzimmers Videos projiziert werden sollten, änderte ich so ab, dass die Videos am Computer im eigenen Klassenzimmer der Eichhörnchen gesehen werden konnten; eine andere Station mit einem Quiz im Internet, das von den Kindern gespielt werden sollte, habe ich in ein Kartenspiel verwandelt. Die Änderungen verursachten keinerlei Verluste an dem Projekt. Vielmehr haben sie zu meiner persönlichen Erfahrung beigetragen, wie man am besten Probleme solcher Art lösen kann und mich dafür sensibilisiert besser darauf zu achten, was für Tätigkeiten oder Ansätze reduziert werden können, um mögliche Probleme zu vermeiden. Alle Vorschläge, die ich den Schülern gemacht habe, wurden mit Freude auf- und angenommen. Das einzige, das ihnen zu viel war, war der „Paartanz“, da es den meisten Jungen und Mädchen unangenehm zu sein schien, miteinander zu tanzen. Dieses Problem war auch nicht schwer zu lösen: Die Kinder wurden aufgefordert, selbst ihre Partner auszuwählen. Mit dem Partner ihrer Wahl tanzten sie dann voller Begeisterung. In drei Stationen wurden die Schüler aufgefordert, über ein Thema zu schreiben: In der ersten stellten sie ein Bildwörterbuch für Feste im Allgemeinen her. In der dritten

spielten sie ein Erntedankfest-Quiz, wobei am Ende ein Satz zu diesem Thema in eine Briefrolle eingetragen werden sollte. An der vierten Station sahen die Kinder Videos und Fotos zum Junifest und schrieben im Anschluss persönliche Bemerkung über dieses Fest in eine andere Briefrolle. Das Resultat ist ein tolles Material, das auch in zukünftigen Projekten weiterverarbeitet werden kann. Außerdem wird das Thema für die Schüler in Brasilien sicher so interessant sein, wie es dies bereits für die deutschen Kinder war.

7. Literaturverzeichnis AMARAL, R. Festa à Brasileira – sentidos do festejar no país que „não é sério“. Tese de Doutorado. Universidade de Sao Paulo, 1998. ARAÚJO, A. M. Cultura popular brasileira. São Paulo, Melhoramentos; Brasília, Instituto Nacional do Livro, 1973. ASSMANN, J. Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen. München, 1992. In: http://www.cultd.net/tepe/mim/editionMIM/a05_pt_meth2/pt_meth2.00.htm BRUNNER, C. Die Geschichte des Erntedankfestes. Tabor: Jahrgang 16 • Nr. 8/9• August/September 2003. FREIRE, G. Casa grande e senzala. Rio de Janeiro: Record, 1999. MARQUES DE MELO, J. As festas populares como processos comunicacionais. PCLA - Volume 3 - número 3: abril / maio / junho 2002 In: http://www2.metodista.br/unesco/PCLA/revista11/projetos%2011-1.htm

Videos und Spiele in der Web Videos zum Junifest: http://www.youtube.com/watch?v=1nqbe0k9slQ http://www.youtube.com/watch?v=twOweltyrlk

http://www.youtube.com/watch?v=rZsflpSatHM Videos zum Erntedankfest: http://www.youtube.com/watch?v=ZBCUQDnbKt4 http://www.youtube.com/watch?v=mGmMobjn2xg

Web-Quiz: http://www.kidsweb.de/quis/ernte_dank_quiz/ernte_dank_quiz.html