Geschäftsbericht 2014 - Haus der Generationen

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Geschäftsbericht 2014 Fussweg 21 · 3940 Steg (VS) · Telefon 027 933 19 19 · Fax 027 933 19 18 · [email protected] · www.haus-der-generati...

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Geschäftsbericht 2014

Fussweg 21 · 3940 Steg (VS) · Telefon 027 933 19 19 · Fax 027 933 19 18 · [email protected]er-generationen.ch · www.haus-der-generationen.ch Gründergemeinden: Steg-Hohtenn · Gampel-Bratsch · Niedergesteln · Raron

„Die barmherzige Dreifaltigkeit“, von Sr. Caritas Müller

„Attacante nato“ / Gelassenheit und Zuversicht Das vergangene Jahr stand unter dem Leitgedanken „panta rhei“. Auch in Zukunft wollen wir nicht stille stehen, sondern unsere Institution als einen Betrieb führen, in dem alles im Fluss ist. Das nächste Jahr stellen wir unter einen Leitgedanken, gemäss dem menschliches Leben weder vollumfänglich planbar noch bis ins letzte Detail vom Menschen vorbestimmt werden kann. „Gelassenheit und Zuversicht“ ist unsere Kernaussage für 2015. In Anlehnung an die Erfahrungsberichte im Referat von Pater Martin Werlen, vom 19. November 2014 im Haus der Generationen in Steg, wird diese Präambel mit der Lebensgeschichte von Stefano Borgonovo verdeutlicht. Der Mensch tut gut daran sich damit abzufinden, dass er Teil eines grösseren Ganzen ist, oder wie der Volksmund sagt: „der Mensch denkt, Gott lenkt.“ Nachfolgend ein Ausschnitt von Pater Martins Ausführungen: Von 100‘000 Menschen erkranken pro Jahr zwischen 1-3 Personen an ALS. Also sehr wenig. Gerade darum war die Krankheit in der Öffentlichkeit bis zur Aktion „Ice Bucket Challenge“ kaum bekannt. Diese Krankheit lässt an einem Organ nach dem anderen die Muskeln schwinden, ausgenommen der Augenmuskeln. Die Krankheit ist immer noch unheilbar, nicht zuletzt, weil der Forschung bisher die Finanzen und das nötige Interesse fehlten. ALS-Erkrankte und deren Angehö-

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rige und Freunde sind dankbar, dass sie jetzt weltweit besser wahrgenommen werden. Wenige Menschen haben diese Krankheit. Aber sie sind wie wir alle Originale. Sie sind Menschen mit Hoffnungen und Ängsten, mit Freuden und Sorgen wie wir alle. Wir alle haben Grund, dankbar zu sein, dass es uns gibt, ob gesund oder krank. Von einem solchen Original, einem Menschen, der ganz gehörig herausgefordert wurde, möchte ich euch noch etwas erzählen. Er gehört zu den eindrucksvollen Menschen, von denen ich sehr viel lernen kann. Er heisst Stefano Borgonovo, ein italienischer Profifussballer. Er hatte die seltene Krankheit ALS. Der Ehemann und Vater von vier Kindern starb letztes Jahr nach achtjährigem Kampf gegen die unheilbare Nervenkrankheit. Bei Stefano Borgonovo begann der Verlauf der Krankheit mit der Zunge. Das erste Symptom waren Probleme mit dem Sprechen. Schlussendlich konnte er nur noch die Augen bewegen. Mit den Augen kommunizierte er. Mit diesen konnte er dank modernster Technik schreiben und so die Krankheit und den Menschen in dieser Situation in der Öffentlichkeit zur Sprache bringen, wie das vorher nie möglich war. Pro Sekunde schaffte er mit viel Übung einen Buchstaben. So ist ein Buch entstanden mit dem Titel „Attacante nato“ – „Der geborene Stürmer“. Leider gibt es dieses Buch bis jetzt nur in italienischer Sprache. Ich muss euch gestehen: Noch nie habe ich bei einer Lektüre so geweint wie bei diesem Buch. Nicht etwa weil ich tief traurig wurde, wie man vermuten könnte, sondern weil ich im Innersten berührt und ermutigt bin. Der geborene Stürmer hat uns viel zu sagen über den Menschen, der seine Talente einsetzt, der sich Eiskübelherausforderungen stellt, der ein Original ist und bleibt – selbst in der Krankheit, wenn alles anders kommt als geplant. Die Krankheit, die ihm ein Organ nach dem andern lähmt, nennt er ‚das Ungeheuer‘. So schreibt er: „Ich lache gerne. Ja, auch jetzt noch, wo manche meinen, es gäbe nichts zu lachen. Ich bin noch immer ich selber. Ich bin glücklich, dass ich glücklich bin. Ich habe gelernt, das wert zu schätzen, was mir geblieben ist: Die Freunde, die positiven Gefühle, eine Bewegung hie und da. Ich sehe die guten Seiten des Lebens und fühle mich privilegiert – trotz allem. Ich weiss, dass es Menschen gibt, die weniger haben als ich. Warum soll ich also nicht lachen?“ Und lachen konnte Stefano ‚nur‘ mit seinem Herzen und den Augen. „Oft werde ich gefragt, was das letzte Wort war, das ich gesagt habe. Ich weiss es nicht mehr. Ich kann mich nicht erinnern. Wenn ich aber ein bisschen poetisch werden darf, würde ich mir wünschen, dass es ‚Danke‘ war. Danke an Chantal, danke an meine vier Sterne, Andrea, Alessandra, Benedetta und Gaia. Danke an all jene, die mir nahe waren, die mich immer respektiert haben. Danke an die Welt des Fussballs.“

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Pater Martin Werlen

Und wenn es um die Frage ‚leben oder sterben‘ geht? „Ein Doktor kam zu mir und wollte mich sprechen. Er war sehr direkt: ‚Stefano, von selbst kannst du nicht mehr atmen, dein Atmungsapparat ist beschädigt. ‘Pause.‚ Willst du künstlich beatmet werden? Willst du an eine Maschine angehängt leben? Wenn ja, mach die Augen zu...‘ Der Moment der Entscheidung war gekommen. Es ging um alles: leben oder sterben? Noch mehr, schlecht leben oder leidend sterben? Das ist die Frage des Jahrhunderts, die sich niemand stellen möchte. Das ist kein Quiz. Keiner kann dir helfen. Vor allem musst du rasch antworten. Du hast keine Zeit. Du musst dagegen halten und hast nur eine einzige Möglichkeit zur Wahl. Leben oder sterben? Leben oder sterben? Der Kopf droht dir zu platzen, während er die schwierigste Entscheidung deines Lebens verarbeitet. Gianluca Signorini, ExKapitän von Genua, erstickte an der eigenen Luft, das Ungeheuer hatte ihn ein für alle Mal niedergestreckt. Und wie ich daran denken musste. Ich würde sagen, dass ich einen Augenblick extrem berührt war, obwohl das der Moment war, in dem ich hätte antworten sollen. Und Chantal. Und meine Kinder. Ich war Ehemann und Familienvater. Keiner der beiden [d.h. Ehefrau und Kinder] konnte so feig sein und die Flucht ergreifen. Und dann gab’s da auch noch mich. Denn am Scheideweg musst du ein Egoist sein, zumindest ein bisschen. Ich war auch was wert, menschlich sehr viel. Dazu kamen die Millionen, welche die Vereine ausgaben, um meine Tore zu kaufen, als ich noch spielte. Leben oder sterben? Leben oder sterben? Um die Wahrheit zu sagen: die Entscheidung fiel mir nicht so schwer wie vermutet. Wenn man darüber nachdenkt, wenn man klar genug ist, um zu kapieren, dass das Leben das Schönste ist, was es gibt, dann wird man draufkommen, dass die Probleme, die Ungeheuer nicht zählen. Das Leben ist einzigartig, in jeder Hinsicht. Du kommst auf die Welt, wächst heran, leidest, schaffst ein anderes Leben. Ein Leben, das es zu lieben gilt. Ein Leben, das es zu retten gilt, eines, das man an ein Beatmungsgerät anhängt, indem man ein Röhrchen in die Luftröhre steckt. Das war mein Leben. Natürlich wollte ich weiterleben. Im Grunde genommen war die Frage dumm. Ich schloss die Augen, für einige Sekunden, ich hielt sie fest zu. Ich schlief ein. Glücklich.“

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Inhaltsverzeichnis 1. BERICHT DES PRÄSIDENTEN ................................................................................. 8 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6

STATIONÄRE ALTERS- UND BETREUUNGSPOLITIK AUF KANTONALER EBENE .................. 8 KITA ......................................................................................................................... 9 VEREIN DER W ALLISER ALTERS- UND PFLEGEHEIME (VWAP) ...................................... 9 VORSTANDSARBEIT ..................................................................................................10 ABNAHME DER BAUABRECHNUNG DURCH DEN KANTON ..............................................12 ÖFFENTLICHKEITSARBEIT .........................................................................................13

2. BERICHT DES HEIMLEITERS ..................................................................................15 2.1 BEREICH APH...............................................................................................................16 2.1.1 LANGZEITAUFENTHALT .............................................................................................16 2.1.2 KURZZEITBEWOHNER ...............................................................................................18 2.1.3 TAGESBETREUUNG FÜR BETAGTE MENSCHEN ...........................................................19 2.2 FAMILIENERGÄNZENDE KINDERBETREUUNG .........................................................20 2.2.1 ANZAHL SÄUGLINGE UND TAGE .................................................................................20 2.2.2 ANZAHL KLEINKINDER UND TAGE ..............................................................................20 2.2.3 MITTAGSTISCH .........................................................................................................20 2.3 MITARBEITER ...............................................................................................................21 2.3.1 MITARBEITENDE DES HAUSES DER GENERATIONEN ST. ANNA PER 31.12.2014 ...........21 2.3.2 STELLENPROZENTE DER EINZELNEN BEREICHE ..........................................................22 2.3.3 VERTEILUNG DER LOHNSUMME: GRÜNDERGEMEINDEN - ÜBRIGE GEMEINDEN ..............22 2.3.4 EHRUNGEN ..............................................................................................................22 2.3.5 PENSIONIERUNG ......................................................................................................23 2.3.6 BILDUNGSABSCHLÜSSE ............................................................................................23

3. BERICHTE BEREICHSLEITERINNEN.....................................................................23 3.1 ADMINISTRATION UND FINANZEN .............................................................................23 3.1.1 DIE DREI AUFGABENBEREICHE ..................................................................................24 3.1.2 PRAKTIKANTEN ........................................................................................................24 3.1.3 PFLEGEFINANZIERUNG .............................................................................................24 3.1.4 TAGESELTERNVERMITTLUNG ....................................................................................25 3.1.5 BILDUNGSABSCHLÜSSE ............................................................................................25 3.2 KITA...............................................................................................................................25 3.2.1 PRAKTIKANTINNEN / LERNENDE.................................................................................25 3.2.2 WEITERBILDUNG ......................................................................................................26 3.2.3 PROJEKTE ...............................................................................................................26 3.2.4 ELTERNANLÄSSE......................................................................................................26 3.2.5 BERÜHRUNGSPUNKTE ..............................................................................................26 3.2.6 AUSBLICK ................................................................................................................26 3.3 HOTELLERIE.................................................................................................................27 3.3.1 BESTÄNDIGES TEAM HOTELLERIE .............................................................................27 3.3.2 ANLÄSSE .................................................................................................................28 3.3.3 NEUES CAFETERIA KONZEPT ....................................................................................30 3.3.4 DER I PUNKT ZUM JAHRESABSCHLUSS ......................................................................31

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3.4 BETREUUNG UND PFLEGE .........................................................................................32 3.4.1 DIE HERAUSFORDERUNGEN IN DER BETREUUNG UND PFLEGE 2014 ...........................32 3.4.2 TAGESSTRUKTUR .....................................................................................................32 3.4.3 AUSWERTUNG STURZPROTOKOLLE 2012 / 2013 / 2014:.............................................32 3.4.4 AKTIVIERUNG / EVENTS UND ANLÄSSE.......................................................................34 3.4.5 BERÜHRUNGSPUNKTE KITA ......................................................................................34 3.4.6 MITARBEITER DER BETREUUNG UND PFLEGE .............................................................34 3.4.7 LEISTUNGSKATALOG BESA 10 .................................................................................36 3.4.8 ELEKTRONISCHES PFLEGEDOSSIER OMNIS ................................................................36 3.4.9 SICHERHEIT/HYGIENE ..............................................................................................36 3.4.10 LAUFENDE PROJEKTE ..............................................................................................36 3.4.11 HAUS DER GENERATIONEN IM SCHWEIZER FERNSEHEN .............................................37

4. SEELSORGE / LITURGIETEAM ...............................................................................37 5. FREIWILLIGENARBEIT / ZIVILSCHUTZ / ZIVILDIENST ......................................38 6. KUNST..........................................................................................................................39 7. VERANSTALTUNGEN ...............................................................................................39 8. GABEN UND SPENDEN ............................................................................................40 9. BILANZ, ERFOLGSRECHNUNG UND BUDGET BEREICH APH........................41 9.1 9.2 9.3 9.4

BILANZ APH PER 31.12.2014 ...................................................................................41 ERFOLGSRECHNUNG APH 2014 ...............................................................................42 BUDGET APH 2015..................................................................................................44 REVISIONSBERICHT BEREICH APH ............................................................................46

10. BILANZ, ERFOLGSRECHNUNG UND BUDGET BEREICH KITA.......................47 10.1 10.2 10.3 10.4

BILANZ KITA PER 31.12.2014 ...................................................................................47 ERFOLGSRECHNUNG KITA 2014................................................................................48 BUDGET KITA 2015 ..................................................................................................49 REVISIONSBERICHT BEREICH KITA ............................................................................50

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Organigramm Haus der Generationen St. Anna

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1. Bericht des Präsidenten 1.1

Stationäre Alters- und Betreuungspolitik auf kantonaler Ebene

Der Kanton Wallis, im Rahmen der diesbezüglichen Gesetzgebung über die Subventionsbeiträge für den Betrieb und bezüglich der anerkannten Investitionen, die Ergänzungsleistungen und die Hilfslosenentschädigung, sowie der Kontroll- und Aufsichtsfunktionen, ist zu einer wichtigen Instanz der Alters- und Pflegeheime (APH) in unserem Kanton geworden. Im Bereich stationären Einrichtungen nimmt die kantonale Dienststelle für Gesundheit die verschiedenen kantonalen Aufgaben wahr. Im vergangenen Jahr wurde in einer Volksabstimmung das Gesetz über die Langzeitpflege vom 14. September 2011 angenommen. Obwohl das Gesetz im Grossen Rat vor drei Jahren grossmehrheitlich angenommen wurde, kam das Referendum zu Stande. Das Referendumskomitee wehrte sich dagegen, dass betagte Mitmenschen sich an den Pflegekosten zu beteiligen haben. Die Mehrheit der Walliser Bevölkerung war mit der Beteiligung einverstanden. Ab dem 1. Januar 2015 müssen nun die Betagten, deren Reinvermögen höher als Fr. 100.000 ist, sich an den Pflegekosten beteiligen. Die Höhe der Beteiligung ist im Artikel 17 des Gesetzes über die Langzeitpflege geregelt und ist für Reinvermögen von Fr. 500.000.- und mehr mit Fr. 10.000.- pro Jahr nach oben begrenzt (2015 Maximalbetrag Fr. 7‘889.--). Nach Abzug dieses Beitrages übernehmen die Wohngemeinden 30 % und der Kanton 70% der Restkosten für Pflegedienstleistungen. Für die APH bedeutet dies ein administrativer Mehraufwand, der insbesondere durch die Direktion und den Bereich Administration und Finanzen sichergestellt werden muss. Nach wie vor gelten die Vorgaben des Kantons, gemäss denen keine neuen Stellen geschaffen werden können. In Kraft getreten ist die Verordnung über die Planung und die Finanzierung der Langzeitpflege vom 15. Oktober 2014. Diese ergänzt und präzisiert die Bestimmungen des Gesetzes über die Langzeitpflege vom 14. September 2011 und des Gesetzes über die Krankenanstalten und -institutionen vom 13. März 2014. Dabei sind zwei Tendenzen hervorzuheben. Zum einen wird die Kontroll- und Aufsichtsfunktion des Kantons verstärkt und zum andern ist die Umsetzung dieser Vorgaben mit Kosten verbunden, welche die Heime, ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung des Kantons, sicherstellen müssen. Gemäss den Richtlinien des Departements für Gesundheit, Soziales und Kultur betreffend die Bewilligung und den Betrieb von Pflegeheimen (2014) ist die Einführung eines durch den Kanton anerkannten Qualitätsmanagements bis 2016 erforderlich. Dieses ist mit viel Arbeit und regelmässigen Mehrkosten verbunden. In der Regel werden mit diesen Qualitätsmanagementprojekten die betriebsinternen Prozesse standardisiert und überwacht. Es kommt jedoch nicht notwendigerweise zu einer Verbesserung der Leistungen für die Betreuten. In den meisten der zertifizierten Institutionen wird ein Qualitätsmanager (QM) im Teilamt angestellt, der gegenüber dem Vorstand und der Leitung die Einhaltung der festgelegten Prozesse überwacht. Die neue Einteilung in 12 BESA Stufen hat in unserer Institution eine Mindereinnahme zur Folge gehabt. Es wäre interessant, wenn eine neutrale Instanz die mittlere BESA-Einstufung der verschiedenen vom Kanton subventionierten APH berechnen und offenlegen würde. Mit den Einsparungen für das Budget 2015 und den drohenden Einsparungen im Rahmen des Budget 2016 sind die Sorgen der Vorstände und der Mitarbeitenden mehr als gerechtfer-

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tigt. Man kann nicht in Sitten das Hohelied des Sparens singen und dem Bürger, der dadurch in die Pflicht genommen wird, sagen, die Massnahme, die zu Mehraufwendungen führen, hätte der jeweilige Departementsvorsteher, respektive der Staatsrat beschlossen.

1.2

Kita

Für den Bereich der familienergänzenden Kinderbetreuung sind die Vorgaben für die Einrichtungen (Säuglingskrippen, Kinderkrippen, ausserschulische Betreuungseinrichtungen und Mittagstische) detailliert im Jugendgesetz, in der Verordnung betreffend die spezialisierten Einrichtungen für die Jugend und in den Weisungen des Departements für Bildung, geregelt. Die Umsetzung wird durch die kantonale Dienststelle für die Jugend beaufsichtigt und kontrolliert. Die Gehälter und die pädagogischen Materialien werden zu rund 30 % vom Kanton subventioniert. Dies entspricht rund 20 % der Betriebskosten. Die Gründergemeinden beteiligen sich mit einem Pauschalbeitrag pro betreutes Kind. Dies macht rund 40 % der Betriebskosten aus. Die Eltern beteiligen sich mit einem Beitrag, der abhängig ist von ihrem steuerbaren Einkommen. Die Elternbeiträge variieren zwischen 35 % und 45% der totalen Betriebskosten. 2014/15 ist das zweite und damit letzte Betriebsjahr, in dem die familienexterne Kinderbetreuung Kita Sunnublüämu, im Rahmen der Anstossfinanzierung vom Bund, Gelder erhält. Die Schaffung dieses Bereiches war in finanzieller Hinsicht ein Wagnis. Eine vorsichtige Planung, eine intensive und gute Promotion und eine anerkannte kinds- und familienorientierte Arbeit haben dazu beigetragen, dass erstaunlich viele Eltern unser Angebot nutzten und wir bereits in den beiden ersten Jahren eine gute Auslastung aufweisen konnten. Im Gegensatz zu den Ergebnissen der Planungsarbeiten erlebten wir eine starke Nachfrage für den Bereich Säuglingskrippe. Dies ist einerseits ein sehr kostenintensiver Bereich. Anderseits beanspruchen die meisten dieser Kinder später Plätze in der Kinderkrippe und in den ausserschulischen Betreuungseinrichtungen. Dank der Anstossfinanzierung durch das Bundesamt für Sozialversicherungen, verschiedener Spenden und einer strikten Personalpolitik konnte der Kitabereich mit den Beiträgen der Gemeinden, der Eltern und des Kantons positive Jahresabschlüsse vorweisen. Pater Martin Werlen, der viel Interesse am Modell „Haus der Generationen“ zeigte, war beeindruckt durch die Idee und deren Umsetzung. Wir haben uns seit jeher dafür eingesetzt, dass die verschiedenen Generationen nicht nebeneinander leben, sondern, wo immer möglich, miteinander. Diese integrative und gegenseitig bereichernde Idee ist nie vollständig gegeben. Sie muss immer neu verwirklicht und umgesetzt werden. Sonst verkommt das Modell zu einer verknöcherten Struktur (Petrifizierung), ohne Entwicklungsfähigkeit und Veränderung. Das zu verhindern ist die Aufgabe des Vorstandes, der Heimleitung und aller Mitarbeitenden. Panta rhei stellt gerade bei der Umsetzung dieses Zieles eine grundlegende Herausforderung dar.

1.3

Verein der Walliser Alters- und Pflegeheime (VWAP)

Für den Bereich Alters- und Pflegeheime ist das Haus der Generationen Mitglied des kantonalen Dachverbandes (VWAP). Dieser Verein hält in der Regel eine ordentliche und die ausserordentliche GV ab. Die ordentliche Generalversammlung fand am 5. Juni 2014 im Haus der Generationen in Steg statt. Neben ein paar wenigen Präsidenten, waren vor allem die Staatsrätin Frau Esther Waeber mit Ihrem Kader, alt Staatsrat Wilhelm Schnyder, der Vorstand des VWAP und die Heimleiter aus dem Ober- und dem Unterwallis anwesend. Wir freuten uns, den Anwesenden unsere Institution zu zeigen und sie mit Speis und Trank zu

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versorgen. Die ordentliche GV behandelte die üblichen Traktanden. Die Einführung des administrativen Informatikprogramms scheint nach anfänglichen Schwierigkeiten den Praxistest zu bestehen. Anders sieht es mit dem informatisierten Pflegedossier im Oberwallis aus. Im August, September und Oktober fanden verschiedene Sitzungen statt, an denen vor allem seitens der Pflegedienstleitenden und den Heimleitern das Informatikprogramm kritisiert wurde. Die Staatsrätin, welche an einer dieser Sitzungen teilgenommen hatte, verteidigte das Dossier und verwies auf die Beschlüsse des Parlaments und der Regierung bezüglich Umsetzung dieses Programmes. Nachdem die verschiedenen Exponenten sich äussern konnten wurde beschlossen, dass eine Arbeitsgruppe bestehend aus einem Präsidenten, Vertretern des Departements, Pflegedienstleiterinnen und Heimleiter das Programm und dessen Anpassungsfähigkeit an die Bedürfnisse der Praxis studieren. Als externe Fachperson wurde ein Dozent der Berner Fachhochschule beigezogen. Ende Januar sollen gemeinsam mit der Staatsrätin die gemachten Erfahrungen besprochen werden. Einen nicht gerade rühmlichen Ablauf nahm die ausserordentliche GV des VWAP vom 11. Dezember 2014 im Grossratssaal in Sitten. Präsident Albert Bass und Vizepräsident Hermann Pellegrini gaben kurzfristig ihren Rücktritt bekannt. Offensichtlich waren die Meinungsverschiedenheiten im Vorstand und mit der Generalsekretärin dermassen massiv, dass die Herren Bass und Pellegrini sich nicht im Stande sahen, mit ihrer Demission bis zur ordentlichen GV im Frühjahr zuzuwarten. Der Verein wird zunehmend zu einer Konferenz der Heimleiter. Es wäre an sich wichtig, wenn die verschiedenen Vereinsvorstände und Stiftungsräte, sich der Situation annehmen und die Rolle der Vereine klären würden. Dies umso mehr, als dass im kommenden Jahr möglicherweise schwierige Budgetdiskussionen bevorstehen und ein starker VWAP für unsere APH von grosser Bedeutung sein wird.

1.4

Vorstandsarbeit

Der Vorstand hat sich an 6 ordentlichen Sitzungen getroffen. Dabei stellten die betrieblichen Analysen und Berichte der 4 Bereiche (Administration/Finanzen, Alterspflege und Betreuung, familienergänzende Tagesbetreuung und Hotellerie) jeweils die Kernthemen dar. Zu jedem dieser Themen wurde der jeweilige Status quo dargelegt und eingehend besprochen. Seit dem 1. Januar 2014 sind die neuen Tarife im Betagtenbereich gültig. Während die Bewohner aus den 4 Gründergemeinden nach wie vor die 2006 beschlossenen Tagesbeiträge bezahlen, wurden die Beiträge der Bewohner, die nicht in einer der 4 Gründergemeinden wohnberechtigt sind, angehoben. Damit wird der finanziellen Beteiligung der Gründergemeinden Rechnung getragen. Die Tagesbeiträge im Haus der Generationen situieren sich im Mittel der Beiträge der APH in unserem Kanton. Aufgrund von längeren krankheitsbedingten Abwesenheiten verschiedener Mitarbeitenden, musste mit der zuständigen Versicherung die Prämienregelung neu verhandelt werden. Die Versicherung kam uns entgegen. Für das Jahr 2014 und 2015 bleiben die Prämienregelungen gleich. Über eine neue Regelung wird im kommenden Jahr unter Berücksichtigung der krankheitsbedingten Absenzen neu verhandelt. Der Wechsel in der Heimleitung war für den Vorstand und die Mitarbeitenden überraschend. Frau Annette Weidmann hat ihre Führungsaufgabe gut wahrgenommen und hat wesentlich dazu beigetragen, dass der Neubau, die verschiedenen Umbauten und die Renovation den erforderlichen Praxisbezug berücksichtigten. Auch in dieser schwierigen Phase für Bewohner und Mitarbeitende hat sie Sensibilität und Führungsqualität bewiesen. Ihr und allen Mitarbei-

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tenden sei für den vorzüglichen Einsatz an dieser Stelle nochmals gedankt. Gemeinsam mit dem Vorstand hat Frau Weidmann die Strukturen für eine zukunftsorientierte Institution gelegt. Sie war über unsere Institution hinaus anerkannt und geschätzt. Auf kantonaler Ebene wurde sie zur Mitarbeit in verschiedene Fachgruppen beigezogen. Für die weitere berufliche Zukunft wünschen wir Annette Weidmann alles Gute. Die Wahl eines neuen Heimleiters war kein einfaches Unterfangen. Die Selektionskommission (Walter Schnyder, Andrea Lochmatter, Lothar Bregy) konnte dem Vorstand in der Person von Martin Kalbermatter, eine anerkannte und bestens ausgewiesene Person, zur Wahl vorschlagen. Er erfüllte das umfassende Anforderungsprofil des Kantons vollumfänglich. Martin Kalbermatter hat an der Universität Bern Wirtschaft studiert und verschiedene postgraduierte Ausbildungen abgeschlossen. Er war im Kanton in einer Führungsposition tätig und ist im Oberwallis eine anerkannte und geschätzte Persönlichkeit. Die Vorsteherin des Gesundheitsdepartementes hat seine Wahl validiert und keine zusätzlichen Qualifikationen verlangt. Wir sind überzeugt mit Martin Kalbermatter eine gute Wahl getroffen zu haben. Martin Kalbermatter war während der letzten 6 Jahre Vorstandsmitglied, zuständig für den Bereich Finanzen und amtete ebenfalls als Vizepräsident des Vereins. Er wird im Vorstand ersetzt durch Fridolin Imboden, Vizepräsident der löblichen Gemeinde Niedergesteln und ehemaliger Grossrat des Zenden Westlich Raron. An der Vorstandssitzung vom 17. Dezember wurde Fridolin Imboden in den Vorstand aufgenommen. Ihm wurden ebenfalls die Finanzen anvertraut. Die Validierung dieses Entscheides wird an der kommenden GV getätigt.

Der Vorstand des Hauses der Generation St. Anna v.l.n.r: Martin Kalbermatter, Lothar Bregy, Martin Roth, Walter Schnyder Fridolin Imboden, Andrea Lochmatter und Konrad Martig

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1.5

Abnahme der Bauabrechnung durch den Kanton

Am 11. Dezember führten Bernhard Z’Graggen, Ingenieur im Gesundheitsdepartement, und Paul Jordan, Ingenieur im Baudepartement, die Kontrolle der Bauabrechnung vor Ort durch. Sämtliche Rechnungen und Belege lagen vor. Der Heimleiter Martin Kalbermatter und der Bauführer Peter Imseng waren für die Beantwortung von allfälligen Fragen und Erklärungen anwesend. Die beiden Fachpersonen der Kantonsverwaltung waren mit unseren Arbeiten zufrieden. Aufgrund der Teuerung legten sie die gemachten Ausgaben auf zusätzliche Fr. 120‘000.00 fest. Dies ergibt für unsere Institution eine zusätzliche Subvention von Fr. 47‘705.00. Zusammenfassend sehen die Bauabrechnung und deren Finanzierung wie folgt aus.

12

Schlussabrechnung Totale Baukosten

Fr.

9‘928‘857.15

Kantonssubventionen

Fr.

./.2‘626‘682.00

Bereits bezahlte Beiträge der Gründergemeinden

Fr.

./.4‘363‘600.00

Gemeinde Steg-Hohtenn

Fr.

./.390‘100.00

Gemeinde Gampel-Bratsch

Fr.

./.310‘600.00

Gemeinde Niedergesteln

Fr.

./.101‘900.00

Gemeinde Raron

Fr.

./.288‘300.00

Beitrag des Hauses der Generationen bis 31.12.2014

Fr.

1‘847‘675.15

Zinslasten, die das Haus der Generationen übernimmt

Fr.

74‘030.00

Beiträge der Gründergemeinden für das Jahr 2015

Der Vorstand dankt den Gründergemeinden und dem Kanton für die wertvolle Unterstützung. Die Baukommission (Konrad Martig, Martin Roth, Walter Schnyder), der Bauleiter, die Heimleitung und die Mitarbeitenden haben bei hoher Belegung, eine gute Arbeit geleistet. Allen ein herzliches Dankeschön.

1.6

Öffentlichkeitsarbeit

Die Öffentlichkeitsarbeit wickelt sich auf vier Ebenen ab. Es sind dies:    

Kontakte des Hauses der Generationen mit den Familien und der Bevölkerung; regelmässige Informationen in den Medien; Fachveranstaltungen; Broschüre mit dem Jahresbericht.

Kontakte mit den Familien und der Bevölkerung: Alle Mitarbeitenden sind bestrebt eine gute Zusammenarbeit mit den Familien der Betagten, den Eltern der betreuten Kinder und der Bevölkerung zu unterhalten. Wir sind bestrebt, das Vertrauen dieser Personen uns gegenüber durch ein aufmerksames Zuhören, fachlich gute Antworten und vertrauensfördernde Massnahmen zu stärken und zu erhalten. Diese Zusammenarbeit hat viele Facetten und steht jeweils im Dienste der Familien und der Bevölkerung. Ein wichtiger Raum für diese Beziehung stellen die neue Mensa und das Fest des Hauses der Generationen Ende August dar. Vermehrt benützen Familien und Vereine der Region unsere Lokalitäten für Anlässe. Im Sinne der Öffnung und Begegnung unseres Hauses unterstützen wir diese Anfragen, soweit sie unsere Kapazitäten nicht überfordern. Der Mensabetrieb ist stark von der freiwilligen Arbeit getragen. Frau Daniela Moser und allen Helferinnen ein herzliches Dankeschön. Regelmässige Informationen in den Medien: Wichtige Informationen und Veranstaltungen werden auf unserer Homepage, derjenigen des VWAP, WB 1815 und Radio Rottu veröffentlicht. Eine enge Zusammenarbeit pflegen wir mit den Gemeindebulletins von Raron, Niedergesteln, von Gampel/Bratsch und Steg/Hohtenn. Wichtige Ereignisse werden im Walliser Boten fachgerecht und gebührend berücksichtigt. Nationale Themen wie die freiheitsbe-

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schränkenden Massnahmen fanden im vergangenen Jahr Eingang in die Rundschau des Schweizer Fernsehens. Die wertvolle Arbeit, welche unter der Leitung unser Pflegedienstleiterin, Frau Edith Schwery, geleistet und von der Freiburger Hochschule (DE) ausgezeichnet wurde, hatte zur Folge, dass Curaviva einen Fachartikel publiziert hat und ein Team der Rundschau des Schweizer Fernsehen für Aufnahmen und Interviews ins Wallis reiste. Fachveranstaltungen: Im Winter haben wir drei Fachveranstaltungen zum Thema die kindliche Entwicklung durchgeführt. Im Monat Januar hat Dr. med. Simon Fluri, Chefarzt Pädiatrie im Spitalzentrum Oberwallis, mit dem Thema „Die Entwicklung des Kindes“ den Einstieg in die Fachveranstaltungen gemacht. Im Februar haben die beiden Psychologinnen Rahel Kämpfer-Clemenz vom Zentrum für Entwicklung und Therapie des Kindes und Jugendlichen (ZET) Visp und Claudia Brantschen (ZET Brig) aus der Sichtweise der Psychologie den Themenbereich „Entwicklung und Erziehung im Kindesalter“ behandelt. Im März fand die Fachveranstaltung Logopädie statt. Mirjam Taugwalder (ZET Visp) und Michèle Ritz (ZET Brig) informierten über Sprechen und Sprache im Kleinkindes- und Vorschulalter. An der Abschlussveranstaltung im Monat April war die Entwicklung der Wahrnehmung beim Kinde das zentrale Thema. Raphaela Gertschen (ZET Brig) und Anita Heynen (ZET Visp) waren die Referentinnen.

v.l.n.r: Dr. Philipp Brunner, BL Betreuung & Pflege Edith Schwery Kalbermatter, Pfarrer Edi Arnold

Im Herbst wagten wir uns mit drei Fachveranstaltungen an das komplexe Thema „In Würde sterben“ heran. In unserer Gesellschaft wird dieses Thema nicht selten ausgeblendet oder dann, im Sinne, dass wir alles planen und regeln können, diskutiert. Institutionen, welche Mitmenschen während dem letzten Lebensabschnitt betreuen und begleiten, werden zudem durch Fragen im Zusammenhang mit dem Suizid am Lebensende sehr direkt konfrontiert. Was heisst in Würde sterben? Wer definiert was unter Würde zu verstehen ist? Die ganze Thematik hat komplexe rechtliche, ethische und moralische-religiöse Komponenten. Und da wäre noch der Alltag. Der Alltag, wo der Arzt gerufen wird, der Priester begleitend und betend anwesend ist und die Mitarbeitenden der Pflege, die neben den Angehörigen den Menschen in diesem letzten Abschnitt begleiten.

14

In einer ersten Fachveranstaltung konnten wir den anerkannten Strafrechtsprofessor Dr. Marcel Niggli, von der Universität Freiburg und der Fernuniversität Brig einladen. Er sprach am 8. Oktober zum Thema „Menschenwürde im letzten Lebensabschnitt. Sichtweisen des Strafrechts und der Rechtphilosophie“. Aus der Sichtweise des seelsorgerischen Betreuers, Pfarrer Edi Arnold, des Heimarztes, Dr. med. Philipp Brunner, und der Bereichsleitung Betreuung und Pflege, Edith Schwery, wurde die Praxis in diesem Zusammenhang beleuchtet. Die Veranstaltung fand am 29. Oktober 2014 statt. Der Abschluss bildete das Referat von Pater Martin Werlen, ehemaliger Abt im Kloster Einsiedeln und langjähriges Mitglied der Schweizerischen Bischofskonferenz. Auch diese Veranstaltungen fanden im Oberwallis ein breites Echo und eine zahlreiche Zuhörerschaft. Die Broschüre mit dem Jahresbericht: Schlussendlich gehört auch unser Jahresbericht zur Öffentlichkeitsarbeit des Hauses der Generationen. Das Redaktionsteam (Walter Schnyder, Martin Kalbermatter, Schnyder Michaela, Edith Schwery, Steiner Angelika und Daniela Imboden) bemüht sich eine lesenswerte Broschüre zu verfassen. Das Layout verdanken wir Zenhäusern Daniel und Schnyder Nina. Auch ihnen ein grosses Dankeschön. Der Bericht wird auf unserer Homepage aufgeladen und wird so einer breiten Leserschaft zugänglich gemacht. Allen Beteiligten an dieser Arbeit ein herzliches „Vergelts Gott“.

2. Bericht des Heimleiters Das Haus der Generationen St. Anna Während den Monaten August bis Ende Oktober arbeitete ich tageweise im Haus der Generationen. Bis Mitte September konnte ich auf die Unterstützung meiner Vorgängerin für die Einarbeitung zählen. Ab dem 1. November übernahm ich dann die Direktion. Frau AnnetteWeidmann gebührt ein grosser Dank für die Unterstützung während meiner Einarbeitung. Im Jahre 2014 konnte das Haus der Generationen erstmals während dem ganzen Jahr voll mit den neuen Strukturen arbeiten. Die Kinderkrippe hat als ein wichtiger Bestandteil des Angebotes der familienergänzenden Betreuung für die 4 Gründergemeinden positioniert. Betreffend dem Neu- und Umbau ging es während dem Jahr vor allem darum, Garantiearbeiten auszuführen und die finanziellen Abschlüsse zu erledigen. Die Kontrolle durch den Kanton hat die saubere Abrechnung bestätigt. Der Neu- und Umbau ist abgeschlossen und die Leitung und Mitarbeiter sowie die Nutzer haben nun eine moderne Infrastruktur zur Verfügung. Die Kita hat sich als ein Bestandteil des Hauses der Generationen etabliert. Das Zusammenleben zwischen den Bewohnern und den Kindern wird gepflegt und ist ein wichtiger Teil in der Philosophie unseres Hauses geworden. Das Jahresmotto 2014 war „sorg hä“. Den Bewohnern, Mitarbeitern, dem Material aber vor allem sich selber. Die Arbeit in einem Alters- und Pflegeheim fordert sowohl psychisch wie auch physisch viel von den Mitarbeiter/innen. Das Haus der Generationen war und ist mit Mitarbeitern konfrontiert, die während Monaten nicht mehr arbeiten können. Durch verschiedene Massnahmen wird versucht hier präventiv zu wirken und den Gedanken an die eigene Gesundheit zu fördern. Auf operationeller Ebene haben wir für das Jahr 2015 die „Wertschätzung“ in den Vordergrund gestellt. Um erfolgreich zu bleiben braucht es eine gute Zusammenarbeit innerhalb der

15

Mitarbeiter. Dies bedingt aber ebenfalls, dass die geleistete Arbeit gegenseitig anerkannt wird.

2.1

Bereich APH

Im Bereich der Alterspflege und Betreuung verfügt das Haus der Generationen über 55 Betten für Langzeitaufenthalt, 1 Bett für Kurzaufenthalte sowie 7 Tagesbetreuungsplätze. Im Bereich der Langzeitpflege sind 8 Betten in einer Demenz-Wohngruppe zusammengefasst. Die Betten für den Langzeitaufenthalt waren im Jahre 2014 durchgehend besetzt. Der Bereich der Tagesstruktur wird nur zum Teil beansprucht. Von den 7 Plätzen ist im Schnitt ein Platz besetzt. Die Nachfrage erlaubt es im Moment nicht, diesen Bereich eigenständig zu betreiben. Die Tagesgäste werden daher im Moment durch die Mitarbeiter des Bereiches Langzeitaufenthalt betreut und in das bestehende Betreuungsangebot integriert.

2.1.1 Langzeitaufenthalt Die neu geschaffenen Räumlichkeiten finden bei den Bewohnern Anklang. 2014 konnte das Haus der Generationen St. Anna 56 Bewohnern gleichzeitig ein Zuhause bieten. Für dringende Fälle aus den Gründergemeinden ist es uns kurzfristig gelungen einen Platz bereit zu stellen. Im Schnitt gibt es pro Monat 2 Neueintritte.

Heimeintritte / Heimaustritte 2011 - 2014

Jahr

Eintritte Langzeitaufenthalt

Eintritte Kurzzeitaufenthalt

Todesfälle

2011 2012 2013 2014

29 41 22 18

11 4 6 10

26 35 19 21

Übertritt in anderes Heim oder nach Hause 11 6 7 6

Bettenauslastung (ohne Kurzzeitaufenthalte) 2011

95.4%

2012

94.2%

2013

99.8%

2014

100%

Das zweite Jahr in Folge kann das Haus der Generationen eine Vollauslastung des Langzeitbereiches vorweisen.

Anzahl Bewohner pro Gemeinde und deren Aufenthaltstage Nachstehende Tabelle zeigt, wie viele Bewohner der Gründergemeinden und der Nichtgründergemeinden in den letzten zwei Jahren im Haus der Generationen St. Anna gelebt haben. Des Weiteren gibt die Tabelle Auskunft über die Anzahl der Aufenthaltstage der Bewohner aus den verschiedenen Gemeinden. Das Haus der Generationen hat im letzten Jahr Bewohner aus 17 verschiedenen Gemeinden beherbergt.

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58.4% der Pensionstage fallen auf Bewohner aus den Gründergemeinden. Die NichtgründerGemeinden Agarn, Brig-Glis und Turtmann haben im Berichtsjahr je über 1000 Pensionstage beansprucht.

Jahr 2013 2014 Gemeinden Personen Tage Personen Tage Agarn 2 730 3 1065 Brig-Glis 5 1136 3 1066 Bürchen 1 365 1 365 Ergisch 2 730 2 730 Erschmatt 1 365 1 365 Ferden 1 27 0 0 Gampel-Bratsch 13 2967 14 3174 Leuk-Susten 1 16 0 0 Naters 2 671 2 505 Niedergesteln 4 1375 5 1579 Raron 13 3497 14 3893 Salgesch 1 365 1 365 Sierre 2 590 2 730 Stalden 2 730 2 730 Steg-Hohtenn 18 3850 16 3366 Turtmann 2 416 3 1040 Unterbäch 2 693 2 533 Varen 2 387 1 318 Visp und Umgebung 2 386 1 365 Andere 2 711 1 365 Total 78 20007 74 20554 Total Gründer 39 11689 49 12012 Total Nichtgründer 28 8318 25 8542

Altersstruktur der Bewohner 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

2013 2014

< 70

71-74

75-79

80-84

85-89

>90

Die jüngste Bewohnerin ist 69 Jahre alt. Der älteste Bewohner steht im 97. Lebensjahr.

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Alter der Bewohner beim Eintritt Das Eintrittsalter beträgt im Durchschnitt 82 Jahre. Der Unterschied zwischen der jüngsten und der ältesten Person die im Jahre 2014 ins Heim eingetreten sind beträgt 27 Jahre. Die jüngste Person war bei ihrem Eintritt 69 und die Älteste 96 jährig.

Geburtstagsfeiern Ein besonderes Wiegenfest durften 2014 folgende Bewohner feiern: 18.02.2014 10.03.2014 04.06.2014 30.07.2014 03.10.2014 17.12.2014

Herr Lukas Bregy, Niedergesteln Frau Anna Martig, Gampel Herr Walter Theler, Raron Frau Anni Schönenberger-Pfeuter, Visperterminen Frau Martha Schnyder-Zengaffinen, Steg Frau Ruth Hafner-Brönnimann, Ergisch

80-jährig 85-jährig 90-jährig 85-jährig 95-jährig 80-jährig

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer (ohne Kurzzeitbett) 2011 2012 2013 2014

3 Jahre und 91 Tage 2 Jahre und 194 Tage 2 Jahre und 304 Tage 2 Jahre und 300 Tage

Die Aufenthaltsdauer hat sich kaum verändert. Eine Bewohnerin ist bereits mehr als 10 Jahre, drei Bewohner mehr als 9 Jahre und ein Bewohner mehr als 8 Jahre im Haus der Generationen daheim.

2.1.2 Kurzzeitbewohner Das Haus der Generationen St. Anna verfügt über ein Kurzzeitaufenthaltsbett (Ferienbett). Dieses Angebot bildet eine gute Ergänzung zu den bestehenden Dienstleistungen des Gesundheitsnetzes des Kantons Wallis und wurde auch im vergangenen Jahr rege genutzt.

Anzahl Kurzzeitbewohner und deren Aufenthaltstage pro Gemeinde Nachstehende Tabelle zeigt, wie viele Bewohner der Gründergemeinden und der Nichtgründergemeinden in den letzten zwei Jahren das Angebot im Haus der Generationen St. Anna genutzt haben. Des Weiteren gibt die Tabelle Auskunft über die Anzahl der Aufenthaltstage der Bewohner der verschiedenen Gemeinden.

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Jahr Gemeinden Gampel-Bratsch Steg-Hohtenn Raron Leuk Varen Agarn Naters Bern Total

2013 Personen Tage 2 40 1 16 0 0 1 16 1 22 1 4 0 0 0 0 6 98

2014 Personen Tage 1 14 1 70 1 30 0 0 0 0 0 4 0 0 1 18 4 136

2.1.3 Tagesbetreuung für betagte Menschen Es stehen 7 Tagesbetreuungsplätze zur Verfügung. Im Gegensatz zu den anderen Angeboten des Hauses sind in diesem Bereich noch freie Kapazitäten vorhanden.

Anzahl Tagesgäste und deren Aufenthaltstage pro Gemeinde Nachstehende Tabelle zeigt, wie viele Tagesgäste der Gründergemeinden und der Nichtgründergemeinden in den letzten zwei Jahren das Angebot im Haus der Generationen St. Anna genutzt haben. Des Weiteren gibt die Tabelle Auskunft über die Anzahl der Aufenthaltstage der Tagesgäste der verschiedenen Gemeinden für den Zeitabschnitt vom 01. Januar bis 31. Dezember 2014.

Jahr Gemeinden Steg-Hohtenn Visp Agarn Raron Total Total Gründer Total Nichtgründer

2013 Personen 4 1 1 0 6 4

Tage 115 7 14 0 136 115

2

21

2014 Personen 4 0 0 1 4 4 0

Tage 260 0 0 7 267 267 0

Dieses Angebot erlaubte es einem Bewohner wieder zurück nach Hause zu gehen und bis zu 6 Tagen in der Woche ins Heim als Tagesgast zu kommen.

19

2.2

Familienergänzende Kinderbetreuung

Im Jahre 2014 war die Kita erstmals während 12 Monaten offen. Die Auslastung in der Kindertagesstätte Sunnublüämu war das ganze Jahr über den Erwartungen. Von den insgesamt 15 Betreuungsplätzen, davon 6 Bebes täglich, belegten wir im Durchschnitt 12 Plätze pro Tag. Gesamthaft haben 42 Kinder vom Angebot der Kita Gebrauch gemacht.

2.2.1 Anzahl Säuglinge und Tage Jahr Gemeinde Steg-Hohtenn Gampel-Bratsch Raron-St.German Niedergesteln Total

2013 (AugustDezember) Säuglinge Tage 2 63 2 48 1 3 0 0 5 114

2014 Säuglinge 4 3 4 1 12

Tage 528 220 220 44 1012

Alle 4 Gründergemeinden haben das Angebot im Bereich der Säuglinge genutzt.

2.2.2 Anzahl Kleinkinder und Tage Jahr Gemeinde Steg-Hohtenn Gampel-Bratsch Raron-St.German Niedergesteln Turtmann Visp Susten Total

2013 (AugustDezember) Kleinkinder Tage 3 94 2 40 5 70 0 0 0 0 1 2 0 0 11 209

2014 Kleinkinder 6 4 7 2 2 1 1 23

Tage 396 176 616 176 176 44 44 1628

Die Strukturen für die Kleinkinder werden ebenfalls von vier Kindern die nicht in den Gründergemeinden wohnen genutzt.

2.2.3 Mittagstisch Jahr

Steg-Hohtenn Raron

2013 (AugustDezember) Kinder Mittagessen 1 45 11 468

2014 Kinder 5 7

Mittagessen 528 308

Beim Mittagstisch wird das Angebot in Raron vor allem durch Unterwalliser Schüler genutzt die die Orientierungsschule besuchen

20

2.3

Mitarbeiter

2.3.1 Mitarbeitende des Hauses der Generationen St. Anna per 31.12.2014

2013 Funktion Direktion Administration Pflege und Betreuung Hotellerie Technischer Dienst Kita Sunnublüämu Total ohne Lernende und IV KV-Lernende Praktikant Administration FAGE Lernende Erwachsene 2.J FAGE Lernende 3 Jahre

2014

2014

2014

Vollzeitstellen Stellenplan Vollzeitstellen Mitarbeiter 1 1.75 31.3 11.65 1 2.75 49.45 1 0

1 3 41 21 1 5 72 1 0

1

2

2

4

5

5

Attest Ausbildung Gesundheit und Soziales 2Jahre

2

0

0

FABE Lernende Lernende Küche 3 Jahre

1 2

2 2

2 2

Lernender Betriebsfachmann Unterhalt Erw. 2 Jahre

1

1

1

3

3

3

2 1.5

2 1.5

2 2

Lernende/r Fachfrau/-mann Hauswirtschaft 3 Jahre Praktikanten Kita Festangestellte IV Bezüger

1 0.75 30.3 9.95 1 2.75 45.75 1 1.3

1.00 1.25 31.30 11.13 1.28 2.75 48.71

Die 49.45 Vollzeitstellen (Anzahl Stellen ohne Auszubildende) sind auf 72 Mitarbeiter aufgeteilt. Die Teilzeitarbeit ist sehr verbreitet. Die den Stellenplan übersteigenden Anstellungen fallen auf Mitarbeiter die temporär angestellt sind um Ausfälle aufgrund von Krankheiten und Mutterschaftsurlaub zu kompensieren. Mit den 18 Personen, die im Haus der Generationen die Möglichkeit erhalten eine Grundausbildung zu absolvieren, leisten wir einen Beitrag dem Fachkräftemangel vor allem im Gesundheitsbereich entgegen zu wirken. Wir bilden unsere künftigen Mitarbeiter selber aus. Zudem bieten wir zwei Personen die IV Bezüger sind eine Arbeitsstelle an.

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2.3.2 Stellenprozente der einzelnen Bereiche

Direktion

Administration

Pflege + Betreuung

Hotellerie

Technischer Dienst

Kita

1% 7% 2% 4% 29% 57%

2.3.3 Verteilung der Lohnsumme: Gründergemeinden - übrige Gemeinden

Steg-Hohtenn Gampel-Bratsch Raron Niedergesteln übrige Gemeinden Total

Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr.

2013 764'933.00 Fr. 789'968.30 Fr. 97'160.40 Fr. 214'235.60 Fr. 1'490'901.65 Fr. 3'357'198.95 Fr.

2014 881'598.45 723'760.15 136'750.05 221'137.75 1'629'810.35 3'593'056.75

Der Anteil der Lohnsumme für Mitarbeiter aus den Gründergemeinden beträgt mehr als 50%. Das Haus der Generationen versucht, wenn immer möglich, seine Mitarbeiter aus der Region zu rekrutieren. Die Mehrkosten basieren auf der erstmalig ganzjährigen Führung der Kita und zeitlich begrenzten Anstellungen aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen.

2.3.4 Ehrungen An der Weihnachtsfeier wurden folgende Mitarbeitende von der Heimleitung für ihre jahrelange Treue und Ihren Einsatz geehrt: 25 Jahre  Myriam Bregy 15 Jahre  Maria Millius  Vreni Wyssen 10-jähriges Jubiläum  Marie Hildbrand  Angelika Steiner

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5-jähriges Jubiläum  Jeannette Menzel  Melani Nussbaumer  Thomas Karrer  Tanja Spiegelberg  Silvia Tscherry  Edith Willener  Karin Föhn  Jaqueline Rotzer  Philipp Zeiter

2.3.5 Pensionierung 

Helene Bayard

2.3.6 Bildungsabschlüsse            

Robin Walter Nadine Imstepf Nadine Kuonen Eveline Salzgeber Astrid Herren Thomas Karrer Susi Oskam Erna Gertsch Marina Mellea Angelika Steiner Daniel Zenhäusern Michaela Schnyder

Lehrabschluss Fachmann Gesundheit Attest AGS Lehrabschluss Fachfrau Betreuung Basale Stimulation Führen und Coachen Palliativ Kurs SRK Kurs Kommunionshelferin Hygiene Hygiene Höheres Wirtschaftsdiplom / Dipl. Kaufmann Sachbearbeiterin Rechnungswesen

Der Bereich Aus- und Weiterbildung hat sich in den letzten Jahren im Haus der Generationen stark positioniert. Von einem einzigen Lehrling (Küche) im Jahre 2008 ist die Anzahl auf 16 (Stand 31.12.2014) gewachsen. Die entsprechenden Kompetenzen für die Ausbildung dieser Lehrlinge mussten aufgebaut werden und werden laufend überprüft. Wir sind stolz darauf, dass die Lehrabgänger unseres Hauses im Jahre 2014 zu den Besten im Oberwallis gehörten. Ebenfalls die ständige Weiterbildung der Mitarbeiter ist ein Anliegen und ein Garant, die hohe Qualität der Leistungen aufrecht zu erhalten.

3. Berichte Bereichsleiterinnen 3.1

Administration und Finanzen

Die Anforderungen und Aufgaben in der Administration werden vielfältiger. Der Aufbau der Kita und die neue Pflegefinanzierung sind nur 2 Beispiele um dies zu illustrieren. Ein professioneller Aufbau der Administration ist sehr wichtig. Der Bereich Administration wurde den wachsenden Bedürfnissen angepasst und die Leitung dieses Bereiches an Frau Michaela Schnyder übertragen.

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3.1.1 Die drei Aufgabenbereiche Der Bereich Administration und Finanzen besteht aus drei Abteilungen:   

Sekretariat Bewohner- und Personalwesen Buchhaltung und Controlling

Das Sekretariat ist für den telefonischen sowie persönlichen Empfang, die Erledigung der Post, die Führung des Kassabuchs, die Bearbeitung von Mailanfragen, die Führung des betriebsinternen Kalenders sowie für die Erledigung allgemeiner Sekretariatsarbeiten zuständig. Sie unterstützt bei Bedarf die Mitarbeiter der Personaladministration und der Rechnungsstellung für einen reibungslosen Ablauf. Der Abteilung Bewohner-und Personalwesen obliegen die korrekte Rechnungsstellung an Empfänger der Leistungen des Bereichs Altersheim und des Bereichs der Kita. Die Pflege der Website ist ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet. Die Führung der Personaldossiers sowie die administrativen Belange betreffend Bewohnerein- bzw. austritt werden ebenfalls von diesem Kompetenzbereich bearbeitet. Die Abteilung Buchhaltung und Controlling ist verantwortlich für die Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung, die Finanz-und Betriebsbuchhaltung und die Lohnbuchhaltung. Sie erstellt Zwischen- und Jahresabschlüsse, die Abrechnungen sowie die Statistiken von Bund und Kanton. Sie ist verantwortlich für die Führung der Personaldossiers im Domis und erstellt für den Bereich Administration die Einsatz- und Ferienplanung. Weiter ist sie mitverantwortlich für die Erstellung der Budgets der Kita und des APH.

3.1.2 Praktikanten 2014 wurden drei Praktikanten/innen vom RAV im Bereich Empfang Sekretariat während mehrerer Monate die Möglichkeit einer Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt geboten. Die Erfahrungen waren meist positiv. Mit der Einführung einer fixen einjährigen Stelle zur Erlangung der Berufsmaturität wurde ein weiterer Praktikumsplatz mit einer etwas höheren Kontinuität geschaffen. Dieser KBM-Praktikumsplatz wird auch 2015 angeboten. Ausserdem wird 2015 eine KV-Lehrstelle angeboten. Die Ausbildung der Praktikantin im Bereich Administration und Finanzen obliegt in erster Linie der Bereichsleiterin.

3.1.3 Pflegefinanzierung Der Staatsrat des Kantons Wallis hat am 15. Oktober die Verordnung über die Planung und die Finanzierung der Langzeitpflege angenommen. Diese Verordnung regelt die Anwendungsmodalitäten des Gesetzes über die Langzeitpflege vom 14. September 2011. Beide traten per 1. Januar 2015 in Kraft. Diese Gesetzesgrundlagen führten eine Beteiligung der Bewohner an den Pflegekosten in den Pflegeheimen ein. Die neue Regelung der Pflegefinanzierung stellt die Administration ebenfalls vor neue Herausforderungen. Es galt die Formulare des Kantons Wallis zur Bestimmung der Beteiligung der Bewohner an den Pflegekosten rechtzeitig einzuholen, Zahlungsmodalitäten mit den Gemeinden auszuhandeln und die systemtechnischen Änderungen im Heimprogramm anzuwenden.

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3.1.4 Tageselternvermittlung Seit Januar 2014 ist das Haus der Generationen Koordinationsstelle für die Tageselternvermittlung in unserer Region. Aus administrativer Sicht galt es die Lohnzahlungen an die Tageseltern sowie die Rechnungsstellung an die abgebenden Eltern im Kitamandanten buchhalterisch zu integrieren.

3.1.5 Bildungsabschlüsse Daniel Zenhäusern Höheres Wirtschaftsdiplom, Verband schweizerischer Kaufleute Diplomierter Kaufmann, Benedict Business School, Bern Schnyder Michaela Sachbearbeiter Rechnungswesen, Wirtschaft und Kaderschule Bern Sachbearbeiter Rechnungswesen, Verband KV Schweiz

3.2 Kita Die Kita kann auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurückblicken. Der Bereich der Kindertagestätte hat sich gut etabliert. Die Vor- und Nachschulbetreuung sowie der Mittagstisch sind noch im Aufbau. Dies gilt ebenfalls für den Bereich Tageselternvermittlung.

Die im Jahre 2013 aufgebauten Angebote konnten konsolidiert werden. An bestimmten Wochentagen stösst man bereits an Kapazitätsgrenzen. Die Kindertagesstätte „Sunnublüämu“ wird mit der Nachfrage wachsen und die entsprechenden Verstärkungen im Personal sind im Jahre 2015 neu zu beurteilen.

3.2.1 Praktikantinnen / Lernende Zwei Praktikantinnen schlossen im Sommer ihre Praktika ab. Frau Michelle Imboden begann anschliessend die Lehre als FaBeK. Mit Frau Mette Imboden kam eine zweite Lernende hinzu. Sie macht die verkürzte Lehre, Quereinsteigerin als FaBe K.

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Die Kindertagesstätte gab zwei Lernenden die Möglichkeit ihre Ausbildung zu beginnen. Sie reiht sich damit in das Bestreben des Hauses der Generationen seinen Beitrag für die Ausbildung von Berufsleuten zu leisten. Die Begleitung der Lernenden wird als Schwerpunkt gesetzt.

3.2.2 Weiterbildung Larissa Zen-Ruffinen hat den Berufsbildnerkurs in Visp besucht und erfüllt damit die Voraussetzung um Lernende zu begleiten. Wie jedes Jahr machen wir immer eine interne Weiterbildung für das ganze Team. Im vergangenen Jahr war diese dem Thema Notfallsituation bei Kleinkindern gewidmet. Da es bis jetzt in unserem Betrieb noch kein Lehrlings- / Ausbildungskonzept für den Bereich Kinder gab, haben wir ein solches ausgearbeitet.

3.2.3 Projekte Im März 2014 erhielt die Kindertagesstätte Sunnublüämu das Zertifikat vom Projekt Purzilböim. Dies umfasst eine gesunde Ernährung und viel Bewegung. Laufend sind wir bestrebt an den Bewegungslandschaften zu arbeiten und unsere Kinder vital zu erhalten. Ein weiteres Projekt ist die Kinderbetreuung Oberwallis. Die Institutionen Kinderbetreuung Oberwallis mit ihren verschiedenen Angeboten, stellen die ausserfamiliäre Betreuung für Kinder zur Verfügung. Sie erfüllen eine wichtige Aufgabe, in der sich stets wandelnde Gesellschaft, mit ihren verschiedenen Familienstrukturen. Mit Massnahmen wie Tischmesse 2015, Standaktion vor Ort, RZ Artikel, WB, RRO und Canal 9 wollen wir reagieren und auf uns aufmerksam machen.

3.2.4 Elternanlässe Wie bereits im vergangen Jahr führen wir gemeinsam mit den Eltern verschiedene Anlässe durch. In der Osterzeit einen Osterbrunch, im Sommer einen Elternausflug und im Winter die Nikolausfeier. Zu den Eltern unserer Kinder pflegen wir ein gutes Verhältnis. Diese Anlässe bietet ihnen die Möglichkeit, sich näher kennen zu lernen und sich über Fragen auszutauschen.

3.2.5 Berührungspunkte Während des ganzen Jahres arbeiten wir gemeinsam mit den Bewohnern an verschiedenen Berührungspunkten. Mit singen auf dem Stock, basteln, backen, Geschichten erzählen, gemeinsames Mittagessen, Adventsrituale und Fastnacht, wird unsere Tagesgestaltung verschönert und mit strahlenden Kinderaugen den Bewohnern ein frohes Lachen hervor gezaubert.

3.2.6 Ausblick Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit im Jahr 2015 ist die Weiterentwicklung unserer Kindertagesstätte Sunnublüämu. Wichtig ist uns vor allem der Dialog mit den Eltern, um die beobachteten Entwicklungsschritte mit ihnen besprechen zu können. Um die Kinder noch besser begleiten zu können, um eine angemessene und ausgewogene Förderung des einzelnen Kindes zu erreichen, streben wir zwei nach Alter getrennte Gruppen an. Die Raumgestaltung ist an die Bedürfnisse der Kinder angepasst. In, nach Alter, getrennten Gruppen findet ein Kind immer ein Gleichaltriges zum Spielen. Die Entwicklungsunterschiede innerhalb einer Gruppe sind immer genügend gross, so dass sie von einander lernen können. Unser Dank gilt den Eltern, den Gemeinden, dem Vorstand, den Mitarbeitenden und Allen,

26

welche stets ein offenes Ohr und eine helfende Hand für unsere Kindertagesstätte Sunnublüämu haben. „Das Gestern ist Geschichte, das Morgen ist ein Rätsel, aber das Heute ist ein Geschenk.“ Alice Morse Earle

3.3

Hotellerie

Im Bereich Hotellerie sind die Teilbereiche Küche, Reinigung, Wäscherei, Cafeteria und Technischer Dienst angegliedert. Insgesamt arbeiten in diesem Bereich 28 Mitarbeitende in Teil- und Vollzeitanstellungen, davon sind 7 in Ausbildung. (drei Auszubildende / Koch; drei Auszubildende / Fachfrau/Mann Hauswirtschaft; ein Auszubildender / Betriebsfachmann Unterhalt). Im 2014 konnten drei Lernende mit Erfolg ihre Ausbildung im Haus der Generationen abschliessen (ein Betriebsfachmann Unterhalt; ein Koch; ein Fachfrau Hauswirtschaft).

Küchenchef Philipp Zeiter

3.3.1 Beständiges Team Hotellerie 5 bis 28 Dienstjahre sind keine Seltenheit im Team Hotellerie und das stellt eine Bereicherung durch ein fundiertes Wissen und ein routiniertes und ehrgeiziges Arbeiten dar. Die Teams sind flexibel und offen für Neues. Sie nehmen an hausinternen Weiterbildungen teil, um ihr Wissen zu festigen und auszudehnen. Dadurch können sie auch in verschiedenen Bereichen eingeteilt werden. So wird verhindert, dass die Arbeit zur eintönigen Routine wird. Mitarbeitende in der Abwaschküche können alle in der Rüstküche eingeteilt werde, wie auch teilweise im Service. Durch die Ausführung der Anlässe ist es für die Küchenmannschaft abwechslungs- und lehrreich. Das Aufgabengebiet hat sich erweitert und die Lernenden profitieren von den vielfältigen Angeboten; die notwendige Praktikumsdauer in externen Betrieben verringert sich.

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Für die Mitarbeitenden in der Reinigung und Wäscherei gestaltet sich der Arbeitsalltag durch die neuen, verschiedenen Aufgaben, wie Cafeteriadienst, Dekorationen, kleinen Projektarbeiten und die Durchführung von Feierlichkeiten, in denen sie ihre Ideen einbringen können, auch interessanter. Die Plattform der regelmässigen Teamsitzungen wird genutzt, um Informationen weiter zu geben und um positive, wie auch kritische Ereignisse oder kleinere Problematiken zu besprechen, zu bearbeiten und aus dem Weg zu räumen. Im Jahr 2014 gab es in der Hotellerie nur zwei Abgänge von Mitarbeitenden, abgesehen von den Lernenden, die einen Abschluss erreicht haben und durch neue Lernende ersetzt wurden.  

Eine Mitarbeitende fand in ihrem erlernten Beruf als Kaufmännische Angestellte eine neue Herausforderung Eine zweite Mitarbeitende hat ihre Arbeit im Haus der Generationen St. Anna beendet, um in Portugal ihre kranke Mutter zu pflegen

Weiterbildungen und Schulungen         

Hygienepass Schulung Service Schulungen Reinigungsmaschinen Schulung Persönliche Hygiene, Reinigung Isolationszimmer Schulung und Einführung einer Dosieranlage Schulungen Küche für die Tagesverantwortlichen (Fachwissen, Schnittarten, Garmethoden etc) Ernährung im Alter Verschiedene Workshops Arbeitsrecht Sicherheit

3.3.2 Anlässe Das Haus der Generationen kann bezüglich Anlässe auf ein erfolgreiches Jahr mit vielen Ereignissen zurückblicken. Bei internen Anlässen wurden viele Gäste im Haus St. Anna empfangen. Es wurden 7 Fachtagungen durchgeführt, in denen ein Aperitif ausgerichtet wurde, bei dem ein reger Austausch stattfinden konnte. Ausserdem wurde das traditionelle Hausfest durchgeführt, bei dem die Bewohner/innen und zahlreiche Gäste kulinarische Highlights erfahren durften. Bei den Feiern Muttertag, Erntedank und Weihnachtsessen, erfreute sich das Haus der Generationen einer grossen Besucherzahl. Viele Bewohner/innen durften gemeinsam mit ihren Angehörigen und Freunden diese Ereignisse feiern. Für die Bewohner/Innen wurden Grill- und Raclettefeste, wie auch ein Brisolett auf der wunderschönen Terrasse und Cafeteria ausgerichtet. Die Cafeteria wird insgesamt mehr genutzt, durch Besucher, die mit Bewohner/Innen gemeinsam ihr Mittagessen geniessen.

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Im Jahr 2013 wurde das Haus der Generationen immer mehr zum Treffpunkt von Vereinen und externen Gästen. Diese Nachfrage steigt im Jahr 2014 an und es wurden Feiern und Anlässe ausgerichtet wie        

Erste hl. Kommunion GV von Vereinen Apéros Sitzungen mit Geschäftsessen Geburtstage Familienfeste Vernissagen Beerdigungsmahle

2%

3% 4%

6% Mahlzeiten BW

5%

KITA Mahlzeitendienst Mittagstisch Raron Anlässe Besucher Cafeteria 80%

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Alphornbläser am Heimfest

Zusammenarbeit mit Dorfvereinen Das Haus der Generationen verfügt über schöne, gemütliche wie grosse Lokalitäten und Aussenanlagen. Eine gute Infrastruktur ermöglicht es, die Vereine bei der Durchführung ihrer Projekte zu unterstützen. Der Theaterverein Qlisse: Nutzung der Hauptküche für ein angemessenes Entgelt für die Zubereitung der Mahlzeiten für Mitarbeitende, die beim Auf- und Abbau der Theaterarena behilflich waren. Samariterverein: Durchführung der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Vereines Die Bewohner/innen wurden eingeladen, sich die Theaterpremiere des Stückes Don Camillo anzusehen und es bot sich ihnen ein wunderbares Ambiente. Ausserdem hatten sie die Möglichkeit sich unter die Besucher bei der Jubiläumsfeier des Samaritervereines zu mischen und gemeinsam mit ihnen zu essen.

3.3.3 Neues Cafeteria Konzept Die Bereichsleiterin hat in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe, bestehend aus den Lernenden der Hauswirtschaft, ein neues Konzept für den Betrieb des Cafeteria erarbeitet. Das Konzept wurde am 30.06.2014 eingeführt und verfolgt folgende Ziele: 

Bessere Auslastung der Räumlichkeit: Neue Öffnungszeiten von 07.45-16.45 Uhr um den Bewohner/Innen und Besuchern die Möglichkeit zu bieten, die Cafeteria

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auch vormittags zu nutzen und diese als bedienten Pausenraum für die Mitarbeitenden anzubieten. Ein neues Zahlungssystem für die Mitarbeitenden einzuführen: Die Mitarbeiter des Hauses der Generationen bezahlen ihre Konsumation direkt. Bisher wurden diese Beträge Ende Monat beim Lohn verrechnet. Der administrative Aufwand war gross und kann mit dieser Massnahme aufgehoben werden. Ein vielfältigeres Angebot zu unterbreiten: Mit einer kleinen Auswahl an verschiedenen Sandwiches, Salaten, Fitnessteller und Gebäcken wird ein Angebot bereitgestellt. Dies gibt den Lernenden im Service und in der Küche die Möglichkeit diesen Bereich kennen zu lernen der Bestandteil ihrer Ausbildung ist.

Die Lernenden und Mitarbeitenden der Cafeteria übernehmen zusätzlich die Reinigung, die Blumenpflege und das Auffüllen der Waren in der Cafeteria. Weiterhin wird die Cafeteria am Nachmittag von freiwilligen Mitarbeitenden bedient, die von Frau Daniela Moser in den umliegenden Gemeinden rekrutiert werden. Mitarbeitende mit Herz und grossem Einsatz, stellen für die Bewohner/innen und Besucher eine willkommene Abwechslung und den Betreuer/innen eine Unterstützung dar.

3.3.4 Der i Punkt zum Jahresabschluss Das Ziel „Erreichung des Labels fourchette verte“ haben die Bereichsleitung Kita, der Küchenchef Stellvertreter und die Bereichsleitung Hotellerie bei Beginn des Jahres 2014 formuliert. Frau Tschiemer Nicole, Ernährungsberaterin bei fourchette verte, gab uns Vorgaben im Bereich der Speise und Pausenangebote, die in der Planung eingehalten und umgesetzt werden müssen, um das Label zu erreichen. Am 18.12.2014 wurde dieses Ziel mit Erfolg erreicht und das Haus der Generationen konnte zusätzlich zum fourchette verte Senior, auch das Label für Kleinkinder und Junior entgegennehmen. So kann die Hotellerie auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr blicken und mit Freude und Enthusiasmus, wie mit neuen Ideen und Herausforderungen, in ein neues Jahr starten.

31

„Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.“ Henry Ford

3.4

Betreuung und Pflege

„Sorg hä“ - Sorgsamkeit – Besorgt sein – alles Begriffe welche eine Stimmung ausdrücken von Menschen die um eine Sache besorgt sind. Wir im Haus der Generationen leben in der Betreuung und Pflege die Sorgsamkeit für unsere Bewohner, Angehörige und Besucher wie auch für die Mitarbeiter. Für jemanden Sorge zu tragen – zu sorgen ist ein Auftrag welcher zu grosser Zufriedenheit und Gelassenheit für alle beitragen kann und wenn die Sorgsamkeit dann auch noch Früchte trägt zu einer wunderbaren „Unbesorgtheit“.

3.4.1 Die Herausforderungen in der Betreuung und Pflege 2014 Jedem Bewohner sein „Daheimu“ anbieten. Durch die Eröffnung der Demenz-Wohngruppe „im Schäru“ haben wir die Möglichkeit nach Bedarf und Bedürfnis des Bewohners die Wohnmöglichkeit in einer Kleingruppe und deren angepassten Tagesstruktur anzubieten. Im Konzept der Wohngruppe haben wir festgehalten, dass durch regelmässige Evaluation und Bedürfnisabklärung einer Bewohnersituation diese 8 Plätze gezielt vergeben werden. Die erste Erfahrung zeigt, dass dieser Weg viel Flexibilität von Bewohner, Angehörigen wie auch der Mitarbeiter aller Bereiche bedarf, kam es doch im vergangenen Jahr zu zahlreichen Umzügen und Zimmerwechseln. Es hat sich gezeigt, dass jeder Umzug für sich sinnvoll war. Es zeichnet sich ab, dass 8 Plätze mit einer angepassten Wohnform und Tagesstruktur nicht mehr lange ausreichen werden. Lag früher das Hauptgewicht der Unterstützung des Betagten in der Erfüllung der physischen Bedürfnisse, stellt sich uns heute zusätzlich die Herausforderung mit den Veränderungen ihres Sozialverhaltens umzugehen. Hier ist das grösste Ziel, dass es zu keiner Eigen – und Fremdgefährdung kommen kann. Menschen mit verändertem, krankheitsbedingtem, Verhalten benötigen eine intensive individuelle Begleitung.

3.4.2 Tagesstruktur Die Tagesstruktur integriert die Tagesgäste in den Heimatalltag, wo sie an den Aktivitäten und dem regen Leben teilhaben. Dieses Angebot ist noch nicht voll ausgelastet. Im vergangenen Jahr fand ein Treffen mit der Spitex der Region statt. Die Mitarbeiter der Spitex kennen die Situationen ihrer Klienten und können mit dem Angebot der Tagesbetreuung Entlastungen anbieten.

3.4.3 Auswertung Sturzprotokolle 2012 / 2013 / 2014: In den Jahren 2011 und 2012 wurde im Zusammenhang mit dem Pflegeverständnis auch das Thema der freiheitsbeschränkenden Massnahmen behandelt. Einen Menschen in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken ist eine ethische wie gesetzliche Gratwanderung welcher wir uns in unserem Pflegealltag stellen müssen.

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Kurzer Rückblick über die Erarbeitung dieses Themas:     

Information an den Vorstand bezüglich des Veränderungsprozesses; Erstellung des Konzeptes freiheitsbeschränkender Massnahmen; Schulungen der Mitarbeiter bezüglich ethischer Lösungsfindung und der Gesetzgebung; Anschaffung von Hilfsmittel / neue Umgebungsgestaltung; Gespräche und Informationen von Bewohnern und Angehörigen

Umsetzung Im Haus der Generationen wird jeder Sturz protokolliert. Erfasst wird wer – wann und wo stürzt. Evaluiert wird, die Ursache und Risiken des Sturzes und der Verletzungen. Das Ziel dieser Protokolle und Auswertung ist Verbesserungen bezüglich des Sturzrisikos anzubringen.

2012 103 56 5.04 46

2013 55 56 2.69 29

2014 84 57 4.04 32

Sturzart gefallen andere ausgerutscht gestolpert

60 19 15 9

32 13 5 5

45 19 9 11

Sturzort Bewohner-Zimmer WC/Dusche Korridor Andere Orte

62 13 9 19

26 7 9 13

48 7 7 22

Sturzzeit 07:00-16:00 16:00-22:00 22:00-24:00 00:00-07:00 22:00-07:00

43 24 10 26 36

22 22 2 8 10

37 26 7 14 21

100 2 0

52 1 1

80 2 2

19 43 27 11

9 31 10 4

17 35 22 10

Total Stürze Anzahl Betten Sturzrate Anzahl gestürzte Bewohner

Bodenverhältnisse trocken feucht/nass andere Schuhwerk Unsicheres Schuhwerk Sicheres Schuhwerk barfuss Antirutschsocken

33

Sturzfolgen Keine Verletzungen Leichte Verletzungen Mittelschwere Verletzungen Schwere Verletzungen

2012 65 33 3 2

2013 30 22 3 0

2014 46 29 7 0

Dieses Jahr konnte zum ersten Mal eine Auswertung der Sturzprotokolle gemacht werden. Die Auswertung betrifft das Jahr 2012 wo noch freiheitsbeschränkende Massnahmen zum Tragen kamen im Vergleich zu den Jahren 2013 und 2014 wo keine einschränkenden Massnahmen ergriffen wurden

3.4.4 Aktivierung / Events und Anlässe Wie bisher fand nebst der Alltagsbegleitung und Betreuung auf den Gruppen auch die gezielte Aktivierung in der Kleingruppe statt. Auch dieses Angebot wurde laufend evaluiert und es wurden Anpassungen gemacht. So finden jetzt jeden Montag und Freitag Anlässe für alle Bewohner statt, z.B. Lotto, Film, Musik usw., anstelle der Kochgruppe. Daneben plant und organsiert unsere Aktivierungstherapeutin stets die jährlichen Grossanlässe und Events. Dazu gehören die wiederkehrenden „Rituale“ wie z.B. die 1. Augustfeier auf der Lonzabrücke zwischen Steg und Gampel. Besonders hervorzuheben sind: die Einladung zur Vorpremiere vom „Don Camillo“ für unsere Bewohner und Mitarbeiter, die 50. Jahresfeier vom Samariterverein Steg bei uns im Haus der Generationen und das jährliche Hausfest mit der Messe davor in der Kirche von Steg. Viele Anlässe können nur dank der Unterstützung von freiwilligen Mitarbeiter durchgeführt werden. Ein grosses, von Herzen kommendes Danke!

3.4.5 Berührungspunkte Kita Regelmässig treffen sich die Verantwortlichen, Heimleitung, Langzeitbereich, Aktivierung und Kita um gemeinsame Anlässe zu besprechen. Hier verweise ich auf den Bericht der Bereichsleiterin Kita.

3.4.6 Mitarbeiter der Betreuung und Pflege Weiterbildungen / Ausbildung Wir konnten an der Personalweihnachtsfeier folgende abgeschlossenen Weiterbildungen/Kursbesuche feiern  CAS Palliative Care  Kurs führen und coachen  Basale Stimulation  Rot Kreuz Kurs  Kommunionshelferkurs  Hygienekurs

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Bildungsabschlüsse  Abschluss Fachfrau Betreuung FaBe EFZ  Zwei Abschlüsse Fachfrau/Mann Gesundheit FaGe EFZ  Abschluss Assistentin Gesundheit und Soziales AGS Wir gratulieren allen zum erfolgreichen und wohlverdienten Lehrabschluss. Mit Stolz können wir anfügen, dass unsere Lernende FaGe den Preis zum besten Lehrabschluss im Oberwallis empfangen durfte. Wir begleiten aktuell 8 Lernende in der Betreuung und Pflege sowie in der Aktivierung. Hausinterne Weiterbildungen Für alle Mitarbeiter der Betreuung und Pflege wurde in diesem Jahr, im Zusammenhang mit dem Jahresmoto „sorg hä“, einen Wiederholungskurs in Kinästhetik angeboten. Den Kurs hat das hausinterne Kinästhetikteam geplant und zusammen mit Liliane Schmidt, Ausbildnerin in Kinästhetik, organisiert. Durch personelle Engpässe konnte der Kurs nur einmal durchgeführt werden, wird jedoch im Frühjahr 2015 nochmals angeboten. Die Kinästhetik ist ein Handlungskonzept, mit der die Bewegung von Bewohnern schonend unterstützt wird (z.B. ohne Heben und Tragen). Mit ihrer Hilfe soll die Motivation des Pflegebedürftigen durch die Kommunikation über Berührung und Bewegung deutlich verbessert werden. Wechsel im Personal Im Vergleich zu den andern Jahren hatten wir in diesem Jahr viele Verabschiedungen.  Langjährige Mitarbeiter welche sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedeten  Auszubildende nach dem Lehrabschluss  Mitarbeiter die eine neue Herausforderung suchten

35

3.4.7 Leistungskatalog BESA 10 Wir konnten übers Jahr die ersten Erfahrungen mit dem neuen Leistungskatalog machen. Die neuen Vorgaben ermöglichen uns eine differenziertere Erfassung von Leistungen und optimiert Abläufe. Es ergaben sich immer wieder Unklarheiten welche jedoch durch einen effizienten Support der BESA Care Verantwortlichen meist rasch behoben werden konnten. Spannend war im Januar der Vergleich zwischen der „alten“ BESA Erfassung und der „Neuen“. In der Gesamtauswertung der BESA Punkte ergab sich eine sehr geringe Abweichung. Eindrücklich war jedoch die Punkteverschiebung innerhalb der Erhebungen zu Gunsten des psychogeriatrischen Bereichs gegenüber allen anderen Bereichen. Dies resultiert daraus, dass dem psychogeriatrischen Anteil der Pflege mehr Gewicht gegeben wird als im alten Leistungskatalog erfasst werden konnte. Beim „alten“ Erfassungssystem wurden spezielle Begleitungen im Alltag sehr rudimentär abgehandelt und konnten nur einmal erfasst werden. In der neuen Leistungsabrechnung kann bei jeder Leistung zusätzlich auch die Mitwirkung des Bewohners erfasst werden kann. Der Austausch mit den Berufskolleginnen zeigte in fast allen Institutionen dasselbe Bild.

3.4.8 Elektronisches Pflegedossier Omnis Geplant war die Einführung im März 2014. Es hat sich gezeigt, dass die Anforderungen und Vernetzungen bezüglich pflegerischem wie auch administrativem Inhalt, Schulungen, Entwicklungen und Anpassungen für die Zukunft und Vernetzungen zu Arzt – Spital usw., im Omnis nicht erfüllt werden können. Wir warten die Auswertung der dritten Studie Anfangs 2015 ab!

3.4.9 Sicherheit/Hygiene Während mehr als einem Jahr haben wir im Heim mit Unterstützung der Mitarbeiter der Praxis Dr. Brunner in die Hepatitis – Impfkampagne investiert. Ziel war alle Mitarbeiter welche Gefahr laufen sich an Blut oder sonstigen Exkrementen an Heptitis B (eine Form der Leberentzündung) anzustecken zu erfassen und zu impfen. Dieses Ziel ist Ende 2014 erreicht. Neu wird die Abklärung bei allen neuen Mitarbeiter gemacht und die Impfung empfohlen wo sie nötig erscheint.

3.4.10

Laufende Projekte

Die Abweichungen zu den geplanten Jahresziele 2014, vor allem durch den Wegfall der Einführung Omnis, haben uns neue Möglichkeiten eröffnet. So ist folgendes Projekt entstanden und in Bearbeitung: Projektgruppe „Erweiterte Detailkonzepte“ zum Betreuungs – und Pflegekonzept (EDK) Zu den erweiterten Detailkonzepten gehört das  Palliativ Care (aufbauend auf dem Oberwalliser Palliativkonzept des GNW);  „Angehörige und Mitarbeiter der Betreuung und Pflege zusammen auf dem Weg zum Wohle der Bewohner“ (Angehörigenkonzept); Beide Konzepte werden im Jahre 2015 kommuniziert, geschult und umgesetzt.

36

3.4.11

Haus der Generationen im Schweizer Fernsehen

2012 hat es das Haus der Generationen geschafft, fast vollständig auf Bewegungseinschränkungen zu verzichten. Für diese grosse Leistung haben wir vom Institut für angewandte Sozialforschung in Freiburg im Breisgau, die Auszeichnung „best practice Beispiel“ erhalten. Dieses ehrgeizige Ziel haben wir erreicht, indem wir durch den Prozess des intensiven Umdenkens und einem Bündel von verschiedenen Massnahmen z.B. neue Hilfsmittel, überarbeitete Tagesstruktur usw., Anpassungen gemacht haben. Die neue Philosophie ist, möglichst viel Bewegungsspielraum zu gewähren. Durch diese Auszeichnung wurde die Sendung „Rundschau“, vom Schweizer Fernsehen, auf uns aufmerksam. In einem Beitrag wurde über die Fixierung von Bewohnern in den Heimen berichtet und den Gefahren welche dadurch entstehen können. Durch unser Beispiel konnte aufgezeigt werden, dass es auch ohne bewegungseinschränkenden Massnahmen gehen kann. (Ausstrahlung der Sendung Rundschau vom 6.8.2014)

4. Seelsorge / Liturgieteam 2014 kam es zur offiziellen Gründung eines Liturgieteams im Haus der Generationen. Zu diesem Team gehören: Sr. Pirmin und Pfarrer Edi Arnold, der Heimleiter, die Bereichsleiterin Betreuung und Pflege, die Aktivierungstherapeutin, die Seelsorgeverantwortliche vom Heim, alle Mitarbeiter mit einem Lektoren und/oder Kommunionshelferkurs, freiwillige Helfer aus den Gemeinden, die Sakristanin Frau Imboden. Zusammen kümmern wir uns um die seelsorgerischen Bedürfnisse unserer Bewohner und der kirchlichen Rituale. Am 1. Oktober fand das erste Dekanatstreffen bei uns im Heim statt. Es war für uns ein Anlass um allen Priestern welche bei uns die wöchentliche Messe abhalten, Danke zu sagen. Dies geschah im Rahmen eines gemeinsamen Mittagessen. Geplant ist die Wiederholung von diesem Dekanatstreffen einmal pro Jahr.

Pfarrer Edi Arnold

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Nachfolgenden Pfarrherren sei hiermit im Namen des Hauses der Generationen St. Anna gedankt: Edi Arnold, Steg

Joseph Shen, Gampel

Eze Ikechukwu, Niedergesteln

Marek Chichorz, Unterbäch

Christian Suresh, Raron

Miron Hanus, Turtmann

Alex Stoffel, Ausserberg

German Burgener, Visp

5. Freiwilligenarbeit / Zivilschutz / Zivildienst Die Mitarbeit von Freiwilligen oder Personen des Zivildienstes und des Zivilschutzes war ebenfalls im Jahre 2014 eine willkommene Unterstützung. Diese Einsätze erlauben es uns ebenfalls Sachen zu erledigen, die im ordentlichen Tagesgeschäft keinen Platz haben. Vom Zivildienst haben wir praktisch während des ganzen Jahres junge Dienstleistende im Haus der Generationen im Einsatz. Vor allem im Bereich des Unterhalts und der Hauswirtschaft sind diese tätig. Der Zivilschutz hat unter der Leitung von Zenhäusern Renato und Zen-Ruffinen Bernhard bei den Umgebungsarbeiten mitgeholfen und Auszubildende in unserer Küche geschult. Ebenfalls konnten Bewohner dank dem Zivilschutz interessante Ausflüge unternehmen. Ein grosses Vergelt‘s Gott an alle, die zu Gunsten der Bewohner eines ihrer wertvollsten Güter investieren…..IHRE ZEIT!

Beat Martig (Krippenbauer)

38

6. Kunst Kultur im Haus der Generationen Das Haus der Generationen St. Anna zeigt sich von einer sehr gemütlichen und geschmackvollen Seite. Herr Zuber hat mit Freude die zusätzliche Aufgabe des Kulturverantwortlichen übernommen. Er plant verschiedene Ausstellungen, jährlich 4-5 Mal wechselnd und auf die Jahreszeiten, so wie aktuellen Themen angepasst. Meist sind es Künstler/innen aus der Region, welche ihre Werke im Eingangsbereich und der Cafeteria ausstellen. Im Jahr 2014 stellten folgende Künstler/innen Ihre Werke im Haus der Generationen aus: Martha Schnyder-Zengaffinen

Februar - Juni 2014

Openair Plakate

Juni 2014 - August 2014

Erica Schweizer

September – November 2014

Anna-Luise Sissy Hoffman-Furrer

Dezember 2014 – Februar 2015

Rosaline und Agathe Furrer

November 2014 – Februar 2015

Erwähnenswert ist in der Allerseelenzeit der Zugang zum Haupttor, der mit viel Liebe geschmückt wird, um ein wenig mehr Wärme und Licht in diese Zeit zu bringen. Dies wird im Dezember durch eine wunderschöne, wie stimmige Weihnachtsdekoration ergänzt und mit der Krippe von Herr Martig Beat abgerundet.

7. Veranstaltungen öffentlich 15.01.2014 19.02.2014 27.02.2014 26.03.2014 16.04.2014 30.04.2014 11.05.2014 31.08.2014 08.10.2014 12.10.2014 29.10.2014 02.11.2014 19.11.2014 30.11.2014 21.12.2014

Fachveranstaltung Kita: „Die Entwicklung des Kindes aus der Sicht des Kinderarztes“ Fachveranstaltung Kita: „Die psychische Entwicklung im Kleinkindesalter und im Vorschulalter“ Fastnacht Fachveranstaltung Kita: „Die Sprachentwicklung im Kleinkindesalter und im Vorschulalter“ Fachveranstaltung „Die psychomotorische Entwicklung im Kleinkindesalter und im Vorschulalter“ GV Verein Haus der Generationen St. Anna Muttertag Fest der Generationen Fachveranstaltung Betagte: „Sichtweisen des Strafrechts und der Rechtsphilosophie“ Erntedank Fachveranstaltung Betagte: „Die Praxis im Haus der Generationen St. Anna“ Suppe nach dem Betagtenbesuch Fachveranstaltung „In Würde sterben“ Eröffnung Weihnachtskrippe Weihnachtsfeier Bewohner

39

Mitarbeitende 16.01.2014 25.04.2014 16.05.2014 06.06.2014 12.12.2014

Infoanlass für alle Mitarbeitenden Schulung Sicherheit SIBE Schulung Sicherheit SIBE Budufäscht Personalweihnacht

8. Gaben und Spenden Bereich APH Spende / Betrag Fr. 100.00 Fr. 710.00 Fr. 14‘000.00 Fr. 1050.00

Spende TPV Hohtenn Spende TPV Elisabeth Aebi Spende Stiftung St. Anna Spende Julia Kohlbrenner Spende Walter Kalbermatter Spende für Hausfest Klaus Kalbermatter Spende Lotterie Romande Spende Kippel Sport Spende Gemmet Handels AG Spende Free Power Spende Thomas Peter Krieg

Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr.

40

500.00 150.00 35‘750.00 238.00 Sachspende 325.00 50.00

9. Bilanz, Erfolgsrechnung und Budget Bereich APH 9.1

Bilanz APH per 31.12.2014 2014

2013

Flüssige Mittel

659'238.14

546'651.80

Debitoren

456'716.45

475'977.30

./. Delkredere

-10'000.00

-10'000.00

30'335.35

5'502.45

0.00

50'000.00

77'371.59

68'690.14

Umlaufvermögen

325'687.55 1'539'349.08

276'218.75 1'413'040.44

Gebäude

1'997'281.65

1'997'281.65

Neubau

6'978'543.30

6'970'167.90

-51'650.00

-51'650.00

Gebäudesubvention

-2'626'682.00

-2'578'977.00

Wertberichtigung Gebäude

-1'234'753.45

-1'043'920.00

Gebäude

5'062'739.50

5'292'902.55

Renovation nach Wertberichtigung

2'241'553.45

2'410'428.45

324'725.45

379'460.55

102'613.75 7'731'632.15

103'693.75 8'186'485.30

9'270'981.23

9'599'525.74

AKTIVEN

Andere Forderungen Darlehen Kita Vorräte Transitorische Aktiven

Spezifische Spenden Neubau

Mobile Einrichtungen, EDV, Fahrzeuge, Textilien n.WB Nutzungsrecht Boden nach Wertberichtigung

Anlagevermögen AKTIVEN

2014

2013

241'526.25

214'012.08

0.00

5'730.60

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

600'000.00

2'106'710.88

Transitorische Passiven Kurzfristiges Fremdkapital

86'724.45 928'250.70

159'163.55 2'485'617.11

Langfristiges Fremdkapital / Finanzverbindlichkeiten

574'000.00

577'000.00

50'014.62

47'007.65

270'000.00 894'014.62

180'000.00 804'007.65

1'822'265.32

3'289'624.76

PASSIVEN Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Andere kurzfristige Verbindlichkeiten

Fonds und Spenden Rückstellung Gebäudeerneuerung / Unterhalt Anlagen Langfristiges Fremdkapital

Fremdkapital Eigene Mittel

153'187.78

153'187.78

6'394'363.75

5'303'463.75

52'000.00

52'000.00

Ausgleichsfonds für Pensionärstarife

100'000.00

100'000.00

Vortrag Ergebnis

701'249.45

846'848.78

47'914.93 7'448'715.91

-145'599.33 6'309'900.98

9'270'981.23

9'599'525.74

Stammkapital Gemeinden Mitgliederbeiträge

Jahresgewinn / -verlust

Eigenkapital PASSIVEN

41

9.2

Erfolgsrechnung APH 2014

AUFWAND

Rechnung 2014

Rechnung 2013

1'126'399.45

1'081'894.00

Dipl. PflegeassistentIn

167'179.35

169'484.65

PflegehelferIn

897'348.10

975'080.80

Praktikanten/Lehrlinge Pflege

106'943.30

71'412.45

42'509.10

44'789.20

266'121.45

257'123.25

23'450.00

24'751.00

Hausdienstpersonal

754'547.30

703'227.45

Technische Dienste

97'201.35

103'860.95

-116'253.90

-110'623.00

495'697.60

481'032.54

3'861'143.10

3'802'033.29

82'091.60

59'323.00

3'943'234.70

3'861'356.29

Medizinischer Bedarf

50'456.65

49'482.71

Lebensmittelaufwand

305'650.85

293'074.57

Haushalt und Reinigung

64'333.69

50'641.24

Unterhalt / Reparaturen / Werkzeuge

82'185.14

44'816.98

Investitionsaufwand, Leasing

24'363.15

39'267.24

Zinsen- und Bankspesen

27'182.31

37'375.12

Dipl. Personal

Animations-/Betreuungspersonal Verwaltungspersonal Honorare f. Verwaltung- und Kontrollinstanzen

Rückzahlung KTG / UVG Sozialleistungen Total Besoldungen Weiterbildung Personal / Übriges Total Personalaufwand

Wasser und Energie

102'431.55

92'647.15

Bildung Rückstellung für Gebäudeerneuerung

90'000.00

0.00

Büro und Verwaltungskosten

82'519.99

70'375.08

Animationskosten

35'020.53

39'403.85

Versicherungen, Gebühren, übr. Aufwand

52'805.00

56'763.30

916'948.86

773'847.24

4'860'183.56

4'635'203.53

Rechnung 2014

Rechnung 2013

2'394'182.90

2'165'447.70

106'598.00

101'290.90

Pensionstaxen + übrige Leistungen für BW +HE

2'567'586.55

2'516'082.05

Total Pension / Pflegetaxen

5'068'367.45

4'782'820.65

163'811.90

105'053.10

Total Betriebsaufwand TOTAL AUFWAND

ERTRAG Pflegetaxen KVG + Migel + Beitrag Kanton KVG Betriebssubventionen des Kantons

Erträge aus Leistungen an Dritte +Cafeteria Erträge aus Leistungen an Personal

31'509.80

31'008.55

Miet- und Kapitalzinsertrag

6'988.75

2'171.15

Tages-+Nachtpflegestruktur

48'208.00

28'167.30

Loterie Romande

35'020.53

39'303.85

Übrige Erträge Total übriger Ertrag

42

17'009.15

14'222.00

302'548.13

219'925.95

TOTAL ERTRAG

5'370'915.58

5'002'746.60

Total Aufwand

4'860'183.56

4'635'203.53

Total Ertrag

5'370'915.58

5'002'746.60

6'357.71

-8'176.45

346.50

1'608.85

Gewinn und Verlust

periodenfremder / ausserordentlicher Aufwand / Ertrag Medizinischer Einkauf f. Wiederverkauf Spenden und Vermächtnisse

2'731.00

10'564.20

9'435.21

3'996.60

CASH-FLOW

520'167.23

371'539.68

Abschreibungen gemäss Vorgaben Kanton

472'252.30

517'139.00

47'914.93

-145'599.33

Ausserbetrieblicher Aufwand und Ertrag

ERGEBNIS

43

9.3

Budget APH 2015

AUFWAND

Budget 2015

Rechnung 2014

1'008'973.00

1'126'399.45

Dipl. PflegeassistentIn

251'729.00

167'179.35

PflegehelferIn

873'056.00

897'348.10

Praktikanten/Lehrlinge Pflege

82'000.00

106'943.30

Animations-/Betreuungspersonal

27'818.00

42'509.10

359'383.00

266'121.45

25'000.00

23'450.00

Hausdienstpersonal

761'689.00

754'547.30

Technische Dienste

85'185.00

97'201.35

Rückzahlung KTG / UVG

-11'500.00

-116'253.90

Sozialleistungen

525'863.00

495'697.60

3'989'196.00

3'861'143.10

73'100.00

82'091.60

4062296

3943234.7

Medizinischer Bedarf

55'000.00

50'456.65

Lebensmittelaufwand

309'100.00

305'650.85

Haushalt und Reinigung

65'100.00

64'333.69

Unterhalt / Reparaturen / Werkzeuge

49'300.00

82'185.14

Investitionsaufwand, Leasing

52'500.00

24'363.15

8'300.00

27'182.31

89'000.00

102'431.55

0.00

90'000.00

Büro und Verwaltungskosten

77'100.00

82'519.99

Animationskosten

26'200.00

35'020.53

Versicherungen, Gebühren, übr. Aufwand

56'000.00

52'805.00

787'600.00

916'948.86

4'849'896.00

4'860'183.56

Budget 2015

Rechnung 2014

2'383'000.00

2'394'182.90

100'000.00

106'598.00

Pensionstaxen + übrige Leistungen für BW +HE

2'552'317.00

2'567'586.55

Total Pension / Pflegetaxen

5'035'317.00

5'068'367.45

176'400.00

163'811.90

Dipl. Personal

Verwaltungspersonal Honorare f. Verwaltung- und Kontrollinstanzen

Total Besoldungen Weiterbildung Personal / Übriges Total Personalaufwand

Zinsen- und Bankspesen Wasser und Energie Bildung Rückstellung für Gebäudeerneuerung

Total Betriebsaufwand TOTAL AUFWAND

ERTRAG Pflegetaxen KVG + Migel + Beitrag Kanton KVG Betriebssubventionen des Kantons

Erträge aus Leistungen an Dritte +Cafeteria Erträge aus Leistungen an Personal

14'000.00

31'509.80

Miet- und Kapitalzinsertrag

6'600.00

6'988.75

Tages-+Nachtpflegestruktur

52'800.00

48'208.00

Übrige Erträge

48'000.00

52'029.68

297'800.00

302'548.13

5'333'117.00

5'370'915.58

Total übriger Ertrag TOTAL ERTRAG

44

Gewinn und Verlust Total Aufwand

4'849'896.00

4'860'183.56

Total Ertrag

5'333'117.00

5'370'915.58

0.00

6'357.71

0.00

346.50

periodenfremder / ausserordentlicher Aufwand / Ertrag Medizinischer Einkauf f. Wiederverkauf Spenden und Vermächtnisse

0.00

2'731.00

Ausserbetrieblicher Aufwand und Ertrag

0.00

9'435.21

CASH-FLOW

483'221.00

520'167.23

Abschreibungen gemäss Vorgaben Kanton

498'250.00

472'252.30

ERGEBNIS

-15'029.00

47'914.93

45

9.4

Revisionsbericht Bereich APH

46

10. Bilanz, Erfolgsrechnung und Budget Bereich Kita 10.1 Bilanz KITA per 31.12.2014 AKTIVEN Flüssige Mittel Debitoren Transitorische Aktiven

Umlaufvermögen AKTIVEN PASSIVEN Kreditoren Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Andere kurzfristige Verbindlichkeiten

2014

2013

132'453.29

57'372.25

20'063.40

8'015.45

2'305.00 154'821.69

23'604.20 88'991.90

154'821.69

88'991.90

2014

2013

15'056.65

1'528.85

0.00

50'000.00

223.00

106.60

Transitorische Passiven Kurzfristiges Fremdkapital

19'142.65 34'422.30

30'147.80 81'783.25

Fonds und Spenden Langfristiges Fremdkapital

30'000.00 30'000.00

0.00 0.00

64'422.30

81'783.25

7'208.65

0.00

Fremdkapital Vortrag Ergebnis Jahresgewinn

83'190.74

7'208.65

Eigenkapital

90'399.39

7'208.65

154'821.69

88'991.90

PASSIVEN

47

10.2 Erfolgsrechnung Kita 2014 AUFWAND

Rechnung 2014

Rechnung Aug-Dez 2013

Kita Leitung

64'278.50

26'406.25

Fachpersonal

46'925.45

17'597.00

Betreuungspersonal

56'410.75

15'719.60

Praktikanten/Lehrlinge

12'285.55

2'922.85

Tageselternvermittlung

3'479.90

0.00

23'122.95

7'820.55

206'503.10

70'466.25

8'817.60

3'203.70

Sozialleistungen Total Besoldungen Weiterbildung Personal / Übriges Total Personalaufwand

215'320.70

Verpflegungsaufwand

73'669.95

19'272.20

6'175.35

Haushalt und Reinigung

3'257.40

6'927.95

Pädagogisches Material

3'748.50

2'645.05

Raumaufwand

14'400.00

3'960.00

2'626.65

30'781.35

0.50

0.00

525.00

218.70

7'428.31

8'110.35

206.15

83.20

51'464.71

58'901.95

266'785.41

132'571.90

Rechnung 2014

Rechnung 2013

Elternbeiträge

137'238.60

25'566.50

Beiträge Gemeinden / Institutionen

112'512.15

37'504.05

65'187.65

23'310.00

Nicht aktivierte Investition Debitorenverlust Versicherungen, Gebühren, übr. Aufwand Verwaltungs-und Informatikaufwand Finanzerfolg Total Betriebsaufwand TOTAL AUFWAND

ERTRAG

Subventionen Lohnbeiträge / pädag. Mat. Subventionen Bund

60'310.75

15'900.00

Bildung Fonds / Anstossfinanzierung

-30'000.00

0.00

TOTAL ERTRAG

345'249.15

102'280.55

Total Aufwand

266'785.41

132'571.90

Total Ertrag

345'249.15

102'280.55

232.60

0.00

4'494.40

37'500.00

Ausserbetrieblicher Aufwand und Ertrag

4'727.00

37'500.00

CASH-FLOW

83'190.74

7'208.65

ERGEBNIS

83'190.74

7'208.65

Gewinn und Verlust

periodenfremder / ausserordentlicher Aufwand / Ertrag Spenden

48

10.3 Budget Kita 2015 AUFWAND

Budget 2015

Rechnung 2014

Kita Leitung

65'325.00

64'278.50

Fachpersonal

76'580.00

46'925.45

Betreuungspersonal

46'570.00

56'410.75

Praktikanten/Lehrlinge

20'000.00

12'285.55

Tageselternvermittlung

25'000.00

3'479.90

Sozialleistungen

31'454.00

23'122.95

264'929.00

206'503.10

Weiterbildung Personal / Übriges

6'800.00

8'817.60

TOTAL PERSONALAUFWAND

271'729.00

215'320.70

33'000.00

19'272.20

Haushalt und Reinigung

6'500.00

3'257.40

Pädagogisches Material

4'000.00

3'748.50

14'880.00

14'400.00

3'500.00

2'626.65

0.00

0.50

525.00

525.00

12'850.00

7'428.31

250.00

206.15

75'505.00

51'464.71

347'234.00

266'785.41

Rechnung 2015

Rechnung 2014

Elternbeiträge

151'000.00

137'238.60

Beiträge Gemeinden / Institutionen

112'512.15

112'512.15

Subventionen Lohnbeiträge / pädag. Mat.

76'275.00

65'187.65

Subventionen Bund

33'300.00

Total Besoldungen

Verpflegungsaufwand

Raumaufwand Nicht aktivierte Investition Debitorenverlust Versicherungen, Gebühren, übr. Aufwand Verwaltungs-und Informatikaufwand Finanzerfolg Total Betriebsaufwand TOTAL AUFWAND

ERTRAG

Bildung Fonds / Anstossfinanzierung

60'310.75 -30'000.00

TOTAL ERTRAG

373'087.15

345'249.15

Total Aufwand

347'234.00

266'785.41

Total Ertrag

373'087.15

345'249.15

Gewinn und Verlust

periodenfremder / ausserordentlicher Aufwand / Ertrag Spenden

232.60 4'494.40

0.00

4'727.00

CASH-FLOW

25'853.15

83'190.74

ERGEBNIS

25'853.15

83'190.74

Ausserbetrieblicher Aufwand und Ertrag

49

10.4 Revisionsbericht Bereich Kita

50

51

52