Heimat gestern und heute 27 Heimat ist modern

Heimat gestern und heute 27 Heimat ist modern

27 Foto: StMFLH Heimat gestern und heute Heimat ist modern Vier Fragen an Staatsminister Dr. Markus Söder, MdL Sie sind Staatsminister der Finanzen...

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Heimat gestern und heute

Heimat ist modern Vier Fragen an Staatsminister Dr. Markus Söder, MdL Sie sind Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Warum wurde der Begriff „Heimat“ explizit in den Namen Ihres Ministeriums aufgenommen? Söder: Wir wollten ein klares Zeichen für unser Ziel „gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land“ setzen. Deshalb wurde der zweite Dienstsitz des Finanzministeriums, das sog. Heimatministerium, auch nicht in München, sondern in Nürnberg angesiedelt. Von Nordbayern aus stellen wir jetzt die Weichen für eine erfolgreiche Strukturpolitik in Bayern – insbesondere für den ländlichen Raum. Was sind die Aufgabenbereiche Ihres Ministeriums im Hinblick auf das Thema Heimat? Söder: Bayern darf kein Land der zwei Geschwindigkeiten werden. Deswegen ist die Kernaufgabe des Heimatministeriums, die Förderung gleichwertiger Lebensbedingungen in Stadt und Land. Hierfür haben wir eine klare Heimatstrategie entwickelt. Unser Grundsatz lautet: Aktivieren statt Alimentieren. Wir wollen schwächeren Kommunen mehr Möglichkeiten geben, sich selbst zu helfen. Ein europaweit einzigartiges Förderprogramm für schnelles Internet mit einem Volumen von 1,5 Mrd. €, Verbesserungen des kommunalen Finanzausgleichs mit einem Rekordvolumen von über 8 Mrd. €, systematische Behördenverlagerungen im Einverständnis mit den Beschäftigten, Ausbau des Regionalmanagements und eine gemeinsame Entwicklungsstrategie mit Tsche-

| ASG | Ländlicher Raum | 03/2014 |

chien – nirgendwo in Deutschland gibt es derartige Ideen und Ansätze. Das Heimatministerium ist ein Leistungszentrum für den ländlichen Raum. Die Sicherung der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse ist in Bayern nicht nur Programm, sondern gelebte Praxis. Das Wort „Heimat“ erlebt seit einiger Zeit eine Renaissance. Ist der Begriff in Zeiten der Globalisierung überhaupt noch modern? Söder: Absolut. Heimat ist ein extrem positiv besetzter Begriff. Er ist eine Art emotionale Gegenbewegung zur Globalisierung. Er bedeutet für uns nichts anderes als Bayern weiter stark zu machen. Dabei dürfen wir aber nicht nur den Fokus auf München richten, sondern auf den gesamten ländlichen bayerischen Raum. Das tun wir auch konsequent. Erst vor kurzem haben wir als Staatsregierung die Nordbayern-Initiative beschlossen – 600 Mio. € in 56 Projekten für Franken und die Oberpfalz. Ein deutliches Signal für den ländlichen Raum. Es ist unser Ziel, dass jeder auch zukünftig in seiner Heimat leben und arbeiten kann. So wie wir die Traditionen unserer Heimat erhalten, wollen wir auch die Zukunft unserer Heimat erhalten. Bitte ergänzen Sie „Heimat ist für mich persönlich …“ Söder: In Deutschland bin ich Bayer, in Bayern Franke und in Franken bin ich daheim.