Führend - BVS Bayern

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Ausgabe Oktober/November B 6407 E SPOKA Offizielles Organ des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes Bayern Führend Schwitzend Verbindend ...

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Ausgabe Oktober/November B 6407 E

SPOKA

Offizielles Organ des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes Bayern

Führend Schwitzend Verbindend

5/2011

BKV und BVS Bayern unterzeichnen Kooperationsvertrag 11. Vdk-BVS-Radltour Integratives Schwimmfest in Nürnberg

Spoka 5/2011 EDITORIAL 3

2 INHALT Spoka 5/2011

Inhalt Spoka 5/2011

VdK

Titelthemen

Inklusion

05 Führend BKV und BVS unterzeichnen Kooperationsvertrag

11 EISs-Siegel verliehen 12 Die Unified Wasserratten

Aus den Bezirken 22 Oberbayern Silber für Team Germany

Sport

13 Verbindend Integratives Schwimmfest

14 Rudern Bronze für Anke Molkenthin

25 Oberpfalz Bezirksmeisterschaft im Feldboccia

15 Tischtennis Walter Kilger nimmt Abschied

25 Oberfranken Bezirkswandertag

16 Schwimmen Deutsches Team paralympics-reif

28 Mittelfranken 50 Jahre Kegelabteilung der RVSG

17 Paracanoeing 1. Deutsche Meisterschaft

29 Unterfranken 1. Platz in Handicap-Klasse

19 Rollstuhltanz Zuschauer aus aller Welt begeistert

29 Schwaben Riesiges Erlebnis Nordjütland

04 Bayerischer Sportpreis an Norbert Gau 06 3. Landesfrauenaktivtag 08 Projekt ‚Berufsausbildung und Sport‘ erfolgreich gestartet 10 Termine

Haus Unterjoch

Jugend

30 Sport- und Freizeitwoche Mittelfranken

09 Deutsch-tschechischer Jugendaustausch

31 Preisrätsel

10 Rolltreppe fahren ist cool!

07

09

Liebe Leserinnen und Leser,

24 Niederbayern 17. Wandertag des BVS-Bezirks

07 Schwitzend 11. Vdk-BVS-Radltour

Verband

GELEBTE INKLUSION

20 Sammlung ‚Helft Wunden heilen‘ vom 15. Oktober bis 13. November

13

30

es gibt Lebkuchen und Weihnachtsgebäck zu kaufen ….- ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Sommer vorbei ist! Und damit auch die Saison für viele Sportler, die in erster Linie im Sommer aktiv sind. Wie unsere Radfahrer, die bei der gerade erst zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft im Paracycling im dänischen Roskilde aber schnell noch ein paar Medaillen geholt haben! Wieder einmal fuhren die ‚alten Hasen‘ Michael Teuber und sein Teamkollege Erich Winkler auf die Plätze 1 und 2, aber auch Nachwuchsfahrerin Denise Winkler aus Bad Kötzting stand in ihrer Klasse ganz oben auf dem Treppchen – herzlichen Glückwunsch an unsere erfolgreichen Bayern!

Impressum Inhaber und Verleger BVS Bayern Landesgeschäftsstelle Georg-Brauchle-Ring 93 80992 München Tel. (089) 544189-0, Fax 544189-99 E-Mail: [email protected] Internet: www.bvs-bayern.com Präsident Hartmut Courvoisier Rotdornweg 7, 86830 Schwabmünchen Redaktion, Layout & Anzeigen Uschi Zimmermann, BVS Bayern Tel. (09371) 9486090, Fax 9486091 E-Mail: [email protected] Druck phg GmbH Ammannstraße 12, 86167 Augsburg, Tel. (0821) 999 89-0 Fax (0821) 999 89-90 Internet: www.phg-online.de klimaneutral Auflage gedruckt 5.500 Exemplare Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr Bezugspreis Jahresabo (6 Ausgaben) 2,50 € für BVS-Mitglieder Versandkostenbeitrag; Nichtmitglieder 12,00 €/Jahr (inkl. MwSt. und Versand) Hinweis Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingesandte Artikel zu kürzen. natureOffice.com | IT-213-182123

Für die Kanuten endete die diesjährige Sommersaison hingegen noch nicht ganz mit der 1. Deutschen Meisterschaft im Paracanoeing, die Mitte September in Oberschleißheim ausgetragen wurde. Nachdem die Medaillen an Irmgard Bruck und Michael Schmidt überreicht waren, unterzeichneten die Präsidenten des Bayerischen Kanu-Verbandes (BKV) und des BVS Bayern einen Kooperationsvertrag, der in dieser Form einmalig in den deutschen Bundesländern ist. Wir nehmen hier, aber auch in der breitensportlichen Grundlagenarbeit, bisher eine absolute Sonderstellung im Bereich des deutschen Kanusports für Menschen mit Handicap ein. Auch vom Schwimmen – einer weiteren Sommersportart – gibt es Erfreuliches zu vermelden: Beim diesjährigen Schwimmfest in Nürnberg hatten sich so viele Teilnehmer wie noch nie angemeldet! Chronisch kranke Kids waren ebenso am Start, wie zwei Rollstuhlfahrer und eine E-Rolli-Fahrerin sowie 37 Kinder ohne Handicap. Genau das verstehen wir unter Inklusion, und das haben sich auch die Abteilung für Behinderten- und Inklusionssport der DJK München und der TV 1848 Erlangen auf ihre Fahnen geschrieben. An beide Vereine/ Abteilungen hat der BVS Bayern aktuell das Prädikat ‚EISs‘ (Erlebte Integrative Sportschule) verliehen. Das Schlagwort ‚Inklusion‘ steht auch im Mittelpunkt des diesjährigen Symposiums Inklusionssport am 8. Oktober, bei dem hochkarätige Referenten aus den Bereichen Bildung und Wissenschaft das Thema aus ihrer Sicht beleuchten. Über neue Erkenntnisse aus Theorie und Praxis berichten wir dann in der letzten SPOKA-Ausgabe in diesem Jahr. Mit Beiträgen von der VdK-BVS-Radltour und dem deutsch-tschechischen Jugendaustausch sowie vielen anderen interessanten Beiträgen rund um den Verband, die Bezirke und unsere Vereine blicken wir in dieser Ausgabe noch einmal auf unsere Sommeraktivitäten zurück, bevor wir voller Elan in den Herbst starten. Kommen Sie doch mit! Ihr

Spoka 5/2011 Informationen aus dem VERBAND 5

4 Informationen aus dem VERBAND Spoka 5/2011

Besuch aus der Türkei Aus Çorlu in der Provinz Tekirda, 150 km westlich von Istanbul, kam die Besuchergruppe, die sich Anfang August in der Landesgeschäftsstelle über die Arbeit des BVS Bayern informieren wollte. 13 Berufsschullehrerinnen und -lehrer sowie der Leiter des dortigen Arbeitsamts waren im Rahmen des EU-Projektes mit dem wohlklingenden Namen Leonardo da Vinci 14 Tage lang auf einer beruflichen Bildungsreise im Raum Bayern unterwegs, um Schulen, Verbände und Bildungsinstitutionen zu besuchen. Ein mitgereister Dolmetscher übersetzte die vielen Fragen, die im Anschluss an die Präsentation des BVS-Geschäftsführers Dieter Boede gestellt wurden. Dabei in-

BVS Bayern bietet Ausbildung zum Ski Instructor Behindertensport an

teressierten sich die Gäste vor allem für die Nachwuchsarbeit des Verbandes und das Thema Rehabilitationssport sowie die Inklusion von Menschen mit geistiger

Jetzt erst Recht Bayerischer Sportpreis für Norbert Gau Im Rahmen einer großen Jubiläumsgala in der Münchner BMW-Welt hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer Sportpersönlichkeiten und Nachwuchshoffnungen mit dem Bayerischen Sportpreis 2011 ausgezeichnet. Seehofer: „Zehn Jahre Bayerischer Sportpreis zeigen: Das bayerische Herz schlägt für den Sport auch ohne Olympia 2018.“ Der Bayerische Sportpreis gehört zu den begehrtesten Auszeichnungen im deutschen Sport. Im Jubiläumsjahr fand die Veranstaltung erstmals in der BMW-Welt statt. In der Kategorie ‚Jetzt-erst-rechtPreis‘ für die vorbildliche Überwindung

Erleichterungen für bis zu 1,4 Millionen Bahnreisende mit Behinderungen „Ab heute können Menschen mit Schwerbehindertenausweis den gesamten Regionalverkehr in Deutschland kostenlos nutzen, wenn sie ein entsprechendes Beiblatt mit Wertmarke haben. Ich begrüße dies sehr“, so der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Hubert Hüppe. Damit zieht die Deutsche Bahn eine entsprechende gesetzliche Änderung vor. Bisher beschränkte sich die sogenannte ‚Freifahrtregelung‘ auf Nahverkehrszüge in einem Umkreis von 50 Kilometern um den Wohnort des behin-

derten Menschen, auf Züge in sogenannten ‚Verkehrsverbünden‘ sowie auf einige weitere öffentliche Verkehrsmittel. Hüppe weist darauf hin, dass neben den Fahrscheinen zukünftig auch das Streckenverzeichnis entfällt und von Bahnreisenden nicht mehr mitgeführt werden muss. Das Streckenverzeichnis bildete die Strecken ab, die der behinderte Bahnreisende im Umkreis von 50 km um den Wohnort nutzen durfte. Die Änderungen sind zum 1. September 2011 in Kraft getreten. Redaktion

Behinderung – speziell auch im Fußball – der beliebtesten Sportart in der Türkei! Redaktion eklatanter Schwierigkeiten im Sport ging die Auszeichnung an Norbert Gau aus Erdweg. Seit einem Bergunfall im Jahre 1981 ist der Oberbayer an den Rollstuhl gefesselt. Doch dieser schwere Schicksalsschlag konnte Gau nicht entmutigen. Mit Disziplin und hartem Training erfüllte sich der leidenschaftliche Sportschütze einen Traum: die Silbermedaille bei den Paralympics in Peking in der Einzelwertung. Gau ist Drittplatzierter der Europameisterschaft 2005 (Einzel) und 2007 (Mannschaft), mehrfacher Deutscher und Bayerischer Meister sowie Pokalsieger des Deutschen Schützenbundes. Bayerische Staatskanzlei/Redaktion

Auch in diesem Winter bietet der BVS Bayern wieder eine Ausbildung zum Ski Instructor Behindertensport an. Die Ausbildung ist in vier Module gegliedert und umfasst 90 Lerneinheiten, in denen die Teilnehmer die Techniken des alpinen Skilaufs und deren behinderungsspezifische Besonderheiten erlernen. Ebenso zu den Ausbildungsinhalten gehören Lawinenkunde, Trainings- und Bewegungslehre sowie Informationen zu Ausrüstung und Geräten für Skiläufer mit Behinderung. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten die Teilnehmer die Lizenz ‚Ski Instructor Ski Alpin Behindertensport‘ sowie den IVSI-Ausweis von Interski Deutschland, der von allen Verbänden und Liftbetreibern anerkannt wird. Die Lehrgangsgebühr beträgt 130,- € für DBS-/BVSMitglieder. Interessenten müssen den Übungsleiterblock 10 (DBS-Ausbildungsrichtlinien ‚Sport für Menschen mit Behinderung‘) nachweisen und über angemessenes skisportliches Können verfügen. Modul 1: 16.-18.12.2011, Allgäu Modul 2: 12.-15.01.2012, Bischofswiesen Modul 3: 27.-29.01.2012, Unterjoch

Informiert Änderungen im Bezirksvorstand: Oberbayern: Peter Peters ist nicht mehr Mitglied des Vorstandes; neue Jugendwartin (komm.): Johanna Gantner, Farrenpointstr. 13, 83059 Kolbermoor, Tel. 08031-236959, E-Mail: [email protected] Unterfranken - neue E-Mail-Adresse: Barbara Beckmann, Bezirksvorsitzende Unterfranken: [email protected] (E-Mails bitte nur noch an diese Adresse senden!) Änderungen in den Vereinen: neue komm. Vorsitzende der VSG Rehau: Karin Janske, Röthelbergweg 2, 96120 Bischberg, Tel. 0951-9684242

Modul 4: 09.-11.03.2012, Unterjoch Fahrt- und Liftkosten sowie Übernachtungen und Verpflegung sind in der Lehrgangsgebühr nicht enthalten. Mehr Informationen bei Landeslehrwart Jan Keller, Tel. (0821) 5893911, oder per Mail unter jan. [email protected] Redaktion

Führend in Deutschland: BKV und BVS unterzeichnen Kooperationsvertrag

Der Kooperationsvertrag wird unterzeichnet: v. l. Michael Schmidt (BKV-Vizepräsident), Georg Steibl (BVS-Vizepräsident), Walter Schöfbeck (Geschäftsstellenleiter BKV), Hartmut Courvoisier (BVS-Präsident), Klaus Dieter Boede (Geschäftsführer BVS), Oliver Bungers (BKV-Präsident)

Oberschleißheim. Der Rahmen hätte passender nicht sein können: Anlässlich der 1. Deutschen Meisterschaft im Paracanoeing unterzeichneten Oliver Bungers, Präsident des Bayerischen Kanu-Verbandes (BKV), und Hartmut Courvoisier, Präsident des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes Bayern (BVS), den Kooperationsvertrag zwischen Bayerischem Kanu-Verband und dem Behinderten- und RehabilitationsSportverband Bayern. Prominente Gäste aus Sport und Politik, u. a. die bayerische Behindertenbeauftragte Irmgard Badura, Sportamtsleiter Rudolf Behacker und der Präsident des Bayerischen Ruderverbandes, Thomas Stamm, hatten sich dazu eingefunden und zollten dem wegweisenden Ereignis Beifall. Die Münchner Stadträtin Christiane Hacker gratulierte in ihrem Grußwort zu diesem historischen Ereignis. Ministerialrat Professor Wolfgang Caselmann als Vertreter des Bayerischen Gesundheitsministeriums überbrachte die Glückwünsche der Bayerischen Staatsregierung und überreichte dem Sieger dieser 1. Deutschen Meisterschaft im Paracanoeing, Michael Schmidt (WWC Gemünden), den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten.

Der Freistaat Bayern ist das erste deutsche Bundesland, in dem eine solche Kooperation durchgeführt und besiegelt wird. Zwei Jahre sind seit den ersten Gesprächen zwischen beiden Verbänden vergangen. Damals waren BKV und BVS ihrer Zeit weit voraus. Erst im Dezember 2010 war beschlossen worden, dass der olympische Kanurennsport als Paracanoeing ab Rio de Janeiro 2016 paralympische Disziplin sein wird. Diese Kooperation ist bereits seit Längerem mit Leben erfüllt: Erste Lehrgänge für Menschen mit Behinderung werden seit Juli 2010 gemeinsam durchgeführt, und die Ausbildung zum Fach-Übungsleiter Kanusport wird künftig durch ein Modul ‚Behindertensport‘ ergänzt. Zum besseren Start in den neuen paralympischen Wettkampfsport übergab Eva Jackermeier, die Vorsitzende des Kanu-Regattavereins München, zwei nagelneue, behindertengerechte Rennkajaks an den Bayerischen Kanu-Verband. Paracanoeing wird bereits in den bayerischen Vereinen MTV München, WWC Gemünden, WSG Kleinheubach, Straubinger KC und RP Augsburg betrieben. Redaktion

Spoka 5/2011 Informationen aus dem VERBAND 7

6 Informationen aus dem VERBAND Spoka 5/2011

Muskelkater ist vorprogrammiert 3. Landesfrauenaktivtag Erlangen. Der 3. Landesaktivtag für Frauen/Mädchen im BVS Bayern stand unter dem Motto Gehirnjogging, Line Dance und Yoga für Anfänger. Die Beauftragte für Frauen/Mädchen, Roswitha Franke, begrüßte 24 Teilnehmerinnen und auch den Busfahrer als Teilnehmer. Ihm war nichts anderes übrig geblieben, als mit der Damengruppe mitzumachen. Wo sonst hätte er sich aufhalten sollen, bis der Aktivtag abgeschlossen war? Aber so merken auch die Männer: Wir Frauen tun etwas und halten nicht nur Kaffeeklatsch. Viel zu kurz! Beim Gehirnjogging mit Anita Eisele verging die Zeit wie im Flug, da wir Frauen sehr intensiv mitmachen mussten. Die Referentin brachte ihr Thema sehr informativ und überhaupt nicht trocken rüber. Alle waren einhellig der Meinung: Viel zu kurz! Und wir hatten festgestellt: Auch im Alter kann man noch eine Menge lernen.

Von wegen Entspannung! Wir merkten schon bald: Einfach ist es nicht. Nach drei Tänzen hatten wir viel gelernt, doch auch der Schweiß lief, und Muskelkater war vorprogrammiert. Aber man kann viele Elemente aus den Tänzen herausnehmen und in die Übungsstunden mit einbringen, stellten wir fest. Nach der Mittagspause dachten wir, jetzt - beim Yoga für Anfänger - erwartet uns Entspannung. Aber ganz so war es nicht. Auch unter Referentin Mirella Savegnago waren alle sehr aktiv bei der Sache. Nur auf der Matte liegen oder sitzen war nicht! Es wurden alle Körperteile in Bewegung gesetzt. In ruhiger Art, aber deswegen nicht weniger anstrengend. Mirella Savegnago gebührt noch ein be-

sonderer Dank, denn sie sprang für eine Referentin ein, die für dieses Thema erst Anfang der Woche abgesagt hatte. Und 2012? Beim Abschlussgespräch äußerten sich alle hoch zufrieden über den tollen und interessanten Tag. Jeder konnte viel mit nach Hause nehmen. Und die nächste Frage war: Wann, wo und was ist 2012? So viel konnte die Landesbeauftragte schon mitteilen: 2012 findet der Landesfrauenaktivtag des BVS Bayern am 7. Juli in Augsburg statt. Themen werden unter anderen sein: Textilmuseum, Wanderung und Orientalische Tänze für Ältere. „Wir sind dabei“, diesen Satz hörte Roswitha Franke am Schluss immer wieder, „und wir freuen uns schon!“ Auch an Anita Eisele noch einmal ein herzliches Dankeschön. Sie hatte die Arbeit vor Ort und alles perfekt organisiert. Roswitha Franke

Freude am Fahren - die 11. VdK-BVS-Radltour Wenn 194 Menschen bei 32° Grad im Schatten auf Gefährten aller Art fröhlich pfeifend durch Weinberge kutschieren, dann kann es dafür nur einen Grund geben: Sie sind Teilnehmer der VdK-BVSRadltour! Wie in jedem Jahr stand denn auch bei der elften Auflage der Tour der Spaß im Vordergrund, nicht die sportliche Höchstleistung – das betonte Organisator Hans Preuschl noch einmal bei der Eröffnung in Schweinfurt. Die Veranstaltung führte heuer zum ersten Mal durch Mainfranken, worüber sich der Bezirksausschussvorsitzende von Unterfranken, Heinz Heeg, besonders freute. Schließlich stellt der Regierungsbezirk Unterfranken 74.000 der insgesamt 595.000 VdK-Mitglieder in Bayern. Auch für Hartmut Courvoisier, den Präsidenten des BVS Bayern, war gute Laune der wichtigste Motivator für die drei Tagesetappen, die er gemeinsam mit seiner Ehefrau Christa absolvierte. „Sommer wird’s, wenn die VdK-BVSRadltour startet“, davon ist der Stellvertretende Landesgeschäftsführer des VdK Bayern, Michael Pausder, überzeugt – und der strahlend blaue Himmel über Schweinfurt gab ihm Recht! Pünktlich um 9.15 Uhr gab Pausder das Startzeichen mit der roten Flagge, und der Tross setzte sich in Bewegung.

Line Dance mit Helga Wieser fand in der Turnhalle statt. Beim ersten Tanz waren noch alle Frauen mit dabei. Der dritte Tanz war dann doch etwas schwieriger, aber auch das Zuschauen machte viel Spaß. Und auch im Sitzen konnte man gut mitmachen, wie Sophie Heidenheimer aus Augsburg vormachte. Sie sitzt im Rollstuhl und beteiligte sich aktiv.

Die meisten Teilnehmer sind bereits zum wiederholten Mal dabei, manche fahren

die Tour sogar schon im neunten Jahr mit! Mit von der Partie war auch wieder Max Egersdoerfer, mit seinen 84 Jahren zwar immer noch der älteste Teilnehmer, aber topfit und hoch motiviert! Der jüngste Radler war diesmal der neunjährige Kay Sadlo, er kam mit Opa Franz, der außer Kay noch zwei weitere Enkel im Schlepptau hatte. Vom Hotel Mercure auf der Maininsel in Schweinfurt ging es am ersten Tag in Richtung Volkach. 30,7 km waren am Vormittag zu bewältigen, bevor man sich nach einem kurzen, aber heftigen Anstieg auf der Hallburg zur Mittagsrast traf. Der Rückweg führte die Radler dann über Obervolkach, Zeitlitzheim, Unterspießheim und Schwebheim zurück nach Schweinfurt, immer angeführt von zwei Radlpolizisten aus Schweinfurt.

feld zurück zum Hotel. Auch am dritten Tag waren bei den Fahrerinnen und Fahrern keine erkennbaren Schwächen zu bemerken, im Gegenteil! Bei der Abschlussveranstaltung am Abend wurden Tanzbeine und Rollstühle noch einmal heftig im Takt der Musik geschwungen! In den Tanzpausen gab es schon die Bilder zu sehen, die Edi Schieder entlang der Fahrtrouten geschossen hatte, auch manch‘ entlarvendes Motiv … Hans Preuschl bedankte sich noch einmal bei allen Mitorganisatoren, den Helfern, den ‚Gelben Engeln‘ sowie dem Hotelpersonal und versprach eine tolle Tour für das Jahr 2012 in der Holledau – bei der sicher wieder viele bekannte Gesichter zu sehen sein werden! Redaktion

Für den zweiten Tag war die Wettervorhersage schlecht, was die erfahrenen Radltour-Mitfahrer jedoch überhaupt nicht schrecken konnte. Schon eine halbe Stunde vor der geplanten Abfahrtszeit standen die ersten Radlerinnen und Radler in den Startlöchern am Parkplatz vor dem Hotel. Die zweite Etappe war die kürzeste: Insgesamt 47,6 km waren zurückzulegen bis nach Kolitzheim und zurück über Lindach, Wipfeld und Bergrheinfeld nach Schweinfurt. Am Samstag ging es dann bei schwülem Sommerwetter über Haßfurt nach Kleinaugsfels zur wohlverdienten Mittagspause und hinterher über Horhausen und Senn-

Pilotprojekt ‚Rollikids‘ mit Multiplikatoren-Lehrgang Zwölf junge Handbikerinnen und Handbiker wurden fit gemacht für den Straßenverkehr. Das Sicherheitstraining ‚Handbike für Kinder und Jugendliche‘, ein Pilotprojekt der Abteilung Rollikids des Deutschen Rollstuhlsportverbands (DRS), wird von der Präventionskampagne ‚Risiko raus!‘ und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) unterstützt. „In Zukunft werden immer mehr Schülerinnen und Schüler mit einem Handicap zum gemeinsamen Unterricht eine allgemeinbildende Schule besuchen und für den Weg dorthin am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Viele Kinder und Jugendliche mit Bewegungsein-

schränkungen in den Beinen nutzen dafür ein Handbike“, erklärte Ute Herzog, die Initiatorin des Sicherheitstrainings. „Hier können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit zahlreichen Übungen das richtige Verhalten in Alltagssituationen trainieren.“ Neben theoretischem Grundwissen rund um die Nutzung des Handbikes übten die Teilnehmer viele alltägliche Situationen im Straßenverkehr. Die erfahrenen Übungsleiter schulten sie außerdem in vorausschauendem Verhalten. Sie lernten nicht nur Gefahrsituationen zu erkennen, sondern auch präventive Handlungsstrategien zu entwickeln.

Parallel fand ein Lehrgang für Multiplikatoren statt. Sie begleiteten das Sicherheitstraining und entwickelten gleichzeitig ein Konzept, um zukünftig in ganz Deutschland - auch in Bayern - Sicherheitstrainings für Handbiker anbieten zu können. DRS/Redaktion Foto: Stephan Floss

Max Egersdoerfer, mit 84 Jahren der älteste Teilnehmer, mit dem Jüngsten: dem neunjährigen Kay Sadlo.

Spoka 5/2011 JUGENDseiten 9

8 Informationen aus dem VERBAND Spoka 5/2011

Projekt ‚Berufsausbildung und Sport‘ erfolgreich gestartet Die ersten Teilnehmer des Projekts ‚Berufsausbildung und Sport‘ heißen Johannes Waltinger und Felix Kraus. Die beiden Rollstuhlbasketballer haben im September mit ihrer Ausbildung am Berufsbildungswerk Rummelsberg begonnen und betreiben gleichzeitig weiter Leistungssport: Johannes spielt beim VdR Würzburg und will Elektriker werden, Felix spielt seit vier Jahren beim RBB Haßfurt und hat eine Ausbildung zur Bürokraft angefangen. In Bezug auf die Entwicklungschancen von jugendlichen Athleten mit Behinderung, sowohl in sportlicher und beruflicher als auch in sozialer und persönli-

Symposium Reha­ sport mit Preisverleihung Erlangen. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Medizinische Physik der Universität Erlangen-Nürnberg richtet der BVS Bayern in diesem Jahr wieder ein Rehabilitationssport-Symposium aus. Hochkarätige Referenten geben Updates aus ihren Fachbereichen und informieren darüber, welche neuen Erkenntnisse die Forschung im präventiven und rehabilitativen Gesundheitssport erbracht hat. Den Projektpartnern ist es außerdem ein Anliegen, junge Wissenschaftler durch die Auslobung des ‚Bayerischen Rehabilitationssportpreises‘ zur verstärkten Forschung im Rehasport zu motivieren. Die Verleihung dieses Preises an die beiden besten Nachwuchsforscher der Jahre 2010 und 2011 gehört daher zu den Höhepunkten des Tagungsprogramms am 29. Oktober. In Verbindung mit der Fortbildung am Folgetag (siehe auch Lehrgangsplan, Lehrgang Nr. 28) kann das Symposium zur Lizenzverlängerung genutzt werden. Die Veranstaltung beginnt um 9.15 Uhr und endet gegen 17 Uhr mit dem Schlusswort von Prof. Dr. Wolfgang Kemmler, Vizepräsident Reha­ sport im BVS Bayern. Mehr Informationen zum Symposium im Internet unter www.bvs-bayern. com/Rehasport oder bei Silvana Heger unter Tel. (089) 544 189-20. Red.

Der Weg ist das Ziel Deutsch-tschechischer Jugendaustausch 2011

cher Hinsicht, nimmt der BVS Bayern mit diesem Programm in Deutschland eine Vorreiterrolle ein. Junge Menschen mit Behinderung, die eine Sportkarriere anstreben, sollen sich nicht zwischen Sport und Beruf entscheiden müssen. Denn als Sportverband liegt dem BVS Bayern daran, den bayerischen Nachwuchs in allen Sportarten zu fördern und im Freistaat zu halten. Mit dem Programm ‚Berufsausbildung und Sport‘ bieten das BBW Rummelsberg und der BVS Bayern sportliche Förderung und berufliche Qualifikation unter einem Dach an. Ambitionierte Sportler, die bereits im Verein Sport treiben und sich in einer paralympischen Disziplin weiterentwickeln wollen, können in der Ausbildungsstätte nahe Nürnberg einen Schulabschluss erwerben oder einen Beruf erlernen und gleichzeitig unter fachkundiger Anleitung ihr Trainingsprogramm absolvieren. Ausgebildet wird in 30 verschiedenen gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufen in einem modernen

Regensburg. Am Sonntagabend schauten wir spontan im Internat des PaterRupert-Mayer-Zentrums vorbei und wurden von allen Teilnehmern/innen und Mitarbeitern/innen herzlich willkommen geheißen.

Internat mit Turnhalle, Fitnessraum, Schwimmbad sowie einem weitläufigen Freizeitbereich. Die Wohneinheiten bieten Platz für acht bis 17 Azubis und sind behindertengerecht ausgestattet. Die Kosten der Maßnahme, das Ausbildungsgeld, die An- und Abreisekosten sowie die Kosten für Familienheimfahrten übernehmen die Arbeitsagentur oder ein anderer Reha-Träger. Mehr Informationen zu diesem Projekt direkt bei Patrick Köhler vom BVS Bayern, Tel. (089) 544 189-12, oder per Mail unter [email protected] Redaktion

Behindertensport vom Kaiserreich bis heute Erste Gesamtdarstellung des deutschen Behindertensports Versehrtenturnen, Taubstummenturnen, Blindensport, Behindertensport, Gehörlosensport, paralympischer Sport - die Bezeichnungen mögen sich in den letzten 150 Jahren geändert haben, doch das Phänomen ist gleich geblieben: Menschen mit unterschiedlichen Formen von Beeinträchtigungen möchten sich bewegen, gemeinsam oder alleine Sport treiben und Erfolge über sich und andere feiern. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts organisierten sich in Deutschland erste Turnvereine für Menschen mit Behinderungen. Die wechselvolle Geschichte des Behindertensports von seinen Anfängen im Kaiserreich über die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus bis in die beiden Deutschlands nach 1945 erzählt jetzt ein neues Buch des Historikers und Volkskundlers Bernd Wedemeyer-Kolwe, das im Hildesheimer Arete Verlag erschienen ist. Es wurde initiiert vom Deutschen Behindertensportverband, der in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert. Damit bildet das Werk nicht nur die erste Gesamtdarstellung des deutschen Behindertensports, sondern ist auch eine der ersten unabhängigen Studien, die ein deutscher Sportverband zu seiner Geschichte in Auftrag gegeben hat. Bernd Wedemeyer-Kolwe Vom „Versehrtenturnen“ zum Deutschen Behindertensportverband (DBS) 304 Seiten, kartoniert Arete Verlag Hildesheim 2010 ISBN 978-3-942468-02-2 15,00 €

Der Tschechisch-Kurs am Abend mit der reizenden Jana Vlckova aus Regensburg war unterhaltsam und sehr informativ. Hierbei lernten wir unter anderem die Namen der Teilnehmer kennen und konnten schon erste Beziehungen aufbauen.  Als wir später erfuhren, dass der KanuAusflug am nächsten Tag um halb Zwei startet, waren wir sofort mit Feuer und Flamme dabei. Beim Kanu fahren haben wir die Statistik, dass pro Ausflug ein Boot kentert, erfolgreich erfüllt. Die uns begleitende Wasserwacht war zwar keine große Hilfe, dafür hatten wir aber ein engagiertes, wachsames Leiterteam. Das Ziel, ein Eis am nächstgelegenen Campingplatz zu essen, erreichten wir zwar nicht, aber das Kanu fahren an sich war sehr lustig und erlebnisreich, und bekanntlich ist ja der Weg das Ziel. Den Dienstag verbrachten wir in der Kletterhalle in Lappersdorf. Zur Einführung in die Materie des Kletterns gab es ein Spiel, bei dem jeder sein Kletterwissen und sein Schätzungsvermögen unter Beweis stellen konnte. Schließlich konnte jeder an einer für sein Niveau geeigneten Kletterwand sein Können beweisen und wurde von einem professionellen Kletterteam gesichert und unterstützt. Am Mittwoch war ein Ausflug in die historische Regensburger Innenstadt angesagt. Jeder konnte hier die Handhabung seines Rollstuhls verbessern. Wir erfuhren von Christoph auch viel Wissenswertes über Regensburg. Ab Donnerstag waren wir auch schon morgens dabei und konnten am alltäglichen Morgensport in der nahe gelegenen Turnhalle teilnehmen. An diesem Morgen wurde Treppen fahren geübt. Dabei konnten wir beide Stellungen, als Rollstuhlfahrer und als Fußgänger, austesten. Nachmittags besuchten wir die Bewohner des Caritas-Alten- und Pflegeheims Freidheim, in dem wir immer zum Mit-

tagessen waren, zur - wie wir sagten - ‚Rentnerdisco‘, bei der wir das beim Morgensport eingeübte ‚Fliegerlied‘ der Gruppe Donikkl aufführten. Am Abend ging die eine Hälfte der Teilnehmer Handbiken (für manche wird das künftig ein neues Hobby), wir anderen besuchten das Westbad. Dort verbrachten wir aufregende Stunden und konnten nebenbei Freundschaften schließen und Beziehungen vertiefen. Am Freitag übten wir nochmal spielerisch verschiedene Rollstuhltechniken und wandten unsere Erfahrungen nachmittags in der Stadt Regensburg an. Am Abend besuchten wir das Konzert der Band ‚Los Dos Y Companeros‘, die mit ihren heißen Salsa-Rhythmen alle Besucher zum Tanzen animierten. Zusammenfassend können wir behaupten, dass es eine schöne, aufregende, lustige und informative Woche war, durch die wir viele neue Erfahrungen sammeln und bei der wir viele neue Beziehungen knüpfen und alte auffrischen konnten. Wir freuen uns auf den nächsten Austausch und danken allen Mitwirkenden für diese tolle Woche. Christian und Dominik Mathes Stimmen zur Woche: „Fazit: Durchwegs gelungene Freizeit, jedoch oft vom Heimweh geplagt. Bin nächstes Jahr wieder dabei.“ (Florian Scheller) „Es war eine wunderschöne und lehrreiche Woche. Bis zum nächsten Jahr. “ (Sonja Marklstorfer) „Alles in allem war es eine wirklich tolle Woche. Wir haben neue Leute kennen gelernt, Jana kann nun besser mit dem Rollstuhl fahren, wir haben beide den Kippeln-Tick und konnten sogar ein Konzert besuchen. Vielleicht fahren wir nächstes Jahr wieder mit.“ (Jana & Lisa) „... wir fuhren wieder nach Hause, aber nicht, bevor man sich vielmals voneinander verabschiedete und teilweise auch mit Tränen Lebewohl sagte, mit dem Versprechen, auf jeden Fall nächstes Jahr zur selben Zeit wieder nach Regensburg zu fahren. Also dann bis nächstes Jahr! Ahoi!“ (Verena Beck)

10 JUGENDSEITEN Spoka 5/2011

Spoka 5/2011 Inklusionssport 11

Rolltreppe fahren ist cool!

EISs-Siegel für EMOKI, die Abteilung für Behinderten- und Inklusionssport in der DJK München-Haidhausen

Regensburg. Fünf Rollifahrer aus Nah und Fern sowie Jung und Alt folgten der Einladung zum Mobicrash-Kurs. Die Teilnehmer Ryan (4 Jahre!), Kristina (9), Patrick (17), Natalie (20) und Wolfgang (61 Jahre!) kamen zum Teil mit Eltern und Geschwistern in die Turnhalle der Clermont-Ferrand-Schule im Stadtwesten.

Beim Sommerfest der DJK MünchenHaidhausen im Foyer des Erzbischöflichen Jugendamtes erhielt die neue Abteilung für Behinderten- und Inklusionssport, EMOKI, das Qualitätssiegel EISs. Überreicht wurde die Auszeichnung zur Förderung der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention von Georg Steibl, Vizepräsident Sport im BVS Bayern. EISs steht für Erlebte Integrative Sportschule und beinhaltet Sportan-

Der Kurs begann mit dem Atomspiel (einem Kennenlern-/Aufwärmspiel unserer Rollisportgruppe), danach wurden spielerisch die Grundlagen der Rollstuhltechnik erklärt. Wir spielten Zauberer und Fee, Fischer Fischer und kleine Ballspiele. Anschließend konnte das frisch erlernte Kippeln an und auf Matten noch verfeinert werden. Schon bald trauten sich die Rollifahrer auf Rampen, die einer Treppe glichen, auf eine Wippe und anschließend auf den Parcours. Diese Gerätschaften hatte uns freundlicherweise das reha team Betzlbacher aus Schwandorf zur Verfügung gestellt. Nach dem Mittagessen ging es in Stadtbussen mit Rollstuhlrampe gleich in die Innenstadt. Dort wurde die Weltkulturerbe-Stadt auf Rollstuhltauglichkeit geprüft. Die Kids merkten schnell, dass das Kopfsteinpflaster nicht wirklich rollstuhlfreundlich ist. Bei der Tourist-Info haben wir den Rolli-Aufzug ausprobiert. Die Angestellten dort waren sehr nett und hilfsbereit. Die Stufen abwärts haben wir gleich genutzt, um das in der Halle Gelernte umzusetzen. Kristina und Ryan wissen jetzt genau, welche Anweisungen sie ihren Eltern geben müssen, damit sie rückenschonend mit anpacken können, um die Stufen nach oben oder unten zu überwinden. Die Rollstuhlfahrer geben dabei das Kommando und helfen tatkräftig mit. Nach dem Treppauf, Treppab hatten wir uns alle ein Eis verdient! Das Eis war noch gar nicht richtig geschleckt, da kam schon die nächste Aufgabe: Rolltreppe fahren. Zum Glück fanden wir ein Bekleidungsgeschäft, das uns die Rolltreppe zum Hinauf- und Hinunterfahren überließ. Manche freuten sich - andere hatten ein mulmiges Gefühl, weil sie noch nie Rolltreppe gefahren waren. Danach waren sich aber alle einig: Rolltreppe fahren ist cool! Das muss man jetzt auch den Eltern beibringen! Dann ging es schon wieder mit dem gleichen netten Busfahrer zurück Richtung Westen. Dort besuchten wir andere jugendliche Rollifahrer im Internat des Pater-Rupert-

Mayer-Zentrums. Diese Rollikids machten eine Woche lang Rolli-Training und viel Sport. Kristina und Ryan erkundeten das rollstuhlgerechte Internat, freundeten sich mit den Jugendlichen an und wollten gar nicht mehr mit den Mamas und Geschwistern nach Hause fahren. Fazit: Ein Tag ist zu kurz, um richtig kippeln zu lernen und die neue Mobilität zu testen. Ulrike Wittl

Termine Oktober 03.-07.10. 06.-09.10. 07.10. 07.-08.10. 08.10. 08.10. 08.10. 08.10. 08.10. 08.-09.10. 08.-09.10. 08.-09.10. 09.-16.10. 15.10. 15.10. 15.10. 15.10. 15.10. 15./16.10. 15./16.10. 15./16.10. 21./22.10. 22.10. 22.10. 22.10. 22./23.10. 22./23.10.

ÜL-Ausb. Block 60, Modul 1 Ostfildern-Ruit REHACare International Düsseldorf Ndb: Verwaltungsseminar Aiterhofen DM Tischtennis Nordhalben Symposium Inklusionssport Neubiberg Ofr: Boccia-Meisterschaft Weidenberg Ufr: Sitzball-Meisterschaft Frammersbach Landesw. TT-Turnier ID, Finale Höchstädt Schw: Sitzball-Pokalturnier Ulm-Söflingen ÜL-Ausb. Block 30/III, Mod. 1, Teil 2 Erlangen ÜL-Ausb. Block 40S, Modul 3 Augsburg Lizenzverlängerung 31 / B-Lizenz Weiden Ofr: Gesundheitswoche Unterjoch Sportausschuss-Sitzung München Bosseln Bayernpokal Selb Lehrgang 42 Sportabzeichenprüfer Parsberg Ufr: Verwaltungslehrgang Kolitzheim Obb: SOB Bowling-Turnier GB Rosenheim ÜL-Ausb. Block 40, Modul 3 Augsburg ÜL-Ausb. Block 70, Modul 3 Abensberg Lizenzverlängerung 08 / C-Lizenz Bayreuth ÜL-Ausb. Block 60, Modul 2 Ostfildern-Ruit Obb: Dr. Kurt-Rudhart-Turnier Schrobenhausen Bezirksfachwartetagung Sportabz. Straubing Hallenfußball-Turnier ID München ÜL-Ausb. Block 30/III, Modul 3 Erlangen Lizenzverlängerung 09 / C-Lizenz Moosburg

28.10.-02.11. ÜL-Ausb. Block 10/30/60, 1. Ausb. Unterjoch 29.-30.10. Lizenzverlängerung 28 / B-Lizenz Erlangen 29.10. Ofr: Bosseln Bez.-Meisterschaft Schönwald November 02.-06.11. 04./06.11. 05.11. 05./06.11. 05./06.11. 06.11. 07.11. 12.11. 12.11. 12.11. 12.11. 12./13.11. 12./13.11. 18.-20.11. 19.11. 19./20.11. 26.11. 26.11. 26./27.11. Dezember 03.12. 03./04.12. 03./04.12. 16.-18.12.

ÜL-Ausb. Block 10/30/60, 2. Ausb. Unterjoch ÜL-Ausb. Block 40, Modul 4 Ingolstadt Schw: Sitzball-Meisterschaft Aichach ÜL-Ausb. Block 30/III, Modul 3 Augsburg Lizenzverlängerung 29 / B-Lizenz Erlangen Sitzball Staffeltag Nördlingen Schw: Tischtennis-Turnier Ursberg Ofr: Bezirkstag Bayreuth Ofr: Tischtennis Mannschaft Bayreuth Ufr: Rollstuhlkegeln-Meisterschaft Gollhofen Mfr: Bosseln Bez.-Meisterschaft Erlangen ÜL-Ausb. Block 40S, Modul 4 Augsburg Lizenzverlängerung 30 / B-Lizenz Königsbrunn Frauentreffen Unterjoch BM Blindensport Landshut/Würzb. ÜL-Ausb. Block 70, Modul 4 Abensberg Mfr: Tischtennis-Meisterschaft Nürnberg Basketball-Turnier Nürnberg ÜL-Ausb. Block 30/III, Modul 4 Augsburg Integr. Rolli-Handballturnier Kind./Jug. Schwarzach Verbandsausschuss-Sitzung Unterjoch Lizenzverlängerung 10 / C-Lizenz Abensberg ÜL-Ausb. Ski-Instructor, Modul 1 Allgäu - alle Termine ohne Gewähr -

gebote für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung. Zurzeit bietet die Abteilung EMOKI dieser Zielgruppe Lauf- und Ballspiele, Schwimmen, Klettern und Wintersport an. In dem kleinen Festakt sprachen Adelheid Dietz-Will, Vorsitzende des Bezirksausschusses Au-Haidhausen, und Dieter Rippl, Mitglied des Bezirkstags, Grußworte. Im schriftlichen Grußwort hob Christine Strobl, 2. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, besonders den DJK-Ansatz ‚Sport um der Menschen willen‘ positiv hervor, da gerade in der heutigen Zeit mit Sport viel Geld gemacht werde. Anschließend wurden den ca. 70 Festteilnehmern in der Turnhalle des EdithStein-Gymnasiums unter dem DJK-Motto ‚Begegnung braucht Bewegung‘ Einblicke in das EISs-Programm gegeben: Kin-

der mit und ohne Behinderung zeigten unter reger Anteilnahme der Zuschauer Schlappschuh-Hockey und Fünfer-Ball. Dazwischen führte die Taekwondo-Abteilung der DJK München-Haidhausen einfache Selbstverteidigungstechniken vor und lud zum Mitmachen und Ausprobieren ein. gwm

EISs-Prädikat an den TV 1848 Erlangen verliehen Für die Gründung einer inklusiven Rollstuhlsportgruppe wurde dem Turnverein 1848 Erlangen jetzt das Prädikat ‚Erlebte Integrative Sportschule‘ (EISs) verliehen. Unter dem Motto ‚Mach mit!‘ treffen sich Sportbegeisterte zwischen drei und 16 Jahren seit ein paar Monaten jeden Freitag in der Emmy-Noether-Halle in Erlangen, um ihre motorischen Fähigkeiten und damit ihre Mobilität mit dem Rollstuhl zu verbessern. Übung macht den Meister – auch bei der Handhabung des Rollstuhls! Dass die Kids gelernt haben, ihr Gerät zu beherrschen, zeigten sie bei einem Hindernisparcours anlässlich der Prädikatsübergabe. Schwellen zu überwinden scheint inzwischen eine der leichtesten Übungen zu sein … Zu den Grundsätzen einer jeden EISs gehört es, gemeinsame Lernsituationen für Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap zu schaffen. Dabei steht die Freude der Kinder an der Bewegung im Vordergrund, deshalb dürfen sie bei Übungsleiterin Katharina Reimann und Sportassistentin Sedighe Morawi die Inhalte der Sportstunde selbst mitgestalten. Das Siegel überreichte der Vizepräsident des BVS Bayern, Herbert Holzinger, an

den Vereinspräsidenten Wolfgang Beck und den sportlichen Leiter des TVE, Günther Beierlorzer, im Beisein von Sportbürgermeisterin Birgit Aßmus. Aufgrund des großen Interesses an einem integrativen Sportangebot denkt man beim TVE 1848 bereits über die Öffnung weiterer Gruppen für Menschen mit Behinderung nach, erklärte TVE-Präsident Wolfgang Beck bei der Übergabe. Die Fortführung des Projekts ist durch Sponsoren gesichert. So stellt das Erlanger Orthopädieforum beispielsweise Rollstühle für nicht behinderte Teilnehmer

zur Verfügung. Und auch die Siemens Betriebskasse Erlangen unterstützt dieses Förderprogramm zum gemeinsamen Sporttreiben. Redaktion

Spoka 5/2011 Inklusionssport 13

12 Inklusionssport Spoka 5/2011

Was laut ist, ist gut!

Gestatten, hier sind wir:

die Unified Wasserratten! Straubing. Wir sind eine Kanugruppe, in der Sportler mit und ohne Behinderung gemeinsam paddeln und viel Spaß haben. Wir sind Rollstuhlsportler und Fußgänger – im Kajak sind wir alle einfach Kanuten. Unsere Gruppe ist aus der Zusammenarbeit des Vital-Sportvereins Straubing (Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern) und des Straubinger Kanu-Clubs (Bayerischer Kanu-Verband) entstanden. Wir Sportler stammen aus Straubing, Schwarzach, Deggendorf, Passau, Regensburg und Lupburg. Unser bisheriges Paddelrevier sind der Lieblsee bei Straubing und die Naab bei Mariaort und Etterzhausen. Unser Jahresziel: noch viele, schöne gemeinsame Fahrten und die Teilnahme am Kanu-Wettbewerb in Gemünden. Wir fahren im Tourenboot. Mal gemütlich, und dann wird auch richtig Gas gegeben – Start und Sprint, alle Paddler gemeinsam. Wichtige Paddeltechniken haben wir schnell gelernt: den Grundschlag vorwärts und rückwärts, das Auflegen sowie den flachen und den hohen Stützschlag … Wahnsinnig viel Spaß Jeder Paddeltag bringt für uns viele Erlebnisse und Eindrücke mit sich. Und Überraschungen, was alles zu schaffen ist: „Beim Kajak fahren gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Rollstuhlfahrern und Fußgängern.“ (Christian) „Wenn ich paddle, trainiere ich andere Muskeln als beim Rollstuhl fahren.“ (Georg) „Das Paddeln war spannend, und ich fand es auch sehr erfolgreich – jedenfalls dafür, dass es mein erstes Mal war. Mein Paddelpartner und ich bilden ein sehr harmonisches Team.“ (Sarah)

Training für den Wettbewerb

Viele Teilnehmer beim integrativen Schwimmfest in Nürnberg

„Beim Kajak fahren kann ich mich so richtig schön auspowern!“ (Christian M.) „Kanusport ist entspannend und macht wahnsinnig viel Spaß. Ich möchte gerne weiter machen. Tine ist angenehm ruhig dabei, wenn wir Anfänger alle auf dem Wasser sind.“ (Hanni)

Auf dem Lieblweiher

„Wieso fang ich jetzt erst zu paddeln an und nicht schon vor mindestens 20 Jahren? Es macht Spaß, sich auf dem Wasser zu bewegen, die Landschaften aus einem ganz anderen Blickwinkel zu sehen. Gemeinsam – Rollis und Fußis – sitzen wir in einem Boot. Nicht nur im Leben, sondern jetzt auch noch im Kajak! Super!“ (Herbert) Viele Höhepunkte „Ich beobachte Herberts Kenterübung. Das Lösen und Verlassen seiner Sitzstabilisierung gelingt schon beim ersten Versuch problemlos – für mich heute ein Höhepunkt. Ich schaue kurz weg. Als ich wieder hinsehe, wird so nebenbei auf einen anderen, inzwischen ‚unbemannten‘, Kajak zugeschwommen - und hineingeklettert. Das Kajak wird von einem anderen Boot aus festgehalten. Ein ordentlicher Wiedereinstieg - ganz ohne Beineinsatz. Es gibt viele Höhepunkte.“ (Tine) „Mir macht das Kajak fahren total viel Spaß. Es gefällt mir inzwischen immer besser auf dem Wasser! Bei unserer ersten Fahrt hatte ich noch mit dem Sitzen und der Rückenlehne Probleme. Durch die Einlagen (Aufrichtung und Fixierung der Rückenlehne, mehr Halt an der Fußstütze) kann ich nun bequem mitpaddeln.“ (Dominik)

Auf der Naab

Wichtiger als gute Zeiten sind bei dieser Veranstaltung der Spaß und das Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung. Entsprechend bunt gemischt war dann auch das Teilnehmerfeld: Chronisch kranke Kids waren ebenso am Start, wie zwei Rollstuhlfahrer und eine E-Rolli-Fahrerin sowie 37 Kinder ohne Handicap. Samuel Klatt vom SV Möhnewelle war mit sechs Jahren der jüngste Teilnehmer.

Zweier-Teams zu Memory und Eiertransport antraten. Danach begannen die eigentlichen Schwimmwettkämpfe mit 25 m Brust, 50 m Brust, 25 m Freistil, 50 m Freistil, 100 m Freistil und 25 m Rücken. Zum Abschluss wurde als besonderes Highlight die 4 x 50 m-Staffel geschwommen. Insgesamt 18 Staffeln, bestehend aus je zwei Kids mit und zwei Kids ohne Handicap, standen am Startblock. Die 25 ehrenamtlichen Helfer des BVSV Nürnberg hatten also den ganzen Tag alle Hände voll zu tun – nicht nur mit der Organisation, sondern auch mit der Verpflegung …

Bei der Siegerehrung am späten Nachmittag gab es als Überraschung für die Kids zusätzlich zu Urkunde und Medaille eine Trillerpfeife und ein Sprungseil, das Martin Ermer vom BVS Fürth gestiftet hatte. Mit einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert endete der Nachmittag – und auch hier waren sich im Sinne der gelebten Inklusion alle einig: Was laut ist, ist gut! Redaktion

Zur Einstimmung fand vor Beginn der eigentlichen Wettkämpfe ein TeamWettbewerb statt, bei dem gemischte

Trockentraining

18 werden mit Behinderung Neuer Rechtsratgeber erklärt, was sich bei Volljährigkeit ändert

Das Wasserrattenteam Fotos: Grasl, Wilholm und Winterl Wahnsinnig viel Spaß!

Zum ersten Mal im Einer!

Gemeinsam mit dem BVSV Nürnberg richtete der BVS Bayern auch in diesem Jahr wieder ein integratives Schwimmfest für Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap aus, diesmal im Hallenbad Nürnberg-Langwasser. Insgesamt 95 Kinder aus zwölf Vereinen hatten sich angemeldet – Rekordbeteiligung!

Teamwork

Der neue Ratgeber des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen will Menschen mit Behinderung und ihren Eltern einen Überblick darüber geben, was sich für sie mit Erreichen der Volljährigkeit ändert. Behandelt werden unter anderem die Themen rechtliche Betreuung, Wahlrecht und Führerschein. Auch geht die Broschüre darauf ein, unter welchen Voraussetzungen erwachsene Menschen mit Behinderung ein Testament errichten dürfen, ob sie über ihre Eltern weiterhin krankenversichert bleiben und ob sie Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung haben. Dabei berücksichtigt der Ratgeber die gesetzlichen Änderungen, die rückwirkend zum

1. Januar 2011 in Kraft getreten sind. Eltern werden außerdem darüber informiert, ob sie zum Unterhalt verpflichtet sind und ob sie über das 18. Lebensjahr hinaus Kindergeld für ihr erwachsenes Kind mit Behinderung beziehen können. Der Ratgeber ‚18 werden mit Behinderung – Was ändert sich bei Volljährigkeit?‘ steht im Internet unter www.bvkm. de in der Rubrik ‚Recht und Politik‘ kostenlos als Download zur Verfügung. Die gedruckte Version des Ratgebers kann man für 3 Euro bestellen beim: BVKM, Stichwort ‚18 werden mit Behinderung‘, Brehmstr. 5-7, 40239 Düsseldorf, [email protected] bvkm.de, Tel. 0211-64004-0 oder -15 bvkm

Erste Regelschulen mit Profil Inklusion Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat nun die ersten 41 Schulen mit dem Profil ‚Inklusion‘ bekannt gegeben. „Diese Schulen sind Regelschulen, die sich besonders der Inklusion von Menschen mit Behinderung verpflichten und zu Motoren für ein neues Miteinander von jungen Menschen mit und ohne Behinderung werden sollen“, betonte der Minister. Diese Schulen können endgültig das Profil tragen, wenn der Bayerische Landtag die schulrechtlichen Entscheidungen getroffen hat. Die Einführung von Schulen mit dem Schulprofil ‚Inklusion‘ gehört zu einer Reihe von Maßnahmen, die die Umsetzung der UN-BehindertenrechtsKonvention als Ziel haben. Weitere Infos unter http://www.km. bayern.de/ministerium/meldung/613.html

Spoka 5/2011 Aktuelles vom SPORT 15

14 Aktuelles vom SPORT Spoka 5/2011

Bronze bei Ruder-Weltmeisterschaften

Walter Kilger nimmt Abschied von der internationalen Bühne

Die Ruder-Weltmeisterschaften fanden heuer auf dem malerisch gelegenen Bleder See in Slowenien statt. Hier ging es für den Deutschen Ruderverband vor allem darum, möglichst viele der TeilnahmeQuotenplätze für die Olympischen und Paralympischen Spiele im kommenden Jahr in London zu errudern. Anke Molkenthin (Waginger Ruderverein), Martin Lossau (RV Tegelort), Michael Schulz (Frankfurter RG Nied 1921 e.V.), Christiane Quirin (Breisacher Ruderverein) und Steuerfrau Katrin Splitt (BRC Hevella) hatten sich beim Weltcup in München für die Teilnahme im LTAmix-Vierer mit Steuermann an den diesjährigen Weltmeisterschaften qualifiziert.

Offiziell aus der Nationalmannschaft verabschiedet wurde der langjährige Rollstuhl-Tischtennisspieler Walter Kilger während der Siegerehrung bei den Bayreuth Open 2011 in der Oberfrankenhalle in Bayreuth - eine ganz besondere Ehre und große Geste im Beisein von 220 Spieler/innen aus 26 Ländern der Erde.

Insgesamt zwölf der gemeldeten 16 Boote im LTAmix 4+ qualifizierten sich über die Vor- und Hoffnungsläufe für die beiden Semifinal-Rennen, die restlichen vier Boote gingen direkt ins C-Finale. Im ersten Halbfinale fuhren dann sowohl

die beiden favorisierten Boote aus Großbritannien und Kanada, als auch Frankreich ins A-Finale. Platz eins bis drei des zweiten Semifinales gingen an Deutschland, Irland und die USA. Somit stand bereits fest, dass die Verbände dieser sechs Nationen einen der begehrten acht Quotenplätze für die Paralympischen Spiele errudert hatten. Die Freude im deutschen Team war groß, und alles was nun folgen könnte, eine Zugabe. So ging man hoch motiviert und zuversichtlich an den Start des Endlaufes. Die von Bootstrainer Thomas Böhme ausgegebene Taktik war so ausgerichtet: um eine Medaille kämpfen und die restlichen drei Boote, sofern möglich, kontrollieren. Alle Boote kamen am Start gut weg, allerdings setzten die Briten sich bald knapp in Führung. Kanada ging mit, und auch Deutschland ließ sich nicht abschütteln.

Bis zur Streckenhälfte lag das Feld dicht beieinander, erst dann schoben sich die ersten drei Boote etwas weiter weg. Zum Ziel hin bauten die Briten ihren Vorsprung aus und gewannen verdient vor Kanada, das nur 1,5 Sekunden vor Deutschland ins Ziel kam. Der weitere Zieleinlauf hieß Frankreich vor Irland vor USA. Für Anke Molkenthin und den Waginger Ruderverein ist dies die dritte Bronzemedaille in Folge bei Ruder-Weltmeisterschaften. Der Verband ist für die Paralympischen Spiele in London 2012 qualifiziert. Ab sofort müssen sich die Ruderer für das Boot qualifizieren, damit im September kommenden Jahres die schnellstmögliche Mannschaft an den Start gehen kann. Die Chancen, dass Anke Molkenthin und somit der Waginger Ruderverein als Mitglied des BVS Bayern bei den Paralympischen Spielen vertreten sein werden, sind hoch. Anke Molkenthin

Deutsche Meisterschaften Paracycling 2011 16. Titelgewinn für Wolfgang Sacher Holzkirchen. Mit einer Rekordteilnehmerzahl von 88 Fahrern traten Sportler aus ganz Deutschland beim Zeitfahren und beim Straßenrennen mit Zweirädern, Handbikes, Dreirädern oder Tandems an. Yvonne Marzinke und Michael Teuber (beide BSV München) holten sich beim Zeitfahren der Zweiräder die deutschen Meistertitel. Der 1.200 Meter lange Rundkurs des Straßenrennens führte mitten durch den

Ortskern von Holzkirchen mit Start und Ziel auf dem Marktplatz. In den Klassen C3 bis C5 wurde Wolfgang Sacher seiner Favoritenrolle gerecht. Er siegte über 58 Kilometer mit einem Schnitt von 40,9 km/h auf dem Rundkurs, der mit seinen engen Kurven den Fahrern einiges an Können abverlangte. Nachdem Sacher bereits zu Beginn der 60 Kilometer langen Prüfung attackiert hatte, konnte sich der Paralympics-Sieger schnell vom Feld absetzen und letztendlich seine Konkur-

renten sogar überrunden. Im Ziel konnte er entspannt über seinen mittlerweile 16. deutschen Meistertitel jubeln. Bereits beim 21 Kilometer langen Zeitfahren am Vortag hatte Sacher mit Rang 3 eine gute Leistung geboten. In den Klassen C1 und C2 war Tobias Graf beim Straßenrennen erfolgreich. Michael Teuber wurde hier 3. Bei den Frauen der Zweiräder siegte Kerstin Brachtendorf vom BSV München. Die Organisatoren Dr. Georg Smolka und Heidi Thompson vom RSLC Holzkirchen äußerten sich sehr zufrieden über den reibungslosen Verlauf der Veranstaltung. DBS/Redaktion

Jochen Wollmert, Paralympicssieger von Peking und Aktivensprecher des deutschen Teams, ließ die 13 Jahre, in denen Kilger ständig der Nationalmannschaft angehörte, Revue passieren. Der Laudator überreichte im Namen des ganzen Teams eine große Flasche Sekt sowie einen Gutschein für zwei Personen für einen Musicalbesuch incl. Hotelübernachtung. Bei einer kleinen Feier im Hotel im Kreise der Nationalmannschaft stellte Chefcoach Wieland Speer Kilgers Charaktereigenschaften in den Mittelpunkt seiner Ansprache und betonte dabei, dass er nicht nur einen Athleten, sondern auch einen Freund hat ziehen lassen müssen, auf dessen Erfahrung er auch in Zukunft nicht verzichten möchte. Der Spoka hat Walter Kilger interviewt: Herr Kilger, welches war das für Sie wichtigste/wertvollste Turnier? Besonders beeindruckend und unvergessen wird meine Teilnahme an meinen ersten Paralympics 2000 in Sydney bleiben. Auch weil wir vom Olympischen Dorf aus zu jeder Zeit das Olympische Feuer sehen konnten. Ich fragte mich damals des Öfteren: Was machst Du eigentlich hier? Glücksgefühl pur! Auch die Paralympics 2004 in Athen waren ein ganz großer Moment in meiner sportlichen Laufbahn: Bronze im Einzel und im Team mit ganz großen Emotionen bei der Siegerehrung. Hier wurde mir bewusst, dass man im Leben mit viel, viel Fleiß, sprich Training, sehr viel bewegen und erreichen kann. Welches Erlebnis wird für Sie immer unvergessen bleiben? Mein erster Titelgewinn im Einzel bei den Deutschen Meisterschaften 1998. Oder aber der vollbesetzte Bus mit Freunden und Blaskapelle, die mich stets bei meiner Rückkehr von meinen drei Paralympics-Teilnahmen vom Flughafen in München abholten. Ebenso unvergessen wird mir mein letztes internationa-

les Turnier 2008 bei den Paralympics in Peking bleiben, als ich in der Vorrunde schon (fast) hoffnungslos mit 0:2 Sätzen und im dritten Satz mit 0:3 hinten lag. Ich nahm ein ‚Time out‘, erkämpfte mir dann doch noch den Sieg und erreichte später sogar das Halbfinale. Freude und Enttäuschung lagen aber sehr eng beieinander. Nur zwei Punkte fehlten mir zum Einzug ins paralympische Finale. Statt Silber wurde es Platz vier. Womit ich heute, nach einigem Abstand, sehr gut leben kann. Was hat Ihnen in Ihrer aktiven Laufbahn am meisten gefehlt?

Jochen Wollmert (rechts) hielt die Laudatio zu Walter Kilgers Abschied.

Gefehlt hat sicherlich die finanzielle Unterstützung, auch wenn mein Heimatverein TSV Plattling, der Landkreis Regen, in dem ich wohne, und die Deutsche Sporthilfe, der BVS sowie einige Sponsoren ihr Möglichstes getan haben. Ich musste in all den Jahren sehr viel Eigenmittel aufbringen, um all die notwendigen Qualifikationsturniere (unbedingt erforderlich für die Nominierung der Großereignisse EM/WM/Paralympics) rund um den Globus für mich und meine unbedingt benötigte Begleitperson zu finanzieren.

sieben Trainingseinheiten wöchentlich, und das zweimal am Tag, also bis zu 20 Stunden pro Woche. Da hat sich alles nur um den Sport gedreht. Nun muss ich mich nach all den Jahren erst daran gewöhnen, die Zeit sinnvoll zu nutzen.

Ich bin mir aber sicher, dass der Behindertensport in Zukunft mit Hilfe der Medien mehr und mehr in den Fokus rückt. Ein Markt dafür ist längst vorhanden, wenngleich (in meinen Augen) noch geeignete Sportreporter/innen fehlen, die die sportlichen Höchstleistungen der Sportler/innen mit ihren verschiedenen Handicaps den Zuschauern nahebringen können. Erst dann kann der Behindertensport interessant vermarktet werden, und erst dann können sich talentierte Behindertensportler/innen den Hochleistungssport auch leisten! Ich bin allerdings weit davon entfernt, zu hoffen, dass sie vom Sport werden leben können. Wofür hätten Sie gerne mehr Zeit gehabt? Ich war bei einigen Ortsvereinen sehr engagiert, Schriftführer, Kassier usw. - mit dem Leistungssport allerdings musste ich hier kürzer treten. Was wird Ihnen nun am meisten fehlen? Die liebgewonnenen Freunde im In- und Ausland, die ich jetzt sicherlich nur noch selten bzw. gar nicht mehr sehen werde. Man will es gar nicht glauben, aber der sportliche ‚Stress‘ fehlt auch. Sechs bis

Worauf freuen Sie sich jetzt am meisten? Freundschaften wieder mehr pflegen zu können! Zeit für Familie und unseren Hund zu haben. Aber auch mal spontan shoppen zu gehen oder einen Kurzurlaub zu planen, daran arbeite ich. Gibt es schon konkrete Pläne, wie Sie in Zukunft dem TT-Sport verbunden bleiben? Ich habe letzte Saison eine Jugendmannschaft beim örtlichen SV Gotteszell übernommen. Wir konnten vor Kurzem die Meisterschaft in der 1. Kreisliga feiern. In der kommenden Saison werde ich dann mit ihnen in der Kreisliga (bei den Nichtbehinderten) starten. Natürlich werde ich weiterhin beim TSV Plattling (Rollis) in der Regionalliga starten und mich dort gleichzeitig als Ersatz für die 2. Bundesliga zur Verfügung stellen. Darüber hinaus werde ich auch in Zukunft auf deutscher Ebene bei Deutschen Meisterschaften, Bundesranglistenturnieren und Deutschland-Pokalspielen vertreten sein. Ich habe dem Tischtennissport unheimlich viel zu verdanken. Durch das Bereisen aller Kontinente, das mir der Sport ermöglicht hat, durfte ich viele Länder und Menschen kennen lernen. Daran bin ich gewachsen, und es hat meinen Horizont unheimlich erweitert. - Ja, es waren schöne Jahre, die ich nicht missen möchte! Redaktion

Spoka 5/2011 Aktuelles vom SPORT 17

16 Aktuelles vom SPORT Spoka 5/2011

Deutsches EM-Schwimmteam paralympics-reif

Erste Deutsche Meisterschaft im Paracanoeing

Annke Conradi, Saskia Valentin und Elena Krawzow vertraten BVS Bayern bei Europameisterschaften Berlin. Die IPC Schwimm-Europameisterschaften 2011 in Berlin waren ein rundum gelungenes Spitzenereignis des Behindertensports. Für das deutsche Schwimmteam brachte dieser internationale Leistungsvergleich im vorparalympischen Jahr wertvolle Hinweise auf das Konkurrenzniveau. In der Medaillenwertung erreichte Deutschland einen achtbaren 6. Platz. Auch die bayerischen Schwimmerinnen Annke Conradi (Regensburg), Saskia Valentin und Elena Krawzow (beide Nürnberg) trugen ihren Teil dazu bei.

Wie stark die internationale Konkurrenz ist und wie hervorragend das als schnell bekannte Berliner Wasser war, zeigt die Tatsache, dass es 31 Welt- und 59 Europarekorde gab. Keinen Rekord, aber zwei Bronzemedaillen erschwamm Annke Conradi in der SK 3 über 200 m Freistil und über 50 m Rücken. Ein 4. Platz über 100 m Freistil ergänzte ihr gutes Ergebnis.

Mit neun Gold-, 14 Silber- und elf Bronzemedaillen schnitt das deutsche Team bei diesem Europavergleich außerordentlich gut ab. Viele der Schwimmerinnen und Schwimmer, die sich für die Paralympics 2012 in London qualifizierten, können sich auch dort Spitzenplätze ausrechnen.

Elena Krawzow (S 13) erreichte über 50 m Freistil Platz 4 sowie den 5. Platz über 100 m Freistil, verbesserte aber ihre Bestzeit auf 01:10,93. Darüber hinaus schwamm sie über 100 m Brust auf Platz 4 und über 200 m Lagen auf den 5. Rang. Mit ihren Ergebnissen war sie

Saskia Valentin (S 14) startete auf drei Strecken. Mit Platz 6 (von 15) über 100 m Rücken, 10 (von 15) über 200 m Lagen und einem 12. Platz (von 15) auf 100 m Brust konnte sie durchaus zufrieden sein.

Sacher beendet Transalp erfolgreich

Die IPC Schwimm-EM war die bislang größte Veranstaltung im Behindertenschwimmen und Möglichkeit zur Qualifikation für die Paralympics 2012 in London. Mehr als 440 Sportler aus 36 Nationen gingen in 14 Wettkampfklassen an den Start. DBS/Michael Heuer/Redaktion

dass am Ende 12.000 Euro verbucht werden konnten. Text + Foto: Werner Müller-Schell

Spendensumme 12.000 Euro Sieben Tage lang quälten sich Wolfgang Sacher und Andi Schmid über die Alpen. Knapp 1.000 Kilometer und über 20.000 Höhenmeter legten die Nutridual-Fahrer dabei zurück. Mit Erfolg: Im Endklassement der Schwalbe Tour Transalp powered by Sigma, einem der härtesten Etappenrennen für Amateure und Hobby-Radsportler in den Alpen, belegten die beiden Rang 26. Damit platzierten sie sich im absoluten Vorderfeld des 1.200 Starter starken Pelotons.

dennoch nicht ganz zufrieden. Sie konnte jedoch gerade zum Ende der laufenden Saison, also vor den Europameisterschaften, ihr hohes Trainingspensum nicht absolvieren, musste sie sich doch auf ihren Mittleren Bildungsabschluss vorbereiten. Aber sie hat die Schule gut hinter sich gebracht und wird zur neuen Saison sicher etwas befreiter vom Lernstress trainieren können.

Sacher und Schmid überquerten die Alpen aber nicht nur aus sportlichen Gründen – sie sammelten gemeinsam mit der Aktion ‚Muskeln für Muskeln‘ auch Spenden für einen guten Zweck: Extra für die Transalp wurde mit ‚BIKE for SMA‘ ein Projekt ins Leben gerufen, das sich für die Erforschung der Krankheit Muskelschwund – auch Spinale Muskelatrophie oder kurz SMA genannt – einsetzt. Neben großen Unternehmen wirkten auch zahlreiche Privatpersonen mit, so

Wolfgang Sacher (links) und Andi Schmid (rechts) mit der kleinen Emma – einer Betroffenen von SMA

Oberschleißheim. Es war der Tag der Überraschungen: Bei den allerersten Deutschen Meisterschaften im Paracanoeing (Kanurennsport für Menschen mit Behinderung) holten sich beide Teilnehmer des WWC Gemünden, Irmgard Bruck und Michael Schmidt, die Titel – und schrieben damit Geschichte. Einige der Teilnehmer hatten erst wenige Monate zuvor mit dem Training begonnen. Sie lieferten dennoch Rennen, die als wirklicher Wettkampf gewertet werden können – bei den Damen ebenso wie bei den Herren. In Bayern haben Helfer bereits seit Wochen die Sportler auf die Wettkämpfe vorbereitet. Ob durch Wassertraining, Anpassen von Hilfsmitteln, Bereitstellung von Booten und Paddeln, Betreuung von Sportlern in fast allen Lebenslagen - die Liste ist lang und doch nur ein Bruchteil dessen, was von den Helfern geleistet wurde. Das Ergebnis ist besonders hoch einzuschätzen, da aus dem Nichts eine für Bayern leistungsstarke siebenköpfige

Matti Wetzel (2. v. l.) übergibt die TeamWeste an BVS-Präsident Hartmut Courvoisier (4. v. l.) und BKV-Präsident Oliver Bungers (kniend).

Mannschaft gebildet wurde, darunter drei Teilnehmer des RP Augsburg. Michael Schmidt, Vizepräsident Organisation im Bayerischen Kanu-Verband (BKV), setzte sich im offenen Rennen der Herren vom Start weg an die Spitze und verteidigte diesen Platz bis ins Ziel. Nur 22 hundertstel Sekunden nach ihm überquerte der Zweitplatzierte, Peter Dietl vom RP Augsburg, die Ziellinie, erst dahinter Henry Schröder, PCK Schwedt, der Viertplatzierte der ParacanoeingWeltmeisterschaft 2011 in Szeged.

münden, viel überraschender – auch für sie selbst. Mit dem deutlichen Vorsprung von einer knappen Sekunde holte sie die Goldmedaille und den Titel der ersten Deutschen Meisterin im Paracanoeing.

Bei der Siegerehrung überreichte Ministerialrat Professor Wolfgang Caselmann vom Bayerischen Gesundheitsministerium dem Sieger den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten, einen großen Porzellanlöwen. Michael Schmidt sieht diesen jedoch als Anerkennung für das gesamte bayerische Team einschließlich der Trainer und Helfer wie Christine Wilholm, Bruno Seidl vom BVS Bayern und Heiner Schlich, deren unermüdliches persönliches Engagement diese Erfolge erst ermöglicht hat. Sie alle haben maßgeblich gemeinsam an der Zukunft der Integration des Behindertensports in den Kanusport gearbeitet.

Der junge Rollstuhlfahrer Matti Wetzel von der WSG Kleinheubach hatte eine weitere Überraschung parat: Er überreichte die Weste des bayerischen Paracanoeing-Teams an Oliver Bungers (Präsident des Bayerischen Kanu-Verbandes) und Hartmut Courvoisier (Präsident des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes Bayern) zum Dank für die Unterstützung beider Verbände beim Aufbau der bayerischen Mannschaft. Beide Präsidenten hatten unmittelbar nach der Siegerehrung der Handicap-Rennen vor viel Publikum und Prominenz einen Kooperationsvertrag zwischen ihren Verbänden unterzeichnet.

Als Einzelkämpfer im V1-Auslegerboot waren bei den Damen die Silbermedaillengewinnerin der WM in Szeged, Brit Gottschalk, und der WM-Dritte Gerhard Bowitzky dabei. Ihre Rennen waren in die Kajak-Disziplinen integriert.

Paracanoeing wird 2016 in Rio de Janeiro erstmals paralympische Disziplin sein ... Möglicherweise nicht mit Michael Schmidt und Irmgard Bruck am Start – aber vielleicht mit dem jungen Matti Wetzel?

Hatte man mit Schmidt als einem der Favoriten rechnen müssen, so war der Sieg von Irmgard Bruck, ebenfalls WWC Ge-

Redaktion

2 x Gold für Bernhard Pferinger bei Internationaler DM Singen. Über 500 Sportler mit Handicap aus 24 Ländern kämpften bei den 33. Internationalen Deutschen LeichtathletikMeisterschaften im Behindertensport, darunter die Niederlande, Spanien, Türkei, Thailand, Australien und Südafrika, in den verschiedenen LeichtathletikDisziplinen um die Titel. Bernhard Pferinger vom BRSV Gunzenhausen zeigte bravouröse Wettkämpfe und brachte zwei internationale Titel mit nach Hause. Er startete im Diskus und Kugelstoßen in der Wettkampfgruppe Sen. M40. Durch viele Trainingseinheiten gut vorbereitet,

stieß er im Kugelstoß-Finale bereits im ersten Durchgang 9,41 m, steigerte sich im letzten Stoß auf 9,55 m und holte damit die Goldmedaille. Im Diskuswerfen beherrschte er trotz zweier Fehlwürfe die Konkurrenz und schleuderte den Diskus im letzten Wurf auf die Siegerweite von 28,00 m. Schlechte Witterungsverhältnisse setzten allen Athleten stark zu, so dass die Teilnehmer unter ihren persönlichen Bestleistungen blieben. Reiner Tieftrunk

Der BRSV-Vorsitzende Gerd Rudolph (links) und Geschäftsführerin Andrea HofmeierKurpiela mit Goldmedaillen-Gewinner Bernhard Pferinger.

Die bayerische Mannschaft im Paracanoeing mit Trainern und Helfern.

Irmgard Bruck (vorne) gewinnt das Rennen.

Ergebnisse 1. DM Paracanoeing V1 Damen 200 m: 1. Brit Gottschalk, WV Schierstein 1:18.49 K1 Damen 200 m: 1. Irmgard Bruck, WWC Gemünden 1:22.83; 2. Andrea Szabadi-Heine, RP Augsburg 1:23.60; 3. Dagmar Vollmer, RP Augsburg 1:31.40; 4. Michaela Schlett, KC Halle 1:37.22 V1 Herren 200 m: 1. Gerhard Bowitzky, PCK Schwedt 0:58.66 K1 Herren 200 m: 1. Michael Schmidt, WWC Gemünden 0:59.93; 2. Peter Dietl, RP Augsburg 1:00.15; 3. Henry Schröder, PCK Schwedt 1:08.06; 4. Michael Weigl, MTV München 1:11.79; 5. Michael Katzenmaier, KG Stuttgart 1:13.38

Spoka 5/2011 Aktuelles vom SPORT 19

18 Aktuelles vom SPORT Spoka 5/2011

Beim Landesreiterfest wird Inklusion gepflegt Ausschreibungen Larrieden. 150 Reiter aus ganz Bayern gingen beim 12. Bayerischen Landesreiterfest für Reiter mit und ohne Behinderung unter der Schirmherrschaft des bayerischen Kultusministers Dr. Ludwig Spaenle an den Start. Einmal mehr war das ReitTherapieZentrum das Zentrum des integrativen Reitsports in Bayern. Sogar aus Baden-Württemberg nahmen Reiter teil. Dass sich das Landesreiterfest von kleinen Anfängen mit etwa 40 Reitern am Start beim ersten Fest 1999 zu einer Großveranstaltung mit fast 300 Starts in unterschiedlichen reiterlichen Disziplinen entwickelt hat, wertete der Vorsitzende der Bayerischen Landesvereinigung für Therapeutisches Reiten (BLVThR), Wolfgang Zacharias, als Beweis für die Aufmerksamkeit und Anerkennung, die das Therapeutische Reiten inzwischen findet. Die große Teilnehmerzahl stellte die Organisatoren des Reiterfestes aber auch vor nicht unerhebliche organisatorische und finanzielle Probleme.

schwert die Grüße des Schirmherrn, Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Der Abgeordnete sagte, der besondere Charme des Turniers liege in der engen Verbundenheit von sportlichen Teilnehmern, Gästen und Freunden und dem individuellen Charakter der Veranstaltung. Das Landesreiterfest ist auch eine Veranstaltung, die innerhalb der Special Olympics gewertet wird. Die Vorsitzende der Special Olympics Bayern, Ina Stein, würdigte in ihrem Grußwort den integrativen Ansatz bei den Landesreiterfesten der BLVThR. Viel werde heute von Inklusion geredet, aber „beim Landesreiterfest wird diese Inklusion schon lange gepflegt, wenn Reiter mit und ohne Behinderungen gemeinsam bei Wettbewerben antreten.“ Das 12. Landesreiterfest mit seinen vielen Besuchern und einem bunten Rahmenprogramm war wieder eine Veranstaltung, die auch bei der Bevölkerung auf großes Interesse stieß.

Der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Dieter Breitschwert ist von Anfang an Begleiter der Reiterfeste für Menschen mit und ohne Behinderung. Auch zum 12. Landesreiterfest überbrachte Breit-

Ulrich Brühschwein

Krückenskikurs für Anfänger und Fortgeschrittene Dieser Kurs richtet sich an winterbegeisterte Jugendliche und Erwachsene, die das Krückenski fahren erlernen möchten. Bei fortgeschrittenen Skifahrern kommen die Technik, das Carven und das sportliche Fahren nicht zu kurz. Veranstalter: BVS Bayern • Anreise: 2. März 2012 ab ca. 15 Uhr • Abreise: 9. März 2012 nach dem Frühstück • Zimmerreservierung (schnellstmöglich – große Nachfrage in den Wintermonaten!): direkt im Sport- und Freizeitzentrum Haus Unterjoch, Obergschwend 22, 87541 Bad Hindelang-Unterjoch, Tel. 08324-98090, E-Mail: [email protected], Internet: www.hausunterjoch.de; bei Zimmerreservierung bitte angeben, ob Anfänger oder fortgeschritten • Ski-Ausrüstung: Wer Krückenski benötigt bzw. sich leihen möchte, bitte persönlich bei mir (M. Heym, siehe unten) melden • SkikursGebühr: Anfänger: 100,- €, leicht Fortgeschrittene: 75,- € • Infos und Anmeldung für Skikurs bis 15.1.2012 bei Martina Heym, Tel. 09325/1557, [email protected]

Rollitänzer begeistern Zuschauer aus aller Welt Die Rollstuhltanz-Formation der Technischen Universität München und der Abteilung Rollstuhltanzsport im USC München beteiligte sich an der 14. Weltgymnaestrada in Lausanne/Schweiz. Zusammen mit 1.900 Aktiven des Deutschen Turnerbundes reisten die Münchner in die Heimat des IOC an den Genfer See. Die Stadt hatte sich für den Empfang von 22.000 Aktiven aus 55 Nationen und fünf Kontinenten sehr gut vorbereitet. Eine Woche lang von morgens bis spät in die Nacht hinein gab es alles rund um Tanzen, Gymnastik und Turnen in den Messehallen und auf den zahlreichen Bühnen in der City zu sehen. ‚Kaleidoscope of Movement‘ lautete das Thema der 90-minütigen Show für den Deutschen Abend, in der die 14 außergewöhnlichsten deutschen Vorführgruppen die Highlights des DTB-Auftritts präsentierten. Wieder einmal überzeugten sie mit Kreativität und Perfektion. Eine ganz besondere Innovation war die Kaleidoskop-Gruppe, die die Übergänge der drei

Themenblöcke ‚Elegance‘, ‚Harmony‘ und ‚Power‘ gestalteten. Die Rollitänzer mit ihrer neuen Lateinformation nach Musik der Gruppe ABBA begeisterten die 3.000 Zuschauer am Deutschen Abend mit farbenfrohen Kostümen, fetziger Lateinmusik und schnellen Bilderwechseln. Choreograph und Trainer Ludwig Stürmer setzte analog einer Fußgängerformation sechs Rollitänzer mit ihren Tanzpartnern ideenreich in eine rasante Show ein.

„Der einarmige Bandit“ Wolfgang Sacher veröffentlicht Biografie

2. Internationales Rosenheimer Special Olympics Bowlingturnier Termin: Samstag, 15.10.11 • Ort: InnBowling Center Rosenheim, Dr.-Steinbeißer-Str. 5, 83026 Rosenheim • Ausrichter: Abteilung Handicap Integrativ • Teilnehmer: maximal 60 Personen, verteilt auf 12 Bowling-Bahnen • Wettbewerbe: Einzel: Männer 6, Frauen 4 Pers. pro Gruppe; Team: Männer 4/ Mixed 2m/2w; Klassifizierung entfällt aus Zeitgründen; Wertung nach erzielten Pin-Zahlen • Teilnahmegebühr: 7,- € • Einlass und Akkreditierung 9 Uhr • Schuhe werden kostenlos zur Verfügung gestellt, entsprechende Kugeln sind ausreichend vorhanden • Anmeldung ist im Unified-Wettbewerb (d. h. behinderte und nichtbehinderte Sportler spielen gemeinsam) bzw. im Traditional-Wettbewerb (ausschließlich Handicap-Sportler) möglich; schriftlich bis 30.9.2011, Nachmeldungen möglich Geschicklichkeitsparcours beim Landesreiterfest.

Albert Goike, Balthasar Geidobler

„Pech gehabt. Das sagt sich so leicht. Wenn das Pech aber darin besteht, dass man mit 16 durch einen Starkstromunfall einen Arm verliert, dann muss man mental sehr stark sein, um es zum Radchampion zu bringen ...“ ‚Der einarmige Bandit‘: Aufgezeichnet vom Journalisten Werner Müller-Schell, erzählt Wolfgang Sacher in dem Buch den Weg eines Ausnahmesportlers, der es zum Radweltmeister im Straßenrennen und 15-fachen Deutschen Meister gebracht hat – mit nur einem Arm. Den anderen verlor er im Alter von 16 Jahren durch einen Starkstromüberschlag von 16.000 Volt auf einem Güterzug; der Blitz war aus der unmittelbar über dem Zug führenden Oberleitung geschossen, als Wolfgang Sacher mit der linken Hand in das Spannungsfeld kam. Bei diesem Unfall verlor Wolfgang Sacher außerdem mehrere Zehen. Unerträgliche Schmerzen, endlose Monate in der Rehabilitation und darauf eine tiefe psy-

chische Krise. Und dann das unverhoffte Licht, entzündet von der Liebe einer Frau, das ihn zurück ins Leben führte. Ins Leben, für den jungen Mann hieß das: auf den Fahrradsattel. Ein langer Weg war das, denn die Verzweiflung hatte Wolfgang Sacher gezeichnet. Übergewichtig war er geworden, unselbstständig dazu, unsportlicher konnte ein Typ kaum sein. Zwölf Jahre hat es gedauert, bis der Mann sich mit dem Rad hinausgetraut hat, weitere vier Jahre bis zum ersten Start bei einem Rennen und noch sechs bis zum ersten Erfolg. Da war er fast 40 Jahre alt. Dann aber ging es Schlag auf Schlag: Bayerischer Meister; Deutscher Meister; Welt­meister; Gold, Silber und Bronze bei den Paralympics in Peking. Eine unglaubliche Geschichte. Eine wahre Geschichte. Deswegen auch eine Geschichte voller Rückschläge, Resignation,

Bereits nach der Ankunft tanzten die Rollis abends bei der Welcome-Party des DTB in Morges, das die deutschen Gruppen beherbergte. Weitere Vorführungen unter dem Thema ‚deutsche Klassiker‘ folgten in den Messehallen. Die Münchner präsentierten als einzige Gruppe Rollstuhltanz auf höchstem Niveau, und so waren die Hallen jeweils mit begeisterten Zuschauern aus aller Welt gefüllt. Margit Quell

mühsamer Selbstüberwindung zu neuen Anläufen, zu frischem Mut. Der Sport hat Wolfgang Sacher gerettet. Doch hat er sich dorthin nicht geflüchtet. Er hat mehrere berufliche Diplome, zwei Kinder und eine Frau. Die spricht hier über offen ihr Leben an der Seite eines behinderten, erfolgreichen Mannes. Dieses Buch macht Mut, nicht nur Behinderten, sondern allen, die wissen, was eine Krise ist. Wolfgang Sacher: ‚Der einarmige Bandit‘ – die Geschichte eines Ausnahmesportlers 302 Seiten, 177 Farbfotos, Format 24 x 32,5 cm, gebunden mit Schutzumschlag 19,90 € (D) - ISBN 978-3-7688-5317-0 Delius Klasing Verlag, Bielefeld erhältlich im Buchhandel oder unter der Hotline (0521) 559 955 Ihr Ansprechpartner: Christian Ludewig; Telefon (0521) 55 99 02; Mail: [email protected]

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20 VdK Bayern Spoka 5/2011

Kleine Spenden können viel bewirken VdK-Sammlung ‘Helft Wunden heilen’ vom 15. Oktober bis 13. November Die Armut wächst - auch in einem reichen Bundesland wie Bayern. Deshalb hat die jährliche VdK-Sammlung ‘Helft Wunden heilen’, die heuer zum 65. Mal stattfindet, nichts von ihrer Bedeutung verloren. Die Schwächsten der Gesellschaft brauchen die Solidarität ihrer Mitmenschen.

Behinderung und von anderen Hilfsbedürftigen. Dafür danke ich seinen beruflichen wie ehrenamtlichen Mitarbeitern herzlich. Für seine Arbeit braucht er aber auch ein entsprechendes materielles Fundament. Dieses Fundament können Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, mit Ihrer Spende festigen und ausbauen. Mit jedem Euro machen Sie unser Land ein bisschen menschlicher. Dafür danke ich Ihnen herzlich.“ mpa/bsc

Eine kleine Auszeit vom Alltag, ein Nachmittag in froher Runde – für manche Menschen ist es nur dank der unbürokratischen Unterstützung des Sozialverbands VdK möglich, hin und wieder der Einsamkeit und Not zu entfliehen. Manchmal kann auch ein kaputter Herd die Existenz gefährden, oder einer Familie mit einem behinderten Kind wächst einfach alles über den Kopf. Auch hier hilft der VdK Bayern mit Einzelfallunterstützung oder einem Beratungs- und Freizeitangebot. All dies ermöglicht die alljährliche VdK-Haussammlung ‘Helft Wunden heilen’, die in diesem Jahr vom 15. Oktober bis 13. November durchgeführt wird. Aus den Mitteln der Sammlung ‘Helft Wunden heilen’ werden beispielsweise Ferienaufenthalte für behinderte Kinder und Jugendliche finanziert. Begleitet von geschultem Personal können Kinder mit und ohne Behinderung ein paar schöne Tage ohne ihre Eltern verbringen. Für die Eltern bedeutet diese Auszeit ebenfalls eine große Entlastung, denn sie können wieder Kräfte tanken für ihre schwere Erziehungsaufgabe.

Unterstützt die VdK-Sammlung: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer

Außerdem werden durch die Sammlung berufliche Rehabilitationseinrichtungen und Selbsthilfefirmen des VdK Bayern unterstützt. Der VdK hat beispielsweise in Straubing mit der ‘Dimetria gGmbH’ eine Einrichtung geschaffen, die Menschen mit psychischer Beeinträchtigung vollwertige, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze bietet.

Ab 15. Oktober machen sich wieder Tausende von Sammlerinnen und Sammlern in Bayern auf den Weg, um für die gute Sache an den Haustüren zu klingeln und um Spenden zu bitten. Der alljährli-

che Sammlungserfolg ist nur möglich, weil sich jeden Herbst so viele VdK-Ehrenamtliche für diese gute Sache engagieren. Ministerpräsident Seehofer unterstützt die Sammlung Die VdK-Sammlung ‘Helft Wunden heilen’ wird auch in diesem Jahr wieder von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer unterstützt. In seinem Grußwort zur Sammlung schreibt er: „Der Sozialverband VdK bittet wie in jedem Jahr mit seiner großen Aktion ‚Helft Wunden heilen’ um Spenden. Ich unterstütze dies nachdrücklich. Unser Staat ist, was seine soziale Fürsorge betrifft, äußerst leistungsfähig. Wir wissen aber auch, dass er nicht lebensfähig wäre ohne das freiwillige Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. Dies gilt in vielen Bereichen. So leistet der Sozialverband VdK einen wertvollen Beitrag zur Beratung, Betreuung und Unterstützung Alter und Kranker, von Menschen mit

Gemeinsame Ferienlager für Kinder mit und ohne Behinderung werden finanziert mit den Spendengeldern der VdK-Aktion ‘Helft Wunden heilen. Fotos: Bernhard Huber

Spoka 5/2011 Aus den BEZIRKEN 23

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Oberbayern Diabetiker-Sportgruppe des BVSV Ingolstadt beim Gesundheitstag

Oberbayern Rudern/Kanu – und ein mulmiges Gefühl

Ingolstadt. 110 Teilnehmer präsentierten sich beim alljährlichen Gesundheitstag in der Innenstadt mit ihren Vereinen oder Selbsthilfegruppen den interessierten Besuchern. Auch die Diabetiker-Sportgruppe des BVSV Ingolstadt unter der Leitung und Organisation von Harald Höbusch stellte sich den Anforderungen dieses Tages.

Zu einem integrativen Schnupperwochenende Rudern/Kanu mit einem speziellen Erlebnistag des Bezirks Oberbayern fanden sich 27 geistig behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche mit acht Betreuern aus den Vereinen Peiting, Rosenheim und Germering im Leistungszentrum in Oberschleißheim ein.

Hilfreiche Unterstützung fanden wir durch die Schwerpunktpraxis ‚Diabetes‘ von Dr. Schnittert und Kollegen und durch einen Sponsor für BlutzuckerMessgeräte der Firma Live Scan, koordiniert durch Christel Sauermann, die uns nicht nur die Messgeräte, sondern auch 400 Messstreifen und Stechhilfen zur Verfügung stellte.

Innerhalb kurzer Zeit war unser Pavillon in Anspruch genommen. Dr. Corinna Sieh, Diabetologin am Klinikum Ingolstadt, konnte vielen Teilnehmern den Begriff ‚Zuckerkrankheit‘ aus erster Hand erklären. Viele der Besucher fanden diese Beratung und die durchgeführten Zucker- und Blutdruckmessungen sehr wertvoll. Regen Zuspruch fanden auch die bunten Flyer des Vereins. Spiel, Spaß und mehr Bewegung auch im Alltag in die Tat umzusetzen, war unser Anliegen an die Besucher des Gesundheitstages. Viele Interessierte haben nun die Absicht, das Spektrum der Diabetiker-Sportgruppe des BVSV Ingolstadt anzunehmen. Wir würden uns wünschen, es kämen viele, denn diese Krankheit ist

nicht zu unterschätzen. Durch die Vielfalt der Angebote, wie Wandern, Nordic Walking, Joggen, Rad fahren, Schwimmen und im Winter Skilanglauf, kann jeder seine Sportart mit Begleitung und Überwachung durch die ausgebildeten Übungsleiter für den Fachbereich Diabetes durchführen. Harald Höbusch

Silber für Team Germany bei den Special Olympics World Games Athen. Insgesamt 69 Teams aus aller Welt nahmen an drei Basketballwettbewerben (Traditional Frauen und Männer, UnifiedWettbewerb) teil. Auch zehn Sportler und drei Coaches der Abteilung Handicap-Integrativ im SB/DJK Rosenheim vertraten Deutschland im Traditional-Basketball (ausschließlich behinderte Sportler spielen in einem Team).

Nach dem Beziehen der Zimmer und einem schmackhaften Abendessen fand eine Einweisung in die verschiedenen Bootsklassen und über den weiteren Ablauf des Wochenendes statt. Der weitere Abend stand für die individuelle Freizeitgestaltung zur Verfügung. Aus organisatorischen Gründen musste der Erlebnistag auf den Samstag vorverlegt werden. Im Olympiastadion war eine Begehung des Zeltdaches mit ‚Mutprobe‘ vorgesehen. Es war für die Teilnehmer schon ein mulmiges Gefühl, sich aus 40 m Höhe in den ‚Abgrund‘, den Innenraum des Stadions, abzuseilen. Aber am Ende waren alle stolz und erleichtert über ihre Überwindung.

Bei den Klassifizierungsspielen traf unsere Mannschaft auf Uruguay und setzte sich mühelos mit 10:2 durch. Im Wettkampf um Edelmetall mussten wir uns mit Weißrussland, Mazedonien und der Schweiz in Division 5 auseinandersetzen. Im Auftaktspiel in der großen Olympiahalle gegen Weißrussland gab es eine 14:20-Niederlage, wobei vor allem Tobias Schenk und Center Marcus Wohlmann mit ihren Korberfolgen die Mannschaft im Spiel halten konnten. Ein wenig Nervosität war sichtlich spürbar, doch diese legte sich in den darauf folgenden Gruppenspielen gegen Mazedonien (25:16) und die Schweiz (22:11).

Der Sonntag war mit rudern und Kanu fahren ausgefüllt. Unter der bewährten Leitung von Dani Hecht von der Fakultät Sportwissenschaften der TU München durften die verschiedenen Bootsgattungen erprobt werden. Glücklicherweise war nach einem heftigen Gewitter in der Nacht wieder Badewetter, sodass auch ein Kentern mit Schwimmeinlage zum Vergnügen wurde. Zusätzlich hatten die Teilnehmer noch die Möglichkeit und die Chance, ausgestellte Tretboote zu nutzen und motorisierte Quads zu fahren. Hagen/Hierle

Wir gratulieren Oberbayern BVSV Erding: zum 75. Geb. Franziska Hintermaier Niederbayern VSV Straubing: zum 70. Geb. Christa Guttmann und Rudolf Obermeier, zum 75. Geb. Anneliese Eder und Ludwig Krammer und zum 80. Geb. Ernst Richthammer und Theresia Maier Oberfranken VSG Burgkunstadt: zum 90. Geb. Bruno Thienwiebel BRSV Forchheim: zum 80. Geburtstag Josef Lauger

Team Germany mit der Silbermedaille

Gegen die Eidgenossen erwischte Michael Bichler an seinem 38. Geburtstag einen besonders guten Tag. Beide Male verhalf auch eine kompakte Mannschaftsleistung, bei der u. a. unsere beiden ältesten Teilnehmer, Werner Hölzl (64) und Hans Schweinsteiger (62), zum Einsatz kamen, zum letztendlich verdienten Erfolg.

vernachlässigen. Und natürlich musste die Manndeckung genau funktionieren, damit sich die Weißrussen nicht so viele Wurfmöglichkeiten erspielen konnten.

Im Halbfinale kam es noch einmal zum Vergleich mit Mazedonien (19:10), bei dem sich Pascal Nagels am Knie verletzte und so im Finale nicht mehr zum Einsatz kommen konnte. Der Sieg war verdient und die Freude über den Einzug ins Endspiel der Special Olympics World Games riesengroß.

Bis zum 11:12 hielten wir hervorragend mit, die Spannung war am Siedepunkt. Unterstützt von zahlreichen deutschen Fans wollten wir die Überraschung schaffen, was aber am Ende nicht ganz gelang. Die Konzentration ließ zudem bei einigen Akteuren nach, so dass sich der Gegner mit 19:13 letztendlich verdient durchsetzen konnte. Die Silbermedaille für Deutschland – ein super Ergebnis!

Die Frage war nun, ob sich das Team gegen Belarus für die im Vorrundenspiel erlittene Niederlage würde revanchieren können. Vom Trainerteam Gregor Möller, Manfed Kothe und Joachim Strubel entsprechend eingestellt, sollte vor allem das Fastbreakspiel, die blitzschnellen Angriffe des Gegners, unterbunden werden. Ein ruhigeres Aufbauspiel um Thomas Köck und genaueres Zuspiel zum Center Marcus Wohlmann waren gefordert, so dass dieser seine Größenvorteile unter dem Korb ausnutzen konnte. Auch das Flügelspiel über Michael Bichler und Michael Perfoll sollte unser Team nicht

Joachim Strubel

Niederbayern Hochkarätiges Tischtennis für guten Zweck Über 33 Teilnehmer zählte das Tischtennis-Turnier mit Spielern mit und ohne Handicap, das Johann Geiger vor drei Jahren ins Leben gerufen hat. „Ich wollte unbedingt einmal mit Rollis ein Turnier bestreiten und war überrascht, wie stark sie sind“, resümierte der spätere Sieger Sebastian Deutsch vom Bayernligisten DJK SB Landshut. Er musste sein ganzes Können aufbieten, um den Rolli-Vizeweltmeister Thomas Schmidberger in fünf spannenden Sätzen in die

Schranken zu weisen. Schmidberger ging als Drittplatzierter aus dem Turnier, der mehrfache Paralympics-Medaillengewinner als 13. Aber eigentlich ging es hier gar nicht so sehr um Sieg und Ehre. Im Vordergrund stand die Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Handicap. Der gesamte Erlös des Turniers kam wieder den Plattlinger Rollis zugute – großzügig unterstützt von mehreren Sponsoren. Redaktion

VSG Rehau: zum 75. Geb. Elfriede Kemnitzer Mittelfranken VRS Hilpoltstein: zum 90 Geb. Michael Heinloth, Gründungsmitglied aus dem Jahr 1963 BVSV Nürnberg: zum 75. Geb. Ursula Kosnowski, Marianne Lehner und Theo Winterstein; zum 80. Geb. Maria Schubert, Adolf Engelhardt und Walter Erhard; zum 85. Geb. Lore Röschlein und zum 90. Geb. Prof. Dr. Karl-Heinz Ludwig BVS Rothenburg: zum 70. Geb. Fritz Mack, zum 85. Geb. Luise Fischer und zum 90. Geb. Rudi Kiesewalter BVS Schwabach: zum 85. Geb. Arnulf Wenzel

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Niederbayern Schwarzacher Ferienfreizeit 2011

Oberpfalz Weiden wurde 1. und 2. Bezirksmeister im Feldboccia

August 2011. Nervöses Bewegen vor der Turnhalle der Mittelschule in Schwar­zach. Zwölf Kinder und Jugendliche waren gespannt auf das, was da die nächsten 2,5 Stunden passieren würde. Sie hatten sich zur 1. Schwarzacher Ferienfreizeit mit der Rolligruppe Schwarzach angemeldet.

Weiden. Lediglich vier Teams starteten bei den Bezirksmeisterschaften im Feldboccia, das der Behinderten- und Vitalsportverein auf seinen Heimbahnen am Schießlweiher ausrichtete. Bezirksmeister wurde der BVS Weiden mit seiner 2. Mannschaft vor der 1. Mannschaft. Zwar war bei regnerischem Wetter am Ende der BVS Weiden I mit dem VfG Burglengenfeld punktgleich, doch der 2:1 Sieg gegen den VfG hob den BVS auf den 2. Rang. Die beiden Teams aus Burglengenfeld holten sich die beiden weiteren Plätze.

und dann als Mannschaftsergebnis gewertet. Der BVS II siegte mit 6:3 Punkten - er gewann alle drei Begegnungen mit 2:1. Auf den 2. Platz kam der BVS Weiden I mit 5:4 Punkten vor der 2. Mannschaft des VfG Burglengenfeld mit 5:4. Letzter wurde die 1. Mannschaft des VfG mit 2:7 Punkten. Für den BVS-Bezirk Oberpfalz gratulierten Josef Pohl und Josef Prückl­meier den Teams für ihren Einsatz. Die Bedingungen für den Start bei den Bayerischen Meisterschaften stehen noch nicht fest, möglich ist auch der Start der ersten drei Teams.

Die beiden Einzel- und Doppelspiele wurden gleichzeitig nebeneinander gespielt

Reinhard Kreuzer

Parkplatz wandern. Hier merkten die Teilnehmer schnell, wie schwierig es ist, auf unebenem Gelände richtig vorwärts zu kommen.

Als die Turnhalle aufgesperrt und die Kids und Teens eingelassen wurden, verflog im Nu diese Anspannung, und jeder suchte eilig einen sicheren, sportlichen Rollstuhl, den die Rolligruppe für diese Aktion zur Verfügung gestellt hatte. Mit verschiedenen Spielen wie Zauberer und Fee, dem beliebten Romeo und Julia, verflogen schnell die Berührungsängste mit diesem für die Teilnehmer an der Ferienzeit ungewöhnlichen Sportgerät. Flink wie die Wiesel fetzten sie in der Halle hin und her und lernten so spielerisch den Umgang mit dem Rollstuhl.

Mit einem spannenden Korbballspiel endete dieser Tag der Ferienfreizeit. Hanni Freund, Herbert Winterl und Frieda Steininger bedankten sich bei den Kindern,

dass sie zu dieser Ferienfreizeit ‚der anderen Art‘ gekommen waren.

17. Wandertag des BVS-Bezirks Niederbayern

1. Preis war eine Woche Bad Füssing, gestiftet von der Witwe des früheren Bezirksvorsitzenden Helmut Richter, unserer Leni Richter. Auch der 2. Preis, ein Damenfahrrad, ging an den BSV Dingolfing. Der 3. Preis, ein tragbares Radio mit CD-Spieler, gewann der Straubinger Emil Kell.

Doch die Hitze in der Halle ließ alle später nach draußen auf den schattigen

Der BVS-Bezirk Niederbayern war zum 17. Mal in Folge Partner bei den Gäubodenwanderern Straubing/Ittling beim integrativen Wandertag im Gedenken an die Initiatoren Georg Heigl, Helmut Richter und Gerhard Skrzypietz, diesmal auch unterstützt vom Bayerischen Staatministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen. Trotz entsprechender Kleidung wurden einige nass bis auf die Haut, weil Petrus nicht mitwanderte, sondern die Himmelsschleusen geöffnet hatte. Am frühen Morgen bei Dauerregen waren nur die ganz Harten, hauptsächlich die Wanderer, unterwegs. Unter ihnen war auch eine kleine Gruppe Rollstuhlfahrer, die die 23 km ohne Motor und nur mit dem Antrieb ihrer Hände absolvierten. Da zollte auch Oberbürgermeister Markus Pannermayr großes Lob. Das Rad fahren war auf den nassen und rutschigen Straßen fast nicht möglich. Dass der BSV Dingolfing dieser schönen Veranstaltung die Treue hält, bewies er, indem Bezirkssportwart Alois Grasl 41

Wanderer aus der BMW-Stadt begrüßen konnte. Trotz des schlechten Wetters konnten bis zum Schluss doch noch 97 Wanderer und Radler aus Niederbayern von Beate Schießl-Sedlmeier und Monika Pfeifer begrüßt werden. Auf der gut gekennzeichneten Strecke von 5 bis 20 km konnten sich die Teilnehmer nach der nassen Angelegenheit im Ittlinger Feuerwehrhaus trocknen und sich mit Speisen und Getränken wieder stärken. Wie jedes Jahr wurden lukrative Preise unter den Teilnehmern verlost. Der

Fahrt zum Waldwipfelweg

Oberfranken Oberfränkischer Bezirkswandertag

Herbert Winterl

„Immer, wenn der Seidel eine Veranstaltung hat, passt das Wetter“, wunderte sich schon so mancher Mehlmeiseler. Stimmt. Die Teilnehmer wanderten unter blauem Himmel im Sonnenschein. G. Kuhbandner

War das Wetter am Vormittag auch sehr bescheiden, so konnte am Nachmittag beim Besuch des Waldwipfelwegs in St. Englmar/Maibrunn der Tag noch angenehm beendet werden. Es hörte auf zu regnen, und sogar die Sonne schaute noch heraus. Alois Grasl

FC Nordhalben gewinnt das traditionelle RSG-Turnier

Mehlmeisel. Nicht weniger als 80 Teilnehmer hatten ihre Sportschuhe geschnürt für den oberfränkischen BVS-Bezirkswandertag. Am Haus des Gastes machten sich die Gruppen, herzlich begrüßt vom örtlichen Versehrtenvereins-Vorsitzenden Karl-Heinz Seidel und der komm. Bezirksvorsitzenden Heidemarie Miklis, mit den Wanderführern Claudia Sticht, Arthur Kilgert und Edwin Prechtl auf den Weg, um auf Routen von drei, fünf oder zehn Kilometern die Natur in der näheren und weiteren Umgebung der Fichtelgebirgsgemeinde zu erkunden. Stationen waren die Pfarrkirche, das Hammerkirchl und die Talstation am

Klausenlift, wo Manfred Prechtl, Josef Wiche und Dritter Bürgermeister Günther Daubner den sehr interessierten Wanderern Wissenswertes über Kirche, Land und Leute erzählten. Am Echowald erfreute Fritz Kuhbandner die Gruppen mit den schönsten Trompetenklängen. In den höchsten Tönen lobten die Wanderer die perfekte Organisation durch den örtlichen Verein, der unterstützt wurde von der Bergwacht, dem Roten Kreuz, der FGV-Ortsgruppe und den beiden Feuerwehren. Einen Pokal für die meisten Teilnehmer am Wandertag (25 Teilnehmer) erhielt die VRG Bayreuth.

In der 15. Auflage veranstaltete die RehaSportgemeinschaft Hof das alljährliche Tischtennis-Mannschaftsturnier mit behinderten und nicht behinderten Sportlern. Neben dem Veranstalter nahmen drei Mannschaften aus dem Frankenwald sowie der SV Blankenberg (Thüringen) und die SG Straßberg (Sachsen) teil. Nach fünf Stunden interessanter Wettkämpfe hieß der Sieger und Pokalgewinner FC Nordhalben. Die Entscheidung fiel durch das bessere Spielverhältnis gegenüber der punktgleichen Freien Turnerschaft Naila. Platz 3 erkämpfte sich die RSG Hof. Die weitere Platzierung: 4. SG Straßberg, 5. SV Blankenberg, 6. SV Marlesreuth. Wie immer folgten ein Grillfest und gemütliches Beisammensein. Gerhard Wachter

Spoka 5/2011 Aus den BEZIRKEN 27

26 Aus den BEZIRKEN Spoka 5/2011

Oberfranken Reise in das Pitztal (Österreich/Tirol) Bei trübem Wetter haben wir uns auf die Reise gemacht doch schon bei Regensburg hat das erste Mal die Sonne gelacht. Durch München ging die Reise und weiter bis nach Mittenwald rein, weil wir in das Geigenbauer-Museum wollten gehen hinein. Wie so eine Geige entsteht, konnten wir sehen man braucht viel Geschick und Verstand, diese Kunst zu verstehen. Unser Ziel im Pitztal war St. Leonhard-Plangeross im 3-Sterne-Hotel ‚Sonnblick‘ ein jeder das gute Essen genoss. Am zweiten Tag ist ein gebürtiger Pitztaler mit uns gefahren, und wir haben so manches über Brauchtum und die vielen Berge erfahren. Er durfte uns den gesamten Tag begleiten und versuchte, uns die schönsten Winkel des Pitztals zu zeigen. St. Leonhard ist die drittgrößte Gemeinde in Tirol und überall, wo wir waren, da fühlten wir uns wohl. Auf der Gletscherstraße fuhren wir den Gebatschstausee entlang und kamen so zu der Pitztaler Gletscherbahn. Dank unserem Bus-Chauffeur Helmut - er hat dieses Wunder vollbracht und uns durch 29 Kehren gut hinauf und hinunter gebracht. Oben auf dem Berg war das Wetter einmalig schön, so konnten wir weit rundum die Berge und in die Ferne sehn. Auf der Rückfahrt ging es noch nach Landeck; ja - da war es aber auch sehr schee, und etliche landeten gleich im Kaffee! Am dritten Tag fuhren wir dort hin, wo das Pitztal aufhört von da muss man über den Berg wandern, wie es sich für Ausflügler gehört! Wir dagegen fuhren zurück zum Gletscherexpress Rifflseebahn alle konnten mitfahren und kamen auch gut an. Den ausgiebigen Rundgang um den Rifflsee haben viele geschafft die Alpenrosen blühten, und die Sonne hat gelacht. Leider gingen diese Ausflugstage so schnell vorbei doch wir hoffen auf ein nächstes Mal - denn da sind wir wieder dabei. Nachmittags sahen wir den Neubau von Benjamin Raich und das Selber Haus, und im Hotel Bergland kauften wir denen ihren Vorrat an Käse und Schinken auf. Am vierten Tag fuhren wir ein letztes Mal die Pitze entlang, bis wir dann in Ehrwald unterhalb der Zugspitze kamen an. In einer Destillations- und Abfüllfirma haben wir viele Liköre und Schnäpse probiert schön war´s, und wir wurden alle zum Kaufen verführt. Da man vom Schnapseln allein nicht leben kann deshalb hielten wir für eine Würstchenpause in Garmisch nochmals an. Bei herrlichem Wetter fuhr unser Bus sicher in Richtung Franken. Wir haben uns bei unserem Fahrer, dem Helmut, herzlich zu bedanken. Auch unserem Vorstand ein ganz großer Dank gebührt, der so herrlich dies alles organisiert. Viel Sonne weiterhin im Leben und dass wir alle bleiben gesund dies ist der Wunsch von Eurer Kunigund.

Hallenboccia-Freundschaftsturnier

Mittelfranken ‚Erlebte Integrative Sportschule‘ (EISs) ein voller Erfolg beim BRSV Gunzenhausen

Doch sie stellten sich dem Wettkampf, bei dem letztlich jede Mannschaft gegen jeden antreten musste. Jedes Team bot drei Spieler und evtl. einen Ersatzmann auf, jedes Spiel hatte sechs Durchgänge. Es galt, wie beim Freilandboccia auch, möglichst nah mit seinen Mannschaftskugeln an den Zielball zu werfen bzw. Gegnerkugeln davon wegzuschießen. Sechs Mannschaften spielten auf drei Feldern jeweils gleichzeitig. Spannende Szenen bot das sehr faire Turnier genug, lediglich Zuschauer hätte es noch deutlich mehr vertragen können. Der Siegerpokal ging an VRG Bayreuth I, BVSV Selb II und VSG Rehau. BVSV Selb I landete auf dem 4. Platz, die Gastgeber BVSV Weidenberg I auf den Plätzen 5 und 6. Schlusslicht wurde die Mannschaft VRG Bayreuth II. Was am Ende dieses Turniertages zählte, war dabei gewesen zu sein. Auch wenn die Selber augenzwinkernd gewettet hatten, wer als Verlierer die Schuhe der anderen putzen müsste. Heidi Miklis

3. inoffizielle Fränkische Meisterschaft im Rollstuhlkegeln mit und ohne Schiene Termin: Samstag, 12.11.2011 • Ort: Gasthaus ‚Zum Stern‘, Gollhofen • Teilnehmer: jeder Rollifahrer oder schwer Gehbehinderte - auch ohne Vereinsanschluss - hat die Möglichkeit der Teilnahme • Voraussetzung: Es wird im Sitzen gekegelt - vorher Wahl, ob mit oder ohne Schiene (http://kegelschiene.net) • Startgebühr: 5,- € • Schübe: 2 x 25 ‚in die Vollen‘ • Ausrichter: VSG Uffenheim, Rollisport • Anmeldung bis 28.10.2011 an Rainer Keßler, An der Farbmühle 7, 97318 Kitzingen, Tel. 09321-382038, E-Mail: kessler_ [email protected]

Weidenberg. Beim Hallenboccia-Freundschaftsturnier des BVSV Weidenberg stellten sich sieben ehrgeizige Mannschaften aus Bayreuth, Rehau, Selb und Weidenberg. Es waren keine leichten Bedingungen in der Dreifachturnhalle der Schule geboten. Weil der Hausmeister nicht anwesend sein konnte, war die Klimaanlage nicht angeschaltet. So mussten die Spielerinnen und Spieler unter dem aufgeheizten Glasdach ganz schön schwitzen.

Ausschreibung

Übungsstunde in der Dreifachturnhalle des Simon-Marius-Gymnasiums

Es war ein kleines Experiment, als der BRSV Gunzenhausen das völlig neue Projekt ‘‚Erlebte Integrative Sportschule EISs’ startete. In den ersten Übungsstunden trafen sich dreizehn Kinder mit und ohne Handicap zu gemeinsamem Sport und Spiel in der SMG-Dreifachturnhalle unter der Leitung speziell geschulter Übungsleiterinnen. Das damals deutschlandweit neuartige Konzept hat sich voll und ganz bewährt. Standen sich Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap zu Beginn noch etwas vorsichtig ge-

genüber, so waren schon sehr bald alle Grenzen verwischt. Heute werden beim BRSV Gunzenhausen einunddreißig aktive Kids in zwei EISs-Gruppen von den Sportlehrerinnen Hannelore Kraft und Natalia Lamp sowie den Übungsleiterinnen Petra Kmieckowiak, Erika Braun und Andrea HofmeierKurpiela betreut. Die gesunde Mischung aus Spiel, Sport und Spaß erwies sich als ausgesprochenes Erfolgsrezept. Reiner Tieftrunk

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe des Spoka ist der 5. November 2011.

Kegel-DM: Rössler holt Bronze für den BRSV Villingen-Schwenningen. Bei den Deutschen Meisterschaften 2011 im Sportkegeln für Behinderte, Sektion Classic, belegte Friedrich Rössler vom BRSV Gunzenhausen in der Schadensklasse 3 Herren mit 399 Leistungspunkten einen ausgezeichneten 3. Platz. Zur Silbermedaille fehlten ihm nur vier Punkte. Beim Schub in die Vollen erreichte er zwar mit 283 Punkten das zweitbeste Ergebnis, zeigte aber beim Abräumen nicht die erwartete Stärke und erkegelte nur 116 Punkte, so dass er sich seinem direkten Kontrahen-

ten von der BSG Kaiserslautern (278/125) knapp geschlagen geben musste. Sein Vereinskamerad Peter Heimerl hatte sich zum ersten Mal für die DM qualifiziert. In der Wettkampfklasse 3 Senioren musste er gegen wettkampf­erfahrene Gegner antreten. Beim Schub in die Vollen zeigte er sein Können und schob sich mit 277 Punkten immerhin auf den 4. Platz. Beim Abräumen machte sich doch eine gewisse Wettkampf-Nervosität bemerkbar. Ohne ‚alle Neune‘ reichte es hier nur für 98 Punkte und damit im Ge-

Peter Heimerl (links) und Friedrich Rössler nach der Siegerehrung

samtergebnis für den 6. Platz. Reiner Tieftrunk

Spoka 5/2011 Aus den BEZIRKEN 29

28 Aus den BEZIRKEN Spoka 5/2011

Mittelfranken 50 Jahre Kegelabteilung der RVSG Rothenburg ob der Tauber

Unterfranken 1. Platz in Handicap-Klasse

Die Kegelabteilung der Reha- und Versehrten-Sportgemeinschaft Rothenburg ob der Tauber beging ihr 50-jähriges Jubiläum mit einer kleinen Feierstunde. Der Vorsitzende der RVSG, Herbert Holzinger, begrüßte die Anwesenden sowie als Ehrengast Günter Laudenbacher, den Ehrenvorsitzenden des Vereins Rothenburger Sportkegler, der zugleich den Vorsitzenden des TSV 2000 vertrat.

Frank Sorber, Mitglied im RVS Bad Neustadt wie auch im BGC (Behinderten Golf Club), nahm sehr erfolgreich an dem im Golfclub Maria-Bildhausen gespielten Gründerpokal-Turnier teil. Ausgespielt wurde auf dem wunderschön gelegenen und sorgfältig gepflegten Par 72 Platz der Gründerpokal des BGC. Bei strahlendem Sonnenschein starteten an beiden Tagen 37 aktive Golfer verschiedener Handicap-

Als Mann der ersten Stunde präsentierte Willi Jakobi eine Zeitreise durch die 50 Jahre des Bestehens. Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im April 1961 schlug Karl Diez vor, auch bei der VSG eine Kegelabteilung zu gründen. Die VSG, wie der Verein damals noch hieß, bestand aus 42 Mitgliedern.

Spontan meldeten sich 22 Mitglieder, die mit dabei sein wollten. Als Starthilfe für diese Abteilung wurden Mitglieder der Kegelabteilung Ansbach zu Rate gezogen. Schon bald trainierte man auf den Bahnen im ‚Alten Brauhaus‘ vier Stunden alle zwei Wochen. Bereits ein Jahr später richtete man das erste Turnier mit vier Mannschaften aus, bei dem die VSG mit den Spielern Hans Tripps, Leo Seßler, Stanislaus Stankowitz, Rudi Kiesewalter und Willi Jakobi den 2. Platz belegte. Im Jahr 1963 schloss man sich dem Verein der Rothenburger Sportkegler an und stellte sich nun der großen Herausforderung, auch gegen nichtbehinderte Spieler anzutreten. Es folgten weitere Erfolge auf Bezirks- und Landesebene, wo die Spieler vordere Plätze erreichten bis zum Bayerischen Meister im Jahr 1991 in Regensburg. Aufgrund ihrer guten Leistungen erhielten die Spieler O. Jakobi, W. Jakobi, R. Kiesewalter, R. Michalk, R. Weier und W. Zahn beim Neujahrsempfang 1995 die Sportlermedaille der Stadt Rothenburg verliehen.

RVSG-Vorsitzender Herbert Holzinger ehrt Gründungsmitglied Willi Jakobi.

Ab 1998 konnte man mangels Nachwuchs den Betrieb bei den Sportkeglern nicht mehr wahrnehmen und konzentrierte

Nachruf Der BVSV Nürnberg trauert um HEINZ LEDWON, Ehrenringträger und Ehrenmitglied des BVSV. Er verstarb 89-jährig am 7. September nach kurzer, schwerer Krankheit und hinterlässt eine große Lücke. Wir verlieren einen großartigen Sportkameraden, der viele Jahre als stellvertretender Vorsitzender Finanzen die Geschicke des Versehrtensportvereins weitsichtig und mit großer Sachkenntnis mitgestaltet hat. Auch im Ruhestand stand er dem Vorstand und der Karl-Schaller-Stiftung sowie bis zuletzt der Seniorenabteilung mit Rat und Tat beiseite.

* 6.1.1922 † 7.9.2011

Beim BVS Bayern war er ab 1984 zunächst Landesrevisor und anschließend stellvertretender Landesschatzmeister. Auf nationaler Ebene nahm er elf Jahre lang die Aufgaben des Revisors beim DBS in Duisburg und anschließend für sechs Jahre bei der Stiftung Behindertensport Duisburg wahr. Heinz Ledwon bleibt uns als liebenswürdiger Mensch in Erinnerung. Unser Mitgefühl gilt seiner Lebensgefährtin Erni und seiner Familie. H. Karsties, stv. Vors. Verwaltung

Walter Zahn wird für 500 Spiele geehrt.

sich nur noch auf das ‚Behindertenkegeln‘. 2001 kamen die Rollstuhlfahrer als Kegler dazu, die ebenfalls mit großen Erfolgen an Meisterschaften teilnahmen.

Klassen mit und ohne Behinderung auf dem anspruchsvollen 18 Loch-Parcours. Frank Sorber konnte den 1. Platz im gesamt Nettospiel sowie den 1. Platz in seiner Handicap-Klasse (bis HCP -54) gewinnen. Er verbesserte dabei sein Handicap und spielt zukünftig mit HCP -37. Berthold Brabandt

Schwaben Riesiges Erlebnis Nordjütland

In diesem Jahr kam dann das endgültige Aus. Da die Altersstruktur der noch aktiven Kegler ziemlich hoch ist, hielt man am 3. Juli 2011 das 50. und letzte Einladungsturnier im Kegeln ab und stellte damit auch die Fahrten zu anderen Vereinen ein. Das ‚Gesellschaftskegeln‘ wird alle zwei Wochen am Donnerstagnachmittag auf den Bahnen am Hallenbad weiter betrieben. Walter Zahn berichtete über die sportlichen Erfolge der Rothenburger Kegler in den vergangenen 50 Jahren. Hier gab es von Mannschaftsiegern über Einzelmeister in allen Wettkampfklassen große Erfolge zu verzeichnen, u. a. Bayerische und Deutsche Meisterschaften mit der Mannschaft. Eine ganz besondere Leistung schaffte Hannelore Thiel, die als Rollstuhlfahrerin fünfmal Bezirksmeisterin, fünfmal Bayerische Meisterin sowie viermal Deutsche Meisterin im Kegeln wurde und ebenfalls die Sportlermedaille der Stadt Rothenburg erhielt. Bei den Herren war Helmut Diez mit sehr guten Platzierungen der herausragende RolliKegler. Stanislaus Stankowitz, Rudi Kiesewalter und Willi Jakobi erhielten eine Ehrung als Gründungsmitglieder der Kegelabteilung. Walter Zahn wurde für 500 Spiele bei der RVSG geehrt. Da er auch immer als Fahrer, Betreuer und Mannschaftsführer fungierte, bekam er eine Ehrung vom BVS-Bezirk Mittelfranken für ‚besondere Verdienste um den Sport für Menschen mit Behinderung‘. HH

Pokalübergabe an Frank Sorber durch den 2. Vorsitzenden des BGC, Uwe Thoß.

tet werden. Im Zoo von Aalborg waren unter all den Tieren die Eisbären mit am interessantesten, denn wir konnten sie sowohl an Land wie auch im und unter Wasser beobachten.

Erlebnisreiche Ferien in Dänemark verbrachte die Behinderten- und RehaSportgruppe Mindelheim mit ihren Kindern und Jugendlichen unter der Leitung von Hermann Haggenmüller. Selbstversorgung war im Ferienhaus angesagt - da war schon das Kochen für 26 Personen ein Erlebnis!

Mit drei Kombis und einem Pkw ging es auf Tour, um Nordjütland zu erkunden. Dabei besuchte die Gruppe das NordseeOceanarium mit dem größten Aquarium Nordeuropas. Dort konnten Fische vom gefräßigen Seewolf bis zu den spielerischen Robben und dem gutmütigen Mondfisch in ihrem Element beobach-

Es hat sich gelohnt! Das eingelöste Wochenende war ein Beginn, eines Kreuzworträtsels Gewinn. Wir zwei ‚Mädel‘ kamen in ein schönes Haus, und fühlten uns gleich wie zu Haus. Das Wetter war leider nicht so toll, trotzdem fanden wir das Wochenende wundervoll. Ach, wie schnell ist die Zeit hier verronnen, und wir haben schöne Erinnerungen mitgenommen. Andrea Adams

Einer der Höhepunkte war die Rubjerg Knude, die größte Wanderdüne Europas. Da konnten die Kinder und Jugendlichen bis zu 100 Meter auf einen Sandberg klettern, um oben neben dem versunkenen Leuchtturm zu stehen. Und natürlich durfte Legoland in Billund mit seinen vielen Attraktionen nicht fehlen! Trotz Regens an diesem Tag ließen wir uns diesen Spaß nicht entgehen. Diese Ferien waren für uns alle ein riesiges Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden. Michaela Böck

Spoka 5/2011 HAUS UNTERJOCH 31

30 HAUS UNTERJOCH Spoka 5/2011

Am Abend setzte man sich wie im Vorjahr im Aufenthaltsraum zu Spielen jeder Art zusammen. Dabei hörte man dann oft: „Weißt Du noch, letztes Jahr …“ Im Touristenstrom Am nächsten Morgen traf man sich wie jeden Tag in dieser Woche schon vor dem Frühstück zur Gymnastik in der Turnhalle. Am Montag waren Forggensee und Schloss Hohenschwangau angesagt. Hier begab man sich in den Touristenstrom, der ja bekanntlich in den Königsschlössern sehr groß ist. Entsprechend war auch die Müdigkeit bei der Rückfahrt. Doch zurück im Haus, war diese bei Wassergymnastik rasch verflogen. Noch vor dem Abendessen wurde schnell ein Saunagang eingelegt. Da es ja viel zu erzählen und aufzubereiten gab, herrschte am Abend reges Stimmengewirr und Würfelgeklappere im Aufenthaltsraum. Ins Wasser gefallen Das abwechslungsreiche Programm führte während der Woche nach Oberstdorf und aufs Nebelhorn. Wir fuhren nach Schwaiganger, dem Landesgestüt des Freistaats Bayern und besuchten die Partnachklamm in Garmisch-Partenkirchen.

Am Donnerstag war Buchl-Alpe, die ‚Haus-Alpe‘ des Hauses, angesagt, doch meinte es Petrus heute nicht so gut, und das Ganze fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. So stand der ganze Tag zur freien Verfügung. Die Unentwegten wanderten, andere spielten oder betätigten sich sportlich bei Tischtennis, Schwimmen oder Saunieren.

Stadt in Westengland Γ►

seitliche RaumbegrenΓzung ► 1

Getanzt und gelacht Ausgeruht tanzte man am Abend ausgelassen in froher Runde. Der Alleinunterhalter Manfred spielte zum Tanz auf, und einige Teilnehmer gaben kleine Anekdoten zum Besten. Entsprechend der guten Stimmung wurde viel getanzt und gelacht, so dass jeder von einem gelungenen Abend sprach. Der Morgen begann schon leicht zu Grauen, als die Letzten ihr Nachtlager aufsuchten. Die Wochenabschlussfahrt führte am Freitag in den Bregenzer Wald und nach Bregenz, wo die weltbekannte Seebühne besichtigt wurde. Nach der Rückkunft ließ man im Aufenthaltsraum nochmal die Woche in Form von Lichtbildern Revue passieren. Panorama des Allgäus Am Samstag war es dann so weit: Die Sonne lachte, und Buchl war angesagt. Fast alle Reiseteilnehmer waren mit von der Partie – wem es zu weit oder zu beschwerlich zum Laufen war, der wurde mit dem hauseigenen Kleinbus ein Stück des steilen Weges gefahren. Bei herrlichem Sonnenschein genoss man das Panorama des Allgäus sowie die gute Brotzeit, einen Kaiserschmarrn oder ein Glas frische Milch, von der Hüttenwirtin serviert. Die letzten Wanderer kehrten gegen 16 Uhr ins Sport- und Freizeitzentrum zurück.

Nachahmer

Zitterpappel

Am Abreisetag war die Stimmung - allerdings nicht wegen des Wetters - dann doch etwas am Boden. Man musste in den tristen Alltag zurück. Doch die Gesellschaft wurde vor der Abreise zu einem Glas Sekt auf dem Parkplatz vor dem Haus eingeladen, so dass die Teilnehmer dann frohgelaunt die Heimreise antraten. Spontan meldeten sich gleich zehn Teilnehmer für die Fahrt 2012 an, die in der Zeit 8. bis 15. Juli stattfindet. Weitere Anmeldungen sind ab sofort und gerne bei Hans Freiberg, Tel. 091051363, oder Herbert Holzinger, Tel. 098613537, möglich. Text: Herbert Holzinger Fotos: Hans Freiberg

Günstiger in der Gruppe Eine neue Aktion macht Haus Unterjoch noch attraktiver für Gruppen. Gruppenangebot während der Woche: 9 Personen für 2 Nächte bei Halbpension

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Diese Angebot gilt nur während der Woche (Mo bis Fr) und nach Absprache mit Haus Unterjoch. Es kann maximal zweimal pro Jahr in Anspruch genommen werden, zunächst befristet bis Ende 2011.

Γ► gekünstelte Haltung, Gebärde

Aristokratie





altröm. Liebesgöttin; Planet ▼

Äbtissin



Trick, Kniff



poetisch: Biene







Körper- ► glied

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Einsendeschluss: 10. November 2011 Viel Erfolg beim Raten! Senden Sie das Lösungswort mit Ihrer kompletten Anschrift per Post oder E-Mail an: BVS Bayern, Georg-Brauchle-Ring 93, 80992 München, EMail: [email protected] Das Lösungswort beantwortet folgende Frage: Was gibt es Neues in Haus Unterjoch?

Halbinsel der ► Ukraine fromme Gestalt ► bei W. Busch

Das Lösungswort ergibt sich aus den rot unterlegten Fel­ dern. Reihen Sie einfach die Lösungsbuchstaben in der Reihen­folge der Zahlen aneinander.

Handelsgut



eine Zahl

Unter den Einsendern des richtigen Lösungsworts verlosen wir ein Wochenende (Anreise Freitag, Abreise Sonn­tag) für 2 Personen in unserem Sport- und Freizeitzentrum Haus Unterjoch im wunderschönen Allgäu! Inklusive Schwimmbad, Sauna, Fitness­raum, Halbpension ... (Mitarbeiter der Geschäfts­stelle sind ausgenommen).

2

Bergspitze, -gipfel

Pferderennbahn ► (engl.)

Ein Glas Sekt

geripptes japaniBaumsche wollgewebe Sportart

Der Herbst ist im Allgäu mit die schönste Zeit zum Wandern - zahlreiche Sehenswürdigkeiten laden zum Besuch ein. Buchen Sie schnell - oder gewinnen Sie bei unserem Preisrätsel!

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Schon bald nach der Zimmerverteilung traf man sich zu einem ersten Austausch, denn man hatte sich teilweise ein Jahr nicht gesehen, im Speisesaal des Hauses zu Küchle und Kuchen. Die Küchle hatte ein teilnehmender Ansbacher Bäckermeister spendiert, weil in Ansbach an diesem Wochenende Kirchweih war.

juristischer Begriff Γ►

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Zum dritten Mal veranstaltete der Bezirk Mittelfranken des BVS Bayern eine Sport- und Freizeitmaßnahme im Sportund Freizeitzentrum Haus Unterjoch. Die 50 Teilnehmer hatte der Transferbus aus ganz Mittelfranken abgeholt.

Rätseln lohnt sich! Γ►

Sport - und Freizeitwoche des BVS-Bezirks Mittelfranken

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Auflösung aus SPOKA Nr. 4/2011: Die Lösung lautete ‚Ettal‘ - Gewinnerin ist Frau Mathilde Schiele aus München.

Karl Heinlein für 100. Aufenthalt geehrt

sitzt, hört man oft seine Stimme bei einem fröhlichen Lied bis in die späte Stunde.

Die Zahl 100 stand im Mittelpunkt der kleinen Feierstunde, die am 12. Juli 2011 im Sport- und Freizeitzentrum Haus Unterjoch des BVS Bayern statt fand. Dies nicht von ungefähr, denn Karl Heinlein aus Heideck in Mittelfranken, liebevoll Koorl genannt, hielt sich zum 100. Mal dort auf. Zu diesem Anlass war Kurdirektor Maximilian Hillmeier aus Bad Hindelang gekommen und überreichte Heinlein neben einer Urkunde die Ehrennadel von Bad Hindelang sowie einen Bildband ‚Bad Hindelang im Allgäu‘.

Seine besinnliche Seite zeigte Karl Heinlein nach der Jubiläumsfeier, als er als pensionierter Diakon der Rummelsberger aus Dankbarkeit für all die schöne Zeit, die er im Allgäu erleben und für all die Menschen, die er kennen lernen durfte, eine Messe abhielt. Es war an diesem Abend sehr kühl, sodass es keine Bergmesse wurde, sondern die Veranstaltung im Aufenthaltsraum des Hauses stattfand. Die Beteiligten werden noch lange an dieses Ereignis zurückdenken.

Auch Heidi Miklis, Vizepräsidentin Haus Unterjoch, gratulierte und übergab ein Geschenk des Hauses. Herbert Holzinger, Vizepräsident Finanzen und Bezirksvorsitzender Mittelfranken, überbrachte die Gratulation für den Verband sowie den Bezirk Mittelfranken und überreichte die silberne Ehrenmedaille des BVS-Bezirks Mittelfranken an Heinlein. Das Geschäftsführer-Ehepaar Heinrich gehörte ebenso zu den Gratulanten wie eine Gruppe von 50 Personen aus Mittelfranken, die gerade zu einer Freizeitwoche vor Ort war und der auch Karl als Wanderführer angehörte. Heinlein ist für viele der Ansprechpartner im Sport- und Freizeitzentrum Haus Unterjoch, egal ob es um die Umgebung geht oder um Flora und Fauna. Fast kann man sagen, er kennt jeden Käfer beim Vornamen. Für viele Einzelpersonen sowie Gruppen ist er früh am Morgen der ‚Vorturner‘ bei der Morgengymnastik in der Turnhalle oder am späten Nachmittag der Initiator der Wassergymnastik. Wenn dann der Abend später Ehrung zum 100. Aufenthalt, v. l. Karl Heinlein, Heidi Miklis, Marion Heinrich, Steffen Heinrich, Kurdirektor Maximilian Hill- wird und man in geselliger Runde beisammen meier; vorne Herbert Holzinger.

Wir alle wünschen ‚unserem Koorl‘ noch viele unvergessliche Aufenthalte im schönen Allgäu und besonders in unserem Sport- und Freizeitzentrum Haus Unterjoch. Uns wünschen wir, dass wir noch oft gemeinsam mit ihm dort weilen und auf weitere Aufenthalte das Glas erheben können. Herbert Holzinger

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BVS Bayern • Georg-Brauchle-Ring 93 • 80992 München ZKZ 06407 • Entgelt bezahlt • PSdg.

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