G E M E I N D E B R I E F ALT-PANKOW

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G E M E I N D E B R I E F E VA N G E L I S C H E K I RC H E N G E M E I N D E A LT - P A N K O W Liebe Leserinnen und Leser, Die Jahreslosung 2017...

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G E M E I N D E B R I E F E VA N G E L I S C H E K I RC H E N G E M E I N D E

A LT - P A N K O W

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Jahreslosung 2017 verdanken wir dem Propheten Ezechiel (»Gott macht stark«; Namensform nach Luther: Hesekiel). Ezechiel war der Sohn eines Priesters und ein Zeitgenosse der Propheten Jeremia und Daniel. Mit der ersten Verschleppung der Israeliten um 598 v. Chr. wurde er ins babylonische Exil deportiert. Er erhielt einen Wohnsitz in Mesopotamien am Fluss Kebar, dem heutigen Schatt-en-Nil bei Babylon. Dort begann er im Alter von 30 Jahren sein prophetisches Wirken. Insgesamt prophezeite er 20 Jahre im babylonischen Exil, trat jedoch nie in Israel oder Juda selbst auf. Neben Jesaja und Jeremia ist er einer der drei großen Schriftpropheten des Tanach, der hebräischen Bibel. Seine Existenz wird in der Wissenschaft kaum bestritten. Ezechiel bekräftigt den Monotheismus und übt scharfe Kritik an den Götzen und anderen Göttern, denen die Israeliten verfallen waren. Seine Kritik ist scharf und rabiat. Nach dem Fall Jerusalems im Jahr 586 v. Chr. verkündete er zunehmend auch Heil für Israel.

es fällt schwer zu glauben, dass die Jahreslosung in keiner Beziehung zur aktuellen gesellschaftlichen und politischen Lage steht, denn sie wird schon vier Jahre im Voraus ausgewählt. In diesem Jahr scheint die weltweite Wirrnis so groß wie lange nicht: Kriege und Krisenherde, Flüchtlingsströme, Hetze und Hassreden, Bedrohung von Religionen, Korruption, salonfähiger Rechtsradikalismus, Einknicken von Demokratie, Versagen von Diplomatie. Die Liste ließe sich fortschreiben. Gott spricht: »Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.« Da kommt so ein Satz als Jahreslosung daher und es ist, als ob im Dunkeln eine Kerze angezündet wird. Ein neues Herz, ein neuer Geist, ein Neuanfang! Dieses Versprechen Gottes birgt so viel Hoffnung! Nehmen wir sie mit hinein in den Kirchentag im Mai und verwandeln sie in einen frühlingshaften Aufbruch. Frühling, der alles neu belebt und Reformation – das passt gut zusammen. Auch unsere Kirche in Pankow und unsere Gemeinde werden Teil des Kirchentages, der das Reformationsgeschehen von damals in unsere heutige Zeit bringt. Auf den Seiten 26 bis 33 finden Sie alle Informationen darüber – und dringende Bitten um Unterstützung. Ihre Gemeindebriefredaktion

Thema

Gott spricht:

Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ez 36,26 Von Pfarrerin Ruth Misselwitz Am Anfang eines jeden Jahres frage ich die Konfirmanden nach ihren Ängsten und Hoffnungen für das neue Jahr. Das tat ich auch in diesem Januar. Bei den privaten Ängsten wurden häufig Sorgen vor schlechten Noten und schlechten Lehrern geäußert, um die wenige Zeit, die Eltern für die Kinder haben oder das Bangen um das Gelingen eines bevorstehenden Schüleraustausches. Im gesellschaftspolitischen Bereich macht der neu gewählte amerikanische Präsident Donald Trump mit seiner unberechenbaren Politik die größte Angst. Auch andere Themen, wie der Klimawandel, die Flüchtlingsströme, der Rechtsruck, die religiöse Radikalisierung und Terroranschläge bereiten den Konfirmanden Sorgen. In einer anderen Spalte äußerten sie ihre Hoffnungen: dass die Menschen klüger werden, dass es in Zukunft mehr Solidarität untereinander gibt, dass weniger Kriege geführt werden, dass die Massentierhaltung abgeschafft und Trump doch nicht Präsident wird. Als alle am Ende mit ihrer Hoffnung waren, fragten sie mich, was ich denn für Hoffnungen habe. Ich zitierte die Jahreslosung: Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. (Ez 36,26).

Das schien mir in diesem Moment die einzig stabile Größe zu sein in diesem Wirrwar von Irrsinnigkeiten, Orientierungslosigkeit und Verängstigungen. Wenn wir mit unserem Alphabet am Ende sind, dann muss etwas kommen, das außerhalb von uns existiert, das sich der menschlichen Dummheit entziehen kann, was unabhängig ist von menschlicher Bosheit, Egoismus und Gewalt. In diesem Text verspricht Gott, selbst zu handeln und einzugreifen, aber er verspricht das auf eine ganz andere Weise, als wir das oftmals von ihm erwarten. Er droht hier nicht mit Feuer und Schwert, mit Blitz und Donner, auch nicht mit Kraft und Stärke das Schicksal zu fügen, sondern mit einem neuen Herzen und mit einem neuen Geist. Und dieses Neue will er in uns einpflanzen, so dass wir fähig werden, das Neue – den Willen Gottes – zu tun. Am Ende sind es wir Menschen selbst, die das Schicksal dieser Welt in der Hand halten, die es wenden und zum Guten führen können. Gott selbst will uns dazu befähigen mit einem neuen Herzen und einem neuen Geist. Wenn wir im Vaterunser bitten: »Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden«, dann impliziert diese Bitte, dass der göttliche Wille im Himmel schon geschieht, auf Erden aber noch nicht so ganz. Und dieses Reich Gottes sieht Jesus überall da, wo man sich im Namen Gottes versammelt, auf sein Wort hört und nach seinem Wort handelt. Die Mystiker aller großen Religionen sprechen von dem göttlichen Funken, der einem jeden Menschen innewohnt und dessen Entdeckung und Entfaltung die eigentliche Aufgabe des Menschen in seinem Leben ist. Dieser göttliche Funke aber ist die Quelle des Lebens, der Ursprung der Liebe und der Barmherzigkeit, das Vertrauen in eine Kraft, die weit stärker ist als alles menschliche Sinnen und Trachten. Es ist die lebensfördernde, die lebensbewahrende Kraft, die

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Thema: Gott spricht: »Ich schenke Euch ein neues Herz

und lege einen neuen Geist in euch.»

sich allen zerstörerischen und gewaltvollen Strukturen entgegensetzt. Es sind die göttliche Macht und Weisheit, die das Universum zusammenhalten, die es davor bewahren, ins Chaos zurückzufallen und dem Bösen schutzlos ausgeliefert zu sein. Diesen Geist will Gott immer und immer wieder neu in uns einpflanzen und zum Leben erwecken. Mit jedem neuen Leben, das auf die Erde kommt und das diesen göttlichen Funken in sich trägt, setzt Gott sich selbst den Wirrnissen dieser Erde aus und sorgt zugleich dafür, dass wir immer mit seiner Gegenwart rechnen dürfen. Dass sich diese Erde heute noch dreht und dass es immer noch Menschen gibt, die sich an das erinnern lassen, was Gott vor 2500 Jahren seinem Volk und dieser Welt durch seinen Propheten Ezechiel versprochen hat, ist das Wirken dieses Geistes. Er hat die Propheten und Prophetinnen im 1. Testament auf den Weg gewiesen, er ist durch Jesus von Nazareth wirksam geworden und durch die vielen Jünger und Jüngerinnen, die ihm nachfolgen, er hat all die Menschen auf dieser Erde gestärkt, die sich für das Reich Gottes einsetzen, damit Frieden und Gerechtigkeit sich immer wieder gegen Hass und Gewalt durchsetzen. Gott selbst will uns ein neues Herz und einen neuen Geist eingeben, damit die Welt gerettet wird. Und wenn wir Augenblicke erleben, in denen Resignation und Hoffnungslosigkeit überhand nehmen, dann greifen wir doch einfach zur Bibel und lassen die alten Geschichten in uns lebendig werden, die davon erzählen, dass Gott ein treuer Gott ist, der diese Erde und seine Menschheit nicht aufgibt. Das hat er uns in Jesus Christus gezeigt. Das zeigt er uns überall, wo Menschen sich zusammentun, nach ihm suchen und ihn finden.

Ezechiel– Hesekiel, Fresko von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle, 1510

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Thema: Gott spricht: »Ich schenke Euch ein neues Herz

und lege einen neuen Geist in euch.»

Die Kraft der Versöhnung ist stärker als der Hass Von Wolfgang Wendt Nun ist es also passiert. Zwölf Tote, über 50 Verletzte. Der Terror ist am Abend des 19. Dezembers in Berlin angekommen. Ein Anschlag auf einem Weihnachtsmarkt voller Besucher. Ein Anschlag an einem geschichtsträchtigen Ort – direkt neben der Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz. Die durch einen Bombenangriff im Jahre 1943 zerstörte Kirche – jetzt ein Ort der Hoffnung eines neuen, verwandelten, versöhnten Lebens. Ein Ort, an dem – wie auch bei uns in Pankow – das große Versöhnungsgebet von Coventry gebetet wird. Auch wenn das perfide Spiel mit unserer Angst genau das ist, was Terroristen bezwecken: Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er sich verhält. Die in den vergangenen Monaten mantrahaft wiederholte Erkenntnis, wonach es keine absolute Sicherheit gibt, wurde uns nie so drastisch vor Augen geführt wie an diesem Montagabend auf dem Breitscheidplatz. »Was mich nicht umbringt, macht mich stärker«, sagte Nietzsche. »Was mich nicht umbringt, macht mich härter«, sage ich. Härter vor den anderen. Härter zu den anderen. Umgebracht haben sie mich nicht, noch nicht. Aber das Blut gefriert in meinen Adern und alles in mir schreit: »Nie wieder!«. Umgebracht haben sie mich nicht, aber mir den Atem genommen, sie sind mir an die Nieren gegangen, haben mein Herz gebrochen.

Und dann sehe ich diese Jahreslosung: »Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.«, sagt Gott. Tröstet das die Verletzten vom Breitscheidplatz? Tröstet das die Angehörigen der Toten? Die Gedächtniskirche war – und ist bis heute – ein Ort, an dem die Menschen Rat und Trost finden können. Hilfreich kann hier auch die Aussage der Jahreslosung sein. Gott verspricht, dass er uns helfen wird, dass er uns erneuern wird: wenn wir ihm nahe sind. Erasmus von Rotterdam übersetzte den Prolog des Johannes-Evangeliums mit »Im Anfang war das Gespräch« statt mit »Im Anfang war das Wort«. Das hat mich tief beeindruckt. Denn, wie können wir leben in der Isolation? Wie können wir leben ohne Dialog? Wie können wir die Botschaft der Versöhnung leben, wenn wir nicht aufeinander hören? Nicht hören auf Gott? Im Tiefsten geht es bei der Versöhnung um das Gespräch, darum, ob und wie wir miteinander reden, wie wir miteinander verkehren. Es geht darum, wie wir und ob wir das Gespräch führen. In der Welt stehen wir vor vielen Herausforderungen, vor gewalttätigen Konflikten ohne Zahl. Globalisierung bedeutet: Wir sind enger miteinander verbunden, aber dennoch haben wir Probleme, wirklich miteinander zu reden und einander zu verstehen. Wir haben zwar unendliche Mittel der Kommunikation durch soziale Medien wie Twitter und Facebook. Trotzdem benötigen wir Hilfe, damit wir wirklich die Geschichten der anderen zu hören vermögen. In der Nagelkreuzgemeinschaft von Coventry verpflichten wir uns, für Versöhnung, Frieden und Gerechtigkeit zu arbeiten. Der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, der uns Atem gibt, der uns ein neues Herz schenken will und einen neuen Geist in uns legen will, lädt uns ein auf einen neuen Weg, der mühsam und der freudvoll ist. Gott nimmt uns bei der Hand – und er bewahrt uns!

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Musik in Alt-Pankow

März

April

Sonnabend, 11. März | 19.30 Uhr | Gemeindehaus

Sonnabend, 1. April | 19.30 Uhr | Alte Pfarrkirche

MARTENIZ A – F R Ü H L I N G S E RWA C H E N Kammermusik für Bratsche und Klavier d uo co n ve o : Nikolay Nikolov Bratsche, Rudite Livmane-Lindenbeck Klavier

BACH – LUTHER – JAZZ

Bulgarische und russische Werke des 20. und 21. Jahrhunderts, u. a. Bearbeitungen von Jascha Heifetz

Sonnabend, 18. März | 19.30 Uhr | Gemeindehaus Z E I T TA N G E N T E N Werke für Querflöte und Klavier Bettina Bergmann Flöte, Angela Maria Stoll Klavier Ein Zeitstrahl führt uns über die Stationen Barock, Frühklassik, Klassik und Romantik mit Werken der jeweiligen bedeutenden Repräsentanten wie J. S. Bach, C. Ph.E. Bach, Quantz, Mozart, Beethoven, Schumann und Brahms bis zur märchenhaften Liebesgeschichte, der »Undinensonate« von Carl Reinecke. Bettina Bergmann ist – nach dem Studium an der Hochschule für Musik in Dresden – seit 1994 freischaffend als Pädagogin und Flötistin in Berlin tätig. Angela Maria Stoll kam 1984, nach einem Studium in Düsseldorf, nach Berlin. Seitdem ist sie als Pianistin und musikalische Leiterin an Produktionen an Berliner Theatern, bei Rundfunk und Fernsehen beteiligt und konzertiert als Solistin, Liedbegleiterin und Kammermusikerin regelmäßig in Berlin, ganz Deutschland und im Ausland.  

Kirchenchor und collegium instrumentale Alt-Pankow / Agita Rando Trio / Rudite Livmane-Lindenbeck Leitung Musiziert werden die beiden Choral-Kantaten BWV 38 »Aus tiefer Not schrei ich zu dir«, BWV 4 »Christ lag in Todesbanden« und das Doppelkonzert für Violine und Oboe. BACH:

hat zu beiden Chorälen Text und Melodie geschrieben. 500 Jahre nach der Reformation gedenken wir neben Martin Luthers Rolle als Reformator auch der des Poeten Luther, dem wir so populäre Verse verdanken wie »Vom Himmel hoch, da komm ich her« und über 30 weitere, die wir in unserem Gesangbuch finden. Martin Luther gilt als Erfinder des evangelischen Gemeindeliedes, mit ihm hielt der Gemeindegesang Einzug in den Gottesdienst.

LUTHER

Vom Agita Rando Trio in der klassischen JazzBesetzung (piano, bass, drums) bekommen Chor und Instrumentalisten frischen Wind unter die barocken Flügel. Bach und Luther würden staunen, wie der Staub der Jahrhunderte davonfliegt und die jazzigen Klänge Zuhörer beseelen und beschwingen können! JAZZ:

Zum Abschluss der Vesper singen wir mit der Gemeinde, Chor und Agita Rando Trio »Ein feste Burg ist unser Gott« in jazziger Begleitung. Wir freuen uns auf das gemeinsame Projekt.

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Musik in Alt-Pankow

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Karfreitag, 14. April | 15 Uhr | Alte Pfarrkirche MUSIKALISCHE ANDACHT ZUR STERBESTUNDE JESU Ruth Misselwitz Textlesungen Arrangements von Passions-Chorälen: Uwe Steinmetz Saxofon / Agita Rando Piano

Sonnabend, 29. April | 19.30 Uhr | Alte Pfarrkirche WENN WIR HINAUSZIEHN Internationale geistliche und weltliche Stücke sowie Volkslieder aus fünf Jahrhunderten Gemischter Chor CANTO ERGO SUM Yvonne Sterzenbach Leitung Der Chor »Canto Ergo Sum« wurde 2002 aus den Reihen des Ernst-Moritz-Arndt-Chores gegründet. Der damalige Leiter Wolfgang Roterberg ist vielen Pankowern noch gut bekannt als der Leiter des Carl-vonOssietzky-Chores. 2005 übernahm die jetzige Leiterin Yvonne Sterzenbach den Chor »Canto Ergo Sum« und führte ihn auf der Basis der soliden Arbeit ihres Vorgängers mit beachtlichen Erfolgen auf einen anerkannten Platz in der Berliner Chorlandschaft. Wir freuen uns, den Chor in der Alten Pfarrkirche zu erleben.

Michel Blavet, Bildnis von Henri Millot, 1720

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Musik in Alt-Pankow

Sonnabend, 20. Mai | 19.30 Uhr | Alte Pfarrkirche BIST DU SICHER, MARTINUS? Die Tischreden der Katharina Luther Christiane Moering-Haiges Schauspiel mit dem »Duo con veo« (Rudite Livmane-Lindenbeck Orgel, Nikolay Nikolov Viola) Das Stück von und mit Christiane Moering-Haiges basiert auf einem Buch von Christine Brückner, das den Untertitel »Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen« trägt. Eine solche war sicherlich auch Katharina von Bora, die ihrem Ehemann Martin Luther an Eigenwilligkeit und Argumentationsfreude nicht nachstand. Klanglich umrahmt werden die szenischen Monologe durch musikalische Frauenporträts, gespielt vom Pankower d u o con veo. Der Bogen spannt sich vom Barock über die Romantik bis zur Moderne, u.a. mit Marin Marais »Vier alte Tänze«, Darius Milhaud »Vier Frauenporträts«, Jean Phillipe Rameau »Die Bäuerin« und Dobrinka Tabakovas »Wiegenlied«. Das Programm ist der musikalische Beitrag von AltPankow zum Kirchentag (Termine rechts).

Weitere Aufführungen von » BIS T DU S ICHER , zum Kirchentag:

MARTINUS ?«

Donnerstag, 25. Mai 21 Uhr Nikolaikirche Potsdam Freitag, 26. Mai 15 Uhr Heilig-Geist-Kirche Alt-Moabit 36 Donnerstag, 25. Mai 15 Uhr Berliner Dom d u o vo n ve o spielt die musikalische Umrahmung zur Podiumsdiskussion »Das Netz: unendliche Freiheit, gesteigerte Angst«.

Zum Kirchentag Sonnabend, 27. Mai | 18 Uhr | Alte Pfarrkirche ÖKUMENISCHER GOTTESDIENST mit der T A N G O - M E S S E von Martin Palmeri Siehe Seite 23

Katharina von Bora, gemalt von Luca Cranach dem Älteren, 1526

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öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwenden, sowie Straftaten zu verhüten«. Das zeitaufwändige Ausschreibungsverfahren konnte kurzfristig umgangen werden. Für die Wackenberger wurde noch im Dezember die leerstehenden Tempohomes in Karow zur Verfügung gestellt. Ein Betreiber war bereits vor Ort, weil die Bewohner der seit August eröffneten Tempohomes in der Zossener Straße in Hellersdorf wegen erheblicher Baumängel (Kriechstromgefahr) im Dezember nach Karow evakuiert werden mussten.

Nach r ic hten : Fl üc ht li n ge i n Pa n k ow

Was wurde aus der Notunterkunft Wackenbergstraße?

Heiße Wochen am Jahresende Nachdem der letzte Gemeindebrief im Druck war, erfuhr man über die Presse, dass aus dem geplanten Umzug der NUK Wackenbergstraße ins Containerdorf Elisabethaue zum Jahresende nichts werden würde, da erhebliche Baumängel sowie Verfahrensfehler in der Betreiber-Ausschreibung vorlagen. Der Unterstützerkreis formulierte daraufhin Petitionen an das Abgeordnetenhaus, unterstützte den Brandbrief des Flüchtlingsrates und schickte einen Brandbrief ans LAF (Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten – Nachfolgeinstitution des Lageso). Die Bewohner der Halle diktierten einen Brief an den neuen Pankower Bürgermeister Sören Benn über die unhaltsamen Lebensbedingungen in der Halle. So kam es, dass am 30. November mittags der frisch ins Amt gewählte Sören Benn einen Überraschungsbesuch und abends der LAF-Sprecher Sascha Langenbach einen angekündigten Besuch in der Halle abstatteten. Beide wollten sich persönlich ein Bild von der beschriebenen prekären Unterbringung machen, mit den Bewohner*innen reden und sie beruhigen. Beide Politiker verließen die Halle sichtlich erschüttert; erschüttert über die räumlichen und hygienischen Verhältnisse, die Gesundheit und Verfassung der Bewohner. Entsprechende Berichte gingen an den Senat. Das Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG Berlin) ermöglichte der neu gewählten Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach einen Handlungsspielraum: »Gefahren für die

Den Wackenbergern geht es in Karow deutlich besser. Ihr Leben ist selbstbestimmter: Essen in Eigenregie, einkaufen und kochen, ohne Störung schlafen, Licht eigenhändig an- und ausschalten können, Türen und Fenster öffnen und schließen können, in Ruhe lernen, Musik hören können, sich zurückziehen können... Ihre Gesichter sind glatter geworden. Die neue Wohnsituation gibt ihnen Kraft und Zuversicht nach über einem Jahr Menschenhaltung in einer Turnhalle. Die Bewohner der Turnhalle der Niederschönhausener Grundschule am Hasengrund müssen weiterhin ausharren und haben erst Ende März einen Auszugstermin in Aussicht. Das Begegnungscafé in der Friedenskirche findet weiter statt: Sonntag, 12. März, dann alle 14 Tage.

Gelöste Stimmung bei der Packparty, Mitte Dezember 2016 in der NUK Wackenbergstraße

He i m a t Fi l m e u n d Koc h e n fand im Januar wie gewohnt in Alt-Pankow statt. Trotz Schneesturms kamen über 50 Gäste. Im Februar wechselte die Veranstaltung in die Karower TempoHomes. Geplant ist, in der warmen Jahreszeit wieder in AltPankow Filme zu gucken, zu kochen und zu schmausen. Termine im nächsten Gemeindebrief und auf www.alt-pankow.de. sax

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Der G KR in f o r m ier t

Der neue Gemeindekirchenrat Ä l t e s te . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ...................................... ...................................... ...................................... ...................................... ...................................... ...................................... ...................................... ...................................... ...................................... Er s atz äl te s te . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......................................

Uta Armbruster-Held Edith Boldt Uta Brux Armin Burger Bernhard Forck Wiebke Hennig Stella Merkel Ruth Misselwitz Tilmann Walter Wolfgang Wendt Thomas Sommermann Renate Wegener

Vo r si tze nde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Uta Armbruster-Held St el l ve r tre te nde Vorsitzende . . . . . . . . . . . Ruth Misselwitz Au s schü s s e u nd deren Einb er ufer Bauausschuss und Finanzen . . . . . . . . . . . . . . . . . Kindergarten, Gemeindliche Arbeit mit Kindern . Gemeindeaufbau, Öffentlichkeitsarbeit . . . . . . . . Personalausschuss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kirchenmusik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Uta Armbruster-Held Thomas Sommermann Wolfgang Wendt Uta Armbruster-Held Stella Merkel

Ve r t re te r fü r di e K reissynode . . . . . . . . . . Wolfgang Wendt Ve r a n t w or t lich k ei t i n den Berei chen Gottesdienst, Lektoren und Kirchdienst . . . . . . . . Kirchenkaffee . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gemeindebrief . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ökumene, Beziehung zu Nachbargemeinden . . . . ...................................... Gemeindeaufbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Orgel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Bernhard Forck Uta Armbruster-Held Wiebke Hennig, Wolfgang Wendt Uta Armbruster-Held, Wolfgang Wendt, Bernhard Forck Edith Boldt Bernhard Forck, Stella Merkel

Neue Pfarrerin für Alt-Pankow Stefanie Sippel stellt sich am 23. April der Gemeinde vor Laut Konsistorialbeschluss wird Stefanie Sippel ab 1. September 2017 die Pfarrstelle in Alt-Pankow übernehmen. Am 23. April stellt sie sich im Gottesdienst vor. Im anschließenden Kirchencafé kann die Gemeinde mit ihr ins Gespräch kommen. Stefanie Sippel (38) war in den letzten zwei Jahren im Entsendungsdienst in der Ostergemeinde im Weddinger Sprengelkiez. Im nächsten Gemeindebrief wird mehr darüber zu lesen sein. uqu/sax

»Singt Jubilate« Zusätzliches Gesangbuch für die Gemeinde Lieder und Gesänge für die Gemeinde – herausgegeben von der EKBO: Das neue Beiheft zu unserem Gesangbuch enthält neben dem titelgebenden Lied viele weitere beliebte Lieder, die bisher nicht in unserem Gesangbuch enthalten sind. Dazu gehören nicht nur deutsche, sondern auch anderssprachige Lieder. Für die Gemeinde werden 200 Exemplare angeschafft.

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Nachrichten

Freud und Leid

Eine Buchholz-Orgel für Alt-Pankow

TAU F E N

Im Dezember 2016 traf sich die Orgelbaugruppe, um die Planung und Ausschreibung weiter voranzutreiben. Die Ausschreibung, die gegenwärtig erarbeitet wird, wird eine beschränkte sein, sie richtet sich also nur an vorher ausgewählte Orgelbaufirmen. Folgende Punkte fließen u.a. in die Ausschreibung ein: • Weil die Orgelbaufamilie Buchholz nach der Vergrößerung unserer Kirche durch Friedrich August Stüler in den 1850er-Jahren eine passende Orgel für den Raum baute, soll der historische Bezug zum originären Instrument wieder hergestellt werden. In Anlehnung an die Buchholz-Orgeln soll ein Nachbau erklingen. • Neben der liturgischen Gestaltung der Gottesdienste wird die Orgel auch konzertant sowie zu Kantaten, Oratorien und Passionen gespielt. Dafür wird dringend (mehr) Platz für Chor, Orchester und Solisten auf der Westempore benötigt. Die Mitte soll durch einen »Balkon« für den Dirigenten erweitert werden. Der Spieltisch braucht einen geeigneten Platz. • Der Prospekt soll in Anlehung an vorhandene Buchholz-Orgeln gestaltet sein und gleichzeitig mit der Architektur unserer Kirche harmonieren. • Die Disposition sieht 25 Register auf zwei Manualen und ein Pedalwerk vor. • Von großer Bedeutung ist die Überwindung der akustischen Hürden unseres Kirchenraums: Die neue Orgel soll deutlich mehr Klang in alle Bereiche der Kirche transportieren. Ulrike Queißner für die Orgelbaugruppe

Nora Katharina Neumann / Oskar Leon Neumann / Carl Julius Richter / Lisa Marie Wagner G O L DE NE H O C H ZE I T Siegfried Sunnus und Sabine Sunnus geb. Schöne Allen Kindern und Erwachsenen herzliche Glückwünsche und Gottes Segen auf ihrem Weg! B E E R DI G U NG E N Ilse Christa Hildegard Bauch geb. Pegelow im Alter von 88 Jahren »Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird sein; denn das Erste ist vergangen.« Offenbarung 21,4

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Gottesdienste

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Jahreslosung 2017: Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ezechiel 36,26

März

Mai

Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren und sollst dich fürchten vor deinem Gott ; ich bin der Herr. Levitikus 19,32

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt. Kolosser 4,6

5. 3. 10:00 12. 3. 10:00 19. 3. 10:00 26. 3. 10:00

7. 5. 10:00 Jubilate . . . . . . . . . . . . . . . . mit A / K . . . . Ruth Misselwitz 14. 5. 10:00 Kantate . . . . . . . . . . . . . . . mit K . . . . . . . .Heike Richter 21. 5. 10:00 Rogate . . . . . . . . . . . . . . . . mit A / K . . . . .Michael Hufen

Invokavit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Familiengottesdienst zum Weltgebetstag . . . . . . . . . Reminiscere . .

........ Okuli . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Laetare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

.Ruth Misselwitz / Petra Handtrag-Ristow mit A / K / C . . . . . Ruth Misselwitz mit A / K . . . . . . . Michael Hufen mit C – Gemeindebriefredaktion mit K . . . . . . . . . . Heike Richter mit C – GKR

Sonnabend, 27. Mai | 18 Uhr | Alte Pfarrkirche Pankow

Ökumenischer Gottesdienst mit Abendmahl

April Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten?

Predigt: Pater Klaus Mertes / Liturgische Leitung: Pfarrerin Ruth Misselwitz

Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Lukas 24,5-6

 2. 4. 10:00  9. 4. 10:00 13. 4. 18:00 14. 4. 10:00 16. 4. 5:00 10:00 17. 4. 10:00 23. 4. 10:00 30.  4. 10:00

Go tte sd i e n st e z u m K i rc h e n t a g

Judika . . . . . .

. . . . . . . . mit A / K . . . . . . . .Michael Hufen .Ruth Misselwitz

Palmarum . . . . . . . . . . . . mit C . . . . . . . . . . Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden

..........................................................................

. . . . . . . . mit A . . . . . . . . . . Ilsabe Alpermann Karfreitag . . . . . . . . . . . . mit A / K . . . . . . . Heike Richter Gründonnerstag Ostersonntag Osterfeuer im Bürgerpark . .

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . mit A / K . . . . . . . Ostermontag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Quasimodogeniti . . . . . . . mit K / C . . . . . . .

Gemeinde Alt-Pankow / Franziskanerkloster Ruth Misselwitz Lorenz Wilkens Stefanie Sippel

Vorstellungsgottesdienst der neuen Pfarrerin Misericordias Domini . . . .

mit K . . . . . . . . . . .Ruth Misselwitz

Pas si o ns andachten in der K ar woch e 10. / 11. / 12. April jeweils um 18 Uhr | Alte Pfarrkirche

Mit Teilen aus der » Ta n g o - Me s s e « von Martin Palmeri Solisten, Kirchenchor und collegium instrumentale Alt-Pankow Rudite Livmane-Lindenbeck Leitung Sonntag, 28. Mai | 12 Uhr | Live-Übertragung des Kirchentagsgottesdienstes aus Wittenberg | Der Ort wird auf den Aushängen bekannt gegeben. We i t e r e G o t t e s d i e n s t e Domicil Seniorenpflegeheim, Pestalozzistraße 30 . . . . . . Termine tel 700 93-0 Seniorenheim Leonhard-Frank-Straße 10 . . . . . . . . . . . . sonntags 10 Uhr Elisabeth-Diakoniewerk, Pfarrer-Lenzel-Straße 1-5 . . . . . freitags 10 Uhr Komplet – das Gebet zur Nacht in der Tradition christlicher Klöster dienstags um 20 Uhr in der Alten Pfarrkirche Pankow. Zur Ruhe kommen, Psalmen singen und um Frieden beten.

A = Abendmahl / K = Kindergottesdienst / C = Kirchencafé



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Regelm ä ß ig e Ver a n st a lt u n ge n i m Ge m e i n d e h a u s, Brei t e St raß e 38

K i rch en mäu se

K re ise

1. Gruppe . . . . . do . . . . 13:45 – 14:30 2. Gruppe . . . . . do . . . . 15:00 – 15:45

Bibelkreis mi 8. 3. / 12. 4. / 10. 5. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19:30 Friedenskreis fr 10. 3. / Do 6. 4. / 5. 5. . . . . . . . . . . . . . 19:00

C h r i st en leh re

Gesprächskreis do 2. 3. / 6. 4. / 4. 5. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18:00

1. Klasse . . . . . . . do . . . . 16:15 2. Klasse . . . . . . mi . . . . 15:30 3./4. Klasse . . . . mi . . . . 16:30 5./6. Klasse . . . . mi . . . . 17:30

Gruppe 60 plus di 28. 3. / 25. 4. / 23. 5. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15:00 im Bonhoeffer-Saal / Alte Pfarrkirche

Christenlehre im Doppelpack für alle, die sonst nicht können: 10. + 24. 3. . . . . fr . . . . 16:00 – 18:20 7. + 28. 4. . . . . fr . . . . 16:00 – 18:20 12. 5. . . . . . . . . fr . . . . 16:00 – 18:20 Ko n firm an d en unter r i cht Vorkonfirmanden 7. Klasse di . . . . 17:00 – 18:00 Konfirmanden 8. Klasse di . . . . 16:00 – 17:00 Ju nge Gemein d e mit Jugendwart Markus Maaß di . . . . 18:00 – 21:00

Seniorenfrühstück mi 15. 3. / 19. 4. / 17. 5. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11:00 im Bonhoeffer-Saal / Alte Pfarrkirche bitte anmelden, tel 47 53 42 53 Tanz und Besinnung mi 1. + 15. 3. / 5. + 19. 4. / 3. + 17.5. . . . . . . . 19:30 mit Christel Heidenreich, tel 43 43 254 Trauercafé di 14. 3. / 11. 4. / 9. 5. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17:00 im Bonhoeffer-Saal / Alte Pfarrkirche Mieterberatung des Berliner Mietervereins mi . . . . . . . . . . . 17:00 – 19:00

K i rc h en m u sik Kirchenchor collegium instrumentale Kinderchor von 4 – 6 Jahren Kinderchor ab 2. Schuljahr

Mal montags mo mit Jörg Schultz-Liebisch . . . . . . . . . . . 19:00 tel 485 52 77

mo . . . 19:30 – 21:30 do . . . 19:30 – 21:30 mo . . . 16:00 – 16:30 do . . . 16:00 – 16:45

Eva n g e l i s c h e r K i n d e r g a r t e n A l t - Pa n k ow Wir bieten interessierten Eltern am 13. März, 10. April und 15. Mai 2017 von 10 - 12 Uhr eine Besuchszeit ohne vorherige Anmeldung an. Bei einem Rundgang können Sie unser Konzept und die Räume kennenlernen sowie Fragen zu Vormerkung und Aufnahme stellen. Beratung erhalten Sie unter tel 47 53 49 63. Regine Holz, Leiterin

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Ankündigungen

Aktuelle Informationen unter: www.alt-pankow.de > Kirchentag in Alt-Pankow

Kirchentag 2017 in Alt-Pankow Von der Kirchentagsbeauftragten unserer Gemeinde Uta Brux und dem Kirchentagsteam Alt-Pankow Die Vorbereitungen für den Kirchentag laufen auf Hochtouren. Alle Informationen rund um den Kirchentag in Berlin und Wittenberg finden Sie im Internet unter: www.kirchentag.de Dort können Sie sich auch anmelden, wenn Sie am Kirchentagsprogramm teilnehmen möchten. In unserer Gemeinde gibt es inzwischen Verantwortliche für die Organisation von thematischen Veranstaltungen, Tagzeitengebeten, Gemeinschaftsquartieren in zwei Schulen und Privatquartieren. Vom Donnerstag, 25. Mai, bis zum Samstag, 27. Mai, wird im Gemeindehaus und in der Kirche in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) die »Friedenswerkstatt Pankow zum Kirchentag 2017« stattfinden. Eine Übersicht über das Kirchentagsprogramm in unserer Gemeinde finden Sie auf den folgenden Seiten. Sie sind herzlich eingeladen, an den Veranstaltungen teilzunehmen und das Programm in Ihrem Umfeld bekannt zu machen! Programmflyer folgen. Gegenwärtig bilden wir die Teams für den Veranstaltungs- und Quartierbereich und sind noch dringend auf Helferinnen und Helfer angewiesen, damit wir dieses Programm verwirklichen können.

Wenn Sie bereit sind mitzuarbeiten oder Menschen – auch außerhalb unserer Gemeinde – kennen, die daran Interesse haben, melden Sie sich bitte so bald wie möglich im Gemeindebüro: tel 030-47 53 42 53 | E-Mail: [email protected]

Gemeinschaftsquartiere Helferinnen und Helfer gesucht

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Als Gemeinschaftsquartiere werden für den Kirchentag die Mendel-Grundschule und die Evangelische Grundschule Pankow genutzt. Um die Gäste dort gut betreuen und versorgen zu können, benötigen wir viele Unterstützer, die Lust und Zeit haben, in den Quartierteams bei folgenden Aufgaben mitzuarbeiten: Empfang und Einweisung der Gäste Aufsicht (auch Nachtwache) Einrichten des Frühstücksraumes Ausgabe des Frühstücks von circa 6 bis 9 Uhr Kaffee und Tee kochen Vor- und Nacharbeiten Von 9 bis 18 Uhr sind die Gemeinschaftsquartiere verschlossen. Das Quartierteam kann also die Veranstaltungen des Kirchentages besuchen. Der Quartierbetreuungsausweis berechtigt zum kostenlosen Eintritt. Interessenten melden sich bitte im Gemeindebüro.

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K i r c h e n t a g i n A l t - P a n k o w v o m 2 4 . b i s 2 8 . M a i 2 0 17

»Ham’se noch wat frei?« Privatquartiere gesucht Um die vielen Besucher aufzunehmen, die nicht in den Gemeinschaftsquartieren unterkommen können, sind wir auf Ihre Gastfreundschaft angewiesen. Wir suchen Berliner, die ein Gästezimmer während des Kirchentages zur Verfügung stellen können. Wenn Sie Ihren Gästen dann morgens noch ein kleines Frühstück zubereiten, werden diese ihren Aufenthalt bei echten Berlinern sicherlich in guter Erinnerung behalten. Anmeldung über die Website des Kirchentags www.kirchentag.de > mitwirken > privatquartiere oder tel 030 40 03 39-200. Bei Fragen sprechen Sie mich gerne beim Gottesdienst an. Tom Sommermann, Privatquartierbeauftragter

Tagzeitengebete Mitwirkende gesucht Während des Kirchentages finden in unserer Kirchengemeinde Tagzeitengebete statt. Gemeinsam und achtsam vor und mit Gott, Mensch und Umwelt morgens den neuen Tag beginnen und ihn am Ende loslassend abzuschließen, dazu laden unsere Tagzeitengebete am Donnerstag, Freitag und Samstag um 8 Uhr und am Donnerstag und Freitag um 23 Uhr für jeweils 15 bis 20 Minuten in den Altarraum unserer Kirche herzlich ein. Wer die Andachtszeiten mitgestalten oder verantwortlich begleiten will, melde sich bitte im Gemeindebüro. In Vorfreude auf eine fruchtbare Zusammenarbeit, Lothar Schaffer

In der Kirche und unserem Gemeindehaus beherbergen wir ein Programm mit über zwanzig Veranstaltungen von Friedensgruppen und Friedensorganisationen aus dem ganzen Bundesgebiet. Hier wird diskutiert, reflektiert und vernetzt zu den Themen Gewaltfreiheit, Alternativen zum Krieg und Überwindung von militärischer Logik. Die Friedenswerkstatt ist eine Ergänzung zum offiziellen Kirchentagsprogramm. Für die Teilnahme an den Veranstaltungen benötigen Sie keine Kirchentags-Eintrittskarten. Programm auf den Folgeseiten / Raumangaben siehe Aushänge auf dem Gemeindegelände / Mehr Infos: www.friedenswerkstatt-pankow.de

Helfende Hände gesucht Für die Organisation der Friedenswerkstatt (siehe Programm ab S. 30) suchen wir Mitarbeiter/innen, die z.B. beim Einrichten der Räume, bei der Bereitstellung der Technik, bei der Begrüßung und Information von Gästen und beim Abbau helfen. Begleitend zur Friedenswerkstatt ist von Donnerstag bis Samstag ein Café geplant (Getränkeversorgung, nachmittags Kuchen). Wir brauchen Menschen, die das Café betreuen und Kuchen backen. Wenn Sie bei der Friedenswerkstatt helfen wollen, melden Sie sich bitte im Gemeindebüro. Lassen Sie uns wissen, wieviel Zeit Sie für welche Aufgaben investieren können.

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K i r c h e n t a g i n A l t - Pa n k ow 2 4 . b i s 2 8 . Ma i 2 0 1 7

Fr i e d e n s w e r k s t a t t Pa n k ow

25. Mai

16 Uhr Den Krieg überwinden – was können die Kirchen dazu beitragen? Anregungen vom friedensethischen Prozess in Baden Theodor Ziegler (Landeskirche in Baden)

8 Uhr

Morgengebet



Kirchengemeinde Alt-Pankow

16 Uhr Christlicher Anarchismus – Jacques Elluls radikale Bibelinterpretation, Technik- und Medienkritik Verlag Graswurzelrevolution

11 Uhr

Ziviles Peacekeeping im Südsudan und Kenia Gewaltfreie Alternative zu militärischem Eingreifen

23 Uhr Nachtgebet Kirchengemeinde Alt-Pankow

Bund für Soziale Verteidigung

11 Uhr »Klage des Friedens« (1517) Workshop zur Friedensvision des Erasmus v. Rotterdam Internationaler Versöhnungsbund

Fr i e d e n s w e r k s t a t t Pa n k ow

11 Uhr Konflikt, ich komme! Gewaltfreie Konfliktbearbeitung kennenlernen gewaltfrei handeln

26. Mai

11 Uhr Schwerter zu Spaten Bausoldaten als Ermutigung für Zivilcourage heute

8 Uhr



11 Uhr 14 Uhr 16 Uhr



14 Uhr 14 Uhr 14 Uhr 14 Uhr

Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland Referat Friedensbildung und Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit

Polarisierung und Schwarz-Weiß-Denken Wie können wir miteinander reden? Plattform Zivile Konfliktbearbeitung

Friedensarbeit als Verwandlung der Mächte Über den Mythos erlösender Gewalt und den Weg der Bergpredigt Internationaler Versöhnungsbund

Alltagsleben unter der Besatzung in Palästina Initiativen zur Verständigung Internationaler Versöhnungsbund

Friedliches Zusammenleben von Einheimischen und Geflüchteten im In- und Ausland forumZFD – Entschieden für Frieden

16 Uhr Zivile Konfliktbearbeitung … als Trendthema einer Jugendfriedenskultur!

Bund für Soziale Verteidigung

Morgengebet Kirchengemeinde Alt-Pankow

Unsere Empörung – unsere Hoffnung. Entrüsten statt Aufrüsten – Zeit für eine neue Politik! Friedenskreis Pankow

Unsere Empörung – unsere Hoffnung. Gerechtigkeit First – Zeit für eine neue Ökonomie! Friedenskreis Pankow

Gewaltfrei gegen Terror? Nicht-militärische Antworten auf den sog. »Islamischen Staat« Kampagne »MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien«

16 Uhr Unsere Steuern nicht mehr fürs Militär! Zivilsteuergesetz und Kampagne Bürgerbündnis 2017 Netzwerk Friedenssteuer e.V. 16 Uhr Erfolgsnachrichten aus Belarus/Weißrussland Zivilgesellschaft »Unser Haus« stärkt den Einfluss von Bürger*innen. Bund für Soziale Verteidigung 16 Uhr Aktive Geflüchtete erzählen von ihren Projekten ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V. 23 Uhr Nachtgebet Kirchengemeinde Alt-Pankow

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K i r c h e n t a g i n A l t - Pa n k ow 2 4 . b i s 2 8 . Ma i 2 0 1 7

Fr i e d e n s w e r k s t a t t Pa n k ow

27. Mai

26. Mai | 11 und 14 Uhr | Gemeindehaus

Der Friedenskreis Pankow lädt ein

11 Uhr Aktiv für den Frieden! Die Kampagne »MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien« Kampagne »MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien«

zu zwei Veranstaltungen im Rahmen der Friedenswerkstatt. Sie schließen an den Thementag im November 2016 an. Unter der Überschrift »Unsere Empörung – unsere Hoffnung« heißt es zuerst »Entrüsten statt Aufrüsten – Zeit für eine neue Politik!« mit Christine Hoffmann (Pax Christi) und Andreas Zumach (Journalist) und danach »Gerechtigkeit First – Zeit für eine neue Ökonomie!«, angefragt Renate Wind (Theologin) und Peter Wahl (WEED).

11 Uhr Flüchtlinge auf Lesbos auf der Anklagebank Menschenrechtsarbeit in Griechenland Deutsches Mennonitisches Friedenskomitee (DMFK)

27. Mai | 15 Uhr | Alte Pfarrkirche

8 Uhr

Morgengebet



Kirchengemeinde Alt-Pankow

11 Uhr Zur Aktualität von Leo Tolstoj Gewaltfreiheit, Vegetarismus und Gemeinschaftsleben Verlag Graswurzelrevolution 11 Uhr Gewaltfrei einen Tyrannen stürzen Sind gewaltfreie Aufstände erfolgreicher als bewaffnete? Jan Stehn (Trainer f. Gewaltfreiheit) 15 Uhr

»Ökumene in Zeiten des Terrors« Streitschrift für die Einheit der Christen Buchvorstellung mit Antje Vollmer und Klaus Mertes Moderation: Bundestagspräsident a. D. Wolfgang Thierse



Kirchengemeinde Alt-Pankow

18 Uhr Ökumenischer Gottesdienst mit Abendmahl Kirchengemeinde Alt-Pankow

Kirchentagsveranstaltung unter Beteiligung unserer Gemeinde: Freitag, 26. Mai | 19 Uhr | Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz, Berlin-Charlottenburg

Feierabendmahl der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e.V.

Buchvorstellung »Ökumene in Zeiten des Terrors« Streitschrift für die Einheit der Christen Klaus Mertes und Antje Vollmer

In Zeiten von Terror, Gewalt und Verunsicherung breiter Bevölkerungsschichten kommt der Einheit der christlichen Kirchen eine wichtige, die Gesellschaft stabilisierende Aufgabe zu. Aber die Reformschritte hin zur Einheit gehen längst nicht weit genug. Noch immer streiten Katholiken und Protestanten etwa über das Abendmahl. Die evangelische Theologin Antje Vollmer und der katholische Jesuitenpater Klaus Mertes sehen die Ökumene auch als zwingende Voraussetzung zum notwendigen und ehrlichen Dialog mit den Religionen. Über die konkreten Schritte entzündet sich zwischen den beiden ein streitbares Gespräch in Form eines echten Briefwechsels. Das Gespräch zwischen Antje Vollmer und Klaus Mertes in unserer Kirche moderiert der Bundestagspräsident a. D. Wolfgang Thierse. 27. Mai | 18 Uhr | Alte Pfarrkirche

Ökumenischer Gottesdienst mit Abendmahl Siehe Seite 23

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Vorge s tel l t: Ka tr in Zi e c h m a n n – Pa t i n fü r Ge flü ch t et e

»Sie schaffen es nicht ohne unsere Hilfe« Im Sommer 2015 sah die Pankowerin Katrin Ziechmann die Bilder von Flüchtlingsströmen, von katastrophalen Zuständen am Berliner Lageso und von Helfereinsätzen. Sie stellte sich die Frage: Wie sollen die Menschen hier ankommen? Wenig später wurde sie ehrenamtliche Patin für eine syrische Familie mit drei Kindern. Die Redaktion sprach mit ihr über ein Jahr Patenschaft. Wie kam es zu der Patenschaft? Im Herbst 2015 räumte ich unsere Schränke aus und fuhr Kleidersäcke in eine Erstaufnahme nach Spandau. Dort hatte ich erstmals Kontakt mit Geflüchteten. Zahlreiche Männer und Kinder halfen mir beim Ausräumen der Sachen aus dem Auto. Mein unwillkürlicher Gedanke, dass irgendwas anderes aus dem Kofferraum verschwinden würde, verflog bei der freundlichen und dankbaren Ausstrahlung der Leute. Sie bemühten sich, mit deutschen Sprachbrocken mit mir zu kommunizieren. Und meine privaten Dinge blieben im Kofferraum. Beim Blick über das Gelände wurde mir das Warten dieser Menschen deutlich, dieses erzwungene Rumsitzen. Das hat mich erschüttert. Über die kurzzeitige Notunterkunft in unserem Gemeindehaus bekam ich Kontakt zum Unterstützerkreis der NUK Wackenbergstraße. Ich hatte Interesse an einer Patenschaft bekundet; einem Kind bei den Hausaufgaben helfen – so etwas schwebte mir vor. Da bekam ich einen Anruf von der Patenkoordinatorin – ob ich mir auch eine Patenschaft für eine Familie vorstellen könne. Ich zögerte zunächst; schließlich hatte ich überhaupt keine Ahnung z.B. vom Asylrecht, sprach auch kein Wort arabisch – nicht die besten Voraussetzungen für so eine große Aufgabe. Sie lachte: »Keine Angst, das wird schon.« Schließlich willigte ich ein.

Wie hast du dich mit deiner Patenfamilie verständigt? Ich kam sehr verunsichert in die Turnhalle. Im Eingangsbereich saß Security an einem Tisch, ein Haufen Kinder tollte herum. Daraus löste sich ein Junge und kam auf mich zu: »Ich bin Ismail.« Er führte mich durch die Halle: Der Raum war alt und wirkte düster. Mit Bettlaken umspannte Bettenreihen. Jede Familie bzw. eine Gruppe von Männern hatte eine Bettenburg. Eine schwarze Stoffwand trennte den Männer- vom Familienbereich. Mariam (55), ihre Tochter Nour (20), ihre Söhne Ammar (17) und Ismail (14) begrüßten mich herzlich. Es war deutlich, wie sehr sich die Familie auf meinen Besuch gefreut hatte. Sie hatten von ihrem wenigen Geld eine Festtagstorte besorgt und luden mir riesige Stücke davon auf einen Teller. Ich war berührt von dieser Gastfreundschaft. Aber wie reden ohne gemeinsame Sprache? Ich zeigte Fotos von meiner Familie, sie zeigten Fotos aus ihrer Heimatstadt Aleppo. Wir staunten und lachten und redeten mit Händen und Füßen. Ab diesem Zeitpunkt war ich sehr regelmäßig in der Turnhalle. Meine Kinder Oskar (7) und Marlene (11) freundeten sich mit den Kindern in der Halle an. Ich saß bei den Erwachsenen, und sie erzählten von ihren Nöten. Anfangs mit Hilfe von besser deutsch sprechenden Bewohnern oder der Security. Was waren das für Nöte? Mit den Berliner Behörden? Oh ja. Drei Themen rückten in meinen Fokus: 1. Eine Wohnung suchen, damit die Familie aus ihrer prekären Wohnsituation herauskommt 2. Die Zusammenführung der schwangeren Tochter Nour mit ihrem Mann in Düsseldorf 3. Mariam in einem Deutschkurs und die beiden Söhne in einer Schule und so schnell wie möglich auch in Sportvereinen unterzubringen. Letztes klappte schnell. Amar nahm ich mit zum Karate; er hatte keinerlei Berührungsängste mit mir als Trainerin. Ismail fand schnell Anschluss zunächst im Fußballverein, später beim Kung Fu.

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Nours Übersiedelung nach Düsseldorf gingen zwei frustrierende Tage im Lageso voraus. Ich wartete mit ihr trotz Termin stundenlang vor dem ICC, um dann im ICC festzustellen, dass die Warterei nur dazu diente, eine Erlaubnis für die Fahrt mit einem Bus zum Lageso in der Turmstraße zu bekommen. Dort verbrachten wir die nächsten Stunden mit Starren auf einen Bildschirm, in der Hoffnung, dass unsere zehnstellige Wartenummer aufgerufen wird. Bis zum späten Nachmittag passierte nichts, bis ich nach längerem Gezeter mit der Security zur Infozentrale vordrang. Dort stellte man fest, dass unsere Wartenummer aus dem Verteiler verschwunden war... Also bekamen wir einen neuen Termin für einen weiteren Tag sinnlosen Wartens. Nour trug alles mit Fassung. Ich dagegen war am Ende meiner Nerven. Danach schrieb ich zwei Briefe ans BAMF und an die Düsseldorfer Ausländerbehörde, die glücklicherweise reagierte. Nour konnte nun nach Düsseldorf ziehen. Thema gelöst. – Klar wurde mir, dass Geflüchtete ohne die Hilfe von Ehrenamtlichen kaum eine Chance haben, den unendlichen Behördendschungel zu bewältigen. – Das nächste große Problem war die Schulbildung für die Jungen. Ammar bekam relativ schnell einen Schulplatz. Bei Ismail dauerte es trotz Schulpflicht ein Jahr, bis er eine Schule besuchen konnte. Fazit: Ein Jahr Nichtstun in der Halle. Du hast auch ein Feriencamp für Jungs aus der NUK Wackenbergstraße besorgt. Ich fand dieses Angebot für ein kostenloses Capoeira-Camp für jugendliche Flüchtlinge zwischen zwölf und 18 Jahren. Sie konnten eine Woche auf einem Bauernhof verbringen, Capoeira und schwimmen lernen, reiten, sich selbst versorgen. Was für ein Glücksfall. Alle Jungs kamen braungebrannt und strahlend zurück. Ein Filmprojekt war auch vor Ort. Ammar machte vor und hinter der Kamera mit. Er ist immer noch dabei und hat inzwischen den Wunsch, Kameramann zu werden. Ich bin so stolz, dass diese

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Ammar, Ismail, Mariam mit einem Nachbarbaby, Marlene, Oskar und Katrin Ziechmann am Tag des Auszugs aus der Turnhalle.

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Saat aufgegangen ist! Das Camp war eine Initialzündung für ihn, hier in Berlin neben der Schulausbildung am OSZ Fuß zu fassen, eigene Kontakte zu knüpfen und seinen Weg zu finden, um anzukommen.

Ank ü ndigu nge n

5. März | 10 Uhr | Familiengottesdienst Dann folgte die nächste Hürde: Wohnungssuche. Acht Monate habe ich auf alle Anfragen bei Wohnungsbaugesellschaften nur Absagen bekommen. Mariams Familie hatte nach ihrer Anhörung den subsidiären Schutz für drei Jahre erhalten und damit das Recht auf einen WBS (Wohnberechtigungsschein). Das Wohnungsamt Pankow erkannte jedoch die provisorischen Ausweise mit dem eingetragenen Schutz nicht an und verweigerte den WBS. Inzwischen hatte ich eine Wohnung gefunden, doch der WBS fehlte. Ende November 2016 wurde die Lage in der Halle prekär. Einen Tag nach dem Besuch des Pankower Bürgermeister Sören Benn (Siehe Seite 16/17) schilderte ich ihm brieflich die Notlage meiner Patenfamilie: »Wacke...Familientrakt vorne rechts ... könnte sofort ausziehen, wenn das Wohnungsamt einen WBS ausstellen würde.« Zwei Tage später konnte ich den WBS abholen. Meine Familie zog endlich um. Wie hat Dich das Jahr Patenschaft für eine geflüchtete Familie verändert? Ich konnte Vorurteile abbauen. Sie wurden nicht bestätigt, im Gegenteil: Ich bewundere die Geduld und gleichbleibende Herzlichkeit dieser Familie. Wir sind Freunde geworden. Ich bin zuversichtlich, dass sie ihren Weg hier in Deutschland gehen werden, immer mehr auch ohne Hilfe. Brauchst Du eine Pause nach all den Aktionen? Nö, jetzt geht’s doch erst los mit den gemeinsamen Erlebnissen ohne Ämterstress. Und solche E-Mails bestärken mich: »Lieber Katrin, Ich bedanke mich viel über was du hast gemacht für mich und meine mutter, es freut mich wann ich sehe leute wie du bist, es gibt mir und meine mutter Hoffnung, es bedautet uns viel. Danke.« sax

Weltgebetstag Was ist denn fair? So fragen die Frauen aus den Philippinen, die für dieses Jahr die Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag am ersten Freitag im März geschrieben haben. Ein Thema, das auch uns angeht. Wir werden so manches über das Leben der Menschen auf den Philippinen und das Land hören und sehen. »Informiert beten und betend handeln«, so möchten diese Gottesdienste zum eigenen Handeln ermutigen. Lassen Sie sich herzlich einladen! Wer den Gottesdienst am 3. März in ökumenischer Gemeinschaft feiern möchte, ist herzlich eingeladen in die Beuthstraße 9 in Niederschönhausen. Um 18.30 Uhr: Ansingen der Lieder, um 19 Uhr: Gottesdienst und anschließend Begegnung bei einem kleinen Imbiss nach philippinischer Art.

3. bis 5. März | Bad Freienwalde

Gregorianik-Wochenende Hagar in der Wüste: »Du siehst mich«. GregorianikWochenende in Bad Freienwalde zu Beginn der Passionszeit. Gesang und Gebet in der Tradition christlicher Klöster (Stundengebete) – Bibelarbeit auf der Grundlage von Genesis 16 und 21. Kostenbeteiligung: 2 Ü/VP: 80 Euro p.P. (kein EZ-Zuschlag), inkl. Handtücher und Bettwäsche. Tagungsbeitrag: 50 Euro. Übernachtung im Gästehaus der MALCHE/Bad Freienwalde. Anmeldung: Wolfgang Wendt, tel 030-89 04 46 58 E-Mail: [email protected]

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Ankü n dig un g en

24. bis 26. März | Sternhagen

Sonntag, 16. April | 5 Uhr | Bürgerpark

Konfirmandenrüste

Osterfeuer im Bürgerpark

In diesem Jahr werden 32 Jugendliche am Pfingstsonntag, den 4. Juni, in unserer Kirche konfirmiert. Davor fahren wir für ein Wochenende mit den Konfirmanden und der Jungen Gemeinde nach Sternhagen und bereiten dort thematisch den Vorstellungsgottesdienst vor, den die Konfirmanden am 9. April um 10 Uhr halten werden. Nach zweijährigem Unterricht werden sie mit diesem Gottesdienst ihre Reifeprüfung für die Konfirmation ablegen.

In ökumenischer Gemeinschaft mit dem Franziskanerkloster Pankow und der Kirchengemeinde Luther-Nordend wollen wir auch dieses Jahr wieder ein Osterfeuer im Bürgerpark entzünden. Die Feier beginnt um 5 Uhr morgens. Nach Lesungen und Gebeten werden die großen Osterkerzen am Osterfeuer entzündet und der Liturg singt das »Exsultet«, das feierliche Osterlob. Dabei wird das Osterlicht an die versammelten Gemeinden weitergegeben. Die Franziskaner ziehen dann in ihr Kloster, die Ev. Kirchengemeinde Luther-Nordend in die Pradelstraße, und wir machen uns auf den Weg in unsere Kirche, in der noch eine kurze Osterliturgie gefeiert wird.

Dienstag, 11. April | 15 - 17 Uhr | Gemeindesaal

Osterbasteln für Kinder und Erwachsene Von einfach bis anspruchsvoll, es wird für alle etwas dabei sein. Herzlich willkommen!

4. Mai | 16 -17 Uhr | Gemeindehaus

Polizeiberatung zum Thema »Sicherheit« Das Präventionsteam des Polizeiabschnitts 13 berät rund um das Thema Sicherheit. Es beantwortet alle Fragen und gibt weiterführende Tipps. Die Sprechstunde dient vorrangig der Beratung und nicht der Anzeigenaufnahme.

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Noah und die Taube Hallo Kinder, sicherlich kennt ihr alle die Geschichte von Noah. Gott war traurig über die Bosheit der Menschen. Nur Noah und seine Familie sollten vor der Sintflut gerettet werden. »Nimm auch von allen Tieren ein Männchen und ein Weibchen mit, denn ich will, dass das Leben erhalten bleibt.« – Noah gehorchte Gott. Er hatte ein riesige Arche gebaut und ging mit seiner Familie und den Tieren in das Schiff und verschloss die Tür. Vierzig Tage und Nächte regnete es in Strömen aus schwarzen Wolken. Die große Flut stieg höher und höher, bis auch die höchsten Berggipfel versunken waren. Nach vierzig Tagen hörte es auf zu regnen. Das Wasser ging zurück. Da öffnete Noah die Luke im Dach und ließ eine Taube ins Freie fliegen. Aber die Taube kehrte bald wieder. Er wartete sieben Tage und ließ die Taube ein zweites Mal fliegen. Als sie nach einiger Zeit zurückgeflogen kam, hatte sie das frische Blatt eines Ölbaums im Schnabel. – Als er die Taube sieben Tage später zum dritten Mal fliegen ließ, kehrte sie nicht zurück. Da öffnete Noah die Tür und verließ mit seiner Familie und allen Tieren das Schiff. – Die Sonne schien, und am Himmel wölbte sich ein großer Regenbogen. Da sprach Gott zu Noah: »Ich schließe einen Bund mit dir und mit allen Menschen und Tieren, die nach dir auf der Erde leben. Ich verspreche: Keine große Flut wird mehr das Leben vernichten. Solange die Erde besteht, soll alles seinen geordneten Gang haben. Es soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Und das Zeichen für mein Versprechen soll der Regenbogen sein.«

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Ev. Kirchengemeinde Alt-Pankow  •  Breite Str. 38 •  13187 Berlin

AMT UND EHRENAMT Bürozeit mit Christiane Steinmetz di 10-14 Uhr / do 14-18 Uhr tel 47 53 42 53 fax 47 47 16 32 Pfarrerin Ruth Misselwitz tel 47 55 21 90 / [email protected] Katechetin Petra Handtrag-Ristow tel 033 056-43 68 34 Kirchwarte Christine Iwen / Jörg Stahlberg tel 47 53 42 53 Kirchenmusikerin Dr. Rudite Livmane-Lindenbeck tel 0157-38 78 09 26 / [email protected] Evangelischer Kindergarten Regine Holz Leiterin tel 47 53 49 63 fax 49 40 06 27 Jugendwart Markus Maaß tel 0172-397 28 56 Gemeindekirchenrat Uta Armbruster-Held [email protected] Förderverein Alte Pfarrkirche Pankow e.V. tel 47 48 17 17 / [email protected] Kirchgeld und Spenden Empfänger: Ev. Kirchengemeinde Alt-Pankow IBAN: DE72520604107003995550 BIC: GENODEF1EK1 Kreditinstitut: Evangelische Bank eG

impre s s um re d a kti o n: [email protected] / Ulrike Queißner / Ruth Misselwitz / Helga Dietrich / Christina Schönau / Renate Wagner-Schill / Margrit Neumann / Wolfgang Wendt / Sophie Alex ko r rek to rat Margrit Neumann / Annette Therese Jäger / Robert Dietrich g esta lt u ng Sophie Alex bi ld n ac h we i s Titel, S. 40-42 Shutterstock / S. 6 Sixtinische Kappelle, Rom / S. 13 Privatsammlung / S. 15 Sammlung der Wartburg Eisenach / S. 1617, 21, 37 Fotos: Sophie Alex

www.alt-pankow.de