Geschichte - Vielfalt-Mediathek

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Gesch ichte i n   B e w e g u n g Kombinierte Bildungsangebote zu NS-Zeit, Erinnerungspolitik, Demokratieverständnis und vielfältiger Gesellschaft ...

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Gesch ichte i n   B e w e g u n g

Kombinierte Bildungsangebote zu NS-Zeit, Erinnerungspolitik, Demokratieverständnis und vielfältiger Gesellschaft

Geschichte in Bewegung Wie können wir heute über den Holocaust sprechen? Wie können wir die Auseinandersetzung mit der Geschichte in die Gegenwart übertragen? Wie können wir Jugendliche emotional berühren und sie gegen Diskriminierung und Ausgrenzung sensibilisieren, ohne sie zu überwältigen? Und wie schaffen wir den Transfer zur Universalität der Menschenrechte? Für viele Jugendliche ist der Unterricht über den Holocaust abgekoppelt von ihrer Lebenswelt, ohne Verbindung zur Gegenwart. Daher haben wir – acht renommierte Berliner Einrichtungen – das Berliner Netzwerk „Geschichte in Bewegung“ gegründet und dieses einmalige und neuartige Angebot konzipiert. Ab sofort bieten wir gemeinsame Workshop-Reihen für Schulklassen an: Acht dreitägige integrierte Angebote. Jede Sequenz ist einem Schwerpunktthema gewidmet und führt Ihre Schülerinnen und Schüler in mehrere Häuser. Drei Tage – drei Orte – drei Ansätze. Durch die einzigartige Vernetzung so unterschiedlicher Akteure wie zum Beispiel das Anne Frank Zentrum, das Haus der Wannsee-Konferenz und die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus bietet sich die Chance, unterschiedliche Blickwinkel und Perspektiven einzunehmen und ein runderes Gesamtbild zu gewinnen. Die Inhalte sind aufeinander abgestimmt und ergänzen sich. So können Ihre Schülerinnen und Schüler tiefgreifende Einsichten über Verbindungen zwischen Geschichte und Gegenwart gewinnen.

Das Netzwerk Acht Einrichtungen der historisch-politischen Bildung haben sich im Netzwerk „Geschichte in Bewegung“ zusammen gefunden, um in ihrer Bildungsarbeit gemeinsame Wege zu erproben:



7xjung – Die Ausstellung von Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland



Anne Frank Zentrum



Haus der Wannsee-Konferenz



Jüdisches Museum Berlin



Jugend Museum



Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus



Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt



Gedenkstätte Stille Helden







Uns verbindet das Anliegen, so persönlich und individuell wie möglich auf die Bedürfnisse unserer Besucherinnen und Besucher einzugehen. Jeder Jugendliche ist uns mit seinen eigenen Erfahrungen und daraus resultierenden Fragen wichtig. Außerdem sind wir überzeugt, dass es für eine gute Bildungsarbeit unerlässlich ist, Jugendlichen den Raum für eigene Perspektiven und Zugänge zu bieten. Trotz der Übereinstimmung dieser Haltung sind unsere Orte und Einrichtungen sehr unterschiedlich. Einige sind historische Orte, andere sind es nicht. Manche werden von vielen, auch internationalen Besuchern genutzt, andere nicht. Diese inhaltlichen und formalen Unterschiede erfordern unterschiedliche pädagogische Konzepte, um der Geschichte, den Orten und den Besucherinnen und Besuchern gerecht zu werden. Dabei hat jede Einrichtung ihre eigenen Schwerpunkte und Stärken. Mit den hier vorgestellten gemeinsamen Angeboten verbinden wir diese Stärken, um den Jugendlichen, mit denen Sie arbeiten, möglichst viele Erfahrungen und ein weit reichendes Lernangebot zu bieten.

Unser NEUES Angebot Berlin verfügt über eine Vielzahl hoch qualifizierter Bildungsangebote zu unterschiedlichen Facetten des Nationalsozialismus und Holocaust sowie der historisch-politischen Bildung zu benachbarten Themenfeldern. Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der genannten Träger erfahren wir regelmäßig, dass Lehrer mit einer Klasse nicht nur das Angebot einer Einrichtung wahrnehmen wollen, sondern bereits Besuche in anderen Institutionen stattgefunden haben oder geplant sind. Die Angebote werden aber meist einzeln gebucht und bauen weder aufeinander auf, noch sind sie inhaltlich abgestimmt. Das ist sehr schade, und es kommt für die Schülerinnen und Schüler, trotz der natürlich vorhandenen Unterschiede, vielfach zu Doppelungen und damit zu der Frage: Warum schon wieder … ? Dem wirken wir mit unserem integrierten Angebot entgegen! Wir sind überzeugt, dass Jugendliche andere, neue und persönliche Zugänge zur Geschichte entwickeln können, wenn wir die unterschiedlichen Schwerpunkte und Möglichkeiten unserer Lernorte differenziert einsetzen. Durch die verschiedenen Orte, Methoden und Seminarformen ergibt sich ein fundiertes und rundes Gesamtbild.

In unserem Programmangebot „Antisemitismus“ schlagen wir zum Beispiel den Bogen von der Entstehung des modernen Antisemitismus im 19. Jahrhundert über die NS-Zeit bis zu der Frage nach Antisemitismus in Deutschland heute. Das Programm „Bodenfunde, Besen und Bushido“ verbindet forschendes Lernen anhand unterschiedlicher Objekte mit Fragen nach Demokratie und Menschenrechten heute. Das Programmangebot „Vielfalt früher und heute“ erweitert die Perspektive auf das Miteinander von Minderheiten und Mehrheiten damals und heute – und spricht damit Jugendliche mit eigener familiärer Einwanderungsgeschichte in besonderer Weise an. Wir  –  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Institutionen  – haben ein Jahr lang gemeinsam gearbeitet, um die jeweiligen Konzepte und Arbeitsweisen unserer verschiedenen Häuser im Detail kennen zu lernen und sie möglichst sinnvoll zu kombinieren. Auf dieser Grundlage haben wir die abgestimmten Angebote formuliert. Dennoch haben die Programme bewußt einen experimentellen Charakter. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen, um Veränderungen und gegebenenfalls Verbesserungen vorzunehmen.

Was haben SIE davon – als Lehrerin oder Lehrer? Die neue Programmform ermöglicht eine außergewöhnliche Vertiefung. Die Angebote richten sich an unterschiedliche Altersgruppen und Schulformen. Wir nehmen Rücksichten auf curriculare Bedürfnisse und bieten zugleich Möglichkeiten, eng an den Interessen der Zielgruppe zu arbeiten. Dabei widmen wir uns Themen, die neben den kognitiven auch wichtige emotionale Ebenen ansprechen. Durch die Einbeziehung unterschiedlicher Orte und die projektorientierte Arbeit über mehrere Tage hinweg ist ein Nachdenken über Vergangenheit und Gegenwart möglich. Beispielsweise können Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Diskriminierungserfahrungen in der NS-Zeit und heute thematisiert werden, ohne verkürzte Gleichsetzungen und Trivialisierungen historischer Ereignisse vorzunehmen. Im Rahmen der Kooperation informieren sich die pädagogischen Teams der beteiligten Einrichtungen direkt über das durchgeführte Programm und die Erfahrungen in den Gruppen. Dadurch können wir besser auf Ihre Gruppe abgestimmte Workshops durchführen. Zugleich sind Sie von diesen Koordinierungsfunktionen entlastet und können sich Ihrerseits stärker auf die Wahrnehmung Ihrer Klasse konzentrieren. Unser Kooperationsangebot richtet sich vorrangig an die Sekundarstufe I und die Orientierungsstufe. Wir arbeiten handlungsorientiert und interaktiv und gehen gern auf Ihre spezielle Schulklasse ein!

Die Programme Auf den folgenden Seiten finden Sie acht Vorschläge für dreitägige Programme, die durch mehrere Häuser führen. Die Programme bieten auch individuelle Variationsmöglichkeiten, die wir gemeinsam mit Ihnen entsprechend der Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler vereinbaren können. Im Rahmen unserer Modellphase im Jahr 2013 bieten wir jedes Programm zwei Mal an – einmal im Frühjahr, einmal im Herbst. Die konkreten Termine finden Sie auf unserer Website (siehe unten). Diese Termine können wir Ihnen kostenfrei anbieten. Weitere Termine sind möglich, sprechen Sie uns gerne an. Es bietet sich an, die Programme kompakt an drei aufeinander folgenden Tagen durchzuführen, zum Beispiel im Rahmen einer Projektwoche. Es ist aber auch möglich, ein Drei-TagesProgramm über mehrere Wochen zu verteilen. Wenn Sie Fragen haben oder sich anmelden möchten, wenden Sie sich an uns – wir beraten Sie gern. Stellvertretend für das Projekt-Team: Gesicht Zeigen! – Ausstellung 7x jung Verena Deventer, Jan Krebs Telefon: 030 - 3030808-25 E-Mail: [email protected] www.geschichte-in-bewegung.de

»Bodenfunde, Besen und Bushido« Dieses Programm des forschenden und entdeckenden Lernens beginnt im Geschichtslabor des Jugend Museums. Anhand von historischen Zeugnissen können die Schülerinnen und Schüler hier in der Rolle von Geschichtsforschern exemplarische „Bodenfunde“ und Themen aus der Zeit des Nationalsozialismus erkunden. Dabei gehen sie individuelle Lernwege und werden zur Meinungsbildung ermutigt. Der zweite Tag ist der Entdeckung authentischer Geschichten von Hilfe und Zivilcourage mitten in Berlin gewidmet, im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt, einer ehemaligen Manufaktur für Besen und Bürsten. Die Gedenkstätte Stille Helden im gleichen Haus weitet den Blick auf viele andere Beispiele couragierten menschlichen Handelns in der NS-Zeit. Künstlerische Verdichtungen der Themen Ausgrenzung und Respekt führen am letzten Tag zu uns selbst zurück, verbinden Geschichte und Gegenwart und stellen Fragen: Wie hätten wir wohl selbst gehandelt? Und was tun wir heute, um zu einer Gesellschaft beizutragen, die sich an der Menschenwürde orientiert?

Programm

1

ab Klasse 5  / ab 10 Jahren alle Schulformen

1.Tag, 4 Stunden: Jugend Museum „Geschichtslabor 1933-45“

2.Tag, 4 Stunden:



Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt und Gedenkstätte Stille Helden

3.Tag, 4 Stunden: Gesicht Zeigen! - Ausstellung 7x jung – Dein Trainingsplatz für Zusammenhalt und Respekt

Beratung und Anmeldung: Gesicht Zeigen! Ausstellung 7x jung Telefon: 030 - 3030808-25 [email protected]

Erinnerung im öffentlichen Raum

Programm

2

Dieses Programm führt zu der Frage, wie Erinnerung an die NS-Verbrechen persönlich und gesellschaftlich gestaltet sein soll.

ab Klasse 10 / ab 15 Jahren alle Schulformen

Die ersten beiden Tage haben einen historischen Schwerpunkt. Das Programm beginnt im Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße in Tempelhof-Schöneberg, der 2013 neu eröffnet wurde. Anhand der Geschichte der ehemaligen Haftkeller beschäftigen sich die Jugendlichen mit den Schicksalen der Opfer und diskutieren über den Weg zur NS-Diktatur.

1.Tag, 5 Stunden:

Der zweite Programmtag führt ins Haus der WannseeKonferenz. Historisch geht es hier um die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden. An beiden Tagen werden sich die Jugendlichen jedoch auch bereits mit Fragen der Erinnerungskultur und mit den Aufgaben von Gedenkstätten beschäftigen.

Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße – Jugend Museum

2.Tag, 5 Stunden:



Haus der Wannsee-Konferenz

3.Tag, 6 Stunden: Stadterkundungen und Gesicht Zeigen! - Ausstellung 7x jung – Dein Trainingsplatz für Zusammenhalt und Respekt

Am dritten Tag besuchen die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen zunächst verschiedene Denkmale in der Stadt. Anschließend kommt die Gruppe in der Ausstellung 7x jung zusammen, um die Exkursionen auszuwerten. Dabei reflektieren die Jugendlichen ihre individuellen Zugänge zu Geschichte und Erinnerung und diskutieren, wie Erinnerung in unserer Gesellschaft gestaltet sein sollte.

Beratung und Anmeldung: Gesicht Zeigen! Ausstellung 7x jung Telefon: 030 - 3030808-25 [email protected]

Opfer, Täter, Helfer und Zuschauer Handlungsspielräume in der NS-Gesellschaft

Programm

3

ab Klasse 9 / ab 14 Jahren alle Schulformen

1.Tag, 4 Stunden: Die Jugendlichen lernen in diesem Programm unterschiedliche Menschen kennen: Anne Frank versteckte sich ab 1942 in Amsterdam. Sie wurde in ihrem Versteck von Miep Gies zwei Jahre lang versorgt – bis das Versteck verraten wurde. Otto Weidt beschäftigte in seiner Blindenwerkstatt hauptsächlich blinde und gehörlose Juden. Er versuchte, sie vor der Deportation zu schützen, und versteckte mehrere verfolgte Menschen. Der zweite Tag des Programms beschäftigt sich mit den Tätern: Im Haus der Wannsee-Konferenz kamen hochrangige Vertreter des nationalsozialistischen Staates zusammen, um die „Endlösung der Judenfrage“ zu planen.

Anne Frank Zentrum Ausstellung »Anne Frank. hier & heute«

2.Tag, 4 Stunden:



Haus der Wannsee-Konferenz

3.Tag, 4 Stunden: Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt und Gedenkstätte Stille Helden

Am dritten Tag geht es um die „ganz normalen Deutschen“ – wie verhielten sie sich in der „Gesellschaft des Holocaust?“ Die Jugendlichen loten an konkreten Beispielen die Handlungsmöglichkeiten aus und überlegen, was diese Erkenntnisse für ihr Leben heute bedeuten.

Beratung und Anmeldung: Gesicht Zeigen! Ausstellung 7x jung Telefon: 030 - 3030808-25 [email protected]

»Die Nazis«, »die Juden« – und ich? Das Programm schlägt einen Bogen vom Holocaust über die Erfahrungen von Juden in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Lebenssituation der teilnehmenden Jugendlichen heute. Der erste Tag beginnt mit den eigenen Erfahrungen der Jugendlichen – haben sie vielleicht selbst schon Diskriminierung oder Ausgrenzung erlebt? Anhand dieser Erfahrungen wird ein Verständnis für historische Diskriminierungssituationen herausgearbeitet. Dabei werden die Unterschiede deutlich zwischen alltäglicher Ausgrenzung heute und der Ausgrenzung und Entrechtung im Rahmen staatlicher Verordnungen in den 1930er Jahren in Deutschland. Der zweite Tag findet im Haus der Wannsee-Konferenz statt, wo sich hochrangige Vertreter des NS-Staates trafen, um die „Endlösung der Judenfrage“ zu planen. Es geht an dem Tag aber auch darum, wie „kleine“ Leute an der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden mitgewirkt haben. Am letzten Tag geht es um jüdisches Leben in Deutschland nach dem Holocaust. Wie konnten Juden nach dem Holocaust wieder in Deutschland leben? Anhand von konkreten Beispielen wird gezeigt, was das für die jeweiligen Menschen persönlich bedeutet. Aus der Unterschiedlichkeit der persönlichen Geschichten entsteht ein differenziertes Bild.

Programm

4

ab Klasse 8 / ab 13 Jahren alle Schulformen

1.Tag, 4 Stunden: Gesicht Zeigen! - Ausstellung 7x jung – Dein Trainingsplatz für Zusammenhalt und Respekt

2.Tag, 4 Stunden:



Haus der Wannsee-Konferenz

3.Tag, 3 Stunden: Jüdisches Museum Berlin (danach 1 Std. Abschlussgespräch der Gruppe möglich)

Beratung und Anmeldung: Gesicht Zeigen! Ausstellung 7x jung Telefon: 030 - 3030808-25 [email protected]

Erinnern – ja, wie denn? Orte des Erinnerns an die Vertreibung und Verfolgung der Juden in der NS-Zeit – Beispiele in Berlin-Mitte und Schöneberg Was erinnert im heutigen Stadtbild noch an die Verfolgung der Berliner Jüdinnen und Juden durch die Nationalsozialisten? In der Spandauer Vorstadt im Bezirk Mitte befanden sich der älteste Friedhof und die älteste Synagoge Berlins. Otto Weidt betrieb hier seine Blindenwerkstatt. Seine jüdischen Arbeiterinnen und Arbeiter wurden ab 1941 deportiert. Das Museum Blindenwerkstatt und die Gedenkstätte Stille Helden erinnern an diese Zeit. Im Bayerischen Viertel in Schöneberg lebten fast drei Jahrzehnte lang jüdische und nicht-jüdische Bewohnerinnen und Bewohner Tür an Tür. Heute erinnert ein Denkmal aus 80 Schildern an die schrittweise Ausgrenzung, Vertreibung, Verfolgung und Ermordung der jüdischen Nachbarn. Mit einem Audio-Guide wird die Geschichte des Quartiers erforscht, ergänzt um Recherchen im Archiv. Dieses dreitägige Programm zeigt anhand von Beispielen, wie unterschiedlich Erinnern in Berlin aussieht. Die Jugendlichen finden heraus, wer hier an welche Menschen, Orte oder Ereignisse erinnert – und seit wann. Und sie denken darüber nach, was Erinnern und Gedenken für sie und für ihr eigenes Leben bedeutet.

Programm

5

ab Klasse 6 / ab 11 Jahren alle Schulformen

1.Tag, 4 Stunden: Einführung, Stadtspaziergang zum Gedenken in der Spandauer Vorstadt – Anne Frank Zentrum

2.Tag, 4 Stunden:



Rundgang zum Denkmal im Bayerischen Viertel – Jugend Museum

3.Tag, 4 Stunden: Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt und Gedenkstätte Stille Helden

Beratung und Anmeldung: Gesicht Zeigen! Ausstellung 7x jung Telefon: 030 - 3030808-25 [email protected]

Geschichte wird gemacht

Programm

6

Mit diesem Programm können Jugendliche lernen, dass Geschichte nicht einfach gegeben ist, sondern Fragen und Interpretationsspielraum zulässt. Sie ist immer auch ein Teil derjenigen, die sie betrachten.

ab Klasse 9 / ab 14 Jahren alle Schulformen

Das Programm beginnt mit einem Workshop im „Geschichtslabor“ des Jugend Museums, bei dem die Schülerinnen und Schüler lernen, welche Fragen sie an historische Objekte stellen müssen, um sie interpretieren zu können.

Jugend Museum „Geschichtslabor 1933 - 45“

1.Tag, 4 Stunden:

2.Tag, 5 Stunden:



Haus der Wannsee-Konferenz Im Haus der Wannsee-Konferenz beschäftigen sie sich am zweiten Tag damit, welche Quellen über die Besprechung am 20. Januar 1942 Aufschluss geben – und welche Fragen diese Quellen nicht beantworten können. Darüber hinaus lernen sie, zwischen Dokumenten aus Täter- und aus Opferperspektive zu unterscheiden.

3.Tag, 4 Stunden: Gesicht Zeigen! - Ausstellung 7x jung – Dein Trainingsplatz für Zusammenhalt und Respekt

Am dritten Tag reflektieren die Jugendlichen mit Hilfe der Ausstellung 7x jung ihre persönliche Sicht auf Geschichte und lernen zu verstehen, welche Folgen unterschiedliche Perspektiven auf Geschichte haben können.

Beratung und Anmeldung: Gesicht Zeigen! Ausstellung 7x jung Telefon: 030 - 3030808-25 [email protected]

Judenfeindschaft, Antisemitismus – und heute?

7

Programm

ab Klasse 10 / ab 15 Jahren alle Schulformen Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus auf die Zeit des Nationalsozialismus zu beschränken, greift zu kurz. Antijüdische Bilder und Stereotype sind geschichtlich gewachsen. Dabei haben sie sich immer wieder verändert und sind auch heute – teilweise manifest – in unserer Gesellschaft präsent. Dieses dreitägige Programm ermöglicht den teilnehmenden Jugendlichen eine fundierte Beschäftigung mit dem Thema Antisemitismus und anderen Formen ausgrenzenden Verhaltens. Dabei schlägt es den Bogen von der geschichtlichen Entwicklung bis hin zum Heute und Hier. Die Schülerinnen und Schüler lernen am ersten Tag die historischen Ursprünge und einige Entwicklungen des Antisemitismus kennen, befassen sich am zweiten Tag mit aktuellen Erscheinungsformen von Judenfeindschaft, wie sie beispielsweise im Zusammenhang mit dem „Nahostkonflikt“ auftreten, und überlegen am dritten Tag gemeinsam, was jeder einzelne Mensch konkret tun kann, wenn anderen Ungerechtigkeit widerfährt.

1.Tag, 5 Stunden: Jüdisches Museum Berlin

2.Tag, 6 Stunden:



Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (in den Räumen der Gesicht Zeigen! - Ausstellung 7x jung)

3.Tag, 5 Stunden: Gesicht Zeigen! - Ausstellung 7x jung – Dein Trainingsplatz für Zusammenhalt und Respekt

Beratung und Anmeldung: Gesicht Zeigen! Ausstellung 7x jung Telefon: 030 - 3030808-25 [email protected]

Vielfalt früher und heute

Programm

8

Dieses Programm regt zum Nachdenken über Identität in einer heterogenen Gesellschaft an, vom Zeitalter der Industrialisierung bis in die Gegenwart.

ab Klasse 9 / ab 14 Jahren alle Schulformen

Am ersten Tag setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Lebensentwürfen deutscher Juden im 19. Jahrhundert auseinander. Damals ging es um die Frage, wie sich Juden in die deutsche Gesellschaft integrieren und dabei „jüdisch“ bleiben konnten.

1.Tag, 2 Stunden:

Durch die Beschäftigung mit biographischen „Schatzkisten“ und in Rollenspielen erarbeiten sich die Teilnehmer am zweiten Tag die Bedeutung von Identität. Sie tauschen sich über die Chancen und Herausforderungen von Vielfalt in unserer postmigrantischen Gesellschaft aus. Am dritten Tag sind die Jugendlichen zu Gast in der VILLA GLOBAL im Jugend Museum. Persönlich gestaltete Räume laden ein, sich umzuschauen und dabei Lebensgeschichten zu entdecken von Menschen, wie es sie heute in Schöneberg und überall in Berlin gibt. Die Räume sind privat, die Gegenstände auch. Sind die Mieterinnen und Mieter erstmal kennengelernt, können die Gäste stellvertretend für sie agieren oder sich mit ihnen in Beziehung setzen.

Jüdisches Museum Berlin (in der Ausstellung)

2.Tag, 4 Stunden:



Jüdisches Museum Berlin (in den Seminarräumen der Akademie des Jüdischen Museums)

3.Tag, 4 Stunden: Jugend Museum „Villa Global“

Beratung und Anmeldung: Gesicht Zeigen! Ausstellung 7x jung Telefon: 030 - 3030808-25 [email protected]

Die Einrichtungen und Orte Das Netzwerk „Geschichte in Bewegung“ besteht aus acht unterschiedlichen Einrichtungen und Orten. Die Schwerpunkte, die Themen und die Arbeitsweisen der Häuser unterscheiden sich. Auf den folgenden Seiten stellen wir uns jeweils kurz vor. Sehr viel mehr Informationen finden Sie im Internet unter den angegebenen Adressen. Selbstverständlich können Sie mit Ihrer Schulklasse auch ein Programm in nur einer der Einrichtungen wahrnehmen. Wenn Sie Fragen haben oder Einzeltermine vereinbaren wollen, wenden Sie sich bitte unter den angegebenen Kontaktdaten direkt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der jeweiligen Einrichtung.

jung 7x Dein Trainingsplatz für Zusammenhalt und Respekt

Die Ausstellung von Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland

Die Ausstellung 7xjung ist ein außergewöhnlicher Lernort. „Everybody can be a change agent“ ist das Motto der Ausstellung. Es bringt das zentrale Anliegen von Gesicht Zeigen! zum Ausdruck: Menschen zu ermutigen, aktiv zu werden gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und rechtsextreme Gewalt. Die Ausstellung inszeniert in sieben Themenräumen heutige Lebenswelten von Jugendlichen. Unterschiedlichste künstlerische Exponate zeigen Erfahrungen von Ausgrenzung, Antisemitismus und Diskriminierung – und was man dagegen tun kann. Es geht um Zugehörigkeit und Ausschluss, um Individuum und Gesellschaft, um Geschichte und Gegenwart. Damit schafft die Ausstellung persönliche, emotionale und sinnliche Zugänge zur Beschäftigung mit der Zeit des Nationalsozialismus in unserer von Vielfalt geprägten Gesellschaft.

Angebote für Schulklassen Intensive, beteiligungsorientierte, mindestens 4 stündige Workshops behandeln unterschiedliche Themenschwerpunkte. Die Veranstaltungen sind methodisch vielfältig und werden jeweils auf die konkrete Besuchergruppe angepasst.

Öffnungszeiten für Schulklassen: Nach Vereinbarung, i.d.R. Mo - Fr 9 - 18 Uhr

für Einzelbesucher: Mi 14 - 18 Uhr

Anschrift: Flensburger Straße 3 Stadtbahnbögen 416-422 10557 Berlin-Tiergarten

Nahverkehr: S Bellevue, U9 Hansaplatz

Kontakt: Telefon: 030 - 3030808-25 [email protected] Fax: 030 - 30 30 808-29 www.7xjung.de www.gesichtzeigen.de

»Anne Frank. hier & heute« Die Berliner Ausstellung

Anne Frank Zentrums

Das Anne Frank Zentrum in Berlin ist die Partnerorganisation des Anne Frank Hauses in Amsterdam. Es zeigt die Ausstellung „Anne Frank. hier & heute“ in Berlin und führt Wanderausstellungsprojekte in ganz Deutschland durch. Daneben entwickelt es zeitgemäße Angebote und Materialien zur Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen des Holocaust. Im Mittelpunkt der Berliner Ausstellung stehen das Tagebuch und die Lebensgeschichte Anne Franks. Große Bildcollagen und seltene Objekte beschreiben die Welt von Anne im Kontext des Nationalsozialismus, der Judenverfolgung und des Zweiten Weltkriegs. Über Hörstationen und kurze Filmporträts kommen auch Berliner Jugendliche zu Wort, die sich mit aktuellen Fragen beschäftigen und dabei die Geschichte mit der Gegenwart verbinden.

Angebote für Schulklassen Jugendliche Ausstellungsbegleiterinnen und Ausstellungsbegleiter vermitteln die Inhalte im Dialog. Neben Ausstellungsbegleitungen und Projekttagen gibt es Stadtspaziergänge und Kombinationsprogramme mit dem Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt und der Gedenkstätte Stille Helden.

© Tim Zülch

© Heidi Schulze

des

Öffnungszeiten: Di - So 10 - 18 Uhr, angemeldete Gruppen ab 9 Uhr

Anschrift: Rosenthaler Straße 39 10178 Berlin

Nahverkehr: S-Bahn/Tram: Hackescher Markt U8 Weinmeisterstraße

Kontakt: Telefon: 030 - 288 86 56 10 [email protected] Fax: 030 - 288 86 56 11 www.annefrank.de

Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz

Am 20. Januar 1942 besprachen fünfzehn SS-Offiziere und Vertreter von Ministerien in diesem Gebäude die „Endlösung der Judenfrage“. Während der Besprechung, die in einem Protokoll festgehalten wurde, schilderte Reinhard Heydrich die gegen die Juden gerichteten Maßnahmen von der Ausgrenzung und Vertreibung bis zur Ghettoisierung und Deportation. Er ließ die Absicht erkennen, sämtliche Juden Europas zu ermorden. Die Konferenzteilnehmer erklärten stillschweigend oder ausdrücklich ihre Bereitschaft, an dem beispiellosen Verbrechen mitzuwirken, und schufen damit Voraussetzungen für dessen arbeitsteilige Durchführung unter Beteiligung zigtausender Menschen. Besucher können sich heute anhand einer ständigen Ausstellung, mit Hilfe einer reichhaltigen Mediothek und vorbereiteter Quellensammlungen zum Beispiel mit den Stufen des Verfolgungsprozesses, Tätern und Tatkomplexen oder den Reaktionen der Betroffenen auseinandersetzen.

Öffnungszeiten: Mo - So 10 - 18 Uhr

Pädagogische Angebote: Nur nach Voranmeldung

Anschrift: Am Großen Wannsee 56-58 14109 Berlin

Angebote für Schulklassen

Nahverkehr: S7, S1 S-Bhf. Wannsee, Bus 114

Kontakt: Wechselseitige Führungen mit pädagogischer Anleitung, ein- und mehrtägige Seminare zu zahlreichen Themen der NS-Geschichte, selbsttätiges Lernen, Beratung bei der Vorbereitung von Präsentationen und Hausarbeiten.

Telefon: 030 - 805 00 10 [email protected] Fax: 030 - 805 00 127 www.ghwk.de

© JMB, Foto: Thomas Bruns

Die Vermittlung deutsch-jüdischer Geschichte in all ihren Facetten ist ein besonderes Anliegen für das Jüdische Museum Berlin. Die Dauerausstellung präsentiert die Geschichte der deutschen Juden vom Mittelalter bis in die Gegenwart in einzelnen Epochenbildern. Diese Geschichte dient als Ausgangspunkt, um für Intoleranz zu sensibilisieren und zu verantwortungsbewusstem und respektvollem Handeln aufzurufen. In Themenführungen lernen die Schülerinnen und Schüler Lebenswelten und Biographien historischer Persönlichkeiten kennen. Kompetente Referenten erläutern die geschichtlichen, politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge der Zeit und laden zum Gespräch über die Ausstellungsinhalte ein. Workshops und Projekttage stellen handlungsorientiertes Lernen in den Mittelpunkt und vertiefen so die erworbenen Kenntnisse.

© JMB, Foto: Thomas Bruns

© Guenter Schneider

Jüdisches Museum Berlin

Öffnungszeiten: täglich 10 - 20 Uhr, montags 10 - 22 Uhr

Anschrift: Lindenstraße 9 - 14 10969 Berlin

Nahverkehr: U6, U1  Hallesches Tor

Angebote für Schulklassen 18 Themenführungen (1 bis 2 Stunden), verschiedene Workshops und Projekttage (3 bis 5 Stunden), abgestimmt auf die Bedürfnisse der Besuchergruppe

Kontakt: Telefon: 030 - 25 993-305 [email protected] Fax: 030 - 25 993-412 www.jmberlin.de/ksl/

Jugend Museum

Im Jugend Museum dreht sich alles um Geschichte – und um das Leben hier und heute. Mit seinen historischen Ausstellungen, Werkstattschauen, Theater-, Kunst- und Medienprojekten und Feldforschungen im Stadtraum will das Museum junge Menschen zwischen 8 und 18 Jahren zur aktiven Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte anregen. Spaß und Lust am Entdecken sind dabei ebenso wichtig wie das Lernen aus Erfahrung. Ein zentraler Schwerpunkt der Arbeit ist der Austausch zwischen den Kulturen – die Ausstellung „Villa Global“ bietet dafür den Rahmen. Zum Programm gehören auch Projekte, die sich mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust auseinandersetzen. Das „Geschichtslabor 1933-45“ ist ein mobiles Angebot zum Selberforschen, das in die Schulen kommt. Es kann mit einer Audiotour durch das Bayerische Viertel oder mit einem Besuch im Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße kombiniert werden.

Angebote für Schulklassen

Öffnungszeiten für Schulklassen: Mo - Fr ab 9 Uhr (nach Voranmeldung)

für Einzelbesucher: Mi + Do 15 - 18 Uhr, Sa + So 14 -18  Uhr

Anschrift: Hauptstraße 40 - 42 10827 Berlin

Nahverkehr: U7 Eisenacher Straße S1 Julius-Leber-Brücke S 42 Schöneberg Bus M48, M85, 104, 187

Kontakt: Interaktive, mehrstündige Projekttage und Workshops zu historischen Themen; forschendes und entdeckendes Lernen, prozess- und trotzdem produktorientierte Arbeitsweise. Viele Angebote zielen ausdrücklich auf eine Verständigung zwischen den Generationen und Menschen unterschiedlicher Herkunft und Interessen.

Telefon: 030 - 90277 6163 [email protected] Fax: 030 - 902 77 6329 www.jugendmuseum.de www.heimat-berlin.info www.geschichtslabor.de

werkstatt

Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt

© Thomas Bruns/Muse um Blinde n werkstatt Otto Weidt

Öffnungszeiten für Schulklassen: Mo - Fr ab 9 Uhr (nach Voranmeldung)

© Thomas Bruns/M useum Blinden Otto Weidt

in der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt erzählt am authentischen Ort die Geschichte der Blindenwerkstatt Otto Weidt, wo der Kleinfabrikant während des Zweiten Weltkrieges hauptsächlich blinde und gehörlose Juden beschäftigte. Sie stellten Besen und Bürsten her. Verschiedene Lebensgeschichten berichten von Weidts Bemühungen, seine jüdischen Arbeiterinnen und Arbeiter vor Verfolgung und Deportation zu schützen. Als die Bedrohung immer größer wurde, suchte er für einige von ihnen Verstecke. Eines davon befand sich in den Räumen des heutigen Museums.

für Einzelbesucher: täglich 10 - 20 Uhr (außer am 24.12.)

Anschrift: Rosenthaler Straße 39 10178 Berlin-Mitte

Nahverkehr: S Hackescher Markt, U 8 Weinmeisterstraße

Kontakt: Telefon: 030 - 28 59 94 07 [email protected] Fax: 030 - 25 76 26 14 www.museum-blindenwerkstatt.de

Angebote für Schulklassen

Gedenkstätte Stille Helden

Die Gedenkstätte Stille Helden erinnert an jene mutigen Menschen, oft als „Stille Helden“ bezeichnet, die während der nationalsozialistischen Diktatur verfolgten Juden beistanden. Das Beispiel dieser Helferinnen und Helfer zeigt, wie es im nationalsozialistischen Deutschland möglich war, Verfolgte zu retten. Der Schwerpunkt der Gedenkstätte liegt auf der Dokumentation und Präsentation dieser Rettungsgeschichten, wobei auch gescheiterte Versuche Berücksichtigung finden.

© Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Thomas Bruns

in der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Öffnungszeiten für Schulklassen und Einzelbesucher: täglich 10 - 20 Uhr (außer am 24.12.)

Anschrift: Rosenthaler Straße 39 (Erste Tordurchfahrt) 10178 Berlin-Mitte Führungen durch die Dauerausstellungen, verschiedene Workshops, Kombiangebote beider Institutionen. Die Angebote werden dem Alter und dem Vorwissen der Gruppe angepasst und sind für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 bzw. schon ab Klasse 5 (Museum Blindenwerkstatt) geeignet. Es besteht die Möglichkeit, Klassensätze verschiedener Bücher als Unterrichtsvorbereitung kostenfrei zu entleihen.

Nahverkehr: S Hackescher Markt, U 8 Weinmeisterstraße

Kontakt: Tel.: 030 - 23 45 79-19 oder -29 [email protected] [email protected] Fax: 030 - 23 45 79 39 www.gedenkstaette-stillehelden.de

Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus

Komplexe, sensible und politisch brisante Inhalte zum Thema machen! KIgA e.V. gehört bundesweit zu den ersten zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sich der Herausforderung gestellt haben, Konzepte für die pädagogische Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft zu entwickeln. Seit 2003 erarbeitet der Verein modellhafte und lebensweltlich orientierte pädagogische Ansätze und Materialien für die schulische und außerschulische Bildung. Aktuelle Schwerpunkte der Präventionsarbeit liegen in den Bereichen Antisemitismus, Islamismus und historischpolitische Bildung.

Angebote für Schulklassen Sechsstündige Projekttage und mehrtägige Seminare zu den Themen Antisemitismus, Islamismus und NahostKonflikt, vermittelt durch nicht-stigmatisierende, teilnahmeorientierte und multiperspektivisch angelegte didaktische Methoden.

Bürozeiten Mo - Do 9.30 - 13 Uhr

  Workshops:

Termine und Ort nach Vereinbarung

Anschrift: Oranienstraße 34 10999 Berlin

Nahverkehr: U8 Kottbusser Tor

Kontakt: Telefon: 030 - 830 30 91 30 [email protected] www.kiga-berlin.org

Projektverantwortung: Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V. Sophia Oppermann, Rebecca Weis, Jan Krebs Die Koordination des Netzwerks „Geschichte in Bewegung“ ist Teil des Projekts „Wir sind Ihr seid Uns werden Alle“ in der Ausstellung 7x jung – Dein Trainingsplatz für Zusammenhalt und Respekt. www.geschichte-in-bewegung.de

Idee, Konzeption, Texte: Jan Krebs, Sophia Oppermann, Rebecca Weis – Gesicht Zeigen! Katja Döhnel – Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt Elke Gryglewski, Guy Band – Haus der Wannsee-Konferenz Sarah Hiron – Jüdisches Museum Berlin Malte Holler – Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus Veronika Nahm – Anne Frank Zentrum Petra Zwaka, Christoph Kühn, Ellen Roters – Jugend Museum Redaktion: Jan Krebs Gestaltung: Gabi Altevers Herausgeber: Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V. Koppenstraße 93 10243 Berlin Tel: 030 - 3030808-25 www.gesichtzeigen.de oder www.7xjung.de Das Projekt wird gefördert von: