HeImAT russlAnD – HeImAT DeuTscHlAnD

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Heimat Russl and – Heimat Deutschl and Russlanddeutsche als Brückenbauer zwischen Ost und West Tagung | 22./23. Juli 2013 Auditorium Friedrichstraße ...

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Heimat Russl and – Heimat Deutschl and Russlanddeutsche als Brückenbauer zwischen Ost und West

Tagung | 22./23. Juli 2013 Auditorium Friedrichstraße Im Quartier 110 Friedrichstraße 180 | 10117 Berlin

H e i m at R u s s l a n d – H e i m at D e u t s c h l a n d Russlanddeutsche als Brückenbauer zwischen Ost und West Ganz im Geist des aufgeklärten Absolutismus Europas im 18. Jahrhundert handelte Katharina die Große, indem ihre Herrschaft nicht allein dynastischen Interessen diente, sondern vornehmlich auf die Vermehrung des Reichtums des Landes und des Wohlstands der Untertanen zielte. Folgerichtig orientierten sich die Maxime ihrer Politik an der Ausweitung des Reiches nach außen und seiner inneren wirtschaftlichen, sozialen und administrativen Entwicklung. 1762 erließ Zarin Katharina II. ein Manifest, in dem der Kaiserliche Senat ausdrücklich die Erlaubnis erhielt, Ausländern die Ansiedlung im Land zu gestatten. Mit der 2. Fassung vom 22. Juli 1763 ermöglichte Katharina II. tausenden deutschen Bauern, Handwerkern und Gewerbetreibenden die Ansiedlung in den Ebenen beiderseits der Wolga. Sie gewährte den Kolonisten Religionsfreiheit, Steuerfreiheit und das Verfügungsrecht über das Land. Dass die Zarin insbesondere Deutschen den Zugang in Russische Reich ermöglichte, war kein Zufall, denn die in Stettin als Prinzessin des Fürstentums Anhalt-Zerbst geborene Herrscherin war ja bereits selbst diesen Weg gegangen. Das Edikt der Zarin von 1763 heute zu würdigen, ist nicht allein eine Angelegenheit von historischem Interesse oder des Gedenkens an ein Jubiläum zur Pflege eines Geschichtsbildes, sondern von höchst aktueller politischer Bedeutung. Das Edikt und seine Folgen verweisen auf die Idee der Aufklärung eines respektvollen Zusammenlebens von Russen und Deutschen zum gegenseitigen Nutzen und Vorteil, wie es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts auch praktiziert wurde. Die leidvolle deutsch-russische Geschichte des 20. Jh. hat diese wichtigen Erfahrungen beinahe vergessen gemacht. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage, wie die 250 Jahre alte Tradition von deutschen Migranten in Russland und deren vielfache Rückwanderung seit 1987 nach Deutschland dazu beitragen, die deutsch-russischen Beziehungen zu verbessern. Aufgrund ihrer mehrfachen kulturellen Identität können gerade Russlanddeutsche als Brückenbauer zwischen beiden Länder dienen und damit besser den wichtigen deutsch-russischen Dialog auch im Bereich der Zivilgesellschaft, wie z. B. der Medien und Kultur, intensivieren.

PRoGRAMM MonTAG, 22. JULI 2013

Gestern und heute: Russlanddeutsche und ihre Geschichte 18.00 – 18.10 Uhr

Grußworte von Dr. Christoph Bergner, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundes­ minister des Innern, Beauftragter der Bundes­ regierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten

18.10 – 18.30 Uhr

250 Jahre Edikt der Kaiserin Katharina: Eine historische Einführung Prof. i. R. Dr. Detlef Brandes, Universität Düsseldorf, Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (angefragt)

18.30 – 18.50 Uhr

Das Edikt damals und heute: Deutsche Spuren in Russland Dr. Alfred Eisfeld, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e. V. an der Universität Hamburg

18.50 – 20.30 Uhr

Russlanddeutsche in Russland: Erwartungen und Realitäten Podiumsdiskussion mit Dr. Christoph Bergner, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedler­ fragen und nationale Minderheiten Dr. Alfred Eisfeld, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e. V. an der Universität Hamburg Vladimir M. Grinin, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Russischen Föderation Olga Martens, Stellvertretende Vorsitzende für Sprach­ und Informationsarbeit beim Internati­ onalen Verband der deutschen Kultur; Herausgebe­ rin der »Moskauer Deutschen Zeitung« Moderation: Dr. Gabriele Freitag, Freie Universität Berlin Anschließend Empfang

DIEnSTAG, 23.JULI 2013

Angekommen in der neuen Heimat: Russlanddeutsche in Deutschland 10.00 – 10.30 Uhr

Die Integration Russlanddeutscher in Deutschland: Bilanz einer Erfolgsgeschichte? Michael Rosenbach, Leiter der Gruppe »Maßnahmen der Integrationsförderung« beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

10.30 – 11.00 Uhr

Die kulturelle Integration Russlanddeutscher: Herausforderungen und Ziele Merle Hilbk, Journalistin und Publizistin

11.00 – 11.30 Uhr

Kaffeepause

11.30 – 13.00 Uhr

Angekommen in der neuen Heimat! Russlanddeutsche Aussiedler und ihr Wirken in der deutschen Gesellschaft Podiumsdiskussion mit Dr. Sabine Arnold, Slawistin und Journalistin, Projektleiterin »Aussiedlerseelsorge« der SinN­Stiftung Waldemar Eisenbraun, Bundesvorsitzender der Landmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. Nikolaus Haufler, Integrationspolitischer Sprecher der Hamburger CDU­Bürgerschafts­ fraktion Helge Klassohn, Kirchenpräsident i. R., Beauftragter der EKD für Fragen der Spätaussiedler und der Heimatvertriebenen Moderation: Walter Gauks, Verein zur Förderung der Integration von Russland­ deutschen e. V.

13.00 – 14.00 Uhr

Mittagspause

Kultur und Medien als Brückenbauer 14.00 – 14.30 Uhr

Gemeinsame kulturelle Identität als Brückenbauer: Deutsch-Russische Beziehungen heute und ihre Perspektiven im sich einigenden Europa Dr. h. c. Lothar de Maizière, Vorstand Deutsche Gesellschaft e.V., Vorsitzender des deutschen Lenkungsausschusses des Petersburger Dialogs

14.30 – 15.00 Uhr

Deutsch-russische Beziehungen im Kulturbetrieb Heinrich Martens, Gründer und Vorsitzender des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur, Vorsitzender des Verbandes Föderale Nationale Kulturautonomie der Russland­ deutschen, Gründer und Herausgeber der »Moskauer Deutschen Zeitung«

15.00 – 15.30 Uhr

Kaffeepause

15.30 – 17.00 Uhr

Kulturschaffende im Auftrag der Verständigung Podiumsdiskussion mit Dr. Werner Jost, Mitarbeiter am Goethe Institut München, Schwerpunkt Förderung deutscher Minderheiten in Mitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien Ulla Lachauer, Journalistin, Filmemacherin und Autorin Dr. Katharina Neufeld, Leiterin des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte Detmold Alexej Steier, Theaterregisseur Lena Steinmetz, Redaktionsleiterin der »Moskauer Deutschen Zeitung« Moderation: Alfred Eichhorn, Journalist

VerAnsTAlTungsorT: Auditorium Friedrichstraße Im Quartier 110 | Friedrichstraße 180 | 10117 Berlin U-Bahn Stadtmitte, Französische Straße, S-Bahn Friedrichstraße AnmelDung unD InformATIon: Deutsche Gesellschaft e. V. Mosse Palais | Voßstraße 22 | 10117 Berlin Telefon: +49 (0)30 88 412 141 | Fax: +49 (0)30 88 412 223 E-Mail: [email protected] eIne VerAnsTAlTung Von

Deutsche Gesellschaft e. V. Mosse Palais | Voßstraße 22 | 10117 Berlin Telefon: +49 (0)30 88 412 141 | Fax: +49 (0)30 88 412 223 E-Mail: [email protected] www.deutsche-gesellschaft-ev.de KooperATIonspArTner Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. Raitelsbergstraße 49 | 70188 Stuttgart Telefon: +49 (0)711 1 66 59-0 | Fax: +49 (0)711 286 44 13 E-Mail: [email protected] www.lmdr.de Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte Georgstraße 24 | 32756 Detmold Telefon: +49 (0)5231 921626 E-Mail: [email protected] www.russlanddeutsche.de

Gefördert wird die Veranstaltung vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie vom Bundesministerium des Innern.

Titelgestaltung unter Verwendung von: Manifest oder Kolonistenbrief. Faksimile der ersten Seite des Manifestes in deutscher Sprache von 25. Juli 1763. Original im Hessischen Staatsarchiv Marburg. Schenkung vom LWL-Freilichtmuseum Detmold an das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold. Inv. Nr. 2010/270 | Gestaltung: ultramarinrot, Berlin

Die Teilnahme an der Tagung ist nur nach Anmeldung möglich.