Flieg, Aktie, flieg! - IG Metall

Flieg, Aktie, flieg! - IG Metall

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Ehrenamtlicher Selbsthilfeunterstützer. Stadt und Landkreis Bad Kissingen. Peter Wehner. Am Schläglein 7. 97705 Burkardr

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> IMPRESSUM

metallzeitung

Verantwortlich: Knut Giesler, Redaktion: Norbert Hüsson

Juni 2017

Anschrift: Roßstraße 94, 40476 Düsseldorf

Nordrhein-Westfalen

Telefon 0211 454 84-0, Fax 0211 454 84-101 igmetall-nrw.de

facebook.com/igmetall

[email protected]

Fotos: Thomas Range

Stahlarbeiter erinnert an die Beschäftigungsgarantie von Thyssen-Krupp.

Flieg, Aktie, flieg! Sorgen um die Zukunft von Stahl Die machen sich die 27 500 Beschäftigten von Thyssen-Krupp, Deutschlands größtem Stahlhersteller. Und zwar seit Jahren. Jüngster Tiefschlag: die Ankündigung des Konzerns vom 7. April, 500 Millionen Euro einsparen zu wollen – das bedeutet die Vernichtung von 4050 Arbeitsplätzen. Die Betroffenen reagieren am 3. Mai mit einer Protestkundgebung, der größten ihrer Art seit Jahrzehnten. Vier von elf Rednern auf der Kundgebung am 3. Mai (v.l.): Dieter Lieske (IG Metall-Bevollmächtigter Duisburg-Dinslaken), Garrelt Duin (Wirtschaftsminister), Reiner Hoffmann (DGB-Vorsitzender) und Knut Giesler (IG MetallBezirksleiter)

Börsenschluss 15. Mai, 18 Uhr: Die Thyssen-Krupp-Aktie hat einen Wert von 21,62 Euro. »Kaufen!«, raten die meisten Analysten – seit Monaten. Sie halten die Aktie für unterbewertet und eine Wertsteigerung auf bis zu 30 Euro für möglich. 30 Euro sind Jens Tischendorf zu wenig. Jens Tischendorf? Der smarte Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Jahrgang 1973, ist Deutschland-Chef des schwedischen Finanzinvestors Cevian Capital. Und Cevian ist seit 2014 der zweitgrößte

Anteilseigner von Thyssen-Krupp (der Hedge-Fonds hält 15 Prozent). Der Anteil des größten Eigners, der Alfried-Kruppvon-Bohlen-und-Halbach-Stiftung (AKBH), sank gleichzeitig auf 23 Prozent, die Stiftung verlor ihre Sperrminorität und kann ihren Auftrag, die Einheit des Unternehmens zu wahren, nicht mehr erfüllen, eine Zerschlagung von ThyssenKrupp wäre möglich. Tischendorf sitzt seit 2015 im Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp. Und kündigte damals an, den Aktienkurs in fünf Jahren auf 50 Euro hochtreiben zu wollen. Den höchsten Wert besaß die Aktie im Mai 2008: 46,63 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Thyssen-KruppAktie eine Wertsteigerung um 16 Prozent erlebt, in den vergangenen fünf Jahren sogar eine um 35 Prozent (sie hat im Vergleich zu 2007 allerdings einen Wertverlust von 48 Prozent erlitten). Cevians Motto lautet: »Wir suchen Unternehmen, die einen hohen Wert

haben, aber von der Börse vernachlässigt oder unterbewertet werden.« Hedgefonds sind in Deutschland erst seit 2004 zugelassen. Sie unterliegen keinen Anlagerichtlinien. Und versprechen deshalb höhere Renditen – bei gleichzeitig höheren Risiken. Für den seit Anfang 2011 amtierenden Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger ist das Unternehmen »kein Stahlkonzern mehr«. Das sagte er Ende 2014 der »Süddeutschen Zeitung«, Stahl trage nur noch 30 Prozent zum Konzernumsatz bei. Auf die Nachfrage, ob sich der Konzern von Stahl trennen wolle, antwortete Hiesinger, dessen Vertrag bis 2020 läuft: »Die Frage stellt sich so zurzeit nicht.« Der damalige IG Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel forderte von Hiesinger ein Bekenntnis zu Stahl. In einem WDR-Interview gab Hiesinger eine Alles-undnichts-sagende Antwort: »Man muss sich bewusst sein, dass eine Tradition nicht schützt im Wettbewerb der Zukunft.« Fest steht: Für Hiesinger ist die Stahlsparte des Konzern nur noch eine von mehreren Sparten. Dafür hat er gesorgt. Er verkaufte beispielsweise Nirosta, also den Edelstahl, Tailored Blanks und VDM Metals. Am 3. Mai ist Detlef Wetzel wieder in Duisburg. Vor dem Hüttenheimer Werk von Thyssen-Krupp Steel Europe (TKSE) haben sich 7500 Menschen versammelt. Wetzel ist immer noch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzende von TKSE. Er wirft dem Konzernvorstand vor, die Stahlsparte »schlechtgeredet« zu haben; dabei sei TKSE »genauso profitabel« wie andere Unternehmen der Branche, und ein Gewinnbringer. Wetzel warnt vor einer Fusion von TKSE mit dem indischen Stahlhersteller Tata Steel. Zwei Drittel aller Fusionen gingen schief – und das sei auch im Falle von TKSE und Tata zu befürchten. Laut IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler ist Tata Steel sei »kein verlässlicher Partner«, sondern »ein hoch verschuldetes Unternehmen«. Eine Fusion gefährde »nur noch mehr Arbeitsplätze«. Der Hüttenheimer Betriebsratsvorsitzende Werner von Häfen ruft: »Wir werden unsere Arbeitsplätze nicht kampflos opfern!« Mit Stahl lasse sich »wieder Geld verdienen« – vorausgesetzt, man investiere frühzeitig, »statt Investoren zufriedenzustellen«. Norbert Hüsson

metallzeitung Juni 2017

Kfz-Handwerker setzen sich zur Wehr Warnstreik im Bonner Autohaus Kar: Die Belegschaft fordert einen Haustarifvertrag. Die Geschäftsführung lehnt Tarifverhandlungen ab.

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Sulzer hoffen wieder Die Firma Sulzer Pump Solutions in Lohmar (Rhein-Sieg-Kreis) darf in diesem Jahr nicht geschlossen werden. Das hat das Landesarbeitsgericht Köln am 11. Mai entschieden. »Jetzt gibt es wieder Hoffnung für die 180 Beschäftigten«, sagte der Siegburger IG Metall-Bevollmächtigte Michael Korsmeier. Die Schweizer Sulzer AG will das Werk bis Jahresende schließen, obwohl eine Betriebsvereinbarung existiert, die eine bis Ende 2019 geltende Standort- und Beschäftigungsgarantie vorsieht.

Öffentlicher Protest gegen die Weigerung der Geschäftsführung, einen Haustarifvertrag zu verhandeln

Nein, stolz sei er nicht, sagt Andreas Göbbels, der Betriebsratsvorsitzende, »wir mussten das tun«. Er meint den einstündigen Warnstreik am 8. Mai. Alle Beschäftigten waren draußen, die Werkstatt verwaist. Auch nach dem Streik halten sie zusammen. Sie haben sich T-Shirts be-

drucken lassen, auf denen vorne steht »Wir Mitarbeiter bei Kar wollen auch Tarif« und hinten »Wir sind zu Verhandlungen bereit!!!« Die Geschäftsführung nicht. Denn sie profitiert seit zehn Jahren vom Status quo. 2006 gliederte die RKG-Gruppe (Rheinische Kraftwa-

gengesellschaft) Kar aus. Ein Jahr lang blieb alles beim Alten; seitdem werden Urlaubs- und Weihnachtsgeld nur noch ab und zu gezahlt, die Wochenarbeitszeit beträgt 42 bis 44 Stunden, der Urlaub nur noch 28 Tage. Lohnerhöhungen gibt es seit Jahren nicht mehr.

Gießer schaffen Dialog-Forum Foto: MWEIMH NRW/M. Vörckel

Die Gießerei-Industrie voranbringen – das ist das erklärte Ziel der Landesregierung NRW, der IG Metall und des Bundesverbands der deutschen Gießerei-Industrie. Sie haben deshalb am 10. Mai eine Dialog- und Arbeitsplattform geschaffen. Um »bereits vorhandene Einzelinitiativen zu bündeln« sowie »Arbeitsstrukturen zu vernetzen und den Informationsaustausch zu verstärken«, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Wirtschaftsstaatssekretär Günther Horzetzky und Zu den Themen des Branchendialogs zählen IG Metall-Bezirksleiter eine bessere Verzahnung von Kurzarbeit und QualiKnut Giesler (v.l.) fizierung; eine Energiewende, deren Kosten fair verteilt werden; eine höhere Akzeptanz von Industrie und Gießereien in Politik und Gesellschaft; eine größere Transparenz aller finanziellen Möglichkeiten, gusstechnische Innovationen zu fördern sowie die Verengung des Mobilitätswandels auf die E-Mobilität. Die Gießerei-Industrie NRW ist mittelständisch strukturiert und beschäftigt 11 000 Menschen. Sie steht unter hohem Wettbewerbsdruck durch osteuropäische und türkische Gießereien, ist vom Schrottmarkt und von der Automobilindustrie abhängig und hat eine Gewinnmarge von nur 2,5 Prozent.

Fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt fordert die IG Metall für die Beschäftigten im Tischlerhandwerk, die Ausbildungsvergütungen sollen stärker (»überproportional«) steigen. Die erste Tarifverhandlung in der Tarifrunde 2017 fand am 30. Mai statt. Mehr Infos: igmetall-nrw.de. »Dem Tischlerhandwerk geht es sehr gut«, sagt IG Metall-Bezirkssekretär Christian Iwanowski. »Die Branche schätzt auch die Aussichten positiv ein.« Die Auftragsbücher seien voll. Zudem wachse die Gesamtwirtschaft, die Produktivität steige.

Bunt statt braun: Mai-Kundgebung 2017 »Wir zeigen den Populisten und Rechten, dass sie nicht das Volk sind«, rief IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler auf der Mai-Kundgebung in Remscheid (Foto). Der Tag der Arbeit stand unter dem Motto »Wir sind viele. Wir sind eins«. Nämlich solidarisch – im Allgemeinen und im Besonderen, jetzt mit Flüchtlingen. Der DGBVorsitzende von NRW, Andreas Meyer-Lauber, sagte in Köln mit Blick auf die Landtagswahl am 14. Mai, die AfD hetze gegen Ausländer, Muslime und Andersdenkende; sie sei deshalb »aus Sicht der Gewerkschaften nicht wählbar«. An den landesweiten Kundgebungen nahmen trotz des schlechten Wetters 65 000 Menschen teil.

Foto: Norbert Hüsson

Foto: Stephen Petrat

Tischler fordern mehr

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> IMPRESSUM IG Metall Bielefeld Marktstraße 8, 33602 Bielefeld, Telefon 0521 964 38-0, Fax 0521 964 38-40, [email protected], bielefeld.igmetall.de Redaktion: Hans-Jürgen Wentzlaff (verantwortlich), Wolfgang Dzieran

metallzeitung Juni 2017

Bielefeld

>TERMINE 1./8./15./22./29. Juni, 11 Uhr, Erwerbslosenberatung, Marktstr. 8 ■ 1. Juni, 14.30 bis 17.30 Uhr, Veranstaltung der Senioren ■ 7. Juni, 17 bis 19 Uhr, OJA-Treffen, Marktstr. 8 ■ 20.. Juni, 9.30 bis 12.30 Uhr, Seniorenarbeitskreis-Sitzung, Marktstr. 8 ■ 21. Juni, 13 bis 16.30 Uhr, OV-Sitzung, Marktstr. 8 ■ 21. Juni, 15 bis 16.30 Uhr, Rentenberatung, Marktstr. 8 ■ 21. Juni, 17 bis 19 Uhr, Frauenarbeitskreis, Marktstr. 8 ■ 21. Juni, Tageswanderung der IG Metall Senioren, Steinhorster Becken ■ 29. Juni, 16.30 bis 18.30 Uhr, Delegiertenversammlung, Ravensberger Spinnerei, Großer Saal, Ravensberger Park 6 ■ 29. Juni, 16.30 Uhr, Infotreff für Erwerbslose auf der Delegiertenversammlung ■

Brauchen Rentnerinnen und Rentner den Sozialrechtsschutz der IG Metall?

Margot Ellerbrock

Margot Ellerbrock tritt auch im hohen Alter für ihre Rechte ein. Sie berichtet uns über ihre Erfahrungen mit der Pflegekasse: Seit meiner Näherinnen-Ausbildung im Handwerk während der Kriegszeit

und der Berufstätigkeit in der Bekleidungsindustrie weiß ich, was jahrzehntelange Arbeit bedeutet. Als nach der Nazi-Diktatur die Gewerkschaften wieder gegründet wurden, trat ich vor genau 70 Jahren in die Gewerkschaft Textil-Bekleidung ein. Dass ich jemals als Rentnerin den Sozialrechtsschutz des DGB würde in Anspruch nehmen müssen, das hatte ich bis vor kurzem nicht gedacht. Vor einigen Monaten beantragte ich Leistungen aus der Pflegeversicherung. Nach einer Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung wurde mein Anliegen allerdings abgelehnt. Daraufhin meldete ich mich in der Geschäftsstelle der IG Metall. Es wurde ein Widerspruch bei der Pflegekasse eingereicht – mit dem Hinweis, dass bei erneuter Ablehnung für mich eine

Klage über den DGB-Rechtsschutz beim Sozialgericht eingereicht würde. Das ganze Verfahren wurde neu aufgerollt. Am Ende wurde mir die Leistung aus der Pflegeversicherung gewährt. Darum mein Rat an meine Kolleginnen und Kollegen im Seniorenalter: »Bleibt weiterhin Gewerkschaftsmitglieder! Streitigkeiten mit der Pflegeversicherung oder der Krankenkasse können in unserem Alter schnell auftreten. Im Übrigen profitieren wir Rentner auch von der aktiven Tarifarbeit der Gewerkschaften. Die jährliche Anhebung der Altersrente wird anhand der Einkommenserhöhungen für die Arbeitnehmer nachträglich vollzogen.« Mehr zum Thema im Internet: bielefeld.igmetall.de Rsenioren

Jubiläumsturnier 60 Jahre Betriebsrat und IG Metall bei Parker Die ehemaligen Betriebsangehörigen Renate und Helmut Rothkamm waren fast von Anfang an dabei: Der Betriebsrat von Parker Hannifin Manufacturing Germany besteht, einschließlich der Zeiten in den Vorläuferunternehmen, am Standort Bielefeld-Senne bereits seit 1955. Seit 1957 arbeitet er mit der IG Metall zusammen. Als geborene Adämmer kandidierte Renate, so wie ihr späterer Ehemann auch, bereits 1961 zur Betriebsratswahl – und wurde gewählt. Diese besondere Parker-Geschichte geht aber noch weiter, denn Sohn Axel Rothkamm (44) ist inzwischen auch in der zweiten Amtszeit Betriebsratsmitglied im Unternehmen. Mal sehen, wie es weitergeht, denn ein Enkelkind gibt’s auch schon… Zu seiner Zukunftsplanung – und ob ebenfalls Betriebsratsarbeit bei Parker dabei eine besondere Rolle spielt – konnte dem kleinen Tim (4), der gemeinsam mit seiner Mama und den Großeltern zu den Ehrengästen des Turniers zählte, noch kein Kommentar entlockt werden.

Foto: Oguz Önal/IG Metall

Wir helfen bei Streit nach Arbeitsunfällen, Kündigung oder Krankheit. Auch Auseinandersetzungen über Rentenbescheide, Abfindungen, Lohnabrechnungen und vieles mehr sind Gegenstand der Klagen bei den Arbeits- und Sozialgerichten. Bei Urlaub und Urlaubsgeld, Mutterschutz, Abmahnung oder zur betrieblichen Altersversorgung hilft und berät die IG Metall. Wir prüfen Zeugnisse, Abrechnungen, Arbeits- oder Aufhebungsverträge. Rechtsschutz für eine Prozessvertretung gibt es ab einer Mitgliedschaft von drei Monaten. Die Experten der IG Metall oder des DGB-Rechtsschutzes beraten und vertreten Mitglieder gegenüber Arbeitgebern, den Trägern der Renten-, Krankenoder Unfallversicherung sowie der Arbeitslosenversicherung.

Die IG Metall hilft auch im Alter

Foto: IG Metall

Unser Rechtsschutz

Auf Einladung des Bielefelder Betriebsrats beteiligten sich sieben Mannschaften aus deutschen Standorten der Parker-Unternehmensgruppe: aus Bielefeld, Osterode, Bietigheim, Nussdorf und Pleidelsheim.

Bei einem Büroumzug wurden zufällig alte Dokumente über Betriebsratswahlen und die Zusammenarbeit mit der IG Metall vor 60 Jahren wiederentdeckt. So kam es zur Idee, das Jubiläum mit der Gewerkschaft durch das Ausrichten eines Fußballturniers in der bpi Arena am Waldbad Senne zu feiern. Teamarbeit der Metaller und das Teamspiel Fußball – das passt. Die Bielefelder IG Metall unterstützte das Turnier mit dem Team der Geschäftsstelle sowie kleinen Präsenten, die Erste Bevollmächtigte Ute Herkströter richtete ein Grußwort an die Teilnehmer. Betriebsratsvorsitzender Frank von Louisentha: »Heute sind alle Spieler Gewinner, Verlierer gibt‘s hier nicht.« Wie bei der Gewerkschaftsarbeit war schon das Mitmachen bereits ein Gewinn für alle. Einen ausführlichen Artikel zum Turnier mit einer großen Fotogalerie zeigen wir im Internet: bielefeld.igmetall.de RBetriebe

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metallzeitung

Juni 2017

Detmold

> IMPRESSUM IG Metall Detmold Gutenbergstraße 2, 32756 Detmold Telefon 05231 99 19-0, Fax 05231 99 19-19 [email protected], detmold.igmetall.de Redaktion: Erich Koch (verantwortlich)

Weidmüller-Belegschaft macht mit! Arbeit 4.0: Wo geht es hin bei Weidmüller in Detmold? Im Projekt »Arbeit 4.0« bei Weidmüller Interface in der IG Metall-Geschäftsstelle Detmold nahmen gut 20 Prozent der Belegschaft an einer Kurzumfrage teil. In dem 4.0-Projekt bei Weidmüller geht es um beschäftigtengerechte Lösungen guter Arbeit mit neuen Assistenzsystemen in der Produktion. Erich Koch Bevollmächtigter der IG Metall in Detmold, und der Betriebsrat von Weidmüller wollten mit der »Eintrittskarte zur Mitbestimmung« wissen, was die Beschäftigten dabei bewegt. Die Ergebnisse sind klar: 77 Prozent der Befragten erwarten Veränderungen durch die Digitalisierung bei ihrer Tätigkeit.



84 Prozent fordern mehr Qualifizierung und Weiterbildung für ihre Tätigkeiten, ■ 37 Prozent der Beschäftigten machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz, so Erich Koch. Betriebsrat und IG Metall Detmold danken den Kolleginnen und Kollegen, die sich an der Umfrage, die mit einer Verlosung verbunden war, beteiligt haben, und gratulieren den Gewinnern: Marco Hackemack, Rene Krüger, Fynn Amrhein und Oliver Kramer (rechts im Bild v.l.n.r.). Die Erwartungen und Sorgen unserer Kolleginnen und Kollegen werden wir zum Bestandteil in dem Projekt machen, dort mit einbringen und im Interesse unserer Mitglieder berücksichtigen, so Erich Koch. ■

Tarifkonflikt beim Autohaus Stegelmann Die Beschäftigten des Autohauses Stegelmann kämpfen für ihre Arbeitsbedingungen und ihren Tarifvertrag. Der Arbeitgeber hat den bestehenden Tarifvertrag gekündigt, da er die Arbeitsbedingungen erheblich verschlechtern will und dies die IG Metall-Mitglieder abgelehnt haben.

>TERMINE

Mit der großen Teilnahme an der Betriebsrats-Informationsveranstaltung haben die Beschäftigten gezeigt, dass sie sich trotz Ab- und Ermahnungen nicht unter Druck setzen lassen und auch weiterhin dafür einstehen werden. Unsere Mitglieder lassen sich ihren Tarifvertrag nicht wegnehmen!

Vorankündigung – Delegiertenversammlung Die nächste Delegiertenversammlung findet am 6. Juli um 17 Uhr Im Hörster Krug in Lage Hörste statt. Thema Arbeitszeitkampagne

Beschäftigtenbefragung – voller Erfolg: 3267 Beschäftigte in Lippe beteiligten sich daran Erich Koch, Erster Bevollmächtigter der lippischen IG Metall, ist mit der Beteiligung an der Beschäftigtenbefragung und der Arbeitszeitkampagne sehr zufrieden. Die Beteiligung von 3267 Beschäftigten

zeigt uns, dass wir das Ohr nah an den Anliegen unserer Kolleginnen und Kollegen hier in Lippe haben und dass diese ihrer IG Metall in den Fragen der Gestaltung der Arbeits- und Lebensbedingungenso-

wie der sozialen Sicherungen vertrauen. Die Ergebnisse dieser Befragung werden wir nun mit den Mitgliedern beraten und diese dann unsere Arbeitsaufträge in nächster Zeit sein.

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Dortmund

> IMPRESSUM IG Metall Dortmund Ostwall 17–21, 44135 Dortmund, Telefon 0231 577 06-0, Fax 0231 577 06-35, [email protected], dortmund.igmetall.de Redaktion: Ulrike Kletezka (verantwortlich), Petra Pottgießer

Tarifverträge im Kfz-Handwerk

Nachwahl Jugendmandat

Am 1. Juni 2017 wird für alle Betriebsräte des Kfz-Handwerks NRW in Sprockhövel ein Seminar zur Umsetzung von Tarifverträgen im Kfz-Handwerk durchgeführt.

In der Delegiertenversammlung der IG Metall Dortmund sind die Mitglieder bis zum 27. Lebensjahr durch fünf Delegierte vertreten. Da eine Delegierte die Geschäftsstelle gewechselt hat, muss eine Nachwahl für den Jugendbereich durchgeführt werden. Die Wahl wird am 22. Juni 2017 im Sitzungszimmer der IG Metall Dortmund, Ostwall 17–21, 44135 Dortmund stattfinden. Alle jugendlichen Mitglieder sind aufgerufen, sich an der Wahl zu beteiligen!

Aktuelles bei Martin Adam in Lünen Nach Aufforderung durch die Mitgliederversammlung zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bei der Firma Martin Adam GmbH in Lünen, kam es Ende April zu einem Gespräch zwischen der IG Metall und der Geschäftsleitung. Die IG MetallMitglieder haben nach einem Jahr ohne Erhöhung und teilweise Streichung und Reduzierung von Weihnachtsgeld eine Forderung von 5,5 Prozent Entgelterhöhung aufgestellt. Die Geschäftsleitung signalisierte der gewählten Verhandlungskommission eindeutig, keine Tarifverhandlungen aufnehmen zu wollen. Nach nur 1,5 Stunden wurde das Gespräch von Frau Adam sinngemäß mit den Worten: »Schluss-Aus-Basta!« beendet. Die danach durchgeführte Mitgliederversammlung hat einstimmig beschlossen, sich diese Art und Weise so nicht gefallen zu lassen. Gewerkschaftssekretär Ulrich Hölter sagte: « Wir fordern Frau Adam nochmals auf, mit uns ernsthafte Verhandlungen aufzunehmen, um weitere Aktivitäten unsererseits zu vermeiden.« Wir berichten weiter!

Aktion der Auszubildenden gegen die mögliche Fusion mit Tata-Steel am Aktionstag in Duisburg

Stahlarbeiter fordern Zukunftskonzept 7500 Beschäftigte der tkSE AG demonstrierten in Duisburg. Nach Monaten der Ungewissheit was mit der Stahlsparte im thyssenkrupp-Konzern passieren soll, haben Anfang Mai 7500 Beschäftigte der thyssenkrupp Steel Europe AG aller Standorte für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Die Gerüchte über eine mögliche Fusion mit Tata-Steel reißen nicht ab. Zudem kommt die Ankündigung des Vorstands zu Einsparungen in Höhe von 15 Prozent.

Zukunftskonzept Rund 350 Beschäftigte der tkSE AG und tk Industrial Solutions GmbH haben sich auf den Weg nach Duisburg gemacht. Sabine Birkenfeld, Betriebsratsvor-

sitzende der tkSE AG, machte folgende Rechnung auf: »Durch die geplanten Einsparungen von rund 500 Millionen Euro müssen wir massive Einschnitte und den Abbau von bis zu 4000 Arbeitsplätzen annehmen. Wo genau diese Stellen abgebaut werden sollen, ist völlig unklar.« Die Beschäftigten machten ihre Sorge um die Arbeitsplätze deutlich und forderten das Unternehmen auf, endlich die Fusionspläne mit TataSteel zu beenden und gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern ein Zukunftskonzept für die Stahlsparte zu erarbeiten. Oberbürgermeister Ullrich Sierau sprach zur Unterstützung auf der Kundgebung.

Tarifabschluss bei der Flohe Gruppe Nach langer tarifloser Zeit konnte im Mai erstmals für die Beschäftigten der Flohe-Gruppe ein Tarifabschluss erzielt werden. Die Verhandlungskommission betrachtet den Abschluss als einen Einstieg in regelmäßige Verhandlungen. Die Beschäftigten erhalten für den Monat Mai eine Einmalzahlung in Höhe von 100 Euro. Ab dem 1. Ju-

ni werden die Entgelte um 1,5 Prozent erhöht. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten eine Produktivitätsprämie in Höhe von 0,75 Prozent, wenn sich die Produktivität um 2 Prozent verbessert. Darüber hinaus wurden Verabredungen mit dem Betriebsrat über Betriebsvereinbarungen getroffen. Die Mitglieder stimmten dem Ergebnis mehrheitlich zu.

>TERMINE Betriebsrätekonferenz

13. Juni, 9 bis 13 Uhr in der IG Metall-Geschäftsstelle Bochum-Herne, Alleestr. 80, 44793 Bochum

Erstmalig führen die IG Metall-Geschäftsstellen Dortmund und Bochum-Herne eine gemeinsam Arbeitszeit-Konferenz durch. Die IG Metall hat unter dem Motto »Mein Leben – meine Zeit« die Arbeitszeitthemen in den Betrieben in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt. Insgesamt haben sich aus beiden Geschäftsstellen 4350 Beschäftigte an der Befragung zu ihren Arbeitszeitwünschen beteiligt. Daraus ergibt sich für die IG Metall aber auch für Betriebsräte ein Handlungsauftrag. Neben Schichtmodellen, Betriebsvereinbarungen über flexible Arbeitszeiten und Regelungen zum mobilen Arbeiten stehen gute Vereinbarungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Fokus. Die Erkenntnisse der Befragung sollen im Rahmen der Konferenz vorgestellt und diskutiert werden. Abschließend soll ein Umsetzungskonzept für die Betriebe erstellt werden.

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metallzeitung

Juni 2017

MEO und Gelsenkirchen

> IMPRESSUM IG Metall Mülheim-Essen-Oberhausen und Gelsenkirchen Adressen und Kontakt: igmetall-meo.de gelsenkirchen.igmetall.de Redaktion: Volker Becker-Nühlen, Jörg Schlüter, Robert Sadowsky, (verantwortlich), Alfons Rüther

Arbeiten heute nach den Regeln von gestern Die Neuregelung der Arbeitszeit wird Thema in den kommenden Tarifrunden. 70 Betriebsräte und Vertrauensleute aus Betrieben in Gelsenkirchen, Essen, Mülheim und Oberhausen diskutierten mit Experten. Professor Gerhard Bosch, Uni Duisburg-Essen, und IG Metall-Bezirksleiter NRW, Knut Giesler, standen Ende März in Essen Rede und Antwort. Giesler kam auch gleich zum Ausgangspunkt, wieso die IG Metall die Arbeitszeit neu regeln will. Zunehmende Digitalisierung, eine alternde Gesellschaft und mobiles Arbeiten verlangen neue Regeln. Die bestehenden Vereinbarungen wurden 1984 durch einen Schlichterspruch ausgehandelt. Der ehemalige Bundestagspräsident Georg Leber hatte den Kompromiss zur Einführung der 35-Stunden-Woche erzielt. Andere Branchen zogen mit der Arbeitszeitverkürzung nach. Damals unkten die Arbeitgeber, der Spruch von Leber sei ein Leberschaden. Doch inzwischen scheint die Leber verheilt zu sein und das Blatt hat sich gewandelt. Dazu hatte Giesler eine Erklärung. Wie die Arbeitszeit übers Jahr verteilt wird, wird seit diesem Kompromiss im Betrieb geregelt. Dabei haben die Arbeitgeber sukzessive ihre Forderungen nach immer flexibleren Regeln durchgesetzt. Genau da will die IG Metall ansetzen und die Arbeitgeber zu Verhandlungen herausfordern. 680 000 Beschäftigte beteiligten sich an der Befragung, davon sogar 40 Prozent,

Arbeitszeitkonferenz am 26. März, rechts im Bild: Professor Dr. Gerhard Bosch, Uni Duisburg-Essen

die nicht der IG Metall angehören. Für Giesler ein Aufruf an die Betriebsräte und Vertrauensleute: »Diese 40 Prozent finden die IG Metall gut. Sie vertrauen darauf, dass die IG Metall etwas ändert. Sprecht sie an, und fordert sie auf, als Mitglied aktiv zu sein.«

Wo drückt der Schuh? Der 10-Stunden-Tag und die 48-Stunden-Woche seien aus Sicht der Arbeitgeberverbände nicht mehr zeitgemäß, das Arbeitszeitgesetz reformbedürftig. Professor Bosch mahnt, würde das Arbeitszeitgesetz gelockert, dann sind auch bestehende Tarifverträge in Gefahr. Er begründet dies, dass nur noch 59 Prozent der Arbeitneh-

Blick aufs Podium, links im Bild Knut Giesler, IG Metall-Bezirksleiter NRW

mer eine Tarifbindung genießen. Arbeiten die 41 Prozent noch flexibler als bisher, steigt der Druck auf die Tarifbeschäftigten. Als positives Beispiel bezeichnet er Schweden, wo 80 Prozent der Beschäftigten in Gewerkschaften organisiert seien. Dort haben die Beschäftigten keine Angst vor Flexibilisierung, da die Interessenvertreter Regelungen schaffen. Eine Wahlmöglichkeit bei der Arbeitszeit habe nur der, so Bosch, der über ein ausreichendes Einkommen verfügt. Beschäftigte im Niedriglohnsektor zielen auf Mehrarbeit, um überleben zu können. Zeit für Weiterbildung bleibe dann auf der Strecke. Gerade für diese Gruppe sei es wichtig, dass sie für neue Herausforderungen qualifiziert werden. Die Arbeitszeiten entsprechen heute nicht mehr den Interessen junger Menschen, bringt eine Betriebs-

rätin von Thyssen-Krupp in die Diskussion ein. Im Einstellungsgespräch haben qualifizierte Bewerber ihre Wünsche vorgetragen, wie WorkLife-Balance, Sabbatical und Bildungsgutscheine. Ein Monteur erzählte, dass er früher vom Betrieb aus zum Kundeneinsatz gefahren sei. Heute zeige ihm sein Notebook, wo es hingehe, gleichzeitig bestelle und liefere das System die Ersatzteile zum Kunden. Nach dem Kundeneinsatz tippe er den Wartungseinsatz im Rechner ein. Dadurch wird auch gleich die Rechnung erstellt. Für die Büroarbeit, die er im Auto verrichte, warte er bis heute auf eine Entlohnung. Die anwesenden Mitglieder der Tarifkommissionen aus Industrie, Stahl und Handwerk (siehe Foto) erfuhren, wo der Schuh drückt. In der kommenden Tarifrunde werden sie viel Unterstützung benötigen.

Mitglieder der Tarifkommissionen erfahren, wo der Schuh drückt.

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metallzeitung

Juni 2017

Foto: FineART

Hamm-Lippstadt

> IMPRESSUM IG Metall Hamm-Lippstadt Westring 2, 59065 Hamm Telefon 02381 436 88-0, Fax 02381 436 88-29, [email protected], igmetall-hamm-lippstadt.de Redaktion: Alfons Eilers (verantwortlich), Britta Peter, Christian Thoenes, Kevin Veith, Marita Feld

Kein Platz für Rassismus in Erwitte

>TERMINE Arbeitskreis Arbeitszeit



7. Juni, 17 Uhr, Arbeitskreis Arbeitszeit, Stratbücker’s Restaurant, Diestedder Str. 7, Lippetal



7. Juni, 17 Uhr, Treffen des Ortsjugendausschusses im Büro Lippstadt, Erwitter Straße 34–36, Lippstadt

Ortsjugendausschuss

Geseker Betriebsrätenetzwerk



13. Juni, 10.30 bis 12.30 Uhr mit IG Metall Jugendbildungsreferent Kevin Veith zum Thema »JAV, Azubis, Betriebsrat – Interessen vertreten, zusammen arbeiten«, Hotel Feldschlößchen, Salzkottener Straße 42, Geseke

Gewerkschaft zum Anfassen am Werkstor: Wie bei Hella in Hamm nutzten viele die Roadshow für Gespräche.

Roadshow – ganz nah bei den Menschen Vor Betrieben, an Bahnhöfen, auf Markplätzen: Wir Metaller sind unterwegs für Gerechtigkeit. »On the Road again« – die IG Metall Hamm-Lippstadt war mit der Roadshow wieder vor Ort. »Wir wollen den direkten Kontakt zu unseren Mitgliedern – in den Betrieben und auf Plätzen«, so Britta Peter. Deshalb stand das Team am Bahnhof Hamm und auf dem Wochenmarkt in Lippstadt den Menschen Rede und Antwort. Für viele bekam die IG Metall so ein Gesicht. Menschen im Betrieb Auch Betriebe wurden besucht: Voestalpine Böhler, Hella Distribution, IMI Heimeier, Thyssenkrupp Rothe Erde, AB Elektronik, Hella Lippstadt und Hella Hamm waren Anlaufpunkte. Rede, Antwort und viel Lob »Es gab Lob und konstruktive Kritik«, fasst Britta Peter die Erfahrungen der Roadshow zusammen. Ein Ergebnis dieser Tour: Fortsetzung muss folgen! Weitere Termine der Roadshow: am 5. Juli zur Rentenkampagne und Besuch der Delegiertenversammlung. Eine zweite Aktionswoche gibt es vom 16. bis 20. Oktober.

Seniorengruppe Lippstadt



13. Juni, 14.30 Uhr, INI Kasino in Lippstadt, Südstraße 21

Seniorengruppe Hamm



20. Juni, 10 Uhr, Johannes Busch Haus, Ostenwall 79, Hamm

Unser Roadshow-Team: Benny, Irina, Britta und Christian waren Ansprechpartner für die Kolleginnen und Kollegen.

Fotos: Christian Thoenes

Deutliches Zeichen am Rathaus in Erwitte: Rassimus hat dort keinen Platz! Britta Peter (IG Metall), Holger Schild (DGB Kreis Soest) und Bürgermeister Peter Wessel brachten gemeinsam das Schild der Initiative gegen Rassismus am Rathaus an. Weitere Rathäuser und Betriebstore in unserer Region werden folgen!

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metallzeitung Juni 2017

Herford

> IMPRESSUM IG Metall Herford Schillerstr. 9, 32052 Herford, Telefon 05221 16 32 60, Fax 05221 16 32 70, [email protected], igmetall.herford.de Redaktion: Peter Kleint (verantwortlich), Christiane Hemp

1. Mai stand in Herford im Zeichen der Jugend

Obwohl sich im Superwahljahr 2017 in NRW viele politische Themen ganz oben auf der Agenda befinden, stand die Gewerkschaftsjugend aus dem Kreis Herford im Mittelpunkt der 1. Mai-Veranstaltung. Die Botschaft der Jugend an die Arbeitgeber lautete: »Bildet aus, sonst zerplatzen Träume wie Seifenblasen!« Der neu entstandene Ortsjugendausschuss (OJA) der IG Me-

>TERMINE 9. Juni, Ortsjugendausschusssitzung mit Grillen ab 17 Uhr, Schillerstraße 9, Anmeldung erforderlich ■ 14. Juni, Arbeitskreis Recht, 16.30 Uhr, Schillerstraße 9, Herford ■ 8. und 9. Juni, Klausurtagung aktive Senioren, Bentorfer Krug, Kalletal, Anmeldung erforderlich ■ 20. Juni, Arbeitskreis Küchen-Möbel, 16.30 Uhr, Schillerstraße 9, Herford ■

Bitte meldet Euch rechtzeitig zu den oben genannten Veranstaltung in der Geschäftsstelle an. Bildungsangebote für Betriebsräte, SBV und JAV mit Freistellung nach § 37.6, 96.4 oder 37.7 BetrVG ■

28. Juni, Tagesseminar für BR, SBV'en, Thema wird mit der Einladung bekannt gegeben, im Freihof, Beginn 8 Uhr

tall hatte sich mit der Verdi-Jugend zusammengetan, um rund um den 1. Mai Aktionen zu organisieren. So wurde nicht nur ein großes Transparent gefertigt, das beim Demozug zum Tragen kam. Die Jugendlichen organisierten zudem ein Kicker-Turnier, das bei den Aktiven sehr gut ankam. »Dafür, dass es den OJA erst seit März 2017 gibt, haben wir eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt« resümiert Larissa Kahnt vom Ortsjugendausschuss Herford. »Die Vorbereitung und Durchführung solcher Aktionen stärken uns als jungen OJA und zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.« Ein weiteres Highlight war das Mai-Referat von Carmen Schwarz, Tarifsekretärin des Handwerks, aus dem IG Metall-Bezirk NRW. Die Kollegin forderte engagiert die Politik dazu auf, den Worten im Wahlkampf auch Taten folgen zu lassen. Sie zog Zustimmung und verdienten Beifall auf sich.

Erneuter Erfolg im BoB-Projekt Wiho-Küchen hat jetzt auch einen Betriebsrat. Am 3. Mai haben bei der Küchenfirma in Bünde erstmals erfolgreich Betriebsratswahlen stattgefunden, die durch die IG Metall eingeleitet wurden. Es wurde ein dreiköpfiger Betriebsrat gewählt, der künftig

die Interessen der Beschäftigten gegenüber dem Arbeitgeber vertritt. Dies ist ein weiter Erfolg für das Projekt BoB (Betriebe ohne Betriebsrat), indem es darum geht, möglichst viele Betriebe dabei zu unterstützen, Arbeitnehmervertretungen zu wählen.

Gerade an kleineren Betrieben wie Wiho-Küchen sieht man, dass ein Betriebsrat nicht nur etwas für die »Großen« ist. Solltet auch Ihr Interesse an der Bildung eines Betriebsrats haben, meldet Euch in der Geschäftsstelle Herford zu einem ersten Infogespräch.

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IG Metall Minden Simeonscarré 2, 32423 Minden, Telefon 0571 837 62-0, Fax 0571 837 62-50, [email protected], minden.igmetall.de Redaktion: Lutz Schäffer (verantwortlich), Reiner Rogosch

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Minden

Die Beschäftigtenbefragung ■

21. Juni: Spargelessen auf dem Hof »Nuttelmann« in Steyerberg, Busabfahrt Minden (Kanzlers Weide) um 10 Uhr, Anmeldung erforderlich



8. Juni: Alles zum Thema »Rente«, Hilfe mit Rat und Tat durch den Versichertenältesten Wilhelm Budde, 9 bis 12 Uhr bei der IG Metall Minden, Anmeldung erforderlich

Rentenberatung

Seminarangebote

19. bis 23. Juni: »Die Aufgaben der Jugend- und Auszubildendenvertretung – Typ B Ausbildung verbessern« im DGB-Tagungszentrum Hattingen ■ 26. bis 30. Juni: »Arbeit-EntgeltLeistung. Richtig eingruppieren und Leistung beurteilen«. Ein Seminar für Betriebsratsmitglieder nach Paragraf 37.6 Betriebsverfassungsgesetz in »Landhotel Weserblick« in Beverungen ■

Mehr Geld im Elektrohandwerk Seit dem 1. Mai 2017 gibt es mehr Geld im Elektrohandwerk in NRW. Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen erhöhten sich um 2,4 Prozent, ab dem 1. Mai 2018 gibt es weitere 1,9 Prozent. Andreas Bilz, Handwerkssekretär der IG Metall Minden: »Es war nicht einfach, doch das Ergebnis am Ende kann sich sehen lassen. In der zweiten Verhandlungsrunde konnte eine beachtliche Steigerung der Einkommen im Elektrohandwerk durchgesetzt werden.«

Sicherheit und gute Perspektiven in der digitalen Arbeitswelt, aber auch mehr Gerechtigkeit bei den Krankenkassenbeiträgen und sichere Renten. Das sind die wesentlichen Forderungen der Beschäftigten im Mühlenkreis Minden-Lübbecke an die Politik. Zu diesem Ergebnis kommt die bislang größte Beschäftigtenbefragung der IG Metall, an der sich im heimischen Raum mehr als 2400 Beschäftigte beteiligt haben. Viele Mitglieder der IG Metall gaben ihr Votum ab, aber auch sehr viele Nichtmitglieder. »Dies zeigt uns: Die Beschäftigten wollen mit ihren Wünschen, Sorgen und Forderungen gehört werden«, so Lutz Schäffer, Geschäftsführer der IG Metall Minden. »Sie trauen uns als IG Metall eine Menge zu. Und wer im September gewählt werden will, kommt an den Ergebnissen unserer Befragung nicht vorbei«, so Schäffer weiter. 90 Pro-

zent der Befragten in Minden-Lübbecke wollen Sicherheit und berufliche Perspektive in der Industrie 4.0. Und sie wollen den Weg dorthin mitgestalten – wie es die IG Metall schon seit Jahren tut. 92 Prozent erwarten von der Politik mehr Schutz von Tarifverträgen. »Nur Tarifverträge garantieren eine faire und verlässliche Bezahlung und gute Ar-

beitsbedingungen. Fehlt Tarifbindung, droht Lohndumping«, so Lutz Schäffer. 95 Prozent der Befragten sagen, es muss Schluss sein damit, dass die Arbeitnehmer höhere Bei-

träge zur Krankenversicherung zahlen als die Arbeitgeber. Weiter fordern die Beschäftigten ein höheres Rentenniveau (83 Prozent) und eine Verpflichtung der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung. Die Beschäftigtenbefragung war mit einer Spende an ein soziales Projekt in der Region verbunden. Einen Euro für jede Stimme, also etwa 2400 Euro erhält auf Beschluss des Ortsvorstands das »Eltern-Kind-Zentrum« des Mindener Johannes-Weßling Klinikums. Mehr zu den Befragungsergebnissen unter minden.igmetall.de

kratische Politiker anwesend und andere Politiker eher nicht. Wer den Gewerkschaften nicht gesonnen ist, geht nun einmal am 1. Mai woanders hin. Ja, die Maikundgebung hat Tradition in Minden. Das ist gut so und soll so bleiben. Zur Tradition gehört auch, dass am Tag der Arbeit Reden zur Lage im Lande gehalten werden. Hermann Janßen, VerdiBezirksgeschäftsführer, begrüßte die Teilnehmenden und freute sich, die Eröffnung des neuen Mindener Gewerkschaftshauses am Brückenkopf Nr. 2 für den Herbst ankündigen zu können. Christine

Behle vom Verdi-Bundesvorstand hielt in diesem Jahr die Mairede. Ihre Themen waren die soziale Gerechtigkeit und hier insbesondere die Sicherung des Rentenniveaus. »Wer als Facharbeiter heute 2500 Euro brutto verdient, muss jetzt schon mindestens 34 Jahre in die Rentenkasse einzahlen, um im Alter nicht bei der Grundsicherung zu landen«, so Behle. Für tolle Musik sorgte die Jazzband »Sazerac Swingers« aus Gütersloh. Und ja – die Bratwurst war wirklich gut, und deshalb auch zum Ende der Veranstaltung ausverkauft.

Der 1. Mai in Minden »Gewerkschafter unter sich« – betitelte das Mindener Tageblatt am 2. Mai seinen Bericht über die Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Minden. Genauso war es – zur Maikundgebung und der vorausgehenden Demonstration trafen sich Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter. Kolleginnen und Kollegen, die den »Tag der Arbeit« nutzten, um öffentlich einzutreten für faire Arbeitsbedingungen und Renten, die zum Leben reichen. Natürlich, wie immer hätten es etwas mehr sein können. Die Polizei sprach von etwa 350 bis 400 Teilnehmern. Das passt schon. Und richtig, es waren einige sozialdemo-

Fotos: Reiner Rogosch

Seniorengruppe

Politik für alle – sicher, gerecht und selbstbestimmt

Foto: Thomas Range

>TERMINE

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Rheine

> IMPRESSUM IG Metall Rheine Kardinal-Galen-Ring 69, 48431 Rheine Telefon 05971 899 08-0, Fax 05971 899 08-20 [email protected], rheine.igmetall.de Redaktion: Heinz Pfeffer (verantwortlich), Karin Hageböck

Wertschätzung der Werberinnen und Werber Gemeinsam sind wir stark! Alle Werberinnen und Weber, die im Jahr 2016 mindestens ein Mitglied zum Eintritt bewogen haben, wurden zur Werberparty, die am 28. April 2017 in Rheine stattfand, eingeladen. Diesen Mitgliederzuwachs von insgesamt 536 Neuaufnahmen verdanken wir dem positiven Image unserer Gewerkschaft und dem Erfolg der Werberinnen und Werber. »Mit jedem Mitglied gewinnen wir an Durchsetzungsfähigkeit und stärken auch den Betriebsräten den Rücken, jetzt und für die Zukunft«, bedankte sich Heinz Pfeffer, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Rheine, bei allen für das große Engagement.

Jugend-Sommercamp der IG Metall NRW am Biggesee im Juli

>SEMINARE 12. bis 14. Juni Ausstieg aus dem Erwerbsleben – Teil 4, Münster ■ 19. bis 23. Juni BR 2 – Personelle Maßnahmen, Münster ■ 26. bis 30. Juni Grundlagenseminar für Betriebsräte, Oeding ■ 29. Juni Tagesschulung: Rente und Altersteilzeit, Münster ■ 3. bis 7. Juli Beschäftigungssicherung und Arbeitsgestaltung für behinderte Menschen, Bad Sassendorf ■ 10. bis 14. Juli BR 2 – Arbeitszeit und Gestaltungsmöglichkeiten für Betriebsräte, Oeding ■ 10. bis 14. Juli Arbeits- und Gesundheitsschutz, Teil 1, Sprockhövel ■ 10. bis 14. Juli Wirtschaftsausschuss, Münster ■ 11. und 12. Juli Dienstreisen, Montage und Außendienst, Münster ■

Freizeit-Workshop der IG Metall Jugend vom 7. bis 9. Juli 2017: Mit dem Sommer kommt die beste Zeit des Jahres. Und wo verbringt man die lieber als draußen? Und wie angenehmer als mit Freundinnen und Freunden? Genau! Deshalb trifft sich die IG Metall Jugend NRW vom 7. bis 9. Juli am wunderschönen Biggesee. Bei dem Sommercamp erwartet die jungen Metallerinnen und Metaller alles, was zu einem perfekten Wochenende dazu gehört: Spaß, Spiel, Sport, Musik und jede Menge gute Laune.

Und für alle, die sich auch in ihrer Freizeit gern ein bisschen weiterbilden, hat die IG Metall ein kleines, aber feines Workshop-Angebot auf die Beine gestellt. Last but not least werden wir gemeinsam ein klares Zeichen gegen Rechtspopulismus und Rassismus setzen. Die Karten kosten 15 Euro für Mitglieder und 30 Euro für Nichtmitglieder. Weitere Details zum Programm, zur Anreise und den Preisen gibt es bei der IG Metall Rheine bei [email protected]

DGB-Veranstaltungen zum 1. Mai in der Region In Rheine, Lingen und Emlichheim fanden Veranstaltungen zum 1. Mai statt. Sie standen in diesem Jahr unter dem Motto »Wir sind viele. Wir sind eins.« In Lingen wurde gleichzeitig das neue Gewerkschaftshaus an der Kaiserstraße 2 mit einem Tag der offenen Tür vorgestellt. Zuvor trafen sich Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter am alten Gewerkschaftshaus am Gasthausdamm, um von dort gemeinsam zum neuen Standort zu ziehen.

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Gummersbach Super Tarifvertrag für Eschmann Stahl Mit dem erfolgreichen Abschluss der seit Winter 2016 laufenden Haustarifverhandlungen sind die 225 Beschäftigten von Eschmann Stahl in Reichshof-Wehnrath ein ganzes Stück näher an die Flächentarifverträge herangerückt: Erstmals wurde ein Urlaubsgeld von 60 Prozent, eine Sonderzahlung beziehungsweise 13. Monatseinkommen von 50 Prozent, die Übernahme der Auszubildenden und die weiteren Inhalte des TV Besch vereinbart. Außerdem wurden der Schutz für Ältere und Leistungsgeminderte sowie die Zuschläge verbessert. Auch Altersteilzeit ist ab sofort möglich. »Der Bonus von 300 Euro für Gewerkschaftsmitglieder im Oktober rundet dieses Ergebnis noch positiv ab«, freuen sich IG Metall-Verhandlungsführer Norbert Lenski und Betriebsratsvorsitzender Marc Kantereit, der ebenfalls der Verhandlungskommission angehörte.

> IMPRESSUM IG Metall Gummersbach Singerbrinkstraße 22, 51543 Gummersbach Telefon 02261 92 71-0, Fax 02261 92 71-50 igmetall-gummersbach.de, [email protected] Redaktion: Werner Kusel (verantwortlich), Bilder: Michael Gauger

Klare Kante gegen rechts IG Metall Oberberg lud zum politischen Maiempfang ein. Zum ersten Mal hatte die IG Metall in diesem Jahr am Tag der Arbeit zu einem Empfang auf dem Platz hinter dem Gewerkschaftshaus eingeladen. Auf einen Demonstrationszug durch die Stadt wurde bewusst verzichtet. Einhelliges Urteil der rund 280 Teilnehmer: idealer Ort, ideale Bedingungen – wenn man vom Wetter absieht. Bekenntnis zur Tradition. Seit vier Jahren wird die oberbergische Veranstaltung zum 1. Mai ausschließlich von der IG Metall und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft organisiert. Der DGB ruft dagegen zu den zentralen Kundgebungen in Köln und anderen Großstädten auf. »Da unseren älteren Kolleginnen und Kollegen diese Wege zu weit sind, wir aber nicht mit den Traditionen brechen wollen, werden wir als IG Metall auch weiterhin unsere Maifeier im Oberbergischen veranstalten«, erklärte der Erste Bevollmächtigte Werner Kusel dazu. Zum

Schutz unter Schirmen: Trotz miesen Wetters war der Maiempfang der IG Metall in Gummersbach gut besucht.

Auftakt hatte er – gerade in Zeiten des Wandels – jeder Form von Neoliberalismus und rechtem Gedankengut eine klare Absage erteilt. Die Menschen wollten sich auf soziale Gerechtigkeit und Solidarität verlassen können, denn: »Wenn jeder an sich denkt, ist noch nicht an alle gedacht.« Für Gewerkschaftssekretär Haydar Tokmak war diese Veranstaltung eine Premiere: Er hielt zum ersten Mal die Maiansprache. In kurzweiliger Form

stellte er sich gegen Fremdenfeindlichkeit und forderte mehr soziale Gerechtigkeit. Sein Fazit: »Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen arm und reich, zwischen oben und unten.« In den Gesprächen der Teilnehmer nahmen neben Themen aus den Betrieben vor allem die Wahlen zum Landtag und Bundestag breiten Raum ein. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Die Spenden für Speisen und Getränke gingen an die Tafel Oberberg.

Zehn Kandidaten im Kreuzverhör

>TERMINE 2. Juni: Freigestellten-Runde 10. Juni: Bezirks- und Arbeitszeitkonferenz NRW ■ 12. Juni: Rentenberatung (Anmeldung erforderlich) ■ 16. Juni: Brückentag (Büro geschlossen) ■ 27. Juni: Nebenstelle Südkreis ■ 29. Juni: Ortsvorstand ■ 29. Juni: Delegiertenversammlung

»Wenn ich gewählt werde, dann werde ich …« – Jeweils zwei Minuten Zeit hatten die zehn Landtagskandidaten, die der Einladung der IG Metall in die Halle 32 gefolgt waren, um diesen Satz zu vervollständigen. Kostenfreie Bildung, kleinere Schulklassen, mehr Lehrer, kostenloser Nahverkehr, Digitalisierung, Soli-

Abschaffung, bessere Straßen, bezahlbarer Wohnraum, mehr BaföG Der Wunschzettel, der sich aus den Antworten ergab, war umfangreich. Beiträge lieferten Regina Billstein (SPD), Peter Biesenbach (CDU), Uwe Söhnchen (Grüne), Anette Pizzato (FDP), Knut Schumann (Piraten) und Georg Hewald (Linke) für





Zehn Landtagskandidaten aus sechs Parteien erläuterten auf Einladung der IG Metall in der Halle 32 ihre politischen Ziele.

den Wahlkreis Oberberg Nord. Für Oberberg Süd waren Aswin Parkunantharan (SPD), Dominik Seitz (FDP), Reinhard Birker (Piraten) und Ingeborg Mohr-Simeonidis (Linke) beteiligt. Bodo Löttgen (CDU) und Jürgen Körber (Grüne) hatten sich entschuldigt. Wo die Unterschiede zwischen den sechs verschiedenen Parteiprogrammen lagen, versuchte Moderator Bernd Vorländer in der anschließenden Podiumsdiskussion herauszufinden. Die dreistündige Veranstaltung endete mit dem Appell an alle, auch tatsächlich zur Wahl zu gehen. »Nach den Sommerferien werden wir dieses Format mit den Kandidaten zur Bundestagswahl erneut auflegen«, kündigte Erster Bevollmächtigter Werner Kusel an.

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Köln-Leverkusen DREI EINLADUNGEN für unsere Seniorinnen und Senioren Zu einem »Bericht über die Seniorenvertretung und Aufgaben in der Stadt Köln« laden wir die Seniorinnen und Senioren für den 14. Juni, 15 Uhr, ins DGB-Haus, großer Saal, 1. Etage ein. Referenten sind Heiko Nigmann und weitere gewählte Seniorenvertreter der IG Metall Köln-Leverkusen aus ihren Bezirken. Anmeldungen bitte telefonisch unter 0221 95 15 24-0. Wir laden ein zu einer Besichtigung des Fernwärmetunnels unter dem Rhein. Treffpunkt ist am 27. Juni um 14.30 Uhr vor dem Hyatt Regency Köln-Hotel, Köln-Deutz. Beginn der circa anderthalbstündigen Führung ist um 15 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine telefonische Anmeldung ist zwingend erforderlich unter 0221 95 15 24-31. Einladung zum Sommerfest Zum traditionellen Sommerfest laden wir die Seniorinnen und Senioren sowie ihre Lebenspartner für den 14. Juli sehr herzlich ein. Das gemütliche Beisammensein mit Musik, Tanz und Imbiss findet im Bürgerzentrum Nippes, Altenberger Hof, Veranstaltungssaal »Die Scheune«, Mauenheimer Straße 92, 50733 Köln, (Bushaltestelle St.-VinzenzHospital) statt. Beginn ist um 15 Uhr (Einlass ab 14 Uhr). Anmeldungen bitte bis zum 4. Juli telefonisch unter 0221 95 15 24-0.

> IMPRESSUM IG Metall Köln-Leverkusen Hans-Böckler-Platz 1, 50672 Köln Telefon 0221 95 15 24-11, Fax 0221 95 15 24-40 [email protected], koeln-leverkusen.igmetall.de Redaktion: Witich Roßmann (verantwortlich), Uta Jendl

Kölner Arbeitszeitkonferenz »zeitweise eine Zeitreise?« So kam es vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Betreten des Veranstaltungssaals wohl vor, als sie die alten Fahnen aus den 1980er-Jahren zur Einführung der 35-StundenWoche erblickten. Auf Einladung des DGB-Bildungswerks und der IG Metall Köln-Leverkusen fanden sich am 27. April über 60 Betriebsrätinnen und Betriebsräte zu einer arbeitszeitpolitischen Konferenz im Leonardo Hotel am Stadtwald in Köln ein. Die fortschreitende Globalisierung und Digitalisierung sowie der demografische Wandel stellen immer komplexere Anforderungen an die Gestaltung der betrieblichen Arbeitszeiten. Eine Herausforderung, der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Konferenz alltäglich stellen müssen: »Wie kann man es für die Beschäftigten besser machen? Worauf sollte man achten? Welche Erfahrungen gibt es aus anderen Betrieben dazu und welche tariflichen Leitplanken brauchen wir zukünftig beim Thema Arbeitszeit?« Zu diesen auf Arbeitszeitgestaltung bezogenen Fragen lieferten Dr. Anja Gerlmaier und Dr. Steffen Lehndorff, beide vom Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg/Essen, arbeitswissenschaftliche Hintergründe – insbesondere zu den Aspekten »gesundheitliche Auswirkungen« und »selbstbestimmte Gestaltungsmöglichkeiten«. Anschließend wurde in Kleingruppen zu den Überschriften »Gerechtigkeit«, »Gesundheit« und »Selbstbestimmung« diskutiert, wel-

Arbeitszeitpolitische Konferenz mit regen Diskussionen

che betrieblichen Arbeitszeit-Erfahrungen es gibt und welche tariflichen Regelungswünsche sich daraus ergeben. Letztendlich waren sich Betriebsräte und Wissenschaftler in folgenden Punkten einig: ■ Das Thema ist so vielschichtig, dass es verschiedener Ansätze bedarf, um Verbesserungen für Gesundheit und Lebensqualität der Beschäftigten zu erreichen. ■ Eine Verkürzung der Arbeitszeiten ist dringend notwendig, aber nur sinnvoll, wenn gleichzeitig die Leistungsanforderungen angepasst werden und das Entgelt ausreicht. In der abschließenden Diskussionsrunde – unter anderem mit Sophie Jänicke (Funktionsbereich Tarifpolitik, IG Metall-Vorstand) und Richard Rohnert (IG Metall-Bezirksleitung NRW) – wurden die detaillierten Tarifanforderungen, zum Beispiel an die Gestaltung von Schichtarbeit und die Vereinbarkeit von Arbeit und

Rentenberatungen

Jeden zweiten Mittwoch im Monat im Gewerkschaftshaus: Eine telefonische Anmeldung ist erforderlich unter 0221 95 15 24-0. Für den Bereich Leverkusen findet durch den Kollegen Radcke jeden Donnerstag von 10 bis 16 Uhr ausschließlich nach vorheriger telefonicher Terminabsprache unter 02171 836 03 eine zusätzliche Rentenberatung statt.

Leben, erörtert und mit den Diskussionsergebnissen der Veranstaltungen die andernorts im Rahmen der IG Metall Arbeitszeitkampagne bereits stattgefunden haben, verglichen.

>SEMINARE Seminare nach § 37.6 BetrVG Tagesseminar ■ 28. Juni Datenschutz Hotel NH Collection, Köln-Mediapark Wochenseminare ■ 19. bis 23. Juni JAV I – Mitwirkung der Jugend- und Auszubildendenvertretung und ■ 19. bis 23. Juni JAV II – Mitwirkung der Jugend- und Auszubildendenvertretung beide Seminare: Schützenhof, Eitorf 3-Tages-Seminar 3. bis 5. Juli Psychische Belastungen im Betrieb und ihre Auswirkungen auf die Arbeit von Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung Landhotel Goldener Acker, Morsbach Ansprechpartnerin: Doris Lehnert (Telefon 0221 95 15 24-17) ■

Demonstration während des Parteitags der AfD am 22. April: Kölnerinnen und Kölner stellen sich quer.

1. Mai in Köln mit Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (von links)

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Märkischer Kreis Einladung Am Donnerstag, 29. Juni, findet um 17 Uhr eine erweiterte Delegiertenversammlung im Hotel Kaisergarten in Neuenrade statt.

Knut Giesler

Unser NRW-Bezirksleiter Knut Giesler wird an diesen Tag zur Auswertung der Mitgliederbefragung und zur nächsten Tarifrunde (Arbeitszeitkampagne) informieren. Hierzu laden wir alle Interessierten recht herzlich ein und bitten Euch um verbindliche Anmeldungen in unseren Büros. Iserlohn: 02371 81 83-0 Lüdenscheid: 02351-36 58-0 E-Mail: [email protected] igmetall.de

>TERMINE 6. Juni, 9.30 Uhr OV-Sitzung im Büro Lüdenscheid



22. und 23. Juni Jubilarfeiern auf der Bigge



29. Juni, 17 Uhr erweiterte DV, Hotel Kaisergarten



»Wir sind viele. Wir sind eins.« Unter diesem Motto fand der diesjährige 1. Mai statt. Der 1. Mai bleibt für Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter der politische Tag der Arbeit. Im Märkischen Kreis bewegten Kundgebung und Familienfest des Deutschen Gewerkschaftsbundes wieder hunderte Leute. Unter dem Slogan »Wir sind viele. Wir sind eins.« formierten sich auch viele Metallerinnen und Metaller zum Marsch vom Lüdenscheider Kreishaus hin zum Rathausplatz. Trotz des vergleichsweise schlechten Wetters war der Rathausplatz gut gefüllt, als Bernd Schildknecht, der DGB-Kreisvorsitzende im MK, nach den Grußworten von Bürgermeister Dieter Dzewas seine Mairede hielt. Zu vielen gesellschaftspolitischen Fragen handelte er ein breites Spektrum in seiner Rede ab. Besonders eindrucksvoll war auch die For-

derung der Jugend nach einem Auszubildendenticket. Die Arbeitskreise der Angestellten, Frauen, Vertrauensleute und Senioren betreuten ihre Aktionsstände. Kulturell rundete die Band »Amper-

sand« das musikalische Begleitprogramm ab. Es gab sozialkritische Texte sowie eine passende Mischung aus Kultur und Politik Natürlich wurde auch reichlich zu trinken und zu essen auf dem Rathausplatz angeboten.

Jahresklausurtagung des Senioren Arbeitskreises Nordschiene Rückblickend wurden die Aktivitäten und Themen des Jahres 2016 – wie zum Beispiel Informationsveranstaltungen, Besichtigung der Trinkwasseranlage oder die Rostock-Reise – von Gerd Holt angesprochen. Danach erfolgte die Information über die vorläufige Jahresplanung für das laufende Jahr. So führt eine viertägige Reise die Seniorinnen und Senioren zum Beispiel vom 18. bis zum 22. September nach Prag. Torsten Kasubke, Zweiter Bevollmächtigter, informierte die Mitglieder des Arbeitskreises über die Organisation und Aufgabenverteilung in der IG Metall-Geschäftsstelle im Märkischen Kreis. Er berichtete über Probleme bei

30. Juni BR Treff Nord, 9.30 Uhr im Cafe Täglich in Iserlohn



Unsere Büros bleiben am 27. und 28. Juni wegen einer internen Veranstaltung geschlossen.

> IMPRESSUM IG Metall Märkischer Kreis Augustastraße 10, 58509 Lüdenscheid, Telefon 02351 36 58-0, Fax 02351 36 58-36 [email protected], mk.igmetall.de Redaktion: Gudrun Gerhardt (verantwortlich), Dieter Beckmann

Michael Scheffler (Bild Mitte)

den Verhandlungen von Arbeitsbedingungen und Tariftreue mit vertragsgebundenen Firmen und solchen Unternehmen, die nicht tarifgebunden sind. 21 Seniorinnen und Senioren des Arbeitskreises Referent der Nordschiene trafen sich zur Jahresklausursitzung Jahresklausur 2017 im Landhotel Klaukenhof in Lennestadt-Burbecke. war der NRW-LandIn der anschließenden Diskustagsabgeordnete, Michael Scheffler (SPD). Er skizzierte zunächst seine sion beklagte man die wachsende Zahl Tätigkeiten als Sprecher des Aus- von Krankenhausschließungen im schusses für Arbeit, Gesundheit und MK und die frühzeitigen EntlassunSoziales im Landtag und referierte gen nach Operationen ohne die oft erdann über Kosten und Finanzierung forderliche Nachsorgepflege. Auch die des wachsenden Gesundheits-und ungerechte Finanzierung der Kosten Pflegebedarfs einer älter wer- für die sozialen Sicherungssysteme denden Generation. Dabei wurde diskutiert. Nur Lohnabhängige streifte er auch Themen wie und Rentner haben diese Kosten zu notwendige Änderungen der tragen. Eine Bürgerversicherung mit Organisationsstrukturen, Hy- solidarischer Finanzierung dieser Zugieneanforderungen und kunftsaufgabe durch alle Bürger wäre Qualitätssicherung in Kran- sinnvoll, damit die kommenden Wahlkenhäusern und Pflegehei- versprechen nach mehr Gerechtigkeit ernst zu nehmen sind. men.

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Bonn-Rhein-Sieg Zwei Prozent erhalten? Zum 1. April 2017 erhöhten sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen in den tarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie. Du hast die zwei Prozent nicht erhalten? Dann melde Dich bei uns!

Rentenerhöhung Zum 1. Juli 2017 erhöhen sich die Renten um 1,9 Prozent. Dementsprechend ist auch die Beitragsanpassung.

>TERMINE Rentenberatung

5. Juni, 14 bis 16 Uhr Beratung durch den Versichertenältesten im Konferenzraum, Gewerkschaftshaus Siegburg



19. Juni, 14 bis 16 Uhr Beratung durch den Versichertenältesten im Konferenzraum, Gewerkschaftshaus Siegburg

KaR Bonn: Warnstreik trotz Drohung Belegschaft fordert einen Haustarifvertrag. Geschäftsführung lehnt Tarifverhandlungen ab. Bei Mercedes-Benz in Bonn-Lannesdorf tut sich am Morgen des 8. Mai Ungewöhnliches. Blaulicht der Polizei warnt vor zwei roten IG MetallStänden am Straßenrand. Mehrere Dutzend Beschäftigte im Blaumann stehen davor. Sie tragen weiße T-Shirts mit der Aufschrift vorne »Wir bei KaR wollen auch Tarif« – und hinten »Wir sind zu Verhandlungen bereit!!!« Nachdem die RKG-Gruppe die KaR ausgegliedert hat, bleibt ein Jahr lang zunächst alles beim Alten. Dann werden Urlaubs- und Weihnachtsgeld nur noch »ab und zu« gezahlt. Die Wochenarbeitszeit wird auf 42 bis 44 Stunden verlängert, der Urlaub auf 28 Tage verkürzt, der Samstag zum Arbeitstag erklärt. Seit über fünf Jahren gibt es keine Lohnerhöhung. Der KaR-Geschäftsführer ist auch Chef der RKG-Gruppe, die seit 1995 einen Haustarifvertrag mit der IG Metall hat. Er kennt die Tarifbedingungen der IG Metall. Für die

Foto: Stephen Petrat

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> IMPRESSUM IG Metall Bonn-Rhein-Sieg Kaiserstraße 108, 53721 Siegburg Telefon 02241 96 86-0, Fax 02241 96 86-16 [email protected], igmetall-bonn-rhein-sieg.de Redaktion: Michael Korsmeier (verantwortlich)

KaR-Belegschaft sollen diese nicht gelten. Ende 2016 haben die Beschäftigten »die Nase voll«. Sie wählen erst einen Betriebsrat, dann eine Tarifkommission. Ihre Forderung: Haustarifvertrag wie bei der RKG! Nach der ersten Verhandlungsrunde Mitte Januar nimmt sich die Geschäftsführung zwei Monate Zeit, um die Forderung der IG Metall zu prüfen.

Ende April wird per E-Mail das Scheitern der Verhandlungen erklärt, bevor sie begonnen hatten. Darauf gibt es nur eine Antwort: Warnstreik! Michael Korsmeier, Geschäftsführer der IG Metall Bonn-RheinSieg, rief den Streikenden zu: »Demokratie endet nicht am Werkstor. Geht weiterhin aufrecht in den Betrieb – und aufrecht wieder raus!«



Wir bitten, hierzu telefonisch einen Termin zu vereinbaren.

Wir sind eins – auch bei Regen Auch das regnerische und kalte Wetter schreckte rund 250 Menschen nicht ab, die Maikundgebung in Siegburg zu besuchen. Judith Gövert vom DGB Köln-Bonn konnte auch viele Mandatsträger aus der Politik begrüßen. Unter dem Motto »Wir sind viele. Wir sind eins.« richtete unser Erster Be-

Seniorenausschuss

6. Juni, 14 Uhr Sitzung des Arbeitskreises in der Geschäftsstelle Siegburg



Ortsvorstand

13. Juni, 9.30 Uhr Sitzung des Ortsvorstands in der Geschäftsstelle

vollmächtiger Michael Korsmeier eine klare Absage an Deutschtümelei und betonte: »Unsere Alternative heißt Respekt!« Seit 18 Jahren würzt der Kabarettist Wilfried Schmickler die Kundgebung mit scharfer Satire. Wie immer ein Genuss. Musikalisch rockte die Band Hingerhoff den 1.Mai.



Delegiertenversammlung

21. Juni, 17 Uhr Tagung im Europark Hotel Hennef



Thema Unsere nächste Delegiertenversammlung am 21. Juni um 17 Uhr im Europark Hotel Hennef steht ganz im Zeichen des Themas »Arbeitszeit«. Gäste sind dazu gerne eingeladen.

Hohe Beteiligung – viel Zustimmung Mehr als 680 000 Beschäftigte aus rund 7000 Betrieben haben bundesweit unseren Fragebogen ausgefüllt. In unserer Geschäftsstelle waren es fast 3700 aus 60 Betrieben, darunter auch viele Nicht-Mitglieder. Überall gibt es viel Zustimmung für unsere

Topthemen. Die Beschäftigten erwarten: Perspektiven in der Arbeit von morgen, Arbeitszeiten, die zum Leben passen, mehr Gerechtigkeit durch mehr Tarifverträge, soziale Sicherheit, fair finanziert. Detaillierte Ergebnisse sind bei uns abrufbar.

Jugendcamp Das IG Metall Jugendcamp findet vom 7. bis zum 9. Juli 2017 am Biggesee statt. Tickets für dieses hoffentlich unvergessliche Wochenende können in der Geschäftsstelle gekauft werden. IG Metall-Mitglieder: 15 Euro Nichtmitglieder: 30 Euro.

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Wuppertal

> IMPRESSUM IG Metall Wuppertal Elberfelder Straße 87, 42285 Wuppertal Telefon 0202 28 24-0, Fax 0202 28 24-124 wuppertal.igmetall.de, [email protected] Redaktion: Katya Knapp, Verantwortlich: i. A. Daniel Salewski

Tag der Arbeit: Demo-Zug mit Jugendaktion Am 1. Mai demonstrierten etwa 1200 Menschen unter dem Motto »Wir sind viele. Wir sind eins.« für Solidarität, Respekt und soziale Gerechtigkeit. Die IG Metall Jugend setzte zusätzlich ein Zeichen für ihre Forderung nach guter Berufsausbildung für alle. Die jungen Metallerinnen und Metaller sahen verwahrlost und heruntergekommen aus, wie sie da mitten im Demo-Zug über die Allee Richtung Elberfeld liefen. Sie hatten die Haare zerzaust, die Gesichter verdreckt und trugen T-Shirts, auf denen vorn auf der Brust stand »Kümmert Euch um mich« und hinten auf dem Rücken »BBiG«. Vorneweg machte ein großes weißes Transparent auf ihre Forderung nach einer Änderung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) aufmerksam. Mit ihrer Aufmachung stellten sie symbolisch ein verwahrlostes, in vielen Teilen nicht mehr zeitgemäßes BBiG dar. »Durch unsere gewerkschaftliche Arbeit sind wir in ständigem Austausch mit jungen Beschäftigten in dualen Ausbildungs- und Studienverhältnissen. Wir bekommen mit, wo es hakt und wo rechtliche Grundlagen und Regelungen für eine qualifizierte Bil-

>TERMINE

Gut sichtbar: die IG Metall Jugend mit ihrer Forderung auf dem Weg zum Laurentiusplatz

dung fehlen«, erklärt Denise Lorenz von der IG Metall Jugend Wuppertal. Auch während der Maikundgebung auf dem Laurentiusplatz blieben die jungen Leute ein Blickfang. Mit ihrem Transparent präparierten sie

6. Juni, 12 bis 15 Uhr, Netzwerktreffen der Cronenberger Betriebsräte IG Metall, Konferenzraum

Seniorenveranstaltung

Zusatzseminar JAV I

19. bis 23. Juni Mitwirkung der Jugend- und Auszubildenenvertretung ( JAV I) Nümbrecht, Bitte anmelden: 0202 28 24-0 Weitere Juni-Termine findet Ihr auf unserer Homepage unter »Termine«: igmetall-wuppertal.de

Mehr Informationen zur Kampagne: revolutionbildung.de

Neue Projektsekretärin für den Jugendbereich

Contact Cronenberg

13. Juni, 14 bis 16 Uhr, Thema: »Zur Miete wohnen« Referent: Herr Ass. Jur. Wiemann, DMB Wuppertal IG Metall, Flachbau

den Getränkestand und sorgten gleichzeitig für die Bewirtung. »Mit unserer Aktion wollten wir die Menschen für das Thema Berufsbildung sensibilisieren und deutlich machen, dass wir auf Gesetzesebene Hand-

lungsbedarf haben«, sagte Felix Rudewig, IG Metall Jugend. Einen Tag zuvor hatten die jungen Gewerkschafter die aktuellen Landtagskandidaten zu einer Dialogveranstaltung bei der IG Metall Wuppertal eingeladen. Dabei warben sie bei den Politikern um Unterstützung, ihre Forderungen auf verbesserte Bildungsbedingungen auf Bundesebene durchzusetzen. Mit ihrem Engagement beteiligen sich die jungen Aktiven an der Kampagne »modern.bilden« der IG Metall Jugend, in deren Rahmen bundesweit verschiedene Aktionen stattfinden. Dabei fordern sie unter anderem mehr Chancengleichheit und Selbstständigkeit für Auszubildende und eine sichere gesetzliche Grundlage für dual Studierende.

Nadine Schröer-Krug

Mit Nadine Schröer-Krug erhält die IG Metall Wuppertal Verstärkung in Sachen Jugendarbeit, die im Rahmen eines Kooperations-Projekts der Geschäftsstellen GevelsbergHattingen, Witten und Wuppertal stattfindet. Die gebürtige Wuppertalerin unterstützt die Jugend- und

Auszubildendenvertreter in den Betrieben und steht den Auszubildenden sowie jungen Mitgliedern bei ihren Fragen Rede und Antwort. Außerdem begleitet sie den Ortsjugendausschuss. Nadine SchröerKrug freut sich auf ihr neues Arbeitsumfeld.

guten Zusammenarbeit mit den Aktiven in Wuppertal fällt mir der Abschied nicht leicht. Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge«, sagt Salewski. Das Team der IG Metall Wuppertal wünscht seinem Kollegen für die Zukunft alles Gute.

Daniel Salewski

Auf Wiedersehen! Leben heißt immer auch Veränderung: Gewerkschaftssekretär Daniel Salewski wechselt zum 1. Juni 2017 in die Geschäftsstelle der IG Metall Detmold. Aus familiären Gründen zieht es den Kollegen mit Frau und Kind wieder in die alte Heimat Ostwestfalen-Lippe. »Aufgrund der