Festschrift 50 Jahre Terrafinanz Wohnbau

Festschrift 50 Jahre Terrafinanz Wohnbau

50 Ein Moment der Freude. Ein herzliches grüSS gott Dieses Jubiläumsbuch möchte Einblick in eine besondere Firmenhistorie geben. Es erzählt eine „M...

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50 Ein Moment der Freude.

Ein herzliches grüSS gott

Dieses Jubiläumsbuch möchte Einblick in eine besondere Firmenhistorie geben. Es erzählt eine „Münchner Geschichte“, die stellvertretend für so viele ist und die auch ein Stück weit zeigen will, wieviel Gutes in den vergangenen fünf Jahrzehnten in unserem Land geschehen ist, damit diese positive Energie von künftigen Generationen weitergetragen werden kann. Die Erstellung dieses Jubiläumsbuches hat uns viel Freude bereitet und wir hoffen, dass Sie, lieber Leser, dies auf den folgenden Seiten auch spüren werden. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre Familie Blum

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{ } Wir bauen München. Seit 1961.

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50 Jahre Terrafinanz. eine geschichte über vergangenheit, gegenwart und zukunft. Grußwort Herr Gustav-Adolf Blum Interview Axel und Jürgen Blum Grußwort Herr Christian Ude Grußwort Herr Dr. Otto Wiesheu Erinnerungen Frau Bögl Die Jahre 1961 - 1970 Die Jahre 1971 - 1980 Die Jahre 1981 - 1990 Die Jahre 1991 - 2000 Die Jahre 2001 - 2011 Zeitgeist und Geschichte Budapest Ausblick Unsere Mitarbeiter Messe 2010 NY.LIVING Richtfest Mallorca 2011 Zahlenspiele

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Gründer und langjähriger Geschäftsführer

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Das Grußwort vom Gründer Gustav-Adolf Blum Die Terrafinanz ist nunmehr seit einem halben Jahrhundert auf dem Münchner Wohnungsmarkt tätig. Ihr Gründungsjahr 1961 fällt in die Nachkriegszeit, in der die Wohnungsnot als Folge der Kriegszerstörung unvorstellbare Ausmaße erreicht hatte. Nach der Währungsreform 1948 setzte das legendäre Wirtschaftswunder ein, das auch die Wohnungswirtschaft trotz Mangel an Geldund Kapitalmarktmitteln beflügelt und herausgefordert hat. Der Gründer und langjährige Geschäftsführer Gustav-Adolf Blum, sowie die erfolgreichen Mitgeschäftsführer Herr Dipl. Ing. Jörg Kunze und Herr Walter Neudert waren in der Anfangszeit die Motoren der Terrafinanz. Ihr unermüdliches Wirken beflügelte die junge Mannschaft zu Höchstleistungen und entscheidenden Anfangserfolgen, die von den Banken und Auftraggebern mit großem Respekt honoriert wurden. Das so geschaffene Vertrauen war das Anfangskapital der Gesellschaft. In bescheidenem Umfang, aber mit viel Engagement widmete sich die Terrafinanz in den Anfangsjahren vornehmlich der Grundstücksbeschaffung und forcierte die Terraintätigkeit. In der Stadt München und deren Umfeld konnten im Laufe von Jahren Bauvorhaben großen Stils durch Baurechtsschaffung und Erschließung realisiert werden. Im Rahmen der Terraintätigkeit wurde auch kontinuierlich der Wohnungsbau intensiviert. Zielrichtung der Firmenstrategie war die Teilnahme am Wiederaufbau mit Schaffung von Neuprojekten. Eigentums- sowie Betreuungsmaßnahmen für private und institutionelle Investoren ergänzten das Betätigungsfeld. Von der Gründerzeit mit den damaligen schwierigen Finanzierungsverhältnissen bis zum Bauboom im Vorfeld der Olympi-

schen Spiele 1972 hat die Gesellschaft die Marktschwankungen erfolgreich gemeistert. Wenn heute Städteplaner und Architekten den städtebaulichen Wiederaufbau kritisieren und sogar von verwirkten Chancen sprechen, dokumentieren sie ihre Unkenntnis von dem damaligen Zerstörungszustand und der Not der entkräfteten, obdachlosen Bevölkerung, die den Wiederaufbau nahezu ohne Geld und Material zu bewältigen hatte. In den 90er Jahren – nach der Wende – betätigte sich die Terrafinanz auch im angemessenem Rahmen erfolgreich in Ostdeutschland. Gleichzeitig wurde eine Niederlassung in Ungarn gegründet. Im Umfeld von Budapest entstanden mehr als 100.000 m2 an Büroflächen, die von internationalen Gesellschaften teils im Eigentum, teils in Miete genutzt werden. Seit dem neuen Jahrtausend ist die Terrafinanz vornehmlich in zentralen Wohnlagen der Stadt München aktiv. Durch die Globalisierung sind die deutschen Geld- und Kapitalmärkte Bestandteil der Weltmärkte geworden mit ihren Problemen und Verwerfungen, die weder national noch international seriös berechenbar sind. Die Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Branchen ist dadurch fast unmöglich geworden. Diese Situation stellt die Entscheidungsträger besonders im Wohnungsbau mit seinen langjährigen Planungs-, Genehmigungs- und Bauzeiten vor enorme Herausforderungen. Hoffen wir, dass das Schiff, das in 50 Jahren alle Klippen bewältigt hat, mit ihren Kapitänen und der bewährten Crew auf dem richtigen Kurs bleibt.

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Axel Blum

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Jürgen Blum

Die nächste Generation im Gespräch Interview mit den geschäftsführenden Gesellschaftern Axel und Jürgen Blum Im Gespräch mit dem Münchner Moderator Michael Sporer gewähren die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Axel und Jürgen Blum sympathische Einblicke in die Firmengeschichte und interessante Ausblicke in die Zukunft der Terrafinanz. Michael Sporer Herzlich Willkommen zu 50 Jahre Terrafinanz – eine Erfolgsgeschichte aus München. Sieben Millionen Quadratmeter wurden bebaut. Mehr als 30.000 Menschen haben ein neues Zuhause gefunden. Das sind über 12.000 Wohnungen und ca. 1.500 Eigenheime. Die beeindruckende Bilanz geht noch weiter. Rund 72 Ladenzentren und Bürogebäude sind zudem entstanden. Bei mir sind heute die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Axel und Jürgen Blum und ich freue mich auf die Geschichten, die Sie mir gleich erzählen können, denn 50 Jahre ist natürlich eine lange Zeit. 1961 hat Ihr Vater, Gustav-Adolf Blum, in der Münchener Widenmayerstraße die Gesellschaft gegründet, damals ein Zwei-Mann-Betrieb in einem kleinen Büro. Welche Erinnerungen haben Sie daran – Sie waren ja damals noch Kinder! Axel Blum Besser gesagt: Es war ein Mann-Frau-Betrieb, da mein Vater mit seiner damaligen Sekretärin dort tätig war. Und das Witzige an der Geschichte ist, dass es in diesem Büro anfangs nur einen Stuhl gab, und somit war Frau Bögl, so hieß die Dame, sehr glücklich, wenn mein Vater auswärts auf Terminen war.

Dann konnte sie wenigstens alleine über ihren Stuhl verfügen. So ging es damals los in den 60er Jahren. Michael Sporer Es war also ein Mann-Frau-Betrieb. Haben Sie in dieser Anfangszeit Ihren Vater überhaupt zu Gesicht bekommen? Jürgen Blum Sehr wenig. Wir waren noch Kinder und er war bis spät abends unterwegs – und in der Früh, wenn wir zur Schule gegangen sind, war er entweder noch im Bett oder auch schon wieder unterwegs, und deswegen sind wir nur am Wochenende mit ihm zusammen gewesen. Axel Blum Am ehesten haben wir ihn mittags gesehen, denn dann kam er aus dem Büro immer nach Hause zum Mittagessen. Dort gab es dann gemeinsame Gespräche, meist über die Schule. Das waren nicht immer sehr angenehme Gespräche, wie man sich vorstellen kann. Danach hat er sich zum Schlafen hingelegt. Er hat eine Viertelstunde geschlafen, ist pünktlich aufgewacht und top frisch dann wieder ins Büro gegangen. Michael Sporer Eine beneidenswerte Fähigkeit, diesen kurzen Mittagsschlaf zu machen. Also mittags mal kurz, und am Wochenende hat er sich Zeit für die Familie genommen? Axel Blum Ja, da war er ganz für uns da.

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{ } „Eine Erfolgsgeschichte aus München“

Jürgen Blum Unser Vater hat wirklich die Firma und das Private getrennt. Er hat uns nie mit irgendwelchen geschäftlichen Problemen belastet, so dass man das Gefühl hatte, er war jetzt sorgenbeladen. Am Wochenende waren wir mit ihm in den Bergen und später dann beim Reiten, haben alles gemeinsam gemacht. Michael Sporer Definitiv war Ihr Vater ein Arbeitstier. Das hört man schon raus. Nichtsdestoweniger gab es dann im Jahre ’87, den Übergang der Geschäftsführung Schritt für Schritt auf Sie beide. Es ist ja erstaunlich, dass so ein Unternehmer, so ein Workaholic, dann auch so loslassen kann wie Ihr Vater. Axel Blum Da sind wir ihm beide wirklich sehr sehr dankbar. Es ist nicht üblich in der heutigen Wirtschaft, dass große Unternehmer loslassen können. Er war damals zum Glück auch im ehrenamtlichen Bereich sehr engagiert, war tätig für das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei, war Präsident vom Bayerischen Reit- und Fahrverband, und diese Aufgaben haben ihm sehr viel Spaß gemacht, so dass ihm das Loslassen dadurch sicherlich ein bisschen einfacher gefallen ist. Michael Sporer Das können nicht viele. Es gibt etliche Unternehmen, die dadurch zugrunde gegangen sind, weil eben dieser Übergang auf die nachfolgende Generation nicht funktioniert hat. Bei euch ist es wirklich gut gelungen. Ihr habt 50 Mitarbeiter am Standort hier in München, ca. 15 Mitarbeiter am zweiten Standort in Ungarn. Ein solides mittelständisches Unternehmen kann man sagen. 50 Jahre gibt es die Terrafinanz, und sie ist durch alle wirtschaftlichen Unwägbarkeiten durchgekommen. Ich denke an die platzende New Economy Blase und die ganzen Aufs und Abs. Was ist da das Erfolgsrezept gewesen? Axel Blum Eine Firma in unserer Branche braucht Eigenkapital. Das ist sehr wichtig. Dann braucht sie motivierte Mitarbeiter, und sie braucht einen Chef, der vorangeht, dem die Mitarbeiter auch gerne folgen. Dann ist eine Firma in der heutigen Zeit erfolgreich. Jürgen Blum Und wir hatten das Glück, dass wir durch unsere zusätzlichen Aktivitäten in Ostdeutschland, in Osteuropa, in Budapest etwas ausgleichende Aktivitäten hatten. Das war auch mit eine

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Erleichterung in unserer Nachfolge, weil wir eben diese Ostbereiche dann schon alleine machen mussten. Axel Blum Richtig. Und in schwierigen Zeiten haben wir den Vorteil, dass wir, wenn der Münchener Bereich etwas schwächelt, den Markt in Budapest zum Ausgleich haben und dort unsere Aktivitäten verstärken können. So ist es uns in den letzten Jahren sehr gut gelungen, eine Balance zu schaffen. Michael Sporer Das Stichwort „Budapest“ ist jetzt des Öfteren gefallen. Diese Dependance gibt es quasi seit der Wende? Jürgen Blum Ja, genau. Michael Sporer Also zwei Jahrzehnte. Machen Sie das zu gleichen Teilen, oder wer von Ihnen beiden betreut Budapest? Axel Blum Ich möchte die Gelegenheit kurz nutzen, meinem Bruder herzlichen Dank zu sagen. Es ist ja auch nicht selbstverständlich, dass man 20 Jahre lang von Dienstag bis Donnerstag in Budapest verbringt, seine Familie in den drei Tagen verlässt - allerdings vielleicht auch das Erfolgsrezept für eine gut funktionierende Ehe. Jürgen Blum Dann schläft sie mal zwei Tage besser. Axel Blum Jawohl, aber ich denke, Budapest ist eine wunderschöne Stadt und es macht dir ja auch sicherlich sehr viel Spaß, da drüben tätig zu sein.

{ } „Motivierte Mitarbeiter und ein Chef, der vorangeht“

Jürgen Blum Natürlich. Neben der reinen Aktivität beschäftigt man sich ja auch mit Land und Leuten. Da ist es für mich schon eine große Bereicherung, so ein bisschen Vergleiche anzustellen zwischen unserem deutschen pflichtbewussten System und den doch etwas lockereren anderen Ländern, die oftmals eine enorme Lebensfreude versprühen und großen Lebenserfolg haben! Michael Sporer Noch mal zum Geschäftlichen. Im Osten ging es nach der Wende steil bergauf. Da ist sehr viel passiert, aber leider Gottes ging es auch genau wieder in die andere Richtung. Etliche Bauträger sind tatsächlich „über den Jordan gegangen“ und auch Investoren, Kleinanleger, haben ihr Geld verloren. Ihr wart eigentlich konstant immer gut am Markt. Ist es da auch das Erfolgsrezept der ruhigen Hand gewesen? Axel Blum Die ruhige Hand, die Erfahrung und natürlich auch wiederum das Eigenkapital. Wir haben immer versucht, das Verhältnis unseres Umsatzvolumens im richtigen Verhältnis zum Eigenkapital zu belassen. Das war das globale Problem der letzten Jahre, dass mit viel zu wenig Eigenkapital viel zu große Summen bewegt wurden. Michael Sporer Also haben wir über unsere Verhältnisse gelebt? Axel Blum Ja. Das ist gerade das, was wir eben verhindern wollen: Dass wir zu schnell zu groß werden. Es muss überschaubar bleiben. Michael Sporer Blicken wir kurz mal noch in die Zukunft. 50 Jahre Terrafinanz feiern wir jetzt gerade. 2061 werden die 100 Jahre fällig. Ob wir das miteinander noch erleben, ist die große Frage, aber eine Vision haben Sie mit Sicherheit dafür.

muss der Mittelstand auf alle Probleme und Chancen sehr flexibel reagieren. Jürgen Blum Und wir wissen eines: Wir werden immer unser Kapital gebündelt halten, und wir werden immer kurze und schnelle Entscheidungswege wählen, so dass wir jede sich bietende Chance auch nutzen können. Michael Sporer Wollen Sie Ihre Nachkommen tatsächlich auch ins Unternehmen mit einbinden? Ist das geplant? Axel Blum Wir werden es ihnen selbstverständlich anbieten. Wir werden ihnen sagen, hier habt ihr die Chance. Ob sie es dann nutzen werden, ob sie es auch nutzen wollen, das werden die nächsten Jahre zeigen. Jürgen Blum Ich rechne fest damit, dass sie sich die Chance nicht entgehen lassen werden, das zu erleben, was wir erleben durften.

{ } „Jede Chance nutzen“

Michael Sporer Gezwungen werden sie mit Sicherheit nicht, so wie ich Sie beide einschätze, nach dem Motto „Alles kann – nichts muss“. Bisher hat es super funktioniert. Alles Gute zu 50 erfolgreichen Jahren Terrafinanz und viel Erfolg für die Zukunft. Danke für das Gespräch. Dieses Interview wurde am 16. Juli 2011 in den Räumen der Terrafinanz geführt. Ein Filmmitschnitt ist auf www.terrafinanz.de/ interview zu sehen.

Axel Blum Ich glaube, das werden wir beide nicht mehr miteinander erleben, aber sicherlich unsere Nachfolger. Wobei man sagen muss, die Zeiten ändern sich sehr schnell, und wir wissen nicht, in welchem Bereich wir in 50 Jahren tätig sein werden. Wir gehen davon aus, dass die Terrafinanz dann selbstverständlich noch am Markt sein wird. Aber ob sie dann vermehrt im energetischen Bereich auftritt, ob sie im Bereich von Bestandssanierungen tätig sein wird, aus München herausgehen muss, mehr in die Peripherie, das wird die Zukunft zeigen. Vor allem

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GruSSwort

Ein Glücksfall für München Die Terrafinanz gehört heute zu den ältesten privaten Bauträgergesellschaften und größten Immobilienunternehmen in München. Dass sie sich seit ihrer Gründung 1961 so erfolgreich behaupten und entwickeln konnte, lag sicher auch an der besonderen Attraktivität des Wirtschafts- und Immobilienstandorts München mit seinem ständig wachsenden Bedarf an Wohnungen und Gewerbebauten. Schon bei der notwendigen Flächenbeschaffung für die Errichtung der Entlastungsstadt Neuperlach war die Terrafinanz maßgeblich beteiligt. Es folgten viele kleinere und größere Bauprojekte im gesamten Stadtgebiet, bei deren Realisierung sie erfreulicherweise auch immer besonderen Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit gelegt hat. 12.000 Wohnungen, über 1.500 Eigenheime und 72 Ladenzentren und Bürogebäude sind so mithilfe der Terrafinanz im Großraum München entstanden. Bis heute leistet

sie mit ihren Wohnbauprojekten wie derzeit beispielsweise in Pasing, Obersendling, Schwabing oder Bogenhausen einen wichtigen Beitrag zur Wohnraumversorgung in München, wofür ich der Terrafinanz-Gruppe herzlich danke. Nachdem die Nachfrage auf dem Münchner Wohnimmobilienmarkt auch künftig nicht nachlassen, sondern allen Prognosen zufolge eher noch zunehmen wird, ist dieses Engagement auch in den kommenden Jahren von größter Bedeutung. Sehr herzlich gratuliere ich daher der Unternehmerfamilie Blum und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Terrafinanz zum 50-jährigen Firmenjubiläum und wünsche dem Unternehmen weiterhin viel Erfolg.

Oberbürgermeister Christian Ude Landeshauptstadt München Oberbürgermeister

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GruSSwort

50 Jahre – Optimismus für die Zukunft Als ehemaliger Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Technologie und als Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats der Union ist es mir eine große Freude, der Terrafinanz und der Familie Blum zu ihrem 50-jährigen Firmenjubiläum herzlich zu gratulieren. Die Terrafinanz ist ein großes mittelständisches Familienunternehmen. Familienunternehmen sind geprägt durch die Ausrichtung auf langfristige Ziele, eine frühe Einbindung der nachfolgenden Generation in die Verantwortung und die Konzentration von Kapital und Know How in dem Unternehmen. Familienunternehmen sind für Wachstum und Beschäftigung in einer Volkswirtschaft unverzichtbar. Studien haben darüber hinaus festgestellt, dass Familienunternehmen in Krisenzeiten stabiler sind als Publikumsgesellschaften. Die Terrafinanz verkörpert all diese Vorzüge eines Familienunternehmens in beeindruckender Weise. Ein reibungsloser Generationswechsel und eine Straffung der Unternehmensabläufe haben dazu geführt, dass das Unternehmen heute so krisensicher dasteht, wie noch nie in seiner Geschichte.

rung ihrer Idee am Aktienmarkt interessiert waren. Die Terrafinanz war von Anfang an auf Dauer angelegt. Auch daher ist das Jubiläum besonders erfreulich und überaus bemerkenswert. Ich wünsche der Geschäftsführung und der ganzen Belegschaft der Terrafinanz weiterhin ein gutes Händchen, um die Firma in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Der Grundstock dazu ist gelegt. Der zukünftige Bedarf an gutem Wohnraum wird seinen Teil dazu beitragen. Die bayerische Wirtschaft in ihrer Gesamtheit hat die Stärke, auch in den kommenden Jahren für wachsende Einkommen der Bevölkerung und die damit verbundene Nachfrage zu sorgen. Die 50-jährige Firmengeschichte der Terrafinanz ist ein gutes Beispiel dafür, wie Bayerns wirtschaftliche Stärke entstanden ist und auch, warum wir heute optimistisch in die Zukunft blicken können. Glück auch für die nächsten 50 Jahre.

Ich möchte den Firmengründer Gustav-Adolf Blum beglückwünschen zu dem Mut und der Weitsicht, welche 1961 zur Gründung der Terrafinanz geführt haben. Ich beglückwünsche Herrn Blum ferner dazu, dass er seine beiden Söhne mit einem großen Erfahrungsschatz ausstatten konnte, mit dem diese das Unternehmen mit Kompetenz und in Harmonie in die Zukunft führen können. 50 Jahre sind heute für ein Unternehmen durchaus keine Selbstverständlichkeit. Denken wir an so manche Start Ups in jüngster Vergangenheit, deren Inhaber nur an einer schnellen Versilbe-

Dr. Otto Wiesheu

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Blick auf den Bayerischen Landtag aus dem ersten Büro in der Widenmayerstraße

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Wie alles begann

Erinnerungen von Frau Bögl Das weibliche „Urgestein“ der Firma – die Barbara Macha, damals noch Bögl (eigentlich immer mit „Böglin“ tituliert) wurde befragt, ob sie sich noch an Einiges aus der Anfangszeit erinnern kann. „Es ist zwar schon über 20 Jahre her, dass ich mich aus dem Berufsleben zurückziehen musste, da die Betreuung unserer Eltern uns voll in Anspruch genommen hat, aber es ist mir dazu doch noch vieles in Erinnerung geblieben. Ich habe einen alten Umschlag herausgeholt – mit der Aufschrift „Terrafinanz“ – und schon war der beginnende „Alzheimer“ ausgetrickst! 1961 wollte ich aus privaten Gründen mein berufliches Umfeld ändern. So bewarb ich mich auf beiliegendes Inserat. Ich lieh mir ein seriöses Pepitakostüm aus und begab mich mit „FensterglasBrille“ zum Vorstellungstermin. Ein sehr gut aussehender, charmanter Herr namens Blum führte mir aus, dass er ein Terrainund Wohnungsbauunternehmen im Begriff sei zu gründen und hierzu eine Allroundkraft suche. Ich war sofort von der Idee sehr angetan und schon war ich gewissermaßen die erste Angestellte der Terrafinanz. Die Büroetage in der Widenmayerstraße war noch im Umbau und so lief die erste Bürotätigkeit anfangs im Wohnzimmer meiner Wohnung in der Buschingstraße 45 – 14. Stock – an. Ich konnte mir damals die Wohnung durch einen geschickten Ringtausch angeln – auch wenn mich das für mich sehr hohe Mieterdarlehen enorm belastet hat. Nach kurzer Zeit war dann wenigstens ein Raum in der Widenmayerstraße – plus WC – benutzbar. Ein Telefon war geschaltet Barbara Macha, damals noch Frau Bögl (oben) Herr Neudert (unten) 15

Bewerbungsschreiben von Frau Bögl

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Das erste Team (oben), Frau Bögl bei der Arbeit (unten)

und ich konnte schon über einen Schreibtisch inklusive Bürostuhl verfügen – die Schreibmaschine wurde von der Buschingstraße in das neue Domizil geschleppt. Der Ausblick von unseren ersten Büroräumen auf die Isar und den Landtag ist unvergessen – wie auch der Charme des Jugendstilhauses einmalig war. Ich hatte mich daran gewöhnt, dass mein Chef mit Vornamen Gustav-Adolf „mit Bindestrich“ geschrieben werden muss – auch hatte sich Herr Blum wiederum wohl damit abgefunden, dass ich etwas anders aussehe, als seinerzeit beim Vorstellungstermin. Die Arbeit lief heiß an und die Büroräume füllten sich mit weiteren Mitarbeitern. Zusätzliche Büroetagen mussten angemietet werden. 4 Hauptabteilungen wurden geschaffen, wobei ich mich speziell darüber freute, das trockene Metier der Buchhaltung losgeworden zu sein. Die Grundstücksbeschaffungen gingen zügig voran, wodurch dann die Bautätigkeiten schon anliefen. Ein toller Schachzug unseres Chefs war die Unterstützung des Jägervereins München Land, da erfahrungsgemäß die Grundeigner speziell im Perlacher Raum auch Jäger waren. Hierdurch entwickelten sich gute Kontakte – letztendlich „Mit auch zu Ämtern und Behörvorzüglicher den. Die Jahre in der Widenmayerstraße waren immer von

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freudigen Ereignissen durchsetzt – man könnte sagen, frei nach Cäsar: Brot und Spiele! Es wurde aber immer wieder fleißig angepackt, was die damaligen Erfolge ja widerspiegeln. In alle Richtungen wurde expandiert – auch nach Norden – Außenstelle Bremen, Repräsentanz in Berlin – und dann auch noch die Terrafinanz International (Spanien, Seychellen, usw). Nach erfolgreich abgeschlossener Terrain- und Bautätigkeit in Neuperlach, erfolgte dann der Umzug in das firmeneigene Verwaltungsgebäude am Peschelanger. Auf gute Zeiten folgten einige schlechter bestrahlte Jahre. Die Verlegung des Firmensitzes in die Klausenburger Straße war eine Auswirkung der Veränderungen. Die Söhne unseres „Big Boss“ – die ich noch als Lausejungen kannte, sind nun die Chefs – haben tüchtige Ehefrauen geheiratet und es „wurlert“ nur so von Nachkommen, die dann vielleicht die Geschicke des Unternehmens erfolgreich weiter lenken werden. Dies wünscht das „Urgestein“ von ganzem Herzen dem Patriarchen Gustav-Adolf (mit Bindestrich) Blum – und natürlich seiner Ehefrau und Mitstreiterin Helga – und vor allem Gesundheit und Lebensfreude auf dem romantischen Eichenhof.“

Hochachtung“

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1. Herr Gustav-Adolf Blum am Rednerpult beim Einweihungsfest in der „Entlastungsstadt Perlach“ 1970 2. Impression aus der Musterwohnung 3. Projekt München-Waldperlach Gerstäckerstraße Herbst 1963 4. Öffentlich geförderte Wohnanlage in der „Entlastungsstadt Perlach“ 1969/1970

60 Die 60er Jahre

1961 - 1970

Die Gründerjahre

Im Jahre 1961 wird die Terrafinanz von Gustav-Adolf Blum gegründet. Zunächst beschränkt auf zwei Mitarbeiter entwickelt sich die Firma mit Sitz in der Widenmayerstraße bereits im ersten Jahrzehnt zu einem florierenden Immobilien-Unternehmen. Der Grundstein für eine 50-jährige Erfolgsgeschichte wird gelegt.

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Jahre

1961 - 1970 1. Öffentlich geförderte Wohnanlage in der „Entlastungsstadt Perlach“ 1969/1970 2. Ladenzentrum Unterhaching Grünau 1967 3. Projekt Platjenwerbe (15 Einfamilienhäuser) bei Bremen Frühjahr 1964

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Die 60er Jahre

• Gründung der Terrafinanz im Jahre 1961 • Zunächst nur zwei Mitarbeiter: Gründer Gustav-Adolf Blum und Sekretärin Frau Bögl 2

• Sitz der Firma ist ein Büro in der Widenmayerstraße – ein Altbau mit traumhaftem Blick auf die Isar und den Bayerischen Landtag. • Schnell wächst der Stamm der Angestellten: die Herren Bösche, Kunze, Neudert, Scheer und Schreiner gründen den harten Kern der Firma. • Der Schwerpunkt liegt in den ersten Jahren auf dem Bau von Eigenheimen und Eigentumswohnungen, erst später kommen Mietwohnungsbau und die Erstellung von Bürogebäuden dazu. • Weitere Tätigkeitsbereiche: Terraintätigkeit sowie Hausverwaltungen für eigene und fremde Objekte • Erste Bauvorhaben in München-Waldperlach, Taufkirchen, in Haar und in Solln • In der „Entlastungsstadt Neuperlach“ werden ca. 2.000 öffentlich geförderte Wohnungen gebaut - 4.500.000 m2 Grundstücksfläche beschafft.

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• 2 Einkaufszentren (in der Grünau und in Taufkirchen) werden erstellt.

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3 1. Wohnanlage am Oskar-Maria-Graf-Ring in der „Entlastungsstadt Perlach“ 1972 2. Preisverleihung durch die Stadt München 3. Eigentumswohnungen in Taufkirchen, Lindenring 1979/1980 4. Modell vom Bürohaus am Peschelanger, Anfang der 70er der neue Firmensitz, Planung Dipl. Ing. Jörg Kunze, Terrafinanz

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70 Die 70er Jahre

1971 - 1980

Aufbruchsstimmung

In den 70er Jahren wächst die Firma kontinuierlich und zählt bald über 50 Angestellte. Mit dem Zuschlag für die Olympischen Spiele 1972 setzt in der Münchner Wohnungswirtschaft ein regelrechter Boom ein und Großprojekte wie der Weiterbau der „Entlastungsstadt Neuperlach“ werden Anfang des Jahrzehnts sukzessive realisiert.

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Jahre

1971 - 1980 1. Projekt Perlach Holzwiesenstraße 1978 2. Reihenhäuser Markt Schwaben 1979/1980 3. Reihenhäuser in München-Haar am Jagdfeldring 1972 4. Reihenhäuser in Neubiberg 1978 5. Reihenhäuser in Ismaning 1979/1980

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Die 70er Jahre

• Umzug in das von der Terrafinanz neu gebaute Bürohaus „Am Peschelanger“ in Neuperlach • Mitarbeiterstamm wächst in den kommenden Jahren auf über 50 Angestellte an. • Große Projekte in den 70er Jahren sind Neuperlach, Unterschleißheim/Lohhof, Neubiberg und Unterhaching.

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• Terrafinanz wird Terrain- und Planungsträger der Großmaßnahme „Taufkirchen am Wald“. Gemeinsam mit einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft werden öffentlich geförderte Miet- und Eigentumswohnungen inklusive Infrastruktur errichtet. • 1974 Gründung der BLE (Bau- und Landentwicklungsgesellschaft) mit den Gesellschaften BAYWA, BRZ (Bayerische Raiffeisen Zentralbank) und BGV (Bayerische Grundstücks Verwertungsgesellschaft). Herr Neudert wird zum Geschäftsführer berufen. • A b 1975 werden die Gehaltsabrechnungen der Firma über ein maschinelles System auswärtig erstellt. • 1978 werden in der Terrafinanz die alten mechanischen Schreibmaschinen durch elektrische ersetzt.

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• Ende der 70er Jahre Erwerb eines größeren Grundstückareals in Martinsried bei München. Auf Intervention des damaligen Oberbürgermeisters Dr. Vogel wird auf die Errichtung der Wohnanlage verzichtet und sämtliche Grundstücke der MaxPlanck-Gesellschaft überlassen. Dadurch wird die Ansiedelung eines bedeutenden wissenschaftlichen Zentrums in der Nähe des universitären Bereiches Großhadern ermöglicht.

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1. Das neue Refugium der Terrafinanz im Stefan-George-Ring 2. Waldpark Trudering 3. Luftaufnahme vom Gewerbeprojekt in Unterschleißheim 1990

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80 Die 80er Jahre

1981 - 1990

Der Stagnation begegnen

In den 80er Jahren zieht die Firma zweimal um und die Stagnation in der Wohnungswirtschaft sorgt zusätzlich für Unruhe. Wichtige Entscheidungen müssen getroffen werden. In diesen schwierigen Zeiten erweist sich der Firmenchef einmal mehr als hervorragender Krisen-Manager und bringt die Terrafinanz mit einer Reihe von wirkungsvollen Maßnahmen wieder auf Kurs.

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Jahre

1981 - 1990 1. Alt-Harlaching 2. Waldpark Trudering 3. Luftaufnahme vom Gewerbeprojekt in Deisenhofen

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Die 80er Jahre

• 1 986 zieht die Terrafinanz von Perlach in die Klausenburgerstraße in der Nähe vom inzwischen stillgelegten, alten Flughafen München-Riem. • Im Bereich der Terraintätigkeit werden in Regensburg Grundstücke für 450 Wohnungen erschlossen. Darüber hinaus hat die Terrafinanz auf den von ihr erworbenen Grundstücken u. a. Firmen wie EON, die Bundesbank, die Stadtsparkasse Regensburg sowie das Bay. Rote Kreuz angesiedelt. • Gebaut wird u.a. in Altperlach, in Unterhaching, in der Cosimastraße, in Alt-Taufkirchen, Waldtrudering, in Harlaching und in Dachau. • Die Stagnation in der Wohnungswirtschaft zwingt zu umfangreichen Sparmaßnahmen: von insgesamt 40 Mitarbeitern müssen ca. 20 entlassen werden. Die firmeneigene Planungsabteilung wird auf ein Minimum verkleinert und Planungsaufträge werden an externe Architekturbüros vergeben. Ebenso werden Buchhaltung und Hausverwaltung auf ein Minimum reduziert. • Die Söhne des Gesellschaftsgründers Gustav-Adolf Blum, Axel und Jürgen Blum, treten 1987 in die Terrafinanz ein. • 1989 zieht die Firma erneut um: von der Klausenburger Straße in den jetzigen Standort, den Stefan-George-Ring in München Bogenhausen • E s entsteht die Idee, in Budapest ein zweites Standbein zu errichten. Erste Verhandlungen werden geführt. 1990 kommt es zum Joint Venture in Ungarn. Möglich wird das nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs im September 1989, kurz vor der Wiedervereinigung Deutschlands am 9. November. • In der Terrafinanz werden IBM-Schreibmaschinen mit Textverarbeitungssystem angeschafft – ein paar Jahre später werden diese langsam durch Nixdorf-Computer ersetzt.

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• Mit Nixdorf wird ein erstes Programm für die Baubuchhaltung entwickelt, bis dahin wurde die Baubuchhaltung mit Karteikarten geführt.

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1. Gewerbe im Gustav-Heinemann-Ring in München 1993 2. Verleihungsurkunde: Bundesverdienstkreuz am Bande 3. Die Wohnanlage in Plauen - eines der ersten Projekte im Osten Deutschlands 4. Die Wohnanlage in Wartenberg bei Erding 4

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90 Die 90er Jahre

1991 - 2000

Im Zeichen des Wandels

Die 90er Jahre stehen ganz im Zeichen des Wandels. Mit der Deutschen Einheit und der Öffnung des Eisernen Vorhangs erschließen sich völlig neue Märkte für die Wohnungswirtschaft. Bauvorhaben in Ostdeutschland und in Ungarn erweitern das Spektrum und bieten Anfang der 90er Jahre neue Absatzmöglichkeiten. Das Zeitalter der Computer und Mobiltelefone hat in der Firma Einzug gehalten und sorgt für große Veränderungen im Arbeitsablauf der Mitarbeiter.

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1991 - 2000 1. Der Seidlpark in Erding 2. Der Manzopark in Untermenzing 3. Messestadt Riem - Kita 4. Der Kyberghof in Oberhaching 5. Die Gewerbeeinheit im Rupertihof in Freising

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Die 90er Jahre

• Die 90er Jahre beginnen mit dem Kauf eines Grundstückareals in Plauen. In den darauffolgenden Jahren werden in Plauen ca. 500 Eigentumswohnungen und Häuser errichtet. • Auch in Dresden und Gotha werden Grundstücke gekauft, erschlossen und mit Wohnungen bebaut. • 1995 wird in der Terrafinanz computermäßig aufgerüstet. Die Mitarbeiter erhalten ihre ersten Kurse in Word und Excel. • A b Mitte der 90er Jahre geht es auch wirtschaftlich erneut aufwärts, es gelingt, wieder gute Ergebnisse einzufahren. • 1997 wird ein firmeneigenes PC-Programm zur Durchführung der Lohn- und Gehaltsabrechnung angeschafft.

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• Für seine 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit auf dem Gebiet des Reitsports in Bund und Land verleiht die Dt. Reiterliche Vereinigung Herrn Gustav-Adolf Blum 1997 das Dt. Reiterkreuz in Gold. • Im Jahr darauf werden die ersten Mobilfunktelefone für die Mitarbeiter angeschafft. • 1998 wird Firmengründer Gustav-Adolf Blum das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. • Große Projekte in der Nähe des neuen Flughafens „Franz Josef Strauß“ sind Wartenberg, der Seidlpark in Erding, sowie der Rupertihof in Freising. • In vollem Gange sind die Bauarbeiten in der Neuen Messestadt Riem, auf dem Terrain des ehemaligen Münchner Flughafens.

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• In Ungarn, unter der Führung der neuen Firma „Terradom“, entstehen rund 100.000 m² Büroflächen und ca. 80 Häuser und 40 Wohnungen. Außerdem ist die Terradom ebenfalls im Bereich Terraintätigkeit aktiv und erschließt Grundstücke in und um Budapest herum (Näheres auf Seite 44 - 51).

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3 1. Die „Residenza Venezia“ in Pasing 2. Graffiti-Aktion: Der Bauzaun in der Messestadt Riem wird verschönert 3. Putzbrunn Fablhof 4. Graffiti-Aktion in der Messestadt Riem mit Oberbürgermeister Christian Ude

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00 Das neue Jahrtausend

2001 - 2011

Der Beginn einer neuen Ära

Die Jahrtausendwende sorgt für einen großen Einschnitt: Der Firmengründer GustavAdolf Blum zieht sich aus der Geschäftsführung zurück und übergibt die Verantwortung an seine Söhne. In den unruhigen Zeiten der globalen Finanzkrise muss sich die neue Führungsriege bewähren. Die Terrafinanz geht gestärkt aus der Rezession hervor und hat mit einer geschickten Firmenpolitik die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt.

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2001 - 2011 1. Romantikblick Unterhaching 2. Schwabing 20 20 3. Stargarder Straße 4. Die „Residenza Venezia“ in Pasing 5. Stargarder 25

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Die 2000er Jahre

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• 2001 scheidet der Gesellschaftsgründer und Seniorchef Gustav-Adolf Blum als Gesellschafter und Geschäftsführer bei allen Terrafinanz-Gesellschaften aus. Gesellschafter sind nunmehr Axel und Jürgen Blum. • Die wirtschaftliche Lage in Deutschland und die weltweit angespannte Situation auf den Finanz- und Kapitalmärkten bereiten der Branche große Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit den Banken. Von den Gesellschaftern ist höchste Konzentration und Anstrengung gefordert, um die Krise für die Firma abzufangen und zu meistern.

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• Verstärkung der Bauaktivitäten wieder mit dem Schwerpunkt in München: In einer der attraktivsten Städte Deutschlands ist Wohnraum hier zusehends gefragt. Die „Residenza Venezia“ entsteht in Pasing, in Putzbrunn der „Fablhof“ , in Schwabing „Schwabing 20 20“, in Giesing die „Giesinger Höfe“ und „NY. Living“ am Stiglmaierplatz, um nur einige der jüngeren Baumaßnahmen aufzuzählen.

37

Zeitgeist und Geschichte

Flyer Titelseite Projekt München-Waldperlach

Jahr

61 38

Die Terrafinanz Wohnbau wird gegründet.

Jahr

63

1960

John F. Kennedy besucht Deutschland.

Jahr

68

Der Olympiaturm in München wird eröffnet.

Jahr

69

Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond.

Quelle: Münchner Merkur, 5. November 1971 „Aus den Münchner Stadtvierteln Ost“

Jahr

70

Der erste „Tatort“ wird ausgestrahlt.

1970

Jahr

72

In München finden die XX. Olympischen Sommerspiele statt.

Jahr

74

Deutschland ist WM-Gastgeber und wird Fußballweltmeister.

Jahr

75

Bill Gates und Paul Allen gründen Microsoft.

39

Zeitgeist und Geschichte

Flyer Titelseite Projekt München-Solln 1977-1980

Jahr

76 40

Steve Jobs und Steve Wozniak gründen Apple.

Jahr

80

1980

„Die Grünen“ werden gegründet.

Jahr

82

Helmut Kohl wird Bundeskanzler.

Jahr

83

Motorola bringt das erste Handy auf den Markt.

Jahr

84

Einführung des Privatfernsehens in Deutschland

Jahr

89

9. November Fall der Berliner Mauer

Jahr

90

Wiedervereinigung Deutschlands

1990

Jahr

91

Eröffnung des neuen Münchner Flughafens „Franz Josef Strauß“

41

Zeitgeist und Geschichte

Jahr

93 42

Christian Ude wird Oberbürgermeister von München.

Jahr

96

Deutschland gewinnt die Fußball-EM.

Jahr

00

Der 1. FC Bayern München feiert seinen 100. Geburtstag.

Jahr

02

2000

Einführung des EURO in der EU

MÜNCHENS TOP-ADRESSEN

OBERSENDLING/ SOLLN

MAXVORSTADT CITYLAGE

PASING ZENTRUM

BOGENHAUSEN

ISAR TOWER®

NE U

Traumhafte Wohnungen mit Weitblick am herrlichen Isar-Hochufer z.B.: 2-Zi.-Whg., 2. OG, ca. 63 m2 Wfl., € 265.900,– 2,5-Zi.-Whg.,5. OG, ca. 64 m2 Wfl., € 283.800,– 3-Zi.-Whg., 8. OG, ca. 81 m2 Wfl., € 399.900,– 4-Zi.-Whg., 9. OG, ca. 101 m2 Wfl., € 549.900,– 4-Zi.-Whg., 14. OG, ca. 186 m2 Wfl., € 1.489.850,–

Wohnanlage im Bau

Info-Tel:

Info-Tel: 089 / 93 000 55 00 oder unter www.nymphenburg-living.de

0800 / 93 000 70 (gebührenfrei)

Ein Gemeinschaftsprojekt der Terrafinanz und Baywobau.

oder unter www.isar-tower.de

Baubeginn erfolgt

NEU

Wohnen in den Nymphenburger INNENHÖFEN Hochelegante Eigentumswohnungen: 3-Zi.-Whg., ca. 125 m2 Wfl., 6. OG + DG mit großer Südterrasse, Dachgarten € 1.214.900,– 4-Zi.-Whg., ca. 205 m2 Wfl., 2. OG, mit 2 Balkone und großer Süd-Loggia € 1.591.400,–

ICE

Premiumwohnungen in echter Münchner Spitzenlage, z.B: 2-Zi.-Whg., 1. OG, ca. 59 m2 Wfl., 3-Zi.-Whg., 2. OG, ca. 88 m2 Wfl., 3-Zi.-Whg., 2. OG, ca. 100 m2 Wfl., 4-Zi.-Whg., 1. OG, ca. 132 m2 Wfl.,

€ 426.200,– € 637.200,– € 738.400,– € 951.100,–

Info-Tel: 089 / 930 005 241 oder unter www.odinshain.de

BUS

Wohnen mitten im Zentrum: Eigentumswohnungen mit Terrassen, Balkonen oder Dachterrassen. 1-Zi.-Whg., 2. OG, ca. 45 m2 Wfl., € 205.500,– 2-Zi.-Whg., 2. OG, ca. 62 m2 Wfl., € 280.000,– 3-Zi.-Whg., EG, ca. 88 m2 Wfl., € 366.100,– 4-Zi.-Whg., 2. OG, ca. 112 m2 Wfl., € 488.800,– Info-Tel: 0800 / 93 000 50 (gebührenfrei) oder unter www.pasinger-tor.de

Ein Gemeinschaftsprojekt der Terrafinanz und Baywobau.

Ihre Wohnimmobilie auf www.terrafinanz.de www.facebook.com/terrafi nanz

Jahr

05

Angela Merkel wird Bundeskanzlerin.

Jahr

06

Das „Sommermärchen“: Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland.

www.twitter.com/terrafi nanz

Jahr

08

www.youtube.com/terrafi nanz

Barack Obama wird 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Wir bauen München. Seit 1961.

Jahr

11

Die Terrafinanz Wohnbau feiert ihren 50. Geburtstag.

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1

2

1. Der malerische Blick über die Donau auf Budapest 2. Das aktuelle Team der Terradom in Budapest 3. Der Terrapark in Budaörs (Stadtteil von Budapest) 1997 3

44

B Budapest

1990 - 2011

Terradom: Wir leben Europa – unsere Dependance in Ungarn Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs öffnen sich die Märkte in Osteuropa und es entsteht die Idee, in Budapest ein zweites Standbein zu errichten. Erste Verhandlungen werden geführt und 1990 kommt es dann zum Joint Venture in Budapest.

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1

JahrE

1990 - 2011 1. Der Terrapark in Budaörs (Stadtteil von Budapest) 1997 2. Luftaufnahme von Budaörs 1997

1

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Budaörs 1989

1997

1

• Gründung Terradom: 1989 mit ca. 15 Mitarbeitern • Unter der Rigide der neuen Firma entstehen in Budapest ca. 80 Reihen- und Doppelhäuser sowie ca. 40.000 m2 Büroflächen.  Margit Palace: Bürogebäude im Herzen Budapests direkt an der Donau mit Blick auf das Parlament.  K risztina Palace: im 12. Bezirk wird gemeinsam mit einem belgischen Partner ein hochmodernes Bürohaus gebaut. • Der „Terrapark“ in Budaörs nahe der Stadtgrenze Budapests ist ein bedeutender Standort im Eigentum der Terradom. Bis heute sind dort ca. 80.000 m2 Büro- und Ladenflächen sowie ca. 350 Wohneinheiten entstanden. Weitere 80.000 m2 Baurecht sind vorhanden. 2

• Betreuung von ca. 70.000 m2 Büroflächen als Fremdverwalter

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1

JahrE

1990 - 2011 1. Der Terrapark in Budaörs 2002 2. Büroräume im Terrapark in Budaörs 3. Der Terrapark in Budaörs: Das schwedische Möbelhaus vor Ort

1

2

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Budaörs

TERRAPARK M O R E

T H A N

O F F I C E S

2002

1

3

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Margit Palace Symbiose von denkmalgeschützter Halle und modernster Büroarchitektur 2002

50

1

2

Krisztina Palace Modernes Office in einem Budapester Nobelbezirk 1. 3D Visualisierung Eingangshalle Krisztina Palace 2. 3D Visualisierung Büroraum Krisztina Palace 3. 3D Visualisierung Fassade Krisztina Palace 2008

3

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Ausblick Exzellente LAGE IM HERZEN Münchens

Maxvorstadt NY.LIVING Mit dem ehemaligen Löwenbräu-Gelände am Stiglmaierplatz hat sich die Terrafinanz, gemeinsam mit ihrem Partner Baywobau, im Jahr 2008 das letzte große Bauquartier in der Münchner Innenstadt gesichert. Hier erstellt die gemeinsam gegründete NY.Living-Projektgesellschaft vom kompakten Apartment über die elegante Maisonettewohnung bis zur glamourösen Dachterrassenwohnung eine einzigartige Vielfalt an exklusiven Neubau Eigentumswohnungen.

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Sagenhaft wohnen am Park

Bogenhausen Odinshain Mit dem Wohnensemble „Odinshain“ bringt die Terrafinanz ein seltenes Juwel an den Münchner Immobilienmarkt. Passend zur edlen Lage im „Richard-Wagner-Viertel“ entstehen hier sagenhaft schöne, exklusive 2- bis 4-Zimmer-Eigentumswohnungen der Luxusklasse.

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Herzlich willkommen im neuen Pasing

Pasing Pasinger Tor Mitten im neuen Pasinger Zentrum bauen wir die EigentumsWohnanlage „Pasinger Tor“. Dieser Name ist dem Gedanken „Das Tor zur Welt“ entlehnt: Die Nähe zum ICE-Bahnhof, zur S-Bahnstation, zur Autobahnauffahrt und zur Münchner City machen die Lage zu einem verkehrstechnisch einmalig guten Ausgangspunkt für eine optimale Mobilität in jede Richtung und auf jede Art.

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ISAR TOWER®

Wohnen mit Weitblick

Obersendling Isar Tower Dieser moderne, einzigartige Wohnturm entsteht in idealer Lage auf dem Areal der „Südseite“, einem innovativen Städtebauprojekt in Obersendling/Solln. Auf dem ehemaligen Siemensgelände werden innerhalb der nächsten zwei Jahre insgesamt 450 Millionen Euro in Wohnraum, Arbeitsplätze und Infrastruktur investiert. So entsteht im Münchner Süden ein enormes Plus an Lebensqualität für die künftigen Bewohner.

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Unser Team Die Zukunft hat ein GEsicht

geschäftsführende Gesellschafter

Axel Blum

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Jürgen Blum

Assistentin der Geschäftsführung/ Personal

Brigitte Fertich

Finanz- und Rechnungswesen

Norbert Kiss Angela Mittelstrass Günter Köhlik Johanna Fuchs Michael Sigl

Grundstückseinkauf/ Wohnwirtschaftliche Verkaufsabwicklung

Alfred Hollmann Verena Schram Kerstin Zellner Helga Fischbach

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50 50 Jahre Erfolg – Ein herzliches Dankeschön an alle unsere Mitarbeiter

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Technische Projektleitung

Markus Sennrich Gerti Kreinberger Nicolo Milioto Carsten Richter Thomas Eck

Kalkulation/ Vergabe

Danny Klettke Corinna Grellmann Wolfgang Sommer

Teamassistenz

Claudia Lecker Elfriede März Julia Handschuher Maria Kuttenlochner

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Verkaufsleitung/ Marketing

Gerold Maucher Cathrin Eggl Ute Interthal Petra Harrich Ingo Köhler-Asam Manuel Holler

Verkauf

Claudia von Dahmen Wolfgang von Dahmen Gilbert Denzer Ulrich Gasser Robert Härter Ulrich Henkel

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VERKAUF

FriederikeLipp Gerhard Nörr Peter Reichl RomanRichter

VERMIETUNG/ VERWALTUNG

Alexander Voigt Bärbel Miersch

AUSSENSTELLE PLAUEN

Erika Stief ManfredZwicker

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Messe 2010 Eigentum & Wohnen

„Einfach besser finden“ Ein Wortspiel, das auch auf unseren gelungenen Internetauftritt hinweist.

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Ny. living Ein guter Grund zum Feiern: Richtfest in NY.LIVING Die hocheleganten Eigentumswohnungen im Herzen Münchens nehmen Gestalt an. Am Donnerstag, den 15.09.11, wurde mit mehreren hundert Gästen groß gefeiert. Die Künstlerin Ameli Neureuther präsentierte die Richtplatte aus Nymphenburger Porzellan, die zukünftig den Eingangsbereich der Gebäude zieren wird.

1

1. A meli Neureuther gestaltete die Richtplatte aus Nymphenburger Porzellan. 2. Im Atrium der Nymphenburger Innenhöfe 3. A xel Blum ersteigerte das Trikot des Bayernkeepers Manuel Neuer.

2

Ein weiteres Highlight war die Versteigerung von Gemälden, die im Rahmen eines Wettbewerbs an der Münchner Kunstakademie entstanden sind. Auch das Trikot von Fußballstar Manuel Neuer kam unter den Hammer. Den Erlös von stolzen 15.000,- EUR nahm der Torwart des FC Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft für seine Jugend-Stiftung dankend entgegen.

3

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Mallorca 2011 Auch in der Freizeit sind wir ein gutes team

Ein Wochenende auf Mallorca im Oktober Impressionen von einem Betriebsausflug der etwas anderen Art. 50 Jahre Terrafinanz – ein Moment der Freude, den wir alle teilen durften.

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ZahlenspielE Aspekte aus 50 jahren FIrmengeschichte

ca.

300.000 Interessenten wurden in 50 Jahren von der Terrafinanz zum Thema Wohneigentum beraten.

ca.

Mitarbeiter beschäftigt Terrafinanz im Jubiläumsjahr 2011.

1.500

Reihenhäuser und Doppelhaushälften wurden erstellt.

50 7.000.000

ca.

Auszubildende und Praktikanten haben bei der Terrafinanz verschiedene technische und kaufmännische Berufe erlernt.

ca.

über

30.000 Menschen haben in einem TerrafinanzHeim ein neues Zuhause gefunden.

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Quadratmeter Bauland wurde entwickelt und bebaut.

ca.

12.000

Wohnungen hat die Terrafinanz gebaut und verkauft.

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Ladenzentren und Bürogebäude wurden von der Terrafinanz geplant und errichtet.

Impressum Herausgeber: Terrafinanz Terrain- und Wohnungsbaugesellschaft mbH & Co. KG Stefan-George-Ring 23 . 81929 München Telefon 0 89 / 93 00 05-0 . Fax: 0 89 / 93 00 05-133 eMail: [email protected] . www.terrafinanz.de V. i. S. d. P.: Persönlich haftende Gesellschafterin: Terrafinanz Terrain- und Wohnungsbau GmbH mit Sitz München Registergericht München HRB 5429 Geschäftsführer: Dipl.-Oec. Axel Blum, Assessor Jürgen Blum Alle Informationen, Texte, Bilder und Grafiken unterliegen dem Schutz des Urheberrechtes und anderer Schutzgesetze. Sie sind, soweit keine anderen Eigentumsvorbehalte greifen, Eigentum der Terrafinanz Terrain- und Wohnungsbau-Gesellschaft mbH & Co. KG. Text und Redaktion: Christina Blum, München Text, Redaktion und Gestaltung: pool 91 Werbeagentur GmbH, München, www.pool91.de Zweite Auflage, erschienen im Dezember 2011, Auflage 2.000 Stück

Terrafinanz Terrain- und Wohnungsbaugesellschaft mbH & Co. KG Stefan-George-Ring 23 81929 München