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HALBJAHRESFINANZBERICHT 1. Januar bis 30. Juni 2016 Die Auszeichnung als „Kücheninnovation des Jahres 2016“ für die Küchenlinie ALNOSTAR SIGN im Mai...

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HALBJAHRESFINANZBERICHT

1. Januar bis 30. Juni 2016

Die Auszeichnung als „Kücheninnovation des Jahres 2016“ für die Küchenlinie ALNOSTAR SIGN im Mai 2016 bestätigt nicht nur die Produktqualität, sondern auch den Anspruch der Marke ALNO an innovatives Design und modernste Technologie.

Konzern-Kennzahlen 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr bzw. 30. Juni bzw. 30. Juni bzw. 30. Juni bzw. 30. Juni bzw. 30. Juni 2016 2015 2014 2013 2012

Konzern-Kennzahlen (IFRS) Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Gesamtleistung EBITDA Betriebliches Ergebnis (EBIT) Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) Konzern-Periodenergebnis Ergebnis pro Aktie (verwässert und unverwässert)

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR EUR

243.407 256.083 -13.456 -21.015 -28.520 -27.695 -0,37

272.994 307.568 20.830 11.501 4.971 64.274 0,89

266.748 323.823 38.231 27.267 20.345 20.855 0,30

196.494 205.157 4.822 3.477 -168 -1.186 -0,02

230.866 237.255 5.050 -1.390 -7.759 -8.068 -0,31

Konzernbilanz Langfristige Vermögenswerte Investitionen in Sachanlagen Liquide Mittel Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanzsumme

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

179.925 4.696 2.736 -63.652 75.595 312.205

223.394 8.608 2.185 40.692 75.595 368.586

190.503 8.157 3.189 10.643 70.095 318.974

100.493 7.115 7.534 -9.382 70.095 186.493

87.376 6.514 5.754 -58.259 67.847 167.127

Konzern-Kapitalflussrechnung Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Cashflow aus Investitionstätigkeit Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds

TEUR TEUR TEUR TEUR

-17.373 -5.453 20.978 -1.848

-20.769 9.561 11.104 -104

4.173 -44.755 40.309 -273

-29.004 -7.147 38.700 2.549

24.557 -7.394 -13.768 3.395

TEUR TEUR TEUR

2.069 2.072 66.485 32 117

2.322 2.306 74.988 33 118

2.317 2.303 70.533 31 116

1.897 1.913 48.295 25 103

1.865 1.855 51.304 28 124

Mitarbeiter Beschäftigte zum Stichtag Beschäftigte im Jahresdurchschnitt Personalaufwand Personalaufwand je Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Umsatz je Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2

Abkürzungsverzeichnis Gesellschaften Name und Sitz

Abkürzung

ALNO AG, Pfullendorf pino Küchen GmbH, Coswig (Anhalt) Gustav Wellmann GmbH & Co. KG, Enger Casawell Service GmbH, Enger ALNO Trading GmbH, Enger GVG tielsa Küchen GmbH & Co. KG, Enger Zweitmarkenholding Impuls Pino GmbH, Pfullendorf ALNO International GmbH, Pfullendorf ALNO Logistik & Service GmbH, Pfullendorf ALNO IP AG & Co. KG, Pfullendorf ALNO Beteiligungs UG, Pfullendorf Impuls Küchen GmbH, Brilon (bis 30. Juni 2015) AFP Küchen AG, Arbon/Schweiz ALNO (Schweiz) AG, Nidau/Schweiz ALNO U.K. Ltd., Leeds/Großbritannien ALNO USA Corporation, New York/USA Küchen Nordic AB, Stockholm/Schweden ALNO China Holding Ltd., Hongkong/China tielsa GmbH, Pfullendorf OOO Perwaja mebelnaja fabrika - ALNO, St. Petersburg/Russland

ALNO AG pino Wellmann KG Casawell Service ALNO Trading GVG tielsa ZMH ALNO International ALNO Logistik & Service ALNO IP ALNO UG Impuls AFP ALNO Schweiz ALNO UK ALNO USA Küchen Nordic ALNO China tielsa 1mfa

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Inhaltsverzeichnis An unsere Aktionäre 5 Die ALNO Aktie 7 Wichtige Ereignisse im ersten Halbjahr 9 Der Vorstand

Konzernzwischenlagebericht 11 Grundlagen des Konzerns 16 Wirtschaftsbericht 26 Nachtragsbericht 27 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Verkürzter Konzernzwischenabschluss (IFRS) 30 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 31 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 32 Konzernbilanz 33 Konzern-Kapitalflussrechnung 34 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 35 Ausgewählte erläuternde Anhangangaben 55 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 55 Prüferische Durchsicht (Angabe nach § 37w Abs. 5 S. 6 WpHG)

Weitere Informationen 56 Finanzkalender 2016 56 Rechtlicher Hinweis 56 Impressum

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Die ALNO-Aktie Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2016, Börsenplatz: XETRA Angaben in Euro

Zum Ende des ersten Halbjahres notierte die ALNO-Aktie bei 0,50 EUR. Gegenüber dem Beginn des Jahres 2016, in das die ALNO-Aktie am 4. Januar mit einem Schlusskurs von 0,66 EUR startete, fiel der Kurs um 0,16 EUR, was einem Minus von 24,2% entspricht. Die Empfehlungen auf Analystenseite lauteten Halten und Neutral. Als Kursziel wurden in den Studien aus dem ersten Halbjahr von Warburg Research 1,05 EUR und von Oddy Seydler 0,62 EUR angegeben. Wichtige Eckdaten (Stand: 30. Juni 2016): Wertpapierkennnummer 778 840 ISIN DE 0007788408 Börsenkürzel ANO Transparenzlevel General Standard (Marktsegment) (Regulierter Markt) Börsenplätze Regulierter Markt: Frankfurt (General Standard), Stuttgart Freiverkehr: Berlin, München, Düsseldorf Art der Aktien Auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) Erstnotiz 27. Juli 1995 Grundkapital 75.594.979 Anzahl Aktien 75.594.979 Schlusskurs 04.01.2016* EUR 0,66 Schlusskurs 30.06.2016* EUR 0,50 Prozentuale Veränderung -24,2% Höchstkurs im Berichtszeitraum EUR 0,68 (05.01.2016) Tiefstkurs im Berichtszeitraum EUR 0,47(11.02.2016) * Basis Xetra

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Die Aktionärsstruktur der ALNO AG setzt sich zum 30. Juni 2016 wie folgt zusammen:

Größter Einzelaktionär der ALNO AG war im ersten Halbjahr mit 14,08% die Whirlpool Corporation, die neben ihrem Engagement auf der Eigenkapitalseite mit der ALNO AG auch als strategischer Partner und größter Lieferant langfristig verbunden ist. Im Streubesitz befanden sich zum Ende des ersten Halbjahres 54,16% der Aktien der ALNO AG. Im ersten Halbjahr 2016 wurden der ALNO AG folgende Stimmrechtsmitteilungen gemeldet: Die NORDIC Kitchen Holding AG, Zug, Schweiz hat der ALNO AG gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ALNO AG, Pfullendorf am 24. Mai 2016 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,22% (entsprechend 3.191.964 Stimmrechten) betragen hat. Die oben genannte Mitteilung wurde am 30. Mai 2016 über die Deutsche Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität (DGAP) veröffentlicht. Die Axxion S.A., Grevenmacher, Luxemburg hat der ALNO AG gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ALNO AG, Pfullendorf am 28. Juni 2016 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,02% betragen hat. Die oben genannte Mitteilung wurde am 4. Juli 2016 über die Deutsche Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität (DGAP) veröffentlicht.

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Wichtige Ereignisse im ersten Halbjahr Änderungen im Vorstand Der Aufsichtsrat der ALNO AG hat in seiner Sitzung am 22. März 2016 die vorzeitige Verlängerung des Vertrags mit dem Vorstandsvorsitzenden Max Müller bis zum 31. Dezember 2018 beschlossen. Der Aufsichtsrat der ALNO AG hat in seiner Sitzung vom 11. Mai 2016 Herrn Andreas Sandmann mit sofortiger Wirkung als Chief Sales Officer (CSO) für drei Jahre bestellt. Zuvor war bereits Frank Wiedenmaier mit Wirkung zum 1. Mai 2016 ebenfalls für drei Jahre als Chief Operating Officer (COO) bestellt worden. Gleichzeitig verlängerte der Aufsichtsrat den Vertrag mit Ipek Demirtas als Chief Financial Officer (CFO) vorzeitig um drei Jahre bis zum 31. März 2020.

Vereinbarungen mit Gesellschaftern Am 31. Juli 2015 schloss die ALNO AG mit der Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart, eine langfristige Stillhaltevereinbarung, die bis zum 30. Dezember 2016 läuft. Diese Vereinbarung ersetzte die Vereinbarung vom 10. Dezember 2014, die bis zum 31. März 2016 befristet war. Am 15. März 2016 wurde in Fixierung der im Dezember 2015 getroffenen mündlichen Vereinbarung eine neue Stillhaltevereinbarung über Gesamtforderungen in Höhe von EUR 41,0 Mio. abgeschlossen, nach der die Rückführung eines Teilbetrags in Höhe von EUR 25,0 Mio. in Stufen vom 29. September 2017 bis zum 30. Juni 2018 erfolgt. Die übrigen EUR 16,0 Mio. sind in verschiedenen Tranchen bis zum 31. Dezember 2016 zur Rückzahlung fällig. Für das Darlehen, das dem ALNO Konzern von der Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart, in Höhe von insgesamt EUR 30,0 Mio. am 11. April 2013 gewährt wurde, ist mit Nachtrag zum Darlehensvertrag vom 26. Februar 2015 vereinbart, dass ein im September 2015 fällig werdender Teilbetrag in Höhe von EUR 10,0 Mio. erst im Juli 2016 zur Rückzahlung fällig wird. Mit mündlicher Vereinbarung vom Dezember 2015, die am 15. März 2016 schriftlich fixiert wurde, ist die Rückführung dieses Teilbetrags in Höhe von EUR 8,5 Mio. um ein weiteres Jahr bis zum 31. Juli 2017 verlängert. Der verbleibende Teilbetrag in Höhe von EUR 1,5 Mio. wird am 30. September 2016 zur Rückzahlung fällig. Die Laufzeit der restlichen EUR 20 Mio. bleibt unverändert. Die Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart, gewährte der ALNO AG am 16. Januar 2015 ein Darlehen in Höhe von EUR 5,0 Mio. bis zum 10. März 2015. Mit verschiedenen Nachtragsvereinbarungen wurde die Rückführung des Darlehens verlängert, letztmalig in Fixierung der im Dezember 2015 getroffenen mündlichen Absprache mit Vereinbarung vom 15. März 2016 bis zum 31. Juli 2017.

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Für die Darlehen, die dem ALNO Konzern von der Comco Holding AG, Nidau, Schweiz, in Höhe von insgesamt EUR 8,1 Mio. gewährt wurden, ist mit Nachtrag zum Darlehensvertrag vom 26. Februar 2015 vereinbart, dass die ursprünglich im April 2015 vorgesehene Rückzahlung bis zum Juli 2016 verlängert wird. Mit mündlicher Vereinbarung vom Dezember 2015, die am 15. März 2016 schriftlich fixiert wurde, ist die Laufzeit der Darlehen bis zum 31. Juli 2017 verlängert.

Sonstige abgeschlossene Finanzierungen Mit notariell beurkundetem Grundstückskaufvertrag vom 3. Februar 2016 haben die ALNO AG und ein verbundenes Unternehmen einen Teil ihrer Betriebsgrundstücke unter der aufschiebenden Bedingung der finalen Kaufpreisfindung im Rahmen einer Sale & Lease Back Transaktion veräußert. Der finale Kaufpreis sowie die endgültigen Mietkonditionen werden noch im laufenden Jahr final vereinbart oder eine alternative Finanzierungsmaßnahme in Betracht gezogen. Eine durch Grundschulden gesicherte Anzahlung in Höhe von EUR 15,0 Mio. wurde im Februar 2016 geleistet. Außerordentliche Kündigung rechtskräftig Die ALNO AG konnte den Rechtsstreit mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Jörg Deisel nach knapp fünfjähriger Verfahrensdauer abschließen. Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat seine beiden Nichtzulassungsbeschwerden zurückgewiesen. Damit ist die außerordentliche Kündigung von Jörg Deisel im April 2011 rechtskräftig. Bereits im November 2014 hatte das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf den Berufungen der ALNO AG in vollem Umfang stattgegeben und die Klagen des ehemaligen CEO gegen seine außerordentliche Kündigung vom April 2011 abgewiesen. Der Streitwert beider Verfahren belief sich auf rund EUR 6,5 Mio.

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Der Vorstand Der Vorstand der ALNO AG setzt sich zum 30. Juni 2016 wie folgt zusammen:

Max Müller Chief Executive Officer (CEO), bestellt seit 6. April 2011 Max Müller war Vertriebs- und Marketingleiter eines Unternehmens der Uhrenindustrie sowie Geschäftsführer einer mittelständischen Firmengruppe, spezialisiert auf Geschäfte mit Osteuropa und der ehemaligen UdSSR. Max Müller bringt als Gründer mehrerer Firmen und Mitglied von Kapitalgesellschaften aus unterschiedlichen Branchen weit reichende unternehmerische Erfahrungen mit. Neben seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der ALNO AG ist er seit 1993 Verwaltungsratspräsident bei zwei Schweizer Investorengesellschaften, der Comco Holding AG und der Starlet Investment AG. Zuvor war Max Müller CEO der Comco Gruppe und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Adler Bekleidungswerke AG & Co. KG. Beide Unternehmen waren Teil der ASKO/Metro AG. Innerhalb von zwei Jahren führte er damals die angeschlagene Adler Bekleidungswerke AG & Co. KG wieder in die Gewinnzone und machte sie zu einem der ergebnisstärksten Mitglieder der ASKO-Gruppe. Bei der ALNO AG verantwortet Max Müller die Bereiche Revision, Recht, Internationale Aktivitäten und Unternehmenskommunikation.

Ipek Demirtas Chief Financial Officer (CFO), bestellt seit 13. Juli 2011 Nach ihrem Studium zur Diplom-Betriebswirtin war Ipek Demirtas zunächst beim STINNES-Konzern, dann über zehn Jahre bei PricewaterhouseCoopers und sieben Jahre als Geschäftsführerin der Petroplus Mineralölprodukte Deutschland GmbH und der Marimpex Mineralöl-Handelsgesellschaft mbH tätig. Danach wurde sie zur Chief Financial Officer (CFO) der Environmental Solutions Europe Holding B.V. (Otto Konzern), Maastricht, sowie zur Geschäftsführerin mehrerer Tochtergesellschaften des Otto-Konzerns berufen. Dabei verzeichnete sie große Erfolge bei der Sanierung strategischer Geschäftsbereiche. Im Januar 2010 kam Ipek Demirtas zur ALNO AG und übernahm die Leitung der konzernweiten Finanzen. Seit Juli 2011 ist Ipek Demirtas Vorstand für die Ressorts Finanzen/Rechnungswesen, Controlling, Personal/Organisation, IT, Kapitalmarkt/Sonderprojekte sowie Investor Relations.

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Andreas Sandmann Chief Sales Officer (CSO), bestellt seit 11. Mai 2016 Nach seinem Studium an der Universität Bonn startete Andreas Sandmann seine berufliche Karriere als Bezirksleiter bei der Unternehmensgruppe Aldi Süd in Deutschland und Großbritannien. Nach Stationen als Geschäftsleitungsmitglied innerhalb der Metro Gruppe mit nationalen und internationalen Aufgaben, sowie der Kaufland Handelshof GmbH wurde Herr Sandmann Landesgeschäftsführer bei der Obi Gruppe für Tschechien und der Slowakei und koordinierte die internationale Expansion der Gruppe. Danach war er Sprecher der deutschen Obi Landesorganisation. Später verantwortete als Geschäftsführer das operative Geschäft der Praktiker International. Zuletzt war Herr Sandmann innerhalb der Tessner Gruppe, zunächst als Handelsbeirat, später als Geschäftsführer unter anderem für den Vertrieb bei der Roller GmbH zuständig. Seit August 2015 ist Herr Sandmann Chief Sales Officer bei der ALNO AG (zwischen August 2015 und 10. Mai 2016 ohne Vorstandsbestellung) und damit für die Bereiche Vertrieb, Marketing, Produktentwicklung und Kundenservice zuständig.

Frank Wiedenmaier Chief Operating Officer (COO), bestellt seit 1. Mai 2016 Nach seinem Studium Maschinenbau an der Fachhochschule Konstanz startete Herr Wiedenmaier seine berufliche Karriere bei AEG Electrocom. Anschließend war er unter anderem bei EvoBus tätig. Zuletzt gehörte er seit 2009 als Mitglied der Geschäftsführung (COO) der Novoferm-Gruppe an und war dort für Produktion, Produktentwicklung, Logistik, Supply Chain sowie den strategischen Zentraleinkauf zuständig. Seit Januar 2016 ist Herr Wiedenmaier Chief Operating Officer (für die Zeit von Januar 2016 bis Ende April 2016 ohne Vorstandsbestellung) bei der ALNO AG und damit für den Bereich Operations, zu dem alle Werke, der Einkauf, die Logistik sowie die Qualität gehören, zuständig.

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Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2016 Grundlagen des Konzerns 1. GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS

Organische Struktur und Standorte Der ALNO Konzern entwickelt, produziert und vertreibt Küchenmöbel und Zubehör für den deutschen Markt und den weltweiten Export. Konzernmuttergesellschaft ist die ALNO AG, Pfullendorf, die Holding-Funktionen und die zentrale Verwaltung wahrnimmt, sowie den Fertigungsstandort Pfullendorf und den Bereich Vertrieb betreibt. Zum ALNO Konzern gehören neben der ALNO AG insgesamt 26 aktive Einzelgesellschaften (31. Dezember 2015: 26). Die Hauptverwaltung ist am Standort Pfullendorf (Baden-Württemberg). Der ALNO Konzern vereint zum 30. Juni 2016 fünf Marken unter einem Dach: ALNO, WELLMANN, PINO, PIATTI und ALNOINOX / FORSTER SCHWEIZER STAHLKÜCHEN. Damit können alle Preissegmente vom Einstiegsmodell bis zum PremiumProdukt bedient werden. Der ALNO Konzern zählt zu den weltweit größten Küchenmöbelherstellern. Jeder der insgesamt drei deutschen Produktionsstandorte fertigt derzeit ein eigenes Produktportfolio. In Pfullendorf (Baden-Württemberg) werden von der ALNO AG Küchen der Marken ALNO, PIATTI und tielsa hergestellt. Das Werk in Enger (Nordrhein-Westfalen), die Gustav Wellmann GmbH & Co. KG, produziert das Sortiment von WELLMANN. Die Marke PINO wird in Coswig (Anhalt) bei der pino Küchen GmbH hergestellt. Am Produktionsstandort Arbon (Schweiz) werden Stahlküchen für den weltweiten Vertrieb (ALNOINOX) bzw. für den Schweizer Markt (FORSTER SCHWEIZER STAHLKÜCHEN) hergestellt.

Produkte und Auszeichnungen Seit 1927 stehen Küchen von ALNO für Qualität und Design Made in Germany. Beispielsweise mit der visionäre Designstudie ALNOATTRACT, die auf der internationalen Küchenmesse EuroCucina in Mailand im Frühjahr 2016 ihre Weltpremiere hatte. Besondere Merkmale hierbei sind eine bewusste Asymmetrie und Inspirationen aus der Architektur, mit denen ALNO neue Wege in der Küchengestaltung aufgezeigt hat. Für ihre innovativen Produkte erhält die ALNO Gruppe regelmäßig Auszeichnungen. Im ersten Halbjahr 2016 fielen darunter die Auszeichnung mit dem „Plus X Award“ für die „Innovativste Marke des Jahres 2016“ in der Produktgruppe „Möbel“. Im Rahmen des „Plus X Award“ erhielt ALNO für die Küche ALNOCERA zusätzlich die Gütesiegel „Bestes Produkt des Jahres 2016/2017“ sowie „Innovation, High Quality, Design und Funktionalität“. Der Plus X Award ist der weltgrößte Innovationspreis für Produk-

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te aus den Bereichen Technologie, Sport und Lifestyle, bei dem eine internationale Jury aus 25 Branchen mehr als 600 internationale Marken bewertet. Zuvor wurde ALNO beim erstmals vom German Brand Institute gemeinsam mit dem Rat für Formgebung ausgelobten „German Brand Award“ wurde ALNO in der Kategorie „Industry Excellence in Branding“ als Winner 2016 ausgezeichnet. Der Rat für Formgebung, ein international führendes Kompetenzzentrum für Design, prämierte außerdem die Keramikküche ALNOCERA Concretto mit dem „German Design Award 2016 Winner“ und die Küche ALNOSTAR PLAN Oxidgrau mit dem „German Design Award 2016 Special Mention“. Eine weitere Auszeichnung gewann ALNO für die Küchenlinie ALNOSTAR SIGN in Kombination mit ALNOSUND beim Konsumentenwettbewerb „Kücheninnovation des Jahres 2016“ mit dem Prädikat „Ausgezeichnetes Produkt“ in der Kategorie „Küchenmöbel und -ausstattungen“.

Absatzmärkte Im ersten Quartal 2016 konnte der ALNO-Konzern im Heimatmarkt in Deutschland einen Marktanteilsgewinn von insgesamt 1,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraums verbuchen. Laut GfK POS Measurement Kitchen Germany stieg der mengenmäßige Anteil im deutschen Heimatmarkt im Quartalsvergleich von 13,4% in 2015 auf 14,9% in 2016. Die Mitte 2015 verkaufte Impuls wurde dabei herausgerechnet, um die Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Der ALNO Konzern vertreibt seine Produkte weltweit. Neben Deutschland zählen die Schweiz, Großbritannien, Österreich, Frankreich und die Beneluxstaaten zu den wichtigsten europäischen Absatzmärkten. Im Zuge der Internationalisierungsstrategie sollen zukünftig auch Osteuropa, insbesondere Russland, China und die Vereinigten Staaten von Amerika als Absatzmärkte wichtiger werden.

Vertrieb Vertrieb Inland Küchen des ALNO Konzerns werden im Inland über Küchen- bzw. Einrichtungsstudios, SB- und Mitnahmemärkte, Möbelhäuser sowie bei Immobilienobjekten schwerpunktmäßig über Architekten und Bauträger vertrieben. Der größte Teil der Handelspartner ist im Inland in Einkaufsverbänden organisiert. Die Küchen- und Einrichtungshäuser werden in Deutschland durch ein geschultes Team von Außendienstmitarbeitern betreut. Für die gezielte Betreuung der Verbände zeichnen sich Key Account Manager verantwortlich. Bauträger werden durch die Mitarbeiter des Bereichs Projektmanagement separat betreut Die im November 2012 von der ALNO AG als Joint Venture gegründete tielsa GmbH, Pfullendorf (Anteilsquote ALNO: 49%), vertreibt Küchen auf Basis des Küchenkonzeptes „Bewegte Küche“ über spezielle Vertragshändler. Das Küchenkonzept „Be-

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wegte Küche“ zeichnet sich durch eine einzigartige Funktionalität bezogen auf Ergonomie und Technik sowie durch die Vernetzung der enthaltenen Geräte als „Smart Kitchen“ aus. Vertrieb Ausland Der ALNO Konzern hat Handelspartner in 64 Ländern. Für den Vertrieb von ALNO Küchen in der Schweiz, in Großbritannien und in den USA sowie Schweden sind eigene Vertriebsgesellschaften zuständig. Seit dem November 2012 ist die ALNO Gruppe durch ein Joint Venture auch in China vertreten und hat damit einen direkten und besseren Zugang zum chinesischen Markt. Seit der Übernahme der AFP im ersten Quartal 2014 ist die ALNO AG Marktführer im profitablen Schweizer Küchenmarkt. Daneben arbeitet der ALNO Konzern im Ausland mit spezialisierten Außendienstmitarbeitern und unabhängigen Importeuren vor Ort zusammen, die durch die Exportabteilung der Konzernzentrale geführt werden. Die Akquise neuer internationaler Partner ist ein Schwerpunkt der Aktivitäten im Vertrieb Ausland. Ziel ist es, den Auslandsanteil am Umsatz weiter auszubauen. Bereits mit der Übernahme von AFP hat die ALNO AG ihren Exportanteil deutlich erhöht. Weiteres Wachstum wird durch das in 2015 geschlossene Joint Venture 1mfa mit der "Pervaya Mebel'naya Fabrica" („1. Möbelfabrik“), einer der größten Möbelhersteller Russlands mit Sitz in St. Petersburg, erwartet. Die Gesellschaft 1mf gehört zur Unternehmensgruppe von Alexander Shestakov, zu der unter anderem auch eine Möbelproduktion sowie eine Vertriebsorganisation inklusive eigener Küchenstudios gehören.

2. ZIELE UND STRATEGIE Der ALNO Konzern verfolgt die Vision, als weltweit führender Küchenhersteller mit innovativen Produkten und intelligenten Lösungen Wohnräume zu gestalten, in denen sich Menschen wohlfühlen. Oberstes strategisches Ziel ist die Entwicklung werthaltiger Marktanteile im nationalen und internationalen Geschäft. Damit will ALNO eine überdurchschnittliche und nachhaltige Wertschöpfung für Kunden, Lieferanten, Shareholder und Mitarbeiter schaffen. National steht im Vordergrund, den Marktanteil signifikant und werthaltig zu steigern. Insbesondere im Bereich der Küchenspezialisten wird mit der Kernmarke ALNO weiteres Wachstum angestrebt. Im Bereich der OEM-Produkte, die am Produktionsstandortes Enger hergestellt werden, soll der Erfolg der Eigenmarken ALTANO und CULINEO ausgeweitet werden. Die Produkte von PINO erhalten ihre Preisführerschaft und werden im Rahmen eine neuen Konzeptes auch als Preiseinstieg für den Bereich der Küchenspezialisten entwickelt. Produktion Zur Nutzung von Synergien wurde bereits 2015 die Produktion der Marke PIATTI von der Schweiz an den Produktionsstandort Pfullendorf verlegt. Darüber hinaus wurden

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an allen Produktionsstandorten des ALNO Konzerns die Prozessabläufe weiter optimiert sowie die Produktionskonsolidierung und -optimierungen weiter fortgesetzt werden, woraus sich nachhaltige Performancesteigerungen ergaben. Dieser Weg wird durch das ALNO-Produktionssystem konsequent weiter beschritten. Die hohen Qualitätsstandards wurden weiter kontinuierlich verbessert und bilden die Grundlage unseres Werteversprechens. Zentralisierung Die interne Organisation innerhalb des ALNO Konzerns soll weiter zentralisiert werden, um Kosten zu senken und die Abläufe zu vereinfachen. Zur Vermeidung von Redundanzen werden dazu die Supporteinheiten, wie Buchhaltung, Controlling, Personal und IT zentral in Pfullendorf zusammen gefasst und für alle anderen Standorte zuständig sein. Ebenfalls zusammengefasst werden die jeweiligen Vertriebseinheiten, bestehend aus Außendienst, Innendienst und Marketing am Standort Pfullendorf. Der konzernweite Vertrieb soll nicht nur organisatorisch, sondern in einem weiteren Schritt auch rechtlich nach dem Prinzip "one face to the customer" in der ALNO AG zusammengefasst werden. Produktinnovationen Der ALNO Konzern wurde in der Vergangenheit regelmäßig für seine Produktentwicklungen und -designs ausgezeichnet und strebt dies auch für die Zukunft an. Dazu sollen Produkt- und Anwendungsinnovationen systematisch und zielgruppenspezifisch über alle Produktlinien hinweg entwickelt werden. Ziel der Produktentwicklung ist es, ALNO als Kernmarke des Unternehmens mit Produkt- und Designinnovationen zu positionieren und damit ihre gehobene Marktposition zu festigen und auszubauen. Optimierung der Wertschöpfungskette Der ALNO Konzern wird auch zukünftig permanent die gesamte Wertschöpfungskette analysieren und diese durch Kooperation mit ausgewählten Geschäftspartnern erweitern. Im Einzelfall soll dies auch durch Beteiligungserwerbe oder Akquisitionen erfolgen. Ziel ist es, die gesamte Wertschöpfungskette bis einschließlich zur Küchenmontage beim Endkunden zu kontrollieren und permanent zu optimieren.

3. KONZERNSTEUERUNG Der Konzern wird über Absatz- und Wertschöpfungskennzahlen gesteuert. Das unterjährige Management der einzelnen Konzernteile erfolgt auf Monats-, aber auch auf Wochen- und Tagesebene durch kontinuierliche Abweichungsanalysen gegenüber Planzahlen und Vorjahreswerten in allen operativen Schlüsselbereichen. Als wichtigste Einzelindikatoren auf Segmentebene werden Umsatzerlöse und EBITDA eingesetzt. Im Einzelfall werden weitere Kennzahlen der Vertriebs-, Produktions- und Qualitäts- sowie der funktionsspezifischen Effizienzsteuerung, die Deckungsbeitragsrechnung, die Stückerlösrechnung sowie die Absatzzahlen in

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Schrankstückzahlen betrachtet. Kostenstellen und Kostenarten werden separat überwacht und analysiert. Die Qualität der Produktpalette und der Geschäftsprozesse wird durch das Qualitätsmanagement, basierend auf der Norm DIN EN ISO 9001, begleitet und abgesichert. Alle Produktionsgesellschaften des ALNO Konzerns sind zertifizierte Unternehmen, die der kontinuierlichen externen Prüfung unterschiedlicher Institute unterzogen werden.

4. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die Produktentwicklung des ALNO Konzerns erfolgt an den Standorten Pfullendorf, Arbon und Dietlikon. Maßgebliches Ziel der Forschung und Entwicklung ist der Ausbau von Kompetenz insbesondere in den Materialgruppen Lack, Glas und Keramik mit neuen Oberflächenoptionen und Funktionselementen. Zudem sollen grifflose Küchenlösungen, neue Basisfrontprogramme und neue Schrank-, Öffnungs- und Funktionssysteme für die Marken ALNO, WELLMANN und PINO weiter entwickelt werden. Aufgrund der kontinuierlichen Überarbeitung des Produkt- und Leistungsangebots können regelmäßig Neuheiten in den Markt eingeführt werden. Um das Ziel zu erreichen, die Marke ALNO künftig noch stärker im gehobenen Marktsegment zu positionieren, sollen zukünftig systematisch aus den Marktanforderungen und Endkundenbedürfnissen heraus Produkt- und Anwendungsinnovationen entwickelt werden. Im Jahr 2015 stellte die Gesellschaft beispielsweise das innovative Küchenprogramm ALNO PURE vor, bei dem auf Grund einer besonderen supermatten Touch- Schichtstoffoberfläche keine Fingerabdrücke mehr zu sehen sind. Der Schwerpunkt der tielsa GmbH liegt in der Integration von SmartHomeTechnologien in die bewegte Küche. tielsa vermarktet damit als erster Hersteller weltweit SmartKitchen und setzt im Bereich Wohnen einen neuen Maßstab. Die tielsa-Küche lässt sich ergonomisch auf die Größe jedes Familienmitglieds einstellen und bietet in jeder Lebensphase einen individuell anpassbaren Bedienungskomfort. Über eine App und per Sprache können eine Vielzahl von sinnvollen Anwendungen wie Licht, Musik, Hausgeräte und Sicherheitssysteme einfach gesteuert werden. Darüber hinaus lassen sich sämtliche gängigen SmartHome-Systeme anbinden. Diese einzigartige Plattform in Verbindung mit in vielen Jahren entwickelten Patenten verschafft der Marke ein Alleinstellungsmerkmal am Küchen- bzw. SmartHomeMarkt.

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Wirtschaftsbericht 1. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD Die deutsche Wirtschaft ist in der ersten Jahreshälfte weiter gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im zweiten Quartal 2016 nach Angaben des Statistischen Bundesamts preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,4% höher als im Quartal zuvor. Bereits zum ersten Quartal 2016 war das BIP um 0,7% im Vergleich mit dem Vorquartal gestiegen. Im Vergleich mit 2015 lag der Anstieg korrigiert um den Kalendereinfluss bei 1,8% für das zweite und 1,9% für das erste Quartal 2016. Getragen wurde das Wachstum von den Ausfuhren, aber auch gestützt durch die Konsumausgaben der Verbraucher. Die Löhne und Renten stiegen, der Arbeitsmarkt befindet sich mit niedrigen Arbeitslosenzahlen in einer robusten Verfassung und die Teuerung liegt nahe null Prozent. Die aufgrund der niedrigen Zinsen sinkende Attraktivität des Sparens könnte ebenfalls beigetragen haben. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) geht in seinem Konjunkturbarometer daher auch davon aus, dass die deutsche Wirtschaft ihren moderaten Aufwärtskurs fortsetzen dürfte. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet liegen die Prognosen für dieses Jahr bei einem Wachstum von 1,7% und für 2017 bei 1,4%. Das globale Wachstum dürfte nach Angaben des DIW mit 3,2% geringer ausfallen als erwartet. Während vor allem in den USA, aber auch im Euroraum kräftige Konsumzuwächse erwartet werden könnten, bleibe die Konjunktur in den Schwellenländern weiterhin gedämpft.

2. KÜCHENMARKT Der Küchenmarkt ist stark von der konjunkturellen Situation abhängig. Im ersten Halbjahr 2016 entwickelte sich daher auch der Absatzmarkt für Küchen nach Angaben des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie e. V. (VdDK) positiv. Die deutsche Küchenindustrie sei per Juni 2016 um 6,2% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Inland wuchs der Markt um 3,6% und im Ausland um 10,4%.

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3. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Umsatz- und Ertragslage Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (auf IFRS-Basis) gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Kenngröße Rohertragsmarge wird im ALNO Konzern ermittelt als Rohertrag geteilt durch die Umsatzerlöse. Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Kennzahlen für die ersten sechs Monate: in TEUR Umsatzerlöse Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen Materialaufwand Rohertrag Rohertragsmarge (in % der Umsatzerlöse) Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen Restrukturierungsergebnis (+ = Aufwand / - = Ertrag) EBITDA Abschreibungen auf und Sachanlagen

immaterielle

Betriebliches Ergebnis (EBIT) Finanzergebnis Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT)

1.Halbjahr 2016

1.Halbjahr 2015

243.407 8.508 142.960 108.955 44,8 %

272.994 -1.252 153.089 118.653 43,5 %

4.168 66.485 57.339 2.755

35.826 74.988 54.481 4.180

-13.456

20.830

7.559

9.329

-21.015

11.501

-7.505

-6.530

-28.520

4.971

Vermögenswerte

Am 30. Juni 2015 hat die ALNO AG ihre Anteile an Impuls veräußert. In der KonzernGewinn- und Verlustrechnung ist Impuls folglich im ersten Halbjahr 2015 noch mit enthalten. Um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten, werden in den nachfolgenden Erläuterungen teilweise „um Impuls bereinigte“ Zahlen genannt. Hierzu wurden Erträge und Aufwendungen, die Impuls im ersten Halbjahr des Vorjahres erzielt hat, eliminiert („bereinigt“).

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Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen um Impuls bereinigten Kennzahlen für die ersten sechs Monate:

in TEUR Umsatzerlöse Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen Materialaufwand Rohertrag Rohertragsmarge (in % der Umsatzerlöse) Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen Restrukturierungsergebnis (+ = Aufwand / - = Ertrag) EBITDA Abschreibungen auf und Sachanlagen

immaterielle

Betriebliches Ergebnis (EBIT) Finanzergebnis Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT)

1.Halbjahr 2016

1.Halbjahr 2015 um Impuls bereinigt

243.407 8.508 142.960 108.955 44,8 %

228.261 -1.444 127.207 99.610 43,6 %

4.168 66.485 57.339 2.755

8.502 68.895 47.427 69

-13.456

-8.279

Vermögenswerte 7.559

7.997

-21.015

-16.276

-7.505

-6.294

-28.520

-22.570

Bereinigt um Impuls ergibt sich eine deutliche Steigerung von 6,6%, die Inlandserlöse haben sich um 10,8%, die Auslandserlöse um 3,5% erhöht. Hervorzuheben sind hier die Vertriebsgesellschaften ALNO UK, ALNO USA, ALNO Schweiz und Küchen Nordic, die sich mit einer Steigerung von 23,5% gegenüber dem Vorjahr überdurchschnittlich entwickelt haben. Erfreulich ist dabei auch, dass die um Impuls bereinigten Umsatzsteigerungen in allen Segmenten – Handel, Objektgeschäft und Endkunden – erzielt werden konnten. Die Erträge aus den Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen haben sich vor allem aufgrund von Bestandserhöhungen durch Fertigstellungen für das Projektgeschäft um EUR 9,8 Mio. erhöht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduzierte sich der Materialaufwand um EUR 10,1 Mio. bzw. 6,6%. Um Impuls bereinigt stieg der Materialaufwand zwar um 12,4%, was aber bei Berücksichtigung der Bestandserhöhungen zu einer verbesserten Rohertragsquote führte. Diese konnte im Halbjahresvergleich um Impuls bereinigt von 43,6% in 2015 auf 44,8% im ersten Halbjahr 2016 gesteigert werden. Die Reduzierung bei den sonstigen betrieblichen Erträgen um EUR 31,7 Mio. im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahr enthaltenen Erträgen aus der Veräußerung der Beteiligung und des Anlagevermögens von Impuls. Bereinigt um Impuls sanken die sonstigen betrieblichen Erträge um EUR 4,3 Mio. bzw. 51,0%. Dies ist im Wesentlichen auf deutlich geringere Währungskurserträge zurückzuführen, vor allem durch das Ende der Wechselkursbindung der Schweizerischen Nationalbank im Januar 2015.

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Im Halbjahresvergleich fiel der um Impuls bereinigte Personalaufwand 3,5% niedriger aus, was vor allem auf die Zentralisierung der administrativen Bereiche und die Erhöhung der Produktionseffizienz zurückgeführt werden kann. Im Gegenzug wurden konzernweit etwa 60 neue Stellen geschaffen, um das deutliche Wachstum in Inland und Ausland weiter voranzutreiben. Die durch den Verkauf von Impuls bedingte Reduzierung der Mitarbeiterzahl miteinberechnet, sank der Personalaufwand um EUR 8,5 Mio bzw. 11,3%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um EUR 2,9 Mio. oder 5,2% gestiegen. Bereinigt um Impuls ergab sich ein Anstieg von 20,9%. Dieser Anstieg resultiert überwiegend aus höheren Werbekosten vor allem durch die Teilnahme an der Messe EuroCucina in Mailand, die nur alle zwei Jahre stattfindet, sowie aus umsatzbedingt höheren Montagekosten und Vertriebsprovisionen. Der Restrukturierungsaufwand im ersten Halbjahr 2016 in Höhe von EUR 2,8 Mio. beinhaltet im Wesentlichen Zusatzkosten im Rahmen der Produktionsverlagerung der PIATTI-Küchen von Dietlikon nach Pfullendorf, Sonderkosten im Zusammenhang mit dem Aufbau des Joint Ventures in Russland sowie Kosten für den Personalabbau bei AFP. Das Restrukturierungsergebnis im ersten Halbjahr 2015 war im Wesentlichen auf den Abgang der Vermögenswerte und Schulden im Konzern durch den Verkauf von Impuls zurückzuführen. Die Abschreibungen sind insgesamt um 19,0% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 gesunken, vor allem bedingt durch den Abgang des Anlagevermögens von Impuls zum 30. Juni 2015. Das Finanzergebnis stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um EUR 1,0 Mio. bzw. 14,9%. Die Finanzaufwendungen erhöhten sich um EUR 0,7 Mio. vor allem aufgrund der gestiegenen Netto-Finanzschulden. Darüber hinaus wurden im Rahmen der At-Equity-Bewertung für die assoziierten Unternehmen tielsa und 1mfa Verringerungen der Beteiligungsbuchwerte in Höhe von insgesamt EUR 0,6 Mio. (1. Halbjahr 2015: EUR 0,2 Mio.) vorgenommen. Dies führte in der Folge zu einem Rückgang des EBT von EUR 5,0 Mio. im Vorjahreszeitraum auf nun EUR -28,5 Mio.

Segmentergebnisse Der Fokus des internen Management-Reportings des ALNO Konzerns liegt seit 2014 auf der Steuerung nach den Vertriebskanälen. Die Segmentierung wird daher nach den Vertriebskanälen Handel, Objektgeschäft, Endkunden und Sonstige vorgenommen. Nachfolgend wird die Ertragslage der einzelnen Segmente des ALNO Konzerns (vor Konsolidierung) erläutert.

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Für weiterführende Erläuterungen zur Segmentberichterstattung siehe auch im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2015 unter „F. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung“.

2016 in TEUR Nettoumsatz EBITDA in %

2015 in TEUR Nettoumsatz EBITDA in %

Handel 156.984 -4.807 -3,1%

Handel 192.727 -4.086 -2,1%

Objektgeschäft Endkunden

Sonstige

Konsolidierung

Konzern

24.187 -967 -4,0%

-35 -1.788 n/a

-19.170 -109 n/a

243.407 -13.456 -5,5%

Objektgeschäft Endkunden

Sonstige

Konsolidierung

Konzern

4.913 24.914 n/a

-22.799 -320 n/a

272.994 20.830 7,6%

81.442 -5.785 -7,1%

84.095 -47 -0,1%

14.057 369 2,6%

Um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten, werden in den nachfolgenden Erläuterungen wieder teilweise um Impuls bereinigte Zahlen genannt. Hierzu wurden Erträge und Aufwendungen, die Impuls im ersten Halbjahr des Vorjahres erzielt hat, eliminiert. Dies ergibt dann folgende für das erste Halbjahr 2015 um Impuls bereinigte Zahlen:

2015 in TEUR Nettoumsatz EBITDA in %

Handel 149.206 -4.961 -3,3%

Objektgeschäft Endkunden 79.129 -1.651 -2,1%

14.057 369 2,6%

Sonstige

Konsolidierung

Konzern

4.913 -1.717 n/a

-19.044 -320 n/a

228.261 -8.279 -3,6%

Nachfolgend wird die Ertragslage der einzelnen Segmente des ALNO Konzerns (vor Konsolidierung) erläutert. Segment Handel Im Segment Handel ist das Geschäft mit inländischen und internationalen Handelspartnern zusammengefasst. Vor allem im deutschen Markt ist dieses Segment geprägt von einer starken Marktmacht der Handelsverbände. Die Umsätze in diesem Segment (vor Konsolidierung der Innenumsätze) gingen um EUR 35,7 Mio. auf EUR 157,0 Mio. zurück. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der Verkauf von Impuls. Bereinigt um Impuls konnten die Umsatzerlöse um 4,3% gesteigert werden. Das EBITDA im Segment Handel reduzierte sich um EUR 0,7 Mio., bereinigt um Impuls stieg es um EUR 0,2 Mio. Wesentlich für diese Entwicklung waren deutlich höhere Währungskurserträge im Vorjahreszeitraum vor allem beim Schweizer Franken sowie deutlich höhere höheren Werbekosten vor allem durch die

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Teilnahme an der Messe EuroCucina in Mailand, die nur alle zwei Jahre stattfindet. Durch einen stärkeren Fokus auf internationale Märkte wird der ALNO Konzern seine Abhängigkeit vom wettbewerbsintensiven deutschen Markt reduzieren. Segment Objektgeschäft Im Segment Objektgeschäft ist das nationale und internationale Geschäft mit Bauträgern, Objektentwicklern, Architekten etc. zusammengefasst. Wesentliche Merkmale in diesem Segment sind die hohe Anzahl an Küchen pro Auftrag und die lange Laufzeit der einzelnen Aufträge. Der Umsatz (vor Konsolidierung der Innenumsätze) ging im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,7 Mio. auf EUR 81,4 Mio. zurück. Dieser Rückgang war im Wesentlichen auf den Verkauf von Impuls zurückzuführen. Bereinigt um Impuls konnten die Umsatzerlöse um 2,9% gesteigert werden. Das EBITDA im Segment Objektgeschäft reduzierte sich um EUR 5,7 Mio., bereinigt um Impuls um EUR 4,1 Mio. Wesentlich für diese Entwicklung waren neben deutlich höheren Währungskurserträge im Vorjahreszeitraum vor allem beim Schweizer Franken auch geringere Margen aufgrund höherer noch nicht abgerechneter Fertigstellungen. Segment Endkunden Das Segment Endkunden umfasst im Wesentlichen das Geschäft mit privaten Endkunden. Die Umsätze in diesem Segment (vor Konsolidierung der Innenumsätze) stiegen signifikant um EUR 10,1 Mio. bzw. 72,1%. Dieses Segment hat durch die Übernahme der AFP sowie durch den Ausbau eigener Shops im Ausland weiter an Bedeutung gewonnen. Das EBITDA im Segment Endkunden reduzierte sich um EUR 1,3 Mio., was neben deutlich höheren Währungskurserträgen im Vorjahreszeitraum auch auf höhere Vertriebsaufwendungen zurückzuführen ist. Segment Sonstige Im Segment Sonstige sind alle Effekte, die nicht den oben genannten Segmenten direkt zuordenbar sind, zusammengefasst. Dies sind im Wesentlichen Restrukturierungskosten, konzerninterne Lizenzerträge sowie Effekte aus dem Verkauf von Impuls in 2015. Im Umsatz sind in 2016 keine Umsätze mehr im Segment Sonstige aufgrund des in 2015 ausgelaufenen Kühltechnikgeschäfts der AFP vorhanden. Es wurden lediglich noch Gutschriften für Ansprüche, die in vergangenen Perioden entstanden sind, gestellt. Bereinigt um Impuls ist das EBITDA leicht um EUR 0,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Konsolidierung Darüber hinaus werden im Rahmen der Konsolidierung die konzerninternen Sachverhalte, die in den Segmenten enthalten sind, eliminiert. Die Konsolidierung bei den Umsatzerlösen umfasst die Eliminierung der Innenumsätze innerhalb des ALNO Konzerns. Die Konsolidierungsbuchungen in der Zeile EBITDA betreffen im Wesentlichen Aufwendungen der Schuldenkonsolidierung sowie der Zwischenergeb-

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niseliminierung aus dem Vorratsvermögen und aus Geschäftsvorfällen mit Gemeinschaftsunternehmen.

Vermögenslage Zum 30. Juni 2016 stieg die Bilanzsumme des ALNO Konzerns von EUR 290,1 Mio. am 31. Dezember 2015 um 7,6% auf EUR 312,2 Mio. Die Erläuterungen hierfür sind nachfolgend ersichtlich: Auf der Aktivseite blieben die langfristigen Vermögenswerte mit EUR 179,9 Mio. nahezu unverändert auf Vorjahresniveau. Die immateriellen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um EUR 0,6 Mio. bzw. 1,3% leicht reduziert, was im Wesentlichen auf die planmäßige Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte aus dem Erwerb der AFP in 2014 zurückzuführen ist. Die Sachanlagen sind um EUR 1,9 Mio. bzw. 2,0% im Vergleich zum 31. Dezember 2015 gesunken, da die Abschreibungen im ersten Halbjahr 2016 über den Investitionen lagen. Dem gegenüber erhöhten sich die At Equity bewerteten Anteile aufgrund 1mfa um EUR 1,3 Mio. Ebenso stiegen die aktiven latenten Steuern um EUR 2,1 Mio. bzw. 11,2%, vor allem bedingt durch Zuführungen von aktiven latenten Steuern für die Pensionsrückstellungen. Die langfristigen Finanzforderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerte sanken insgesamt um EUR 1,0 Mio. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um EUR 22,3 Mio. auf EUR 132,3 Mio. Wesentliche Gründe hierfür: Zum Stichtag 30. Juni 2016 haben sich die Vorräte insgesamt um EUR 6,5 Mio. bzw. 22,4% erhöht, im Wesentlichen aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs der Vorräte im Rahmen des Projektgeschäfts. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um EUR 16,2 Mio. bzw. 26,9% im Vergleich zum 31. Dezember 2015 gestiegen, vor allem bedingt durch deutlich höhere Umsatzerlöse im Monat Juni 2016 im Vergleich zum Monat Dezember 2015. Im Vergleich zum Vorjahr sind die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte um EUR 5,2 Mio. bzw. 44,0% gestiegen, was vor allem auf saisonal bedingt deutlich höhere aktive Rechnungsabgrenzungsposten zurückzuführen ist. Die flüssigen Mittel reduzierten sich um EUR 2,1 Mio., im Wesentlichen begründet durch den Mittelzufluss aus einem Darlehen in Höhe von EUR 1,7 Mio. in den letzten Tages des Geschäftsjahres 2015. Per 31. Dezember 2015 umfassten die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte technische Anlagen und Maschinen am Standort Dietlikon, die für die Fertigung von Küchen im Werk St. Petersburg bei 1mfa vorgesehen sind. Diese sind nunmehr nahezu vollständig an 1mfa geliefert und eingebracht worden, daher reduzierte sich diese Bilanzposition um EUR 3,6 Mio. Auf der Passivseite beträgt das Konzerneigenkapital EUR -63,7 Mio. nach EUR -30,6 Mio. zum 31. Dezember 2015. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf das Konzern-Periodenergebnis sowie auf die erfolgsneutralen Veränderungen der Pensionsrückstellungen zurückzuführen. Die langfristigen Verbindlichkeiten beliefen sich auf EUR 181,8 Mio. (nach EUR 176,6 Mio. zum 31. Dezember 2015). Diese Erhöhung resultiert vor allem aus dem

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Anstieg der Rückstellung für Pensionen über EUR 5,5 Mio. aufgrund gesunkener Abzinsungssätze. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um EUR 49,9 Mio. bzw. 34,6% auf EUR 194,0 Mio. Dieser Anstieg resultiert aus folgenden Sachverhalten: Zum 30. Juni 2016 erhöhten sich die kurzfristigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten um EUR 19,0 Mio. bzw. 104,6% im Vergleich zum 31. Dezember 2015. Mit notariell beurkundetem Grundstückskaufvertrag vom 3. Februar 2016 haben die ALNO AG und ein verbundenes Unternehmen einen Teil ihrer Betriebsgrundstücke unter der aufschiebenden Bedingung der finalen Kaufpreisfindung im Rahmen einer sale & lease back Transaktion veräußert. Der finale Kaufpreis sowie die endgültigen Mietkonditionen werden im laufenden Jahr final vereinbart oder eine alternative Finanzierungsmaßnahme in Betracht gezogen. Die ALNO AG erhielt hierfür eine durch Grundschulden gesicherte Anzahlung in Höhe von EUR 15,0 Mio. im Februar 2016. Darüber hinaus wurde bei der ALNO Schweiz in 2016 eine neue Kontokorrentlinie mit einem Buchwert von EUR 1,9 Mio. zum 30. Juni 2016 eingerichtet. Darüber hinaus erhöhten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um EUR 28,6 Mio. bzw. 28,9% im Wesentlichen aufgrund des deutlich höheren Materialaufwands im Monat Juni 2016 verglichen mit dem Monat Dezember 2015 und der Verlängerung von Zahlungszielen mit Key-Lieferanten sowie aufgrund höherer abgegrenzter Verbindlichkeiten für Kundenboni und ausstehende Rechnungen. Der Anstieg bei den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber dem 31. Dezember 2015 um EUR 5,7 Mio., ist vornehmlich auf saisonbedingt höhere Verbindlichkeiten gegenüber der Belegschaft zurückzuführen. Im Gegenzug reduzierten sich die kurzfristigen sonstigen Rückstellungen um EUR 3,5 Mio. gegenüber dem 31. Dezember 2015, was im Wesentlichen auf die Inanspruchnahme und Auflösung der Restrukturierungsrückstellung sowie auf Inanspruchnahmen der Garantierückstellung zurückzuführen ist.

Liquiditäts- und Finanzlage Bei den für die laufende Geschäftstätigkeit eingesetzten Nettozahlungsmitteln ergab sich ein Mittelabfluss im ersten Halbjahr 2016 von EUR 17,4 Mio. (Vorjahr: EUR 20,8 Mio.). Diese Reduzierung resultierte im Wesentlichen aus den Veränderungen im Working Capital. Die Erhöhung der Veränderung der Vorräte aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs im Rahmen des Projektgeschäfts wurde mit der Reduzierung der Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte nahezu kompensiert. Die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten stieg um EUR 3,5 Mio. aufgrund des deutlich höheren Materialaufwands im Monat Juni 2016 verglichen mit dem Monat Juni 2015.

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Im Bereich der Investitionstätigkeit steht ein Mittelabfluss von EUR 5,5 Mio. einem Mittelzufluss von EUR 9,6 Mio. im ersten Halbjahr 2016 gegenüber. Im Vorjahr waren sowohl die Zugänge im Anlagevermögen von Impuls als auch Einzahlungen für Verkäufe von Sachanlagen von Impuls im Rahmen der Veräußerung zum 30. Juni 2015 noch enthalten. Die um EUR 9,9 Mio. gestiegenen erhaltenen Nettozahlungsmittel aus der Finanzierungstätigkeit resultierten überwiegend aus einer Anzahlung in Höhe von EUR 15,0 Mio. für eine sale & lase back Transaktion von Betriebsgrundstücken. Darüber hinaus waren im Vorjahr noch Einzahlungen aus der Barkapitalerhöhung in Höhe von EUR 5,8 Mio. enthalten. Die Nettoverschuldung des ALNO Konzerns erhöhte sich zum Stichtag auf EUR 155,6 Mio. nach EUR 134,2 Mio. zum 31. Dezember 2015. Hier wirkte sich vor allem die Anzahlung für die sale & lease back Transaktion von Betriebsgrundstücken in Höhe von EUR 15,0 Mio., die neue Kontokorrentlinie bei der ALNO Schweiz in 2016 mit einem Buchwert von EUR 1,9 Mio. zum 30. Juni 2016 sowie die um EUR 2,1 Mio. geringeren flüssigen Mittel aus.

4. FINANZIELLE UND NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Als wichtigste Einzelindikatoren auf Segmentebene werden Umsatzerlöse und EBITDA eingesetzt. Im Einzelfall werden weitere Kennzahlen der Vertriebs-, Produktions- und Qualitäts- sowie der funktionsspezifischen Effizienzsteuerung, die Deckungsbeitragsrechnung, die Stückerlösrechnung sowie die Absatzzahlen in Schrankstückzahlen betrachtet. Kostenstellen und Kostenarten werden separat überwacht und analysiert.

4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter (m/w) Zur Umsetzung seiner Strategie- und Wachstumsziele benötigt der ALNO Konzern qualifizierte und motivierte Mitarbeiter (m/w). Grundlage der Arbeitsorganisation ist ein offenes, von Respekt und Fairness geprägtes Miteinander. Die Anerkennung von Leistung erfolgt durch erfolgsorientierte Entgeltsysteme und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten. Im ALNO Konzern waren 2.069 Mitarbeiter (m/w) zum Stichtag 30. Juni 2016 beschäftigt, zudem 86 Auszubildende (m/w). Im Vorjahr waren es 2.322 Mitarbeiter (m/w) sowie zusätzlich 86 Auszubildende (m/w) zum Stichtag 30. Juni 2015. Verteilt auf die einzelnen Standorte waren zum Stichtag 30. Juni in Pfullendorf 704 (Vorjahr: 767), in Enger 453 (Vorjahr: 465), in Coswig 233 (Vorjahr: 216), bei AFP in

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Arbon 369 (Vorjahr: 416), bei den Auslandstochtergesellschaften 233 (Vorjahr: 187) und in Brilon 0 (Vorjahr: 229) Mitarbeiter (m/w) beschäftigt. Bei ALNO Logistik & Service waren darüber hinaus 77 (Vorjahr: 42) Mitarbeiter (m/w) beschäftigt. 1.177 (Vorjahr: 1.305) Mitarbeiter (m/w) waren in der Produktion und 153 (Vorjahr: 184) in der Verwaltung zum Stichtag 30. Juni beschäftigt. In Marketing und Vertrieb waren 549 (Vorjahr: 606) Mitarbeiter (m/w) angestellt und in den sonstigen Bereichen 190 (Vorjahr: 227). Im Inland waren zum Stichtag 30. Juni insgesamt 1.467 (Vorjahr 1.719) Mitarbeiter (m/w) beschäftigt, im Ausland 602 (Vorjahr: 603).

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Nachtragsbericht Im Rahmen der im Nachtragsbericht zum Geschäftsbericht 2015 angekündigten Finanz- und Kapitalmaßnahmen hat die ALNO AG am 28. Juli 2016 einen Darlehensvertrag über EUR 20 Mio. unterzeichnet. Der Betrag ist der ALNO AG bis zum 12. August 2016 in zwei Tranchen zugeflossen. Zudem hat die ALNO AG einen weiteren Darlehensvertrag über EUR 15 Mio. unterzeichnet, der jedoch noch unter aufschiebenden Bedingungen steht. Darlehensgeber ist die Beteiligungsgesellschaft Tahoe Investors GmbH, Wolfsburg. Die Tahoe Investors GmbH, Wolfsburg, gab in einer Stimmrechtsmitteilung am 3. August 2016 bekannt, dass sie sich mit einer Call-Option bis zum 31. Oktober 2016 die Möglichkeit gesichert hat, einen Anteil von 14,08 Prozent am Grundkapital der ALNO AG zu erwerben. Mit der Ausführung der Call-Option würde die Tahoe Investors GmbH, Wolfsburg, die kompletten Aktien der Whirlpool Germany GmbH, Stuttgart, übernehmen und an deren Stelle als größter Einzelaktionär treten. Whirlpool bleibt der ALNO AG als strategischer Partner und größter Lieferant weiterhin langfristig verbunden.

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Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. PROGNOSEBERICHT Die Anzeichen überwiegen für eine weiterhin gute Konjunktur im Jahr 2016. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) geht in seinem Konjunkturbarometer davon aus, dass die deutsche Wirtschaft ihren moderaten Aufwärtskurs fortsetzen dürfte. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet liegen die Prognosen für dieses Jahr bei einem Wachstum von 1,7% und für 2017 bei 1,4%. Das globale Wachstum dürfte nach Angaben des DIW mit 3,2% geringer ausfallen als erwartet. Während vor allem in den USA, aber auch im Euroraum kräftige Konsumzuwächse erwartet werden könnten, bleibe die Konjunktur in den Schwellenländern weiterhin gedämpft. Die Rahmenbedingungen sowie die Perspektiven für den Küchenmarkt 2016 sind nach Angaben des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie e. V. (VdDK) positiv. Die deutsche Küchenindustrie sei per Juni 2016 um 6,2% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Inland wuchs der Markt um 3,6% und im Ausland um 10,4%. In 2015 konnten für die deutsche Küchenindustrie vor allem Wachstumsimpulse aus dem Ausland verzeichnet werden. Aus unserer Sicht wird sich dieser Trend weiter fortsetzen. Der Nettoumsatz des ALNO Konzerns lag in der Folge im ersten Halbjahr 2016 mit EUR 243,4 Mio. deutlich über dem um Impuls bereinigten Vorjahr in Höhe von EUR 228,3 Mio. Die aktuellen Auftragseingänge im ALNO Konzern zeigen weiterhin eine deutlich steigende Tendenz. Insbesondere aus der verstärkten Internationalisierung und den Zentralisierungsprojekten im Inland, geht der Vorstand für 2016 für den ALNO Konzern bei unveränderter Unternehmensstruktur und unter Bereinigung der Sondereffekte aus der ImpulsVeräußerung in 2015 von einer deutlichen Steigerung des Umsatzes und des EBITDA aus. Für die Segmente Handel, Objekte und Endkunden wird für das Jahr 2016 jeweils ein deutlicher Umsatzanstieg erwartet, bei einer jeweiligen deutlichen Steigerung des EBITDA. Deutlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung 2016 haben die Einführung des 72er Korpus bei ALNO sowie die klare Positionierung der Marken nach dem Verkauf von Impuls im Jahr 2015. Darüber hinaus werden neue Zielgruppen angesprochen und die Nachfrage durch ein attraktiveres Leistungsangebot deutlich besser bedient. Zukunftsgerichtete Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen und sind mit Unsicherheiten verbunden. Eine Reihe gesamtwirtschaftlicher und branchenspezifischer Einflussfaktoren kann die Entwicklung einzelner Konzernbereiche und des Konzerns im Ganzen negativ oder positiv beeinflussen.

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2. RISIKOBERICHT Die Risiken der ALNO AG bzw. des ALNO Konzerns sind im Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr 2015 ausführlich dargestellt. Im Verlauf des ersten Halbjahres 2016 sind nur für die nachfolgend erwähnten Risiken nennenswerte Änderungen eingetreten. Finanzrisiken Da die Entwicklung des operativen Geschäftes des ALNO Konzerns im ersten Halbjahr 2016 noch zu einem negativen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit geführt hat, liegt – wie bereits im Geschäftsbericht 2015 dargestellt – auch in 2016 weiterhin ein wesentlicher Fokus des Vorstandes der ALNO AG auf der Absicherung der kurz- und mittelfristigen Liquiditätssituation im Konzern.Hierzu konnten in 2016 bisher folgende Maßnahmen zur Absicherung der Liquiditätssituation in Höhe von über EUR 50 Mio. erfolgreich umgesetzt oder vereinbart werden: Finanz- und Kapitalmaßnahmen   

Zufluss einer Anzahlung in Höhe von EUR 15 Mio. im Februar 2016 auf den Verkauf von Liegenschaften unter aufschiebenden Bedingungen. Darlehensvertrag mit der Tahoe Investors GmbH in Höhe von in EUR 20 Mio. mit bis 12. August 2016 erfolgtem Mittelzufluss. Weiterer Darlehensvertrag mit der Tahoe Investors GmbH in Höhe von EUR 15 Mio. mit geplantem Mittelzufluss bis 15. Dezember 2016 unter aufschiebenden Bedingungen.

Vereinbarungen mit Whirlpool und Comco  

Verlängerung der bestehenden Darlehensvereinbarungen mit Whirlpool Germany GmbH und Comco Holding AG. Verpflichtung zur Bereitstellung eines Überbrückungsdarlehens in Höhe von EUR 11 Mio. durch die Comco Holding AG.

Darüber hinaus erfolgt die Steuerung des laufenden Liquiditätsbedarfes durch Steuerung der Investitionszeitpunkte und dem Management des Umlaufvermögens (Senkung von Beständen und Forderungen) sowie durch Finanzierung von Investitionen über Leasingvereinbarungen. Zudem wurden Vereinbarungen über Verlängerungen der Zahlungsziele mit ausgewählten Lieferanten abgeschlossen. Vor diesem Hintergrund sieht der Vorstand der ALNO AG die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der ALNO AG bzw. des ALNO Konzerns als gesichert an. Marktrisiken Für den Kern-Absatzmarkt Großbritannien des ALNO Konzerns können sich durch das Brexit-Votum Marktrisiken ergeben. Wie sich hierdurch der Küchenmarkt in Großbritannien weiterentwickelt, lässt sich noch nicht mit Bestimmtheit vorhersagen.

28

3. CHANCENBERICHT Die Chancen der ALNO AG bzw. des ALNO Konzerns sind im Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr 2015 ausführlich dargestellt. Im Verlauf des ersten Halbjahres 2016 sind nur für die nachfolgend erwähnten Chancen nennenswerte Änderungen eingetreten. Marktentwicklung Der deutsche Küchenmarkt ist im ersten Halbjahr 2016 gemäß VdDK (Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie) um 3,6% im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Der ALNO-Konzern konnte von diesem Marktwachstum zusätzlich durch Marktanteilsgewinne profitieren. So konnte der ALNO Konzern im ersten Quartal 2016 einen mengenmäßigen Marktanteilsgewinn von insgesamt 1,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraums erreichen. Laut GfK POS (Gesellschaft für Konsumforschung Point of Sales) Measurement Kitchen Germany stieg der mengenmäßige Anteil im deutschen Heimatmarkt im Quartalsvergleich für das erste Quartal von 13,4% in 2015 auf 14,9% in 2016 (aus Vergleichbarkeitsgründen ohne Impuls). Auf dieser Basis konnte der ALNO Konzern seinen Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2016 bereinigt um Impuls von EUR 228,3 Mio. auf EUR 243,4 Mio. um EUR 15,1 Mio. bzw. 6,6% steigern.

29

Verkürzter Konzernzwischenabschluss (IFRS) Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016 Ausgewählte 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015 erläuternde in TEUR in TEUR Anhangangaben

Umsatzerlöse

F. 1

243.407

272.994

Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen

F. 2

8.508

-1.252

Sonstige betriebliche Erträge

F. 3

4.168

35.826

256.083

307.568

Gesamtleistung

Materialaufwand

F. 4

142.960

153.089

Personalaufwand

F. 5

66.485

74.988

Sonstige betriebliche Aufwendungen

F. 6

57.339

54.481

Restrukturierungsergebnis (+ = Aufwand / - = Ertrag)

F. 7

2.755

4.180

-13.456

20.830

7.559

9.329

-21.015

11.501

-554

-230

191

180

7.142

6.480

-7.505

-6.530

-28.520

4.971

-825

-59.303

Konzern-Periodenergebnis

-27.695

64.274

davon nicht beherrschende Anteile davon Anteil Aktionäre der ALNO AG

8 -27.703

0 64.274

-0,37

0,89

EBITDA

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

F. 8

Betriebliches Ergebnis

Ergebnis aus at Equity bewerteten Anteilen Finanzerträge Finanzaufwendungen Finanzergebnis

F. 9

Ergebnis vor Ertragsteuern

Ertragsteuern (+ = Aufwand / - = Ertrag)

Ergebnis in EUR / Aktie (verwässert und unverwässert)

F. 10

N.

30

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015 in TEUR in TEUR

Konzern-Periodenergebnis

-27.695

64.274

-881

-1.192

16

0

0

0

-865

-1.192

-5.633

1.276

Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus den Rückstellungen für Pensionen

1.244

-286

Summe der Posten, die in Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:

-4.389

990

Sonstiges Konzern-Periodenergebnis

-5.254

-202

Konzern-Gesamtergebnis

-32.949

64.072

davon nicht beherrschende Anteile davon Anteil Aktionäre der ALNO AG

8 -32.957

0 64.072

Posten, die in Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:

Veränderung des Unterschiedsbetrages aus der Währungsumrechnung Erfolgsneutral erfasste Wertveränderungen von Wertpapieren Latente Steuern auf erfolgsneutral erfasste Wertveränderungen von Wertpapieren Summe der Posten, die in Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:

Posten, die in Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus den Rückstellungen für Pensionen

31

Konzernbilanz zum 30. Juni 2016 Ausgewählte erläuternde Anhangangaben anhang

Stand am 30.06.2016 in TEUR

Stand am 31.12.2015 in TEUR

47.419 96.658 376 2.002 12.156 20.402 707 205

48.050 98.587 381 721 12.661 18.347 978 431

179.925

180.156

35.286 500 76.614 17.107 32 2.736 5

28.823 400 60.383 11.876 29 4.844 3.620

Kurzfristige Vermögenswerte

132.280

109.975

Summe AKTIVA

312.205

290.131

75.595 3.533 462 -143.246

75.595 3.533 462 -110.217

-63.656 4

-30.627

AKTIVA Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen Finanzanlagen At Equity bewertete Anteile Finanzforderungen Aktive latente Steuern Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Vermögenswerte A.

G. 3 G. 4 G. 5

Langfristige Vermögenswerte Vorräte Finanzforderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Vermögenswerte Ertragsteuererstattungsansprüche Flüssige Mittel Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

B.

G. 1 G. 2

G. G. G. G.

6 7 8 9

H. G. 10

PASSIVA Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage Kumuliertes Konzernergebnis Anteil Eigenkapital der Aktionäre der ALNO AG Anteil Eigenkapital nicht beherrschende Anteile A.

B.

Eigenkapital

G. 11

-63.652

-30.621

Rückstellungen für Pensionen Passive latente Steuern Sonstige Rückstellungen Gesellschafterdarlehen Sonstige Finanzverbindlichkeiten Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

G. 12 G. 13

35.593 359 385 41.625 77.974 640

30.122 725 432 41.625 77.789 653

25.258

25.263

181.834

176.609

G. 16 G. 14 G. 15

4.634 1.500 37.192

8.098 1.500 18.179

G. 17 G. 18

127.501 22.766 430

98.897 17.021 448

Kurzfristige Schulden

194.023

144.143

Summe PASSIVA

312.205

290.131

G. 14 G. 15

G. 17

Langfristige Schulden Sonstige Rückstellungen Gesellschafterdarlehen Sonstige Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Übrige sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

C.

6

32

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016 Ausgewählte 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015 erläuternde in TEUR in TEUR Anhangangaben Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit Konzern-Periodenergebnis Ertragsteuern Finanzergebnis Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Erhaltene Ertragsteuern Gezahlte Ertragsteuern Verlust (Vorjahr: Gewinn) aus Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten Erhaltene Zinsen Gezahlte Zinsen Eliminierung von zahlungsunwirksamen Posten Veränderung der sonstigen Rückstellungen, der Rückstellungen für Pensionen und abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen Zahlungswirksame Veränderung der Rückstellungen

-27.695 -825 7.505 7.559 0 0

64.274 -59.303 6.530 9.329 36 -70

-9 43 -7.245

-8.133 12 -7.648

818 663 -4.763

235 -22.596 -6.272

-23.949

-23.606

-6.800

730

-19.127

-26.872

32.503

28.979

-17.373

-20.769

-809 -4.696

-517 -8.608

47 5

18.532 154

-5.453

9.561

Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten Tilgung von Finanzverbindlichkeiten Veränderung von Kontokorrent- und Factoringverbindlichkeiten Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen Auszahlungen für Finanzierungskosten

15.000 -400 6.378

5.484 -4.379 4.277 5.775 -53

Für die Finanzierungstätigkeit erhaltene Nettozahlungsmittel

20.978

11.104

Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds

-1.848

-104

4.633 -49

1.774 148

2.736

1.818

Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Working Capital Veränderungen Veränderung des Working Capitals Veränderung der Vorräte Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Schulden Für die laufende Geschäftstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel Cash Flow aus der Investitionstätigkeit Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen Einzahlungen aus Abgängen Sachanlagen Finanzanlagen Für Investitionstätigkeit eingesetzte (Vorjahr: erhaltene) Nettozahlungsmittel Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres

H.

33

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2016 Angaben in TEUR

Ausgewählte erläuternde Anhangangaben 1. Januar 2015

Gezeichnetes Kapital

G. 11 70.095

Kapitalrücklage

Gesetzliche Rücklage Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital G. 11 G. 11 3.258

462

Konzern-Periodenergebnis

-91.759

Rücklage aus Währungsumrechnung -462

Andere erfolgsneutrale Transaktionen Veränderung WertRückstellung veränderung für Pensionen Wertpapiere -9.546

-55

64.274

Sonstiges Konzern-Periodenergebnis Konzern-Gesamtergebnis Kapitalerhöhung

Kumuliertes Konzernergebnis

64.274 5.500

Konzerneigenkapital

0

-28.007

64.274

0

64.274

990

0

-202

-1.192

990

0

64.072

-1.344

nicht beherrschende Anteile

-28.007

-1.192

275

Veränderung Konsolidierungskreis, soweit nicht im Konzern-Gesamtergebnis enthalten

Auf die Aktionäre der ALNO AG entfallendes Eigenkapital

-202 0

64.072

5.775

5.775 -1.148

198

-2

-1.148

30. Juni 2015

75.595

3.533

462

-28.829

-1.654

-8.358

-57

40.692

0

40.692

1. Januar 2016

75.595

3.533

462

-97.509

-1.369

-11.276

-63

-30.627

6

-30.621

-27.703

8

-27.695

Konzern-Periodenergebnis

-27.703

Sonstiges Konzern-Periodenergebnis Konzern-Gesamtergebnis

-27.703

Sonstige Änderungen 30. Juni 2016

-881

-4.389

16

-5.254

-881

-4.389

16

-32.957

8

-32.949

-72

-10

-82

-63.656

4

-63.652

-72 75.595

3.533

462

-125.284

-2.250

-15.665

-47

-5.254

34

Ausgewählte erläuternde Anhangangaben zum 30. Juni 2016 A. Gegenstand des Unternehmens Die ALNO Aktiengesellschaft, Pfullendorf, (im Folgenden kurz: „ALNO AG“ genannt), eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht, und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden kurz: „ALNO Konzern“ genannt), produzieren und vertreiben überwiegend unter den Markennamen ALNO, PINO und WELLMANN sowie PIATTI und FORSTER SCHWEIZER STAHLKÜCHEN bzw. ALNOINOX, Einbauküchen für den Weltmarkt. Hinsichtlich der Konzernstruktur und der Hauptaktivitäten des ALNO Konzerns verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernlagebericht. Der Konzern, dessen oberstes Mutterunternehmen die ALNO AG ist, hat seinen Sitz in der Heiligenberger Straße 47, 88630 Pfullendorf, Deutschland.

B. Grundlagen für die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses 1.

Allgemeines

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss („Zwischenabschluss“) der ALNO AG zum 30. Juni 2016 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung (IAS 34) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 zu lesen. Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge sind in Tausend Euro (TEUR) angegeben, sofern nichts anderes vermerkt ist. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren. Im vorliegenden Zwischenabschluss des ALNO Konzerns wurden nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens-, Finanzund Ertragslage erforderlich sind, beachtet. Im Rahmen der Erstellung eines Zwischenabschlusses muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Der Zwischenabschluss wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung auf Basis der fortgeführten historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt, mit Ausnahme der finanziellen Vermögenswerte, die mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Für die Gliederung der Bilanz wurde eine Klassifizierung nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden vorgenommen. Als langfris-

35

tige Vermögenswerte bzw. langfristige Schulden werden Positionen ausgewiesen, die nicht innerhalb eines Jahres fällig sind. Weiterhin werden latente Steuern jeweils als langfristige Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Am 15. März 2016 wurde die Vereinbarung der Verlängerung der bestehenden Gesellschafterdarlehen der Comco Holding AG, Nidau, Schweiz und der Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart bis zum 31. Juli 2017 schriftlich fixiert. Ein Teilbetrag des Darlehens der Bauknecht Hausgeräte GmbH in Höhe von EUR 1,5 Mio. bleibt zum 30. September 2016 zur Rückzahlung fällig. Darüber hinaus erhielt die ALNO AG Finanzierungen durch eine Anzahlung in Höhe von EUR 15 Mio. aufgrund eines Grundstückkaufvertrages im Februar 2016 sowie EUR 20 Mio. bis 12. August 2016 aus einem Darlehensvertrag mit der Tahoe Investors GmbH, Wolfsburg. Zusätzlich wurde ein weiterer Darlehensvertrag mit der Tahoe Investors GmbH, Wolfsburg, in Höhe von EUR 15 Mio. mit geplantem Mittelzufluss bis 15. Dezember 2016 unterzeichnet, der jedoch noch unter aufschiebenden Bedingungen steht. Die freiwerdenden bzw. zufließenden Mittel werden neben dem laufenden Geschäft insbesondere für ein weiteres organisches und anorganisches Wachstum im Ausland sowie für die Umsetzung der in 2015 begonnen Zentralisierung von Vertriebs- und Verwaltungseinheiten am Standort Pfullendorf verwendet. Damit treibt der Vorstand seine Internationalisierungsstrategie mit dem Ziel des Ausbaus des ertragsstarken Auslandsgeschäfts weiter voran. Alle genannten Maßnahmen werden dazu beitragen, die operative Ertragskraft des Konzerns nachhaltig zu verbessern. Der Nettoumsatz des ALNO Konzerns lag im ersten Halbjahr 2016 mit EUR 243,4 Mio. deutlich über dem um Impuls bereinigten Vorjahr in Höhe von EUR 228,3 Mio. Die aktuellen Auftragseingänge im ALNO Konzern zeigen weiterhin eine deutlich steigende Tendenz. Vor dem Hintergrund der eingeleiteten Maßnahmen, insbesondere aus der forcierten Internationalisierung und den Zentralisierungsprojekten im Inland, geht der Vorstand für 2016 für den ALNO Konzern bei unveränderter Unternehmensstruktur und unter Bereinigung der Sondereffekte aus der Impuls-Veräußerung in 2015 von einer deutlichen Steigerung des Umsatzes und des EBITDA aus. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit des ALNO Konzerns hängt davon ab, dass die geplanten Finanz- und Kapitalmaßnahmen vollumfänglich und rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden und weiterhin ein stringentes Liquiditätsmanagement betrieben wird. Gegebenenfalls müssen Investitionen verschoben oder reduziert werden. Darüber hinaus müssen die Annahmen der Unternehmensplanung, insbesondere hinsichtlich der Ergebnis- und Liquiditätsziele, wie geplant zutreffen.

Neu anzuwendende Standards Als Teil seines übergeordneten Projekts „Disclosure Inititiative“ zur Würdigung und Verbesserung von Darstellungs- und Angabepflichten hat der IASB erste Änderun-

36

gen zu IAS 1 Darstellung des Abschlusses veröffentlicht. Diese umfassen begrenzte Änderungen, die Unternehmen ermuntern sollen, mehr Ermessen bei der Angabe und Darstellung von Informationen auszuüben. Dies betrifft z.B. die Klarstellung, dass sich die Wesentlichkeit auf den gesamten Abschluss bezieht und die Angabe unwesentlicher Informationen die Nützlichkeit von Finanzangaben einschränken kann. Ferner sollte mehr Ermessen auch bezogen auf die Stelle im Abschluss und die Reihenfolge von Informationen ausgeübt werden. Die Änderungen waren verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Es haben sich bisher hierdurch aber keine nennenswerten Änderungen in dem Aufbau des Anhangs und der Darstellung sowie bei den Ermessensspielräumen ergeben. Darüber hinaus sind im Jahr 2016 keine für den ALNO Konzern wesentlichen neuen bzw. geänderten Standards des IASB, soweit sie von der Europäischen Union übernommen worden sind, verpflichtend anzuwenden. Eine ausführliche Aufstellung dieser Rechnungslegungsnormen ist dem Konzernanhang des Geschäftsberichts zum 31. Dezember 2015 zu entnehmen.

2.

Konsolidierungsgrundsätze

In den Zwischenabschluss der ALNO AG werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben der ALNO AG zehn (30. Juni 2015: acht) inländische und zehn (30. Juni 2015: elf) ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen die ALNO AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Anteile am Kapital hält. Neben den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften wurden tielsa (mit einer Beteiligungsquote von 49%), ALNO China (mit einer Beteiligungsquote von 45%) und 1mfa (mit einer Beteiligungsquote von 49%) nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Konsolidierungsmethoden und die Methoden zur Währungsumrechnung sind im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 unverändert. Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der ALNO AG aufgestellt. Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Folgende Wechselkurse zum Euro wurden angewandt: 30.6.2016

31.12.2015

je EUR

Durchschnittskurs 1.1.2015 bis 30.6.2015 je EUR

Durchschnittskurs 1.1.2015 bis 30.6.2015 je EUR

je EUR GBP

0,82732

0,73703

0,78715

0,73350

CHF

1,08649

1,08275

1,08655

1,05880

USD

1,10833

1,09262

1,12677

1,11740

SEK

9,41878

9,16739

9,32566

n/a

RUB

70,9459

79,96765

n/a

n/a

37

3.

Entkonsolidierung im Vorjahr

Am 30. Juni 2015 hat die ALNO AG ihre Anteile an der Impuls Küchen GmbH, Brilon, veräußert. Durch den Besitzerwechsel und den damit einhergehenden Verlust der Beherrschung erfolgte die Entkonsolidierung von Impuls zum 30. Juni 2015 im ALNO Konzern. Die Erträge und Aufwendungen dieser Gesellschaft sind bis zum 30. Juni 2015 in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Im Zusammenhang mit dieser Entkonsolidierung ist im ersten Halbjahr 2015 ein Gewinn in Höhe von TEUR 22.746 entstanden.

C. Verwendung von Annahmen und Schätzungen Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses sind, wie zum 31. Dezember 2015, Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen auswirken. Annahmen und Schätzungen wurden vor allem getroffen bei der Beurteilung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes (siehe G.1 „Immaterielle Vermögenswerte“) und des Anlagevermögens, bei der Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge (siehe G.5 „Aktive latente Steuern“) sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe G.8 „Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“). Darüber hinaus haben Annahmen und Schätzungen Einfluss auf die Rückstellungsbewertung (siehe G.16 „Sonstige kurzfristige Rückstellungen“). Diesen Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung des Zwischenabschlusses beruhen. Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen des Managements erfolgen, kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen kommen. Des Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2015.

D. Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit Im ALNO Konzern ergeben sich saisonale Einflüsse durch schwächere Produktionsund Absatzmonate zu Beginn des ersten und dritten Quartals, die aber erfahrungsgemäß durch umsatzstärkere Monate im Herbst wieder ausgeglichen werden.

E. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die im Zwischenabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015. Der Abschluss wurde basierend auf der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

38

Erträge, die innerhalb des Geschäftsjahres saisonal oder konjunkturell bedingt sind oder nur gelegentlich erzielt werden, werden im Zwischenabschluss nicht vorgezogen oder abgegrenzt. Aufwendungen, die unregelmäßig während des Geschäftsjahres anfallen, wurden in den Fällen abgegrenzt, in denen am Ende des Geschäftsjahres ebenfalls eine Abgrenzung erfolgen würde. Rückstellungen für laufende und drohende Rechtsstreitigkeiten und sonstige zu bilanzierende ungewisse Verpflichtungen sind im Zwischenabschluss nach dem Stand der Erkenntnisse zum Zeitpunkt der Erstellung angemessen gebildet worden.

F. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Am 30. Juni 2015 hat die ALNO AG ihre Anteile an Impuls veräußert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist Impuls folglich im ersten Halbjahr 2015 noch mit enthalten. Um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten, werden in den nachfolgenden Erläuterungen teilweise „um Impuls bereinigte“ Zahlen genannt. Hierzu wurden Erträge und Aufwendungen, die Impuls im ersten Halbjahr des Vorjahres erzielt hat, eliminiert („bereinigt“).

1. Umsatzerlöse Der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2016 liegt um TEUR 29.587 oder 10,8% unter dem Konzernumsatz im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Impuls ergibt sich allerdings eine deutliche Steigerung von 6,6%, die Inlandserlöse haben sich um 10,8%, die Auslandserlöse um 3,5% erhöht. Alleine die Vertriebsgesellschaften ALNO UK, ALNO USA, ALNO Schweiz und Küchen Nordic haben ihren um Impuls bereinigten Umsatz insgesamt um 23,5% gegenüber dem Vorjahr verbessert. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass die um Impuls bereinigten Umsatzsteigerungen in allen Segmenten Handel, Objektgeschäft und Endkunden auftreten.

2. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen Die Erträge aus den Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen haben sich vor allem aufgrund von Bestandserhöhungen durch Fertigstellungen für das Projektgeschäft um TEUR 9.760 erhöht.

3. Sonstige betriebliche Erträge Die Reduzierung um TEUR 31.658 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahr enthaltenen Erträgen aus der Veräußerung der Beteiligung und des Anlagevermögens von Impuls. Bereinigt um Impuls sanken die sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 4.334 bzw. 51,0%. Dies ist im Wesentlichen auf deutlich geringere Währungskurserträge zurückzuführen, vor allem durch

39

das Ende der Wechselkursbindung der Schweizerischen Nationalbank im Januar 2015.

4. Materialaufwand Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduzierte sich der Materialaufwand um TEUR 10.129 bzw. 6,6%. Um Impuls bereinigt stieg der Materialaufwand zwar um 12,4%, was aber bei Berücksichtigung der Bestandserhöhungen zu einer verbesserten Rohertragsquote führte. Diese konnte im Halbjahresvergleich um Impuls bereinigt von 43,6% in 2015 auf 44,8% im ersten Halbjahr 2016 gesteigert werden.

5. Personalaufwand Im Halbjahresvergleich fiel der um Impuls bereinigte Personalaufwand 3,5% niedriger aus, was vor allem auf die Zentralisierung der administrativen Bereiche und die Erhöhung der Produktionseffizienz zurückgeführt werden kann. Im Gegenzug wurden konzernweit etwa 60 neue Stellen geschaffen, um das deutliche Wachstum in Inland und Ausland weiter voranzutreiben. Die durch den Verkauf von Impuls bedingte Reduzierung der Mitarbeiterzahl miteinberechnet, sank der Personalaufwand um TEUR 8.503 bzw. 11,3%.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um TEUR 2.858 oder 5,2% gestiegen. Bereinigt um Impuls ergab sich ein Anstieg von 20,9%. Dieser Anstieg resultiert überwiegend aus höheren Werbekosten vor allem durch die Teilnahme an der Messe EuroCucina in Mailand, die nur alle zwei Jahre stattfindet, sowie aus umsatzbedingt höheren Montagekosten und Vertriebsprovisionen.

7. Restrukturierungsergebnis Der Restrukturierungsaufwand im ersten Halbjahr 2016 in Höhe von TEUR 2.755 beinhaltet im Wesentlichen Zusatzkosten im Rahmen der Produktionsverlagerung der PIATTI-Küchen von Dietlikon nach Pfullendorf, Sonderkosten im Zusammenhang mit dem Aufbau des Joint Ventures in Russland sowie Kosten für den Personalabbau bei AFP. Dies verteilt sich auf die GuV-Positionen wie folgt: Angaben in TEUR

1. Halbjahr 2016

Restrukturierung

1. Halbjahr 2016 laut GuV

Materialaufwand

143.253

-293

142.960

Personalaufwand

67.684

-1.199

66.485

Sonstige betriebliche Aufwendungen

58.602

-1.263

57.339

40

Im ersten Halbjahr 2015 waren nur sonstige betriebliche Aufwendungen vor allem durch den Abgang der Vermögenswerte und Schulden im Konzern durch den Verkauf von Impuls betroffen.

8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Angaben in TEUR

1. Halbjahr 2016

1. Halbjahr 2015

Immaterielle Vermögenswerte

1.112

1.386

Sachanlagen

6.447

7.943

Planmäßige Abschreibungen

7.559

9.329

0

0

7.559

9.329

Außerplanmäßige Abschreibungen Summe

Die Abschreibungen sind insgesamt um 19,0% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 gesunken, vor allem bedingt durch den Abgang des Anlagevermögens von Impuls zum 30. Juni 2015.

9. Finanzergebnis Das Finanzergebnis stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um TEUR 975 bzw. 14,9%. Die Finanzaufwendungen erhöhten sich um TEUR 662, vor allem aufgrund der gestiegenen Netto-Finanzschulden. Darüber hinaus wurden im Rahmen der At-Equity-Bewertung für die assoziierten Unternehmen tielsa und 1mfa Verringerungen der Beteiligungsbuchwerte in Höhe von insgesamt TEUR 554 (1. Halbjahr 2015: TEUR 230) vorgenommen.

10. Ertragsteuern Angaben in TEUR Latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen und aus temporären Differenzen Tatsächlicher Ertragsteueraufwand

Summe

1. Halbjahr 2016

1. Halbjahr 2015

-1.200

-59.679

375

376

-825

-59.303

Im Vorjahr wurden erstmals aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von EUR 59,0 Mio. für den steuerlichen Organkreis der ALNO AG gebildet. Dabei wurde eine Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge unterstellt, soweit

41

diese durch zukünftige positive steuerliche Ergebnisse realisiert werden. Aufgrund eines im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 deutlich gestiegenen EBITDA (bereinigt um Sondereffekte) sowie aufgrund in 2015 getroffener Maßnahmen sind positive steuerliche Ergebnisse für den steuerlichen Organkreis der ALNO AG in den nächsten Jahren zu erwarten.

G. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1.

Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 1,3% leicht reduziert, was im Wesentlichen auf die planmäßige Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte aus dem Erwerb der AFP in 2014 zurückzuführen ist.

2.

Sachanlagen

Die Sachanlagen sind leicht um TEUR 1.929 bzw. 2,0% im Vergleich zum 31. Dezember 2015 gesunken, da die Abschreibungen im ersten Halbjahr 2016 über den Investitionen lagen.

3.

At Equity bewertete Anteile

In den Konzernabschluss werden folgende Unternehmen nach der Equity-Methode einbezogen: - tielsa GmbH, Pfullendorf - ALNO China Holding Limited, Hongkong, China - OOO Perwaja mebelnaja fabrika - ALNO, St. Petersburg, Russland (kurz: “1mfa”). Der Buchwert in Höhe von TEUR 2.002 (31. Dezember 2015: TEUR 721) betrifft die 1mfa.

4.

Langfristige Finanzforderungen

Die langfristigen Finanzforderungen sanken um 4,0% im Vergleich zum 31. Dezember 2015.

5.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern stiegen um TEUR 2.055 bzw. 11,2%, vor allem bedingt durch Zuführung von aktiven latenten Steuern im Wesentlichen für die Pensionsrückstellungen. Die im steuerlichen Organkreis der ALNO AG aktivierten latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sind unverändert zum 31. Dezember 2015. Für nähe-

42

re Erläuterungen hierzu verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2015.

6.

Vorräte

Die Vorräte haben sich insgesamt um TEUR 6.463 bzw. 22,4% erhöht, im Wesentlichen aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs der Vorräte im Rahmen des Projektgeschäfts.

7.

Kurzfristige Finanzforderungen

Die kurzfristigen Finanzforderungen haben sich um TEUR 100 bzw. 25,0% erhöht. Dieser Anstieg ist auf ein im ersten Halbjahr 2016 gewährtes Darlehen an ein Gemeinschaftsunternehmen zurückzuführen.

8.

Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 16.231 bzw. 26,9% im Vergleich zum 31. Dezember 2015 gestiegen, vor allem bedingt durch deutlich höhere Umsatzerlöse im Monat Juni 2016 im Vergleich zum Monat Dezember 2015.

9.

Kurzfristige sonstige Vermögenswerte

Die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte sind um TEUR 5.231 bzw. 44,0% im Vergleich zum 31. Dezember 2015 gestiegen. Dieser Anstieg ist vor allem auf saisonal bedingt deutlich höhere aktive Rechnungsabgrenzungsposten zurückzuführen.

10. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Die durch die Schließung des Werks in Dietlikon frei gewordenen Maschinen sind vorgesehen für die Fertigung von Küchen im Werk St. Petersburg bei 1mfa. Diese sind nunmehr nahezu vollständig an 1mfa geliefert und eingebracht worden.

11. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt zum 30. Juni 2016 TEUR 75.595 und ist in 75.594.979 (31. Dezember 2015: 75.594.979) Stückaktien eingeteilt. Die Aktien sind als auf den Inhaber lautende Aktien ausgegeben und sind voll einbezahlt. Der rechnerische Anteil einer Stückaktie am gezeichneten Kapital beträgt EUR 1,00. Das Konzerneigenkapital hat sich um TEUR 33.031 auf TEUR -63.652 gegenüber dem 31. Dezember 2015 reduziert, neben dem Konzern-Periodenergebnis sind hierfür vor allem auch die erfolgsneutralen Veränderungen für die Pensionsrückstellung

43

ursächlich. Die genauen Änderungen veränderungsrechnung ersichtlich.

sind

in

der

Konzern-Eigenkapital-

Genehmigtes Kapital Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der ALNO AG vom 2. Juni 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 1. Juni 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu EUR 37.797.489,00 durch Ausgabe von bis zu 37.797.489 neuen, auf den Inhaber lautenden Stamm-Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe und der Durchführung der Kapitalerhöhungen festzulegen. Den Aktionären steht das gesetzliche Bezugsrecht zu. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen i.S.v. § 186 Absatz 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wurde jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: - für Spitzenbeträge; - bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem Betrag, der 10% des Grundkapitals im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung oder, wenn das Grundkapital dann niedriger ist, im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung nicht übersteigt, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 i.V.m. 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Auf die vorgenannte 10-Prozent-Grenze werden Aktien angerechnet, die auf Grund einer Ermächtigung der Hauptversammlung erworben und gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i.V.m. § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung veräußert werden. Ferner sind auf diese Begrenzung diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. –pflichten auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden; - bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von neuen Aktien zum Zweck des unmittelbaren oder mittelbaren Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen und von sonstigen Vermögensgegenständen, einschließlich Darlehens- und sonstigen Verbindlichkeiten; - soweit es erforderlich ist, um den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, die von der Gesellschaft oder deren nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung der Options- oder Wandlungspflichten zustände.

44

Die Eintragung des Genehmigten Kapitals 2015 in das Handelsregister erfolgte am 2. Juli 2015. Bedingtes Kapital Die ordentliche Hauptversammlung der ALNO AG vom 2. Juni 2016 hat die Aufhebung der Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen vom 28. Mai 2014 (Aktienoptionsprogramm 2014) sowie die Aufhebung des Bedingten Kapitals 2014 beschlossen. Darüber hinaus hat sie den Vorstand bis zum 1. Juni 2021 ermächtigt, einmal oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 90.000.000,00 mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte (auch mit Options- bzw. Wandlungspflicht) auf insgesamt bis zu 25.397.489 Stamm-Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu EUR 25.397.489,00 nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen der Schuldverschreibungen sowie nach Maßgabe der näheren Bestimmungen des am 22. April 2016 im Bundesanzeiger veröffentlichten Punktes 6 der Tagesordnung zu gewähren. Dazu wurde in § 5 Absätze 3.1 und 3.2 der Satzung das bestehende Bedingte Kapital 2013 dahingehend geändert, dass das Grundkapital der Gesellschaft nun um bis zu EUR 37.797.489,00 durch Ausgabe von bis zu 37.797.489 Stamm-Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013) ist. Davon dient der Absicherung der Inhaber der ausgegebenen Wandelschuldverschreibung 2015 bzw. der Ermächtigung vom 2. Juni 2015 ein Betrag von EUR 5.400.000,00 (entspricht 5.400.000 StammStückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie). Zur Absicherung der Inhaber der ausgegebenen Wandelschuldverschreibung 2014 bzw. der Ermächtigung vom 26. Juni 2013 dient davon ein Betrag von EUR 7.000.000,00 (entspricht 7.000.000 Stamm-Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie). Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu, d. h., die Schuldverschreibungen sind grundsätzlich den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen i. S. v. § 186 Absatz 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Werden Schuldverschreibungen von Konzerngesellschaften der Gesellschaft ausgegeben, stellt die Gesellschaft die entsprechende Gewährung des Bezugsrechts für die Aktionäre der Gesellschaft sicher. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf Schuldverschreibungen nach Maßgabe der näheren Bestimmungen des am 22. April 2016 im Bundesanzeiger veröffentlichten Punktes 6 der Tagesordnung auszuschließen.

45

Der vollständige Wortlaut des Beschlusses ist in der im Bundesanzeiger vom 22. April 2016 veröffentlichten Tagesordnung der Hauptversammlung unter Tagesordnungspunkt 6 angegeben. Die Änderung des Bedingten Kapital 2013 ist am 14. Juni 2016 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen worden. Erwerb eigener Aktien Die von der Hauptversammlung am 23. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde aufgehoben. Laut Beschlussfassung vom 2. Juni 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG Aktien der Gesellschaft zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen und nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen im Umfang von bis zu 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die Ermächtigung wird mit der Maßgabe erteilt, dass auf die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als ein rechnerischer Anteil von 10% am jeweiligen Grundkapital entfällt. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen, einmalig oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam durch die Gesellschaft oder durch von ihr abhängige Unternehmen im Sinne des § 17 AktG oder durch von der Gesellschaft oder von ihr abhängige Unternehmen im Sinne des § 17 AktG beauftragte Dritte ausgeübt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 1. Juni 2020.

12. Rückstellung für Pensionen Der Anstieg der Rückstellung für Pensionen um TEUR 5.471 bzw. 18,2% im Vergleich zum 31. Dezember 2015 resultiert überwiegend aus gesunkenen Abzinsungssätzen.

13. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern reduzierten sich um TEUR 366 auf TEUR 359.

14. Gesellschafterdarlehen Die Rückführung des Darlehens der Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart, in Höhe von insgesamt EUR 30,0 Mio. vom 11. April 2013 wurde am 15. März 2016 neu geregelt. Die Tilgung erfolgt in zwei Schritten: EUR 1,5 Mio. zum 30. September 2016 und EUR 28,5 Mio. zum 31. Juli 2017.

46

Das Darlehen der Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart, in Höhe von EUR 5,0 Mio. vom 16. Januar 2015 wurde ebenfalls am 15. März 2016 bis zum 31. Juli 2017 verlängert. Für die Darlehen, die dem ALNO Konzern von der Comco Holding AG, Nidau, Schweiz, in Höhe von insgesamt EUR 8,1 Mio. gewährt wurden, wurde am 15. März 2016 die Verlängerung bis zum 31. Juli 2017 schriftlich fixiert.

15. Sonstige Finanzverbindlichkeiten Die langfristigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 77.974 (31. Dezember 2015: TEUR 77.789) sind nahezu unverändert geblieben. Die kurzfristigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 19.013 bzw. 104,6% im Vergleich zum 31. Dezember 2015. Mit notariell beurkundetem Grundstückskaufvertrag vom 3. Februar 2016 haben die ALNO AG und ein verbundenes Unternehmen einen Teil ihrer Betriebsgrundstücke unter der aufschiebenden Bedingung der finalen Kaufpreisfindung im Rahmen einer sale & lease back Transaktion veräußert. Der finale Kaufpreis sowie die endgültigen Mietkonditionen werden im laufenden Jahr final vereinbart oder eine alternative Finanzierungsmaßnahme in Betracht gezogen. Die ALNO AG erhielt hierfür eine durch Grundschulden gesicherte Anzahlung in Höhe von TEUR 15.000 im Februar 2016. Zusätzlich wurde bei der ALNO Schweiz in 2016 eine neue Kontokorrentlinie mit einem Buchwert von TEUR 1.908 zum 30. Juni 2016 eingerichtet.

16. Sonstige kurzfristige Rückstellungen Der Rückgang der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um TEUR 3.464 gegenüber dem 31. Dezember 2015 ist im Wesentlichen auf die Inanspruchnahme und Auflösung der Restrukturierungsrückstellung sowie auf Inanspruchnahmen der Garantierückstellung zurückzuführen. Die Auflösung der Restrukturierungsrückstellung in Höhe von TEUR 455 betrifft nicht mehr benötigte Rückstellungen für den Personalabbau im Rahmen der Zentralisierung der administrativen Bereiche am Standort Enger.

17. Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten in TEUR Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - davon Kundenboni - davon ausstehende Rechnungen - davon kreditorische Debitoren Summe

30.06.2016 Gesamt 124.684 28.075 11.584 9.366 3.242 152.759

bis 1 Jahr 99.675 27.826 11.584 9.366 3.242 127.501

Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 25.009 249 0 0 0 25.258

0 0 0 0 0 0

47

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr beziehen sich ebenso wie im Vorjahr auf die Stillhaltevereinbarung mit der Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart mit einem Betrag von EUR 25 Mio. in TEUR Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - davon Kundenboni - davon ausstehende Rechnungen - davon kreditorische Debitoren Summe

31.12.2015 Gesamt 100.166 23.944 10.218 7.605 2.463 124.160

bis 1 Jahr 75.205 23.692 10.218 7.605 2.463 98.897

Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 25.011 252 0 0 0 25.263

0 0 0 0 0 0

18. Kurzfristige übrige sonstige Verbindlichkeiten in TEUR Personal Sonstiges Sonstige Steuern Im Rahmen der sozialen Sicherheit Summe

in TEUR Personal Sonstiges Sonstige Steuern Im Rahmen der sozialen Sicherheit Summe

30.06.2016 Gesamt bis 1 Jahr 13.978 1.255 3.744 3.789 22.766

13.978 1.255 3.744 3.789 22.766

31.12.2015 Gesamt bis 1 Jahr 8.500 2.820 4.201 1.500 17.021

8.500 2.820 4.201 1.500 17.021

Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 0 0 0 0 0

0 0 0 0 0

Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 0 0 0 0 0

0 0 0 0 0

H. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt gemäß IAS 7 (Cash Flow Statements), wie sich die Zahlungsmittel im Konzern durch Zahlungsströme aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit sowie durch Veränderung der Wechselkurse im Laufe des Berichtsjahrs verändert haben. Bei den für die laufende Geschäftstätigkeit eingesetzten Nettozahlungsmitteln ergab sich ein Mittelabfluss im ersten Halbjahr 2016 von TEUR 17.373 (Vorjahr: TEUR 20.769). Diese Reduzierung resultierte im Wesentlichen aus den Veränderungen im Working Capital. Die Erhöhung der Veränderung der Vorräte aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs im Rahmen des Projektgeschäfts wurde mit der Reduzierung der Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte nahezu kompensiert. Die Veränderung der Verbindlich48

keiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten stieg um TEUR 3.524 aufgrund des deutlich höheren Materialaufwands im Monat Juni 2016 verglichen mit dem Monat Juni 2015. Aus dem Bereich der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von TEUR 5.453 gegenüber einem Mittelzufluss von TEUR 9.561 im ersten Halbjahr 2015. Im Vorjahr waren sowohl die Zugänge im Anlagevermögen von Impuls als auch Einzahlungen für Verkäufe von Sachanlagen von Impuls im Rahmen der Veräußerung zum 30. Juni 2015 noch enthalten. Die um TEUR 9.874 gestiegenen erhaltenen Nettozahlungsmittel aus der Finanzierungstätigkeit resultierten überwiegend aus einer Anzahlung in Höhe von TEUR 15.000 für eine sale & lase back Transaktion von Betriebsgrundstücken. Darüber hinaus waren im Vorjahr noch Einzahlungen aus der Barkapitalerhöhung in Höhe von TEUR 5.775 enthalten.

I. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Der Vorstand steuert die ALNO AG im Sinne einer Matrixorganisation zum einen nach Vertriebskanälen und zum anderen nach den rechtlichen Einheiten / Marken. Der Fokus des internen Managementreportings liegt seit 2014 auf der Steuerung nach den Vertriebskanälen, da mit der Übernahme der AFP ein neues Segment Endkunden hinzu kam einschließlich des Ausbaus der ALNO Schweiz mit eigenen Shops. Die Produktion von PIATTI-Küchen wurde nach Pfullendorf verlagert. Darüber hinaus gibt es mittlerweile exklusive Kundenprojekte mit Eigenmarken mit nicht unerheblichen Umsatzerlösen. Im Zuge dessen wurde der Vertrieb nach Verantwortlichkeiten, nach Vertriebskanälen und nach Verbänden organisiert. Es lassen sich die folgenden drei berichtspflichtigen Geschäftssegmente identifizieren: -

Handel - Großfläche (GFL) - Küchenspezialisten (KSP) - Mitnahme/SB (Mit/SB) - Handel Export

-

Objektgeschäft - Objekte Inland - Objekte Ausland

-

Endkunden

Darüber hinaus besteht ein Segment „Sonstige“, welches alle nicht direkt den anderen Segmenten zuordenbare Geschäftsvorfälle enthält.

49

Die vorgenannten Geschäftssegmente haben jeweils verantwortliche Segmentmanager bezogen auf die einzelnen Kundengruppen, die hierfür verantwortlich zeichnen und an den Vorstand berichten. Berichtspflichtig sind mit Ausnahme des Endkundengeschäfts alle vorgenannten Geschäftssegmente, da sie die Kriterien des IFRS 8 erfüllen und die quantitativen Schwellenwerte (Umsatzerlöse 10%-Regel) überschreiten. Aus Sicht des Vorstands wird das Geschäftssegment Endkunden, das die quantitativen Schwellenwerte nicht überschreitet, dennoch als berichtspflichtig angesehen und gesondert angegeben, da diese Informationen für den Abschlussadressaten nützlich sind. Die Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern stellen sich wie folgt dar:

2016 in TEUR Umsätze Gesamt Außenumsätze Innenumsätze EBITDA in %

2015 in TEUR Umsätze Gesamt Außenumsätze Innenumsätze EBITDA in %

Handel

Objektgeschäft Endkunden

Sonstige

Konsolidierung

Konzern

156.984 149.863 7.121

81.442 73.333 8.109

24.187 20.246 3.941

-35 -35 0

-19.170 0 -19.170

243.407 243.407 0

-4.807 -3,1%

-5.785 -7,1%

-967 -4,0%

-1.788 n/a

-109 n/a

-13.456 -5,5%

Objektgeschäft Endkunden

Sonstige

Konsolidierung

Konzern

Handel 192.727 181.700 11.026

84.095 74.094 10.001

14.057 12.286 1.771

4.913 4.913 0

-22.799 0 -22.799

272.994 272.994 0

-4.086 -2,1%

-47 -0,1%

369 2,6%

24.914 n/a

-320 n/a

20.830 7,6%

Um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden Erträge und Aufwendungen, die Impuls im ersten Halbjahr des Vorjahres erzielt hat, eliminiert. Dies ergibt dann folgende für das erste Halbjahr 2015 um Impuls bereinigte Zahlen:

2015 in TEUR Umsätze Gesamt Außenumsätze Innenumsätze EBITDA in %

Handel

Objektgeschäft Endkunden

Sonstige

Konsolidierung

Konzern

149.206 140.755 8.452

79.129 70.307 8.821

14.057 12.286 1.771

4.913 4.913 0

-19.044 0 -19.044

228.261 228.261 0

-4.961 -3,3%

-1.651 -2,1%

369 2,6%

-1.717 n/a

-320 n/a

-8.279 -3,6%

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Die Konsolidierung bei den Umsatzerlösen umfasst die Eliminierung der Innenumsätze innerhalb des ALNO Konzerns. Die Konsolidierungsbuchungen in der Zeile EBITDA betreffen im Wesentlichen Aufwendungen der Schuldenkonsolidierung sowie der Zwischenergebniseliminierung aus dem Vorratsvermögen und aus Geschäftsvorfällen mit Gemeinschaftsunternehmen.

J. Management der finanzwirtschaftlichen Risiken Die finanzwirtschaftlichen Risiken sind im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2015 ausführlich erläutert. Hierzu haben sich keine wesentlichen Änderungen ergeben. in TEUR Finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus LuL Finanzforderungen Wertpapiere Anteile an Beteiligungsunternehmen

30.06.2016 Buchwert Zeitwert LaR LaR AfS AfS

Finanzielle Verbindlichkeiten Gesellschafterdarlehen FLaC Sonstige Finanzverbind- FLaC lichkeiten Derivate Hft

31.12.2015 Buchwert Zeitwert

707 12.156 253 123

707 12.156 253 *

978 12.661 258 123

978 12.661 258 *

43.125 77.974

43.125 60.735

43.125 77.789

43.125 68.173

0

0

149

149

* Zeitwert lässt sich nicht zuverlässig ermitteln.

K. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen sowie aus langfristigen Lieferverträgen bestehen gegenüber dem letzten Bilanzstichtag im Wesentlichen in unveränderter Form.

L. Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen Als nahestehende Personen oder Unternehmen gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beherrscht werden können, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden, bzw. die auf das berichtende Unternehmen mittelbar oder unmittelbar maßgeblichen Einfluss ausüben können.

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Aktionäre mit einem Stimmrechtsanteil größer als 3% sind unmittelbar die Whirlpool Germany GmbH, Stuttgart, die Nature Home Holding Company Limited, Hongkong, China, die Nordic Kitchen Holding AG, Zug, Schweiz, die SE Swiss Entrepreneur AG, Zug, Schweiz, und die Paul Capital PCTS Holdings LP, San Francisco, USA, sowie mittelbar die Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart, bzw. die Whirlpool Corporation, Wilmington, Delaware, USA. Darüber hinaus sind die Gesellschaften, an denen Max Müller und Familie beteiligt sind - dazu gehören im Wesentlichen die Comco Holding AG, Nidau, Schweiz, die Comco Finanz AG, Nidau, Schweiz, die Smaragd Holding AG, Nidau, Schweiz und die East West Finance Ltd., Jersey, Channel Islands - den Großaktionären zugeordnet. Die Gemeinschaftsunternehmen betreffen die ALNO China Holding Limited, Hongkong, China, die tielsa GmbH, Pfullendorf, und die OOO Perwaja mebelnaja fabrika ALNO, St. Petersburg, Russland. Bei den sonstigen nahe stehenden Unternehmen, mit denen Geschäftsbeziehungen bestehen, handelt es sich um die Personalvorsorgestiftung der AFP Küchen AG, Arbon, Schweiz. Nachfolgend sind die wesentlichen Beziehungen zu nahe stehenden Personen im ersten Halbjahr 2016 ausgewiesen: Zwischen der ALNO AG und der Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart, besteht ein Liefervertrag. Dieser Vertrag regelt die Belieferung des ALNO Konzerns mit Hausgeräten von Bauknecht/Whirlpool und hat eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2021. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hieraus betragen zum 30. Juni 2016 TEUR 56.324 (31. Dezember 2015: TEUR 52.455). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart, sind innerhalb von 90 Tagen nach Rechnungsdatum zu begleichen. Überfällige Verbindlichkeiten werden mit 4,5% p.a. (1. Halbjahr 2015: 6,5% p.a.) verzinst. Die Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart, gewährte dem ALNO Konzern in 2013 durch Umschuldung von kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ein Darlehen in Höhe von TEUR 30.000 zur Deckung des Finanzierungsbedarfs. Darüber hinaus wurde im Januar 2015 ein weiteres Darlehen in Höhe von TEUR 5.000 gewährt. TEUR 33.500 dieser Darlehen besitzen zum Bilanzstichtag eine Laufzeit bis 31. Juli 2017, TEUR 1.500 sind fällig im September 2016. Im ersten Halbjahr 2016 wurden Zinsen von 4,5% p.a. (1. Halbjahr 2015: 6,5% p.a.) in Höhe von TEUR 1.706 (1. Halbjahr 2015: TEUR 2.234) für diese Darlehen fällig. Zum 30. Juni 2016 bestanden unverändert zum 31. Dezember 2015 Darlehensverbindlichkeiten an die Comco Holding AG, Nidau, Schweiz, in Höhe von TEUR 8.125. Die Darlehen besitzen zum Bilanzstichtag eine Laufzeit bis 31. Juli 2017 und werden mit 6,5% p.a. (1. Quartal 2015: 6,5% p.a.) verzinst. Im ersten Halbjahr 2016 entfielen hierauf Zinsen in Höhe von TEUR 264 (1. Halbjahr 2015: TEUR 264). Darüber hinaus erhielt die Comco Holding AG, Nidau, Schweiz, für die Vergütung des Verwaltungsrates der ALNO Schweiz im Wege der Organleihe TEUR 91 (1. Halbjahr 2015: TEUR 94) und für Kfz-, Reise- und Telekommunikationskosten

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TEUR 11 (1. Halbjahr 2015: TEUR 20). Die Comco Finanz AG, Nidau, Schweiz, erhielt für Mieten TEUR 28 (1. Halbjahr 2015: TEUR 29). Für die Ermöglichung einer Brückenfinanzierung über EUR 15 Mio. erhielt die East West Finance Ltd., Jersey, Channel Islands, eine Risikoprämie über 3% in Höhe von TEUR 450. Darlehensforderungen von ALNO AG an das assoziierte Unternehmen tielsa bestehen zum 30. Juni 2016 in Höhe von TEUR 500 (31. Dezember 2015: TEUR 400). Die hierauf entfallenden Zinserträge beliefen sich im ersten Halbjahr 2016 auf TEUR 15 (1. Halbjahr 2015: TEUR 11). Das Darlehen ist zum 30. September 2016 fällig und wird mit 6,5% (1. Halbjahr 2015: 7,5%) p.a. verzinst. Gegenüber dem assoziierten Unternehmen ALNO China bestehen unverändert Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 2.700 (31. Dezember 2015: TEUR 2.700). Auf diese Darlehen entfielen im ersten Halbjahr 2016 Zinserträge in Höhe von TEUR 88 (1. Halbjahr 2015: TEUR 88). Die Darlehen sind im Dezember 2016 fällig und werden mit 6,5% p.a. verzinst. Die Personalvorsorgestiftung der AFP Küchen AG, Arbon, Schweiz, gewährte AFP in 2015 ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.565. Dieses Darlehen besitzt eine Laufzeit bis 31. Dezember 2018 und wird mit 3,5% p.a. verzinst. Die hierauf entfallenden Zinsaufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2016 auf TEUR 27 (1. Halbjahr 2015: TEUR 0). Für Beratungstätigkeiten wurden an Mitglieder des Aufsichtsrats folgende Honorare gezahlt: Die GSW Capital Management GmbH, Zell (vormals HBconbet GmbH, Zell), in welcher Herr Giesecke Anteilseigner ist, hatte mit der ALNO AG einen Provisionsvertrag über die Vermittlung von Umsätzen abgeschlossen. Die Vergütung belief sich hierfür im ersten Halbjahr 2016 auf TEUR 29 (1. Halbjahr 2015: TEUR 11). Das Aufsichtsratsmitglied Herr Rellstab hat für seine Tätigkeit als Präsident des Verwaltungsrates der ALNO Schweiz und der AFP Vergütungen in Höhe von TEUR 61 (1. Halbjahr 2015: TEUR 63) erhalten. Das Aufsichtsratsmitglied Herr Orth hat für seine Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsrates der ALNO Schweiz und der AFP Vergütungen in Höhe von TEUR 12 (1. Halbjahr 2015: TEUR 0) erhalten.

M. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Rahmen der im Nachtragsbericht zum Geschäftsbericht 2015 angekündigten Finanz- und Kapitalmaßnahmen hat die ALNO AG am 28. Juli 2016 einen Darlehensvertrag über EUR 20 Mio. unterzeichnet. Der Betrag ist der ALNO AG bis zum 12. August 2016 zugeflossen. Zudem hat die ALNO AG einen weiteren Darlehensvertrag über EUR 15 Mio. unterzeichnet, der jedoch noch unter aufschiebenden Bedingungen steht. Darlehensgeber ist die Beteiligungsgesellschaft Tahoe Investors GmbH, Wolfsburg. Die Tahoe Investors GmbH, Wolfsburg, gab in einer Stimmrechtsmitteilung am 3. August 2016 bekannt, dass sie sich mit einer Call-Option bis zum 31. Oktober 2016

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die Möglichkeit gesichert hat, einen Anteil von 14,08 Prozent am Grundkapital der ALNO AG zu erwerben. Mit der Ausführung der Call-Option würde die Tahoe Investors GmbH, Wolfsburg, die kompletten Aktien der Whirlpool Germany GmbH, Stuttgart, übernehmen und an deren Stelle als größter Einzelaktionär treten. Whirlpool bleibt der ALNO AG als strategischer Partner und größter Lieferant weiterhin langfristig verbunden.

N. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären zustehenden Konzernperiodenergebnisses durch die gewichtete Zahl ausgegebener Aktien. Ein Verwässerungseffekt, der sich aus sogenannten potenziellen Aktien ergeben könnte, ist weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr eingetreten. Angaben in TEUR

1. Halbjahr 2016

1. Halbjahr 2015

Konzern-Periodenergebnis

-27.695

64.274

Anteile Aktionäre der ALNO AG

-27.703

64.274

8

0

75.595

72.040

-0,37

0,89

Anteile Fremder Aktienanzahl in Tsd. (gewichteter Durchschnitt)

Konzern-Periodenergebnis in EUR/Aktie (verwässert und unverwässert)

Pfullendorf, den 22. August 2016 ALNO AG Der Vorstand

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Versicherung der gesetzlichen Vertreter „Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.“

Pfullendorf, den 22. August 2016 ALNO AG Der Vorstand

Prüferische Durchsicht (Angabe nach §37w Abs. 5 S. 6 WpHG) Der Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht sind weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft worden.

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Finanzkalender 2016 (Kurzfristige Änderungen vorbehalten)

31. Oktober 2016

Zwischenmitteilung zum 30. September 2016

Rechtlicher Hinweis Dieser Halbjahresbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. Zukunftsbezogene Aussagen sind Aussagen, die sich nicht auf historische Ereignisse und Tatsachen beziehen. Diese Aussagen beruhen auf Annahmen, Prognosen und Einschätzungen künftiger Entwicklungen durch den Vorstand. Die Annahmen, Prognosen und Einschätzungen wurden auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen. Sollten die den Aussagen und Einschätzungen zugrunde gelegten Annahmen zukünftiger Entwicklungen nicht eintreffen, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit Erwarteten abweichen. Weder der Vorstand noch die Gesellschaft können für den tatsächlichen Eintritt der zukunftsgerichteten Aussagen einstehen. Der Vorstand und die Gesellschaft übernehmen keine Verpflichtung, über ihre gesetzlichen Verpflichtungen hinaus, irgendwelche Aussagen fortzuschreiben oder an zukünftige Ereignisse und Entwicklungen anzupassen. Dieser Halbjahresbericht sowie die darin enthaltenen Informationen stellen weder in der Bundesrepublik Deutschland noch in einem anderen Land ein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren der ALNO AG dar. Die Aktien der ALNO AG dürfen in den Vereinigten Staaten von Amerika nur nach vorheriger Registrierung oder ohne vorherige Registrierung nur aufgrund einer Ausnahmeregelung von dem Registrierungserfordernis nach den Vorschriften des US Securities Act von 1933 in der derzeit gültigen Fassung verkauft oder zum Kauf angeboten werden. Die ALNO AG beabsichtigt nicht, ein öffentliches Angebot von Aktien in den Vereinigten Staaten durchzuführen.

Impressum Herausgeber ALNO Aktiengesellschaft 88630 Pfullendorf Telefon +49 / 7552 21-0 Telefax +49 / 7552 21-3789 E-Mail [email protected] www.alno.de Konzept und Redaktion Unternehmenskommunikation und Investor Relations ALNO AG Markus Gögele Telefon: +49 / 7552 21-3316 E-Mail: [email protected]

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