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12. Johanniskloster (Schillstr.26) 12.1. Bestandsaufnahme 12.1.1. Steckbrief / Betriebsorganisation Gebäudedaten Johanniskloster Objekt Zweckbestim...

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12. Johanniskloster (Schillstr.26) 12.1. Bestandsaufnahme 12.1.1.

Steckbrief / Betriebsorganisation

Gebäudedaten Johanniskloster

Objekt Zweckbestimmung Straße PLZ / Ort Baujahr Nettogrundfläche m²

Johanniskloster (Gebäude 1, 2, 3, 4, 11, 12) Gebäude für kulturelle und musische Zwecke Schillstraße 26 18439 Stralsund 13. bis 15.Jahrhundert 3.491,94*

* Quelle: Hansestadt Stralsund: Erfassungsbogen für die Ermittlung von Bezugsgrößen für die Einführung der KLR Abb. Übersichtsplan Johanniskloster

Das Johanniskloster besteht aus mehreren Gebäuden (siehe Abb. oben Nr.1, 2, 3, 4, 11 und 12), welche überwiegend als Archive genutzt werden. Darüber hinaus wird das Gebäude 2 für Führungen sowie für Veranstaltungen (1.Obergeschoß: Barockbibliothek) genutzt. Auch Gebäude 3 und 4 werden für Ausstellungen genutzt. Im Gebäude 4 befindet sich weiterhin der Kapitelsaal, der auch für sonstige Veranstaltungen genutzt wird (einschl. Garderobe und Küche). Gebäude 11 dient neben der Funktion als Archiv dem Hausmeister als Arbeits- und Aufenthaltsraum. In der Zeit vom 1.Mai bis 3. Oktober finden jeweils Mittwoch bis Sonntag von 10-18 Uhr Ausstellungen statt, wobei der Räucherboden den Publikumsmagnet des Museums darstellt. Während des Sommers

Modellvorhaben Gebäudebestand (Energieeffizienz, Denkmalschutz) Berichtsversion vom 19.04.2012

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werden einmal wöchentlich im Rathaus touristische Führungen angeboten, die auch das Johanniskloster beinhalten. Die Klosterruine verfügt über eine Bühne und bietet somit während der Sommerperiode die Möglichkeit für Open-Air-Veranstaltungen (Theater). Die Liegenschaft Schillstraße 26 ist weitgehend unbeheizt. Tabelle 170 Gebäudeübersicht Johanniskloster

Geb.-Nr. 1 2 3 4 11 12

Bezeichnung Archiv Archiv / Aufenthalt Personal Ausstellung – Kreuzgang / Archiv Ausstellung / Archiv / Veranstaltung Archiv / Hausmeister Archiv / Bibliothek

Bemerkung im OG: Räucherboden im OG: Barockbibliothek im EG: Kapitelsaal

„Das Franziskanerkloster St. Johannis, 1254 im Norden der Altstadt an der Stadtmauer gegründet, ist ein großer, um zwei Höfe gruppierter Baukomplex aus dem 13. bis 15. Jh. Von der Klosterkirche, einer ursprünglich dreischiffigen Backstein-Hallenkirche, haben sich nur Reste erhalten. Im Jahr 1624 vernichtete ein schwerer Brand das Langhaus der Kirche, das anschließend nicht wieder aufgebaut wurde. Stattdessen legte man um die Mitte des 17. Jh. in den Umfassungswänden eine Art Wandelgang an und richtete den erhalten gebliebenen Chor als kleine Kirche ein. 1944 wurde diese Anlage durch einen Luftangriff zu großen Teilen zerstört. Im Rahmen der umfassenden Restaurierung des Klosterkomplexes in den Jahren 1964-86 sicherte man die Chorruine und die gestaltete die Langhausruine zum begrünten Hof um. Der nördlich an das Kirchengebäude anschließende Kreuzganghof, der bis zur Restaurierung der Klostergebäude als Wohnhaus genutzt worden war, erhielt durch seine Neugestaltung in den 70er Jahren – ausgeführt unter Verwendung für einen Klostergarten typischer Gestaltungsmittel wie Rasenfläche und Brunnen – seinen meditativen Charakter zurück. Drei der den Kreuzganghof umschließenden zweigeschossigen und im Erdgeschoß kreuzrippengewölbten Flügel haben sich erhalten. Der Westflügel reicht bis an die Stadtmauer, über der sich sein Nordgiebel mit dem großen Maßwerkfenster wirkungsvoll erhebt. Im Obergeschoß birgt dieses Gebäude ein interessantes kulturgeschichtliches Denkmal: kurz nach dem großen Brand von 1624 entstand hier der sogenannte „Räucherboden“; er ist in ganzer Länge beidseitig des breiten Mittelganges mit winzigen Wohnungen ausgebaut, deren Rauchabzüge, kleine Schornsteine, sämtlich im offenen Dachstuhl enden. Die Klosteranlage verfügt über einige sehr wertvolle mittelalterliche Gewölbe- und Wandmalereien. Erwähnt sei insbesondere die Ausmalung im nördlichen Saal des Westflügels mit reizvollen vegetabilischen Motiven sowie im abgetrennten nördlichsten Joch den Resten eines Wandbildes aus dem späten 14. Jh. Der im südlichen Teil des Ostflügels gelegene zweischiffige Kapitelsaal zeigt auf den Gewölbekappen stilisierte Rankenbäume und auf den beiden nördlichen Schildwänden zwei vom Anfang des 15 Jh. stammende Gemälde, die „Kreuzigung Christi“ und die „Stigmatisierung des heiligen Franziskus“. Der unmittelbar nach Einführung der Reformation in ein städtisches Altenheim umgewandelte Gebäudekomplex wurde vom 17. bis 19. Jh. nach Westen um mehrere Wohnbauten für alte und kranke Bürger erweitert, die sich unter Einbeziehung der Stadtmauer um zwei gärtnerisch gestaltete Wohnhöfe gruppieren (Klosterhof 1-35, Schillstraße 27/28). Der ehemalige Begräbnisplatz des Klosters schließlich, der zwischen Chorruine und Stadtmauer gelegene Rosengarten, unterlag im Laufe seiner Geschichte verschiedenen gartenkünstlerischen Gestaltungen. Heute ist ein Teil des Stadtarchivs Stralsund in den ehemaligen Klostermauern untergebracht.“ [Quelle: Die Altstadt Stralsund – Illustrierte Denkmalliste, Hansestadt Stralsund, Der Oberbürgermeister, Bauamt, 1.Auflage 1999]

Modellvorhaben Gebäudebestand (Energieeffizienz, Denkmalschutz) Berichtsversion vom 19.04.2012

200

Abb. 89 Foto Kapitelsaal

Abb. 90 Luftbild Johanniskloster [Quelle: http://www.gaia-mv.de]

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201

Tabelle 171 Gebäudekonditionierung Johanniskloster

Bezeichnung Bemerkung Gebäude: 1 Archiv Teil-KG unbeheizt – Kunstlicht EG – Archiv unbeheizt – Kunstlicht OG – Räucherboden unbeheizt – Kunstlicht Gebäude: 2 Archiv / Aufenthalt Personal Teil-KG unbeheizt – Kunstlicht mobile E-Heizung (2 kW) für Personal elektr. Kleinspeicher EG (TWWB) beheizt – Kunstlicht / 2 Stück Nachtspeicheröfen (nur bei 1.OG – Barockbibliothek Veranstaltungen beheizt)* DG unbeheizt – Kunstlicht Gebäude: 3 Ausstellung – Kreuzgang / Archiv EG – Kreuzgang unbeheizt – Kunstlicht OG – „Heller Gang“ unbeheizt – Kunstlicht DG – ungenutzt unbeheizt Gebäude: 4 Ausstellung / Archiv / Veranstaltung beheizt – Kunstlicht / 4 Stück Nachtspeicheröfen (nur bei EG – Kapitelsaal + Garderobe Veranstaltungen beheizt)* – elektr. Kleinspeicher (TWWB) Zwischengeschoss unbeheizt – Kunstlicht OG – Ausstellung / Magazin unbeheizt – Kunstlicht DG – ungenutzt unbeheizt Gebäude: 11 „Haus am Rosengarten“ Archiv / Hausmeister Teil-KG unbeheizt – Kunstlicht EG – Werkstatt beheizt – Kunstlicht OG - Archiv beheizt – Kunstlicht – elektr. Kleinspeicher (TWWB) DG – ungenutzt unbeheizt Gebäude: 12 „ehem. Küchenanbau“ Archiv / Bibliothek EG – Archiv unbeheizt – Kunstlicht OG * drei Tage vor Veranstaltungsbeginn wird mit Heizen begonnen

Tabelle 172 Betriebs- und Öffnungszeiten Johanniskloster

Mo Ausstellung 01.05.-03.10.

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

10-18 Uhr

10-18 Uhr

10-18 Uhr

10-18 Uhr

10-18 Uhr

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202

12.1.2.

Energieverbrauch und Energiekosten

Brennstoffart:

Erdgas

Strom:

EVU Mix

Nachtstrom

Strom

Erdgas

Tabelle 173 Johanniskloster Energieverbrauch und Energiekosten 2008-2010

Jahr 2008 2009 2010 Durchschnitt 2008 2009 2010 Durchschnitt

Verbrauch [kWh] 25.104 24.150 30.671 26.642 29.553 26.527 23.763 26.614

Preis [€] 1.496,92 1.323,13 1.571,32 1.463,79 4.637,59 4.683,54 4.421,58 4.580,90

Ø-Einzel-Preis [€/kWh] 0,05963 0,05479 0,05123 0,05522 0,15692 0,17656 0,18607 0,17318

2008

7.200

835,14

0,11599

2009

7.000

900,71

0,12867

2010

13.160

1.762,08

0,13390

Durchschnitt

9.120

1.165,98

0,12619

Abb. 91 Grafik Johanniskloster Entwicklung der Verbrauchsmengen 2008 bis 2010

35.000 30.000

Energie [kWh]

25.000 20.000 2008 2009

15.000

2010 10.000 5.000 0 Strom

Nachtstrom

Erdgas

Nachtstrom klimabereinigt

Erdgas klimabereinigt

Erdgas + Nachtstrom

Tabelle 174 Johanniskloster Klimabereinigter Wärmeverbrauch (Erdgas+Nachtstrom) 2008-2010

Jahr

Klimafaktoren für HST

Verbrauch Nachtstrom [kWh]

Verbrauch Erdgas [kWh]

2008

1,11

7.992

27.865

2009

1,03

7.210

24.875

2010

0,87

11.449

26.684

Durchschnitt

8.884

26.475

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203

12.1.3.

Gebäudehülle

Tabelle 175 Gebäudehülle Johanniskloster

Bezeichnung Gebäude: 1 Archiv EG-Archiv

Bemerkung

Fenster neu 2010 ist z. Zt. im Bau, Kastenfenster vorhanden, Dach wurde OG – Räucherboden 2010/2011 erneuert (ist aber stellenweise undicht) Gebäude: 2 Archiv / Aufenthalt Personal EG Einfachfenster 1.OG – Barockbibliothek Nicht zugänglich DG Dach noch nicht erneuert, z. T. undicht Gebäude: 3 Ausstellung – Kreuzgang / Archiv EG – Kreuzgang Einfachfenster OG – „Heller Gang“ Einfachfenster DG ungenutzt Gebäude: 4 Ausstellung / Archiv / Veranstaltung EG – Kapitelsaal + Garderobe Einfachfenster Zwischengeschoss Einfachfenster OG – Ausstellung / Magazin Einfachfenster DG ungenutzt Gebäude: 11 Archiv / Hausmeister EG – Werkstatt unsaniert, baufällig / Einfachfenster, Kastenfenster OG - Archiv unsaniert, baufällig / Einfachfenster, Kastenfenster DG ungenutzt Gebäude: 12 Archiv / Bibliothek EG – Archiv unsaniert / Einfachverglasung OG unsaniert / Einfachverglasung

Abb. 92 Foto Johanniskloster Gebäude 1

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Abb. 93 Foto Johanniskloster Gebäude 3 – der Kreuzgang

Abb. 94 Foto Johanniskloster Innenhof

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Abb. 95 Foto Einfachfenster / Feuchtigkeitsprobleme

Abb. 96 Foto Johanniskloster Gebäude 4 (Sakristei u. Kapitelsaal)

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Tabelle 176 Rohbau / Gebäudehülle und Fassade Johanniskloster „Backsteinkloster, Schillstr.26“

Fundamente

Feldsteine, Backsteinmauerwerk

Außenwände

Backsteinmauerwerk

Dämmungen

keine, ungedämmt

Decken

Gewölbemauerwerk, Holzbalkendecken

Fenster

Holzfenster mit Einfachverglasung

Türen

Holztüren, Stahlgittertüren

Sonstiges

el. Nachtspeicheröfen

Tabelle 177 Rohbau / Gebäudehülle und Fassade Johanniskloster „Haus am Rosengarten, Schillstr.26“

Fundamente

Feldsteine

Außenwände

Fachwerk, Ausfachung verputzt

Dämmungen

keine, ungedämmt

Decken

Holzbalkendecken

Fenster

Holzfenster, Einfachverglasung

Türen

Holztüren

Sonstiges Notizen Eine Luft-Dichtigkeitsprüfung („Blower-Door“) wurde nicht durchgeführt.

12.1.4.

Wärmeversorgung

Die Wärmeerzeugung erfolgt lediglich in drei Gebäuden:  Gebäude 2: im Personal-Aufenthaltsraum mittels mobiler 2-kW-E-Heizung und im, Barocksaal mittels 2 Stück Nachtspeicheröfen bei Veranstaltungen  Gebäude 4: im Kapitelsaal nebst Garderobe u. Küche mittels 7 Stück Nachtspeicheröfen bei Veranstaltungen  Gebäude 11: mittels einer Gastherme Der insgesamt wahrgenommene Eindruck ist: Es ist kalt und feucht.

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Tabelle 178 Wärmeerzeugung Johanniskloster

Gebäude 2 - dezentrale Heizung Stromheizung - Nachtspeicherofen Aufstellung Wärmeerzeugung

beheizter Bereich

Regelungen

Angabe des Hausmeisters: 3 Tage vor Veranstaltungsbeginn wird die Heizung eingeschaltet

Gebäude 4 - dezentrale Heizung Stromheizung - Nachtspeicherofen Garderobe (2 Stück) Leistungsaufnahme (einzeln): 2,5 kW, Baujahr: bis ca.1979 (VEB Elektroofenbau Salzwedel)

WC-D und WC-H + Küche (3 Stück) Leistung: keine Angabe Baujahre: keine Angabe

Kapitelsaal (2 Stück) AEG Leistung: keine Angabe Baujahre: keine Angabe Aufstellung Wärmeerzeugung

beheizter Bereich

Regelungen

Angabe des Hausmeisters: 3 Tage vor Veranstaltungsbeginn wird die Heizung eingeschaltet

Gebäude 11 - Zentralheizung Gastherme Gerät: Junkers CERAMINI ZSR 5/11-5 KE, Baujahr: 1997 Heizleistung: 8,4 kW

Aufstellung Wärmeerzeugung

beheizter Bereich, WC

Heizkessel-Regelungen

außentemperaturgeregelt

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Tabelle 179 Wärmeverteilung Johanniskloster

Gebäude 11 „Haus am Rosengarten“ 1 Heizkreis, überwiegend im beheizten Bereich, die Leitungen sind nicht gedämmt Systemtemperaturen (Temperaturspreizung)

Heizkreis 1. Statische Heizkörper

Temperaturspreizung ist im Zuge der Begehung nicht feststellbar gewesen, Planungsunterlagen nicht vorhanden

Tabelle 180 Wärmeübergabe und Regelung Johanniskloster

Gebäude 11 „Haus am Rosengarten“ - Erdgeschoss / OG Platten-Heizkörper

Regelung

(wenn vorhanden) Thermostatventil (2K-Regeleinrichtung)

Nach Aussage des Leitenden Technikers wurde ein hydraulischer Abgleich durchgeführt.

12.1.5.

Trinkwarmwasseraufbereitung

Die Warmwasserversorgung der WCs und der Teeküche wird über 5 Liter Kleinspeicher mit 2 kW elektrischer Anschlussleistung gewährleistet. Tabelle 181 Trinkwarmwasseraufbereitung Johanniskloster

WC und Teeküche Erzeugung

dezentral – elektrische Kleinspeicher 6 Stück elektr. Leistungsaufnahme: 2,0 kW

Warmwasserspeicher

Größe: 5 Liter,

Aufstellung Warmwasserspeicher

beheizter Bereich

Zirkulation

nein

Pumpen

keine

Baujahr: verschiedene

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12.1.6.

Klimatisierung / Lüftungsanlagen

Am Standort sind keine Splitgeräte sowie keine Klima- bzw. Lüftungsanlagen vorhanden.

12.1.7.

Beleuchtung

Die Liegenschaft wird überwiegend durch Glühlampen und vereinzelt durch Leuchtstofflampen (KVG) beleuchtet. Die Regelung Ein/Aus erfolgt per Hand. Tabelle 182 Beleuchtung Johanniskloster

GeLampenart (Vorschaltgerät) schoss Gebäude 1

Anzahl

Nennleistung [Watt]

Regelung

Präsenzkontrolle

Strahler Halogen

7

40 W

manuell

nein

stabförmige Leuchtstofflampe, KVG

2

36 W

manuell

nein

Glühlampe Strahler

17 5

60 W 300 W

manuell manuell

nein nein

1.OG 1.OG

Glühlampe für Führungen: Strahler

16 1

60 W 40 W

automatisch manuell

ja* nein

1.OG 1.OG

für Führungen: Glühlampe

1

60 W

manuell

nein

für Führungen: Strahler

3

300 W

manuell

nein

18

60 W

manuell

nein

EG EG EG EG

Gebäude 2 KG+EG

Glühlampe

Gebäude 3 EG

Glühlampe

30

60 W

manuell

nein

EG

Strahler

4

300 W

manuell

nein

Gebäude 4 (Kapitelsaal) EG

Glühlampe

40

40 W

manuell

nein

EG

Glühlampe

54

60 W

manuell

nein

EG EG

Strahler Bodenstrahler

12 7

75 W 120 W

manuell manuell

nein nein

EG

Strahler

6

300 W

manuell

nein

stabförmige Leuchtstofflampe, KVG

10

36 W

manuell

nein

Glühlampe

7

60 W

manuell

nein

stabförmige Leuchtstofflampe, VVG

5

58 W

manuell

nein

Glühlampe

3

60 W

manuell

nein

4

1.000 W

manuell

nein

Gebäude 11

Gebäude 12

Außengelände Strahler * Bewegungsmelder

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210

12.1.8.

EDV

Das Johanniskloster hat keine PC-Arbeitsplätze.

12.1.9.

sonstige Anlagentechnik

Der Anlagenkomplex hat keine sonstige Anlagentechnik.

12.2. Bestandsbewertung und Einsparpotenziale Die wirtschaftlichen Bewertungen der Einsparpotenziale erfolgen mit den durchschnittlichen Bezugspreisen (Mittelwert der Jahre 2008-2010) aller Liegenschaften: für Erdgas: in Höhe von 0,05522 €/kWh für Nachtstrom: in Höhe von 0,12619 €/kWh und für Strom: in Höhe von 0,17318 €/kWh. Wichtig für die Bewertung der komplexen Liegenschaft und ein daraus abgeleitetes technisches und wirtschaftliches Versorgungskonzept ist das Nutzungskonzept der einzelnen Gebäude.

12.2.1.

Bewertung und Potenziale Gebäudehülle

Da große Teile des Komplexes unbeheizt bzw. gering temperiert sind, müssen die energetischen Anforderungen auf die Nutzungsbedingungen abgestimmt werden. Bei vielen Gebäuden ist daher die Einfachverglasung ausreichend, eine Dämmung der Außenbauteile nicht erforderlich. Das Gebäude 11 ist stark baufällig und sollte im Rahmen der Bauwerkserhaltung komplett saniert werden. Dabei ist aus energetischer Sicht der Schwerpunkt auf die Reduzierung der Transmissionswärmeverluste zu legen. Bei der noch bevorstehenden Sanierung des Gebäudes 12 sind entsprechend der vorgesehenen Nutzung die energetischen Standards festzulegen. Im Folgenden wird für das Gebäude 11 eine Komplettsanierung ausgewiesen.

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Tabelle 183 Einsparpotenzial Gebäudehülle Johanniskloster – Gebäude 11 Bestand – Gebäudehülle Komplettsanierung Fenster Kastenfenster

Maßnahme: GesamtInvestitionskosten

anfängliche jährliche Energieersparnis

anfängliche jährliche Kostenersparnis

statische

Einsparung

Amortisation

CO2-Emission

Einbau einer WSV 2.230 kWh/a

123,14 €/a

52,5 Jahre

0,446 t/a *

4.850 kWh/a

267,82 €/a

12,7 Jahre

0,970 t/a *

2.350 kWh/a

129,77 €/a

19,7 Jahre

0,470 t/a *

6.730 kWh/a

371,63 €/a

82,9 Jahre

1,346 t/a *

6.460,00 € OGD ungedämmt Bodenplatte ungedämmt Außenwand ungedämmt

Summe

Dämmung mit 16 cm WLG 040 3.400,00 € Dämmung mit 10 cm WLG 040 2.550,00 € innenraumseitige Dämmung mit 10 cm WLG 045 30.800,00 € 43.210,00 €

16.160 kWh/a

892,36 €/a

3,232 t/a

* berechnet mit CO2-Emissionsfaktor für Erdgas 0,200 kg/kWh

12.2.2.

Bewertung und Potenziale Wärmeversorgung

Im Gebäude 4 erfolgt die Raumerwärmung des Kapitelsaals und der Garderobe über elektrische Nachtspeicheröfen. Gemäß EnEV 2009 § 10 a sind elektrische Speicherheizsysteme außer Betrieb zu nehmen. Für Nichtwohngebäude gilt dies nach Abs. 1 jedoch mit den Einschränkungen, dass das Gebäude für mind. vier Monate und auf Innentemperaturen von mind. 19°C beheizt wird bei einer zu beheizenden Nutzfläche von mehr als 500 m². Das trifft für den Kapitelsaal einschl. Garderobe, WCs usw. nicht zu (ca. 200 m²). Allerdings wird im Abs. 2 gefordert, dass vor dem 1. Januar 1990 eingebaute oder aufgestellte elektrische Speicherheizsysteme ab dem 01.01.2020 nicht mehr betrieben werden dürfen.

Einsparpotenzial Heizungsanlage - Maßnahmen-Empfehlung:  Außerbetriebnahme der vorhandenen Elektrischen Nachtspeicheröfen gemäß Forderung EnEV § 10 a Abs. 2 ab 01.01.2020 und Tausch gegen neues Heizungssystem. Als Alternative bleibt nur ein zentrales Heizsystem, das auf Strom als Energieträger verzichtet, zum Beispiel Gas als Energieträger. => ABER bei einer möglichen Betriebskosteneinsparung von 650 €/Jahr, bei einer Umstellung auf eine Gasheizungsanlage, ergibt sich bei dem geringen Nutzungspotenzial keine wirtschaftliche Darstellung einer Neuinvestition. => ABER bei einer erforderlichen Ersatzinvestition der bestehenden Nachtspeicheröfen kann durch moderne Technik ein Einsparpotenzial im Verbrauch von bis zu 20% erzielt werden 

Die Gastherme in Gebäude 11 könnte nach einer Gebäudesanierung (Reduzierung der Verluste über die thermische Hülle) durch ein Brennwertgerät ersetzt werden. Dabei ist die Wärmeverteilung zu verbessern. Die Effizienz der Heiztechnik ist stark von der Wärmeübergabe abhängig. Diese ist durch eine Neuauslegung der Heizkörper auf Basis einer Heizlastberechnung zu optimieren. Auf den Einsatz von volumenstromabhängig, drehzahlgesteuerten Umwälzpumpen ist zu achten. Nach Umbau ist ein hydraulischer Abgleich des neuen Systems notwendig.

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Tabelle 184 Einsparpotenzial Wärmeversorgung Johanniskloster

Bestand – Heizungsanlage

Junkers, Bj. 1997 8,4 kW Nachtspeicherofen 2,5 kW 5 Stück Nachtspeicherofen 5 kW 2 Stück

Maßnahme: Investitionskosten Gasbrennwerttechnik gleichwertig 3.500,00 € Nachtspeicherofen 5 x 1,5 kW 3.600,00 € Nachtspeicherofen 2 x 2,5 kW 2.100,00 € 9.200,00 €

Summe

anfängliche jährliche Energieersparnis

anfängliche jährliche Kostenersparnis

statische Amortisation

Einsparung CO2-Emission

6.661 kWh/a

367,79 €/a

9,5 Jahre

1,332 t/a *

1.013 kWh/a

127,77 €/a

28,2 Jahre

0,442 t/a **

810 kWh/a

102,21 €/a

20,5 Jahre

0,354 t/a **

8.483 kWh/a

597,77 €/a

2,129 t/a

* berechnet mit CO2-Emissionsfaktor für Erdgas 0,200 kg/kWh ** berechnet mit CO2-Emissionsfaktor für Strom 0,437 kg/kWh

Einsparpotenziale Pumpen - Keine Maßnahmen-Empfehlung, da bisher keine Pumpen zum Einsatz kamen.

12.2.3.

Bewertung und Potenziale Trinkwarmwasseraufbereitung

Die vorhandenen elektrischen Kleinspeicher werden zur dezentralen Versorgung einzelner Zapfstellen eingesetzt. Maßnahmen-Empfehlung: Ersatz der elektrischen Kleinspeicher durch elektrische Kleindurchlauferhitzer Tabelle 185 Einsparpotenzial Trinkwarmwasseraufbereitung Johanniskloster Bestand – elektrische Kleinspeicher

Maßnahm e:

anfängliche jährliche Energieersparnis

Gesam tInvestitionskosten*** 6 Stück Kleindurchlaufelektrische Kleinspeicher erhitzer 3,5 kW 1.204 kWh/a** (5 Liter, 2 kW) 600,00 €

anfängliche jährliche Kostenstatische Einsparung ersparnis Am ortisation CO2-Em ission 208,51 €/a

2,9 Jahre

0,526 t/a *

* berechnet mit CO2-Emissionsfaktor für Strom 0,437 kg/kWh ** durchgehende Nutzung der Kleinspeicher (Bereitstellungsenergie) und Nutzung der Durchlauferhitzer mit insgesamt 0,1 Stunden (=6 Minuten) *** die Investitionskosten beinhalten ausschließlich die Kosten für den Kleindurchlauferhitzer (ohne bauliche Maßnahmen, ohne Montage, ohne Demontage, ohne Entsorgung)

12.2.4.

Bewertung und Potenziale Klimatisierung / Lüftungsanlagen

Keine

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12.2.5.

Bewertung und Potenziale Beleuchtung

Maßnahmen-Empfehlung:  Ersetzen der vorhandenen Leuchten mit Leuchtstofflampen mit KVG- und VVGVorschaltgeräte durch Leuchten mit EVG-Vorschaltgeräte  Ersetzen der Glühlampen durch LED  Ersetzen der Strahler (Boden-, Innen- und Außenbereich) durch LED-Strahler  Tausch der Halogen-Strahler durch Halogen-Energiesparlampen. Nachrüsten von Präsenzsteuerung in Form von Bewegungsmeldern vor allem in WCs und auf Fluren. Tabelle 186 Einsparpotenzial bei Beleuchtungstausch Johanniskloster Bestand – Beleuchtung

1. LStL, KVG 36 W 12 Stück 2. LStL, KVG 58 W

anfängliche Maßnahm e: jährliche Beleuchtungstausch Energieersparnis Investitionskosten / Ø h/a LStL, EVG, 28 W 132 kWh/a 384,00 € LStL, EVG, 36 W 160,00 €

5 Stück 3. Glühlampe 40 W

SMD-LED, 3 W

4. Glühlampe 60 W

Halogen Espar

165 kWh/a

0,058 t/a *

28,57 €/a

5,6 Jahre

0,072 t/a *

253,74 €/a

1,2 Jahre

0,640 t/a *

104,01 €/a

0,4 Jahre

0,262 t/a *

1.283,45 €/a

1,0 Jahre

3,239 t/a *

13,33 €/a

1,0 Jahre

0,034 t/a *

197,51 €/a

0,6 Jahre

0,498 t/a *

172,82 €/a

4,5 Jahre

0,436 t/a *

905,25 €/a

3,8 Jahre

2,284 t/a *

145,11 €/a

8,3 Jahre

0,366 t/a *

bei 1.100 h/a

SMD-LED, 3 W

126 Stück 6. Halogen Strahler 40 W 7 Stück 7. Halogen Strahler 75 W 12 Stück 8. Halogen Bodenstrahler 120 W 7 Stück 9. Halogen Strahler 300 W 18 Stück 10. Halogen Strahler 1.000 W 4 Stück

1.260,00 € Halogen Espar

bei 1.100 h/a

14,00 €

bei 1.100 h/a

Sum m e

16,7 Jahre

bei 1.320 h/a

5. Glühlampe 60 W

7.411 kWh/a

SMD-LED, 3 W

22,94 €/a

bei 1.100 h/a

601 kWh/a 40,00 €

20 Stück

statische Einsparung Am ortisation CO2-Em ission

bei 880 h/a

1.465 kWh/a 300,00 €

30 Stück

anfängliche jährliche Kostenersparnis

77 kWh/a

1.140 kWh/a

120,00 € bei 1.320 h/a LED-Bodenstrahler 12 W 998 kWh/a 770,00 € LED-Fluter 30 W

bei 1.320 h/a

3.420,00 € LED-Fluter 100 W

bei 1.100 h/a

5.227 kWh/a

838 kWh/a

1.200,00 €

bei 233 h/a

7.668,00 €

18.055 kWh/a

3.126,75 €/a

7,890 t/a *

* berechnet mit CO2-Emissionsfaktor für Strom 0,437 kg/kWh ** die Investitionskosten beinhalten ausschließlich die Kosten für die Leuchtmittel (ohne bauliche Maßnahmen, ohne Montage, ohne Demontage, ohne Entsorgung)

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214

Vor Ausführung des Leuchtmitteltauschs ist gegebenenfalls eine Beleuchtungsplanung durchzuführen.

12.2.6.

Bewertung und Potenziale EDV

Keine Maßnahmen-Empfehlung, da am Standort keine PCs vorhanden sind.

12.2.7.

Bewertung und Potenziale sonstige Anlagentechnik

Keine

12.2.8.

Zusammenfassung

Tabelle 187 Übersicht Einsparpotenziale Johanniskloster

Betrachtungsgegenstand

anfängliche jährliche Energieersparnis

anfängliche Investitionsjährliche Kostenkosten*** ersparnis

Einsparung CO2Emission

Gebäudehülle

16.160 kWh/a

892,36 €/a

43.210 €

3,232 t/a

Wärmeversorgung

8.483 kWh/a

597,77 €/a

9.200 €

2,129 t/a

Pumpentausch

0 kWh/a

0,00 €/a

0€

0,000 t/a

Wärmedämmung von Armaturen

0 kWh/a

0,00 €/a

0€

0,000 t/a

1.204 kWh/a

208,51 €/a

600 €

0,526 t/a

0 kWh/a

0,00 €/a

0€

0,000 t/a

18.055 kWh/a

3.126,75 €/a

7.668 €

7,890 t/a

EDV

0 kWh/a

0,00 €/a

0€

0,000 t/a

sonstige Anlagentechnik

0 kWh/a

0,00 €/a

0€

0,000 t/a

43.902 kWh/a

4.825,39 €/a

60.678 €

13,777 t/a

Trinkwarmwasseraufbereitung Klimatisierung / Lüftungsanlagen Beleuchtung

Summe

12.3. Monitoring / Erfolgsmessung Das Johanniskloster hat nur wenige beheizte Räumlichkeiten, ein Großteil des Klosters ist ungeheizt. Im Kloster selbst gibt es lediglich 5 Nachtspeicheröfen, die bei Bedarf über Strom beheizt werden. Im Haupttrakt befindet sich unten in der NSHV ein Ferraris-Zähler für Tagstrom und einer für Nachtstrom (inkl. der Nachtspeicherheizungen). Diese beiden Zähler messen nahezu den kompletten Verbrauch des Klosters und sollten erfasst werden. Die Zähler haben keinen Impulsausgang. In einem kleinen Nebengebäude (Gebäude 11) gibt es lediglich eine Therme, die das Gebäude mit Wärme versorgt. Die Warmwasserbereitung wird (getrennt von der Therme) im Nebenraum mittels eines 5-Liter Untertischgerätes sicherstellt. Der vorhandene Gaszähler besitzt einen Impulsausgang

und könnte erfasst werden. Da zur Zeit nicht klar ist, ob das Gebäude überhaupt saniert wird (oder im schlimmsten Fall abgerissen wird) wird ein Zählertausch bei den geringen Verbräuchen für nicht sinnvoll gehalten. Dasselbe gilt für den Wasserzähler. Modellvorhaben Gebäudebestand (Energieeffizienz, Denkmalschutz) Berichtsversion vom 19.04.2012

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Möglichkeit 1: Der Energieversorger tauscht die Stromzähler gegen welche mit Impulsausgang, Kosten nicht bekannt Möglichkeit 2: Eigene Unterzähler setzen, in den Verteilerkästen ist noch genügend Platz für Wandler

12.3.1. 





12.3.2.   

12.3.3.  

12.3.4. 



Aufnahme der vorhandenen Verbrauchszähler Stromzähler Tagstrom, ausgestattet mit einem Ferraris-Drehstromzähler der Firma DZG, Zähler-Nr. 1200929, 10(60) A, 96 U/kWh, Baujahr 1998, kein Impulsausgang, Austausch oder Untermessung notwendig. Stromzähler Nachtstrom, ausgestattet mit einem Ferraris-Drehstromzähler der Firma DZG, Zähler-Nr. 1200929, Stromwandler 200/5A, Zählerangaben x 40, 900 U/kWh, Baujahr 1995, kein Impulsausgang, Austausch oder Untermessung notwendig. Stromzähler Veranstalltungsanlage, ausgestattet mit einem Ferraris-Drehstromzähler der Firma DZG, Baujahr 1995, kein Impulsausgang, Austausch oder Untermessung notwendig.

Empfohlene Hardware Austausch der zwei Stromhauptzähler durch die Stadtwerke Aufschaltung des Veranstaltungszählers zu Abrechnungszwecken EBC Komplettsystem (VIDA 350, Netzteil, Antenne, Nutzung JEVis Portal, etc.)

Ausbaumöglichkeiten Temperaturmessungen im Saal mit den Nachtspeicherheizungen Ggf. Erfassung weiterer Stromkreise, wenn Auffälligkeiten durch Messung Hauptzähler entstehen

Strukturelle Einschränkungen Es gibt ein Fenster in der NSHV, dort herrscht befriedigender Mobilfunkempfang, ca. 10 m vom Verteilerschrank entfernt. Der Kleingeräteverteiler sollte daher möglichst dicht am Fenster installiert werden. Erfassung der Verbräuche des Nebengebäudes 11 erscheinen unwirtschaftlich (2. EBC Komplettsystem wäre notwendig)

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Abb. 97 Johanniskloster: elektr.Haupteinspeisung NT, HT

Beim Johanniskloster sieht man das jeden Abend der gleiche Verbraucher (Nachtspeicheröfen) zuschaltet. Deren Verbrauch lässt sich nun quantifizieren. Versorgungsalternativen werden aus Denkmalschutzgründen dennoch nicht einfach zu entwickeln sein. Über die Abbildung der Viertelstunden-Werte lassen sich künftig Energieverbräche auf die einzelnen Veranstaltungen zuweisen und gegebenenfalls abrechnen.

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14.6. Johanniskloster, Schillstr. 26 - Geb. 11 (Haus am Rosengarten) 14.6.1.

Bestand

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14.6.2.

Optimierungsvariante

Variante 1 Schillstr. 26 – Geb. 11 - (Komplettsanierung)     

Dämmung der Kellerdecke/Bodenplatte: 10 cm mit WLG 040 - U-Wert = 0,30 W/(m²K) - U-Wert-Anforderung Bauteilsanierung gemäß EnEV 2009 = 0,30 W/(m²K) Dämmung der Außenwände durch Innendämmung: 10 cm mit WLG 040 - U-Wert = 0,33 W/(m²K) - U-Wert-Anforderung Bauteilsanierung gemäß EnEV 2009 = 0,35 W/(m²K) Dämmung der obersten Geschossdecke: 16 cm mit WLG 040 - U-Wert = 0,20 W/(m²K) - U-Wert-Anforderung Bauteilsanierung gemäß EnEV 2009 = 0,24 W/(m²K) Einbau Wärmeschutzverglasung - U-Wert = 1,30 W/(m²K) - U-Wert-Anforderung Bauteilsanierung gemäß EnEV 2009 = 1,30 W/(m²K) Einsatz einer Brennwerttechnik mit optimierter Regelung und Verteilung - Jahres-Primärenergiebedarf liegt unter Niveau modernisierter Altbau gemäß EnEV 2009

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14.6.3.

Vergleich zwischen Bestand und Optimierungsvariante

Ist-Zustand - Bestand Var.1 - Dämmung komplett+Fenster+BWT

Ist-Zustand - Bestand Var.1 - Dämmung komplett+Fenster+BWT

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Ist-Zustand - Bestand Var.1 - Dämmung komplett+Fenster+BWT

Zustand - Bestand Var.1 - Dämmung komplett+Fenster+BWT

Ist-Zustand - Bestand Var.1 - Dämmung komplett+Fenster+BWT

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