geschäfts bericht 2014 - ZF Friedrichshafen AG

geschäfts bericht 2014 - ZF Friedrichshafen AG

GESCHÄFTS BERICHT 2014 2 4 6 9 10 12 14 MANAGEMENT VORwORT VORSTAND BERICHT DES AUFSICHTSRATS GREMIEN DER GESELLSCHAFT HIGHLIGHTS 2014 CORPORATE S...

6MB Sizes 5 Downloads 10 Views

Recommend Documents

entsteht - ZF Friedrichshafen AG
01.05.2013 - den lässt noch dich in einem Anflug von. Eifersucht erschießt. ... Shutter stock, Urban Zintel; S. 4–5: Cor

zf-konzern zf group - ZF Friedrichshafen AG
Aktionäre: 93,8 % Zeppelin-Stiftung und. 6,2 % Dr. ... Shareholders: 93.8 % Zeppelin Foundation and. 6.2 % Dr. .... haf

einSAtzbereit mit zf ServiceS - ZF Friedrichshafen AG
Equipment Service (OES), muss eine immer weiter steigende ... Das Ge- schäftsfeld Arbeitsmaschinensys- teme mit Hauptsi

ZF-Norm ZFN 9010 - ZF Friedrichshafen AG
the ZF Group in the future, it is necessary to achieve a uni- form high standard in the area ... Global automotive decla

Gabriela Oberkofler - ZF Friedrichshafen AG
„Säen und Jäten“, Städtische Galerie Wolfsburg und Städtische Galerie Bietigheim- ... Schönheitskult in der aktuellen Ku

Government applications - ZF Friedrichshafen AG
Fast Amphibious Landing Craft,. L-Cat, CNIM. OPV, River Class,. BAE Systems Surface Ships. Transmissions: ZF 9050. Tunne

Allgemeine Bedingungen für Abfallentsorgung - ZF Friedrichshafen AG
Allgemeine Bedingungen für Abfallentsorgung und für die Veräußerung von Abfällen (Stand Februar 2017). 1. Anwendungsbere

238 080 rzreport_2016_1_V5.indd - ZF Friedrichshafen AG
High oil prices have slumped since mid 2014, and are currently standing at around $56 / bbl. ... an american named Malco

zf-testman wissen das sich bezahlt macht - ZF Friedrichshafen AG
auch Informationen zum Einsatzverhalten und Getriebe- historie. Diese Informationen geben wertvolle Hinweise zur Fehlers

business partner principles - ZF Friedrichshafen AG
Correct, responsible, and sustainable business management and the assumption of corporate social responsibility are fund

GESCHÄFTS BERICHT 2014

2 4 6 9 10 12

14

MANAGEMENT VORwORT VORSTAND BERICHT DES AUFSICHTSRATS GREMIEN DER GESELLSCHAFT HIGHLIGHTS 2014 CORPORATE STATEMENT

FIT FÜR DIE ZUKUNFT

DYNAMISCH WACHSEN KONSEQUENT VORDENKEN VIELFÄLTIG ENTWICKELN UNABHÄNGIG HANDELN INDIVIDUELL FÖRDERN

36 38 40 42 44 46 47 48

AUS DEM UNTERNEHMEN PKw-ANTRIEBSTECHNIK PKw-FAHRwERKTECHNIK NUTZFAHRZEUGTECHNIK INDUSTRIETECHNIK ELEKTRONISCHE SYSTEME ZF SERVICES ZF-PRODUKTPROGRAMM

51 52 55 75 75 77

KONZERNLAGEBERICHT GRUNDLAGEN DES KONZERNS wIRTSCHAFTSBERICHT EREIGNISSE NACH ABLAUF DES GESCHÄFTSJAHRES RISIKOMANAGEMENT PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

83 84 85 86 88 90 92

KONZERNABSCHLUSS KONZERN-GEwINN- UND VERLUSTRECHNUNG KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG KONZERNBILANZ KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG KONZERNANHANG

153 154

BESTÄTIGUNGSVERMERK 5-JAHRES-ÜBERSICHT

INHALTSVERZEICHNIS UND KONZERNSTRUKTUR

KONZERNSTRUKTUR

Organisation

Ressorts Vorsitzender des Vorstands Forschung & Entwicklung Personal

Vorstand

Produktion Qualität Markt

Finanzen, IT, M&A Governance Materialwirtschaft

Regionen Nordamerika Südamerika

Asien-Pazifik

Weltweite Fachverantwortung

Division Pkw-Antriebstechnik

Division Pkw-Fahrwerktechnik

Division Nutzfahrzeugtechnik

Division Industrietechnik

Automatgetriebe

Achssysteme

Lkw- und VanAntriebstechnik

Arbeitsmaschinensysteme

Handschaltgetriebe / Doppelkupplungsgetriebe

Fahrwerkkomponenten Dämpfungsmodule

Prüfsysteme Achs- und Getriebesysteme für Busse

Sonder-Antriebstechnik

Nkw-Fahrwerkmodule

Marine-Antriebstechnik

Nkw-Dämpfertechnologie

Luftfahrt-Antriebstechnik

Nkw-Antriebsstrangmodule

windkraft-Antriebstechnik

Achsgetriebe Antriebsmodule Elektrische Antriebstechnik Gusstechnologie

Weltweite Geschäftsverantwortung

Stand: Februar 2015

Elektronische Systeme

ZF Services

Umsatz

2013

2014

2014/2013

Mio. €

16.837

18.415

+9% +3%

Deutschland

Mio. €

5.607

5.792

Europa (ohne Deutschland)

Mio. €

4.220

4.524

+7%

Übrige Welt

Mio. €

7.010

8.099

+ 16 %

68.236

71.402

+5%

954

1.005

+5%

Mitarbeiter (Jahresende) 2) Sachanlagen-Investitionen Abschreibungen in % der Sachanlagen-Investitionen

Mio. € %

75

75



Operatives Ergebnis

Mio. €

756

897

+ 19 %

EBITDA

Mio. €

1.703

2.044

+ 20 %

EBIT

Mio. €

807

1.098

+ 36 %

EBIT-Rendite Ergebnis nach Steuern

%

4,8

6,0

+ 25 %

Mio. €

462

672

+ 45 %

Cashflow 3)

Mio. €

288

696

+ 142 %

Nettofinanzposition 4)

Mio. €

1.022

1.400

+ 37 %

Gezeichnetes Kapital

Mio. €

500

500



Dividende

Mio. €

30

50

+ 67 %

Free

1) Der ZF-Konzern beinhaltet alle in- und ausländischen Beteiligungen mit mindestens 50 % ZF-Anteil,

soweit diese in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden.

2) Direkte und indirekte Mitarbeiter ohne Zeitarbeiter, Auszubildende und Ferienkräfte,

ohne Mitarbeiter des Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff und ohne Mitarbeiter AIBC.

3) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit. 4) Flüssige Mittel einschließlich Wertpapiere abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

INHALTSVERZEICHNIS UND KONZERNSTRUKTUR

KENNZAHLEN

1)

18,4   Mrd. Euro Umsatz Mitarbeiter   71.402 113 650   Servicepartner

Produktionsgesellschaften

Stand: Dezember 2014

VORWORT 2

Sehr geehrte Kunden und Partner, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sehr geehrte Leser,

im Berichtsjahr 2014 hat sich der ZF-Konzern erneut positiv entwickelt. Der Konzernumsatz stieg um 9 % auf 18.415 Mio. €. Die Zahl der weltweit Beschäftigten erhöhte sich um 5 % und lag zum Jahresende bei 71.402 Mitarbeitern. Dabei sind 3.514 Mitarbeiter durch den Verkauf des Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff sowie 877 Mitarbeiter durch die Veräußerung der südafrikanischen Tochterfirma AIBC nicht mehr enthalten. Wie in den Vorjahren verlief auch 2014 die Geschäftsentwicklung in den Marktregionen unterschiedlich. Während die Regionen Nordamerika und Asien-Pazifik stark und Europa leicht zulegten, war die Region Südamerika von einer deutlich rückläufigen Marktentwicklung gekennzeichnet. Wachstumstreiber für ZF waren vor allem das Geschäft mit Pkw-Automatgetrieben und -Achssystemen. Insbesondere der Markterfolg der 8-Gang-Automatgetriebebaureihe ist sehr erfreulich. Schwieriger entwickelten sich die Märkte für Nutzfahrzeugprodukte und Arbeitsmaschinen. Mit 1.005 Mio. € investierte der ZF-Konzern in erheblichem Umfang in Sachanlagen, vor allem in die Erweiterung von Produktions- und Entwicklungskapazitäten wie zum Beispiel das Entwicklungszentrum in Shanghai. Neue Gemeinschaftsunternehmen haben wir in China gegründet mit der Beijing Auto­ motive Industry Corporation (BAIC) im Bereich Fahrwerk und mit YTO im Bereich Landmaschinen. Der Verkauf des Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff an das chinesische Unternehmen Zhuzhou Times New Material Technology Co., Ltd. ist inzwischen abgeschlossen. ZF wird mit der Boge Elastmetall GmbH weiterhin eng zusammenarbeiten. Im Januar 2015 haben wir den Verkauf unserer Anteile am Gemeinschaftsunternehmen ZF Lenksysteme GmbH an den Joint-Venture-Partner Robert Bosch GmbH erfolgreich abgeschlossen. Die im Berichtsjahr eingeleitete Übernahme der US-amerikanischen TRW Automotive Holdings Corp. ist für den ZF-Konzern von historischer Bedeutung. Sie ist nicht nur die größte Akquisition der Unternehmensgeschichte, sondern wird nach der erwarteten Genehmigung durch die Kartellbehörden auch die langfristige Zukunft von ZF als Technologiekonzern in vielfacher Hinsicht absichern. Die Übernahme ist damit ein wichtiger Baustein in der konsequenten Umsetzung der Unternehmensstrategie „ZF 2025“. Sie soll in den nächsten Jahren einen wesentlichen Beitrag leisten, um unsere Ziele – eine ausbalancierte globale Marktdurchdringung, den Ausbau der Technologie- und Kostenführerschaft und die profitable Diversifikation – schneller zu erreichen. Damit geben wir bereits heute die richtigen Antworten auf die Megatrends der Zukunft. Das Produktportfolio von ZF mit effizienten Antriebs- und Fahrwerktechnologien wird sinnvoll ergänzt um Zukunftstechnologien in der aktiven und passiven Sicherheit, Elektronik und Sensorik sowie moderner Fahrer­assistenzsysteme. Durch die technologische, geografische und kulturelle Breite wird die Attraktivität von ZF als Arbeitgeber weltweit zunehmen.

MANAGEMENT Vorwort

3

Langfristig die finanzielle Unabhängigkeit zu sichern, ist für ZF von herausragender Bedeutung. Neben der Beibehaltung unserer Ertragsstärke dienen auch Investitionen wie die Übernahme von TRW diesem Ziel. Die Aufnahme der dafür erforderlichen finanziellen Mittel belastet den Konzern kurz- bis mittel­ fristig; wir haben die Finanzierung aber auf einer soliden, diversifizierten Struktur aufgebaut, die bei Banken und Investoren auf großes Interesse gestoßen ist. Die Ertragskraft beider Unternehmen sollte die zügige Reduzierung des Verschuldungsgrades ermöglichen. Die anstehende Integration von TRW Automotive Holdings Corp. in den ZF-Konzern ist in den nächsten Jahren eine große Herausforderung. Sie wird im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit erfolgen. TRW wird als fünfte Division innerhalb des ZF-Konzerns geführt werden. Management und Mitarbeiter von TRW bringen ein hohes Markt-, Technologie- und Prozess-Know-how in den ZF-Konzern ein, das wir sehr schätzen. Beide Unternehmen können und sollen viel voneinander lernen. Bis 2017 werden wir wichtige Integrationsthemen intensiv vorantreiben, um unsere Marktstellung zu stärken und Synergien zu realisieren. Der Erfolg von ZF basiert auf einer Vielzahl von Faktoren. Ich danke hier vor allem unseren Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern für ihr Vertrauen in die Zusammenarbeit mit unserem Unternehmen. Ohne engagierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist der Erfolg von ZF ebenfalls nicht denkbar. Ihnen danke ich für ihre hohe Leistungs- und Veränderungsbereitschaft. Bei den Vertretern der Arbeitnehmer bedanke ich mich für ihre konstruktive Mitwirkung bei der Gestaltung einer gemeinsamen erfolgreichen Zukunft von ZF. Mein besonderer Dank gilt außerdem den Vertretern der Anteilseigner und den Mitgliedern des Aufsichtsrats, die sich intensiv mit den wichtigen Unternehmensfragen befasst und wichtige Entscheidungen hinsichtlich der Zukunftssicherung von ZF aktiv begleitet haben. Für 2015 erwarten wir in den für ZF relevanten Branchen eine positivere Entwicklung als im Berichtsjahr. Die konjunkturellen Aussichten sind nicht nur bei Pkw und Nutzfahrzeugen, sondern auch bei Arbeitsmaschinen etwas besser. Wir erwarten deshalb auch für 2015 wieder ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich. Die Investitionen werden auf dem Niveau des Berichtsjahres verbleiben. Das Ergebnis wird sich unserer Ein­schätzung nach aufgrund der angenommenen positiven Markt­ entwicklung leicht verbessern. Das mittelfristige Renditeziel für den Konzern liegt unverändert bei 6 % vom Umsatz. Der ZF-Konzern wurde vor nunmehr 100 Jahren gegründet und hat sich seither zu einem der großen globalen Technologiekonzerne entwickelt. Dieses Jubiläum ist für uns Anlass, gemeinsam mit unseren Partnern und Mitarbeitern auf unsere erfolgreiche und wechselvolle Geschichte zurückzublicken und gleichzeitig die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Mit der Umsetzung unserer Zukunftsstrategie „ZF 2025“ und der anstehenden Integration von TRW werden wir auch im Jubiläumsjahr erfolgreich daran arbeiten. Friedrichshafen, März 2015

Dr. Stefan Sommer Vorsitzender des Vorstands

VORSTAND 4

Rolf Lutz

Dr. Konstantin Sauer

Jürgen Holeksa

geboren 1952 in Tübingen, Baden-Württemberg

geboren 1959 in Heilbronn, Baden-Württemberg

geboren 1965 in Dinslaken, Nordrhein-Westfalen

Qualität, Nutzfahrzeugtechnik, Südamerika

Finanzen, Informatik, M&A

Personal, Arbeitsdirektor, Governance, Dienst­ leistungsgesellschaften, Asien-Pazifik

MANAGEMENT Vorstand

5

Michael Hankel geboren 1957 in Bad Wildungen, Hessen Produktion, PkwAntriebstechnik, Pkw-Fahrwerktechnik, Elektronische Systeme

Dr. Stefan Sommer Vor­sitzender des Vorstands geboren 1963 in Münster, Nordrhein-Westfalen

Wilhelm Rehm

Markt, Forschung und Entwicklung, ZF Services

Materialwirtschaft, Industrietechnik

geboren 1958 in Heidenheim a. d. Brenz, Baden-Württemberg

Dr. Franz Kleiner1) (seit  1.  Januar 2015) geboren  1959 in Wangen im Allgäu, Baden-Württemberg Nordamerika 1) nicht auf dem Foto

BERICHT DES AUFSICHTSRATS 6

Das Jahr 2014 stand für den ZF-Konzern und den Aufsichtsrat – neben der erneut erfreulichen wirtschaftlichen Entwicklung – ganz im Zeichen der Aktivitäten im Zusammenhang mit der beabsichtigten Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens TRW Automotive Holdings Corp. sowie den sich daraus ergebenden Herausforderungen für alle Beteiligten. Die uns als Aufsichtsrat im Berichtsjahr nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben und Pflichten haben wir auch im Geschäftsjahr 2014 umfassend und mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben die Tätigkeit des Vorstands, wie nachfolgend berichtet, überwacht und waren in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden. Der Aufsichtsrat trat während des Jahres 2014 zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen, in denen der Vorstand regelmäßig über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen aktuellen und auch strategisch bedeutsamen Themen berichtete. Zudem beriet der Aufsichtsrat in drei außerordentlichen Sitzungen, die zum Teil mit Zustimmung aller Beteiligten als Telefonkonferenz geführt wurden, über wesentliche und dringliche Themen. Der Aufsichtsrat diskutierte in den jeweiligen Sitzungen ausführlich die vom Vorstand erarbeitete Strategie „ZF 2025“. Kernelemente sind unter anderem die weitere ausbalancierte globale Marktdurchdringung, Produktinnovationen sowie die Fokussierung auf strategisch und finanziell attraktives Neugeschäft. Den breitesten Raum in den Beratungen nahm insbesondere im zweiten Halbjahr das Thema TRW ein, das bereits als Folge der Umsetzung der Strategie zu werten ist. In einer zweitägigen Sondersitzung am 30. und 31. Juli 2014 ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend über das Projekt, dessen Hintergründe, die strategische Zielrichtung und die vorgesehene Finanzierung informieren. Nach intensiven Beratungen und Diskussionen wurden die vom Vorstand vorgenommene Bewertung und das Vorgehen bei der Finanzierung als angemessen und begründet angesehen. Die industrielle Logik des Zusammenschlusses überzeugt und bietet für ZF neue interessante, aber ebenso nachhaltige Perspektiven. Der Aufsichtsrat stimmte der vorgesehenen Transaktion, der dafür geplanten Finanzierung und dem Abschluss aller damit im Zusammenhang stehenden Verträge auf Basis dieser strukturierten Entscheidungsfindung zu, mit der das Gremium seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist.

MANAGEMENT Bericht des Aufsichtsrats

7

In den nachfolgenden Sitzungen wurden erste Überlegungen des Vorstands zur späteren Integration von TRW diskutiert. Der Aufsichtsrat begrüßte das Aufsetzen eines robusten Konzepts mit einem Integrations­ team unter Einbindung aller Ressorts und Divisionen. Eine intensive und transparente Kommunikation der Vorgehensweise mit dem Ansatz „Best of Both“ der beiden Unternehmensphilosophien wird als entscheidend angesehen. In diesem Zusammenhang wurde in der Sitzung im Dezember auch die Struktur des neuen Vorstandskonzepts vorgestellt, das zunächst die Erweiterung des Vorstands von sechs auf sieben Mitglieder vorsieht. Daher bestellte der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Januar 2015 Dr. Franz Kleiner zum Mitglied des Vorstands mit Zuständigkeit für die Region Nordamerika. Zudem wurde Peter Lake, bisher Mitglied im Top-Management von TRW, unter der aufschiebenden Bedingung des Closings TRW mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 zum Mitglied des Vorstands mit Verantwortung für das Ressort Markt bestellt. Damit wurde zugleich ein wichtiges positives Signal an die Belegschaft von TRW gerichtet. Weitere bedeutende Themen in den Beratungen des Aufsichtsrats waren der Beschluss zum Verkauf des 50 %igen Anteils von ZF an der ZF Lenksysteme GmbH sowie die Statusberichte zum Verkauf des Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff, der mit Wirkung zum 1. September 2014 vollzogen wurde. Außerdem wurden die vom Vorstand berichteten Sondereffekte aus dem Anlauf des US-Werks Gray Court, South Carolina, sowie die negativen Einflüsse aus der Ukraine-Krise auf die Geschäfte von ZF und die anhaltende Marktschwäche in Südamerika im Gremium diskutiert. Der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats behandelte in seinen Sitzungen insbesondere die strategische Ausrichtung des ZF-Konzerns, Personalthemen des Vorstands und der Divisions­leitungen wie auch die Nachwuchsförderung, die Nachfolgeplanung und die Human-Resources-Strategie insgesamt. Der Prüfungsausschuss ließ sich in der Sitzung am 3. April 2014 vom Abschlussprüfer ausführlich über die Ergebnisse der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses informieren und diskutierte diese sowie die Herausforderungen von ZF im Finanzbereich mit dem Vorstand. In den weiteren beiden Sitzungen befasste sich das Gremium mit der Compliance-Organisation, dem Risikomanagementsystem, dem internen Kontrollsystem und der operativen Planung. Über die wesentlichen Themen und die Tätigkeit in ihren Gremien berichteten die Vorsitzenden der beiden Ausschüsse, Herr Prof. Dr. Behr und Frau Dr. Haase, jeweils in den darauffolgenden Sitzungen des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat stimmte den vom Vorstand erläuterten Leitplanken der strategischen Planung, die die langfristige Entwicklung und die Sicherung von ZF und deren Standorten im Fokus hat, ebenso zu wie der operativen Planung mit den Hauptthemen kritische Business Units, Kosten­orientierung und Investitionsstrategie. Diese Strategien zeigen ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Profil, wobei nicht das Wachstum, sondern die Profitabilität und der Cashflow mit dem Ziel der schnellen Entschuldung im Vordergrund stehen.

8

Im Aufsichtsrat hat es 2014 folgende Veränderungen gegeben: Mit Wirkung zum 30. Juni 2014 ist Helmut Petri aus Altersgründen nach neun Jahren, davon sechs Jahre als Mitglied des Personal- bzw. Präsidialausschusses, aus dem Gremium ausgeschieden. Als Nachfolgerin wurde von den Gesell­schaftern Frau Prof. Dr. Dr. Claudia Eckert gewählt. Der langjährige stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Johann Kirchgässner hat am 6. Juli 2014 nach 22 Jahren, davon neun Jahre als Mitglied des Personalbzw. Präsidialausschusses, aufgrund seines Übertritts in den Ruhestand sein Mandat niedergelegt. Für die verbleibende Amtsdauer des Aufsichtsrats wurde Achim Dietrich-Stephan als Vertreter der Arbeitnehmer zum Mitglied gewählt. Das Amt des stellver­tretenden Aufsichtsratsvorsitzenden wurde in der Sitzung am 9. Juli 2014 von Frank Iwer übernommen. Der Aufsichtsrat sprach den beiden ausgeschiedenen Mitgliedern seinen Dank für die langjährige engagierte und vertrauensvolle Mitarbeit aus. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der ZF Friedrichshafen AG und der gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 sowie die dazugehörenden Lage­berichte wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der für den Abschluss handelnden Personen überzeugt. Bei den Beratungen über den Jahres- und Konzernabschluss berichtete der verantwortliche Abschlussprüfer ausführlich über die wesentlichen Prüfungsergebnisse und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich intensiv mit den vorgetragenen Informationen, den ergänzenden Ausführungen der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und den vom Vorstand vorgelegten Unterlagen. Er stimmte am 9. März 2015 auf Basis seiner eigenen Prüfung den Prüfungsergebnissen ohne Einwendungen zu. Auf der Basis seiner eigenen Prüfung hat sich der Aufsichtsrat der Empfehlung des Prüfungsausschusses und dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Der Jahresabschluss der ZF Friedrichshafen AG wurde festgestellt, der Konzernabschluss gebilligt, dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt und die vor­bereitenden Beschlüsse für die Hauptversammlung gefasst. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretern für ihre hervorragende Leistung, mit der sie sich den großen Herausforderungen gestellt und den Erfolg des Unternehmens auch im vergangenen Jahr ermöglicht haben. Friedrichshafen, den 9. März 2015

Für den Aufsichtsrat Prof. Dr. Giorgio Behr Vorsitzender

GREMIEN DER GESELLSCHAFT 9

Aufsichtsrat Prof. Dr. Giorgio Behr, Buchberg, Schweiz, Vorsitzender, Präsident und Inhaber der BBC Group, Villmergen, Schweiz Johann Kirchgässner 1) (bis 6. Juli 2014), Friedrichshafen, stellv. Vorsitzender, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen Frank Iwer1), Stuttgart, stellv. Vorsitzender, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg Jörg Ammon1), Salem, Leiter Fertigung Räder und Wellen der ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen Ernst Baumann, Münsing, ehemaliges Vorstandsmitglied der BMW AG, München Matthias Beuerlein1) (seit 30. Januar 2015), Volkach, Teamleiter Einkauf Betriebsbedarfe Standort Schweinfurt der ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen Andreas Brand, Friedrichshafen, Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen Jürgen Bunge1), Lemförde, Vorsitzender des Standortbetriebsrats Lemförde der ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen Achim Dietrich-Stephan1) (seit 6. Juli 2014), Kressbronn, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen Prof. Dr. Dr. Claudia Eckert (seit 9. Juli 2014), München, Lehrstuhl für Sicherheit in der Informatik, Technische Universität München, München Dr. Margarete Haase, Köln, Mitglied des Vorstands der DEUTZ AG, Köln

1) Vertreter der Arbeitnehmer

Hans-Georg Härter, Salzweg, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen Peter Kippes1), Schweinfurt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Schweinfurt

Vorstand Dr. Stefan Sommer, Meersburg, Vorsitzender, Markt, Forschung und Entwicklung, ZF Services

Dr. Joachim Meinecke, Freiburg, Rechtsanwalt

Michael Hankel, Eschborn, Produktion, Pkw-Antriebstechnik, Pkw-Fahrwerktechnik, Elektronische Systeme

Oliver Moll1), Schweinfurt, Vorsitzender des Standortbetriebsrats Schweinfurt der ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen

Jürgen Holeksa, Friedrichshafen, Personal, Arbeitsdirektor, Governance, Dienstleistungsgesellschaften, Asien-Pazifik

Martin Ocker1) (bis 30. Januar 2015), Schwäbisch Gmünd, Betriebsrat der ZF Lenksysteme GmbH, Schwäbisch Gmünd

Dr. Franz Kleiner (seit 1. Januar 2015), Passau, Nordamerika

Jürgen Otto, Coburg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose GmbH, Coburg Dr.-Ing. Franz-Josef Paefgen, Ingolstadt, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Bentley Motors Ltd., Crewe, Großbritannien Helmut Petri (bis 30. Juni 2014), Grafenau, ehemaliges Mitglied im Bereichsvorstand Mercedes-Benz Cars der Daimler AG, Stuttgart Vincenzo Savarino1), Friedrichshafen, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle FriedrichshafenOberschwaben Wolfgang Schuler1), Riegelsberg, Vorsitzender des Standortbetriebsrats Saarbrücken der ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen Hermann Sicklinger1), Thyrnau, Vorsitzender des Standortbetriebsrats Passau der ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen Weidong Xu, Castrop-Rauxel, Vice General Manager der Shanghai PRIME (HK) Investment Management Co., LTD., Shanghai, China

Rolf Lutz, Friedrichshafen, Qualität, Nutzfahrzeugtechnik, Südamerika Wilhelm Rehm, Höchstädt Materialwirtschaft, Industrietechnik Dr. Konstantin Sauer, Überlingen, Finanzen, Informatik, M&A

Generalbevollmächtigter Andreas Hartmann, Köln

HIGHLIGHTS 2014 10

WEGWEISENDE ENTSCHEIDUNGEN ZF erklärt im September, das US-amerikanische Zuliefer­ unternehmen TRW übernehmen zu wollen. Im November

stimmt eine deutliche Mehrheit der TRW-Aktionäre der Übernahme durch die ZF Friedrichshafen AG zu.

Global Footprint

JANUAR ZF Kama eröffnet ein neues Produktionsgebäude für Nutzfahrzeuggetriebe in Naberezhnye Chelny (Russland). FEBRUAR Grundsteinlegung für das ZF Forum, die neue Konzern­ zentrale in Friedrichshafen (Deutschland).

OKTOBER Mit der Beijing Automotive Industry Corporation (BAIC) gründet ZF ein Joint Venture zur Entwicklung und Montage von Pkw-Achssystemen in Peking (China).

MÄRZ Baubeginn des neuen Gemeinschaftswerks am Standort Pune (Indien) für die ZF-Divisionen Pkw-Antriebstechnik, Nutzfahrzeugtechnik sowie ZF Services.

JULI ZF beginnt, seine Zentrale für China und die Marktregion Asien-Pazifik am Standort Shanghai (China) massiv zu erweitern.

Zukunft der Logistik Als einer der Initiatoren und Namensgeber präsentiert ZF in Brüssel die „ZF-Zukunftsstudie Fernfahrer 2.0“. Sie baut auf einer ersten ZF-Fernfahrerstudie aus dem Jahr 2012 auf und befasst sich mit den Auswirkungen des gesellschaftlichen Werte­ wandels auf den Beruf des LkwFahrers. Ebenso beleuchtet sie künftige Trends wie die stärkere Industrialisierung der Logistik­ branche und benennt Konsequenzen sowie Handlungsbedarf für die Unternehmen.

ADAPTIVES DÄMPFUNGSSYSTEM

CDC 1XL Eine Weiterentwicklung des adaptiven Dämpfungssystems CDC (Continuous Damping Control) geht erstmals im neuen Honda Civic Tourer in Serie: CDC 1XL (sprich: „one axle“) setzt nur an der Hinterachse an. Gerade dort schwankt bei Pkw der Kleinwagen- und Kompaktklasse die Achsbelastung stark. Entsprechend viel Komfort und Sicherheit bringt das adaptive Dämpfungs­system von ZF.

MANAGEMENT Highlights 2014

11

IAA 2014

Innovation Truck,

Zur IAA 2014 präsentiert ZF den   einen 25 Meter langen Lkw, der dank eines Rangierassistenten mittels Tablet rangiert werden kann – fingerleicht und von außerhalb der Fahrerkabine. Möglich wird dies durch die Vernetzung von innovativer Antriebs- und Lenkungstechnik sowie Tele­matik. Damit steht der Innovation Truck im Mittelpunkt eines wegweisenden Konzepts für die Logistik von morgen.

Zweite Generation

8HP

Höhere Verbrauchs- und CO2-Einspar­potenziale bei mehr Fahrkomfort und Dynamik: Diese Vorteile kennzeichnen das erfolgreiche 8-Gang-Automatgetriebe bereits seit dem Produktionsbeginn im Jahr 2009. Seit Juli 2014 ist die zweite Generation des 8HP auf dem Markt, bei der all diese Pluspunkte dank einer Reihe von Optimierungen noch stärker ausgeprägt sind.

AUS GEZ EICH NET

PREISE 2014 Doppelerfolg in Südkorea: Hyundai Kia Motor Company (HKMC) zertifiziert die ZF-Forschungsund Entwicklungskompetenzen vor Ort und dekoriert die ZFTochtergesellschaft in Changwon City mit dem „Supplier of the Year Award“. In den Leserumfragen der „Auto Bild“, der „auto motor und sport“ sowie der „Auto Zeitung“ behauptet ZF seinen Spitzenplatz in der Kategorie „Getriebe“.

Das 9-Gang-Automatgetriebe für Pkw erhält den PACE Award der US-Zeitschrift „Automotive News“. Ein von ZF entwickelter rein elektrischer Pkw-Antrieb sichert sich den „eCarTec-Award 2014“ und damit den Bayerischen Staatspreis für Elektro- und Hybrid-Mobilität. Eine Expertenjury verleiht ZF für die Elektroportalachse AVE 130 für Hybrid- und Elektrobusse den „Internationalen busplaner Nachhaltigkeitspreis 2015“.

CORPORATE STATEMENT 12

Zukunft verantwortlich gestalten

Unsere Begeisterung für innovative Produkte und Prozesse und das kompromisslose Streben nach Qualität haben uns zu einem weltweit führenden Technologiekonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik gemacht. Wir leisten unseren Beitrag zur nach­haltigen Gestaltung der Zukunft durch neuartige technologische Lösungen mit dem Ziel, die Mobilität zu verbessern, die Effizienz unserer Produkte und Systeme zu steigern und Ressourcen zu schonen. Unsere Kunden aus dem Automobil- und dem Industriesektor schätzen unsere konsequente Ausrichtung auf Produkte und Leistungen mit einem hohen Kundennutzen. Im Fokus unserer Arbeit steht die Verbesserung von Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit, Dynamik, Sicherheit und Komfort. Gleichzeitig streben wir nach ständiger Verbesserung der Geschäftsprozesse und Serviceleistungen. Als global agierender Konzern reagieren wir schnell und flexibel auf sich ändernde regionale Marktanforderungen unter der Vorgabe, stets ein wettbewerbsfähiges Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Unsere Unabhängigkeit und finanzielle Solidität sind die Grundlagen für den langfris­tigen Unternehmenserfolg. Mit unserer Ertragskraft ermöglichen wir die notwendigen Investitionen in neue Produkte, Technologien und Märkte und sichern so die Zukunft unseres Unternehmens im Interesse unserer Kunden, Marktpartner, Mitarbeiter und der Eigentümer von ZF. Unsere Tradition und Werte bestärken unsere unternehmerischen Entscheidungen. Sie sind Verpflichtung und Ansporn zugleich für einen verlässlichen und respektvollen Umgang mit Kunden, Marktpartnern und Mitarbeitern. Die Einhaltung der vor Ort geltenden Bestimmungen und Gesetze wird durch unsere weltweite ComplianceOrganisation sichergestellt. Wir übernehmen Verantwortung für die Gesellschaft und den Schutz der Umwelt an allen unseren Standorten. Unsere Mitarbeiter weltweit kennen uns als zukunftsfähigen und fairen Arbeitgeber, der attraktive berufliche Perspektiven bietet. Wir schätzen die vielfältigen kulturellen Prägungen unserer Mitarbeiter, ihre Kompetenz und Leistungsmotivation. Ihr ziel­ gerichtetes Engagement für ZF über Bereichs- und Standortgrenzen hinweg prägt unsere Unternehmenskultur und ist der Schlüssel unseres Erfolgs.

ZF-Technologie schafft Mehrwert. Sie unterstützt Menschen, die etwas bewegen wollen oder die ein Höchstmaß an effizienter Mobilität erfahren möchten. Und das auf vielfältige Weise. Dieser Anspruch ist unser Leitsatz.

14

FIT FÜR DIE ZUKUNFT DIE VERGANGENHEIT IST ERST DER ANFANG. ZF feiert sein 100-jähriges Bestehen und schreibt zugleich seine Erfolgs­geschichte weiter – mit strategischen Weichen­stel­lungen, innovativen Produkten und motivierten Mitarbeitern.

15

MARKTDURCHDRINGUNG

16

DYNAMISCH WACHSEN FÜHRUNGSROLLE

20

KONSEQUENT VORDENKEN PRODUKTVIELFALT

24

VIELFÄLTIG ENTWICKELN UNABHÄNGIGKEIT

28

UNABHÄNGIG HANDELN ARBEITGEBERPOSITION

32

INDIVIDUELL FÖRDERN

MARKTDURCHDRINGUNG

16

EINEN WACHSTUMSMARKT erkennt man oft schon auf den ersten Blick – so auch hier beim Bau des Handels­zentrums im chinesischen Suzhou nahe Shanghai. ZF hat in der Nähe bereits Standorte – und kann so von der wirtschaftlichen Dynamik profitieren.

DYNAMISCH WACHSEN

FIT FÜR DIE ZUKUNFT 17

MARKTDURCHDRINGUNG

18

Auf internationalen Messen wie der IAA ist ZF mit seinem Portfolio präsent.

Im ZF Engineering Center in Shanghai arbeiten mehr als 480 Mitarbeiter.

Über 650 Servicepartner weltweit gewährleisten die Versorgung mit ZF-Ersatzteilen.

Dank ZF-Technik lassen sich Verkehrskonzepte – etwa „Bus Rapid Transit“ in Megacitys – besonders kostengünstig umsetzen.

FIT FÜR DIE ZUKUNFT 19

Chancen nutzt man besser intelligent. Der Aufbau neuer ZF-Standorte bindet Kapital und Mitarbeiter. Dynamisches Wachstum bedeutet für uns deshalb nicht nur, neue Werke zu bauen. Wir verstehen es, Kompetenzen und Produktionskapazitäten flexibel auszubalan­cieren. Mit unserem weltweiten Entwicklungs-, Produktions-, Service- und Lieferantennetzwerk gelingt uns das auch über Landesgrenzen und Kontinente hinweg.

ENGINEERING CENTER SHANGHAI VOR ORT ENTWICKELN

Welche Elektronikstandards haben Fahrzeuge in den Emerging Markets? Welches ZF-Automat­ getriebe passt am besten dazu? Mit welchen Änderungen? Und wie schnell können diese vor Ort vorgenommen werden? Diese Fragen umschreiben beispielhaft, was „Lokalisierung“ und „Applikationsentwicklung“ bedeuten können. Und es wird eines klar: In einem sich rasch verändernden, dynamisch wachsenden Markt wie China müssen solche Fragen schnell und möglichst vor Ort

entschieden werden. ZF kann das, denn seit 2005 gibt es das Engineering Center Shanghai, dessen mehr als 480 Mitarbeiter vor Ort alle Divisionen und Business Units unterstützen. Der Grund­ gedanke des „Localizeering“ (ein Mischwort aus Localization und Engineering) ist im Boom-Markt China stärker gefragt denn je. Deshalb hat ZF für sein Engineering Center Shanghai, das Teil des weltweiten Entwicklungsnetzwerks von ZF ist, umfang­ reiche Wachstumspläne.

FÜHRUNGSROLLE

20

IN WELCHE RICHTUNG entwickelt sich die Mobilität der Zukunft? Und welche Technologien werden dann besonders interessant sein? Mit unseren Innovationsprozessen schauen wir weit nach vorne und berücksichtigen auch langfristige gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends. So haben wir heute schon ein ziemlich klares Bild davon, wie Menschen und Güter in der Zukunft unterwegs sein werden.

KONSEQUENT VORDENKEN

FIT FÜR DIE ZUKUNFT 21

FÜHRUNGSROLLE

22

Motorsport als ultimativer Härtetest. Hier muss sich auch die DTM-Kupplung von ZF beweisen.

2,4 Millionen 8-GangAutomatgetriebe stellt ZF pro Jahr am Standort Saarbrücken her.

Als erster europäischer Zulieferer startete ZF 2007 die Serienproduktion von Hybridmodulen.

FIT FÜR DIE ZUKUNFT 23

Zielkonflikte sind uns vertraut. Vor allem dann, wenn sie zu den Spielregeln der Branche gehören: Der Markt fordert Innovationen, die Kunden erwarten Mehrwert, und das alles soll bezahlbar bleiben. Unser Platz ist daher in der Mitte dieses „magischen Dreiecks“: als Technologie-, Markt- und Kostenführer.

MODULARISIERUNG VON PRODUKTEN IM BAUKASTEN FLEXIBLER

Der Begriff „Baukasten“ löst nicht nur bei Kindern Freude aus. Bei Betriebswirten, Kunden und bei ZF-Inge­nieuren ebenfalls. Für uns bietet die Modularisierung – so der korrekte Fachbegriff – nämlich jede Menge Chancen: mehr Markt­anteile, mehr Umsatz und höhere Effizienz bei der Produktion. Deshalb werden viele ZFProdukte schon von Beginn an als Bau­kastensystem konzipiert. So etwa das 8-Gang-Automatgetriebe. Mit einem Grundgetriebe können mehrere Getriebetypen realisiert werden – vom konven­

tionellen Stufenautomatgetriebe mit oder ohne Start-StoppSystem bis zum Plug-in-Hybrid­ getriebe. Jeder dieser Getriebe­ typen lässt sich außerdem auch als Allradsystem konfigurieren. Ähnlich beim neuen Nutzfahrzeug-Getriebesystem TraXon: ZF bietet das Grundgetriebe mit Trockenkupplung, mit Doppelkupplungsmodul, aber auch mit Hybridmodul an. Damit decken wir eine enorme Breite von Marktbedürfnissen ab – und nutzen Chancen, die ein isoliertes Einzelprodukt nie bieten würde.

PRODUKTVIELFALT

24

DIE AUTOMOBILENTWICKLUNG ist eine Welt der unterschiedlichen Geschwindigkeiten: Evolutionäre Weiterentwicklungen stehen neben revolutionären Neuansätzen – auch bei ZF. Für die Zukunft der Mobilität ist das eine so wichtig wie das andere.

VIELFÄLTIG ENTWICKELN

FIT FÜR DIE ZUKUNFT 25

PRODUKTVIELFALT

26

In vielen Pkw helfen ZF-Produkte, den Kraftstoffverbrauch zu senken.

Die elektronische Steuerung für das 9-Gang-Automatgetriebe von ZF.

Mit alternativen Werkstoffen – wie hier glasfaserverstärktem Kunststoff – macht ZF Fahrzeuge leichter.

ZF Innovation Truck: Die intelligente Vernetzung von Antrieb, Lenkung und Telematik macht neue Logistikkonzepte möglich.

FIT FÜR DIE ZUKUNFT 27

ZF-Produkte finden sich überall, wo Menschen und Güter bewegt werden – vom Pkw über den Stadtbus bis zur Baumaschine oder der MarineAnwendung. In all diesen Feldern vollzieht sich aktuell ein Wandel zu elektrischen Antrieben, zu noch mehr Energieeffizienz, zum autonomen Fahren. Unsere Strategie ist darauf eingestellt: Schon heute bieten wir praktikable Konzepte für alle Zukunftsthemen, indem wir unsere Kompetenzen bündeln und vernetzen.

ZF INNOVATION TRUCK UM LÄNGEN VORAUS

Ein Lkw von 25 Metern – bewegt mit einem Finger: Möglich wird das, weil ein intelligentes Prototypen-Steuergerät das Getriebesystem TraXon Hybrid (für geräuschloses und lokal emissionsfreies Rangieren), die systemfähige Überlagerungslenkung Servotwin und das Telematiksystem Openmatics (mit speziellen Sensoren im und um den Truck) perfekt mitein­ ander vernetzt. Von den komplexen Vorgängen in der Fahrzeugtechnik bekommt der Nutzer allerdings nichts mit. Alles, was er zum Fernsteuern

des Innovation Truck benötigt, ist die kinderleicht zu bedienende Rangier-App. Einfach auf dem Tablet Fahrstufe und Manövriertempo im Bildschirmmenü auswählen und dann das Truck-Symbol mit dem Finger ziehen. Der „echte“ Truck folgt diesen Bewegungen. Damit wird das Rangieren zum Kinderspiel. Der Innovation Truck von ZF verbindet so intelligente Antriebsund Lenkungstechnik sowie Telematik zu einem wegweisenden Konzept für die Logistik von morgen.

UNABHÄNGIGKEIT

28

SEINEN WEG GEHEN, konsequent, mit weiter Sicht und ohne Umwege: Das bedeutet wirtschaftliche Unabhängigkeit für ZF. Denn künftiges Wachstum muss aus eigenen Erträgen und profitablem Geschäft finanziert werden.

UNABHÄNGIG HANDELN

FIT FÜR DIE ZUKUNFT 29

UNABHÄNGIGKEIT

30 Der Aufbau des Getriebewerks in Gray Court, South Carolina (USA), war mit knapp 500 Mio. € die größte Einzelinvestition in der ZF-Geschichte.

Komplette Pkw-Achssysteme fertigt ZF an 15 Standorten in acht Ländern der Erde. Der Neueste steht in Peking (China) und wurde 2014 eröffnet.

FIT FÜR DIE ZUKUNFT 31

ZF hat einen langen Atem: Viele unserer heute wirtschaftlich erfolgreichen Spitzenprodukte gibt es deshalb, weil wir lange vorher in Entwicklung und Produktionsflächen oder in die Übernahme von Unternehmen investiert haben. Dieser strategische Weitblick setzt finanzielle Unabhängigkeit voraus – aber auch finanzielle Fitness. Die verordnet sich ZF durch seine Zielvorgaben und durch seine Ansprüche an profitables Wachstum selbst.

18.415

ZF-UMSATZENTWICKLUNG SEIT 2000

18.000

 6.000

12.907

 8.000

2008

2010

6.113

10.000

12.501

9.169

12.000

10.037

14.000

11.659

16.000

15.526

20.000

 4.000  2.000   0 2000

2002

1) Ab 2012 um ZF Lenksysteme angepasst.

2004

2006

20121)

2014

ARBEITGEBERPOSITION

32

„EXZELLENZ“ war früher eine Anrede für Adelige. Heute ist es ein Synonym für Herausragendes. Nicht nur im Stadtbild, auch für besondere Leistungen von Unternehmen. Die hängt auch von motivierten, begabten, also exzellenten Mitarbeitern ab. Und die sind nicht so leicht zu finden wie Herausragendes in der Architektur.

INDIVIDUELL FÖRDERN

FIT FÜR DIE ZUKUNFT 33

ARBEITGEBERPOSITION

34

Info-Austausch mit dem CEO: ZF ist geprägt von einer Kultur des Miteinander.

Dem Ingenieur-Nachwuchs auf der Spur: ZF sponsert die Formula Student.

Qualifizierte Fach- und Führungskräfte für morgen findet ZF oft in den eigenen Reihen.

Schüler für Technik faszinieren: Das ist das Konzept der „Wissenswerkstatt“, die ZF an mehreren Standorten unterstützt.

FIT FÜR DIE ZUKUNFT 35

Qualität, Innovation und Business Excellence – all das entsteht in unseren Teams an den ZF-Standorten weltweit. Ein starkes Unternehmen wird getragen von starken Mitarbeitern, die strategische Ziele als Chance begreifen und sie in ihrem Umfeld umsetzen. ZF positioniert sich aus diesem Grund als mitarbeiterorientiertes Unternehmen. Dieses Arbeitsklima und dieses Image als attraktiver Arbeitgeber sichern wesentlich unsere Wettbewerbsposition.

GRAF-VON-SODEN-ERFINDUNGSPREIS DER MENSCHLICHE FAKTOR

Von Alfred Graf von Soden-Fraunhofen, dem ersten ZF-Geschäftsführer, späteren Vorstand und Firmenlenker, ist bekannt, dass er sehr viele eigene Ideen, Erfindungen und Patente in die Waagschale warf, um dem jungen Unternehmen ZF in den harten Anfangsjahren zum Erfolg zu verhelfen.

wegweisende Technologien, um aktuellen und künftigen Herausforderungen in der Antriebs- und Fahrwerktechnik zu begegnen. Um das zu honorieren, werden jedes Jahr im Mai die besten Erfindungen der ZF-Mitarbeiter aus dem zurückliegenden Jahr mit dem Graf-von-Soden-Erfindungspreis geehrt.

Er ist also der ideale Namens­ patron für einen ZF-Erfindungspreis. Denn auch 100 Jahre nach der ZF-Gründung ist ein Faktor wichtig für die Innovationskraft unseres Unternehmens: Die Ideen für Innovationen entspringen nach wie vor den Köpfen von Menschen. Mitarbeiter von ZF entwickeln kontinuierlich

Dieses Potenzial hilft uns, den Anspruch als Technologieführer umzusetzen. Das zeigt sich an einer beeindruckenden Zahl: Über 860 Patente konnte ZF allein im Jahr 2014 anmelden. Wir waren damit in der Statistik des Deutschen Patent- und Markenamts wie schon in den Jahren zuvor unter den Top Ten.

AUS DEM UNTERNEHMEN Auf den folgenden Seiten berichten wir über die Entwicklung der Divisionen und Geschäftsfelder des ZF-Konzerns. Die Divisionen Pkw-Antriebstechnik, Pkw-Fahrwerktechnik, Nutzfahrzeugtechnik und Industrietechnik umfassen die für die jeweilige Branche relevanten Geschäftsfelder mit Ausnahme der beiden eigenständigen Geschäftsfelder Elektro-­ nische Systeme und ZF Services.

38 PKW-ANTRIEBSTECHNIK  40 PKW-FAHRWERKTECHNIK  42 NUTZFAHRZEUGTECHNIK  44 INDUSTRIETECHNIK 46 ELEKTRONISCHE SYSTEME  47 ZF SERVICES  48 ZF-PRODUKTPROGRAMM

AUS DEM UNTERNEHMEN

37

Umsatz 1) in Mio. € 2014

2014 / 2013

Pkw-Antriebstechnik

6.742

+ 18  %

Pkw-Fahrwerktechnik

5.885

+ 7 %

Nutzfahrzeugtechnik

3.036

– 7 %

Industrietechnik

2.052

+ 8 %

640

+ 10 %

1.630

+ 12 %

152

+ 12 %

– Innenumsätze

-1.722

+ 1 %

ZF-Konzern

18.415

+ 9 %

2014

2013

Pkw-Antriebstechnik

576

541

Pkw-Fahrwerktechnik

156

158

Nutzfahrzeugtechnik

96

113

Industrietechnik

61

50

Elektronische Systeme

41

32

ZF Services

10

14

Zentrale FuE, Hauptverwaltung und Dienstleistungsgesellschaften

65

46

1.005

954

2014

2014 / 2013

Pkw-Antriebstechnik

23.646

+ 17 %

Pkw-Fahrwerktechnik 3)

15.598

– 4 %

Nutzfahrzeugtechnik

13.146

– 9 %

Industrietechnik

8.759

+ 3 %

Elektronische Systeme

3.546

+ 16 %

ZF Services

3.512

+ 14 %

3.195

+ 16 %

71.402

+ 5 %

Elektronische Systeme ZF Services Zentrale FuE, Hauptverwaltung und Dienstleistungsgesellschaften

Investitionen in Mio. €

ZF-Konzern

Mitarbeiter 2)

Zentrale FuE, Hauptverwaltung und Dienstleistungsgesellschaften ZF-Konzern 1) Die folgenden Umsätze sind die in den Divisionen und in den Geschäftsfeldern konsolidierten Werte. 2) Mitarbeiterzahl gemäß IFRS-Regelung nach Verträgen. 3) Ohne Mitarbeiter des Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff und ohne Mitarbeiter AIBC.

38

Pkw-Antriebstechnik

6.742

23.646

Mitarbeiter

Umsatz Mio. €

576

Investitionen Mio. €

Das Jahr 2014 im Überblick

noch einmal gegenüber dem Vorjahr. Sie beliefen sich

Die Division Pkw-Antriebstechnik konnte ihren Umsatz

im Berichtsjahr auf rund 576 Mio. €. Ein wesentlicher Teil

gegenüber dem Vorjahr um 18 % steigern, vor allem

davon floss in das neue Getriebewerk in Gray Court im

bedingt durch die weiterhin positive Entwicklung im Pkw-

US-Bundesstaat South Carolina sowie in den Kapazitäts-

Premiumsegment. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um

aufbau im deutschen Werk Saarbrücken. Darüber hinaus

17 % auf 23.646 Personen, die an 22 Standorten weltweit,

wurden auch in allen anderen Geschäftsfeldern Maschinen

davon in drei Entwicklungszentren, arbeiten.

und Anlagen modernisiert und Kapazitäten erweitert.

Die zunehmende Bedeutung der Elektromobilität ist der

Forschung und Entwicklung / Produktinnovationen

Grund für die Mitte 2014 erfolgte Neugründung des

Die bis dato erfolgreiche Produktion von 6-Gang-Automat-

Geschäftsfelds Elektrische Antriebstechnik, das alle Akti-

getrieben in Saarbrücken lief im März 2014 nach ins­

vitäten der Division zur Elektri­fizierung von Antrieben

gesamt rund 7 Millionen produzierten Einheiten aus.

bündelt. Im zweiten Halbjahr 2014 wurde die dafür

Künftig werden diese Getriebe für namhafte Kunden

notwendige Organisation aufgebaut. Seit dem 1. Januar

im Werk Shanghai (China) gefertigt. Beim Serienanlauf

2015 agiert das Geschäftsfeld operativ innerhalb der

2001 in Saarbrücken war dies das weltweit erste 6-Gang-

Division Pkw-Antriebstechnik.

Automatgetriebe und wurde mit dem „PACE Award“ ausgezeichnet. Im Juli 2014 erfolgte die Serieneinführung

Marktsituation und Regionen

der zweiten Generation des 8-Gang-Automatgetriebes

Das starke Umsatzwachstum der Division war erneut auf

im BMW 5er. Es bringt eine Reduzierung des Kraft­

den hohen Absatz bei Fahrzeugen der oberen Mittelklasse

stoffverbrauchs bzw. der CO2-Emissionen um weitere

und Oberklasse zurückzuführen. Positiv wirkte außerdem

3 % im Vergleich zur ersten Generation mit sich. Für

der Hochlauf des neuen Automatgetriebewerks in Gray

inte­grierte E-Maschinen ist ebenfalls eine Hybridvariante

Court (USA). Als Treiber erwiesen sich, wie im Vorjahr,

auf den Markt gekommen. Im Iveco Daily, dem „Inter­

vor allem die Märkte in Asien und in den USA.

national Van of the Year 2015“, ist das 8-Gang-Automat­ getriebe von ZF erstmals in einem Nutzfahrzeug verbaut

Investitionen

worden. Auch hier überzeugt es durch Energieeffizienz

Um auch künftig an der positiven Marktentwicklung

und Fahrkomfort.

zu partizipieren, erhöhte die Division die Investitionen

AUS DEM UNTERNEHMEN DIVISIONEN UND GESCHÄFTSFELDER PKW-ANTRIEBSTECHNIK

39

Aus den Geschäftsfeldern

dabei alle Werke voll ausgelastet. Neuanläufe wurden

Automatgetriebe

erfolgreich umgesetzt und wesentliche Zukunftsprojekte

Der Standort dieses Geschäftsfelds in Saarbrücken war

wurden gewonnen.

weiterhin stark ausgelastet. Dabei lag der Fokus auf dem Hochlauf der zweiten Generation des 8-Gang-Automat­

Antriebsmodule

getriebes. Ein symbolischer Spatenstich erfolgte für das

Das Geschäftsfeld Antriebsmodule konnte seinen Umsatz

neue Verwaltungsgebäude, das ab 2015 gebaut wird.

abermals gegenüber Vorjahr erhöhen, wobei nicht alle Pro-

Auch im Werk Wellesweiler sowie im Distributions- und

duktlinien gleichermaßen ausgelastet waren. Im Bereich

Verpackungszentrum wurden die Kapazitäten erweitert.

Wandler profitierte das Geschäftsfeld von der starken

Für das neue Kundendienstzentrum von ZF Services am

Nachfrage nach 8-Gang-Automatgetrieben von ZF sowie

Standort Saarbrücken fand die Grundsteinlegung statt.

dem starken US-Markt mit einer hohen Nachfrage durch General Motors und Chrysler.

Der Standort Gray Court (USA) hat im vergangenen Jahr eine große Volumensteigerung von rund 80.000 Getrieben auf über 400.000 bewältigt. Um die Pro-

Enorme Volumensteigerung von rund 320.000 Getrieben am Standort Gray Court (USA).

zesse zu stabili­sieren und zu

Gusstechnologie Das Geschäftsfeld Gusstechnologie konnte seine Aus­ bringung abermals steigern. Schwerpunkte lagen auf der

optimieren sowie in Erwartung des weiterhin starken

Modernisierung sowie dem Kapazitätsaufbau der beste-

Volumenanstiegs leisten sowohl die Division als auch

henden Anlagen. In beiden Werken, Nürnberg und

weitere Konzernbereiche ihren Beitrag. In Strasbourg

Großblittersdorf (Frankreich), konnten durch die Moder-

(Frankreich) ist im Herbst 2014 die Lizenzfertigung von

nisierungsmaßnahmen der letzten Jahre Qualität und

8-Gang-Automatgetrieben durch Punch Powerglide

Ausbringung deutlich verbessert werden.

erfolgreich angelaufen. Seitdem wurden bereits mehr als 20.000 Getriebe produziert. Künftig sollen hier rund

Besondere Ereignisse

200.000 Getriebe pro Jahr gefertigt werden.

Das 9-Gang-Automatgetriebe von ZF wurde 2014 mit dem renommierten „PACE Award“ der „Automotive News“

Handschaltgetriebe / Doppelkupplungsgetriebe

ausgezeichnet. Das Getriebe überzeugte als Branchen-

Im Bereich der Handschaltgetriebe ist der Absatz, vor

neuheit durch höchste Effizienz, Kraftstoffersparnis und

allem bedingt durch den Hochlauf der 6-Gang-Handschalt-

kompaktes Design.

getriebe für die C-Klasse von Mercedes, gestiegen. Der Absatz im Bereich Doppelkupplungsgetriebe verblieb auf dem Niveau des Vorjahres. Im Rahmen der Renovierung

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015

des alten Verwaltungsgebäudes in Brandenburg sind

Auf Basis der Zahlen von 2014 und der weiteren erfreu­

90 neue Büroarbeitsplätze für die Produktentwicklung

lichen Marktaussichten sind auch die Prognosen für das

entstanden. Weitere Modernisierungsarbeiten betrafen

laufende Jahr positiv. Die Division Pkw-Antriebstechnik

die Fertigung. Außerdem wurden einige neue Anlagen,

erwartet für 2015 ein weiteres Wachstum. Damit ver­

wie die weitere Montagelinie für das 7-Gang-Doppel-

bunden ist ein weiterer moderater Personalaufbau, der

kupplungsgetriebe, in Betrieb genommen.

hauptsächlich die ausländischen Standorte betrifft. Herausforderungen werden auch in diesem Jahr die in

Achsgetriebe

fast allen Werken geplanten Volumensteigerungen dar-

Das Geschäftsfeld verzeichnete im Berichtsjahr ein

stellen, insbesondere im US-Werk in Gray Court.

starkes Wachstum. Im Vergleich zum Vorjahr waren

40

Pkw-Fahrwerktechnik

5.885

15.598

Umsatz Mio. €

Mitarbeiter

156

Investitionen Mio. €

Das Jahr 2014 im Überblick

Investitionen

Die Division Pkw-Fahrwerktechnik bündelt die Kompe-

Weltweit investierte die Division im letzten Jahr 156 Mio. €.

tenzen des Konzerns in der Fahrwerktechnologie für

Im Geschäftsfeld Fahrwerkkomponenten wurden diese für

Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Zum Produktportfolio

die Erweiterung von Produktionskapazitäten verwendet.

zählen komplette Vorder- und Hinterachssysteme,

Das Geschäftsfeld Achssysteme erhielt einen ersten

Fahrwerk- und Lenkungskomponenten, Dämpfer sowie

Auftrag für sogenannte Corner-Module aus Südamerika.

elektronische Dämpfer- und Fahrwerksysteme. Mit einer

Diese werden ab 2016 in Sorocaba (Brasilien) gefertigt.

Steigerung um 7 % gegenüber dem Vorjahr liegt der

Das Geschäftsfeld Dämpfungsmodule investierte in den

Umsatz von 5.885 Mio. € auf Planniveau. Die Zahl der

Aufbau eines zweiten Standorts für die Produktion von

Mit­arbeiter ist um 4 % auf 15.598 Personen zurück­

Stoßdämpfern in China.

gegangen. Dies ist insbesondere durch den Verkauf des Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff und der Tochter-

Forschung und Entwicklung / Produktinnovationen

firma AIBC bedingt.

Im Geschäftsfeld Achssysteme fanden 2014 vielversprechende Gespräche und Vertragsunterzeichnungen

Marktsituation und Regionen

für das Produkt AKC (Active Kinematics Control) und

Im Berichtsjahr war die Nachfrage nach den Produkten

die erste vollintegrierte elektrisch angetriebene Achse

der Division Pkw-Fahrwerktechnik unverändert positiv.

(electricTwistbeam) statt. Die beiden innovativen Pro-

Allerdings spitzt sich die Wettbewerbssituation immer

dukte werden bereits in Serie produziert bzw. stehen

mehr zu, so dass Produktentwicklungen, Prozesse und

kurz vor der Serienreife. Das Geschäftsfeld Fahrwerk-

Abläufe permanent überprüft und optimiert werden

komponenten erweiterte sein Produktportfolio um Kompo-

müssen. Nur so kann die führende Position und Wett­

nenten aus Kunststoff und sogenannten Organoblechen.

bewerbsfähigkeit gesichert werden. Die Nachfrage aus

In China konnte ein wichtiger Auftrag für einen aus

Europa war im Berichtsjahr eher verhalten. Als Wachs-

Blech geformten Fahrwerklenker gewonnen werden.

tumsmotoren fungierten hingegen Nordamerika und

Im Geschäftsfeld Dämpfungsmodule wurde ein neues

China. Die Märkte in Südamerika und Südostasien blieben

Konzept für ein Zug-Druck-unabhängiges Dämpfungs­

deutlich hinter den Erwartungen zurück.

system vorgestellt. Außerdem ging das Technikum „Modulares Stoßdämpferkonzept“ in Betrieb.

AUS DEM UNTERNEHMEN DIVISIONEN UND GESCHÄFTSFELDER PKW-FAHRWERKTECHNIK

41

Aus den Geschäftsfeldern

Besondere Ereignisse

Fahrwerkkomponenten

Neben zahlreichen weiteren Awards erhielt die

Trotz eines sehr angespannten Marktumfelds in Brasilien

Division 2014:

und Osteuropa konnte das Geschäftsfeld eine Umsatz-

∙∙ den „Supplier Excellence Award“ von General Motors

steigerung gegenüber dem Vorjahr erzielen. Weiterhin

für die Werke in Europa und den USA

positiv entwickelten sich die Absatzzahlen für Fahrwerk-

∙∙ den „Volvo Cars Quality Excellence Award“

komponenten in Europa und China, nicht zuletzt durch

∙∙ die „Customer Recommendation“ von Hyundai Mobis

zahlreiche Serienanläufe in diesen Regionen. Für globale

∙∙ den „Ford Q1 Award“ und „GM Supplier Quality

Fahrzeugplattformen konnten wichtige Serienaufträge

Excellence Award“ für das Werk Rayong (Thailand)

gewonnen werden.

∙∙ die Auszeichnung als „Best Plant 2014“ von PSA

Achssysteme

∙∙ den ZF-Konzernpreis „Innovation“ für das modulare

Peugeot Citroen für das Werk in Eitorf Der erste Achsmontagestandort von ZF in Duncan

Dämpferdesign

(USA) feierte 2014 sein 20-jähriges Jubiläum. Das Werk in Solihull (UK) feierte sein 10-jähriges Jubiläum.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015

Für zwei namhafte Kunden konnte ein Rahmenvertrag

Die Division Pkw-Fahrwerktechnik erwartet auch für das

für weltweite Achsen-Dauerlaufversuche als Dienstleis-

Geschäftsjahr 2015 eine positive Entwicklung.

tung in Deutschland, China und den USA abgeschlossen werden. Die Produktion der aktiven Hinterachskinematik AKC in Lebring (Österreich) hat sich mit hervorragenden

Nach einem Umsatzplus von 7 % gegenüber dem Vorjahr wird auch für 2015 eine positive Entwicklung erwartet.

Qualitätsergebnissen etabliert.

Schwerpunkte im Geschäftsfeld Achssysteme werden auf dem Produktionsstart in Chennai (Indien), diversen Anläufen von Projekten mit der aktiven Hinterachskinematik

Für die Entwicklung und Montage von Achssystemen

AKC sowie dem Produktionsstart für weitere Modell­

in China hat ZF zudem ein Joint Venture mit der Beijing

reihen in Peking (China) liegen.

Automotive Industry Corporation (BAIC) geschlossen. Das neue Werk in Peking soll 2018 mit 200 Mitarbeitern

Im Geschäftsfeld Fahrwerkkomponenten wird die Leicht-

in Betrieb gehen.

bau-Strategie noch weiter ausgebaut, insbesondere unter Nutzung des gewonnenen Know-hows in Kunststoff- und

Gummi & Kunststoff

Organoblech-Technologie.

Das Geschäftsfeld Gummi & Kunststoff wurde veräußert und ist am 1. September 2014 in die Boge Rubber &

In Newton (USA) läuft die Produktion eines Blechlenkers

Plastics Group übergegangen.

mit integriertem Kugelgelenk (SMiCA) an, in Deutschland erfolgt der Serienanlauf der Hybrid-Pendelstütze. Ein

Dämpfungsmodule

Fokus liegt außerdem auf der Ausweitung des Geschäfts

Der Umsatz des Geschäftsfelds entsprach 2014 den

im Bereich Lenkungskomponenten.

Planungen. Hauptwachstumstreiber bleiben die Regionen Nordamerika und Asien. Ein Highlight war der Start-

Das TechCenter Shanghai wird um regionale Entwick-

schuss für die Fertigung modularer Zweirohr­dämpfer

lungsaktivitäten für das Geschäftsfeld Dämpfungsmodule

und Federbeine. Außerdem hat sich das Motorrad­

erweitert. Ein neues Werk für Dämpfungsmodule wird

geschäft gerade im Bereich der geregelten Dämpfer sehr

in Shenyang (China) in Betrieb genommen. Der erste Aus-

positiv entwickelt. Nach eigener Einschätzung ist das

landsproduktionsstandort für semi-aktive Dämpfer im

Geschäftsfeld in diesem Segment sowohl Markt- als

Auto wird in Korea etabliert.

auch Technologieführer.

42

Nutzfahrzeugtechnik

3.036

13.146

Mitarbeiter

Umsatz Mio. €

96

Investitionen Mio. €

Das Jahr 2014 im Überblick

Um die Marktrückgänge zu kompensieren, lag der Fokus

Die Division Nutzfahrzeugtechnik konnte 2014 das hohe

der Division auf der Ausweitung der Präsenz in den

Umsatzniveau des Vorjahres nicht erreichen. Negative

anderen Regionen wie Asien und Nordamerika. Wie im

Wechselkurseffekte in Südamerika und konzerninterne

Vorjahr wurde dies durch den Ausbau internationaler

Umsatzverschiebungen führten in den Geschäftsfeldern

Produktionsstandorte vorangetrieben. In Indien ist die

Lkw- und Van-Antriebstechnik, Nkw-Antriebsstrang­

Serienproduktion in ein neues Werk verlegt worden. In

module sowie Nkw-Dämpfertechnologie zu geringeren

der Türkei vergrößerte sich die Kapazität im Bereich von

Umsätzen. In den Geschäftsfeldern Nkw-Fahrwerkmodule

Fahrwerkkomponenten durch eine Erweiterung der Pro-

sowie Achs- und Getriebesysteme für Busse wurden

duktionsflächen. Mit einer neuen Produktionshalle des

hingegen leichte Zuwächse erzielt.

Gemeinschaftsunternehmens ZF Kama stieg die Fläche für die Fertigung von Nutz­fahrzeuggetrieben in Russland

Insgesamt gingen nach einem positiven ersten Halbjahr die

signifikant an.

Auftragseingänge in der zweiten Jahreshälfte konjunkturbedingt zurück. Besonders stark wirkten sich die negativen

Zentrale Herausforderung in der Gewinnung von neuen

Entwicklungen in Europa, speziell Osteuropa und Russ-

Kundengruppen ist die Ausrichtung an den lokalen

land, aber vor allem auch in Südamerika aus. Diese Regi-

Marktanforderungen. In China beispielsweise wird neben

onen hatten im Vergleich zum Vorjahr mit gravierenden

dem internationalen Getriebespektrum auch die robuste

Einbrüchen zu kämpfen.

sogenannte „Value Line“ angeboten. Dabei handelt es sich um passgenaue Lösungen für die Wachstumsmärkte, in diesem Fall Getriebe, die sich vor allem durch Robustheit, einfache Bedienbarkeit sowie Kostenvorteile im direkten Marktvergleich auszeichnen. Ebenso werden Stoßdämpfer und Fahrwerkkomponenten speziell für den chinesischen Markt hergestellt.

AUS DEM UNTERNEHMEN DIVISIONEN UND GESCHÄFTSFELDER NUTZFAHRZEUGTECHNIK

43

Forschung und Entwicklung / Produktinnovationen

Besondere Ereignisse

Einen großen Stellenwert hatten im Geschäftsjahr 2014

Die hohe Innovationskraft belegen zudem zahlreiche

auch die Entwicklung neuer und die Weiterentwicklung

Auszeichnungen, die die Division weltweit in allen

bestehender Produkte, in die konsequent investiert wurde.

Geschäftsfeldern erhielt, wie etwa:

Im Fokus standen dabei die Themen CO2-­Reduktion

∙∙ „Beste Getriebe“ und „Beste Retarder“ bei der Leser-

sowie Kraftstoffeinsparung, Leichtbau, Vernetzung und Systemkompetenz.

wahl des ETM-Verlags ∙∙ der „Internationale busplaner Nachhaltigkeitspreis 2015“ für die ZF-Elektroportalachse AVE 130

Erfolgreich war unter anderem der Anlauf des Doppelkupplungsmoduls X2C für Fernverkehr-Lkw. Für einen

Darüber hinaus haben speziell die Partner in Asien sowohl

großen Bushersteller in den USA begann die lokale Pro-

die erfolgreiche und zuverlässige Zusammenarbeit mit

duktion von Achsen. Auch die für Stadtbusse konzipierte

ZF als auch die hochqualitativen Produkte mit einer Viel-

Elektroportalachse AVE 130 konnte in vielen neuen

zahl von Preisen honoriert.

Anwendungen international überzeugen. Das neue, modulare Getriebesystem TraXon hat die Serienreife erreicht.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015

Hiermit steht auch PreVision GPS, die vorausschauende

Die Branche zeigt nur einen gedämpften Optimismus für

Schaltstrategie für automatisierte Lkw-Getriebe, den

die Marktentwicklung in 2015. Weltweit wird mit einem

Fahrzeugherstellern zur Verfügung.

Nutzfahrzeug-Produktionsvolumen leicht über dem des Jahres 2014 gerechnet. Westeuropa wird sich voraus-

Im Bereich der Fahrwerktechnik war eine zunehmende

sichtlich auf dem niedrigen Vorjahresniveau einpendeln.

Nachfrage nach Dämpfungsregelungssystemen CDC sowohl

In den Regionen Nordamerika und Asien werden mode-

im Bereich Nutzfahr­zeuge als auch bei Land­ maschinen zu verzeichnen. Eine neue Generation von Hinterachs-Aufhängungssystemen für Lkw ging in Serie.

rate Wachstumsraten im ein-

Ein besonderes Messe­-Highlight auf der Nutzfahrzeug­-IAA in Hannover war die Präsentation des ZF Innovation Truck.

stelligen Bereich erwartet. Für Südamerika und Osteuropa ist eine Trendumkehr der Marktrückgänge noch nicht absehbar.

Ein großer Erfolg für die Division war der Messeauftritt

Nach einem sehr anspruchsvollen Start im ersten Quar-

auf der Nutzfahrzeug­-IAA in Hannover. Ein besonderes

tal 2015 rechnet die Division Nutzfahrzeugtechnik in

Messe­-Highlight war die Präsentation des ZF Innovation

Bezug auf das Gesamtjahr mit einem leicht steigenden

Truck, der auf höchstes Kundeninteresse stieß.

Umsatz. Die Lkw­-Branche wächst demnach nur leicht, ebenso wie die Bussparte. Speziell aus dem Nahen

Weitere Innovationen waren eine liftbare Lkw-Hinter-

Osten werden belebende Impulse für das Bus­geschäft

achse mit 4-Punkt-Lenker aus glasfaserverstärktem

erwartet, die negative Effekte anderer Märkte voraus-

Kunststoff und die gewichtsoptimierte Lkw-Einzelrad­

sichtlich kompensieren werden.

aufhängung ITS 80 F. Den volatilen Märkten und der zunehmenden Konzen­ tration der Fahrzeugherstellerstruktur muss die Division Nutzfahrzeugtechnik mit einem höheren Grad an Flexi­ bilität begegnen. Um auch künftig Technologieführer zu bleiben, setzt die Division auf ihre hohe Innovationskraft in allen Kompetenzfeldern. Dies gelingt insbesondere durch das Denken über die Systemgrenzen der eigenen Technologien hinaus.

44

Industrietechnik

2.052

8.759

Umsatz Mio. €

Mitarbeiter

61

Investitionen Mio. €

Das Jahr 2014 im Überblick

Der Marinemarkt zeigte sich insgesamt zögerlich, mit

In der Division Industrietechnik bündelt der ZF-Konzern

positiven und auch negativen Ausschlägen in Einzel­

seine Aktivitäten für Anwendungen „abseits der Straße“.

segmenten.

Mit ihrem heterogenen Produktprogramm ist sie auf vielen Märkten aktiv. Der Divisionsumsatz lag 2014 mit

Investitionen

2.052 Mio. € rund 8 % über dem Vorjahreswert. Neben

Ein wesentlicher Anteil der Investitionen floss 2014 in

den Baumaschinensystemen und der Sonder-Antriebs-

den Standort Passau. Hier wurden Rationalisierungs- und

technik ist vor allem der Bereich Windkraft-Antriebs-

Ersatzinvestitionen getätigt, um Fertigungsprozesse zu

technik für den Zuwachs verantwortlich.

verbessern und den Technologiestand des Maschinenparks zu erneuern. Daneben wurde im Geschäftsfeld Arbeits-

Marktsituation und Regionen

maschinensysteme am Standort Stankov (Tschechien) die

Nach der Stabilisierung 2013 zeigte der globale Bau­

Erweiterung der Montagehalle abgeschlossen. Am Stand-

maschinenmarkt im Berichtsjahr keine wesentlichen

ort Steyr (Österreich) wurde in eine neue Fertigungslinie

Wachstumsimpulse. Im Wesentlichen ist dies auf die

sowie in die Verjüngung des Maschinenparks investiert.

schwache Entwicklung in China zurückzuführen. Einzig Nordamerika konnte zulegen. Im Bereich Landmaschinen

Aus den Geschäftsfeldern

entwickelten sich die Märkte überwiegend rückläufig.

Arbeitsmaschinensysteme Der umsatzstärkste Bereich der Division Industrietechnik

Der Markt für Windenergieanlagen konnte 2014 deut-

umfasst die Geschäftsfelder Baumaschinen, Landmaschi-

lich wachsen. Es zeigte sich wieder ein erhöhtes Inves­

nen sowie elektrische Antriebe. Mit der neu entwickelten

toreninteresse an Windkraftanlagen, das von Subventions-

Schlepperlenkachse TSA20 gelang der Wiedereintritt in

programmen in den USA getragen wurde. In Indien

den europäischen Markt. Speziell für den chinesischen

beeinträchtigten die schwache Wirtschaft, hohe Zinssätze,

Markt wurde eine Radladerachse entwickelt, die in einem

Verzögerungen in Infrastrukturprojekten sowie die Abwer-

2013 gegründeten Joint Venture mit LiuGong, einem der

tung der Rupie die Investitionsbereitschaft.

AUS DEM UNTERNEHMEN DIVISIONEN UND GESCHÄFTSFELDER INDUSTRIETECHNIK

45

größten chinesischen Baumaschinenproduzenten, her­

Meilenstein. Mit der Erweiterung der Produktreihe

gestellt wird. 2014 wurde ein weiteres Joint Venture in

hybridfähiger Getriebe für die kommerzielle Schiffs­

China mit dem Partner Kintra im Landmaschinenbereich

industrie und der Einführung des neuen Arbeits­

etabliert. Hier wird das Geschäftsfeld seine Wettbewerbs-

bootsgetriebes ZF W10000 setzte ZF erneut Maßstäbe.

fähigkeit in dem hart umkämpften Low-Cost-Markt für Achsen verbessern. Der im Dezember 2014 erfolgte

Luftfahrt-Antriebstechnik

Serienproduktionsstart des Stufenlosgetriebes cPOWER

Das Geschäftsfeld erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz

ermöglicht Zusatzgeschäfte in neuen Applikationen wie

nahezu auf Vorjahresniveau. Langfristige Kundenbezie-

etwa Forstfahrzeugen.

hungen machen dieses Geschäftsfeld zu einem sehr umsatzbeständigen Segment. In den etablierten Produkt-

Prüfsysteme

programmen werden Produkt-Upgrades zur Leistungs-

Im Berichtsjahr war in diesem Bereich eine Verschiebung

steigerung und Reduzierung der Lebensdauerkosten

der Umsätze zu Entwicklungsprüfständen, speziell in der

immer wichtiger.

Region Asien, zu verzeichnen. Das Geschäftsfeld entwickelte eine neue Generation von Reifen-Produktionsprüfständen, die dem Betreiber höchste Präzision in der Bewertung der

Der Bereich Windkraft-Antriebstechnik war maßgeblich für das Umsatzplus der Division Industrietechnik von 8 % verantwortlich.

eigenen Produktqualität bei re-

Windkraft-Antriebstechnik Das Geschäftsfeld konnte seinen Umsatz um etwa zwei Drittel steigern. Dies gelang durch eine weitere Verbreiterung der Kundenbasis, mit

duzierten Betriebskosten bietet. Der Ausbau des Vertriebs-

neuen Verträgen bei führenden Herstellern, Volumen-

und Servicenetzes in den Märkten USA und China bildet

lieferungen sowie der Erweiterung der Produktpalette

eine solide Basis für zukünftiges Wachstum, insbeson-

in das 3-MW-Segment. Die neuesten Produkte versorgen

dere mit Standardprüfständen.

zum Beispiel Googles Datencenter in den Niederlanden mit erneuerbarer Energie.

Sonder-Antriebstechnik Das Geschäftsfeld entwickelte sich im Berichtsjahr

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015

positiv. Die größten Wachstumsimpulse kamen von den

Nach erheblichen Investitionen in erweiterte und neue

Bahn-Antriebssystemen, primär getragen von dem

Produktionsstätten sowie auf Basis eines an spezifischen

Projekt Hochgeschwindigkeitszüge in Tianjin (China),

Markterfordernissen ausgerichteten, nochmals erheb-

sowie dem Bereich Zivile Sonderfahrzeuge mit Mobil­

lich erweiterten Produktportfolios erwartet die Division

kränen für den europäischen sowie Sonderfahrzeuge für

Industrietechnik für 2015 ein weiteres Wachstum. Die

den chinesischen Markt. Im Bereich Industrieantriebe

globalen Anforderungen zur CO2-Reduzierung begünstigen

wurden Prototypen für neuartige Antriebskonzepte für

die effizienten Produkte der Division und eröffnen den

Fahrtreppen vorgestellt.

Zugang zu neuen Kunden und Projekten.

Marine-Antriebstechnik

Ziel ist es, den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern

Der Umsatz im Geschäftsfeld Marine-Antriebstechnik

und durch Qualität, Kostenoptimierungen, Kundenzufrie-

lag 2014 leicht über Vorjahresniveau. Die Eröffnung des

denheit und kontinuierliche Innovationen zu wachsen.

neuen Trainings- und Service-Centers am Standort Arco (Italien) bedeutete für das Geschäftsfeld einen wichtigen

46

Elektronische Systeme

3.546

640

Mitarbeiter

Umsatz Mio. €

41

Investitionen Mio. €

Das Jahr 2014 im Überblick

2014 investierte das Geschäftsfeld in Deutschland in

Das Geschäftsfeld entwickelt und produziert Regelungs-

die Mechatronikentwicklung für das 8-Gang-Automat­

und Leistungselektroniken, Sensoren und Schaltsysteme.

getriebe für einen Großkunden. In Mexiko wurde in

In zwei weiteren Produktlinien werden Computereingabe

die Kapazitätserweiterung für die Produktion der Elek­

geräte sowie Komponenten für Industrieanwendungen hergestellt. Der Umsatz des Geschäftsfelds stieg 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 10 % auf 640 Mio. €. Wie im Vorjahr hatte

troniken für das 9-Gang-

In den Zukunftstrends der Automobilindustrie übernimmt ZF mit seinen Mechatronik­lösungen eine Vorreiterrolle.

Automat­getriebe investiert. Weitere Investi­tionen betrafen den Aufbau der Elektronikfertigung für Automatgetriebe in Asien.

die hohe Nachfrage nach Automatgetrieben einen wesentlichen Anteil daran. Diese

Ausblick

zeigte sich auch bei den Schaltsystemen, die in Automat­

Das im Geschäftsfeld Elektronische Systeme angesie­-

getrieben eingesetzt werden. Im Zuge der Komplettüber-

delte Angebot an Mechatroniklösungen stärkt die

nahme durch ZF wurde 2014 die Firma Lemförder

Kompetenz von ZF in den Zukunftstrends der Auto­

Elektronik in das Geschäftsfeld Elektronische Systeme

mobilindustrie, Elektromobilität und Effizienzsteigerung

integriert. Die Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsfeld

im Fahrzeug. Damit hat es eine strategische Bedeutung

stieg 2014 um 16 % auf insgesamt 3.546.

für den ZF-Konzern.

AUS DEM UNTERNEHMEN DIVISIONEN UND GESCHÄFTSFELDER ELEKTRONISCHE SYSTEME, ZF SERVICES

47

ZF Services

1.630

3.512

Umsatz Mio. €

Mitarbeiter

10

Investitionen Mio. €

Das Jahr 2014 im Überblick

der Umsetzung der globalen Strategie. Zudem wurden

ZF Services deckt mit seinen Kernproduktgruppen

die Standorte Brüssel und Hongkong neu konsolidiert.

bereits heute 20 % des täglichen Ersatzteilbedarfs einer

ZF Services verzeichnete 2014 damit ein Umsatzwachstum

Werkstatt ab. In Europa verfügen die Produktmarken

von 12 % auf 1.630 Mio. €.

über einen sehr hohen Bekanntheitsgrad bei Werkstätten. In China wurde ein neues Aufarbeitungszentrum eröffnet und in Brasilien hat ZF Services den Bau eines neuen Logistik-

Ein Meilenstein in der Umsetzung der globalen IT-Strategie: die Inte­gration des Kundendienstes in das strategische SAP-System.

zentrums geplant. So sollen die

Ausblick Zum 1. Januar 2015 wurde die ZF-Telematikplattform Openmatics bei ZF Services integriert. Im Zusammenhang damit steht die Anforderung,

Potenziale in diesen Wachstumsmärkten noch besser

im Aftersales-Geschäft das Leistungsportfolio um neu­

erschlossen werden. Die Integration der deutschen

artige, digitale Service­angebote zu ergänzen. Auch beim

Kundendienststandorte in das strategische SAP-System

Online-Handel mit Ersatzteilen will ZF Services als Vor-

für den ZF-Aftermarket ist ein weiterer Meilenstein in

reiter in der Branche eine nachhaltige Lösung anbieten.

ZF-PRODUKTPROGRAMM 48

Antriebstechnik

für Luftfahrzeuge    Getriebegehäuse, -innenteile, Steuer-

Antriebssysteme

teile aus Leichtmetallguss    Prüfsysteme für Getriebe und

Automatgetriebe und Doppelkupplungsgetriebe für Pkw 

deren Komponenten, Rotorblätter und Öle   Torsions-

  Manuelle Getriebe und Automatisierung manueller

schwingungsdämpfer für Arbeitsmaschinen und Sonder-

Getriebe für Pkw    Elektrische Antriebe und Hybrid­

fahrzeuge    Nebenabtriebe und Nebenabtriebskupp-

systeme für Pkw, Nkw und Stapler    Manuelle Getriebe

lungen für Nkw, Sonderfahrzeuge und Arbeitsmaschinen 

für Nkw, Sonderfahrzeuge und Arbeitsmaschinen 

  Kupplungen für Nebenaggregate für Nkw

  Automatische Getriebe für Nkw, Sonderfahrzeuge und Arbeitsmaschinen    Lastschaltgetriebe, Stufenlos-

Fahrwerktechnik

getriebe und Synchrongetriebe für Arbeitsmaschinen

Fahrwerksysteme

und Sonderfahrzeuge    Generator- / Hybrid­systeme für

Vorder- und Hinterachssysteme für Pkw und Nkw 

Arbeitsmaschinen    Allrad- und Achsantriebssysteme

  Adaptive Dämpfungssysteme für Pkw, Nkw, Motorräder,

für Pkw, Nkw und Sonderfahrzeuge   Ruderpropeller-

Arbeits- und Landmaschinen    Nachlaufsysteme für

antriebe und Flachwasserantriebe für Schiffe   Ober­

Nkw    Fahrerhauslagerungssysteme und Hinterachs­

flächen-Antriebssysteme und Pod-Antriebe für Schiffe 

aufhängungssysteme für Nkw   Elektroportalachs­

  Getriebe für Schiffe, Luftfahrzeuge, Windkraftanlagen,

systeme für Nkw    Corner-Module für Pkw, Nkw und

Triebwerke, Fahrtreppen und Aufzüge   Hybridfähige

Landmaschinen    Achsen und Achskomponenten für

Getriebe für Schiffe    Rotorsysteme für Luftfahrzeuge

Arbeitsmaschinen    Aktive Kinematiksteller für Pkw-

und Hubschrauber    Antriebe für Mischer, Schienen-

Hinterachsen    Prüfsysteme für Achsen

fahrzeuge, Luftfahrzeuge und den Anlagen- und Maschinenbau    Antriebe für Pumpen in der Öl- und

Fahrwerkkomponenten

Gas-Industrie    Prüfsysteme für Getriebe

Dämpfermodule und Dämpfungssysteme für Pkw, Nkw, Schienenfahrzeuge, Arbeits- und Landmaschinen,

Antriebskomponenten

Motorsport und Motorräder    Spurstangen, Stabilisatoren

Nass- und trockenlaufende Kupplungen, Kupplungs­

und Stabilisatoranbindungen für Pkw    Lenker, Rad­

systeme und Drehmomentwandler für Pkw, Nkw, Sonder-

gelenke und Hülsengelenke für Pkw    Radträger und

fahrzeuge, Arbeitsmaschinen und Schienenfahrzeuge 

Naben für Pkw    Niveauregulierungen für Pkw   Fahrer-

  Doppelkupplungen für Nkw    Vorder- und Hinterachsgetriebe, Kegelradsätze und Differenziale für Pkw 

hauslagerungen und Fahrerhausstabilisator für Nkw    Aufhängungs­module, 4-Punktlenker, Dreiecklenker,

  Zweimas­senschwungräder für Pkw und Nkw 

Querlenker und Stabilenker für Nkw   Achsstreben,

  Nebenabtriebe für Nkw, Sonderfahrzeuge und Arbeits-

Spurstangen und Lenkstangen für Nkw   Stabilisator­

maschinen    Retarder­systeme für Nkw, Sonderfahr-

abstützungen und Radgelenke für Nkw

zeuge und Baumaschinen   Steuerungssysteme für Pkw, Nkw, Sonderfahrzeuge, Arbeitsmaschinen, Schiffe    Schaltungssysteme und Elektronikkomponenten für Pkw, Nkw und Arbeitsmaschinen    Differenziale für

Elektronik und Software Schaltungssysteme für Pkw, Nkw und Arbeitsmaschinen    Steuerungssysteme für Pkw, Nkw, Sonderfahrzeuge,

Arbeitsmaschinen    Verteilergetriebe für Sonderfahr-

Arbeitsmaschinen, Schiffe, Maschinenbau und Schienen-

zeuge und Arbeitsmaschinen    Propeller für Schiffe 

fahrzeuge    Elektronik­komponenten für Pkw, Nkw und

  Bremsen und Kupplungen für den Anlagen- und Maschinenbau    Frachtladesystem und Rettungswinden

Arbeits­maschinen    Telematiksysteme für Pkw und Nkw    Software für Pkw und Nkw    Diagnosetools für Nkw

49

51

KONZERN LAGEBERICHT Der Umsatz des ZF-Konzerns erhöhte sich 2014 um 9 % auf 18.415 Mio. €. Im Berichtsjahr stieg die Zahl der Beschäftigten um 5 % auf 71.402 Mitarbeiter. Die Investitionen in Sachanlagen betrugen 1.005 Mio. €, eine Steigerung um 5 %. Für Forschung und Entwicklung wurden 891 Mio. € ausgegeben, eine Steigerung um 7 %. Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich um 45 % auf 672 Mio. €.

52 GRUNDLAGEN DES KONZERNS  55 WIRTSCHAFTSBERICHT  75 EREIGNISSE NACH ABLAUF DES GESCHÄFTSJAHRES  75 RISIKOMANAGEMENT  77 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

52

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

wie Elektronische Systeme, Windkraft, Marine, Luftfahrt, Bahntechnik, Sonder-Antriebe und Prüfsysteme. Neben Getriebesystemen, -aggregaten und -komponenten zählen

Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur

Fahrwerksysteme und -komponenten zu den Produkten des Konzerns. Die Dienstleistungen sind vielfältig und

Die ZF Friedrichshafen AG ist eine Aktiengesellschaft,

werden schwerpunktmäßig über die ZF Services Organi-

die zu 93,8 % der Zeppelin-Stiftung und zu 6,2 % der

sation angeboten. Sie umfassen vor allem das Geschäft

Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung gehört. Die

mit Ersatzteilen der Antriebs- und Fahrwerktechnik sowie

Gesellschaft hat ihren Sitz in Friedrichshafen. Der

mit Wartungs- und Reparaturleistungen. Die Hauptabsatz-

Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2014 weltweit

märkte des Konzerns sind Europa, Nordamerika sowie die

71.402 Mitarbeiter in 26 Ländern.

Region Asien-Pazifik mit dem Schwerpunktmarkt China.

Als weltweit führender Technologiekonzern in der

ZF ist im Sinne einer Matrixorganisation aufgebaut,

Antriebs- und Fahrwerktechnik ist ZF in vielen Markt­

die die konzernweite Zuständigkeit der Ressorts mit der

segmenten tätig. Hierzu gehören vor allem die Pkw- und

weltweiten Geschäftsverantwortung der Divisionen

Nutzfahrzeugindustrie sowie die Branchen der Bau- und

und Geschäftsfelder verbindet. Die Zentralbereiche des

Landmaschinenindustrie. Hinzu kommen Marktsegmente

ZF-Konzerns werden von den Vorstandsmitgliedern

ZF Friedrichshafen AG 

Vorstandsvorsitz Markt Forschung & Entwicklung Finanzen, IT, M&A

Aktionäre: 93,8 % Zeppelin-Stiftung und 6,2 % Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung

Pkw-Antriebstechnik

Pkw-Fahrwerktechnik

Nutzfahrzeugtechnik

Industrietechnik

Automatgetriebe

Achssysteme

Lkw- und VanAntriebstechnik

Arbeitsmaschinensysteme

Handschaltgetriebe / Doppelkupplungs­getriebe

Fahrwerkkomponenten Dämpfungsmodule

Prüfsysteme Achs- und Getriebe­systeme für Busse

Sonder-Antriebstechnik

Nkw-Fahrwerkmodule

Marine-Antriebstechnik

Nkw-Dämpfertechnologie

Luftfahrt-Antriebstechnik

Nkw-Antriebsstrangmodule

Windkraft-Antriebstechnik

Achsgetriebe Antriebsmodule

Personal Governance

Elektrische Antriebstechnik Gusstechnologie

Produktion

Materialwirtschaft

Qualität

Elektronische Systeme ZF Services

Stand: Februar 2015

KONZERNLAGEBERICHT GRUNDLAGEN DES KONZERNS

53

geführt. Den Mitgliedern des Vorstands sind die vier

Unternehmensstrategie

Divisionen für das Geschäft in der Pkw-Antriebstechnik, Pkw-Fahrwerktechnik, Nutzfahrzeugtechnik und Indus­

Die ZF Friedrichshafen AG ist ein weltweit führender

trietechnik zugeordnet. Nach erfolgter Genehmigung der

Technologiekonzern in der Antriebs- und Fahrwerk­

Übernahme von TRW Automotive Holdings Corp. wird

technik, der seinen Kunden in der ganzen Welt mit

eine neue Division hinzukommen. Die Divisionen um-

seinen Produkten und Dienstleistungen einen spürbaren

fassen die für die jeweilige Branche relevanten Geschäfts-

Mehrwert bietet.

felder mit Ausnahme der Geschäftsfelder Elektronische Systeme und ZF Services. Diese sind direkt Mitgliedern

Um den großen Herausforderungen der globalen Märkte

des Vorstands zugeordnet. Gleiches gilt für die Zuständig-

erfolgreich zu begegnen, hat ZF mit der Unternehmens-

keit bezüglich der Regionen Nordamerika, Südamerika

strategie „ZF 2025“ in den letzten Jahren wichtige Weichen

und Asien-Pazifik.

für die künftige Unternehmensentwicklung gestellt. Aus der Analyse der globalen Megatrends, die den Erfolg von ZF in den kommenden Jahren maßgeblich beein­

Leitung und Kontrolle des Unternehmens

flussen, wurden wichtige Maßnahmen für den gesamten Konzern abgeleitet.

Die Führung von ZF Friedrichshafen AG erfolgt durch den Vorstand, der das Unternehmen leitet, und den

Die fortschreitende Globalisierung verändert die Absatz-

Aufsichtsrat, der den Vorstand überwacht. Die Arbeit

und Beschaffungsmärkte maßgeblich und erfordert eine

des Vorstands ist im Wesentlichen strategisch ausge­

stärkere internationale Ausrichtung unserer Strukturen

richtet und umfasst neben der Ressortverantwortung

und Kompetenzen. Darüber hinaus führen der demogra-

auch die Verantwortung für die Divisionen. Dabei wird

fische Wandel und die zunehmende Urbanisierung in

besonderer Wert auf intensive Vernetzung und Zusam-

vielen Märkten zu Veränderungen im Nachfrageverhalten.

menarbeit im Konzern gelegt. Operative Themen der

Angesichts der Volatilität und Unsicherheit in den Märkten

Divisionen und Geschäftsfelder werden überwiegend

müssen wir anpassungsfähig sein und unsere Geschäfts-

in den Divisionen bearbeitet.

aktivitäten stärker ausbalancieren. Im Rahmen einer globalen Marktdurchdringung wollen wir künftig in Bezug

Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 wurde der Vorstand

auf die Absatz- und Beschaffungsmärkte neben dem

um ein weiteres Mitglied mit alleiniger Zuständigkeit

Kernmarkt Europa stärker in den Regionen Asien-Pazifik

für die Region Nordamerika ergänzt. Damit wird der

sowie Nord- und Südamerika wachsen.

wachsenden Bedeutung dieser Region im Vorfeld der erwarteten Übernahme des US-Unternehmens TRW

Der steigenden Nachfrage steht die Endlichkeit der

Rechnung getragen.

Ressourcen gegenüber. Dementsprechend findet ein Technologiewandel in Richtung Effizienz und Res­

Die Überwachung des Vorstands durch den mit 20 Mit-

sourcenschonung statt. Dies gilt vor allem für die

gliedern paritätisch besetzten Aufsichtsrat wird durch

Kraftstoffersparnis und die Reduktion von CO2- und

einen Präsidialausschuss und einen Prüfungsausschuss

Geräuschemissionen. Kompetenzfelder wie Elektronik,

unterstützt, die sich beide aus Mitgliedern des Aufsichts-

deren Integration in ZF-Produkte und -Systeme sowie

rats zusammensetzen.

Leichtbau wollen wir deutlich verstärken.

54

Unsere Kunden schätzen unsere konsequente Ausrichtung

Der globale Zugang zu und die Verfügbarkeit von quali­

auf Produkte und Leistungen mit hohem Kundennutzen.

fizierten Mitarbeitern stellen eine weitere große Heraus-

Im Fokus stehen dabei auch die beständige Verbesserung

forderung für Unternehmen dar. Um die globalen Markt-

der Fahrsicherheit sowie die zunehmende Digitalisierung

chancen zu nutzen, wollen wir uns außerdem als weltweit

und Vernetzung.

attraktiver Arbeitgeber positionieren. ZF braucht in allen Märkten qualifizierte Fachkräfte, die bei uns wiederum

Von diesen Trends sind alle Divisionen und Geschäfts­

attraktive Arbeits- und Qualifizierungsmöglichkeiten

felder von ZF betroffen. ZF bietet in allen Bereichen der

vorfinden. So schaffen wir etwa gezielt familiengerechte

Automobil- und Industrietechnik Lösungen für die

Arbeitsstrukturen, die Zeitmodelle und eine hohe Flexibi­

Anforderungen der Märkte.

lität für die Erziehenden mit sich bringen.

Für den Markterfolg wird es in der Zukunft für ZF zudem

Neben der Hybridtechnologie arbeitet ZF seit Langem

entscheidend sein, neben der Technologieführerschaft

daran, die E-Mobilität voranzutreiben. Dank unserer

auch die Kostenführerschaft anzustreben. Die profitable

großen Kompetenz in den Bereichen Antrieb und Elekt-

Diversifikation beinhaltet den Auf- und Ausbau neuer

ronik sowie deren intelligenter Vernetzung schaffen

Kompetenz- und Marktsegmente, etwa in der Industrie-

wir praxisgerechte Innovationen.

technik, der Elektronik oder im Service. Um langfristig unsere finanzielle Unabhängigkeit zu sichern, muss die

Einen wesentlichen Meilenstein zur Realisierung unserer

Ertragsstärke in allen Prozessen berücksichtigt werden.

Ziele stellt in diesem Zusammenhang die geplante Akqui-

Auf diese Weise kann ZF die notwendigen Investitionen,

sition von TRW Automotive Holdings Corp. dar. ZF sichert

das Wachstum der Zukunft sowie den aus der Über-

sich dadurch den Zugang zu zukunftsweisenden Techno­

nahme der TRW Automotive Holdings Corp. resultieren-

logien in den Bereichen Sicherheit und autonomes Fahren.

den Schuldendienst aus eigenen Erträgen finanzieren.

Gleichzeitig wird unser Kunden- und Produktportfolio international erweitert und die regionale Marktpräsenz des ZF-Konzerns nachhaltig gestärkt.

Umsatzverteilung ZF-Konzern nach Branchen Bau-, Landmaschinen, Marine, Luftfahrt, Sonder- und Schienenfahrzeuge, Windkraft  12 %

Pkw und leichte Nutzfahrzeuge < 6 t  70 % Nutzfahrzeuge > 6 t  18 %

KONZERNLAGEBERICHT GRUNDLAGEN DES KONZERNS, WIRTSCHAFTSBERICHT

55

Entwicklung der weltweiten Produktion Pkw und leichte Nutzfahrzeuge < 6 t in 1.000 Stück 2010

2011

Europa

19.000

Nordamerika

11.900

Südamerika

3.800

20151)

2012

2013

2014

20.300

19.100

19.200

19.600

20.100

13.100

15.400

16.100

16.900

17.300

3.900

4.000

4.200

3.600

3.400

Japan

9.400

8.100

9.600

9.300

9.500

8.900

China

16.600

16.800

18.200

20.900

22.600

24.300

Übrige Länder

12.400

13.500

14.400

14.300

14.200

14.900

Gesamt

73.100

75.700

80.700

84.000

86.400

88.900

2010

2011

2012

2013

2014

20151)

Europa

470

640

590

600

530

530

Nordamerika

290

430

480

460

520

550

Südamerika

240

270

180

240

180

160

Japan

260

260

320

330

320

320

China

1.490

1.320

1.070

1.240

1.180

1.170

1) ZF-Prognose

Entwicklung der weltweiten Produktion Nutzfahrzeuge > 6 t in 1.000 Stück

Übrige Länder Gesamt

400

450

410

310

400

440

3.150

3.370

3.050

3.180

3.130

3.170

1) ZF-Prognose

WIRTSCHAFTSBERICHT

Ursache für die notwendige Korrektur war insbesondere die schleppende Erholung in Europa, die zusätzlich durch die Ukraine-Krise in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung

Auch die spürbare Abschwächung der Wirtschaftsleis-

Schwache konjunkturelle Rahmenbedingungen

jedoch gebremste Entwicklung in China sind ursächlich

Die globale konjunkturelle Entwicklung hat sich im Berichtsjahr verhalten positiv entwickelt. Die weltweite Wirtschaftsleistung erreichte nach Angaben des Inter­ nationalen Währungsfonds mit 3,3 % Wachstum erneut einen Wert in Höhe des Vorjahres. Noch Anfang 2014 waren die Prognosen mit 3,8 % deutlich optimistischer. Im Jahresverlauf mussten diese Einschätzungen sukzessive nach unten korrigiert werden.

tung in Russland selbst, die Wirtschaftskrise in Brasilien, die negative Entwicklung in Japan und die weiter positive, für die verlangsamte wirtschaftliche Erholung Europas. So wuchs die chinesische Wirtschaft im vergangenen Jahr nach 7,7 % im Vorjahr um 7,4 %. Die Bekämpfung von Fehlallokationen im Finanzsektor und in den Immo­ bilienmärkten hatte spürbare Wachstumseinbußen zur Folge. Trotz des Gegensteuerns der Regierung mit Aus­ gabenprogrammen und Infrastrukturprojekten sowie einer expansiveren Finanzpolitik konnte das ursprünglich gesetzte Ziel von 7,5 % Wirtschaftswachstum nicht ganz gehalten werden.

56

Demgegenüber erholte sich die Wirtschaft in den USA

Im Zuge der relativ niedrigen Benzinpreise legte das

weiter. Nach 1,9 % im Jahr 2013 konnte 2014 ein Wachs-

Segment der Light Trucks deutlich zu. Die Fahrzeug­

tum von 2,4 % erreicht werden. Positiv wirkten hier die

produktion in Westeuropa expandierte um 4 %. Insbe­

Entwicklung am Arbeitsmarkt, steigende Investitions­

sondere die Pkw-Nachfrage in Spanien, Großbritannien

tätigkeit, steigender privater Verbrauch, unter anderem

sowie Italien konnte sich nach schwachen Jahren wieder

auch bedingt durch die niedrige Inflation, sowie die

kräftig erholen. Demgegenüber musste die Pkw-Produk-

weiter sehr expansive Geldpolitik der US-Notenbank.

tion in Russland aufgrund der Ukraine-Krise mit 16 % kräftig zurückgefahren werden und auch in Südamerika

Der Euroraum konnte nach den beiden rezessiven Jahren

brach die Fertigung von Fahrzeugen, bedingt durch die

2012 und 2013 mit Rückgängen des Bruttoinlandsprodukts

schwache Wirtschaft, mit 14 % sehr deutlich ein.

um 0,6 % und 0,4 % im Jahr 2014 endlich wieder ein Wachstum erzielen. Die Wirtschaftsleistung erhöhte sich

Schwache Marktentwicklung für schwere

um 0,8 %. Einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum

Nutzfahrzeuge > 6 t

des Euroraumes leistete Deutschland mit einem Anstieg

Weltweit liefen im abgelaufenen Jahr 3,1 Millionen

des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 %. Aber auch Spanien

schwere Nutzfahrzeuge im Segment > 6 Tonnen vom Band.

konnte nach zwei Jahren tiefer Rezession mit einem

Damit sank das Volumen um 2 % und lag damit weiterhin

Anstieg um 1,4 % endlich wieder auf einen Wachstums-

um 240.000 Einheiten unter dem Spitzenjahr 2011 mit

pfad einschwenken. Frankreich dagegen entwickelte

fast 3,4 Millionen Fahrzeugen. Die wesentliche Ursache für

sich mit 0,4 % nur schwach seitwärts, während Italien

diese rückläufige Entwicklung war die Marktschwäche

mit 0,4 % ein weiteres Jahr mit einer schrumpfenden

in Europa, in China und insbesondere in Südamerika.

Wirtschaft verzeichnet. Schwach blieb die Wirtschafts-

In Europa ging die Fertigung schwerer Nutzfahrzeuge

lage auch in Japan. Nach der Mehrwertsteuererhöhung

um 12 % zurück. Hier wurden die Folgen eines Prebuy-

im April 2014 glitten die beiden Folgequartale in die

Effektes im Jahr 2013 kompensiert. Insbesondere im

Rezession ab, im Gesamtjahr konnte mit 0,1 % nahezu

letzten Quartal 2013 waren massive Vorzieheffekte regis-

kein Wachstum erzielt werden.

triert worden. Die Umstellung auf Euro 6 und damit eine wesentliche Verteuerung der Fahrzeuge in der EU ab

Entwicklung in den Branchen sehr uneinheitlich

Januar 2014 hatte zu einer verstärkten, vorgezogenen

Vor dem Hintergrund der relativ schwachen wirtschaft­

Nachfrage nach Euro-5-Fahrzeugen geführt. China hatte

lichen Rahmenbedingungen verlief auch die Entwicklung

im ersten Quartal 2014 noch einen Zuwachs der Nutzfahr-

der wesentlichen ZF-Branchen verhalten und regional

zeugproduktion um 12 % verzeichnet. Im April brachte

sehr heterogen.

die gebremste konjunkturelle Dynamik gekoppelt mit Produktivitätsgewinnen im Gütertransport die Trendwende.

Produktionszunahme bei Pkw und leichten

Zum Jahresende lag die Produktion um 5 % unter dem

Nutzfahrzeugen

Vorjahreswert. In Südamerika musste im Zuge der lahmen-

2014 wurden weltweit über 86 Millionen Pkw und

den Wirtschaftskonjunktur und fehlender Investitionen die

leichte Nutzfahrzeuge gefertigt. Das entspricht einem

Nutzfahrzeugproduktion um ein Viertel zurückgefahren

Anstieg um 3 %. Einen überproportionalen Beitrag zum

werden. Demgegenüber entwickelte sich die Produktion

Gesamtwachstum lieferte wiederum China. Das mit fast

schwerer Nutzfahrzeuge in Nordamerika in einem positi-

23 Millionen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen größte

ven wirtschaftlichen Umfeld mit einem Anstieg um 13 %

Automobilproduktionsland (26 % der Weltproduktion)

sehr dynamisch. Auch Indien konnte die anhaltende Krise

verzeichnete einen Anstieg um 8 %, nachdem bereits in

im Nutzfahrzeugmarkt bewältigen. Nachdem die Produk-

den Vorjahren Wachstumsraten von 8 % (2012) sowie 15 %

tion in den beiden Vorjahren um 13 % (2012) und um 28 %

(2013) erreicht werden konnten. Auch der nordameri-

(2013) eingebrochen war, konnte nach dem Regierungs-

kanische Markt steigerte die Volumen erneut um 5 %.

wechsel im Frühjahr 2014 wieder ein Wachstum um 10 % erzielt werden.

KONZERNLAGEBERICHT WIRTSCHAFTSBERICHT

57

Umsatzentwicklung ZF-Konzern nach Divisionen und Geschäftsfeldern in Mio.  € 2014

2014 / 2013

Pkw-Antriebstechnik

6.742

+ 18 %

Pkw-Fahrwerktechnik

5.885

+ 7 %

Nutzfahrzeugtechnik

3.036

– 7 %

Industrietechnik

2.052

+ 8 %

640

+ 10 %

1.630

+ 12 %

152

+ 12 %

Elektronische Systeme ZF Services Zentrale FuE, Hauptverwaltung und Dienstleistungsgesellschaften – Innenumsätze

– 1.722

+ 1 %

ZF-Konzern

18.415

+ 9 %

Weniger Arbeitsmaschinen hergestellt

Schwach zeigten sich 2014 auch die Landtechnik-Märkte.

Der Bereich der Baumaschinen war 2014 in den ZF-Märk-

Insgesamt wurde die weltweite Fertigung von Traktoren

ten von einer mit 3 % rückläufigen Entwicklung geprägt.

im Leistungsbereich > 30 kW um 4 % reduziert. Sinkende

Ausschlaggebend waren die schwachen Märkte Südame-

landwirtschaftliche Erzeugerpreise und damit negative

rika, Russland, China und Indien. Diese vier Regionen

Effekte auf die Einkommenssituation der Landwirte

machten rund 50 % der weltweiten Baumaschinenpro-

führten zu einer schwachen Investitionsbereitschaft. Der

duktion aus. In China, dem größten Baumaschinenmarkt

europäische Markt befand sich mit einem Einbruch um

der Welt, musste die Produktion um 9 % zurückgefahren

10 % in einer tiefen Rezession. Die Situation in Südame-

werden. Gebremstes Wirtschaftswachstum, gesunkene

rika und speziell in Brasilien war mit einem Produktions-

Gewinnerwartungen sowie die stark steigenden Lohn-,

rückgang um 18 % noch kritischer. Selbst Nordamerika

Sozial- und Standortkosten wirkten hemmend auf die

konnte sich trotz der eigentlich positiven wirtschaftlichen

Investitionstätigkeit. Unverändert hohe Bestände an Bau-

Rahmendaten dieser Entwicklung nicht entziehen und

maschinen sowie Überkapazitäten erschwerten die Situa-

verzeichnete eine sinkende Landmaschinenproduktion

tion zusätzlich. Auch Südamerika rutschte in die Krise.

um 8 %. Auch in China wurde die Produktion um 5 %

Im Zuge der schwachen Konjunktur und der sinkenden

gekürzt. Von den bedeutenden Märkten konnte nur Indien

Industrieproduktion bei gleichzeitig hoher Inflation

als weltweit größter Traktorenmarkt (allerdings überwie-

musste die Baumaschinenfertigung um 7 % gekürzt werden.

gend Maschinen im unteren Leistungsbereich) mit einem

Indien als weiterer bedeutender Markt verzeichnete

Anstieg um 3 % eine positive Entwicklung verzeichnen.

erneut einen Rückgang um 5 %. Positive Meldungen über Infrastrukturinvestitionen der neuen Regierung brachten 2014 noch keine spürbare Erholung. In Europa konnte

Geschäftsverlauf

dagegen nach zwei rückläufigen Jahren mit einem Plus von 2 % ein schwaches Wachstum der Produktion erzielt

Der Umsatz des ZF-Konzerns stieg 2014 erneut deutlich

werden. Der Zuwachs wurde im Wesentlichen von

über dem Branchendurchschnitt um 9 % auf 18.415 Mio. €.

Deutschland getragen, die Erholung in Südeuropa fiel

Im Berichtsjahr verlief die Entwicklung in den wesent­

schwächer aus als erwartet. Weiter positiv entwickelte

lichen Marktsegmenten und Regionen stark unter­

sich Nordamerika mit einem erneuten Wachstum der

schiedlich. Wesentliche Wachstumsimpulse ergaben

Baumaschinenproduktion um 5 %.

58

Umsatzentwicklung ZF-Konzern nach Regionen in Mio. € (konsolidiert) 2010

2011

20121)

2013

2014

Europa

7.892

9.458

9.081

9.827

10.316

Nordamerika (Nafta)

1.583

2.319

2.935

3.095

3.745

776

880

692

704

556

2.448

2.630

2.604

2.998

3.621

208

222

214

213

177

12.907

15.509

15.526

16.837

18.415

Südamerika Asien-Pazifik Afrika Gesamt 1) Ab 2012 ohne ZF Lenksysteme.

Umsatzentwicklung ZF-Konzern nach Regionen 2010 = Index 100 300 250 200

Nordamerika (Nafta)

150

Asien-Pazifik

100

Europa

 50

Südamerika

  0 2010

2011

20121)

2013

2014

1) Ab 2012 ohne ZF Lenksysteme.

sich vor allem im Pkw-Automatgetriebe- und Achssystem-

Das operative Ergebnis verbesserte sich auch infolge der

geschäft mit hohen Wachstumsraten speziell in Nord-

Unternehmensverkäufe von 756 Mio. € auf 897 Mio. €,

amerika und China. In Südamerika war die Konjunktur

das EBIT beträgt 1.098 Mio. € nach 807 Mio. € im Vor-

rückläufig. Dies führte zu einem deutlichen Umsatz­

jahr. Die Investitionen in Sachanlagen erreichten mit

rückgang in allen ZF-Marktsegmenten. Vor allem in der

1.005 Mio. € erneut ein hohes Niveau, das um 5 % über

Nutzfahrzeug- und Arbeits­maschinenbranche fehlten

dem Vorjahr lag. Der Free Cashflow (Cashflow aus

positive Impulse. Hier waren in einigen Marktsegmenten

laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus

und Regionen zum Teil deutlich rückläufige Entwick­

der Investitionstätigkeit) erhöhte sich von 288 Mio. €

lungen zu verzeichnen.

auf 696 Mio. €.

Zu Jahresbeginn 2014 wurde die AIBC-Gruppe in Süd­

Vorbereitende Maßnahmen im Zusammenhang mit dem

afrika verkauft. Der Verkauf des Geschäftsfelds Gummi &

im Berichtsjahr eingeleiteten Erwerb der US-amerikani-

Kunststoff an die Zhuzhou Times New Material Techno-

schen TRW Automotive Holdings Corp. und der dafür not-

logy Co., Ltd. (TMT) wurde abgeschlossen. Aus der Ent-

wendigen Finanzierung beeinflussten bereits im Jahr 2014

konsolidierung beider Unternehmensverkäufe resultierte

die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ZF-Konzerns.

ein Ertrag von 104 Mio. €.

KONZERNLAGEBERICHT WIRTSCHAFTSBERICHT

59

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Eher enttäuschend verlief die Umsatzentwicklung in der Division Nutzfahrzeugtechnik. Die anhaltende Markt-

Vorbemerkung

schwäche in Brasilien und Absatzrückgänge in Russland

Am 15. September 2014 wurde mit der Robert Bosch

infolge der Ukraine-Krise sowie negative Wechselkurs­

GmbH, Stuttgart, eine Vereinbarung über den Verkauf der

effekte in Südamerika waren ausschlaggebend für den

von ZF gehaltenen Gesellschaftsanteile in Höhe von 50 %

Umsatzrückgang um 7 %. Neben den Baumaschinen­

an ZF Lenksysteme GmbH, Schwäbisch Gmünd, geschlos-

systemen und der Sonder-Antriebstechnik war der in

sen. Der Verkauf wurde zum 30. Januar 2015 rechts­

den vergangenen Jahren in der Krise steckende Bereich

wirksam vollzogen. Die zum Verkauf gestellte Beteiligung,

Windkraft-Antriebstechnik maßgeblich für das Umsatz-

die seit dem 1. Januar 2013 unter Anwendung der Equity-

plus der Division Industrietechnik von 8 % verantwort-

Methode bilanziert worden war, wurde im vorliegenden

lich. Dagegen litt der Landmaschinenbereich erheblich

Abschluss vorschriftsgemäß als zur Veräußerung gehalte-

unter den schwachen Märkten in Europa, Brasilien

ner Ver­mögenswert dargestellt. Die Equity-Fortschrei-

und China.

bung wurde im September 2014 eingestellt. Für die wachsende strategische Bedeutung des GeschäftsDie Veräußerungen der AIBC-Gruppe in Südafrika und

felds Elektronische Systeme spricht der Umsatzanstieg

des Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff, deren Vermö-

um 10 % auf nunmehr 640 Mio. €. Mit seiner Mechatronik-

genswerte und Schulden im Abschluss des Vorjahres als

Kompetenz profitiert dieser Bereich ganz wesentlich

sogenannte Veräußerungsgruppen in der Konzernbilanz

von der hohen Nachfrage nach Automatgetrieben. Mit

gesondert ausgewiesen waren, wurden im Februar bzw.

der Übernahme des Kundendienstgeschäfts der Division

September 2014 vollzogen.

Nutzfahrzeugtechnik am Standort Friedrichshafen, der Eröffnung des neuen Aufarbeitungszentrums in China und

Ertragslage

der erstmaligen Konsolidierung der Standorte Brüssel

Der ZF-Konzern konnte gegenüber dem Vorjahr sowohl

und Hongkong konnte ZF Services ein Umsatzwachstum

den Umsatz als auch das Ergebnis steigern und kann damit

von 12 % auf 1.630 Mio. € verzeichnen.

auf eine erfreuliche Entwicklung im Jahr 2014 zurück­ blicken. So konnte im Jahresverlauf ein beträchtlicher

Betrachtet man die Entwicklung von ZF in den Regionen

Umsatzanstieg von 9,4 % erzielt werden.

etwas näher, zeigen sich markant gegenläufige Entwicklungen des Geschäfts in Nord- und Südamerika. Insbe-

Am stärksten gewachsen ist erneut die Division Pkw-An­

sondere die starke Nachfrage nach Automatgetrieben und

triebstechnik, die ihren Umsatz um 18 % auf 6.742 Mio. €

Achsgetrieben in den USA und Mexiko führte zu einem

steigern konnte. Haupttreiber hierfür war der hohe Absatz

weiteren Umsatzzuwachs in dieser Region um 650 Mio. €

bei Fahrzeugen der oberen Mittelklasse und Oberklasse,

auf 3.745 Mio. €. Dies entspricht einem Anteil am Konzern-

insbesondere in den Märkten Asien und USA. Positiv

umsatz von 20 % und liegt sowohl absolut gesehen wie

wirkte sich zudem der Hochlauf im neuen Automatgetrie-

auch in Bezug auf die Zunahme gegenüber dem Vorjahr

bewerk in Gray Court (USA) aus. Trotz fehlender Umsätze

um 21 % nahezu auf gleichem Niveau wie die Umsätze

aufgrund der Veräußerung des Geschäftsfelds Gummi &

in der Region Asien-Pazifik (3.621 Mio. €). Dagegen

Kunststoff zum 1. September 2014 und der AIBC-Gruppe

verminderte sich, bedingt durch die Marktschwäche in

in Südafrika zu Beginn des Jahres 2014 verzeichnete die

Südamerika, mit der Wirtschaftskrise in Brasilien der

Division Pkw-Fahrwerktechnik einen Umsatz­anstieg um

Umsatz in dieser Region um 21 %. Mit Umsatzerlösen von

7 % auf 5.885 Mio. €. Hierzu trugen unter anderem Serien-

10.316 Mio. € in Europa sank der Anteil der Region am

anläufe in Europa, den USA und China bei.

Konzernumsatz um 2 %-Punkte, was aber immer noch einem Anteil von 56 % entspricht.

60

Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung ZF-Konzern in Mio. € 2014

%

2013

%

Umsatzerlöse

18.415

100

16.837

100

Kosten der umgesetzten Leistung

15.319

83

13.912

83

3.096

17

2.925

17

Bruttoergebnis vom Umsatz Forschungs- und Entwicklungskosten

891

5

836

5

Vertriebskosten

700

4

667

4

Verwaltungskosten

734

4

675

4

Sonstige Erträge

279

2

130

1

Sonstige Aufwendungen

153

1

121

1

Operatives Ergebnis

897

5

756

4

Ergebnis aus at Equity Beteiligungen Beteiligungsergebnis Zins- und sonstiges Finanzergebnis

49

43

152

8

– 225

– 124

Finanzergebnis

– 24

– 73

Ergebnis vor Ertragsteuern

873

683

Ertragsteuern

201

221

Ergebnis nach Steuern

672

462

2014

2013

Kapitalflussrechnung ZF-Konzern in Mio. €

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Cashflow aus der Investitionstätigkeit Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres Änderungen des Finanzmittelfonds aus Konsolidierungskreisveränderungen und Wechselkurseffekten Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres

1.698

1.440

– 1.002

– 1.152

– 750

– 13

– 54

275

1.143

888

25

– 20

1.114

1.143

KONZERNLAGEBERICHT WIRTSCHAFTSBERICHT

61

Im Ergebnis des ZF-Konzerns haben sich im Geschäfts-

das sich dennoch unter dem Strich von – 73 Mio. € auf

jahr 2014 mehrere Sondereffekte niedergeschlagen. So

– 24 Mio. € verbesserte. Die Verminderung des Ertrag-

ist im erfreulichen Anstieg des operativen Ergebnisses

steueraufwands von 221 Mio. € auf 201 Mio. € ist auf

um 141 Mio. € auf 897 Mio. € der Effekt aus der Ent­

Erträge aus latenten Steuern auf temporäre Differenzen

konsolidierung des Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff

und Verlustvorträge in Höhe von 41 Mio. € zurückzu­

und der AIBC-Gruppe in Südafrika mit einem Betrag von

führen. Damit verbleibt ein Ergebnis nach Steuern von

104 Mio. € in den Sonstigen Erträgen enthalten. Gegen­

672 Mio. €, was gegenüber dem Vorjahr (462 Mio. €)

läufig hat sich in den Sonstigen Aufwendungen unter

einer Steigerung um 45,5 % entspricht.

anderem die Zuführung zu Einzelwertberichtigungen in Höhe von 32 Mio. € auf Forderungen gegenüber einem

Finanzlage

indischen Kunden ausgewirkt. Zudem sind die Kosten

Im Gegensatz zu der 2013 mit 275 Mio. € erzielten posi­

der umgesetzten Leistung, unter anderem aufgrund der

tiven zahlungswirksamen Veränderung des Finanzmittel-

Belastungen aus dem Hochlauf der Produktion im Werk

fonds zeigte sich im Berichtsjahr eine Abnahme um

Gray Court (USA), mit 10,1 % leicht überproportional

54 Mio. €, so dass sich die Liquidität des ZF-Konzerns zum

zu den Umsatzerlösen angestiegen, wodurch sich die

Jahresende 2014 leicht von 1.143 Mio. € auf 1.114 Mio. €

Brutto­marge von 17,4 % auf 16,8 % vermindert hat. Sie

verminderte. Dank des 2014 besseren Ergebnisses vor

liegt damit unter dem geplanten Zielwert und wird im

Ertragsteuern und geringerer Zahlungsmittelabflüsse

ZF-Konzern klar im Fokus der Anstrengungen des Jahres

im Bereich des Working Capital, was zu einer Verbesse-

2015 stehen. Dank des nur mäßigen Anstiegs der Kosten

rung des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

in den übrigen Funktionsbereichen, in denen die For-

um 258 Mio. € führte, sowie ebenfalls leicht geringerer

schungs- und Entwicklungskosten mit 891 Mio. € und

Abflüsse aus der Investitionstätigkeit konnte der opera­-

unverändert hohen 4,8 % vom Umsatz den höchsten Anteil

tive Free Cashflow im Vergleich zum Vorjahr um

haben, und dank der oben beschriebenen Sondereffekte

408 Mio. € auf 696 Mio. € gesteigert werden. Negative

verbesserte sich die Umsatzrendite von 4,5 % auf 4,9 %.

Effekte auf die Liquidität ergaben sich vor allem durch die um 330 Mio. € höheren Tilgungen aufgrund der

Im Ergebnis aus at Equity Beteiligungen ist in erster Linie

vorzeitigen Rückzahlung von Finanzschulden zur Anpas-

das anteilige Ergebnis aus dem Gemeinschaftsunternehmen

sung der Finanzierungsstruktur an die künftigen Anfor-

ZF Lenksysteme GmbH enthalten. Der auffällig starke

derungen. Weiterhin führten um 172 Mio. € geringere

Anstieg des Beteiligungsergebnisses ist auf eine Ausschüt-

Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden

tung eines Beteiligungsunternehmens zurückzuführen,

und um 236 Mio. € höhere Abflüsse für Zinsen und

das einen Zahlungseingang aus der Erledigung eines

Transaktionskosten zu einem höheren Zahlungsmittel­

Rechtsstreits in den USA erhalten hat. Zusammen mit

abfluss aus der Finanzierungstätigkeit. Aus einem im

dem operativen Ergebnis und dem Ergebnis aus at Equity

Zuge der Akquisitions­finanzierung vereinbarten „Credit

Beteiligungen ergibt sich damit ein EBIT von 1.098 Mio. €,

Facilities Agreement“ steht ZF eine Kreditlinie im Volu-

das um 291 Mio. € über dem Vorjahreswert liegt. Während

men von bis zu 12,5 Mrd. € zur Verfügung, die jedoch

höhere Währungsgewinne und Buchgewinne aus dem

bisher noch nicht in Anspruch genommen wurde. Mit

Abgang von Wertpapieren positiv zum Finanzergebnis

einer weiterhin positiven Netto­liquidität von 405 Mio. €

beigetragen haben, belasteten vor allem Aufwendungen aus

und einer einschließlich der Wertpapiere ermittelten

Sicherungsgeschäften und Transaktionskosten, insbeson-

Nettofinanzposition von 1.400 Mio. € steht der ZF-Kon-

dere im Zusammenhang mit dem geplanten Erwerb von

zern nach wie vor auf einer soliden finanziellen Basis.

TRW Automotive Holdings Corp., das Finanzergebnis,

62

Bilanzstruktur ZF-Konzern 1) in Mio. € Aktiva

Passiva 11.970

Forderungen aus 18 % Lieferungen und Leistungen

13.388

13.388

11.970

18 % 32 %

Vorräte 15 %

14 %

Sonstige kurzfristige 12 % Vermögenswerte

14 %

35 % Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten

  6 %   7 % Ertragsteuerrückstellungen, sonstige Rückstellungen

28 %

23 % Rückstellungen für Pensionen

35 % Eigenkapital

Langfristige 55 % Vermögenswerte

54 %

34 %

2013

2014

2014

1) Einzelwerte inklusive Veräußerungsgruppen.

2013

Kapitalstruktur

Währungsumrechnung (188 Mio. €) kompensiert. Die im

Das Konzern-Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2014

Berichtsjahr vorgenommenen Gewinnausschüttungen

einschließlich der Anteile ohne beherrschenden Einfluss

an die Aktionäre von ZF (30 Mio. €) und an Anteilseigner

4.519 Mio. € nach 4.165 Mio. € im Vorjahr. Daraus ergibt

ohne beherrschenden Einfluss betrugen zusammen

sich trotz der um 1.418 Mio. € gestiegenen Bilanzsumme

49 Mio. € (Vorjahr 50 Mio. €).

eine solide Eigenkapitalquote von 34 % (Vorjahr 35 %). Hierzu hat im Wesentlichen das im Vergleich zum Vorjahr

Durch die vorzeitige Tilgung eines Konsortialdarle-

höhere Ergebnis nach Steuern in Höhe von 672 Mio. €

hens konnten die finanziellen Schulden insgesamt von

beigetragen. Der negative Effekt aus der Absenkung des

1.156 Mio. € auf 771 Mio. € abgebaut werden. Das Ver-

Abzinsungsfaktors für die Bewertung von Pensionsver-

hältnis der kurzfristigen zu den langfristigen finanziellen

pflichtungen, der nach Steuern 724 Mio. € beträgt, wurde

Schulden hat sich aufgrund der vorzeitigen Rückzahlung

teilweise durch positive Effekte aus der Markt­bewer-

von Schuldscheindarlehen zu Beginn des Jahres 2015 zu-

tung von Cashflow Hedges (244 Mio. €) sowie aus der

gunsten der kurzfristigen finanziellen Schulden verschoben.

KONZERNLAGEBERICHT WIRTSCHAFTSBERICHT

63

900

500

682

616

551

600

582

700

718

800

748

1.000

954

1.100

1.025

1.058

1.200

1.005

Investitionen und Abschreibungen (Sachanlagen) ZF-Konzern in Mio. €

400 300 200

Investitionen

100

Abschreibungen

0 1) Ab 2012 ohne ZF Lenksysteme.

2010

2011

20121)

2013

2014

Die Finanzverbindlichkeiten sind überwiegend zum Ende

Lieferungen und Leistungen um 465 Mio. € gegenüber-

der Laufzeit fällig und in Euro nominiert. Etwas mehr

steht, trug maß­geblich zur Verlängerung der Bilanz bei.

als die Hälfte der Darlehen ist festverzinslich, wobei sich

Schließlich zeigte sich auch beim Sachanlagevermögen –

die Zinssätze, die zum Teil länderspezifisch sind, zwischen

bedingt durch die weiterhin auf hohem Niveau befind­

0,4 % und 10,4 % bewegen. Im Zusammenhang mit der

lichen Investitionen – eine Erhöhung um 336 Mio. €.

Finanzierung der für 2015 geplanten Akquisition von

Durch die aufgrund der bestehenden Verkaufsabsicht

TRW Automotive Holdings Corp. wird sich die Kapital-

notwendige Umgliederung der bisher unter den langfris-

und Finanzierungsstruktur von ZF deutlich verändern.

tigen Vermögenswerten at Equity bilanzierten Anteile an der ZF Lenksysteme GmbH in die Position „Zur Ver­

Vermögenslage

äußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungs-

Die Bilanzsumme des ZF-Konzerns stieg 2014 um 12 %

gruppen“ in Höhe von 400 Mio. € ergab sich eine ent-

auf 13.388 Mio. €, wesentlich beeinflusst durch die

sprechende Verschiebung von den langfristigen zu den

Zunahme der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte

kurzfristigen Vermögenswerten.

um 483 Mio. € und der sonstigen Vermögenswerte um 140 Mio. €. Ursächlich hierfür sind die Vorkehrungen

Veränderungen auf der Passivseite ergaben sich neben

im Zusammenhang mit der Finanzierung des geplanten

der bereits erwähnten Verminderung der finanziellen

Erwerbs von TRW Automotive Holdings Corp. Zum einen

Schulden um 385 Mio. € und der Zunahme der Verbind-

handelt es sich dabei um derivative Finanzinstrumente aus

lichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 465 Mio. €

der Währungsabsicherung eines wesentlichen Teils des

vor allem in der Position der Rückstellungen für Pensio-

Kaufpreises der TRW-Transaktion, zum anderen um die

nen, die markant um knapp 40 % von 2.729 Mio. € auf

Abgrenzung bereits in 2014 entstandener Kreditbeschaf-

3.803 Mio. € angestiegen sind. Ausschlaggebend hierfür

fungskosten. Auch der umsatzbedingte Anstieg des Working

waren nahezu ausschließlich versicherungsmathematische

Capital  (Summe aus den kurzfristigen Forderungen

Verluste in Höhe von 1.002 Mio. €, insbesondere aus der

aus Lieferungen und Leistungen sowie den Vorräten) um

zum Bilanzstichtag erfolgten kapitalmarktbedingten

406 Mio. €, dem ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus

Absenkung des Abzinsungsfaktors von 3,8 % auf 2,1 %.

64

Investitionen

Die Division Pkw-Fahrwerktechnik investierte in Erweite-

Im Berichtsjahr 2014 betrugen die Investitionen in Sach-

rungen sowohl im Geschäftsfeld Achssysteme in Peking

anlagen 1.005 Mio. € und waren somit rund 5 % höher

(China) als auch im Geschäftsfeld Fahrwerkkomponenten

als im Vorjahr (954 Mio. €). Die Investitionsquote lag mit

in Gumi (Südkorea) und Shanghai (China). Neben dem

5 % des Umsatzes auf Vorjahresniveau.

Ausbau des Werks in Damme (Deutschland) stand der Ausbau des Standorts Guadalajara (Mexiko) für Dämp-

Auf technische Anlagen und Maschinen, einschließlich

fungsmodule im Vordergrund.

der Anzahlungen und Anlagen im Bau, entfielen 78 %, auf andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäfts­

Fokus der Investitionen in der Nutzfahrzeugtechnik war

ausstattung 17 % und auf Grundstücke und Bauten 5 %

der Ausbau des Standorts Sorocaba (Brasilien) für schwere

der Investitionen.

Nutzfahrzeuggetriebe (AS Tronic / TraXon). Darüber hinaus wurden Investitionen für Gehäuse- und Getriebe-

Der größte Anteil der Investitionen entfiel auf den Anlauf

fertigungen in Friedrichshafen (Deutschland) getätigt.

von neuen Produkten und Kapazitätserweiterungen bei bestehenden Produkten (75 %). Der Anteil der Investitio-

Die Division Industrietechnik investierte überwiegend

nen für Gebäude und IT-Infrastruktur betrug rund 19 %.

in Kapazitätserweiterungen im Bereich Arbeitsmaschinen sowie in eine Werkserweiterung in Tschechien.

Aus geografischer Sicht lag der Schwerpunkt der Investi­ tionen in Deutschland, den USA, Mexiko und China.

Im Geschäftsfeld Elektronische Systeme standen die Serienvorbereitungen für neue Produkte, insbesondere

Die Abschreibungen auf Sachanlagen (ohne Abwertungen

elektronische Steuergeräte für Anwendungen in Pkw,

aus Impairments) betrugen 744 Mio. € (Vorjahr 713 Mio. €).

Nkw und Arbeitsmaschinen, im Vordergrund. Dies umfasste unter anderem Kapazitätserweiterungen zur

Die Investitionsschwerpunkte der Division Pkw-Antriebs-

Fertigung von vollintegrierten Getriebesteuerungen

technik waren Kapazitätserhöhungen für 8- und 9-Gang-

für 8- und 9-Gang-Automatgetriebe in Juárez (Mexiko).

Automatgetriebe. Dabei wurde vor allem im Zuge des Ausbaus des neuen Standorts in Gray Court, South

Der Schwerpunkt der Investitionen im Geschäftsfeld

Carolina (USA), investiert. Insgesamt wurden für den

ZF Services lag 2014 im weiteren Ausbau des Logistik­

Aufbau des Fertigungsstandorts seit 2011 bisher rund

netzes und der Effizienzsteigerung in den Logistikzentren.

500 Mio. € aufgewendet. Um den steigenden Bedarf an Drehmomentwandlern in Nordamerika zu decken,

Neben dem Bau der neuen Hauptverwaltung und einer

wurde im selben Zusammenhang der Standort in

Kindertagesstätte mit angeschlossenem Gesundheits­

Saltillo (Mexiko) weiter ausgebaut. In Europa flossen

zentrum in Friedrichshafen (Deutschland) wurde mit

die Investitionen vor allem in den Standort Saarbrücken

dem Ausbau des Engineering Centers in Shanghai

(Deutschland) zur Ausweitung der Kapazitäten in der

(China) begonnen.

Getriebefertigung und -montage. Parallel wurden die Kapazitäten für die Wandlerproduktion in Schweinfurt (Deutschland) und die Gussfertigung in Nürnberg (Deutschland) weiter ausgebaut.

KONZERNLAGEBERICHT WIRTSCHAFTSBERICHT

65

Weitere Leistungsindikatoren

Attraktiver Arbeitgeber ZF hat im vergangenen Jahr weiter an Attraktivität als

Mitarbeiter

Arbeit­geber gewonnen. So konnten wir beispielsweise im

Zum 31. Dezember 2014 beschäftigte ZF weltweit

renommierten Ranking „trendence Graduate Barometer

71.402 Mitarbeiter. Dies bedeutet einen Anstieg um 5 %

2014“ bei den angehenden Ingenieuren Platz 16 und damit

gegenüber dem Vorjahr, wobei die Mitarbeiter des 2014

eine Verbesserung um sechs Plätze erreichen. Das Magazin

verkauften Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff sowie

Focus sieht die ZF Friedrichshafen AG bei „Deutschlands

der veräußerten Tochterfirma AIBC in den Zahlen nicht

besten Arbeitgebern“ auf Platz 6 in der Branche Auto­

mehr enthalten sind.

mobilhersteller und -zulieferer. Aber auch ein gegenüber dem Vorjahr um mehr als 25 % gestiegener Bewerbungs-

Auch 2014 gehörte die ZF Friedrichshafen AG zu den

eingang in Deutschland belegt, dass ZF ein begehrter

großen Ausbildungsbetrieben in Deutschland: 539 junge

Arbeitgeber ist.

Menschen begannen ihre Ausbildung. Angeboten werden insgesamt 35 verschiedene duale Ausbildungs­berufe bzw.

Auch international haben wir weiter an der erfolgreichen

duale Studiengänge. Zum Ende des Jahres 2014 beschäf-

Positionierung von ZF als attraktivem Arbeitgeber gear­

tigte ZF an 15 Ausbildungsstandorten rund 1.900 Auszu-

beitet. Dafür wurde beispielsweise die Zusammenarbeit

bildende bzw. dual Studierende.

mit Hochschulen in China, den USA und einigen europäischen Ländern intensiviert. Damit einher ging auch die weitere Internationalisierung unseres Traineeprogramms. Die Zahl der Bewerbungen hierfür aus dem Ausland ist deutlich gestiegen.

Entwicklung der Belegschaft ZF-Konzern zum Jahresende (direkte und indirekte Mitarbeiter)

Inland

2010

2011

38.205

41.229

20121)

2013 2)

39.882

40.154

2014 2) 41.188

Ausland

26.395

30.259

28.524

28.082

30.214

Gesamt

64.600

71.488

68.406

68.236

71.402

1) Ab 2012 ohne ZF Lenksysteme. 2) Ohne Mitarbeiter des Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff und ohne Mitarbeiter AIBC.

Entwicklung Umsatz und Mitarbeiter ZF-Konzern 2010 = Index 100 200 150

Umsatz

100

Mitarbeiter

 50   0 2010

2011

20121)

1) Ab 2012 ohne ZF Lenksysteme. 2) Ohne Mitarbeiter des Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff und ohne Mitarbeiter AIBC.

2013 2) 

2014 2)

66

Gute Führung wird gelebt

Materialwirtschaft

Der ZF-Konzern hat Leadership Excellence als strate­

Das Einkaufsvolumen des ZF-Konzerns stieg im Berichts-

gisches Ziel definiert. So wurden 2014 die konzeptio-

jahr analog zum Umsatz an, was insbesondere auf die

nelle Überarbeitung aller Führungskräfteentwicklungs-

Geschäftsausweitung in den Regionen Nordamerika und

programme abgeschlossen und die ersten Programme

Asien-Pazifik zurückzuführen ist. Um auch das künftige

gestartet. Darüber hinaus wurde durch die gemeinsame

Wachstum in diesen Regionen strategisch vorzubereiten,

Erarbeitung und Einführung weltweit einheitlicher

wurde die Initiative „Frontloading Materialwirtschafts-

Führungsgrundsätze ein wichtiger Orientierungs- und

Experten“ ins Leben gerufen. Damit werden neue Mitar-

Handlungsrahmen zur weiteren Verbesserung der Füh-

beiter in Asien und Amerika über den aktuellen Bedarf

rungsarbeit etabliert.

hinaus rekrutiert, geschult und über Projektaufgaben auf die künftigen Einsätze in der Materialwirtschaft vorbe-

Erfolgsmodell Wissenswerkstatt

reitet. Ebenso wurde ein Global Procurement Office in

Im Bereich MINT-Förderung (Mathematik, Informatik,

Mexiko verabschiedet, um die mexikanische Lieferanten-

Naturwissenschaft und Technik) haben wir das Konzept

basis frühzeitig zu untersuchen und zu entwickeln.

der Wissenswerkstatt in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, Verbänden und Kommunen weiter ausge-

Mit der konsequenten Umsetzung der Materialwirtschafts-

baut. An den Standorten Saarbrücken und Schwäbisch

strategie im Rahmen der Konzernstrategie „ZF 2025“

Gmünd konnten neue Wissenswerkstätten eröffnet werden.

wurde die globale Lieferkette optimiert, die Versorgung

Damit erhöht sich die Zahl auf fünf in Deutschland. Alle

abgesichert und die Komplexität weiter reduziert. Durch

Wissenswerkstätten erfreuen sich steigender Nachfrage;

den weltweit verantwortlichen Wareneinkauf in Ver­

teilweise sind die Teilnehmerzahlen doppelt so hoch wie

bindung mit Sourcing Decision Board- und Cost Enginee-

ursprünglich erwartet.

ring-Prozessen wurde im Berichtsjahr ein wesentlicher Ergebnisbeitrag geleistet. Ebenso haben wir die Lieferan-

Soziales Engagement

tenbasis konsolidiert sowie die Einkaufsprozesse weiter

Auch im neunten Jahr seines Bestehens wurde der

standardisiert und auf elektronische Kommunikation

gemeinnützige Verein ZF hilft e.V. durch die ZF-Mitar­

umgestellt.

beiter intensiv unterstützt. Ziel des Vereins sind die Ad-hoc-Hilfe in Katastrophenfällen und die Bildungs­

Auch 2014 wurden die „Besten der Besten“ der ZF-Liefe-

förderung für Heranwachsende in Entwicklungsgebieten.

ranten im Rahmen des „ZF Materials Management Symposiums“ prämiert. Sechs Lieferanten hat ZF in den

So ermöglichte die Spendenbereitschaft der ZF-Mitarbei-

Kategorien Produktionsmaterial, Betriebsbedarfe, Global

ter 2014 in Zusammenarbeit mit der Unesco die Errich-

Supply und Innovation mit einem Award ausgezeichnet.

tung einer Schule im senegalesischen Médina Chérif für mehr als 500 Jugendliche. Mit einer Sofortspende

Darüber hinaus beschäftigten wir uns 2014 weiterhin

über 102.650 € wurden zudem die Betroffenen des

intensiv mit der Optimierung der globalen Lieferkette,

schweren Hochwassers, das im Mai 2014 den Balkan

was sich vor allem in der Absicherung der weltweiten

heimsuchte, unterstützt.

Lieferketten widerspiegelt. Auch das weltweite Transportmanagement optimierten wir nachhaltig. So haben wir 2014 zentrale Konsolidierungscenter für Seefrachten in Charleston, South Carolina (USA), Bremen (Deutschland) und Shanghai (China) eingerichtet.

KONZERNLAGEBERICHT WIRTSCHAFTSBERICHT

67

700 600

891

646

800

770

754

900

836

Forschungs- und Entwicklungsaufwand ZF-Konzern in Mio. €

500 400 300 200 100   0 1) Ab 2012 ohne ZF Lenksysteme.

2010

2011

20121)

2013

2014

Forschung und Entwicklung

Lösungen für die Mobilität von morgen

In der Forschung und Entwicklung sind bei ZF weltweit

In der Vorentwicklung wurden 2014 die Arbeiten für

6.539 Mitarbeiter tätig. Davon arbeiten rund 1.000 Inge-

eine Pkw-Hinterachse, die komplett aus Faserkunststoff-

nieure und Techniker in der Zentralen Forschung und

verbund-Material besteht, fortgeführt. Vor dem Hinter-

Entwicklung des ZF-Konzerns in Friedrichshafen sowie

grund der CO2-Flottenzielwerte entwickeln wir konventio­

rund 350 in Pilsen (Tschechien), Shanghai (China) und

nelle Antriebe und Hybridantriebe kontinuierlich weiter.

Tokio (Japan). 2014 haben wir 891 Mio. € für Forschung

Aufbauend auf dem elektrischen Zentralantrieb hat ZF

und Entwicklung aufgewendet. Somit wurde die Ziel-

ein Konzept umgesetzt, bei dem der elektrische Antrieb

größe von 5 % des Umsatzes für den Forschungs- und

rechts und links radnah in das Fahrwerk integriert ist.

Entwicklungs­aufwand erreicht.

Ferner laufen mehrere Projekte zur Weiterentwicklung des elektrischen Antriebs, die durch die Initiative NPE

Vielfältige Aufgaben

(Nationale Plattform Elektromobilität) der Bundesregie-

Die Produkt- und Technologieplanung des Konzerns

rung gefördert werden.

wird an Markt-, Produkt- und Kompetenzroadmaps aus­ gerichtet, die kontinuierlich aktualisiert werden. Die

Um die Kompetenz von ZF und die Lösungsansätze im

Zentrale Forschung und Entwicklung hat ihre Arbeiten

Bereich Fahrerassistenz zu demonstrieren, wurde ein

auf den Gebieten der Vor- und Grundlagenentwicklung

Innovationsträger aufgebaut. Der 25 Meter lange Fern-

sowie der Optimierung der Entwicklungsprozesse

lastzug beweist, dass es mit Hilfe moderner Technik sehr

schwerpunktmäßig in den nachfolgenden Themen­

leicht ist, ein großes und bis zu 60 Tonnen schweres

feldern fortgeführt.

Fahrzeuggespann im Rangierbetrieb per Fernsteuerung zentimetergenau zu lenken und zu bewegen. Dabei hilft

2014 wurden die internationalen Entwicklungsstandorte

auch der elektrische Antrieb des Hybridkonzepts, der

weiter gestärkt. Neu ist ein Bereich zur Technologie­

ein sehr feinfühliges und zudem noch emissionsfreies

entwicklung am Standort Northville (USA), um lokale

Fahren ermöglicht. Das Konzept stieß bei Kunden und

Bedürfnisse besser bedienen zu können. Im Engineering

in der Öffentlichkeit auf große Resonanz.

Center in Shanghai wurden die Entwicklungskompe­ tenzen deutlich erweitert und ein Team für Produktvorentwicklung etabliert.

68

Da mit steigender Bedeutung der Hybrid- und Elektro-

Planetengetriebeverspannprüfstand installiert, mit dem

fahrzeuge auch der Bedarf an automobilgerechten Leis-

unter Laborbedingungen Tragfähigkeit, Wirkungsgrad

tungselektroniken zunimmt, arbeitet ZF intensiv an deren

und Akustikverhalten von Planetensätzen gezielt unter-

Entwicklung. Die intelligente Steuerung der Stromauf-

sucht werden können.

nahmen verschiedener Systeme ist ein Schlüssel­faktor, um die für die Steuerung der Aggregate benötigte Hilfs-

Patentanmeldungen über hohem Vorjahreswert

energie (Power-on-Demand) weiter zu reduzieren. ZF

Der gewerbliche Rechtsschutz genießt bei ZF einen hohen

befasst sich intensiv mit diesem Thema und bieten den

Stellenwert. Auch 2014 konnten wir, wie in den Jahren

Fahrzeugherstellern entsprechende Lösungen an.

zuvor, unsere Position unter den Top-Patentanmeldern Deutschlands aufrechterhalten. Mit ungefähr 1.200 inter-

Absicherung gesetzlicher Anforderungen

nen Erfindungsmeldungen und über 860 Erstanmeldungen

Auch 2014 wurde das konzernweite Produktdatenmanage-

konnte das bereits hohe Niveau des Vorjahres noch

ment (PDM)-System weiter aktualisiert. Auslandsstandorte

einmal deutlich übertroffen werden. Ein Schwerpunkt

und neu hinzugekommene ZF-Standorte wurden an das

der erfinderischen Tätigkeit lag weiterhin auf dem

PDM-System angebunden. Im Rahmen der neuen Product-

Gebiet der Getriebesystemtechnik. Neue, aufstrebende

Lifecycle-Management (PLM)-Strategie haben wir mehrere

Gebiete sind elektronische Steuerungen von Getrieben,

Projekte gestartet mit dem Ziel, den Produktentstehungs-

Elektroantriebe und Achssysteme. Im Marken- und

prozess zu optimieren. Einen wesentlichen Beitrag liefern

Domainrecht hat ZF den Schutz seiner wertvollen Marken-

hier zukünftig unter anderem die Stammdatenqualität

rechte und Domains weltweit weiter verstärkt. Unser

sowie das Struktur- und Änderungsmanagement.

Marken- und Domainbestand umfasst über 3.800 Einzelmarken und über 1.200 Domains.

Grundlagen- und Technologieentwicklung Maßnahmen an modernen Fahrzeugen zur Steigerung der

Neue Produkte

Energieeffizienz führen verstärkt zu störenden Komfort-

Im Geschäftsjahr 2014 hat ZF erneut zahlreiche neue

phänomenen im Gesamtfahrzeug. Das Zusammenwirken

Produkte auf den Markt gebracht.

von Antriebsstrang und Fahrwerk bei nieder­frequenten Effekten ist komplex. Neue Gesamtfahrzeugmodelle und

In der Pkw-Antriebstechnik erfolgte der Serienstart der

die enge Kopplung von Simulation und Versuch ermög­

zweiten Generation des 8-Gang-Automatgetriebes (8HP)

lichen zuverlässige Vorhersagen der Wirkungen von

in der neuen BMW 5er-Modellgeneration. Das Getriebe

Schwingungen auf Fahrzeuginsassen.

realisiert zusätzliche Verbrauchseinsparungen von 3 %. Zugleich wurde die Anwendungsbasis des 8HP deutlich

Um die Entwicklung innovativer Produkte noch wir-

erweitert, was die Vielseitigkeit des Stufenautomat­

kungsvoller mit Simulationen zu unterstützen, befindet

getriebes demonstriert: Es kommt nun sowohl im Breiten-

sich bei ZF ein divisionsübergreifendes, deutschland­

Motorsport zum Einsatz – im BMW M235i Racing –

weites zentrales Rechencluster im Aufbau. Damit können

als auch in leichten Nutzfahrzeugen wie dem Iveco Daily.

besonders rechenintensive Simulationen wie Strömungs-

Ebenfalls auf dem 8HP-Getriebebaukasten basiert das

simulationen deutlich beschleunigt werden.

Plug-in-Hybridgetriebe, das im Jahr 2015 auf den Markt kommen wird. Das am Standort Gray Court, South

In der Zentralen Werkstofftechnik wurde das „ZF Materials

Carolina (USA), produzierte 9-Gang-Automatgetriebe

Warehouse“ für eine konzernweite Sicherung und Bereit-

(9HP) hatte im Berichtsjahr weitere Serienanläufe zu

stellung von Werkstoffdaten entwickelt. Es erleichtert die

verzeichnen.

Auswahl der am besten geeigneten Metalle und Kunststoffe deutlich. In der Verzahnungsentwicklung wurde ein

KONZERNLAGEBERICHT WIRTSCHAFTSBERICHT

69

In der Pkw-Fahrwerktechnik erfolgte 2014 der Serien-

Im Bereich der Schienenfahrzeuge profitierten die Kunden

start der Hinterachsvariante des adaptiven Dämpfungs-

vom ersten EMU (Electrical Multiple Unit)-Mehrgang­

systems CDC (CDC 1XL) im Honda Civic Tourer. Auch

getriebe der Welt. Das Bahnantriebskonzept Get2 verbindet

für die innovative Hinterachslenkung AKC (Active Kine-

die Vorteile bisheriger ZF-Anwendungen mit einem Ener-

matics Control) konnte die Serienproduktion erfolgreich

giesparpotenzial von bis zu 5 %.

hochgefahren werden. Für Sonderfahrzeuge bietet ZF das fortschrittliche EcoLife

Innovation Truck setzt Zeichen

Offroad, eine Weiterentwicklung des 6-Gang-Automat­

Im Nutzfahrzeugmarkt konnte der ZF-Konzern mit dem

getriebes EcoLife für Stadtbusse. Mit sieben Gängen und

Innovation Truck seine Technologieführerschaft unter-

für Extrembelastungen gerüstet setzt es neue Standards

mauern: Das Konzept eines Lang-Lkw verbindet intelli-

für Automatgetriebe in mittleren und schweren Sonder-

gente Antriebs- und Lenkungstechnik sowie Telematik

fahrzeugen. Das leistungsstarke, effiziente 8-Gang-Automat-

zu einem weg­weisenden Konzept für die Logistik von

getriebe 8HP90S basiert auf dem erfolgreichen Pkw-

morgen. Der Truck lässt sich dank ZF-Technik von außer-

Getriebebaukasten und ist maßgeschneidert für die Anfor-

halb der Fahrer­kabine mittels Tablet, rein elektrisch und

derungen leichter Sonderfahrzeuge. Es bewältigt bis

damit lokal emissionsfrei leicht und sicher rangieren.

zu 1.000 Nm Eingangsdrehmoment und fällt dennoch ausgesprochen leicht und kompakt aus.

Die Elektroportalachse AVE 130 für rein elektrisch betriebene Niederflurbusse wurde im November 2014 mit dem

In der Marinetechnik wurde das Produktportfolio um

„Internationalen busplaner Nachhaltigkeitspreis 2015“

die Getriebe TOUGH GEAR W10000 und Hybrid ready

ausgezeichnet. Das modular aufgebaute automatische

ZF 3300 PTI erweitert.

Getriebesystem TraXon für schwere Lkw wurde weiter zur Serienreife entwickelt. Das in Stadtbussen höchst

Qualität

erfolgreiche Stufenautomatgetriebe EcoLife kommt seit

Die Qualitätsstrategie „ZF4Q“ wurde von der Unter­

dem vergangenen Jahr auch in Reisebussen zum Einsatz.

nehmensstrategie „ZF 2025“ abgeleitet. Sie fokussiert auf Produkte und Kunden. Das ZF Quality Management

Der Landmaschinenbereich erweiterte 2014 seine

System basiert auf drei Elementen: der Qualitätsplanung

TERRAMATIC-Reihe um die neuen Stufenlostriebwerke

als Synonym für die Prävention, der Qualitätssicherung

TMT 09 und TMT 11. Zudem ermöglichen das inte­

zur Absicherung der laufenden Serie sowie dem Qualitäts-

grierte leistungsfähige Generatormodul ZF-TERRA+ und

management zur Gestaltung von Prozessen und Strukturen.

der neue Zapfwellengenerator die Elektrifizierung des

Ziel ist es, alle Prozesse, sowohl die industriellen als auch

Antriebsstrangs.

die Geschäftsprozesse, mit hoher Reife zu implementieren und sie im Sinne des ZF Production Systems kontinu-

Darüber hinaus diversifizierte ZF das Portfolio für den

ierlich zu verbessern.

anspruchsvollen Low-Wind- und den hochleistungsfähigen Offshore-Markt. Die neue Generation 3MW-Getriebe

Parallel dazu wird auch die Qualitätsorganisation analy-

für Windkraftanlagen mit einem Rotordurchmesser von

siert und zukünftig noch stärker global ausgerichtet.

mehr als 130 Metern ermöglicht eine signifikante Steige-

Eine wichtige Rolle spielt auch die partnerschaftliche

rung der jährlichen Stromproduktion. Durch das fortge-

Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Nur wenn

schrittene Design des 6.2MW OCTOPUS können Kunden

die gesamte Lieferkette optimal abgestimmt ist, können

noch größere Windkraftanlagen in der rauen Offshore-

die gesetzten Qualitätsziele gemeinsam erreicht werden.

Umgebung bauen.

70

Im Mittelpunkt der Qualitätsstrategie stehen unsere

Das „Simultaneous Engineering“ soll fähige, robuste

Mitarbeiter, deren Kompetenz im Bereich Qualität durch

und effiziente Produktionsprozesse ermöglichen. Dies

die neu etablierte ZF Q-Academy erhöht wird.

wird durch den Aufbau eines weltweiten Expertennetzwerks für die Methoden „Design for Manufacturing

Zudem motiviert ZF die Mitarbeiter, sich immer wieder

and Assembly“ (DFMA) und „Materialflusssimulation“

am kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu beteiligen.

(MFS) unterstützt.

Unser „Total Quality Management“-Wett­bewerb fand 2014 bereits zum 20. Mal statt. Insgesamt haben sich

Außerdem wurde im Berichtsjahr der Prozess zur syste-

mehr als 1.100 Mitarbeiter weltweit mit rund 340 Pro­

matischen Beurteilung der Eigen- und oder Fremdfertigung

jekten beworben, die neben Qualitätsverbesserungen

neu geregelt. Er ermöglicht den zielgerichteten Einsatz

auch Produktinnovationen sowie Produktionsverbesse-

von Investitionen.

rungen initiierten. Auch 2014 zeigten die im „Jahr der Energie“ 2012 an

Produktion

den deutschen Großstandorten initiierten Maßnahmen,

ZF hat 2014 weltweit einheitliche Schlüsselkennzahlen

die auf einen geringeren Energieverbrauch abzielen,

für die Führung der Produktionswerke eingeführt. Die

nachhaltig Wirkung.

vereinbarten Ziele für das ZF Production System (ZF PS) und die in den Roadmaps hinterlegten Projekte werden

Compliance

ebenso wie die Entwicklung dieser Kennzahlen analy-

Das Fundament unserer Geschäftspolitik bilden eine

siert. Daraus werden Optimierungsansätze abgeleitet und

integre, verantwortungsvolle und nachhaltige Unter­

so der kontinuierliche Verbesserungsprozess unterstützt.

nehmensführung sowie die Übernahme gesellschaftlicher

Die Einführung des ZF PS im Entwicklungsbereich

Verantwortung. Compliance ist daher ein wesentlicher

schreitet voran.

Faktor, um den langfristigen Erfolg des ZF-Konzerns zu sichern. Wir verpflichten uns selbst dazu, Geschäfte fair

Das ZF Composites Tech Center zur Vorentwicklung von

und transparent zu führen, und stellen unsere Tätigkeit

Produktionstechnologien für Faserkunststoffverbunde

auf die Grundlage von Recht und Gesetz. Dies gilt für alle

(FKV) in Schweinfurt erarbeitet in einer Vielzahl von

Länder, in denen ZF tätig ist. Diesen Anspruch unter-

Projekten in enger Zusammenarbeit mit der Produkt­

mauert der Leitspruch: „If there is no legal way, there is

entwicklung die Grundlagen für die Serienfertigung

no way for ZF“. Diesem Grundsatz folgend haben wir

von innovativen Leichtbaukomponenten aus duro- und

unsere Compliance-Organisation 2014 weiter ausgebaut

thermoplastischen FKV-Werkstoffen.

und qualifiziert. Neben präventiv wirkenden rechtlichen Beratungsleistungen, Schulungs- und Kommunikations-

Das Projekt zur Integrierten Prozessplanung (IPP) wurde

maßnahmen sowie Geschäftspartnerprüfungen wurde ein

2014 erfolgreich abgeschlossen. Weltweit erreichen

Case-Management-System eingeführt, das an das elektro-

1.500 Nutzer in über 10.000 Planungsvorgängen eine

nisches Hinweisgebersystem „ZF Trustline“ angebunden

deutliche Effizienzsteigerung. Die IT-Sicherheit der

ist. In diesem Case-Management-System werden entspre-

Produktionsstandorte vor Schadsoftware wurde durch

chende Compliance-Maßnahmen nachhaltig erfasst und

das weltweite Ausrollen des Projekts Production IT

ausgewertet. Der Verhaltenskodex und weitere interne

Security (PITS) nachhaltig verbessert.

Compliance-Richtlinien weisen den Mitarbeitern den richtigen Weg und unterstützen damit die regelkonforme Geschäftstätigkeit des ZF-Konzerns.

KONZERNLAGEBERICHT WIRTSCHAFTSBERICHT

71

Nachhaltigkeit

Ein Umweltmanagement nach ISO 14001 ist für alle

Als Unternehmen in Stiftungsbesitz zählt ZF nachhaltiges

Produktions- und Hauptentwicklungsstandorte Konzern­

und verantwortungsvolles Wirtschaften zu seinen Grund-

standard. Dieses wird seit 2006 nach dem sogenannten

werten. Dies bedeutet für uns eine langfristig ausgerichtete,

Multi-Site-Verfahren zentral geleitet. Durch unabhängige

werteorientierte Unternehmensführung, von der alle

Gutachter wurden im Geschäftsjahr 2014 weltweit

profitieren: unsere Eigentümer, Kunden und Mitarbeiter

89 Standorte nach ISO 14001 zertifiziert. Dies entspricht

ebenso wie Umwelt und Gesellschaft. Der Dreiklang von

einer Zertifizierungsquote von 93 % bezogen auf die

wirtschaftlichem Erfolg, Umweltschutz und gesellschaft­

Produktionsstandorte. In diesem Zusammenhang wurde

lichem Engagement bildet die Grundlage für die Zukunfts-

uns auch die Einhaltung der Rechtsvorschriften bestätigt.

fähigkeit des Unternehmens. Im Berichtsjahr haben wir unseren zweiten Nachhaltigkeitsbericht nach dem inter-

Bereits 2013 haben wir Energieeinsparung und Klima-

nationalen Standard der Global Reporting Initiative (GRI)

schutz im bestehenden Umweltmanagement an die

veröffentlicht. Darin legen wir ökonomische, ökologische

Anforderungen der ISO 50001 angepasst. Im Berichts-

und soziale Leistungsindikatoren offen.

jahr wurde die ISO 50001-Zertifizierung der deutschen Produktionsstandorte um die Servicestandorte ergänzt.

Im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse wurden die

Damit konnte ZF die erhöhten Anforderungen als Vor­

wichtigsten Nachhaltigkeitsauswirkungen systematisch

aussetzung für die Rückerstattung von Energiesteuern

bewertet. Hierfür haben wir auf Basis einer weltweiten

auf Grundlage der Spitzenausgleich-Effizienz­system­

Medienanalyse und durch fokussierte Einzelgespräche die

verordnung (SpaEfV) erfüllen.

zentralen Stakeholder-Erwartungen an den ZF-Konzern identifiziert. Diese Inhalte für das Nachhaltigkeitsmanage-

An zahlreichen ZF-Standorten haben wir durch die

ment von ZF wurden anschließend hinsichtlich ihrer

Anwendung der Managementstandards weitere Poten­

Bedeutung für eine langfristig erfolgreiche Unternehmens-

ziale zum betrieblichen Umweltschutz und Energie­

führung priorisiert. Auf­bauend auf diesen Erkenntnissen

management identifiziert. Der Schwerpunkt der

werden wir im aktuellen Berichtsjahr ein konzernweites

Maßnahmen lag 2014 auf der Energieeinsparung und

Nach­haltigkeitsprogramm erarbeiten.

Reduzierung von CO2-Emissionen. Hier konnten wir deutliche Erfolge erzielen. Die europäische IED-Richt­

Umweltschutz

linie für besonders umweltrelevante Anlagen wurde

Umweltschutz ist bei ZF als Unternehmensziel auf allen

an den betroffenen Standorten in Zusammenarbeit mit

Ebenen und in allen Prozessen integriert. Durch innovative

den Behörden umgesetzt.

Produkte und modernste Fertigungstechnologien gelingt es uns, die Umweltauswirkungen durch betriebliche

Seit 1996 nehmen ausgewählte Projekte mit besonderer

Tätigkeiten sowie durch die Nutzung von ZF-Produkten

Leistung in den Bereichen Umweltschutz und Nachhaltig-

auf ein Minimum zu reduzieren.

keit an der Ausschreibung des ZF-Umweltpreises teil. Im letzten Jahr wurde der Preis an ein Projekt des Standorts Dielingen vergeben, das durch Umgestaltung des Herstellungsprozesses den Wegfall umweltbelastender Phosphatierung erreichen konnte.

72

Im Rahmen von Vorhaben der Unternehmensentwick-

Auch das Thema Market Intelligence gewinnt für ZF

lung wurden bei fünf Projekten das Umweltrisiko sowie

weiter an Bedeutung. Das rechtzeitige Erkennen und

Risiken aus der Arbeitssicherheit durch eine Umwelt-

Bewerten von kundenspezifischen, regionalen und tech-

Due-Diligence abgeschätzt. Unternehmensbereiche, die

nologischen Trends und Zusammenhängen, die Ableitung

veräußert wurden, wurden bei der Überführung dieser

von Chancen- und Risikobewertungen sowie Wettbe-

hohen Umweltschutzstandards intensiv unterstützt. An

werbsanalysen bis hin zu Portfoliobewertungen der

zwei Standorten hat ZF Projekte zur Sanierung von

Produktgruppen bilden eine wesentliche Grundlage für

Altlasten durchgeführt. Insgesamt wendeten wir 2014

unsere Managemententscheidungen. Um Innovations­

an den in- und ausländischen Standorten 19 Mio. €

impulse abzuleiten, stellt ein divisions- und regionsüber-

für neue Umweltschutzeinrichtungen und 40 Mio. € für

greifendes Team alle wichtigen Informationen zusammen,

den Betrieb und Unterhalt auf.

bewertet diese und leitet entsprechende Empfehlungen und Handlungsmaßnahmen ab.

Marktorganisation und Marktprozesse Die marktorientiertere Organisationsstruktur hat sich

Die Marktentwicklungen sind regional sehr heterogen,

bewährt: Die Divisionen Pkw-Antriebstechnik, Pkw-Fahr-

die Kunden agieren immer globaler und die Märkte sind

werktechnik, Nutzfahrzeugtechnik und Industrietechnik

zunehmend zyklischen Schwankungen unterworfen.

sowie die Geschäfts­felder Elektronische Systeme und

Mit abnehmender Planungssicherheit muss unsere Orga-

ZF Services sind erfolgreich in ihren Märkten etabliert.

nisation deshalb flexibler werden, um schneller auf

Die Bündelung der Aktivitäten in den marktorientierten

Veränderungen reagieren zu können. Auch die Planungs-

Divisionen bildet die Basis für eine verbesserte Zusammen-

prozesse müssen angepasst werden. Ein weiterer Schwer-

arbeit und die Entwicklung kundenorientierter Lösungen.

punkt bleibt die Optimierung der Prozesslandschaft im Ressort Markt auf Basis konzernweit harmonisierter

Aufgrund der Globalisierung und der zunehmenden

Stammdaten und -hierarchien.

Konzentration unserer Kunden haben wir unsere kundenspezifischen Koordinationsmaßnahmen noch weiter ver-

Prozessmanagement und IT-Plattformen

stärkt. So wurde im abgelaufenen Jahr ein globales Key

Wir sind permanent bestrebt, unseren Mitarbeitern

Account Management aufgesetzt. Hier werden Business

weltweit die besten Kommunikations- und Kollaborations-

Unit- und divisionsübergreifend alle auf einen spezifischen

plattformen für eine sichere, effektive und effiziente

Kunden ausgerichteten Aktivitäten gesteuert, um eine

Geschäftsabwicklung auf Basis exzellenter Prozesse und

fokussierte Kundenbearbeitung sicherzustellen. Dabei

fortschrittlicher Informationstechnologie bereitzustellen.

ist die vollständige Transparenz über alle entscheidenden Geschäftsvorfälle und Kundenstrategien eine wesentliche

Die weltweite Einführung des Betriebssystems Windows 7

Basis für einen erfolgreichen Gesamtauftritt von ZF gegen-

wurde abgeschlossen. Insgesamt 42.000 PCs an 165 Stand-

über den Kunden. So können übergreifende Themen

orten in 30 Ländern wurden in den vergangenen zwei

gebündelt bearbeitet und Redundanzen sowie potenzielle

Jahren umgestellt und auf einen aktuellen technischen

Eskalationen zunehmend vermieden werden. In dieser

Stand gebracht. Als weiteres Ergebnis der Umstellung

neuen Organisation haben auch die Kunden unterhalb der

werden nun die Benutzerprofile aller Anwender unter

Vorstandsebene nun klare Ansprechpartner für divisi-

Windows virtualisiert. Dadurch stehen ZF-Mitarbeitern

onsübergreifende Themen. Diese können entsprechende

ihre persönlichen Einstellungen jederzeit und weltweit

Fragestellungen aus Konzernsicht zum beider­seitigen

auf beliebigen Endgeräten zur Verfügung.

Nutzen vorantreiben.

KONZERNLAGEBERICHT WIRTSCHAFTSBERICHT

73

Die IT-Sicherheit bleibt weiterhin eines der wesentlichen

Gemeinsam genutzte Prozesse bedürfen eines übergrei-

Themen der Informatik. ZF sieht sich nach wie vor mit

fenden Demand-Managements sowie einer eindeutigen

stark ansteigenden Angriffen aus dem Internet konfron-

Prozessverantwortung. Jede Anforderung etwa an eine

tiert, die mit zunehmender Professionalität erfolgen und

Prozessänderung muss erfasst, objektiv bewertet und

das Ziel haben, auf ZF-Know-how zuzugreifen. Bereits

durch den Prozessverantwortlichen freigegeben werden.

2013 wurde ein umfangreiches Sicherheitsprogramm gestartet, das für höchstmöglichen Schutz bei ZF sorgen

Für die wesentlichen Kernelemente des Business Process

soll. Unter anderem wurden alle von ZF über das Internet

Network, das Demand-Management und die organisa­

bereitgestellten IT-Anwendungen bis Ende 2014 geprüft

torischen Rollen, Gremien und Funktionen in Bezug auf

und in eine neue Sicherheitsumgebung umgezogen.

die Prozessverantwortung wurden 2014 weltweit verbind­ liche Regeln verabschiedet.

Im Rahmen unserer IT-Innovationsstrategie haben wir für ZF aus den globalen IT-Trends fünf Innovations-

Weiterentwicklung der Prozess- und IT-Plattformen

felder ermittelt: IT Security, Production IT of the Future,

im Rahmen von Carve-In / Carve-Outs

Mobile IT, Enterprise Communication und Enterprise

Für das geplante Wachstum gewinnt die Fähigkeit zur

Collaboration. Hierfür wurden kurz-, mittel- und lang­

Anpassung unserer Geschäftsprozessplattformen im

fristig zu erreichende Ziele definiert. Diese werden in

Hinblick auf die Bedarfe von geplanten Zusammenfüh-

Form von Innovationsprogrammen verfolgt. Ziel ist eine

rungen von Unternehmensteilen bzw. Veräußerungen

transparente Vorgehensweise, um IT-Innovationen für

an Bedeutung.

ZF-Mitarbeiter schnellstmöglich bereitzustellen. Die Integration des Kundendienstes in Friedrichshafen Die Effektivität und Effizienz unserer Geschäftsprozesse

in das strategische SAP-System von ZF Services Anfang

in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Liefe-

2014 war ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung

ranten sowie innerhalb des ZF-Konzerns wird über

der globalen ZF Services Strategie. Ende 2014 wurden

ein systematisches Prozessmanagement verfolgt. Das

auch die Standorte Passau und Saarbrücken integriert.

Prozessmanagement wird im ZF-Konzern auch als

Gemeinsame Kunden erhalten nun alle Produkte und

Wissens­management verstanden. Um übergreifenden

Services aus einer Hand. Ziel ist es, Prozesse und Stamm-

Fragestellungen gerecht zu werden und dem Ansatz

daten global zu harmonisieren und die standortüber­

eines „modularen Prozessbaukastens“ näherzukommen,

greifende Zusammenarbeit zu stärken.

werden Prozesslösungen in einheitlicher Sprache in einer gemeinsamen Datenbank Business Process Network

Nach dem Verkauf des Geschäftsfelds Gummi & Kunst-

transparent gemacht. So können Mitarbeiter weltweit

stoff an das chinesische Unternehmen TMT wurden

etwa nachsehen, ob es für eine bestimmte Anforderung

anhand eines straffen Terminplans bis Ende August 2014

bereits eine erprobte Prozesslösung gibt oder welche pro-

alle IT-Serviceleistungen vom Bereich IT an externe

zessualen Vorgaben und Standards verbindlich sind.

Dienstleister übergeben, die die neue Gesellschaft Boge Elastmetall GmbH künftig betreuen werden. Weltweit sind davon etwa 2.000 Anwender in Deutschland, Frankreich, der Slowakei, den USA, Brasilien, China und Australien betroffen. Die ZF-IT unterstützt bedarfsweise noch bis August 2016.

74

Gesamtaussage der Konzernleitung zur Geschäftsentwicklung

Die geplante Übernahme ist ein wichtiger Baustein in der konsequenten Umsetzung der Unternehmensstrategie „ZF 2025“ und wird die langfristige Zukunft von ZF als

Im Geschäftsjahr 2014 hat sich der ZF-Konzern erneut

Technologie­konzern in vielfacher Hinsicht erweitern und

positiv entwickelt. Der Umsatzanstieg um 9 % auf

absichern. Mit 1.005 Mio. € investierte der ZF-Konzern

18.415 Mio. €, die Steigerung des EBIT um 291 Mio. €

in erheb­lichem Umfang in Sachanlagen, vor allem in die

und die Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern von

Erweiterung von Produktions- und Entwicklungskapazi-

462 Mio. € auf 672 Mio. € zeigen insgesamt ein erfreu­

täten wie dem Entwicklungszentrum in Shanghai. Neue

liches Bild. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich –

Gemeinschaftsunternehmen wurden in China gegründet,

bereinigt um die Mitarbeiter des Geschäftsfelds Gummi

mit der Beijing Automotive Industry Corporation (BAIC) im

& Kunststoff und der Tochterfirma AIBC – um 5 % und

Bereich Fahrwerk und mit YTO im Bereich Land­maschinen.

lag zum Jahresende bei 71.402 Mitarbeitern. Die im

Der Verkauf des Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff

Prognosebericht des Vorjahrs genannten Erwartungen

an das chinesische Unternehmen Zhuzhou Times New

konnten damit nahezu vollständig erfüllt werden.

Material Technology Co., Ltd. ist inzwischen abgeschlossen. Im Januar 2015 wurde der Verkauf der Anteile am

Wie in den Vorjahren verlief auch 2014 die Geschäfts­

Gemeinschaftsunternehmen ZF Lenksysteme GmbH an

entwicklung in den Marktregionen unterschiedlich.

den Joint-Venture-Partner Robert Bosch GmbH erfolg-

Während die Regionen Nordamerika und Asien-Pazifik

reich abgeschlossen.

stark und Europa leicht zulegten, war die Region Südamerika von einer deutlich rückläufigen Marktentwick-

Trotz der hohen Belastung aus der marktzins­abhängigen

lung gekennzeichnet. Wachstumstreiber für ZF waren

Bewertung der Verpflichtungen aus der betrieb­lichen

vor allem das Geschäft mit Pkw-Automatgetrieben und

Altersversorgung steht ZF mit einer nahezu unveränderten

-Achssystemen. Insbesondere der Markterfolg der 8-Gang-

Eigen­kapitalquote von 34 % und liquiden Mitteln in Höhe

Automatgetriebebaureihe ist sehr erfreulich. Schwieriger

von 1.114 Mio. € in Verbindung mit einer positiven

entwickelten sich die Märkte für Nutzfahrzeugprodukte

Netto­liquidität weiterhin auf einem stabilen finan­ziellen

und Arbeitsmaschinen. Im Bereich der Windantriebs-

Fundament. Vor dem Hintergrund der stabilen Liquiditäts-

technik, die in den Vorjahren unter negativen Marktein-

und Finanzierungsbasis sowie dem im Ergebnis guten

flüssen litt, zeichnete sich eine leichte Erholung ab.

Geschäftsverlaufs wird die wirtschaftliche Lage insgesamt als positiv beurteilt. Der Fokus in den nächsten Jahren

Sowohl das operative Ergebnis als auch das EBIT wurden

wird auf einer weiteren Verbesserung der Renta­bilität und

durch Sondereffekte positiv beeinflusst. Es sind weitere

insbesondere der Generierung des Free Cashflow liegen.

Anstrengungen sowohl auf der Erlös- als auch der Kosten-

Dabei wird für das Jahr 2015 in den für ZF relevanten

seite notwendig, um eine deutliche Verbesserung der

Branchen mit einer insgesamt posi­tiveren Marktentwick-

Bruttomarge zu erreichen, die im Berichtsjahr hinter den

lung als im Berichtsjahr gerechnet.

Erwartungen zurückblieb. Zusätzliche Belastungen ergaben sich im sonstigen Finanzergebnis aus den vorbereitenden Maßnahmen im Zusammenhang mit dem in 2014 einge­ leiteten Erwerb der US-amerikanischen TRW Automotive Holdings Corp. und der dafür notwendigen Finanzierung.

KONZERNLAGEBERICHT EREIGNISSE NACH ABLAUF DES GESCHÄFTSJAHRES, RISIKOMANAGEMENT

75

EREIGNISSE NACH ABLAUF DES GESCHÄFTSJAHRES

Das Risikomanagementsystem ist in einer vom Vorstand freigegebenen Konzernrichtlinie verankert, die allen Mitarbeitern zugänglich ist. Die Konzernrichtlinie beschreibt Prozesse und Verantwortlichkeiten des Risikomanage-

Am 15. September 2014 wurde mit der Robert Bosch

mentsystems. Als Strukturelemente sind Risikofelder, wie

GmbH, Stuttgart, eine Vereinbarung über den Verkauf

Qualitäts-, Absatz-, Beschaffungs-, Restrukturierungs-, Stand-

der von ZF gehaltenen Gesellschaftsanteile von 50 % an

ort- sowie die übrigen Risiken, entlang der Wertschöp-

der ZF Lenksysteme GmbH geschlossen. Die ZF Lenk­

fungskette definiert. Basierend auf diesen Risikofeldern

systeme GmbH entwickelt und produziert Lenksysteme

erfolgt die Risikoerfassung, -beurteilung und -verfolgung.

für Pkw und Nkw. Der Verkauf wurde zum 30. Januar

Die Richtlinie wird einer regelmäßigen Überprüfung

2015 rechtswirksam vollzogen.

und Aktualisierung unterzogen und ist bindend für alle Konzerngesellschaften der ZF-Gruppe.

Im Januar 2015 hat ZF ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 2,2 Mrd. € begeben mit Laufzeiten von

Die Risikoerfassung, -beurteilung und -verfolgung erfolgt

drei, fünf und sieben Jahren. Damit soll ein Teil des Kaufs

quartalsweise in den Berichtseinheiten. Die erfassten

der TRW Automotive Holdings Corp. finanziert werden.

Risiken werden auf der Ebene von Division und Konzern zusammengefasst und in Abstimmung mit den jeweils

Weitere Ereignisse, die für den Konzernabschluss von

verantwortlichen Ressortfunktionen nachgehalten. Das

wesentlicher Bedeutung sind, sind nicht eingetreten.

Risikomanagementsystem von ZF erfasst Risiken hinsichtlich ihrer möglichen finanziellen Auswirkungen in Verbindung mit deren Eintrittswahrscheinlichkeit, die

RISIKOMANAGEMENT

eine vom Vorstand definierte Wertgrenze überschreiten. Wesentliche Risiken, die eine definierte zweite Wertgrenze überschreiten, werden in einem Ad-hoc-Meldeprozess unverzüglich den jeweiligen Verantwortlichen zur Kennt-

Das Risikomanagement der ZF Friedrichshafen AG hat

nis gebracht. Dies ermöglicht es, effektive Maßnahmen zur

zum Ziel, Risiken frühestmöglich zu identifizieren, zu

Risikosteuerung zu ergreifen. Chancen werden im Risiko­

bewerten und durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen

managementsystem von ZF dann mit einbezogen, wenn

zu vermeiden bzw. deren Auswirkungen auf ein Mini-

sie in einem unmittelbaren sachlichen Zusammenhang

mum zu begrenzen. Damit soll eine Bestandsgefährdung

zu einem Risiko stehen.

des ZF-Konzerns verhindert werden. Die regelmäßige Auseinandersetzung mit identifizierten Risiken steigert

Finanzwirtschaftliche Risiken

das Risikobewusstsein und unterstützt eine kontinuier­

Oberstes Ziel der zentralen Steuerung des Finanzbedarfs

liche Verbesserung.

ist die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit des ZF-Konzerns. Um finanzwirtschaftliche Risiken zu

Unter Risiko versteht ZF jedes Ereignis, das zu einer

begrenzen, werden im Rahmen des zentralen Risiko­

negativen Abweichung von unserer Geschäfts­planung

managements Liquiditäts-, Kurs-, Währungs-, Zinsände-

führen kann.

rungs- und Kontrahenten- sowie Ausfallrisiken überwacht, gesteuert und, wo notwendig, abgesichert.

Die Verantwortung für das Risikomanagementsystem ist im Vorstand verankert. Der Vorstand berichtet regelmäßig an den Prüfungsausschuss sowie den Aufsichtsrat über die wesentlichen bestehenden Risiken. Das ZF-Risiko­ früherkennungssystem wird durch die interne Revision und die bestellten Wirtschaftsprüfer regelmäßig auf Ordnungsmäßigkeit überprüft und beurteilt.

76

Derivate Finanzinstrumente dürfen nur zur Absicherung

∙∙ Währungsrisiko

bestehender Grundgeschäfte oder geplanter Transaktionen

Es besteht eine Richtlinie für das konzerneinheitliche

eingesetzt werden. Sicherungsgeschäfte werden nach

Währungsmanagement. Es sind ausschließlich grund-

konzerneinheitlichen Richtlinien abgeschlossen und unter-

geschäftsbezogene Absicherungen erlaubt. Geplante

liegen einer strengen Überwachung bzw. Dokumentations-

Fremdwährungsumsätze werden im Rahmen vorgege-

erfordernissen. Eine strikte Funktionstrennung in Handel,

bener Sicherungsreichweiten und innerhalb fest­gelegter

Abwicklung und Kontrolle ist gewährleistet.

Höchstgrenzen gesichert. Daneben sind projektbezogene Einzelabsicherungen möglich.

∙∙ Kontrahenten- und Ausfallrisiko Um das Kontrahentenrisiko im Finanzbereich zu

Die Kaufpreiszahlung in US-Dollar für die Akquisition

reduzieren, wird nur mit Banken erstklassiger Bonität

von TRW Automotive Holdings Corp. wurde in wesent­

zusammengearbeitet. Geldanlagen werden nur bei

lichen Teilen durch dealbasierte Terminkontrakte und

diesen Banken im Rahmen festgelegter Limits getätigt.

Devisen­optionen abgesichert.

Auch bei Kreditaufnahmen, etwa im Zusammenhang mit der Akquisition von TRW, achten wir auf eine

Zum 31. Dezember 2014 sind Finanzderivate mit posi-

hohe Bonität der Kreditgeber und die Vermeidung

tiven Marktwerten in Höhe von 397 Mio. € und einem

von Abhängigkeiten von einzelnen Banken.

Nominalvolumen von 6.291 Mio. € sowie Finanzderivate mit negativen Marktwerten in Höhe von 31 Mio. € und

Die Entwicklung des Forderungsbestands aus Liefe-

mit einem Nominalvolumen von 811 Mio. € im Bestand.

rung und Leistung sowie die Bonität unserer jeweiligen Vertragspartner werden ebenfalls fortlaufend überwacht.

Translationsrisiken, die sich aus der Umrechnung von

Über entsprechende Zahlungsbedingungen sowie

unterschiedlichen Währungen für die Bewertung von

fallweise über Warenkreditversicherungen wird das

Bilanzpositionen ergeben, werden nicht abgesichert.

vorhandene Ausfallrisiko weitgehend abgesichert. ∙∙ Zinsänderungsrisiko ∙∙ Liquiditätsrisiko

Dieses Risiko ergibt sich im Wesentlichen aus Markt-

Um jederzeit zahlungsfähig zu sein und gleichzeitig

zinsänderungen und deren Wirkung für den beizu­

über eine hohe finanzielle Flexibilität auf Basis mittel-

legenden Zeitwert bzw. künftige Cashflows für die

und langfristiger Finanz- und Liquiditätsplanungen

Finanzverbindlichkeiten oder unsere Geldanlagen.

zu verfügen, werden ausreichend liquide Mittel sowie

Deren Entwicklung wird eng überwacht. Das mögliche

fristenkongruent zugesagte Kreditlinien vorgehalten.

Zinsänderungsrisiko wird teilweise durch Festzins­

Die liquiden Mittel werden im Rahmen eines zentralen

vereinbarungen abgesichert.

Cash-Poolings verwaltet und den Tochtergesellschaften bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. Die Akquisition

∙∙ Kursrisiko aus Wertpapieren

von TRW wurde durch einen von 23 Banken bereit­

Das Kursrisiko bezeichnet das Risiko, dass der beizu­

gestellten Finanzierungsrahmen über 12,5 Mrd. €

legende Zeitwert der Wertpapiere sinkt. Bei den Investi-

abgesichert.

tionen in Wertpapiere handelt es sich im Wesentlichen um Anlagen in verzinsliche Wertpapiere, Aktien und alternative Investments. Aus dieser Diversifizierung ergibt sich eine grundsätzliche Risikoreduzierung, die eine Voraussetzung zur möglichst schwankungsarmen und kontinuierlichen Wertsteigerung ist.

KONZERNLAGEBERICHT PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

77

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

China verzeichnete bereits im dritten und vierten Quartal 2014 das niedrigste Wirtschaftswachstum seit der Krise 2009. Alle Prognosen deuten darauf hin, dass auch 2015 trotz der positiven Wirkung niedriger Roh-

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

stoffkosten nur ein Wirtschaftswachstum von gering­ fügig über 7 % erreicht werden kann. Der Fokus der

Keine wesentliche Veränderung im Jahr 2015

chinesischen Regierung auf weitere Reformen und der

Die weltwirtschaftliche Dynamik hat in den kommenden

Abbau von Fehl­allokationen begrenzen das Wachstum

beiden Jahren das Potenzial für einen leichten Anstieg.

und bergen darüber hinaus anhaltende Risiken.

Den Erwartungen der EU-Kommission und des IWF von Oktober und November 2014 schloss sich auch das Insti-

Die Weltwirtschaft behält damit 2015 den generell

tut für Weltwirtschaft (IfW) in seiner Mitte Dezember

positiven Wachstumstrend bei, zeigt aber nur eine leicht

vorgelegten Prognose an. Nach den 3,3 % für 2014 sehen

höhere Wachstumsdynamik im Vergleich zu 2014. Maß-

die Experten ein Anwachsen der weltweiten Wirtschafts-

geblich sind weiterhin der Trend zum Schuldenabbau in

leistung in Richtung 3,7 % im Bereich des Machbaren.

vielen Ländern und damit ein im Vergleich zu früheren

Dabei sind es erneut die etablierten Volkswirtschaften,

Jahren vor 2009 geringeres Wachstum. Positiv wirken die

die einen überproportionalen Beitrag zu diesem Anstieg

niedrigen Rohstoffkosten, insbesondere der niedrige

leisten werden, während die Schwellenländer sich mit

Ölpreis, allerdings verstärken sich damit auch die defla­

konstanter Geschwindigkeit weiterentwickeln. Die Erho-

tionären Tendenzen.

lung im Euroraum dürfte nur schleppend voranschreiten. Nach dem geringen Wachstum um 0,8 % in 2014 wird mit 1,2 % keine durchgreifende Erholung erwartet.

Branchentrends 2015

Hartnäckige strukturelle Probleme zumindest in einem Teil des Währungsgebiets sowie die Möglichkeit eines

Pkw und leichte Nutzfahrzeuge

Ausscheidens Griechenlands aus der Währungsunion

Nach dem Anstieg der Fahrzeugproduktion 2014 um 3 %

hemmen nach Ansicht des IfW eine dynamischere Ent-

ist für das laufende Geschäftsjahr ein ähnliches Wachs-

wicklung. Von den größeren Volkswirtschaften bewegt

tum von 3 % zu erwarten. Dabei sollte wiederum China

sich Deutschland mit einer Konjunkturprognose für 2015

in der Lage sein, die größten Zuwächse zu reali­sieren.

von 1,1 % positiv, aber seitwärts, Frankreich sowie Italien

Mit einem erwarteten Anstieg der Produktion von Pkw

befinden sich mit einem marginalen Anstieg um 0,9 %

und leichten Nutzfahrzeugen um bis zu 8 % wird China

sowie 0,4 % in einer Stagnation. Nur Groß­britannien mit

die Schwelle von 24 Millionen Fahrzeugen überschreiten.

2,5 % und Spanien mit 2,4 % weisen ein höheres Wachs-

Indien hat das Potenzial, sich nach zwei schwachen

tumspotenzial aus. Die Russland-Ukraine-Krise, die wirt-

Vorjahren (– 4 % und – 1 %) mit einem Produktionsanstieg

schaftliche Lage in Russland selbst und die Lage im

um 8 % in Richtung 4 Millionen Fahrzeuge zu entwickeln.

Nahen Osten stellen weiter signifikante Risikofaktoren

Nordamerika schwenkt nach sehr guten Wachstums­

für die wirtschaftliche Entwicklung ins­besondere für

jahren mit 17 % (2012), 5 % (2013) und erneut 5 % für

die EU dar. Positiv ist dagegen die wirtschaftliche Ent-

2014 sowie mit erwarteten 2 % in eine moderatere

wicklung in den USA einzuschätzen. Die Entwicklung

Wachstumsphase ein, wird aber über 17 Millionen Fahr-

der Industrieproduktion, weiterer Beschäftigungsaufbau

zeuge herstellen. Europa und Deutschland haben im

sowie hohes Verbrauchervertrauen begründen den

Zuge der allerdings zögerlichen wirtschaftlichen Bele-

erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 3 %

bung weiteres Wachstumspotenzial in Richtung 2 %. In

im Jahr 2015. Japan dagegen verharrt in der Stag­nation,

Südamerika wird nach dem Einbruch um 15 % in 2014

es sind leichte Wachstumsimpulse zu erwarten.

ein weiterer Produktionsrückgang auf 3,4 Millionen Fahrzeuge erwartet. Allerdings sind dies immer noch rund 800.000 Fahrzeuge weniger als 2013. Für Japan ist von

78

einem Rückgang der Inlandsproduktion auszugehen,

eingetrübt. Zudem dämpft der Konflikt Russland-Ukraine

dafür findet Wachstum japanischer Hersteller in Trans-

zusätzlich die Einschätzungen. In China wird nach dem

plants in aller Welt, vor allem auch in Südostasien statt.

Rückgang aus dem Vorjahr mit 9 % nur mit einer Seitwärtsbewegung gerechnet. In Südamerika scheint nach

Schwere Nutzfahrzeuge

der Krise 2014 die Talsohle noch nicht erreicht. Es ist von

In einem sich nur allmählich belebenden gesamtwirt-

einem weiteren Rückgang der Baumaschinenproduktion

schaftlichen Umfeld fallen auch die Erwartungen für

auszugehen.

die Entwicklung der Nutzfahrzeugkonjunktur verhalten optimistisch aus. Nach dem Rückgang der weltweiten

Bei den Landmaschinen ist in den asiatischen Mega-

Produktion von schweren Nutzfahrzeugen im Vorjahr um

Märkten China und Indien mit einem Anstieg der Pro-

2 % sollte 2015 wieder eine Erholung auf das Niveau

duktion um 3 % zu rechnen. Zusätzlich ist ein Trend zu

aus dem Jahr 2013 möglich sein. Die besten Chancen

leistungsfähigeren Traktoren zu erkennen. Die Märkte in

auf höhere Wachstumsraten hat dabei Indien, das nach

Europa, Nord- und Südamerika bleiben dagegen weiter

schwachen Jahren durchaus Potenzial für ein zweistelli-

unter Druck. Solange die landwirtschaftlichen Erzeuger-

ges Wachstum (16 %) hat. In China dürfte die Konsoli­

preise keine nachhaltigen Verbesserungen zeigen, bleibt

dierung der Branche fortschreiten, es ist für 2015 kein

die Investitionsbereitschaft der Landwirte verhalten.

Wachstum zu erwarten, eher könnte die Produktion sogar

Vor diesem Hintergrund ist in allen drei Märkten von

ein weiteres Jahr – wenn auch nur geringfügig – zurück­

weiteren Rückgängen der Landmaschinenproduktion

gehen (1 %). In Nordamerika deuten alle Anzeichen auf

um 3 % bis 4 % auszugehen.

weiteres Wachstum (5 %) auf 550.000 Nutzfahrzeuge hin. Damit liegt die Ausbringung über dem statistischen Mittelwert der letzten 20 Jahre mit 483.000 Fahrzeugen,

Chancen und Risiken

was auf eine beginnende Sättigung hindeuten könnte. Westeuropa sollte 2015 die Auswirkungen der Euro-6-Ein-

Bestimmendes Thema für das Jahr 2015 wird der Abschluss

führung (durch Prebuy-Effekt zu hohe Produktionszahlen

des Kaufs von TRW Automotive Holdings Corp. sein,

2013 und in der Folge Korrektur in 2014) überstanden

der im Laufe des ersten Halbjahrs 2015 erwartet wird. Die

haben und auf einen moderaten Wachstumspfad um die

Übernahme ist ein wichtiger Baustein in der konsequenten

2 % einschwenken. Südamerika dürfte sich nach der

Umsetzung der Strategie „ZF 2025“. Damit kommt der

tiefen Krise im Jahr 2014 stabilisieren. Dennoch wird mit

ZF-Konzern auf dem Weg, die wesentlichen Ziele dieser

einem Rückgang von 9 % gerechnet.

Strategie – eine ausbalancierte globale Marktdurchdringung, Ausbau der Technologie- und Kostenführerschaft

Arbeitsmaschinen

und profitable Diversifikation – zu erreichen, deutlich

Für Arbeitsmaschinen wird weltweit mit einem schwach

schneller voran. Das Produktportfolio von ZF mit effizi-

positiven Trend gerechnet; bei Landmaschinen wird ein

enten Antriebs- und Fahrwerktechnologien wird sinnvoll

Anstieg um 1 % prognostiziert, für Baumaschinen ein

ergänzt um Zukunftstechnologien in der aktiven und

Wachstum um 2 %.

passiven Sicherheitstechnik einschließlich moderner Fahr­ assistenzsysteme. Aus der Transaktion ergeben sich

Bei den Baumaschinen geht ZF im nordamerikanischen

verschiedene Chancen und Risiken für den ZF-Konzern.

Markt von einer Wachstumsperspektive ähnlich wie im

Neben der Stärkung der strategischen Positionierung

Vorjahr um 3 % aus. Für Westeuropa ist nur ein schwaches

durch Erweiterung des Technologie- und Produktport­

Wachstum um 1 % in Sicht. Die Wachstumsdynamik aus

folios, einem verbesserten Marktzugang und den aus der

Südeuropa (Nachholbedarf) fällt niedriger aus als erwartet

Integration zu erwartenden Synergien einerseits besteht

und in Deutschland haben sich die Erwartungen etwas

KONZERNLAGEBERICHT PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

79

andererseits das Risiko des Verfehlens von geplanten

nochmals erheblich erweiterten Produktportfolios erwar-

Ergebniszielen und Cash-Zuflüssen zum Beispiel aufgrund

tet die Division Industrietechnik für 2015 ein deutliches

konjunktur- oder marktbedingter Einbrüche. Die zuletzt

Umsatzwachstum. Die globalen Anforderungen zur

beschriebenen Risiken können sich insbesondere auf

CO2-Reduzierung begünstigen die effizienten Produkte

die Pflichten aus der mit der Akquisition verbundenen

der Division und eröffnen Zugang zu neuen Kunden

Finanzierung auswirken.

und Projekten. Für das Geschäftsjahr wird für die Division Industrietechnik mit einem deutlichen Umsatzwachstum

Das für 2015 geplante organische Umsatzwachstum, die

gerechnet.

konsequente Umsetzung von Cost-Engineering-Projekten, verbesserte Materialpreisstrukturen und die Fokussie-

Das im Geschäftsfeld Elektronische Systeme angesiedelte

rung auf Kosten- und Strukturoptimierungen werden

Angebot an Mechatroniklösungen stärkt die Kompetenz

helfen, die Ergebnisqualität im operativen Geschäft des

von ZF in den Zukunftstrends der Elektromobilität und

ZF-Konzerns zu verbessern. Chancen ergeben sich auch

Effizienzsteigerung im Fahrzeug. Für das Geschäftsjahr

aus den geplanten programmabhängigen Investitionen

rechnen wir erneut mit einem deutlichen Umsatzwachs-

für neue Produkt- und Kundenprojekte und den Auf- und

tum. Mit der ZF-Telematikplattform Openmatics kann

Ausbau neuer Standorte, womit die Wettbewerbsfähig-

ZF Services im Aftersales-Geschäft das Leistungsportfolio

keit weiter ausgebaut werden kann. Im Bereich der

um neuartige, digitale Serviceangebote ergänzen und

Pkw-Antriebstechnik wird erneut mit einem deutlichen

damit neue Kunden gewinnen. Nach Zuordnung des

Umsatzwachstum für das Jahr 2015 gerechnet. Das Thema

Kundendienstes am Standort Friedrichshafen wird im

E-Mobilität wird eine weiter wachsende Bedeutung bekom-

Jahr 2015 der Kundendienst in Saarbrücken und Passau

men. Mit dem auf dem 8HP-Getriebebaukasten basie­

dem Geschäftsfeld ZF Services zugeordnet. Diese Neu­

renden Plug-in-Hybridgetriebe, das im Jahr 2015 auf den

zuordnung wird sich wie bereits im Jahr 2014 positiv auf

Markt kommen wird, können weitere Erfolge in den

die Umsatzerlöse des Geschäftsfelds auswirken. Insge-

Anstrengungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen

samt erwartet der Bereich ein höheres Umsatzwachstum

erzielt und die Marktchancen verbessert werden. In

als im Vorjahr.

der Pkw-Fahrwerktechnik eröffnen unter anderem der Produktionsstart für Achssysteme in Chennai (Indien),

Risiken können sich bei ZF wie in der gesamten Branche

diverse Anläufe von Projekten mit der aktiven Hinterachs-

der Automobilzulieferindustrie aus negativen Entwick-

kinematik AKC sowie der Produktionsstart für weitere

lungen in den globalen Märkten ergeben, die negative

Modellreihen in Peking (China) neue Möglichkeiten. Der

Folgen auf das Geschäft, die Finanzierungskonditionen

hierdurch erwartete Umsatzanstieg kann jedoch lediglich

und die Profitabilität haben können. Ursache hierfür

die fehlenden Umsätze des im Jahr 2014 verkauften

können auch Schwierigkeiten sein, die aus der massiven

Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff ausgleichen, so dass

Überschuldung einiger Länder innerhalb der Europäischen

mit einem Umsatz auf etwa Vorjahresniveau zu rechnen ist.

Währungsunion resultieren. Auch die weiter zunehmende Wettbewerbsintensität kann negative Effekte auf

In der Nutzfahrzeugtechnik hat das neue, modulare Getrie-

die Ausbringung wie auch auf die Verkaufspreise haben.

besystem TraXon die Serienreife erreicht. Damit steht

Gerade auf dem asiatischen Markt, der für ZF von signi-

auch PreVision GPS, die vorausschauende Schaltstrategie

fikanter Bedeutung ist, werden immer neue Anbieter

für automatisierte Lkw-Getriebe, den Fahrzeugherstellern

auf den Markt treten und damit die Wettbewerbssituation

zur Verfügung. Aufgrund des weiterhin ungünstigen Markt­

verschärfen. Ein weiteres Ergebnisrisiko resultiert aus

umfelds wird jedoch kein wesentlicher Umsatzanstieg

unerwarteten Materialpreissteigerungen.

erwartet. Nach erheblichen Investitionen in erweiterte und neue Produktionsstätten sowie auf der Basis eines auf spezifischen Markterfordernissen ausgerichteten,

80

Bei ZF-Produkten mit sehr hohen Stückzahlen, wie zum

ZF ist weltweit in 26 Ländern mit Standorten vertreten.

Beispiel dem 8HP-Automatgetriebe, können aufgrund

In manchen dieser Länder besteht die Gefahr, Risiken

von Gewährleistungsverpflichtungen durch Fehler im

zum Beispiel aufgrund instabiler politischer Verhältnisse

Produktionsprozess immense finanzielle Schäden entste-

oder aufgrund unterschiedlicher Wettbewerbs-, Rechts-

hen. Durch intensive Qualitätskontrollen und optimierte

und Steuersysteme ausgesetzt zu werden. Kritische Situa-

Prozessabläufe wirkt ZF dem konsequent entgegen.

tionen können auch durch Engpässe in der Lieferkette und finanzielle Probleme von Schlüssellieferanten ent­

ZF agiert zunehmend in den sogenannten Emerging

stehen. In Abhängigkeit von arbeitsrechtlichen Regelungen

Markets wie beispielsweise Osteuropa, Brasilien oder

und dem jeweiligen Organisationsgrad auf der Arbeit-

Indien. Wirtschaftliche Krisen in diesen Ländern wie

nehmerseite besteht die Gefahr von streikbedingten Pro-

derzeit in Russland aufgrund der Konflikte in der

duktionsausfällen.

Ukraine können zu Umsatzrückgängen und Zahlungs­ ausfällen führen.

Durch zunehmende Fokussierung der Kartellbehörden in vielen Ländern auf die Untersuchung von Wettbe-

Durch Produktpiraterie, Industriespionage oder dem soge-

werbsverstößen können Schäden durch Strafen wegen

nannten Social Engineering und unerlaubtes Eindringen

rechtswidrigem Verhalten entstehen. In Südamerika

in die IT-Systeme können ebenfalls massive Schäden

wurde im September 2014 in einem ZF-Werk eine Durch-

verursacht werden. Vorbeugende Maßnahmen von ZF,

suchung durch die Kartellbehörde wegen des Verdachts

die den wachsenden Bedrohungen laufend angepasst

auf Wettbewerbsverstöße vorgenommen. Des Weiteren

werden, sollen die Gefahren durch die genannten Risiken

können sich infolge von regelmäßig stattfindenden

minimieren.

Betriebsprüfungen durch die Steuerbehörden in den verschiedenen Ländern, in denen ZF-Gesellschaften tätig

Wechselkurseinflüsse gerade im Zusammenhang mit der

sind, Steuernachforderungen in namhafter Größen­

Finanzierung des geplanten Erwerbs von TRW Automotive

ordnung ergeben. Steuergesetze und steuerlich relevante

Holdings Corp. und den dabei auftretenden Zahlungs-

Sachverhalte könnten von den Steuerbehörden abwei-

strömen zwischen dem Euro- und dem US-Dollarraum

chend von der Auffassung von ZF ausgelegt bzw.

können zu Belastungen führen, die nicht zu 100 % abge-

beurteilt werden.

sichert werden können. Außerdem können sich aus dem Erwerb und der Integration von TRW Automotive

Wie bereits dargestellt, wird vorgenannten und generell

Holdings Corp. zahlreiche nicht vollständig abschätzbare

möglichen Risiken bei ZF durch ein etabliertes Risiko­

Risiken ergeben. Zu denken ist dabei zum Beispiel an die

managementsystem, mit dem Risiken frühestmöglich

hohe Verschuldung von ZF, um den Erwerb zu finanzieren,

identifiziert, bewertet und durch die Einleitung geeigneter

die jedoch durch eine wohl überlegte und detailliert

Maßnahmen vermieden bzw. die Auswirkungen auf

ausgearbeitete Strukturierung der Finanzierung gesichert

ein Minimum begrenzt werden sollen, konsequent ent­

ist. Aber auch der Verlust von Führungspersonal und

gegengewirkt.

weiteren qualifizierten Mitarbeitern auf Seiten von TRW,

Auf Basis der derzeit bekannten Informationen und

die Möglichkeit der Aufkündigung von Joint Ventures

der in diesem Bericht aufgeführten Einzelrisiken sind

und andere Change-of-Control-Folgen können negative

keine zusätzlichen zu den in der Prognose genannten

Konsequenzen nach sich ziehen.

markt­bedingten Chancen und Risiken zu erkennen, die im Geschäftsjahr 2015 die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ZF-Konzerns wesentlich beeinflussen oder dessen Bestand gefährden könnten. Die finanzielle Situation des Konzerns ist stabil, der Bedarf an liquiden Mitteln ist gegenwärtig durch vorhandene Liquidität und freie Kreditlinien gedeckt.

KONZERNLAGEBERICHT PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

81

Prognose

Der Fokus wird im Jahr 2015 auf der weiteren Verbesserung der Bruttomarge und einem stabilen Free Cashflow

In der Gesamtbetrachtung erwartet ZF für das Geschäfts-

liegen. Ohne Berücksichtigung des Erwerbs der TRW

jahr 2015 ein solides organisches Umsatzwachstum auf

Automotive Holdings Corp. werden die geplanten Investi-

einem ähnlichen Niveau wie 2014 bei einem insgesamt

tionen in Sachanlagen erneut auf einem Niveau von über

moderaten Wachstum der Märkte. Es werden weiterhin

1.000 Mio. € und damit über der jährlichen Abschreibung

neue Märkte besetzt, die Diversifikationsstrategie voran-

erwartet. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit weiter

getrieben, neue Produkte eingeführt und durch fortge-

ausgebaut. Das operative Ergebnis im Verhältnis zu den

setzte Investitionen in Forschung und Entwicklung die

Umsatzerlösen wird auf Vorjahresniveau erwartet. In

Technologieführerschaft untermauert. Dieses positive

Verbindung mit den angestrebten Verbesserungen des

Bild zeigt sich für nahezu alle Märkte und Regionen. Das

Working Capitals sollte der Free Cashflow in 2015 auf

Wachstum wird am stärksten in Nordamerika und Asien-

einem Niveau von etwa 400 Mio. € gehalten werden

Pazifik stattfinden, während Deutschland und Europa

können. Die Beschäftigungsentwicklung zeigt einen posi­

ein etwas schwächeres Wachstum zeigen werden. Hervor-

tiven Verlauf. Ein leichter Anstieg auf über 80.000 Mitar-

zuheben ist die Entwicklung in der Region Nordamerika,

beiter ist geplant.

die durch neue Kundenprojekte vor allem im Segment Pkw-Automatgetriebe geprägt wird. Die Herausforderun-

Der Erfolg von ZF basiert auf einer Vielzahl von Faktoren.

gen für ZF werden in der Umsetzung der Vielzahl von

Dazu gehört neben technologisch hochwertigen und

Projekten in allen regionalen Märkten mit teils neuen

attraktiven Produkten das Vertrauen der Kunden, Liefe-

Kunden und Produkten gesehen.

ranten und Geschäftspartner in die Zusammenarbeit mit ZF. Ebenso gehören dazu engagierte und qualifizierte

Weitere Herausforderungen werden sich aus der bevor-

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit hoher Leistungs-

stehenden Integration von TRW Automotive Holdings Corp.

und Veränderungsbereitschaft. Unter Berücksichtigung

ergeben, einem Unternehmen, das sehr erfolgreich am

dieser Faktoren und der Perspektiven, die sich aus dem

Markt agiert und nahezu die Größe von ZF erreicht. Gleich-

erwarteten Zusammenschluss mit TRW ergeben werden,

zeitig bietet dieser erwartete Zusammenschluss eine ein-

kann sich ZF den bevorstehenden Herausforderungen

malige strategische Chance, insbesondere wenn es gelingt,

stellen und optimistisch in die Zukunft blicken.

das Beste aus beiden Unternehmen zusammenzuführen. Zum Beispiel bieten die höchst effiziente Hybrid-Antriebs­ technologie von ZF einerseits und Zukunftstechnologien in der aktiven und passiven Sicherheit einschließlich moderner Fahrassistenzsysteme andererseits ein attrak­ tives und umfassendes Gesamtportfolio.

82

83

KONZERN ABSCHLUSS

84 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG  85 KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG  86 KONZERNBILANZ  88 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG  90 KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG  92 KONZERN-ANHANG

84

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG der ZF Friedrichshafen AG vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

in Mio. €

Anhang

2014

2013

Umsatzerlöse

1

18.415

16.837

Kosten der umgesetzten Leistung

2

15.319

13.912

3.096

2.925

891

836

Vertriebskosten

700

667

Verwaltungskosten

734

675

279

130

Bruttoergebnis vom Umsatz Forschungs- und Entwicklungskosten

7

Sonstige Erträge

3

Sonstige Aufwendungen

4

Operatives Ergebnis

153

121

897

756 43

Ergebnis aus at Equity Beteiligungen

5

49

Beteiligungsergebnis

5

152

8

Zinserträge

5

35

36

Zinsaufwendungen

5

172

154

Sonstige Finanzerträge

5

132

86

Sonstige Finanzaufwendungen

5

220

92

Finanzergebnis

– 24

– 73

Ergebnis vor Ertragsteuern

873

683

Ertragsteuern

6

201

221

Ergebnis nach Steuern

672

462

davon Aktionäre der ZF Friedrichshafen AG

648

437

24

25

davon Anteile ohne beherrschenden Einfluss

KONZERNABSCHLUSS KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG, KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

85

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG der ZF Friedrichshafen AG vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

in Mio. €

Anhang

Ergebnis nach Steuern

2014

2013

672

462

175

– 124

– 3

0

25

– 2

– 36

3

359

6

– 2

– 4

– 110

1

Posten, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden Unterschied aus der Währungsumrechnung

Ergebniswirksame Umbuchungen

Marktbewertung Wertpapiere

In der laufenden Periode entstandene Gewinne (Vorjahr Verluste)



Ergebniswirksame Umbuchungen

Marktbewertung Cashflow Hedges

In der laufenden Periode entstandene Gewinne



Ergebniswirksame Umbuchungen

Ertragsteuern Sonstiges Ergebnis aus at Equity Beteiligungen

23

– 11

431

– 131

– 1.002

– 100

Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden Versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsverpflichtungen Ertragsteuern

278

28

0

– 4

– 724

– 76

– 293

– 207

Gesamtergebnis

379

255

davon Aktionäre der ZF Friedrichshafen AG

348

234

31

21

Sonstiges Ergebnis aus at Equity Beteiligungen

Sonstiges Ergebnis nach Steuern

davon Anteile ohne beherrschenden Einfluss

23

86

KONZERNBILANZ der ZF Friedrichshafen AG zum 31. Dezember 2014

Aktiva in Mio. €

Anhang

31.12.2014

31.12.2013 angepasst 1)

Kurzfristige Vermögenswerte Flüssige Mittel

1.114

1.143

Finanzielle Vermögenswerte

8

528

45

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

9

2.403

2.132

Sonstige Vermögenswerte

10

335

195

12

11

11

1.870

1.735

6.262

5.261

Ertragsteuerforderungen Vorräte Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

22

400

267

6.662

5.528

Langfristige Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte

12

1.148

1.178

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

9

13

50

Sonstige Vermögenswerte

10

85

21

At Equity Beteiligungen

13

23

347

Immaterielle Vermögenswerte

14

905

856

Sachanlagevermögen

15

4.006

3.670

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

17

5

0

Latente Steuern

6

541

320

6.726

6.442

13.388

11.970

1) Vorjahreswerte angepasst. Erläuterungen im Konzernanhang im Abschnitt „Änderung des Ausweises von finanziellen Vermögenswerten und Schulden sowie sonstigen Vermögenswerten“.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNBILANZ

87

Passiva in Mio. €

Anhang

31.12.2014

31.12.2013 angepasst 1)

18

492

185

2.440

1.975

852

779

36

28

Kurzfristige Schulden Finanzielle Schulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten

19

Ertragsteuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen Schulden von Veräußerungsgruppen

20

22

376

413

4.196

3.380

0

167

4.196

3.547

279

971

Langfristige Schulden Finanzielle Schulden

18

Sonstige Verbindlichkeiten

19

233

185

Rückstellungen für Pensionen

21

3.803

2.729

Sonstige Rückstellungen

20

315

335

Latente Steuern

6

43

38

4.673

4.258

500

500

Eigenkapital Gezeichnetes Kapital

23

Kapitalrücklage

23

386

386

Gewinnrücklagen 2)

23

3.474

3.153

4.360

4.039

159

126

4.519

4.165

13.388

11.970

Eigenkapitalanteil Aktionäre der ZF Friedrichshafen AG Anteile ohne beherrschenden Einfluss 24

1) Vorjahreswerte angepasst. Erläuterungen im Konzernanhang im Abschnitt „Änderung des Ausweises von finanziellen Vermögenswerten und Schulden sowie sonstigen Vermögenswerten“. 2) Davon entfallen auf Veräußerungsgruppen sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 37 Mio. € (Vj. 2 Mio. €).

88

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG der ZF Friedrichshafen AG vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

in Mio. €

Anhang

2014

2013 angepasst 1)

Ergebnis vor Ertragsteuern

873

683

Abschreibungen / Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

946

894

Erfolgswirksame Veränderung der langfristigen Rückstellungen

16

– 81

Ertragsteuerzahlungen

– 235

– 187

Ergebnis aus Erst- und Entkonsolidierung

– 129

0

Ergebnis aus Anlageabgängen Finanzergebnis Zunahme der Vorräte Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Abnahme sonstiger Vermögenswerte Zunahme sonstiger Schulden Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

4

1

24

73

– 60

– 195

– 152

– 258

1

3

410

507

1.698

1.440

– 240

– 232

– 1.005

– 954

Auszahlungen für Investitionen in

Immaterielle Vermögenswerte

Sachanlagen Beteiligungsunternehmen

– 5

– 2

Wertpapiere

– 50

– 50

Finanzforderungen

– 95

– 10

Einzahlungen aus Abgängen von

Immateriellen Vermögenswerten

12

8

30

28

Beteiligungsunternehmen

0

2

Wertpapieren

2

1

Sachanlagen

Finanzforderungen Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen

27

Zahlungsmittelzufluss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen

26

Auszahlungen für Sicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit künftigen Investitionen Erhaltene Dividenden Erhaltene Zinsen Cashflow aus der Investitionstätigkeit

14

0

237

0

12

0

– 105

0

152

25

39

32

– 1.002

– 1.152

KONZERNABSCHLUSS KONZERN-KAPITAL­FLUSSRECHNUNG

89

in Mio. €

Anhang

2014

2013 angepasst 1)

Auszahlungen von Dividenden an Aktionäre der ZF Friedrichshafen AG

– 30

– 30

Auszahlungen von Dividenden an die Inhaber von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

– 19

– 20

– 491

– 161

71

243

3

3

Auszahlungen für die Tilgung von Finanzschulden Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen durch Inhaber von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss Gezahlte Zinsen und Transaktionskosten

– 284

– 48

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

– 750

– 13

– 54

275

1.143

888

3

13

22

– 33

1.114

1.143

Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres Änderungen des Finanzmittelfonds aus Konsolidierungskreisveränderungen Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 1) Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird ab dem Jahr 2014 um das gesamte Finanzergebnis korrigiert.

Bis zum Jahr 2013 wurde nur das Zins- und Beteiligungsergebnis eliminiert. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

25

90

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG der ZF Friedrichshafen AG vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2014

in Mio. €

Gezeichnetes Kapital

Kapital­­rücklage

300

586

200

– 200

500

386

500

386

Anhang 01.01.2013 Ergebnis nach Steuern Sonstiges Ergebnis nach Steuern Gesamtergebnis Gewinnausschüttung Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln Veränderung des Konsolidierungskreises 31.12.2013 Ergebnis nach Steuern Sonstiges Ergebnis nach Steuern Gesamtergebnis Gewinnausschüttung Kapitalerhöhung bei Tochterunternehmen Veränderung des Konsolidierungskreises 31.12.2014

KONZERNABSCHLUSS KONZERN-EIGENKAPITAL­VERÄNDERUNGSRECHNUNG

91

Gewinnrücklagen Erwirt­ schaftetes KonzernEigenkapital

Unterschied aus der Währungs­ umrechnung

Markt­ bewertung Wertpapiere

Markt­ bewertung Cashflow Hedges

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste

Eigenkapital­ anteil Aktionäre der ZF Friedrichs­ hafen AG

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

KonzernEigenkapital

23

3.145

93

42

8

– 339

3.835 437

25

462

– 130

1

2

– 76

– 203

– 4

– 207

– 130

1

2

– 76

437 437 – 30

3.552

– 37

43

10

– 415

648 648

115

3.950

234

21

255

– 30

– 20

– 50

0

3

3

0

7

7

4.039

126

4.165

648

24

672

188

– 8

244

– 724

– 300

7

– 293

188

– 8

244

– 724

348

31

379

– 30

– 19

– 49

3

3

26

3

18

21

– 1.113

4.360

159

4.519

– 30 – 21

– 2

4.149

149

35

254

92

KONZERNANHANG der ZF Friedrichshafen AG Grundlagen

Vermögenswerte und Schulden, die zu einer als zur Veräußerung gehalten eingestuften Veräußerungsgruppe bzw.

Konzernstruktur

zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten gehören, werden getrennt von den übrigen Vermögenswerten und

Die ZF Friedrichshafen AG ist eine Aktiengesellschaft,

Schulden in der Bilanz ausgewiesen.

die zu 93,8 % der Zeppelin-Stiftung und zu 6,2 % der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung gehört. Die

Der Ansatz der Vermögenswerte und Schulden erfolgt

Gesellschaft hat ihren Sitz in 88046 Friedrichshafen,

nach dem Anschaffungskostenprinzip. Davon ausgenom-

Deutschland, Graf-von-Soden-Platz 1.

men sind derivative Finanzinstrumente, Wertpapiere und Anteile an Beteiligungsunternehmen, die zum beizulegen-

Für weitere Ausführungen zur Konzernstruktur verweisen

den Zeitwert angesetzt sind, soweit er sich zuverlässig

wir auf den Lagebericht.

ermitteln lässt.

Allgemeines

Anwendung der IFRS

Die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung,

Die ZF Friedrichshafen AG macht als nicht kapitalmarkt­

der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern­

orientiertes Unternehmen von dem Wahlrecht nach

bilanz, der Konzern-Kapitalflussrechnung sowie der

§ 315a Abs. 3 HGB Gebrauch, den Konzernabschluss

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sind im

nach IFRS aufzustellen.

Konzernanhang aufgegliedert bzw. erläutert.

Der Konzernabschluss steht im Einklang mit den am

Konzernwährung ist der Euro. Soweit nichts anderes ver-

Abschlussstichtag gültigen Standards und Interpretationen

merkt ist, werden alle Beträge in Millionen Euro (Mio. €)

des International Accounting Standards Board (IASB),

ausgewiesen.

London, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a HGB anzuwendenden Vorschriften.

Der Vorstand der ZF Friedrichshafen AG hat den Konzernabschluss am 20. Februar 2015 zur Weitergabe

Im Geschäftsjahr 2014 wurden folgende geänderte und

an den Aufsichtsrat freigegeben.

neue Standards und Interpretationen erstmals beachtet:

Der zum 31. Dezember 2014 aufgestellte Konzernabschluss

∙∙ Änderung des IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung“

sowie der Konzernlagebericht werden im Bundesanzeiger

∙∙ Änderungen des IAS 39 „Finanzinstrumente“

bekannt gemacht.

∙∙ IFRIC 21 „Abgaben“

Die Konzernbilanz ist nach Fristigkeiten gegliedert. Bilanzposten werden in lang- und kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden aufgeteilt, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem bzw. bis zu einem Jahr haben.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

93

Die Änderung des IAS 32 konkretisiert die Regelungen

Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unab-

zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und

hängig von der Anzahl der Dienstjahre sind. Ist ein Arbeit-

Schulden. Eine Änderung des bestehenden Saldierungs-

nehmerbeitrag dagegen abhängig von der Anzahl der

prinzips erfolgt damit jedoch nicht. Aus der Klarstellung

Dienstjahre, muss zwingend das Anwartschaftsbarwert-

der Kriterien „Zeitgleiches Settlement“ und „Jederzeitiges

verfahren angewendet werden. Die Klarstellung führt zu

Recht zur Aufrechnung“ kann sich eine Änderung der

keiner Änderung der Bilanzierung im ZF-Konzern.

Bilanzierungspraxis nur ergeben, falls IAS 32 bislang abweichend ausgelegt wurde. Die Klarstellung führte zu

Bei den Verbesserungen zu IFRS 2010 – 2012 und IFRS

keiner Änderung der Bilanzierung im ZF-Konzern.

2011 – 2013 handelt es sich um Sammelstandards, die im Dezember 2013 veröffentlicht wurden und Änderungen

IAS 39 wurde dahingehend geändert, dass unter

in verschiedenen IFRS zum Gegenstand haben. Nachfol-

bestimmten Voraussetzungen die Fortführung der Siche-

gend werden die Änderungen dargestellt, die auf den

rungsbilanzierung in Fällen, in denen als Sicherungs­

ZF-Konzern eine Auswirkung haben können:

instrument designierte Derivate aufgrund gesetzlicher oder aufsichtsrechtlicher Bestimmungen auf eine

∙∙ IFRS 3 und Folgeänderung an IFRS 9: Klarstellung,

zentrale Clearingstelle übertragen werden (Novation),

dass ein Unternehmen IAS 32 anzuwenden hat, wenn

ermöglicht wird. Die Klarstellung führte zu keiner

es bedingte Gegenleistungen im Rahmen eines Unter-

Änderung der Bilanzierung im ZF-Konzern.

nehmenszusammenschlusses als finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital klassifiziert. Bei bedingten

Der IFRIC 21 beschäftigt sich mit der Fragestellung der

Gegenleistungen, die nicht als Eigenkapital klassifiziert

Bilanzierung öffentlicher Abgaben, die keine Ertrag­

wurden, sind sämtliche nachfolgenden Änderungen

steuern im Sinne des IAS 12 Ertragsteuern darstellen, und

zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. IFRS 9 soll

klärt insbesondere, wann Verpflichtungen zur Zahlung

entsprechend geändert werden, um sicherzustellen,

derartiger Abgaben im Abschluss als Verbindlichkeiten

dass bedingte Gegenleistungen nicht zu fortgeführten

zu erfassen sind. Die Klarstellung führte zu keiner Ände-

Anschaffungskosten bilanziert werden können. Für

rung der Bilanzierung im ZF-Konzern.

die bedingten Gegenleistungen sind – zusätzlich zu den in IFRS 3 enthaltenen Angabepflichten – die Angabe-

Das IASB hat die folgenden Standards und Interpreta­ tionen verabschiedet, die von der Europäischen Union bereits in europäisches Recht übernommen wurden, aber noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Eine vorzeitige Anwendung erfolgte nicht.

vorschriften des IFRS 7 zu beachten; ∙∙ IFRS 13: Klarstellung der Möglichkeit der Bewertung kurzfristiger Forderungen und Verbindlichkeiten ohne Abzinsung trotz Folgeänderungen in IFRS 9 und IAS 39; ∙∙ IFRS 3: Klarstellung, dass alle Typen von gemeinschaft­ lichen Vereinbarungen i. S. v. IFRS 11 vom Anwendungs-

∙∙ Änderung des IAS 19 „Beiträge von Arbeitnehmern“

bereich des IFRS 3 ausgeschlossen sind und dass die

(verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre ab

Ausnahme aus dem Anwendungsbereich des IFRS 3

1. Juli 2014)

nur für den Abschluss des Gemeinschaftsunternehmens

∙∙ Verbesserungen zu IFRS 2010 bis 2012 (verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre ab 1. Juli 2014) ∙∙ Verbesserungen zu IFRS 2011 bis 2013 (verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre ab 1. Juli 2014)

oder der gemeinschaftlichen Tätigkeit selbst gilt; ∙∙ IFRS 13: Klarstellung, dass die Portfolioausnahme des IFRS 13.52 auf alle Verträge im Anwendungsbereich des IAS 39 bzw. IFRS 9 anzuwenden ist, unabhängig davon, ob diese Verträge die Definitionen von finan­

Die Änderung von IAS 19 gestattet, Beiträge von Arbeit-

ziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlich-

nehmern oder Dritten zu leistungsorientierten Pensions-

keiten nach IAS 32 erfüllen oder nicht.

plänen in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige

94

Weiterhin wurden folgende Standards und Interpretatio-

IFRS 9 beinhaltet Neuregelungen zur Klassifizierung

nen, die für die ZF Friedrichshafen AG teilweise relevant

und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und

sein können, bereits durch das IASB verabschiedet. Eine

finanziellen Verbindlichkeiten und soll den bisherigen

Übernahme in europäisches Recht erfolgte hingegen noch

IAS 39 ersetzen. Danach sind finanzielle Vermögens-

nicht. Die ZF Friedrichshafen AG wird diese Standards

werte abhängig von ihren jeweiligen Charakteristika und

nicht vorzeitig anwenden:

unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells oder der Geschäftsmodelle entweder zu fortgeführten Anschaffungs-

∙∙ IFRS 9 „Finanzinstrumente“ (verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre ab 1. Januar 2018) ∙∙ Änderungen des IFRS 10 „Konzernabschlüsse“, IFRS 12

kosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Eigenkapitalinstrumente sind, im Gegensatz zu den aktuell gültigen Vorschriften, grundsätzlich

„Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen“

zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Wertschwan-

und IAS 28 „Beteiligung an assoziierten Unternehmen“

kungen der Eigenkapitalinstrumente dürfen jedoch auch

(verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre ab

erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. In diesem

1. Januar 2016)

Fall werden bei Eigenkapitalinstrumenten nur bestimmte

∙∙ Änderungen des IFRS 11 „Gemeinschaftliche Verein­

Beteiligungserträge erfolgswirksam erfasst. Bezüglich der

barungen“ (verpflichtende Anwendung für Geschäfts-

Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbind-

jahre ab 1. Januar 2016)

lichkeiten werden die bisherigen Regelungen des IAS 39

∙∙ IFRS 14 „Regulatorische Abgrenzungsposten“

weitgehend übernommen. Eine Neuerung betrifft die

(verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre ab

Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten, die unter

1. Januar 2016)

Anwendung der Fair Value-Option als erfolgswirksam

∙∙ IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ (verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre ab 1. Januar 2017) ∙∙ Änderungen des IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“

zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Zukünftig ist der Teil der Fair Value-Änderung, der aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos resultiert, im sonstigen

(verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre ab

Ergebnis und nicht in der Konzern-Gewinn- und Verlust-

1. Januar 2016)

rechnung zu erfassen. Eine weitere Änderung bezieht

∙∙ Änderungen des IAS 16 „Sachanlagen“ und IAS 38

sich auf Verbindlichkeiten aus derivativen Finanz­

„Immaterielle Vermögenswerte“ (verpflichtende

instrumenten, die an nicht börsennotierte Eigenkapital­

Anwendung für Geschäftsjahre ab 1. Januar 2016)

instrumente gekoppelt sind. Diese Verbindlichkeiten sind

∙∙ Änderung des IAS 16 „Sachanlagen“ und IAS 41

zukünftig immer zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen,

„Landwirtschaft“ (verpflichtende Anwendung für

während die aktuell gültigen Regelungen eine Bewertung

Geschäftsjahre ab 1. Januar 2016)

zu fortgeführten Anschaffungskosten ein­räumen. Die

∙∙ Änderungen des IAS 27 „Equity-Methode in Einzel­­­

erstmalige Anwendung von IFRS 9 könnte Auswirkungen

abschlüssen“ (verpflichtende Anwendung für

auf die Bewertung von Anteilen an Beteiligungsunter­

Geschäftsjahre ab 1. Januar 2016)

nehmen haben. Diese werden bisher überwiegend zu

∙∙ Verbesserungen zu IFRS 2012 bis 2014 (verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre ab 1. Januar 2016)

Anschaffungskosten bewertet, da ihre beizulegenden Zeitwerte nicht zuverlässig zu ermitteln sind. Weiterhin sind ab dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung die bisher im Eigenkapital erfassten unrealisierten Kurs­ gewinne und Kursverluste von Schuldinstrumenten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgs­ wirksam zu erfassen. Die Umsetzung der neuen Bilanzierungsvorschriften kann zu stärkeren Schwankungen des Ergebnisses nach Steuern führen.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

95

Weiterhin beinhaltet IFRS 9 neue Bestimmungen zur

Die Ergänzungen zu IFRS 11 stellen klar, dass sowohl der

Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Änderungen

erstmalige Erwerb als auch der Hinzuerwerb von Anteilen

zur bisherigen Bilanzierung ergeben sich insbesondere

an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (Joint Operation),

durch neue Bestimmungen zu der Designierbarkeit von

welche einen Geschäftsbetrieb darstellt, unter Anwendung

Instrumenten bzw. Risiken, den Effektivitätsanforderun-

der Regelungen zur Bilanzierung von Unternehmens­

gen, der Anpassung und Auflösung von Sicherungs­

zusammenschlüssen in IFRS 3 zu bilanzieren sind, es sei

beziehungen und teilweise der bilanziellen Erfassung von

denn, diese stehen im Widerspruch zu Regelungen des

Sicherungsbeziehungen. Der Standard ersetzt den IFRIC 9

IFRS 11. Zudem sind auch die Angabepflichten des IFRS 3

„Neubeurteilung eingebetteter Derivate“ und ändert

zu erfüllen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus,

darüber hinaus eine Reihe von bestehenden Standards,

dass die Änderungen, sofern sie von der EU in dieser

darunter IFRS 7, welcher die Angabepflichten für die

Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss

Finanzinstrumente regelt, und die Bestimmungen von

auf die Darstellung der Abschlüsse haben werden.

bereits in 2009 und 2010 veröffentlichten Fassungen des IFRS 9. Im Juli 2014 wurde der IFRS 9 überarbeitet. Die

Mit IFRS 14 wird einem Unternehmen, das ein IFRS-

neue Version beinhaltet überarbeitete Vorgaben zur Klassi-

Erstanwender ist, gestattet, mit einigen begrenzten Ein-

fizierung und Bewertung von finanziellen Vermögens-

schränkungen, regulatorische Abgrenzungsposten weiter

werten und erstmals Vorschriften zur Wertminderung

zu bilanzieren, die es nach seinen vorher angewendeten

von Finanzinstrumenten; das neue „expected loss model“

Rechnungslegungsgrundsätzen in seinem Abschluss

zieht den Ansatz von Verlusten vor, indem sowohl einge-

erfasst hat. Dies gilt sowohl im ersten IFRS-Abschluss als

tretene als auch in der Zukunft erwartete Verluste erfasst

auch in den Folgeabschlüssen. Die Änderung hat keinen

werden. Die Auswirkungen für den Konzernabschluss

Einfluss auf den Konzernabschluss von ZF.

werden derzeit untersucht. Zielsetzung des IFRS 15 ist es, die Vielzahl der bisher in Die Anpassungen an IFRS 10 und IAS 28 adressieren eine

diversen Standards und Interpretationen enthaltenen

bekannte Inkonsistenz zwischen den beiden Standards

Regelungen zur Umsatzrealisierung zusammenzuführen

bei der Bilanzierung der Veräußerung von Vermögens-

und einheitliche Grundprinzipien festzulegen, die für

werten eines Investors an bzw. deren Einbringung in sein

alle Branchen und für alle Arten von Umsatztransaktionen

assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunterneh-

anwendbar sind. IFRS 15 legt fest, wann und in welcher

men. Sofern die Transaktion einen Geschäftsbetrieb nach

Höhe Erlöse zu erfassen sind. Als Grundprinzip erfolgt

IFRS 3 betrifft, hat eine vollständige Erlöserfassung beim

die Erlösrealisierung im Zuge des Transfers von Gütern

Investor zu erfolgen; betrifft die Transaktion nur die Ver-

und Dienstleistungen in Höhe der erwarteten Gegenleis-

äußerung von Vermögenswerten, welche keinen Geschäfts-

tung. IFRS 15 enthält unter anderem erweiterte Leitlinien

betrieb darstellen, so ist eine Teilerfolgserfassung vorzu-

zu Mehrkomponentengeschäften sowie neue Regelungen

nehmen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass

zur Behandlung von Dienstleistungsverträgen und Ver-

die Änderungen, sofern sie von der EU in dieser Form

tragsanpassungen. Zudem fordert der neue Standard die

übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss auf

Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer

die Darstellung der Abschlüsse haben werden.

Informationen, um Nutzer des Konzernabschlusses zu befähigen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie

Bei der Änderung des IFRS 12 wird die Anwendung

die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen

der Konsolidierungsausnahme, wenn das Mutterunter-

aus Verträgen mit Kunden zu verstehen. IFRS 15 ersetzt

nehmen die Definition einer Investmentgesellschaft

IAS 11 Fertigungsaufträge, IAS 18 Umsatzerlöse sowie die

erfüllt, klargestellt. Die Ergänzung hat keine Bedeutung

dazugehörigen Interpretationen.

für den ZF-Konzern.

96

Unternehmen können für den Übergang auf den neuen

Die Änderung von IAS 27 soll die Anwendung der Equity-

Standard zwischen einem vollständigen retrospektiven

Methode im Einzelabschluss wieder ermöglichen, wodurch

Ansatz (mit optionalen praktischen Erleichterungen) und

Anteile eines Investors an Tochterunternehmen, Joint

einem modifizierten retrospektiven Ansatz wählen. Letz-

Ventures und assoziierten Unternehmen entweder zu

terer gestattet die erstmalige Anwendung des Standards

fortgeführten Anschaffungskosten, in Übereinstimmung

ab der laufenden Berichtsperiode ohne Anpassung der

mit IAS 39 bzw. IFRS 9 oder mit der Equity-Methode zu

Vergleichszeiträume, erfordert aber zusätzliche Angaben.

bewerten sind. Die gewählte Methode ist einheitlich für

Der Konzern kann derzeit noch nicht abschließend beur-

jede Kategorie von Anteilen anzuwenden. Die Änderung

teilen, welche Auswirkungen die Erstanwendung des

ist rückwirkend anzuwenden. Eine vorzeitige Anwen-

Standards haben wird, sofern der Standard von der EU

dung ist zulässig. Der Konzern geht nicht davon aus, dass

in dieser Form übernommen wird.

die Änderungen, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss auf

Die Änderungen des IAS 16 und IAS 38 geben weitere

die Darstellung der Abschlüsse haben werden.

Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode. Demnach sind umsatzbasierte Abschreibungs-

Bei den Verbesserungen zu IFRS 2012 – 2014 handelt

methoden für Sachanlagen nicht und für immaterielle

es sich um Sammelstandards, die im September 2014

Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen

veröffentlicht wurden und Änderungen in verschiedenen

sachgerecht. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus,

IFRS zum Gegenstand haben. Nachfolgend werden die

dass die Änderungen, sofern sie von der EU in dieser

Änderungen dargestellt, die auf den ZF-Konzern eine

Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss

Auswirkung haben können:

auf die Darstellung der Abschlüsse haben werden. ∙∙ IFRS 5 Aufnahme gesonderter Leitlinien für Fälle, in Die Änderungen des IAS 1 sollen Verbesserungen der

denen ein Unternehmen einen Vermögenswert aus der

Finanzberichterstattung in Bezug auf die Anhangangaben

Kategorie „Zur Veräußerung gehalten“ in die Kategorie

darstellen. Dabei wurde ein stärkerer Fokus auf den

„Zu Ausschüttungszwecken gehalten“ umklassifiziert

Grundsatz der Wesentlichkeit gesetzt. Weitere Unter­

und umgekehrt;

gliederung der Mindestgliederungsposten in der Bilanz sowie Ausweis von Zwischensummen wurden eingeführt. Darüber hinaus besteht in Bezug auf die Reihenfolge der Angaben eine größere Flexibilität. Außerdem wurden

∙∙ IFRS 7 Klarstellung der Anwendbarkeit der Änderungen an IFRS 7 in Bezug auf Angaben zur Saldierung auf zusammengefasste Zwischenberichte; ∙∙ IAS 19 Klarstellung, dass die hochwertigen Unterneh-

die Vorgaben in IAS 1 in Bezug auf die Identifizierung

mensanleihen, die bei der Ermittlung des Abzinsungs-

bedeutender Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

satzes für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsver-

als Bestandteil der Anhangangaben aufgehoben. Der

hältnisses verwendet werden, in der gleichen Währung

Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Änderun-

denominiert sein sollten wie die zu leistenden Zahlungen;

gen, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen

∙∙ IAS 34 Klarstellung der Bedeutung von „an anderer

werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung

Stelle im Zwischenbericht“ und Aufnahme einer

der Abschlüsse haben werden.

Vorschrift, einen Verweis auf diese andere Stelle auf­ zunehmen, wenn diese nicht innerhalb des Hauptteils

Die Änderung des IAS 16 und IAS 41 betrifft biologische Vermögenswerte und hat keine Bedeutung für den ZF-Konzern.

des Berichts liegt.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

97

Konsolidierungs­kreis In den Konzernabschluss wurden neben der ZF Friedrichshafen AG sechs inländische und 110 aus­ ländische Tochter­unternehmen einbezogen, die von der ZF Friedrichshafen AG beherrscht werden. Die Zusammensetzung des Konzerns (ohne die ZF Friedrichshafen AG) ergibt sich aus folgender Aufstellung: 01.01.2014

Erstkonso­li­ dierungen

Rechtliche Verände­ rungen

Entkonso­li­ dierungen

31.12.2014

123

8

– 7

8

116

Tochterunternehmen

davon Inland



davon Ausland

4

2

0

0

6

119

6

– 7

8

110

Gemeinschaftsunternehmen

3

1

0

0

4

Assoziierte Unternehmen

1

0

0

0

1

Unternehmenserwerbe

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden der FTU und der Lemförder Electronic GmbH wurden zum

Mit Kaufvertrag vom 11. Juli 2014 wurden 100 % der

Erwerbszeitpunkt auf der Basis einer vorläufigen Kauf-

FTU Beteiligungsverwaltung GmbH („FTU“) erworben.

preisallokation mit folgenden beizulegenden Zeitwerten

Dadurch wurden mittelbar 51 % der Tochtergesellschaft

angesetzt:

Lemförder Electronic GmbH erworben. Die bisherige Anteilsquote betrug 49 %. Beide Gesellschaften wurden

in Mio. €

im Geschäftsjahr erstmalig in den Konzernabschluss

Flüssige Mittel

16

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

11

einbezogen. Der Kaufpreis wurde im Jahr 2014 vollständig bar bezahlt. Die Lemförder Electronic GmbH entwickelt und produziert mechatronische und elektronische Systeme für die Automobilindustrie. Der Erwerb dient dem Ausbau der Elektronikkompetenz im ZF-Konzern.

100 %

Vorräte Sachanlagevermögen Latente Steuern

7 12 2

Finanzielle Schulden

– 2

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

– 6

Sonstige Verbindlichkeiten

– 2

Ertragsteuerrückstellungen

– 1

Sonstige Rückstellungen

– 8

Erworbenes Nettovermögen

29

Kaufpreis Passiver Unterschiedsbetrag

4 25

Der passive Unterschiedsbetrag steht im Zusammenhang mit vertraglichen Regelungen aus der Vergangenheit.

98

Die Lemförder Electronic GmbH erwirtschaftete im Zeit-

Die erstmalige Einbeziehung der genannten Gesellschaften

raum von 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 einen

hat sich wie folgt auf die Vermögenswerte und Schulden

Umsatz in Höhe von 62 Mio. € und ein Ergebnis in Höhe

des Konzerns ausgewirkt:

von 5 Mio. €. Seit dem Zeitpunkt der erstmaligen Ein­ beziehung in den Konzern erzielte das Unternehmen fast

in Mio. €

ausschließlich Umsätze mit konsolidierten Gesellschaften

Kurzfristige Vermögenswerte

und somit keinen Umsatz, der in die Gesamtergebnisrechnung des ZF-Konzerns einfließt. Für diesen Zeitraum betrug das Ergebnis nach Steuern 4 Mio. €. Zum 31. Dezember 2014 wurde die ZF YTO (Luoyang) Axle Co., Ltd. gemeinsam mit dem Joint-Venture-Partner First Tractor Co., Ltd. (FTL) zum Ausbau der Aktivitäten im Bereich Landmaschinenkomponenten im asiatischen Markt gegründet. Die ZF YTO (Luoyang) Axle Co., Ltd. produziert Achsen für Landmaschinen. Die ZF hält 51 % der Anteile. Die Gesellschafter haben die Einlage in das Gesellschaftskapital zum 31. Dezember 2014 noch nicht erbracht. Seitens ZF besteht eine Bareinzahlungsverpflichtung in das Gesellschaftskapital in Höhe von 19 Mio. €. Die FTL bringt eine Sacheinlage in Höhe von 7 Mio. € sowie eine Bareinlage in Höhe von 11 Mio. € ein. Weiterhin hat die ZF YTO (Luoyang) Axle Co., Ltd. im Dezember Vorräte in Höhe von 1 Mio. € sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 21 Mio. € von der FTL erworben. Zum 31. Dezember 2014 bestehen somit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 22 Mio. €.

– 8

Langfristige Vermögenswerte

– 1

Kurzfristige Schulden

– 12

Langfristige Schulden

0

Der Verkauf der AIBC Gruppe erfolgte durch einen Share Deal, der Verkauf des Geschäftsfeldes Gummi & Kunststoff erfolgte durch Share und Asset Deals. In diesem Zusammenhang sind im Geschäftsjahr 2014 folgende Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden: in %

Anteil am Kapital

ZF Boge Elastmetall Slovakia a.s.

100

ZF Boge Elastmetall Australia Pty. Ltd.

100

ZF Boge Elastmetall (Shanghai) Co., Ltd.

100

ZF Boge Elastmetall LLC

100

ZF Boge Elastmetall France S.A.

100

Auto Industrial Brake and Chassis Investment Holdings (Pty.) Ltd.

100

ZF Auto Industrial Spartan (Pty.) Ltd.

100

ZF Hubco Forgings South Africa (Pty.) Ltd.

100

Das Ergebnis aus der Veräußerung ist unter den sonstigen

Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises

Erträgen erfasst. Die insgesamt abgegangenen Vermögenswerte und Schulden sind unter Ziffer (27) dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden neben den oben genannten Unternehmenserwerben erstmalig folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss der ZF Friedrichshafen AG einbezogen: in %

Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbs­

Anteil am Kapital

MSNA, Inc., Wilmington, USA

100

ZF Holding Dover Inc., Wilmington, USA

100

ZF Components Investment Private Ltd. New Delhi, Indien

100

ZF Services Belgium N.V. – S.A., Brüssel, Belgien

100

ZF Services Hong Kong Ltd., Hong Kong

100

methode. Zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung werden die neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens sowie Eventualschulden, soweit sie nicht von einem künftigen Ereignis abhängen, mit dem beizulegenden Zeitwert der für die Anteile entrichteten Gegenleistung verrechnet. Bedingte Kaufpreiszahlungen werden mit dem erwarteten Betrag passiviert.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

99

Nachträgliche Anpassungen von bedingten Kaufpreis­

Gewinnrücklagen verrechnet. Die Effekte von Anteils­

zahlungen werden erfolgswirksam behandelt. Die im

veräußerungen, die nicht zum Verlust der Beherrschung

Rahmen des Erwerbs angefallenen Nebenkosten werden

eines Tochterunternehmens führen, werden erfolgs­

zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst.

neutral im Eigenkapital erfasst, indem der Veräußerungsgewinn bzw. -verlust mit den Gewinnrücklagen verrechnet

Ein nach der Kapitalkonsolidierung verbleibender

wird und die Anteile ohne beherrschenden Einfluss in

aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder

Höhe des anteiligen Nettovermögens erhöht werden.

Firmenwert aktiviert und unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Geschäfts- oder Firmen-

Die Entkonsolidierung von Tochterunternehmen erfolgt

werte werden zum Bilanzstichtag im Rahmen eines

zum Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung bzw. zum

Impairment-Tests auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Eine

Zeitpunkt der Liquidation. Das Ergebnis der Entkonsoli-

unterjährige Prüfung wird vorgenommen, sofern Hin-

dierung wird innerhalb der sonstigen Erträge bzw. Auf-

weise auf eine Wertminderung vorliegen. Bei der Kapital-

wendungen ausgewiesen. Verbleibende Anteile werden

konsolidierung entstehende negative Unterschiedsbeträge

mit dem beizulegenden Zeitwert unter den Anteilen an

werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und

Beteiligungsunternehmen aktiviert.

Verlustrechnung unter den sonstigen Erträgen erfasst. Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge Soweit im Rahmen des Unternehmenserwerbs nicht

und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den in den

alle Anteile erworben werden, können die Anteile ohne

Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden

beherrschenden Einfluss in Höhe des anteiligen neu

konsolidiert. Konzerninterne Bürgschaften und Garantien

bewerteten Nettovermögens oder mit ihrem anteiligen

werden eliminiert.

Unternehmensgesamtwert einschließlich des auf sie entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerts angesetzt werden. Das Wahlrecht kann für jeden Unternehmenserwerb

Währungsumrechnung

neu ausgeübt werden. Zum 31. Dezember 2014 werden alle Anteile ohne beherrschenden Einfluss mit dem

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten

anteiligen Nettovermögen ausgewiesen.

Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen

Bei einem sukzessiven Anteilserwerb werden die bereits

Währung nach der modifizierten Stichtagskursmethode.

bestehenden Anteile an dem zu konsolidierenden Unter-

Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller,

nehmen mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt

wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbst-

der Erlangung der Beherrschung neu bewertet. Die

ständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätz-

Differenz zum Beteiligungsbuchwert wird erfolgswirk-

lich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der

sam erfasst.

Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden daher die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochter­

Der Erwerb von zusätzlichen Anteilen bereits vollkonso­

unternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind,

lidierter Tochterunternehmen wird als Eigenkapital­

zum Durchschnittskurs, Vermögenswerte und Schulden

transaktion bilanziert. Dabei wird die Differenz zwischen

zum Stichtagskurs umgerechnet. Der sich aus der Umrech-

den Anschaffungskosten der Anteile und dem Buchwert

nung des Eigenkapitals zu historischen Kursen ergebende

des Anteils ohne beherrschenden Einfluss mit den

Währungsunterschied sowie die Umrechnungsdifferenzen, die aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs resultieren, werden erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen ausgewiesen.

100

In den Einzelabschlüssen der ZF Friedrichshafen AG

sichtigt. Währungsgewinne und -verluste, die auf finan­

und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungs-

zielle Vermögenswerte und Schulden entfallen, werden

forderungen und -verbindlichkeiten bei der erstmaligen

in den sonstigen Finanzerträgen und Finanzaufwen­

Erfassung mit dem am Transaktionstag gültigen Kurs

dungen erfasst.

bewertet. Für die Folgebewertung wird der Bilanzstichtagskurs herangezogen. Währungsgewinne und -verluste

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten

aus der Stichtagsbewertung der Forderungen und Ver-

Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den

bindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden

Konzernabschluss haben sich im Verhältnis zu einem

in den sonstigen Erträgen und Aufwendungen berück-

Euro wie folgt verändert: Stichtagskurs

Durchschnittskurs

31.12.2014

31.12.2013

2014

2013

US-Dollar

1,2141

1,3791

1,3283

1,3283

Britisches Pfund

0,7789

0,8337

0,8061

0,8493

Chinesischer Renminbi

7,5358

8,3491

8,1837

8,1662

Brasilianischer Real

3,2207

3,2576

3,1215

2,8701

Mexikanischer Peso

17,8679

18,0731

17,6578

16,9682

Bilanzierungs- und Bewertungs­grundsätze

In den Kosten der umgesetzten Leistung sind die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie

Die Abschlüsse der ZF Friedrichshafen AG sowie der in

die Einstandskosten der verkauften Handelswaren ent-

den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen

halten. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren

werden zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres

Material- und Fertigungseinzelkosten auch die indirekten,

nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewer-

produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich

tungsgrundsätzen aufgestellt.

der Abschreibungen auf die eingesetzten Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte. Die Kosten der

Aufwands- und Ertragsrealisierung

umgesetzten Leistung enthalten ferner Aufwendungen

Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden zum

aus der Abwertung von Vorräten auf den niedrigeren

Zeitpunkt des Eigentums- bzw. Gefahrenübergangs auf

Nettoveräußerungserlös.

den Kunden erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen

Die Forschungs- und die nicht aktivierungsfähigen

werden kann. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti,

Entwicklungskosten werden bei Anfall ergebniswirksam

Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten ausgewiesen.

behandelt.

Erträge aus Dienstleistungen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad erfasst, wenn die Höhe der Erträge

Fremdkapitalaufwendungen, die direkt dem Erwerb

verlässlich bestimmt und mit dem Zufluss des wirtschaft-

oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet

lichen Nutzens aus dem Geschäft gerechnet werden kann.

werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum

Der Ausweis von Lizenzerträgen erfolgt periodengerecht

erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs-

in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zugrunde

oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als

liegenden Vertrags.

Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalaufwendungen werden sofort als Aufwand erfasst.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

101

Zinserträge werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens

aus Währungssicherungsgeschäften werden in den sons­

erfolgswirksam erfasst.

tigen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen oder als Teil der Anschaffungskosten angesetzt. Gewinne und

Dividendenerträge werden mit Entstehung des Rechts-

Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten, die der

anspruchs auf Zahlung erfasst.

Absicherung von Zinsänderungsrisiken und von Kurs­ risiken aus Wertpapieren dienen, werden im sonstigen

Sicherungsgeschäfte

Finanzergebnis ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente werden im ZF-Konzern zu Sicherungszwecken eingesetzt, um Währungs- und

Flüssige Mittel

Rohstoffpreisrisiken sowie Zinsänderungs- und Kursrisi-

Unter den flüssigen Mitteln werden Kassenbestände

ken zu reduzieren. Nach IAS 39 werden alle derivativen

sowie jederzeit verfügbare Bankguthaben und kurz­

Finanzinstrumente zum Marktwert bilanziert.

fristige Tagesgeldanlagen ausgewiesen.

Soweit die Kriterien für das Hedge Accounting erfüllt

Finanzielle Vermögenswerte

sind, erfolgt die Bilanzierung als Fair Value Hedge oder

Kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte werden

Cashflow Hedge. Kann kein Hedge Accounting angewen-

in folgende Kategorien eingeteilt:

det werden, werden die derivativen Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Zeitwertände-

∙∙ Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

rungen erfolgswirksam erfasst.

∙∙ Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögens-

Der Einsatz von Fair Value Hedges dient der Absicherung

∙∙ Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete

werte (Available for Sale) gegen Wertänderungsrisiken von Bilanzposten. Bei Vor-

finanzielle Vermögenswerte (At Fair Value through

liegen der Kriterien werden die Ergebnisse aus der Markt-

Profit or Loss)

bewertung derivativer Finanzinstrumente und der dazugehörigen Grundgeschäfte ergebniswirksam gebucht.

∙∙ Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Held for Trading)

Cashflow Hedges werden zur Absicherung gegen Wert­

Die Kategorie „Kredite und Forderungen“ umfasst die

änderungsrisiken zukünftiger Cashflows eingesetzt.

flüssigen Mittel, Finanzforderungen sowie die Forderungen

Bei Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstru-

aus Lieferungen und Leistungen. Unter den Finanz­

menten, die im Rahmen von Cashflow Hedges eingesetzt

forderungen werden Ausleihungen und Darlehen sowie

werden, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste

zweckgebundene Bankguthaben und Termingeldanlagen

in Höhe des effektiven Teils zunächst erfolgsneutral in

ausgewiesen. Sie werden mit ihren fortgeführten Anschaf-

den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Eine Umbuchung

fungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode

in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt

angesetzt. Der Ansatz der Forderungen aus Lieferungen

zeitgleich mit der Ergebniswirkung des abgesicherten

und Leistungen erfolgt zum Rechnungsbetrag.

Grundgeschäfts. Der nicht effektive Teil der Markt­­wer­t­ änderungen wird unmittelbar in der Konzern-Gewinn-

Bei Vorliegen von objektiven Anhaltspunkten, die auf eine

und Verlustrechnung erfasst.

Wertminderung der Kredite und Forderungen hindeuten, wird der Wertminderungsaufwand als Differenz zwischen

Ergebniswirksame Effekte aus Sicherungsgeschäften, die

dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows und

zur Absicherung von Risiken aus Rohstoffpreisänderungen

dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam auf einem

abgeschlossen wurden, werden in den Kosten der umge-

separaten Wertberichtigungskonto erfasst. Bei drohender

setzten Leistung ausgewiesen. Die Gewinne und Verluste

Uneinbringlichkeit erfolgt eine direkte Wertberichtigung.

102

In die Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle

nicht zuverlässig bestimmt werden kann. Die unrealisier-

Vermögenswerte“ sind Wertpapiere sowie Anteile an

ten Kursgewinne und Kursverluste werden im sonstigen

Beteiligungsunternehmen eingeordnet. Nach dem erst-

Finanzergebnis erfasst.

maligen Ansatz werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich mit ihrem bei-

„Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögens-

zulegenden Zeitwert bewertet. Anteile an Beteiligungs­

werte und Schulden“ betreffen derivative Finanzinstru-

unternehmen, für die kein aktiver Markt existiert und

mente, die die Kriterien für das Hedge Accounting nicht

deren Zeitwerte in Ermangelung von Planungsdaten

erfüllen. Die Zeitwertänderungen der Derivate werden in

nicht zuverlässig zu ermitteln sind, werden zu Anschaf-

den sonstigen Finanzerträgen und -aufwendungen erfasst.

fungskosten angesetzt. Eine Veräußerung dieser Anteile ist momentan nicht geplant.

Die Aktivierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag.

Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen

Ein finanzieller Vermögenswert wird zum Erfüllungstag

Vermögenswerte werden erfolgsneutral im Eigenkapital

ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Mittel­

innerhalb der Gewinnrücklagen erfasst. Eine Umbuchung

zuflüsse aus dem Vermögenswert ausgelaufen oder im

in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt,

Wesentlichen alle Risiken und Chancen übertragen

sobald eine Wertminderung festgestellt wird, spätestens

worden sind. Eine Ausbuchung vor dem Erfüllungstag

bei Abgang der finanziellen Vermögenswerte.

wird vorgenommen, sobald die Uneinbringlichkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie

Bestehen objektive Hinweise für eine nachhaltige Wert-

von Finanzforderungen feststeht.

minderung, wie zum Beispiel ein andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts des finanziellen Vermögens-

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden werden saldiert

werts oder eine wesentliche Verschlechterung der Bonität

und der Nettobetrag in der Konzernbilanz ausgewiesen,

des Emittenten, wird der kumulierte Nettoverlust aus dem

wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch

Eigenkapital entfernt und im Finanzergebnis aus­gewiesen.

besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen,

Der kumulierte Nettoverlust ist der Unterschiedsbetrag

und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis her­

aus den Anschaffungskosten und dem derzeitigen beizu-

beizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des

legenden Zeitwert, gegebenenfalls abzüglich eines früher

betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbind-

erfolgswirksam verbuchten Wertminderungsaufwands

lichkeit abzulösen.

des finanziellen Vermögenswerts. Spätere Wertaufholungen bei Eigenkapitalinstrumenten werden erfolgsneutral

Vorräte

erfasst. Bei Fremdkapitalinstrumenten werden erfolgs-

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren

wirksame Zuschreibungen maximal in Höhe der bisher

werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen

verbuchten Wertminderungen vorgenommen. Soweit für

Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Netto-

Anteile an Beteiligungs­unternehmen, die zu fortgeführten

veräußerungswerte bewertet. Unfertige und fertige

Anschaffungskosten bewertet werden, Hinweise auf

Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter

eine Wertminderung vorliegen, wird diese erfolgswirksam

Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte ange-

erfasst. Eine Zuschreibung dieser Anteile wird nicht

setzt. Die Herstellungskosten enthalten alle direkt

vorgenommen.

dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemein-

Wertpapiere, die eingebettete Derivate enthalten, werden

kosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschrei-

der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeit-

bungen, anteilige Verwaltungskosten sowie anteilige

wert bewertete finanzielle Vermögenswerte“ zugeordnet,

Aufwendungen des sozialen Bereichs.

da der beizulegende Zeitwert der eingebetteten Derivate

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

103

Anteile an assoziierten Unternehmen und

alle direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren

Gemeinschaftsunternehmen

Kosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem

Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts-

Produktionsstart planmäßig über einen erwarteten Pro-

unternehmen werden grundsätzlich nach der Equity-

duktlebenszyklus von fünf Jahren abgeschrieben.

Methode mit dem anteiligen Eigenkapital bilanziert. Liegen zum Bilanzstichtag objektive Anhaltspunkte für

Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden zu

eine Wertminderung der Anteile vor, wird ein Impair-

Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig unter

ment-Test vorgenommen. Der Anteil des ZF-Konzerns

Anwendung folgender Nutzungsdauern abgeschrieben:

am Periodenergebnis der assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen wird als Teil des Finanz­ ergebnisses separat in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Unmittelbar im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens bzw. Gemeinschaftsunternehmens erfasste Erträge und Aufwendungen werden ebenfalls im ZF-Konzern erfolgsneutral erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung separat dargestellt.

Immaterielle Vermögenswerte Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist, und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können. Bezüglich der Bilanzierung und Bewertung der Geschäftsoder Firmenwerte wird auf die Ausführungen zu den Konsolidierungsgrundsätzen verwiesen.

in Jahren Software Kundenbeziehungen

räumtes Recht oder ein Entgelt für eine noch zu erbringende Leistung des Lieferanten darstellen. Werkzeug­ kostenzuschüsse werden über einen Zeitraum von einem

5 3 bis 30

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer betreffen Markenzeichen und werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagevermögen Das gesamte Sachanlagevermögen unterliegt einer betrieblichen Nutzung und wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

An Lieferanten geleistete Werkzeugkostenzuschüsse werden aktiviert, wenn sie ein vom Lieferanten einge-

3 bis 5

Patente, Markenrechte und Lizenzen

in Jahren Bauten

9 bis 33

Technische Anlagen und Maschinen

2 bis 14

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

2 bis 13

bis zu sechs Jahren abgeschrieben. Für im Mehrschichtbetrieb eingesetzte Maschinen Entwicklungskosten werden zu Herstellungskosten

werden die Abschreibungen durch Schichtzuschläge

aktiviert, wenn sowohl die technische Realisierbarkeit

entsprechend erhöht.

als auch die Vermarktung sichergestellt sind. Die Entwicklungstätigkeit muss ferner mit hinreichender Wahr-

Die Restwerte, Abschreibungsmethoden und Nutzungs-

scheinlichkeit einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen

dauern der Vermögenswerte werden jährlich überprüft

erzeugen. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen

und gegebenenfalls angepasst.

104

Gemäß den Regelungen zur bilanziellen Behandlung von

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Leasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaft-

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst,

liche Eigentum zugerechnet, sofern er im Wesentlichen

wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass

alle Chancen und Risiken trägt, die mit dem Eigentum

die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die

verbunden sind. Leasingvereinbarungen, die diese Vor-

Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuschüsse

aussetzungen erfüllen, werden als Finanzierungsleasing

werden in der Periode aktivisch vom Anlagevermögen

klassifiziert. Die Leasinggegenstände werden zum Zeit-

abgesetzt, in der sie entstanden sind. Aufwandszuschüsse

punkt des Vertragsabschlusses mit dem beizulegenden

werden im gleichen Zeitraum als Erträge erfasst, in dem

Zeitwert oder mit dem niedrigeren Barwert der Mindest-

die Aufwendungen, zu deren Kompensation sie gewährt

leasingzahlungen aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen

wurden, anfallen.

planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Vertragslaufzeit.

Für die Bewertung von unverzinslichen sowie niedrig verzinslichen Darlehen der öffentlichen Hand werden

Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden

marktübliche Zinssätze herangezogen. Die Differenz

abgezinsten Zahlungsverpflichtungen werden unter den

zwischen dem abgezinsten Betrag und dem Rückzahlungs-

finanziellen Schulden passiviert.

betrag wird abgegrenzt und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der abgegrenzte Betrag wird

Die Leasingzahlungen werden in den Folgeperioden in

über die Laufzeit des Darlehensvertrags aufgelöst und im

einen Tilgungs- und einen Zinsanteil aufgeteilt. Der Zins-

Zinsaufwand ausgewiesen.

anteil wird im Finanzergebnis erfolgswirksam erfasst. Der Tilgungsanteil reduziert die finanziellen Schulden.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Leasingraten bzw. Mietzahlungen, die aus Operating

Vermögenswerte und Schulden werden als Veräußerungs-

Leasing-Verträgen resultieren, werden grundsätzlich linear

gruppe ausgewiesen, wenn diese als Gruppe in einer

über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwen-

Transaktion, die höchstwahrscheinlich ist, verkauft werden

dungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

sollen. Einzelne Vermögenswerte werden als zur Veräu-

erfasst. Die zukünftige Belastung aus Operating Leasing-

ßerung gehaltene Vermögenswerte in der Bilanz gezeigt.

Verhältnissen wird unter den sonstigen finanziellen

Die betreffenden Vermögenswerte und Schulden werden

Verpflichtungen dargestellt.

in der Bilanz gesondert innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden als „Zur Veräußerung

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

gehaltene Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen“

Immobilien, die nicht selbst genutzt werden, sondern

bzw. „Schulden von Veräußerungsgruppen“ dargestellt.

zum Zwecke der Erzielung von Mieteinnahmen oder

Die Erträge und Aufwendungen der betroffenen Vermö-

Wertzuwächsen gehalten werden, werden separat unter

genswerte und Schulden sind bis zur Veräußerung im

der Bilanzposition „Als Finanzinvestition gehaltene

Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten enthalten.

Immobilien“ ausgewiesen. Die Grundstücke und Gebäude werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten

Bei erstmaliger Einstufung als Veräußerungsgruppe

bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt analog

erfolgt die Bewertung zunächst nach den einschlägigen

zu den Gebäuden im Sachanlagevermögen.

IFRS-Standards, danach wird der sich daraus ergebende Buchwert der Veräußerungsgruppe dem Nettozeitwert gegenübergestellt, um den niedrigeren anzusetzenden Wert zu bestimmen.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

105

Impairment-Tests

Die Prognose der Cashflows resultiert aus der operativen

Bei Anteilen an at Equity Beteiligungen, bei bereits

Planung des ZF-Konzerns, in der auch wirtschaftliche

genutzten immateriellen Vermögenswerten und bei

Daten aus externen makroökonomischen Untersuchungen

Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird zum

und Finanzstudien berücksichtigt werden. Die getroffenen

Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine

Annahmen berücksichtigen dabei für die untersuchten

mögliche Wertminderung vorliegen. Bei Vorliegen solcher

Zeiträume länderspezifische Inflationsraten. Die Planung

Anhaltspunkte wird die Werthaltigkeit überprüft (Impair-

des Materialaufwands erfolgt anhand individueller Prä-

ment-Test). Noch nicht nutzungsbereite immaterielle

missen auf Ebene jeder zahlungsmittelgenerierenden

Vermögenswerte und immaterielle Vermögenswerte mit

Einheit. Die Personalaufwandsentwicklung wird ebenfalls

unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich einer

individuell auf der Grundlage der gültigen Tarifverein­

Werthaltigkeitsprüfung unterzogen.

barungen prognostiziert. Auf der Grundlage dieser Cashflow-Prognosen wird der Nutzungswert der zahlungs­

Zur Durchführung des Impairment-Tests wird der erziel-

mittelgenerierenden Einheiten unter Annahme von Abzin-

bare Betrag ermittelt. Dies ist der höhere Betrag aus

sungsfaktoren vor Steuern von 9 % bis 14 % (Vorjahr 8 %

dem Zeitwert des Vermögenswerts bzw. der kleinsten

bis 12 %) und einer Wachstumsrate von 1,5 % ermittelt.

zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich etwaiger

Nach dem Ende des dreijährigen Planungshorizonts

Verkaufskosten und seinem bzw. ihrem Nutzungswert.

werden die erwarteten Cashflows unter Verwendung

Der erzielbare Betrag wird für den einzelnen Vermögens-

gewichteter Durchschnitte auf der Grundlage der Cash-

wert oder, soweit dem einzelnen Vermögenswert keine

flows des Planungszeitraums extrapoliert.

Mittelzuflüsse zugerechnet werden können, für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Als zahlungs-

Die Schätzung der beizulegenden Zeitwerte nach Abzug

mittelgenerierende Einheiten werden die kleinsten

der Veräußerungskosten für die Sachanlagen erfolgt auf

Einheiten definiert, deren Cashflows im Rahmen der

der Grundlage diskontierter Cashflows sowie eines kosten-

ZF-Unternehmensplanung prognostiziert werden. Dabei

basierten Ansatzes für vergleichbare Vermögenswerte,

handelt es sich entweder um Einzelgesellschaften oder

die in der Regel nicht auf am Markt beobachtbaren Para-

um Teile von Einzelgesellschaften.

metern basieren.

Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cash-

Eine Wertminderung wird erfasst, wenn der erzielbare

flows, die aus der fortgesetzten Nutzung des Vermögens-

Betrag den Buchwert des Vermögenswerts bzw. der zah-

werts (bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) und

lungsmittelgenerierenden Einheit unterschreitet.

seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet werden. Der Nutzungswert wird nach der Discounted

Wenn der Grund für eine früher durchgeführte Wertmin-

Cashflow-Methode auf Basis der Daten der aktuellen Unter-

derung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung, jedoch

nehmensplanung, der ein dreijähriger Planungshorizont

maximal auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Her-

zugrunde liegt, ermittelt. Zur Abzinsung der Cashflows

stellungskosten. Wertminderungen und Wertaufholungen

wird der Kapitalkostensatz des ZF-Konzerns herangezogen,

von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

der auf der Grundlage der WACC-Methode (Weighted

werden den Funktionsbereichen der Konzern-Gewinn-

Average Cost of Capital) berechnet wird.

und Verlustrechnung zugeordnet.

106

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusam-

Auf die Anwendung der Fair Value-Option, finanzielle

menschlüssen werden denjenigen Gruppen von zahlungs-

Schulden bei ihrer erstmaligen Erfassung in die Kategorie

mittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die den Nutzen

„Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete

aus den Zusammenschlüssen ziehen. Im ZF-Konzern

finanzielle Schulden“ (At Fair Value through Profit or

sind dies die jeweiligen Divisionen bzw. Geschäftsfelder.

Loss) einzuordnen, wird im ZF-Konzern grundsätzlich

Eine Überprüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder

verzichtet.

Firmenwerten erfolgt jährlich anhand von ImpairmentTests nach den oben beschriebenen Methoden. Wertminde-

Erhaltene Werkzeugkostenzuschüsse

rungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden erfasst,

Erhaltene Werkzeugkostenzuschüsse stellen die Gegen-

wenn der erzielbare Betrag der entsprechenden zahlungs-

leistung für gegenüber dem Zuschussgeber eingeräumte

mittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert liegt.

Rechte oder noch zu erbringende Leistungen dar. Die

Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten

Zuschüsse werden als erhaltene Werkzeugkostenzuschüsse

werden in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

unter den sonstigen Verbindlichkeiten abgegrenzt. Die

Eine Zuschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwerte

Auflösung erfolgt über die Projektlaufzeit.

wird nicht vorgenommen.

Rückstellungen für Pensionen Finanzielle Schulden und andere Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem

Die finanziellen Schulden und anderen Verbindlichkeiten

Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit

werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaf-

Method) gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht

fungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert

nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbe-

der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Hierbei werden

nen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende

auch die Transaktionskosten berücksichtigt. In der Folge

Steigerungen von Renten und laufenden Bezügen berück-

werden die Verbindlichkeiten mit den fortgeführten

sichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathe-

Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzins-

matischen Gutachten unter Berücksichtigung aktueller

methode bewertet. Soweit die finanziellen Schulden

biometrischer Rechnungsgrundlagen. Versicherungs­

noch nicht in Anspruch genommen worden sind, werden

mathematische Gewinne und Verluste werden in der

die Transaktionskosten innerhalb der sonstigen Vermögens-

Periode ihrer Entstehung in voller Höhe im sonstigen

werte abgegrenzt. Die erfolgswirksame Vereinnahmung

Ergebnis erfasst. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung

erfolgt jeweils innerhalb der sonstigen Finanzaufwen-

und die erwarteten Erträge aus dem Fondsvermögen

dungen. Die Ausbuchung von finanziellen Schulden und

werden saldiert und in den Zinsaufwendungen erfasst.

anderen Verbindlichkeiten erfolgt, sobald die zugrunde

Alle übrigen Aufwendungen aus der Dotierung der

liegenden Verpflichtungen erfüllt, gekündigt oder

Pensionsverpflichtungen werden den betroffenen Funk­

erloschen sind.

tionsbereichen in der Konzern-Gewinn- und Verlust­ rechnung zugeordnet.

Für vom Konzern ausgereichte Finanzgarantien wird zum Bilanzstichtag das Risiko einer Inanspruchnahme

Sonstige Rückstellungen

bestmöglich abgeschätzt. Soweit die Inanspruchnahme

Die sonstigen Rückstellungen werden gebildet, wenn

wahrscheinlich ist, wird eine Verbindlichkeit in Höhe

eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren

des erwarteten Zahlungsmittelabflusses unter den finan-

Inanspruchnahme wahrscheinlich ist, und die voraus-

ziellen Schulden erfasst.

sichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

107

Bei der Bewertung der Rückstellungen aus dem Absatz­

Ertragsteuern

bereich – insbesondere bei Gewährleistungen sowie

Die tatsächlichen Ertragsteuerforderungen und Ertrag-

erwarteten Verlusten aus schwebenden Geschäften –

steuerrückstellungen für die laufende und frühere

fließen grundsätzlich alle Kostenbestandteile ein, die

Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen

auch im Vorratsvermögen aktiviert werden. Die Bewer-

Höhe eine Erstattung von der bzw. eine Zahlung an

tung erfolgt zum Betrag der bestmöglichen Schätzung

die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des

der Aufwendungen, die zur Erfüllung der Verpflichtung

Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zu-

zum Bilanzstichtag erforderlich sind. Die Bewertung

grunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

der Gewährleistungsrückstellungen erfolgt auf der Basis tatsächlich angefallener Gewährleistungsaufwen-

Aktive und passive latente Steuern werden auf tempo-

dungen unter Berücksichtigung von Gewährleistungs-

räre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen

und Kulanzfristen sowie der Umsatzentwicklung über

und den IFRS-Buchwerten gebildet. Die aktiven latenten

mehrere Jahre.

Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvor-

Die personalbezogenen Verpflichtungen betreffen insbe-

träge und Steuergutschriften in den Folgejahren ergeben.

sondere Jubiläumsleistungen und Altersteilzeitverpflich-

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze

tungen. Rückstellungen für Dienstzeitjubiläen werden

ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den ein-

nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.

zelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw.

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen

mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erwartet werden.

umfassen die einzel- oder tarifvertraglich vereinbarten Aufstockungsbeträge zur Rentenversicherung sowie

Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen sowie

die während der Freistellungsphase zu leistenden Ent-

auf steuerliche Verlustvorträge werden nur angesetzt,

geltzahlungen. Die Ansammlung erfolgt ratierlich ab

wenn eine hinreichende Wahrscheinlichkeit gegeben ist,

Verpflichtungsbeginn.

dass die daraus resultierenden Steuerminderungen in Zukunft tatsächlich eintreten werden.

Die Altersteilzeitverpflichtungen werden über ein Treuhandmodell gegen Insolvenz abgesichert. Hierfür wurden

Der Buchwert der aktiven latenten Steuern wird an jedem

Anteile an einem Spezialfonds auf einen Treuhänder

Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert,

abgetreten. Die Anteile am Spezialfonds werden dabei

in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausrei-

mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die ausschließ-

chendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen

lich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen

wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest

dienenden und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger ent-

teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente

zogenen Vermögenswerte werden mit den Rückstellungen

Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag über-

saldiert (Planvermögen). Übersteigen diese den Rück­

prüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrschein-

stellungswert, wird der übersteigende Betrag unter den

lich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes

langfristigen sonstigen Finanzforderungen ausgewiesen.

Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs

Die Erträge aus dem Planvermögen werden mit dem

ermöglicht.

Aufwand aus der Aufzinsung der Rückstellungen in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert ausgewiesen. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Abzinsung erfolgt, soweit der Zinseffekt wesentlich ist.

108

Außerdem werden keine aktiven und passiven latenten

Bei der Bilanzierung von sonstigen immateriellen Vermö-

Steuern angesetzt, wenn diese aus dem erstmaligen Ansatz

genswerten und Sachanlagen beziehen sich Annahmen

eines Geschäfts- oder Firmenwerts, eines Vermögens-

und Schätzungen im Wesentlichen auf die Festlegung von

werts oder einer Schuld im Rahmen eines Geschäftsvor-

Nutzungsdauern.

falls resultieren, bei dem es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt, und wenn durch

Im Rahmen der Impairment-Tests (Ziffer 16 des Konzern-

diesen erstmaligen Ansatz weder das bilanzielle Ergebnis

anhangs) kommen Annahmen und Schätzungen bei der

vor Ertragsteuern noch das zu versteuernde Ergebnis

Bestimmung der erwarteten zukünftigen Cashflows sowie

beeinflusst wird.

bei der Festlegung der Diskontierungssätze zur Anwendung. Insbesondere im Bereich der immateriellen Vermö-

Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt

genswerte und Schulden kann sich hieraus ein Einfluss

im Eigenkapital erfasst werden, werden ebenfalls im

auf den jeweiligen Wert ergeben.

Eigenkapital und nicht in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Ziffer 9 des Konzern-

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden

anhangs) unterliegt Ermessensentscheidungen hinsicht-

werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen

lich der Einschätzung der künftigen Zahlungsfähigkeit

einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen

der Schuldner.

Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen

Der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Wert­

Steuersubjekts beziehen, die von derselben Steuerbe-

papiere (Ziffer 31 des Konzernanhangs), die der Stufe 3

hörde erhoben werden.

der Fair Value-Hierarchie zugeordnet sind, liegen Basisdaten zugrunde, die nicht am Markt beobachtbar sind. Die

Ermessensentscheidungen und Unsicherheiten

Berechnung, die nach der Discounted Cashflow-Methode

bei Schätzungen

erfolgt, basiert auf Schätzungen hinsichtlich der erwarteten

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass

Cashflows und verwendeten Diskontierungssätze.

Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermö-

Bei der Bilanzierung von aktiven latenten Steuern

genswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen

(Ziffer 6 des Konzernanhangs) beziehen sich Annahmen

sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.

und Schätzungen im Wesentlichen auf die Wahrscheinlichkeit, dass die erwarteten Steuerminderungen in

Wesentliche Annahmen und Schätzungen, die bei Ansatz

Zukunft tatsächlich eintreten werden.

und Bewertung der Bilanzposten zur Anwendung kommen, werden nachstehend erläutert.

Die versicherungsmathematische Bewertung der Rückstellungen für Pensionen (Ziffer 21 des Konzernanhangs)

Bei der Aktivierung von Entwicklungskosten (Ziffer 14

erfolgt insbesondere auf der Basis von Annahmen zu

des Konzernanhangs) fließen Einschätzungen des Manage-

Abzinsungssätzen, künftiger Rentenentwicklung, Alters-

ments hinsichtlich der technischen und wirtschaftlichen

verschiebungen und der Entwicklung der allgemeinen

Realisierbarkeit der Entwicklungsprojekte in die Ansatz-

Lebenshaltungskosten.

entscheidung ein. Die Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten ist abhängig von Annahmen über die Höhe

Die Ermittlung der Garantierückstellungen (Ziffer 20 des

und den Zeitraum des Zuflusses der erwarteten zukünfti-

Konzernanhangs) unterliegt Annahmen und Schätzungen,

gen Cashflows sowie über die anzuwendenden Diskon-

die sich auf die Zeitspanne zwischen Lieferzeitpunkt und

tierungssätze.

Eintritt des Garantiefalls, Garantie- und Kulanzfristen sowie auf die zukünftigen Garantiebelastungen beziehen.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

109

Die Ermittlung von langfristigen Drohverlustrück­

Weitere wesentliche Ermessensentscheidungen wurden

stellungen (Ziffer 20 des Konzernanhangs) unterliegt

nicht getroffen.

Ermessensentscheidungen hinsichtlich der Auslegung von Lieferverträgen. Wesentliche Entscheidungskriterien

Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von

sind hierbei die verbindliche Festlegung der Lieferdauer,

den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

-mengen und -preise.

Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Die Höhe der Wertminderungsaufwendungen für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses

wird durch Ermessensentscheidungen hinsichtlich der

unterlagen die zugrunde gelegten Schätzungen keinen

Einschätzung, ob die Kursverluste signifikant oder länger

bedeutenden Risiken, so dass im folgenden Geschäftsjahr

anhaltend sind, und hinsichtlich der Beurteilung der

nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der

Bonität der Emittenten beeinflusst.

Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden auszugehen ist.

Die Höhe des beizulegenden Zeitwerts der derivativen Finanzinstrumente, die zur Absicherung des Wäh­

Änderung des Ausweises von finanziellen Vermögens-

rungsrisikos aus der Kaufpreiszahlung von insgesamt

werten und Schulden sowie sonstigen Vermögenswerten

12,4 Mrd. US-Dollar für die geplante Akquisition der

Zur Verbesserung der Aussagekraft der Bilanz wurden

TRW-Gruppe abgeschlossen wurden, basiert auf der

die derivativen Finanzinstrumente einheitlich den finan-

Annahme, dass der erfolgreiche Abschluss des Unter­

ziellen Vermögenswerten und Schulden zugeordnet.

nehmenserwerbs höchst wahrscheinlich ist. Die Ermitt-

Weiterhin wurde für nicht finanzielle sonstige langfristige

lung des beizulegenden Zeitwerts ist in Ziffer 31 des

Vermögenswerte eine separate Bilanzposition eingeführt.

Konzernanhangs näher erläutert.

Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahres­ angaben in der Bilanz sowie im Konzernanhang entsprechend angepasst. Die Ausweisänderung hat Einfluss auf folgende Bilanzpositionen:

Aktiva in Mio. €

2013 veröffentlicht

Anpas­ sungen

2013 angepasst

Kurzfristige Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte



Sonstige Vermögenswerte

35

10

45

205

– 10

195

240

0

240

1.199

– 21

1.178

0

21

21

1.199

0

1.199

Langfristige Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte



Sonstige Vermögenswerte

110

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

3

  Sonstige Erträge 2014

2013

Währungsgewinne

89

61

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem

Erträge aus Sicherungsgeschäften

16

7

Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Entschädigungen und Kostenerstattungen

1

in Mio. €

  Umsatzerlöse

15

29

Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

7

7

2

2

104

1

in Mio. €

2014

2013

Miet- und Pachterlöse

Inland

5.792

5.607

Erträge aus Entkonsolidierungen

Westeuropa

3.597

3.300

927

920

Passiver Unterschiedsbetrag aus Unternehmenserwerb

25

0

Übrige Erträge

21

23

279

130

2014

2013

Osteuropa Nordamerika Südamerika Asien-Pazifik Afrika

3.745

3.095

556

704

3.621

2.998

177

213

18.415

16.837

4

  Sonstige Aufwendungen

Von den Umsatzerlösen entfallen 17.864 Mio. € (Vorjahr

in Mio. €

16.421 Mio. €) auf den Verkauf von Gütern und 520 Mio. €

Währungsverluste

71

60

(Vorjahr 374 Mio. €) auf die Erbringung von Dienstleistun-

Aufwendungen aus Sicherungsgeschäften

16

4

Veränderung der Wertminderungen auf Forderungen

35

3

Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

11

8

Aufwendungen aus der Rückstellungszuführung

0

22

Übrige Aufwendungen

20

24

153

121

gen sowie 31 Mio. € (Vorjahr 42 Mio. €) auf Lizenzerträge.

2

  Kosten der umgesetzten Leistung

in Mio. €

2014

2013

Materialaufwand

10.880

9.857

Personalaufwand

2.839

2.686

846

807

Abschreibungen Übrige

754

562

15.319

13.912

In den Abschreibungen sind Impairment-Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 4 Mio. € (Vorjahr 4 Mio. €) sowie Wertaufholungen in Höhe von 0 Mio. € (Vorjahr 3 Mio. €) enthalten.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

111

5

  Finanzergebnis

in Mio. €

2014

2013

Ergebnis aus at Equity Beteiligungen

49

43

Erträge aus Beteiligungsunternehmen

152

5

Abschreibungen auf Beteiligungsunternehmen

0

– 2

Auflösung Rückstellung für Beteiligungsrisiken

0

5

152

8

Zinsen aus kurzfristigen Geldanlagen

16

25

Zinsen aus langfristigen Geldanlagen

19

11

Zinserträge

35

36

Zinsen aus finanziellen Schulden

62

46

104

101

6

7

Zinsaufwendungen

172

154

Währungsgewinne

79

41

8

18

40

18

5

8

Beteiligungsergebnis

Zinsen Pensionsrückstellungen Aufzinsung sonstige langfristige Posten

Erträge aus Sicherungsgeschäften Buchgewinne aus dem Abgang von Wertpapieren Unrealisierte Kursgewinne aus Wertpapieren Zuschreibungen auf Finanzforderungen

0

1

132

86

66

70

111

10

Buchverluste aus dem Abgang von Wertpapieren

2

2

Unrealisierte Kursverluste aus Wertpapieren

6

3

Sonstige Finanzerträge Währungsverluste Aufwendungen aus Sicherungsgeschäften

Abschreibungen auf Finanzforderungen

0

1

Transaktions- und Nebenkosten

35

6

Sonstige Finanzaufwendungen

220

92

Finanzergebnis

– 24

– 73

112

6

In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15 %

  Ertragsteuern

(Vorjahr 15 %). Unter Berücksichtigung eines durchschnittin Mio. €

lichen Gewerbesteuerhebesatzes von 389 % (Vorjahr 386 %)

2014

2013

232

206

0

– 2

10

3

Latente Steuern auf temporäre Differenzen

– 21

19

Überleitungsrechnung verwendet.

Latente Steuern auf Verlustvorträge und Steuergutschriften

– 20

– 5

201

221

Die im Geschäftsjahr im Ausland zur Anwendung gekom-

Laufende Steueraufwendungen Steuererträge Vorjahre Steueraufwendungen Vorjahre

sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % (Vorjahr 5,5 %) ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 29 % (Vorjahr 29 %). Dieser Ertragsteuersatz wird als anzuwendender Steuersatz für die steuerliche

menen Steuersätze liegen unverändert zum Vorjahr zwischen 0 % und 40 %. Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern resultiert aus folgenden Bilanzposten:

in Mio. €

31.12.2014

31.12.2013

aktiv

passiv

aktiv

passiv

18

34

8

22

6

11

7

2

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

29

119

2

3

Vorräte

51

8

48

9

Finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Immaterielle Vermögenswerte

5

21

4

17

34

149

37

131

Kurzfristige finanzielle Schulden

1

0

1

0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

9

0

3

0

Sachanlagevermögen

Sonstige Verbindlichkeiten Rückstellungen für Pensionen Sonstige Rückstellungen Sonstige Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften Saldierung

14

1

10

0

492

8

226

5

84

5

67

9

54

4

32

6

797

360

445

204

– 317

– 317

– 166

– 166

541

43

320

38

61

41

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

113

Aus der Marktbewertung von Wertpapieren und Cashflow

Die Erhöhung des latenten Steueraufwands aus der

Hedges sind zum Bilanzstichtag passive latente Steuern

Nutzung bisher nicht berücksichtigter Verluste, aufgrund

in Höhe von 116 Mio. € (Vorjahr 6 Mio. €) im Eigenkapital

von Steuergutschriften oder infolge eines bisher nicht

angesetzt. Die erfolgsneutrale Behandlung der versiche-

berücksichtigten temporären Unterschieds früherer Peri-

rungsmathematischen Gewinne und Verluste für Pensions-

oden beträgt 6 Mio. € (Vorjahr Erhöhung von 2 Mio. €).

verpflichtungen führt zu einer aktiven latenten Steuer in Höhe von 429 Mio. € (Vorjahr 151 Mio. €). Hieraus ergibt

Aus dem Nichtansatz und der Abwertung latenter Steuern

sich insgesamt eine Eigenkapitalerhöhung von 168 Mio. €

(oder deren Umkehrung) in Fällen, in denen es nicht

(Vorjahr 29 Mio. €). Eine weitere erfolgsneutral erfasste

mehr wahrscheinlich ist (oder wieder wahrscheinlich ist),

Veränderung der latenten Steuern in Höhe von 3 Mio. €

dass ein ausreichender zu versteuernder Gewinn zur

(Vorjahr 5 Mio. €) resultiert aus stichtagsbezogenen Wech-

Verfügung stehen wird, um den Nutzen des latenten

selkursdifferenzen. Darüber hinaus wurden alle anderen

Steueranspruchs entweder zum Teil oder insgesamt zu

Veränderungen, mit Ausnahme der Veränderungen auf-

verwenden, resultiert ein Ertrag von 47 Mio. € (Vorjahr

grund von Erstkonsolidierungen, erfolgswirksam erfasst.

Steueraufwand 71 Mio. €).

Der Betrag für die abzugsfähigen temporären Differenzen

Für temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit

sowie die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste

Anteilen an Tochterunternehmen sind latente Steuern

und Steuergutschriften, für die in der Bilanz keine aktiven

zu bilden, wenn mit der Realisierung zu rechnen ist.

latenten Steuern angesetzt wurden, beträgt 879 Mio. €

Auf die erwirtschafteten Rücklagen der Tochterunter-

(Vorjahr 957 Mio. €). Davon entfallen 649 Mio. € (Vorjahr

nehmen wurden keine latenten Steuern berechnet, da

764 Mio. €) auf Verlustvorträge, von denen 406 Mio. €

die Gewinne in der Regel keiner wesentlichen weiteren

(Vorjahr 513 Mio. €) zeitlich begrenzt (bis zu 20 Jahren)

Besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte Zeit

und 243 Mio. € (Vorjahr 251 Mio. €) zeitlich unbegrenzt

reinvestiert werden sollen. Im laufenden Jahr wurden für

nutzbar sind.

die künftige Steuerbelastung aufgrund des Verkaufs eines Gemeinschaftsunternehmens 5 Mio. € (Vorjahr

Bezüglich der Bewertung aktiver latenter Steuern wurde

0 Mio. €) passive latente Steuern erfasst.

die erwartete künftige Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses grund-

Ein Betrag von 32 Mio. € (Vorjahr 0 Mio. €) an aktiven

sätzlich auf der Basis der Unternehmensplanung für die

latenten Steuern entfällt auf Tochterunternehmen, wel-

folgenden drei Geschäftsjahre zugrunde gelegt.

che in der laufenden Periode oder der Vorperiode Verluste erzielt haben. Dieser Betrag wird voraussichtlich

Die Minderung des laufenden Steueraufwands aus der

aufgrund von zukünftigen steuerlichen Ergebnissen in

Nutzung bisher nicht berücksichtigter Verluste, resultie-

den nächsten drei Jahren realisiert werden.

rend aus Steuergutschriften oder infolge eines bisher nicht berücksichtigten temporären Unterschieds früherer Perioden beträgt 2 Mio. € (Vorjahr Minderung 2 Mio. €).

114

Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausge­

Die Personalaufwendungen teilen sich wie folgt auf:

wiesenen Ertragsteueraufwand: in Mio. € Ergebnis vor Ertragsteuern Erwarteter Ertragsteueraufwand Steuerwirkungen aufgrund unter­ schiedlicher nationaler Steuersätze und Gruppenbesteuerungssysteme Auswirkungen von Steuerrechtsänderungen

2014

2013

873

683

253

198

5

– 21

– 1

– 7

Steuerwirkungen aufgrund des Nichtansatzes und der Wertberichtigung auf latente Steuern oder deren Umkehrung

– 47

71

Steuerwirkungen aufgrund permanenter Differenzen

– 20

– 6

Steuerwirkungen aufgrund von Sachverhalten vergangener Perioden

10

– 14

Sonstige Steuerwirkungen

1

0

201

221

Ausgewiesener Ertragsteueraufwand

in Mio. €

2014

2013

Direktes und indirektes Entgelt

3.408

3.201

Soziale Abgaben und Aufwen­dungen für Unterstützung

684

648

Aufwendungen für Altersversorgung

144

130

4.236

3.979

In den Personalaufwendungen sind Beträge für beitragsorientierte Pläne in Höhe von 275 Mio. € (Vorjahr 258 Mio. €) enthalten. Die darin enthaltenen Aufwendungen für staatliche Pläne in Höhe von 215 Mio. € (Vorjahr 205 Mio. €) umfassen im Wesentlichen die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung, die in den sozialen Abgaben enthalten sind. Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen und aus anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer wurden in Höhe von 2 Mio. € (Vorjahr 3 Mio. €) in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Diese betreffen Abfindungszahlungen sowie Aufwendungen aus der Zuführung zu Restrukturierungs-

7

rückstellungen.

  Sonstige Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Impairment-Abschreibungen auf immaterielle VermöIn der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind

genswerte in Höhe von 4 Mio. € (Vorjahr 0 Mio. €) sind

folgende Materialaufwendungen enthalten:

in den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst.

in Mio. € Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren Aufwendungen für bezogene Leistungen Sonstiger Materialaufwand

2014

2013

Impairment-Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 4 Mio. € (Vorjahr 4 Mio. €) sind in den Kosten

10.739

9.720

270

279

11

12

11.020

10.011

In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind Aufwendungen in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr 1 Mio. €) aus der Absicherung von Risiken aus Rohstoffpreisänderungen enthalten.

der umgesetzten Leistungen sowie in Höhe von 0 Mio. € (Vorjahr 1 Mio. €) in den Verwaltungskosten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. In den Kosten der umgesetzten Leistung sind Wertauf­ holungen aufgrund des Wegfalls oder der Verminderung von Impairments auf Sachanlagen in Höhe von 0 Mio. € (Vorjahr 3 Mio. €), in den Verwaltungskosten in Höhe von 0 Mio. € (Vorjahr 4 Mio. €) enthalten. Erläuterungen zu den Impairments und Wertaufholungen sind unter Ziffer (16) angegeben.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

115

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden Posten der KonzernGewinn- und Verlustrechnung enthalten: in Mio. €

2014

2013

170

163

Forschungs- und Entwicklungskosten

4

3

Vertriebskosten

7

7

13

10

194

183

Kosten der umgesetzten Leistung

Verwaltungskosten

Vertriebskosten Verwaltungskosten

31.12.2013

0

2

Finanzforderungen

131

33

Derivative Finanzinstrumente

397

10

528

45

Wertpapiere

forderungen enthalten zweckgebundene Bankguthaben 2014

2013

672

643

24

24

8

9

40

37

744

713

Die im Geschäftsjahr erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betragen 891 Mio. € (Vorjahr 836 Mio. €). Darin sind planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr 1 Mio. €) enthalten. Im Geschäftsjahr wurden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Zahlungen aus Operating Leasingbzw. Mietverhältnissen in Höhe von 105 Mio. € (Vorjahr 103 Mio. €) erfolgswirksam erfasst.

31.12.2014

fälligen Beträge, die nicht wertgemindert sind. Die Finanz-

Verlustrechnung enthalten:

Forschungs- und Entwicklungskosten

  Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Der Bestand der Finanzforderungen enthält keine über-

sind in den folgenden Posten der Konzern-Gewinn- und

Kosten der umgesetzten Leistung

8

in Mio. €

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen

in Mio. €

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

in Höhe von 5 Mio. € (Vorjahr 1 Mio. €). Die Wertberichtigungen auf Finanzforderungen haben sich wie folgt entwickelt: in Mio. €

2014

2013

Buchwert zum 01.01.

4

11

Zuführungen

0

1

Verbrauch

0

7

Auflösungen

0

1

Buchwert zum 31.12.

4

4

Der Bruttowert der wertberichtigten Finanzforderungen beträgt 4 Mio. € (Vorjahr 4 Mio. €). Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Finanzforderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

116

9

  Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen folgende Altersstruktur auf: in Mio. €

Buchwert

Davon kurzfristig

weder wertgemindert noch überfällig

nicht wertgemindert und überfällig seit 1 bis 30 Tagen

31 bis 60 Tagen

61 bis 360 Tagen

mehr als 360 Tagen

 31.12.2014

2.416

2.403

2.154

156

44

24

3

 31.12.2013

2.182

2.132

1.983

135

22

37

1

Bei vereinbarten Zahlungsplänen mit Kunden erfolgt,

Der Bruttowert der wertberichtigten Forderungen aus

soweit diese eingehalten werden, der Ausweis dieser

Lieferungen und Leistungen beträgt 91 Mio. € (Vorjahr

Forderungen als weder wertgemindert noch überfällig.

30 Mio. €).

Die Wertberichtigungen auf die kurz- und langfristigen

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungs-

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben

verzug befindlichen Bestands der Forderungen aus

sich wie folgt entwickelt:

Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren

in Mio. €

2014

2013

Buchwert zum 01.01.

26

29

Kurseffekte

– 1

0

Zuführungen

41

10

3

6

Verbrauch Auflösungen Buchwert zum 31.12.

10   Sonstige

7

7

56

26

Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Vermögenswerte

in Mio. €

31.12.2014

31.12.2013

Gesamt

Davon kurzfristig

Gesamt

Davon kurzfristig

Sonstige Steuerforderungen

140

137

141

138

Rechnungsabgrenzung

224

147

29

18

8

8

9

9

Forderungen gegen Mitarbeiter Übrige Vermögenswerte

48

43

37

30

420

335

216

195

Die sonstigen Steuerforderungen enthalten im Wesent­

Anzahlungen, Erstattungsansprüchen sowie Forderungen

lichen Umsatzsteuererstattungsansprüche. Die übrigen

gegen Versicherungen.

Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus geleisteten

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

117

Die sonstigen Vermögenswerte enthalten keine überfälligen

Die Anteile an Beteiligungsunternehmen haben sich wie

Beträge, die nicht wertgemindert sind.

folgt entwickelt:

Die Wertberichtigungen auf sonstige kurz- und langfristige

in Mio. €

Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt: in Mio. €

2014

2013

Buchwert zum 01.01.

69

73

Veränderung Konsolidierungskreis

– 2

0

2014

2013

Kurseffekte

2

– 2

Buchwert zum 01.01.

0

1

Zugänge

5

2

Zuführungen

1

0

Abgänge

– 1

– 2

Verbrauch

0

1

Abschreibungen

0

– 2

Buchwert zum 31.12.

1

0

Umbuchungen

– 4

0

Buchwert zum 31.12.

69

69

Der Bruttowert der wertberichtigten Forderungen beträgt 1 Mio. € (Vorjahr 0 Mio. €).

In den langfristigen finanziellen Vermögenswerten sind unter anderem die Vermögenswerte der Spezialfonds erfasst, die der teilweisen Absicherung der Pensionsverpflichtungen dienen. Die Vermögenswerte dieser Spezial-

11   Vorräte

fonds werden in den langfristigen Wertpapieren und in Mio. €

31.12.2014

31.12.2013

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

802

752

Unfertige Erzeugnisse

390

367

Fertige Erzeugnisse und Waren

666

604

12

12

1.870

1.735

Geleistete Anzahlungen

Die Wertminderungen im Vorratsvermögen haben sich im Geschäftsjahr 2014 um 23 Mio. € auf 143 Mio. € (Vorjahr 120 Mio. €) erhöht (Vorjahr Verringerung um 15 Mio. €).

Finanzforderungen ausgewiesen. In den Finanzforderungen sind langfristig zweckgebundene Bankguthaben und Termingeldanlagen in Höhe von 34 Mio. € (Vorjahr 65 Mio. €) enthalten. Hiervon entfallen auf die Spezialfonds 30 Mio. € (Vorjahr 59 Mio. €). Die Finanzforderungen enthalten außerdem gewährte Darlehen und Direktversicherungsansprüche gegen Lebensversicherungen in Höhe von 39 Mio. € (Vorjahr 39 Mio. €) sowie das die Verpflichtung übersteigende Planvermögen für andere Leistungsverpflichtungen gegenüber Arbeit-

12  

nehmern in Höhe von 12 Mio. € (Vorjahr 0 Mio. €).

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

in Mio. €

31.12.2014

31.12.2013

69

69

Wertpapiere

959

948

Finanzforderungen

120

151

0

10

1.148

1.178

Anteile an Beteiligungsunternehmen

Derivative Finanzinstrumente

Die Finanzforderungen enthalten keine überfälligen Beträge, die nicht wertgemindert sind. Zum Bilanzstichtag sind keine Wertberichtigungen auf Finanzforderungen erfasst. Es liegen hinsichtlich der langfristigen Finanzforderungen keine Hinweise vor, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

118

13   At

Des Weiteren werden in den ZF-Konzernabschluss die

Equity Beteiligungen

Anteile an der Shanghai Sachs Powertrain Component in Mio. € Anteile an Gemeinschafts­ unternehmen Anteile an assoziierten Unternehmen

31.12.2014

31.12.2013

Systems Co., Ltd., Shanghai, China, der SOMIC ZF Components Ltd., Gurgaon, Indien sowie der ZF Liuzhou Axle

23

347

0

0

23

347

Co., Ltd., Liuzhou, China, als Gemeinschaftsunternehmen einbezogen. ZF hält an diesen Unternehmen jeweils 50 % der Anteile. Deren Anteil am Gesamtergebnis stellt sich wie folgt dar:

Angaben zu Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen

in Mio. €

Im Konzernabschluss der ZF Friedrichshafen AG wurde im Vorjahr das Gemeinschaftsunternehmen ZF Lenk­ systeme GmbH, Schwäbisch Gmünd (inklusive seiner Tochterunternehmen), at Equity bilanziert. Die Anteilsquote von ZF beträgt 50 %. Zum 15. September 2014 wurde entsprechend den Vorschriften von IFRS 5 die zum Verkauf gestellte Beteiligung als zur Veräußerung gehaltener Vermögenswert dargestellt und die EquityFortschreibung beendet. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde folgendes Gesamtergebnis im Konzernabschluss erfasst: in Mio. €

2014

2013

Ergebnis nach Steuern

48

121

Sonstiges Ergebnis

21

– 34

Gesamtergebnis

69

87

2014

2013

Ergebnis nach Steuern

1

1

Sonstiges Ergebnis

2

0

Gesamtergebnis

3

1

Angaben zu Anteilen an assoziierten Unternehmen Trotz einer Beteiligungsquote von 50 % wird die ZF PWK Mécacentre S.A.S., St. Etienne (Frankreich), als assoziiertes Unternehmen eingestuft, da die Gesellschaft nicht gemeinschaftlich geführt wird. Der auf den Konzern entfallende anteilige Jahresüberschuss der ZF PWK Mécacentre S.A.S. beträgt 0 Mio. € (Vorjahr 1 Mio. €). Das auf den Konzern entfallende Eigenkapital beträgt unverändert 0 Mio. €.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

119

14   Immaterielle

Vermögenswerte

in Mio. €

Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2013

Geschäftsoder Firmenwerte

Patente, Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte

Entwicklungskosten

Geleistete Anzahlungen

Gesamt

452

707

43

17

1.219

Veränderung Konsolidierungskreis

0

12

0

0

12

Kurseffekte

0

– 11

0

– 1

– 12

Zugänge

0

201

7

24

232

Umbuchungen

0

22

0

– 12

10

Abgänge

0

100

11

0

111

Umgliederung Veräußerungsgruppen Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2013 Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2013

0

– 14

0

– 1

– 15

452

817

39

27

1.335

47

323

35

0

405

Veränderung Konsolidierungskreis

0

12

0

0

12

Kurseffekte

0

– 9

0

0

– 9

Planmäßige Zugänge

0

182

1

0

183

Abgänge

0

94

11

0

105

Umbuchungen

0

1

0

0

1

Umgliederung Veräußerungsgruppen

0

– 8

0

0

– 8

47

407

25

0

479

Buchwert zum 31.12.2013

405

410

14

27

856

Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2014

452

817

39

27

1.335

0

21

0

0

21

– 6

1

0

0

– 5

Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2013

Unternehmenserwerbe Veränderung Konsolidierungskreis Kurseffekte

0

21

0

1

22

Zugänge

0

223

7

10

240

Umbuchungen

0

32

0

– 25

7

Abgänge

0

141

0

0

141

446

974

46

13

1.479

Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2014

47

407

25

0

479

Veränderung Konsolidierungskreis

Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2014

– 6

1

0

0

– 5

Kurseffekte

0

15

0

0

15

Planmäßige Zugänge

0

193

1

0

194

Zugänge aus Impairments

0

4

0

0

4

Abgänge

0

116

0

0

116

Umbuchungen

0

3

0

0

3

41

507

26

0

574

405

467

20

13

905

Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2014 Buchwert zum 31.12.2014

120

Die immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentli-

Geschäfts- oder Firmenwerte

chen Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Unter­

Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsoli-

nehmenserwerben, entgeltlich erworbene EDV-Software,

dierung bzw. aus den Einzelbilanzen sind nachfolgend

an Lieferanten geleistete Werkzeugkostenzuschüsse

aufgeführt:

sowie aktivierte Entwicklungskosten. in Mio. €

Enthaltene Warenzeichen in Höhe von 10 Mio. € (Vorjahr 8 Mio. €) sind als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer klassifiziert, da es keine vorhersehbare Begrenzung der Periode gibt, in der diese Warenzeichen voraussichtlich Zuflüsse von Zahlungs­ strömen generieren werden. Sie entfallen vollständig auf die Division Industrietechnik.

31.12.2014

31.12.2013

Pkw-Antriebstechnik

57

57

Pkw-Fahrwerktechnik

65

65

Nutzfahrzeugtechnik

139

139

12

12

Industrietechnik ZF Services

132

132

405

405

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

121

15  

Sachanlage­vermögen

in Mio. €

Anschaffungs-  und Herstellungskosten zum 01.01.2013

Grundstücke und Bauten

Technische Andere Anlagen und Anlagen, Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

Gesamt

1.898

5.602

1.995

527

10.022

– 25

– 99

– 29

– 15

– 168

Zugänge

40

339

171

404

954

Umbuchungen

42

289

64

– 405

– 10

Kurseffekte

Abgänge

10

133

62

4

209

Umgliederung Veräußerungsgruppen

– 127

– 289

– 105

– 12

– 533

Anschaffungs-  und Herstellungskosten zum 31.12.2013

1.818

5.709

2.034

495

10.056

810

4.064

1.478

0

6.352

Kurseffekte

– 8

– 66

– 23

0

– 97

Planmäßige Zugänge

55

489

169

0

713

Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2013

Zugänge aus Impairments

0

3

2

0

5

Umbuchungen

0

– 7

6

0

– 1

Abgänge

3

127

50

0

180

Zuschreibungen

4

3

0

0

7

Umgliederung Veräußerungsgruppen

– 71

– 244

– 84

0

– 399

Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2013

779

4.109

1.498

0

6.386

Buchwert zum 31.12.2013

1.039

1.600

536

495

3.670

Anschaffungs-  und Herstellungskosten zum 01.01.2014

1.818

5.709

2.034

495

10.056

5

10

2

1

18

Unternehmenserwerbe Veränderung Konsolidierungskreis

3

1

1

0

5

Kurseffekte

31

110

28

17

186

Zugänge

57

344

163

441

1.005

Umbuchungen

47

302

62

– 403

8

Abgänge Anschaffungs-  und Herstellungskosten zum 31.12.2014 Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2014

17

169

82

4

272

1.944

6.307

2.208

547

11.006

779

4.109

1.498

0

6.386

Veränderung Konsolidierungskreis

1

1

1

0

3

Kurseffekte

7

70

18

0

95

54

516

174

0

744

Zugänge aus Impairments

0

1

3

0

4

Umbuchungen

0

2

1

0

3

Planmäßige Zugänge

Abgänge Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2014 Buchwert zum 31.12.2014

6

155

74

0

235

835

4.544

1.621

0

7.000

1.109

1.763

587

547

4.006

122

Im Sachanlagevermögen sind in Höhe von 11 Mio. €

rechte zum Ende der Laufzeit der Verträge. Zwei Verträge

(Vorjahr 6 Mio. €) gemietete Gebäude enthalten, die

sehen die Möglichkeit der Anpassung bzw. Berichtigung

wegen der Gestaltung der Leasingverträge dem Konzern

der Leasingraten auf der Basis aktueller Berechnungs-

als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind

grundlagen vor.

(Finanzierungsleasing). Die Leasingverträge für Fabrikund Verwaltungsgebäude enthalten An- und Vorkaufs-

Die Details zu den Mindestleasingzahlungen der betreffenden Leasingverträge ergeben sich insgesamt wie folgt:

in Mio. €

31.12.2014

31.12.2013

3

1

Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen

fällig innerhalb eines Jahres

fällig zwischen einem und fünf Jahren

fällig nach mehr als fünf Jahren

9

2

20

2

32

5

1

0

2

0

In den künftigen Mindestleasingzahlungen enthaltener Zinsanteil

fällig innerhalb eines Jahres

fällig zwischen einem und fünf Jahren

fällig nach mehr als fünf Jahren

12

0

15

0

2

1

7

2

8

2

17

5

Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen

fällig innerhalb eines Jahres

fällig zwischen einem und fünf Jahren

fällig nach mehr als fünf Jahren

16   Impairment-Tests

Bei den technischen Anlagen und Maschinen, der Betriebsund Geschäftsausstattung sowie Gebäuden wurden in

Im vierten Quartal 2014 führte der ZF-Konzern Impair-

den folgenden Divisionen Abwertungen vorgenommen:

ment-Tests durch, um die Werthaltigkeit seiner Vermögenswerte zu überprüfen. Anlass für diese Impairment-

in Mio. €

Tests war eine negative Ergebnisentwicklung einzelner Berichtseinheiten. Ursächlich waren hierbei zum Beispiel ungünstige Preisverhältnisse sowie ein reduziertes Mengenwachstum in einzelnen Geschäftssegmenten.

2014

2013

Pkw-Antriebstechnik

3

0

Pkw-Fahrwerktechnik

1

2

Industrietechnik

0

3

4

5

Dabei wurden jeweils die Vermögenswerte einzelner zahlungsmittelgenerierender Einheiten mit den beizulegenden Zeitwerten abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

123

Nach Regionen teilen sich die Impairment-Abschrei­

17  

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

bungen wie folgt auf: Die in dieser Position ausgewiesenen Büro- und Geschäfts­ in Mio. €

2014

2013

Europa

3

0

Nordamerika

0

1

Asien-Pazifik

1

4

4

5

Nachdem im Vorjahr von der Division Pkw-Fahrwerktechnik im Sachanlagevermögen noch Wertaufholungen in Höhe von 3 Mio. € und bei einer nicht operativen Einheit eine Zuschreibung auf ein Gebäude in Höhe von 4 Mio. € vorgenommen wurde, erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Wertaufholungen. Für immaterielle Vermögenswerte wurde von der Division Industrietechnik eine Wertminderung von 4 Mio. € auf aktivierte Softwareentwicklungen (Vorjahr 0 Mio. €) vorgenommen. Die jährlichen Werthaltigkeitsprüfungen der Geschäftsoder Firmenwerte sowie der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer (Markenzeichen) führten, wie im Vorjahr, zu keinen Wertberichtigungen. Eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um 10 % hätte zu keiner Abwertung der Geschäfts- oder Firmenwerte geführt. Für die Berechnung der Impairment-Tests wurden unter anderem Annahmen bezüglich der Umsatzentwicklung getroffen. Die im dreijährigen Planungszeitraum angenommenen durchschnittlichen Umsatzsteigerungen stellen sich wie folgt dar: in %

2014

2013

Pkw-Antriebstechnik

12

15

Pkw-Fahrwerktechnik

2

6

Nutzfahrzeugtechnik

5

3

Industrietechnik

9 bis 11

6 bis 12

Elektronische Systeme

13

8

ZF Services

10

12

immobilien wurden im Vorjahr unter den Veräußerungsgruppen in der Bilanz ausgewiesen. Der geplante Verkauf erfolgte nicht, stattdessen werden die Grundstücke und Gebäude künftig an den Erwerber vermietet. Ein Gutachten zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts wurde zum Bilanzstichtag nicht eingeholt. Die Veräußerung der Immobilie wird durch einen fehlenden eigenen Zufahrtsweg erschwert. Es wird davon ausgegangen, dass der beizulegende Zeitwert eine Schwankungsbreite von 10 % im Vergleich zum Buchwert hat. in Mio. € Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01. Zugänge Umbuchung Abgänge Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.

2014 0 0 13 0 13

Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.

0

Planmäßige Zugänge

0

Umbuchung

8

Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.

8

Buchwert zum 31.12.

5

124

18   Finanzielle

Schulden

in Mio. €

Buchwert zum 31.12.2014

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Buchwert zum 31.12.2013

Gesamt

Davon kurzfristig

Gesamt

Davon kurzfristig

691

431

1.123

158

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

17

2

5

1

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

32

31

28

26

Derivative Finanzinstrumente

31

28

0

0

771

492

1.156

185

In den kurzfristigen finanziellen Schulden werden die

Die Darlehensverträge enthalten zum Teil eine Verpflich-

innerhalb eines Jahres fälligen Tilgungsraten der lang-

tung zur Einhaltung einer Finanzkennzahl (Financial

fristigen Darlehen ausgewiesen. Weiterhin werden die

Covenant), deren Bruch eine Verletzung der Darlehens-

Verbindlichkeiten, die der kurzfristigen Finanzierung

vereinbarungen darstellen würde. Dabei handelt es sich

dienen, in diesem Posten erfasst. Die länderspezifische

um den Verschuldungsgrad, der als Verhältnis von der

Verzinsung dieser kurzfristigen Darlehen bewegt sich

Nettofinanzposition zum EBITDA definiert ist. Eine Ver-

zwischen 0,4 % (Vorjahr 0,4 %) und 10,4 % (Vorjahr 6,4 %).

änderung des Verschuldungsgrads hat für einen Teil der Darlehen Einfluss auf die jährlich neu festzulegende

Die länderspezifische Verzinsung der in den langfris-

Risikoprämie. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die verein-

tigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Darlehen

barte Bedingung erfüllt.

liegt zwischen 0,6 % (Vorjahr 0,9 %) und 10,0 % (Vorjahr 9,0 %). Etwas mehr als die Hälfte der Darlehen ist

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens im Wert von

festverzinslich. Die Darlehen sind überwiegend zum

26 Mio. € (Vorjahr 27 Mio. €) sind als Sicherheiten für

Ende der Laufzeit fällig.

finanzielle Verbindlichkeiten sowie für mögliche Verpflichtungen aus Finanzgerichtsprozessen verpfändet.

19   Sonstige

Verbindlich­keiten

in Mio. €

31.12.2014

31.12.2013

Gesamt

Davon kurzfristig

Gesamt

Davon kurzfristig

396

396

397

397

Soziale Abgaben

18

18

19

19

Sonstige Steuerverbindlichkeiten

82

80

77

74

279

107

215

94

Erhaltene Anzahlungen

41

41

35

35

Berufsgenossenschaft

6

6

6

6

Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern

Erhaltene Werkzeugkostenzuschüsse

Rechnungsabgrenzung Übrige Verbindlichkeiten

33

12

35

15

230

192

180

139

1.085

852

964

779

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

125

Die sonstigen Steuerverbindlichkeiten enthalten im

ausstehende Belastungen, abgegrenzte Verbindlich-

Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten. Die

keiten für Rechts- und Prozesskosten sowie Lizenz-

übrigen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem

und Provisionsverbindlichkeiten.

20  

Sonstige Rückstellungen

in Mio. €

31.12.2014

31.12.2013

Gesamt

Davon kurzfristig

Gesamt

Davon kurzfristig

Verpflichtungen aus dem Absatzbereich

461

298

459

315

Verpflichtungen aus dem Personalbereich

149

12

234

53

81

66

55

45

691

376

748

413

Sonstige Verpflichtungen

in Mio. €

01.01.2014 Kurseffekte

Zuführung

Aufzinsung

Umbu­ chungen

Verbrauch

Auflösung

31.12.2014

Verpflichtungen aus dem Absatzbereich

459

4

234

1

0

177

60

461

Verpflichtungen aus dem Personalbereich

234

0

70

5

– 98

54

8

149

55

2

39

0

0

8

7

81

748

6

343

6

– 98

239

75

691

Sonstige Verpflichtungen

In den Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem

Die Inanspruchnahme sämtlicher kurzfristiger Rück­

Absatzbereich sind im Wesentlichen Vorsorgen für

stellungen wird im Laufe des folgenden Geschäftsjahres

Garantie- und Produkthaftungsverpflichtungen, für

erwartet.

Schadensersatzverpflichtungen sowie für drohende Verluste aus Lieferverpflichtungen enthalten.

Für die langfristigen Verpflichtungen aus dem Absatz­ bereich wird mit einer Inanspruchnahme innerhalb

Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich enthalten

der nächsten fünf Jahre gerechnet. Ebenso werden etwa

überwiegend Erfolgsbeteiligungen, Restrukturierungs-

59 % der in den langfristigen Verpflichtungen aus dem

maßnahmen und Jubiläumsaufwendungen. Die Rück­

Personalbereich und etwa 79 % der in den sonstigen

stellungen für Restrukturierungsmaßnahmen enthalten

lang­fristigen Verpflichtungen enthaltenen Rückstellungen

vor allem Aufwendungen für Abfindungszahlungen,

voraussichtlich in den nächsten fünf Jahren verbraucht.

die im Rahmen von Standortschließungen und -verlagerungen anfallen werden.

Die Höhe der erwarteten Erstattungen zum 31. Dezember 2014 beträgt 7 Mio. € (Vorjahr 13 Mio. €), davon wurden

Die sonstigen Verpflichtungen enthalten unter anderem Rückstellungen für Prozess- und Beteiligungsrisiken, Umweltschutzmaßnahmen, übrige Schadensersatzverpflichtungen sowie sonstige Verbrauchsteuerrisiken.

2 Mio. € (Vorjahr 8 Mio. €) als Vermögenswerte aktiviert.

126

21  

Rückstellungen für Pensionen

In Deutschland bestehen keinerlei rechtliche oder regulatorische Mindestdotierungsverpflichtungen.

Rückstellungen für Pensionen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an

Die wesentlichen Risiken für das Unternehmen liegen

aktive und ehemalige Mitarbeiter des ZF-Konzerns sowie

in den versicherungsmathematischen Parametern, insbe-

deren Hinterbliebene gebildet. Nach rechtlichen, wirtschaft-

sondere Zinsniveau und Rententrend, dem Langlebig-

lichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen

keitsrisiko und der Entwicklung der allgemeinen Lebens-

Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der

haltungskosten (Inflation).

Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren. Bei der betrieb-

Die Veränderungen des Barwerts der leistungsorientier-

lichen Altersversorgung ist zwischen beitrags- und leis-

ten Verpflichtung und des beizulegenden Zeitwerts des

tungsorientierten Versorgungssystemen zu differenzieren.

Fondsvermögens können auf versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten beruhen. Deren Ursachen

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined

können unter anderem Änderungen der Berechnungs­

Contribution Plans) geht der ZF-Konzern über die Ent-

parameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risiko-

richtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene

verlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen

Fonds oder private Rentenversicherungsträger hinaus

zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag

keine weiteren Verpflichtungen ein.

aus dem Fondsvermögen sein.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen (Anwartschafts-

die Verpflichtung des ZF-Konzerns darin, die zugesagten

barwert der Versorgungszusagen bzw. Defined Benefit

Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter zu

Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen

erfüllen (Defined Benefit Plans), wobei zwischen rück-

Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich

stellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen

sind. Dabei haben neben den Annahmen zur Lebens­

unterschieden wird.

erwartung, Fluktuation und erwarteten Entgeltsteigerung die folgenden Prämissen einen wesentlichen Einfluss

Die Verpflichtung beruht nahezu ausschließlich auf Ver-

auf die Verpflichtungshöhe:

sorgungsplänen für die aktiven und ehemaligen Mitarbeiter der deutschen Standorte (ca. 97 % bezogen auf die Netto-

in %

verpflichtung). Bis zum 31. Dezember 1993 wurden von der Dienstzeit und dem Entgelt abhängige Versorgungszusagen erteilt. Diese wurden eingefroren und seitdem entsprechend dem Lebenshaltungsindex weiterentwickelt. Ab dem 1. Januar 1997 wurden Tarifmitarbeitern sogenannte Rentenbausteine zugesagt, deren Höhe vom rentenfähigen Einkommen im Verhältnis zur Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung abhängig ist. Seit dem 1. Januar 2005 sind die jährlichen Rentenbausteine von der Beitragsbemessungsgrenze entkoppelt. Deren Ermittlung hängt seitdem von den Faktoren Entgelt, der jeweiligen Stelleneinordnung innerhalb der Unternehmenshierarchie und einer altersspezifischen Faktorentabelle ab.

2014

2013

Abzinsungsfaktor

2,1

3,8

Rentendynamik

1,3

1,3

Die sich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ergebenden Pensionsverpflichtungen werden bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem mit dem zum bei­ zulegenden Zeitwert bewerteten Fondsvermögen saldiert. Sofern die Pensionsverpflichtungen das Fondsvermögen übersteigen, ergibt sich daraus ein Passivposten, der in den Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen wird.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

127

Die Pensionszusagen weisen folgenden Finanzierungs­

Die bilanzielle Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts

status auf:

der Versorgungszusagen und des Zeitwerts des Fonds­ vermögens stellt sich wie folgt dar:

in Mio. €

2014

2013

Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche

3.707

2.686

235

172

3.942

2.858

139

129

3.803

2.729

Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche Anwartschaftsbarwert der Versorgungsansprüche Fondsvermögen Nettoverbindlichkeit

Das Fondsvermögen setzt sich wie folgt zusammen: in Mio. €

31.12.2014

31.12.2013

47

34

Eigenkapitalinstrumente

28

26

Schuldinstrumente

35

34

Fondsanteile

44

46

– 15

– 11

139

129

Flüssige Mittel Wertpapiere

Sonstige

Die Wertpapiere sind mit auf aktiven Märkten notierten Preisen angesetzt. Die Finanzierung der nicht fondsfinanzierten Versorgungsansprüche erfolgt in Deutschland teilweise über Spezialfonds. Der beizulegende Zeitwert beträgt 987 Mio. € (Vorjahr 1.008 Mio. €). In der Konzernbilanz sind die Vermögenswerte unter den langfristigen Wert­ papieren und Finanzforderungen ausgewiesen.

in Mio. €

2014

2013

Anwartschaftsbarwert zum 01.01.

2.858

2.738

Kurseffekte aus Plänen im Ausland

7

– 2

Laufender Dienstzeitaufwand

70

62

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

16

13

Planabgeltungen

– 3

0

109

106

Beiträge der Teilnehmer des Plans

15

10

Versicherungsmathematische Gewinne (–) und Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen

3

0

Versicherungsmathematische Gewinne (–) und Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen

992

101

Zinsaufwand

Versicherungsmathematische Gewinne (–) und Verluste (+) aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen

9

0

Geleistete Rentenzahlungen

134

114

Umgliederung zu Schulden von Veräußerungsgruppen

0

– 56

3.942

2.858

129

126

7

– 2

– 1

0

Erwartete Erträge aus dem Fondsvermögen

5

5

Versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (–) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen

2

1

Geleistete Beiträge des Arbeitgebers in das Fondsvermögen

5

7

Geleistete Rentenzahlungen

8

8

139

129

Rückstellungen für Pensionen zum 01.01.

2.729

2.612

Rückstellungen für Pensionen zum 31.12.

3.803

2.729

Anwartschaftsbarwert zum 31.12. Zeitwert Fondsvermögen zum 01.01. Kurseffekte aus Plänen im Ausland Planabgeltungen

Zeitwert Fondsvermögen zum 31.12.

128

Aus den Pensionsverpflichtungen ergeben sich erfolgs-

Bei der Berechnung wurden die tatsächlichen Renten-

wirksame Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen

zahlungen dargestellt und nicht nur die am Stichtag

in Höhe von 188 Mio. € (Vorjahr 176 Mio. €), die sich

erdienten Rentenbausteine, das heißt, auch künftig zuzu-

aus folgenden Komponenten zusammensetzen:

teilende Rentenbausteine sind bereits berücksichtigt. Darüber hinaus wurde unterstellt, dass die Zahl der

in Mio. €

aktiven Mitarbeiter konstant bleibt. Bei den übrigen

2014

2013

70

62

Berechnungsprämissen wurden die gleichen Parameter

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

16

13

tierten Verpflichtung zum Ansatz gekommen sind.

Plankürzungen und -abgeltungen

– 2

0

Laufender Dienstzeitaufwand

Aufzinsung der Nettoverbindlichkeit

verwendet, die auch zur Ermittlung der leistungsorien­

104

101

Die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten

188

176

Verpflichtung beträgt 19 Jahre.

Mit Ausnahme der Zinsanteile werden alle Komponenten der erfolgswirksamen Pensionsaufwendungen in den

Nachfolgend wird die Auswirkung einer Änderung wesentlicher Annahmen auf die leistungsorientierte

Funktionsbereichen erfasst.

Verpflichtung dargestellt:

Die versicherungsmathematischen Verluste in Höhe von

31.12.2014 in Mio. €

1.002 Mio. € (Vorjahr 100 Mio. €) werden erfolgsneutral

Veränderung Anwartschaftsbarwert

in den Gewinnrücklagen berücksichtigt.

Abzinsungsfaktor – 0,25 %

+ 174

Tatsächlich wies das Fondsvermögen einen Gewinn in

   0,25 %

– 162



Höhe von 7 Mio. € (Vorjahr 6 Mio. €) auf. Die Differenz zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag der externen Pensionsfonds wird im Rahmen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgsneutral erfasst.

Rentendynamik

– 0,25 %

– 106

   0,25 %

+ 112

Lebenserwartung

– 1 Jahr

– 141



+ 1 Jahr

+ 140

Die Beiträge an externe Versorgungsträger werden im Folgejahr nach bestmöglicher Schätzung 3 Mio. € betragen.

Für die Sensitivitätsanalyse wurden die Pensionsverpflich-

Die Schätzung im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2014

tungen neu ermittelt. Dabei wurde unterstellt, dass die

belief sich auf 3 Mio. €.

übrigen Faktoren unverändert bleiben. Bei der Berechnung der Sensitivität der Lebenserwartung wurde angenommen,

Die Rentenzahlungen bis zum Jahr 2060 stellen sich

dass sich die durchschnittliche Lebenserwartung einer

wie folgt dar:

65-jährigen Person um ein Jahr verkürzt bzw. verlängert.

in Mio. €

2014

innerhalb des nächsten Geschäftsjahres

130

zwischen 2 und 5 Jahren

507

zwischen 5 und 10 Jahren

699

fällig nach mehr als 10 Jahren

6.193

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

129

22  

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Kapitalrücklage

und Veräußerungsgruppen

Die Kapitalrücklage beträgt zum Geschäftsjahresende unverändert 386 Mio. €. Die Kapitalrücklage hat sich auf-

Die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungs-

grund der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln im

gruppen betrafen im Vorjahr zum einen das Geschäfts-

Vorjahr von 586 Mio. € auf 386 Mio. € verringert. Die

feld Gummi & Kunststoff, welches an die Zhuzhou

Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von

Times New Material Technology Co., Ltd. (TMT) verkauft

Aktien. Sie unterliegt den Restriktionen des § 150 AktG.

wurde. Die Abgabe erfolgte zum 1. September 2014. Zum anderen wurden die Vermögenswerte und Schulden der

Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital

ZF Auto Industrial Brake and Chassis Investment Holdings

Das erwirtschaftete Konzern-Eigenkapital enthält die

(Pty) Ltd., einschließlich ihrer Tochtergesellschaften mit

gesetzliche Rücklage der ZF Friedrichshafen AG sowie die

Sitz in Südafrika, die im Februar 2014 an einen auslän­

kumulierten Ergebnisse der in den Konzernabschluss

dischen Investor verkauft wurden, in dieser Position gezeigt.

einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet

Aus den beiden Veräußerungsgruppen ergibt sich ein

wurden. Aktive und passive Unterschiedsbeträge, die aus

Entkonsolidierungsergebnis in Höhe von 104 Mio. €,

der Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode

welches in den sonstigen Erträgen enthalten ist.

gemäß den früher angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen resultieren, sind ebenfalls in diesem Posten ver-

Am 15. September 2014 wurde mit der Robert Bosch

rechnet. Weitere Bestandteile bilden die Rücklagen aus der

GmbH, Stuttgart, eine Vereinbarung über den Verkauf der

erstmaligen Anwendung der IFRS sowie die kumulierten

von ZF gehaltenen Gesellschaftsanteile von 50 % an der

Währungsumrechnungsdifferenzen, die zum Zeitpunkt der

ZF Lenksysteme GmbH geschlossen. Die ZF Lenksysteme

Umstellung auf IFRS umgegliedert wurden.

GmbH entwickelt und produziert Lenksysteme für Pkw und Nkw. Entsprechend den Vorschriften von IFRS 5

Unterschied aus der Währungsumrechnung

wurde die zum Verkauf gestellte Beteiligung als zur Ver-

Der Posten enthält die Differenzen aus der erfolgsneutralen

äußerung gehaltener Vermögenswert dargestellt und die

Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer

Equity-Fortschreibung im September 2014 beendet. Die

Tochterunternehmen (Nicht-Euro-Raum) ab dem Zeitpunkt

Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen wurden bis

der erstmaligen Anwendung von IFRS.

zum Zeitpunkt der Umwidmung nach der Equity-Methode bilanziert. Der Verkauf wurde zum 30. Januar 2015 rechts-

Die Veränderung des Unterschiedsbetrags aus der Wäh-

wirksam vollzogen.

rungsumrechnung in Höhe von 195 Mio. € (Vorjahr – 134 Mio. €) entfällt mit 7 Mio. € (Vorjahr – 4 Mio. €) auf die Anteile ohne beherrschenden Einfluss.

23  

Eigenkapital Marktbewertung Wertpapiere und Cashflow Hedges

Gezeichnetes Kapital

In diesem Posten sind die Effekte aus der erfolgsneu­

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Geschäftsjahres-

tralen Bewertung von Finanzinstrumenten nach Steuern

ende unverändert 500 Mio. €. Im Vorjahr wurde das

enthalten.

gezeichnete Kapital von 300 Mio. € auf 500 Mio. € erhöht. Zum 31. Dezember 2014 ist das gezeichnete Kapital in

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste

500.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien einge-

Dieser Posten enthält die erfolgsneutral erfassten ver­

teilt worden. Alle Anteile sind vollständig eingezahlt.

sicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen nach Steuern.

130

Latente Steuern auf erfolgsneutral erfasste Posten des Eigenkapitals in Mio. €

2014

2013

Vor Ertragsteuern

Ertrag­ steuern

Nach Steuern

Vor Ertragsteuern

Ertrag­ steuern

Nach Steuern

Unterschied aus Währungsumrechnung

172

0

172

– 124

0

– 124

Marktbewertung Wertpapiere

– 11

3

– 8

1

1

2

Marktbewertung Cashflow Hedges

357

– 113

244

2

0

2

– 1.002

278

– 724

– 100

28

– 72

23

0

23

– 17

2

– 15

– 461

168

– 293

– 238

31

– 207

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste Sonstiges Ergebnis aus at Equity Beteiligungen Sonstiges Ergebnis

Dividende

24   Angaben

zum Kapital­management

Als Dividende für das Geschäftsjahr 2014 werden bei der ZF Friedrichshafen AG 50 Mio. € (pro Aktie 0,10 €)

Das Kapitalmanagement des ZF-Konzerns verfolgt

vorgeschlagen. Im Geschäftsjahr wurde eine Dividende

vorrangig das Ziel, eine stabile Eigenkapitalquote sicher-

für das Jahr 2013 in Höhe von 30 Mio. € (pro Aktie

zustellen, um den Fortbestand der Geschäftsaktivitäten

0,06 €) ausgeschüttet.

zu unterstützen und den Nutzen der Anteilseigner zu bewahren. Zur Ermittlung der Eigenkapitalquote wird das bilanzielle Eigenkapital herangezogen.

Eigenkapital in Mio. € Eigenkapitalquote in %

31.12.2014

31.12.2013

4.519

4.165

34

35

Die ZF Friedrichshafen AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

131

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

26   Anteilserwerbe

Die Anteilserwerbe von konsolidierten Unternehmen, die im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen

25   Allgemein

werden, setzen sich wie folgt zusammen:

Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der

in Mio. €

2014

Finanzmittelfonds des ZF-Konzerns durch Mittelzu- und

Kurzfristige Vermögenswerte

46

-abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert hat. Es



davon flüssige Mittel

16

wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäfts-

Langfristige Vermögenswerte

38

tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätig-

Kurzfristige Schulden

33

keit unterschieden.

Langfristige Schulden

8

Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Konzernbilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d.h. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit der Konzern frei

27   Anteilsverkäufe

über sie verfügen kann.

Die aus den Anteilsverkäufen und Asset Deals abgehenden

Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungs­

zeitraum wie folgt zusammen:

tätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow

Vermögenswerte und Schulden setzen sich im Berichts-

aus laufender Geschäftstätigkeit wird demgegenüber aus-

in Mio. €

gehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern indirekt abgeleitet.

Kurzfristige Vermögenswerte

2014 158

davon flüssige Mittel

24

Erhaltene Dividenden und Zinsen sind dem Cashflow aus

Langfristige Vermögenswerte

166

der Investitionstätigkeit zugeordnet. Gezahlte Zinsen und

Kurzfristige Schulden

98

Transaktionskosten zur Aufnahme von Finanzschulden

Langfristige Schulden

111

werden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gezeigt. Hierzu wird das Ergebnis vor Ertragsteuern im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um das Finanzergebnis (Vorjahr Zins- und Beteiligungsergebnis) korrigiert. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigt. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzposten können daher nicht mit den entsprechenden Werten auf der Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanz abgestimmt werden.

Der Kaufpreis für die Anteile betrug 261 Mio. € und wurde im Jahr 2014 von den Erwerbern bar geleistet.

132

SONSTIGE ANGABEN

Das Bestellobligo entfällt mit 144 Mio. € (Vorjahr 134 Mio. €) auf immaterielle Vermögenswerte und mit 450 Mio. € (Vorjahr 447 Mio. €) auf Sachanlagen.

28  

Eventual­verbindlichkeiten Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen

Für die nachfolgenden, zu Nominalwerten angesetzten

aus unkündbaren Mietverträgen und Operating Leasing

Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen

setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:

gebildet, weil die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt wird: in Mio. €

in Mio. €

31.12.2014

31.12.2013

40

71

Bürgschaften davon für Beteiligungs­unternehmen

6

Sonstiges

8

98

51

138

122

31.12.2014

31.12.2013

84

73

156

131

52

64

292

268

Nominale Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen

fällig innerhalb eines Jahres

fällig zwischen einem und fünf Jahren

fällig nach mehr als fünf Jahren

Die wesentlichen Mietverträge betreffen Produktions-,

Die Bürgschaften sind bei Inanspruchnahme in vollem Umfang innerhalb von einem Jahr fällig. Die sonstigen Eventualverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen potenzielle Verpflichtungen aus dem Beschaffungs- und Personalbereich, aus Rechtsstreitigkeiten sowie aus sonstigen Steuern. Für Eventualverbindlichkeiten wurden Sicherheiten in Höhe von 5 Mio. € (Vorjahr 6 Mio. €)

Lager- und Bürogebäude mit Laufzeiten bis zu 27 Jahren. Neben Preisanpassungsklauseln, die eine jährlich fixe prozentuale Erhöhung vorsehen, enthalten einige Verträge auch Vereinbarungen, die sich an der Veränderung von definierten Verbraucherpreisindizes orientieren. Die meisten Verträge enthalten Verlängerungsoptionen oder automatische Vertragsverlängerungen. Für einige

gewährt, die bei Inanspruchnahme in vollem Umfang

Mietobjekte sind Kaufoptionen vereinbart. Weitere

innerhalb von einem Jahr fällig sind.

Leasingverträge beziehen sich auf Fuhrpark, Maschinen, Hard- und Software sowie sonstige Betriebs- und Geschäfts-

29  

ausstattung mit Laufzeiten bis zu sieben Jahren.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen, aus begonnenen Investitionsvorhaben und Beschaffungs-

Für diese Verträge bestehen zum Teil Verlängerungs­ optionen oder automatische Vertragsverlängerungen sowie Optionen, die Mietobjekte am Ende der Vertragslaufzeit zum Marktwert zu erwerben.

verträgen. in Mio. €

31.12.2014

31.12.2013

Mieten und Leasing

292

268

Bestellobligo

594

581

6

8

892

857

Einzahlungsverpflichtungen auf Beteiligungsunternehmen

30  

Rechts­streitigkeiten

Im September erfolgte bei einer Tochtergesellschaft im Zusammenhang mit einem laufenden kartellrechtlichen Untersuchungsverfahren eine Durchsuchung der Geschäftsräume. Anlass für die Durchsuchung ist der bestehende

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

133

Verdacht, dass sich die Gesellschaft an kartellrechts­

Beizulegende Zeitwerte

widrigen Preisabsprachen beteiligt haben könnte. ZF

Nachfolgend werden die beizulegenden Zeitwerte der

kooperiert in vollem Umfang mit den Untersuchungs­

finanziellen Vermögenswerte und Schulden dargestellt.

behörden. Dauer und Ausgang des Verfahrens sind

Soweit finanzielle Vermögenswerte und Schulden mit

ungewiss.

den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird der beizulegende Zeitwert dem Buchwert gegen-

Daneben ist weder die ZF Friedrichshafen AG noch

übergestellt.

eine ihrer Konzerngesellschaften an laufenden oder abseh­ baren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die

Weiterhin werden die beizulegenden Zeitwerte der finan-

einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage

ziellen Vermögenswerte und Schulden, in Abhängigkeit von

des ZF-Konzerns haben könnten oder in der Vergangen-

den für die Bewertung herangezogenen Input-Parametern,

heit hatten. Für wahrscheinliche finanzielle Belastungen

den drei Stufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet.

aus anderen Gerichts- und Schiedsverfahren sind in

Die Einstufung sowie das Erfordernis, Umgliederungen

angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden.

vorzunehmen, werden jeweils zum Bilanz­stichtag überprüft. Stufe 1 umfasst diejenigen Finanzinstrumente, für die auf aktiven Märkten notierte Preise für identische

31  

Angaben zu Finanzinstrumenten

Vermögenswerte und Schulden verfügbar sind. Eine Zuordnung zu Stufe 2 erfolgt, wenn für die Bewertung der

Buchwerte der Finanzinstrumente nach Kategorien

Finanzinstrumente Input-Parameter herangezogen werden,

Nachfolgende Übersicht zeigt die bilanzierten finanziellen

die direkt (zum Beispiel Preise) oder indirekt (zum Bei-

Vermögenswerte und Schulden aufgeteilt nach Bewer-

spiel aus Preisen abgeleitet) am Markt beobachtbar sind.

tungskategorien:

In Stufe 3 werden Finanzinstrumente ausgewiesen, deren Bewertung auf Informationen basiert, die nicht am Markt

in Mio. €

31.12.2014

31.12.2013

Aktiva Kredite und Forderungen

3.781

3.521

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

950

937

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

78

82

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte

11

3

386

17

5.206

4.560

3.163

3.126

17

5

3

0

28

0

3.211

3.131

Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) 1) Passiva Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing  1) Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting)  1)

1) Keine Bewertungskategorien nach IAS 39.

beobachtbar sind.

134

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizu­

approximieren aufgrund der kurzen Laufzeiten die

legenden Zeitwerte der zu fortgeführten Anschaffungs-

beizulegenden Zeitwerte und werden insoweit nicht auf-

kosten bilanzierten langfristigen finanziellen Vermögens-

geführt. Der beizulegende Zeitwert der Anteile an Beteili-

werte und Schulden. Die Buchwerte der kurzfristigen

gungsunternehmen kann in Höhe von 67 Mio. € nicht

zu Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente

verlässlich ermittelt werden.

in Mio. €

 31.12.2014

 31.12.2013

Buchwert

Zeitwert

Buchwert

Zeitwert

120

120

161

161

Aktiva Kredite und Forderungen Finanzforderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

13

13

50

50

133

133

211

211

260

254

965

997

1

1

2

2

15

16

4

4

276

271

971

1.003

Passiva Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten



Sonstige Finanzverbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus

Finanzierungsleasing  1)

1) Keine Bewertungskategorien nach IAS 39.

Die Zeitwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten langfristigen Finanzinstrumente werden wie folgt den drei Stufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet: in Mio. €

 31.12.2014 Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Gesamt

Finanzforderungen

0

120

0

120

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

0

13

0

13

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

0

254

0

254

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

0

1

0

1

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing  1)

0

16

0

16

Aktiva

Passiva

1) Keine Bewertungskategorien nach IAS 39.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

135

in Mio. €

 31.12.2013 Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Gesamt

Finanzforderungen

0

161

0

161

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

0

50

0

50

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

0

997

0

997

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

0

2

0

2

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing  1)

0

4

0

4

Aktiva

Passiva

1) Keine Bewertungskategorien nach IAS 39.

Die Marktwerte der Finanzforderungen, Forderungen

Die nachfolgende Tabelle stellt die zum beizulegenden

aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten

Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente dar:

gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten wurden mit der Barwertmethode berechnet.

in Mio. €

Die zukünftigen Zahlungsströme wurden hierbei mit den

Aktiva

aktuellen laufzeitkongruenten risikolosen Zinssätzen zuzüglich eines branchenüblichen Kreditrisikoaufschlags

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

diskontiert.

Wertpapiere

Finanzielle Schulden aus Finanzierungsleasingverträgen werden unter Beachtung des vertraglich vereinbarten Zinssatzes angesetzt. Der beizulegende Zeitwert wurde unter Berücksichtigung des marktüblichen Zinssatzes ermittelt.

Anteile an Beteiligungs­ unternehmen

31.12.2014

31.12.2013

881

868

2

1

78

82

11

3

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Wertpapiere Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting)  1)

386

17

1.358

971

3

0

28

0

31

0

Passiva Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Schulden

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting)  1)

1) Keine Bewertungskategorien nach IAS 39.

136

Die beizulegenden Zeitwerte der bewerteten Finanz­ instrumente werden wie folgt den drei Stufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet: in Mio. €

 31.12.2014 Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Gesamt

Aktien

114

0

2

116

Rentenpapiere

322

3

0

325

Fondsanteile

395

0

16

411

35

57

15

107

Aktiva Wertpapiere



Alternative Investments

Anteile an Beteiligungsunternehmen

2

0

0

2

Derivative Finanzinstrumente

0

242

155

397

868

302

188

1.358

4

27

0

31

Stufe 3

Gesamt

Passiva Derivative Finanzinstrumente

in Mio. €

 31.12.2013 Stufe 1

Stufe 2

Aktiva Wertpapiere Aktien

62

1

0

63

Rentenpapiere

106

297

11

414

Fondsanteile

331

0

0

331

92

37

13

142



Alternative Investments

Anteile an Beteiligungsunternehmen

1

0

0

1

Derivative Finanzinstrumente

2

18

0

20

594

353

24

971

0

0

0

0

Passiva Derivative Finanzinstrumente

Für Wertpapiere der Stufe 1 wird als beizulegender Zeit-

Ein aktiver Markt zeichnet sich dadurch aus, dass weit-

wert der unmittelbar notierte Kurswert auf einem jederzeit

gehend homogene Vermögenswerte zu öffentlich zugäng­

aktiven Markt angesetzt. Aktiver Markt ist entweder die

lichen Preisen gehandelt werden und in der Regel jeder-

Börse des jeweiligen Landes oder eine vergleichbare

zeit vertragswillige Käufer und Verkäufer zu finden sind,

Handelsplattform, an der die Liquidität und Transparenz

zum Beispiel Wertpapier- oder Rohstoffbörsen.

des zugrunde liegenden Vermögenswerts gegeben ist.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

137

In Stufe 2 werden Gattungen eingestuft, deren Preise sich

Die sonstigen Gewinne und Verluste sind in den sonstigen

aus am Markt beobachtbaren Parametern ableiten bzw.

Finanzerträgen und Finanzaufwendungen erfasst.

modellieren lassen. Als Beispiele werden hier beobachtbare Zinssätze, Wechselkurse bzw. vergleichbare Instrumente

Für Anteile an Beteiligungsunternehmen, die an einem

angeführt. Auch verzinsliche Wertpapiere mit moderat

aktiven Markt gehandelt werden, erfolgt die Bewertung

zeitverzögerter direkter Kursnotierung sind in Stufe 2 inklu-

zum Aktienkurs an der Börse des jeweiligen Landes.

diert. Bei den in Stufe 2 enthaltenen Immobilienfonds wird die fortlaufende Liquidierbarkeit über einen aktiven

Derivative Finanzinstrumente in Stufe 1 betreffen handel-

Markt vertraglich sichergestellt.

bare Derivate wie Futures. Ihr beizulegender Zeitwert entspricht dem Wert an der gehandelten Terminbörse.

Aus der Stufe 2 der Fair Value-Hierarchie wurden Wert­ papiere in Höhe von 39 Mio. € in die Stufe 1 umgeglie-

Die derivativen Finanzinstrumente der Stufe 2 betreffen

dert, da sich die Marktverfügbarkeit der betreffenden

nicht handelbare Derivate. Die Ermittlung der beizu­

Wertpapiere an der Börse im laufenden Geschäftsjahr

legenden Zeitwerte erfolgt auf der Basis von auf die Rest-

gegenüber dem Vorjahr verbessert hat.

laufzeit abgezinsten Kursfeststellungen (Wechselkurse, Zinssätze und Rohstoffpreisindizes) zugelassener Börsen.

Die Wertpapiere der Stufe 3 betreffen Anteile an Private Equity Fonds und einem Direct Lending Fonds. Die

Bezüglich der Absicherung eines wesentlichen Teils des

Private Equity Dachfonds halten Anteile an nicht börsen-

Kaufpreises der TRW-Transaktion (Grundgeschäft) in

notierten Unternehmen. Der Direct Lending Fonds hält

Höhe von rund 12,4 Mrd. US-Dollar gegen Währungs-

Finanzforderungen gegen mittelgroße Unternehmen aus

schwankungen hat ZF mehrere Optionskontrakte und

dem deutschsprachigen Raum oder aus Großbritannien.

transaktionsbedingte Terminkontrakte abgeschlossen.

Die Marktwerte der Wertpapiere aus Stufe 3 werden

Aufgrund der Koppelung der Terminkontrakte an das

auf Basis aktuell verfügbarer Informationen der Fonds-

Zustandekommen des Grundgeschäfts wurden diese

manager ermittelt. Eine signifikante Veränderung der

Kontrakte als Stufe 3 klassifiziert. Der beizulegende Zeit-

zugrunde gelegten zukünftigen Cashflows sowie des

wert dieser Terminkontrakte ermittelt sich aus den

Zinsniveaus und die damit verbundene Änderung der

beiden Komponenten einer nur bei Zustandekommen

Diskontierungsfaktoren hätten Einfluss auf die Markt-

des Grundgeschäfts zu zahlenden Prämie und dem

werte dieser Wertpapiere.

Marktwert des Forward-Kontrakts. Der Wert der Prämie wurde ermittelt aus dem marktbeobachtbaren Termin-

Die Entwicklung der in Stufe 3 der Fair Value-Hierarchie

kurs zum Zeitpunkt des Abschlusses und dem mit den

eingeordneten Wertpapiere ist in folgender Tabelle dar-

Kontrahenten vereinbarten Andienungskurs bei Fällig-

gestellt:

keit des Grundgeschäfts. Die Prämie wird aktiviert und in der Folge über die Laufzeit abgeschrieben. Der Markt-

in Mio. €

2014

2013

24

14

Fair Value-Änderungen – erfolgsneutral erfasst

1

– 2

Kursgewinne / -verluste

3

0

Käufe

11

12

Verkäufe

– 2

0

Umbuchung Planvermögen

– 4

0

Stand 31.12.

33

24

Stand 01.01.

wert des Terminkontrakts wurde nach marktüblichen Standards aus marktbeobachtbaren Parametern ermittelt.

138

Nettogewinne und -verluste nach Bewertungskategorien in Mio. €

Zinsen

Wert­minderungen

Sonstige Gesamte Netto­ Netto­ gewinne und gewinne und -verluste -verluste

20

– 41

56

35

14

2

41

57

zu Anschaffungs­kosten bewertet

0

0

152

152

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

1

0

2

3

2014 Kredite und Forderungen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

zum beizulegenden Zeitwert bewertet

0

0

– 109

– 109

– 62

0

– 17

– 79

25

– 11

20

34

8

0

9

17

zu Anschaffungs­kosten bewertet

0

– 2

5

3

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

1

0

2

3

Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente

0

0

16

16

– 46

0

– 39

– 85

Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 2013 Kredite und Forderungen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten

Die sonstigen Nettogewinne und -verluste der „Kredite

erfassten unrealisierten Veränderungen, und den im

und Forderungen“ enthalten im Wesentlichen Währungs-

laufenden Geschäftsjahr im Eigenkapital erfassten

gewinne und -verluste aus Fremdwährungsforderungen

unrealisierten Gewinnen oder Verlusten der bestehenden

sowie Erträge aus Auflösungen von Wertberichtigungen

Vermögenswerte. Weiterhin sind darin auch die Wäh-

auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

rungsgewinne und -verluste enthalten.

Die sonstigen Nettogewinne und -verluste in der Bewer-

Die sonstigen Nettogewinne und -verluste in der Bewer-

tungskategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle

tungskategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle

Vermögenswerte (zum beizulegenden Zeitwert bewertet)“

Vermögenswerte (zu Anschaffungskosten bewertet)“

sind der Saldo aus den realisierten Gewinnen und Ver-

umfassen im Wesentlichen Buchgewinne und -verluste

lusten aus dem Abgang solcher Vermögenswerte, vermin-

aus dem Abgang von Beteiligungsunternehmen sowie

dert um die bereits im Vorjahr hierfür im Eigenkapital

Dividendenerträge von Beteiligungsunternehmen.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

139

In den sonstigen Nettogewinnen und -verlusten der Bewer-

Die mit unseren Banken abgeschlossenen Rahmenverträge

tungskategorie „Zum beizulegenden Zeitwert bewertete

für Finanztermingeschäfte regeln unter anderem, dass

finanzielle Vermögenswerte“ werden insbesondere die

im Insolvenzfall eines Vertragspartners die bestehenden

unrealisierten Kursgewinne und -verluste aus Wertpapieren

Kontrakte gekündigt und zum jeweiligen Marktwert aus-

dieser Kategorie sowie Währungsgewinne und -verluste

geglichen werden müssen. Sofern bei einem Vertrags-

ausgewiesen.

partner mehrere Geschäfte abgerechnet werden, werden positive und negative Marktwerte saldiert und nur die

Die sonstigen Nettogewinne und -verluste der „Zu Handels-

verbleibende Spitze ausgeglichen. Zum 31. Dezember 2014

zwecken gehaltenen Finanzinstrumente“ enthalten im

besteht aufgrund der einwandfreien Bonität unserer

Wesentlichen Währungsgewinne und -verluste sowie

Banken kein Risiko aus dieser Regelung. Darüber hinaus

unrealisierte Erträge und Aufwendungen aus der Bewer-

bestanden zum Bilanzstichtag keine wesentlichen saldie-

tung von derivativen Finanzinstrumenten.

rungsfähigen Beträge.

Die sonstigen Nettogewinne und -verluste aus der Bewertungskategorie „Finanzielle Verbindlichkeiten zu fort­

32  

Risiken aus Finanzinstrumenten

geführten Anschaffungskosten“ enthalten vor allem Währungsgewinne und -verluste aus Fremdwährungs­

Management von Finanzrisiken

verbindlichkeiten sowie Erträge aus der Ausbuchung

Das Risikomanagementsystem des ZF-Finanzbereichs

von Verbindlichkeiten.

deckt Kontrahenten- und Ausfallrisiken bei Kunden und Lieferanten-, Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken sowie Währungs- und Rohstoffpreisrisiken ab.

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die Verrech-

Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wird regelmäßig

nungsvereinbarungen, einklagbaren Globalverrechnungs-

über die wesentlichen Risikopositionen des ZF-Konzerns

verträgen und ähnlichen Vereinbarungen unterliegen:

Bericht erstattet. Die Einhaltung der Richtlinien wird durch die interne Revision geprüft. Die Messung des Kurs-

in Mio. € Bruttobetrag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

risikos aus Wertpapieren sowie des Währungsrisikos

31.12.2014 Saldierung

Nettobetrag

erfolgt auf der Grundlage einer Value-at-Risk-Analyse. Der Value-at-Risk gibt ausschließlich das potenzielle Verlustrisiko an, das mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit

2.446

43

2.403

innerhalb eines festgelegten Zeitraums (Halteperiode) nicht überschritten wird. Die Methode liefert jedoch keine Information über den Eintrittszeitpunkt oder die erwar-

2.483

in Mio. €

43

2.440

tete Verlusthöhe für den Fall, dass der Value-at-Risk überschritten wird. Folglich kann die tatsächliche Entwicklung vom Ergebnis der Value-at-Risk-Analyse abweichen.

31.12.2013 Bruttobetrag

Saldierung

Nettobetrag

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig)

2.184

52

2.132

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2.027

52

1.975

140

Die Gesellschaften des ZF-Konzerns sichern ihre Zins­

Der Bestand an offenen Forderungen aus Lieferungen und

änderungs-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken zu

Leistungen betrifft überwiegend Hersteller von Personen-

marktgerechten Konditionen entweder über das ZF-Cash-

und Nutzfahrzeugen sowie Arbeitsmaschinen weltweit.

Management der ZF Friedrichshafen AG oder direkt mit Banken. Zum Einsatz kommen derivative Finanz­

Um das Ausfallrisiko zu mindern, werden die Bonität der

instrumente mit Plain-Vanilla-Charakter. Diese werden

Kunden, mit denen Geschäfte auf Kreditbasis abgeschlos-

ausschließlich zur Absicherung bestehender Grund­

sen werden, sowie unsere Forderungsbestände einer

geschäfte oder geplanter Transaktionen abgeschlossen.

laufenden Überwachung unterzogen. Punktuell werden Ausfallrisiken mit entsprechenden Absicherungsinstru-

Die Risikopositionen des ZF-Cash-Managements werden

menten, wie zum Beispiel Warenkreditversicherungen,

unter Berücksichtigung vorgegebener Risikogrenzen

reduziert. Der Buchwert der durch Warenkreditversiche-

extern bei Banken mit einwandfreier Bonität gesichert.

rungen abgedeckten Forderungen aus Lieferungen und

Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt nach

Leistungen beträgt 301 Mio. € (Vorjahr 262 Mio. €).

konzerneinheitlichen Richtlinien sowie entsprechend den für Banken geltenden Vorschriften für das Betreiben

Ein Teil der Finanzforderungen ist durch verpfändete

von Handelsgeschäften. Er unterliegt einer strengen

Maschinen und Anlagen in Höhe von 7 Mio. € (Vorjahr

Überwachung, die insbesondere durch eine strikte Funk­

9 Mio. €) gesichert. Im Vorjahr bestanden Finanz­

tionstrennung in Handel, Abwicklung und Kontrolle

forderungen, die durch Grundschulden in Höhe von

gewährleistet ist.

7 Mio. € und Bürgschaften gesichert waren, diese Finanz­forderungen wurden im Geschäftsjahr vollständig

Ausfall- und Kontrahentenrisiko

zurückbezahlt.

Das Ausfallrisiko ist das Risiko, dass Vertragspartner im Bereich der Geldanlagen, Finanzforderungen sowie

Zur Absicherung unserer Wertschöpfungskette erfolgt ein

der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ihren

fortlaufendes Monitoring der Bonität unserer strategischen

Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Lieferanten. Durch Konzentration auf bonitätsstarke Lieferanten bei neuen Auftragsvergaben wird die Port­

Zur Reduzierung des Kontrahentenrisikos bei Geldanlagen

folioqualität unserer Lieferanten kontinuierlich verbessert.

werden sämtliche Finanzgeschäfte nur mit Banken erstklassiger Bonität im Rahmen festgelegter Limits getätigt.

Liquiditätsrisiko Die zukünftig zu erwartenden Zahlungsmittelabflüsse aus

Aus den finanziellen Vermögenswerten des Konzerns

Tilgungs- und Zinszahlungen für Verbindlichkeiten gegen-

resultiert bei Ausfall des Kontrahenten ein maximales

über Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-

Ausfallrisiko in Höhe des Buchwerts der entsprechenden

leasing und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind

Bilanzposten ohne Berücksichtigung von erhaltenen

in der mittelfristigen Liquiditätsplanung enthalten.

Sicherheiten (zuzüglich der maximalen Inanspruchnahme für Finanzgarantien sowie Kreditzusagen gegenüber fremden Dritten).

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

141

Die Fälligkeitsstruktur der Tilgungs- und Zinszahlungen für die finanziellen Schulden sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wird in der folgenden Tabelle dargestellt: in Mio. €

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Buchwert zum 31.12.2014

Zahlungsmittelabflüsse

Gesamt

2015

2016 bis 2020

2021 ff.

691

444

255

29

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

17

3

9

20

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

32

32

1

0

2.440

2.440

0

0

3.180

2.919

265

49

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in Mio. €

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing Sonstige Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Buchwert zum 31.12.2013

Zahlungsmittelabflüsse

Gesamt

2014

2015 bis 2019

2020 ff.

1.123

173

885

142

5

1

2

2

28

33

1

1

1.975

1.975

0

0

3.131

2.182

888

145

Im Rahmen der Akquisition von TRW wurde eine Konsor-

Im Rahmen eines Projekts hat ZF zugunsten eines

tialfinanzierung in Höhe von 12,5 Mrd. € mit 23 Banken

Geschäftspartners bedingte Finanzierungszusagen in

abgeschlossen. Diese Finanzierung gliedert sich ein-

Höhe von 25 Mio. € (Vorjahr 55 Mio. €) übernommen,

schließlich einer Working Capital-Finanzierung in Bank-

die bei Inanspruchnahme zu einem sofortigen Zahlungs-

darlehen über 5 Mrd. € sowie eine Bridge-Finanzierung

mittelabfluss führen würden. Die Eintrittswahrschein-

über 7,5 Mrd. €. Zum 31. Dezember 2014 bestand aus

lichkeit, dass hieraus eine bilanzierungspflichtige

diesen Darlehen keine Inanspruchnahme. Die Bridge-

Finanzforderung erwächst, beurteilen wir unverändert

Finanzierung wird mittelfristig über den Kapitalmarkt

als sehr niedrig.

abgelöst. Erster Schritt hierzu war die Platzierung eines Schuldscheindarlehens über 2,2 Mrd. € im Januar 2015. Aus dem Erlös dieses Schuldscheindarlehens wurde auch das bislang bestehende Schuldscheindarlehen über 400 Mio. € weitestgehend zurückgeführt und somit die Finanzierungsstruktur an die künftigen Anforderungen angepasst.

142

Kursrisiko aus Wertpapieren

Dem Anlageausschuss wird monatlich über die Entwick-

Das Kursrisiko bezeichnet das Risiko, dass der beizule-

lung der aktuellen Marktwerte und über die Performance

gende Zeitwert der Wertpapiere sinkt.

der einzelnen Asset-Klassen Bericht erstattet. Die Beurteilung der Performance erfolgt unter anderem anhand von

Bei den Investitionen in Wertpapiere handelt es sich im

absoluten und relativen Benchmark-Werten, Risikokenn-

Wesentlichen um Anlagen in verzinsliche Wertpapiere,

zahlen und Onsite-Eindrücken bei den Portfoliomanagern.

Aktien, Fondsanteile und alternative Investments. Die alternativen Investments enthalten Anteile an Rohstoff-

Neben den qualitativen Steuerungsinstrumenten zur

und Private Equity Fonds sowie einem offenen Immo­

Risikominimierung, wie Diversifikation der Investitionen

bilienfonds einem Direct Lending Fonds. Aus dieser

in unterschiedliche Anlageklassen, systematischer Aus-

Diversifizierung ergibt sich eine Risikoreduzierung, die

wahlprozess der Portfoliomanager, risikoorientierte

eine Voraussetzung zur möglichst schwankungsarmen

Gestaltung der Anlagerichtlinien, Analyse der Anlage­

und kontinuierlichen Wertsteigerung ist.

ergebnisse und Bewertung der Veränderungen in den Kapitalmärkten, werden als quantitative Steuerungs­

Um die strategischen Renditeziele auch bei fehlerhafter

instrumente insbesondere für die Berichterstattung

Prognose zuverlässig zu erreichen, wurde bei der Erstel-

mathematisch-statistische Modelle herangezogen. Die

lung der strategischen Asset-Allokation ein robustes

Zahlenvalidität wird durch einen unabhängigen externen

Optimierungsverfahren eingesetzt. Dabei wird neben dem

Datenlieferanten abgesichert. Stresstests und definierte

Investmentrisiko, welches über die Portfoliovolatilität

Risikolimite sind weitere Steuerungselemente. Die in

gemessen wird, auch das Prognoserisiko in Bezug auf die

Spezialfonds zur Absicherung der Pensionsverpflichtungen

erwarteten Renditen in die Modellierung der Asset-Allo-

enthaltenen langfristigen Wertpapiere werden abhängig

kation einbezogen. Im Ergebnis erhält man durch dieses

von ihrer Volatilität in drei Risikoklassen eingeordnet.

Verfahren ein deutlich stärker diversifiziertes Portfolio,

Bei einer angenommenen Verminderung des beizulegen-

welches auch im Fall einer Überschätzung des langfris­

den Zeitwerts der Wertpapiere aufgrund von negativen

tigen Renditepotenzials der betrachteten Asset-Klassen

Finanzmarktdaten um 20 % bei hoher, 10 % bei mittlerer

in der Lage ist, das strategische Renditeziel zu erreichen.

und 2,5 % bei geringer Volatilität würde sich das KonzernEigenkapital ohne Berücksichtigung von Ertragsteuern um

Die letztliche Entscheidung zur strategischen Asset-Allo-

90 Mio. € (Vorjahr 97 Mio. €) verringern. Davon würden

kation sowie die Kontrolle sämtlicher Anlageergebnisse

83 Mio. € (Vorjahr 89 Mio. €) erfolgsneutral im Eigenkapital

und Risikobudgets werden von einem eigens geschaffenen

des Konzerns und 7 Mio. € (Vorjahr 8 Mio. €) erfolgs-

Gremium (Anlageausschuss) getroffen. Grundlage für

wirksam im sonstigen Finanzergebnis erfasst werden.

die Anlageentscheidungen der externen Portfoliomanager sind die vom Anleger definierten Anlagerichtlinien. Bei der Formulierung dieser Richtlinien wird unter anderem auf eine solide Emittenten-Bonität (Ratingmindestanforderung), eine geeignete Fondsbenchmark, hohe Markt­ gängigkeit der Wertpapiere, eine breite Branchenstreuung sowie die Auswahl geeigneter Segmentwährungen geachtet, um eine weitere Risikoreduzierung zu erzielen.

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

143

Aufgrund einer Value-at-Risk-Berechnung kann jedoch

Im ZF-Konzern erfolgen Sicherungsmaßnahmen für

davon ausgegangen werden, dass mit einer Wahrschein-

geplante Fremdwährungsumsätze aus dem Seriengeschäft

lichkeit von 95 % bei einer Haltedauer von zwölf Monaten

im Rahmen vorgegebener Sicherungsreichweiten und

und einer durchschnittlichen Kursvolatilität von 3,7 %

innerhalb festgelegter Höchstgrenzen. Für die Kurs­

(Vorjahr 3,7 %) die Marktwertreduzierung nicht höher

sicherung gilt das Nettoprinzip, das heißt, die Absicherun-

ausfällt als 15 Mio. € (Vorjahr 18 Mio. €). Die Berechnun-

gen erfolgen für die Nettopositionen aus gegenläufigen

gen wurden unter der Annahme aufgestellt, dass sich die

Cashflows. Kurssicherungen erfolgen hauptsächlich

Asset-Allokation nicht ändert und keine Zuführungen

über Devisentermingeschäfte. Vom Sicherungsvolumen

unterjährig getätigt werden, welche dann zu reallokieren

entfallen zum Ende des Geschäftsjahres über 95 % auf

wären. Die historischen Korrelationen der jeweiligen Fonds

den US-Dollar.

und Wertpapiere wurden berücksichtigt. Das maximale für 2014 freigegebene Verlustlimit betrug 48 Mio. € (Vor-

Für das Projektgeschäft werden Einzelabsicherungen

jahr 36 Mio. €).

durchgeführt (Bruttoprinzip).

Währungsrisiko

Das Translationsrisiko aus der Bewertung von Bilanz­

Das Währungsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die

positionen wird nicht abgesichert – über eine konsequente

beizulegenden Zeitwerte oder künftige Cashflows von

Lokalisierung unserer Hauptaktivitäten sollen die Risiken

monetären Posten aufgrund von Wechselkursände­

hieraus gesteuert und sukzessive reduziert werden.

rungen negativ beeinflusst werden. Der erwartete Zahlungsmittelabfluss aus derivativen Finanzinstrumenten ergibt sich aus der nachfolgenden Darstellung:

in Mio. €

Marktwert

  Zahlungsmittelabfluss Gesamt Innerhalb von einem Jahr

Über ein bis fünf Jahre

31.12.2014 Währungssicherungskontrakte aktiv

397

6.291

6.291

0

passiv

– 31

811

328

483

aktiv

20

731

249

482

passiv

0

0

0

0

31.12.2013 Währungssicherungskontrakte

144

Die abgesicherten Cashflows treten in den Jahren 2015

der aktuellen Unternehmensplanung erwarteten Netto-

bis 2017 ein. Soweit die Voraussetzungen für das Hedge

zahlungseingängen unter Berücksichtigung des abge­

Accounting erfüllt sind, erfolgt im gleichen Zeitraum

sicherten Bestands. Zur Begrenzung des Verlustrisikos

auch die Umbuchung der erfolgsneutral erfassten Markt-

wurde in Abstimmung mit dem Vorstand eine Obergrenze

wertänderungen in das Periodenergebnis bzw. Erfassung

in Höhe von 50 Mio. € (Vorjahr 32 Mio. €) fest­gelegt.

in den Anschaffungskosten.

Sobald diese Grenze überschritten wird, werden weitere Kursabsicherungen vorgenommen.

Aus der Absicherung der Fair Value Hedges bestehen Wertänderungen aus Sicherungsgeschäften in Höhe

Das aus dem Settlement der Kaufpreiszahlung für die

von – 16 Mio. € (Vorjahr 5 Mio. €) sowie Wertänderungen

TRW-Transaktion von insgesamt 12,4 Mrd. US-Dollar

aus Grundgeschäften in Höhe von 16 Mio. € (Vorjahr

bestehende Währungsrisiko wurde bei Unterzeichnung

– 5 Mio.  €).

des Kaufvertrags durch Deal basierte Terminkontrakte und Devisenoptionen über insgesamt 8 Mrd. US-Dollar

Der ZF-Konzern tätigt aufgrund seiner internationalen

abgesichert. Restliche 4,4 Mrd. US-Dollar kommen

Ausrichtung Transaktionen in unterschiedlichen

aus der teilweisen Ziehung der Konsortialfinanzierung

Währungen. Aus Konzernsicht stellen die Wechselkurs-

in US-Dollar.

schwankungen des US-Dollars ein wesentliches Währungsrisiko dar, das mittels einer Value-at-Risk-

Rohstoffpreisrisiko

Analyse überwacht wird.

Das Rohstoffpreisrisiko ist das Risiko, dass sich die Einstandspreise aus dem Bezug von Produktions- und

Im ZF-Konzern wird der Value-at-Risk unverändert

Betriebsmitteln ändern.

zum Vorjahr auf Basis der Varianz-Kovarianz-Methode unter der Annahme eines Konfidenzniveaus von 84,1 %

Im ZF-Konzern werden in geringem Umfang derivative

bei einer Halteperiode von zwölf Monaten ermittelt.

Finanzinstrumente eingesetzt, um die Rohstoffpreisrisiken zu reduzieren. Das Risiko aus diesen Sicherungsgeschäf-

Zum Bilanzstichtag wird mit einem einseitigen Konfi-

ten ist im Geschäftsjahr als unbedeutend einzustufen.

denzniveau von 84,1 % ein potenzielles Verlustrisiko

Daher wird auf eine Sensitivitätsanalyse für diese Deri-

in Höhe von 39 Mio. € (Vorjahr 24 Mio. €), bezogen auf

vate verzichtet.

die nächsten zwölf Monate, nicht überschritten. Der Ermittlung lag eine durchschnittliche Kursvolatilität von

Zinsänderungsrisiko

9,5 % (Vorjahr 8,1 %) zugrunde. Die verwendete Methode

Das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko, dass der beizu­

berücksichtigt keine Effekte aus günstigen Wechselkurs-

legende Zeitwert oder künftige Cashflows von Finanz­

veränderungen und unterstellt eine gleich bleibende

instrumenten aufgrund von Marktzinsänderungen

offene US-Dollar-Position.

schwanken.

Das maximale Verlustrisiko errechnet sich aus der durch-

Das Zinsänderungsrisiko wird fallweise abgesichert.

schnittlichen Kursvolatilität der letzten zwölf Monate

Die Marktwerte der Zinsswaps sind im Geschäftsjahr als

bezogen auf die offene US-Dollar-Position aus dem ope-

unbedeutend einzustufen.

rativen Geschäft. Diese ergibt sich aus dem Bestand an flüssigen Mitteln und Darlehen in US-Dollar zum Stichtag, die über das ZF-Cash-Management verwaltet werden, und den in den folgenden zwölf Monaten auf der Basis

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

145

Eine Erhöhung des durchschnittlichen Zinssatzes auf

34  

variabel verzinsliche finanzielle Schulden, die nicht mit

Beziehungen zu nahestehenden Personen oder Unternehmen

Zinssicherungsgeschäften unterlegt sind, um 10 (Vorjahr 30) Basispunkte hätte einen Effekt auf das Ergebnis

Nach IAS 24 müssen Personen oder Unternehmen, die

vor Ertragsteuern in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr 3 Mio. €).

den ZF-Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht

Bei einer Verminderung um 10 (Vorjahr 30) Basispunkte

werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als

würde sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um – 1 Mio. €

konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss

(Vorjahr – 3 Mio. €) erhöhen.

der ZF Friedrichshafen AG einbezogen werden. Beherrschung liegt hierbei vor, wenn ein Aktionär mehr als

Bei einer Erhöhung des durchschnittlichen Zinssatzes

die Hälfte der Stimmrechte hält oder kraft Satzungs­

auf Geldanlagen um 10 (Vorjahr 30) Basispunkte würde

bestimmung oder vertraglicher Vereinbarung die Mög-

das Ergebnis vor Ertragsteuern um 1 Mio. € (Vorjahr

lichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik des

3 Mio. €) steigen. Eine Verminderung um 10 (Vorjahr 30)

Managements zu steuern. Darüber hinaus erstreckt sich

Basispunkte hätte einen Effekt auf das Ergebnis vor

die Angabepflicht nach IAS 24 auf Geschäfte mit assozi­

Ertragsteuern um – 1 Mio. € (Vorjahr – 3 Mio. €).

ierten Unternehmen sowie Geschäfte mit Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und

Die Sensitivitätsanalyse wurde unter der Annahme

Geschäftspolitik ausüben, einschließlich naher Familien-

erstellt, dass die Höhe der Darlehen von Kreditinstituten

angehöriger oder zwischengeschalteter Unternehmen.

und der Geldanlagen sowie das Verhältnis von fester

Ein maßgeblicher Einfluss auf die Finanz- und Geschäfts-

und variabler Verzinsung gleich bleiben. Die bei der

politik des ZF-Konzerns kann hierbei auf einem Anteils­

Berechnung zugrunde gelegten Basispunkte wurden auf-

besitz an der ZF Friedrichshafen AG von 20 % oder

grund des weiterhin erwarteten niedrigen Zinsniveaus

mehr, einem Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat der

gegenüber dem Vorjahr verringert.

ZF Friedrichshafen AG oder einer anderen Schlüssel­ position im Management beruhen.

33  

Der Kreis der nahestehenden Personen oder Unternehmen

Zuwendungen der öffentlichen Hand

umfasst Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte UnterIm Geschäftsjahr wurden 15 Mio. € (Vorjahr 21 Mio. €)

nehmen und Beteiligungsunternehmen, an denen die

an Zuwendungen der öffentlichen Hand vereinnahmt.

ZF Friedrichshafen AG mindestens zu 20 % beteiligt ist,

Diese teilen sich wie folgt auf:

sowie die Zeppelin-Stiftung als Sondervermögen der Stadt Friedrichshafen, die Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup

in Mio. €

2014

2013

4

4

11

17

Zuwendungen für Investitionen Aufwandszuschüsse

Die Zuwendungen für Investitionen werden im Wesent­ lichen an verschiedenen Standorten in Großbritanien, Australien, China und Russland vereinnahmt. Die Aufwandszuschüsse umfassen im Wesentlichen Erstattungen im Rahmen von Altersteilzeitverträgen sowie staatliche Forschungszuschüsse.

Stiftung sowie die Luftschiffbau Zeppelin GmbH und deren Tochterunternehmen.

146

Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten resultieren ausnahmslos aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und stellen sich wie folgt dar: in Mio. €

Gemeinschaftsunter­ nehmen

Assoziierte Unter-­ nehmen

Sonstige Beteiligungsunternehmen

54

2

27

19

0

1

0

0

1

2014 Erbrachte Lieferungen und Leistungen

Verkauf von Gütern

Dienstleistungen

Sonstige Leistungen

Bezogene Lieferungen und Leistungen

25

16

10

Dienstleistungen

Verkauf von Gütern

1

0

34



0

0

0

Forderungen

23

11

26

Verbindlichkeiten

31

3

27

63

1

44

16

2

2

0

0

1

28

30

15

Dienstleistungen

1

0

36



0

0

0

Forderungen

19

9

22

Verbindlichkeiten

30

2

45

Sonstige Leistungen

2013 Erbrachte Lieferungen und Leistungen

Verkauf von Gütern

Dienstleistungen

Sonstige Leistungen

Bezogene Lieferungen und Leistungen

Verkauf von Gütern Sonstige Leistungen

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

147

Als Transaktion, die über den Rahmen der gewöhnlichen

36   Personal

Geschäftstätigkeit hinausgeht, wurde zum Bilanzstichtag ein Darlehen der ZF Friedrichshafen AG an die Inter­

Die Zahl der im ZF-Konzern beschäftigten Arbeitnehmer

nationale Bodensee-Messe Friedrichshafen GmbH,

betrug im Jahresdurchschnitt 72.125 (Vorjahr 71.091),

Friedrichshafen, in Höhe von 8 Mio. € (Vorjahr 9 Mio. €)

davon entfallen 35.519 auf direkte Mitarbeiter (Vorjahr

gewährt. Das Darlehen wird mit einem Zinssatz von 4,0 %

35.382) und 36.606 auf indirekte Mitarbeiter (Vorjahr

(Vorjahr 4,0 %) verzinst.

35.709). Zum Jahresende waren 71.402 (Vorjahr 72.643) Mitarbeiter im ZF-Konzern beschäftigt. Direkte Mitar­ beiter sind Mitarbeiter, deren Tätigkeiten abhängig vom

35  

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Produktionsvolumen anfallen und den Produkten direkt zurechenbar sind.

Die laufenden Bezüge der aktiven Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 betragen 9,0 Mio. € (Vorjahr 8,3 Mio. €). Die Aufwendungen für im laufenden

37  

Honorare des Abschlussprüfers

Geschäftsjahr erdiente Pensionsansprüche der aktiven Mitglieder des Vorstands betragen 1,8 Mio. € (Vorjahr

Das in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste

1,2 Mio. €). Der auf das Geschäftsjahr entfallende

Honorar des Konzernabschlussprüfers Ernst & Young

Anspruch auf bedingte langfristige andere Leistungen

GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt 2 Mio. €

beträgt 7,1 Mio. € (Vorjahr 4,8 Mio. €).

für Prüfungsleistungen. Das konzernweite Gesamt­ honorar für Ernst & Young beträgt 6 Mio. € für Prüfungs-

Die Gesamtbezüge betragen damit in Summe 17,9 Mio. €

leistungen, 1 Mio. € für Steuerberatungsleistungen

(Vorjahr 14,3 Mio. €).

sowie 1 Mio. € für sonstige Beratungsleistungen. Neben Ernst & Young sind andere Prüfungsgesellschaften im

Die Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betragen 7,6 Mio. € (Vorjahr 7,8 Mio. €). Die Pensionsrückstellung für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene beträgt 62,0 Mio. € (Vorjahr 51,9 Mio. €). Die Bezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014 belaufen sich auf 1,2 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €). Darüber hinaus haben Unternehmen des ZF-Konzerns mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der ZF Friedrichshafen AG sowie anderen Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keinerlei berichtspflichtige Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

Konzern tätig.

148

38  

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2014

Vollkonsolidierte Tochterunternehmen Inland

Anteil am Kapital in %

FTU Beteiligungsverwaltung GmbH, Auerbach i. d. Opf.

100,0 1)

Lemförder Electronic GmbH, Espelkamp

100,0 1) 2)

GAT – Gesellschaft für Antriebstechnik mbH, Alsdorf

100,0

ZF Gusstechnologie GmbH, Nürnberg

100,0 1) 3)

ZF Luftfahrttechnik GmbH, Kassel

100,0 1) 3)

ZF Race Engineering GmbH, Schweinfurt

100,0 1) 3)

Ausland

Anteil am Kapital in %

Compagnie Financière de ZF S.A.S., Andrézieux-Bouthéon, Frankreich

100,0

Hansen Drives Ltd., Hongkong, China

100,0 4)

Hansen Drives Pte. Ltd., Singapur, Singapur

100,0 4)

Liuzhou ZF Machinery Co., Ltd., Liuzhou, China

51,0 5)

Midwest Lemförder Ltd., Darlaston, Großbritannien

100,0

MSNA, Inc., Wilmington, Delaware, USA

100,0 6)

OOO ZF Kama, Naberezhnye Chelny, Russland

51,0 7)

OOO ZF Russia, St. Petersburg, Russland

100,0 7)

Openmatics s.r.o., Pilsen, Tschechien

100,0 8)

Pt. ZF Marine, Batam, Indonesien

100,0 9)

Sachs Automotive Components & Systems (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China

100,0 5)

Shanghai Sachs Huizhong Shock Absorber Co., Ltd., Shanghai, China

60,0 5)

ZF (China) Investment Co., Ltd., Shanghai, China

100,0

ZF Ansa Lemförder S.L.U., Burgos, Spanien

100,0 10)

ZF Argentina S.A., San Francisco, Argentinien

100,0

ZF Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur, Singapur

100,0

ZF Axle Drives Marysville LLC, Marysville, Michigan, USA

100,0 6)

ZF Beiben Drivetech (Chongqing) Co., Ltd., Chongqing, China

51,0 5)

ZF Boge Elastmetall España S.A.U., Barcelona, Spanien

100,0 10)

ZF Bouthéon S.A., Andrézieux-Bouthéon, Frankreich

100,0 11)

ZF Chassis Components LLC, Newton, North Carolina, USA

100,0 12)

ZF Chassis Components Toluca S.A. de C.V., Toluca, Mexiko

100,0 6)

ZF Chassis Systems (Beijing) Co., Ltd., Peking, China

100,0 5)

ZF Chassis Systems Chicago LLC, Chicago, Illinois, USA

100,0 6) 17)

ZF Chassis Systems Duncan LLC, Duncan, South Carolina, USA

100,0 6) 17)

ZF Chassis Systems Sdn. Bhd., Kulim, Malaysia

100,0 13) 17)

ZF Chassis Systems Tuscaloosa LLC, Tuscaloosa, Alabama, USA

100,0 6) 17)

ZF Chassistech Commercial Vehicles (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China

100,0 5)

ZF Components Investment Private Limited, Gurgaon, Indien

100,0 14)

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

149

Ausland ZF do Brasil Ltda., Sorocaba-SP, Brasilien ZF Dongfeng Shock Absorber Shiyan Co., Ltd., Shiyan, China

Anteil am Kapital in % 100,0 15) 51,0 5)

ZF Drivetech (Hangzhou) Co., Ltd., Hangzhou, China

100,0 5)

ZF Drivetech (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China

100,0 5)

ZF Electronic Systems Juárez S.A. de C.V., Juárez, Mexiko

100,0 16)

ZF Electronic Systems Pleasant Prairie LLC, Pleasant Prairie, Wisconsin, USA

100,0 6)

ZF Electronics (Zhuhai) Co., Ltd., Zhuhai, China

100,0 5)

ZF Electronics Asia Ltd., Hongkong, China

100,0 13)

ZF Electronics Klášterec s.r.o., Klášterec, Tschechien

100,0

ZF Engineering s.r.o., Pilsen, Tschechien

100,0 7)

ZF Faster Propulsion Systems Co., Ltd., Kaohsiung Hsien, Taiwan

100,0 13)

ZF FAWER Chassis Technology (Changchun) Co., Ltd., Changchun, China

51,0 5) 17)

ZF Fonderie Lorraine S.A.S., Großblittersdorf, Frankreich

100,0 11)

ZF Gainesville LLC, Gainesville, Georgia, USA

100,0 6)

ZF Holding Austria Ges.m.b.H., Steyr, Österreich

100,0

ZF Holding Dover, Inc., Dover, Delaware, USA

100,0 6)

ZF Holdings Australia Pty. Ltd., Melbourne, Australien

100,0 13)

ZF Hungária Kft., Eger, Ungarn

100,0

ZF India Private Limited, Pune, Indien

100,0

ZF Inmobilaria S.A. de C.V., Ramos Arizpe, Mexiko

100,0 18)

ZF International B.V., Delfgauw, Niederlande

100,0

ZF Italia Holding S.p.A., Caselle di Selvazzano, Italien

100,0

ZF Italia S.r.l., Assago, Italien

100,0 19)

ZF Japan Co., Ltd, Tokio, Japan

100,0 13)

ZF Lemforder (Thailand) Co., Ltd., Rayong, Thailand

100,0 13)

ZF Lemförder Achssysteme Ges.m.b.H, Graz, Österreich

100,0 7) 17)

ZF Lemförder AKS Modülleri Sanayi ve Ticaret A.S., Izmir, Türkei

100,0

ZF Lemforder Australia Pty. Ltd., Edinburgh, Australien

100,0 20) 17)

ZF Lemförder Automotive Systems (Shenyang) Co., Ltd., Shenyang, China

100,0 5) 17)

ZF Lemförder Chassis Technology Korea Co., Ltd., Seoul, Südkorea

59,3 17)

ZF Lemförder Métal France S.A., Florange, Frankreich

100,0 11)

ZF Lemförder SA (Pty.) Ltd., Rosslyn, Südafrika

100,0 17)

ZF Lemförder Shanghai Chassistech Co., Ltd., Shanghai, China

76,0 5)

ZF Lemförder Sverige AB, Trollhättan, Schweden

100,0

ZF Lemförder TLM Dis Ticaret L.S., Izmir, Türkei

100,0 21)

ZF Lemförder TVA S.A., Ermua, Spanien

100,0 10)

ZF Lemförder UK Ltd., Darlaston, Großbritannien

100,0 22)

ZF Marine (Zhuhai) Co., Ltd., Zhuhai, China

100,0 5)

ZF Marine Krimpen B.V., Krimpen aan de Lek, Niederlande

100,0 23)

ZF Marine Middle East LLC, Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate

100,0 24)

ZF Marine Propulsion Systems LLC, Miramar, Florida, USA

100,0 6)

150

Ausland

Anteil am Kapital in %

ZF Mexico S.A. de C.V., El Salto, Mexiko

100,0 25)

ZF North America, Inc., Northville, Michigan, USA

100,0

ZF Österreich Ges.m.b.H., Wien, Österreich

100,0 7)

ZF Padova S.r.l., Caselle di Selvazzano, Italien

100,0 19)

ZF Philippines Inc., Muntinlupa, Philippinen

100,0 13)

ZF Powertrain Modules Saltillo S.A. de C.V., Ramos Arizpe, Mexiko

100,0 26)

ZF Sachs España S.A., Bilbao, Spanien

100,0 10)

ZF Sachs Italia S.p.A., Candiolo, Italien

100,0 19)

ZF Sachs Korea Co., Ltd., Changwon, Südkorea

91,45

ZF Sachs South Africa (Pty.) Ltd., Alberton, Südafrika

100,0

ZF Sachs Süspansiyon Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S., Gebze, Türkei

100,0

ZF Sachs Suspension France S.A.S., Mouy, Frankreich

100,0 11)

ZF Sales & Service (Malaysia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia

100,0 13)

ZF Services (China) Co., Ltd., Shanghai, China

100,0 5)

ZF Services Australia Pty. Ltd., Sydney, Australien

100,0 20)

ZF Services Belgium N.V. – S.A., Brüssel, Belgien

100,0

ZF Services España S.A.U., Sant Cugat del Vallès, Spanien

100,0

ZF Services France S.A.S., Antony (Paris), Frankreich

100,0 11)

ZF Services Hong Kong Ltd., Hongkong, China

100,0 13)

ZF Services Korea Co., Ltd., Seoul, Südkorea

100,0

ZF Services Nederland B.V., Delfgauw, Niederlande

100,0 23)

ZF Services S.A. de C.V., Guadalajara, Mexiko

100,0 27)

ZF Services Schweiz AG, Volketswil, Schweiz

100,0

ZF Services South Africa (Pty.) Ltd., Johannesburg, Südafrika

100,0

ZF Services Türk Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei

100,0 28)

ZF Services UK Ltd., Lenton-Nottingham, Großbritannien

100,0

ZF Services LLC, Chicago, Illinois, USA

100,0 6)

ZF Slovakia a.s., Trnava, Slowakei

100,0 7)

ZF Stankov s.r.o., Pilsen, Tschechien

100,0 7)

ZF Steyr Ges.m.b.H., Steyr, Österreich

100,0 7)

ZF Steyr Präzisionstechnik Ges.m.b.H., Steyr, Österreich

100,0 7)

ZF Suspension Technology Guadalajara S.A. de C.V., El Salto, Mexiko

100,0 29)

ZF Thailand Ltd., Bangkok, Thailand

100,0 13)

ZF Transmissions Gray Court LLC, Gray Court, South Carolina, USA

100,0 6)

ZF Transmissions Shanghai Co., Ltd., Shanghai, China

51,0 5) 17)

ZF Wind Power (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin, China

99,71 30)

ZF Wind Power Antwerpen N.V., Kontich, Belgien

100,0 23)

ZF Wind Power Coimbatore Ltd., Coimbatore, Indien

100,0 31)

ZF YTO (Luoyang) Axle Co., Ltd., Luoyang, China

51,0 5)

KONZERNABSCHLUSS KONZERNANHANG

151

At Equity einbezogene Unternehmen Inland

Anteil am Kapital in %

ZF Lenksysteme GmbH, Schwäbisch Gmünd

50,0 100,0 1) 32)

ZF Lenksysteme Nacam GmbH, Bremen Ausland

Anteil am Kapital in %

Shanghai Sachs Powertrain Component Systems Co., Ltd., Shanghai, China

50,0 5)

Somic ZF Components Ltd., Gurgaon, Indien

50,0 33)

ZF Commercial Vehicle Steering (Shandong) Co., Ltd., Jinan, China

100,0 32)

ZF Lenksysteme (Shanghai) Co., Ltd., Minhang, China

100,0 32)

ZF Lenksysteme Hungária Kft., Eger, Ungarn

100,0 32)

ZF Lenksysteme India Pvt. Ltd., Pune, Indien

74,0 32) 100,0 32)

ZF Lenksysteme (Nanjing) Co., Ltd., Nanjing, China ZF Liuzhou Axle Co., Ltd., Liuzhou, China

50,0 5)

ZF PWK Mécacentre S.A.S., St. Etienne, Frankreich

50,0 11)

ZF Shanghai Steering Systems Co., Ltd., Shanghai, China

51,0 32)

ZF Shanghai Steering Systems (Yantai) Co., Ltd., Yantai, China

51,0 34)

ZF Shanghai Steering Systems (Wuhan) Co., Ltd., Wuhan, China

51,0 34) 100,0 32)

ZF Sistemas de Direção Ltda., Sorocaba-SP, Brasilien

70,0 32)

ZF Steering Jincheng (Nanjing) Co., Ltd., Nanjing, China ZF Steering Systems LLC., Florence, Kentucky, USA

100,0 32)

ZF Steering (Malaysia) Sdn. Bhd., Penang, Malaysia

100,0 32)

ZF Systèmes de Directions France S.A.S., Marignier, Frankreich

100,0 32)

ZF Systèmes de Direction Nacam S.A.S., Vendôme, Frankreich

100,0 32)

Inland: HGB-Werte, Ausland: IFRS-Werte

1) Die Gesellschaft nimmt die Befreiung von der Offenlegung des Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. 2) 49 % gehalten von ZF Friedrichshafen AG, 51 % gehalten von FTU Beteiligungsverwaltung GmbH. 3) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. 4) Gehalten von ZF Wind Power Antwerpen N.V. 5) Gehalten von der ZF (China) Investment Co., Ltd. 6) Gehalten von ZF North America, Inc. 7) Gehalten von der ZF Holding Austria Ges.m.b.H. 8) 99 % gehalten von der ZF Holding Austria Ges.m.b.H., 1 % gehalten von ZF Steyr Präzisionstechnik Ges.m.b.H. 9) 99 % gehalten von ZF Marine Krimpen B.V. und 1 % gehalten von ZF Asia Pacific Pte. Ltd. 10) Gehalten von ZF Services España S.L.U. 11) Gehalten von Compagnie Financière de ZF S.A.S. 12) Gehalten von ZF Mexico S.A. de C.V. 13) Gehalten von ZF Asia Pacific Pte. Ltd. 14) Gehalten von ZF India Pvt. Ltd. 15) Konsolidierter Abschluss mit einer Tochtergesellschaft (Mercant Comercio e Servicos Ltda.). 16) 99,98 % gehalten von ZF Mexico S.A. de C.V. und 0,02 % gehalten von ZF International B.V. 17) Von der Befreiung gemäß § 286 Abs. 3 HGB wird Gebrauch gemacht. 18) 99,9985 % gehalten von ZF Mexico S.A. de C.V. und 0,0015 % gehalten von ZF International B.V.

19)  Gehalten von ZF Italia Holding S.p.A. 20) Gehalten von ZF Holdings Australia Pty. Ltd. 21) 99 % gehalten von ZF Lemförder AKS Modülleri Sanayi ve Ticaret A.S.

und 1 % gehalten von ZF Friedrichshafen AG. 22) 99,99999 % gehalten von Midwest Lemförder Ltd. und 0,00001 % gehalten von ZF Friedrichshafen AG. 23) Gehalten von ZF International B.V. 24) Gehalten von ZF Padova S.r.l. 25) 99,99994 % gehalten von ZF International B.V. und 0,00006 % gehalten von ZF Friedrichshafen AG. 26) 99,9998 % gehalten von ZF Mexico S.A. de C.V. und 0,0002 % gehalten von ZF International B.V. 27) 99,9987 % gehalten von ZF Mexico S.A. de C.V. und 0,0013 % gehalten von ZF International B.V. 28) 89,79 % gehalten von ZF Friedrichshafen AG und 7,56 % gehalten von ZF International B.V. sowie 2,65 % gehalten von ZF Marine Krimpen B.V. 29) 99,99951 % gehalten von ZF Mexico S.A. de C.V. und 0,00049 % gehalten von ZF International B.V. 30) Gehalten von Hansen Drives Ltd., Hongkong. 31) Gehalten von Hansen Drives Pte. Ltd. 32) Gehalten von ZF Lenksysteme GmbH. 33) 26,13 % gehalten von ZF India Private Limited, Pune und 23,87 % gehalten von ZF Components Investment Private Limited. 34) Gehalten von ZF Shanghai Steering Systems Co., Ltd.

152

39  

Organe der Gesellschaft

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind auf Seite 9 angegeben.

Friedrichshafen, 20. Februar 2015 ZF Friedrichshafen AG Der Vorstand

Dr. Stefan Sommer

Dr. Konstantin Sauer

Jürgen Holeksa

Michael Hankel

Wilhelm Rehm

Rolf Lutz

Dr. Franz Kleiner

BESTÄTIGUNGSVERMERK 153

Wir haben den von der ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Anhang – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwen­den sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschafts­prüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hin­ reichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht über­ wiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Stuttgart, 6. März 2015 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Graf Waldersee

Bürkle

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

5-JAHRES-ÜBERSICHT 154

Ergebnisstruktur ZF-Konzern in Mio. € Umsatzentwicklung

Veränderung zum Vorjahr in %

Mitarbeiter am

Jahresende 2), 3)

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2) Materialaufwand

in % des Umsatzes

Personalaufwand

in % des Umsatzes

2010

2011

12.907

15.509

37,7

20,2

64.600 62.558

2012 angepasst 1)

2013

2014

15.526

16.837

18.415

0,1

8,4

9,4

71.488

68.406

68.236

71.402

68.164

67.561

71.091

72.125

7.183

8.948

9.312

10.011

11.020

55,7

57,7

60,0

59,5

59,8

3.279

3.682

3.702

3.979

4.235

25,4

23,7

23,8

23,6

23,0

FuE-Aufwand in % des Umsatzes

5,0

4,9

5,0

5,0

4,8

Investitionen in Sachanlagen

582

1.058

1.025

954

1.005



4,5

6,8

6,6

5,7

5,5

Abschreibungen auf Sachanlagen

551

616

683

718

748



4,3

4,0

4,4

4,3

4,1

in % des Umsatzes in % des Umsatzes

in % der Sachanlagen-Investitionen

94,7

58,2

66,6

75,3

75,3

Free Cashflow 3)

– 174

– 112

252

288

696



– 1,3

– 0,7

1,6

1,7

3,8

Operatives Ergebnis

in % des Umsatzes

680

850

597

756

897



in % des Umsatzes

5,3

5,5

3,8

4,5

4,9

Ergebnis vor Ertragsteuern

548

715

530

683

873



in % des Umsatzes

4,2

4,6

3,4

4,1

4,7

Ergebnis nach Steuern

443

540

330

462

672



3,4

3,5

2,1

2,7

3,6

21,0

30,0

30,0

30,0

50,0

7,0

10,0

10,0

6,0

10,0

3,0

– 

– 

– 

– 

in % des Umsatzes

Dividendenausschüttung Normaldividende

in % des gezeichneten Kapitals

Sonderdividende

1) Von 2012 an um ZF Lenksysteme angepasst. 2) Direkte und indirekte Mitarbeiter ohne Zeitarbeiter, Auszubildende und Ferienkräfte, ab 2009 veränderte Berücksichtigung von Teilzeitmitarbeitern. 3) Seit 2013 ohne Mitarbeiter des Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff und ohne Mitarbeiter AIBC. 4) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit.

155

Bilanzstruktur ZF-Konzern in Mio. € Flüssige Mittel

2010

2011

2012 angepasst 1)

2013

2014

974

826

888

1.143

1.114

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

1.909

2.307

1.963

2.221

2.416

Vorräte

1.430

1.745

1.596

1.800

1.870

712

402

299

257

1.275

4.770

5.887

6.277

6.549

6.726

681

967

1.038

1.123

691

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1.358

1.621

1.513

2.019

2.440

Rückstellungen für Pensionen

1.889

2.211

2.612

2.785

3.803

Sonstige Schulden

2.195

2.268

1.910

1.878

1.935

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte Langfristige Vermögenswerte Bankverbindlichkeiten

Gezeichnetes Kapital

300

300

300

500

500

3.045

3.582

3.395

3.311

3.721

Anteile anderer Gesellschafter

127

155

115

126

159

Bilanzgewinn

200

63

140

228

139

Eigenkapital

3.672

4.100

3.951

4.165

4.519

37

37

36

35

34

9.795

11.167

11.023

11.970

13.388

Rücklagen



in % der Bilanzsumme

Bilanzsumme 1) Von 2012 an um ZF Lenksysteme angepasst.

Der Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor; beide Fassungen stehen auch im Internet unter www.zf.com zum Download bereit. weitere Exemplare des Berichts sowie zusätzliches Informationsmaterial über ZF schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage zu. E-Mail: [email protected] AKC, cPower, CDC, EcoLife, Openmatics, PreVision, TERRAMATIC, TraXon, X2C, ZF-TERRA+, 8 HP, 9 HP sind eingetragene Marken der ZF Friedrichshafen AG. Redaktion: Konzernkommunikation Konzept , Gestaltung und Text: HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg Die wortwerkstatt GmbH, Tübingen Druck: Eberl Print GmbH, Immenstadt

klimaneutral

natureOffice.com | DE-141-077190

gedruckt

Dieser Geschäftsbericht wurde klimaneutral produziert. Die durch Herstellung dieser Publikation verursachten Treibhausgasemissionen wurden durch eine Investition in ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt ausgeglichen.

0000 762 032p EI 4515

ZF Friedrichshafen AG 88038 Friedrichshafen Deutschland Telefon +49 7541 77-0 Telefax +49 7541 77-908000 www.zf.com